Dienstag, 12. Dezember 1933 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Nr. 291 Dritter Blatt MtechWwerk des deutschen Volkes 1933/341 befchafsungsprogramm: 4300 2036 2200 1500 Was geht im Gleiberg-Verein vor? & <1 A Tagewerke aus der Baustelle gesetzlichen Bestimmungen nicht genehmigt werden. Die für die endgültige Festsetzung des Reichs- Zuschusses einzurcichenden Rechnungen müssen, eben- so wie die Kostenvoranschläge, als Belege bei den Akten verbleiben. Es wird daher den Handwerksmeistern und Lieferanten empfohlen, jeweils Rech- nungsduplikate für die Antragsteller auszufertigen." gen humanistischen Gymnasiums am Luisenplah in Wiesbaden als Verwaltungsgebäude (zunächst für den 2k- beitsgauoerein 25) in Wiesbaden des Winterhilfswerks, Giehen, Alte Klinik, Liebig- ftraße 16, Erdgeschoß rechts, mitzuteilen. Ein Bote wird alsdann die zur Verfügung gestellten Sachen abholen. Plaketten für Monat Dezember 1933. Die für Monat Dezember 1933 angeforderten Plaketten „Wir helfen" können ab Dienstag, 12. d. M., ab 9 Uhr, auf der Geschäftsstelle des Winterhilfswerks Gießen, Alte Klinik, Liebigftr. 16, Erdgeschoß rechts, abgeholt werden. Heil Hitler! gez.: Kloß, Kreisführer des WHW. Maßnahme Instandsetzung von Verwaltungsgebäuden, Schulen, Anstalten und sonstigen städtischen Bauwerken in Oberursel Instandsetzung der kirchlichen Gebäude in den Kirchengemeinden Weisel, Idstein, Wiesbaden-Bierstadt und Wiesbaden- Biebrich Instandsetzung von Verwaltungsgebäuden innerhalb des Kreises und in der Stadt- gemeinde Weilburg Umbau und Instandsetzung des ehemali- Hitler schafft Arbeit! Weitere bewilligte Maßnahmen im Arbeiks- Dein Saus schämt sich! Hast Du schon einmal Dein Haus kritisch betrachtet? Müßte nicht doch vielleicht ein Handwerker kommen und wenigstens die größten Schäden beheben die der Witterung eine Angriffsfläche bieten und zu fchnellerem Verfall Deines Besitzes bei- tragen? Allerdings ist es nicht leichtz neben den Kosten für den Haushalt auch noch etwas für das Haus anzuwenden. Vergiß aber nicht, daß das Reich Dir heute behilflich ist und vor allem nicht, daß Dein Grundstück doch ein Besitz ist, den Du Dir, Deinen Kinder und der Allgemeinheit unbedingt erhalten mußt! * „Dein Haus schämt sich!" Gib ihm ein neues Aussehen! Und wenn Du meinst, daß Dein Geld- beutel selbst mit Zuschuß für die erforderliche Ar- beit nicht reicht, so frage wenigstens einen vernünftigen Handwerker oder eine gute Baufirma, welche Mittel erforderlich sind, um die größten Schäden an Deinem Hause zu beheben. Du wirst dann vielleicht erstaunt fein, wieviel Du heute für Dein Geld bekommst, denn jeder ist froh, wenn er nur etwas zu tun hat. An einen normalen Verdienst, wie man ihn früher hatte, denkt heute bestimmt Der Gleiberg-Verein, der heute auf ein beinahe lOOjähriges Bestehen Aurüdblitfen kann, ist im Zuge der Zeit zu neuem Leben erwacht. Der Geselligkeitsverein Gleiberg ist tot, wie manches aus unseren Tagen verschwand, was die gesteigerten Forderungen der Gegenwart im althergebrachten Rahmen nicht erfüllen konnte. Dafür ist etwas Neues entstanden, das weit über die Grenzen lokaler Bedeutung hinaus im Sinne der kulturellen Aufgaben wirksam werden soll, die eine neue einsatzfordernde Zeit stellt. Aeußerlich hat sich diese Wandlung in der Form vollzogen, daß aus dem bisher bestehenden Vereinsvorstand ein Führerkreis geworden ist, in dem jeder einzelne eigenverantwortlich seine Aufgaben erfüllt. Diese Aufgaben sind schon heute fest umrissen und durch eine entsprechende Satzungsänderung dahingehend festgelegt, daß der Gleiberg-Verein das Ziel anslrebi, mit allen verfügbaren Kräften sowie mit den ihm durch den Besitz der Burgruine Gleiberg verliehenen traditionellen Gütern und räumlichen Wöglichkeiten rein technisch und darüber hinaus auch geistig der Wittelpunkt der gesamten heimatkundlichen und - nationalsozialistisch-weltanschaulichen Erziehung unserer weiteren oberhessischen Landschaft zu werden. WHW-Patenschaft. Kinderlachen unterm weihnachlsbaum — auch für dich, kinderloses Ehepaar. Werde Winterhilfs- I pale! der Gleiberg-Verein heute mehr denn je zuvor darauf angewiesen ist, mit neuen Witgliedern neue Kräfte und neue Wöglichkeiten feiner Arbeit zu gewinnen. In Kürze wird die Oefsentlichkeit darüber unterrichtet werden können, welche außerordentlich gryße Vergünstigungen den Mitgliedern des Gleiberg- Vereins, sowie allen Angehörigen der SA., SS., HI., Studentenschaft usw. geboten werden sollen. Zusammenfassend ist die Frage: „Was geht im Gleiberg-Verein vor?" dahingehend zu beantworten, daß man sagt: „Wie Überall im deutschen Volke im Großen, so hier im Kleinen: in stiller, aber zäher und erfolgreicher Arbeit geht es vorwärts im Gleiberg-Verein" . Nisse verbietet. Wir bitten darum, nur beim ortsansassi - gen, regulären Sortimentsbuchhandel zu beziehen und zu bestellen, der nur dann seine ihm gestellte kulturelle Aufgabe erfüllen kann, wenn er im Kamps beim ortsansässigen Buchhandel zum Originalverlegerpreis (ohne Portoberechnung) und zu denselben Bedingungen (Ratenzahlungen) zu haben sind, wie bei auswärtigen Reisenden, welche zum Teil mit falschen Angaben und Mitteln (z. B. im Buchhandel nicht erhältlich) arbeiten, die fast einer Nötigung nahekommen. So wurde kürzlich ein nationales Werk in vier Monatsraten ä 6 Mark = 24 Mark vertrieben, das im regulären Buchhandel für 18,50 Mark zu haben ist. Es kommt solchen Vertretern nur auf das Verkaufen um jeden Preis an, ohne zu fragen oder zu überlegen, ob Verständnis oder Bedarf dafür vorliegt. Daß immer wieder noch viele Volksgenoffen auf solche aufgeschwatzten Aufträge hereinfallen, beweist die Tatsache, daß uns fast täglich Bück r zum An- oder Wiederverkauf angeboten werden, die aus auf solche Art und Weise zustandegekommenen Käufen stammen. Demgegenüber schützt der ortsansässige Buchhandel vor Ueberteuerungen, erspart Kosten für Porto, Nach- nähme und Verpackung, liefert schnell (gegebenen- falls auch zur Ansicht), drängt nichts auf und berät jeden Kunden ganz individuell nach seinen Wun- schen. Daß auch die Reichsregierung dem Handel und Werben für alle möglichen Zeitungen, Zeitschriften und Bücher (besonders in Dienstuniform) den Kampf ungesagt hat, beweist der neueste Erlaß des Stabschefs Röhm, in dem er vor allem auch jede Abgabe von Gutachten oder Empfehlungen höherer Stellen für irgendwelche literarische Erzeug- Gleichschaliung des Sparerbundes. Am vergangenen Freitag abend fand — wie man uns berichtet — im „Pfälzer Hof" zwecks Gleifchschaltung des Sparerbundes, Ortsgr. Gießen, eine außerordentliche Hauptversammlung statt. In dem mit Hakenkreuz- und schwarzweißroten Fahnen und mit Tannengrün geschmückten Bildern des Reichspräsidenten von Hindenburg und des Reichskanzlers Adolf Hitler geschmückten Raume eröffnete der seitherige 1. Vorsitzende Herr Reiber d« Versammlung und gab bekannt, daß sämtliche Mitglieder des Vorstandes ihre Aemter niedergelegt haben. Dom Vorsitzenden des Landesverbandes Hessen des Sparerbundes e. V. für das Deutsche Reich, Iustizrat Lindt- Darmstadt, sei er zum ersten Führer der Gießener Ortsgruppe ernannt worden. Von den Mitgliedern wurde diese Ernennung freudig begrüßt. Herr Reiber ernannte Bankbeamten Lorenz zum stellvertretenden Führer und beauftragte ihn zugleich mit dem Schriftführeramt. Weiter ernannte er die Herren Rechtsanwalt L u l e y, Sparerfchutzkasse-Annahine- fteUenleiter Rud. Hahn, sowie den Rentnerbundführer M a d e s in den Führerrat. In den Führerbeirat bestimmte er weitere 6 Mitglieder, die den verschiedensten Berufsschichten und zum größten Teil der NSDAP, angehören. Aus dem Tätigkeitsbericht über das vergangene Jahr ging ein recht beträchtlicher Mitgliederzuwachs der hiesigen Ortsgruppe hervor. Wegen der Rentnerversorgung könne in absehbarer Zeit mit einer Besserung der Lage der so sehr notleidenden früheren Kapitalrentner gerechnet werden, was aus verschiedenen Ausführungen maßgebender Regierungsstellen zu entnehmen sei. Darauf hielt Herr Lorenz einen Vortrag. Nicht allein der verbrecherischen Handlungsweise der früheren marxistisch beeinflußten Regierungen, sondern nicht minder auch zu einem sehr hohen Prozentsatz dem im deutschen Bürgertum vorhandenen Spießer- und Miesmachertum sei die Schuld am Raub des alten deutschen Sparertums zuzuschreiben. Nach längerer Unterbrechung sei bei der letzten Reichstagwahl ein Sparervertreter im engeren Sinne in dem 1. Vorsitzenden der Schutzsparkasse Düsseldorf, Kreisleiter Pg. Schwär z, in den Reichstag gewählt worden. Der Einlagen- zuwachs aller deutschen Sparkassen im letzten Jahre beweise, daß die Sparer Vertrauen zur jetzigen Regierung gefaßt haben. Ein gesunder Sparerstand sei heute dringend notwendig für die gesunde Entwicklung von Volk und Staat. Nur durch Stärkung der Sparkraft fei auch der Landwirt- schäft, der Industrie, Handel und Gewerbe ein sicherer Aufstieg garantiert. Sparerbundsarbeit bedeute nicht Flickarbeit einer Sonder-Interessengruppe, sondern im wahrsten Sinne wirkliche Volksarbeit. Notwendig sei es, den Sparerbund immer mehr zu stärken und die noch abseitsstehenden Alt- »unb Neusparer in die Sparerbewegung hineinzubringen. Nach diesen beifällig aufgenommenen Ausführungen schloß der Versammlungsleiter mit einem von allen Versammlunasbesuchern freudig aufgenommenen dreifachen „Sieg Heil" auf den Reich- präfibenten, auf ben Volkskanzler unb auf bas beut» fche Vaterlanb bie Versammlung. Meldepflicht für Architekten. Der BDA. (Bund Deutscher Architekten) Landesbezirk Hessen, Hessen-Nassau, Frankfurt a. M., Kleiner Hirschgraben 12/14, gibt folgendes bekannt: Der Präsident der Reichskammer der bildenden Künste, Herr Professor Eugen H ö ni g , erläßt nachfolgenden Aufruf: In Durchführung des Reichskulturkammergesetzes haben sich alle Architekten bis zum 15. Dezember d. I. zur Eingliederung in die Reichskammer bet Ibilbenben Künste zu melben. Die Melbepflicht betrifft Architekten, die an der Erzeugung, der Wiedergabe, der geistigen oder technischen Verarbeitung, An alle Ortsgruppen- und Zellenwalter der NLB. des Kreises Gietzen. Es ist sofort die zum Abruf bereitstehende Menge an Weizen- und Roggenmehl schriftlich hierher zu melden. Es erfolgt alsdann Anweisung, wohin das Mehl zu verschicken ist. Es wird ausdrücklich daraus hingewiesen, daß die Meldung keinerlei