8reitag, 12. Mai 1955 Nr. ItO Erstes Blatt 185. Jahrgang Erscheint täglich, aufcei Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätler Helmat im Bild • Die Scholle MonalS'vezugrpreir: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt, zernsprechanschlüsse nnter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnach. richten: Anzeiger Bietzen. Postscheckkonto: firanffurt am Main 11686. GießenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vrvck und Verlag: vrühl'fche Untversttälr-Vuch' und Steinöruderei R. Lange in Sietzen. Zchriftlettung und Geschäftsstelle: Zchnlftratze 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnurnrner vis zum Nachmittag vorher. Preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mnj Breite örtlich 8, auswärts 10 Rcichspsennig; für Re» klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Rcichspsennig, Plahvorschrist 20*, mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein unbfür den An» zeigenteil i.D.TH.Kümmel sämtlich in Bietzen. Den sogenannten deutschen Wehrverbänden wird in Gens militärischer Charakter zugesprochen. Scharfe Auseinandersetzung im Effektivausschuß. — Unglaubliche Unterstellungen der Vertreter Polens, Frankreichs und Englands. Genf. 11.Mai. (IDIB.) Der Lffektivausfchuß der Abrüstungskonferenz Hai heule nachmittag nach zweitägiger Debatte gegen die Stimmen Deutschlands und Ungarns dahin entschieden, dah di e s o g. d e u t- fchen wehroerbände als militärisch verwendbar im Sinne der oomAusschuh ausgestellten Richtlinien anzusehen seien. Für diese prinzipielle Entscheidung haben gestimmt: Frankreich. England. Belgien. Polen. Jugoslawien, Tschechoslowakei. Rumänien. Portugal und Holland; der Stimme enthielten sich die vereinigten Staaten von Amerika. Italien. Finnland, Schweden, Spanien, die Türkei. Japan und Oesterreich. Dem Beschluß des Effektivausschusses ging eine ausgedehnte scharfe Auseinandersetzung voraus, in der es wiederholt zu Zusammenstößen kam. Den Angriff eröffnete der polnisch e G e - neral Burkhart, der feine persönlichen (map- rungen bei den polnischen Aufstanbische n o e r b ä n d e n in der Verschleierung von Waffentragen und militärischen Hebungen, wie B. dem Verbergen von Gewehren in Diolinkösten zum Besten gab und daraus den Schluß zog, daß die deutschen Verbände mitähnlichenMetho- den ihre tatsächlichen militärischen Rüstungen und ihren militärischen Charakter zu verbergen pflegten. Ferner stützte dieser polnische Sachverständige für ungesetzliche militärische Verbände seinen Angriff gegen die deutschen Wehrverbände auf die geplante Einführung des Freiwilligen Ar- beitsbienftes, der nach polnischer Auffassung tatsächlich die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht in Deutschland bedeute. Der englische General Temperley betonte, daß allein das Wort „W ehr"- Verbände und „W c h r“ sport für den militärischen Charakter genügend seien und daß an dem militärischen Wert und der kriegsmäßigen Verwendbarkeit der deutschen Wehrverbände kein Zweifel möglich sei. Der frühere belgische General- stabsches Gall et stützte seine Veweissuhrung aus die Richtlinien des Reichskuratoriums für Zugendertüchtigung und machte insbesondere daraus aufmerksam, daß die dort vorgesehene De- schirrung von Pferden zweifellos zu militärischen Ausbildungszielen ausgenommen wor- den sei. . ... In den Ausschußverhandlungen wurde ledoch allgemein anerkannt, daß die deutschen Verbände über keinerlei Waffen verfügen und keinerlei Hebungen mit Waffen stattfinden. Dagegen wurde von verschiedener Seite versucht, die Hilfspolizei mit den Wehrverbänden in Zusammenhang zu bringen und von der Hilfspolizei auf den rein militärischen Charakter der Wehrverbände zu schließen. Die Beweisführung der Gegenseite gegen die deutschen Wehrverbände stützte sich im wesent- lichen auf die Organisation, die Benennung von Sturmabteilungen, die Führung alter Regimentsnummern, die Geschlossenheit und den Zusammenhalt des Auftretens, das Führen von. Fahnen, Musik usw. Der deutsche Vertreter, General Schönheinz, trat in großer Sachlichkeit und mit Entschiedenheit diesen völlig unhaltbaren und rein tendenziösen Angriffen gegen die deutschen wehroerbände entgegen und wies überzeugend nach, daß nach den von den Ausschuhmitgliedern vorgebrachlen Ifiertmalen jeder fiegelflub und jeder Gesangverein. ja, sogar die Heilsarmee als Organisationen militärischen Eharak- lers erklärt werden mühten und bei der Berechnung der nationalen Armeen einzureihen seien. Oie Abstimmung. Italien und Lesterreich enthalten sich der Stimme. Die Abstimmung erfolgte auf Grund eines ungarischen Antrages, nachdem der Effektw- ausnhuß ausdrücklich den nichtmilitärifchen Charakter der deutschen Wehroerbände festge- fteUL — Der Vertreter Italiens schloß sich in einer energischen Erklärung vollständig der deutschen Auffassung an und verlangte nachdrücklichst, daß die deutschen Wehrverbände nicht als militärische Organisation erklärt würden. Die italienische Stimmenthaltung ist auf den grundsätzlichen Standpunkt der italienischen Regierung zurückzufüh- ren, eine jede sachliche Stellungnahme in den Verhandlungen des Effektivausschusses abzulehnen. Allgemein fiel jedoch die S t i m m e n t h a l t u n g d e s Vertreters Oesterreichs auf, für die keinerlei offizielle Begründung angegeben wurde. In der Abstimmung sino die gesamten deutschen Wehrverbände ohne Benennung der Einzelverbände als Organisationen militärischen Charakters erklärt worden. Gegen den Beschluß wurde von deutscher Seite sofort ein energischer Protest angemeldet und daraus hingewiesen, daß der Ausschuß entgegen den bisherigen Gepflogenheiten plötzlich und ohne jede Begründung ein neues Verfahren angewandt habe. Der Ausschuß hätte sich eigentlich nur mit der Frage der militärischen Ausbildung in den Wehrverbcmden befassen dürfen. Tatsächlich wäre der Ausschuß jedoch auf Grund völlig unhaltbarer Kriterien zu einer Bewertung der deutschen Wehrverbände gelangt, die in schroff st em Gegensatz zur Wirklichkeit stände. Die Abstimmung hat nur einen vorläufigen Charakter, da die gesamten Beschlüsse des Cssektisausschusses in zweiter Lesung im Hauptausschuh noch einmal durchberaten und sodann zur End- abstimmung gelangen. Aus der vorläufigen Abstimmung erklärt sich auch die große Zahl der Stimmenthaltungen. Es versteht sich von selbst, dah dieser Beschluß des Effektivausschusses auf deutscher Seite in keiner Weise als bindend angesehen wird. Frankreich unterstellt Phantasiezahlen. Als der Ausschuß sodann an die Berechnung der ziffernmäßigen Stärke der deutschen Wehrverbände herantrat, die bei der Anrechnung auf die deutsche Heeresstärke zugrunde gelegt werden soll, gab der Vertreter Frankreichs, Oberst Lucien, auf Grund völlig unkontrollierbaren Materials nachfolgende Zahlen für die deutschen Wehrverbände bekannt. 