Nr. 135 KeübauSsabe 183. Jahrgang Dienstag, 13. Juni 1933 Erscheint täglich, außa Sonntage und Feiertag« Beilagen: Die Illustriert« (Biefeener Familienblättei Heimat im Bild Die Scholl« monats-Beiagspreis. Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr. . -.25 Auch bei Nichterscheinen oon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Zernsprechanschlüsse anler Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnach» richten Anzeiger Sieben. Postscheckkonto: fironffuri am Main 11686. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vnr Kindes sorgfältig vermieden. Verblüffend wirkt | Reichsniinister Dr. Goebbels spricht in Ostpreußen Bedeutsame Erklärungen vor der ostdeutschen presse. Königsberg, 12. Juni. (WTB.) Reichsminister Dr. Goebbels traf heute mittag auf dem Königsberger Flughafen Devau ein. Er wurde von Oberpräsident Gauleiter Erich Koch, zahlreichen Behördenvertretern, sowie der SA. und SS. feierlich empfangen. Anschließend begab er sich sofort nach dem Orag-Haus, wo er die feierliche Einführung des neuen Rundfunk-Intendanten Generalmajor a. D. Hänecke vornahm. Dabei hielt der Reichsminister eine Ansprache, in der er auf die besondere Lage Ostpreußens hinwies. Reichsminister Dr. Goebbels überbrachte zum Schluß der Provinz Ostpreußen Grüße, Dank und Anerkennung des Reichskanzlers und der gesamten Reichsregierung und sprach den Wunsch aus, daß Ostpreußen immer die Perle im deutschen Lande bleiben möge. Anschließend veranstaltete Reichsminister Dr. Goebbels einen Presseempfang, in dessen Verlauf er sich in anderthalbstündiger Rede grundlegend über das Wesender deutschen Revolution äußerte. Die Ansicht, daß der 30. Januar nur einen Regierungswechsel gebracht habe, sei grundfalsch. Es sei vielmehr ein völliger S y st e m w e ch s e l eingetreten; nunmehr gehorche diese Revolution ihrer eigenen Gesetzlichkeit, arbeite nach einer großen Planung, lasse sich ihr Tempo nicht von außerhalb bestimmen. Es ist, fuhr der Minister fort, ein politischer Irrtum, daß wir uns erst mit politischen Reformen befaßt haben. Die Wirtschafti st von der Politik abhängig, und daher hat die Reform auch zunächst im Politischen einzusetzen. was man heute mit dem viel mißbrauchten wort Gleichschaltung meint, ist nichts anderes als die radikale Umgestaltung des Staates und aller Parteien, aller Interessenvereinigungen, aller Verbände zu einem großen Ganzen. Das ist der Schritt zum totalen Staat, der in Zukunft nur eine Partei, eine lleberzeugung, ein Volk sein kann. And alle anderen Kräfte müssen sich diesem Staate unterordnen oder rücksichtslos beiseite geräumt werden. Alle Probleme sollen diskutiert werden, müssen sich aber in bestirnten Grenzen, die der Staat setzt, halten. Der Staat als Staat darf nicht angegriffen werden. Der Begriff „Pressefreiheit", wie ihn die liberale Presse aufgefaßt hat, ist geistiger Anarchie gleichgekommen. Wenn eine Meinung verantwortungsbewußt getragen wird, dann wird man ihr nicht entgegentreten. Der Nationalsozialismus, erklärte Dr. Goebbels weiter, läßt sich nicht aus Büchern erlernen. Man muß ihn am eigenen Leibe erleben. Deshalb ist es auch nicht unsere Absicht, jeden Deutschen zum Parteigenossen zu machen. Aber wenn er Parteigenosse geworden ist, wollen wir auch, daß er uns restlos mit Leib und Seele verfällt. Nachdem wir die politische Bereinigung Deutschlands vollzogen haben, beginnt unser Generalangriff auf die Arbeitslosigkeit. Bereits heute sehen mir, daß die Arbeitslosenziffern über bas saisonmäßige Maß hinaus zu sinken beginnen, ohne daß hierfür eigentlich äußerlich sichtbare Voraussetzungen vorhanden wären. Aber eben weil das Zutrauen zur Stabilität dieser Regierung so ungeheuer stark ist, vergibt der oder jener bereits wieder Arbeit. Ader der Staat wird und muß auch selbst mit der A r - beitsoergebung im großen Ausmaß beginnen. Die Voraussetzung hierfür ist selbstverständlich, daß der Bauer lebensfähig bleibt, und deshalb war es die erste Aufgabe, die Eistenz des Bauern durch eine Reihe von Zöllen zu unterbauen. Das ist noch kein Jdealzuftand. Dieser Zustand wird erst dann geschaffen sein, wenn die Menschen in den Städten auch so in dieser Dilderreihe vor allem die schnell zunehmende Sicherheit in der Behandlung des Materials und in der Festigung des Blicks für die Wirklichkeit des Modells. Zwar bleiben die Arbeiten, wie sich von selbst versteht, bis zum Endpunkt der Entwicklungsreihe durchaus in ihrem Wesen auf den ersten Blick „kindlich". LIeberra- schend ist aber die Intuition, — man muß wohl schon diesen Begriff einführen — mit der etwa der charakteristische Umriß eines Eichhörnchens auf dem Baum, eines Hirsches oder eines Segelbootes festgehalten wird. Richt minder bemerkenswert erscheint uns die zunehmende Sicherheit in der Behandlung von Farbwerten; man beachte etwa die Blätter „Alpenveilchen" oder „Kapuzinerkresse" darauf hin. Parallel laufend wird die Entwicklung des plastischen Gestaltungsvermögens beim gleichen Kinde vorgeführt: eine Entwickelung, die sich der eben besprochenen als durchaus gleichwertig und gleichförmig in ihrer Struktur an die Seite stellt. Wiederum überraschend — im Hinblick aus die hier in ihren Ausdrucksmöglichkeiten untersuchte Altersstufe — die vergleichsweise reifsten Ergebnisse: Eichhörnchen; liegender Rehbock; Heilige Familie; Mutter und Kind. Ein merkwürdiges Dergleichsmaterial ergeben die hier vorgeführten Proben von Kinderzeichnungen aus japanischen Volksschulen. Diese Blätter qualifizieren sich im Durchschnitt durch ihre verhältnismäßig und vergleichsweise sehr hohe technische Fertigkeit und Durchbildung wie durch den typischen Rationalcharakter der japanischen Malerei in Motiven und Ausdrucksformen schon auf einer so frühen Stufe. Mitbestimmend für diesen Eindruck mögen die engen Beziehungen zwischen Bild und Schrift in Japan sein. Eine Reihe von Beispielen zeigt aber auch, bis zu welchem Grade sich der bodenständige Typus von gewissen abendländischen Einflüssen wandeln oder umformen läßt. Eine andere Vorform künstlerischen Schaffens bildet die der kindlichen Produktion entrückte sogenannte „Musikalische Graphik". Die unter Lesern Stichwort zusammengefahten Arbeiten „entflammen einer Untersuchung über den Ge- Jtaltunggporgang schöpferischer Phantasie. Jedes Bild stellt eine Metamorphose des ursprünglich akustischen Eindrucks (Geräusch, Einzelton, Melodiefragment, Melodie, ganze Komposition) über Inner-Optisches hinweg in graphischen Ausdruck dar. Die Beobachtung derartiger synästhetischer Vorgänge ist nicht ganz so neuen Datums, wie man vielleicht vermuten wird. Es darf nebenbei daran erinnert werden, daß das überaus merkwürdige Phänomen der „audition colore“, des Farbenhörens, beruhend auf einer Vertauschung viel verdienen, daß sie den Bauern seine Produkte abkaufen' können. Für die Dauer können erhöhte Zollsätze nicht helfen, sondern erst muß der Konsum beginnen. Wenn die Regierung heute vor das Volk hintritt und sagt, wir wollen den Krieg gegen die Arbeitslosigkeit eröffnen, dann wird dieses deutsche Volk auch jenen Heroismus, jene unbedingte Opferwilligkeit aufbringen und auch den letzten Pfennig hergeben, um in tätiger Hilfe mitzuarbeiten an diesem großen Werk. Ilm die Arbeitslosigkeit zu beseitigen, muß man sich große kühne Pläne stellen, um dem Volk auch bildlich zu zeigen, daß gearbeitet und geschafft wird. Das Programm der Regierung muß deshalb heißen: Bauen, bauen und nochmals bauen! Ie früher sich die Regierung ihre Ziele steckt, je stärker sie .das Volk aufrüttelt, desto früher lernt das Volk mitzuhelfen, desto eher werden auch die Säumigen mitgerissen, desto schneller wird es gelingen, die Arbeitslosigkeit zu beseitigen. Dieses gewaltige Werk ist schwer, aber nicht unmöglich. Wenn jetzt in London die Welt- wirtfchaftskonferenz zusammentritt,dann wird man auch den Ruf der Vernunft, der von D^ u t s ch l a n d kommt, hören, denn die Welt kann nur durch Vernunft zur Ruhe kommen. Reichsminister Dr. Goebbels wandte sich dann weiter gegen jene unverantwortliche Hetzpropaganda im Auslande, die behauptet, daß die neue Regierung den Krieg wolle. D a s d e u t- sche Volk denke an nichts anderes a l s an den Frieden. Dr. Goebbels schloß mit einem Appell an die Presse, an diesem kurz skizzierten Aufbauwerk mit- zuhelfen. Jeder