1 Nr. 62Krüha«ssabe 185. Jahrgang Dienstag, 14-März 1933 3 Dr. Werner zum hessischen Staatspräsidenten gewühlt Aufruf der neuen hessischen Regierung Dr. Werner. Dr. Müller. 21nnoi)me von äiijcigcit für die Tagesnummer bis zum Nachmitlag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspsennig; für Re« klamean eigen von 70 i m Breite 35 Neichspfennig, Platzvorschrift 20' , mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Derantworilich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr H.THynot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil i.D.TH.Kümmel sämtlich in Giegen. programmatische Erklärungen des neuen Staatspräsidenten Bestandteile lahm gelegt wird. Aber das Volk darf sich darauf verlassen, daß nichts vergessen wird, wenn auch die Ordnungs- und Reinigungsarbeit Monate in Anspruch nimmt. Ordnung und Reinigung sind die Absicht der Regierung, nicht kleinliche Rache, die unser unwürdig wäre. Die Regierung wird in einem höheren Sinne Gerechtigkeit üben, die jedem das Seine gibt und auch den Gesinnungsdruck, der unter dem alten System aus der Beamtenschaft lastete, durchaus berücksichtigt. 3n zielbewußtcr zäher Arbeit soll ein Staatswesen aufgebaut werden, das unserer nationalsozialistischen Idee entspricht. Darmstadt, 13- März 1933. Hessisches Gesamtministerium. Dieses Gesetz tritt mit dem Tage der Verkündung in Kraft. Es tritt am 1. Oktober 1933 außer Straft. Die Sozialdemokraten enthalten sich der Stimme. Abg. Boehm (dntl.) gibt der Erwartung Ausdruck, daß die Regierung im Besitze dieser Ermächtigung nur Maßnahmen treffen möge, die sich in der gleichen Richtung bewegen wie diejenigen der Reichsregierung und keine A o dnun- gen getroffen werden, weoer auf wirtschaftlichem, noch auf sozialem Gebiet, die mit der Auffassung der DDDP. nicht vereinbar seien. Annahme des Haushalts. - Vertagung bis 1. Okt. 1933. Anschließend wird der Staatsvoranschlag 1933, das Finanzgcseh mit der Anleihe-Ermächtigung in erster und zweiter Lesung bei Stimmenthaltung der Sozialdemokraten angenommen. Eine Ctatbe- ratung findet also in diesem Iahr nicht mehr statt. _ Abg. Klo st ermann, der neue Fraktions- sührer der RSDAP., betont in einer Erklärung, daß die Rationalsozialisten den Haushaltsvoranschlag 1 9 3 3 annehmen, um der Regierung die Möglichkeit zu geben, ihre Arbeit sofort aufzunehmen. Die von unserer Seite geplanten Verwaltungs- und Ersparnismaßnahmen werden im Verwaltungs- und Derordnungsweg durchgeführt. Damit ist die Tagesordnung erschöpft und der Landtag vertagt sich gegen 16.30 Tlhr bis zum 1. Oktober 1 933. Darmstadt. 13. März. (WER.) Die neue hessische Regierung erläßt am Montagabend folgenden Aufrufe Volksgenossen im Lande Hessen! Endlich hat der Wille der Mehrheit der hessischen Bevölkerung seine Erfüllung gefunden. Das Sh st m vom Rovember 1918 ist auch in Hessen enogültig beseitigt und- durch eine aus der nationalsozialistischen Bewegung hervorgegangcne Regierung erseht. Getragen von dem Vertrauen des Volles, ist die neue Staatsregierung gewillt, die Schäden der Vergangenheit bis ins Letzte auszutilgen. Diese Ausgabe ist nach 14jähriger Zersetzung und Durchsetzung des Staates durch die Parteien des alten Systems nicht leicht- Sie wird deshalb einige Zeit in Anspruch nehmen, zumal das Voltsinteresse fordert, daß nicht der Staats- apparat durch gleichzeitige Wegnahme zu vieler WSR. D a r m st a d t, 13. März. In einer Unterredung mit dem Hauptschriftleiter des „Darmstädter Tagblatts" äußerte sich Staatspräsident Dr. Werner über die A u f f a s s u n g und Absichten der neuen Regierung u. a. wie folgt: Wir werden, nachdem wir jetzt die Regierung übernommen haben und nachdem jetzt iic Ruhe im Lande wiederhergestellt ist, ohne Zögern an die Arbeit gehen. Aus die Frage nach dem Problem Bundesstaat oder Einheitsstaat erklärte Dr. Werner: Ich bin Föderalist aus Ueberzeugung, aber doch nicht in dem Sinne, daß ich mich unbedingt für eine Erhaltung der Länder in der bisherigen Gestalt einsehen könnte. Die dynastischen Beweggründe, die bei der Gestaltung der Länder in der Geschichte vielfach eine Rolle gespielt haben-, sind ja in Fortfall gekommen, und so scheint mir eine Reugliederung des Reichs nach Stämmen die gegebene. Damit ist, soweit es uns hier in Hessen angeht, keineswegs gesagt, daß nun etwa Frankfurt zwangsläufig die Hauptstadt eines neuen Landes Hessen werden müßte. Ich bin im Gegenteil ein ausgesprochener Gegner der Konzentrierung der Bevölkerung in wenigen Großstädten. Ein schwieriges Problem stellen die Finanzen des Landes dar. Wir werden selbstverständlich den größten Wert legen auf eine möglichst einfache, saubere Verwaltung. Trotzdem wird man damit rechnen müssen, daß sehr große Einsparungen