Mittwoch, 12 April 1933 185. Jahrgang Nr. 8Z Erstes Blatt Aufgaben der Zukunft ii. sB__ 09 rit' L iO) och,12.AW. ■ Dichter Kari Mer miker und JndufirieUe gestorben. 3,047 64-1» 76.02 14.35 0,833 4.209 58. 21-5 16,56 81,29 Ä-51 82.12 0.889 0.2S 5,135 13,07 Anna hme von Anzeigen für die Tagesnummer bl» zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Brette örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Re- klameanzeigen von 70 mm Brette 35 Reichspfennig, 45,70 2llle Revolutionen tragen die Gefahr ui sich, haft fie sich überschlagen, daß sie im Radikalismus, Geschichtslosigkert und damit m -hast. I an der Frank«' Vorstand der Dcrt» : Makler ausgesvidcrt is aus weiteres nicht endgültige Regelung <18,77 64.03 14-5 16-5 17O.<’ 21-8 73.61 C» 76-1’ ,43 35,52 3,053 170.52 73,Ö 64,26 76.18 14,39 0-842 4.217 58,81 21 16,® 81,45 35,59 82,28 0.891 0,241 5,'t- 13.09 Ä15* M. dieses fejÄ! kbt">»i56 053 1,37 1,72 1,1» 1,42 832 217 1,80 ,585 ,585 1,43 >,54 2.28 ,001 ,24! .145 3,10 nolen. geistiger und materieller Zerstörung enden. Wir gehören zu den Mächten, die dafür bürgen, daß das. was man Revolution von 1933 nennt, und was in deutscher Ordnung und Gesetzmäßigkeit unter der Schirmherrschast des Reichspräsidenten und Generalfeldmarschalls von Hindenburg ein- geleitet ist, wirklich eine deutsche Auferstehung wird. Wo gehobelt wird, fliegen Späne. Aber jeder Mitwirkende, jeder Führer — und zwar um so mehr, je höher er steht und je rückhaltloser er als Führer anerkannt wird — ist vor der Geschichte dasür verantwortlich, das; Ziel und Ergebnis nicht ein Trümmer» Haufen, sondern ein neuer Frühling des Volkes ist. Zum Fraktionsführer wurde der Abgeordnete S ch m i d t - Hannover gewählt. Der neue Frak. tionsvorsihende erklärte u. a.: Die geschichtliche Ausgabe der Deutschnationalen ist noch nicht erfüllt. Sie tragen mit christlich-konservativer Staatsauffassung organischem Wirtschastsdenken und sozialem Gemeinschaftsgesühl Erfahrungen in sich, die sie zu besseren Helfern beim Reubau machen, als es die Scharen von Konjunkturlingcn sind, die bMende von Flagge zu Flagge, von Partei zu Partei flattern. Dem Rausch der Feiern ist die Fundierung der Regierungsgewcstt gefolgt. Die wunde Wirt- Gjeße„ äVÄ 4len gewesen k lnksuttoK^be Sa« 5$"“ MiI H ffeifenMe eines bei c im Lause der letzten ? unterschlagen, auch eine Quittung eines 'euwutig geständig .^t hatte, erhielt, er ingnis. sentlichkeit wurde re« aus der Friedberger erbrechens verhandelt, isausnahme wurde er en Veweiscs frei- Die Oeutschnationaten in der Front des 30. Januar XeUtemimfhr S»s-»b-rg un» »«. n.ue $raHion«»orto- Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen -M, 58,^ 63-H 14-, 16-2? 16?- 2''S 73 2,46 75-8? 81- 35-88 auch der Tradition gewordene Drsmorckherrng heute jede ordentliche Speisekarte schmückt, so darf niemals aus dieser bedauerlichen Entgleisung eines hoffentlich restlos überwundenen Zertge- schmacks etwa eine Wiederholung dieser .patriotischen" Geschmacklosigkeiten hergeleitet werden. Was sollen Manschettentnöpse mit dem Hakenkreuz was soll das Bierseidel mit dem Kops des Reichskanzlers, was soll der Hosenträger in den Farben des Reiches? Man sollte es nicht dulden, dost geradezu schauererregende Bttdnisse der Manner des neuen Deutschland dem Volke mit dem kategorischen Imperativ ausgedrängt werden. Dies Vild gehört in jedes deutsche Haus! Zn den Zähren des Weltkrieges muhten wir mit tem schwarzweihroten Federhalter schreiben, Ar Radiergummi trug das Kaiserbild und taschentücher waren mit dem Kopse H'^denburgs „geschmückt". Reichsminister Dr. G o e b b e l s hat diesem Treiben und diesem „patriotischen Kitsch, der nichts mehr zu tun hat mit der echten sterung für das Vaterland, schärfsten Kampf an- acsaqt Das Volt aber sollte mit seinem gesunden Empfinden dafür sorgen, dah seine Farben und seine Hoheitszeichen und die Ramen seiner Führer nicht herabgesetzt werden. Kampf Am t>Qtno» tischen Kitsch, Kampf diesem „Patriotismus , der nur in den Aussührungszeichen diesen Ramen tragen darf und in nichts der echten Vaterlandsliebe gleichzusetzen ist. Die Wiederherstellung des Verussbeanttentums. Tie erste Durchführungsverordnung. Berlin, 12. April. (RB. Funkspruch.) 2m Reichsgesetzblatt Rr. 37 wird die erste Derord- nung für Durchführung des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums verossent- licht. Zn dieser Verordnung heißt es u. a.: Ungeeignet sind alle Beamten, die ter kommunistischen Partei oder kommunistischen Er- satzorganisationen angeboren; sie sind daher zu CrtQns nichtarisch gilt, wer von nichtarischm, insbesondere j üd ischen Eltern oderG' r>°- ß- e l t e r n abstammt. Es gilt, wenn ein Eltern.eil Der ehemalige (Staatspräsident Ulrich t. Offenbach, 12. April. (WTB. Drahtrneldung^ Der frühere hessische Staatspräsident Karl Ulrich ist in der vergangenen Nacht im hiesigen Krankenhaus im Alter von 81 Jahren gestorben. Der Verstorbene war am 28. Januar 1853 in Braunschweig geboren worden, wo er die Volksschule besuchte. Dann lernte er als Schlosser und Dreher und ging auf die Wanderschaft. In Offenbach übernahm er die Schriftleitung der sozialdemokratischen „Neuen Offenbacher Tageszeitung . Sern Kamps für den Sozialismus trug ihm viele Freiheitsstrafen ein. So wurde er 1886 mit Bebel und Auer zusammen zu neun Monaten Gefängnis verurteilt. 1885 war er Mitglied der Zweiten Hessischen Kammer geworden, der er bis zum November 1918 a"gehörte. Auch Mitglied des Reichstages war er non 1890 bis 1918. In der hessischen Landespolitik spielte er bereits lange vor dem Kriege eine wichtige Rolle. widersprechen wird. Bcsitzrccht, Erbrecht, Privatinitiative in der Wirtschaft, Leistungsprinzip, Sicherung der Währung, Sparsamkeit im vtaats- leben, alles das sind Prinzipien, die auch die DVP. mitJntensität und zum Teil mit Erfolg vertreten hat. Diese weitgehende politische Uebereinstimmung der Hitlerschen Errungen- schäften und Zielsetzungen mit dem, was die Volks- partei und die Nationalliberale Partei umkampft und erstrebt haben, weist eigentlich von selbst d c n W e g zu Hitler hin. Nachdem ich mich in einer Unterredung mit Herrn Hitler davon überzeugt habe, daß er die nationalen Motive der Auflösung der Volkspartei zu würdigen weiß und die Mitarbeit der ehemaligen Dolksparteiler im Rahmen seiner Partei begrüßt, fällt der letzte Grund fort, die DVP., die nicht mehr erfolgreich selbständig vaterländische Arbeit leisten kann, aufrecht zu erhalten. Das Gebot der Stunde ist die große Kon- zentration der nationalen Kräfte in Deutschland. Dazu muß auch die DVP. einen ent» l schlossenen und wirksamen Beitrag leisten. Der Reichstagsabgeordnete Dr. Hugo, bisher stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Volkspartei, übermittelte ter Presse eine Erklärung, in der er u. a. sagt: Die Deutsche Volkspartei hat ihre parteibildenten Kräfte verloren und kann sie auch nicht mehr gewinnen. Auch ein Zusammenschluß der bürgerlichen Parteien kann kein politisches Gewicht für die Zukunstsentwicklung mehr gewinnen. Dieser Staat ist ein grundsätzlich anderer als der von Weimar. Zn diesem gibt esnureinenRah- men s ür die politische Mitwirkung: Das ist die große nationalsozialistische Bewegung. Die Summe dessen, was aus staatspolitischem Gebiet Adolf Hitler in den letzten vier Wochen schuf, umfaßt die Kernprobleme ter nationalliberalen und volksparteilichen Politik. Was die Partei gewollt, hat Hitler auf anderem Wege als sie es konnte vollbracht. In seiner großen Rede vor dem Reichstag hat Adolf Hitler ein nationales und wirtschaftliches Programm verkündet, dem kein Dolksparteiler Der Weg zu Hitler. Dr. Hugo begründet die Auslösung der rheinisch-westfälischen Organisationen der Deutschen Voltspartei. dbökse befestigt. Ü.Apcil. Sie Abend» btcm Geschäft befestigt, esses standen IG. Fai» angeblich soll die un» Menllichung der Ziffern bringen. Stärker sbankantcile mit M fingen ‘Migtfntün dem Mnet' Schluß ;iS 0,75 Prozent. Sie ■ter Börse fand Beach- aufc zu weiter leichten beachtet waren am ipag, die 1,25 Pr°M neu setzten zunächst 0, 5 n aber später um 0,50 ich Adlerwerke Mer 50 Prozent nur knapp t sag ebenfalls seltnen 0,25 Prozent, Nc rf« 0.65 y*?« 02,50, Siemens 158.5, t in - fchen den wirtfchaftskörpern und der Regierung zu treffen find, nicht präjudiziercn. Alle Umbauten und perfonalrcforihen müfsen deshalb zugleich unter dem Gesichtspunkt der wirtschastlichkeit gesehen werden. Lin Abbau bewährter nationaler Kräfte würde nicht nur dem Grundsatz der Sparsam, (eit, sondern auch dem der Frontkameradschaft widcrfprechen. Das Tenipv der inneren Reuordnung ist auch durch die Rücksicht aus die außenpolitische Gefahrenlage bedingt. Hinter dem großen Ziel Der Revision von Versailles, der Rückgewinnung des deutschen Wehrrechtes, ter Rettung ter bluten- den Ostmark, müssen alle innenpolitischen Or- ganisations- und Agitationswünsche wrudtreten. Die neue nationale Volksfront hat chre großen Erfolge stets im Zusammenwirken der verbündeten Kräfte erzielt. verjüngte. aktivierte Deutschnationale Volkspartei wird in diesem Block ein sicherer Garant gesunder Entwickelung sein. gefeiert. . Patriotismus ist eine Apache. ßrUttee wahre innere Liebe z^ H nn - große tanc Ausdruck einer .^erüerung,^^ ift ein Sache des Vaterlandes. P Herzens. Und Stimmungsmoment, oie ö .