Montag, 15. Mat (955 185. Jahrgang Nr. 112 Erster Blatt der mals, habe gerade die heutige Kriegsgeneration die Heimat in Annahme von Anzeige» für dze lagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Brette örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Playvorfchrist 20° a mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton vr.H.Tbyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein undfürdenAn- zeigenteil i.V.Th.Kümmel sämtlich in (Bieben. land soll es fein“, fo gelte es jetzt, wofür im Weltkrieg 2 Millionen ihr Blut vergossen haben, so wie wir es 1914 begriffen, wie es auch vor 250 Jahren war: „D a s ganze Deutschland soll es sein“, wir gehören zueinander. und wir wollen dos Reich schassen, das da kommen soll, das wollen wir aus der Geschichte vor 250 Jahren lernen. Die Rede wurde mit stürmischem Beifall aufgenommen. Zum Schluß wies Gauleiter Frauenfeld in längeren Ausführungen aus die morgige Heimwehrkundgebung hin, wobei er auch die Haltung der Regierung erwähnte, was ihm eine Verwarnung des überwachenden Polizeibeamten eintrug, die er aber in seiner Stellung als Gemeinderat als ungehörig zurückwies. Frauenfeld schloß seine Rede mit der Frage: Was hat sich eigentlich gegenüber der Zeit vor 250 Jahren geändert? Damals standen die Türken vor Wien, heute sind es französische Söldlinge, die vor Wien stehen. Das, worum wir kämpfen, wird aber nicht mit Gold, sondern mit unserem Herzblut verteidigt werden. Wir versichern den deutschen Ministern, daß Wien ein Bollwerk des Deutschtums bleiben wird. — Unter vielfachen Heilrufen schloß die Bersammlung mit dem Deutschlandlied und dem Horst-Wessel-Lied. Die Veranstaltung verlief ebenso wie der Abmarsch in völliger Ordnung. Wien. 14. Mai. (III.) Reichsjustizkommissar Dr. Frank traf am Sonntagabend im Kraftwagen i n Graz ein. wo er trotz der späten Stunde von der Menge stürmisch begrüßt wurde. Da ähnlich wie in Wien der wagen des Ministers nicht den ursprünglich vorgesehenen weg nehmen durfte, st i e g Dr. Frank zum Protest aus und begab sich zu Fuß zum Gebäude der (Bauleitung der Nationalsozialistischen Partei. Der Kraftwagenführer fuhr mit dem wagen, in dem die Gattin des Ministers sah. weiter und erkundigte sich bei einem wachtmann nach dem weg. Der wagenlenker wurde plötzlich verhaftet, später aber wieder freigelassen. Die Polizei nahm ihm jedoch den Pah ab. Bei der Begrünung auf dem Schlohberg erklärte Reichsjustizkommissar Dr. Frank u. a.: Die Bete i d i g u n g . die die österreichische Regierung den Gästen aus dem Reich jugefügt habe, sei eine Beleidigung Adolf Hitlers und des ganzen deutschen Volkes. Reichsdeutsche würden Oe st erreich so lange meiden, bis von der österreichischen Regierung Genugtuung für die Beleidigung gegeben werde. Reichsjustizkommissar Dr. Krank in Graz. Der Minister fordert Genugtuung von Wiener Negierung Aus aller Welt. Mißglückter Bombenanschlag auf LA. Auf dem Lehrter Bahnhof in Berlin explodierte Sonntagabend in einem Abteil dritter Klasse eine Bombe, die das Abteil zerstörte. Eine auf dem Bahnsteig wartende Zahnärztin erlitt leichtere Verletzungen. Ls handell sich um einen kommuni st i s ch e n Bombenanschlag auf S A> Leute. die von einer Kundgebung auf dem Truppenübungsplatz Döberih mit diesem Zuge in dem zerstörten Wagenabteil zurückgekehrt waren, aber den wagen bereits verlassen hatten. Di« Bombe war mit Zeitzünder versehen und unfee der Sihbank oerfterft worden, wenn fee Befreier von heute aber ist AdolfHik- ler, und er ist entschlossen, diesen Freiheitskampf der Gegenwart durchzuführen, so daß die Türken bei uns nie wieder erstehen können. Mit der Welt aber wollen wir in Frieden und Freundschaft leben. Daß wir das können, verdanken wir Adolf Hitler. Der preußische Fustizmiuister Serri erwähnte, daß er erst kurz vor seiner Abreise aus Berlin gehört habe, er solle nicht über deutsches Recht, sondern über die Türkenbefreiung sprechen. Er habe sich daher noch schnell aus der Landtagsbibliothek ein 450 Seiten starkes Werk über die Befreiung von Wien kommen lassen, doch habe er es auf dem Flug nicht ganz auslesen können. Run hätte er aber aus dem Mund seines Vorredners Liebenberg mehr gelernt als aus dem Buch, daß nämlich alle deutschen Stämme an der Befreiung Wiens beteiligt waren. Aus dieser Geschichte sollen die nachsahrenden Geschlechter lernen. Einig waren damals alle Stämme als es hieß, Wien müsse befreit werden, und einig wollen w i r auch heute sein. Das deutsche Blut führt unser Volk zueinander. Darum muß Wien auch heute frei werden von den „Türken". wie es vor 250 Jahren und vor 100 Jahren gegen die Franzosen klang: „Das ganze Deutsch- nochmals die Aufgabe bekommen, anderer Form zu schützen. 40 000 Mann stehen hier zum Schutze der Heimat, bereit, sie in eine bessere Zeit zu führen und sie nicht nur nach außen zu erhalten, sondern auch im Innern neu zu gestalten und dabei rücksichtslos die rote Flut, den roten Sozialismus, auszurotten, ebenso bereit aber ständen sie da, den Sozialismus, der auch unter anderen Formen und anderen Gesichtspunkten auftrete, welche nicht die (Eigenart des Deutschtums in Oesterreich berücksichtigen und äußere Formen nachäffen wollen, zu bekämpfen. Heute handelt es sich nicht darum, ob die oder jene Gruppe im Parlament 3. daß f i e die vom Völkerbund garantierte Verfassung loyal einhaNea würde. Der Hohe Kommissar des Völkerbundes zeigte sich von der Unterredung sehr befriedigt. In Danzig herrscht absolute Ruhe und Ordnung. Schacht lädtzu einerKonf erenz der prfvalglaubiger nach Berlin ein. New York, 14. Mai. (TB.) Reichsbankpräsident Dr. Schacht hat die Rückreisc nach Deutsch- land angetreten. Er übergab der Presse eine Erklärung, in der es heißt: Das Problem, unseren aus- ländischen Privatschulden nachzukommen, liegt nicht in der möglichen Schwierigkeit der Ausbringung durch die einzelnen Schuldner, sondern in der Schwierigkeit, den Transfer dieser Zahlungen durch Anschaffung der notwendigen Devisen zu bewerkstelligen. Dor 2% Jahren verfügte die Reichsbank über ungesähr 750 Millionen Dollar in Gold und Devisen. Seitdem haben die deutschen Schuldner 2500 Millionen Dollar in Gold und Devisen auf aus- roärtige Schulden zurückbezahlt, wodurch die Gold- und Devisenreserve der Reichsbank auf eine außergewöhnlich niebr i g e Zi f» er herabsank. Diese Reserve geht von Woche zu Woche zurück. Angesichts dieser Lage beabsichtigte ich, die Vertreter der Inhaber deutscher Obligationen in den verschiedenen Ländern zu ersuchen, s o s o r t in Berlin zusammenzukommen, damit sie mit uns die Lage prüfen und erwögen, auf welchem Wege man der augenblicklichen Lage am besten gerecht werden kann. Oer deutsche Ministerbesuch in Wien. Verletzende Behandlung durch die Bundesregierung. - Stürmischer Empfang durch die Bevölkerung Oesterreichs. Oie Türkenbefreiungsfeier von Heimatschutz und Regierung Dollfuß fordert Erhaltung Oesterreichs. als Naturalist, er tat sich mit Arno Holz zusammen und schrieb zwei Schauspiele. Sein ausgeprägter Formensinn wurde von den altitalienischen Novellen angezogen, und nach ihrem Vorbild entstanden: „Altitalienische Novellen" und „Prinzessin des Ostens"; 1903 erschien der Roman „Der schmale Weg zum Glück" und 1908 das einem größeren Leserkreise wohl zugänglichste unter seinen Werken, eine zarte Erzählung, „Die selige Insel". Um diese Zeit hatte Ernst begonnen, sich mit der Theoretik des Dramas zu beschäftigen, dem er, ähnlich wie Wilhelm von Scholz, neue Wege weisen wollte. In dem Werk „Weg zur Form" (1906), einem der besten Bücher dieser Art, stellte er sein ästhetisches Programm auf. Ernst theoretisierte nicht nur über das Drama, sondern schrieb selbst ein große Anzahl von Bühnenwerken, denen aber so gut wie gar keine Anerkennung zuteil wurde. Eine starke Nei- gung des Dichters zum Konstruktiven, zur Re- ftexion und die in jahrelanger Selbstzucht gewonnene Konzentrationsfähigkeit auf das Allerwefent- lichste mögen wohl die Ursache dafür sein. Genannt seien: „Demetrios", „Canossa", „Ninon de Cent los", „Ariadne auf Naxos", „Der Tod", „Preußengeisf. So blieb Paul Ernst als Dichter auch dem ge- bilbeten Leser im großen und ganzen sremd, und erst nach dem Kriege begann sich das Interesse für ihn zu regen. Von seinen Nachkriegswerken verdient das sechsbändige „Kaiserbuch" besondere Erwähnung, das den Versuch macht, neue Schätze für das Volk aus der Vergangenheit zu heben. Es ist dem Verlag Müller/Langen, München, hoch anzurechnen, durch die Herausgabe der „Gesammelten Werke" den in seiner Gründlichkeit, seinem tiefen Gefühl und feinem Streben nach Wahr- heit echt deutschen Dichter dem Volke nähergebracht zu haben. In dieser Ausgabe finden sich die reizvollen Novellensammlungen: „Komödianten- und Spitz- Die romantischen Geschichten"' räumt. Dies geschah auch vor dem von Polizei dicht umzingelten Hotel Mariahilf, in dem Reichs- justitzkommissar Dr. Frank mit seiner Begleitung Wohnung genommen hatte. Als die begeisterte nationale Jugend dort das Deutschlandlied anstimmte, wurde sie ebenfalls auseinandergetrieben. mehr oder weniger Stimmen bei einer kommenden Wahl erhält. Heute geht es darum, möglichst viele Oesterreicher zusammenzufassen, die guten Willens sind, Oe st erreich zu erhalten und in christlichem, deutschem Geist wieder aufzubauen. Lebhafte Protestkundgebungen des deutschbewußten Wien. Gegen 312 Uhr trat der Heimatschuß, für den heute das Aufmarschoerbot aufgehoben ist, den Abmarsch an, der von Schönbrunn über die Mariahilferstraße und den Ring zum Schwarzenbergplatz führte, wo eine Defilierung vor_dem Bundesführer und den Ehrengästen stattfand. Schon bald außerhalb Schönbrunns kam es zu lebhaften Gegen kundgebungen aus dem die Straßen einsäumenden Publikum, unter dem sich Anhänger der NSDAP, und des deutschbewußten Wien in besonders starker Zahl befanden. Als sie den Starhembergschen