einzelne müsse von dem Gefühl durchdrungen sein: Ich bin auch ein Stück des Staates. Kleine politische Nachrichten. Der Reichskanzler ist Montag vormittag von München kommend auf dem Flughafen lern- pelhof eingetroffen. Wie die „RSK." erfährt, sind die ersten Beträge für die Spende zur Förderung der nationalen Arbeit bereits gezeichnet worden. Es befinden sich unter den Zeichnungen, die zahlreich einlaufen, u. a. namhafte Beträge in Höhe von 100 000, 40 000, 30 000 Mk. Der Reichskommissar und Leiter des Wirtschaftspolitischen Amtes der RSDAP. Dr. Wage n e r spricht am Mittwoch, 14. Juni um 22.30 LIHr im Deutfchlandsender über das Thema „Grundlagen nationalsozialistischer Wirtschaftspolitik". * Der Volksbund für das Deutschtum im Auslande chatte bereits jetzt bei den zuständigen Stellen des ©aargebietes den Antrag auf Durchführung der Pfinasttagung 1934 in Saarbrücken gestellt. Wie die leie- graphen-Union erfährt, hat daraufhin die Regie- rungskommission des Saargebietes in einer Stellungnahme gegenüber dem VDA. die Durchführung der Tagung 1934 in Saarbrücken und überhaupt im Saargebiet verboten. * Als Antwort auf das- an ihn' gerichtete Begrüßungstelegramm hat der Herr Reichspräsident an die Deutsche Kolonialtagung in Frankfurt a. M. folgende Drahtung gerichtet: "Den zur Deutschen Kolonialtagung in Frankfurt am Main vereinigten kolonialen Verbänden Deutschlands danke ich für das freundliche Meingedenken von Ursache und Wirkung, auf einer verhältnismäßig selten beobachteten Synthese von an sich getrennten Sinneswahrnehmungen, in der Literaturgeschichte eine nicht ganz unwesentliche Rolle spielt. (Bei E. T. A. Hoffmann z. B. oder bei den französischen Symbolisten finden sich sehr aufschlußreiche Belege.) Auch in dieser Abteilung der Ausstellung ist die aufsteigende Entwicklung des Gesamtphänomens übersichtlich zu verfolgen. Das erregende Moment, wenn der Begriff in diesem Zusammenhang gestattet ist, steigert oder vervollkommnet und differenziert sich vom einfachen Geräusch (Türklingel, Autvhupe, Gong, Stimm- gabel, Schnarchen) über musikalische Teilmotive ms zu ganzen, in sich geschlossenen Kompositionen. Diese auditiven Eindrücke werden, wie man an einer großen Anzahl phantastischer, irrealer, farbig-linearer Gebilde mit Staunen beobachten kann, in einer merkwürdigen Umformung mit grundsätzlich anderen Ausdrucksmitteln nachgestaltet oder neu gestaltet. Die zum Schöpferischen anregende Wirkung °err^.- äußert sich übrigens wiederum in verschiedenen Stufen der Entwicklung etwa von einer gewissermaßen primitiven Klangnachahmung oder Lautmalerei bis zu völlig im» materiellen Reuschöpfungen von offenbar visionärem Charakter. Gelegentliche Anklänge an die ßier und da in der bildenden Kunst auftauchen- oen „Traum-Bilder" (wir denken etwa an Kubin oöer Katharine Schäffner) scheinen uns unverkennbar. Eine nähere Beschreibung kann hier natürlich nicht gegeben werden. Jeder muß diese der Kritik oder auch nur einer„Kontrolle" sich entziehenden Dinge persönlich auf sich wirken lassen: womöglich im Doppeleindruck, d. h. bei gleichzeitigem Anhören des jeweils beigeordneten musikalischen Vorgangs (Schallplatten). — Die ungemein sehenswerte und lehrreiche Ausstellung wird durch eine kleine Auswahl einschlägiger Literatur anregend abgerundet. -y- Dreimal grob in Schwaben. 3n einer heiteren und sehr gut begründeten Plauderei spricht August Lämmle, der seine schwäbischen Landsleute wie kein zweiter kennt, über deren Grobheit. Er meint damit nicht die zwei überall verbreiteten Formen der Grobheit, aus sittlicher Entrüstung oder aus Hochmut und Dummheit, sondern meint drei einheimische Spielarten, die er im Junihest von Velhagen & Klasings Mo- natsheften näher beschreibt: „Die erste ist sozusagen amtlicher Natur. Man begegnet ihr in einer durch eine lange Ueberlieferung entwickelten Form auf den Kanzleien aller Art, auf den Rathäusern in Dorf und Stadt und hinter den vielerlei Schaltern: und die Grüße, die ich mit den besten Wünschen für den Erfolg Ihrer Arbeit herzlichst erwidere, von Hindenburg, Reichspräsident." e Der Chef des Außenpolitischen Amtes der RSDAP. Alfred Rosenberg hat denDundes- führer des „Bundes Deutscher Osten" Dr. Franz Lüdtke zum Hauptabteilungsleiter im Außenpolitischen Amt und Dr- Ernst Thiele zu seinem Stellvertreter berufen. Dr. Franz Lüdtke hat den Verleger des „Hannoverschen Anzeigers" Dr. Erich M a d s a ck in den Wirtschaftsausschuß Abteilung I (Organisation) berufen. ♦ Die SA. -Standarte VI Derlin-Dranden- bürg plant die Errichtung eines „Mufe- ums der nationalsozialistischen Re- volut i o n". Dieses Museum soll die Erinnerung an den langen und schweren Kampf der SA. um Alt-Berlin wachhalten. Es werden in dem Museum die Erinnerungsstücke aus dem jahrelangen Kampf der SA. und die Trophäen des endlichen Sieges gezeigt. Im Reichsluftfahrtmini st erium fand die Weihe der Hakenkreuzfahnen der nationalsozialistischen Beamtenschaft und Betriebszelle statt. Die feierliche Weihe vollzog der Reichsluftfahrtminister Ministerpräsident Göring, der den Angehörigen des Ministeriums die Grüße des Reichskanzlers Adolf Hitler überbrachte. Der Minister verkündete den Entschluß der Reichsregierung, für bas Luftfahrtministerium ein eigenes Gebäude zu schaffen. Aus aller Welt. BUhfchlag in eine Kirche während des Gottesdienstes. In Neuwied schlug während des Gottesdienstes ein Kugel st reublitz in die Kirche der Herrnhuter Brudergemeine. Der Blitz fuhr über die Turmspitze durch eine Luke, riß das zentnerschwere Uhrwerk aus dem Gefüge und legte es quer in die Balkenlage, schlug ein mehrere Quadratmeter großes Loch durch die Decke, beschädigte diese an etwa 20 Stellen und warf eine Unmenge Verputz in das Kircheninnere. Ein mehrere Zentner schwerer Kronleuchter fiel krachend dicht neben den mit Gläubigen befetten Bänken nieder. Mehrere Personen wurden durch Splitter verletzt. Zahlreiche Glasscheiben wurden durch den gewaltigen Luftdruck auf die Straße geschleudert. Mehrere auf dem Kirchengestühl liegende Gesangbücher wurden in tausend Fetzen zerrissen. An mehreren Stellen gerieten d i e 23a l! e n in Brand, doch konnte die sofort herbeieilende Feuerwehr den Brand löschen. Die Kirchenbesucher, meist Schülerinnen der Zinzendorfschule, wurden, wie durch ein Wunder vor größerem Schaden bewahrt. Professor Sptanger zieht sein Urlaubsgesuch zurück. Der bekannte Berliner Pädagoge ^Iniverfitäts- Professor ©pranget hatte am 25- April fein Llrlaubsgesuch eingericht. Diesem Schritt kam demonstrative Bedeutung zu insofern, als man darin eine beabsichtigte Stellungnahme gegen eine Reihe von Maßnahmen des preußischen Kultusministers erblickte. Professor Spränget hat sich inzwischen davon überzeugt, daß die Gründe für sein Verhalten nicht stichhaltig waren, und hat sein Urlaubsgesuch mit einer Erklärung, die er dem Herrn Kultusminister gegeben hat, zurückgezogen. Max Schmeling heiratet Anny Onbra. Max Schmeling erklärte, er werde am Mittwoch nach Deutschland abreifen, wo feine Trauung mit der Filmschauspielerin 21 n n n Ondra stattfinden soll. Der Oberbürgermeister von Mitten tot aufgefunben. Oberbürgermeister Laue von Witten wurde gestern mittag in seinem Badezimmer tot aufgefunden. Es steht noch nicht fest, ob es sich um einen Unglücksfall oder um Selbstmord handelt. überall da, wo Beamte verschiedenster Art und Gehaltsgruppen unmittelbar mit dem Publikum zu tun haben. Man kann sich bei uns die Amtssprache ohne sie eigentlich nicht recht denken: sie schafft jenen Respekt, der bei dem mangelnden Autoritätsglauben der Schwaben und dem geringen Einkommen der Beamten immer gefährdet ist. Damit verwandt ist die andere Art von schwäbischer Grobheit, die der Norddeutsche Forsche nennt. Sie wird gebraucht, um festzustellen, wieviel sich der andere gefallen läßt, was er wert ist und wie mit ihm verkehrt werden kann. Diese Art von Grobheit ist nicht Grundsatz, andern Experiment; und sie wird, wo sich Wider- tand austut, mit Liebenswürdigkeit vertauscht. Die »ritte Art schwäbischer Grobheit ist etwas Beson- deres. Sie ist eigentlich nur Maske und wird vorgenommen, wo das romantisch weiche Herz und das rührselige Gemüt durchbricht und zum Vorschein kommt. Da muß, da man doch Männlichkeit über alles stellt, die Grobheit herhalten, gehe es, wie es rooüe. Sie