nr.215 Krühausgabe 185. Zahrgcmg Dienstag, 12. September 1955 Lrfchelnl tägltd), autz« Sonntags und Feiertag» Betlagen: Die 3nu|trtert« (Biebener Familienblätter Heimat im Dild Die Scholl» monat$=8ejng$prets: Mit 4 'Beilagen NM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. . -25 Auch bet Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. ßernfprechanlchlitsse unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Sieben. poflftbedfonto: Sranffurt am Blain 11686. GietzemrAnzeigcr General-Anzeiger für Oberhessen Drutf und Verlag: vrühl'sche UniverfikSlr-vuch- nnb Steinörudcrei H. Lange in Stehen. Schriftleltung und Geschäftsstelle: Zchnlstrahe 7. Annahme oon Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 MM höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Retchspfennig, Platzvorschrift 20°, mehr. Chefredakteur: Dr. Friede. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein undiürdenAn- geigentcil i.D.TH.Kümmel sämtlich in (Bietzen. Die Puischabsi'chien der KPD. im Februar. LlmfangreichesBeweismaterial wird heute bekanntgegeben.-ReueAnfahe derKpD.zerschtagen. Berlin, 11. Sept. (CNB.) In Berlin Hai sich aus sämtlichen der NSDAP, und der Neichsregie- rung nicht angehörenden Verbänden, insbesondere den konfessionellen Organisationen, ein Gesamt- verband Antikommuni st ischer Bereinigungen gebildet, dem auch eine Reihe von Forschungsinstituten angehören. Der Verband hat es sich zur Aufgabe gemacht, das gesamte Material über die von kommuni st ischer Seite für Februar und März 1 933 aufgestellten Putschpläne zusammenzustellen, um der Welt zu zeigen, in welch' großer Gefahr Deutschland und damit die gesamte Zivilisation um diese Zeit geschwebt hat. Der Verband wird dieses gesamte Material, das mit Photographien aller Dokumente der Putschpläne und aller sonstigen Unterlagen in einem Buch zusammengestellt worden ist, am Dienstag, um 17 Uhr in einer Pressekonferenz im Hotel Adlon der Oeffentlichkeit übergeben. Das Material ist der Oeffentlichkeit größtenteils noch unbekannt und beleuchtet schlagartig die Situation, die beim Reichstagsbrand in Deutschland bestand. Das Material beweist, daß nur schärfstes Zugreifen der verantwortlichen Stellen noch dazu führen konnte, die Putschoraanisationen zu zerschlagen und den Putsch zu verhindern. Große Aktion gegen Mainzer Kommunisten. Beschlagnahme von Bomben und Lprcng- stofscn. Mainz, 11. Sept. (WSN.) Die Hessische Staatsprejsestelle teilt mit: Nachdem die Kom - m u n i ft c n anfangs dieses Monats in Mainz wieder Flugblätter verbreitet hatten, wurde in der vergangenen Woche eine g r o ß a ng e l e g t e Aktion gegen die Partei und deren Hilfs- und Unterorganisationen durchgesührt. Es gelang hierbei, den illegalen Apparat der KPD. im gesamten Ilnterbc^irt Rheinhessen zu ermitteln und sämtliche Funktionäre sowie die noch aktiven 2Uit- glieder festzunehmen. Unter den festgenommenen Funktionären befinden sich der politische Leiter, der Unterbezirks- Kassierer, die Kassierer der einzelnen Stadtteile von Mainz und den Vororten, sowie eine Reihe Unterkassierer und Zellenleiter. Die Ermittlungen haben gezeigt, daß es die Partei verstanden hat, innerhalb kürzester Frist trotz aller polizeilichen Gegenmaßnahmen wieder einen neuen illegalen Apparat aufzuziehen, der derart durchorganisiert war, daß sogar die M i t g l i e b s b e i» t r ä g e wieder regelmäßig kassiert und den Mitgliedern das P r o p a g a n b a m a t e • rial ausgehänbigt werben konnte. Die gleichen Feststellungen würben auch bezüglich ber überaus gefährlichen Revolutionären Gewerkschastsopposition (NGO.) gemacht. Auch hier konnte in ber vergangenen Woche ber gesamte illegale Drganifationsappa- rat aufgehoben und die Funktionäre und zahlenden Mitglieder festgenommen werden. In beiden Fällen wurden ferner die Kanäle festgestellt, die zu den Bezirksleitungen nach Frankfurt a. M führten, so daß es dort der Polizei gelang, eine Anzahl Führer fe st zunehmen und die nach dem Zentralkomitee in Berlin führenden Fäden bloßzulegen. 3n Mainz wurden allein 79 Personen festgenommen, wovon bereits 29 wegen Vorbereitung zum Hochverrat dem Gericht zugeführt und unter Haftbefehl gestellt worden find. Bei den vorgenommenen Durchsuchungen tonnten noch große Mengen illegaler Bei - tragsm arten, sowie Druckschriften beschlagnahmt werden. Außerdem wurden zwei Schreibmaschinen, sowie zwei wertvolle fast neue Notations -Abziehapparate gesunden und sichergestellt. Es handelt sich hierbei um die Apparate, aus denen die hier jüngst zur Verbreitung getomnienen kommunistischen Flugblätter hergestellt worden sind. Die Aktion zeitigte aber noch ein weiteres überraschendes Ergebnis. Es wurde nämlich festgestellt, daß der schon seit Fahren verbotene Rol-Front- tämpfer-Bunb hier immer noch illegal weiterbesteht und Vorbereitungen für einen Umsturz getroffen halte. Zur Erreichung dieses Zieles hatte sich diese Organisation auf das beste bewaffnet und ihren Mitgliedern regelmäßigen Unterricht in der Handhabe oon Waffen und in der Herstellung oon Sprengkörpern erteilt. Es wurden beim Rot-^ront- tämpfcrbunb u. a. beschlagnahmt: 6 schwere gebrauchsfertige Bomben, 40 Stangen Sprengstoff (Ammonit), 3 Insanteriegewehre, 4 Armeepistolen, 1 Selbstladepistole (Kaliber 6,35), 2 scharf geladene Trommelrevolver, 1 Fäßchen mit Zündkapseln, ferner Handgranaten, 17 Schlagröhren (als Zunder für Sprengungen), 3 Ringe Zündschnur, über 500 Schuß Munition, darunter etwa 300 Patronen für Infanteriegewehre, z. T. als D u m - D u m - G c - schosse hergerichtet, 1 Eierhandgranate, 1 Kilo rauchloses Patronenpulver, 5 Seitengewehre. Die Gewehre und Seitengewehre, sowie der größte Teil der Munition waren in einem Keller in der Dragonerkaserne in der Mombacher Straße in Mainz unter dem Fußboden eingemauert. Die Bomben sind erst im vergangenen Jahr in einem Haus in der Kapuzinerstraße hergestellt worden und auch dort in einem Speicher versteckt gewesen. Sie sind mit Sprengftoff, Schrauben und Eisenstücken geladen, mit Sprengkapseln und Zündschnur versehen und haben eine äußerst große Sprengwirkung. Der Sprengstoff und fast sämtliche Waffen sind durch Vermittlung der Führer des Rot-Frontkämpfer- Bundes beschafft worden. Kommunistischer Neuaufbau im Ruhrgebiet zersch agen. Dortmund, 12. Sept. (TU.) Die Staatspolizeistelle Dortmund hatte in Erfahrung gebracht, daß der verbotene Rotsrontkämpfer- b u n d im Bezirk Dortmund neu aufgezogen wer- den sollte. Der Neuaufbau ging von Essen aus, wo die frühere Gausührung Ruhrgebiet des Rotfrontkämpferbundes ihren Sitz hatte. In erster Linie wurde unter den Anhängern des früheren Kampfbundes gegen den Faschismus für den neuen RFB. geworben. Zu gleicher Zeit waren zentrale Anweisungen der KPD. bekannt geworden, die sich mit dem Ausbau eines sogenannten Nach - richtendien st es, dessen Hauptaufgabe die Ueberwachung von SA.- und SS.-Führern, sowie derjenigen ber höheren politischen Führer vorgesehen. Sogar bie Wege zum Polizeipräsibium, besten Ein- unb Ausgänge sollten ausgekunbschastet werben. In ben frühen Moraenstunben bes 29. August schritt bie Staatspolizeistelle Dortmunb zur Fest- nähme von 30 Funktionären bes neu- gebilbeten Rotsrontkämpferbunbes. Von biefen finb 13 auf Grund eigenen Geständnisses des Hochverrats als überführt anzusehen. Wie die Beschuldigten erklärten, gibt sich die KPD. der kühnen Hossnung hin, daß der nationalsozialistische Staat im Herbst zusammenbrechen werde. Bei der Aktion gelang es der Staatspolizeistelle, umfangreiches Material sicherzustellen. Bezeichnend für den Arbeiterbetrug der KPD. ist die Tatsache, daß der festgenommene Vertreter des Hauptorganisators Sand für „Persönliche Bemühungen" 2 0 v. H. der Beiträge erhielt. Der Rest wurde an Willi Sand, dem Hauptorganisator des Rotfront, kämpserbundes im gesamten Ruhrgebiet, abgeführt. Fünf Kommunisten in Nierstein verhaftet. Nierstein, 11. Sept. (WSN.) Durch das Sonderkommando Oppenheim wurden hier fünf Kommunisten fest genommen. Der Kommunist Friedrich Kessel hatte eine Neuorganisation der früheren Ortsgruppe ins Leben zu rufen versucht und außer- dem Beiträge für einen „Antifaschistischen Arbeitskongreß" gesammelt. Haussuchungen bei den Kommunisten August Frank, Jakob Lerch, Fritz Lerch und Georg Eberhard führten zu dem Ergebnis, daß auch sie festgenommen werden mußten. stehen, so muß ich doch erklären: Niemals werden wir den Arbeitern ihr Leben und ihre Grundrechte nehmen; denn ein gerechter und christlicher Staat muß gerade dem Anspruch der Arbeiter gerecht werden, und das wollen wir ja. Wir sind, fuhr der Bundeskanzler fort, fo selbstverständlich deutsch, daß ich es eigentlich überflüssig finde, das eigens zu betonen. Wir wollen die guten Charaktereigenschaften des Volkes pflegen, die zur Einheit führen; Selbstlosigkeit und deutsche Treue sind Tugenden, die wir in unserer Heimat pflegen. Wir werden uns davon auch nicht abbringen lassen, wenn man uns unser ehrliches Deutschtum immer wieder absprechen will. Wir überlassen daß Urteil, wer schließlich dem Deutschtum besser gedient hat, nachkommenden Generationen. wir haben uns in der well Freunde erworben. Manche verstehen nicht, warum wir in dem Kamvf, der uns in so übler Weise von einer Partei über die Grenze hereingetragen wird, nicht stärker reagieren. Ich kann nur sagen: Wir sind und müssen uns dessen bewußt (ein, daß wir Deutsche sind, und wenn uns auch der große deutsche Bruder heute absichtlich oder unabsichtlich mißversteht — wir haben uns immer nur gewehrt und niemals angegriffen. Ich habe die B e r e i t f d) a f t zur Zusammenarbeit immer wieder betont, kann aber dieser Tatsache heute nicht mehr hinzusügen, weil dies ein Winseln wäre. Wenn auch Oesterreich ein kleines unb armes Laub ist, besroegen hat es aber boch ein Recht auf Ehre. Wir wollen uns gemeinsam zu Oesterreich als unserem Heimatlanbe in ber Vaterlänbischen Front bekennen, unb ich hoffe, daß in der allernächsten Zeit Beschlüsse gefaßt werden, daß alles, was hinter der Regierung steht, gemeinsam in ber großen patriotischen Bewegung zusammenarbeitet. Der Bunbeskanzler schloß: Ich habe bie Kraft, so zu Ihnen zu sprechen, weil ich überzeugt bin, baß biese Neugestaltung bes öffentlichen Ledens bei- (pielgebenb sein wirb in ber Geschichte, weil ich überzeugt bin, baß wir auch bem Deutschtum gegenüber Pflichten zu erfüllen haben. Offener Brief an die Dollfuß-Reg erung. München, 11. Sept. (CNB.) Oberleutnant Fuschlberger von bem in Salzburg üegenben Alpenjägerbataillon 3 unb Oberleutnant Schwarz- ä u g l ber Dragonerschwabron Nr. 6 Aufsburg haben an ben Bunbesminister für Lanbesverteibi- gung Vaugoin einen offenen Brief gerichtet, in bem es u. a. heißt: Der Gib, ben ich „als Mann, al5 Bürger ber Republik Oesterreich unb als Solbat" begeistert geschworen habe, galt einer gesetzes mäßig en Regierung unb hatte verfassungsmäßige Einrichtungen zur Voraussetzung. Die