attion. Ul|t Samslgg ** an Die M: ’SÄfe n. ®?nn«stao bi, H »»’S 1 Samstag, 14-Januar 1935 (83. Jahrgang Hr.12 Erstes Blatt GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Ürvd wnb verloa: vrühl'fche Univerfitäir-Vuch- und Steinörudcrei R. £atne in Giehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulllra^e 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Dreile örtlich 8, auswärts 10 Reichspsennig; für Ne- klamean^eigen von 70 > m Breite 35 Reichspsennig, Platzvorschrist 20" , mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Derantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen leit Ernst Dlumschein undlür denAn- zeigenteil i.B.TH.Kümmel sämtlich in (Siegen. Lrlcheini täglich, nutze, Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Siegener Familienblätter Heimat >m Bild Die Scholle monats-Be$ugsprels: Mit 4 Beilagen RM 1.95 Ohne Illustrierte . 1 80 Zustellgebühr .. , -.25 Sud) bei Richtericheinen con einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. jiernsvrechanfchlüsse anter Sammelnummer 2251. Lnjchrifl für Drahtnach» mchten Anzeiger Eiehen. postschecttonto: gronffvrl am Main 11686. icbiei des 12,8» das । finb Don ber Bor* live föerjmiung» irje vvin 5.3anuar Berlin. 14. Jan. (VDZ.) In Berliner politi- fchcn und parlamenlarifchen Kreisen wird dem Tlachrichtenbureau des BDZ. bestätigt, daß in der kommenden Woche bedeutsame inner- politische Entscheidungen zu erwarten seien. Die Klärung der Frage, ob jetzt eine ll m - bildung der Reichsregierung erfolge, sei noch vor dem Zusammentritt des Aelle- stenrates des Reichstages, also vor dem 2 0. Januar zu erwarten. Anfang kommender Woche werde der Reichskanzler neben dem Zenlrumsführer K a a s voraussichtlich ein Mitglied Erklärung von Eybels. Berlin, 14. Jan. (CAD.) Der Direktor des Reichslandbundes von Sybel veröffentlicht in der .Deutschen Zeitung" eine ausführliche Dar» ial, immer Vorst durch außen- nd Sorgen wie- riahlwerlen r-Dezember 1932 wieder zugenvm, langcnen 3ierld< bedeutend, näm- M Tonnen, die if 0,59 Millionen >vn 3,38 auf 4,C3 stumsah hob sich .rl. i Anziehen bei en, während der if 51 Millionen n ist. •eju 82 000 wieder 1. Auch der Aus- v. 3. weist _eini nm die Veschäsls- Sfa^ItDerfen lvchl Iwtfäen Mn- 16,12 80,97 34. 81,72 0,8g Oie Lage der Länder- und Kommunalfinanzen Oer Reichsfinanzminister berichtet vor dem Haushaltsausschuß des Reichstages. V _ -<2\ 58,15 72-68 14," l«-H .«■j 21,g 72'1’ 2^46 d st,2- Nächste Woche Klärung? Zusammenkunft zwischen Schleicher und Hitler am Dienstag? stellung über feine Besprechung mit dem Reichskanzler, die im Anschluß an den Empfang der Landbundvertrcter beim Reichs- Prä,identen am Mittwoch stattsand. Direktor von SybeL erklärte, das; er die gestern von ihm bekanntgegebene Darstellung seiner Llnterhaliung mit dem Reichskanzler in allen Punkten voll aufrecht erhalte. Er behauptet gegenüber der gestern von zuständiger Stelle gegebenen Schilderung der Llebermittlung der Landbundent- schlicßung, es sei nicht richtig, wenn gesagt werde, der Reichskanzler habe von dieser Entschließung e r st später Kenntnis erhalten. Er Hobe dem Kanzler die Entschließungselbst überreicht, der sie sofort gelesen und mit ihm über einzelne Sätze gespr oche n habe. Eine Kundgebung der Slahlhelmkuhrer. Berlin, 13. 3an. (ERB.) Die Bundesführer des Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten, erlassen aus Anlaß der am 14. und 15. Januar fta ts.ndendrn Führertagung eine E.k.ärurg, in der daraus hingewie.en wird, daß der Stahl- Helm mit dem Jahre 1933 im gleichen Geiste und unter der gleichen Führung in fein 15. Kampfjahr tritt. Der Stahlhelm habe trotz Unterdrückung und Berbot den F r e i h e i t s g e d a n k e n hoch- Wiederherstellung der Selbstverwaliung Zorderungen des Reichöminifters Popitz. -T22 51,39 *,?0 14-1? >6-41 169-54 21,» 72-7$ 27h 77-0$ 81'11 34-99 $1,9 12,46$ 3,057 169,23 72-63 72.98 76.92 14,08 0.858 4.269 anlagt litalertragsfteuer in >lgl nicht. Zum Lr jährlich eine Quote daß die Jnzahlung' zu folgenden Sahen ta ! ?^br'ih. z.^.1 8,9o d.h. ’ b!c Altbrfih. , 'Kolen. Don Gurken und Elativ fei ta 8 95. Ali. elicnkirchen 56 30,75 bis «W)«r 122,5, gehalten und versucht, die sittlichen Tugenden ' ' deutschen Soldatentums in seinen Reihen und denen der ihm angetchlo'senen Jugend zu wecken und zu festigen. Er sei aus innerster Lieberzeugung keine Partei geworden, weil Deutschland niemals durch partelherrschast, sondern nur durch eine autoritäre Führung der inneren und äufjeren Freiheit zugeführt werden könne. Schon feit sechs Jahren habe der Stahlhelm diesen Gedanken vertreten, der endlich im Mai 1932 verwirklicht worden sei. Der Stahlhelm werde darüber wachen, daß die Staatssührung nicht wieder in eine Partei- und Jnteressenherrschast zurückfalle. Seit dem Jahre 1924 habe der Stahlhelm den Gedanken des Wehrsports in seinen Reihen entwickelt. Er stelle heute mit Genugtuung $est, datz der deutsche Staat die I u g e n 6- ertiidjtigung durch Wehrsport nunmehr auch in die Hände nehme. Seit 10 Jahren seien im Stahlhelm im vorbildlichen freiwilligen Arbeitsdienst zahlreiche Häuser, Siedlungen und Sportplätze ge.chasfen worden. Auch der Staat habe nunmehr den freiwilligen Arbeitsdienst in seiner Bedeutung für die Heranwachsende 3u- gend erkannt und ersaht. Als ältester Träger des Freiwilligen Arbeitsdienstes warne er vor einer überspannten Bürokratisierung dieses Werkes. Der Stahlhelm werde im September 1933 feinen 14. ReichS^rontfoldatentag in Hannover durchführen, in ehrfurchtsvollem Gedenken an den niedersächsischen Bauernsohn Scharnhorst,der einst eine neue Wehrmacht geschaffen habe. In der Kundgebung wird zum Schluß das Gelöbnis ausgesprochen, daß der S.ahihelm seine Aufbauarbeit im Geiste der alten feldgrauen Front auch im neuen Jahre weiterführen werde. München, 14 Jan. (CNB) Der Akademisch- politische Klub, München, veranstaltete am Freitagabend einen Vortragsabend, bei dem Reichsminister Pros. Dr. Popitz über das Thema „W i e d e r - Herstellung der Selb st Verwaltung" sprach. Der Zusammenbruch der Gemeinden, so führte Dr. Popitz u. a. aus, ist sichtbar zum Ausbruch gekommen in finanzieller Beziehung, dann in dem Absinken der wirtschaftlichen Stellung der Gemeinden und nicht zuletzt in organisatorischer Richtung. Während die Einnahmen der Gemeinden ge- wissermahen aus dem Gefrierpunkt angelangl feien, habe sich der Aufgabenkreis fortgesetzt erweitert. Die erste Folge dieser Tatsache sei eine Sparsamkeit gewesen, die zunächst höchst erfreulich, dann aber die Grenzen allen Maßes überschritten habe, so daß eine wirtschaftliche Schädigung die unausbleibliche Folge gewesen sei. Die weitere Folge des finanziellen Niederganges der Gemeinden fei dann die Verringerung ihrer wirtschaftlichen Stellung gewesen, in dem die Privatwirtschaft den Gemeinden ein immer größeres Mißtrauen entgegenbrachte. Organisatorisch habe sich der kommunale Zusammenbruch bemerkbar gemacht vor allem in der Tatsache, daß die Gemeinden die Kosten ihrer Selbstverwaltung nicht mehr tragen wollten und konnten, und im Zusammenhang damit in einer immer größeren Ausdehnung des Staatseingriffes. Der Redner lehnte alle jene Vorschläge ab, die bis zur Beseitigung der erwähnten Zustände die Beseitigung der Selb st Verwaltung überhaupt im Auge haben. Vielmehr sei die Wiederherstellung der Selbstverwaltung anzustreben und nach nachstehenden Gesichtspunkten durchzuführen: Entlastung der Gemeinden von denjenigen Lasten, die für sie am drückendsten seien; das seien die Erwerbslosenlasten. Das Schicksal der Gemeinden sei also in weitestem Maße mit dem Wirtschaftsprogramm der Reichsregierung verbunden. Dazu bedürfe es auch einer völligen Umorganisation der Arbeilslosensürsorge, sowie einer direkten Zuführung von Geldmitteln für die Gemeinden. Das Wichtigste aber würde es fein, wenn es gelänge, die Gemeinden organisch wieder zur Selbstverwaltung zurückzuführen, hier bilde das größte Hindernis die Steuer- frage, und deshalb müsse bei dieser angeseht Berlin, 13. Jan. (TU.) Der Haushalts- aasschuß des Reichstages setzte heute die l qnoße finanzpolitische Aussprache fort. Abg. Morath (OBp.) I Irtjte ein Bekennens zur Privatwirtschaft alb und erklärte, daß die Arbeitslosigkeit nur durch | bi? Belebung der Privatwirtschaft be- ic'.ligt werden könne. Die öffentliche Arbeitsbeschaj- ! h mg sei, ohne daß man sie deshalb zu verschmähen dvauche, ein Tropfen auf einen heißen Stein. Mit s Aenugtuung erfülle es, daß sich der Reichskanzler im der Ablehnung von Forderungen nach Kürzung bar Beamtengehälter stärker als sein Vorgänger er- tcrefen Hube. Abg Dr. Schreiber (3fr ) begrüßte die klare und deutliche Ablehnung b t r Inflation durch den Reichswirtschafts- minifter. 3m Gereke-Plan müsse die Gefahr ver- mieben werden, daß der Begriff der von Brüning eüugeführten Sparsamkeit der öffentlichen Haushalte durch überstürzte Maßnahmen und durch allgemeinen Ansporn verwässert werde. Abg.Ersing(3fr.) i hebauerte, daß der Reichslandbund trotz der großen Hilfe, die er von feiten des Reiches bekommen höbe, einen unerhörten Kampf gegen die Reichs- rrgierung führe, und fragte, ob die Regierung „den (Großagrariern des Ostens trotz dieser Angriffe noch w eitere Hunderte von Millionen geben" wolle. Er m mschte auch Auskunft, ob es zutrefse, daß drei V Her des Kammerherrn von Oldendurg-Ianufchau m il großen Mitteln subventioniert worden seien. CHe chsfinanzminifter Graf Schwerin von Krosigk g cb dann einen Lieberblick über die Steuer- e nnahmen der Länder und Gemein- d t n seit dem Jahre 1933. 3m Jahre 1930 haben, fo führte der Minister u. a. auS, die Emnahmen an1 Steuer Überweisungen 3390 Millionen betragen, aus eigenen Sieuern 4418 Millionen, zu- fammen 7,5 Milliarde. 1931 betrugen die Ein- n chmen der Länder und Gemeinden aus (Steuer- ükrtoe.fungcn 2295 Millionen, aus eigenen Sleu- dn 4125 Millionen, zusammen 6420 Millionen, nn Jahre 1932 aus Gieuerübertoeifungen 1700 Millionen, aus eigenen Steuern 3300 Millionen, iinsgesamt 5 Milliarden. Daraus ergibt sich gegenüber 1930 ein Rückgang der Einnahmen an Steuerüberweisungen in I höhe von 1390 Millionen, an eigenen Steuern um 1118 Millionen, insgesamt ein Einnahme- rückgang von 2500 Millionen. werden, d. h. es müsse ein Steuersystem gefunden werden, das den Gemeinden die ihnen entzogenen Steuern wieder erseht. Die Frage nach dem Zeitpunkt der Kommu- n a l r e f o r m glaubt der Redner jetzt noch nicht beantworten und entscheiden zu können, lange indes dürfe die Zeitspanne bis zur Reform nicht mehr werden. Herven behaltens-Iesonnenheil! Hamburg, 14. Jan. (ERB.) Der Leipziger Oberbürgermeister Dr. Gördeler, der bisherige Reichskommissar für Preisüberwachung, sprach am Freitagabend im Hamburger ileber- sceklub. Der Redner unterstrich mit Rachdruck, daß inflationistische und devalvato- rische Maßnahmen ebenso wie die Autarkie als Heilmittel für uns abzulehnen seien.Ter Weg harter Sparsamkeit sei zwar der unbequemste, aber der einzig mögliche. Dazu bilde die Preisüberwachung ein Hilfsmittel. Die Grundlage für einen gesunden Aufbau sei gegeben, wenn wir die Rerven behielten. Er betrachte die heutige Lage keineswegs ungünstig, wenn man di« zweifellos erreichte Angleichung zwischen» Erzeugung undBedarf nutze und wenn es gelinge, die öffentlichen Etats nach der Befreiung von der Reparationslast ins Gleichgewicht zu bringen. Dieses Gleichgewicht zu erreichen, betrachte er als d e entscheidende Ausgabe der öffentlichen Verwaltungen. Der langsame Wirtschaftsaufstieg müsse dann automatisch folgen. Für den Llebergang gälte es vor allem, soziale Spannungen auszuschalten. Zum Schluß richtete der Redner an die politischen Parteien den dringenden Appell, sich in Besonnenheit zusammenzufinden, um wenigstens neue Experimente und damit Beunruhigungen zu vermeiden. Reue Kämpfe in Spanien. Madrid, 13. Jan. (WTD.) Rach ZeitungS- meldungen aus Medina Sidonia (Provinz Cadiz) ist es bei Casas Viejas erneut zu Zusammenstößen zwischen Aufständischen und der Polizei gekommen. Der Ort selbst ist von Gendarmerie beseht worden, die mit 50 Maschinengewehren ausgerüstet ist. Die Gendarmerie hat Verstärkung angefordert, damit sie eine neue Aktion gegen die Aufrührer unternehmen kann. Minister u. a. weiter, daß in Amerika eine ganze Reihe von Großstädten Pleite ist, dann wird man dort auch durchaus dafür Verständnis haben, wenn einzelne unserer Gemeinden in dieser Zeit für ihren Tilgungsdienst nicht viel leisten können. Man würde