kommt fast ausschließlich bei dem männlichen Teil unseres Stammes vor, schon im Bubenatter, und erweckt bei den schwäbischen Frauen heitere Nachsicht. Daraus ergibt sich, daß man in Schwaben der Grobheit öfters begegnet, als es sachlich begründet und unserem allgemeinen geistigen und seelischen Wesen gemäß märe. In China und Japan ist die Höflichkeit die erste aller Tugenden. Sie gilt dort soviel oder eigentlich mehr als die Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit. Im Schwabenland steht sie im Range weit hinter diesen Dingen, sie kommt bei uns erst etwa im dritten Glied, hinter dem sauberen Hemdkragen." Tonfilm: Eine $rou wie Du... Im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße wird den Besuchern wieder eine sehr unterhaltsame Geschichte aufgetischt. Die Zufälligkeiten, derer der Film bedarf, sind zwar manchmal etwas weit her- gehott, runden sich aber zum Schluß so glücklich, daß man über das „Wieso?" und „Warum?" nicht weiter nachgrübett. Die junge Dame, die einen recht fragwürdigen Skiunfall herbeiführt, um dem Liebhaber zu entrinnen, beschwört eine Menge der tollsten Situationen herauf, die sie sogar bis in die Kaschemme führen. Das wahre Ziel wird aber doch noch erreicht, und zum Schluß lösen sich alle rät elhaften Zusammenhänge in der Verlobung und somit in Wohlgefallen auf. Als exzentrische Baroneß sieht man Liane Haid, die ihren ganzen Charme in den Dienst der Rolle stellt, in Georg Alexander hat sie einen glänzenden Partner; Adele Sandrock erscheint als sittenstrenge Freifrau unübertrefflich, und Szöke S z a t a 11 stellt den Urtyp eines gemütlichen Papas dar. Zu nennen sind noch Fritz Kam- p e r s als Klemm-Max und Fritz O d e m a r als Baron und Autoschieber. o. W Sie 6P eine W? t Kapitals Hge-oieieo | ii ein«,? ; ^Präsident ® , n Spartaffen, B S*» H L erfreuliche El ' Ware Ausbau Sen Mauen w W, 1 ujusgetjenbe sei 1 ü*' i ye und durch dl« rt als unerschul" in es M, de las Geschaffene 1 Mn der Sparei 5 gefeftigle 3M ,, her Spareinla hingen ist desw> hulfchen Sparer xi Aufbauwerk d Sie großen wirl ls.-L. Arian, Klei: kklungssingen tilef, bei dem der i und mit der f) Saum der Univers Serien Freunden i i Sonntag sand i ugung der Sauce iniag des Sä II und -Land jund, Kreis XII feit Die Seranflai . Nikolai, Großen fs-L. Teutonia, 51 ; ichomber, Beuern 1 s.-L. Germania, l tt. ![•< Heiterkeit, R Groß, Wiese, luerjcher Gef.-L. j Prof. Dr. lern f.-A. Qkrmania, { g- Harnisch Wage, ■l'& Liederkranj, !ich> Schöttler, 8ie !■'?. Heiterkeit, Gi Rattler, Gießen. 1'8. Harmonie, 1 Fr. Knoche, Sle: ^nner-Gej.-B. Da J Eberle, Lollar. «nner-Gef.-L, M -.Burger, Watzen Gintracht, (jj Marsteller, H Liktoria, Ga öornmer, Wake; ^-Eef,B. Lollai H Liederkran-, Niko,. Fugendmuth, Riiddin ■J Eoncordia, C N, Wieseck ^.L-ederkranz, Frohsinn, G ®oi 4enUbev9(cn- & b" i&si Hifo nTvreu L^-Un, M T*' Cim M ?s Volks ■ ) yer M, •f)ore mit SÄ M h ein Fr 1 In K*«» I EN ÄM IPÄ .< Lertungsrichter n> Darmstadt. An öi |jJe Vereine (in de ’ zeichnet) beteilig "erden w ", Lute- v Sl ttin. 4? <6a®5$5 Shm ,anb •y"'n der ft,.®» leier. Wminifter K- gehörigen de, Kanzlers äboli "ertünbfte ben "bande zu n. (BoftettirafiH. d des Sattes. ' die Kirche weine. Der । eint Luke, riß m Tefüze und M «n nulter Ie Decke, deichv. > warf eine Un- re. Ein mehrere r fiel krachend ubigen de- ierjonen wurden lnsfcheiden our- auf die Saaße rchengeW fit- lead Fetzen zer- i die 'Balten rt herbeieilende Kirchenbesucher, 'fschule, wurden em Schaden be- ubsgesuch zurück, ic llmvusilätö- i 25. April sein m Schritt kam osern, alt man rgnahme gegen des prelchischen r Spranger hat aß die Gründe waren, und hat läning, die er m hat, zurück- >y Onbta. be am Mittwoch । (eindtau- !ln ny Dubia lot afgefuaden. ütten wurde ge- tot aufgefundcn. I um einen Un- leit. [ter Art und Ge- Publikm zu tun ümtssprache ohne schafft M?e* lutoritätsglauden Einkommen der Tiit verwandt i|t Grobheit, die der ■D gebraucht, mn e gefallen ÜB*, verkehrt werden nicht Srundfatz. wo sich Wider- ; vertauscht- Die t etwas Be|°n* . und wird vor- he Herz und das । zum Laritz'" Männlichkeit »b'k & $»"6 S i“’ “J" Halses fach' ,» «>“ r 4« IU9* «V»- um? frag- einen WUt m de-n,LnLi' le^/flemme in d'e^°^ch er- Ä? ^mÄ-ertreE Aus der Provinzialhauptstadt 2.;™.’«.,?.“" d',«ch °"S ei ch ni s. Som Erbgut und Volkswohl in 0öer in der Besoldungsordnung inllfflrOifan X r- a « SD,.— —* 2 _ • f • ° ber kommenden Generationen geweckt und gestärkt Den vaterländischen Geist auch durch das deutsche Lied zu wecken und zu erhalten, sei vaterländische Pflicht, der sich die deutschen Sänger bisher immer unterzogen hätten. Darum verdienten die deutschen Sänger mit Dank genannt zu werden, wenn man an das neue Deutschland denke, das von dem Dolkskanzler Adolf Hitler und dem Generalfeld. Marschall von Hindenburg Hand in Hand geschaffen worden sei. Mächten die deutschen San. ger weiterhin wie bisher eifrig Mitarbeiten an dem nationalen Aufbau des neuen Deutschland durch Erhaltung des deutschen Liedes, um dadurch mitzu» Reifen, daß das deutsche Volk wieder frei werde und die deutsche Jugend erhobenen Hauptes durch die deutschen Gaue ziehen könne in der Bereitschaft, auch ihr Letztes einzusetzen für Deutschlands Größe und Herrlichkeit. . ----- wunderen tatsächliche Kinderzahl aber • 1 . öTognen. iss packte mich eine fast um vierter Gaulledertag des Sänaeraaues -tvw* ö V K^UliyViyUUvV Bewunderung vor den Fliegern des Lu' Gießen-Etadi und -Land. Im Anschluß an die mit lebhaftem Beifall auf. genommene Ansprache wurde unter Leitung des Gauchormeisters Blaß Heinrich's Chor „Wo gen | Himmel Eichen ragen“ prächtig zu Gehör gebracht und damit die öffentliche Kundgebung geschlossen. Nach der Mittagspause fand im Katholischen Dereinshaus die Kritik statt, an der Dirigenten und Sänger teilnahmen. In seiner mit Humor gewürzten allgemeinen Besprechung stellte der Kritiker, Musikoberlehrer Sam- Per, Darmstadt, einleitend fest, daß die Leistungen aller Dereine auf sehr beachtlicher Höhe standen. So- dann machte er einige Bemerkungen über Lokalisation, Dynamik usw. Längere Ausführungen über die Art des Vortrags von Volksliedern schlos. sen sich an, Ratschläge über Wahl der Lieder, Warnung vor Liedern, die man nicht mehr fingen sollte, Ermahnung, auch hierbei mit der Leit zu gehen ulw. Mit Spannung und Interesie folgten Dingen, ten und Sänger dem überaus wertvollen, lehr- reichen Vortrag eines erfahrenen, anerkannten Neben günstigen Umweltsbedingungen und als deren Angriffsfläche ist die Erbmasse, das Erbgut Las em Volk besitzt, das wertvollste Gut, das es überhaupt sein eigen nennen kann. Allerdings ist es nicht möglich, durch Pflege, durch Uebung, durch Erziehung des einzelnen Menschen dessen Erb- gut zu bessern. Tüchtiges Erbgut fördern, in dem Sinne, daß der tyamilie und damit zugleich der Gesamtheit dieses Erbgut erhalten bleibt, heißt viel- mehr nichts anderes als die Weitergabe dieses Erb- gutes d.h. die Fortpflanzung solcher Personen, die es besitzen, fordern; Ausfchaltung untüchtigen Erb- gutes auf der anderen Seite heißt nichts anderes ‘ al5,9ie Fortpflanzung minderwertigen Erbmalerials * verhindern. Auf der Kraftwagenstrecke durch die Sahara sind Petroleum, und Waslcrstationen in Zwischen- raumen durch die Wusle hin angelegt. Line solche moderne Oase ist entsetzlich für den Posten, der dort stationiert ist. Ein Araber namens Elbeschir, ein ein- augiger Bursche, der eine Zeitlang die Station Bi- öon V verwaltete, wurde infolge der Einsamkeit wahn innig Alle arabischen Wanderer kannten diese Pettoleum-Oase und besuchten sie mit ihren Kamelen. Der schrecklichste Besuch, den Elbeschir erhalten haben wollte, war ber eines bärtigen Tuareg mit einer tjlote. Der alte Mann spielte auf feinem klagenden 3nftrument Nacht für Nacht, so daß Elbeschir nicht schlafen konnte. In der Anstalt, in der er sich jetzt de- sindet, glaubt er immerfort, diese Flöte zu hören, die ihm die Schrecken des „Wüsten-Kollers“ in (Erinnerung bringt Aeues vom hitzigen Starmatz. .. *-■ ' ~vv* •*«•*“”*»MM/ung unter dem Gesichtspunkte zu erfolgen hätte, daß die Leistung eines Menschen, der ein oder mehrere Kinder erzielt, eine für die Allgemeinheit durchaus größere ist, als oie Leistung eines Unverheirateten oder Kinderlosen der gleichen Berufsgruppe. — Dieser