Qus ff11933 t”*« tifa, ,sr,g> ?;äs>ä -Stet •äSj* m,t Wirk^L ’S vberrea,sch^ Dr. ie ;> Wolfgang, &n M‘Um> »tubienrat an der [’g« in Mcheistnd, I ötubienrat an be Ä in Tieß, ' «r Dberrealldwt Me in ®orms ’flt an dem Real. )ule in Ä^eL Dt. on der Cievnnren ■niWm^orms ttober 1933 an; lptwachtmeister aus 5 Dietenhofen M ir Berufung in bas ung nom 1. Augusl nenft entlassen rourj 15 Teietzer zur Bit" enlum- vom 7.Apri! ienrat an der Eleo- inb Arauenschule) zu 'r. Gustav D eg gau; teik zu Nidda Starbt; it an btm Wolfgang- gen Dr. Adolf Wal. ule zu Tiehen, Leist . Sepetmder 1933 an ib mit Wirkung non n bk Se/mefsungl luterbach in M<" -L j M Wederherstel- om 1. April 1933. ourde auf Nachsuch» .hessischen haupttak- , mit Wirkung von ennung seiner den i treuen Dienste. hbörle. Funkspruch.) 5m Lerch der Umsatz jiemlii Rentenwerte. Dennoch das 5nteresse der Quersten Kategorie Pi- der feswerzinslichen örjen eine beachtliche waren vorerst noch wurden mit 117 di, fester dürften Heck ;,reitn m tauten- ***** ■ fijen®*®* >&«< ' m »h,r?: H«» --ST- Nr. 259 Dritter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesfen) Donnerstag, 12. Oktober 1935 Englands neueste Festung der Lüste Der Taufakt des Riesenflugboots „Perth". Im Vordergrund der Gefechtsturm, der ein 3,7-cm-Schnell- feuergefchütz aufweist. Außerdem ist das Flugzeug mit drei Maschinengewehren ausgerüstet und vermög eine Bombenladung von 20 Zentner mit sich zu tragen. L'M ■ -Hotel in Havanna. Der Höhepunkt der blutigen Kämpfe auf Kuba war die Einnahme des Rational-Hotels in Havanna, in dem sich die dem früheren Präsidenten Machado treuen Offiziere verschanzt hatten, durch die Soldaten des Sergeanten Battista. Das Hotel wurde vollständig zusammengeschossen, und die Offiziere zumeist niedergemetzelt. — Kubanische Offiziere verlassen mit ihren verwundeten Kameraden als Gefangene das Hotel nach der Uebergabe. Die Einsturzkalastrophe von Mailand. . ..—t——1 " iirr"W" Mi —gT."w — ß 8 I B 1 i -1 H w -4 -v ' " V O^W. & L - L Bei den feit Monaten in Gang befindlichen Abbrucharbeiten auf dem Gelände des alten Mailänder Hauptbahnhofs stürzte eine Eisenbahnüberführung, von der bereits einige Stützen weggenommen worden waren, aus die darunter befindliche Verkehrsstraße und begrub eine größere Anzahl Passanten unter sich. Sieben Tote sind zu beklagen. Napoleons Orden wieder im Berliner Zeughaus Ä V?: Die nach der Schlacht von Waterloo erbeuteten zahlreichen Orden des Kaisers, die einst den Grundstock der Zeughaus-Sammlung bildeten, waren seit der Verbrennung der französischen Faynen durch vaterländisch gesinnte Studenten verschwunden. Jetzt wurden sie von einem Ungenannten dem Ministerpräsidenten Göring zugestellt, der sie dem Zeughaus zur Neuausstellung übermittelte. Rheinisch-Westfälische Kampsspiele. Am vergangenen Samstag und Sonntag war Gelsenkirchen der Treffpunkt für den ganzen Westen Deutschlands. Zum ersten Mal wurden dort Kampfspiele nationalsozialistischer Auffassung durchgeführt. Es dürfte interessieren, daß neben den Vertretern der SA., der SS., des Stahlhelms, der Hitler- Jugend und sämtlichen sonstigen Formationen Vertreter des Waffenstudententums aus deutschen Hoch- schulen erschienen waren, und so nach außen hin die durch den Sieg der nationalsozialistischen Idee gewonnene einmütige Auffassung deutscher Belange zwischen dem Arbeiter der Stirn und dem der Faust bekundeten. Mittelpunkt der gesamten Veranstaltungen war ein Aufmarsch imposanter Gestaltung und Aufmachung. 80 000 bis 100 000 Menschen waren zusammengeströmt und bewegten sich im Aufmarschzuge zum Festplatz. Erstmalig bemerkte man hier mitten unter den Kampsteilnehmern Waffenstudenten im Vollwichs mit Bannern und Standarten. Sie gaben dem gesamten Festzuge ihr Gepräge. Sämtliche Korporationen und Korporationsvertreter wurden von der „Deutschen Wehr- Ichaft" gestellt, von dem Verbände, der von Frontsoldaten, denen an Tradition nichts gelegen war, in der Stunde, in der durch die Unterzeichnung des vchanddiktates von Versailles deutsches Land preis- gegeben und deutsches Volk vergewaltigt wurde, am Hermanns-Denkmal gegründet wurde. Oie „Deutsche Wehrschaft", deren Auflösung bereits im Jähre 1921 durch die 6-tente aus nichtssagenden Gründen verlangt worde., ist, ist der Verband, der sich als Verband von Anfang an auf den Boden her Grundideen nationalsozialistischer Lebensgestal- lung stellte, der Verband, der ungeachtet aller Anfeindungen von Anbeginn den Kampf in schärfster Form gegen alles Fremdrassige und daneben, was damals völlig neu war, gegen das Freimaurertum iiufnahm. Auch durch ihre Beteiligung am 1. Deutschen großen nationalsozialistischen Sporttage im Herzen des Industriegebietes bekundete die „Deutsche Wehr- Idiaft" ihre innige Verbundenheit mit Volk und ifanb, ihre Grundsätze von Einfachheit und Schlicht- leit, bekundete insbesondere, daß gerade sie ge- slhlossen hinter dem Führer des deutschen Volkes, Dem Schirmherrn der Deutschen Wehrschaft, dem Bolkskanzler Adolf Hitler, steht. Es freut uns jeftfteUen zu können, daß der „Deutschen Wehrfchaft" bei dieser überwältigenden Kundgebung nicht nur von nationalsozialistischen Führern und von den kommunalpolitischen Leitern, sondern von der gesamten Bevölkerung ein Empfang zuteil wurde, wie wir ihn selten zu verzeichnen gehabt haben; eine Iubelfanfare löste die andere ab, nicht endenwollender Beifall überschüttete die jungen Akademiker, die als Chargen ihrer Korporationen jeweils von ihren Bundesführern im Braunhemd geführt wurden, als sie nach mehrstündigem Marsch vor ihrem Unterkunftshotel ein» trafen und es sich nicht nehmen ließen, trotz der großen Müdigkeit, trotz des beengenden Wichses, trotz der Belastung durch schwere Fahnen und Standarten, in einem schneidigen Parademarsch vor ihrem Verbandsführer vorbeizumarschieren. „Kalender derOeutschenArbeit4934." Der Kalender der deutschen Arbeit 1934 wurde soeben von der Deutschen Arbeitsfront herausgegeben und bildet mit (einem Inhalt ein einzigartiges Dokument von dem „Hohelied der Arbeit". Das 224 Seiten starke Buch enthält allein über 70 künstlerische Bilder von Arbeitstypen jeden Berufes. Den ersten Abschnitt bildet ein eingehendes Kalendarium der für die deutsche Revolution Gefallenen Damit wird der Leser an die Helden erinnert, die sich selbst als größtes und letztes Opfer für die Errichtung des neuen Reiches gaben. Es folgen Beiträge von Reichsminister Dr. Goebbels und Arbeitsmini- fter Franz Seldte, außerdem von weiteren Prominenten der Arbeiterbewegung und der nationalsozialistischen Partei, wie Walter Schuhmann, Johannes Engel, Hans Hinkel, Willi Börger, Hans Biallas, Gruppenführer der SA. Karl Ernst ufw. Dazwischen sind Erzählungen, Ge- dichte und Lieder eingefügt. — Der Kalender ist zum Preise von 0,50 Mk überall zu haben. Dieser Preis steht in keinem Verhältnis zu der guten Ausstattung und wird jedem deutschen Menschen die Anschaffung ermöglichen. Sein Inhalt wird dazu beitragen, bei jedem einzelnen Berufsstand das Verständnis für die Arbeit des anderen zu fördern und damit die Menschen gegenseitig näherbringen im Sinne einer großen Volksgemeinschaft. Weiterhin wird vom Erlös ein größerer Betrag an die „Spende der nationalen Arbeit" abgeführt. Arbeit ist Inhalt des Lebens; so gebe denn jeder Deutsche Volksgenosse wieder anderen neuen Lebensinhalt durch Anschaffung des „Kalenders der Deutschen Arbeit". Zeitsragen des Films. Frankfurt a. M., 11. Oft. (WSN.) In einer gut besuchten Versammlung der Lichtspieltheaterbesitzer von Hessen