171509 214946 250574 344336 381038 162087 176712 218519 229972 256187 286215 305600 336608 354561 374939 392030 222514 260354 345562 133212 162340 184731 219266 233644 256802 293540 308958 337828 357135 378868 399122 183191 233354 269376 356471 101236 137984 163602 165086 223140 239634 258142 295240 314832 340397 363628 382442 7683 9705 20712 244Rn di 44372 45148 ?’8°7'1 84961 85012 Ä78.» !M ■StlpS K°»«n dl! 8<*Öal». a« l« «CAs* he,»casade ??•« en. 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Zahrgang Montag, 14. August OZZ Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Dmd und Verlag: vrühl'sche Untversttüir-Vuch' und Steinörndcrei R. Lange in Stehen. Schrtstlettung und Geschäftsstelle: ZchulNrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für | mm höhe für Anzeigen von 27 mm Brette örtlich 8. auswärts 10 Reichspfennig: für Re» Klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorfchrift 20“, mehr. Chefredakteur' Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für 'Politik Dr. Fr Wilh. Lange: für Feuilleton Dr H.Tbyriot; für den übrigen Teil Ernst Diumschein undfürbenAn» zeigenteil i. D.Th.Kümmel sämtlich in Biegen. Lrlcheini iügltch, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustriert« Giegener Familienblätter HeimatimDild DieScholl« monats-Beingspreis: Mit 4 Beilagen RM 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr . , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Henijprechanfchlüste anter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Siegen Postscheckkonto: granffuri am Main 11686. Die drei Aufgaben des Nationalsozialismus. Eine Rede des thüringischen Reichsstatthalters Gauckel. Friedrichroda, 13. Aug (ERB.) Im Rah- men des in Friedrichroda adgehaltenen Deutschen Tags fand ein Thüringer Parteitag statt, auf dem Reichsslatthatter Sourfel eine bedeutsame Rede hielt. Er führte u a. aus: Adolf Hitler verfügt über die totale Macht in Deutschland. So haben wir zur Durchführung aller Maßnahmen zur Verwirklichung der nationalsozialistischen Ideale in allen Lebenszweigen Zeit. IDlr wollen Zeil haben, um der ungeheuren Verantwortung unserem Volk und seiner Geschichte gegenüber willen, damit wir das, was wir tun, so gut und so gründlich tun, daß es zum Segen und zum Glück der gesamten Ration, der gesamten Arbeit der Stirn und der Faust in Deutschland ausschtägt und daß es vor der Kritik der Wett und vor der Geschichte bestehen kann. Wir brauchen auch keine Sorge zu haben, daß uns die Macht zu irgendeiner Zeit wieder ent» i rissen werden könnte. Dafür bürgt unsere unvergleichliche SA und unsere ebenso unverleich- liche SS. Aber weil wir die Macht haben, erwächst für uns bis zum kleinsten Führer auch ieine riesengroße Verantwortung gegenüber dem Schicksal des gesamten Volks und gegenüber der Geschichte. Allen Einflüsterungen, allen Kritiken, allen Versuchen, Sie zu übereilten Maßnahmen zu verleiten, müssen Sie als wahre Führer die S t i r n bieten. Auch wenn es Ihnen aus leicht begreiflichen Gründen schwer wird, dürfen Sie, wenn Sie gedrängt werden, nicht vergessen, daß Sie die Verantwortung tragen und nicht diejenigen, die Sie zu irgendeinem Schritt verleiten wollen. Tun Sie nur das, womit der Oberste Führer sich einverstanden erklären kann. Das ist in diesem Stadium, in dem wir uns jetzt befinden, äußerst wichtig. Weil wir * die Macht haben und weil diese Macht von den Vertrauensmännern der Partei ausgeübt wird, hoben Sie als Amtswalter der Partei unter keinen Umständen das Recht, irgendwie selber in die Verwaltung einzugreisen Ls Ist der unerbittliche Wille des Führers, daß in keine nationalsozialistische vehörde irgendwelche Eingriffe von irgendeiner Seite vor- genommen werden dürfen, und genau das Gleiche gilt von der Wirtschaft. Sie müssen diese Anordnungen in bezug auf die Freiheit der Wirtschaft unbedingt befolgen. Sie müssen das grenzenlose Vertrauen zum Führer haben, der bewiesen hat, daß er Schritt für Schritt das tut, was er tun kann und tun muß. .Seien Sie der Ueberzeugung, daß es nicht darauf anfommt, in w e 1 ch e m T e m p o wir den National- A lozialisrnus als Weltanschauung durchführen, son° 4 bern es kommt daraus an, w i e er durchge- ■fBbrt wird. Gerade Sie als Führer müssen die Ifcraft besitzen, dort etwas vorwärts zu treiben, wo ID vorwärts getrieben werden muß, gleichzeitig aber auch dort Disziplin zu verlangen, wo Disziplin ver» (j igt werden muß. Dir wollen a l s Nationalsozialisten t>ie Führer der gesamten Nation sein. Cffiir sind die Partei, die es unternommen hat, bais deutsche Volk für den Lebenskampf des kvrn- m enden Jahrtausends zu erziehen und zu ertüchtigen und zu führen. Sn diesem Sinne Partei zu sein und Partei zu bleiben, darauf sind wir stolz. Die erste der großen Aufgaben, die wir jetzt erfüllen werden, besteht darin, in Deutschland eine Autorität zu errichten, an der im der kommenden langen Geschichtsepoche nicht m.chr gerüttelt werden kann Diese Aufgabe besteht darin, in Deutschland ein Staats- p rinzip zu fassen, das Geltung h a t für d i e kommenden Jahrhunderte und Jahrtausende. 3n unserer Bewegung hat sich der Führergedanke durchgeseyt. Unserem Volke gegenüber vermögen wir diese Aufgabe nur dann zu lösen, wenn wir selber innerhalb unserer Bewegung diese Autorität anerkennen und uns ihr fügen Dann wird keine Macht der Welt die Autoritäten, die das deutsche Bolk geschaffen hat, wieder erschüttern. wir geben in der Partei und in der Verwaltung keinerlei Art von Parlamentarismus mehr zu. Richten Sie in Deutschland diese Autorität aus! Dann wird diese Autorität auch vom Auslande anerkannt werden. Wir werden — damit komme ich zu der zweiten großen Aufgabe, die uns am meisten am Herzen liegt — den europäischen Frieden be- kommen, wenn das Ausland begreift, daß es nicht mehr die Möglichkeit hat, so wie früher von irgendwelchen Pseudoautoritäten in Deutschland irgendwelche anderen Meinungen zu hören, als sie von der berufenen Reichsregierung zum Ausdruck gebracht werden. Einem solchen Bolk gegenüber wird dann auch die übrige Welt Gerechtigkeit üben; denn darüber sind wir uns ja alle völlig klar. Wir alle, die wir zu dieser Generation gehören, die wir den Weltkrieg erlebt, die wir alle Leiden erfahren haben, wir wollen den Frieden, weiter nichts. So ist es die große Aufgabe unserer Generation und unserer Bewegung, diesen Frieden für unser Bolk zu erhalten. Ich glaube, eine ehrlichere Friedensrede, als es die gewesen ist, die unser Führer im Reichstag gehalten hat, ist von der Welt noch nicht gehört worden. Ich glaube auch, daß es kein Volk auf dieser Erde gibt, das den Frieden jo grenzenlos will, w i e das deutsche. Die dritte große Aufgabe kann unsere Bewegung nur erfüllen, wenn im Innern die Autorität hergestellt ist und wenn der europäische Friede gesichert ist Sie besteht darin, unser Volk in seiner Gesamtheit wieder in Arbeit zu bringen. Das, woran die Gegner unsere Leistungen messen, ist die Zahl der Volksgenossen, die durch uns wieder in Arbeit gekommen sind. Wir brauchen nicht der Meinung zu sein, daß etwa ein langsames Ternoo eingeschlagen worden sei bei dem, was die Reichsregierung bisher geleistet hat und was in ganz Deutschland alle Länderregierungen mit der größten Hingabe und mit der größten Inbrunst leisten: Die Schaffung von Arbeit und Brot. Wir wollen — das ist der Wille der Reichsregierung — das deutsche Bolk aus diesem Wahnsinn der Epoche der kapitalistischen Arbeitslosigkeit herausführen und unserem gesamten Volk das Glück der Arbeit, den Segen und den Adel der Arbeit wieder zuführen. Das ist die Aufgabe, die uns gestellt ist, an deren Lösung sich jeder beteiligen muß: die Schaffung jenes großen Vertrauens, von dem wir immer wieder gesprochen haben. Dieses Vertrauen ist schon vorhanden. Ich bitte alle, Wirtschaft und Handwerk, den Einsatz zu wagen und mit daran zu Helsen, die Arbeitslosigkeit zu beseitigen. Weil wir Ratio- nalsozialisten insonderheit den deutschen Arbeiter kennen, fordern wir die gesamten übrigen Teile unseres Volkes heute auf, unter Adolf Hitler den Einsatz zu wagen bis ins Letzte. Wer jetzt den größten Einsatz wagt, der wird auch das Größte gewinnen. Wir führen keinen Kampf mehr gegen Teile des Volkes. Verbrecher, die uns entgegentreten, vernichten wir Wer diesem Staat gegenübertritt, der ist ein Verbrecher. Der Kampf, der weitergeht, ist der Kamps gegen die Arbeitslosigkeit. Diese Aufgabe muß gelöst werden, und sie wird gelöst werden. Es ist kein größeres Kunststück, in Deutschland die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen, als es das Wunder gewesen ist, auf den Trümmern der Revolution und des Verlustes des Krieges diese Bewegung auf- .zubauen. Die wirtschaftliche Not in Deutschland beruht auf der Unvernunft, mit der in Deutschland politisch und wirtschaftlich regiert worden ist. Die Vernunft muß zur Göttin des handelns erhoben werden, die stets jagt: was für mein Volk gut ist, das ist auch für mich gut, denn ich bin ein leit dieses Volkes. Das find die drei Aufgaben, die Ihnen gestellt sind Sie müssen dafür sorgen, daß die Autorität unseres Führers unikunferer Bewegung im gesamten deutschen Balke anerkannt wird. Wenn Sie diese erste Ausgabe erfüllt haben werden, dann haben Sie die größte Boraussetzung geschossen für dos Glück unseres Volkes. Ihre Aufgabe ist es, den übrigen Abschluß des ersten Appells der Schutzstaffeln Gruppe Oft den Aufmarsch von rund 11 OOO SS.