nr. 187 Erstes Blatt 185. Jahrgang Samstag, U.August 1955 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen örurf und Verlag: vrühl'sche Universtfätr-Vuch- und Zteindruckerei B. Lange in Stehen. Schriftleitung und Geschäftrstelle: Schulftrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für | mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspsennig; für Ne- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Neichspfennig, Platzoorschrift 20°, mehr. Chefredakteur Dr. Fnedr. Wich. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr H.Tbyriot- für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den An. zeigenteil i. D.TH.Kümmel sämtlich in Bietzen. Erscheint tügltch, autzer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte » ©«ebener Familienblätter Heimat im Bild DieScholle Monats-Sezogsprels: Mit 4 ‘Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernfprechanschlüste antcr Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Sichert poflfd)tdfonlo: Frankfurt am Main 11686. Oer Abwehrka mps gegen die KPD lchen Ordner, die nach der Saalschlacht im Hof° Auhaus in München am 4. November 1921, als I - 16 Mann 800 Marxisten aus dem Saal warfen, kn Namen Sturmabteilung erhielten * Anläßlich des großen Schutzstaffel-Appells in der Reichshauptstadt am morgigen Sonntag nahm der Musiksturm der SS. den Schellenbaum des ältesten preußischen Infanterie-Regiments Nr. 24 in Obhut. Dieses Musikinstrument hat eine ruhmreiche Geschichte. Es wurde in zahlreichen großen Schlachten, wie bei der Völkerschlacht bei Leipzig, bei Waterloo, bei Düppel, Vionville und Mars la Tours den Truppen des Infanterie-Regiments Nr. 24 (Neuruppin) Was sind SA. und SS. und was wollen sie? Die Dienstvorschrift der SA. und SS. >nngt dos am klarsten zum Ausdruck in den Sahen: Die SA. soll den jungen Deutschen gei» |tg und körperlich zum gestählten, kampfbereiten -lenschen für unser deutsches Volk erziehen. Eie soll aus Hunderttausenden eine einige, diszipli« L gewaltige Organisatidn zusammenschwei- an. $rc Ochste Ehre ist die höchste Treue." ^Wie entstand denn die SA.? Der ungeheure der Marxisten 'aller Schattierungen, die ^-^'chaft der Straße, verboten es in den ersten Jahren der Nachkriegszeit jedem Andersdenkenden, seine Meinung öffentlich zu äußern. Adolf h>tler erkannte sehr schnell, daß man den Ter- w nur mit Gegengewalt brechen konnte, und des- dolb schuf er die sogenannten nationalsozialisti- Or. Wagner Landesbauernpräsident. Darmstadt, 11. Aug. (WSN.? Das Personalamt teilt mit: Am 26. 3uli 1933 wurde der Landesbauernführer in Hessen Dr. Richard laß des 19. Jahrestages der Schlacht bei Tannenberg. Die Feier wird eine überaus eindrucksvolle Kundgebung für das Ostland werden. 3m Anschluß erfolgt die Weiterfahrt nach Königsberg. Am Montag, 28. August, Fortsetzung der Ostlandtreuefahrt über sechs verschiedene Rund- ftreden durch Ostpreußen Am Abend versammeln sich die Teilnehmer im Schloßhof zu Königsberg zu einem Huldigungsakt, bei dem auch die Plokettenverteilung vorgenommen wird. Am Dienstag, 29. August, beginnt die Nüdfahrt, bei der den Teilnehmern empfohlen wird, über Danzig zu fahren. 3n Danzig werden die Teilnehmer um 15 Uhr durch den Senat des Freistaates Danzig empfangen werden. Mit dem Empfang in Danzig endet das Programm der Ostlandtreuefahrt. Weitere Nennungen sind zu richten an den Arbeitsausschuß der Ostlondtreuesahrt, Berlin W 62. Landgrafenstraße 18 Wagner in Darmstadt zum Landes- b auer npr äsidenten in Hessen mit der Einweisung in die Stelle eines Negierunas- r a t e s ernannt. schoftliche Verbundenheit und ihr hartes Wollen zu geigen. n zugereister Funktionär, ber in C a n n st a d t ein umsangreiches Büro eingerichtet hatte, und 40 anbere Personen wurben-iestgenommen. Im weiteren Verlauf öer Bekämpfung der kommunistischen Wühlarbeit wurde vor einigen lagen die gesamte kommu- n i st i! ch e Leitung für Württemberg u b er r a f ch t und fe ft genommen, als sie in wn tniljen Morgenstunden in den Wilhelmina-Ge- -[Wufern zu einer Beratung Zusammenkommen Wuppertal. Wuppertal, 11. Aug. (TU.) In den frühen iMorgenftunben am Freitag fand im Wuppertal in Dem von Kommunisten stark bewohnten Viertel in ber Holzstraße eine überraschende Durchsuchung statt, bri der verschiedene Gewehre mit Munition, sowie Zersetzungsschriften beschlagnahmt werden konnten, lieber 30 Personen wurden in Schutzhaft genommen. Osnabrück. Osnabrück, 11. Aug. (TU.) Amtlich wird mitgeteilt: Am Freitag fand in den Morgenstunden eine großangelegte Polizeiaktion gegen bie Anhänger der KPD. statt, bei ber alle verfügbaren staatlichen und kommunalen Polizeikräfte, sowie ein I 3n diesen Wochen dröhnt wieder Deutschland von den harten Schritten der. SA.- und SS.-Verbände, die sich zu ihren Landestreffen sammeln, um eindrucksvoll die Macht der braunen Armee zu zeigen und zu beweisen, daß Deutschlands Jugend unbeirrbar und freudigen Herzens hinter der Regierung der nationalsozialistischen Erhebung fleht. Für ein Gesamttreffen ist die braune Armee längst zu groß geworden. Es gibt keinen Ort in Deutschland, wo man sie zusammen- ballen könnte. Nur Teiloerbände können noch zu- fammentommen, um nach außen hin ihre kamerad- Gebiet nahe steht. Sie sind unabhängig von allen anderen Strömungen, verantwort- lich nur allein dem Führer und der Volksgemeinschaft. Als wesentliche Funktion des Treuhänders ergibt sich die Ueberführung des alten Klassenkampfsystems in 'eine soziale Ordnung, in der die Interessen oller soweit als möglich gewahrt werden. Ob ihre Befug- nisfe zur Durchführung weiterer Maßnahmen in Der einen oder anderen Richtung zu erweitern sind, wird lediglich von den Verhältnissen abhängen, die in wirtschaftlicher oder sozialer Beziehung noch eine Regelung erfordern werden. Schon aus dem Wort |elbft ist ersichtlich, daß es sich hier um eine Institu- tion handelt, der das anvertraute Gut zu treuen Händen übergeben ist Dement- sprechend ist auch die Verantwortung der Treuhänder der Arbeit außerordentlich groß. Er sieht inmitten zweier Interessenkreise, denen er nur dann Rechnung tragen kann, wenn er objektiv auf Grund schlichter Erwägungen, ohne Rücksichtnahme auf die Persönlichkeit, fein Urteil fällt. Die wirtschaft selbst und alle Beteiligten können, wenn sie bereits in sich einen Interessenausgleich suchen, die Arbeit des Treuhänders wesentlich erleichtern. Der Treuhänder selbst muh über den Parteien stehen und vorurteilslos an die ihm vorliegenden Streitobjekte Herangehen. Aufgabe der Unternehmer und der verantwortlichen Vertreter der NSBO. ist es, dasjenige Ver- trauen innerhalb der Betr'iebsge- memschaft und Arbeitsgemeinschaft zu erzeugen, das unbedingt erforderlich ist wenn den Bedürfnissen aller in zweckentsprechender Weise Rechnung getragen werden soll. Das T r e n - nende zu überwinden, das Gemeinsame, die Schicksals, und Tatverbundenheit in den Vordergrund zu stellen, muß das Ziel Aller fein vorangetragen. Der mächtige Schellenbaum, der mit einem Fähnchen geziert ist, das eine preußische Prinzessin zur Zeit Friedrichs des Großen gestickt und gestiftet hat, wurde vom Musikzug der SS.-Gruppe Oft zum Preußischen Innenministerium gebracht. — Unser Bild geigt die Einholung des Schellenbaums des Infanterie-Regiments Nr. 24 durch die Spielleute der SS einem Konzentrationslager zugeteilt, lieber die Gründe der Verhaftung ist bisher nichts bekanntgeworden. Nach Osnabrück übergeführi. Breslau, 11. 2lug. (WTB.) Das Konzentrationslager in Breslau-Dürrgoy ist aufgelöst worden. Die 343 Lagerinsassen wurden nach Osnabrück übergeführt. Französische Angst vor einer faschistischen Internationale. Paris, 11. Qlug. ($11.) Senator Arm - b r u st e r gibt in einem Dries an den Außen- minister der Meinung Ausdruck, daß infolge der Zurückweisung der Deutschland von Frankreich und England gemachten Vorhaltungen der V i e r- m ä ch t e p a k t bei seiner ersten Velastungsprobe die bereits früher geäußerten Befürchtungen gerechtfertigt habe, da in dem Pakt keinerlei Sanktionen im Falle der Nichteinhaltung der Verpflichtungen durch die Unterzeichner vorgesehen seien. Bei dem Wiederzusammentritt der Kammer werde er den Außenminister deswegen interpellieren. 3n der nationalistischen „Libertö" warnt der bekannte deutschfeindliche L e m e r y mit dem Zweck, der Negierung den Rücken zu stärken, vor den Folgen des Viermächtepaktes, da sein Urheber das Ziel verfolge, den Faschismus auf internationalem Gebiet intervenieren zu lassen. Es trete eine Propaganda in Tätigkeit, die eine Umformung der inneren Verfassung der mitteleuropäischen Staaten und eine Abänderung der gebietmähigen Lage durch zwingende Kundgebungen gewandt geleiteter und gut organisierter Volkswillen anstrebe. Wenn das Ergebnis gereift sei, werde durch Anwendung des Artikels 19 des Versailler Vertrages der Zustand verankert werden, denn dann würde durch die Gärung der Geister eine „internationale Lage entstehen, deren Fortdauer den Frieden der Welt in Gefahr bringen könnte". Mtt Beweisen in der Hand werde man den Nachweis erbringen, und Frankreich werde sich beugen müssen, und die Leitung der Angelegenheiten Europas und der Welt der Faschistischen Internationale überlassen müssen. Das erniedrigte Frankreich werde dann nicht einmal mehr die Kraft haben, sich dem Aufbau seines überseeischen Reiches zuzuwenden. Die Revision des Kolonialbesitzes werde unwiderstehlich folgen. Wie klein erschienen die armen Finosserien des Quai d'Orsay vor diesem Spiel größten Stiles. Zusammen mit E n g l a n (ei es noch nicht zu spät, der Propaganda, die den Frieden bedrohe. Halt zu gebieten. Oer mecklenburgische Landesbischof beurlaubt. Schwerin, ll.Aug. (WTB.) Ministerpräsident Engel! empfing heute den Landesbischof D. R e n d t o r f f. Er teilte ihm mit, es sei dem Staats- Ministerium nicht möglich, mit ihm in dem Vertrauensverhältnis zusammenzuarbeiten, wie es für die Interessen der Kirche erforderlich wäre und dem Wunsche des Staatsministeriums durchaus entsprechen würde. Der R e i cy s st a t t h a l t e r hat den Landesbischof wissen lassen, daß er die Stellungnahme des Staatsministeriums billige. Der Lande s b i s ch o f hat darauf eine Sitzung des Oberkirchenrates einberufen und seine Beurlaubung beantragt. Diesem Antrag wurde einstimmig stattgegeben und dem Staatsministerium entsprechende Mitteilung gemacht. Militärrevolte in Kuba. Präsident Machado zurückgetreten? Neuyork, 12. Aug. (DTB.) 3n ID af fji n g- l o n sind amtlich noch unbestätigte Meldungen eingegangen, wonach dieGarnison von Havanna revoltiert habe. Machado sei nach dem Militärlager von Eolumbiageflüchtet. Ultimatum der Armee au Machado. Havanna, 12. Aug. (DTB.