Nr. 1'0 Sri,Hausgabe 183. Jahrgang Zreitag, 12. Mai 1933 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen fitontfiirt am Hiatn liess, vnick und Verlag: vrühl'fche Universitülr-Vach. enö Stdnöruderei H. Lange in Sietzen. Schristlettnng und Geschäftsstelle: SchuUtratze 7. Annahme von Ztnjeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für l mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Brette örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re- klamean;eigrn von 70 inm Brette 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20v , mehr. Chefredakteur Dr. Friede. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.TKyriot; für den übrigen Teil (Ernft Blumfchein undlür denA». zeigenteil i.V.Th.Kümmel sämtlich in (fliegtil Erscheint täglich, autz« Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Giessener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle monatsBejugsprets: Mil 4 Beilagen RM 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. §ernfprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Liehen. pofifdiedtonto: Alfred Rosenberg bei der Niederlegung des Kranzes am Cenvtciph, dem Ehrenmal des Unbekannten Soldaten Englands. hat das deutsche Volk politisch durch lieber- Windung des Partikularismus endlich vereint. Dadurch hat eine Sehnsucht von Jahrhunderten ihre Erfüllung gefunden. Der l.Mai des Jahres war bereits ein Friedensfest, wie es das deutsche Volk noch nie so eindringlich in allen Städten und Dörfern gefeiert hat. Cs zeigt sich, daß eben die deutsche Umwälzung; nicht Tausende zur Guillotine verurteilte, nicht eine militärische Vergewaltigung durch eine kleine Kaste war. sondern im wahrsten Sinne eine Volkserhebung. Deutschland wünscht keine Meltaus- r ü ft u n g , sondern will sein Geld für die Schaffung von A r b e i t u n d B r o t verwenden. Aber es hofft ebenso bestimmt, das; die Verpflichtung auf Abrüstung nunmehr nach Einberufung der vorbereitenden Abrüstungskonferenz im Jahre 1925 und langer Dauer der Abrüstungskonferenz auch e i n g e h a l ° t c n wird, so wie Deutschland seinerseits die ihm auferlegten schweren Verträge erfüllt hat. Dann erst wird jede Nation das Gefühl der Sicherheit erlangen und sich dem sriedlichen Wiederaufbau der Welt widmen können, jede gemäß ihrer Tradition und Fähigkeiten gemeinsam aber für d en F r i eben in der Welt, den niemand so heiß ersehnt w>e der jetzige Reichskanzler, der alle Leiden eines Krieges selbst erlebt hat. Anläßlich feiner Reden hat der Kanzler diesen Wunsch immer wieder ausgesprochen. In diesem Sinne erhoffen wir auch ein wachsendes Verständnis zwischen Briten und Deutschen, eine gegenseitige Achtung vor den Lebensnotwendigkeiten beider großen Nationen, eine gemeinsame Förderung ihrer Ideale im Dienste für eine leichtere Zukunft. Die -genaue Kenntnis der Bedingungen in beiden Ländern ist die Voraussetzung für eine hoffentlich später zu erwartende Losung und Versöhnung. Ich wünsche nur Daß England vor einem ähnlich schweren Schicksal, wie es Deutschland erlebt hat, verschont bleiben möge. 4V-SchüUng-Buße für den Kranzräuber. Acu «erstes Befremden in Berlin über die milde Bestrafung. London, 11. Mai. (TU.) Die Berhandlung gegen den Hauptmann Sears, der den von Alfred Rosenberg niedergelegten Kranz von dem Eenotaph entfernt halte, sand am Nachmittag in dem Polizeigerichtshof von Bow ctreet statt. Der Poli, ist der Sears verhaftet hatte, warf ihm bei der Verhandlung vor, daß er s i ch d e s D i e b - stahls an öffentlichem Eigentum schul- d i g gemacht habe. Sears erklärte, daß er unschuldig fei, weil es für die Engländer, die für ihr Vaterland gefallen feien, eine Beleidigung bar- stelle wenn ein Mann wie Rosenberg, ber boch ein offizieller Abgesanbter Hitlers fei, einen Kranz nieberlcge Der Schutzmann führte barauf aus, daß es jedermann erlaubt fei, jedwede Art von Kranz ober Blumen nieberzulegen. Der "Angeklagte sagte, er habe im guten Glauben gehandelt, um seine privaten nationalen Gefühle zum Ausdruck zu bringen Der Verteidiger wies darauf hin. Daß ber Angeklagte ein unbescholtener Mann fei, ber sich tm Kriege große Verdienste und Orden erworben habe Er habe sich um die nationale Bewegung verdient gemacht, wobei auf feine Tätigkeit in der britischen Legion hingewiefen wurde. Er empfehle ihn deshalb Rosenberg wirbt um Verständnis für die London, 11. Mai. (TU.) Dr. Alfred Rosenberg empfing am Donnerstagnachmittag die eng- liiere Presse im Claridge-Hotel und hielt einen längeren Vortrag in deutscher Sprache, wobei er an die englische Presse appellierte, der deutschen Entwicklung Verständnis entgegenzubringen. Rosenberg schilderte, daß. wie aus den jetzt eingegangenen Polizeiberichten aus allen Teilen Deutschlands hervorgeht, in Deutschland anfangs 1933 ein großer kommunistischer Aufstand bevor st and. Die deutsche Revolution der Milbe bes Gerichts. Der Richter verwarnte den Angeklagten, baß bas nicht bie richtige Art sei, private Gefühle zum Ausbruck zu bringen. Er könne aber nicht auf Diebstahl erkennen, son- bern nur auf Sachbeschädigung, worauf er ihn mit 40 Schilling Strafe belegte. Der Ange- klagte nahm bas Urteil an. Der unerhörte Vorfall in London wurde in Berliner amtlichen Kreisen mit dem äußersten Defreniden zur Kenntnis genommen. Wie die ,TU." erfährt, wird man sich auch amtlicherseits mit dem Vorfall beschäftigen. Das sehr milde Urteil gegen den Täter bedeutet für das deutsche Rechtsempfinden einen A f - front. Es steht fest,' dah, wenn umgekehrt jemand in Deutschland sich eines solchen Verbrechens schuldig gemacht hätte, den Täter eine sehr schwere Strafe getroffen haben würde. Die Engländer, die stets und bei jeder Gelegenheit für fair play eintreten, haben es bei dem Besuch Rosenbergs in London jedenfalls an fair play fehlen lassen, was in diesem Zusammenhang noch besonders gesagt sei. drulsche Erhebung. Belgische Arbeiter machen deutschen Dampfern Schwierigkeiten. Antwerpen, 11. Mai. (TU.) Der deutsche Dampfer „ W a 11 u f i ", während dessen Beladung es am Dienstag zu Zwischenfällen gekommen war, weil die belgischen Hafenarbeiter sich weiterzuarbeiten weigerten, solange sich am Heck bie Hakenkreuzflagge befinde, hat am Donnerstag mittag den Hafen verlassen. Da der Kapitän des Schiffes sich weigerte, dem Druck der Arbeiter nachzugeben und diese trotz eines Vermittlungsversuches ihrer Gewerkschaft die Arbeit nicht wieder aufnahmen, mußte die Beladung von Arbeits- freiwilliaen und der Schiffsbesatzung selbst durchgesührt werden. Als der deutsche Dampfer „Essen" im Hafen von Antwerpen einlies, fand er sehr schwer Arbeiter, um seine Ladung löschen zu können. Die streikenden Hafenarbeiter haben sich z u • fammengerottet und werden durch starke Polizeikräfte vom Schiff abgehalten. Seldles ArbeilSbeschaWgsprogramm. Belebung des Baumarktes. — Inangriffnahme öffentlicher Arbeiten. Eine nationale Arbeitsbeschaffungsanleihe. Berlin, 11. Mai. (DDZ.) Das Bundes- o r g an des Stahlhelms bringt ausführliche Mitteilungen über die Vorschläge des Reichs- arbeitsministers Seldte für ein Arbeitsbefchaf- fungsprogramm, mit dem noch im Jahre 1933, dem ersten Jahre des Vierjahresplans, ein c n t - scheidender Angriff gegen bie Arbeitslosigkeit unternommen werden soll. Zur organisatorischen Seite wird betont, daß es auf dem Gebiet der Arbeitsbeschaffung eines einheitlichen Planes und einer einheitlichen Leitung bedürfe. Wenn eine Vielzahl von Behörden und Bankinstituten an der Vorbereitung. Prüfung und Ausführung der Maßnahmen mitwirke, gebe eS zwangsläufig Reibungen und Hemmungen. Ratürlich könne die Mitwirkung der technischen und wirtschaftlichen Fachbe- hördcn ebensowenig entbehrt werden, wie die der Arbeitsämter. Um so notwendiger sei es aber, daß eine Zentralstelle den Ueberblick über bie gesamte Maßnahme behalte unb für eine gerechte Verteilung ber Mittel sorge. Für biese Ausgabe käme das Reichsarbeitsmini st erium In Frage Grundsätzlich wird zu dem Reichsarbeitsbeschaffungsprogramm beS Reichsarbeitsministers bemerkt, baß bei einem Aufwanb von etwa 1,5 Milliarden Mark in biefenr 2 ahre b i s 700 000 Arbeitslose ein 3 a b r lang beschäftigt werben können. An ber Spitze ber Arbeitsbeschaffungsmahnahme müsse bie Sieblung stehen. Deshalb schlägt ber Arbeitsminister vor, für 19 33 mindestens 100 000 Siedler st eilen unb Eigenheime vorzusehen. An Schwierigkeiten ber Lanbbeschaffung bütfe biese Frage nicht: scheitern. An zweiter Stelle steht die Belebung des Wohnungsbaues. Um dem nach Aufhebung des WohnungsmangelgesetzaS in den Gemeinden eingetretenen Rotstand zu beseitigen, müßten Mittel für b en Bau »ex Behelfswohnungen bereitgestellt werden. Auch die Instandsehungszuschüsse mühten weiterhin gegeben werden. Ebenso müsse für die Instandhaltung ber öffentlichen ©ebäube enblich toicber etwas getan werden. Dabei gelte es auch, Kulturdenkmäler der deutschen Vergangenheit von hohem künstlerischen Wert zu retten. Don besonderer Wichtigkeit seien die Arbeitsbeschaffungsmöglichkeiten auf dem Gebiete des Verkehrswesens, bei ber Reichsbahn unb im Straßenbau. Beim Ausbau der Reichs- Wasserstraßen werde Zurückhaltung nötig fein. Angefangene und fortgeschrittene Bauten seien natürlich zu vollenden. Dazu gehöre ber Mittellanbkanal unb bie Regulierung der Ober. Auf dem Gebiete ber lanbwirtschaft- lichen Meliorationen feien die großen Aufgaben nolch nicht entfernt gelost. 