-Männern der Abschnitte Berlin, Brandenburg, Pommern und Grenzmark. Um 5 llljt erfolgte im Lager Döberitz das Wecken. Noch einmal wurde Verpflegung aus» geteilt und danach mit dem Abbruch der Zelte und dem Aufräumen des riesigen Biwakplatzes begonnen. Stürme und Standarten formierten sich. In langen Kolonnen setzten sich die SS.-Männer in Marsch; die Musikzüge in Stärke von zusammen 400 Mann an die Spitze der Standarten. Der ersten Kapelle wurde der Schellenbaum des ruhmreichen Infanterie-Regiments 24 aus Neuruppin vorangetragen. An der Spitze ritt der Dolksteilen diese Begriffe zu vermitteln: Volksgemeinschaft — Führergedonke. Denn werden wir vor der Welt diejenige Autorität haben, die wir besitzen müssen, um alS Volk, als Vertragspartner in den großen internationalen Angelegenheiten zu bestehen. Der SA. und der SS. erwächst die große und vornehme geschichtliche Ausgabe, hort dieser Bewegung zu sein, den deutschen Düngen zu einem tüchtigen deutschen Wann zu machen, damit er auf dieser Erde das Schicksal meistere, in welcher Gestalt es immer ihm auch entgegentritt. Und die RSBO. hat die große historische Ausgabe, den deutschen Arbeiter aus dem Marxismus herauszusühren und ihn zum deutschen Arbeiter, zum deutschen Volksgenossen zu erziehen. Wir wissen, daß das schwere Aufgaben sind, aber sie müssen bewältigt werden. Jede Organisation, die von unserem Führer geschaffen worden ist, ist notwendig. Keine ist von der Bewegung Hinwegzudenken. Nur in der Achtung der Aufgaben des anderen ist der Aufbau jener Autorität im ganzen Bolke möglich, die ihnen vom Führer zur allgemeinen Pflicht gemacht worden ist. Die Ausführungen des Neichsstatthaltcrs wurden mit stürmischem und langanhaltendem Beifall ausgenommen. Stab der Schuhstaffel Gruppe Ost mit dem StabS- führer Engel. Der Weg führte über die Doberitzer Heerstraße, die von zahlreichen Zuschauern eingesäumt war. Nach einem Marsch von 16 Kilometern langte die Spitze gegen 12.30 Uhr im Stadion an. Der Einmarsch ging in zwei Säulen vor sich, durch den Haupteingang und über eine eigens errichtete über das Verwaltungsgebäude der Rennbahn hinwegführende Brücke, jo daß beide Säulen gleichzeitig in Achterreihen auf den Rajen gelangten. Trotzdem dauerte der Einmarsch fast eine volle Stunde. Das Stadion war von Tausenden von Zuschauern be- jetzt, die die einmarschierenden Kolonnen mit lebhaften Heilrufen begrüßten. Während des Einmarsches traf der Stabschef Rohm ein. Er nahm ebenso wie der Reichsführer der SS. Himmler und der Gruppenführer der SS.-Gruppe Ost Da» luege aus einem erhöhten Podium Ausstellung. Die Ehrentribüne war besetzt mit dem Reichsminister Dr Goebbels, Staatssekretär Funk, den Oberpräsidenten der Provinzen'Brandenburg und Grenzmark Posen-Westpreußen, Äube, führenden Persönlichkeiten der nationalsozialistischen Organisationen, Mitgliedern des diplomatischen Korps und früheren Angehörigen des Inf.-Rgt. 24, die zum Teil die alte Uniform trugen. Nachdem der Gruppenführer Oft, Ministerialdirektor Da luege dem Stabschef Rohm und dem Reichsführer der SS., Himmler Meldung von dem Antritt von 10 961 SS.-Männern erstattet hatte, schritten Rohm, Himmler und D a • luege und die Oberführer der einzelnen Abteilun- gen unter den Klängen des Präfenttermarjches die Fronten ab. Der Führer der SS.-Gruppe Ost Da luege, nahm alsdann dos Wort. Er gedachte zunächst der Gefallenen der nationalsozialistischen Bewegung und insbesondere der sechs Gefallenen Ser SS.-Gruppe Ost. Nachdem das Lied vom guten Kameraden verklungen war, gelobte Daluege für die Schutzstaffeln Ost erneut unwandelbare Treue dem Führer Adolf Hitler und den von diesem eingesetzten Führern. Oer Reichsführer der SS. Himmler erinnerte daran, daß man genau vor einem Jahre, am 13. August, schon geglaubt hatte, das zu erreichen, was bann am 30. Januar Tatsache wurde. Nach dem 13. August feien gerade die härtesten Monate für die Bewegung gekommen. Die Probe sei bestanden worden. Nun sei man an der Macht. Nicht um der Macht selbst willen, sondern um Deutschlands tg Der Marsch der SS.-Kolonnen durch das Brandenburger Tor. Der GG.-Ausmarsch in Berlin. Stabschef Röhm über die künftigen Aufgaben der SS. und SA. Von rechts nach links: Stabschef Rohrn, der Reichsleiter der SS., Himmler, und der Führer der versammelten SS.-Gruppe Ost, Daluege, beim Abschreiten der schwarzen Kolonnen. ■' ■» D -M * v M « Berlin, 13. Aug. (TU.) Acht Tage nach dem großen Aufmarsch der Berlin - Dranden- > urger S A. in Tempelhof erlebte Berlin als willen. Himmler schloß: Ich habe eine Mahnung und einen Befehl an meine SS.: Wir wollen und wir werden in den heutigen Zeiten, die gut für uns sind, genau dieselben bleiben, wie in den Zeiten, die schlecht für uns waren. so bleiben für die Bewegung, für den Führer, der uns den Wappenspruch verliehen hat: „Deine Ehre ist Treue". In guten und schlechten Zeiten bleibt für uns immer nur eines: Deutschland, Deutschland über alles! Nach dem Gesang des Deutschlandliedes nahm Stabschef Röhm das Wort zu einer Ansprache, in der er ausführte: Dor acht Tagen hatte ich die Freude und den Stolz, 82 000 Mann der Gruppe Derlin- Drandenburg der SA. zu besichtigen. Zu meiner Freude kann ich feststellen, daß der gleiche strenge soldatische Geist, der gleiche Geist der Pflichterfüllung und der stolze Wille in Ihnen, meine Kameraden der SS., steckt. Ich möchte Ihnen Dank und Anerkennung aussprechen für das, was ich gesehen habe. Ich weiß, und kann dem Führer melden, das) Sie Ihre Pflicht in allen Lagen erfüllen. Diele alte Kameraden aus der ersten Kampfzeit stehen in Ihren Reihen, an Ihrer Spitze ein Mann, der in den ersten schweren Kampfjahren der Bewegung an meiner Seiet kämpfte und der viele alte Kameraden aus jener Zeit unter seiner Führung hat. Sie begrüße ich in allererster Linie, diese alten kampferprobten Männer, die in den schweren Jahren des Opfers, des Kampfes, des Lleberwindens immer wieder auftauchender Schwierigkeiten gezeigt haben, daß sie ihrem Wahlspruch getreu sind: Meine Ehre heißt Treue! Das haben Sie bewiesen und ich nehme den Eindruck vom heutigen Tage mit, das werden Sie beweisen in den kommenden Monaten und Jahren. Denn wie ich schon zu Ihren Kameraden der SA. sagte: Die Aufgabe der SA. und SS. ist in keiner Weise abgeschlossen. Hal sie bisher die Aufgabe gehabt, für dieses Reich zu kämpfen, dieses Reich zu schaffen, so liegt nunmehr die klare Aufgabe vor ihr, dieses Reich zu sichern und zu erhalten. Das erfordert den gleichen Einsatz in gleicher Weise, in gleicher Pflichterfüllung wie in den vergangenen Jahren. Es soll sich keiner darüber täuschen, diese SA. und SS., die in mehr als zehnjährigem Kampf verbunden ist, gekämpft, geblutet und geopfert hat, wird stets bleiben in den gleichen Tugenden, die sie zu diesem Ziel geführt Hot, und die diesen Sieg für alle Zeit verankert. Was wir, Ihre Führer, von Ihnen fordern, das wissen Sie. Es sind die alten soldatischen Tugenden, die immer in den stolzen Zeiten deutscher Größe maßgebend waren und diese Größe begründet und geschaffen haben, die Tugenden der Treue, der Manneszucht und Kameradschaftstreue zu ihren Führern, zur Bewegung und damit zu Volk und Vaterland. Der Gei st der SS. und SA. muß der Gei st des deutschen Volkes werden, und dos müssen Sie durch Beispiel allen deutschen Volksgenossen Vorleben. Wir verlangen von Ihnen, daß Sie diese Eigenschaften und diese Aufgaben verbinden in einer bis zum Tode verbundenen Kameradschaft. Ob sie stehen bei den braunen Kämpfern oder bei den Kämpfern im schwarzen Gewand, der Ehrgeiz jedes einzelnen muß sein, an seiner Stelle das Veste für Volk, Vaterland, Führer und Bewegung zu leisten. Bleiben Sie in Einfachheit und Schlichtheit die glei- chen Kämpfer, die Sie waren. Dann braucht uns um die Zukunft Deutschlands nicht bange zu sein. Dann weiß der Führer, daß er sich in jedem Augenblick auf seine Kämpfer verlassen kann. Der eine Gedanke der gleichen Verpflichtung für Volk und Vaterland, für die Bewegung und für den Führer verbindet uns olle. Immer und bei allen Handlungen müssen Sie so handeln, wie der Führer handeln würde. Sie kennen ihn. Sie lieben ihn, und wir gedenken auch am heutigen Tage des Mannes, der uns zusammengeführt hat, der uns geführt hat bis heute, und der uns führen möge in dem neuen stolzen nationalsozialistischen freien Deutschland, in dem Deutschland der Ehre, der Kraft und der Freiheit. Adolf Hitler, unser Führer, Sieg-Heil! , An das Sieg-Heil auf den Führer schloß sich der Gesang des Horst-Wessel-Liedes an. Dann sprach Stabschef Nö h m allen SS.