Förderung c2£?iCn ^rbrnatenals, das wir heute noch in allen Schichten unseres Volkes in ausreichendem Maße beftfcen, muß die möglichste Ausschaltung m i n d e r w e r t i g e n Erbgutes parallel gehen. Wir dürfen nicht länger tatenlos zusehen, wie Generation um Generation immer von neuem die ungeheuren wirtschaftlichen Lasten zu tragen, und was noch mehr bedeutet, oll das Leid auf sich zu nehmen hat, wie es durch Menschen gebracht wird, die für die Gemeinschaft eine bloße Belastung dar' stellen. Wir denken hier etwa an viele auf erblicher Basis Geisteskranke oder an die geborenen Der- brerfjer. Es ist selbstverständlich, daß man solchen °^"L/uch der Vererbung getroffenen Menschen fein Mitgefühl nicht versagen, daß man ihnen das tos ihrer Krankheit möglichst erleichtern wird: aber ebenfo sollten wir doch endlich einsehen, daß die krankhaften Erbanlagen der nächsten Generation nicht weitergegeben werden dürfen. t ä t d e s E r b b e s i h e s voneinander unterschie- den hoben, indem etwa die eine Ausgangsgruppe HP Durchschnitt tüchtigeres, die andere im Durch Ichnitt weniger gutes Erbmaterial enthalten haben soll, so muß innerhalb dieser Frist von nur wenigen Generationen eine starke Verschiebung ' ber durchschnittlichen qualitativen Erbmassenzusammensetzung des Volkskörpers eingetreten fein, die fid) auch in der faktischen Leistung des Volkes äußern muß Und zwar folgendermaßen: Ist der Teil, der sich starker vermehrt hat, derjenige ge- wsen der die tüchtigen Erbanlagen enthielt, o muß die Durchschnittsleistung des Volkes innerhalb jeder drei Jahrhunderte mehr und mehr steigen, ist es dagegen der Teil mit dem weniger guten Erbmate- nal gewesen, der die stärkere Vermehrung erfahren hat, so müssen die Folgen davon wieder in der ge- ringer werdenden Leistung des Gesamtvolkes un- mittelbar merklich werden. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß es weife Mre|(e unseres Volkes gibt, deren ausreichende Fort- Pflanzung für das Wohl des Volkes sehr ^^bwert wäre, deren tatsächliche Kinderzcch. uocr un Durchschnitt zu gering dazu ist. Und ebenso gibt es Kaminen, von denen es wünschenswert wäre bafc fie sich überhaupt nicht mehr fortpflanzten, die ledoch eine weitaus größere Zahl von Nachkommen haben als sehr viele der eben genannten tüchtigen darmlien. Wir müssen daher jede praktische Maß. nähme aufs wärmste begrüßen, die geeignet ist, die Fortpflanzungsmöglichkeiten und den Foripflan- zungswillen jener tüchtigen Bevölkerungskreise zu heben. . Pt"" uns nun weiterhin einmal denken ba6 bie beiden ursprünal.ch vorhanden gewesenen Beoolkerungsgruppen sich auch in der Quali- I Fachmannes. Anschließend gab Herr Samper bann eine eingehende Würdigung der Leistung e'i'n-n Lü!» n.erCint' bic lpä,cr I-Hriftlich den Der? einen zugestellt wird. Der Gauoorsitzende Koch dankte dem Kritiker einige Mitteilungen, die besonders die Gleichschaltung der Vereine betrafen. Mil einem auf bas deutsche Lied, das deut. L 5,y'r,r fant *r 0üu,it6ir- Buntes Allerlei. Wüsten'Koller. Hierauf richtete der Gauoorsitzende E. K o ch Gie- ßen, eine Ansprache an die Versammeften, in der 3ielle Mittel. Diese Mittel kann nur der deutsche wursten Sinn" Ersparnifse sind daher"im ^uste,ne, und indem er, wenn auch inmm.uPf X r11"? Entbehrungen, Ersparnisse an? amme t und sie der Sparkasse oder anderen Sp^r- vertraut"bea-^ Verwertung in der Wirtschaften- vertraut, begeht er em echtes nationales Werk. Äornotizen. h a 5 ?a 1 e " b ' r f ü r D i e n s t a g: Ober. 15 b^s ^u^mhaus am Brandplatz, ?U5ItcUung. - Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Eine Frau wie du“. mit-* " SPr^ chtag. Die Staatspressestelle teilt S*' ,^err ®taatsfcfrctär und stellvertretende «taatsm«nister Jung ist am Samstag 17. Juni aus bleastlichen Gründen im Amte nichl zu sprechen' tälli hnh?rerm ?crtta8 zusammenfallende Sprechtag h« ben unmittelbaren Arbeitsbereich bes mi"f"e« efrCtarS Unb ltclloertretenden Staats- x5llf^ die beim Ueberqueren der lob erlit^n hn^rerit “flen obgesturzt sind und den ift nicht klein. Der englische For- changsreisende William I. M a k i n , der erst kurz- aHlXn" A “# °°n etroa 25000 über die afri- Än"Än ausgeführt hat, erzählt von dem hnh, nu. u k' bcI ben Flieger überfällt. „Ich adernt unh°nffbfe,Y od)rctten d'-fer Wüsten kennen Wüsten-Fsie ® fal)run9cn »emachk, die mir alle **" "im ™"i ..........1 Ä L ÄÄ fanaen^ffinTr^? "3n dem stunden- W» blendender Sonnenglut, in der man verlt?r^A?"i'?''ksamkelt zusammenehmen muß, 2SS , un ieden Begriff von der Höhe, der ? un5,?er Lage. Mein Kops begann zu Seoier m» »Eine fast unwiderstehliche fn ffnhi bt in tue Tiefe zu stoßen und m Sonntag fand in Gießen unter zahlreicher nligung der Gauoereine der Vierte Gau- bertag des Sängergaues Gießen, h. „Uhn»‘^avn „im ^cffUd)en San- bu nd, Krees XII des Deutschen Söngerbun. «tott. Die Veranstaltung wurde am Vormittaa eitlem 9 lertungüfingen in der Neuen Aula feitet bei dem der mit der schwarzweißroten unb mit der Hakenkreuzflagge geschmückte ! Raum der Umversitätsaula von Sangern und rfierten Freunden der Sängersache voll besetzt Lertungsrichter war Mufitoberlehrer Sam- .Darmstadt. An dem Wertungsfingen waren । "* Vereine (in der Reihenfolge des Auftre- verzeichnet) beteiligt: ^Ef 'V. Arion, Klein-Linden, 56 Sänger. Diri* Ä. Nikolai, Großen-Busect Ses-V. Teutonia, Nordeck, 36 Sänger, Dirigent «homber, Beuern. Irf.-S. Germania, Burkhardsfelden, 36 Sänger ni f. >e|..!Ö. Heiterkeit, Annerod, 44 Sänger, Diri. Hil- Groß, Wiescck. iauerscher Ges.-V. e. D., Gießen, 100 Sänger, nt Prof. Dr. Tcmesoary, Gießen. es.'D. Germania, Steinbach, 48 Sänger, Diri- ig. Harnisch Watzenborn-Steinberg. s>'V. Liederkranz, Gießen, 40 Sanger, Diri- !tlh. iLchättler, Gießen. cs.-D. Heiterkeit, Gießen, 75 Sänger, Dirigent schättler, Gießen. ef..!8. Harmonie, Klein-Linden, 30 Sänger H Fr. Knoche, Klein-Rechtenbach. >iänner-Ges..V. Daubringen, 34 Sänger, Diri. Ü (Eberle, Lollar. KSuner-Ges.-V. Mainzlar, 48 Sänger, Diri- 4- Burger, Watzenborn-Steinberg. ^es.-L. Eintracht, Grüningen, 48 Sänger, Di- Vubro. Marsteller, Watzenborn-Steinberg. ^1'D. Viktoria, Garbenteich, 55 Sänger, Di- R. Sommer, Watzenborn-Steinberg. Turn-Ges.-V. Lollar, Dirigent Jul. Eberle, Bei den Veränderungen, die jetzt so vielfach im Vogel eben vor sich gehen, hat man die Vermutung ausgesprochen, daß auch der Star bei uns ein Stand- Dogcl werden wolle, wie es die Amsel bereits ift Dafj dies jedoch sehr unwahrscheinlich ist, glaubt Hermann R a d e st o ck in der Leipziger „Illustrirten Leitung aus dem hitzigen Temperament und dem unruhigen Wesen dieses klugen Tieres nachweifen zu IunrnHn,.ecine vroße Flugkunft und (ein lebhafter (befeUigfeitstrieb jagen ihn von Ort zu Ort in Ge- genöen, in denen Hunderte und Taufende von Staren Nahrung finden. So versammelten sich schon im cK"3 H""berttausende dieser Vögel jeden Abend bei Ud)trup im Miinsterland zum Uebernachten in zwei "einen Tannenwäldern, in denen an die 2000 Vögel auf jebem Baurn saßen. Vorher vollführten sie eine balde Stunde lang kunstvolle Flüge und erschienen wie Wolken am Himmel, die sich beständig veränder- ten Morgens stoben die einzelnen Trupps zum Fut- tersuchen auseinander, um sich abends wieder zu oer» ommeln. Dann waren sie eines'Tages plötzlich ver- jchwunden. um andere Nahrungsgebiete aufzusuchen. Für die Hitzigkeit dieser Strichvögel gibt Dr. Rib - deck em bezeichnendes Beispiel. Er sah, wie ein Sperber auf die in einer Baumkrone sitzenden Stare niederstieß Die Angegriffenen flohen mit solcher Ge- roait Ja& sie gegen eine Hauswand prallten, an der 44 ruf) die Köpfe einschlugen. Gewöhnlich freilich weiß em Starentrupp den Attacken des Geiers ober Ablers auf sinnreiche Weise zu entgehen. Sie über- fliegen nämlich im Steilflug ben seine Kreise ziehen- ben Raubvogel unb stoßen bann im (aufenben Sturz- lug herab. Der Verfolger kann den so entstehenden senkrechten Luftstrom von der Seite her nicht durch- brechen und muß die Jagd aufgeben. Nicht minder miau verfahren die Stare bei ihrer Jagd auf Heu- schrecken. Sie verteilten sich z. B. in Bulgarien rings um Das dicht mit Larven bedeckte Land und trieben Die ynfeften unter beständigem Picken gegen die iDlitte jufammen, so daß nur ganz wenige ihnen entwischen konnten. Auch in seinem Familienleben ift der «rtar sehr hitzig, das Weibchen meist noch temperamentvoller als das Männchen. So kommt es oft zu stürmischen ehelichen Szenen, unter denen manchmal sogar die Jungen zu leiden haben. Dies läßt sich in mannigfacher Hinsicht z. B. durch M aßn ahm e n wirtschaftlicher N a t u r erreichen. Ich nenne hier etwa die Ermäg- lichung einer nicht unsinnig verspäteten Eheschließung dadurch, daß man Die Anforderungen für viele Be- rufe nicht, wie bas leider mehr unb mehr üblich geworden war, unnötig überspannt, vielmehr dem X Möglichkeit frühzeitiger wirt- gastlicher Selbständigkeit gibt. Ich beute ferner die Erleichterung in der Steuergesetzgebung ober in der Besoldung".»".