und Hessen- Nassau kam eine Anzahl Fragen zur Besprechung, die von erheblichem allgemeinen Interesse sein dürften. Das Reichsfilmkammergesetz wirkt sich, wie der Landesverbandsvorsitzende Matter feststellte, sehr segensreich aus. Erstens müssen sich heute alle Außenseiter organisieren, wenn sie Filme bekommen wollen, und zweitens fallen jetzt Streitigkeiten wegen Eintrittspreisunterbietungen weg. Auch die lästige Konkurrenz der sog. Wanderkinos hat jetzt aufgehört. Die Landesfilmstelle zeigt zwar nach wie vor Partei-, Kultur- und politische Filme, aber der reine Spielfilm sei den Lichtspieltheatern vorbehalten. Akut war die Frage, ob die Kinobesitzer Filme mit jüdischen Darstellern spielen müßten, lieber diese Frage hielt Herr Zimmermann (Frankfurt am Main) einen Vortrag. Filme mit jüdischen Darstellern, die vor der Umwälzung abgeschlossen und auch zensiert sind, müssen gespielt werden, und zwar schon deshalb, weil in jedem Film erhebliche Vermögenswerte investiert sind und die Zensur nur Filme durchgelassen habe, die nicht gegen das Dritte Reich verstoßen. Die Weiterbeschäftigung eines gewissen Prozentsatzes von Juden im Film sei gestattet, und wenn in Filmen der neuen Produktion Juden beschäftigt würden, so geschehe dies nur im Einverständnis mit der Filmkammer. In Fällen, wo die Kinobesitzer durch das Spielen von Filmen mit jüdischen Darstellern Schwierigkeiten haben sollten, solle sich der Kinobesitzer an seinen Landesverband wenden. Drei Zahre Gefängnis wegen Münzverbrechens. Mainz, 10. Oft. (WSN.) Der 37jährige Me- chaniker Hermann Kohn aus Worms-Herrnsheim wurde im vorigen Jahr dabei erwischt, als er in Gau-Odernheim durch Schuljungen in Bäckereien und Metzgerläden falsche Fünf mark st ücke in Zahlung gab. Kohn wurde verhaftet. Bei einer Haussuchung bei ihm fand man mehrere falsche Fünfmarkstücke, sowie Werkzeuge und Material zur Herstellung von Falschstücken. Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit wurde gestern vor der Ersten Großen Strafkammer gegen Kohn wegen Münzver- brechens verhandelt. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu drei' Jahren Gefängnis und fünf Jahren Ehrverlust. Ein Eifenbahnzng voll Elefanten. i Ankunft des Zirkus Krone zu einem mehrtägigen Gastspiel in der Reichshauptstadt. Daten für Donnerstag, 12. Oktober. 1492: Kolumbus entdeckt Amerika, er landet auf Guanahani (Westindien). — 1896: Der Komponist Anton Bruckner in Wien gest. — 1924: Das Zeppelin-Luftschiff L. Z. 126 verläßt Friedrichshafen zur ersten Fahrt nach Amerika. u. a. über seine Tätigkeit im Kampf aus geschickt, und Dr. fett und Neuartigkeit. Form Stellung genommen habe. Es kommen dann die persönlichen Beziehungen aus. Kamen Meldun- Ein käuflicher Kriminalrat. Oer Bestechungsprozeh Mührbel-Mark - Frankfurter Polizeiproxis unter marxistischer Leitung. Ausbau ihrer winzigen Zellteile. Dieses verblüffende Erlebnis vermittelte wie hier, so auch auf vielen anderen naturwissenschaftlichen Gebieten, erst das Derkleinerungsglas für große Zeiträume, die Zeitraffung. Durch sie wird es mit Hilfe des Films möglich, das langsame Geschehen zu beschleunigen und dem Menschen dadurch sinnfällig zu machen. Wie die Klangbilder von Einzeltönen erst eine Melodie ergeben, wenn sie in kurzen Zeitabständen einander folgen, so werden die in langen Zeiträumen aufgenommenen Einzelbilder durch die Zeitraffung zu einem Geschehen, einem Erlebnis. Das mühselige Bildzeichnen, das sich oft über Wochen und Monate erstreckte, übernimmt heute mit unerreichbarer Gewissenhaftigkeit ........ *, der auto- it Die Verwendung von Filmen mit Zeitraffung ...____j- hat aber nicht nur ästhetische und oolksbildnerische de eine l Ziele, fie hat sich auch, namentlich in letzter Zeit, Zeitraffung und Zeitdehnung sind in der wissen- schaftlichen Kinematographie zu unentbehrlichen Hilfsmittelen geworden, um in sehr langsam und sehr schnell ablaufende Vorgänge Einblick zu gewinnen. Wie unendlich schwierig war es z. B. früher, sich ein einwandfreies Bild von der Teilung eines mikroskopischen Urtierchens zu machen. Mit dem auf das Mikroskop aufgesetzten Zeichenappa- rat muhten wir mühsam in bestimmten Zeitabständen Bild für Bild entwerfen, wobei selbst bei bestem Willen die Objektivität der photographischen Linse nie erreicht werden konnte. Diese oft Hunderte von Bildern waren und blieben Einzelbilder von Einzelzuständen, gaben aber keine 3 u Jamme n f rf) au, kein Verständnis für das fliehende Werden der neuen Tochtertiere, für den Um- und Frankfurt a. M., 11. Oft. (WEN.) Am zweiten Derhandlungstag lieh sich der Angeklagte Dr. Marr u. a. über fein- s“ Ä---' gegen die Greuelpropaganda gen, so habe er immer schriftliche Beweise nicht- Mischer Zeugen und mit Namen unterschriebene Erklärungen verlangt. Zur Abdämmung der Greuelpropaganda sei von Berlin aus ein Herr nach England gesandt worden. Die Verteidigung übergibt dem Gericht eine Mappe mit Schriften und Broschüren, deren Inhalt beweisen [oll, dah der ZV. zu allen Angelegenheiten, die den deutschen Interessen förderlich waren, in wohlgemeinter Oer erste Tag. Frankfurt a. M., 10. Olt. (WSN.) Dor der Großen Strafkammer begann Dienstag der L e * stechungsprozeh gegen den Kriminalrat Ferdinand Mührdel und den Syndikus Dr. Martin Marx. Die Anklage wirft dem Kriminalrat passive Bestechung, fortgesetzte Amtsunlerschla- aung, Urkundenbeseitiguna, Aktenbeseitigung und Verwahrungsbruch, Dr. Marx aktive Bestechung, Anstistung und Amtsanmaßung vor. Der Angeklagte Mührdel war bekanntlich bei der politischen Polizei tätig. Der Angeklagte gibt Auskunft, inwieweit Geldmittel bei der Polizei zur Verfügung standen, um die Tätigkeit von Spitzeln ;n honorieren. Dieses Thema wird in dem Prozeß noch eine besondere Rolle spielen. Vorschriften darüber, wie die Spitzel zu gewinnen und zu bezahlen waren, gibt e» nicht. Die Mittel, die zur Verfügung standen, reichten bei weitem nicht aus, und der Angeklagte erzählt, daß er aus seiner eigenen Tasche manches gab und so gewisse häusliche Ungelegenheiten ihm daraus entstanden. Ä r , . Der Angeklagte Dr. Marx ist Kaufmannssohn aus Würzburg, wo er 1889 geboren wurde. Dom Oktober 1919 an war er beim Zentralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens tätia, zuerst in Berlin, dann als Leiter der Landesstelle in Frankfurt, die die Bezirke beider Hessen zu betreuen hatte. Der Angeklagte betont, daß der Zen- traloerein es streng vermieden habe, gegen den Nationalsozialismus als solchen etwas zu unternehmen. Es wurde nur in konkreten Fallen einge- schritten, wenn man den Eindruck hatte oder vor Tatsachen stand, die den Schluß zuließen, daß eine antisemitische Betätigung oorlaa. Man war dabei nicht aggressiv, sondern nur defensiv. Zu der praktischen Tätigkeit, die man ausüble, gehörte auch die Unterstützung politischer Parteien. Unterstützt wurden Zentrum, Sozialdemo- traten, Staatspartei und teilweise auch die Deutsche Volkspartei. Vie Unterstützung geschah durch Hergabe von Mitteln. 