-Funkspruch.) Dem Präsidenten Machado ist von feiten der Armee ein Ultimatum gestellt worden mit der Aufforderung, bis heute 12 Uhr fein A m t niederzulegen. Machado bei den Truppenführern. Havanna, 11. Aua. (TU.) Wie bekannt wird, hat sich Präsident Machado mit dem Kriegsmini- ftcr Herrera zu einer Konferenz mit den Truppenführern ins Militärlager von Camp Columbia begeben. Das Präsidentenpalais und die K a s e r n e n wurden mit großenSand- sackbarrikaden umgeben und mit M a s ch i - nengewehren gesichert. Das Palais gleicht einem großen Munitions- und Handgranatenlager. Ausdehnung der Truppen Meuterei. Havanna, 12. Aug. (WTB. Funkspruch.) Ein Offizier der aufständischen kubanischen Truppen erklärte, daß die Truppenteile, die in Castillo de la Fuerza und in der Festung C a b a n a in der Nähe von Havanna stationiert sind, Freitag abend gemeutert und von den beiden befestigten Plätzen Besitz ergriffen hätten, ohne daß auch nur ein Schuh abgefeuert worden wäre. Machado zurückgetreten? Santa Clara (Kuba), 12. Aug. Die Offiziere der hier stationierten Truppen erklärten, ist der kubanische Präsident Machado von seinem Po st en zurückgetreten, von anderer Seite wird diese Meldung aber nicht bestätigt. Herrera Militärdiktator von Kuba. Havanna, 12. Aug. (TU.) Der Kriegsminister herrera ist Militärdiktator von Kuba geworden. Nach der Besprechung mit den Truppen- sührern im Lager Columbia verlieh herrera den Versammlungsort, wobei ihm von den Truppen alle dem Präsidenten zustehenden Ehren erwiesen wurden. Machado verabschiedete sich händeschüttelnd von den Offizieren und fuhr, von einer kleinen IHilifärabteilung begleitet, ins Präfidentenpalais zurück, während sich herrera zum Hauptquartier begab. Als er dort ankam, jubelten ihm die Truppen zu. 3n militärischen Kreisen wird erklärt, daß herrera zunächst für 72 Stunden Militärdiktator fei. Machado werde während dieser Zeit auf dem Präfidenten- posten bleiben und weitere Verhandlungen zur endgültigen Lösung der Krise führen. Kriegsminister Herrera provisorischer Präsident Kubas? Neu York, 12. Aug. (Reuter- Funkspruch.) Staatssekretär Herrera hat erklärt, der kubanische Vorschlag aus die Vorschläge der Vereinigten Staaten sehe vor, daß Machado unverzüglich seinen Abschied nehmen werde. Sein Nachfolger sei schon bestimmt: der Name werde sofort nach Annahme des kubanischen Gegenvorschlages bekanntgegeben. Sn der Zwischenzeit werde Kriegsminister H e r r e r a die provisorische Regierung leiten. Aus aller Well. Das Balbogeschwader auf der Höhe von Tanger. Gibraltar, 12. August. (WTB. Funkspruch. > Das Balbo-Geschwader ist um 9.20 Uhr auf der Höhe von Tanger gesichtet worden. Lin neuer Weltrekord im Rückenflug. Ein neuer Weltrekord für Rückenflug ist, einer Meldung aus Los Angeles zufolge, von dem Flieger Milog Burcham in Long Beach aufgestellt worden. Burcham flog eine Stunde 46 Minuten 59 Sekunden lang auf dem Rücken und schlug damit den bisherigen Weltrekord des Italieners F a l c o n i um 39 Minuten 59 Sekunden. 170 englische Schüler in Berlin. Der Magistrat der Stadt Berlin empfing wiederum eine Gruppe von 17 0 Schülern desLon - don-Evening-Jnltituts, die sich 8 Tage in Bad Freienwalde aufhielten. Es ist dies die letzte von vier Gruppen, die in diesem Jahre im Aus- taufchverkehr in Deutschland weilte. Die Be- suche haben in England bereits einen solchen Anklang gesunden, daß man nach den bisher erfolgten Anmeldungen für das nächste Jahr mit einer Zahl von 1000 Schülern aus England rechnet. Paratyphus in Halle. In dem Altersheim Martinstift in Halle e r ° krankten insgesamt 64 Personen, Pfleglinge und Schwestern, unter Erscheinungen von Paratyphus. Ein 90jähriger Konsistorialrat ist gestorben. Ob der Paratyphus hier die alleinige Todesursache war, ist allerdings zweifelhaft. Als Bazillenträger wurde ein neu eingestellte Mitglied des Personals einwandfrei feftgefteltt Todesopfer der hihe in Dien. Die seit Tagen anhaltende Hitze in Wien hat am Freitag einen Höhepunkt erreicht. Rach den Angaben der meteorologischen Zentralanstalt wurden am Nachmittag in der Sonne 46 Grad Celsius festgestellt. Direkt und indirekt hat die Hitze in Wien 8 Todesopfer gefordert. Sieben Personen sind beim Baden ertrunken. Ein älterer Mann erlitt im Bade einen tödlichen Hihschlag. In der Nähe von Wien, in Baden, ist der Wirt eines bekannten Ausfluglokals ein Opfer des Hitzschlags geworden. In 29 Fällen mußte bei Anfällen von Unwohlsein auf der Straße erste Hilfe geleistet werden. Tropische hiße in Sübflaroien. Die Hitze, die sich auf dem Balkan in den letzten Wochen immer unerträglicher gestaltete, hat in Südslawien tropische Grade erreicht. In Belgrad zeigte das Thermometer 40 Grad im Schatten und 50 Grad in der Sonne. Kunst und Wissenschaft. Uraufführung im Mainzer Stadttheater. Zur Uraufführung in der Festwoche des Mainzer Stadttheaters aus Anlaß des 100jährigen Jubiläums wurde die Tragödie „Thomas Tor- quem a d a" von Hanns F. G e r h o l d erworben Der völkische Dichter Hanns F. Gerhold ist erster Dramaturg und Leiter des Jntendanzbllros um Stadttheater Mainz. Die ersten Arbeiten des „Reichsbundes der deutschen Freilicht- und volksschauspiele". Durch die Initiative des Herrn Reichsministers für Lolksaufklärung und Propaganda find nunmehr die Voraussetzungen für die seit Jahren erstrebte planmäßige und großzügige FörderungdesFrei- lichtspiels und des chorifchen Volksschauspiels in seinen verschiedenen Arten gegeben. Der präsidierende Vorsitzende des Reichs- bundes, Ministerialrat Otto L a u b i n g e r , richtet an alle Spielunternehmungen innerhalb des beut- schen Reiches das Ersuchen, sich dem „Reichsbund der deutschen Freilicht- und Volksschauspiele e. -23." als Unternehmer-Mitglied anzuschließen. Die Unterlagen für den Erwerb der Mitgliedschaft sind durch die Geschäftsstelle des Reichsbundes, Berlin-Charlottenburg 4, Mommsenstraße 49, erhältlich. Auch diejenigen Unternehmungen, die in diesem Sommer nicht spielen, werden ersucht, ihren Anschluß sofort zu vollziehen. 3tallenif(f)e Auszeichnung für einen deutschen Gelehrten. Professor Dr. med. H. Fischer am Kaiser-Wil- Helm-Institut für Hirnforschung in Berlin-Buch, der der SA. angehört, ist von der Königlichen Medizini- schen Akademie in Rom derTitel eines „Accademico corrispondenten" verliehen worden. Aus der provinzialhaupistadi. Unser täglich Brot Alles hat feine Zeit, denken unsere Bauern. Und mit Ruhe haben sie an unfreundlichen Sommertagen zugesehen, wenn finstere Regenwolken am Himmel dahinzogen und herbstliche Kuhle herrschte. Aber nun ist die Erntezeit da. Ueberall in deutschen Landen fingen die Sensen und Sicheln Die Tage, auf die sich der Landmann am meiften freut — trotz schwerster Anstrengung und härtester Arbeit —' sind gekommen. Zu keiner Zeit des Jahres fühlt er sich freier und stolzer als in der Ernte. Er ist gerüstet. Ueberall da, wo kein Hagelwetter, kein Wolkenbruch den Segen vernichtete, hören wir frohe Stimmen. In allen Dörfern herrscht regstes Leben. Vom frühen Morgen bis spät in den Abend hinein wimmelt es von fleißigen Menschen in den Feldern, aus den Wegen. Ueberall erschallen frohe Zurufe, Lachen erklingt, und die jungen Mägde beginnen mit dem Schnittergesang: „Goldne Aehre, du mußt (allen . Sie fingen mit ihren Hellen Stimmen genau noch so, wie sie es in der Schule gelernt haben. Und die Sensen und Maschinen tun ihre Arbeit. In langen Reihen fallen die reifen Halme zur Erde nieder, werden von fleißigen Händen ausgenommen, gebunden und ausgestellt. Ein Duft von frischem Brot liegt über dem Felde. Unser täglich Brot! Haben die Städter eigentlich jemals bedacht, welche Arbeit, welche Mühe es macht, bis das kräftige Brot, die duftenden Brötchen und Kuchen vor ihnen auf dem Tisch stehen? Dor Monden schon, als kalte Novemberwinde bliesen, gab der Landmann die Körner der harrenden Erde. Stürme, Schnee und Eis kamen. Aber die kleinen grünen Hälmchen standen aufrecht und wiesen hoffnungsvoll in das neue Jahr. Der Frühling erschien, und die Sonne zauberte neues Leben aus der braunen Scholle. Die Hälmchen wuchsen und streckten sich, die Aehren schossen hervor über Nacht. Der Sommerwind wehte, und wogende Kornfelder standen in Blüte. Wie Wellen auf dem See rauschten und flüsterten die Halme. Und nun leuchten die weiten Flächen der deutschen Ebenen in ihrer goldenen Pracht, durchstickt mit dem Blau der Kornblumen und dem grellen Rot des Klatschmohns. Diese Getreidefelder sind das Bild Deutschlands. So denken wir uns die Heimat, wenn wir in weiter Ferne weilen, wenn tropische Sonne auf uns niederbrennt, wenn die Wogen des Meeres unser Schiff in fremde Länder tragen. An manchen Tagen hat der Landmann soraenvoll