Prrd vn» v-r,--- Britn» Unioe.und S.-mdrEr-, R. £fl„,e fn «ieftex Sd.riftkttnng und WW: WWt 7. Entschiedenheit für das Budgetrecht der Volksoer iTPninn t> t n nnlrnlAM __k * ft • , • r. . , , . jur oas Vuogetrecht der Volksoer- I tretung eingetreten. Der nationalsozialistische Redner hat anderseits die formelle Verabschiedung des 'hPlrflshniiaknU/i miO___k-_ ____v•• ", Der Konflikt mit dem Neichslandbund IN 15 8 15 18 55 46 !i B2 28 ükion Die „Bossische Zeitung" erfährt, daß der Empfang über eine Stunde gedauert habe. Es feien auch die nächsten Maßnahmen der Reichsregierung dargestellt worden, u. a. auf dem Gebiet finanzieller Maßnahmen zugunsten der Landwirtschaft, wobei wohl in erster Linie die Zinsfroqe in Betrackt oer Reichsregierung, so daß die Verordnung dem Reichspräsidenten sobald als möglich zur Unterschrift oorgelegt wird. Für heute ist mit der Veröffentlichung allerdings wohl nicht zu rech- K I ? i 73 13 ,92 ,11 558 209 ,31 ,51 425 ,00 1,43 1,72 ,869 ,239 ,55 2,85 "wstalt er: >e Anleihen «hin zogen 5 v.h. auf dierten Jin: :r. Jleubesitz lebiete 6,65, nänen 5,60, iQnt 154,50, mberg 55,50, irchen 52,50, [t 98,50 Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für I mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvarschrist 20“ , mehr. Chefredakteure Dr. Friede. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein undlürdenAn. zeigenteil i.D.Th.Kümmel sämtlich in Biegen. 58,12 73.05 II. 189.04 21.90 72^ 81." Die Parteien zur Finanzlage des Reiches Oie Aussprache im Reichstage - Aaushaltsausschuß. essen. :r 15000 bc» gleichmäßig vomiegeni) im Äauge- tzrndrn w® und T'.dcn M, bei der um 1516 zu. jeeinsluhlcn iblichslen in 2000, icberinbufliic im die 3fl|)l rund 1500 z4. nurden Ende gr 61 375, in isammen also ,et gezählt- l Witte Se- ^terstühung^ gen Arbeit-" rrisensüisorg- ung des A-' Monats Y9t nlpruchnohn'- ewirkt, M' tandszahl d-r er Krüensur' nber 198 b»' wonach 2ln-' 1 nicht mehl >arcn ArbeiL chcn sich nini iS des .lchutoig d^To. ^zt die Gr. 9. gegejj ni g, teil 1 To,, f beiden te‘9« ^r.eus -daß der Me Te. lendiie. fischen W ge. N die W\. tuchen, uug dadri 1 den Lod von Laih, ^gingen, uuttge^n- >n in den Erstellung ihr i! iuubt. dch Hut. Das Sicherheit Munt diel' w einem wlliommei, )as Straf- lchvanlie Die hast, lusgehvben. nen. Der Lmpang bei Hindenburg. De r l i n. 12. 3an_ ($11.) Heber die Borge» schichtedes Empfangs des Reichslandbundes beim Reichspräsidenten und den Empfang selbst gibt der „Völkische Beobach ter" folgende Darstellung: „Da die Rot der Landwirtschaft gerade in den letzten Tagen ungeheuerliche Formen angenommen habe, sei vom Bundesvorstand die fi)arfe Ents^ließung einstimmig angenommen worden. Im Anschluß an die Annahme fei aus der Versammlung der Provinzvertreter spontan dem Präsidium der Wunsch vorgetragen worden, daß der Reichslandbund durch seinen Präsidenten selbst beim Reichspräsidenten vorstellig werden solle. Trotz heftigen Sträubens einer gewissen Ministerialbürotratie habe der Rcichslandbund den Empfang beimReichs- Präsidenten d u r ch g e s e h t. An dem Empfang hätten die Vertreter der besonders schwer bedrohten Provinzen Ostpreußen und Schleswig- Holstein teilgenommen. Tie von ihnen geschilderte Rot und Verzweiflung des Landvolkes habe sicht- Der Text der neuen Agrarverordnung, an deren Fertigstellung die Reichsregierung augenblicklich arbeitet, ■ lag in der gestrigen Konferenz bereits vor. Heute wird dem Reichspräsidenten über die inzwischen weiter geführten Arbeiten Vortrag gehalten und darauf folgt eine letzte Beratung in der Reichsregierung, so daß die Verordnung dem E ne halbamtliche Erklärung. Berlin, 12. Jan. (ERB.-Funkspruch.) Gegenüber anders lautenden Darstellungen wird von unterrichteter Seite noch einmal mit aller Entschiedenheit unterstrichen, daß die Entschließung des Reichslandbundes, durch die der Konflikt heraufbefchworen wurde, weder dem Reichspräsidenten noch den Mitgliedern der Reichsregie- runa vor der gestrigen Konferenz beim Reichspräsident bekannt gewesen ist. Der Reichskanzler sand sie erst auf feinem Schreibtisch vor, Sf tr. Dc°n der Konferenz kam. Dieser Abendkonserenz war übrigens schon ein Empfang Don Vorstandsmitgliedern des Landbundes beim Reichspräsidenten vorausgegangen. Der Reichspräsident wollte, da^.diese Besprechung ein fruchtbares Ergebnis haben sollte, und deshalb hat er die Konferenz angesetzt, an der dann auch der Reichs- kanzler und die Minister Frhr. von Braun und Dr. Warmbold teilgenommen haben. Auch bei dem ersten Empfang ist von der Entschließung mit keinem Wort die Rede gewesen, so daß der Reichspräsident vollkommen überrascht war, als er sie am Abend kennen lernte. Reichshaushalts 1932 unter ausdrücklicher Berufung auf die Relchsoerfaffung gefordert. Das sind positive Vorzeichen einer deutschen Innenpolitik, die um so bemerkenswerter sind, je undurchsichtiger die deutsche Innenpolitik mit der Chiffresprache der Bulletins in Köln und Berlin geworden ist. (Große H^keit.)Daß der Reichsfinanzminister die finanzpolitische Lage mit Offenheit dargelegt hat, ist ein o."benvolltisches Aktivum, denn das Ausland schätzt die Klarheit der Etatslinie. Das Ueberroiegen der Aufgaben der öffentlichen Hand nimmt eine für oie Wirtschaft ruinöse Entwicklung. Ein Ent- stootlichungsprozeß zugunsten einer volks- Derbunbenen Wirtschaft muß trotz der Rotstande wieder einsetzen. Anderseits ist angesichts der ungeheueren Volksnot das soziale Existenzmini- mum an mehr als einer Stelle des Reichsetats unterschritten. Auch die Geistesarbeiter müssen stärker in den Arbeitsbeschaffungsprozeß bineingenommen merben. Der Etat weise in bie Richtung einer Sammlung ber positiven politischen Kräfte. nalsozialisten angenommen, obwohl Ministerialrat 5?r^ Versiegel erklärt hatte, Fürsorgepslicht- arberten müßten auch neben den Aotstanbsarbei- tmr weiterhin bestehen, da sie zur Prüfung des Arbeitswillens von Bedeutung feien. 22it großer Mehrheit angenommen wurde der nationalsozialistische Antrag auf Abschaffung der Leistungszulagen bei der Reichsbahn und auf Verwendung der dafür vorgesehenen Summen zur Arbeitsbeschaffung. Annahme fand ferner der kommunistische Antrag im öffentlichen Interesse liegende Arbeiten zum Ta- rislohn und im oersicherungspflichtigen Arbeitsoer- haltnis auszuführen. Gegen Sozialdemokraten und Kommunisten angenommen wurde der gemeinsame Antrag des Christlich-Sozialen Volksdienstes, des Zentrums und der Bayerischen Volkspartei, wonach für die Arbeitsvermittlung bei der Arbeitsbeschaffung auch die gesetzlich anerkannten nichtgewerbs- maßigen Stellenvermittlungen neben den Arbeitsämtern gleichberechtigt anerkannt werden sotten. Mit großer Mehrheit angenommen wurde der Antrag derselben Parteien, wonach Steuergutscheine für Mehrbeschäftigung von Arbeitnehmern nicht an Unternehmer gegeben werden dürfen, denen Aufträge aus dem Arbeitsbeschaffungsprogramm übertragen wurden. Berlin, 11. San. (DDZ.) 3m Haus» Haltsausschuh des Reichstages wurde heute die finanzpolitische Aussprache fortgesetzt. Abg. Or. Hilferding (Soz.) äußerte starke Bedenken gegen die neue Derzö- $£rucn$ des Etats. Der Redner ist übrigens ebenfalls der Auffassung, baß der Etat angesichts der schweren Krise, die sich in einem Fehlbetrag widerspiegelt, erträglich sei und für die Zukunft zu Besorgnissen keinen Anlaß biete. Die Verschal» xUn9?^ Deiches sei in keiner Weise geeignet, den Reichskredit irgendwie zu erschüttern, und man sollte endlich mit den ewigen Angriffen auf den Reichskredit aufhören. Eine Ermäßigung des Diskontsatzes sollte zur Belebung des Kapi^lmarktes erwogen werden. Dringend erwünscht sei eine Aussprache über die finanzielle Sage der Arbeitslosenversicherung. §ier fei eine der wichtigsten Forderungen, daß der rersicherungsmäßige Charakter wieder herge» stellt werde. Es müsse gesagt werden, daß eine Ducktehr des Herrn v. Papen als Reichskanzler, die von gewissen Seiten betrieben werde, für die großen Massen der Bevölkerung unerträglich sei. Der Redner ging bann auf die Lage der ßän» ^er “nb Gemeinden ein, deren Defizit auf 800 Millionen Mark zu veranschlagen sei. Hier seien Hilfsmaßnahmen dringend notwendig. Erhebliche Bedenken habe er gegen bie Prämien für Mehreinstellungen unb Arbeitszeitkür. jungen. Er ging bann noch auf den Einfluß em, den die öffentliche Hand auf die Privatwirtschaft genommen habe. Abg. Hergt(On) wandte sich dagegen, daß man die „diktatorischen Parteien", namentlich die Deutschnationalen, für das Finanzelend verantwortlich mache. Die Pa» pen-Aotverordnung vom 14.3uni hätten die Deutschnationalen stark bekämpft: sie hätten Ein- fluß zu nehmen versucht, um Aenderungen und I Berbefserungen zu erreichen, und solche Milde» rungen seien tatsächlich von ihnen durchgesetzt. 2>m übrigen müsse man sich heute in der Gesamt» lrilik zurückhalten, damit nicht die Keime des beginnenden Aufbaues zerstört würden. Es fei das Gebot der Stunde, m der heutigen ■ccit ber Regierung, wie sie auch heißen liioge, eine Bewährungsfrist zu geben. Das zweite sei Stetigkeit in der finanzpolitischen und wirtschaftlichen Einstellung. „3n dieser Hinsicht haben wir gewisse Bedenken, die durch den Regierungswechsel bedingt sind. Die Hervorstellung öeä privatwirtschaftlichen Gedankens unter der Regierung Papen ist heute durch eine einseitigere, künstliche Verwendung oem Unternehmungen der öffentlichen Hand erseht, und das wieder erwachende Vertrauen der Wirtschaft wird dadurch nicht gefordert. Die dritte Voraussetzung ist, daß eine wirkliche effektive zusätzliche Hilfe des Arbeitsbeschaffungsprogramms gesichert wird. Das wichtigste sei natürlich, daß die dauernden inner- politischen Störungen ein Ende nehmen müssen." «inen Gefahrenpunkt sieht der Redner u. a. in Am sicher zu erwartenden weiteren Druck der Canber und Gemeinden, um weitere seichsmittel zu erhalten. Das gleiche gälte für die Sozialversicherungen. Vor allem müsse Ms unorganische an ber Einkommensteuer (3u» Wloge, Ledigensteuer, Krisensteuer) beseitigt wer- 0-cn. Auch die Dürgersteuer bedürfe weiterer Er» «'.Hterungen. Der Redner wünscht ebenfalls eine Imipete Vorlegung des Etats. Es liege im eigen» ften Interesse der Regierung, das Parlament h^nzuzuziehen. Der Zentrumsantrag, der eine Anweisung an bie Finanzämter zur Verhinderung von Mißbräuchen bei ber Ausgabe von Steuergutscheinen für Mehrbeschäftigung verlangt, wurde in der Fassung angenommen, daß als Mißbräuche u. a. angesehen werden sotten die Ausgabe von Steuergutscheinen in Höhe von mehr als 50 v. H. der Lohnsumme der im einzelnen Falle mehrbeschäftigten Arbeitnehmer, die Entlassung von älteren und verheirateten Arbeitnehmern und solchen, die Angehörige unterhalten oder wesentlich unterstützen, und die Einstellung von jüngeren Arbeitskräften an deren Stelle sowie die Einstellung von ausländischen Arbeitskräften. Die übrigen Anträge wurden dem Haushaltsausschuß zur weiteren Beratung überwiesen, weil sie finanzielle Auswirkungen für das Reich haben. Aw nächsten Dienstag will der Sozialpolitische Ausschuß zunächst die Anträge zum Freiwilligen Arbeitsdienst und zur Dienstpflicht beraten und ferner die Anträge, die sich gegen Härten in den sozialpolitischen Notverordnungen richten. Abg. Dr. Neubauer (Kom ) erflärt, das Arbeitsbeschaffungsprogramm der Regierung Schleicher werde ebenso wie das der Regierung Papen mit einem Fiasko enden. muröen bic Beratungen abgebrochen. Nächste Sitzung am Donnerstag. Reichstagsbefchtüffe zur Arbeitsbeschaffung. r-?errJinkr1L3a,L (DdZ.) Der Sozialpo» lrtlsche Ausschuß des Reichstages setzte heute bie Beratungen über bas Arbeits- 5£^aVun9gbrogtamm in Gegenwart des Reichskommissars Dr. Gereke fort. Ein neuer Antrag ber Sozialdemokraten ver» langt die Fünf tage» ober Vierzigstundenwoche un- cbersiellung be8 Lohnausgleiches Die Kommunisten beantragten, an Stelle der Fürforgepflichtarbciten sollten Rotstanbsarbeiten bei Zahlung tariflicher Löhne