Heimatschutz, dessen einzelne kleine Abteilungen in großen Abständen marschierten, mit Hohnworten und Pfuirufen empfingen, den Heimwehrführer Fürsten Starkem» berg trafen auch zwei faule Eier am Kopfe, ging die Polizei mit Gummiknüppel u n d aufgepflanztem Seitengewehr sowie auch durch Attaken berittener Polizei vor. Der Polizeikordon stand mit aufgepflanztem Seitengewehr Rücken gegen den Heimatschutz und Front zum Publikum da und verhaftete jeden, der abfällige Steuerungen gegen den Heimatschutz machte. Wo solche aus Gruppen kamen, wurde der Platz ge° Wien. 13. Mai. (WTB.) Auf dem Flugplatz Aspern traf kurz nach 14 Uhr das Flugzeug ein, das den preußischen Iustizrnimster Serri mit Gemahlin und Tochter, den Reichs- justizkommissar und bayerischen Ilustizmimster Frank, und den Ministerialdirektor im preußischen Justizministerium Dr. Freis ler nach Wien gebracht halte. Zum Empfang der Gäste waren der deutsche Gesandte Dr. Rieth mit dem Militärattache Generalleutnant Muff und anderen Herren der Gesandtschaft, die Gaulei - tung der RED AP. Wien sowie die Vorstände der vaterländischen Verbände erschienen. Der Empsang der Minister durch die außerhalb des Flugplatzes nach Tausenden angesammelten Parteigenossen und Freunde gestaltete sich überaus herzlich. Danach ließ sich der Polizeioizepräsidenk Skubl dem Reichsjusii,Minister Dr. Frank vorflellen. (Er teilte ihm namens der Bundesregierung mit, daß die Regierung seinen Besuch mit Rücksicht auf die noch nicht ausgelragene Angelegenheit zwischen Minister Frank und der Bundesregierung als nicht erwünscht betrachte, dessen ungeachtet aber alle Vorkehrungen zur Sicherheit seiner Person und seiner Begleitung getroffen habe. Um dies zuverlässig durchführen zu können, bitte er um Bekanntgabe der Dispositionen für den Aufenthalt des Ministers. Dr. Frank dankte und er- klärte, er sei außerordentlich erfreut über die Liebenswürdigkeit, mit der er hier empfangen werde. Rachdem die Paß- und Zollangelegenheiten erledigt waren, begaben sich die reichsdeutschen Gäste der RSDAP., gefolgt von Hunderten von Automobilen und von dem zu Tausenden neben- her strömenden Publikum zu dem Kriegerdenkmal, dem bekannten Löwen von Aspern. Hier begrüßte noch einmal der Gauführer von Wien Frauenfeld die Minister. Reichsjustizkommissar Dr. Frank hob in seinem Dank für den Empfang hervor, er fei davon befriedigt, gerade an dieser Stätte, dem Symbol der Mächte, die unvergleichlicher und stärker seien als irdisches Wollen, weilen zu dürfen, eingedenk dessen, daß Oesterreich der Vorposten des deutschen*Voltes sei. Hierauf legte der Minister einen Lorbeerkranz', der mit Halenkreuzschleifen geschmückt war, nieder. Von dem Denkmal von Aspern fuhren die Minister, gefolgt von einem langen Zug von Automobilen, über die Reichsbrücke durch ein dichtes Spalier der ihnen unter Schwenken von Hakenkreuzfähnchen duju- belnben Menge zum Adolf-Hitler.Haus wo sie einen Imbiß nahmen, an dem auf Einladung des Gauleiters Frauenfeld u. a. der deutsche Gesandte und Botschaftsrat Prinz Erbach teil- nahmen. Um 20 Uhr begann in der Gngelmannarena die Feier der RSDAP. Wien zum Gedenken an die Befreiung Wiens vor 250 Jahren. Wohl selten hat in der Arena eine solche Begeisterung geherrscht wie der Gauleiter Frauenfeld die Minister Kerrl und Frank, den Ministerialdirektor Freister und den deutschen Gesandten Dr. Rieth begrüßte. Frauenfeld stellte fest, daß der Empfang hier doch eine andere Stimmung der Wiener Bevölkerung gegenüber den Dästenaus dem Reich bezeuge, als sie sich aus denWorten -des Polizeipräsidenten im Auftrag der Regierung in Aspern entnehmen ließ. Freiherr v. Liebenberg, ein unmittelbarer Rachkomme des Bürgermeisters Liebenberg, der vor 250 Jahren zusammen mit Fürst Starhcm- betg Wien gegen die Türken verteidigte, gab dann ber Freude aller Parteigenossen Ausdruck, daß der Führer Adolf Hitler seine Mitarbeiter an hervorragender Stelle hierhergesandt habe, um die deutschen Wiener zu begrüßen. Er sehe darin den Beweis, daß Adolf Hitler den bedrängten Deutschen in Wien treu zur Seite stehen wolle. Reichsjustizkommissar Dr. Frank betonte daß er die Aufgabe erhalten hätte, nur über die Befreiung Wiens von den Türken vor250Iahrenzu sprechen, und er hoffe, nicht mißverstanden zu werden wenn er sage, daß er sich heute schon darauf freue, wieder einmal an einer f ch on enBe- freiungefeier in Wien teil nehm en z u können. Der Führer Adolf H 111 e r habe ihn beauftragt, den Versammelten die herzlichsten Grüße zu bringen und zu sagen, daß er je&t im Geist bei ihnen sei in Wien, Hitler beabsichtige auch, wie er mitteilen kann, in kurzerZe11 Oesterreich einen Besuch z u sta t- t e n. Hitler werde es wohl erlaubt sein, das Grab seiner Eltern zu besuchen. Minister Frank erklärte ferner: Wir feiern heute den Geist, mit dem damals die Freiheit erkämpft worden ist, er ist aber auch der Geist, der heute m Euch lebendig ist. Ihr Wiener Volksgenossen! Och bin überzeugt, daß ich die „Türken", die aus dem Osten gekommen sind, die ich meine, vor Euch wohl verständlich charakterisiert habe, ohne dem Volk Kemal Paschas nahezutreten. Diese Türken werden wohl bei ihrem Erscheinen vor Wien offiziell freundlich empfangen, aber vom Volk zurückge- schlagen werden, so wie sie heute in Deutschland am Boden liegen. Unser großer Türken- bubengeschichten", ... . , . . . und „Die Geschichten zwischen Traum und Tag": ferner die .Fsugenderinnerungen", „Die Geschichten von deutscher Art" die „Grundlagen der neuen Gesellschaft" und eine Aufsatzsammlung unter dem Titel „Zusammenbruch des Marxismus". Paul E r n st ist schon wiederholl als Anwärter für den Nobelpreis für Literatur genannt worden. — Den Lesern des Gießener Anzeigers ist er mit zahlreichen Beiträgen im Feuilleton und in der Unterhaltungsbeilage bekannt geworden. Mtzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnick und Verlag: vrühl'sche UniverfitS1s-Vuch- vnd Stetnöniderei n. Lange in Gießen. zchristleitung und Geschäftsstelle: 5chnlstraße 7. Erscheint täglich, anher Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Giehener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monatt-Vezugspretr. Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. zemsprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Liehen. Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686. Wien. 14. Mai. (WTB.) Die für heute früh angesetzte Kundgebung des Starhembergschen Hei- matschutzcs zur Einneruna an die Befreiung Wiens aus Türkennot vor 250 Jahren begann nach Nie- dcrlegung von Kränzen an den Denkmälern des Bürgermeisters Liebenberg und des Fürsten Star- hemberg, der Verteidiger Wiens, programmäßig in Schönbrunn, das unter stärk st em polizeilichem Schutz gegen nichterwiinschte Teilnehmer stand. Mit Bundeskanzler Dollfuß und Hccresminister Vaugoin nahmen zahlreiche andere osfiziette Persönlichkeiten an der Feier teil, auf der nach Eröffnung mit einer Feldmesse der Bundeskanzler und der Minister für Sicherheitswesen Fey Ansprachen hielten. Bundeskanzler Dollfuß betonte, daß, wie er selbst, so alle Teilnehmer am Weltkrieg zu würdigen wiiöen, was in früheren Jahrhunderten an Kampsesmut und Selbstlosigkeit für Volk und Heimat geschehen sei und so, wie daOer Dichter Paul Ernst f. Berlin, 13. Mai. (TU.) wie die „DAZ." meldet, ist der Dichter Paul Lrnst im Alter von 67 Jahren aus seiner österreichischen Besitzung plötzlich gestorben. Paul E r n ft wurde am 7. Marz 1866 als Sohn eines Grubensteigers in Elbingerode im Harz geboren. Sein Vorfahr mütterlicherseits war der Komponist Heinrich Schütz. Er wurde nach dem Besuch des Gymnasiums für das Studium der Theologie bestimmt. Aber der junge Student verließ bald die Theologie und wurde Redner in sozialdemokratischen Versammlungen und Schriftsteller für sozialdemokratische Zeitungen. Seine dichterische Laufbahn begann Paul Ernst Unterredung desVölkerbunds- kommiffars in Danzig mitVer- tretern der NSDAP. Danzig, 15. Mai. (WTB. Funkspruch.) Zwischen dem Kommissar des Völkerbundes, R o st i n g, und den Vertretern der RSDAP., Dr. Rausch- ning und Gauleiter Forster, hat eine Unterredung ftattgefunöen, in der u. a. zum Ausdruck kam, daß die Rationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei auch im Falle der Uebernahme der Regierung in der Freien Stadt Danzig 1. oondem wunschenacheinemsreund- lidjen Einvernehmen mit Polen beseelt sei und ihrerseits alles tun würde, um die Sicherheit der Personen polnischer Staatsangehörigkeit oder Rationalität sowie das polnische Eigentums in Danzig z u gewährleisten; 2. daß sie fest entschlossen sei, die bestehen- den Verträge genau z u achten und i die darin fest gelegten Rechte Po - I lens zu wahren; Zehn Lahre Bun- Königin Luise. frütjcr explodiert wäre, häkle sie großes Unheil an- gerichtet. Rach den Tätern wird gefahndet. vom Reichsverband Deutscher Tonkünstler und Musiklehrer. Im „Reichsverband Deutscher Tonkünstler und Musiklehrer E. V. (gegr. 1903), dessen Ehrenvorsitz Generalintendant Professor D r. Max v. Schillings führt, traten an die Spetze des Hauptoor- ftonbes als Vorsitzender der bekannte nationalsozia- listiiche Führer der deutschen Musiker, Prof. Dr. Gustav Havemann, und der bisherige Vorsitzende, der Komponist Arnold Ebel, dem die Geschäftsführung des Verbandes obliegt. Stellvertretender Geschäftsführender Vorsitzender ist Kapellmeister h. E. I h l e r t (NSDAP.). Der Reichsoerband, der etwa 10 000 Mitglieder und 200 Ortsgruppen zählt, soll zur einzigen Standesorganisa- tion der Unterricht erteilenden deutschen Tonkünstler ausgebaut werden, um in dem neugeschaffenen „Reichskartell berufstätiger Mufi- k e r" die Standesvertretung der Musikerzieher zu bilden. Dh-V. uab Kampfbund für deutsche Kultur. Der Bund der Lobedasänger, Bund der Männerchöre im Deutschnationalen Hand- lungsgchilfen-Berband, hat dieser Tage seinen korporativen