seine Getreidefelder umschritten. Wie oft schaden noch die letzten Frühlingsfröste, wenn sie die Erde aufheben und die Würzelchen haltlos in der Luft hängen! Dann wieder kommen schwere Wetter gezogen, Hagel rasselt herab, Wassermassen legen die Halme nieder. Auch Ungeziefer und schädliche Pilze drohen oft. Aber voll Hoffnung und Gottvertrauen hat der Bauersmann die goldenen Körner der Erde anvertraut. Er weiß, daß alles Wachsen und Gedeihen in den Händen des Schöpfers liegt. Und wenn ein »Fehlschlag kommt, wenn eine Ernte vernichtet wird, so verzagt er nicht. Er hat auch nicht verzagt in den letzten Jahren, in denen er für seine Arbeit und Mühe kaum so viel erhielt, daß er leben konnte. Aber mit verbissener Ruhe und zäher Ausdauer schaffte er weiter. Wie mancher hätte schon alles im Stich gelassen und wäre hoffnungslos untergangan- gen, wenn ihn das Schicksal so grausam angepackt hätte. Aber nicht so unsere Bauern. Und in diesem Jahre gehen sie wieder mit mehr Mut und Freude an die schwere (Erntearbeit. Denn sie wissen, daß ihre Arbeit zuerst gefördert werden soll, daß ihnen die Wege in die Zukunft zuerst geebnet werden sollen. Unsere Bauern sorgen für unser tägliches Brot, sie sind die Hüter des deutschen Bodens. Darum Ehre und Achtung dem deutschen Bauernstand, der unermüdlich schafft, damit auch alle anderen Volksgenossen wieder gläubig in die Zukunft schauen können! B. Wer will sich ausschließen? „Wir wissen, daß unsere Wirtschaft nicht emporkommt, wenn nicht eine Synthese gefunden wird, zwischen Freiheit des schöpferischen Geistes und Verpflichtung dem Volksganzen gegenüber." Dieses in die Zukunft weisende Wort ist von grundlegender Bedeutung und verdient von allen Berufen beherzigt zu werden. Es verkündet das freie Recht der schöpferischen Arbeit, es verlangt aber gleichzeitig Verpflichtung der Gesamtheit gegenüber. Knapp und klar wird der Grundsatz wirtschaftlichen Lebens umrissen, der im schärfsten Gegensatz zur liberalistischen und marxistischen Einstellung steht. Zu allen Zeiten hat der deutsche Geist revoltiert gegen Materialismus, gegen Verflachung und Eigennutz. Große Taten deutscher Geschichte wurden stets dann vollbracht, wenn Eigennutz ausgeschaltet war und sich das ganze Volk gemeinsam einer großen Aufgabe widmete. So war es 1813, so war es 1914, so soll es heute wieder sein. Nicht gegen einen äußeren Feind: heute gilt es, die Massenarbeitslosigkeit endgültig zu überwinden. Dieser Kampf kann nicht lediglich mit Gesehen und Verordnungen durchgeführt, nicht vom Staat allein siegreich ausgefochten werden. Es bedarf der freiwilligen opferbereiten Mitarbeit aller Volksschichten. Es bedarf vor allem schöpferischer Initiative und opferbereiter Pflichterfüllung der Nation gegenüber. Der Unternehmer, der Gewerbetreibende, der Kaufmann erfüllt seine Pflicht gegen die Volksgesamtheit nur dann, wenn er alle Kräfte daran setzt, um die Regierung in ihrem Kampf gegen die Arbeitslosigkeit zu unterstützen. Wer jedoch die Zeichen der Zeit nicht versteht, wer nur sein eigenes Ich und seinen Nutzen kennt, der schließt sich von der Volksgemeinschaft aus. Er handelt wie Drückeberger oder Kriegsgewinnler, der reich wurde, als deutsche Jugend aller Stände aus den Schlachtfeldern verblutete. Wer in der Wirtschaft führt, ist sich bewußt, daß er besondere Verantwortung dem Volksganzen gegenüber trägt. Er kann sich nicht ausschließen, wenn der ärmste Arbeiter sein Scherflein für die Spende der nationalen Arbeit gibt. Er opfert deshalb im Dienste seines Volkes für die Spende der nationalen Arbeit. Annahmestellen der Spende: Finanzämter, Zollämter. Ueberweisung an diese Annahmestellen durch Post, Bank, Sparkasse usw. Abzeichen für die Arbeitsfront-Jugend. Wie das VDZ.-Bureau meldet, hat der Führer der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley, für die in der Arbeitsfront organisierte Jugend ein besonderes Abzeichen genehmigt, welches einen halben Zahnkranz mit einem in der Witte überragenden Hammer und auf der Grundbasis ein aufsteigendes Hakenkreuz zeigt mit der Inschrift D. A. F. I. Damit hat Heinz Otto, der Leiter des Jugendamtes und der Deutschen Arbeitsfront, einen weiteren Schritt zur Zusammenfassung der arbeitenden Jugend getan. Die Neuaufnahmen von jungen Arbeitern in den einzelnen Verbänden beweisen, daß die werktätige Jugend für den Neuaufbau des Staates gewonnen wird. Oie Einwohnerzahlen im Kreise Gießen. Die Ergebnisse der Volkszählungam 16. Juni in den Gemeinden des Kreises Gießen liegen nunmehr der Öffentlichkeit vor. Danach wurde an diesem Stichtag in den Kreisorten die nachstehend verzeichnete ortsanwesende Bevölkerung gezählt: Ortsanwesende Bevölkerung männlich weiblich insgesamt Albach 184 181 365 Allenborf (Lahn) Allenbors (Lba.) 436 633 459 707 895 1340 Allertshausen 186 190 376 Alten-Buseck 653 675 1328 Annerob 354 351 705 Bellersheim 329 308 637 Beltershain 188 178 366 Bersrob 225 218 443 Bettenhausen 172 170 342 Beuern 492 554 1046 Birklar 242 241 483 Burkhardsfelden 326 384 710 Climbach 114 122 236 Daubringen 507 521 1028 Dorf-Gill 211 215 426 Eberstadt m. Arnsburg 279 322 601 Ettingshausen 340 323 663 Garbenteich 521 497 1018 Geilshausen 254 270 524 Gießen 17432 18913 36345 Göbelnrod 177 161 338 Großen-Buseck 1214 1098 2312 Großen-Linden 1325 1314 2639 Grünberg 1239 1292 2531 Grüningen 362 408 770 Harbach 220 208 428 Hattenrod 211 221 432 Hausen 293 324 617 Heuchelheim 1424 1518 2942 Holzheim 576 607 1183 Hungen 861 r<940 1801 Inheiden 261 244 505 Kesselbach 225 251 476 Klein-Linden 1036 1049 2085 Langd 312 289 601 Lang-Göns 935 971 1906 Langsdorf 451 495 946 Lauter 247 250 497 Leihgestern Lich mit Hof Albach, 957 934 1891 Colnhausen u. Mühl- • 2936 (achsen 1389 1547 Lindenstruth 176 177 353 Lollar 1215 1283 2498 Londorf 537 507 1044 Lumda 214 217 431 Mainzlar 367 356 723 Münster 171 169 340 Muschenheim mit Hof- Güll 319 339 658 Nieder-Bessingen 169 169 338 Nonnenroth 160 162 322 Obbornhofen 332 343 675 Ober-Bessingen 196 192 388 Ober-Hörgern Odenhausen mit Ap170 166 336 336 penborn 162 174 Oppenrod 176 178 354 Querfborn Rabertshausen mit 341 316 657 Ringelshausen 117 93 210 Reinhardshain 156 168 324 Reiskirchen 487 536 1023- Rodheim m. Hof Graß 200 175 375 Rödgen 389 386 775 Röthges 118 133 251 Rüddingshausen Ruttershausen mit 430 404 834 500 Kirchberg 256 244 Saasen mit Bollnbach, Veitsberg u. Wirberg 294 293 587 Stangenrod 175 183 358 Staufenberg mit Friedeihausen 466 505 971 Steinbach 609 567 1176 Steinbeim 257 265 522 Stockhausen 84 75 159 Trais-Horloff 244 230 474 Treis a. b. Lba. 625 667 1292 A Trohe 127 120 247 Utphe 282 266 548 Dillingen 551 492 1043 Watzenborn mit Steinberg 1229 1308 2537 Weickartshain 220 211 431 Weitershain 271 273 544 Wieseck 1837 1991 3828 Winnerod 33 30 63 Summe 51955 54283 106238 Blitzschlag in Laufdorf. Heute früh schlug der Blitz in die Besitzung des Landwirts Wilhelm Werner in Laufdorf (Kr. Wetzlar) ein. Im gleichen Augenblick standen die Stallungen, sowie eine Doppelscheune in Helle n F l a m m e n, die auch auf das Wohngebäude Übergriffen. Ten vereinten Bemühungen der sofort herbeigeeilten Feuerwehren von Wetzlar, Laufdorf, Schwalbach und Nauborn gelang es nur, den Brand des Wohnhauses zu verhüten, während die Scheune und die Stallungen vollständig niederbrannten. Nur deutsche Erzeugnisse in öffentlichen Betriebe^ und Anstalten! Wie das VDZ.-Bureau meldet, hat der Reichsernährungsminister auf eine Eingabe des Deutschen Gemeindetages mitgeteilt, daß eine stärkere Verwendung von Margarine in Anstalten usw. nicht im Sinne des Wirtschaftsprogramms der Reichsregierung liege, daß er es vielmehr lebhaft begrüßen würde, wenn auch die Gemeinden und Gemeindeverbände dem Vorgehen einzelner Länderregierungen folgen und anordnen würden, daß in ihren Betrieben und Einrichtungen nur noch landwirtschaftliche Erzeugnisse deutschen Ursprunges verwendet werden dürften. Der Minister verweist insbesondere auf das Beispiel $ 365 N W ßQr 895 1340 376 Verantwortlich für Politik: t. D.: Ernst Blumschein. 244 256 Oie Aachener Bausparkasse AACHEN HINDEN8UBGST8ASSE 92 W&opfen Drogerie esondere FÜR EIGENHEIME A-G Lese. 229 220 271 1837 33 294 175 174 178 316 587 358 162 176 341 117 156 487 200 389 118 430 707 ISO 339 169 162 343 192 166 658 338 322 675 388 336 336 354 657 2936 353 2498 1044 431 123 340 210 324 1023 375 775 251 834 500 293 183 505 567 265 75 230 667 120 266 492 1308 211 273 1991 30 971 1176 522 159 474 1292 247 548 1043 2537 431 544 3828 63 Ich versteh Dich nicht, Irma! Mir machen die kritischen Tage gar nichts aus, ich tühle mich so wie sonst auch — leicht, frei und kann mich ganz ungezwungen bewegen. 5075 A Geh' doch auch mal zur Drogerie Winterhoff. Alle Artikel für die Intime Körperpflege führt er in einer Sonderabteilung und die Leiterin der Abteilung berät und bedient dich diskret in allen diesen Fragen. gewährt zu günstigen Bedingungen unkündbare Darlehen f. Bau-, Kauf- und Entschuldungszwecke. Bisher über 29,5 Mill. 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Das Verzeichnis über die im Monat Iuli 1933 gefundenen bzw. abgelieferten Gegenstände kann an der Anschlagtafel im Flur der Polizeidirektion, Landgraf- Philipp-Platz 1, eingesehen werden. Die Empfangsberechtigten werden aufgefordert, ihre etwaigen Rechte innerhalb zwei Monaten beim Fundbureau während der Dienststunden geltend zu machen. Lpiclpla i der frankfurter Theater. Opernhaus: Opernhaus ferienhalber geschlossen. Schauspielhaus: Sonntag, 13. August: auf dem Römerberg: 20.15 Uhr. Die Jungfrau von Orleans: im Schauspielhaus: 20: Die drei Zwillinge. — Montag, 14.: Schauspielhaus: 20: Die drei Zwillinge Dienstag, 15.: 20: Schauspielhaus: Die drei Zwillinge. — Mittwoch. 