Verzögerung mehr zuläßt, da das Mehl noch vor Weihnachten an die be- dürftigen Volksgenossen verteilt werden soll. Kleiderspenden. Bei der bereits durchgeführten Kleiderfammlung wurden viele Volksgenossen von den Sammlern nicht besucht, oder sie wurden in ihrer Wohnung nicyt angetroffen. Es ergeht deshalb an diese Volksgenossen die Bitte, sofern sie noch K l e i b u n g s • und Wäschestücke dem Winterhilfs- werk zur Verfügung stellen können, dies durch Karte oder auch mündlich der Geschäftsstelle keiner, und auch die Baustoffhändler haben ihr Aeußerstes getan. * Ueberlege nicht lange! Du kannst Dein Geld nicht besser anlegen, als wenn Du Dein Haus vor dem Verfall behütest. Gleichzeitig hilfst Du aber dadurch mit an dem großen Werk, dem wir alle dienen wollen: „Arbeit zu schaffen für jeden Deutschen — und durch Arbeit, die allein zufrie- den macht, ein glückliches Deutschland!" Hans R ü b s a m e n. Deutsche Buhne. Sondervergünstigung für Donnerstag-Mitglieder. Man schreib und: Samstag, 16. Dez., wird die Operette „Wiener Blut" für die Samstag-Mit- glieber ber Deutschen Bühne aufgeführt. Soweit Karten vorrätig finb, können Donnerstag-Mitglie- ber diese Samstag-Vorstellung besuchen. Keine Uebertragbarfeit. Preis für alle Platzgattungen 1 — Mark. Die Donnerstag-Mitglieder rangieren hierbei in der Platzordnung wie die Sainstag-Mit- glieber. Kartenausgabe nur gegen Vorzeigung ber Mitgliebskarte, bie auch als Ausweis zur Vorstellung mitzubringen unb auf Verlangen vorzuzeigen ist. Kartenausgabe ab Mittwoch, 13. Dez., wäh- renb ber Kassenstunben ber Theaterkasse. Vorbestellungen können nicht entgegengenommen werben. In ben Donnerstag-Vorstellungen der Deutschen Bühne wird die Operette „Wiener Blut" nicht gebracht. Zechtverein „Waisenschuh" in Gießen. Vom Hessischen Fechtverein „Waisenschutz", Zweig- verein Gießen, wird uns geschrieben: In einer Sitzung am Freitagabend im Stadthaus Gartenstraße wurde zur Gleichschaltung des hiesigen Zweigvereins Stellung genommen. In einleitenden Worten wies der seitherige erste Vorsitzende, Verwaltungsamtmann K e i tz e r , auf die Gesichtspunkte hin, die das Wiederaufleben des Vereins im Jahre 1930 veranlaßten, und auf die Zusammensetzung des Vorstandes. Hiernach wurde damals besonderer Wert darauf gelegt, daß die jeweiligen Stadtrats- und sonstigen Mitglieder des Jugendfürsorgeausschusses dem Vorstand angehören, die zusammen mit den im Vorstand vertretenen Beamten des Wohlfahrtsamtes eine Zusammen- arbeit zwischen Verein und amtlicher Fürsorge gewährleisteten. In der Sitzung wurde es für zweckmäßig erachtet, dieses Verfahren beizubehalten und durch Aufnahme der jetzigen Mitglieder des Jugend- fürsorgeausfchusfes die erforderliche Gleichschaltung । des hiesigen Zweigvereins herbeizuführen. Don der | Einberufung einer Hauptversammlung wurde Ab- mäßige Herstellung der gesamten Einrichtung im Rahmen des Jugendnotwerkes ein Stück echter deutscher Kultur in die alten ehrwürdigen Räume der Burg hineinzustellen. So wird vom Beginn des neuen Jahres ab der Gleiberg seiner neuen Bestimmung entgegengehen können. Alle an der inneren Erneuerung Deutschlands teil- habenden und für sie verantwortlichen Verbände und Formationen der Bewegung werden in idealer, gemeinsamer Zusammenarbeit das neugeschaffene Werk aus der Taufe heben. Das vor kurzem eröffnete Lehramt für politische Erziehung der Universität Gießen, durch personelle, geistige und traditionelle Beziehungen mit dem Glei- berg und seinem Verein aufs engste verbunden, wird mit seiner Arbeit die neugeschaffene Stätte einweihen. Schon in allernächster Zeit sott die Burg selbst auch inwirtschaftlicherHinsicht eine weittragende Veränderung dadurch erfahren, daß ein bekannter Schriftsteller und Akti- vist aus der Freikorpszeit als Burghauptmann die Führung und Verwaltung der Burg übernimmt. Eine besondere Note wird der Auftakt zu dem zukünftigen Geschehen auf dem (Bleiberg dadurch bekommen, daß am 3 0. Januar in Anwesenheit des Reichs st atthalters eine offizielle Einweihung des Schulungslagers stattfinden soll, zu der außer ben Führern ber an ber fommenben Arbeit beteiligten Formationen nur bie Mitglieber bes Gleiberg-Vereins Zutritt haben, bie auch nach bem Ausscheiben ber jübischen Mit- glieber zu bem Verein unb seinen neuen Zielen halten. Unnötig erscheint es, zu betonen, bah ftanb genommen. Nach der vorstehenden Regelung setzt sich künftig der Vorstand des Zweigverems wie folgt zusammen: Führer: Verwaltungsamt- mann Seiner, stellvertretender Führer: Schreiner- meister Beil, die Stadtratsmitglieder Blum, Lotz, Pape, ferner Pfarrer Lenz, Frau Luise Peters, Pfarrer A u s f e l d , Redakteur Blumschein, Oberpostsekretär i. R. Bock, Verwaltungs-Obersekretär Gräf (Kassierer), Verwaltungs- Obersekretär Häuser (Schriftführer), Uhrmacher- meister Carl Stöver, Kaufmann Jean Weisel, Fürsorgeschwester Lisbeth Wenzel, Baumeister H. W i n n. Der Vorstand befaßte sich dann noch mit Fragen der Werbearbeit. Trotz der nur vorhandenen geringen Mittel beschloß der Vorstand bie Durchführung einer Bescherung an bebürftige Halbwaisen im Rahmen ber verfügbaren Mittel. Zum Schluß ber Sitzung stellte ber Führer, Ver- roaltungsamtmann Seiner, sest, daß ber Zweigverein „Waisenschutz" in ben nationalsozialistischen Staat eingegliebert ist, unb er gab gleichzeitig bie Versicherung treuester Ergebenheit unb Gefolgschaft unter ber Führung Abolf Hitlers ab unb brachte in biesem Sinne ein breifaches Sieg-Heil auf unseren Bolkskanzler aus. Nicht unerwähnt sei in diesem Zusammenhang noch, daß der paritätische Wohlfahrtsverband, zu dem der Zweigverein zählt, korporatives Mitglied bei der NSV. ist, womit das Verhältnis zu diesem Verband, dem in Zukunft die Oberleitung über die freie Wohlfahrt obliegt, eindeutig feststeht. Aus der provinzialhauptffadt. Nicht spenden, sondern opfern! Nur kurze Zeit trennt uns noch von dem schönsten deutschen Fest, Weihnachten! Weich' eine Fülle von Erinnerungen steigt da in uns auf. Alt und jung denkt zurck an vergangene Weihnachten. Bielen gab datz Fest Freude und Ausruhen von täglicher Arbeit im trauten Familienkreise. Aber ungeheuer groß war bie Zahl derer, die voller Bitterkeit an die freudlosen Weihnachten vergangener Jahre zurückdenken. Wie oft wurde das früh- I liche Jauchzen der Kinder unter dem festlich ge- I schmückten Weihnachtsbaum durch ein schüchternes Klopsen an der Tür unterbrochen. Ein arbeitsloser Volksgenosse — an der Hand ein Kind mit ver- I härmtem, viel zu altem Gesichtchen — bat um eine kleine Gabe ... Das war das Gesicht ver- gangener Weihnachten. Hie Wohlstand und Reichtum — dort Elend und Not! Diese Zeiten sind ein für allemal überwunden. Die ganze deutsche Nation bildet in diesem Winter eine geschloffene Einheit im Kampf gegen die Not. I Der Kanzler rief und alle, alle tarnen. Das erste Weihnachtsfest im nationalsozialistischen Deutschland soll zeigen, daß wir nicht nur für die gröbsten materiellen Bedürfnisse sorgen, sondern auch Freude bereiten wollen. Was gibt es denn Schöneres, als einem in Not geratenen Volksgenossen zu helfen! Und welche Gelegenheit wäre wohl schöner und geeigneter dazu, als das Weihnachtsfest. Den Weg, wie wir am besten helfen können, hat uns die Regierung geebnet. Sie selbst hat das gewaltige Winterhilswerk der deutschen Nation geschaffen. Tausende und aber Tausende fleißige Hände regen sich als Diener am gemeinsamen Werk. Jedes kin- Derlofe Ehepaar sollte für die Dauer des Winters ein Kind zur Betreuung übernehmen, um den bedürftigen Eltern die Sorge für warme Kleidung und ausreichende Nahrung abzunehmen. Das ist eine beglückende Aufgabe, denn ein Weihnachtsfest ohne Kinder ist wie ein Weihnachtsbaum ohne Kerzen. So wird dem kinderlosen hilfsbereiten Ehepaar erst die schönste Weihnachtsfreunde bereitet. Da ist eine Patenschaft, die Freude macht! Wie oft haben die Daheimgebliebenen in den Kriegsjahren Liebesgabenpakete gepackt unb, mit einem Weih- nachtsgruß versehen, an irgendeinen deutschen Kämpfer geschickt. Heute ruft das Winterhilfswerk alle schaffenden Volksgenossen auf, Liebesgabenpakete für die Arbeitslosen zu packen und bei den Sammelstellen abzuliefern. Packe auch Du mit Liebe ein Paket, und wenn es auch noch so klein und bescheiden ist. Es bringt Freude für den Empfänger, läßt auch ihn Anteil haben an der großen Schickfalsgemeinschaft des deutschen Volkes, bas sich in so einzigartiger, herrlicher Einmütigkeit am 12. November zu ber großen Idee des Führers bekannt hat. In engster Zusammenarbeit mit allen bafür zu- Dieses Weihnachtsfest soll Freube in jebes Haus ftänbigen Parteistellen, ber SA., HI-, NSBO. usw, bringen. Wie Deine Kinber glückselig um ben Ton- I insbefonbere mit ber Stubentenschaft ber Univer- nenbaum springen unb sich an seinem Lichterglanz fität Gießen, macht es sich bie Führung bes -Glei- erfreuen, so sorge Du dafür, daß auch den Kindern I berg-Vereins zum obersten Gesetz, auf dem Glei- ber Aermsten unter ben Armen eine kleine Weih- berg ber nationalsozialistischen Bewegung eine nachtsfreube bereitet wirb. Sage nicht: „Ich habe vorbilbliche Führerschule zu errichten, schon so viel gegeben, ich kann nicht mehr entbeh- I die einer kommenden Generation geistig und Welt- ren, ohne mich selbst einzuschränken." Aus bem anschaulich zur Heimat werben soll. Die technischen Uebersluß.geben, kann jeber. Das ist kein Opfer. Voraussetzungen bafür zu schaffen, war bie nächst-. Der neue Staat verlangt aber gerabe Dein Opfer liegenbe Aufgabe, bie im Verlaufe dieses Jahres zur Ueberroinbung ber größten Not. Auf feinen I jn zäher, stiller Arbeit erfüllt roorben ist. In weni- Schultern ruht bie Sorge um bas Schicksal eines I gen Tagen wirb im Sübflügel bes Wirtschafts- Millionenheeres von Arbeitslosen. Er kann biefe I gebäubes ein Führerschulungslager fer- ungeheure Aufgabe nicht allein föfen. Wir alle, bie I tiggeftellt sein, bas in jeber Hinsicht als vorbilb- wir in Arbeit unb Brot stehen, müssen jeber zu ijch bezeichnet werben kann. In schlichter, stilvoller seinem Teil mitarbeiten am Gelingen bes großen Schönheit atmen bie Räume ben Geist unserer an» Werkes. Auch Du mußt Dich einreihen in bie große spruchslosen unb aufgabenfreubigen Zeit. Unter deutsche Front. Die Parole des Führers muß Deine ber umsichtigen Ballführung des Bausachverständi- eigene fein: „Nicht spenden, sondern opfern!" gen in der Führung des Gleiberg-Vereins, Herrn ____Bauoderinfpektor Mohr wurde nicht nur an Dank der Re^chsrearerung an OIC aue5 gedacht, was nötig ist, das Lager feinen Technische Nolhitfe. WW "fiUIen zu lass-", sondern bar- 7 17 7 ’ . ... über hinaus ist es gelungen, durch die Handwerks- In diesen Tagen wurden bie neuen Richtlinien für ______________ die Arbeit der Technischen Nothilfe herausgebracht l!