gegenwärtig herrschenbe Regie- rung verstößt offensichtlich immer mehr unb mehr gegen bie Bestimmungen ber Bunbesver- fassung. Außerbcm finb bie wichtigsten verfassungsmäßigen Einrichtungen bes Staates ausgeschaltet warben. Daher erachte ich es als meine Pflicht, mich fernerhin jeder Dienstleistung für Ihre d e r f a f ■ fungsroibrige Bunbesregierung zu enthalten. Es kostete einem ehrliedenben Offizier währenb ber letzten Jahre bie größte Uederwinbung, bem herrschenben System bes ©efinnungs- t e r r o r s seine Dienste zu roibmen. Ist es boch nach jahrelangen Bemühungen sogar gelungen, bie sprichwörtlich geworbene Kamerabschaft im österreichischen Offizierskorps zu vernichten. Dazu kam noch bie feit Jahren im Heere systematisch geführte Hetze gegen alle jene, bie sich frei zum beutfajen Volk bekannt haben. Außerbem habe ich burch Fühlungnahme mit allen Schichten ber Bevölkerung festgestellt, baß gerabezu bie erbrürfenbe Mehrheit ber österreichischen Bevölkerung bem gegenwärtigen Sy stem vollkommen ablehnenb gegenübersteht. Dies berechtigt zu ber Hoffnung, baß auch in Oesterreich in nicht zu ferner Zeit roieber bas Re ch t über bas Unrecht, bie Wahrheit über bie Lüge unb bie wahre Freiheit über bie Willkürherrschaft ben Sieg baoontragen wirb. Provokateure am Werk. München, 11. Sept. (CNB.) Die Pressestelle ber ßanbesleitung Oe st erreich ber NSDAP., Hitler-Bewegung, teilt u. a. mit: In Oe st erreich reifen in letzter Zeit insbe« fonbere im Gebiete ber Obersteiermark von ber Regierung beauftragte unb bezahlte Agen - t e n umher, bie ehemalige Mitgliebe * ber NSDAP, zu bewegen suchen, in ber Zeit um ben 14. unb 15. September herum einen Putschversuch zu unternehmen. Sie teilen ba- bei Spreng st osspakete aus mit ber Weisung, biese nicht zu öffnen, fonbern sie erst am Putschtage zu werfen. Der Inhalt biefer Pakete besteht aus alten Eisenstücken ohne jeben Sprengstoff. In verschobenen Ortschaften boten biese Provokateure ehemaligen Parteimitgliebern ber NSDAP, gestanzte Hakenkreuze, sowie eine Stanzmaschine völlig kostenlos an. Auch vertreiben sie SA.-Lieber- bücher unb eine Broschüre „Aufstieg ber NSDAP, in Oesterreich". Diese Agenten würben von Dr. A l t m a n n, bem Sekretär bes Sicherheitsministers Fey, über b i - retten Auftrag Feys bestimmt, eingestellt. Die engUch-sranzösischen Gespräche in Paris. England noch nicht sestgelegt, aber zu weitgehendem Entgegenkommen gegenüber Frankreich bereit. London, 11. Sept (TU.) 3m Hinblick daraus, daß über Öen Charakter ber englisch-französischen Abrüstungsbesprechungen, die am 18. September in Paris ftattfinben sollen, größtenteils oon Paris ausgehende mißverständliche Auffassungen in Umlauf geraten sind, lassen englische zuständige S teilen verlauten, daß ber Zweck der Reise des Unterstaats- fefretärs Eden lediglich darin bestehe, sich genauer über den jetzt oon Frankreich eingenommenen Standpunkt hinsichtlich der Abrüstungskontrolle und anderer mit der Abrüstungsvereinbarung in Zusammenhang stehenden Fragen zu unterrichten. 2Han könne nicht damit rechnen, daß Eden in Paris irgendwelche Entscheidungen treffen werde. Er werde vielmehr von Paris sofort wieder nach London zurückkehren, um das Ergebnis feiner Unterredungen dem englischen Kabinett vorzulegen, das zu diesem Zweck eine Sondersitzung abbatten werde. Das Kabinett all e i n fei die Stelle, die vollwertige Lnlfcheidungen treffen könne. Diese Darstellung ber Lage darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, daß bie englische Regierung anscheinend zu einem weitgehenden Entgegenkommen gegenüber Frankreich geneigt ist. Jiur unter völlig gleichen Bedingungen! Berlin, 11. Sept. (TU.) Der Pariser Berichterstatter ber „Time s" veröffentlicht nach einer Londoner Meldung eine Reihe von Einzelheiten über das Programm der englisch-französischen Adrüstungsbesprechungen am 18. September in Paris. Danach fei England grundsätzlich bereit, ben französischen Stanbpuntt bezüglich ber Einrichtung einer bauern- Dollfuß über seine Politik. Wien, 11. Sept. (WTB ) Im Rahmen bes Katholikentages fanb heute auf bem Trab- rennplatj bie Kunbgebung ber vaterlänbischen Front statt, in ber Bunbeskanzler Dr. Doll- f u ß eine programmatische Rebe hielt. Wer von ben Ausführungen bes Bunbeskanzlers etwas Be- fonberes erwartet hatte, ber mußte über bie von ihm gehaltene Rebe enttäuscht fein. Der Bunbeskanzler fetzte zunächst auseinanber, was feine Regierung feit ber Ausschaltung des Parlamentes geleistet habe. Das Parlament werde übrigens fo, wie es war, nicht mehr wieberkommen. Sicherheitsminister Fey habe bei seinen Maßnahmen mit Unerschrockenheit, ohne bie Lage zu überspitzen, bas Richtige getroffen. Der Bunbeskanzler erklärte weiter: Wir wollen nicht gewaltsame Politik treiben, wir finb aber verpflichtet, bie Ruhe bes arbeitenben Volkes vor allen Gewalttaten zu schützen. Nun stehen wir vor bem Neuaufbau unserer Heimat. Wir finb unter allen Umftänben_ gewillt, uns von keiner terroristischen Bewegung überrumpeln zu lassen, unb wir sind unter allen Umftänben allen Situationen gewachsen. Ich richte noch einmal ben Appell an alle Oesterreicher, Einsicht zu bewahren, treu zum österreichischen Staat zu stehen ben zwangsläufigen und regelmäßigen Rüstungskontrolle anzunehmen. Es werde auch dafür fein, die Wirksamkeit einer solchen Kontrolle mehrere Jahre lang zu erproben. England werde jedoch seine Zusage davon abhängig machen, daß Frankreich seine Rüstungen am Ende dieser Probezeit heradsetze, falls sich bas Kontrollsystem bewähren sollte. Eine weitere Vorbebinaung sei, baß bie Lage in Europa hinreichenb Vertrauen einflöße. Zu biefen Mitteilungen ber „Times" schreibt ber „Völkische Beobachter" wie folgt: Es wirb sich zeigen, ob man tatsächlich s o naiv sein wirb, Deutschlanb einen Vorschlag zu unterbreiten, wie ihn ber Pariser „Times"-Berichterstatter biftiert. Das wären bann etwas reichlich viel Zumutungen auf einmal. Für Deutschlanb ist selbstverstänblich eine Rüstungskontrolle nur unter gleichen fBebingungen unb zwar auf ber Basis ber gleichen Versailler Abrüstungsverpflichtung annehmbar. Interessant ist bie neue Variation, baß bie hochgerüsteten Staaten zunächst überhaupt nicht unb nach mehrjähriger einseitiger Kontrolle über Deutschlanb auch erst bann abrüsten wollen, wenn ihnen bie Lage „Vertrauen einflöfjt". Man kann biese „Times"-Melbung lebiglich als einen schiech- ten unb hö chst unangebrachten W i tz bezeichnen. Die „Times" sollten ihre Leser lieber mit ernsthafteren Informationen bebienen. polnisches Militärflugzeug auf deut.chem Boden gelandet. Militfch, 11. Sept. (TU.) Am Sonntag gegen 18.30 Uhr lanbete bei ©reblin (Kreis Militfch) ein polnisches Militärflugzeug wegen Brennstofsmangels. Die beiben Insassen, ein Offizier unb fein Begleiter, würben vorläufig in S ch u tz h a f t genommen. unb Umkehr zu halten, solange es noch Zeit ist. Unsere Politik ist barauf gerichtet, Drbnung unb Frieben zu erhalten. Die Zeit bes liberaliskischen Kapitalismus unb ber liberal-kapitalistischen Gesell- schasts- unb Wirtschaftsordnung ist vorüber, bie Zeit ber marxistijchen Volksverführung ist vorüber, bie Zeit ber reinen Parteiherrschaft ist vorüber! Wir lehnen Gleichschaltung unb Terror ab, wir wollen ben sozialen christlichen Staat Oesterreich auf ständischer Grundlage aufbauen. Der ständische Ausbau ist eine Ausgabe, die diesen Herbstmonat konkrete Gestalt finden wird. Der Bundeskanzler besprach dann das Wesen der berufsständischen Ausfassung. Auch auf sozialem Gebiete stehe die Regierung unmittelbar großen Aufgaben gegenüber. Die Aufbringung der Kosten für die soziale Fürsorge und für die Unterstützung der Arbeitslosen müsse auf andere Grundlagen gestellt werden. Ein Drittel der Arbeitslosen könne wieder in Arbeit gebracht werden. Dr. Dollfuß führte dann aus: Wenn wir heute im Kampfe gegen den Marxismus, gegen eine sogenannte Arbeiterbewegung unb auch gegen ben braunen Sozialismus, ber auch Arbeiterbewegung heißt. Justiz und Aufbau der Wirtschaft. Ein Erlaß des preußischen Zustizm msters. Berlin, 11. Sept. (TU.) Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, hat der p r e u ß i s ch e Justizminister folgenden Erlaß herausgegebcn: Mit allen Mitteln hat der Nationalsozialismus sich nach der Machtübernahme der Aufgabe unterzogen, jene verwerflichenKorruptionserschei- nungenzu bekämpfen und zu beseitigen, die sowohl in der öffentlichen Verwaltung, besonders in den Gemeinden, aber auch in einzelnen Zweigen der Wirtschaft ein verhängnisvolles Ausmaß angenommen hatten. Heute kann mit Befriedigung feftge- stellt werden, daß dieser Kamps sein Ziel im wesentlichen erreicht hat. Alle jene als Korruptionen anzusprechende Handlungen, die strafbar und unmoralisch, eigennützig zum Nachteil des Volksganzcn begangen sind, wurden ans Tageslicht gebracht und der richterlichen Verfolgung übergeben. Das deutsche Volk, nunmehr getragen von nationalsozialistischem verantwortungs- und Pflichtbe- wuhksein, wird zu verhindern wissen, daß jemals wiederkehren kann, was früher möglich war. Jetzt gilt es, die Augen wegzuwenden von den widrigen Auswüchsen einer für immer vergangenen Zeit, vorwärts die Blicke und alle Willenskraft konzentrieren auf das große Ziel: Die Gestaltung einer lichtvollen und hoffnungsfreudigen Zukunft für das deutsche Volk. Die Geschichte, so stellte der Führer fest, wird uns nicht danach beurteilen, wieviele Korruptionen des zweiten Reiches wir aufgedeckt haben, sondern danach, ob wir dem deutschen Volk Arbeit und Brot beschafft haben. Der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit und der damit verbundene Aufbau der Wirtschaft erfordert, daß auch in der Justiz alle Kräfte dieser Aufbauarbeit und ihrem Schutz zugewandt werden. Ich ordne deshalb an: 1. Alle Staatsanwaltschaften haben ihre erhöhte Aufmerksamkeit darauf zu richten, ob irgendwo Sabotage Hand lun gen gegenüber dem Kampf gegen die Arbeitslosigkeit und den Maßnahmen zum Aufbau der Wirtschaft begangen werden und in solchen Fällen mit allergrößtem Nachdruck und höchster Beschleunigung oorzugehen. 2. Die Weiterbearbeitung der anhängigen Korruptionssachen erfolgt durch die Zentral- staatsanwaltfchaft im Justizministerium. Diese hat im Einzelfall zu prüfen, inwieweit die abschließende Behandlung von der Zentralstaatsanwaltschaft unmittelbar, oder von den ordentlichen Staatsanwaltschaften durchgeführt werden soll. 3. Die Korruptionsdezernate hebe ich als Sonderdezernate der einzelnen Staatsanwaltschaften auf, und danke hiermit den Sachbearbeitern dieser Dezernate für ihre mühevolle und erfolgreiche Arbeit. 