-Männern, insbesondere dem Reichsführer Himmler und dem Führer der SS.-Gruppe Ost, D a l u e g e, nochmals seine vollste Anerkennung für das aus, was er in den letzten beiden Tagen sehen durfte. Ein dreifaches Sieg-Heil auf die SS.-Gruppe Oft beschloß seine Ausführungen. Unter den Marschklängen der Musikkapellen folgte der schneidige Vorbeimarsch der 11 OOQ SS.-Männer vor der Führung. Unter immer wiederholten Heilrufen verließen die Kolonnen das Stadion und schickten sich gegen 15 Uhr zum Einmarsch in die Reichshauptstadt an. Der Marsch ging von der Heerstraße durch das Brandenburger Tor zu den Linden. Er war in ganzer Ausdehnung von riesigen Menschenmassen umsäumt. Die Zuschauerreihen waren tief gegliedert. Zehntausende begleiteten den Zug. Von fast allen Häusern wehten die schwarzweißroten und die Hakenkreuzfahnen. Mit schmetternder Musik wurde der etwa dreistündige Marsch zurückgelegt. Am Franz- Iosess-Platz, zwischen Staatsoper und Bibliothek, sind die etwa 140 Lastwagen angefahren, die die auswärtigen SS.-Leute heimbringen sollen. Gegen 18 Uhr erreichte die Spitze des Zuges das Brandenburger Tor. Trotz einer Marschleistung an diesem einen Tage von ungefähr 35 Kilometern mit vollem Gepäck, machten die Abteilungen einen durchaus frischen Eindruck. Unter den Linden war die Volksmenge inzwischen auf etwa 100 000 ange- wachsen. Im Lustgarten standen weitere Zehntem- sende von Zuschauern. Im Lustgarten nahmen die Abteilungen Aufstellung mit der Front zum Schloß. Eine volle Stunde dauerte noch einmal der Aufmarsch hier. Gruppenführer Oaluege dankte in einer kurzen Ansprache der Bevölkerung für den kameradschaftlichen Empfang in Berlin. Wir sehen, erklärte er, daß unserKamerad schäft s- aeist übergreift auf das gesamte Volk. Aber eines ist gewiß: Wir hätten nicht 2% Tage in Döberitz und in Berlin zubringen können, wenn uns der alte Frontgeist nicht gelehrt worden wäre von dem Manne, dem wir immer und immer wieder ewige Treue geloben und für den wir immer weiter arbeiten werden. Kameraden, ich entlasse Euch, in» dem ich noch einmal unseres Führers AdolfH11 - ler und unseres geliebten deutschen Vaterlandes gedenke mit unserem Kampfruf: Unser Führer Adolf Hitler, unser herrliches deutsches Vaterland: Sieg- Heil! Das letzte Sieg-Heil dröhnte über den Platz. Noch einmal wurde das Horst-Wefsel-Lied gesungen. Dann lösten sich die Abteilungen auf. Die auswärtigen SS.-Leute nahmen von ihren Berliner Kameraden herzlichen Abschied, um heimzufahren. Die Deutsche Lustsahrtausstellung Hamburg. 13. Aug. (ERD.) In Anwesenheit des Präsidenten des Deutschen Luftsport- vcrbandes L o e r z e r und des Ministerialrats Christiansen eröffnete heute mittag Staatssekretär Milch vom Reichsluftfahrtministerium die Deutsche Luftfahrt-Ausstellung im Hamburger Zoo. Staatssekretär Milch überbrachte die Grüße und kameradschaftlichen Wünsche des Reichsluftfahrtministers Göring. Der Zeindbund habe uns auch heute noch, 15 Jahre nach Kriegsende, zu einem Staat zweiter Klasse degradiert. Das friedliebende deutsche Dolk fordere, daß auch die anderen ihre Luftfahrt abschaf- f e n. Wir könnten heute nichts anderes tun, als uns passiv gegen die Gefahren aus der Luft zu schützen. Die jungen Leute, die sich im Segel- flug üben, seien die Auslese, die jene Eigenschaften in sich tragen, die die Führerschicht des deutschen Volkes besitzen müsse. Ein dreifaches Sieg-Heil auf den Reichspräsidenten und den Führer, sowie das Deutschlandlied beschlossen die feierliche Eröffnung der Ausstellung. Ausschluß deutscher Lehrervertreter. Ein Oesterreicher hetzt gegen Deutschland. Paris, 12. August. (CNB.) In Santander (Spanien) wurde heute der IV. Internationale Kongreß der Lehrerverbände eröffnet. Als erster Punkt wurde die Zulassung der deutschen Delegierten erörtert. Der Vorsitzende des Kongresses, ein Engländer, appellierte an die Eintracht, aber der französische Delegierte erklärte, wie Havas berichtet, daß man die Deutschen, deren gewerkschaftliche Lage nicht geklärt ei, nicht zulassen könne. Der Vertreter Oesterreichs Bindon führte aus, daß der'Friede feines Landes durch die Deutschen zerstört worden sei. Er verstieg sich sogar zu der Behauptung, daß das Dynamit, )as bei den Attentaten gebraucht werde, deutsch sei. Bindon wandte sich gegen die Zulassung der deutschen Delegierten. Er könne nicht nach Hause zurückkehren, wenn er mit den deutschen Delegierten zusammenarbeite. Diese seien nichts weiter als Die Vertreter Hitlers. Zum Zeichen des Protestes gegen diese Ausführungen verließen die deutschen Delegierten den Saal. Der Vorschlag, die deutschen Delegierten nicht zuzulassen, wurde mit 40 gegen 21 Stimmen angenommen. Keine Anrufung des Völkerbundsrates London, 13. Aug. (TU.) Frankreich, Italien und England haben, wie der diplomatische Mitarbeiter des „Observer" meldet, im Augenblick nicht die Absicht, die Frage der deutschen Rundfunk- propaganda, die sich mit Oe st erreich beschäftige, vor den V ö l k e r b u n d s r a t zu bringen, wie dies von böswilliger sozialistischer Seite behauptet worden war. Man beobachte die Lage und verhalte sich abwartend. Man wolle jedes überstürzte Vorgehen vermeiden. 300000 Deutschamerikaner protestieren gegen Versailles. C h i k a g o, 14. August. (WTB. Funkspruch.) 300000 Deutschamerikaner, die hier zu einem Deutschen Tag versammelt sind, p r o t e st i e - ren gegen die Kriegsschuldlüge und forderten den Widerruf des Versailler Diktats, sowie die Annahme des Antrags von Senator S h i p ft e a d auf eine Untersuchung des Kriegsschuldparagraphen und sog. „Friedensvertrag". Ein gerechtes englisches Urteil. London, 15. Aug. (WTB.-Funkspruch.) In einem Brief an den „Daily Telegraf" schildert der bekannte Historiker Sir Raymond B e a z - l e y seine Eindrücke über Deutschland. Er sagte u. a.: Die Grundlagen des neuen R e - g i m e 5 sind im wesentlichen die Ideale der n a t i o- nalen Einigkeit, der Vaterlandsliebe, der Tüchtigkeit, Ordnung, Gesundheit und körperlichen wie seelischen Sauberkeit und der allgemeinen materiellen Wohlfahrt des Staates, der Familie und der einzelnen Person. Die Regierung hat Millionen neue Hoffnung, Tatkraft und Zuversicht gegeben. Beinahe jeder Mensch, dem ich begegnet bin, machte den Eindruck, daß er sich mit Eifer an die gemeinsame Arbeit für die Wohlfahrt des Landes begibt. Das deutsche Volk wünscht Frieden, denn es will wieder aufbauen und einen gesunden, kraftvollen und leistungsfähigen nationalen Staat errichten. Aber es fordert Frieden auf der Grundlage einer gerechten Anwendung des^ftrin- zips der Gleichheit. Manche Leute scheinen geneigt zu sein, das neue Deutschland derartig anzugreifen, daß jede Aussicht auf wirksame Rüstungsverminderung verschwindet. Die Hoffnung der Abrüstungskonferenz liegt sicher in hohem Maße in der gerechten Behandlung Deutschlands durch die Konferenz. Amerika entsendet Kriegsschiffe nach Kuba. N e u i) o r f, 13. Aug. (WTB.) Präsident Roose- v e 11 hat den Befehl gegeben, daß sich drei Kriegsschiffe nach Kuba begeben, um vis zur endgültigen Wiederherstellung normaler Verhältnisse das Leben der amerikanischen Staatsangehörigen zu schützen. Präsident Roosevelt gab zu dieser Maßnahme die Erklärung ab, daß die Bereinigten Staaten weder die Möglichkeit einer Intervention erwogen, noch die Einmischung in die inneren Angelegenheiten Kubas beabsichtigen. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, um im Rotfalle das Leben amerikanischer Bürger zu schützen, bis normale Zustände wiedergekehrt seien. Aus aller Welt. Das französische Staatsoberhaupt von einem Radfahrer überfahren. Das französische Staatsoberhaupt, Präsident Lebrun, oer zu einem Privatbesuch in Metz weilte, wurde von einem Radfahrer überfahre n. Präsident Lebrun kam mit einer leichten Hautabschürfung am Kopf davon. Der Mörder des Kunstmalers Schwär; feftgenommen. Das Geheime Staatspolizeiamt teilt mit: Der Geheimen Staatspolizei ist es gelungen, den Mörder des in der Rächt zum 19. Januar auf tragische Weise um8 Leben gekommenen Kunstmalers Professor Schwarz zu ermitteln. Es handelt sich um den kommunistischen Arbeiter Ackert aus Reinickendorf, der bereits im Felseneck-Prozeß mitangeklagt war und freigesprochen wurde, nachdem das Verfahren auf Grund des Gesetzes über Gewährung von Straffreiheit vom 21. Dezember 1932 auf Kosten der Staatskasse eingestellt worden war. Das Berliner Schwurgericht war damals zu der Ansicht gelangt, daß der Mörder des Professors Schwarz nicht zu ermitteln se:. Ackert, der vor kurzem von Beamten des Geheimen Staatspolizeiamts in Schutzhaft genommen war, hat nunmehr ein umgehendes Geständnis abgelegt, daß er Prof. Schwarz e r st o ch e n habe. Auch der seit langer Zeit in einem Konzentrationslager befindliche Rechtsanwalt Litten, der im Felseneck-Prozeß als Verteidiger auftrat und damals wegen des Verdachts der Begünstigung im Laufe des Verfahrens als Verteidiger ausgeschlossen wurde, hat bei seiner kürzlich erneuten Vernehmung gestanden, bereits vor Beginn des Prozesses gewußt zu haben, daß Ackert der Mörder des Kunstmalers Schwarz gewesen sei. Grohgut in Ostpreußen niedergebrannl. Durch die Unvorsichtigkeit eines 11jährigen Knaben, der mit Streichhölzern gespielt hatte, brach auf Gut Bendisen bei Labiau (Ostpreußen) Feuer aus, das mit rasender Geschwindigkeit um sich griff und sämtliche Wirtschaftsgebäude, Scheune und Ställe in Asche legte. Die erheblichen Futteroorräte wurden ein Raub der Flammen: auch sind große Viehbestände umgekommen. 12 Wirtschaftsgebäude sind niedergebrannt. Feuerkampf mit Wilderern. — Zwei Tote. Im Ordenswald bei Reustadt an der Haardt kam es nachts zu einem Zusammenstoß zwischen Gendarmeriebeamten und zwei Wilderern, der sich zu einem lebhaften Feuergefecht entwickelte. Dabei wurde der 38jährige Genbarmerie- oberwachtmeister Löffler und einer der Wilderer, der 25jährige Student Fritz Kopp von der Frohn-Mühle bei Haßloch, getötet und ein weiterer Gendarmeriebeamter schwer verletzt. Der Wilderer, der den tödlichen Schuß auf Löffler abgegeben hatte, der Landwirt 2oh. Klein aus Laschen, wurde verhaftet. Unwetter in der Schweiz. In der Schweiz gingen in den letzten Tagen heftige Unwetter nieder. Vor allem wurde davon das Berner Oberland betroffen. Die Weiße Lütschine trat über die Ufer und überschwemmte die Straßen und die Bahnlinie. Das Stecheibergwerk wurde zerstört. Die Iungfraubahn mußte ebenfalls den Verkehr für einige Tage stillegen. Die Gotthard- straße wurde durch eine Schuttlawine gesperrt. In Waadtland wurde ein auf dem Felde arbeitender Mann v o m B1 i tz e r s ch 1 a g e n. In der Westschweiz wurde zwischen Eschallens und Moudon ein lokales Erdbeben wahrgenommen. Großfeuer in Birkenfeld. In Neunkirchen (Birkenfeld) brach ein Groß- feuer aus, dem sechs Häuser mit Scheunen und Stallungen zum Opfer fielen. Sieben weitere Häuser sind aufs äußerste bedroht und mußten geräumt werden. Außerdem steht die Dorfkirche in Gefahr, von den Flammen erfaßt zu werden. Die Bekämpfung des Feuers ist infolge Wassermangels beinahe unmöglich. Unwetter über Oesterreich. Gewitter st ürme und Wolkenbrüche richteten in ganz Oesterreich schweren Schaden an. Im Lande Salzburg wurden zwei Personen vom Blitz getötet. In Oberlag (Niederösterreich) wurde j ein Erdölbohrturm umgeworfen. Ein Wolkenbruch verursachte im Imst (Tirol) Hochwasser, das das Elektrizitätswerk unterspülte und zum Einsturz brachte. Die Familie des Monteurs konnte mit knapper Not das nackte Leben retten. Auch die Mutterkopfhütte wurde von den Fluten fortgerissen. Bei Hall und in anderen Gegenden wurden Straßen durch Erdaufschwemmungen verschüttet und Brücken weggerissen. In Schwarz schlug der Blitz in den i Schloßturm und beschädigte dieses Wahrzeichen der Stadt sehr. Auch aus Bozen werden schwere Ge- | witterschäden gemeldet. 3m Faltboot von Calais nach Dover. Zwei junge deutsche Nationalsozialisten, Wolfgang Körber vom Londoner Büro der Telegraphen- Union und Hans Beckhooff von dem Londoner Reichsbahnpropagandabüro haben am Sonntag den Kanal in der Richtung von Calais—Dover i n einem Pionierfaltboot überquert und hierbei einen neuenRekordfür diese Bootstype auf der genannten Strecke aufgestellt. Sie sind um 8.20 Uhr in Calais gestartet und trafen um 14.18 Uhr in Dover ein, so daß ihre Fahrtzeit, die amtlich abgenommen wurde, 5 Stunden 58 Minuten beträgt. Die Ueberquerung erfolgte ohne Begleitboot. Das Faltboot hatte keine Segel. Es herrschte ziemlich , starker Wind und die See war bewegt, so daß erfahrene Fischer und Hafenbeamte in Calais vor dem Unternehmen gewarnt hatten. Das Boot führte am Bug die nationalsozialistische Flagge und am Heck die schwarz-weiß-rote Reichsflagge. Die Ausrüstung bestand aus einem kleinen Handkoffer, einer Seekarte, zwei Tafeln Schokolade und Bisquit. Die Faltbootfahrer hatten sich vor ihrer Abfahrt von seebefahrenen Männern eingehend über die zu erwartende Strömung, dem zu steuernden Kurs und sonstige seetcchnische Möglichkeiten beraten lassen, so daß das Unternehmen auch von diesem Gesichtspunkt gut vorbereitet war. Die Leistung ist um so bemerkenswerter, als erst vor einiger Zeit zwei jungen Deutschen ein gleichartiger Versuch mißlang. Sie mußten sich unterwegs von einem Fischerfahrzeug aufnehmen lassen. Auch der kürzliche Versuch eines Dänen, in einem Kajak den Kanal zu überfahren, ging fehl. Ehepaar Lindbergh nach Island unterwegs. Lindbergh ist mit feiner Frau am Samstag um 15.30 Uhr von Julianehaab (Südwestgrönland) aus nachIsland gestartet und um 20.30 Uhr, nach knapp fünfstündigem Flug, in Angmagfalik an der Dfttüfte von Grönland eingetroffen. Wenn die Witterungsverhältniffe es erlauben, wird der Flug über die Dänemark-Straße nach Reykjavik fortgesetzt. An der grönländischen Küste ist das Wetter sehr günstig. Aus Island wird jedoch Nebel gemeldet. Ion rechts nach IjJ historischen I jat Hans Nehm govers. Der F spielhaus Bahnhof gewiesen. OM-KreiSgt In den nächsten sichrer Schröder gehilsen-Verband un seit einiger Zeit als Deutschen Arbeitsfrc wir, wurde er nimm im Bezirk Niederrhe bestimmt. Aus diesem Anlaf Sieben des Deutsche Miagsnsch am nW Sie SA.-Sian nächsten Sonntag a flehens des Infante Jlt.116 in (Sieben । Lazu werden mehr, oer von ausroär weitaus größten Teil Hemd muß in unseren im Mittagessen > ü'wVw \um Uebexnad dringend gebeten, nad iogslisch süx Mi Zu stellen. Die SW Aus der Provinzialhauptstadt. Zeitungswerbung unter Androhung politischer oder wirtschaftlicher Nachteile strafbar! Der Reichsstatthalter für Hamburg hat sich veranlaßt gesehen, daraus hinzuweisen, daß bei der Werbung für Zeitungen unter allen Umständen Androhungen, daß der Richt- bezug einer Zeitung politische oder wirtschaftliche Rachteile habe, unzulässig und strafbar seien. In der amtlichen Mitteilung heißt es u. a.: Es ist Anweisung gegeben, daß jeder solche Geschäftemacher, der ihm gemeldet wird, auf der Stelle seiner Bestrafung zugeführt wird. Die hamburgische Bevölkerung wird aufgefordert, die staatlichen Stellen bei der Ausmerzung dieser Schädlinge zu unterstützen- Keine Zeitung, die ehrlich mitzuarbeiten bereit sei, solle von dieser Mitarbeit ausgeschlossen werden. Der Rationalsozialismus sei kein Geschäfc, und darum habe niemand Vorteile und Rachteile durch den Bezug von Zeitungen, die er am liebsten lese. Blumen am Fenster. Nicht jeder hat das Glück, in der sommerlich warmen Zeit ein paar Wochen von der Alltagsarbeit ausruyen zu dürfen und hinauszufahen in Gottes schöne, freie Natur. Und doch scklummert in jedem Menschen eine ieltsam tiefe Sehnsucht, in engerer Beziehung zur Allmutter Natur zu stehen; jeöer möchte für sich von der großen Kraft einheimsen, die in allem natürlichen Wachsen und Werden liegt. Nun gibt es in unseren Wohnungen ein Fleckchen, das gleichsam ein Memorandum für unser Natur- empfinden ist: die Blumen auf der Fensterbank! Es gibt wohl an jedem Tag ein Stunde — auch für den Vielbeschäftigten —, da wir der Blumen bedürftig sind und unser Blick mit Wohlgefallen und stillem Behagen auf ihnen ruht. So sehr wir uns vielleicht auch von der Natur und von allem, was das Herz dauernd beglücken kann, im Ringen des Werktags abgewendet haben, möchten wir doch etwas Frisches, etwas Keimendes und Blühendes um uns sehen und wenigstens ein Abbild von jener reichen und großen Natur da draußen, in der wir nicht täglich weilen können, in unserer unmittelbaren Nähe wissen. So kommt es, daß, wenn wir in irgend ein Haus eintreten, in irgend ein stilles Großmulterzimmer- chen, an dessen Wand noch immer der alte Mahagonispiegel hängt, während draußen, eine neue Zeit kündend, die