koloniale Bestrebungen. Die Lösuny der Kolonialfrage müsse im Sinne der Gerechtigkeit gefunden werden. Deutschland brauche Kolonien ebenso notwendig wie andere Nationen. Abschließend sagte Hitler, daß er von ganzem Herzen mit England zur Förderung des Weltfriedens zufammenarbeiten und bei niemanden Anstoß erregen wolle, wenn sich dies vermeiden lasse. (Er bewundere Staatsleute vom Schlage Cromwells, und Deutschland brauche seht einen Cromwell, um aus dem gegenwärtigen Zustand dauernder Gefahren und Schwierigkeiten heraus zu einem neuen Zeitabschnitte der Wohlfahrt und des Friedens geführt zu werden. Das pariser Echo. Die nationalistische Presse entrüstet. Paris, 12. Febr. (TU.) Hitlers Erklärung stößt in der französischen Presse auf h e f t i g st e Kritik. Das nationalistische „Journal des D c b a t s" schreibt u. a., daß man sich einer Art Ultimatum gegenübersehe, in dem lediglich die Angabe des Zeipunltes fehl«, an dem Hitler seine Forderungen erfüllt zu sehen wünsche. Mit einer Kühnheit, die nur durch die Dummheit, die in der Welt herrsche, gerechtfertigt werde, behaupte er, daß Deutschland vollkommen heruntergekommen sei und erklärte gleichzeitig in fast unverschämter Weise, oaß man über d i e großen Geldmittel erstaunt sei, über die Frankreich verfüge. Wenn man sich auch über die Ziele der deutschen Politik noch nie im Unklaren gewesen sei und zugeben müsse, daß sich diese Politik nur dank der unglaublichen Fehler habe entwickeln können, di« französischerseits gemacht worden seien, so sei es doch das erstemal, daß die Schwäche Frankreichs dazu führe, daß die Drohungen nunmehr öffentlich ausgesprochen werden könnten. »Paris Hoir" erklärt, die drei Forderungen: Abrüstung Frankreichs, Rückgabe des Korridors und Rückgabe der Kolonien seien nicht neu. Reu sei lediglich der Ton, in dem der Reichskanzler dies als Deutschland gebührend verlange. Hinsichtlich seiner Einladung an England, mit Deutschland an der Aufrechterhaltung des Weltfriedens zu arbeiten, müsse man feststellen, daß auch Frankreich die Zusammenarbeit mit England als für den Frieden notwendig erachte. Die Wahl liege nunmehr bei England. Es sei jedoch zu hoffen, daß sich die englische Regierung klar entschließe und endlich die ewige Schaukelpolitik einstelle. Diesmal handele es sich nicht nur um das Wohl des Londes, sondern um das Schicksal der gesamten Zivilisation. Deutschland und Italien. Erklärungen des neuen deutschen Botschafters in Rom. Rom, 11. Febr. (WTB.) Der Botschafter und Frau von H a s s e l l haben nach ihrem Besuch der deutschen Kolonie in Turin der deutschen Kolonie in Mailand einen zweitägigen Besuch abgestattÄ. Bei einem Frühstück der d e u t s ch - i t a l i e n i s ch e n Handelskammer antwortete Herr von H a s s e 11 auf Be- grühungsworte des Präsidenten der Handelskammer, er sehe eine seiner Hauptaufgaben in der Erhaltung der zwischen Deutschland und Italien bestehenden guten politischen und wirtschaftlichen Beziehungen. Gute wirtschaftliche Beziehungen seien die Grundlage für die Politik. Der Generalsekretär der Handelskammer gab dem Wunsche Ausdruck, daß der Besuch des Botschafters ein gutes Vorzeichen für eine engere Freundschaft zwischen den beiden Ländern sein möge. Abends veranstaltete Generalkonsul Schmidt zu Ehren des Botschafters im Generalkonsulat unter großer Teilnahme der deutschen Kolonie und führender wirtschaftlicher Persönlichkeiten einen Empfang, bei dem Herr von H a s s e 11 einen regen Gedankenaustausch über die großen Leistungen des Fortschrittes des neuen Italiens auf allen Gebieten hatte. Auch gegenüber einigen Pressevertretern gab Herr von Hassel! Erklärungen ab, in denen er die erstaunlichen, in kaum einem Jahrzehnt erzielten Fortschritte anerkannte und von der großen Freundschaft sprach, die er immer für Italien gehegt habe, mit dem er durch persönliche Beziehungen verbunden sei. Es f<ü für ihn, so erklärte der Botschafter, eine willkommene Aufgabe, die freundschaftlichen Beziehungen der Zusammenarbeit der beiden Länder in der Atmosphäre der italienischen Herzlichkeit fortzusehen. Wie in Turin, so hat auch Herr von Hassell in Mailand den Spitzen der Behörden Besuche abgestattet und verschiedene industrielle Betriebe, sowie auch wohltätige Einrichtungen besichtigt. Blutige Ausschreitungen am Wochenende. Ueber eine schwere politische Bluttat in Bensheim wird von der Polizei mitgeteilt: Eine kommunistische Kundgebung und eine Kundgebung der Kommunisten und der Eisernen Front verliefen unter polizeilicher Sicherung störungslos. Später kam es in Auerbach vor dem Lokal der NSDAP, zu einer Schlägerei, die jedoch infolge des raschen Eingreifens eines nationalsozialistischen Abgeord. neten harmlos verlies. Etwa 15 bis 20 beteiligte Bensheimer Kommunisten trafen auf dem Rückwege nach Bensheim vier Nationalsozialisten. Als diese beschimpft wurden, entstand eine Auseinandersetzung, erlei. H°,e, Nr Hw. Nö-'w- mag L "OS kit() n rtNmbelf n übet ben i > n* nllan9/ertoi*lebec L 6eh ,I;at und mid) in ffix •Ä5@ kbo darf stete i '{äs in demli! 2Stoff: Sweben, der Än' Gestalt Imdiva schon lange, f n m vergebens soll Waller Dan. Garbo ein endgülli» Venn die Künstlerin Regisseure, Onittoir- iu 'hr geschickt wer- erste Fall gegeben, lr nicht nach Holly, vod zu ihm kommt, n Berge, der Trohhan» Ltatistischen Reichs- >erechnete Inderziffer t sich aus 93,5 (191} der Vorwoche (9),Z) ingen, Die 3nbctji|- :tcn: Agrarstosse 80,3 triefie Rohstosse und industrielle Fertig« n Produktionsmittel (beide unverändertj. *rmartt. br. 3m Srantfurtcr larttlage wider Er- t, das) weit weniger als man infolge der ien hatte, führte zu 1,25 Pf. Der Klein« ien borgenommen, Jo ft war und sich Maral aus dem Osten irc angeboten wurde, er Stück loco Fran!« 8 bis 8,5, Rumänen J5 bis 11, Flandern e bayerische Lande.« er je nach Gröhe 8,50 n, Russen, Polen uni uttcrmnrH. Abr. Die Tender.) Hau geworden, da de» nennenswerte Kausnci« erstand. Resondeis ge' angeboten und 5 bu SS**11" jranffufl a M 1 8« !t Ä Tif ff-J & iintiitf« «,45 12,465 3,057 169,0 73,73 64-19 76,97 14.42 0,823 4,209 58,54 21, । 16,43 81.1 34, 81, 0,889 0,239 5,554 13,H 58,38 63- 14,38 16-?. 168-8° AI 2-jj H 34-38 jioturofr- । JW —rüf 48,8 12.4« 3,0ti 169-ff 73.S 64,31 77,1 I4.4f 0,631 4,211 58,«6 21.« 16.47 «1-35 34.« ' 8>L 0,881 0,241 5.566 13.13 Nr. 57 Erstes Blatt 185. Jahrgang Montag, 15. Scbruar 1953 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen VrrS vnd verlas: vrühl'sche Untveifitüir-Vuch- nnö Steinöruderei L Lange in Giehei. Sdfriftleitung und SeschäftrfteNe: LchulNra^e 7. Annahme von Anzeige.« für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. preis für 1 mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Neichspsennig; für Re» klameanreigen von 70 mm Breite 35 Reich.Pfennig, Platzvorschrist 20“, mehr. Chefredakteur Dr. Fnedr. Wilh. Lange. Derantworllich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für denAn» zeigenteil i.V.TH.Kümmel sämtlich in (Lietzen. Eriche«ni täglich, autz« Sonntags und Feiertag» Beilagen: Die Illustrierte öitfitner Familienblätter Heimat m Bild Die Scholle MonatrSezugsprets: MU 4 Beilagen RT< 1.95 Ohne IllustrieNe , 1.80 Zustellgebühr . . -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Hernfprechanfchlüffe anter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Sieben. Postscheckkonto: gronlfurt am Main 11686. Sie erste Wahlkundgebung der Kampffront Schwarz-weiß-rot. Vizekanzler von Popen und die Reichsminister Hugenberg und Seldte sprechen im Berliner Sportpalast. Berlin. 