es nicht verstehen, wenn in diesen Fällen das notleidende Reich eingreife, um den Städten einen Tilgungsdienst an ausländische Gläubiger zu ermöglichen. Der Minifter hob dann noch hervor, daß man das Arbeitsbeichassungsprogramm nicht als eine direkte Sanierung der Gemeindesinanzen ausjiehen dürfe. Eine solche Sanierung dürfe sich nur mittelbar aus der Arbeitsbeschaffung ergeben. Gegenüber dem nationalsozialistischen Abgeordneten Reinhardt, der einen höheren Fehlbetrag im Reichshaushalt für möglich hielt, blieb der Minister dabei, daß der tatsächliche Fehlbetrag für 1932 nicht mehr als2,2Milliarden betr.g:. In Aus ührungen über die Münzprägung wies der Finanzminister darauf hin. daß mit Rücksicht auf die verhältnismäßig hohen Silberbestände der Reichsbank die an sich zulässige weitere Ausprägung von Silber zunächst nicht stattfinden solle. Eine solch-e Ausprägung sei erst möglich, wenn die für den Verkehr besonders lästigen großen Fünsmartstücke umgeprägt und durch eine handlichere Silbermünze ersetzt seien. Der Minister trat unter Hinwels auf Fälle, wie Schäfer und Lahusen, die das Vertrauen zur Wirtschaft schädigten, für absolute Reinheit und Sauberkeit der Wirtschaft ein. Es sei nicht richtig, die Lteuergutscheine als eine Liebesgabe oder einen Akt des Staals- sozlalismus zu bezeichnen. Abschließend erklärte der Minister, entscheidend bleibe, daß, ob nun Einzelmaßnahmen richtig seien oder nicht, die ersten Anzeichen einer Besserung im deutschen Wirtschaftsleben nicht erstickt würden. Das Vertrauen wird durch eine Aussprache, wie sie in diesen Tagen hier stattgefunden hat, nur gefördert. Ich bin dankbar dafür und halte solche Kritik und Kontrolle für durchaus notwendig. Deshalb habe ich in voller Offenheit vor ihnen gesprochen. Erfreuliche Uebereinftimmung besteht vor allem darin, daß an den Grundlagen u n - serer Währung nicht gerüttelt werden darf. Fast alle Redner haben ausgeführt, daß auf dem Wege des Schrumpfungsprozesses durch weitere Erhöhung von Steuern bei der schon überhöhten Steuerlast nicht fortgefahren werden darf. Auf dem doppelten Wege der Belebung der -Privatinitiative der Wirtschaft und des Arbeits- beschaffungsprogramms wird es vielleicht möglich fein, allmählich zu einem starken Rückgang der Arbeitslosigkeit zu kommen. Der vorliegende Etat ist ein Krisenetat, namentlich auch hinsichtlich der sozialen Ausgaben. Man Hal an mich appelliert, dafür mehr Mittel zur Verfügung zu stellen. Ich befinde mich aber da in einer Zwangslage, denn ich kann nicht mehr geben, als wir Einnahmen haben. Wenn man zu sozialen Erleichterungen kommen will, dann ist auch das nur möglich auf dem Wege über eine Belebung der Wirtschaft, die dann zur stärkeren Einnahmen führt. Abg.Or. Quaah(On.) erklärte zu den Angriffen des Abg. E r f in g (Z.). daß Kammerherr von Oldenburg-Ja- n u schau an den Vorwürfen des Reichslandbundes nicht beteiligt sei. Der Vorwurf, in besonders um ang .ei em Maße von der Osth.Ise Gebrauch gemacht zu haben, toeLue uem Angegriffenen mitgeteilt werden, und dieser werde die Antwort nicht schuldig bleiben. Er, der Redner, wisse, daß v. Oldenburg-Januschau die Osthilfe überhaupt nicht in Anspruch genommen habe. 2m übrigen müsse man sich nachdrücklichst gegen jeden Versuch wehren, Personen, die das Sicherungs- versahren in Anspruch genommen hätten, öffentlich zu diffamieren. Llebersicht über die Osthilfe gefordert. Der Haushaltsausschuß nahm zum Schluß bei Stimmenthaltung der Deutschnationalen einen Zentrumsantrag an, wonach dem Ausschuß möglichst schon Anfang kommender Woche eine Liebe r s i ch t vorgelegt werden soll, aus der sich ergibt, welche Flächen im Osten um- geschuldet worden sind, welche Geldbeträge dem Großgrundbesitz eir.e.scits und den mittleren und kleineren Bauern andererseits aus der Ost Hilfe gegeben wurden, welchen Umfang die Siedlung im vorigen Jahr angenommen hat und welche Siedlungsflächen im laufenden Jahr zur Verfügung gestellt werden können. Am Dienstag nächster Woche soll die Aussprache zur Rede des Reichswirtschaftsministers beginnen. Diese Entwicklung zeigt, wie der Minister weiter 2 ussührte, daß sich die Grund- und Gewerbe- st cuer einigermaßen krisenfest erwiesen, aller- d ings die Hauszins steuer sehr stark nachgegeben Hut. Di« sonstigen eigenen Steuern, namentl.ch d-.e Dürgersteuer, die Gemeinde-Bier-^ und die Eemeinde-Getränlesteuer wiesen gegenüber 1930 «ine Erhöhung auf. Run ist bei den Ländern und Gemeinden nicht nur ein Ausfall von Steuer n , sondern auch eine Erhöhung bei den Dohlfahrtslasten eingetreten, aber drese Ausfälle bzw. Ausfallerhöhungen stellen nicht d»-:n 'Fehlbetrag im Haushalt der Länder und Gemeinden dar, denn in den letzten Jahren send sowohl die persönlichen wie die sachl'.chen A u s- gjaben stark gedrosselt worl en. Schätzungsweise beträgt der Fehlbetrag bei den Ländern und) dem Stand vom 31. März 1932 — 270 Ricks' tonen. Man muh annehmen, daß für Ende 1932 der Fehlbetrag der Länder sich auf insgesamt 520 Millionen Mark belaufen wird. Bei den Gemeinden wurde der Fehlbetrag zum 31. Mär; 1932 auf 500 Millionen geschäht. Der Minister teilte weiter mit, daß wegen der Forderung, die laufenden Fehlbeträge der Ge- nreinöen in Form einer Umschuldung zusa - nie ren. zur Zeit eingehende Beratungen hhw.'bten. mit deren Abschluß hoffentlich schon in diesen Tagen gerechnet werden könne. Es liege yveifellos eine außerordentliche Rot- Lage bei den Gemeinden vor, namentlich iin Ruhrgebiet und in Thüringen. Man dürfe cber diese Rot nicht allzu starr verallgemelnem, 3a man sonst den Zwang zu einer gesunden Er- abschwäche. So schwer die Rotlage der Gemeinden sei, so glaube er doch, daß die ors- ungewandten Mittel bewirken wurden daß Sie Gemeinden wieder eine ordentliche Haushaltsaufstellung vornehmen könnten. Die Fehlbeträge, die sich im Laufe des Jahres anfammcln würden, feien nicht fo bedenklich, daß man deswegen mit einem Zufammenbruch , der Gemeindefinanzen rechnen müsse. In Beantwortung der Anfrage, warum 2cich den Gemeinden in einzelnen Fällen, wenn e* sich um die Frage der Aufbringung des Schuldendienstes handelte, nicht geholfen habe, freit es der Reichsfinanzminister für richtig, daß d»s Reich in den Fällen Frankfurt a. M. und Köln nicht eingegriffen habe, sondern Die- |6" "£226 52,05 12,485 Ä 73.18 77,« 14,12 8,8'1 4,2'7 58.0 21.» I 16,0 i 81-1 1 94.0 I 0,871 0,241 I 12.86 s der Bayerischen Volkspartei empfangen. In nationalsozialistischen firei'en wird dem Rach- | richtenbneran des VDZ. angebeutet, daß eine U n - tecrebung zwischen dem Reichskanzler und Aböls Hiller vielleicht bereits am Diens- t a g nächster Woche slaltfinbe, da Hiller sich vorn lippischen Wahlkampf aus sofort nach Berlin begeben werbe. In ber wilhelmstraße verlautet dazu, daß eine solche Unterredung jedenfalls nur auf Initiative ber Ralionalfozialiflen zustande kommen könne. Einweihung des neuen Wehrkreiskommandos in Münster Aus aller Welt Die japanische Offensive gegen die provinzZehoi Aus der Provinzialhauptstadt Nordchina mit der umstrittenen Provinz Je hol und den japanischen Kriegsoperationen. Sais Ei * die Arbeit Nr Paris, 13. Jan. (TU.) Ministerpräsident Paul -Boncour empfing am Freitag den von der sozialistischen Kammerfraktion eingesetzt' Ausschuh unter Führung von Leon D l u i._ T^e Sozialisten verlangen umgehend Kenntnisnahme des Regierungsplanes mit allen Einzelheiten,^ damit sie ihre Zusatzanträge und Gegenvorschläge ausarbeiten tonnen. Blum teilte dem Ministerpräsidenten ferner mit, dah Die Sozialisten nicht für die von der Regierung g forderte^ dringende Beratung stimmen würden. La zur Amrahme dieser Forderung eine ** Das Amt des Kreisfeuerwehrinspektors, das durch den Tod von Kreisfeuerwehrinspektor Dickore freigeworden ist wurde zur Wiederbesetzung ausgeschrieben. Dis zur endgültigen Wiederbesetzung wurde auf Beschluß des Kreisausschusfes Gießen der Oberfeuerwehrmann Sommerlad von der städtischen Derufsfeuerwehr Gießen mit der stellve-tretungs- weisen Ausübung des Amtes beauftragt. Der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Lang Göns, Karl Konrad Schäfer, wurde zum stellvertretenden Kreisfeuerweh inspektor ernannt D i e Behandlung der Zugtiere im Winter. In einer Bekanntmachung im längsten Amtsverkündigungsblatt richtet das Kre.samt G:eßen an die Besitzer von Zugtieren und an die Leiter von Fuhrwerken die dringende Mahnung, bei Kälte un? Straßenglätte ernstlich darauf bedacht zu sein, dah die Zugtiere vor nachteiligen Einflüssen bet Witterung nach Möglichkeit geschützt werden, dah namentlich: int von je 700 000 Mark ersatzweise je ein Jahr Gefängnis. Die Verurteilten waren festgenommen worden, als sie mit einem gepanzerten Kraftwagen 12)^ Zentner Tabak über b i e Grenze schaffen wollten. Die hier verhängten Strafen sind die schwersten, die bisher in Westdeutschland wegen Schmuggels ausgesprochen worden sind Der Sowjetdampfer „Sachalin" brennt. Nach einer von der Funkstation Hokaido ausge- fangenen Funkmeldung ist der im Ochotskischen Meer in Seenot befindliche sowjetrussische Dampfer „Sachalin" in Brand geraten. Ein anderer sowjetrussischer Dampfer unbekannten Namens ist bereits auf dem Wege zur Unglücksstelle, nachdem die russische Station Nikolajewsk ebenfalls die 808-Rufe aufgefangen hat An Bord des Dampfers „Sachalin" befinden sich einschliehlich der Besatzung 254 Per- fonen. Bei den Fahrgästen handelt es sich durchweg um sowjetrussische Staatsangehörige. Jener in einer amerikanischen Kaserne. Sn Baltimore zerstörte ein aus unbekannter Ursache ausgebrochenes Feuer die Waffenhalle des 5. Regiments der Rationalgarde. In weitem Umkreis mußten die Häuser von den Bewohnern geräumt werden. Der Feuerwehr gelang es noch rechtzeitig, die Munition fortzuschasfen. Der Sachschaden wird auf vier Millionen Mark geschätzt. Feuersbrunst In einer kurdischen Stabt Die alte kurdische Stadt Kharput ist von einer gewaltigen Feuersbrunst heimge'ucht worden, der zwei Moscheen und Hunderte von Holzbauten zum Opfer fielen. Zweidrittelmehrheit notwendig ist. hat Paul-Don- cour bereits beschlossen, auf die Stellung der Vertrauensfrage zu verzichten, da dies unter den gegenwärtigen Umständen Selbstmord bedeuten würde. Die Regierung will sich darauf beschränken, die beschleunigte Beratung zu verlangen, die die Zahl der Redner und die Dauer der Ausführungen jedes einzelnen 2lbge° ordneten auf ein Mindestmaß beschränkt. Bei Finanzminister C h e r o n verwahrte sich eine Abordnung der Kriegsteilnehmerverbände gegen die Absichten der Regierung, die Kriegsteilnehmerrenten zu versteuern. Eine Abordnung der Kleinhänd- ler erschien wenig später bei C Heron und forderte _ den Verzicht der Regierung auf die Erhöhung de r Umsatzsteuer und die Zurückziehung der vom Finanzminister angemeldeten zehnprozentigen Erhöhung der Steuern für diejenigen Steuerzah'er, die ihren Zahlungsverpflichtungen nicht bis spä.'estens 1. Februar nachgekommen sind. Die Abordnung, die etwa 400 000 Kleinhändler vertritt, hat im Verlauf der Unterredung daraus hingewiesen, daß sie nicht davor zurückschrecken würden, in den S t e u e r st r e i k zu treten und ihre Geschäfte zu schließen, falls ihre Forderungen nicht berücksichtigt würden. Amerika und die Kolonialmandate. Washington, 13. Ian. (WTB.) In einer Rebe vor bem Verbanbe ber amerikanischen Frauenvereine bezeichnete ber Chef ber Abteilung für ben Rahen Osten im Staatsdepartement Murray ben Beitritt des Irak zum Völkerbung als fclbftänbiger Turnverein von 1846, 20.30 Uhr, „Daher. Hof", Mon"ts-R^rsammlu'a>. — Reichsbanner S bwarz. Rot Gol , 2011 ;r, < ut hall am Cd l> ga et, Sonnwendfeier. — Eis verein, 14: Meisters^-isren des Südwestdcutschen Eissportverbandes. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Tannenberg". — Astoria-Lichtspiele, Seltersweg: „Das Schiff ohne Hafen." — Tageskalender für Sonntag: Stadtlheater, 15.15 b s 17.4 11 jr, „Aschenb 5 eck. 19 bis nach 22 Uhr „Die endlose Straße". — Oberhessischer Kunstvcrein, Turmhaus am Brand- Platz, 11 bis 13 Uhr, Ausstellung. — Gustav- Adolf - Frauenverein, Stadtkirche, 20 Uhr, Licht- bilder-Vortrag über „Stanislau — das Bethel des Ostens". — Eisverein, 9 Uhr und 14 Uhr: Meisterschaften des Südwestdeutschen Eissportverbandes. — Lichtspie'haus, Dahnho strahe, 11.15 Uhr, „Zu den Kopfjägern durchs Jnkareich"; ab 15 Uhr „Tannenberg". — Astoria-Lichtspiele, Seltersweg: „Das Schiff ohne Hasen." — Di e Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde veranstaltet am Donnerstag, 19. Januar, 20.15 Uhr, in der Reuen Aula der Universität einen Vortrag mit Lichtbildern. Dr. Karl Helbig (Hamburg) wird über das Thema „Wanderungen in Jnsulinde" sprechen. RähereS ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich. Daten für Samstag, 14 Januar. 