-.gehalten wer- darum muh ihre flamme v Don aller den Sie muß rem gehalten wer in Geschäftemacherei die üch ™gb£gcßurt unferes den Tagen der nationalen ^i^rg &urd) bic Volkes breitzumachen fuefct ‘penn i man Straßen der großen ’S^^^ftiger ..Pa- häufig in den Auslagen a 8 -9 fulation trioten-, die m «mfter ^SteS Kopi- aus Der ehrlichen ^egeil 6 bcd täglichen tal schlagen tooHeir. Farben der na- Bedarfs mit bcn pnfi^ien uns vielleicht tionalen Bewegung verzie , ’^.cl£)cn Geschmack- zum Kauf anzureizen. H größte Blüte, und ?otiSIeü S=tabfe»ung All-« ju un» muß auch im Telle FLL Ech- ^w7rben werden. Mer für Die nationale 9 Wege, um eine 1Ä*ÄW4*UB,Bn bleiben. . ..... Rach der Durchführung seiner nationalsoziatifti- schen Ausgabe wird der Rationalsozialismus nun auch sein der deutschen Arbeiterschaft gegebenes Versprechen einlösen. Den Auftakt hierzu bildet ter „Tag der nationalen Arbeit am 1 Mai. Der Reichskanzler Adolf Hitler wird aus allen Teilen Deutschlands Arbeiterabordnun- gen empfangen, er wird eine Proklamation an Die deutsche Arbeiterschaft verlesen und überall im Reiche wird die Arbeiterschaft ausmarschieren, um die Kundgebung des Kanzlers zu vernehmen. Der Gedanke, am 1-Mai em Fest der nationalen Arbeit zu feiern, entspringt dem tiefen pWchvlo gischen Verständnis des Kanzlers für die geheimsten seelischen Wünsche des Volkes. Denn die , Maifeier stammt noch aus der Zeck, in der» die deutsche Arbeiterschast sich noch nicht enftchieden hatte, ob sie unter der Führung volksfremder Ideologen oder deutscher Derufsgenossen mar toteren wollte. Bismarck hat sich m Der Frühzeit Der Deutschen Arbeiterbewegung reDllch S. bemüht, ihr ^ein deutsches Gesicht geben. LeiDer fanD er bei Dem Deutschen Bürgertum nicht Die notwendige Unterstützung. Durch 2ahr zehnte aber blieb der 1. Mai Dasjenige Arte ter- est das wirklich volkhaste beut le alten deutschen Vollslieder. Aus Dem ^vlksf st toar eine Parteiveranstaltung geworden, vollends nach dem Kriege wurde tee Maifeier zu einer A°A"T-g ^CCÄn Arbeit- de? deutschen Arbeiterschast »■= ®6rc unt> ®ur6e 2l-b°i.--tm°e-wmd°r -uruck. D,ch eine Klasse mariajiM-t, uut fnnhem das °°m Bürger °-Zb° , g .-ll' ^ bekennt Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener FamUienblätter Heimat im Bild Die Scholle monatsiBeiugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. zernfprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Postscheckkonto: Stanifurt am Main 11686. Platzvorschrift 2ÖU , mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Ted Ernst Dlumschein und für den An- zeigenteil i.D.TH.Kümmel Dnld M,d »erlag: »M.'lche Unwe-fi,ä.-.»°ch. nnö S.einöruderd B. lange in «.etzen. Sd,riftlettung UN» e,Watwn«: ^a^afe 7. .n *—s? 45,8» Aus der Provinzialhauptstadt Fördert die Landhilfe! Kleine politische Nachrichten Berlin, 28. März 1933. QIn den Bekannt ist, daß er vom radikalen Flügel seiner Partei als „Hofgänger" kritisiert wurde, da er eine Einladung Großherzog Ernst Ludwigs zu einem Parlamentarischen Abend Folge geleistet hatte. Die Novemberrevolution brachte Ulrich an did Spitze des Arbeiter- und Solüatenrats in Hessen, am 21. Februar 1919 wurde er zum Staatspräsidenten gewählt. Dieses Amt hatte er bis zum Jahre 1928 inne. Scheidhauer & Gießing, Mainzlar, dort betreibt, eine größere Menge des gefährlichen Spreng st offs Ammonit ge st oh- len, die damals spurlos verschwand. Die Nachforschungen der Polizei und der Gendarmerie blieben ebenfalls ergebnisiss. Nunmehr gelang es der Gendarmeriestation in Homberg, in dieser Angelegenheit zu einem vollen Erfolg zu kommen, denn die Gendarmeriebeamten von Homberg fanden den Sprengstoff im Umfang von 16% Silo im Walde bei Vurg-Gemünden versteckt vor. Energisches Zugreifen bei verdächtigen Personen brachte den weiteren Erfolg, daß man auf dem Grundstück eines verdächtigen Mannes in Burg-Gemünden unter einem Holzstoß versteckt 115 Sprengkapseln vorfand, die gleichfalls sicher- gestellt wurden. Bis jetzt wurden 15 Personen v e r h a f t e t, von denen etwa die Hälfte heute nach Gießen in das Landgerichtsgefängnis übergeführt wird. Mit der Aufklärung dieses großen Spreng- sioffdiebstahls hat auch die verbotene Fischerei mit Sprengstoff in der Ohm in der Nähe der Dicknah- mühle bei Homberg ihre Erklärung gefunden; wegen dieser strafbaren Handlung sind vier Personen in haft genommen worden. Die Untersuchung wird mit Nachdruck fortgesetzt. Empfänge beim hessischen Staatspräsidenten. WER. Darmstadt, 11. April. Die Pressestelle der Staatsregierung teilt mit: Der Herr Staatspräsident empfing heute drei Ver» tretet des Kampfbundes für deutsche Kultur, ferner den hessischen Vertreter des Deutschen Luftsportverbandes, sowie Herrn Dr. P r a s ch, den neuen Intendanten des Hessischen Landestheaters. Bei dem Bericht der gestrigen Empfänge ist ein Irrtum unterlaufen. Statt Vertreter des Hessischen Automobilklubs muß es heißen: Vertreter des Starkenburger Automobilklubs und des Allgemeinen Deutschen Automobilklubs, Gau Hessen. AeueDeutschenhehe inKaltowitz Deutschfeindliche Kundgebungen des polnischen Akademiker-Berbandes. Aus aller Welt. Oie Führer her Christlichen Gewerkschaften bei Reichsminister Goebbels. Berlin, 11. April. (WTB.) Der Reichs- mlmster für Dolksaufklärung und Propaganda empfing heute nachmittag die Führer der christ- üchen Gewerkschaften, Jmbusch, Otte und Eudenbach. Es handelte sich bei der hierbei stattgefundenen Besprechung vor allem um die Frage der Teilnahme der christlichen n an den Kundgebungen aus Anlaß des Feiertages der nationalen Arbeit am 1. Mai. Der Minister betonte, daß die Regierung bereit sei, mit allen aufbau» w * c rgen Kräften des Volkes zusammenzuarbeiten, daß sie aber ein Wiederaufleben der marxistischen Gefahr in keinerlei Form irgendwie dulden werde. Die Unterhaltungen sollen in der Woche nach Ostern fortgesetzt werden. Eisenbahnunglück in (Kolumbien. — 21 To le, 43 Verletzte. Aach einer Meldung aus Bogota entgleiste 130 Kilometer von Tunja infolge zu scharfen Bremsens ein Zug. 21 Personen wurden getötet, 43 verletzt. Reichskanzler Hitler dankt Buhbach. e* SuUacb, 11. April. Am Samstag, 8. April, ist von Herrn Reichskanzler Hitler folgendes Schreiben bei der hiesigen Stadtverwaltung eingegangen: Sprengstoff-Fund im Walde bei Burg-Gemünden. Bisher 15 Personen verhaftet. 3m April v. 3. wurde aus dem Sleinbruch am hermannsberg bei Homberg, den die Firma Bürgermeistertagung in Schotten Treubekenntnis des Vogelsbergs zum nationalen Staat. hessischen Bauernschaft unter Leitung des Staatskommissars Dr. Wagner, wurde die Landesführergemeinschaft hessischer Bauern gebildet. -Zum Vorsitzenden der Landesführergemeinfchaft wurde einstimmig der verdiente Leiter des nationalsozialistischen Amtes für Agrarpolitik in Hessen, Staatskommissar Dr. Wagner gewählt. Die Landesführergemeinschaft besteht aus dem Vorsitzenden, Staatskom- Missar Dr. Wagner, seinem Stellvertreter, Landtagsabgeordneten Seipel, Fauerbach, Dr. von H e l m o l t, Friedberg, Bundschuh, Lengfeld, Mossel, Marienborn, Finger, Flomborn, zwei noch zu benennenden Kreisfachberatern der RSDAP. und zwei Herren vom ^unglandbund, Hessen. Um das Cinigungswerk auch in sich von Anfang an zu erleichtern, ist gleich innerhalb der bisher bestehenden landwirtschaftlichen Organisationen, des Hessischen Landbundes und der Vereinigten freien rheinhessischen Bauernschaft, die beide dem Reichslandbund angehören, eine Gleichschaltung dadurch geschaffen worden, daß sich die Vereinigte freie rheinhessische Bauernschaft und der Hessische.Landbund zusammen- schließen zum -Hessischen Landbund, bestehend aus drei Provinziallandbünden. Die Vorstände dieser Landbünde sehen sich zusammen aus den seitherigen Kreisvorsihenden der drei Provinzialverbände und den entsprechenden Kreisfachberatern der RSDAP. Präsident des Hessischen Landbundes bleibt Dr. von Helmolt. Zu seinen Stellvertretern wurden bestimmt Mossel Marienborn, und Bundschuh, Lengfeld. Die neuen Vorstände der Provinziallandbünde werden schon in allernächster Zeit zusammentreten. Oie Wächter am Tor der Gesundheit. Von Or. med. Schlohmann. Die Mandeln sind die Wächter vor dem wichtigsten Cingangstor unseres Körpers. Sie umschließen mit dem sogenannten „Rachenring" als Gaumenmandeln und als Rachenmandel die Bahn, die alles, was wir atmen, schlucken, schlürfen, passieren muß, bevor es in den Tiefen der Speiseröhre oder der Luftröhre verschwindet. Es sind recht empfindliche Organe, sie reagieren leicht schon auf die kleinste Invasion feindlicher Bakterien mit einer Halsentzündung. Bei vielen ist die Empfindlichkeit der Mandeln so groß geworden und die Zahl der Entzündungen so häufig, daß das veränderte Gewebe zu wuchern beginnt, nicht mehr recht seine wichtigen Aufgaben als Abwehr-Organ erfüllen kann, ja sogar der Schlupfwinkel schädlicher Krankheitskeime wird und außerdem durch mechanische Behinderung des Atmens und Kauens das Allgemeinbefinden weitgehend beeinträchtigt. Am unangenehmsten find die Mondelvergröße- rungen des Kindesalters, die offenbar auf einer angeborenen Anlage beruhen und besonders häufig zu beobachten find bei Kindern, die auch sonst zu Entzündungen, Katarrhen, Hautausschlägen neigen. das Biehhüten im direkten Quellengebiet der Wasserleitungen unterbleibt, um Infektionskrankheiten vor- zubeugen. Vorn Arbeitsamt Gießen waren dessen Vorsitzender Regierungsrat Dr. L i st, Regierungsrat Dr. Kolb , sowie Herr Borg erschienen, um mit den Bürgermeistern eine Anzahl Fragen aus der Arbeitslosen- Versicherung zu besprechen. Insbesondere sprach der Borsitzende über bie- neuen Bestimmungen der Landhilfe, über die Voraussetzungen, unter denen sie gewährt wird. An Hand der Vordrucke wurden die Anträge auf Förderung aus der Land- Hilfe, sowie die abzuschließenden Arbeitsverträge zwischen den Landwirten und den jugendlichen Arbeitsuchenden genau durchgesprochen und Zweifel klargestellt. • Man verspricht sich gute Fortschritte von der Durchführung dieses großen Werkes. Die Landwirtschaft erhält auf diese weise billige Arbeitskräfte, anderseits wird der Arbeitsmarkl wesent- lich.enklastet und die 3ugendlichen werden einer gesunden, wertvollen Arbeit zugeführt. Auch Mädchen können der Landhilfe zugeführt werden. Angeregt wurde, daß das Alter, mit dem die Jugendlichen für die Landhilfe zugelassen sind, von seither 25 Jahren möglichst auf 30 Jahre ausgedehnt werden möge. Eine Reihe von wichtigen, die Gemeinden sehr interessierenden Fragen wurde zum Schluß noch behandelt. Oer Dank der Siaaisregierung: Auf dos vorerwähnte Begrüßungstelegramm der Burgermeisterversammlung ist beim Kreisamt Schotten folgendes Telegramm aus Darmstadt, 11. April, eingegangen: „Slaalsregierung dankt für Ireube- kenntnis des Vogelsberges und sendet Hitler-Gruß und Hessen-heil! Dr. Werner." x S ch o t t e n , 11. April. Im Rathaussaal zu Schotten fand heute unter dem Vorsitz des Kreis- direktors Dr. I a n n eine amtliche Bürgermei- slerversammlungdesKreisesSchotten statt, zu der alle Bürgermeister bzw. deren Vertreter erschienen waren. Kreisdirektor Dr. I a n n sprach einleitend vom vaterländischen Geist beseelte Worte über den nationalen Aufbruch und das große Befreiungswerk. Auch in unserem engeren Heimatland Hessen stehen Männer an der Spitze, zu denen wir v o>l l Vertrauen aufblicken können, da sie Land und Leute, besonders unser Oberhessen, bestens kennen. Bürgermeister M e n g e l - Schotten versicherte namens der Bürgermeister, daß alle Bürger- m e i st e r des Kreises mit ganzem Herzen sich rückhaltlos zum neuen Staat bekennen und ihre ganzen Kräfte für die Wiedergeburt unseres Volkes einsetzen werden. Auf Vorschlag des Kreisdirektors wurde an die hessische Regierung folgendes Begrü- ßungstelegramm geschickt: „Die zur heutigen Bürgermeisterversammlung erschienenen Vertreter sämtlicher Gemeinden des Kreises Scholten, der von jeher mit an der Spitze der Bewegung marschiert ist, entbietet der hessischen Regierung ihre ehrfurchtsvoll st en Grütze und geloben tatkräftige Mitarbeit. 