===:=== unb burch das Reichsinnenminifterium in Kraft ge- ^ie oben geschilderten Auswüchse von allen fetzt. Aus diesem Anlaß ging dem Vorstand der Tech- Bolksgenossen unterstützt wird. ÄÄnK? Sd’"lbc” OieN-ichszuschüff-fürInstands-hnngS-, Ä ^gänzung-- und Umbauarbeiten. Gelegenheit spreche ich allen Nothelfern den Dank Von der Bürgermeisterei Gießen wird uns ge- der Reichsregierung für ihre in schweren Jahren schrieben: .. dem Volk und Staat geleisteten Dienste aus. Ich gebe „Es besteht Veranlassung, nochmals barauf hin- der bestimmten Erwartung Ausdruck, daß die Not- zuweisen, daß Anträge auf Gewährung von Reichs- helserschaft im nationalsozialistischen Staate im Wett- Zuschüssen ausnahmslos vor Beginn der Ar- eifer mit ben anderen nationalen Verbänden ihre beiten beim städtischen Hochbauamt (Afterweg9) Tente Kraft im Dienste für das Vaterland einfetzen einzureichen sind. Dies gilt auch für alle für Die mirh" 1 Instandfetzungs-, Ergänzungs- und Umbauarbeiten X’ e. notroenbigen unb zufchußberechtigten Lieferungen Die Gieflenel' Sornmenwbucyyanoler roie Oefen, Herbe, Fuhbobenbelag, Tapeten unb um Gebar* I begleichen mehr. Einkauf unb Einbau derarti- . I ger (Begenftänbe unb Materialien burfen also erst Aus bem Kreise bes Gießener Sortunentsbuch- I erfolgen, wenn ber Antrag burch bas stäbtische hanbels wirb uns geschrieben: Hochbauamt geprüft ist. Anträge, bie biesen Bor- Es besteht Veranlaffung, barauf hmzuweisen, Daß Triften nicht entsprechen, Dürfen nach ben reichs- fämtliche Bücher, Zeitschriften unb Kalenber usw. I ..... ** -■ -----t™ ber Verbreitung, der Erhaltung, dem Absatz oder der Vermittlung des Absatzes von Äulturgid Mitwirken, wobei al» Kulturgut jede Schöpfung oder Leistung der ftunfl anjusehen ist, wenn ste der Oessentlichkeit übermittelt wird. Tätigkeiten rein technischer Art begründen die Anmeldepflicht nicht. Die Anmeldung ist an die Reichskammer der bildenden Künste, Berlin C 2, Schloß (Schlüterhof) zu richten. Ausgenommen sind diejenigen Architekten, die Mitglieder des als Fachoerband in die dämmer aufgenommenen Bundes Deutscher Architekten (BDA.) sind, oder dort ihre Ausnahme bereits an- gemeldet haben, oder bis zum 15. Dezember noch onmelden. Der Anmeldung ist eine Beschreibung des Ausbildungsgangcs beizufügen, Bauten und Arbeiten und Wettbewerbserfolge sind anjugeben, ferner einige Abbildungen von Bauten, die nach Entwürfen de» Antragsteller« errichtet wurden, einzureichen Zahresschlußversammlung desBienen- züchtervereins Gießen. Der Bienenzuchtverein Gießen und Umgegend hiett am Sonntag im „Tannhauser" seine Iahres- fchlußoersammlung ab. Rach der Begrüßung betonte der Vereinsführer, (8. Bodenbenoer- Gießen, daß nach Beseitigung der Grenzpfähle nun auch die Imker jenseits der Lahn sich dem Gießener Verein onschließen könnten Der Bereinsbeitrag bleibt auf dem Satz des Vorjahres bestehen. Von den 4 Mark bekommt der Gau Oberhessen 3,50 Mk„ womit auch die Volloersicherung beim Deutschen Imkerbund für Haftpflicht, Unfall, Feuer- und Wassersnot abgedeckt ist Der Seuchenbcitray wird al» Sonderumlage nach der Zahl der überwinternden Völker gestaffelt. Der Vereinssührer erstattete dann Bericht über die außerordentliche Vertreteroersammlung des Oberhessischen Imkerbundes zu Gießen, in der die Gleichschaltung des neuen Gaues im Verbände der hessischen Imker oorgenom- men wurde Zum neuen Gauführer wurde der seitherige 2. Vorsitzende, Lehrer Braun- Rodheim vor der Höh, zu seinem Stellvertreter G. B o d ende n d e r - Gießen, zum Rechner E. Schäfer- Gießen, zum juristischen Fachberater Oderamtsrich- ter Klitsch- Büdingen bestimmt. Den Höhepunkt der Tagung bildete der Vortrag des Dereinssührers: „Warum muß jeder Imker Königinzucht treiben?" Er führte u. a. aus: Königinzucht ist vor allem zur Vermehrung des Standes notwendig Jeder Imker, auch der kleinste, muß sich damit befassen. Der günstigste Zeitpunkt ist bann, wenn die ersten Schwarme fallen. Wichtig ist dabei auch die Drohnenzucht, um erstklassige Vatertiere zum gegebenen Zeitpunkt auf dem Stande zu haben. Reicher Beifall lohnte die ganz aus der Praxis erwachsenen Ausführungen. Einen breiten Rahmen nahm die Aufbringung und Verteilung der Honigspende zum Winterhilfs- merk des deutschen Volkes ein. Obwohl nur von einer knappen Mittelernte gesprochen werden kann, ja in einzelnen Gebieten unserer engen Heimat ein Mißertrag zu verzeichnen war, muß das Sammel- ergebens als gut bezeichnet werden. Jeder Imker hat nach bestem Können gegeben. Der gespendete Bienenhonig wird durch die Ortsgruppenwalter der NS.-Volkswohlfahrt auf Anordnung eines Arztes an mittellose Kranke und unterernährte Kinder noch vor dem Weihnachtsfeste zur Verteilung gelangen. Bei diesem Punkte der Tagesordnung rotes der Obmann noch auf die Bestimmungen des Lebensmittelgesetzes hin, wonach der Name des Erzeugers und die Geroichtsmenge auf dem Honigglas zu vermerken find. Mit der Mahnung, nun mit den Vorbereitungen für das neue Jahr zu beginnen, und nach Erledigung einiger interner Dereinsangelegen- heilen wurde die Tagung mit einet* dreifachen „Sieg-Heil" auf den Führer geschloffen. Volksdeutsche Weihnachtsfeier imVOA. Die Frauengruppe Gießen des VDA. hat am vergangenen Sonntag eine Weihnachtsfeier veranstaltet, die von seltenem Stimmungsgehalt roar. Das katholische Vereinshaus war bis auf den letzten Platz gefüllt, die Anwesenden standen schnell im Vanne der lieblichen, humoristischen und ernsten Bilder, Tanze, Gespräche und Gesänge, die vorüber- zogen. ./Weihnachten bei Frau Holle", so hieß das köstliche Tanzmärchen, dessen Text von Frau Rechen berg-Schumann stammt. Bei Frau Holle lebt die Goldmarie, sie erwartet Gäste zu Weihnacht: den Mond, den Abendstern, die Sternenkinder, die Flolkenkönigin mit den «zlockenkindern, der Eisbär und der Prinz stellen sich ein, der Prinz, um die Goldmarie in sein Schloß zu holen Sie alle zeigen Frau Holle, was sie können: kindlich und fromm, schlicht und innig tanzen hie Sternenkinder ihren Reigen: der Abendstern löst die Kleinen mit einem strengen, formalen Tanze ab; der Mond bewegt sich mit humoristischer Behäbigkeit über die Bühne die Flockenkinder wirbeln, vom großen und kleinen Schneemann begleitet, herein und nahen mit der hoheitsvollen Flockenkönigin Frau Holle in eindrucksvollem lan^e. In beschwingten Rhythmen gestalten sie das Fallen und Schweben wirbelnder Flocken, von der Königin in festlichem Gewand geführt Der Eisbar huldigt mit grotesken Tanzbewegungen Frau Holle und kündigt den Prinzen an, der dann in einem anmutig bewegten Tanze feine Goldmarie heimholt. Frau Holle und ihre letzten Gäste, belchlie- ßen das Fest, indem sie selbst ein Tänzchen wagen. Frau V u ch w a l d verkörperte in ausgezeichneter Weise die gütige und mütterliche Frau /zolle, Frau Schumann brachte die Hoheit der Flockenkönigin sprachlich und tänzerisch vollendet zur Darstellung, ihre Schülerinnen zeigten beste Körperschulung und lebendigen Ausdruck, auch die andern fügten sich mit bestem Verständnis in den Rahmen ein Fein und Zart war die musikalische Begleitung, die Frl. Irmgard Decker (Klaviers und Frl. Marie Zimmer (Violine) übernommen hatten. Die künstlerische Ausstattung de» Weihnachtsmärchens stammte von Frau Schumann und Frl. Eva D r a v e r t. Rach einer Weile leitete Herr cand. ,mcd. vet.« Reiter aus Bessarabien mit ernsten Worten zum zweiten Teile über, er sprach von der Verbundenheit des deutschen Reichsoolk» und der Außendeutschen und der Bedeutung des „Volksbunde»' als Mittler beider. Dann folgte „E außergewehn- lich Splnnstubb", ein Volksstuck mit (Belang und Tanz von Frau Martha Frohwein -Büch- n e r. Auslanddeutsche und reichsdeutsche Studenten Schülerinnen, Mitgliedr des BdM. u. a. wirkten mit. In eine obcrhesfsiche Spinnstube bringt der studierende Sohn des Bürgermeisters das ausland- deutsche Studentenvolk herein, das von der Großmutter mit großem Mißtrauen erwartet wird; muß sie doch schon um der beiden Saarkinder willen, die im Hause sind, so ost hochdeutsch sprechen Sie kommen und erobern sich mit ihren ernsten Berichten, ihren Tänzen, ihren Liedern die Herzen der oder» hessischen Dörfler von Bessarabien. Siebenbürgen und dem Elsaß fingen und tanzen sie und locken al» Gegengabe einen ,Hessespaß' de» Großvater» und I SieuemiW'nde für Arbeitsbeschaffung. Eine einmalige dankenswerte Maßnahme.-Anträge bis 31. Dezember 1933 Da» Staatspresseamt teilt mit: Bekanntlich hat die Reichsregierung die Finanzämter ermächtigt, R ü ck st ä n d e an R e i ch s st e u e r n, die vor dem 1 Januar 1933 fällig geworden waren, auf Antrag in der Höhe zu erlassen, in welcher der Steuer- pflichtige Aufwendungen für Ersatzbeschaf. fungen,Instandsetzungen,Erganzun- Sen, Wohnunasteilungen, Um- und usbauten in der Zeit vom 1. Dezember 1933 bis 31 März 1934 macht. Um das Vorgehen der Reichsremerung wirksam zu unterstützen, hat der Herr Hessische Staatsminister bestimmt, daß die erwähnten Reichsvorschriften sinngemäß auf die Rückstände an hessischer slaotlicher Grund st euer, Sonderge- baudesteuer und Gewerbesteuer anzu- wenden sind: hierbei sind noch folgende Sonberbcflimmungen zu beachten: 1. Als Rückstände von den genannten Staatssteuern des Rechnungsjahres 1932, die vor dem 1. Januar 1933 fällig geworden waren, gelten drei Viertel der im Einzelfall vorhandenen Rückstände aus dem Rechnungsjahr 1932. 2. Hat ein Steuerpflichtiger neben Rückständen von Landessteuern auch solche von Reichssleuern, so sind in er st er Linie die rückständigen Reichssteuern durch die Aufwendungen für Ersatzbeschaffungen, Instandsetzungen usw. als abgegeben zu erklären. Rur insoweit die nachgewiese- nen Aufwendungen die erlaßfähigen Rückstände von Reichssleuern übersteigen, können sie zur Abgeltung rückständiger Landessteuern dienen. Wird eine andere Reihenfolge verlangt, so muß der Antrag bezüglich der Landessteuern abgelehnt werden. 