16.: Großes Landestreffen derNSBO in Frankfurt a. M. aarwuchsmittel von Hofapoth. Schaefer ohne tenre Verpackung J4SoA Echtes Brennesselhaarwasser v« Ltr. 0.75 Echt. Birkenhaarwasser Malenßold nUr.i. g.Schnppen, Haarausfall, Kopf|acken Fein parfümiert! Flasch.mitbring. ilL-Verk.: Univ.-Apotheke zum gold. 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Im Iahre 1927 fand die erste derartige Tagung statt, sie diente der im Iahre 1928 dann erfolgten Gründung des „Dereinsverbandes deutscher Auslandlehrer und -lehrerinnen", eine« Verbandes, der sich unter der Leitung von Staatsrat Block, Darmstadt, seitdem zu einer weltumspannenden Organisation aller deutschen Lehrer im Ausland entwickelt und durch be- sondere Landesverbände und Ortsgruppen bis ms einzelne durchorganisiert hat. Darmstadt als Grundungsort wurde auch in diesem Iahre wieder zum Tagungsort gewählt. Etwa 150 Vertreter aus aller Herren Länder haben bis letzt ihre Teilnahme angemeldet: auch die „ehemaligen ' Auslandlehrer, die mittlerweile wieder m den Schuldienst der Heimat zurückgekehrt sind, stellen sich zahlreich ein. Bedeutende Führer des Auslandschulwesens und der Volkstumsarbeit überhaupt, an der Spitze der Rcichsführer des VDA., Dr. Steinacher, Berlin, werden sprechen. Das hessische Kultusministerium gewahrt allen ehemaligen Auslandlehrern und den zum Auslanddienst vorgemerkten Bewerbern den zum Besuch der Tagung erforderlichen Urlaub. So stehl zu erwarten, das; auch aus der hessischen Lehrerschaft sich zahlreiche Vertreter mit den ehemaligen und jetzigen Auslandlehrern zu fruchtbringenden Besprechungen vereinigen werden. Gießener Wochcnmarktprcisc. * Gießen, 12. Aug. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Landbutter 125, Kochbutter 100, Matte 25 Pf. das Pfund, Käse 4 bis 10, Eier, inländische, 8’/o Pf. das Stück, Wirsing, grün, 7 bis 8. Weißkraut 8, Rotkraut 10 bis 12, Gelbe Auben 10, Rote Rüben 10, Spinat 15, Römisch- kohl 5 bis 8, Dohnen, grün, 10 bis 15, gelb 10 bis 15, Erbsen 15, Mischgemüse 10, Tomaten 20 bis 25, Zwiebeln 10, Rhabarber 8, Kartoffeln, neue, 3 Pf. das Pfund, der Zentner 2,30 bis 2,50 Mark, Frühäpfel 20 bis 35, Pfirsiche 35, Him- beeren 30 bis 35, Dirnen 15 bis 30, Iohannisbee- ren 12, Pflaumen 10 bis 20, Mirabellen 20 bis 25. Reineclauden 17, Iunge Hähne 80 bis 90, Suppenhühner 70 bis 80 Pf. das Pfund, Tauben 50 bis 60, Dlumenkohl 10 bis 40, Salat 5 bis 8, Salatgurken 5 bis 30, Einmachgurken 1 bis 3, Endivien 10 bis 12, Ober-Kohlrabi 5 bis 8, Rettich 5 bis 15 Pf. das Stück, Radieschen 5 bis 10 Pf. das Bund. Vornotizerr. — Tageskalender f ü r Samstag. Vereinigung ehemaliger hessischer Grenadiere: 20 Uhr. Cafe Ebel, Familien-Abend. — Fünfziger-Vereinigung von 1931: Bootshaus Hassia, Zusammenkunft. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Kind, ich freu' mich auf Dein Kommen". - Tageskalender für Sonntag. Kaninchenzuchtverein Gießen: 9 bis 19 Uhr, Caf6 n« .^"ss^saag- — Kriegerverein Gießen: 15.30 Uhr, Philosophenwald, Eommerfest. — Verein Deutscher Lokomotivführer: 15 Uhr, „Karls- ruh". Sommerfest. — Kraftpost-Gesellschaftsfahrt nach Bad-Rauheim: Abfahrt Hauptpost 8 Uhr. — Bienenzüchterverein Gießen und Umgegend: 14 30 Uhr, bei Kraft, Monatsversammlung. — Daldeslust am Flughafen: Rachmittags-Konzert, anschließend Sommernachts-Ball. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Kind, ich freu' mich auf Dein Kommen". Wettervoraussage. Nachdem sich in der letzten Rächt durch di« infolge der starken Erwärmung sich bildenden flachen Störungen kräftige Gewitter auslösten. hat der hohe Druck wieder die Vorherrschaft gewonnen und erneute Aufheiterung gebracht. Doch ift die Luftfeuchtigkeit im allgemeinen größer geworden, wodurch schwüle« Wetter auskommt. Die Gewtttertätigkeit hat ihr Ende noch nicht erreicht, jedoch werden die weiter austretenden Storungen nur lokaler Art sein. Im großen arnizen behalt aber die Witterung ihren sommerlichen Charakter bei. Aussichten für Sonntag: Teils heiter, teils wolkig mit lokalen Gewitterbildungen, schwül. Aussichten für Montag: Noch einzelne Gewitterstörungen, im ganzen aber freundliches Wetter. Lufttemperaturen am 11. August mittags: 25,3 Grad Celsius, abends: 21,6 Grad , am 12. Aug morgens: 19,4 Grad. Maximum 26,0 Grad, Minimum 16,0 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe: Am 11- Aug. abends 28,6 Grad, am 12. Aug. morgens 21,8 Grad. — Niederschläge 10,8 mm. — Sonnenscheindauer 10% Stunden. Neue kommissarische Bürgermeister und Beigeordnete. Das Personalamt des Hessischen Staatsmini st eriurns gibt bekannt: Düe nachstehenden Bürgermeister und Beigeordneten wurden kommissarisch in ihr Amt eingesetzt: Dietersheim: Landwirt Iosef Peter Kaster, an Stelle seines Vater«, des verstorbenen Bürgermeisters Kaster. Wonsheim: Malermeister August Fitting, an Stelle des verstorbenen Bürgermeisters Lahr. Weickartshain: Johann Melchior II., an Stelle des zurückgetretenen Beigeordneten Konrad Trüller. Ermenrod: Karl Wiegel, an Stelle des Beigeordneten Schmidt. Klein-Welzheim: August Scherer, an Stelle des Fritz Thomson, da dieser sein Amt als ommtssarischer Bürgermeister nicht angetreten >at. Lämmerspiel: Iakob Haupt II. in Mühlheim, an Stelle des Bürgermeisters Roth, Iakob Eysen, an Stelle des Beigeordneten Anton Seipel. Allendorf a. d. Lahn: Heinrich Dees, an Stelle des Bürgermeisters Ludwig VolkXXIi. Erich Reinecke, an Stelle des Beigeordneten L Binz. Rödgen: Zellenleiter Klos, an Stelle des Bürgermeisters Decker. ’S 1328 ** „Arbeit am deutschen Rhei n." Am Sonntagvormittag 11 Uhr spricht Reichswirt- scyaftsminister Sch m i t t auf einer Veranstaltung, >ie von dem Treuhänder Der Arbeit, Staatsrat > Börger, einberufen ist, im Großen Gürzenich izi Köln über „Arbeit am deutschen Rhein". Diese Rede wird von allen deutschen Sendern I übertragen. ** Die Vermögens stücke im Ausland und die Vermögensstücke im Inland be- -l trifft eine Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil, in der öffentlich zur Abgabe der im f Dolksverratsgesetz vorgeschriebenen Anzeigen auf- geforbert wird. Aus die Bekanntmachung sei be- IDnber6 hingewiesen. Frankfurt a. TI., 11. Aua (WSN.) Das ,,Landestreffen der NSBO." am 26. und 27. August her GeneralappeU der nationalsozialistischen Be- triebspioniere, begegnet in der breitesten Oeffentlich- kett dem stärksten Interesse. Auf den Schreibtischen der Gaubetriebszellenabteilung häufen sich die Zuschriften zu Bergen, unaufhörlich schrillt das Telephon und in den Zimmern drängen sich die Aus- kunftsbegierigen. Hier werden Sonderzüge bestellt und Verkehrsrouten festgelegt. Ein kleiner General- stab arbeitet an der Aufstellung der verschiedenen Gltederungen auf dem Stadion und am Sachsen- Häuser Ufer. 1 Bis ins kleinste werden Vorkehrungen getroffen, wo jeder einzelne Lastwagen zu parken hat und wie sich der Verkehr regelt. Dazwischen finden Verhandlungen statt mit dem überaus liebenswürdigen und stets hilfsbereiten Magistrat der Stadt Frankfurt a. M. Er hat sich der Aufgabe unterzogen, die öffentliche Be- s 1 a g g u n g oorzunehmen. Die billigste Versorgung unserer NSBO.-Kameraden an diesem Tage ist in Angriff genommen, leider fehlt es dafür noch sehr an Spenden (Frankfurt a. TL, Postscheckkonto 6626) und dauerhaften Lebensmitteln und Getränken (Kluberstraße 12, Telephon 740 49), die bereitwil- ligft abgeholt werden. Dazwischen kommt ein Lieferant nach dem an- deren. Tausende von Plakaten, mehr als 1 00 000 Eintrittskarten und fast 10 0 0 0 0 Fest« Programme gelangten an Frankfurter Buchdrucker zur Vergebung. Eine leistungsfähige Fabrik | Veranstaltung der Schauspieler der RSDO.: 20: Spiel um den Staat. — Donnerstag, 17.: Römerberg: 20.15: Die Iungfrau von Orleans: Schauspielhaus: 20: Die drei Zwillinge. — Freitag, 18 : Römerberg:_ Zum ersten Male: 20.15: Hans Sachs-Schwänk auf der Maameh: Schauspielhaus: 20: Die drei Zwillinge. — Samstag, 19.: Römerberg: 20.15: Die Iungfrau von Orleans: Schauspielhaus: 20: Der Meisterboxer. — Sonntag, 20 : Römerberg: 20.15: Die Iungfrau von Orleans; Schauspielhaus: 20: Der Meisterboxer. — Montag, 21.: Römerbcrg: 20.15: Hans Sachs-Schwänk auf der Maameh. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Berbmölidjteit der Schriftleitung.) Sch-, Wieseck. AuZ Ihrer Anfrage ergibt sich nicht, ob es sich bei Ihnen um eine Alt- Wohnung, ober eine Wohnung in einem Reubau hanbelt. Hanbelt es sich um eine Reubauwoh- nung, b. h. eine Wohnung, bie nach bem Bezug fertig geworben ist, so kann ber Vermieter, ohne daß Sie den geringsten Anlaß gegeben haben, unter Einhaltung ber vertraglich vorgesehenen Kündigungsfrist, und wenn eine solche nicht besteht, unter Einhaltung ber gesetzlichen Kündi- gungsfrist kündigen. Handelt es sich dagegen um eine Altwohnung, so kann die einfache Kündigung des Vermieters das bestehende Mietverhältnis nicht kündigen. Es ist vielmehr hierzu erforderlich, daß Ihnen der Vermieter ein gerichtliches Kündigungsschreiben zustellt, oder Klage auf Aufhebung des Mietverhältnisses erhebt. TB. f). in D. Ihr Gegner A. kann auf Grund der von Ihnen gegebenen Schilderung von Ihnen nichts mehr verlangen. Es ist zu berücksichtigen, daß er selbst an sich überhaupt keine unmittelbaren Ansprüche gegen Sie, sondern gegen Ihren Sohn gehabt hat. Ihre Verpflichtung zur Zahlung von 100 RM. war daher freiwillig übernommen, und die von Ihnen vorbehaltene Einschränkung, daß Sie den Betrag in Raten zahlen wollten, ist auch für A. bindend. Waren Sie wegen sonstiger Verpflichtungen zur Zahlung der Vergleichssumme bisher nicht in der Lage, so konnte Zahlung von Ihnen nicht verlangt werden. Der von 21. nunmehr geltend gemachte Anspruch auf Verzugszinsen ober sonstige Kosten ist daher unbe- gründet. Stockheim. Aus Ihrer Anfrage ist nicht ersichtlich, ob sie Ihre Möbel in einem besonderen, von einem Spediteur gemieteten Raum untergebradjt haben und ob der Spediteur auch für die Pflege der Mö- bei zu sorgen hat. Im allgemeinen werden Möbel der verschiedensten Eigentümer in einem gemeinsamen Raum untergestellt und das Entgelt nach dem Umfang der in diesem Raum benutzten Fläche berechnet. Es liegt alsdann ein Verwahrungsvertrag und nicht etwa ein Mietverhältnis vor, infolgedessen finden da auch die Vorschriften über die Miet- senkung keine Anwendung. Wgetiäie in neuen und gebrauchten Möbeln sowie ganze Wohnungseinrichtungen und Einzelmöbel 04747 KuDSl-u.MöbeltiausGg.Koos Tel 3904 (neben Plockstr.14 ■/ w 11, 1 Weiß- und Schwarzatttckkalh iSlllf I (Ringofenkalk), Granaaek- ■WO B IW ■ kalk (nicht treibend), gern. gebr. Weißkalk «nm Düngen (Markenkalk n. Kontr. d. Hess. Landw.