General-Anzeiger für Oberhessen dem französischen Standpunkt belgepflichlet, daß I gendes Telegramm aus Genf übermittelt: Die am dieie vier 3ahre befrnnen inftp 1 CrfehiF. ho«-. ___ diese vier Jahre betragen solle. nh Säsebörse. behauptet. 3. uui Fliegen, ziuaj IN lyrem rrrsayrungsrrets la - wurde selbstredend | sen sich Erscheinungen der Entartung aufweisen bei l Tieren und Pflanzen, lassen sich einfache Lerer- me n. ab gelehnt! Unter (Entartung verstehen wir nicht nur eine Vermischung mit anderen Völkern. (Eine viel größere Gefahr für den verfall eines Volkes liegt in der Anhäufung erblich bedingter Minderwertigkeit, d. h. also in der Anhäufung vererbbarer Krankheiten, körper- licher, seelischer und geistiger Art, die einen Dolkskörper nach und nach in mehr oder weniger hohem Matze durchsetzen und ihn so unabwendbar zum Untergang führen. (Erb- Sesunde (Eltern haben höchstens noch ein Kind, vielfach gar (eins mehr. Die Minderwertigen Pflanzen sich dagegen hemmungslos fort und fallen mit ihrem Vachwuchs der Allgemeinheit immer stärker zur Last. Volksbiologisches Oenken als neues Erziehungsziel. Don Siaaisminifker Dr. Harinacke. Redaktion. i Verbindlichkeit der Auch bei Nichterscheinen »on einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt, üenrsprechanschliisse unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Giehen. shmitts deutscher Geschichte. Tieferblickende hatten th»n lange ertannt, daß Volk und otaat mehr sind °r gut be. i * Qusgegi^n. Um-1 ?We 2[15[ Wfn Men alle guten und wertvollen Völker die" Vei> Irften 7 fei,«*., |fc®*0unfl ihrer Ehre und ihres Lebensraumes mit ™ 6's 4, trenn' »Big. Es handelt sich hier um Erkenntnisse, die lebenswichtiger sind als irgendwelche anderen. Ohne die Sicherung dieser Erkenntnisse ist die Zukunft unseres Volkes verloren. Nur m i t diesen Erkenntnissen werden wir .die rechte Staatsgesinnung erzeugen können und den rechten Opferwillen für die Sich e- rung der Volkszukunft. Denn jeder Mensch von gesundem Empfinden muß er als unerträglich finden, seinen Lebensstamm und damit sein Volk untergehen zu sehen. Das erbbiologische Denken muß dazu dienen, daß sich jeder als G l i e d der deutschen Lebensgemeinschaft empfindet, erfüllt von der Idee der Blutsverwandt- schaft aller Deutschen, die Klassengegensätze und »lassenhaß als überwundene Erscheinungen einer verhetzten und verkrampften Zeit erscheinen läßt. Das erbbiologische Denken ist zunächst einmal Ziel und Krönung des biologischen Unterrichts. Es kommt dabei nicht so sehr darauf an, daß schlich genaues Wissen über alle Einzelfragen gesichert wird, sondern daß Antriebe für das rechte Handeln gegeben werden. Die erziehliche Seite des erbbiologischen Denkens ist das Entscheidende. Das erbbiologische Denken muß dazu fuhren, daß jeder Einzelne den Willen gewinnt, 'ch mit Leib und Seele für seine Lebensgemeinschaft und ihre Zukunft einzusetzen. So wird das erbbiologische Denken vor allein den Wert der Familie in ein neues Licht setzen. Jedes Glied des Volkes soll erkennen, daß der tiefste Sinn des volk- lchen Lebens darin liegt, nicht nur selbst zu leben, sondern in den Kindern über sich hinaus zu leben, und daß es nichts Höheres geben kann, als von den Ahnen empfangenes wertvolles körperlich und seelisches Erbe rein fortzupflanzen. Gesundes erbbiologisches Denken wird zu dem sicheren und festen Wollen führen, Rassenmischung als etwas Unwürdiges und Volksfeindliches zu verabscheuen. Erbbiologisches Denken kann -die einfachste Dorfschule pflegen. Auch in ihrem Erfahrungskreis las- London, 13. Okt. (WTB. Funkspruch.) In der „Daily Mail" behandelt Lloyd George die zeitgemäße Frage, was werden soll, wenn die Abrüstungskonferenz zusammenbricht. In eindringlichen Worten fordert der vormalige Ministerpräsident z u gerechter und ehrlicher Handlungsweise gegenüber Deutschland auf. Im einzelnen führt Lloyd George aus: Der europäische Frieden hängt heute mehr denn je von britischer Staatskunst ab. Wir dürfen nicht sagen: wir können Daladier gut bleiben und Hitler nicht. Unser Urteil gegenüber der deutschen Abrüstungsforderung darf auch nicht dadurch geändert werden, daß wir die deutschen Regierungsmethoden im Innern verurteilen. Der Fall liegt klar und' einfach. Deutschland hat die demütigende Aufgabe seiner eigenen Entwaffnung vor mehr als zehn Jahren durchgeführt. Die Siegermächte haben seither ihre militärische Macht in jeder Richtung verstärkt. Das wehrlose Deutschland, all seinen Nachbarn auf Gnade und Ungnade preisgegeben, hat zehn Jahre lang die Mächte aufgefordert, das eindeutige Versprechen, das gegeben worden ist, z u erfüllen. Die Forderung ist mit kalter Verachtung behandelt worden. Deutschland hat das Gefühl, daß es durch einenTrick wehrlosgernachf worden ist. Frankreich beabsichtigt, den vertrag von Versailles ohne Zustimmung der anderen Seife durch weiteren Aufschub der Abrüstung außer Kraft zu sehen, wenn Frankreich darauf beharrt, wird es eines vorsätzlichen Bruches seines eigenenvertragesschuldig sein. Deutschland wird darauf antworten: Ihr habt einen der hauptteile des Vertrages von Versailles zunichtegemacht, somit könnt ihr nicht Klage führen, wenn wir ihn nicht länger als anwendbar betrachten; Nachdem der Völkerbund zehn Jahre lang ge- . trödelt hat, während Frankreich, Polen und die Tschechoslowakei tatsächlich den Vertrag brachen, würde es unwürdig sein, wenn der Völkerbund jetzt auf die bloße Gefahr hin, daß Deutschland dem Beispiel der Mächte, die den Völkerbund beherrschen, folgen könnte, sich beeilen würde, für den Vertrag einzutreten. Das heutige Deutschland ist nicht das Deutschland von 19 2 3. Ein passiver Widerstand wie im Ruhrgebiet würde bei dem nationalistischen Geist von 1933 unmöglich fein. Wenn Frankreich, Polen und die Tschechoslowakei ihre großen Armeen losmarschieren lassen, dann werden die Braunhemden mit ihrer leichten Ausrüstung vielleicht und wahrscheinlich nicht imstande sein, den Eindringlingen Halt zu gebieten. Es würde eine militärische Besetzung mit Zwischenfällen und Vergeltungsmaßnahmen geben. Der Einmarsch in Rußland hat dort den Bolschewismus gestärkt und ihm festen Halt gegeben. Die Mächte sind sicher nicht so blind, daß sie nicht den Sinn der plötzlichen Aktivität Rußlands erkennen. 66-92 lh* 34-91 Pflege des Kultur gutes und Erziehungs inhal - t e s vergessen, daß die Pflege der Kultur träger das ist, was allem anderen oorangehen muß. Wie oft kommt man in die Lage, in Gesprächen über unsere Volkszukunft zu hören: „Ach was, wir nehmen ja als Volk immer noch zu." Das ist ein schlimmer Kurzschluß im erbbiologischen Denken. Ein Volk kann noch wachsen und trotzdem schon lange ein sterbendes Volk sein. Und wir sind ein sterbendes Volk, wenn es so weitergeht. Uns fehlt schon bald ein Drittel an der jährlichen Geburtenzahl, die nötig ist, um auf die Dauer den Bestand ausrechtzuevhalten. Das .Wachsen unseres Volkes ist bekanntlich nur noch eine optische Täuschung, heroorgerufen, durch das verlangsamte Absterben. Erschütternd sind die kürzlich veröffentlichten Zahlen über den neuen Geburtenabsturz im ersten Halbjahr 1933. Wenn die Geburtenzahlen sich nicht wieder heben, werden wir nur noch ganz kurze Zeit in flacher Welle ansteigen und bann mit langsam ansteigender, schließlich aber mit rasender Geschwindigkeit an Kopfzahl abnehmen, und der Beoölke- rungsüberdruck der Gelben wird wirtschaftlich und militärisch das Schicksal der weißen Rasse bedeuten. Die Japaner haben vier Kinder je Familie, und wir Deutschen heute wohl nicht mehr als 1,7. Daß der Weltkrieg der volksbiologische Selbstmord der weißen Völker war, wird eine spätere Zeit wissen. Der Krieg war veranlaßt durch die Angst Englands vor den jährlich 800 000 Deutschen wehr. Volksbiologisches Denken hätte die Engländer gelehrt, daß die sinkenden Geburtenzahlen lange vor dem Kriege die Angst vor der deutschen Gefahr hätten mindern müssen*. Wenn etwas vor neuem Völkerkrieg schützen kann, ist es die volksbiologische Erkenntnis, daß neuer Verlust am weißen Erbgut nur den Sieg der Gelben bedeutet. Persönlichkeitserziehung, Betonung des Einzel- echtes auf Dasein und Ausgestaltung dieses Danis nach den Forderungen des Einzelwillens und per Einzelpersönlichkeit, das war der hervor- pechende Sinn des geistigen Seins und des Er- ne-sungsbemühens des nun überwundenen Ab- iür Sein und Werden des Einzelnen ist das • 5 b gut das Ausschlaggebende und nicht, wie der 2Bi’i alismus wissen wollte, die Umwelt. Man die Umwelt an als das vom Willen der >v Ihenden Klassen Abhängige. Denn gegen erb = Iagisch Gegebenes kann man nicht mit '^>11 mhaß angehen. Daher die Feindschaft der I^lssmhasser gegen die Rassenlehre, die ihnen das 'S(WPt verdarb! Das erbbiologische Denken führt r-u g»cn3 neuem Sehen und zu ganz neuen Wil- I en : ,51 e l c n. Es gibt wohl kein geisteswissen- wsNiches Feld, das nicht durch das erbbiologische ' toten bis in die tiefsten Wurzeln umgestaltet alb?. firn Mann wie der greife Ka h l hat sich bei den Bti)uni)(ungen über Strafrechtsreform leidenschast- iid gegen gewehrt, das in das Recht so etwas 8i'ii des wie rassebiologische, wie eugenische Ziel- ikinng eingeschmuggelt würde. Das ging gegen die Mattheit der Rechtsidee. Wie selten sind noch glfe die Rechtslehrer, die erkannt haben, daß das Mitt nicht etwas Absolutes ist, sondern daß das lfa)i im höchsten Sinn über das Individuum inU5 dem Wohl des Ganzen und vor allem dem GnE der Zukunft diese: biologischen Volks- S'en zu dienen hat! 1 n anderes geistiges Feld: Was hilft uns eine lunbe, die eine Fülle von Einzeltatsachen Bmittelt, die vielleicht auch diese Tatsachen aus- ei zu fachkundlichem Gesamtdenken, wenn nicht Endergebnis die geopolitische . loßerkenntnis gewonnen wird, daß das !?ts Schicksal der Völker nicht mit Waffen ge= iiit wird, sondern daß es in ihrer biologischen sia ndssicherung und Vermehrung beruht. Die Er- rinis der Gesetze des Bevölkerungsüderdruckes * -llnterdruckes ist wichtiger als noch so reiches tzelwiffen. Das höchstzivilisierte Volk wird zu- pbj gehen, wenn es nicht in genügender Zahl ynlröger hat, die feine Kultur aufzunehmen und Itmubilben imstande find. Wir haben über aller inflJ jsr das WM-o m 91eumoi)rWH igen d-s SyM^, . ___________ ______________________ entipre* verschuldete Offiziere täten gut, durch reiche anWmW ' Malen sich wieder aufzuhelsen. •ben. '■ 9n der höheren Schule kann neben den biologischen Fachern vor allen Dingen der Ge schicht unterricht das rassenbiologische Erkennen o iöcbörse. Die Tekeidedv^e *" Etz VMotxaxtiet.; 1 angebot war in I notierten: Wetzen nergerfte 182,50 bis Spez. 0, mit Aus. . )o, ohne Austausch, nchl, 0-60pm., 23 f ), 23,75, Wetzenlleie ' htvichumrkt. - itt Dorauftrieb: 149 se. 755 Schweine. Es Marl, Lchase bis 27, Marktverlauf: Kälber iMin. i schotten. r^ Aus dem heutigen Ferkel und Einleg. rieben. Man bezahlte . n alt bis zu 12 Mark, 16 Mark, 12 bis 14 ür Einlegschweine bis1 ■■ bei mürbe der Markt (Er|d)etnt tägltd), außer Sonntags und Feiertags Setlagen: Die Illustrierte Gießener Familiendlöttei tzeimat im Bild - Die Scholle Monats-Vezugsprels: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Jllusttierte , 1.80 Zustellgebühr... , -.25 uuu/mi uui uuiii Gingen oer weschichts- unterricht das rassenbiologische Erkennen vertiefen und das volkliche Wollen anspornen. Die Ursache für den Untergang der antiken Welt liegt im lebten Grunde im Fortpflanzugsverzicht gerade der besten Erbtrager. Wir werden in der höheren Schule auch ohne Mühe die Erkenntnis übermitteln können, daß der Untergang des Abend 1 an - d e s nicht ein blindes Schicksal ist, sondern daß er r r o 9 i s ch bedingt ist und daß wir die- ses Schicksal meistern können dadurch, daß wir in allen Volksgenossen gesunden (Erbgutes den Willen 3um Kinde neu beleben. Es muß und wird gelin- gen die wirtschaftlichen Bedingungen der kinderreichen Familien wirksam zu verbessern, also die Erschwerungen und Hemmungen der Kinderaufzucht zu beseitigen. Vor allem aber ist nötig, auch dem inneren Willen des Einzelnen, ein Ahnherr öeL. Kommenden zu fein, neue Antriebe zu geben. Erbbiologisches Denken hat zum Ziel, jeden mit Öer Verantwortung gegen sich und seine Nachkom- ™,n und sein Volk zu erfüllen in der Erkenntnis, ,B und Staat höchste Güter sind, für die sich mcr-ii -r und Seele einzusetzen selbstverständliche Erbbiologisches Denken darf nicht nur oadje des biologischen Unterrichtes allein sein, sondern es muß Erziehungsgrundsatz sein für den gesainten nationalen Erzie- hungsplan. Es muß auch die häusliche Erziehung durchdringen und erfüllen und schließlich alles politische Wollen und Handeln im tief st en bestiin- yriebber^ fit) Ium x\ au\ytuebtn. 