Nr. 157 (Erftes Blaff 185. Jahrgang Donnerstag, 15. Juni 1933 Lrlchelni rügllch, autz« •Sonntags and Feiertag» Beilagen: Vie Illustriert, Gießener FamMenblätter Heimat im Bild Die Scholl, Monat; Bezugspreis: Mit 4 Beilagen NM. 1.9b Ohne Illustriert, . 1.80 Zustellgebühr .. . -.25 Auch bei Nichterscheinen oon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Zernsprechanschlüsse nnter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Liehen. Postscheckkonto: granffnrl am Main 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Drud und Verlag: vrühl'fche Universttälr-Vuch' und Stcinörudcret R. Lange in Stehen. Sdjriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulftrahe 7. Annahme oon Anzeigen für die lagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re» klameanzeigen von 70 mra Breite 35 Reichspfennig, Platzvorfchrift 20° „ mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Or H.Thyriot; für den übrigen Teil Ernst Diumschein undfür denAn- geigentcil i.D.TH.Kümmel sämtlich in (Biegen. Nandnoteu. Zahlenmäßige Bestandaufnahmerr dec Völker sind, soweit geschichtliche Aufzeichnungen reichen, bekannt. (Sanz früher wurde die Volks- gemeinschast einfach durchgezählt. Man erinnert sich noch der Berichte der griechischen Geschichtsschreiber, die aus unserer Schulzeit noch im Gedächtnis hasten. Dort wird überliefert, daß der persisch« König Terxes seine Soldaten wie eine Herde in einen abgezäunten Bezirk treiben lieh, damit sie dort durchgezählet würden. Eine einfache Art, sich über die Zahl der Landestinder unterrichten zu lassen! Mehr System und sorgfältigere Arbeiten verraten die späteren Zählrnaß- nahmen, über die uns das Reue Testament, in Herr orra gen dem Mähe die Weihnachtsgeschichte, erzählt: „Unb cs begab sich zu der Zeit, dah ein Gebot rom Kaiser Augustus ausging, dah alle Welt geschähet würde ... Diese Anordnung, dah jeder sich in seinen Stamm, in seine Heimat verfügen mußte, verrät bereits die gründliche Energie einer durch und durch politischen Bestandaufnahme. Die einfache Zählarbeit genügte den Römern nicht mehr, sie wollten mehr, ihnen ging es schon um die Frage der völkischen älnterschiede, der Verteilung der einzelnen Stämme, sie wollten sich unterrichten, inwieweit ihre Untertanen ansässig blieben oder freizügig fiedelten. Die Anfänge der politischen Statistik sind hier bereits zu erkennen. Wenn man den Chronisten der späteren Zeit, zumal des Mittelalters und der folgenden 2ahr- hunderte, folgt, findet man immer wieder in umständlicher Breite die Vorbereitungen zur Volkszählung ausgeführt. Die Zählung des Volkes galt immer als großes Ereignis, und nach getanem Werke gingen die seltsamsten Geschichten über Land. Denn wie heute noch ergaben auch damals schon solche ^Inventuren'' manche Eigentümlichkeit. Gerade an Hand dieser „Raritäten", denen die Chronisten jeweils mit besonderer Liebe nachgingen, erfahren wir immer von dem Ereignis der Volkszählung. Die erste Volkszählung in Deutschland, im modernen Sinne, liegt über 10 Jahre zurück! 1871! Seit 1875 wurde alle fünf Jahre „das Volk aufgenommen", regelmäßig bis zum Jahre 1910. Seit dem Jahre 1925 hat in Deutfchland keine Volks-, Berufs- und Betriebszählung statt- gefunden. Die meisten Zahlen, mit denen Gesetzgeber und Wirtschaftspolitiker arbeiten müssen, sind veraltet, und die neuen Angaben, die auf Berechnungen oder Schätzungen beruhen, nicht immer zuverlässig. Schon im Jahre 1930 sollte eine allgemeine Zählung stattfinden. Sie wurde aber aus Ersparnisgründen immer wieder verschoben. Gegenwärtig würde eine weitere Hinauszögerung der Inventaraufnahme das Musterbeispiel einer verkehrten Sparsamkeit darstellen. Rich- tiges Handeln erfordert richtige Erkenntnis, und diese ist nicht möglich ohne zutreffende und zuver- lässige statistische Zahlenangaben. Die Rctchsre- gierung hat deshalb durch Gesetz angeordnet, dah am 16. Juni in ganz Deutschland (mit Ausnahme des der deutschen Verwaltung noch immer nicht wieder unterstehenden Saargcbietes) eine Volks-, Berufs, und Betriebszählung stattfindet. Die Zählung ist diesmal von ganz besonderer Bedeutung für die deutsche Volkswirtschaft. Soll sie doch gewissermaßen die Ausgangspunkte für die Durchführung des großen Vierjahresplans absteckcn, des- en Ziel die Lieberwindung der großen Wirt- chaftskrise und die Wiedergesundung der Wirt- chaft sein soll. Der Gesichtspunkt der Sparsamkeit tritt bei dieser Zählung daher nur insofern in Erscheinung, als sie nach Möglichkeit vereinfacht und auf die wesentlichen für Gesetzgebung und Verwaltung wichtigen Fragen beschränkt worden ist. Dafür wird aber die Auswertung der Zählungsergebnisse möglichst beschleunigt werden, damit sie baldigst benutzt werden können. Diesmal werden ferirer bei der Zählung alle praktischen Gesichtspunkte in den Vordergrund gerückt. Es wird eine Krisen- und Rotzählung sein, die vor allem der nationalen Regierung das unentbehrliche Material für die vorzunehmende Aufbauarbeit liefern soll. Schon zwei bis drei Wochen nach dem Zählungstage hofft man, vorläufige Zah- lungsergcbnisfe veröffentlichen zu können. Die be- rufs- und betriebsstatislischen Grundtatsachen werden freilich erst in einigen Wochen endgültig festgelegt werden können. _ .. Durch die Volkszählung werden zunächst die Einwohnerzahlen der einzelnen Gemeinden der Länder und des Reichs. Wanderungen zwischen Stadt und Land, Aenderungen in der Gliederung des Volkskörpc r s in Bezug auf Alter, Familienstand usw. vermittelt werden können. So liefern die Sterblichkeitsziffern z. 2. erst die Unterlagen für die Reform der Sozialversicherung. Die Berufszählung wird die tiefgreifenden wirtschaftlichen und sozialen Wandlungen nachweisen, die seit dem Jahre 1925 infolge der Wirkungen der Wirtschaftskrise eingetreten sind. Die Betriebszählung cru>- lich wird ein Bild der heutigen Gliederung der deutschen Wirtschaft in Groh-, Mittel- und Kleinbetriebe zeigen. Sie wird daher beispielsweise für die künftige Mittelstandspolitik von Bedeutung sein. Wer also die praktische Wichtigkeit der neuen Volkszählung leugnen wollte, würde damit nur beweisen, dah er sich über die Zusammenhänge zwischen Tatsachenerkenntnis und Reformwillen noch nicht klar geworden ist. Wer Besseres schaffen will, muh zunächst einmal wissen, was gegenwärtig ist und wie es in der Welt aussieht. Das ist in erster Linie die Aufgabe der Volks- Berufs- und Betriebszählung. Englisch-amerikanische Gchuldenregelung. Amerika nimmt die englische Abschlagszahlung an. Washington, 14. Juni. (WTB.) In der Pressekonferenz gab Roosevelt über die Neuregelung der Schuldenfrage mit der englischen Regierung Aufschluß. Roosevelt hob hervor, daß er eine Neuregelung ohne Zustimmung des Kongresses nicht vornehmen könne. Er betrachte die Regelung nicht als wesentlich für den Erfolg der Wirtschaftskonferenz. Er stelle ferner der englischen Regierung anheim, zu einem ihr genehmen Zeitpunkt in Washington die offiziellen Verhandlungen für die Schuldenregelung zu beginnen. Die englischen Vorschläge werde Roosevelt dem Kongreß, sobald dieser im Januar nächsten Jahres wieder zusammentrete, oorlegen. Er könne lediglich nur eine einzige Konzession bei der Neu- regelung der Schuldenfrage machen; sie bestehe darin, daß er das britische Angebot der 10 Millionen Dollars (= 2 Mill. Pfund) anstatt der fälligen 75,9 Millionen Dollars nicht als Zahlungsverzug betrachte. Es stehe nicht in dcr Macht des Präsidenten, einen Zahlungsaufschub ober eine Revision der Kriegsschuldenfrage zu gewähren. Der amerikanische Kongreß allein sei berechtigt, die Höhe und die Zahlungsmethoden der Schulden zu ändern. Seiner Ansicht nach gefährdeten die Schuldenzahlungen weder die Konferenz, noch seien sie für die Weltkrise verantwortlich. Dcr britische Schatzkanzler Neville Chamberlain teilte im englischen Unterhause mit, daß die britische Regierung Amerika die Zahlung oon 10 Millionen Dollars als Anerkennung der britischen Schuld angeboten und daß Roosevelt das Angebot im Geiste der Zu- (ammenarbeit und ohne Beschränkung der Handlungsfreiheit der beiden Regierungen bei den bevorstehenden Erörterungen angenommen hat. England habe schon am 15. Dezember eine Zahlung geleistet. Wenn es demgemäß auch jetzt noch gezahlt hätte, so hätte man daraus schließen können, daß kein Grund vorhanden sei, weshalb es nicht unbegrenzt weitere Zahlungen leiste. Die Abschlagszahlung werde in Silber zu 50 Cents je Unze Feinsilber erfolgen, das England von der indischen Regierung erworben habe. Die ausgebliedeneLleberraschulig Amerika beharrt auf Erfüllung der Schuldverpflichtungen. Berlin, 15. Juni. (CNB- Funkspruch.) 3nJ3on- bon kursierte gestern bas treffenbe Wort, bie Stimmung auf ber Wirtschaftskonferenz sei nach b e n ersten brei lagen s o schlecht, wie sonst nach bererften Woche. Der Hauptgrunb bie|es Pessimismus war bie völlige Ungewißheit über bie Haltung Amerikas in ber Schulbenfrage. Begreiflicherweise knüpften sich große Hoffnungen an bie angetünbigte Note Roosevelts, von ber man u. a. bie Einberufung einer Schulbenkvnferenz erwartete. Nichts von allebem ist erfolgt. Die Bereinigten Staaten erkennen nicht an, baß zwischen ber Schulbenfrage unb ber Weltwirtschaftskonferenz ein innerer Zusammenhang bestehe. Sie wollen keine Diskussion währenb ber Lonboner Konferenz, sondern erst nach ihrem Abschluß, und zwar nicht am runden Tisch, wie es der Wunsch ber meisten Sdjulbnerlänber ist, jonbern in Einzel- verhanblungen oon Land zu Lanb. Der zwischen England unb Amerika für den heutigen Fälligkeitstermin vereinbarte Zahlungsmodus zeigt auch, baß Amerika sich nicht im voraus auf bie ihm oorgefchlagene 90-v. H.