33 II •« i .. "nl y » '*** l i r 's Donnerstag, 15. April (955 185. Jahrgang Nr. 88 Erstes Blatt GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Drud vnd Verlag: vrühl'sche Univerfitäir-Vuch- und Stcinörudcrei R. Lange in Gietzei. 8christleitung und Geschäftrftelle: Zchul^tratse 7. Annahme von Anzeige, für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für I mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Neichspsennig; für Ne- hlameanjeigen von 70 mm Breite 35 Neichspfennig, Platzvorfchrift 20“ , mehr. Chefredakteur Dr. Fnedr. Wilh. Lange. Derantworilich für Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumfchein unbfür den Anzeigenteil i.D.TH.Kümmel lämtlid) m (Biegen. Eriche,nt täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Die Illustrierte Siegener Familienblatter Heimat >m Bild Die Scholle Monatr-Bezugsprels: Mil 4 Beilagen RM 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. . -.25 Auch de, Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt, .femsprechanschlüste anter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen. Postscheckkonto: fronffurt am Main 11686. hsm n“Ä ' in ln Berlin |ehr Warum Mussolini die Revision fordert. Oie Znedenöveriräge sind Menschenwerk und darum unvollkommen. menschlicher Ueberlegungen. Ist jemand da, der zu behaupten wage, daß die Verträge von Versailles usw. ein vollkommenes Werk sind? Ls ist Menschenwerk und darum unvollkommen. Schwere Komplikationen werden vermieden, wenn man die Friedensoerträge dort, wo sie revidiert werden mußten, revidiert. Man tut dem Frieden einen grasten und starken Dienst damit. Line solche Revision, die bestimmt sei. die universelle Katastrophe eines neuen Krieges zu vermeiden, müsse vom Völkerbund fe st gelegt sein. Derjenige, der die Revision verweigere, stände auster- halb des Geistes des Völkerbundes, der nicht zur einfachen Wächterin der Verträge des Jahres 1919 degradiert werden dürfe, sondern, der zu der hohen Aufgabe, Garant des Friedens unter den Völkern zu fein, berufen werden muffe. Deutsche Truppen befreiten Finnland von den Bolschewisten. Dor 15 Jahren, in den Äprillagen 1918, befreiten deutsche Truppen unter General von der Goltz in hartnäckigen Kämpfen Finnland von den Rotgardisten. — Unsere Biwer zeigen oben lmks: Blick auf Helsingsfors, die finnische Hauptstadt. Daneben: General von der Goltz. Unten links: Svinhuf- du b, der finnische Reichsverweser. Daneben: Die Begrüßung des Generals von der Goltz durch den Magistrat der Stadt Helsingfors. Oer Jahrestag der Befreiung von Helsingfors. Helsingfors, 12. April. (WTB.) Die fin- Nische Hauptstadt stand heute im Zeichen des Jahrestages der Befreiung durch die deutschen Truppen Zu Ehren des in Helsingfors anwesenden Generals von der Goltz gab Präsident Svinhusvud am Dormittag ein Frühstück. Der Präsident überreichte General von der Goltz das Grostkreuz der Weihen Rose. Am Rachmittag fand eine feierliche Kranzniederlegung an den finnischen und deutschen Heldengräbern statt. Die finnischen Militärbehörden, die Stadtverwaltung, die deutsche Gesandtschaft und sämtliche deutschen Vereine nahmen an dem Festakt teil und legten Kränze nieder. Mel bemerkt wurde auch eine Abordnung des kürzlich in Helsingfors gegründeten Stützpunktes der NSDAP., die hakenkreuzgeschmückte Krä^e niederlegte. Anschlichend nahmen der finnische Kriegsminister, der Armeebefehlshaber und General von der Goltz dieParadedesHelsing- forser Schutzkorps ab. Dem militärischen । Schauspiel wohnte eine nach Zehntausenden zäh- I un st erblichen Deutschbewusttseins, Friedrich hat die Ration gegründet und die Verantwortung des Einzelnen vor dem Staat zum Grundsatz der Staatsführung erhoben. Goethe hat die Ration erfüllt und ihr die Wege zur Erkenntnis des Geistes gewiesen. Goethe und Friedrich sind für alle Zeit Verkörperung des Deutschen, Weimar und Potsdam für jede Generation Stätten der Vesinnung. Ihr Werk ist mil.ionenfältig, weil Millionen in ihm leben. Cs ist ins Vewuhtsein der Deutschen eingegangen und wird mit jeder neuen Generation zu neuer Wirksamkeit wiedergeboren. Es ist Unsterblich- leit lende Menschenmenge bei, die General von der Goltz bei der Abfahrt nach Schluß der Veranstaltung spontane Huldigungen darbrachte. Die Finnisch-deutsche Gesellschaft veranstaltete im Grand Hotel ihr Jahresfest. General v d. G o l tz, der Ehrenmitglied der Gesellschaft ist, Präsident Svinhusvud und Gemahlin, Vertreter der finnischen Behörden und des Heeres sowie zahlreiche prominente Persönlichkeiten der finnischen und deutschen Gesellschaft nahmen an der Veranstaltung teil- Der Festsaal war mit finnischen, der schwarzweihroten und der Hakenkreuzfahne geschmückt. General v. d. Goltz dankte Finnland dafür, dah die Hilfe unvergessen sei, die Deutschland im Jahre 1918 bei der Befreiung Finnlands und insbesondere b e i der Erstürmung der Stadt Sammer« fors dem finnischen Heere habe leisten können und hob vor allem auch die Bedeutung der deutschen Siege an der russischen Ostfront als Grundlage der späteren Befreiung Finnlands hervor. General v d. Goltz wies auf die gemeinsame Gegnerschaft beider Rationen gegen den Kommunismus hin und schloß seine Rede mit einem Hoch auf Finnland und seinen Präsidenten. Oie Zulassung der Kassenärzte. Berlin, 13. April. (VDZ.) Reichsarbeitsmimster S e l d t e hat auf Vorschlag des nationalsozialistischen Leiters der großen Aerzteorganisationen, Dr Wagner, den früheren deutjchnationalen Reichstagsabgeordneten und Geschäftsführer des Hartmann-Bundes sowie des Aerzteverein-Bundes, Dr. Haedenkamp in das Reichsarbeitsmini st erium berufen. Dr. Haedenkamp wird als Kommissar zur besonderen Verwendung die Aufgabe haben, die ärzllichen Gesichtspunkte bei der Neuregelung der Frage der Zulassung von Krankenkassenärzten sowie im Ser» trauensarztwesen wahrzunehmen. Sozialismus der Tat! Aufruf zu einer Hitler-(^cburtstaqsfpendc für Bedürftige Berlin, 13. April. (OB. Lig. Meld.) Der „Völ- kische Beobachter" veröffentlicht folgenden Aufruf: Der Geburtstag des Reichskanzlers Adolf Hitler am 20. April wird dem Wunsch des Führers entsprechend ohne prunkvolle Festlichkeiten begangen, die dem Charakter feiner nationalsozialistischen Bewegung und der Rot des deutschen Volkes nicht entsprächen. 