3m Herbst 1928 wurde Mierendorf mit 2500 Mark unterstützt, der als guter Redner genannt worden war. Dem Reichsbanner wurden im Juli 1932 800 Mark gegeben, dem Zentrum 1000 Mark, der Staatspartei 500 Mark. Die Sozialdemokratie bekam aus bestimmten Gründen Bargeld nicht. Ein richterlicher Beisitzer fragt, ob von Berlin aus Anweisung bestanden hat, die Mittel für Parteien als Sonde/zweck zu verbuchen. Der Angeklagte erwidert, daß er dies nicht selbst eingeführt habe, es sei in Berlin so gemacht worden. Auf weiteres Befragen erklärt der Angeklagte, nie den Eindruck gehabt zu haben, daß etwas cachiert werden sollte. Es war keine parteipolitische Unterstützung, sondern es lag das Interesse vor, daß alle Parteien, die unterstützt wurden, gleichmäßig den Antisemitismus bekämpften. Der Angeklagte betont, dah man antinational- sozialistisch, aber nicht anlinational eingestellt war. Dr. Marx läßt sich dann darüber aus, wie der Zentraloerein die Greuelpropaganda bekämpfte, und der Vorsitzende verliest eine darauf bezügliche Stelle aus der Zentralvereins-Zeitung. Es kommt bann die Sprache auf den Etatvoranschlag des Landesverbandes. Dort steht unter Ausgaben für Abwehrzwecke: Ablieferung nach Berlin 40 000 Mk., für Verwendung im Landesverband 10 600 Mk. Als das Gericht zu der Besprechung der Einzel- fälle übergeht, bringt der Verteidiger Müller zum Ausdruck, daß alles, was der Angeklagte Marx getan habe, geschehen sei, um sich gegen drohende Gefahren zu schützen. Es werden Dann die in der Anklage aufgeführten Fälle besprochen, in denen Hundert Jlügelschläge in der Sekunde Geheimnisse des Lebens durch Zeitlupe und Zeitraffer. der ZV. gegen Beamte oorging, die sich zum Nationalsozialismus bekannt hatten. Im besonderen werden die Fälle hinsichtlich Direktor Jäger und Oberbürgermeister Dr. Ä r e b s behängt, die der ZV. u n rn ö g l i ch zu machen luckte Nach Erörterung weiterer kleiner Falle kommt dann der B o y k o 11 Der Äurfläbte Wie s - baden und Ems zur Sprache. Der Angeklagte verwahrt sich gegen den Boykottvorwurf. Wenn man oorging, so richtete sich das Vorgehen nicht lediglich gegen die Nationalsozialisten, sondern es zielte nur Darauf ab, daß es zu keinen Unruhen kam. Der Angeklagte bekam Zuschriften von ehemaligen Kurgästen, und auf eine Anfrage wurde ihm vom Magistrat mitgeteilt, daß die in den Zu- christen aufgeführten Unruhen und Belüftigungen nicht bekannt seien. Der Angeklagte behauptet, daß er nur die Agitation im Kurviertel beanstandet habe. ©er zweite Tag. Gelegentlich einer Besprechung mit dem Polizei- präsioenten sollte eine Geldsammlung für die republikanischen Gruppen arrangiert werden. Die Gelder sollten aber nicht für behördliche oder staatliche Zwecke dienen. Während bis hierher Dinge erörtert wurden, die unmittelbar mit strafbaren Handlungen nichts zu tun hatten, gelangten nun die Bestechunas- fälle, die dem Angeklagten vorgeworfen werden, zur Sprache. Am 31. Dezember 1928 erhielt M ü h r- del ein Paket mit der Inschrift: „Von uns nahestehender Sette ist mir das beiliegende Paket zur Weiterleitung an Sie übergeben worden: ich hoffe. Ihnen damit eine Freude zu bereiten. Beste Grüße." Dieses Schreiben war von Dr. Marx abgesandt. Ls drehte sich um ein Präsent, das der IDaren- Hausbesitzer IBronfer Mührdel machen wollte. Marx nimmt an, daß der Spender anonym bleiben wollte. Mührdel will sich, als das Paket ankam, zwischen Kriminalrat Mührdel und Dr. Marx zur Sprache. Dr. Marx glaubt, daß er 1928 Mührdel kennen lernte, und zwar durch die Ueberwachungen der Versammlungen des ZV. Der private Verkehr habe 1930 eingesetzt. Die Familien besuchten sich seltener zu Hause, als im EafL Mührdel habe zu dem jüdischen Neujahrsfest dem Mitangeklagten Blumen ins Haus geschickt, und Dr. Marx habe sich Weihnachten durch eine entsprechende kleine Aufmerksamkeit revanchiert. Von der Verteidigung wird daraus hingewiesen, daß in der Heimat Mührdels, im Elsaß, es Sitte sei, derart zu verfahren. Mührdel will den Mitbeschuldigten für ein M i t g l i e b der SPD. gehalten haben. Dr. Marx erklärt, daß er nie Mitglied einer Partei, auch nicht der SPD. war. Auch habe er nie persönliche Beziehungen zu dem sozialdemokratischen Polizeipräsidenten Steinberg gehabt. Er habe mit ihm nur dienstlich verhandelt, und zwar gelegentlich der Wahlen ober vor hohen Feiertagen, wenn es sich um ben Schutz ber Juden vor Ausschreitungen hanbelte. Aufnahme macht. Diese Biiber bes Filmbanbes werden bann bei ber Vorführung vom Bilbwerfer mit ber üblichen Geschwindigkeit von 16 Bildern in der Sekunde auf die Bildfläche geworfen. So kommt es, daß wir in einer Sekunde 16 Bilder aufblitzen sehen und zu einem Geschehen verbinden, die in Wirklichkeit in 16 Minuten oder vielleicht sogar Stunden gewonnen wurden. Die Verlängerungen spielen sich also, um bei dem Minutenbeispiel zu bleiben, da jede Minute 60 Sekunden Hot, mit einer 16 mal 60 größeren ober 960sachen Geschwindig- feit ab. Sa entstauben jene Bilderreihen, die einen unauslöschlichen Eindruck van der Entwicklung eines Lebewesens vom Ei bis zum fertigen Tier vermitteln und uns z. B. in den Filmen über Gewebe- Züchtung zeigen, wie nicht nur unter den liebe- wesen, ob Pflanze, Tier oder Mensch „der Kampf der Vater aller Dinge" ist, sondern auch unter ben Einzelzellen in unserem Innern. Wie im Innern jedes mehrzelligen Lebewesens ein Ringen um Sein ober Nichtsein ftattfinbet, ein Wettlauf um die besten ßebensbebingungen, ber nur gebämpit wird durch die geheimnisvolle Selbstregulation, die auch hier zwingt, bas eigene „Zellen-Jch" in den großen Zellenstaat einzufügen, dem die Einzelzelle ange- hört. Filme von ungeheurer Wucht, die selbst Die dauernd mit solchen Dingen umgehenden Forscher verblüfft haben durch ihre ungeahnte Anschaulich- wie und an wen ber Betrag verteilt werben sollte, verschwieg Mührdel dem Präsidenten gegenüber, das gibt Mührdel zu. Lr gab den Betrag Dr. Schäfer, der ihm unterstellt war, uud dieser teilte ihn In drei Beträge zu je 50 Mark, die an Mührdel, einen Kriminalbeamten und an Dr. Schäfer gingen. Es fällt auf, daß fein Untergebener Dr. Schäfer die Verteilung oornahrn, aber Mührdel fuchl Bedenken diefer Art durch die Behauptung zu zerstreuen, daß es bei ber polnischen Polizei eigentlich ein Unter- gebenenoerhältnis nicht gab: bort habe Äamerab- schaftlichkeil geherrscht. Mührbel hat aber bei seiner ersten Vernehmung bestritten, von Dr. Marx ober burch Dr. Marx Belohnungen erhalten zu haben. In der Nachmittagssitzung kam die Sprache auf die Zahlungen, die lausend an Kriminalrat Mührdel von der Geschäftsstelle des ZV. gemacht wurden. Dr. Marx schilderte zunächst, wie es zur Beschäftigung eines Spitzels kam. Es erschien im Büro eines Tages ein Mann, der sich als erwerbsloser Nationalsozialist bezeichnete. Er sei zwar Nationalsozialist, wolle ober in ber Juben- frage nicht mittun. Es kam zu einer Besprechung mit Kriminalrat Mührbel, unb es kam danach auch zu einer Beschäftigung. Der Spitzel, der Sohn eines höheren Gerichtsbeamten, bekam die Chiffre 1930. Er stellte mit Erfolg verschiedene Ermittlungen an unb würbe bafür bezahlt Dieser Spitzel ist wegen ßanbesoerrats unb Diebstahls bestraft unb sitzt augenblicklich in Strafhaft Es würbe bann besprochen, ob bie Spitzel ihre Gelder quittieren mußten, und wie die Verbuchungs- methoden waren. Dr. Marx äußerte sich dahin, daß die Spihelgelder unter den Rubriken „Sonderzweck". „Nachrichtendienst" oder „Telegrammgebühren" verbucht wurden. Arn Schluß des zweiten Verhandlungstaaes äußerte sich Mührdel zu den Bestechungsfällen. Er schilderte ausführlich feine Arbeit mit ben Spitzeln. Es fällt auf, baß er als Kriminalbeamter nicht in der Lage ist, ben Namen bes Hauptspitzels nennen z u können, ber brei Jahre für ihn arbeitete. Die Angaben Mührbels über bie Hohe ber empfangenen Spihelgelber stimmen mit den früher gemachten Angaben nicht völlig überein. Die Verhandlung wirb am Donnerstag fortgefetzt. , plinargesetz nochgeschlagen unb die Auskunft gegeben, daß dort stehe, daß man ein G e f ch e n k n i ch t zurückweisen dürfe, wenn man mit dem Geber bekannt sei, man würde sonst den Geber beleidigen. Der Angeklagte Mührdel betont dann, daß er sich, wenn er Gaben erhielt, immer revanchiert habe. Das Paket, bas von dem Warenhausbesitzer stammte, enthielt Südfrüchte. Der Angeklagte nimmt an, daß er die Gabe erhielt, weil er dem Warenhausbesitzer privat eine Auskunft über einen Polizeispitzel gab. Dem Angeklagten wird vorgehalten, wenn es eine Privatsache war, so hätte er sich doch nicht zu erkundigen brauchen. 