3. Voraussetzung für die Genehmigung eines Antrags auf Abgeltung rückständiger Landes- fleuern auf Aufwendungen für Ersatzbeschaffungen, Instandsetzungen usw. ist, daß die fällig gewesenen Raten der Lande»steuern de» laufenden Rechnungsjahres 1933 bezahlt sind. Ausnahmen hiervon können nicht zugestanden wer- den. 4. Ist auf Grund der Anordnungen vom 19. Oktober 1933 — zu Nr. F. M. I 45635 — betreffend Verminderung Der Rückstände an Landessteuern ein Zahlungsplan über die Tilaung der Steuerrückstände ausgestellt worden, und wird nunmehr von demselben Steuerpflichtigen Abgeltung der Londes- fteuerrürfftänbe durch Aufwendungen für Ersatzbeschaffungen usw. beantragt, so ist die frühere Verfügung des Finanzamts, durch welche jener Zahlungsplan genehmigt, Stundung bewilligt und Teilerlaß in Aussicht gestellt wurde, zurückzuneh- men. Insoweit jedoch bereits Zahlungen geleistet und auf Grund des früheren Beschlusses der zugehörige Erlaß zu verfügen ist, bleibt es dabei: Sie neue Regelung kann alsdann nur für den verbliebenen Rest Anwendung finden Für Steuerpflichtige, die keinen Antrag auf Abgeltung der Landessteuerrückstände durch Aufwendungen für Ersatzbeschaffungen, Instandsetzungen usw. stellen, bleiben die erwähnten Anordnungen vom 19. Oktober 1933 auch weiter in Kraft. Die hessische Bevölkerung wird auf diese einmalige, sich nicht wiederholende Möglichkeit, von den rückständigen Canöesfteuern sich zu befreien, nachdrücklichst hingeroie en. Ls ist zu beachten, daß Anträge nur berücksichtigt werden können, wenn sie spätestens am 31. Dezember 1933 bei dem Finanzamt eingehen. Die ßicferuitg ober Arbeit muß In der Zeit vom 1. Dezember 1933 bis 31 März 1934 erfolgen; daß in dieser Zeit auch die Bezahlung der Lieferung oder Arbeit erfolgt, ist nicht erforderlich. gez.: Jung. Schmalz für das Winterhilfswerk! Der Obermeister der Frankfurter Fleischer-Pflicht- innung Hans Linder ist vom Gauamtsführer des Winterhilfswerks für Hessen und Hessen-Nasiau mit der Durchführung einer Aktion zur B e r e i t st e 1 - lung von Schmalz für die notleiden- den Volksgenossen betraut worden. Um eine reibungslose Durchführung zu ermöglichen, erläßt Obermeister Hans Linder folgenden Aufruf an sämtliche Mehqermeister im Gau: Der Gauamtsführer des Winterhilfswerks für Hessen und Hessen-Nassau hat mich mit der Durchführung einer großzügigen Aktion zur Versorgung der notleidenden Volksgenossen mit gutem deutschen Schweineschmalz für das Weihnachtsfest beauftragt. Es ist meiner Initiative gelungen, zu verhindern, daß das Fleischerhandwerk bei dieser Aktion ausgeschaltet wurde. Das Verfahren muß sich folgendermaßen abspielen: Das winterhiifsrverk gibt an die berechtigten Volksgenossen Gutscheine zum Bezug von reinem deutschen Schweineschmalz aus. Die Empfänger der Gutscheine decken ihren Bedarf bei jedem IHetjgermeifter. Die Gutscheine haben einen wert von 90 Pfennig pro Pfund. Jeder INehgermeister sammelt die Gutscheine und schickt sie sofort an den Obermeister seiner Innung, nachdem jeder Gutschein zuvor mit dem Firmenstempel des betreffenden TNehgermeisters versehen worden ist. Ich werde dann die gesammelten Gutscheine prüfen und sofort die Frankfurter Handelsbank anweisen, den Gegenwert an die Obermeister auszuzahlen. Die vorstehenden Anordnungen müssen auf das genaueste befolgt werden. Ich mache hiermit jedem Metzgermeister des Gaues Hessen und Hessen-Nassau zur Pflicht, in der Zeit vor Weihnachten genügende Mengen feines deutsches Schweineschmalzvor- rätig 3 u halten, damit die ganze Aktion sich ohne jede Stockung abroickelt. Es darf kein Kunde mit einem derartigen Gutschein forigeschickt werden. Jeder Metzgermeister muß es als Ehrensache ansehen, daß diese mit Hilfe bcs Fleischerhandwerks durchgeführte Aktion sich reibungslos abroickelt. Ich bin verpflichtet, dem Winterhilfswerk jedenfalls mitzuteilen, roo sich durch die Schuld eines Metzgermeisters eine Störung ober sonstige Schmie- rigkeit ergibt Entsprechenbe Weiterungen hat sich bann jeher selbst zuzuschreiben Ich hoffe, bah jeder Metzgermeister im Gau sich seiner Pflicht bewußt ist, so daß ich mit der Durchführung der Aktion beim Winterhilfswerk und beim Gau in Ehren be- stehe. Heil Hitler! Gez.: Hans Linder, Obermeister. einen Hessentanz der Mädels heraus. Humor und Ernst paaren sich und schaffen die Weihnachtsstimmung, die sie wie zu einer großen Familie verbindet und im Gedenken an alle vereint, die sich Deutsche nennen. Don all den vielen Mitwirkenden, die all ihr Bestes gaben, seien Großmutter und Großvater be- sonders erwähnt, die Oberhessen waren, wie sie leiben und leben. Wahrlich, alle Besucher waren da- mit einverstanden, als die alte Großmutter schließlich sagte, daß sie so eine schöne Spinnstube noch nicht erlebt hätte. Die Darbietungen wurden eingeleitet und umrahmt von dem Schättlerschen Quartett, das fein ab- gestimmt einige Haydn-Sätze spielte und dadurch die traute deutsche Stimmung, die über allem lag, erhöhte. Allen Mitwirkenden, die sich ohne Ausnahme mit selbstloser Hingabe der guten Sache zur Verfügung stellten, sei auch an dieser Stelle herzlich ge- bantt. Gießener ^ochcnmarktpreisc. * Gießen, 12. Dez. Auf bem heutigen Wochen- markt kosteten: Süßrahmbutter, bas Pfunb 1,55 Mk., Landbutter 1,40 Mark, Matte 20 bis 25 Pi. Käse, bas Stück 4 bis 10, Eier (inlänbische) 15, Wirsing, bas Pfund 12 bis 15, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 10 bis 15, Gelbe Rüben 10, Rote Rüben 10, Spinat 20, Unterkohlrabi 6 bis 10, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 30 Pf., Feldsalat 1 Mk, Zwiebeln 10 Pf., Meerrettich 30 bis 50, Schwarzwurzeln 25 bi» "0, Rartoffeln, bas Pfunb 3 bis 3'4 Pf., der Zentner 2,50 bis 2.80 Mark, Aepfel, bas Pfund 12 bis 20 Pf., Birnen 12 bis 15, Nüsse 40, junge Hähne 70 bis 75, Suppenhühner 60 bis 65, Gänse 65, Tauben, das stuck 50, Endivien 10 bis 15, Lauch 8 bis 10, Sellerie 5 bis 25 Pf. VornoNzen. — Tageskalender für Dienstag: stadttheater 20 bis nach 22.30 Uhr „Die luftige Witwe" — Turmhaus am Brand, 16 bis 18.30 Uhr Kunstausstellung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße' „Schwester Angelika" — VDA., Katholisches Vereinshaus, 17 Uhr, Wiederholung der weihnachtlichen Veranstaltung. — Au» bem Stadttheaterbüro wirb un» geschrieben: Heute 20 Uhr 11 Vorstellung im Dienstag Abonnement die Operette: „Die luftige Witwe" von Franz Lehar Spielleitung: Paul Wrede; musikalische Leitung: Kapellmeister Fritz Cujö; Bewegung». und Tanzregie Hannah spohr. Die Rolle de» Camille be Rosillon singt her Tenor Aböls Jäger- Frankfurt Operetten- Preise. Enbe nach 22.30 Uhr — Mittwoch. 13. Dezember, als 10. Vorstellung Im MutwochAbon- nement: „Die luftige Witwe" Operette von Franz 2ebar in der Besetzung der Erstaufführung Spiel- dauer von 19 30 bi« nach 22 Uhr Der Oberhesfische Geschi ch t» ver - " wranftafttf am Donnerst»,- 14. Dezember, A>.15 Uhr, im Horsaal de» Kunstwissenschaftlichen Instituts einen Vortragsabend mit Lichtbildern. Dr. F. P. Mittermaier wird über das Thema „Territorienbildung im Rhein-Main-Gebiet" sprechen. Aus die gestrige Anzeige sei besonder» aufmerksam gemacht. — Der Goethe-Bund schreibt uns: Ein besonderes literarisches Ereignis dieses Vortrags- winters im Programm des Goethe-Bundes wird der am kommenden Donnerstag stattfindende 2. Dichterabend werden. Agnes M i e g e l, die große oftprcußische Heimat- u. Balladendichterin, wird aus eigenen Werken lesen. Agnes Miegel ist eine der führendsten Dichterpersönlichkeiten, die mit all ihrer Kraft und mit ihrem besten Können die Blicke der Deutschen nach dem Osten hinzwingen. Es ist von schicksalshaster Bedeutung, daß aus unserem deutschen Ostland Menschen kommen, die aus der besonderen, seltsamen und großen Welt des Osten» reden, so reden, daß die Menschen des Westens gezwungen werden, aufzuhorchen und in jenes Land hinüberzuschauen, das für unsere Zukunft vielleicht der wichtigste Teil unseres Reiches ist. Dieser Dich- terabend wird und soll zugleich ein Bekenntnis und eine Ehrenstunde für unsere deutschen Brüder im Osten unseres Reiches werden Es ist dringend zu wünschen, daß unsere Bürgerschaft durch starke Teilnahme der Dichterin Dank und Verehrung für ihre Dichtung und für ihr großes Werk für unsere Ostmark bekundet. (Siehe heutige Anzeige.) — Der Äampfbunb für Deutsche Kultur, Ortsgruppe Gießen, hält am Donnerstag, 14. Dezember, 20.30 Uhr, im Stabtcaf# in der Blockstraße eine Mitgliederversammlung ab. Von der Landesunioersität. Dr. med. A W. Fischer, der zum ordentlichen Pro- fessor für Chirurgie und Direktor der Chirurgischen Universitäts-Klinik erannt worden ist, wird am Freitag, 15 Dezember, 17 Uhr c. t. im Großen Hörsaal des Vorlesungsgebäudes seine öffentliche Anttittsoorlesung halten Er spricht über bas Thema: „Aufgaben und Wege der Chirurgie in alter und neuer Zeit" "Verkauf der NS-Sriegsopfer-Ab- zeichen Diejenigen Firmen, die zum verkauf die- les Abzeichens jugelaffen find, sind verpflichtet, ihren Bedarf bei der Bezirksgelchäftsstelle der Nattonal- fozialistifchen Kriegsopferverforgung e. D. Frankfurt amMain, Braubachftraße 14 16, zu beschaffen. Der Verkaufspreis beträgt 30 Pfennig pro Stück und darf weder über- noch unterboten werben Das Abzeichen darf nur gegen Vorzeigen ber Mitgliebskarie ober des vorläufigen Mitgliedsausweises abgegeben werden • • Weihnachten im Südweftfunk Der büdroeftdeuttche Rundfunk wird in den nächsten Tagen mancherlei weihnachtliche Darbietungen bringen Für den kommenden Donnerstag, 14. Dezem- »er, 19 Uhr, Ist (von München) Deihnachtsmusik ' (Orchester und Gesang) vorgesehen. Am Sonntag. 17. Dezember, 18 Uhr, werden aus bem Kloster Maria Laach unter bem Titel „Adventssehnen" gregorianische Weihnachtschoräle, gesungen vom Chor ber Mönche, übertragen. Um 19 Uhr gelangt bie Hörfolge .Lichter im Dunkeln" zur Aufführung. ” Silberne Hochzeit. Der Schlosser Heinrich Schmibt und Frau Margarete, geb. Nau. Kirchenplatz 18, feiern am heutigen Dienstag da» Fest ber Silbernen Hochzeit. • • 6 p e n b e für bie Winterhilfe. Der Kegelklub „Ums Eck" (Cafö Leib) hat zu Gunsten bes Dinterhilfswerkes eine Spende von 10 Mark abgeführt. " Vortrag imGauAuslanddesNS. - Lehrerbundes. Der Gau Ausland bes NS.