-Kamm.) prompt und billigst vom <714D Oberhessischen Kalkwerk Grohen-Linden bei Gießen. Fernsprecher Dießen 4447. Trocken? Jetzt trocknet das Brot schnell aus. Halten Sie ee In einem Brotkasten frisch. Lassen Sie sich auch erinnern an Brotschneidemaschinen, Brotmesser. Sie bekommen es In guter Qualität bei 4865 A J.B.Häuser Am Oiwaldsgarten Gießen. Ruf 2145 2146 Detektiv K. Gerz, Bad-Hauheim, Kur- ztraßelTerleöifltaUe vertrauliche Brwal- u Geichästsanaete- genbeiten, wie Aus- küntte, Beobachtungen,Erm tteiungen, Beschaffung 0. Be- we smat m Straf- u. Zioilvroz ürenp distr Svrechst. • 9 b Kirchliche Nachrichten Evangelische Gemeinden. Sonntag, 13. August. 9. Sonntag nach Trinitatis. Stadtkirche. 8 Uhr: Psr. Mahr: feierliche Eröffnung des Konfirmandenunterrichts der Matthäusgemcinde; Christenlehre für die Neukonfirmierten: 9.30: Pfr. Becker: feierliche Eröffnung des Stonfirmanöenunter- richts der Markusgemeinde: 11: Kinderkirche für die Markusgemeinde: Pfr. Becker. — Iohanneskirchc. 8: Pfarraflistent Dörfern; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Lukasgemcinde; 9.30: Pfr. Ausfeld; zugleich Militärgottesdienst; feierliche (Eröffnung des Konfirmandenunterrichts der Johannes- gemeinde; 11: Kinderkirche für die Iohannesge- rneinde; Pfr. Ausfeld; 20: Bibelbesprechung im Jo- Hannessaal; Missionar Walther. — Kapelle des Allen Friedhofs. 9.30: Pfr. Lenz; feierliche Eröffnung des Konfirmandenunterrichts der Luthergcmeinde; Schluß- Christenlehre für die Neukonfirmierten; 11: Kinderkirche für die Luthergemeinde; Pfr. Lenz. — Pe- truskapelle. 9.45: Pfarrassistent Surfer; feierliche Er- Öffnung des Konfirmandenunterrichts der Petrus« gemeinde; 11: Kinderkirche für die Petrusgemcinde; Pfarrassistent Surfer. — wieseck. 9.30; Missionar Walther, Gießen. — Albach. 8.30: Gottesdienst und Einführung der neuen Kirchenoorstandsmitglie« der. — Steinbach. 10: Gottesdienst. — fUein-Cinöcn. 10: Missions-Festgottesdienst; Christenlehre für die männliche Jugend; 11.15: Kindergottesdienst; 14.30: Missionsfest auf dem Schulhof. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst; 11: Sitzung der Gesamtkirchen, gemeindeoertretung; Wahl zum Dekanatstag. — Kirchberg. 10; Kirchberg; Kollekte für Innere Mission; 11: Christenlehre für die weibliche konfirmierte Jugend; 13.30: Daubrtngen; Kollekte: 13.30: Mainz, lar; Kollekte. — Hausen-Garbenteich. 9: Hausen; Psr. Staubach, Watzenborn; Verpflichtung der Kirchen« Vorsteher; 13: Garbenteich; Pfr. Doll, Steinbach; Verpflichtung der Kirchenoorsteher. — Watzenborn- Steinberg. 10.30: Hauptgottesdienst mit Verpflichtung der neugewählten Kirchenvorsteher; Kollekte. katholische Gemeinden. Samstag, den 12. August. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, 13. August. 10. Sonntag nach Pfingsten. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Jungfrauen und Angestellten; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 14: Andacht; 15: Versammlung der Jungfrauen Äongre- gation. — Grünberg. 9.45: Messe mit Predigt. — veffentlicher Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, nur in dringenden Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244,45, Notruf Telefon 02. Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr. Stobtpo flamt: Für Schließfachabholer 7 bis 13 Uhr. Sanitätskolonne: Telefon 2500. 21 erzte : Frau Dr. Marx, Dr. Schäffer. Zahnarzt: Dr. med. Adam. Apotheke: Engelapotheke. in unserem Gau erhielt den Auftrag für das Feuer« werk. Frankfurter Firmen fällt die Herstellung der Garfeln und Gelatine-Becher für die Mainbeleuchtung Fabrik in Sachsenhausen macht das fünft« Icri(rf) hochwertige Festabzeichen, und was werden die Frankfurter Gastwirte am 26. und 27. August zu tun bekommen, wo bereits schon jetzt fast 100 000 Anmeldungen vorliegen. Auch hier wird zusätzliche Arbeit geschaffen. Der Frankfurter Derkehrsoerein hat es übernommen, Oie Verpslegungsstände auf den beiden Mainufern zu verpachten,^er wird weiter den Verkehr auf dem Tlain in der Sonntagnacht organisieren. Sämtliche Frankfurter Boote gruppieren sich kreisförmig um Öen „Giferncn sieg" — dem Rednerpodium unseres Reichsministers Dr. Goebbels und bilden fo eine einzigartige Derfammlungstribüne Das Biesenschlachtenfeuerwerk, vielleicht das schönste Feuerwerk, das jemals in Frankfurt abgebrannt wurde, spielt sich auf der allen Brücke ab. Inzwischen üben bereits die Kapellen und Massen« chöre. Unter Leitung von Prof. Dr. Werner wer- den auf dem Frankfurter Stadion über 2000 Sänger fingen. „Volk ans Gewehr" werden die Taufende fingen und spielen. „Volk ans Gewehr" ist auch die Losung zum Landestreffen der NSBL). — ein klingender Weckruf zum Kampf gegen die Arbeitslosigkeit. Vom Beichzaulzlchtzamt ingelazzeu! aSl ZWECKSPARVERBAND Fordern Sie kostenlose Zusendung unserer Prospekte and unverbindliche Beratung durch unsere General- Agentur Gießen: Pipl.-Ing. L. F. Schmitt, Friedensstraße Nr. 12 Seriöse Mitarbeiter allerorts gesucht! - nkauf vorgesparter Anträge kann nach Möglichkeit vermittelt werden. <84,v Leokrem bräunt schneller und verjüngt die Haut DOSE : 90. SO, 22. 15 PF I I Amtsverkündigungen aus den Slock-Kard.-Motorrad frei Herumlaufen läßt. 5084C Heuchelheim, den 11. August 1933. 5063 D Gießen, den 12. August 1933. 5079 D zeigenbiiro, Pforzheim. 5064U Gießen, den 11. August 1933. 5080 D Naflonal-Regisfricrlfassc Bezirks-Vertreter: Hermann Schulz, Hießen, HindenbnrgwalH9.Tel.4017 Von der Reise zurück 1 1 lässiges 5082D Näheres: 04742 Q Von der Reise zurück gesucht. 5078Ü Augenarzt Dr.Gros 116.50 Sprechstunden 11—13 und 15—16 Uhr (außer Samstag) Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Prof. Brüning Friedrichstraße Nr. 11 3-Zimmer-WoHn. m. Bad, i. i). Beethovenstr!., sofort ob. spät. z. oertn. 4824D Gien. Wohnungsbaugenossenschaft, e. £ * ,2 dor-j^bir, «vn^rMnng ift bie Netiöllib ä*18 I 'M«: 'ft Ä " hem. > SJerbWlben "e von bieSn95nieoe i&t e|cni entfernt sieben beQuil * und @en ?Q0t bie lle Zu-vid ^^ilalio. .L'LKL T W" die vor. nogensfalle entsprechet L,nofet"niy auf Grund hen besondere Strafen ?LiK.uL'L s**-m s n Hi’Ä* «»>-». .5 Cr un8F«f. n Mn 'm Oemein. §3. 'lizewerordnung tritt mit rnng im Amtsverkündj. I oft * stoatsininisterfuin, Mini- h*r B'ldungswesen, Kul- Volkstum, hat verfügt: zu unserem Ausschreiben i 009 - vom 3. Juli 1933 tafjjric israelitischen Schurn Samstag für die Dauer is vom Schulunterricht zu • Ebenso tonnen sie auf chen der Trziehungsberech- mben, Zeichnen und von ' unden werden. tänbe der Lindgemeinden ^en wollen den Lehrern geben. x im BoFtzvrnai' riebenen Uvzeisitv. vmattzesetz vom 12. Juni 1.360) sind bis zum Ab- ist 1933 unter Benutzung eschriebenen, von dem zu- zamt unentgeltlich erhält- - anzuzeigen: he und ausländische Ber- [tücfe, die am 1. Juni 1933 Ausland befanden, ische Derrnögensstülke, die Juni 1933 sich im Inland n, im 1. Juni 1933 in ihrer einen Wert von mehr als hotten und der deutschen Steuer unterlegen Hoven, /pflicht besteht unabW mögenfteucrireW«"» ejenigen, die am 1. > erwögen von weniger ab ps» [en worden sind- uszsj: e DermogeBeueroew (gepffiW »*ä, rStis-s SeiW'S Berletzuol oder faQt finb, t°nn icht °nÄ'of)Ien ■* dringend LS-Z 11. Augusts e Finanzämlee' @rünW^-- /Ä\ Pfui. solcheonf{iSe! Schac^L i*}s**Sä ■ÄtfiägJ WM Hr. 18Z Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen) Die Ausgaben der AEZO. im neuen Staate. Don Hans Äiallas, Amisleifer der Deutschen Arbeitsfront und Mitglied der Reichsleitunq der NSBO. Die NSBO. (Nationalsozialistische Betriebszellen. Organisation) kann auf ein falt Zjähriges Bestehen zuruckblicken. Einzelne nationalsozialistische Betriebszellen bestanden bereits vor ihrer Zusammenfassung in verschiedenen Betrieben, sowie im Reiche. Mit der Organisation der NSBO. als Unter- Organisation der Partei begann der erste systema- tische Angriff des Nationalsozialismus auf die da- maligen marxistischen Hochburgen — die Betriebe. Mitglieder der NSBO. konnten Parteigenossen und Sympathisierende werden. Zur Zeit ist die Ausnahme in die NSBO. jedoch gesperrt, um die Aufnahme unerwünschter Elemente zu verhindern. Eine jetzt beginnende Säuberungsaktion wird die derzeitigen Mitgliedermassen aufs schärfste sieben. Die Nm Herbst. Von der Hessischen Bauernkammer wird uns mitgeteilt: 3m Sinne der Bestrebungen der Reichsregie- rung liegt es, daß die Obstanbauer in Hessen trotz vielfach unbefriedigender Ernteaussichten in Spatobst sich mit den neuzeitlichen Methoden der Obsternte usw. vertraut machen. Dazu gehören auch die nunmehr als Standardverpackungen bestimmten Gefäße. Die Hessische Bauernkammer will, soweit das mit den gegebenen Einrichtungen und den vorhandenen Mitteln möglich ist, Gelegenheit geben, diese Aufgaben praktisch