Automobile vorüberrattern, sich ein paar armselige Pslänzlein auf der Fensterbank gleich in unser Herz einschmeicheln. In rotbraunen, gleich- geformten Töpfen stehen sie als eine sorgsam abgezirkelte Reihe hinter der weißen, tiefgerafften Mullgardine; und man sieht es ihrer Form, der ganzen Art ihres Wuchses an, wie sie sich' nach der Sonne sehnen, deren Strahlen vielleicht nur am Nachmittag diese Blumentöpfe auf ein halbes Stündchen besuchen. Blumen auf der Fensterbank, ihr verratet oft weit mehr von dem Herzen eures Pflegers, eurer Pflegerin, als diese selbst merkbar zu machen wünschen; ihr seid ein freundlicher Gruß von dem reichen, viel- qeftaltigen Naturleben, das draußen, jenseits der Mauern unseres Hauses liegt, ewig neu sich gestaltet, ewig wieder vergeht. Euer Dasein hilft dazu, uns die Harmonie zu geben, die wir brauchen, um das Leben recht zu vollenden. M. G. Ehrung des Kanzlers der LandeSuniversiiäi. Dem Kanzler der Landesuniversität, Professor Dr. Rud. Herzog, wurde wegen seiner verdienstvollen Arbeiten zur Geschickte der Medizin und angesichts seiner erfolgreichen Ausgrabungen und archäoloai- schen Studien auf medizinischem Gebiet auf der Insel Kos der Ehrendoktor der Medizinischen Fakultät der Universität Rostock verliehen. Bund der Kriegsfreiwilligen 1914/151 Der Gruppenführer der Gruppe Hessen teilt mit: Der Bund der Kriegsfreiwilligen 1914/15, der von einem Herrn Scho- knecht ins Leben gerufen wurde, stellt unserer Ansicht nach eine unstatthafte Reugründung dar, die aus persönlichen und wirtschaftlichen Gründen erfolgt ist. Ich habe daher dem Führer jede weitere Betätigung untersagt. Die Staatspolizei in Berlin prüft zur Zeit, ob ein generelles Verbot ausgesprochen werden muh. Ich muß daher bitten, daß keine Anzeigen dieses Vereins mehr ausgenommen werden. Der Führer der Gruppe Hessen m. d. F. b. B e ck e r l e. Daten für Montag, 14. August. 1688: Friedrich Wilhelm I. geboren; — 1840: der! Psychiatiker Richard Freiherr von Krafft-Ebing in! Mannheim geboren (gestorben 1902); — 1841: berl] Philosoph Johann Friedrich Herbart in Göttingeni gestorben (geboren 1776); — 1880: der Kölner Dom!! vollendet. Bornotizen. — Tageskalender für Montag. Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Das Abenteuer der Thea Roland". — „Das Abenteuer der Thea Ro< land" — so lautet der Titel des neuen Aafa-I Films, in dem Lil Dagover die Hauptrolle spielt.1 Ein Sittenbild aus der heutigen Gesellschaft ent*II rollt sich in dem Film, der Spannung und HumoiM »m 13.30 llhr überall düngen von Millag Sturmfüfjrer Sold Iprecher 3786, erbeler am Sonnlagvormikla vchanzenstraße eine fliegen eingesundei J^eiöenben, Äreisg, Eßen herzlich m Berufung des Kolleg mennsjugenb im M nur zwei Lieder. öer frühere Kreisc MJ eine kurze Ans» fBWeit des §ch^ bUe, daß man jK s'ch ober doch t SBirtungsfreis 3nVerfa,ker nad)' WÄß Jm Jamen der Dr Werte der 1 yL, °>e Arbeit hJ' eertrai folterte i ÄlCl59e Ho5el°nbere OtDetn, Lnn 2 eSS- fc E*5 die ßu'Jfrn ttifAUhbg,. 1 ' fei 4ber Schweres Autounglück bei Minz Oppenheim, 14. Aug. (WTB. Drahtmeldung.) Am gestrigen Sonntag hatten die Mainzer P o lizei und S A. - L e u t e eine Razzia auf den Kühkops unternommen. Auf der Fahrt nach Münz verunglückte der mit 3 0 P e r s o n e n besetzte Last- k r a f t w a g e n zwischen Nierstein und Nackenheim am Rhein, als er von einem Wormser Personenauto überholt wurde. Der Wormser Wagen fuhr gegen das linke Vorderrad des Lastkraftwagens. Der Fahrer des Lastkraft- wagens verlor dadurch die Gewalt über das Steuer, das mit großer Wucht nach rechts herumgeworfen wurde. Der Wagen fuhr gegen die stark befestigten und durch Eisenschienen verbundenen Rand st eine, die die steile Rheinböschung von der eigentlichen Straße trennen. Zwei dieser Randsteine wurden abgerissen. Am dritten blieb der Lastwagen hängen und überschlug s i ch. Zum Glück bot dieser Randstein noch so viel Halt, daß das Auto nicht völlig d:e steile Böschung hinabgeschleudert wurde. Es lag mit den Rädern nach oben halb auf der Böschung. Die andere Hälfte ragte über das Wasser des Rheins hinaus. Die mit Blut durchmischten Trümmer des Autos boten einen fürchterlichen Anblick. Der SA.-Mann Karl Kohl aus Finthen bei Mainz wurde so schwer verletzt, daß die sofort herbeigerufenen Aerzte nur noch seinen Tod seststellen konnten. Weitere 8 I n s a s s e n des Lastkraftwagens haben schwere Verletzungen erlitten, namentlich Knochenbrüche, Hautabschürfungen und Neroenchocks. Sie wurden sofort noch Mainz in das Krankenhaus geschafft. Lebensgefahr scheint aber bei keinem der Verletzten mehr zu bestehe». Schuld an dem Unglück trägt zweifellos der W o r m- s e r Wagen. Sanitätsmannschaften aus Oppenheim und Mainz leisteten die erste Hilfe, auch die Insassen der des Weges kommenden Autos, darunter die eines Schweizer Wagens, beteiligten sich hilfsbereit an dem Rettungswerke und brachten die Verletzten nach Mainz. Sühne für einen kommunistischen lleberfatt auf SA.°Leute. Mainz, 12. Aug. (WER.) Dor der Großen Ferienstrafkammer hatten sich heute 12 Kommunisten aus Pfeddersheim wegen eines Ucbet- ialles auf SA-Leute zu verantworten. Die SA.-Leute waren in der Nacht zum 5. März, bcm Tage der Reichstagswahl, von einem Turm aus beschossen worden. Durch die Schüsse wurde ein SA. - Monn schwer verletzt, so daß er heute noch nicht völlig geheilt ist. Das Verfahren, das bereits vor einiger Zeit mangels ausreichender Beweise eingestellt worden war, wurde erneut ausgenommen, da ein Kommunist nach dem Saargebiet geflohen war und im übrigen sestgestellt wurde, daß Die Schüsse nur von einem Turm aus, aus dem sich die Kommunisten aufgchalten hatten, abgegeben worden waren. 3n der heutigen Verhandlung bestritten die Angeklagten ganz entschieden die Tat. Durch Sachverständigengutachten sowie durch das Zeugnis der SA.-Leute kam dos Gericht aber zu der Auffassung, daß die Angeklagten schuldig seien. Das Urteil lautete gegen jeden der 12 Angeklagten gemäß dem Antrag des Staatsanwaltes auf 2*/i Jahre Gefängnis. Ungetreuer Kassierer. Limburg, 11.9ug. (WSN.) Der Kassierer der hiesigen Geschäftsstelle des Nassauischen Landbundes (früher Bezirksbauernschaft) W. Braun, ist unter Mitnahme erheblicher Mittel der von ihm verwalteten Kasse geflüchtet. In seiner Begleitung befindet sich eine hiesige Frau, zu der der 50jährige Defraudant schon seit längerer Zeit Beziehungen unterhält. Die Ehefrau des Braun nahm, als sie von der Tat ihres Mannes und der Flucht erfuhr. Gift. Lebensgefährlich erkrankt liegt sic zur Zeit noch im hiesigen Krankenhaus. Don der Polizei wurden Maßnahmen getroffen, einen Grenzübertritt des Paares zu verhindern. Unwetter über Sberheffen mb Heffen-Aaffan. Kreis Schotten. □ Laubach, 12. Aug. Heute nacht gegen 3 Uhr entlud sich über unserer Stadt und im oberen Wettertale ein ungewöhnlich schweres Gewitter. Unter heftigen Blitzentladungen prasselten Hagelkörner in der Größe von Hühnereiern nieder, die auf den Häusern die Ziegel und Dachfen st erdurch- schlugen. Auch ist der größte Teil der O b st e r n t e vernichtet. In den Gärten und Feldern ist der durch den starken Hagelschlag entstandenen Schaden ebenfalls bedeutend. Im benachbarten Freienseen hat das Unwetter in gleicher Weise gewütet. Kreis 2llssclr» 8§. Grebenau, 12. Aug. Das schwere Gewitter, das mit wolkenbruchartigem Regen und mit Hagel- schlag in der Nacht zum Samstag in unserer Gegend niederging, richtete durch die großen Wasser- massen an Wegen und Straßen schweren Schaden an. Die noch stehende Frucht liegt wie gewalzt auf dem Boden. Der Wassermesser im Forstgarten zeigte einen Stand von 21,3 Millimeter. Schwere Verwüstungen im Oilltal. WER. Dillenburg, 12. Aug. Gestern abend ging in der hiesigen Gegend ein schweres Unweit er nieder. 3m Dilltal und im Dietzhölztal erhellte der Blitz fast ununterbrochen die Rächt. Einem schweren Gewitter mit starken Regengüssen folgte ein Hagelschlag von ungewöhnlichem Ausmaß. Heute morgen boten die Dietzholzstraßen ein Bild der Verwüstung. Schwere Baumäste und vom Hagel erschlagene Vogel lagen zerstreut umher. Zahlreiche Fensterscheiben waren zertrümmert und der Blumenschmuck vernichtet worden. 3m Kreisort Eibelshausen wurde ein Eisenbahnwagen vom Sturm zunächst fortgetrieben und dann aus den Gleisen geschleudert. Korn- und Hafergarbcn lagen durcheinander. 3n Dillenburg sind die Bergstraßen vielfach unterwaschen und im Tal sind Schlammassen angespült. Das Unwetter dürfte beträchtlichen Schaden angcrichtet haben. Großfeuer durch Blitzschlag. WSN. Biedenkopf, 12. Aug. In dem Kreis- ort Achenbach schlug der Blitz gestern in das An- wesen des Bürgermeisters ein und äscherte das gesamte Anwesen vollkommen ein. Das Wohnhaus brannte bis auf die Umfassungsmauern nieder, auch Scheune und Stallungen sind vom Erdboden verschwunden. Das Vieh konnte mit Mühe und Not gerettet werden. Mlelegramm vom Lmvlana Valdos in Vom den Leib fuhr. An seinen schweren inneren 23er- ■ v- R ucn ।