- Lehrerdunbes im Kreise Gießen hält am morgigen Mittwoch, 17 Uhr, in ber Neuen Pestalozzischuie in ben Eichgärten eine Versammlung ab in ber ber Gauobmann, Kreisschulrai Dr Hentz. über da» Thema „Die Psychologie der Zweisprachigkeit" sprechen wird. Gäste sind herzlich willkommen. • • Weihnachtsfeier auf dem Schiffe n b e r g. Am kommenden Sonntag, 17. Dezember. 18 Uhr, findet auf bem Schisjenberg bie Weihnacht», feier ber Heimatvereinigung Schifsenberg statt. Die Feier wirb in einfachster, roürbiger Weise gehalten fein. In ber ehrwürdigen Kapelle werben sich bie Teilnehmer einfinben und bei Gesang und Ansprache eine Feierstunde verleben. Im Anschluß an die Feier in der Kapelle wird im großen Saale eine Familienzusammenkunft abgehalten, für die ein der Weihnachtszeit entsprechendes Programm vorgesehen ist. Die Heimatvereinigung Schiffenberg lädt ihre Mitglieder und Freunde in Stadt und Land zu ber Feier ein. • • Konzert in ber Chirurgischen Klinik. Eine schöne Dorweihnachtsfreude bereitete eine Klasse der Volksschule zu Klein-Linden am Sonntag den Patienten und dem Personal ber Chirurgischen Klinik. Die Kinber fangen unter Leitung ihres Lehrers alte Weihnachtslieder und erfreuten mit dem Vortrag schöner Weihnacht»-^ gedichte. Dankbaren Herzens nahmen die Zuhörer die seltene Freude, die ihnen die Vorträge der Kinder bedeutete, entgegen. • • Der Wanderoerein „Bund ber Lahnsreunbe", ber kürzlich die Mitgliedschaft im Oberhessischen Gebirgsoercin erworben und daher seinen Namen in „Oberhessischer Gebirasverein, Zweigverein Gießen" abgeändert hat, berief — wie man uns berichtet — dieser Tage seine Mitglieder zu einer Hauptversammlung. Das Vereinslokal Hopfeld war, der Stimmung des Tages entsprechend, festlich geschmückt und konnte die Mitglieder und Gäste kaum fassen. Hauptsächlich die Gäste, Wanderfreunde aus Marburg, wurden herzlich begrüßt. Nach Erledigung der laufenden Vereins- gefchäste stellte der Führer den Wanderplan für das neue Jahr zur Besprechung. Er wurde einstimmig anaenommen und namentlich die Wanderungen besonders heroorgehoden, die zur Pflege ber Volksgemeinschaft ein Tressen mit anberen Zweigoereinen bes Bunbes vorsehen. Um allen Mitgliebern eine Teilnahme an ben Monatsoersammlungen zu ermöglichen, sollen biefe versuchsweise abwechselnb auf Donnerstag, Samstag unb Sonntag verlegt werben Der gesellige Teil ftanb im Zeichen des Advent Bei feierlicher Kerzenbeleuchtung brachten sinnvolle Sprüche, innige Volks- und Weihnachtslieder unb ein Mclobram „Weihnacht" von E. v. Wilbenbruch, getragen von Klavier, unb Harrnoniurnklängen, ben Zuhörern eine festliche Stunde. Dann kam der Nikolaus unmittelbar aus Wien. Er brachte den Brudergedanken mit und sang den „Wanderer" von Schubert mit dem Schluß: „Deutschland, wo du bist, da ist mein Glück' Nach herzlicher Begrüßung verteilte er seine schmackhaften Gaben. Er verlas eine Dereinszeitung, die ben schönen unb echten Humor einer wahren Wcmbergemein- schäft atmete unb mit Dank unb großer Freude aufgenommen würbe. Alles in allem zeigte sich auch an biefem lag, baß der Geist der Freundschaft, der unbedingten Volksverbundenheit in dieser Gemeinschaft schon immer eine pflegliche Stätte gefunden hat. * • „A m Horst bes roilben üblere." Das Lichtspielhaus Bahnhofstraße brachte am Sonntag unb am Montag einen außerorbentlich hochwertigen Kulturfilm zur Vorführung. In einzigartigen Bil- bern war bas Leben bcs Fischablers bargestellt. Walter Hege, ber Leiter ber Lichtbilbabteilung an ber Staatsschule für Handwerk und angewandte Kunst, hatte es unternommen, zusammen mit einigen feiner Schüler ben Ablern an Mecklenburg» Seen nachzuspuren unb sie in all ihren Lebensäußerungen zu belauschen. Unter größter Sorgfalt unb mit aller Vorsicht errichteten bie begeisterten Photographen auf einem bem Horst zunächst stehen- ben Baume einen gut getarnten Photounterstand unb vermochten nun, wenn auch jetzt noch unter allen erbenklichen Vorsichtsmaßregeln, all bas festzuhalten, was im Horste ber Seeadler vor sich ging. In einer unendlichen Fülle herrlichster Bilder war hier in freier Wildbahn dem scheuen und vor- sichtigen Vogel alle» an Leben abgelauscht worden, was sich im Horst und in ben Viagbgebieten be» Adlers ereignen kann. Mit riesigen Objektiven mußte gearbeitet werden, um da» glänzende, scharfe Auge de» Adler» so auf den Filmstreifen zu bannen, daß es in feinem ganzen Glanze, in feiner roilben Lebenbigkcit klar auf ber Leinwand er- scheinen konnte Man sah die Eier im Nest, sah die ersten Bewegunaen der jungen Fischadler, ihre Atzung durch die Alten, bie mütterliche Fürsorge, mit ber bte ungeschickten jungen Geschöpfe heran- gezogen würben, bi» sie eines Tage», ben stattlichen Eltern gleich, sich vom Ranbe bes Horste» au» in bas weite Canb wiegten unb selbst auf Iagb auszogen Neben biefen hochinteressanten Bildern wurde noch die mecklenburgische Landfchatt gezeigt, da» vielfältige Leben im Schilf, bie Schönheit ber Seen unb vieles anbere mehr. Der Kulturfilm war — es ist nicht zuviel gesagt — ein schönes Erlebnis. •• Wiehilftman im CEis Eingebrochenen? Wer im Eis eingebrochen ist, sollte zunächst versuchen, sich badurch selbst zu helfen, daß er die Arme ausbreitet unb sie links unb rechts bes Bruchlochs auf das Eis auflegt. Hält das Rändel», dann keine unnötigen Bewegungen mehr, sondern um Hilfe rufen. Die Gefährten (man sollte in unbekannter Gegend nie allein eislaufen) sollen sich bem Eingebrochenen vorsichtig nähern unb auf dem Bauch vorwärts rutschenb (von hinten gehalten) so weit heranzukommen versuchen, daß sie bem Eingebrochenen eine lange Stange. Leiter, einen Riemen ober einen ausgezogenen Mantel reichen können Dann langsam Herausziehen Sich babei möglichst breit aufs Eis legen, bamit es nicht weiter einbricht Auch Kinder sollten hierüber schon unterrichtet werden. Arbeitsdienst und Bienenzucht Oberheffen S.Jl-ifport Kußball-TerminedesGaueSNordhefsen ^urgn— 17. Dezember: Sport Kassel — FC. 93 5)a- iu, Chattia Kassel — Spielverein Kassel, Kurhes- JeamtenWIungstagung des Kreises Schotten Gedenket der hungernden Vögel! Kurhessen Kassel; 2 8. Januar: Spielverein Kassel — Hessen , Hersfeld, VfB. Friedberg — Borussia Fulda, Kur- | Schulungskursus der Kreisjugendleiter Thema warum Schulung? Der Fußball-Fachwart des Gaues XII (Nordhessen) gibt jetzt die Gauliga-Terminliste für die zweite Spielserie wie folgt bekannt: __ neu, Chattia Kassel — _, ..... sen Marburg — VfB. Friedberg, SC. 03 Kassel — Hessen Hersfeld; 2 4. Dezember: Kurhessen Kassel — Chattia Kassel; 2 5. Dezember: Spielverein Kassel — Sport Kassel; 2 6. Dezember: VfB. Friedberg — FC. 93 Hanau, Hessen Hersfeld — Borussia Fulda; 31. Dezember: Kurhessen Kassel — VfB. Kurhessen Marburg, SC. 03 Kassel — Spielverein Kassel; 7. Januar: FC. 93 Hanau — Chattia Kassel, Spielverein Kassel — Borussia Fulda, VfB. Friedberg — Kurhessen Kassel, Sport Kassel — Kur- hessen Marburg; 14. Januar: SC. 03 Kassel — Sport Kassel, FC. 93 Hanau — Hessen Hersfeld, Kurhessen Marburg — Borussia Fulda, Spielverein Kassel — Kurhessen Kassel; 21. Januar: Chattia Kassel — VfB. Friedberg, FC. 93 Hanau — Kurhessen Marburg, Borussia Fulda — SC. 03 Kassel, Sport Kassel — - ; 1 — FC. 93 Hanau, Kurhessen Mar- ... — Chattia Kassel; 4. Februar: SC. 03 Kassel — Chattia Kassel, Borussia Fulda — FC. 93 Hanau, Hessen Hers- seld — Kurhessen Marburg, Sport Kassel — VfB. Beitrag zur Partei bezahlt, 1,30 Mark, für Nichtmit- glieder der Partei 2,30 Mark. Jeder Beamte erhält ein Sterbegeld von 600 Mark. Zum Schlüsse seines sehr lehrreichen Vortrags forderte der Redner auf, zur Anmeldung in die einzige Standesorganisation, die es in Zukunft nur noch für die Beamten geben wird, den Reichsbund der deutschen Beamten. (Stürmischer Beifall.) Pg. Hertel dankte dem Redner. Kreisleiter der NSDAP. K r o m m forderte alle Beamten zur Mitarbeit auf und sprach mit großer Wärme und Sachkenntnis über die Idee des Nationalsozialismus. Als zweiter Redner sprach Pg. Bocher über das hat erklärt: „In Zukunft kann nur der Beamter werden, der das Vertrauen des Volkes hat." Das Programm des Nationalsozialismus kennt keine Sonderstellung des Beamtentums. Die Arbeiter der Stirn und Faust sollen nach dem Willen des Führers zusammenstehen. Die gesamte deutsche Beamtenschaft wird organisiert im Reichsbund der Deutschen Beamten, an dessen Spitze Pg. Neef steht mit folgender Gliederung: Reichsleitung, Gauleitung, Kreisleitung, Ortsleitung und zwar in 14 Fachgruppen. Aus 900 verschiedenen Beamtenorganisationen soll ein Gebilde werden. Der Beitrag beträgt für jeden Beamten, der Parteimitglied ist oder als Anwärter Er erklärte, daß wir alle Kräfte des Volkes zur Aufbauarbeit benötigen und daß das Berufsbeam- tentum in vorderster Front stehen müsse. Der Zweck der Schulung sei, beim Volke das Verständnis für die Arbeit des Führers zu erwecken. Die Schulung sei mehr Sache des Herzens, als Sache des Verstandes. Deswegen werde die Schulung in die Hände von überzeugten Nationalsozialisten gelegt und nicht in die Hände von Gelehrten. Schulung sei aber nötig, weil der Nationalsozialismus die Weltanschauung der kommenden Jahrhunderte jein werde. Der Beamte hat die Pflicht, dafür zu sorgen, daß die mühsam geschaffene Volksgemeinschaft fest verankert werde. Ausführlich referierte Pg. B o ch e r über den Liberalismus des vergangenen Jahrhunderts, erinnerte an die Augusttage des Jahres 1914, die bewiesen hätten, daß der Kern des deutschen Volkes gut sei, geißelte die geheime Zersetzungsarbeit des Marxismus in den letzten Kriegsjahren, schilderte den Kriegsausgang und die politische Entwicklung nach 1918. Nach einem kurzen Rückblick auf das Werden der Bewegung gab Pg Böcher eine tiefgehende Erklärung des Begriffes „Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei", wobei er dem maristischen Sozialismus den deutschen gegenüberstellte. Die Ausführungen auch dieses Redners fanden bei den Zuhörern reichen Beifall. Nach dem Dank des Versammlungsleiters, Pg. H e r t e l, gab der Beamtenschulungsleiter des Kreises Pg. Dr. M e u e r , die Richtlinien bekannt, nach denen lm Kreise Schotten die Schulung durchgeführt werden soll. Um 16.30 Uhr wurde die anregende Tagung in der üblichen Form geschloßen. D Lich, 11. Dez. Dank des Interesses, das man in unserer Stadt dem Stadttheater Gießen entgegenbringt, ist es auch jetzt wieder gelungen, für den heurigen Winter eine Theatergemeinde zu gründen. Die Teilneymer verpflichten