«-- an, Möglichkeiten, deren Derwirklichu . - - - möge das klar machen, em schematisches zwar nur, aber doch eines, das öie DlNtze immer noch sehr viel günstiger darstellt, als sie m Wirklichkeit find. Wir nehmen an, ein Dolkskörper bestehe zu einem bestimmten Zeitpunkte aus zwei zahlenmäßig gleich starken Teilen und nehmen weiterhin an, daß sich biefe beiden, zunächst also gleich groß gedachten, je als zu 50 vH. anaesetzten Volkshälften von nun an in ihrer Fortpflanzung verschieden verhalten Wir wollen diesen Unterschied in der Fortpstcmzunqs. rate gar nicht einmal groß sein lassen. Wir wollen annehmen, daß in der einen Beoölkerungsqruvve durchschnittlich erst Anfang der dreißiger Jahre Heirat unb Kindererzeugung eintritt unb daß, z. T. schon zusammenhängenb mit dieser fpä- ten Heirat, die Zahl der Kinder um eines ge- ringer ift als bei den Angehörigen der anderen Beoolkeninasgruppe, welche s ch o n f r ü h e r, etwa Mi te der Zwanziger, heiraten Mögen. Die Kinder-, zahl in der Bevolkerungsgruppe 1, deren Angehörige also durchschnittlich mit 33 Jahren heiraten mö- gen, betrage 3, die Kinderzahl der Angehörigen der SeDotferungsgnippe 2, die mit 25 Jahren heiraten UntPr(*fohra9he S,Cler maI>rf>aftig nicht sehr große Unterschied den wir hier in der Geschwindigkeit unb m ber Große der Fortpflanzung annehmen, macht sich nun in ber Zusammensetzung ber künftigen Genera twnen mit überraschender Schnelligkeit bemerkbar. schon nach 100 Jahren beträgt die Häufigkeit ber ursprünglich zu 50 o. H. vorhanden gewesenen Gruppe 1 nur noch 17^ v. H., bie sröße ber ©ruppe 2 bageaen 82^ v.H. und nach Verlauf von weiteren zwei Jahrhunderten ist bie Häufigkeit ber ®ruppe 1 auf 1 vH. herabgesunken, währenb die der Gruppe 2 auf 99 v.H. gestiegen ist o daß man praktisch sagen könnte: bie eine SeDoIte= ™ul7^tTrbTn.3U0Unfkn bGr OnbeTen naf^u Ü5(er.b'e im Monat Mai 1933 gefunbenen bzw ab- gelieferten Gegenstänbe kann an der Anschlagtafel im Flur bes Polizeiamts, Landgraf-Philipp-Plotz'1 emgefehen werden. Die Empfangsberechtigten wer- Jmei ^aigen Rechte innerhalb Zwei Monaten beim Fundburau währnd ber Dienst- stunden gellend zu machen. Ses.-V. Lieberkranz, Treis a. b. Lumda, 36 , Dirigent K. Nikolai, Großen-Buseck «cf.-V. Iugendmuth, Geilshausen, 40 Sänger? I H. Flath, Rübbingshausen. lkf-'D. Concordia, Gießen, 30 Sänger, Diri- Groß, Wieseck. Itf.-C. Liederlranz, Odenhausen a. b. Lahn, 5er, Dirigent Jul. Eberle, Lollar. F-V. Frohsinn, Garbenteich, 60 Sänger, ©g. Harnisch, Watzenborn-Steinberg. änner-Ges.-A. Staufenberg, 33 Sänger, Di- Rudolf, Launsbach. inner-@ef.-S. Staufenberg, gemischter Chor, 0. Rudolf, Launsbach f.-S. Sängervereinigung, Wieseck, 46 Sän- igent Phil. Groß, Wieseck. Äerejn hatte zwei Chöre nach eigner Wahl nrag zu bringen. Irgendwelche Vorschriften jungen bezüglich der Wahl ber Chöre be- "lcht, so daß sich in dieser Hinsicht ein recht nt<5, vielseitiges und buntes Bild ergab. »He Tonsätze ber verschiedensten Zeiten und »n hören, neben Kompositionen älterer ! dcr Klassik und Romantik, solche der Mo- i "m Schubert, Kreutzer, Silcher usw. Armin I Inufu)., neben homophonen polyphone Sätze. > waren heitere und ernste Weisen, schwere -s Kunstchöre. Einen breiten Raum nahm Lrmeife das Volkslied ein und hierunter tu Zeichen der Zell, auffallend viel Sol- r; Auch Chöre mit Begleitung konnte man *oh, Klein-Linden: „Es blies ein Jäger 'ein Horn" mit Hornsolo: Turn- unb Ge- n Lollar: „Drei Lilien" mit Klarinette, Pik- UR6 Schlagwerk). Währenb beim oorjähri- Uigsfingen als willkommene Abwechslung gemischter Chor zu hören war, waren C1 Zwei unb ein Frauenchor (Staufenberg -) Ohne bem Kritiker vorgreifen zu wollen, ! stellt werden, daß durchweg gute, z. T. so- ''rigende Leistungen geboten wurden. 9ns» 13r wieder ein wesentlicher Fortschritt bei iiren gegenüber dem Vorjahre zu verzeich- ©ebotenc legte Zeugnis ab von bem Ireben und ber gewissenhaften Arbeit der rt ihrer Leiter. bar anschließend fand auf dem Platze Jouptportal der Universität gegen 13 Uhr öffentliche Kundgebung von einem Btafsenchor ber Sänger unter 50aud)ormcifters, Oberreallehrer Blaß, '«Mang des Deutschen Sängergrufj ein- “rbe. Anschließend brachte ber gleiche unter Leitung von Gauchormeister 1 prachtvollen Chor „Sonnenaufgang* Delius eindrucksvoll zu Gehör, Oie (Sporer bauen auf. «Für eine Volkswirtschaft wie bie deutsche bie ihrer «apitaloersorgung in erster Linie auf sich ift angewiesen ift, ift bie Entwicklung ber Spar« »lagen bei ben Sparkassen von ganz befonberer Äeatung So ist bie Tatsache besonbers erfreulich, * "un schon seit Monaten bei ben deutschen Spar- bie Einzahlungen bie Abhebungen überfteigen Einern Anwachsen ber Spareinlagen ge- !KLnnm9rJCHe' öem ichnffenben unb fparenben : t Das Geschaffene unb Erfparte zu erhalten, bas bedeutend gefestigt worben. ,9 gefestigte Vertrauen ber Sparer bie Zu- ne ber Spareinlagen unb bie Minberung ber r-rtungen ist beswegen so wichtig, weil gerade - deunchen Sparer eine besonders wichtige Rolle eem Aufbauwerk der deutschen Wirtschaft zuteil ' . Die großen wirsichaftlichen Aufgaben, bie zu fmb, erforbern naturgemäß gewaltige finan- Semunberung vor ben Fliegern bes Luftpostb^/nstes well^ik» bie von Dakar nach der westafrikantschen Küste bringen. Aon Marokko an ^den nur Postsachen und keine Pasiagiere beför" ttlbrt Shn Fluae werden in der Nacht ausge- aer^Ausli^ rauberischen Araberbanden dann weni- bot^stt b-° EYrengästtn^«r- Gruß I ^tet^eÄ aWffis&s'K-; 3, sfts imdäög bearfiftJ S S? an9eöc‘^n »u lassen. Weiter deponieren, damit die Kosten einer Hilfserpedition begrugk er bie Sanger unb betonte bann, baß bie wenigstens zum Teil gebeckt sinb mein ein» iE DurA "ihfCrtCR bei einem Gauliedertag s'ch als notwendig erweisen sollte'. Muß ein Flieger und^vm der ÄUri'T' unparteiischen Kritik des Luftdienstes in der Sahara niedergehen und wird ben und ^?0IU9 DOn ihrem Stre- er von Arabern gefangen, bann besteht die Aussicht 1 5L Riegen wollten, zugleich aber auch daß er gerettet unb an einer ber Luftstationen ber mödUen9'S?/ fÖCS Ätschen Liedes betonen ®ahQra »egen Lösegelb abaeliefert wirb. Der Preis verflossenen 14 Jahre deutscher Zer- ^ht genau fest, unb bie Flugpostgesellschaft zahlt fn hin*«!™ ^crtluhung hatten nicht vermocht, bie Das aber veranlaßt bie Araber häufig, ?luc»euae tief verwurzelten Ibeen zur Ein- die sie sehen, herunterzuschießen, um auf biefc^Ä' Z" zertrümmern. Mit hohem dqs Losegelb zu oerbienen. Wirb aber der Fliegir iSn 2QMe\hlC ^avnergesangoereine trotz der eine Zwangslandung vornehmen mußtt nid)t bk x Xt)mT ?^eitslosen Mitglieder um Eon Arabern gefunden, dann ist sein Schicksal be- mebr^^rnhenh, fflft Vereine und gegen die immer siegelt: in dem ungeheuren Sandmeer muß er ver- -^Hhr der Zersetzung ihres idealen - - Strebens gekämpft Den Erfolg dieses Kampfes " mo-der alles vereinenden Straft I -- von Urzeiten her weder i Klafsenkampf, noch Parteihader gekannt habe Der ' vierte Gaul.edertaa solle der Oeftentlichkeit gegen- . _ ...____ aa dem sicheren Fundament des^sto^en Bau?s°deut-' ^^kbmaffe der wertvollste Besitz des Volkes. - Heiratsalter und Kinderzahl gen Welle der oate^indsichen^ErbSunT^B m t>crtolchcncn Volksgruppen. - Hebung des allgemeinen Tüchttgkeitsnjveaus.