Beitritt indenKampfbundfür deutsche Kultur erklärt. Der Bund ist einer der wenigen Sängerbünde, der seit seinem Bestehen den Arierparagraphen in seiner Satzung verankert hat. Der Bund hat mit seinem Beitritt die Aufgabe und die Absicht, seine besonders von der Iugend getragenen Ziele und die des Kampfbundes für deutsche Kultur im Deutschen Sängerbund durchzusehen und wird, wie wir hören, nunmehr die Verhandlungen in diesem Sinne mit dem Deutschen Sängerbund aufnehmen. Das Bingen um neue Ausdrucksformen der deutschen Kultur, die Schaffung neuen deutschen Liedgutes, der Kampf um Reinigung der Chorliteratur von allem Kitsch beschäftigt den Bund der Männerchöre im Deutschnationalen Handlungsgehilfen-Berbande, aus dem die Lo° beda-Bewcgung erwuchs, seit (Zähren. Als stärkste und kampfesfrohe (Zugendgruppe im Deutschen Sängerbund bedeuten seine Chöre in den Reihen aller Sängerschaften ein belebendes Element, ohne dos der Wille zur Erneuerung im deutscher« Chorleben kaum an Boden gewonnen hätte. War das Singen nach Lobeda (dem Lobeda- Singebuch für Männerchöre) ursprünglich nur sür die Kreise des DHV. gedacht, so trug das Buch doch dazu bei, daß die Gemeinschaften, die sich um Lobeda scharten, und die den Kampf gegen Schund und Minderwertiges aufnahmen, wuchsen. An manchen Plätzen wurden Lobeda-Arbeitsgemeinschaften ins Leben gerufen. Der Tag des Schachs. Der Llnterverband des Großdeutschen Schachbundes, der Mittelrheinische Schachbund, erläßt folgenden Aufruf: Halten Sie sich Montag, 22., Mittwoch, 24., und Sonntag, 28. Mai (Himmelfahrtswoche) frei. (Zeder Schachliebhaber suche einen Schachverein auf. An jedem dieser drei Tage finden in allen Schach vereinen des Reiches Beranstaltungen statt, auch für Anfänger im Spiel. „Graf Zeppelin" auf dem Rückflug. Wie Haoas aus Pernambuco berichtet, ist das Luftschiff „Graf Zeppelin" zum Rückflug nach Europa gestartet. TNinisterialdirekkor a. D. Dr. Jahnke f. Am 9 Mai ist Ministerialdirektor a. D. Dr. Richard Jahnke in Berlin nach kurzer Krankheit im Alter von 66 Jahren g e st o r b e n. Jahnke war zuletzt Leiter der Abteilung für das höhere Schulwesen im preußischen Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung und stand als erster Vorsitzender an der Spitze des DeutschenSprachvereins. Jahnke war von 1899 bis 1904 Direktor der Deutschen Schule in Brüssel, dann Direktor der Gymnasien in Lüdenscheid und Elberfeld, Prooinzialschulrat in Munster t. W. und wurde 1919 zur Leitung des höheren Schulwesens in das preußische Ministerium sur Wissenschaft, Kunst und Volksbildung berufen, Dem er bis zu dessen Umbau im Jahre 1932 ange- ßorte. Dr. Jahnke war auf dem Gebiete des Schul- Berlin, 14. Mai. (TU.) Die Feier des zehnjährigen Bestehens des Bundes Königin Luise hatte nicht weniger als 30 000 Kameradinnen aus allen Landesverbänden nach Potsdam und Berlin geführt. Nach einer großen Feier im Potsdamer Stadion am Samstag, in deren Mittelpunkt Die Aufführung des nationalen Festspiels „Auf bricht Deutschland" stand, begann der Sonntag mit Gottesdiensten in allen Potsdamer und Berliner Kirchen. Eine besondere Weihestunde fand im Dom statt. Der Bundesvorstand legte Kränze am Antiken Tempel, der Ruhestätte der Kaiserin Auguste Viktoria, am Denkmal Friedrichs des Großen, am Gedenkstein der Gefallenen in Potsdam, am Denkmal der Königin Luise im Tiergarten, im Mausoleum und am Ehrenmal Unter den Linden nieder. Am Nachmittag wurden die Ehrengäste durch die Bundesführung und den Bundesvorstand im Hotel „Kaiserhof" empfangen. Der reich mit Fahnen geschmückte Sportpalast, ick dem nachmittags die Festkundgebung stattfand, mußte wegen Ueberfüllung polizeilich geschlossen werden. Paralleloersammlungen fanden i m Clou und in Der Krolloper statt. Unter Den Klängen des Präsentiermarsches erfolgte der Einzug von vielen Hunderten blauweißen Wimpeln und Fahnen der nationalen Organisationen. Unter den Ehrengästen sah man u. a. Prinzessin Oskar von Preußen, Vertreter Der Reichs-, Staats- und Gemeindebehörden, der Wehrverbände, sowie die stellvertretende Vorsitzende der finnischen Frauenbewegung Frau Baronin Munk. Die stellvertretende Bundesführerin und Gründerin des Bundes, Frau Elfe Sennewald begrüßte die Schirmherrin Kronprinzessin C e c i l i e , sowie die Ehrengäste und verlas Dann ein Glückwunschschreiben Des Reichspräsidenten. Sie stellte fest, daß mehr als 400 neue Ortsgruppen im letzten Jahre gegründet worden feien. Der Bund zähle 150 000 Kameradinnen und 40 000 Jugendliche. Kronprinzessin Lecilie führte dann u. a. aus: Wenn wir den heutigen Jubiläumstag in freudigster und zuversichtlicher Stimmung begehen dürfen, so bringen wir nationalen Frauen, die sich von nun an in breiter Front zu- wesens hervorragend literarisch tätig. Den Deutschen Sprachverein leitete er seit Jahren mit großem Erfolg und Geschick. Innsbruck ohne Jeuerroeßr. Bei Kundgebungen in Innsbruck wurde dieser Tage an einem Fahnenmast der Nationalsozialistischen Partei eine Puppe in Heimwehruniform au - gehängt. Der Bürgermeister gab der Berufsfeuerwehr den Auftrag, diese Puppe zu entfernen, was jedoch von dem Branddirektor abgelehnt wurde. Der Bürgermeister hat nun auf Grund dieser Weigerung die gesamte B e r u f s f e u e r w e h r aus den städtischen Diensten entlassen. Daraufhin hat die freiwillige Feuerwehr sich mit den Entlassenen solidarisch erklärt. Afrikaflieger Schwabe in München eingelroffen. Der Münchener Afrikaflieger Karl Schwabe traf von Innsbruck kommend auf dem Flugplatz München-Oberwiesenfeld ein. Zu seinem Ernp- fang hatten sich u. a. Vertreter der bayerischen Staatsregierung und der Stadt München eingefunden, die mit Worten der Anerkennung und des Dankes für die hervorragende Leistung den Flieger begrüßten. Schwabe erklärte in seiner Erwiderung, er habe 30 000 Kilometer zurückgelegt, wobei die Klemm-Maschine und der Siemensmotor sich aufs beste bewährt hätten. Reue schwere Erdstöße auf Ehalkidike. Die Halbinsel Ehalkidike wurde in einer der letzten Rächte von neuen schweren Erdstößen erschüttert. Mehrere Häuser stürzten ein und über 100 Wohnungen wurden schwer beschädigt. Die Einwohner des heimgesuchten Gebiets find geflüchtet. (Zn dem Dorf Bolivo wurden drei Einwohner durch den Einsturz mehrerer Häuser schwer verletzt. sammengeschlossen haben, unserem Reichskanzler Adolf Hitler unseren von Herzen kommenden Dank dafür, daß wir unter seinem Schutz unsere vaterländischen Aufgaben ungehemmt erfüllen dürfen. In der Zeit großer Umgestaltung des äußeren und inneren Volkslebens muß auch die deutsche Frau mithelfen und mitschaffen und zwar in erster Linie an dem inneren Aufbau unseres Volkes. Uns Frauen fällt die Aufgabe zu, Hüterinnen der Güter des Volkes zu sein. Niemals wird ein Volk blühen und gedeihen, wenn nicht seine Frauen ihre Würde behalten und die ihnen von Gott zugedachten Aufgaben treulich erfüllen. In das dreifache Heil stimmten Die 20 000 Frauen begeistert ein. Die Bundesführerin Freifrau von hadeln sprach dann über die Aufgaben des Bundes: Wir bekennen uns zu dem Glauben, daß die deutsche Frau und das deutsche Mädchen Sonderauf- gaben im Volk zu vollbringen haben zur Ergänzung Der Tat des Mannes. Führer Der Freiheitsbewegung erklärten, sie wollten den neuen deutschen Mann schaffen. Der Bund Königin Luise stellt sich die Aufgabe, die neue deutsche Frau zu bilden. Gebührt dem Manne die Staatsgestaltung, so gebührt der Frau die Mitarbeit an der Volksgestaltung. Es gilt für uns, der ganzen deutschen Frauenwelt den tiefen Sinn der Begriffe „Volk, K u l t u r u n d Rasse" einzuhämmern, nicht nur im Hinblick auf die jetzt Lebenden und auf das Heute, sondern in Gedanken an einen hochwertigen Nachwuchs. Wir kennen die vielen Aufgaben, Die nach Erfüllung rufen: Arbeitsdienst, Mutter- und Kinderdienst, Kranken- und Luftschutzdienst, ländliche und städtische Randsiedlungen, Grenzsiedlungen und Sicherung des deutschen Ostlandes durch den Zuzug deutschrassischer Menschen. Unserem greifen Reichspräsidenten und seinem jungen Kanzler übertrug Gott die Aufsicht und Ausführung dieser gigantischen Aufgaben. Wir vom Bund Königin Luise stellen uns offiziell und geschlossen hinter den Führer Wolf Hitler und feinen Schutz. Keine Einladungen mehr an den Reichskanzler. Dem Herrn Reichskanzler werden täglich von Vereinen, Verbänden und GeseNschasten usw. in ungeheuerer Fülle wohlgemeinte Einladungen zu Versammlungen, Tagungen, Stiftungsfesten, Fest- essen u. dgl. übersandt. Bei der überaus starken Belastung des Herrn Reichskanzlers mit Amtsgeschäften ist es ihm nicht möglich, auch nur dem kleinsten Teil dieser Einladungen Folge zu leisten. Ebensowenig ist die Reichskanzlei bei ihrem geringen Personalbestand in der Lage, alle Einladungen zu beantworten. Es wird daher dringend gebeten, von Einladungen an den Herrn Reichskanzler freundlichst Abstand zu nehmen. Wettervoraussage. Die Störungen im Osten bewirken durch ihre Rückseite weiterhin Zufuhr ziemlich kühler ozeanischer Luft. Dabei bleibt das Wetter immer noch etwas wechselhaft, so daß bei vorübergehender stärkerer Bewölkung auch einzelne Schauer auftreten. Doch steigt von Westen her der Luftdruck kräftig an, was auf eine Beruhigung hindeutet. Die Riederschlagstätigkeit dürfte damit nachlas. sen, und späterhin wird sich auch bei zeitweiser Aufheiterung die Sonnenstrahlung durchsetzen und Erwärmung bringen. Aussichten für Dienstag: Wechselnd wolkig mit Aufheiterung, mäßig warm und noch einzelne Schauer. Aussichten für Mittwoch: Ruhigeres Wetter, bewölkt mit Aufheiterung und meist trocken. Lufttemperaturen am 14. Mai: mittags 15,2 Grad Celsius, abends 8,2 Grad; am 15. Mai: morgens 8,4 Grad. Maximum 16 Grad Minimum 5 Grad. — GrDtemperaturen in 10 cm Tiefe am 14. Mai: abends 13 Grad: am 15. Mai: morgens 10,5 Grad. Aus der pwvinzialbauptstadt. Kleide dich aus heimischen Rohstoffen! V. A. Ein erfreuliches Zeichen