sich, vier Vorstellungen des Stadttheaters zu besuchen. Die Intendanz des Stadttheaters hat es ermöglicht, daß man schon für zwei Mark, einschließlich Autobusfahrt bis vor das Theater und wieder zurück in unsere Stadt, einen guten Platz bekommen kann. Eine noch stärkere Beteiligung aus allen Kreisen unserer Stadt ist dringend zu wünschen, zumal die Bedingungen sehr günstig sind. Streid Zrievvcrg 8 Münzenberg, 11. Dez. Die Eintopf- s a m m l u n g am 3. Dezember ergab in unserer Gemeinde 63,45 Mk. Die Geldsammlung am 3. Dezember erbrachte 33,30 Mk. Die Leerung der Zwillingspfennigbüchsen in den Geschäften brachte in dem Geschäft Wühlern Karl (Diehl): 2,57 Mk., Heinrich Köhler: 1,01 Mk Winter-Schäfer: 0,25 Mk., das sind zusammen 3,83 Mk. Bei jedem Einkauf von 1 Mark sind sowohl vom Käufer, als auch vom Kaufmann je ein Psennig einzuwerfen. Wer eine rechte soziale Einstellung hat, wer ein rechter Nationalsozialist ist, wird sich dieser kleinen Zumutung, die noch lange kein Opfer ist, gern und getreulich unterziehen. Die zweite von Schulkindern vorgenommene K a r t o f f e l s a m m- l u n g für die Winterhilfe ergab als freiwillige Gabe 32 Zentner Kartoffeln, wodurch sich unsere Kartoffelgabe auf 478 Zentner erhöht. Hiervon harren nach Deckung unseres Eigenbedarfs von 12 Zentnern noch 120 Zentner der Abholung. Unsere Getreideabgabe erbrachte 120 Zentner Getreide, nämlich 61 Zentner Korn und 59 Zentner Weizen. Der Weizen wurde vor einiger Zeit in die Mühle Christ-Griedel und das Korn in unsere Junkermühle (Sarnes) zum Vermahlen gefahren. Außer diesen beträchtlichen Abgaben und freiwilligen Spenden gingen in unseren Pfarreien bei einer Kartoffelsammlung für das Elisabethenstift in Darmstadt, bei der sich ein einziger Haushalt vom Geben ausschloß, noch 55 Zentner Kartoffel (39 Zentner in Münzenberg und 15 Zentner in Trais- Münzenberg) ein. Ein Ergebnis, das zwar hinter dem vorjährigen zurückblieb, aber in Anbetracht der Winterhilfsammlungen doch jede Erwartung um ein Erhebliches überstieg. Die Ergebnisse der Win- terhilfssammlungen beziehen sich nur auf Münze n b e r g. Trais-Münzenberg sammelte als selbstständige Gemeinde für sich. Kreis Schotten. Laubach, 11. Dez. Dieser Tage sprach hier Missionar Blümer von der Leipziger Mission über seine fast 25jährige Arbeit unter den Masai am Meruberg im früheren Deutsch-Ostafrika; die Veranstaltung hatte leider nur schwachen Besuch. Weiter sprach er an einem Abend in kleinerem Kreise, und am Mittwoch in der Realschule für deren Schüler und die Dbertlaffen der Volksschule. Preufcen. Kreis Wetzlar * Krofdorf-Gleiberg, 11. Dez. Die Sammlung am Tag des Eintopfgerichtes ergab hier den Betrag von 210,10 Mark. Friedberg; 11. Febuar: Kurheffen Kassel — SC. 03 Kassel, Kurhessen Marburg — Spielverein Kassel, Chattia Kassel — Sport Kassel; 18. Februar: Spielverein Kassel — FC. 93 Hanau, Sport Kassel — Hessen Hersfeld; 2 5. Februar: SC. 03 Kassel — VfB. Fried- berg, Chattia Kassel — Hessen Hersfeld, Borussia Fulda — Sport Kassel; 4 März: Kurhessen Kassel — Borussia Fulda. Fußball-Traditionskämpfe bleiben bestehen. Der Deutsche Fußball-Bund hat beschlossen, die Repräsentativspiele der früheren Landesverbände unangetastet zu lassen. Der frühere We st deutsche Spielverband wird die guten sportlichen Beziehungen zu den Nachbarländern weiter aufrechterhalten. Es sind für die westdeutsche Auswahlmannschaft bereits nachstehende Spiele abgeschlossen: am 25. Februar gegen Belgiens „Rote Teufel" in Brüssel, am 29. April gegen Luxemburg in Trier, am 27. Mai gegen Ostholland voraussichtlich in Nymwegen und vielleicht noch ein weiterer Wettkampf Nordfrankreich — Westdeutschland am 18. Februar in Lille: zemder 1933 amtlich gezählten 11385 tragfähigen ubftbäume nur ein paar armselige Kümmerlinge. Die Imker müssen nach den heutigen Zucker preijen im herbst 900 Mark aufbringen, um ihre Völker einzuwintern, legen also 8 Pfennig pro Baum an, um die Befruchtung zu ermöglichen. Gäbe auf gleiche Schultern verteilt zu Lasten eines jeden Baumes 4 Pf. Zu allerletzt würden die Imker diese kleine belehrende Rechnung als Losung in Erwägung ziehen. Eine Saalweide in jedem Garten würde die natürliche Lebensgemeinschaft zwischen Obstbau und Bienenzucht Herstellen und würde sich für beide Teile lohnender auswirken. Der Erhaltung und Verbesserung dieser Lebensgemeinschaft zwischen Landwirtschaft im engeren und Landschaft im weiteren Sinne dient indirekt ein Erlaß des preußischen Ministers für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. Der Minister nimmt Stellung zur Heranziehung des Freiwilligen Arbeitsdienstes zu der Meliorisationstäkigkeit und zu sonstigen Kulturarbeiten und verlangt, daß bei diesen Arbeiten nicht ausschließlich nach technischen Rücksichten verfahren werde, sondern womöglich Rücksicht auf Naturschutz und Landschaftspflege genommen werde, damit das charakteristische Landschaftsbild gewahrt bleibe; besonders das sinnlose Abholzen von Baumgruppen oder Wegschlagen von Gehölz und Strauchwerk längs der Flüsse soll unterbleiben. Wo durch diese Arbeiten Naturdenkmäler gefährdet oder beschädigt werden und vor Eingriffen in Naturschutzgebiete soll der sachkundige Rat der Staatlichen Stelle für Naturdenk - malpflegeinPreußenzu Berlin-Schöneberg rechtzeitig eingeholt werden, deren Direktor in einer sehr beachtenswerten Flugschrift einen „Appell der deutschen Landwirtschaft an den Arbeitsdienst" richtet. Er fordert in dieser Schrift: Die Kultivierung von Oedland darf nur in Angriff genommen werden, wenn der wirtschaftliche Erfolg gewährleistet ist; bei Eingriffen in das Landschaftsbild soll die Harmonie des Ganzen möglichst ungestört erhalten bleiben, damit sie dem Naturempfinden des deutschen Menschen entspreche; Naturdenkmäler und Naturschutzgebiete dürfen nicht angetaftet werden, der Arbeitsdienst muh sich des praktischen Naturschutzes annehmen. Das ist also die große Aufgabe, diö dem Arbeits» dienst gestellt wird. Sache der landespflegerischen Vereine und der Jmkerschaft bliebe nur, beratende Kräfte zu feiner Verfügung zu stellen. In gemeinsamer Arbeit könnte durch bewußte Landschaftsgestaltung vieles wieder gut gemacht werden, was in vergangener Zeit verdorben wurde. Ungefährlich, mächtiger Feindbund! Weder Ertappte Rüstung, noch neue Waffe! Harmlos, lieber Arbeitsdienst! Die Bienen werden Dich nicht stechen! Weshalb aber diese neuen, noch nicht gehörten Beziehungen'? Zunächst: Wer weiß, daß schon vor dem Kriege die Deutsche Bienenzucht durch die direkten Erträge an Honig und Wachs 35 Mill Mark erbrachte, daß sie damit dem Gesamtertrag der Deutschen Hochseefischerei die Wage hielt und fast den des Weinbaues erreichte? Wer kann sich aber vorstellen, daß direkte und indirekte Werte (Obst- und Samenerzeugung) die Erträge der preußischen Staatsforste übertreffen? Wer aber würde es wagen, Bienenzucht und Staatsforst in einem Atemzug zu nennen? Also unter die Imker in dieser schweren Zeit! Gemach, gemach! Wissen Sie auch, daß die Bienenzucht das Aschenbrödel der Landwirtschaft ist und daß sie sich verzweifelt wehrt, die Rolle des „dreizehnten Ferkelchens" zu spielen? Der heutige Wirtschaftskampf zwingt die Landwirtschaft zur intensiven Bodenbewirtschaftung, infolgedessen blüht zwischen dem Wiesenschnitt und den Hackfrüchten nichts mehr auf dem Felde, der Tisch wird allzufrüh abgeräumt. Dafür sorgte besonders die Verkoppelung: Da dehnt sich nun von Wald zu Wald eine kilometerweite eintönige Ackerbreite, des lieblichen Charakters der Deutschen Landschaft beraubt, weil Hecken und Feldraine niedergelegt wurden, so daß nur eine geome- trifierte und betonifierte Landschaft übrigblieb. Damit verschwanden beträchtliche Bestände mit ausdauernden Blumen, mit Sträuchern und Bäumchen, die den Bienen das ganze Jahr hin- durch einen gedeckten Tisch Daten. Diese Eingriffe waren mancherorts so stark, daß man wohl sagen kann, daß auf Naturschutz und Landschaftspflege keine Rücksicht genommen wurde. Nicht ungestraft hat der Mensch schon oft die natürlichen Lebensgemeinschaften der Natur durch allzuscharfe Eingriffe gestört: Man unterdrückte den Mischwald zugunsten des nutzbringenderen Nadelwaldes und nahm den Vögeln die Nistgelegenheit; da konnte sich „Nonne" und Prozesfionsspinner so vermehren, daß ganze Gebiete kahl gefressen wurden. Und dort, wo man die Raubvogel ganz und gar ausrottete, durchwühlten Mäuse die Dämme, bis Dammbrüche die Jahresernte einer ganzen Tiefebene zerstörten. Auch das natürliche Verhältnis der Bienenzucht zur Landwirtschaft ist zerstört: Im Frühjahr reichen die Bienen zur guten Befruchtung aller Obstbäume noch nicht voll aus, wenn aber der Sensenschlag über die Wiesen erklungen ist, fehlt es den Bienen vielfach an Tracht. In einer Kreisstadt in der Nähe Kassels stehen 150 Bienenvölker; ohne sie brächten die am 1. De- sluhnahme auf die einzuschlagende Marschrichtung. Diese neue Entwicklung sei eingeleitet worden durch die Einführung des Reichssportkommisfars. Der Staat habe, so glaube er, der Redner, kein Interesse daran, daß die Vereine und Verbände erlöschen. Der Staat brauche die Tradition, das fachliche Wissen und nicht zuletzt auch das wirtschaftliche Vermögen der Vereine. Leibesübung aber werde nicht mehr nur Selbstzweck fein, sondern Mittel zur Ein- und Unterordnung. Erziehung vom Leibe her fei die biologische Grundlage der Arbeit am ganzen Menschen. Man habe es also nicht mehr allein mit der Beherrschung der technischen Materie zu tun. Leibesübung werde das Fundament einer zu steigernden Volkskraft. Nur kräftige Männer und Frauen sicherten den Bestand der Nation. Leibesübung werde auch nicht mehr freiwillig gepflegt werden bzw. in das Ermessen des Einzelnen gestellt fein, sondern Verpflichtung und Dienst. Wer es nicht freiwillig tue, der werde vielleicht gezwungen, feine Leistung für den Staat zu erhöhen. Für den Sport und das Turnen werde nun die Frage auftauchen, was zu tun fei. Darauf lasse sich antworten: Vereine und Verbände müßten auf dem Poften bleiben, müßten Vernachlässigtes nachholen; wahrhafte Leibesübung brauche sich aber nicht zu ändern, wenn sie völkisch sei. Leider sei die Sportbewegung in zu viele Fachverbände organisiert gewesen, die Arbeit zu speziell geleistet worden, das Streben sei häufig einseitig gewesen. Dem Sport sei auch der Vorwurf zu machen ge- wesen, daß er zu liberaNstisch gehandhabt und geführt worden fei. Das Spotfleben im neuen Staat müsse der Ausdruck der Kraft und des Mutes des Volke» werden. Sport werde, wenn er völkisch fundiert sei, ein "Faktor deutschen Kulturwillens sein. Völkisch ge» Landkreis Gietzen. • Wies eck, 12. Dez. 3m hiesigen Lichtspielhaus läuft heute und morgen der Film 111 e r j u n g e Q u e j." X Wiefeck, 11. Dez. Gestern wurden in der Kirche abends (und nachmittags für die Schul- jugend) zwei interessante Filmostoferien vorge,ührt. Der Streifen „Wechnachtssitten und Gebräuche in aller Wett ' führte die Zuschauer an Hand von Gemälden, Zeichnungen und Aufnahmen in die entferntesten Lande. Die nächste Lichtbildserie brachte, zusammengestellt von Dr. von Kügelgen, „Weihnachten in der bildenden Kunst", in der gezeigt und von Pfarrer Sattler erläutert wurde, daß die ersten Darstellungen der Geburt Christi sich in den Katakomben Roms befinden, die ersten Gemälde bis zum vierten Jahrhundert zurückreichen. 