und theoretisch kennenzulernen durch Veranstaltung dieser Kurse. Voraussetzung für Abhaltung solcher Kurse ist 1. Antragstellung durch örtlichen Obstbauve» ein oder Obst- und Gcmüseadsatzgenossenschast, 2. Stellung genügender Bäume mit ausreichendem Behang, . r , K 3. unentgeltliche Stellung von einfachen und doppelten Leitern, ortsüblichen Pflück-, Ernte- und Transportkörben, bzw. Kisten, Holzwolle usw., 4. Bereitstellung einer Halle oder Scheune mit Tischen, um auch bei Regenwetter die Sortle- rnngs- und Packarbeiten praktisch vornehmen zu Träger der Veranstaltung soll stets ein O b st - bauverein sein. Obstabsahgenossen- schäften werden vorerst, so lange die Orgam- sation im Obstbauvereinswesen noch nicht durch- geführt ist, den Vereinen gleichgestellt Die Kurse sind von eintägiger Dauer und stehen unter Leitung des Obstbauinspektors der zuständigen Inspektion. Anmeldungen sind an diese zu richten. Anmeldeschlußtermin ist der 1. September. Es bestehen in Oberhessen folgende Inspektionen: Inspektion IV für die Kreise Friedberg und Gießen, Sitz der Inspektion Friedberg, Inhaber: Herr Gartenbauinspektor Rent sch. Fried- berg, Inspektion V für die Kreise Büdingen und Schotten, Sitz der Inspektion Büdingen, Inhaber: Herr Obstbauinspektor Metternich- Büdingen, Inspektion VI für die Kreise Alsfeld und Lauterbach, Sitz der Inspektion Lauterbach, Inhaber: Herr Obstbautechniker Kurz, Schadges b. Lauterbach. Zugentgleisung im Lumdatal. * K e s s e l b a ch, 12. Aug. Der Personenzug, der kurz nach 7 Uhr Gießen verläßt und gegen 8 Uhr in Grünberg eintreffen soll, nahm zwischen Londorf und Kesselbach einen unfreiwilligen Aufenthalt. Der heftige Regen, den das Gewitter heute Nacht mit sich brachte, hatte große Mengen Steine und Sand über d i e Schienen geschwemmt, wo diese die Straße von Kesselbach her kreuzen. Als der Zug die Stelle passierte, sprang ein Personenwagen mit einer Achse aus dem Gleis, so daß der Zug halten mußte. Von Grünberg wurde sofort eine Hilfsmaschine angefordert, die, nachdem man den Wagen wieder auf die Geleise gehoben hatte, den Zug nach Grünberg brachte, wo er mit etwa 75 Minuten Verspätung ankam. Die Freiwillige Sanitätskolonne von Gießen wurde alarmiert, brauchte aber nicht einzugreifen, da von den Fahrgästen niemand zu Schaden kam. Landkreis Gießen. £ Wieseck, 12. Aug. Der Gemeinderat trat gestern abend unter dem Vorsitz von Bürgermeister Euler zu einer Sitzung zusammen. Nach dem Ausscheiden des Mitgliedes Karl Seibert wurden die verschiedenen Kommissionen ergänzt. Das früher vorgesehene Arbeitsbeschaffungsprogramm in Höhe von 55 000 Mark wurde nur zum kleinen Teil durchgeführt, weil der Gcmeinderat den Standpunkt vertritt, daß es in Anbetracht der starken Verschuldung der Gemeinde im Interesse der Steuerzahler nicht zu verantworten fei, weitere Lasten zu übernehmen. Da er es aber für seine Pflicht ansieht, den Arbeitslosen Arbeit und Arbeit zu geben und hierdurch auch wieder die Gemeinde zu entlasten, will Bürgermeister Euler sich bemühen, Arbeitslose anderwärts unterzubringen. Als Schätzer entsprechend dem Reichsviehseuchengesetz bestimmt wurden: Heinrich R o d e n h a u s e n, Karl Weller, Friedrich Becker und Heinrich Benner. Der Wahrung des Eigentums der Gemeinde an den Provinzial st raßen wurde nach Vorschlag zugestimmt, ebenso wurde der Waldwirtschafts- plan 1 9 3 4 genehmigt. Die Eindeckung und das Walzen der Kirchstraße wurde nachträglich genehmigt. + Grünberg, 11. Aug. Letzthin tagte die G a l l u s m a r k t - K o m m i s s i o n, um sich mit der Ausgestaltung des diesjährigen Gallus» Marktes zu befassen. Von der Abhaltung einer Lotterie wurde abgesehen, um den Absatz der Lose für Arbeitsbeschaffung nicht zu stören. Gleich wie in den letzten Iahren soll am Sonntag vor dem Markte wiederum ein Heimatabend stattfinden. Für den zweiten Markttag ist eine große Kundgebung der nationalsozialistischen Bauernschaft geplant, bei der Staatskommissar Dr. Wagner, Darmstadt, sprechen wird. 4~ Grünberg, 11. Aug. Die hiesige Freiwillige Feuerwehr hielt dieser Tage zum Zweck der Gleichschaltung eine außerordentliche Hauptversammlung ab. In vorausgegangenen Verhandlungen mit der Ortsleitung der ÄSDAP. war die Frage des Führers geklärt worden. Einhellig wurde der seitherige erste Hauptmann Karl S e i s a r t mit der Bezeichnung Oberbrandmeister als Führer der Wehr bestimmt. Die einzelnen Aemter wurden dann in folgender Weise beseht: stellvertretender Führer Karl Schmid't; Brandmeister: Karl Möller für Löfchzug I und Karl Böß für Löschzug II; Führer der Steigmannschaft: Gg. Dan. Haas, Stellvertreter Fritz Gehringer; Führer der Hydrantenmannschaft: Wilh. Ide, Stellvertreter Herm. Magel; Führer der Spritzenmannschaft: Konr. Trinkaus, Stellvertreter Aug. Leineweber; Führer der Motorspritze: Karl Schott; Führer der Wachmannschaft: Herm. Eier» tänzer; Rechner: Otto Allmendinger; Schriftführer: Friedr. Iockell.; Zeugwart. Wilh. Lehmann. Die seither als Obleute tätigen Mitglieder: Karl Becker, Karl Heidt und Karl Jöckel VI. wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Rach einer kernigen Ansprache des Oberbrandmeisters, die in ein Hoch auf den Reichspräsidenten v. Hindenburg und den Reichskanzler Adolf Hitler ausklang und nach dem Gesang je der ersten Strophe des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liedes wurde die Versammlung beendet. Im Herbste dieses Iahres kann die Freiwillige Feuerwehr auf ihr 60jähriges Bestehen zurückblicken. Kreis Friedberg. WSR. Friedberg, 11. Aug. Rach der Prüfung der Finanzkommission hat die Gemeinde Rieder-Eschbach der früheren Gemeindeverwal- SJL-tfpont Oie Erinnerungstafel für Günther Groenhoff. 4 Auf der Wasserkuppe in der Rhön, wo Günther Groenhoff seine hervorragenden Segelflüge durchführte, wurde eine Erinnerungstafel zu Ehren dieses unvergeßlichen Pioniers des deutschen Segelflugsports angebracht. Ruhetag aus der Wafferkuppe. Der Freitag lieh, abgesehen von einigen Schleppstarts infolge der allgemein großen Beständigkeit der Thermik, keine Flugtätigkeit zu. Die gestern zu großen Tleberlandflügen gestarteten Piloten kehrten heute im Laufe des Tages wieder nach der Wasserkuppe zurück und konnten so ihre erfolgreichen Flugzeuge wieder einmal gründlich nachsehen. Unsere Piloten warten nun auf den Durchbruch der Front, der ja einmal kommen muh. An der Stelle, an der im vergangenen Iahve Günther G r ö n h o f f tödlich abstürzte, wurde in aller Frühe eine Gedenktafel emgeweiht, bei der der Rhöngeist Oskar H r f i n u 6 an die Fliegerkameraden einige beachtliche Worte richtete. Er ermahnte die Flieger, weiterhin für das neue Deutschland zu kämpfen, damit sie der Welt durch Leistungen zeigen, dah sie dem schon 1920 gesteckten Ziel weiter zustreben und der Welt Achtung abzuringen gewillt seien. Wenn es schon im vergangenen Iahre nach dem Todessturz Günther Grönhosfs hieh, es wird weiter geflogen, so müsse es jetzt heißen: es wird weiter geflogen, erst recht. Die Oberleitung der „14. Rhön" hat folgende Sonderpreisausschreibungen für die Dauer der diesjährigen Veranstaltung bekannt- gegeben: Der Deutsche Luftsportverband schreibt im Rahmen der Veranstaltung ein vom Reichsminister der Luftfahrt als Preis gestiftetes Motorflugzeug aus für eine überragende Einzel- oder Gesamtleistung auf einem selbstgebauten, gemeldeten und zugelassenen Segelflugzeug. Der Ehrenpreis des Reichs st atthalters für Hessen fällt an das aus dem Staate Hessen gemeldete Flugzeug, das die beste Leistung aufweist. Der Dayernpreis der Staatskanzlei des Freistaates Bayern in Höhe von 1000 Mark fällt an die beiden Flugzeuge, die von der Wafser- kuppe am weitesten in bayerisches Gebiet gelangen und dort landen. Während der als Wanderpreis ausgeschriebene „Prinz-Heinrich-Preis der Lüfte" die Leistung der höchsten anerkannten Höhe belohnt, zeichnet der ebenfalls als Wanderpreis ausgeschriebene „Bad Homburg-Pokal" zum Gedächtnis an Iohannes Rehring denjenigen Bewerber aus, der die größte anerkannte Strecke schafft. Endlich wurde auch noch als Wanderpreis der Preis des Kreises Gersfeld, die Rehring-Plakette, für das Aleberftiegen der Milseburg und Rückkehr zur Startstelle erneut ausgesetzt. Handball im Bezirk Hessen der OT. Io. Heuchelheim — Spiclvereinigung 1900 Gießen. Zu einem Gesellschaftsspiel erwartet Heuchelheims 1. Elf am morgigen Sonntag die gleiche Mannschaft der Spieloereinigung 1900 Gießen. Man rechnet mit einem spannenden Kampf. Bei dem in Holzheim abgehaltenen Kreisspiel- fest konnte die 1. Handballmannschaft des Turnvereins Lang-Göns, die sich von der besten Seite zeigte, in der ^-Klasse bei einer Beteiligung von 6 Mannschaften den ersten Platz erringen. Am kommenden Sonntag empfängt die gleiche Mannschaft die 1. Elf des Turnvereins Lützellinden. Beide Mannschaften dürften sich einen gleichwertigen, spannenden Kamps liefern. Zu den Kölner Leichlachlelik-Misterschasten. Oben links: Der Deutschamerikaner de Bruyn, der schon 1931 den Marathonlauf gewann. Daneben: der Leipziger Weimann, zweitbester Speerwerfer der Welt. — Rechts: Ionath, der schnellste Mann der weißen Rasse. — Unten links: Hirschseld, Titelverteidiger im Kugelstoßen und Diskuswerfen. Daneben: Sieverts, der den Weltrekord im Zehnkampf aufstellte. Rechts: Dr. P e l tz e r , der einstige Weltrekordinhaber, der wiederum mit den besten Aussichten am 800-Meter-Lauf teilnimmt, in dem er schon vor zwölf Jahren die Meisterschaft eroberte. Vier 1900er bei den Oeuischen Leichtathletikmeisterschaffen. Im Kölner Stadion werden morgen und übermorgen die Deutschen Leichtathletikmeisterschaften zum Austrag gebracht. Im Kampf um die Meistertitel ist die Elite der deutschen Leichtathletik