im Etat kaum noch möglich sind nach den Einschränkungen, die in der vorausgegangenen Krisenzeit ja schon erfolgt sind. Immerhin hoffe ich, daß es gelingen wird, den Fehlbetrag des hessischen Staates in absehbarer Feit wegzubringen, da wir erwarten, daß das Reich seinen alten Verpflichtungen, die es dem Lande Hessen gegenüber hat, nachkommen wird. Ich denke dabei in erster Linie an die Verpflichtungen, die aus der älebernahme der Eisenbahn durch das Reich entstanden sind. Ich bin selbstverständlich ein unbedingter Anhänger eines gesunden Berufsbeamten- t U m s. Die neue Regierung wird unter gar feinen Umständen daran denken, an die Grundlagen des Berufsbeamten- t u m s und an die in dieser Beziehung bestehenden gesetzlichen Bindungen zu rühren. Ich denke, erklärte Dr. Werner, auch nicht daran, etwa nun alle eingearbeiteten Beamten aus irgendwelchen politischen Gründen in die Wüste zu schicken. Wo die bisherigen Inhaber von Beamtenstellen aus zwingenden Gründen entfernt werden müssen, werde man, abgesehen von begründeten Einzelfällen, qualifizierte Berufsbeamte an ihre Stelle sehen. Zu der Frage des Hessischen Landestheaters sagte Dr. Werner, daß er der Auffassung ist, daß das Hessische Landestheater unter seiner bisherigen Leitung seinen Aufgaben nicht gerecht werden kann und er daher in dieser Beziehung als ld eineAende- r u n g eintreten lassen werde. Zum Schluß betonte u.. Staatspräsident, daß ihm selbstverständlich sehr viel an einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit de r hessischen Presse liege. Um die Verbindung ständig zu halten, wird die staatliche Pressestelle, die wir möglichst mit einem erfahrenen Iournalisten besehen werden, erhalten bleiben. Ich bin mir der Schwere der Aufgaben, die ich übernehme, und der Verantwortung vor Staat und Volk voll bewußt. Ich werde daher auch nicht empfindlich fein gegen eine sachliche Kritik. wir wollen einen neuen nationalen staatlichen Aufbau und rechnen dabei auf die Unterstützung aller Kreise des Volkes, die gleich uns in der nationalen Einstellung des Staates und der Regierung die unerläßliche Voraussetzung für jeden Wiederaufbau sehen. Kundgebungen vor dem Landtagsgebäude. Huldigungen für die neue Negierung. WER. Darmstadt. 13. März. Dor dem Landtagsgebäude hatte sich heute eine unübersehbare Menschenmenge angesammelt, die beim Erscheinen des neuen Staatspräsidenten Prof. Dr. Werner mit dem Innenmini st er und den sämtlichen nationalsozialistischen Füh- C"*1 a-T i s - e - ~ ? v- - $3-0 T» 2.7« 2,° K * 0 ' 3 Ja 2?=n;§ ■ - ' a 3=5' 3 - a "5 = 2 3» • To rem diesen eine begeisterte Ovation darbrachte. Gauleiter Sprenger erklärte, soeben habe die alte Regierung Adelung—Kirnberger ihr Amt endgültig niedergelegt und an ihre Stelle seien Männer der nationalen Freiheitsbewegung getreten. Unter dem neuen Staatspräsidenten Dr. Werner und Innenminister Dr. Müller werde das hessische Volk nunmehr einer besseren Zukunft entgegensehen. Staatspräsident Dr. Werner erinnerte daran, daß er vor etwa 25 Iahren schon als Kämpfer des völkischen Gedankens nach Worms verseht worden sei. Heute stehe er als Mitkämpfer Adolf Hitlers auf diesem Platze als hessischer Staatspräsident. Er erinnerte daran, daß er 1919 im Hessischen Landtag prophezeit habe, dis schwarz-weiß-rote Fahnewerde einst wieder auferstehen. Heute flattere sie auf Wunsch des Reichspräsidenten und des Führers Adolf Hitler neben der Hakenkreuzfahne auf ungezählten Gebäuden. ZrfiN Schluß dankte Staatspräsident Dr. Werner allen, die au dem Siege der nationalen Wiedererweckung beigetragen haben. Brausend hallten die dreifachen „Sieg-Heil-Rufe" der Tausende über den weiten Platz, in dessen Mitte das Wahrzeichen Darmstadts die Hakenkreuz- und Schwarz-Weiß» Rote Fahne trägt. Innenminister Müller ergriff ebenfalls das Wort und skizzierte die seiner harrenden Aufgaben auf dem Gebiete der Polizeisicherheit, der Volksgesundheit und der Iustizpflege. In der Gesetzgebung müsse deutscher Gei st und deutsches Volksrecht ausgeprägt zum Ausdruck kommen. Schwer sei die Arbeit, die ihm als Finanzminister bevorstehe, aber der Führer habe ihn auf diesen Posten gestellt und er werde ihm getreulich dienen. Landtagspräsident I u n g richtete ebenfalls einige Worte an die Versammlung, die nach der Rede des Staatspräsidenten das „Horst-Wessel- Lied" und zum Schluß das „Deutschlandlied" entblößten Hauptes sang. Am Abend veranstalteten die Rationalsozialisten einen großen Fackelzug durch die Straßen der Stadt und eine Kundgebung, bei den Gauleiter Sprenger sprach. Ehrungen in Butzbach. Butzbach, 13. März. (Lpd.) Am RHontag- abenb fand hier eine Kundgebung für den neuen hessischen Staatspräsidenten Professor Dr. Werner (Butzbach) statt. Vor dem Rathaus hatte sich die SA. und eine große Menschenmenge versammelt. Vom Balkon des Rathauses feierte der Bürgermeister den neuen Staatspräsidenten als Menschen, Bürger und Vorkämpfer der nationalsozialistischen Bewegung und teilte mit, daß der Magistrat dem Reichspräsidenten v o n Hindenburg, dem Reichskanzler Adolf Hitler und dem neuen hessischen Staatspräsidenten Professor Dr. Werner das E h r e n b ür ger- recht verliehen habe. Staatspräsident Dr. Werner dankte und gab seiner Verbundenheit mit seiner ober* hessi/schen Heimat in bewegten Worten Ausdruck. 