ui. un jeincii |uiu>citu uiueren yer = ml dw Kollegen letzungen ist das bedauernswerte Kind nach mehr- npn nrnnon ' UirfnnnaFrmr. kl»»- ... .V . , . , ' ' 16); Rittagsttfch für SA -Männer am nächsten Sonniaq! nct von auswärts hier erscheinen. Für den iveitaus größten Teil dieser Männer im Braunhemd muß in unseren Bürgerfamilien Gelegenheit jum Mittagessen beschafft werden, nicht etwa Ouarhet zum Uebernochten. Alle Mitbürger werden dringend gebeten, nach besten Kräften Mit- togstisch für diese Gäste zur Verfügung zu stellen. Die SA.-Männer werden voraussichtlich um 13.30 Uhr überall zum Essen erscheinen. Anmeldungen von Mittagstischgelegenheiten werden an Slurmsührer Soldan, Seltersweg 50, Fernsprecher 3786, erbeten. nach Island unlerwrgr. feiner Frau am Sanislo: mefyaab (Sübroeftgrönlati artet unb um20.30 Ity, Flug, in ilngmagfalit a ö eingetroffen. erlauben, ravet) bereis > nach Wyrott fonM Mr \\\ das Weller Ich ) jedoch Nebel gemeldet. stündigem Schmerzenslager verstorben. * Kestrich, 13. Aug. Hier wird zur Zeit ein Schwimmbad gebaut, bei dem die Arbeiten auf Anregung der Rationalsozialisten des Ortes von den Einwohnern unentgeltlich geleistet werden. 3eden Abend arbeiten 10 Mann in abwechselnder Reihenfolge einige Stunden an dem gemeinnützigen Werk, wobei sich alle arbeitsfähigen Ortseinwohner beteiligen. Diele vorbildliche Handlung nach dem Grundsatz .Gemeinnutz vor Eigennutz" verdient alle Anerkennung. Kreis Lauterbach & Lauterbach, 14. Autz. Die hiesige Gendarmerie konnte in Stockhausen em Pärchen, Braut und Bräutigam, das aus Berlin zugereist war, fe sine h m e n. Die Braut, die bei begüterten Leuten in Berlin in Stellung war, hatte ihrer Herrschaft einige Tausend Mark entwendet. Der größte Teil des Geldes und die für das übrige Geld angeschaffte Reiseausstattung konnten sichergestellt werden. — Der Gendarmeriehauptwachtmeister a. P. Martin in Lauterbach ist zum Hauptwachtmeister befördert worden. Ein Denkmal für das 3. Fuß-Aril.-Reg. in Mainz. Mainz, 13. Aug. (WSN.) Auf dem Fort Joseph beim Linsenberg in Mainz soll als bleibende Erinnerung an das bewährte 3. Fuß-Artille- rie-Regiment und feine Kriegsformationen zu Pfingsten 1934 ein Denkmal eingeroeitjt werden. Die Vorbereitungen dazu sind bereits im Gange. 23°n red)t5 nach links: General Balbo (mit Muge), der Duce und die Ouadumoirn (Führer auf dem historischen Marsch nach Rom), V e c ch i und del Bono (mit schwarzer Mütze und Bart). pista-l. itheln. 3n rotbraunen, gleit n fie als eine sorgsam a gt der weißen, tiesgerasse, n sieht es ihrer Form, « dies an, wie sie sch nach oe Strahlen vielleicht nur an imentöpje auf em halb« sterbank, ihr »erratetojt m'»che für die ihm zuteil gewordene Ehrung. Er eo die Grundlagen seines Handelns auf, die im iMonalsozialismus ihren Ursprung haben: Treue, DliciterfüUung, Beharrlichkeit Die Arbeit, die er m Gießen geleistet habe, wäre nicht möglich ge- ■kfe-i, wenn er nicht Mitarbeiter oorgefunden hätte, IMe in gleichem Geiste Arbeit zu leisten bereit ge- seien Er hoffe, daß der Kreis Mittelhessen Mit dem heutigen Tage befindet sich die Geschäftsstelle des Oberjungbannes in Friedberg. Anschrift: Oberjungbann Oberhessen, Abteilung ..., Friedberg in Hessen, Neue Bergkaserne. Fernruf 4594. Alle Anschriften für den Oberjungbann gehen an die Friedberger Anschrift. Darunter fallen auch Meldungen usw., die nach Gießen befohlen waren. Die Geschäftsstelle ist geöffnet täglich von 8—12 und 15—18 Uhr. Gez.: Happ, Adj. d. Dberjbf. Oberhellen Mrci‘ * orten □ Sau bad), 13. Aug. Der Gemeinderat beschloß in seiner jüngsten Sitzung die Erbauung eines zweiten, 200 Kubikmeter großen Wasserbehälters, da sich der seitherige Behälter für die Wasserversorgung unserer Stadt als zu klein erwiesen hat. Mit dieser Neuerung wird auch eine genügende Brandreserve geschaffen. — In diesem •sommer hat sich der Fremdenverkehr im Gegensatz zu den früheren Jahren erheblich gesteigert. Sämtliche Ga st Häuser sind derart üb er füllt, daß Privatquartiere in Anspruch genommen werden mußten. Ein besonderer Anziehungspunkt ist das städtische Schwimmbad, das sich eines guten Besuches erfreut. — Am morgigen Dienstag kann die Hausangestellte Sabine Dietz auf eine ununterbrochene 25jährige Tätigkeit bei dem Schmiedemeister und Landwirt Wilhelm Diehl I. zurückblicken. Die Jubilarin wird wegen ihres Fleißes und ihrer Treue allgemein geachtet. Krcts Als cld * Alsfeld, 13. Aug. Als der Landwirt Karl Grein in dem Nachbarorte Zell am Freitag einen hochbeladenen Wagen Grummet heimfuhr, hatte sich sein 8 Jahre altes Söhnchen auf die Fuhre gesetzt. Beim Anziehen der Pferde fiel der Knabe unbemerkt vom Vater vondemFuhr- werk herab un.d vor die Räder des schwerbeladenen Wagens, der ihm über bat. Hans R e h m a n n ist der Partner LU D a - g o v e r s. Der Film läuft seit heute im Lichtspielhaus Bahnhofstraße. Auf die Anzeige fei Hintz «Diesen. Abschied von OHV.-Kreisgeschastsführer Schröder. In den nächsten lagen verläßt Kreisgeschästs- funrer schröder vom Deutschen Hcmdlungs- üehilfen-Verband unsere Stadt. Nachdem er bereits kit einiger Zeit als Adjutant des Bezirksleiters der veutfchen Arbeitsfront in Frankfurt a. M. tätig war, wurde er nunmehr zum Bezirksleiter des DHV. m Bezirk Niederrhein und Westfalen in Düsseldorf bestimmt. "US diesem Anlaß veranstaltete die Ortsgruppe "'eßen des Deutschen Handlungsgehilfenverbandes ““Mi«, Jaffas? L-L OrMürbieeÜ2 e war bewegt, so daß er. nbeamte in Calais vor b?m ®00‘ sühltk am ■w ülagge unb am check :id)silagge. Sie Nu-Munn len Handkoffer, einer See- lotolabe unb Sisquit. Sie >ch vor ihrer Abfahrt von emgehenb über die zu er m zu steuernden Kurs uni glichkeiten beraten lassen, (o auch von diesem Sesichk ar. Sie Leistung ilt um s, irst vor einiger Zeil zm eidjartiger Versuch mißlang iegs von einem Fischerfahv 10mmen.Unb ^°udvn a. 'Cirfenfeib '3 mitin Trotz. ' Oeslerreilh. und w.,. schweren ÄL^ch, Swei an. । (?^eröfk fen c°m °ren. Ein V°urb, spulte unb inj V.' t>°; onteurs fonff 6*rl k-'ten 2"^"knap! fluten fodqeri((^U m Men wX'fe- fi! ducken Ite bi! LS/lÖ jn Öen ivn^^'chen der Dtn schwere Se- Auch der lüÄ Ä SA-Standarie 116 oeransialiet am Kajal ben Kanal ju über' ®“^cn Sonntag anläßlich des 120jährigen Bestehens des Infanterieregiments Kaiser Wilhelm Ur.116 in Gießen einen großen Aufmar sch. Dazu werden mehrere tausend SA. - Män- her W Der )et von einem 3« unser« , rxvtiin prufl , werben- T, .Hornmen » m ö. 5. b. Gruppe öed läi) in Zukunft stark bleiben möge. Zähe Arbeit Mtag' _ 1840: ^ito..töe auch weiterhin zu leisten sein. Dem neuen .K-Im l. gebo^ jttWing °zSiiier ebenso die Treue zu halten, wie sie ihm ge- Kerr Ü 1841: M'rei wurde, sei die Pflicht aller, die im DHV. Cirbfl 19OU in MliEza -rirken berufen seien. Mit einem „Heil Hitler!" 3o,r riloß Kreisgeschäftsführer Schroder seine kurze 1880' der blr^radje. Bei musikalischen Darbietungen oer- !jr i4>:e man noch einige Zeit in gemeinsamer Unter- KM- 6,^ Wirtschaft. Frankfurt still. Fran kf urt a. M., 14. Aug. (WTB.-Drahtmel- dung.) Auch zum Wochenbeginn hatte die Börse noch kein verändertes Bild. Die Sonntagsrede des Reichswirtschaftsministers hinterließ einen sehr günstigen Eindruck, hatte aber, vermutlich infolge der Kürze der seitdem vergangenen Zeit, noch keine Kunden- orders heroorlocken können. Da sich nun die Kulisse am Freitag und Samstag in Erwartung jener Orders mit Aktien eingedeckt hatte, entstand hier ein gewisser Druck, der verschiedentlich zu Tauschope- rationen von Aktien in Renten und zu einer uneinheitlichen Äursgeftaltung führte. So waren am Montanmarkt neben einem Iprozentigen Gewinn Don Ilse Verluste festzustellen bei Harpener minus 0,40 Prozent, Mannesmann minus 0,75 Prozent, Phönix minus 1,25 Prozent, zu denen auch Berichte über die unbefriedigte Laae des Röhrengeschäfts bei- getragen haben mögen. Am Chemiemarkt lagen IG. 0,75 Prozent niedriger, Scheideanstalt behauptet. Einem Gewinn von 0,25 Prozent bei AEG. standen 0,50prozentige Verluste bei Licht & Kraft und Siemens gegenüber, während AG. für Verkehr 1,50 Prozent fester notierten. Im Verlaufe konnte sich weder das Geschäft nennenswert beleben, noch die Kurse einheitlich gestalten. Stahlvereinsaktien er- chienen 1 Prozent schwächer, dagegen Akkumulato- ren 2,50 Prozent befestigt. Licht & Kraft konnten >ch um 1 Prozent erholen. Daimler kamen 0,25 Prozent hoher zur Notiz, während IG. erneut nach- gaben und Reichsbank 0,50 Prozent verloren. Am Renten markt eröffneten A »besitz 0,40 Prozent niedriger, Neubesitz unverändert, während päter Reichsschuldbuchforderungen ca. 0,25 Prozent über Samstag lagen. Von Jndustrieobligationen waren Stahlvereinbonds 0,13 Prozent, Reichsbahn- Vorzugsaktien 0,40 Prozent gebessert. Am Pfand- briefmartt lag sehr wenig Interesse vor, Liquida- tionspfaiibbriefe waren teilweise eher etwas abge- chwächt, Goldpfandbriefe und Kommunalobligationen meist ziemlich unverändert. Ebenso wenig Ge- chäft war in Staats- und Stadtanleihen festzustel- len, auch hier ergaben sich gegen Samstag nur feiten geringe Kursunterschiede. Von Auslandsrenten warerl Zolltürken exkl. Koupon knapp behauptet. Der Satz für Tagesgeld stellte sich auf unverändert 3 Prozent. frankfurter Schlachtvichmarkt. Frankfurt a. M., 14. Aug. Auftrieb: 1230 Rinder (397 Ochsen, 75 Bullen, 325 Kühe, 409 sarsen), 405 Kälber. 