11. Febr. (TU.) Mit einer großen Versammlung im Sportpalast eröffnete die gestern geschaffene Kampffront Schwarz -Weiß- R o t den Wahlkampf. Der Veranstaltung wohnte der gesamte deutschnationale Parteivorstand, zahlreiche Parlamentarier, Führer des Stahlhelms und viele anderen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens bei. Unter Heilrufen erfolgte der Einmarsch der Fahnen, an dem sich auch der Stahlhelm beteiligte Die Kundgebung wurde auf alle deutschen Sender übertragen. Den drei Führern der Kampffront Schwarz-Weiß-Rot, Reichsminister Dr. H u - g e n b e r g , Vizekanzler von Papen und Reichs- arbeitsmin ster Seldte wurden bei ihrem gemeinsamen Erscheinen lebhafte Kundgebungen bereitet. Der stellvertretende Parteiführer Dr. vonWinte r f e 1 d gedachte, während die Versammlung sich von ihren Plätzen erhob, der Katastrophe in Neunkirchen. Dann nahm Reichsminister Dr. Hugen - berg das Wort. Oie Rede Hugenbergs Er führte u. a. aus: Es hänge alles davon ab, daß die rettenden Kräfte die Macht behielten. Es hange aber auch alles davon ab, daß sie untereinander einig und in dem Vertrage bleiben, den sie miteinander geschlossen haben. Wer etwa davon reden sollte daß das nur ein Uebergangszustand sei, der bald einer anderen Machtverteilung weichen werde, der versündigt sich am deutschen Volke, der ruft die bisher waltenden zerstörenden Kräfte wieder auf den Plan. Hugen- berg erklärte weiter: Ich sage es offen — i ch wollte keine Neuwahl. Seit 1919, seit Weimar, sitze ich im deutschen Parlament und bin nie Parlamentarier geworden. Ich konnte und durste aber den Zusammenschluß nicht an dem einen Punkte scheitern lassen, über den wir uns nicht verständigen konnten — an der Frage, ob noch einmal gewählt werden sollte. Ich konnte es schon deshalb nicht, weil ich die Wahl nicht fürchte. Wir wählen am 5. März also noch einmal. Und Deutschland möge bezeugen, daß es das Wählen gründlich satt hat, indem es die Kampffront Schwarz-Weiß- Rot wählt. Unter diesem Kennwort zieht die DNVP. in die Wahl. Wie ich es feit langem als unsere Absicht gekennzeichnet habe, soll damit deutlich unser Wille kundgetan werden, unsere Arme weit aufzumachen für alle, die dem Gedanken der nationalen Sammlun g huldigen, für alle, die wissen, daß es bei dieser Wahl nur auf zweierlei ankommt: Ja zu sagen zu der Frage des Feldmarschalls: Wollt ihr ein nationales Kabinett stützen? Das ganze Wirtschaftsleben ist organisatorisch so durcheinander g e raten, die einzelnen Berufsstände sind so sehr gegeneinander verkrampft, daß von einer einheitlichen Wirt- Ichastspolitik nicht mehr die Rede ein konnte. Auch die Reichsregierungen konnten chließlich dem Auslande und den widerstreitenden inländischen Interessen gegenüber keinen einheitlichen Willen mehr aufbringen. Die Leidtragenden waren der deutsche Bauer — der deutsche wirtschaftende Mensch — der deutsche A r - beiter und 21 n g e ft eilte. So wurde Einheitlichkeit der wirtschaftspolitischen Willensrichtung die erste Voraussetzung des wirtschaftlichen Wiederaufbaus. Ich habe diese Forderung seit langem vertreten und jetzt zur Voraussetzung meiner Mitwirkung im neuen Kabinett gemacht. Ich konnte und durfte die Verantwortung für die Riesenaufgabe des Wiederaufbaus von Wirtschaft und Arbeit nur übernehmen, wenn ich die Gewähr hatte, daß die sich durchkreuzenden wirtschaftspolitischen Interessen nicht jede sachliche Arbeit unmöglich machten. lieber das, was ich politisch und wirtschaftspolitisch will und erstrebe, habe ich in der verdingenden Zeit des Redens so viel gesagt, daß Freund und Feind e.s wissen. I e h t i ft d i e ^eit der Taten gekommen. Der Gesamtwirt- ichaft zu helfen, ist meine Aufgabe. Wir sind ln den Ministerien mit aller Kraft an die Arbeit gegangen. Einige kleine Maßnahmen konnten aber won getroffen werden. Die Vorbereitung große* fCr Dange. Ditte verstehen Sie es in die* Sinne, wenn ich in den kommenden Tagen, auch in dem bevorstehenden Wahlkampfe, dem .Zündsatz huldige, daß es für mich jetzt besser n arbeiten, als zu reden und zu wer* oen. Ich rufe dem deutschen Arbeiter, ich rufe ut $cn dauern und dem deutschen Mittel* an- rlAu: -®äge in deinem Geiste richtig alle Jiiogliajtetten der Zukunft gegeneinander ab — unD ?u. wirst die sicherste Gewährung eines ruhigen Wiederaufstiegs bei uns finden. RelchsarbeUsminister Seldte führte dann u. a. folgendes aus: Eine spätere Zeit wird vielleicht auch den 11. Februar als einen Mari stein anseh n, e.nen Tag. an dem in groß* augiger Weife Männer und Gruppen unter Zuruckstellung vieler eigenen Ideen und Wünsche sich zur Kampffront Schwarz-Weiß-Rot aufammenfanöen. Ich möchte als Wunsch hinzufügen, daß in diese Kampffront Schwarz* Weiß-Rot sich auch noch andereMänner | V e rbänbe oder Parteien einreifjen mögen. In einer Stunde, wo sich die Pläne der Freiheit zu verwirklichen beginnen, bedarf es eines beson ders großen Ansehens der Kräfte, einer bewußten Vereinigung d.s Wil* lens und des Glaubens, eines Einsehens der star* ken Herzen und der klaren Köpfe. Das braucht besonders die Regierung mit ihren Männern, die sich unter Beiseitesetzung von Tausenden inneren und äußeren Hemmungen in einem festen Kampf* ring und Kabinett zur Arbeit für Deutschlands Zukunft xufammengefunben haben. Besteh' das Deutsche Reich aus verschieden gearteten Stämmen, so besteht das Kabinett analog aus verschieden gearteten Menschen und Männern. Aber der Frei* heitsgedanke und der Kampf um das gleiche Ziel hält die Männer und die Menschen im Kabinett so verbunden, wie sich die Stämme und Länder untrennbar im Bismarccschen Einigungsgedanken vereinigt hatten. Brot und Hoffnung soll uns dabei das Bewußtsein spenden, das wir die eine deutsche Haupteigenschaft, das Arbeitenkönnen, nicht verlernt haben. Aus den Gedanken des Stahlhelm-Führers und Gründers und aus dem bewußt sozialen Denken des Arbeitsministers heraus erkläre ich, baß die gedachte Arbeit aber keine Fronarbeit sein wird, weder für innere, noch für äußere Macht* Haber. In Deutschland gibt es keine Fronarbeit bei den Unfreien, sondern es gibt nur bicGci* stungsarbeit der Freien! Deshalb Der* trägt weder der Mensch, noch das Land, noch die Arbeit, noch die Wirtschaft starre Fesseln. Wahrhaft frei müssen die Menschen, das Land und die Arbeit sein. Deshalb ist auf all diesen Gebieten seit jeher die Freiheit das Ziel des Stahlhelm gewesen. Zu dieser Erkenntnis rufe ich auch in heutiger Stunde auf! Zu diesem Freiheitskampf ruft in dieser Stunde das Kabinett, rufen alle Minister alle Deutschen auf! Wir brauchen bas Zusammenklingen von Wille und Glauben, damit wir zur deutschen Freiheit kommen, damit wir z u r deutschen Leistung kommen und damit es uns und unseren Kindern dereinst einmal wieder gut gehen soll im deutschen Lande. Ich spreche damit im Sinne unseres hochverehrten Herrn Reichspräsidenten, des Generalfeldmarschalls von Hindenburg, der das Zusammengehen aller nationalen Kräfte fordert. Ebenso spreche ich, meine Kameraden, im Sinne und im Geiste unseres hochverehrten Ehrenmitgliedes, des ewig jungen i^cne* ralfeldmarschalls von Mackensen, der sich bereit erklärt hat, für diesen außerordentlichen Wahlgang sich an die Spitze des Wahlausschus* ses der Kampffront Schwarz-Weiß-Rot zu stellen. Vizekanzler von Papen erklärte sodann u. a.: Ich habe nie ein Hehl daraus gemacht, wie sehr ich enge Parteidoktrinen und eine enge P a r t e i b ü r o k r a t i e als ein H e m m n i s für die Einigung oes deutschen Volkes von jeher betrachtet habe. Diese Parteifesseln sind zu eng geworden für die Ration, die sich im Feuer des Weltkrieges zueinander fand und sie werden nicht mehr verstanden von der jungen Generation, auf der unsere Zukunft beruht. Mit Ihnen allen glauben wir, daß die Zeitenwende von uns heute mehr denn je den Impulszu einer großen umfassenden nationalen Bewegung christlich - konservativer Prägung fordert, einer Bewegung, in der alle Kreise des deutschen Volkes vertreten sein müssen, die ein neues soziales, von Gerechtigkeit und Autoritätgesührtes Deuts land wollen. An einer solchen Reu* forqjung unserer politischen Willensbildung muß neben dem evangelischen auch der katholische Volls* teil seinen selbstverständlichen Anteil haben. Mit der Bildung der Kampffront Schwarz-Weiß-Rot haben wir den Anfang gemacht und den Grundstein für die Reuordnung der politischen Willensbildung gelegt. Es wäre falsch, die nationale Bewegung als die Koalition großer Parteien und Bünde zu betrachten. Sie ist mehr: Sie ist ein geistiger Vorgang, in welchem seit Jahr und Tag zahlreiche mutige und geistvolle Männer in den verschiedensten Formen gearbeitet haben. Als Treuhänder dieser gewaltigen Armee konservativer Menschen, die keine Heimstatt in den engen Fesseln der Vorkriegsparteien finden können, betrachte ich mich in erster Linie. Es liegt im Wesen des echten Konservativismus, daß er auf d i e Totalität des Ganzen gerichtet ist, fei es der ewigen Weltordnung, der christlichen Religion, des Volkstums oder des Reiches. Dies wird nur möglich fein, wenn rpir der Ursache des Klassenkampfes und des inneren Zerfalls des deutschen Volkes beherzt ins Auge sehen und sie zu beseitigen trachten. Ich meine, d i e soziale Frage: Es ist die historische Schuld des 19. Jahrhunderts, daß in ihm die Grundlage der abendländischen Kultur die Persönlichkeit immer stärker