3m Zusammenhang damit feien Arbeiten zur Regulierung der deutschen Flutzläufe notwendig. Weiter werden aus dem Programm erwähnt der Ausbau ber gemeinblichen Dersor - gungswer ke, die Erneuerung der deutschen Seeschiffahrt und bie Forberung von Exportaufträgen der deutschen 3nbu- ft r i e. Die entscheidenden Schwierigkeiten lägen bei der Finanzierung. Die Finanzierung des Papen- und Gereke-Programms seien den Bedürfnissen der Praxis nicht mehr gerecht geworden. Man werde prüfen müssen, ob die Darlehnsgewährung in allen Fällen genüge oder ob nicht in gewissem Umfanae den Trägern der Arbeiten Zuschüsse oder mindestens Zinsbeihilfen gegeben werden müssen. Der Reichsarbeitsminister habe schon vor einiger Zeit auf die Möglichkeit hingewiesen, die nötigen Mittel für die Arbeitsbeschaffung durch eine Inlandanleihe aufzubringcn. Dieser Gedanke wird in dem neuen Arbeitsbeschaffungsprogramm aufgegriffen. Es fei zu erwarten, daß die Auslegung einer nationalen Arbeitsbeschaffungsanleihe z u einem namhaften Erfolg führen werde. Weiter wird bann ausgeführt, daß auch die Lohnpolitik in den Dienst der Ar- beitsbefdjaffung gestellt werden müße. Dazu bedürfe es der Lockerung der Starrheit des Tarif f y ft e m s. Die Lasten der Sozialversicherung sollen noch weiter gesenkt werden. Ebenso seien die Frage einer Verschiebung der Schulzeit und einer allgemeinen A r - beitszeitverkürzung zu prüfen. Sie Organisation der densschen Ardeiissront. Berlin, 11. Mai. (TU.) Wie der „Zeitungs- dienst" meldet, hat der Führer der deutschen Arbeitsfront, Dr. Robert Ley, folgende Anordnung erlassen: Die deutsche Arbeitsfront besteht aus dem Ze n - tralbüro als der Leitung und den beiden Säulen „Gesamtverband der deutschen Ar- beiter" und „Gesamtoerband ber deutschen A n g e st e l l t e n". Das Zentralbüro hat die Aufgabe, die bisherigen Verbände in die neue Dr- ganifationsform zu überführen und den ständischen Ausbau mit oorzubereiten. Zu diesem Zweck hat das Zentralbüro den Kleinen und den Großen Arbeitskonoent. Dem Kleinen Arbeitskonvent obliegt die Verwaltung der verschiedenen Aemter, dem Großen Arbeitskonvent gehört als Amt der Kleine Arbeitskonoent an. Darüber hinaus gehören ihm die Leiter der Hauptberuf- und Hauptfachschaften und sonstige bedeutende Vertreter der Gewerkschaftsbewegung an. Der Große Arbeitskonoent besteht aus 60 Mitgliedern. Der „Gesamtverband der Arbeiter" und der „Gesamtverband der Angestellten" haben je einen Führer und einen Führerbeirat. Diese beiden Gesamtverbände haben eigene Finanzhoheit unb das Bestimmungsrecht über die Personalpolitik m ihren Verbänden. Selbstverständlich hat das Zentralbüro das Einspruchsrecht unb in Zweifelsfällen bie letzte Entscheidung. Die erste Aufgabe ber Gesamtverbände ist die Zusammenfassung der in den verschiedenen Gewerkschaften Vorhände- nen Berufs st ände, wie z. B. die Zusammenfassung der Holzarbeiter-, Bauarbeiter- und Metall- arbeiterbänbe usw., wie bie Schaffung von Zentralkartotheken unb Zentralkafsen. Damit verbunden muß eine Angleichung der verschiedenen Beitragsleistungen erreicht werden, jedoch ist auch hier eine gewaltsame Nivellierung zu vermeiden. Grundsätzlich wird in keiner Organisation abge stimmt, sondern ber Führer wirb ernannt unb die Entscheidung liegt immerinberHanddesernann- t e n Führers. Den Mitgliedern des Großen Ar- beitskonoents werden bestimmte und begrenzte Aufgaben übertragen, deren endgültige Festsetzung in einer feierlichen Sitzung des Großen Konvents verkündet wird. Der Kleine Arbeitskonvent besteht aus folgenden Mitgliedern: 1. Der Führer der deutschen Arbeitsfront, Dr. Robert Leh, M. d. R.; 2. der Führer des Gesamtverbandes der Arbeiter: Walther Schuhmann; 3. der Führer des Gesamtverbandes der Angestellten, Albert Forster, M. d. R.; 4. der Leiter des Führungsamtes. Rudolf Schmeer; 5. der Leiter des Amtes für soziale Fragen: Franz Stoehr, Md. R.; 6. der Leiter des Organisationsamtes, Reinhold M u chow; 7. der Leiter des Propaganda- und Presseamtes, Hans Di al las; 8. der Leiter des Taris amt es: Roch nicht ernannt; 9. der Leiter der Rechtsabteilung: Roch nicht ernannt; 10. der Leiter des Amtes für berufHständischen Aufbau, Dr. Max Fraucnhoser; 11. der Leiter des Schulungsamtes, Otto Gohdes. M. d. R.; 12 der Leiter der wirtschaftlichen Betriebe der Gesamtverbände der Arbeiter, und Angestellten, Bantdirellor Karl Moller; 13. der Schatzmeister Paul Brinkmann. Er verwaltet gleichzeitig die Kasse des Gesamtverbandcs der Arbeiter. 14. Der Leiter des 3ugendamtcs: Roch nicht ernannt 3n den Großen Arbeitskonoent werben folgende Personen berufen: Die Leiter für Aemter im Kleinen Arbeitskonvent, bie Leiter ber Hauptberufs- unb Hauptfachschasten Grundsätzlich werden zu Leitern der Aemter im Kleinen Arbeitskonvent und zu Leitern der Hauptberuf unb Hauptfachschai- ten nur Parteigenossen ernannt, die bereits durch ihre bisherige Tätigkeit bewiesen haben, daß sie dieser Berufung würdig und dieser Aufgabe gewachsen sind. Außerdem werden heute bereits in den Großen Arbeitskonvent folgende Personen berufen: Bernhard Otte- Berlin, Fakob Kaiser» Köln, Dr. Th. Brauer- Königswinter, Franz Behrens- Berlin, Hermann Mi11zow Hamburg, August F a l t i n - Berlin Es wird meine Hauptaufgabe fein, die deutsche Arbeitsfront so lebendig wie möglich zu halten. Sie darf nicht wieder in den gleichen Erflarrungszustanb verfallen, an dem die allen Gewerkschaften zugrunde gegangen sind. Das endgültige Ziel ist die Schaffung der Stände, die als Bau st ei ne dem neuen Staat eingefügt werden. Berlin, 11. Mai 1933. Der Führer der deutschen Arbeitsfront, gez. Dr. Robert Ley. Oie Stiftung für Opfer der Arbeit. Ter Aufruf des yicickiskarnlers findet lebhaften Widerhall. Berlin, 11 Mai. (TU.) Der Widerhall, den der Aufruf des Reichskanzlers zur „Stiftung für Opfer der Arbeit' in allen Schichten des Volkes ausgelöst hat, wächst von Tag zu Tag. wie wir erfahren, hat die höhe der eingegangenen Spenden bereits den Betrag von 250000 Reichsmark überschritten. Besonders erfreulich ist, daß die Beiträge aas allen Kreisen der Bevölkerung stammen. Ob arm, ob reich, alle steuern nach ihren Kräften zu dem großen Werk bei. Der Appell des Reichskanzlers, daß diese Stiftung ein sichtbares Symbol der Ehrfurcht des deutschen Volkes vor der nationalen Arbeit unb ein Denkmal der unzerreißbaren Gemeinschaft aller Klassen und Stände untereinander werden möge, ist auf fruchtbaren Boden gefallen. Der Deutsche Beamlcnbunb hat der Stiftung für die Opfer der Arbeit den Betrag von 5 0 0 0 0 Reichsmark überwiesen. An die Mitgliedschaft des Deutschen Beamtenbundes hat der Bundesführer Sprenger einen Aufruf gerichtet, in dem es heißt: Es muß unsere hohe und verpflichtende Aufgabe sein, zu dem gewaltigen wert des Führers des deutschen Volks einen Grundst. in zu legen, wir wollen unserem Volkskanzler, der dies große Werk für die Opfer der Arbeit aus feiner Liebe zum Volk heraus geschaffen hat, einen Grundstock zur Verfügung stellen, der des volksoer- bunbenen Denkens und handelns der deutschen Beamtenschaft würdig ist. Die Beträge sind durch Einzeichnungslisten, die die Fachverbände durch ihre Untervereine, Vertrauensmänner usw. auslegen, zu sammeln und auf das Postscheckkonto des Deutschen Beamkenbundes Berlin 35516 mit der Angabe „Stiftung für Opfer der Arbeit" einzuzahlen. Das vorläufige Ergebnis ber BeWagnahmeaktion gegen bas Vermögen ber SPD. Berlin, 11 Mai. (WTB. Funkspruch.) Amtlich. lieber bas Ergebnis ber Aktion gegen bas Vermögen der Sozialdemokratischen Partei und ihrer Unterorganisationen liegen bisher aus Berlin folgende Ergebnisse vor. Es wurden beim Postscheckamt Berlin 14 Konten der SPD. und ihrer Unterorganisation en und Gesellschaften beschlagnahmt, die insgesamt einen Konto st and von 16 863,31 Mark aufwiesen. Bei der Depositenkasse der Arbeiter- banf wurden die Konten sozialdemokratilcher Organisationen und Gesellschaiten im Gesamtbeträge von 7 5 9 5 9,95 Mark beschlagnahmt. In den Kassen der von der Beschlag nähme betroffenen Organisationen, die zum Teil gar nicht mehr vorhanden waren, wurde ein Barbe st a n d von 6477,25 Mark oorgefun- den und f i d) e r g e ft e 111. Die Gesamtsumme der sichergeftellten Vermögen der sozialbemolratiichen Organisationen in Berlin beträgt 9Q 300,15 Mark. Die Erhebungen über die sicherzui'tellenben Vermögensbestände werden fortgesuhrt. Ueber das Ergebnis in anderen Gebiete n kann bisher nichts gesagt werden. Zur Sicherstellung der übrigen Dermögcnsbestände wurden die Geschäftsräume der sozialdemokratischen Organisationen, des Reichsbanners und der sozialdemokratischen Zeitungen geschlossen und die Geschäftsführer, soweit Personal angetroffen wurde, aufgefordert, ein genaues 3nventarverzeichn'is der vorhandenen Dermögensbestände einzurcichen. Die 2Üiion richtete sich gegen sämtliche sozialdemokratischen Organisationen und Betriebe, die Parteileitungen MM M =<* i ' >A WsU ^ MM M' •■' E'>?, f A ■ ÄM L M OÄS.- W Absc ßen im La sparer Der Schaufenster fdjmibt (( gangencn L die Auffühi Die Togu! gruppcnführ, Er sprach fei; lsiähriger hl im Rotuttio: der Zerrüttu! gebieten. Au DDö. habe regierung gc iigen Cßetnii beiämpft hab düng sei bas Ehstem auf ! schäft ausein der damalig, dies aber ni Stabt Gieße Gesamtbetrag ^ctrag s Kredits besch betrögen von getragen. Anschließen! Darmstadt. E mg in Tief üntetbrüdunc . Wen, weil Deltanschauu ®«« dm,ch" !*aIe Erhebur ommen. £ @rü^ wtan zu ste 4000 dem beut L000 Aegel 'LDerkes J?c,t bersch ^.Anteil > kin lB NS*’ W lichkk^n ■ W Cln ? Cu? M kki tz, bchlu Ä"»r> '4?'« Lom $fll Cn:^ A'L LS : eonsetjui 5-®* >'’! gut die Mrfonenzug bet SamsM' benutzen Dle und trifft m ball mit 2lu Lahnhvfen- nchmcr ab C benutzt werb zu den ang mähigunk 6d)ö) her Bon der ') her Kreis wird uns mit; Alle schwer suh am Sonnt vetsiiat, S platz, einfir statt. Die Rai werden muffe htkanntgeben verknüpft. Die Drisg' dafür Torge nach Gießer dies miiteiti Anfahrt' bah biefelbi Oer neue Parthenon. Von unserem ständigen C. K.-Berichterstatter. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Athen, im Mai. Vor 245 Jahren, am 26. September 1687, abends 7 Uhr, schoß ein Artillerieoffizier der Republik Venedig, — kein Lüneburger Leutnant, wie die Welt fo gerne dichtet und diesen zweifelhaften Ruhm den Deutschen anhängen möchte — sein Geschütz auf den Parthenon ab, mit fürchterlicher Wirkung: der Parthenon zerriß in zwei Stücke, die riesigen dorischen Marmorsäulen hoben-sich in die Luft, barsten auseinander und die schweren Tstchentrommeln und umjliegenden Marmorstücke töteten^Al^Mann der türkischen Besatzung. Der Schuß hatte das^vi Parthenon von den Türken unlergebrachte PulvelTrtaga- zin getroffen und die zerstörende Explosion hervv^- gerufen. Drei Tage später mußte sich der türkisch^ Kommandant zur Uebergabe der Festung Akropolis entschließen. Francesco M o r o s i n i beabsichtigte, einen „Triumph" nach Hause, nach Venedig zu schicken. Hatte er bereits nach seiner Landung im Piräus am 21. September 1687 zwei Marmorlöwen nach Venedig bringen lassen, die heute noch aus dem Mar- kusplatz dort zu sehen sind, so wollte er die schönen Giebelfiguren des Parthenon ebenfalls nach Venedig schicken, um die Kunstschätze der Lagunenstadt zu mehren. Doch den ungeschickten Arbeitern entglitten die Instrumente, der Giebel stürzte, und das herrliche Marmorwerk zerschellte am Boden. Ungefähr 239 Jahre lang blieben die Säulen so liegen, wie sie durch jene denkwürdige Explosion umgelegt worden waren. Manche erinnerten mit ihren runden Säulentrommeln an umgefallene, riesengroße Geldrollen, wie man sie aus den Zahlbrettern der Banken sehen kann. Kein Wunder, daß die am