4. Künftig etwa zutagetretende Korruptionserscheinungen sind innerhalb der allgemeinen Regelung der Geschäftsverteilung der einzelnen Staatsanwaltschaften zu bearbeiten. Das Reichskonkordai. Oie neue Auffassung des Verhältnisses von Staat und Kirche. Berlin, 11. Sept. (ERB.) Zum Austausch der Ratifikationsurkunden des Reichskonkordates schreibt die „Deutsche Diplomatisch- Politische Korrespondenz": Die bemerkenswert rasche Aufeinanderfolge der verschiedenen Stufen des Vertragsabschlusses, vor allem die sehr kurze Frist zwischen Unterzeichnung und Ratifizierung, ist ein Beweis des auf beiden Seiten vorhandenen Willens, die tausendjährigen Beziehungen auf der Grundlage der in Deutschland eingetretenen Neuordnung zu klären und zu festigen. Die Kirche hakte es als ihr Interesse erkannt, sich mit dem neuen Staat im Sinne einer loyalen Zusammenarbeit zu verständigen, und der Staat hatte seinerseits den Wunsch, im deutschen Volke die wertvollen Kräfte der christlichen Lehre und des christlichen Lebens zu erhallen. So wurde das Reichskonkordat der Ausdruck einer neuen Auffassung des Verhältnisses von Staat und Kirche: Gegenüber der unklaren Vermengung der Befugnisse im Mittelalter und der kirchenfeindlichen Trennung im Zeitalter der Aufklärung schafft es eine organische Arbeitsteilung, die den Staat ebenso vor Bevormundung schützt, wie sie die Kirche der Notwendigkeit überhebt, zum Schutze ihrer Interessen den parteipolitischen Kampfplatz zu betreten. Die Kirche hat sich durch das Reichskonkordat in Deutschland, wie schon vor vier Jahren in Italien, entschlossen auf den Boden des autoritären Staates gestellt, und der Staat hat unter Wahrung seiner eigenen Rechte und des konfessionellen Friedens die äußere und innere Selb- ständtgkeit der Kirche anerkannt. Der Vatikan hat im ganzen Verlauf dieses grundlegenden Reorganisationsprozesses eine anerkennenswerte Sicherheit des Urteils und Unabhängigkeit der Entschließung bewiesen. Es hat nicht an Versuchen gefehlt, ihn im Sinne derjenigen Tendenzen zu beeinflussen, die die moralische Isolierung Deutschlands betreiben. Das Konkordat ist aber sehr schnell in Kraft gesetzt worden, womit sich die verschiedenen Tendenzmeldungen, die bis in die letzten Tage hinein auftauchten, von selbst erledigt haben. Das über die Ratifizierung ausgegebene Kommunique erwähnt einige Materien, über die demnächst zwischen den beiden Vertragspartnern verhandelt werden soll. Es handelt sich hier um gewisse Auslegungsfragen im Grenzgebiet der staatlichen und kirchlichen Einflußsphäre, die bei einem Vertragswerk von der monumentalen Bedeutung des Reichskonkordates notwendigerweise auftauchen. Es sind jedoch keine Fragen grundsätzlicher Art zu klären, sondern für gewisse konkrete Angelegenheiten diejenigen Regelungen zu finden, die dem Geist und dem Wortlaut des Konkordates entsprechen. Llnangenehme Lleberraschung in Pans. Paris, 11. Sept. (TU.) Die Ratifizierung des Konkordats zwischen der Reichsregierung und dem Vatikan hat hier, wenn man das so ausdrücken kann, unangenehm überrascht. Die Blätter hatten schon seit einigen Tagen große Propagandatrommeln gerührt, um der Oeffentlichkeit Glauben zu machen, der Papst werde sein Veto einlegen. Man versuchte, diese Maßnahme mit einer a n - geblichen Unterdrückung des Katholi- z i sm u s in Deutschland zu begründen, die den Vatikan verstimmt hätte. Heute müssen nun die Blätter ganz verlegen zugeben, daß sie sich in ihren Besprechungen geirrt haben. Es nimmt daher auch nicht wunder, daß man vergeblich nach Kommentaren sucht. Eine Ausnahme macht allerdings der „T e m p s", der in einer längeren Stellungnahme seines römischen Berichterstatters plötzlich erkennt, daß die Verzögerung — soweit von einer solchen überhaupt die Rede sein könne —, ganz natürliche Gründe habe. Das Blatt weist dabei darauf hin, daß die Ratifizierunq des italienischen Konkordats sogar erst nach vier Monaten erfolgt sei. Kamp, um Oie veatsche Gchu e im Eaargebiet. Eine Auflagenachricht der Regierungskommission. Saarbrücken, 11. Sept. (ERB.) Bei der „Saarbrücker Landeszeitung" war im März d. I. ein Flugblatt gedruckt worden, das sich an die Eltern im Saargebiet wendet und die Frage der Saarlandsckule behandelt. Am Samstag hat nun die Landeskriminalpolizei in der Druckerei der „Saarbrücker Landeszeitung" Nachforschungen vorgenommen. Wie man hört, legt die Regierungskommission den größten Wert darauf, den 'Verfasser des Flugblattes zu ermitteln. Die Negierungskommiffion hat ferner dem „Saarbrücker Abendblatt" eine Auflagenachricht zugehen lassen, in der es u. a. heißt, daß das Flugblatt „Drohungen" enthalte, die „die Eltern in der Saarlandschule für ihre Kinder beeinflussen sollen". Der Text des Flugblattes sei mit dem Satz über die freie Wahl der Schule unvereinbar, so wie es durch die in Kraft befindlichen Gesetze und Verordnungen gewährleistet sei. Im Hinblick auf den Inhalt des Flugblattes fei die gerichtliche Verfolgung und die Beschlagnahme angeordnet worden. Die „Saarbrücker Zeitung" brachte gestern unter der Überschrift „Heraus aus den Dominial- schulen" einen Ausruf, der die Eltern auffordert, die Kinder den zuständigen deutschen Schulen zuzuführen. Berufstätige Töchter sind keine Doppelverdiener. Berlin, 11. Sept. (Vdz.) Es war angeregt worden, alle bei der Deutschen Reichspost beschäftigten unverheirateten weiblichen Personen zu entlassen, deren Väter in der Lage sind, für sie zu sorgen. Das Reichspostministerium hat zu diesem Antrag folgende Stellung eingenommen: Die hier und da auftretende Ansicht, daß solche Personen, insbesondere Beamtentöchter, den Doppelverdienern zuzurechnen seien, wird nicht geteilt. Die Deutsche Reichspost ist mit allen Mitteln bemüht, der Arbeitslosigkeit zu steuern, doch kann sie weder den Beamten, noch anderen scheinbar wohlhabenden Personen zumuten, für ihre Töchter auf das Recht der Berufstätigkeit zu verzichten. Dor endgültigen Entscheidungen muß die in Vorbereitung befindliche reichsgesetzliche Regelung über die Ausschaltung von Doppelverdienern und die Sin» scyränkung der Frauenarbeit abgewartet werden. Oer Umbau der Konsumvereine. Der Edeka-Verband bittet um Abdruck folgender Zeilen: Industrie, Handwerk und Handel haben mit größtem Interesse von dem Programm des Führers der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley, über den Umbau der K o n f u rn v e r e i n e Kenntnis genommen. Der gesamte selbständige Mittelstand bringt dem Führer der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley, auch bei dieser Gelegenheit das größte Vertrauen entgegen und wird ihn bei feiner schwierigen und verantwortungsbewußten Aufgabe mit allen Kräften unter st Ütze n. Jnsbefondere schenkt der Edeka-Verband Deutscher kaufmännischer Genossenschaften e. V., die Spitzenorga- nisation von rund 28 000 genossenschaftlich organisierten selbständigen Kolonialwaren- und Feinkosteinzelhändlern, den Plänen Dr. Leys die allergrößte Beachtung. Bereits seit längerer Zeit hat sich der Edeka-Verband eingehend mit dem Problem des Umbaues der Konsumvereine befaßt und diesbezügliche Verhandlungen mit den kommissarischen Leitern der Konsumvereine ausgenommen. Die Lösung der Konsumvereinsfrage wird wegen ihrer außerordentlichen Kompliziertheit und weittragenden wirtschaftlichen und auch politischen Bedeutung noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Aus diesem Grunde dürften voreilige Kritiken an dem genialen Plane Dr. Leys in der Oeffentlichkeit zur Zeit nicht angebracht sein. Le furoUifübrung des Tonfilms ,/£if eijunge Qu^x". Im Phöbus-Palast, dem größten Lichtspieltheater Münchens, fand am Montag die Welturaufführung des Ufa-Tonfilms „Hitler junge Qu ex" statt. Das Haus war feit Tagen bis auf den letzten Platz ausverkauft. Nachdem bekannt geworben war, daß Reichskanzler Adolf Hitler zu der Uraufführung kommen werde, hatte sich vor dem Theater eine große Menschenmenge angesammelt. SA., SS. und Hitlerjugend bildeten Spalier. Als der Reichskanzler erschien, wurden ihm von der Menge stürmische Ovationen zuteil, die sich im Innern des Theaters wiederholten. Unter den Ehrengästen sah man den Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, den Reichsstatthalter in Bayern, von Epp, Ministerpräsident Siebert mit den Ministern Wagner und Brandt, dem Münchener Oberbürgermeister F i e h l e r und zahlreiche prominente Persönlichkeiten der nationalsozialistischen Bewegung. Der Filmvorführung ging ein Festprogramm voraus, wobei das Reichssymphonieorchester unter der Leitung seines Dirigenten Franz Adam die Symphonie Nr. 4 von Bruckner meisterhaft zum Vortrag brachte. In seiner Ansprache lenkte Neichs- jugendführer von Schirach das Gedenken auf den kleinen Kameraden, dessen Schicksal in diesem Film gestaltet wird, den von kommunistischen Mordbanditen vor eineinhalb Jahren zu Tode gemarterten Berliner Hitlerjungen Herbert N o r k u s. Heute zähle die Hitlerjugendbewegung IVz Millionen Kämpfer und jeder einzelne von ihnen bekenne sich zum Geiste der Kameradschaft und Opferbereitschaft. Der Film könne nicht besser eingeleitet werden als durch ein stilles Gedenken an den jungen Norkus, der fein Leben für den Führer geopfert hat. Auf die Aufforderung S ch i r a cf) 3 erhob sich das Haus zum Gedenken des jungen Freiheitshelden, während eine Minute lang tiefstes Schweigen über dem Raume lag. — Schirach schloß mit dem Gelöbnis, daß die Hitlerjugend im Geiste des toten Kameraden unbeugsam weiterkämpfe. Der Hitlerjugendmarsch von Otto Borgmann, „Unsere Fahne flattert uns voran", leitete über zu einem von Kurt Klawitte verfaßten und von dem Oberspielleiter der Bayerischen Staatstheater, Hans Schlenk, wirkungsvoll vorgetragenen Prolog „Unser der Sieg — unser die Macht". Der hierauf vorgeführte Tonfilm „Hitlerjunge Ouex" nach dem gleichnamigen Roman von K. A. Schenzinger, wurde wiederholt durch Beifall unterbrochen und mit stürmischen Kundgebungen ausgenommen. Als der Reichskanzler das Theater verließ, wurden ihm wiederum begeisterte Huldigungen dargebracht. > Zrachtflugzeuge der Reichsbahn. Berlin, 11. Sept. (WTB.) Auf einer Reihe von Eisenbahnstrecken hat der bedauerliche Verkehrsrückgang zum Ausfall schnellfahrender Züge geführt. Um den Expreßgutverkehr auch künftig bedienen zu können, wird die Reichsbahn demnächst auf einigen Strecken, auf denen besonders reger Expreßgutverkehr besteht, mehrmotorige Frachtflugzeuge einstellen, deren Geschwindigkeit über dem Durchschnitt der heutigen Frachtflugzeuge liegt. Die von der Reichsbahn eingerichteten Frachtflugstrecken für Expreßgutoerkehr sollen von der Lufthansa betrieben werden. Die ersten der mehrmotorigen Frachtflugzeuge, die auf diesen Strecken eingesetzt werden, haben die Dornierwerke in Friedrichshafen in Auftrag erhalten. Eine solche Frachtflugstrecke wird zwischen Berlin und Königsberg eingerichtet werden, auf der die Maschinen des Nachts verkehren. Die Strecke dient dazu, den Ausfall des O-Zuges Berlin—Königsberg (ab Bahnhof Fried- richsstraße 19.31 Uhr), der der Königsberger Geschäftswelt die Berliner Post gebracht hat, wieder auszugleichen. Kuliurumschwung in Italien? Oie revolutionäre Triennale. Von Or. Gustav W. Eberlein. Zfiom. Unser römischer Korrespondent