600 00(T Mann SA. und SS., 250 000 Mann Stahlhelm, 150 000 Mann Wehrwolf. Rach den französischen Berechnungen seien die deutschen Wehr - verbände mit einer Gesamtzahl von eine Million Mann einzuschäyen. Der deutsche Vertreter, General Schönheinz, legte sofort scharfe Verwahrung gegen das Vorgehen Frankreichs ein und protestierte lebhaft beim Präsidenten des Ausschusses dagegen, daß jetzt bei der Behandlung der deutschen Wehrverbände mit Zahlen operiert würde, die keineswegs einen amtlichen Charak- t e r hätten. Der Ausschuß habe hier stets nur die amtlichen Angaben der betreffenden Ländervertreter seinen Verhandlungen zugrunde gelegt. Die vom Vertreter Frankreichs angegebenen Zahlen führten au einem völlig entstellenden Eindruck der tatsächlichen Lage. Deutschland müsse daher auf das schärfste gegen ein derartiges unrechtmäßiges Vorgehen protestieren. Auf die Anfrage des Präsidenten des Ausschusses, ob der deutsche Vertreter bereit fei, von s i ch aus die ziffernmäßigen Stärken der deutschen Wehrverbände anzugeben, erklärte General Schönheinz, daß er zunächst hierzu nicht in der Lage sei, da es sich um private Verbände handele. Der Ausschuß sah sich daher gezwungen, die ursprünglich vorgesehene sofortige Berechnung der auf die deutsche Heeresstärke anzurechnenden Ziffern der deutschen Wehrverbände zunächst zu verschieben. Ergebnisloser Ausgang der Fünfmächtebesprechung. Keine Einigung über die Fortführung der Konferenz. Genf, ll.INai. (WTB.) Die Bertreler Deutschlands. Englands, Frankreichs, Amerikas und Italiens traten heute nachmittag zu einer gemeinsamen Besprechung zusammen, um festzustellen, wie die stonserenzarbeiten weiter fortgesetzt werden sollen. Die Besprechung führte trotz zweieinhalbstündiger Dauer zu keiner Einigung. Das Entgegenkommen. das Botschafter Ratz o l n y auch heute abend wieder zeigte, begegnete bei den Vertretern Frankreichs und Englands keinem Verständnis. Das Angebot der deutschen Delegation, der Vereinheitlichung der kontinentalen europäischen heeres- systeme prinzipiell unter dem deutschen Vorbehalt zuzuslimmen, wurde als ungenügend bezeichnet. Man wollte sich höchstens damit abfinden, daß die deutsche Delegation eine Generalreseroe ohne bestimmte Bedingungen vorbringe. Unter diesen Umständen wurde beschlossen, dah Freitag nachmittag das Erweiterte Präsidium der Abrüstungskonferenz zufammentreten soll, um einen Beschluß über den weiteren Gang der Konferenz herbeizuführen. Zur Entscheidung steht: 1. der Antrag der englischen Delegation, die Bestimmungen des englischen Konoentions- enlwurss üb er die Effektiv st ärke in zweiter Lesung zu erledigen und damit eine Entscheidung der Konferenz über die haupt- streitfrage, die Vereinheitlichung der kontinentalen europäischen hee- ressysteme. herbeizuführen; 2. der Antrag der deutschen Delegation, die Debatte über den englischen Entwurf in der ersten Lesung fortzusehen und die Frage des Kriegsmaterials in Angriff zu nehmen. Am Samstag wird der Hauptausschuh der Abrüstungskonferenz zusammentreten, um gemäß den Beschlüssen des Präsidiums zu verfahren. 3n Tiebereinstimmung mit den maßgebenden Berliner Stellen ist die deutsche Abordnung entschlossen, den jetzt geschlossen von der Gegenseite ausgeübten drohenden Einschüchterungsversuchen nicht nachzugeben, sondern den grundsätzlichen deutschen Standpunkt in Wahrung der lebenswichtigen deutschen Interessen aufrechtzuerhalten. Die deutsche Delegation hatte den Eindruck, dah auf der Gegenseite nicht die geringste Reigung zum Verständnis für die grundsätzlichen Abrüstungsforderungen besteht und dah die gegenwärtig in England unv Frankreich außerordentlich scharf zu- tagetretende deutschfeindliche Stimmung tatsächlich allein maßgebend für die Haltung der englischen und französischen Regierung in den Abrüstungsfragen gegenüber Deutschland geworden ist. Auf deutscher Seite ist man daher entschlossen, falls im Hauptausschuh in der nächsten Woche ein Ausweg nicht gefunden wird, programmatisch den deutschen Standpunkt vor der Konferenz fe st zu st eilen und damit die Schuld an dem Zusammenbruch der Konferenz eindeutig von Deutschland abzuschieben. Die Reichsregierung wird zum Ausdruck bringen, daß sie sich bereiterklärt hat, den englischen Plan in den wesentlichen Elementen unter der Voraussetzung der Annahme gewisser deutscher Wünsche anzunehmen. Weiter werden die deutschen grundsätzlichen Forderungen auf entscheidende Abrüstungsmahnahmen und Abschaffung der G r o h a n g r i f f s w a f f en erneut hervorgehoben werden. Die deutsche Regierung wird weiter die deutschen Forderungen auf dem Gebiet des Kriegsmaterials mit der grundsätzlich bereits erfolgten Anerkennung der deutschen Gleichberechtigung und der Rotwendigkeit nationaler Sicherheit, Verteidigung und Ehre begründen, wobei Deutschland bereit ist. mit den Zahlen des Kriegsmaterials unter den den übrigen Großmächten eingeräumten Stand zu bleiben. In aller Deutlichkeit wird von Deutschland die Schuld an dem nahegerückten Zusammenbruch der Konferenz dem Fehlen des ernsthaften Abrüstungswillens und der völligen Verständnislosigkeit der übrigen Großmächte zugeschoben werden müssen. Oer britische Kriegsminister droht mit Sanktionen. Unerhörte Verschiebung der Schnldsrage. London, 11.Mai. (WTB.) Im Oberhaus richtete Kriegsminister Lord Hailsham scharfe Angriffe gegen Deutschland. Wenn Deutschland angesichts des britischen Konventionsentwurfs sich weigere, an den Beratungen teilzunehmen, oder die Abrüstungskonferenz verlasse, dann weise es damit ein Angebot zurück, das England seinem Versprechen gemäß gemacht habe. Deutschland würde dann aber auch jede Verantwortlichkeit zu tragen haben, die sich aus einer solchen Haltung ergebe. Ich spreche, erklärte Hailsham, nur meine private Meinung aus, wenn ich denke, daß Deutschland dann durch die Bestimmungen des Vertrags von Versailles gebunden und jeder Versuch einer Ausrüstung ein Bruch dieses Vertrags wäre und alle im Vertrag vorgesehenen Sanktionsmaßnahmen in Wirksamkeit setzen würde. Ich zweifle daher sehr, ob die an Deutschland angrenzenden Staaten es für vernünftig halten würden, wenn man an sie die Frage richtete, was sie für die Abrüstung zu tun geneigt seien, wenn Deutschland erklärt: Wir rüsten nicht ab, wir halten uns nicht für gebunden und schließen keinen Vertrag ab, den ihr auszustellen beliebt, sondern werden unsere eigenen Wege gehen. Ich glaube, es hieße viel von der Mäßigung, dem guten Willen und der Geduld beispielsweise des französischen Volkes zu verlangen, wenn man ihm raten würde, irgendeine Konvention abzuschließen, oder sich an der Erörterung von Abkommen weiter zu beteiligen, die ein großes Maß von Abrüstung verlangen. Deutsche Arbeitsfront. Mit einer großen und an glückhaften, treffenden Prägungen reichen Rede hat Reichskanzler Adolf Hitler den ersten Deutschen Arbeiterkongreß am Mittwoch eröffnet und die Einheitsgewerkschaft über das Taufbecken gehalten. Diese Einheitsgewerkschaft schaltet zum erstenmal die deutsche Industriearbeiterschaft als Organisationsform zusammen mit der Angestelltenschaft, und zwar derart, daß die fachgruppenhafte Einteilung bestehen bleibt, aber ein Zusammenwirken der Angestellten und Arbeiter in ergänzender Form ebenso erfolgt, wie tatsächlich in jedem Unternehmen die Derufsarten auseinander angewiesen sind. Die Wertung der deutschen Arbeit, gleich welchen Standes, mußte vergeistigt und aus der Engstirnigkeit der materialistischen und klafsenkämpferischen Auffassung herausgehoben werden. Hitler hat das Schwergewicht darauf verlegt, dem deutschen Arbeiter den Stolz auf seine Arbeitsleistung einzuimpfen, die Idee, daß auch Handarbeit Wertarbeit bleibt und gewisse geistige Kräfte zu ihrer Ausübung notwendig hat. Die drei ewigen Stände, Arbeiter, Dauer und Handwerker sind ja nicht in ihrer Arbeitsleistung denkbar ohne ein geistiges Verhältnis zur Arbeit. Dieses geistige Verhältnis hat der Bauer wohl, der am Arbeitsabend ebenso wie der Handwerker nicht nur den materiellen Ertrag seiner Arbeit berechnet, sondern fühlt, wie notwendig seine Arbeit für die Welt ist, während durch die marxistische Auffassung der Industriearbeit lediglich der Arbeitsertrag und der Streit um den Mehrwert, also Lohn, Proletariat und Kapitalismus, das Vorstellungsvermögen der Freien Gewerkschaften in Bann schlug. Da das künftige Deutschland weder die Diktatur eines Proletariats noch des Kapitalismus sehen wird, hat Hitler den Schuh der Arbeitskraft und ihre gerechte Entlohnung als Grundthese ausgestellt. Destn keine Ration kann eine Ausbauarbeit leisten, wenn der Schassende selbst als Diener am Staat und Arbeiter im Staat von der Staatsführung nicht als gleichberechtigt oder als Wertgegenstand geschützt und gesichert ist. Zwischen den verschiedenen Ständen wird es natürlich, wie immer in der Wirtschaft und Politik, Gegensätze geben, denn ohne einen solchen Kamps erstirbt jede Initiative, aber