2« Mr Preise mürben Litte 7 bis 10 Mail, i Mark, 8 bis 12 Wo- Ur. 240 Erster Blatt 185. Jahrgang grettag, 15. Oktober 1955 Gietzener Anzeiger t »logisches Ganzes ist, dessen Dasein höher t es Einzelnen auf das Dasein in den Genuß des Daseins. Was haben wir nicht in der jüngeren Entwick- g erlebt an Sünden gegen das Rasseschicksal des . - .. olkes! Unser überindividualisiertes Erziehungsverblieb etwas Heber- iien hat dem Aufstieg des Einzelnen -itesten Raum gegeben mit dem E r - rig, daß ungezählte Tausende auf ui e L ebe n s b a h n geführt sind, die f)t d i e Möglichkeit zum Lebenser- - ib und zur Familiengründung gab. lug ezählte überalterte Jungakademiker stehen am 5xbe des Lebens vor verschlossenem Berufsfelde. ? wertvolles Erbgut geht verloren! Um die Jahr- Igäuer Molkereibutter, ottereibuiter, 2. Quali« hmeinkauf bei 43 Fett' dgabe 123. 0 h. Fettgehalt, grüne . o. y----------- ..... 'mmenlhaler mit 45 v. h Qertwende stand neben jeder 250. Kinderwiege ? ;.?■ 2 Lotte, 65 bis «1 Menschenkind mit Abitur, heute bereits ^üte kaum Betande- vten jeder 22! Die Bahnen individuellen L e- i’icsaufftiegs, Schulen und Hochschulen sind itriüUt. Aber die Geburtenkurve, die Lebens- n n ie stürzen rasend nach unten ab. Die Er- .BiNngsorganifation muß künftig mehr von der g:age bestimmt werden: „Was frommt dem Gan- t Ne Dorwürfe erörtert, die zeitweilig kn der deut- Dresse aeaen das Fürstentum erhoben worden Lokaltermin im ReichslagsbraniMerprozeß. Der- H UM Oer Völkerbundsrat arbeitet auf ge Ser ständische Versaffnngsnmbau in Oesterreich ilr Ftti’’1 r. sich mit der Aufrechterhaltung von Dienst- e den Ql einheitlicher und rascher Schutz gegen verbotene Agitation durch ausländische Zeitungen getroffen wird. (Eine andere Verordnung beschäftigt fic — T :-'t Verhältnissen, der zur Dienstleistung in der bewaffneten Macht (Einberufenen " E» handelt sich alfo um eine Verlängerung d e r Refervisten- cinberufung. Schließlich wird die Verordnung t-i-M Juaendoerbände g der national- verlängert, die d i e Ä u » Wahlen hinausschiedt. Sitzung S Abteilung Verbände in der Reichsjugendführung, Obergebietsführer Habersberg, erschienen Don Das Erziehungsideal der deuWenIngend r(5ieg über das eigene Ich.^-Eine Unterredung mit Baldur von Schirach. -astzoranttt'bk ' Berlin, 12-Dt ILA. «restedirnst t । in eint Amsterdam, 12. Oft. (TU.) Das „Allgemeen Handelsblab^ fetzt feine Artifelreihe über das neue Deutschland mit der Veröffentlichung einer Unter- rebung seines Berliner Korrespondenten mit Reichs- jugendführer Baldur von Schirach fort. Die erste Frage des Korrespondenten bezog sich auf Befürchtungen in der ausländischen Presse, daß durch die nationalsozialistische Erziehung das junge Geschlecht, das fein Krieg-elend mitgemacht habe, eher geneigt fein würde, nach Krieg zu verlangen, anstatt ihn zu fürchten. mit Vertretern der liechten- I den Leitern ttgefunben. Dabei wurden * wurde betont. Das Ergebnis des Lokaltermins ist, wie wir hören, daß fich der Zeuge Thaler wahrscheinlich getäuscht hat, als er annahm, zwei Personen seien durch da» Fenster eingestiegen. Der Zeuge erflärle bei dem Lofaltermin ausdrücklich, daß er nicht gleichzeitig zwei Personen auf dem Balkon gesehen hat, während man das bisher angenommen hatte. E» besteht alfo, wie der Vorsitzende feststellte, die Möglichkeit, daß der Einsteiaende sich bei seinen Bemühungen, in das Fenster zu kommen, hinter die Balkonbrüstung geduckt und bann wieder a u f g e r i dj t e t hat, womit die Beobachtung des Zeugen erklärt werden könnte. Das Gleiche gilt für den Fackelschein in den Parterre-Räumen des Reichstages. Auch hier hat fich ergeben, daß man manchmal der Meinung fein könnte, als bewegten sich z w e i Lichtquellen an den Fenstern vorbei, während tatsächlich nur eine Person mit dem Feuerbrand durch die Räume ging. Der Lokaltermin bauerte bi» 22.15 Uhr. Die ganze Derhanblung ist stenographisch protokolliert worden, und das Ergebnis wird in der Derhand» lung am Freitag nochmals dargestellt werden. (Fs ist möglich, daß man für das Protokoll des Lokaltermins auch die Schallplattenaufnahmen des Rundfunks mit heranzieht. Zuspitzung des japanisch-russischen Streits E h a r b l n, 13. Oft (Reuter. Funkspruch.) paffa- glere der transfibirlschen Eisenbahn berichten, daß alle 45 Minuten russische Truppen- lüge die Dahn passieren, und daß die Truppen von rNandschukuo fichinderNSHevon Hailar konzentrieren. Das Geschäftsleben In Eharbin ruht völlig. Bankier» und Kaufleute warfen auf eine Entscheidung, die der jetzigen Unsicherheit ein Ende machen und ihnen zeigen wird. In welcher Richtung sich die Dinge entwickeln werben. Der hiesige Sowjetgeneralkonsul hat zum fünften Male ohne Erfolg beim Außenministerium pro- schen Presse gegen bas Fürstentum erhoben worden sind und die dahin gingen, daß Liechtenstein durch seine Gesetzgebung die Kapitalflucht begün- stige und sogar ein Zufluchtsort für Verbrecher fei. 9n den Besprechungen wurde allsei- tig festgestellt, dah verschiedene von den erwähnten Veröffentlichungen in der Presie teils nicht den Tatsachen entsprechen, teils übertrieben sind. Don liech- Lage mündlich Bericht 311 Erstatten. Die anderen Mächte verhandeln gegenwärtig über die Situation, die dadurch entstanden ist, baß Botschafter Radolny gestern der englischen Auffassung die deutsche entgegengestellt hat. Auch der heutige Tag hat den Eindruck bestätigt, daß England, Frankreich und •terc^ Der Reichsjugendführer antwortete hierauf zunächst mit der Gegenfrage, ob es denn der Korrespondent wirklich für möglich halte, daß ein verständiger Mensch glaube, ein deutscherJunge, dessen Vater oder Bruder im Kriege gefallen sei und der die entsetzlichen Auswirkun- gen des Krieges noch täglich insbesondere im Wirtschaftslebens des deutschen Volkes wahrnehmen könne, nach Kriea verlange. Ich-bestreite, so sagte Baldur v. Schirach, daß in Deuttchland junge Menschen leben, die das Elend des Krieges nicht durchgemacht haben. Sie dürfen nicht oeraeffen, daß für uns der Begriff Friede die Vorstellung von Ordnung, von ungehinderter Arbeit und langsamer Entwicklung zu besseren Zuständen e r st jetzt sichtbar wird, weil Adolf Hitler dem Streit, der in Deutschland mutete, ein Ende gemacht Donnerstag fand bereite wieder unter dem Vorsitz de» Bundeskanzlers D 0 11 f u h ein M i n i st e r r a t statt, der sich mit dem Bunbesvoranschlag des Iah- re» 1934 beschäftigte und eine Reihe kleinerer Vorlagen beschloß. Don besonderer Bedeutung sind Darunter weitere Maßnahmen gegen Miß- bräudje der Pressefreiheit, durch die ein uu slaaisrältn te’.‘ btt Xhtinproc >t Qberpräsibent 61 > Quthd dvnvraMtz andenpreuW Berlin, 12.0 P Wrnschafl, *1.™ Erlaß ang er bit hohen hc Äf'bf oon Präses 2" auf ein erträ verbleibende Weichen Kürzu fett eingelegt nnb die Freilassung der Sowjetbeamten der Eisenbahn verlangt. Sur russisch-japanischen Spannung schreibt das Darifer Journal“: 3ft ein bewaffneter Konflikt zu befürchten? Aus verschiedenen Gründen darf man Daran zweifeln. Die Russen fürchten jetzt nichts fo sehr wie einen Rne& Der e r n ft e Rückwirkungen auf die Festig- leit des Sowjetregimes haben konnte. Man darf hinzufügen, daß eine militärische Operation in Asien eine ungeheuer kostspielige An- gelegenheit ist wegen der Transport- und Derv'leaungsschwierigkeiten. Ferner ist es wenig wahrscheinlich, dah die Japaner, wenigstens vorläufig, sich in Abenteuer stürzen. Es wurde die Weltöffentlichkeit noch mehr gegen ihre Politik m Bewegung bringen. Praktisch gewährleistet Ihnen der Besitz des Mandschu-Gebietes die Beherrschung der ostchinesischen Bahn. Der Kauf Der Ostchinabahn würde lediglich eine tatsächlich bestehende Lage legalisieren. — „La Räpublique" meint, bie Japaner könnten nach einer gewaltsamen Regelung der Eisenbahnfrage ruhig die Entwicklung Der Dinge abwarten. Aber anDerseits fei Der A u1 g e n blick für sie äußerst Sonstig. Die Großmächte hätten in (Europa zu tun. Amerika befinde sich m schwerer Krise. Glaube man etwa daß Amerika Krieg führen würde, weil Jaoan ^n nördlichen Teil der Insel Sachalin und seine Petroleumvor- kommen beschlagnahme, oder Wladiwostok das nur durch die Armeekorps des Generals Blücher ver- teiöigt werde? Die Angelegenheit sei für bie Soro- jets von größter Bedeutung. Em Handftreich auf miabiroo ft ot sei burchaus möglich, Wla- biwostok sei ber natürliche Hafen ber transsibirischen Eisenbahn. Ohne ihn könne Sibirien nicht mehr atmen. Berlin, 12. Okt (END) 9n bufen lagen haben Bersin Besprechungen 1 inschen Regierung siatt„_,___________... hat. Der Wille, guter Kcnnerab zu sein, Der heute Die Deutsche Jugenb vereint. Die FreuDe Dieser Jungen über Das Wesen Der neuen Zeit in DeutschlanD und Die Flaggen, Wimpel unD Abzeichen Dieser IugenD — washatdasallesmitSolDatenleben zu tun? Ich bin bereit, jebem Journalisten ber Welt, ber einen objektiven Einbruck von Der neuen Deutschen JugenDerziehung bekommen will, Gelegenheit zu geben, alle Einrichtungen Der Hitler jugcnb iu besuchen. Wir wollen ja nichts anberes als bies: Infere W eltanschauung in Der jungen Generation s 0 zu verankern. Daß Die IugenD nach Diesen Gesetzen benkt u n b Han- beit unb wir haben bei bieser Arbeit beswegen solche Erfolge, weil wir mit biesem Weltanschauungsunterricht ber Jugenb keine Konstruktion bringen, fonbern nur etwaswecken, was bereit s i n ihrfchlummerte. Wenn wir sie für bie heldische Idee erziehen, bann bebeutet Dies nicht. Daß wir sie in Begeisterung für neue Kriege versetzen wollen. Wir bezwecken Das Heldentum der Aufop- f e r u n g , die das Ideal der neuen deutschen Jugend DarfteUt. Es wir so oft verkehrt gegriffen und bedeutet in einer Formel zufammengefaßt doch nichts anderes, als: Verzicht des Einzelnen zugunsten der Gemeinschaft. Eine der größten Figuren der Menschheit hat e» einst so formuliert, daß man seinen Nächsten lieben solle wie sich selbst. Alles, was wirklich heldisch ist, wird aus dem Siege über das eigene Ich geboren. Wir erziehen das junge Deutschland zu diesem Sieg über sich selbst. Das nennen wir Dann Die Erziehung Des heldischen Menschen." Oie konfessionellen Zugendverbände. Berlin, 12. Okt. (WTB.) Am 10. Oktober d. I. fand unter Dem Vorsitz von Ministerialdirektor Dr. Buttmann eine Besprechung mit Dem Führer Der evangelischen JugenDverbände Dr. Stange unD Dem Führer ber katholischen Jugenboerbänbe Prälat Walker statt. Als Vertreter bes Jugend- führers des Deutichen Reichs war der Leiter Der II P Är.ni Die W ' (Oralen 5^ |anb unter t Birina die zu 32 O!tober unter iTmiiftetiums unb jtnimittr Graf Selb!