1^enhi'Le'n' 6s i • öQUle n‘f Un^5 ;n ° ®» QUernÄenbi9fe\ben KW M «ufs ,Lb[t H ' We ein ff* «'tun. 4 bes .!,ül’r bis ? ”m flänbiiA anbels "r. ?"eil5 »orber, l. 01n*e«. n «erben tön-i T MüahX'A®1««- der San. Getreide. X bil^NUfo[9en eber HaadinWgesebt e ZU besuchen en ~ »ifflf ^afra&a' e Ofefe ^°2abren^eaXii‘ r iL^ $lanc M I butj) daSgam ■b Don ^chs-Aukvbcchi^ '^g, den U.guli. Belagerung Wiens durch M. der österreichische Ma. -Baumgarten bei Dien ge, '' 7 1?4: an der Karre- 16 deutsche Flagge gehihf ,cwU* -iJoUtoeg wird sein Jach- 'endbörse behaupte!. 12. Juli. Die Abendbörse w> ennenswerler Kunbenorders ßef^ä/t, gumat auch sonstige >ch war die Stimmung auf ugnweau behauptet. Segen« dürfen traten hier und 6a in, etwas mchr fidbjmm. t sanden ttone Umsätze in svrderungen ju unoetänberl verembonds konnten sich aus rhöhen, und auch Coidpsand- höher genannt. Deutsche An- j. Don Auslandsrenten waren en weiter feft; u.a. notierten Altbesiganleihe 75,75, Schutz- <19116,85, do. von 1913/1914 n 54,25 bis 54,4-v. tz.-Schwet- 35=0.1). do. 116,5, DD=8ant iberus Eisen 73, Kali Mrs. fe 50, Rheinstahl 91,50 MS. .54,25, B arben 131, W , 153 Mffoff Watdhol itarft in Nidva. --s «7F'KL lmlo6922L-srS3r __ rlio 3rit' W*6 58,38 St,* 13,89 16,88 169, ’ 22,16 69,86 46,95 12,54 3,047 169,53 70.0 62-2 71,93 13,93 0,92 2,987 58,54 22,28 16,42 81,32 35, 81, 0,869 0,^ 5,195 12,67 72« Bl,}? 35,12 6.186 47,05 12,56 3,053 'S 62,36 72,07 13.97 0,932 2,993 §32 SÄ 35,19 81,88 0,8 0,fl 5,205 12,69 47,05 12,56 3,053 169,77 70,17 62,36 72,02 13,97 0,932 2,953 58,71 22,3* 16,47 ’1,J3 35,19 81,96 ,876 0.S1 5,205 12,69 Nr. 161 Erstes Blatt 183. Jahrgang Donnerstag, 13.M193Z Ör|d)etnt täglich, autz« »onntags und Feiertags Betlagen: Die Illustriert, (Siebener Familienblätter HrimatimBilb DieScholl, Monat,.Bezugspreis: Mit 4 'Beilagen NM 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr . -25 Huch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251. Hnschrift für Drahtnach» richten Anzeiger Stehen. Postscheckkonto: jrankfurt am Main 11686. Siebener 2litjeiget General-Anzeiger für Oberhessen Drud und Verlag: vrühl'sche Unwerstlätr-Vuch- und Steinöniderei H. Lange in Stehen. Zchristlettung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20°mehr. Chefredakteur Dr. Fnedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Trust Blumschein undfür denAn- zeigenteil i.B.THKümmel sämtlich in Gießen. Nationaler Rückschlag in Finnland. Roter Wablerfolg. — Warum wurde Lappo geschlagen? — Oie Parole der Kommunisten. Helsingfors, 12. Juli 1933. Finnland hat gewählt. — Und das Ergebnis ucirb nicht nur für dieses geruhsame Land, dessen innenpolitisches Leben in der letzten Zeit verglichen mit anderen Staaten in ruhigen Bahnen verlief, sondern auch für Europa eine Sensation sein Nach bum letzten Lappoaufmarsch am 16 Mai {U'aubte man fest an einen Sieg, mindestens an einen durchschlagenden Erfolg dieser nationalen finnischen Bewegung, dessen Führer K o s o l a erklärte, mit der „versumpften Demokratie der Schweden" ebenso wie mit der Parlamentsherrschaft d ir Sozialdemokraten nach den Wahlen ein Ende p machen. Das Ergebnis ist aber für ihn nicht er* irmtigenb. Da die Stimmzettel in Finnland nicht an Ort und Stelle gezählt, sondern teilweise erst s^hr weit weg an bestimmte Sammelplätze geschickt Derben müssen, liegt bas amtliche Zählresultat der a in 3. Juli ftattgefunbenen Wahlen noch nicht vor. Ein vorläufiges Ergebnis läßt aber erkennen, baß bas Unerwartete, bas schier Unmög- li,lhe Ereignis geworben ist: Die Sozialbemo- t raten haben einen klaren Erfolg errungen unb ihre Manbatszahl von bisher 66 auf 88 Sitze (von insgesamt 200 im Reichstag) vermehren können, währenb bie finnlänbische Tlationalpartei, bie ein Wahlbünbnis mit dem im Reichstag nicht felbftänbig vertretenen 8appo abgeschlossen hatte, von 42 auf 32 Sitze a b f i e l. Zwar hat auch bie mit ben Sozial- b .motraten sympathisierenbe Agrarpartei 5 JLHanbate verloren, jeboch ist bas Gesamtergebnis eine klare, wenn auch unerwartete Stärkung der Linken. Wie war dieser Rückschlag möglich? Wollte Sappo nicht durch dieses Wahlergebnis die ge° gmtoärtige Regierung zum Rücktritt zwingen und ein nationales Crneuerungspro° gtainm zur Durchführung bringen? Haben die Lappo-Leute ihre Macht im Lande und ihre An- höngerschaft überschätzt? — Die Geschichte der Lappo-Bewegung ist eine Geschichte der Fehlschläge, der verpaßten Gelegenheiten und der falschen Taktik trotz der lauteren Absicht und des nationalen Wollens ihrer Führung. Roch heute spukt in manchen Lappo-Köpsen der Geist ienes Rläntsälä-älnternehmens im Oktober vergangenen Jahres, wo ein Teil der damaligen Führer unter dem Einfluß einer radikalen „Propaganda der Tat" zum Verlassen des gewaltlosen Weges veranlaßt wurde, und einen neuen „M arsch auf Helsingfors" antrat, der in seinem Keim vereitelt werden konnte. Der Erfolg des ersten, eigentlichen Marsches auf Helsingfors, der auch den letzten Reichstagswahlen im Oktober 1930 durchgeführt wurde und der schließlich zum Verdat der kommunistischen Partei führte, war einigen Führern zu Kopf gestiegen. Sie glaubten, nunmehr alles und jedes von der Staatsführung durchsetzen zu können, wenn sie e inen neuen „Marsch" ankündigten. Mäntsälä war aber ein ungeheurer Mißerfolg, nur durch das Eingreifen des „finnländischen Hinden- durg", des greifen Staatspräsidenten Svinhuf - v»u o, konnte die Spaltung des Landes in zwei iLindliche Lager, konnte unermeßliches nationales älnglück verhindert werden. Sic Folge war ein Verbot Lappos. Aber dieses Verbot hatte die führenden Mäm- irer zur Einsicht gebracht. Die „Vaterländische Volksbewegung", die aus dem Lappe hervorgegangen ist, hat das alte Programm neu a.uf gebaut und seitdem wertvollste vaterländische Arbeit geleistet. Immer weitere Kreise der Lauern und Arbeiter blickten hoffnungsvoll auf die Bewegung, deren Verdienste um das Land unbestreitbar sind. Aus der Hrtiefe des Volkes waren hier gesunde und starke Kräfte an die Oberfläche gedrungen, die mit äußerster Willensanstrengung den zersetzenden Kräften des Bolschewismus und des parlamentarischen Demokrakismus entgegentreten wollten. Diese Bauern aus dem weiten finnischen Hinterland wollten für eine politische und sittliche Erneuerung Gut und Blut einsehen. Das politische Zerrgesicht der in Finnland noch immer herrschenden Demokratie wurde von ihnen scharf bekämpft. Auch die Ideenwelt 5er deutschen nationalen Revolution ist auf die Bewegung nicht ohne Einfluß geblieben. Als obersten Grundsatz hatte der Führer K o r s o l a seiner Organisation das Führerprinzip gegeben, von der These „Kamps dem Marxis- ir.ua“ ist man mehr und mehr zur praktischen Bekämpfung der Macht der marxistischen Gewerk- schäften übergegangen und der nationale Umbruch in Deutschland hat im Wahlkampf Veranlassung zur Aufnahme des. Programmpunktes, ..Auflösung der sozialistischen Partei", gegeben. Lappo-Geist herrschte in der Beamtenschaft, im Steer und in der Schuhwehr, man sah das Fanal einer geschichtlichen nationalen Revolution «ach in Finnland aufleuchten. Die Ursachen dieses Rückschlags lassen sich leicht erklären, wenn auch nicht diese Erklärung ausschlag- gcbend ist, sondern die Beantwortung der Frage, was nun werden soll. Der rote Wahlerfolg wurde möglich, weil bie Kommunisten, von politischen Agitatoren, bie in Moskauer Schulen ausgebilbet würben, bestens unterstützt, bie Parole ousgegeben hatten „W ählt sozialistisch . Da die Kommunistische Partei aufgelöst war, strömten ihre Wählermassen den Sozialbemokraten zu. Diese tonnten ihre Sitzzahl um rund ein Drittel ihres bisherigen Bestanbes vermehren. Ferner hatten sich bie Sozialisten aber im Wahlkampf, um nicht zur Verschärfung beizutragen unb nicht bie gemäßigten linksbürgerlichen Elemente abzuschrecken, s i ch äußer st zahm unb harmlos gegeben. Sie wollten ihre wahren Absichten nicht verraten unb es ist ihnen in ber Tat gelungen, bie Lauen zu täuschen. Unter ber Oberfläche haben sie aber eine um s o regere Wühlarbeit gegen bie ßappo« beroegung entfaltet, währenb bie Lappo-Führer, fußenb auf ihren großen Einfluß im Heer unb bei ben Bauern, sich in Sicherheit wiegten. Auch die liberalistisch eingestellten höheren Gesellschaftsschich- ten, bie finnische unb bie schwedischeJn- t e 11 i g e n 3 im ßanb, haben teils aus weltanschaulichen, teils aus völkischen Gründen gegen das extreme unb betont finnische Programm ber ßappo» ßeute angekämpft, währenb diese bei dem Versuch, bie Bewegung Partei werben zu lassen, ohne bie nötige parlamentarische Routine zu besitzen, nur geringe Wahlkampf-Aktivität entfalteten. Das Vertrauen auf bie Zugkraft ber Idee, das Selbstvertrauen war zu groß — unb biefer Fehlschlag ist bie $ 2^as tut ßappo? Wieber kursieren roilbe Gerüchte über neue (Bemaltplane der ßappo-Führer, bie Regierung zum Rücktritt zu zwingen unb bie Annahme ihres Programms burchzusetzen. W e n i • gerbennje werben bie (Segnet geneigt sein, nachzugeben unb schwieriger benn je wirb ihnen nach diesem Wahlfiasko ein Erfolg werben. Reue Pakipläne im Güdosten. Türkischer Mnislerbesuch in Rom Ein „Locarno der Meerengen"? Rom, 12. Juli. (WTB.) Der türkische Außenminister Tewfik Rüschtü Bey, ber kurz nach seiner Ankunft in Rom eine lange Unterredung mit dein italienischen Regierungschef Mussolini hatte, empfing bie Besuche bes russischen Botschafters unb ber Gesanbten von Griechen- I a n b unb Bulgarien. „Giornale b'Jtalia" widmet bem türkischen Außenminister einen außerordentlich herzlich gehaltenen Begrüßungsartikel. Es wirb barin fest- gestellt, baß bie aus bem türkisch-italienischen Freundschaftsvertrag sich ergebenbe Politik einer tätigen Zusammenarbeit bie Banbe ber Freundschaft unb Solibarität zwischen ben beiben ßänbern immer mehr stärke, bie heute eine ber sichersten Garantien für Frieben unb Gleichgewicht im östlichen Mittelmeer seien. .„Daily Telegraph" glaubt berichten zu können, baß im ßaufe ber Besprechungen zwischen Mussolini unb Tewfik Rüschtü Bey, ber türkische Außenminister wahrscheinlich ein „ßoearno der Meerengen" vorschlagen werbe. Ein solcher ßacarno-Vertrag würbe in erster ßinie einen Nichtangriffspakt zwischen ben vier Schwarzmeermächten Türkei, Bulgarien, Rumänien unb ber Sowjetunion, sowie Griech e n l a n b bebeuten. Er würde ferner eine Verpflichtung ber mittellänbischen Seemächte (Großbritannien, Frankreich, Italien unb Spanien) erschließen, bie sich auf bie künftige Benutzung ber Meerengen burch ihre Kriegsflotten beziehen würde Rom ist also wie schon so oft im ßaufe ber letzten Monate wieber ber Mittelpunkt einer regen biplomatischen Tätigkeit. Für Italien handelt es sich darum, ben unter so großen Schwierigkeiten geschaffenen Mussolinipakt enbgültig unter Dach unb Fach zu bringen unb ferner sich wirksam in bie Entwickelung in Südo st-Europa einzuschalten. Die Unterzeichnung bes Mussolinipaktes wirb von ber französischen Presse mit ausfälliger Hartnäckigkeit von Woche zu Woche als unmittelbar bevorstehend» angefünbigt unb bann wieber abgesagt, unb man hat ben Einbruck, baß hier immer noch französisch-italienische Schwierigkeiten bestehen. Die französische Politik hat bekanntlich seit ber Paraphierung bes Paktes alles versucht, um ihm seine letzte Bedeutung für ben Reoisionsgedanken zu nehmen, unb sie ist jetzt bestrebt, burch Verhandlungen mit Italien noch mehr zu erreichen, nämlich einen Freundschaftsvertrag für das verbündete Südflawien. Diese Umbiegung des ursprünglich unverkennbar gerade gegen Südslawien gerichteten Passus wäre freilich so paradox, daß man bis auf weiteres alle dahingehenden Nachrichten mit größter Zurückhaltung aufnehmen muß. Größere Wahrscheinlichkeit hat ber Gebanke eines Beitritts Italiens zum ßitwinow- patt, weil bie Beziehungen zwischen Italien unb ber Sowjetunion trotz bes innerpolitischen Gegensatzes aus Gründen ber wirtschaftlichen Zusammenanbeit ausgesprochen freunbschaftlich sinb unb Italien ein Interesse baran Haden kann, einem System anzugehören, bas außer Rußland auch bie ihm eng befreunbete Türkei umfaßt. Auf biefe Frage bürsten sich bie Unterrebungen bei ber Anwesenheit bes türkischen Außenministers in Rom ebenfalls beziehen. Daß auch bie Vertreter Ruß- lanbs, Griechcnlanbs unb Bulgariens beteiligt worben sinb, beutet auf bas italienische Interesse an einer engeren Gruppierung ber außerhalb bes Bündnissystems stehenden Balkanländer hin. Die nächsten Tage werden wahrscheinlich zeigen, ob unb in welcher Form biefe italienischen Balkaninteressen über bie bestehenben Freunbschaftsoerträge hinaus vertraglich festgelegt werben sollen. Volk und Kirche. Eine Kundgebung des Bevollmächtigten des Reichskanzlers und des preußischen Kirchenkommiffars zum Abschluß des evangelischen Versaffungswerks. Oie Bedeutung der Stunde. Berlin, 13. Juki. (WTB. Funkspruch.) Anläßlich der Einigung in der deutschen evangelischen Christenheit haben der Bevollmächtigte des Reichskanzlers, Wehrkreispfarrer Ludwig M ü l - l e r, und der Kommissar für die evangelischen Landeskirchen in Preußen, Jaeger, folgende Kundgebung erlassen: Gott hat in diesen denkwürdigen Tagen das Wunder der Einigung in der deutschen evangelischen Christenheit vollzogen. Denn es ist wie ein Wunder, daß sich die deutschen evangelischen Landeskirchen allem geschichtlichen Streit, der Verschiedenheit der Bekenntnisse der deutschen Gründlichkeit und Bedenklichkeit zum Trotz zu einer einigen Deutschen Evangelischen Kirche vereinigt haben. Diese neue Kirche vereinigt, wie es in ihrer Verfassung heißt, die aus der Reformation erwachsenen gleichberechtigt nebeneinanderstehenden Bekenntnisse in einem feierlichen Bunde und bezeugt dadurch „em Leib und ein Geist, ein Herz, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater unser aller". 3m gläubigen Hinblick auf die großen Ziele haben auch die verantwortlichen Männer des Staates ihre verordnete Aufgabe e r f ü I It. Menschliche Kurzsichtigkeit gab den unmittelbaren Anlaß zu den Eingriffen des Staates, das nie anderes als ein ordnendes und helfe n d e s gedacht war und von dieser vorgezeichneten Linie auch niemals abgewichen ist. Aie- mals dachte der Staat daran, auch nur im geringsten in die Substanz der Kirche einzugreifen. Es galt vielmehr lediglich die Voraussetzungen zu schaffen, welche, dann vorhanden, der Kircke ermöglichen, ihr Geschick felbft in die Hand zu nehmen. Ihren Ausbau nach den ihr eigentümlichen Gesehen zu gestalten. Es ist Großes erreicht worden. Cs ist nicht nur der unselige Streit über eine Personenfrage mit einem Schlage beseitigt, es ist auch über alles Erwarten und Hoffen hinaus in freiwilliger Zusammenarbeit aller Kirchen und verantwortlichen Männer das Verfassungswerk für die groheEinheit de r K i r ch e fertig- gestellt worden, ein Werk, das in aller Kürze die feierliche Bestätigung durch das Deutsche Reich erhalten und dadurch in das Rechts- und Kulturleben des deutschen Volkes eingebaut sein wird. Dieser Erfolg eilt den ursprünglichen Absichten, das Verfassungswerk durch neugebildete kirchliche Körperschaften bestätigen zu lassen, weit voraus. Es lag deshalb der Gedanke nicht fern, — das rasche geschichtliche und rechtliche Werden forderte es geradezu — nun zu allem durch das Volk ein gläubiges und freudiges 3a sprechen zu lassen. Dadurch werden alle bisherigen Maßnahmen in eine höhere Sphäre der Vollgültigkeit erhoben. Wenn die Stimme des wirklichen Volkes, wie die Stimme Gottes zu betrachten ist, so wird das Volk bei Fortführung der Dinge jedes kleinliche Zagen und Bedenken in allen seinen Gliedern zurückstellen. Es wird froh der Tatsache, daß der Knoten der Verwirrung mit einem Schwertschlag gelöst wurde, mit Dank an Gott erkennen, daß alles bisherige Tun dem Ziel gedient hat, Volk und Kirche, die in vielfacher und großer Entfremdung gegeneinander standen, wieder zueinander zu führen. Das Volk soll es selbst sein, das in das zu Gottes Ehre gebaute Haus in festlicher Freudigkeit einzieht. Das ist der Sinn der Wahlen, zu denen das ganze deutsche evangelische Kirchenvolk in kürzester Frist schreiten soll. Es ist ein Sinn, der hoch über jedem parlamentaris chen Brauch steht. Die Wahlen sind das Siegel, das dem vollendeten Werk aufgedrückt werden soll. Das evangelische Kirchenvolk ist deshalb aufgerufen, im Verstehen der geschichtlichen Stunde und der Wege, die uns Gott durch den Aufbruch der Ration hindurch bis heule geführt hat, das Recht und die Pflicht zu erfüllen, sich selbst für das letzte Ziel einzusehen. Berlin, 12. Juli 1933. Der Bevollmächtigte des Reichskanzlers: Wehrkreispfarrer Ludwig Müller. Der Kommissar für die Evangelischen Landes« kirchen in Preußen: Jaeger. Oeutschiands plan zum kommunalen Wiederaufbau. Bonbon, 12. Juli. (CNB) Staatskommifsar Dr. S t r ö l i n führte vor ben Vertretern ber Aus- lanbsgläubiger deutscher öffentlicher Schulben aus, baß wesentliche Anzeichen für eine Besserung ber Lage ber beut(ri)en Gemeinbewirt- s ch a f t in ben nächsten Jahren vorlägen. Der Wie- derausbau Deutschlanbs werbe ganz planmäßig von ben Gemeinden ausgehen. Voraussetzung tner Gesundung ber Kommunalfinanzen sei ber N estau fb a u ber Gemeindeverwaltung. Dis Bestallung bes Stabtvorstanbes nach dem ü f) - r e r p r i n ,3 i p biete bie Gewähr einer parteipolitisch unabhängigen Gemeinbepolitik. Die Nationalsozialisten, bie in vielen Gemeinden sogar bie absolute Mehrheit besitzen, würben für rücksichtslose Beachtung bes (oliben Finanz- grunbsatzes „keine Ausgabe ohne Deckung" unb bamit für größte Sparsam- teil eintreten. Die in Angriff genommene organische Zusammenfassung ber Arbeitslosenhilfe sei ein weiterer Beitrag zur gemeinblichen ßastenverringerung. Die Durchführung bes großen Arbeitsbeschaffungsprogrammg werbe sich in gleicher Richtung auswirken. Die sa erreichte Gesunbung biete bie Gewähr, baß bie deutschen Gemeinden ihre Verpflichtungen in vollem Umfang erfüllen könnten. Die Ankurbelung der Wtrkschast. 