1742: der Astronom Edmund Halleh in Greenwich gestorben: — 1874: Philipp Reis, der Erfinder des Telephons, in Friedrichsdorf bei Bad Homburg gestorben: — 1905: der Physiker Ernst Abbe in Jena gestorben. Daten für Sonntag, 15 Januar. 1622: der französische Lustspieldichter Moliöre in Paris geboren: — 1791: der österreichische Dichter Franz Grillparzer in Wien geboten. (Ates, uer Wochen Marktpreise. * Gießen, 14. Jan. Cs kosteten autf bem heutigen Wochemnarkt: Süßrahmbutter P'unb 1.20: Landbutter 1,00 bis 1,10; Kochbutter von 0,80 an: Matte 20 bis 25; Wirsing (gelb) 8 bis 10; W.rsing (grün) 10; Weißkraut 6 bis 8; Rotkraut 8 bis 10; gelbe Rüben 8 bis 10; tote Rüben 8 b.s 10; Spinat 15 bis 20; Unter-Kohlrabi 6 bis 8; Grünkohl 15; Rosenkohl 20; Feld- salat 80 bis 1,00; Zwiebeln 10: Meerrettich 30 b's 50; Schwarzwurzeln 25 b.s 30: Karlofteln 3; 2lepfel 18 bis 30: Dörrobst 35 bis 40: Honig 40 b'.s 45: junge Hähne 70 bis 90; Suppenhühner 60 b.s 80; Rüsse 35 bis 40; Tauben Stück 40 b:S 60; Käse 5 bis 10: Eiet (inl.) 11; Blumenkohl 30 b:s 60; Endivien 10 bis 25: Lauch 5 bis 10; Rettich 10 bis 15; Sellerie 10 bis 30; Kartoffeln Zentner 2,50 Mk. Som Arb «teilt: Die Durchs beschoss" ^roaram' beschassung si Der Arbeit । Sesellschast s jchen Rente wöhrt werde Traget di beschassung- Oemeinben, ichaften der schastliche U Die Sltbi wertvoll 1933 beet slandsehu! handenet Bobentnlfi lalaufroani jediaen. 6 Arbeiten f Mitteln bi- und auch Mitteln vc Oie schöne Gelassenheit. Im Mittelalter wurden von den Kirchen- gelehrten die Trägen ganz besonders gescholten. Dante verweist sie in die Hölle, und nur noch einigermaßen Heilbare kamen ins Fegefeuer. Das deutsche Volk hat in feinen Märchen und Sagen eigentlich niemals die Trägen gelobt. Der faule und dumme Hans wat gar nicht faul oder dumm, sondern ließ gelassen seine Kräfte sich entwickeln, dann aber wurde er sehr lebendig, um seine Märchentaten zu tun, und der eigentlich Faule wird überall in der deutschen Ration recht gründlich verachtet. Anders aber ist es um den Gelassenen, der ich nicht in ewig zitternder Rervosität bewegt, der weiß, dah Gottes Wasser über Gottes Land fließen muß, der nicht herzbeweglich jammert, er habe ein Stück Lebcnsglück verloren, wenn er warten und sich gedulden muh. Mit unserer Gelassenheit in kleinen Dingen ist es nicht weit her. Wenn Leute sich erholen wollen, regen sie sich vorher gemeinhin übet Kleinigkeiten derart auf, daß die schönsten Erholungsstunden mit dem Abebben der Aufregung vergeudet werden müssen, und komm einmal eine Verkehrsstörung, muh eine bureaukra .che Formel erfüllt werden, dann gerät sogar mancher Goethefreund, der die olvmvische Ruhe wen'.gstens in der Theorie als das beste Mittel gegenüber allen Widerwärtigkeiten des kleinen Daseins ansieht, auher sich und aus seiner gewohnten Haut ... Was ist Gelassenheit? Vor hundert Jahren schreibt der Dichter Gutzkow in fein Reisetagebuch: ■■Sn strömendem Regen, bei nächtlichem Dunkel angelangt vor einem dieser erst vor kurzem zerstörten Zollstätten, dicht bei dem ersehnten Frankfurt a. M., wurde der Wagenzug von Zoll- Diktatoren und Polizeimännern angehalten. Jeder muhte seinen Pah zeigen." — „Se könne nicht nach Frankfort. Eie müsse zwanzig Täg häwwe von Berlin. Se hawwe nor erscht zehn!" — „Aber Darmstadt! Kann ich denn nicht über Offenbach?.. — ..Wie Se wolle. Aber all eins: De Darmstädter verlange aach zwanzig Täg!" — „Was war zu tun? Ich mußte aussteigen, mein Gepäck einsordern und fernere zehn Tage aus meinem Geben streichen." Der D chter Gutzkow, der sehr nervös war. wird diese zehn Tage wohl benutzt haben, um ein neues Werk auszudenken. Er rief nicht Holle und Himmel gegen die lächerlichen Vorschriften an, er blieb immerhin gelassen. Er hatte den festen Handgriff, auch aus den Widerwärtigkeiten sich herauszureißen und über ihnen zu bleiben. Daß es in Deu'schland anders wurde als es zur gelobten Biedermeierzeit Gutzkows war, ist uns nicht in allem bewußt, aber daß der Durchschnittsdeutsche von heute an Stelle der Gelassenheit vielfach eine nervöse ..Betriebsamkeit" entwickelt, die manchmal gute Gelassenheitsmahnung einprägen, die in dem alten Schweizer De- grühungswort für Wandernde und Bekannte lag: ..Zeit lassen!" Diese Gelassenheit ist das beste Zeichen für verhaltene, abgeklärte und nutzbar anzuwendende Kraft. LZornoNzen — Tageskalender für Samstag: Stadttheater, 20.15 bis gegen 23 Uhr, Bunter Abend zugunsten der Winternothilfe. — Sparerbund-Volksrechtpartei, 17 Uhr, Katholisches Der- einshaus, Oeffentliche Versammlung. — DHV., 20.30 Uhr im Heim, Jahreshauptversammlung. — RdZ., 20.30 Uhr. „Aquarium", Jahreshauptversammlung. — Altersvereinigung 1883—1933, 20.15 Uhr, bei Alterskamerad Lamm, 1. Monats- Versammlung. — Artillerie-Verein, „Hess. Hof", Versammlung. — 1. Reichskurzschriftgesellschaft, 20.30 Uhr, „Stadt Lich", Generalversammlung. — Begleitmusik inderft-anzösisckienKommer Paris, 13. Ian. (WTB.) In der Nachmittagssitzung der Kammer wurde auf Antrag des Ministerpräsidenten eine Jnterpellations- debatte über den chinesisch-japanischen Konflikt zwar vertagt, aber in der Geschäftsordnungsdebatte konnten doch die einzelnen Interpellanten ihre Tendenz zum Ausdruck bringen. Während der Abg. Fontanier (Sozialist) Japan heftig angriff, weil es die feierlichsten, von ihm selbst eingegangenen Verpflichtungen verletzt habe, ergriff der rechtsstehende Abg. de F a st e s lebhaft für Japan Partei und erklärte, die Regierung Paul- Boncour dürfe die Verständigungspolitik mit Japan, das sich Frankreich gegenüber stets loyal verhalten habe und im Fernen Osten der Gendarm des Friedens sei, nicht zerschlagen. Ministerpräsident Paul-Boncour versicherte, daß Frankreichs Politik im Fernen Osten unverändert bleiben werde. Seine Freundschaft zu Japan sei unbe st reitbar; im Völkerbund jedoch werde Frankreich sich von der Sorge um die Gerechtigkeit und den Frieden leiten (ajfen. Im Namen des Völkerbundes werde Frankreich bei diesem Konflikt, der immer e r n st e r werde, zunächst Worte der Beruhigung zu finden wissen und seine Bemühungen um den Ausgleich fortsetzen. Er bleibe bei der Politik des Völkerbundspaktes HARBIN T5CMÖNGTÖ EN PEKING IENTSI DAI REN SOUÖ TSINGTAU1 schantd^0 Utz SCHANHÄ1KWAN Oie Vorarbeiten in Grünberg hm Stabt Träger der Arbeiten im Rahmen des Arbeits- lxschaffungsprogramms können nur Reich, Länder, ck In Ausführung der bei der Gründungsver- hauS Bergstraße eingelaben. Zanuar. licherweise feslgestellt werden. Saison-Schluß-Verkauf Einige sehr billige Angebote: LEBEN! 315D durch Leib-, Bett-, Tisch- und Küchen-Wäsche Kolter - Steppdecken Matratzen C. Röhr & Co 328 A SMHdllDlIiilM! Damast,130 cm breit... Haustuch,so cm breit. Nessel........... Hemdentuche Waschsamte.. Dom Arbeitsamt Gießen wird uns mit« geteilt: .-.40. -.34, -.26 .2.25,1.70, 1.--- .1.26,1.12, -.88 .-.90,-.68, -.58 Meine Sprechstunden beginnen am Montag, 16. Januar und anderer Persönlichkeiten für das Rotwerk der Jugend zu werben. Die Arbeiten an diesem Hilsswerk werden ehrenamtlich durchge- führt. Das Rotwerk wird seine segensreiche Tätigkeit beginnen, sobald die Aufbringung der notwendigen Lebensmittelspenden sichersteht. *ut >ft von eine' ^imgr'ucht bot. bette von Hoh. Gemeinden, Gemcindeverbände, sonstige Körperhaften des öffentlichen Rechts, sowie gemischt-wirt« ichaftliche Unternehmungen sein. Die Arbeiten müssen für die Volkswirtschaft roer(*o(l sein, möglichst im Laufe des Jahres 1933 beendet werden, sich vorwiegend auf 3n- slandlehung, Verbesserung und Vollendung vorhandener Anlagen, oder auf die Förderung der Bodenkultur erstrecken und die durch den 6api- lalauswand entstehenden Zukunftslaslen recht- serlinen. Ls muß sich demnach insbesondere um Urbeiten handeln, die aus Mangel an Geldmitteln bisher nicht angeführt werden konnten und auch in absehbarer Zeit aus Haushaltsmitteln voraussichtlich nicht ausgeführt werden können. DasIugend-Noiwerk im Arbeitsamtsmeldebezirk Gießen Briefumschlag» Postkarten bei Brühl. Schulstraße 7 Geschäftskarten sichtigung der in den Gemeinden vorhandenen Dohlfahrtserwerbslofen. Der Ausschuß hat den Bürgermeistern der Gemeinden empfohlen, durch öffentliche Dersamm- lung den idealen Gedanken des Aotwerk s in der Bevölkerung zu verbreiten und unter Hinzuziehung der Herren Geistlichen, Lehrer . Auch bei dieser Versammlung konnte der ein- dichltt Moli » -müfige Dille, der Jugend zu helfen, erfreuet öfterrwyM™ Bien geboren. , Oie Unterschlagungen beim Offenbacher KreiSami. WSR. Offenbach o. M., 13. Ian. Zu den Unterschlagungen beim O fenbacher Kreisamt war noch zu erfahren, daß der Kanzleiangestcllte Ernst Bertsch, der die Unterschlagungen in Höhe von 10 000 Mark begangen hat, gestern erneut festgenommen ist. Bertsch hatte Dlankoformulare mit Cer Unterschrift eines Borgesetzten im Besitz, mit denen er öfters, ohne daß es weiter auffiel, Beträge von den Sparkassenbüchern vonMündeln abhebenkonnte, nachdem er die Formulare selbst ausgestellt hatte. Die unterschlagenen Gelder hat er in Frankfurt i n leichtsinniger Weise durchgebracht. Er ist früher bereits zweimal wegen Glücks- spiels vorbestraft. Bertsch, der nur Angestellter des Kreisamts ist, ist nach dem Strafgesetzbuch als Beamter anzusehen und wird dementsprechend auch bestraft werden. •iy’s Aeben der körperlichen und geistigen Betätigung der Jugend soll ein ausreichendes warmes Mittagessen täglich verabreicht werden. Das Reich leistet mit Rücksicht auf die angespannte Finanzlage nur einen geringen Zuschuß zu den nicht unerheblichen Aufwendungen. Der größte Teil der Kosten muß durch freiwillige Spenden in den angeschlossenen Gemeinden ausgebracht werden. Zur Ausbringung der Spenden wurde ein Ausschuß gebildet, dem von den Landgemeinden angehören: Bürgermeister Schäfer, Watzenborn-Steinberg, und Bürgermeister Lang, Grohen-Linden. 3n einer anschließenden Sitzung hat dieser Ausschuß, die für das Notwerk erforderlichen Spenden auf die Gemeinden umgelegt, je nach Größe und Leistungsfähigkeit, unter Berücf- t, »Daher. Hof, > s l) ga ei < QlkÜterja>jftei| :bmdcs. - Licht- brnienb.'tg". - ,Das Lchiss ohne , - Sonntag i> « StW. - yM am img. - , 20 Uhr, Sich!- i - das hr und 14 llhi: itschen Eisspo:!- hnho ftrahe, si.b s Inkareich": ab storia«Lichtspie!i, äsen." t Erd« uni im 5tanncrdtai Mende 148 kombiniert mH dyn. Lautsprecher für Wechselstrom oder Gleichstrom mit Röhren ......... 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'•'Ä* ^rung PPlnenl"' h" 1*4; -.33, -20, -.25, -.15 ftpveiie. osteten atfM hmbuit-r PM < sing (9ft8?81 jtraut 6 M n 8 bis 10.ro 20; Unter-Al , ienkohl »Ä : Veerrei'ch^ yy Kario'seln 3,} bis 40; $onifl; ): euPP^ft Dentist Zutt staatlich geprüft Bahnhofstraße 76 / Telephon 3977 »'m 4 imo ln" brennt ^°ka'do oufge- S« „Sw n Q^t(t Omid, 77"'beL Mbem die ri6 5S0S=3iu(, Je«"Sod)aiin' Rung 254 U ^5 sich durchw^ rn Kaserne. unbekannter Ur> die Dassenhall- 'rk- In tveilen den Telvohner ' fslang es noch lulchaffen. Dr 'nen Mark Die Arbeitsbeschaffimg im Sosort-Programm Oie Ourchfühkungsbestimmungen. reigev^W sfifs w SÄ: + Grünberg, 13. Ian. Am Freitagnachmittag hatte Bürgermeister Dr. M i l d n e r als Vorsitzender des Küchen- und Kontrollausschusies zur Durchführung des „N o t w e r k s der deutschen Zuge n d" für den Bezirk der Arbeitsamts-Nebenstelle Grünberg zu einer Besprechung im Sitzungssaale des Rathauses eingeladen. Etwa 60 bis 70 Personen, durchweg Bürgermeister, Geistliche und Lehrer der zum Bezirk der hiesigen Nebenstelle zählenden Gemeinden hatten sich eingefunden. Bürgermeister Dr. M i l d n e r erläuterte eingehend Zweck und Aufgabe des Notwerks, das zunächst für die Wintermonate an die Stelle des freiwilligen Ar- beitsdienftes treten soll. Geplant ist ein tägliches vierstündiges Beisammensein der Jugendlichen von IS bis 25 Jahren, davon zwei Stunden beruflich tätig, eine Stunde Sport und eine Stunde Unterricht. Ein gemeinsames warmes Mittagsmahl soll gereicht werden. Da Reichsmittel nur in beschränktem Maße zur Ver- ügung gestellt werden können, sind zur Durch- ührung des Notwerkes Beiträge der Gemeinden und reiroilligc Spenden nötig. Für den Bezirk Grünberg liegen bis jetzt aus 26 Gemeinden 151 Meldungen vor, am stärksten ist Reiskirchen mit 33 Jugendlichen beteiligt. In der Aussprache wurde von verschie- denen Rednern warm für die Sache eingetreten, u. a. sprachen Oberrealschuldirektor hüthwohl, Bürgermeister f) ö an und Pfarrer Kornmann (Laubach), Lehrer Müller (Reinhardshain) und Lehrer Becker (Lardenbach), welch letzterer dabei Die Arbeiten sollen grundsätzlich vorzugsweise an Unternehmer vergeben werden. Dabei ist daraus Bedacht zu nehmen, den Gewinn des Unternehmers auf ein möglichst geringes Maß zu beschränken. Insbesondere ist die Zuteilung von Steuergutscheinen für Mehrbeschäftigung von Arbeitnehmern bei der Preisgestaltung zu berücksichtigen. Bei der Ausführung der Arbeiten müssen i n weitestem Um fange Arbeitslose eInge st e 11 t werden. Es muß sich um inländische Arbeitslose handeln, die durch die Arbeitsämter vermittelt sind; vornehmlich sind langfristige Erwerbslose, vor allem kinderreiche und Familiener- nährer zu berücksichtigen. Insbesondere können bei diesen Arbeiten Dohl- fahrtserwerbslose unbeschränkt eingestellt werden. Der Träger der Arbeit hat sich frühzeitig wegen der Vermittlung von Arbeitslosen mit dem Arbeitsamt in Verbindung zu setzen. Wegen der Darlehensbedingungen und der Der- sahrensoorschriften gibt jedes Kreisamt und das Arbeitsamt Auskunft. Wie bei der Ausfertigung der Anträge auf Förderung von Notstandsarbeiten und des freiwilligen Arbeitsdienstes ist das Arbeitsamt auch gerne bereit, bei der Stellung von Darlehensanträgen im Rahmen des Arbeitsbeschaffungsprogramms mitzuhelfen. Kundfunkprogramm. Sonntag, 15. Januar. 