was bisher fehlte, wird künftig der Fall fein, daß nämlich die vier Säulen des neuen Ständestaates, Arbeiter, Angestellte, Bauern, Handwerker und freie Berufe, ihre Gegensätze dem Schiedsrichteramt eines objektiven Sachwalters, eines ehrlichen Maklers unterbreiten können, wie der Reichskanzler sich in seiner Rede vor dem Kongreß der Deutschen Arbeitsfront selber bezeichnet hat. Damit wird das Vertrauen von oben ergänzt durch eine überparteiliche Führung von oben. Die deutsche Arbeitsfront, in die sich alles einreiht, was irgendwie in der deutschen Wirtschaft tätig ist, sei es als Unternehmer, sei es als Arbeiter und Angestellter, zieht sich nicht mitten durch das deutsche Volk, um neue Gegensätze zu schassen, sie ist vielmehr der Rahmen, der alles einschIießt. Mit dieser Arbeitsfront entsteht uns auch die unzerstörbare Einheit des deutschen Volkes, die in sich zur Schicksalsgemeinschaft geworden ist weil das ganze deutsche Volk fühlt und fühlen mutz, daß die Politik der inneren und äußeren Befreiung unter der Führung des Reichskanzlers nicht irgendeinem Teil Vorteile bringen kann, von denen andere Teile ausgeschlossen sind. Die These, daß Gemeinnutz vor Eigennutz geht, ist die Umgestaltung der falschen marxistischen Klassenkampslehre, die Ausbeuter und Ausgebeutete als unversöhnliche Feinde gegenüberstellte. In der deutschen Volksgemeinschaft gibt es nach der Zertrümmerung des Marxismus in jeder Form keine unversöhnlichen Gegensätze, denn der neudeutsche Ständestaat, der sich mit der Gründung der Deutschen Arbeitsfront schon in groben Umrissen abzuzeichnen beginnt, bindet das Volk an den Staat, der das unzerstörbare Gefüge der ganzen Nation sein will. Bildung einer großen deutschen Rechtsfront. Berlin, 11. Mai. (CNB.) Bisher gibt es allein in Preußen 26 Verbände, in denen die Juristen und juristischen Beamten organisiert sind. Zur Bildung einer einheitlichen deutschen Rechtsfront haben der Verein der Staatsanwälte und der Preußische Richteroerein ihre Bereitwilligkeit zum Aufgehen in einer Gesamtorganisation bekundet. Ferner hat der Deutsche Anwalts- verein beschlossen, aus einer Vertreterversammlung ebenfalls diese Bereitwilligkeit festzulegen. Die übrigen 23 Iuristenverbände haben beschlossen, ihre Selbständigkeit aufzugeben. Führer der neuen Organisation wird der Bund Nationalsozialistischer Juristen sein.'Die Organisation umfaßt Beamte und freie Juristen, Akademiker, mittlere und untere Beamte. Anstelle von 26 Zeitschriften wird künftig eine große Juri st en Zeitschrift er- scheinen. Führer der deutschen Rechtsfront wird der preußische Iustizminister K e r r l. Oie Zahl der endgültig in Preußen zugelaffenen Anwälte. Berlin, 11.Mai. (WTB.) Das preußische Justizministerium gibt die Zahl der endgültig zugelaffenen arischen uni> nichtarischen Anwälte bekannt. Insgesamt sind in Preußen 11 814 Anwälte bisher zugelassen gewesen, davon 8299 Arier und 3515 Juden. Don diesen Juden waren 735 Frontkämpfer und 1383 Altanwälte, Gegen Aus der Provinzialhauptstadt Lufttemperaturen am 11. Mai: mittags 11,4 Grad Celsius, abends 8,8 Grad; am 12. Mai: morgens 9,6 Grad. Maximum 12,5, Minimum 7,6 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 11. Mai: abends 14,7 Grad; am 12. Mai: morgens 11,1 Grad Celsius. — Niederschläge 4,4 mm. • dauer 3 Stunden. Oie Küße nicht vergessen! Man muß sich vergegenwärtigen: die tägliche Ärbeit des Fußes, diese Schwcrarbeit, die stündlich von ihm geleistet werden muß als Träger des Körpers, als „Schrittmacher" unseres Tagewerks, mau muß dagegenhalten das bittere Los seines Daseins in Finsternis und Enge. Um» schlossen von Strumpf und Schuh, eingeschnürt, verbringt der Fuß, mit der Hand verglichen, ein ungleich schwereres Leben. Während der Hand stets Licht, Luft, Wasser, Sauberkeit zur Verfügung steht, gehen dem Fuß diese Wohltaten regelmäßiger Behandlung häufig sehr ab. Hinzu kommen die Rachteile der Witterung, der Staub der Straße, die dem Fuß, diesem Schwerarbeiter unter unseren Gliedmaßen, manche Last auferlegen. Die körperlichen Anstrengungen beeinträchtigen, wenn der Fuß vernachlässigt wird, dessen Leistungsfähigkeit in hohem Maße. Brennen, Stechen und andere lästige Beschwerden sind gewöhnlich die bittere Antwort ungerechter Bernach- lässigung des Fußes. 3a, noch mehr, das Wohlbehagen des gesamten Organismus leidet darunter. gen in diesem Punkte, der zu einer Vertagung der Besprechung führte. Andere angeschnittene Probleme der landwirtschaftlichen Gnt- und Umschuldung wurden aus diesem Grunde späteren Besprechungen Vorbehalten. Der Standpunkt Hilgenbergs. Berlin, 11. Mai. (TU.) Ueber die Aussprache Hilgenbergs mit Darrö, über die Durchführung der lanowirtsihaftlichen Entschuldung, erfolgt auch vom Reichsernährungsmini st eriu m eine Darstellung, in der es heißt: Seitens des Ernährungsministers Dr. Hugenberg wurde erklärt, daß er entsprechend seiner gesamtwirtschaftlichen Einstellung die Gesundung des d e u t s ch e n B a u e r n t u m s als die wirtschaftliche Grundaufgade ansehe und grundsätzlich zu jeder Maßregel bereit sei, die unter dem Gesichtspunkt des Gesamtwohles zu Gunsten der Landwirtschaft ergriffen werden könne. Er werde die von den Herren vorgetragenen Gedanken gern einer näheren Prüfung unterziehen. Er müsse aber die Frage aufwerfen, ob wirklich vom Standpunkt der Landwirtschaft aus der Vorschlag einer Zwangsherabsetzung der Zinsen auf 2 v. H. im Endergebnis einen Vorteil darstelle, besonders aber, ob die Landwirtschaft, die jetzt tatsächlich im Durchschnitt nach mehr als 6 v. H. zahle, ein ganz ausschlaggebendes Interesse daran besitze, eine Annuität van sage 3 v. H. statt sage 47i v. $). zu zahlen. Wenn der M i l ch p r e i s auch nur um einen Pfennig [teige, wie es infolge des von ihm erlassenen Fettgesetzes bereits jetzt der Fall fei, so mache dies für die Landwirtschaft mehr aus, als der erwähnte Zinsunterschied. Die van ihm mit dem Fettgesetz angestrebte und mit Sicherheit zu erwartende Milchpreissteigerung aber bedeute ein vielfaches jenes Hinsunterfchiedes, von der übrigens bereits sichtbaren Preisgestaltung aller anderen agrarischen Produkte ganz abgesehen. Vom Standpunkt der Landwirtschaft selbst aus habe es schließlich doch auch eine Bedeutung, mit ihren Forderungen nicht gerade an solchen Stellen einzusehen, wo sich die größten Schwierigkeiten für die Gesamtwirtschaft ergeben. Auch das Interesse der kleinen Sparer und vieler mit der Landwirtschaft eng verbundener Kreise dürfe schließlich nicht unberücksichtigt bleiben. 3n einer gesunden Preisgestaltung und in einer Herabsetzung der übrigen Lasten der Landwirtschaft böten sich größere Möglichkeiten der Gesundung der Landwirtschaft, als gerade auf dem Gebiete einer Zinsgestaltung, die der gesamten augenblicklichen Wirtschaftslage durchaus widersprechen würde. Er werde selbstverständlich, wie schon gesagt, die gegebenen Anregungen sorgfältig prüfen und, soweit möglich, auch im Reichs^ kabinett wiedergeben. Berlin, 11. Mai. (CAD.) (Eig. Meldung.) Die Pressestelle des Amtes für Agrar- politikderASDAP. teilt mit: Auf Wunsch des Aeichsministers für Ernährung und Landwirtschaft Dr. Hugenberg fand heute' vormittag eine unverbindliche Fühlungnahme in der Entschuldungsfrage statt. An der Unterredung nahmen seitens des Reichs- ernährungsministeriums teil: Der Aeichsernäh- rungsminister, der Staatssekretär v. Rohr sowie der zuständige Sachbearbeiter Ministerialrat Harmening; seitens des Amtes für Agrarpolitik der RSDAP. nahmen teil: Der Amtsleiter Darre, der Sachbearbeiter für Entschuldungsfragen Domänenpächter Backe, M. d. R., und der erste Adjutant des Amtsleiters Freiherr v. Zeppelin. Die Unterredung führte zu keinem abschließenden Ergebnis. Von feiten des Amtes für Agrarpolitik wurde vorgetragen, daß die Schlüsfel- rage zur Gesundung der Landwirtschaft imZins- ) r o b l e m steckt. Dies deswegen, weil der Ertrag )er Arbeit nicht ausschließlich zur Befriedigung der Kapitalschuld und damit der kapitalistischen Interessen dienen darf, sondern zum Wiederaufbau des in seinen Grundlagen durch die Schäden des vergangenen Systems erschütterten landwirtschaftlichen Betriebes zu dienen hat. Das ist eben nicht gewährleistet, wenn der Ertrotz der Arbeit ausschließlich ober vorwiegend zur Zins- befriebigung bes Kapitals bient. Unterstellt man nämlich die Verhältnisse in ber Lanb- wirtschaft vor bem Weltkriege, dann ergibt sich, daß s e l b st eine gesunde Landwirtschaft s i ch nur mit etwa 2 v. H. verzinsen konnte und also heute diese 2 v. H. zuzüglich einer Amortisationsquote bestenfalls d i e Hoch st grenze barstellen, welche man heute ber Landwirtschaft zu- muten kann, um neben der Verzinsung des Kapitals einen Teil des Arbeitsertrages für den Wiederaufbau und die Inganghaltung des landwirtschaftlichen Betriebes zur Verfützung zu stellen. Denn die Gesundung des landwirtschaftlichen Betriebes ist bid Voraussetzung für bie Inganghaltung einer auf nationaler Grundlage aufgebauten Gesamtvolkswirtschaft. 