2luch Tapeten- und Gummiindustrie haben neue Möglichkeiten. Berlin, 11. Juli. (WTB.) Von der fortschreitenden günstigen Wirkung der Arbeitsbe- schasfungsmaßnahmen der Reichsregierung zeugen weitere Stimmen aus der Wirtschaft: Der Vorsitzende des Verbandes deutscher T a - petensabri kanten August H ö l s ch e r begrüßt im Interesse der deutschen Tapetenindustrie das Gesetz zur Verminderung der Arbeitslosigkeit vom 1. Juni 1933 und schreibt darüber folgendes: „Die deutsche Tapetenindustrie, deren Lage durch das Damiederliegen der Bau- und Wohnungswirtschaft sowie auch durch die Abschnürung des Exportabsahes in eine krisenhafte Situation geraten ist, erhofft durch das Gesetz eine wesentliche Marktbelebung nicht nur für Handel und Industrie, sondern auch für das gesamte T a- pezier - und Malergewerbe. Für die Förderung der nationalen Arbeit ist auch die ausschließliche Verarbeitung deutscher Rohstoffe von besonderer Bedeutung. Im Iir- teteffe einer schnellen Auswirkung der Regierungsmaßnahmen ist die Bewilligung der Zuschüsse von größter Bedeutung, weil die Inangriffnahme der Schönheitsreparaturen seitens des Hausbesitzers davon abhängig ist." Der Vorsitzende des Wirtschastsverbandes der Hannoverschen Industrie, Willy Tischbein, Generaldirektor der Continental Gummi Werke AG-, äußert sich folgendermaßen: „Das Gesetz zur Verminderung der Arbeitslosigkeit hat sich für unsere Industrie und die Industrien, die wir Übersehen können und deren Unterlieferanten wir sind, günstig ausgewirk t.Wenn man auch noch nicht davon sprechen kann, daß im Augenblick schon alles das erreicht wird, was der Gesetzgeber damit treffen will, so kann man doch heute schon soviel sagen, daß es nur der Fortsetzung der D e r u h i g u n g s peri o d e bedarf, um die Unternehmungslust noch weiter auszudehnen. Rachdem eine Klärung der innerpolitischen Verhältnisse erfolgt ist, bedarf es nur noch der beschleunigten Durchführung des beruss st ändischen Aufbaues, damit die doch noch Zögernden kräftig in die Aufbauwelle mit hineingerissen werden. Ganz zweifellos wird, wenn nach dieser Richtung hin eine Stabilisierung in der einen ober anderen Form erfolgt, auch das Vertrauen zu einer auf lange Sicht eingestellten Wirtschaftspolitik Platz greifen. Stagnieren der Weltwirtschafiskonferenz. Die Regelung von Produktion und Absatz. Bonbon, 12. Juli. (TU.) Die Weltwirtschaftskonferenz beschäftigt sich nur noch mit einem Bruchteil des ursprünglichen Programms. Ausgeschlossen sind von ben Verhanblungen u. a. bie praktischen Währungsfragen, bie Fragen ber Schiffahrtszuschüsse unb bas Zollproblem. In bem Ausschuß für die Regelung von Erzeugung unb Absatz ist ber Umfang ber Fragen, über Die noch einiger» maßen aussichtsreiche Verhanblungen geführt wer« ben können, ziemlich zusammengeschrumpft. Die wichtigen Weltwaren, Kohle, Wolle unb Holz, sinb vorläufig von bem Programm gestrichen. Endgültige Vorschläge sind nur über Weizen, Zinn, Kaffee, Kakao unb lanbrotrt» schaftliche Ebelerzeugnisse eingereicht worben. Der Vorsitzenbe erklärte am Mittwoch, daß bie Produktionsregelung in bezug auf Tee als ge- Ibft betrachtet werden könne, und daß die Weizen- und Zuckerverhandlungen einen befriedigenden Verlauf nähmen. Auf Vorschlag des englischen Vertreters wurde ein Unterausschuß für Zinn unter dem Vorsitz des Präsidenten des Internationalen Zinnausschusses, Sir John Campbel eingesetzt. Die Verhandlungen für eine Erneuerung des im August 1934 ablaufenden Zinnabkommens, sind zurzeit im Gange Eine kleine Sensation gab es im S i l heraus s ch u ß , wo der amerikanische' Vertreter Senator Pitsman erklärte, die amerikanischen Staatsbanken seien der Ansicht, daß eine Formulierung des Silberproblems zurzeit verfrüht sei. Die Verhandlungen wurden hierauf auf u n b e- st i m m t e Zeit vertagt. Der Währungsunterausschuß, der auf Grund der gestern gefundenen Formel seine Arbeit wieder aufnahm, erörterte die Frage der Zusammenarbeit der Zentralbanken. Nach anderthalbstündiger Aussprache hat es sich offenbar als unmöglich erwiesen, einen Ausgleich der verschiedenen Interessen zu finden. Es wurde beschlossen, das Konferenzbureau von dieser Sachlage in Kenntnis zu setzen. Zusammenschluß der deutschen Kriegsopfer in der Nationalsozialistischen Kriegsopferversorgung. Berlin, 12. Juli. (WTB) In einer machtvollen Kundgebung wurde am Mittwoch im Plenarsitzungs. saal des früheren Herrenhauses zu Berlin der endgültige Zusammenschluß aller deutschen Kriegsopfer in der Nationalsozialistischen Kriegsopferversorgung beschlossen. Zum Führer der neuen Großorganisation wurde einstimmig der nationalsozialistische Reichstagsabgeordnete Oberlindober gewählt. Reichsarbeitsminister Seldte übergab Oberlindober schriftlich den Auftrag, das neue Versorgung s r e ch t für die Kriegsopfer auszuarbeiten. Eröffnung der Reichsjugendführer- fchule in Potsdam Potsdam, 12. Juli. (WTB.) Nachdem bereits am Montag der Lehrbetrieb in der neu errichteten Reichsjugendführerfchule in Potsdam aufgenommen worden war, fand heute die feierliche Eröffnung und Besichtigung durch geladene Gäste und die Presse statt. Zum ersten Lehrgangsleiter der Reichsjugendführerschule ist der Bannführer Schramm aus Danzig berufen worden. Reichsjugendführer Baldur v. Schirach betonte die enge Verbundenheit der Stadt Potsdam mit der Entwicklung der nationalsozialistischen Jugend. Wir wollen, erklärte er, von dieser Führerschule aus Menschen ins Deutsche Reich hinaussenden, die im Gei st e von Potsdam die wahre sozialistische Gesinnung der Zeit hinaustragen in ihre Gefolgschaft und so bauen und schaffen helfen an dem Aufbau des Deutschen Reiches der Zukunft, das alle Deutschen umschließen soll, die Aermsten und die Reichsten, das ein Reich sein soll, in dem das Preußentum dieser Stadt seine klarste und reinste Ausprägung findet. Oie Verfolgung des Nationalsozialismus in Oesterreich Wien, 13. Juli. (TU.) Aus Kärnten werden neue Maßnahmen gegen die ehemaligen Anhänger der NSDAP, gemeldet. Der Sicherheitsdirektor hat verfügt, daß der Hitler grüß verboten ist, ebenso das Tragen von Ersatzabzeichen, wofür in Kärnten schwarzweißrote Bändchen verwendet wurden. Auf dem Besitz eines Herrn v. Knesebeck in der Nähe von Klagenfurth wurde durch Gendarmen eine nächtliche Durchsuchung vorgenommen. Dabei wurden angeblich in der Erde vergraben mehrere Kisten gefunden, in Venen sich ein Maschinengewehr und gegen 1OOO Schuß Munition befunden haben soll. Von Knesebeck ist ein Reichsdeutscher, der vor etwa drei Jahren nach Kärnten eingewändert ist und sich in der SÄ. führend beteiligt haben soll. Er wurde ins Landesgericht eingeliefert, wo ein Verfahren wegen Hochverrats gegen ihn eingeleitet wurde. Nach Berichten aus Vorarlberg ist auch dort wie in Tirol und Salzburg die öffentliche Uebertragung von Reden und Vorträgen, die eine Propaganda für die nationalsozialistische Bewegung darstellen, oder sich gegen den selbständigen Bestand Oesterreichs ober gegen seine Regierung richten, verboten worden. Kleine politische Nachrichten. Die NSK. teilt mit: Der Führer empfing eine Abordnung von zehn ältesten Parteigenossen des Gaues Ost-Hannover, die ihm ein in Leder gearbeitetes Album mit den Bildern der 250 ältesten Parteigenossen des Gaues überreichten. Der Führer gab seiner Freude über diesen Besuch Ausdruck und dankte für das schöne Geschenk. Im Preußischen Staatsrat fand, wie die NSK. meldet, eine Zusammenkunft der Gauleiter der NSDAP, aus dem ganzen Reiche statt, auf der eine Reihe von internen Organisationsfragen besprochen wurde. * Nach einer Mitteilung der „Fränkischen Tageszeitung" findet der Reichsparteitag der NSDAP. Anfang September in Nürnberg statt. * Aach Meldung einer Korrespondenz aus Innsbruck sind einige reichsdeutsche SA.- Leute, die versehentlich die österreichische Grenze überschritten haben, an der bayrcsch-tirolischen Grenze bei Mittenwald von österreichischen Grenzschutzorganen verhaftet und nach Innsbruck gebracht worden. ♦ Die beide deutschen Minderheitsblätter, die „K a t - towitzer Zeitung" und der ,T)berschle- fische Kurier" wurden wegen ihres Berichtes über Vorfälle in Kostow, bei denen polnische Aufständische Angehörige der deutschen Minderheit überfallen haben, beschlagnahmt. * Die Ermordung des Nationalsozialisten Klaus Klemens, der Anfang d. I. in einer Toreinfahrt in Bonn nachts erschossen wurde, hat nunmehr ihre Sühne gefunden. Der mutmaßliche Täter, der Kommunist Messinger, hatte nach einer neuerlichen Vernehmung erklärt, er sei bereit, nunmehr ein Geständnis a b - zu le gen. In seiner Zelle beging der Mörder sodann Selbstmord durch Erhängen. Zum Klug des Balbo-Geschwaders. Unsere Karte zeigt die Strecke, die die 24 italienischen Maschinen bis Island zurückgelegt haben (volle schwarze Linie). Der Flug ging bann weiter bis Labrador (gestrichelte Linie), von wo Balbo nach Kanada starten wird. 'M Zo .. ,5^uuliane Haab 5Rimo-pai Montrea^ Chicago J 3n aller WMnlereffe für den Arbeitsdienst Nur Oeutschland soll die Arbeiisdienstpflichi als Aufrüstung ausgelegt werden. Berlin, 12. Iuli. (CAD. Funkspruch.) Be- kanntlich ist dem Deutschen Reiche in Genf die EinführungderArbeitsdien st Pflicht verboten worden, da es sich angeblich hierbei um eine militärische Ausbildung handele. Wie sich die Dinge aber in Wirklichkeit darstellen, beweist die Tatsache, daß in einer gan- zen Reihe von Ländern die Arbeitsoien st Pflicht bereits besteht, bzw. sich ein sehr starkes InteMsse für den Arbeitsdienst bemerkbar macht. So besteht zum Beispiel die Arbeitsdienstpflicht in Bulgarien, und zwar schon seit dem Iahre 1921. Starkes Interesse für den Arbeitsdienst kann inSpanien.älngarn und Schweden festgestellt werden. Ansätze für den Arbeitsdienst sind auch in Polen und Litauen festzustellen. In Holland befinden sich drei studentische Arbeitslager im Aufbau. In Dänemark beginnt die Regierung den Arbeitsdienst mit Hilfe von Gesetz und Verordnung zu regeln. Die englische Regierung ist über die Frage des Arbeitsdienstes zum mindestens in ernsthafte Erwägungen eingetreten. Inzwischen sind bereits ein Studentenlager in Wales und ein Lager in Schottland errichtet worden. Kanada hat den Arbeitsdienst unter starker Anlehnung an die Armee im Iahre 1932 eingeführt. Die bisher im Arbeitsdienst befindlichen 3000 Mann werden von aktiven Führern geführt; der weitere Aufbau ist im Gange. Richt viel anders ist es in Südafrika, wo ein „Special Service Corps" gebildet wird, dessen Gerippe die Armee ist. Das bis jetzt formierte Bataillon zählt 17 Offiziere und 1521 Mann. In der Schweiz wird ein Arbeitsdienst von 4 Gruppen durchgeführt: dem Evangelischen Arbeitsdienst, der sieben Lager unterhält, den vier Studentenlagern, in denen mehr als 500 Mann sich befinden, der Zentralstelle Zürich (acht Lager) und schließlich dem Katholischen Caritasr-er- band mit sechs Lagern. In diesen 25 Lagern sind im ganzen mehr als 1000 Mann im Iahre 1 932 im Dienst gewesen und der Arbeitsdienst in der Schweiz befindet sich in flotter Aufwärtsentwicklung. Schließlich hat die außerordentliche Arbeitslosigkeit in den Bereinigten Staaten den amerikanischen Präsidenten veranlaßt, im Mai dieses Iahres den Arbeitsdienst in ganz großem Rahmen auf^uziehen. Hierbei ist die Armee in allererster Lime beteiligt. Laut Etat vom 1. Iuli sind 274 375 Mann eingestellt (also weit mehr als in Deutschland), die von 5400 Offizieren geführt werden, von denen 4000 der aktiven Armee oder Marine entnommen sind. Aus der Provinzialhauptstadt. Gemüse und Obst das ganze Zahr! Von Or. N. Bömmels-Braunschweig. Wieviel leichter wäre es, in Deutschland lediglich einheimische Nahrungsmittel ;u verbrauchen, wenn nicht die Ernten von Feld und Garten so schnell verwelken und verderben müßten, wenn wir sie ohne die heute notwendige mühsame Arbeit über Wochen und Monate lagern könnten oder wenn wir, wie in paradiesischen Gegenden, das ganze Jahr uns der Blüte und Ernte zugleich erfreuen könnten. So aber müssen wir unter Aufwand großer Mühe in den wenigen Wochen, die uns in unseren nördlichen Breiten zur Ernte bleiben, die Früchte bergen und sie für den Winter lagerfähig machen. Trotzdem gehen jährlich ungezählte Mengen landwirtschaftlicher Erzeugnisse, durch mühsame Arbeit des Landmannes großgezogen, verloren. Die Statistiker sagen, das deutsche Volk verliere hier jährlich Werte in Höhe von etwa 3 Milliarden Mark! Um die Landwirtschaft in Deutschland recht ertragbringend zu machen, muß die Industrie helfend hinzutreten. Sie hat drei Aufgaben. Zunächst muß sie durch sachgemäße und schnelle Verarbeitung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse dem Verlust wertvoller Nahrungsmittel entgegenarbeiten. Weiter muß sie eine Verarbeitung vornehmen, die Wohl- geschmack und Aroma der frischen Gemüse und Früchte nach Möalichkeit behält. Diese Konservierung muß so vor sich gehen, daß die Haltbarkeit der verarbeiteten Lebensmittel praktisch unbegrenzt ist. Auch das ist nicht unwichtig. Wenn es nur gelänge, die Ware lediglich für eine beschränkte Zeit — etwa einige Monate — lagerfähig zu machen, so würde ein wichtiges volkswirtschaftliches Erfordernis, nämlich der Ausgleich zwischen guten und schlechten Ernten, nicht undurchführbar sein. Endlich aber soll die Konservierung alles vermeiden, was den Wert des Nahrungsmittels schädigt. Diese Ziele verfolgt die deutsche Obst- und Ge- müsekonseroeninduftne, die deutsche Erzeugnisse, in den bekannten Blechdosen verarbeitet, auf den Markt bringt. Sie steht wie kaum eine andere Industrie brüderlich neben dem deutschesten aller Produktionszweige: der Landwirtschaft. Gerade sie ist daraus angewiesen, deutsche Rohwaren unter Zuhilfenahme deutscher Maschinen und Verpackungsstoffe durch deutsche Arbeiter zu verarbeiten und sie an deutsche Derbraucker abzugeben. Ihre Aufgabe in der deutschen Volkswirtschaft ist omit eine doppelte. Zunächst muß sie in den ge= nüfearmen Monaten des Winters und des Früh- ahres ein unentbehrliches Nahrungsmittel zur Ver- ügung stellen: auf der anderen Seite ist sie eine wichtige Abnehmerin von Erzeugnissen der deut- chen Landwirtschaft. Auf diese Weise ist sie ein dealer Vermittler zwischen Landwirtschaft und Verbraucher, weil sie ihre Produkte in Zeiten des Ueberflusses verarbeitet und in Zeiten des Mangels abgibt. lieber das gan« deutsche Vaterland ist die Kon- erven-Jndustrie heute verbreitet. Heute ist die Arbeitsteilung etwa so, daß in Norddeutschland überwiegend die Gemüsekonserven — und in Süddeutschland die Obstkonserven-Jndustrie ansässig ist. Bon der Bedeutung der Konserven-Jndustrie für die deutsche Volkswirtschaft kann man sich ein Bild machen, wenn man bedenkt, daß in normalen Zeiten der Wert der deutschen Konservenproduktion etwa 300 Millionen Mark ausmacht und daß rund 30 000 deutsche Arbeiter und Arbeiterinnen dadurch beschäftigt werden. So kann es nicht ausbleiben, daß die Gemüse- und Obstkonserven-Jndustrie in der deutschen Volkswirtschaft eine wichtige Rolle spielt und angesichts ihrer bedeutenden Äufgaben auch die Unterstützung aller verantwortungsbewußten deutschen Verbraucher nötig hat. Kaum ein anderes fabrikmäßig hergestelltes Nahrungsmittel in Deutschland hat noch diese „Erdnähe", diese enge Verbundenheit mit der Sonne des Sommers und der Pracht der frisch geernteten Früchte wie die deutsche Konserve. Wenn bedeutende Aerzte und. Vitaminforscher immer wieder erklärt haben, die Konserve sei ein vollwertiges Nahrungsmittel für Erwachsene und Kinder, Ge- sunde und Kranke, dann sollte auch durch den Verbrauch dieses deutschen Erzeugnisses ein jeder seine Pflicht gegenüber der deutschen Landwirtschaft und Industrie erfüllen. Oie Stellenvermittlung für Arbeitslose der nationalen Wehrverbände. Lin Appell an die Arbeitgeber. Vom Arbeitsamt Gießen geht uns folgende Bekanntmachung mit der Bitte um Veröffentlichung zu: Die von dem Herrn Reichskanzler und dem Herrn Reichsstatthalter von Hessen angeordnete Maßnahme zur Vermittlung arbeitsloser Mitglieder der nationalen Wehroerbände sowie der Parteigenossen mit den Mitgliednummern 1 bis 300000 hat leider noch nicht zu dem gewünschten Erfolg geführt. Wohl haben die Formationen der SA., SS. und des Stahlhelms sowie die politischen Kreisleitungen die in Frage kommenden Personengruppen dem Arbeitsamt zur vordringlichen Vermittlung namentlich gemeldet. Trotz des Rundschreibens der Vereinigung der Arbeitgeberverbände vom 9. 