Samstag, 15.3u W55 185. Jahrgang Ur. 163 Erstes Blatt Berlin, 13. Juli. Der englische Zettungskönig einen der ,en er o en «lien >b gerinn« n‘ .««4 (Äer’ teiqeru9;- mit 9 Lftnube, 12.11 80- 34.95 Hunderts. nur für Deutschland, sondern für die ganze Welt. Er hat Deutschland eine neue Seele eingehaucht und ihm Glauben in die Zukunft und Vertrauen in seine eigene Kraft toinnausjog Pltchsch-EMu^ 'M Claatr-Lollem Nachdruck Dtrbtlen 9M9 58,33 62,33 13,96 16-^ 169- 22.« 70.16 (WTB.) Reichsernäh- empfing die Berliner der Landwirtschaft, um Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20“, mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.TKyriot; für den übrigen Teil Crnst Dlumschein undfür denAn- zeigenteil i.D.Th.Kümmel lämtlich m (Bienen. r 5 »lasse der 41. "P* .titning 3rir T196* 47.05 12.56 3.C53 169,77 70,32 62,56 72,3 14.01 0,93? 2,933 58,66 22,27 16.« 81,48 35,16 81,83 0,816 0,236 5,205 12,73 6,184 46,95 12,54 3,041 169,48 70,33 62,S 72,28 14.00 0,928 2,932 58,4? 22,24 16,42 81.17 35,1« 81.6 0,879 0,234 5,195 12,74 bereien verhindert werden, die vom wilden und nichtsachverständigen Handel gegen einen geordneten Verkehr mit Obst und Gemüse ausgehen, an dem der Anbauer, der sylide Handel und der Verbraucher das gleiche Interesse haben. In dem Gesetz wird u. a. ein Marktschuh erklärt für Orte und deren Umgebung, an denen besondere Absayeinrichtungen für Obst und Gemüse bestehen. Der Handel außer- halb dieser Absaheinrichtungen und außerhalb der Wochenmärkte kann verboten oder aus bestimmte Stunden beschränkt werden. Auch bei zeitweiliger Beschränkung bleibt der Verkauf des Kleinhändlers in offenen Verkaufs st eilen an den Verbraucher und der selbst geernteten Erzeugnisse durch den C rzeuger frei. Die Regelung kann infolge der Vielgestaltigkeit der Verhältnisse nicht von der Reichsregierung generell erfolgen, muß vielmehr in die Hand der Landesbehörden gelegt ters bekannt zu geben. Den Sinn der Ernennung eines Sonderbeauftragten für bäuerliches Brauchtum, für Sitte und Gesittung behandelte hierauf der für dieses Aufgabengebiet ernannte Sonderbeauftragte Erwin Mehner. Er erklärte: Nachdem die nationalsozialistische Auffassung der Wirtschaft lediglich eine dienende Rolle zuweist, während der Mensch und die K u l t u r im nationalsozialistischen Staat an erster Stelle stehen, werden nun neben den Wirtschaftsfragen die Kulturfragen eine besondere Förderung in der deutschen Agrarpolitik erfahren. Aufgabe des Sonderbeauftragten ist, ein Bild von der gegenwärtigen Lage zu gewinnen, die ver- fchiedenen bestehenden Möglichkeiten festzustellen und zu prüfen, um dem Minister organisatorische Vorschläge zur Erneuerung und Weiterentwicklung der bäuerlichen Kultur zu machen. Minister Darre erklärte, die Frage der P r e i s- g e st a l t u n g habe zuletzt das ausschließliche Interesse der Behörden beansprucht. Wenn man heute den Bauern helfen wolle, dann müsse man sich darüber klar fein, daß damit zwar das Bauerntum am Leben erhalten werden könne, daß aber nicht die Gewähr dafür geboten sei, daß Deutschland auch in Zukunft einen Bauern- standbehalte. Hier setze der Schwerpunkt des Problems ein. Mil allen wirtschaftlichen Mitteln könne man nicht verhindern, daß in zehn oder fünfzig Iahren das deutsche Bauerntum vor genau dieselbe Situation gestellt werde, in der es jetzt auch wieder stehe, und aus der es sich wieder mühsam freimache. Der Kampf der deutschen Bauernschaft gehe um das Schick- Berlin, 13. Iuli. rungsminister Darre Presse und die Führer ... ihnen sein Programm für die Arbeit des Win> Oer Kurs der deutschen Agrarpolitik Reichsernährungsminister Darre entwickelt sein Programm. spüren werden. ffienn aud, di- politisch- ®on(ol.burun8 allen Hweiaen des öffentlichen Lebens zum «egen gerel- L w?rd, so doch in besonderem Maße der W.rt- schäft, in der sich nach langem «tagmeren neues Leben hoffnungsvoll zu regen beginnt Fhr neue Impulse und neue Zuversicht zu geben ist das Ziel der wirtschaftspolitischen Arbeit der Reichsregierung. Und so stellt denn auch der Reichskanzler, allen theoretischen Schwärmereien abhold und ganz nüchtern gegeben. Der übrigen Welt kann er als leuchtendes Beispiel dienen. Das Entscheidende heutzutage ist, daß junge Männer an die Macht kommen, Menschen, die Ausdruck und Vertreter der Gedanken und Gefühle sind, die die Jugend beseelen. Es ist ein Unglück für Europa, daß es lolange von alten Leuten regiert worden ist, von Männern, die fertig, müde und s c l b st zufrieden sinh, außer Stande, diejenige Kraft einH zusetzen, die notwendig ist. Hitler, so wie er ist, könnte nicht für England gedacht werden. Könnte man ihn aber, geistig ge sprachen, ins Englische übersetzen, so würde das eine Wohltat bedeuten. Wir brauchen e i n .gleiches Stimulans, die gleiche Salzwassereinspritzung. Wir sind viel zu lange mit halber Kraft schlafenden Herzens hingetrieben. Darum ist z. B. die indische Frage zu einer vollkommenen Karikatur geworden, obwohl alle wissen, daß Indien zu einer Selbstregierung nicht reif ist. Auf die Frage, ob er demnach an die Segnungen einer Diktatur glaube, antwortete Lord Rother- mere: Glauben Sie, daß die Arche Noah zustande gekommen wäre, wenn Noah e r ft e i n e Konferenz hätte einberufen müssen? So glauben Sie tr| d)etni tägltd), außer Sonntags und Feiertags Betlagen: Die Illustrierte (Biebener Familienblättei Heimat im Bild Die Scholl» monats:Be$ugsprets: Nit 4 ‘Beilagen RV7 1.9k> Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. . -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer (Bemalt jjernfprechanschlüste ; unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Sieszeu. Postscheckkonto: $ranlfutt am Main 11686. Auch England braucht einen Hitler Ein Hothermere-Znterview. werden, da sie die örtlichen Bedürfnisse besser zu übersehen vermögen. Weiter wird der Hausierhandel mit Blumen» und G cmüsesamen und der Handel mit bewurzelten Bäumen und Sträuchern auf den Wochenmärkten untersagt. In beiden Fällen haben sich große Mißstände gezeigt, weil der Kauf der genannten Erzeugnisse reine Vertraucnssache ist, der Käufer in der Regel sich gegen den Bezug minderwertiger Ware nicht schützen kann und der Händler meist ebenfalls nicht sachkundig ist. Infolgedessen ist vielfach schlechte Ware dem Verbraucher zugeführt worden, zu dessen Schaden und zum Schaden der Produktion. Durch die neue Bestimmung wird der Berkaus minderwertiger Erzeugnisse durch den nichtfachkundigen Handel weitgehend aus geschaltet und dem Absatz der Anbauer und des ordentlichen Handels Erleichterung verschafft. ctjgeftimmt waren. Mit der Ernennung der Mini- .(ter Darre und Schmitt ist ja tatsächlich die Reichs- is«ierung im wesentlichen eine nationalsozialistische, unb die volle Verantwortung auch für den künftige" luirtschastspolitischen Kurs tragen von nun ab b I'lcichskanzler und die Männer seines Vertrauens. Nus dieser neuen Lage hat Adolf Hitler entschlossen die notwendigen Folgerungen gezogen. Er allein Hellt in Zukunft Kurs und Ziel der deutschen Wirtschaftspolitik auf, sie liegen ganz im Praktischen, unser Millionenheer der Erwerbslosen wieder in Arbeit und Brot zu bringen, mit allen Mitteln da- fitr zu sorgen, daß möglichst alle Teile des kompli- üertcn deutschen Wirtschaftsapparates auch unabhängig von den anhaltenden Störungen vom Welt- ivirlschaftsmarkt her wieder in Gang kommen und Werte schaffen, das find Aufgaben, die dem Reichs- Icinzler in seinem gesunden Sinn für die Realitäten in Politik und Wirtschaft tausendmal mehr am Herzen liegen, als alles Spintisieren und Experrmen- ticren mit irgendwelchen wirtschaftspolitischen Theo- ii.cn. Die Entfernung der beiden Reichswirtschasts- Icmimiffare Dr. Wagencr und Moeller aus ihren Remtern und die dem vorangegangene Infchutzhaft- nohme dreier weiterer Mitglieder des wirtschafts- rolitischen Stabes der NSDAP, war ein deutliches Warnungssignal für alle, die in Zukunft den Versuch wagen sollten, den Reichskanzler von seiner klaren wirtschaftspolitischen Linie abzudrängen. Der Erlaß des Reichsinnenministers an die Reichs- ftotthaUer spricht eine deutliche Sprache gegenüber ollen, die es noch nicht begriffen haben sollten, dafz die Revolution beendet ist und daß für die nun begonnene gefetzmäßige Aufbauarbeit nur biejemgen als Mitarbeiter erwünscht sind, die em für allemal jeden Gedanken an ein Weitertreiben der Revolution auf eigene Faust aufgegeben haben. Das mag zwar für manche kleinen Geister eine bittere Enttäuschung bedeutet haben, aber dieser scharfe Trennungsstrich mußte einmal gezogen werden, sollte n.ch? nach dem historischen Vorbild der meisten frühersn RevoluNonen in einer Zweiten Phase alles Errungene in Anarchie und Chaos Osmunden Daß dieser Strich so schnell und mit einer solchen Entschiedenheit gezogen wurde, 'st em erneuter Beweis für die innere Stärke der natronalsozralistrschen Bewegung als Trägerin der Revolution und die wahrhaft staatsmännische Einsicht des Führers in die Imponderabilien des Ablaufs einer historlschen Erscheinung. So wurde die Konsolidierung bei uns das Werk weniger Monate, wozu andere Volker und andere Zeiten erst durch em Meer von Blut und nach mancherlei Wechselfällen m Tempo und Methode des revolutionären Geschehens gelangen kennten. Daß Adolf Hitler zur rech en Zeit mit starker Hand Das Ganze halt!" gebieten konnte bewahret unser Volk vor unausdenkbaren Möglichkeiten und macht seinen Führer erst zum echten S aatsmann und Sieger der Revolution. Das Rundschrei- beu an te R-ich-swtthatt-r tafet md)t »en genug, ften Zweifel darüber aufkommen, daß die Reichs- aewatt entschlossen ist, die Führung m der Hand zu Gen und nicht dulden wird daß, von welcher Seit auch immer mit der Staatsautoritat nchmd- (uber getrieben wird. Es ist künftighin ganz unmiß- oer ländlich wer ... Deutschland allein bestimmt und daß alle, die die Lust anwandeln sollte aus der Rcihe zu tanzen, die ganze Strenge des Gesetzes Zweigen der Verbrauchsindustrie bemerkbar. So ist, um nur ein Beispiel zu nennen, die Produktion an Textilien seit Februar beständig gestiegen und lag im Mai bereits um 20 Prozent höher als im entsprechenden Monat des Vorjahrs. Auch aus einer Reihe anderer Industriezweige wird eine merkbare Belebung berichtet, zu einem guten Teil auch unter dem Einfluß der steuerlichen Erleichterungen, die für Ersatzbeschaffungen vorgesehen sind. Auch das veberschreiten der Zehnmillionen-Grenze bei der Spende für die nationale Arbeit zeigt, daß weiteste Kreise des Volkes die Bedeutung der Arbeits- beschassung für die Zukunft unseres Volkes voll er= fa^t haben und bereit find, na* ihren Kräften an der Erreichung des politisch, wirtschaftlich wie moralisch gleich bedeutsamen Zieles beizutragen. Die Energie, mit der der Führer die Revolution unerwartet schnell zum Abstoppen gebracht hat, und der Schwung, mit der Regierung und Volk sicp der großen Aufgabe der Arbeitsbeschaffung zuwandten, diese ganze überraschende Entwicklung zur Ordnung und Gesetzmäßigkeit ist natürlich auch im Ausland nicht ohne Echo geblieben. Wenn auch immer noch bereitwillig jedes Greuelmärchen, das übelwollende Skribifaxe oder marxistische Landesverräter über das neue Deutsch and in die Welt sehen, geglaubt und weiterkolportiert wird, so mehren sich doch die Stimmen derer, die aus Grund eigener Erfahrungen bei Besuchen in Deutschland für fair play auch gegenüber dem Rationalsozialismus eintreten. Es konnte nicht verwundern, daß vor allem in England, dem Geburtslande der modernen Demokratie und des Parlamentarismus, aber auch dem Lande größter Selbstgerechtigkeit und des unerträglichen cant, die neueste Entwicklung in Deutschland mit besonderem Mißtrauen betrachtet wurde. Richt einmal in Frankreich oder Polen haben sich Staatsmänner zu ähnlichen herabsetzenden und schulmeisterlichen Bemerkungen hinreißen lassen, wie sie sich Sir Iohn Simon von der Regierungsbank des britischen Unterhauses erlaubte, ilm so erfreulicher ist es, daß dieser Hetzkampagne gewisser Kreise in England, wozu auch gewisse unverbesserliche Chauvinisten der konservativen Partei wie Churchill und Chamberlain gehören, jetzt von einem Mann entgegengetreten wurde, der als Beberr- scher eines bedeutenden Zeitungskonzerns auf d e öffentliche Meinung seines Landes nicht ohne Einsal der deutschen Ration. lieber das Thema „Blut und B^d e n" sprach bann der Bevollmächtigte für Agrarwerbung im Reichsministerium für Volksaufklärung unb Propa- canba Karl Al o tz. Er betonte, baß allein b a s Land im Gegensatz zur Stabt über einen tatsächlichen Geburtenüberschuß verfüge. Deswegen könne bie Sicherung bes Bestanbes bes deutschen Volkes nur auf ber Grundlage eines lebenskräftigen Bauerntums erfolgen. Reichsernährunasminister Darrä sprach bie Hoffnung aus, baß auch in ber Presse bie Zeit verstauben werbe unb baß man sich über bie Grundlinien klar sei, bie man steuern müsse. Absatzerieichterungen für den Gartenbau. Berlin, 14. Juli. (TTl.) Auf Vorschlag des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft. Darre, hat die Reichsregierung ein Gesetz beschlossen, das den Absatz der Gartenbauprodukte verbessern soll. Es sollen Q u e r t r e i» unb kühl eingerichtet auf bie praktische Ausgabe ber Arbeitsbeschaffung, bie volle A u s n ü tz u n g ber inbioibucllen Fähigkeiten für ben natio- len Wieberaufbau immer wieber in ben Dorber- grunb unb betont mit aller Schärfe ben unbeding- ten Vorrang ber auf Erfahrungen unb Fähigkeiten beruhenben ß e i ft u n g. Unb fast mit ben gleichen Worten unterstrich Reichswirtschaftsminister Dr. Schmitt bie Notwenbigkeit, vom Theoretisieren über Wirtschaftspläne unb -Konstruktionen zu praktischer Arbeit zu kommen, bie niemals in irgend- welcher Sozialisierung bestehen könne. Denn nicht bie langsamste Arbeit bürfe bas Tempo bestimmen, sonbern bie stärksten Fähigkeiten sollen, an ben richtigen Platz gestellt, anfeuernb unb mit- reißenb bie Wirtschaft führen. „Könner unb Schaffer" sollen ben stärksten Schutz im neuen Reich genießen. Das ist ein golbenes Wort, bas anregenb unb be- fruchtenb, aufrichtend unb belebend sich in ber Wirtschaft auswirken wirb. So soll kein revolutionärer Bruch bie beutsche Wirtschaftsverfassung von heute auf morgen grunbstürzenb änbern, sondern der ständische Aufbau soll im Wege der langsamen und gesunden Entwicklung organisch erreicht werden, wobei alle unberufenen Experimentemacher unb eigensüchtigen Gschaftlhuber rücksichtslos beiseite geschoben werben sollen. Das sind Grundsätze einer ge= sunben Realpolitik, bie über den Fernzielen nicht bie allernächsten unb brennenben Ausgaben des Tages vergißt. „ ., Daß diese verständnisvolle Einstellung der Reichs regierung im Kampf um die Arbeitsbeschaffung bereits ihre Früchte getragen hat, zeigt der sehr beträchtliche Rückgang der E r w e r b s l o f i g- Feit seit dem Ingangsetzen bei nationalen Arbeitsbeschaffungsprogramms. Auch die Statistik des Internationalen Arbeitsamts, von dem sich das nationalsozialistische Deutschland nach den Erfahrungen ber letzten Genfer Arbeitskonferenz gewiß keine schmeichelhaften Uebertreibungen versehen kann, kommt zu bem unleugbaren Schluß, daß Deutschland im Kampfe gegen die Arbeitslosigkeit doch weitaus an der Spitze steht, wenn auch andere Lander einen gewissen Rückgang der Erwerbslosenzahl buchen können. Dabei erstreckt sich die Belebung der Wirtschaft keineswegs nur auf die Industrien, die durch das Arbeitsbefchaffungsprogramm unmittelbar angekurbelt wurden. Vielmehr macht sich die Stärkung der Konsumkraft auch schon in manchen also nicht, baßberVölkerbund irgenbeine Bebrütung hat? — Ja, warum nicht, eine Menge älterer Herren machen sehr lange unb kostspielige Reisen, wohnen in teuren Hotels, lassen sich interviewen, beschäftigen Sekretäre, liefern stänbig neue lleberidjriften für bie Zeitungen, kurz gesagt, setzen bie Raber auf ihre Art in Betrieb. Ist dies nicht vortrefflich in einer Zeit wie der unfrigen, wo alles unter ber Arbeitslosigkeit stöhnt? Am 27.3uli Vertagung in London Macdonald will die Tollarftabilisiernng abwartcn. Conbon, 14. Juli. (IlL) Die Schlußsitzung der Wellwirtschaftskonferenz wurde vom kleinen Büro vorläufig aufben2 7. Julifest gesetzt. Sämtliche Ausschüsse unb Unterausschüsse sinb aufgesordert worben, bis spätestens Freitag nächster Woche i h r e Berichte fertigzu st eilen. Am 25. Juli wirb voraussichtlich noch eine Sitzung bes Büros ftatl- finben unb nm 27. Juli wirb sich bie Konferenz nach einer Vollsitzung vertagen. Das Büro wirb voraussichtlich keinen endgültigen Zeitpunkt für bie wieberversammlung ber Konferenz festfetzen, will sich aber vorbehalten, währenb ber Vertagung zusammentreten zu können, um ge- gegebenensalls ben Zeitpunkt ber wiederverfamm- lung entsprechenb ber Entwicklung ber internationalen