Boden so seit Jahrhunderten ruhenden Marmorkolosse direkt zum Ausbau einluden, allerdings war die gelehrte und die kunstverständige Welt geteilter Meinung, und viele waren der Ansicht, den Parthenon in seiner klaffenden Verwundung weiter auf die Menschheit wirken zu lassen. Doch schließlich hatte man die Propyläen, den Niketempel und noch manches andere kleinere oder größere Bauwerk zu seinem Vorteile wieder aufgerichtet, auch haben die Griechen diese „Restauration" sehr geschickt und würdig, nur mit dem antiken und nur dort, wo es die Stabilität erforderte, mit neuem Material durchge- iührt. Sie Nordseite des Parthenon wurde in den Jah- und das Reichsbanner. Die getarnten, angeblichen Privatbetriebe, deren d i - rektcr Zusammenhang mit der SPD. erwiesen ist, wurden ebenfalls von den Maß- «ahmen erfaßt. Befreit von der Beschlagnahme wurden die Konsumgenossenschaften und deren Bermögensbestände sowie selbstverständlich die Gewerkschaften. Oie Bundesschule des AOGB. bei Bernau. Berlin, 11. Mai. (ERB.) Der Führer der Arbeitsfront, Staatsratspräsident Dr. Ley, besichtigte heute mit seinem Stab die Bundesschule des AD G B. bei Bernau, in der bisher Funktionäre für die FreienGe- werkschaften herangebildet wurden. Bei dieser Gelegenheit wurde beschlossen, der Schule ihren bisherigen Namen zu belassen, die Gebäude aber zunächst für die Re ich s- führerschule der RSBO. zu verwenden. Zum Leiter der Reichsführerschule wurde Dr. S ch r e i t e r, Hamburg, ernannt Reichsstatthalter Sprenger wieder in Frankfurt. Begeisterter Empfang auf dem Frankfurter Flugplatz. Frankfurt a. M., 11. Mai. (WSN.) Heute um 15 Uhr traf auf dem hiesigen Flugplatz der R e i ch s st a t t.h a l t e r für Hessen, Gauleiter Sprenger, von Berlin kommend ein. Neben den Vertretern der Parteileitung, der SA. und SS., halle sich trotz des ungünstigen Wetters e i n e z a h l- reiche Menschenmenge eingefunden, die den Reichsstatthalter lebhaft begrüßte. Nach der Landung des Flugzeuges überreichten Kinder dem Statthalter Blumen. Der PräsidentderOber- postdirektion begrüßte darauf Statthalter Sprenger namens der gesamten Postbeamtenschaft Hessen-Nassaus. Die Postbeamten seien swlz daraus, daß aus ihren Reihen ein Mann hervor- gegangen sei, dessen Anteil an dem Neubau des Reiches nicht gering sei. Insbesondere begrüßten sie es, daß Reichsstattyalter Sprenger gleichzeitig mitder Leitungder Beamtenschaft für das ganze Reich betraut sei. Reichsstatthalter Sprenger dankte dem Präsidenten für seine Worte^ die. er alsden Ausdruck desunerschütterlichenVertrauenssei- ncr ehemaligen Kollegen betrachte. Wenn auch der Führer ihm durch die Betrauung mit dem neuen Amte sein Vertrauen erneut bekundet habe, so sei das doch für ihn kein Grund, nun auszuruhen, sondern es sei ein neuer Ansporn, weiter- z u t ä m p f e n für das Vaterland. Es sei heute die Pflicht eines jeden, feine ganze Kraft einzusetzen, um die neue Volksgemeinschaft aufzubauen. Erst, wenn cs gelungen sei, den deutschen Arbeiter aus feiner Isolierung herauszureißen und wieder in das Volksganze einzugliedern, könne man sagen, daß die Grundlage geschaffen sei zur Glückseligkeit unseres gesamten Volkes. Nach einem Heil aus das gesamte schassende Volk, auf unser deutsches Vaterland und seinen Führer Adolf Hitler und dem gemeinsamen Gesang des Horst-Wessel-Liedes, begab sich der Reichsstatthalter mit seiner Begleitung zu seinem Wagen, den er selbst zur Stadt steuerte. Sauberkeit in der preußischen Kommunalverwaltuna. Berlin, 11. Mai. (Amtlich.) Ministerpräsident Göring hat eine Verfiigung erlassen, in der es u. a. heißt: Die Verordnung über die Behebung von Mißständen in der gemeindlichen Verwaltung vom 22.März 1933 hat das Ziel, eine von privaten Interessen möglich st unbeeinflußte Willensbild ung in den Gemeinden und Gemeindenverbänden sicher^ustellen. Diese gesetzlichen Vorschriften werden sedoch ihren Zweck nur dann erfüllen, wenn d i e leitenden Beamten der Gemeinden und Gemeindcverbände sowie die Aufsichtsbehörden auch über den Rahmen der Verordnung hinaus jedes eigennützige Interesse sol- mittsgeschwindigkeit von 120 Stundenkilometer der cher Personen, die als Mitglieder des Gemeindevorstandes, der Deputationen sowie der Gemeindevertretung berufen sind, über die Geschicke der Gemeinde mit zu befinden, mit allen Mitteln bekämpfen. Es muß in Zukunft ausgeschlossen sein, daß Mitglieder der Gemeindevor- stände, der Deputationen und der Vertretungskörperschaften aus ihrer Zugehörigkeit zu diesen Organen oder auf Grund von Kenntnissen, die sie nur auf Grund dieser Zugehörigkeit von bestimmten Vorgängen erlangen, geschäftliche und f i - n a n 3 i e (l e Vorteile ziehen. Bei der Vergebung gemeindlicher Aufträge ist jede vor kurzem, wie man sich erinnern wird, in Prag einen unglaublichen Tumult über sich ergehen lassen mußte, weil er es gewagt hatte, ein Lied in deutscher Sprache zu- singen, steht im Mittelpunkt dieses Lisa-Films: er ist auch bei uns in Gießen schon bekannt („Heute Rächt oder nie“) — aber der Unterschied zwischen dem neuen und jenem älteren Film 4ft ebensh unverkennbar wie erfreulich: der Sänger steht nicht mehr so zu- sällig und unbeteiligt in einer um seinen Auftritt herumgestellten Drehbuch-Szenerie, sondern er fügt sich mit Geschick und Temperament in die Handlung ein. Außerdem ist er hier, im Gegensatz zu früher, gesanglich in ganz großer Form: es mag^um Teil am italienischen Belcanto und an dem musikalischen Charakter dessen liegen, was er zu fingen hat: jedenfalls wird man sich, wenn er mit vollem Einsatz aus sich herausgeht („Holde Aida") unwillkürlich an Caruso erinnert fühlen. Die Handlung des Films ist lustspielmäßig heiter, spannend bis zuletzt, gespickt mit allerlei drolligen Einfällen. Und vor allem spürt man in jeder Szene unaufdringlich, aber wohltuend die feste Hand, den geschulten Blick und die filmgerecht spielende Phantasie eines bedeutenden und erfahrenen Regisseurs —: Joe May. Ihm haben beträchtliche Mittel zur Verfügung gestanden: man braucht dabei nicht einmal nur an die beiden leibhaftigen Elefanten zu denken, die bei der groß aufgezogenen Opernprobe mitwirken. Kiepuras Partnerin ist Jenny Jugo, die man lange nicht gesehen hat: sie macht ihre Sache sehr reizend und bietet in jeder Szene einen anmutig weiblichen Anblick. Verschwenderisches Aufgebot der komischen Talente, sehr witzig und nuancenreich aufeinander abgestimmt: Paul Kemp, Ralph Arthur Roberts, Ida Wüst (unbeschreiblich), Hor- bt g c r und Falken st ein. Auch Jessie D i h - rog, Junkermann, Steckel und die K op- Tonfilm: „Ein Lied für Dich." Der berühmte Tenor Jan K i e p u r a , brennungundeulschenSchrifllums Berlin, 11. Mai. (TU.) Bei den mitternächtlichen Feiern an den deutschen Hochschulen, in deren Mittelpunkt die Verbrennung volkszersetzenden Schrifttums stand, wurden die Bücher mit folgenden Feuerspüchen den Flammen übergeben: Erster Rufer: Gegen Klassenkampf und Materialismus, für Volksgemeinschaft und idealistische Lebenshaltung! Ich übergebe der Flamme die Schriften von Marx und Kautsky. Zweiter Rufer: Gegen Dekadenz und moralischen Zerfall! Für Zucht und Sitte in Familie und Staat! Ich übergebe der Flamme die Schriften von Heinrich Mann, Ernst Gläser und Erich Kästner. Dritter Rufer: Gegen Gesinnungslumperei und politischen Verrat! Für Hingabe an Volk und Staat! Ich übergebe der Flamme die Schriften von Friedrich Wilhelm Förster. Vierter Rufer: Gegen Seelenzerfasernde Lieber- schätzung des Trieblebens, für den Adel der menschlichen Seele! Ich übergebe der Flamme die Schriften des Sigmund Freund. Fünfter Rufer: Gegen Verfälschung unserer Geschichte und Herabwürdigung ihrer großen Gestalten, für Ehrfurcht vor unserer Vergangenheit! Ich übergebe der Flamme die Schriften von Emil Ludwig und Werner Hegemann. Sechster Rufer: Gegen volksfremden Journalismus demokratisch-jüdischer Prägung, f ü r v e r- antwortungsbewußte Mitarbeit am Werk des nationalen Aufbaus! Ich übergebe der Flamme die Schriften von Theodor Wolff und Georg Bernhard. Siebenter Rufer: Gegen literarischen Berrat am Soldaten des Weltkrieges. FürErziehung des Volkes im Geist der Wehrhaftigkeit! Ich übergebe der Flamme die Schriften von Erich Maria Remarque. Achter Rufer: Gegen dünkelhafte Verhunzung der deutschen Sprache, für Pflege des kost- p e n h ö f e r (in einer ganz kleinen Szene) sieht man mit Vergnügen. — Der Film, gestern zum erstenmal im Lichtspielhaus, fand allgemein lebhaften Anklang. Eine sehr hübsche Sache im Beiprogramm: die „LIfa-Bvmben", Sammlung der volkstümlichsten Schlager der Lisa, jeweils mit ein paar markanten Szenenausschnitten freundlich in die Erinnerung zurückgerufen — von der „Tankstelle" bis zum „Liebeswalzer", vom „Blauen Engel" bis zum „Kongreß". Das wird jeder gern noch einmal hören und sehn. Vollendeten wird wieder in voller Schönheit erreicht und die Gegner dieser „Restauration" der Akropolis verstummen lassen. Diente der Parthenon den verschiedensten Kulten, sah er in seinen Mauern die antiken Götter verehren, hörte er den monotonen Gesang der byzantinischen Priester, den Chorgesang der römischen Kirche und das Allah il Allah des Muezzin, die nun alle verstummt find, so wird heute in und mit ihm ein neuer Kult getrieben, der Kult der architektonischen Schönheit. fortan an der großen Aufgabe des Neubaues der preußischen Lehrerbildung führend beteiligt zu sein. Internationale Kunstgewerbeausstellung in Mailand. In Anwesenheit des Königs von Italien wurde in Mailand die 5. JnternationaleKunst- gewerbeaus^tellung eröffnet, die alle drei Jahre stattfindet. Die Ausstellung ist von 23 Nationen beschickt, unter denen sich auch Deutschland befindet. Aus aller Well. Die Schlageler-Gedenkfeier in Düsseldorf. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, veranstaltet die Hitlerjugend Rheinland und Westfalen am 28. Mai auf den Rheinwiesen in Düsseldorf anläßlich der 10. Wiederkehr des Todestage^ von Albert Leo S ch l a g e t c r eine Gedenkfeier. Der Führer und Volkskanzler Adolf H i t - l e r wird sprechen. Außerdem werden u. a. die Reichsminister Göring und Dr. Goebbels sowie der Reichsjugendführer der NSDAP., Baldur v. S ch i r a ch , crscheiyen. Der preußische Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung hat für die Provinzen Rheinland und Westfalen den 27. Mai zum schulfreien Tag erklärt. An diesem Tage marschiert die gesamte Jugend des rheinisch-westfälischen Industriegebietes in der Golzheimer Heide, der Todesstätte Schlageters, auf. Zwei Todesurteile des italienischen Sondergerichts. Das italienische Sondergericht zum Schuhe des Staates verurteilte in Nom den Marineoffizier Ligo T r a v i g l i a und Fran Camilla Agli - a r d i wegen Spionage zum Tode. Die Angeklagten hatten ein volles Geständnis abgelegt. Traviglia wurde bereits erschossen. Die Vollstreckung des Urteils an 2-- Millionen Mark verschlang der Bau, bei der Kaufkraft des Geldes für damalige Zeiten eine enorme ournmc und damals, genau wie heute, benörgelteii und kritisierten die kleinen Geister die Verschwendungssucht des großen P e r i k- l e s. Sie ahnten und faßten es damals nicht, daß jene Männer Ewigkeitswerte schufen. Der Wiederaufbau hegt in den Händen des bekannten Architekten Bolanos, der in Deutschland studierte und gemeinsam mit den besten Kennern der Akropolis zusarn'men arbeitet. Wird auch nun die Südseite wie die bereits fertiggestellte Nordseite wieder vollendet in ben blauen griechischen Himmel ragen, dann kann der Parthenon in seiner Vollständigkeit erneut auf den Beschauer wirken, die klaffende Wunde ist verheilt) wenn auch die Narben blieben, aber der Eindruck des Ganzen, des Kerr. Neunter Rufer: Gegen Frechheit und Anmaßung, für Achtung und Ehrfurcht vor dem unsterblichen deutschen Dolksgeistl Verschlinge Flamme auch die Schriften der Tucholsky und Ossietzky. Nie Jungreformatorische Bewegung zur kirchlichen Verfaffungsreform. Berlin, 11. Mai. (CNB.) Die Jungreformatorische Bewegung, in der zahlreiche Vertreter der jüngeren kirchlichen und theologischen Generation zu einer Gesinnungsgemeinschaft zusammengeschlos- sen sind, stellt sich hinter den Aufruf der Bevollmächtigten Kirchenführer und des Vertrauensmannes des Reichskanzlers und fordert, daß bei den kommenden Entscheidungen einzig und allein aus dem Wesen der Kirche heraus gehandelt und daß der Neubau der Evangelischen Kirche Deutscher Nation so schnell wie mög- l i ch durchgeführt wird. Leitung und Körperschaften der Kirche sollen ausschließlich der neuen Verfassung gemäß gebildet werden. Urwahlen seien als überwundener demokratischer Irrtum abzulehnen. Die Ernennung eines Reichsbischofs habe umgehend, und zwar durch das bestehende Direktorium, zu erfolgen. Eine mit Vollmacht handelnde geistliche Kirchenleitimg schließe die Mitarbeit der Gemeinden nicht aus, sondern ein. Die Vergreisung in Aemtern und Körperschaften solle durch stärkere Heranziehung jüngerer Kräfte, besonders aus der Frontgeneration, beseitigt werden. „Wir bekennen uns", heißt es weiter, „zu dem Glauben an den Heiligen Geist und lehnen deshalb grundsätzlich die Ausschließung von Nicht- ariern aus der Kirche ab. Denn sie beruht Oer Elefant als Landarbeiter. Die Verwendung von Elefanten an Stelle von Eingeborenen als Tröger in dem Llele-Gebiet des Belgisch-Kongo, hat sich außerordentlich bewährt, wie ein Bericht in einem Brüsseler Blatt erkennen läßt. Die starken Rüsselträger haben beim Anbau des Landes 10 000 Tagesleistungen von Arbeitern erseht und bewirkt, daß die Baumwollernte sich verdoppelte und daß auch der Anbau anderer Produkte, der sich früher nicht lohnte, jetzt gewinnbringend geworden ist. Ein Elefant kann mit einer Last von 800 Pfund am Tage etwa 30 Kilometer marschieren und beansprucht dabei nur ein Zehntel der Kosten, die die gleiche Transportleistung durch eingeborene Träger verursachen würde. Zwei Elefanten, die einen mit Waren beladenen Waggon ziehen, vollbringen die Arbeit eines Lastkraftwagens mit nur einem Achtel der Kosten und können sich außerdem noch auf einem Gelände fortbewegen, auf dem die Verwendung von Kraftwagen ganz unmöglich ist. Es ist bisher noch nicht genau festgestellt, wie lange Zeit Elefanten arbeiten können, aber es hat sich erwiesen, daß sie stärker und gesünder sich entwickeln, wenn sie beschädigt werden, als wenn sie in Untätigkeit bleiben. Das kluge Tier hält streng auf seine, „Rechte", denn es weigert sich, mehr als sechs oder sieben Stunden am Tag zu arbeiten und fordert eine Ruhepause zwischen 10 und 16 Lihr, wenn die Sonne am heißesten brütet. Der Elefant muß sein tägliches längeres Bad haben: er trinkt nur reines Wasser und beansprucht sehr reichliche Nahrung. Ein Hauptvorteil, den er als Landarbeiter bietet, ist der. daß er gegen die meisten Tropenkrankheiten unempfindlich ist, die andere Trag- und Zieh-Tiere in diesen Gegenden häufig dahinraffen. auf einer Verwechslung von Staat und Kirche. Der Staat hat zu richten, die Kirche hat zu retten. Auf Grund der bestehenden Einzelbekenntnisse hat die Kirche den Menschen von heute die Antwort des . Evangeliums aus die Frage nach Rasse, Volk und^zurückgelegt. Vergebung, die auch nur den Anschein einer Bevorzugung von Mitgliedern des Gemeindeoorstan- des und der Vertretungskörperschaften erwecken kann, unter allen Umständen zu vermeiden. Auch bei der personellen Besetzung der Gemeinde- vorstände und namentlich der einzelnen Deputationen und Ausschüsse ist darauf zu halten, daß solche Personen von der Mitgliedschaft ausgeschlos- s e n bleiben, deren Beruf oder Gewerbe die Ausnutzung der in diesen Organen erlangten Kenntnis bestimmter Vorgänge für private Zwecke befürchten läßt. Staat zu geben. Hieraus wird das neue Bekennt- nis erwachsen, das die Evangelische Kirche Deutscher Nation nötig hat." — „Wir fordern", heißt e* zum Schluß, „daß die Evangelische Kirche tnfren» digem I a zum neuen deutschen S t_a a t den ihr von Gott gegebenen Auftrag in voller Freiheit von aller politischen Beeinflussung erfüllt und sich zugleich in unlöslichem Dienst an das deutsche Volk bindet." Ihre Zustimmung zu diesen Grundsätzen haben u. a. erklärt: Professor Dr. Schreiner-Rostock, Privatdozent Dr. K ü n n e t h - Berlin, Vfarrer Dr. L i l j e - Berlin, Professor Dr. Sta e HI i n - Münster, Pfarrer Gerhard Jacobi- Berlin, Privatdozent Dr. Wendland-Heidelberg, Professor Dr. Karl Ritter- Marburg. Kunst und Wissenschaft. Die Goethe-Medaille für Max von Schillings. Reichspräsident v. Hindenburg hat dem Präsidenten der Preußischen Akademie der Künste und Intendanten der Berliner Städtischen Oper. Professor Dr. Max v. Schillings, in Anerkennung seiner Berdienste um die deutsche Kunst die Goethemedaille für Wissenschaft und Kunst mit einem Anschreiben überreichen lassen. Reichsinnenminister Dr. Frick übermittelte die Medaille und die Llrknnde mit dem Ausdruck des persönlichen Glückwunsches an Max v. Schillings. Professor krieck behält seinen Lehrauftrag an dec Frankfurter Pädagogischen Akademie. Professor Dr. h. c. Ernst Krieck, der vom Kultusminister Rust auf den Lehrstuhl für Pädagogik an der Johann-Wolsgang-Goethe-Unioersität Frankfurt a. M. berufen und daraufhin vom Senat der Frankfurter Universität zum Rektor gewählt wurde, wird gleichzeitig seinen bisherigen Lehrauftrag für Pädagogik an der Hochschule für Lehrerbildung in Frankfurt weiter ausüben, um auch Aus der Provinzialhaupistadt. Sonderzüge zum nationalsozialistischen Gauamtswalterappell. Tom Bahnhof (Liehen wird uns geschrieben: Aus Anlaß des Gauamtswalterappells in Frankfurt a. M. am Sams- tag, 13 Mai, wird die Reichsbahn für die Hin- und Rückfahrt der Teilnehmer ab und bis Giehen Sonbcr AÜge verkehren lassen. Für die Hinfahrt verkehrt ein Sonderzug Giehen ob 1^30 älhr. Frankfurt an 16.55 Uhr. Dieser Zug hält nur in Butzbach (ab 15 55), Bad-Rau- henn ab 16 07), Friedberg (ab 16.14), Bilbel Rord (ab 1633) und Frankfurt-West (ob 16.48). Für die Teilnehmer der übrigen Bahnhöse, an denen der Sonder zug nicht hält, steht der Personenzug 776 — Giehen ab 14 39, Frankfurt-Hauptbahnhof an 16.43 — zur Verfügung. Für die Rückfahrt können die Teilnehmer den Personenzug Frankfurt- Dad-Rauheim, der in der Samstagnacht bis Giehen durchgeführt wird, benutzen Dieser Zug fährt in Frankfurt 23 51 ab und trifft in Giehen um 1.32 ein. Dieser Zug hält mit Ausnahme von Kirch-Göns aus allen Bahnhöfen Für die Heimbeförderung der Teilnehmer ab Giehen müssen sahrplanmähige Züge benutzt werden. Don Giehen -Frankfurt wird zu den angegebenen Zügen einx P r e i s e r - mähigung von 60 Prozent gewährt. SchwertriegSbeschädigtenfahrt der AS.-KriegSopferversorgung. Von der NS. -Kriegsopferoersoraung der Kreisleitung Giehen der NSDAP wird uns mitgeteilt: Alle schwerkriegsbeschädigten Kameraden wollen x sich am Sonntag vormittag um 9 Uhr an der U n i 'mersität, Ludwig st rahe undLudwias 'platz, einfinden. Abfahrt findet pünktlich 10 Uhr | statt. Die Kameraden, die von der Wohnung geholt iwerden müssen, wollen uns dies Samstag nachmittag bekanntgeben. ft o ft c n sind mit der Fahrt nicht vcrknüpst. Die Ortsgruppenleiter des Kreises Giehen wollen dafür Sorge tragen, dah die Teilnehmer rechtzeitig , nach Giehen befördert werden, gegebenenfalls uns dies mittcilen. Anfahrt der Wagen ab 8 Uhr. Erwünscht ist es, dah dieselben bereits geschmückt sind. Heil Hitler! Pape. OBS. —Deutschlands bestdurchdachte Selbsthilfe. Als Abschluß einer von der Ortsgruppe Giehen im Landesverband Hessen der DBS.-Bau- sparer veranstalteten Werbewoche, der eine' Schausensterausstellung bei der Firma Wald- s ch m i d t (Seltersweg) vorausging, fand am vergangenen Sonntag im Cafe „Leib" zu Giehen die Aufführung von zwei Theaterstücken statt. Die Tagung wurde eingeleitet durch den Orts- Sruppenführer von Giehen, Herrn äl i h l e i n. ;r sprach seine Freude darüber aus, dah es nach 14 jähriger harter Arbeit endlich gelungen sei, die Koruption aus Deutschland auszurotten und der Zerrüttung des deutschen Dolkes Einhalt zu gebieten. Auch die im Jahre 1925 gegründete DBS. habe an der Seite der jetzigen ReiAs» regierung gelochten, indem sie einen sehr wichtigen Dcrnichtungssaktor, nämlich den Z i ns . bekämpft habe. Aber schon bald nach ihrer Gründung sei das kapitalistische und daS marxistische System auf den Plan getreten, um die Genossenschaft auseinanderzutreiben. Dank der Zähigkeit der damaligen Mitglieder dec Gemeinschaft sei dies aber nicht gelungen. Die DBS. habe der Stadt Giehen allein 13 Darlehen mit einem Gesamtbetrag von 221 000 Mark zugewiesen, dieser Betrog sei ober nicht auf dem Wege des Kredits beschafft worden, sondern aus Sparbeträgen von Mitgliedern aus Giehen zusammen- getragcn. Anschliehend sprach Direktor Griebel aus Darmstadt. Er erinnerte an die erste Dcrsamm- lung in Giehen im Gasthaus Sauer. Damals sei die Bekämpfung, der Klasfenhoh und die Unterdrückung beinahe nicht mehr zu ertragen gewesen, weil die DBS.