6. 33 konnten aber bisher nur 10 derartige Volksgenossen in Arbeit untergebracht werden, obschon die Feststellungen bei den Krankenkassen ergeben haben, daß ® in ft e Hungen in die Betriebe in weit größerem Umfange erfolgt sind. Es ist dies ein Beweis dafür, daß entweder absichtlich oder aus mangelndem Verständnis der Zielsetzung der Reichsregierung nicht gefolgt wird. Es ergeht daher der letzte Appell an alle Arbeitgeber, die Arbeitskräfte benötigen, sich der hohen staatspolitischen Bedeutung der eingeleiteten Maßnahme bewußt zu sein und darnach zu handeln. Die unterzeichneten Mitglieder des Ueberwachunqsaus- schusfes für den Bezirk des Arbeitsamts Hießen bringen zum Ausdruck, daß sie einig und festen Willens sind, der Anordnung unserer Führer möglichst schnell zum restlosen Erfolg zu verhelfen. Es sind daher von nun an alle Arb eits- kräfte nur durch Vermittlung des Arbeitsamts G ie ß e n einzu st eilen. Das Arbeitsamt bürgt dafür, daß den Arbeitgebern die Kräfte zugewiesen werden, die für die besonderen Erfordernisse des Arbeitsplatzes die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten mitbringen und die andererseits durch nationale und moralische Bewährung dieser bevorzugten Unterbringung würdig sind. Wagner, NSBO.-Beauftragter: Dr. List, Arbeitsamt Gießen; Dr. Hardt, Kreisleitung der NSDAP. Gießen: Dr. Kolb, Vereinigung der Arbeitgeberverbände für Lahngau und Oberhessen: Syndikus Röhr, Handwerkskammer: W. Poppe, Handelskammer; Luther, SA.-Standarte 116; Nickel, SS.-Sturm 11/33; Schäfer, SA.-Stan- barte 222; Röhr, Stahlhelm. Kreisleitungen der NSDAP.: Kirchner, Alsfeld; Dr. Löffler, Büdingen; Seipel, Friedberg; Lang, Lauterbach; Kromm, Schotten. I Or. Best Landespolizeikommandant von Hessen. Darmstadt. 13. Iuli. (WTB.) Der bisherige Kommissar für das Polizeiwesen in Hessen, Dr. Best, ist zum Landespolizeikomman- danten ernannt worden. Als solcher bleiben seine bisherigen Funktionen die gleichen. Gründung der Ortsgruppe Gießen des Deutschen Stenographenbundes. Die Ortsgruppe Gießen des Deutschen Stenographenbundes teilt mit: Am Samstag hielten die beiden Gießener Stenographenvereine (1. Reichskurzschriftgesellschaft ..Gabelsberger" und Damenabteilung e. B. und Kurzschriftverein von 1861 mit Damenabteilung c. B.) außerordentliche Hauptver- f a m m langen ab, zu dem Zweck, beide Vereine rechtlich a u f z u l ö s e n und eine Ortsgruppe Gießen des Deutschen Stenographenbundes zu gründen. Die in getrennten Sälen versam- melten _ Mitglieder beschlossen einstimmig die Auflösung der bestehenden Vereine. Anschließend versammelten sich die erschienenen Stenographen im Kaufmännischen Vereinshaus. Der Bezirksführer des Bezirks Gießen im Hessen-Äassauischen Landesverband des Deutschen Stenographenbundes, K. H. Kuhl, eröffnete in dem mit Hakenkreuzfahnen geschmückten Saale die offizielle Gründungsversammlung und wies in seinen Ausführungen auf den Zweck und die Ziele des Zusa mmenschlusses aller Stenographen in Gießen hin. Nachdem auch von anderer Seite Gründe, die für eine Vereinigung sprechen, vorgetragen worden waren, wurde die Gründung der Ortsgruppe beschlossen und der von dem Bezirksführer vorgeschlagene staatlich geprüfte Lehrer für Kurzschrift, Georg Wahl, von der Versammlung einstimmig gewählt und bestätigt. Der neue Dereinsführer dankte den Stenographen für das ihm entgegengebrachte Vertrauen, dem Bezirksführer für die Bestätigung und versprach, die Vereinsgeschäfte im Interesse der einheitsstenographischen Bewegung und zum Wohle des deutschen Volkes zu führen. Besondere Dan" kesworte richtete er an die alten Vorkämpfer der stenographischen Sache, an die Gründer beider Vereine, an die seitherigen langjährigen Vorsitzenden K a r n b a ch und H a n st e i n , an die langjährigen Vorstandsmitglieder, an die Linier- richisleiter und an alle Mitglieder für die den Vereinen gehaltene Treue. Nachdem der Vereinsführer die Vorgänge, warum und wie es zu einem Zusammenschluß gekommen ist, vorgetragen hatte, gab er die Gründe, die für eine Einigung sprachen, nochmals bekannt. Er teilte weiter mit, daß das stenographische Llnterrichtswcsen in Gießen nunmehr vollständig neu aufgezogen werden könne. Die Anfang September 1933 beginnenden Kurse würden durch erste Fachkräfte zur Durchführung gebracht. Mitglieder der Ortsgruppe Gießen und somit Mitglieder des Deutschen Stenographenbundes könnten zukünftig nur noch Deutsche werden. Iuden würden in die Ortsgruppe Gießen nicht mehr ausgenommen. Nichtarier könnten jedoch als Gäste gegen entsprechendes Entgelt am Unterricht teilnehmen. Es sei erfreulich, so führte der neue Vereinssühr^r weiter aus, daß sich die heutige Regierung entschlossen auf den Boden der Einheitskurzschrist stelle und ihr weitgehendste Förderung zuteil werden lasse. Hessen marschiere an der Spitze und habe die Einheitskurzschrift vor kurzem zuni pflichtmähigen Lehrgegenstand an allen Höheren, Handels- und Berufsschulen erklärt. Die zur Mitarbeit im Vorstand von dem Vereinsführer berufenen Stenographen, und zwar: 2. Vereinsführer Paul Dehmer L-, 1. Schriftführer Artur Michel, 1. Rechner Karl H e ß L., 1. Schriftführer Fritz Dörfner, 2. Rechner Fritz Ziegler. Bücherwart Heinz Graf, Zei- tungswart Willi Brückmann, Beisitzer: August Siebert, Peter I ö ck e l, Andreas Merle, Elitz Rieß und Ivhanna Bohl, wurden von der Versammlung ebenfalls einstimmig bestätigt. Mit einem „Sieg-Heil" auf den Reichspräsi-' denten, den Volkskanzler Adolf Hitler, auf SA. und SS- und mit dem Absingen des Horst- Wessel-Liedes schloß die Gründungsfeier. 90. Jahreshauptversammlung des Evangelischen Vereins der Gustav- Adolf-Stistung. Der Abend des 1. Festtages zur 90. Hauptversammlung des Evangelischen Vereins der Gustav« Adolf-Stiftung in Friedberg vereinte eine zahlreiche Festgemeinde zu dem volkstümlichen Gemeindeabend, in dessen Mittelpunkt nach den Begrüßungen durch die staatlichen und städtischen Behörden sowie die Vertreter der Kirchen ein Lichtbildervortrag von Pfarrer May, Cilli (Südslawien), über die Not der evangelischen Deutschen in seiner Heimat stand. Der 2. Festtag war zunächst ernster Arbeit und wichtigen Beratungen über die Zukunft des Vereinswerkes gewidmet. In der Abgevrd- netenverfammlung erstattete der Schriftführer des Hauptvereins, Pfarrer D- Wagner, Bensheim, den Jahresbericht und gab einen Rückblick auf die Leistungen des Gustav-Advlf-Iahres 1932 mit seinen großen festlichen Veranstaltungen und seiner fruchtbringenden Arbeit im großen und im kleinen. Eine stattliche Summe als Beitrag Hessens zu der großen Iubiläumsgabe des Gustav- Adolf-Dereins, die Vollendung der großen Gust a v-A dol f°G edächtniskirche in Amöneburg vor den Toren von Mainz und die Einweihung her Kapelle in Ha i n st a d t bei Seligenstadt geben Zeugnis von hocherfreulicher Opferwilligkeit für die Vereinszwecke trotz schärfster wirtschaftlicher Not in der Heimat selbst. Mit dem Beschluß, die 91. Jahreshauptversammlung 1934 in Erbach i. O. zu halten, wurde die geschäftliche Sitzung beschlossen. Einen festlichen Höhepunkt der ganzen Veranstaltung bildete wie immer die große Frauen- Derfammlungam Nachmittag des zweiten Festtages. Als Vorsitzende des Landesverbandes der Gustao-Adolf-Frauenvereine in Hessen eröffnete Frau Dekan Lehn (Offenbach) die Versammlung, in dem sie die ganze Jahrestagung mit einer Symphonie verglich, deren verschiedene Sätze und Variationen bis hin zu dem schönen Finale jeder seiner? eigenen Klang habe. So will solch eine Frauenversammlung hineinklingen in die Herzen unserer Frauenwelt und sie an ihre Pflicht der notleidenden Diaspora gegenüber mahnen. Als Echo auf solche Mahnung wurden zahlreiche Berichte von führenden Mitarbeiterinnen der Gustav-Adolf-Frauenarbeit ge- ■ ogssf fit die - «ruchbar Aw : sStf : Düben I . Sa*«* Kartoffeln. $ Kirschen chelbeeren näoäaol p-K Eier, inlän KW b0. Salat biß 30, EimaäMken ,7 Oteitich 5 bis iv bbislOPf^Mnde q 95 ont ber 0e' neue 3,25 Por I - lageskalenk I. Deutscher Techniltt-Dei Bollversammlung. - ■ Uhr, Cast Ebel, außer lintg. - Hotel-Sichm Garten-Konzert. - t „So ein Mädel vergiß •’ Personalver ■_ fischen Staatsdi sehes über die Alters wurde mit Wirkung m Registrator beim Lande - Hessen Otto Stier in! - den Iuhestand wurden suchen der Iustizoberw landesgericht in Darm! seht. Der Äeichsstatthal Dorschlag der hessischen' Geseyes zur Wiederhers tenfumä die Oberaussehe lein, uileht beim L fdM, Mv die Gefangen gerichtsgesängnis in Ub cher, beide mit Mrkun endgültigen Ruhestand, bei der Lehr- und Ters Obstbau zu Oppenheim Amtsgehilfe bei der L Landwirtschaft in Fri wurden beide auf 1. Oktober in den Auh des Altersgrenzegesetz. Aechnungsdirektor Err rechnungskammer in l listin bei der Landwir ’’ zu Darmstadt, Anna ' mit Wirkung vom 1. entlassen. , " Für die Für! len Arbeit. Die | Arbeiter und Fürsorge für die nationale 2trb< StflC amme[t unö 1 Unt ?.er Bienenzü !.!brm9ebun9 hiel & diesjährig/ § Wil« JJK» »nj Mr(e nad x ,'-,7 Sian» äSStt «An%ta'ftrn"9 d-! * Witt1*«« bLnber 3ben Wii Sb.Ä hielt ' i ?r0Cr:^Ä’ie? L--u oon u^intcr ?>°hr beih'Un bl F31* en ?r?r N ,u> zur L °!'r alle > MFS WK -KO 1 ii* < le« l n Kreis Wetzlar auf dem Pferdernarktplah an der fertig wird Sonnengebräunte Haut v benachbarten ältere Frau : 4LNIVEA-CREME oder aber NIVEA x ÖL < Wißmar, 12. Juli. Der Kaufmann Albin Fritz von hier stürzte so unglücklich von seinem Fahrrad, daß er einen Oberschen^el- b r u ch erlitt und sofort in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden mutzte. Hauptversammlung der Historischen Kommission für Hessen und Waldeck. ’n nidjt mefjr aufgenomwn Doch afg (Säfte gegen ent- t am Unterricht teilnehmen führte der neue 'BeieWW i) die heuige 'Kerems er Toden der Linheitslurzlch^ eitzehendfte Förderung julc. ssen marschiere an der Kreis Artcoverg. WSN. Friedberg, 12. Juli. Im L) ckstadt wurde gestern abend eine arbeit hergestellt wird. Träger der Arbeit, die durch die Stadt ausgeführt wird, ist der hiesige Turnverein, aus dessen Gelände bei der von einem Personenkraftwagen überfahren und dabei so schwer verletzt, daß sie im hiesigen Bürger« Hospital, wohin sie sofort verbracht worden war, noch in der vergangenen Nacht v e r st a r b. Kreis Alsscld =er. Homberg, 12. Juli. In einem der Mit« teldeutschen Hartsteinindustrie gehö- rcnben Steinbruche zu Niederofleiden ereignete sich dieser Tage ein schwerer Unfall. Der Arbeiter Alexander Otto stürzte von einer steinernen Wand so unglücklich ab, daß er mit dem Gesichte auf einen Haufen Steine aufschlug. Dabei drang ihm ein Stein in die linke Augenhöhle tief ein. Der Marm, der mit dieser Jett Oberbeffen. Bau eines großen Sportplatzes. = b,e °lten Dorlümpser dt •Qn b,lc Gründer beid» ia??T«kln9i^ti9en and Ranfte in, ar. bii mln?fm!!s!lcbet’ an die Unter E Mitglieder für die hei ne *tcue' Nachdem der Dei> rrgange, warum und wie es» w gekommen ist, vvrgelrr die Gründe, die für eine Siny 4mals bekannt. Er teilte torilt, ographische Änterrichtswesen k vollständig neu aufgezogen Anfang September 1933 begir.« rden durch erste Fachkräfte bracht. Mitglieder der Drli- nd somit Mitglieder des Deel' 'nbundes könnten zukünftig mn ’tben. Juden würden in dii Drückmann, Deisihn et, Peter Jockel, Andrea- Vieh und Johanna, 3ofi- Dersammlung ebensalls einfnnv WcUcrvoraussane. Im Raume zwischen Irland und Island dringt bereits ein neues Tief ostwärts vor. An seiner Vorderseite wird der Wind zunächst auf Süden zurück- drehen, so daß wärmere Luft heranbefördert wird, wodurch die Temperaturen etwas ansteigen. Da noch kühlere Luft vorgelagert ist, kommt es beim Aufgleiten der ozeanischen Warmlust zeitweise zu Niederschlägen, wobei vereinzelt auch Gewitterstörungen möglich sind. Dorhersage für Freitag: Wieder etwas wärmer, im ganzen veränderlich, zeitweise Niederschläge. w . Vorhersage für Samstag: Noch keine Besserung in Aussicht. In dem einen Fall mußte sich ein Student verantworten, weil er, ohne Mitglied eines hinter der Regierung der nationalen Erhebung stehenden Verbandes zu sein, eine SS.-Unisorm getragen hatte. In dieser Uniform betrat er in angetrunkenem Zustand eine Wirtschaft, wo er alsbald entlarvt wurde. Das Gericht nahm an, daß er nicht aus unedlen Motiven, sondern lediglich aus einer gewissen Renommiersucht heraus gehandelt hat, und verurteilte ihn zu der Mindeststrafe von 1 Monat Gefängnis. In dem anderen Fall hatte ein Arbeiter, der im vergangenen Jahr der Kommunistischen Partti ange- hör't hat, in vorgerückter Stunde auf einem Sänger- fest in einer Wirtschaft in Anwesenheit von mehreren Gästen eine abfällige Bemerkung über die Reichsregierung gemacht. Der Angeklagte bestritt die Aeußerung, doch wurde er durch mehrere Zeugen überführt. Der Angeklagte wurde zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt. Die gegen ihn verhängte Untersuchungshaft wurde aufrechterhalten. Wegen Vergehens gegen die Verordnung über die Devisenbewirtschaftung wurde ein Handwerksmeister zu einer Geldstrafe verurteilt. Er hatte es unterlaßen, eine von der Reichsbank erforderte Auskunft über ein ablieferungspflichtiges Guthaben innerhalb der bestimmten Frist zu erstatten. ohne jedoch das Auge zu verletzen. Auch erlitt er einen Schädelbruch und sowie verschiedene andere Verletzungen. Der Verunglückte wurde in die Klinik nach Marburg verbracht. Spieß-Turnhalle die Anlage ersteht. Vom Landesarbeitsamt wurden 3 0 0 0 Tagewerke genehmigt: über 30 Rotstandsarbeiter werden etwa 3 Monate hierbei beschäftigt sein. Die Anlage wird einen Llebungsplah von 130 mal 40 Meter und einen Spielplatz mit Laufbahn rifto. von 203 mal 90 Meter erhalten. Der entstehende Sportplatz ist, da nicht nur die Turnerschast, sondern auch die Schuljugend die Einrichtungen des Turnvereins benutzt, für die hiesige Oefsent- lichkeit und die fortschrittliche Entwicklung der Leibesübungen überhaupt von großer Bedeutung. Landkreis Gießen. X Wieseck, 12. Juli. Bei dem Verbands- schnellschreiben des Hessen-Rassauischen Landesverbandes des Deutschen Stenographenbundes, das im Rahmen des 53. Verbandstages in Fried» berg abgehalten wurde, erzielten sämtliche Teilnehmer unseres Vereins bemerkenswerte Erfolge. In 80 Silben erhielt den 1. und Ehrenpreis: Karl P e p P l e r , 1. Preis: Elfriede K a i- f e r. In 103 Silben den 1. und Ehrenpreis Emmi Schäfer und Friedrich Hildebrand, 1. Preis: Lina Böh, Frieda Düringer und Emma Loh. 3n 120 Silben den 1. Preis: Adolf Schmidt. a. Klein-Linden, 12. Juli. Der Radfahrerverein 1904 Klein-Linden nahm am letzten Sonntag am Bundesfest des Radfahrerbundes Oberhessen in Krofdorf als stärkster Verein mit 31 Mann teil und hatte dort die besten Erfolge zu verzeichnen. Er erhielt im Korsofahren in der A- Klasse den ersten Preis, ferner im Sechser-Reigen- ! fahren den ersten'Preis und die Bundesmeisterschaft. Ebenso gelang es dem Verein sämtliche ersten Preise im Einer-, Zweier- und Dreier-Kunstfahren zu erringen. Der sehr rege Verein ist jetzt im Besitz der Bundesmeisterschaft und der Gaumeisterschaft im Sechser-Reigenfahren des Gaues II. In seiner außerordentlichen Generalversammlung, die am Mittwochabend im Gasthaus „Zur Deutschen Eiche" abgehalten wurde, wurde in Gegenwart des Zellenleiters der NSDAP., Herrn L o h , die G l e i ch s ch a l t u n g des Vereins vorgenommen. Der seitherige erste Vorsitzende, Lokomotivführer Johannes Gärtner, eröffnete die gut besuchte Versammlung und wies auf die Bedeutung der von den Behörden angeordneten Gleichschaltung hin. Nachdem der Gesamtvorstand seine Aemter zur Verfügung stellte, wurde Schrei- ncrmeister Wilh. Fey als Versammlungsleiter bestimmt und der seitherige 1. Vorsitzende, Lokomotivführer Joh. Gärtner, einstimmig zum Vereins- führer gewählt. Dieser dankte für das entgegenge- brachte Vertrauen und berief in den Vorstand: Rob. Stein als stellvertretenden Führer, Walter Geiß als Schriftwart, Adam G i e ß l e r als Kassenwart, Reinholt Weller als ersten und Rudolf Bieker als zweiten Fahrwart, Gottfried D e i b e i als Rer- genfahrwart, Karl Funk und Wilhelm Weigel als Zeugwarte. Neu geschaffen wurde das Amt eines Beisitzers, das August Weller übertragen wurde. 