# in Voli 2Vr Etaatsral, p:u täanbtlie tung btt im t üijlosiglett irtae sowie bie D-fiterer Ar r lernen im gru tirtrung bes Mir €:aat5ia!t ©auleit aunüein, ®aub ^Bauleiter ©örll' btutr Dbetpräfibei Bert Lohse unb Minislerpräsiber Ehrungen ber äußer tarinenen yragi rai schwer Nisminifter Sei rurj unb Lanbwii 1 kicroi,Minister Ri tJrbeifoiront Dr. I ömifterpräfiben Ot ebnls ber Stai an. baß bii Frid'.kme bemnäi Staatsrates in 8i Oesterreichs Finanzlage vor dem Völkerbund. Gens, 12. Okt. (TU.) Der DölkerbunDsrat be- handelte in öffentlicher Sitzung den Bericht des Finanzausschusses über Die Finanzlage Oesterreichs. In Dem Bericht, Den Der Vertreter Australiens erstattete, heißt es, daß die im Lausanner Protokoll vorn Juli 1933 vorgesehene Außenanleihe Oesterreichs mit Erfolg in England, Frankreich, Italien und der Schweiz aufgelegt worden sei. Die österreichische Regierung fei somit in Stand gesetzt worden, ihren sämtlichen kurzfristigen Auslandsverpflichtungen und einem großen Teil ihrer schwebenden inneren Schuldverpflichtungen nachzukommen. Die Vertreter Englands, Frankreichs und Italiens benutzten die Gelegenheit, um in demonstrativer Weife Oesterreich ihr Vertrauen ausjufpre- chen. Sie betonten Übereinstimmend ihre Zuversicht, daß der eingeleitete wirtschaftliche und finanzielle Wiederaufbau Oesterreichs zum Erfolg führen werde. Staatssekretär Eden erklärte, die englische Regierung erhoffe einen vollen Erfolg des großen, von der österreichischen Regierung in Angriff genommenen Werkes der Gesundung. Massigst beglückwünschte im Namen ber französischen Regierung Oesterreich zu ber finanziellen Dieberherstellung unb gab ber Hoffnung Ausbruck, baß roeber im Inneren noch im Aeußeren etwas unternommen werbe, was ben Erfolg ber inneren Anleihe ge- fährben könne. Der italienische Vertreter Bin- ch e r i beglückwünschte gleichfalls bie österreichische Regierung und gab ber Hoffnung Ausbruck, bah Oesterreich alle Schwierigkeiten überroinben werbe. Der österreichische Gesanbte von Pf lüg! dankte für die Zeichen des Vertrauens der Großmächte. In einem schwierigen Augenblick sei jetzt Oesterreich die brüderlicye Hand gereicht worden. Oie Bestellung eines Flüchtlings» tommiffars. Genf, 12. Okt. (TU.) Der Völkerbunds- rat befaßte sich mit dem Beschluß der Völker- bundsversammlung auf Einsetzung eines Kommissars für die deutschen Flüchtlinge. Der Rat b e - (tätigte den Beschluß der Derfamm- Berlin, 12. Okt. (WTB.) Für Den Lokaltermin im Reichstagsaebäube rourbe Das Reichstagsgebäude in Den frühen Abendstunden in weitem Umkreis Durch ein gewaltiges Aufgebot von Schutzpolizei mit Karabinern abgesperrt. Vor Der großen Freitreppe des Reichstages am Königsplatz, wo van der L u b b e Damals in Den Restaurationssaal Des Reichstages eingestiegen ist, ist Durch ein Seil ein besonderer Raum für das Gericht und die Pro- ^beteiligten abgetrennt. Die breite Front des Hauptportals des Reichstags ist heute Verhältnis- mäßig aut beleuchtet, da im Gegensatz zu den normalen Tagen und auch am Brandabend auch die beiden großen elektrischen Bogenlampen vor dem Reichstag brennen und ihr starkes Licht auf die gewaltige Gebäudefront werfen. Außerdem steht in jeder Ecke der Auffahrtsrampe ein dreigliedriger Gaskandelaber. Kurz nach 20 Uhr erscheint Der Senat, Diesmal in ZioilkleiDung, auf Der großen Freitreppe. Auch Die zahlreichen Zeugen unD Die übrigen Prozeß- beteiligten haben sich auf Der Rampe versammelt. Die Angeklagten sinD auf Der Rampe, jeweils zwischen je zwei Polizeibeamten, ausgestellt. Der Zeuge Flöter zeigt zunächst Den Platz, von Dem er seine Beobachtung gemacht hat unD Den Platz, an Dem er Dem Zeugen Buwert Mitteilung gemacht hat. Dann zeigt Der Zeuge Buroert seinen Weg von Dort bis zu Dem Platz, von Dem aus er beobachtet hat. Der Zeuge Thaler zeigt weiter Den Platz, von dem aus er seine ersten Beobachtungen machte. Dann steigt ein Polizeibeamter durch Den unteren Teil des linken Restaurantfensters in Die Restaurationsräume ein, zunächst ohne FeuerbranD, bann mit einem FeuerbranD in Der hanD. Der Zeuge Thaler zeigt seinen Weg die Rampe herunter und wieder zurück bis zum Standort des Zeugen Buroert. Beide Zeugen gehen dann den Weg bei Beobachtung des Lichtscheines im Erdgeschoß von Fenster zu Fenster bis zum Schluß. Ein Polizeibeamter mit*Feuerbrand in Kopfhöhe bewegt s i ch hinter den Milchglas- scheiben des Erdgeschosses von links nach rechts, von Fenster zu Fenster. Die Zeugen Buroert unb Pöscher zeigen ben Ort ihres Zusammentreffens. Ebenso weisen Die Eheleute Kuhl unD Die Bereinigten Staaten s i ch keineswegs über ihre Haltung einig finD, so Daß die Fertigstellung gemeinsamer Vorschläge für die Samstagsitzung des Büros der Abrüstungskonferenz unwahrscheinlich ist. Die deutsche Delegation steht nach wie vor auf Dem Standpunkt, daß bie Unterzeichnung einer Konvention ober die Annahme von Vorschlägen nicht in Frage kommt, soicrn darin nicht vom Beginn Der Lauf zeit an Die praktische Verwirkli chu n g Der Deutschen ForDerung nach teibigungsroaffen enthalten ist. Wien, 12. Oft. (WTB ) Aufsätze, ReDen unD Zeitungsartikel beschäftigen sich in letzter Zeit sehr lebhaft, wenn auch mehr in akaDemischer Weife mit Dem bevorstehenDen Verfassungswerk in Oesterreich, heute liegt nun ein Artikel ber „R e i ch s p 0 ft" über bie Verfassungspläne vor, ber auf bestimmtere Mitteilungen von unterrichteter Seite zu beruhen scheint. Danach kommen vier Hauptprobleme in Betracht: 1. Die Gestaltung bes beruf st änbischen Aufbaus, ber im Stänbehaus, ber Kammer ür bie wirtschaftliche Gesetzgebung, gipfeln soll: 2. die Neuformung des Wahlrechtes ür Das Volkshaus, Dem alle außerhalb Des Wirtfchastswefens ItegenDen Gefetzesakte anzuvertrauen finb; 3. Der Einbau des föderalistischen Elements in die zentralen Einrichtungen in Gestalt eines Lände r r a t s und 4. bie Ueberbachung dieser Körperschaften zu gemeinsamer Entscheidung in besonderen Staatsangelegenheiten. Die Vorarbeiten für den berufsftänbifdjen Ausbau find so weit gediehen, erklärt die Reichspost, daß zu erwarten ist, daß die Einrichtung der Berufsstande im ersten Halbjahr 1934 in Angriff genommen werden kann Kostspielige Vielkopfigkeit der gesetzgebenden Körperschasten soll vermieden werden, zahlte der Nationalrat bisher 163 Sitze, jo werde man für Ständehaus und Volkshaus zu- fammen mit erheblich weniger auszukommen trachten. Freudenberg den Standort an, von Dem aus sie ihre Beobachtungen gemacht haben. Zum Schluß roirD nochmals Der Weg konstruiert. Den Die Zeugen Flöter, Thaler unD Buroert genommen haben. Sämtliche ProzeßbeteUigten räumen Die Rampe unD nehmen unten vor Der großen Freitreppe Aufstellung Der Zeuge Flöter I ' . nachDem er feine Beobachtung gemacht hat, im Laufschritt an Der Freitreppe vorbei, um einen Schutzpolizeibeamten zu suchen. Den er Dann an Der Ecke in Buroert findet. Im gleichen Augenblick läuft Der Zeuge Thaler, Der Das Klirre, Der Scheiben ebenfalls gehört hat. Die Rampe hoch unD sofort roieDer zurück, um ebenfalls nach Der Polizei zu suchen Als er zurückkornrnt, trifft er auf Den Wachtmeister Buroert, Der inzwischen ebenfalls auf Der Rampe eingetroffen ist. Der ganze Vorgang spielt sich in nicht mehr als einer Minute ab. tensteinscher Seite wurde erklärt, daß schon seit einiger Zeit keine Einbürgerungen mehr vorgenommen worben seien unb Daß bie liechtensleinsche Regierung im übrigen Die Ge- setze über Die Staatsangehörigkeit dahingehend ändern wird, daß diese erst nach einem mehrjährigen Aufenthalt in Liechtenstein gewährt werden kann. sozialistischen Jugendorganisation, die Den Namen des Führers trage, in jeder Weife anerkennen. Sie wünschten jedoch, daß der Jugendführer des Reichs auch Den konfessionellen BerbänDen be ft im mit Arbeitsgebiete zuweise, Da sie ben festen Wunsch hätten, am neuen Staate m 11 3 u«i arbeiten. In einer neuen Besprechung unter Leitung Des Jugendführers des Reichs soll zu Dem Verbot des Jugendführers, bas ben Mitgliedern ber Hitlerjugend eine gleichzeitige Mitgliedschaft bei ben konfessionellen Berbänben untersagt, erneut Stellung genommen werben. Bei ber Besprechung war ber gemeinsame Wille reibungslos et Zusammenarbeit klar erkennbar. Uebercin- stimmend wurde festgestellt, daß eine Mitglie* berroerbung zwischen ben einzelnen Jugend- verbänden mit Mitteln wirtschaftlichen Drucks unerwünscht fei. Es soll eint Schiedsstelle eingerichtet werden, Die etwaige Unstimmigkeiten zwischen Den Jugcndverbände» schlichten roirD. Schutz Der Mutter! Ein deutsches Gericht ehrt eine kinderreich/ Mutter. Berlin, 12. Okt. (TU.) Bor einem Ober» Versicherungsamt war kürzlich ein Streitfall anhängig, bei hem cs sich um hie Frage ber Lelstungs - ober Erwerbsfähigkeit einer 58jährigen Frau handelte. Wie da» Zentralblatt für Reichsoersicherung unb Reichsve» lorgung Rr. 18 mitteilt, entfchieb ber Richter zt Gunsten her Rentenbewerberin mit bett ausdrücklichen Hinweis barauf, baß fic b e m b e u t- fchen Volk sechs Kinber geboren hat. I, Der Begründung heißt es wörtlich: . . durch die Gesetzgebung des nationalsozialistischen Staates wird beabsichtigt, die Mutterschaft und bie gewesene Mutterschaft in ganz anderem Maße zu schütze» al» das bisher her Fall gewesen ist ... es sei so gut wie unmöglich, ben Witwen, bie im Arbeit »• und Lebenskampf verbraucht sind, di» erforderliche Arbeitsmöglichkeit tatsächlich nach- zuweifen ... Aus diefen Erwägungen heraus kam das Oberversicherungsamt zu Der lieber,3«, gung, daß die Bentenberoerberin als Muttet oon sechs Kindern nicht in der Lage fei das erforderliche Lohndrittel auf dem allgemeines Arbeitsmarkt zu verdienen. Oie Beschäftigung weiblicher Beamter und Lehrer. lung, daß der Kommissar und der ihm zur Seite stehende Verwaltungsrat eine vom Völkerbund unabhängige autonome Organisation bilden solle. Die Wahl des Kommissars wurde dem Rats-Prasi- henten, der jedoch bei der endgültigen Ernennung den Berichterstatter, den Vertreter von Portugal, sowie die Vertreter Englands, Frankreichs, Italiens, Hollands, der Tschechoslowakei und Spanien anhören soll. Der Berichterstatter betonte, daß der Flüchtlingskommissar die Zentralstelle der gesamten jetzt für Die deutschen Flüchtlinge emgeleiteten Ak- tionen zu bilden habe. Der Vertreter Frankreichs, Massigli, erklärte, bie französische Regierung wünsche, baß ber Flüchtlingskommissar feine Tätigten noch vor Beginn bes Winters aufnehme. Oie Ernennung Des Oanziger DölkerbunDskommiftars erneut vertagt. Genf, 12. Okt. (TU.) Die auf ber Tagesorb- nung ber geheimen Sitzung bes Völkerbunbsrals am Donnerstag stehenbe Beschlußfassung über bie (Ernennung bes Danziger Völker-- bunbskommifsars mußte in letzter Stunbe roieberum vertagt werben. Seit brei Wochen schleppen sich jetzt bie Verhanblungen hin, ohne baß es bisher gelungen ist, einen geeigneten Ranbibaten ür ben Posten bes Danziger Völkerbunbskommis. ars zu finben, obwohl bas Völkerbunbssekretariat eit bem Tobe bes Grafen Gravina ein Jahr lang Zeit gehabt hatte, bie (Ernennung eines neuen Völkerbunbskommissars genügen!) vorzubereiten. Es besteht ber Einbruch baß in französischen Kreisen bie gegenwärtigen Schwierigkeiten in der Auffindung einer geeigneten Persönlichkeit durchaus begrüßt werden und sogar Bestrebungen im Gange sind, in dieser Frage eine Spannung zwischen Danzig und Polen zu schaffen, um den Eindruck zu erwecken, als ob die Schwierigkeiten nur auf die Gegensätze zwischen Danzig und ben polnischen Wünschen beruhen. Jedoch entspricht dies keineswegs den Tatsachen. Auf Danziger Seite wird jetzt mit großer Entschieden- heit auf eine baldige Entscheidung gedrängt, da das Mandat des geaenroärtigen Danziger Völkerbunds- tommiffars Rafting am Sonntag abläuft. Berlin, 12. Okt. (WTB) Die von verschiedenen Reichs-, Landes- und (BemeinhefteUen durch» geführten weitgehenden Abbaumahnah- men gegen weibliche Beamten, Lehret und Ange st eilte haben zu zahlreichen Eingaben und Vorschlägen beim R e i ch s m i n i st et des Innern geführt. Ls wurde darauf hing«,. —>>■, vtg wiesen, daß sich verschiedene Stellen bet ihrcelL । tr D e n ff Vorgehen offenbar von ber Anschauung leit«!2,. putsch. » lassen, im nationalsozialistischen Staat seien weit' Jb*.?, liche Beamte und Angestellte grundsätzlich au* U. /tu Qm dem öffentlichen Dienst zu entfernen ober aus be< bisher innegehabten Amt in ein solches von ringerem Rang und Einkommen ober in eine ' ES'*’! r-3^ .8Lr^ Oie Persönlichkeit Des Oollfuß-Attentäters. München, 12. Okt. (ERB.) Wie bie 2anbeste i t u n g Oesterreich ber NSDAP, mit- teilt, haben bie Erhebungen über bie Persönlichkeit Rudolf Dertils, der das Attentat gegen Dr. Dollfuß