33 Schafe. 3731 Schweine. Es wurden notiert: Rinder: Ochsen: Doll» fleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (lungere) 29 bis 32 Mk., (ältere) 25 bis 28 sonstige vollfleischige 20 bis 24; Bullen: jün- vDllfleischige, höchsten Schlachtwerts 27 ni c-s «J01!1'.9, vollfleischige oder ausgemästete 23 bis 26; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 24 bis 27, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 20 bis 2-3, fleischige 16 bis 19 gering genährte 12 bis 15: F ä r s e n (Kalbinnen): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 29 bis 33, vollfleischige 26 bis 28, fleischige 22 dis 25. — Kälber: beste Mast- und Saugkälber 36 bis 40, mittlere Mast- und Saugkälber 30 bis 35, geringere Saugkälber 25 bis 29, geringe Saugkälber 18 bis 24. — Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfd. Lebendgewicht 42 bis 45, von etwa 160 bis 240 Pfund 41 bis 45, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 40 bis 44, fleischige Schweine unter 120 Pfund 37 bis 43 Mk- — Marktverlauf: Rinder ruhig, nahezu ausverkauft; Kälber und Schafe ruhig, geräumt; Schweine mittelmäßig, ausverkauft. Fußball'Ergebniffe der Gießener Mannschaften. Aus Anlaß des 25jährigen Bestehens des VfB. fand auf dem Waldspvrtplah eine Reihe von Fuh- ballwettspielen statt, in denen recht guter Sport gezeigt wurde. Den Iubiläumspreis der Stadt Gießen konnte nach den Dorkämpfen am Samstag der FC. ^Teutonia" Watzenborn - Steinberg" im Spiel gegen die 1. Mannschaft der Spielvereini- gung Leihgestern mit 7:1 Toren an sich bringen. Die Liga des VfB. unterlag gegen die ausgezeichnete Vertretung des VfB. Kurhessen-Marburg mit 0:6 Toren. Die 3. Mannschaft des VfB. gewann gegen die Zweite der Sportfreunde Wetzlar mit 2:0. Die 1. Jugend konnte mit 3:1 gegen die 1. Zugend des VfB. Kurhefsen^Marburg siegreich bleiben, die Schüler des Plahbesitzers verloren aber gegen die Schüler der Kurhessen mit 1:4 Toren. Die Mannschaften derSpielvereinigung 1 9 0 0 weilten am Sonntag auswärts. Zur allgemeinen Ueberraschung muhte d e Liga der Spielvereinigung in Alsfeld eine knappe Riederlage mit 1.2 Toren hinnehmen. Die Reserve verlor gegen die Alsfelder Reserve ebenso knapp und zwar mit 4:5 Toren. Die dritte Maimschast der Spielvereinigung blieb gegen Wißmars Erste mit 5:4 siegreich. Wettervoraussage. Das Hochdruckgebiet ist wesentlich zusammenge- chrumpft und hat sich Östlich verlagert. Indessen brei- tet sich die Inlandstorung weiter nach dem Festlanöe aus. lieber dem Kanal und Nordfrankreich hat sich ein Teilwirbel gebildet. Die Stabilität der Weiter» läge ist damit gefährdet. Bei wechselhafter Luftzufuhr ist daher mit dem Aufkommen lokaler Gewitterstörungen zu rechnen. Aussichten für Dienstag: Teils heiter, teils bewölkt, Temperaturen schwankend, totale Ge- witterstörungen. Lufttemperaturen am 13. August: mittags 20,5 Grad Celsius, abends 15 Grad; am 14. August: morgens 12,8 Grad. Maximum 20,6 Grad, Minimum 7 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 13. August: abends 24,2 Grad: am 14. August: morgens 16,4 Grad Celsius. — Sonnenfcheindauer 11/4 Stunden. Verantwortlich für Politik: L V.: Ernst Blumfchetn. Nachdruck verboten! 9. Fortsetzung. 5088V den Publikumverkohr 04774 Lichtspielhaus ■ Gießen 5089 C 4996 A Ab heute Montag: Rasenbleiche derThea Roland Gießen, den 14. August 1933 04770 nerstallund Hühner- Hindenbnrgwall 14 innigsten Dank aus. Minna Jendt Gießen, den 12. August 1933. Vereine Manufaktur-Branche! ‘095 D Familien-Drucksachen aa . Verlobungsanzeigen ZIUlöV477»Goethestr.63 HI. Wegzugshalb, bill.z. öerfi behagl.Wohnz., 1 Klavier, 1 Schreibt, m. Anis., 2 vollst. 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Am meisten kränkte es die Dame, daß die Schwiegertochter so gar kein Interesse für ihren Haushall besaß, obwohl die beiden Mütter dem jungen Paar das Nest mit größter Liebe und Sorgfalt ausgestattet hatten. _ Dem kostbaren Blüthnerflügel im Damenzunmer widmete Magussi ihre meiste Zeit. Biel wurde sie auch in Anspruch genommen von Lilo v. Konsilius, die sehr neugierig war, zu sehen, wie die Ehe der Freundin sich. entwickelte. Im Grunde ihres Herzens gönnte sie Magussi diese äußerlich so glänzende Heirat nicht — fnum einen Wunsch brauchte sich Magussi zu versagen, wahrend, sie, Lilo, anfangen mußte, zu rechnen, da ihr Verbrauch das Erlaubte weit überschritt. Das verstimmte sie sehr, und dazu kam noch ein zweites in ihren Beziehungen zu Kurt v. Langen war eine leichte Abkühlung eingetreten — von ihrer Seite allerdings nicht — aber er war nicht mehr der feurige Liebhaber wie ehedem. Oft ließ er auf sich warten und hatte dann allerlei leere Entschuldigungen, sie merkte es wohl, und es kränkte sie in ihrer Eitelkeit, daß sie nicht mehr die Hauptsache in seinem Leben war. Hatte eine andere sie verdrängt? Sie ließ die Damen, die sie kannte, im Geiste an fid) vorüberziehen — es war eigentlich keine darunter, die sie zu fürchten hatte — bis auf Matzussi, und die war ja nun verheiratet — also kam die Freundin überhaupt nicht in Betracht. Dennoch lebte in ihr eine gewisse Eifersucht und Mißgunst auf Ma- guffi, deren eigenartige Schönheit allgemein besprochen und bewundert wurde, und das konnte sie nicht gut ertragen, sie wollte immer die erste sein! Ein wonniger, warmer Maitag war es, ein Blühen, ein Duften und Drängen ringsumher, daß es die Seele mit Unruhe erfüllte. Das große Fenster von Magussis Empfangsraum stand weit offen, und der süße Duft des Flieders, strömte in schweren Duftwellen herein. In angeregtem Geplauder saßen Magussi und Kurt v. Langen sich gegenüber. Der Baron hatte bei dem jungen Paar Besuch gemacht, und da Eduard Weiser die Gewißheit bekommen, daß er nicht den geringsten Grund hatte, irgendwie eifersüchtig auf ihn zu fein, waren ihm die gelegentlichen Besuche Kurt v. Langens, der ein glänzender Gesellschafter war, nur angenehm. An diesem Sonntagvormittag hatte Magussi ihn allein empfangen, da ihr Gatte wegen einer unvorhergesehenen geschäftlichen Angelegenheit nach der Fabrik gefahren war. „Wann endlich darf mein Bruder auf den langst versprochenen Besuch der Herrschaften in Gerlitz rechnen?" fragte Kurt v. Langen. „Er hat mir auf- Günstige Gelegenheit zum Erwerb eines Manufakturwaren-Geschäftes nebst modern eingericht. Geschäftshause in bester Lage des Landstädtchens Lich (Oberhessen). „Magussi, erwachte Liebe gibt ihr erst die Seele, die Vollendung — das Letzte! Und das will ich in d'r wecken, in dir wachküssen — du mußt mich lieben lernen —" , ,, „ Wie eindringlich, wie flehend er sprach! Seme ganze Art rührte fie; das hatte sie gar nicht in dem nüchternen Verlobten gesucht. Diel wollte er ihr geben, gefährlich viel für ihn — und für sie doch nicht genug. Er konnte ja nicht ermessen, wie tief leidenschaftlich ihre Liebe zur Musik war und wie groß ihre Sehnsucht, auf der Bühne zu stehen und die Heldinnen zu verkörpern und ihnen Blut und Leben emzu- ^Angst erfüllte ihn, daß sie sich dennoch von ihm lossagen würde. Ihr liebliches Gesichr war so ver- chlossen. Er nahm ihre Hand — „nicht wahr, Magussi, du siehst ein, daß eine Trennung Zwischen uns ganz unmöglich ist? Einen solchen Skandal, ja, ich muß das harte Wort gebrauchen — den können wir unseren Eltern nicht antun — Eindringlich stellte er ihr alles vor, und sie sah auch ein, wie recht er hatte. Wie der Klatsch sich ihrer bemächtigen, wie die Mutter meinen, der Vater toben wurde! Er wurde sie vor den Altar schleppen, und dort ,nein ZU sagen, das wäre unmöglich, wäre übelste Kmotragodie ge- ^Ach tausend Rücksichten fesselten sie. Wieviel leichter hätte sie es gehabt, stammte sie aus einer