durchgeführt wer- bem Dieser Antrag wurde mit den Stimmen der Kommunisten, ber Sozialdemokraten und Ratio» lich tiefen Eindruck auf den Reichspräsidenten gewacht. Unter der niederschmetternden Wirkung ber nüchternen Tatsachenberichte habe der Reichspräsident nach D/oftünbiger Aussprache den Reichskanzler von Schleicher, den Reichsernährungsminister Freiherrn von Braun und Reichswirtschaftsminister Warmbold zu 17.30 11^ zu sich beordert, um in ihrer Gegenwart die furchtbaren Rotberichte des Reichslandbundpräsi» diums anzuhören. Um 17.30 Uhr habe bann auch der nochmalige Empfang des Präsidiums stattgefunben. Der Reichspräsident habe im Anschluß an den Vortrag des Landbundpräsi» diums dem Reichskanzler von Schleicher den bestimmten Auftrag erteilt, neben den von der Landwirtschaft geforderten und in kürzester Frist zu erlassenden zollpolitischen Maßnahmen noch am heutigen Tage, 12. Ianuar, in Zusammenarbeit mit dem Iustiz- und Finanzministerium eine Verordnung herauszubringen die bis zum Inkrafttreten der sonstigen erforderlichen Hilfsmaßnahmen für die Landwirtschaft die Vertreibung der Bauern von ihren angestammten Höfen verhindere." Die Berliner presse über den Konssikt. Berlin, 12. Ian. (TU.) Ueber den Konflikt zwischen ber Reichsregierung unb dein Reichsland» bnnd und dem Empfang des Präsidiums des Reichslandbundes beim Reichspräsidenten erfahren Berliner Blätter noch verschiedene Einzelheiten. Der „Lokal a nzeiger" weist darauf hin, daß der Konflikt natürlich eine sehr große Politische Bedeutung bei den kommenden Verhandlungen über bie Einberufung des Reichstages und die Einstellung der einzelnen Fraktionen zum Reichskabinett haben werbe. Der „Lokalanzeiger" weih weiter zu berichten, daß der Reichspräsident über den Inhalt der amtlichen Erklärung gegen den Reichs- landbund vorher unterrichtet worden sei. Er habe ihn gebilligt. Der „Sag“ erfährt, daß sich das Reichskabinett bereits heute (Donnerstag) mit weiteren Hilfsaktionen für bie Landwirtschaft befassen werbe, wobei es sich um Zinssenkung oder Stundungsmahnahmen handeln soll. In ber Besprechung mit ben Landbunbführern habe die Reichsregierung die Ansicht vertreten, daß zur Zeit eine autonome Zollregelung noch nicht möglich sei. komme, beschleunigt vorgehen wolle. Am Schluß ber Unterredung habe beim Reichspräsibenten und ben Mitgliedern des Reichskabinetts der Eindruck bestanden, daß man zu einer Ueberbrücfung der Meinungsverschiedenheiten gekommen sei und daß die im Gang befindliche Agrarpolitik von den Vertretern des Reichslandbundes anerkannt werde. Der Abschluß der Unterredung habe deshalb in durchaus - freundschaftlicher Form stattgefunden. Die „D A 3 " schreibt, sachlich werde bie Reichs- regterung gezwungen (ein, jetzt die Zweckmäßigkeit des bisherigen Kurses zu überprüfen. Vor allem an bem Beispiel ber Margarineoerordnung, die einen wichtigen Gegenstand der Aussprache bildete, habe sich gezeigt, daß mit der bisherigen Methode nicht weiter zu kommen sei. Der Reichskanzler habe offenbar die Erkenntnis gewonnen, daß in der Wirtschaftspolitik mit dem mannigfachen Gegenein- ander der letzten Monate Schluß gemacht werden müsse: Die Aussprache beim Reichspräsidenten werde daher als eine Einleitung zu einer neuen wirtschaftlichen Entwicklung betrachtet. Die „K r e u z z e j t u n g" hält die Folgen des außerordentlich tiefgehenden Konfliktes für unübersehbar. In der Besprechung sei es teilweise zu erregten Auseinandersetzungen gekommen. Am Ende der Besprechung hatten Reichsregierung und Reichspräsident geglaubt, eine gemeinsame Basis mit den Führern des Landbundes hergestellt zu haben. Der „Völkische Beobachter" schreibt u. a.: Die Positition des Herrn von Schleicher sei, nachdem der Reichspräsident den Vertretern der Landwirtschaft in Gegenwart Schleichers sofortige Hilfe vor der den Großteil der Höfe bedrohenden Zwangsversteigerung zugesagt habe und nur auf diese Art und Weise der Reichskanzler die Anordnungen des Reichspräsidenten befolge, unmöglich geworden. Ueberall auf den Dörfern hätten sich die Bauern aller Parteirichtungen zu Nichtorganisierten freien Notgemeinschaften zusammengeschlossen, die sich gegen die Fortnahme ihrer Scholle und Höfe mit allen Maßnahmen wehrten. Die Aufforderung des Reichspräsidenten, durch sofortige Maßnahmen die Zwangsversteigerungen zu verhindern, würden sie als ihre begründete Rechtsunterlage vorweisen. Hitler über feinen VerlinerVefuch Berlin, 12. Jan. (TU.) In einer Unterredung mit dem Pressechef der NSDAP, über feinen Berliner Besuch erklärte Adolf Hitler u. a., wie der „Völkische Beobachter" berichtet, sein Besuch in Berlin sei zur Ausnutzung eines Ruhetages im lippischen Wahlkampf schon seit über 14 Tagen programmäßig festgelegt gewesen. Wenn die der Reichsregierung nahestehenden Zeitungen, besonders am Dienstag ihren Lesern von wichtigen und geheimnisvollen Besprechungen erzählt hätten, die am Abend stattgefunden hätten, dann wolle er den Ort dieser .Konferenz" verraten. Er sei zu dieser Zeit in ber Oper gewesen unb habe sich roieber einmal über Verbis „Traviata" unb ihre herrliche Wieber- gabe gefreut. Weiter erklärte Hitler, feine grundsätzliche Einstellung zur Frage einer Regierungsbildung habe er schon so oft bargelegt, baß sie bloß dem kurzen Gedächtnis ber Berliner Gazetten entfallen zu fein scheinen. Es werfe bies aber ein bezeichnendes Licht auf die Lage der Regierung. Nicht die nationalsozialistische Par- t e i befinde sich in Schwierigkeiten, sondern das Kabinett Schleicher. Es sei das eingetroffen, was er schon im November Dorausgefagt habe. Deshalb brauche auch er keine Angst vor einer Neuwahl zu haben, bas würden bie Herrschaften ja am 15. Januar sehen, sondern nur die Regierung selbst. „Das derzeitige Kabinett wird jedenfalls", so schloß Hitler, „sein Ziel nicht erreichen, ich aber das meine!" Gregor Gtraßer beim Reichspräsidenten. Berlin, 12. Jan. (CNV. Funkspruch.) Von unterrichteter Seite wird die Meldung eines Berliner Blattes bestätigt, daß Gregor Stra- her vom Reichspräsidenten empfangen worden ist. Der Empfang fand in der vorigen Woche stand. Er hatte nur den Zweck, daß der Reichspräsident sich über die Persönlichkeit Gregor Strayers orientieren wollte, weil sein Harne in der Politik sehr häufig genannt wird. Der Reichspräfi- denk hat bei dem Empfang auch davon abgesehen, sich zu dem zu äußern, was ihm Straher v o r - getragen hat. Erklärung der NGDAP. über Zerfetzungsverfuche. ir—6^r 52.05 12.485 3,063 M 72.8' 73-2 77.1» 14.15 0,882 4.27 58.46 21,58 16.465 81-6 34.« 81.88 0,871 0.2» 5.566 12,87 Erichein« täglich, autzn Sonntags und Feiertag» Beilagen: Die Illustrierte ©ienener Familienblatte, Heimat m Bild Die Scholl» Monarrbezugspreir: Mit 4 Beilagen RM 1.95 Ohne Illustrierte . i 80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. iiernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anichrist |üt Drahtnach. ruhten: Anzeiger Liehen. Postscheckkonto: yronlfrri am Main 11686. Abg. Reinhardt (AE>.) L der Auffassung, daß das vom Minister mit 783 U’.ul t o tte rii2 n gege bene S t e u e r d e f i z i t für 1932 Millionen zu niedrig geschätzt sei. Unter Eichtberucksichtigung der Münzgewinne und des «entenbanldarlehens beträgt die Belastung der Haushaltsjahre 1933 bis 1938 rund 6,6 Milliarden lUk., ober 1,1 Milliarden im Jahresdurchschnitt. ■Me Belastung hofft man durch die Wirtschafts- belebung abtragen zu können. Dafür, daß diese Bele düng eintreten kann, ist keinerlei Voraussetzung ourhanden. Belebung der Wirtschaft, Heilung der iif'entlid)en Finanzen unb Sicherung der deutschen - 'Zialversicherung haben eine gemeinsame Voraus- Mimg. Diese heißt Beseitigung der 21 r - b t i t s l o f i g f e i t. Wir beantragen, die Aus- ia5e von Steuergutscheinen zukünftig ab= zu machen von der Voraussetzung, daß der ■KtragfteUer den Nachweis einer eingeleiteten -l_r b e i t s d e r m e 1) r u n g und somit einer Er- ^ung der Lohnsumme erbringt. Dann werde Erdings nicht mehr von Steuergutscheinen die nsde sein können, sondern von Bedarfsdeckungs- ch'ünen oder Arbeitswechseln. Der Redner erörterte •oan die Lage der Gemeindefinanzen und äderte in diesem Zusammenhang, daß die Länder ‘,n} Gemeinden auch an den Aufkommen aus den Schlägen zur Einkommensteiier, wie aus der Le- • flinfteuer. dem Zuschlag bei Einkommen von mehr l!s 8000 Mark und der Krisensteuer beteiligt wer- era, und daß mit den Zuschlägen zur Einkommen- s.u?r überhaupt Schluß gemacht werde und bie iv'Wäge in bie Tarife der Einkommensteuer ein- aut würden. Abg. Or. Schreiber (Ztr.): Sie Aussprache entwickelt sich zu einem innen- Müschen Ereignis. Der Abg. Hergt ist mit voller Nr. w Erstes (83. Jahrgang Donnerstag, |2. Januar M3 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen " 4 e n - n Ian. (TU.) Die Pressestelle ber leist mit: „Die Reichsleitung ber Jl o D '21 P. erhielt seit längerem Nachrichten, wonach von den verschiedensten Seiten versucht würde, in die Reihe der Bewegung Zersetzung zu tra- gen, insbesondere durch mehr oder weniger geschickte Einflußnahme auf politische Führer und SA.-Füh- rer. Einer der wenigen Fälle, in denen diese Ver- uche einen geringen Erfolg zeitigten, ist ein Fall ber Unbotmäßigkeit eines S A. - F ü h r e r s in Franken unb einiger SA.-Männer feiner Formation, die im übrigen unberührt blieb. Eine Un- Zahl ähnlicher Versuche, Unfrieden in die nationalsozialistische Organisation zu tragen, scheiterten an der bewahrt inneren Geschlossenh eit unb Disziplin ber Bewegung, die bereits anläßlich des Stennes-Putsches bewies, daß sie selbst iroßangelegte Versuche der Zersetzung in wenigen Tagen restlos zu überwinden vermag. Die NSDAP. .. Q. - , sieht sich augenblicklich einer neuen Welle von die Zmsfroge in Betracht * Kampfaktionen ihrer Gegner gegenüber. K i i ▼ f '.V 4t * - Bl & - * Die Tommies in ihrer zivilen Uniform" »en, alß sicy -riacyl sui feit quälen zu lassen. Wird. versagt hat. Unberechtigte Benutzung des Feuermelders. __ io werde toaprfcr-cinita) eine an wie gegen yummei erpowne «nuu^ 7 ! . Fchfung erhalten und auch Härten verloren haben. Straftaten, die er in seiner Rolle als der ,l e b t c wenn die im Reichswirts^astsrat vertretenen Ä - ------- daß der Wunsch des Reichswirtschaftsrates erfüllt werden wird. Ä ZK &1.», ML geleM Helfi i Die N in” noch w ben JlotlMnöei ecleichttca. Da; bürget dringen« £eben9tnilttl|Pq, < Lochen verlernt nachhaltigsten P Der neue Roma wurde, betitelt s „Öu lva vor tin milrei6enber Liebesroman, der unferem Leserlrei folfen wird. Sen , Jtn und tDirfiid Kopii jungen dem i ist Wtat; "Escher Ducht W^-i' Lv wird diese Dalben ungeteilt Fenint' J.% Mn 7 .."so: der Dz NH geboren: ~- . Gießener t’onK 2 6,8 li das 2 -n n ÄM I b- 8 bi 8 bis ?E8bjz Äl Ä 8. Ä bj--. bO bis 1 MAZ bis £ Ausse ■ du>!v Ifl ,N 60 " f Vc dM!L- y'ttrfiiai 9ld .L^^N'sch/ Äin' S>4 men. Hummel wurde 1898 in Oberwil (Kanton Basel als Sohn deutscher Eltern geboren; er war schon in Jü rgen Jahren ein Tunichtgut und wurde in die an veim beschritten wurde, hätten die Ressortminister nur Znigenaufruf aus Endingen nur der Burg^mei- noch selten ihre Vorlagen dem Rcichswirtschafts- fter Meyer genannt wird, wahrer^ die Eltern rat zur Begutachtung zugehen lassen. Manche Daubmanns nicht geladen sind. Verordnung werde wahrscheinlich eine andere Die gegen Hummel erhobene Anklage umsayr Vorrat. Der Schlaf ist aber nicht nur eine Angelegenheit des Körpers, sondern auch der Rerven. gibt im Gehirn ein gewisses „Schlafzentrum , das mit unserem Nervensystem m engem Zusammenhang steht und das den Schlaf gewissermaßen reguliert. So lange dieses Zentrum nicht den Schlas hervor- ruft, können wir nicht einschlafen. Dieser Zustand tritt erst dann ein, wenn wir unser Bewußtsein völlig oder doch in sehr hohem Maß«^ausge chal- tet haben. So lange wir noch nachdenken, fo lange uns irgendwelche Sorgen oder Gedanken bewegen, können wir nicht einschlafen. Das aber ist gerade bezeichnend für den von der Schlaflosigkeit gequälten nervösen Wenlchen^dab er versucht, ben Schlaf zu erzwingen, oder aber umgeke^t, von der Besorgnis nicht frei toirö: heute nacht wirst Fragen in' ,einer StaubDürbi.Mt prüfen loUte. | bu »^«nj^t ,D Trotzdem sich f d) o n b am a l s Un st i rn in, g k ei- s Ruhesuchende gedanklich mit dem Pro- ten in einem Bericht über bie Gefangenschaft unb ja g ^fch^ftigt ist. kann er den ferne abenteuerliche Flucht ergaben, könn e er boch blern des Sieben. unter größter Teilnahme ber Oefffentllchkett, sowie bekämpf? man die Schlaflosigkeit? Das der oerschiebenen Krieger- unb Kriegsgefangenen feltzstverständlich nach den Hrsachen des orgamfationen e>ne aufsehenerregende „He rnkehr leidens.