Nr. 290 Zweites Blatt Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Montag, st. Dezember (933 W W | T :Ä f. 1 - *>,, K ■ H.:. «HK ■•-. > V • •. ' MM Das Raffenproblem Das Niesenfeuer vor den Toren Vertins in ZU deurs an die zahlreiche lietjammlung führte Pro . Dr. Rud Herzvv in feinem Vortrage u a. aus: Seine Aufgabe Die Gefchichte der arischen Völker, die in den Süden als Herrenvölker gezogen find, hat der Führer uns als Vorbild und Mahnung oorgehalten, indem er daraus hinweist, daß sie, durch nordisches Heldentum groß geworden, durch Rassenvermischung nacheinander zugrunde gingen, zuerst die Griechen, dann die Römer. Man kann dazu als verstärkendes Element die germanischen Untugenden hinzunehmen, Zwietracht und Bewunderung des Artfremden. Damit kommen wir aus einen Kernpunkt der nationalsozialistischen Weltanschauung, das R a s s e n p r o - wollten und in den Freischaren zusammengeschwei^ waren. Dazu stieß immer mehr die Jugend, auch die, welche nicht mehr in den Krieg gekommen war und sich in freudloser Kindheit um diese Ehre betrogen fühlte. Allen diesen Mannen, den Bauern und Arbeitern, deren unverbildete Kraft er int Felde erprobt hatte, wie der akademischen Jugend hämmerte er den Glauben ein, daß s i e unter seiner Führung Deutschland retten werden. Der namenlose Gefreite aus dem Weltkrieg wurde zum Führer und Gründer des neuen Reiches. was für den Lerufsfoldaten wie für das alte Volksheer selbstverständlich ist, das machte auch Hitler zur Grundlage. Lr pflanzte feinen Gefolgsmännern die durch den Krieg hochgezüchteten heldischen Tugenden ein, Todesmut, Disziplin, Kameradschaft und unverbrüchliche Treue, dazu im täglichen Leben Opfermut, Einsatz und Hintansetzung der eigenen Person für das Ganze. Das find die Tugenden der germanischen Rasse, die sich in unserem deutschen Bolk durch seine ganze Geschichte erhalten haben, nur in kurzen Epochen nach schweren Zusammenbrüchen unterdrückt, aber l in den Herzen der Besten weiterlebend. Vortragende u. a. weiter: „Der eherne Fels, auf dem die nationalsozialistische Weltanschauung und Bewegung gegründet steht, ist ein Mann: Adolf Hitler. Wie ein Wunder steht es vor der ganzen Welt, daß dieser Mann von dem Glauben eines ganzen, bisher in Länder, Konfessionen, Klassen und Parteien zerriisenen Voltes getragen, das aus tiefster Not von den Besten ersehnte Dritte Reich in märchenhaft kurzer Zeit gezimmert hat. Es ist zum tiefinneren Glauben unseres Volkes geworden, daß uns dieser Mann von der Vorsehung geschenkt worden ist. Das Wunder ist, daß er den Bauplan dieses Reiches schon in Gedanken und Willen fertig hatte, als er, ein völlig unbekannter, vom Weltkrieg zurückgekehrter Soldat, unter wenigen zu wirken anfing. Solche Kraft konnte nur v o n einem begnadeten Menschen ausgehen. Er war zum Führer geboren mit all seinen Naturanlagen. Das wird uns jetzt erst völlig klar, wo er sie alle entfalten kann." Der Redner^ schilderte dann in kurzen Worten seinen tiefen Eindruck, den er am 15. Oktober in München bei der Grundsteinlegung des Hauses der deutschen Kunst — am Tage vorher hatte der Führer den Austritt Deutschlands aus der Abrüstungskonferenz und dem Völkerbund angemeldet — von der starken Persönlichkeit des Führers, den er noch nie so frisch und heiter gesehen, empfangen hatte Er sagte bann weiter: Als am 15. Oktober nachmittags' im Festzug die Gruppe mit dem unter dem Einfluß des Führers in schlichter Schönheit ausgeführten Modell des Hauses der Kunst vor der Tribüne des Führers auf dem Odeonsplatz vorbeizog. da kam mir der Gedanke, man bürste den Führer wohl den Baumeister des Dritten Reichs nennen, wie Bismarck den Schmied des