Cage festzusehen. Macbonald will zunächst abwarten, bis bie amerikanische Währungsfrage geklärt ist, benn eine Einfluß ist. Doch wesentlicher als die Aufsätze Lord Rothermeres, dem der Ruf vorangeht, aus Oppositionslust gerne wider den Strom zu schwimmen, um sich dadurch bei seinen Lesern interessant zu machen, wesentlicher als diese mehr am Aeußeren haften bleibenden, weil für das breite Publikum seiner Senfations- blätter bestimmten Aeußerungen des Zeitungs- königs scheinen uns Stimmen des Auslandes zu sein, die der Berliner Verlag „Die Runde" in einer handlichen Broschüre, betitelt „R atio - nalsozialismus vom Ausland gesehen", zusammengefaßt hat. Hier erheben, wie der Verlag im Vorwort mit Recht sagt, unbestochene Männer von jenseits der Grenze ihre Stimme, um Zeugnis abzulegen für das neue Deutschland. Richt etwa in unkritischen und vorbehaltlosen Lobpreisungen alles dessen, was die nationalsozialistische Revolution an die Oberfläche gebracht hat, aber doch aus dem ehrlichen Willen zum Verständnis der deutschen Lebens- notweendigkeiten und, dank der germanischen Stammesverwandtschaft, auch aus einer gleichen ethischen Grundhaltung heraus kommen die drei Verfasser, der Engländer Rolf ® arbiner, der Norweger Arvid Brodersen und der Schweizer Karl W y s e r zu einer durchaus bejahenden Einstellung zum Rationalsozialismus. Da sie an die Grundprobleme Herangehen und sich auch keineswegs scheuen, in wesentlichen Punkten — es sind, was kaum überraschen dürfte, bei allen drei Autoren die gleichen Punkte — ihre abweichende Meinung scharf zum Ausdruck zu bringen und ausführlich zu begründen, so sind diese Aufsätze als ein Spiegelbild der Auffassung in den gebildeten Kreisen des Auslandes, soweit sie sich nicht mit der Lektüre der Sensationspresse begnügen, für uns von außerordentlichem Wert. Ein Urteil, aus der größeren Unbefangenheit der nicht direkt Beteiligten gewonnen, wird, wenn in einer so taktvollen Sorm_ wie hier vorgetragen, stets gern zur Ueberprüfimg der eigenen Auffassung entgegengenommen werden. Wichtiger noch indessen scheint uns, diesen Stimmen des Auslandes dort ein vielfältiges Echo zu verschaffen, wo heute noch immer allzuviel Unverständnis, Uebelwollen und Haß den Blick für ein unbefangenes Urteil über das neue nationalsozialistische Deutschland trüben. Führung durch Leistung. j In einer Reihe von programmatischen Kpnd- jebungen haben der Reichskanzler und andere Mit- 3lieber der Reichsregieruny mit aller Bestimmtheit [•rtlärt, daß die revolutionäre Epoche nunmehr ab= ;e schlossen sei und die Zeit praktischer Aufbauarbeit )eginne. Es ist zweifellos kein Zufall, daß die erste )i«ser Kundgebungen, des Reichskanzlers große Rebe vor ben Reichsstatthaltern, zeitlich zusammenfiel mit bem Amtsantritt bes neuen Reichswirt- sihaftsministers. Denn ber Wirtschaft Vertrauen in eine neue politische Stabilisierung als unentbehrliche (B runblage eines gesetzmäßigen Aufbaus zu geben, das war ber Tenor, auf ben feitbem alle Reben unb (Maße bes Reichskanzlers unb feiner Mitarbeiter KM -«ZU ^a |,U5 zum JSSS* «usgss ■Huberte Orhors sfault >e Kulisse e^^ Publi. Tag legte ^fe Zu. if dem erhöhtem' Iinrt SS»! ää™*: ä&xt; •h Atichsbank 1467s KÄSK-m Lorb Rothermere ließ sich in Kopenhagen von einem Vertreter ber Zeitung „Politiken" interviewen. Er äußerte u. a.: Ich fehe in Hitler größten Männer bes Jahr- Er leistet eine gute Arbeit — nicht GietzemrAnzeiger General-Anzeiger für Oberhesfen Dnid unb Perlon: Brübl’ldie Universttälr-vuch. enö Steint, ruderei H. ränge in Sietzen. Schristleiinn? nnb «eschäststelle: SfyiKtroije 7. Boykottmaßnahmen gegen bürgerliche Zeitungen untersagt. Berlin, 15. Juli. (WTB. Funkspruch.) Der Herr Reichsarbeitsmini st er hat an sämtliche Treuhänder der Arbeit folgendes Reichsdienst-Telegramm gerichtet: Reichs- leitung der NSDAP, hat Gauleiter unb Huuzeitungen angewiesen, Boykottmaßnah- m e n und Iwangsandrohungen gegen bürgerliche Zeitungen zu unterlos- | ? n und alle in dieser Richtung ergangenen Avf- ku.se zurückzuziehen. Bitte Treuhänder, an Durchführung dieser Maßnahme mit- juro i r f e n. 47,05 12,56 3,053 169,82 70,41 62,11 72,42 14,04 0,932 2,938 58,61 22,28 16,46 8I<98 35,16 81,78 0,881 0,236 5,205 12,76 Summet sind Mi gleich aller, und Mi je einer « Summer m ben beiden ngrn I unb II 13. Juli M iliagsziehung wurden Gewinne )0 2JL gezogen D. 46418 M. 143593 L 40367 140588 . 109754 333363 . 237310 344O3A Slim U 11185 139>88 YA\8 89100 3 114371 119188 194737 l 1669 15560 29522 34805 95186 96207 106253 117234 HO 176968 266070 263362 258 332894 341171 368022 W. 17018 18462 62158 77872 >97 108708 147811 160 25 623 241712 260783 261151 850 328251 331254 368556 384 390306 391680 393302 nillagsziehung wurden Gewinne 100 M. gezogen 0®. 72783 L 1861^38139 136755 lffl. 128478 189490 193469 L B S S qn 10167 41764 95055 95851 S 284817 291847 316048 H 81672 sastas --- iU" r 2.5 58. 62,57 14.« 16,Ü 168.74 22.20 70 *4 4 35,09 M, reich vertreten sind. Unter diesen Fahnen befinden 1 sicyzum ersten Mal die schwarzweißrote p so heißt unser neuer Roman - eine lebenbejahende, zuver. sichtliche und heitere Erzählung - Spiegel unserer Zeit und beschwingteLiebesgeschichte - spielend unter jungen Menschen in Deutschland - geschrieben von einem jungen nationalen Dichter - spannend von der ersten bis zu der letzten Szene Älb LNorrtas, IS. Zu«, ht bett Gießener SanrMenblütteru willt langer neben sich Tausende von Unorganisierten zu dulden, die sich der Eingliedc. rung in diese Front seither aus durchsichtigen Gründen entzogen haben. Dem unorganisierten Schmarotzer ist der Kampf angesagt! Jetzt mag er sich ent- .cheiden, ob er sich außerhalb der deutschen Volksgemeinschaft stellen will oder ob er sich endlich seiner moralischen Verpflichtung zur Eingliederung bewußt wird. und die Haken kreuz sahne. Auch auf dem Gebäude derdeutschenBotschaft sind die beiden Fahnen gehißt. Die L u f t a r m e e nahm an der Parade teil. 90 große Bombenflugzeuge und 10 ?agdflugzeuggeschwader kreuzten in 500 Meter Höhe über Paris und über dem Festplatz. Berufung der Konferenz erscheint angesichts der Stellungnahme der Goldländer völlig zwecklos, bevor nicht der Dollar eine stabile Grundlage erreicht hat. In Konferenzkreisen glauben nur wenige an die Möglichkeit, daß die Konferenz nach der Vertagung überhaupt jemals wiederzusammenkommen wird. Oer Viererpakt in Rom unterzeichnet. Rom, 15. Juli. (1DI23. Funkspruch.) Am Arbeitstisch Mussolinis im Palazzo Venezia ist heute mittag 12 Uhr der Viererpakt von den Botschaftern Deutschlands Englands und Frankreich und von Mussolini, dem Schöpfer dieses Vertrages, unterzeichnet worden. Der Pakt ist in vier Exemplaren, je in einer der Sprachen der vier Grohmächle, ausgefertigt. Die vier Originale bleiben im Palazzo Venezia deponiert. Als erster unterzeichnete der deutsche Botschafter Herr von Hassel, dann die Botschafter Englands und Frankreichs und schließlich der italienische Regierungschef. Gegen Verleumder im Auslande. Berlin, 14. Juli. (ERB. Funkspruch.) Der frühere sozialdemokratische Reichskanzler und Abgeordnete S ch e i d e m a n n ist ins Ausland geflohen und bemüht sich dort, durch schamlose Lügen über Deutschland das deutsche Volk und seine Vertreter im Auslande zu b es ch i m p f e n. Kürzlich hat er in einem Schmähartikel in der „New Dort Times" versucht, durch systematische Lügen eine neue Greuelhehe gegen Deutschland zu entfesseln. Nunmehr Hal zur Abwehr dieser gemeinen landesoerräterischen Hetze das Geheime Staatspolizeiamt fünf Verwandte des Herrn S ch e > d e m a n n , die sich in Deutschland aufhalten, in Schutzhaft genommen und in ein Konzentrationslager gebracht. Dieses exemplarische Vorgehen des Geheimen Staatsamtes dürfte wohl allen Schmuhfingern und Verleumdern hoffentlich zur Warnung dienen. Die Regierung ist nicht gewillt, weiterhin mit anzusehen, wie das deutsche Volk durchfei ge und gewissenlose Burschen im Auslände beschimpft und verleumdet wird. Eine „Deutsche Krönt" im Gaargebiet. Saarbrücken, 14. Juli. (ERD.) Folgende Parteiendes Saargebiets haben sich heute zur Deutschen Front zusammengeschlossen: Deutschnationale Front an der Saar, Deutsch-Saar- ländische Volkspartei, Deutsch-Bürgerliche Mitte, NSDAP. Saargebiet und Zentrum des Saargebiets. Diese Deutsche Front hat sich die Aufgabe gestellt, alle Kräfte der Saarbevölkerung für den Lnd- kampf um die heimführung des Saargebietes ins deutsche Vaterhaus zusam- menzuschließen. Schwarzweißrot und Hakenkreuzflagge in Paris. Keine Wirtschastskommiffare mehr. ' Berlin, 14. Juli. (WTB. Funkspruch.) Das Reichswirlschaflsministerium teilt mit: Nachdem auf Anordnung des Herrn Reichskanzlers Kommissare auf dem Gebiete der Wirtschaft nicht mehr tätig sein sollen, hat der Herr Reichswirtschaftsminister die den Herren Reichskom- missaren für die Wirtschaft Dr. h. c. wagener und Moellers von seinem Amlsvorgänger zu- gefertiglen Bestellungen zurückgenommen. Damit erlöschen sämtliche von den genannten Herren Reichskommissaren erteilten Vollmachten sowie sämtliche gegebenen Unter- Dee Marrn, dev mit dieses Zeit sevtis wird von Walter Lulius Visen» v o l l m a ch t e n. Abbau der selbständigen Sand- werksbeinebe in Warenhäusern Berlin, 15. Juli. (VDZ. Funkspruch.) Der Reichswirtschaftsminister Dr. Schmitt hat eine Verordnung erlassen, wonach in Verbindung mit einem Warenhaus, Einheitspreisgeschäft, oder einem anderen durch die besondere Art der Preisstellung gekennzeichneten Geschäft auf Rechnung des Unternehmers des E i n z e l Handelbetriebes Einrichtungen für Herstellung von Wurstwaren, zur Herstellung von Brot, Back- und Konditorwaren, Einrichtung für Sattler-, Polster- und Tapezierarbeiten, für Schuhmacherarbeiten, für optische Arbeiten, für Kürschnerarbeiten, für Möbel- tischlereien, für Uhrenreparaturen, für Kraftfahrzeug- und Fahrradreparaturen und Einrichtungen zum Betriebe des Friseurgewerbes mit Wirkung vom 1. September 1933 ab als selbständige Handwerksbetriebe nicht mehr unterhalten werden dürfen. Einrichtungen für An. f ertigung von Ober- und Unterklei- düng, sowie photographische Ateliers dürfen vom 31. Dezember 1933 ab nicht mehr unterhalten werden. Aufträge zur Ausführung der genannten handwerklichen Arbeiten dürfen nicht mehr entgegengenommen werden. JeKommiffarefür die preußischen Kirchenprovinzen zurückgezogen. Nachdem die Der- ffnn'Snor“1 Evangelische Kirche zu- standegekommen ist, hat der Herr preußische Mi- rUl Wissenschaft, Kunst und Volksbildung rnrt Erlaß vom 14 Juli 1933 mein Kommis? Nrckan Evangelische n Lande s- J’ .y? dem heutigen Tage für beende t e r k l a r t. Sch erkläre daher die von mir an Rechtsanwalt Dr. Lothar Sand Kirchen- ^teuften, Pfarrer Thom, Kirchenpro- vmz Pommern, Superintendent Will, Kirchen- nnmnF? Posen-Westpreußen, Rechts- antoalt Dr. Schmidt, Kirchenprovinz Schlesien rt n? A?/ r t • Kirchenprovinz Mark Dranden- ÄÄk Rechtsanwalt Dr. Aoack, Kirchenprovinz q Adler, Kirchenprovinz West^ salen, Landrat Dr. Krummacher, Kirchenpro- von Moeller van den Druck neue Kräfte zum politischen Einsatz in zahlreichen politischen Schulungslagern, Arbeitsgemeinschaften, Grenzlandfahrten und in den Kämpfen gegen das Ro- vembersystem leistete er politische Erzie- ii 6 ^9 r b e i t. Sn seinen Lagern entstand zum ersten Male der »politische Soldat", ein Typus, nach dem heute die gesamte studentische Arbeit ausgerüstet ist. Erst die gegenwärtige nationalsoziali- st ifche Führung der „Deutschen Studentenschaft" gewährleistet die Fortführung der studentischen Erziehungsarbeit im Geiste des Deutschen Hochschulringes". Seine Aufgabe lst also somit erfüllt. Sch erkläre deshalb den „Deutschen Hochschulring" und die örtlichen „Hoch- schulringe deutscher Art" für aufgelöst und fordere meine Kameraden, denen ich für ihre treue Mitarbeit danke, aus, ihre ganze Kraft der „Deutschen Studentenschaft" unmit- m i te 16 ar zur Verfügung zu stellen. Ernst Moritz, Führer des Deutschen Hochschulringes/' Aus aller Welt. Das Balbo-Gefchwader in Montreal gelandet. q alboge f ch w ade r ist am Freitag um ö.oi Uhr ostamerikanischer Zeit in Shediac (Reu- oraunichweig) zu seiner vorletzten Flugetappe nach Montreal (Kanada) gestartet und am Freitag- nachmittag dort eingetroffen. Rekordflug des Ministerpräsidenten Göring von ' Essen nach Berlin. Ministerpräfident Göring startete am Freitag mit ben fünf Herren seiner Begleitung um 14.20 Uhr oom Essener Flugplatz und landete in Berlin-Tem- pelhof punkt 16 Uhr. Damit legte er die 455 Km lange Strecke in einer Flugzeit von 1 Stunde und 40 Minuten zurück. Die Flugzeit der fahr- planmäßigen Maschinen beträgt 3 Stunden 5 Mi- nuten. Haus der deutschen Kunst in München. Das bayerische Gesamtministerium hat die Errichtung einer rechtsfähigen Anstalt des öffentlichen Rechts mit dem Ramen „Haus der deutschenKunst (Reuer Glaspalast)" und mit dem Sih in München beschlossen. Diese Anstalt, die dem Dau und der Verwaltung eines Kunstaus- stellungsgebäudcs, der Sammlung von Freunden und der Erschließung von Mitteln und Wegen zur Forderung der deutschen Kunst dient, steht unter der Schirmherrschaft des Reichskanzlers Adolf Hitler. vinz Rheinprovknz, Konsistorialrat Kinder Evangelisch-Lutherische Landeskirche Schleswig- Holstein, Pfarrer Hahn, Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannover, Pastor S n g e l s Evangelisch-Reformierte Landeskirche der Provinz Hannover. Stadtrat Dr. Paulmann, Evangelische Landeskirche in Hessen-Kassel sowie Evangelische Landeskirche von Waldeck und Pyrmont, Pfarrer Albert Walther, Evangelische Landeskirche in Rassau sowie Frankfurt a. M. übertragenen Vollmachten mit sofortiger Wirkung als erloschen Hiermit verbinde ich meinen Dank für die in treuer Pflichterfüllung geleistete Arbeit. Berlin, den 14. Suli 1933. Der Kommissar für die evangelischen Landeskirchen in Preußen (gez.) Sager. Auflösung des „Deutschen Hochschulringes". Berlin, 14. Suli. (TU.) Der Führer des „Deutschen Hochschulringes" gibt mit nachstehender Kundgebung die Auflösung des „Deutschen Hochschulringes" bekannt: „Der „Deutsche Hochschulring" stellte die e r st e große nationalistische Bewegung in der studentischen Sugend der Nachkriegszeit dar. Die Kämpfe in Oberschlesien, an der Ruhr und im Kapp-Putsch sahen tausende von Hochschulringstudenten in vorderster Front. Als die erste Welle der nationalen Erhebung verebbt war, schöpfte er aus dem Wirken Paris, 14.Juli. Aus Anlaß des französischen Nationalfeiertags fand eine Parade üatt, die der Präsident und bfe Republik und die Mitglieder der Regierung im Beisein des diploma- tischen Korps auf dem Platz vor dem Jnvalidendom entgegennahm. Traditionsgemäß sind auf dem Gebäude des französischen Außenministeriums die Fahnen sämtlicher Länder aufgezogen, die durch diplomatische Missionen in Frank- liche Angestellte umfaßt, liegt in den Händen von Fräulein Katharina Müller, die bereits früher sich führend in der weiblichen Angestelltenbewegung betätigt hat. Der erzieherische Charakter der Deutschen Arbeitsfront kommt beim Verband der weiblichen Angestellten besonders deutlich zum Ausdruck, weil ihm die Aufgabe gesetzt ist, die weiblichen Angestellten nicht nur berufsmäßig zu betreuen, sondern auch die Persönlichkeitsbildung der deutschen Frau zu betreiben. Zu diesem Zweck dürfte der Verband u. a. bes andere Kochkurse und Kurse für Kindererziehung einrichten. Er hat sich im Sntereffe seiner Aufgaben der nationalsozialistischen Frauen front angeschlossen. Die einzelnen Berufe der weiblichen Angestellten sollen in besonderen Fachschaften innerhalb des Verbandes beachtet werden. Derartige Fachschaften sind vorläufig u. a. vorgesehen für weibliche technische Angestellte, Krankenschwestern, Hausangestellte, landwirtschaftliche Angestellte. Oie Angestelltensäule in her Deutschen Arbeitsfront. Wie vom DHV. mitgeteilt wird, soll der Gesamtverband der deutschen Angestellten nach dem Willen des Führers der deutschen Arbeitfront, Pg. Dr. Ley sämtliche deutschen Ange st eilten oom Lehrling bis zum Prokuristen umfas- s e n. 1,5 Millionen Angestellte haben sich diesen Verbänden bereits eingegliedert und sind nicht ge- Kleine politische Nachrichten. Ueber das Thema „D o l k b e i der Arbeit" totrö am Montag in der Zeit von 19.50 bis 20 der Reichsmini st er f ü r Dolks- aufflarung und Propaganda, Dr. Goebbels, über alle deutschen Sender sprechen. ♦ 5kr Reichsminister für Volksaufklarung und Propaganda hat den Sntendanten des Südwest- deutschen Rundfunks, Walter Beumel- b u r g , zum P r ä s i d e n t e n d e r R a t i o n a l- sozialistischen Rundfunkkammer er- «E fl?eu^elburtbcr5anblung gegen die gerichtliche einstweilige Verfügung, die ihm die Weiterder- breitung unrichtiger Mitteilungen über die Entschuldung des Staatssekretärs