^Liegen diese vorwiegend auf newosem feiern. In feine „Heldenrolle wurde der falsche Os- Qm sich von vornherein kar Daubmann besonders durch den Gewerbeschul- ^:^m Ar^t anzuvertrauen, denn dann ist das bireftor unb Major a. D. B u m111 er (Sigmarin1 nrichtfcblafentonnen meist nur eine Degleiterschei- gen) hineingeschoben, ber ihm seine Dortrage ans- der eigentlichen Krankheit. In jedem Falle arbeitete unb feine „Cebensermnerungen schrieb "ung o g am Abend dem Gehirn Der materielle Schaben, den Hummel angerichtet _ natürlich ebenso den Rerven — keine be- hat, beträgt ungefähr 6 0 0 0 M a r k. Der ideelle und . nderen Anstrengungen mehr zuzumuten. Der politische «chaden, ber durch bie übertriebenen Be_ nen)6|e Mensch sollte also nach dem Abendessen, richte über seine „Erlebnisse in ber Gefangenschaft einlac Stunden vor dem Zubettgehen emge- bem beutschen Ansehen burch Hummel zugefugt Cu merben muß, weder allzu schwere gei- rourbe, läßt sich nicht abschätzen. ^^st zu sich nehmen, noch sich beispielsweise ---- in irgendwelche Diskussionen einlasfen, die ihn ----- möglicherweise erregen könnten. r K. , %ür die Schlaflosigkeit, die sich aus organischen Der bcrbcigeeilte Gerichtsarzt versuchte bie Blutun« einstellt, kann man ebensalls keine Jur gen zu stillen. Nach Ansicht des Arztes besteht eine F^ll passenden Mittel empsehlen. Auchhier Lebensgefahr nicht, da die Halsschlagader unverletzt ^>r 2Irzt in schweren Fällen das Rich- geblieben ist. Iendryschik wurde in das Lamrett finixm wissen. Es gibt aber doch eine des Moabiter Untersuchungsgefängnisses ubergefuhrt. Anzahl von Regeln, deren Befolgung nütz» - I itj) fein kann. Dazu gehören z. B. Luftbäder vor Büraersteuer-Oiklat in Bad'NauhelM. bem Zubettgehen, oder noch besser ein nicht #u WSN. »ad.Nauheim. U:3an Der Bür. SÄS^baV6Sä“rt%mon'facfagt. 4 germeifter der Stadt Bad-Nauheim hat mit Ge- ein sehr ^s Schlafes das 2£b- nehmigung des hessischen Innenministeriums die , Blutes aus dem Gehirn ist. Durch Erhebung der B u r g e r ft e u e r für das Kw ö Fußbad kann man diese Voraussetzung lenderjahr 1933 in H o h e v o n 350 v.H. des snnstllch fördern wie überhaupt das Warmhalteir Landesf a tzes verfugt. Die Steuer wird in Öen ju 'tl ch f im ^t gerade bei zur Monaten Mai bis Oktober erhoben und durfte A^eit neigenden Menschen sehr wichtig ist. 60 000 bis 65 000 RM. erbringen, ^ur Begründung Speisen zur Abendmahlzeit unzu- wird mitgeteilt, daß die Einnahmeausfalle bis ,eA find ist so bekannt, daß es an dieser bereits höher zu veranschlagen seien als bie durch ^rz erwähnt werden soll. Man ver- die Erhebung der neuen Steuern zu erwartende gegenwärtige sich stets, daß zur Erzielung des Summe. Schlafes völlige Entspannung des Körpers so- Weder vier Jahre Zuchthauer wohl wie des Geistes nötig ist, dann wird man für Oberrentmeister Zwanzig. gaAm°Schluß^noch ein'^paa"'Worte über die Dillenburg, 11. Ian. (WSN.) Im weiteren f Schlafmittel. Es gibt deren hunderterlei vom Verlauf der Berufungsverhandlung gegen den frühe- harmlosen Kräutertee bis zum giftigen Morphium, ren Dberrentmeifter der Staats- und ^orfttajfe @Cgen j)Cn Gebrauch von hannlosen Hausmitteln, Dillenburg, Zwanzig, tarn es bei der Verneh- toie Daldriantee und dergleichen, ist un allgemei- niung eines Reaierungsinfpekwrs von der Regie- nen ,^cht viel einzuwenden. Auch Die „unschäd- rung in Wiesbaden zu schweren Zusammenstößen lichen" Schlafmittel sollte man nur dann anwen- mit dem Gerichtsvorsitzenden. Der Regierungsinfpek- ^cn wenn sie ausdrücklich vom Arzt verordnet tor erklärte, daß er bereits 1926 bei einer Revision wurden, unö sobald es möglich ist, sollte man festaestellt habe, daß ein Betrag von etwa t\e wieder abgewöhnen. In jedem Falle ist der 5 0 000 Mark gefehlt habe und dah er das normQk, Schlaf besser, als der durch irgendem in seinem Protokoll ausdrücklich festgestellt unb sei- Mittel künstlich hervorgerufene. Anderseits aber nem vorgesetzten Regierungsrat in Wiesbaden ge- mufe auch betont werden, daß das Schlafmitttt meldet habe. Dieser habe dann einen Rentmeister immer noch das kleinere Aebel ist. Wer wirklich mit der weiteren Untersuchung beauftragt, der nach sonst keine Ruhe findet, der mag zum Schlaitz Wochen zur Revision nach Dillenburg gefahren greisen. Es ist immer noch besser, ein ver- sei und festgestellt habe, daß alles ftimme. hältnismäßig unschädliches Schlafmittel zu benuf Nach Aussage des Mitangeklagten Angestellten als sich Rächt für Rächt von der Schlaslosig- Berghäuser hat sich der Rentmeister gar nicht die Mühe einer ordnungsmäßi- qen Revision gemacht, sondern einfach die Richtigkeit bescheinigt. Das Urteil wurde morgens 2 Uhr verkündet und lautet für Rentmeister Z w a n- ziq auf eine Zuchthaus st rafe von vier Jahren, drei Jahren Ehrverlust unb 10 000 Mark (9 e l b ft r a f e. Der Angestellte Berg- Häuser erhielt wegen Begünstiguna und schwerer Urkunbensälschung lJahrunb6MonateGe- f ä n g n i s , der Angestellte Schnorsch 6 Mo - nate Gefängnis mit Bewährungsfrist. Die Urteilsbegründung stellt ausdrücklick fest, daß die Handhabung ber Revision durch die Aufsichtsbehörde Mi. inder ivPlig Q 6 Philosoph und Rationalö.onom Eugen Dühring 7, Berlin geboren: — 1929: der Historiker Siet» vH Schäfer in Berlin gestorben. Gietzencr Wochcnmarktpreife. ■ ® i e 6 e n, 12. Ian. Es kosteten auf dem heu» tgen Wochenmarkt: Süßrahmbutter 120, Land» lütter 100 bis 110 Pf. das Pfund, Kochbutter :tn 80 Pf. an das Pfund, Matte 20 bis 25 Pf. la i Pfund, Käse 5 bis 10, Eier, ausländische, ein mitreihender und packender Gesellschafts» und li«besromon, der besonders bei den Frauen in ynjerem Leserireise einen tiefen Eindruck hinterlassen wird. Reich an ungewöhnlichen Situatio- nr» und wirklich ergreifenden Szenen, fesselnd »om ersten Kapitel an und mit immer neuen lö-mbungen dem Leser aufs Höchste spannend und ibttrafd^enb, ist diese Geschichte einer großen Li«be geschildert: nach einer Schlußszene voll dra- ncitischer Wucht findet der Roman versöhnlich — Tageskalender für Donnerstag !dechessjscher Geschichtsverein: 20 Uhk, Hörsaal 45 frr Universität, Dorträg über „Hessen im Jahre |,W QEL per Zentner. L^ornotizcn. '"»hum öuriDen Vb‘6>nnt, Nm SMtanb T-hirn in b'°g, eine rs lchränit lcr öäute, ! arbeiten 1 em, den stellt a> tomplj, durch w ^Senden, Kien bis r. norm un- ;mem Aus- ^r9ifhing$. iftellen. &i ea)i|fe Tist. 1 und so die dttvorrusen. der beseitigt, ZlsNing oer. M sehr (on. J- Für sie uche» länge. Glases sol. Organismus licht etwa so, >. der Schlaf n Schlaf ein Bergistungs- t darum we> 'egelmäßiger 'gen ist, um Dian braucht en. bis man offen halten Msfermahen Nahe - aus Helft der Winterhilfe! Die Roi in vieley Gießener Familien ist immer noch sehr groß. Die Gießener winternothilse will ö*m Rotteidenden den schweren Daseinskampf etwas e -leichtern. Dazu ist die llnterstühung aller Mitbürger dringend erforderlich. Geld-. Kleider- und crebeusmiltelfpendeu können viel Elend geringer nnachen. Gaben werden von der Dinternothilfe ! (Städtisches wohlsahrtsamt. Gartenstrohe) jederzeit tnll Dank entgegengenommen. Zeder sei Helfer! Dort. J? nfi es an soll- M" «g r'srzielM * , Körpers I* Feldsalat 80 bis '100, Zwiebeln' 10, Meerrettich 15 bis 50, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln 3, Hepfel 18 bis 30, Dörrobst 35 bis 40, Honig -d bis 45, Rüsse 35 bis 40, Junge Hahne 70 .'iS 90, Suppenhühner 60 bis 80 Pf. das Pfd., tauben 40 bis 60, Blumenkohl 30 bis 60, En- iDien 10 bis 25, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 bis 30 Pf. das Stück, Kartoffeln üngetegenfcit xn. Es gibt mi", das mit lsammenhanz }cn remitiert öchiaf hervor, neser Zustand r Tetvuhifm je ausgeschal. mken, so lange danlen betoe« Das aber ift Echlaslosigleit r versucht, den mgelehrt, m te nacht wird beiden Fällen leit Denn 1° nit Sem Pr» kann et ta ita. ofigteit? Da; n Ursachen dei auf nervösell ron vornherein dann ist dal Pegleiterschel' !n jedm Fall! b dem Gehin !n - feine be* uumuten. Der in Abendessen -ttgehen eingi1 u schwere gei- ) beispielsweü! assen, die ch- Qc dr Universität, Lorträg über „Hessen im Jahre l bNM Odessa IM". — Technische Nothilfe, Ortsgruppe Gießen 2Iihr, „Stadt Mainz", Nothelfer-Lersammlung. — ü!g vWzr & Gpog. 1900: 20.30 Uhr, „Postkeller", ordentliche iww LoZfle Omeralversammlung. — Lichtspielhaus (Bahnhof .|CQje); fiiünnenberg". — Astoria-Lichtspiele (Sei- fle^i^f^ ltasLeg): „Das Schiff ohne Hafen". nt8 organisch« falls feine f£ hlen.E allen das aber doch et* $efolgungiw Pufibäber vv. . , , r ein nicht f m0 beglückend einen wahrhaft harmonischen Ab- “ ;# oft auL chiluß. Zn «sagt, dal Do wird diese Erzählung, mit der wir heute infef bae beginnen, für jedermann eine überaus unterhalt- ■ffi ift Durch 'ane, von Tag zu Tag mit Spannung erwartete 1 TWauäfe^ *e ^rc bilden. Ein Roman noch dem Herzen un» r^nrrnbalt« tot Leser, der seinen Weg machen und allent» rabe bei zw ja Iben ungeteilten Beifall finden wird! ^schr wichtig'^ raten für Tonners ag, 12. Januar. Mahlzeit E n5ig: Kaiser Maximilian I. in Wels gestorben: c. «a an in _ 1746: der Pädagog Heinrich Pestalozzi In Zü- rich geboren: — 1829: der Schriftsteller Friedrich i Echlegel in Dresden gestorben: — 1833: der Strafrechtlich stellt sich die unberechtigte Inbe» triebsetzung des Feuermelders meist als grober -Unfug dar und wird als solcher bestraft. Darüber Hinaus wird aber die Strafe in vielen Fällen noch -erheblich verschärft werden, weil nicht nur grober -Unfug, sondern auch sogenannter Siegelbruch in .Frage kommt, den das Strafgesetzbuch mit Ge- längnis bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe -ahndet. Die meisten Feuermelder sind nämlich derart eingerichtet, daß bei dem Ziehen des Hand» tgriffd des Feuermelders oder dem Herumdrehen desselben ein Faden zum Zerreißen gebracht wird, Der plombiert ist. Sine solche Dleiplombe ist aber •rin amtliches Siegel, das von der zuständigen "Sehörde als sichtbares Zeichen ihrer amtlichen -Herrschaft über den Feuermelder angelegt ist, um ihn zu schließen und vor Mißbrauch zu schützen. Bleifach wird auch in Verbindung damit die unberechtigte Benutzung des Feuermelders sich als (Sachbeschädigung barstellen, für die das Strafgesetzbuch Gefängnis bis zu drei Iahren oder 1 bis 12, inländische 11 bis 12 Pf. das Stück, iv».. Irsing, gelb, 8 bis 10, grün 12, Weißkraut 6 bis kJrte ist I, Rotkraut 8 bis 10, Gelbe Rüben 8 bis 10, ew " irgend tote Rüben 8 bis 10, Spinat 15 bis 20, Linier- vdeitä Erabi 6 bis 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 20, HZ i) #.tt bcm* Geldstrafe androht. Wird durch das Ziehen oder Drehen des Handgriffes des Feuermelders der ntit der Plombe gesicherte Faden zerrissen, so ist dos eine vorsätzliche und rechtswidrige Beschädi- flimg des Feuermelders. Hinzu kommt in den nreisten Fällen, daß der Handgriff, der zu der Betätigung des Feuermelders dient, auch noch dorch eine Glasscheibe gesichert ist, die zuerst zer- IHlagen werden muß. Der auf öffentlicher Straße ausgestellte, für jedermann zur Herbeirufung der f Feuerwehr im Falle der Rot bestimmte Feuermel- ter ist ein zum öffentlichen Ruhen dienender Ge- aenstand. Die Beschädigung eines solchen Geaen- ficmdes wird bestraft, wenn durch die Einwirkung aus die Sache deren besondere Zweckbestimmung i^einträchtigt wird. Das ist aber bei dem Feuermelder meist der Fall, denn die Sicherung des .Handgriffes durch den plombierten Faden und die Schuhscheibe ist dazu bestimmt und geeignet, hem- * ment) auf unbefugte Eingriffe zu wirken und so fixier mißbräuchlichen Betätigung der Feuermelde- crxlage zu begegnen; damit dient sie unmittelbar tem öffentlichen Ruhen. Unfer neuer Roman In der heutigen Ausgabe des Gießener Anzeigers beginnen wir mit der Veröffentlichung c nes neuen großen Romans — des ersten im Jahre 1933 —, der, wenn nicht alles täuscht, ein > ganz großer Erfolg zu werden verspricht. Gehört tc doch zu den schönsten und packeiedsten Werken einer Autorin, die längst die Herzen unserer Leser unb 2c:< rinnen gewonnen hat, und deren früher bei uns erschienene Romane — wir nennen nur ,3d) hole dich, Aenne' und „Der Mann, der das lachen verlernt hat" — zu den stärksten und nachhaltigsten Pubrnkumserfolgen gehört haben. Der neue Roman, der erst vor kurzem vollendet vurde, betitelt sich „Du warst mir doch bestimmt" von Gert Rothverg f — Die Altersvereinigung 1883—1933 veranstaltet am Samstag, 14. Januar, 20.15 Uhr, bei Alterskamerad Lamm, Westanlage, ihre erste Monatsoersammlung. Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich. — Das Reichsbanner Schwarz-Rot- Gold, Ortsgruppe Gießen, veranstaltet am kommenden Samstag, 14. Januar, 20 Uhr, in der Turn- halle am Oswaldsgarten seine diesjährige Sonnwendfeier. Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichllich. *• Gießener Reichswehrkapelle konzertiert im Frankfurter Zoo. Am Sonntag, 15. Ianuar, um 16 und 20 Ubr, konzertiert im Zoo das Musikkorps des 15.3nf.- Regiments Gießen in Uniform unter Leitung des Herrn Obermusikmeister Emst K r a u ß e. •• Probe-Alarm der Feuers! reuen. Am kommenden Samstag, 15 ilbr, werden die Feuer-Alarms Irenen unserer Stadt einer Prüfung auf ihre Betriebssicherheit unterzogen. Zu einer Beunruhigung beim Klang der Sirenen ist also kein Anlaß vorhanden. " In das L a n d ge r i ch t s g ef ä n g ni s übergeführt. Der Homöopath E. K. aus Grünberg, der dieser Tage unter der Anschuldigung des Vergehens gegen § 218 verhaftet wurde, ist in das hiesige Landgerichtsgefängnis etngeliefert worden. ** Sonntagsrückfahrkarten Mainzlar-Gießen. Seit dem 7. Ianuar werden nunmehr auch auf der Station M a i n z 1 a r Sonntagsrückfahrkarten ausgegeben. Der Fahrpreis beträgt für die 3. Klasse 70 Pfennig, für die 2. Klasse 1 Mark. Wirtschaft. Der „Olympia^-Kommissar. Besserung im ^uhrkohlenabsah. Die Besserung der Absatzverhältnisse im Ruhrkohlenbergbau wird in dem Bericht der Reichsbahn- dlrektion Essen über den Verkehr im Dezember 1932 bestätigt Der Verfand an die Reichsbahn betrug bis zum 20. Dezember arbeitstäglich 18 300 Wagen und übertraf hiermit die arbeitstäglichen Durchschnitte aller Monate des Jahres 1932. Erst im letzten Drittel sank die Stellung infolge der Feiertage auf arbeitstäglich 15 670 Wagen. Am 16. Dezember wurde die seit Marz 1931 nicht mehr erreichte Höchstzahl von 23 711 Wagen verzeichnet. Die Brennstoffanfuhr in den Duisburger Ruhrorter Häfen hat sich auf der ungefähren Höhe des Vormonats gehallen. Der Brennstoffverkehr nach Frankreich, Lothringen, Luxemburg ist ziemlich unverändert. Die Gesamtwagenstellung stellte sich im Jahre 1932 auf 5 577 594 gegen 6 603 019 im Jahre 1931. ♦ • Gehaltene Der kehrszi f f er n bei der Havag-Llohd-älnion. 3m abgclau- fenen Iahre wurden bei der Hapag insgesamt rund 100 000 (i. D. 102 000) Passagiere befördert. wovon rund 83 000 (84 000) auf den reinen Ueberseeverkehr entfielen. 3m Rordatlan- tikverkehr allein wurden 55 300 (54 000) Passagebuchungen vorgenommen. Ein gleich günstiges Bild weist die Derkehrsstatistik beim Norddeutschen Lloyd auf. Bei dieser Gesellschaft wurden 1932 rund 163 000 (172 000) Personen befördert. Auch bei ihr war der Rordatlantikverkehr gut gehalten. Berlin unregelmäßig. Berlin, 12. Jan. (WTB. Funkspruch.) Die Unternehmungslust des Publikums wurde durch den Konflikt zwischen dem Reichslandbund und der Re- gierung sowie durch das gegen Schluß schwächere Neuyork etwas beeinträchtigt. Die fifte Veranlagung der deutschen Bonds im Auslande wirkt sich im Augenblick als Anregung für festverzinsliche Werte aus. Heute sollen größere Umtaujch- t r a n s a k t i o n e n von Aktien in Renten erfolgt sein. Für Dividendenwerte war die Kursgestaltung uneinheitlich. Montane lagen meist bis zu 1 vH. schwächer. Besonders Harpener setzten ihre Abwärtsbewegung fort. Im Verlaufe zogen Gelsenkirchen mehr als 1 v. H. an. Braunkohlenwerte zeigten ein unregelmäßiges Aussehen. Kaliaktien lagen etwa behauptet, Kalichemie waren 1,25 o. H. schwächer. Von chemi- schen Werten waren Farben stärker angeboten und mehr als 1 o. H. rückgängig. Auch die übrigen Papiere dieses Marktes, mit Ausnahme der etwas festeren Chemische Heiden, gaben nach. Contigummi verloren im Verlaufe 1 o. H., ebenso Deutsche Linoleum. Andererseits waren Contilinoleum 1,75 o. H. höher. Elektrowerte büßten überwiegend bis zu 1,5 o. H. ein. Felten und Lahmeyer gewannen dagegen 2 bis 2,5 v. H. Gaswerte, Kabel- und Drahtwerte, Autoaktien, Metallpapiere, Bau-. Textil-, Papier- und Zellstoffwerte lagen ruhig bei kleinen Abweichungen nach oben oder unten. Von Maschinenfabriken waren Berliner Maschinen 1,25 v. H., Orenstein & Koppel über 2 v. H. gedrückt, während Berlin-Karlsruher Industrie 1 v. H. gewannen. Von Kunstseideaktien eröffneten Aku etwa 2 v. H. fester, gaben aber später mehr als die Hälfte dieses Gewinnes wieder her. Brauereien gewannen bis zu 1 v. H., Wasserwerke bis zu 0,5 o. H. Verkehrswerte, darunter Schiffahrtsaktien, gewannen teilweise bis zu 1,5 v. H Bankaktien blieben gut behauptet. Don sonstigen Werten sind Deutsche Atlanten, Eisenbahnverkehrsmittel und Hotelbetrieb mit Gewinnen von etwa 1 v. H., Polyphon mit einem Verlust gleichen Ausmaßes und Süddeutsche Zucker mit einem Rückgang von 2 v. H. zu erwähnen. Don deutschen Anleihen waren Neubesitz und Schutzgebiete sehr fest. Für Pfandbriefe, Kommunalobligationen usw. erhielt sich Nachfrage zu Anlagezwecken. Don Ausländern waren Rumänen auf die Rückkaufsabsichten der rumänischen Regie- rung an Stelle der Ziehungen stärker beachtet und nach anfänglicher Plus-Plus-Notiz bis zu 1 v. H. höher. Auch Lissaboner Stadtanleihe gewannen Id. H Am Geldmarkt blieb die Situation weiter leicht. Tagesgeld stellte sich auf 4,30 bzw. 4,25 v. H. an der unteren Grenze. Privatdiskonten blieben gefragt, gleichfalls hielt die Nachfrage nach Reichswechseln per 10. April und Reichsschatzanweisungen per 16. Juni an. Frankfurt freundlich. Frankfurt a. M., 12. Jan. (WTB. Drahtmeldung.) Die heutige Börse zeigte sich gegenüber dem Konflikt zwischen Reichsregierung und Reichslandbund recht wider st andsfähig, da man diesem Zwischenfall für die allgemeine innerpolitische Situation keine größere Bedeutung beimißt. Eine gewisse Unsicherheit war zwar nicht zu verkennen, doch war die Grundtendenz als recht freund- l i ch zu bezeichnen. Die Kursgestaltung war uneinheitlich, wobei die Kursoeränderungen sich im Rahmen von bis 1 Prozent hielten. Die Kulisse schritt verschiedentlich zu kleinen Realisationen. Am Chemiemarkt lagen IG. weiter etwas niedriger, Scheideanstalt, Deutsche Erdöl, und Rütyers- werke blieben behauptet. Am Elektromarkt überwogen Rückgänge von % bis X Prozent. Felten mit plus 2% und Lahmeyer mit plus 1% Prozent tendierten recht fest. Am Montanmarkt eröffneten Buderus, Mannesmann, Klöckerwerke und Stahl- verein bis zu % Prozent schwächer, Phönix büßten sogar 1% Prozent ein Kaliwerte und Rheinstahl zeigten anderseits kleine Erhöhungen. Don Spezial- papieren konnten sich Reichsbank um llA, Allgemeine Lokal und Kraft um 1 Prozent befestigen. Ferner lagen Zellstoff Waldhof und Aku um Bruchteile eines Prozentes höher. Schwächer eröffneten noch Holzmann, Linoleumwerte, Daimler und Zellstoff Aschaffenburg. Schifsahrtsaktien blieben anfangs nur knapp behauptet. Am Rentcnmarkt lagen deutsche Anleihen wieder sehr lebhaft. Neubesitz setzten mit 9,65 Prozent unverändert ein, stiegen dann auf 10 Prozent, um später wieder auf 9,80 Prozent zurückzugehen. Altbesitz und späte Reichsschuldbuchforderungen bröckelten dagegen anfangs bis zu einem Viertel Prozent ab. Sehr lebhaftes Geschäft hatten am Aus- landrentenmarkt Rumänische Anleihe, wobei der Abschluß der Verhandlungen über eine vorübergehende Erleichterung des rumänischen Zinsendienstes anregte. 5prozenitige Rumänen gewannen %, 4pro- zentige Einheitsrumänen aÄ Prozent, nachdem schon an der Abendbörse eine Steigerung von Vi Prozent eingetreten war. Fest lagen auch die Lissaboner Stadtanleihen mit plus 1 Prozent. Gold- und Liquidationspfandbriefe, sowie Jndustrieobligationen taxierte man etwas niedriger, während Stadtanleihen und Kommunalobligationen gut behauptet waren. Im Verlaufe war die Haltung am Aktienmarkt überwiegend schwächer, die Kurse gaben auf Glattstellunaen der Spekulation bis zu 1 Prozent nach. Don deutschen Anleihen blieben Neubesitz bei nachlassendem Geschäft etwa behauptet, wäh- Ministerialrat Dr. G r i tz b a ch wurde — wir benoteten bereits darüber — vom Reichskommissar für Preußen als Kommissar für die Olympischen Spiele 1936, die ja in Berlin durchgeführt werden, berufen. renb Allbesitz und späte Reichsschuldbuchforderungen weiter leicht abbröckelten. Tagesgeld war zu 3 Prozent leicht. Frankfurter Schlachtvichmarkt. Frankfurt a. M., 12. Jan. Auftrieb: 170 Rinder, 933 Kälber, 379 Schafe, 545 Schweine. Es wurden notiert: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 33 bis 37 Mark, mittlere Mast- und Saugkälber 28 bis 32, geringe Kälber 22 bis 27; Schafe: Mast, (ämmer und jüngere Masthämmel (Weidemast) 22 bis 24, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 19 bis 21, fleischiges Schafvieh 15 bis 18; Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 37 bis 39,50, von etwa 160 bis 200 Pfund 36 bis 39 Mark. Marktoerlauf: bei allen Diehgattungen mittelmäßig, ausoerkauft. Obecheffen. Der Licher Haushaltsplan für 1932. D Lich, 11. Ian. Dieser Tage befaßte sich der G e m e i n d e r a t mit der Beratung des Voranschlags für das laufende Rechnungsjahr, der besonderer älmstände halber erst jetzt zur Vorlage kommen konnte. Rach den Darlegungen des Vorsitzenden schließt er in Einnahme und Ausgabe mit 315 000 Mk. ab, wovon auf den Betrieb 259 400 Mk. und auf das Vermögen 55 600 Mk. entfallen. Gegenüber dem Dyrjahr sei ein Cinnahmeausfall von 29 600 Mk. zu verzeichnen, dem allerdings entsprechende Ausgabesenkungen gegenüberständen. Der Einnahmerückgang sei u. a. ganz bedeutend bei der Holzverwertung, der Vermietung städtischer Gebäude, den Lieberweisungen der Anteile an Reichssteuern und Grunderwerbsteuer. Die Ausgaben feien meist zwangsläufiger Ratur. Trotzdem fei es gelungen, den Voranschlag ohne Erhöhung der beschlossenen lOOprozentigen Bürger st euer in Einnahme und Ausgabe a u s zu- gl e i ch e n. 3n der Schluhabstimmung fand der Voranschlagsentwurf einstimmige Annahme. Die Gemeindeumlagen sollen in Höhe der Landesdurchschnittssätze zur Erhebung gelangen. Wieder Trichinensunde bei Iraubwild. * Londorf. 11. Jan. Der Zahnarzt Henkel schoß dieser Tage im Weitershainer Wald einen Dachs, dessen Fleisch gebraten gegessen werden sollte. Das Forstamt Londorf machte auf die Notwendigkeit der Trichinenschau aufmerksam. Der Fleischbeschauer Gg. Schneider entnahm Proben und stellte Trichinen fest. Der Fund wurde vom zuständigen beamteten Tierarzt bestätigt. Es wurden Trichinen in großer Anzahl f e ft g e ft e 111. Diele Schnitte enthielten eine bis drei Trichinen. Durch diese Feststellung und die Vernichtung des Dachsfleilches wurde eine schwere Erkrankung verschiedener Menschen verhütet. Auch dieser Fall ist wiederum eine Mahnung an die Jäger, Wild vor dem Genuß auch durch die Trichinenschauer untersuchen zu lassen. Landkreis Gictzen. 