3m Dezember 1932 übersandte weiter ein Kursmakler ein Paket mit Lßworen an Mührdel. Mührdel erklärt hierzu, daß er den Kursmakler kannte, daß er aber nie in persönlichen Beziehungen zu ihm gestanden habe. Mührdel will sich mit dem Polizeipräsidenten Steinberg besprochen haben, wie er sich bezüglich des Pakets verhalten solle. Er hat bann das Paket der Sanitätsstelle der Polizei- mannfchaft zur Verfügung gestellt und dem Spen- der mitgeteilt, dah es weder üblich, noch ben Beamten gestattet fei, Spenben anzunehmen. Im Sommer 1929 erkrankte Mührbels Kind, und Dr. Marx richtete an einen Arzt ein Empfehlungsschreiben, Mührbel gefällig zu fein; er sei ihm auch schon gefällig gewesen. Die Anklage erblickt darin eine Beoorteilung Mührdels. Am 18. Mai 1930 wurden auf dem israelitischen Friedhof von Schulbuben fünf Grabsteine umgestürzt. Der Fall wurde von der politischen Polizei geklärt. Die Israelitische Gemeinde hat sich für die Tätigkeit der Polizei, so sagte Dr. Marx, dankbar erweisen wollen, und es wurden von ihm dem Leiter der politischen Polizei, Mührdel, 150 Mark für bie Beamten ausgehänbigt, bie sich um bie Aufbeckung ber Tat oerbient machten. Es lag bei ber Hingabe nicht in ber Absicht, bie Beamten zu pflichlwibrigen Hanblungen zu verleiten. Die Hanblung, fo betont Dr. Marx, war ja längst abgeschlossen. An wen ber Betrag verteilt würbe, wußte er nicht. Er rechnete auch nicht damit, baß ein Teil bes Geldes in der Hand Mührdels verbleiben würde. Mührdel hat sich beim Polizeipräsidenten Steinberg erkundigt, der ihm hinsichtlich der Annahme sagte: bei einem Polizeiamtmann erkundigt haben, ob himnu yeuit um uumtiujvum nichts im Wege stehe, wenn er es annehme. Der der kinematographische Aufnahmeapparat, Amtmann habe in einem Kommentar zum Diszi- I malisch alle Minute oder Slun ©rutsche Mode Das Wort „Mode" wird im allgemeinen Sprachgebrauch auf die Art angewandt, in der sich die Menschen, insonderheit die Frauen, zu kleiden gewohnt sind. Die Mode bildet einen Teil unserer Kultur- und Sittengeschichte. Erst seit der Zeit Ludwigs XIV. von Frankreich (1643—1715) hat die Mode einen internationalen Charakter angenommen, und die französische Mode wurde zur Welt- mode. Nur in geringem Ausmaß hat die englische Mode — bei den Männern mehr als bei den Frauen — zeitweise Einfluß erlangt. Auch heute ist ber sranzösische Einfluß noch stark, wenn er auch lange nicht mehr bie Bebeutung hat, wie in ber Vorkriegszeit. Dieser Rückgang hat wohl in der Hauptsache finanzielle Ursachen. Unsere beutschen Frauen sind nicht mehr in ber Lage, bie Gelber auszubringen, die notwendig sind, wenn man sich nach Pariser Mode kleiden will. Ersreulicherweise Ist neuerdings bei uns im deutschen Vaterland eine starke und, wie wir hoffen wollen, nachhaltige Strömung aufgekommen, sich ganz von französischem Einfluß freizumachen und eine „deutsche Mode" ins Leben zu rufen. Solche Versuche sind schon mehrfach gemacht worden, haben aber nie zu dem gewünschten Ersolg geführt. Ls ist aber vielleicht nicht ganz ohne Interesse zu hören, daß sich auch einmal im Krieg eine deutsche Militärbehörde mit dieser Frage eingehend beschäftigt hat, weil nämlich die „Mode" und die feindliche „Propaganda" eine Verbindung miteinander eingingen, die im vaterländischen Inter- e|fe unbedingt vernichtet werden mußte. Unter den tausenderlei Mitteln und Wegen, die unsere Feinde ausfindig gemacht hatten, um lang- fam aber sicher das Gift der Verhetzung, Zersetzung unb Zermürbung in unser Volk zu tragen, spielten auch Die Pariser Modezeltschristen eine Rolle. Sie wurden während des Krieges auf dem Wege über die Schweiz nach Deutschland geleitet, und in ihnen befanden sich versteht unb getarnt alle möglichen Notizen unb kleinere Aufsätze, bie geeignet waren, auf bas weibliche Gemüt zu wirken, unsere Wider- ftonbskraft zu mindern, die Hoffnung auf einen siegreichen Ausgang bes Krieges zu nehmen, unsere Staatsform unb unsere Regierung für den Krieg und die Not verantwortlich zu machen usw. Man rechnete dabei auf die Wirkung, bie bas gedruckte Wort, namentlich wenn es aus dem Ausland kommt, auf deutsche Leserinnen von jeher ausgeübt hat. Als die Preffeadteilung des stellv Generals • manöos XVJ1L 81. 5t tu Frankfurt a. M. diese Quelle entdeckte, wurden die aus der Schweiz hereinflutenden Pariser Mode-Iournale verboten und beschlagnahmt. Nur wenige machen sich einen Begriff von der Zahl dieser über bie beutsche Grenze gesanbten Zeitschriften, bie gerade in der Kriegs- zeit von den Franzosen auch solchen Firmen und Privatpersonen zugestellt wurden, die bislang noch gar keine Abonnenten waren, weil man eine möglichst ausgedehnte und tiefgreifende Wirkung ausüben wollte. Die Beschlagnahme hatte auch den Zweck, den Abfluß deutschen Geldes nach den Feind- floaten zu verhindern, denn wir brauchten unser Geld wahrhaftig für andere Zwecke, als für Pariser Modejournale. Was war nun die Folge dieser Beschlagnahme? Ein Sturm der Entrüstung — bei den beutschen Modefirmen, die behaupteten, daß man ihnen den Lebensfaden abschnitte, und ein Sturm Der Entrüstung bei einzelnen Frauen, denen man dadurch die Möglichkeit nahm, sich an den französischen Modetorheiten zu erfreuen. Daraufhin wählte man von feiten der Pariser einen anderen Weg, um zum Ziele zu kommen. Die Vertreter und Vertreterinnen deutscher Modefirmen wurden nach der Schweiz geladen, trafen sich dort mit ihren französischen Kollegen und tauschten nun im unmittelbaren Verkehr „Schnittmuster" und auch „Gedanken" aus. die in ihrer Wirkung den gleichen Zweck verfolgten, wie die Propagandanotizen in den verbotenen Journalen. Es gab in der Kriegszeit, im Kampf auf Leben und Tod, deutsche Frauen, die glaubten, nicht ohne Pariser Mode leben zu können. Ein trauriges Kapitel deutschen Nationalgefühls. Um diesem Treiben entgegenzuwirken, hatte sich der „Deutsche Modebund" gebildet und es sich zur Ausgabe gestellt, eine .deutsche Mode" ins Leben zu rufen. Große Verdienste hat sich in dieser Beziehung Herr Professor Leven von der Kunst- gewerbeschule Hanau erworben, dessen Bemühungen, unterstützt von ben Herren der Presseabteilung des Generalkommandos, es gelang, eine deutsche Modefchau in den Räumen ber Tlobefirma Frank in Frankfurt zu schaffen, die ben deutschen Frauen zeigen sollte, wie man mit deutschen Stoffen unb deutschen Mustern ganz hervorragend einfache und wirkungsvolle Kostüme heroorbringen könne. Die Modefchau sollte finnfällig zeigen, daß es wohl möglich fei, sich von den französischen Vorbildern freizumachen. Eine Reihe fürstlicher Damen, an deren Spitze die Frau 5t r o n p r i nie f f i n Cecil i e stand, traten dem Bund bei. Wenn es nicht gelang diesen Gedanken erfolgreich durchzuführen, *o teg dies am Ausgang bes Krieges, ber den Bestrebungen ein Ende machte. Wenn man bedenkt, daß in der Vorkriegszeit alljährlich viele Millionen Mark für Pariser Modeartikel nach Frankreich gingen, so wird man erkennen, daß es sich hier nicht nur um einen Kampf gegen die Nachäfferei fremder Sitte