Dr. Gustav W. E b e r I e i n gilt als ausgezeichneter Kenner des neuen Italien: in einem internationalen Wettbewerb des staatlichen Verkehrsamtes von Italien wurde er mit feinem Artikel „Die Entstehung eines Staates" Preisträger für die Fassung in deutscher Sprache. Der Preis betrug, wie bereits kürzlich mitgeteilt, 5000 Lire. Mailand, im September. Der Einbruch der Moderne in das klassische Land der Tradition könnte nicht überzeugender, plastischer und konzentrierter zum Ausdruck gebracht werden, als durch die Triennale in Mailand, die Dreijahresausstellung. Dem Oberflächenreisenden, der Paris wie Berlin, die Urstadt Rom wie die Neusiedlung Littoria besucht, fällt in ihr nichts Besonderes auf. Sie hqt ihren Liktorenturm wie die Deutschen ihren Funkturm und die Franzosen ihren Eiffelturm haben, man geht durch die Scyausäle wie auf der Leipziger Messe, sieht sich die neue Sachlichkeit satt und kann dem spitzbübischen Abenteuer, sich in einen Stahlsessel niederzulassen, schwerlich noch den Reiz der Ueberraschung abgewinnen. Das alles ist ja nun so alltäglich, so international, so schrecklich kommun geworden. Wer aber Italien kennt bis ins lebendige Mark, wer sich seinem Pulsschlag eingegliedert hat, der erkennt mit Millionen guten Italienern: das ist Dolkserschütterung, das ist Kulturwechsel, das ist Revolution! Eine Revolution von außen her. Und im Innersten aufgewühlt, versteht er nun, warum in Rom die Geister mit einer Heftigkeit aufeinanderplatzen müssen, daß darunter auch die besten Freundschaften samt Grundsätzen und Weltanschauungen in die Brüche gehen. Die Welt draußen, die nach einem unfruchtbaren Architektenstreit über das flache Dach ihren Frieden mit den scheinbar umstürzlerischen Neuerungen gemacht hat, sie hinnimmt oder ablehnt, je nach dem persönlichen Geschmack, diese Welt kann naturgemäß nur schwer verstehen, daß und warum gerade Italien vor einem wirklichen Umsturz stehen soll, warum gerade der Römer aufbegehrt, sei es in Verzweiflung gegen, sei es in Leidenschaft für das Neue. Was für andere eine Sache ist, ist für ihn eben Seele. Und niemand läßt sich gern seine Seele nehmen oder eine andere aufdrängen. Wirkt schon am Zürichsee ein schwarzes Kubushaus wie ein Fremdkörper, wie muß es sich in Venedig ausnehmen? Mussolini hat einmal öffentlich erklärt, er kenne sich in sich selber nicht aus, und wahrscheinlich beruht auf der grandiosen Spaltung seines Innern, in der man einen Widerspruch oder eine Synthese erblicken kann, beruht auf der Verschmelzung des Cäsaren mit dem modernen Staatsmann, des Condottiere mit dem bismarckischen Ordner, seine Gröhe. Er kann in diesem Sinne als eine Verkörperung des modernen Italiens, als der Typ des heutigen Römers erscheinen, der mit der Linken antikes Gerümpel ans Herz drückt und mit der Rechten den Eisenbeton streichelt. Er steht mit beiden Füßen auf dem Boden der Uebertieferung und will doch nichts anderes als Dormärtsftürmen, er kann sich in einem bedeutungslosen Auslegungsstreit über eine lateinische Inschrift erhitzen und gleichzeitig an die ozeanüberquerenden „Flügel Italiens" verlieren. An einem Beispiel sei dieser Widerstreit der gebundenen Gefühle und der sturmhaften Ideen erläutert: Wie bekannt, hat Mussolini von dem Palazzo Venezia aus zum Kolosseum eine schnurgerade Prachtstraße hindurchbrechen lassen, die Via dell' Impero, auf der soeben Balbos Triumphzug vor sich ging. Zwanzigstes Jahrhundert in klassischem Stil. Aber das ist nicht bloß eine Tageslaune. Die besten Architekten setzen sich feit Monaten dafür ein, daß auf dieser die alten Kaiserfora durchziehenden Straße mit ihren Wundersäulen und Triumphbögen und Altären zu beiden Seiten, mit ihrer Trajanspracht und Cäsarherbheit, ihrem Augustus- marmor und ihren Pinien — ein ganz moderner Riesenbau errichtet werde, als Gegenstück zum Kolosseum. Damit Zeit auf Zeit pralle. Zum Beispiel ein Wolkenkratzer, der Jahr für Jahr um ein Stockwerk erhöht werden soll, damit er ein Kalender der faschistischen Zeitrechnung werde. Oder ein kolossaler Eifenbetonwürfel, der die Revolutionsausstellung dauernd beherberge. Oder ein die Via Cavour überbrückender ungeheuerlicher Glasbogen, der keinen anderen Zweck habe als den, die Idee des zwanzigsten Jahrhunderts im Angesicht der Antike zu symbolisieren. Venedig hat aufaehört eine Insel zu sein, man warf eine Autostraßenbrücke hinüber. Die Pontini- schen Sümpfe werden Ackerland und Musterstädte. Auf den Vesuv führt eine Autostraße hinaus. Warum soll nicht eine Autofähre die Besucher Neapels nach Capri bringen ober ein Flugomnibus auf dem Aetna landen? Warum der Arbeiter nicht ein weihgeplätteltes Badezimmer haben? Was bisher rund war, warum soll es nicht viereckig sein? Wozu brauchen wir Säulen und Bögen, feit wir Zementträger und Betonglas haben? So sagen die einen. Die andern, natürlich auch die besten Architekten und Künsller und Führer, sprechen vom Verrat am Volkstum, am italienischen Eigenstil, von Kulturlosigkeit und Neubarbarei, sie sehen Rom schon im internationalen Sumpf untergehen und halten die Futuristen für die Totengräber des Landes. Ein Kampf, der vom Kolosseum bis zu den Makkaroni tobt. Soeben erst hat Mussolinis „Popolo d’Italia" das dolce far niente als eine lächerliche Erfindung der Fremden, das Mandolinengezirpe als unitalienisch gebrandmarkt, und M a ri n e t t i möchte die Nudeln mit Rumpf und Stumpf ausgerottet wissen. Vielleicht findet der Oberflächenreisende darin die berühmte komische Note, in der Triennale aber vergeht einem das Lachen. Es gilt bitteren Ernst! Zunächst einmal hat der Mann des zwanzigsten Jahrhunderts in Mussolini gesiegt. Schon bei den Plänen zur faschistischen Revolutionsausstellung soll er als oberste Bedingung aufgestellt haben: Nichts Traditionelles, jeden Stil, den ihr wollt, nur keinen vergangenen! Und so entstand an der Via Nazio- nale in Rom ein Ausstellungsgebäude, das außen wie innen nichts als Abkehr vom Ueberlieferten ist. Novecento! lautet landaus, landab das Schlagwort. (Wörtlich: neunzehntes Jahrhundert, zwanzigstes Jahrhundert nad) unserem Sprachgebrauch.) Und die Triennale will sein die Inkarnation des Novecento: alles flach, eckig, glatt und schrecklich praktisch. Stellt man sich nun einmal auf den berühmten Boden der Tatsachen, so kann das Ergebnis nur ein großes Staunen fein — für den Jtalienfahrer alten Schlages. Das also wäre Italien?? Diese rationale Wirtschaft höchster Potenz, diese Wohn- maschinen Stuttgarter Prägung, der gläserne Schreibtisch, die Zahnarztmöbel und Schaufensterzimmer? Wie, die „Kinder des Südens" — wie rührend erschienen sie unseren Vätern in ihrer primitiven Naturnähe — sollen es fertiggebracht haben, im Handumdrehen so zu werden wie wir? Sie wohnen nicht mehr mit unwahrscheinlichen Eisenbetten und der Kunstpalme im kitschigen salotto zusammen? Sie haben keine Säulenloggia mehr mit Mondschein und kein Santa Lucia? Sie sind zu lauter Ingenieuren und Kunstgewerblerinnen geworden? Und sind stolz darauf?! Es sollen ein paar Dutzend Nationen ausgestellt haben, aber man merkt die Grenzen nicht mehr, wenn man nicht mit dem Finger auf dem Katalog durch die trostlose Ausgeglichenheit wandert, die technische Vollendung. Und das Schlimme ist — sagen die Gestrigen mit dem Säulen- und Bogen- komplex — Italien ist eine von diesen ausdruckslosen Nationen, auch unsere einst so originelle Kultur ging auf in der oben Gleichmacherei der neuen Sachlichkeit. Wo sind die Schlangen der umbrischen Keramik? Wo die liebaltnzodischen Spitzen und Gläser Venedigs? Wo die Korallen Capris? Alles da, Terrakotta und Glas und Korallen — aber zu Formen umgestaltet, wie man sie ebenso in Leipzig oder Birmingham oder Rio de Janeiro findet. Das nolleidende Handwerk verlangte die Umstellung auf Öen gegenwärtigen Geschmack. Es hat folglich aud) der über hundert Meter hohe Stahlturm seinen braven Auszug, sein Telephon und den anderen Rummel. Italia, quo vadis? Unschwer fliegt der Blick von Vitrine und Mu- sterhaus nach Neapel, wo ein Postamt errichtet wird, das ein deutscher Architekt für Siemensstadt entworfen haben könnte: nach Florenz, wo ein Bahnhof im Kofferstil erstehen soll: nach Littoria, wo Kirche und Schulhaus aus dem Sumpf wachsen, als handle es sich um Konfektionsware. Aber schrecklich modern alles, sachlich, praktisch. Nichts mehr von Antike und Renaissance. Das ließe sich — es sind wieder die Gestrigen, die so fpredjen — schließlich noch ertragen, wo aber bleibt der italienische Charakter? Wo ist das Bodenständige, das nur in Rom, nur in Florenz, nur in Sizilien Denkbare? Wir heutigen — lächeln die andern überlegen — kopieren nicht, wir sind schon einen Schritt weiter als die Nordländer mit ihren schablonenhaften Wohnkolonien. Wir wollen, daß jeder Beruf sein entsprechendes Haus habe. Ecco: das Haus des Arbeiters, des Künstlers, des Fliegers — Ich habe sie alle durchstöbert und ich muß sagen, der Fortschritt ist wahrhaft imponierend. Höchste Zweckmäßigkeit und Schönheit ringsum, die Flugzeughalle neben der Garage, das W. C. in einer raffinierten Kombination aus schwarzem Marmor, der Stutzflügel schwebend über dem Musikraum, die elektrische Küche ... Nur daß sich die Frage aufdrängt, wo das idyllische Wochcnendhäuschen errichtet werden wird, da doch die Wochenendsitte noch gar nicht bekannt ist; wer elektrisch kochen wird, solange eine sechzigprozentige Stromsteuer herrscht; welcher Arbeiter die vorbildliche Bescheidenheit der tatkräftigen italienischen Volksschichten über Bord werfen wird. Allerdings, der Italiener ist nie kleinlich und pfennigrechnerisch gewesen; er geht schwer von seinen Gewohnheiten ab, kann aber, hat er sich einmal losgesagt, dann gleich epochenüberspringend zu- areifen. Der neue Sturmgeist, der das Volk ergriffen, liebt das langsame, gemächliche Wachsenlassen nicht. Und das ist nun freilich eine Gefahr, die Triennale verrät sie. Wird das Italien, das sich leichten Herzens hineinbegibt, sich selber treu bleibend die internationale Gleichmacherei überwinden oder gibt es Stil und kulturelle Eigenart preis? Aus der Provinzialhauptstadt Neue deutsche Tanzmusik. 20: Opernhaus Frank' „Der Arbeitsdienst und seine volkspädaqogische surl a M. (Eröffnung der Spielzeit«: Don Gio- gäbe", Vortrag von Dr. Stellrecht, Oraani- vanni; Oper in 2 Akten. 23 bis 24: Untcrhaltungs- msleiter des deutschen Arbeitsdienstes und Fach- konzert. Aufgabe ationsleiter des deutschen Arbeitsdienstes und Fach- OJl.-tfpott 3. Hopfner, 7,27 2. Rinn, Oie Heilkraft unseres Obstes Vereinsführer tagen bearbeitet für Arbeitsdicnstpflicht der NSDAP. 