3.21.: Kreisdirektor Dr. 3 a n n." Eingehend wurde sodann dos neue Gleichschal- tungsgesetz und seine Rückwirkungen auf die Gemeinden besprochen. Besonders wurden die bevorstehende Neubildung der Gemeinderäte, die Aufstellung der Vorschlagslisten, die Tätigkeit der örtlichen Wahlkommissionen behandelt. Sodann hielt Medizinalrat Dr. Koch einen Dor- trag über die Sauberhaltung der Wasserversorgungs- anftalten und Quellengebiete der Gemeinden. Es soll darauf gesehen werden, daß die Düngung und Vom Arbeitsamt Gießen geht uns fol- gende wichtige Mitteilung zu: Der Versuch, durch die L a n d h i l f e dem schwerbelasteten Landwirt und der'arbeitslosen Jugend zu helfen, wird nach einer telefonischen Mitteilung des Herrn Präsidenten der Reichsanstalt durch Erleichterung der Zuweisungsbedingungen erheblich gefördert. Nach der jetzigen Rechtslage können alle 3ugend- lichen bis zu 25 3ahren als Helfer zugelassen werden, mit Ausnahme derjenigen, die nach § 89a AVAvG. keine Arbeitslosenunterstützung beziehen, weil eine Arbeitslosigkeit nicht oorliegt. Gefallen sind also z. B. die Einschränkungen, die über 21 3ahre alte 3ugendliche ausschliehen, wenn sie nicht mindestens 20 Wochen in einem geschlossenen Lager im freiwilligen Arbeitsdienst tätig gewesen waren. Besonders wichtig ist die Bestimmung, daß die Forderung für die W o h l f a h r t s e r- werbslosen, die in die Landhilfe eingewiesen Oie Neubildung des Gießener Stadlrats. 2m heutigen Anzeigenteil gibt der Gemeindewahlkommissar der Bürgermeisterei Gießen be» rannt, daß der Gießener Stadtra-t auf Grund der neuen gesetzlichen Bestimmungen fünf- hg aus 28 Mitgliedern bestehen wird. Die Parteien, ausgenommen die Kommunisten, müssen ihre Wahlvorschläge bis spätestens Dlenstag 18. April, 18 Ahr, bei dem Wahlkornmissar im Stadthaus, Bergstraße, schrift- lrch einreichen. Räheres ist aus der Bekanntmachung ersichtlich. Ostem im Stadttheater Gießen. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrie- ben. Der Spielplan des Stadttheaters bringt an den beiden Osterfeiertagen ein der Würde des Festes entsprechendes Programm. Am Sonntag, < Osterseiertag, gelangt das Schau- spiel Andreas Hollmann" von Kaergel lSpielleitung: Oberspielleiter Wolsg. Kühne) zum letzten Male bei kleinen Preisen zur Auffüh- ruSchauspiel entflammte bei seiner Erstaufführung in gleicher Weife durch feinen fortrei- nenöen dramatischen Zug, wie durch seine tief er- 'Uhlte ethische Tendenz. Dies Werk ist eine Bereicherung für jedes Kulturtheater. Für den 2^ Osterfeiertag Montag, 17. April, sieht der Spielplan tm Rahmen der sonntäglichen Frern- oenvorstellungen die Erstaufführung des Bolks- ülcr Musketiere" von Sigmund Graff (Spielleitung: Oberfpielleiter Peter Fas sott) vor. Ein Dolksstück, erfüllt von Humor und echtem Kameradschaftsgeist. Die Vorstellungen beginnen an beiden Tagen um 19 Ahr. Bornotizen. für Mittwoch: ÄÄ 19 30 b-s 23 Ahr: „Die Räuber". Bahnhofstraße: „Jonny stiehlt Seltersweg: „Der goldene Gletscher. * i Gießener Geldinstitute teilen im heutigen Anzeigenteil mit, da ßnhre Kassen u?d Geschäftsräume am Ostersamstag, 15. April für reden Verkehr geschlossen bleiben. ' ** Fe st genommen wurde — wie der heutige Polizeibericht meldet — der Kommunist Otto Kreiling, Maurer, geboren am 6. Februar 1905 zu Wieseck und wohnhaft in Wieseck wegen Verbreitung illegaler Flugblätter der Kommunististischen Partei. Diese Flugblätter holte Kreiling auf Grund eines ihm zugeschobenen Zettels an einem bestimmten Versteck ab. Er kam in Untersuchungshaft. "Das Fundfachen-Derzeichnis. Das Verzeichnis über die im Monat März gefundenen bzw. abgelieferten Gegenstände kann an der Anschlagtafel im Flur des Polizeiamts, Landgraf- Philipp-Platz 1, eingesehen werden. Die Empfangsberechtigten werden aufgefordert, ihre etwaigen Rechte innerhalb 2 Monaten beim Fundbureau während der Dienststunden geltend zu machen. Der Gesamtausschuh des Deutschen Genoss e n sch a f t s v e r b a n d e s hat beschlossen, sich hinter die Regierung zu stellen, die sich nach- örucklich für die Wiedergenesung unserer nationalen Wirtschaft einsehen wird. Darüber hinaus wurde der korporative Beitritt des Genossenschaftsverbandes zum Kampfbund des 2»^ "blich en Mittelstandes der RS DAP. einstimmig beschlossen. Der neue Derbandsvorsteher des DHB. Milt- zow hat folgende Anordnungen getroffen: Aus der Verbandsleitung scheiden aus: Habermann, Thiel und Bott. 3n die Derbandsleitung i e i u der Reichstagsabgeordnete Stöhr „.Z//gler; der bisherige Vorsitzende des Ausjichtsrates, Hannemann, tritt zurück. Die Vertretung der Verbandsleitung in Berlin, die X. am 6a ch bisher übertragen war, wird auf» gehoben. Die Verbindungen zum DGB. und seinem Blatt „Der Deutsche" werden gelöst. werden, auch von der R e i ch s a n st a l t getragen wird, so daß es hier also nicht mehr der Uebernahme durch die Fürsorgeämter bedarf. Nach der Ueber-- sfcht, die schon jetzt mit ziemlicher Deutlichkeit vor- liegt, besteht ein starkes Ueberangebot von offenen Landhilfestellen. 2nie 3ugcnb-Organifationen, die Lager des freiwilligen Arbeitsdienstes, die Fürforgeämler und die Bürgermeistereien werden dringend gebeten, im 3nteresfe der 3ugendlichen, der Landwirt- schäft und der Beseitigung der Arbeitslosigkeit sich auf das ernsteste um die Werbung von 3u- gendlichen für die Landhilfe zu bemühen. Der Versuch, auf neuen Wegen Arbeit zu beschaffen, muß zu einem Erfolg gestaltet werden. Anmeldungen zur Landhilfe erfolgen zweckmäßig auf vorgeschriebenem Formular beim Arbeitsamt und seinen Nebenstellen bzw. bei den vorher bezeichneten Organisationen, die um Weiterleitung gebeten werden. Auskünfte werden gern telefonisch und schriftlich vom Arbeitsamt Gießen gegeben. Beim ersten Blick in den Rachen erkennt man das Vorhandensein vergrößerter Gaumenmandeln, während eine Schwellung der Rachenmandel oft nur schwer festzustellen ist: sie liegt an sehr verdeckter Stelle. Als zwei dicke Wulste ragen die Gaumenmandeln aus ihren Rischen hervor und können so groß werden, daß sie beiderseits das Gaumenzäpfchen ständig berühren. Leichte Grade der Mandelvergrößerung verursachen gar keine Beschwerden. 2n andern Fällen macht es sich unangenehm bemerkbar, daß die Maüdelkranken weit Stadtrat Butzbach (Hessen). Das mir vom Stadtrat Butzbach verliehene Ehrenbürgerrecht erfüllt mich mit aufrichtiger Freude. Och nehme hiermit die Ehrenbürgerschaft an und Bitte, dem Stadtrat meinen ergebensten Dank »sowie meine aufrichtigsten Glück- to u n f e für das Blühen und Gedeihen von Butzbach aussprechen zu dürfen. Ergebenst (gez.) Adolf Hitler. Landessührergemeinschast hessischer Bauern. WSR. Frankfurt a.M., 11. April. Rach- am 4. April die Reichsführergemeinschaft deutscher Bauern unter Führung des Leiters des Amtes für Agrarpolitik der RSDAP., Wal- rA» F&ilbet wurde, ist als erstes Land Deutschlands Hessen dem Beispiel des Reiches gefolgt. In einer am Sonntagnachmittag im „Krokodil in Frankfurt stattgefundenen Sitzung ^2^"tf ch af tlichen Fachberater der RSDAP. des Hessischen Landbundes, des Hessischen 3ungland- oundes und der Vereinigten freien rheinKattowitz, 11. April. (WTB.) Der Akademikerverband der Wojewodschaft Schlesien veranstaltete eine Protestversamm- lung gegen die angeblich an Polen in Deutschland begangenen Gewaltakte. Den Veranstaltern schlossen sich die Akademikerverbände von Krakau, Warschau, Lemberg und Posen an. Mehrere Redner griffen in unerhörter Weise alles, was deutsch ist, an und schilderte, angebliche in Deutschland ?" ST"' T°rr°r°ktc in dr-Mch-n F-r. uüu uic -zzianoeitranten weit Beu’tfSnn^Sber£' die IN häufiger als andere Menschen von allen vorkom- Deuftchland an Polen begangenen Terrorakte vor den I menden formen hon .SSalärmfxünhtmRofaHon SS“; ÄÄtt müsSunb Sd°u"ch-'nAnsÄnt7n Mitt°l°h-.Enizün. S ®‘c unnng-n-hmst- F°Igc der M°nd°l°°rgr°. verlaimü 5?e^n?r wurde r Gerung stellt die Behinderung der Rasen-Atmung des dar. die besonders durch eine stark vergrößerte ?e n als Ä Zeichnet H°^lchulenmPo- Rachenmandel entstehen muh. Anglücklicherweise " berechnet. werden meist Jugendliche davon befallen, denn Rach dem Absingen des Rationalliedes und die Wülste der Rachenmandel erreichen in der der deutschfeindlichen „Rota' versuchte die auf- Zeit Dom 4. bis zum 14. Jahr ihre deutlichste gehetzte Menge einen Amzug zu bilden. Ber- Ausbildung. 3m Laufe des zweiten Jahrzehnts schiedentlich gelang es ihr Schaufensterscheiben erfahren sie eine schnelle Rückbildung. Diese von Geschäften mit deutschen Aufschriften zu Kinder erkennt man schon von weitem: langes zertrümmern und Auslagen zu rauben, blasses Gesicht, schmale Rase, offener Mund und Deutschsprechende Passanten wurden ein eigenartig stumpfer GesichtsaiGpruck. Sie auf offener Straße geschlagen. Roch,in spä- haben einen ständigen Schnupfen, frechen un- ter Abendstunde durchfuhren angetrunkene De- deutlich und durch die Rase, schlafen mit offenem monftranten teufte Drohungen gegen alles Munde und schnarchen bei Rachtz. Die Atmungs- Deutsche ausstoßend in Autos die Straßen. Die störung wird leider vielfach von den Angehörigen ® tm unö ©eteehren ausge- zu leicht genommen, sie kann sehr oft zu einer rultet, war bemüht, größere Ausschreitungen zu schweren Störung der körperlichen und geistigen verhindern. Die Brandreden auf der Kundgebung Entwicklung ausarten. Spitzer Gaumen, Kiefer- lassen die H i n t c r g r u n de und wahren mihbildungrn, abnorme Zahnstellung, Wachstums- äl2L:e Dieser Hetze leicht erkennen: unter dem Verkümmerungen des Brustkorbs, Kopfschmerz ?