versammelt. Es wird schwerer denn je sein, sich in den mitunter außerordentlich starken Feldern durchzu- ietzen. Sich für die Entscheidungen zu qualifizieren, ist zweifellos schon als großer Erfolg zu werten. Unter diesem Gesichtspunkt muß auch der Start der 1900er, die durch einen Kurzstreckler, einen Langstreckler und zwei Werfer vertreten sind, bei trachtet werden, lieber 100 und 200 Meter ist Eugen Eldracher gemeldet. Er ist nicht mehr der große Läufer von 1929, besonders über die kürzere Sprintstrecke fehlt ihm die notwendige Anfangsgeschwindigkeit, man hofft jedoch, daß er über 200 Meter uaQ; -ppaailnü öunftisI uajnß iauia jiui laqaira Marathon-Lauf bestreitet Paul Gerhardt. Er hat nicht weniger als 60 Mitbewerber. Unter anderem ist auch der bekannte Deutsch-Amerikaner Paul de Bruyn am Start. Neben ihm gilt als heißer Favorit der famose Brauch von Osram Berlin. Falls Gerhardt seine gute Form der letzten Zeit hat, sollte er einen günstigen Platz belegen können. In den Wurfkonkurrenzen nimmt Arthur Kilo am Diskuswerfen, Unterfeldwebel Otto Gugel (1. Komp. IR. 15) am Kugelstoßen und Schleuderballwerfen teil. Im Vorjahre überraschte Kilo die Sportwelt durch einen Wurf von 45,56 Meter auf den Meisterschaften, der ihm den zweiten Platz einbrachte. Um sich dieses Jahr durchsetzen zu können, muß er schon in Bestform sein. Bei Gugel wird es stark davon abhängen, wie er sich mit dem Wettkampfmilieu abfindet. Seine Trainingsleistungen dürften hinreichen, in die Entscheidung zu kommen. Die Jugend in Darmsladl. Endlich kommt auch mal die Jugend au Wort. Eine kleine Expedition führt nach Darmstadt zu den I u g e n b n a t i o n a I e n des Sportvereins 1 89 8. Diese Wettkämpfe, die das beste süddeutsche Iugendmaterial im Kampfe sehen, genießen sehr guten Ruf. Es muß natürlich schon einiges Können vorhanden fein, wenn man ein Wort mitreden will. Hoffentlich zieht sich der 1900er Nachwuchs entsprechend gut aus der Affäre. Zwangslandung der Oeutschlandflieger in Darmstadt. Der Deutschlandflug, der im jährlichen Wechsel mit dem Europaflug das große flugsportliche Ereignis darstellt, wird in diesem Jahre in den Tagen vom 23. bis 27. August ausgeflogen. Am Sonntag, dem 27. August, werden die Flugzeuge der Klasse B und C des Wettbewerbs, von Berlin kommend, in Darmstadt zwangslanden. Man rechnet mit einer Beteiligung von etwa 100 Flugzeugen in den beiden Klassen. Da Darmstadt neben Mannheim der einzige Zwangslandeplatz im Rhein-Main-Gebiet ist, wird sein Flughafen am 27. August das Ziel aller Freunde des Flugsportes sein. Die Organisation hat die Ortsgruppe Darmstadt des Flugsportoereins „ Hessen-Darmstadt im VLB. übernommen. Schwimmen für das Turn- und Sportabzeichen. Am morgigen Sonntag wird in der Zeit von 10 bis 12 Tlßr in der Müllerschen Badeanstalt in Gießen die Prüfung für das Turn- und Sportabzeichen im Schwimmen abgenommen. Kurze Gportnotizen. Renngemeinschaften, wie sie die Welt- fahrbestinimungen des Deutschen Ruder-Verbandes für alle Bootsgattungen zulassen, werden jetzt auch für das Jugendrudern, allerdings nur im Achter, genehmigt. Wirtschaft. Frankfurt freundlich. F r a n f f u r t a. M., 12. Aug. (WTB. Drahtmeldung.) Der Samstagsverkehr zeigte an der Frankfurter Börse gegenüber den vorhergegangenen Tagen eine geringe Belebung. Auf den meisten Gebieten lagen kleine Kauforders vor, so daß sich die Kurse nahezu ausschließlich um 0,25 bis 0,50 v.H. verbessern konnten. Zu der freundlichen Stimmung trug wesentlich die Erwartung der morgigen Rede des Reichswirtschaftsministers Dr. Schmidt bei, und die Hoffnung auf günstige Ausführungen wirkte sich insbesondere auch auf den Rentenmarkt vorteilhaft aus. Besonderes Interesse wurde für Farbenaktien aufgebracht (plus 0,13 v. H.), Deutsche Erdöl lagen 0,75 v. H. höher. Von Elektroaktien gewannen AEG. 0,25 v. H., Akkumulatoren Berlin lagen behauptet, nur Gesfürel gaben 0,50 o. H. nach. Der Montanmarkt lag widerstandsfähig, nur Marisfelder hatten eine kleine Einbuße von 0,25 v.H. Von Schiffahrtsaktien konnten sich Norddeutscher Lloyd um 0,25 v. H. und Hapag um 0,13 v. H. verbessern. Reichsbankanteile waren 0,50 v. H., Aku 0,13 o. H. höher. Nach den ersten Kursen gewannen Farben weitere 0,25 v. H. Am Rentenmarkt eröffneten Altbesitz 0,50 v.H. über gestern, in späten Reichsschuldducyforde- rungen lag nur Nachfrage vor und sie gewännet ca. 0,25 v. H. Auch Stahlvereinbonds lagen 0,25 v. H. höher. Am P f a n ö b r i e f m a r f t lag bei kleinem Geschäft überwiegend Nachfrage vor. Gold- und Liquidationspfandbriefe erhöhten sich meist um ca. 0,25 v.H. Auch Kommunalobligationen lagen etwas fester. Staats- und Stadtanleihen waren ruhig und unverändert, 6proz. Stadt Frankfurt eher angeboten. Im Verlaufe hielt die freundliche Stimmung am Rentenmarkt an. Von ausländischen Anleihen kamen Zolltürken unverändert zur Notiz. Reichs- bankoorzugsaktien erschienen später knapp behauptet. Auch an den Aktienmärkten zeigte der Verlauf keine wesentliche Veränderungen. Rheinstahl notierten 0,50 v. H., Stahlvereinaktien 0,25 o. H. höher, Lechwerke und Felten 0,25 v. H., dagegen wiesen Zement Heidelberg und Zellstoff Waldhof geringfügige Verluste auf. Aku konnten sich um 0,13 v. H. verbessern. Am Geldmarkt bestand vermehrtes Angebot, der Satz für Tagesgeld blieb aber zu 3 v. H. unverändert. * 1*1 Gießen ilP" PlocksMZ Alle Photoarbeiten sauber lind preiswert! Du9rst^Bullrkh‘Brause^BuHrkh-SahSL 6=i öen ALK- tn l'n w, 'ffi "')> meljr i r6u8«n ^4 nti? 1 u6en und e'"tn k betr°i4le in, bet?uVon 45-56 ?'. w « sich nüiU ce‘ne IrQlnfnaskfi Darmstadt. . bi,°^gend zu Dort, nach Darmstät zu den ."Sportvereins '» das beste süddeutsche 1 Jen- .Wieben sehr 1 l-hon einiges Können n. e>n Wort mitreden der 1900er Nachwuchs höre. 1 öcutfd)lanöflieg6r Mi. mjahrlichen Wechsel mit - stugsportliche Ereignis ^>hre in den lagen vom igen. Am Sonntag, dem MM der Klasse B und rrlin kommend, in Darm- rechnet mit einer Leteili. «gzeugen in den beiden m Mannheim der einzige in-Main-Tebiet ist, wird ugust das Ziel aller ein. Die Organisation hat >t des Flugsportoereins übernommen. das Zürn- und eichen. toirb in bet Zeit von 'erleben Sabeanftalt in as Zum» unb Sport* i bgenommen. noimn. n, wie Fe die Welt- jchen Mder-Derbandes Hen, werden jetzt auch Jings nur im Achter, ge- 'M- freundlich. 2,Aug. (WB. Drahtmel- ehr zeigte an der Frank- en vorhergegangenen Ta- g. 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Nunmehr folgen wir schwarzen»Strichen aufwärts durch schönen Wald am Schmittenborn, einer versteckt liegenden Quelle, vor- über, zum Hochwald, wo wir die „Granate" an- treffen. Dieses Zeichen führt uns weiter, zumeist durch Wald über Möttau und Altenkirchen nach Braunfels. Der Weg zur Station geht durch den lieblichen Mühlengrund. Wanderzeit 6A Stunden. Hungen — Bellersheim -— Blünjenberg — Arnsburg — Lich. Dom Bahnhof Hungen durchschreiten wir das freundliche Städtchen in südlicher Richtung. Blaue Striche leiten uns zunächst durch den Feldheimer Wald, später durch freie Gegend nach Bellersheim und von hier durch Feld und Wald nach Münzen- berg, wo wir nicht versäumen dürfen, die groß angelegte Burgruine zu besichtigen und uns an den prächtigen Blicken über die Wetterau bis zu den Höhen des Vogelsbergs und des Taunus zu erfreuen. Zum Weitermarsch benutzen wir rote Striche, die uns über Trais-Münzenberg mit schönen Fachwerk- bauten nach dem Kloster Arnsburg leiten. Auch hier unterziehen wir die Klosteranlagen unter kundiger Führung eine gebührenden Besichtigung. In der Klostermühle gute Einkehr. Den Weg zum Endziel Lich nehmen wir blauen Ringen nach durch das reizvolle Wetter- oder Gottesackertal. Dauer der Wanderung VA Stunden. Photographieren unterwegs. Bon Walter Appelt. Mancher hat bisher beim Photographieren unterwegs den großen Fehler gemacht, immer nur an sich und die Seinen zu denken. Aber die besuchte Gegend sollte doch eigentlich der Hauptinhalt der Bilder sein. Bon der richtigen Einstellung, Belichtung und Weiterverarbeitung abgesehen, sind es namentlich zwei Regeln, deren Befolgung uns vor Enttäuschungen bewahren kann: Richtige Wahl des Standorts, und Vermeiden der Aebcrladung. Die Landschaft oder das sonstige Motiv, das uns neu ist, lenkt das Auge durch ihre Einzelheiten ab und läßt nicht auf den ersten Blick die photographischen Werte oder Schwächen richtig beurteilen. Don einem Aussichtsturme herunter zu photographieren, wird sich niemals lohnen, und wenn das Auge noch so hingerissen ist. Denn trotz Weitwinkellinse können wir den Gesamteindruck des Rundblickes nicht im Bilde festhalten. Dagegen kann es reizvoll fein, von einem nicht allzu hohen Standpunkte über die Dächer einer Stadt hinweg zu photographieren, wenn es eine Stadt eigener Prägung ist — sei sie nun recht altertümlich oder recht modern gebaut. Doch soll nicht wahllos ein Bielcrlei von Dächern und Giebeln geknipst werden, sondern wir müssen versuchen, das Bild um einen deutlichen Mittelpunkt herum zu gruppieren: einen markanten Straßenzug oder ein charakteristisches Gebäude, ein Denkmal, eine Rolandssäule usw. Wie weit wir den Apparat für solche Ausnahmen neigen können, wenn die Tiefstellung mittels Schraube nicht ausreicht, möchte die Mattscheibenprobe erweisen, soweit sie möglich ist. Denn das Bild soll harmonisch wirken. Hauskanten recht nahe beim Apparat würden es entstellen und perspektivische Anausgeglichenheit verursachen. Gut kann es sein, einen Fensterrahmen — wie im flachen Gelände ein Gartentor — zugleich als Dildrahmen zu nützen. Auch durch das Gitterwerk eines Balkons und durch die Säulen eines Altans oder Kreuzganges hindurch dürfen wir photographieren, wenn nicht störende