-Schulbenkürzung nach bem Muster bes Lausanner Abkommens festlegen will. Englanb hat zwar nicht 76, aber immerhin 10 Mil- lionen Dollar bezahlt unb bamit feineStellung als „c r f ü 11 e n b e s" Lanb im Gegensatz zu Frankreich gewahrt. Aus ben Washingtoner Mel- bringen über bie Absichten Roosevelts ergibt sich, daß bie seit ber französischen Zahlungsverweigerung auf- gestellten Grundsätze bes Weißen Hauses ihre Gül- tigkeit behalten. Der 15. Dezember 1933 wirb Frankreich noch einmal vor das gleiche Dilemma wie heute und vor einem halben Jahr stellen, denn nach den jetzigen Dispositionen kann eine Neuregelung der Schulden frühestens im Januar 1934 ein- treten. Am Rande der Wettwirischafiskonferenz. Jimmy Walker als Schlachtenbummler. Ein prophetischer Film. London, 14. Juni. Das Interesse des Publikums an der Vollsitzung der Wcltwirtschaftskonfe- renz ist gleich Rull. In der bisher stattgefundenen Morgensitzung zählte man drei Zuschauer, in der Rachmittagssihung sechs. Dabei waren vorher Befürchtungen ausgesprochen worden, dah die 60 für die Oesfentlichkeit reservierten Stühle nicht ausreichen würden. Eine der auffallendsten Gestalten auf der Weltwirtfchaftskonfcrenz ist Jimmy Walker, der ehemalige Bürgermeister von Reuyork. Hier und da ficht man ihn in der vordersten Reihe der Journalistenbänke sitzen, dann wieder mit einer großen Hornbrille bewaffnet, einen Bericht niederschreiben oder sich mit anderen amerikanischen Journalisten im Reuyorker Slang unterhalten. Er ist aussaUend stiU und bescheiden, aber unzweifelhaft der eleganteste Mann aus der ganzen Konferenz. 'Siele Abgeordnete besuchten am Dienstag ben soeben in Conbon herausgekommenen amerikanischen Film „Gabriel über bem Weißen Hause". In biesern wirb ein Pakt von Washington abgeschlossen, in bem alle Nationen sich bereit erklären alle Dinge zu tun, bie bie Welt wieher in Ordnupg bringen. Der Pakt l ö ft alle A b - r ü ft u n g s •, Kriegsschulben unb anbere Schwierigkeiten. Der amerikanische Präsibent fünbigt in bem Film eine Allianz ber eng- lischsp rechenden Nationen an, beren kombinierte Flotten bie Staaten zur Abrüstung zwingen würben, unb erklärt bem französischen „Film"-Ministerpräsidenten: „Ihr Franzosen habt im vergangenen Jahre vier Milliarde« für bie Rüstungen ausgegeben". Günstiger Verlauf der Londoner Gtillhalteverhandlungen. L o n b o n , 14. Juni. (WTB) Gestern unb heute fonben in Lonbon Besprechungen mit ben Stillhaltegläubigern Deutschlands statt über bie Aufrechterhaltung bzw. Fortsetzung ber oer- tragischen Beziehungen, bie zwischen ben Deutschen Schulbnern unb ben auslänbischen Bankgläubigern bestehen unb bie mit Wissen unb Billiguna ber Reichsbank früher abgeschlossen würben. Der Zweck ber Besprechungen war, auch von ben Stillhaltegläubigern ein Entgegenkommen in ber Frage bes Transfers zu erreichen. Die Der- hanblungen sind noch nicht beenbet, aber, wie von unterrichteter deutscher Seite verlautet, sink) bie Stillhaltegläubiger bereit, in angemessener unb befriebtgenber Weise Deutschland entgegenzukommen. Reichsminister Dr. Goebbels über den Konflikt mit Oesterreich. Berlin, 15. Juni. (CNB. Funkspruch.) Der Reichsminister für Dolksaufklärung unb Propaganba Dr. Goebbels sprach zusammen mit bem aus Oesterreich ausgewiesenen Presseattache ber beutschen Gesandtschaft, Reichstagsabgeorbneten Habicht, vor Vertretern ber Presse. Reichsminifter Dr. Goebbels bezeichnete-es als einen Irrtum, wenn man annehmen wolle, bie Reichsregierung habe ben Konflikt mit Oesterreich provoziert. Der Konflikt fei lebiglich dadurch entstauben, baß feit ber Machtübernahme burch bie Nationalsozialisten am 30. Januar i n Deutschlanb bie innere Gesetzmäßigkeit ber NSDAP, unb ihre Symbole einen st aatlichenRang erhalten hätten, währenb in Oesterreich bie Partei in Opposition stehe unb bort ihre Symbole verboten feien. Der Minister wies auf die Mißhelliakeiten hin, die durch dieses Verbot entstanden. Da deutsche Besucher in Oesterreich nicht die deutschen amtlichen Hoheitszeichen tragen dürften: Halenkreuzwimpel an Autos usw. waren ja verboten. Die Reichsregierung hätte keine Handhabe gehabt, diese Entwicklung zu hemmen und sah die einzige Möglichkeit, sie einzudämmen, in der Festlegung einer hohen Ausreisegebühr. Es könne keine Rede davon sein, betonte der Minister mit besonderem Rachdruck, daß die deutsche Regierung bei diesem Konflikt durch irgendwelche Parteirücksichten g e le itet werde. Sie sei immer nur bestrebt gewesen, die Konflikte und Spannungen auf das Mindestmaß her - unterzudrücken. Zu dem Vorgehen gegen den Presseattache Habicht stellte der Minister fest, dah Habicht durch seine ordnungsmäßige Ernennung zum Presseattache der deutschen Gesandtschaft das Recht der Cxtorialität genieße. Selbst wenn die österreichische Regierung dieses Recht bestreite, so sei es doch nach völkerrechtlichem Gebrauch üblich, bis zum Ablauf des Streites dem Betreffenden die Extoritalitätsrechte zuzubilligen. Deutschland konnte das Vorgehen gegen Habicht nicht hinnehmen und es war selbstverständlich, daß die Reichsregierung daraufhin den Presseattache der österreichischen Gesandtschaft auswies. Auch bei diesem Zwischenfall habe keinerlei Parteiinteresseeine Rolle In Luzern waren die Vertreter ber Staaten zufammengekommen zu einer sogenannten Wet - lenkonferenz. Man sollte sich über eine Verteilung ber Wellen verständigen, um eüblich einen störungsfreien Funkempfang gewährleisten zu können. Die Bebeutung ber Aufgabe ersieht man bar- aus, baß z. B. in Europa 235 oenber mit einer Ge- famtenergie von 3140 Kilowatt in Betrieb sinb, während es 1929 nur 208 Sender mit insgesamt 550 Kilowatt waren. Zu beachten ist hierbei das unoer- hältnismäßig große Anwachsen ber Energien, beren Große unzweifelhaft das Grundübel barftellt. Außerbem haben aber bereits einige Län- ber ben Bau weiterer Senber gewünscht, so daß bie Frage nach einer gerechten Wellenverteilung unb bem babei anzuwendenben Verteilungsschlüssel eine ebenso große Wichtigkeit hat. Als Schlüssel war bas Verhältnis ber Läübergroße zur Beoölkerungszahl unb zur Anzahl ber Runbfunkhörer jebes ßanbes in Aussicht genommen. Als Maximal-Sendestärle für bie europäischen Senber wollte man bie Energie von 150 Kilowatt vorschlagen, während bie sogenannten Nebensender der einzelnen Länder auf ber gleichen Welle arbeiten sollten, ba nicht Jo viel Wellen w i e Senber vorhanben sind. Während der vier Wochen Konferenzdauer sind fünf verschiedene Stellenpläne ausgearbeitet worden, die jedoch immer wieder an bem Widerspruch einzelner Länder scheiterten, die entweder oon ihren Wellen nichts abgeben oder sich auf technische Aus- hilfsexoerimente mit Gemeinfchaftswellen nicht ein- lassen wollten. So hat der Präsident der Konferenz bie Unmöglichkeit einer Verständigung eingesehen und ben Vorschlag gemacht, die Konferenz abzu- brechen. Es soll Zwar noch einmal ber Versuch gemacht werben, in einer Besprechung zwischen ben Delegierten ber vier Hauptmächte, nämlich Groß- Dritannien, Deutschland, Frankreich unb Rußlanb ober Italien, eine Einigung zu versuchen, aber bie Aussichten dafür sind gleich null. Die Hauptursache ber Schwierigkeiten liegt in bem scharfen Gegensatz zwischen Groß-Britannien unb Rußlanb. Rußlanb war 1927 zu ber Washingtoner Funkkonferenz nicht eingeladen worden und hatte infolgedessen unter Mißachtung der dort festgelegten Beschränkungen feine Rundfunksender in Wellenbereichen arbeiten lassen, die der Schiffahrt unb manchen anberen lebenswichtigen Diensten vorbehalten sinb. Auf ber Luzerner Konferenz sollte Ruß'anb aus diesen Wellenbereichen oerbrängt unb in den europäischen Wellenpläst eingeordnet werden. Rußland beharrt jedoch auf seiner bisher geübten Praxis, während Groß-Britannien als eine der führenden Seemächte selbstverständlich das Einbringen von Unterhaltungswellen in ben Bereich ber Schiffahrtsdienste zu verhindern sucht. Die europäischen Länder wehren sich auch gegen die Propagandajendungen der russischen Sender, bie in ben oerschiebensten europäischen Sprachen kommunistische Propaganda treiben. Wenn bie Konferenz nun abgebrochen wirb, bleibt ber Prager Wel- lenplan von 1929 bestehen. Es ist möglich, daß bann zunächst noch einmal technische Versuche burchgeführt werben unb man im Spätherbst wieder zusammen- tritt, um bann hoffentlich enbgültig irgenbeine Losung zu finden, die einen störungslosen Rundsunk- empfang für alle Wellen gewährleistet e Die Abrüstungskonferenz wirb von bem Ehrgeiz geplagt, irgenbroie sich ihren Platz in ber Geschichte zu sichern, wenn nicht burch ihre positiven Leistungen, so doch zum mindesten dadurch, baß sie sich unsterblich lächerlich macht. Zu ben vielen Unmöglichkeiten, bie wir in ben letzten Wochen erlebt haben, ist jetzt noch gekommen, baß ber Effet- tivausschuß mit Mehrheit beschlossen hat, ben beutschen Arbeitsdienst als eine militärische Einrichtung anzusehen, trotz bes entschiedenen Widerspruchs des deutschen Vertreters, der mit Recht darauf hinwies, daß bie Erörterung bes Problems ber Arbeitsbienstpflicht überhaupt nicht vor einen militärpolitischen Ausschuß gehöre, weil es sich um eine wirtschaftliche unb soziale Notstandsmaßnahme hanbelt. Wer von uns hat denn, als ber Arbeitsdienst errichtet würbe, auch nur mit einem Gebauten an bie Möglichkeit mili- tärischer Nebenwirkungen gebucht. Wir werben von ber Sorge erbrüdt, wie wir bas Millionenheer ber Erwerbslosen verringern sollen, bas wie ein schwerer Alb auf bem ganzen Volk brückt. Die Regierung stellt ein Riesenprogramm auf, um möglichst viele Arbeitslose wieber in ben Produktionsprozeß einzufügen. Aber hexen kann nun einmal niemanb. Es bleiben immer noch genug übrig, für bie kein Platz da ist. Vor allem ber Nachwuchs finbet, wenn er in bas Leben hineintritt, alle Stellen besetzt, unb gerabe bei ihm ist bie Gefahr sehr groß, baß ihm ber Sinn für Arbeit unb Disziplin verloren geht. Der ethische Wert ber Arbeitsdienst» pflicht liegt ja auch beshalb hauptsächlich Darin, baß bie Jugend vor ber Verwahrlosung behütet wirb, daß sie die Verbindung mit ber Arbeit nicht verliert unb für ben Lebenskampf gestählt wirb. Wir alle wären froh, wenn berartige Maßregeln nicht ergriffen zu werben brauchten, wenn wir Platz genug hätten, um für jebe arbeitswillige Hanb auch Arbeit zu schaffen. Aber aus dieser nur durch die Not bedingten Regelung einen militärischen