3m Sinne des Führers aber ruft die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei alle besitzenden Schichten, in Sonderheit alle Arbeitgeber, Unternehmer, Landwirte, Geschäftsleute usw. zum freudigen Geben! Am 20. April fall niemand in Deutschland hunger leiden. Arn 20. April muß jeder Besitzende in Deutschland nach bestem können die Rot lindern! Ls soll das deutsche Volk der Welt den Sozialismus der Tat zeigen. Hitlers Geburtstag, ein lag der Freude. Unter Leitung der RSDAP. werden Summe Ist el- l e n eingerichtet, die Lebensrnittel und Geld n Empfang nehmen. Die Spender werden In elften vermerkt und erhalten Quittungen. Die Verteilungsstellen geben allen bedürftigen Volksgenossen den auf sie entfallenden Anteil gegen Lrwerbslofenausweis ufro. Genaue Anweisungen erfolgen noch durch die Presse und den Rundfunk. Umbau der Steuerwirtschast. Berlin, 13.Aprll. (ERD. Funkspruch.) Der neue Staatssekretär im Reichsfinanzministerium Reinhardt, erklärte dem „Zeitungsdienst", daß mit der Vielheit der Eteuergesehe und mit der Kompliziertheit des Steuerrechtes Schluß gemacht werden müsse. Die Steuern müßten sozial, gerecht und wirtschaftlich tragbar sein. Steuererhöhungen, die geeignet sein könnten, eine neue Belastung der breiten Masse des deutschen Volkes herbeizuführen und kaufkraftschmälernd zu wirken, seien nicht geplant. Gegenwärtig befindet sich ein Gesetz zum Schuhe des mittel st ändischen Einzelhandels in Vorbereitung. Danach werde eine Wittelstandsschuh st euer, die auf Warenhäuser und Zweig st ellen umgelegt werde, einheitlich für das gesamte Reich eingeführt werden. Diese Steuer, die nach dem Umsatz bemessen sei, werde sämtliche Warenhäuser und Filialbetriebe so treffen, daß ihre wirtschaftliche Vormachtstellung im Interesse des Mittelstandes getroffen werde. Es sei selbstverständlich, schloß der Staatssekretär, daß die kommende große Steuerreform eine gerechtere Verteilung der Steuern und La st en bringen werde. Leitgedanke werde dabei sein, die Kaufkraft der Gesamtheit der werktätigen Massen unseres Volkes zu heben. Die Erhöhung der Kaufkraft durch steuerpolllische Maßnahmen werde sich insbesondere in Preissenkungen äußern, für die durch diese Maßnahmen die notwendigen Voraussetzungen geschaffen wurden. Führerlaguntz des Braunschweiger SlahlhelmS. Braunschweig, 12. April. 3m Keglerheim fand vor einigen Tagen eine Führerversammlung des Stahlhelms, Bundes der Frontsoldaten, statt, in der sich der stellvertretende Landesverbandsführer, Generalmajor a. D. Freiherr von Hammer st ein aus Hildesheim, vorstellte. Freiherr von Hammerstein wurde mit dem Präsentiermarsch und begeisterten Front-Heil-Rusen der im Saal dicht gedrängten Stahlhelmer empfangen, die sich von ihren Plätzen erhoben hatten. Er erklärte u. a.: Mir ist der Auftrag erteilt, vertretungsweise die Führung des Landesverbandes Braunschweig vom Stahlhelm zu übernehmen. Wir kennen den Landesverband Braunschweig als besonders gut. Er ist uns immer aufgefallen durch sein besonders gutes Auftreten, und unser Glaube an die Treue und an die Ergebenheit, an das Interesse für unser Vaterland ist durch alle Vorgänge der letzten Tage nicht im geringsten berührt. (Beifall.) Besonders danken wollen wir dem am schwersten betroffenen Landesverbandsführer Schrader (stürmisches Händeklatschen), nicht nur, weil er ein guter Stahlhelmer ist, sondern well sein Idealismus dafür bürgt, daß er einer unserer besten Deutschen ist. (Stürmischer Beifall.) Mit Hingebung hat er seinen Landesverband geführt und keine Mühe gescheut sür die Sache, für die im letzten Grunde auch die RSDAP. kämpft. Es ist nicht unsere Sache, in ein schwebende- Verfahren einzugreifen. Seitens der Stahlhelm- Dundesleitung wie auch seitens der unterstellten Führer wird alles getan, um volle Genugtuung für den Stahlhelm zu verschaffen. (Stürmischer Beifall.) Alle, die wir uns national nennen, sollte ein Gedanke beseelen: Jetzt tut uns Einigkeit im nationalen Lager bitter not, und ich zweifle keinen Augenblick daran, dah der Stahl- helm von seiner Seite sich voll und ganz zu diesem Gedanken bekennt. Denn die Aufgaben sind noch nicht erfüllt Es ist nur die Vorbedingung erfüllt, d. h., wir haben eine große nationale Regierung, aber die Aufgaben kommen Mailand, 13. April. (111.) Die ilaliensichen Abendblätter veröffentlichen eineu Artikel IHuffoll- nis Ausgehend von der These, dah die kleine Latente plötzlich sehr laut und mit Pariser Begleitmusik als fünfte Großmacht (Europas auf der Bildfläche auftauche, legt Mussolini dar, dah ämtliche Voraussetzungen für eine Grohmacht bei den Staaten Tschechoslowakei, Südslawien, Rumänien fehle, dah sie weder Rasse noch Sprache noch Religion noch wirtschaftliche Interessen gemeinsam hätten. (Er habe schon 1928 im Senat klar gesagt, dah die Friedensverträge nicht ewig eien. Die Friedensoerträge find heilig insoweit, als durch sie eine blutige und ruhmvolle Anstrengung, eine Periode ungeheuerer und groher Leiden a b - geschlossen ist. Aber die Friedensverträge sind nicht das Resultat göttlicher Gerechtigkeit, sondern "5? baten Ässä Säs senden Zeit bei !ut Nontanpapien «getoinne bei ®f[, .1,50 Prozent hin« >gen bei 60 LW J Sonst sind noch ^"onlen, 'Scmbeig ohlentoette mit et» u nennen. Dernach. 3efula büßten auf 2$ Prozent ein. Dozent niedriger, Geschäft an den )ic Papiere zeigten jungen bis zu 0,53 Renten waren da« r. ' bis zu 0,25 Proz. n gewannen 0,38 Forderungen etwa Jndustrievbligativ- lich. Auslandrenten surde es am OliatHe i Kursen etwas leben hatten größeres ifzuweifen. Elektro- Proz. verloren hat- wärtsbewegung um Erleichterung Fort- eld lag je nach So- unteren Grenze zwi- Am Privatdiskont- chsschahanveisungen ichts geänbert. rfe freundlich, lpril. Die Abend- >rtagsunterbrechung, zu verzeichnen, da bemerken war. Die indlich, obwohl die m 'berliner Schluß ). Farben lagen auf 3' Prozent,,Gelsen- r, wahrend Elektro- fragt waren. AEG. in. Schifsahrtsaktien ?g fast geschästslos. ,40 knapp gehauen, idbücher lagen etwas itionspsanbbtiec > L und Stadtanleihen Staatsrenten gaben ozent aus 83,50 zogen Gement Karl ! Prozent an. , Schutzgebiete A ’crein M * jz 132,39, Hapag ih rcidcborf'e. «,<**'* i und nur ganz iiii&Ä 2950 bis 31, Aog ««S fe nicht statt- Unsterblichkeit des Deutschen. Don Erich Tüttner GOS. Die aktuellen Begriffe „Potsdam" und „Weimar" müssen verschmolzen werden — auf daß ein einiges, starkes Deutschland werde. Die Polarllät gerade des deutschen Wesens beruht in den beiden symbolischen Begriffen „Potsdam" und „Weimar" — Macht und Innerlichkeit. Staat und Geistigkeit. Unsterblichkeit heißt nicht Mumifizierung. Unsterblichkeit ist kein bestimmbarer Zustand. Un- sterblichkeit ist Bewegung in kosmischem Rhythmus! Was sterblich war, ist abgefallen; unsterblich aber bleibt, was durch den Tod der Materie zur Lebendigkeit der Idee fortschreitet. In jedem Menschen ruht ein Quent Unsterblich- leit Ist es nur eine Geste, eine Manie, eine Krankheit — es pflanzt sich fort in seinen Rach- kommen, es ist Unsterblichkeit. Eckpfeiler der deutschen Unsterblichkeit sind Goethe und Friedrich, Weimar und Potsdam. Beide sind nicht Verheißung geblieben, sondern sind in sich bis zur letzten Stufe der Erfüllung geläutert. Beide sind lebendig im Deutschen wie nur sein Blut lebendig ist. Unsterblichkeit kann nicht erworben werden — sie wird erlebt. Das Urteil über ihre Rot- wendigkeit liegt nicht bei denen, die gemeinhin au urteilen berufen sind, nicht bei Kritikern und Führern, es wird vielmehr von denen gesprochen, die dem Unsterblichen nachleben, die es im Blute tragen, die ihm unterworfen sind: Menschen in ihrer einfachen menschlichen Racktheit. Goethe und Friedrich sind gestorben, wo ihnen steinerne Denkmale gesetzt sind — aber s i e leben in der Seele des Deutschen, Weimar und Potsdam sind Städte der Gegenwart — aber sie tragen das Zeichen des Genialen auf ihren Stirnen. Der Atem der Vergangenheit ist in ihnen lebendig geblieben, um immer wieder die Lungen Deutschlands zu durchströmen. Der Geist des passiven Heroismus ist in ihnen wirksam, um den geheiligten Boden für die ewige Reugeburt vorzuberellen. Goethe, der umfassendste Dichter, Friedrich, der genialste Feldherr und Staatsmann der Deutschen, so sind sie in die Gegenwart und in die Zukunft Deutschlands eingegangen. Goethe, ein verhinderter Staatsmann, Friedrich, ein verhinderter Dichter der Deutschen, wo ist dem Individuum die Grenze seiner Fähigkeiten gezogen? Ihre unfaßbar weit wirkende Bedeutung liegt im Umfang ihres Wesens- Sie trugen nicht Ansätze dieses oder jenes Charakters in sich, sie entwickelten ihn und vollzogen ihn ganz. Sie beherrschten nicht dieses oder jenes Wissensgebiet, sie waren Bildner des Universums. Die tiefe Sehnsucht der Deutschen, mit seiner Sehnsucht allein und verlacht zu sein, lastete auf ihnen. Friedrich der Große hinterlieh der Ration, die er geschaffen hat, den unbedingten Willen zur Selbstbehauptung, Goethe die Kraft zur Selbstbesinnung- Friedrich der Große kämpfte um die Macht, die aus der Disziplin kommt, Goethe um die Würde, die aus der Einsicht herrührt- Friedrich formte die Gestalt der Ration, Goethe entsiegelte ihren Inhalt, die faustische Seele. Die Unsterblichkeit der Deutschen hat diese zwei Pole: die Mystik des tausendjährigen inneren Reiches, wirklich geworden im Organismus der Ration, — und das Bewußtsein der deutschen Innerlichkeit, mit all ihren Eelbstqualen und Luftschlössern sichtbar in Heinrich Faust. Potsdam — Weimar, vielzitierte Parallele! Aber Potsdam und Weimar sind nicht Parallelen, Potsdam und Weimar sind die Schenkel einer ungeheuren Parabel, die im Unterbewuht- fein des Deutschen z u inniger Einheit verschmelzen. Luther war eine Macht, Dismarck war eine Macht — — und sie standen im letzten Grunde doch als Einzelerscheinungen in einem Wust von Unverstand. Friedrich aber und Goethe haben zu gleicher Zeit die deutsche Welt von den entgegengesetzten Polen her durch- leuchtet, haben zu gleicher Zeit die Ration geformt und ihr den unvergänglichen Jnhall gegeben. __ . Potsdam und seine Schlösser, Weimar und seine Dichterplähe sind der Horizont eines deutschen Glaubens. Sie umschließen eine Welt, die sich nicht in bürgerlich-engstirnigen Begriffen erschöpft, sondern in kosmopolitischer Bedeutung den Platz umreiht, den Deutschland unter den Völkern der Erde einnimmt. Potsdam und Weimar sind Bekenntnisse zur Unsterblichkeit des deutschen Menschen- Aber sie wirken im höchsten Sinne für Deutschland noch da, wo sie nur als Legenden existieren. Wögen sie gefürchtet sein oder geachtet, mögen sie gerecht oder ungerecht beurteilt werden, sie bleiben doch Künstler der Ration, wie ihre Schöpfer sie wollten! Es hat zu allen Zeiten Stimmen gegeben, die Goethe und Friedrich als unbeutsch brandmarkten, well der eine Rapoleon, der andere Voltaire geschätzt hat. Diese Stimmen haben vergessen, dah sell jeher jene Männer die besten Deutschen gewesen sind, die darüber nicht gesprochen, wohl aber danach gelebt haben- Goethe und Friedrich sind Zeugen eines __i-rr TjsT 45.15 jetzt erst. Es ist -er feste Wille nicht nur unserer Führer, auch der Führer der NSDAP., Hitlers. Fricks und Görings, mit Hugenberg und Seldte so fest zusammenzuarbeiten, als es nur möglich ist. Die Führer oben find sich einig, also seien wir es hier untenanch. Jetzt allein ist Deutschlands Schicksal bestimmt durch den allseitigen außenpolitischen Druck. Wenn diesem Druck nicht vollste Einigkeit in Deutschland im nationalen Lager gegenübersteht, so werden wir dem Druck nicht begegnen können, und daS Ende ist der Bolschewismus. Das sollte sich jeder klarmachen, der an verantwortlicher Stelle steht. Stahlhelm und ASDA)). Verhandlungen mit der Reichsregierung. Berlin, 12. April. (TA.) Die Derhandlun- oen zwischen der Reichsregierung und der Stahlhelmführung sind bis nach Ostern verschoben worden. Es handelt sich u. a. um eine gleichmäßige Handhabung der Neuaufnahmen beim Stahlhelm und der SA., Aufhebung der gegenseitigen Mitgliedersperre (gleichzeitige Zugehörigkeit zur NSDAP, und Stahlhelm, die bisher verboten war) um die Ausschaltung des in einzelnen Teilen des Reiches aufgetretenen unsachlichen Wettbewerbs, sowie um eine nach außen in Erscheinung tretende Betonung des Zusammen st ehens im Kamps für die nationale Revolution. Einzelne nationalsozialistische Mitglieder der Reichsregierung haben sich zu den Vorschlägen des Stahlhelm wohlwollend geäußert. Der Stahlhelm scheint nicht abgeneigt zu sein, das Hakenkreuzsymbol in irgendeiner Form, etwa auf schwarzweißroter Armbinde, aufzuneh- men. Er lehnt es aber ab, den Po st en des zweiten Bundesführers mit einem Nationalsozialisten zu besetzen. Die