Der Zeit ist Der Eifer, mit Dem man sich heute auch auf wirtschaftlichem Gebiet lange versäumten Aufgaben zuwenDet. Es geht eine Welle Der Tatfreude und Tatbereit- schäft durch das ganze deutsche Volk. Was einst in Eigensucht und Beharrungswillen befangen war und zu erstarren drohte, ist heute durch die Schwungkraft der nationalen Revolution in Bewegung gesetzt worden. Notwendiger denn je ist in diesem Zeitpunkt, dafür zu sorgen, Daß alle Volkskräfte planvoll angesetzt werden und sich nicht im Gegen- einander und Nebeneinander fruchtlos erschöpfen. Gemeinschaftliche Arbeit tut not, nicht zuletzt auch auf wirtschaftlichem Gebiet! Eine der wichtigsten Aufgaben, die nur durch gemeinschaftliches Zusammenwirken aller Volksgenossen gelöst werden kann, ist der Ka u f h e i m i- scher Erzeugnisse. Wer deutsche Ware kauft, gibt deutschen Arbeitern Brot. Das gilt auf dem Gebiete der Gewerbe- und Jndustrieerzeugung ebenso, wie auf Dem der Landwirtschaft. Gerade hier ist viel nachzuholen. Nur mit Schulung und Selbsterziehung des deutschen Verbrauchers werden die wirtschaftspolitischen Pläne der Reichsregierung zum Erfolge geführt werden können. Ein sehr aufschlußreiches Beispiel Dafür bietet der Flachsanbau und die Leinenerzeugung. Die Regierung bemüht sich, der heimischen Bevölkerung Arbeit zu schaffen, vor allem dem Bauer wieder ein Tätigkeitsfeld zu eröffnen, von dem er im Laufe der letzten Jahrzehnte mehr und mehr abgedrängt worden ist. Verstärkung des Flachsanbaues verringert gleichzeitig den Einfuhrbedarf an fremden Faserstoffen, entlastet also unsere ohnehin stark angespannte Außenhandels - Bilanz. Vermehrter Flachsbau ist auch in hohem Maße geeignet, die Zufuhr an Baumwolle zu vermindern. An ausländischen Faserstoffen und Baumwolle haben wir insgesamt eingeführt: 1931 für rund 407 Millionen Mark, 1932 für rund 348 Millionen Mark. Hier heißt es sparen helfen im Jnteressr der Allgemeinheit. Aus diesem Grunde hat die Reichsregierung sich an alle Behörden gewandt, die für die Beschaffung von Uniformen, Dienstkleidung und sonstigen Ausrüstungsgegenständen in Frage kommen. Sie hat gleichzeitig auch die Reichsleitung Der NSDAP, und das Bundesamt des Stahlhelm zur Mitarbeit aufgerufen. Alle diese Stellen sollen bemüht fein, Leinengewebe in größerem Umfange als bisher zu verwenden. Insbesondere ist hierbei an eine verstärkte Verwendung von Leinendrillichanzügen gedacht. Dadurch soll für gesteigerten Absatz der aus dem Flachs gewonnenen Erzeugnisse Vorsorge getroffen werden. Die genannten Stellen können also die Wirtschaftspolitik der Regierung auf diesem Gebiet fordern. Aber auch der einzelne Verbraucher kann an dieser Ausgabe mitwirken, indem er im Bedarfsfälle auch Leinenwaren verwendet. Gewiß: Baumwollwaren sind billiger. Das gibt bei der Verarmung unseres Volkes oft den Ausschlag. Aber sollte man nicht auch bedenken, daß im allgemeinen ein Leinengewebe oder auch ein Mischgewebe, in dem Leinen enthalten ist, meist widerstandsfähiger und damit auch billiger ist? Pensionierung als nationale Tat. Unter besonderer Würdigung des im nationalen Interesse bekundeten Opfersinns treten mit Wirkung vom 16. Mai 1933 an auf ihr Rachsuchen, in den Ruhestand: der Rektor an der Volksschule zu Rieder-Ingelheim Heinrich Müller, die Lehrerinnen an der Volksschule zu Darmstadt Marie Verls, Auguste G l e n z und Marie Hahn, der Lehrer an der Volksschule zu Mainz Ludwig Degen, Lehrer Iohann Peter Remy zu Undenheim, Lehrer Friedrich Wilhelm Klippel, zu Offenbach, Oberstudienrat Pöilhelm Lie- b r i ch an der Oberrealschule zu Michelstadt i. O., der Lehrer an der Volksschule zu Rieder-Wöllstadt Peter Buch, der Studienrat an der Ernst- Ludwig-Schule zu Bad-Rauheim Heinrich Räder, unter Verleihung der Amtsbezeichnung „Oberstudienrat": am 6. Mai 1933 der Rektor an der Volksschule zu Grünberg Philipp Bender auf sein Rachsuchen und unter besonderer Wür- Die stummen Gäste von Zweilirrden Vornan vonAnny vonpanhuyel. Copyright by Belletristische Korrespondenz Bechthold. 40 Fortsetzung. Rachdruck verbotenl Konrad lachte laut auf. „Das hast du großartig gemacht, Angela! So, und nun die versprochene Hand her, lieber Herr Baron, und bann kommen Sie mit den anderen beiden Herrschaften aus Wiesental mit ’runter in den Bankettsaal, wo sich meine Mutter befindet. Es ist warm Draußen; ich lasse ein paar Flaschen Wein kaltstellen, beim eDlen Rebensäfte schließen wir Dann aufs neue FreunDschaft." Sie reichten sich Die HänDe, unD Angela lächelte beiDe zufrieDen an. Auch Pfarrer Basella war einer guten Flasche Wein nicht abhold; aber der Baron und er konnten sich nur mit Hilfe der Zeichensprache verständigen, Denn Baron Rückert kam beim Französischen über „ja" und „nein" nicht hinweg, vom Spanischen aber hatte er gar keinen Dunst. Der Pfarrer konnte, ebenso wie Catalina, wenigstens schon ein wenig Deutsch, und sie hatten beide Lust und Liebe, es weiterzulernen. 27. Es war eine vergnügte Gesellschaft, die jetzt im Bankettsaale beisammensaß, und Der Vergnügteste von allen war Baron Rückert, Der so wütend nach Zweilinden gekommen, weil er aus seiner Tochter endlich heraus^ebracht hatte, daß die Liebe zwischen Konrad von Zweilinden und ihr nur vorgetäuscht war, Damit er selbst nicht etwa Den Inspektor beargwöhnen sollte, bis dieser erst fester bei ihm im Sattel säße. Er war wirklich seelenvergnügt, machte Witze und sprang schließlich auf, begeisterte sich: „Wenn ich nach Haus' komme, nehme ich den langen Lulatsch bei den Ohren, die auch ziemlich reichlich ausgefallen sind, und werfe ihn meiner kleinen Molly ans Herz. Verlobt sind ja die beiden Verliebten; nun sollen sie meinetwegen zusammenbleiben und bald heiraten. Damit mich die Geschichte nicht wieder reut." Er stand jetzt an dem einen Fenster, und wie zur Bekräftigung seines letzten Satzes schlug er mit der geballten Rechten auf das künstlerisch eingelegte Fensterbrett. „Au!" schrie er auf und machte mit Der Rechten eine unwillkürliche Bewegung, als könne er dadurch einen Schmerz abschütteln. „Sapperlot", brummte er, „da habe ich mir aber böse die Tatze aufgeschlagen, sie brennt, als ob ich sie am Höllenfeuer versengt hätte! Da muß ich gleich ein Glas non dem gekühlten Goldenen trinken, damit der Schmerz vergeht." Angela belustigte sich köstlich über diesen Vater, Der mit einer wahren Berserkerwut hier herein- geschneit und jetzt Der harmloseste und heiterste Mensch war, Den man sich nur vorstellen konnte Er setzte sich und trank ihr zu: „Auf Ihre Gesundheit, aUergnaöigfte schöne Friedensstifterin!" Er hob das Glas an die Lippen, tat einen Schluck, unö Dann fetzte er es schnell und hart auf den Tisch. Es war auch bei jenem Mahl am Tage der filber- nen Hochzeit gewesen, als Die stummen Gäste von Zweillnben ihre Gegenwart durch Schritte, Stühle- rucken und Gläserklingen deutlich kundgetan hatten. Und jetzt horte er wieder die Schritte wie damals. Genau wie damals. Er wußte es sofort. Ein Irrtum war nicht möglich. Es war ja auch niemand einge» treten: alle faßen auf ihren Plätzen. Er blickte die anderen der Reihe nach an und las auf jedem Gesicht denselben Ausdruck, gemischt aus Staunen und Entsetzen. Frau Bettinas Wangen waren bleich, der Schreck hatte ihnen jedes Tröpfchen Blut entzogen. Konrad rief erregt: „Komm hier fort, Mutter, ich mochte nicht, daß du diese unheimlichen Geräusch» weiter horst." r./'?dL°rerna!)m Schritte, und niemand hier beroeat s'ch - Musterte der Pfarrer vor sich hin. 9 Frau Bettina legte eine Hand auf den Arm des Ö02ne?; "Laß mich nur hier, Konrad, ich bin ja nicht allem. * h..3A-tou*ben, Stühle gerückt, und plötzlich zog durch die atemlose Stille des Raumes das Zusam- mentlingen femgeschliffener Kelche. r3He Blicke und der Baron sagte ganz mut- „Wo anders wurde ich das für eine geschickte Äomobte galten, aber Iper wirkt es verflixt echt und ist es auch. Teufel, ich fange als alter Kerl noch an, bislang verlacht habe. Mjotiges Jahr, am Tage Der silbernen Hoch- Er brad) ab, wieder Hannen Kelche aneinander. Dann noch einmal ruckten Stühle, und schließlich wurden wieder Schritte laut, schienen an ihnen, Die an CS.-?afcI laßen, vorbeizugehen und verloren sich plötzlich. , .''A"MS, NUN sind sie weg, die unheimlichen Herr- schäften , lachte Baron Rückert etwas zu laut und e^m"?gen, denn er spürte ein unangenehmes Kältegefühl im Rücken. Frau Bettina zuckte die Achseln. „Was bedeutet das nun wieder?" Sie schauderte zusammen. „Was für Unheil melden sie diesmal, Die stummen Gäste?" fragte sie mit nervös zitternder Stimme. Catalina sagte auf Spanisch zu ihrem Großonkel: „Es muß sich doch eine Erklärung dafür finden lassen!" Der gute Pfarrer blickte vor sich nieder. Er fühlte sckh ratlos. Niemals hatte er etwas Aehnliches erlebt, fein Kopf war schwer vom guten Wein und von den Gedanken, die auf ihn einstürmten. Wieder sah man sich gegenseitig an, und leise sagte Angela: „Ich habe einmal gelesen, daß es in alten Schlössern und Herrenhäusern geheime Türen gibt, hinter denen Geheimnisse stecken, Türen, die niemand öffnet, weil niemand weiß, daß sie überhaupt da sind, nur durch Zufall werden sie meist entdeckt. Und hinter solchen Türen findet man bann oft Tote, die friedlos sind." Alle erschauerten bei diesen Worten, Die Konrads Braut soeben gesprochen hatte. Angela sah sich langsam im Bankettsaale um. „Vielleicht gibt es auch hier ein geheimes Gelaß. Man müßte suchen. Eine kleine Erhöhung der Wand, ein Knopf oder Stein, scheinbar einem anderen Zwecke dienend, kann die Stelle sein, auf die man drücken muß, um die Tür zu solch einem geheimen Gelaß zu öffnen." Konrad von Zweilinden lächelte. „Aber, Liebste, welche phantastischen Ideen!" Sie erwiderte: „Findest du diese Idee phantastischer als das, was wir alle ins Reich der Fabel oerweisen würben, wenn wir es nicht eben gehört hätten? Ich neige nicht zum Aberglauben, Konrad, aber