zweiten. Die Absage an Genf war sein erster weithin hallender Ruf in der Außenpolitik gewesen. Die Entwicklung hat gezeigt, wie er damit auf einmal Deutschland zum Angelpunkt der brennendsten Fragen der Weltpolitik machte. Seine sichere Seelenruhe an diesem Tag erinnerte mich an den Feldmarschall von M o l t k e in den Entscheidungstagen im Juli 1870. Mit ihm teilt er auch die Liebe zum Zeichnen und zur edlen Musik und, was uns in den Mittelpunkt seines Wesens und seiner Macht über die Menschen führt, Die trift all t la re Reinheit unb Lauterkeit der Seele. Noch eine andere Eigenschaft verbindet ihn mit Moltke, die des stillen Denkers von der Kindheit an. Sie erkennt nur der in ihrer Größe, der sein Buch „Mein Kampf" in sich ausnimmt unb seine Reden in der Kampfzeit unb im Ausbau bes Reiches aufmecffam verfolgt. Da tritt seine Weltanschauung reif und geschlossen unb folgerichtig von Anfang an bis heute vor unser Auge, und er erzählt uns, wie er sie in heißem Schmerz um Deutschland seit (einer Kindheit sich geschaffen hat. Diese gewaltige Gedankenarbeit tritt für den oberflächlichen Beobachter freilich zurück gegen d i e Eigenschaft, mit der er seine Gedanken zum Sieg gebracht hat, den harten, unbeugsamen Willen, der sich durch keinen Rückschlag von dem gesteckt''ii Ziel abbringen, durch keine gutgemeinten Ratschläge sich etwas von der Ganzheit der zu erkämpsenden Macht abhanbeln läßt und darob Haß unb Hokm aebulbig trägt, bis «hm der Erfolg Recht gibt Der Untergrund dieses starken Willens ist der feste Glaube an den guten Kern des Volkes, den er im Krieg erprobt hat als Seelensucher Er wollte nicht Führer werden, weil er sah, daß er als Kamerad durch sein Vorbild und seine Mahnung besser für die Erhaltung des Geistes der Truppe wirken konnte. So mußten seine Heldentaten erst später von seinen Vorgesetzten und Kameraden durch ihr Zeugnis gegen gemeinste Verleumdungen bekannt gemacht werden Aus dem Glauben an die Zukunft dieser sturmerprobten Volksgenossen erwuchs der Glaube an blem. Geschichtlich betrachtet ist sicher, daß dis Rassenverrnijchung bei Griechen und Römern stark zum Untergang mitgewirkt hat. Nach einigen kurzen Hinweisen aus Oie Geschichte Italiens unter dem Gesichtswinkel der Rasjenentwicklung von der Zeit der Völkerwanderung bis zur Gegenwart und die Wesensart des italienischen Faschismus, und nach der Schilderung seines erhebenden Eindrucks bei einem Vortrag, den er vor zwei Monaten in der Universität zu Athen im Auftrage der Deutschen Akademie über „Deutschland 1933" in dem von Professoren und Studenten, hohen Offizieren und Beamten und von der deutschen Kolonie überfüllten Saale hielt, und bei dem er sah, wie sehr die nationalsozialistische Welle auch dieses blutsverwandte griechische Volk ergriffen hat, sagte der Redner u. a. weiter, der Nationalsozialismus rege sich ringsum bei den Völkern, die wie wir nach nationaler Wiedergeburt streben, aber ob er sich bei allen durchsetzen werde, sei eine andere Frage. In der Schweiz stehe ihm die Spaltung in drei Nationalitäten entgegen, von denen die an Zahl und innerer Kraft stärkste, die deutsche, propagan- distisch die schwächste sei. Frankreich wird, wenn fein Wunder geschieht, nicht nationalsoziali- stisch werden. Dafür ist der Parlamentarismus noch zu stark, die Kriegsindustrie auf der einen, der Marxismus auf der andern Seite zu mächtig, und vor allem der Bourgeois zu bequem, zu ängstlich um feine Rente. Diese Unfähigkeit zu nationalsozialistischer weit- anschauung wird sich in der Weltpolitik immer mehr als Schwäche zeigen, der deutsche Rationalsozialismus aber zugleich immer mehr seine werbende Kraft entfalten, weil er