6.35: Don Hamburg: Hafenkonzert. 8.15: Choralblasen. 8.30: Morgenfeier. Veranstaltet von der Evang. Landeskirche Frankfurt a. M. 9.30: Wart- burg-Saal Saarbrücken: Stunde des Chorgesangs. 10.30: Stunde der Jugend. Schul- und Hausmusik. 11.30: Don Leipzig: Reichssendung. Kantate. Von Johann Sebastian Bach. 12: Sportpalast Berlin: Deutsche Weihestunde des deutschen Reichskriegerbundes „Kyffhäuser". 13: Don Wien: Unterhaltungskonzert. 14.10: Stunde des Landes. 15: Stunde der Jugend. 16: Don Königsberg: Tilsiter Kundgebung für das Memel» gebiet. 16.35: Rachmittagskonzert des Orchesters des Westdeutschen Rundfunks. 18: Aus dem Buche Hiob — vorgelesen von Hugo Firmbach, Frankfurt a. M. 18.25: „Hexen, Feen und Vampire. — Dom südslawischen Volksglauben", Vortrag von Dr. Friedrich Wallisch. 19.30:---ck erzählt. Sprecherin: Ellen Hamacher. 20: Konzert. 23 bis 24: Nachtmusik und Tanz. Montag, 16. Januar. 7.25 Uhr: Frühkonzert. 12: Mittagskonzert I. 13.30: Mittagskonzert II auf Schallplatten. 15.20: „Eindrücke einer Reise nach Australien". Don Dr. Luise Lammert. 17: Nacymittagskonzert. 18.25: Dortrag. 18.50: Englischer Sprachunterricht. 19.25: Unterhaltungskonzert des Rundfunkorchesters. 21.10: Der Fall der Dalerie C, von Aoicenna. 22.45 bis 24: Nachtmusik. Zugtiere niemals länger als unbedingt erforderlich und niemals unbedeckt im Freien stehen gelassen werden; das Zaumzeug im Slall aufbewahrt oder andernfalls vor dem Anlegen die Kandare — Gebißstange — erwärmt wird, und die Hufeisen der Pferde zum Schutze gegen das Ausgleiten gehörig geschärft oder nut Stollen versehen sind. ‘ ' Das Abbrennen von Grasflächen, Rainen und Hecken ist verboten! 3n einer Bekanntmachung im Amtsverkündigungs- blcttt vom 13. Januar wird vom Kreisamt daraus aufm.'.ksam gemacht, daß das Beschneiden. Ausroden und Abbrennen von Hecken, das Abbrennen von Bodendecken auf W esen, Rainen, Rängen und auf Oedland, sowie die Beseitigung von Rohr und Schilf im Interesse des Schuhes der Vögel und Vogelbruien für die Zeil vom 1. März bis 31. Juli verboten ist. Die erforderlich erscheinenden Arbeiten müssen bis zum 1. März beendigt sein. " Vom Stahlhelm in Dießen wird ans geschrieben: „Am Sonntag, 22. Januar, 11 Uhr, wird der Stahlhelm, D. d. F. Ortsgruppe Sichen, im Lichtspielhaus (Dahnho'straße) eine Filmvorführung veranstalten. 3m Mittelpunkt deS Programms steht der Film vom 13. Reichsfront- oldatentag in Berlin 1932. Schon seit Jahren anden die alljährlichen Massenaufmärsche des .Stahlhelm", besonders der 11. Reichs'ront- oldatentag in Koblenz und der 12. in Breslau, n politischen Kreisen mehr und mehr Beachtung. Seit über diese Kreise hinaus erregte der Berliner Reichs'rontsoldatentag im vergangenen Jahre Aufsehen, weniger durch die große Zahl Ser Teilnehmer, rund 200 000 alte und junge Sol- Sa len. als durch die erstmalige Teilnahme einer Reichsregierung und der Spitzen der Reichswehr. Der Stahlhelm sah hierin mit Recht eine Qln- «rfennung seiner seit über 14 Jahren abseits Ses Parteigetriebes geleisteten Arbeit. Der Film gibt nach dem übereinstimmenden Urteil der nationalen Presse einen überzeugenden Einblick in tie Arbeit des Bundes, besonders auf wshr- Öonneretag. den 19. Januar SeSChäftS-DrUCksacheß Rechnung«, Briefbiatter sportlichem Gebiet. Wer der Auffassung ist, daß diese Arbeit für unser deutsches Volk und Vaterland fruchtbringend ist und wer mit dem ..Stahlhelm" glaubt, daß nur Deutschlands alte und junge Soldaten auf dem Weg in die Freiheit Führer sein können, dem sei der Besuch des Films empfohlen. Ein zweiter Film zeigt den „Stahlhelm" im „Freiwill gen Arbertsdienst". Trotzdem nach Auffassung des Bundes und seiner Führung die allgemeine Dienstpflicht letztes Ziel bleiben muß, hat der „Stahlhelm" sich dem Freiwilligen Arbeitsdienst nicht versagt und ist auch auf diesem Gebiete führender Verband geblieben. Seinem Grundsatz, weniger zu reden, als viel mehr praktische Arbeit zu leisten, ist er auch her treu geblieben. Drei weitere kürzere Fttme ze.gen Bilder von der vorjährigen Reichsführertagung in Magdeburg anläßlich der Reichs- grünbung^e-.er am 18. Januar und weiterhin D.lder von' der Führertagung des Stahlhelm- Studentenringes „Gangematd' in Raumburg und bet Ostpreuhenstreife der Stahlhelm-Studenten. ** Reichsoerband des deutschen Gartenbaues. Man schreibt uns: Die Bezirksgruppe Gießen und Umgegend im Reichsverband des Deutschen Gartenbaues hielt am Dienstag in Anwesenheit des Landesverbandsvorsitzenden Bösenberg (Mainz-Laubenheim) ihre diesjährige Hauptversammlung ab. Im festlich geschmückten Saale des „hessischen Hofes", der vis auf den letzten Platz besetzt war, eröffnete der Vorsitzende Rudolf Schneider (Gießen) die Versammlung. Die Ausführungen des Vorsitzenden zeigten, wieviel Arbeit zur Förderung des Berufes geleistet werden muß. Die anschließende rege Aussprache bewies das große Interesse der Mitglieder an den einschlägigen Fragen. Der Vorsitzende des Landesverbandes überreichte hierauf dem 2. Vorsitzenden, Louis Becker (Gießen), der sich durch seine langjährige Tätigkeit im Interesse des Berufes und der Berufsschule besondere Verdienste erworben hat, die Ehrenurkunde des Landesverbandes. Die Dorstandswahl ergab die einstimmige Wiederwahl des seitherigen Vorstandes. Reuen "Hula bä I fammlung des Rotwerks im Arbeits- Lichtbildern. arntsbezirk Gießen am 9. Januar im das Theins Studentenheim gefaßten Beschlüsse hatte der rechen. Mhcret Direktor des Arbeitsamtes Gießen, Regierungs- Mch. rat Dr. Bues, am 11. Januar die Bürger- , meister der im Arbeitsamtsmeldebezirk Gießen . Januar. vereinigten Gemeinden, sowie Vertreter unseres Zaslev in Steen* Bataillons, des Kreisamtes Gießen, der Berufs- 1 Nis 6r- ichulen, der Gießener freien Wohlfahrts- und Mors' bei 'N 5iugendpflegevereinigungen und andere hilfsbe- , mhnlifet ßmi r_- ite Persönlichkeiten zu einer Besprechung über bit Durchführung des Rotwerks in das Stadt- auf das Werk der Siedlung hinwies. Die Versammlung bestimmte dann einen Arbeitsausschuß, dem «eben Bürgermeister Dr. Mild ne r von Grünberg folgende Herren angehörcn: Beig. Böß, die Gemeinderäte Kröhle und Seybold, Oberrealschuldirektor h ü t h w o h l, Rekwr Bender, Fortbildungsschullehrer Gengnagel, Pfarrvikar Scheuer, der Leiter der hiesigen Nebenstelle, Herr Z i n ß e r und Buchdruckereibesitzer Robert, ferner die Bürgermeister der Orte Laubach, Ettingshausen und Reiskirchen, außerdem die Lehrer Becker (Lardenbach), Müller (Reinhardshain) und Simon (Ettingshausen). Sofort nach Schluß der Versammlung trat dieser Ausschuß zu einer Sitzung zusammen. Cs wurde beschlossen, einen Aufruf in den Gemeinden zu erlassen und zur Lieferung von Jia- (uralten und zu Geldspenden aufzusordern. Bezüglich der Raumsrage zur Speisung und Abhaltung des Unterrichts konnte noch kein Ergebnis erzielt werden, Bürgermeister Dr. M i l d n e r fall eine Lösung herbeizuführen suchen. Als Kasseausschuß wurden bestimmt Bürgermeister Dr. M j l d - n e r , -Fortbildungsschullehrer Gengnagel und Lehrer Müller «Reinhardshain), als Ausschuß für Entgegennahme der Naturalien Beig. Böß und Gemeinderat Kröhle. Für die geistige Betreuung soll Oberrealschuldirektor h ü t h w o h l einen Plan aufstellen und sich besonders der Mithilfe derjenigen Herren versichern, die seither schon geistige Betreuungsarbeit beim freiwilligen Arbeitsdienst leisteten. Die Durchführungsbestimmungen zur Arbeitsbeschaffung im Rahmen des Sofort- Programms des Reichskommissars für Arbeits- beschaffung sind erschienen, hiernach kann Trägern bten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, 15. Januar. 2. Sonntag nach Epiphanias. Sladlkirche. 9.30 Ühr: Pfr. Mahr , 11: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde; Pfr. Mahr-, 17: Pfr. Storck (Heppenheim). — Johauneskirche. 9.30: Pfr. Bechtolsheimer-, 11: Üinderkirche für die Lukas- gemeinöe; Pfr. Bcchtolsheimer; 17: Pfr. Au.feld; 20: Bibelbesprechung: Pfr. Bechtolsheimer. — Kapelle des Allen Friedhofs. 9.30: Pfr. Lenz; 11: Stin- derkirche für die Luthergemeinde: Pfr. Lenz. — Petruskapelle. 9.45 Pfr. Becker: 11: Kinderkirche für die Petrusgemeinde, Pfr. Becker. — Saal der Reuen Krippe. 11 Uhr: Äinderkirche für die Johannes- gemeinde: Pfr. Ausfeld. — Reue Aula der Universität. 11.15: Universitäts-Gottesdienst: Predigt Prof, v. Or. Rudolph. — Klein-Linden. 11: tzindergottes- dienft: 13.30: Hauptgottesdienst. — Wiefeck. 9 45: Hauptgottesdienst: 11: Äinderkirche. — Grohen- Dufeck. 10 30 Uhr: Gottesdienst. — Oppenrod. 13: Gottesdienst. Katholische Gemeinden. Samstag, den 14. Januar. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, 15. Januar. 2. Sonntag nach Epiphanie. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe: Kommunion der Kinder: 8: Kommunion: 9: Hochamt mit Predigt: 11: Messe mit Predigt: 17.30: Andacht mit Segen. — Grünberg. 9.45: Meße mit Predigt. 2oitntaaabifm*t d.'Aerzte u.Apotheken am 15.1.33 Dr. Steinreich. > »i Mehl. Pelikanavotheke. Zahnarzt: Dr. Jäger id 3 Unsere liebe, gute Mutter und Großmutter ist am 12. Januar im 93. Lebensjahre sanft entschlafen. Gießen. Alsfeld, den 14. Januar 1933. Die Beisetzung hat in aller Stille stattgefunden. 318D Statt Karten verlaufen. 252Ü Statt Karten 0339 Frau Kläre Hornberger und Kinder. Gießen, den 14. Januar 1933. 285 D Butzbach 296 D Büro. 0306 Gießen, den 12. Januar 1933. 309 D 20?A Vermietungen I .. m. Küche u. LZubeh. 6iniBniiiko6aö5 i. ö. Nähe Gießens Stellenangebote! Zwei Zimmer unmöbl. ob. möbl., 3it vermieten. Einz. und englischen Sprachkenntnissen als Pohrlittn MM Einpacken von T- U > Alas-Porzellan fo‘ 7 3UM an den Gieß. An;. Familie Familie Familie Familie — mit monatlicher Beitragszahlung — gegen Fixum und Provision. Für die wohl tuenden Beweise hebe voller Teilnahme, die uns beim Heimgange unserer lieben, unvergeßlichen Entschlafenen zuteil wurden, sprechen wir hiermit unseren herzlichsten Dank aus. 