^ 1W,U*D ...... ‘ :Oon Dr. Günther Just, Professor an der Universität Greifswald. I X , r , —. .. -----Viytvui tu I eilt Ule deuftche Sängerschaft ihre von jeher erstrebten Ziele in die Tat umgesetzt. Erneut bekenne sie sich als reue unermüdliche Mitarbeiterin an dem Wiederauf- bau deutscher Kultur und Wesensart. Die Einschal- tung der einigenden Kraft des deutschen Liedes in den großen nationalen Erneuerungsprozeß wecke in öen deutschen «angern neues Hoffen und neues «treben zur nationalen Einheit. Darum grüßen die deutschen Sanger das Dritte Reich und seine Führer mit dem Rufe: Dem deutschen Lied und Vaterland I uud seinen Führern ein dreifaches Sieg-Heil! Begeistert stimmte die große Menschenmenge in den dreimaligen Ruf ein. Anschließend überreichte der Gauvorsitzende dem Sanger Heinrich D o g e l vom Gesangverein „Teu- tonia Nordeck die ihm vom Hess. Sängerbund vcr- schaft unb^treuen Dienst fü^baFbeusiche"Lied^'' I a ^r mirb nun manchem die Frage auftauchen: Üb°rbracht7 sodann als ÄÄi&^r^.Tl^^S.K °mt°s Gießen, L a^Ln?^ Le^' den Bürgermeister T)r Se^fü^die"sta!!t°l!k-"' Iofi0ieit feiner Träger zum Aussterben kommt, dort n^ Sitt?und guter deutscher Man- erbmasse unseres Volkskorpers nicht sollten aus- den hlihp hl« 9 (?e!cn- 3n Ä-r,e9 und Fne- gleichen können. Nein, leider handelt es sich hier um den habe das deutsche Lied zu großen Taten be- eine außerordentlich schwerwiegende Fraae Ein Ä‘mÄ 'ch°".°st m-Ä lF;°6mn*een nb 08 e r rit n ■ im er- ei- )ö- ach m- icn a • ge- or« »en ilt, ber c r em bie um • i e ial- als- Im von tufe K Das Die ge- jia- lau- anz •iter von ten- itio* bem i n b von w \ pa- -nal- rben ben eren >es» Mi. bem e s - ch e n a l s chluß icher- bar» fahre ichen die Sich 7Upt- nrcht utfch-- b e n i die n a n ischen von ugnis i auch iegs- bas Dies tschen :tliche ch S e» die leiten rden, zwei- au f chen )emü* ige- i las- Dahl- i Ge- einen, riedi- Eeele SJL-'fpoit Doppelersolg der GRG.-Achtermannschafi Oie Mainz-Kasteler Die Jubiläums-Regatta in Kastel wurde bei ausdauernden Regenfällen an beiden Regattatagen ausgetragen. Die Mannschaften litten sehr unter dem feuchten Segen. Die Gießener Achtermannschaft konnte aber trotz der Wasserfluten zwei sichere Siege gegen die berühmte Mannschaft von Mainz-Kastel herausholen. Am ersten Tage gingen die Kasteler mit großem Schwung vom Start ab und hielten auch kurze Zeit die Spitze. Als das Gießener Boot aber im Schwung war, rückte es langsam, aber stetig aus und bald hatte Gießen die Führung mit einer Länge. Nun legte Kastel einen Mehrschlag ein, der sich günstig auswirkte. Kastel rückt auf und cs schien kurze Zeit als ob Kastel im Vorrücken bleiben würde. Der Schlagmann von Gießen behielt aber den Gegner im Auge und erwiderte den Mehrschlag von Kastel. Mit einer Viertellänge Vorsprung der Gießener liefen beide Boote nebeneinander durch das Ziel. Gießen hatte mit einer Sekunde Vorsprung gesiegt. Am Sonntag startete neben den beiden Mannschaften noch die Mannschaft vom Mannheimer Ruder-Klub. Diesmal wurde von der Gießener Mannschaft eine andere Taktik geübt. Hart m a n n ging vom Start an fest ins Zeug, eroberte sich alsbald die Führung uno hielt sie über die ganze Bahn. Die Mehrschläge von Kastel wurden sämtlich sofort und mit Erfolg erwidert. Diesmal siegte Gießen mit mehr als einer Länge gegen Kastel, die Mannheimer Mannschaft folgte auf dem dritten Platz 2% Längen hinter Kastel. Die festgestellte Zeit war am zweiten Tage 5:50,4 gegen 5:38,6 am Vortage. Die Mannschaft der GRG. ruderte auch zwei Vie- rer-Rennen. Sie siegte am ersten Tage im Gost- Dierer-Rennen nach Kampf über Saar-Saarbrücken und über Nassovia-Höchst. Am Sonntagvormittag erlitt der Gießener Vierer eine Niederlage gegen Nassovia-Höchst und den Mannheimer Ruderklub. Das Nennen fand bei starkem Wellengang statt. Das Bot der Gießener Mannschaft war bis unter Jubiläums-Regatta. die Sitze mit Wasser gefüllt. Unter diesen Umständen war ein Sieg nicht zu erringen. Das Rudern der Gießener Mannschaft erregte durch seine Ausgeglichenheit allgemeine Bewunderung. Die Mannschaft ruderte sehr flüssig, mit scharfem Einsatz und ausgiebigem Durchzug. Durch das langsame Vorrollen wird das Boot nicht gedruckt, es bleibt immer im Gang. Die Mannschaft zeigt viel Leben, ohne dabei unruhig zu sein. Die Mannschaft von Kastel, schon lange gut zusammengespielt, ist scheinbar durch das höhere Lebensalter der Ruderer im Nachteil. Der Schlagmann der Gießener Mannschaft weiß seine Leute trefflich zu führen und die Ruderer gehen, tüchtig mit. Dies trat besonders in den Endkämpfen klar zutage. Es ist hier sicher eine große Mannschaft, die sich an die ernstesten Aufgaben wagen kann, im Kommen. Nicht glücklich schnitten die Iungmannen von Gießen ab, die im Achter und Vierer auf starke Mitbewerber stießen, die nicht zu überwinden waren. Die Gießener Mannschaften sind jedoch noch sehr entwicklungsfähig. Der Skuller 3 ö b t konnte sich nicht durchsetzen. Sein Gegner Eduard Paul von der Frankfurter Ruder- Gesellschaft Oberrad, ist um eine ganze Klasse höher einzuschähen. Iödt halte jedoch den (Erfolg, den zweiten Platz gegen Sauer (Frankfurt) halten zu können. Schöne Erfolge erzielte die Ruder-Gesellschaft Worms! gut gefiel auch der Vierer von Rassovia Höchst. Saar Saarbrücken holte sich drei Siege. Mit einem starken Zweiten Achter hatte der Offenbacher Ruder-Verein Erfolg. Gute Junioren brachte auch der Mainzer Ruder-Verein heraus. Von Skullern war der Offenbacher Fleischhauer siegreich. Großen Veisall erzielten die Brüder A r e n z, Godesberg, im Doppelzweier. Eine Anzahl Rennen wurde durch das unruhige Wasser stark beeinträchtigt. Die Ergebnisse folgen. Zweimal Iußball aus dem Waldspochlah. Die Fußball - Doppeloeranstaltung der Spielver- i einigung und des VfB. wurde durch das unsichere Wetter 'beeinträchtigt. Es war nicht die Anzahl an Zuschauern erschienen, die man sich erhoffte. Die Spiele selbst litten unter dem aufgeweichten Boden, der ein exaktes Spiel kaum möglich machte. Man sah trotzdem, entsprechend den Umständen, gute sportliche Leistungen. Der Tag brachte einen Sieg und eine Niederlage. Die Spielvereinigung gewann, die Mannschaft des VfB. verlor. 1900 I — VfB. „Kurhessen" Marburg 6:4 (4:0). Das Spiel brachte zunächst eine Enttäuschung. Die Marburger waren mit einer stark ersatzgeschwächten Mannschaft erschienen. Aus der 1. Mannschaft fallen, wie man hörte, nur 3 oder 4 Mann dabei gewesen sein. Ein solches Auftreten kann nicht zur Hebung der sportlichen Beziehungen beitragen. Die Niederlage, die die Vertretung der Kurhessen empfing, mag ihnen eine wohlverdiente Lektion jein. Die Gäste waren nicht einmal zum Ehrentor fähig, das sie aus mancher Chance heraus sehr wohl erzielen konnten. Es mangelte bei der Gästeelf am Zusammenspiel, an der Balltechnik, am Eifer, so daß sie für die Mannschaft der Spieloereinigung, die recht gut aufgelegt war, nicht den Gegner darstellte, den man sich gewünscht hatte. Das Spiel verlor besonders in der zweiten Halbzeit an Reiz, weil sich die Gäste mit dem Halbzeitergebnis abgefunden hatten. Unter diesen Umständen konnte das Publikum nicht recht warm werden. Der Spielverlauf sah die Blauweißen ständig leicht feldüberlegen. Sie kamen in guter Kombination immer wieder nach vorne und bereits in der 8. Minute war der erste Erfolg fällig. Bromm hatte eine tadellose Flanke von Lippert sehr entschlossen verwandelt. Bereits eine Minute später konnte der gleiche Torschütze auf 2:0 erhöhen. Er brachte einen wohlüberlegten und sehr gut placierten Schuß an, dem der Tormann nicht gewachsen war. In der Folge wurden von den Blauweißen noch viele Chancen herausgearbeitet. Einem Geplänkel im Gedränge vor dem Gästetor folgte der Torschuß, der Tormann wehrte ab, der Ball ging in das Feld zurück und wurde in raschem Nachschuß eingeschoben. 