80 v. H. der Ernannten gehören der NSDAP, oder ihrer Unterorganisationen an. Einem Schlußwort des neuen Führers über die vaterländischen Ziele folgte das „Sieg-Heil!" auf unsere obersten Führer, den Herrn Reichspräsidenten von Hindenburg und den Herrn Reichskanzler Adolf Hitler Mit dem gemeinsam gesungenen Horst-Wessel-Li.d fand die Versammlung ihr Ende. * Großen-Linden, 12. Juli. Der Kanin- ch en - und Geflügelzucht verein „Volkswohl" hielt eine außerordentliche Generalversammlung zum Zwecke der Gleichschaltung ab. Bevor die Neuwahl des Vorstandes stattfand, überreichte der seitherige Vorsitzende des Vereins Heinr. Wurtz dem Zuchtkollegen Wilh. Sommerlad eine Ehrenurkunde und die silberne Ehrennadel des Reichsverbandes deutscher Kaninchenzüchter für treue Dienste und 25jährige Zugehörigkeit zum Bunde. Sodann wurde die Neuwahl des Vorstandes üorge- nommen. Als Führer des Vereins wurde Heinrich Würtz bestimmt. Er ernannte sodann seine Mitarbeiter: als Schriftführer Hans G tio r 0 e , als Kassierer Joh. Dietz, als Zuchtwerdewart Will. Stein, als Fellfachwart Willi Zart. Nach Erledigung der Tagesordnung brachte der Führer des Vereins ein dreifaches „Sieg Heil!" auf die Führer Reichspräsident von Hindenburg und Volks- ’-ltornotiftcn. — Tageskalender für Donnerstag, deutscher Techniker-Verband, 20 Uhr, Hess. Hof: liOllversammlung. — Kriegeroerein Gießen, 20.30 Ufer, Caf6 Ebel, außerordentliche Generalversamm- hing. — Hotel-Restaurant Bergschenke, 20 Uhr, klarten-Konzert. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: ,Eo ein Mädel vergißt man nicht". " Perfonalveränderungen im hes- (i | d) e n Staatsdienst. Auf Grund des Ge- leche« über die Altersgrenze der Staatsbeamten Diirbe mit Wirkung vom 1. September 1933 der 3 tgiftrator beim Landgericht der Provinz Rhein- Men Otto Stier in den Ruhestand verseht. In fe-n Ruhestand wurden ferner auf eigenes Rachluchen der Iustizoberwachtmeister bei dem Ober- .luTidesgericht in Darmstadt Georg Kautz verletzt. Der Reichsstatthalter versetzte außerdem auf Vorschlag der hessischen Regierung auf Grund des Gesetzes zur Wiederherstellung des Derufsbeam- IcrtumS die Oberaufseherin Wilhelmine Sier- lei n , zuletzt beim Landeszuchthaus Marien-- schloß, uno die Gefangenenausseherin beim Landgerichtsgefängnis in Mainz Luise K r a u t m a - ch er, beide mit Wirkung vom 1. Oktober in den enbgültigen Ruhestand. Der Verwaltungssekretär bei der Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Dfftbau zu Oppenheim Johann Gerber und der Amtsgehilfe bei der Lehranstalt für Obstbau und Landwirtschaft in Friedberg, Georg Metzler, ionrben beide auf Rachsuchen mit Wirkung vom 1. Oktober in den Ruhestand verseht. Auf Grund les Altersgrenzegesehes tritt am 1. August der R.cchnungsdirektor Ernst Seebe r bei ber Ober* Quq ......... - rechnungskammer in den Ruhestand. Die Kanz- Mchcrmrl Heinz G r a s, Z«' liftin bei der Landwirtschaftlichen Versuchsstation 'TUifih” zu Darmstadt, Anna Wick, wurde auf Antrag mit Wirkung vom 1. Iuli aus dem. Staatsdienst kanzler Adolf Hitler aus. Mit dem Horst-Weffel- Lied wurde die Versammlung geschlossen. • Mainzlar. 12. Juli. Bei der am 16. Juni stattgefundenen Volkszählung wurden in unserer Gemeinde 367 männliche und 356 weibliche, zusammen 723 Personen, festgestellt. Die Zahl der selbständigen Haushaltungen beträgt 161, die der land» und forstwirtschaftlichen Betriebe 75, während 16 Gewerbekarten ausgefüllt wurden. — Am Sonntagnachmittag fand das diesjährige I a h r e s f e ft der Landeskirchlichen Gemeinschaf - ten bei gutem Wetter und starker Beteiligung der Bevölkerung auch aus der Umgegend statt. Die Andachten hielten die Prediger Eisenberg (Beuern) und Rubin (Bibelheim Flensungerhof). Posaunen- und Singchöre trugen zur Verschönerung der erhebenden Feier bei. entlassen. ” Für d i e Förderung der nationalen Arbeit. Die beim Städtischen Hochbau- arnt Gießen beschäftigten ständigen Handwerker, Arbeiter und Fürsorgearbeiter haben als Spende |itr die nationale Arbeit die Summe von 16,75 Dark gesammelt und an die Finanzkasse abgeliefert. '* Der Bienenzüchterverein Gießen un b Umgebung hielt am vergangenen Sonn- Ja g seine diesjährige Sommertagung ab. Altem Brauch entsprechend war sie mit einem Ausfluge verbunden und führte nach Launsbach. Die Tagung nurbe mit. einer Standschau bei Mitglied Th. Pfeiffer eingeleitet, der von ihm selbst erfundene Einrichtungen zur Auslesezucht leistungsfähiger Slodmütter vorführte und damit besonders den zahlreich anwesenden Iungimkcrn praktische Hin- ] weife zur Hebung der heimischen Bienenzucht gab. 2(if einem Gang durch die Gemarkung wurden die von den Imkern des Dorfes getroffenen Maßnahmen zur Verbesserung der Bienenweide vorgeführt, bh in bester Weise mit den Vogelschutzbestrebungen des Obst- und Gartenbauoereins Launsbach gelöst simd. Anschließend fand im Saale der Gastwirtschaft '.fci n n eine Mitgliederversammlung statt. Nach der Begrüßung durch den Vereinsobmann G. Boden- dcnder, Gießen, hielt Telegraphenobcrsekretär ' i. R. Th. Pfeiffer, Launsbach, einen Vortrag hier: „Ein- und Durchwinterung ber Bienenvölker". Ausgehend von dem nun beginnenden neuen Bienenjahr behandelte der Redner auf Grund feiner vierzigjährigen Praxis alle zu treffenden Vorbereitungen zur Stärkung der Völker bis zum Tracht- cinfatz, wies auf dauernde Erneuerung des Stock- - baues hin und rückte die hohe Bedeutung der Biene bei der Befruchtung ber Obstbäume in das rechte Licht. Reicher Beifall lohnte feine trefflichen Ausführungen. In der sich anschließenden Aussprache mürbe noch manche Frage geklärt. Einen breiten Raum in den Verhandlungen nahm die Besprechung über die Ende d. M. in Bad-Nauheim stattfindende jrofje Reichstagung des Deutschen Imkerbundes ein. Der Obmann wies auf die Bedeutung der zum erstenmal in unserer engeren Heimat anberaumten L-ranstaltung hin und forderte zu reger Beteiligung an der bienenwirtschaftlichen Ausstellung und bbe Ties.. bllkldes h« ÄS BL ^knh'cuul, eröss. L ^ündungsveügA^ckten 'a. m ni e n f rfj r,, rnt 5ci,e «rünbaVi'L2* b°tgettaaen lne^' ng bfr n.u korben toat» Mehrer für «on-Äeir aus dcn ReichspE d mit bern »en M N iloj Sie Gründungsfeier, '^auphwlammlung chenLereinSderSuM' meinde zu iRittd nbeobenM ^aatli^ r Heimat stand. Arbeit unb ^r iun?4Ve 3utunft igen über die «« 36gco^ ez gewidmet- ^-.jiMrer der erstattete der j '^Wagn '-/UM eicht und Ä.-Wahres 19$ ÄSÄ ih^'ine in.^merfommlu^ KW § Daubringen, 12. Juli. Dieser Tage fand in'der Gastwirtschaft von Ludwig Weimer eine gutbesuchte Gründungsversammlung des Kampf bundes des gewerblichen Mittel st andes statt. Vürgermetster Preis legte in einleitenden Worten den Zweck und das Ziel des Kampfbundes dar. Alsdann referierte ber Kreisleiter des Bundes Schimmel aus Gro- Hen-Vuseck über die seitherige mangelhafte Vertretung des Handwerks und Gewerbes bei ber alten Regierung. Run aber mühten den berechtigten Forderungen des gewerblichen Mittelstan- I ir Marburg, 12. Iuli. Unter Vorsitz von des nachdrücklichst Geltung verschafft werden. <ßrof <$r $ Stengel, Marburg, hielt hier die Einen breiteren Rahmen nahmen die Fragen der Historische Kommission für Hessen und Waldeck ihre Ausbildung der Handwerker, die unberechtigte Hauptversammlung ab. Aus dem von Archiv- Zvlegung des Meistertitels, die Eignung einzelner ^rdtor K n e t s ch (Marburg) erstatteten Kassen- Gewerbler, das Submissionswesen und noch eine ist hervorzuhcben, daN die Finanzlage der ganze Menge anderer wichtiger Dinge ein. Die Kommission nicht als erfreulich bezeichnet werden Aussprache gestaltete sich sehr rege. Zur hiesigen (ann (§rncut erging an die Kreise und Gemeinden Ortsgruppe gehören die Gemeinden Staufen- P^vinz die Bitte um nachhaltigere finanzielle Unterstützung. Was die wissenschaftlichen Unternehmungen der Kommission anbelangt, fo ist zu erwähnen, daß das monumentale Werk von Gundlach „Die hessischen Zentralbehörden 1247 bis 1604“ nunmehr fertiggestellt ist. Don der grundlegenden Publikation Zimmermanns über den Oekonomischen Staat Landgraf Wilhelm IV. liegt der erste einleitende Band fertig vor, während der Textband zu Beginn des nächsten Iahres erscheinen soll. Für das kommende Iahr ist weiter die Inangriffnahme eines hessischen Münz- sowie eines hessischen Siegelwerkes geplant. (tiiCHcncr vx'Odvura itJi । c. ' Gießen, 13. Iuli. Cs kostbten auf dem heuigen Wochenmarkt: Landbutter 120 Pf., Koch- Ä I Sauterbad), 11. Juli, ©eifern ? r-vrtft’on9 1 s bi« 20 Df das wurde hier mit dem Bau eines großen Sport- Dl das Bündel ^Spinat Platzes begonnen, der im Wege der Rotstands' vpund, Zote Ruben 10 Pf. das ^unoei opmai herneftottt wird. Träaer der Arbeit, die ö.Pf., Römischkohl 10, Dohnen, grün 30 bis 35, Sebfen 15 bis 20, Mischgemüse 10, Tomaten 30 )id:i 35, Zwiebeln 12, Rhabarber 8 bis 10, Pilze 45, Kartoffeln, alte 3, neue 4, Himbeeren 30 bis 40, Mschen 15 bis 30, Heidelbeeren 20 bis 25, Sta- ijalbeeren 15, Iohannisbeeren 15 bis 18, (3rb- jrtren 30 bis 35, Iunge Hähne 90 bis 100, Sup- x-nhühner 70 bis 80 Pf. das Pfund: Tauben 50 5irf 60 Pf. (Sier, inländische 8,5 bis 9, Blumen- !vlhl 10 bis 50, Salat 3 bis 5, Salatgurken 20 biri 30, Einmachgurken 5 bis 6, Ober-Kohlrabi 5 bW 7, Rettich 5 bis 10 Pf. das Stück: Radieschen bbis lO Pf. das Bündel: Kartoffeln, alte 2,50 Mk., neue 3,25 Mk. der Zentner. .den, welche aus der Tätigkeit ihrer Vereine Inter , Gesäßen bei der Zubereitung oder Aufbewahrung 'iontes mitzuteilen wußten. Sodann zeichnete Pfar- I von Lebensmitteln, insbesondere von solchen die iv May (Eilli) noch einmal ergreifende Bilder Säuren enthalten (Salate, Sauerkohl, Beeren, ioin Ernst und Trost der Diaspora^'. In dem „Nun I Fruchtsäfte, Marmeladen usw.), zurückzuführen ae- iimke't alle Gott", mit dem die Versammlung ge- wesen. Der Zink löst sich in den säurehaltigen 2i Offen wurde, klang der Dank für die eigene Be- bcnsmitteln und macht diese genuhuntauglich und Dobruna vor gleichen Nöten sowohl, wie auch die gesundheitsschädlich Der unangenehme ^metallische *vrMIhe manche lindern helfen zu dürfen noch ein- Geschmack wird dabei oft durch andere Stoffe ver- nar a»f. deckt und somit nicht beachtet. Vor der Verwendung Lin Lehrgang zur Einführung und verzinkter Gefäße in der Küche bei der Herstellung 3 er tief ung in d i e Gustav-Adolf-Ar- von Lebensrnitteln kann daher nicht eindringlich ge- >«it am Dienstag bildete den wissenschaftlichen nug gewarnt werden. Die Verwendung von ver- AKckluß der ganzen Tagung. Konsistorialrat zinkten Gefäßen ist außerdem nach §3 Ziffer 2 des 3. Dr. Schubert, Berun, sprach übet „Die Gesetzes über den Verkehr mit Lebensrnitteln und e liaiöfe und kulturelle Bedeutung der deutschen Bedarfsoegenständen vom 5. Juli 1927 verboten v inaelifchen Kirchen im Ausland", Pfarrer ’* Zur Heng st ver ft eigerung in E r o e d c r , Wien-Purkersdorf, über das Thema Darmstadt. Durch die Hessische Bauernkam- Ser Diaspora-Pfarrer", und Pfarrer May, mer werden aus dem Bestand der Staatshengste Mi über „Die Aufgabe des Pfarrers an ber 5 bis 6 Hengste zur öffentlichen Dersteigerung Üulksgemeinfchaft". In fesselnder Weise wußten gebracht. Die Auktion ist im Hinblick auf die >i* Redner ihre Stoffgebiete zu behandeln und AuSnuhungsmöglichkeit von Sonntags-Ü-ihrkar- üt die Schulung der zahlreichen Teilnehmer ten auf Eamstagnachmlttag, 15- Iuli, feftgelcgt ix-z Kursus fruchtbar zu machen. worden- 16.30 Uhr werden die Hengste am Wa- 5o sieht der Hessische Gustav-Adols-Hauptver- gen und unterm Sattel^gezeigt. Die Cßerfteige- ir auf eine wohlgelungene Tagung zurück, deren rung findet c"c " - 7" ieeischverkaus Radio- Apparat fabrikneu, la Fabrik. Umst.halb. spottbill. zu verkaufen. Barzahlung. 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Dem ist aber sein l Fragen türmen sich daß es gelänge, die yi pen, die, zum Teil fruchtlosen und oerlu der Feindseligkeiten ; beklagt die Nankingr 200000 Soldaten!) sammenzuhalten, ohn mutwilligen Sümpfe1 3u ähnlichen Zwischei Dorwand zu erneute müßten. Nehmen wi Faktoren, die die n Derhandlungen zunä Der erste Faktor b r a l e n", die sich um Nu chsiang, den vberquertreiber, qefd Parole: Fortsetz r Alle deuls Von Jlol -'N kommt die Hingt im Sommer in Urlaub unö Reisezeit Schönheit bedeutet 2>e Auswahl, die un und sie wirkt in suchen, ™ °ör 2°'°lleicht für ks übet da; tR;*r 5 ÄS®» lQiblQu$q! derer Lon2 H Jt kann il)n^ä?rlc|ubt; wird aber „ xten’ ° ? Renten ?' b.Q last ftets e®,r einer EchZelnei, wieder w ,lrtsHrn b,t «2” Ä W- ®0tf ollen ' ZM »VN CUI «I «Is&bau,- Dort ist so etwas wie ein Künstlerstammtisch abgehalten worden, denn Albrecht Dürer, Peter D i - scher, Adam Kraft, Beit Stoß — sie alle und noch mancher andere bedeutende Mann haben hier ihren Schoppen getrunken. Schließlich steht das Haus ja auch schon seit 1498. Nicht ganz so alt ist die „S e b a l d u s k l au s e", die aber auch ihren guten Ruf durch die Jahrhunderte bewahrt hat. Und Dinkelsbühl, die tausendjährige Reichsstadt, sollte keine Gaststätte in die heutigen Zeiten gerettet haben? Aus seiner ältesten Zeit gewiß nicht. Aber aus dem Stammhause der bayrischen Reichsgrafen Drechsel-Deufstetten, einem herrlichen Renaissancebau, wurde immerhin doch schon im Jahre 1583 eine Gaststätte, das „Deutsche Hau 5", das auf unserer Reise aufgesucht werden muß. Nun geht es wieder etwas nach Norden, nach dem Main. Dort wollen wir das älteste aller deutschen Gasthäuser aufsuchem das wir endlich in dem kleinen Landstädtchen Miltenberg finden. Der „Riese" heißt es, und io den uralten Urkunden der Stadt wird es als „Riesenhof- bereits im Jahre 1160 erwähnt. Damals muß er gerade erbaut worden fein mit einer Herberge der Fürsten und einer Zechstube für die Ritterschaft. Was hat dieser Gasthof alles an Gästen gesehen! Auch viele „Prominente" darunter, wie wir heute zu sagen pflegen: Kaiser Friedrich I., Ludwig der Baye/, Karl IV. sind hier abgestiegen. Dr. Martin Luther — da- mals noch nichts anderes als ein abtrünniger Mönch — stieg im „Riesen" ab, aß, trank und schlief hier, um dann seine beschwerliche Fahrt weiterzuführen. Als man den „Riesenhof" im Jahre 1590 umgebaut und erweitert hatte, muß er so etwas wie ein „Grandhotel 1. Ranges" gewesen sein mit seinen drei Stockwerken, die durch den spitzen Giebel geziert wurden. Aber dann kam der Dreißigjährige Krieg und machte den Gasthof gelegentlich zum Hauptquartier. Wallenstein, Piccolomini, Tilly und Gallas haben hier gewohnt, und ihre Armeen haben gelegentlich auch schrecklich gehaust. Aber der feste Bau hat auch jene schreck- liche Zeit überdauert. Lockt es uns nicht, einmal diese Reise oder doch ein Stück davon in die Wirklichkeit zu übertragen' Auch besinnliches Zechen in diesen Gaststätten kann deutsche Geschichte wieder wachwerden lassen; es waren nicht die schlechtesten deutschen Männer, die dort gesessen haben. bi iloi ise ™iber Willen bas Opfer bf. r'SloT^i inÖ'?n 3eih: * Uen Wanlr rringerten Qewinns zu oer, Mte hack unb riu&fos richt. ehung folr'' :e "8en ÜBeibes hUI‘fun9 es Lichts 1* bl "°°ben wurb! ** »trefl'LlnL ,d)'n! ■l(5 DbS inbe? D >,e aud) 3iin Sr t» Ä Äj.'leeien wollte, lb NÄj,-5 ?lut jät *8 übet jij Qt nicht schwer- & n9 gehorchen wa?! ^fe ,e Schwäche ein ulfr11 mit tte*1,1 m,r 'M betonen. ne* burd) t. •e Stell??"beib(n S* u“.n9 Zueinander oe-, 'Tchrach vertieft vaü! hnite er atjten tut unb Müler e£ ’jentuai beteiligt batte J mehr weck als tauferi N.°"' ermutigt anbere 5B ,nen- «ug-n Augen glänL büenreise noch einen inte\ tür den Regen - er ein flottes Sommer- nmen Sie bitte schnei, lort Kleider und Mäntel IDER: [leider, für Haus, brand, nett gemacht, iter Sitz........Mk- eider aus Seiden- Aji repeline, in hübsch. M* in, jugendl Formen V eider a.gemust iroc. od. Borken- (,farb u. Muster. 