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Die sogenannte außerordentliche "3 öl- kerbundsversammlung lauft daneben weiter. Sie wird nur Praktisch unterbrochen. Jederzeit kann der Präsident sie e:nberu°en, wenn ihre Abgabe, die Beilegung des fernöstlichen Konflikts, das erfordert Erne „Verhandlungskommission" arbeitet an diesem friedlichen Ausgleich. Die Heranziehung Amerr- kas und Rußlands dazu ist bisher nicht gelun- ^Jnzwischen geht Japan weiter in seinem Bestreben, im G.b et der südmandschur ichenBahn mit ihrer industriellen Zone sich endgültig festzusetzen. Es will und es kann in dieser Politck nicht mehr zurück. Dabei sind die Wirtschaft und der Staatshaushalt Javans in schwerer Krise — Bauernnot, Rot des Handels (weil das Ch.na- Geschäft gestört ist), schlechter Stand des QJen —, Japan geht auf einer gefährlichen Dahn. Dabei muh das Berhältnis zu den Bereinigten Staaten immer schlechter werden. Diese können ihre gegenwärtige Passivität gar nicht aufrechterhalten. Daher kann man sich auch nicht denken, daß sie tatsächlich die Philippi- n e n so aus der Hand geben wollen, wie die Gewährung der Unabhängigkeit an sie in der jetzt angenommenen Bill es vorsieht. Versprochen ist das längst, schon 1916 durch Wilson. F ü r die Gewährung der Unabhängigkeit sprechen zwei Gesichtspunkte in Amerika: damit könnten die der gelben Rasse angehörenden Philippinos ebenso wie Japaner und Chinesen von der Einwanderung fern- gehalten werden, die ihnen jetzt als Bürgern der Bereinigten Staaten freisteht. Ferner geht ein Hauptprodukt der Philippinen, Rohrzucker, heute zollfrei in Amerika ein. Dagegen sind die amerika- I Nischen Zuckerproduzenten, und gegen die unab- Sowohl diese, wie namentlich Frankreich haben Rumänien in der schweren Frage des Nichtangriffspaktes mit Rußland im Stich gelassen, es hat allein in seiner Ablehnungspolitik gegen Rußland stehen müssen. Die Finanzhilfe aber, die Rumänien dringend braucht und die nur von Frankreich kommen Fann, ist gleichfalls an ein Genfer Protokoll geknüpft das eine glatte Finanzkontrolle Frankreichs über Rumänien enthielte und gegen das Rumänien deshalb kämpft. Der Vertrag zwischen Rumänien und Italien ist zunächst nur auf sechs Monate, bis zum Juli 1933, verlängert. Das heißt wohl, daß die Kernfrage aufgefchoben worden ist. In dieser ZeU wird eine lebhafte diplomatische Tätigkeit vor sich geben, an der auch Frankreich in Rom sich beteiligen wird. Frankreich will mit Italien in ein anderes Verhältnis kommen. Das hat Herri ot angelegt, dafür geht jetzt Henry de Iouvenel als Botschafter nach Rom. Er legt sein Senatsmandat nicht nieder, wird daher nur sechs Monate sein Botschafteramt wahrnehmen, d h. er will eine Sondermission für die französisch - italienische Verständigung durchführen, über die er sich ja auch öffentlich schon geäußert hat. Er stößt dabei auf die alten unüberwindbaren Schwierigkeiten, am einfachsten in der italienischen Formel ausgedrückt: daß sich Frankreich der Kleinen Entente und Italien gegenüber gleichverhalten müsse, also nicht die Kleine Entente gegen Italien bevorzugen dürfe. Das ist sehr diplomatisch-schachbrettmäßig ausgedrückt, aber ganz klar, und ist vorläufig für Frankreich nicht möglich. Erst recht ist eine Verständigung in Flotten und Kolonialfragen nicht wahrscheinlich. Wir glauben darum, daß Herr de Iouvenel ohne praktisches Ergebnis wieder in den Senat zurückkehrt. Das diplomatische Hin und Her dieser Vertragsoerhandlungen bedeutet reell wenig, gegenüber den eigentlichen Nöten des süd- osteuropäischen Raumes. Wobei wir natürlich gar nicht leugnen wollen, daß eines Tages die italienisch-jugoslawische Spannung explodieren kann und Entwickelungen auslöst, die man auf beiden Seiten weder voraussehen kann, noch im Grunde will. Denn einen derartigen Krieg könnten beide Länder ganz und gar nicht brauchen. AeilMgsslächen der WellpolM. Außenpolit sche Umschau. Don Dr. Otto Doehsch, ö. Pros, der Geschichte an b r unioerfifät Äerlin Am 26. Januar kommt wieder der D ö l ke r - bundsrat zusammen. Sein wesentlichster Punkt ist die Vorbereitung der Weltwirt s ch a ft s - konf erenz. Der vorbereitende Ausschuß ist eben zusammen gewesen, und gleich in der ersten Sitzung ist die K r i e g s s ch u l de n f r a ge geteilt worden, die in der Rovemberkonferenz nicht Mir Sprache kam, weil Englund und Amerika das Kriegsschuldenproblem auf der Weltwirtschaftskonferenz noch nicht behandeln wollten. Jetzt hat der englische Vertreter (genau wie voreimger Zeit der Generaldirektor der DIZ.) die Sc^ilden- frage an eine wesentliche Stelle für diese Konferenz gerückt. Das ist immerhin ein sortschrltt. Die zweite wichtige Frage soll sein die Stabilisierung der W ä h r u n g e n aus der Grundlage des Goldes. Ferner sollen behandelt werden der freie Kapitalverkehr, d. h. Deseitigung der Devisensperre und' Ordnung des Kreditwesens, schließlich die Zollpolitik im Sinne einer Herabsetzung der Zolle. _ ... , ,, Das ist ein Riesenprogramm. Zunächst sachlich, die Dereinigunq der Kriegsschuldenfrage ist wie der englische Vertreter mit Recht formuilerte. Vorbedingung für jede Wiederherstellung der Weltwirtschaft. Damit ist schon gesagt, daß die Konferenz, wenn sie bald zusammentritt, sicherlich nichts erreichen kann. Denn die Kriegsschuldenfrage hängt ab, wie bekannt, vom Prasi- dentenwechsel in den Vereinigten Staaten, von dessen Entschlüssen, von der Haltung des Kon- gresses und ist vom nächsten Fälligkeitstermin, 16. Juni, zeitlich begrenzt. Innerhalb dieser Zeit Würde die Frage auf einer Weltwirtschastskonfe- renz nicht vorwärts zu bringen sein. Die Stabilisierung der Währungen aus der Grundlage des G o l d e s ist allerdings auch Vorbedingung der Ordnung. Denn die Goldwährung ist der Ausdruck internationaler Finanzverpslich- tungen, über den man zunächst einig Jein muß, wenn man weiterkommen will. Damit hängen zwei äußerst schwierige Fragen zusammen: die Reuverteilung der Goldvorräte, die heute namentlich in Frankreich und Amerika weitgehend .gehortet" sind, und die Rückkehr der 21 Lander, die den Goldstandard verlassen haben, vor allem Englands, zu ihm. Voraussetzung wiederum dafür wäre, daß die gewaltige Last kurzfristi- gerSchulden konsolidiert würde, ohne die eine gemeinsame Gold- und Stabilisierungspolitik nicht recht denkbar ist. So britt die eigentlich wichtigste Frage an den Schluß: die Zoll-und ^ans- politik, Ein- und Ausfuhrverbote, Kontingente und alle anderen Außenhandelsschranken einschließlich der Frage der europäischen Präferenz. Die Weltwirtschaftskonferenz ist wichtig: Deutschland muß an ihren Vorbereitungen und an ihr selbst sehr entschieden mit- arbeiten. Das bleibt unser Standpunkt. Aber wie soll sie wirllich etwas zustande kriegen? Allmählich sind immer mehr Hoffnungen auf sie gesetzt worden, was die Staatsmänner benutztem um lästige Entschließungen aufzuschieben. Deshalb drängt man, daß sie bald zusammentrate, namentlich Macdonald drängt. Der Termin aber 0t tote gesagt nach der Schuldenseite in anderer Weise bestimmt. Ist sodann die Dorbei^itung für die Rückkehr zur Goldwährung und Währungsstabilisierung auch nur annähernd ausreichend? Auch nur theoretisch, zumal die Silber frage auch noch auf die Konferenz kommen soll? Wie will die Konferenz die Goldverteilung wirtschaftlich verständig durchsetzen? Tstesmal sind im vorbereitenden Ausschuß lehr bestimmte und scharfe Worte gefallen: alle wurden zugrunde gehen, wenn die Regierungen ihre Pflicht nicht erfüllten, alle begreifen, daß die Schuldner nur mit Ware bezahlen können und die Gläubiger also ihre Handelspolitik andern müssen, durchgreifende und entscheidende En^ schlüsse seien notwendig. Wobei man praktisch nicht die üblichen theoretischen Empfehlungen sich xu denken hat, nach denen keiner sich n^tet, Ion- Lern verpflichtende Staatsverträge. Alles gang richtig! Aber wie soll eine solche Konferenz auch nur zu radikalen und durchgreifenden Empfehlungen kommen, geschweige denn zu Staatsvertiagen? älns scheint, daß die dafür letzt in Genf getane Arbeit Sisyphusarbeit ist! Jedenfalls: die gesamte Energie muß zunächst einmal darauf verwendet werden, daß die Schul d e n s r a g e m Ordnung kommt, endgültig, sowohl die deutsche Reparation, wie die interalliierten Schulden, uno Laß Entschlüsse gefaßt werden, die Riesenlast der sogenannten privaten Schulden mindestens zu konsolidieren, besser noch der jetzigen Situation anzupassen, d. h. abzuwerten. Denn der Generaldirektor der DIZ. hatte ganz Recht mit dem Satze: „Hm die Achtung vor den (Schulden-) Verträgen aufrecht zu erhalten, muß man diese Verträge erst so anpassen, daß sie überhaupt noch geachtet werden können." Dieser im Mittelpunkt des internationalen Kreditwesens stehende Mann sieht daß, wenn man zwischen Gläubigern und Schuldnern nicht in Ordnung kommt, die einseitige Auflösung der Schuldenverträge unvermeidbar hängigen Philippinen würde eine aussperrende Zollpolitik möglich sein. Aber im ganzen sind der Handel, noch mehr aber Militär und Politik gegen eine derartige Schwächung des amerikanischen Einflusses im fernen Osten. Denn das würde Japan die Türe öffnen; die nördliche Insel der Philippinen ist ja bloß 100 Kilometer von der japanischen Kolonie Formosa entfernt. Behalten aber die Amerikaner ihre Position auf den Philippinen, so werden sie einen Flottenstützpunkt dort brauchen. Die Flottenfrage verbindet fick ja durchaus mit diesen 3nterefien. Japan hat sie mit seinen Seeabrüstungsvorschla- gen gestellt. England ist (Fsottenbasis Singapore!) daran auch interessiert. England ist wieder in Schwierigkeiten mit Amerika wegen der Schulden. Kurz, wie sind hier die Fäden bis zum Reißen gespannt! . Das heißt nicht etwa an einen baldigen Krieg zwischen Amerika und Japan denken, oder gar an eine gefährliche Gegensätzlichkeit zwischen England und 'Amerika. Vielmehr ist diese Situation geradezu eine weitere Versuchung für Japan, sein gewagtes Spiel nicht zu unterbrechen. Es kann bis zu einem gewissen Grade meinen, die tm Washington-Vertrag von 1922 ihm angelegten Sesseln hätten sich infolge der Wirtschaftskrise und der Schwäche der amerikanischen Politik so gelockert, daß es ein gut Stück ungebunden vorwärts kommen könne, um seinen Einfluß nicht nur in per Mandschurei, sondern auch in Rordchina im Sinn der 21 Forderungen aus dem Jahre 1916 auszudehnen. Darüber aber kann es in den offenen, völlig unabsehbaren Krieg mit Chma geraten. Am 20. Januar läuft der i t a l ien i s ch - ru - mänische F r e u n d s ch a f t s v e r t r ag ab Heber die Erneuerung ist schon kärger verhandelt worden. Italien verlangte eine Erklärung Rumäniens. daß es im Falle eines italiemsch-jugv- slawischen Konflikts neutral bleiben wurde. Das hieße die Auflösung der Kleinen Entente deren Sinn ja in der gegenseitigen Stützung im Kriegsfall besteht, falls die Ordnung der Pariser grie- densverträge in Frage gestellt würde. Run ist die Kleine Entente überhaupt nicht mehr viel wert. Mit dem Ruhrkampf ist der Name Albert Leo Schlageters für immer unaus- löfchlich verbunden. Wir entnehmen die folgende Darstellung der bei der Hanseatischen Derlogsanstalt Hamburg erschienenen Schlageter-Biographie Rolf Brandts. D. Red. Schon während der Konferenz von Spa hatten die Franzosen mit dem Ruhreinmarsch gedroht. Der &e> werkschaftsführer HuL und Stinnes hatten sich an den Konferenztisch der eleganten Villa Frameuse hingestellt und hatten beide übereinstimmend erklärt: die Franzosen könnten ja das Gebiet entgegen Vertrag und Recht besetzen, aber der Reichtum des Ruhrgebiets läge nicht nur in der Erde, sondern in der Arbeitskraft der Männer, die aus dieser Erde ihre Schätze hoben. Beide Männer, so verschieden in ihrer Stellung und Auffassung, erklärten: die Besetzung des Ruhrgebietes wird nichts bedeuten als ein endgültig ruiniertes Europa. Trotzdem gelang es nur im allerletzten Augenblick durch eine Nachgiebigkeit, die von den Vertretern der Wirtschaft verurteilt wurde, den Einmarsch zu verhindern. Lloyd George faß in.der Stunde, da man annehmen durfte, daß der Befehl gegeben würde, die französische Rheinarmee in Bewegung zu setzen, dem deutschen Außenminister Simons gegenüber Er sagte wörtlich, indem er die Emp- inöungen eines Deutschen bei diesem Krieg gegen Wehrlose zusammenfaßte: „I in my heart, I would never forget it!" — „Ich würde es IN meinem Innern niemals vergessen!" Inzwischen bereitete Frankreich durch politische Schwierigkeiten, die es England im Orient machte, durch Auspeitschung der französischen öffentlichen Meinung und der Propagierung der Idee, daß es nur darauf ankomme, das Gold von der Ruhr nach Frankreich zu tragen, „feinen siegreichen Ruhrfeldzug" vor. Französische Artillerie brach von Düsseldorf auf, im grauen Licht eines grauen Morgens zogen die Offiziere an der Grenze des besetzten Gebietes die Degen und marschierten nach Westfalen hinein. Infanteriekolonnen, Tanks, Panzerwagen, Artillerie, Kavallerie, Radsahrpatrouillen, ein Heerwurm zog in das waffenlose Land. Die politische Richtung Poincares war richtig; die englischen Kronjuristen traten zwar zusammen und erklärten, daß der Einmarsch ein Rechtsbruch wäre, die deutsche Regierung fügte zu ihren hundert Protesten einen neuen, aber selbstverständlich geschah nichts, den Schlag in das Gesicht des Völkerrechts aufzuhalten. Italien hatte die Verlogenheit, eine Schar italienischer Ingenieure nach Essen zu entsenden, denn dies war ja die politische Phrase, mit der man den Friedensbruch zudecken wollte: die französischen