Wert heraus» zufinden, blieb boch bem unerschöpflichen Effektiv» ausschuß ber Abrüstungskonferenz Vorbehalten. Ein Beweis, wohin politische Verbohrtheit ben gefunben Menschenverstand auf Abwege bringen kann. Noch einen Schritt weiter, bann wirb neben ben Arbeits- bienstpflichtigen mit Hacke unb Spaten auch bas Turnen zu einer Angelegenheit ber Aufrüstung. Die Franzosen haben ja auch allen Grunb zu ber Sorge, baß etwa einige beutschen Turnerriegen mit Barren unb Reck bie französische Landesverteidigung über den Haufen rennen tonnten... ...................... ;■ Zum Start des italienischen Atlantik-Geschwaderfluges Oie Neuregelung der Kettwirischast ur vor Kleine politische Nachrichten. Der sozialdemokratische Deichstagsabgeordnete Dr. Carl Mierendorf, der Pressechef der letzten hessischen Regierung, ist verhaftet und in das Untersuchungsgefängnis Darmstadt eingeliefert worden. lich zu erwarten ist, hat Wolfgang v. Gron au einen Flug nach Amsterdam angetreten, um General Balbo die Grütze des deutschen Luftfahrtministers Göring zu überbringen. Da eS sehr schwierig sein würde, mit einem Landflugzeug an das italienische Geschwader heranzukommen, hat sich Gronau entschlossen, nach Ror- d e r netz zu fliegen und von dort aus den Flug nach Amsterdam mit einem Seeflugzeug fortzusetzen, um untnittelbar neben den italienischen Seeflugzeugen landen zu können. Wolfgang von Gronau hat sich Mittwochfrüh mit einem Landflugzeug, das der bekannte Europaflieger Reinhold Potz führt, nach Rorderney begeben. Presseattache Habicht über feine Ausweisung. Mit Landstreichern zusammen in einerZelle Der Reichstagsabgeordnete Habicht gab dann eine Schilderung von seiner Verhaftung und Ausweisung. Schon seit Wochen sei von einer gewissen Presse in Wien immer wieder seine Ausweisung ge- gespielt. Der Minister schlotz seine Ausführungen mit der Betonung der freundschaftlichen Gefühle Deutschlands für das österreichische Volk und gab der Meinung Ausdruck, datz das österreichische Volk über diese Zwischenfälle sich auch seine Meinung bilden werde. Der in London erscheinende sozialistische „Daily H e r a l d " hatte gemeldet, daß Reichspräsident v. Hindenburg schwer erkrankt sei. Es handelt sich hier um ein in regelmäßigen Abständen immer wiederkehrendes Gerücht, das, wie an zuständiger Stelle ausdrücklich erklärt wird, völlig unsinnig und töricht ist. Dem Reichspräsidenten geht es ausgezeichnet, und er ist sehr frisch. gen Trun° L a n d st r e i - Die öffentliche Meinung Englands nimmt einseitig für Dollfuß Partei. Der Start wegen Eisgesahr in Grönland verzögert. Bis zur Stunde ist General Dalbo mit seinem Weltfluggeschwader noch nicht ge st artet. Der Grund für die Startverzögerung liegt darin, datz die vorgesehenen Stützpunkte an der Küste Grönlands immer noch nicht eisfrei sind. Das Geschwader wird als erste Zwischenstation voraussichtlich die Seeflugstation bei A m st e r - d a m anfliegen. Die nächste Zwischenlandung wird bei Londonderry in Irland sein, von wo aus der Flug über Island nach Grönland führen wird. Da der Start stünd- Oben: Ein Teil der großen Wasserflugzeuge vor den Hangars des Flughafens Orbetello. — Unten: Luftfabrtminister Balbo nimmt die letzte Parade der Mannschaften ab. arbeiten zu können, oder eines Tages so arm wie heute die Arbeitslosen oder noch ärmer zu sein, so daß uns dann auch die billigen Weltmarktpreise zu teuer sein würden. Die nationale Reaierung sei entschlossen, das deutsche Volk diesem Schicksal zu bewahren. treidewirtschaft jetzt einen st arten S bei e deutsche Vieh-, Fett- und In den letzten Monaten ist der deutsche Markt mit ausländischen Revolvern und Pi- st ölen überschwemmt worden. Aus Gründen der öffentlichen Sicherheit kann die hemmungslose Einfuhr solcher Waffenmengen nicht länger geduldet werden. Der Reichsminister des Innern hat daher auf Grund des Paragraphen 2 des Vereinszollgesetzes die Einfuhr von Fauft- feuerwaffen aus dem Auslande aus sicherheitspolitischen Gründen bis auf weiteres verboten. Blatt spricht von der M ö g l i ch k e i t e i n e r i n - ternationalen Aktion, wobei das traditionelle englische Eintreten für die „kleinen Rationen" wieder eine Rolle spielt. „Daily Telegraph" äußert sich beträchtlich maßvoller. Er sagt: Die Ausweisung von Dr. Was- erbäck habe in London und in noch höherem Maße in Rom und anderen europäischen Hauptstädten sehr beunruhigt. Die am Dienstag verbreiteten Gerüchte von einer eventuellen diplomatischen Intervention Großbritanniens und Italiens seien nicht ernst gewesen. Aber die Lage sei kritisch und Oesterreich finde in England und Italien ein Wohlwollen, das Bundeskanzler Dollfuß noch erhöht habe. Die Besorgnisse, daß ein Einbruch bewaffneter Rationalsozialisten aus Deutschland in Oesterreich erfolgen könnte, seien zweifellos übertrieben. Aber Deutschland müsse genau wissen, daß Italien gegen jede Schmälerung der österreichischen Rechte sei. Der deutsche Reichskanzler habe bisher in internationalen Fragen eine solche Mäßigung gezeigt, daß es Ueber- raschung errege, daß er im Falle Oesterreichs seine übereifrigen Unterführer nicht zurückhalte. Dollfuß stichelt. London, 14. Juni. ($11.) In seiner Rede vor der Weltwirtschaftskonferenz schlotz der österreichische Bundeskanzler Dr. D o l l f u h mit der offensichtlich auf den Konflikt mit Deutschland gemünzten Bemerkung: „Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Rachbar nicht gefällt." Man hört, datz der Bundeskanzler in dem der Konferenzleitung eingereichten Manuskript diesen Sah nicht ausgenommen hatte, sondern ihn er st während feiner Rede hinzufügte. Die Bemerkung hat in Konferenzkreisen großes Aufsehen erregt. de Ianeiro mit staatlichen Mitteln unter gewissen Bedingungen sofort in Angriff nehmen zu wollen. Der Luftschiff- 1 bau „Zeppeli n", der den Dau ausführt, ' erhält zu diesem Zweck von der brasilianischen । Staatskasse zinslos etwa drei Millionen R e i ch s m a r k, die in GO Iahresraten zu amortisieren sind. Der Luftschiffbau „Zeppelin" verfügt bis zur voUen Amortisation über alle Einnahmen aus der Halle (Hafengebühren, j Eintrittsgelder usw.) und wird mit vollendeter Amortisation ihr Eigentümer. Die Regierung stellt kostenlos einen geeigneten Platz in der Rähe von Rio de Ianeiro zur Verfügung, sorgt für die Eigen Zufahrts- st r a ß e n sowie für die elektrische Kraft- und Wasserzuleitung. Internationaler Vausparkassenkongreß. Der 4. Internationale Bausparkassenkongreß i n London wurde von 16 kontinentalen und überseeischen Staaten beschickt. Premierminister Mac- d o n a l d nahm an einer garden party zu Ehren der ausländischen Delegierten teil. Der Premier fand der deutschen Delegation gegenüber warme Worte der Anerkennung für die große deutsche Bausparbewegung. Auch der Prinz von Wales würdigte in einer Ansprache an den Kongreß die Bedeutung der Bauspar ° Eigenheim ° Bewegung. Zum Präsidenten für den 5. Internationalen Bausparkassenkongreß 1935, der zuerst in Berlin und dann in Salzburg tagen wird, wurde Sir Harold B e l l m a n, London, zum Ehrenpräsidenten Sir Enoch Hill, Halifax, gewählt. Zu Vizepräsidenten wurden für Deutschland Dr. H. Schuon,» Direktor der Bausparkasse Gemeinschaft der Freunde Wüstenrot in Ludwigsburg (Württemberg), und für Oesterreich Universitätsprofessor Hofrat Dr. H. Sperl gewählt. Das Exekutiv-Komitee beschloß ferner, das Studium der Frage der internationalen 1 Eigenheimbodens, deren Herausgabe von i amerikanischer Seite oorgeschlagen wurde, sogleich in Angriff zu nehmen. Arbeilsgemelnschafl zwischen Sparerbund und Renlnerbund. fordert worden. Seine Wohnung sei schon 24 Stunden vorher unter polizeilicher Bewachung gewesen. Be- | sonders empörend sei gewesen, daß man ihn t n eine Zelle mit drei Leuten zusammengesperrt habe, von denen einer wegen Trunkenheit, ein anderer wegen Landstrei - ch e r e i festgenommen worden war. Nach seiner Vernehmung sei er auf seinen Protest hin in eine Einzelzelle gebracht worden. Er habe im ganzen etwa 40 Stunden in der Stelle wie ein Sträfling, dem man seine sämtlichen Sachen einschließlich der Krawatte abgenommen habe, verbringen müssen, jede Verbindung mit der Außenwelt sei ihm abgeschnitten gewesen. Die Beamten in Linz hätten wiederholt erklärt, daß sie von sich aus niemals so gehandelt hätten, sondern daß alles auf ausdrückliche Anweisung des Bundeskanzleramts in Wien geschehen wäre. tz- S*11! Ä Kuns lltauffi 3m Merline: verlaustem Mittelwirtschaft geschaffen. Trotz aller Opfer und Härten, die der Fettplan bringe, müsse an ihm unbedingt, f e st gehalten werden, wenn über die Landwirtschaft die ganze deutsche Wirtschaft gerettet und vor allem die Arbeitslosigkeit überwunden werden solle. Wir hätten die Wahl, erklärte der Staatssekretär, entweder für die Lebensmittel etwas höhere Preise zu bezahlen um leben und Wie der Sparerbund, Ortsgruppe Gießen, mitteilt, fand zwischen den Bundesführern des Deut- schen Rentnerbundes, M. Wiesinger (Nürn- berg), und des S p a r e r b u n d e s für das Deutsche Reich, Geheimrat Flamm (Berlin) eine Zusam- menkunft statt, bei der festgestellt wurde, daß die beiden Verbände in Uebereinstimmung mit bin heutigen großzügigen fachschaftlichen Gliederungs- tendenzen am wirkungsvollsten in gemeinsamer Zusammenarbeit ihren Aufgaben im Rahmen des großen nationalen Aufbaus gerecht werden können. Die genannten Bundesführer vereinbarten daher grundsätzlich eine Arbeitsgemeinschaft der Spitzen ihrer beiden Verbände bezüglich der gleichartigen Aufgaben. von der Reichsvereinigung Deutscher Hausfrauen e. v. Die 9. Generalversammlung der Reichsvereinigung Deutscher Hausfrauen in Marburg a. d. L. ' stand im Zeichen der Freude über den Sieg der Regierung der nationalen Erhebung und damit der Anschauungen, für die auch die Reichsvereinigung Deutscher Hausfrauen sich seit ihrer Gründung im Iahre 1921 eingesetzt hat. Reben arbeitsreichen Sitzungen, die interne und äußere Verbandsangelegenheiten und Erörterung der Pläne für die weitere Ausgestaltung zum Gegenstand