handelt, sondern auch um eine finanzielle Frage. Denn war es nicht Nachäfferei, als z. B. im Jahre 1913 die Pariserinnen als Kompliment für ihre englischen Freunde die schottische Mode (Highland) einführten, die deutschen Frauen diese Mode sofort nachmachen mußten, mit dem Erfolg, dach die Französinnen sich über ihre deutschen Geschlechtsgenossinnen luftig machten. Allein für diese Modeerfin- bung gingen Tauscnbe unb Abcrtausenbe von Mark nach Paris. Achnlich ging es mit anberen französischen Mvbeschöpfunaen, z. B. ben Bulgaren Blusen Enbe ber achtziger Jahre bes vorigen Jahrhunberts. Man könnte noch eine Fülle von Beispielen anführen für biese Nachäfferei französischer Mode burch beutsche Frauen, bie sich boch barüber flar sein sollten, baß bas, was ben Französinnen steht, sich noch lange nicht für beutsche Frauen eignet. Aus finanziellen Grünben, vor allem ober aus ©rünben der Selbstachtung sollte endlich mit der französischen Mode Schluß gemacht werden. L. Q. „Moral und Liebe/* Dieser Film, den man seit gestern im neuen Programm bes Lichtspielhauses zu sehen bekommt, empfing feine entscheibenbe Anregung aus den mannigfachen wirtschaftlichen Noten und Wirren unserer Zeit: ein Fall, der sich in solcher Zuspitzung des Konfliktes zwar Dcrhältnismäfeig selten ereignen dürfte, der ober als Problem mit dem ernsthaften Willen zur Lösung zur Diskussion gestellt unb mit allem hier bringend gebotenen Takt be- hanbelt wirb. (Buch von Max Glaß.) Lus dem ursprünglich rein sozialen Fall entwickelt sich Schritt für Schritt ein Ehefchaufpiel, bas sowohl psychologisch wie kriminell mit außerorbentlicher Spannung zur Entscheidung getrieben wirb. Das Urteil barüber, wie biese Entfcheibung ausfällt, wie bas Frauenopser, bas hier dargestellt wirb, unb bie Haltung unb Hanblungsweise ber am nächsten Beteiligten zu bewerten ist, muh jeder Beschauer für sich selbst fällen. Nach dieser Beurteilung wird es sich auch richten, ob man in dem Film in erster Linie ein soziales Schauspiel, ein Ehedrama ober ganz einfach einen Kriminalfall sehen will. Doch würbe man. wie uns scheint, ben Herstellern unrecht tun, wenn man ihnen lediglich zubilligen würbe, einen Iparnenben Kriminalfilm mit dankbaren tbeatrofi|d)en Wirkungen gebrent zu haben. Die Regie (Georg Jacoby- behandelt bas aus mehreren Orünben äußerst heikle Thema sehr dezent, babei filmisch geschickt, mit pointiertem Bilbschnltt unb sließenb ineinanbergreifenben Szenen. Die Spielführung wirb burch eine ausgezeichnete Besetzung höchst einbrucksvoll unterstützt. In ber weiblichen Hauptrolle finbet man Grete Mosheim, die weniger ihrer äußeren Erscheinung als ihrem barstellerischen Charakter nach hierfür befonbers geeignet erscheinen muhte: sie gewinnt ber fpröben unb schwierigen Rolle mit vorsichtiger Steigerung unb schlichten Mitteln — besonders gegen Ende hin — das Aeußerste an Wirkungsmöglichkeit und menschlichem Ausdruck ab. Ihr Partner (im Privat« leben übrigens ihr Gemahl) ist Oskar H o m o l f a ; man kennt ihn als klugen und oft urwüchsigen Charakterspieler, ber. hier sehr beherrscht unb unter wohltuenbem Verzicht auf äußere Effekte eine starke unb überzeugenbe Leistung gibt. Johannes Bie« mann, sonst ein geschätzter, mit gepflegten Mitteln arbeitender Bonvivant, gelangt hier mit einer ernsten Rolle weit über den feftgelegten Rohmen seines eigentlichen Faches hinaus. Seyr scharf und eindeutig umriffene Gestalten sieht man ferner von Rolo B a l e 11 i, Camilla Horn (bie sich inzwischen, wohl unter bem Einfluß der Garbo, zu einem ganz neuen Tnpus entwickelt hat), Hilde Hildebrandt, Ernst Dumcke. und Paul Heidemann. — Auf bie Bühnenschau, bie im Beiprogramm viel Anklang finbet, würbe bereite hingewiesen. —r— Zeitschriften. — ©e ft ermanne Monatshefte bringen in ber Oktobernummer eine Abhanblung non Franz Linde über ben Maler Franz Lenk, bie burch neun farbige Abbildungen bem Leser ben Maler nahe- bringt. Das Heft ist auch weiter sehr reichhaltig. Es sei ber Aufsatz „Die Grundlagen ber nationalsozialistischen Weltanschauung" von Dr. I. von fieers und „Die Wiedergeburt der Kirche und unsere deutsche Sendung" von Dr. Hans Beyer besonders ermähnt. „Die Runen und bie Herkunft ber Buchstabenschrift" behanbelt Universitäts-Professor Dr. Gustav Neckel. Werner Jansen gebenft bes 70. Geburtstages von Gustav Frensien. R. I. Eck schreibt eine einbrucksvolle Abhandluna über .Minder, bie keine Freunde hoben". Aufmerksamkeit dürften auch die Artikel „3m Brutgebiet der Silbermöwen" von Gertrud Scheelk mit acht Aufnahmen der Verfasserin unb „Zwischen Wäldern, Schilf unb Wiesen* von 6. Skid mit elf farbigen Zeichnungen finden. Von Georg Grabenhorit finden wir eine feinsinnig* Novelle „Der ferne Ruf". i* er. toetbcn 11 rfsl"lie i Ä-hJ ■**.&!* 1 !* $ fc »&•« ninalr &«[ r"*?S5 •Ws Ukr n»Ä?: KÄ !am die Chttke ®rmitK !-Dieser Svidel Äh'4 ™ R Wn, datz 2,rifeJ nSonbet. »Idegtaam. Dueben. jWtafles äußerte off« ffr schilderte W'Mn. (Es fiat ' "ich/ /n Ser "p/sp'tzels 1 2ahre für ihn . ^er bie immrn xn\t ben öffift überein. Die a9 lOrtfteVfjt >tr bes gilmbanbes ng vom Sübmerfer von 18 Silbern in eoorien. So kommt 16 Silber aufblüjen wrbinben, dis in ber vielleicht fogar )it Verlängerungen Mnutenbeifpiel zu inben hüt, mit einer fachen Geschwind ihen, die einen un- (Entwidlu ng eines fertigen Tier oer- nen über &twebe> unter ben tot- W „ber fiampf >ern auch unter den n. Die im Innern 5 ein Ringen um ein Wettlauf um bie nur gebämpft wirb itregulaiion, bie auch vX in ben großen bie Einzelzelle anae» Wucht, bie ielbft Die umgehenden Forscher »geahnte Anschaulich- nen mit unb oollsbrlbnenfche Mch^l^etzte^eit, lle Thema fehr dezent, ointiertem Dildschm senden Szenen. W ;e ausgezeichnete w terftüfet 3n öeJ ® fflrete Moshes- ildjeinung f SÄ 'ont>er9-6&unb ?:S«S Ä*ä* "d im und tifc SgSSSjff. bt. ®4fiS* " ,8w m« ngt m , »Hnen raus Seh DOn Ml "’Ä in' fi«r’h,? 0Ä i« l*en 1. bis 3. Dezember vorgesehenen Kreis- ch a u. Es wurden im einzelnen alle Bedingungen ür die Beteiligung feftgelegt. Der Rechnungsabschluß des früheren Bezirks (Kreis Alsfeld unb Lauterbach) wies einen Kassenbestand von 24,60 Mark auf. Er wurde auf die beiden Kreise verteilt. Unter „Verschiedenes" gab ber Kreissührer bekannt, baß er sämtliche Zuchten ber Mitglieder besichtigen werde. Den Vereinsvorständen trug er auf, mit Eifer an die Arbeit zu gehen. ft. Kirtorf, 11. Okt. Diefer Tage fand im Saale der Gastwirtschaft Becker eine Versammlung der hiesigen Ortsgruppe des N S. - H A G O., sowie aller Handwerker unb Gewerbetreibenden statt. Der NS.-HAGO.