15! „der, George^ 3S, schöne apar- Verarbeit, Mk. w- tüt 2(^1100^9^204? Donnerstag, 13. Juli 1933 Gietzener Anzeiger (weneral-Anzetger für Oderhessen) Nr.lbl Zweites Blatt Oer Waffenstillstand in Ostasien. TZon unserem Sonderberichterstatter Admiral Kmzel (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Mulden, im Juni 1933. Die Feindseligkeiten zwischen Japan und China sind — einstweilen? — zum Abschluß gekommen. Ein Waffenstillstand zumindest ist unterzeichnet, der Wie tundgetan, nicht mehr kämpfen zu wollen. Das große Rätselraten über das militärische Ziel Japans das Tagesgespräch so vieler Monate im ganzen Osten, ist damit zunächst einmal zu Ende. Nach dem Fall der Stadt Jehol, nach dem Bordringen der Japaner bei Shanhaikwan gab es alle Arten von Meinungen: baldiges Haltmachen der Japaner, schnelle Besetzung von Peking und Tientsin, weiteres Vordringen bis zum Weftfluß, ja Besetzung der Hafenplätze an der Küste bis herunter nach Ningpo, das olles konnte man vermuten und verfechten hören. Und Gründe genug für jede Ansicht. Die Klügsten und Erfahrensten aber enthielten sich jeder P r o p h e z e i u n g.'Und mit Recht: denn welcher Europäer kennt und versteht die Urgründe und Gesetze des Handelns des Ostasiaten? Ein lange in China ansässiger, sehr gescheiter deutscher Kaufmann sagte mir, den besten Bericht über chinesische Verhältnisse hätte er nach achtwochigem Aufenthalt in China verfaßt. Er hätte sich damals fleißig bei allen möglichen erfahrenen Leuten informiert und dann frisch drauflos geschrieben. Natürlich sei nichts von dem ganz zutreffend gewesen, aber es hätte sich für die Heimat immerhin ein ganz anschauliches und lebendiges Bild ergeben. Heute, nach vieljähriger Anwesenheit, könne er n i ch t m e y r jo schreiben. Es tauchen immer neue Rätsel auf, je tiefer man eindringe. — Und S i r Robert Hart, dessen Standbild an hervorragender Stelle am Bund in Shanghai steht, der erfolgreiche Organisator des chinesischen Seezolles, soll gesagt haben: Nach fünf Jahren habe er geglaubt, China und den Chinesen zu kennen, nach 15 Jahren sei es ihm zweifelhaft geworden, nach 35 Jahren habe er gewußt, daß man es als Europäer niemals voll kennen und verstehen könne. Die Japaner haben also Peking und Tientsin nicht mit Waffengewalt genommen — was sie ohne Zweifel leicht hätten tun können. Weshalb nicht? Vielleicht um der unangenehmen Komplikationen mit den großen Gesandtschaftsbesitzungen willen? Vielleicht um sich ein wirklich ener- gisches Stop! der Großmächte zu ersparen?? Vielleicht um die ewigen Kulturschätze Pekings nicht durch die Kämpfe zu zerstören und sich damit mit einem Fluch für lange Zeit zu beladen??? Oder einfach, weil sie ihr großes Ziel: im Norden Chinas zu behalten, was sie wirklich brauchen können und dann allmählich die freundwillige Führung des vierhundert Millionenoolkes der Chinesen zu übernehmen, weil sie dieses Ziel so besser erreichen zu können glaubten? Genug! Der Waffenstillstand ist geschlossen, die Linien der Militärs und der neutralen Zone sind abgesteckt. Verhandlungen können beginnen. Beinahe sieht es aus, als ob nun eine gewisse Klarheit herrschte und man in Ruhe die weitere Entwicklung abwarten könne. Dem ist aber keineswegs fo. Neue Rätsel und Fragen türmen sich auf. Nehmen wir einmal an, daß'es gelänge, die großen Massen chinesischer Trup- pen, die, zum Teil völlig demoralisiert, aus den fruchtlosen und verlustreichen Kämpfen (seit Beginn der Feindseligkeiten mit Japan im September 1931 beklagt die Nankingregierung den Verlust von über 200 000 Soldaten!) nach Süden strömen, fest zu- sammenzuhalten, ohne daß es zu erneuten örtlichen, mutwilligen Kämpfen mit Japanern kommt. Oder zu ähnlichen Zwischenfällen, die den Japanern sofort Vorwand zu erneuten „ernsten Maßnahmen" bieten müßten. Nehmen wir das also an. Es bleiben zwei Faktoren, die die nun beginnenden diplomatischen Verhandlungen zunächst aussichtslos erscheinen lassen. Der erste Faktor besteht in den 40 bis 50 „G e n firn le n", die sich um den in Kalgan sitzenden Feng V u Hsiang, den sog. „christlichen" General und Oberquertreiber, geschart haben, unter der äußeren Parole: F o r t s e tz u ng des Wider st an des gegen die Japaner, zweifellos aber mit dem eigentlichen Zweck: Ausschaltung der Macht der Zentralregierung in Nord-China. Es ist nicht zu empfehlen, diese Bewegung leicht zu nehmen. Freilich, die Bewaffnung dieser Truppen im Norden ist nicht glänzend, und es fehl: ihnen an Einfuhrhäfen oder sonstigen Gelegenheiten, sie durch- greifend zu verbessern. Aber man sehe sich den General Feng, früheren Kriegsminister der Nankingregie- rung, und seine Truppen in Kalgan einmal an. Er ist eine Bärengestalt mit einem undurchdringlichen Gesicht, in dem sich Klugheit und Energie, Verschlagenheit Humor und Brutalität paaren; zweifellos ein Mordskerl, der bei feinen jungen Truppen abgöttisch verehrt wird und dabei selbst, im Gegensatz zu den meisten anderen, völlig bedürfnislos, vorzügliche Disziplin durch Beispiel und rücksichtsloses Durchgreifen hält. Es dürfte für Nanking nicht leicht fein, mit ihm wirklich fertig zu werden, auch wenn, was wohl noch nicht ausgemacht ist, — Japan ihn nicht heimlich unterstützt! Mit dieser neuen Gefahr muß man erst fertig werden, bevor man mit den Japanern einwandfrei über den Norden Chinas verhandeln kann. Lind der zweite Faktor ist die Stimmung im Lande über den Verlust der nördlichen Provinzen. Kabinettspolitik hinter verschlossenen Türen kann die Zentralregierung nicht treiben. Die Kantonregierung, die Südchinesen mit ihrem I Ein Vortrag von In der Neuen Aula der Universität fand gestern abend wieder ein Vortrag im Rahmen der politischen Schulungsabende der Gießener Studentenschaft gehalten, statt. Die Aula war fast bis auf den letzten Platz besetzt. Eine stattliche Anzahl Dozenten nahm teil. Der Führer der Gießener Studentenschaft stuck, jur. H. I. Adam hieß die Herren Professoren und die Kommilitonen herzlich willkommen. Der Vortrag des Abends bedeute ein neues Moment im Rahmen der politischen Schulungsabende; es werde ein Gebiet behandelt, dessen weittragende Bedeutung der Student in seiner ganzen Totalität erfassen müsse. Der Vortragende des Abends, Prof. Dr. Kuhn, sprach nach kurzen einleitenden Betrachtungen über das Verhältnis der Dozentenschaft zu den Studenten über das Thema „Der deutsche Student und die Rassenhygiene". In der Hygiene unterscheide man drei verschiedene Gebiete. Man spreche von allgemeiner Hygiene, der Jndividualhygiene (von der möglichst viele Menschen im Einzelnen erfaßt werden müßten), deren Höhepunkt die Seuchenlehre und die Seuchenbekämpfung seien. Dank der erfolgreichen Seuchenbekämpfung sei seit dem Jahre 1870 die Sterblichkeit wesentlich gesunken. Ein heute geborenes Kind habe berechtigte Aussicht 10 Jahre länger zu leben, als ein Kind um und vor 1870 geboren. Mit dem Aufblühen der Industrie, mit der zunehmenden Zusammenballung vieler Menschen in Großstädten und in den Industriezentren, habe die soziale Hygiene einsetzen müssen. Sie habe in der Fürsorge ihren bedeutsamsten Aus- druck gefunden. Die Form der ausgebauten Fürsorge für die Minderwertigen habe sich aber vom rassenhygienischen Standpunkt aus als unzweckmäßig erwiesen. In den letzten Jahrzehnten sei immer mehr die eigentliche Rassenhygiene in den Vordergrund getreten. während soziale Hygiene Hygiene nur für bestimmte Schichten des Volkes bedeute, sei die Rassenhygiene Hygiene für die Volksgesamtheit und alle kommenden Geschlechter. neuen eigenen Auswärtigen Amt, predigen schärfste Ablehnung jeder Anerkennung von Mandschukuo, jeden Rachaebens Japan gegenüber. Sin bequemes Wittel für sie, um dem unerwünschten Marschall Chiang Kai Chek ein Vein zu stellen. Auch dort Ausstellung von Heeren „jum Widerstand gegen Japan". Diese Truppen sammeln sich in den Südprovinzen Kwan- tung und Fukien und rücken nach Norden vor. In Richtung Hankow müssen sie durch die Provinz Kiangsi, die als die unzuverlässigste gilt und in der fortgesetzte Kämpfe gegen die „Roten" toben. Stimmung und Tatbereitschaft gegen Ch ang werden zu gewaltsamer Entladung kommen, in dem Augenblick, wo die Zentralregierung, wo der Oberbefehlshaber Chiang Kai Chek die erste Derhand- lungsvorbedingung der Japaner erfüllen: Anerkennung der Abtrennung der Mandschurei von China. Die Lage sieht für die Zentralregierung fast verzweifelt aus. Aber auch hier ist Prophezeien unangebracht. Chiang Kai Chek hat schon ähnliche Schwierigkeiten überwunden. Er hat sehr guten politischen Instinkt; wer weiß, welchen Ausweg er am Ende auch hier wieder findet. Rur: an einer Grundlage für ernsthafte Verhandlungen der Zentralregierung mit Japan scheint es einstweilen vollständig zu fehlen. Mehr als das: man sollte glauben, daß es geschickter japanischer Diplomatie gelingen könnte, durch allseitiges Ma- növerieren ein vorteilhaftes und wichtiges Teilziel ihres ganzen Strebens zu erreichen: Zerfall Chinas in drei Teile, deren keiner zu mächtig ist, Aufrechterhaltung der Uneinigkeit, um selbst allmählich mit Sicherheit die Zügel für den ganzen Osten in die Hand zu bekommen. Prof. Dr. Kuhn Sie gründe sich insbesondere auf die Naturwissen, schäften. Dem ursprünglichen Gedanken eines L a - mord von der Bedeutung der Umwelt für die rassische Eigenart habe Darwin den Gedanken der „Auslese" hinzugefügt. Ja, der Darwinismus gründe sich überhaupt auf den Gedanken der Auslese. Von hier aus sei der Schritt zur Rassen- hygiene nicht mehr weit gewesen. Wenn ein Volk in feiner Gesamtheit verbessert werden solle, so müsse Auslese gepflegt werden. Leibesübung und Erziehung könnten nicht ausschlaggebend für eine Höherentwicklung sein. Der Gedanke der Rassenhygiene habe zwar in den letzten Jahrzehnten viel Boden gewonnen, noch sei aber nicht genug erreicht. Der Geburtenrückgang trete in Deutschland immer stärker in Erscheinung. Das sei eine der betrüblichsten Tatsachen für unser Volk. Deutschlands Geburtenziffer liege heute bereits unter der Frankreichs. Berlin stehe unter allen Städten der Erde in dieser Hinsicht mit am ungünstigsten da. Das möge bezeichnend sein für die riesengroße Gefahr, die im Zurückgehen der deutschen Volkszahl bestehe, während alle wenig freundlich gesinnten Länder unserer nächsten Nachbarschaft höhere Geburtenziffern aufzuweisen haben. Hinzu komme als erschwerendes Moment, daß sich die Asozialen in Deutschland außerordentlich vermehrt hätten, während der wertvollere Teil unseres Volkes nur wenige Kinder hervorbringe. Rassen- hygiene dürfe unter diesen Llmständen nicht Tf^orie bleiben, vielmehr müsse sich jeder für sein Teil mitverantwortlich fühlen für die Ausartung unseres Volkes. Die Minderwertigen müßten aus dem Blut- strom unseres Volkes ausgeschieden werden.^ Zu diesem Zwecke müsse die gesetzliche Einführung der Sterilisation gefordert werden. Sterittsation bedeute für beide Geschlechter, vom Facharzt ausgeführt, eine an sich harmlose Operation. Noch warte man auf das entsprechende Gesetz. Jeder Tag bringe neue Minderwertige. Jeder Tag ohne dieses Gesetz bedeute weitere erhöhte Belastung unserer Dolksgemeinschast. Lln- geheure Beträge müßten für die Fürsorge der Minderwertigen ausgegeben werden. _____ An der gegenwärtigen Entwicklung sei die akademische Welt durch die Llebernahme des Zwei- kindersystems mitschuldig. Schon hier müsse Rassenhygiene einseyen. Jeder wertvolle Mensch habe die Pflicht, mehr als zwei Kindern das Leben zu geben. Man müsse vom Zweikinder- zum Vierkinder-System kommen. In Verbindung damit müsse der Gedanke der Frühehe Eingang finden. Es müsse dafür gesorgt werden, daß das Studium nicht immer noch mehr verlängert werde. Langes Studium könne man sich heute nicht mehr leisten- Bei der Medizin mühten die vorklinischen naturwissenschaftlichen Fächer fortfallen, die höheren Schulen mühten das dementsprechende Wissen bereits vermitteln. Wichtig sei es, bald einen Beruf zu ergreifen, der die Gründung einer Familie ermögliche. (Lebhafter Beifall!) Im zweiten Tell seines Vortrages beschäftigte sich der Redner insbesondere mit der pflege der nordischen Raffe. Er sprach zunächst von den verschiedenen begriff- lichen Definitionen der Rassenhygiene (mit der Eugenik, mit dem „wohlgeboren sein", wie es der Engländer ausdrücke). Plötz fasse unter dem Begriff Rasse den Lebensstrom der Menschheit zusammen. Der Begriff Rassenhygiene habe im Laufe der Zeit verschiedene Wandlungen mitgcmacht. Man ver- stehe darunter alles, was die „Eugenik" sagen wolle. Rassenhygiene klinge schärfer, umreiße schärfer den Sinn der Bestrebungen. Rassenhygiene von uns aus gesehen bedeute darüber hinaus vor allem die Erhaltung der nordischen Rasse. Man unterscheide in Deutschland unter den Systemrassen den westischen (mediterranen) Menschen, den dinarischen Menschen (besonders in Süddeutschland), den ostischen Menschen (im Osten des Reiches) und in der Hauptsache den nordischen Menschen, der den größten Teil des deutschen Volkes darstelle. Nordischer Rasse seien die Griechen und ersten Römer gewesen. Völker germanischer Abkunst seien Menschen der nordischen Rasse mit all ihren kennzeichnenden äußeren und inneren Eigenschaften. Der germanische Mensch sei die Jdealgestalt des deutschen Menschen, der immer im Mittelpunkt deutschen Sinnens und Trachtens stehen müsse. Um Plötz habe sich ein Kreis geschart, der die Pflege dieses deutschen Menschen von jeher gewollt habe. Er, der Redner, sei stolz darauf, diesem Kreis anzugehören, er freue sich, daß Adolf Hitler den Gedanken des nordischen Menschen zur Verwirklichung bringe. Der Gedanke der Erhaltung der nordischen Rasse müsse alle erfassen. Die Blutzumischung von anderen Rassen her könne als Gewinn aufgefaßt werden, er sei es absolut aber nur dann, wenn das nordische Element mit all seinen hohen Werten das Bestimmende bleibe. Leider sehe man es ruhig mit an, wenn in Holland und in der Schweiz, wenn in den nordischen Ländern, die doch von germanischen und nordischen Menschen getragen seien, Gefahr für Deutschland völlig ignoriert werde. Das sei aber nur deshalb möglich, weil das Bewußtsein der nordischen Rasse noch nicht durchgedrungen, noch nicht Allgemeingut geworden sei. Hier erwachse der Studentenschaft eine große Aufgabe. Die Studentenschaft müsse für ihre Arbeit an der Zukunft Kämpfer für die Werte des nordischen Menschen werden. Das Ideal unseres Volkes müsse es sein, die nordische Rasse zu erhalten. Der Nationalsozialismus kämpfe einen gewaltigen Kamps für den nordischen Menschen. Das Wort „Gemeinnutz geht vor Eigennutz!" dürfe nicht 'nur für die Menschen der Gegenwart Geltung haben, sondern müsse für die Zukunft wirken. Wer im Gefühle handle, daß auch auf ihm Verantwortung für die Zukunft liege, wer die weitreichende Problematik der Rassenhygiene für die Zukunft unseres Volkes und unserer Rasse erkenne, der müsse wissen, daß noch sehr viel Arbeit zu leisten sei, der sich keiner entziehen dürfe, wenn die nordische Rasse erhalten bleiben solle. (Lebhafter anhaltender Beifall!) Mit einem kurzen Schlußwort des Führers der Gießener Studentenschaft und mit einem dreifachen begeistert aufgenommenen „Sieg-Heil!" auf den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler fand der Abend seinen Abschluß. „Der deutsche Student und die Rassenhygiene." Alte deutsche Gaststätten. von JRolanD Grunwald. „Jetzt kommt die Zeit, da ich wandern muß!" so klingt im Sommer in uns die alte Melodie, die Urlaub und Reisezeit, Erholung und Genuß von Naturschönheit bedeutet. Wohin die Schritte lenken? Die Auswahl, die unser Vaterland bietet, ist so groß und sie wirkt so überwältigend. Was wollen wir aufsuchen, was können wir links liegen lassen und vielleicht für das nächste Jahr aufheben? Da wäre zunächst eine Reise auf dem Atlas zu empfehlen, die wir als Kinder so gern unternahmen. Aber das Richtige ist das auch nock nicht. Dann könnte man auch die Reisebureaus ober die Fremdenverkehrs- und Verschönerungsoereine befragen; die werden uns schon mit einem reichen Papiersegen von Katalogen und Faltblättern eindecken, damit wir unsere Entscheidung treffen. Wobei wir allerdings in die Gefahr geraten, doch wieder nur die landläufige Reise zu machen. Ist ba ein besonderer Vorschlag erlaubt? Wer die Mittel besitzt, der kann ihn aussuhren; wer zu Hause bleiben muß, wird aber auch ein gewisses Vergnügen daran haben können. Wir wollen durch die berühmten alten deutschen Gaststätten reisen. Von einem Gasthaus zum anderen gedenken wir einen Streifzug zu machen, und da fast stets eine gehörige Entfernung zwischen den