0r. Best Gtaatskommiffar für Polizeiwesen. Darmstadt, 13. März. (WEN.) Auf Grund einer Verordnung des hessischen Gesamtministeriums vom heutigen Tage ist Regierungsrat Dr. Werner Best, bisher Sonderkommissar für Polizciwesen, 3um Staatsfommiffar für das Polizei- weseninHessen eingesetzt worden, dem die einheitliche Bearbeitung aller das Polizeiwesen sowie aller den Volksschutz, die Jugendertüchtigung und die Sicherheit des Landes betreffenden Angelegenheiten übertragen werden. Der Staatskommissar ist unmittelbar dem I n n e n m i n i ft e r unterstell'. Verbot der sozialdemokratischen presse in Hessen. Frist zur Waffenablteferung bis Mittwoch. Darmstadt, 13. Marz. (MSN.) Der Staatskommissar für das Polizeiwesen, Dr. Best, hat soeben angeordnet, daß auf Grund der Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze von Volk und Staat vom 28. 2. 1933 die sozialdemokratisch en Zeitungen in Hessen bis zum 19 März einschließlich verboten werden, um in den auf die Regierungsbildung folgenden Tagen zu verhüten, daß durch die Herausforderung der nationalen Gefühle der Bevölkerung die öffentliche Ordnung und Sicherheit gestört werde. Das Verbot trifft folgende Zeitungen: „Volksfreund" in Darmstadt, „Oberhessische Volkszeitung" in Gießen, „Offenbacher Abendblatt" in Offenbach a M., „Mainzer Volkszeitung" in Mainz. Ferner hat der Staatskommissar angeordnet: Warenhäuser und andere Geschäfte können von den örtlichen Polizeibehörden bis zur Frist von 24 Stunden polizeilich g c • schlossen werden, wenn durch die Bedrohung eines solchen Geschäftes die öffentliche Ordnung und Sicherheit gefährdet ist. Schließlich ordnet der Staatskommissar an: Alle im Besitz von Privatpersonen, die nicht Inhaber eines Waffenscheines sind oder der SA., SS., oder dem Stahlhelm angehören, befindlichen, zum Schießen gebrauchsfähigen Schußwaffen sind bis zum 15. März, 12 Uhr mittags, bei der örtlichen Polizeibehörde gegen Quittung zur Aufbewahrung zu übergeben. Wer diesen Anordnungen zuwiderhandelt iber zu solcher Zuwiderhandlung auffordert oder anreizt, wird, soweit nicht die Tat nach anderen Vorschriften Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Gietzener Familienbiälter Heimat «m Bild ■ Die Scholle monatJ:Bejugsprefs: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251. . Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Liehen. Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11886. WHP. Darmstadt, 13. März. Unter ungeheurem Andrang des Publikums vor" dem Landtagsgebäude und auf den Galerien eröffnete Vizepräsident W e d l e r die Sitzung des Hessischen Landtags zur Wahl des Staatspräsidenten. Der sc tyerige S.aats- präsident, Dr. Adelung, hat seinen Abge- ordnetenplah eingenommen. Die k o m m u n i st i - f cf) e n Abgeordneten sind, soweit greifbar, verhaftet worden. Abg. Iung schlägt namens der national- sozialistischen Fraktion den Landtagspräsidenten Prof. Dr. Werner vor. Abg. Zinnkann nominiert namens der sozialdemokratischen Fraktion den bisherigen Staatspräsidenten Dr. Adelung (Heiterkeit auf den Tribünen). Abg. Min.-Rat Hoffmann verliest namens der Zentrumsfraktion eine Erklärung, in der es u. a. heißt: „Um dem hessischen Volk Reuwahlen zu ersparen und möglichst rasch klare politische Verhältnisse zu schaffen, ist die hessische Zentrumsfraktion bereit, bei der Wahl des Staatspräsidenten Folgerungen aus dem Ergebnis der letzten Reichstagswahl zu Ziehen. Rach einer Aussprache mit den maßgebenden Stellen stimmt sie deshalb für den Kandidaten der RSDAP., in der Ueberzeugung, dadurch im Sinne der Verfassung zu handeln und in der Erwartung, daß die neue Regierung auch ihrerseits alles tut, um Ordnung und Rechtssicherheit zu gewährleisten und eine Befriedung der Bevölkerung herbeizuführen. Die Zentrumsfraktion wird die Regierung in allen Maßnahmen unterstützen, die das allgemeine Wohl fördern, christlichen Glauben und christliche Sitte in Schule und Oeffentl.chkeit verwirklichen, die Wirtschaft heben und mit dazu beitragen, unser deutsches Vaterland in seiner Macht und seinem Ansehen zu fördern. Abg. Döhm (Deutfchn.) erklärt: Wir Deutsch- nationale hoffen