unbekannten, kleinen Familie! Da hatte sie einfach ihren Neigungen folgen können, weil sie sich ja doch auf sich selbst hätte stellen müssen. Aber sie saß behütet, verwöhnt im Elternhause, um dann im Hause des Gatten wieder behütet und verwöhnt zu werden — hinter vergoldeten Gittern, und das reiche, bunte Leben flutete an ihr vorüber. Und Tag und Nacht träumte sie von den Triumphen die sie feiern könnte durch das Gottesgeschenk in ihrer Kehle. Sie war so lebenshungna, die junge Magussi, und doch so empfindungszart, daß die leiseste Berührung von fremder Seite sie schon zuruckschau- dern ließ — für einen ernstlichen Lebenskampf war sie nicht stark genug. Eduard sah ihr nachdenkliches Gesicht; er glaubte, seine Worte hätten sie überzeugt, und er sprach weiter zärtlich werbend und überredend, — „Magussi, wenn wir in Italien sind, dann sollst du dort bei einer ersten Gesangsmeisterin Unterricht nehmen — solange du willst!" „Wirklich?" _________________________ Freudig überrascht sah sie ihn an; bas hatte sie nicht erwartet - Eduard war doch rührend gut! — Und er war glücklich, daß es ihm gelungen war, zum ersten Male eine wirkliche Freude in ihr ZU wecken, und er sprach und sprach, um ja keine Gegenreden aU6?inemtoodeIgingen aber zum Teil an 'hr vorüber- zu sehr war sie mit ihren Gedanken beschäftigt. Ein wenig leichter war ihr zumute; endlich hatte sie ihm gesagt, was ihm zu sagen ihre Ehrlichkeit und Wahrheitsliebe ihr vorgeschrieben. Dennoch war sie dadurch um keinen Schritt weiter gekommen. Eduard hatte gar nicht daran gedacht, ihr die so heiß ersehnte Freiheit zuruckzugeben, obwohl siel ihm erklärt, daß sie ihn nicht liebe. Sollte sie darauf bestehen? Ach, das war doch unmöglich. Und sich die Freiheit nehmen? Noch unmöglicher. Ihre ganze Erziehung sträubte sich gegen et= was Gewaltsames — sie war eben zu sehr bürgerlich ^'unb^ann gingen ihr Silos Worte durch den Sinn — als Frau würde sie viel mehr Freiheit und Selbstbestimmungsrecht haben als bisher, wo der Vater jeden ihrer Schritte beobachtete und sie wie ein unmündiges Schulmädel hielt. Es war, als ob dieser Gedanke sie beruhigte und stärkte; im Grunde war sie ja zaghaft und ernstlich gar nicht imstande, die letzten Folgerungen aus ihren Wünschen zu ziehen. 7. Kapitel. Nun war Magussi Eduard Weisers Frau geworden, damit der Bestimmung des Vaters folgend, — aber ihren Gedanken und Wünschen hatte er nicht gebieten können, und die gingen unverändert dem einen Ziele zu — ihrer Kunst! Und jetzt mehr denn je, da ihre Stimme in glänzender Schulung gewesen. . Die italienische ©efangsmeifterm, der sie vorge- fungen, war davon begeistert gewesen und ebenso- ehr von der zarten, blonden Schönheit Magussis. In ihrer südländischen, lebhaften, temperamentvollen Art hatte sie ihrer Begeisterung auch Ausdruck gegeben und nur bedauert, daß die Signora nicht ein ganzes Jahr ihre Schülerin sein konnte, — acht Wochen, was war das! Aber es war doch so viel gewesen, um Magussis silberklare Stimme staunenerregend weiter zu entwickeln und zu vervollkommnen, so daß sie die beste Schülerin ihrer Lehrerin war. Denn selbstverständlich hatte sie nach Rückkehr von der Hochzeitsreise ihre Gesangsstudien nicht einschlafen lassen, sondern sie bei ihrer früheren Lehrerin, Frau Professor Schülein, neu ausgenommen. Eduard Weiser hatte seiner jungen Frau em großes Opfer gebracht dadurch, daß er den ganzen Plan der Hochzeitsreise geändert und ihr und ihren Studien zuliebe in Mailand geblieben war. Aber sie zeigte ihm ihre Dankbarkeit in einer so innigen Weise, daß er doch wieder ausgesöhnt war. Und er hatte die Hoffnung nicht aufgegeben, sich ihre Liebe zu erringen. __________ getragen, den Herrschaften zu sagen, daß er sie nach, ten Sonntag bestimmt erwartet. Und jetzt gerade ist es herrlich draußen —" Gerne gab Magussi ihre Zusage. Frau v. Konsilius erzählte mir, daß Gnädigste noch immer so eifrig die Gesangsstunden pflegen. I Und ich glaubte, Ihre Künstlerträume seien durch | die Ehe begraben!" „Begraben?" Magussi schüttelte den Kopf; „muß die Ehe denn so ernüchternd wirken?" „Gewiß nicht! Im Gegenteil! Doch ich glaubte,; Ihr Herr Gemahl hüte Sie, seinen kostbaren Schatz, so ängstlich, daß er mit nichts, auch mit der Kunst nicht, teilen würde. Ich urteile nach meinem Emp- finden —" „Es kommt niemand zu kurz!" Sehr knapp und zurückhaltend lautete ihre Antwort, und er fühlte, daß es ratsam war, von diesem Gesprächsgegenstand abzugehen. „Was sagen Gnädigste, daß ich jetzt auch ent- schlossen bin, mich der Kunst zu widmen?" Um seine Mundwinkel spielte ein verstecktes Lächeln. Ueberrascht blickt fie ihn an. „Ich werde in einem großen Spielfilm mit auftreten. Und zwar zu Pferde, als Reiter im roten Frack! Zufällig las ich eine Anzeige, derzufolge Herren, die sehr gut reiten können, gesucht werden. Scherzeshalber meldete ich mich und schloß mit einem glänzenden Spielhonorar ab, — wie stolz werde ich auf dieses erste selbstverdiente Geld sein! Ich weiß nur noch nicht genau, wie ich es anlegen soll, — ob in einer Reise um die Welt, oder ob ich ein Rittergut kaufe und meinem Bruder im Kartoffelbauen Konkurrenz mache —" Sie mußte über seine humorvolle Art lachen. „Auf jeden Fall sind Sie schon weiter als ich, Baron. Ich muß mich noch mit dem frommen Wunsch begnügen. Es wird mich sehr freuen, wenn ich Ihre Kunst auf der Leinwand werde bewundern können." „Sobald Herren mit eleganter Garderobe und tadellosem Frack und Claque gesucht werden, werde , ich mich wieder zur Verfügung stellen! — Ja, ja!“ j Und in Selbstironie fügte er hinzu: „Eine angemessene Beschäftigung für den Sohn meines Täters." Ernst sah sie ihn an. „Es liegt doch lediglich an Ihnen, Baron. Hätten Sie eine Lebensaufgabe, die Sie ganz ausfüllte, jo würden Sie auch vollbefriedigt von Ihrem Dasein fein!" Er lachte. „Ich bin es auch so, Gnädigste, auch ohne die mich ,ganz ausfüUenöe‘ Lebensaufgabe." k Gegen ihren Willen mußte sie mitlachen. „Unverbesserlich sind Sie, Baron!" Dann aber sagte sie em- fter: „Meinem Mann wäre es nicht gegeben, so in den Tag hineinzuleben wie Sie, Baron, — todunglücklich würde er sich fühlen!" (Fortsetzung folgt.) Wtlteln für den engeren Bezirk Gießen von einer bereits langjährig u. bestens eingeführten Birina zur sofortigen Einstellung gesucht. 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E — m e (9 B •e (9 B'2 ’-eS oCV ■c 3 o er. 3 ' ■E 3 19 ° m 3 = cy © o a3 S*e to --E=> aC-2- OQo E69 S E e -e ■— o ©-e el9 EH tu C ~3? HÄ-19 = - 3 -SeS55 LN-> c= 5 3-cx o c a »»-■- — c e = E A 3 = •re 3 o :O uO Ho ge^en Süden. Weni )er Zeit war, von blasenden = ° sT K = in -CSE. er c :a N- L c y-® -H—„S- :r(9 u&es Le SS 2 :Q = <9 = 3^ ex tl© E ZA 3 55 Cd». h'E 3 ZT e g .= =^toE Ou — 5j ä — gQ e o i» = § = .— c § 2 3 E ~ := efr-H a = ^ B*t>o -o z~> tu o — s; i- frG*— Q t, Z _g q) Z ** .r E "Z 5 EeÄ ® |*'5 LL3DZLZZ — c _c O e-°© 19 2_sö - Z O t) O E >E®€e a.e« (9 . -e 3 **"" os «; X z = o — ,., E. = <5^ fr H.EQ © I 2 = e" O5~ »- c' 3 =© S; C :<5 Hä © —c ö e=~® SA o u e . 12 2 e-z: 19" c Er 5 -« 6*QfBgg| = E' LZZstZsLL c e e «■§ § ’c 05 3 A E -R 2-'~ 5 2 o c b J2 o r*i 2 3 s « eE fr =S «, "c A *=H Q© u = ® S€a = 'a ^O.T a>W _ 57-E-3 , 5 C - M 3- .o? ’S—' ex, = g A to c o fr M C ’o ss« ä5"ShS o c e E E E 35 40^ £ Ql C 3 3 El ■z c EÖ o» ."3 'k> 8 c© — E or --A ti»; = o oA 05 . 14 3 o§ It9K E 41 ® c 05 B€§ = -'S ca S» N <5) 3 S^(9 ■° e 22 3 u- 5 S-3 ö i- E ö - u. - E.4Q - = e ä -c -C c c o S; 0X3 3 3 c o ilfus TidfUa^^ov M Almbach Im Obenoalb 1933 0»m, ms ■ Gießen 5089 C jagover * spannenden und । Film-Komödie euer tehmann 1 ipier, Pau' Heidemann „.Uta-Ton*11* Perlon tz-s I Verein® mS*Ä em Mck Ireunde ?zubea«hen' H=l”='hä Ä je R^' .y. BüdyS «tfSten- reuen1?. 1(101 nWort /ächspflanzeo- reuen111 4_, <;rol. t» cirsm3' e-äT •*< 8~ = •es m -s-sr 05 ganze Häuschen H ui schmettert dazu aus voller H. m H D E O 19 cs 8 053 osH m C? m in 3 = •e •E* m e* &i 2 (9 o - •ti c D in E O Sfr 3 3« 3 C -b O in 2 c -E fr O 5D 19 o o E SZ e. = :Q m 2 6 CQ 3 e 3 55 (9 19 c?(9 :cht locker läßt. ■E •e-e c eine Rand C to- in HS? 19 E A 3 ■e D in c in m o E •e c in *e L> — r- C4 V. ZZZK pto-6* -N . c h Ee ^.5 ---- m r~3. <3 L, >© 2 m 3 40 3 3« s? lO E ^.55 C i>~ u, E •< c r 3 £ -° *” wtoH.= Z.2 A x=> -—19 H-G' o = 3 o H© C u. dO-' O t3 £€ «4 "3 s? c oH -H=I. to £r M 3 _H bZH cs 2 3 3 - ■ ©Hi2 uES- ZHto fr c :O 3 KkZ = 19-E "E" o. Vl2E ■ c :o £ Z-N «A-9. c-S'Z EH 3 3 tu .E x E c o o .E^c 2 3§c , 33 S S'g 3 2 E r> E ec?e — _ -q 4D--~l- „C 3 3 . 2 <14 El 4° 3 — eri c 3 O u, •- , 3 t»10 3 C 3 E Z 4SH E 319 5 \*E 3 .E€u to§^; £cS H-e-h öH" 3 C —C? 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