verübte, ergeben, dah Dertil in den Jahren 1929 bis 1930 Mitglied der Leibwache des Für st en Starhemberg gewesen sei. Auf Empfehlung der Wiener Heimwehrführung fei er in das Bundesheer aufgenommen worden. Nebenbei fei er bei ben Wiener Hetrnwehrverbänben als Schießlehrer beschäftigt gewesen. Diese ber NSDAP barnals unbekannte Tätigkeit habe Dertil nicht gehindert, am 2. Februar 1932 der NSDAP, beizutreten. Jrn September 1932 aber sei er bereits au» der NSDAP, wieder ausgetreten. Während feiner ganzen Mitgliedschaft in der Partei fei er in keiner Weise aktiv oder führend tätig gewesen. Er habe in dieser Zeit sogar häufig in Heirnwehrkrelsen verkehrt. Dieser Verkehr sei nach feinem Austritt aus der NSDAP. Immer reger geworden. Oer österreichische Heimatschuh in die Vaterländische Front eingegliedert. Wien, 12.Oll (1VIV.) Bundeskanzler Dr.Doll- f u h hatte mit dem vundessührer be» österreichischen Heimatschüße», Starhemberg, eine längere Aussprache über die oon Starhemberg seinerzeit angekündigte Mitarbeit de» heimatschutze» In der vaterländischen Front. Bundeskanzler Dr. Dollfuß hat Dabei als Führer Der vaterlänDischen Front Den Eintritt Dee gesamten Heimat- fchnhesinDievalerländlfcheFrontzur ftenntnl» genommen unD BunDeesührer Starhemberg zu seinem Stellvertreter al» Führer Der VaterlänDischen Front bestimmt. Liechtenstein erschwert dieEinbürgerung gestelltenscelle abzudränaen. Der Rcichsinnenministcr sieht sich daher oeran* laßt, nachdrücklich st darauf hinzuwei* s e n, daß die Gcsetzeslage zu einem Derartigen ao- gemeinen Vorgehen gegen weibliche Beamte un» Lehrer keine Handhabe bietet. Insbesondere können auch bie Bestimmungen Des Gesetze* n 6 zur Wiederherstellung Des Bemf s« * n einem weite ■Js-ninifter im 6ii i pr fine »eitgejjer Ernten zu M H^tttkumsg •'"»fUr angeorbn genannten „5 Lunb für bh gW Übungen bis der otaatsfi 1* der (Seb KÄ I fütflern wü J’’ »eöijm unb tti Sf.A 8u< h e, k. M *4 i ° Sättig, m so । (Sita Lelbftaufiöi< b Wien Zweifels- * i oorliegen. Staatsrats zur Verfügung zu stellen. bis 22.15 Uhr. h ^ph'sch prototolfir iirb in der Verhau' argefteHt werden. C Protokoll des Lote oufnahmn desRur^. Vdinisterpräsident Göring faßte abschließend das Ligebnis der Staatsratssitzung zusammen und kün- dizie an, daß die in der Sitzung angeschnittenen ^obleme demnächst in einer Arbeitstagung des k.aalsrates in Berlin weiterberaten werden. • ... 3u Staatsräten ernannt wurden der Oberpräsi- Irr der Rheinprovinz Freiherr von Lüninck und i)r Oberpräsident der Provinz Westfalen Freiherr B. Lüninck. Honorargaranlien und Kolleggelder on Den preußischenHochschulen ermäßigt Berlin, 12. Oft. (TU.) Der Preußische Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung hat in Hneni Erlaß angeordnet, daß vom Wintersemester mr die hohen Honorargarantien, die einer Aiihe von Professoren früher bewilligt worden wa- Ta, ms ein erträgliches Maß zurückgeführt werden. 2- verbleibende Summe unterliegt außerdem den gi glichen Kürzungen. ?m einem weiteren Erlaß hat der preußische Kul- jitz von Ministerpräsident g die zweite große Staatsratssitzung am li Oktober unter Beteiligung des gesamten Staats- ri irisier Graf Schwerin v. Krosigk und ke ldte in Potsdam statt. 2>er Staatsrat, der von 10.30 Uhr bis 19 Uhr lczl«, behandelte hierbei die Frage der Siche- ung der im Kampfe gegen d i e Ar- Pulslosigkeit bisher erzielten Er- fö19e sowie die Frage der Vorbereitung netterer Arbeitsbeschaffungsmaß. tuhmen im Frühjahr. Hierzu sprachen auf Auf- serdttung des Ministerpräsidenten insbesondere die 6:aatsräte Gauleiter Florian, Gauleiter Kar- P’rift e i n, Gauleiter Wagner, stellvertretender Hiuleiter G ö r l i tz e r, Gauleiter Jordan, Gau- ■in dem eingangs erwähnten allge- nei ne n Sinn gegen weibliche Beamte hier Oberpräsident Kube, Gauleiter Oberpräsi- tent Lohse und Dr. Thyssen. Ministerpräsident Göring nahm zu den Aus- füjnmgen der einzelnen Staatsräte Stellung, vordem äußerten sich weiterhin zu den ange- f^ntttenen Fragen Reichsminister Der Finanzen Crof Schwerin von Krosigk, Reichsar- b-ilsininister Seldte, Reichsminister für Ernäh- nng und Landwirtschaft Darr 6, Reichswirtschafts- untlter Dr. Schmitt, Staatsminister P o p i tz, €:aatsminifter Rust und der Führer der Deutschen libeitsfront Dr. Ley. ÜW ' von 6ä)'uad). ion, die den Mir- W anerkennen.: 'nbiüfrer -es Re nbtn öestimn. !, da fie ten sescen Staate mtti\i‘ Drsyrechung unu > Reichs soll zu & , den Mitgliedern k Miigliedschast bei k trrsagt, erneut der Besprechung m e reibungslosi erkennbar. lieberer dah eine Mitgl's en einzelnen Äger. wirtschajtlich-l sei. Es soll ell I werden, die efoai? Jen IugendverbliM 'en.ieien Un?9fh leamtentums, die im Falle eines dienstlichen n übrige Ssdürfnisses die Versetzung von Beamten in ein 'ft Oahin’6,^' riedriaeres Amt oder die Ruhestandsoersetzung noch ’ M* 9eW richt dienstunfähiger Beamter ermöglichen, nicht . leilSiml ler Landesausschuß der Zentrumspartei des 21n'>uSJn wlLLLrgebiets am Donnerstag die Auflösung , Ll^.^ er Partei und ihre Ueberführung in die ' Mmfhe Front beschlossen. In einem Aufruf an f.Lenober Xt W Wähler teilt die Partei mit, daß für dielen «n maßgebend gewesen sei der Wunsch, die » ober ifl 1 eiNitzeitliche Zusammenfassung aller ^.verdeutschen V o l k s g e n o s s e n zu verwirk- sich dob'^-luichn. Die Zentrumspartei des Saargebiets habe , ui f)•11 jÄ'ötturi) erneut bewiesen, daß ihre ganze Kraft nur °r L btrartj Vaterlande gilt. Der Aufruf schließt mit " e'!fi e Beamte und Leh- ic r sind nach den gesetzlichen Vorschriften nur lla n n zu entlassen, wenn ihre Wirtschaft- Versorgung dauernd gesichert t ■Lt,a^r uialjr. Frl*n die Frage des künftigen Aufbaues der körn- 1 T5 « minalen Selbstverwaltung eingehend durchberaten 5 d°s Htt Ä h-l, fand unter dem Vorfi ........ bem Lolalknv ,^i n^g die zweite groß '“Heilig j pj,1 L "»>««-. oiuunjuuy VC3 yc|unut;ii viuuip* On gefehentz mifteriums und der als Gäste erschienenen Reichs- -"ommen hatte, r; *" /B"‘C Ä '£’ “ ' “ : -------- v feftfMtte, bie 7 be< feinen St< rommen, hinter U(^t unb bann . womit die »erben tonnte. Dv erschein in b M hier k “ yer Meinung jt: Lichtquellen an de ächlich nur eint »d burch bie fe iuiminifter im Einvernehmen mit dem Finanzmini- flir eine weitgehende E r m ä ß i g u n g der von den Miienten zu zahlenden Kolleggelder und !Pr«ktikumsgebühren für oas kommende ‘Banefter angeordnet. Hiernach werden die Sätze für J/lUliv • («genannten „Vorlesungen mit besonderem Auf- rt eine kmderreiound für die ganz- und halbtägigen Praktika Hebungen bis zu 50 o. H. herabgesetzt. Bei der t- r#iQcqe der Staatsfinanzen war eine allgemeine Er- Tor einem f. ixhtgung der Gebühren und Kolleggelder jetzt noch Mich em durchzuführen, es wäre dann zu befürchten ge- ij um bie rii|en, daß sich der Andrang zum Studium wieder werbssährgre'steigern würde, daß die vom Ministerium u fjanbeite. “>cei l5 getroffenen Maßnahmen gegen die Ueber- rung unb itiLuntg der Schulen und Hochschulen illusorisch wer- hieb her Richter i gj,e: {önnten. Durch diese neuerlichen Erlasse wird 71 erberin m« 0‘ emeidjt, daß die teuren S t u b i e n g ä n g e, vor 'r^ jie bemot “..oiHirn Medizin und Naturwissenschaften, jetzt auch 'n c boten b01; Rüb jene möglich werden, die wirtschaftlich schlechter rtlich • a Atsw® sind. Der Ausgleich zwischen den verschiede- „Mischen ®'y’iiui «vtudiengängen kann natürlich damit kein voll- ?Qft unb bie EWd-iger sein,^ wenn auch die Ermäßigungen immer- £ zu Mischen 30 und 50 v. H. betragen. n ie abends eine LGF.-Sitzung und eine Festaufführung vor. Am Samstag, 21. Oktober, vormittags, wird der Landwirtschaftsminister D a r r 6 über die „Agrarpolitik im Dritten Reich", bann Wilhelm Meinberg über den „Bauern im Dritten Reich" unb Walter Granzow über „Neubilbung des Deutschen Bauernstanbes" sprechen. Nachmittags sinb weitere Vorträge von Karl Motz, Freiherrn v. Wangenheim, Erwin M e tz n e r und Dr. Haupt vorgesehen. Der Sonntagvormittag ist gleichfalls mit Vorträgen namhafter Persönlichkeiten ausgefüllt. Bei der bann für Sonntagnachmittag anberaumten großen Bauernkunbgebung werben Ministerpräsibent M a r s ch l e r, Laubes- bauernführer P e u ck e r t, Staatsrat Meinberg und Reichbauernführer D a r r 6 das Wort ergreifen. Deutscher Luthertaq 1933. Der 450. Geburtstag Martin Luthers, des deutschen Reformators, wird in diesem Jahr am 10. November in besonders festlicher Weise begangen werden. Es steht zu erwarten, baß ber Tag zu einem staatlich anerkannten Feiertag erhoben werben wirb. Zum kirchlichen Feiertag ist er bereits burch bie Leitung ber Deutschen Evangelischen Kirche erklärt worben. An biesem Tage werben überall Festgot- tesbienfte abgehalten werben. Es hat sich ein Reichsarbeitsausschuß für ben beutkhen Luthertag gebilbet, an bem alle großen evangelischen Verbänbe beteiligt sinb. Die Schirmherrschaft haben Reichspräsibent von Hindenburg und Reichsbischof Müller übernommen. Einem Ehrenpräsidium sind die Herren Reichsminister Frhr. von Blomberg, Dr. Frick, Göring, Freiherr von Neurath und Seldte beigetreten. Für einen Ehrenausschuß haben die besten Män- ner des kirchlichen unb staatlichen Lebens ber Kunst unb Wissenschaft bereitwillig ihre Namen zur Ver- ügung gestellt. Eine Reihe Sonberausschüsle st in Tätigkeit getreten, namentlich auch Ausschüsse ür Runbfunk, Theater unb Film. Ein einheitliches Festabzeichen unb ein Luther-Festbüchlein „Martin Luther, beutscher Kämpfer" werben zur Verbreitung kommen. Es ergeht bie Aufforberung, überall befonbere Festausschüsse zu bil- ben, bie bie kirchlichen unb weltlichen Feiern vorbereiten. Nähere Auskunft erteilt ber Ausschuß für ben beutschen Luthertag, Berlin SW. 11, Strese- mannstraße 12. Keine Anprangerung in der preffe. München, 12. Oft. (TU.) Der Chef ber bayerischen Staatskanzlei, Staatsmini- ster Hermann Esser, gibt folgenbes bekannt: „In manchen Zeitungen bes rechtsrheinischen Bayern und der Pfalz sind wiederholt einzelne Personen mit Namen und vollstandi- ger Anschrift genannt worden in der Absicht, ihr Anseben und ihre wirtschaftlichen Verhältnisse zu schädigen, ober verhüllt z u Gewalttätigkeiten gegen sie aufzuforbern. Veranlassung hierzu war z. B., baß sich biese Personen entroeber zur Beisteuerung für Sammlungen angeblich nicht in dem Maße bereit erklärten, wie Dies die Leiter der Sammlungen für richtig hielten, oder auch weil jene Personen in ihrer amtlichen oder beruflichen Tätigkeit ober sogar in Fragen bes geschäftlichen Wettbewerbs nicht bie Haltung einnahmen, bie ber Schriftleitung wünschenswert erschien. In einzelnen Zeitungen finben sich förmliche „Prangertafel n", auf benen mißliebige Leute öffentlich gebranbmarft unb ber allgemeinen Verachtung preisgeaeben werben sollen. Derartige Angriffe gegen einzelne Personen sind nicht Aufgabe einer Presse, bie verantwortungsbewußt am Aufbau bes neuen Deutschlanb Mitarbeiten will. Herabwürbigenbe Angriffe gegen Beamte wegen ihrer amtlichen Tätigkeit, Boykottierung unb Streitigkeiten zwischen einzelnen Unternehmungen in persönlichen unb geschäftlichen Fragen gehören nicht in bie Zeitung. Wenn m vergangenen Zeiten öfters berechtigter Anlaß beftanb, Das oolks- fchäDliche Verhalten einzelner Personen in Der Presse aufzugreifen, so kann heute Die nationale Regierung auf Grund ihres Programms und ihrer wiederholten Erklärungen verlangen, Daß ihr solche Tatsachen unmittelbar unD nicht Durch Die Presse mitgeteilt werDen. Die Regierung hat Die Machtmittel zum Einschreiten gegen Volksschäblinge unD wird sie rücksichtslos gebrauchen." Kleine politische Nachrichten. Die Beamtenabteilung der NSDAP, hat bis jetzt bereits eine halbe Million für bie Opfer Der Arbeit gespendet. * Im September ist die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk Des ßanDesarbeitsamts Pommern um runD 11 000 auf 40 580 zurückgegangen, so Daß große Teile Pommerns jetzt frei von Arbeitslosen sinD. Im Februar hatte Die Arbeitslosigkeit mit 142 000 ihren Diesjährigen Höchststand erreicht. Ende Juni waren noch immer 85 700 Arbeitslose bei den Arbeitsämtern gemeldet. * Auf seiner Besichtigungsreise durch eine große Anzayl deutscher Unternehmen im ganzen Reich traf der Leiter der Deutschen Arbeitsfront Staatsrat Dr. Ley in Bresben ein. Es fand eine Besichtigung der Z e i ß - I k o n - W e r k e statt. * In den Ruhestand versetzt wurde u. a. Landrat i. e. R. von Kardorff in Lissa, ber frühere volksparteiliche Abgeorbnete. Auf Grunb bes Gesetzes zur Wieberherstellung bes Berufsbeamtentums sinb entlassen ober in ben Ruhestanb versetzt worben: Dberpräfibent i. e. R. Noske in Hannover und Regierungspräsident i. e. R. Dr. Friedensburg, früher in Kassel; Vizepräsident bes Oberpräfibiums i. e. R. Dr. (Buffe in Koblenz; ßanbrat i. e. R. Apel, früher in Frankfurt am Main-Höchst. Wettervoraussage. Von Westen her baut sich ber hohe Druck weiter auf. Durch ihn wirb vorübergehenb unsere Wetterlage berührt, so daß leichte Besserung eintritt. Sie bürste aber sehr halb roieber burch Staffeln ozeanischer ßuft von ber im Norben von neuem vorüber- ziehenben Störung berührt werben, so baß wechselhaftes unb zu Nieberschlägen neigenbes Wetter folgt. Aussichten für Samstag: Neblig-wolkig mit Aufheiterung, nachts frisch, tagsüber sehr mild, trocken. Aussichten für Sonntag: Anfangs Fortdauer der Wetterlage, dann wieder Anzeichen für Wetterverschlechterung. ßufttemperaturen am 12. Oktober: mittags 15,2 Grad Celsius, abends 8,8 Grad; am 13. Oktober: morgens 6,9 Grad. Maximum 15,8 Grad, Minimum 6,1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 12. Oktober: abends 12,3 Grab, am 13. Oktober; morgens 10,2 Grab. — Niederschläge 4,4 mm. —, Sonnenscheindauer VA Stunden. Ein M vvm Glück. Vornan von Anny von panhuys. 