Truppen seien nichts anderes als die Begleitmannschaften zum Schutz einer „Interalliierten Ingenieur-Kommission" ... Soweit also war, um es zu wiederholen, die Rech- nung von Poincare durchaus richtig. Aber falsch war seine psychologische Berechnung. Die Besetzung des Rheinlandes war nach einem Vertrage erfolgt, nach einem Erpresseroertrage, aber die Rheiw lande sahen ein, daß es sinnlos gewesen wäre, sich den Folgen des Bubenstreiches von Versailles zu entziehen. Anders lagen die Dinge jetzt in Westfalen, anders stand die Bevölkerung des Ruhrgebietes der französischen Besetzung gegenüber. Aus der Mitte der Bevölkerung heraus wurde der Gedanke des passiven Wider st and es geboren. Die Bergmänner, die Hüttenleute, die Eisenarbeiter, die Landbevölkerung, der Bürgerstand der Städte, alle nahmen den Kamps mit beispielloser Verbissenheit auf. Die einrückenden Truppen sanden nicht mehr Behörden vor, die protestierten, aber nachgaben, sie fanden keine gedrückten, ausweichenden Einwohner, sondern sie fanden eine Flamme der Verachtung und des Hasses, die ihnen schier das Gesicht verbrannte. Geschäfte und Läden schlossen lieber, als daß sie den Franzosen Waren verkauften. Auf der Straßenbahn verließen sämtliche Mitfahrenden den Wagen, wenn Franzosen einstiegen. Der Führer weigerte sich zu fahren, die Gastwirte weigerten sich, Essen zu geben, die Hotels verweigerten Zimmer. Wenn von den großen Werken bie Zehntausende von Schichtwechsel tarnen, zogen sie an dem französischen Posten vorbei. Zehntausende, grau, stumm, ungeheuer mächtig in ihrer Masse. Die Eßgeschirre tlinferten in der Hand. Dunkler Ton der wandernden Füße, sonst Stille. Reihen zu Vieren, zu Funsen, zu Sechsen, unübersehbar. Einer spie aus, einer in der zweiten Reihe, in der dritten, immer stumm, immer dies furchtbare Drohen in den Augen, Naß, der aus der liefe kommt. Da warf der französische Posten sein Gewehr fort und rannte davon. Non dieu! Dies Land ist die Hölle, dies Westfalen ist unerträglich! _ . . ..... , Jetzt bekamen die Generäle Befehl, rücksichtslos durchzugreifen. Ungeheuerliche Terrorakte, Beftialt» täten und Gemeinheiten spielten sich mitten im Frie den in einem unter Rechtsbruch besetzten Lande ab. Junge Mädchen wurden mit der Reitpeitsche ge schlagen, wenn sie auf dem Bürgersteig gingen. Hotels wurden evakuiert, indem man in die Zimmer drang und die deutschen Reisenden mit dem 'Bajonett aus den Betten trieb. Das Stadttheater zu Reckling hausen wurde während der Vorstellung von „Wll heim Tell" von einer Horde von französischen Offizieren unter Reitpeitschenhieben geleert. 'Bor ba* Essener Stadttheater fuhren Tanks auf, als die deut schen Zuschauer den Rütlischwur mitsprachen: „Wir wollen frei sein wie die Väter waren, eher den -LoD ah in der Knechtschaft leben.Wir wollen trauern auf den höchsten Gott und uns nicht furchten vor der Macht der Menschen." Es würde einen Band füllen, die beschichten der Untaten zu erzählen, die sich das französische Mil» tär während der Ruhrbesetzung zuschulden kommen Erinnerung an den Ruhrkampf Von iRolf Brandt ließ ... Aber Entbehrung, Terror und die Zeit taten ihre Wirkung. Die deutsche Mark begann als Zahlungsmittel nahezu wertlos zu werden. Die Eisenbahn kam in die Hände französischer Beamter. Die Hasen des Ruhrgebiets, die Dampfer, die Schiffe waren in französischem Besitz. Die Bevölkerung war durch die unerhörten Grausamkeiten zur Ruhe des Kirchhofs gezwungen worden. Wer sehen wollte, konnte erkennen, daß man von dem 'Bürger, der mit Familie dort lebte, nichts verlangen konnte, was das Maß pflichttreuen Ausharrens überschritt. Man konnte merken, daß die französischen Truppen das Ruhr- abenteuer gründlich satt hatten, aber es war not wendig, stärker noch auf sie einzuwirken um den Versuch PoincarLs, einen franko westfalischen Pufferstaat zu gründen, endgültig scheitern zu machen. Die Berichte der französischen Generäle, Ingenieure und Agenten durften keine Siegesberichte mehr fern. Diese ganze Armee mußte sich fühlen, als faße sie auf einem Pulverfaß, dessen Lunte schon 9* Z)aß hieß, zu dem passiven Widerstand der Bevölkerung mußte das aktive Eingreifen entschlossener Männer kommen, die bereit waren, ihr Leben aufzuopfern für die Freiheit ihres Landes. Gegenüber dem Hauptbahnhof von Essen hatten die Franzosen am Tage nach ihrem Einrücken eine französische Buchhandlung eröffnet. Hier log die ganze französische Propagandaliteratur und die Hetzschriften der rheinischen Separatisten im auffallend ften Laden der Stadt zur Schau. Wenn Deutsche an diesem Laden vorbeigingen, bekamen sie ein rotes Gesicht, so trieb die Empörung das Blut in die Wangen. Eines Tages flog plötzlich einPf läster- stein durch die große Scheibe in die 2Ius age. Wah- rend des Krachens und Splitterns des Glases eilten eine Anzahl junger Leute auf den Laden zu. Es entstand ein Auflauf, und in dem' plötzlichen Ge- dränge enttarn der Täter. Die „Rh-inifch Wcst- fälifche Zeitung" brachte diesen Vorgang in einer Form, die äußerlich der Zensur genügen mußte und nur für den deutschen Leser die Ironie ahnen ließ: Gestern rutschte einem der vor dem Hauptbahnhof beschäftigten Pflasterarbeiter ein großer Pflasterstein aus der Hand und flog unglücklicherweise m die Schaufensterscheibe der französischen Buchhandlung. Eine Bretterwand verdeckt jetzt die Aussicht auf die Bücher ..." Am nächsten Abend fand im französischen Ossi- zierskasino in der ersten (Stag? des Essener Handels- Hofes ein großes Liebesmahl statt. Gegen 23 Uhr schlichen dunkle Gestalten durch das Gäßchen am Christlichen Hospiz. Je ein Mann nahm vor einer der großen, hell erleuchteten Scheiben im ersten Stock Aufstellung. Eben erhoben sich die Herren in allerbester Sektlaune „Vive le France!" Ein Pfiff auf der nachtdunklen Straße, und eine Salve mächtiger Steine prasselte gegen bie Scheiben. Mit gewaltigem Krach brach das Glas und klirrte auf die Straße. Oben im Saale sprangen wird. , , , . , Daneben zeigt eine neue Untersuchung des deutschen Instituts für Konjunkturforschung sehr eindringlich, tote sich die w e l t w i r t s ch a s t- lichen Verhältnisse verlagern, und zwar dauernd. 1928 (als ICO gerechnet) stand die 3n6uSt”ufHon U C8M1 1929 auf 10Z 1932 auf 74, dem Stand von 1913 Ihre „Schrumpfung war am stärksten in den alten Industrieländern wie Deutschland, England, Oesterreich, Polen und den Vereinigten Staaten. Dagegen sind die jungen Industrieländer, toie Autz^nd. Japan, Indien, weit über ihren S and von 1913 h_nauS° aelanat Die landwirtschaftlich e We l t Produktion aber ist von 1929 bis 1931 nur um 6 Prozent gesunken, also eine Vergebung auch fm RchMui- von Industrie und Land- Wirtschaft' Dagegen ist die Welt ton nage in de?Handelsschiflahrt heute 62 Prozent großer als die von 1913, der Güterverkehr aber in ihr 7 Prozent unter d.esem Stand. Von /0 Millionen Tonnen der gesamten Welthandels lotte ^gt im Augenblick ein volles Fünftel st.lU Das sind, wie man mit Recht sagt, „strukturelle Versch-.e- bungen, maßgeblich für eine koiflerenz, namentlich unter dem Gesichtspunkt, inwieweit eine volle Rückbildung m die früheren Verhältnisse überhaupt denLar sei. Aber um Ls noch einmal zu sagen; so wichtig die,e Arbeit I vle französischen Offiziere unter die Tische, warfen sich platt auf den Baden und warteten auf die Detonation der Handgranaten, die natürlich nicht kam. In der gleichen Nacht fielen die Scheiben aller Restaurants und Geschäfte, die gegen die Verordnung über den passiven Widerstand verstießen und an Franzosen verkauften, der Vergeltung zum Opfer. Viele Nächte hindurch wurden die Drähte von den verschiedenen französischen Befehlsstellen durchschnitten. Das erforderte neue Posten, neue Aufmerksamkeit und neue Nervenbelastung der französischen Besatzung. S ch l a g e t e r traf in diesem Kampf mit Kameraden aus dem Baltikum und aus Oberschlesien zusammen. Krause, König, Feverer, Sadowski, Werner, Becker und Zimmermann. Federer war Schlageters langjähriger Bursche, Krause sein alter Feldwebel von der Batterie her. Alle waren Überzeugt, daß es ni^,. genüge, stumm dos Verhängnis über sich ergehen zu lassen. Daß gegen die Tat gesetzt werden müsse. Es waren durchaus keine Menschen, die mit einem Band Schiller zu Bett neben und mit Versen Goethes erwachen, aber vor der ersten großen Aktion saßen sie in einem Stübchen zusammen, und Schlageter las Schillersche Verse, die er sich in sein Notizbuch geschrieben hatte. Er las schlecht, aber die Männer wurden still unter seinem holprigen, badischen Lesen. „So müssen wir auf unferm eianen Erb' Und väterlichen Boden uns verstohlen Zusammenschleichen wie die Mörder tun, Und bei der Nacht, die ihren schwarzen Mantel Nur dem Verbrechen und der sonnenscheuen Verschwörung leihet, unser gutes Recht Uns holen, das doch lauter tft und klar Gleich wie der glanzvoll offne Schoß des Tages." G. A.-Sport. Sportabteilung des Tv. Wieseck. Am morgigen Sonntag empfängt die 1. Mannschaft des TD. Wieseck die spielstarke 2. Mannschaft des VfR. Butzbach zum fälligen Verbandsrückspiel. Butzbach steht zur $eit an erster Stelle in der Gruppe Gauklasie I. Es dürfte dem Platzverein schwer fallen, einen Sieg zu erringen. Im Vorspiel verloren die Wiesecker ersatzgeschwächt 1:3 in Butzbach. Die Mannschaft wird alles daran setzen müssen, die Scharte wieder auszumerzen. AOT. - Gauvorturnerstunde in Lollar. Eine Gauvorturnerstunde findet am kommenden Sonntag in Lollar statt. 3n derselben wird der für das Hallenturnen in Londorf in Betracht kommende Llebungsstoff und die Freiübungen für das Jahr 1933 durchgenommen. Wirtschaft. Berlin ziemlich freundlich. Berlin, 14. Ian. (WTB. Funkspruch.) Bei nicht ganz einheitlicher Kursentwickelung und recht kleinem Geschäft war die Grundstimmung für Dividendenwerte als weiter freundlich zu bezeichnen. Für Spezialpapiere bestand auch zum Wochenschluß einige Saufneigung. Die Möglichkeit einer Vizekanzlerschaft Gregor S t r a • ßers fand unterschiedliche Beurteilung. Man hofft aber allgemein, daß es den Bemühungen des Kanzlers gelingen wird, eine innerpoütifdje Beruhigung herbeizuführen. Montanwerte lagen ziemlich allgemein fester, wofür das Anziehen des Eisenexportpreises mitbeftim- mend gewesen sein dürfte. Im Verlaufe setzten sich besonders für Gelsenkirchen und Stolberger Zink weitere Steigerungen durch. Braunkohlenwerte waren im Endeffekt gut behauptet. Rheinische Braunkohlen zogen erneut 3,50 v. H. an. Kaliwerte und Chemiepapiere tendierten völlig uneinheitlich. Farben waren unter Schwankungen gut behauptet. Gummi- und Linoleumwerte verloren bis zu 2,25 v 3). Elektroaktien zeigten ein völlig uneinheitliches Aussehen; die Abweichungen gingen bis zu einem Prozent. Akumulatorenfabrik verloren 4,50 o. f). Gaswerte und Maschinenfabriken waren nach etwas schwächerer Eröffnung gut erholt. Von Kabel- und Drahtwerten gewannen Deutsche Telefon und Kabel 2 o. $)., während Deutsche Kabel 1 o. S). niedriger lagen. Von Autoaktien zogen BMW. Im Verlaufe beinahe 2 v. H. an. Bauwerte und die Anteile von Wasserwerken lagen ruhig. Kunstseide- aktien gaben bis zu 2 o. S). nach. Die übrigen Tex- tilroerte bröckelten ebenfalls leicht ab. Papier- und Zellstofswerte waren im Verlause sehr fest und gewannen bis zu 4 o. H. gegen den Vortag, da die gemeldete Betriebserpansion bei Feldmühle anregte. Brauereien tendierten uneinheitlich. Lerkehrswerte waren ebenfalls unregelmäßig. Von Schiffahrtsaktien waren Hapag und Lloyd etwas schwächer, die Nebenwerte freundlicher. Von Banken setzten Reichsbank ihre Aufwärtsbewegung um mehr als 2 d.3). fort. Im übrigen waren keine größeren Veränderungen zu verzeichnen. In deutschen Anleihen sanden größere Positionslösungen statt, so daß sich Verluste bis zu 0,75 v. 3). ergaben. Neubesitz erschienen mit minus« rninus-Zeichen. Die übrigen Rentenmärkte waren trotz einer gewissen Nervosität wegen der Vorgänge am Anleihemarkt eher freundlicher. Ausländer tendierten unregelmäßig. Rumänen schwächer. Lissaboner Stadtanleihen lagen weiter fest. Frankfurt fest. Frankfurt a. M.. 14. Ilan. (MTB. Drahtmeldung.) Die M^-mschluhbörfe eröffnete zunächst bei kleinem Ges z'üft in uneinheitlicher Haltung, wobei ein dur^aus freundlicher Grundton vorherrschte. Ausgehend von der Steigerung einiger Spezialwerte war die Tendenz im Verlaufe am Aktienmarkt überwiegend f e st. D te Börse beurteilt die inner politische Lage beruhigter. Die Kombinationen Berliner Zeitungen ütar die Möglichkeit einer Dizekanzler- schaftGregorStraßers fanden dabei keine ungünstige 'Aufnahme. Die ersten Kurse zeigten Abweichungen von 0,5 bis 1 Prozent. Lleberwiegend fester eröffnete der Montanmarkt. Rheinische Braunkohlen gewannen 2 Prozent, Gelsenkirchen und Harpener je 1 Prozent. Die übrigen Werte lagen bis zu 0,5 Prozent höher. 