v. Rohr verbot, wurde der Schriftleiter Hans Graf Reischach vom „Berliner Dienst" am 12. Suli 1933 öom Amtsgericht Berlin-Mitte zu einer Geldstrafe von 300 Mark verurteilt Aus der Provinzialhauptstadt. Wenn Kinder schlecht effen ... Don Dr. 3. Reifer, Berlin. Eine der häufigsten Klagen, derentwegen Kinder dem Arzte vorgeführt werden, ist die Eßunlust, der schlechte Appetit. Man muß dabei zwischen wahrer und scheinbarer Eßunlust unterscheiden. Eine Eßunlust ist dann als nur scheinbar zu bezeichnen, wenn sie nur in der Einbildung der Eltern, Großeltern oder Pflegeeltern besteht. Gar nicht selten nämlich läßt sich nachweifen, baß die vom Kinde tatsächlich aufgenommenen Nahrungsmengen quantitativ und qualitativ durchaus seinem Alter und Entwicklungsstände entsprechen, nur die Eltern sind damit nicht zufrieden. In nicht wenigen Familien herrscht immer noch die Sitte, möglichst viel zu essen und namentlich den Kindern möglichst oft und reichlich Speisen anzubieten. Wenn dann ein Kind sich gegen die Ueberfütterung wehrt, |o beirachten die, an Unmäßigkeit gewöhnten Erwachsenen leicht den Widerstand des Kindes-als krankhafte und behandlungsbedürftige Eßunlust. Tatsächlich aber ist das scheinbar eßunlustige Kind das gesündeste Kind der Familie. Als scheinbar ist Eßunlust auch dann zu bezeich- nen wenn die Regelmäßigkeit der Mahlzeiten nicht beachtet wird. In öffentlichen Verkehrsmitteln ober Parkanlagen kann man zu jeder Tageszeit Kinder an Backwerk knabbern sehen, das ihnen zur Stillung vermeintlichen Hungers gereicht worden ist. Kein Wunder, daß solche Kinder hernach zur rechten Mahlzeit keinen Appetit aufbringen können! Auch ber Magen verlangt Ruhezeit. Es sollte daher streng darauf geachtet werden, daß die Kinder nur zu den regelmäßigen Mahlzeiten Speisen erhalten. Hier muß auch des Naschens gedacht werden. Keineswegs soll den Kindern der Genuß von Schokolade oder Bonbons untersagt werden: allein Schokolade und Süßigkeiten verlegen den Appetit. Sie sollten deswegen niemals vor den Mahlzeiten, stets nur im Anschluß an Mahlzeiten und nur in mäßiger -Wenge gereicht werden. Besonders bei Darbietung von Schlagsahne ist Vorsicht geboten. „Wahre Eßunlust tritt einmal im Anschluß an Diatfehler und Magenkatarrhe auf und bedarf dann ärztlicher Behandlung, bestimmte Kinder sind aber auch ohne erkennbaren Grund schlechte Esser. Ein Teil dieser Kinder verweigert nur das Frühstück am Morgen. Zwingt man sie zur Frühstücks- einnahme, so erfolgt Erbrechen. Hier handelt es sich um nervos-überregte Kinder, welche durch die Erwartung des Schulbesuches derart in Spannung gefetzt sind, daß sie für das Frühstück „keine Zeit" mehr haben. Bei anderen derartigen Kindern ist es Angst vor den Ereignissen der Schule, welche ihnen schon vorher den Appetit zum Frühstück nimmt. Solche Kinder verzehren ihr Frühstück an Sonn- unb Feiertagen und in den Ferien mit Ruhe und großem Behagen, ein Beweis, daß keine tiefere Ge- sundheitsstörung vorliegt. Verständnisvolle Erziehung kann hier Abhilfe schaffen, ebenso wie bei den Kleinkindern, welche in ihr Spiel so vertieft sein können, daß sie die Mahlzeiten darüber „vergessen". Es gibt weiterhin Kinder, die gegen bestimmte Speisen eine Ueberempsindlichkeit und daraus beruhende Abneigung zeigen. Da sie selbst darüber keine klare Vorstellung haben, sind sie nicht imstande, ihre Eltern oder ihre Pfleger aufzuklären. a ,mmt es, daß sie gelegentlich zu den innerlich abgelehnten Speisen genötigt werden, was jedesmal zu einer Katastrophe führt. Manche Kinder bringen zu keiner Mahlzeit Appetit auf, ja sie find gradezu eßscheu. Das sind im engeren Sinne die „schlechten Esser". Hat der Arzt ^e1.reimr organische Krankheit feststellen können, lo ll‘ c. BUnluft dieser Kinder meist seelisch bedingt. . Häufig sind es die einzigen Kinder, welche in stder Hinsicht verwöhnt sind. Sie mäkeln an den Speisen herum und sind stets unzufrieden. Je sorgfältiger die Mahlzeit zubereitet ist, um so weniger schmeckt sie dem Sprößling. Gütliches Zureden nützt nichts, aber auch nicht plötzliche Strenge; diese löst nur einen Tränenstrom aus. Hier hilft allein zielbewußte Nichtbeachtung und einfachste Kostformen. Sehr zweckmäßig bewährt sich die Methode, dem „einzigen" Kinde Gelegenheit zu geben, mit anderen nicht verwöhnten" Kindern gemeinsam die Mahlzeiten einzunehmen. Das Beispiel schafft manchmal Wunder. Eine zweite Gruppe der „schlechten Esser" bilden die Schwächlinge" d. h. Kinder, welche entweder in ihrer Körperanlage Mängel aufweifen oder in ihrer Entwicklung zurückgeblieben find. Es find meitf Indiens ttngehorsamsfeldzug. Puna, 14. Juli. (WTB.) Der Allindk. sche Kongreß hat mit großer Mehrheit den Cntschliehungsentwurf abgelehnt, wonach der zivile U n g e h o r s a m s f e l d z u g bedingungslos abgebrochen werden soll. Er hat dagegen mit überaus großer Mehrheit eine Entschließung angenommen, wonach zwar der Ungehorsamsfeldzug aufgegeben werden soll, aber nur, falls eine „ehren, volle" Regel ung zwischen dem Vizekönig und dem Mahatma zustande gekommen ist. Ferner hat der Kongreß den Antrag Gandhis a b g e l e h n t, wonach der Mahatma für individuelle Ungehorsamsmaßnahmen eintritt. DerIndustne-und Handelstag ruft zur Arbeitsbeschaffung auf Berlin, 14. Juli. (WTB.) Der Deutsche Industrie - und Handelstag erläßt einen Aufruf, in dem es heißt: Die dringendste Aufgabe der Gegenwart ist die vollständige Wiedereinglie- m??-^?butschen Menschen in den Arbeitsprozeß. Adolf Hitler hat verkündet, daß es nach Ablauf des Bierfahresplans gelungen fein muß, die Arbeits- ^sigkeit in Deutschland r e ft l o s 3 u b e f e i t i g e n. Große Erfolge sind den ersten Maßnahmen bereits belieben; die Arbeitslosigkeit hat sich seit ihrem Höchststand um 2 Millionen verringert Ss ist die vornehmste Aufgabe jeder wirtschaftlichen Organisation, jedes Unternehmens und jedes einzelnen Deutschen, der hierzu irgend in der Lage ift, an der Bekämpfung ber Arbeits- I o f i g f e i mitzu wirken. Die berufenen Wirtschaftsorganisationen, besonders die Jndustrie- und Handelskammern, müssen in Anpassung an Die Erfordernisse und Voraussetzungen ihrer Be- zirke Vorschläge für die Erweiterung der Arbeitsbeschaffung machen. Neben den von den amtlichen Stellen durchgeführten Maßnahmen der öffentlichen Arbeitsbeschaffung muß ge = r c o e o e r U n t e r n e f) m e r im gegenwärtigen Zeitpunkt alles tun, was, fei es durch Ersatzbeschaffungen von Maschinen, Geräten und dergleichen, sei es durch Ausbauübermäßigge- 1 a ? a g e r b e ft ä n b e , beutschen Volks- S^^ii Beschäftigung und Verdienst geben kann Darüber hinaus kann und muß jeder, der überhaupt noch über ein Einkommen verfügt, dadurch zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit beitragen, daß er sich an der Spende für die nativ» V, Irbert beteiligt, zu der der Führer Adolf Hitler aufgerufen hat. Seder muß weiter- hm lausend einen Teil seines Einkommens be- reitstellen, um nach seinem Vermögen an der Lösung der größten nationalen Aufgabe der Gegenwart mitzuwirken. Wer sich dem schuldhaft ver° t^igert, stellt sich außerhalb der Volksgemeinschaft. Oie Frauen in der Deutschen Arbeitsfront. Berlin, 14. Suli. (VDZ. Funkspruch.) Dem Verbände weiblicher Angestellten in der Deutschen Arbeitsfront gehören gegenwärtig bereits mehr a l s 2 00 0 0 0 M i t g l ie der an. Die Leitung des Verbandes, der die weiblichen Angestellten ohne Unterschied ihres Berufes im Rahmen der Deutschen Arbeitsfront als besonderer Fachverband für weib- Raffenhygienischer Schulungskursus Rassische Zusammensetzung des deutschen Volkes" owie der vielfältige Reiz des Klimawechsels. -Rass Einweihung des Gefallenen-Oenkmals | fmb." / warz- lag- Lin« Ueberraschung von der Putzfrau in der Dose. Dor kurzer Zeit erhielten die Hausfrauen Besuch von dem höflichen Vim-Mädchen, das ihnen ein Vorzugsangebot für Vim überreichte. Sicherlich will keine Hausfrau sich diese einmalige günstige Gelegenheit entgehen lassen, so billig zu der Hilfe von Putzfrau Vim zu kommen, zumal das Dorzugsangebot nur kurze Zeit Geltung fyat_____________4543V ** Ein Fünfundfiebzigjähriger. Mehgerrneister Gustav Sack, Seltersweg 7, der einer altbekannten Siebener Mehgerfamilie angehört, kann heute in geistiger und körperlicher Frische seinen 75. Geburtstag feiern. Der Iubllar übt noch heute sein Handwerk aus. *♦ Iustizpersonalie. Der Reichsstatthalter in Hessen hat auf Vorschlag der Hessischen Regierung den geschästsleitenden Justizinspektor beim Amtsgericht Homberg, Friedrich Schmalz, zum geschafts- leitenden Oberjustizinspektor beim Amtsgericht Butzbach mit Wirkung vom 15. Juli 1933 ab ernannt. *» Hessische Personalien. Die technische Anwärterin Anna Elisabeth Sessel aus Alzey wurde zur technischen Lehrerin an der Mädchen- Berufsschule zu Bieber (Kreis Offenbach a.M.) CLUB-Raucher sind Tabak-Kenner, denn sie wählen von zahllosen Zigarettenmarken die weitaus beste Das Postamt zur Oberwellen-Aundfunkstörung. Das Po st amt Gießen schreibt uns: Die seit einigen Tagen beobachteten Rundfunkslorungen sind euf Oberwellen zurückzuführen, deren Beseitigung Ich die Südwestdeutsche Rundfunkgesellschaft ange- I:gcn fein läßt. Es ist zu hoffen, daß der störungs- freie Empfang bald wieder hergestellt ist. Die Rund- fsunkhörer werden um etwas Geduld und Nachsicht •«beten. Äie Hausfrau kurbelt die Wirtschaft an f Freude an der Natur und deutscher Arbeit ver- »inden die Frau als Hüterin und Bewahrerin allen Lebens mit dem deutschen Gartenbau. Das sah man wieder so recht bei der einzigartigen deutschen Gar- Üfnbauausfteüung Berlin 1933, in der 150 000 blühende Blumen und herrliches Frühgemüse vor Len Augen der Besucherscharen ausgebreitet waren. Aber diese herzlichen Beziehungen müssen auch einen gedanklichen Unterbau bekommen, nämlich die Erkenntnis der großen Bedeutung des deutschen •Gartenbaues für Haus, Familie und Dolkswirt- fchaft. Die Hausfrau wird ausländischen Erzeugnissen keinen Pfennig mehr opfern, wenn sie hört, wie stark die Kaufkraft des deutschen Gartenbaues ^nrückgehen muß, sobald die Einfuhr aus anderen Ländern immer schärfer wird. Der Wert des deut- 'chen Gartenbaues, der, in Zahlen ausgedrückt, für 1,5 Milliarden Reichsmark Erzeugnisse auf den Markt bringt, wird oft so wenig von der Hausfrau gewürdigt, daß man gelegentlich hört: „Ja, haben Dir denn ebenso früh Gemüse wie das Ausland?" mb bann gehen etwa 200 Millionen Mark in bie ilusfuhrlänber für Gemüse, wo günstigere klima- ische unb wirtschaftliche Verhältnisse bestehen. Das ist nicht mehr nötig, liebe Hausfrau! Der deutsche Gemüsezüchter hat ben Wettbewerb mit dem Auslanb aufgenommen unb der Frühgemüse- dau hat bei uns schon einen erheblichen Umfang angenommen. Von den großen Anbaugebieten seien iinmal die rund um Berlin gelegenen genannt: das iDberbrud), bie Umgebung von Guben unb Frank- ürt a. b. Ober, wo schon, bevor ber Kalender den Frühling ansagt, die köstlichsten Gurken, Tomaten, Salat und Blumenkohl, Radieschen und Rettiche kultiviert werden und in frischestem Zustand auf chnellstem Wege in unsere Küche gelangen. Sehr oft gehen Hausfrauen an den Ständen mit Frühgemüse vorbei, weil sie sich gar nicht vorstellen im Londgraf-Ludwigs-Gymnasium. 9m Freitag um 15 Uhr fand in der Aula des Zymnasiurns eine Feier zu Ehren der im Weltkrieg gefallenen Lehrer und Schüler und die Einweihung )er Gedenktafel statt, die aus Spenden von Angehörigen der Gefallenen, ehemaliger Schüler und der Llternschaft der Schülerjahrgänge 1927 bis 1933 erlichtet werden konnte. Zu der Feier hatten sich außer lern Lehrkörper und den Schülern und die früheren Lehrer des Gymnasiums, darunter auch Oberschul- rat Dr. Blank eingesunden. In Vertretung des erkrankten Direktors gedachte Studienrat Dr. W o l k e w i tz in tief empfundenen Dorten der Toten, zu deren Gedächtnis sich die Versammlung in feierlichem Schweigen erhob. Ehor- tieber, Deklamationen und ein Vortrag des Schüler- -rchesters waren in wirkungsvoller Weife der ernsten Stunde angepaßt. Dann versammelten sich die An- vesenden vor der Gedenktafel, die im ersten Stock )es Gymnasiums angebracht ist. Hier hielt Prof. Freiherr von Gall die Weiherede-, sodann trugen oier Primaner ein von Oberstudiendirektor Alten- ;i o r f verfaßtes Gelöbnis zum Gedächtnis der Toten cor. Zum Schluß übernahm Herr Dr. W o l ke w i tz - mit einer kurzen Ansprache das Denkmal in die !l)bhut der Anstalt. Es wurde entworfen und ausge- ' fführt von Kunstbildhauer Ködding. Es stellt ein .(in gelbem Kunststein hergestelltes über drei Meter 1 Hohes Portal dar, das im oberen Teil das in star- Hem Relief herausgearbeitete Brustbild eines Front- flalbaten im Stahlhelm zeigt. Der Künstler hat es rin meisterhafter Weise verstauben, den ernsten ent« fchlossenen Zügen dieses Bildes einen ergreifenden nmb zugleich mitreißenden Ausdruck zu verleihen, 8er noch besonders erhöht wird durch die zahlreichen •6ra kreuze, von denen es umgeben ist. Unter ihm ffmd die Namen der gefallenen Lehrer und Schüler angebracht. Der Sinnspruch der Ilias: „Nur eine Dorbedeutung gibt es, die wirklich gut ist, den Abwehrkampf für das Vaterland" schließt das künstlerisch und ästhetisch autzerordentlich wirkungsvolle Denkmal ab. Unbefugte Führung der Reichslriegsflagge. Es ist in letzter Zeit wiederholt beobachtet worden, Saß Privatpersonen, sowie angeblich auch Militär- und sonstige Vereine, die durch Verordnung -Ses Herrn Reichspräsidenten vom 14. März 1933 bestimmte jetzige Reichskriegsflagge (sch rveißrot mit dem eisernen Kreuz) z u r B e s pung ihrer Wohnungen usw., ferner als glagge auf Booten, als Wimpel an Kraft- nagen und Fahrrädern benutzen. Nach dem „Gesetz zur Abänderung strafrechtlicher Vorschriften" Dom 26. Mai 1933 lautet §360 Ziff. 7 des Reichs- sleafgesetzduches: „M i t 150 Mark Geldstrafe bz w. Hast wird bestraft: 7. wer ohne ausdrückliche Ermächtigung ber zuständigen Behörde die Flaggen des Reiches oder eines Landes ober den Reichsadler ober ben entsprechenben Teil eines fianbesroappens führt ober gebraucht ober teer unbefugt eine Dien st flagge des Reimes ober eines Lanbes gebraucht. Den Wappen, Wappenteilen unb Flaggen stehen solche gleid), bie ihnen zum Verwechseln ähnlich Der Rebner führte u. a. aus: Man müsse Rassen- unb Volksgrenzen unterscheiben. Das „Volk" als solches sei ein geschichtlicher und sittentümlicher Begriff. Die Rasse sei ein naturwissenschaftlicher Begriff. Man könne eine Sprache erlernen, eine Staatsangehörigkeit erwerben, zu einer Religion übertreten, in eine Rasse aber könne man nur hineingeboren werden. Man könne sie nur von den Vorfahren erben, sie sei gewissermaßen Gnade oder Verhängnis, beides aber sei unabhängig von unserem eigenen Willen. In seinen weiteren Ausführungen sprach der Redner über die Entstehung der Rassen, insbesondere aber der nordischen Nasse, wobei er kurz auch die Bcbeu- tung ber Bölferroanberungen erwähnte. Er betonte, daß schon seit Jahrtausenben eine „Auslese" vor sich gegangen sei: beftimmenb für bie törpbrlithen unb bie geistigen Eigenschaften eines Volkes sei aber immer bas rassische Mischungsverhältnis. Die Men- schenkunde (Anthropologie) sei ein Mittel, körper- 'tD(^cn M fltnn,W ° dj, toonacf) n h r- fQ|[q9 QM9en RSS ben Qi9(,0;Nn Ä De». »ai>e i’lonlrt. 