zersetzt und durch eine Massenindioi- buaüfierung ersetzt wurde. In diesem Vorgang der Vermassung und der Lntbürgerlichung griff die deutsche Arbeiterbewegung ein und erwarb sich zweifelsfreie Verdienste um die sittliche und materielle Hebung des Arbeitertums. Aber weder die Wege einer rein staatlichen Sozial* Politik der vergangenen Aera, noch die uto* Pische Hoffnung auf eine klassenlose Gesellschaft, die nur vom Proletariat beherrscht werde, konnten das deutsche Volk in eine geordnete Zukunft führen, die seelisch und materiell das alte Ideal echten deutschen Familienlebens wieder aufrichtet. Eine Zukunft, die der Familie ihre Bestimmung als ölrzelle der staatlichen Gemeinschaft zurückgibt. Mit kollektivistischen Ideen ist das deutsche Leben nicht mehr fruchtbar zu gestalten. Ich sehe als die entscheidende Aufgabe des 20. Jahrhunderts die Cntproletarifie* r u n g des deutschen Volkes. Richt über die Kollektivierung des vorhandenen, sondern über die Verpersönlichung der geistigen und materiellen Güter geht der Weg zur Volksgemeinschaft. Konservativ sein heißt nicht, wie uns immer unterschoben wird, an überlebten Formen festhalten, sondern heißt, die ewigen Gesetze der Weltordnung und des Menschentums zu rezeptieren. Ein solches Gesetz ist aber, daß wir den deutschen Menschen wieder die Freiheit der Entfaltung, Achtung und Geltung verschaffen, daß wir sein Sein und sein Wirken dem kommenden Werden der deutschen Wiedergeburt nutzbar machen. Ich verspreche, meine ganze Kraft dafür einzusetzen, der Sehnsucht gerade dieser geistig freien, innerlich und äußerlich unabhängigen Schicht, die es in allen Ständen der deutschen Bevölkerung gibt, nach Einbau in Volk und Staat gerecht zu werden. 9er Reichskanzler ferberl MstiniMleichheii und Revision des Versailler Verlrages. London, 12. Febr. (TU.) Reichskanzler Hitler hat dem englischen Obersten Ether ton eine Unterredung gewährt, die im „Sunday Expreß" erscheint. Aus die Frage des Journalisten nach seinem Programm stellte Hitler folgende Hauptforderungen aus: Die Abrüstung fei das erste Problem, das Deutschland und die Welt lösen müßten, um eine Rückkehr des Friedens und der Wohlfahrt zu ermöglichen. Darüber fei sich jede deutsche Regierung einig. Deutschland habe feinen Teil für d i e Abrüstung getan. Entweder müsse Frankreich im selben Ausmaße wie Deutschland abrüsten, oder Deutschland müsse gleichgestellt werden. Der Versailler Vertrag müsse revidiert werden, da er sich als unglücklich nicht nur für Deutschland, sondern auch für die übrige Welt erwiesen habe, die er auf alle Zeiten in Sieger und Besiegte aufteile. Die durch den Versailler Vertrag geschaffenen Ungerechtigkeiten müßten beseitigt werden. Er, Hitler, werde in jeder einzelnen Frage eine versöhnliche Haltung einnehmen, aber Paris müsse überzeugt werden, daß die im Versailler Vertrag auferlegten Bedingungen nicht mehr möglich feien. Die dauernde Erhöhung d e r französischen Rüstungen müsse beachtet werden. Die großen Geldbeträge, die Frankreich zur Verfügung habe, seien überraschend. Die Sicherheit der einzelnen Ration müsse in einem durch ihre Umgebung und ihre u n m 111 e l - baren vernünftigen Bedürfnisse festgelegten Ausmaß gesichert werden. Die deutsche Regierung werde auf dieser Sicherheit für Deutschland bestehen, da sie durch Vereinbarung mit dem Völkerbund das Recht dazu habe. Der polnische Korridor müsse an Deutschland zurückgegeben werden und zwar nach Ansicht der betroffenen deutschen Bevölkerung, sowie aus anderen Gründen. Der polnische Korridor sei neben den Verträgen die größte Ungerechtigkeit gegen Deutschland. Der Kom- munismus müsse gänzlich ausgerottet werden, um die friedliche Entwicklung und den Fortschritt Deutschlands möglich zu machen. Eine Wieder- Herstellung der Hohenzollernmon- archie stehe außer Frage. Ein Kampf Republik gegen Monarchie würde die Parteien spalten und endlose Schwierigkeiten in dem Augenblick auf» rühren, wo Deutschland ein einheitliches Ganzes sein müsse, bis man Klarheit habe. Deutschland habe trat und )ea- . cs Unlust. um tlich MS S er Die I .daS jnell zur dort rum- auS ■Sau» ! s ein war. ourde 911 an ! gegen über dcS eifrig jenem :oblen ! Sreu- i :r zur rchluß bfchie- N. ager 1 n. Die ugcnb» jorben. räume. । oa 200 i wirb, lsachsen : i Haus eburgs» laßet e eben» ! ing fin» nähen, i >cn Ar» kochen, . fürforge sozialen in junge ■ iben sich nächsten ' tlich er» c hiesige ßt durch i n g mit ber weit t hinaus ontoerfe, . ) u r t 6 - rnste um lia" er- 925, beleg Der- ' nig zum .'hört seit Lahntal- des Geste „Länder, der Sanges- bend das intte für hat hier ib leider •rt. Zwei en Man- Lebens- z r ft erlauf e n i Huf- an dessen and wei- ere Wet- unb nach t. Durch Uerdings die über ergiebige südlichen röen oben Druck wolkigem ichen sich 8, später- Rieder- iftig und i trocken. Vielfach Tag und ien mild, 10,8 Grad morgens Minimum n 10 cm 9. März: e 0,0 mm. Die Mard-Wagner-Gedächlmsseier in Leipzig Ein repräsentativer Festakt im Gewandhaus. - Oie Huldigung der Vaterstadt. der schossen. Fünf Kommunisten wurden verhaftet. durch aller Kapellen. 27 ftortleRung Nachdruck verboten. sowie ihren dem stürmischen Beifall unterbrochen. 3m Anschluß an die Rede Hitlers erfolgte ein Borbeimarsch Der Oberbürgermeister von Bayreuth. Hofrat Preu, hat zum 50. Todestage Wagners im Ramen der Stadt eine Botschaft an alle Welt gerichtet, in der es u. a. heißt: Richard Wagner hat unsere Stadt aus stiller Berträumtheit erweckt und sie für die Kulturwelt aller Zonen nach seinen eigenen Worten", zu einem teueren Angedenken, zu einem ermutigenden Begriff, zu einem sinnvollen Wahlspruch" gemacht. Was wäre Bayreuth ohne Wagner und sein Werk? So sind es Gefühle heißen Dankes, die uns Bayreuther heute bewegen." Besonderen Dank spricht der Oberbürgermeister der Lebensgefährtin des Meisters, seinem Sohn und dessen Gattin aus, auf deren Schultern heute das Werk ruht. zu einem umfangreichen und bedeutungsvollen Anwendungsgebiet entwickelt hätten. 3n Eisleben wurden Teilnehmer eines Propagandamarschs der RSDAP. plötzlich aus dem Haus Buchhandlung Klassenkampf im Breiten Weg von Kommunisten beschossen. Die Polizei, SA, und SS. griffen sofort zuv Gegenwehr. Es entstand ein Feuergefecht, in dem ein SS.-Mann aus Halle erschossen und zwölf Personen schwer verletzt wurden. Reichskanzler Hitler ist Kassel. Kassel, ll.Febr. (TU.) Die Gautagung der RSDAP. des Gaues Hessen-Rassau R o r d wurde am Samstag mit zahlreichen Sondertagungen der einzelnen Fachgruppen eröffnet. 3m Mittelpunkt des ersten Tages stand eine große öffentliche Kundgebung auf dem Friedrichsplah in Kassel, verbunden mit einem Aufmarsch sämtlicher Formationen der RSDAP. vor dem Roten Palais, von dessen Balkon Reichskanzler Adolf Hitler sprach. Rund 11 000 <521.- und SS.-Männer, einige Formationen des Stahlhelms mit Standarten und Fahnen hatten auf Friedrichsplah Aufstellung genommen. Die Rede des Kanzlers wurde mehrfach 3n 3 e ß n i h bei Dessau wurden aus Menschenmenge auf einen nationalsozialistischen Zug Schüsse abgegeben, die von den Rationalsozialisten erwidert wurden. Zwei Rationalsozialisten wurden schwer verletzt. 3n Hecklingen wurde ein Rationalsozialist auf der Straße e r - Der zweite Tag der Gautagung der RSDAP. wurde mit einem großen Wecken eingeleitet. Rach einem Gottesdienst in der Martinskirche fand die Einweihung des Adolf Hitler- Hauses statt, die der Gauleiter Weinrich vornahm. 