2G. lagen anfangs etwas niedriger, zogen aber später um 1 Prozent an. Deutsche Erdöl setzten 0,39 Prozent höher ein, wogegen Rütgerswerke 0,89 Prozent nachgaben. Scheideanstalt blieben zu 150 Prozent unverändert. Am Elektromarkt konnten sich Felten um 1,75 Proz. befestigen, Lahmeyer zogen 0 53 Prozent an, während Siemens und AEG. 0 25 Prozent niedriger eröffneten. Reichsbankanteile lagen 1 Prozent fester, ferner waren Zellstoffwerte, Daimler, Gebr. Junghans und Rorddeutsch-er Lloyd um Bruchteile eines Prozentes fester. Anderseits gaben Hapag 0,75 Prozent und AG. für Verkehr 0,65 Prozent nach. Deutsche Linoleum waren angeboten und 1,75 Prozent schwächer. Rach den ersten Kursen war lebhaftes Geschäft in einzelnen Spezialwerten zu verzeichnen. 2m Vordergründe des Interesses standen Gelsenkirchen mit plus 2 Prozent, Reichsbank mit plus 1 Prozent, und Zellstoff Maldhof mit plus 2,75 Prozent. Auch an den übrigen Marktgebieten traten kleine Besserungen ein. Lediglich Deutsche Linoleum blieben matt. pferdemarki in Friedberg. Der Friedberger Frühjahrspferde- markt 1933 findet am Dienstag, 28. Februar, statt. Mit ihm wird eine Prämiierung von Zuchtstuten. sowie von zwei- und dreijährigen Fohlen des Arbeits- und Wagenschlags verbunden. Prämiierungsplan und Anmeld^ormu- lar können vom 15. 3anuar ab bei der Bürgermeisterei Friedberg bezogen werden. Anmclde- schluh zur Prämiierung am 27. Februar. Für die Prämiierung stehen wertvolle Geldpreise bereit. Jeder Landwirt und insbesondere die Pferdezüchter der Wetterau und deren Amge- bung sollten Veranlassung nehmen, ihre prämiierungsfähigen Tiere am Markttage vorzusühren. Am Mittwoch, 1. März, findet Schweinemarkt statt. Die Stadtverwaltung wird es ermöglichen, dem Marktgetriebe ein besonderes Gepräge dadurch zu geben, daß sie auf der südlichen Kaiserstrahe einen Juxplatz schafft, der an den Markttagen nicht fehlen darf. Interessenten mögen die heutige Anzeige nicht übersehen. Vrennholz-Versleigemngen der Stadt Gießen. Aus den Waldungen der Stadt Gießen sollen versteigert werden: 320C A. Mittwoch, den 18. Januar 1933, 9'/a Ahr, aus den Abt. 71, 73, 76 und 102a des Stadtwaldes, Försterei Gießen: 6,4 rm Buchenscheiter 1. Kl. 4,5 rm Eichen- u. Birkenfcheiter 1. Kl. 106,8 rm Kiefernscheiter 1. Kl. 12,0 rm Buchen- und Hainbuchenknüppel 36.6 rm Eichenknüppel 89,1 rm Kiefernknuppel 2,8 rm Birken- und Fichtenknüppel 1400 Wellen Buchen- und Hainbuchen- reisig 2. Kl. 760 Wellen Eichenreisig 2. Kl. 2510 Wellen Kiefernreisig 2. Kl. 700 Wellen Fichtenreisig 2. Kl. 500 Wellen Strobereisig 2. Kl. 50 Fichten-Derbstangen 1. bis 3. Kl. 60 Fichten-Reisstangen 4. Kl. Zufammeniunst: Licker Straße, 8. Schneise. B. Freitag, den 20. Januar 1933, 9% Uhr, aus der Abt. 97 des Stadtwaldes. Försterei Hochwart: 134,2 rm> Buchenscheiter 1. Kl. 19,0 rm Buchenscheiter 2. Kl. 27,0 rm Achen- und Erlenscheiter 1. und 2. Kl. 24,0 rm Duchenknüppel 12,5 rm Eichen- und Kiefernknüppel 3,0 rm Kiefernknüppelreisig 1850 Wellen Buchenreisig 2. und 3. Kl. 100 Wellen Eschenreisig 2. Kl. 30,0 rm Buchens! cke 2,0 rm Buchen-Nutzscheiter 1. Kl. Sufanxnenfunft: Sicher Straße — zehnte Schneise. Gießen, den 13. Januar 1933. Bürgermeisterei Gießen. ______I. V.: Qr. Rosenberg.______ Nutz- und Brennholzversteigerung im Sicher Stadtwalde. Im Distritt Eisenkaute werden nach vor- heriger Zusammenkunft am Kreuzungs- puntt der Mittel- und Suhlschneise am Donnerstag, dem 19. Januar 1933, normt f tags 10 Uhr, versteigert: 304D Luche: Scheiter 736 rm, Knüppel 96 rm, Stöcke 132 rm und Wellen 4770 Stück. Eiche: Stamme 2 St. 3. Kl. 1,60 fm, und 1 St 5. Kl. 1,66 km. Ferner in Distrikt Groß- und Klein- häuserberg werden am Freitag, dem 20. Januar 1933, vormittags 10 Ahr, versteigert (Zusammenkunft an dem Saubrückenweg — Eingang Großhäuserberg an der Eselpfadschneise): Luche, Hainbuche, Eiche und Fichte: Scheiter 335 rm, Knüppel 290 rm, Stöcke 80 rm, Wellen 3858 Stück. Stämme: Eiche 2. bis 5. Kt zirka 20 km (1 Schnittstamm); Buche 5. KI. 0,98 fm (Schnittholz); Hainbuche 1,55 fm; Linde 4 St. 1,00 fm. Derbftangen: Fichte 2. und 3. Kl. 100 Stück, Reisstangen 80 St, Hainbuche 3 Stück. Eiche: Nutzscheiter 30 rm. Gute Abfuhrwege. Günstige Zahlungsbedingungen. Alles Nähere ist in der Bekanntmachung an den Ortstafeln der Gemeinden zu ersehen. Lich, den 12. Januar 1932. Hessische Bürgermeisterei Lich. _____________Geil._____________ Brennholzversteigerung Staatliche Oberförsterei Krofdorf. Am Freitag, dem 20. Januar, um 10 Ahr im Areundfchen Saale zu Krofdorf. I. Försterei Krofdorf, Distrikt 2b. Fi.-Scheit und -Knüppel = 13 rm Reiser III = 9 „ II. Försterei Waldhaus, Distrikt 39 und 41. Ei.-Scheit und -Knüppel = 60 rm Ei.-Reiser III - 70 „ Bu.-Scheit und -Knüppel - 541 „ Bu.-Reiser III = 743 „ Es ist Gelegenheit gegeben, im Termin zu bezahlen. 325V Drd weitere Holzversteigerungen der Fürst zu Solms-Lichschen Obersörfterei Lich. Montag, 23. Januar, werden in der Hard versteigert: rm Scheitholz: Buche 117, Eiche 2, Kiefer 11, Fichte 8; Knüppel: Buche 28, Eiche 10, Kiefer 4, Fichte 15; Stockholz: Buche 18, Fichte 3; Reisholz (Wellen): Buche 1475; außerdem: fm Schnittholz: Buche (4.) 1,63; Stammholz: Eiche (2.) 0,58, Lärche (2.) 5,30, (1.) 2,00, Kiefer (2.) 0,56, Fichte (3.) 1,43; Stück ausgesuchte Fia-len-Derbslangen L 322, II. 282, III. 425; Bohnenstangen (gebündelt): 2300; rm Gartenpfosten: Eiche 6; Schichthaufen Fichte 25. — Durch- gehende Chausseeverbindung nach Koln- hausen! 323D Zusammenkunft: 9% Uhr Waldein- gong oberhalb Kolnhausen. Dienstag, 24. Januar, werden im Haler versteigert: rm Scheitholz: Buche 455, Eiche 14; Knüppel: Buche 69, Eiche 6; Stockholz: Buche 123, Eiche 19; Reisholz (Wellen): Buche 3540, Eiche 200; außerdem: fm Schnittholz: Giax (5.) 3,26, (4.) 5,59, Buche (4.) 4,19, (3.) 2,33; Stück ausgesuchte Fichten-Derbstangen (III.) 100; Bohnenstangen 520; 1,3 rm Eichenpfosten. — Das Holz sitzt meist an chauffierten Wegen. Zusammenkunft 9% Uhr: Alle Gie- ßener Straße, Waldeingang bei Steinbach. Mittwoch, 25. Januar, werden im Riedwald versteigert: rm Scheitholz: Buche 165, Eiche 9; Knüppel: Buche 67, Eiche 10; Stockholz: Buche 49; Reisholz (meist Forstwellen): Buche 6260, Eiche 350; außerdem km Schnittholz: Eiche (5.) 1,94, (4.) 4,52; Buche (4.) 4,37, (3.) 0,70; Stammholz: Hainbuche 0,33; Stück ausgesuchte Fichten- Derbstangen II. 60, III. 140. — Das Holz sitzt an guten Wegen; die guten Forstwcllen z. T. in der Meildach. Zusammenkunft: 10 Uhr Pfaffen- schneise (Hattenrod — Ettingshausen), Waldeingang. Holzversteigerung. Dienstag, den 17. Januar 1933, findet im Cleeberger Markwald, Distrikt 50, 8, 9 und 12, Brennholz- und Stangenoer- fteigerung statt. 331V 410 rm Buchenscheit und -knüppel 9000 Stück Buchen-Wellen 25 rm Nadelholzscheit und -knüppel 300 Stück Fichtenstangen 1. Kl. 440 Stück Fichtenstangen 2. Kl. Zusammenkunft morgens 10 Uhr am Eingang zum Markwald unterhalb Weiperfelden. Cleeberg, den 11. Januar 1933. _____Der Bürgermeister: Höh n_____ Vergleichsverfahren. Heber das Vermögen des Morlh fiat) in Gießen, alleinigen Inhabers der Firma Moritz Katz in Gießen, ist am Freitag, dem 13. Januar 1933, nachmittags 12.15 Uhr, das Vergleichsverfahren zur Abwendung des Konkurses eröffnet worden. Der Rechtsanwalt und Notar Schneider I. in Gießen ist zur Vertrauensperfon ernannt. 334D Termin zur Verhandlung über den 23er gleichsvorfchlag ist auf Mittwoch, den S. Februar 1933 vormittag 9 Ahr vor dem Amtsgericht in Gießen, Saal 204, anberaumt. Der Antrag auf Eröffnung des Verfahrens nebst feinen Anlagen und das Ergebnis der weiteren Ermittlungen sind auf der Geschäftsstelle zur Einsicht der Beteiligten niedergelegt. Gießen, den 13. Januar 1933. Geschäftsstelle Hessischen Amtsgerichts Gießen. Die ersten Holzversteigerungen der jlieft zu So.uis-L.chfa-en Uceriurfterei Lia). Montag, öeu la. januar, werden in der zileiiuaa) und im Manchwaw versteigert: rm Scheitholz: Buche 332, Uiaje 33, Birke 12, sichte 24; Knüppel: Buche 147, Utcye 73, Birte 12; Swckhoiz; Buche 11; Reishoiz (Wei- len): Buche 3140, Eiche 3330; außerdem z.rta 5 fm Buu)en-Sa)nitchatz, zina 15 fm Eichen-Stammhoiz (iiuag- verholz), zina 3/a im Binen- und Elsveer-Stammholz, zirka 100 ausgesuchte Fichten-Derbstangen 2. und 3. Kl. und 2a,2 rm Gartenpfosten. — Das Holz sitzt meist an oei steinten Wegen, die guten Eichen-Forstwellen an Der Watostrage nach Burchards- felden. 155D Zusammenkunft 9% Uhr am Meil-> bacy-pstanzgarten. Dienstag, 17. Januar, werden im fionzevuhi und Breuerberg oexstei- gert; rm Scheitholz: Buche 298, Eiche 8; Knüppel: Buche 48, Eiche 17, Rüster 3, Erle 7; Stockholz: Buche 59; Reisholz (Wellen): Buche 2430, Eiche 535, Eiche 55, Erle 320; außerdem zirka 21 fm Buchen-Scynitthoiz, zirka 6 fm Eichen-Schnitt- und Stammholz, 6 Eschen-Deichieln, 370 Fichten-Boh- nenftangen (gebündelt). — Das Holz sitzt nahe der Straße Lich—Gießen, die guten Eichen- und Erlen-^orft- wellen hinter dem großen Teich. Zusammenkunft 10 ut)t am Wald- eingang Großer Albacher Teich. Mittwoch, 18. Januar, werden im Langeberg veisteigert: rm Scheitholz: Eiche 2, Kiefer 21; Knüppel: Buche 15, Eiche 24, Birke 12, Linde 8, Fichte 28; Knüppelreiser: Eiche 38; Reisholz (Wellen): Buche 480, Eiche 40; rm Gartenpfosten: Eiche 8. — Das Holz sigt an und in der Nähe der Straße Nicder-Bessingen—Langsdorf. Zusammenkunft 10 Ahr nm Waldeingang dieser Straße. Holzsubmission. Die Gemeinoe Großen-Luseck verkauft im Wege des schriftlichen Angebots: Aichlenslamme: Los 1. la-Kl. 1 St. - 0,15 fm „ 2. 2b- „ 22 „ = 6,23 „ „ 3. 2a- „ 28 „ = 13,47 „ „ 4. 2b. „ 16 „ = 12,05 „ „ 5. 3a- „ 4 „ = 3,60 „ „ 6. 3b-„ 3 „ = 4,04 „ Lichenstämme: Los 7. 4. Kl. 1 St. - 1,00 fm Angebote find bis zum Mittwoch, dem 18. Januar 1. J., mittags 1 Ahr, bei hie- iger Bürgermeisterei einzureichen, wo an« chließend die Eröffnung erfolgt. Die Beringungen werden in dem Termin bekanntgegeben. 3130 Großen-Buseck, den 13. Januar 1933. Hessische Bürgermeisterei. ___________Sans.___________ Holzversteigerung. Samstag, den 21. d. M., sollen im Distrikt Buchwald und Stangenwald versteigert werden: 3240 40 Stück Eichen-Gartenpfosten 800 Stück Fichten-Derbstangen 2. und 3. Kl. 300 Stück Fichten-Derbstangen 4. Kl. 600 Stück Ficyten-Bohnenstangen sowie 130 rm Buchen-, Eichen- und Kiefern- Scheit und -Knüppel 680 rm^Buchen- und Eichen-Reis 2. und 80 rm Fichten-Nutzreis. Zusammenkunft vormittags 9% Uhr auf der Marburger Straße an der Landesgrenze. Friedelhaufen, am 14. Januar 1933. Freih. o. Rabenaufches Revier Friedelhaufen. Schneider. Dbr-Rgparalra werden fachgemäß und preiswert ausgeführt 0802 H. Volkmann Dhrm ..eher Bloßen Neustadt 8 Telephon 4277.__ Automöbeiwayen fährt Ende d. M. Iler von Mainz- Wiesdaden-Jrank- furt nach Gießen. Güter jed. Art fbnn. mitgebr. werd. 0200 Keßler & Merkel, Möbeltransport, Kreuzvl.6,Tel.3368 ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Zu allen kaufmännischen und Ersatzkassen zugelassen Dr. med. Curt Mayer Facharzt für innere Krankheiten Röntgendiagnostik Liebigstraße 3 - Telephon 3120 Sprechstunden: 9-11,3-5, außer Samstagnachmittag 3^D Ich habe mich in GIESSEN als Rechtsanwalt niedergelassen. Mein Büro befindet sich PLOCKSTR ASSE 5111 Wilhelm Koehler Rechtsanwalt Telephon 4001 _______________ 02P6 Brenn- und Ruhholzversteigerung. Montag, den 16. Januar, 9X> Ahr an fangend, sollen aus dem Gemeindewaid villingen aus den Distrikten Buchwald, Marksteinmühl und Schlaghaus versteigert werden: 2270 1. Eichen-Stämme 1. bis 3. KI., 70 Stück = 28,26 fm, größtenteils Wagnerholz Eichcn-Deichfeln 17 Stück. 2. Fichten-Stämme la- bis 3b-Ki. 92 Stück = 40,61 fm. 3. Fichten-Derbstangen 1. Kl. 86 Stück 2. Kl. 109 Stück. 3. Kl. 88 Stück. 4. Fichten-Reisstangen 4. Kl. 10 Stück 5. Kl. 44 Stück. 