00 Klein-Linden, 11. Jan. Der hiesige G e» flü^elzuchtoerein veranstaltet am kommenden Samstag und Sonntag im Saal des Gasthauses „Zur Burg^ seine zweite lokale Geflügelausstellung. Als Preisrichter wurde Herr M a i (Lang-Göns) gewonnen. Mit der Ausstellung ist eine Verlosung und ein Preisschießen oerbunben. 00 Klein - Linben 11. Jan. In ber Mitgliederversammlung bes Turnvereins 1889 Klein-Linben würbe beschlossen, bas Win- t e r f e ft am 4. Februar 1. I. abzuhallen. Ferner würbe bteÖrünbung einer Reisekasse vorgenommen, um benjenigen Turnern, bie bas Deutsche Turnfest in Stuttgart besuchen wollen, bie Reise zu ermöglichen. ' Alb ach, 11. Ian. Am Sonntag hielt der Geflügel» undKaninchenzuchtverein A1 b a ch feine erste Werbeschau bei Gastwirt Will ab. Die Qualität des Geflügels unb der Kaninchen konnte als sehr gut bezeichnet werden. Das Richteramt hatte für Geflügel Otto May (Lang-Göns) und für Kaninchen Ludwig Gerhardt (Kirch-Göns) übernommen. Am Rachmittag hielt Herr May einen Vortrag über Geflügel und Herr Gerhardt über Kaninchen. Der Vorsitzende des Vereins dankte den Preisrichtern für ihre opferwillige Arbeit, und allen denen, die an dem guten Gelingen der Schau beigetragen hattem < Reiskirchen, 11. Jan. Im Vergleich zu früheren Holzver st eigerungen war bas Holz, bas gestern hier versteigert würbe, billig. Es kosteten Buchenscheit 12 bis 14 Mk. gegen 16 bis 20 Mk. im Vorjahr, Buchenknüppel 8 bis 10 Mk. (11 bis 13 Mk. im Vorjahre), Eichenknüppel 5 bis 6 Mk. (8 bis 10 Mk. im Vorjahre), Buchenreiser, 4 Meter, 5 bis 6 Mk., Buchenstock 6 bis 7 Mk. * L i ch, 11. 3an. Racy oem Ergebnis der ersten Drennholzversteigerung in Försterei Häuser berg des Licher Stadtwaldes liegen die Preise durchschnittlich 10 v. H. unter denjenigen des Vorjahres. Bezahlt wurde für Duchenscheiter 28 Mark, Buchenknüppel 19 Mark, Buchenstöcke 16 Mark und Fichtenstöcke 7 Mark je 4 Raummeter und für 50 Stück Buchenwellen 6 Mark im Durchschnitt. Kreis Schotten. # Aus dem Vogelsberg, 11. Jan. Gestern erschien in den Dörfern Meiches, Helpershain, Ober- Seibertenrod, Babenhausen II, Wohnfeld, Höckersdors und Ruppertenrod ein mit vier Beamten besetzter Lastkraftwagen der Schutzpolizei ber Stabt Offenbar, um bie Winter- hilfe-Spenben ber Einwohner ber genannten Orte abjjuljolen. Die gespenbeten Naturalien waren bereitgehalten, so baß beren Uebernahme innerhalb eines Tages vollzogen werben konnte. Die Bauern des Vogelsberges haben einen erneuten Beweis ihrer Hilfsbereitschaft unb Opferfreudigkeit geliefert □ 2a u bad), 11.3an. Bei der heute stattge- fundenen Zwangsversteigerung der am hiesigen Bahnhof gelegenen Römheldschen Eisengießerei wurde nur ein Gebot, und zwar von der Stadt Laubach als der ersten Hypothekargläubigerin, das geringste Gebot abgegeben. Ober-Schmitten, 11.3an. Der hiesige Männergesangverein konnte zur 3ahres- wende auf ein 25jähriges Bestehen zurückblicken. Mit Rücksicht auf die Rot der Zeit wurde von einer größeren Festlichkeit abgesehen. Man beschränkte sich auf eine kleine Feier in engstem Rahmen, zu der nur die Mitglieder nebst Familienangehörigen am letzten Samstag im Kirchhofschen Saale erschienen waren. Ter 1. Vorsitzende des Vereins Karl F e i ck begrüßte die Versammelten und gedachte der Bedeutung des Tages. Den aktiven Sängern L. M i ch e 1, H. Eberhard, Th. Wirth und H. F i s ch e r, die zu den Gründern des Vereins zählen, wurde die Silberne Ehrennadel überreicht. Der Chorleiter 3. D i e h 1 gab einen Rückblick über die Entwicklung des Vereins unter Hervorhebung der bemerkenswertesten Ereignisse und Taten. Er gedachte der Gründer, von denen noch 14 dem Verein angehören, sowie des ersten Dirigenten, des Rektors K n a b (Heuchelheim) der als Ehrengast der Feier beiwohnte. Das Andenken an die Toten des Vereins, darunter acht Gefallene, wurde entsprechend geehrt und Kränze an den Gräbern niedergelegt. Der Vorsitzende des Riddcttalsänger- bundes Schäfer (Eichelsdorf) überbrachte die Grüße und Wünsche des Bundes und der Rach- barvereine und mahnte zu weiterer sangesbrüder- licher Treue. Die Ansprachen waren umrahmt von Chören des Mannergesangvereins, ernsten und heiteren Darbietungen des Künstlerpaares B u ch- wald-Winkler (Gießen), sowie instrumentalen Dorttägen. Die eindrucksvolle 3ubiläums- feier fand ihren Ausllang in Tanz. Wcttervoranssaqe Teils kontinentale, teils maritime Luft hat über Deutschland Platz ergriffen. Ost- unb Süddeutsch- lanb liegen im Bereich kontinentaler Lust unb haben infolgedessen zunehmenben Frost bis zu 9 Grab, währenb das westliche Temperaturbilb, sowie bas unfrige wenig Aenderung zeigt. Da von den britischen Inseln her kältere maritime Luft vorwärts bringt unb außerdem bie kontinentale anhält, so werben auch bei uns bie Temperaturen zurückgehen. Im Wechselspiel ber Luftwaffen find dabei anfäng- lich noch leichtere Störungsbildungen, welche sich in Bewölkung oder auch vereinzelten leichten Schneefällen äußern, zu erwarten. Aussichten für Freitag: Reblig-wolkig, zeitweise wechselnd bewölkt mit Aufllaren, meist trocken, Temperaturen um Rull, nachts darunter. Aussichten für Samstag: Wolkiges Wetter mit Aufllaren, Temperaturen weiter um den Gefrierpunkt schwankend, meist trocken. Lufttemperaturen am 11. Januar: mittags 4,3 Grab Celsius, abenbs 2,7 Grab; am 12. Januar: morgens 1,7 Grab. Maximum 4,2 Grab, Minimum 0,5 Grab. — (Erbtemperaturen in 10 cm Tiefe am 11. Januar: abenbs 1,6 Grab; am 12. Januar: morgens 1,3 Grad Celsius. — Sonnenscheinbauer 1 Stunbe. Verantwortlich für Politik: 1.23.: Ernst Blumschein. Geschichten aus aller Welt. Bauchredner haben es gut... (—) Rom. Italien besitzt zur Zeit zwei große Redner: Mussolini und Calteroni. Beide sind sehr gefeierte, berühmte Persönlichkeiten. Der einzige Unterschied zwischen ihnen ist der, daß Mussolini mit dem Mund und Calderoni mit dem Bauch redet. Mit anderen Worten: dieser Maestro ist ter geschickteste Bauchredner aller Länder und Zeiten. Einmal reiste er von einem Engagement zum andern. Zu seinem „Gepäck" gehörte neben Puppen, Masken und Schminke auch ein kleiner Foxterrier, Calteronis liebster Reisegefährte. Da der Künstler aber trotz seiner hohen Einnahmen es mit Geld ziemlich genau nimmt, pflegte er sich um die Entrichtung der Gebühr für die- Hundefahrkarte zu drücken. Herr und Hund saßen also im Abteil und warteten auf die Schicksalsstunde, in ter der Kontrolleur nahte. Der Foxterrier war mit einem Mantel bis zur Unkenntlichkeit vermummt worden. Geängstigt und schweigsam saß er in ter Ecke des Kupces und wagte kaum zu wedeln. Mit einem Mal ging die Tür auf. Der Schaffner erschien. „Wer ist bitte zugestiegen?" Calderoni war zugestiegen. Mit dem liebenswürdigsten Lächeln der Welt (und mit der linken Hand) überreichte er dem Cerberus seine Fahrkarte. Mit der rechten drückte er seinem Hund die Schnauze 311. Wir wollen nicht untersuchen, warum der Hund sich das in diesem Augenblick nicht gefallen ließ. Mit einmal nämlich erscholl unter dem Mantel ein heiseres, wütendes Gekläff. Dem Bauchredner sträubten sich die Haare. Schon wollte er zu einer Erklärung ausholen. Da nahm der gute Zugbegleiter plötzlich seine Laterne — und leuchtete Calderoni sorgfältig unter den Schlapphut, ins Gesicht. Dann grinste er und sprach in aller Gemütsruhe: „Sehr geschickt, Signor Calderoni! Mein Kompliment! Das haben tote sehr hübsch gemacht. Aber wissen Sie — mich können Sie nicht täuschen .. .* Es knallt in Oklahoma. (H. W. v. D.) Reuy 0 r k. Um dem überhandnehmenden Bankräuber-Un- wesen zu steuern, hat sich der Staat Oklahoma (USA.) zu drastischen Maßnahmen entschlossen, die im Rechtswesen eines zivilisierten Volkes wohl einzig dastehen. Raubüberfälle auf Lokalbanken in den kleinen Landstädtchen sind im Mittelwesten der USA. an der Tagesordnung. Sie spielen sich meistens so ab, daß der ober die paar Gendarme des Städtchens durch einen fingierten Autounfall nach außerhalb gelockt werden, und daß die Banditen währenddessen die Bank plündern, nachdem sie dem Kassierer und den paar Angestellten die Pistole auf die Brust gesetzt und die Leute gefesselt haben. Wenn keine Gendarme in der Ortschaft stationiert sind, machen die Herren Banditen aar nicht so viel Federlesen: Sie holen einfach den Kassierer in den frühen Morgenstunden aus dem Bett und zwingen ihn, ihnen den Kassenschrank zu öffnen. Da die Staatspolizei diesem Unwesen so gut wie hilflos gegenübersteht, hat der Gouverneur Murray von Oklahoma nunmehr die Selbsthilfe der Bevölkerung legalisiert. Seinem jüngsten Erlaß zufolge „erhält derjenige 500 Dollars Belohnung, der einen Bankräuber auf frischer Tat tötet, und 250 Dollars Belohnung, der einen während eines Banküberfalls „Schmiere" stehenden Helfershelfer niederknallt". Die erste Belohnung dieser Art ist bereits ausgezahlt worden und zwar an den schwarzen Buchhalter H. C. McCormick, der in vergangener Woche einen von drei Bankräubern erschoß, die die „Bank of Boley" überfallen hatten. Vermischtes. Ein Riesenhochstapler wird gesucht. Die Kriminalpolizei forscht nach dem Aufenthalt eines Mannes, der ein riesiger Hochstapler und nebenbei ein hochstapelnder Riese ist. Durch seine Körpererscheinung müßte er eigentlich überall auffallen, denn er mißt vom Scheitel bis zur Sohle 1,86 Meter und hat das respektable Körpergewicht von 260 Pfund. Aber trotzdem gelingt es ihm, sich auf dem schwierigen Gebiet der Hochstapelei erfolgreich zu betätigen und findet, wenn die Polizei ihm aus den Fersen ist, immer noch Schlupfwinkel, die groß genug sind, um ihn zu verbergen. Es handelt sich um den 35 Jahre alten William Fortun, der aus dm Gefängnis von Florida in den Vereinigten Staaten entflohen ist und sich seitdem in Europa durch umfangreiche Scheckbetrügereien ernährt. Er stammt aus Montreal und kam schon vor mehreren Jahren nach Deutschland. In Berlin verschaffte er sich Zutritt zu den ersten Kreisen und kaufte Juwelen ein, wobei er nicht um den Preis feilschte. । Die Krise begann damals ihre ersten Auswirkungen I zu zeigen, und viele wohlhabende Leute mußten ihre I Edelsteine und anderen Schmuck verkaufen. Fortun kaufte, bezahlte aber mit Schecks, die sich später als gefatscht erwiesen. Auf der Uebecfahrt von Amerika nach Deutschland schloß er Freundschaft mit einer berühmten Filmdiva und betätigte sich auf dem Schiffe als passionierter Spieler. Seine Einsätze machte er auch hier mit Schecks, die ohne weiteres angenommen wurden. Erst viel später kam heraus, daß auch diese Schecks gefälscht waren. Im Februar 1931 wurde er verhaftet und kam in Berlin ins Untersuchungsgefängnis. Hier schwß er Freundschaft mit seinem Zellengenossen, dessen Tochter er, nachdem er die Freiheit wiedererlangt hatte, in London heiratete. Von dort begab er sich mit seiner Frau wieder nach Amerika, um das einträgliche Gewerbe des Sch:ck- betrugs weiter zu betreiben. In Reuyork wurde er verhaftet und zu einer schweren Freiheitsstrafe verurteilt. Zur Verbüßung der Strafe wurde er in das Gefängnis von Florida gebracht, aus dem er vor einiger Zeit geflohen ist. Er begab sich mit seiner Frau wieder nach Deutschland und ließ sich zunächst in München nieder. Hier führte er den Namen Dr. Arnoldo de Best und gab sich als Generalkonsul der dominikanischen Republik aus. Auch hier kaufte er für ungefähr 10 000 Mark Möbel und Juwelen, die er mit Schecks auf die „First National Bank of Spring Valley“ bezahlte. Bevor die Schecks zur Einlösung präsentiert werden konnten, um als Fälschungen erkannt zu werden, hatte er die erworbenen Möbel und Juwelen längst wieder verkauft ober versetzt und war mit dem Gelte geflohen. Die Kriminalpolizei nimmt an, daß Fortun sich noch in Deutschland aufhält, vielleicht in Berlin, vielleicht auch in einer anderen deutschen Großstadt, um seine Betrügereien unter einem anderen Namen fortzusetzen. So spricht man in Afrika. Der Erforschung tes