einzelnen Wirtshäusern liegt, dürften wir immer wieder zu neuen Taten bereit sein, wenn gerade der alte Rausch — der Begeisterung natürlich! — verflogen ist. Nichts geht über die Ordnungsliebe! Das war schon in unseren Schullesebüchern und auf den Zeugnissen zu lesen! Also fangen wir im Norden unseres Vaterlandes an. Da gibt es in Königsberg in Ostpreußen das „B l u t g e r i ch t", wir finden es eingebaut in dem allen Ordensschloß. All? Du lieber Gott — ganze zweihundert Jahre steht das Lokal erst, und unter den alten deutschen Gaststätten steht es wirklich beinahe ganz zuletzt. Aber seit 1732 hat sich dieses „Blutgericht" längst einen Ruf erworben, der weit über Ostpreußens Grenzen hinausreicht. Auch in Lübeck kennt man das Haus noch, obwohl man dort auf eigene Art versorgt ist. Das einstmals von der Gilde der Seefahrer erbaute „Schifferhaus" erweist sich bei einem Besuch als eine Fundgrube für mannigfaltige Dinge. Wer will, kann in einer sehr ansehnlichen Getränkekarte studieren. Aber wer sich damit nicht begnügen möchte, der darf auch Streifzüge durch die ehrwürdige Gaststätte unternehmen, und da findet er dieses Haus zum Bersten voll von interessanten Schiffsmodellen und überraschenden Raritäten, wie sie die Seefahrer im Laufe der Zellen angeschleppt haben. — Hamburg, die zweite Hansestadt im Verlaufe unserer Fahrt, wollen mir überspringen, obgleich sich da auch Dinge erzählen ließen... Dafür nehmen wir Bremen! Da müssen mir doch in den Ratskeller, um alsogleich uns an die besten und ältesten Dinge heranzumachen, die der Winzer je erzeugt hat. Hier läßt sich auch der ansehnlich gespickte Geldbeutel außerordentlich verändern, hier wird man dafür aber auch vom Kellermeister mit Weinchen versorgt, wie es sie kaum noch einmal in der Welt gibt. Unter den hier aufgespeicherten 600 000 Litern Wein gibt es einen Moselwein, von 1653 — da war der Dreißigjährige Krieg erst fünf Jahre beendigt. Rüdesheimer ist aus den Jahren von 1723 und 1731 zu haben, wenn man ihn bezahlen kann. Im Apostelkeller staunt man über die riesigen Fässer und bewundert darunter die „Ro,e, die als Königin aller Weingefäße M. Mit dem Dichter Hauff lassen sich hier allerlei Phantasien ersinnen und träumen. Weiter führt die Reise gleich in die Reichshaupt- ftabt, um dem Geiste eines anderen Dichters die nötige Reverenz zu erweisen. Der Weinkeller von Lutter und Wegener muß besucht werden, damit wir an E. T. A. H o f f m a n n denken können, der hier am Gendarmenmarkt sein Stammlokal hatte, in dem er zur Verzweiflung der ehrbaren Berliner Bürger mit seinen Freunden vom königlichen Theater zechte. Auch Leipzig wäre mitzunehmen, schon wegen Auerbachs Keller. Aber der hat heute leider qar nichts Goethisches und Faustisches mehr an sich; er verlor durch Umbauten und Veränderungen jein Gesicht. Ihren alten Ruf hat dafür die »Zeise in Jena bewahrt, eine der ehrwürdigsten Studentenkneipen, die noch heute originell wirkt wie in früheren Zeiten. Noch ehrwürdiger ist sreilich der „Schweidnitz er Keller" in Breslau, tue uralte Schankstätte des Schweidnitzer Bieres. Dieser Keller stammt nachweislich aus dem Jahre 1328, ist also gut sechshundert Jahre alt; was mag da I wohl im Laufe der Jahrhunderte zusammengetrun- 1 ken worden sein? Statistiker an die Front — vielleicht läßt sich errechnen, daß der Atlantische Ozean oder ein ähnliches Gewässer mit den Biermengen hätte ausgefüllt werden können. Nun einen Sprung durch Mitteldeutschland, damit wir an den Rhein gelangen. Vorher machen wir Rast in Goslar und kehren in dieser alten Kaiserstadt im „ Brusttuch " ein. Wie stattlich sieht das alte Gilden-Gasthaus aus mit feinem prächtigen Schnitzwerk! Vierhundert Jahre steht es schon, und wenn es auch in den neunziger Jahren erneuert werden mußte, so ist das doch mit soviel Sorgfalt und pietätvoller Liebe geschehen, daß mir keine Einbuße an charakteristischen Schönheiten befürchten müssen. Nun also zum Rhein! In Godesberg suchen wir die Gaststätte der „L i n d e n w i r t i n" auf, die durch Rudolf Baumbachs Lied berühmt geworden ist. „Aennchen" selbst wirkt ja heute nicht mehr, aber ihr Lindenwirtshaus wird nicht so schnell vergessen werden. Dafür sorgen schon die Studenten, die immer wieder hierher ziehen. Ebenso bekannt ist allen Rheinreisenden die „Kron e" in Aß- mannshausen, ein Gasthaus, das einstmals eine Dichterklause war. Scheffel kehrte hier ein mit dem löblichen Vorsatz, sich Absolution von der Sünde zu trinken, solange nicht am deutschen Rhein gewesen zu sein. Weiter geht es rheinaufwärts, und dann zum Neckar nach Heidelberg. Das Schloß fiel der französischen Zerstörungswut zum Opfer. Aber erhallen geblieben ist uns der „Ritte r", ein Renaissancebau von wundervoller Gestaltung, der im Jahre 1592 erbaut wurde. Die Studenten halten ihm die Treue, und die Besucher von Heidelberg lassen die historische Gaststätte nicht aus. In Nürnberg ist vor allem das berühmte „Brat» ro u r ft g l ö cf l eJ zu nennen, das allerdings vor einigen Jahren schwer unter Brandschaden litt. An der Kirchenmauer finden wir das kleine Häuschen, und da hat es wohl auch schon Hans Sachs entdeckt, denn bereits um 1487 wird die Gaststätte in der Chronik erwähnt, und auch der Hinweis fehlt nicht, daß die Bratwürste hier zum Nürnberger Biere besonders gut schmecken. Uebrigens — jedes frisch zum Anstich kommende Faß wurde durch eine Glocke angekündigt, daher wohl auch der Name. Hans Sachs mag hier nicht so ost Gast gewesen sein wie im „G olbenen Posthor n", das er in seinem „Krämerskorb" ausdrücklich erwähnt hat. W f s I Die Entschließung graphen 1 und 3 [ml Die Preisüberwalt über Auskunstspslicht verlangen. Zuwiderha> mntz bchrafl. W Mr gegen d vorschtiftrn erganger besondere gegen die oder fahrlässig verst strafe in unbeschrär Einzelfirmen trifft i vorhandene Betrieb einigungen die gese triebsleiter. (2) Einem Bersi wenn die Borschrift gesellschaftlicher Druc (3) Die Uebermi ourd) die lebenswich handwerkliche Leistur Ekehr gebracht wei es Betriebs den au Mr Anordnungen zi (1) Preiserhohu' spannen für öie'm SM*** (2) Preiserhohur bei Gegenständen u> I.Mai 1933 erfolgt miltlung i>es Kreisa gelegt werden. (3) Die Vorlage Händlern und Semi Jg« 6.747), utl 9o Fe Zur UebetB es», r-KSS" (1) 3m handel i bei lebenswichtigen lichen Bedarfs dürsi dcschandelslpannen gung der Pteisuber gen oder FesljeM solche Genehmigung (2) Berabredung aber vor dem 3nkr werden mit dem Ab nicht genehmigt mord anderweiter Borschrij M^ss-si ivarenlin Beugung S 7^e zula'sen ?! * Aufgabe, , f°h'gkeii zllr au Jmen )n laffen ö Sprüchen, daß öer > '"hin Son?tt9u li'nhe"iti der Qtoa! 0nen u Dton HiÄJeiien U ^llen. 5er 'r,.nQ,ütIi( Wirt,chgst J Jmen, । Sachen "A 'feien $ €.rf)aben2ffniB e '?en qQ '*el, öf| wirke^nzen 1 n>s aber ' ""- 5)er = . ""d es fij) Ur ("ien »ty'hrt; ,9«, teerig d'a ° S dÄ^Nter , elb ÄSK äur Itotl. Mohis« Koks Bvikctts Sol» Pappel L-Go. Gretzen Kohlen- und Holzliandlnng Mühlftraße 18 Ruf 3925 41 7D Das Deutsche Bundeskegeln in Frankfurt Auf 49 Kegelbahnen werden im Haus der Technik auf dem Festhallengelände die Kämpfe ausgetragen. 4517 c em Mädel vergaß! masiwichi 4185 A Netzwäsche Zur Weinbereitunn 4529 A 1523V Weinbücher Schwefel usw. Für den Herrn Nur einmal eine Urlaubsreise? Wenn Sie im Urlaub photographieren, dann erleben Sie später beim Anblick Ihres Reisealbums die ganzen Ferien wieder und wieder. Das ist ein Stück Lebenskunst und Ihre Aufnahmen werden immer die Erinnerung an schöne Stunden wachrufen. So machen Sie die Reise gewissermaßen ein paar Mal. Sie müssen deshalb unbedingt eine Kamera mitnehmen, zumal das Photographieren leicht und billig ist. Alles was dazu gehört, bekommen Sie bei uns, und wir sehen unsere besondere Arbeit darin, Sie vor Ihrer Reise In jeder Hinsicht fachmännisch zu beraten. Wir würden uns freuen, Sie begrüßen zu dürfen. Weinhefen Gärballons Gärrohre Korke, Korkmaschinen Eine frische, humorvolle, musikalische Komödie, die man sich zur Freude des Publikums erdachte. Dolly Haas, Willy Forst Oskar Sima — Pani Hörbiger — Ida Wüst Netzjacke sehr sol. Qual., in allen Größen, St. 1.25, Netzjacke echtägyptisch Mako, mit dopp. Schuber, bes. gute Qual., St. 2.-, Die Hausfrau schwitzt Jetzt Im Sommer sollten - auch Sie auf Gas kochen. Die Küche wird nicht so warm davon. Gassparende Gasherde und Gaskocher sind billiger als Sie denken. VerzIchtenSie nicht darauf. Kommen Sie mltlhremMann deshalb bald einmal zu J.B.Häuser Am Oswaldsgarten Gießen,Ruf 2145,2146 Familien-Drucksachen v«iobun„.nMi0.n Vermahlungsanzeigen bei Brühl, Schulstraße Geburtsanzeigen im Sommer! Kalte Suppen für die heiße Jahreszeit. Milchkaltschale. Die Milch wird mit Salz, Zucker und einer Stange Vanille aufgekocht, mit feinem Mehl verdickt und mit einigen Gelbeiern abgezogen: dann kalt gestellt und mit Schneeklößen oder kleinen Makronen serviert. Auch Mandelschnitzel oder Kokosnußraspel schmecken sehr gut darin. Erdbeerkaltschale mit Wein. Die Erdbeeren, am besten Walderdbeeren, werden eingezuckert und einige Zeit beiseite gestellt. Dann mischt man halb Apfelwein, halb Wasser, übergießt die Erdbeeren damit und stellt die kalte Schale aus Eis, bis zum Servieren. Bierkaltschale. Weißbier wird mit etwas Wasser gemischt, dann kommen einige aufgebrühte und wieder abgetropfte Korinthen, Zucker, Zitronenscheiben und Saft, geriebene Semmel und etwas gestoßener Zimt hinzu, und alles wird kalt gestellt und mehrfach umgerührt bis zum Anrichten. O b st k a l t s ch a l e. Das Obst wird gewaschen und mit wenig Wasser weich gekocht, durch ein Sieb ge- rührt, gesüßt und kaltgestellt. Die kalte Schale wird mit Schneeklößen, Makronen, kleinem Zwieback oder kleinen Grießklößchen zu Tische gegeben. B u t t e r m i l ch k a l t s ch a l e. Die Buttermilch wird gesüßt, mit einigen geriebenen Mandeln, geriebenem Schtdarzbrot und einer Zitronenscheibe vermischt und bis zur Tischzeit kalt aufbewahrt. Kalte Brotsuppe mit Schneeklößen. Die Brotsuppe wird mit Wasser, Salz, Zitronenschale und einigen Mandeln und Zucker fertig gekocht, muß erkalten und wird mit Schneeklößen oder Schlagsahne serviert. Sehr gut schmeckt auch etwas Johannisbeergelee daran. Weinkaltschale mit Makronen. Halb Wasser, halb Apfelwein wird mit Zucker und Zitronenschale aufgekocht, mit Kartoffelmehl verdickt und einigen Eigelb abgezogen. Nach dem Erhalten wird die Kaltschale mit kleinen Makronen serviert. Konkursverfahren. lieber das Vermögen des Kaufmanns Alexander Joel, Inhabers der Firma Alexander Joel in Gießen, Wetzlarer Weg 39, wohnhaft in Grevenmacher (Luxemburg), Trierer Straße, wird heute am 11. Juli 1933, nachmittags 4 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet, da der Schuldner zahlungsunfähig geworden ist. Der Rechtsanwalt Köhler in Gießen wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 3. August 1933 bei dem Gerichte anzumelden. 4522D Es wird zur Beschlußfassung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters sowie über die Zähne2Mk. in Kautschuk Plomben Brücken zu billigst. Preisen Frau Königer Dentistin Steinstraße 31. (04213 MUi Den MMn Boomifli ttem 15. bis 17. Juli 1933 goiinwgsrliasMkarlen nath Wetzlar von ollen Stationen im Umkreis von 150 Kilometer __4312 V Photo-Winterhof f Kreuzplatz 9 Germania-Drogerie Carl Seibel Frankfurter Straße 39 Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 13. Juli. Auftrieb: 173 Rin- der, 1273 Kälber, 111 Schafe, 1092 Schweine. Es wurden notiert: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 37 bis 40 Mark mittlere Mast- und Saugkälber 33 bis 36 geringe Kälber 24 bis 32; Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthämmel (Weidemast) 24 bis 27, (Stallmast) 20 bis 23; Schweine - voll- fleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 36 bis 38,50, von etwa 200 bis 240 Pfund 35 bis 38, von etwa 160 bis 200 Pfund 34 bis 37 Mark. Marktverkauf: bei allen Viehgattungen ruhig, ausoerkauft. Das Sportprogramm Das Sportprogramm des vom 15. bis 23. Juli in Frankfurt a. M. stattfindenden 18. Deutschen Bundeskegeln bietet eine sportliche Veranstaltung, wie sie auf diesem Gebiete in Südwestdeutschland noch nicht geboten wurde. Daher nimmt es nicht Wunder, wenn in dieser Woche Frankfurt das Ziel aller Keglerfreunde ist. Das Sportprogramm sieht neben den Deutschen Bundesmeister- schäften auch zahlreiche internationale Kämpfe vor. Es ist aber auch Vorsorge getroffen, daß außer den in harten Ausscheidungskämpfen ermittelten Startern jeder Keglerfreund auf den neuzeitlichen Bahnen kegeln kann. Das Sportprogramm wird eröffnet am Sonntag, 16. Juli, "14 Uhr, durch den Bundesführer Paul Schluck- Wernigerode. Der Bundessport- wart Kurt Hecker-Leipzig gibt die Bahnen frei, und von diesem Augenblicke ab rollen auf den 46 Bahnen im Hause der Technik ununterbrochen die Kugeln bis zum Schluß des Festes am Sonntag, 23 Juli. Täglich ist von 8 bis 22 Uhr Sportbetrieb, wobei 100 000 Kugeln am Tage zum Abwurf gelangen. Insgesamt dürften in der Sportwoche 700 000 bis 800 000 Kugeln über die Bahnen rollen. Den Höhepunkt des sportlichen Teiles bilden die Deutschen Bundesmeisterschaften. Am M o n t a g , 17. Juli, Kniehose oder Polojacke 425 porös, sehr solide Qualität, Stück 1.75, I Hose od. Jacke echt ägyptisch f)50 Mako, porös, auch Knüpftrikot, Stück 3.—, Verkauf im 1. Stock »evtdiedSSentvale hat für den dortigen Bezirk die Bezirks Vevtvetrms für ges. gesch. Svez.-Autoartikel zu vergeben. Eöwird emezielbew.Persönlichkeit mit Organ.-Talent, auch ohne Branchekenntnisse, gesucht. Von sZ-irmen oder Herren, welche über einige hundert -Ocnrt Betrieoskapital verfügen, Angebote erbeten unter 04210 an den Gieß. Anzeig. Iiichtspielhaus Gießen Ab heute Donnerstag: Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintretendenfalls über die in § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Donnerstag, den 10. August 1933 vormittags 9 Ahr vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 204, Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 3. August 1933 Anzeige zu machen. Hessisches Amtsgericht zu Gießen. 3 x täglich ein Gläschen Doppelherz macht wieder frisch und arbeitsfreudig. Es erneuert Blut und Körpersäfte bei regelmäßigem Gebrauch. Der Erfolg ist verblüffend. Probeflasche RM 1,95, Ori- ginalflasche RM 3,70 u. RM 4,65, Doppelherz-Dragees RM 1,50. Zu haben in d. nachstehenden Drogerien: H. Elges, Seltersweg68a: C. Seibel, Frankfurter Str.: 0. Winterhoff, Kreuzplatz 9/10; Grünberg: Karl Schott u.sämtl.Filialen Freitag, den 14. Juli, ab 2 Ahr, versteigere ich im „Löwen", Neuenweg 28: 1 Klavier (Blüthner), Eisschränke (einundzweitürig), ein- und zweitürige Kleiderschränke, Waschtische, Schreibtische, Küchentische und -schränke, Stühle, 1 Schreibmaschinentisch, 1 Kopierschrank, Betten (gut erhalten), Sofas, 1 Standuhr, Kredenz, Bücherschränke, 1 Geige (Jahr 1720), 1 Paar Offiziersstiefel (Größe 42), 1 Geldkassette, 1 Damenrad, üampen u. v. a. 4531A Versteigerung bestimmt. Ludwig Aavtnretz Auktionator und Taxator Neuenweg 28 beginnen die Einzelmeisterschaften, die von 256 „ Verbandseinzelmeistern bestritten werden. Bei den am Dienstag, den 18. Juli, beginnenden Kämpfen um die Verbandsbundesmeisterschaft treten 54 Mannschaften in Fünferriegen mit insgesamt 500 Kugeln an. Ab Mittwoch, 19. Juli, werden gau- seitig zusammengestellte Repräsentationsmannschaften um die Vorherrschaft auf den einzelnen Bahnarten kämpfen. Um oas Deutsche Bundcesportabzei- chen bewerben sich rund 500 Starter, die der breiten Oeffentlichkeit den Beweis erbringen werden, welche physische Kraftanstrengung und geistige Konzentration erforderlich ist, die gestellte Bedingung zu erfüllen. Für nicht weniger als 8 Lander sind internationale Kämpfe ausgeschrieben. Am 17. und 18.Juli wird ein großer Länder- kam pf zwischen Amerika, Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Holland und Schweden stattfinden, wobei jede Nation 1 bis 5 Mannschaften aus je 5 Startern stellen kann. Am 19. Juli treten 8 deutsche und schwedische Kegler mit je 4 Durchgängern an. Deutschland und Belgien messen fid) am 19. und 20. Juli auf der Scherenbahn. Je 10 deutsche und 10 belgische Kegler schieben 50 Kugeln in die Vollen und je 50 Kugeln Abräumen. Verantwortlich für Lokales, Provinz, Wirtschaft und Sport: I. V.: H. L. N e u n e r. 4520 A Salomon gaa Die Presse schreibt: Dieser Film ist einer der entzückendsten. kultiviertesten Filme, die uns die Tonfilm-Aera bescherte ... Licht-Blld-Bühne, Berlin. Das Publikum hat an dem kecken, liebenswürdigen Spiel von Dolly Haas, ■ wie an der UnVerzagtheit von Willy Forst und Oskar Sima helle Freude ... Berliner Morgenpost. ....................................................................................... Gutes Beiprogramm und Ufa -Ton - W oche ! Wirtschaft. Frankfurt still und uneinheitlich. F r a n k f u r t a. M., 13. Juli. (WTB.