19: Dom Deutschlandsender: Stunde der Nation: 2. Rinn, Schneider, Meter. Jugendklasse. müsse dem Jugendlichen Vatev. Berater und Freund sein können und ihm vorleben. Ader nicht nur das Wettspiel solle in Zukunft gepflegt werden, sondern auch die Wanderung, das Zelten, es sollten für den Winter Heime geschaffen werden, in denen sich bei guten Büchern und Zeitschriften die Jugendlichen kameradschaftlich finden könnten. Wichtig sei aber, daß der Führer immer in engster Verbindung mit seinen Gruppen bleibe. Für die Zukunst werde für das Ansehen eines Vereins nicht mehr der Tobcllen- stand, sondern seine Charakterhaltung und das Ausmaß der an der Jugend geleisteten Arbeit ausschlaggebend sein. Der Fußballfachwart des Kreises, Herr Michel, gab in gedrängter Form die notwendigsten Rlchl- linien über die Durchführung der Derbandsspiele bekannt. Er referierte über Spielberechtigung, Kleidung, Form des Antritts zum Spiel, über den Platzaufbau, über das Verhältnis des Schiedsrichters und des Linienrichters zu den Kampfinann- fchaften, ferner über Versicherungsfragen ufm. Er gab ferner bekannt, daß voraussichtlich für den Bezirk Gießen ein Trainer gestellt werde, der für einige Tage die befähigten Fußballspieler des Kreises vereinigen und ausbilden werde. Die dabei zu leistende Arbeit werde der Hebung der Spielkultur im Kreise zu dienen haben. Einen Ueberblick über den Handballbetrieb im Kreise gab der Handballfachwarl, Herr Bauern schuh (Wetzlar). Er ging aus den Handballsport ein, wie er bisher in unserer näheren Umgebung gepflegt worden ist, und sprach dabei besonders der Spielvereinigung 1900 ein Lob aus, die sich aus dem Gebiete des Handballsports sehr erfolgreich betätigt habe. Daß der Handballsport in unserem Gebiet nicht die Verbreitung und Popularität gefunden habe wie an anderen Orten, habe verschiedene Ursachen. Nicht zuletzt sei das Gebiet auch von feiten des Verbandes manchmal etwas vernachlässigt worden. Zum Schluß forderte er ba-iu auf, das Handballspiel in den Kreisen der Jugendlichen zu fördern. Der Athletikfachwart, Herr Lipp (Gießen), sprach zunächst über die im Kreise Gießen erstmals durchgeführten leichtathletischen Pflicht klub- tämpfe, bei denen recht beachtliche Leistungen gezeigt worden seien. Gleichzeitig seien auch die Olympiasichtungswettbewerbe durchgeführt worden. Er forderte dazu auf, die Leichtathletik in den Fußballoereinen etwas mehr zu pflegen. In seinen weiteren Ausführungen beschäftigte er sich mit der geistigen Haltung des Sportlers im dritten Reich. Der Jugend- und Geländesportwart Herr P r e s - der wies in seinen Ausführungen zunächst auf das Verhältnis zwischen Hitler-Jugend und Jungvolk einerseits und den Vereinen andererseits hin. Es müsse Sorge dafür getragen werden, daß den Ver- einen die Jugend erhalten bleibe Der Oelänöcfport* fei für die Sportvereine noch ein unbeschriebenes Blatt. Besondere Anweisungen für die Durchsüh- । rung des Geländefportes seien bisher nicht ergan- Gau-Parteitag Heffen-Naffau. GPA. Der Aufruf in der Tagespresse, wonach sich die Parteigenossen der „alten Garde bet der Adjutantur des Gaues melden sollen zwecks Einladung zum Gau-Parteitag, bezieht fid) lediglich auf alte Parteigenossen, die sich nicht mehr im Bereich des Gaues aufhalten. Alle Parteigenossen innerhalb des Gaues dzw. im Ge- diel der einstigen Gaue Heffen-Nafsau-Sud und Hessen-Darmstadt werden durch ihre zuständigen Gliederungen ersaßt und erfahren durch diese Näheres. 100 Meter: 1. Schneider, 12,9; 2. Rinn, 13,4 Sekunden. 2 00 Meter: 1. Schneider, 27,3; 2. Rinn, 28 Stunde der Jugend. 16.30: Nachmitlagskonzert. 18: , spiegel; ein Spiel für die Grundschule. 12: Mittagskonzert. 14.30: Kleines Wochenend. 15.30: Oie OT. behäti den Handball Die Presse ft eile des Reichssportführers teilt zur Frage um die Führung im Handball folgendes mit: „lieber die Arbeitsgemeinschaft im Rahmen der Turn- und Sportgemeinschaft (Arbeitsgemeinschaft der Fachoerbände I—V) sind auf Grund unmaßgeblicher Veröffentlichungen in den letzten Tagen Unklarheiten entstanden. Eine in diesem Zusammenhang von dem stellvertretenden Vorsitzenden der DSB. herausgegebene Pressemeldung ist unrichtig. Sie wird hiermit von mir widerrufen. Zur Erläuterung sei nochmals mitgeteilt, daß die die Deutsche Turn- und Sportgemeinschaft geschaffen ist, um alle Angelegenheiten, an denen mehrere Fachoerbände interessiert sind, gemeinsam zu regeln. In den Angelegenheiten der Leichtathletik ist der Deutsche Leichtathletik-Verband, in denen des Handballs die D T., in allen Fragen des Schwimmsports der Deutsche Schwimm- sport-eDrband, in denen des Fußballs der Deutsche Fußball-Verband und in allen Fragen der Athletik der Deutsche Athletik-Verband federführend. Die Führer der Fachoerbände, die an dieser gemeinsamen Arbeit beteiligt sind, erhalten nunmehr den Auftrag, umgehend Verhandlungen aufzunehmen, damit die Führer einheitliche Richtlinien und Erläuterungen für alle Einzelheiten bekommen. Niederwald-Gedenkftaste! des 9. Turn- gaues (OT ). MSN. Rüdesheim, 11. Sept. Der 9. Turngau veranstaltete aus Anlaß der 50. Wiederkehr der Einweihung des Nationaldenkmals auf dem Niederwald zum Gedächtnis der gefallenen Helden und im Glauben an des geeinten Deutschlands unüberwindliche geistige, seelische und moralische Kraft am 24. September eine große Nie - derwald-Gedenstaffel, die in fünf Haupt- läufen zur Durchführung gelangt: 1. von Saarbrücken, 2. von Worms, 3. von Aschaffenburg, 4. von Marburg, 5. von Koblenz. Zu den Hauptläufen können von den nicht eingeteilten Bezirken Nebenstaffeln geführt werden. Die ungefähren Laufzeiten für Die einzelnen Strecken betragen für Lauf 1 8 Stunden, Lauf 2 4 Stunden 20 Minuten, Lauf 3 6'/- Stunden, Lauf 4 103/< Stunden und Lauf 5 4 Stunden. Außerdem fahren die Wasserfahrer zwei Staffeln, beginnend in Worms und Hanau. Städte-Wettkampf der Turnergilden im OHV., Bezirk Main-Weser. Mit der Durchführung des diesjährigen Städtewettkampfes ist die Gilde Gießen beauftragt. Die Veranstaltung wird, wie in früheren Jahren, als „Volkssport-Mannschaftskampf" abgehalten. Es beteiligen sich daran sämtliche Gilden des Bezirkes Main-Weser, wie Frankfurt a. M., Mainz, Wiesbaden, Darmstadt, Offenbach, Hersfeld, Kassel, Sekunden. 8 0 0 Meter: 1. Schneider, 2:38,9; 2:38,9 Sekunden. Weitsprung: 1. Schneider, 4,88; 4,65 Meter. Kugel st oßen: 1. Rinn, 9,29; 2. 8,43 Meter. Vornotizen. — Tageskalender für Dienstag: Palast-Lichtspiele, 9 bis 21 Uhr, Zinnsoldaten- Truppenschau. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Stern von Valencia" mit Liane Haid. g e ft a 11 e t ist. Entgegenstehende Bestimmungen aus älterer Zeit sind entsprechend abgeändert worden. zettverb^li.gungS.cye.ne werden noch im September emge.öst. Wie das VDZ.-Bureau meldet, hat das Reichs- finanzministerlum die Landesfinanzämler davon oer- standlgt, daß die Fettverbilligungsicheine, die an sich bis zum 31. August aogeliefert werden mußten, noch im Laufe des Monats September einzulosen sind. D e „Fleifcheroerbandszeitung" erklärt dazu, daß in einer Reihe von Fällen von den Stellen, die die Feltorr- billigungsfcheine in Zahlung genommen haben, verabsäumt wurde, die Scheine bis zum 31. August auf den Finanzämtern abzuliefern. Für die Zukunft allerdings fei nicht damit zu rechnen, daß die Ablieferungsfristen nochmals verlängert werden. Eine nachträgliche Einlösung würde nur dann in Frage kommen, wenn nachgewiesen werde, daß den Geschäftsinhaber an der Fristoersäumnis kein Verschulden treffe. Pflaster, in kritischster Lage. Sofort eilten verschie- bene Fußgänger hinzu, auch aus den umliegenden Geschäften kamen junge Leute, und mit vereinten Kräften wurde von vielen Händen der Straßen- bahnwagen gehoben und das Kind aus seiner unangenehmen Lage befreit. Die herbeigeholte Mutter brachte bas Kinb sofort zum Arzt. Es stellte sich heraus, baß bas Mädchen mit Ausnahme einiger unwesentlicher Hautabschürfungen wie burch ein Wun- ber keine ernstere Verletzung erlitten hat. ** Das Fundsachen-Verzeichnis. Don ber Polizeibirektion wirb uns mitgeteilt: Das Verzeichnis über bie im Monat August gefunbenen bzw. abgelieferten Oegenftänbe kann an ber Anschlagtafel im Flur ber Polizeibirektion, Lanbgras-Philipp- Platz 1, eingesehen werben. Die Empfangsberechtigten werben aufgeforbert, ihre etwaigen Rechte innerhalb zwei Monaten beim Funbbureau während ber Dienststunden geltend zu machen. ** Verbot des Schrot- und Pfostenschusses auf Rot-, Dam - und Rehwild. Auf Grund des Artikels 6 Abs. 2 des Naturschutzgesetzes hat das Hessische Staatsministerium den Schrot- und Pfostenschuß und den Schuß mit gehacktem Blei — auch als Fangschuß — auf Rot-, “"ge Qu j’1*« “SS Ä'fcsis oJJJMer unter. jOn Mm die bas S te Reichs. • .ben v°N NN ^beugsam meitertämpfe TEr e 'rSe 3U cincm verfaßten und von dem >ayen chen Slaatstheatct, Hans gsvoll Dorgetragenen Ptoloa unser die Macht". ” geführte Tonfilm Jjiilerjunge etchnamigen Roman von K ö Durbe wiederholt durch Beifall init stürmischen Kundgebungen der Reichskanzler das Theater m wiederum begeisterte HM- fuge derMchsbahn. epi (WTL.) Auf einer Reihe en hat der bedauerliche 33er- Sluöfall fchnellfahren- t Um ben ttzpreßguloerkehr 13u tönnen, wirb bie Reichs- einigen strecken, auf benen eßgutoerkehr besteht, mehr- fing zeuge einstellen,deren dem DurWM der , Die von der Mchsdahn ein- .^treten für lLMeßgutverkehr aflhansa betrieben wer- mehrmotorigen Frachtstugzeuge, den eingesetzt werden, haben die ' in Friedrichshafen in Sine solche Frachtflugstreite wirb iin und Königsberg em- uf ber die Maschinen des Rachts ■eie dient dazu, den Ausfall des Königsberg (ab Bahnhof Frred- Uhr), ber der Königsberger Ge- rliner Post gebracht hat, nneber Wie bas VDZ -Bureau melbet, hat der Reichswehrminister verfügt, daß das Tragen von Uni - f o r m e n d e r N S D A P. den Beamten, Angestellten und Arbeitern der Wehrmacht im Dienst 1 Dam- und Rehwild während des Jahres verboten. Die Staatspolizei stelle Gießen berichtet: Ein 31 Jahre alter Arbeiter aus Gießen sprach in der Nacht zum 10. September in einer Wirtschaft bie gemeinsten Beleidigungen gegen die Reichsregierung und gegen die NDAP. aus. Die in der Wirtschaft erschienene Polizeistreife nahm den Mann sofort fest. Auch den Polizeibeamten gegenüber bekundete ber Festgenommene noch feine kommunistische Gesinnung mit bem Bemerken, sie kämen doch noch ans Ruder, und die anderen würden alle aufgehängt. Hierbei hob er den Arm mit gebauter Faust. Der Festgenommene wurde nach Aufklärung der Staatsanwaltschaft vorgeführt, die Haftbefehl beantragte, der auch vom Richter erlassen wurde. Am Samstag wurde von einem Schornsteinfeger auf dem Speicher eines Hauses eine Kiste mit Handgranaten und sonstigen Geschossen beobachtet. Durch das Sonderkommando der Staatspolizeistelle wurden die Geschosse abgeholt und sichergestellt. Der Besitzer steht noch nicht fest. Die Eigentümer von Grundstücken werden gut tun, ihre Gebäulichkeiten nachzusehen. ob nicht hier und da noch Sprengstoffe usw. lagern, damit ihnen Unannehmlichkeiten erspart werden. NSOAp.-Liniformen dürfen im Dienst getragen werden. nb bie Schlangen ber umbri^en e liebaümobischm Spitzen unb Bo bie s (U[Q5 und Korallen - aber zu ZW lUO vadis? . W. ber Blick von apel, wo em tonnte; ,na^ln[ °nJ fiittono, rftil e^enJ?5umpi wachsen, dj um 'rattifd). Mts M lach '^' / Das ließe stch tsQasi S.'