dunklen Erbteiles waren in hohem Maße die Unmenge von afrikanischen Sprachen und Dialekten hinderlich. Erst in ten letzten zwanzig Jahren ist in dieses Sprachengewirr einigermaßen Licht gebracht worden. Man unterscheidet ungefähr 600 verschiedene Sprachen in Afrika, die sich ihrerseits in unzählige Dialekte teilen. Verhältnismäßig am besten sind die wcstafrikanischen Sprachen erforscht. Sie werten in drei Hauptgruppen eingeteilt, Tn die Sprachen ter Neger, die ter Ha- miten und in die ter Pygmäen. Nur bei wenigen westafrikanischen Völkern haben die Ethnologen eine Literatur ober auch nur eine Schriftsprache gefunden. Am weitesten verbreitet ist die Sprache der Haussa, die von 5 Millionen Menschen gesprochen wird. Diese und die Sprache ter Moruba, die drei Millionen Menschen umschließt, herrschen in West- asrika vor. An der Golbküste gibt es bann noch brei weitere führende Sprachen: Aschanti, Jwi und Fanti. Die Haussa-Sprache trifft man nördlich tes Aequo kors und westlich des Nil an. Ihr weicher, melodischer Klang fällt allgemein auf, ihr Wortschatz beziffert sich auf etwa 10 000 Worte. Man hat eine Verwandtschaft mit der arabischen Ursprache und mit ter Sprache der Berber fcftgeftellt. Im übrigen ist die Haussa-Sprache die einzige Schriftsprache im tropischen Afrika, sie wird seit anderthalb Jahrhunderten geschrieben. Einige literarische Fragmente und religiöse Gedichte konnten von den Forschern sichergcstcllt werden. Aus einem alten A mansch. Die alljährlich erscheinenden Almanache und Kalender gehen Jahrhunderte weit zurück und enthielten früher ausführliche Beschreibungen seltsamer Vorkommnisse, die hier ober bort beobachtet wurden. Es sind wunderliche Fakten, die in diesen alten Almanachen erzählt werden. So berichtet der „Hinkende Bote" von ßeffines in Holland vom Jahre 1767 die folgende Begebenheit: Ein Bauer stirbt, man schreitet zum Begräbnis, allein auf dem Wege zum Kirchhofe vernehmen die Bahrenträger im Sarge ein dumpfes Klopfen. Der Deckel wird geöffnet, der „Tote" richtet sich in sitzende Stellung auf, und außer sich vor Entsetzen ergreift das ganze Trauergefolge schleunigst die Flucht. Aber der „Tote" hatte sich nicht nur darüber zu wundern, daß er in einem Sarg gebettet lag, sondern außerdem noch, daß man ihn in ein Harlekingewand gekleidet hatte. Allein die Herkunft dieses wunderlichen Totengewandes erklärte sich schließlich auf eigenartige Weise: Weinend gestand die trauernde Witwe, daß ihre Sparsamkeit (und ihre große Sympathie für einen treuen Vetter) sie verleitet habe, den schönen Sonntagsrock des Verstorbenen zu sparen. In dem schwarzen Rocke des Verstorbenen folgte der Vetter leidtragend dem Leichenbegängnis, indes die sparsame Hausfrau den verblichenen Gatten sorglich in ein altes Harlekinkostüm gehüllt hatte, das ohnehin nutzlos in der Truhe gelegen hatte und gerade noch gut genug war, um sich begraben lassen zu können. Die Leser aber erschauerten bei solcher Lektüre und genossen die Wunder der Welt. iei Regen,Wind n. Schnee h NIVEA i? CHE MF Neue Preise:RM 0.15* 1.00 ...einige Tropfen MA GGls Würze verbessern das einfachste Essen Puch beim Nach füllen erhalten Sie Gutscheine-O Für’n Appel und’n Ei Verlobte nur von Donnerstag, 12., bis einschl. Mittwoch, 18. Jan. Berlin Gießen Januar 1933 Pfund 0226 Pfund Preise stark herabgesetzt im 261 A Pfund Pfund Vollreis glasiert Pfund 246 A Eintritt für Nichtmitglieder 30 Pf. 248D Seltersweg GIESSEN Seltersweg S & F-Sparmarken auf alle Waren SeilWaMl SWlUZ'M'S01I> |Verschiedenes| Gutes Beiprogramm! 257 C m. Schw. 249Ö ZleWkkW. 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Studentenkarten 1 Mark bei Herrn Sekretär Ritter und im neuen Studentenbaus gegen Ausweis. 259D Nachhilfe in Franzos., Engi., Mathem. billig, sind, tbeol. Köttner Goethestr.52 III. Jagölemer entlaufen. Otto Spuck, Wleseck Johannesberg orr>il Telephon 2589. 1883-1933 Samstag, 14. Jan., l.Monalsversammlung 8V4 Uhr bei Altcrs- kamerad Lamm, Westanlage. 243v Reichsverband Deutscher Baumeister Donnerstag abend 8" Uhr im Hessisch. Hof Jahres- Hauptversammlung. 0248 Der Vorstand. al3. I. 20 ü.: fortragBr.St. Ur JO Zweites Matt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen) Donnerstag J2.3onuar (955 Oer Fall Gilles. Von unserem ständigen 8.-Derichterstatter. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Brüssel, Januar 1933. Der Platz vor der Pfarrkirche St. Nikolaus in (Eupen war am späten Nachmittag des 24. Dezember von derselben heimeligen, weihnachtlichen Luft durchweht, wie tausend andere Plätze in Städten, wo deutsche Menschen wohnen. In der Kirche satz der Kaplan Gilles im Beichtstuhl und hörte die Beichte der Gläubigen, die sich in frommer Weise auf das hohe Fest vorbereiten. Um den Euoenern zum Bewußtsein zu bringen, daß ihre so deutsche Stadt indessen keineswegs im Deutschen Reiche liegt, sondern einer fremden Staatsherrschaft unterworfen ist, konnte die Brüsseler Regierung kein besseres Mittel finden, als durch Amtsdiener und Gendarmen dielen weihnachtlichen Vorfrieden zerstören zu lassen. In der Tat rückte in den ersten Stunden des heiligen Abends Gendarmerie an, ein Amtsdiener drang in die Kirche, ließ den Kaplan Gil- les, dessen kirchliche Handlung mißachtend, aus dem Beicht st uhl holen, um ihm vor den Bewaffneten zu eröffnen, er sei durch höchsten Beschluß des Ministerrats und Verordnung des Königs des Landes verwiesen und habe binnen 24 Stunden den Staat zu verlassen. Es ist unschwer, sich vorzustellen, welches Auf. sehen und welche Aufregung der unglaubliche Dor- ßin Eupen auslöste. Warum, weshalb diese alität? War der Kaplan ein Staatsverbrecher, plante er ein Attentat gegen den Bestand von Bel- gien? Nein, er war nur plötzlich mißliebig, weil er im Kanton Eupen geboren, nicht Belgier geworden war, und seine alte Staatsangehörigkeit nicht ausgegeben hatte. Seit sechs Jahren als Kaplan bei St. Nikolaus im Amte erfreute sich der Geistliche überall allgemeiner Hochschätzung, im öffentlichen Leben übte er die Zurückhaltung, die ihm als nicht belgischer Staatsangehöriger selbstverständlicherweise aufer- legt war und nichts kam unerwarteter und war unbegreiflicher als das Vorgehen der belgischen Regierung. Diese lehnte es zunächst ab, überhaupt eine Erklärung abzugeben, und erst nach dem Schritt des deutschen Gesandten Graf Lerchenfeld beim Außenminister Hymans schickte die Regierung an die Presse ein vages Communiquö. Der deutsche Gesandte hatte dem Außenminister nachdrücklich die Auffassung der deutschen Regierung klargemacht, die die Ausweisung nach den vorliegenden Berichten und den strikten Aussagen des Kaplans als völlig ungerechtfertigt ansieht. Der Gesandte gab dem belgischen Minister unzweideutig zu verstehen, daß dergleichen Geschehnisse die Besserung der deutsch-belgischen Beziehun- gen nicht fördern, sondern ihr im hohen Maße abträglich seien. In der erwähnten Auslassung der belgischen Regierung wird in der oberflächlichsten Weise gesagt, der Geistliche habe antibelgische Gefühle gehegt und einen schädlichen Einfluß auf die Jugend aüsgeübt, dies ist alles, was Brüssel zur Rechtfertigung seines. brutalen Aktes vorbringen kann. Die belgische Presse, die die Empörung, die im Reiche durch den Fall ausgelöst wurde, zuerst nicht begreifen wollte, bemüht sich ihrerseits „konkrete Tatsachen" für das „antibelgische" Verhalten des Kaplans anzuführen, ein Bemühen, das durch die vorgebrachten Tatsachen völlig bedeutungslos wird. Der einzige Grund ist ganz einfach der, daß die belgische Regierung in Eupen demonstrieren wollte. Es unterliegt keinem Zweifel, daß der neue Kurs alles, was nicht belgischer Staatsangehörigkeit ist, also von vornherein antibelgischer Gesinnung und Förderung deutscher Heimatliebe verdächtigt ist, rücksichtslos aus dem Staat entfernen will, um die „Assimilierung" der Kantone an Belgien durchzusetzen und alle Gedanken an eine neue Abstimmung zu ersticken. Denn nach den Plänen und Erklärungen des neuen Landesoerteidigungsministers Deveze sind ja gerade die Kantone ausersehen, das Glacis gegen Deutschland abzugeben, um, wie sich ein belgischer General vor kurzem äußerte, Aachen bequem beschießen zu können. Allmählich kommen anscheinend auch in Brüsiel einige Leute dahinter, daß die Regierung durch ihr Vorgehen eine große Dummheit begangen hat, und Belgien gegenüber dem Ausland in eine schlechte Position gebracht hat. So stellt die „Jnd6pendance Belge" mit Schrecken fest, daß zweifellos eine riesige Ungeschicklichkeit begangen worden sei und die belgischen Argumente die Brüsseler Regierung nicht nur nicht rechtfertigen, sondern ins Unrecht setzen. Und in einem Berliner Bries läßt sich die gleiche Zeitung schreiben: „Im Interesse des Landes selbst müßen wir trachten, uns auf politischem Gebiet besser mit Deutschland zu stellen, weil wir mit ihm wirtschaftlich verkehren wollen. Wenn auch das patriotische Gefühl die Ausweisung des Kaplans Gilles billige, so sei es doch nicht zu leugnen, daß Zeitpunkt, Umstände und Rechtfertigung in einem Maße unglücklich sind, daß sie das Ausland überraschen." ZehnZahre geraubtes deutsches Memelland Don Professor Ernst Boerschmann, Erstem Vorsitzenden des Memellandbundes E. D., Äeilin. WM «I Am 10. Januar 1923 wurde das Memelland von litauischen Freischärlern besetzt, die am 15. Januar dann die Hauptstadt Memel selbst besetzten. — Unser Bild zeigt, wie litauische Freischärler sich nach dem Ueberfall auf Memel vor dem Bahnhof Carlsberg als siegreiche Eroberer photographieren lassen. Ein bitterer Gedenktag! Zum 10. Male jährt sich ein doppeltes Geschehen, das unseligste in der langen deutschen Schmerzensreihe seit Versailles. Am 10. Januar 1923 brachen gleichzeitig d i e Franzosen in das Ruhrgebiet ein und d i e Litauer in das Memelgebiet. Dieser doppelte Raubzug im Westen und Osten, offenbar in innerem Zusammenhang, schon mitten in der Inflation, schien das Ende von Deutschland zu bedeuten. Aber der bewunderungswürdige Ruhrkampf, zwar abgebrochen, führte zum Abzug der Franzosen und war letzten Endes der entscheidende Auftakt zu unserer nationalen Erneuerung. Jedoch das widersinnigste Unrecht, das man dem rein deutschen Memellande angetan, indem es ohne Volksbefragung vom Mutterlande gerissen und danach Litauen überantwortet wurde, ist noch nicht wieder gut gemacht. Sobald das Versailler Diktat in Kraft getreten war, vom Januar 1920 ab, wurde das Memelgebiet zu einem Niemandsland unter einem französischen Kommissar und kleiner Besatzung, mit denen die heimischen deutschen Behörden gut auskamen. Man strebte die Errichtung eines selbständi - gen Freistaates an. Der neugegründete Memellandbund, die Vereinigung der Memelländer im Reich, unterstützte diese Bestrebungen nachdrücklich. Da unternehmen die Litauer ihren Handstreich. Freischärler und reguläre Truppen in Zivil überschritten am 10. Januar 1923 die Grenzen und nahmen nach einem kurzen Gefecht am 15. Januar d i e Stadt Memel ein. Die französische Besatzung kapitulierte und zog alsbald ab, die Litauer errichteten ihre Gewaltherrschaft, und es begann die eigentliche Leidenszeit des abgetrennten Memel- gebietes. Die Botschafter der alliierten und assoziierten Mächte beeilten sich, Klarheit zu bringen in die verwickelten Verhältnisse. Eine Sonoerkom- mission bereiste'sofort das Memelgebiet und erstattete schon am 6. März ihr Gutachten, das, obwohl abgegeben von je einem Franzosen, Italiener und Engländer, geradezu vernichtend aussiel für die bisherigen Darstellungen und Ansprüche Der Litauer, die das Gebiet seit je als rein litauisch bezeichnet hatten. Jrn Gutachten wurden der volle deutsche Charakter des Memelgebie- t e s festgestellt und die Bildung eines Freistaates oorgeschlagen. Trotzdem kam es schließlich zur Anerkennung des Zustandes, den Litauen durch seine gewaltsame Besitzergreifung geschaffen hatte. Doch erst im März 1924 erging ein Statut, das dem Memelgebiet