3m Ziel des Gedankens stimmte Reichsminister Dr. Hugenberg zu, glaubte aber seinerseits, aus k r e d i 11 e ch n i s ch e n Gründen nicht unter einen Zinssatz von bestenfalls 4 Prozent und einem halben Prozent Amortisation heruntergehen zu dürfen. Da nun für das Amt für Agrarpolitik im Vordergründe der Betrachtungen nicht der Kredit und die investierte Kapitalsumme steht, sondern die im 3n- teresse des Volksganzen notwendige Wiedergesundung der Landwirtschaft, die bei einem Zinssatz von 4 Prozent nicht gewährleistet werden kann, so ergab sich ein grundsätzlicher Gegensatz der Aufsassun- Aus artet Wert. Der vaterländische Frauenverein vom Rolen kreuz in der Deutschen Frauenfront. Der Hauptvorstand des Vaterländischen Frauenvereins vom Roten Kreuz faßte in Berlin in seiner letzten Sitzung einen Beschluß, wonach sich der Vaterländische Frauenverein vom RotenKreuz bedingungslos derFührung AdolfHitlers unterstellt und als Mitgliedsverein des Deutschen Roten Kreuzes in der für ihn als Rote-Kreuz-Frauen-Derein bedingten Form der deutschen Frauenfront eingliedert. — Außerdem haben sich unterstellt: Der Deutsche Frauenbund CV. und die Deutsche Willkommengesellschaft. Die Ermordung des Fliegerhauptmanns Berthold. — Ein Geständnis nach 13 Jahren. Den Ermittlungsarbeiten des Oberstaatsanwalts in Stabe und ber zuständigen Kriminalpolizeibehörbe 'st es jetzt gelungen, eine ber unter bem Verbacht bes Morbes an bem Fliegerhauptmann Berthold in Harburg verhafteten Personen zu über f übte n. Der Beschuldigte hat ein Geständnis abgelegt daß er einen ber löblichen Schüsse auf Hauptmann Berthold abgegeben habe. Fliegerhauptmann Bert- h o l b war am 15. März 1920 in Harburg von Kom- munisten bestialisch crmorbet worben. Wettervoraussage. Die über Polen und den Balkanländern lagernden Störungen wirken durch ihre Rückseite immer noch ungünstig auf unser Wetter ein Cs fließt somit in Verbindung mit der Vorderseite des hohen Druckes im Westen fortgesetzt maritime Lust nach dem Festlande, wodurch wechselhafte Bewölkung und vorübergehende Schauertätigkeit erhalten bleibt. Dabei tritt zeitweise auch Aufheiterung ein. Die Temperaturen verhalten sich ebenfalls noch schwankend und nehmen im allgemeinen für die 3ahreszeit zu niedrige Werte an. Aussichten für Samstag: Weiterhin wechselnd bewölkt, aber auch aufheiternd, noch ziemlich kühl und vereinzelte Schauer, teilweise gewitterhafter Art. Aussichten für Sonntag: Etwas beständiger, aber noch wechselhaftes Wetter. orgens 11,1 Grab geglättet werben. Den Beschluß macht eine gute Sonnenschein- I Creme, die bem Fuß wieber ben nötigen Fettgehalt 1 und damit die unerläßliche Elastizität gibt. G. W. ilnö doch ist nichts einfacher als die Abhilfe dieser Beschwerden. Der ganze Fall ist geklärt, die Schwierigkeit des Rätsels gelöst, wenn das Wasser nicht fehlt. Also: waschen, waschen und immer wieder waschen! Genau wie die Hand braucht der Fuß, allerdings in noch erhöhtem Maße, seine tägliche Reinigung. Die Fußsohle, deren Inneres mit zahlreichen Drüsen beseht ist, neigt von Ratur aus und stärker als andere Körperteile zur Schweihbildung. Man erblicke darin keine krankhafte Erscheinung. Im Gegen- teil, dieser Prozeß ist durchaus gesund und muß zur Abführung bestimmter Absonderungen da lein. Gewaltkuren, die Schweißdrüsen durch chemische und vor allem ätzende Stoffe zum Stillstand zu bringen sind sehr gefährlich- die Folgen ™..in solchem Falle oft genug Anlaß zu Aus- fcheidungen an anderer Stelle, allerdings mit der Gefahr, daß hier Komplikationen eintreten. Nun ist es ja richtig, baß ein Fußbab weniger ! 'st eine Handwaschung. Im Interesse ber Gesundheit barf aber diese kleine Mühe nicht gescheut werben. Und es ist boch wirklich nicht zu viel verlangt wenn man morgens und abenbs ein ffeifenbab macht, die Füße darin spült, °x9!a x0 ^trocknet, besonders zwischen den !m-£enL^ b,e Möglichkeit gibt, seinen Widerstand zu leisten. Zwischen den Ä t.bie $au* faft immer spröde und rissig, mnnh» rt n bor* ™$t richtig austrocknen, entstehen wunde Stellen, Stechen und Brennen. ble Druckstellen und die „harten Sohlen"! TnÄrC' XXXc Wneraußentinftur ge» t^nek^Urfd)en Bis die stellen aufge- KrÄnh?b'mat rman ^legenheit, mit einer enb w blc Fußnägel „abzubauen". Dabei »ft allerbings Vorsicht am Platze, denn wer ?:f JUhÄaU5f Ör er« >r auf in der kicher« jedoch envm- L Die -urg« ich am Tkf lange rahn« barg« men* ange Är« > der ühr- ndeS un- aud« verrinne Der un« ®c« bt «- I war dlien- blieb sa/^lagen unseres technischen Muster . völlig neuen Methoden hergestellt, er dieser Mischung beruht darauf, daß »AW feoar*te wird ausschließlich ohne Fabrikations- auf Im flott 'ftaq ÜUb reife. n or« Krobe Heu« Lach* i zu- achter chlich. einem suchte. ier und ch dem efehten los. so lebigen egte er - Auhe Staats- digung : von Dein beim «den 3ti)n- tid)». l, der öSe, ir der war- Durbt lant Me iftanb leiben 8e. futeil. ßtag r ein- Ollhr gl für )$fg. agier« glichst Jf die wer« von fge- mcm > für teil. Jahresversammlung des Verkehrs- und Verschönerungsvereins zwider* crgcses- oie lei* garinc* if non ib t"1; je des M. ; vor. i per* ielten ne er. inver« it dem tsver. in be. :r au* seinen suchen keine ■an« büler bigte wor. .Die State Är. t Sin* ’ Folge aat^ -Rund* ik. 2ln Md-") ? N & rsolgen- Gautag der Hessischen Guttempler- Zugend. • Büdingen. IO. Mai. Die Hessische Guttempler-Äugend tros sich dieser Tage in Büdingen um ihren diesjährigen ©autag abzuhalten. Der Bürgermeister der Stadt hatte den Rathaussaol für die feierliche Sitzung zur Berfügung gestellt. Don der Gutteinpler-Iugend wurde zu Beginn der Feierlichkeit neben dem Or« densbanncr auch die Hakenkreuzfahne gehißt. In der Sitzung sprach nach Erledigung der geschäftlichen Angelegenheiten der Gauwart über die Stellungnahme Adolf Hitlers zur Alkoholfrage. Die Guttempler-Iugend steht geschlossen hinter der nationalen Regierung des Reiches und des Hessenlandes und brachte das in einer Entschließung an die hessische Staatsregierung zum Ausdruck, die folgenden Wortlaut hat: „3n Büdingen versammelte hessische Wehrtempler im deutschen Guttempler-Orden entbieten Regierung herzliche Grütze und stehen zur Mitarbeit an Iugendertüchtigung zur Derfü- gung.