Die Möglichkeit dessen, was ich sagte, leuchtet mir ein. Da man die stummen Gäste, laut Kirchenchronik, wie Deine Mutter gestern erzählte, zum erstenmal im Jahre 1740 gehört haben will, meine ich, müßte sich Der Spuk nur auf solche Weise erklären lassen. Aber vor allem sollte man hier nach einer geheimen Tür suchen, jeDe Stelle Der Wand abfühlen, auch Den FußboDen genau prüfen. Das ist sicher alles noch nicht grünDlich genug geschehen. Wer weiß, ob nicht irgenDwo eine geschickt angebrachte FeDer uns ein Schloß aufschnappen läßt." . Baron Rückert hob die geballte Rechte. „Mir tut Die Tatze von Dem Schlag vorhin noch immer weh. UnD, weiß der Kuckuck, gnäDiges Fräulein, an Dem, was Sie da gesagt haben, ist was dran." Er trank einen schluck Wein. „Ich muß das Glas immer noch mit der Linken anfassen, so weh tut die rechte Hand." Er zuckte zusammen. „Meiner Seele, mir kommt ein Gedanke." Er sah jetzt Angela groß an. „Sagten Sie nicht: eine kleine Erhöhung der Wand, ein Knopf ober Stein, scheinbar einem anberen Zwecke bienend, kann die Stelle sein, auf die man drücken muß, um Die Tür zu solch einem geheimen (Belaß zu öffnen." Er rieb seine Rechte. ,Ich spüre den Schlag von vorhin noch immer, aber mir wird jetzt eigentlich erst klar, daß sich, als ich mit der Faust zur Bekräftigung meiner Worte auf das Fensterbrett schlug, dabei etwas unter meiner Hand bewegte. Immer deutlicher spüre ich es in der Erinnerung. Es war, als ob bas Stück, auf welches meine Hanb fiel, sich etwas senkte." Er sprang auf unb war mit zwei Schritten am Fenster, wo er vorhin geftanben hatte. Er meinte: „Aber ein Fensterbrett kann boch keine geheime Tür bergen, wenn es auch so auffallend breit ist wie bas hier." Angela übersetzte Dem Pfarrer unb Catalina mit ein paar Worten, was ber Baron gesagt. Alle hatten sich erhoben und ebenfalls dem Fenster genähert. In anderer Umgebung, ohne das noch so irische Erlebnis mit dem Spuk von Zweilinden, hätten sie wohl alle gelacht über die Idee, eine Stelle des Fensterbretts könne eine geheime Tür öffnen. Aber sie befanden sich ohne Ausnahme in ber Stimmung, biefe Möglichkeit anzunehmen. Der Baron suchte umher, nahm jetzt die zur Faust geballte Linke unb ließ sie bann kräftig nieberfaufen, mitten auf bas Fensterbrett, borthin, wo aus hellerem Holz ein großer, unregelmäßig aeschnittener Stern eingelegt war, um ben sich verschiedene anbere Formen in bunflerem unb hellerem Holz zu einem eigenartig verworrenen Muster zusammenschoben. Der Baron triumphierte: „Ich habe biefelbe Stelle getroffen, jetzt habe ich es beutlich gespürt, ber Stern hat sich, als meine Faust barauflag, etwas gesenkt. Wollen wir weiterforschen, vielleicht einmal kräftiger auf das Sternchen klopfen; denn bis jetzt bleibt ja alles geschloffen, fein Mauseloch geht auf." Er hieb wieder auf die seltsame Verzierung. „Ach, ber Stern wirb nichts mit einer geheimen Tür zu tun haben, er ist wohl nur im Lause ber Zeit lose geworben unb —" Das Wort erstarb Frau Bettina auf Der Zunge, denn Die stummen Gäste von Zweilinden kehrten schon roieber. „Es scheint ihnen hier heute besonders gut zu gefallen, ober haben bis unsichtbaren Herrschaften hier 'vielleicht etwas vergessen", spöttelte ber Baron, unb kannte boch bem Schauer nicht wehren, ber ihm über ben Rücken lief. . (Schluß folgt.) von mit der gr. Starbesetzung 3166C 3271 D Verkäufe oer» oon oer» Höhneraa^ii und Hornhaut beseitigt in kurzer Zeit mein Hühneraugen-Radikal Germania-Drogerie Carl Seibel Frankfurt Straße 39 3270 A sogleich zur Stelle waren, brannten Scheuer. Stall und das angrenzende Wohnhaus der Familie Ruppelbis auf die Grundmauern nieder, ebenso ein anstoßender Stall des Landwirts F a u st. Das Dich konnte zum Glück gerettet werden, auch konnte man die Möbel noch aus dem Wohnhaus schaffen. Die Entstehungsursache des Brandes ist völlig ungeklärt. digung des im nationalen Interesse bekundeten Opfersinns vom 1. Juni 1933 an. 3n den Ruhestand versetzt wurde am 10. Mai 1933 der Oberreallehrer an der Oberrealschule zu Mainz Ludwig Bernhard auf sein Rach- suchen mit Wirkung vom 16. Mai 1933 an. Ernannt wurde: Am 3. Mai 1933 der Studienrat an der Adolf-Hitler-Oberreal- unb Höheren Landwirtschaftsschule in Groß-Umstadt Jakob Bert mit Wirkung vom l.Mai 1933 an »um Studienrat an dem Real-Gymnasium in Darmstadt, am 6. Mai 1933 der Studienrot an der Studienanstalt und Frauenschule in Mainz Friedrich Michel zum Oberstudiendirektor an dieser Schule mit Wirkung vom l.Mai 1933 an. Am 9. Mai. abends 20V« Uhr, ist meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwägerin und Tante Emilie Loos, geb. Löber nach langjähriger schwerer Krankheit sanft und ruhig entschlafen. In aller Stille haben wir sie zur ewigen Ruhe gebettet Zugleich sagen wir allen Heben Freunden und Bekannten, die unserer lieben Heimgegangenen so reich mit Blumen gedachten, herzlichen, innigen Dank. Im Namen der Angehörigen: Theodor Loos Gießen, den 15. Mai 1933. zu verk. Zu erfr. in d.GeschäftSst.d.G.A. Amtswaltertagung der NSDAP. in Frankfurt (Antwort auf unser Preisausschreiben) Es sei gesagt mit wenig Worten Warum man Clilorodont benutzt 5 Das Wort ist ein Begriff geworden Für den, der richtig Zähne putzt. Gut bürgl. Drivat- Mittagötisch. Erb, Lindenvl. in. 02976 1773: der österreichische Staatsmann Fürst Metternich in Koblenz geboren: — 1832: der Komponist Karl Friedrich Zelter in Berlin gestorben: — 1859: der Physiker und Entdecker des Radiums, Pierre Curie, in Paris geboren: — 1928: F. F. F. Rheingold" eingeführt: — 1932: der japanische Ministerpräsident Inuaki in Tokio ermordet. 1861-1911 Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht. Sie von dem Heimgang unseres lieben Alterskollegen Herrn Konrad Bonanus geziemend in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet statt am Dienstag. 16. Mai. nachmittags 2 Uhr, neuer Friedhof. Der Vorstand. 3264 D Für die vielen Beweise Hebevoller Teilnahme, die uns beim Heimgange unserer Heben, unvergeßlichen Entschlafenen Fran Katharina Hofmann, Seh. Hofmann zuteil wurden, sprechen wir hiermit unseren herzlichen Dank aus. Die trauernden Hinterbliebenen. Heuchelheim (Bachstraße 2), 15. Mai 1933. __________3267D Ballonjagdwettbewerb der Fliegergruppe Friedberg in der Südwestdeutschen Sportsliegervereimgung. Zum Schluß bekamen die im strömenden Regen zum größten Teil ausharrenden Besucher einen Segel» flugschleppstart des getauften Segelflugzeuges „Geheimrat König" (Führer cand. med. Schmidt, Gießen) zu sehen, bei dem die segelsliegerische Lei» stung des Herrn Schmidt allenthalben lebhaft bewundert wurde. Der übrige Teil des flugfportlichcn Programms, der recht interessante Darbietungen gebracht hätte, fiel leider der Ungunst des Wetters zum Opfer. Die SA.-Standartenkapelle Schotten unter Kapellmeister Groth konzertierte in vortrefflicher Weise und suchte dadurch die Besucher noch einigermaßen bei Stimmung zu erhalten. Infolge deS Regens konnten, wie man uns mitteilt, die F r e t - flüge nicht bekanntgegeben werden. Fceifluge wurden ausgelost auf die Rr.: 871, 1143, 1096, 1511, 1935, 2044, 2424, 2469, 1615, 1866. Die Inhaber dieser Flugprogramme werden gebeten, sich am Mittwoch ab 16 Uhr bei der Flugleitung der Südwestdeutschen SportfliegervereinigunA zu melden, da die Flüge am Mittwoch ausgeführt werden. Weiter gelangt der Geschicklichkeitswettbe- werb Erbprinz OttozuSolms-Hohen- f o l m s - Li ch / Fluglehrer Ludwig Mate r und die Ballonjagd-Südwestdeutsche Sportflieger-Bereinigung / Fliegergruppe Friedberg zur Austragung. Kunstslüge vervollständigen das Programm. Für diese Flugschau wird lein Eintrittsgeld erhoben. Weiß Zerdl in Gießen. 2lm Samstagabend machte man in Gießen in der Bolkshalle die persönliche Bekanntschaft nut dem urfidelen Münchener Humoristen Weiß Ferdl, der vom Rundfunk her sd)vn längst vielen ein guter Bekannter war. Der Lustige Bayerische Abend, zu dem WeißFerdl mit einer altbaycrischen Dauernkapelle, einer oberbayerischen Iodlergruppe und Schuhplattlern hier als Gast erschien, hatte so starkes Interesse gefunden, daß die Bolkshalle nahezu voll besetzt war. Weiß Ferdl und seine Mitarbeiter an dem frohgemuten Abend bereiteten ihren Besuchern einige recht genußreiche Stunden. Schon bei den Be- grühungsworten Weiß Ferdls kam dessen köstlicher Humor famos zur Geltung, und im weiteren Berlaufe ter Bortragsfolge steigerte er die Leistungen seiner humorvollen Abendunter. Haltung immer mehr, bis er am Schlüsse als Dirigent des »Hachtlfinger Chors" geradezu sich selbst übertraf. Mit seinen köstlichen Plaudereien Deutsches Gebet. Im Anschluß an die kürzlich an dieser Stelle öffentlichten Schulgebete sei noch das folgende, Lehrer H. K i m m e l in Allendors an der Lahn faßte „Deutsche Gebet" mitgeteilt: Herr Gott, wir flehn zu dir, Hilf unserm Land, Führ uns äus tiefer Not Mit deiner Hand. Segne, die oben stehn, Führer zu sein: Hitler und Hindenburg Gib dein Gedeihn. Wende vom Volke ob Zwietracht und Neid, Tilge den Bruderhaß, Lüge und Streit. Gib allen Händen doch Arbeit und Brot: Herr, der du helfen kannst, Ende die Not. Mach uns vom Feinde frei, Stärke die Wehr, Daß unser Kampfruf sei: „Freiheit und Ehr!" Nimm uns in Gnaden an; Sünde und Schuld, Was uns noch trennt von dir, Tilge in Huld. Daten für Montag, 15. Mai. Wn sie offene»? 