3:0! Der Halbzeitstand wurde erreicht, als der Marburger Tormann einmal in kritischer Situation sein Tor verließ und der Ball an ihm vorbei, nach geschickter Täuschung eingesandt wurde. Auf eine ähnliche Art fiel das 5. Tor. Der Tormann hatte wieder sein Heiligtum verlassen und der Ball konnte unbehindert einrollen. Die Marburger gaben nun jeden ernsthaften Widerstand auf, rafften sich mur hin und wieder zu halben Angriffen auf und mußten sich schließlich noch einen 6. Treffer gefallen lassen, der von Hainbach gut verwandelt wurde. Die Spielvereinigung, die mit drei Mann Ersatz antrat, hatte einen sehr verdienten Sieg errungen, sie zeigte die besseren Leistungen und war weitaus eifriger als es die Gäste waren. VfB. Gießen I — VfB. Friedberg I 1:5 (0:1). Den VfBern war eine Niederlage beschieden. Man rechnete damit. Nur erwartete man nicht, daß sie so hoch ausfallen würde. Die Gäste zeigten ein sehr flottes Spiel und legten von Anfang an mit schärfstem Tempo los, so daß die Gastgeber alle Mühe hatten zu folgen. Es entspannen sich hochinteressante Kampfmomente, die allerdings vorerst keinerlei Erfolge zeitigten. Schon in der zweiten Minute wurde ein Handelfmeter für VfB. fällig, der aber vom Tormann der Gäste glänzend gehalten wurde. Haas im VfB -Tor mußte ebenfalls einige Male eingreifen und tat es mit viel Geschick. Er war sehr aufmerksam. Der erste Erfolg für die Gäste resultierte aus einem Eckball. Der Ball passierte die ganze Deckungsreihe bis zum freistehenden Linksaußen, der mit entschlossenem Schuß verwandelte. Mit 1:0 wurden die Seiten gewechselt. Während der 1. Halbzeit stellten die VfBer für die Gäste einen völlig gleichwertigen Gegner dar, aber der Sturm vermochte keine der zwingenden Chancen auszunützen. Nach der Pause erhöhten die Friedberger bald auf 2:0 und schon eine halbe Minute später auf 3.0. Die Grünweißen, nun reichlich bestürzt, spielten sehr zerfahren und fanden sich zu keiner einheitlichen Aktion mehr. Auch schien es, als wenn die Mannschaft schon am Ende ihrer Kraft angelangt wäre, während die Gäste noch immer sehr frisch auftraten und unvermindert.heftige Angriffe nach vorne trugen. Die Angriffe der Platzbesitzer kamen kaum mehr über die Läuferreihe hinaus, eo erzielten die Friedberger nach klarer Kombinatwns- arbeit einen vierten Treffer und wenig spater durch einen Nachschub, der den Gießener Tormann unvorbereitet fand, ein fünftes Tor. Damit ließen es nun auch die Gäste genua sein uni) fo flaute das Spwl zum Schluß erheblich ab. Die Gaste siegten durchaus verdient, den Grünweißen wurde die alte Erscheinung, die zweite Halbzeit nicht durchzustehen, wieder zum Verhängnis. Die Einzelleitungen die das Spiel auf beiden Seiten brachten, waren hochachtbar. Leutheuser und Lehrmund enttäuschten etwas. Ein Teil des Publikumsinteresses wurde durch die Uebertragung des Meisterschaftskampfes m Köln dem Spiel entzogen. Leichtathletik 6er Sp.-Bg. 1900. 1900 überlegener Sieger im Klubkampf gegen VfL. Wetzlar. Die 1900er konnten auch ihren Zweiten Pflicht- klubkampf überlegen gewinnen. Der VfL. blieb mit einer Differenz von 5,021 Punkten zuruck. Der Unterschied wäre allerdings etwas gemildert worden, wenn nicht zwei VfLer aufgegeben hatten (im 800- und 3000-Meter-Lauf). Die Spielvereinigungsleute konnten in sämtlichen Disziplinen die Sieger stellen. Im allgemeinen bewegten sich die Leistungen auf gutem Niveau. Nachstehend die ^100 Meter: 1. Müller, 1900, 11,3 Set; 2. El- dracher, 1900, 11,4; 3. Jakob, VfL., 12 2, 4. Happ VfL 12 7 Sekunden. Eldracher kam schlecht ab und mußte sich von seinem Klubkameraden um Brustbreite geschlagen bekennen. 800 Meter: 1. Bepperling, 1900, 2:06,7 Min.; 2. Raumstieger, 1900, 2:09,1; 3. Werner, VfL., 2-218 Minuten. Deppisch, VfL., aufgegeben. Die 1900er machten das Rennen unter sich aus. 3 000 Meter: 1. Gerhardt, 1900, 9:46,2 Min.r ■< 2 Herberling, VfL., 10:04,4; 3. Linsemann, 1900, I 10:48,3 Minuten. Happ, VfL., aufgegeben. Gerhardt I präsentierte sich in guter Form. Hochsprung: Unteroffizier H. Steines und V. I Schlarb, 1900, je 1,60 Meter; 3. Capello, VfL., 1,50 Meter; 4. Kuhlmann, VfL-, 1,46 Meter. Außer Konkurrenz erzielte Schlarb 1,64 Meter. Weitsprung: 1. Jung, 1900, 6,11 Meter, 2. | Felsinq, 1900, 5,95 Meter: 3. Büldermann, VfL., 5 50 Meter; 4. Ludwig, VfL., 5,35 Meter. 'Kugel st oßen: 1. Kilo, 1900, 12,61 Meter; 2. I Franz, VfL., 11,60 Meter; 3. Jakob, (VfL., 10,74 I Meter; 4. Unteroff. Steines, 1900, 10,52 Meter. i Diskuswerfen: 1. Kilo, 1900, 39,45 Meter; I 2. Franz, VfL., 33,84 Meter; 3. Kuhlmann, VfL., fl 30,69 Meter; 4. Jung, 1900, 29,42 Meter. Kilo hatte / hier, ebenso wie im Kugelstoßen, nicht seinen besten \l £aq. 10X ^Runde-Staffel: 1. Spielogg. 1900, 4:17,8 Minuten; 2. VfL. Wetzlar, 4:20 Minuten. Die 1900er brauchten sich nicht voll auszugeben. Speerwerfen (Rahmenkonkurrenz): 1. Hop. fenmüUer 1900, 45,75 Meter; 2. Jakob, OSC., 44,00 Meter, 3. Ludwig, VfL., 37,00 Meter. Hopfenmüller konnte sich für feine knappe Niederlage bei den Gaumeisterschaften revanchieren 4X 100-Meter-Staffel (Rahmenkonk.): 1. Spielogg. 1900 1. Mannschaft (Felsing, Eldracher Koch Müller), 45,00 Sekunden. 2. Spielvgg. 1900 3. Mannschaft (mit 20 Meter Vorgabe); 3. Spielvgg. 1900 2. Mannschaft (vorn Mal). Die Zeit von 4d Sekunden wurde während eines Regenschauers erzielt und ist als beachtlich anzusehen. Wirtschaft. Oer Huf des Reichskanzlers: Arbeitsbeschaffung! Dortmund, 12. Juni. Um die Reichsregierung in ihrem Kampf gegen die Arbeitslosigkeit du un= terstützen, hat die H o e s ch - K o l n - R e u e s s e n AG., Dortmund, über die regelmäßigen Instandsetzungen hinaus größere Aufträge erteilt, die m erster Linie dem Ausbau d e r b e r g b a u - lichen Betriebe dienen sollen. Der Gesamtbetrag dieser Aufträge beläuft sich auf 2,1 Mill. Mark. Frankfurt schwächer. Frankfurt a. M., 12. Juni. (WTB.-Drahtmeldung.) Bei denkbar geringster Umsatztätigkeit eröffnete die Börse zu Beginn der neuen Woche in lu {Hofer und schwächerer Tendenz. Der Ordermangel und das Fehlen irgendwelcher Anregungen verursachte Zurückhaltung, die noch durch den Beginn der Weltwirtschaftskonferenz und durch den gewissen Widerstand einiger Gläubigerländer gegen das Transfermoratorium verstärkt wurde. Infolge der Unternehmungsunlust der Kulisse genügte schon die kleinste Abgabeneigung, um das Kursniveau zu drücken. Gegenüber dem Wochenschluß ergaben sich anfangs bei zögernder Kurs- festsetzung durchschnittliche Rückgänge um bis zu 1 Prozent. Stärker abgeschwächt waren Siemens mit minus 3 Prozent, Deutsche Linoleum mit minus 2 Prozent, Kali Aschersleben mit minus 2,50 Prozent und Harpener mit minus 1,75 Prozent. I. G. eröffneten 1 Prozent niedriger und auch die übrigen Chemiewerte ließen meist bis zu 1 Prozent nach. Von Elektroaktien kamen AEG. 0,25 Prozent und Schuckert 0,65 Prozent niedriger zur Notiz. Am Moytanmarkt setzten Buderus 0,50 Prozent, Klöcknerwerke 0,75 Prozent niedriger ein. Schiffahrtsaktien bröckelten etwa 0,25 Prozent ab. Auf den übrigen Marktgebieten stagnierte das Geschäft fast vollkommen. Gegen 13 Uhr kamen Contigummi um 1,25 Prozent schwächer, dagegen Aku 1 Prozent fester und Reichsbank unverändert zur Notiz. Der Verlauf brachte weder eine Belebung des Geschäftes noch eine nennenswerte Veränderung des Kursniveaus. Allgemein herrschte Zurückhaltung. Vereinzelten Erholungen um etwa 0,25 bis 0,50 Prozent standen auch neue Rückgänge im gleichen Ausmaß gegenüber. Der Rentenmarkt hatte meist ein etwas schwächeres Aussehen. Von Deutschen Anleihen gaben Altbesitz 1 und Neubesitz 0,13 Prozent nach. Von sonstigen variabel gehandelten Werten gingen später Reichsschuldbuchsorderungen um 0,75 Prozent und Stahlvereinbonds um 0,65 Prozent zurück. Goldpfandbriefe bröckelten zum Teil bis zu 0,25 Prozent ab. Liquidationspfandbriefe und Kommunalobligationen lagen ruhig, ebenso Staatsanleihen. Don kommunalen Werten waren 6 Prozent Stadt Mainz angeboten. Am Auslandsrentenmarkt bröckelten Mexikaner weiter leicht ab. Tagesgeld war zu 3,50 Prozent unverändert. Frankfurter Abendbörse geschästslos. Frankfurt a. M., 12. Juni. Auch an der Abendbörse verhielt ffd) die Kulisse bei fehlender Beteiligung der Bankkundschaft sehr reserviert, so daß die 'Umsatztätigkeit bei kaum veränderten Kursen gegenüber dem Berliner Schluß äußerst gering war. Einige Umsätze fände in IG.-Farben statt; der Kurs zog zunächst leicht an, ging aber im s Verlaufe unter deut'Druck der Geschäftsstille wieder [ zurück. Auf den übrigen Marktgebieten herrschte Se- | schäftslosigkeit. Die festere Eröffnung Wall-Streeis blieb ohne Einfluß. Am Anleihemarkt herrschte bei unveränderten Kursen ebenfalls Geschäftsstille. Von fremden Werten notierten 5proz. äußere Goldmexikaner mit 10,25 v. H. um Bruchteile eines Prozente, höher. U. a. notierten: Neubesitzanleihe 12,75, Altbesitzanleihe 75%, Schutzgebietsanleihe 8,10, 6proz. Sta'hlverein-Bonds 65,50, Reichsbank 139, Harpener Bergbau 107,75, Mannesmann 69,75, Rhein« stahl 95,25, AEG. 26, Bekula 114%, Zement Heidelberg 81 Conti Gummi 162, Licht und Kraft 114, JG.