'A'Sn'" ®6ri"8 °°, 3Urutf. $ie m beträgt 3° W- => t ’enfiunf,in münd^. Ministerien nh'gen Anstalt R 'l? «n Kamen 6H Keuer GlasdalM^ Verwaltung s,^alt, von Mitteln »• r-LL schen Rassenanlagen als die anerkannt schöpferischsten und befruchtendsten Elemente der Kultur des Abendlandes (ein für das deutsche Volk Unersetzliches und Wertvolles) zu schützen unb zu fördern. Zum Schluß seines ersten Vortrages betonte der Redner, daß es zwischen dinarijchen unb nordischen Menschen kulturell durchaus günstige Verbindungen gebe, die wir bei aller Förderung des nordischen Menschen nicht ausrotten sollten, daß wir aber andererseits alle artfremden außereuropäischen Einflüsse unb Rasse- bcftanbteile unseres Volkes ausschließen müßten. Der zweite Vortrag, der ebenfalls von Dr. Kranz gehalten wurde, behandelte als Thema „Die Linführung in bie Vererbungslehre". Die Vererbungslehre sei, so führte er u. a. auS. die wissenschaftliche Grundlage für die Rassenhygiene, die ihren Ausbau und Ausbau insbesondere durch L a m a r d , durch Darwin, ©alten, Ploetz und Schallmayer erfahren habe. Die Erblichkeitslehre sei in den vergangenen Jahrzehnten allmählich aus einer Fülle von bloßen Annahmen unb Vermutungen heraus zur exakten Wissenschaft geworden- 3n seinen weiteren Ausführungen ging der Vortragende näher auf das Mendelsche Derer- bungsgeseh ein, sprach in rein fachlicher Weise über überdeckende (dominante) und über überdeckbare (rezessive) Vererbung und kam dabei auch auf die mannigfachen Gefahren der Ver- wanbtenehen zu sprechen. Mit besonderem Interesse wurden die Ausführun- gen über die Zell-Lehre, ferner über geschlechtgebun- dene Vererbung (Bluterkrankheit, Rot-Grün-Blind- heit usw.) aufgenommen. Er wies auf die Schwierigkeiten ber Erbforschung bei ben Menschen hin, bie hauptsächlich — entgegen ber Erbforschung bei Pflanzen unb Tieren — bei ber Materialbeschaffung lägen. Eine Stütze habe bie Wissenschaft allerdings barln, daß bie Vererbungsgesetze für Tiere unb Pflanzen prinzipiell auch auf ben Menschen bezogen werben könnten. Nach kurzen Ausführungen über bie Bebeutung ber Zwillingspathologie wies Dr. Kranz noch auf die Unterschiede zwischen dem Erbbild unb bem Nebenbilb hin. Er betonte, baß man unterscheiben müsse zwischen Umweltseinflüssen, bie auf bas Merkmalsbilb unb solchen, bie auf bas Erbbilb einwirken. Nicht bas Merkmal, sonbern nur bie Anlage zum Merkmal könne vererbt werben. Für bie Zukunft unseres Volkes sei die Beschaffenheit der erbdildlichen Anlagen entscheidend. Die mit großer Aufmerksamkeit aufgenommenen Borträge wurden durch eine große Anzahl sehr instruktiver Lichtbilder unterstützt und gaben so den Hörern im Rahmen ber zur Verfügung stehenden kurzen Zeit einen Ueberblicf über die behandelten Probleme. können, daß Deutschlands Gartenbau es so vollendet versteht, der eigentlichen Saison zuvorzukommen. Darum haben die Gurken einen „Gürtel" um, auf dem die Herkunft vom deutschen Boden gewähr- leistet wird. Und schaut man sich die Tomatenkisten an, so ist auch darauf verzeichnet, daß sie einer deutschen Frühgemüsetreiberei entstammen. Die Hausfrau ist der Motor des Wirtschaftsmarktes, und wenn sie nicht nur gefühlsmäßig, sondern auch an bewußt nationaler Einstellung dem deutschen Gartenbau gut Freund ist, so wird dieser starke Mitkämpfer für Deutschlands Selbstversorgung und Unabhängigkeit vom Ausland von ihr in jeder Weise unterstützt werden. Obst unb Gemüse — ja! Aber von deutschem Boden muß es sein! Die deutsche Hausfrau ist heute keine gedankenlose Einkäuferin mehr! Sie überleat, wie sie zu ihrem Teil zur Ankurbelung ber Wirtschaft und damit zur Beseitigung der Arbeitslosigkeit beitragen kann. Das beginnt schon beim Einkauf eines Salatkopfes. rt. Gießener Wochenmarktpreise. * © i e 6 c n, 15. Juli. Es kosteten auf dem heu« tigen Wochenmarkt: Landbutter 120, Kochbutter 103, Matte 25 Pf. das Pfund, Käse 4 bis 10, Eier, inländische, 81/. Pf. das Stück, Wirsing, grün, 10 bis 12, Weißkraut 10 bis 12, Rotkraut 15, Gelbe Rüben 15 bis 20, Rote Rüben 10, Spinat 15, Römischkohl 10, Bohnen, grün, 25, gelb 30, Erbsen 12 bis 15, Mischgemüse 10, Tomaten 25 bis 35, Zwiebeln 12, Rhabarber 5 bis 8, Pilze 30, Kartoffeln, neue, 5, Pfirsiche 35, Himbeeren 30 bis 35, Birnen 20, Kirschen 15 bis 35, Heidelbeeren 25 bis 30, Stachelbeeren 15 bis 25, Johannisbeeren 15 bis 20, Erdbeeren 30 bis 40, Honig 35, Junge Hähne 80 bis 100, Suppen-" Hühner 70 bis 80 Pf. das Pfund, Tauben 50 bis CO, Blumenkohl 10 bis 50, Salat 3 bis 5, Salatgurken 20 bis 35, Einmachgurken 6, Endivien 10. Ober-Koh rabi 5 bis 8, Rettich 5 bis 10 Pf. das Stück, Radieschen 5 bis 10 Pf. das Bund, Kartoffeln. neue. 4 Mk- per Zentner. Walderdbeeren 50 Pfennig das Pfund. Voruonzen. — Tageskalender für 6 a m 8 tag: DHC., 20.15 Uhr, von der Üniversitäts-Diblio- thek: Abendgang nach dem Forstgarten. — Verein 224er, 20.30 Ubr: Zusammenkunft im „An- dres". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: »So ein Mädel vergißt man nicht". — Tageskalender für Sonntag: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: »So ein Mädel vergißt man nicht". vinzichauWa-t r schlecht Een... 3- Reifer, Serlin. ^Q9en< derentwegen flinta »erben, iHMeZnfi. :,Lme Eßunlusl ist bann als fc((“enn Jle nur >" der ' Wilern ober fctlten Nachweisen, Schuch aufgenommenen Mai- uiD unb qualitativ bur^au- itwilklungsstanbe entspreche? Mit nicht zufrieben. 3n niqi W immer noch bie Sitte unb namentlid) ben Mm f) Speifen anjubieten. Wenn n die Ueberfwung mein, Mäßigkeit gewöhnten 6r- Überstand dr; hfc. & bimtzÄMchitzr E'Mch. scheindnr rßunlchige Sin) x yam'üie, unluft auch bann zu bezeich- läßigteit ber Mahlzeiten nich: ntlichen Vertehrsniitleln ober in zu jeder Tageszeit fiinbtr sehen, das ihnen zur StiDur.a :s gereicht worben ist. Sei: Kinder hernach zur rechle? tit aufbringen können! Auü uhezeit. Es sollte daher strenz i, daß die Kinder nur zu den ■en Speisen erhalten. s Naschens gedacht werden, lindern der Eenuß von Scho-, jnterjagl werben; allein S^o- 'N verlegen den Appetit, vir als vor den Mahlzeiten, stets lahlzeiien und nur in mäßiger n Besonders bei Darbietung Ä't, wm “ atorrhe auf unb bebarf bann bestimmte Kinder sind aber Grund schlechte Ester, er verweigert nur das Früh. ngt man sie zur Fruhstu rbrechen. hier handelt es sich Kinder welche durch die E - suches' derart 'n S.PQnS , bas Frühste »feme > ’n wr iJWP"“ n?uhe unb nötigt werden, ührt. Mahlzeit W täte« ßjnber wem ' g^che m >d f j , um i° ®cnn^t KtzD *»ä**5‘ liche rassische Unterschiebe festzustellen. Das beutsche Volk setze sich aus verschiebenen Rassen zusammen. Vorwieaenb (mit etwa 55 bis 60 v. H.) sei ber norbische Mensch ; man unterscheibe außerbem innerhalb unseres Volkes ben fälischen, ostischen, ben weltijchen, ben binarischen unb ben ostbaltischen Menschen. Der Rebner schilberte kurz bie körperlichen unb geistig-seelischen Unterschiebe ber einzelnen Rassen. Der Wert einer Rasse sei relativ für jebes Volk unb nur für bas betreffende Volk, um besten Beurteilung es sich hanbelt, von absoluter Bedeutung. Man müsse festhalten, baß irgenbeine Eigenschaft in einem Volke tulturförbernb wirken könne, während die gleiche Eigenschaft bei einem russisch anders zusammengesetzten Volke zersetzend wirke. Bei der Wertung einer Rasse sei es nicht nöig, in Rassenkampf und Rassenhaß zu verfallen. Rastewert werde gemessen an ber Gesittung, an ber Kultur eines Volkes unb an den Aufgaben, die dieser Kultur gestellt sind. So, wie z. B. der völkisch- zionistische Jude durchaus im Rechte sei, wenn er ben „nichtjüdischen" Geist in seinen Reihen aus- schalte, so habe das deutsche Volk nicht nur das Recht, sondern unter allen Umständen die Pflicht, sich gegen jeden nach Vorherrschaft strebenden art- unb wesensfremden Einfluß zu wehren, ihn unter Umständen rücksichtslos auszumerzen und die nordi- Unter starker Beteiligung der Aerzte, der Stuben- ten unb auch der Lehrer in unserer Stadt und deren Umgebung, veranstaltet gegenwärtig bie NS.- Aerzteschaft Oberhcfsen-Norb unter ber Leitung von Dr. Kranz- Gießen einen Rassenhygienischen Schulungskursus im Hygienischen Institut, der in seinen Vorträgen den Hörern die Grundlagen ber Rassenhygiene vermittelt. Den ersten Vortrag hielt Dr. Kranz, der in umfassender Weise über die Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, ben 16. Juli. 5. Sonntag nach Trinitatis. Slabttirche. 8 Uhr: Pfr. Mahr; zugleich Christenlehre für bie Neukonfirmierten ber Matthäus- gemeinbe; 9.30: Pfr. Becker. — Dohanneskirche. 8: Pfr. Bechtolsheimer; zugleich Christenlehre für bie Neukonfirmierten ber Lukasgemeinbe; 9.30: Psarr- assistent Dörsam; 20: Bibelbesprechung im Johannes- (aal; Pfarrassistent Dörfern. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Missionar Walther; zugleich Chri- stenlehre für bie Neukonfirmierten der Luther- gemeinbe; 11: Kinberkirche für die Luthergemeinbe; Missionar Walther. — Petruskapelle. 9.45: Pfarr- affiftent Surfer. — Reue Aula ber canbesuniversität. 11.15: Universitäts-Gottesdienst; Predigt Professor V. Bornkamm. — wieseck. 9.30: Hauptgottesdienst; 10.45: Christenlehre, 14: Bibelftunbe; Missionar Walther, Gießen; Kollekte. — Atten vuserf. 10: Gottesdienst. — Trohe. 13: Gottesdienst. — Großen- Vufeck. 10.30: Gottesdienst. — Oppenrod. 8.30: Gottesdienst. — Albach. 8.30. — Steinbach. 10: Gottesdienst und Christenlehre. — Klein-Linden. 9: Haupt- gottesbienft; 10: Kinbergottesbienst. — Heuchelheim. 13.45: Hauptgottesbienst; Pfr. Surfer, Gießen. — Kirchberg. 10: Kirchberg, 11: Christenlehre für bie konfirmierte weibliche Jugenb; 13.30: Lollar. — hausen-Garbenteich. 10: Garbenteich, anschließenb Christenlehre; 13: Hausen. — IBatjenborn-Steinbcrg. 10.15: Hauptgottesbienst; 11.15: Kinberkirche. — Grüningen 9: Hauptgottesdienst. — Cid). 8: Früh- gottesbienft; 10: Stiftspfarrer Draubt; 12.45- Kin- bergottesbienft. katholische Gemeinden. Samstag, den 15. Juli. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, den 16. Juli. 6. Sonntag nach Pfingsten. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Kinder; 8: Kommunion; 9 Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 14: Andacht. — Echzell. 11; Hochamt mit Predigt. — Grünberg. 9.45: Messe mit Predigt. — Hungen. 8: Hochamt mit Predigt. — Caubad). 10: Hochamt mit Predigt; 14.30: Vortrag unb Andacht. — Cid). 10: Hochamt mit Predigt; 20: Vortrag und Andacht. — Ridda. 8.30: Hochamt mit Predigt. — Schotten. 10.30: Messe, Hochamt mit Predigt. Oeffentticher Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, nur in dringenden Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244'45, Notruf Telefon 02. Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr. Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 7 bis 13 Uhr. Sanitätskolonne: Telefon 2500. Aerzte: Sanitätsrat Dr. Schliephake und Dr. Malech. Zahnarzt: Dr. med. dent. Schüttler. Apotheke: Hirschapotheke. Neben der selbstverständlichen Pflege des Wehrsports und einer Erweiterung ber Staatsbürgertunbe hat die Ingenieurschule Ilmenau besondere Erfolge dadurch erzielt, daß fie nach einer Ausbildung in ben allgemeinen wissenschaftlich-technischen Grundlagen in ben höheren Semestern eine Vertiefung in Spezialrichtungen anstrebt, wobei ber Stubierenbe in enger Zusammenarbeit mit dem Lehrer zu jener Selbftänbigteit geführt wirb, die die Vorstufe der Charakterbildung ist. 586V schmalgebaute, zarte Kinder, deren Blutkreislauf rielfache Störungen erkennen läßt; ihr Nerven- Aftern zeigt bie Erscheinungen reizbarer Schwäche. — Die Behebung ihrer Eßunlust erforbert Gebuld, »eil bie Ursache in ber Gesamt-Reizschwäche oer- ankert ist. Solche Kinder benötigen Speisen, welche -stärkere Geschmacksreize enthalten unb nur wenig umfangreid) sind, um ben Mage nicht zu stark zu füllen. Milch muh gegenüber konzentrierter, doch Hwechslungsreicher Kost zurürftreten. Bei derartigen Hindern laßt sich durch Verschickung oft ein sehr juter Erfolg erzielen, wobei sich natürlich nicht nur Üas Beispiel ber anberen Kinder heilsam auswirkt, -andern auch bie völlig geänberte Kost unb Pflege, mit Wirkung vom 1. Juli ernannt. — Mit sofortiger Wirkung wurde der Lehrer Wilhelm Ackermann zu Unter-Hambach (Kreis Heppenheim) beurlaubt. — Der Obergärtner bei der Lehranstalt für Obstbau und Landwirtschaft zu Friedberg Alexander H i l d wurde auf sein Rachsuchen mit Wirkung vom 1. Oktober 1933 in den Ruhestand verseht. — Der Handelsstudienrat Dr. Friedrich Müller wurde von der Wahrnehmung der Dienstgeschäfte des Hand.'lsstudien- direktors der kaufmännischen Abteilung der Berufsschule zu Osfenbach a. M. entbunden. ** Schulferien. Mit dem heutigen Tage haben an ben Gießener Schulen bie Schulferien begonnen. Für über brei Wochen haben bie Schulhäuser ihre Pforten geschlossen unb bie Jugenb erfreut sich einer uneingeschränkten Freiheit. Hoffentlich bringen die nächsten Wochen auch noch etwas von dem längsterwarteten schonen Wetter, damit die Jugend über die Straßen unserer Stabt hinaus kann, um auf Wanderungen in bas schone Hessen- lanb roieber neue Kräfte zu sammeln. Der Unterricht beginnt erst wieder am 10. August. Die Schulferien sind diesmal um 3 Tage verkürzt, da in diesem Jahre die Osterferien um eine Woche verlängert worden waren. ** Sonntags - Rückfahrkarten nach L i ch. Zu der am Mittwoch, 19. Juli, in Lich statt- finbenben Kreistierschau, zur Bauernversammlung unb zu dem gleichzeitig vorgesehenen Flugtag wer- den von allen Bahnhöfen in 50 Kilometer Umkreis um Lich Sonntagsrückfahrkarten ausgegeben. Die Karten gelten am 19. Juli von 0 bis 24 Uhr. Bis 24 Uhr muß bie Rückfahrt angetreten fein. ** M i t bem Sonderzug zur Edertal- sperre. Am vergangenen Sonntag verkehrten auf Anordnung der Reichsbahndirektion Frankfurt am Main von Gießen und von Lauterback aus je ein Sonderzug nach der Edertalsperre. An dieser Fahrt, für die eine Fahrpreisermäßigung von 60 v. H. genehmigt war, nahmen viele Einwohner unserer Stadt, ebenso viele aus Lauterbach teil. Nach ber Ankunft des Sonberzuges im Bahnhof Walbeck bewegte sich eine ansehnliche Menschenmenge zunächst nach bem in nächster Nähe gelegenen Schloß Walbeck, das auf einem steilen Felskegel liegt und einen prächtigen Ausblick auf die herrliche Waldlandschaft, auf ben See und auf die Berge des Waldecker Landes gestattet. Nach einer kurzen Frühstückspause begab man sich in einzelnen Gruppen an ben See zu ben Motorboten, um zum gegenüberlieaenben Ufer überzusetzen. Man besichtigte die riesige Sperrmauer der imposanten Talsperre und hörte dabei von den technischen Einzelheiten dieser Großtat ber Technik. Gegen 16 Uhr würbe von Bahnhof Walbeck aus bie Rückfahrt roieber angetreten, die jedoch noch durch einen zweistündigen Aufenthalt in Bad Wil- bungen unterbrochen wurde. Die Teilnehmer ber Sonberfahrt besichtigten die Stabt unb bas Kurbad und gewannen vielerlei Eindrücke. Die Sonderfahrt, die viel deutsche landschaftliche Schönheit kennenlernen ließ, wird sicherlich allen Teilnehmern lange in angenehmer Erinnerung bleiben. ** Der Verein für koloniale Wiedergewinnung hielt dieser Tage seine Monatsversammlung ab. Der Führer des Vereins Karl Tetz, n e r leitete die Versammlung und hielt einen längeren Vortrag über „Die Ziele der kolonialen Vereinigung und die Stellung der nationalen Regierung zur Kolonialfrage." Nachdem es dem Führer gelungen sei, das Volk zu einigen, müsse man nun auch wieder den Blick auf die Kolonien richten, die für die wirtschaftliche Existenz unseres Volkes von großer Wichtigkeit seien. Man müsse sich erneut dessen erinnern, was uns der Versailler Vertrag durch ben Raub ber Kolonien, durch bie Abtrennung beut- scher Gebiete vom Stammlanbe an Unrecht zugefügt habe. Der Kämpfer im Sinne bcs kolonialen Ge- bankens setze sich fernerhin ein für bie koloniale Jbee unb für bie Wiebergewinnung ber deutschen Kolonien. Die Regierung sei durch die notwendige innenpolitische Umgestaltung in unserem Laterlanbe noch nicht in der Lage gewesen, sich der Frage ber deutschen Kolonien mehr zuzuwenden. Eine Wiederbelebung der Kolonialpolitik sei aber eine Lebensfrage des deutschen Volkes. Deshalb gelte es für den Verein, dem kolonialen Gedanken in unserem Volte wieder mehr Raum zu verschaffen, denn Kolonial- besitz bedeute wirtschaftliche Entfaltungsmöglichkeit, Arbeitsbeschaffung und Siedlungsmöglichkeit. Unter bem Wahlfpruch „Gemeinnutz geht vor Eigennutz" werbe auch die Bereinigung für koloniale Wieder- geroinnung ihre Arbeit am Vaterland leisten. Mit einer Aufforderung an alle Anwesenden, in der Mitarbeit nicht zu erlahmen, schloß der Redner seinen Vortrag. Wettervoraussage. Nach dem ziemlich schnellen Dorüberzug des nörd- lichen Wirbels, dessen Kern sich schon über Finnland befindet, scheint die Wetterlage einer Beruhigung entgegen zu gehen. Die Luftdruckgegensätze haben sich mehr ausgeglichen, doch fließt immer noch vor- wiegend ozeanische Luft zu, und über den britischen Inseln bewegen sich weitere Niederschlagsfelder. Es ist also zunächst auch bei uns noch mit dem Auftreten wechselnder Bewölkung sowie auch mit einzelnen gewittrigen Niederschlägen zu rechnen. Aussichten für Sonntag: wolkig mit Aufheiterung, Temperaturen schwankend, noch Neigung zu gewittrigen Regenschauern. Aussichten für Montag: weitere Beruhigung ber Wetterlage wahrscheinlich. Lufttemperaturen. Am 14. Juli: mittags 21,6 Grad, abends 17,8 Grad; am 15. Juli: morgens 16 Grad; Maximum 22,2 Grad, Minimum 11,5 Grad Celsius. Niederschläge 0,8 mm. Sonnenscheindauer 2X Stunden. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe. Am 14. Juli: abends 20,3 Grad; am 15. Juli: morgens 16,8 Grad Celsius. Grüningen, den 14. Juli 1933. 4589 D Frankfurt a. M. [4575V Beerdigung Sonntag, den 16 Juli, nachm. 3‘/4 Uhr. Formen 4572Ö Danbringer Straße 21 Gießen, den 14 Juli 1933. 4593 D Feiahngleis 200 2 & Vogler, Frankfurt/M. [4577V 0426 rück. [4579V Die Süörenöe Vrioat Mnkenoersiüjerung Karoline Pfeif, geb. Schnabel. vergibt 4573V Wleseck, den 15. Juli 1933. 4584 D 3 4 Zimm. Wohn. ngebote u. 04278 Die Hangelsteiner Partie mitzunehmen Modehaus 4588 A weg 44. 04288 gesucht. Schr. >ote u. 04302 1 1 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange meines lieben unvergeßlichen Mannes sage ich auf diesem Wege meinen tiefgefühlten Dank. Naumann- Nähmaschinen kleinste Raten. 