°^de eines Protestes gegen angebliche Asthma, nervöser Husten, Bettnässen und geistige deutsche SerroraHe mochte man dre unbe- Benommenheit, alle diese recht unangenehmen Än°ntro wirt- Erscheinungen können als Folge der vergrößer- schaftlichem und kulturellem Gebiet schädigen und ten Mandeln auftreten U am liebsten ganz verdrängen. | Reuerdings> spielt die Entfernung der Mandeln, die operativ erfolgen muß, noch eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung chronischer Infektionen. Die krankhaft veränderten Mandeln t m I vermögen nicht mehr ihre natürlichen Leistungen sVrasident hat auf Bor- zu erfüllen. Rheumatische Beschwerden, Rieren- schlag des Reichskanzlers am 10. April den Ge- Erkrankungen und eine Anzahl schwerer Leiden Jim uni ^tter ü- Epp die auf unklare Infektionen zurückzuführen fin^ erchsstatthalter in Bayern er- bessern sich oft nach dem ziemlich harmlosen Ein- . griff mit überraschender Schnelligkeit. Natürlich muß nicht jede etwas vergrößerte Rachen- oder Der Reichsrat hat dem Anträge des Reichs- Gaumenmandel operiert werden. Man muß sich arbeitsministers zugestimmt, daß big auf toei- m der Medizin stets vor einem starren Schema- teres ausländische landwirtschaft- tismus hüten. Die leichteren Fälle bessern sich liche Wanderarbeiter nicht mehr vst weitgehend durch örtliche Pinselungen und zu gelassen werden. Hiervon sind wie bis- durch sachgemäße körperliche Erziehung, bei der her Ausländer mit Befreiungsscheinen oder solche, Bewegung in frischer Luft und zweckmäßige, gute Jenen die Beschäftigungsgenehmigung auf Grund Ernährung eine wichtige Rolle spielen. r ihrem Heimatsstaat zugesicherten Gegen- . Die Eltern und auch die erwachsenen Kranken seitigkeit gewährt werden muß, ausgenommen. sollen bedenken, daß die hier beschriebenen Beschwerden, mit denen sich mancher vergeblich jahrelang herumplagt, oft leicht und entscheidend zu bessern sind, wenn man den Weg zum Arzt im rechten Augenblick findet. 2228 A s.v.yeäu»s-^ GIESSEN am OSWALDSGARTEN Wenn sein Gemüse ^®,c?lsn"rien gründlich aufgelockert wachsen - dannimuB^^““^asnährendeWas- Srund ÄweSndigek Luft Wnnen nicht eindringen. Seht mal, wie sein Gemüse gedeiht I SÄ-atS® Ä.“Ä “SS. gs;K die Wolf-Geräte einfach im KucKwan gehen am langen Stid nach. __ gje So praktisch sind Wolf-Gerat . bekommen die echten, mit ötempe, Feuer fommiffanscher Bürgermeister in Darmstadt. QB6H- Darmstadt, 11. April. QIn Stelle deS Bürgermeisters Ritzert, dessen Dienstzeit von der hessischen Regierung für beendet erklärt wurde, ist Diplom-2ngenieur Kopp zum kommissarischen Bürgermeister bestellt worden. Kopp ist von dem kommissarischen Oberbürgermeister Dr. Barth heute morgen in sein Amt eingeführt worden. Er ist am 9. Februar 1897 Seboren, besuchte das Reue Gymnasium in Darm- adt und meldete sich 1914 als Kriegsfreiwilliger. Rach dem Kriege studierte er an der Technischen Hochschule Darmstadt. Er wurde spater Assistent an der Technischen Hochschule. Kopp gehört der RSDAP. an. Landkreis Gießen. X Wieseck, 11. April. Die freundliche Aufnahme im letzten Jahr hat dazu ermuntert, auch dieses Jahr am Karfreitag durch den Rundfunk zu einer Feier st unde im Gottes- Haus verhelfen zu lassen. In der „Stunde der Ration" soll di« „M atthäus-Passion" aus Berlin in die Kirche übertragen werden. Die Firma Ludwig Kehler hat in selbstloser Weise sich wieder zur Verfügung gestellt. Wirtschaft. Frankfurt weiterhin fest. Frankfurt a.M., 12. April. (WTD. Draht- Meldung.) Die heutige Mittagsbörse verkehrte in weiter befestigter Tendenz, doch war die Umsohtätigkeit nur aus einigen Spezialge- bieten etwas lebhafter, während im übrigen nur kleine Llmsähe zu verzeichnen waren. Die Rähe der Osterseiertage veranlaßte etwas zur ZurückHaltung. Die Kursgestaltung war nicht ganz einheitlich, doch überwogen Besserungen von durchschnittlich 0,50 bis 1 Prozent gegenüber der Llbendbörse. Der günstige Eindruck des IG.-Derichtv, th dem vor allem die beinahe Verdoppelung der flüssigen Mittel ins Auge fielen, löste sowohl bei der Kulisse als auch beim Publikum verschiedentlich Rachfrage aus und gab der Gesamtbörse das freundlichere Gepräge. IG. Farben gewannen bei lebhaftem Geschäft 2,50 Prozent, ferner wurden Scheide- anstalt hiervon beeinflußt und zogen um 3 Prozent an. Die übrigen Chemiewerke erhielten Besserungen um bis zu 1 Prozent. Mehr Interesse zeigte sich auch für Montanwerte, wobei Buderus (plus 2,50 Prozent), Rheinstahl (plus 1,65 Prozent) und Gelsenkirchen (plus 1,25 Prozent) stark befestigt waren. Don Kaliwerten konnten sich Aschersleben um 3,50 Prozent befestigen. Am Elektromarkt eröffneten AEG. 0,39 Prozent, Licht u. Kraft 1,75 Prozent, Gesfürel 1,25 Prozent höher, wogegen Vekula etwas angeboten waren und 0,75' Prozent verloren. Sonst setzten noch Demberg 1 Prozent, Zement Heidelberg 0,50 Prozent, Stahlverein, Mannesmann und Otavi Minen von 0,50 bis 1 Prozent fester ein, während Reichsbank, Klödnerwerke und Phönix je 0,50 Prozent nachließen. Schiffahrtswerte lagen uneinheitlich bei allerdings kleinen Veränderungen. Daimler blieben nur knapp gehalten, auch Adlerwerke Kleyer lagen im Freiverkehr zu 50 Prozent ruhiger und unverändert. Der Rentenmarkt hat(e gleichfalls freundliche Tendenz. Reubesitz gewannen 0,25 Prozent, Altbesitz eröffneten zunächst knapp behauptet, zogen aber später um 0,39 Prozent auf 76,25 Prozent an. Späte Reichsschuldbuchforderungen gingen nach anfänglicher Befestigung im Verlaufe weiter zurück. Stahlvereinbonds gaben 0,39 Prozent nach, Reichsbahnvorzugsaktien zogen dagegen 0,50 Prozent an. Von fremden Werten blieben Anatolier Eisenbahn knapp behauptet. Don Goldpfandbriefen lagen Frankfurter 1 bis 2 Prozent höher, während Rheinische Hypothekenbank ruhiger lagen. Liguidationspfandbriefc waren meist unverändert, Kommunalobligotionen lagen vereinzelt etwas fester, Etadtanleihen zogen überwiegend etwas an. Im Verläufe unterlagen die Kurse kleinen Schwankungen, bei freundlicher Tendenz blieben sie aber auf dem erhöhten Riveau gut behauptet. Das Geschäft schrumpfte jedoch stark zusammen. Tagcsgeld war zu 3 Prozent unverändert. Wettervoraussage. Warmluft und Sonnenstrahlung brachten kräftige Erwärmung. Neuerdings dringt kühlere Ozeanlust vor, welche uns etwas unbeständiges Wetter bringen wird. Dabei gehen die Temperaturen zurück, mit dem Auftreten von Niederschlägen ist zu rechnen. Obwohl über Irland der Lustdruck wieder onfteigt läßt sich die Weitergestaltung der Wetterlage für die nächsten Tage noch nicht übersehen. Aussichten für Donnerstag: Etwas kühler, wechselnd bewölkt und ausheiternd, zeitweise Regen, um West drehende Winde. Aussichten für Freitag: Teils bewölkt, teils aufheiternd, noch vereinzelt leichte Niederschläge möglich. Lufttemperaturen am 11. April: mittags 19 Grad Celsius, abends 11,6 Grad: am 12. April: morgens 10 Grad. Maximum 19,6 Grad, Minimum 6 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm liefe am ll.föpril: abends 16,9 Grad: am 12. April: morgens 10,7 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 6% Stunden. Kirchliche Fachrichten. Evangelische Gemeinden. Gründonnerstag, den 13. April. Sladtkirche. 19.45 Uhr: Pfr. Mahr; Beichte und hl. Abendmahl für Matthaus- und Markusgemeinde. — Iohanneskirche. 19.45: Pfr. Bechtolsheimer ; Beichte und hl. Wendmahl für Lukas« und Johannes» Semcinbe. — Kapelle de» Alien Jricbbof». 18: Pfr. enz, Beichte und hl. Abendmahl für die Luther» gemeinde — Petruskapelle. 20: Psarrassistent Rn dl; Beichte und hl. Abendmahl für die Petrusgemeinde. — wieseck. 9: Beichte. — Grohenvufeck. 11: Beichte für die Alten. — Oppenrod. 8.30: Gottesdienst. — Kirchberg. 10: Kirchberg: Passionskindergottesdienst; Kollekte für Syrisches Waisenhaus. — Watzenborn- Sleinberg. 20: Beichte und Feier des hl. Abendmahls. — Lich. 20: Stiftsdcchant Kahn; hl. Abendmahl, Kollekte. — Kloster Arnsburg. IL Stifts- pfarrer Draubt; hl. Abendmahl. — Allen Vuseck. 9: Beichte. Katholische Gemeinden. Mittwoch, den 12. April. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Donnerstag, den 13. April. Gründonnerstag. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte: 6.30, 7, 7.30 und 8 wird die hl. Kommunion ausgeteilt: 9: Hochamt; nach dem Hochamt Anbetungsftunden-, 18: Andacht; 21- Lesung der Adschiedsreden des J)errn. — Lich. 7:'Hochamt; 14 bis 16: stille Anbetung, 20: An- dacht. — Nidda. 8.30: Hochamt; 20: Andacht. ZAHNPASTA erhält die Zähne ' schön weis* gesund Ww aueh das Osterwetter werden mag-eine gvteFasse KAFFEE HAG bringt erst die rechte Festes« freude.Er ist gesund und gut. 2508 D I Gründonnerstag Größte Auswahl Seefische und Filets Telefon 2417. Marktstraße 23 Dr. Ploch ZnWofliiersias Lei’. Spiegelkarpfen alle Sorten »»o Hellbatt Pfand l.M, erhalten., tiefer Amtsverkündigungen aus den oderheffischen Kreisen 1933, 1933, 1933, lbRj>£DO Klein-Schreibmaschinen zu niedrigsten Preisen und kleinsten Raten bei NIEDERHAUSEN 4 CO. Seltersweg 17, 1. Stock v. 