Autonomie gewährte, „um die überlieferten Rechte und die Kullur seiner Bewohner zu sichern", Litauen aber die Souveränität übertrug. Entgegen dem Sinn und Willen des Statuts gingen die Litauer, der eingesetzte Gouverneur m Memel wie die Regierung in Kowno, sofort an eine rücksichtslose Litauisierung des Memelgebietes. Verletzung der autonomen Rechte auf allen Gebieten, künstliche Auslegungen ober versteckte Durchdringung, schließlich offene Gewalt waren die Mittel im Kampf mit den autonomen Organen, Landtag und Direktorium mit Landespräsident. Zehn lange Jahre dauerte das Ringen zwischen den Memelländern, die nur schwach von den Signatarmächten und von Genf, und nur gelegentlich von Deutschland unterstützt werden konnten, und den litauischen Machthabern, die alle Einsprüche unbekümmert in den Wind schlugen. Im vergangenen Jahre spitzten sich die Dinge auf das äußerste zu. Ein Gewaltakt des litauischen Gouverneurs, Absetzung des Landespräsidenten und Auflösung des Landtags, sollte die eingeschüchterten Deutschen völlig zurückdrängen und das litauische Element als Träger der Auto- nomie durch Neuwahlen in aller Form bestätigen. Die Litauer wurden grausam enttäuscht. Die Deutschen bekundeten mit einem geschlossenen Block von 85 v. H. aller abgegebenen Stimmen, daß sie seit Eindringen der Litauer kaum Einbußen erlitten hatten, daß sie sich der Gewalt nicht beugten. Bald darauf entschied das Haager Schiedsgericht über den litauischen Gewaltakt. Das Ur- teil, wenn auch in einigen Punkten zwiespältig, erkannte doch das klare Recht des ungebrochenen memelländischen Deutschtums auf Selbstregierung in vollem Umfange an. Seit der Bildung einer neuen deutschen Landesregierung im letzten Sommer ist äußerlich Ruhe eingekehrt im Memelgebiet, doch unter der dünnen Asche glüht das heiße Feuer. Wie aber ist das deutsche Wunder zu erklären, das Wunder deutscher Selbstbehauptung einer kleinen Bevölkerung von kaum 150 000 Seelen, nach zehn Jahren Unterdrückung und Zermürbung? Jene dort dürfen über ihre Nöte nicht laut sprechen, nicht schreiben, wir müssen der Mund sein jener Schweigenden. Selten kommen sie nach Ostpreußen oder gar ins Reich, das ihnen kaum andere als mora- lische Hilfen geben kann. Und doch erlebte jeder von uns Besuchern der alten Heimat jedes Jahr das gleiche Wunder der Unerschütterlichkeit, der Einheit, des stillen, aber vollkommenen Einverständnisses aller untereinander, das Wunder der Erhaltung ihrer reinen Art gegen die fremden Bedrücker, von denen die Deutschen geschieden bleiben wie Feuer von Wasser. Solche lebendigen Kräfte liegen verborgen im Unsichtbaren, im Bewußtsein ererbter und immer neu verdienter Kultur feit über 500, ja seit 700 Jahren Ansässigkeit auf dem Boden, sie liegen i m Gefühl d e r unbedingten Zugehörigkeit zu Deutschland, das fern ist und doch überall lebt im Memelland, dem erklärten Vorposten und politischen wie moralischen Angelpunkt für die deutschen Ostfragen. Jene Kräfte wurzeln im Glauben an uns hier und an den Tag der Erlösung durch uns, in der Ueberzeugung vom eigenen heiligen Recht und vom Unrecht der Litauer, die nie und nimmer heimisch waren im Memelgebiet MalWlWWM Roman von GertRolhberg. (Urheberschutz durch C. Ackermann. CRomanymtrale Stuttgart.) Nachdruck verboten. Erstes Kapitel. Ruhelos ging der junge Schlohherr von Achern in seinem Arbeitszimmer auf und ab. Draußen heulte der Sturm um dos alte Gebäude. 3m Park knirschten die Aeste der hohen, alten Bäume aneinander. Harry von Achern trat zum Kamin, in welchem ein Helles Feuer brannte. Mit düsteren Augen starrte er in die Glut, in der soeben ein mächtiges Buchenscheit zusammenfiel. „Wie ich sie noch immer hasse, sie, die die Schuld daran trägt, daß ich meine Jugend fern von Achern verleben muhte!" knirschte er und schüttelte die Fäuste in nicht zu bändigender Wut. Jetzt wandte er sich mit einem Ruck um und ging zum Schreibtisch. Er beugte sich dann über die Wirtschaftsbücher, die ihm der Inspektor am Nachmittag gebracht hatte. Vorsichtig kam ein alter, eisgrauer Diener herein. Gr ging zum Kamin, schürte die Glut, legte noch etwas Holz nach, hob witternd die Aase, ob es auch warm genug sei, wandte sein zerknittertes, pergamentfarbenes Gesicht seinem jungen Herrn zu und wartete. Harry nahm entweder keine Aotiz von seinem Diener oder er war so vertieft, dah er ihn tatsächlich nicht sah. Als Joseph Wimpert merkte, daß man ihn nicht brauchte, ging er mit gekränktem Gesicht würdevoll hinaus. Harry mochte ungefähr drei Stunden gearbeitet haben, als er sich aufrichtete, die Bücher zuschlug und sich zurücklehnte. In diesem Augenblick schlug die alte, geschnitzte Ahr zwölfmal. Eine ganze Weile saß Achern so da, seine Hände ballten sich, ohne daß er es wußte. Seine Gedanken verloren sich in die Vergangenheit. Es war genau so eine stürmische Aacht gewesen wie heute: er sah mit der Mutter, mit seiner schönen, vergötterten Mutter drüben in ihrem Salon, und sie warteten auf den Vater, der an diesem Abend von einer längeren Reise zurückerwartet wurde. Der Zug traf spät auf der entfernten Station ein, und Achern hatte es nicht gewünscht, daß Frau und Sohn ihn abholten. So wartete man. Der Wagen war längst zur Bahn geschickt, und jede Minute konnte jetzt der Vater eintreten. Doch die Zeiger der Ahr rückten weiter, immer weiter, und noch immer warteten sie beide. Endlich hörte man unten Räderrollen, gleich darauf trat der Vater über die Schwelle. Sie eilten ihm entgegen und prallten im selben Augenblick zurück — er trug ein kleines blondes Mädelchen auf dem Arm, das mit groben, ängstlichen Augen auf die schöne Frau und den großen, schlanken Jungen blickte. Lothar von Achern sah seine Angehörigen einen Augenblick prüfend an, dann sagte er lakonisch: „Guten Abend, da wäre ich wieder. Ich hatte ein Erlebnis auf der Heimfahrt vom Bahnhof und bitte dich, liebe Brigitte, mich anzuhören." Er setzte sich mit dem Kind auf das kleine, hellblaue Sofa, nachdem er seine Frau herzlich geküht hatte trotz ihrer leisen Abwehr, die er aber nicht zu bemerken schien. Harry hatte sich an die Seite der Mutter gestellt. Als ob er diese vor etwas Schwerem beschützen wolle, so sah es aus — wenigstens dachte dies Lothar von Achern. „Ich hatte bereits die Hälfte des Weges mit dem Wagen zurückgelegt, als der Kutscher plötzlich anhielt — am Wege lag ein Hindernis: eine tote junge Frau, und neben ihr sah die Kleine. Ich habe der Toten einige Papiere abgenommen, die mich veranlassen, das Kind hier ün Schlosse aufzunehmen. Eine weitere Erllärung kann ich euch leider vorerst nicht geben, es hängt alles von einer Unterredung ab, die ich morgen mit jemandem haben werde. Willst du dich einstweilen mit meiner Erklärung begnügen, liebste Brigitte?" Frau von Achem blickte ihn unschlüssig an, dann sagte sie langsam: „Ich muh wohl, obwohl ich mir dein Heim- fommen anders gedacht hatte. Wir wollen die Kleine der Mamsell übergeben, denn natürlich kann dieses Kind von der Straße nicht hier in meinen Räumen bleiben.“ Stolze Abwehr, ja, fast ein wenig Hochmut sprach aus ihrer Stimme. Ruhig sagte Achem: „Du irrst, liebe Brigitte: toemt ich das Kind den Dienstboten überlassen möchte, hätte ich es gar nicht erst zu dir hereingebracht. Ich bitte dich, dich selbst um die Kleine zu kümmern!" 6ie hob abwehrend ’ die weißen, beringten Hände. „Das wirst du mir nicht zumuten, Lothar! Ich lehne es ab, das Kind der Anbekannten in meinen Räumen zu dulden. Ich —“ „Verzeihung, daß ich dich unterbrechen muh. Die arme Frau ist an Entkräftung und an irgendeiner inneren Krankheit gestorben. Der Totenschein wird ja Klarheit bringen. Harrys ehemaliges Spielzimmer kann in Ordnung gebracht werden, und wenn ein Bett für die Bonne, die ich morgen kommen lasse, mit hineingestellt wird, dann geht es ganz gut als Kinderzimmer. Falls die Unterredung morgen anders ausfällt, als ich hoffe, dann sollen die Dienstboten von vornherein wissen, wie sie sich dem Kinde gegenüber zu stellen haben. Es soll in keine schiefe Lage kommen," sagte Herr von Achem mit fester Stimme und streichelte das goldblonde Haar der Kleinen. Mit bösen Augen sah Harry auf den kleinen Eindringling. Er konnte es nicht fassen, toarum sein stolzer Vater diesem Kinde, das er von der Straße aufgelesen, solche Rechte auf Schloß Achem einräumen wollte. Er legte seinen Arm um die Schulter der Mutter und bekannte sich durch diese Geste auf ihre Seite, in Abwehr gegen das fremde Kind. Lothar von Achem bemerkte es, und ein wilder Zorn blitzte in seinen Augen auf, doch er sagte nichts. Er stand auf, meinte leichthin: „Die Kleine wird die Rocht in meinem Arbeitszimmer auf dem Ruhebett ganz gut schlafen. Morgen läßt sich dann alles besser übersehen. Ich bin sehr müde, ich wünsche euch eine gute Rächt." Er küßte seiner Frau die Hand, fuhr seinem Jungen über den dunklen Scheitel und ging langsam, schwerfällig hinaus. Das Kind sah nur immer auf Harry, wie magisch angezogen blickten die dunkelblauen Augen ihn an. Er aber gab sich Mühe, das Kind durch sein böses Aussehen zu ängstigen. Die Tür schloß sich hinter Herrn von Achern. Harry strich zärtlich über das dunkle, weiche Haar seiner Mutter. Sie sah eine Weile schweigend zu Boden, bann sagte sie: „Am diesen Wahnsinn zu erleben, hätten wir wahrhaftig nicht zu warten brauchen. Ich will von diesem Kind nichts wissen. Ich lehne es ab, an diesem vollkommen falschen Milleid teilzunehmen." Frau von Achern hatte ihren Jungen von jeher als einen Vertrauten behandelt. Sie hatte ihn schon geboren, als sie erst ach^ehn Jahre alt war, und sie hatte mit ihm getollt und gespielt, als sei sie selbst noch ein Kind. So war eine Art Freunds cha f tsverhäl tnis entstanden. Harry tat feiner Mutter alles zuliebe. Vor dem Vater besaß er großen Respekt, doch maßgebend war für ihn stets seine Mutter. So war es geblieben bis freute. Frau von Achern wußte nicht, daß sie das junge Gemüt ihres Einzigen nur schädigte, wenn sie in seiner Gegenwart jetzt so über den Vater sprach. Doch das fern ihr eben nicht zum Bewußtsein. Sie stand jetzt auf. „Richt einmal zu Abend gegessen hat Papa: ich bin nur neugierig, was für eine Unterredung das ist, die er morgen haben wird", sagte sie noch. Harry gähnte verstohlen. Die Mutter rügte es lächelnd und sagte dann: „Wir wollen schlafen gehen, mein Junge. Morgen früh mußt du ja wieder zeitig heraus." — Harry besuchte in der Stadt das Gymnasium. Frau von Achem hatte das auch höchst überflüssig gefunden, dah der Junge sich mit dem vielen Lernen quälte, doch darin war der Vater unerblltlich geblieben. Und Harry schwieg merkwürdigerweise zu den Auslassungen seiner Mutter, weil er das dunkle Gefühl hatte, daß es der Vater bei diesem Zwang nur gut mit ihm meinte. Da er außergewöhnlich begabt war, so fiel ihm das Lernen nicht schwer, und er fand noch genügend Zeit zu allerlei luftigen Streichen und frohem Umher tollen. Er beugte sich über die Hand der Mutter. „Gute Rächt, Mamachen! Schlaf' süß! Ich komme morgen erst gegen 15 Uhr heim, wir haben noch Musikstunde. Trotzdem konnte ich viel eher da fein, wenn Papa endlich einen anderen Wagen kaufte. Wir haben doch wirklich Geld genug, und ich schäme mich direkt, wenn Anton mit dem alten Kasten vor der Schule hält. Der Liddenburg sagte erst neulich, daß man auf Achem augenscheinlich veralte, Anton und der Wagen gehörten ins Panoptikum. Ich habe ihm da eine schlagende Antwort gegeben, doch recht hat er trotzdem gehabt. Also nochmals gute Richt, Mama, — soll ich dir von Planner etwas mitbringen?