-Mitglieder eine andere Weltanschauung sich zu eigen gemacht hätten. Das deutsche Dolk sei aber jetzt durch die nationale Erhebung aus diesem Schmutz herausge- kommen. Der I.Mai habe gezeigt, dah persönliche Gründe und Einwendungen von jetzt ab hintan zu stehen hätten und dah nur Einigkeit zum Ziele führen könne. Das gelte auch für die DBS. 4000 Häuser seien schon erbaut worden, um dem deutschen Dolke wieder Arbeit zu geben. 27 000 Regelsparer hätten an der Erfüllung dieses Werkes mitgeholfen. 6000 Handwerkern sei Arbeit verschosst worden, damit auch die DBS. ihren Anteil dazu beitrage: die Arbeitslosigkeit endgültig zu beheben. DBS. heihe heute .Dienst am Dolke". Die Gründung dieser Genossenschaft sei eine nationale Tat gewesen. Eine der Hauptaufgaben für die Zukunft sei, dem deutschen Bauern seine verschuldete Scholle wieder lastenfrei zurückzugeben und dem deutschen Arbeiter ein glückliches Eigenheim zu schaffen. Die bisherige Etaatshilfe sei immer noch die teuerste gewesen, denn die Beschaffung von Mitteln sei * stets nur durch Anleihen oder durch Anziehung der Steuerschraube möglich gewesen. Das Bausparen zeige in seinem Endzweck das Ziel, zu veranschaulichen, für was man spare. Deutscher Aufstieg gipfele in den Worten: Heimat und D o t e r l a n d. Dos dann folgende Theaterstück .Das väterliche Erle" wurde von der Spielschar Ettingshausen bei (Samberg in -mustergültiger Weise anfgc- führt. Die Rollen waren gut verteilt; jeder Spieler tat sein Möglichstes, um hier die Taten der DBS. in Wort und Bild zu veranschaulichen Eine zugunsten der Reunkirchener Opfer veranstaltete Tellersammlung ergab einen ansehnlichen Betrag. Rach einer weiteren kurzen Ansprache des Herrn M i b I e i n und nach dem Gesang des Deutschlandliedes erfreute die Spielschar Ettingshausen die Zuhörer mit einem Einakter, der gthhe Heiterkeit auslöste. Zum Schluh ergriff der Dezirksobmann. Lehrer Siegfried, Leihgestern, das Wort. Er braute u. a. zum Ausdruck, dah in der DBS. deutsche Freiheit keime, das unermüdliche Wei- terbaucn zur Dollendung des Werkes fei die vornehmste Aufgabe. Er rufe alle noch abseits stehenden Dausparer auf. sich der Gemeinschaft anzu- schliehen. Der Sparsinn rege sich überall, und die DBS. werde auf dem richtigen Weg vorwärts geführt. Rach einem dreifachen Steg-Heil aus Deutschland und unseren Dolkskanz'.er Adols Hitler und nach dem Gesang deS Horst-Wessel-Liedes konnte die denkwürdige Feier geschlossen werden. Bornonzen. — Tageskolender für Freitag. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Ein Lied für dich". — Astoria-Lichtspiele, Seltersweg: „Der Geheimagent" und „Der Mord im Scala-Theater •• Personalien. Laut Urkunde vom 6. Mai tritt der Vorsteher des Stenographischen Dienstes beim Landtag, Regierungsrot Eduard Scho i b le, auf Grund des Gesetzes über die Altersgrenze der Sloatsbeomten in der Fassung des Gesetzes vom 8. Oktober 1925 «yn 1. Juli 1933 in den Ruhestand. — Nachdem der ordentliche Professor Dr. Ernst Verl an der Technischen Hochschule zu Darmstadt um Versetzung in den Ruhestand nachgesucht Hot, ist er zunächst mit sofortiger Wirkung beurlaubt worden. •’ Landesoerfornrnlung des Fecht- oereins „Waisenschutz". Vom Hess. Fecht- verein „Woisenschutz", Zweigverein Gießen, wird uns mitgeteilt. Der Hessische Fechtvercin „Woisenschutz" — Wohltätigkeitsverein für Halbwaisen in Hessen —, hält am kommenden Sonntag ab 9.30 Uhr im „Hessischen Hos" zu Butzbach seine diesjährige ordenlliche Landesoersornrnlung ab. Bei der unmittelbaren Nähe des Tagungsortes dürfte wohl manches Mitglied des hiesigen Zweigvereins und Freunde der Bestrebungen des Fechtvereins diese günstige Gelegenheit wahrnehmen, um durch einen Besuch der Landesversammlung ein Bild von dem überaus segensreichen Wirken des Hess. Fcchtvereins „Woi- senschug" zu erhallen. Für eine eindrucksvolle Aus- gestollung der Tagung trägt der Zweigoerein Butzbach des Hess. Fechtvereins „Woisenschutz" Sorge. ** Seinen Verletzungen erlegen. Der 54 Jahre alle Landwirt ftarl Rohr aus Kestrich, der sich vor einigen Tagen durch einen Sturz bei der Arbeit in der Scheuer schwere Kopfverletzungen und einen Oberschenkelbruch zugezogen hatte und, wie gemeldet, in die Chirurgische SUinif eingeliefert werden mußte, ist, wie wir von der Chirurgischen Klinik erfahren, gestern an den Folgen seiner Verletzungen g e ft o r b e n. Dank des Herrn Staatspräsidenten. ■ Großen-Linden, 11. Mai. Nachdem der Gemeinderot dem Herrn Staatspräsidenten Professor Dr. Werner dos Ehrenbürgerrecht unserer Gemeinde verliehen hot, ist nachstehendes Dankschreiben bei der hiesigen Bürgermeisterei ein- gegangen: Darmstadt, den 29.4.33. Sehr geehrter Herr Bürgermeister! Herzlich erfreut mich die Ehrung durch die Stadt Großen-Linden, wo ich so manchen politischen Sturm erlebte, und wo ich so manchen lieben Freund aus alten und jungen Kämpfer- tage» hatte und habe. Ich danke Ihnen und Ihrem oerehrlichen Ge- mcinberat von Herzen für dos verliehene Ehren- bürgerrecht und werde es als einen erneut’n G r u ß des Hüttenbergs, als einer mir besonders lieben hessischen Landschaft, treulich zu achten und zu wahren wissen. Mit nochrnoligern großen Dank und hellem Hitler-Heil und Hesjengruß an Sie, Herr Bürger- meister, und Ihre Herren Räte bin ich Ihr ergebenster Dr. Werner. Keine Veröffentlichungen von Begrüßungstelegrammen mehr. WSN. Darmstadt, 10. Mai. Die Stootsprefse- stelle teilt mit: Es ist seit kurzer Zeit unmöglich, wegen der Ueberfülle der an die Stoatsregierung gerichteten Begrüßungs- und Ergeben - heitstelegromme sowie Mitteilungen von Ehrungen, diese noch im Wortlaut zu bringen oder überhaupt im einzelnen' aufzuzählen. Do früher in verschiedenen Fällen der Wortlaut einzelner Telegramme veröffentlicht werden konnte, wird gebeten, in der mitgeteiUen Maßnahme keine Zurücksetzung sehen zu wollen. Oie Gleichschaltung des Hessischen Sängerbundes. WSN. D a r m st o d t, 10. Mai. Die Staotspresse- ftelle teilt mit: Die hessische Stoatsregierung hat heule die Herren Born, Kreisschulrot, Friedel Fischer, Kapellmeister an der Städtischen Akademie für Tonkunst, und Herbert Samper, Musiklehrer an der Biktoriajchule, mit der Gleich schaltung im Hessifchen Sängerbund beauftragt. OaS Mainzer Stroßenbahnunglück. M o i n z, 11. Mai. (WSN.) Das Straßenbahnamt gibt über das bereits gemeldete Straßenbahnungliück mlgenbcn Bericht heraus: Heute morgen ereignete sich an ber Waggonfabrik in Mombach ein schweres Straßenbahnunglück baburch, baß ber 7.06 Uhr von Finthen und 7.15 Uhr von Gonsenheim abfahrende Zug, b.er aus Trieb- und zwei Beiwagen bestand, entgleiste, wobei der Motorwagen umkippte. Dabei wurde ein Mädchen, die 13jährige Schülerin Hartung aus Finthen, getötet und 1 5 P e_r - fönen mehr ober weniger schwer verletzt. Soweit der Fall bisher aufgeklärt ist, ist das Unglücf darauf zurückzuführen, daß nach Aussage des Wa- genführers die Strom bremse, die am Kleinen canb noch richtig funktionierte, versagte. Dem Führer gelang cs nicht, mit Handbremse und Sandstreuern die Geschwindigkeit zu vermindern, so daß an ber Kurve die Entgleisung erfolgte. Anläßlich des schweren Straßenbahnunglücks in Mainz, hat der Herr Staatspräsident folgendes B e i- I e i b s t e I c g r a mm an die c wt tocrmaltung Mainz, zu Händen bcs Stctttslomn./mrs Jung, gerichtet: „In schmerzlicher Anteilnahme übermittele ich der Stadtverwaltung Mainz Ausdruck herzlichsten Beileids anläßlich heutigen fdjroeren Straßenbahn- unglücks. Bitte meine aufrichtige Teilnahme den Angehörigen des tödlich verunglückten Kindes, sowie mein warmes Mitgefühl den Verletzten und ihren Angehörigen mit besten Wünschen für baldige Genesung zu übermitteln. Ministerpräsident Dr. Werne r." Gne Festnahme in der Mordsache Kurth WSN. Frankfurt a. M., 11.Mai. Wegen dringenden Verdachts, den Mord an dem Zigarrenhändler Kurth in der Kronprinzen- stroße begangen zu haben, ist der^ kaufmännische Angestellte, zur Zeit erwerbslose Fritz Lange- 1 o t h , geboren am 31. August 1014 in Aleppo (Syriens, verhaftet worden Langeloth ist unter dem Namen Fred bekannt. Mit Kurth war er befreundet. und er hat in besten Zigarrengeschäft vielfach Kunden bedient. Er hat sich nach eigenen Angaben am Dienstag, 2. b. M, etwa in der Zeit von 20 bis 23 Uhr bei Kurth in der Wohnung aiifgc- halten. Es steht jedoch nicht fest, daß diese Angaben ber Wahrheit entsprechen. Er kann auch ebenso gut längere Zeit in der Wohnung des Kurth verweilt haben. Nähere Einzelheiten können im Intereste der weiteren Untersuchung nicht veröffentlicht werden. (Strafkammer Gießen. • Gießen. 11. Mai In der heutigen Hauptverhandlung gegen Derta Schm, von Gießen und Genossen wegen Betrugs wurde noch eine Reihe von Geldgebern aus Gießen und Umgegend vernommen Sodann wurden die Protokolle auswärts verhörter Zeugen verlesen. Ls ergab sich im wesentlichen dasselbe Bild wie früher. Auf Grund der Erzählungen verschiedener Angeklagten, die Erbschaft fei eine ganz sichere Sache und komme in kurzer Zeit zur Auszahlung, und mit Rücksicht auf die ausgehändigten Schenkungsurkunden waren hon den Leuten Geldbeträge bezahlt worden, die im einzelnen biS in die« Tausende gingen. Weiter ergab sich, daß Frau Schm, mit anderen Angeklagten große Autofahrten nach Frankfurt, Heidelberg. Bad Schwal- bad). Halle usw gemacht und hierbei recht flott gelebt hatten Die Verhandlung wurde schließlich auf Montag vertagt. 