-Farben 134% bis 134,50, Gesfürel 94, Lah- meyer 125, Siemens 167,25, Zellstoff Aschafsenburz 24, Hapag 18%. frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 12. Juni. Die Getreide- börse war bei abwartender Haltung recht fest gestimmt, wobei die neuen Monopolpreise für Futtermittel dem Brot- und Futtergetreidemarkt etroas Anregung gaben. Das Angebot war klein, trotzdein kam es kaum zu nennenswerten Umsätzen. Das Mehlgeschäft blieb bei unveränderten Preisen gering. Der Futtermittelmarkt hatte zwar feste Tendenz, doch übte man auf Grund des Mo- nopolzuschlags von 6 Mark je 100 Kg. stärkste Zurückhaltung. Die Preise stellten sich um 25—50 Pf. höher. Von Getreide zog Hafer um 5 Mark per Tonne an. Es notierten: Weizen 210, Roggen 172,50 bis 173,50, Hafer 150 bis 155, Weizenmehl südd. und Niederrhein. Spez. 0 30,25 bis 31,50, Roggenmehl 60prozentige Ausmahlung 23,50 bis 25,25, Weizenkleie 8,00, Roggenkleie 8,75, Soya- schrot alte Abschlüsse 10,40 einschl. Monopolabgabe, Sanaschrat neue Abschlüsse 9,75 bis 10,25, Palm- kuchen neue Abschlüsse 9,90 bis 10,15, Erdnuhkuchen 12,25 Bries neue Abschlüsse (die drei letzten Notierungen verstehen sich ohne den Monopolzuschlag von 6 Mark je 100 Kg.), Treber 11,00, Heu 4,50, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt 2,60 bis 2,80, do. gebündelt 2,20. Kartoffeln: Jndustrik hiesiger Gegend 2,00 bis 2,15 Mark per 50 Kg. bei Waggoybezug. Tendenz: fest. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samslq nachmittag geschlossen. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt deschlofsenen Dividende an. — Retchsbankdiskont 4 o. H.. Lombardzinsfuß 5 o. H. lyranliun a. Dl. | Berlin Schluß« kurs Schlußk. Abend« barte Schlußkurs Schlußk. Mittag« börse Votum 10.6. 12.6. 10.6- 12.6. 6% Deupche Retchsanieite v. 1921 34.5 84,5 84,4 84,13 6% ef)em.7% Dt.ReichSanI.v. 1929 91,25 90,65 91,25 90,75 6>/2% Doung-Anleihe von 1930 . Deutsche Aul.-Ablöl.-Schuld ml 77,65 76,65 77,65 76,65 Auslos.,Rechten .......... . 76,75 75,65 76,65 75,75 DeSgl. ohne Auslos.-Rechte..... 6% ehern. 8% Hess. Bolksstaat 1929 12,8 12,75 12,75 12,75 (rückzahlb. 102%)........... Oberteilen Provinz-Anleihe mi 83 80,5 83 81 Auslos.-Rechten ............ 6% Hell. Landesbank Darmstadt 69 69 — — Gold R. 12........ 6 J4% Hell- LanteS Hypothekenbank Darmstadt Ltqut...... Deutsche Komm. Sammelab I.An 82,5 82,5 82,5 — 85,5 85,25 — — leibe Serie! mit Auoios.-Rechten 6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Ban! 70,5 70,25 70,9 70 Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hhp.-Bam 84,75 84 — — Goihpse. 16 unkündbar biS 1936 6’/z% ehem. 4%% Franks. Hyp. Bank-LIqu.-Psandbriefe ..... t>y2% ehem. 4’4% Rheinische 64,5 84 — — 86 86,25 — — Hyp.-Bank-Liau.-Goidpse. ... 6% ehem. 8% Pr. Landespsand 87 85,75 — — btiefanflall, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landespsand 34,5 84,5 84,5 85 brtetmistalt. Pfandbriefe R. ic 85 84,75 84 84 Verrechnungskurs . . .... 85,5 85,5 85,5 85,5 4% O österreichische Noidrente... 4,20% Lösterreichische Silberrente — _ 18 1,15 18 4% Ungarische Gotdrente....... — — 4% Ungarische Etaatsrente v. 1910 — —— — — 4%% desgl. von 1913.......... —— — — — 5% abgest. Goldmexikaner von 99 10,5 10,13 10,65 10,13 4% Türkiiche Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleih 6,4 6,3 6,3 6,25 Serie I.................... - 6,25 6,4 6,2 Franktun a.M. Berlin Schlußkurs Schlußk. Abend- börse Schlußkurs Schluß!. Mittag- börke Datum 10.6. 12.6. 10.6. 12.6. 4% desgl. Serie II ........... — 6,25 6,4 6,3 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 6 6 —— 5,75 4*/r%Rumün.vereinh.Rentev.l913 10,8 10,8 10,7 10,6 4% Rumänische vereinh. Rente 5,025 5,05 5,1 5,13 8%% Anatolier............. 28,8 28,7 29,4 28,75 Lamburg-AmerSa-Paket ..... Hamburg-Südam. Dampfschiff. c 18,4 18,4 18,4 18.13 0 — — 26,5 29,5 Hansa Dampfschiff........... 0 — — 25,75 25,5 Norddeutscher Lloyd ......... 0 19 19,13 19,25 19 A.ch. für Verkehrswesen Akt. .. 0 52,5 51,5 52,5 51,5 Berliner Handelsgesellschaft.... Commerz« und Privat«Bank... 4 0 92 51 i? 93 51,5 93,25 51 Deutsche Bank und Disronto« Gesellschaft................ < 60 59,75 60 59,75 Dresdner Bank.............. 0 49,5 49 49,5 49 Reichsbank ................. 1 138 139 138,13 139,25 A.C.G...................... t 26,25 26 26,25 .5,9 Dektr. LiefenuigSgelellschast ... 6 90,75 91 92 91 Licht und Kraft ............. f 114,75 114 114,65 115 Felten & Guilleaume ........ 0 58 57,5 58 57.65 Gesellschaft für Elektrische Unter* nehmungen............... 4 93,5 94 94 94.75 Rheinische Elektrizität ........ 5 98,75 98,75 98 Schuckert & Co.............. 0 112,5 113 112,75 113,13 Siemens & Halske........... 168 167,25 168,4 167,9 LahmeyerLCo.............. 10 126,5 125 126,5 125,5 Buderus ................... 76 75,75 76,25 75,75 Deutsche ErdS! ............. 4 118,5 120,5 119,13 119,75 Geilenkirchener.............. 0 63,75 63,5 64 63,5 Harpener................... 0 107,5 107 106,5 106,75 Hoesch Eilen—Köln-Neuesten.. 0 — 70,4 69,5 Ilse Bergbau ............... 7 164 — — 163,75 Zste Bergbau Genülle........ 7 124 123 124,25 124 inOuTiEtiDCtu ...... .... 0 60,25 59 59.75 59 sxaniies manu» wogten........ 0 70,25 69,75 70,75’ 69,9 Franisun a. M. -3er! in Schluß- kurS Schlußk. Abend« börse Schlußkurs Schlußk. Mittagbörse Datum 10.6. 12-6. 10.6. 12-6. Mansleloer Bergbau..... ... 0 25 25 25,25 25,5 Kokswerke .............. ... 0 — 84,75 84,5 Phönix Bergbau......... ... v 42,25 41,5 41,9 41,25 Rheinische Braunkohlen .. Rbetnstabi ............ ...10 ... 0 210 95,25 210 95,25 212.75 95,75 212,5 95,5 Bereinigte Stahlwerke.... Otavt Minen ........... ... 0 41 40,75 40,65 40,75 ... v 18 18,5 17,9 Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerke Westeregeln .... ... 6 ... 6 135,5 136 132,25 136,5 134,5 139,25 133 Kaliwerke Salzdetfurth ... ... P 179 179 179,75 180 3 ®. Farben-Jndustrie ... Scheideanstall........... ... 7 ...10 135 173 134,5 173 135 134,4 Goldschmidt ............ Rütgerswerke ........... ... 0 ... 0 53,5 61,5 53,5 61 53 61 76 53,5 60,9 39,65 Melallgeselllchaft......... 39,5 39,25 39,25 Phillvv Holzmann....... Zementwerk Heidelberg ... Eememwerk Karlstadt..... El 60 81 79,5 59 81 78 59,75 1 Schultheis Patzenhoser.... Aku sAllgemeine Kunstseide) Bemberg........... Zellstosl Waldhos......... Zellstoff Aschaffenburg .... Dessauer Gag.......... Daimler Motoren......... Deutsche Linoleum ... Orenstein S Koppel ... Leonhard Zieh........'' Chade................... ... 0 ... 0 39,25 39 128,13 39,9 128,5 39,4 ... 0 ... 0 ... 0 ... 0 49,5 51,25 24 31,75 52 25 49,25 52 24 31,5 50 24 49,75 51 24 115,5 31,75 51 48,13 25 48,25 51 23 116,75 31,4 50 48,75 24 167 168 167,75 169 «rinnet..... rr?bn?aI'?ertc Höchst a.M. Süddeutscher Zucker ...... 26,5 70 156 27,5 70 155,25 26,5 159 27,5 155,25 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. 10.Juni V 12. Juni Amtliche (Selb Jioli&jng 25riC' Amtliche Geld Notierung I Srie- _ Helfingforo. 6,324 6,338^ 6,329 6,341 | Wien...... 46,95 47,05 \ 46,95 47,05 Prag...... 12,64 12,66 12,64 12,66 Budapest ... — — Sofia..... 3,047 3,053 \047 3,053 Holland ... 170,33 170,67 170,53 72,28 170,67 ■ Ci Io....... 72,18 72,32 Kopenhagen. 63,84 63,96 63,84 63,96 Stockholm.. 73,68 73,82 73,73 73,87 London ..... 14,295 14,335 14,32 14,36 Buenos Aires 0,898 0,902 0,898 0,902 Reuyork.... 3,467 3,473 3,412 3,418 Brüssel..... 58,99 59,11 58,94 59,06 Stallen..... 22,04 22,08 22,04 22,08 Porto ..... 16,62 16,66 16,62 16,66 Schweiz ... 81,57 81,73 81,67 81,83 Spanien.... 36,16 36,24 36,16 36,24 Danzig.... 82,67 82,83 82,62 82.78 Japan..... 0,884 0,886 0,884 0,886 Rio de Jan. 0,229 0,231 0,229 0,231 Jugoslawien Lissabon.... 5,195 5,205 5,195 5,205 13,02 13,04 13,02 13,04 Banknoten. Serlln, 12-Juni Geld Ärtes ' Amerilanhche Roten.............. 3,375 3,395 Belgische Noten.................. 58,83 59,07 Dänische Noten ................. 63,47 63,73 Englische Noten ................. 14,28 14,34 Französische Noten............... 16,58 16,64 Holländische Noten............... 169,96 170,64 Italienische Noten................ 21,92 22,00 Norwegische Noten .............. 72,11 72,39 Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling Rumänische Noten............... 2,46 2,48 Schwedische Noten............... 73,55 73,85 Schweizer Noten................. 81,49 81,81 Spanische Noten................. Ungarische Noten ................ 36,03 _____l