-S-SSSS Florenz, nur m lächeln die sind Ärbc 1 italienO^60 n w>lb- r jst n>e von lel KW ÄS'"”" polizeiderichte. Die Kriminalpolizei st eile Gießen meldet: Am 7. September wurde durch die Kriminalpolizei- stelle ein 20,ähriger 'Diann aus Grünberg wegen Erpressung festgenommen und dem Amtsgericht zu- aesührt. Der Festgenommene hatte ein Grünberger Mädchen in einem Schreiben in ber ungehörigsten Weise beleidigt, ohne den geringsten Beweis für seine Behauptungen erbringen zu können. Am Schlüsse seines Schreibens sicherte er dem Mädchen Verschwiegenheit zu, wenn ihm unter der angegebenen Chiffre ein Betrag von 20 RM. hauptpostwgernd Gießen zugejandt würde. Beim Versuch, den Betrag in Empfang zu nehmen, wurde er festgenommen. Wegen dringenden Verdachts, ein Sittlichkeitsverbrechen an einem Kinde begangen zu haben, wurde am 9. September der 57jährige Chemiker und Kaufmann Otto Friedberger von Gießen festgenommen. Er wurde dem Amtsgericht zugeführt und kam in Untersuchungshaft. Der Kriminalpolizei war schon längere Zeit bekannt, daß Friedberger kleinen Mäbchen nachstellte, eine strafbare Hanblung konnte ihm aber seither nicht nachgewiesen werden. Unser Obst ist nicht nur ein Genuß- und Nahrungsmittel, sondern ihm ist auch ein bedeutsamer und nicht zu unterschätzender Heilwert zuzuschrci- ben. Es ist erfreulich, zu beobachten, wie alle Bevölkerungsschichten immer mehr diese Wirkung "bes Obstes schätzen und in steigendem Maße dem Rufe „Eßt mehr Obst!" nachkommen. Der Apfel bildet unser Hauptobst. Da wir heute genügend haltbare Wintersorten in geeigneter Weise aufbewahren können, brauchen wir eigentlich das ganze Jahr hindurch nicht auf ihn zu verzichten. Er ist stark eisenhaltig und aus diesem Grunde blutbildend. Bleichsüchtigen Menschen ist er unentbehrlich. Bekannt ist feine beruhigende Wirkung. Menfchen, die an Schlaflosigkeit leiden, finden nach dem Genuß von Aepfeln bald den ersehnten und erquickenden Schlaf. Es ist keine üble Angewohnheit, wenn man allabendlich vor dem Schlafengehen einen oder einige Aepfel ißt. Gerade Kindern soll man reichlich Aepfel geben; sie fördern die Verdauung. Das Apfelfleisch enthält viel Sauerstoff, ist infolgedessen der Atmungstätigkeit der Lunge förderlich und ein Balsam für quälendes Asthma. Nicht zu unterschätzen sind die kräftigenden Eigenschaften des Apfels. Sein Phosphorgehalt regt die Gehirn- und Neroenarbeit an. Es ist deshalb eine Kost aus kräftigem Bauernbrot und Aepfeln jedem Nervenkranken zu empfehlen. Schließlich reinigt die Apfelsäure Mund und Gebiß. Die Birne weist stärkere Mengen Kalisalze aus und ist aus diesem Grunde ber Entwicklung des gefajnten Muskelgewebes dienlich. Ihre Kalkbestandteile sind zum Aufbau der Knochen notwendig. Das Fleisch und der Saft der Kirsche sind als Stärkungs- und Blutreinigungsmittel hinreichend erprobt. Menschen mit nervösem Herzleiden erfahren nach ihrem Genüsse Beruhigung. Die Pflaume, der .P f i r s i ch und die Aprikose enthalten fast dieselben Bestandteile, die ebenfalls blutbildend und oerdauungsfördernd wirken. Hasel- und Walnüsse sind reich an Phosphor und Magnesium, deshalb recht wertvoll zur Bildung der Knochen, Nerven und Gehimmasie. Vergebens suchen wir nach einer heimischen Frucht, bie in solcher Menge nahrhaftes Eiweiß beim Ge- nuß dem menschlichen Körper zuführt. Am reichsten an blutbildenden Salzen ift die Erdbeere, die Natrium, Eisen, Kieselsäure, Kalk usw. enthält. Sie üben eine reinigende und kräftigende Wirkung aus. Stoffwechs-lrückstände werden durch sie ausgeschieden. Erdbeerkuren beheben Darmkrankheiten, insbesondere Darmträgheit. Außerordentlich bekömmlich und gesund sind die Weintrauben, die ähnliche Heilkraft wie Pfir- sich und Aprikose aufweisen. Die Blutreimgung, sowie die lösende Wirkung auf Lunge, Leber (Harnstein, Harngrieß) und Darm werben burch ihren Genuß günstig beeinflußt. Gichlleibenbe verspüren nach Weintraubenkuren halb Linberung Während die Himbeere bei Oallenleiben als schmerzstillend und wirksam geschätzt wird, erfreut sich die verwandte Brombeere bei Darmerkrankungen besondere Beachtung. Ihr hoher Frucht- Zuckergehalt heilt bie Darmträgheit in bester Weise. Auf Veranlassung bes Kreisführers bes Kreises Gießen (Bezirk Gießen, Gau XII) bes DFB., Herrn Henkel, würbe am gestrigen Sonntag im Cafö Ebel eine Vereinsführertagung abgehalten. Die Tagesorbnung, bie lebiglich Referate ber Fachwarte brachte, fanb schnelle Erlebigung. In feierlicher Form würben zunächst vom Kreisführer bie Mitarbeiter (Fachwarte) burch Hanb- schlag verpflichtet. Sobann vielt ber Kreisführer selbst eine kurze Ansprache, in ber er u. a. ausführte: Es fei kein Zufall, baß bie Jugenb zu SA., SS. unb HI. gegangen sei. Man habe es bei ben Sportvereinen versäumt, ber Jugenb Jbcale zu geben, nach benen bie Jugenb immer bränge. Ausgabe ber Bereinsführer fei es, bie Jugenb erneut für bie Sportsache zu begeistern. Obgleich ber DFB. keine Richtlinien über bie Jubensrage erlassen habe, so ergebe sich boch aus ber ganzen Bewegung unb ben Forderungen unserer Zeit, daß für sie kein Platz mehr innerhalb ber Vereine sei. Eine Zusammenlegung mehrerer Vereine sei unbedingt zu fordern; auf der andern Seite werde man auch nicht etwas zerschlagen, was Tradition habe und so aufgebaut fei, daß es Lebensfähigkeit garantiere. In nächster Zeit würden für die Vereinsführer Schulungskurse abgehalten werden, in denen alles das durchgesprochen werde, was unbedingt burchzuführen fei. Jeder Verein müsse in Zukunft eine Pflegestätte des Kameradschaftsgeistes und des Idealismus werden. Eng damit verbunden sei die Forderung nach Disziplin. Innerhalb ber Vereine gebe es nur noch einen Willen, unb zwar ben bes Vereinsführers. Allerbings bürfe Diese Macht nicht bazu führen, sich erhaben zu fühlen über bie Sportkameraben. Jeber Vereinsführer müsse von Pflichtbewußtsein nach unten unb Verantwortlichkeit nach oben getragen fein. Wenn jeber die gegebenen Richtlinien einhalte, werde die absolute Volksgemeinschaft bald Wirklichkeit. Der Gaujugenbsachwart Sonbran (Gießen) referierte sodann über die Jugenderziehung durch die Sportvereine im neuen Deutschland". Seinen Ausführungen sei das Wesentlichste entnommen: Der Sport habe nunmehr ein anderes Gesicht bekommen. Die bisherige Art der Jugendführung sei ungesund und zu materialistisch gewesen. Der Wettkampf habe zuviel im Vordergrund gestanden. Adolf Hitler unb feine Bewegung habe auch hier Wanbel geschaffen. Abolf Hitler bejahe ben gefunben Geist im gefunben Körper. Die Jugenbertüchtigung mit allen Mitteln zu betreiben, sei eine Forberung ber Selbsterhaltung bes deutschen Volkes. Es gelte, den jungen Menschen zur Disziplin, zu Kameradschaft und Unterordnung, zu Ordnung und Zucht überhaupt zu erziehen, ihn bewußt einzuschalten in bie Volksgemeinschaft. In ber vergangenen Zeit habe ber jetzt schulentlassene junge Mensch am meisten gelitten; ihm ben Lebensmut wieberzugeben sei eine bankbare Aufgabe für Vereins- unb Jugendführer. Für diese Arbeit an der Jugend sei aber nur ber Beste gut genug. Der Führer müsse Idealist sein. ** Militärpersonal ie. Hauptmann von Stockhausen vom hiesigen Bataillon wurde mit Wirkung vom 1. Oktober ab nach Berlin versetzt. ** E i n Kind unter dem Straßenbahnwagen. Gestern gegen 14.30 Uhr ereignete sich in der Walltorstraße unweit des Asterwegs ein aufregender Vorfall. Ein etwa zweijähriges Mädchen wollte plötzlich über die Straße laufen und zwar in dem gleichen Augenblick, als eine Straßenbahn in der Richtung Walltor gefahren kam. Der geistesgegenwärtige Führer brachte seinen Wagen auf eine Entfernung von nur zwei Meter zum Stehen, hatte aber nicht mehr verhindern können, daß das Kind trotzdem unter den Wagen geriet. Das Zweijährige befand sich, eingeklemmt zwischen dem breiten Eisenband bes Fahrgestells und dem Limburg, Marburg, Gießen usw., ungefähr 30 Mannschaften. Gestartet wird in zwei Klassen, unb zwar m der A-SIaffe für sämtliche Aktive unb in ber L-Klasse für sämtliche Jugenbliche. In beiben Klassen geht ber Kamps um einen Wanderpreis, der in Klasse A von der Gilde Gießen unb in B von ber Gilde Offenbach verteidigt wird. Außerdem ist eine Gäste - Klasse vorgesehen, an der sich Turn- und Sportvereine beteiligen können. Meldungen hierfür sind an die Geschäftsstelle des D. H. V., Gießen, Lonystraße, zu richten. Leichtathletische Klubmeisterschasten des OSC. Der OSC. kann mit dem Ergebnis seiner Klub- meisterschaften sehr zufrieden sein. Die Anzahl ber Teilnehmer war erfreulich groß unb bie gezeigten Leistungen gut. Aktive. Klasse I. 100 Meter: 1. Robriguez, 11,4; 2. Paulus 11,7; 3. Siegmund 11,8 Sekunden. 200 Meter: 1. Rodriguez, 23,5; 2. Fischer, 24; 3. Siegmund, 24,3 Sekunden. 1000 Meter: 1. Hamm; 2. Knctsch. 4 mal 1 0 0 - M e t e r - S t a f f e l: 1. I. Mannschaft, 47; 2. II. Mannschaft, 47,4 Sekunden. W e i t s p r u n g: 1. Luh, 6,17; 2. Fischer, 5,60; 3. Mohl, 5,59 Meter. Dreisprung: 1. Luh, 11,53; 2. Fischer, 10,90; 3. Siegmund, 10,69 Meter. Kugelstoßen: 1. Luh, 13,30; 2. Mohl, 13,04; 3. Jakob, 10,80 Meter. Steinst oßen: 1. Mohl, 8,32; 2. Luh, 8,12; 3. Siegmund, 6,42 Meter Speerwerfen: 1. Jakob, 49,60; 2. Mohl, 45,55; 3. Luh, 41,10 Meter. Diskuswerfen: 1. Luh, 36,85 ; 2. Mohl, 34,85; 3. Rodriguez, 32 Meter. Hammerwerfen: 1. Mohl, 31,60; 2. Luh, 26,61; 3. Fischer, 20,76 Meter. Klasse II. Kugelstoßen: 1. Jakob, 11,20; 2., Rodriguez, 10,92; 3. Fischer, 9,38 Meter. Klasse III. 100 Meter: 1. Mohl, 12,2; 2. Schmidt, 12,3; 3. Höpsner, 12,4 Sekunden. Weitsprung: 1. Knetsch, 4,89; 2. Hamm, 4,87; 3. Schmidt, 4,60 Meter. K u g e l st o ß e n: 1. Siegmund, 9,89; 2. Fischer, 9,56; 3. Knetsch, 8,54 Meter. Klasse IV (für Anfänger). Kugel st oßen: 1. Paulus, 8,48; 2. Hamm, 8,25; Dtunbfunfprogramm. Donnerstag, 14. September. 7.10 Uhr: Bad Kreuznach: Frühkonzert. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 12: Mittagskonzert. 14.20: Jeder hört zu! 15.30: otunbe der Jugend. 16.30: Nachmittagskonzert. 18: .Lehren der australischen Wirtschaftskrise", Vortrag von Dr. Hans Schmidt, Forst. 18.25: Herybert Menzel lieft. 18.45: Kurzbericht vom Tag. 19: Relchssen- bung: Stunbe ber Nation: Neue Erbe; Hörspiel von A. Weinberger. 20: Weltpolitischer Monats- bericht; von Univ.-Professor Dr. Karl Haushofer. 20.25: Orchesterkonzert. 22: Zeitdienst. Freitag, 15. September. 7.10 Uhr: Bad Kreuznach: Frühkonzert.12: Mittagskonzert. 14.20: Jeder hört zu! 15.20: Musi- kalischer Zeitvertreib. 16.30: Nachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. 18: Die Schlange; eine Erzählung von Richard Sitlinger. 18.10: Spesfartgeschich- ten; von Valentin Pfeifer. 18.25: Sortrag ,,2Bir fangen an!" Die Arbeit der Städtischen Buhnen. Es spricht Generalintendant Meißner. 