Gruppe Sachsen der SA. und der Stahlhelm haben eine gemeinsame Verfügung erlassen, in der es u. a. heißt: „Der Kampf gegen den äußeren und inneren Feind erfordert unbedingte Einigkeit zwischen SA. undSS. einerseitsunddemStahlhelm andererseits. Wir bringen deshalb gemeinschaftlich allen unseren Nachgeordneten Dienststellen den Befehl in Erinnerung, daß a l l e g e g e n» jeitigen Angriffe und Uebergriffe jeder Art unbedingt zu unterlassen sind. Meinungsverschiedenheiten sind zwischen den zuständigen örtlichen Führern beizulegen. Im Nichteiniaungsfalle hat Meldung auf dem Dienstwege an die zuständigen obersten Landesleitungen zu erfolgen. Zuwiderhandlungen gegen diesen Befehl werden unnachsichtlich bestraft werden. Numerus clausus an den deutschen Hochschulen. Berlin, 13. April. (BDZ.) Das Reichskabinetl wird bereits am Mittwoch kommender Woche eine im Reichsinnenministerium ausgearbeitete Vorlage verabschieden, die den numerus clausus für die Zulassung jüdischer Studenten zu den deutschen Universitäten und Hochschulen festsetzt. Es ist daran gedacht, in Zukunft jüdische Studenten nurnochinnerhalbeiner bestimmten Quote zu den Hochschulen zuzu- lassen, entsprechend dem prozentualen Anteil der Juden in der Gesamtbevölkerung. Die Quote wird zahlenmäßig wahrscheinlich in einer Ausführungsverordnung festgesetzt. In der Ausführungsverordnung dürfen auch Auslassungen darüber enthalten fein, ob und welche Maßnahmen gegenüber den jetzt bereits bei den deutschen Hochschule^ e i n- geschriebenen jüdischen Studenten unternommen werden sollen. Weiter wird das Reichskabinett durch ein ganz kurzes Rahmengesetz, das nur aus wenigen Paragraphen besteht, das neue preußische Studenten recht für das ganze Reichsgebiet verfügen. Aufklärungsfeldzug -er Deutschen Studentenschaft. Berlin, 12. April. (TU.) Die Deutsche Studentenschaft veranstaltet vom 12. April bis zum 10. Mai einen „Aufklärungsfeldzug wider den undeutschen Gei st". In 12 Sätzen, die am 13. April zum öffentlichen Anschlag gelangen, bringt die deutsche Studentenschaft zum Ausdruck, was geschehen soll, um Sprache und Schrifttum zum unverfälschten Ausdruck des deutschen Volkstums zu machen, und den undeutschen Geist und die damit verbundenen liberalen Zerfallserscheinungen aus dem deutschen Geistesleben zu verbanneir. Es soll das Ziel erreicht werden, die deutsche Hochschule wieder zum Hort des deutschenVolkstumszu machen. Zersetzendes Schrifttum soll gesammelt und am 10. Mai in allen Hochschulen den Flammen überantwortet werden. Jeder Student soll seine eigene Bücherei von allem Undeutschen säubern und zur Säuberung der öffentlichen Büchereien beitragen. Der Sabotageprozeß gegen die englischen Ingenieure in Moskau Moskau, 12. April. (WTB.) (Reuter.) Der Prozeß gegen die Ingenieure der Metropolitan Vickers Electrica! Co. Ltd. hat heute mittag mit der Verlesung der Anklageschrift begonnen. Die Hauptschrift der Anklage wirft den Beschuldigten die Schädigung von Kraftwerken mit dem Ziele der Sabotage der Sowjetindustrie und der Schwächung des Staatsapparates vor. Weiter sollen die Angeklagten Geheiminformationen, die von militärischer und politischer Wichtigkeit für die Sowjetunion waren, gesammelt und zum Schaden der Sowjetunion verwendet haben. Schließlich wird den Ingenieuren vorgeworfen, Ange- stellte der Kraftwerke bestochen unb sie so zur Ausübung konterrevolutionärer Sabotageakte veranlaßt zu haben. Mac Donald, einer der britischen Ingenieure, und sämtliche russischen Angeklagten bekannten sich schuldig Die übrigen britischen Angeklagten erklärten, sie seren nicht schuldig. Mac Donald soll erklärt haben, mit dem russischen Bürger Gusew in Verbindung getreten zu sein, den er aufgefor- oert habe, ihm wirtschaftliche, politische und militärische Nachrichten aus dem Uralgebiet zu besorgen. Er habe Gusew dafür mit Geld und Lebensmitteln belohnt. Es ist ein eigenartiges Zusammentreffen, daß der sensationell aufgezogene Moskauer Sabotage» Am Todestage der Kaiserin Auguste Moria. —" IV ■■■■■■ i. I , 7 Vp < U ■M Links: Am Portal des Antiken Tempels beim Reuen Palais in Potsdam, der Ruhestätte der Kaiserin. Rechts: Der Kronprinz betritt den Antiken Tempel. Prozeß in die Tage des christlichen Osterfestes fällt, das bekanntlich im alten Rußland mit besonderer Innigkeit gefeiert wurde. Der Prozeß, der ohne Rücksicht auf diese alten Traditionen durchgeführt wird, wirkt auch in dieser Beziehung als eine Demonstration für das In- und Ausland. Der erste Tag gab das charakteristische Bild, das man aus früheren Veranstaltungen dieser Art gewohnt ist. Die Anklageschrift war weniger an das Gericht als an die Oeffe ntlichkeit gerichtet und sollte offenbar das russische Volk davon überzeugen, daß die unleugbaren Schwierigkeiten des im Gewalttempo durchgeführ- ten industriellen Aufbaues durch die verräterische Handlungsweise einheimischer und ausländischer Klassenfeinde verschuldet feien. Wie immer ergaben die Aussagen der Angeklagten eine völlige Uebereinstimmung auch mit den schwersten und kompromittierend st en Vorwürfen der Anklageschrift, ohne den schüchternen Versuch einer wenigstens subjektiven Rechtfertigung. Eine Ausnahme machten bisher nur diejenigen englischenIngenieure, die schon vor einiger Zeit wieder aus der Untersuchungshaft entlassen worden toaren. Wie man in England über den Prozeß und seine Hintergründe denkt, ist durch das Weißbuch des Foreign Office und die Unterhausverhandlungen über das Ermächtigungsgesetz gegen die russische Einfuhr hinreichend bekannt geworden. Meine politische Nachrichten. Reichsminister Dr. Hugenberg begibt sich zu einem kurzen Erholungsurlaub auf sein Gut Robraken. Der Minister wird voraussichtlich bis zum Dienstag nach Ostern von Berlin abwesend sein. — Reichsminister Dr. Goebbels wird heute vormittag Berlin verlassen, um sich für einige Tage in Osterurlaub zu begeben. Laut Mitteilung der Polizeipressestelle wurde der auf Veranlassung des Staatskommissars gestern abend in Polizeigewahrsam genommene Beigeordnete der Stadt Düsseldorf, Dr. Odenkirchen, heute früh in seiner Zelle erhängt aufgefunden. weit Erlaß des Anti-Korruptionsgefeges und Einrichtung des Anti-Korruptionsdezernates des preußischen Innenministeriums wurden insgesamt 2 2 Fälle schwerer Korruption aufgedeckt und die entsprechenden' Verfahren eingeleitet. * Der langjährige Präsident der I n d u st r i e - u n d Handelskammer Kassel-Mühlhausen, Dr h. c. Karl Ludwig P s e i f f e r, hat seinen Rücktritt von der Leitung der Kammer erklärt. Als Nachfolger wird der Fabrikant Dr. Rudolf Braun- Melsunaen (NSDAP.) den Vorsitz des Handelskam- merprasidiums übernehmen * Polizeipräsident Dr. Suermondt (Wuppertal) hat aus Gesundheitsrücksichten seine Versetzung in den Ruj>estand beantragt. 