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April 1933, 18 Uhr, wahloor- schläge bei dem Wahlkommissar (Stadthaus, Bergstraße Nr. 20) schriftlich einzu- reichen. Wählergruppen, die einen Wahlvorschlag nicht einreichen, erhalten keine Sitze, die überschüssigen Sitze gehen auf die Höchstzahlen der anderen Wahlvorschläge über. Ein Wahlvorschlag darf höchstens 56 Bewerber enthalten. Sie sind in erkennbarer Rechenfolge aufzuführen und sollen mit Vor- und Zunamen, Beizeichen ( bei Frauen auch Geburtsname), Stand oder Beruf und Wohnung bezeichnet werden. Bewerber dürfen in mehr als einem Wahlvorschlag nicht ausgenommen werden. Dem Wahlvorschlag ist die schriftliche Erklärung jedes Bewerbers beizufügen, daß er der Aufnahme in den Wahlvorschlag zustimmt. In jedem Wahlvorschlag soll für Die Verhandlungen mit dem Gemeindewahlkommissar ein Vertrauensmann und ein Stellvertreter benannt werden. Der Der- MM-KMIM Ausschnitt zur Schuhbefohlung nut und billig nur vom Fachgeschäft öennann Böljrig.fecertjonölunQ (Hießen, Neustadt 43 mim Alle Schüler, die einen gewerblichen Beruf bereits ergriffen haben oder später ergreifen wollen, haben sich zu melden. Die Meldungen der Schüler sind schriftlich an den Schulvorstand des Ortes zu senden, an dem der Schüler die gewerb- liche Berufsschule besucht. Die Schuloorstandsvorsitzenden der Be- rufsschulozcke wollen die Aufnahme der Schüler an den genannten Tagen überwachen ober einen Vertreter bestimmen. Kreis Büdingen. Die Aufnahmen in die Berufsschulen finden an folgenden Tagen statt: für Bübingen: Gewerbliche Abteilung am Dienstag, 25. April 1933, vor- mittags 8 Uhr. Kaufmännische Klasse (hierzu zählen auch die Bureauhilfs- träfte) am Mittwoch, 26. April 1933, vormittags 8 Uhr. Madchenklasfe der allgemeinen Fortbildungsschule: Montag, 24. April, vormittags 8 Uhr. Für Ortenberg: Gewerbliche Abteilung: Donnerstag, den 27. April 1933, vormittags 8 Uhr.. INätascli• erhalten Mk. 35.— mit Gar. abzug.Aflerweg 44. Zirka 20 Ztr. gutes Heu geg. Kaffe abzugeb. Krofdorf Schulstratze 70. o»is MkÖ HIER Herren- und Knabenkleidung GIESSEN SELTERSWEG 2460A trauensmann ist zur Beseitigung etwaiger in dem Wahlvorschlag bestehender Mangel ermächtigt: die Mängelbeseitigung ist nur bis zum 21. April 1933, 18 Uhr, zulässig. Verbindungen im Sinne des Artikels 24 des Gemeindewahlgesetzes finden nicht statt dagegen können Wählergruppen sich auf einen gemeinsamen Wahlvorschlag einigen, der bann als ein Wahlvorschlag gilt (siehe § 14 |3J des Vorläufigen Gesetzes zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich vom 31. März 1933)/ Gießen, den 11. April 1933. Bürgermeisterei Gießen. Gemeindewahlkommisfar: I. V.: vr. Seid. Viel Freude an Ihren Kindern an ihrem schnellen beruflichen Vorwärtskom- men bringt Ih nen die Ausbildung Ihres Sohnes, IhrerToch- ter in unseren Vollkursen. Da lernen sie alles was nötig ist, um tüchtig zu werden und gut zu verdienen. Unser kostenl. ausf. Prospekt sagt Ihnen, wie andere durch uns es zu etwas brachten. Vogtsche Privat-Handelsschulen Gießen, Goethestr. 32, Ruf 2464, Vokohaus Für Hirzenhain: Gewerbliche Abteilung: Montag, 24. April 1933, vormittags 8 Uhr. Für Ribba: Allgem. Abteilung Knaben: Dienstag, 25. April 1933, 13 Uhr. Allgemeine Abteilung Mädchen: Mittwoch, 26. April 1933. 13 Uhr. Gewerbliche Abteilung: Montag, 24. April 1933 vormittags 8 Uhr. Für Altenstadt: Gewerbliche Abteilung am Montag, 24. April 1933, vormittags 8-2 Uhr. Für Echzell: Gewerbliche Abteilung am Dienstag, 25. April, vormittags 7 Uhr. Auch die Schüler haben sich zu melden, die noch keine Lehrstelle haben, jedoch schon entschlossen sind, einen bestimmten gewerblichen Beruf zu ergreifen. Die einzelnen Schulvorstände werden ersucht, die Anmeldungen zu überwachen. Kreis Lauterbach. Untersuchungen von Diehtransporten finden von Samstag, nachmittags 1 Uhr. bis Montag früh 7 Uhr nicht statt. Das Kreisoeterinäramt ist ebenso an allen Feiertagen geschlossen. Untersuchungspflichtige Transporte find so rechtzeitig zu bestellen, daß sie spätestens bis Samstag, nachmittags 1 Uhr, untersucht werden können. Zur Regelung der Untersuchungen sur den Herbsteiner Markt am 18. April finbet vor dem Markt für die nach Herbstem durchgeleiteten Transporte von 7 dis 8 Uhr die Unterfuchung am Bahnhof Herb- stein statt. Das kreisoeterinäramt ist vom 15. April, nachmittags 1 Uhr, bis jum 18. April, vormittags 7 Uhr, für alle Untersuchungen geschloffen. »es. Sckr. Ang. m. Preis u. Farbe unt. 02334 a. d. G. A. Verkäufe kegeWM u.töolöWn abzugeben. 02311 S. Meyer/Mesen. Zigarren- and Schreibwarengeschäft in guter Lage, über 20 Fahre bestehend (bill. Ladenmiete), umständehalber verkäuflich. Zur Uebe^ nähme erforderlich einschliehlichWaren- lager u. Einrichtung M k.3000. 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Herren-Socken .2.50.1.75, 0.95 1.25. 0.75. 0.35 Baumwolle und Seldenflor, moderne Muster Waschleder und Schweinsleder, imitiert Die Beerdigung fand in der Stille statt. 02332 Frdr.Teipel Gießen (Karl-Vogt-Straße 21), den 11. April 1933. 25220 Statt Karten für jeglichen Verkehr geschlossen sind. Reichsbankstelle Gießen 2514D Lichtspielhaus * Gießen Alten-Buseck, Wieseck, Grünberg, den 11. April 1933 Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 13. April, nachmittags 2Va Uhr, vom Trauerhause aus statt 02322 Annerod. 2526D Gießen, den 11. April 1933 2507 D überwältigender Schönheit. 2527 C Gießen, den 10. April 1933. 250öD ■'4 KonsumvereinOieBen u.Umö e. G. m. b. H. 2503 A 2512 A ■l Ä ...1: Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen sagen wir hierdurch unseren innigsten Dank Ria Wack, geb. Schmitt Lieselotte Wack Damen-Handschuhe.... Seide, moderne Ausführung Damen-Handschuhe.... Mattseide und Glacö mit Stulpe Herren-Handschuhe.... 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Illlllllllllllllllllllllllllllllllll Die Beerdigung findet statt am Donnerstag, dem 13. April, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof. In tiefer Trauer: Ludwig Schwalb und Familie Otto Christ und Familie Karl Schwalb und Familie Wilhelm Klos und Familie Albert Müller und Familie Allen denen, die beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen ihm die letzte Ehre erwiesen, uns während der Krankheit hilfsbereit zur Seite standen, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers und die schönen Blumenspenden spreche ich im Namen aller Hinterbliebenen meinen tiefgefühltesten Dank aus. Auguste Stauß. Diverses: Apfelsinen (Blutoval).. Schokolade-Osterhasen 1 Liter 90 Pfg. 1 Liter 95 Pfg. 1 Lit. 110 Pfg. Reizende Frühjahrs-Neuheiten in DamerkPullover und Damen-Blusen Beachten Sie bitte meine AUSSTELLUNG im Hause Gebr. Imheuser, Marktplatz und meine Spezialfenster: Markt 16 Zuckereier */* Pfund 20 Pfg. Ostcrschokoladen in allen Preislagen. 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Mit einer an Hexerei grenzenden Geschwindigkeit werden Städte, Forts und Panzerschiffe nicht nur eingenebelt, um sie feindlichen Bombenangriffen zu entziehen, sondern auch, um die Flugzeuge nicht der Erdsicht und damit der Bodenabwehr ouszu- sehen. Bewundernswert ist der Schneid und die Exaktheit des italienischen Flieger-Exerzierens. Wenn man Geschwader guf Geschwader der italienischen Luftslotte an sich vorbeisliegen sieht, muh einen der Neid packen, und man erkennt so recht das Berzweifelte unserer Lage im Fall eines Krieges, den niemand bei uns wünscht, gegen den aber auch ein Völkerbund - wie man int Konflikt Iapan/China sieht — ohnmächtig sein würde. Alter 17 bis 48,ohne jede bisherige Filmtätigkeit. Wir suchen Menschen des Alltags, wie sw uns täglich begegnen. Neue Gesichter aller Berufe mit originellen, charakteristischen interessanten Ausdrucksarten. Jeder kann geeignet fein. Figur. Aussehen, schön, häßlich: gleichgültig, aber klare Aussprache, eventuell Dialekt!" Daraufhin meldeten sich 7000 Bewerber, manche sogar nut Telegrammen, um nicht zu spät zu kommen, nicht nur aus allen Teilen des Reiches, sondern auch aus dem Ausland und sandten ihre Bilder. Alle Berussarten waren vertreten bis zu dem Wasserfloh. Fänger, der sich aus Hamburg meldete: sogar Damen-Imitatoren boten ihre Dienste an. Man schrieb nicht nur persönlich, sondern auch Freunde verwandten sich für ihnen bekannte Damen. So schrieb ein Herr: „Wenn Eie Fräulein Liefe! S. nicht engagieren, passiert etwas Furchtbares!" Und es stellte sich dann heraus, das) dieses Furchtbare darin bestand, daß die Arme an einem Kochkursus teilnehmen müsse. Eine andere Drohung lautete: „Sie versündigen sich am Film, wenn Sie nicht Fräulein Sibylle R. engagieren. Sie tritt gegenwärtig am Kabarett in K. aus. Fahren Sie sofort hin und sehen Sie sie an!" Einer, der sich stets „der Lächler" unterschrieb, versuchte es mit der Hartnäckigkeit. Er schickte jede Woche eine Postkarte: „Da muh ich doch lächeln! Sie suchen jetzt schon zwei (drei, vier ...» Tage und Haven immer noch nicht das Richtige gefunden. Aber das Richtige kommt! Roch tüchtiger war ein Werbefachmann, der seine Photographie mit den Worten begleitete: „Legen Sie meinen Bries nicht fort! Ich bin iücht so schmalzig, wie ich auf diesem Bilde wirke." Er war denn auch wirklich einer von den 33, Idie ihr Fiel erreichten. Besonders kühn war die Selbstcharakteristik eines anderen Bewerbers, der behauptete, er sähe aus wie „eine Mischung aus Hans Albers und Brigitte Helm". „Die Himmelsfloite." Das Problem des Zukunstskrieges im Ulm. Don Karl Friedrich Frentzel. andere Städte voii Betracht mit Bomben belegen und Schutt und Asche aus ihnen machen Selbst Litauen verfügt über 50, Dänemark über 150 Jia* litärflugzeuge: Deutschland, eine halbe Million Quadratkilometer groh, mit mehr als 60 Millionen Einwohner, hat nicht ein einziges militärischesFlugzeug. Der Artikel 198 des Versailler Vertrages be- stimmt einfach, dah Deutschland keine Land- und Marine-Luftstreitkräfte führen darf. Diese Bestimmung war allerdings als Ausgangspunkt einer allgemeinen Entwasfnung gedacht, aber toer glaubt heute noch an Abrüstung? Wenn deutsche Staatsmänner die Mrüstungskonferenzen in Genf als Theatervorstellungen und Harlekinaden bezeichnen, wer pflichtet da nicht bei! Frankreich hatte in Genf den Antrag gestettt. gefolgt von seinen Trabanten Polen, die Tscheche,, Jugoslawen. die allgemeine Luftabrüstung von einer vorhergehenden „Internationalisierung der Zivilluftfahrt abhängig zu machen, um Deutschland auch noch das Letzte, seine Verkehrsfliegerei, zu zerschlagen. Dann, so sagten die französischen Vertreter, würde man an den Gedanken einer Abrüstung der Militärfliegerei Herangehen. Fram- reich hat rund 5000 Militärflugzeuge. Deutschland besitzt keins. Man