8 Alten-Buseck, 10. Dez. Am Freitagabend fand im Saale von Wilhelm Rühl ein Licht- bilderoortrag über unsere frühere süd- w e st a f r i k a n i s ch e Kolonie statt, wozu als Rednerin Fräulein Schuhmacher gewonnen war. Die Vortragende verstand es, in fesselnden und mit feinem Humor erfüllten Ausführungen den zahlreich erschienenen Zuhörern ein klares Bild über unsere ehemaligen Kolonien zu zeichnen. Reicher Beifall belohnte die Rednerin am Schluffe ihres interessanten Vortrages. Pg. Dr. Röder- Gießen sprach dann noch in kurzen, packenden Worten über die hohe wirtschaftliche Bedeutung und die dringende Notwendigkeit des Wiederbesitzes dieser uns unrechtmäßiger Weise entrissenen Gebiete. Seine Ausführungen fanden ungeteilte Zustimmung. Mit einem „Sieg-Heil" auf unseren Führer und mit dem Horst-Wessel-Lied wurde die Veranstaltung geschlossen. > Großen-Buseck, 11. Dez. Am Sonntag, den 2. Advent, fand abends in der Kirche eine liturgische Advents feier statt, die sehr gut besucht war und einen schönen Verlaus nahm. In der reichhaltig ausgestatteten Liturgie wechselten Gesänge der Gemeinde und Adventsworte des Pfarrers ab, dazwischen fang ein Schülerchor alte, schöne Adventslieder. Neben dem zweistimmig gesungenen „Tochter Zion, freue dich!" wirkte das einftimmige „Es kommt ein Schiff geladen" sehr feierlich. Ferner wurden Adoentsgedichte vorgetragen, die die Gemeinde auf die frohe Adventsbotschaft und auf die Bedeutung dieser Zeit des Kirchenjahres als Wartezeit und Rüstzeit für Weihnachten hinwiesen Lichtträger und Lichtträgerinnen stellten mit passenden Worten ihre Adventslichter auf den Altar. In feiner Ansprache wies der Ortsgeistliche auf den tiefen Sinn der Adoentsfitten (Adventskranz und -Stern u. a.) hin und mahnte, diesen Sitten wieder mehr Eingang in die Häuser zu verschaffen. Die wohlgelungene Feier hinterließ bei der Gemeinde einen tiefen Eindruck. )—( Climbach, 10. Dez. Die Viehzählung am 5. Dezember verzeichnete hier insgesamt 178 Stück Rindvieh, 132 Schweine, 21 Ziegen und 656 Stück Federvieh. Pferde, Schafe und Bienenstöcke sind in unserem Orte nicht vorhanden. < Saasen, 11. Dez. Dieser Tage wurde in unserem Dorfe durch die Kreisleiterin Frau Harth (Allendorf a. d. Lda.) eine Ortsgruppe der NS. - Frauenfchaft gegründet. Der Frauenschaft gehören bereits 31 Frauen und Mädchen an. * Schotten, 10. Dez. Heute um 13 Uhr eröffnete der Kreisbeamtenleiter Pg. Hertel die erste Schulungstagung für sämtliche Beamte des Kreises Schotten. Der Singsaal der Turnhalle war dicht besetzt. Alle Fachschaften der Beamten waren vertreten. Von der Gaubeamtenabteilung waren der Propagandaleiter Pg. Bachmann und der Schulungsleiter Pg. Böcher erschienen. Nach Begrüßung durch den Versammlungsleiter sprach Pg. Bachmann über: Das Berufsbeamtentum einst und jetzt. Der Redner ging aus von dem Worte Bismarcks über das deutsche Berufsbeamtentum: „Von allen Ländern nachgeahmt, aber niemals erreicht!" Er bezeichnete als Schöpfer des deutschen Berufsbeamtentums Friedrich Wilhelm I. und Friedrich den Gro- ßen. Der Ausspruch des letzteren: „Ich bin der erste Diener des Staates!", habe als Grundsatz für alle Beamten gegolten. Für das Berufsbeamtentum war die Revolution von 1918 insoweit eine große Gefahr, als es im Wesen der damals geschaffenen deutschen Republik lag, das Berufsbeamtentum zu beseitigen. Wenn nichr sofort damals das Beamtentum beseitigt wurde, so nur deshalb, weil der Novemberstaat das Beamtentum nicht entbehren konnte. Dem Berufsbeamtentum verdanken wir, daß der deutsche Staat 1918 nicht zugrunde ging Eine starke Belastung für das Berufsbeamtentum nach der Revolution bedeutete die Hereinnahme solcher Elemente in die Beamtenschaft, die weder durch Vorbildung, noch durch Charakter die erforderlichen Qualitäten besaßen. Die Skandalaffären dieser Emporkömmlinge sind uns noch in guter Erinnerung. Sie waren die tiefere Ursache für die Hetze gegen die gesamte Beamtenschaft. Die systematische Herabsetzung des Beamtentums geschah durch Juden. In diesem Zusammenhang erwähnte der Redner unglaublich erscheinende Zustände an der Karl-Marx-Schule in Neukölln unter Leitung des jüdischen Schulrats Löwenstein, belegte zahlenmäßig den jüdischen Einfluß in der Reichshauptstadt und sprach von der Unmöglichkeit, gegen Juden einzuschreiten, da selbst allerhöchste Beamtenstellen von Juden besetzt waren. Nur einer konnte hier Abhilfe schaffen, und das war Adol Hitler. Es wurden Beamten-Arbeitsgemein- schaften gegründet, die die zivile SA. und SS. des Führers wurden. S-it der Machtergreifung hat die Hetze gegen das Vv.ufsbeamtentum aufgehört. Die Beamtenschaft wird ein neues Fundament bekommen. Fragen der Besoldung und der Titel werden die 'Beamtentagungen im neuen Staate nicht mehr bekräftigen. Für die Beamtenschaft des nationalsozialistischen Staates ist höchste Aufgabe das Hinein- wachsen in die Ideen der Bewegurm. Politisch neutrale Beamte darf es im Dritten Reich nicht mehr geben. Wir verlangen von jedem Beamten freudiaes Bekenntnis zum nationalsozialistischen Staate. Die Gesinnung aller Beamten muß gleichgeschaltet werden Unwürdige Beamte werden ausgemerzt Dem diente bereits das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums. Daß das deutsche Beamtentum bei der Machtübernahme im großen und ganzen ge- sund war, beweist das Wort des Führers: „Ich hatte ein solches gesundes Beamtentum erst schaffen müssen, wenn es nicht schon vorhanden gewesen wäre." Der Beamte im Dritten Reich muß sich fühlen als Glied des Volksganzen. Er muß dem Volke den National- fozialismus Vorleben. Reichsstatthatter Sprenger 3tveifer Tag. Im Laufe des am Sonntagvormittag fortgesetzten Schulungskurses der Kreisjugendleiter beschäftigte man sich zunächst mit der Durchführuna der F r ü h- jahrs - und Herb st Waldläufe, die, so wurde angeregt, als Pflichtoeranstattungen gepflegt werden sollen. An diesen Waldläufen sollten auch die Fuhvallspieler teilnehmen. Kein Verein dürfte sich ausschließen. Die Termine würden amtlich festgesetzt und müßten strikte eingehalten werden. Auch in den Waldläufen solle der Mannschaftsgeist zum Ausdruck kommen. Im Mittelpunkt der Tagung am Vormittag stand ein Vortrag von üniversitätssporLlehrer Dr. Möckelmann der in fesselnder Weise über das Thema „Sport und Staat" sprach Alle Fragen des Sportes im Staate der Gegenwart seien abzuleiten aus der nationalsozialistischen Bewegung. Der Führer habe klare Wege gewiesen. Die Gesundheit und Kraft der Nation fei entscheidend beeinflußt von der Gesundheit des Mannes und der Frau. Der Sport erlebe gegenwärtig einen Geftaltwandel Der Charakter des Staates sei total und aus dieser Totalität heraus seien alle Veränderungen auf allen Gebieten des staatlichen und völkischen Lebens zu verstehen. Wie sich die neue Entwicklung für Vereine und Verbände auswirken werde, fei gegenwärtig noch nicht abzufehen. Die körperliche Erziehung fei Faktor der Staatspolitik geworden. Der frühere Staat habe sich nicht genügend um die körperliche Ertüchtigung der Jugend gekümmert. Das Turnen an den Schulen fei ein Stiefkind gewesen. Spiel- und Wandertag seien nicht so gepflegt worden, wie es gedacht gewesen sei. Die Sportvereine und Verbände feien deshalb berufen gewesen, die Lücken, die der Staat gelassen habe, auszufüllen. Der heutige Staat wolle, daß die gesamte Jugend ersaht werde. Er beanspruche die (Ein- pftegh CeffiesBEung wer-« bestehen, auch wenn alles andere vergehe. (Lebhafter Beifall!) 3m weiteren Verlauf des Kursus beschäftigte man sich noch in eingehenden Aussprachen mit den Fragen der Ausbildung von Jugendlichen zu Schiedsrichtern. Es wurde der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß die bereits erlassenen Bestimmungen eingehalten werden. Auch zur Schaffung einer Dungliga-Klasse, deren Zustandekommen begrüßt werden würde, nahm man Stellung. Mit kurzen Erörterungen über die Möglichkeiten einer Selbstverwaltung der 3ugendabteilungen wurde der an» regende Kursus geschlossen. Beschlüsse der Aeichöregierung, (Schutz der Sportanlagen. Da« Reichskabinett hat in seiner Sitzung am Freitag ein Gesetz über die Beschränkung der Nachbarrechte gegenüber Betrieben, die für die Dolks- «rtüthtifli .ifl von besonderer Bedeutung sind, beschlossen. Danach wird eine Klage auf Einstellung solcher Betriebe wegen nachteiliger Einwirkungen auf benachbarte Grundstücke ausgeschlossen. Auch die Klage auf Herstellung von Einrichtungen, die die nachteiligen Einwirkungen mindern, fällt weg. Es handelt sich hierbei um einen besonderen Schutz für Anlagen zur Pflege aller Arten des Sports. Oie deutsche Leichtathletik-Ordnung erschienen. Die Leichtathletik-Ordnung des Deutschen Leicht- othlctik-Derbandcs wird soeben bekanntgegeben. Als Punkt 1 dieser Satzung wird festgelegt, daß die Führung des gesamten deutschen Leichtathletik- Betriebes dem Führer des Deutschen Leichtathletik- Verbandes (DSB ) untersteht. Lediglich Volksturn- Veranstaltungen, wie Kreis-, Gau- und Deutsche Turnfeste sowie Bergfeste unterstehen der Deutschen Turnerschaft. Für den gesamten deutschen Wettkampsbetrieb haben nur die Leichtathletik-Wettkampsbestimmungen und Wertungsmethoden der DSB Gültigkeit. Bei der Durchführung des praktischen Betriebes soll das Hauptaugenmerk zukünftig auf den Mannschaftskamps gerichtet werden. Der internationale Verkehr liegt in Händen der DSB Radballweltmeifter geschlagen. Der zweite Start des Weltmeisters im Zweierradball erfolgte am Sonntag in Oppeln und brachte im Endkampf eine große Ueberraschung RV. Diamant Chcrnitz nahm im Schlußkampf eine glückliche Revanche an seinem Bezwinger vom Vortage in Breslau und schlug die Frankfurter nach Spielverlängerung mit 11:10 (7:7, 3:4). Es war ein etwas glücklicher Sieg, da sich beide Mannschaften vollkommen ebenbürtig waren und nur ein Zufallstreffer die Entscheidung brachte. Vorher hatte Chemnitz Adler Breslau mit 8:1 (6:1) und RD. Oppeln mit 9:3 (4:2) geschlagen, wahrend Frankfurt über Flott-Teutonia Breslau mit 8:2 (5:0) erfolgreich war. Oie Spiele in Bayern. 