2n Berlin wurde nach längeren Vorbesprechungen der Reichsverbano des Deutschen Einzelhandels mit Tabakwaren gegründet. In ihm gehen sämtliche anderen Verbände de-, Ta- :™n£-cn)anbeIs auf. Er ist die alleinige etwa 15 000 Tabak-Einzelhändler umfassende Spitzenver- tretung, die ihrerseits nur noch der Hau ptge- mein schäft des Deutschen Einzelhan- d e l s untersteht. Die neuernannten Militär- und Flotte n at t a ch e s an der deutschen Botschaft in London, Oberst Freiherr Geher v. Schweppenburg, und Kapitän zur See, ' ^gten Mittwochmittag am Kc- notaph-Knegerdenkmal in Whitehall einen X r a n 5 im Namen des deutschen Heeres und der deutschen Flotte zu Ehren der britischen Gefallenen im Weltkriege nieder. Die Wirtschaftsverhandlungen 5 tt> i- Idjen der deutschen und derenglischen ® r u *1^ bflben zu einem Abkommen ge» luhrt, das für einige der Schwierigkeiten, die in letzter Zeit im deutsch-englischen Warenaustausch auf ge treten sind, einen Ausgleich herstellt. Die englische Regierung verpflichtet sich, eine Anzahl fron Zollen, die bisher für die deutsche Ausfuhr nach England als besonders abträglich empfunden worden sind, herabzusetzen. Die deutsche Regierung sagt zu, das Kontingent für die AussuhrenglischerKohlen nach Deutschland, das vor etwa einem Jahre beträchtlich herabgesetzt worden war, in gewissem Umfange wieder zu erhöhen. Der österreichische Bundeskanzler Dollfuß ist auf dem Flugplatz Centocelle bei Rom eingetroffen. Er wurde von den diplomatischen Vertretern seines Landes sowie von einem hohen Beamten des italienischen Außenministeriums empfangen. * Präsident Roosevelt hat Frau Ruth Bryan Owen zum Gesandten in Kopenhagen ernannt. Frau Owen ist der erste weibliche Gesandte der Vereinigten Staaten. Zum amerikanischen Gesandten in Warschau wurde der Bostoner Bürgermeister James MCurley ernannt. Mit der Besetzung Lengkaus durch die Japaner haben die Chines en ihren letzten Stützpunkt an der Chinesischen Mauer verloren. Auf die Seite Mandschukuos übergetretene Freiwillige unter der Führung eines Enkels von Lihungtschang rücken gegen den Seebadeplatz Pei- taho vor. Oer Kommissar für die Hessische Anwaltskammer. WSN. Darmstadt, 12. April. Rechtsanwalt Meifel (Darmstadt) wurde zum Kommissar des hessischen I u st i z m i n i st e r s für die Auflösung und Neuwahl des Vorstandes der Hessischen Anwaltskammer bestellt. Gleichschaltung bei der Mainzer Handelskammer. WEN. Mainz, 12. April. An die Stelle der ausgeschiedenen Mitglieder der 2 ndustrie - und Handelskammer Mainz sind folgende Herren getreten. Dankdirektor Dusch, Direktor Dr. Deininger, Diplom-Ddlkswirt Georg K ö b l e r, Fabrikant Ehr. Adt Kupfer- berg, Carl Erich Schmitz, Franz S t a b e l. A S t e 11 n e r, Oskar Wiederhold. Der Vorstand besteht aus den Herren Kommerzienrat Dr. Otto Jung, Vorsitzender; Rudolf Scholz, erster stellvertretender Vorsitzender; Diplomvolkswirt Georg K ö b l e r, zweiter stellvertretender Vorsitzender Qchispieltheaterbesitzer für Gleichschaltung. WSN. Frankfurt a. M.» 12. April. Am Dienstag tagte hier der Landesverband Hessen und Hessen - Nassau der Lichtspieltheaterbesitzer. Einberusen war die Versammlung gleichzeitig von der natio- nalsozialistischen Derbandszelle deutscher Licht- spieltheaterbesiher. 2n seinem Referat erklärte der Vorsitzende Matter, daß die in Stuttgart gegründete Notgemeinschast jetzt 80 Prozent der deutschen Kinotheaterbesitzer ersaßt hat. Ein neuer G e i st mühte im Kinogewerbe Eingang finden. 2n der Klangfilmfrage gehe es jetzt mit Hochdruck weiter. Da der Film dem Staat in weitgehendem Maße diene, sei damit zu rechnen, daß die Lustbarkeitssteuer ermäßigt werde. Mieten und Pachten sollten überprüft werden. Der Referent glaubt auch, daß jetzt endlich die Kinokonzession komme, die eine Gesundung des ganzen Gewerbes bringen werde. In seinen weiteren Ausführungen wandte sich Matter gegen die jüdischen Kmobesitzer und Filmvertreter. Den jüdischen Kinobesitzern sollte anheimgestellt werden, ihr Theater in christliche Hände überzusühren. Außerdem dürften im deutschen Kinogewerbe nur noch christliche Filmvertreter empfangen werden. Die Versammlung nahm bann einen Antrag an, der die Gleichschaltung des Landesverbandes mit demReichsverband und der Reichsleitung verlangt. Der Reichszellenleiter 2 o h l s e n sprach ebenfalls zur Frage der Kmokonzession und der Konzerngefah- ren. Eine genaue Prüfung der Dedürfnisfrage werde zweifellos einer Stabilisierung des Lichtspielgewerbes suhren. Kunst unö Wissenschaft. Die neue deutsche Theaterbewegung. Zwischen dem Vorstand des Bühnenvolksbundes und dem Vertreter des Kampfbundes für deutsche Kultur, Staatskommissar Hinkel, ist eine getroffen worden, in der es Duhnenvolksbund und Kampsbund schlie- ven sich auf der Grundlage und in Anerkennung der blsher vom Duhnenvolksbund geleisteten Theater- und Volksbildungsarbeit und der vom Kamps- vertretenen Theaterbestrebungen zu einer einheitlichen n a t i o n a l e n und christlichen L, h e a t e r b e w e g u n g zusammen. Der neue Ard gemeinsam vom Dühnenvolksbund und Kampfbund gebildet. Hans Hinkel, Kom- zur besonderen VerwenkUlng im preußischen Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volks- büdung, wurde der Vorsitz angeboten. _ Kammersängerin Lola Mrföt de Padilla f. Die Kammersängerin Lola Artöt de Patz illa ist nach längerer Krankheit im Alter von 48 2ahren im Berliner Westendkrantenhaus verschieden. — Lola Artöt de Padilla entstammte einer alten belgischen Musikersamllie, studierte Gesang bei ihrer Mutter, debütierte 1903 in Paris und wurde 1905 an die Berliner Komische Oper, 1909 unter Hülsen an die Königliche Oper engagiert und dort 1913 zur Kgl. preußischen Kammersängerin ernannt. Die Artöt war ein Liebling des Berliner Publikums; ihre Hauptrollen waren Cherubim, Zerline, die Gräfin im „Figaro" und Margarete. Die