0428S Alleinverkauf: Reiß, Asteriveg 44. m. Küchenbenuhg. u. Tel., evtl. Bad u. Garage, v. kinderl. Ehepaar sof. ges. Welche technische Vertretung kann noch keramische Artikel für technische Zwecke aufnehmen? Schriftl. Angebote unter 4563 D an den Giehener Anzeiger erbeten. Wir beabsicht. uns. zieml. umfangreich. 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Amtliche Sprechstunden in Alsfeld finden während dieser Zeit nur Freitags von 11 bis 1 Uhr statt. [4591C Kreis Lauterbach. Da das Kreisamt die Feststellung gemacht hat, dast die Vorschriften über Untersuchungen von Viehtransporten bei Einfuhr in unseren Kreis immer noch nicht genügend beachtet werden, gibt es in folgendem die zur Zeit gültigen Bestimmungen nachstehend nochmals bekannt, wobei es sich der Erwartung hingibt, dast dieselben nunmehr genauestens befolgt werden: 1. Alle im Eisenbahnverkehr (ebenso bei Einfuhr mit Wagen und Auto) beförderten Klauentiere sind beim Entladen amtstierärztlich zu untersuchen. 2. Das Eintreffen der Untersuchungs- Pflichtigen Sendungen hat der Be- litzer dem beainteten Tierarzt spätestens 24 Stunden vor der Ankunft, nötigenfalls telegraphisch, anzuzeigen. 3. Die Vorschriften von 1. und 2. finden keine Anwendung in folgenden Fällen: a) bei Schlachtvieh, das umgehend den Schlachthöfen zugeführt wird oder zur sofortigen Abschlachtung entladen wird,- b) für in Kisten, Körben, Verschlügen als Stückgut beförderten, nicht zu Handelszwecken bestimmten Klauentiere, soweit sie über eine Strecke von nicht mehr als 50 Kilometer befördert worden sind. Ausgenommen sind alle Sendungen, die von Nutzviehmärkten ohne Impfzwang kommen (Märkte in Fulda, Wächtersbach usw.): c) bei Tieren, die innerhalb 24 Stunden nach der Verladeuntersuchung von einem unter amtlich kontrolliertem Impfzwang stehenden Nutz- und Zuchtoiehmarkt, z. B. Giesten, am Entladeort eintreffen, BekannlmacIiuDg. DerTabakwaren» Verkaufsstand i. d. Schalterhalle des Emvfangsgebäudes aufBahnhofGiesten soll spätestens ab 1. Okt. 1933 neu vermietet werden. Die Angebotsoor- ürucke und die Ber- mietungsbedingun- gen können gegen kostenfreie Einsendung von 1 RM. in bar vom Präsidial- büroderReichsbahn- direktion Frankfurt (Alain) bezogen werden,- sie liegen auch dort auf Zimmer 260 zur Einsicht aus. Der Mietzins ist nach Hun- üertteilen des Roh- umsatzesanzubieten, Angebote sind unt. Beifügung v. Empfehlungen, Zeugnissen u. dgl. bis zum 25. Juli 1933, vormitt. 11 Uhr, portofrei und verschlossen mit der Aufschrift „Mietangebot Ta- bakwarenverkaufS- stand Giesten" an uns einzusenden. Bei nicht auf Vordruck abgegebenen Angeboten sind die Bedingungen dieser Ausschreibung und dieVermietungsbe- dingungenausdrück- lich als bindend anzuerkennen. Die freie Wahl um ter den Bietern od. dieAblehnungsämt- licher Angeb. bleibt vorbehalten. Persönliche Vorstellung nur nach Aufforderung. Die Bewerbung gilt als abgelelmt, wennbiszuml5.Au- gust 1933 kein Bescheid erteilt ist. Unberücksichtigte Bewerber erhalten Empfehlgn., Zeugnisse usw. nur gegen Freiumschlag mit ihrer Anschrift zu- 2 Zimmel i. 1. St., m. Dpf.- Heizg., sep. Eingg. (seither Anwaltsbüro), per 1. Aug. zu vermiet. [04294 Liebigstrafie 5. Tonn., gut möbl. Zimmer, Ostviertel, zu verm. Zu erfr. 1. d. Geschäftsstelle d. Giest. Anz. 04298 Gleis möglichst 65 mm hoch all. i. gut. Zust., z. kauf. 00. auf 3 Mon. zu mieten gesucht. Schr. Angeb. u. 04279 a. d. Gh.Anz. Gut erhaltener BandOrasmälier bill. z. kauf, gesucht. Schr. Angeb. unt. 04265 a. d. Gh.Anz. Gut erhalt, gebr. Zugtisch u. 4 paff. Stühle zu kauf. ges. Schriftl. Angeb. m. Preis u. 04262 a. d. GH. Az. Je 1 gebr. gut erb. Damen- und Herrenrad gesuckt.Schr.Ang.u. 04222a.d.Gieh.Anz. | Empfehlungen | Alte deutsche Svezial-Lebensver- sicherungs-Gesellschaft hat für OikHkN 4576 v Agenittv zu vergeben. Bewerbungen werden nur von Herren erbeten, die Beziehungen zu Handel und Industrie haben. 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Mein letzter Bericht war vom Diktoria-E? e, und ich schrieb, dort sei kein Land für weiße« Siedler wegen der tropischen Temperaturen und gesundheitlichen Gefahren. Der Biktoria-See liegt ungefähr so hoch, wie der Niedergang über die Ostalpen irn B r e n n er p a ß. Wir sind vom See in 3Ostündiger Cisenbahnfahrt über Tabora nach Dodoma an der ostafrilanischen Zentralbahn gelangt und dort auf die Autostraste über- gegangen, die auf das Hochland von U h e h e hinaufführt. Der Abschnitt von Dodoma bis 3 r i n g a , dem Sih der alten deutschen und der jetzigen englischen Verwaltung von Llhehe, ist 270 Kilometer lang. Er bildet ein Stück der von den Engländern gut ausgebauten Kap-Kairo-Route. 3ringa liegt 400 Meter höher und 8 Grad südlicher als der Biktoria-See. Es ist schon merklich kühler und hat namentlich kältere Rächte, als das Seegebiet. Dazu sind wir jetzt im südlichen Winter: bcr: Monat 3uni entspricht dem Dezember der nördlichen Halbkugel. Wie aber wurde uns erst, als wir eine Reise zu den deutschen Farmern westlich von 3ringa unternahmen, dir b i s zu 2000 Meter hoch wohnen. Bon Sonnenuntergang an prasseln die Kloben, die aus dem dichten Wald, unmittelbar hinter dem Hause geholt werden, im Karnin. 3m Bett deckt man sich mit drei' oder vier Wolldecken zu, 6i t man cs endlich warm und behaglich bekommt. Des Morgens ist das Waschwasser kalt wie Eis, und noch um Mittag freut man sich der Sonnenwärme. Natürlich ist es im Südsommer, Oktober bis April, auch im Hochland von älhehe bedeutend wärmer, aber im ganzen sind die klimatische Bedingungen für die Dauersiedlung von Europäern so günstig, wie sie in Afrika überhaupt sein können. Wir haben eine ganze Reihe von Farmen besucht. Was wir in der englischen Kenya-Kolonie als eine besondere klimatische Merkwürdigkeit empfanden, dast Kaffee und Roggen, ein ganz südliches und ein rein nordisches Gewächs, nebeneinander gedeihen, das haben wir hier in Llhehe wiedergefunden. Die Kaffeebäumchen wachsen langsamer, brauchen in der 3ugend mehr Schuh, namentlich gegen die kalten Morgen- und Abend- winde, und während der kalten Monate steht ihr Wachstum still, im Unterschied von dem Pflanzungsgebiet am Kilimandscharo, aber sie gedeihen und bringen eine ausgezeichnete, hochwertige Bohne hervor. ilnö was gedeiht nicht noch alles! Auf der Farm 'eines Palästina-Deutschen, der ein groster Sachverständiger für Baum- und Getreidekulturen ist, sahen wir die interessantesten Bersuchssrlder, mit sechs verschiedenen Weizenarten zu verschiedenen Zeiten und auf verschiedenen Böden ausgesät, sahen ausgedehnte Roggenfelder, eine große Baumschule für Apfelsinen- und Zitronenbäume, Mandelbäume, Aepfel, Birnen, Quitten, Pfirsich, alle möglichen Pflaumenarten und Oliven. Dazwischen waren Ananas gepflanzt, wuchsen Bananen, Mohrrüben, Kartoffeln, Bataten, sogenannte Daumtomaten (auch ein Rachtschatten- gewächs), gewöhnliche Tomaten, Erdbeeren und ein unbeschreiblich schön blühender Rosenflor. Bon den in wenigen 3ahren hoch emporgewachsenen Bäumen nenne ich nur verschiedene Zedernarten, Eukalyptus, Gerberakazien, Mimosen. Als einzelnes Exemplar ragte auch eine schlanke Pappel in die Höhe. Das Rätsel, wie das alles zusammen möglich ist, löst sich, sobald man d i e mittlere 3 ah - rcstemperatur feststellt. Sie beträgt noch in 20)0 Meter Höhe 16 bis 17 Celsiusgrade. 3n den Wintermonaten sinkt das Thermometer zwar jede Rächt auf 6 bis 8 Grad, und ausnahmsweise kommt auch Reifbildung vor, aber eigentliche Fröste sind ।eiten. Die höchste gemessene Tagestemperatur während der Sommermonate beträgt 29 Grad im Schatten, ist also nicht höher, als gelegentlich in warmen Sommern auch im westlichen und südlichen Deutschland. Roch lästt sich nicht mit Sicherheit sagen, wie ausgedehnt die ostafrikanischen Hochlandsgebiete sind, in denen sich ein ähnlich günstiges Klima mit hinreichend guten Böden vereint. 3ch möchte daher auch feine Zahl in Quadratkilometern nennen, aber so viel ist sicher, vast selbst wenn man ein ziemlich grostes Areal, einige hundert Hektar, für den einzelnen landwirtschaftlichen Betrieb als Durchschnittsmast annimmt, viele tau» send Familien innerhalb der bisher näher untersuchten Gebiete a n g e s i e d e l t werden könnten. Allerdings darf man nicht glauben, dast afrikanische Böden so ohne weiteres in Kultur genommen werden können, wie es z. D. mit noröamerikani chen möglich war. Es lauern allerlei kleine Suaen, die erst durch den Versuch herausgebracht werden müssen, im hiesigen Boden. Die Verteilung der Rährstoffe ist eigentümlich. Eine Analyse ergibt ost, dast nach europäischen Begriffen alles mögliche, was allgemein als notwendig gilt, fehlt. Die Praxis zeigt aber, dast die Dinge, die nach der Bodenanalyse eigentlich gar nicht wachsen dürften, doch nicht nur wachsen, sondern sogar gut gedeihen. Offenbar spielen Faktoren mit, denen man noch nicht recht auf die Spur gekommen ist. Gerade darum ist das Verdienst der deutschen Pioniere, die sich hier in älhehe niedergelassen haben und die Schwierigkeiten des ersten Durchprobierens auf sich nehmen, so groß. Von ihren Fehlschlägen und Verlusten werden alle später Kommenden lernen. Gestern besahen wir im Farmgebiet ein ganz neues und wagemutiges Llnternehmen, das ein Deutscher aufgebaut hat und das nächstens zu arbeiten anfangen wird: eine moderne Mühle, die mit einer durch Wasserkraft getriebenen Turbine laufen soll. Bisher wird alles Mehl nach dem Mandatsgebiet von Tanganyika entweder aus der benachbarten Kenya-Kolonie oder von üefcerfee eingeführt. Kaffeebäume, Obstkulturen und dergleiMon s> ,eSSen Sie bitte nicht ieReisedienötgsten urzwary zunehmen .....; Ä 16* len- "V^Kästeb- ■**'■’* 18 1C.>'ät*ie°8 stück I*7 4583* Kienes| tap me von I.Aug. und per (iöboD itmdcr, insvort, aiie 7. Heime in geleg. erb. neu; tenbeimc tig u. zu v. Bautet.,wenn ngenkapö Reitfinatv cb günit. rchr.Ang. .d.G.A. Mark M aus! «MAS : 15 Pj. 1*375^ IO|tl verleihen. Mohans MU, türaße vigittahe __4282D oüiir Wen en, fliess Kauf: tteg44. ■11! AW «W irchner, ngsbg.16 17. [45820 Ät Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Samstag, 15. Zuiih)33 chen fordern 3ahrc, bis der Farmer davon einen Verdienst hat. Es kommt darauf an, ihm Einnahmen zu schaffen, dir ihm schon in der ersten Zeit einen Ruhen geben. Man kann es jetzt als festgestellt ansehen, dast der G e - treidebau lohnt. Ein Weizen- oder Roggenfeld bringt im selben 3ahr, in dem es angelegt ist, Frucht. Wird das Korn zur Mühle geschickt und ein gutes Mehl daraus gemahlen, so ist der Absatz im Lande sicher. Das Erzeugnis wird auf jeden Fall billiger werden, als das importierte Mehl. Damit wäre eine groste Schwierigkeit für die Betriebsgründung mit geringem Kapital behoben. Auch Gerste gedeiht. Wir haben zum Mittagessen bei dem Farmer, der die groste Baumschule und die Versuchsfelder angelegt hat, einen schönen, aus Gerstenmalz gebrauten Haustrunk genossen Hnb dies Land ist uns durch Betrug und Wortbruch genommen ! Autostraße und Landwirtschaft. Oie Zukunft des landwirtschaftlichen Absatzwesens gehört dem Kraftwagen. wie beispielsweise der vom Reich abgeschnittenen Provinz Ostpreußen, die Hauptschuld an den Absatzstockungen, an der Ueberfüllung einzelner Vieh- und Lebensmittelmärkte und damit der katastrophalen Preisentwicklung trage. Solange das Verkehrsproblem ungelöst war, solange blieb auch die Frage der Marktorganisierung offen. Hunderte von wohlgemeinten Vorträgen und Artikeln untersuchten nach allen Richtungen den Komplex der landwirtschaftlichen Marktorganisation: verschiedene, inzwischen wieder eingegangene, Marktforschungs-Institute wurden amtlicherseits eingesetzt: alle machten dann auch entsprechende Vorschläge, die aber schließlich und letzten Endes versagen mußten, weil sie die nicht vorhandene Verkehrsverbesserung zur Grundlage ihrer Erörterungen machten. Die Vcrkehrs- kapazität besaß eben nur ein Drittel der Dichte, die dem Wirtschaftsoolumen unlerer Nation entspricht. Die nunmehr getroffene Neuregelung zur Anlage von Auto st raßen ändert dieses Bild mit einem Schlage. Auch hier ein revolutionäres Tempo. Das Zeitalter der Fortentwicklung der Schiene wird einfach übersprungen. Es dauert zu lange. Wir können uns dies nicht leisten. Die Zukunft gehört dem motorisierten Verkehrsmittel. Auf der ganzen Linie werden wir eine völlige Umwälzung erleben, vor allem werden sich die Wirkungen der reichsgesetzlichen Straßenregelung allenthalben bemerkbar machen. Denn Auto- straßenbau bedingt Erhöhung der Kraft- wagenproduktivn, Verkehrsauftrieb und damit Absatzbelebung. Die Frage der Entfernung vom Bauernhof zur Abladestelle in der Großstadt wird in Zukunft in der Kalkulation des landwirtschaftlichen Betriebes nurmehr eine untergeordnete Rolle spielen. Wenn auch die neuen Auto- fernstraßen nicht gerade durch die Dörfer hindurchgehen, so sind sie'doch durch Zufahrtswege mit Autos in kürzester Zeit erreichbar. Die Landgemeinden werden von den Autofernstraßen gewaltig profitieren. Denn daß mit dem Inhalt des Reichsautostraßengesetzes die Straßenfürsorge nicht erschöpft ist, dürfte klar sein. Daß ferner der Lokal- oerkehr, der sich mehr und mehr des Kraftwagens bedienen wird, vom Dorf zur nächsten Kleinstadt, von da wieder zur Kreisstadt usw,. immer beeinflußt durch die Entwicklung der Autobahnstrecken, eine ungeheure Belebung erfahren wird, liegt im Bereich der Wahrscheinlichkeit. Denn wenn man bedenkt, daß nur XA aller Gemeinden in Deutschland unmittelbaren Anschluß an das Eisenbahnnetz hat, aber alle Gemeinden auf der Straße unmittelbar zu erreichen sind — auf 100 Quadratkilometer Landgebiet Die Landwirtschaft ist mit der Krastverkehrswirt- schast auf das Engste verbunden. Denn die Marktregulierung und die gesamte Organisierung des landwirtschaftlichen Absatzwesens, des Ausgangspunktes für die Rentabilisierung des landwirtschaftlichen Betriebes, ist vorwiegend auch eine Ver - kehrsangelenheit. Es ist ja bekannt, daß beispielsweise in Amerika die Versorgung der Großstädte mit Lebensrnitteln aus den abgelegenen Farmen fast ausschließlich durch Automobile besorgt wird. Man hatte ganz richtig erkannt, daß die Eisenbahnbeförderung von leichtverderblichen landwirtschaftlichen Erzeugnissen, von Milch, Obst, Gemüse usw. zum Teil infolge des Mangels an entsprechenden Schienenwegen, zum Teil wegen der ungünstigen Verkehrszeiten und wegen der Gebundenheit des landwirtschaftlichen Betriebs an die starren Abfahrtszeiten der Eisenbahn einen schweren Hemmschuh für die Gesundung des landwirtschaftlichen Marktwesens bedeutet. Die dort besonders ausgeprägte Motorisierung der Landwirtschaft hat naturgemäß auch den Transport der landwirtschaftlichen Erzeugnisse erfaßt, so daß diese nunmehr direkt von der Erzeugungsstätte auf schnellstem Wege ohne Rücksicht auf einen Zeitpunkt in die großen Verbrauchszentren gelangen. Amerika, das hinsichtlich des Kraftwagenbestandes an erster Stelle der Welt steht — auf 5 Einwohner entfällt dort 1 Kraftwagen, in Deutschland, genau wie in Finnland (!), auf je 100 Menschen — hat damit das so wichtige Problem des landwirtschaftlichen Marktwesens gelöst. In diesem Lande des technischen Fortschritts hat das Automobil den Landmann vor dem Untergang bewahrt. Denn nur durch den raschen, Tag und Nacht möglichen Abtransport der Farmererzeugnisse, wurde der Umschlag erhöht, konnte die Ueberprobuftion abgesetzt werden: dazu kommt der Vorteil, daß mit dem Kraftfahrzeug eine viel größere Verkehrsdichte und Beweglichkeit erzielt wird, wobei noch zu beachten ist, daß nicht nur der Bahnhof, sondern auch der Ort selbst mit dem Kraftwagen und seinem Ladegut bedient werden kann. Also „vomHofdirektindieKüche!" heißt dort die Losung. Die Frische der Ware bleibt dadurch erhalten. Unkosten durch langes Lagern, durch den Zwischenhandel usw. werden vermieden. In Deutschland sind im letzten Jahrzehnt die Hauptanstrengungen zur Wiedergewinnung der Rentabilität auf eine vernünftige Manipulierung von Angebot und Nachfrage, kurz auf eine entsprechende Organisierung des Marktwesens gerichtet gewesen. Man war sich darüber klar, daß die Marktferne gewisser unter der Not der Landwirtschaftskrise besonders leidender Gebiete, kommen 17 Gemeinden mit 9,5 Km. Schienen, 1,7 Vahnhof und 36 Km. Straße — wenn man sich di^s vergegenwärtigt, so erkennen wir ohne weiteres, daß die Zukunft des landwirtschaftlich e^n Transportwesens nicht mehr der schiene, sondern dem Kraftwagen gehört. Dieser überwindet, weil er viel elastischer ist in der Verwendbarkeit als die schienengebundene Lokomotive, Zeit und Entfernung. Das stille beschauliche Pferdefuhrwerk auf dem Bauernhof dürfte gar bald auch der Vergangenheit angehören. Der Siegeszug der Technik schreitet auch hier un- aufhaltsam vorwärts. Wie der Dreiklang des Dresch, flcgels längst vom