23. Fortsetzung Nachdruck oerbotenl Paul Werner schielte unter seinem Kneifer seit- rodrtj Der Enthusiasmus der Baronesse erichreckte IhEs wäre Dort) wohl nicht gut, wenn Marlene auch so begeistert von den, Langer redete. Drei Herren und eine Dame auf Reisen! Das patzte sowieso nicht allzu bequem zu seinen noch etwas altmodischen Ansichten Marlene sagte leise: „Olga redet dummes Zeug: der exotisch auslehende Künfllrr imponiert ihr. Ich dagegen finde Ramon ^Vega einfach häßlich" Die Worte beruhigten den alten Herrn sofort, (fr hatte ja überhaupt am liebsten von dem Engagement abgeraten: aber in dieser schweren, harten Zeit, wo so entsetzlich viele Menschen brotlos waren und für Marlene doch keine 'Aussicht bestand, ihr Gesangs- ftubium sortzusetzen, wäre es unverantwortlich von ihm gewesen, ihr die Möglichkeit zu nehmen, Geld zu verdienen, noch dazu viel (Held. In einem kleinen (Taft der Friedrichstraße saßen sie dann beisammen, und Marlene bemühte sich nach Kräften, die immer wieder aufsteigende traurige Stimmung zurückzudrangen. Sie wollte stolz sein, wollte sich daran halten, das, ihr Pater gesagt hatte: Mein liebes Kind, die wahre Liebe war das bei dem Manne nicht! Aufs Wort hatte er dir glauben wllffen! Ihr Pater hatte recht .hatte tausendmal recht. Kurz vor elf llhr fragte Marlene, hinter der ihr Dater und Olga standen, im bezeichneten Hotel nach Ramon Bega. Der Portier nickte: „Sie sind die Bitte, < nn >r P, icfinbet sich o »en El rief dem Boi, „Fuhre die Herrschasten zu Sennor Dega!" Der Boi) zeigte auf den Fahrstuhl. „Steigen Sie, tritt«r eint Im 2. Stock hielt der Fahrstuhl. Bor der Tur, vor der man Haltmachte, fragte Olga beklommen: „Soll ich nicht lieber braunen warten?" Aber der Bou hatte schon augeklopst, und ehe Marlene C*i>1 is Frag« noch bcantrooiten konnte, t1 1 eine bekannte Stimme laut: „HereinI" Gleichzeitig eber öffnete Ramon Bega schon die Tm, und Osga war es, als schicke ei iyi über die Schaltern von Baier und Tochter hinweg sein eigentümliches kacheln entgegen. । 0. ।rolirt . > hi Lüch in in wie ein Blumettfh iu6, m > ftart ufti t, un 1 st mle ein Lasso, mit dem man irgendwo weit drüben jenseits des Meere» störrische Tiere und manchmal auch Menschen elnsöngt ö he sie sich dessl n 0« । sah, befand fk sich mH Wer ner und Marlene In einem zietylsly großem Hchel jalon, in dem es ein Klavier gab. Zwei Herren standen am Fenster, Bega nannte ihre Namen: Car- Uta Mora und Domingo Lopez. Sic verbeugten sich stumm. Auf einem etwas steifen Sofa lagen drei Gitarren. JJi irl. ne erklärte einfach „Mein Baier wünschte. Sie kennenzulernen, Sennor Dego " Der 'chlanke Argentinier neigte den Kopf. „Natürlich, ich verstehe das, Herr Werner. Ditte, nehmen Sie Platz. Die Damen natürlich auch. Und nun machte ich Sie gern noch einmal hören, Fräulein Werner Auch meine Kollegen interessiert Ihre Stimme. Bitte, singen Sie uns etwas vor. Wollen Sie sich selbst begleiten?" Marlene hatte schon die Handschuhe ausgezogen und ging an das Klavier. Sie präludierte und sang, was ihr gut lag — ein paar Volkslieder. Spielte dann gleich hinüber in einen Gesang au» Hoffmanns Erzählungen". Ihre schonen «timmittel feierten einen Triumph. Ramon Bega drückte ihr die Hand. „Wie für uns geschaffen sind Sie; wir brauchen erstklassige Stimmen. Meine Kollegen sind auch da- mit gesegnet. Ich selbst besitze leider keine besondere Stimme — ehrlich gesagt, sogar sehr wenig Stimme, aber die, die ich besitze, verstehe ich zu gebrauchen." Seine beiden Kollegen konnten nur sehr wenig Deutsch, doch sie unterhielten sich mit Marlene ausgezeichnet in spanischer Sprache. Marlene bewies auch noch, datz sie leidlich Gitarre spielen konnte, und schließlich entschied Bega: „Wir müssen jetzt, auch heute schon, täglich mehrere Stunden proben, ebenso soll sofort die Kostümfrage geregelt werden. Am besten ist's, Fräulein Werner, Sic bleiben bis Spätnachmittag oder Abend hier und stellen sich morgen zur gleichen Zeit wie heute hier ein." Marlene war einverstanden. „Dann kann ich wenigstens zu Hause schlafen bis zum Abreisetag, kann auch noch täglich ein wenig mit meinem Vater zusammen sein." Paul Werner verabschiedete sich, und Olga wollte dasselbe tun. Doch Ramon Vega wehrte ab. „Bleiben Sie doch bei Ihrer Freundin, bitte, es ist ihr vielleicht angenehm. Sie müssen sich nur still verhalten, während wir proben." Olga war übcrglürflid). Nun durfte sie den interessantesten Menschen der Welt, wie sie Ramon Vega bei sich nannte, noch ein Weilchen anstaunen. Paul Werner aber fuhr ganz beruhigt heim. Erstens war die Baronesse bei Marlene geblieben, und zweitens Iah er in Vega überhaupt keine Gefahr. Er begriff nicht, wie die Baronesse so enthn- siasttsch von ihm hatte sprechen können. Marlene hatte recht, der Sänger war hählich. Biel zu dunkel war er: fein Haar glänzte zu sehr und seine Lippen waren zu voll. Für Marlene bestand keine Gefahr, ganz davon abgesehen, datz sie wohl noch lange Zeit brauchen würde, um über ihr Liebesleid wegzukommen. Sie trug ja schwer daran, obwohl sie sich tapfer zufammennahm, sie trug sehr schwer daran, sein armes^ liebes Mödelchen. Roberta Dlbers ging In ihrem Wohnzimmer erregt auf und ab. Sie hatte so viel zu denken, so viel zu überlegen. Ihr war zumute, als müsse sie sich auf ihr Pferd schwingen und Hals über Kopf davonreiten in toller Flucht, und zugleich war ihr, als müsse sie zu Achim von Malten gehen und ihm tröstende, kluge Worte sagen und die Gelegenheit nützen. Jetzt war er beeinflußbar. Marlene Werner war fort und die andere auch. Sie entschloß fich, Achim von Malten aufzu- suchen Dor zwei Stunden war das Auto mit den Gesellschafterinnen fortgefahren. Es stand längst wie. der in der Garage. Mochte kommen, was da wollte. Wer nicht wagt, kann nicht gewinnen. Sie horchte erst an Achim von Maltens Tür, dann klopfte sie an. Achim hatte an seinem Schreibtisch gesessen, und seine Gedanken waren wie durch tiefen, düsteren Wald gegangen. Keinen Lichtstrahl sah er — keinen! Marlene hatte ihn grenzenlos enttäuscht. Er sah in ihr eine schwer Schuldige und kämpfte mit seiner Liebe, die jetzt anfing, nach Entschuldigungsgründen für sie zu suchen. s Das Klopfen riß ihn hoch. Sein .Herein!" klang heiser. Roberta Dlbers trat rasch ein, schloß die Tür hinter sich, kam auf den Mann zu, der ihr zornig cntgegenfal) und sie anschrie: „Was ist denn los?" Mich interessiert augenblicklich gar nicht. Ich möchte allein bleiben!" Roberta trat ganz nahe an ihn heran. „Achim, ich mußte seit vorhin fortwährend an dich denken. Du tust mir so leid. Es ist ja auch furchtbar, was Marlene Werner dir angetan hat. Wie konnte sie nur den Dolch verstecken, der dich hoffentlich von dem entsetzlichen Verdacht endgültig befreit! Ich bin doch deine Jugendfreundin, Achim. Ich darf vielleicht einmal ehrlich heraussagen, was ich denke, ohne daß du es mir gleich übelnimmft. Du tust mir wirklich unsagbar leid, und ich bitte dich, reiße das Bild Marlene Werners aus deinem Herzen. Du darfst ihr nicht etwa nachtrauern. Du darfst es nicht, sie ist deiner nicht wert gewesen." Er wollte eine schroffe Antwort geben, doch Roberta fuhr sich mit dem Taschentuch über die Augen, schauspielerte: „Ich bin schon ganz elend vor Verzweiflung über den Kummer und die Kränkung, die dich sicher schwer bedrückt. Ich hatte schreckliche Angst um dich, Achim; deshalb bin ich gekommen." Sie legte beide Hände auf seine Schultern, sah zu ihm aus. „Ich fürchtete, du könntest dir ein Leid antun, und fand keine Ruhe. Verzeihe, daß ich dich starte, aber ich konnte nicht anders, die Angst ritz mich hier- her. Ich dachte, irgendwie muß es mir gelingen, dir jetzt beizustehen, dir zu helfen." Er erwiderte gepreßt: „Mir kann niemand beistehen und helfen." „Marlene Werner ist nicht wert, daß du ihretwegen etwas tust, was nicht mehr gutzumachen ist", flüsterte sie. „Rein, das ist sie nicht wert, Roberta. Da hast hj 1 recht. Aber man kommt nicht im Nu von einer 5rau los, an das man fein Herz so überschnell und gki$ so L-rn) und gar verloren. Du ahnst ja nicht, mir Marlene Werner gewesen ist. Ein andere, Mensch war ich geworden, seit sie ins Haus kam. D-, erste Blick ihrer wunderbaren Augen formte men, Denken um; ihre Stimme schien gerade herab von Himmel zu tonen, und als ich sie im Arm hielt, hatte eine ganze Welt auistehen und mir zurufm dürfen: Mörder! Ich hätte allen entgegengelachs; j Narren! Mein süßes Madel glaubt an meine Ui. , schuld! Das gibt mir Kraft zu neuem Kampf gegatl euch Kurzsichtige, gegen euch Ehrabschneider?" Seine Stimme bebte: „Aber daß sie log, daß fiel nicht an mich glaubte, das war, als hätte sie deal Dolch gegen mich gerichtet." Er stöhnte laut auf un)| schleuderte plötzlich Robertas Hände von feinnl Schultern: „Falfch seid ihr. Nur Vorteile locken euch. Unzuverlässig seid ihr und charakterlos!" Roberta konnte ruhig und harmonisch lächel^ wenn sie'wollte. Und jetzt wollte sie. .Haß, Achim! Errege dich nicht. Ich wiederhole dir, du tust mir leid, und ich möchte dir viele liebt, gute Worte sagen, damit du bald vergißt. Ich finde nur nicht die richtigen, mir liegt alle» Weiche nicht besonders. Aber bitte, denke an untere Kinöcrfrein.' fchaft und glaube mir, ich mochte dir helfen." / Es klang überzeugend. Er reichte ihr die Hand. ,Hch danke dir Roberta. Du meinst es gut, ich glaube es, aber mit dem Durcheinander in mir mu!j ich allein fertig werden." Roberta bückte sich blitzgefchwind und küßte feine Hand, stürzte dann zur Tur, blieb aber an ihr stehen, murmelte: „Verzeih mir, Achim, ich — ich —" Sie freute sich selbst, wie gut sie ihre Rolle spielt», > sie hätte es sich selbst nicht zugetraut. Zögernd folgte er ihr „Roberta, du verlorst schon mehrmals die Be» . herrschung, und ich muß glauben, du liebst muh. Ist das wahr ? Ist die betonte KiniH?rfrcunb,d)ajt mehr? Ist sie Liebe?" Sie bog den Kopf zurück, lehnte ihn an den liifr rahmen und antwortete leise, aber deutlich: „Ich liebe dich noch von Kindertagen her und habe nie ausgehört, dich zu lieben. Doch es sollte fein- Silbe davon über meine Lippen kommen. Berg,, wieder, was du weißt, Achim! Vergiß es, ich bhu dich!" Er sah sie groß an. Sein Groll auf Marie» drängte gewaltsam seine Liebe zurück. Er lächelte mühsam: „So ist das wohl in der Welt; die wahre Liebe beachtet man nicht und greift nach der falschen! Lest tust du mir leid, Roberta. Ich merkte etwas von Inner Liebe, aber sie ließ mich kühl; doch nun bebaum ich dich. Arme Roberta!" (Fortsetzung folgt.) rüfe und vergleiche! verdient denVorzug! Gefest-Bohnerwachs und -Wachsbeize ] < Dose Rm 0,40 gut und preiswert, überall erhältlich. 