hatten, wurde reiche Anregung durch fesselnde Dortrage hervorragender Fachleute geboten, die es verstanden, sachliche Tiefgründigkeit mit allgemeinverständlicher, anregender Form zu einem Erlebnis zu verbinden, das seine Früchte m der Weiterarbeit tragen wird. Dr. Fricke sprach über wirtschaftspolitische Aufgaben der Gegenwart Professor Dr. Pfannenstiel über Gesundheit und Ernährung, Professor Dr. E. Müller über Kultur- und Rassenhtzgiene. Anregung Oie Auswirkungen des Fettplans. Besuch des Rcichsernährungsministcriums in Süddeutschland. Berlin, 15. Iuni. (TU. Amtlich.) Am Samstag, Sonntag und Montag hat der Staatssekretär v. R o h r in Begleitung des Oberregierungsrats Wegener der süddeutschen Landwirtschaft einen Besuch abgestattet. Mit den führenden Wirtschaftspolitikern dec Länder B a y- ern, Württemberg und Baden wurden die dringenden Fragen der Agrarpolitik eingehend besprochen. Daneben fanden in den Ländern Besichtigungen der wichtigsten agrar- politischen Einrichtungen und eine Fühlung- nähme mit der Landbevölkerung statt. Bei der Reise konnte festgestellt werden, daß der sich in einer Erhöhung derButterpreise auswirkende Fettplan der Reichsregierung überall dankbar begrüßt wird und daß sich in allen Orten in der Hoffnung, datz die Regierung den begonnenen Weg weiter schreiten werde, neues Leben regt. Störungeninder Fettversorgung sind in Süddeutschland nirgends ei «getreten. Auf der anderen Seite wurden die Wege erörtert, auf denen im Zusammenwirken zwischen der Landwirtschaft und der Regierung unter dem Schuh des Fettplanes die Unabhängigkeit Deutschlands in seiner Fettversorgung erreicht werden kann. Bei der Staatsanwaltschaft ist vom neuen Präsidium des Deutschen Städtetages Strafanzeige gegen den früheren Präsidenten des Deutschen Städtetages, Mulert, erstattet worden. Mulert wird Untreue bzw. Betrug zum Rachteil des Deutschen Städtetages vorgeworfen. Aus aller Welt. Mord an einem SA.-Mann aufgeklärt. Im Juni 1932 wurde der SA.-Mann Iller, der an einer RSDAP.-Versammlung in D or t- mund-Eving teilnehmen wollte, von K o m - munisten überfallen und so schwer verletzt, datz er bald darauf starb. Ietzt ist es den Beamten der Staatspolizeistelle gelungen, 25 Kommunisten festzunehmen. 5 von ihnen sind als Haupttäter ermittelt worden. Eine Mühle durch $euet vernichtet. In Langelohe-Elmshorn bei Hamburg brach in der Kahlkeschelmühle ein Feuer aus, durch das die Mühle vollkommen vernichtet wurde. Ebenso fiel ein mächtiger Silo den Flammen zum Opfer. Gerettet wurde nur ein Maschinenhaus, das Wohnhaus und ein Speicher. Der Sachschaden ist noch nicht zu übersehen. Warum Mattern seinen Weltflug abbrach. Der Weltflieger Mattern, der seinen Flug nach Reuhork abgebrochen hat, erklärte den sowjetrussischen Behörden, datz er gezwungen sei, den Flug wegen der schlechten Witterungsverhältnisse abzubrechen. Außerdem habe er so viel Zeit von Omsk nach Chabarowsk verloren, datz er nicht mehr in der Gage wäre, den Rekord, den die Flieger Post und Gatty aufgestellt hätten, zu schlagen. Autzer- dem meint er, daß s e i n M o t o r e i ner K o n - trolle unterzogen werden müsse. Ob Mat- ne_£ 5Iug sp^er fortsehen oder mit dem ^>apan abfahren wird und von dort nach USA., steht noch nicht fest. Mattern hat sich fosort nach dem Eintreffen in Chabarowsk ins Hotel begeben, um auszuschlafen. Eine Luftschiffhalle in Rio de Janeiro. Rückkehr aus Südamerika teilte r PES mit, datz der Staatspräsident von Brasilien und die in Deiracht komn^nden Ministerien die feste Zusage gaben, den Dau einer Luftschiff Halle bei Rio eignete zIusöi Sinfonien gek Jaaks, bie 3n viel von ihrem net sich ein gro musikalischen 6 Sie Wiedergut Kunst der Darf1 denheit mit bi beglüdenbfter Wie weihevoll Beethoven, M Piekn. Welch >eht der 3uge lembet ist ui etwas Musik deutsche Volks! Hausmusik wie feil auf diese Mer Zeit so Sichten. Bun kann e Mltung haben M keinen Sin bekunden, zur FiZen. Man Muhen und . lugendlicheu Wackert, hfl Ml tvird c8 flh! ?afein v gwbe an d- und qUc S Energ JWnb i der i die WAdurchblee .-Und tut all Ausik Nicht t "««er S4 für tzi 'Leben • Nah klL der fle?9 "iei 4!* der tiWr Ä ArP ^gel bei ?ewis. etwa e ?.^d ia für £ Bütti Bläh ALS s-ä* London, 15. Juni. (CNB. Funkspruch.) Obwohl die vorläufige Regelung des Problems der Kriegsschulden an Amerika in den Betrachtungen der heutigen Morgenpresse im Vordergründe steht, wird über die Verschärfung des Konfliktes zwischen Deutschland und Oesterreich sehr ausführlich berichtet. Die Meldungen aus Berlin und Wien über die Angelegenheit füllen in manchen Blattern mehrere Spalten. Die meisten Blätter ergreifen dann einseitig für das Regime Dollfuß Partei und versuchen gleichzeitig Italien gegen Deutschland mobil zu machen. „Morning Post" ergeht sich mit Bezug auf den Fall Wasserbäck in heftigen Anwürfen gegen Deutschland und schließt ihre Betrachtungen folgendermaßen: Dies ist keine innere Angelegenheit eines Landes, sie berührt den Frieden Europas. Von den Nachbarn Oesterreichs kann schwerlich erwartet wer- be-', daß sie einer gewaltsamen Besitzergreifung zustimmen, die ihre eigene Freiheit bedrohen würde. Es ist klar, daß die gewalttätige Behandlung Oesterreichs das italienische Interesse berühren und verletzen würde. Weder Polen, die Tschechoslowakei und Frankreich %od) Großbritannien könnten zusehen, wenn Oesterreich durch Gewaltanwendung zu einem Teile Deutschlands gemacht werden würde. Im gleichen Sinne schreibt Times: England ist im gegenwärtigen Augenblick offiziell nicht mit dem unheilvollen indirekten Versuch des jehi- gen deutschen Regimes, die österreichische Unabhängigkeit zu untergraben, beschäftigt. Aber es steht außer Zweifel, welcher Seite die englische öffentliche Meinung freundlich gesinnt ist. Die Gefahr besteht, datz der ganze Friede Europas durch diese Uebergriffe gestört wird, die geeignet sind, zu Gegenkundgebungen zu führen und Streitigkeiten hervorzurufen, die weit über die Frage der politischen Zukunft Oesterreichs hinausgehen. Das Kaust deutsche Fette! Staatssekretär von Rohr spricht zu Berliner Hausfrauen. Berlin, 13. Iuni. (CNB.) Die Berliner Hausfrauenvereine veranstalteten eine große Werbekundgebung für deutsche Fette im Landesausstellungspark. Der Staatssekretär im Reichs- ernährungsministerium von Rohr sprach über bie wirtschaftspolitischen Ziele der Reichsregierung und insbesondere über den Plan zur Förderung der Fettwirtschaft. Die nationale Regierung fei entschlossen, den deutschen Bauern als die Grundlage der ganzen deutschen Wirtschaft unbedingt zu erhalten. Aus diesem Grunde habe man in Ergänzung der früher getroffenen Hilfsmaßnahmen für die Ge- (Begenüber verschiedentlich in der Oeffentlichkeit aufgetauchten unrichtigen Aüffassungen, daß der Fettplan der Retchsregierung am 1. Juli außer Kraft treten werde, wird von maßgebender Seite betont, daß die Maßnahmen des Fettplanes unbefristet sind und entsprechend den Beschlüssen unverändert in Kraft bleiben werden. Lediglich die Ausführungsbestimmungen über die Festsetzung des Margarine-Kontingents waren zunächst auf ein Vierteljahr befristet. Vorschläge des Deutschen Industrie- und Handelstages. Berlin, 14. Iuni. (CRB.) Rachdem der Fettplan des Reichsernährungsministeriums sich nicht voll hat verwirklichen lassen, hat es der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelstages, D r. v. R e n t e l n, für notwendig erachtet, unter Führung des Deutschen Industrie- und Handelstages eine Erörterung zwischen berufenen Vertretern der an der Speisesettwirtschaft beteiligten Wirtschaftsgruppen herbeizuführen, um Maßnahmen zu beraten, die den Mängeln der gegenwärtgien Organisation der Fettwirtschaft ab- Helsen können. In einer Entschließung des Deutschen Industrie- und Handelstages wird u. a. ausgeführt: Die geltende Kontingentierung in der Margarineproduktion hat zu einem weitgehenden Ausfall in der Deckung des Fettbedarfes geführt, so datz eine ausreichende Versorgung der minderbemittelten Bevölkerungskreise mit Fetten zu erträglichen Preisen nicht mehr gegeben ist. Eine Erhöhung der Kontingentierung auf mindestens75 Prozent für Margarine und Speisefette erscheint erforderlich. Es wird vorgeschlagen: 50 Prozent de s. M a r g a r i n e ko n t i n-- gents müssen unter Kennzeichnung in billiger Konsumware hergestellt werden. Den Margarinefabriken ist die Auflage zu machen, die früheren Abnehmer im Verhältnis zu den Belieferungen Oktober bis Dezember 1932 nach Mengen und Sorten zu beliefern unter Wegfall der Belieferung von Einheitspreisgeschäften und Glas- und Porzcllangeschäften. Ein Ausschutz soll insbesondere den vorgelegten Plan betreffend Aenderung der deutschen Speisefettbewirtschaftung einer Prüfung unterziehen. Verfügung der Reichsleiiung der NGOAp. Sunt (CRB., Reichskanzler Adolf H i t ler hat als Partei- und Oberster SA.