-Ortsführer, Pg. Hch. Gail, erläuterte die Umbildung des Kampfbundes des gewerblichen Mittelstandes in die Nationalsozialistische Handwerks-, Handels- und Gewerbe-Organisation und den Gesamtverband des Handwerks, Handels und Gewerbes. Weiter erklärte er die Wichtigkeit des Zusammenschlusses bes Handwerks. Mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Reichspräsidenten v. Hindenburg und ben Führer Abolf Hitler wurde bie Versammlung geschlossen. Kreis Lauterbach. * Ilbeshausen, 11. Okt. Als biefer Tage gegen abend der 11jährige Karl Löffler das Vieh von der Weide heimtreiben wollte, erlitt er einen schweren Unfall. Vermutlich durch das Licht eines Kraftwagens geblendet, bemerkte er am Bahnübergang nach Hochwaldhaufen den herannahenden Zug nicht und wurde von ber Lokomotive erfaßt. Der be« bauernswerte Junge erlitt eine schwere Kopf- rounbe, aufjerbem würben ihm bie Zehen eines Fußes abgefahren, so baß er nach ber Chirurgischen Klinik in Gießen gebracht werben mußte. Wie wir erfahren, geht es bem Knaben ben Umständen entsprechend gut. Handball im Gau XII der OT. Launsbach I — Ruttershausen I 10:4 (5:2). Das erste Serienspiel gestaltete sich zu einem hohen Siege des Gastgebers. Launsbach war durch fein gutes und schnelles Zusammenspiel klar überlegen. Bei Ruttershausen scheiterten fast alle Angriffe an den vielen Einzelaktionen. Hochelheim I — Nauborn I 15:2 (6:1). Die Gäste traten zu diesem Verbandsspiel mit zwei Mann Ersatz an, während die Platzbesitzer komplett standen. Das Spiel brachte zuerst die unterlegene Mannschaft mit einem Tor in Führung. Der Ausgleich fiel jedoch unmittelbar darauf. In regelmäßigen Abständen gab es bis zum Wechsel weitere fünf Tore für die Platzelf. Nach dem Wechsel verlor die Mannschaft der Gäste durch Umstellungen an Schlagkraft und muß sich fast ausschließlich auf die Verteidigung beschränken. Die Platzbesitzer führten indessen ein schnelles und wuchtiges Spiel vor und gewinnen nach Belieben. Die Gäste waren trotz der hohen Niederlage nicht so schlecht, kombinierten aber zu viel und vergaßen das Schießen. Klein-Linden I — Lützellinden I 2:12 (1:7). Die Platzmannschaft konnte gegen die Gäste, deren Sturm ein sehr gutes Spiel pflegte, nicht ankommen und verlor recht eindeutig. Das Spiel wurde hart durchgeführt, blieb aber stets in den Grenzen bes Erlaubten. Hochelheim II — (Erba I 8:3. Auch in biefem Spiel dokumentierte bie Platz- Mannschaft burch besseres Spiel ihre Überlegenheit. Garbenteich I — Wieseck I 15:0. Die Gästemannfchaft hat gegenüber ihrer früheren Form viel eingebüßt. Garbenteich bot eine gute Gesamtleistung unb gewann nach Belieben. Ahbach I — Krofdorf I 4:7. Die Platzbesitzer mußten in diesem Punktekampf eine verdiente Niederlage einftecken. Die Gäste konnten im Sturm gut gefallen. Wißmar — Launsbach 4:2. Das Ergebnis bedeutet zweifellos eine lieber- rafchung. Wißmar, das auf eigenem Platz stets einen gefährlichen Gegner abgab, spielte gut und war stets etwas im Vorteil. VfB. Gießen. In der jüngsten Nummer der „Amtlichen Sport- nindschau des Gaues XII Nordhessen" vom 11. Ok- tober ist unter der Anordnung 8 des Gauführers Riemann folgende amtliche Mitteilung ver- öffentlicht: „Der VfB. Gießen hat den Zusatz des Gründungsjahres 08 in feiner Namensführung zu streichen". Berufung der Führerschaft im Gau XII (Nordhessen) der DT. Der Führer des Gaues XII (Nordhessen) ber DT., Bernhard Andr 6 (Hersfeld), hat in die Führung des neuen Gaues berufen: Dr. Hermann Rau (Butzbach), Bezirksführer des Bezirks Gießen, als stellvertretenden Gauführer; Hilfsschuttehrer Konrad Samer (Hersfeld) als Gaugeschäftsführer; Oberinspektor Wilhelm Herzog (Kassel) als Gaukassen- wart; Oberreallehrer Rudolf Paul (Gießen), Be» zirksoberturnwart des Bezirks Gießen, als Gau- oberturnwart; Turn- und Sportlehrer Christian Siebert (Hersfeld) als Schriftleiter des Gaublattes; Lehrer Heinrich O st w a l d (Bad-Nauheim), Bezirkspressewart des Bezirks Gießen, als Gaupresse- und Werbewart; Mittelschullehrer Fritz F o 11 m a n n (Kassel) zum Gaudietwart; Kaufmann Henner Rudolf (Spangenberg) als Gaujugend- roart; Karl Denn (Kassel) als Gauspielwart; Mittelschullehrer Rudolf H a r b u g (Kassel) als Gau-Männerturnwart und Geländesportwart; Franz Sauer (Gießen) als Gauschwimmwart; Max Engelbrecht (Kassel) als Gauvolksturnwart. Zu ernennen find noch der Frauenturnwart und der Gaufechtwart. Der bisherige Gauoberturnwart des Gaues VII (Oberweser), Studienrat Adolf Schnaedter (Fulda), wurde zum Ehren-Gauoberturnwart, der bisherige Gau-(Kreis-)Vertreter B. Engelhardt (Efchwege) zum Ehren-Gauvertreter ernannt, beide mit Sitz unb Stimme im Gau-Hauptausschuß. Bekannte Heffeniurner in der Gauführung. Rudolf paul, Gießen, Gauoberturnwark. Durch die Neueinteilung des Turnens und Sports scheidet unser Heimatbezirk (Gau) Hessen aus dem Verbände des bisherigen Mittelrhein-Gaues (Kreises) und tritt mit noch andern mittelrheinischen Turnbezirken als Bezirk Gießen zum neuen Gau (Nordhessen) ber DT. über. Der Führerring bes Gaues Nordhessen ist nunmehr gebildet. Wir begrüßen es freudig, daß der Gauführer A n d r ö, Hersfeld, eine ganze Reihe von bekannten Hessenturnern zu feinen engeren Mitarbeitern berufen hat, fo den Bezirksführer Dr. Rau, Butzbach, zum stell- vertretenden Gauführer; Bezirksoberturnwart Rudolf Paul, Gießen, zum Gauoberturn- wart; Bezirkspressewart H. Oßwald, Bad-Nauheim, zum Gaupresse- und Werbewart; Bezirks- schwimmwart Franz Sauer, Gießen, zum Gauschwimmwart. Damit ist seitens des Gauführers anerkannt, daß mit dem Bezirk (bisherigen Gau) Hessen ein turnerisch leistungsfähiges Gebiet dem neuen Gau Nordhessen angegliedert worden ist. Bezirksführer Dr. Stau, Butzbach, wirb demnächst seinen Führerstab im Bezirk Gießen ernennen unb bie Kreiseinteilung vornehmen. Oer AvD. in -er Einheitsfront -er Kraftfahrer Uebereintommen zwischen und AvD. ton « uw «-lirtf* .... 1W Mb> als neu« fl Lon Eta« Wirtschaft nur le ■ Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt belchlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 o. f). Devisenmarkt Berlin — Frankfurt o. M. Banknoten. Die den Umsätze waren hierin jedoch zunächst klein, und wenige Spezialpapiere lagen lebhaster. Unter 6nt hot Dttmiid viel gtöfoert Tolks iicgi bingkx Blii ÜnbÄufung lidja, seelist Polßtörpn wtiiger hoh »adwen-bai gnunbr Lllci oikisach gar »flanyn sich tolltn mit ii)i Immer fiärkk Franzosen werden jedoch in der Rekordliste der internationalen Verbandes (IAAF) nicht mehr geführt. urtönliie Ek^Stn ui 'i-'.’.®'« rass 11 »ni it .yMble t tm "vag ,5 ßJSfkr littst V £ ?'S-br •6. lber h^rn — , erlebt an r k ‘ 1 ’ Unser hat dem ragende Leistungen und ließ nur nach seinen Defekten bei den Meisterschaften nach. Durch kämpferische Großleistungcn und starke Beteiligung brachte es Wißbrocker zu einem guten dritten Platz. Er und auch Rausch rückten besonders in der ersten Hälfte der Saison der Extraklasse bedenkllch nahe, leider ließen sie später wieder etwas nach. Der neue deutsche Meister Metze gehört nun wohl nach seinen Erfolgen jetzt offiziell der Extraklasse an. Einen Maßstab für Walter Sa wall kann man in I I''testen R ? f16. daß i I »re Leden P U'-ht die M I W« td und j n Mbstsählte übe | L >dt des Leb Ml rrcrlooütg C ® krtmenät ft Rti Menschenkii I F'fn iütr 22! W-rsaufftiet II1* Äber ] 1'2, 11 stürzen ■ ,< 'gsorqanilat |pi|e bestimmt If ' || f’ 'Uhlen jeb drall I. u rt unilOttf f ||Ä?r Sein und HLJil0*’5 yus So eröffneten auf die Einberufung der GD. Reichsbank 1,75 o. H. fester und zogen später weitere 1 v. H. an. Die günstigen Ziffern des Stahlvereins-Quartalsberichtes bewirkten am Montan- markt eine recht feste Tendenz, und die meisten Papiere eröffneten von 0,25 bis 1 v. H. höher, Phönix gewannen 1,50 o. H. Elektrowerte lagen uneinheitlich: Siemens (minus 1,50 v. H), dagegen Licht und Kraft (plus 1,75 o. H.), AEG. (plus 0,50 v. H.), Bekula (plus 0,25 v. H). JG.-Farben eröffneten zwar 0,50 v. H. niedriger, lagen aber doch recht widerstandsfähig und zogen rasch wieder auf 115,50 (plus 0,50 v. H.) an, Scheideanstalt gewannen 0,75 v. H. U. a. eröffneten noch Daimler mit plus 0,90 o. H., Aschaffenburger Zellstoff (minus 0,75 o. H.) und Akkumulatoren (minus 1,25 v. H). Schiffahrts- und Verkehrswerte waren behauptet. Am Rentenmarkt wurden die höheren Vorbörsenkurse nicht ganz erreicht, immerhin lagen Neubesitz mit 11,90 10 Pfennig, Altbesitz mit 78,75 bis 79,50 1,25 v. H. und späte Reichsschuldbuchforderungen mit 87,25 0,75 v. H. fester. Stahloerein- Bonds lagen besonders fest und gewannen 2 v. H. Im Verlaufe blieb die Stimmung f e st. Die Kurse zeigten sowohl für Aktien, als auch für Renten weitere Erhöhungen, wobei aber die Dioidenden- papiere mehr in den Vordergrund traten. Besonders Montanwerte blieben lebhaft und nochmals meist um 1 bis 1,50 v. H. fester, auch JG.