Surren der Erntemaschinen ab- gelöst ist, so wird auch auf dem Gebiet des Trans- portwesens der Hafermotor mehr und mehr ersetzt durch den Kraftwagen, um so mehr, als beispiels- weise der Mercedes-Diesel-Lastwagen mit seinem Rohölmotor gegenüber dem bisherigen Explosions- motor eine Betriebskostenersparnis um 75 Prozent bringt. (13 Liter Rohöl ä 13 Pf. beim Dieselmotor gegenüber 21 Liter Benzin ä 40 Pf. beim Vergasermotor). Das ist natürlich ungeheuer viel. Der Ausbruch zu einer ganz neuen Entwicklung, und zwar sowohl was die Technik an sich anbetrifft, wie was die marktmäßige Gestaltung des landwirtschaftlichen Absatzes anbelangt, ist damit eingeleitet. Auch hier beginnt eine neue Zeitenwende, da nunmehr dem Kraftverkehr freie Bahn geschaffen ist. Die deutschen Landstraßen umfassen eine Strecke von etwa 300 000 Km. Sie können noch eine geraume Verdichtung des Verkehrsnetzes vertragen. Sie müssen sogar im Interesse einer oernunftge» mäßen Regulierung des landwirtschaftlichen Absatz- Marktes mehr befahren werden. Denn was nützen Nachrichtenmittel, wie Radio, Preisberichtsstellen, Ma.ktforschungsinstitute, wenn der Bauer mangels Verkehrsverbindung nicht in der Lage ist, seine Ware rechtzeitig an den Bestimmungsort zu befördern? Es ist sogar erforderlich, daß die vorhandenen Straßen ständig durch Erneuerungsarbeiten gepflegt und neue Wege geschaffen werden. Beides soll nach den Absichten der Reichsregierung in kürzester Zeit durchgeführt werden. Damit dürfte auch für die Landwirtschaft eine neue Epoche einsetzen: Nachdem im vergangenen Jahrzehnt mit Hilfe der wissen- schaftlichcn Untersuchungen des Reichskuratoriums für Technik in der Landwirtschaft und durch die Finanzierung der Landmaschinenbank-Berlin das sogenannte „durch mechanisierte Dorf" ge- schaffen wurde, das heißt also, die Technisierung des Bauernhofes in Angriff genommen wurde, tritt in Zukunft als neuer Typ des Landlebens der „automobilisierte Bauer" hinzu; denn der Auftrieb in der Automobilproduktion durch die Autostraßen bedingt natürlich auch eine erhebliche Verbilligung des Kraftwagens, so daß er nicht mehr als Luxusmittel betrachtet werden wird, sondern als volkstümlicher Bedarfsartikel. Mit der kommenden Aufwärtsentwicklung des Kraftwagens und der Neuschöpfung eines entsprechenden Wegenetzes ist auch ein anderes wichtiges Agrar- problem gelöst: d i e Siedlunasfrage. Alle großen Prospekte der inneren Kolonisation waren bisher zum Scheitern verurteilt, weil u. a. die Verkehrsschwierigkeiten Sorge machten. Mit der Popularisierung des Autos und der Schaffung von Stra- ßen, wird auch die Siedlung, die bisher immer im Vordergrund der Debatten, aber nicht der Verwirklichung stand, endlich mit Tatkraft durchgeführt werden können. S.Jf.-fport Das leichteste Segelflugzeug der Welt. Die durch ihre Neukonstruktionen und Flugerfolge bekannte Akademische Fliegergruppe Darmstadt hat ein neues Segelflugzeug herausgebracht. Das „Windspiel" hat ein Leergewicht von 51 Kilogramm und eine Spannweite von 12 Meter. (Ein normaler Leistungssegler wiegt 160 bis 200 Kilogramm und hat 18 bis 20 Meter Spannweite.) Dabei sind an dem leichten Ding Einrichtungen wie Prosilverstellung, durch das Seitenleitwerk gelenkte Differentialsteuerung der Querruder, gedämpftes Höhenleitwerk, halbgedämpftes Seitenleitwerk (eine völlige Neukonstruktion) — Einrichtungen also, die von den meisten Konstruktionen aus Gewichtsgründen weggelassen werden. Das „Windspiel" hat bei seinen ersten, oft mehrstündigen Segelflügen gezeigt, daß es früheren Modellen überlegen ist. Infolge seiner Kurvenfähigkeit und Leichtheit kann es auch den geringsten Aufwind, wie ein Vogel kreisend, ausnutzen. Das hoffnungsreiche „Windspiel" wird am diesjährigen Rhönwettbewerb teilnehmen. Oie deutschen Radnieisterschasten in Elberfeld. 27 Steher und 17 Flieger werden am 19. und 23. Juli an den Deutschen Radmeisterschaften für Berufsfahrer in Elberfeld teilnehmen. Unter den nachgemeldeten Fahrern befinden sich zahlreiche Neulinge, die bestimmt in den Titelkämpfen nichts zu suchen haben. Trotzdem sind sie zum Start zugelassen worden. Die Starterliste der Flieger weist folgende Namen auf: Engel, Richter, Steffes, Oszmella, Ehmer, Dasch, Bernhardt, Köther, Aeh lers, Senge, Stüpp, Küster, W. Schorn, Ciesinski, Oestreich, Siehl, Kießlich, Großimlinghaus. Für die Steher Meisterschaft gelten als Starter: Möller, Sawall, Krewer, Wißbröcker, Rausch, De- derichs, Metze, Schäfer, Hille, Schindler, Stock, R. Wolke, Bauer, Facklam, Käb, Rommel, Neumann, Plath, Zaun, Lohmann, Horn, Neustedt, Corpus, Dameroro, Huhn, Schmidt und Müller. Trotz des starken Feldes werden am 19. Juli nur zwei Vorläufe mit 13 bzw. 14 Fahrern gefahren. WehlarerRE. bei derGießenerRegatta Der Wetzlarer Ruderclub, der sich bei der Gießener Ruderregatta sehr lebhaft und mit gutem Erfolg beteiligte, zeigte bei seinem Auftreten in Gießen einige sehr beachtenswerte Leistungen. Leider ist im Bericht am Montag ein Irrtum insofern unterlaufen, als der I u g e n d - G i g - V i e r e r nicht, wie gemeldet, von der GRG., sondern vom Wetzlarer RE. in der Zeit von 3:45,8 Minuten gewonnen wurde. Im Zweiten Achter war der Wetzlarer Ruderclub nicht beteiligt. Nachträglich verdient festgestellt zu werden, daß die Wetzlarer im Ermunterungsvierer ein Rennen lieferten, das ihren Sieg gegen Germania Frankfurt vollauf gerechtfertigt hak Mainzer Ruderregatta international. Die Mainzer Ruderegatta, die am 22. und 23. Juli ftattfinbet, hat ein Rekordmeldeergebnis von 52 Vereinen ergeben. Neben der besten deutschen Klasse, die die Rennen als Vorentscheidungen für die Deutschen Meisterschaften betrachten muß, hat England im Vierer und Zweier o. St. durch Pembroke College, der in Henley den Stewards Challenge Cup überlegen gewann, gemeldet. Die USA. entsenden für den Einer den Studenten Rutherfurd, die Schweiz ist im Achter und Jung- mannen-Vierer vertreten und für Oesterreich geht Wiking-Linz im 1. Vierer und Zweier o. St. an den Start. Auch in Frankfurt a. M. wird Pembroke- College am 29. und 30. Juli starten, so daß die deutschen Ruderer hinreichend Gelegenheit haben werden, die Arbeit der Henley-Sieger zu studieren. Neuaufbau im deutschen Handball. Nach den Richtlinien des Reichssportkommissars hat nur der anerkannte Spitzenverband das Recht, Meisterschaften, Pokalspiele, Reihenspiele usw. in seinem Sport austragen zu lassen. Allein der Deutschen Sportbehörde untersteht die Organisation des Handballs in der gekennzeichneten Art. Allen anderen Gemeinschaften ist die Aufrechterhaltung eines eigenen Handballbetriebes in diesem Sinne untersagt. Die Meisterschaftsspiele nehmen mit dem ersten September-Sonntag, in diesem Jahre also am 3. September, ihren Anfang^ Die Meldungen der teilnehmenden Vereine und Mannschaften müssen einheitlich im ganzen Reich bis zum 7. August bei den zuständigen Stellen (Kreise, Bezirke, Gaue) der DSB. abgegeben werden. Nur bei rechtzeitiger Meldung wird eine Einreihung nach den bisherigen Leistungen möglich sein. Bei verspäteter Meldung kann nur eine Einstufung in die u n t e r ft e Spielklasse erfolgen. Der Aufbau des Meisterschaftsspielbetriebes wird einheitlich erfolgen. Für die Durchführung der Spiele sind nur die Spielregeln und Bestimmungen der Deutschen Sportbehörde maßgebend. Kleine Turnsestnotizen. Lieber 2 5 0 0 0 Sachsen werden am Turnfest in Stuttgart teilnehmen, für die 21 Sonderzüge, zahlreiche Autobusse und andere Berkehrs- mittel gestellt werden müssen. TurngauBrandenburg.an Mitglieder- zahl bedeutend kleiner als Sachsen, entsendet dagegen „nur1" 4500 Teilnehmer. Davon wurden als Mehrkämpfer 528 Turner und Turnerinnen zugelassen. Ein T u r n f e st - D e t e r a n ist ein sudetendeutscher Turner aus Rumburg in Rordböhmen, der bereits das zehnte Turnfest hintereinander micmacht. Bereits im 3ahre 1885 war er Teilnehmer in Dresden. Drei Millionen Fahrkarten müssen für die verschiedenen Sonderzüge zum Turnfest gedruckt werden. Bon 2 2 910 5 Turnerinnen in der DT. werden am 15. Turnfest etwa 20 000 tätig teil- nehmen. Ein japanischer Sportsührer über das neue Deutschland. Vor dem Mikrophon des Deutschlandsenders äußerte sich dieser Tage der japanische Sportführer Exzellenz Gigoro Kano über das neue Deutschland und sein Sportleben, wie er es auf seinem jetzigen Aufenthalt gesehen hat. Er machte seine Ausführungen in japanischer, englischer und deutscher Sprache. Er betonte anfangs, daß er zum fünften Mal in Berlin weile. Aber bei seinem jetzigen Besuch habe er ein völlig neues Deutschland vorgefunden, das unter der starken Hand seines Vvlkskanzlers Adolf Hitler neben dem Reichspräsidenten v. Hindenburg Schritt für Schritt vorangehe. Hierzu trage insbesondere die deutsche Jugend bei, die sich heute mehr denn je der körperlichen Ertüchtigung und Wehrhaftmachung unter der geschickten Hand des Reichssportkommissars hingebe. Er betrachte mit dem ganzen japanischen Volk die jetzige starke Aktivität in Deutschland mit Sympathie und Hochachtung. Kurze Sportnotizen. Helmuth Corning ging nach langer Zeit bei einem Klubkampf zwischen seinem SL. Char- lottenburg und „Allianz" Berlin erstmalig wieder an den Start und gewann die 100 Meter in 10,9 Sekunden. Die Segelflieger-Hochschule auf dem Homberg bei Stuttgart ist nach einer feierlichen Weihehandlung ihrer Bestimmung übergeben worden. ♦ „Bumba s" Schmidt, der ehemalige Internationale aus Rümberg-Fürth hat das Training von Schalke 04 übernommen. * 3 nMainzist von Mitgliedern der Radsportvereine unter Leitung des Rennfahrer-Architekten in freiwilliger, kostenloser Arbeit eine neue, modern konstruierte 250 Meter lange Radrennbahn erbaut worden, auf der am letzten 3uli* Sonntag erstmalig Radrennen hattfinden sollen. • Der deutsche Kraulmeister Raumond Deiters, Köln, führte auf der 100- Meter-Bahn im Kölner Schwimmstadion seinen angekündigten Rekordversuch über 1000 Meter erfolgreich durch. Deiters legte die Strecke unter offizieller Kontrolle in 13:55,4 zurück und verbesserte den seit 1929 bestehenden Rekord von Weitzel, Göppingen, um 9,7 Sekunden. D i e deutsche Davispokal-Mannschaft fährt in der Aufstellung v. Cramm, Frenz und Roumey nach 3rland. Lund mußte aus gesundheitlichen Gründen absagen. Wandern und Reisen • Bäder und Sommerfrischen. Gommer an der Wied. 23on Or. Zosef Saal. Unter den Fluhläufen des Westerwaldes ist die Wied nicht nur der gröhte, sondern auch unstreitig der schönste. Allerdings hat der milde Reiz dieses zuweilen mit einem Zug ins Großartige gebildeten Talschnittes nichts von der herben Stimmung des hohen Westerwaldes, die nur in sein Quellgebiet, die bekannten Seeweiher um Dreifelden, hereinrauscht. Vielmehr ist die Nähe des Rheins bestimmend für die leichtere und freiere Bildurig des Wiedtales, in der sich die Fülle rheinischer Landschaft unverkennbar äußert. Das ganze Tal ist eine einzige, ideal zu nennende Sommerfrische mit duftendem Walvreichtum, herrlichen Wanderwegen talauf und talab, mit seinen frischen Dörfern, seinen zahlreichen Burgen und steinernen Geschichtszeugen an den Ufern des klaren Fluhbandes. Kein Wunder, daß das lange Zeit sehr zu Unrecht vergessenen Wiedtal, unter dem Zeichen der Besinnung auf die Schönheiten heimischen Bodens, als Wander- und Crholungs- land mehr und mehr in den Vordergrund tritt. Für den Fremden ist die Wahl unter den vielen Wiedkurorten nicht leicht. Eine Rangordnung läßt sich nicht aufstellen, denn auch in den kleinsten Orten ist der Gast gut aufgehoben, wenn auch die größeren ein Mehr an Behagen bieten. Folgt man dem Lauf des Flusses, so liegt nächst der Quelle die Kreisstadt A l t e n k i r ch e n. Ein freundliches Landstädtchen mit anmutigem, ruhigem Gesicht, einer Hauptstraße und vielen winkligen Quer- und Rebenstraßen, einem Markplatz, auf dem spitze Giebelhäuser altersgraue, ernsthafte Mienen machen und alle Monate ein ländlicher Vieh- und Krammarkt Abwechselung in den gewohnten Gang der Tage bringt. Von einem Tor zum anderen ist nicht weit. Spaziert man hinaus, so stehen am Horizont die geschwungenen Bergketten des hohen Westerwaldes. Breithutige Laub- bäume säumen die Landstraßen, ein buntes Bild von Hügel, Wald und Weide umrahmt das gastliche Städtchen. Weiter unterhalb, wo der silberklare Puls des Bächleins lebhafter unter Erlen- und Weidenstrünken klopft, winken die rotbedachten Häuser von Flammersfeld in den Wiesengrund. Das Bild wird lebhafter, die Zeichnung des Tales gewinnt durch einen Waldreichtum, den man stundenlang mit dem wechselnden Eindruck immer neuer Motive durchwandern kann. Stärker noch entfaltet sich die eigenwillige Schönheit des Tales in der Lahrgegend, wo der Fluß, durch Holz- uni) Lahrbach gestärkt, breitbrüstig durch die Talbucht schäumt. Von einem ganz sanft absteigenden Bergsattel klettert Oberlahr bis hinab ans Flußbett. Teichreste, Spuren alter Parkanlagen in der Umgebung der naheliegenden Brüchermühle zeugen von Ritterherrlichkeit, die jahrhundertelang im verschwiegenen Wiedtal ihr Zuhause hatte. Die neue Zeit winkt aus den Bergen, wo sich die Förderräder der Erzgruben em- porrecken. Hier liegt oben im Sattel der Berge Horhausen in gesunder waldreich^ Umgebung. Wieder tief unten im Tal zeigt sich das lustige Burglahr, dessen lebensfrohe Svmmer- stimmung nicht nur die Fremden, sondern auch die Wiedbewohner selbst sehr wohl zu schätzen wissen. Auch Peterslahr, der dritte Ort der empfehlungswerten Endung „lahr" hat in seinem stimmungsvollen Landschaftsrahmen und feiner sehenswerten Kirche Vorzüge befonderer Art. Wohl der schönste Ort an der Wied ist Reu- st a d t, im Herzen des Wiedtales, hinein gestellt in einen großartigen Schnitt der Talbucht, die ringsum von scharf emporgereckten Bergrücken abgeschlossen ist. Weit und frei ist die Aussicht vom Bertenauer Kopf, dessen rundlicher Dergkegel die Landschaft krönt. Eine besonders anziehende Umgebung macht den Ort zum Ausgangspunkt zahlreicher fesselnder Wanderungen: Durch die Met- telshahner Schweiz nach Ehrenstein mit imposanten Burganlagen und wertvoller Klosterkirche oder nach S ch l o ß A l t e n w i e d, der Stammburg der Fürsten zu Wied. Als geologische Sehenswürdigkeit sei das Kratermaar unweit des Bertenauer Kopfes genannt, der letzte Rest vulkanischer Erderschütterungen auf der rechten Rheinfeite. Aber auch Waldbreitbach, der besuchteste unter den Wiedkurorten, zeichnet sich durch einzigartige Lage in waldreicher, von vielen reizvollen „Ist es möblich, mein Kind allein nach Nürnberg reisen zu lassen? Meine Schwiegermutter würde es abholen." Eine junge Mutter sitzt mit besorgtem Gesicht im Zimmer eines Bahnhofsmission. Eine von vielen Müttern, die zu Hause bleiben müssen. Das Kind muß allein in die Ferien fahren. Mama muß sparen. Kleine Kinder sind noch keine perfekten Globetrotter. Mama ängstigt sich! Die Bahnhofsmissionen sind die besten Kindermädchen. Nur wissen es die meisten Mütter nicht. Täglich stellen Mütter dieselbe ängstliche Frage. Besonders jetzt zur Reisezeit. Im letzten Jahre ist die Zahl der alleinreisenden Kinder um fünfzig Prozent gestiegen. Väter sind abgebaut. Die Kinder werden zu Verwandten oder Freunden aufs Land gegeben. Da wächst das Brot, Kühe warten darauf, gemolken zu werden, Hühner liefern Eier frei Haus. Schon dreijährige Knirpse gehen allein auf Wanderschaft. Meistens kommt die Mutter zur Bahnhofsmission und sagt, sie hätte kein Geld und keine Zeit, ihr Kind selbst an den Bestimmungsort zu bringen. Die Bahnhofsmission übergibt das Kind dem Schaffner. Mit einem kleinen Erkennungsschild um den Hals, mit möglichst genauer Adressenangabe, wie man das ja mit wertvollem Handgepäck auch macht. Das Kind wird in das Dienstabteil des Schaffners gesetzt. Die Schaffner sind gute Pflegepapas, die oft auch Kinder zu Hause haben. Sie sind in Hebung, Kinder zu betreuen. Muß das Kind unterwegs umsteigen, wird vorher von der Bahnhofsmission Nachricht zum Umsteigebahnhof gegeben. Die betreffende Bahnhofsmission erwartet dort schon das Kind, und setzt es in den richtigen Zug. Telgramme werden für das Kind ^ufgegeben, Fahrkarten, Zuschläge, Schlafwagenplätze gelöst. Für die Gepäckbeförderung Sorge getragen, verpflegt, wenn es nötig ist. Wenn es einen Anschluß verpaßt hat, schläft es im Heim der Bahnhofsmisston. Alles das ist freie Liebestätigkeit. Es kostet nichts. Die Kinder betrachten..die Damen und Herren der Bahnhofsmission imme. als „Xante" und „Onkel". Sie fühlen sich sofort heimisch. Die kleinen Mädchen sind meistens sehr geschickt. Aber die Jungens sind täppisch. Man kann froh sein, wenn sie an ihr Gepäck denken. Zutrauliche Kinder erzählen von Mama und Papa, Großmutter und Tanten. Verlangen Bleistift und Papier und zeichnen, bis der nächste Zug kommt, Familienporträts und Familiendramen. Verschlossene Kinder sehen ängstlich auf ihr Gepäck und fragen, „ob auch niemand ran kommt". Eine Mutter kam zur Bahnhofsmission, kündigte die genaue Ankunft ihres Söhnchens an und bat, es abzuholen, da sie durch Arbeit verhindert märe. Seitentälern durchschnittener Bergmulde aus. Fockenbachtal und Burgruine Reuerburg mitten in idyllischer Waldeinsamkeit sind lockende Wanderziele. Man darf auch Roßbach nicht vergessen am Fuße einer majestätischen Berghaube, oder Riederbreitbach, Altwied mit Burgruine Datzeroth und Riederbieber, wo allmählich die Industrie den Charakter der Flußlandschaft bestimmt. Rengsdorf mit seinen vielen Kureinrichtungen mit Recht den rheinischen Bädern zugezählt, gehört nicht mehr zum eigentlichen Wiedtal, doch borgt es von der Schönheit der kleinen Wiedzuflüsse den Glanz seines schon sehr bekannten Ramens. Der kleine Junge wurde für Mama aufgehoben. Kindergepäckabgabe. Glück im Unglück hatte ein vierzehnjähriger Junge in den Pfingstferien. Er wollte zu Verwandten nach Berlin. Die waren ohne Wissen der Mutter plötzlich verzogen. Das Kind kam hier an und stand vor einer leeren Tür. Der Junge ging zur Bahnhofs- mission, die Mutter wurde benachrichtigt. Damit nun der niedergeschlagene kleine Kerl sich nicht umsonst auf Berlin gefreut hatte, lud ihn die Bahnhofsmission auf zwei Tage in ihr Heim ein und zeigte ihm Berlin. Am meisten imponieren den Kindern in Berlin die zweistöckigen Autobusse. Das ist das größte Erlebnis. Heute reifen natürlich auch Kinder allein ohne Wissen der Eltern. Winzige Knirpse brennen mit einer Bahnsteigkarte durch, verkrümeln sich unter den Kindern der Erwachsenen, sind während der Zug- kontrolle auf einem „Geheimplatz" im Zuge und flitzen an der Sperre nach einem Erwachsenen durch. Auf diese unerlaubten Globetrotter ist die Bahnhofsmission vorbereitet. Sie kennt ihre faulen Ausreden. „Wohin willst du denn, mein Kind?" „Ach, der Vater erwartet mich." Ja, wirklich, der Vater kommt. Aber unerwartet. Die Bahnhofsmission hat ihn benachrichtigt. Und mit der Weltreise auf Bahnsteig- karte ist es für die nächsten zehn Jahre für den Krümel aus. Zweitägige Wanderfahrt in das untere Lahntal. 