Zwei- oder Mehrteilung des BildeÄ entsteht. Der Grad, bis zu welchem diese Dinge des nahen Dordergrundes leicht unscharf sein dürfen, ist ebenfalls vorher zu prüfen. Immer muß klar erkennbar bleiben, was es ist. Dordcr- grund-Belebung, die Rätsel aufgibt, können wir nicht brauchen- Geschlossene Einheit des Bildes macht auch im flachen Lande oft Schwierigkeiten- Erntearbeiter auf dem Felde oder weidendes Bich auf der Wiese geben einer bäuerlichen Landschaft Echtheit und helfen die großen, leeren Vordergründe beleben, die der schlimmste Fehler von Freiauf. nahmen sind. Aber die Aufnahme wird durch ein auf der Straße fahrendes Auto leicht zerstört, oft sogar schon durch Reklameschilder, die durch Veränderung des Standpunktes umgangen werdet müssen. Soll immer noch einmal gesagt werden, daß Straßen und Wege nie genau waagerecht, also nicht parallel zur unteren Bildkante verlaufen, sollen, aber auch nicht senkrecht ins Bild hinein, dies schon nicht wegen der perspektivischen Entstellung? Für Wasserläufe gilt Aehnliches. Außerdem ist bei ihnen wie bei stehenden Gewässern zu prüfen, ob ihre große Helligkeit im Sonnenglanz nicht Aeberbclichtungen hervorruft, die daö Bild wertlos machen. — Lebende Staffage soll niemals mit den Köpfen genau in Höhe des Horizontes, eines Waldrandes oder Bergrückens fein. Auflockerung des Horizontes zur Belebung des Bildes ist fast ebenso so wichtig wie Wolken am Himmel erwünscht sind, nur ist sie meistens leichter zu erreichen, nämlich durch oft geringfügige Aende» rung des Standpunktes- Typen der Bevölkerung gehören schon ins Gebiet des Porträts. Aber was jeder zu photographieren lernen sollte, sind Menschen bei ihrer Arbeit. Damit ist nicht nur an die Landwirtschaft gedacht, oder an den Hufschmied und andere noch anzutreffende handwerkliche Berufe (seltenes Glück: ein Seiler auf der Seilerbahn, ein Töpfer an der Drehscheibe, ein Hausweber am Webstuhl) — sondern auch an Fischer, Schiffer, Holzfäller, Steinbrecher, Gärtner usw. And manche von uns brauchen nicht einmal zu verreisen oder zu wandern, um dergleichen zu finden. Oonautal bei Sigmaringen. Don Dorothea Hoser-Oernburg. Die silbernen Drachenflügel über der Kühlerhaube spannen sich starr ausgebreitet hinein in die Landschaft: zerschneiden die staubige Chaussee, greifen sie auf, tragen sie empor und werfen sie zurück in weitem und sanftem Schwung: zerschneiden blank und erfreut Gewitterwolken rechts und links. Rosige Blitze zucken dann und wann im samtigen Himmelsblau, Tropfen fliegen groß, kristallene Insekten, gegen die Scheibe, bersten mit zartem Knall wie Beeren, zerfließen. Die graue Gummizunge kommt und frißt sie auf, lieblos und rhythmisch und aufklärungsbedürftig. Plötzlich schimmert die graue Straße nah und ganz blau. Sssss... sprühen kleine Kaskaden gegen das Schutzblech, von oben, von unten, von überall her. Die Landschaft ist ertrunken im Regen: der Himmel ist ertrunken im Regen. Fort alles Marineblau. Die Gummizunge mäkelt vor sich hin. Sie kann nicht soviel fressen. Sie ist satt! Sie mag keine kristallenen Fliegen aus Regen mehr! Scheibe hoch! — Wind weht naß herein. Sehr lustiger Wind. Ein Kilometerstein singt schwarz auf weiß und frisch gewaschen vor sich hin: Rach ... 7,8 Kilometer. * Ganz unvorbereitet tauche ich unter den offenen Schleusen des Himmels auf, mitten auf dem Marktplatz, unter dem breiten Torweg der Wirtschaft: „Zum Lüftenwirt". Ich will bei Anjan Antreter sitzen, beim Lüftenwirt will ich bleiben und warten, was der Wettergott beschließt über mich und die Gummizunge und unser allgemeines Fortkommen. Dielleicht hat er gute meteorologische Beziehungen, der Meister Lüftenwirt. Die । Gaststube ist blank, als käme sie auch von draußen. Es riecht nach Harz und Kienholz und ein wenig nach frischer Butter. 2lber der Lüftenwirt ist ein schweigsamer Mann. Er starrt nur, den breiten Rücken zu mir gewandt, hinaus durch die Scheiben und schüttelt betrübt den Kopf. Schon malt auf der gegenüberliegenden Haus- wand Regensonne ein abendliches Licht von dunklem Gold und einen tiefen, sauberen Schatten aus Sanftheit. Ich trete vor das Tor, daS breit ist, wie das Maul einer Scheune. Rank- Werk einer schmiedeeisernen Arabeske verklausuliert zierlich den geraden Kirchturm, der hoch über dem Hügel auf das Ave-Läuten wartet. Ein letzter Tropfen zersplittert kühl und groß auf meiner Hand. Eine Amsel probiert. Die Luft ist voll von einer schmackhaften tollen Süßigkeit, feucht und glänzend. Ich gehe und schaue mir das Städtchen an. • Die Häuser um den Marktplatz sind bunt. Rosa eins, eines blau. Ein tiefockerfarbenes starrt erschrocken bebildert in die Straße. Es ist, als fei die Wand aufgeriffen, und dicke und dünne Leute agierten ertappt dahinter. In einer bauernbarocken Amrahmung ein Schild: „Königin Therese nahm hier am 6.12.18 .. tiefbewegten Herzens Abschied von ihrem Sohne, dem neuernannten König von Griechenland. Sie ruhte sich in einem Zimmer dieses Hauses aus, fast ohnmächtig vor herbem Schmerz um den vielgeliebten Sohn. Eine Thorbräustochter, Derwandte der Familie Duschl dahier, trug das letzte Abschiedsgedicht, den letzten Scheidegruß vom Bayernland vor. Dieses zur Erinnerung an das denkwürdige Ereignis in dem Hause „Alte Post". Das Bild an diesem Hause wurde gewidmet von Katharina Wild, geb. Duschl, dahier." Obwohl ich bei der Konkurrenz eingekehrt bin und nicht in der „Alten Post", kann ich mich dem Eindruck des Gemäldes nicht entziehen. Kinder spielen auf dem nassen Kopfpflaster, lassen Zeitungsschiffchen schwimmen auf den Rinnsalen. Dielleicht sind es auch Derwandte, Rachkommen der Familie Duschl, dahier? Ich betrachte sie mit Andacht. An einem efeubewachsenen Eckhaus mit Buhen- scheiben und faszinierend grünem Anstrich der Fensterläden lese ich etwas anderes. „Museum" steht da. Ich will es besichtigen, wozu bin ich ein Zugereister, dem die Kinder nachschauen, wozu ist es da? Aber baS Museum ist nicht geöffnet. Ich gehe zum Fräulein KustoS. Sie wohnt unter dem Dach hinter einem langen Korridor mit gemalten Schränken und ist ein wunderbar junges altes Fräulein mit Kraushaar und Kohle- augen. Sie trägt runde große Ringe in den Ohren. Sie ist zierlich und schwatzhaft. Wir gehen in dus Museum. In zwei kleinen Räumen mit gemalten Decken ist allerlei schöner bäuerlicher Kram aufgestapelt. Ein paar Bilder irgendwelcher Stifter, ein wackliges Spinett. Da- Fräulein Kustos erklärt. Sie behauptet, da auf diesem Spinett beispielsweise habe Mozart gespielt, als er von Amerika zurückkam. Dermut- lich von einer Tournee. Mozartforscher werden hiermit auf diese bisher noch unbekannte Tatsache hingewiesen. „Mozart", sagt sie, .den kenne's doch, den großen Musikkünstler, der wo immer die vielen Anekdoten gemacht hat..." Unter ihren Erklärungen berichtet sie manche- Persönliche aus ihrem Leben. „In meinem Ding...", sagt sie, „da bin ich Damenschneiderin, Kirchensängerin bin i scho seit 57 Iahr, im Theater-Derein hab' ich halt manchmal mitgewirkt, mit 63 Iahr hab ich noch a Tantenroll'n gespielt... Ieht ist sie 70. Dann und wann, wenn ich vor irgendeinem hübschen Stück stehen bleibe, seufzt sie mitfühlend: „Wenn'S doch heul' noch so was machen täten...“ Ich schaue alles genau an; ich lasse nichts aus. Das Fräulein bemerkt es mit Genugtuung. Sie billigt mich! Rur am Schluß, wenn sie mir das große Buch weist, in dem alle Besucher schwarz auf weiß sich zu verewigen haben, ändert sie ihre kameradschaftliche Taktik, wird kurz, sachlich, beamtet: „Ginzuschreiben bittö!" Ich wandere hügelabwärts, vorbei an dem alten Parkgemäuer, hinter dem Klosterschwestern wandeln, mit schwingenden Haubenflügeln, zwischen denen Gesichter glimmen, blaß und sehr sanft. Aebcr die Mauer rauscht im letzten Licht, tief* grün und zackig das breite Laub uralter Bäume. And da ist auch der See. Er gehört dazu. Er ist ganz erschöpft von dem Wasser deS Wolkenbruches, der ihn fast ertränkt hat in seinen eigenen Fluten. Gr sieht still und dankbar in den blassen Goldstreif des Himmels, der schon ein wenig nacht- taumelig über ihn hinschleift. Ich gehe vorbei an kleinen Gehöften, an rasengrünen Gärten, aus denen allen dieser Duft quillt nach Regen und Abend, vorbei an engen Gassen übet ein Pfaster, in dem Butterblumen hier und da vergoldete Köpfe aufreden. Don irgendwoher kommt das klägliche Meckern einer Ziege. 2lch merke kaum, daß ich wieder vor dem Lüftenwirt-Gasthaus stehe, das mit blanken Mauern zu schmunzeln scheint, die Fenster voll Geranien. Ich gehe in die kleine Garage. Ich werde heute noch ein paar Kilometer ausholen. Die Straße dampft friedlich. Die Rächt wird klar und gut. Heber dem Kirchturm steht schon blaß die Mondsichel im Silberblauen. Ieht läutet baä Glöckchen. Wieder zuckt das Schlagen der Amsel durch den Abend wie Pulsschlag der Landschaft. Der Motor springt an. Sprechstunden der Redaktion. lt.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen 21 njei genau ffräge sind lediglich an die Geschäfts st eile zu richten. ttiihittflrttl das obcrbcff.Wotcnburn nllflinß?n 2 Bahnst. o.F-ranksurt/M UUUlliyvil i'/,Bal)nstunde v Gießen Herr!.Sommersrifche.Slusgedehnte Laub- unb Nadelwaldungen Hübsche Spazier- aänge.AlsAufenth.s.Erholungsbedürstige befand.geeignet u.gern besucht.Gesundes Klima m. frischer Höhenluft.Volle Pension in guten Häusern 3,50—5 RM Pauschalaufenthalt für 1—4 Woch. o.26—90 NM Profvekte durch d. Verkehrsoerem. «eeD Bad-Nau heim31”0 Gasthaus „Zur Waldlust“ beft. feit 1860. - Größtes bürgerl. Gartenrestaurant am Platze.-Eigene Schweine- metzgerei. Bürgerl. Mittagstifch. Neichh. Äbendkarte Billigste Preise Rufmerk- famste Bedienung. 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