2djmenen? Jucken? Stechen? Brennen? Dann gebrauchen Sie die tausendfach be* währte Universalheilsalbe „(^entarin . Wirkung überraschend. Vrene herab» nefeöt Erhältlich in den Avotbeken ho?v die Leidenschaft unserer heißen herzen anders möchte, als der verstand und die Klugheit unseres Führer». Ucberall im Staate soll weiter organisiert und methodisch oorgeaangen werden, wie auch der hinter uns liegende Weg der Partei aewesen ist. Das Stürmen und Drängen unserer Revolution aber wird weitergehen. Anschließend dankte Gauleiter Sprenger dem Beauftragten der Reichsleitung für die Grüße des Führers. In seiner anschließenden Ansprache wies er darauf hin, daß der Zweck der heutigen Tagung sei, die Partei wieder dastehen zu lassen, wie ehedem, schlagbereit zu jederMinute, wie der Führer es verlangt. Besondere Ausschüsse seien einzusetzen, welche im Großgau Hessen-Nassau die zahllosen Neuanmeldungen zu prüfen hätten. Der ehrliche Deutsche sei w i l l k o m m e n. Auf den Charakter müsse aber geachtet werden, jeder Lump sei sernzuhalten von der Partei. Die Bewegung solle fein und bleiben die Garde der Revolution, und die Würde eines Amtswalters der NSDAP, stehe heule über der jeden anderen Amte» in Deutschland. Mit erhobenen Armen folgte die Riesenversamm- hing der uniformierten nationalsozialistischen Führer dem feierlichen Treuschwur des Gauleiters zum Führer der NSDAP.. Der An- und Abmarsch der Massen, welche sich ausschließlich aus Führern und Amtswaltern ter NSDAP, zusammensetzten und die Festhalle bis auf den letzten Platz füllten, erfolgte in bewundernswerter Dilziplin und dauerte je fast zwei Stunden. Es ist anzunehmen, daß in Deutschland eine Führertagung solchen Ausmaßes noch nicht stattgesunden hat. F r a n k f u r t a. M., 13. Mai. (WSN.) Das Gaupresseamt der NSDAP, teilt mit: Der am Samstagabend in der Frankfurter Festhalle durchgesührte Führerappell des aus den beiden seither selb- ständiaen Gauen Hessen-Nassau-Süd und Hessen- Darmstadt zusammengeschlossenen Großoaues Hessen-Nassau ist die größte Veranstaltung ihrer Art gewesen, die Frankfurt a. M. jemals erlebt hat. In dem mit 400 Fahnen geschmückten Rie- senraum der Festhalle wurden dem Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger 15 000 Amtswalter und Unterführer der NSDAP. angetreten gemeldet. Die Aufstellung war in der von Stühlen freien Halle in der Form erfolgt, daß in dreigliedrigen Formationen kreisweise angetreten war, ein Bild, wie es unter den strahlenden Bogenlampen in seiner imposanten Größe noch nicht gesehen worden ist. Nachdem unter den Klängen des Präsentiermarsches 200 Fahnen einmarschiert waren, alles nur Abordnungen der Politischen Organisation (P. O.), nicht der Kampfformationen der Partei, schritt der Beauftragte der Reichsorganisationsleitung der NSDAP. Reichskommissar W a g n e r - Karlsruhe und der Gauleiter die Front ab. Landtagsabgeordneter Heys c-Darmftabt eröffnete anschließend den Appell und erteilte dem Vertreter der Reichsleitung, Herrn Reichskommissar Wagner, das Wort. Dieser führte u. a. aus: Wir können uns die Durchführung der nationalen Revolution nur auf dem Wege der Disziplin denken. Eine solche Revolution ist und bleibt ihrem Wesen nach eine geistige Revolution, ein griffiger Umsturz. Sie kann nur und muß ein geistiger Umsturz des gesamten deutschen Volkes fein. Wir sind um der Zukunft willen verpflichtet, klug und abwägend zu hanteln, auch dort, wo Grohflugtag in Gießen. Leider war die gestrige große Flugveranstaltung auf unserem Flughafen, wie schon so manche frühere dieser Art, wieder eine sehr seuchte und infolge- dessen durch höhere Gewalt zum Teil verunglückte Angelegenheit. Nachdem das Wetter bis gegen 14 Uhr ganz leidlich geblieben war, begann es gegen 15 Uhr, dem Zeitpunkt des Beginns des Großflug- tages, zu regnen, und immer kräftiger wurde dieser unerwünschte „Segen des Himmels", so daß weseitt- liche Teile des Programms bedauerlicherweise nicht durchgeführt werden konnten. Gegen Abend, als die Fliegerei nicht mehr das Wort hatte, wurde prompt das Wetter wieder schön. Das sprichwörtliche Pech unserer Gießener Flieger! Die zahlreichen Besucher des Flugplatzes bekamen zunächst eine Paradeausstellung der Flugzeuge mit Besatzung und des SA.-Fliegersturms 3, sowie der Segelslieger unseres Bataillons zu sehen, deren Front oon dem Standartenführer und Leiter der Landesgruppe VII des Deutschen Luftsportverbandes (Südwestdeutscher Verband) Herrn U l m abgeschrit- ten wurde. Sodann folgte die Taufe des Segelflug, zeuges Typ Falke. Die Ansprache hielt Se. Erlaucht Graf Georg Friedrich zu Solms-Lau- b a ch , die Taufe des Segelflugzeugs auf den Namen des verdienstvollen Förderers und Vorkämpfers aller Luftfahrtbestrebungen in Gießen Geheimrat König vollzog Zhre Durchlaucht Gräfin Johanna z u Solms-Laubach. Anschließend stjcg ein Geschwader von Fliegern zu einem Be- grüßungsstasselflug mit Kunstflug im Verband auf. Der Erbprinz zu Solms-Hohensolms- Lich flog mit seinem Gerner-Doppeldecker an der Spitze, ihm folgten im Geschwaderverband bie t-dic- ger Maier , Diedrichs, S ch u st e r und Elf- l e i n. Es war eine Freude, diese ausgezeichnete Fliegerleistung zu beobachten. Während der Erbprinz zu Solms-Hohensolms-Lich fein Flugzeug immer hoher steuerte, gingen die anderen vier flieget allmählich zur Landung über, mit der als Hebung ein Luftangriff auf eine fahrende Tankatrappe verbunden wurde, bei dem man bemerkenswerte Leistungen zu fchen bekam. , c Sodann zeigte Erbprinz zu Solms- Hohenfolms-Lich auf fernem Doppeldecker eine Reihe von Kunstflügen, anschließend folgte em in der Rolle des Münchener Zeitungsmannes, aber auch mit feinen Schilderungen des Einst und Jetzt auf dem Gebiete der Schlagerlieder war er ebenfalls so köstlich, daß geradezu eine Perle des Humors die andere jaate. Das Publikum ging voll Begeisterung mit ihm und erfreute sich Arzlich an den vielerlei Schnurren, die er in schier unerschöpflicher Fülle zum Besten gab. Herzlichster Beifall, der sich immer mehr steigerte, dankte ihm für die köstliche llnterhaltung, die er seinen Hörern bereitete. Seine Mitwirkenden bemühten sich gleichfalls eifrig und erfolgreich um dje Gunst des Publikums. Ihre Darbietungen gesanglicher Art waren nicht minder reizvoll wie die Instrumentalmusik echt bayerischen Gepräges und die famosen bayerischen Heimattänze mit all ihren reizvollen Figuren und ihren großen Anforderungen hinsichtlich der körperlichen Gewandtheit und der ausdauernden Leistungsfähigkeit. Auch die Mitwirkenden wurden mit Recht für ihre hervorragenden Leistungen durch lebhaften Beifall belohnt. Alles i allem: es war ein köstlicher Abend, den Wei Ferdl seinen Gießener Freunden bereitete und an den man immer gerne zurückdenken wird. Bornotizen. — TageskalenderfürMontag: Unioer. sitäts-Aula, 20,15 Uhr, Dorttag über „Die Leica als Unioer,altamera". — Lichtspielhaus, Bahnhosstraße: „Ein Lied für dich" (zum letzten Male). — „Ein Lied für dich" heute noch einmal im Lichtspielho.us. Im Hinblick auf das andauernd große Interesse des Publikums für den Großftlm „Ein Lied für dich", in dem der weit- berühmte Tenor Jan K i e p u r a die Hauptpartie singt, hat die Leitung des Lichtspielhauses für heute noch einmal drei Vorführungen des Films vorgesehen. Auf den interessanten Film sei noch einmal besonders hingewiesen. • ** Die Verbilligung der Speisefette betrifft eine Bekanntmachung der Bürgermeisterei (Wohlfahrtsamt) in unserem heutigen Anzeigenteil, auf die Interessenten besonders hingewiesen seien. Feuer im Vogelsberg. § Rebgeshain, 13. Mai. Gestern wütete hier ein schweres Schadenfeuer. In der Scheune des Zimmermanns Karl Ruppel 111. war ein Feuer ausgebrochen, das rasch um sich griff. Trotzdem die Ortsfeuerwehr und mehrere benachbarte Wehren — Ulrichstein, Engelrod — I Lichtspielhaus ■ Gießen A Des Riesenerfolges wegen bringen wir heute Montag I nochmals 3 Vorstellungen - 4, 6, 8.30 Uhr : I Jan Kiepura | der Welt berühmtester Heldentenor, in seinem neusten Großfilm Ein Lied für dich Wirtschaft. Frankfurt schwach. Franks ur t a. M., 15. Mai. lWTD. Draht- meltning.) Die rüdlä af ige Bewegung an ter Effektenbörse setzte sich zu Beginn des neuen Derichtsabschniltes auf ter ganzen Linie fort. 3m Hinblick auf die ungeklärte innen- und außenpolitische Situation kam weiteres, wenn auch nicht allzu umfangreiches Angebot seitens der Kund- schast heraus, dem infolge der mangelnden Hn- temehmungslust der Kulisse kaum Ausnahmcbc- reitschast gegenüberstand, zumal man sich allgemein sehr abwartend verhielt. Die Feststellung der ersten Rotierungen vollzog sich nur schleppend, wie überhaupt die Hmsatztätigkeit sehr minimal war. Im Bergleich zu den Kursen der Wochenschlußbörse betrugen die neuerlichen Einbußen durchschnittlich 1,5 bis 2 Prozent. Stärker abgeschwächt waren erneut Kaliaktien aus dem bekannten Grunde. Salzdetfurth büßten 6 und Westeregeln 5 Proz. ein. Am Ehemiemarkt eröffneten IG. 2,5 Prozent. Deutsche Erdöl 3 Proz. und Scheideanstalt 1 Proz. niedriger Bon Elektroaktien setzten AEG. 0,38 Proz.. Dekula 1,75 Proz. und Gcsfürel 2,25 Proz. schwächer ein, während die Großwerte wie Schuckert, Siemens und Licht & Kraft Einbußen bis zu 4.5 Proz. erlitten. Am Markte ter Dergwerksaltien betrugen die Rückgänge von 1 bis 1,5 Prozent. Darüber hinaus verloren Buderus 2,75 Proz.. Phönix. Stahlverein und Rheinstahl bis 2 Prozent. Bon Spezialwerten eröffneten Reichsbankanteile 2.5 Proz.. Conti- gummi 1.5 Proz. und Südd. Zucker 1 Proz. niedriger. Schiffahrtsaktien liehen bis zu 0,63 Proz. nach, während Holzmann minus 0.25 Proz. und Metallgesellschaft plus 0,25 Proz. relativ wenig verändert waren. Im Berlaufe bröckelten die Kurse bei fast vollkommener Stagnation weiter ab. Montonwerte waren vorübergehend vereinzelt etwas fester, später ließen fie aber wieder nach. Bon Spezialwerten gingen Südd. Zucker uin 2 Prozent und Contigummi um 1,75 Proz. zurück. Ferner kamen Kali Aschersleben 5 Proz. schwächer zur Rotiz. Auch an den Rentenmärkten war die Tendenz schwach, und vielfach waren Minus-Minus-Zei- chen zu beobachten. Bemerkenswert matt lagen Reubesih mit minus 1 Prozent, auch Altbesitz gaben 1,13 Prozent, Stahlvereinbonds 1,75 und späte Reichsschuldbücher 0,75 Prozent nach. Gold- und Liquidationspfandbriefe sowie Kommunalobligationen büßten erneut 1 Prozent ein. Ferner lagen Staats- und Stadtanleihen schwächer. Frankfurter Schlachtviehmarkt. F r a n k f u r t a. M., 15. Mai. Auftrieb: 1175 Rin. der (346 Ochsen, 85 Bullen, 372 Kühe, 319 Färsen), 635 Kälber, 33 Schafe, 3670 Schweine. Es wurden notiert: Rinder: Ochsen: vollfleischige, ausge- mästete höchsten Schlachtwerts, jüngere 29 bis 32 Mark, ältere 25 bis 28, sonstige vollfleischige, jüngere ? 