1. Tag: Rassau — Muhlbachlal — Singhofen — Hof Saalscheid — Kloster Arnstein — Obernhof. Vom Bahnhof Rassau überschreiten wir die Kettenbrücke, kommen bald darauf durch Berg- Rassau und an der Idiotenanstalt Scheuern vorüber, um sodann in das Mühlbach tal zu gelangen, das von großartiger Schönheit ist. Wir folgen jetzt dem L des Lahnhöhenwegs. Teils über saftige Wiesengründe, teils durch Wald, bald unten am Bache einen Steg überschreitend, dann wieder hoch oben mit entzückenden Blicken auf das viel- gewundene herrliche Tal, auf zumeist von prächtigem Buchenwald bedeckte Talhänge und schroffe Felswände zieht sich der Weg. Rach etwa zweistündiger, überaus genußreicher Wanderung erreichen wir die am Fuße des Schildekopfs reizend gelegene Schulmühle, wo Erfrischungen zu haben sind. Der weitere Weg führt uns an der Reumuhle vorbei hinauf zum Schildekopf, einem Felsen mit herrlichem Rundblick (ein Schildchen bezeichnet die Stelle) und weiter nach dem hochgelegenen Städtchen Singhosen an der Bäderstraße mit guten Gasthäusern. Das l. leitet uns weiter über den Hof Saalscheid, später über die Kanzel mit wundervollem Blick in die Tiefe und über das Kloster Arnstein mit reizendem Lahnblick hinab nach dem schönen Lahnstädtchen Obernhof, wo wir übernachten. Wanderzeit 41/2 Stunden. 2. lag: Obernhof — Gelbachtal — Dies — Holzappel — Geilnau — Balduinstein. Von Obernhof wandern wir über Schloß Langenau nach dem fchmucken Weindorf Weinähr mit alten Fachwerkhäusern und hierauf (Markierung schwarzes Kreuz) das liebliche Gelbachtal aufwärts, dem enge und tiefe Schluchten, hervor- springende Felsklippen und Zacken einen eigenartigen, wildromantischen Charakter verleihen. An verschiedenen Hütten und Höfen vorbei erreichen wir nach zweistündiger überaus lohnender Wanderung das in einem Talkessel liegende, rings von hohen, steil abfallenden Bergen eingefchlofsene Dörfchen Dies (gute Einkehr). Gin gezeichneter steiler Waldpfad bringt uns in kurzer Zeit hinauf zur Groblei. einem 80 Meter über dem Tal gelegenen Felsvorsprung mit einem prachtvollen Blick auf das unten liegende Dies und das reizende Tal. Durch Wald und Feld kommen wir nach dem freundlichen Städtchen Holzappel, wo wir das L antreffen, dem wir nunmehr, mit hübschen Blicken unterwegs, abwärts nach Geilnau folgen. Am ilfer der Lahn entlang gehen wir jetzt auf einer der reizvollsten Strecken im unteren Lahntal, am Geilnauer Brunnen vorbei nach unserem Endziel Balduinstein am Fuße der Schaumburg, die uns vom Bahnhof entgegengrüßt. Wanderzeit 5 Stunden. Oie naffauischen Bauern ehren Oarr4 Limburg, ?4. Juli. (WSN.) Die nassauischen Bauern haben zum 38. Geburtstag des Reichsernährungsministers Darrs, dessen Heimatgau Nassau ist, eine außerordentlich sinnvolle Ehrung geplant. An der Stelle, wo Darre sein erstes grundlegendes Buch über die Rettung des Bauernstandes geschrieben hat, an der Rentmauer bei Wiesbaden, soll ein Erin- nerungsmal errichtet werden. Bei Marienberg auf dem oberen Westerwald wurde ein geeigneter, etwa 120 Zentner schwerer Westerwälder Basaltblock gefunden, der an der Rentmauer aufgestellt werden wird. Bis zum kommenden Sonntag, en dem Reichsernährungsminister Darrs in Wetzlar zum Besuch des 13. Nassauischen Bauerntages weilt, soll der Stein auf der Platte bei Wiesbaden sein, um im Beisein des Reichsernährungsministers, der heute seinen 38. Geburtstag feiert, noch am Sonntag ein- geweiht zu werden. Er erhält folgende Inschrift: „R. Walther Darrs, seines nassauischen Heimatgaues dankbarer Bauernstand." Von Interesse ist, daß die nassauischen Bauern den Transport des Basaltblocks selbst übernommen haben. Ohne Unterbrechung, Tag und Nacht, dauert der Transport an, damit der Stein pünktlich am Sonntag auf der Platte bei Wiesbaden eintrifft. Jeder Ort auf der Transportstrecke wird durch einen SA.-Motorradsahrer benachrichtigt, so daß man eine Darrs-Geburtstags- ftafette hergestellt hat. Neues Schuhhastlager in Wetzlar. WSR. Wetzlar, 14. Juli. Die Polizeiverwaltung Wetzlar hat in einem leerstehenden großen Fabrikgebäude ein Schuhhaftlager eingerichtet, in das bis jetzt 38 Gefangene eingeliefert worden sind, und zwar 17 aus Wißmar, 13 aus Wetzlar, 5 aus Krofdorf sowie einzelne Häftlinge aus andern Kreisorten, und zwar wegen st a a t s f e i n d- licherHandlungen.in der Mehrzahl wegen Verbreitung kommunistischer Flugblätter. Das Lager untersteht der direkten Betreuung des Staatskommissars für die Bekämpfung staatsfeindlicher Llmtriebe Oberleutnant Stephan. Ein Kind allein unterwegs... Oie Missionstante und der Onkel Schaffner. 23 on £o Beyer. NORDSEEBAD Verbindungen über Bremerhaven Wilhelmshaven Carolinensiel PROSPEKTE DURCH BADEVERWMTUHG Htetiorehltart ÜFaDDlBls/Lahngehirge Neuzeitl.Gesimdungsbeimm.mod.Einricht.f.Naturheilverf. Dnreh Heildiät u. individ. Fürsorge vorxttgl. Erfolge. AerztL Leit. Jahrub.geoffm. November-März: Kurs z. Biologieassistentin. Lxistenzsich.Frauenberuf.AerztLExamensabschl.Prosp.fr. ema ist mehr als nur Ersatz für Gastein, es ist viel stärker, es ist ja überhaupt das stärkste Radiumbad der Welt Deshalb gehe jeder bei Rheuma. Neuralgien. Aderverkalkung, Wechseljahrebeschwerden und Alterserscheinungen nach dem deutschen Radiumbad Obersdilema. Dreiwöchige Kurmittelpauschale .. . ... (Arzt. Kunnlrtel, Kurabgabe) 100 RM ab 1. JuiL nw,ltnD*t*uren. Flensun^erhof Christliches Erholungsheim. Station Mücke W Salzschlirf • Hotel Haiserhof l Erholungsheim Eichhof Pens. 5.- bis 6.50. Eig. Konditorei, Cafe / Küche. Keller best. Ruf Lauterbach (Hessen) LVogelsberg. 4 Mahlzeiten. 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Von Prof. Dr. J. Lepsi. Mit 550 Abbildungen. Gebunden RM.4.— Hugo Bermühler Verlag • Berlin-Lichterfelde Hans Währum Marie Wäheum, geb. Müller ALTEN-BUSECK Sonntag, den 16., und Montag, den 17. Juli Gießen, Asterweg 39 13. Juli 1933 Oberbesien. Landkreis Gretzen. Großen-Linden, 13. Juli. Der Eisenbahn-Verein Großen-Linden und Ilm- gegend machte wie alljährlich am vergangenen Sonntag seinen diesjährigen Ausflug. Diesmal erging der Ruf an die Mitglieder zum Rhein. Etwa 600 Teilnehmer bestiegen morgens den Lug. In Rüdesheim angelangt erwartete den Verein am Bahnhof eine Musikkapelle. Unter den Klängen der Musik ging es zum Jelsenkeller. Don hier aus begab man sich zum Niederwalddenkmal. Hier fand eine von dem Eisenbahn-Verein veranstaltete Kundgebung statt, die mit dem Niederländischen Dankgebet eingeleitet wurde. Die Ansprache hielt der Der- einsDorfitfenbc Sperer - Leihgestern. Seine Rede endete mit einem „Sieg-Heil!" aus den Reichspräsidenten von Hindenburg, den Reichskanzler Adolf Hitler und das Deutsche Vaterland. Nach dem Deutschland-Lied gedachte man der Gefallenen von 1870 bis 1871 und 1914 bis 1918 Die Teilnehmer des Ausflugs füllten den Nachmittag nach Belieben aus. Am Abend fand man sich wieder auf dem Bahnhof Rüdesheim zur Heimreise ein * Allendorf a. d. L, 14. Juli. Am kommenden morgigen Samstagabend veranstaltet der 5. Sturm des NSD2B. Gießen (Nationalsozialistischer Deutscher Stubentenbunb) im Gasthaus „Zum Bahn- Hof" einen Deutschen Abend, zu dem die Ortsgruppe, die Frauenschaft und der BdM. der NSDAP, ein- geladen sind * Lich , 15. Juli. Am 19. Juli findet in Lich anläßlich des Sommermarktes ein großer Verkehrs- t a g statt. Vormittags findet zum ersten Male wieder seit der Zeit nach dem Kriege eine Kreis- tierschau statt, die sicher reges Interesse der Landwirtschaft über den Kreis hinaus finden wird. Mit die Hauptanziehungskraft für die Landwirtschaft dürfte aber eine große Bauernkundgebung Für gute Speisen u. Getränke ist bestens gesorgt. — Eigene Hausscblachtung. Es laden freundlichst ein die Gastwirte Wilhelm Döll Hans Oppermann Dr. Menz verreist in empfehlende Erinnerung 04221 Karl Germann Gieße». DIE PUTZFRAU IN DER DOSE -----------------------OWM-63 ia zementSchwemmsteine Bimsdielen / Schlackensand 1144 |e s, T«l«Pb0 . MUiidunO»1’- M' der Hessisch. Bauernkammer in Lich am Mittwoch, -em 19. Juli: Prämiierung von Utinbem (Fleckvieh und Vogelsberger), Schweinen und Ziegen, 9 Uhr beginnend. 10 Uhr Schafbockversteigerung Zum Auftrieb kommen 7 Jährlings» und ältere Böcke und 25 Lammböcke des deutschen schwarzköpfigen Fleischschafes. 12 Uhr Eber- u. Sauenversteigerung Es werden 10 Eber und 10 Sauen des deutschen Edelschweins und 16 Eber und 3 Sauen des veredelten Landschweins versteigert. Tierzüchter, Freunde der Tierzucht und Käufer sind zu diesen Veranstaltungen herzlichst eingeladen. «64u Sonntagskarten der Reichsbahn im Umkreis von 50 Kilometer. Sonderzüge der Butzbach—Lieber Eisenbahn zu ermäßigten Preisen. 4571L Lich, den 14. Juli 1933. Hess. Bürgermeisterei Lich. Geil. CITROVI3T DAS bekömmliche Sauremittel g&sa SÄÄi ■äpaas •SMSSR NcnöQiber BchWit °-rden neiden 6°nntfl. |n btm «Jarre m Wetzlar zum f en $Quenitage5 weilt, soll tte bei Wiesbaden sein, um Nahrungsministers, der heute eiert noch am Sonntag ein- r erhalt folgende Inschrift: 165 nassauischen heimatgaues Don Interesse ist, daß die r Transport des Bafallblock; Ohne Unterbrechung, Tag ’ Transport an, damit der onntag auf der Platte bei der Ort auf der Transport- in SA.-Motorradfahrer dein eine Oarri-Eeburtstags- 1 ierTS Anna Selm, .Nauheini"’’ 7ur Waldlu8t ) -GroEVchweine- n Piave.-E,chSteM. sMM 51—reU •*”V eSceb Bork1101 fl,.HotelDU*lper.Volle rosp-i^/--- 8MekassederO.O.B. GIESSEN. Die Kasse hat sidi in ihrer Generalversammlung vom 9.7.1933 aufgelöst! Vim für20Pfennig, ----- - Also lassen Sie sich diese einmalige Gelegenheit keinesfalls ent- gehen! Sie wissen ja aus eigener Erfahrung, wie unentbehrheh Vim beim Putzen und beim Scheuern ist. FÜR SPEISE- UND EINMACHEZWECKE In allen einschlägigen Geschäften erhältlich. Citrovin-Fabrik G. m. b. H., Frankfurt a. M. junge WferWk flut dresiierfähig, billig zu kaufen gesucht. Schriftliche Angebote an o«r«< 55-5tnnn6ann 1V/33 Dolijelomt scheu. lusern r> s ÄS =««• LrKAr y in kurzer &inetei übe? hinauf dir ? dir nunS?.eJ't wo ft abwärts hüb- sten Strecten ,>nnen vmbei^na^ tc'" am Fuhe der S^' Pfui, solche C Hühneraugenfflße I Und da kostet eine Schachtel I „Lebewohl" nur 68 Pfennige. 4570 V Hühneraug.-Lebewohl Blechd. (8 Pflast.) 68 Pf. in Apoth. u. Drog. Sicher zu haben: Ded.-Drog. Hani Hindenburg, H. Elges, Seltersweg 68a; Löwen-Drog. W. Kllblnger Hü., Seltersweg 69; H.NoU,Lndwlgsplatx-u.Nen- stadt-Drog.; Germania-Drog. 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Der Eigenart der verschiedenen In- dustriezweige ist durch Errichtung von vier Fach- schäften, für männliche Oberbekleidung, für weibliche Oberbekleidung, für Wäsche sowie für Hüte und Mützen Rechnung getragen. Die Fachschaften gliedern sich in Bezirks- und Landesuntergruppen, sog. Fach- gruopen. Der Verband soll der Reichsregierung als ausschließliche Unternehmerorganisation zur Eingliederung in den berufsständischen Aufbau zur Verfügung gestellt werden, sobald die Anweisungen der Regierung auf diesem Gebiet vorliegen. Sranffurf freundlich. Frankfurt a. M., 15. Juli. (WTB. Drahtmel- dung.l Auch die dritte Samstagsbörje, die ohne Berlin abgehalten wurde, zeigte wieder lebhaftere Um- fätze, da von der Kundschaft kleinere Orders eingetroffen waren, denen allerdings auch einige Abgaben gegenüberstanden, so daß die Kurse bei freundlicher Tendenz kleine Erhöhungen aufwiesen. Die Kulisse übte stärkere Zurückhaltung, zumal die angekündigte Steuererleichterung bisher noch nicht bekannt wurde. Im übrigen fanden die neuen gesetzlichen Maßnahmen der Regierung eine freundliche Aufnahme. Recht lebhaft waren die Umsätze am Montanmarkt, wobei Klöckner mit Pluszeichen erschienen und einen größeren Gewinn verbuchen konnten (plus 1,75 Proz.). Sonst eröffneten Stahlverein 0,50 Prozent höher. Am Ehemiemarkt waren IG. mit 133 behauptet, Deutscher Erdöl und Rütgcrswerkc zogen bis % v. H. an. Elektrowerte lagen sehr ruhig und nur AEG. kamen mit plus % v. H. zur Notiz. Schiffahrtsaktien waren ebenfalls ruhiger als seither, jedoch weiter recht befestigt. Sonst eröffneten noch Zement Heidel- fein, die um 14 Uhr auf dem Kirchplah ftattfinbet und bei der der Staatskommissar für die Landwirt- fdjaft, Dr. Wagner, sprechen wird. Im Anschluß daran findet ein großer Flugtag der Gießener Flie- ger mit reichhaltigem Programm statt. Es ist 00311- nehmen, daß bei einigermaßen! günstigem Wetter die Stadt Lich einen Besuch ausweisen wird, wie dies selten der Fall war. Die Teilnahme an den Veranstaltungen wird noch dadurch erleichtert, daß so- wohl die Reichs- als auch die Bugbach-Licher Eisen- bahn von allen Stadtionen im Umkreis bis zu 50 Kilometer Fahrpreisermäßigung gewährt und die Butzbach-Licher-Eifenbahn auch Sonderfahrten eingerichtet hat. Nähere Auskunft erteilen die Fahr- tartenausgabeftellen. Auf die heutige Anzeige fei hingewiesen. Mrcie LUssclv -er. Homberg, 13.3uli. Zur Zeit ist man mit der Auftührung einer Baracke für den f r c i - willigen Arbeitsdienst beschäftigt. Sie kommt hinter die frühere Dienstwohnung de« Fi- nanzamtsvorstehcrs zu stehen, die bereit« zu Wohnzwecken des Freiwilligen Arbeitsdienstes dient. Die Arbeiten schreiten rüstig vorwärts. Aach deren Vollendung können 2 50 QU a n n u n - tergebracht werden. Mrcie Wetzlar O Lützellinden, 13. Juli. In der Kirche feierte dieser läge die hiesige evangelische Gemeinschaft ihr diesjähriges Iahresfeft. Die Feftprcdigt hielt Pfarrer Haas- Frankfurt a. M Er sprach über die Nachfolge Christi. Es hielten noch Ansprachen Prediger Jung- Großen-Linden und Prediger Tri ppler-Groß-Rechtenbach. Das Schlußwort sprach der Ortsgeistliche, Pfarrer Koch. Das Fest wurde verschönt durch die Mitwirkung des Posau- nenchores und des Gemischten Chores, deren Vorträge die Feier umrahmten. Verantwortlich für Lokales, Provinz, Wirtschaft und Sport: I. V-: H. L. Neuner im Haus derHandarbeit Seltersweg 73 Kommen Sie zum großen Verkehrstao-ch Lich Mittwoch, den 19. Juli 1933. Vormittags: Große Kreistierschau mit Prämiierung, Eber- und Schafbock - Versteigerung, Schweine- und Krtiniermarkt hinter der TURNHALLE in LICH. Zum Markt sind zugelassen Tiere aus unverseuchten Gemeinden. Aoftrlebsseit 7'/,—8', Uhr. Günstige Kaufgelegenheit für Großvieh, Ziegen, Eber und Schafböcke. Während des Marktes: Ausstellung landwirtschaftlicher Maschinen, Geräte und Bedarfsartikel. Ausstellungen des Vereins für Handel und Gewerbe. Nachmittags 2 Uhr: Große Bauern-Kundgebung auf dem Kirchenplatz. Redner: Herr Staatskommissar für die Landwirtschaft Dr. Wagner, Darmstadt Anschließend: Großer nationaler Flugtag an der Butzbacher Straße. U. a. Kunst- und Passagierflüge. Segelflüge, Abschuß eines Fesselballons. Freifiugverlosung, große Tombola. Abends: Tanz- und Volksbelustigung in der Turnhalle. | 1?