grundsätzlich aus imperialistische Ziele verzichtet, nur für das eigene Volkstum Freiheit und Raum auf eigenem Boden, keine Eroberung fremden Volkstums erstrebt. Was ich geschichtlich zur Rassenfrage ausgeführt habe, konnte ich aus eigener Kenntnis vortragen. Das darf ich mir nicht anmaßen zur naturwissenschaftlichen Seite der Frage- Der Führer hat in seiner großen Rede auf der Kultur- tagipig in Nürnberg seinen Standpunkt in voller Klarheit ausgesprochen mit den Worten: „Der Rationalsozialismus ist eine Weltanschauung. Indem er die ihrer innersten Veranlagung nach zu dieser Weltanschauung gehörenden Menschen ersaßt und in eine organische Gemeinschaft bringt, wird er zur Partei derjenigen, die eigentlich ihrem Wesen nach einer bestimmten Nationalsozialistische Weltanschauung. Vortrag von ttmversitätsprofeffor Nr. phil. Nr. med. h. c. RuS. Herzog itn Ossizier-Heim Auf Einladung Des Kommandeurs unicity Bataillons, Majors von Wachter, sprach am Freitagabend im OffiZiers-Heim in der Zeugiiaustaierne der Gießener Universitätsprofessor Dr Rud. Herzog vor den Offizieren Des Bataillons und einem großen Kreis von Gästen über Das Thema: „N a - tionaljozialistische Weltanschauun g". Der Redner bot — wie Der KommanDeur Major vonWachier am Schlüsse Des Vortrags mit Recht betonte — mit (einen Darlegungen Den Hörern ein eindrucksvolles Erlebnis, dessen Wirkung in Die Tiefe und in Die Breite sicher ist Nach kurzen Begrüßungsworten Des Kornrnan- seine Sendung beim Zusammenbruch. An seinem Glauben entzündete sich der Glaube der kriegs- genossen, denen wie ihm die Schande und das Weh um Deutschlands Fall in der Seele brannte, und so sammelte er um sich ein Trüpplein, aus dem zuletzt das ganze Volk wurde. Das Entscheidende für Diese Bewegung, für die Bildung Der nationalsozialistischen Weltanschauung als ihre Quelle sinD Die Grundsätze, nach denen Der zum Führer geroorDene KarneraD seine Gefolgschaft auslas Schon Die Auslese an sich ist echt germanisch. Es ist Das feste BanD Der gegenseitigen Treue zwischen Führer unD Gefolgsmann. Nur Kriegskameraden, die sich wie er in dem aus Verrat und Schmutz geschaffenen neuen Staat entwurzelt fühlten, konnte er brauchen, Offiziere und Soldaten, die nur noch Kameraden sein Der Gutshof Düppei iin Westen itierlms rnurüe von einem Grotzfeuei yeimge|uchi, Das solchen Umfang ann-bm daß Die Feuerwehr zehnte Alarmstufe geben mußte. Infolge Der herrschenDen Kalte gestaltete sich Die 'Löscharbeit äußerst schwierig. Der Schaben ist sehr beträchtlich. Vor allem mürben die Anlagen Der Deutschen Reitschule bes bekannten Turnierreiters Major Burkner vernichtet.____________ diesem Vortrag werde dadurch erleichtert, baß er , Soldaten rede über eine Bewegung, Die aus dem deutschen Erlebnis bes Weltkriegs geboren (ei. In (einem Vortrag wolle er bie Grundlagen bes Auf- und Umbruchs Des Deutschen Volkes durch die nationalsozialistijche Bewegung deuten mit den Mitteln, Die ihm jein akademischer Beruf gebe, aus geschichtlicher Erkenntnis und aus dem Vergleich mit ähnlichen Bewegungen, Die er bei anDeren Volkern aus Der Nähe beobachten konnte. Dann sagte Der Freundschaft mit Büchern. Von Hanner Arens. Gibt es wohl eine Familie, in Der keine Bücher zu finDen finb? Schwerlich. Ein paar Bucher fmDen sich immer, unD seien es uralte ober längst vergessene unb vergilbte. Jahrzehnte finb wohl herüber vergangen, von Umzug zu Umzug würben sie mitgenommen, aufbewahrt für Kinber unb Enkel- finber. Die Großeltern lasen sie vielleicht noch, bann bie Eltern, bis jetzt bie Kinber sie aus verstaubten Kisten unb Winkeln holen D;e Bücher roanbern mit ben Menschen. Sie sind auf seltsame Weise mit ihnen oerbunben, von