wird es aufgeben müssen, an ein fair play zu glauben. Ruch Italien, dem wir durch die Umwälzung in Deutschland nähergerückt sind, unterhält eine stattliche und schlagkräftige Luftflotte, von deren straffer Führung unter dem Lustgeneral Balbo wir durch den italienischen Film der Pittaluga „Armara Azzurra“ eine anschauliche, packende Vorstellung bekommen. Die Ufa bringt diesen Film chen herbeigeschasst, bis die alte Wohnung w>e- der ganz hergestellt ist. Es folgt die LiebeSzeit der Adler, die hier in Aufnahmen zu sehen ist, wie sie so bisher noch nie gelungen sind. Dann brütet das Weibchen die Gier aus. und während dieser Zeit must das Männchen allein auf Nahrungssuche ausgehen, fliegt immer wieder mit halben Fischen in den Fängen heran, wobei wohl zu vermuten ist. dast es vorher den besseren Kopl- teil selbst verzehrt, bevor es das Schwan,ende der Gattin überläht. Allerlei Gesahren drohen dem brütenden Weibchen und der Brut, und eins der grandiosesten Bilder ist die halb ängstliche, halb drohende Stellung des Tieres, wenn es sich über sein Gelege aufrichtet, um nach Feinden zu sehen, vor denen das Männchen durch seinen Rus gewarnt Hot. Die Jungen ducken sich bei einem solchen Warnruf im Horst nieder und liegen regio« da. um nicht etwa durch eine Bewegung sich dem Feinde au verraten. Wundervoll sind auch die Szenen, in denen der Adler majestätisch über dem Wasser schwebt, nach seiner Beute späht und dann pfeilschnell herabstöht. um sofort mit dem Fisch in den Fängen wieder emporzusteigen. Mit der Beute fliegt er dann nach einem einsamen Baum, von dem aus er weithin die Umgebung beobachten kann, um sich zunächst einmal auszuruhen. Die jungen Adldr sind ansänglich unförmige kleine Ungeheuer, die aber, von den Eltern reichlich mit Rahrung bedacht, rasch heranwachsen. Während sie zuerst von der Mutter gefüttert werden, die von einem großen Fisch Stück für Stück ab reist t und ihnen in die geöffneten Schnäbel stopft, sind die Jungen bald soweit, um selbst die Rahrung zu zerkleinern, um die dann oft ein wilder Kamps entsteht. Und dann unternehmen sie, von den Eltern angeleitet, selbst di« ersten Flüge ans Wasser, lernen den Fischfang und alles, was zur standesgemästen Adler-Er- ziehung gehört. Es ist höchste Zeit, dast „sie die Kinderschuhe austreten", denn schon ist der Herbst da und die Zeit naht, da die Adlerfamilie die grobe Reise nach dem Süden antritt. So erlebt man diesen Epos des deutschen Adlers mit einer Eindringlichkeit und Anschaulichkeit. wie sie keine Beschreibung bieten könnte, und die Raturkunde ist um ein neues wichtiges Dokument bereichert. *“• Dispositionspläne, Namen der Beschäftigten, auch der Komparsen, Feststellungen darüber, welcher Staatsangehörigkeit die einzelnen angeboren ldas ist wichtig wegen des Kontinents) und schließlich einen vollkommenen Bildersaß. Das ist keine Spielerei, wenn man so etwas sammelt - man braucht nur an die Ausstellung m einer der Berliner Hauptverkehrsstraßen .zu denken, die die Anfänge des stummen Films zeigt: roie wird man sich erst nach dreißig Jahren reuen wenn man das Werden des Tonfilms ebenso und 'wchvie genauer verfolgen kann, denn bereits heuw erweist fich der praktische Wer, emee laichen Archws de später aber noch viel großer sein wird: da brauch die Rechtsabteilung eine Auskunft uber dre Art einer Aufnahme, weil darüber Meinungsver ch.e- denheiten entstanden sind Oder: ein Zerleger wunjcht den Schlagertext, so wie er taftachlich ge^ jungen 'wurde und so, wie er anfangs »in Buch tonb Oder- die lleberwachungsabteilung will wis- en, wie viele Tage der Schauspieler S. beschäftigt war. Früher: mühseliges, zeitraubendes Suchen, jetzt: ein Blick ins Archiv. Später, wenn man wirklich ein Museum schalst, roirbP man auch an zwei „Schwesternjtellen der Neubabelsberger Einrichtung denken muffen, um das Bild eines jeden Tonfilms ubzurunden. Cm mal gehört eigentlich dazu dos Pressearchiv da aenau neigt, wie jeder tfilm aufgenommen wurde und in welch amüsanter Weise oft die Meinungen mehrerer SVitungen, die Ansichten von ^adt und Land die Auffassungen der Heimat und der Fremde voneinander abwLn. Und danr.das wichtigere Aräliv- die Bild - und Tonsammelsteite IN Tempelhof. Ein Regisseur braucht Bilder vom Meeresrauschen? Weshalb noch einmal e.ne M ’ spieliqe Aufnahme machen oder gar eine teure Reis unternehmen? Tempelhof liefert ftejo daß man fh geschickt und sparsam in den neuen Film em dmeiben kann. Ebenso kann man dort allgemein^ cültiae Tönc beziehen. Zum Beispiel: für einen Ulm w7rd Händeklatschen oder werden Hurra- nzuse benötigt. Man braucht dazu nicht erst die Komparserie stundenlang uben zu lassen, em paar Photographien stumni gedreht, und der Ton, der ja meist die größte Arbeit verursacht, wird von Tempelhof nachgeliefert. Tonfilm: ,9er goldene Gletscher." Ein Hochgebirgsfilm der Emelka, der sowohl durch die soziale Problemstellung der Handlung als auch durch eine über das gewöhnliche Maß weit hinaus» gehende Heranziehung von bäuerlichen Laienspielern seinen besonderen Charakter erhalt. Die vermeint- liehe Entdeckung einer goldhaltigen Mine am „Man» toro" im Lötschental entfesselt einen Goldrausch unter der Bevölkerung des einsamen Gebirgsdorses. Der erbitterte Kampf um den „Goldenen Gletscher" bestimmt das Schicksal der kleinen Gemeinde und eines fanatisch an den endlichen Erfolg glaubenden jungen Ingenieurs. Die Regie von Anton Kutter entwickelt die Handlung wirkungsvoll in einer malerisch- großzügigen Hochgebirgslandschaft und steigert sie zu dramatischen Höhepunkten, vor allem mit der Sprengung der tauben Mine zum Schluß. Ein statt liches Aufgebot von Lötschentaler Bauern gibt dem Film auch darstellerisch eine besondere Note. Bon den „echten" Schauspielern ist in erster Linie Gustav Diessl zu nennen, der sich mit einer verbissenen Energie für die Rolle des Bergingenieurs Faletti einsetzt. — Der Film läuft seit gestern mit einem interessanten Beiprogramm in den Astoria Licht spielen in Gießen. als Beispiele genannt sein mögen, bisher fJon in acht verschiedenen Sprachen — englisch, französisch, spanisch, italienisch, schwedisch, ungarisch, polmsch und tschechisch - besondere Fassungen bergeftellt und darüber hinaus sogenannte „internationale Versionen", die mit Musik und einkopierten erläuternden Zwischentexten bearbeitet werden. Ein besonderes Kapitel deutscher Äulturfilmarbcit sind die Expeditionen in fremde Lander. ,ra die Reiserouten prinzipiell nie nach Rezepten einschlägiger Reisesuhrer zusammengestellt werden, ist die filmische Ausbeute solcher Expeditionen immer überraschend und neuartig. Oer Film macht Gesichter. Man hat oft darüber gestritten, ob die Kunst imstande sei, eine Mode zu machen. Zweifellos ist von der Bühne so manche Anregung für Die Wandlungen der- Tracht ausgegangen: was berühmte Schauspielerinnen aus den tocltbcDeu- tendcn Brettern trugen, wollten auch die eleganten Damen anlegen, und ebenso hat oio Malerei das Schönheitsideal so mancher Zeit de- stimmt. Daß der Film mit seiner überwältigenden Wirkung auf das Publikum auf diesem Gebiet starken Einfluß ausüben würde, war zu erwarten und besonders nach den berühmten Filmstars hat sich schon manche Modeerscheinung gerichtet. Lieberraschende Ausschlüsse hat über diese Rach- ahmung des Films durch die Wirklichkeit ein Versuch gebracht, über den G. R H a r d in der Lesestunde" berichtet. Der Regisseur Dr. Edgar B e Y f u h arbeitet, wie früher bereits berichtet, an einer Tonfilm-Serie „Du und ich wir alle", in der nur Laienspieler in etwa drei bis vier Szenen austreten. Der erste Film dieser eigenartigen Serie, „Tratsch", ist bereits vollendet. Um die geeigneten weiblichen und männlichen Darsteller zu gewinnen, wurde eine Anzeige verössentlicht, in der gefordert wurde: Am Horst der Müritz-Adler. Ein Großfilm aus deutscher Wildbahn. Als der bekannte schwedische Tierschilderer B e n g t B e r g seinen Film „Die letzten 2tt»ler herausbrachte und dieses sterbende Geschlecht m einem schönen Buch beschrieb, da glaubte man allgemein, daß es bei uns in Deutschland temc Adlerhorste mehr gebe. Aber dies ist nicht der Fall. In den endlosen Wäldern, die sich am Ostuser der Müritz in Mecklenburg erstrecken. Hausen noch zwei Arten von Adlern, der Fisch' adler und der größere, aber noch seltenere See- Adler. Das Leben und Kämpfen dieser mächtigen Vögel aus deutscher Wildbahn im Film festzuhalten. hat der ausgezeichnete Photograph Walter Hege unternommen und einen Großfilm her- gestellt. der erst seit kurzem vollendet ist, aber auf seinem Weg durch die deutschen Lichtspiel- theater gewiß bald die größte Aufmerksamkeit finden wird. _ , „ Wie dieser Film entstand. schildert Hans Mar- tin H o s c m a n n in den „Mecklenburgischen Monatsheften". Rach großen Schwierigkeiten gelang es Hege schließlich, eine für diesen Zweck beson- ders gut geeignete Kamera in der Krone einer 25 Meter hohen Kiefer aufzustellen, die neben dem Horst-Baum der Fisch-Adler steht. Es wurde dort oben eine Art Plattform gebaut, von der aus Apparat und Operateur alles sehen konnten und doch selbst gegen die Beobachtung der scharssichtigen und argwöhnischen Vögel geschützt waren. Viele Stunden mußten hier Hege und seine Heiser hocken, um in dem geeigneten Augenblick „zum Schuß" zu kommen. Hege wählte den kleineren Fisch-Adler, der aber mit seiner hellen Unterseite und seinen leuchtenden Farben dem Lichtbild eine besonders dankbare Ausgabe bietet. Der so entstandene Film ist ein Raturdokument ersten Ranges, denn nichts ist gekünstelt. nur die Wirklichkeit ist aufgefangen. Die Handlung des Films verfolgt den Adler in allen Stadien seiner Entwicklung und beginnt mit der Rückkehr der alten Tiere aus dem Süden nach ihrer mecklenburgischen Heimat zum alten Horst. Zunächst bessern die 'Adler das Rest aus. an dem die Winterstürme hart getauft haben. Zweig auf Zweig wird von dem Werb- ^mmlunq sämtlicher Tonfilme, von Der ersten or na Der Idee bis zum kurbelreifen Dreh- hÄ lr noch etwas mehr": ein glänzender tfinfnH^taum ausgeführt, zeigt sich schon sein prak- Jahren ermessen können. Tiir Ufa hat diese Idee gehabt und auch gleich in ^Wirklichkeit umgesetzt. In einem Zimmer ihres R-..