^ H 50 D" H fcf*cr- Daimler Motoren gewannen Am Renten markt zeigten sich Reichsaltbesitz mit plus 0,25 o. H. etwas gebesiert. Späte Reichs- I Ichuldbuchforderungen blieben zu 79,50 o. H. gut behauptet. Stahloerein eröffneten 0,50 o. H. höher. Im Verlaufe blieb das Geschäft lebhaft, nennenswerte Kursveränderungen waren jedoch nicht zu ver- zeichnen. IG. blieben nicht voll behauptet, auch am Montanmarkt bröckelten die Höchstkurze leicht ab. Soweit sonstige Aktienkurse zur Notiz kamen, lagen sic 0,50 bis 0,75 o. H. hoher. Darüber hinaus tonnten sich Mannesmann um 1 o. H. auf 63,50 v. H., Scheideanstalt und Holzmann um je 1 o. H. befestigen. Anderseits gaben Zellstoff Waldhof um 1,25 auf 41,25 o. H. nach. Von festverzinslichen Papieren waren Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligationen gefragt und um 0,50 bis 0,75 v. H. bzw. 2 v. H. höher. Liqiuidationspfandbriefe blieben behauptet, Stadtanleihcn lagen still und kaum verändert, auch Staatsanleihen wiesen nur unbedeutende Veränderungen auf. Reichsaltbesitz und Späte Reichsschuldbuchforderungen lagen unverändert mit 76,50 bzw. 79,50 v. H. Auslandrcnten lagen ruhig. Oie Wetzlarer Leitzwerke ehren Professor Krobenius. Die 100 000. Ceica-fiamera. WSN. Wetzlar, 14. Juli. Wie wir erfahren, hat die Firma E. L e i tz (Wetzlar) dem bekannten völkerkundlichen Forscher Geheimrat Professor Dr. Leo F r o b e n i u s, der vor kurzem seinen 60. Gcburts- tag unter allgemeiner Anteilnahme der deutschen Presse feierte, die 100 000. Leica-Kamera nebst einer geeigneten Objektioausrüstung gewidmet. Es entspricht einem alten Brauch dieser Firma, Diejenigen Instrumente, die infolge ihrer Iubiläumsfabri- kationsnummer Marksteine in der Entwicklung der Leitzwerke darstellen, besonders geschätzten Persön- lichkeiten der Wissenschaft zu widmen. Schmerzen? Jucken? Stechen? Brennen? Dann gebrauchen Sie die tausendfach bewährte Universalheilsalbe „(ttentarin" Wirkung überraschend. Preise herab- gesetzt. Erhältlich in den Avotbeken. hqtv Papiere - Oraner • Füllhaller Zä tofflR JlMORv IST DA! DER ZUVERLÄSSIGE, SICHERE, SCHNELLE und SCHONE DOPPELSCHWINGACHSENWAGEN mit VERWINDUNGSFREIEM ROHRCHASSIS und ZWANGSLÄUFIG LUFTGEKÜHLTEM 4 ZYLINDER MOTOR SICHER-SCHNELL-SCHÖN NEUE RÖHR- WERKE LIEFERBAR ALS CABRIOLET und LIMOUSINE, 2 TOREN, 4 SITZE KOFFER und ALLEM ZUBEHÖR in BEKANNTER ROHR-QUALITÄT und ELEGANZ • PREIS RM 3200.-AB FRANKFURT AM MAIN FILIALE FRANKFURT AM MAIN-17, FRANKEN ALLEE 98-102, FERNRUF 70201 ZIUMIOR blieb zurück; er wartete nicht. Aber um diesen einen, da vorn, der den Weg zu seinem Herzen gefunden, sorgte er sich oft. Er kann doch nicht Chauffeur bleiben, dachte er, das feine, edelgeschnittene Gesicht seines Fahrers betrachtend. Der große Wagen ist viel zu schwer für ihn. Aber nie bittet er um Hilfe; wacker müht er sich damit ob, der feine, kleine Kerl! Auf einem schnittigen Gaul müßte der sitzen, in schmucker, blausilberner Uniform — wäre gewiß ein famoser Herrenreiter geworden. Was war er eigentlich? Kunsthistoriker! Verrückter Beruf!, ärgerte sich Steinherr. Ich werde ihn noch als Bruder adoptieren müssen, um ihm helfen zu können!, dachte er grimmig-be- lustigt. Dann wanderten seine Gedanken weiter; die dunklen Augen blickten scharf und wachsam. Er hatte erfahren, daß ihm von französischer Seite die Möglichkeit weit größerer Ausdehnung durch Kreditgewährung, eventuell eine Fusion mit dem Stahlwerk La Chauviöre in Lothringen angeboten werden sollte, falls die Besichtigung seines Werkes die Herren befriedigte. Seine Züge wurden hart. Sollte wirklich ein derartiges Angebot erfolgen, so nahm er es nicht an. Auf eigenen Füßen wollte er stehen, auf eigene Kraft bauen. Kredite von Fremden verkrüppelten, zwangen zu Kompromissen. England und Skandinavien kauften Steinherrstahl, Italien, Angora brauchte ihn, Asien — er blieb frei von fremder Hilfe, wie es Vater Steinherr gewesen, der stolze, aufrechte Mann, der mit Hilfe seines Landes für sein Land gearbeitet, dessen Werk er fortführte. „Warten!" befahl er kurz, als der Wagen vor dem Bellevue-Hotel vorfuhr und ein Boy diensteifrig an den Schlag eilte. „Jawohl, Herr Steinherr!" Dandro fuhr ein Stück vor, um den Eingang freizulassen. Der Wagen des wohlbekannten Industriellen durfte stehen, wo andere auf den Parkplatz fortgewiesen wurden. Eine halbe Stunde verging. Nun hatte der Ostwind den Himmel freigefegt, daß es sich blank und blau um eine helle Sonne wölbte. Wärmen tat die freilich nicht mehr. Verdammt scharf blies es hier um die Ecke ... Georg von Vandro sprang von seinem Sitz herunter und lief ein wenig auf und ab, immer den Blick auf den Hoteleingang gerichtet. Am liebsten hätte er mit den Füßen gestampft und mit den Armen um sich geschlagen, wie es die alten Kutscher machten; aber er unterließ es aus einem kleinen Lerlegenheitsgefllhl heraus. In diesem Hotelpalast hatte er früher manches Mal in fröhlichem Kreise diniert. Vielleicht kamen gerade Bekannte vorbei. Man mußte sich doch äußerlich beherrschen können, Donnerwetternochmal! Manch weibliches Auge betrachtete wohlgefällig den schlanken blonden Mann, der in seiner schmucken, dunkelgrünen Livree geradezu elegant wirkte. Er sah es nicht. Jetzt ordnete Wera voller Eifer die Zimmer, goß die' Blumen; doppelt schön erblühten und dufteten sie unter ihrer Hand. Ach, diese schönen schmalen Hände, die so tätig schaffen gelernt. — Schönheit und Wertarbeit sind die unerläßlichen Vorbedingungen für behagliche Räume Litte wenden Sie sich an die polsierwerlstätte A. Wehrheim / Löberstr. 17 4557 A Nachdruck verboten I 19. Fortsetzung. Richtiger: ich die in Waschstoffe tem Baumwollgewebe per m Schulstraße 7/9 - Jtuf 2251 4597 D Friedrichstraße 7 Telephon 3252 4556 D ßieterant aller SKr an den Hass en. fiule Aufnahmen 1.75, 1.45, per m fabelhaft niedrigen Preise von 1B.96A kosmetischen Artikel in größter Auswahl bei 4583A Zigarette im Sankt Moritz Drogerie Kreuzplatz 10 Baumwolhnousseline 70 cm breit, gute Frauenmuster... per m Berllnette-Druck 80 cm breit, entzückende Muster auf gu- Wloll bürgerliche Berlin, 15. Herr Neichsi sämtliche Ix gendes Reichsdiei leitung der (Bauleitungen an men und Zw bürgerliche jen und alle in rufe jurürfju Dur chsiihrun, j u ro i r f e n. den Herrn?" „Und die Dame, Herr Steinherr, erkannte beide." „Aber die beiden nicht Sie?" „Weil sie mich nie sahen." Georg von Vandro zerdrückte Aschenbecher. Verabschiedung — wollten die Herren mktsahren? Nein! Lieber zu Fuß durch die Stadt bummeln, meinte der grauhaarige le Brun mit dem roten Gesicht derer, die gern gut essen. Man mußte sich das Straßenleben doch ein bißchen ansehen! Schnell glitt der Wagen davon. Kein Wort sprachen die beiden Männer auf der Fahrt. Und doch umkreisten ihre Gedanken die gleichen Fragen. , 23. Kapitel. Als der Wagen im Hofe des Werkes eingefahren war, wandte sich Steinherr dem Führer zu: „Bitte mit hereinkommen, Doktor!" Wortlos gehorchte der Jüngere. Stand dann im großen, hell, aber nüchtern wirkenden Arbeitszimmer vor feinem Chef, der ihm Zigaretten anbot und auf einen Stuhl wies. „So, Doktor. Und nun sagen Sie mir einmal, warum Sie Frau Maloreen und den Franzosen so interessiert betrachteten!" Scharf, durchdringend ruhten feine Augen auf dem offenen Gesicht, dessen leichte Sonnen- und Luftbräune die aufsteigende Röte schlecht verbarg. „Tat ich das, so geschah es unbewußt, und ich bitte sehr, mir die Taktlosigkeit zu verzeihen, Herr Steinherr." Der machte eine ungeduldige Handbewegung. „Warum, Doktor?" Jetzt war das Drängen in seiner Stimme unverkennbar. Georg von Vandro sah ihn an. „Ich war neugierig!" sagte er einfach. „Fremde interessieren Sie auf einmal?" „Nicht Fremde." „Ach so ..." Der andere tat einen Zug an seiner Zigarette, kniff die Augen zusammen: „Sie kannten Wenn dich die Hitze plagt, dann sei nicht unverzagt: Kölnisch-Wasser auf das Köpfchen — es genügen ein paar Tröpfchen und schon ist die Qual gelindert und der Hitzschlag auch verhindert. Ohne Scherz — Kölnisch-Wasser sollten Sie stets bei sich tragen. Besonders auf der Reise und bei Ihren Ferienwanderungen werden Sie es gerne benutzen. Sie kaufen Kölnisch-Wasser der bedeutendsten Firmen wie „4711“ und „Gegenüber“ fn allen Flaschengrößen, wie überhaupt alle Alder-Hemberg Lyons-Druck 75 cm breit, herrliche neue Muster zu dem Oß, meine 3-üße! So hört man immer und immer wieder klagen. TZnd wie ist es mit ZJßnen ? Gehören Sie auch dazu? Dann warten Sie nicht, bis die Schmerzen unerträglich geworden sind, denn auch Ihnen wird geholfen, Je früher Sie etwas für Ihre Füße tun, um so schneller werden Sie von den qualvollen Schmerzen erlöst sein. 3n ßjßrem Interesse möchte ich Sie aber auf eins aufmerksam machen. Gehen Sie gleich an die richtige Quelle: ^Lum &ad)marin, der allein dazu berufen ist, je nach Art der Fußbeschwerden Ihnen eine gut passende Fußeinlage zu arbeiten. 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Holen Sie sich Rat beim Fachmann Mi-Hb Carl Seibel Frankfurter Straße 39. ßt.164 So-"E >\ toniilit«1 Siebes L Dl«- jgetmat1 Die Reichstes der kurzen ' Das erste solche l tzeuergesetz alle Personenkro die nach dem ö. werden, krashah zeugsteuergesetz o ginn einer EnM gung des f ZMMMMM Roman von Helma von Hellermann. mich wieder auf die Füße zu bringen, von denen der eine auch arg verstaucht war. Ich bekam ein nettes Zimmer im dritten Stock, klein und einfach möbliert, aber recht behaglich und nach vorn heraus, wo es stets viel zu sehen gab. Später humpelte ich manchmal abends, wenn die Gäste bei Tisch saßen, herunter und saß bet der klefnen Hauskapelle — ein paar früheren österreichischen Offizieren —, die auf einer Estrade, von Grün und Blumenkübeln verdeckt, ihre Weisen spielten. Eine gewisse Sympathie — Schicksalsgemeinschaft — verband uns. (Fortsetzung foD Bedruckte Seidenleinen 70 cm breit, nur neue aparte Muster per m.................. 1.05, -.80, ».75, Panama 80 cm breit, biefes Gesetzes oom Nlonentroftmaaen fobrjeugfteuerpfl«f)lii erftmalig jugelafien i 1933 erstmalig zugelc Wn und Persoi zwangsläufig im La "ach etwa fünf Meinlid) eine auf fein, wenn noch tii kehr ist, der traftfa' dann die Regel fei Perfonenkrasttäder frei sind. 2Ils zweites, di Mietendes Geien j über die 2lblö|u steuer erschienen. Magnus Steinherr blieb stehen, wo er war. Nun war sie fort, die kleine Li, die er damals, als er sie, unerwartet früh heimgekehrt aus England, mit feinem Besuch überraschen wollte, in den Armen eines anderen gefunden hatte. Das war nun auch vorbei. Seine Gedanken wanderte von der Frau, die >hn soeben verlassen, zu jener anderen, deren Namen die Kalesso genannt hatte. Er runzelte die Brauen, starrte aus zusammengekniffenen Augen auf die alt- italienischen Fresken über dem offenen Kamin, ohne sie zu sehen. Wieder sah er ganz deutlich das blasse Gesicht im Nebel vor fick), und das des Mannes, der so eifrig im Flugzeug in ein kleines schwarzes Heft geschrieben, ein Heft wie jenes, das Jenny Maloreen ihm so hastig entrissen, als er es vom Boden aufheben wollte. Und jenes seltsame Erlebnis am Abend vor seiner Abreise aus England. Was ging da vor? Rätsel waren um ihn, Gefahr im Verzug... 22. Kapitel. „Guten Morgen, Doktor! Endlich mal wieder Sonne — was? War ein Sauwetter dieser Tage, machte Ihnen viel Mühe mit dem Reinhalten des Benz. Jetzt könnte es mal schön bleiben für eine Weile; der offene Wagen ist mir immer lieber." Ein fester Händedruck zum Tagesgruß. „Zuerst Bellevue, muß die Franzmänner begrüßen, die gestern ankamen." Vandro, straff aufgerichtet, grüßte militärisch, ehe er Steinherrs Hand ergriff. Er hielt streng an korrekter Form fest, auch wenn sie allein waren, was Steinherr amüsierte, aber insgeheim befriedigte. Ihm gefiel die feine Zurückhaltung, aus der er feinen Schützling jetzt öfters herauszulocken versuchte; Takt und Stolz verbargen sich dahinter. Er selbst nahm es damit nicht mehr genau, aus dem kurzen „Dan- dro" war längst ein „Doktor" geworden, was so manchen Gast aufhorchen ließ. Aber wer der Doktor war, erfuhren sie selten. Durch sonnendurchleuchteten Nebelhauch flog der Wagen dahin auf der langen Allee Scharf pfiff die kalte Luft dem Führer um die Ohren, daß er fröstelnd die Schultern bewegte. Aber feine Seele spürte es nicht. Die warme Lederjacke war ein- Geburtstagsgeschenk seiner Frau, pelzgefüttert, mit doppeltem Brustschutz. „Oh, Weralein, immer besorgt um deinen Mann. Weralein, süße Wera!" fang der Motor. Und des Mannes Herz fang mit. Steinherr atmete in tiefen Zügen die kalte, nach Nebel und Erde riechende Morgenluft ein. Hei!, wie der Oft pfiff! Sein abgehärteter Körper kannte kein Frieren; schon als Knabe hatte er auch im Winter im Freien gebadet Mitleid war ihm fremd. Wer mit ihm nicht Schritt zu halten vermochte, der Bedruckte Wäschebatiste Fft 80 cm breit, entzückende Mille-fleures- ■ *1K Muster...................per m -.05, »VW Indanthren-Druck EO 80 cm breit, für Schürzen, Hauskleider auf ■ Hn allerbester Grund wäre per m -.75, -.88, -.84, ■ w V Schöne Master auf guten Qualitäten, echt gefärbt f von alten Fahrzeu sanenkraftwagen u öem 1. April 1933 legenheit, die aus ^hende firnfffahr !L,ne.5 einmal Ss M BEsgeno! r'e auf dem alten g st^er ubzulchn, bi b °uch gemach, tjabe L« °--röe in M mchgung der Jahre- : ^klare ich in aller (Ei ^steuer, die auf $ ZM- KM War es ein Fehler; nicht eher eine Tugend? — | Dank, Weralein, für die Weste — aber ich friere doch! Bist ein schlapper Kerl, Georg von Vandro! — Gottlob, da tarn Steinherr! Im Nu saß Vandro am Steuer, manövrierte den Wagen vor das Hauptportal, sprang herab und stand, die Hand an der Mütze, grüßend am Schlag. Drei Herren waren mit herausgekommen, sprachen, lebhaft gestikulierend, alle zugleich auf ihn ein. Georg von Vandro, der das Französisch vollkommen beherrschte, verstand schneller als Steinherr der auf Deutsch antwortete. Sie wollten nach dem Lunch das Werk besichtigen. Steinherr bedauerte, sich heute nicht zur Verfügung stellen zu können; wichtige Sitzungen erforderten seine Gegenwart. Sie bedauerten ebenso höflich wie er, der merkwürdig kühl und unbeteiligt wirkte im Schwall ihrer sprudelnden Beredsamkeit. Eine Dame kam vorbei, schlank, im schwarzen, pelzbesetzten Kostüm. Unter einer Federtoque kräuselte sich silberblondes Haar. Ihre Augen betrachteten flüchtig die Herrengruppe, leuchteten lächelnd auf, da Steinherr sich zufällig umsah. Sofort ging er auf sie zu. Das war Schicksalsfügung! Vielleicht verriet sie sich. „Darf ich Ihnen die Herren vorstellen?" sagte er, sie begrüßend. „Doktor le Brun, Monsieur Meilhac, Monsieur Marion, Monsieur Regnier — der Ihnen übrigens bekannt sein dürfte ..." Die Maloreen hob fragend die Brauen fixierte für Sekundenlänge den eleganten jungen Menschen vom brünetten Typ der Südfranzosen, und schüttelte dann lächelnd den Kopf. „Nicht, daß ich wüßte, lieber Freund!" „Monsieur Regnier flog mit uns nach London. Er saß Ihnen gegenüber, hob Ihre Sachen auf. — Sie sehen, ich habe ein gutes Gedächtnis, Monsieur." „Verzeihen Sie, wenn das meine versagt", lachte die Frau liebenswürdig. „Es ist schrecklich unhöflich von mir. Aber man trifft so viele Menschen, wenn man viel reift — nicht wahr? Monsieur muß mir verzeihen!" Der Franzose beugte sich über die ihm gereichte Hand. „Madames Vergeßlichkeit ist ebenso begreiflich wie mein Erinnern. Ich bin ein Typ, wie man ihn tausendmal im Jahr trifft. Madame dagegen kann keiner vergessen, der sie je gesehen." „Ah! Was ist der Franzose für ein ritterlicher Mann! Mitten aus wichtigem Gespräch gerissen, findet er Zeit, einer fremden Frau Komplimente zu machen. Deutschland kann von Ihnen lernen!" Die grünen Augen funkelten Steinherr an. Dann eine leichte, graziöse Geste der weißbehandschuhten Hände: „Meine Herren! Mein Freund! Die Sonne lacht und lockt — und einer Lockung soll man bekanntlich nie widerstehen." Mit einem liebenswürdigen Neigen des Hauptes schritt Jenny Maloreen weiter. Man sprach weiter. Steinherr bat die Herren zu sich zum Abendessen. Am nächsten Tage sollte das Werk * besichtigt werden. Ein neuer Wortschwall höflicher etnsdnen **s Sn: M'1«'',4 n**10: Wohnungswechsel Umzug, Wegzug, Zuzug pevsonenstands-F-evandevungeu • Haushaltungsgründungen, Todesfälle Aendevungeu bei Seveineu Namensänderungen, Führerwechsel Sowie alle übrigen Aenderungen, die gegenüber den für das Adreßbuch 1933 eingeholten Angaben entstanden sind, bitten wir uns sofort mitzuteilen. Sbevhesftschev Advekbuchbevlag Ärühl'sche Ünlversitäts-Äuch- und Steindruckerei, N. Lange, Gießen der im H,ere|'e nur 1933 2*^ i ?ld)‘ an \bntr®elec ^eibstg-.'ne Wei Ns >°mten Cffunb Ja9l, o| fernen >ung ;f! 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