- Fuhrer folgende Verfügung erlassen: Bei allen V er a n st a l t u n g e n ist grundsätzlich zu unterscheiden zwischen Veranstaltungen der Pa r t e i oder Veranstaltungen des Staates oder der Behörden. Bei Veranstaltungen jSH. P a.E te i nehmen die Plätze oder bevorzugte Platze die Amtswalter der Partei ein, und zwar in der Reihenfolge: Reichsleiter und Ortsgruppensührer, Gauleiter und Gruppenführer, Kreisleiter, Oberführer, Standartenführer usw. Dasselbe gilt für die Reihenfolge der Unterführer. Die M r n i st e r und die D e r t r e t e r d e r D e - Horden sind bei diesen Veranstaltungen als G a st e zu betrachten. — Bei Veranstaltungen des Staates und der Behörden nehmen diePlähe derLeitung dteMi - nister und dieBeamten ein, während die Amtswalter der Partei wiederum in obiger ^l^n^8e uls Gäste zu betrachten sind. Alle Partei g e nossen haben s i ch g e g e n - seltigzu grühen, und zwar grüßt der Rangmedere den Ranghöheren, ganz gleich, ob der Ranghöhere der Politischen Leitung, der SA der SS oder der HI. angehört! bet Grutz gilt nicht der Person, sondern der Partei und ist Damit Ehrensache. Entsteht ni( kürlich ein dachlsvoll oir wit btt M und bas Beste gemeinsames J Hausmusik! Jen unter bet jede Wahnunl LchaMatte ii neue Zeit ba schönste Kultu zuerobern uni selbstverständli vorübergehen sinnlos fei, do menheii erreid Musik aufmeil Es soll ruhig । werden. Musik Gesang, Radio Genuß (ein. M der tiefsten me Erst bas tigern liche Bekanntj ihm innerlich so kann man liche Kämmen düng mit gle Menschen ist bereichert bas (los. der men, wird dies- Aus der Provinzialhauptstadt Ohne Gewähr Nachdruck verboten 14. Juni 1933 L Ziehungstag 42 »ttoinne u 800 TL 60489 68178 90240 98663 76354 81429 143079 147661 177664 224436 111836 106301 286276 323228 346278 353748 356124 148928 231450 381947 387275 Sonnenqebröunte Haut 99168 178869 245278 332715 174672 185417 272530 275006 107297 142886 274881 74447 166720 244676 331746 390720 33196 395698 17757 213377 70206 134758 217242 113861 199316 289791 336440 135196 192624 310503 357968 66092 143261 234069 319263 369181 109927 192737 253026 334467 118755 190862 276308 367004 fin- 3o- Sw ein- 107648 108364 135000 267931 269906 278737 314913 344369 367499 60 »«tolnnt iu 600 M. 12 »ttoinne ju 3000 M. 332677 333116 14 »etoinne ju 2000 M. 131052 226612 334461 24 »etoinne iu 1000 Q2L 181730 199781 200169 322157 324132 339893 durch deren Mithilfe die Festnahme von wissentlichen Verbreitern ialscher Reichsbanknoten gelingt Hierdurch werden alle bisherigen Auslobungen der Neichsbank, in denen für die (Ergreifung non Herstellern falscher Reichsbanknoten höhere Beträge Kunst und Wissenschaft. Uraufführung des ersten SM.-Jilm». 3m Berliner Ufa-Palast am Zoo fand vor aus» verkauftem Hause in Gegenwart des Reichs- tangiere, der Reichsminister Goebbels, Seldte und Blomberg und zahlreicher höherer Führer der NSDAP., die zur Reichsführertagung in Berlin weilen, die Uraufführung des ersten deutschen Steinigungen in ihr". Die Hauptversammlung det Sonntag. 25. 3uni, 14.30 Uhr in der hanneskirche zu Gießen statt. Zu zahlreichem such sind alle evangelischen Gemeindeglieder geladen. Gietzericr Wochcnnrarktprcise. >en Mitteln fort in 2n« t Luftschiff« 2au ausführt, r brasiliamschcn i Millionen taten zu amotti« „Zeppelin" per« nn über alle (Hafengebühren, mit vollendeter • senkongreh. kassenkongreß in ntalen und über» ^Minister Mac» party zu Ehren il. Der Premier gegenüber wärmt oke deutsche Bau- Gewinnauszug 3. Klasse 41. Preußisch-Siiddeussche (267. Preuß.) Staats-Lotterie :r. Die Regie- geeigneten t de Janeiro zur n Zufahrts- fche Kraft« und Sn der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinn« über 400 M. gezogen 4 »ttoinne »» 10000 W. 140431 296455 4 Gewinne ju 5000 M. 279447 372898 IVEA-CREME r oder aber ff NIVEA* ÖL Sn der heutigen Dormittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 2 Gewinn, «u 60000 W. 108249 • Gießen, 15. Juni. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Süßrahmbutter das Pfund 1,30 bis 1,35, Landbutter 1,20 bis 1,30, Kochbutter 1,10, Matte 25 Pf., Wirsing (grün) und Weißkraut je 15, Spinat 10 bis 15, Römischkohl 10 bis 12, Bohnen (grün) 35 bis 40, Spargel 30 bis 40, Erbsen 30 bis 35, Mischgemüse 10, Tomaten 50 bis 55. Zwiebeln 12, Rhabarber 8 bis 10, Kartoffeln (alte) 3, (neue) 12 bis 15, Kirschen 30 bis 40, Stachelbeeren 15 bis 25, Erdbeeren 50 bis 70, junge Hähne 90 Ps. bis 1 Mk., Suppenhühner 70 bis 80, Tauben, das Stück 50 bis 60 Pf.. Käse 4 bis 10, Eier (inländische) 8,5 bis 9, Blumenkohl 10 bis 60, Salat 5 bis 10, Salatgurken 20 bis 40, Ober-Kohlrabi 5 bis 10, Rettich 10 bis 15; Radieschen das Bündel 5 bis 10, Gelbe Rüben 12; Pfennig; Kartoffeln, der Zentner 2,50 bis 2,80 Mark. Bornotizcn. — Tageskalender für Donnerstag. Spielvereinigung 1900: 21 Uhr. „Postkeller", Haupt» Versammlung. — Radfahrerverein von 1885: 20.30 Uhr, „Hessischer Hof", außerordentliche Hauptversammlung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die blonde Christi". — Die Hochschulgruppe der Glaubensbewegung Deutscher Christen lädt ein zu einer Veranstaltung der Gießener Studenten« schäft für heute, Donnerstag, 20.30 Uhr, in die Neue Aula der Universität, in der Studiendirektor S ch>e ller aus Naumburg über das Thema „Das gläubige Dennoch der Deutschen Christen!" sprechen wird. 192940 194682 258410 279105 293416 314254 369906 376610 4750 7368 18799 67785 Oie reisenden Kaufleute in der Berufszahlung. Die kommende Berufszählung am 16. Juni ist mit besonderer Gründlichkeit vorbereitet worden. 280197 288835 333343 44 •ttoinne en 800 W. 135599 153956 173638 238562 269208 270321 den Kongreb die Ijcim • Bewegung, emotionalen Banin Berlin und D wurde Sir 'Ehrenpräsidenten ML Zu Lizeprai'' Dr. h. Schu°"' schast der Freunds temberg), und für Hostat A h Komitee besch oß ,r internationalen Herausgabe von t wurde, sogleich etello. - ab. als 3000 RM. vorgesehen sind, kraftlos. “ Heimatkundliche Führung 2 »ttoinne zu 10000 UL 97995 ----- 6303 49333 79588 199254 Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beide» Abteilungen I und II 2 »ttoinne zu 2000 W. 60400 28 »ttoinne 1000 M. 1539 22520 24364 51522 —------------------------------ 272209 394039 48 »ttoinne in 500 M. 20377 40905 84301 94507 ------ 165091 174699 202376 207680 227091 — 270635 283823 289321 301246 309038 317192 331406 337085 341948 345014 370612 gen für Veranstaltungen der Ortsgruppen, durch die besonder- die Bedeutung der Hausfrauen für Bolkswohlstand und Volksgesundheit augenfällig werden soll, gab Frau Bundesvorftands- Ihitglieb Dr. Martha Bodelfchwandt, Berlin. in einem Dortrag, der durch zahlreiche lehrreiche und ansprechende Lichtbilder des Deutschen Hygiene-Museums in Dresden und des Reichskuratoriums für Wirtschaftlichkeit in Berlin, veranschaulicht wurde. Ausführliche Aussprachen der Delegierten vertieften und erweiterten die Zusammenarbeit der Haussrauen aus allen Teilen des Reiches. Die Generalversammlung entsandte ein Telegramm an den Herrn Reichskanzler Adolf Hitler, das die Regierung der nationalen Erhebung aufrichtiger Bereitschaft zu opferwilliger Mitarbeit am deutschen Volke versichert. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) Dr. G. 7N. Auf Anfrage an zuständiger Stelle erfahren wir, daß hinsichtlich der Volkszählung im wesentlichen genau so verfahren wird, wie im Jahre 1925. Ob eine Veröffentlichung auch der Zählungs- ergebniffe der kleineren Gemeinden möglich ist, ist noch fraglich, da die Finanzierung dieser Veröffentlichung außerordentliche Mittel erfordern würde. Um den einzelnen Gemeinden einen Uebcrblicf über die Zusammensetzung ihrer Einwohnerschaft nach Berufen zu gestatten, werden Auszüge nach vier großen Gruppen (Landwirtschaft, Industrie und Handwerk, Handel und Verkehr, sonstige Berufe) gemacht. Unlnetbunb. W «ft,'S hrern des uj“ II wurde, da» Siieberun^ in gemein' . httn AufS°b-° ■ 2’ Ausbaus fc •L Arbeit' Fff* Aufgaben- „ E--is »ft« -1® -setzt - Here :erne 6rDltL@Cflen' tung SUU' ch fest :cgtiUute f * Äfgründ'-' 8* ,!I2I»f9aS ff ssor igiene- * Wettervoraussagc. Obwohl sich eine Hochdruckbrücke von der Biskaya in nordöstlicher Richtung bis nach Finnland erstreckt und durch sie im ganzen warmes und auch zeitweise aufheiterndes Wetter bewirkt wird, werden sowohl durch den tiefen Druck über den Balkanländern, wie auch durch ein neues Fallgebiet über Island weiterhin Störungen auftreten, die sich in vorübergehendem Auszug von Bewölkung und lokalen (Bernitter- bildungen äußern. Aussichten für Freitag: AufhelteNid und bewölkt mit Neigung zu Gewitterstörungen, warm. Aussichten für Samstag: Weiterhin warmes Wetter mit lokalen Gewitterstörungen. Lufttemperaturen am 14. Juni: mittags 20,3 Grad Celsius, abends 14,7 Grad: am 15. Juni: morgens 14,9 Grad. Maxinlum 24,4 Grad, Minimum 10,6 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 14. Juni: abends 21,9 Grad; am 15. Juni: morgens 15,7 Grad. — Sonnenscheindauer 11X Stunden. Während die ähnlichen Erhebungen früherer Sabre von der Größenordnung der Mittelschichten unseres Volkes kaum Rotiz nabi mal gerade dieser Teil der Erp bereichert das Dasein. Wichtia für die Pflege der Hausmusik ist die geeignete Auswahl der Stücke. Große Beethooensche Sinfonien gehören in die Weite eines Konzertsaales, die Intimität des Zimmers nimmt ihnen viel von ihrem heldischen Charakter. Dagegen eignet sich ein großer, vielleicht der köstlichste Teil der musikalischen Schöpfungen fast nur für das Heim. Die Wiedergabe im Konzertsaal mag durch die Kunst der Darstellung ergreifen, die innere Verbundenheit mit diesen Klavierstücken erhalten wir in beglückendster Weise nur durch das eigene Spiel. Wie weihevoll sind die Stunden, wenn wir Bach, Beethoven Mozart, Schubert, Schumann, Chopin spielen. Welch ein Reichtum an Gefühlserleben geht der Jugend verloren, die der Hausmusik entfremdet ist und bestenfalls am Radiostöpsel sich etwas Musik zuführen läßt. Ebenso wie das deutsche Volkslied wieder auflebt, muß auch die Hausmusik wieder in ihre Rechte treten. Wir dürfen auf diese Quelle des inneren Reichtums in dieser Zeit so mancher Entbehrungen nicht ver- zickte n. Run kann ein solcher Wunsch nicht allgemein Geltung haben. Man hüte sich davor, Kinder, die keinen Sinn und keine Begabung für Musik bekunden, zur Erlernung eines Instrumentes zu zwingen. Man wird sich damit nur unnötig Mühen und Kosten auferlegen. Wo aber in jugendlichen Gemütern die Freude an der Musik anffladert, pflege man das Flämmchen, vielleicht wird cS ein großes, heiliges Feuer, das das Dasein von innen beleuchtet- Und wenn Freude an der Musik aufkommt, dann nicht hetzen und quälen! Vielleicht muß man manchmal mit Energie nachhelfen, wenn die Lust vorübergehend erlahmt, aber wenn die Voraussetzungen der musikalischen Begabung vorhanden sind, wird die Freude an ihr immer wieder von selbst durchbrechen. Und vor allem muß man sich hüten: die musikspielenden Kinder rollen keine Schaustücke sein, die ihrer Fingerfertigkeit wegen wie Paradepferde vorgeführt toerben. Man muß sie ihrer Musik und ihrer Liebhaberei überlassen, damit sie vor allem das innere, aufgeschlossene Verhältnis zur Musik nicht