3n der Zwischenzeit soll noch eine erkrankte Zeugin vernommen werdeir. Kirche und Schule. Zusammenarbeit der evangelischen Kirchen Hessens und Frankfurts. EPH. Ein wichtiger Schritt auf dem Wege der engeren kirchlichen Verbindung von Hessen und Frankfurt ist in der vergangenen Woche getan worden. Drei Kandidaten der Frankfurter Kirche wurden zum Abschluß ihrer wissenschaftlichen Dorbereitung in das Friedberger Predigerseminar ausgenommen. Aus diesem Anlaß fand im Seminargebäude in Friedberg eine Feier statt, an der der Referent des Landeskirchenamtes, Oberkirchenrat Dr. Müller Der Begriff und das Wort Heimatmuseum ist erst wenige Jahrzehnte alt. Aber, wie alle ur sprünglichen und lebensfähigen Bewegungen, so ist auch die Heimat- unb volkskundliche Bewegung g e wachsen, unb mit der Vvlkskunbe unb Heimat- kunbe ist auch bas Heimatkunbemuseum in aller Stille, ohne jebe Einwirkung von oben her ge wachsen. Es gibt heute im deutschen Sprach unb Siedlungsgebiet etwa 2000 Heimatmuseen, die fast alle in den letzten 30 bis 40 Jahren entstanden sind. Das ist eine Ziffer, die wohl manchen Kenner der Museumsverhältnisse überraschen wird. Sie zeigt die Bedeutung, welche die Heimatmuseen heute haben oder morgen haben können, wenn sie einmal einheitliche bewußte 'Boltsbilbungsarbeit leisten. Daß sie das nicht tun, liegt auf der Hand, denn diese Museen sind noch ganz auf die Liebe und Pflege des einzelnen Ortes und dort wieder der einzelnen Persönlichkeit angewiesen. Ebenso vielfältig wie der Heimatboden, auf dem sie entstehen, ist auch die Gestaltungsmöglichkeit der Heimatmuseen. Als erstes Beispiel das Heimatmuseum, bas einem größeren Landesteil gewidmet ist: ich erkläre es an dem ältesten und besten Heimatmuseum, daß wir in Deutschland haben und das vielfach im In unb Auslanb als Muster gebient hat, bas Altonaer Museum, begrünbet von Professor Dr. Otto Lehmann. Es behandelt Die heimatliche Natur und Kultur Schleswig-Holsteins. Wir finden da zunächst in übersichtlicher Form dargestellt durch Modelle, Präparate, Schaubilder, Karlen und Beschriftungen, die allgemein verständlich sind, die geologische Struktur von Schleswig- Holstein, die wichtigsten Tiere und Pflanzen mit ihrer natürlichen Umgebung, Nahrung unb Behau jung. Weiterhin bie menschliche Kultivierung bes Landes, bie Stammeszugehörigkeit ber Bevölkerung, bie Siebkungssorm, bie Wirtschaftsform, bavon wie ber als Unterabteilungen ben Hausbau, bie Felber bewirtschaftung, ben Deichbau, ben Schiffsbau, bie Inneneinrichtung bes Hauses, bie Wirtschaflsgeräte, bie typischen Wirtschaftserzeugnisse, das heimatliche Handwerk unb bie alte Volkskunst, bie Kleidung unb bie Tracht, die Dokumente des volkstümlichen Ge- meinjchaftswesens unb Brauches. Zu biesem Darstellungsinhalt tritt ber Nahmen, ber bas Musetrm benutzbar macht: da finben wir eine heimatkund liche Volksbibliothek, Ausstellungsräume, bie wech- felnbe Ausstellungen von verfchiebenen Themen erlauben, von Handwerk, moberner Kunst, historischen Themen usw., einen Vortragssaal unb einen Erfrischungsraum, in bem der Mujeumsbesucher essen, trinken und ausruhen kann. Als besondere Abteilung ist eine Museumsweberei eingerichtet, die m Verbindung mit ber heute noch in Schleswig-Holstein sehr lebenbigen Handweberei bie alten boden- ftänbigen Muster pflegt. Hier kann man sehen, lernen unb auch kaufen. Die Zahl von jährlich 150 000 Besuchern bestätigt, baß biefes Museum feine Aufgabe erfullr Ein zweites Beispiel. Die ßanbesanftalt für Vorgeschichte in Halle, geleitet von Professor Hans Hahne. Hier liegt bie Betonung auf ber vorgeschichtlichen Forschung, die dort im Saale- und Unstruttal eine reiche Duelle von Funden zur Erkenntnis ber früh- unb vorgeschichtlichen Kultur finbet. Im Museum sink» bie Ergebnisse biefer Grabungen bargestellt: bie Waffen, bie Geräte, die Häuser, die Gräber mit deutlicher Hervorhebung des germanischen Lebensbodens. In Verbindung damit unb als Brücke zur Gegenwart hak Hans Hahne eine Abteilung eingerichtet, bie er „Vom beutschen Iahreslauf unb -brauch" nennt. Die Iahreslauf- fpiele, bie Hans Hahne viermal im Jahre mit einem Iugenbfreunbeskreis in ber großen Halle seines Museums veranstaltet, bebeuten für bie Iugendde roegung in Halle aber auch für weile Bcoolkerungs kreise eine wertvolle Pflege bes Dolksspieles unb Volksliedes, bes geistigen Inhalts ber allen Bräuche unb Feiern. Kleinere Museen beschränken sich auf noch engere Adam Korrillon, ber bekannte Obenwoldbichter, würbe 80 Jahre alt. (Darmstadt), Kirchenrat T r o m m c r 8 h n u f c n (Frankfurt a. M.) unb die 31 Kandidaten des Seminars teilnohmen. Die beiden Vertreter der benachbarten Kirchen grüßten in deren Romen und wiesen auf die Bedeutung der gemeinsamen Ausbildung der Pfarrer für den engeren Zusammenschluß der evangelischen Kirchen hin. Freiwilliger Arbeitsdienst und evangelische Lebenskunde. EPH. 3n den Arbeitsdienstlagern Griesheim, Homburg v. d. H. und Hachenburg nehmen in einem mehrwöchigen Kursus sechs 5tanbibalen der evangelischen Theologie des F r i ebbe r g c t Seminars unb ein im aktiven Pfarrdienst stehender Pfarrassistenl teil, um das Lager- leben kennen zu lernen. Sie befinden sich m engster Lebensgemeinschaft mit den Arbeitsdienst- freiwilligen unb beteiligen sich burch Erteilung von ledenskundlichem Unterricht an der Erziehungsarbeit. Themen, die ausgesprochenen Lokalcha ratter haben. So ist etwa in dem Hei mahn uscurn in Bad Tölz in Oberbayern bie alte Tölzer Tischler fünft bargeftellt, bie weit hinaus ins bayrische Laub unb bie Donau hinunter auf den Tölzer Holzflößen ihre buntbemalten 'Bauernmöbel lieferte unb bann ber Leonharbtskiilt, jene Verehrung bes hl Leon Harb, bes Pferde- unb Viehbeschützers, durch Wallfahrten, eiferne Dpjerfigurcn unb gemalte Dierbilbcr. Auch im mobernen Inbufkrie Zentrum kann bas Heimatmuseum eine wichtige Mission erfüllen. Hier veranschaulicht es als obersten Heimatwert die in buftrielle Arbeit. Ich nenne bas Töpferei museum in Velten nörblich von Berlin. Bel ten ist heute ber Hauptplatz ber beutschen Kachel inbuftrie, es hat vorzügliche Steingul'abriken unb bas bort von Kantor Gehrike gegrünbete Orts museum zeigt bie Hauptformen unb Erzeugnisse ber Seltener Töpferei seit zwei ober brei Jahrhunderten. Ein besonberer Typ bes Heimatmuseums ist bas Freiluftmuseum, bas in Skanbinavien zuerst geschaffen würbe, unb zwar von Arthur Haze l i u s iu bem berühmten Skansenmufeu m in Stockholm, bas aber in Deutschlanb neben einigen Dorfmuseen, wo ein einzelner Hof hergerichlet würbe, nur in Königsberg eine beachtenswerie Ausbildung erhalten hat. Das FreiluftmiLeum will bas zeigen, was ein geschlossener Mujeumsbau infolge seiner Raumbeschränktheit nicht zeigen kann, nämlich ganze Häuser unb Hö'e, Garten unb Feld anlagen, gewissermaßen die heimatliche Natur. So sehen /vir auch im oitpreußischen Heimatmuseum in Königsberg bie wichtigsten Typen bes ländlichen Bauwesens in OstprMszeu vereint, 'Bauernhöfe, Fischerhäuser, eine Dvnkirche, einen Friedhof, 'Utiih len, Brunnen, Schmieden, Backöfen usw. Hier ist bas Bilb ber Heimat, wie es in ihren überlieferten Formen beim Ausbruch bes Industriezeitalters war, gewissermaßen als historisches Denkmal ber alten Kultur festgehalten. Auch ein kleines Heimatmuseum braucht nicht zum üblichen Schema mancher Äleinmufeen zu werden, bie ein wenig prähistorisches Material, eine Schmetterlingssammlung, ein paar Gesteine, ein wenig sog. llrbätcrhausrat unb bas berühmte Biedermeier;,»! mer enthalten. Wenn man richtig prüft, wirb sich überall eine bobenftänbige Note ünben lassen, die bem Museum Eigenwert Derleiöt. So wirb eine Hafen unb Fischerstabt bie Schiffahrlstechnik ober bie Fischerei als Thema nehmen, ein Ort mit einer Umgegenb, in der Hausindustrie vorwiegt, wirb bicle gewerbliche Tätigkeit behanbeln, wie etwa Sonneberg in Thüringen fein Spielzeug mu feum hat, anbersmo wirb die historische Daritel lung eines Ereignisses ober einer bestimmten Per sonlichkeit in Frage kommen, wie bei bem Resar - matlonsmufeum in Wittenberg ober dem Museum in Eger, dessen Hauptabteilung W a 11 e n ft e i n gewidmet ist, andere Orte werden wieder andere Motive hervorheben können, wie etwa Mil tenwald mit seinem (3 e i g e n b a u m u j e u m ober ftrefclb in seinem Textilmuseum Die Arbeit ber Heimatmuseen im fchmsten Sinn beleuchtet eine Anekbote, bie den Vorzug hat, daß sie wahr ist. Der alte Professor Sentiert in Bresben, ber Vater, Grünber und Leiter des rc zenden Museums für Sächsische Bo 1 kskunft in Dresden, ging einmal in feinem Museum wie Harun al Razchid unter ben Besuchern herum Da sah er brei kleinere Mäbchen, hie scheu und anbäch lig bie ausgestellten Herrlichkeiten berounberten. Eine von ihnen ging auf Strümpfen und trug bie Schuhe in ber Hand. Der Direktor, besorgt, bas Kinb könnte sich erkälten, fragte: .Jlber, mein Kind, warum haft bu dir denn die schuhe ausgezogen.-'" Daraus antwortete das Mädchen: „Ach, es ist hier so wunderschön unb beinahe heilig, und da wollte ich recht leise gehen." Der-alte Professor Seysiert, ber viele Ehrungen in seinem Leben erhalten hat, ist ber Meinung, daß das bie schönste Anerkennung feiner Arbeit unb feines Heimatmuseums war, bie ihm deschieden werben konnte. Deutschland besitzt 2000 Heimatmuseen! Interessantes aus wenig bekannten Pflegestätten deutschen Volkstums. Von Dr. Konrad Hahm, Leiter der staatlichen Sammlung für deutsche Volkslunde. SJi.-'fpott Deutscher Reichsausschuß für Leibesübungen ausgelöst. Der geschäftsführende Vorstand des DRA., bestehend aus den Herren Professor Neuen- d o r f f .Kriminalrat Linnemann und Regierungspräsident Pauli, der auf der auherordent- lichen Sitzung des DRA. am 12. April mit großen Vollmachten versehen wurde, hat jetzt den Deutschen Reichsausschuß für Leibesübungen aufgelöst. Die weiteren Entscheidungen trifft der Reichssport-Kommissar. Um die Handballmeisterschast der OT. Am Wochenende werden die letzten noch ausstehenden Teilnehmer an der DT. - Handball- m e i st e r s ch a f t ermittelt. Sn Leipzig stehen sich Tgde. Pirna und ADV. Leipzig-Schönefeld zum zweiten Male im Endspiel um die Sachsenmeisterschaft gegenüber. Sn Köln geht es zwischen Polizei Köln und TV. Köln-Ehrenfeld um die dritte Vertreterstelle des Kreises Rheinland, und schließlich bestreiten in Hamburg den Titelkampf des Kreises Rorden Hamburger Turnerschaft Barm- beck-^lhlenhorst und Mtv. Güstrow. Spielvereinigung 1900 Gießen. Iugendspiele. Aßlar AI — 1900 AI 0:0. Die 1. Sagend muhte mit einigen Ersatzleuten die Reise zum Rückspiel in Aßlar antreten. Anfangs hatte der Gastgeber mehr vom Spiel; allmählich kam 1900 auf, in verteiltem Feldspiel gelang aber keiner Partei ein Erfolg. Sn der zweiten Halbzeit wurde erbittert um den Sieg gekämpft; 1900 lag ständig mehr im Angriff, doch der Sturm konnte sich infolge des harten Spieles nicht entwickeln und durchsetzen und ließ so einige ganz sichere Sachen aus. Rauborn Schüler — 1900 Schüler 1:4 (0:1). Besser als erwartet erledigten die Schüler ihr Rückspiel. Die erste Halbzeit verlief ziemlich ausgeglichen, die 1900er waren aber technisch besser. Rach der Pause ließ der Gastgeber nach, so daß die Blauweißen stark überlegen wurden und noch drei schöne Tore erzielen konnten. OSC. Zum Pflichtklubkampf gegen den Fuhballverein Weilburg. Die DSB. hat es in diesem Sahre zum ersten Male ihren Vereinen zur Pflicht gemacht, gegen die Vereine des gleichen Gaues leichtathletische Klubkämpfe auszutragen. Die an diesen Wettkämpfen teilnehmenden Vereine unseres Gaues sind: OSC., 1900, VfL., FV. Wetzlar und FV. Weilburg. Die auszuführenden Wettbewerbe sind: 100-Meter-, 800-Meter-, 3000-Meter-Lauf; Hoch- und Weitsprung, Diskuswerfen und Kugelstoßen; außerdem eine lOx'/z-Rundenstaffel. An den