1/? " " 1’40 Hersteller: Thompson-Werke G. m. b. H., Düsseldorf ■ Lichtspielhaus•Gießen g SonnliiK. 15.Oktober, I 1.11» I hr vormitüig* H 2.Kulturfilmveranstaltung I 6 LUl Das ewige Schweigen g? leben u. Kampf ein. auBNterbcndcn Volke* Ein Erlebnis für jeden Besucheri 9 Kleine Preise: Mk. 0 50 bin 1.40. Kinder zahlen auf allen I‘Hitzen halbe Preise. 6313C Münchener Löwenbräu Spezi al-Ausschank iros ILOTZ1E Ab heute im Ausschank: Original Oktober-Fest-Bier mmd Spez.: Höschen mit Kraut Konkursverfahren. Das Konkursverfahren über das Der- mögen des Karl vcck in Gießen. Reuen- weg, wird nach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins hierdurch aufgehoben. Gießen, den 29. September 1933. Hessisches Amtsgericht. 0320V Bauer'scher Gesangverein e.V., Gießen Familienabend nmNonning, 15.Okt.,nbend* Nl'hr Im IJcw vrkNchnflNhniiN anläßlich des Geburtstages unseres Ehrenpräsidenten Georg Todt, wozu wir unsere Mitglieder nebst Angehörigen herzlichst einlnden. fl31lv M.V.Ü.GllWllkllMMs Kreis (Kietzen. Skdrifft: Advlf«Hitler«2vende. Wir erwarten, däii die Kollegen an» Etadl und Land, welche noch nn Rückstand sind, bis uun 20. er. ihre Pflicht tun r andernfalls erstatten wir Meldung. Belrinl: ffratibtoerfcrntortic. Die Kollegen der Stadt sowie das Personal fordern wir aus, sich restlos an dein llnuufl am Lonntaa ui beteiligen. Tret'- luuut 1.45 Ubr bei Biervei leger Hebln eit. 2 old an, .Kreisleiter. Mehrere Pianos Bochstein — BlÜthner — Herzog — Arnold — Grotrian-Sleinweg, allo tadellos erhalten, billig abzugeben Möbelhaus G. KOOS wh» Gießen, Plockutr. 14. Fernruf 3004. Strümpfe uneoreSpeelnlltÄt! 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Oktober 1933, 10 Ubr vormittags, das landwirtschaftliche Entschuldungsversahren eröffnet Entschuldungsstelle die Hessische Can- oevbank in Darmstadt. 632ID Die Gläubiger werden ausaesordert, bei Meidung der im § 11 des Gesetzes vorn l Juni 1933 angedrohten Nachteile, ihre Forderungen bis zum 30. Oktober 1933 bei Glicht anzumelden und die in ihren Händen befindlichen Schuldurkunden einzureichen. Gießen, den 9. Oktober 1933. __________Hessisches Amtsgericht.__________ Zwangsversteigerung^ 21m Freitag, dem 20. Oktober 1933, vormittag» 9 Uhr, wird im Amtsgerichts-' gebaude zu Gießen, Zimmer 112, das nachstehende im Grundbuche von Gießen dem Theodor vieker in Gießen zugeschriebene Anwesen Neustadl 45: 5982D Flur 1. Nr. 996 969 qm Hofrette, geschätzt 44 780 Mark, Jlur 1. Rr. 999 ,. 362 qm Grab- garlen. geschätzt 1810 Mark, zusammen 46 590 Reichsmark, versteigert. Die amtsgerichtliche Verfügung üt an der Ortstafel, Bergstraße 20, Stadthaus, zur Einsicht ausgehangt. Gießen, den 26. September 1933. I A. des Hessischen Amtsgerichts Gießen: Leo, Ortsgerichtsvorsteher. 2- Zimmer-Wohn, v hnufteur • Wotm. U li'nmer mit Wohn- 1 ^^IMM.-LvosiN fclrt c Garage vt . ..11 r '. " "> vermieten. Sdiri'tl. ’ ”:Ana. " unter 05969 a. : '• CI.f..in _iniT>I' SkllWsWk SZiMkt- ab 1. Fan. Moltke- stratze 8 zu ocnnict. Bad, Heizung, om« Telefonische An- frage 3742. Mietgesuche MZimmJohn. per 1.12. o. 1.1 34, mögt. Stadtmitte, zu mieten gcfudit. Schr. Ang. u. 05965 a. d. Gießener Anz. 3»3imm.'Wobnnng bis 50 Mk. v. Ebe- paar luittl.Jahren, ohne Kind., gciuctit. Lttir. Ang. u 05958 a. d. Oheneiier An». 3 Zimm.-Wotinfi. m. Bad au in l.Nov. gesucht. (Beamter.) ^chr.Ang.m.Preis- angabe u. 05960 nn den (^ietz. Anzeiger. 2- o. 3-Zimni.-Wohn. zum 1. Nov. ober sväter gesucht. Schristl.Ängeb.unt. 05948a.d.Gietz.Auz 2-3lmin.-Wolin. fof. zu miet, gesucht Lchristl.Augeb mit. 05950a.d.Gieß.Anz. Verkäufe SlWelvuni 1 19. alt, i. gute ^>de. abzug. Zu ersr. t. d. Oiesmästöst. d. (K. A. 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Epileptiker, Idioten, Schwachsinnigen und an verschiedenen nervösen Krankheiten Leidenden 186 Millionen Mark zahlen müssen Diese Belastung und die Vergiftung des Volkes durch minderwertiges Erbgut läßt sich nur dadurch verhindern, daß man die Fortpflanzung dieser Erbmasse unmöglich macht. Einen anderen Weg gibt es nicht, es sei denn, wir könnten minderwertiges Erbgut auf biologischem Wege in hochwertiges ve. wandeln Da wir das nicht vermögen, werden wir nie die krankhafte Auswirkung bei der Fortpflanzung der krankhaften Erbanlage unterbinden können Erst aus diesen Zusammenhängen ergibt sich, wie unerbittlich notwendig und wie unerhört bedeutungsvoll für die Zukunft der Weg ist, den die deutsche Regierung mit ihrem S t e r l l i - sierungsgesetz beschritten hat ich nicht irre, im Jahre 1915. ... weg war ebenso schwierig wie interessant. Bis zu Anfang des Jahres 1926 war er nur einem verhält- nismäßig kleinen Kreis bekannt; man hätte die paar hundert Menschen zählen können, die um seine Bücher wußten. Erst das Erscheinen seiner zweiten Trilogie aus der Frühgeschichte, die den Titel „D i e Väter" trägt, riß ihn aus dem Wust der jungen deutschen Erzähler heraus. Die drei dieser Reihe an- gehörenden Romane heißen: „Gewalt über das Feuer", ,Iamvf der Gestirne und „S t r e i t m i t d e n G ö t t e r n". Durch diese Dichtungen erschloß sich Blunck einen weiten Leserkreis, der ihm von Jahr zu Jahr treu zur Seite steht. Heute ist er im Inland und auch über die deutschen Grenzen hinaus eine markante Persönlichkeit, die nicht Wirklichkeit und nicht Traum, da, wo die Gnomen und wilden Keerls wohnen, die alle so schöne Namen haben. Wird man in unserer „sachlichen" Zeit noch Märchen lesen? Noch den Sinn haben für diese naive und reine Kunstform? Vielleicht, wer weiß, werden die großen Kinder unter uns sich doch wohler bei diesem Dichter fühlen, als bei so manchen anderen .Märchen", die wir heute lesen. Möge Blunck auch weiterhin die „unbekümmerte" Freude am Bildhaften rundum, an wahrhaftigen oder gedachten Erlebnissen der Menschen jetzt und einst, am Sichaushorchen und Schauen des Unverstandenen behalten, die sein Werk so lebendig und zukunftsfroh gestaltet. •SB® tos** toi-M W *!*• dir v.d-Fabr ■Schwart ■SS •S®' AÄS ÄK 8Sch*e""in; a|. WhmeDM nÄeck< Ein Abenteurer erobertKatisornien Das Lebensschicksal von Johann August Sutter. Hans Fnednch Blunck. Von Hanns Arens. Der Dichter Hans Friedrich Blunck, Vizepräsident der deutschen Dichterakademie, ist unseren Lesern aus zahlreichen Beiträgen im Feuilleton seit langem bekannt. Hans Friedrich Blunck ist eine eigenwillige, mit der Geschichte seines Heimatvolkes engoerbun- bene Künstlernatur von ausgeprägter Originalität. Blunck ist der stärkste neu-niederdeutsche Dichter und, abseits von allem Geklüngel und aller Marktschreierei, einer der allerbesten und reifsten Künstler des nationalen Bewußtseins überhaupt. Ein Psychologe oon erstaunlichem Feingefühl, ein Stilist von reiner, höchst selbständiger Gestattungs- sähigkeit. Mit den Problemen unserer und vergangener Tage verknüpft ihn eine intuitive Beziehung, die weder gemacht noch gesucht wurde, sondern einfach aus seinem schweren nordischen Wesen entstand; aus dem chaotischen Getriebe oon einst und jetzt, aus der Wirrnis der religiösen und mensch- lichen Strömungen sucht er leidenschaftlich das Bild reifen Menschentums zu erkennen und zu gestalten. Vor allem, und dies hier zu sagen halte ich für meine Pflicht, war es Blunck, so lange er schrieb und dichtete, um Heimat und Volkstum zu tun, um die grundgewachsenen Elemente des Seins. Er ist kein „nationaler" Dichter oon heute, er war es immer, lange hovor man daran dachte, daß einmal die Zeit kommen könnte, daß der Dichter nach dem Grad seiner Liebe zum eige- n Volke bewertet werden würde. In seinem schon vor dem Kriege geschriebenen „Totentanz" sagt der Dichter einmal: „Wir haben nötig, neu geboren zu werden, womit er nicht nur fein Wesen aus eine knappe Formel brachte, sondern gleichzeitig im tiefsten erkannte, was einmal, nach langen Jahren des Kampfes, kommen mußte: die Wiedergeburt des deutschen Menschen, wie wir ihn heute langsam wieder zu sich finden sehen. Zum besseren Verständnis dieses im besten Sinne volkhaften Dichters, möchte ich einige Zeilen von ihm hier einschalten, die er selbst über sich schrieb: „Meine Voreltern sind Ditmar- scher, mehr Bauern als Seefahrer. Die Ditmarscher sind in der Geschichte, gleich den Schweizern, auch als freiheitsdurstige Kämpen bekannt, die mit Für- ften und Herren arg umsprangen — man sollte sich aber auch einmal mit der Geschichte ihrer Kunst, zumal ihres prachtvollen Kunstgewerbes, und mehr als bisher mit ihrer Volksüberlieferung beschästi- Verlag erschienen ist, zu dem die Romane: „Stelling Rotkinsohn", „Hein Hoyer" und „Verend Fock" gehören. Diese Trilogie dars in ihrer epischen Geschlossenheit als Gipfelleistung norddeutscher Dich- tung der letzten zwanzig Jahre angesehen und bewundert werden; es findet sich in der übrigen Literatur kein Werk ähnlichen Charakters von dieser Bedeutung. Von seinen früheren Werken wären die Novellen: „Feuer im Nebel", die Romane „Totentanz", „Ritt gen Morgen" und „I a n G ü n t" zu nennen. Vor allem der „Totentanz" verdient eine besondere Stellung in seinem Werk; es war das erste Buch, das ihn sichtbar als ganz Eigenen zeigte, der es nicht nötig hatte, bei ..... :cben. Das war, wenn Bluncks Entwicklungs- Der Amerikaner Goddard hat Forschungen über die Nachkommenschaft eines Mannes angestellt, den er Ka11ikok nennt. Die Ergebnisse feiner Untersuchung sprechen eine eindringliche Sprache und beleuchten die Art und die Gründe sür die Zunahme der Geisteskrankheiten heller, als «s umfangreiche gelehrte Bücher tun könnten: Kallikak nämlich hatte Nachkommenschaft von Zwei Frauen; zuerst bekam er oon einer schwachsinnigen Frau einen Sohn. Später heiratete er eine gesunde Frau, und aus dieser Ehe gingen zehn Kinder hervor. Nach fünf Generationen hatte diese Ehe eine Nachkommenschaft von 496 Menschen, die außer drei Personen völlig normal und gesund waren Aber auch diese drei waren in nur geringem Maße degeneriert und nicht etwa minderwertig. Alle Nachkommen dieser Ehe waren angesehene Leute und befanden sich in^eorbneten, auskömmlichen Lebensund Berufsverhältnissen. Es befindet sich unter biefen 496 keine einzige schwachsinnige ober gesellschaftlich entgleiste Persönlichkeit, sie erreichten im Durchschnitt hohes Lebensalter. Der einzige Geisteskranke, der sich unter ihnen befindet, ist vermutlich erblich belastet, aber nicht von Kallikak her. Ein ganz anberes Bilb erhält man von der Nachkommenschaft der ersten Frau von Kallikak; sie beträgt im ganzen 480 Menschen. Es fällt schon auf, daß hier d i e Fruchtbarkeit weit größer ist als bei den normalen Kindern Kalli- kaks. Leider entspricht dieser erhöhten Fruchtbarkeit nicht auch eine Steigerung der Menschenqualität. Die Minderwertigkeit der Erbanlagen der schwachsinnigen Mutter zeigt sich im Gegenteil in unheilvoller Weise an den Nachkommen. 36 von den 480 waren unehelich, andere 33 Prostituierte, 24 waren dem Alkohol verfallen. 