verlieren. Gleichgültig, ob sie am Klavier lernen, oder Violine spielen, oder die Laute schlagen. Hauptsache ist, daß sie der Musik aus innerem Drange dienen und von ihr beglückt werden. Gerade die Jugend kann aus der Musik, ihren Melodien, ihrem nervenspannenden Rhythmus, ihrer Frische und Anmut wertvollste Kräfte für das Leben schockfen und sich gegen Gefahren sichern, die den jungen Menschen in vielseitiger Gestalt bedrohen, denn: »Wo man singt, da laß dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder." Ch. K. Vogelschutz auch im Sommer! Wohl mancher Leser wird die Forderung, daß der Vogelschutz auch im Sommer zu betätigen ist, mit Kopfschütteln abtun, zumal es ja leider noch Menschen gibt, die von der Notwendigkeit des Vogelschutzes im Winter nicht voll überzeugt sind und höchstens sich zu einer zeitweiligen Fütterung der Sögel bei großer Kälte verstehen. Gewiß wird es keinem Vogelfreund einfallen, etwa eine Fütterung anzuregen, denn der Tisch ist ja für die gefieberten Sänger überreich gedeckt. Etwas anderes ist es schon, in Gegenden, wo es an fließendem Wasser mangelt, der 2 u r st n o t zu gementen. Die Vogelwelt hat das Bedürfnis, bei großer Hitze tagsüber mehrfach mit Wassertrunk sich zu laben und sich auch zu baden. Wer hätte sich nicht schon gefreut, wenn ein Buchfink im dünn fließen» den Rinnsal sich „pubbeit", babei mit ben Flügeln schlagt unb bas zarte Federkleib mit bem Schnabel i reinigt! Es ist erfreulich, daß die moberne ©arten- "Aufgehobene Straßensperre, mitgeteilt vom Oberhessifchen Automobil-Club EV. (AvD.) Gießen: Die Sperre auf der Provinzial- straßenstrecke Lang-Göns—Holzheim (Abzweig Grüningen—Holzheim) wird ab 15. Juni 1933 aufgehoben. Die Vermietung der Marktlauben betrifft eine Bekanntmachung der Vürger- meistcrei im heutigen Anzeigenteil, auf die Interessenten besonders aufmerksam gemacht seien. “ D is zu 3 0 00 RM. Belohnung für bie Ermittelung ber Fälscher von Reichsbanknoten. Trotz häufigen Warnun» gen vor ber Annahme falscher Reichsbanknoten gelingt es Falschem, in erster Linie kleine Gewerbetreibende mit falschen Noten zu betrügen. Wer bie .Verhaftung ber Hersteller dieser Noten und Beschlagnahme des Falschmünzergeräts veranlaßt ober hierzu beiträgt, hat Anspruch auf einen feiner Mithilfe entsprechenben Teil ber Belohnung. Die Reichs- dank belohnt auch biejenigen Personen angemessen, Wieder Hausmusik! Entsteht nicht bei bem Wort „Hausmusik" unwillkürlich ein Bild: brei, vier, fünf Menschen mit an- dachtsvoll versunkenen Mienen. Man spürt förmlich, wie der Wunsch, sich in bie Musik hineinzuversetzen unb bas Beste zu wecken, was man in sich hat, ein gemeinsames Banb um bie Anwesenden schlingt. Hausmusik! Lange Zeit fast verschollen, begraben unter Der Lawine der Technik, die jede Familie, jede Wohnung, jedes Einzelwesen mit Radio und Schallplatte überschüttete, soll sie auferstehen? Die neue Zeit bars es sich ßum Verdienst anrechnen, schönste Kulturgüter zu erhalten, wenn nötig zurück- juerobern und zu neuer Blüte zu entfalten. Es ist selbstverständlich, baß sie an ber Hausmusik nicht vorübergehen kann. Man roenbe nicht ein, baß es finnlos sei, da ein Laie nie die technisch« Vollkommenheit erreichen werde, die alle drahtlos gelieferte Musik aufweist, ober wenigstens aufweisen kann. Es soll ruhig ein scharfer Trennungsschnitt gemacht werben. Musik hören, einerlei ob Konzert, Oper, Gesang, Rabio ober Schallplatte, kann ein großer Genuß (ein. Musik ausüben ist „Erlebnis" und eine der tiefsten menschlichen Freudenquellen überhaupt. Erst das eigene Hineinversenken vermittelt die wirkliche Bekanntschaft eines Musikstückes und bringt ihm innerlich nahe. Findet man geeignete Partner, so kann man heute so gut wie srüher kleine häusliche Kammermusikabende veranstalten. Die Verbindung mit gleichgesinnten guten und feinsinnigen Menschen ist noch nie zum Schaden gewesen und Gestern noch konnte sich der Gartenliebhaber an der sorgenden Mutterliebe eines Buchsinkenpaares erfreuen, das seine fünfköpfige Kinderschar im kunstvollen Nest auf einer Verknorrung eines starken Astes des Apfelbaumes soweit arohgebracht hatte, daß in ben ersten Tagen ber Ausflug ber Gelbschnäbel zu erwarten war. Heute morgen schon ist bas Nest leer, die Alten fliegen suchend die Nachbarschaft ab. Eine strolchende Katze hat das schöne Eltern- glück zerstört! Ein stachelbewehrter Baumring, ähnlich der Schutzvorrichtung an den eisernen Masten des Ueberlanbroertes, hätte das Unglück verhindert. Ja, einige Meter Stacheldraht, mehrfach sperrig um den untersten Astquirl gewickelt, hätten auch schon genügende Abwehr gebildet. Alle Katzen, auch die bestgenährteste und wohlgepslegte Hausmieze, hat diesen Raubtrieb in sich, unb man muß den Ne st em der Fliegenschnäpper, Buchfinken, Rotschwänzchen und Goldammern in Hausgärten besonders schützen- des Augenmerk angedeihen lassen. Volkshochschule. 21m kommenden Sonntag, 18. Juni, veranstaltet die Volkshochschule unter der sachkundigen Führung des Architekten Dipl.- Ong. Schmitt einen 21usflug nach den Ruinen Kloster Arn-burg und Burg Münzenberg, um dort an guten Beispielen Baustile au« Epochen deutscher Vergangenheit kennen zu lernen Da schon in früheren Semestern Führungen dieser Art besonder- beliebt waren, dürfte wohl auch in diesem Jahr der geplante Ausflug Anklang finden. Räheres siehe heutige Anzeige. " Unfall bei der Arbeit. Gestern gegen 15 Hbr ereignete sich an einem Hause in der Schulstrahe cm Unfall. Der 22 Jahre alte Weißbindergeselle Ernst Wilhelm Schwalb auS Beuern, der mit AuSbefserungSarbeiten an der Hofseite des Hauses beschäftigt war, stürzte vom Gerüst und fiel so unglücklich, daß er den linken Unterarm brach. Der bedauernswerte junge Mann wurde von der Freiwilligen Sanitäts- kolvnne vom Roten Kreuz in die Chirurgische Klinik gebracht. “ Das Hessische Artilleristenfest im Rundfunk. In der Zeit vom 1. bis 3. Juli findet in Darmstadt ein großes Treffen aller hessischen Artilleristen statt. Am Montag, 26. Juni, 20.30 Uhr, verbreitet der Frankfurter Sender ein Zwiegespräch zweier hessischer Artilleristen über Plan, Umfang und Bedeutung dieses großen kameradschaftlichen Festes. ** Sonntagskarten zur „ Rekofa ". Aus Anlaß der vom 17. bis 25. Juni in Frankfurt a. Main ftattfinbenben Reichsausstellung für Kolonialwaren und Feinkost (Rekofa) gibt bie Reichsbahn-Direktion Frankfurt a. M. Sonntagsfarien aus, bie vom 17. Juni 0 Uhr bis 21. Juni 24 Uhr bzw. vom 24. Juni 12 Uhr bis 26. Juni 12 Uhr Gültigkeit haben. Die Karten werben von allen Stationen im Umkreis von 75 Km. von Frankfurt, also auch von Gießen ausgestellt. Es ist zu ihrer Aus- ftellung keinerlei Ausweis ber Ausstellungsleitung notmenbig, ebensowenig eine Abstempelung der Fahrkarten vor der Rücksahrt. v. ®ttm an -treten, um tot« deutschen Lust« ' 'bringen. Da cs ■inem Landfiug- kr heraMkom« nach Hör« ’t aus den Flug ieeslugzeug ni den italienie inen. Wolfgang rüh mit einem e Europasliegcr derney begehn. mal gerade dieser Teil der Erhebung sehr stark ausgcbaut werden. Auf Anregungen des Bundes reisender Kaufleute tm DHD hat das Statistische Reichsamt innerhalb der Auszählung von Sinzelberufen auch die Erfassung der reisenden Kaufleute vorgesehen. Damit wird zum ersten Male von einer deutschen Berufszählung diese für unser Wirtschaftsleben so wichtige Gruppe einer Sonder- betrachtunss unterworfen. Besonders wichtig ist aber, daß im einzelnen die Reisenden, je nachdem ob sie in einer abhängigen Stellung ober al- selbständige Agenten (Handelsvertreter) tätig find, in zwei getrennten Gruppen nachgewiesen werden. Man wird also künftig erfahren, wie sich der Reisendenstand zahlenmäßig zusammen- setzt. Außerdem erstreckt sich da- statistische Bild auf den Familienstand, auf die Altersgliederung und auf die zur Zeit arbeitslosen BerusSangehöri- gen. Damit wird endlich eine große Lücke der amtlichen Statistik beseitigt. Dis heute war es in Deutschland nicht möglich, auch nur einigermaßen durch Schätzungen Ilmfang und soziale Gliederung der reisenden Kaufleute anzugeben. Die neue Berufszählung bringt aber nun sehr wertvolle Unterlagen, die zweifellos auch für die Beurteilung der sozialen Lage der Reifenden dienen können. Voraussetzung für das Gelingen des Erhebungswerkes ist allerdings die sorgfältigste Ausfüllung der Haushaltungslisten. Fllmes „SA. »Mann Brand" stall, gleichzeitig , in 37 Großstädten Der Film schildert einen unentwegt für Deutschlands Wiedergeburt kämpfenden allen Anfechtungen trotzenden und von der Heiligkeit seiner hohen Ausgabe durchdrungenen S21.» Mann. Das heimtückische Vorgehen der Kommune gegen alles, was dculfch denkt und fühlt, wird wirkungsvoll dargestellt, so daß auch dem letzten deut- schen Volksgenossen bie Auaen geöffnet werben. Der Film, ber in ben Werkstätten der Bavaria- Film AG. München unter ber Regie von Franz Seitz entftanben ist, ist sowohl in künstlerischer als auch in technischer Hinsicht erstklassig. Eine schauspielerische Meisterleistung bietet Heinz Klingenberg in ber Hauptrolle bes SA.» Mannes Brand. Aber auch sämtliche übrigen Rollen sind gut besetzt. Das Manuskript wurde von I. D a l- man und I. Stöckel versaßt. Der Film wurde vom Publikum begeistert aufgenommen. Am Dirigentenpult vom lobe ereilt. Der Generalmusikbirektor Dr. Egon Pollack aus Hamburg birigierte am Mittwoch i m Prager Deu t s ch e n Theater bie Oper „Fi» belio". Kurz vor Schluß des 1. Aktes wurde er von einem Unwohlsein beftfllen. Er wurde bewußtlos. Der sofort herbeigerufene Arzt konnte nur noch den Tod durch Herzschlag feftftcllen. Die Vor- ftellung wurde abgebrochen. architektur dem Wasserbedürfnis der Vögel Rechnung trägt durch Errichtung von flachen Planschbecken, Freilandaquarien und künstlichen Kleinteichen. Und wenn auch hierbei ber Gedanke der Vogelpflege nicht Hauptzweck ist, so ist er doch bei der Anlage mitbestimmend. Jedermann, ber über ein Gärtchen verfügt, kann aber auch für die gefieberten Lieblinge einen künstlichen Trink- unb Babeplatz selbst