6. Kl. 23 Stück. Brennholz: 120 rm Buchenfcheit, 8,5 rm Eichenscheit, 18 rm Eichenrundfcheit 111 rm Eichenknüppel, 19 rm Rade - holzknüppel, 23 rm Buchenstöcke, 4 rm Eichenst^cke. Zusammenkunft: Straße Villingen — Hungen, am Grenzweg. Villingen, 9. Januar 1933. Hessische Bürgermeisterei. Pauli. Friedberger Frühjahrs - pferdemarki mit Drämiierung am Dienstag, dem 28. Februar 1933. Zur Prämiierung werden Zuchlstuten sowie zwei- und dreijährige Fohlen des Arbeits- und Wagenschlags im Besitz von Landwirten, Gewerbetreibenden und Händlern aus Hessen und den anliegenden preußischen Kreisen zugelassen. Die Pferdeprämiierung, für welche wert volle Preise zur Verfügung stehen, erfolgt unter Mitwirkung des Landwirtschasts- kammer-Ausschusses für Oberhessen, des Landes-Pferdezuchtvereins, des Verbandes der Warmblutzüchter Hessens und des Wetterauer Reiteroereins e. V. Prämiierungplan und Anmeldeformulare sind vom 15. Januar 1933 ab auf der Bürgermeisterei erhältlich. Anmeldungen zur Prämiierung ersuche ich bis zum 27. Februar 1933 oorzu- nehmen. Anmeldungen zur Ausstellung von landwirtschaftlichen Geräten gelegentlich des Marktes haben während der gleichen Frist! zu geschehen. 2930 Friedberg, den 10. Januar 1933. Bürgermeisterei. Dr. Seyd, Bürgermeister. Wissenschaftliche Werke Sonaergeoie» ou, Brühl'schen Druckerei Herzliche Einladung l Sonntag, d. 15. Jan., nackm. 2 V» Uhr: 54 Jahre fest der oberhessifchen pilgermissions - Gemeinschaften im Saal der Staütmission, Löber- straße 14. Festansprache: Pfarrer Eckhardt, St. Chrifchonn. — Mitwirkung auswärtiger Mufik- und Gesangchöre. Abends 8 % Uhr: Evangelisationsvortrag von Pfarrer Eckhardt: „Bei dem Herrn ist die Rettung". Von Montag, den 16. Januar, bis Mittwoch, den 18. Januar: 27. Gießener Bibelkursus. Thema: „Lebensfragen christl. Gemeinschaften", nach dem Philivverbrief. — Redner: Pfr. Eckhardt, Pfr. Hem» mes, Lebrbach und andere. Täglich: 9 Uhr vormittags Gebetstunde, 10 Uhr vorm. und 3 Uhr nachm. Behandlung des Themas, abds. 8 V* Uhr: Evangelisationsvorträge von Pfarrer Eckhardt. Thema: „Die christliche Honrumg". 3380 Jedermann ist herzlich willkommen! (Verschiedenes Gesundheit ist Wärme I Gleichmäßige, leichtregulierbare Wärme in allen Räumen durch den .Sieger'-Zentral- Heizungs- Herd. Wie vlo'.ttg I Ford. 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Harry kühte seine Mutter herzlich, aber noch immer fragte er nicht nach Pia. Da legte sich ein bitterer Zug um Frau von Achems Mund. Sie stand dann am Fenster und sah dem Wagen nach, in dem Harry neben dem Vater Platz genommen. Und nun sahen sie nebeneinander mit verbissenen Gesichtem. Sie sah dem Wagen nach, bis er am Waldrand verschwand, und sie dachte an die Worte ihres Gatten: „Schon einmal brachte das wilde Blut eines Achern Unglück über einen Menschen. Wenn Harry dieses Erbe der Achern in den Adem hat, bann ist Theo von Achern, der Pfarrer, der einzige, der dieses Erbe bändigt" Brigitte von Achern dachte an den finsteren Mann, den noch nie ein Mensch hatte lachen sehen. Dort also muhte nun Harry seine 3ugcnt> verbringen. Furchtbar! Langsam ging die Schlohherrin durch den hohen Ahnensaal. Von der Wand sahen die Achems auf sie herab. Und dort war auch Harry, der jähzornige Ahne, der einst seinen Aachbar derart ins Gesicht schlug, dah der dann das Augenlicht verlor. Tas war lange her, aber von diesem Achern, dem Jähzornigen, erzählte man sich iw Tors noch manches. Und heute fiel eS Frau Brigitte ganz besonders auf, wie sehr ihr Harry auch äuherlich diesem Urahnen ähnlich war. Der schön geschnittene, trotzige Mund, das dunkle, leicht gewellte Haar, die hohe, schlanke Figur, die dunklen, leidenschaftlichen Äugen. Frau von Achern ging langsam weiter, sah ein Weilchen in das Gesicht der Ahnfrau Life- lotte, die als Qlonnc gestorben war, und verlieh an der anderen Seite den Saal. Aach Monaten weilte Pia wieder in Achern. Ter Schlohherr wandte sich stets erschüttert ab, wenn das Kind auf ihn zukam. Das rechte Bein schleppte Pia nach, sie war ein Krüppel. Em Krüppel durch die Schuld seines einzigen Sohnes! Tarüber kam Herr von Achern nie hinweg. • Tie Jahre vergingen, der Krieg tarn. Er brachte Lothar von Achern als Hauptmann der Reserve an die Front Harry als Kriegsfreiwilligen. Sie sahen sich einmal nach einer heihen Schlacht, nach der verschiedene Trnppenteile untereinanberge- würfelt waren. Sie reichten sich die Hand: hier auf diesem Felde muhte man sich versöhnen, denn der Tod konnte schon morgen den einen ober den anderen mitnehmen. Aber das alte, heimliche Verhältnis kam nicht wieder, das fühlten sie beide. Einige Monate nach diesem Wiedersehen erhielt Herr von Achern einen Lunaenschuh, der ihn tn die Heimat brachte und ihn felddienstunfahig machte. Harry aber blieb draußen, suchte den Tod und fand ihn nicht. Tie Hölle von Arras dünkte ihm besser als das Leben bei dem fünfteren alten Mann der ein Zuchtmeister war in des Wortes sind ausgezeichnet durch den apfacfMc dessen Komfort den Fernempfang erst zu einem vollen Genuß macht Auskünfte und Vorführung bei Ihrem Radiohändler Modernes Herrenzimmer Eiche mit NnBbium, Bücherschrank (3teilig>. Schreibtisch, runder Tisch, Schreihsesselund2Stühle a-jp mit echtem Leder, abzu- ’J f h ■ geben für.......... 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Warum strahlen Vie so?" _ Verlegen sah sie an ihm vorüber, dann aber sagte sie: , , . .Weil doch das gnädige Fräulein heute henn- kommt." , _ Sr ärgerte sich, daß er gefragt hatte, mW meinte nur; .Ach ja, natürlich, da freuen Sic sich — ist mir sehr verständlich." Sie lachte beglückt und erzählte drüben ihrem alten Freund, dem Inspektor Pätzold, daß der gnädige Herr wohl nicht mehr so unzugänglich sei, wenn eS sich um Fräulein Pia handle. Dann flitzte sie schon wieder weiter, denn eS gab doch noch alle Hände voll zu tun. Und wo Harry von Achern auch hinkam auf feinem schönen Besitztum, überall traf er auf frohe Gesichter. Bitter fragte er sich: .So also hat sie es verstanden, sich beliebt zu machen?!" e Harry stand hoch aufgerichtet da und blickte der Eintretenden entgegen. Eine schlanke, zarte Gestalt trat über die Schwelle. Ein schwarzes Trauergewand umschloß die feingliedrige Mad- chengestalt. Achern blickte wie gebannt in die wunderbaren Augen, die im tiefsten Blau aus dem weißen Gesicht strahlten. Ohne daß er wohl recht wußte, was er tat, ging er ihr entgegen, gab ihr die Hand. „Willkommen daheim — Pial" Das Mädchen aucLc zusammen. Die kleine Hand zitterte in der seinen. Aach nie hatte er sie beim Aarnen genannt. Er wußte selbst nicht, wa« er von sich denken sollte. Und ein tiefe«, tiefes Schuldbewußtsein drückte ihn nieder, als er jetzt sah, wie sie den rechten Fuß nachschleppte. Er konnte seine Erschütterung nur mühsam verbergen. Rasch schob er ihr einen bequemen Sessel zurecht, und in seinem Innern klang es: durch deine Schuld, nur durch deine Schuld! Ihre kleinen Hände lagen gefaltet im Schoß- Auf ihrem jungen Gesicht lag ein einziges, große« Weh. „Daß ich Achern so leer wiederfinden muß!" sagte sie leise. Tief war der goldblonde Mäd hen- köpf gesenkt. (Fortsetzung folgt.) Pia war seit vielen Jahren in einem bekannten Pensionat in Berlin untergebracht, da sie eine erstklassige Ausbildung auf jedem Gebiet erhalten sollte. So hatte Herr von Achern eS angeordnet. Harry hatte ihr seinerzeit den Tod d:S Vaters und später auch den der Mutter milgeteilt. Beide Male war sie nicht gekommen. Und Harry hatte verächtlich gelächelt. Das war also ihre Tochterliebe! Er wußte ja nicht, daß seine Mutter ihr einmal alles erzählt und daß sie nur nicht mehr heimkam, weil e r hier weilte. 3n den nächsten Tagen aber würde sie kommen, denn das hatte der Vater so bestimmt: da sie vor kurzem erst neunzehn Jahre alt geworden war, so galt noch immer das sür sie, was Herr von Achern testamentarisch über sie bestimmte. Ein Windstoß fuhr gegen das Fenster. Harry von Achern sprang auf. Wie lange mochte er denn so gesessen haben? Wahrhaftig, es war drei Uhr nachts. 3m Kamin war das Feuer ausgegangen, unheimlich still war es im Schloß, nur in der Aatur draußen tobte es weiter. Ganz langsam ging Harry von Achern in sein Schlafzimmer hinüber, wo der alte Joseph auf einem Stuhl eingenickt war und nun ganz entsetzt in die Höhe fuhr. Gutmütig schickte der junge Dchloßherr ihn zu Bett und ging dann noch eine Weile sinnend auf und nieder. Er kannte sich selbst nicht mehr. Gegen jeden Menschen war er verträglich, er besaß viele Freunde, und nur gegen Pia wollte dieser Haß nicht weichen. Ein Hoffnungsstrahl war in ihm: vielleicht würde sie von selbst gehen, wenn sie mündig war? Die paar Jahre b.s dahin mußte sie allerdings noch in Achern bleiben. Er würde während dieser Zeit eine größere Reise unternehmen, denn auf seinen Inspektor konnte er sich ja verlassen. Ja, daS würde noch das beste sein! . , Ordentlich erlöst war Harry, daß er ,eht einen Ausweg sah, um dem lästigen Beisammensern auf Achern auf diese Weise entfliehen zu können. Aach, einer Weile öffnete er das Fenster, sah In die kalte, unfreundliche Aacht hinaus. 3m Innern spürte er immer noch die Unruhe, wenn Mit der ganzen Stoßkraft unserer Leistungsfähigkeit stehen wir während des Inventur-Verkaufs l||IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIlIIIIIII!IIIIIIIIIIII>IIIIIII!lII!I!!ttI!IIM Die Heilwirkung von Heilkräuter-Tee auch gegen veraltete Leiden ist von jeher unbestritten, viele haben durch Heilkräuter ihre Gesundheit wieder bekommen oder erhalten. Nehmen Sie unseren fachm. Rat in Anspruch, es kostet Sie keinen Pfennig. Heilkräuter n. Kneivv, Künzle u. a. kaufen Sie frisch u. bestens im Fachgeschäft KräulerhaiMung in der Schulstraße 0340 Heil- und Kurmittel der Natur llIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIlIIIIIII!IIII!IIM!IIIi>>>>I»»»>>i"I>"i In meinem Inventurverkauf gebe ich auf alle Lederwaren u. Reise- artikel 10 „ Rabatt, aut Eakinenkcfler 20% Rabatt. Zurückgesetzte Damentaschen für Mk. 1, 2, 3 und 4 Mk. netto. Auf Klnderwagt d 'Marke Brennabor) gebe ich 25% Rabatt. 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Miks Sarntr Sn. 62 (84), N. 679 (i «(2°). ^olombi H 112 (2- D Hals'1 83 (5§' 2 q qc । 181 (341), Als 193< Dd. $42 (( 3ma0( , Detmo en sind ir •°‘9e der st Heiligung c°nntag ih »•« Qu$ Schuss ?°d Eal Wend gesh, Ör Stad is fttQ[( jn Hellen. f)efmol: N Gesa wählen " lung erglU ßjiooetrver Vol'isparl-i parlei 5323 KM. 11 3isW 3 hing 2531 (4C79). Ls tthieln B3ll5?ar(fi (Z), tippelt parlei 0 (1)> k-dung 0 (0). beltiligung£l Üt.l5 i * „I ifl IdWj’go •£* As- K-i ,rl'.r5^n,e| L-i i" r pofW 4"^"' h c » L?'lhe! r?v(kZ Offenbach a. M. Lollar Trauung: Sonntag, den 15. Januar 1933 Adlers Kurhotel Äellevue, Äad-Nauheim ........................ . 295 d; Der Stahlhelm, B.d 3'0D fßve wähltet Sonntag, den 22. Januar, vorm. 11 Uhr, im Lichtspielhaus, Bahnhofstrahe Stahlhelm-Filmprogramm 1932 Gezeigt werden die Filme - »13. Reichsfrontsoldatentag Berlin 1932« »Freiwillige vor«, Film aus dem freiwilligen Arbeitsdienst des Stahlhelms, sowie 3 kleinere Filme Preise d. Plätze: Balkon 1.- Mk., 1. Platz 80 Pf., 2. Platz 60 Pf., 3. Platz 40Pf. Militär. Schüler und Kinder auf allen Plätzen die Hälfte. Karten im Vorverkauf bei Chai Her, Neuenweg 10, und Papierhandlung Schneider, Kirchenplatz 5. Kinder 20 Pfennig 329D 0317 mimiiiiiiiiiiiiiiin 1. Kappens! W Bahnhofstraße Telephon 3403 aiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Sonntag, den 15. Januar 1933 Tägl. Unterhaltungs-Konzert Tanzmusik auf der dttmannsburg bei Wieseck jg Inventur-Verkauf Bringe meine Weißnäh-, Stick- und. Flick- sowie Handarbeits-Kurse in empfehlende Erinnerung. mzo Beginn des neuen Kursus 15. Januar u. 1. Februar, auch Lehrlingsausbildung. Anmeldjederz. Frau Felber, Meisterin, Frankl. Str.31,li. Daselbst kann auch ein Mädchen gegen Verrichtung häusl. Arbeiten Nähen erL Heute abend 7.61 Uhr im Adler, Marktplatz 20 ____________________________2298 317D AMeislersdiallendes Südweslleulscben . 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Januar 1933. 20 Uhr, im Stadttheater: ZWEITES Symphonie-Konzert Leitung: Prof. Dr. Stefan Temesvary Der Gießener Orchesterverein Solistin: Andrea Wendling aus Stuttgart (Violine) Beethoven: Fidelio - Ouvertüre — Mozart: Violinkonzert in A-Dur — Schubert: C-Dur-Symphonie. Eintrittskalten: 2, 3 u. 4 Mk. bei Ernst Cha liier und abends an der Kasse. Studentenkarten 1 Mark bei Henn Sekretär Ritter und im neuen Studentenhaus gegen Ausweis. rssv Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde Donnerstag, den 19. Januar 1933, abends SV« Uhr in der Neuen Aula der Universität: Vortrag mit Lichtbildern Dr. Karl Helbig, Hamburg „Wandernngeu in Insulinde“ Eintritt: Mitglieder frei, Nichtmitglieder 75 Pf., Studenten, Schüler, Militär 40 Pf. Vorverkauf: Dr. Töpelmann. Südanlage 4. 8o7d H Borgen Sonntag, 15. Jan., 11.15 Ehr vorm. 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