1860 München — SpDgg. Fürth 0:2: Wacker München — FV. Würzburg 04 2:2: 1. FE. Nürn- berg — Bayern München 2:2: ASD. Nürnberg — FC München 2:3; Schwaben Augsburg —Jahn Regensburg 2:1; FC. Schweinfurt 05 — FE. Boy- reuth 5:3. 50Iahre Turnverein Grünberg. Einweihung der erweiterten Turnhalle. Der Turnverein (Brünberg leitete die Feier seines 50jährigen Bestehens mit einem Kirchgang ein. Anschließend wurden auf dem Friedhof an den Gräbern der verstorbenen Gründer und Vorstandsmitglieder Kränze niedergeleot. Der Nachmittag vereinigte eine stattliche Besucherzahl in der neuen Halle. Nach dem Einmarsch des Vereins eröffnete ein Sprechchor, der auf den Weg der Deutschen Turnerschaft hinwies, die eigentliche Feier. Für die Deranskaltuna war eine aus den besten Geräteturnern des früheren Gaues Hessen bestehende Riege unter Leitung von Gauoberturnwart Paul (Gießen) gewonnen worden. Ihre Darbietungen an den drei Geräten: Pferd, Barren und Reck, die sie noch durch Vorführung einiger Kunstfreiübungen ergänzten, standen auf hoher Stufe turnerischen Könnens und lösten großen Beifall der Zuschauer aus. Turnerische Vorführungen des Vereins, ein Reigen der Schülerinnen und die Stuttgarter Freiübungen der Turnerinnen vervollständigten die rein turnerischen Darbietungen. Der Dereinsführer, Lehrer Wenzel, richtete Begrüßungsworte an die Vertreter der Stadt, an die politische Leitung der hiesigen NSDAP, und an die Turnfreunde des ehemaligen Gaues Hessen. Unter andern waren neben Gauoberturnwart Paul mit seiner Riege erschienen: Ehrenkreisver- treter Pfeiffer (Wetzlar), Ehrengauoberturnwart Will (Gießen), Kreisturnwart Schüler (Wetzlar), Gaufchwimmwart Sauer (Gießen) u. a. Er schilderte den Entwicklungsgang des Turnvereins Grünberg, gedachte der Verdienste der Gründer und früheren Vorstandsmitglieder des Vereins, deren Andenken, sowie das aller verstorbenen Mitglieder und namentlich das der im Weltkrieg gefallenen zwölf Bereinsmitglieder er durch Erheben von den Sitzen ehren ließ. Besondere Dankesworte widmete er dem einzigen noch lebenden Mitbegründer, dem 85jährigen Zigarrenfabrikanten Heinrich Möser, der leider durch seinen Gesundheitszustand am Erscheinen verhindert war. wie der Herein Im Jahre 1897 diese Halle mit hilse der Bürgerschaft errichtet Hobe, so sei ihm auch diesmal durch die Unterstützung von Turnfreunden und Gönnern und mit Hilfe der Stadt die Erweiterung und Erneuerung der Halle möglich gewesen. Ihnen allen zollte er Donk, ebenso den beteiligten Handwerkern und Arbeitern, sowie dem Bauleiter, Architekt Balser, für den wohlgelungenen Bau. Mit dem Wunsche, daß die Halle allezeit eine Pflege st ä 11 e treuer turnerischer arbeit sein möge, sowie auch den Interessen ber, Stadt und ihrer Bewohner dienen möge, weihte er sie aufs neue. Er ließ seine Ansprache ousklingen in ein dreifaches „Sieg-Heil!" auf unsere obersten Führer: Reichspräsidenten von Hindenburg und Reichskanzler Adolf Hitler. Der Rede folgte der Gesang von je einer Strophe des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liedes. Irn Namen der Stadt übermittelte Bürgermeister Dr. Mildner dem Verein herzliche Glückwünsche und betonte, daß die Stadt die erzieherische Arbeit des Turnvereins an der Jugend zu würdigen wisse und dem Turnverein helfend und fördernd zur Seite stehen werd'e. Seine Ansprache klang aus in einem Gut Heil! auf den Iubelverein. Für die NSDAP, überbrachte Propagandaleitcr Harder Grüße und Glückwünsche und wies besonders darauf hin, daß er es für seine Pflicht erachte, das von dem Verein durch den Umbau der halle geschaffene gemeinnützige Werk in jeder weise zu unterstützen. In tiefgründigen Worten sprach Ehrenkreisvertreter Pfeiffer (Wetzlar) über die Ziele der DT. und ihre Arbeit als Dienst an Volk und Vaterland. Sein „Gut Heil.'- galt der Deutschen Turnerschaft. Die Glückwünsche der übergeordneten Stellen, Gau und Kreis, übermittelte (Bauoberturnroart Paul (Gießen). An eine Anzahl langjährige Vorstandsmitglieder, die sich um den Verein, sowie um die Turnsache Verdienste erworben haben, konnte et Auszeichnungen verleihen: Schreinermeister Frig Gehringer den Ehrenbrief des seitherigen Mittelrheinkreises, ferner Dermessungsral i. R. Lichtenfels, Geometer i. R. Henkel, Buchhändler Büttel und Zigarrenfabrikant K. Mö. f e r den Ehrenbrief des seitherigen Gaues Hessen. Anschließend übergab Lehrer Wenzel an vier langjährige, treue Mitglieder des Vereins Urkunden über deren Ernennung z u Ehrenmitgliedern : Altbürgermeister Jäckel, Spenglermeister Jakob Vo n-Ei ff, Bäckermeister ®g. Fuldat und Buchhändler C. Seim. Das Gut- Heil auf die Geehrten brachte (Bauoberturnroart Paul aus, während Altbürgermeister Jäckel in deren Namen den Dank abstaltete. Die in den Pausen gesungenen alten Turnerlieder „Ein Ruf ist er- klungen", „Wenn der Jugend Ideale"' und „D Deutschland hoch in Ehren", sowie flotte Musikstücke der Feuerwehrkapelle unter Leitung von Kapellmeister Horst umrahmten die Feier, die mit Dan- fesroorten von Lehrer Wenzel an die Redner und alle Mitwirkenden schloß. Brieffasten der Bedoffion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit ber Schriltieitung > A. v. In w. Das Entschuldungsversahren nach dem Entschuldungsgesetz kommt nur bei nachweisbarer Ueberschuldung eines landwirtschastlichen Betriebes in Betracht. Die Eröffnung des Verfahrens ist von Voraussetzungen abhängig, die in dem Befifcftanb und den Schuldverpflichtungen begründet sind. Zwecks Aufklärung in Ihrem Falle wenden Sie sich am besten an die Entschuldungsstelle beim Amtsgericht Gießen. HÖas ich in den Hasche habe?- natürlich auch Panflavin» Pastillen, — die Sie eben» falls stets bei sich tragen sollten — denn sie bieten wirksamen Schutz vor Erkältung, Halsentzündung, Grippe. anftaviffc cp&STroüJLSM xlv Bekanntmachung. In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde am 2. Dezember 1933 eingetragen die Firma Spedilions- und Lagerhaus- Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Gießen. Gegenstand des Unternehmens ist: Speditions-, Fracht- und Lagergeschäft aller Art. Das Stammkapital beträgt 20 000 Reichsmark. 3u Geschäftsführern sind bestellt: Otto Dinslage, Kaufmann, und Ernst Dinslage, Kaufmann, beide in Gießen, Hindenburgwall 18. Der Gesell- schostsvertrag ist am 27. November 1933 festgestellt. Zur Vertretung der Gesellschaft ist jeber der beiden Geschäftsführer allein berechtigt. Die Bekanntmachungen der Ge- sellschaft erfolgen nur im Deutschen Reichs- airzeiger. 74640 Gießen, den 7. Dezember 1933. Hessisches Amtsgericht. Zur Bäckerei empfehlen wir : Kuchenmehl.......Pfund 20 Pf. Konfektmehl......Pfund 22 Pf. Kunsthonig.......Pfund 42 Pf. Puderzucker..... Pfund 45 Pf. Süße Mandeln. V« Pfund 30, 25 Pf. HaselnußkemePfund 20 Pf. Kokosflocken. . Pfund 25 Pf. Sultaninen... Pfund 45. 40. 20 Pf. Citronat.......1«Pfund 22 Pf. Oblaten, rund.. .10 ' Stück 30 Pf. Alle Backzutaten billig und gut! Leiden erlöst worden. Gießen (Mflusburg 12), den 11. Dezember 1933. 746 r> Familie Plank. Gießen (Crednerstraße 26). den 12. Dezember 1933. Die Beerdigung fand am 10. Dezember in Menden statt 06966 im 56. Lebensjahre. 069f7 D Die Trauer feier vor der Einäscherung findet am Donnerstag, dem 14. Dezember, nachmittags */a2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Am Sonntagabend entschlief plötzlich und unerwartet unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Therese Helene Hornberger In tiefem Schmerz Im Namen der trauernden Hinterbliebenen t Namens der Hinterbliebenen: Heinrich Mack II., Sparkassenrechner Louis Mack, Landwirt Steinbach, den 11. Dezember 1933. Beerdigung: Mittwoch, den 11 Dezember, nachmittags um 3 Uhr. Heute morgen 5 Uhr starb unser lieber Vater. Schwiegervater, Großvater. Urgroßvater und Bruder Heinrich Mack L, Maurermeister Im 90. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Anton Zurwonne und Frau Martha, geb. Schröpfer Grete Zurwonne. Familie Carl Janz. Gießen, den 12. Dezember 1933. Die Traucrfeler findet am Mittwoch, dem 13. Dezember, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Am 7. d. M. verschied nach dreitägigem Krankenlager in Menden a. d. Sieg unerwartet mein lieber Mann, mein treuer Sohn, unser lieber Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Neffe Heinrich Plank Im Alter von 30 Jahren. Unser Heber, einziger Sohn und Bruder Hans Zurwonne Ist heute im Alter von 30 Jahren von seinem langen, schweren Unsere zwei Schlager! Reiner Guatemala.1 * Pfund 60 Pf. Maragogype - Mischung. Ries^n- bohnen...... ’/< Pfund 65 Pf. Hamburger Kaffeelager Niederlage 747,0 Thams & Garfs Tekfon 2829 Gießen Marktplatz8 Etwas Praktisches wünscht sich die Hausfrau für den Haushalt Schon lange brauchte sie Tisch - Bestecke, einen neuen Brotkasten und Aluminium -Töpfe. Da sehen Sie es, Herr Ehemann. — Diese Geschenke und noch viele andere bekommen Sie sehr preiswert bei r J. B. Häuser Am Oawaldagarten GieOen.Ruf21 45 KILO Ingenieurschule Jlmenau LTV Een- tistde. Sllcibencbrnnfc tgeeignet auch für Büro). Nacktschranke, Bücherschränke, SosaS, Celaemolbe, 6 neue Bettstellen l weih u. nukbaum -.Rodelschlitten, Staub- langer u v a. zu äufeerft günstigen Preisen. Ludwig SavtnieN _______Nenenwen W, 1. Stock. um* Wissenschaftliche Werke Sondergeo et der BrQhl'schen Druckerei HoliBeleuWskörper. Sessel sowie in Holz geschnitzte Geschenken ikel o‘.96> M. BER LE/Holzblldh .Wernerwall 31 . 'Pfund 0J6? .V'und 0.25 . Pfund 0J15 .Pfund 0.40 ff Kabeljau o.K. . . im Ausschnitt ... Pa. 2chellfilcke c. ft im Ausschnitt ... Goldbarsch, Hrünc Geringe, Seelachs Frische Zischfi leit' Pfd. O.IO, 0.45,0.50 Bldjarö ®ruoeroülö5'Äofi'4I