Künstlerin war seit 1927 nicht mehr an der Bühne tätig und wirkte zuletzt in Berlin als Gesangspädagogin. Aus der provtnzialhauptsta0t, Karfreitag. Auf hochragenden Dergesgipfeln sieht man vielfach das Kreuz aufgerichtet. Wo sich das Errette Gebirgsmassiv des Harzes erhebt, wo die Tannen rauschen, die Bäche aus den Tälern hinunter in die Ebene fließen, kahle Felsen aufrägen und knorrige Bäume, vom Wii de niedergebeugt, auf dem Erdboden liegen, auf dem 2lsenstein, steht ein Kreuz. Der 2lsenstein ist nicht die höchste Erhebung des norddeutschen Gebirges, aber er wird doch von weitem gesehen, und das Kreuz, das seinen Gipfel krönt, weist den Wanderer, der aus den Tälern aufsteigt, den Weg. So ragt das Kreuz Christi hinein in das Leben der Menschheit, wie sie unter allen Zonen und in allen Zeiten sich zusammenfindet, ihr tiefstes Sehnen sindet hier Erfüllung. Trost, Krasi unb Frieden spendet das Kreuz, spenden die Tatsachen und Gedanken, die in diesem Zeichen begriffen sind, denen, deren Sinn für Jesu Wirken, Leiden und Sterben aufgeschlossen ist. Ein Vorgang von erschütternder Gewall ist der, der sich zwischen dem sterbenden Erlöser und dem reumütigen Manne, der neben ihm sein Leben aushaucht, abspielt. Ein Theologe der Gegenwart hat gesagt: „Wenn wir aus der Passionsgeschichte nur das eine wüßten, daß 2esus dem neben ihm sterbenden Aebeltäter feine Sünden vergeben und ihm den Eingang in den Himmel ermöglicht hat. so wüßten wir schon genug zu unserer Seligkeit." Ein verruchtes, wildes Leben hat dieser Mann geführt, vielleicht war er ein Straßenränder und Mordgeselle. 2n seiner Kindheit hat er nichts Gutes gesehen, weder Eltern noch Geschwister haben ihm den Weg zum Guten gewiesen, nie hat er die Sünde gefürchtet, nun empfängt er, was seine Taten wert waren. Da tritt ihm 2esus in den Weg, er sieht in ihm, in seinem geduldigen Leiden, in seiner Milde und Ruhe den Bringer des ewigen Heils, da wendet er sich Trost verlangend an ihn. Es gibt nirgendwo in der Welt ein so erhabenes Zwiegespräch, als das, das hier geführt wird. „Herr, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst!" sagt der Mann, der im Sterben den Unwert seines vergangenen Lebens erkennt, und ihm wird die Antwort: „Heute wirst du mit mir im Paradiese sein." Das ist eine Zusage, an die sich feit dem Tage von Golgatha Millionen reumütiger, verzagter, sterbender Menschen geklammert haben, Menschen, die erfuhren, was der Dichter Eichendorfs ausspricht: „Vergeht mir der Himmel im Staube schier, Herr, im Getümmel sei du mein Panier. Wie schwank' ich sündlich, läßt du von mir, unüberwindlich bin ich mit dir." Heber 2esu Kreuz sollte man das Wort schreiben, das er zu Petrus gesprochen hat: „Folge mir nach!" Jesu nachfolgen heißt so gesinnt fein, wie er gesinnt war, s- handeln, wie er gehandelt hat. Die hervorragendsten unter den Christen aller Zeiten, Augustin, Franz von Assisi, Luther, Spener, Zinzendorf sind einig gewesen in der tleberzeugung, daß Jesus für sie gestorben sei, daß er sich für sie hingegeben habe. Seinem geduldigen Leiden, seinem Sterben verdankten sie den Frieden ihrer Seele. Man nennt Menschen dieser Art Zeugen 2esu. Unter einem Zeugen 2esu versteht man zunächst einen Menschen, der für ihn redet, sein Geltungsgebiet ausbreitet. 2n noch höherem Maße ist der ein Zeuge 2esu, der sein Leben nach seinem Beispiel gestaltet, der sein Herz rein erhält, den anderen mit Güte und Verständnis für ihre Eigenart entgegenkommt, in Pflicht und Treue nicht wankt. Don Paulus stammt das Wort: „Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum besten dienen". Der Apostel hätte dieses Wort nicht formen können, wenn er von 2esu Opfertod nichts gewußt hätte. Furchtbar ist der Kreuzestod gewesen. Der Verurteilte mußte sein Kreuz selbst tragen, mit dem oberen Ende wurde ihm der Pfahl auf die Schulter gelegt, die Hände wurden an das Querholz gebunden, das untere Ende schleifte auf der Erde nach. Der an das Kreuz Geheftete muhte stundenlang Schmerzen, Sonnenhitze, Insektenstiche aushalten, bis der Tod seinem Leiden ein Ende machte. Das alles hat Jesus tragen müssen, aber sein Kreuzesleiden ist der Menschheit zum Segen geworden. Der Christ bezeichnet sein eigenes Leiden als fein „Kreuz", und lernt kennen, daß alle Hemmungen des Lebens, Krankheit, Todesleid, Armut, Enttäuschung, Mißerfolg ihm zum besten dienen, seine Seele reifer, tüchtiger, besser, ruhiger, stärker machen. Der schlesische Dichter Benjamin Schmolck bringt diese Glaubensüberzeugung in Öen etwas verschnörkelten, aber eindringlichen Worten zum Ausdruck: „Kronen sollen tragen, die des Kreuzes Plagen in Geduld besiegt; fröhlich auszuhalten und Gott lassen walten, das macht recht vergnügt; drum nimm dir, Seele, für, stets zu beten und zu wachen: Gott wirds doch wohl machen." H. -3. Bornotizen. — Tagesk^alender für Donnerstag. Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: „Jonny stiehtt Euro- pa — Astoria-Lichtspiele, Sellersweq: „Der aol- bene Gletscher". — Tageskalender für Karfreitag. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Rebell" — Astoria-Lichtspiele, Seltersweg: „Der goldene Gletscher". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Morgen, Karfreitag, bleiben das Theater und die Kasse geschlossen. — Am ersten Osterfeiertag, Sonntag, 16. April, letzte Aufführung des Grenzlandschauspiels „Andreas Hollmann" von Kaergel (Spielleitung: Wolfgang Kühne) mit Frau Auguste Drasch-Greve n b e r g, Ehrenmitglied des Meininger Landestheaters, in der Rolle der Frau Hollmann. Außer Abonnement, Fremdenvorstellung, kleine Preise. Spielzeit 19 bis 21 Ahr. — Das Dolks- Mck „Die vier Musketiere" von Sigmund Graff, ein volkstümliches Schauspiel, da- fast Fortsetzung der „Endlosen Straße" ist, erlebt am Ostermontag, 17. April, unter der Spielleitung von Peter F a s s o t t seine Erstaufführung- Ermäßigte Preise, Fremdenvorstellung außer Abonnement. Spieldauer von 19 bis 21.30 LIHr. — Für Dienstag, 18. April, verzeichnet der Spielplan die Erstausführung des Schwanke- „Hasenklein kann nichts dafür" von Mahner-Mons. Spielleitung hat Karl Heyser. Die Titelrolle des Schneioermeisters Tazitus Hasenklein spielt Ludwig L i n k m a n n vom Reichlichen Theater zu Gera als Gast. Die Dorstellung ist die 27. Vorstellung im Dienstag-Abonnement. Gewöhnliche Preise. Spieldauer von 20 bis 22.45 älhr. •• Dienstjubiläum in der Augenklinik. DerwoltungSsekretär Wilh. Strauch, wohnhaft Friedrichstraße 16a, kann heute auf eine 25jähriae Tätigkeit im Dienste der Augenklinik zurückblicken. Der Jubilar trat al» Lehrling dort ein und ist heute in der AbfertigungS- stelle tätig. Er erfreut sich wegen seines gediegenen Charakters und seine- Pflichteiscrs allgemeiner Wertschätzung. ** Sein 25. Arbeitsjubiläum begeht morgen, Freitag, der Bureaudiener Heinrich Dorsche!