-Drahtmel- dung.) Die Ausführungen des Reichswirtschaftsministers, daß die Wirtschaft sicher und stabil geführt werden müsse, verfehlten zunächst an der heutigen Mittagsbörse den Eindruck nicht, eine nennenswerte Belebung konnte aber hiervon infolge der anhaltenden Orderlosigkeit von feiten der Kundschaft nicht ausgehen, zumal auch die Spekulation im Hinblick auf die neuerliche Dollarschwache verstärkte Zurückhaltung bekundete. Die sreundliche Stimmung der letzten Tage blieb jedoch bes ehen, da aus der Wirtschaft neuerdinas günstige Nachrichten vorlagen. Bei kleinen Umsätzen war Die Kursgestaltung gegenüber der Abendborse uneinheitlich, die Abweichungen gingen jedoch im aUgc- meinen nicht über 0,50 bis 1 Prozent nach beiden Seiten hinaus. Am Chemiemarkt kam m IG. und Scheideanstalt einiges Angebot heraus, das die Kurse um 0,75 bzw. 2 Prozent druckte Deutsche Erdöl und Metallgesellschaft lagen widerstands- fähiq. Elektrowerte lagen vorwiegend schwacher. Es ließen Elektrische Lieferungen und Lahmayer mit je 1,50 Prozent, Licht & Kraft und AEG., o° wie Siemens je 0,90 Proz. nach, wahrend Bekula, Velten, Rheinische Elektro und Schuckert leicht an- zogen. Sehr fest notierten Chade-Aktien, die 8 Mk. gewannen. Montanwerte wiesen geringe Veränderungen auf, nur Rheinstahl mit —1,25 Prozent und Klöcknerwerke mit 4- 1 Prozent waren mehr verändert. Am Kalimarkt gingen Salzdetfurth 1,25 Prozent, Aschersleben 0,50 Prozent zurück, wogegen Westeregeln 1 Prozent anzogen. Schiffahrts- werte waren behauptet. Sonst eröffneten Daimler Motoren 0,75 Prozent höher, Holzmann lagen im gleichen Ausmaß niedriger. Im Verlaufe war die Umsatztätigkeit auf einzelnen Marktgebieten lebhafter, besonders Schiffahrtswerte erzielten eine Steigerung von je 1 v. H. Auch im übrigen traten kleine Erholungen ein. JG.-Farben waren auf dem Stand der gestrigen Abendbörse mit 131 o.H. erholt. Am Rentenmarkt waren Deutsche Anleihen behauptet; sehr lebhaftes Geschäft hatten Reichs- schuldbuchforderungen später Fälligkeiten. Anfangs lagen sie etwas schwächer, doch trat im Verlaufe eine Steigerung um 1 v. H. auf 78,50 o. H. ein. Gold- und Liquidationspfandbriefe hatten bei kleinen Umsätzen wenig Veränderungen. Kommunalobligationen waren vereinzelt etwas schwächer. Staats- und Stadtanleihen lagen ruhiger; von Jndustrieobliga- tionen konnten sich Stahlverein nach anfänglichen Neiaungen zur Schwäche wieder erholen. Aon fremden Werten lagen Anatolier und Schweizer weiter fest, während Bosnier und Türken leicht nachgaben. Tagesgeld blieb zum Satz von 3 v. H. unverändert. Heue NMHel! Böhms allerfrüheste gelbe, laWetterauer Ware, p. Zentner Mk. 2.35 m.Sackoerfenbet ab Station Echzell gegen Nachnahme. Ludwig Erb in Schnell (Wetterau). Reelle u.rasche Bedienung. Illlllllllllllllllllllllllllllllllll Bringe meine erstkl. Hefe in empfehlende Erinnerung 04221 Karl Germann Gießen. Illllllllllllllllllllllllllllllllll Amtsverkündigungen aus den oberhessischen Kreisen. ÄreiS Schotten. Betrifft Krüppelfürsorge. Es finden folgende Beratungstage der orthopädischen Universitätsklinik in Gießen statt: 4528C 1. Für den Bezirk Gedern: Freitag, den 14. Juli 1933, nachmittags 3 Uhr, im Kreisbezirkskrankenhaus in Gedern. 2. 3ur den Bezirk Schotten: Freitag, den 28. Juli 1933, vormittags 10 Uhr, im Sitzungszimmer des Kreisamts im Forstamtsgebäude. 3. Für den Bezirk Laubach: Freitag, den 28. Juli 1933, nachmittags 3 Uhr, im Rathaus in Laubach. Die Körperbehinderten des Kreises werden hierauf hingewiefen mit dem Bemerken, daß die Beratungen unentgeltlich erfolgen. uervieliaiiigungen ßöscnriiien . sauber, schnell, billig N ItOERHAUSEN Bohnhofstr. gegenüber Hotel Schütz Amtsverkündigungsblatt für die Provinzialdirektion Oberheffen und für das Kreisamt Gießen Ilr. 38 Erscheint Dienstag und Freitag. 14. 3uli Nur durch die Post zu beziehen. 1933 Jnhalls-llebersichl: Verordnung zur Preisüberwachung. — Schlichtungswesen. — Hauptkörung 1933. — Herstellung leicht verderblicher Konditor waren an Sonntagen. — Verzeichnis über Personen, die durch Einbürgerung im Auslande ihre deutsche Staatsangehörigkeit verloren haben. — Feldbereinigung Annerod. — Dienstnachrichten. is Gießen Wes, Provinz, Wirtschaft H. L. Neuner. lorvolle, musikalische an sich zur Freude rdachte. 5, Willy Forst HSrblger - Ida Wflsl einer der entzückend- I esten Filme, die uns I ■a bescherte... ■ jchl-Btid-Bßhne, Berlin. ■ bat an dem kecken, ■ l Spiel von Dolly Haas, ■ Verzagtheit von W ■ •Sima helle Freude... ■ Berliner Sorgenposi. ■ ........................'ffl'Se | id Ufa-Ton-ttoche g .hon Verlobungsanzelgen ,nC” Vermählungsanzelgen •aße Geburtsanzeigen " *** «»Wagen. «nS ^prasentationLnrannschas, ?iöeVin3clncn Ün. Ä.e Bunbcesportabzei, "tarier die her breb S5nilerbrinflen werden, 19h "9 rllnÖ geistige |t, Me gestellte Äedin- N weniger als 8 Länder r ausgeschrieben. «d ein grotzer Lander- XXX Wh, Dänemark, Mond und Schweden -atm 1 bis 5 Mannschas. Hellen kann. Am 19. Juli schwedische Kegler mit je Aland und Belgien mes- Lui, aus der Scherenbahn. 'chische Kegler schieben 50 ö je 50 Kugeln Abräumen. d ”IK 1 man nicht Fünfen Kenn im Sommer! non 4ffOA 1ßB6 Verordnung zur Preisüberwachung. Vom 8. Juli 1933. Auf i®runb des §5 Kap. II des 1. Teils der vierten Verordnung des Reichspräsidenten zur Sicherung von Wirtschaft usw. vom 8. Dezember 1931, (RGBl. I. S. 699, 702), Der Verordnung über die Befugnisse des Reichskommissars für Preisüberwachung vom 8. Dezember 1931 (RGBl. S. 747), der Bekanntmachungen des Reichskommissars für Preisüberwachung vom 23. Februar und 29. Februar 1932 (Reichsanzeiger Nr. 47 und Nr. 57 aus 1932) sowie der hessischen Ermächtigungsgesetze vom 13. März und 16. Mai 1933 (Reg.-Bl. S. 27 und 129) wird die nachstehende Verordnung erlassen. § 1. (1) Jur Ueberwachung der Preise für lebenswichtige Lebens- und Genußmittel sowie für lebenswichtige handwerkliche Leistungen zur Befriedigung des täglichen Bedarfs wird bei der Minifterialabteilung I eine Preisüberwachungsstelle errichtet. Sie hat die Befugnisse aus tz 1 der Verordnung vom 8. Dezember 1931 (RGBl. I, S. 747). (2) Das Nähere bestimmt der Staatssekretär. . § 2. (1) Preiserhöhungen, Erhöhungen von Preiszuschlägen und Preisspannen für die im 8 1 bezeichneten Lebensmittel und Leistungen dürfen nur vorgenommen werden, nachdem sie durch die Ueberwachungsstelle oder durch die sonstigen hierfür bestimmten Organe genehmigt worden sind. (2) Preiserhöhungen oder sonstige Maßnahmen nach Absatz 1, die bei Gegenständen und Leistungen der im 8 1 erwähnten Art seit dem 1. Mai 1933 erfolgt find, müssen spätestens bis zum 31. Juli durch Vermittlung des Kreisamts der Ueberwachungsstelle zur Genehmigung vorgelegt werden. (3) Die Vorlage kann auch durch Verbände und Vereinigungen von Händlern und Gewerbetreibenden erfolgen. §3. (1) Im Handel mit lebenswichtigen Lebens- und Genußmitteln sowie bei lebenswichtigen handwerklichen Leistungen zur Befriedigung des täglichen Bedarfs dürfen Verbände und Vereinigungen Mindestpreise, Mindesthandelsspannen und Mindestzuschläge jeglicher Art nur mit Genehmigung der Preisüberwachungsstelle verabreden oder festsetzen. Verabredungen oder Festsetzungen, die nach Inkrafttreten der Verordnung ohne eine solche Genehmigung getroffen werden, sind nichtig. (2) Verabredungen oder Festsetzungen, die nach dem 1. Mai 1933, aber vor dem Inkrafttreten dieser Verordnung getroffen worden sind, werden mit dem Ablauf des 31. Juli 1933 nichtig, wenn sie bis dahin nicht genehmigt worden sind, soweit nicht die Nichtigkeit schon auf Grund anderweiter Vorschriften eingetreten ist. 8 4. Die Entschließungen der Preisüberwachungsstelle nach den Paragraphen 1 und 3 sind endgültig. § 5. Die Preisüberwachungsstelle ist berechtigt, gemäß der Verordnung über Auskunftspflicht vom 13. Juli 1923 (RGBl. I, S. 723) Auskunft zu verlangen. Zuwiderhandlungen werden nach § 6 der genannten Verordnung bestraft. § 6. (1) Wer gegen die auf Grund der Eingangs erwähnten Gesetzes- oorschriften ergangenen Maßnahmen der Preisüberwachungsstelle, insbesondere gegen die Paragraphen 1 bis 3 dieser Verordnung vorsätzlich oder fahrlässig verstößt, wird wahlweise mit Gefängnis oder mit Geldstrafe in unbeschränkter Höhe oder mit beiden zusammen bestraft. Bei Einzelfirmen trifft die Strafandrohung den Betriebsinhaber sowie etwa vorhandene Betriebsleiter, bei juristischen Personen und sonstigen Vereinigungen die gesetzlichen Vertreter sowie die etwa vorhandenen Betriebsleiter. (2) Einem Verstoß im Sinne des Absatzes 1 ist es gleichzuachten, wenn die Vorschrift des 83 umgangen wird, namentlich dadurch, daß ein gesellschaftlicher Druck ausgeübt oder eine Person verächtlich gemacht wird. (3) Die Ueberwachungsstelle kann die Fortführung von Betrieben, durch die lebenswichtige Lebens- und Genußmittel sowie lebenswichtige handwerkliche Leistungen zur Befriedigung des täglichen Bedarfs in den Verkehr gebracht werden, untersagen, wenn der Inhaber oder der Leiter des Betriebs den auf Grund dieser Verordnung erlassenen Vorschriften oder Anordnungen zuwider handelt, oder wenn sonst Tatsachen die Annahme rechtfertigen, daß der Inhaber, die gesetzlichen Vertreter oder Betriebsleiter die für den Betrieb erforderliche Zuverlässigkeit nicht besitzen. Die Ueberwachungsstelle kann die Schließung der Betriebs- und Geschäftsräume solcher Unternehmungen anordnen. Im übrigen finden die Vorschriften des § 2 Absatz 3 bis 4 der Verordnung vom 8. Dezember 1931 (Reg.Bl. I, S. 747) Anwendung. (4) Die Namen derjenigen Personen und ihrer Firmen, die auf Grund dieser Verordnung bestraft worden sind, werden auf Beschluß der Preis- überzvachungsstelle öffentlich auf Kosten der Bestraften bekanntgemacht. Die Art der Bekanntmachung bestimmt die Preisüberwachungsstelle. Die Kosten der Bekanntmachung unterliegen der Beitreibung wie öffentliche Gefälle des Staates. 8 7. Bei Unternehmungen, die ihren Sitz außerhalb Hessens haben, gelten diese Bestimmungen für die in Hessen befindlichen Niederlassungen. ‘ 8 8. Die Entschließungen der Preisüberwachungsstelle werden für den Bezirk der Kreisämter, für deren räumlichen Umfang die Entschließung ergeht, in den Amtsverkiindigunasblättern der Kreisämter veröffentlicht. Dies gilt insbesondere für die Anordnungen zur Senkung von Preisen, Preiszuschlägen und Preisspannen oder anderer hierauf abzielender Maßnahmen sowie die Untersagung der Fortführung von Betrieben und die Schließung der Betriebs- und Geschäftsräume. Mit der Verkündung tritt die Entschließung in Kraft, soweit im Einzelfall nichts anderes gesetzlich vorgeschrieben ist oder angeordnet wird. 8 9. Diese Verordnung tritt mit der Verkündung in der „Darmstädter Zeitung" in Kraft. Ihr Außerkrafttreten bestimmt der Staatsminister. Darmstadt, den 8. Juli 1933. Der Hessische Ministerpräsident: Dr. Werner. Vetr: Schlichtungswesen. Presse-Notiz. Mit Wirkung vom 1. Juli d. I. ab werden im Volksstaate Hessen die Dienstgeschäfte der Schlichtungsausschüsse und deren Spruchkammern von dem Hessischen Staatsministerium, Minifterialabteilung III (Arbeit und Wirtschaft), Darmstadt, mitversehen. Alle für diese Behörden bestimmten Anträge und Eingaben sind daher nunmehr an das Hessische Staatsministerium, Minifterialabteilung III (Arbeit und Wirtschaft), Darmstadt, Adolf-Hitler-Platz Nr. 5 (Altes Palais) zu richten. Bekanntmachung. Vetr.: Hauptkörung 1933. Die diesjährige Hauptkörung in den zum Dienstbezirk der Amlsvele- rinärarztftelle Grünberg gehörigen Gemeinden findet an folgenden Tagen statt: 1. Mittwoch, den 26. Juli, 9 Uhr, in Grünberg, 10.30 in Lauter, 12 in Weickartshain, 13 in Stockhausen, 14 in Stangenrod. 2. Donnerstag, den 27. Juli, 7.30 Uhr in Lumda, 9 in Weitershain, 10.30 in Rüddingshausen, 12 in Odenhausen, 13 in Geilshausen. 3. Freitag, den 28. Juli, 7.30 in Beltershain, 9 in Kesselbach, 10.15 in Londorf, 12.15 in Allendorf. 4. Samstag, den 29. Juli, 7.30 in Harbach, 9 in Ettingshausen, 10 in Münster, 11 in Röthges, 12.45 in Ober-Bessingen, 13.45 in Nieder Bessingen. 5. Montag,^den 31. Juli, 7.15 in Göbelnrod, 8.30 in Queckborn, 10 in Saasen, 11.30 in Lindenstruth, 12.45 in Winnerod, 13.45 in Rein- hardshain. Die angegebenen Zeiten werden nach Möglichkeit eingehalten. Besitzer von Faseltieren, die diese gelegentlich der Hauptkörung ankören lassen wollen, haben dies vor den genannten Terminen dem Vorsitzenden der Körkommission, Herrn Veterinärrat Dr. Fuchs in Grünberg, anzuzeigen. Gießen, den 8. Juli 1933. Kreisamt Gießen. I. V.: Schmidt. mals eine Beugung der höheren Fähigkeit durch die niedere zulassen. Der Nationalsozialismus hat die Aufgabe, überall die größte Fähigkeit zur ausschlaggebenden Bedeutung kommen zu lassen, wir wissen es ja aus tausend Aussprüchen, daß der Sinn der wahren nationalsozialistischen Staats- und wirtschaflsauffassung der ist, daß jeder, der etwas kann und jeder, der eine verantwortungsvolle Stelle zu tragen hat, von dem Staate gestützt und in seiner Autorität gefördert wird. Die oberste Aufgabe des Wirtschaftsministers sehe ich viel weniger in einer Aufstellung von wirtschaftlichen Konstruktionen und Plänen als vielmehr in der Organisation der vorhandenen praktischen realen Wirtschaftsmög- lichte i t e n. Es ist nicht die Aufgabe des Wirt- schaftsministeriums, in die einzelnen Wirtschaftszweige einzugreifen und darin herumzuregieren. Man muß aber natürlich die Möglichkeit dazu offen holten. Der nationalsozialistische Staat muß für sich in Anspruch nehmen, daß er den Dingen in der Wirtschaft nicht freien Lauf läßt, daß er nicht jeden machen läßt was er will, damit nicht jemand a_n5 Konkurrenzgründen rücksichtslos Schaden stiftet, der sich unter Umständen a u f einen ganzen Wirtschaftszweig aus- wirken kann. Der Staat wird von dieser Befugnis aber nur einen sehr weisen Gebrauch machen und es sich genau überlegen, bevor er ordnend eingreift. Die Möglichkeit dazu muß allerdings bestehen. Und ich glaube, wir wissen alle Fälle, wo es auch in der Vergangenheit dringend erwünscht gewesen wäre, wenn die Regierungen diese Möglichkeit gehabt hätten. Wenn es heißt: G emeinnutz geht vor Eigennutz, so kann damit nur gemeint sein, Haß s j ch das selbstverständliche Erwerbsinteresse nicht so ausbreiten darf daß man dabei das Gemeinwohl, das Staatswohl uni) das Gesamtinteresse übersieht oder gar stört. Die Aufgabe, die ruhige ©nergic, Die Das neue Reich hat, zu gehen, selb st im Hause Ordnung zu schaffen und die €0 Millionen Menschen in Arbeit zu bringen und mit ihnen zu wirtschaften. Das heißt natürlich keineswegs, daß wir eine Chance, die uns geboten ist, um unsere Beziehungen zum Ausland zu fördern, auslassen. Cs ist selbstverständliche Aufgabe des Reichswirtschaftsmini- stcriums, alles zu tun, um d i e Verbindung mit der Welt und der Weltwirtschaft zum Vorteil unserer eigenen Ration z u hegen und zu pflegen. Im Anschluß an diese mit großem Beifall aufgenommene Rede nahm Herr Krupp von Bohlen und Halbach, der Führer des Reichsoerbandes der deutschen Industrie, das Wort zu folgenden Ausführungen: Wir haben alle und wollen alle den Glauben und das Vertrauen zur Bewegung, zur Gesundung, aber auch zu den vorhandenen Möglichkeiten haben. Den Glauben wollen wir uns erhalten und wollen unserseits alles tun, was den Glauben auch in weitere Kreise tragen kann. Wenn ich eines aus Ihren Ausführungen hervorheben darf, so ist vielleicht mit das wertvollste, was Sie gesagt haben, die Verantwortung des Einzelnen soll erhal- halten bleiben. Herr Reichswirtschaftsminister, das ist wohl unser aller Wunsch und Ziel. Wenn uns die Verantwortung erhalten bleibt, so werden wir alle an den Zielen Mitarbeiten können, die der Regierung, der Bewegung, man kann wohl heute schon sagen, fast dem ganzen Volke vorschweben. Schärfste Maßnahmen gegen Saboteure des nationalsozialistischen Ausbaus Berlin, 13. Juli. (TU.) Der preußische Justizminister hat mehrere Erlasse herausgegeben, in denen es u. a. heißt: Die Staatsanwaltschaften sind angewiesen, alle Fälle, die eine Auflehnung Beugung der höheren Arbeitsleistung unter die mindere Arbeitsteilung werde nicht geduldet. Das fordere das wohl des deutschen Volkes. Im Rahmen dieser Grundsätze, die Interessen der Gesamtheit wahrzunehmen, das sei das Problem, das uns zur