^belsberger Bürohauses stehen fünf regal- Schränke. Sic enthalten das bisher zufam- ortige 'Material. Von Monat zu Monat, von m Tonfilm wächst der Raum, und einst, 1 * ein paar Jahren, wird aus dem „Archiv ein Mu feu m des tönenden Films" geworden r “ >2^ kann man nur begrüßen und muß doch gleichzeitig bedauern, daß nicht andere Firmen ein ahnUches tun und daß man nicht rechtzeitig dam t nSanmm hat. Denn wenn jemand einst die Ge- ÄE hes Tonfilms schreiben will oder wenn er Mfiditigt, einmal statistisch zu ergründen, wieviel RtÄr gedreht wurden, ehe es klappte, w-.emel ge° nrnht roerDen mußte, wieviel Aufnahmetage notig mareu unD mk ?ft Autoren und Regisseure ihre urlorünalichen^ Absichten. oeränbert haben. Dann wird er HZr auf alle Fragen Antwort bekommen. KSefTÄ will man aber alles oufDebc" 2' C Gesichtspunkten sammeln: 1. Ö£P°l|5-. \ $cin; trink• 3 Drehbücher unbenutzt , d. h. tn jrem «EsSSss仫: für Das Publikum; außerdem voch Kofteuanjchläge, unter dem Titel „Die H i m m e l s s l o t te heraus In diesem Bildstreifen werden sehr interessante strategische Probleme vorgesuhri. Die nicht nur Italien, sondern auch Deutschland an» gehen, das Problem des Zukunstskrieges. Als vor einer Reihe von Jahren der italienische General Giulio D o u h e t. ein bedeutender Generalstäbler. starb, hinterließ er in seinen Schriften eine Reihe von Plänen zur Führung von Zu- kunftskricgen, die sich seiner Ansicht nach im wesentlichen in Der Lust abspielen wurden. Seit seinem Tode spricht man vom sogenannten pu- hetiSmuS: nicht ausschlichlich. aber mit starken Anlehnungen an die Pläne Douhets werden in Italien die Luftmanövcr ausgezogen, wird im Frieden Krieg gespielt, wovon ..Die Himmels- flotte" packende Ausschnitte wiederglbt. Der Masseneinsatz von Flugzeugen ist das Leitmotiv. Stas- sel aus Staffel zieht dröhnend am Himmel vorüber: Schlachtflicger. Bomben, Aufklärungsflugzeuge, Torpedofliegcr. wie eine Phalanx des Ro- merheercs, gegen die sich der Feind zu Tode rennt. Wie anders hat sich die Kriegsstrategie seit dem großen Krieg gestaltet, in dem es noch Darauf ankam, Geländegewinn zu machen, wie man sagte. Was würde jeder Geländegewinn in der Praxis bedeuten, wenn der auf dem Boden unterlegene Gegner in der Luft die Oberhand behält und liegt! Seine Bombengeschwader könnten die rückwärtigen Linien zerstören, die Operationsbasen vernichten. die Munitionsfabriken durch Bomben stille- gen, das Heimatland des Gelände gewinnenden Gegners unter einer furchtbaren Geißel halten. Mir scheint, die Zeit ist vorbei, in der man — wie in viertausend Jahren Der Geschichte Der Kriegssührung — Den Feind besiegt. inDcm man sein Land beseht hält. Man muß auch in Dec Deutscher Kulturfilm. Don Kurt von Korff. Hinter den lichtüberfluteten Fassaden der Unter- haltungsindustrie des Films, im Schatten des strahlenden Ruhms siegesgewiß lächelnder Stars, deren Gagen sich nur in Zahlen astronomischer Größenordnung ausdrücken lassen, fern vom hastigen Tau- mel launischer Begeisterung — aber getragen und genährt von der Glut echtester Arbeitsfreude, wächst und gedeiht der deutsche Kulturfilm. Hier sind kein weltumspannender Ruhm, keine mammon- trächtigen Starlorbeeren für den einzelnen Mitarbeiter einzuheimsen — nur wer in der Arbeit selbst den Lohn empfindet, wird zu wahrhaftiger Leistung angespornt. Doch auch hier, vielleicht sogar mehr noch als auf Dem Gebiete des Spielfilms, haben sich deutscher Fleiß, wissenschaftliche Genauigkeit und Organisationstalent behauptet und sich eine führende Stellung in den Kinotheatern und Dor- tragssälen der ganzen Welt erobert. Der moderne Kulturfilm hat sich aus den primi- tiven kurzen Landschaftsfilmen entwickelt, Die vor Jahren neben den amerikanischen Grotesken einen unvermeidlichen Bestandteil des Vorprogramms in jedem Kinotheater bildeten und kaum etwas anderes darstellten als eine Ansammlung von mehr oder weniger hübschen Ansichtspostkarten. Die drückende Langeweile, die diese ßanb- schastsfilme gewöhnlich ausströmten, hat anfänglich Die ganze Idee des Kulturfilms in Verruf gebracht, und es hat jahrelanger Arbeit bedurft, um das Vorurteil zu überwinden und die Masse der Kinobesucher für den Kulturfilm zu interessieren. Viele hundert Kulturfilme werden in Deutschland alljährlich hergestellt. Nach einem zeitweiligen Rückgang, der die Periode der Umstellung aus Tonfilm kennzeichnet und übrigens auf einen bedeutend spateren Zeitpunkt fällt als beim Spielfilm, hat Die letzte Zeit wieder eine gesteigerte Kulturfilmtätigkeit in Deutschland gebracht. Der deutsche Kulturfilm hat sich die verschiedensten Gebiete wissenschaftlicher Forschung erobert und mit echt deutscher Gründlichkeit ganze Arbeit geleistet. Immer mehr erweist es sich, daß es überhaupt kein Gebiet gibt, das einer Behandlung durch den Film nicht zugänglich wäre, und daß kein Lehrmittel zur Verbreitung einer wahren Volksbildung geeigneter ist als der populär-wissenschaftliche Kultur- Die Schaffung einer selbständigen obersten Reichsbehörde für Die deutsche Lustfahrt, mit der Bezeichnung Reichskoni, missariat", brachte zum Ausdruck, daß man in Deutschland endlich gesonnen istz einer der brennendsten Tagesfragen erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken. Es gibt eine deutsche.LiMfahrt Wir haben eine ausgezeichnet organisierte Der^hrs- fliegerei: wir Dürfen in Deutschland den Ruhm in Anspruch nehmen, die beste Sogelf llege r e i d e r W e l t zu haben: die Sportslregere — auf den Europaflügen — bestens bewahrt, steht auf beachtlicher Höhe: Flugzeugfabriken wie I u n k e r s und H e i n k e l. um nur diese zu nennen haben Weltruf und Weltruhm. Auf unseren Ze'ppelinbau in Friedrichshafen fAn die englischen, französischen, amerikanischen Luftfahrt- steilen voller Reid: aber eins fehlt bei uns, ist nicht vorhanden uns uns doch bitter notig, die ^Me^schö^istc Luftfahrt ohne Militärflugzeuge bleibt eine krüppelhafte Angelegenheit: nicht ein- mal Bolivien und Peru kommen ohne Militärflugzeuge aus. Es gibt Generalstäbler vieler großer Staaten, die sehen nicht mehr "" Heer den starken Schuh ihrer Grenzen, sondern ihre Luftflotte ist ihmen die beste und eigentlichste Landesverteidigung. Und Deutschland? Seine strategisch besonders faule Lage ist sattsam bekannt. Im Westen Frankreich mit rund 5000 Flugzeugen im Osten -- durch den Korridor gleich doppelt bedroht, wenn man an das in der Lust.beende Ostpreußen denkt - vermehrt Polen jährlich seine Militär sliegerei, sie steht heute auf 1200 5Iu^ugcn m knapp zwei Stunden können polnische Alilitarflu- ger Stettin. Berlin. Breslau, und noch cm Dutzend Verständnisloses „Büffeln" und Auswendiglernen wird durch Anschauung ersetzt, abstrakte Begriffe werden sichtbar gemacht und verdeutlicht. Wissen, das sich bisher nur Der Begabte durch eisernen Fleiß und mit viel Zeitaufwand aneignen konnte, wird spielend vermittelt und geht in Fleisch und Blut über Wie klar und verständlich werden komplizierte physikalische und chemische Vorgänge wenn Der Filmtrick ihre Geheimnisse enthüllt! Wie tief offenbart sich Die Seele Der Natur, wenn der tote Buchstabe und Die unbewegte Zeichnung Dem photographierten Leben selbst weichen, wenn man sieht, sich eine Blüte entfaltet, eine Zelle teilt tote sich ein Organismus bilDet. Wie wachst und scharst sich das Verständnis für das Weltgeschehen, für Eigenart und Psychologie fremder Volker, wenn man sie in ihrer Heimat sehen upd beobachten kaum Die geschickte Verbindung wissenschaftlicher Exaktheit mit populär-gefälliger Form ist em heroor- stcchendes Merkmal des deutschen Kulturfilms das ihm feine internationale Verbreitung und Beliebtheit eingebracht hat. Glücklicherweise wirken sich die durch-den Tonfilm heran befdjmorenen 6 p rad) schwierigkeiten auf diesem Gebiet lange nicht so hemmend aus wie beim Spielfilm. Hier W e5 nicht um komplizierte Dialoge die von Schausvielem geführt werden und deren „Syn- chwrfismus" Voraussetzung künstlerischer Wirkung ist zumeist braucht nur der erläuternde Begleitvor- tra/übersetzt und leicht ^arbeitet zu werden - unD Die fremsprachigc Version ist fertig. 2luf diese Weise hat die Stulturabtcilung Der Ufa , ® ' von ihren erfolgreichsten Filmen, von Denen ’s« SeVtmnia Her W". ,.-ur°pas l-tzt- Pelikane" „WunDerwelt des Teichen, ,,-vtahl, SfentWff und „lattynbrs Wh 0er Tonfilm wird historisch. $ünf Schränke bilden die Grundlage zu einem Museum. Don Max Lenz. Die stummen Gäste von Zweilinden Roman vonAnny vonpanhuys. Copyright by Belletristische Korrespondenz Bechthold. 