19: Funk- ftunbe Berlin: Reichssendung: Stunde der Nation: Werkmeister Ohle. 20: Das Abendprogramm der Kurzsendungen. 22.45 bis 24: Nachtmusik. Samstag, 16. September. 7.10 Uhr: Frühkonzert erwerbsloser Berufsmusi- ter. 10.10: Vom Deutschlandsender: Till Eulen- Die lufttrockenen Blätter und Blüten ergeben einen wohlschmeckenden Tee und angenehmes Gurgel- wasser. Heidelbeeren besitzen in frischem Zustande bie Eigenschaft, abzuführen; in getrocknetem bewirken sie bas Gegenteil; sie finb ein vorzügliches Mittel gegen Durchfall. Heibelbeeren regeln also in bester Weise den Stuhlgang. Ihr Vetter, die P reiße l b e e r e , gibt eine hervorragende Arznei für Gicht- und Magenleidende. Ihr Saft stillt das Fieber. Die Stachelbeere ist reich an Kalk und Eisen, also zur Blutbildung und zum Knochenaufbau geeignet. Die würzig, säuerliche Johannisbeere regt die Verdauung an und wird von ihrer Schwester, der schwarzen Johannisbeere, in dieser Eigenschaft noch weit übertroffen, von dem etwas herben Geschmack allerdings abgesehen. Wir sehen also, daß jede Obstart ihre besondere Heilkraft aufweist. Nur muß vor dem Genuß unreifer Früchte dringend gewarnt werden. Lor dem Rohgenuß ist das Obst gründlich zu waschen, damit der etwa anhaftende Schmutz beseitigt wird. Besondere Erwähnung verdienen die aus den Früchten hergestellten Fruchtsäfte (Süßmoste), die einen hohen gesundheitfördernden unb heilenben Wert barstellen. Eine Mahnung noch an bie Obstverbraucher: Wenn irgend möglich, sollten ausländische Obstarten, wie Apfelsinen und Bananen gemieden werden, da nach neuesten Gutachten ihnen nicht der Nährwert innewohnt, ber ihnen im allgemeinen zugeschrieben wirb. Ein würziger beutscher Apfel ist viel angenehmer als eine Apfelsine unb eine saftige Birne besser als eine Banane unb dazu weit billiger. B. wies, ferner zu freundschaftlich-sportlichem Verkehr mit der DT. und DJK. aufforderte, zu strengster Disziplin innerhalb der Vereine ermahnte und außerdem darum bat, alles Trennende zwischen den VeVreinen zu vergessen und dazu beizutragen, daß der Bezirk Gießen der Musterbezirk bleibe, als den ihn der Gauführer Riemann bezeichnet habe. Mit dem gemeinsam gesungenen ersten Vers des Hvrft-Westel-Liedes und mit dem dreifachen „Sieg- Heil" auf den Volkskanzler Adolf Hitler und auf den Reichspräsidenten Hindenburg fand die Versammlung ihren Abschluß. Salzböden. gen, sie würden aber in absehbarer Zeit zu erwarten sein. Den Vereinen solle die Durchführung des Geländesports vorläufig überlassen bleiben. Mit der Frage der Durchführung der Jugendspiele beschäftigte sich der Jugendspielwart Herr Philipp, der dazu aufforderte, alle verfügbaren Mannschaften für die Jugendspielreihe anzumelden. Er gab sodann alle diesbezüglichen Richtlinien und Vorschriften bekannt. ■ Zum Schluß der Versammlung sprach der Bezirksführer Happ, der die Vereinsführer besonders auf das Ausmaß ihrer Verantwortlichkeit hin- Bergfest in 25 Jahre Turnverein Salzböden. Traditionsgemäß veranstaltete der 7.Kreis (früher Lahn-Dünsberg-Gau des ADT.) am Sonntag in Salzböden fein Bergfest, verbunden mit der Feier des 25jährigen Bestehens des Tv. Salzböden. Die Veranstaltung begann am Samstag mit einem Kommers. Der Sonntag Vormittag sah alsdann die Turner im friedlichen Wettkampf. Unter Leitung von Kreis- turnwart Wagner- Lollar und Kreisführer Daupert-Wiefeck liefen alle Kämpfe reibungslos ab. Besonderes Lob verdiente sich der Sanitäter-Hilfsdienst der SA. Die am stärksten beteiligten aktiven Turner über 18 Jahre zeigten auf der ganzen Linie sehr gute Durchschnittsleistungen. Die große Ueber- raschüng war hier der Sieg des jungen Willi Will von der Tvgg. Ruttershausen und gleichzeitig die größte Enttäuschung der 9. Platz des Favoriten Großhaus-Lollar. Die besten Einzelleistungen vollbrachten im 100-Meter-Lauf Großhaus-Lollar mit 11,7 Sek. (auf unebener Grasbahn), im Weitsprung gleichfalls Großhaus mit der respektablen Weite von 6,70 Meter; Schieferstein, Launsbach, der frühere Gaumeister, erreichte 6,30 Meter. Im Stabhochsprung schaffte Wilh. B e p - l e r - Kinzenbach 3,20 Meter. Im Keulenwurf war Reeh-Bieber mit 65 Meter der Beste. Die relativ besten Leistungen wurden wieder einmal in der Jugend-Oberstufe (16 bis 18 Das 80. Mdbergfest. Em Aeffentumer erster Feldberg-Sieger. — Oie OT. weiht die höchstgelegene Turnplahan age. — MTB. Gießen vertritt den Bezirk Heften. Jahre) gezeigt. Der Reichswehrsoldat Ehr. M ö - b u s - Reiskirchen erreichte in dem ausgetragenen Vierkampf nicht weniger als 113 Punkte und schlug somit den Zweiten, Klinkel-Lollar, mit einem Vorsprung von 22 Punkten. Umstritten war das Ende in der Jugend-Unterstufe (14 bis 16 Jahre), wo der Sieger Jäger- Reiskirchen nur mit 5 Punkten vor dem nächsten, Ott-Ruttershausen, gewann. In der Altersstufe gab es den erwarteten Sieger in Hofmann- Alten-Buseck. Er wurde hart bedrängt von den alten Kämpen Buchner- Hausen, B e p l e r - Kinzenbach und Hofmann- Lollar. In der Altersklasse über 35 Jahre erreichte Frank- Lollar vor Michel- Erda (55 Jahre) den ersten Platz. Um die Mittagszeit bewegte sich unter Vorantritt der Hitlerjugend und der Stahlhelmkapelle Marburg ein stattlicher Zug durch die festlich geschmückten Straßen des Ortes zum Festplatz. Der Führer des gastgebenden Vereins hielt die Begrüßungsansprache. Hierauf folgten Sondervorführungen der Kreis-Riege, die an Reck, Barren und Pferd ihr glänzendes Können unter Beweis stellte. Zur Siegerverkündigung hielt der Kreisführer D a u p e r t eine längere Ansprache. Mit einem dreifachen „Gut-Heil" schloß der Kreisführer und übergab Kreisturnwart Wagner das Wort zur Siegerverkündigung. (Die Ergebnisse folgen.) Auf dem Kulm des Großen Feldbergs im Taunus haben unermüdliche Arbeit und zäher Turnerwille im Kampfe mit dem harten Felsgestein des Taun.usquarzits eine fast 4000 Quadratmeter große ebene Fläche und damit eine Turnplatzanlage geschaffen, wie sie kein zweiter unter den höchsten Bergen der deutschen Mittelgebirge aufzuweisen hat. Die neue Kampfstätte bietet nun die Möglichkeit, das mit jedem Jahr stärker besuchte Feldbergfest durch mehr Abwechselung in der Auswahl der Wettkampfübungen weiter auszubauen. Die volkstümliche Eigenart des althergebrachten Bergfestes bleibt in jeder Hinsicht gewahrt. Die Turnplatzanlage trägt mit Recht den Namen Philipp - R ö b i a - Platz. Damit hat die Turnerschast dankbar das Andenken eines ihrer Besten geehrt. In einer Felsgruppe wurde Raum geschaffen für das in Erz gegossene Bildnis Philipp Röbigs, das von Äünstlerhand wirkungsvoll gestaltet ist. Die feierliche Eröffnung des Philipp - R ö b i g - Platzes gab dem 80. Feldbergfest seine besondere Weihe. In der Frühe des frischen, sonnenklaren Spätsommersonntags marschierten Turner und Turnerinnen zur Morgenfeier auf. Man hörte Worte deutschen Glaubens von Ernst Moritz Arndt, des deutschen Freiheitskämpfers, der meist selbst auf dem Feldberg geweilt hat (18. Oktober 1815). Ein Zeugnis turnerischer Dankbarkeit für die unvergeßlichen Taten der Männer, die in der Vergangenheit opferbereit, in der DT. Volk und Vaterland gedient haben, und ein Treuebekenntnis zum neuen Deutschland und seinen Führern war die inhaltsreiche Festansprache, in der der Führer des Fcldbergfest-Ausschusses, Hugo Pfaff (Frankfurt a. M.) die turn- und volksgeschichtliche Bedeutung des Feldbergfestes würdigte und die Baugeschichte des Turnplatzes kurz darstellte. Allen, die sich um die Anlage verdient gemacht haben, galt ein herzliches Dankeswort. Als die Hülle des Phi- lipp-Röbig-Gedenkfteins fiel, da senkten sich die Fahnen zu stillem Gruße und gedachte gleichzeitig all der Freunde des Feldbergsestes- die im großen Kriege ihr junges Leben gaben. Landrat Dr. Janke und ein Vertreter der Gemeinde Nieder - Reifenberg beglückwünschten die Turnerschaft zu ihrer herrlich gelegenen neuen Kampfstelle. Als Vertreter der DT. sprach dann bisheriger Kassenwart Kommerzienrat Schill (Osthofen) warm empfundene Worte an seinen Mitkämpfer und Freund PH. R ö b i g. Für den Gau Mittelrhein legte Gaugeschäftsführer Sieger einen Eichenkranz nieder. Nach dieser Feierstunde kam der turnerische Ge- meinschoftsgedanke in den allgemeinen Freiübungen der 1600 Wettkämpfer zum Ausdruck, die dann in 37 Riegen bei ganz vorzüglichen Leistungen die Tausende von Zuschauern begeisterten. Den Nachmittag boten die Staffelläufe um die Wanderpreise nochmals spannende Kampfhandlungen. Das 80. Feldbergfest sand als erstes Feldbergfest im neuen Deutschland einen besonders feierlichen und eindrucksvollen Ausklang in einer vaterländischen Kundgebung, die am Nachmittag der Siegerch ung vorausging. Unter den Klängen des Badenweiler-Marsches erfolgte der Einzug der SA., HI., Turner und Turnerinnen in die neue Feldberg-Kampfstätte, woselbst der stellvertretende Gauführer des Gaues Mittelrhein, Kurt Münch- Frankfurt a. M., in feiner begeisterten Ansprache anknüpfte an die beim Feldbergsest 1871 gehaltene Festrede, die die Einheit und Freiheit des deutschen Vaterlandes und die Kraft der sich nach langem Hader im zweiten Reich zusammengefundenen Stämme feierte. In den Mittelpunkt feiner gedankentiefen Ausführungen stellte der Redner den heldischen Gedanken. Das Gelöbnis, den großen deutschen Vorbildern unter der Losung: „Freiheit und Vaterland!" nachzustreben, fand seine Bekräftigung in dem begeistert aufgenommenen „Gut Heil" auf das deutsche Vaterland und die Führer des Dritten Reiches. So war das 80. Jelbbergfeff in seinem ganzen eindrucksvollen verlauf ein erneutes Bekenntnis zu deutschem Turner- und Volkstum. Es wird als ein Markstein in der abwechslungsreichen Geschichte des ältesten deutschen Bergfestes verzeichnet werden, zugleich aber auch ein Wendepunkt sein. Denn nach der Neueinteilung des deutschen Turnens und Sports wird es den ehemaligen Mittelrheinern, die nun in drei großen Gauen ihre neue Heimat finden, einmal alljährlich Gelegenheit zur Pflege geschichtlich gewordener turnerischer Ueberlieferung bieten. Der Heimatbezirk Hessen war in diesem Jahre zahlenmäßig nicht so stark an den Wettkämpfen beteiligt, wie die Jahre zuvor. Am besten wurde er durch den M t v. Gießen vertreten, der auch schöne Erfolge buchen konnte. Daß die Hessenturner in W. SBeaupain (Marburg) den ersten Feldbergsieger stellten, ist ein beachtlicher Erfolg. Ore heimischen Erfolge. Nachstehend geben wir einen Ueberdlick über die Wettkampfergebnisse mit Angabe der Erfolge des Heimatbezirks Hessen und einiger weiterer ober- hessischer Vereine: Turner - Oberstufe (562 Bewerber, 311 Sieger): 1. Sieg W. Beaupain, TuSpv. Marburg, 84 Punkte; 2. O. Werner, Tv. Weilmünster, 83; 3. E. Roth, Tv. Bieber, 82; 5. O. Lindenstruht, Mtv. Gießen, 79; 19. K. Bücking II., To. Alsfeld, 64; 21. W. Langenohl, Mtv. Gießen, 62; 22. K. Strack, Mtv. Gießen, 61; 23. G. Schwan, Mtv. Gießen, 60; 24. L. Malkomesius, Mtv. Gießen, 59; 25. S. Dollernder, Tschft. Büdingen, 58; 26. W. Wagner, Mtv. Gießen, K. Jehner, Tv. 1860 Bad- Nauheim, H. Breitenbach, Tschft. Büdingen, 57; 29. R. Dietrich, Tschft. Büdingen, A. Berg, TuSpv. Butzbach, 54 Punkte. Jugend turner (269 Bewerber, 139 Sieger): 1. A. Leichum, Tv. Niederrad, 94 Punkte; 2. 