Ein- zelwettbcwerben nehmen je zwei Vertreter eines Vereines teil. An der Staffel dürfen nur Teilnehmer der übrigen Wettbewerbe teilnehmen. Die Bewertung der Leistungen geschieht nicht nach der bisher üblichen Weise (1. Sieger 4 Punkte, 2. Sieger 3 Punkte, 3. Sieger 2 Punkte, 4. Sieger 1 Punkt), sondern nach der 1000-Punktwertung (eine gewisse Leistung 1000 Punkten). So müssen die Teilnehmer ihr Bestes zu geben versuchen. Den Klubkämpfen sollen nach Möglichkeit Olympiasichtungswettbewerbe beigefügt werden, bestehend aus 400-Meter-Lauf, 4xl00-Meter- und 3xl000-Meter°Staffel und Speerwerfen. Der OSC. hat nun am nächsten Sonntag hier seinen ersten Pflichtklubkampf, und zwar gegen den Fußballvcrein Weilburg. Der Gastverein hat eine sehr starke Leichtathletikabteilung, deren Mitglieder auf ihrem eigenen Sportfest am letzten Sonntag verschiedentlich hervorragende Leistungen vollbrachten. Der OSC., der immer noch auf M o h l verzichten muß, wird daher hart kämpfen müssen, wenn er siegen will. Es ist ein spannender Kampf zu erwarten. Vom Gegelflug auf dem Dörnberg. Bon cand. phil. Karl Schmidt. n. cand. med. Fritz Schmidt-Gießen fliegt vier Stunden. Ich bin gerade nach einem 10-Minutenflug unweit der Stortstelle wieder gelandet und habe damit meinen fünften und letzten amtlichen Prüfungs- stug hinter mir. Da kommt mein Bruder im dicken Schaffellmantel — dem Hoheitsabzeichen des Fluglehrers — eilig auf mich zu und gratuliert mir freudestrahlend. „Schnell 'raus aus der Kiste", fährt er fort, „jetzt will ich 'mal ein bißchen segeln! Ich gedenke vier Stunden oben zu bleiben. Nach meinem Start geht ihr zum Mittagessen. Auf! Die Kiste zur Startstelle!" Ich steige flink aus. Elf Kameraden setzen das 13 Meter spannende Flugzeug vom Typ „Falke" auf einen kleinen zweiräderigen Wagen und bringen es zur Abflugstelle. Wir greifen alle fest zu, denn nur zu leicht könnte der Wind, der mit einer Stärke von 16 bis 18 Meter in der Sekunde bläst, es hochnehmen, um es am Boden zu zerschellen — einen Wert von über tausend Mark. Nur so sind die hitzigen Kommandos zu verstehen: „Linke Fläche tiefer! — Leitwerk hoch, Schnauze 'runter! So — halt! — Kiste 'rum und absetzen! — Gut festhalten da vorne!' Um sich bei dem starken Wind verständlich zu machen, muß man ganz laut sprechen, brüllen. Fritz steigt ein. Jetzt ist das Kommando bei ihm: „Gummiseil einhängen. — Startmannschaft aufstellen; fünf Mann an jedes Seil. Zwei Mann Haltemannschaft! Ein Mann an die Fläche." Jetzt sind wir soweit. „Startmannschaft ausrichten!" — „Start frei?" — ein lautes „Jawohl!" schallt ihm entgegen. Die Startkommandos ertönen, und pfeilschnell folgt der Segler dem Zug des Gummiseils. Jetzt fällt es aus dem nach unten offenen Starthaken. Ich drücke auf die Stoppuhr. Es ist genau 12.40 Uhr. Schon nach vier Minuten zieht er seine Lichten in 150 bis 180 Meter Höhe. „Auf zum Mittagessen!", ruft da einer, „der kommt so schnell nicht 'runter!" Wir haben inzwischen längst zu Mittag gegessen und halten uns nun im Tagesraum auf. 'Die einen schreiben Briefe, die anderen putzen Stiefel. Der Wind heult im Kamin, und draußen biegen sich die Baumkronen. Da kommen zwei Kameraden aus dem Schlafraum. S,ie haben ihre dicken Jacken on- gezogen und knüpfen ihre Wollschäle fester. „Wo wollt ihr hin?" — „'naus, 'mal nach Fritze Schmidt sehen!" — Alles geht mit. Wir treten 20 Meter vor das Blockhaus, und zu unserem großen Erstaunen stellen wir fest, daß er nicht mehr am Sonnenberg fliegt, wo er gestartet war, sondern er hat sich im Streckenflug zum Hohen Dörnberg geschmuggelt, an dem er jetzt in 500 Meter über Startstelle seine Kurven dreht. Er ist schon über zwei Stunden in der Luft. Der kalte Wind ist so stark, daß er uns fast umbläst, und bei dem Gedanken, daß Bruder Fritz um 7 Uhr morgens den letzten Bissen zu sich genommen hat, stellen sich bei uns schon wieder Hungergefühle ein. Erst nach 16.30 Uhr verläßt er den Hohen Dörnberg, kurvt in 400 Meter Höhe über dem Fliegerlager, dreht noch viele Spiralen, und nach einem Flug von genau 4 Stunden und 1 Minute Dauer ist er gelandet. Von den interessanten Mitteilungen, die er uns von seinem Flug machte, möchte ich nur eine herausgreifen: „Obwohl ich bei dem starken Wind dauernd schwere Böen zu parieren hatte, wurde es mir mit der Zeit doch langweilig, so ganz allein, schon fast zwei Stunden in 500 Meter Höhe ... Aber bald bekam ich angenehme Gesellschaft, die mir die Zeit sehr verkürzte. Drei Habichte segelten weit unter mir. Immer höher stiegen sie zu mir empor, und schließlich kam einer oft bis auf 20 Meter heran, äugte scharf zu mir herüber und drehte dann in einer Kurve ab. Sie sind doch feige Gesellen, diese Habichte...! Da ich außer einer Uhr ohne Instrumente flog, waren sie mir doch sehr nützlich. Ihr plötzlicher Flügelschlag verriet mir das Heran- nahen einer neuen Böe, auf die ich mich sofort ein- stellen konnte, und ihr Fallen und Steigen zeigte mir Auf- und Abwindgebiete. Ohne die Habichte wäre es bestimmt sehr langweilig gewesen." Der Küchendienst meldet: „Das Mittagessen für Fritze Schmidt ist bereit." — Es ist inzwischen 17 Uhr geworden ... (Schluß folgt) Buntes Allerlei. Letzte Reise des letzten Schiffes von Scapa Flow. Sn einer kleinen Eisenhütte, die ziemlich schwankend auf dem Kiel eines Schlachtschiffes von 25 000 Tonnen balanciert, legen jetzt 14 Mann eine abenteuerliche und nicht ungefährliche Seereise zurück. Der riesige schwimmende Schiffskörper, der die Hütte trägt, ist das, was noch übrig ist vom „Prinzregent Luitvol d". einem der stolzen Schlachtschiffe der deutschen Hochseeflotte, die am Tage der Llnterzeichnung des Diktats von Versailles von Admiral von Reuter versenkt wurde. Es ist das letzte der großen Schiffe, das gehoben werden konnte, und befindet sich nun auf dem Wege nach Rosyth, wo das Wrack abgebrochen und verschrottet werden soll. Der „Prinzregent Luitpold" ist das größte Schiss, das jemals mit dem Kiel nach oben abgeschleppt wurde. Die merkwürdige Reise bietet sehr viele Fährlichkeiten, da zunächst der trügerische Pentland Firth und dann die Nordsee auf der etwa 350 Kilometer langen Strecke zu überwinden ist. „Bevor wir abfuhren," so schildert einer von der Besatzung, „ging ich mit zwei Tauchern herunter in das Snnere des Schlachtschiffes. Wir zwängten uns in dieser auf dem Kops stehenden Welt durch enge Gänge, bis wir schließlich auf dem Dach der Haupttorpedo- Abteilung standen. Wir besuchten auch die Krankenstation des Schiffes, wo wir viele zerbrochene Medizinflaschen fanden. Mit diesem wunderlichen Chaos unter uns suchen wir nun langsam unfern Weg durch die Wellen auf dieser letzten Reise eines Fahrzeugs, das einst ein stolzer Beherrscher des Meeres war...“ Oer Igel ist nicht dumm. Auch der Sgel gehört zu den verkannten Tieren, denn man hält ihn gewöhnlich für dumm. Day dies durchaus nicht der Fall ist, haben die Sn- telligenz-Prüfungen gazeigt, die der Zoologe Konrad H e r t e r mit diesem Tier vorgenommen hat und über die er in der Zeitschrift für vergleichende Physiologie berichtet. Der Gelehrte teilte den Käsig, in dem sich die Sgel befanden, durch einen Zaun, der drei Schiebetüren aus weißer Pappe hatte, in einen Aufenthaltsraum und einen Futterraum. Zunächst mußten die Sgel lernen, die Tür aufzumachen, und das begriffen sie verhältnismäßig rasch. Bei der weiteren Dressur auf eine bestimmte Tür erwiesen die Sgel nun, daß sie sehr schnell lernen, von den drei verschiedenen Türen stets eine ganz bestimmte zu wählen; auch gewöhnen sie sich bald daran, die Tür in einer bestimmten Richtung auszuschieben. Das Gedächtnis des Sgels erwies sich als ausgezeichnet. Hat er einmal das Türöffnen begriffen, so ist er auch noch nach einer Pause von mehreren Wochen sofort imstande, ein Schiebetürchen aufzumachen Auch der Farbensinn dieses Tierchens ist keineswegs so unentwickelt, wie man früher annahm. Wirtschaft. Zinssenkung bei Sparkaffen. Die deutschen Sparkassen haben durch ihre Organisation wiederholt den entschiedenen Willen zur tatkräftigen Mitarbeit am Wiederaufbau der deutschen Volkswirtschaft bekundet. Das Gelingen dieses Werkes hängt entscheidend auch von den Kosten der Kapitalversorgung ab. Auf Anregung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, wie aus eigenem Antrieb, hat daher eine große Reihe von Sparkassen eine freiwillige Senkung ihrer Anleihezinsen, vor allem der Hy- pothekenzinssähe vorgenommen, wobei zu bedenken bleibt, daß die Verzinsung der Anlagen der lassen bereits durch die früheren zwangsweisen Senkungen am stärksten unter allen Geldinstituten getroffen wurden. Dadurch sind die Zinssätze für Hypotheken vielerorts unter 6 Proz. gesenkt worden. Sn Württemberg z. B. betragen die Hhpo- thekenzinssähe einschließlich der Verwaltungskosten bei der großen Mehrzahl der Sparkassen 5,5 Prozent. Der Hessische Sparkassen - und Giroverband hat kürzlich seinen Sparkassen empfohlen, den Zinsfuß für Hypothekendarlehen alsbald, so weit dies noch nicht geschehen ist, allgemein um 0,5 Proz. herabzusehen. Die Einlage- zinssähe der Sparkassen werden durch diese Hhpo- thekenzinsermäßigungen nicht betroffen, vielmehr geht die Ermäßigung zu Lasten der Zinsspanne, an deren Verringerung die Sparkassen feit der Stabilisierung fortgesetzt durch Abbau der äln- kosten gearbeitet haben. Dadurch konnte erreicht werden, daß die Zinsspanne, wie z. B. Untersuchungen bei den rheinisch-westfälischen Sparkassen zeigen, auf 3 Proz., teilweise auch darunter, verringert werden konnten. Keine überstürzten Verkäufe deutscher Wolle. Die Nachrichtenstelle beim Deutschen Landwirtschaftsrat teilt mit; Nach Mitteilungen aus dem Lande sollen verschiedene Wollhändler den Landwirten raten, ihre Wolle schleunigst freihändig zu verkaufen. Die Händler sollen hierbei erklären, daß die Preissteigerungen der letzten Wollauktion nur vorübergehenden Charakter haben würden. Diese Darstellungen sind unrichtig und geeignet, die Landwirtschaft zu übereilten Schritten zu zu verleiten. Es steht im Gegenteil zu erwarten, daß wirksame Maßnahmen zur Abnahme der deutschen Wolle zu erträglichen Preisen in allernächster Zeit getroffen werden. * Rückgang d e r Zahlungseinstellungen. Im Wochenbericht des Instituts für Konjunkturforschung wird berichtet, daß die Zahl der im Deutschen Reiche .im April 1933 eröffneten Konkurse saft wieder auf den niedrigsten Stand seit der Währungsstabilisierung zurückgegangen ist. Die .