Herstellen. Ein großer Blumentopf unterlaß, auch eine flache Schüssel mit abgerunbetem, nicht scharfem Rande auf den Boden gestellt, ober erogleich eingegraben unb mit Wasser gefüllt, erfüllen schon ben Zweck. Sie werben auch gern aufgesucht. Damit gute Sicht gegen heranschleichenbe Katzen vorhanden ist, sollen Beerensträucher und Buschwerk nicht in der Nähe sein. Gerade die Jugend wird durch eine solche einfache Anlage zum Beobachten des geschäftigen Tuns unb bes vorsichtigen Hanbelns ber Vögel angeregt. Hessischer Landesverband evangelischer Männervereinigungen. EPH. Der hessische fianbesoerbanb, dem xur Zeit etwa 30 Vereinigungen Hessens angeschlossen sind, blickt in diesem Jahre auf ein lOjähriges Bestehen zurück. In treuer und rühriger Arbeit — so schreibt man uns — hat er unentwegt seine gesteckten Ziele verfolgt unb in ben schweren Jahren, bie hinter uns liegen, tatkräftig an dem Auf- und Ausbau kirchlich- religiösen Lebens in ben einzelnen Gemeinben mit» gearbeitet und gegen bie zerstörenben finsteren Mächte energisch Front gemacht. Er will auch fernerhin — und das ist seine vornehmste Aufgabe — die evangelischen Männer zur Aktivität, zur lebendigen Anteilnahme am kirchlichen Leben aufrufen, sie zusammenschließen zu lebendigen Organisationen — nicht zu Vereinen im landläufigen Sinne —, und sich mit ihnen geschlossen und einheitlich hinter die neue Bewegung und ihre Aufgaben stellen, die unser Volk wieder zum Gottesglauben und zu wahrer, ungefüllter Religiosität hinführ,n will. Dazu mit- zuhelfen, ist Pflicht eines jeden deutsch-evangelischen Mannes. Die Zeiten religiöser Halbheiten und Lauheiten sollten überwunden sein. Bekennermut, Gemeinschaftsgefühl, Bekenntnisfreudigkeit sollen zum Durchbruch kommen. Vor allen Singen muß die Ausgabe der Männervereinigungen fein, alle Volksgenossen, ohne Rücksicht auf gesellschaftliche Richtungsunterschiede, Intellektuelle sowie Arbeiter, für unser kirchliches Leben zu aktivieren, zu einer Volksgemeinschaft christ.icher Kulluc zu verschmelzen, bie sich gründet auf die drei Grund- und Eckpfeiler: Liebe zu Gott, Liebe zum Vaterland, Liebe zum Rächsten. Hierin liegt unser ganzes religiöses, nationales und kulturelles Leben begründet. Diese Ziele aufs neue zum Ausdruck zu bringen, toll Aufgabe der Verbandstagung (Delegierten- und Hauptversammlung) zu Gießen am 2 4. und 25. 3uni sein. Als Festredner ist Pfr. Probst- Oberrad gewonnen, der Führer der neuen kirchlichen Bewegung im Sinne der Geistesbewegung deutscher Christen, der sprechen wird über das Thema: „Sie kirchliche Lage der Gegenwart und die Ausgaben der Männerver- Ein noch schlimmerer Feind ist — ber Mensch. Zuchtlose Kinder heben oft bie Gelege ber Frei- brüter aus, um sich eine Eiersammlung anzulegen, oft auch aus reiner Zerstörungswut. Da selbst vor- schristsmäßig ausgeblasene Eier bald in ihrer Farbe verblassen, leistet eine gute Abbilbung weit bessere Dienste. Das Aushebcn fast flügger Jungen (DHtel- finfen, Hänflinge) enbet fast immer mit einem Mißerfolg. Deshalb ist auch das Aufsüttern von Jungvögeln, die aus bem Neste gefallen sind, meist ein erfolgloses Beginnen. Versucht man die Fürwitze roieber in ihr Heim zu bringen, so wirb gewöhnlich das Unheil noch vergrößert, weil noch mehrere dann in ihrer Angst über den Nestrand flattern. Ist man von vornherein zu ber Ueber,zeugung gelangt, daß man nicht imstande ist, ein halbflügges Vögelchen groß zu ziehen, so töte man es durch einen Schlag auf den Kopf. Eines immerwährenden Schutzes bedürfen die Vögel, bie durch die Kultur immer mehr zurück- gedrängt werden. Es find dies bie äußerst selten geworbene Blaurake, bas überaus nützliche Blaukehlchen unb ber leiber oft noch wegen feines geringen Schadens verfolgte, im Prachtgefieder glän- zenbe Eisvogel. B. Oie Gießener Eisenbahner huldigen dem Reichskanzler. Die Fachschaft „Reichsbahn" Gießen, bie inzwischen auf eine starke Mitgliederzahl angewachsen ist, hielt am vorigen Sonntag im Caf6 Leib ihre erste gut besuchte Tagung ab. Als Redner war Pg. Dr. Pahl aus Frankfurt a. M. gewonnen, der über „das Berufsbeamtentum im Dritten Reich" sprach. Die Ausführungen fanden lebhaften Beifall. Die hiesige SA. Kapelle, die sich zur Verfügung gestellt hatte, half durch ihre Musikvorträge die Feier verschönen. Ein an ben Reichskanzler abgefanbtes Hulbigungstelegramm hatte solgenben Wortlaut: „Die Fachschaft Reichsbahn Gießen erlaubt sich bem Herrn Reichskanzler von ihrer heuti- gen Tagung treubeutsche Grüße geziemend zu entbieten unb ihre unerschütterliche Treue zu ihrem obersten Führer erneut zu betunben. Sieg-Heil!" Auf bieses Telegramm ging heute folaenbes Schreiben ein: „Der Reichskanzler, Berlin, Datum bes Poststempels: Für Ihre freundlichen Grüße und für bie mir in Ihrer Zuschrift zum Ausbruck gebrachte treue Gesinnung, spreche ich Ihnen meinen aufrichtigen Dank aus. Adolf Hitler." Lustschuh tut not! Gestern abenb fand im Rahmen bes ersten Lust- schutz-Jnsormationskursus für Lehrer unb Lehrerinnen ber Gießener Schulen ber zweite informatorische Vortrag über ben zivilen Luftschutz statt. Vor etwa 350 Lehrern unb Lehrerinnen sprach Stabtbranb-- birettor Braubach über bas Thema „Bekämpfung ber Branbbomben". Aus feiner langjährigen Erfahrung an führenber Stelle des Feuerwehrwesens gab er den Hörern wertvolle Aufschlüsse und Winke über die Art, wie man durch Bombenabwurf verursachten Bränden in zweckmäßiger Weise entgegenwirken kann. Eine Anzahl Lichtbilder machten die Ausführungen bes Vortragenben recht anschaulich. Der Vortrag wurde mit großer Aufmerksamkeit entgegengenommen. Sei Mei »ek Mei! Lin vaterländischerRoman vonHcmsVietzbe Urheber-Rechtsschutz durch Verlag Oskar Meister. Werdau. 23 Fortsetzung Nachdruck verbotenI Lefevre wird wütend. Seine Worte kommen erregt: „Hoffen Sie nicht, daß ich Sie schonen werde! Was meine Frau getan hat, entsprang der verantwortungslosen Gutgläubigkeit ..." Wieder unterbricht Döllnitz: „Nein —Herr Hauptmann! Es war der Wille zu helfen — Gleiches mit Gleichem zu vergelten! Ich hatte das Glück, Ihre Frau aus den Händen von Mördern zu retten, die aus den Reihen Ihrer Armee stammen — diesen Augenblick, der dem Tod so nahe war, vergißt keine Frau im Leben!" Döllnitz macht eine Pause, er begreift, wo hinaus Lefevre will. „Im übrigen — fürchten Sie nicht, daß ich, um mein Leben zu retten, irgendwann von dieser Affäre Gebrauch machen werde. Ich weiß über Dinge, die gewesen sind, zu schweigen!" Lefevre sieht ein, daß diese Partie für ihn verloren geht. Er muß sie beenden, bevor der Gegner ihn schattmatt setzt. „Sie sind mein Gefangener, Hauptmann Döllnitz! Alles weitere ist Sache des französischen Kriegsgerichts." Jetzt hält Döllnitz den Zeitpunkt für gekommen, seinen Trumpf auszuspielen. „Aller Voraussicht nach, Herr Hauptmann, wird Ihr Kronzeuge, der Kommissar Rambeaux, dabei fehlen!" Lefevre blickt aus und starrt Döllnitz an, der mit bewußtem Nachdruck weiterspricht: „Ihr Spitzel ist in der Hand von Mitgliedern des deutschen Tugendbundes — seit heute abend, Herr Hauptmanm Die Macht dieser Vereinigung preußischer Patrioten zu fühlen, wäre für Sie und Ihre Kameraden sehr unangenehm. Ich würde Ihnen also raten, sofern Ihnen am Wohlbefinden des Kommissars auch nur das Geringste liegt, die angedrohten Repressalien erheblich zu mildern." Ein bitteres Lachen, zwischen Hohn und Stolz, steht offen auf Döllnitz' Gesicht. „Meiner Person haben Sie sich nun auf angenehme Art versichert — Ihr Kriegsgericht wird sogenanntes Recht sprechen, womit der eigentliche Fall, der mich betrifft, erledigt wäre. Sie brauchen auf mich keinerlei Rücksicht zu nehmen — ich warne Sie aber dringend, die Bevölkerung oder die Schloßbewohner auch nur die mindeste Gewalt spüren zu lassen. Ich hoffe, Sie haben mich verstanden!" 17. Gegen Mittag des 25. Februar, es ist ein sonnenwarmer heiterer Spätwmtertag, rollt im beschwingten Trab eine schwere Reisechaise auf der Straße nach Breslau. Im mattgrauen Dunst der Ferne ragen schon die Türme der Stadt, der Kutscher treibt die Gäule an, befriedigt setzt sich der müde Reisende noch einmal bequem in den Kissen zurecht, die nur wenig die harten Stöße der Wagenfedern mildern können. Die Straßen sind löcherig und oer- wahrlost, den unaufhörlichen Strapazen seit Mo- naten preisgegeben. Der Freiherr vom Stein ist aus Kalisch mit besonderen Vollmachten des Zaren Alexander abge- reist. Sein gichtkranker Körper hat die Mühen des unwirtlichen Weges nicht gescheut — alles steht auf dem Spiel — was gilt Leben, Bequemlichkeit und Gesundheit eines einzelnen! Er kennt seit Jahren in seinem Vaterlande und im Exil, dieses Vagabundierenmüssen, dieses Wandern um der Sache willen, ohne Heim, ohne Ruhe. Fast ein Jahrzehnt schon geht dieses Nomadenleben — einmal wird es ein Ende haben — im Guten oder Bösen. Diese Mission kann die letzte sein, die schwerste ist sie seit langem! Der Baron kennt den König, kennt das Zaudern, das Hinauszögern aller Entschlüsse, kennt die Höflinge — er weiß, daß nur eine harte Sprache das zustandebringen kann, was der Augenblick als Größtes fordert: Offenes Bekenntnis zum Anschluß an Rußland ... Stein wird aus seinen Gedanken gerissen: Immer lauter dröhnen Marschtritt und Gesang an seine Ohren — er öffnet das Fenster und beugt sich suchend hinaus. Der schnelle Trab des Wagens bringt ihn dem Zuge näher: Freiwillige auf dem Marsch nach Breslau! Aus hellen Kehlen steigt das Vaterlandslied seines Famulus und treuen Wegbegleiters, Ernst Moritz Arndt, in den sonnigen Winterhimmel: „Der Gott, der Eisen wachsen ließ, Der wollte keine Knechte, Drum gab er Säbel, Schwert und Spieß Dem Mann in seine Rechte, Drüm gab er ihm den kühnen Mut, Den Zorn der freien Rede, Daß er bestände bis aufs Blut, Bis in den Tod die Fehde!" Machtvoller, jauchzender schwillt der Gesang an. Die Kutsche verlangsamt die Fahrt. Der Marschtrupp gibt den Weg frei. Der Freiherr beugt sich aus den Kissen vor, sein kranker Leib fühlt keine Schmerzen mehr — das ist schönste Musik! „O