-Farben lagen mit 116,75 (plus 1,25 v. H.) fest, ferner konnten sich Siemens auf 136 (plus 1,50 v. H.) erholen und Bekula stiegen sogar auf 117 (plus 2,50 o. H.). Späte Reichsschuldbuchforderungen erreichten 87,75 (plus 0,50 d. H.), während Altbelitz auf Gewinn- Mitnahmen 0,50 o. H. und Neubesitz 22,50 Pf. zu- rückgingen. Auch die Aktienmärkte schloffen teilweise nickt ganz behauptet, JG.-Farben 116,25. Am Kassamarkt lagen Frankf. Hyp.-Bank gegenüber der Abendbörse mit 72,75 (plus 2,75 v. H.) weiter fest. Der R e n t e n m a r k t wies wieder ziemlich lebhaftes Geschäft auf. Don Staatsanleihen zogen 1927er Reichsanleihe von 87,25 auf 89 v. H. an. ,n- Vie' Fami . Beilage ^stellgedLh - fi logisches ' jr Ä; bQ5 M V» btn tauft t haben ro' * Adlerwerke norm. Heinrich Sieger 21®., Frankfurt a. M. Die Aufwärtsentwicklung des Automobilabfatzes bei den Adlerwerken hat auch in den Monaten August und September weiter angehalten, ganz im Gegensatz zu früheren Jahren, wo sich in dieser Zeit bereits die saison- mäßige Abschwächung stark bemerkbar machte. Mengenmäßig liegt der Absatz weit über dem des Jahres 1929. Diese Entwicklung wird in erster Linie auf die Förderung der Automobilindustrie durch die Maßnahmen der Reichsregierung»zurück- geführt und nicht zuletzt auch auf die Erfolge der Adlerwagen bei sämtlichen internationalen Konkurrenzen. Die Gesellschaft ist mit ausreichenden Aufträgen für die nächsten Monate versehen, so daß die Belegschaft über den Winter gehalten werden kann, die gegenwärtig etwa 1700 Mann größer ist als zu Jahresbeginn. * Hanomag voll b e s ch ä f t i g t. Die Hannoversche Automobil- und Schlepperbau - GmbH., Hannover (Hanomag), kann von einer weiteren Steigerung des Auftragseingangs berichten, so daß das Werk nach zahlreichen Neueinstellungen in den letzten Wochen nunmehr voll beschäftigt ist. Nicht nur die Personenwagen, darunter ganz besonders die 6/32-?8-Automobile, finden rege Aufnahme, sondern auch im Zugmaschinengeschäft hält die Belebung an, zumal es in den letzten Wochen gelungen ist, wieder neue Auslandaufträge auf Traktoren aus Britisch- Ostindien und West- und Ostafrika hereinzuholen. Frankfurter Börse. Mittagsbörse fest. Frankfurt a. M., 11. Okt. Das Hauptinteresse der Kundschaft erstreckte sich wieder auf den Rentenmarkt, doch war die Bewegung nicht mehr so einseitig aus dieses Gebiet zugeschnitten, denn auch der Aktienmarkt zeigte, besonders im Verlaufe, eine bemerkenswerte Festigkeit. Das spekulative Interesse in den variabel gehandelten Rentenpapieren war nicht mehr so stark wie seither, und man wandte sich in kleinern Umfange auch den seit Tagen vernachlässigten Aktien zu. Die Erfüllt o»p dem großen Gcbqnken des Zusammenschlusses der deutschen Kraftfahrer, hat der Automobilclud von Deutschland auf Grund eines Ueberemfommens mit dem Nationalsozialistischen Krastsahr-Korps sich heute in die Einheitsfront eingegliedert. Entsprechend seiner international anerkannten Stellung wird der AvD. als Stammclub ® e r • 1 i n erhalten bleiben und vornehmlich die Aufgabe haben, den deutschen Kraftfahrsport auf internationalen Kongressen und in der AJACR. zu vertreten. Die Rcichsorganisativn des AvD., d. h. das Kar- tellverhältnis des AvD. zu seinen sämtlichen Kartell- klubs, wird hiermit aufgelöst. 3m Geiste seiner eigenen Eingliederung In die Einheitsfront der firaftfa^rer fordert der AvD. hiermit seine sämtlichen ftartellflubs auf, sich ebenfalls in den Dienst der großen oaterlan- dischen Sache ju stellen und demzufolge ihre ZTlitglieber und gesamten Organisationen in den DDAC. bzw. dessen (Baue und Ortsgruppen überzuführen. Mit dem Präsidenten des Bayerischen Automobilclubs ist bereits eine derartige Vereinbarung getroffen worden. Das Präsidium des AvD., dem die Führung der Geschäfte des Clubs obliegt, ist einem neu zu bil- denden Kuratorium verantwortlich. Vorsitzender des Kuratoriums des AvD. ist der Korpsführer des NSKK., Obergruppenführer Hühnlein. Der Stellvertreter des Präsidenten des AvD-, Direktor Dr. Max Jlgner, ist zugleich Vizepräsident des DDAC. Hierdurch ist die enge Verbundenheit des AvD. mit dem NSKK. und dem DDAC. auf allen Gebieten sichtbar zum Ausdruck gebracht. Das Präsidium des AvD. setzt sich wie folgt zusammen: Präsident: Adolf Friedrich Herzog zu Mecklenburg: Stellvertreter des Präsidenten: Direktor Dr. Max Jlgner: Vizepräsidenten: Geheimrat Freiherr' Rudolf von Brandenstein und Konsul C. O. Fritsch. — Die laufenden Geschäfte führt der Generalsekretär. Der AvD. wird außer seinem Berliner Stammklub keinerlei Organisationen, Ortsgruppen oder dergleichen im Reich unterhalten. Der AvD. überträgt die Durchführung sämtlicher auf dem Gebiete des Sportes, der Touristik und der wirtschaftlichen und technischen Beratung liegenden Fragen auf den DDAC. Der AvD. wird hierfür in seinem Büro nur Verbindungsstellen zum DDAC. unterhalten. Die Mitgliederzahl des AvD. wird auf der ungefähren Hohe der Mitglieder des Berliner Stammklubs des AvD. erhalten bleiben und im wesentlichen aus führenden Persönlichkeiten, insbesondere des internationalen Lebens bestehen. Diesen Mitgliedern steht im Nahmen der Ausnahmebedingungen die Doppelmitgliedschaft beim NSKK. und DDAC. frei. Der AvD. behält seine alten seit dem Gründungsjahre 1899 bestehenden Abzeichen bei. Der AvD. führt für feine sämtlichen reichsdeutschen Mitglieder pro Mitglied einen Jahresbeitrag von 30 Reichsmark an den DDAC. ab (entsprechend dem Mitgliedsbeitrag für ordentliche Mitglieder des DDAC.): hierfür stellt der DDAC. sämtlichen Mitgliedern des AvD. seine wirtschaftlichen Einrichtungen (Triptyks, technische und juristische Beratung usw.) zur Verfügung. Der AvD. beteiligt sich so in derselben Weise wie der DDAC. an der Förderung des Kraftsahr-Geländesports des NSKK. Darüber hinaus erklärt sich der AvD. bereit, einen festen Betrag zur Förderung der Motor-SA. und Der Motorisierung der Jugend jährlich zur Verfügung zu stellen. Berlin, Den 7. Oktober 1933. Nationalsozialistisches Kraftfahr- ko r p s (gez.) Hühnlein, Obergruppenführer. Automobilclub von Deutschland (gez.) Adolf Friedrich Herzog zu Mecklenburg, Präsident. Die Rangliste der Dauerfahrer. Möller an zweiter Stelle. Die nun abgeschlossene Saison im Radsport ergibt statistisch, daß Weltmeister Lacquehay auch der erfolgreichste Steher dieses Jahres ist. Er war in diesem Sommer fast unübertrefflich stark und hat wohl die Höhe seiner sportlichen Laufbahn erklom- men. Möller, der zweite der Rangliste, stand feinem gefürchteten Rivalen trotzdem nicht allzuviel nach. Er fuhr gleichmäßig gut, bot zum Teil über» Dekosama I lagen sehr fest, 79,25 (gestern 77,75 v. h ). Stadtanleihen lagen überwiegend von 1 bis 2 v. H., 6 o. H. Darmstadt sogar 3 v. H. höher. Goldpiandbriefe waren außer Rhein. Hyp., die 0,50 v. H. nachgaben, meist weiter um 0,50 bis 1 v. H. fester, auch Liquidationspiandbriefe und Kommu- nal-Obligationen vermockten sich um etwa 0,50 bis 1,50 v. H. zu befestigen. Don Industrie-Obligationen gewannen IG.