“ Am Abend des ersten Tages der Gautagung versammelte sich die Guttempler-Iugend unter dem Gesang alter und neuer Volkslieder um ein loderndes Feuer: hier sprach nochmals der Gauwart über das neue Deutschland und die Guttempler-Bewegung. Am lodernden Feuer kam besonders die Freude darüber zum Ausdruck, daß der Kanzler Adolf Hitler persönlich die Rauschgifte ablehnt, und datz damit der gesamten deut- schen Jugend zum ersten Mole von führender Stelle aus ein leuchtendes Beispiel verantwor- tungsbewuhter Lebensführung gegeben wird. Die Guttempler-Iugend begrüßte diese Ausführungen mit Heil-Rufen. Im Saale des Hotel Schütz hielt gestern abend der Verkehrs- und Verfchönerungsoer- e i n feine Jahreshauptversammlung ab, die außerordentlich stark besucht war. Vor der Versammlung sand für die Mitglieder des Vereins eine Besichtigung des Haupt- Postamtes statt, zu der das Vorstandsmitglied, Postdirektor Vogt, in liebenswürdiger Weise ein« geladen hatte. Den zahlreich erschienenen Gästen wurde im Packsaal des Hauptpostamtes von Post- direktor Vogt herzlicher Willkommengruß entboten. Anschließend fand unter Führung der für die einzelnen Abteilungen zuständigen Leiter ein Rundgang durch alle Teile des Postamtes statt, bei dem man sehr aufschlußreiche Einblicke in den vielseitigen und anstrengenden Postdienst hinter den Kulissen erhielt. Die Teilnehmer an dem Rundgang waren mit dem Ergebnis ihres Besuches sehr besriedigt, denn sic hatten bei dieser Gelegenheit einen Betrieb kennengelcrnt, der für alle Kreise der Bürgerschast, insbesondere aber für die Geschäftswelt, von größter Bedeutung ist. Der Dereinsvorsigende, Herr Sch wie der, brachte in voller Uebereinstimmung mit allen Teilnehmern an der Besichtigung Herrn Postdirektor Vogt und seinen Mitarbeitern den herzlichen Dank der Gäste zum Ausdruck. Die Hauptversammlung wurde mit der Ehrung des Andenkens an den im Lause des Geschäftsjahres verstorbenen langjährigen Schriftführer, Verwal« tungssekretär Maus, einaeleitet. Die Verdienste des Entschlafenen um die Arbeit des Vereins mürben von dem Vorsitzenden gebührend hervorge« hoben. Sodann erstattete der Schriftführer, Verwaltungs- oberinspektor Müller, den Geschäftsbericht über die Tätigkeit des Vereins im Jahre 1932, der von eifriger und vielseitiger Arbeit des Vorstandes Mitteilung machte. Wir werden auf den Bericht noch besonders zurückkommen. Von dein bisherigen 93er- einsrechner, Kaufmann Loeb, der vor kurzem sein Amt niedergelegt hatte, war bei der Uebergabe der Kassengeschäfte an den geschäftsführenden Vorstand der Kassenbericht für 1 9 3 2 mit erstattet worden. Danach belief sich im Berichtsjahre die Total-Umschlagsumme des Vereins auf 8598.08 Mk. An reinen Einnahmen sind 4876.28 Mk. (davon Mitgliederbeiträge und Zuschuß der Stadt 3334 Mk ), an reinen Ausgaben 4185.18 Mk. zu verzeichnen, sodaß ein Ueberschuß von 691.10 Mk. verbleibt. Der 93er- mögensbestand des Vereins belief sich am 31. Dezember 1932 auf 4493.37 Mk. Die Rechnung war von den gewählten Rechnungsprüfern, Kaufmann Roeder und Kaufmann Schulze, unter Hinzuziehung eines Beamten des städtischen Rechnungsanites geprüft und in allen Teilen in bester Ordnung befunden worden. Der Vorsitzende, Apotheker Schmieder, sprach daraufhin dem früheren Rechner für seine ausgezeichnete Kassenführung Dank und Anerkennung aus. Dem 21ntrag der Rechnungsprüfer entsprechend, gewährte die Versammlung Dem früheren Rechner einstimmig Entlastung, die in gleicher Weise auch dem gesamten Vorstand gewährt wurde. Der Vorsitzende nahm noch Veranlassung, dem jetzigen Schriftführer, Derwaltungsoberinspektor Müller, ganz besonderen Dank für seine ausgezeichnete und immer tatbereite Mitarbeit abzustatten, ebenso den Mitgliedern des Ausschusses und Vorstandes Dank und Anerkennung zu sagen. Bürgermeister Dr. Hamm als Vorstandsmitglied und als Dezernent für das städtische Verkehrswesen sprach in Uebereinstimmung mit der Versammlung dem Vorsitzenden Schwieder herzlichsten Dank für seine große Mühewaltung aus und ließ dabei der unermüdlichen, immer schaffensfreudigen Tätigkeit des Vorsitzenden die gebührende Anerkennung zuteil werden. Hierauf folgte die Neuwahl des Ausschusses, der aus seiner Mitte den geschäftsführenden Vorstand zu bestimmen hat. Um die Gleichschaltung des Vereins mit dem Neuaufbau unserer gesamten Verwaltung und Wirtschaft von sich aus die Wege zu ebnen, hatten sämtliche Mitglieder des Vorstandes und Ausschusses ihre Aemter niedergelegt. Nach längerer Aussprache, in der die Notwendigkeit der Gleichschaltung des Vereins als Selbstverständlich, feit klar zutagetrat und allenthalben Zustimmung fand, wurden folgende Herren in den Ausf ch uß Des Vereins gewählt: Apotheker Th. S ch w i e - der, Derwaltungsoberinspektor Müller, Bürgermeister Dr. E. Hamm, Gastwirt Fr. S o l d a n, Redakteur Dr. Roeder, Redakteur E. Blum- schein, Kaufmann Aug. Schwarz, Oberforstmeister K. Nicolaus, Hotelbesitzer L. Klingler, Kaufmann Gg. Falkenstein, Steuerin- spektor Hrch. K l e m m r a t h, Kaufmann W. La n g, Uhrmachermeister Hrch. Marx, Kaufmann K. Horst, Kaufmann Carl Schulze, Dezirksdirek- tor F. C. Kretschmer, Gartenarchitekt E. Schwarz, Metzgermeister H. Nau, Direktor 21. Stolte, Chemiker Dr. E. G o e r e s, Postdirektor Vogt für die Reichspost, Kaufmann Schimmel für die Handwerkskammer-Nebenstelle, ferner Vertreter von: Handelskammer, Landes-Unioersität, Polizeiamt und Reichsbahn, und außerdem ein Vertreter für den Reitsport. Das (Ergebnis der Gleichschaltung besteht darin, daß sich der Ausschuß, der nun den neuen geschästs- führenden Vorstand bestimmen wird, in seiner neuen Zusammensetzung zu etwa 75 Prozent aus füllt- gliedern der NSDAP^ des Kampfbundes des gewerblichen Mittelstandes und anderer auf nationalsozialistischer Grundlage stehender wirtschaftlicher Organisationen zusammensetzt. Die Versammlung beschäftigte sich dann in längerer Aussprache mit den Veranstaltungen im Geschäftsjahr 1 933, wobei man sich insbesondere über die Durchführung einer größeren Veranstaltung im Herbst unterhielt. Dabei wurden vielfache Anregungen gegeben, mit denen sich Der neugebildete Ausschuß und der Vorstand zu beschäftigen haben werden. Allgemein war der Wille zu freudiger Mitarbeit festzustellen. Unter Berschiedenes wurden zahlreiche Angele aenhciten unseres kommunalwirtschaftlichen Le oens besprochen. 11. a. wurde von Herrn S o I San unter starker Zustimmung aus der Der sammlung die Forderung erhoben, die jetzige Re gelung des Kraftwagenverkehrs im Seltersweg schleunigst aufzuheben und den Fährverkehr im Seltersweg auch vom Selterstor in Richtung Kreuzplatz au gestatten, da hiervon eine wirtschaftliche Belebung im Seltersweg zu erwarten sei. Die Versammlung bekannte sich zu vollem Einverständnis mit dieser Forderung. Weitere Schritte werden nun Sache des Vorstandes und anderer beteiligter Organisationen fein. Es wird dabei auf einsichtsvolles Entgegenkommen seitens des Polizeiamtes gerechnet. Ferner wurde die Wiederveranstaltung von Balkonschmuck- roettberoerben angeregt, von Herrn Kaufmann Schulze die Frage der Fahrpreissenkung der Straßenbahn angeschnitten, da die Preise für die Einzelfahrt heute viel zu hoch feien, ferner von einem anderen Sprecher die mangelndeBeleuchtung in derMar- burger Straße zwischen Walltor und Steinstraße beanstandet Die Dersammlung beschloß einstimmig, das durch seine langjährige Mitarbeit im früheren Derschö- nerungsverein und dann auch im Verkehrs- und Verschönerungsverein sehr verdienstvolle frühere Vorstandsmitglied Oberforstmeister Dr. Schüz zum Ehrenmitglied des Vereins zu ernennen. Bürgermeister Dr. Hamm machte Mitteilungen über die voraussichtliche Reuregelung des gesamten Fremdenverkehrswesens durch einReichs- geseh, das auch die Frage der Finanzierung der Verkehrsvereine einheitlich und umfassend regeln werde. Rachdem noch die bisherigen Rechnungsprüfer, Kaufmann Roeder und Kaufmann Schulze, für das neue Geschäftsjahr wiedergewählt worden waren, sprach Herr SoIdan das Schlußwort, in dem er mit Genugtuung die 75prozentige Gleichschaltung des Vereins mit der neuen Staatsführung begrüßte, die Mitglieder und alle Bürger zu opferbereiter und hingebender Mitarbeit am Wiederaufbau unseres deutschen Vaterlandes im Sinne des Führers Adolf Hitler aufforderte, um dadurch die schweren Schäden des früheren Systems zu überwinden, und ferner das volle Vertrauen zu der Führerschaft Adolf Hitlers, der dem deutschen Volke in seiner größten Rot als Retter von Gott gesandt wurde, zum Ausdruck brachte. Mit freudig aufgenommenem dreimaligem Sieg-Heil auf das liebe deutsche Vaterland und seinen Führer, den Volkskundler Adolf H i t- I e r, schloß Herr Soldan seine anfeuernden Worte, mit denen die Versammlung zu Ende ging. Mundstück hergestellt. 