20 bis 24; Bullen: jüngere, vollsleischige, höchsten Schlachtwerts 27 bis 30, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 22 bis 26, Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 25 bis 27, sonstige vollste,, schige oder ausgemästete 21 bis 24, fleischige 17 bis 20, gering genährte 12 bis 16; Färsen (Kalbinnen, Iungrinder): vollsleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 30 bis 33, vollfleischige 27 bis 29, fleischige 22 bis 26. Kälber: beste Mast- und Saugkälber 38 bis 41, mittlere Mast- und Saug- kälber 33 bis 37, geringe Kälber 25 bis 32. Schweine: vollsleischige von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 37 bis 39, von etwa 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 36 bis 40, von etwa 160 bis 200 Pfund 35 bis 39, fleischige von etwa 120 bis 160 Pfund 32 bis 37 Mark. — Marktverkauf: Rinder, Kälber und Schafe ruhig, geräumt, Schweine mittelmäßig, ausverkauft._________________ 1. Warum «... . . . Danksagung. Für die Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer Heben Entschlafenen sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Weisel sagen wir auf diesem Wege unsere herzlichsten Dank. Familie Reitz nebst allen Angehörigen. Heuchelheim, Gießen, den 15. Mal 1933. ________02997 Gavtenmövel beiond. ^riedhofö-Bänke, -Sessel, ltzießkannen. Rrmuutnnbcr Mw. sowie hcrausnehmb., vat.Wcische- L821A vrähle, ver Stück RM. 5.— u. 6 — Edgar Borrmann, Gießen. Geschäfts-Drucksachen Briefblätter Briefumschläge ... _ _ Postkarten bei Brühl, Schulstraße 7 Geschäftskarten Weiset BetfHBernngs-Deutelet übernimmt noch die Versicherungvon .... . ftabrrööern gegen Diebstahl? Auch Nicht- V nimpfn Mntnnpqn farfileute können ndi melden, werden em- filvubl II .InUlUI IÜU gearbeitet. Schriftliche Angebote unter F. W. 3u0 (3268V) an den Gieß. Awzeiger Das »iastimmig» Urteil aller Besucher: Dasgibt's nur einmal, das kommt nicht wieder..... Niemand versäume dieses Ereignisl Ab Dienstag das gr. muaikaL Lustspiel: Liebe auf den ersten Ton! Gut erhaltener Wppnl (Verstärk.) m. Lautsprecher bill. zu verkaufen 03003 Marttvlcttr 11. Kinderwagen zu verkaufen. or»»s Walltvritrane 35. | Kaufgesuche | Gebrauchte Schreibmaschine zu kaufen gesucht. Schnftl. Ang. unt. 0-2998 a. d. Gk. Az Verschiedenes) LeupinCreme und Seile vorzügliches Hautpflegemittel, seit Jahren glänzend bewährt bei Hie,Jutta Ausschlag, Krltze, Hl- morrhoiden, Beinschäd., Wundsein usw. 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Amtsverkim-iglmgen aus den oberhessischen Kreisen 3236C zu gebieten. 1. 2. auf die meistereien zum Aushängen Haus ausgehändigt werden, a) Die Bevölkerung fortan Bürger- am Rat- Einwilligung der Eigentümer aufmerksam gemacht wird. die Gebühr-Auszahlung durch die Gemeinden nicht nach Belieben zu jeder Tageszeit, sondern etwa alle 14 Tage erfolgt nach genauer Prüfung der ein- gelieferten Eier etwa durch einen Volksschullehrer, in der Stadt durch einen bekannten Ornithologen. Um der Kreis Gießen. Das Kreisamt Gießen teilt den Bürgermeistereien nachstehende Abschrift einer Rundoerfügung des Herrn Staatskommissars für die Landwirtschaft vom 29. April 1933 zur Kenntnis mit. Das Kreisamt beauftragt die Bürgermeistereien, ihrerseits alles zu tun, um dem mißbräuchlichen Treiben der Vernichtung nützlicher und seltener und damit geschützter Vögel Einhalt genaue Ueberprüfung der abgelieferten Eier, b) bei Ablieferung falscher Eier au die erfolgende Bestrafung und c) auf das Verbot des Baumbesteigens auf fremdem Besitztum ohne KOHLER Gießen ■ Seltersweg Bevölkerung einen Begriff von dem Aussehen der Rabeneier zu geben, müßten vervielfältigte farbige Bilder in natürlicher Größe den Schön möbliertes Zimmer zu vermieten. 03004 Marktplatz 11. Hessisches Ministerium der Finanzen. Der Staatskommissar für Landwirtschaft. Darmstadt, den 29. April 1933. Durch ein Schreiben des Forstamts Mainz an seine vorgesetzte Behörde habe ich Kenntnis bekommen von den Mißständen, zu denen die für die Vertilgung von Raben und rabenähnlicher Vögel ausgesetzten Prämien geführt haben. Danach werden häufig Eier nützlicher und seltener Vögel, die unter Schutz stehen, als Rabeneier und die Ständer dieser Vögel und ihrer Restjungen als solche von Raben abgeliefert, um in den Besitz der Prämien zu gelangen. Dadurch, daß aus den Bürgermeistereien meist Nichtsachkundige mit der Entgegennahme der Beweisstücke (Eier und Ständer) und der Auszahlung der Prämien beauftragt sind, wird dem verwerflichen Vorgehen verantwortungsloser Menschen noch Vorschub geleistet. Nachstehend teile ich eine Abschrift des Schreibens vom Forstamt Mainz mit dem Empfehlen mit, den Bürgermeistereien entsprechende Anweisungen zu geben. Im übrigen bin ich der Meinung, daß die Vertilgung der Raben und rabenartigen Vögel durch Zerstörung der Gelege, Abschuß während der Brutzeit und Aushöben der Nestjungen von dem Forst- und Feldschutzpersonal selbst bzw. unter dessen Aufsicht vorgenommen werden sollte, damit Vorkommnisse obengeschilderter Art aufhören. Eine nachhaltige Mitarbeit des Forstpersonals werde ich bei der obersten Forstbehörde erwirken. An die Kreisämter. Abschrift. Zur Eindämmung der Krähenplage sind seinerzeit allgemeine Weisungen an die Kreisbehörden ergangen, die ihrerseits Schuß- und Fanggelder in den Amtsblättern bekanntgeben. Die Ablieferung der Ständer, Eier usw. sowie die Auszahlung der Gebühr erfolgt auf den Bürgermeistereien. Dieser Hustond ist unhaltbar. Wir haben genaue Kenntnis davon, und die Anlage bestätigt dies, daß ein entsetzlicher Mißbrauch mit den behördlichen Absichten getrieben wird. Personen, die weder die Eier noch die geschützten Tiere und Vögel, nicht einmal dem Namen nach kennen, hoben über die eingelieferten Beweisstücke zu urteilen. Die Bevölkerung wird auf diese Weise zur Vernichtung der nützlichen Dogelwelt geradezu mobil gemacht. Der Schaden ist in jedem Falle größer als der Nutzen. Da die Fanggelder nur für die Zeit 1. Mai bis 1. Juli zur Auszahlung gelangen, und die Bekanntgabe der Kreisämter anfangs Mai erfolgt, bitten wir alsbald generell einschränkende Maßnahmen anordnen zu wollen. Dahin wäre etwa zu zählen, daß - - der Anzug für den vornehmen Geschmack in den bei mir gepflegt guten Kammgarn-und Cheviotqualit. in facherprobter Ausstattung. Hauptpreise: L Gruppe 28.- 33.- 38.- 43.- Hauptpreise: 2.Gruppe 48.- 53.- 58.-68.- In allen modernen Formen und Größen am Lager Hosen und Joppen Wanderkleidung 3088 A Motorradkleidung usw. usw., alles in bester Beschaffenheit und zu volkstümlichen Preisen Die diesjährige Anbauflächenerhebung ist in der Zeit vom 26. bis 31. 2Hai 1933 von den Bürgermeistereien unter Hinzuziehung sachkundiger Personen durchzu- ühren. Eine sorgfältige und gewissenhafte Erledigung der Anbauflächenerhebung ist besonders notwendig, da einwandfreies Material über den Anbau der einzelnen Feldfrüchte als Beurteilungsgrundlage für agrarpolitische Maßnahmen der Regierung unentbehrlich sind. Zu irgendwelchen teuerlichen Zwecken finden die Ergebnisse keine Verwendung. Bürgermeistereien, die noch keine Zählpapiere erhalten haben, haben das Landesstatistische Amt in Darm- tadt zu benachrichtigen, nötigenfalls durch Fernsprecher Nr. 2657. Die den Zählpapieren beigegebene Anweisung wird sorgfältiger Beachtung empfohlen; der Einsendungstermin am 1. Juni 1933 muß unbedingt eingehalten werden. Das Landesstatistische Amt hat das Kreisamt gebeten, die Bürgermeistereien ganz besonders auf die Bedeutung der Anbauflächenerhebung aufmerksam zu machen. Es besteht im Hinblick auf die ständig steigende Notlage der deutschen Landwirt- chaft sowohl bei den zuständigen Minifte- :ien des Reichs und der Länder als auch bei den Organisationen der deutschen Landwirtschaft ein erhöhtes Jnformationsbe- dürfnis. Es ist unbedingt notwendig, daß die gewünschten Erhebungen sorgfältiger als seither durchgeführt werden. Kreis Alsfeld. Das Kreisamt bringt hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß die Hauptkörung im üörbezirk Alsfeld-Alsfeld nach Artikel 8 des Gesetzes vom 20. August 1920, das Faselwesen betreffend, und den §§ 25 und 26 der Ausführungsanweisung zu diesem Gesetz nach folgendem Plan stattfindet: Montag, 22. Mai 1933, Beginn vormittags 8.30 Ahr: Leusel, Angenrod Ohmes, Seibelsdorf, Ruhlkirchen, Arnshain, Bernsburg, Fischbach, Heidelbach, Münch- Leusel, Schwabenrod, Dockenrod und Reibertenrod. Mittwoch, 24. Mai 1933, Beginn 7.30 Uhr: Eudorf, Elbenrod, Altenburg, Hopfgarten, Unter-Sorg, Ober-Sorg, Vadenrod, Storndorf, Windhausen, Ober-Breidenbach, Nieder-Breidenbach, Strebendorf und Liederbach. Freitag, 26. Mai 1933, Beginn 7.30 Uhr: Alsfeld, Eifa, Schwarz, Udenhausen, Grebenau, Wallersdorf, Bieben, Reimenrod, Eulersdorf, Rainrod, Brauer- schwend, Hergersdorf und Renzendorf. Montag. 29. Mai 1933, Beginn 7.30 Uhr: Kestrich, Groß-Felda, Klein-Felda, Zeil- bach, Ermenrod, Otterbach, Rülfenrod, Ehringshausen, Oberndorf, Schellnhausen, Romrod und Zell. Mittwoch, 31. Mai 1933, Beginn 7.30 Uhr: Billertshausen, Heimertshausen, Ober- Gleen, Kirtorf, Wahlen, Gleimenhain, Lehrbach, Erbenhausen, Appenrod, Dannenrod, Neu-Ulrichstein und Maulbach. Besitzer von Faseltieren, die sie gelegentlich der Hauptkörung ankören lassen wollen, haben dies vor den genannten Terminen dem Vorsitzenden der Körkommis- sion, Herrn Prcisveterinärarzt Veterinärrat Dr. Ohly in Alsfeld anzuzeigen. Kreis Lauterbach. Der Herr Staatskommissar für das Polizeiwesen in Hessen hat die Aufstellung der Schokoladenverkaufsapparate „Pri- mofa" der Firma Trumpf und ähnliche Apparate in Wirtschaften und anderen öffentlichen Orten untersagt, da durch weitere Gerichtsurteile festgestellt worden ist, daß diese Apparate mit Gewinnvoraussage als Ausspielungsapparate gemäß 8 286 RStGB. anzusprechen sind. Das Kreisamt fordert hiermit auf, derartige Apparate aus Wirtschaften oder sonstigen öffentlichen Orten alsbald zu entfernen. Bei etwaiger Weigerung wird das Kreisamt Strafanzeige erheben lassen. Die Gendarmeriestationen sind mit der lieber- wachung beauftragt. 