zuversichtlich, daß es den verantwortlichen Kräften der Reichsregierung gelingt, das ganze deutsche Volk einer besseren Zukunft entgegenzufüyren. Wir begrüßen es mit Genugtuung, daß dem deutschen Volke in allen seinen Schichten und Ständen wieder die Möglichkeit gegeben ist, sich frei und offen zu den glorreichen Farben Schwarz-Weiß-Rot zu bekennen und unter dieser Fahne für das zu leben und zu kämpfen, was wir für die Grundlagen eines gefunden Staatslebens halten, für Vaterland, Volk und Familie. In Hessen haben Rationalsozialisten und Deutschnationale nach dem Ergebnis der Wahlen vom 5. März zusammen die absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Auf Grund dieses Ergebnisses wdrde ich für den von den Nationalsozialisten vorgeschlagenen Landidaten zum Staatspräsidenten Prof. Dr. Werner stimmen. Bei der Abstimmung entfallen auf den Landtags- präsidenten Dr. Werner 45 Stimmen der Ralio- nalfozialisten, des Zentrums, der Deutfchnationalen und der Deutschen volkspartei. Dr. A d e l u n g , der selbst eine weihe Karte abgab, erhielt 15 Stimmen feiner 16 Parteigenosten. Dr. ID e r n e r ist also zum Staatspräsidenten gewählt. Vizepräsident kV e ck l e r beglückwünscht Dr. w e r n e r, der die Wahl annimmt, und wünscht seiner Arbeit im Interesse des hessischen Staates und des hessischen Volkes den besten (Erfolg. Oos neue Gefannmunsterium Staatspräsident Dr. Werner beseht mit Dr. Müller die Ministerbank und erklärt: „Rach der Verfassung habe ich nunmehr das Gesamt-, m i n i st e r i u m zu bilden. Als Staatspräsident und Minister des Aeußern übernehme ich zugleich die Leitung des Ministeriums für Kultus und Bildungswesen. Als meinen Vertreter berufe ich den Landtagsabgeordneten Dr. Müller, dessen Leitung die Ministerien der Finanzen, des Innern und der Iustiz übertragen werden. Ich bitte dementsprechend den Landtag, zu beschließen, daß das Gesamtministerium aus zwei Mitgliedern besteht und die Berufung des Aba. Dr. Müller in der vorgeschlagenen Art zu oestätigen." Ohne Gegenerklärung wird dem Antrag des Staatspräsidenten bei Stimmenthaltung der Sozialdemokraten Zustimmung erteilt. Oer neue Landtagspräsident. Als neuer Landtagspräsident wird der seitherige nationalsozialistische Fraktionsführer Gung (Worms), als Gegenkandidat wird der sozialdemolratiscpe Abg. Bürgermeister Delp vorgeschlagen. Abg. Iung wird mit 44 Stimmen zum Landtagspräsidenten gewählt. Mit einem dreifachen Heilgruß übernimmt er das Präsidium und erklärt, daß er das Präsidium des Landtages entsprechend der Geschäftsordnung objektiv zu führen verspreche. Er spricht dem neugewählten Staatspräsidenten die Eidesformel vor: „Ich schwöre Treue der Reichs- und Landesverfassung, Gehorsam den Gesehen und gewissenhafte Erfüllung meiner Amtspflichten." Dr. Werner bestätigt mit erhobener Schwurhand „Ich schwöre es". Oie Regierungserklärung. Staatspräsident Dr .W n e r gibt darauf folgende Regierungserklärung ab. „Die neugewählte nationalsozialistische Regierung des Hessenlandes ist der Ueberzeugung, daß die Reichsleitung unter der Führung Adolf Hitlers alles tun wird, um den Lebensbelangen der einzelnen Länder in UjW- ZZM-Z -Wß- ,n Wahrung eines gefunden Föderalismus zu entsprechen. Sie verzichtet deshalb an dieser Stelle, Forderungen an die Reichsregierung auf dem Gebiet der Westhilfe, des Finanzausgleichs und des Arbeitsbeschaffungsprogrammes, sowie der Eisenbahnschuldverpflichtung des Reiches zu erheben. Sie wird auch in der Losung innerhessischer Fragen den Gleichklang mit der Regierung der nationalen Erneuerung zu wahren wissen Christentum und Deutsch- t u m werden die Leitsterne der Regierung sein. Zur völkischen Erneuerung wird Sie Erziehungsarbeit das Deutschtum zum Ausgangs- und Endpunkt machen. Schmutz und Schund fallen auf allen Gebieten bekämpft werden. In einträchtigem Zusammenarbeiten der beiden groß-'N christlichen Konfessionen erblickt die Regierung eine der wesentlichsten Voraussetzungen des deutsch.n Aufstiegs. An alle Deutschgesinnten im Lande ergeht der Ruf, dieRegierungin ihrem Ans- bauwillen rückhaltlos zu unter st ätzen." (Lebhafter Beifall.) Oas Ermächtigungsgesetz. Der Landtag/ verabschiedet darauf in beiden Lesungen das Ermächtigungsgesetz: „Die Regierung wird ermächtigt, alle Maßnahmen im Rahmen der Verfassung zu treffen, die sie im Hinblick auf die Not von Volk und Land, sowohl zur Sicherung von Person und Eigentum, als c.uh aus finänzrechtlichem, wirtschaftlichem und loziUem Gebiet für erforderlich und dringend erachtet. j’j' sSZ , ti. o äCo) >^35°^ <3 2 o ss. c 3 " o l'TT. 0. 2 -0 ero 3» ,3'tgSs W.V .