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Schülervreise 0,40 bis 1,40 Mk. Zum letzten Mal. Die Räuber Schauspiel in fünf Akten von Schiller. L | C H j die „Perle der Wetleraul (Näheres Verkehrsverein) Danksagung. Für die überaus große Teilnahme bei dem Heimgang unseres teuren Entschlafenen Herrn Heinr. Nicolai, Chordirigent sagen wir herzlichen Dank. Gedankt sei auch besonders den Gesangvereinen, die unter Leitung des Verstorbenen gestanden hatten, und ihm die letzte Ehre am Grabe durch Kranznieder- ' .ungen u. Gesänge gaben. Herrn Pfarrer Müller aufrichtigen Dank für die trostreichen Worte. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Margarethe Nicolai, geb. Hof. Großen-Buseck, den 11. Mai 1933. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Christiane Köhlingen KOHLER Gießen - Seltersweg Schwan pulver zurück. Schwanpulver wäscht leicht und schonend. Meine Wäsche ist stets frisch und duftig. Sparsam ist vorallem dasDoppelpaket.Auch für alle Abseif- und Scheuerarbeiten ist Schwan pulver vorzüglich. 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Bürgermeister Rinn eröfsnete die Sitzung mit einer Ansprache, in der er ausführte, dah die Gleichschaltung, auf Grund deren die neue Gemeindevertretung gewählt sei, den Zweck habe, daß in den Gemeinden die Durchführung des Willens der Reichsrcgierung gesichert sei. Er ermahnte die Gemeindevertreter, dem Willen der Reichsregierung gerecht zu werden, aber auch den Ge- meindeintercssen Rechnung zu tragen nach dem Grundsatz: „Gemeinnutz geht vor Eigennutz". Nachdem der Dürgerweistcr die neuen Gemeinderäte durch Handschlag verpflichtet hatte, ergriff der Führer der NSDAP, das Wort und führte aus, daß seine Fraktion stets bemüht sein werde, im Sinne der vom Bürgermeister dargelegten Grundsätze zuin Wohle der Gemeinde und des Reiches au arbeiten. Er stellte namens seiner Fraktion den Antrag, den Reichspräsidenten v. Hindenburg, den Reichskanzler Adolf Hitler und den Staatspräsidenten Professor Dr. Werner in Anbetracht ihrer großen Derdienste um das Vaterland zu Ehrenbürgern unserer Gemeinde zu ernennen: weiterhin die Heinestrahe in Horst-Wcssel-Straße umzubcnennen. Beide Anträge wurden einstimmig bei Stimmenthaltung der SPD-Vertreter angenommen. Nachdem die $ Garbenteich, 10. Mai. In dem neuen Gemeinderat kamen aus die NSDAP. 5 und auf die SPD. 4 Sitze. Zur feierlichen Eröffnungssitzung war der Rathaussaal festlich geschmückt. Bürgermeister Dur! begrüßte die Mitglieder. besonders die nationalsozialistische Fraktion. Er wies auf die nationale Revolution hin und gedachte der segensreichen Tätigkeit des Dolkskanzlers Adolf Hitler. Dann verpflichtete er sämtliche Mitglieder. Der Fraktionsführer der NSDAP. Hermann Stoll gab die Versicherung ab, den Bürgermeister stets in allen Arbeiten zu unterstützen zum Wohle unserer Gemeinde und des ganzen Volkes nach dem Grundsatz: „Gemeinnutz geht vor Eigennutz", und brachte ein droi- faches Sieg-Heil aus den Führer aus. Unterem Dorfplah wurde durch einstimmigen Beschluß der Name Adols-Hitler-Plah gegeben. Zu Ehrenbürgern wurden, ebenfalls einstimmig, der Reichskanzler Adolf Hitler und Staatspräsident Prof. Dr. Werner ernannt. In den Kommissionen sind nur Nationalsozialisten. Der Bürgermeister schloß die Sitzung mit dem Deutschlandlied. Die Mitglieder der SPD. verliehen den Rathaussaal vor Verlesung des Protokolls. Nach einem Sieg-Heil auf den Führer und dem Gesang des Horst-Wessel-Liedes war die Sitzung beendet. Die SPD.-Gcmeinderäte zogen aus dieser Sitzung die Folgerung und legten am folgenden Tage alle ihr Mandat nieder, so daß noch vier weitere Nationalsozialisten in den Gemeinderat einziehen. Die neun nationalsvAialistischen Ratsmitglieder sind: Hermann Stoll, Ludwig Panzer, Jakob Stumps VII., Jakob W a l l b o t t HL, Wilhelm Mohr I., Johannes Hinterländer, Philipp Schmitt, Johannes Sommer, Heinrich Schmidt. <£ Reiskirchen, 10 Mai. Dieser Tage sand in der 'Wirtschaft W. F r i tz e l die Generalversammlung der hiesigen Spar - und Darlehnskasse statt. Der Kontrolleur, Gemeinderechner Stumpf, erstattete den Jahresbericht. In seiner Ansprache stresste er zuerst die politische Entwicklung des vergangenen Jahres, er freue sich, daß jetzt endlich nach dem politischen Chaos der vergangenen Jahre dem deutschen Volk ein Mann und eine Regierung gegeben ist, die alles tun werden, was zum Wiederaufbau nötig sei, nicht nur aus politischem, sondern auch auf wirtschaftlichem Gebiet. Aus dem Geschäftsbericht ist zu ersehen, daß unsere Kasse das vergangene Jahr gut überstanden hat. Wenn der Umsatz der 1931 4 756 947.16 RM. und 1930 5 306 4 30,96 RM. betrug, auf 2 395 390,86 RM. zu- rürfging, sv ist dies in Anbetracht der herrschenden Geldknappheit und der schlechten Absatzmöglichkeiten in der Landwirtschaft nicht verwunderlich. Die Journalposten betrugen immer noch 5384 gegen 8034 im Vorjahre. Die Einlagen der angegliederten Schul- sparkassen kamen nicht an die Einlagen des Vorjahres heran. Die höchste Einlage erreichte Hattenrod mit 560— RM. gegen 932.90 RM. (1931). Die Spareinlagen zeigten trotz erhöhter Inanspruchnahme und größerer Abhebungen einen Stand von rund 351 000 RM. gegen 380 000 RM im Vorjahre. Das Eigenkapital (Reserven und Geschäftsguthaben) einschl. der Neuzuweisuntzen beträgt 53 000 RM., für die Gläubiger ergibt sich zuziigl. der Haftsumme eine Garantiesumme von rund 406 000 RM. Nach der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ergibt sich ein Reingewinn für 1932 von 4606,49 RM. gegen 5160,62 RM. 1931. Der Reingewinn ermöglicht nach entsprechender Zuweisung zu den Reserven eine angemessene Verzinsung der Geschäftsanteile. Mit dem Warengeschäft wurde ein Umsatz von 16 000 RM. erreicht gegen 19 040 RM. 1931. Der Mitgliederbestand beträgt 353 gegen 355 im Jahre 1931. Der Sprecher schloß mit einem Bekenntnis zum Vaterland, seinem greifen Präsidenten und zu feinem jungen Kanzler. Anschließend sprach im Auftrage der Landesgenoffenschaftsbank in Darmstadt Direktor Ginnow, der sich mit dem technischen und bankmäßigen Betrieb befaßte. Die Bilanz wurde genehmigt und dem Vorstand Entlastung erteilt. Bei der Vorstandswahl wurde der seitherige Direktor S ch o m d e r durch Zuruf einstimmig wiedergewählt. In den Atchichtsrat kam neu Philipp Launspach IV., Albach, Hattenrod, und Fatum, Lindenstruth, wurden wiedergewählt. Oberrevisor Hartmann von der Volksbank in Gießen sprach dann über Vollstreckungsschutz. Zinssatzsenkung und andere technische und wirtschaftliche Fragen in fesselnder Weise. Wirtschaft. OevisenzwangSwirtschast und Reichsmark. „Dem sparenden deutschen Volke das Ersparte zu erhalten." Unter normalen Verhältnissen bedarf der Zah- lungsverkehr zwischen In- und Ausland (Devisen- verkehr) keiner besonderen (Eingriffe der staatlichen Stellen und der Reichsbank. (Eingriffe sind aber notwendig, wenn der Bedarf an ausländischen Zahlungsmitteln (Devisen) infolge ungewöhnlicher Vorgänge sich in einer Weise verändert, die roirt- fchaftlich nicht gerechtfertigt ist. Solche außergewöhnliche Lage besteht in Deutschland seit 1931, als die ausländischen Banken und Gläubiger in überstürzter und unvernünftiger Weise ihre Guthaben plötzlich aus Deutschland zurückzuziehen versuchten, obwohl sie wissen mußten, daß keine Volkswirtschaft der Erde solche gewaltigen Beträge auf einmal zurückzahlen konnte, ohne den Kurs ihrer Währung zu erschüttern. Daher wurden die ausländischen Gläubiger Deutschlands zur Vernunft gewissermaßen g e - zwungen dadurch, daß man mit ihnen Abkom- men