- Der Jubilar wurde am 14. April 1908 al- Straßenhandarbeiter bei dem Städtischen Tiefbauamt eingestellt und war noch bei der KanalreinigungSkolonne tätig. Am 1. November 1910 wurde er Diener beim städtischen Hochbauamt. Diese Tätigkeit hat er bis heute ununterbrochen au-geübt. Seine Arbeiten hat er stets zur Zufriedenheit seiner Behörde auS- geführt. ** DerStraßenbahnverkehr noch dem Neuen Friedhof wird, nach einer Mitteilung der Straßenbahndirektion. oom Karfreitag bis einschließlich 2. Osterfeiertag nach folgendem Dienstplan abgewickelt werden: Don 11 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 17.30 Uhr. Der Kampf geht weiter. Unter diesem Motto standen zwei Derfamm- lungen, die von der NSDAP, in Gießen gestern abend für Mitglieder und geladene Gäste der Ortsgruppen Gießen-Mitte und Gicßen-Süd veranstaltet wurden. Ortsgruppe Mitte. In der Dersammlung der Ortsgruppe G test e n - M i t t e im Cafe Leib betonte der Orts- gruppenleiter H o r st, daß man nach dem errungenen Siege nicht etwa ans Ausruhen denken dürfe, sondern sich zu unablässiger Fortführung des Kampfes bereithalten müsse. Sodann sprach Herr Bartholomäus zu der Dersammlung. Er wieS zunächst kurz auf den Kampf der letzten Jahre hin. Nunmehr gelte es, den Führer bei einer Aufbauarbeit mit allen Kräften zu unter- tützen, vor allem auch dadurch, daß jedermann ich bemühe, die Beweggründe zu verstehen, die ür die Maßnahmen und für das Tempo der Arbeit der nationalen Regierung bestünden. Das Kampfziel der NSDAP., eine rein nationalsozialistische Regierung zu schaffen, um das Programm der NSDAP, ohne Behinderung durch andere Parteien vollkommen durchführen zu können, bestehe nach wie vor. Jetzt sei als wichtigste Aufgabe zunächst eine Generalreinigung in Deutschland vor^unehmen, bei der natürlich auch im Deamtenkörper gründlich gesäubert werden müsse. Dabei werde ganz planmäßig verfahren, versäumt werde nichts, auch wenn es nicht immer so rasch gehe, wie mancher wünsche. In Zukunft könne nur der Mann noch Beamter fein, der von der Idee des Nationalsozialismus vollständig durchdrungen sei. Der Redner WieS sodann auf den disziplinierten Verlauf der nationalen Revolution hin, nahm mit Entschiedenheit gegen die Greuelhetze Stellung und machte dafür das 3u- dentum verantwortlich, da- auf diese Weise die nationale Ausbauarbeit durch Diskreditierung der nationalen Regierung habe stören wollen. Der Plan des internationalen Judentum-, durch die Greuelhetze das deutsche Wirtschaftsleben zum Ruin und dadurch die deutschen Menschen zur Verzweiflung zu bringen, sei aber durch die wirksame Abwehr des von der NSDAP, veranstalte- ten und geführten Boykotts gescheitert. Wenn heute irgendwo noch daran gedacht werde, etwa in Polen oder sonstwo die Hetze gegen Deutschland wieder beginnen zu können, so sei zu betonen, daß die NSDAP, unter keinen ilmftänöen passiv bleiben und die nationale Einigkeit in Deutschland gefährden lassen werde. Der Redner forderte zu unablässigem Kampf gegen das Judentum auf, damit der deutsche Mensch in seiner Entfaltung und Entwicklung geschützt werde. In diesem Zusammenhang erklärte der Redner, daß der Kampf gegen die Warenhäuser auch in Zukunft mit aller Entschiedenheit geführt werde, ebenso gegen die Einheitspreisgeschäfte, damit man dem Mittelstand und der Arbeiterschaft auch auf diese Welse Schutz verschaffe. Die gesetzgeberische Arbeit der Regierung Hitler sei in jahrelanger sorgfältiger Tätigkeit gründlich vorbereitet worden. Beste sachverständige Kenntnis sei darin enthalten. Ein Haupt- gesichtspunkt dabei sei der, immer die deutsche Einigkeit zu wahren und sie nicht durch jüdischen Einfluß stören zu lassen. Zu diesem Zwecke sei das Judentum auch aus der Beamtenschaft, aus der Iu- stiz und der Aerzteschaft auszuschalten, ferner sei daran zu denken im Handel die jüdische Vormacht- stellung zu beseitigen. Der Redner wies zum Schluß noch kurz auf das große nationale Einigungswerk Adolf Hitlers durch die politische Gleichschaltung aller deutschen Länder auf dem Wege der Reichsstatthalterschaft hin und betonte, daß Adolf Hitler dadurch mit einem Feder- zug die vom Freiherrn oom Stein begonnene große Reform getränt und vollendet habe. Die Versammlung begrüßte dieses Werk mit lebhaftem Beifall. Der Redner forderte abschließend auf, immer mit aller Liebe und mit voller Kraft mitzuarbeiten an dem von Adolf Hitler begonnenen Werk der großen deutschen Einheit. (Lebhafter Beifall.) Schließlich gab Herr Bartholomäus noch auf verschiedene Anfragen Auskunft, wobei er u. a. die Verhinderung der Wühlarbeit der ernsten Bibelforscher forderte,^ nochmals entschiedenen Kampf gegen die Warenhäuser verkündete, das Wirken der großen Konzerne verurteilte, den hohen Sinn des „Tages der Arbeit" am 1. Mai barlegte und für Unterstützung der nationalen Aufführungen im Gießener Stadttheater war. Mit dreifachem Sieg-Heil auf den Führer Adolf Hitler und mit dem Gesang des Horst-Westel-Liedes schloß die Versammlung. Ortsgruppe Süd. Die Dersammlung der Ortsgruppe Gießen- S ü d eröffnete der Dorsihende, Herr Schwarz, mit dem Hinweis auf die Notwendigkeit, weiter zu kämpfen, bis in Deutschland auch die letzten Reste eines vergangenen Systems beseitigt seien. Als erster Redner sprach sodann Herr Nickel, der sich besonders mit der Iudenfrage beschäftigte. Man müsse sich darüber klar sein, dast die jüdische Seele anders geartet sei, als die deutsche. Jüdisches Denken sei immer nach dem Gclde orientiert. Die deutsche Dolksseele sei in den letzten 14 Jahren eine Bahn geführt worden, die ihrer natürlichen Richtung nicht entsprochen habe. Hitler habe die Dernichtung deutschen Wesens ver- bindert. Leute wie Einstein dürften mit dem deutschen geistigen Leben nichts mehr gemein haben. Heute sei es notwendiger denn je zuvor, dem Volke