^2» ° "ä , - D 3-3= ? -ers a «5 - in**? e o 5 ^52-e 3 1 «1 X-3 er DT. Die zugelassenen Teilnehmer an der Staffel sind: Berliner Turnerschaft, ATV. 1845 Leipzig, MTV. Altenburg, MTV. 1879 München. ATV. Dresden und Turnerbund Stuttgart. — Fußball-Verbotan der Saar angedroht. Vorfälle in der ^-Klasse des Mittelsaarkreises, bei denen die Polizei einschreiten muhte und mit denen sich auch die Gerichte befaßten, haben die Regierungskommission des Saargebietes veranlaßt, sich an den Süddeutschen Verband zu wen-^ den. Die Kommission stellte für den Fall, daß nicht eine gründliche Besserung in der Disziplin der Vereine eintritt, ein generelles Fußballver- bot in Aussicht. Kurze Sportnotizen. Brunet - Ioly, das bekannte französische Kunstlaufpaar, wurde bei den französischen Meisterschaften für ein weiteres Iahr Titelträger. Philipp Holzmann .... Zementwerk Heidelberg Zementwerk Karlstadt.. Wayß & Freytag Kunst und Wissenschaft. Gründung eines internationalen Komitees zur Erforschung und Bekämpfung der Kreislaufstörungen. Auf der 6. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Kreislaufforschung in Würzburg wurde das im April 1931 im Lad-Nauheimer Kerckhosf-Jnftitut ins Leben gerufene Komitee, das sich die Erforschung und Bekämpfung der Kreislaufstörungen zur Aufgabe macht, als internationales Komitee zur Erforschung und Bekämpfung der Kreislaufstörungen gegründet. Der Gründungsakt, zu dem etwa 60 Vertreter des In- und Auslandes, darunter auch Amerika erschienen waren, erfolgte durch den Präsidenten des Reichsgesundheitsamles Geh. Regierungsrat Dr. Hamel. Auf Vorschlag der Amerikaner wurde zur ersten regulären Sitzung bes Komitees — Ende Juni 1934 — das KerckHoff- Institut in Bad-Nauheim bestimmt. Dem amerikanischen Komitee soll das Ehrenpräsidium dieser ersten Sitzung angeboten werden. Diese internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit ist für den Kampf gegen die von Jahr zu Jahr verheerender auftretenden Kreislauferkrankungen von größter Bedeutung. Beim Turner-Hallenfportfest Stuttgart gewann der Mittelrheinkreis das räteturnen gegen den Turnkreis Schwaben 415:404 Punkten. zu je 500000, 8 Gewinne zu je 10000, 8 zu je 5000, 32 zu je 8000, 4S zu je 2-300, 131 zu je 1000, 202 zu je 500, 672 zu je 400, und 100 Schlußprämien zuje 3000 2JL 60 Gow I,N« ,0 2000 -M. 123 579 11776 31462 32097 49762 50255 53048 102160 er.«1 s-k vtiloA' ?(im s>' »•«•"'S Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die Himer Öen Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe Der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskonl 4 o. H.. Rationale Schwimmwettkämpfe in Frankfurt. hervorragende Zeilen — Rekordversuche mißglückt. Vor ausverkaufter Halle startete der Erste Frankfurter Schwimm-Club am Sonntag ein nationales Wettschwimmen, das durchweg mit hervorragenden Zeiten aufwarten konnte. Wenn auch die beiden an- gemeldeten Rekordversuche von Poseidon Köln über 4 X 200 Meter Kraul und Göppingen 04 über 4 X 100 Meter Brust leider mißglückten, so schwammen die Göppinger mit 5:22,6 doch immerhin eine vorzügliche Jahresbestzeit heraus. Die besten Leistungen sah man im allgemeinen bei den Einzelkämpfen, bei denen in allen Klassen Sieger und Placierte durchweg nur um Zehntelsekunden differierten, so daß fast alle Rennen einen äußerst spannenden Verlauf nahmen. Das Hauptinteresse erregte natürlich der Mehrkampfmeister Leo Esser-Iserlohn, der im Kunstspringen auch seinen Gegnern weit überlegen war, ferner der Göppinger Weltrekordmann Schwarz im Brustschwimmen, dessen großes tech- 398304 Sn der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 2 Gewinn« ju 100000 M. 314448 2 Gewinne gu 10000 M. 133916 2 vewinne zu 5000 M. 334848 12 Gewinn« zu 3000 M. 56932 105064 207308 244836 289956 333064 60 Gewinne zu 2000 M. 14878 37702 41783 42620 Verbandsfpiel-Ergebniffe aus dem Gau Gießen-Wehlar. B e z i r k s k l a s s e l (Gruppe Lahn): 1900 Gießen — VfB. Gießen 1:3 (1:2): Wetzlarer SV. gegen Breidenbach 0:4; Wallau — Ockers- Hausen 1:1 (0:1). Bezirkstlassell: Weilburg — Sportverein Wetzlar II 4:2 (2:1); SC. Wehlar-Rieder- girmcs — Burgsolms 6:2 (3:1); Löhnberg gegen Oberbiel 5:3; Bissenberg — Biskirchen 4: 0 (1: 0); 1900 Gießenil — Laubach 7:0 (2:0); Lollar gegen Butzbach 5:3 (5:1); Ettingshausen gegen Steinberg 6:0 (3:0). Gauklasse I: Ulm — Allendors 2:0 (1:0); Butzbach li — Rieder-Weisel 3:0 (0:0); Steinbach — Wieseck ausgefallen; Lich — Garbenteich 3:1 (0:0). Gauklassell: Muschenhcim — Leihgestern II 4:7 (2:4). Handball der Sp.-Dg. 1900 1900 1 — Tv. Münchholzhausen I 14:2 (7:1). . 