^nhl der Vergleichsverfahren war kaum noch größer als während der Hochkonjunktur im Jahre 1927. Der Höhepunkt der Zahlungsein st el° l u n g e n war im Oktober 1931 mit 1435 eröffneten Konkursen und 1010 Vergleichsverfahren erreicht worden. Im April 1933 waren es dagegen nur noch 373 Konkurse und 144 Vergleichsverfahren. Der Rückgang der Zahlungseinstellungen hat sich mit so großer Intensität durchgesetzt, daß die sonst in den ersten Monaten des Jahres übliche Zunahme der Zahlungseinstellungen fast ganz ausgeblieben ist. Während in Deutschland die Zahlungseinstellungen beitstäglichen Zulassungen fabrikneuer Lastwagen liegen im April um 66 Prozent über dem Dor- bereits wieder auf dem Tiefstand angelangt sind, sind sie im Ausland verhältnismäßig immer noch hoch. * Fortschreitende Besserung auf dem Automobilmarkt. Nach dem Wochenbericht des Snstituts für Konjunkturforschung hat sich unter der Einwirkung der Steuerbefreiung für fabrikneue Personenkraftwagen der Automo- bilabsah im April stark belebt, er war mehr alch doppelt so groß wie im April 1932. Mit arbeitstäglich rd. 315 neu zum Verkehr jugelafJenen Fahrzeugen blieb im April d. S. der Absatz faj brifneuer Personenkraftwagen nur noch um rd. ID Prozent hinter den Zulassungen im April 1931 juJ rück. Auch der Absatz von Nuhfahrzeugen ist toeiJ ter, wenn auch nur langsam, gestiegen. Die ar- jähre. Da sich die Lieferungen der Fabriken zum Teil erheblich verzögert haben, kommt die gebesserte Marktlage i den Zulassungsergebnissen des Aprils wohl erst ttlweise zum Ausdruck. * Gelsenkirche», r Bergwerks A G.M Essen, Um der Aufforoerung des Reichskanzlers an die privaten Unternehmer, an der Arbeitsbeschaffung mitzuwirken, Folge zu leisten, hat die Gelsenkirchener Bergwerks AG., Essen, zur Aufbesserung ihrer Zechenanlagen eine Reihe von Aufträgen ver- geben, die einen Gesamtwert von etwas über 1,0 Mill. Mark haben. Es handelt sich dabei um den Umbau der Wäsche auf der Zeche Dorstfeld, den Neubau einer Steinkohlenwäsche der Zeche Karl Funke sowie um den Umbau des Kesselhauses. Frankfurter Abendbörse sehr still. Frankfurt a. M., 11.Mai. Die feste Eröffnung der Neuyorker Effektenbörse sowie die freundlichen Meldungen von europäischen Börsen vermochten sich auf die Kursgestaltung der Abendbörse kaum auszuwirken. Nach wie vor verstimmte die anhaltend kleine Publikumsbeteiligung am Geschäft. Die Kursveränderungen gegenüber dem Berliner Schluß hielten sich daher in engen Grenzen. Aku waren zwar 1,75 Prozent fester, erreichten aber mit 37,75 den Nachbörsenkurs von 38,50 bis 39 Prozent nicht mehr. SG.-Farben bröckelten um 0,50 Prozent ab, und auch die Mehrzahl der Elektroaktien wiesen Rückgänge von 0,50 bis 1 Prozent auf. Dagegen zogen Reichsbankanteile um 1,25 Prozent auf 133,25 Prozent an. Auch an den Rentenmärkten war die Llmsatz- tätigkeit klein. Die Mittagskurse nannte man jedoch eher Geld. Neubesihanleihe 13, Ältbesih- anleihe 77,50, Schuhgebietsanleihe 8,10, 6proz. Stahlverein 69, 4proz. Zolltürken 6,50, Reicks bank 133,25, Buderus 78,65, Gelsenkirchen 65,50. Harpener 102,65, Kali Aschersleben 143, Mannesmann 77,75, Phönix 44, Stahlverein 43, Aku 37,75 bis 38, AEG. 26,75, Bekula 111,25, Chade 173, Scheideanstalt 165,50, Licht u. Kraft 111,50, SG.-Farben 133,50 bis 133,25, Lahmeyer 129, Rhein. Elektro Mannheim 98,50, Rütgerswerke 59,13, Schuckert 112,75, Schöfferhof-Dinding 166. Schweinemarkt in Friedberg. WSN. Friedberg, 11. Mai. Der Auftrieb zum Schweinemarkt stellte sich auf 217 Ferkel, für die folgende Preise bezahlt wurden: Bis 6 Wochen alte Tiere 12 bis 15 Mark, 6 bis 8 Wochen alte Tiere 15 bis 20 Mark, 8 bis 12 Wochen alte Tiere 20 bis 28 Mark. Der Markt wurde geräumt. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 o. H. ifrrannun u. j)(. Serlin Schluß« kurs Schlußk. Abend- börse Schluß» kurs Schlußk. Mittaq« börfe Oaturn 10.5. 11.5 10.5. 11.5- 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1921 84 85 83,75 85 ß% etjem.7% Dt. Reichen!.«. 1929 94,65 93,9 94,3 93,9 614°» Doung-Attleihe von 1930 . Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld ml' Auslos.-Rechten .......... . 79,25 80,1 79,13 80,1 77,5 77,5 77,2 77,5 TeSgl. ohne AuSlos.-Rechte...... 13.3 13 13,3 12,9 6% cbem. 8% He». BolkSstaat 1929 irückzahlb. 102%)........... 83 83,75 83 83,75 Oberhessen Provinz-Anleihe mü AuSloi.-Rechten ............ 69,5 70 6% Hess. Landesbank Darmstadt «Sold R. 12....... 84,5 84,5 84,25 S'/,% Hess. Landes Hnpotheken. bank Darmstadt £tq.ui...... 87 87 Deutsche Komm. Sanimelab I.An leihe Seriel mit AuSlvs.-Rechten 71,9 71,65 70,65 71,25 6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Bani Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 85,5 85,25 6% ehern. 7% Franks. Hyp.°Banl Goldvfe. 16 unkündbar bis 1936 _ 35,25 5,/2% ehern. 4%% Frantz. Hyp. Bank-Ligu.-Pfandbrtcse ..... 6y,% ehern. 4'/,% Rheinische Hyp.-Äank-Liqu.-Goldpse. ... 86,25 86,65 _ 86,5 86,75 _ _ 6% ehern. 8% Pr. Landespsand briekanstalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehern. 7% Pr. Landespsand brieianstalt. Pfandbriefe R. 1< 85 85,5 85,75 86,25 85,5 85,5 86 86 Verrechnungskurs....... 85.13 85,13 — 85,13 4% Oesterreichische Goldrenie ... 14,25 - 14J5 14,8 4,20% Oesterreichische Silberrentc — 1,2 1,25 4% Ungarische Goldrenie ....... —— — — 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 — — — AVi% desgl. von 1913.......... 5% obgcst. Goldmcxikaner von 99 — —— — — — — 8,25 8 4% Türtzsche Zollanleihe von 1911 6,45 6,5 6,4 6,45 4% Türkische Äagdadbahn-Anleihe Serie I................... K I - - c » Frankfurt a.M ■Berlin Schluß« kurs Schlußk. Abendbörse Schluß« kurs Schlußk. IRulog« börse Datum 10.5. 11.5. 10-5. 11-5- 4% veegl. Serie II ........... 6,4 6,4 6,4 6,45 6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 5,6 5,6 5,75 5,7 4'/:%Rumän.vereinh.Reniev.l913 10,25 10,25 10,13 10,25 4% Rumänische vereinh. Rente 4,8 4,75 4.7 4,7 8%% Anatolier ............ i9,4 29,5 29.75 29,75 Hamburg-Amerika-Paket ..... 1 9,5 19,4 19,13 19 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 35,75 36,5 Hansa Dampfschiff........... 0 — — 30,75 31 Norddeutfcher Lloyd ......... 0 20,25 20,65 20 19.9 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 54,5 54,75 54,9 54,5 Berliner Handelsgesellschaft.... 4 98,5 98,25 99 99 Commerz- und Prioat-Bank... Deutzche Bank und Disrontv- 0 51,75 52,25 52,25 52,25 Gesellschaft................ 0 66 63 67 63 Dresdner Bank.............. 0 61 60,75 61 60,75 Reichsbank ................. 1 133 133,25 133,25 132 A.E.G...................... 28,25 26,75 27,75 26,9 Elektr. LleferungSgefellschaft ... ». 99,5 100 100,5 100,4 Licht und Kraft ........... k 114,25 111,5 114 112,5 Felten & Guilleaume ........ Gesellschaft für Elektrische Unter, 0 72,25 71 71 71,5 nehmungen........ 4 102 100 101,5 101.25 Rheinische Elektrizität ........ 6 101 98,5 1ÖÖ 98 Schuckert L Eo.............. 0 115,25 112,75 115,25 113,75 Siemens & Halske ....... « 162 158 162 159,5 Lahmeyer L Co ............. 10 129 129 130,5 iRithpru.' 79,75 78,65 79,9 78,75 ........... . 4 120 119 119 119.25 (Wclitznfirdicner 0 68,5 65,5 68,25 65,25 Harpene''................. 0 105 102,65 104 102 Hoesch Eisen—Aöln-Reueslen.. 0 — — 79,75 79 — 169 169,75 169 Ilse Bergbau Genüsse........ 7 119 121 119 120 Klöcknermerke ............... 0 67,75 66 66,65 65,5 ManneSmann-Rvhren........ 79.5 77.75 7A.fiS 77.RR Frankfurt a. M Serlln Echluß« kurs Schlußk. Abendbörse Schluß« lurs Schlußk. Mittag« börse Datum 10.5. 11.5. 10.5. 11.5. Mansselder Bergbau....... .. 0 31 31,5 32,25 31,25 KokSwerke ................ .. 0 —- — 89,9 89,5 Phonir Bergbau........... .. 0 45 44 44,4 43.65' Rheinische Braunkohlen .... ..1(1 207,5 205 207.25 205 Rheinstahl .......... .. 0 95,75 92,5 95,5 92,75 Bereinigte Stahlwerke...... .. u 44 43 43.9 43,4 Otavi Minen ............. .. 0 18,75 19 19,25 18,9 Kaliwerke Aschersleben...... .. 6 142 143 142 142,5 Kaliwerke Westeregeln...... .. 6 145,5 144,25 142 143 Kaliwerke Salzdetfurth..... 208.5 209 208,5 207,75 3 G. Farben-IndusMe..... Scheideanstalt............. 134,9 133,25 133,75 133,75 ..10 171,5 165 Goldschmidt .............. .. 0 53,5 54,13 53,25 54,75 Rütgerswerke............. .. 0 59,5 59,13 59,13 58.75 Metollgelellschaft........... 38 37,75 37.25 38,4 Phtlivv Hotzm^n......... Zementwerk Heidelberg .... Zementwerk Karlstadt....... .. 0 61,5 60,25 61,5 60 ::: «1,65 82— Schultheis Patzenhofer...... .. 0 _ 128,25 126.5 Aku (Allgemeine Kunstseide) . .. 0 35 38 35,13 36 Bemberg................. .. 0 47 49 47 46 Zellstoss Waldhos .......... .. 0 56 55 56 55,25 Zellstoff Aschaffenburg ..... .. 0 26,5 26,5 27 27,5 Dessauer GaS............. Daimler Motoren.......... Deutsche Linoleum .. .. 7 .. 0 .. 0 33 51,5 32,75 50,75 115,75 32,9 51 116 32,4 50,5 50,75 23 Orensteitt L Koppel ........ Leonhard Tietz............ .. 0 .. 6 24,5 23,5 52 24,4 Chade.................... .12 165,5 173 165 172,5 Gritzner.................. Mainkraftwerke Höchst a.M. . Süddeutscher Zucker ...... 27,5 69 170 27 69 170 § 1 8 27 170 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. 10.Mai 11.Mai Amtliche Dotierung Amtliche Notierung Gelb Srie' Geld 1 Brie' Helsingfor». 6,264 6,276 6,254 6,266 Wien...... 45,45 45,55 45,45 45,55 Prag...... 12,64 12,66 12,64 12,66 Budapest ... —— — —— — Sofia..... 3,047 3,053 3.047 3,053 Holland .... 169,23 169,57 169,23 169,57 Oslo....... 72,33 72,47 72,23 72,37 Kopenhagen. 63,29 63,41 63,24 63,36 Stockholm.. 73,43 73,57 73,03 73,17 London ..... 14,195 14,235 14,17 14,21 Buenos Aires 0,853 0,857 0,853 0,857 Neuyork .... 3,596 3,604 3,581 3,589 Brüssel..... 58,54 58,66 58,59 58,71 Italien..... 22,15 22,19 22,15 22,19 Paris..... 16,56 16,60 16,56 16,60 Schweiz ... 81,17 81,33 81,27 81,43 Spanien.... 35,96 36,04" 35,96 36,04 Danzig .... 82,17 82,33 82,22 82.38 Japan..... 0,869 0,871 0,869 0,871 Rio de 3an. 0,239 0,241 0,239 0,241 Jugoslawien Lissabon... 5,195 5,205 5,195 5,205 12,94 12,96 12,91 12,93 Banknoten. Berlin, 11.Mai Geld Brlei Amerikanische Roten............. 3.535 3,555 Belgische Noten.................. 58,43 58.67 Dänische Noten ................ 62,87 63,13 Englische Noten ................. 14,13 14,19 Französische Noten........... 16,52 16,58 Holländische Noten............... 168,86 169,54 Italienische Noten................ Norwegische Noten .............. 22,04 72,06 22,12 72,34 Deutsch Oesterreich, 4 100 Schilling — — Rumänische Noten............... 2,46 2,48 Schwedische Noten............... 72,85 73,15 Schweizer Noten................. 81,09 81.41 Spanische Noten.................. 35,83 35,97 Ungarische Noten ...............