3 litten an Epilepsie, 82 zeigten eine ausgesprochene Lebensschwäche und starben in* jungen Jahren 8 befaßten sich mit dem Betrieb von Bordellen. »en ich jerob oa . ;t)en N hi. Wen X? M Skbt afeseloj tDar^J'V^' daß i gen. Ich bin 1888 in Altona geboren, verbrachte die Kindheit zwischen Wasser und Hosen und hörte und suchte die tausend Geschichten meiner Landschaft. Dann wanderte ich, ein Erbteil der Eltern, schon srüh durch die Welt, schlug mich als Schüler durch Deutschland, dann als Student durch Europa und bereifte in mehreren Fahrten Mittel- und Südamerika. Aber über das alles möget ihr selbst nadp lesen, Herkunft und Leben lassen sich im Werk nicht verleugnen. Nehmt sie einmal in die Hand, die „Gewalt über das Feuer", Traum jener Urzeit, da der Mensch erwachte, den „Streit mit den Gottern", den er gewann, als Weland sich zuerst über die Wolken erhob und die drei Bände Erzählungen von der Niederelbe und Geistergeschichten, ober aber, wenn ihr ben Blick nach draußen wendet und davon hören wollt, die Romane unseres wandernden Volkes über See. Ihr findet darin von all eurer Jugend und unserer kommenden Zett" Sein Hauptwerk ist ein Dreiband aus der deutschen Geschichte, das unter dem Titel: „Das ro erbe n i) e Volk" im Albert Langen/Georg Müller Herben Unterkunftshütten gebaut. Ein Jahr später sonnte sich ein blühendes Land im Tale des Sacra- mento. Das ausgestreute Saatgut hatte fünffache Frucht getragen: wohin das Auge sah, graften fette Herden. Neu-Helvetien war erobert! Sutter gründet Faktoreien, baut Mühlen für die Erträgnisse des fruchtbaren Bodens, belebt die Flüsse mit Dampfschisfen. In wenigen Jahren macht er Kalifornien zum Obstland der Welt. Freiwillig strömen die Siedler und Arbeiter aus den Nachbarstaaten herbei. Mit den umwohnenden Jnbianer- ftämmen lebt er im besten Einvernehmen. — Endlich erinnert sich Sutter daran, weit fort in der Schweiz eine Frau und drei kleine Kinder zu- rürfgelaffen zu haben. Er schreibt ihnen, daß er noch lebt und auf dem Wege ist, der reichste Mann der Welt zu werden. Eines Tages — im Januar 1848 — kommt ein Handwerker zu Sutter ins Haus gestürzt. In der Hand hält er ein paar gelbe Krümel und ruft zitternd vor Erregung: „G o l b ! Sehen Sie nur, pures Gold!" Sutter nimmt, als bedächtiger Mann, ein Fläschchen Säure aus dem Schrank und macht die Scheideprobe. Das Ergebnis war: Gold. Sutter nimmt allen Leuten, die von dem Fund wissen, das Ehrenwort ab, zu schweigen. Dann läßt er sich die Fundstelle zeigen. So greifbar hat nirgends in der Welt das kostbare Metall auf der Erde herum- gelegen. Und diese Erde hat Sutter gepachtet, sie »st fein Eigentum! Nach acht Tagen ist das heilig beschworene Geheimnis verraten. Es war eine grau... Alle Beamten im Sutterschen Staate lassen ihre Arbeit liegen, ergreifen den Spaten und stürzen sich gierig über die kostbare Erde. Die Herden verkommen ohne Beaufsichtigung, die Früchte verfaulen auf den Halmen, das ganze kunstvoll aufgebaute Räderwerk, das Sutter in 15jähriger Arbeit errichtet hat, bleibt plötzlich stehen. Der Telegraph trägt die Nachricht in alle Länder. Ein G o l d f i e b e r geht über die Welt. Aus den entferntesten Erdteilen kommen beutegierige Abenteurer herbeigezogen. Eine brutale Horde, ein menschlicher Heuschreckenschwarm zertritt seine Aecker, schlachtet sein Vieh und stiehlt seine Habe. Fremde Menschen verkaufen einander seinen kostbaren Boden, gründen darauf eine Stadt, merzen den Namen Neu-Helvetien aus, und nennen das Land fortan Kalifornien, Eldorado, das Goldland! Als feine Frau mit den drei inzwischen erwachsenen Söhnen eintraf, wurde sie von einem Bettler empfangen. Sutter war buchstäblich über Nacht bettelarm geworden. Wenige Tage später starb seine Frau an Den Folgen der Entbehrungen, denen sie während der Reise durch den Kontinent ausgesetzt war. Zwei Jahre später. Der Goldrausch ist abgeebbt. Die abenteuernden Burschen sind seßhafte Siedler geworden, die dem Boden durch ehrliche Arbeit feinen unerschöpflichen Reichtum an Korn und Früchten abringen. 1850 wird Kalifornien in die Vereinigten Staaten von Amerika ausgenommen, ein Stern mehr im Sternenbanner. — Auf diesen Augenblick hat Sutter gewartet. Er verklagt die 1722 Farmer, die sich auf seinem, Sutters, Boden niedergelassen hatten, auf sofortige Räumung. Den Staat Kalifornien verklagt er auf 25 Millionen Dollar Schadenersatz. Um im kommenden Riesenprozeß gegen alle Ueberraschungen sicher zu fein, läßt er seinen ältesten Sohn in Washington die Rechte studieren. Vier Jahre lang geht das Gerichtsverfahren, das in feinen Ausmaßen wohl einzig in der Welt dasteht, durch sämtliche Instanzen. Am 15. März 1855 fällt bas oberste Gericht endlich das Urteil: Sutter hat den Prozeß gewonnen! Er ist einer der reichsten Männer, wenn nicht der reichste Mann der Welt. Aber Sutter sollte nicht in den Genuß feines Reichtums gelangen. Die durch den gigantischen Zeitschriften. — „Die Kunst" (Verlag F. Bruckmann AG. in München) eröffnet mii dem prächtigen Oktoberheft ihren neuen (35.) Jahrgang. Im Vordergrund des Interesses steht die Frage: „Was ist deutsche Kunst?" Bruno E. Werner schreibt über diese deutsche Kunst, die mehr wie je Sache der seelischen Gemeinschaft des ganzen Volkes Jein soll. Der deutsche Maler Edmund Steppes sagt: „Kunst ist notwendig — wir Menschen können mit diesem Leben nicht fertig werden, wenn es nicht Dinge gäbe, vermittels derer wir uns über die Schwere des Lebens erheben könnten, Dinge, die in uns Gefühle bestätigten, die weit über Den Alltag hin- ausroeifen und uns frei und glücklich machen". In zahlreichen vorzüglichen Wiedergaben folgt dann, begleitet von eigenen Worten des Künstlers, eine umfassende Einführung in das künstlerische Schaffen Edmund Steppes’. Fritz Erler zeigt in seinen Wandmalereien in der Auferstehungskirche in München Beispiele neuer deutscher Kirchenmalerei in einer Kunstauffassung, wie sie dem natürlichen Empfinden des deutschen Menschen entspricht. Der Bildhauer Arno Breker, der den Lesern Der „Kunst" schon früher vorgestellt wurde, ist mit Abbildungen seiner von kräftiger Plastik erfüllten Werke vertreten. Dem Baulustigen werden in Außen- und Innenansichten, Skizzen und Plänen neue, dem Baugelände mustergültig angepaßte Eigenheime vor- geführt; Wohnungseinrichtungen, künstlerisches Hausgerät, schwäbisches Kunstgewerbe und praktische Anregungen für die Bepflanzung von Dachgärten ufw. bietet uns der der Wohnungskunst vorbehaltene Teil des Heftes. Den Beschluß bilden Anregungen für die reizvolle Verwendung künstlerisch ornamentierten deutschen Kretonnes und Lederarbeiten deutscher Werkstätten. viel dazu beitragen wird, deutsches Wesen zu verkünden. Wer die Freude hatte, Blunck sehr früh persönlich kennenzulernen, der bewundert an ihm seine männliche Haltung durch all die Jahre. Es war für Blunck nicht leicht, sich durchzusetzen, weil er gradlinig seinen Weg verfolgt Aber immer wieder ßeigt es sich in der Geschichte der Literatur, daß Der, Der sich selber treu bleibt, auch allmählich eine treue Anhängerschaft unter den Lesern sich erwirbt. Blunck hat nie Zugeständnisse an seine Zeit gemacht, nie einer Konjunktur die Hand gereicht. Nun nach Jahren harten Schaffens trägt er guten Lohn davon; heute wird ei von jenen gelesen, die um den tieferen Sinn von Dichtung und Dichter wissen. Neben einigen Gedicht- und Balladenbänden und Romanen aus der Gegenwart erschienen im Abstand oon einigen Jahren feine Geistergeschichten und Märchen unter Dem Gesamttitel „M ärchen von Der NieDerelbe". Die sich rasch einer Beliebtheit erfreuten. Erst vor kurzem ist Der Dritte BanD Dieser Märchen unter Dem Titel „D e r Sprung über Die Schwelle" im Eugen DieDerichs Verlag in Jena erschienen. BluncksStärke liegt vor allem im Atmosphärischen, in Der Stimmung, Die ganz unD gar märchenhaft ist. Sie liegt Dem Dichter im Blut; als geborener Nieberbeutscher ist er ausgewachsen mit Spuk- unb Gruselgeschichten; sein Vater hat ihm in früher KinDhett viele Dieser Märchen erzählt, Die nun roieDer aus Der Erinnerung aufsteigen unD ganz von selbst zur 23er- Dichtung, zur Wiebererzähiung Drängen. Das schöpferische Element hat seinen Ursprung wohl im Religiösen; nur aus seiner tiefen VerbunDenheit zum Volk seiner Heimat unD Herkunft, aus Dem Glauben an Die Kraft Des Volkstums konnte Blunck Diese Fabeln unD ßegenDen, Diese Märchen schreiben, Die in einzelnen Stücken Den besten Grimmschen anguglieDern sinD. „Es ist ja alles immer unD überall voll von rätselhaftem Erleben, Die wechseln- Den Farben Des Lichts, Des Lärms, Nacht unD Tag mit ihrem aus LeiD, Schönheit unD Kraft verketten- Den StunDenlauf. Eine Lust ist cs, Geist unD Stoff überall im Rausch ihrer VerbinDung zu sehen, allen Gesichtern nachzubenken unD nachzuempfinDen, Der unenDlichen WanDerung Gottes über Die ErDe zu olgen." Diese Worte Des Dichters erklären restlos einen Hang zum Märchen, zu seinen Lieblingsge- talten aus Der Unterwelt, zu Den HolDen unD Un- holDen, zu Den Klabautern unD Rullerpuckern. Blunck springt in allen feinen Märchen (unD manchmal auch in seinen Romanen) „übet Die Schwelle", d. t). er haust mit seinen Gesellen im Zwischenreich, “ "einst es M i- 6 ! 'Qber an K . !“?> 'hre MW getraut u ~ Ein Dreißigjähriger junger Mann aus Basel roirD wegen betrügerischen Bankrotts, Diebstahls, Wechsel- älschung und anDerer Vergehen gegen Das Straf- sesetz von Den Schweizer BehörDen verfolgt, läßt eine Frau mit Drei unmünDigen KinDern im Stich, erschwinDelt sich in Paris ein paar hunDert Franken, geht, als :hm hier Der BoDen zu heiß roirD, nach Le Havre unD schisst sich Dort mit anDeren Abenteuerlustigen nach Neuyork ein, um im neuen LanDe ein neues Leben zu beginnen. Bor HunDert Jahren lanDete Johann August Sutter in Neuyork. Er roirD abwechselnD Packer, Spezereihänbler, ZahnDoktor, Drogist, Gastwirt. Schließlich hat Sutter Das StaDtleben satt unD fiebelt sich in Missouri an. Als ehrsamer Farmer schasst er sich ein kleines Eigentum unD Denkt bereits Daran, Frau unD Kmber nachkommen zu lassen. An Sutters LanDhaus ziehen Abenteurer aller Herren ßänDer vorbei. Das magische Wort lautet: „N a ch Westen I" Im Westen sinD Steppen mit ungeheuren BüsselherDen, märchenhafte ßänDer, von Denen man nichts anDeres weiß, als Daß sie unermeßliche Reichtümer bergen. Sutter hat auf einmal keine Freube mehr an feiner länDlichen Zurückgezogenheit. Kurz entschlossen verkauft er sein Besitztum unb rüstet eine Expebitivn aus, bunt zusammengewürfelt aus Männern unb Frauen. 1838 sticht Johann August Sutter vom Fort Jnbepen- oance in ben unbekannten Westen.--Mit zwei Solbaten, fünf Missionaren, brei Frauen schlägt er sich, eine Herbe von Büffeln mit sich führenb, unter tausenb Mühsalen brei Monate lang burch Steppen unb Berge, bem Pazifik entgegen, aber er kommt in Vancouver allein an: bie beiben Solbaten liehen ihn auf bem Marsch ins Ungewisse im Stich, bie Missionare fanben unterwegs sichere Tätigkeit, unb bie brei Frauen mußten bie Entbehrungen mit ihrem ßeben büßen. Sutter ist noch nicht am Ziel seiner abenteuerlichen Wünsche. Er will weiter, nach Kalifornien, nach bem ßanb, wo Milch unb Honig fließt. In einem kleinen Boot, bas er für ein paar Dollar ersteht, segelt er ben Sanbwich-Jnseln zu, lanbet jeboch nach einer gefährlichen Seefahrt in einem Dorf, bas seine Bewohner zu Ehren bes Heiligen Franziskus „San Franziskus" nennen. Sutter reitet herunter in bas Tal bes Sacra- mento. Vom ersten Augenblick an weiß er, baß bieses ßanb, unbearbeitet, ungepflügt, unbeherrscht, wie es vor ihm liegt, eines Königs roürbig wäre. Am nächsten Tag reitet er weiter nach Monte Rey, ber Hauptstabt bes Rebellen- unb Abenteurerstacttes Kalifornien. Nach kurzer Verhanblung schließt er hier mit bem Gouverneur einen Vertrag ab, ber ihm bie Einwilligung zur Grünbung eines Staates, Neu-Helvetien gibt. Durch bieses Gefchäft war Sutter für bie Dauer von zehn Jahren unumschränkter Herrscher in einem ßanbe, bas größer war als Deutschlanb. Das geschah 1838. Sutter hatte auf seiner abenteuerlichen Seefahrt bie Bekanntschaft bes Kanaken-Vvlkes gemacht. Er hatte festgestellt, baß bie Insulaner mit ihrem un- ermüblichen Fleiß unb ihrer stählernen Arbeitskraft seinen Plänen ausgezeichnet stustatten kommen müßten. Nachbem er 150 von ihnen mit seinem Boot an bie Küste gebracht hatte, schloß er sie zu einer Karawane zusammen, stellte sich mit einigen schnell angeheuerten Europäern an bie Spitze unb stog bie Ufer bes Sacramcnto hinauf. Das war oie Armee, bie Neu-Helvetien erobern sollte! In einer sonnigen Mulbe machte bieses Heer halt. Der Kamps um bas neue ßanb begann mit ber Entfachung eines gewaltigen Feuers, bas