23. Korb, Tast Bieber, E. Stenger, Tv. Dettingen, 83; 3. W. Äarmbrunn, Tgf. Haufen, M. Keil, Turnv. Ober-Mörlen, 81; 10. Fritz Nädel, Tv. 1860 Bad- Nauheim, 73; 14. Kurt Faber, Tv. Großen-Linden, 69; 21. Reinhold Blaß, Tv. Großen-Linden, 62; 23. A. Rosenfelder, Tv. Ober-Mörlen, 60 Punkte. A l t e r 5 t u r n e r, 33 bis 39 Jahre, (102 Bewerber, 86 Sieger): 1. A. Schall, Tgm. Nied, 88 Punkte. 40 bis 44 Jahre, (55 Bewerber, 51 Sieger): 1. F. Tritschler, Stadtspv. Frankfurt a. M., 97 P. 45 Jahre und älter (70 Bewerber, 66 Sieger): 1. F. Kofler, To. Homburg v. d. H., 94 Punkte. Turnerinnen (197 Bewerberinnen, 165 Siegerinnen): 1. L. Schäfer, Tgs. Sachsenhausen, 77 Punkte; 2. M. Eck, Stadtspv. Frankfurt a. M., A. Lotz, Tv. 1860 Frankfurt a. M., 75; 3. A. Schwarz, Tv. Dillenburg, 74; 4. Erika Röhmig, Mtv. Gießen, 73; 12. Elli Langbein, TuSpv. Butzbach, 65; 14. A. Lockert, TuSpv. Butzbach, 63; 15. A. Ruppel, Turn- u. Spv. Butzbach, 62; M. Eschenfelder, Tschft. Büdingen, F. Ruppel, TuSpv. Butzbach, 59; 21. I. Hilgen, TuSpv. Butzbach, 56; 27. Ch. Amend, Mtv. Gießen, 50 Punkte. Linzeikämpfe. Weithochsprung: 1. W. Beaupain, TuSpv. Marburg, 1,65/3,20; 2. G. Großmann, To. Bieber, 1,65/3,20; 3. E. Klauer, Tgs. Koblenz, 1,60/3,15 Meter. Kugelstoßen: 1. F. Maier, Tgs. Walldorf, 13,28; 2. O. Junker, Tgd. Rödelheim, 12,96; 3. W. Bohrmann, Tv. Breckenheim, 12,91 Meter. Staffeln. 5 mal 100 - Meter - Staffel um den I a h n s ch i l d: 1. Tv. Vorwärts Bockenheim, 61,5; 2. Tgs. Offenbach, 62,3; 3. Tgd. Darmstadt, 63,7 Sekunden. 5 mal 100 - Meter - Staffel um den E m a n u e l - S chm u ck - S ch i l d: 1. Tv. 1860 Hofheim, 62; 2. Mtv. Gießen, 62,1; 3. Tgd. Griesheim, 63,6 Sekunden; 4. Tv. Lorsbach. 4X75-Meter - Staffel um denBrun- hildefchild (Turnerinnen): 1. Stadtsportverein Frankfurt, 43,4; 2. Mtv. Gießen, 44,4; 3. Tv. Homburg, 45,8 Sekunden. Wirtschaft. * Die Devisenhöch st betrüge im O k - tobet. Der Reichswirtschaftsminister hat angeordnet, daß der Grundbetrag der allgemeinen Genehmigungen für die Wareneinfuhr im Monat Oktober nur bis zur Höhe von 50 Prozent in Anspruch genommen werden darf. Frankfurter Abendbörse weiter schwach. Frankfurt a. M., 11. Sept. Der Kursverfall der IG. - Farbenaktie setzte sich auch an der Abendbörse in unverminderter Schärfe fort, da dem ziemlich starken Angebot keine Aufnahmeneigung gegenüberstand. Das Papier senkte sich um 2,5 v. H. auf 104,25 v. H. Die übrigen Marktgebiete wurden hiervon mehr oder weniger berührt, doch traten überwiegend Abschwächungen bis zu 1,5 v. H. ein. Conti Gummi verloren darüber hinaus 2,5 v. H., ferner kamen nach nur eintägiger Pause Rhein. Braunkohlen mit 175,50 bis 174,50 um 10 v. H. schwächer zur Notiz. Im Verlaufe konnten sich einzelne Werte, darunter JG.-Farben auf Interventionen leicht erholen. Am Rentenmarkt büßten Altbesitz 0,40, späte Reichsschuldbuchforderungen mit 75 Brief etwa 0,5 v. H. ein, während Ncubefitzanleihe mit 9,25 v. H. behauptet waren. U. a. notierten: Altbcsitz- anleihe 75,25 bis 75,13, Neubesitz 9,25, 6prozentige Stahloerrsn 00,90, Schutzgebiete, alle 6,80 Brie^, Reichsbank 133 bis 133,50, Gelsenkirchen 42, Har- pener 77, Mannesmann 45, Nheinstahl 69, Stahlverein 24,75 bis 25, AEG. 17, Bekula 99,50, Scheideanftalt 163,75 bis 164,25, JG.-Farben 104,25 bis 105, Metallgesellschaft 50,50, Continental-Gummi 127,50, Schuckert 82,10, Hapag 10, Lloyd 11. Frankfurter Getreivebörse. Frankfurt a. M., 11. Sept. Der Produktenmarkt zeigte recht feste Tendenz und die Preise für Weizen und Roggen waren um 4 bzw. 1,50 Mark je Tonne höher. Das Angebot war ausreichend, die Nachfrage war infolge des jetzt besseren Mehlgeschäftes gut. Die Mehlpreise stellten sich um 0,50 Mark je 100 Kilogramm höher, ferner zogen Weizen- und Roggenkleie 25 Pfg. an, während Hafer vernachlässigt war. Braugerste war in feinsten Qualitäten zu unverändertem Preis gefragt. Es notierte: Weizen 191 bis 191,50, Roggen 152,50, Sommergerste für Brauzwecke 177,50 bis 180, Hafer neu 130 bis 132,50, Weizenmehl Spez. 0 mit Auslandsweizen 27,75 bis 28,75, do. ohne Auslandsweizen 26,25 bis 27,25, Roggenmehl 0- bis 60prozentige Ausmahlung 21,75 bis 22,50, do. südd. Spez. 0 22,50, Weizenkleie 8,10 bis 8,25, Roggenkleie 8, Soyaschrot 8,40 bis 8,65 ohne Monopolzuschlag (o. M ), Palmkuchen 8,60, Erdnußkuchen 10 beides o. M., Treber 14,50, Heu südd. 5,20, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt 1,80 bis 2, do. gebündelt 1,50 Mark (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm). Kartoffeln: Böhms allerfrüheste gelbe 1,60 Mark per 50 Kilogramm bei Waggonbezug. Tendenz: ruhig. Hess. Bolksstaat 1929 (rückzahlb. 102%) ............ 6% Heb. Landesbank Darmstadt Gold R. 12.................. 6'/z% Hess. Landes-Hypotheken- bank Darmstadt Lioui......... Oberhcsscn Provinz-Anleihe mit Auelvs.-Rechten ............. Deutsche Stemm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit AuSIos.-Rechten 6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6% ehern. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936 6V2% ehern. 4y2% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Psandbriese....... 5%% ehern. 4'/2% Rheinische Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpfe..... 6% ehern. 8% Pr. LanveSpfond- briefanflalt, Pfandbriefe R. 19 6% eyein. 7% Pr. LandeSpfand- briefanstall, Pfandbriefe R. 10 Steuergutsch. Verrechnungskurs.. 4% Oesterrelchische Goldrente.... 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente ....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4'j% desgl. von 1913.......... 6% abgesi. Goldmexikaner von 99 4°,’, Türkische Zollan'leihe von 1911 ♦% Tückische Bagdadbahn-Anleihe 5-rie 1..................... 82.75 98,75 82 76,25 9,25 77,75 66,5 67 78,25 78 80,75 84 80,5 86,5 10,5 0,60 4 4 3,95 6 5,13 5, Lj 83 98,9 82,4 75,13 9,25 77,5 66,5 66,25 77,75 77,4 79,25 82,5 79 80,25 86,5 105 0,65 3,9 4 3,9 5,5 5,15 83,5 99 82,5 76 9,5 74,5 67,25 80.75 86.5 4,05 3,9 5,4 4,9 4,9 83,5 99 82,4 75,5 9,25 73,4 78 66,5 79 80,5 86,5 10,5 0,6 3,95 3,9 5,4 5 4,95 4% besgl. Serie II ............. 5% Rumän. veteinh. Rente v. 1903 4!49LRnmän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vercinh. Rente .. 2%% Anatolier ............... Hamburg-Amerika-Paket .....0 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hansa-Dampfschiff........... 0 Norddeutscher Lloyd .........0 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Commerz- und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Diskonto- Gesellschas!..............0 Dresdner Bank.............. 0 Reichsbank ................ 12 A.E.G......................0 Bekula..................... 0 Elektr. Lieferungsgeselllchaft... 6 Licht und Kraft ............. 6 Fellen & Guilleaume.........0 Äesellfch.f.Elektr.Unlernehmung. 5 Rheinische Elektrizität ........ 5 Schuckert L Eo............... 5 Siemens & Halske............ 7 LahmeyerLEo............. 10 Buderus ................... 0 Deutsche Erdöl .............. 4 Gelsenkirchener.............. 0 Harpener................... 0 Hvcsch Eisen—Köln-Neuessen .. 0 Ilse Bergbau ............... 6 Ilse Bergbau Genüsse........ 6 Klöcknerwerke .. ......... 0 Mannesmann-Rühren........0 5,1 2,75 5-25 2,3 24.25 10,75 11,5 39.5 82,25 48 49,5 43 135,5 17,13 99,5 68 85 19,5 67 84 127,5 112,5 60 92,5 46,5 81 97 47,75 50,13 4,95 2,75 4.75 2,5 24,13 10 11 39,5 82 48 48,75 42,75 133,5 17 99,5 81 40 82,1 90,5 42 77 94,75 44,75 45 5.2 4.75 24 10,75 17,5 11.4. 40,4 83 48 49,5 43 134,5 17,13 100 67 25 85,25 40 66 77,5 84 127,5 112 59,75 92 46,25 80,75 50 128.5 97,75 48 50 5,05 4,5 2,4 23,5 10,4 23,25 16,13 11 39,65 82.25 48 48,75 42,75 134,25 16,25 100,25 64 81 38,5 64,13 74,5 81,25 126 108,75 57,5 90,25 43,5 78 47,4 128,5 95 44.5 46 Mansselder Bergbau.........0 Kokswerke........... 0 Phönix Bergbau............. 0 Rheinische Braunkohlen ..... 10 Rheinstahl ..................0 Bereinigte Stahlwerke........0 Ltavi Minen ............... 0 Kaliwerke Aschersleben........6 Kaliwerke Westeregeln........ 5 Kaliwerke Salzdetfurth.....7/z I. G. Farben-Jnvusirle....... 7 Scheideanstalt.............. 9 Goldschmidt ............... 0 Rütgerswerke .............. 0 Metallgesellschast............ 0 Phlltpp Holzmann...........0 Zementwerk Heidelberg ......0 Zementwerk Karlstadt.........0 Schultheis Patzenhoser .......0 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg...................0 Zellstoff Waldhof ............0 Zellstoss Aschaffenburg .......0 Dessauer Gas ............... 7 Daimler Motoren............ 0 Deutsche Linoleum........... 0 Oienstein & Koppel..........0 Leonhard Tietz .............. 0 Lhade......................10 Akkumulatoren-Fabrik........0 Conti-Gmnrnt...............0 Griynei....................0 Mainkraftwerke Höchst a.M.».. 4 Süddeutscher Zucker ......... 8 22.25 29,75 184 71,75 28,65 10,5 106 106 146 110,13 165 25 40 45,25 52 38 63 27,5 39 32,9 23 36,25 10.25 156,5 184,25 133 1 i 21,9 26 174,5 69 25 10,5 105 105,25 145,5 105 164,25 39 43,75 50,5 27,13 40 31,5 19 20,5 10,25 159,5 127,5 | - 1 150,5 22,5 61,5 29-13 183 71,13 28.13 10,13 106,5 107 146 110,4 39,5 45,25 52,5 2 89,25 27,5 39,75 31,5 19 98,25 23,5 35,5 25.13 10,4 157,75 183 133 I 16,75 1 150,5 21,5 57,5 26,5 175 69,25 25,9 10,25 104,25 105,25 145 106,5 38,13 43,25 51 * 85 27,25 40 30,75 17 97 21,5 34 24,13 10,25 162 181 128,75 I - I 149,5 Helsingsors.. 'Wien....... Prag....... Budapest ... Sofia...... Holland .... Oslo....... Kopenhagen. Stockholm... London ..... Buenos Aires Neimork.... Brüssel..... Italien..... Paris ...... Schweiz .... Spanien.... Danzig..... Japan ...... 9Ho de Ian. . Jugoslawien. Lissabon.... Berli Amerikanische Belgische Not Dänische Not Englische Nol Französische Holländische! Italienische 9 Norwegische Deutsch Lest Rumänische f Schwedische Schweizer Nr Spanische No Ungarische Nr 5.924 47,95 12,41 3,047 169,13 67,43 59,94 69,23 13,42 0,928 2.967 58,47 22.11 16,40 80,95 35,04 81,52 0,774 0,241 5,295 12,69 n, ll.Sepiemb Noten....... en........... n .......... en .......... loten........ Rotdn........ oten......... Roten ....... neid), i 100 oten........ loten........ ten.......... ton.......... 5,93t 48.0= 12,4: 3,05: 169.4" 67.57 60.0t 69.3" 13.4t 0,932 2.97; 58,5= 22,k 16,4« 81,1 35,1 81,6 0,77 0,24 5,30 12,7 Bantno er Schilling en 5.934 47,95 12,41 3,047 169,13 67,58 60,09 69,38 13,445 0,928 2,967 58,47 22,11 16,405 81,04 35,01 81,47 0,774 0,241 5,295 12,71 Geld 2,92 58,31 59,83 13,405 16,365 168.71 21.99 67,41 69,21 80,86 34,88 5,946 48,05 12,43 3,053 169,47 67,72 60.21 69,52 13.485 0,932 2,973 58,59 22,15 16,445 81,20 35,09 81.63 0,776 0,243 5,305 12,73 Bries 2,94 58,55 60,07 13,465 16,425 169,39 22,07 67,69 69,49 81,18 35,02