1900's Handballer bewiesen am Sonntag erneut, daß sie zur Zeit gut in Fahrt sind. Den Gästen, die in der abgelaufenen Derbandsrunde der DT- eine ausgezeichnete Rolle spielten, eine derart empfindliche Riederlage beizubringen, stellt immerhin eine beachtliche Leistung dar. T^.o Spiclvereinigungsleute griffen von Anfang an forsch an und führten nach wenigen Minnten schon 3:0. Die Münchholzhausener machten nun auch Anstrengungen, zu Erfolgen zu kommen. Das gelang ihnen jedoch bis zur Halbzeit nur einmal, im übrigen hielten sie jedoch das Spiel offen. Die 1900er hatten inzwischen noch vier weitere Erfolge erzielt- Rach Seitenwechsel wurde die llebcrlegenhcit des Plahvereins noch deutlicher. Allerdings zeigte der Innensturm nicht mehr das gefällige Zusammenspiel, da der Mittelstürmer zu viel auf eigene Faust unternahm. Immerhin konnten weitere sieben Tore erzielt werden, denen die Gäste nur noch eins entgegen- Zusehen vermochten. Handball im Männerturnverein Tv. Klein-Linden I — Mtv. Gießen fomb. 3:8 (3:4). Am Sonntag weilte eine kombinierte Mannschaft des Gießener Männer-Turnvereins bei der 1. Handballmannschaft der Tv. Klein-Linden zum Freundschaftsspiel. Die Männertumer traten mit fünf Mann aus der ersten, drei aus der zweiten Mannschaft und drei Iugendlichen an. In oer ersten Halbzeit war das Spiel ziemlich ausgeglichen, fast schien es als ob die Gießener schon im voraus ihres Sieges sicher gewesen wären. Da es bei der zusammengewürfelten Gießener Mannschaft in allen Mannschaftsteilen an gegenseitigem Verständnis fehlte, klappte es zunächst nirgends. So kam es, daß die Gastgeber ihren Gegnern vollkommen die Wagschale halten konnten. Erst in der zweiten Halbzeit kam mehr System in das Spiel der Mtv.°Mannschaft, so daß sich eine immer größere Ueberlegenhcit der Gäste herausschälte. Fast in regelmäßigen Abständen erzielten die Gießener noch vier weitere Tore, wogegen die Gastgeber leer ausgingen. Mitteldeutschland im Handball-Pokal- Endspiel 9:4 geschlagen. In Leipzig fand am Sonntag vor 8000 Zuschauern das achte Endspiel um den Handballpokal der DSB. zwischen Mitteldeutschland und Süddeutschland statt. Süddeutschland ging auf Grund seiner überzeugenderen Ergebnisse in der Dor- und Zwischenrunde als Favorit in diesen Kampf. Der Spielverlauf gab den Erwartungen recht, denn die Süddeutschen lieferten einen sehr schönen Kampf und gewannen verdient mit 9:4 (5:2) Toren. Besonders der süddeutsche Angriff befand sich in ausgezeichneter Verfassung; aber auch die Hintermannschaft und die Läuferreihe waren durchaus auf dem Posten. Süddeutschland ging durch Pabsdorf in Führung, muhte aber dann durch Berthold und Ruck zwei Tore Mitteldeutschlands hinnehmen. Zacherl glich aber aus. schoß noch einen dritten Treffer und durch zwei weitere Tore Pabsdorfs wurde das Halbzeitergebnis von 5:2 hergestellt. Rach der Pause verbesserte Böttcher auf 5:3; durch Spengler und Zacherl wurde aber das Spiel auf 7:3 gestellt und nachdem Ruck nochmals für Mitteldeutschland erfolgreich war, fielen durch Feick und Zacherl der achte und neunte Treffer für Süddeutsch« land. Ein Dreizehnmeter für Mitteldeutschland wurde kurz vor Schluß von Böttcher verschossen. Schiedsrichter Hertzig, Berlin, leitete den Kampf einwandfrei. Genf, Ma hat M tour uni) ™ den Detlau! Mscher Selle eine Teilnahir oder Minimal vier Dedli ]. Einslimir forderlich (•)• Zuftimmui ei niglen c 2. In dem Land-, fonde geregelt' 3. Das Ab fei enthalten, eines 21 u gültig toi 4. Strenge -er Lüftung' Sie Unten hingen ohn laufen fein. ■ verwahrt Lertagun zu haben. Sei . alles versuch< auszulom gegenwärtige: OB tr hingen a der ausüben bieten, da c blieben. Der an der Koni' äuherste 2In' habe anscheü über den ®ei schränkten 2L ine entweder rüstungskonfer absichtige, sich den, der alten dieAbrüst Sicherheit öonald erblic der Abrüstzii hing eines m betreffend di Paul-2 Standpunkt solchen Mas geschlagen ho gewesen sei. Doncour sich auschuh der endete K Höfischen insbesondere fischen gegei gebildet habe, Augenblick s wehr zust gegenseitigen soll in der h< Mit Word, oerson für lewen Demüh nen Plauz treten werde. Netu Wester^ Hitet ‘^rbunbsi öffentlicher < SegenDav ^hen, wie - °°m Kate Ee*U rourö. 9ab ein. pMäcfunq "Ziehen Ver 251^- ?oLes Mni mit b 'S 1» J" ? V°>ßiger Meles i" Ä Idm ,l.'i Wilerin die t rL Schultheis Patzenhofer 2Ifu (Allgemeine Kunstseide) ... Bernberg.................. Zellstoff Waldhcf Zellstoss Aschaffenburg Dessauer Gas Samst'gnachmittag beim Frankfurter Reit-Turnier Frau Franke, die auf „Flamme" das Amazoncn-Iagdspringen mit einer Zehntel- sckunde Vorsprung vor Frau I- v. Opels „Ra- nuk" und Stall Georgens „Egly" gewann. In der Ehrenpreis-Dressurprüfung gab es einen Frankfurter Erfolg. Frl. Maja Wienand siegte auf „Flip" ebenfalls recht knapp vor Major a. D- I o b st s „Gentian". Die Eignungsprüfung holte sich Major 'Surfner mit seinem Trakehner „Spion". — Die Ostpreußen-Auktion zeitigte einen durchschlagenden Erfolg. Von 29 in den Ring geführten