die wahren Feinde zu zeigen. Der Reichskanzler Advls Hitler werde da- deutsche Volk nicht nur auS dem wirtschaftlichen, sondern auch auS dem geistigen Elend heraussühren. (Lebhafter Beifall!) Zweiter Redner war Herr Jung. Er wies zunächst auf die deutsche Geschichte hin: sie lehre immer wieder, daß sich der Deutsche immer erst dann aufgerasst habe, wenn er in Not und Elend lag. Grundstock des Volke- sei der Bauernstand. Da- Geschlecht unserer Tage, aus dem Bauernstände hcrvorgegangen, habe sich nun die innere Freiheit erkämpst. Der Weltkrieg habe einen großen einigen Geist geschaffen. während man In der Heimat den Klassenkamps gepredigt habe, der das Reich zerstörte. Der Geist des Kameraden, der nationale Sozialismus, der im Weltkrieg lebendig wurde, habe jetzt den Geist derer von 1918 überwunden. Das erwachte Volk werde ferner nicht mit seiner Ehre Schindluder treiben lassen. Adolf Hitler sei bereit, dem Volle seine ganze Kraft zu geben. Dem Volke sei neuer Glaube und neuer Wille geworden. An Stelle der älnpersönlichen sei der verantwortliche Führer getreten. Die Bewegung der NSDAP, habe den Sieg errungen, die Opfer seien nicht umsonst gewesen. Aus den Gräbern sei ein neues Deutschland erwachsen. Die Opser verpflichteten Mann und Frau der Gegenwart und die Generationen der Zukunft. Das Ziel sei, daS Reich zu festigen, das Volk glücklich zu machen. In vier Jahren werde der Kanzler vor das Volk treten, damit es über ihn urteile. Das g anze Volk müsse Adolf Hitler als den Führer auetieimen. 3m Symbol des Hakenkreuzes müßten die Kinder ein einiges, freies, reines, starkes Deutschland finden, von dem sie wissen, daß es die Väter schufen. Die Väter und Mütter müßten im Bewußtsein erfüllter Pflichten gegen Volk ynb Vaterland vor der zukünftigen Generation bestehen können. (Lebhafter Beifall.) Weitere Cofalnadiriditen im 2 Blatt vT« Kopfschmerzen Ischias-Hexenschuhu-Erkältunßs- krankheiten. Stark bamsäurcl6- sendbakterien tötend! 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Sein geheimes Weben und sein stiller Zauber erheben die Seele zu Reinheit, Schönheit und Lebensfreude. Jeder Mensch hat ein Anrecht auf die Gaben des Waldes, die sich dem Naturfreund in einer unvergleichlich vielgestaltigen Lebensgemeinschaft bieten. Der Wald ist nicht nur eine Ansammlung von Bäumen, ein Stück Landschaft schlechthin. Er ist die Einheit eines mannigfaltigen Lebens und Webens. Jedes der ungezählten Wesen, vom stolzen Hirsch bis zum kleinsten Waldvöglein, von der ragenden Tanne bis zum taufrischen Pfeifengras, bietet dem offenen Auge und Ohr eine Fülle von Schönheit. Man muß sie nur erschauen und erlauschen. Zn solchem Schauen und Lauschen führt dieses wunderbare Buch, das jedem Menschen mit gesundem S nn viel Freude bereiten wird und deshalb vor allem in der Bibliothek eines jeden Naturfreundes nicht fehlen darf. 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April 1933 (Nr. 1) wurde genehmigt. Die Abfuhrscheine sind bis fpäleffens 1. Mai 1933 tn Empfang zu nehmen. 2538C Gießen, den 11. April 1933. Bürgermeisterei Gießen. I.D.: vr. Seid. Bullenverkauf. Die Gemeinde Watzenborn.Steinberg verkauft auf dem Wege schriftlichen Angebots einen jungen, zum Sprung untaug- lich gewordenen Simmentaler Bullen. Angebote per Zentner Lebendgewicht können bis zum Dienstag, dem 18. April 1933, nachmittags 6 Uhr, auf der Bürgermeisterei eingereicht werden, woselbst auch die Derkaussbedingungen eingesehen werden können. 2559O Watzenborn-Steinberg, 12. April 1933. Hessische Bürgermeisterei. Schäfer. Oberförffetel Marburg-Süd zu Marburg, Bismarckstraße 16b, Fernsprecher 2960 Marburg, verkauft am Samstag, 22. April 1933, im Distrikt R 45, Kahlschlaa der Försterei Roßberg an Ort und eteile von 10.30 Uhr vormittags ab folgende Lichen- stämme stammweise öffenllich mwftbie- tend: 25470 A 3 0,88 fm; A 4 0,77 km, A 6 1,19 fm; N 1 1,02 fm; N 2 26,57 fm; N 3 7,72 fm; N 4 3,15 fm; N 5 1,57 fm; N 6 2,78 fm. Forstkasse im Termin nicht anwesend. Klassifizierung nach Homa. Holzschlag oom Bahnhof Dreihausen Yi Stunde Fußmarsch entfernt. G. m. b. Haftpflicht und unbekannte Bieter haben Nachweis ihrer Zahlungsfähigkeit zu bringen, sofern nicht durch Regierung in Kastel davon befreit. Vorzeigung der Holzer durch Staatsförster Finger zu Roßberg, Marburg-Land, Fernsprecher Ebsdorf 22. Nummernoer- zeichms Im Geschäftszimmer der Ober- förfterei anfordern. ~~r. m- . . i > Amtsverkimdlgungen aus den oberhessischen Kreisen. Kreis Gießen. Bei der Schafherde der Zuchtgenosten- schast der Gemeinde Garbeuteich ist die Schafräude festgestellt worden. Die Schutz-' Maßnahmen der §§ 248 ff. der Ausßch-' rungsverordnung zum Reichsoiehseuchen- gesetz werden angeordnet. 2546C Saatkartoffeln Asche’s Goldnieren Böhm's ovale gelbe Ebstorfer Juliperle Erdgold Odenwälder blaue alles anerkannte Absaaten empfieht preiswert Samenhaüs fleh. Bahn Bahnhofstraße 2548 A Telephon 3403 lebte Rahmenarbeit in braun Boxcalf, idiwarz ßfljecolf oder in tqzt» casMges Modfiß 2561 * Mercedes u.andere Markenschreibmaschinen z. günstigsten Bedingungen. U8?a FranzV ort dtCo. Seltersweg^44L Ruf 2484. WetleraoerSaalkar oftel Industrie und 21 der- fegen Mk. 2.35 ver Ztr., Edeltraut Mk. 2.50 v. Ztr., Oval- Gelbe und Böbms allerf.GelbeMk.2.75, Siegerin Mk. 2.—, Industrie «Speise« rott. Mk.2.v.Ztr- vers. in einwandfr. Sortierung m. Sack ab Station Echzell (Wett.), geg. Naam. 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Allen, die uns bei unserem schweren Verlust liebevolle Teilnahme bewiesen, für die trostvollen Worte unseres Herrn Pfarrer Bremmer sowie für die Kranz- und Blumenspenden sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Ludwig Jung und Kind Familie Ludwig Bepler Familie Philipp Jung XIII. Klein-Linden, den 12. April .933. Danksagung. Allen denen, die uns bei unserem so schweren unersetzlichen Verlust so hilfreich und trostreich zur Seite standen, sei auf diesem Wege herzlichst gedankt. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Karl Weller, Reichsbahnwagemneister Wieseck, den 12. April 1933. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren heben Vater, Schwiegervater und Großvater Wilhelm Wolf Landwirt und Metzgermeister am Dienstagabend nach kurzem, schwerem Leiden im 70. Lebensjahre zu sich in die ewige Heimat zu rufen.