schloß, die die überstürzte Rückziehung ihrer Guthaben unterbanden (sog. Stillhalteabkommen) und ferner dadurch, daß die deutsche Regierung bzw. Reichsbank seitdem den Zahlungsverkehr mit dem Ausland unter Kontrolle stellte und regulierte (Devisenzwangswirtschaft). Der Sinn der Devisenzwangswirtschaft ist, daß in Deutschland auslcin- bische Zahlungsmittel, da sie knapp sind, nur zu wirklich notwendigen und volkswirtschaftlich berechtigten Zahlungen an das Ausland erworben und verwendet werden dürfen und nicht etwa zur Flucht in- und ausländischen Kapitals. Die Devifenzwangs- wirtschaft dient so der Sicherung des Kurses der Reichsmark und der deutschen Währung über- Haupt. Auch der Sturz des Dollars ändert nichts an der Sicherung der Reichsmark. Deutschland ist Schuldnerland und würde sich daher selber die Last feiner Auslandsschulden erhöhen, wenn es seine Reichsmark an die Abwertung des Dollars und Pfundes anfchließen würde. Durch die Stabilität der Mark trotz des Dollarfalles hat Deutschland hingegen den besonderen Vorteil, daß die Last der zahlreichen Dollarschulden an Amerika geringer wird. Um so mehr also ist die bekannte neue Er- flärung des Reichsbankpräsidenten zu begrüßen, die auch weiterhin die Stabilität der Währung garantiert. „Unsere Sparer sollen wissen, daß die Reichsbank als unerschütterliche Wacht auf dem Posten ist, wenn es gilt, dem schassenden und sparenden deutschen Volk das Geschaffene und Ersparte zu erhalten." Sronffurf schwächer. Frankfurt, 12. Mai. (WTB.-Drahtmeldung.) Die heutige Mittagsbörse eröffnete auf fast allen Marktgebieten in schwächererTendenz, nachdem sich schon an der Abendbörse Anzeichen einer Rückbildung der Aktienkurse bemerkbar gemacht hatten. Die Spekulation und auch vereinzelt die Kundschaft, haben offenbar weiteres Glattstellungsbedürfnis, zumal es an nennenswerten Anregungen fast fehlte. Die Auslandsbörsen vermochten keinen Einfluß aus die Kursgcftaltung zu nehmen: im Hinblick auf die Schwierigkeiten bei den Genfer Abrüstung»- Verhandlungen war weitgehendste Zurückhaltung zu beobachten. Im übrigen war man auch über die Finanzierung der Vorschläge des Reichsarbestsministers für das Arbeitsbeschaffungsprogramm noch nicht völlig im klaren, und auch die Pläne über die Auflegung einer Arbeitsbefchassungsanleihe war ein Moment zu verstärkter Zurückhaltung. Bei nahezu vollkommener Geschaitsstille zeigten die ersten Notierungen durchschnittliche Abschwächungen von 1 bis 1,50 o. H. Darüber hinaus lagen IG. mit minus 3,25 v. H., Harpener mit minus 3,50 v. H. und Siemens mit minus 4 v. H. stärker rückläufig. Am Montanmarkt betrugen die Einbußen durchweg von 1,50 bis 2 v. H., auch Kaliaktien lagen von 2,50 bis 4 v. H. niedriger. Chemienebenwerte gaben zum Teil bis zu 1 v. H-, herüber hinaus Deutsche Erdöl 1,75 v. H. und Rutgers- werke 2,75 v. H. nach. Am Elektromarkt lagen AEG. und Licht & Kraft widerstandsfähig, während Felten 2,75 v. H , Gesfürel 1,40 v. H., 'Betula und Chadeaktien 0,50 d. H. bzw. Mark verloren. Niedriger eröffneten außerdem Zement Heidelberg (minus 1,50 v. H ), Süddeutsche Zucker (minus 2 v H ), Deutsche Linoleum (minus 2,75 v. H.), Daim ler (minus 1,75 v. H.) und Reichsbankanteile (mi nus 1,75 v. H). Schiffahrls- und Berkehr^werte, Aku und Zellstoff Waldhof gaben bis zu 0,50 v. H. nach. Nach den ersten Notierungen traten zunächst meist kleine Erholungen von 0,50 bis 1 v. H. ein, Siemens zogen 2 v. H. an, die aber im Verlaufe unter dem Druck der herrschenden Geschästsftille wieder verloren gingen. Darüber hinaus ergaben sich bei einzelnen Papieren noch leichte Abschwächungen. Siemens blieben jedoch ziemlich behauptet. Nm Rentcnmarkt war die Tendenz ebenfalls schwächer, und zwar eröffneten Altdesih 1.25 Prozent, Stahlvereinbonds 1,75 Prozent, späte Reichsschuldbuchforderungen 1 Prozent und Neu- besih 0,38 Prozent niedriger. Auch im Verlaufe bröckelten hier die Kurse weiter ab. Goldpfandbriefe waren angeboten und von 0,50 bis 1 Prozent schwächer. Liquidationspfandbriefe und Kommunalobligationen blieben gut behauptet, Staatsund Etadtanleihen sowie Auslandsrenten lagen geschäftslos. Tagesgeld stellte sich auf unverändert 3,25 Prozent. (Schluß des rebafneneuen Teils.) Neuer ©tunbenioelltelotb auf Dunlop-Relsen- Ein Vorspiel der kommenden außerordentlichen sportlichen Ereignisse, die das Avusrennen am 21. Mai bieten wird, war die Weltrckordsahrt des Grafen Czaykowski am 5- Mai auf der Avus. Cs ist dem Grafen gelungen, den absoluten Stundenweltrekord im 4,9 l. Bugatti, der mit- 210, 392 auf der Monthlerybahn aufgestellt war, zu überbieten. Er fuhr in einer Stunde die phantastische Strecke von 213,8 Kilometer. Gleichzeitig wurden damit die bisherigen Rekorde für 1 Kilometer. Meile, 5 und 10 Kilometer unterboten- Graf Czaykowski fuhr englische Dunlop-Reifen, die nach der gewaltigen Rekordleistung noch in bester Verfassung waren. 2342V m. Doppelsohlen aus braun Mastbox. Kostenpunkt? MMpslWkll St.l0Ps.,mitTvvf- ballen 15Ps.ver2t., Früh- und Svätgc- müfevflanzen Stück 1 Pf.,Sellerie« und Blumenkohlbflanz. St.2Pf.,Radieschen 3Bund2VPf.emvf. Gärtnerei Seit« Ederstratzeu.Laden, Neuenweg 52. ors-« Für die Reisesaison gebe ich ab 15. Mai aus alle Art. Koner und Reiscartikcl 10% WM lug. Kilbinger, Nacht I. ®. Höfle 0193a Ledcnvar. u. Reiseartikel, Leltersw.67 4-Zimm.-Willig, m. Bad u. Balkon zu Derrn. 02925 Haas, Schubertstr. 2 Stellenangebote Lehrling für Büro it. Lager sofort gesucht. Schristl.Angeb.unt. 31761)a.d.Gietz.Anz. ATA ATA putzt und scheuert alles! Hochwertige, 72tcilige 100 Gramm schwer versilb. 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Sie gestand mir ihr Leid, ihren großen Kummer, aber du durftest nicht darüber reden." Keiner von ihnen merkte, daß Angela, die doch versprochen, nachzukommen, ihnen schon ganz dicht folgte und die letzten Sätze der heißblütigen Catalina vernommen hatte. Sie yörte Konrad von Zweilin- dens Stimme sagen: ' ,Lch bin der jungen Dame, obwohl sie wenig glimpflich mit mir umgegangen, sehr dankbar für ihre Offenheit, die besonders den Borzug hat, gleich alle Irrtümer aus dem Wege zu räumen. Ich komme mir jetzt vor wie ein Angeklagter, dem sein Bergehen vorgehalten und der sich nun verteidigen darf. Meine Verteidigung ist kurz. Ich mußte in Barcelona aus Gründen, die ich einsah, mit Rücksicht auf meine Mutter, meinem Liebesglück entsagen. Wie schwer mir das wurde, will ich nicht betonen, aber ich bin nicht verlobt. Ich kenne die Baronesse Rückert, die man meine Verlobte nennt, seit Jahren, und ihre Eltern sowie meine Mutter sähen es gern, daß wir ein Paar würden. Ich liebe immer noch Angela; die Baronesse aber liebt einen anderen Mann, und um uns vorläufig Ruhe vor den Familienwünschen zu verschaffen, spielten wir ein einiges Paar. Wenn wir zusammen sind, schwärme ich ihr von Angela vor und sie mir von dem Inspektor ihres Vaters. Gegen unsere offizielle Verlobung haben wir uns aber beide zur Wehr gesetzt. Im Herbst soll sie stattfinden, wir hoffen beide, bis dahin wenigstens einen Weg gesunden zu haben, wie die Baronesse zu ihrem Glück kommen kann; für mich besteht ja leider keine Aussicht dazu." Der Pfarrer und Catalina tauschten beide einen langen Blick. Was Konrad Zweilinden vorgebracht hatte, um die Anklage zu entkräften, klang alles wahr und echt. Auch Angela, die ihnen auf leisen Sohlen folgte, dachte, wie sie dem geliebten Manne doch so bitteres Unrecht zugefügt hatte. Ihr Herz klopfte stürmisch, und ihr Antlitz brannte. Oh, wenigstens hatte er doch das Andenken an ihre schöne Liebe nicht geschändet. Er liebte sie noch, und sein Sehnen und Verlangen galt keiner anderen. Wie wundervoll das war! Der Pfarrer sagte laygsam: „Daß Ihnen Angela einen anderen Namen nannte als den, unter dem Sie Angela gekannt, geschah mit voller Berechtigung. Sie heißt von ihrer Mutter Landa, von ihrem Vater Figueras, denn Senjor