Pferden gingen bis auf drei alle in andere Hände über. Den Höchstpreis erzielte „Ansager", der für 2950 Mk. einem» Luxemburger Interessenten zugeschlagen wurde. Wirtschaft. * Devisenhöch st betrüge im April. Der Reichswirtschaflsminister hat angeordnet, daß der Grundbetrag der allgemeinen Genehmigungen für die Wareneinfuhr im Monat April nur bis zur Höhe von 50 Prozent in Anspruch genommen werden darf. * D i e Indexziffer der Großhandelspreise. Die vom Statistischen Reicbsamt für den 8. März berechnete Indexziffer der Großhandelspreise stellt sich auf 91,5 (1913 = 100). Sie ist gegenüber der Vorwoche (91,1) um 0,4 Prozent gestiegen. Die Indexziffern der Hauptgruppen lauten: Agracstoffe 83,7 (plus 1,3 Prozent), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 87,0 (plus 0,3 Prozent) und industrielle Fertigwaren 111,7 (minus 0,2 Prozent), davon Produktionsmittel 114,5 (unv.), Konsumgüter 109,6, (minus 0,3 Prozent). * Keine Lösung der Beziehungen zwischen Opel und General Motors. Zu kürzlich in der Presse erschienenen Mitteilungen, daß Vorverhandlungen zwischen Mitgliedern der Familie Opel und dem General-Motors-Konzern über einen Rückerwerb der Opel-Werke eingeleitet seien, erfährt WTB.-Handelsdienst von unterrichteter Seite, daß diese Behauptung nicht richtig ist. Bekanntlich besteht für die Familie Opel jederzeit die Möglichkeit, ihre gegenwärtige indirekte Beteiligung an der Adam Opel AG. (in Form von General-Motors-Aktien) wieder in eine direkte Beteiligung zu verwandeln. Ob und wann die Familie Opel von dieser Möglichkeit Gebrauch machen wird, kann nicht vorausgesagt werden. Frankfurter Abendbörse stiller. Frankfurt a. M., 13. März. An der Abendbörse war das Geschäft ziemlich klein. Von der Kundschaft waren kaum Orders eingetroffen, auch die Spekulation betätigte sich nur wenig, wobei die schwächeren Auslandbörsenmeldungen etwas zur Zurückhaltung beitrugen. Im allgemeinen fehlte es an Anregungen. Ein guter Wochenbericht der Berliner Handelsgesellschaft fand zwar Beachtung, blieb aber auf die Kursgestaltung ohne Einfluß. Die Kurse- lagen im Vergleich zum Berliner Schluß gut behauptet. Der Verlauf brachte keine Belebung des Geschäftes, aber auch die Kurse waren kaum verändert. Nur JG.-Farben bröckelten geringfügig ab. Im freien Markt erhielt sich etwas Interesse für Adlerwerke Kleyer bei 31,5 v. H. Auch am Rentenmarkt herrschte bei gehaltenen Kursen Geschäftsstille. Schutzgebietsanleihe lagen mit 7,10 v. H. etwas fester. Neubesitzarileihe 9,80, Altbesitzanleihe 69,40, Dresdner Bank 61,50, Reichsbank 139,90, Buderus 56, Gelsenkirchen 65,25, Mannesmann 70,75, Klöcknerwerke 57,50, Kali Westeregeln 141, Rheinstahl 85, Stahlverein 38,90, Aku 36, AEG. 33,40, Deutsche Erdöl 104,75, Scheideanstalt 172, JG.-Farben 124,65 bis 124,40, Holzmann 53,75, Lahmeyer 132,50, Siemens 154, Zellstoff Waldhof 53,40, Reichsbahnvorzugsaktien 96,50, Hapag 18,25. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 13. März. Die Getreidebörse lag nahezu geschäftslos. Rennenswerte Preisveränderungen traten nicht ein. Das Angebot in Weizen war etwas stärker, während Roggen weiter knapp war. Das Mehlgeschäft lag still. Am Futtermittelmarkt war sofort greifbare Ware etwas gefragt, während spätere Sichten vernachlässigt und etwas gedrückt lagen. Es notierte (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilo) in RM.: Weizen 212,50, Roggen 174,00, Sommergerste für Brauzwecke 180 bis 182,50, Hafer 145 bis 147,50, Weizenmehl, sjidd. und niederrhein., Spez. 0 30,50 bis 31,50, Roggenmehl, 60proz. Ausmahlung, 23,75 bis 24,50. Weizenkleie 8, Roggenkleie 8,5Q, Sojaschrot 10,15 bis 10,75, Palmkuchen 9,25, Erdnußkuchen 11,80 bis 12, Treber 12,25, Heu, südd., 4,30 70066 71666 72095 72660 83173 97089 99681 106811 112543 113759 115735 129519 137218 139640 143162 149132 160187 161852 166090 172270 173515 180973 183862 185854 190770 197228 222105 222931 223772 232055 244276 251812 253003 260692 262081 269739 280078 281116 296332 299669 299870 300250 337539 341529 351065 362784 368194 391403 396064 102687 108053 109177 111976 123502 124275 124767 131090 131109 131150 133980 137135 138604 139436 147581 150789 150887 155365 164749 165735 166249 170286 174696 179214 182806 191665 195190 195511 209562 212048 213016 216724 219240 222250 226919 228431 230461 232025 233776 248721 250468 252990 256164 ,259198 268674 271505 273370 284826 288152 1291540 292631 296914 299034 310356 315212 321439 322696 323267 328869 332493 333679 336016 336092 349789 351981 352343 357774 360208 361866 369753 371228 374644 376058 376081 378116 379042 384480 393920 Frantsun a. 2)1. Berlin Schluß» hi re Schlutzl. Abend» börfc Schluß» furd Schluß!. Uliftag» bdrfc Datum 11.3. 13.3. 