-Bonds 1,50 v. H., Komm. Mark Hagen 3 o. H. Steuerscheine von 1935 und 1936 je plus 0,13 v. H., Durchschnittskurs 87,13 v. H. Don fremden Werten lagen Türken und Mexikaner etwas fester, 5,50 v. H. Goldmexikaner plus 0,75 o. H. Tagesgeld war etwas gefragt, Satz 3,25 v. H. Exporwaluta 22 (gestern 22,50). Abendbörse: weiter fest. An der Abendbörse verstärkte sich Bas Interesse für den Aktienmarkt, wobei besonders Montanwerke in Auswirkung des günstigen Stahloerein.Quar- talsberichts bevorzugt und von 1 bis 1,5 v. H. fester lagen. IG -Farben eröffneten zunächst niedriger, im Verlaufe zogen sie aber bei relativ lebhaftem Umsatz rasch 1 v. H. an. Auch die Rentenmärkte per- zeichneten noch gute Umsätze, wenn es auch nicht mehr so lebhaft wie im Mittagsoerkehr war. Die Schlußkurse lagen jedoch behauptet. Gold Pfandbriefe zeigten meist unveränderte Kurse. Während die Aktienmärkte späterhin meist weitere Besserungen aufwiesen (IG. nochmals plus 0,65 o. H.), bröckelten die Rentenkurse allgemein etwas ab. Neubesitz 11,75 bis 11,65, Altbesitz 79,13 bis 78,90. Reichsbank 144, Buderus 66, Harpener 83,50, Mannesmann 53, Stahloerein 33, Bekula 118, Daimler 26 bis 26,50, JG.-Farben 116 bis 117,65, Siemens 137,75. Deiterauer Obftmarkt in Buhbach. • Butzbach, 10. Okt. Der Markt war gut beschickt. Nachfrage und Angebot ausgeglichen. Umsatz gegen am Bortage etwas geringer. Es wurden. bezahlt pro Zentner für: Tafelobst: Apfel 10 bis 16 Mark, Birnen 5 bis 6, Zwetschen 7, Wirtschafts« obst: Aepfel 6 bis 7, Birnen 2,50 bis 4, Brenn- Zwetschen 3 Mark. Tendenz: mäßig. frankfurter Mcfrciöcbürfe. Frankfurt a. M. 11. Okt. Die Getreidebörse lag bei gegenüber dem Montag völlig unveränderten Preisen geschäft-los. Das Angebot war in, Weizen eher etwas stärker. Es notierten: Weizen 194, Roggen 161 bis 162, Sommergerste 182,50 bis 185, Hafer 137,50, Weizenmehl, Spez. 0, mit Austauschweizen, 28,75 bis 29,50, do., ohne Austauschweizen 27,25 bis 28, Roggenmehl, 0—60proz., 23 bis 23,50, do. südd. Spezial 0, 23,75, Weizenkleie 8,75, Roggenkleie 8,60 Mark. frankfurter Lchkachtviehmarkt. Frankfurt a. M, 12. Oft. Dorauftrieb: 149 Rinder, 663 Kälber, 406 Schafe, 755 Schweine. Es wurden notiert: Kälber bis 40 Mark, Schafe bis 27, Schweine bis 50 Mark. — Marktverlauf: Kälber rege, Schafe und Schweine langsam. Schwcincmarkt in Schotten. — Schotten, 11. Oktober. Aus dem heutigen Schweinemarkt waren 394 Ferkel und Einlegschweine zum Verkauf aufgetrieben. Man bezahlte für Ferkel von 6 bis 8 Wachen alt bis zu 12 Mark, 8 bis 12 Wochen alt 13 bis 16 Mark, 12 bis 14 Wochen alt 16 bis 18 Mark, für Einlegschweine bis zu 38 Mark. Bei flottem Handel wurde der Markt geräumt. Schweincmarkt in friedbcrg. Friedberg, 11. Oft. (WSN.) Zum heutigen Schweinemarkt waren 731 Ferkel aufgetrieben. Der Handel war sehr lebhaft. Folgende Preise wurden gezahlt: Bis 6 Wochen alte Tiere 7 bis 10 Mark, 6 bis 8 Wochen alle 10 bis 14 Mark, 8 bis 12 Wochen alte 14 bis 20 Mark. Es verblieb etwas lieber« stand. Allgäuer Butter« und ttäfebörse. Kempten, 11. Oft. Allgäuer Molfereibutter, 1. Qualität, 125; Allgäuer Molfereibutter, 2. Qualität, 123; Landbutter 116. Rahmeinfauf bei 43 Fetteinheiten ohne Buttermilchrückgabe 123. Allgäuer Weichfäse mit 20 v. H. Fettgehalt, grüne Ware, 22 bis 25; Allgäuer Emmenthaler mit 45 o. H. Fettgehalt, 1. Sorte, 70 bis 72; 2. Sorte, 65 bis 67. Die Marktlage zeigte auch heute kaum Derände- rung, die Preise blieben gut behauptet. Preußen. Kreis Metzlar. • Rodheim a. d. Sieber, 11. Oft. Am vergangenen Sonntag hatte die hiesige Ortsgruppe im Reichsbund der Kinderreichen zu einer Werbeoersammlung aufgerufen, die gut be- sucht war. Landesoerbandsführer Keil (Offenbach) ging in feinem Dortrag „Die finderreiche Familie im neuen Staat" davon aus, daß der Reichsbund während seines Bestehens seit dem Jahre 1919 bei 21 Regierungen vergeblich um seine Anerkennung als Schutzorganisation der kinderreichen Familie gerungen hat. Während alle früheren Regierungen wenig oder gar kein soziales Verständnis für die Lage der Kinderreichen bewiesen, habe die jetzige Regierung unter Führung des Dolkskanzlers Adolf Hitler dieses Problem mit aller Energie angefaßt. Die Reichsregierung habe den Bund als einzige Organisation der Kinderreichen staatlich aner- rannt. Die Regierung habe durch die Festlegung eines Dreimonatsplanes eine große Aufklärungsaktion zugunsten der kinderreichen Familie cinge- leitet. Wenn die Reichsregierung sich mit aller Kraft gegen den unnatürlichen und staatsfeindlichen Geburtenrückgang einsetze, so lasse sie sich dabei von dem Bestreben leiten, ein allmähliches Aussterben des deutschen Volkes zu verhindern. Der Reichsbund habe sich durch seine Aufklärungstätigkeit schon immer gegen die Vergreisung unseres Volkes gewehrt und unterstütze daher mit allen Kräften das Be- streben der Regierung. Wenn sich der Reichsbund ganz hinter die nationalsozialistische Regierung unter Führung Adolf Hitlers stelle, fo deshalb, weil man wisse, daß diese Regierung der kinderreichen deutschen Familie weitgehendsten Schutz an- gedeihen läßt. Der stets angestrebte Ausgleich der izamilienlasten durch Gewährung von Erziehungs- beihilfen, wie auch die Forderung ausreichender Wohnungsfürsorge werde des Verständnisses der Reichsregierung sicher sein. Die kinderreiche Familie sei die sicherste Stütze des Volkes, sie sei die beste Keimzelle des Staates. Anschließend sprach Pfarrer V ö m e l warme Worte der Anerkennung für die Bestrebungen des Bundes und stellte sich erneut zur Mitarbeit zur Verfügung. Der Referent ermahnte im Schlußwort noch einmal, der Regie- rung alle Kräfte zum Aufbau von Volk und Staat Zu widmen und sich dem Reichsbund der Kinder- |))n langt er! I, eint r-:n alle gu: V: y.auna ihrer JCi ri'Dpm een k. üuym binau h. . m mtimin |,n/m5 gt-iebli, cinjdnen faanffurt a.OJl Berlin $ranrrun a. 2)1. Berlin Schluß» für« e Silberrrnte 0.70 0.65 0.65 0,70 4 . Nngan,che Oioldrrnte...... 4.25 — 4 25 4 UngarildK Staaiirtnie 0.1910 4.1 4.3 — 4.4 4S% dekgl. von 1913......... 3.9 3.95 —— । 4.25 6% abgelt. (Bslbmejifaner von 99 5.5 6.25 — 1 6.25 4% türtiiAe Zollanletbe Den 1911 5,13 5.2 | 5,25 B^baddabn.Lnleibe 5.05 5.05 ■ i 8,1 10-Oktober 11 .Oftober Amtliche <*r>d Notierung 8nt Umtuche Dotierung Seid Ifrie1 delstngfor».. 5.729 5,741 5.734 5.746 Vien....... 48,05 48.15 48,05 48,15 Prag....... 12,45 12.47 12,44 12.46 Budaoe« ... — — — eoha...... 3,047 3.053 3,047 3.053 Holland .... 169,28 169,62 169.23 169.57 C«io....... 65,08 6S 27 65.33 65 47 Ropenbagen. 57,84 57.96 58.09 58.21 Stockholm... 66,78 66,92 67.08 67.22 Loudon..... 12.95 12.99 13,00 13.04 ®ueno« flirrt 0,963 0.967 0.963 0.967 Reuood .... 2.757 2.763 2,787 2.793 Brustei..... 58.46 58.58 58.45 58.57 .Italien..... 22.03 22,07 22,03 22.07 lJan» ...... 16 46 16 42 Lchweiz .... 81,32 8148 81,24 81.40 ccanten.... 35,06 35,14 35,06 35,14 Danzig..... 81.62 81.78 81.69 81.85 3W” 0.766 0,768 0.769 0.771 Rio be 3 an. . 0.227 0,222 0.227 0.229 3ugoilaöiai. 5.295 5.305 5.295 5.305 ListadoN .... 12,69 12,71 12.69 12,71 Berlin, 11 .Oktober Selb Ärlel " ämerilantldx Roten.............. 2.74 2,76 Belgische Roten.................. 58.29 58,53 Dänische Roten ................. 57.38 58.07 englische Roten ................. 12.96 13.02 »französische Roten............... Hol!4»bische Roten............... 16.38 168.81 16,44 169.49 Italieniiche Roten................ 21,91 21.99 Norwegische Roten .............. 65,17 65.43 Deutsch Lesterreich, i 100 Schilling Rumänische Roten............... — — ^chir-dische Noten .............. 66 9? Schweizer Roten................. 81 ,06 81.38 tzvanf che Noten................. 34,93 35,07 lUtgariiche Roten................