Esperao war nur ihr Stiefvater. Ihr Vater, der schon vor ihrer Geburt starb, hieß Figueras. Seine Frau heiratete später den Deutschen, der so sehr an dem Mädchen hing, daß er ihr erst dicht vor seinem Tode mitteilte, daß er nicht ihr leiblicher Vater war." Der Pfarrer erschrak, und Catalina riß die schönen großen Augen noch weiter auf. Was war denn nur plötzlich in Herrn von Zweilinden gefahren? Er blickte sie ja beide so überaus strahlend an, als hätte er eben die allerschönste Nachricht der Welt gehört. Er sah aus, als wüßte er vor toller Freude gar nicht aus noch ein. Und nun faßte er, stehenbleibend, nach den Händen des Pfarrers, drückte sie mit V> wohetuender Innigkeit, daß der alte Herr einen leichten Schmerzenslaut nicht zurückhalten konnte. „Oh, Herr Pfarrer", begann er endlich atemlos, „wissen Sie denn, daß Sie mir eben eine wahre Himmelsbotschaft gegeben haben. Er war ja der einzige Hinderungsgrund zu unserem Glück, zu unserer Vereinigung, dieser Nome, den Angela getragen. Nur weil Angela die Tochter des Grafen Speerau oder wie er sich in Spanien nannte, des Senors Ejperao war, wandte sich meine Mutter gegen mein Glück. Die Tochter jedes anderen Mannes wird sie Sern als Braut ihres Sohnes willkommen heißen! m Himmels willen, wo ist Angela? Ich muß sie sofort sprechen, jede Minute ist kostbar, jede Minute ist ein Diebstahl an unserem Glück." Plötzlich rief es laut hinter ihm: „Konrad, mein Konrad!" Als er* sich umwandte, stand Angela da, in der düsteren Trauerkleidung von geradezu hinreißender Schönheit, und blickte ihm mit tränenüberströmten Augen und dem wundersamsten Liebeslächeln der Welt entgegen. — Er vergaß den Pfarrer und die schöne, temperamentvolle Catalina und eilte mit schnellen Schritten auf die Wartende zu, riß sie an sein Herz und küßte sie, glücklich, überglücklich vor Seligkeit.--- Am nächsten Tage gab es mit Molly Rückerts Vater einen bösen Aurftritt. Konrad Zweilinden behauptete, er habe sich in die eine Spanierin, die jetzt in Schloß Wiesental wohne, bis über die Ohren verliebt. Als offener Mensch dürfe er Molly nicht anlügen, es fei besser, einen Irrtum vor der Ehe ein- zusehen, als nachher, wenn es zu spät wäre. Zum Glück hätte ja noch keine offizielle Verlobung mit Molly stattgefunden. Der sehr jähzornige Baron tobte förmlich. Er erregte sich: „Sie haben mein Mädel blamiert, kompromittiert und lächerlich gemacht, Herr von Zwei- linden. Ich werde Molly rufen, sie mag Ihnen erklären, für was sie Sie hält." Da mußte nun Molly herbei. Sie tat bestürzt, die kleine Komödiantin, warf Konrad Zweilinden ein paar verständnisvolle Blicke zu und grollte tief empört: „Niemals hätte ich dir dergleichen zugetraut, Konrad, niemals! Aber aufdrängen will ich mich dir nicht, heirate nur die Spanierin mit den schwarzen Augen. Ich habe sie n.ulich gesehen. Aber blamiert und kompromittiert hast du mich wirklich, ich schäme mich vor allen Leuten/' Sie wandte sich mit verstellter Zitterstimme an den Vater. „Du, ich habe es schon lange bemerkt, der Inspektor liebt mich; man müßte ihm ein bißchen entgegenkommen, jetzt, wo ich wieder frei bin. Denn, wenn ich mich möglichst schnell mit ihm verloben würde, gäbe es keinen unnötigen Klatsch." Sie weinte jetzt vor Angst, ihre Komödie, die sie ein Stündchen zuvor mit Konrad Zweilinden verabredet, könnte mißlingen. Sie schluchzte: „Alle meine Freundinnen werden zischeln und lachen, wenn Konrad mich nun sitzenläßt und ich ertrüge das nicht. Lieber möchte ich nicht mehr leben! Glaube nur Vater, Joachim Werbeck liebt mich, und ich könnte ihn auch gern haben, denn Konrad hasse ich jetzt. Und, und —" Sie schluchzte zum Steinerweichen. Der alte Polterer brüllte Konrad Zweilinden an: „Gehen Sie zum Deibel, Sie Windhund, der mit so ’nem armen Jungmädchenherzen Fangball gespielt hat, und eilen Sie sich ein bißchen, ich will Sie nicht mehr sehen!" Konrad blinzelte Molly zu und beeilte sich, der freundlichen Aufforderurig Folge zu leisten. Acht Tage später teilten Karten des Barons Rückert allen Freunden und Bekannten die Verlobung seiner einzigen Tochter Molly mit dem Guts- injpektor Joachim Werbeck mit. Wie er eigentlich dazu gekommen, sich „ben langen Lulatsch" als Schwiegersohn auszusuchen, war ihm selbst nicht ganz klar. Es war Molly also gelungen, was sie bezweckt; und hinter dem Rücken ihrer Eltern ging sie nach Wiesental und umarmte die schöne Spanierin als Freundin. „Wenn wir erst verheiratet sind, der Joachim und ich, setze ich dem Vater die Wahrheit vor", lachte sie, „dann kann er nichts mehr dagegen unternehmen und söhnt sich auch mit Konrad aus, und wir kommen alle zu eurer Hochzeit." Strahlend vor Glück brachte Konrad die geliebte Angela zu seiner Mutter, die er vorbereitet hatte; und sie zog das dunkellockiae Mädchen an ihre Brust und segnete es mütterlich, bas ihr Sohn liebte, denn in den Adern des schönen Geschöpfes rann ja kein Tropfen von dem Blute des Grafen Speerau, den sie einmal so sehr geliebt und dann bitter gehaßt. Sie hörte von Angela, auf welche Weise er aus der Welt gegangen, und da zog es durch ihr Herz wie Vergeben. Aber sie wußte nicht, um wieviel größer seins Erdenschuld noch war, und es würde nun für immer ein Geheimnis bleiben, wer es gewesen, der dort, wo das Kreuz am Wege stand, die Mordwaffe erhoben. Weder sie noch Angela würden jemals darauf verfallen, wie nahe sie beide dem Mörder gewesen und daß Wulf Speerau deshalb im blauen Mittelländischen Meere seinen sündigen Leib hatte reim waschen wollen von aller Schuld. 26. Ein kleiner Beamter im Städtteil Coll Blanch in Barcelona war offiziell Angelas Vormund, aber er hatte seine Pflichten gern an den Pfarrer Dasella abgegeben, und wie em guter Vormund beriet der Pfarrer nun mit Konrad Zweilinden und besten Mutter wegen Angelas Hochzeit. Angela erwähnte dem Pfarrer gegenüber eines Tages die seltsame Geschichte des Schlosses. „Sie haben ja gestern die Geschichte von den stummen Gästen von Zweilinden gehört, Senjor Cura, nicht wahr? Ich wünsche mir brennend gern, dieser alte, eigenartige Spuk fände sich an meinem Hochzeitstage auch zum Mahle pünktlich ein." Frau Bettina machte eine Bewegung der Abwehr. „Wünsche dir das nicht, mein liebes Kind, denn ich gebe dir die Versicherung, ich hatte schon mehrmals das sehr zweifelhafte Vergnügen des Besuches dieser Gäste, und ihr unsichtbares Erscheinen hatte stets Unheil im Gefolge. Mir graut ehrlich vor ihnen! Ich wünsche von Herzen, sie ließen sich niemals mehr in unserem Bankettsaal nieder. Seil mein Mann im vorigen Jahre an unserem silbernen Hochzeitstage so jäh verstarb, sind sie nicht mehr be- mertt worden, aber mir ist es, als ob man sie schon dadurch aufscheuchen könnte, daß man von ihnen spricht. Das letztemal sprach Molly Rückert von ihnen, meinte genau wie du, sie wünsche, daß diese stummen Gäste erscheinen möchten; und sie tarnen bann auch wirklich." (Fortsetzung folgt.) । MIT ß I L -D £ R N ,£AHN£N-UND STANDARTE N T R *A' G £ R/ ORIENTALISCHE CIGARETTEN COM PÄONIE. YOSMA" C.M.B.H. B RE M E N Dds köstliche Aromd den Mischung bleibt durch die händliche Häppenschdchtel- Packung in vorbildlicher Weise erhalten. Dds^^w^der einen besonders länganhallenden Rauchgenuß. Qlflo Afhmoino besonders auch kränkliche, «UV «m/WVtllV, zurückgebliebene und 163D RASSOL 3193D Jetzt für den Sommer die leichte, im Tragen so angenehme Kunilieidene Wäidie und allen Farben jedes Stück der bedeutendsten deutschenTuchfabriken Minderwertige Erzeugnisse führe ich nicht! 75 Mk. 3184 A 3181 A 1 gr. Fl. Mk. 1.50 solche mtt steifen Beinen, gesunden und entwickeln sich überraschend schnell, wenn Sie durch jedes Futter 1 Eßlöffel voll echtes mengen. Verlangen Sie nur echtes Rasiol in Originalflaschen u. weisen Sie Nachahmungen zurück. Allein. Hersteller: Engel- apotheke (Hießen. Zu Haden in allen Apotheken. 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