11.3. | 13.3- 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1921 79 78,75 78 9S 6% ebem.7% Di. Reichsanl. v. 1929 95,4 96 95,4 96 5'/r°ö Doung-Anleihe von 1930 .. 81 «,.5 81 1 81 Teuiiche Änl.-Ablöi.-Schuld mit Aualoi.-Reckiien .......... 68.9 69,4 68,65 68 5 Desgl. ohne AuNo,..Rechte...... 6% ebem.8% Hess. Solfsftaat 1929 9,5 9,8 9,5 9,5 (rückzahlb 102%) .......... Ober heilen Provinz-Anleihe mit 76,5 76,5 76,5 76,5 Auslos.-Rechten ......... Deutsche Komm. Sammelad l.An 69 — - - leibe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten 6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Banl 64,75 64,13 64,5 64,13 Golvvse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehern. 7% Franks. Hnv.-Ban! 85,5 85,5 - - Goldose. 16 unkündbar bis 1936 — 85,13 5’/z% ehern. 4’/;% Franks. Hyp. Bank-LIau.-Psandbriese ..... 87 87,5 _ 6y-% ehern. 4!2% Rheinische Hyv.-Bank-Ligu.^ioldvse. 87,25 87,4 _ 6% ehern. 8% Pr. Landespfand briefanftalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehern. 7% Pr. Landespsand 85,5 85,5 — 85,25 briefanftitit. Pfandbriefe R. 10 85,25 85,25 - — ,r>an: ut u. X'i. öerun Schlußkurs Echlußk. Abend» bSrie Schluß» kurs Schloßt. Mittag» börse Datum 11.3. 13.3- 11.3. 13.3. Hamdurg-Äinerika-Pakei ..... < Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hansa Dampfschiff........... 0 Norddeutscher Lloyd ......... 0 A «. für Verkehrswesen Ml. .. 0 Berliner Handelsgeieilschaft.... 4 Commerz- und Privat-Bank... 0 Deutsche Bank und Disconl» Gesellschaft................o Dresdner Bank..............o Reichsbank ................. i A.E.G................ o Elektr. LieferungSgeselllchafl ... 5 Licht und Kraft ............e Felten & Guilleaume . ...... o Gesellschaft für Elektrische Unter- nehmungen .............. < Rheinische Elektrizität ........6 Cchuckert LCo..............o Siemens & Halske............ Lahmeyer L Eo..............10 Buderus .................... Deutsche Erdöl .............. Gelsenkirchener............... Harpener.................... Hoesch Eilen—Köln-Neuessen.. 0 Ilse Bergbau .............7 Ilse Bergbau Genüsse........7 Klöcknerwerke ...............0 Mannesmann-Röhren........0 Mansselder Bergbau.........0 Lberschles. Kokswerke.........0 Phönix Bergbau.............0 Rheinische Braunkohlen ......10 18 18,25 45,75 93 53 70,5 61,5 135 32,25 102 57,5 89 105 95 148 131,5 53 101 63,75 90,25 114 53 68 27 37.13 208 18,25 18,25 45 93,5 53 70,5 61,5 139,9 33,4 93 103,25 59,75 89,5 97 154 133 56 104,75 65,25 93,5 114,25 57,5 70,75 27 38,5 207,25 85 17,75 18,13 44,5 93,5 53,5 70,5 61,5 134 75 32,5 91 102 57.75 88,5 94.75 150 130.5 52.4 101,5 63.13 90 64,5 152,5 116 52,25 68,4 27 76,9 37 209,5 83,5 17,9 — 18 46 93,5 53,5 70,5 61,5 139,9 33,25 93,25 102,5 60 89,9 97.4 153 132 55,25 104,25 64,75 92,5 67,5 154 113,5 57,5 70,4 27,5 78 75 37.9 206 85,25 Rheinstahl................... 84 Frankfurt a.M. Berlin Schluß« kurs Schluß!. Abend» böri- Schluß» kurs Schluß! Mi tag» bör c Datum 11.3- 13-3- 11-3. 13-3. Vereinigte Stahlwerke........u 38,25 38.9 37,5 38,75 Ctaui Minen ...............0 16,5 16,65 16,5 17 Kaliwerke Aschersleben........6 131 137.5 129,5 137 Kaliwerke Westeregeln........ 6 133 75 141 133,5 141 Kaliwerke Salzdetfurth.......k 192 200 193 200 11- März 13-März Amtliche Notierung Amtliche Notierung (sein Brie Geld Brie" Helsingtors.. 6,444 6,456 6,424 6.436 Wien...... 48,45 48,55 48,45 48.55 Prag...... 12.465 12,485 — Budapest ... — — — — Sofia ..... 3.047 3,053 3,047 3,053 Holland .... 169.78 170,12 ,69.68 170,02 csio....... 74,63 74,77 74.1S 74,32 Kopenhagen. 64,98 65,12 64,59 64,71 Stockholm... 77,12 77,28 76,62 76,78 London ..... 14,57 14.61 14,48 14,52 Buenos Aires 0,823 0,827 0,823 0,827 Neu york.... 4,146 4,154 4,146 4.154 Brüiiet----- 58.91 59.03 58,74 58.86 Italien..... Paris..... 21,44 21,48 21,43 21,47 16,59 16,63 16.56 16,60 Schweiz ... 81,32 81.48 81,39 81,55 Spanien.... 35,06 35,14 35,06 35,14 Danzig.... 82,42 82.58 82,37 82,53 Japan..... 0,899 0,901 0,919 0,921 Rio de Jan. 0,239 0,241 0.239 0,241 Jugoslawien 5,554 5,566 5,554 5,566 tiliabon ... 13,25 13,27 13,18 13,20 Berlin, 13.M2r, Geld Brief • Amerikanische Noten.............. 4,13 4,15 Belgische Noten.................. 58,59 58,82 Dänische Noten ................. 64,22 64,48 Englische Noten ................. 14,44 14,50 Französische Noten .. ............ 16,52 16,58 Holländische Noten............... 169,31 169,99 Italienische No'en................ 21.36 21,44 Norwegische Noten .............. 74,00 74,30 Deutsch Oesterreich, & 100 Schilling Rumänische Noten............... 2,46 2,48 Schwedische Noten............... 76,45 76,75 Schweizer Noten... ............. 81,21 81,53 Spanische Note»................. 34,93 35,07