heulenb unb fnifternb burch bie Wölber unb Steppen raste. In wenigen Tagen war bas ßanb in unermeßlichen Flächen schwarzen rauchenben Bobens verwanbelt. Jetzt konnte bie Arbeit beginnen. Wasserlöcher würben gebohrt, Zäune gezogen, für bie mitgeführten Prozeß bedrohte Einwohnerschaft von Äafifomien empört sich gegen Sutter, gegen den Richter Thompson, der das aufrichtige Urteil gefällt hat, steckt den Justizpalast in Brand, tötet die Söhne Sutters, brennt seine Farmen nieder, raubt sein Geld, verwandelt seinen ganzen Besitz m eine Wüstenei. Sutter entgeht nur mit Mühe der aufgebrachten Dolksmenge, wird ein Bettler um sein Recht, denn er muß sich,das Recht auf den Besitz seines Landes von neuem erzwingen. Er irrt in Washington umher, spricht täglich im Iustizpalast vor, um seine Millionen, sein Land, sein Neu-Helvetien zurückzufordern. Es finden sich Leute, die den alten Mann im schmutzigen lieber- rock zu neuen Prozessen anspornen, ihm Geld leihen, in der Hoffnung, das Geld einmal tausendfach wieder zu bekommen. Sutter verficht feine Ansprüche mit beispielloser Standhaftigkeit, obwohl seine Erbitterung von Tag ^u Tag wachst. Ueberall wird er abgewielen. So aet)t es 20 Jahre lang, von 1860 bis 1880. Inzwischen wachst aus seinem Grund die Riesenstadt San Franzisko, das Neuyork am Stillen Ozean. Schließlich holt der Greis zu einem letzten Schlage aus: Er wendet sich an den Kongreß, die oberste Volksvertretung. Man lacht ihn aus. Millionen Menschen leben auf feinem Grund und Boden; keiner denkt daran, dem alten wartenden Mann em Heim zu geben, m dem er setnen Lebens- abend verbringen könnte nach seinem funfzigjahn- acn Tagwerk bitterster Arbeit. Cm Dokument m btt Tasche, das ihm ein Besitztum verbrieft, irrt er armseliger, gehetzter, gebemutigter als Öerarmfte Straßenbettler von Washington durch die Straßen. Unerbittlich findet er sich täglich vor dem Kongreß- palask ein, setzt sich auf die Stufen der marmornen Terrassen und zeigt jedem das Urteil, das ihn zum reichsten Mann der Welt macht... Auf den marmornen Stufen des Kongresses traf ihn am 16. Juli 1880 der H e rz s ch l a g. Er wurde auf öffentliche Kosten begraben. Ein Bettler. Der reich st e Bettler der Welt. Mit einem gültigen Rechtstitel, der ihm ein unermeßliches Vermögen sicherte, ein Land, größer als Deutschland, eine Stadt mit Wolkenkratzern, einem fabelhaften Reichtum an Obst und Früchten, doch ohne Nachkommenschaft, die fein Recht weiter verfechten konnte. So ist diese Riesenerbschaft bisher noch nicht angefordert worden. Die Streitschrift Johann August Sutters liegt friedlich in den Archiven, ein lächerliches Nichts... Wirtschaft. • 4'/,proz. Rumänische Rente von 1913. Die ständige Kommission zur Wahrung der 3ntentien deutscher Besitzer ausländischer Wertpapiere, Berlin, teilt mit: Die rumänische 'Regierung, mit Der es bisher zu Verhandlungen über die Bedienung Der äußeren rumänischen Anleihen nicht gekommen ist, bietet für die in der zweiten Hälfte des Budgetjahres 1933/34, d. h. bis 31. 3. 34, fälligen Soupons 20 v. H. in freien Devisen und 80 v. 5)- in Schatzbonds, die auf Lei lauten, ab 1. 4. 34 zu 4 v. H. verzinslich und im Budgetjahr 1936/37 rückzahlbar sind. Sie hat demgemäß den deutschen Zahl- stellen für die am 1. 10. fälligen Koupons der 4,5 pro,3. Rente von 1913 20 o. H. in Reichsmark zur Verfügung gestellt. Diese Rente ist nach dem Abkommen vorn 10. 11. 28 zur Zeit mit 36 v. H. des alten Zinssatzes von 4,5 v. H. zu verzinsen, d. h. der Halbjahrskoupon ist nach diesem Abkommen mit 0,81 o. H. (statt normal mit 2,25 v. H.) einzulösen. Die jetzt von der rumänischen Regierung angebotenen 20 o. H. bedeuten also nur eine Einlösung von 0,16 v. H. Die Annahme dieses Angebots Der rumänischen Regierung kann Den deutschen Besitzern nicht empfohlen werden. Gegen die Nichterfüllung des Abkommens vom 10. 11. 28 wurde protestiert. Frankfurter Börse. THittagsbörfe: fest. Frankfurt a. M„ 12. Okt. Die Mittagsbörse eröffnete in fester Tendenz, wobei der Aktienmarkt mehr in Den Vordergrund rückte, aber auch der Rentenmarkt in sich seine feste Haltung behielt. Von der Kundschaft waren in Nachwirkung der letzten günstigen Wirtschaftsberichte zahlreiche Kauforders eingetroffen, denen sich die Kulisse mit URcinungsMufen anschloß, zumal die Genfer Verhandlungen zuversichtlicher beurteilt werden. Bei lebhaftem Geschäft ergaben sich durchschnittliche Kurssteigerungen von 1 bis 2 o. H. Darüber hinaus lagen besonders am Elektromarkt Tarifwerte sehr fest. So gewannen Licht & Kraft 4 o. H., Bekula 2,75 v. H., Elekir. Lieferungsgefellfchaft erschienen mit Plus-Zeichen und wurden etwa 5 o. H. hoher tariert, außerdem gewannen Rhein. Elektro 3 o. H., Lckhmeyer 4 v. H und Accumulatoren 3,75 v H. sowie Schuckcrt 2,50 v. H., Siemens lagen ruhig un'o nur + 0,50 v. H. Montanwerte, für Die bereits gestern abend auf die Ziffern des Stahlvereins - Quartalsausroeifes merkliche Erhöhungen eingetreten waren, blieben ebenfalls fest und zogen meist von 1 bis 2 v. H. an, nur Harpener setzten 0,50 v H. niedriger ein. Im übrigen eröffneten über das Durchschnittsmaß Zellftoss Waldhof (+2,75 v. H.), Bemberg (+ 1,75 v. H.), Reichsbank (+ 1,50 v. H), AG. für Verkehr (+ 1,75 v. H.) und Bank für Brauindustrie (+ 2,50 v. H.). Bemerkenswert erholt waren Schiffahrtswerte, Hapag + 0,75 o. Sy, Nordd. Lloyd + 1,25 o. H. IG. Farben lagen ruhig, jedoch 0,40 d. Sy höher (118). Am Rentenmarkt eröffneten die Großwerte zunächst nur knapp gehalten, doch trat wieder Nachfrage auf. Altbesitz 78,75 bis 79, späte Reichsschuldbuchforderungen 87,40 bis 87.75, dagegen Neubesitz 11,65 bis 11,55 und 6 v. H. Staliloerein 63.65 (—1,25 v. H.) An den festverzinslichen Märkten war bas Geschäft klein geworden und Die Kurs- gcftaltuug meist etwas schwächer, doch hielten sich Die Rückgänge meist im Ausmaße von 0,25 bis 0,75 v. H Teilweise traten weitere Erhöhungen von 0 50 ble 1,50 o. Sy ein. Bon Stabtanfcihen Innen Mainzer 1,25 v. Sy niedriger. Bon Industrie-Obligationen verloren Farben-Bonds 1,25 v. H. Am Auslandsrentenmarkt lagen schweizerische Bundesbahn-Anleihen bis zu 3 d. Sy schwächer. Im Verlaufe war die Kursgestaltung u n - einheitlich, wobei anfangs stärker gestiegene Werte etwas nachgaben, besonders gedrückt waren IG. Farben (—1,25 v. H ), im übrigen betrugen die Veränderungen nach beiden Seiten von 0,25 bis 0,75 v Sy Lechwerke Augsburg lagen fest und 4 v. H. höher. Am Kassamarkt blieben Hypotheken- bankaktien gesucht und fester. Bon den variablen Renten blieben späte Reichsschuldbuchsorderungen mit 87,75 v. Sy unverändert, dagegen büßten Alt- besttz auf Realisationen 1 v. H. und Neudesih 15 Pfennig ein. — lagesgelb war zu 3,25 v. H. unverändert. Abendbörse: ziemlich still. Die Abendbörse eröffnete nach dem bewegten Mittagsverkehr wieder in ziemlich stiller Haltung, Da neue nennenswerte Kundenorders nicht eingetroffen waren. Die Stimmung als solche war nicht unfreundlich, die Umsätze bewegten sich aber auch in Spezialwerten in engsten Grenzen. Gegenüber dem Berliner Schluß war die Knrsgestaltung uneinheitlich, wobei aber meist kleine Besserungen von zirka 0,25 bis 0,50 v. H. überwogen, besonders bei Den Montanaktien. Niedriger lagen IG.-Farben, die auf kleines Angebot 0,65 v. H. verloren. Im Verlaufe erfuhr das Geschäft teilweise eine leichte Belebung, doch wies Die Knrsgestaltuna auch weiter- hin keine Einheitlichkeit auf. Fest lagen Reichs- banfanteile, die 1,50 v. Sy gewannen. Am Rentenmarkt war das Geschäft ebenfalls nur klein. Späte Reichsschuldbuchforderunzen lagen mit 87,65 bis 87,75 und Neubesitz mit 11.45 v. Sy behauptet. Altbesitzanleihe konnten sich gegenüber dem schwachen Berliner Schlußkurs um 0,90 v. H. erhöhen. Dollarbonds waren im freien M§rkt weiter gesucht. An den Pfandbriefmärkten war ebenfalls nur kleines Geschäft zu verzeichnen, doch zeigten die Kurse nur unwesentliche Veränderungen. U. a. notierten: Neubesitzanleihe 11,45 bis 11,50, Altbesitzanleihe 77,90, öprozentige Reichsanleihe von 1927 89, Schutzgebietsanleihe alle 7,85, 6prozentige Frankfurter Hyp.-Bank Gold R 1 bis 15 88, 5'/-- prozentige do. Liquidation 88.25, 6prozentige Hessen von 1928 85, Bank für Brauindustrie 81,25, Reichs- bank 145 bis 146, Buderus 66,50 bis 66,75, Gelsenkirchen 48,50, Harpener 82,25, Mannesmann 52.75, Phönix 33,50 bis 33,65, Rheinstahl 74,50, Stahlverein 33, Ahl 29,90, Bekula 119,75, Daimler 27, Licht und Kraft 91,50, IG -Farben 116,13 bis 116,50, Lahmeyer 117, Zellstoff Waldhof 32,90, Hapag 11, Lloyd 12,13. Wetterauer Obstmarkt in Butzbach. Butzbach, 12. Okt. Der heutige Markt war gut beschickt. Nachfrage geringer als Angebot. Es wurden bezahlt pro Zentner für Tafelobst: Aepfel 10 bis 17, Birnen 5 bis 7, Zwetschen 9 Mark; Wirt- schaftsobst: Aepfel 5 bis 11, Birnen 3 bis 7 Mark. Tendenz: mäßig. i3*rnn.,urter tv < Hfri ■ ‘ furt P»iu6f ttbrnN bflrk lu> für# (SMufil Dlittaa» Oatu-n 11.1). 12.10. 11.10. 12.10 t% Ttudö« Wddmnlell)» 1. I9S7 89 89 89.25 89.25 6". fbtm 7% Ti 9trid)fanl.p. 1939 99.9 99.5 99.9 99.25 Doung-.l ilelD# pon 1980 . Stutfihc flnL.flbl0l.-«d)ulb mli 17.13 86.9 87 87 Vlutlvl -tNedHcn 78.9 77,9 79.65 77.9 L««g> 06nf fllulkj .Rrdjtf...... <% etxm.8% He!'. »olhftaat 1929 11.6s 11,5 *87 11.75 11,45 (tulioÄib 109%) 87,75 88 87,5 6"„ (»eil. l'anti-.tiint Tarmftabt »»CIS "< 12 87.28 87 87 IH".. Odl Uant-H^fropotbetfn. oan! TünnttuM Dlaui 88 88,25 _ C9trbrllrn Ttoeliy-Hnltlht mit flu«lol..9tr I5rrrr<6nuna9hir4 87,13 17,13 87.13 1 17,13 4% C#ntnrt« »olbrrn:« 14.25 14 - | — 430% Ctftrnriditl.tx eLStrnntr 0.65 0.70 0.70 0.70 4% UnQJnjdW ÜklMfntf 4% Ut>flrtrillw 6iaat4rrnir 9.1910 SS’S» be#al. een — 4 4.25 4.25 4.3 4.3 4 4 4.6 3.95 4.13 4.25 — 6% aBflfll. Goldtnetttan« vor» 99 6.25 6.5 6.25 1 k 75 4\ tilrtilAf ZoNanIeidc oon 1911 4% lürhkDf 5.2 5,3 5.25 54 6#dr1 ................. 5,05 l 5.05 6,1 5.2 IranWur» a. Ul fltrhn C?d)luB- kur« crdnugi Abend« Echiuh- tur» ted)iuäf Mi'tag- bSr'e Datum 11 10. 121b- 11.10. 12.10. 4% 6e4fli. Lenc II 5,1 5.15 5.2 5.25 5°„ fRumJn. ocrrlnb Rente v. 1903 2.8 — 2.9 4l'.o;9tumdn.ui1rrtnl).tNrntfD 1913 4,2 4 — 4,25 4% Sumantld'f vercind- Rente 2.4 2.4 2,4 2,4 tV*% ilnaloller 25 24.75 25 famPurg.v1mcnfa»*Baltt 0 10,25 11 10 11,25 bamdurg-Lüdam. tamvHd)lff 0 20.75 22 (»unfa.Tanipffdnfl ..... 0 — 18,25 «otbtwutldirt Lloyd ....... 0 10.5 12,13 10.5 11,9 N.G lut Rekkedttwcfen Mt. 0 40 42.25 40 40.75 Vrrllner dandeiegelelllcktalt 4 83.5 83.25 83 83 Commtrp und Bnoat'vanl . TfutfAf itian! und $Utonti> 0 41.25 40.75 41,5 40,75 •tleUfdiaft............... 0 42.5 42.5 42.5 42.5 Dresdner iflanf.............. 0 M.75 34.5 <4,75 34.5 Reichs dank ............... 18 144 146 143.4 144,5 «.8®.................... 0 18.25 i 18.65 18 17,9 Beknla .................. 0 1I8 119.75 118 119.25 81«tn. CUftrun(;4flrlfni4aft ... 6 69.25 — 71 75,5 eicht uns jhdlt 4 89 91,5 90.5 irtittn 6 Ututlleaum»....... 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Wien ...... 5.734 48.05 5.746 48.15 5.734 48.05 5.746 48.15 Prag ...... 12.44 12,46 12.43 12,45 BukaorS ... —• * • — Sofia ...... 3.047 3.053 3,043^ 3.053 Holland .... 169.23 169,57 169.18 169.52 65,33 65.47 65.23 65.37 ttcrenbcflai. 58.09 58.21 57.99 98.11 ettxfbolm 67.08 67.22 66.98 67.12 Landon . . 13.00 13,04 12.98 1-02 Lueno« etirt 0.963 0.967 0.963 0.967 .'Zeuocd .... 2,787 2.793 2.782 2.788 Brüllet..... 58.45 58 57 58.41 58.53 31^»«..... 22.03 22.07 22.04 22.08 13 art« ...... 16.42 16.46 16.42 16.46 Lchwei, .... 81.24 81.40 81,20 81.36 rpantrn .... 35.06 35.14 35.06 35. 4 IanV9..... 81.69 81.85 81.69 81.85 3awm ..... 9Mc * 3 an. . 0.769 0.771 0.767 0.769 0.227 0.229 0,227 0.229 Zuacllawtc». Lüiabo» .... 5.295 5.305 5.295 5.305 12.69 12,71 12,69 12,71 Banknoten. Berlin. 12.ONober «elf Hm.erÜanftche iRottn ..... D35 2.755 Belglfche Roten ...... ....... 58.25 58.49 ranilch« Koten ....... 57.73 57.97 LngUlch« Noten ......... ...... 12.94 13.00 iZran»Sltfche Noten....... 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