Lösung gestellt sei. Wie auf politischem, so könne man auch auf wirtschaftlichem Gebiet Befugnisse und Rechte nur her- lei t e n aus der Leistung. Das Tempo unserer Einwirkung auf die Wirtschaft und die Stel- lenbesehung in der Wirtschaft sei daher abhängig von der Heranbildung eines wirtschaftlichen Führernachwuchses. Die Betriebsamkeit gewisser Organisationen auf diesem Gebiet sei noch keineswegs der Beweis dafür, daß dieser Rachwuchs bereits vorhanden sei. Es sei Grundsatz der NSDAP., eine Stelle nicht eher zu besehen, solange nicht eine fähige, durch Lei st ungen erprobte Persönlichkeit zur Verfügung stehe. Wer nur an die Vergangenheit denke und sich nicht mit der Zukunft beschäftige, fei ein schlechter Nationalsozialist. was ihn. den Führer, wirtschaftlich interessiere, fei allein d i e Zukunflsauf- gäbe, das deutsche Volk wieder in Arbeit zu bringen und feine volle Konsumkraft wieder herzu st eilen. Deshalb habe er auch mit Genugtuung Kenntnis genommen von der Anerkennung, die Deutschlands bisherige Leistungen in der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit kürzlich in Genf gefunden habe. — Der Führer behandelte im weiteren Verlauf seiner Rede dann außenpolitische Fragen. Im Rahmen der Friedenspolitik des neuen Deutschlands sei auch das Konkordat mitderKa- tholischenKirche, die den nationalsozialistischen Staat damit offiziell anerkenne, von Bedeutung. In diesem Zusammenhang wies er auf die neue evangelischeKirchenverfafsung hin und erwähnte, daß am übernächsten Sonntag die evangelischen Kirchen- 8reitag,H.3ulil955 : Zchulftraße 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Ne- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrist 20° , mehr. Chefredakteur Dr. Fnedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.Tbyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für denAn- zeigenteil i.D.TH.Kümmel sämtlich in Bietzen. Wilhelm Keppler Beauftragter NSDAP, für WirtschastSfragen. •Hin, 13. Juli. (TU.) Die NSk. meldet: Der er hat folgende Verfügung erlassen: Den Par- iossen Wilhelm Keppler habe ich als nen Beauftragten für Wirtschafts- I e n in d i e Reichskanzlei berufen, rnenne ihn hiermit gleichzeitig zu meinem Belgien für Wirtschaftsfragen innerhalb der t e i. Alle wirtschaftspolitischen Organisationen Zartei sind ihm unter ft eilt. rlin, den 13. Juli 1933. Gez.: Adolf Hiller. als Beauftragter der NSDAP, für Wirl- jfragen in die Reichskanzlei berufene Ingenieur •Im Keppler, der der nationalsozialistischen stagsfraktion angehört, wurde am 14. Dezember in Heidelberg geboren. Nach dem Besuch des lafiums in Heidelberg und Rastatt studierte er n Technischen Hochschulen Karlsruhe und Dan- laschinenbau. Von 1911 Ingenieur in der chemi- Jndustrie, war er vom Jahre 1912 als Leiter rieUer Unternehmungen tätig. Ingenieur S ’pp- ehört der deutschen Abordnung aus Londoner W e l t w i r t s ch a f t s k o n f e- \ an. aller MffchastspoM i der Arbeit: Nur durch Ausnutzung ationale Aufbauwerk gelingen. »len stattfinden würden. — Zum Schluß eichnete der Führer in eingehenden Ausfüh- en die verschieden gearteten Aufgaben von erung und Partei. große und entscheidende Aufgabe der Partei die Erziehung des deutschen 2TI c n - e n, Aufgabe der Regierung, das Leben der lion funktionell in Gang zu halten. Die i n t f) e f e zwischen dem ibealiffi- enNationalsozialismusundden alen Erfordernissen der wirt- a f t gelte es zu verwirklichen. Er kapituliere allem, was er tue, nur vor der Vernunft. abe den Ehrgeiz, ohne Rücksicht auf Augen- stimmungen etwas zu schaffen, wos der Kri- rr Rachwelt Stand halte. Die Partei habe ihre lang keine Konzessionen an die ■u laritä t gemacht, 14 Jahre lang an die >ektiven gedacht und 14 Jahre lang eine bei- ose Disziplin geübt. Wenn wir auch in u n f t nach diesen bewährten Grundsätzen der ei handelten, dann werde der Erfolg go g und ein Rückschlag für das deutsche Volk mehr denkbar sein. Oie Bildung der Angestelltensäute. liederungderbishcrnichtorganisierten Angestellten. : r l i n , 13. Juli. (VDZ.) Der erste Teil Maßnahmen, die der Reichslagsabgeordncte Forster, Danzig, als Führer der Deut- Angestellten angeordnet hatte, ist beendet. Rund 1 V 75 ZorWeinhereityna 250 4529 A 1523V * I Weinbücher Schwefel usw. in l inn> Ki Nr den Herrn Weinhefen Gärballons Gärrohre Korke, Korkmaschinen Netzjacke sehr sol. Qual., in allen Größen, St. 1.25, NetzjaCke echtägyptisch Mako, mit dopp. Schuber, bes. gute Qual., St. 2.-, Kniehose oder Polojacke porös, sehr solide Qualität, Stück 1.75, Hose od. Jacke echt ägyptisch Mako, porös, auch Knüpftrikot, Stück 3.—, Verkauf im 1. Stock zu Fr -Dti Hei Heu Böl gelt Wa 2.36 ab geg Lud (W. u.rc im Sommer! Za in Nur einmal eine Urlaubsreise? Wenn Sie im Urlaub photographieren, dann erleben Sie später beim Anblick Ihres Reisealbums die ganzen Ferien wieder und wieder. Das ist ein Stück Lebenskunst und Ihre Aufnahmen werden Immer die Erinnerung an schöne Stunden wachrufen. So machen Sie die Reise gewissermaßen ein paar Mal. „ Sie müssen deshalb unbedingt eine Kamera mitnehmen, zumal das Photographieren leicht und billig ist. Alles was dazu gehört, bekommen Sie bei uns, und wir sehen unsere besondere Arbeit darin, Sie vor Ihrer Reise In jeder Hinsicht fachmännisch zu beraten. Wir würden uns freuen. Sie begrüßen zu dürfen. verboten. Die Regelung der Entlohnung der Sonntagsarbeit bleibt der einbarung mit den hierfür neu geschaffenen Instanzen vorbehalten. Dar Entscheidende sehungendafür wie mvzfch in unsere scstigt wird, datz di schastlichen fto maß hat, das über uns darüber klar, i heil und ohne lationämoglid nen Entschlüssen c hemmt wird. Di ihrerseits die große Regierung untcrstü! Der Führer hat n gesprochen, daß c der Wirtschaf luch einer Sojii an den Mensa es gäbe feine Men l'ede Chance in de derungen auf Donnerstag, den 10. August 1933 vormittags 9 Uhr vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 204, Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 3. August 1933 Anzeige zu machen. Hessisches Amtsgericht zu Gießen. Dkioeyullung ves eruunnieii uuei ute zuuyi eines anderen Verwalters sowie über die Druck der D-ühl'lch-n U ni°--1 i «L ts . Du ch. und St°indruck°r°i. D. Lunge, Gi-b-n. Photo-Winterhof f Kreuzplatz 9 Bwhlen ittoks Briketts j»ol$ Kappes LrEo. (Sieben Kohlen- und Holzliandlnng Müblttrafre 18 Nuf 3925 41 7V Amtsverkündigungen aus den oberhessischen Kreisen. Kreis Schotten. Betrifft Krüppelfürsorge. Es finden folgende Beratungstage der orthopädischen Universitätsklinik in Gießen statt/ 4528C 1. Für den Bezirk Gedern: Freitag, den 14. Juli 1933. nachmittags 3 Uhr, im Kreisbezirkskrankenhaus in Gedern. 2. Für den Bezirk Schotten: Freitag, den 28. Juli 1933, vormittags 10 Uhr, im Sitzungszimmer des Kreis- amls im Forstamtsgebäude. 3. Für den Bezirk Laubach: », den 28. Juli 1933, nachmittags i Rathaus in Laubach. Die Körperbehinderten des Kreises werden hierauf hingewiesen mit dem Bemerken, daß die Beratungen unentgeltlich erfolgen. Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung Annerod; hier: den Kostcnausschlag. In der Zeit, vom 18. bis einschließlich 24. Juli 1933 liegen auf dem Amtszimmer der Hess. Bürgermeisterei zu Annerod 3 der Ausschlag über ungedeckte Feldbereingungskosten nebst den Beschlüssen der Vollzugskommission vom 26. Oktober 1932 Ziffer i und vom 7. Juli 1933 Ziffer 3 zur Einsicht der Beteiligten offen. ... . -Einwendungen hiergegen sind bei Meldung des Ausschlusses wahrend der Offenlegungszeit daselbst schriftlich und mit Gründen versehen einzureichen. Friedberg, den 6. Juli 1933. Der Hessische Feldbereinigungskommissar. W i n g e s e l d , Negierungsassessor. Bekanntmachung. Betr.: Herstellung leicht verderblicher Konditorwaren an Sonntagen. Der Hess. Minister des Innern (Arbeit und Wirtschaft) hat aus Grund von Ziffer VII der Anordnung über die Regeümg der e i tsz e11 gewerb- lieber Arbeiter vom 23. November 1918, 17. Dezember 1918 (Jieid; blatt S 1334/1436) in Verbindung mit §§ 1 und 14 Abs. 2 der Verori. - nung ^w-r d/c Arbeitszeit »om 21. Dezember -iW in der F° ,ung der Bekanntmachung vom 14. April 1927 (Reichsgesetzblatt I o. 1249/110) widerruflich unter den nachstehenden Bedingungen für gesamte Gebiet des Volksstaates Hessen genehmigt, daß abweichend von § 6 der Verordnung über die Arbeitszeit den Bäckereien und Konditoreien vom 23. November 1918 (Reichsgesetzblatt S. 1329) an Sonntagen wahrend höchstens zwei Stunden leicht verderbliche Konditorwaren hergestellt und dabei erwachsene Arbeitnehmer beschäftigt werden. Gleichzeitig hat der Herr Minister des Innern (Arbeit und Wirtschaft) auf Grund von 8 6 Abs. 4 der genannten Verordnung vom 23. November 1018 für das Staatsgebiet gestattet, daß leicht verderbliche Konditorwaren an Sonntagen mährend höchstens zwei Stunden ausgetragen werden. Die Anordnung gilt nicht für Festtage (§ 105a G. O.), und zwar auch dann nicht, wenn ein Festtag auf einen Sonntag fallt. Gewerbetreibende, welche von der vorstehenden Genehmigung Gebrauch machen wollen, sind verpflichtet, folgende Bedingungen zu erfüllen. 1. Die Herstellung und das Austragen leicht verderblicher Konditor- waren dürfen nur während der von der zuständigen Behörde sest- gesetzten Stunden vorgenommen werden. 2. Jeder Arbeitnehmer darf höchstens jeden zweiten Sonntag zur Sonntagsarbeit herangezogen werden. 3. Jedem an einem Sonntage beschäftigten Arbeitnehmer ist an einem der nächsten 6 Werktage Freizeit ab 13 Uhr zu gewahren. 4. Die Arbeitszeit der Arbeitnehmer, welche auf Grund vieler Genehmigung an Sonntagen beschäftigt werden, darf 48 Stunden wöchentlich, einschließlich der Sonntagsarbeit nicht übersteigen. 5 Im Betriebe ist ein Abdruck dieser Anordnung auszuhängen sowie " ein Verzeichnis zu sichren, aus welchem für jeden Arbeitnehmer seine Beschäftigung an Sonntagen und die ihm gewahrten Freizeiten ersichtlich find. Das Verzeichnis ist den zuständigen Gemerbe- aufsichts- und Polizeibeamten jederzeit auf Verlangen vorzuzeigen. Die Seit für die Herstellung und das Austragen leicht verderblicher Konditorwaren an Sonntagen wird für den Kreis Gießen einheitlich auf die Stunden zwischen 9 und 13 Uhr festgesetzt. Als Herstellung leicht verderblicher Konditorwaren gilt nur die Zubereitung von Creme-, Obst- und Eisspeisen und von Schlagsahne sowie das Füllen und Garnieren von Backwaren mit diesen Speisen Die Herstellung von Backwaren durch Backvorgange irgendwelcher Art bleibt Die Bedingungen unter 1 bis 5 gelten nicht für Gast- und Schankwirtschaften einschließlich der Bahnhofswirtschasten und für Speifeanstalten aller Art. Gießen, den 7. Juli 1933. Kreisamt Gießen. J.V.: Schmidt. Berlin, ■ des MtfchaM'" behördlichen Organ Wirtschaft im ein S-Ssta chen Wichcha t f WirtschnfU-lb ausgewachsenen v rerngeloi ten und mit feiner sichren, aber nicht Dos entscheidende führung von 5 den Arbeitspr beitslosigkeit lonn 1 liehe Arbeilsv kann nur dazu die pression mit ei Weltzu schaffe bis die Gesundung kommt. Es muh aber all s chafl erfaßt, gebracht roert Aufschwung und i entroidlung die Joh. Absicht des Mm weit sie von der Ri so weit wie irgend nicht allein unmillel geben werden, fondei buttioe Wirtj gen schafft, die i flt 162 9'-' xsU . 0HN-Al- 3usteff Wtersch^ 'VxS Draht" 6,t Betr.: Verzeichnis über Personen, die durch Einbürgerung im Auslande ihre deutsche Staatsangehörigkeit verloren haben. An das Polizeiamt Gießen und die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Wir erinnern an die Erledigung unserer Verfügung vom 5. Juli 1926, abqedruckt in Nr. 55 des 'Amtsverkündigungsblattes vom 9. Juli 19^. Falls bis zum 1. August 1933 kein Bericht von Ihnen zugeht,^nehmeni wir an, daß die Verfügung für Ihre Gemeinde nicht in Wetracht kommt. Fehlbericht ist nicht erforderlich. Gießen, den 6. Juli 1933. Kreisamt Gießen. 3.93.: Schmidt. Germania-Drogerie Carl Seibel Frankfurter Straße 39 e Dienstnachrichten des Kreisamtes. Dem Dr. Ernst Kreger zu Gießen wurde für seine Person die Erlaubnis erteilt, bei der Beförderung von Auswanderern nach außerdeutschen Ländern als Agent der Hamburg-Amerika-Linie zu Hamburg durch Vorbereitung, Vermittlung oder Abschluß von Besörderungsvertragen gewerbsmäßig mitzuwirken. v ... Tierarzt Dr. Koeppe zu Lich wurde als Fleischbeschauer und Trichinen- schauer für die Gemeinde Lich verpflichtet. ... Heinrich Roth aus Treis a. d. Lda. wurde als Rachtwachter für die Gemeinde Treis a. d. Lda. eidlich verpflichtet. fiir hi(l Heinrich Spengler aus Grunberg wurde als Rachtwachtec für Die Gemeinde Grünberg verpflichtet. Bestellung eines Gläubtgerausschusses eintretendenfalls über die in § 132 Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten For- Wirtschaft. Frankfurt still und uneinheitlich. F r a n k f u r t a. M, 13. Juli. (WTB.°Draht düng.) Die Ausführungen des Reichswirtsch Ministers, daß die Wirtschaft sicher und stabil führt werden müsse, verfehlten zunächst an Der tigen Mittagsbörse den Eindruck nicht, eine nenswerte Belebung konnte aber hiervon ms der anhaltenden Orderlosigkeit von seilen der K schäft nicht ausgehen, zumal auch die Spekulc im Hinblick auf die neuerliche Dollarschwache stärkte Zurückhaltung bekundete. Die freund Stimmung Der letzten Tage blieb sedoch beste Da aus Der Wirtschaft neuerdinas günstige 1 richten Vorlagen. Bei kleinen Umsätzen war Kursgestaltung gegenüber Der Abendborse ur heitlich, Die Abweichungen gingen jedoch im a meinen nicht über 0,50 bis 1 Prozent natp be Seiten hinaus. Am Chemiemarkt kam m IG. Scheideanstalt einiges Angebot heraus, das Kurse um 0,75 bzw. 2 Prozent druckte. Deu Erdöl und Metallgesellschaft lagen widersta fähig. Elektrowerte lagen vorwiegend schwa Es ließen Elektrische Lieferungen und Lahm mit je 1,50 Prozent, Licht & Kraft und AEG. wie Siemens je 0,90 Proz. nach, während Be Belten, Rheinische Elektro und Schlickert leicht zogen. Sehr fest notierten Chade-Aktien, Die 8 gewannen. Montanwerke wiesen geringe Vera rungen auf, nur Rheinstahl mit —1,25 Prc und Klöcknerwerke mit + 1 Prozent waren r verändert. Am Kalimarkt gingen Salzdetfurth Prozent, Aschersleben 0,50 Prozent zuruck, gegen Westeregeln 1 Prozent anzogen. Schifsa werte waren behauptet. Sonst eröffneten Dai Motoren 0,75 Prozent höher, Holzmann lager gleichen Ausmaß niedriger. Im Verlaufe war die Umsatztätigkeit auf einzc Marktgebieten lebhafter, besonders Schiffahrtsr erzielten eine Steigerung von je 1 d. 5). 2lud übrigen traten kleine Erholungen ein. JG.°^a waren auf dem Stand der gestrigen Abendbörsc 131 v. H. erholt. Am R e n t e n m a r 11 waren Deutsche Anli behauptet: sehr lebhaftes Geschäft hatten Rc schuldbuchforderungen später Fälligkeiten. Anf lagen sie etwas schwächer, doch trat im Verlaufe Steigerung um 1 v. H. auf 78,50 v. H. ein. C und Liquidationspfandbriefe hatten bei kleinen sätzen wenig Veränderungen. Kommunalobligati waren vereinzelt etwas schwächer. Staats- Stadtanleihen lagen ruhiger; von Jndustrieob tionen konnten sich Stahlverein nach anfängl Neimmgen zur Schwäche wieder erholen. Von f Den Werten lagen Anatolier unD Schweizer a fest, währenD Bosnier und Türken leicht nachg- Tagesgeld blieb zum Satz von 3 v. H. unverän 3 x täglich ein Gläschen Doppelherz macht wieder frisch und arbeitsfreudig. Es erneuert Blut und Körpersäfte bei regelmäßigem Gebrauch. Der Erfolg ist verblüffend. Probeflasche RM 1,95, Originalflasche RM 3,70 u. RAA 4,65, Doppelherz-Dragees RAA 1,50. Zu haben in d. nachstehenden Drogerien: H. Eines, Seltersweg68a: C. Seibel,Frankfurter Str.; 0. Winterhoif, Kreuzplatz 9/10: Grünberg: Karl Schott u.sämtl. Filialen Freitag, den 14. Juli, ab 2 Uhr, versteigere ich im „Löwen", Neuen weg 28: 1 Klavier (Blüthner), Eisschränke (ein- und zweitürig), em- und zweitürige Kleiderschränke, Waschtische, Schreibtische, Küchentische und -schränke, Stühle, 1 Schreibmaschinentisch, 1 Kopierschrank, Betten (gut erhalten), Sofas, 1 Standuhr, Kredenz, Bücherschränke, 1 Geige (Jahr 1720), 1 Paar Offiziersstiefel (Größe 42), 1 Geldkassette, 1 Damenrad, Lampen u. v. a. 4531A Versteigerung bestimmt. Ludwig Aavimetz Auktionator und Taxator Neuenweg 28 vetzichlen wollen. : **f öie Ausnüh lcn Fähigkeit- rouröen mir als IUi ,,nal« «tbtil Da ‘““ffen ilrbni ™l5t* Scüjungt '•««»)« fa||en. B, «Mprurfjcn, dok öer ■ Sft-sC kagtn^f DerQni oon öem ’n’einMutori bi ’,d)£n 8onÄ.'n einer der Ot ’tunl°nen Un RlliföiQlion Philen" reale Sweig« e&. in •aröpt wachen lou j Men & a u s e Djqs er m'h c j ”onfu> ' Oili S Si, ">- ab"'* ?„ = r unb es Lnur einen u' : fein»» wesen Ae??^- 1 feit L®fre. Änf obtt 4520 A Salomon 2.”