3-Zimmer-Wohng. (Neubau) mit Bad und abgeschlossenem Korridor, schöne Lage, erstmalig sofort zu vermieten. 03002 Heinrich Groß, Annerod. Gut möbliertes Zimmer (evtl, mit voll. Pens, für 70 Mk.) zu vermieten. Zu erfragen inder Geschäftsstelle des Gieß. Anz. 02999 | Mietgesuche | 2 Zimmer mit Küche von jungem Ehepaar gesucht. Schriftl. Ang. unt. 03001 an d. G. A. Bekanntmachung. Betr.: Maßnahmen der Reichsregierung zur Verbilligung der Sp^fcfeffe für die minderbemittelte Bevölkerung. 3261D In Würdigung der Notlage vieler Volksgenossen, die infolge Arbeitslosigkeit oder aus anderen Gründen hilfsbedürftig sind, hat die Reichsregierung für sie Verbilli- gungsmaßnahmen gegenüber den zu erwartenden höheren Fettpreisen vorgesehen. Zu diesem Zweck werden Reichsoerbilli- gungsscheine für Speisefette ausgegeben. Den Reichsoerbilligungsschein für Speisefette erhalten: a) die Hauptunterstützungsempfänger und Zuschlagsempfänger der Arbeitslosenversicherung und der Krisenfürsorge; b) die Empfänger von Kurzarbeiterunterstützung; c) die von der öffentlichen Fürsorge laufend als Hauptunterftützte und Zuschlagsempfänger in offener Fürsorge unterstützten Personen; d) die Empfänger von Zusatzrente nach dem Reichsoersorgungsgesetz und ihre Zuschlagsempfänger, sowie die Empfänger von Elternbeihilfe; e) die Sozialrentner, ihre Ehefrauen und unterhaltungsberechtigten minderjährigen Kinder. Als Sozialrentner gelten alle Empfänger von Renten der Unfall-, der Invaliden-, der Angestellten- und der knappschaftlichen Pensionsoersicherung, die, ohne in der Fürsorge zu stehen, ausschließlich auf ihre Rente angewiesen sind. Auf den Reichsverbilligungsschein können bezogen werden: Butter, Käse, Rohfett, Schmalz, Speck, Talg, Speiseöl, Margarine, Kunstspeisefett und gehärtetes Pflanzen- oder Tierfett. Andere Waren dürfen auf den Reichsoerbilligungsschein weder verlangt noch abgegeben werden. Jeder Berechtigte kann auf jeden Reichsverbilligungsschein in jedem Kalendermonat 2 Pfund verbilligtes Speisefett beziehen. Auf geringere Mengen als Vi Pfund Butter und Käse und 1 Pfund der übrigen Fette darf eine Verbilligung nicht gewährt werden. Die Verbilligung beträgt je Pfund 25 Pf. Der Reichsverbilligungsschein ist nicht übertragbar. Der zur Ausgabe gelangende erste Reichsoerbilligungsschein für Speisefette enthält 6 Abschnitte, je 2 für die Monate Mai, Juni und Juli 1933. Die beiden Abschnitte für Mai berechtigen zum Bezug der verbilligten Speisefette in der Zeit vom 10. bis 31. Mai; auf die Abschnitte für Juni und Juli können die verbilligten Speisefette jeweils während des ganzen Monats bezogen werden. Eine Verwendung der Abschnitte nach Ablauf der aufgedruckten Gültigkeitsdauer ist unzulässig. Die Ausgabe der Reichsoerbilligungsscheine erfolgt für die Empfänger von Arbeitslosen-, Krisen- und Kurzarbeiterunter^ tützung durch die Arbeitsämter, für die von der öffentlichen Fürsorge laufend unterstützten Personen (auch für die Wohlfahrtserwerbslosen), für die Empfän-, ger von Zusatzrente nach dem Reichsoersorgungsgesetz und für die Sozialrentner durch das Wohlfahrtsamt. (Letztere erhalten die Fettverbilligungsscheine auf Antrag gegen Vorzeigung ihres Rentenbescheides usw.) Bezugsstellen für die verbilligten Speisefette sind die Verkaufsstellen, die die Speisefette führen, und die sich bereit erklären, den Verbilligungsschein in Zahlung zu nehmen und den sonstigen Vorschriften zu entsprechen. Als Bezugsquellen für die verbilligten Fette werden ausdrücklich ausgeschlossen: die Warenhäuser und Einheitspreisgeschäfte. Im übrigen machen wir die örtlichen Verkaufsgeschäfte auf folgendes aufmerksam: 1. Die Abschnitte der Reichsoerbilligungsscheine werden bei den Verkaufsstellen in Zahlung gegeben. Bei der Abgabe der Ware trennt der Verkäufer den geltenden Abschnitt ab und entwertet ihn durch Aufdruck seines Firmenstempels unter Hinzufügung des Datums. 2. Die Verkaufsstellen leiten die Abschnitte der Reichsoerbilligungsscheine den Finanzkassen zu. Die Finanzkasfen lösen die Abschnitte ein. 3. Die Finanzkassen rechnen die Abschnitte auf Reichssteuern an, falls solche fällig oder rückständig find. Zum Zwecke dec Anrechnung sind die Abschnitte der Finanzkasse entweder im Kassenraum zu übergeben oder mit der Post zu übersenden. 4. Die Abschnitte werden nicht auf Reichssteuern angerechnet, wenn ein Antrag auf Bareinlösung gestellt wird. Wird Bareinlösung verlangt, so müssen die Abschnitte der Finanzkasse im Kassenraum übergeben werden. Bareinlösung kann nur verlangt werden, wenn der Wert der einzulösenden Abschnitte mindestens 10 RM. beträgt; geringere Beiträge können also im Wege der Anrechnung verwertet werden. 5. Die Verkaufsstellen sind verpflichtet, die Abschnitte sortiert und in Bündeln oder Päckchen verschnürt der Finanzkasse zu übergeben oder zu übersenden. Jeder Einlieferung ist eine Mitteilung beizufugen, aus der Name, Vorname und Wohnort des Berechtigten und die Zahl der eingelieferten Abschnitte hervorgehen. Dis Höchstzahl der in einem Päckchen enthaltenen Abschnitte darf 50 Stück nicht überschreiten. Die Finanzkasse ist berechtigt, unsortierte, ungepackte, ungebündelte oder ohne Mitteilung eingelieferte Abschnitte zurückzuweisen. Gießen, den 12. Mai 1933. Bürgermeisterei Gießen (Wohlfahrtsamt). Dr. Seid. | Stellenangebote| Leistungsfähige Gardinenfabrik des Vogtlandes sucht f. Hessen-Nassau-West' falen einen bei der Kundschaft bestens eingeführten Vertreter gegen hohe Provisionssätze. 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Beispiellos ist der Giesesrrrs des Schnettkochtopfs „Kochfix^ „Kockfir" kocht und bratet alle Speisen in ca. 10 Minuten auf jedem Feuer: also Gas, Spiritus, Holz, Kohle, Elektrizität ,, Kochstr" erhält die Nährwerte der Sveisenlliefertalso gesunde,nahrhafteKost „Kochsix" ist aus Siemens-Martin-Stahl; ohne jede Schraube verschließbar „Kochfix" macht Explosionen und Verbrühungen unmöglich! DiehochinteressantenKoch-Vorführungen finden statt am Dienstag, dem 16. Mai, Mittwoch, dem 17LNai,Donners1ag,dcm 18. Mai, je nachmittags 4—6, abends */, 9—10 Uhr im Gasthaus zum Deutschen Hof, Neuenweg Nummer 5 Kostproben gratis! Eintritt frei! Auch für Herren hochinteressant! 3373V I 1 91 Henle 3271D Ehrenacfieihen-Schießen. Anschließend Maibowle. (Stiftung). Stadttheater Gießen. susD Dienstag, 16. Mait Geschlossen. Pflanzen und Unkraut jäten allein genügt nicht, um reiche Ernte zu halten. Die Pflanzen haben Durst — Deswegen wässert Fritz auch Tag fürTagdie jungen Gemüse mit der müden Brause einer Schneider-Gießkanne, die Stauden und Blumenbeete mit dem Strahl eines langen Gartenschlauchs und den Rasen mit einem selbsttätigen Spren- ger.Seine Mähmaschine sorgt dafür,daß die r/KvS Halme immer frisch geschnitten sindu. der Rasen wie ein samten er, dunkelgrüner Tep- pich glänzt Sie sollten's ihm nachmachen. e ortüdjtn ' oulmert. tüä)t ber Ab, laufet ben 'wertet ihn 'enstemptl; n bie Ab. schein- den ass« lösen enSpei|e. d'e bie bereit er. 1 Zahlung Schriften fünfer, lur di, !tNen > bie flPfan. Msoer. i'alreiuner ere erhol. »°«f € “enitnbe. 2 s ff s 3 4 2 te> A A 2 § 55 2 £ ES a -Zff 52 >* A 5 |Sh o* e iß:«. = ~ 2 3 2 g 3 3:3 5 sr et2 A 5 Di" io £ 2 ■ 2 S- D 10 2 et =ro & A Q A o 2 2 O 2- g-sg 3 = SS = ■° e — ff *§ Z ’S xl 2 ® :« — c o c. St Z ff § H Z 2 E E s c 2 e E E 2! 2 E 2 4 ® ® E A 5 Z 7 ff(9 Bees E 2 S iS 112(0 A 2 •ü — 3 2-! ff*° 3 iE: 2 E 6,^7 3 • e «.-2 - e gawU a- 5 £ -E E »• 2-- = Z ii ®Ä O c. ® s ■" — .3 §4 = 1*2 £ | —.2 2 Mi: - £ 05 »C t=- 4^-2 cus -34- 3 u 2 dt = 2 M 7 §z «Mty = E !| s =5 5*: « - - — == 5 = g-=3 « ^ eA V»E M olO ^.®E «5 e 2 3-ff S?2 x "ss-e« e = 4-E-455! E E =-•€" 55°’ ä?« .i? » 3 B. " 4 3 = 2 = 5 i ^4 , to EEZfi. . A c 5 O ff = LZL se Pf tlf £ «-o- 8§f Üb Z-° = c|E=- ff 4=^2 3 = = ~ w w g äu9' 5 «-5= «g=o=22B— 32=3 2 Oä B-ses esZ@? ^."5 ’s •%E = 2 1- E 2 — .*2 ff- E 2'5 ff- .2. E ' -.5 « 24 e - E - 2 o -b«E 0 B^ZG-L _ tf> 'Eff « -j» = Z-2-Z^ ff> - 2. s O r £ «= ww - j=- .: d.,». _. e L. Z »;-E "M £« ;£n^. ff— 0-^° — - "ffff E -V2> " - - 2 - T='2l '6'e o 7? “4t 1-2., :ÄeS is“ K2LZ '2 5=-- 3 «2Aff ,n E - -2 -ti — c — 1 e® -2 2 o- %E°--S E°-oS-:t *2o^Z-2.E£2 2Eä Z ZSK 11 S i S ff55Q£5CZ£-c- = SOttS::st;?g£ ®S. .-3 E ff — „ £ —ff E ^EEs-=ä,H-?^±. ö ~ - -e — «n — X" ~ ff - 2 « =3 e ä=^S:= ° g 0'5" d £gq - cff-2 -s»ff±2§ejg.sg§g »OB 52 E E =(0 2 5^15 ff 02 E . :ft = S§ ___- ___, _ o i - E-^ff A ff 3^® JL — = -.'S = _ E ff ®. ^"?=s22-iol ‘ .S-.-.-2=ä‘'«g'SÄ^--w c 3 E O ff "O — e N o. A L ff 2 E 1 D E ff - Sic H&« = Q2_ ff 2 '5 -= e 5g?® - S 1 E -1 'S g - 5 E 02 ff p E — ■— E OE- a^l 3 -H ff a. hlfahrtsamy. ■j5=^ = i §L = li 4 2 2 D :2- '.2 Iro =-2 = ff - "e .2-ff ff E e® g® -e f B *2ff io AZ 5 5*6" 2e 2. -5 'S E 2 io <5? = KZ 2 s L-ö E L tB Äfl Z 8 ?= - •e 020 2 ■- ff = H E :o ii s2: 2 LE ®o_ -to LV 2 ii-2 E 2 A ff 5- 5 ä g ff ff ff s iö -e SS S s L 2 4. ”2 ff ■e 2 ftl« Z •e ?:5 fD E 2 N -|f L S E s E§2 (0 210 e = E ° E li e b-, I (ytO =.2 •° ff .. - L 2 e ff e p o ff SS £„ff -L> •e L e f Z§L s tei=r .E® ö E ff :E *6- o — .— 02 -(0^- Se = f L i Z 5J 4 g ® 4 E ^§1 Äfc2 •0 3 A t 4 2 e e 2 ■e to 2 Z Z N 141?® 5.U E 4e m E - ff Siö° 4 A E 11 -s§5 -*CS5 •SÄ *o -e'5 ünji 2^859^ ■e e ff. »» "’s - ^ = = 5-2 -2.® 2 2(5 ■2 L-S« 5 '£■$) |4e °E -2 10 i ff §2 Eeio i6i o€B g | 5 :g®e - :I E g = ff L 2 _ - •-■e Z5 E E-e Es ■3$ t nicht vVurrt = E C.E 2 = 5? 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