15 Fortsetzung Nachdruck verboten > So kam es, daß der einstige Schloßherr von Wiesental viele Stunden tagsüber und am Abend bunte Perlenketten aufreihte und bunte Stofs- und Papierblumen zusammensetzte. Da saßen sich denn Vater und Tochter am Küchentisch gegenüber und arbeiteten. Sie unterhielten sich dabei unwillkürlich über manches, an das sie vorher nie gedacht. Angela konnte vom Vater leidlich Deutsch, er hatte von je etwas in seiner Muttersprache mit ihr geredet, jetzt aber übte er mit ihr regelmäßig. Er, der früher gar nicht daran gedacht hatte, wollte jetzt, sie sollte mehr lernen als die Mädchen, die in dieser Gegend wohnten. Seine Frau hatte nicht einmal schreiben können. In ihrer Jugend gab es hier noch keinen Schulzwang. Er suchte Angelas Schulbücher hervor und fand, er wußte mehr, als in den Büchern stand. Er erzählte ihr auch während der Arbeit viel von der großen Welt draußen, und sie lauschte atemlos. „Du weißt furchtbar viel, Vater", lobte sie ihn, und er gab sich Mühe, sich vor ihr keine Blöße zu geben. Er fegte die letzten Fetzen seiner einstigen Gymnasialbildunb zusammen und brachte sie Angela bei. Als Landwirt verstand er ziemlich viel von Botanik, die noch dazu einmal sein Steckenpferd gewesen, und Angela lernte alles, was der Vater wollte. Sie war wissenshungrig. Eines Tages sagte fie zu ihm, was sie schon einmal zur Mutter gesagt: „Manchmal denke ich, unsere Blumen sind nicht richtig, sie sind viel zu groß und viel zu grell!" Aber der Vater antwortete nicht wie die Mutter, sondern er riet: „Versuche doch einmal, sie anders zu machen, so wie du sie dir denkst!" Sie war gleich voll Eifer. „Ich möchte die Blumen so fertigbringen, wie sie in der Natur wachsen. Ich will mir die natürlichen Blumen in der Markthalle genau ansehen und mir Mühe geben, solche Blumen zu machen." todjon acht Tage später erstanden unter ihren geschickten Händen Nelken von solcher Natürlichkeit, daß man sie für lebende Blumen halten konnte. Diese Nelken hielt sie feil in der Nähe der Markthalle, und man kaufte ihr die Blumen überschnell ab, kein Blümchen brachte sie wieder mit nach Hause. Sie fiel dem Vater glückstrahlend um den Hals. „Zwei Frauen haben noch große Sträuße bei mir bestellt", jubelte sie, „ich habe ihnen unsere Adresse gegeben, sie wollen sie bei uns abholen." Sie klapperte mit Geld. „Vater, wenn ich nur ein paarmal wöchentlich so gut wie heute verkaufe, wird es uns bald besser gehen. Schnell, komm, Vater, hilf mir, wir wollen Blumen machen!" Die gute Einnahme, die Aussicht, etwas mehr zu verdienen, feuerte die beiden an, sich mit größtem Eifer an die Arbeit zu setzen. Auch jetzt noch mußte Angela zuweilen vor der Ordnungspolizei die Flucht ergreifen; und so fand sie sich denn eines Söormittags mit ihrer Fluchtgefährtin, der Zigeunerin Miguela, wieder unter der Bahnüberführung, über die die Züge nach Madrid ratterten. Sie sahen sich beide ein bißchen atemlos an. Angela seufzte: „Das Davonlaufen ist doch das Unangenehmste. Ich verkaufe so gern, aber wenn der Rote auftaucyt, komme ich mir wie eine Diebin vor." Die Zigeunerin lachte: „So komme ich mir nicht vor, aber ich meine, du müßtest viel Geld verdienen, deine Blumen bist du doch im Handumdrehen los." Sie handelte jetzt mit Tomaten, verkaufte auch gut, weil sie fabelhaft billig war, was chr ja leicht fiel, da „alles frisch geklaut" war, aber sie bewunderte das schnmle Mädchen aufrichtig, das ihre Blumen selbst machte und beinahe jeden Vormittag mit einem neuen Riesenstrauß anrückte. Sie fuhr fort: „Du müßtest dir Mühe geben, ein feststehendes Geschäft aufzumachen. Wenn ich das könnte, was du kannst und keine Zigeunerin wäre, mit der Unruhe unserer Rasse im Blut, dann würde ich mich hier in der Nähe der Markthalle nach einem Lädchen umsehen. In jedem Hause sitzt eine Pförtnerin, die auf alles im Hause aufpaßt, und wenn der Flur breit ist, dann sängt ihr Mann in einem kleinen, vorn im Flur eingebauten Holzkiosk irgendein Geschäft an oder treibt sein Handwerk darin. Entweder verkauft er Schmuck oder Stiefel oder repariert Uhren und Brillen. In den Häusern der Innenstadt sehen die Kioske im Hausflur oft wie schöne Läden aus. Wenn du zum Beispiel ein Stückchen Hausflur bekommen könntest, dürftest du deine Blumen in Ruhe verkaufen. Erlaubnis bekommst du, und die Steuer für so was ist gering. Den Verkauf muß natürlich b^in Vater anmelden, aber du führst ihn." Angela hatte mit immer größer werdenden Augen zugehörk. Ihr Kops faßte kaum, was ihre Zigeuner» freundin ihr als Plan entwickelte. Sie stammelte: „Und du meinst, Miguela, das wäre wirklich möglich, du glaubst, man würde mir so ein Stückchen Hausflur vermieten?" Die Zigeunerin zuckte die Achseln, um dann zu antworten: „Das kann ich nicht bestimmt fagen, aber ich meine, es wäre möglich. Jedermann hier in der Gegend kennt dich. Frage doch einmal herum. Mußt dreist sein und drauflosgehen. Mußt selbstbewußt auftreten, hast ja ein Recht dazu. Wieviel verdienst du denn ungefähr täglich?" setzte sie hinzu. „Zwischen fünf bis zehn Peseten", gab Angela zurück. „Vater hilft mir beim Blumenmachen, er ist sehr geschickt. Aber ich glaube, wir werden bald noch mehr verdienen, in letzter Zeit haben die Frauen immer öfter Kränze bei uns bestellt und große Sträuße für die Heiligen in der Kirche. Wir haben auch schon Lilien gemacht. Vater erzählte mir, solche hätte er früher in seinem Garten gehabt." Die Zigeunerin fragte neugierig: „Weißt du jetzt schon, was dein Vater gewesen ist?" Angela nickte. Sie überlegte, ob sie es sagen sollte. Aber warum nicht. Es war doch em so angenehmes Gefühl, einmal mit etwas großtun zu können. Sie erwiderte wichtig: „Vater ist doch ein Deutscher, und in Deutschland ist er ein Graf gewesen und hat in einem Schloß gewohnt. Des Morgens ist er ausgeritten, und manchmal ist er auch ausgefahren; dreißig Zimmer waren in feinem Schloß und seidene Sessel und Bilder mit Goldrahmen." Die Zigeunerin starrte sie erst ein Weilchen an, und dann begann sie zu lachen. „Du, dein Vater kann aber mordsmäßig schwindeln, noch besser wie ein Zigeuner. Ein Graf kommt nicht so weit herunter, daß er in ’ner Baracke wohnen muß. Grafen sind Leute, mit denen der König redet und sie einlädt." Angelas Augen blitzten plötzlich ganz drohend. „Du, Miguela, sage nicht noch einmal, mein Vater schwindelt. Ich habe Vaters Papiere gesehen, und auf allen Papieren sind Stempel. Glaubst du, die Polizei stempelt Papiere mit Lügen? Vater war in Deutschland dasselbe, was hier ein Conde ist. Er hat aber Unglück gehabt und alles verloren, und dann ist er mit dem letzten Geld ins Ausland gegangen und hat weiter Unglück gehabt. Und eine gutbezahlte Stellung hat er nirgends gesunden. Und hier hat er durch einen Zufall meine Mutter kennengelernt, und Mutter war so allein, und er hat ihr gefallen, und Vater hat sie geheiratet. Aber ein Graf ist er, ein richtiger, ein ganz richtiger Graf." Sie stampfte zur Bekräftigung energisch mit beiden sehr zweifelhaft bekleideten Füßen auf. Miguela lachte längst nicht mehr. Was ihr anfangs gar zu unwahrscheinlich schien, gewann Wahrheits- umriffe. Schließlich konnte es doch möglich sein, was ihr Angela erzählt hatte. Sie lenkte darum auch gleich wieder ein, indem fie sagte: „Sei doch nicht gleich so wild, Angela mia, ich glaube dir ja. Weißt du, so im ersten Augenblick will es einem nicht in den Kopf, daß ein armer Hinkefuß, wie dein Vater, ich habe ihn neulich mit dir gesehen — ein Graf sein soll und du ein Grafenkind." Sie sah sie forschend und nachdenklich an. „Infierno y cielo! (Hölle und Himmel!) Genau betrachtet, hast du eigentlich etwas Vornehmes an dir. Ich glauoe, wenn du elegant angezogen wärst, würde ich mich nicht an dich herantrauen. Mir ist das auch erst heute aufgefallen." Angela war schon wieder versöhnlich gestimmt. Sie jchüttclte den Kops. „Acy, elegant angezogen Möchte ich gar nicht sein, aber ein paar hübsche Kleider hätte ich ganz gerne. Bis jetzt habe ich noch gar nicht daran gedacht." „Wirst auch nicht dazu kommen, welche zu tragen, wenn du dich hier weiter mit mir unterhältst. Los, Angela, du hast noch Blumen, ich noch Tomaten, wollen uns wiederan die Markthalle heranpürschen. Angela atmete tief auf. Sie hatte völlig vergessen, daß sie noch die Blumen verkaufen wollte, die sie in den Händen trug. Mit hastigen Schritten entfernten sich die beiden in der Richtung der Markthalle, und über den Brückenbogen sauste der Schnellzug Saragossa — Madrid. Angela blickte sich um. Da fuhren nun Leute mit vollen Börsen in die schöne Welt hinaus. Herrlich stellte sie sich das Reisen vor. Sie aber durfte nur den Zügen nachblicken, und dabei hatte sie dann immer ein so seltsames Gefühl, als müsse sie dem Zuge nachrennen und rufen: „Nimm mich mit! Nimm mich mit!" 12. Wulf Speeraus Hände wurden immer geschickter. Das Blumenmachen bereitete ihm beinahe Freude. Es kamen fetzt an manchen Tagen mehr als zehn Peseten ein, und er brauchte sich um keine Arbeit weiter zu kümmern. Er konnte zu Hause bleiben und sich manchmal eine Kleinigkeit gönnen, die er sich lange nicht mehr hatte erlauben dürfen. Eine gute Zigarre, eine Schachtel Zigaretten, eine Tasse Kaffee in der Eckbar. Das Leden fing an, etwas erträglicher zu werden. Und das dankte er feinem tapferen Mädelchen. Die Tür flog etwas energisch auf. Angela ftürmte mit strahlender Miene herein zu ihm. „Vater, ich habe wieder aües verkauft und bringe die Bestellung für einen großen Lilienstrauß mit. Donna Mercedes aus der Fischhandlung will ihn haben für ihre Santa, ihre Heilige. Sie hat eine große Statue ihrer Namensheiligen, erzählte fie mir." Sie setzte sich an den Tisch zum Vater. „Du hast ja schon das Wasser für den Reis ausgesetzt, und ich brauche es nicht meyr zu tun, da will ich dir rasch noch was Wichtiges mitteilen." Sie wiederholte überstürzt und erregt den Inhalt des Gespräches, das sie mit der Zigeunerin gehabt. Ihr Vater horte sehr aufmerksam zu, erklärte: „Die Idee ist nicht übel! Man müßte sich kümmern, so einen Platz zu erwischen, wo man einen Kiosk einrichten konnte. Sage, Angela, du kennst doch alles, was um die Markthalle herum existiert. Frage doch nach, ob da nicht irgendwo eine freie Ecke für uns zu haben ist." Er sah sich schon als Geschäftsmann, sein Selbstbewußtsein lebte ein ganz klein wenig wieder auf. Angela nickte: „Nach dem Esten laufe ich gleich los und erkundige mich."^ Sie aßen, wie meistens, Reis, weil er billig und nahrhaft war, und nach dem letzten Bisten machte sich Angela sofort etwas zurecht, und eilte davon. Der Vater hatte recht, jedermann kannte sie in der Nähe der Markthalle von Sans, dem „Mercado Nueoo". (Fortsetzung folgt.) und nun noch etwas MAGGI-Würje, fie verbe/fevt den (Befchmack und erhöht die Bekömmlichkeit' Bad-Nauheim »HOTEL AUTOR« Eröffnung Ostern Vornehmes, ruhig. Familien-Hotel. Fließendes Wasser in allen Zimmern. Privatbäder. Volle Pension Mk. 9.— Wochenend-Arrangement Direktion H Mu eien z. ,398 v Familien-Drucksachen VerloDungsanzelgen bei Brühl, Schulstraße Vermählungsanzeigen Geburtsanzeigen Die Zeiten sind unsicher — also baut er nicht nur viel Gemüse, sondern auch einen festen Zaun um die Beete herum. Treu wie eine ewige Schildwache hält der jetzt die Wacht um Fritzchens Garten, die Spargel, Kohlrabi und Erdbeeren sind vor Dieben sicher. Und ein Drahtzaun macht sich niemals breit! AM OSWALDSGARTEN Luft, Sonne und Regen läßt das blitzende Drahtgeflecht durch, aber keine ungerufenen Gäste. — Aufgestellt ist’s an einem Samstag nachmittag und billig ist’s auch! 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