3m großen Saal der Stadthalle wurde dann ein Bauerntag abgehalten, an dem etwa 4000 Dauern aus Kurhessen und Waldeck teilnahmen. Als Achern im Auto zur Bahn fuhr, war es ihm, als müsse er umkehren, als wäre irgendein schweres Verhängnis über Achern. Er schalt sich töricht. Was sollte denn passieren? Aber auch, als er längst im Zuge saß, blieb der Druck auf ihm. Ottl; Weiler traf einen Diener, der, in eine Regen- Pelerine gehüllt, den Weg vom Schloß her kam. Sie benötchte farbige Wolle zu einer Handarbeit. Der Kramer im Dorf drüben hatte diese Wolle. Aus diesem Grunde sprach sie den jungen Diener an. Der verneinte bedauernd. Er hätte ihr gern den Gefallen getan. Doch er gehe nach Hohenbrück, er müsse einen Brief von der gnädigen Frau hinübcrtraaen zum gnädigen Fraulein. Otty Weiler erschrak und ergriff die Hand des Dieners in ihrer inneren Aufregung^ „Vor der gnädigen Frau? Geben Sie her, ich fahre nach Hohenbrück, da nehme ich den Brief gleich mit" Unbedenklich händigte her Diener der tfreunbin semer Herrin den Brief aus. Er war froh daß er bei dem Wetter nicht hinüberzulaufen brauste B u, ■£ann Schein nach dem Wirt- chaftsho hinüber, nachdem sie den Diener noch ge- fragt hatte, ob er eine Antwort mitbrinqen olle. „Rein, nur abgeben, gnädiges Fräulein" »Dann ist es gut. Ich werde es erledigen." Otty trat in das kleine Stübchen, wo am Sonn- abend die Löhne für die landwirtschaftlichen Ar- beiter aus dem Dorf ausgezahlt wurden. Es war BriefO^ fld) Qm Tisch nieder und öffnete den Acherns Handschrift! Die großen, steilen Buch, staben. Aber nein, so unsicher schrieb er nicht. Es war eine gefälschte Schrift! Edelgarde hatte die Handschrift ihres Gatten gefälscht! Der Brief lautete: „Liebe Pia! Ich muß Dich unbedingt sprechen. Komm heute abend in die Wasserruine. Dort sind wir Aus der provtnzialhauptstadt. Oer zivile Luftschutz. Von Regierungsrat Schneider, Polizeiamt Darmstadt. Richt alle Angelegenheiten, die mit einem Kriege in irgendeiner Beziehung stehen, müssen kriegerischer oder politischer Art fein. Es gibt Maßregeln, die zwar eine Folge eines Krieges sind, die ihrer inneren Natur nach aber keine Kampfmittel, sondern nur Schutzmaßnahmen sind. Es ist verständlich, daß das Wort „L u f t s ch u tz" in vielen Kreisen Gedan- ken zu Krieg und Zerstörung auslöst und eine Re- Qftion hervorruft, die schließlich in der Ablehnung aller Schutzmaßnahmen mündet. Nichts ist falscher als eine derartige Einstellung. Der zivile Luftschutz bedeutet keine Verquickung mit militäriscken Maßnahmen, sondern soll, wie schon der Name sagt, lediglich eine Angelegenheit der Zivilbevölkerung bzw. Zioilverwaltung sein. Es handelt sich also unter keinen Umständen um eine politische, sondern um eine überparteiliche Angelegenheit, um den Schutz der Allgemeinheit mit Hilfe des einzelnen, aber auch um den Schutz des einzelnen durch die Hilfe der Allgemeinheit und um Schutz des Lebens und Eigentums der Volksgenossen. Der zivile Luftschutz fällt in Deutschland nicht unter die vielen Verbote, die das Diktat von 23er- sailles uns auferlegt hat. Er findet seine legale Un- Am Sonntagmittag fand im Gewandhaus die RicharL>-Wagner°Gedächtnisfeier der Stadt Leipzig statt. Der Feier wohnten u. a. bei: Frau Winifred Wagner, Reichskanzler Hitler, Neichsinnenminister Dr. Frick, Reichsminister G o e r i n g , Reichssinanzminister Gras Schwe - rin von Krosigk, die Botschafter von Frankreich und Italien, sowie die Gesandten zahlreicher anderer Länder. Auch die Universitäten und wissenschaftlichen Institute waren vertreten. Oberbürgermeister Dr. G o e r d e l e r, Leipzig, hielt die Begrüßungsansprache. Die Versammlung neige sich heute dankbar vor den Angehörigen des Hauses Wagner, die das Erbe des Meisters in Bayreuth in seinem Sinne verwalteten. Längst sei Richard Wagner allem irdischen Maße entrückt. Die äußere Ehrung, die die Vaterstadt ihrem größten Sohne schulde, die Errichtung eines Denkmals, sei durch den Krieg und durch den Tod des großen Bildhauers Klinger unausgeführt geblieben. Der 13. Februar 1933 stelle die Aufgabe, das In Angriff Genommene zu erfüllen. Gegenüber dem Palmengarten solle ein großes Gelände das dem Wesen Wagners gemäße Gepräge erhalten. Diesen Richard-Wagner-Hain errichte die Stadt. Die Festrede von Generalmusikdirektor von Schillings. Die Gedächtnisrede hielt Generalmusik, direktor Professor Dr. h. c. Max von Schillings. Wenn heute die Vaterstadt Wagner in großzügiger Weise durch künstlerische Veranstaltungen ehre und zur Errichtung auch eines äußerlichen Monumentes aufrufe, so versuche sie der Dankespflicht gegen das Schicksal, das den deutschen Genius Wagner ihren Bürgern entsprießen ließ, in Verfolgung jenes Weges gerecht zu werden. Wagner, der große Deutsche, wurzelte doch in vielen Zügen im Wesen der engeren, der sächsischen Heimat, was sich deutlich auch dokumentiere in der mit leiser Ironie gemischten Liebe zur heimatlichen Mundart. Und wenn wirklich Wagner seinem Ursprungsort ab und zu zu grollen sich gezwungen e, so müsse bei der „Schuldfraye'^ doch im behalten werden, daß ein in jebem Sinne des Wortes revolutionäres, überall an den Grenzen des Gewohnten im Leben wie in der Kunst rüttelndes Menschenkind dazu verurteilt sein mußte, in Konflikte mit dem Bestehenden, mit dem immer Gewesenen zu geraten. Die überragende, in mancher Hinsicht einzigartige Größe des wagnerschen SlMslMWWM Römern von Gert Nothberg. (älrheberfchuh durch C. Ackermann, Romanzentrale Stuttgart.) Kunst und Wissenschaft. Die neuen Männer im Berliner Slaatstheater. Der Amtliche Preußische Pressedienst teilt mit: „Der Kommisar des Reiches für oas preußische Mi- nisterium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung, Rust, hat Dr. Franz Ulrich zum Schauspiel- direktor mit der Amtsbezeichnung Intendant berufen. Bis Dr. Ulrich fein Amt antritt, führt Albert Patry in seiner bisherigen Funktion die verwaltungstechnischen Geschäfte weiter. Desgleichen hat der Kommissar des Reiches den Schriftsteller Hanns Jo Hst zum ersten Dramaturgen des Staatlichen Sck)auspielhauses berufen und mit künstlen- schen Vollmachten versehen. Iohst übernimmt bereits nächste Woche sein Amt." Rönkgenfeiern in Lennep und München. 3n Lennep versammelte sich eine zahlreiche Festgemeinde, um WihKrn Conrad Röntgen, den Entdecker der nud) ihm benannten Strahlen, in seiner Baterstadt an seinem zehnten Todestag zu ehren. Geheimrat Professor Dr. Kau s e, Münster, schilderte das Leben Röntgens und die Grundlagen seiner Entdeckung. Der Bortragende schloß mit den Worten: Röntgen sei einer der großen Wohltäter der Menschheit, dessen wissenschaftliche Arbeiten in stillem Laboratorium sich am sichersten. Ich habe Dir Wichtiges zu sagen. Es handelt sich um unser Glück. Komm bestimmt! Du kannst die kleine Pforte an der linken Parkmauer benützen. Gegen sieben Uhr erwarte ich Dich. Dein Harry." Otty Weiler senkte die Stirn in die Hand. Was wollte Edelgarbe von Pia, baß sie sie auf Grunb einer Fälschung in bie Wasserruine locken wollte? Es gab nur eine Deutung dafür, und diese Deutung war furchtbar Und gerade jetzt mußte Achern fort fein! Nun mußte sie, Otty, für ihn handeln. Großer Gott, wenn sie dem Diener den verhängnisvollen Brief nicht hätte abnehmen können! Es blieb ja die Hoffnung, daß Pia auf diesen Brief hin nicht gekommen wäre. Aber wenn sie nun doch kam? Otty Weiler segnete ihre Angewohnheit, bei Wind und Wetter spazierenzugehcn. Sie erhob sich jetzt und ging langsam, unauffällig nach dem Park zu, schlenderte auf den nassen Wegen dahin, kam im letzten Winkel des Parkes an die alte Wasserburg. Die kleine Holztür vor verschlossen. Der Schlüssel fehlte. Er steckte sonst stets. Dtty Weiler dachte nach. Sie hatte die Absicht gehabt, hier zu warten. Nun mußte sie den Plan fallen lasse». Das andere war gefährlicher, denn Edelgarde kannte eine Waffe bei sich haben. Aber folgen würde sie der Freundin heute abend. Sie mußte wissen, was diese eigentlich im Schild Uchrie. Noch einmal besah sie aufmerksam bas Schloß. Dann ging sie auf Umwegen zum Park hinaus, lief selbst ins Dorf und holte sich bie Wolle. Wollig durchnäßt kam Otty wieder daheim an. In ihrem Zimmer fand sie Post aus Berlin. Ihre Tante schrieb, daß der Vater von seiner Weltreise zurückkomme, und sie möchte es unbedingt einrich- jen, am 12. November daheim zu sein. Dann schrieb I rt.riDd) LD,el von Bekannten und Freunden. Ihr selbst gehe es nicht besonders. Das alte Asthma mache sich hin und wieder recht störend bemerkbar Ein anderer Brief war von dem Rittmeister von Cerbrugge. Er warb seit Jahren um sie, und sie IP dlkv« J 7* verwegenen Jte't6.r9 glauben, denn er war selbst wohlhabend und spekulierte keineswegs auf ihr Geld. Ott? blickte sinnend über den Brief hinweg vor sich hin. Wenn sie wieder daheim war, bann wollte Aus dem gleichen Anlaß fand in München eine Tagung der Bayerischen Gesellschaft für Rönt- geneologie und Radiologie und der Bayerischen Gesellschaft für Geburtshilfe und Frauenheilkunde statt. Kultusminister Dr. Goldenberge r gab in seiner Ansprache u. a. bekannt, daß die philosophische Fakultät der Münchener ilni- versität die Aufnahme der Düste Röntgens in die Walhalla bei Regensburg beantragt habe. Dieser Antrag werde von ihm wärmstens befürwortet werden. 