“ „Rein, Harry, ich habe noch genügend Räsche- reien da! Gute Rächt!" Drüben im Arbeitszimmer des Schloßherrn schlief der kleine, blonde Eindringling süß und fest auf dem weichen, breiten Ruhebett. Der Sturm heulte um das alte Schloß, und Herr von Achern dachte an die tote Frau, die in der kleinen Halle auf dem Dorffriedhof schlummerte. Er stand und blickte auf das schlafende Kind. Und dann dachte er an einen alten, verbitterten Mann, um den sich allerlei Sagen gewoben hatten und der die Menschen mied. • Am andern Tage kam Lothar von Achern seinen Angehörigen überhaupt nicht zu Gesicht. Er hatte einem der Mädchen befohlen, sich um das Kind zu kümmern, bei ihm zu bleiben, jede andere Arbeit einstweilen zu meiden, er mache sie verantwortlich für das Wohl des Kindes. Martha war ein sehr nettes Mädchen und tat ihre Pflicht. Die Kleine faßte auch Zutrauen zu ihr: trotzdem weinte sie ein paarmal nach ihrer Mama. Martha bemhigte das Kind, und da spielte es dann zufrieden weiter. Es war ein schönes Geschöpf mit zartem, ovalem Gesichtchen. Martha hatte noch nie bei einem Menschen solche dunkelblauen Augen gesehen: sie hatten genau die Farbe der Veilchen. Die Hände waren wie bei einem Püppchen so zart und fein. Die ganze Gestalt des Kindes war feingliedrig. Ganz vorsichtig faßte Martha das Heine Äng an. Am Abend kam dann ein junges Mädchen, das einen sehr guten Eindruck machte, und stellte sich als die engagierte Kinderpflegerin vor. Martha staunte. Wie — blieb denn die Kleine da? (Fortsetzung folgt.) unb nichts, aber auch gar nichts beigetragen haben zur Entwicklung des Landes, bis aus den heutigen Tag. Die Litauer werden mit großem Gepränae in Miauen und im Memelgebiet den 15. Januar feiern als Triumphtag der Besitzergreifung von Memel, angeblich ihres alten Besitzes. Lassen wir uns nicht beirren durch solche Verdrehungen und geschichtliche Lügen, an die wir von jener Seite seit langem gewöhnt sind. Wir begehen weihevollere Stunden in den Kundgebungen, die der Memellandbund und die vielen Heimatoerbände zumal unseres Ostens in diesen Tagen veranstalten im ganzen Reich: wir legen ein stolzes Bekenntnis ab für die gegenseitige unlösliche Verbundenheit und Treue zwischen uns und unseren Brüdern dort, ein Gelöbnis, das Unrecht am Memelland wieder gut zu machen, wenn nicht durch Revision, dann aus eigener Kraft, und wir künden es der Welt, daß Litauen seinen Raub wieder herauszugeben hat. Wie aber ist der Weg zu finden für die praktische Lösung der Frage? Da Litauen politisch oder kulturell, geschichtlich oder völkisch im Memellande nichts zu suchen oder beizutragen hat, so bleibt nur sein berechtigter Anspruch auf Schutz und Förderung seiner wirtschaftlichen Interessen. Beides kann ihm, zu seinem eigenen Besten, von Deutschland eher gewährleistet werden, als von irgendeinem anderen Staate der Welt, am wenigsten von Polen. Litauen kann sein wirtschaftliches Recht, seinen politischen Schutz nur mit Deutschland finden, nicht gegen uns. Wenn Litauen endlich von seinen Träumen nach Großmacht und Autarkie läßt, dann wird sich in Freundschaft mit Deutschland ein Weg finden lassen für ein fördersames und freiestes Reben- einander beider Staaten. Dazu wünschen wir den litauischen Staatsmännern politische Weisheit und Planen auf lange Sicht. Voraussetzung muß aber bleiben: M e m e l l a n d zurück zu Deutschland! Jetzt geht es nicht mehr, wie wir es noch vor einem Jahre forderten, den Weg über den Freistaat, auch nicht mehr über die Volksabstimmung, die immer erneut in deutschem Sinne bereits erfolgt ist. Jetzt geht es auch bei Memel um direkte Ueberwindung der Fesieln und des Widersinns von Versailles. Die Abtrennung von Memel ist, neben vielen anderen Punkten gerade im Osten, von Deutschland nie anerkannt, die Voraussetzungen für eine Revision sind also gegeben, das Weitere ist Sache der Staatsmänner. In den Forderungen „Memel zurück an Deutschland" und „Litauen freundschaftlich verbunden mit Deutschland" decken sich Recht und Vernunft. Beide müffen Grundlage fein eines dauernden Einvernehmens zwischen Deutschland und Litauen. Dann werden diese Tage der Besinnung auf 10 schwere Jahre des Leidens und Kampfes fruchtbar werden zum Segen friedlicher Wohlfahrt im deutschen Osten. G. A.-Gport. Kurze Sportnotizen. Tischtennis tm Gymnasium. Am näch- ften Sonntag findet ein Tischtenniskampf zwischen der 1. Mannschaft der DJK. und der Unterprima des Gymnasiums statt Als Sieger dürfte auf Grund größerer Spielerfahrung die DJK. zu nennen lein. Bayerns Ski-Meisterschaft wird vom 21. bis 23. Januar in Oberaudorf am Inn durch- geführt. Titelverteidiger ist H. L a n t f ch n e r- Innsbruck. In Mailand siegten die „Edmonton-Kana- diers" im Eishockeykampf gegen den einheimischen Hockeyklub mit 6:2. Rach 115 Stunden führten im Dortmunder Sechstage > Rennen Schön-Dufchenhagen, Göbel- Pijnenburw Rausch-Hürtgen, Broccardo-Guimbre- tiere und Braspenning-Wals mit Rundenoorsprung. 3m Ooppelspmng über die Schanze von Si. Moritz. i .. ■. M Ein herrlicher Doppelsprung, den die Norweger Jakob K j e l l a n d (der Endsieger) und G u t t o r m s e n bei den Akademischen Ski-Wettkämpfen in St. Moritz ausführten. Tilden zieht sich endgültig zurück? „Big" Bill Tilden, wohl der berühmteste Tennis- spieler aller Zeiten, der mehrmals für USA. den Davis-Pokal erkämpfte, und oftmals sich in Wimbledon den inoffiziellen „Weltmeistertitel" holte, hat jetzt erklärt, daß er sich endgültig vom aktiven Tennisfport zurückziehe. Sportverein Ettingshausen' Ettingshausen I — „Teutonia" Laubach I 4:3 (1:1). Sofort nach Spietveginn legte Lauvach mächtig los und konnte auch den Führungstreffer erzielen. Wenige Minuten später kam Ettingshausen zum Ausgleich. Laubach wurde nun vollständig In seine Hälfte zurückgedrängt, aber es gab keine Tore. Mit 1:1 wurden die Seiten gewechselt. Sofort nach Anpfiff setzte wieder scharfes Tempo ein. Laubach war den Angriffen der Platzmannschaft nicht gewachsen. Der Gastgeber konnte nun durch seinen Halbrechten drei weitere unhaltbare Tore erzielen, denen Laubach noch zwei entgegensetzen konnte. Laubach mußte geschlagen das Feld verlassen. Schiri Koob (Garbenheim) leitete korrekt. Preußen. Eine Million Siedlerstellen im deutschen Osten. * Rodheim a. d. B„ 10. Jan. Gestern abend veranstaltete die Bruder chaft Rodheim an der Bieber des Jung deutschen Ordens im Saale des Gastwirts M a n k eine sehr gut besuchte Kundgebung über das Sofortpro- aramni des Jungdeutschen Ordens zur eberwindung der Arbeitslosigkeit. Studienrat Dr. Gebhardt (Gießen) eröffnete die Versammlung und erteilte Dr. Kuermann (Köln) das Wort zu seinem Vortrag über den „Großen Plan" von Artur Mahraun. Im „Großen Plan" Artur Mahrauns werde, so führte der Redner nach einem Rückblick auf die Entwicklung feit 1918 u. a. aus, der Begriff Konjunkturkrise, vor dem man jahrelang auf den Knien gelegen habe, abgelöst von dem Begriff Strukturwandlung. Die wirtschaftliche Entwicklung sei von dem Jahre 1830 bis 1870 71 organisch gewesen. Dann sei die Wirtschaft plötzlich zu einer großen Seifenblase ange- | schwollen, die am Weltkrieg zerplatzte. In diesem Strukturwandel, der ein Aufblähen der Großstädte mit sich gebrockt habe, sei die Ursache der Arbeils- losigkeit zu suchen. Der deutsche Mensch müsse au* rück zur Scholle. An Stelle einer Ankurbelung von oben, die schon ungeheure Summen verschlungen habe, müsse eine Ankurbelung von unten treten Ein Weg sei gegeben in der O st - s i e d l u n g. Der Große Plan Artur Mahrauns sehe die Schaffung von einer Million Siedler- stellen imOsten vor, die als Dorfgemeinschaften gedacht sind. Auf diesen Siedlerstellen könnten vier Millionen Arbeitslose beschäftigt werden. Rund drei Millionen könnten davon aus den übervölkerten Industriegebieten gezogen werden, weitere 1 300 000 fänden Beschäftigung m der Volksdienstpflicht und als Handwerker, Gewerbetreibende usw., so daß bei Berücksichtigung der ungeheuren Belebung der Wirtschaft mit einem Schlag die Arbeitslosigkeit beseitigt wäre. Das bei der Durchführung dieses Planes benötigte Land soll gewonnen werden durch Aufteilung von Großgrundbesitz, durch Rodung von Oedland und Wald. Auch bei der technischen Durchführung glaubt Dr. Kuermann keine Schwierigkeiten zu sehen. Die vom Staat zu zahlende Summe für die Entschädigung der Großgrundbesitzer sei gegenüber den Riesensummen für Subventionen und Erwerbslosenunterstützung lehr gering. Die Tatsache, daß Männer wie der Bodenreformer Dr. Damaschke und Reichskanzler von Schleicher u. a. den Plan in seinen Grundgedanken anerkannt hätten, sei ein Beweis, daß er gut und durchführbar sei. Mit scharfen Worten geißelte Dr. Kuermann die Bürokratie, die sich der Verwirklichung gesunder Gedanken hemmend in den Weg stelle. Zum Schluß seiner Ausführungen wies der Redner noch auf die Begründung des freiwilligen Arbeitsdienstes durch den Jungdeutschen Orden hin. 300 000 jungen Menschen sei dadurch die Lebensberechtigung wieder gegeben. Arbeit unb Brot sei geschaffen worden durch eine Minderheit. „Wenn die Gedanken des Großen Planes", fo schloß Dr. Kuermann, „Wirklichkeit werden, bann ist die Grundlage geschaffen, auf der die Gesundung Deutschlands herbeizuführen ist!" Der Vortrag wurde mit großem Beifall ausgenommen. Eine Aussprache, in der ein Mitglied der NSDAP, seine Ansicht barlegte, worauf der Vortragende im Schlußwort antwortete, bildete den Abschluß des interessanten Abends. Kirche und Schule. Landkreis Gictzen. t Treis a. d. Lumda, 11. Jan. Der GotteS- dienstbesuch betrug im abgeschlossenen Jahre 10 651 Erwachsene und 4173 Kinder, oder sonntäglich 177 Erwachsene und 69 Kinder, der Abendmahlsbesuch 996 Personen, rund 132 Prozent. An Gaben für christliche Liebestätigkeit gingen 1420 Mk., d. h. 1,80 Mk. auf den Kops der Er- wachsenen ein. Getauft wurden 11 Knaben und 12 Mädchen, konfirmiert 6 Knaben und 8 Mädchen, getraut 12 Paare und kirchlich beerdigt 14 Personen, darunter drei Kinder unter 14 Jahren, eine hier verstorbene Frau wurde auswärts kirchlich beerdigt. — Dieser Tage wurde inWills Saal dahier im Auftrag der Baseler Mis- sionsgesellschast der neue B o r n e o s i l m durch Missionsprediger Lauck, Frankfurt, vorgeführt. Der Film zeigte in eindrucksvoller Weise das wirtschaftliche, foxiale und religiöse Leben der Eingeborenen der Insel Borneo und zugleich ein Bild von der weitverzweigten Arbeit der Missionare und ihren Erfolgen. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen. i bewährte Sfanda/idptäpcftat | und unschädliche Hausmittel #ßei'Unbehagen I undSMner^enJ In allen Apotheken erhältlich zum Preise von RM. 0.89. 1.30, 1.88. Nur echt mit dem Namen»- lug Smunidm,* aut jeder Packung Heute verschied nach kurzem, schwerem Leiden meine innigst- geliebte Frau, unsere treusorgende Mutter.Tochter, Schwiegertochter. Schwester und Schwägerin Frau Mariechen Strackbein geb. Rinn im 31. Lebensjahr. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Friedrich Wilhelm Strackbein Rodheim a. d B„ Heuchelheim, den 11. Januar 1933. Die Beerdigung findet am Samstag, dem 14. Januar, nachmittags */,3 Uhr, vom Trauerhause aus statt. __•_________________________________________________________23t_ Danksagung. Für die Beweise inniger Teilnahme bei dem Heimgang unserer lieben Schwester Fran Christiane Schäler, Seh. Mans sowie dem Personal der Heil- und Pflegeanstalt für die aufopfernde Pflege und für die trostreichen Worte des Herrn Anstaltspfarrers sagen wir herzlichen Dank. Die trauernden Geschwister. I. d. N. Mathilde Kumpf Witwe »t62 Frankfurt am Main. Taunusstr. 44. Werbfc-Drucksachen bei Brühl, Schulstraße 7 [Vermietungen | Eine 2- und eine 3-4-Zinnnef-'#otang gentroi gelegen, ab 1. Februar zu vermieten. Sckr. Ang. u. 0249 a. b. G. A. Beichlagnabmetrele 8-Zlmmer-Wohnung mit Badez., Ballon sowie all.Zubeh.i.d. Rähed.Anl.z.oerm. Sckriftl. Arstr. unt. 0239 a. d. G Anz 3-3lnnn.-HNii. nebst allem Zubehör zu vermieten. Schr.Anfr.unt.0254 an den Gieß. Anz. GrößereLageri’äutne m t Steller u. Büro, eo. Garage i. sofort oder fvät. zu verm Schrift!. Anfrag. u. 0253 a. Gst. rlrn | Mietgesuche | Schiatolleö01 Schrift!. Ang. unt 0236 a. b. G. A. 5-6-Ziminer-Wolinung mit Ballon, Bad u. Heizung o. Beamt. (3 (Srro.i genickt Sckrifti. Angeb. u. 0241 a.d.G test. Anz. 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