Deutschland, heil'ges Vaterland! O deutsche Lieb und Treue! Du hohes Land! Du schönes Land! Die schwören wir auf neue: Dem Buben und dem Knecht-die Acht! Der führe Krähn und Raben! So ziehn wir aus zur Hermannsschlacht Und wollen Rache haben'!" Scharf zeichnet sich der Kopf des Freiherrn vom Stein im Rahmen des geöffneten Fensters ab. Die Marschierenden erkennen ihn. Blitzende Augen suchen ihn. Arme recken sich, Waffen und eichene Stöcke fliegen, von markigen Fäusten geschwungen, zu begeistertem Willkommen in die Luft, jubelnde Hochrufe grüßen Stein, den Mann der Tat! „Laßt brausen, was nur brausen kann, In hellen, lichten Flammen, Ihr Deutschen alle, Mann für Mann, Fürs Vaterland zusammen! Und hebt die Herzen himmelan! Und himmelan die Hände! Und rufet alle, Mann für Mann: Die Knechtschaft hat ein Ende!" Langsam lehnt sich der Freiherr in die Polster zurück. Seine grüßende Hand sindt in den Schoß, ferner wird der Gesang, der Marschtritt verhallt, der Wagen macht wieder schnelle Fahrt. Ein Glanz liegt in den Augen des Barons, ein Beglücktsein wie selten in all den Jahren der ewigen Mühsal. Das gibt Kraft, diese Gewißheit stärkt für die kommende Stunde. Wie oben im Osten, so will auch hier das Volk dasselbe: Freiheit! Man muß das Wort erzwingen, der König muß handeln! Dann sind Jahre der Not nicht umsonst gewesen, dann hat dieses zerrissene Leben einen Sinn! Hinter ihm marschieren sie — die Freiwilligen. Den gleichen Weg, den gleichen Willen im Herzen. Nation — Vaterland — Preußen! Ein Begriff für alle! Marschiert ihr, ihr jungen Menschen, ihr Studenten, Primaner, Gymnasiasten, Arbeiter und Bauern, Handwerker aller Zünfte, ihr reifen Männer von Amt und Würden, Familienväter ihr, die ihr entschlossen seid, das Heiligste zu opfern — ich bereite euch den Weg! Eine Stunde später hiell der Reisewagen des Freiherrn vom Stein vor dem Schloß in Breslau. Der Baran begibt sich ohne Aufenthalt in seinen einfachen Reisekleidern zur Audienz. Diese Nichtbeachtung des höfischen Zeremoniells forderte die Sicherheit, denn noch immer steht der Freiherr vom Stein in der Acht Napoleons, und wenn die Häscher seiner auf preußischem Boden habhaft wurden, bevor er offiziell unter dem persönlichen Schutze seines Königs stand, hätte er sein Leben verwirkt. Nur mit größter Anstrengung gelangt der kranke Baron in das Arbeitszimmer des Königs, der ihn sofort empfängt, kühl und zurückhaltend wie immer. Er kennt den revolutionären Geist, das fast rebellische Fordern dieses eisernen Charakters — und fürchtet ihn. Als ihm Stein gegenübersitzt, muß er an die Worte seiner toten Königin denken: „Vielleicht ist dieser Stein, ein Mann großen Herzens, umfassenden Geistes der einzige von allen, der Auswege kennt, die uns noch verborgen liegen — er ist mein letzter Trost!" Mit würdigem Ernst beginnt Freiherr vom Stein feinen Vortrag: „Eure Majestät sehen mich als Sondergesandten Rußlands. Zar Alexander hat mich mit persönlichen Vollmachten ausgestattet, um jedwede Möglichkeiten wahrzunehmen." Der König kennt das Kommend. Mißtrauisch hört er die Worte Steins, die drängender werden. „Eure Majestät, die Ereignisse sind in einer Weise vorgeschritten, die die kühnsten Erwartungen übertroffen haben. Alles ist im Fluß, der Geist, der die Nation beflügelt zu großen Taten, ist in herrlichstem Schwung. Ihn aufhalten hieße ihn vernichten! Das Volk erwartet das erlösende Wort ..." Der König unterbricht ihn, seinen Worten durch betonte Kälte den Anschein innerer Festigkeit geben wollend: „Weiß das alles! Hardenberg sagt es. Kenne diese Reden. Hoffe Neues von Ihnen, Baron." Auf Steins Gesicht zeichnet sich eine steile Furche, seine Hände fallen sich mühsam, er muß den auf- steigenden Zorn niederringen. „Rußland erwartet unverzügliche Entscheidung. Alles hängt ab davon, Majestät, dieser mächtige Bundesgenosse ist unerläßlich für Preußens kommende Aktionen!" Der König wird noch zurückhaltender bei dem Ton von Steins Worten. Zögernd kommt die Frage: „Knesebeck verhandelt — wo bleibt Vertragsentwurf?" „In meiner Vollmacht, Majestät! Der Zar hat mich ermächtigt, alle Punkte durchzusprechen und zur Entscheidung zu bringen." Der König siebt keine Möglichkeit eines Ausweichens. Verschlossen ruht sein Blick auf Stein. „Ich höre!" „Eure Majestät — im wesentlichen gehen alle Forderungen nach Preußens Wunsch. Es ist vorgesehen, ein Offensiv- und Defensiv-Bündnis zu schließen, demgemäß Rußland hundertfünfzigtausend Mann, Preußen siebzigtausend zu stellen sich verpflichtet. Dieser Zustand dauert solange an, bis Preußen in seinen geographischen, statistischen und finanziellen Verhältnissen wieder hergestellt ist wie Anno 1806, bis Deutschland frei ist von französischer Herrschaft." „Werde mir entsprechend von Knesebeck berichten lassen." Stein erwidert schürf, zum äußersten entschlossenr „Eure Majestät wollen davon Kenntnis nehmen, daß Zar Alexander sofortige Abberufung des preußischen Unterhändlers von dem Knesebeck fordert. Rußland drängt auf unverzüglichen Abschluß. Herr von dem Knesebeck genießt nicht das Vertrauen, das der bevorstehende, entscheidende Schritt verlangt. Als Zeichen eines festen Entschlusses erwartet der Zar das Eintreffen des Generals Scharnhorst oder Obersten Doyen." Der König ist erregt. Die Forderung beleidigt ihn. „Wir sind frei in unseren Entschlüssen!" Ein zorniger Blick mißt der^ Baron. Stein steht unbeweglich. Der König sieht den unerbittlichen Ernst der Forderung, weiß um das Schicksal der Entscheidung. Es gibt nur einen Ausweg: „Hardenberg soll kommen!" (Fortsetzung folpf > 3961 ü BAD fRANKOMAUSQJ 3-30 A UtliHULul Laßt sie spielen Geben Sie aber Ihren Kindern kräftige Kinder- Garten-Geräte, die nicht gleich entzwei gehen. 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Juni, nachmittags 2li, Uhr, vom Trauerhause aus statt. ______________________________________36-4 Aden Sie offene Me? Schmerzen? Jucken? Stechen? «rennen? Dann gebrauchen Sie die tausendfach bewährte Universalheilsalbe „Gentarin". Wirkung überraschend. Preise berab- gesetzt. Erhältlich in den Avotheken. Uo7v KYUBÄUS^R TECHNIKUM 5-Zimnier-WohD. evtl, auch 2-Zimm. Wohn, -.vermieten. »««2 Kaiserallee 34. | Mietgesuche | gesucht. Schriftliche Angeb. unt. 03621 a.d. Gieß. Anzeiger. Aelteres Beamten -Ehepaar sucht eine geräumig. 2-3imm.-Wobnuna m.Küche v. l.Aug. Sdiriftl.Angebot, u. 03639 a. d. Gieß. A. | Stellenangebote | Sehr tüchtiges MWn vom Lande (18—21 Jahre) für Haus- u. Gartenarbeiten ges. Schrift!. Anaeb. mit Zeugnisabschr. unt. 03637 a.d.Gb.Anz. ML Bekanntmachung. Betrifft: Vermietung der Marktlauben. Die Marktlauben werden für die Zell vom 1. Juli 1933 bis 30. Juni 1934 neu vermietet. Die Bedingungen für die Vermietung sind bei der Standzeichenstelle auf dem Wochenmarkt und im Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer Nr. 12, erhältlich. Schriftliche Angebote sind unter Verwendung eines Angedotslyeins in verschlossenem Umschlag mit der Anschrift: „Angebot zur Marktlaubenvermietung" versehen, bis spätestens zum 22 Juni 1933 im Stadthaus, Bergstraße, abzugeben. 3951L Gießen, den 15. Juni 1933. Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Dr. Seid. Mittwoch, den 21. Juni 1933, nachmittags 4 Uhr, werden aus dem Gemeindewald Treis a. d. Lda. folgende Holzsortimente auf dem Submissionswege vergeben: Eiche: Abschnitte N. 2. Klasse 36 Stück - 12,54 fm 3. „ 23 „ = 11,17 „ Angebote sind nach Klassen getrennt bis zu obigem Termin bei der unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen, woselbst auch die Bedingungen bekanntgegeben werden. 39500 Treis a. d. Lda., 13. Juni 1933. Hessische Bürgermeisterei Treis. Berghöfe r. Steinig, den 16. Ml, oö 2 llör, uet- fteigete ich Im Cöroen, Henenroeg 28: Betten komplett mit Federdecken, ein* und zweitürige Kleiderschranke, Sofas, Chaiselongues, Schreibtische, Wasch* tische, Nachttische, Spiegel, Tische, ein Ausziehtisch, Stühle, Küchenschränke, 2 Gasherde mit Tisch, Glas. Porzellan, Bilder u- v. a. 3959 A Versteigerung bestimmt. Ludwig Hartmetz Auktionator und Taxator, Aeuenweg 28 Tut’s arg weh? Sogar beim Wandern, wenn die Reise zu weit gesteckt wurde, können Fuß-Verletzungen oder andere vorkommen. Sorgen Sie sich deshalb für eine Taschen- Apotheke, die genügend Verbandsstoffe, Binden, Pflaster, Sonnenbrand-Kreme und Fußpuder enthält. Sie kann Ihnen von großem Nutzen sein. Wederdas Gepäck noch derGeld- beutel werden durch das Mlt- führen einer Taschen-Apotheke belastet. Ä Drogerie Kreuzplatz 10 GIBT BLUT KRAFT U. STARKE NERVEN VERBLÜFFENDE ERFOLGE PROBEFLASCHE 1,95 • GROSSE FLASCHE 3t70u.4,65 OOPPELHERi-DRAGEES 150 • Zu haben in d. nachstehenden Drogerien: H. 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Hierselbst Begrüßungs- und Fest-Ansprachen, Konzert, Tanz, kameradschaftliches Beisammensein, Gesangsvorträge usw. 39570 ft Seefische Schellfische Cabliau Seelachs Goldbarsch Seehecht Schollen Rotzungen Heilbutt ff Filets alle Sorten ffFlußfifdie « Bresem g Backfische > Blaufelchen Fisdihaus /Cuxhaven' Marktstraße 23 Telephon 2417 Weißwein 1 Faß 1930er EMeimer, Lil. 75 PL 1930er üladecken-.M PI. 1929er Ingelheim, LIL98 PL Weinbau dlnng Zum Paradies Selteraweg 3 0MW Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl’schen Druckerei MM Freitag ab 8 Uhr Aeischverlauf {Verschiedenes | Haus tausch Gießen Wiesbaden Tausche meine Etagen-Villa, schönste Lage Wiesbadens, geg. Geschäftshaus gut. Lage i. Gießen. Schr.Ang. U.3956D an den Gieß. Anz. I Vereine Vereinsabend samstag, 17. Juni auf der Karlsruh. Gemeinsamer Abmarsch 20*/2 Uhr am Walltor. 3962d Der Vorstand. MMMnIe Sonntag, 18. Juni Heimatkundlicher Auöflug nach Kloster Arnsburg u. Burg Münzenberg. Führung: Divl.-Ing.Schmitt, Architekt. Abfahrt nach Lich: 8.28 Uhr mit Sonntagskarte. 9lüdfunft: Gießen 19.34 Uhr. 3658D Teilnehmergebühr: 50 Pf., Mitglieder 30 Pfg. Bei Regen- wetterwirddieFüh» rung verschoben. Bereinig, eljem. AligeMigel des MlFWWsiWS in Gietzen. Samstag, 17. Juni, 20 Uhr vünktl. 03621 denen-W im^iBöenönro“