3m Rahmen der zahlreichen Begrüßungsansprachen bekannter Gelehrter wurde ferner mitgeteilt, daß in den nächsten 3ahren in München eine große Ausstellung veranstaltet werden solle, auf der nicht nur die Verwendung der Röntgenstrahlen, sondern das ganze Strahlenproblern überhaupt gezeigt werden soll. Aus aller Wett. Mollison in Rio de Janeiro. Wie aus Rio de 3aneiro berichtet wird, ist der englische Flieger M o l l i s o n dort gelandet. Starker Schneefall in Reuyork. Die Stadt Reuyork ist durch einen plötzlichen Schneefall in eine dichte weiße Decke gehüllt worden. Der Schnee liegt so hoch, daß der ganze Fuhrverkehr auf der Straße lahmgelegt ist. sie ihm ihr Jawort geben. Er war ein lieber Kerl — und sah Achern ähnlich! — „Ich finde dich sehr blaß, Edel. Das ekelhafte Wetter macht dir zu schaffen. Dein Mann wollte mit dir nach dem Süden reisen. Es ist besser, du umgehst den deutschen Winter. Freust du dich a.i diese Reise?" ’ ' Edelgarde sah an Otty vorüber, als sie leise sagte: „Natürljch freue ich mich. Ich mache mir nur 23er* iniirfe, daß Harry so lange mit von Achern weg muß. Er reift nicht gern, er hängt zu sehr an einem £ e f i (3. „Kannst du ihm das verdenken, Edel? Ich nicht Aber dir zuliebe macht er es schon mögllch/ „Gewiß, er ist sehr lieb." Edels Stimme klang höhnisch. Otty schwieg. Was sollte sie auch antworten? Edelgarde sagte nach einiger Zeit des Schwei- gens: „Ich bin etwas müde und werde verswyen, noch ein paar Stunden zu schlafen. Musiziere ein wenig, Otly, ich höre dick gern." Otty legte ihre Handarbeit beiseite und -ryob sich. „Gern, Edel. Dabei wirst du dann eiuschlaien. und später bist du wieder frisch. Morgen früh kommt dein Mann zurück, und ich muß nun auch an die Abreise denken. Tante schrieb, daß Vater von seiner Relse-zurückkehrt. Da muß ich natürlich auf alle Fälle wieder daheim sein." „Natürlich, Otty, es wäre egoistisch, wenn it das nicht einsehen würde. So gern ich dich auch mch hier behalten würde. Meine Schwestern haben o wenig Zeit für mich. Sie sind vollständig mit sich und ihrer Liebe beschäftigt." „Deine Schwestern sind sehr liebe Geschöpf-, denen ich ein großes Glück von ganzem Herzen gönne, Edel." „Ja sie sind jung und gesund, und sie haben einen besseren Charakter als ich." In Otty war nur noch ein großes Mitleid. Sie streichelte die blassen, durchsichtigen Hände und sagte: „Wie kannst du das hgen, Edel! Dich hat de^ne Krankheit verbittert. Wenn du wieder gesund Hastig richtete Edelgarde sich auf. „Lüge nicht, Otty, ihr lügt ja alle. Ich werde niemals wieder gesund. Mir ist die Binde von den Augen gefallen." bei der die Nationalsozlalistert auf die I. henden Kommunisten 30 bis 40 S ch ü s s e a b g a b-e n. Dabei erhielt ein Unbeteiligter einen Oberschenkelschuß und ein vermutlicher Kommunist einen Fersenschuß. Ein Reichsbnnnermann, der nach Angabe der Nationalsozialisten gleichfalls geschossen haben soll, wurde seit genommen, ebenso ein SA-Mann, der als Schütze einwandfrei ermittelt ist. Nach diesem Zusammenstoß hatte der Bensheimer SS.-Führer die Reichenbacher SS. alarmiert. Von ihr kamen fünf 'JJlann mit Rädern nach Bensheim. In der Nähe des Ritterplatzes wurden sie von politischen Gegnern überfallen und zwei zu Boden geschlagen. Der SS.-Mann Heinrich Arnold gab einige Schüsse ab, die den unbeteiligten 22jährigen Josef May, der auf dem Wege zur Post war, in die Brust trafen. May war sofort tot. Arnold ist flüchtig gegangen. Schaffens, die ganze Summe des uns von ihm hinterlassenen Erbes könne nur dann von lebendigem Werte bleiben, wenn wir es uns stets neu zu erwerben trachten. Das geschehe, wenn wir ohne dogmatische Voraussetzungen es ins Ueberzeitliche zu heben suchten. Mit dem Vorspiel zu den „Meistersingern" schloß die Feier. Oie Wagner-Ehrungen von Bayreuth. Anläßlich der 50. Wiederkehr des Todestages Richard Wagners hat der Bayreuther Stadtrat einstimmig u. a. folgende Beschlüsse gefaßt: 1. Die neuen Anlagen am Festspielhügel sollen zur Erinnerung an den Gedenktag künftig als „Richard-Wagner-Park" bezeichnet werden. 2. Die Aufsahrtstrahe zum Festspielhaus erhält zum Zeichen des Gedenkens an die hohen Verdienste Siegfried Wagners den Ramen „Siegfried-Wagner-Alle e". 3. Das Ehrenbürgerrecht wird verliehen: Frau WinifriedWagner, Frau Daniela T h o d e, Frau Gräfin Blandina G r a v i n a, Frau Eva Chamberlain und Arturo Toscanini. 4. Die Silberne Dürgermedaille wird folgenden Personen verliehen: dem Grafen Albert Ap- Pony in Budapest, dem Generalmusikdirektor Dr. Alfred Lorenz in München, dem Burg- theaterdirektor Millenkovich-Morold in Wien, dem Grafen Gilbert G r a v i n a , sowie Professor Karl Kittel, dem seit langem die musikalische Borbereitung der Festspiele obliegt. Schließlich überwies die Stadt zugunsten der jungen Kunstbeflissenen, die in den Bayreuther Festspielen Erbauung und Belehrung suchen, der Festspielstiftung einen größeren Betrag. „Edel!" „Was willst du? Es ist gut so. Ganz gut so." In den großen, dunklen Augen war ein irres Leuchten. Dann sagte Edelgarde plötzlich ruhig: „Du wolltest spielen, Otty!" Sie legte sich zurück, und Otty setzte sich an den kleinen Flügel und spielte einige Lieblmgsstücke Edels. Als sie sich nach einiger Zeit umsah, lag die Freundin mit geschlossenen Augen da. Sie schien tatsächlich fest eingeschlafen zu fein, denn sie reagierte nicht auf den leisen Ruf Ottys. Otty Weilers Blick suchte die kleine Armbanduhr. Gleich sechs Uhr. Wenn Edelgarde die Zeit verschlief, dann würde sie ein andermal den schwarzen Plan ausführen. In einigen Tagen konnte es schon zu spät sein. Vorsichtig ging Otty hinaus. Sie wollte gegen drei Viertel sieben Uhr unter irgendeinem Vorwand wiederkommen. War Edelgarde unterdessen bereits fort, dann konnte sie ihr ja schnell nachgehen, da sie ja wußte, wohin Edel gegangen war. Kaum hatte Otty das Zimmer verlassen, als Edelgarde sich aufrichtete. 9Nit dunkel umschatteten Augen blickte sie um sich. Otty war fort! Wie gut das war! Und wie gut ihr Einfall war, Pia in das alte Wasserschloß zu bestellen. Sie würde kommen, die Scheinheilige, Verhaßte, und sie würde sie endlich unschädlich machen. Sie durfte niemals ihre Nachfolgerin werden. Sie nicht — niemals! Wenn sie, Edelgarde, starben mußte, dann sollte auch Pia zuvor ihr Leben lassen. Ganz ruhig, ganz beherrscht folgerte Edelgarde das. Und nun wartete sie. Ruhig sah sie auf die Zeiger der kleinen Uhr, die dort auf dem Kaminsims stand. — Otty ging drüben in ihrem Zimmer auf und ab. Dann aber besann sie sich plötzlich und ging zum Schreibtisch. Sie nahm das gefälschte Schreiben an sich, las es noch einmal durch, und dann warf sie es in das offene Feuer des kleinen Kamins. Sie sah zu, wie die Flamme das Schreiben verzehrte, und war sich nicht bewußt, daß sie jetzt das Siegel auf ein ewiges Geheimnis des alten Wafferturmes gedrückt hatte, als sie den Brief vernichtete. (Fortsetzung folgt.) der sämtlichen Formationen der RSDAP. Den Abschluß der Kundgebung bildete ein großer Fackelzug und Zapfenstreich terlage in der „Pariser Vereinbarung über Luft- ahrt" vom Mai 1926; somit unterliegt die Drgani- ation des zivilen Luftschutzes keinerlei Ein. chränkungen von feiten unserer ehemaligen Kriegsgegner. Diese Feststellung sei für die Zweif. ler ausdrücklich gemacht. Die Luftschutzarbeiten in Deutschland stehen unter der Leitung der Reichsregierung. Durchführendes Organ in den einzelnen Stäben sind die örtlichen Polizeibehörden, denen örtliche Lustschutzbeiräte und Arbeitsausschüsse zur Seite stehen. Wenn die Frage aufgeworfen wird, ob die Aufgabe des Luftschutzes den Einsatz der gesamten Volkskraft lohnt, so vergegenwärtige man fick), was auf dem Spiele steht. Nach den Erfahrungen des Weltkrieges muß damit gerechnet werden, daß leider Kriegshandlungen nicht vor der Zivilbevölke- rung Haltmachen werden, sondern, daß der Feind bestrebt sein wird, die Kraftquellen des Volkes zu treffen und zu zerstören. Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerke, industrielle Werke, Knotenpunkte und wichtige Anlagen des Verkehrs sind die Angriffsobjekte, wobei natürlich Eigentum und Leben der Zivilbevölkerung schwer in Mitleidenschaft gezogen werden. Die große Bevölkerungsdichte Deutschlands und die Zusammenballung der Menschen in den Großstädten bedingen gerade in unserem Vater- lande eine große Empfindlichkeit Luftangriffen gegenüber. Man bedenke dabei, daß nahezu alle Großstädte Deutschlands nur 1 bis 2 Luftstunden vom nächsten ausländischen Bombenflughafen entfernt sind; abgesehen davon ist natürlich jeder Punkt Deutschlands in kurzer Zeit feindlichen Luftangrif- fen preisgegeben. Die Zahl und Größe der uns im Ernstfälle zugedachten Flugzeuae wächst täglich. Diese Tatsache halt aber unsere Nachbarstaaten durchaus nicht ab, ihrerseits neben eine gewaltigen militärischen Ueberlegen- heit im Flugwesen den zivilen Luftschutz zu organisieren. Die Durchführung der vom Reiche angeordneten Maßnahmen liegt auch in Hessen in den Händen der örtlichen Polizeibehörden und wird zunächst in Darmstadt, Mainz, Gießen, Offenbach, Worms und Bingen durchgeführt. Sie kann nur durchge- führt werden, wenn die Bevölkerung ernsthaft mitarbeitet, denn ihrem Schutze gelten die vorsorgenden Maßnahmen der Regierung. Oer wahre Staat. Auf Einladung der Staatswissenschaftlichen Fachschaft an der Universität Gießen sprach am Samstagabend in einer stack besuchten Ver- sammlung im Studentenhaus der Wiener Rationalökonom Prof. Dr. Spann über das Thema „Der wahre Staa t". Der Redner beschäftigte sich zunächst mit einer eingehenden Betrachtung der Staatsbildung von der individualistischen Seite her und skizzierte den Aufbau eines Staates von der Urzelle aus in den verschiedensten Formen der Staatsbildung (Absolutismus, konstitutionelle Monarchie, Demokratie). 3n diesem Zusammenhang beleuchtete er das schwierige Problem der Führerauslese unter dem Gesichtswinkel des Führers als Faktor der Meinungsbildung der Masse und als Mittler zwischen dem Massenwillen und dem Staat. Er streifte dabei auch die Entstehung und die Tätigkeit der Parteien und kam schließlich bei diesem Teil seiner Untersuchungen zu dem Ergebnis, daß dem aus der Masse heraus entstandenen wildgewachsenen Führertum ein organisch gewachsenes entgegengestellt werden müsse, eine demokratische Entwicklung des Staatslebens ihrer ganzen Art nach zum Chaos führe und deshalb zur Erhaltung eines Staates eine grundsätzliche Revision vorzunehmen sei. Sodann skizzierte er die Form des Gemeinschaftslebens unter dem Gesichtswinkel der geistigen Gezweiung, bei der von der Urform an jeder Teil gibt und nimmt und kein Teil ohne den andern geistig lebensfähig und denkbar fei. Dieses Geben und Rehmen pflanze sich von der Urform aus weiter fort in vielfache Gezweiungskreise und Organismen, je nachdem sich Menschen dieser oder jener Richtung zuwenden, und hierdurch entstünden dann die Stände. Auf diesem Wege der Betrachtung tarn der Redner zu einer Beleuchtung des ständischen Gemeinwesens, das seinen markanten Ausdruck in den Berufs-Gemeinschaften finde, in denen jeder als Sachverständiger mitreden und durch mitgestaltendes, auf Erfahrung beruhendes Handeln aus frucht- bare Arbeit zum Besten feiner Fachgemeinschaft, aber auch zum Ruhen der Bolksgesamtheit leisten könne. Bon dieser Grundlage aus betrachtete der Vortragende nunmehr das Problem der Helft durch im Li & Lck-» fc & A-b- ° lebhafte"' 1 Aerbe^ Sestern n «isernen öl 8* SW* Lchulstraße, &e. SM Umzug, m Aeichsbannei Sozialistische' machten, san feit einer Irandplah \ tcilnehiner u versammelten aus Diesbad in der er gc regierung Pc tischen und t jung einer Schluß für i tischen Wah, schirrten die Achtungen a Stadtmitte bi die Auslösunk lichen vvrbeu der öffentliche fällen kam e -Tages männischer I Aeue Aula, Mächte". -! Stadt steht S - AuS t unS geschrieb Operngastspie Darmstadt. < für Zlufil ,D 19. Dorstcllun, Preise. Tvrzr ©ültigtcit. E bruar, die Kl lohr und Eb< sott. 19.2)o Seloöhnliche ( Aorlr S'gen Dienst- Hotel „Dahni M Heiltvirku stalter ist die Kal. Meres sichtlich. " Der bleder! 2!a die Siebener °°r gen Doch Mreichen ®t '"'Lehrkörper Men, konnte aAenomn F haben etf 2" Schulen' L »- ‘•sS V 01,1 w «««SS UnÄ( büb,r H 1 Meter 1 «U. "9 fti ■ulld)lanbiu. s,.Kr iA*tS'j 4l?Me°rb 5 Muf. ?,i0einiS ?en ttQs chnrt Äh de, °°r her '.N le’ L-Ki Dlitleikn LtCbfl,n b« sichte r D'" fr.!DlenÄlQ;b» m unifr.m « ben: ^ii S1!«' abei, bah n!k 9r|il,l> 'Ibis 2?» “2 $ombeni[uohn1 unb,n tiSg ZZ-» sZL ’M. angeorbjielen Mlen m den hä„den i DfS'? 3unädW >a ' Ambach, ffi0rm5 Sl!nn nur burdjflf. 'piferunß ernfi. .te S(W Belten 1 ber Regierung. (Staat. iaaMenlfyftfiten Men sprach flai ltdt! besuchten Q3ct- us der Wiener Aa- Spann über baj aal". zunächst mit einet " vtaatSbiidung von tc her und stmierte von der Urzelle aui wn der Staatsbildung die Monarchie. Deine- lenbang beleuchtete er r Führerauslese unter ihrers als galtet ber alle und als Mittler i und dem Staat. Sr tehung und die Tätig- i schließlich bei diesem n zu dem Ergebnis, heraus entstandenen i ein organisch ge« Verden muffe, eine > Staatsleöens ihrer 1 sühre und bcsbalb i eine grundsätzliche Form des ©emein* sichlswintel der gei« von der Ursom an und fein Teil ohne ihig und benfbat sei. tflanjc sich von btt vielfache Eezweiungs- aachdem sich Menschen gutoenben, und hier- Stände. Aus diesem i der Redner zu einet n Gemeinwesens, M I in den DcrusS-Z-' m jeder als Lach«? durch mitgestaltendci, Handeln aus sruch!' >iner Zachgememchait, t MlsgesamthM ei« ndlage aus betrach^ r das Problem bu t so. Sanz gut so." * W- bi- 5cl?flil den W®flW5 M 6i-”AVS r ir9enSen bereit P'U,n ba9h;Oe Schein chekomlneN'^K. i»i iflfJ*S *j(Vm sM WS& 6»‘f IJ, firniß- t Bruchleidende + Gehen Sie nicht auf verlockende Inserate, sondern zu einem Jangjähr. Fachmann. Nur das Beste kann Innen helfen, darum tragen Sie mein auf Heilung hinwirkendes Spezialband. Ohne Feder, kein harter Lederpürtel oder Eisenbügel, rutscht u.drücktnicht,Tagu.Nachttragb. Von mehr als 60 000 Bruchleidenden mit bestem Erfolg getragen. Das Neueste ist ein + Reform-Bruchband + ohne Beinriemen, daher besonders beliebt. Leib-, Nabel- und Vorfall binden. Kostenlos zu sprech, in Sielen: Donners- tag.16.Febr.,11'/,—BUhr.Hot Kobel. iosrD Bandag.-Spez. Eupen Frei4 Co.,StQttgartJohannesstr.40 iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Große, altangesehene Lebensversicherungs-Gesellschaft sucht für den dortigen Bezirk einen Bezirksinspektor Stellung ist sehr entwicklungsreich und eignet sich auch für Nicntfach- leute, die wir gründ!, einarbeiten. Sehr. Ang. unL 1062V a. d. Gieß. Anz. MMMMUMUUMMMMMUWM Kataloge und Prospekte liefen die BrllhI'sene Druckerei müssen Sie eich iA\DasWort elnp^8tn' wenn Sie Ihre FDtU/AUI Höhner«uften CDEHUnl los sein wollen. HOhneraugen-Lcbewohl Blechdose (8 Pflaster) 68 Pf in Apotheken u. Drogerien. Sicher zu haben, Med.-Drog. Haus Hindenburg, H. Elgei, Seltersweg 68a; Löwen-Drog. W. Kllbmger Maehl., Seltersweg 69; H. Noll, Ludwigsplatz-Drogerle u. Neustadt-Drogerie; flermania- Orogerle C. Seibel, Frankfurter Sira8e 39:0 Wmterhoff, Drogerie. Kreuxplatz 8-10- 7629 V I!IIIIIIllIIIIllIIIII!IIIIIIIIIIIIIIIIIlIIIIIIIIIIIIIII,III,IllIlll,ll,llll Dienstag, den 14. Februar MsMlWkek empfehle Hauümachertvare 1O78D Heinrich Dippel Restauration / Am Oswaldsgarten lUlllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllUlllilllllW Staatsbildung, wobei er ber ständischen Gruppierung des staatsbildenden Volkes unter ständischen Führern auf dem Prinzip der Gleichheit unter Gleichen das Wort redete. Unsere Zeit sieh«, so betonte der Redner am Schlüsse, am Scheidewege. Entweder gehe das Volk weiter auf dem bisherigen Wege einem Chaos mit unbedingter Zerstörung seiner Wirtschaft und der Kultur entgegen, oder cs schaffe sich eine neue staatliche Form, die ihm bessere Lebensbedingungen gewähre. Unsere Aufgabe fei es, das Steuer her- umzudrehen und den neuen Weg zu finden. Diese Ausgabe obliege insbesondere der Jugend, die in sich gehen und dahin streben müsse, bas geistig Gewordene unter Einsatz aller Kräfte im Kampfe zu verwirklichen. Der Vortrag wurde von der Versammlung mit lebhastem Beifall aufgenommen. Werbe-Aufmarsch der Eisernen Front. Gestern nachmittag veranstalteten die in der Eisernen Front vereinigten politischen Organisationen einen Werbe-älmzua, der sich von 08- . Waldsgarten aus durch die Westanlage, Bahnhofstraße, Kaplansgasse, Reuen Weg, Reuen Baue, Schulstrafte, Kirchenplah, Walltorstrahe, Dornrn- strafte, Eteinstrafte, Marburger Strafte, Walltor- strafte, Brandgasse zum Drandplatz bewegte. Der LImzug, in dem mehrere Spielmannszüge des Heist dem Zugendnoiwerk durch Besuch der Veranstaltung nn Ltadtiheater am 13.Februar Reichsbanners und der Arbeiterturner, sowie der Sozialistischen Arbeiterjugend die Marschmusik machten, fand in den Straften die Aufmerksamkeit einer großen Menschenmenge. Auf dem Drandplatz hielt nach dem Aufmarsch der Zugteilnehmer und dem Anschluß der schon vorher versammelten Zuschauermenge Sekretär Arndt aus Wiesbaden eine etwa halbstündige Ansprache, in der er gegen den Kurs der jetzigen Reichsregierung polemifierte, dann die sozialdemokratischen und kommunistischen Arbeiter zur Herstellung einer Einheitsfront oufforderte und zum Schluß für die Unterstützung der sozialdemokratischen Wahlvorschlagsliste warb. Hierauf marschierten die Zugteilnchmer nach verschiedenen Richtungen ab, wobei sich der Hauptteil nach der Stadtmitte bis zum Gewerkschaftshaus begab, wo die Auflösung erfolgte. Die Polizei hatte die üblichen vorbeugenden Maßnahmen zur Sicherung der öffentlichen Ordnung getroffen. Zu Zwischenfällen kam es nicht. Bornotizen. — Tageskalenderfür Montag: Kaufmännischer Verein und Gewerbeverein, 23 älhr, Veue Aula, Vortragsabend: „Geheimnisvolle Mächte". — Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: „Eine Stadt steht Kopf". — Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Morgen, Dienstag, 19.30 Uhr, Operngastspiel des Hessischen Landestheaters Darmstadt. Zur Aufführung kommt die Komödie für Musik ^Der Rosenkovalier" von Rich. Strauß. 19. Vorstellung im Dienstag-Abonnement. Opernpreise. Vorzugs- und Rundfunkgutscheine haben Gültigkeit. Ende 23 Uhr. — Mittwoch, 15. Februar, die Komödie,Bargeld lacht" von Cammerlohr und Ebermayer. Spielleitung Peter Fas- s o t t. 19. Vorstellung im Mittwoch-Abonnement. Gewöhnliche Preise. Spieldauer von 20 bis 22.15 Uhr. — Vortrag über Radium. Am morgigen Dienstag, 16 und 20.15 Uhr, finden im Hotel „Bayerischer Hof" Lichtbildervorträge über die Heilwirkungen des Radiums statt. Veranstalter ist die Firma „Radiumchema"-3oachims- thal. Räheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich. • Der Sch ulunterrich t beginnt wieder! Rachdem die Volksschulen, wie auch die Gießener höheren Schulen am Montag der vorigen Woche, bzw. am Mittwoch wegen der zahlreichen Grippeerkrankungen bei Schülern und im Lehrkörper vorübergehend geschlossen werden mußten, konnte der Unterricht heute morgen wieder ausgenommen werden. Die Grippeerkranlun- gen haben erheblich abgenommen: aus verschiedenen Schulen wird gemeldet, daß die Schülerzahlen fast wieder die normale Höhe erreicht haben. •e Sonntagsrückfahrkarten ^um Mainzer Karneval. Vielseitigen Wün.chen von Interessenten deS Mainezr Karnevals entsprechend, läßt die Reichsbahn von allen Bahnhöfen im größeren Umkreis, darunter von denen der Strecken Bad Homburg — Friedberg, Grävenwiesbach — Kraftsolms, Frankfurt a. M. — Gießen, Friedberg — Hanau, Friedberg — Ridda — Eich.lsdorf, Friedberg — Villingen (O.- H). Vilbel — Gedern und Hungen — Gelnhausen, Sonntagsrückfahrkarten nach Mainz Hbf., Mainz- Süd und Mainz-Kastel ausgegeben. Die Karten gelten: zur H i n fahrt vom Samstag, 25. Februar, 0 Uhr bis zum Dienstag. 28. Februar, 24 Uhr (Ende der Hinfahrt): zur Rückfahrt vom Samstag. 25. Februar, bis Mittwoch, 1. März, 12 Uhr (spätester Antritt der Rückfahrt). •• In Untersuchungshaft befinden sich im hiesigen Gerichtsgefängnis die am Freitag früh in Lollar von der Gendarmerie ohne Pässe angetroffenen beiden Russen. Di« Ermittelungen über ihren bisherigen Aufenthalt und dessen Zweck sind im Gange. (Sin Geschenk Bad-Nauheims an Präsident Roosevelt. WSN. Bad-Nauheim, 12. Febr. Das Hessische Staatsbad hat im Einvernehmen mit dem hessi- schen Finanzministerium beschlossen, dem amerika- Nischen Präsidenten Roosevelt zu seinem Amtsantritt ein künstlerisch ausgefuhrtes A I. bum in blauem Maroguinteder mit Goldbcschrif- tung überreichen zu lassen. Das Album wird von dem Generalvertreter des Norddeutschen Lloyd in Ncuyork und dem ältesten Kapitän des Lloyd, dem bekannten Kommodore Ziegenbein, dem Präsi- dentcn mit einem Schreiben der Kurverwaltung Überreicht werden, und zwar eijiige Tage vor seinem Amtsantritt, nach Ankunft des Dampfers „Bremen" in Neuyork. Das Album enthält u. a. Bilder des ehemaligen Lehrers des Präsidenten und 14 ehemaliger Mitschüler aus dem Sommer 1891, in dem Roosevelt einige Zeit die hiesige Schule besuchte. Gasfernversorgung undBad Nauheim. WSN. Bad-Nauheim, 12. Febr. Der hiesige Stadtrat hat einen Vorvertrag mit der Hessi- schon Kornrnunal-Tasversorgung (Hckoga) wegen Gaslieferung aus der geplanten Gas- f e r n l e i t u n g von Siegen durch Oberhessen nach Süden angenommen. Die Ausführung soll noch im Laufe dieses Jahres vollendet werden, wenigstens für den Teil, der bis nach Bad-Nauheirn führt, jedoch unter der Voraussetzung, daß die für den Bau der Ferngasleitung von der Hckoga beantragten Mittel im Rahmen des Arbeitsbeschaffungsprogramms der Reichsregierung genehmigt werden. Oberheffen. Landkreis vlictzcn. T Lich. 12. pebr. Am SamStagnachmittag wurden die sterblichen äleberreste deS Tierarztes Dr. med. vet. Paul Hermann Walterzu Grabe getragen. Unter den Klängen der Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr Lich bewegte sich ein langer Trauerzug, an dem sich die gesamten Krie- gervereine deS Bezirks Lich der Kriegerkamerad- schaft .Hafsia" und viele auswärtige und hiesige Korporationen und Vereine beteiligten, durch die Straßen der Stadt zum Friedhof. Stiftspfarrer D r a u d t schilderte den Verstorbenen u. a. als einen Mann, der mit Wort und Tat seinem Vaterland gedient habe. Diele Kränze wurden unter ehrenden Rachrufen am Grabe nteoergclegt, so vom Bezirk Lich der Kriegerkameradschaft .Hassia" durch Stadtrechner Häuser, vom Kriegerverein Lich durch Ludw. Fischer, von weiteren Licher Stadtvereinem, von den Trichinenbeschauern des Kreises Gießen, von dem Aerzteverband deS KreiseS Gießen durch Dr. Erb (Lich), von der Offiziersvereinigung, von der Landsmannschaft „Darmstadtia und deren Alten Herren. Mrciö Schotten. D Laubach, 12. Febr. Vor einigen Tagen wurde in der Rörnheldschen Eisengießerei am hiesigen Bahnhif eingebrochen. Die sofort mit Hilfe eines Hundes aufgenommene Spur führte nach Dem benachbarten Ruppertsburg. Dem bzw. den Tätern fiel nur Schlostcrhandwerkzeug in die Hände. Die weiteren polizeilichen Ermittlungen find bis jetzt, ohne Erfolg geblieben, da sich in der Nähe des Rup- pertsburger Bahnhofs die Spur des Täters verwischt hatte. G A.-Gpori. FZG.-Renneri in Innsbruck. Sl-TTleter-Sprung im Sonder-Sprunglauf. Zu dem großen Sondersprunglauf der internationalen FlS'Rennen in Innsbruck hatten sich am Sonntag 10 000 Zuschauer cingcfunden, die, obwohl die Berg-Isel-Schanze nicht in bester Ordnung mar, ganz außerordentliche Sprungleistungen zu schen bekamen. Die Norweger, die zuerst über die Schanze gingen erreichten Weiten, wie sie später von keinem Teilnehmer mehr erreicht wurden. Den ro^Mten Sprung des Tages stand Sörensen mit 81 Meter. Birger Ruud kam in seinem zweiten Sprung auf 82 Meter, berührte aber dabei mit den Händen leicht den Boden, so daß der Sprung nicht gewertet werden konnte. I)ie besten Sprünge der offiziellen Prüfung (ohne die Norweger) zeigten Marcel R ey m o n d (Schweiz) mit 69 und 70,5 Meter und Rudolf B u r t e r t (Deuschböhmen) mit 69 und 70 Meter. Die besten Deutschen waren: Gustl Müller (Bayrischzell) 60 und 68,5 Meter, Hans Oft (er (Partenkirchen) 63 und 70 Meter, Dietl (München) 59,5 und 63,5 Meter. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung ) ft. 5. C. Die Erlaubnis zum Handel mit Milch in Gießen ist bei der Bürgermeisterei Gießen einzuholen. Dort erfahren Sie auch Näheres. S. Fr. Wenden Sie sich an Diplomingenieur Schmidt, Frankfurt a. DR., Unter-Mainkai 15. Wettervoraussage. Obwohl der hohe Druck über den britischen Inseln noch bis aus das Festland ragt und besonders in Süddeutschland Frost verursacht, wird durch die Rückseite der Skandlnaoienstörung maritime Luft südwärts befördert und dürfte bis in unseren Be- zirk hin Einfluß gewinnen. Durch sie wird Be- wölkung hervorgerufen, und vereinzelt kommt es auch zu leichten Schneefällen. Ferner werden die Temperaturen in mäßigen Grenzen gehalten, nur bei Aufklaren tritt leichter Frost ein. Auslichten für Dienstag: Dunstig und wechselnd wolkig mit Aufklaren, nur leichter Nachtfrost, vereinzelte Schneeschauer. Lufttemperaturen am 12. Februar: mittags 4,7 Grad Celsius, abends 2,1 Grad: am 13. Abruar morgen« 0,9 Grad. Maximum 4,8 Grad, Mini- mum minus 2 Grad. Sonnenscheindauer 21/, Stunden. Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 12. Februar: abends minus 0,1 Grad: am 13. Februar: morgens 0 Grad Celsius. Del Grippe- und Erkältungsgefahr hat sich das öftere Gurgeln mit Chlorodont-Mundwaffcr zum Schuhe der Atmungsorgane bestens bewährt. Versuchen, Sie cs, — Flasche 1 Mark — und Sie werden aus Überzeugung ständiger Verbraucher. Wirtschaft. Berlin im Verlauf freundlicher. Berlin, 13. Febr. (WTD. Funkspruch.) Die neue Woche eröffnete in Ermangelung neuer Momente bei kleinstem Geschäft mit geringfügigen Kursabweichungen nach beiden Seiten. Mehr als 1 Prozent gedrückt waren nur Ges- fürel und BEW., die bis zu 1,5 Prozent verloren» Demgegenüber setzten Papiere, wie Har- pener, Kali-Chemie, Schubert & Salzer, Schultheis und einzelne Braunkohlenwerte bis zu 1,75 Prozent höher ein. Anregend wirkten Gerüchte über Bestrebungen zum Zwecke von Zusammenschlüssen in der Kohlenindustrie. Die Einigung im internationalen Rohstosfkartell und die weiteren Steigerungen am Eisenexportmarkt wurden günstig ausgenommen. Beachtung fanden die Debatten auf der Berliner Stillhaltekonferenz, während die Meldungen aus Reuyork nichts besonders brachten. 3m Verlaufe wurde es, ausgehend vom Montanmarkt, allgemein freundlicher. Es trafen aus dem Rheinlande einige Kauforders ein, die trotz ihres mäßigen Umfanges genügten, um für Spezialwerte mehrprozentige Besserungen herbeizuführen. Siemens, Braunkohlenwerte und Berger zogen um 2 bis 3 Prozent an, während sonst Steigerungen bis zu 1 Prozent festzustellen waren. Gegen 13 Ahr wurden einige Glattstellungen vorgenommen, so daß sich die höchsten Tageskurse nicht immer voll au behaupten vermochten. Ziemlich enttäuschend war der Markt der Autoaltien veranlagt. Die Kurse konnten sich hier nur behaupten, was darauf zurückzuführen war, daß man im Zusammenhang mit dem guten Beginn der Internationalen Automobilausstellung und unter dem Eindruck der von der Reichsregierung für diese Industrie anaekün- digten Erleichterungen ein größeres Interesse des Publikums erwartet hatte. Deutsche Anleihen lagen weiter freundlich und fester. Reichsschuldbuchforderungen blieben gut behauptet, die übrigen festverzinslichen Werte waren gefragt und bis zu 1 Prozent fester. Landschaftliche Pfandbriefe gewannen bis zu 2 Prozent. Ausländer lagen geschäftslos. Am Geldmarkt ging der Tagesgeldsah an der unteren Grenze weiter auf 4,25 Proz. bzw. 4,13 Proz. zurück. In Privatdiskonten lag kaum Angebot vor, doch erhielt sich hier ebenso wie nach Reichswechseln per 10. Mai und Reichsschahanweisungen per 15. September die Rachfrage. Sronffurf im Verlauf befestigst. Frankfurt, 13. Febr. (WTB. Drahtmeldung.) Die Börse eröffnete die neue Woche mangels jeglicher Anregung zunächst zwar in sehr ruhiger, aber doch freundlicher Haltung. Im Hinblick auf die weitere Entwicklung der wirtschaftlichen Verhältnisse war man etwas optimistisch, wobei auch die Ausführungen verschiedener Reichsminister am Samstag und Sonntag von gewisser Anregung waren. Man erwartet In erster Linie steuerliche (Erleichterungen. Die Kundschaft war auch heute kaum am Geschäft beteiligt, die Kulisse übte gleichfalls Zurückhaltung. Bei nicht ganz einheitlicher Kurs- gcftaltung war die Umsatztätigkeit gering. IG. eröffneten mit 107,75 v. H. unverändert. Don Elektrowerten lagen Schuckert 2 v. H. und Siemens 1,50 v. H. fester, AEG. und Licht und Kraft gaben bis zu 0,65 v. H. nach. Am Montanmarkt erhielt sich etwas Jntcreffe und die erhöhten Samstag, schuißkurfe wurden überwiegend um 0,50 bis 1 v. H. überschritten. Ilse Bergbau-Genüsse gewannen 1,25 v. H., fester eröffneten außerdem Reichsbank, Conti- Summt und Gebr. Sungljans bis 1,50 v. H. Deutsche inoleum blieben behauptet. Dagegen setzten Holzmann und am Schiffahrtsmarkt Norddeutscher Lloyd je 0,50 v. H. niedriger ein. Nach den ersten Notie- rungen setzte sich eine merkliche Befestigung durch, die ihren Ausgang von einigen Spezialwerten wie IG. und Siemens nahm. Auf Berliner Nachfrage in Verbindung mit Käufen der Kulisse fliegen IG. um 1,25 auf 109 und Siemens um 2 auf 134,50 v. H. Auch auf den übrigen Marktgebieten waren die Kurse überwiegend von 0,25 bis 0,75 v. H. höher, wobei Stahlverein lebhaft waren. Holzmann gingen dagegen um ein weiteres Prozent auf 48,50 v.H. zurück. Der Rentenmarkt lag sehr ft i 11 und nur wenig verändert. Altbesitz gaben 0,25 v. H. nach, während Neubesitz 0,13 v. H. und späte Reichsschuldbuchsor- berungen etwa 0,50 v. H. anzogen. Stahlvereinbonds gewannen 1 o. H. Von fremden Werten lagen dürfen weiter fest, auch Mexikaner zogen bis zu 0,13 v.H. an. Am Psandbricfmarkt blieben die Kurse meist unverändert, vereinzelt ergaben sich Veränderungen von etwa 0,25 Prozent. Die älmsatztätig» feit war aber gering. Auch aus den übrigen Gebieten des sestverzinslichen Marktes waren die Veränderungen nur klein. 3m Verlause blieb die feste Grundtendenz bestehen. Die älmsätze erfuhren aber eine merkliche Schrumpfung. Einige Spezialwerte lagen noch bis zu 0,50 Prozent höher. Tagesgeld war zu 3,50 Prozent etwas gesucht. Frankfurter Schlachtvichmarkt. on Frankfurt a. M., 13. Febr. Auftrieb: 1188 Stück Riirder: 335 Ochsen, 90 Bullen, 375 Kühe, 321 Färsen, 596 Kälber, 78 Schafe, 3904 Schweine. — Es wurden bezahlt: Ochsen, vollfleischige, jüngere 25 bis 28, ältere 22 bis 24, sonstige vollfleischige 19 bis 21. Bullen: jüngere, vollfleischige 25 bis 27, tige vollfleischige 21 dis 24. Kühe: jüngere, voll- lei chige 22 bis 24, sonstige vollfleischige 18 bis 21, lei chige 15 bis 17, gering genährte 12 bis 14. gären (Kalbinnen, Jungrinder): vollfleischige, ausgemästete 27 bis 29, vollfleischige 24 bis 26, fleischige 20 bis 23. Kälber: beste Mast- und Saugkälber 32 bis 36, mittlere Mast- und Saugkälber 27 bis 31, geringe Kalber 22 bis 26. Schweine: voll leifchige, von zirka 240 bis 300 Pst). 37 bis 39^, voll leijchige, von zirka 200 bis 240 Pfd. 37 bis 39, voll leijchige, von zirka 160 bis 200 Pfd. 35 bis 39, fleischige, von yrta 120 bis 160 Pfd. 33 bis 37. — Marktverlauf: Rinder, Kälber und Schafe ruhig, ausverkauft, Schweine mittelmäßig, geräumt. BALLON DUNLOP Der Uberballonreifen für !■ schnelle Fahrt auf schlechten S,rassen ist da J Hausfrauen! Achtung! Dienstag, den 14. Februar, findet im Hause J. B. Häuser. Gießen, Am Oswaldsgarten die Vorführung von „Silbervogel" dem ersten braan- nUssigen. allerorts bewährten Herdputzmittel statt - Ueberzeugen Sie sich bitte durch Ihren Besuch. ,6Ma :rat und lüft, um tlid) da« s er Die da« rnell ! zur frort ’ rum- au« Zau- t ein war. jurfre Man gegen über fre« eifrig jenem oblcn Freu- -r zur rchluft ofchie- -n. n ger n. Die ugenb- wrben. raume, oo 200 i i wird. ‘ Isachfen । Haus I fburge- lager c eben- I mg fin- nähen, ien Ar- kochen, furforge sozialen n junge ■ iben sich nächsten ’ tlid) er- ■ hiesige U friud) i i n g mit ber weit t hinaus | onwerke, > urt - - znftc um Ha" er- 925, be- )c« Ver- nifl zum .'hört seit Lahnlal- des Gelte „Cä- ider, der Sanges- benb da« inttc für hat hier ib leider •rt. Zwei en Man- Lebens- t r ft erlaufen i Huf- an dessen and toei» cre Wet- unb nach I Durch llerdings bic über ergiebige süblichen rben oben Druck wolkigem ichen sich 8, fpäter- Ricder- iftig und » trocken. Vielfach Tag und l?n mild, 10,8 Grab morgens Minimum 9. Marz: e 0,0 mm. ■ V -"'SM fafaün y EINE STADT [ STEHT KOPF ’M' Neue und gebrauchte 2O4D Lager. CarlSchunck Kein Laden 857 D Mähmaschine (Singer), fast neu, zu verkaufen. o»ri Friedrichstratze 9. Klaviere empfiehlt zu günstigen Zahlungsbedingungen Georg Ebert, Klaviermacher Gießen. Ludwigs!r 5p. Teleph. 2403 Asbest- Platten 1.2. 8.4 und 5 mm. wieder am Beste Kapitalanlage!! 10 In I2MIM von gut. Zinszahler als Hypothek a. erstklassig. Anwesen bei dopp.Sicherung gesucht. Scyr. Ang. u. 0923a.d.Gieh.Anz. {Verschiedenes | Besondere Gelegenheiten in Schreibmaschinen bei Niederhausen Seltersweg 17,1. Stock v. Kleiderhaus Köhler, Stadttheater Gießen. wmO Dienstag, l4.Febr., 19.30—23 Uhr 19. Dienst.-Abonn. Overnpreise. Vorzugs- u. Runds.» Gutsch.hab.Gültigk. Gastspiel des Hess. Landestbeaters Darmstadt: Der Roscnkavalier Kom. für Musik in 3 Aufzügen v.Hugo von Hofmannsthal. Mus.v.Rich.Strauß Der König unter den Tabaken ist immer noch der Havana. Mit diesem Begriff wird leider viel Mißbrauch getrieben. Havana und Havana ist nämlich zweierlei. Da gibt es ganz gewaltige Qualitätsunterschiede. Grundsätzlich verarbeiten wir nur Havana- Tabake der oberen und ober- sten Klassen. Aus der pracht- vollen 1930 er Ernte haben wir davon viele Waggonladungen gekauft. Villiger-Stumpen sind etwas Besonderes! Preislagen 8, 10 und 15 Pfg- FabrlUagor Fraiktart a. BL, Br. Uschenhelmer Str. 26, Tel. 26618. Lichtspielhaus • Gießen Was ist denn hier los? ^8 :3 C L. ■o c