Generation zu Generation, von Geschlecht zu Geschlecht Es ist ein weiter Weg. Sie gehören zu uns, wie anbere not- roenbige Dinge bes täglichen Lebens. Wir benten nicht barüber nach, wann sie in unser Leben traten selbst wenn wir es uns leicht errechnen können Sie finb Da, und das genügt. Einige unter uns (unb bas finb sehr viele) lieben Bücher so sehr, baß sie, wenn sie ihnen entzogen würben, gleichsam ben Tob bes Lesehungers sterben könnten. Es finb bie großen Verliebten, bie Liebhaber ber Bücher Sie bebeuten ihnen mehr als Gelb und Gut, als alle klangvollen unb rauschhaften Vergnügungen, sie finb ihnen die Lebenserhalter; durch sie erst wird ihnen das Dasein lebenswert und ertragbar. Sie können nicht ohne Bücher leben, sie können es einfach nicht, wie sie es auch anfangen wollten. Man sieht sie hier unb bort, und wer ein Auge für diese Bücherfreunde hat, erkennt sie auf den ersten Blick Geht in ihre Wohnungen; sie mögen nicht prunkhast fein, es finb vielleicht nur zwei kleine Zimmer; bas Notwendigste steht darin, aber an ben Wänben, vielleicht gar ringsherum, stehen Bücher, viele Bücher in bescheibenen Regalen ausgestellt aus einfachem Holz. Keine teuren Bücherschränke mit Glas unb allerlei Maschinerie, fein Eichenholz, fein poliert unb kunstvoll gearbeitet. Nein, abgefnart dem kargen Gehalt, Groschen für Groschen, Mark für Mark dem Tage abgegeizt, bis es langte und der Schreiner bezahlt werden konnte. So auch — oft schon von früher Jugend an — tauft er sich die Bücher, seine Lieblinge, seine stillen Freunde und Begleiter durch Tage unb Jahre; Freunde, bie ihn nie enttäuschen, wenn erst einmal Freunbschast zwischen ihnen geschlossen würbe. Er kann sich auf sie verlassen; sie betrügen ihn nie unb treten still zurück, wenn seine Zeit es ihm nicht erlaubt, sich ihnen zu roibmen, bei ihnen zu sein. Sie warten, sie finb gebulbig: bie einzigen, Die ihm nahe finb und bereit, in dunklen unb qualvollen Stunden, in denen dec Mensch, auch dec uns liebste und nächste, zumeist fern ist, unerreichbar. Nur das Buch — wir haben es oft erleben müssen — ist uns dann zugetan, auf seltsam gütige Weise Wir sind ihnen öantbar und verbunden, wir lieben unsere Bücher, schenken ihnen unsere besten Stunden; wir hüten sie wie Schätze und geben ihnen alle Sorgfalt, alle Liebe, zu ber ber Mensch fähig ist Das geschieht nicht laut unb mit großen Worten, wie es bie Menschen unter sich lieben; es geschieht schweigenb, jeber Blick in ein Buch, jebes Ausblättern, jebes leise Betasten ihrer Rücken, wenn sie im Regal stehen, trägt unter ganzes Gefühl ber Freube' unb Dankbarkeit, unsere Hingabe unb Leibenschaft. Leibenschast, ja, sie ist ba, große, rauschenbe an manchen Tagen, stille, verhaltene, innerlich leise brobefnbe zu mancher Stunbe. Sie ist immer-- währenb, nie uns verlassenb, unb wenn Leib und Kummer auf uns lasten, bann spüren wir ihr heimliches Feuer, tief in uns wenn wir uns ben Büchern auftun, ben lieben, hilfsbereiten Sie sind bie schützenbe unb stützenbe Mauer im täglichen Einerlei, im lauten (Betriebe einer mechanisierten Welt. Unlösbar ist sie, bie Leidenschaft, mit bem Bücherfreund verbunden, in trüben unb heiteren Tagen. Wer Bücher liebt unb in fein Haus nimmt, besitzt bas Wertvollste biefer Erbe: bas Gut bes Geistes, Gut aller Güter. Mit Renntter-Gchlitten und Ski im hohen Norden. Ein Besuch bei den finnischen Lappen Die Sappen Finnlands leben in einem Gebiet, in dem bie Sonne für lange 10 Wochen überhaupt nicht scheint unb wo sie auch währenb ber übrigen Zeit nur ein sehr spärlicher, bann um so freubiger begrüßter Gast ist Obgleich verhältnismäßig klein, und von schmächtig unmutenbem Körperwuchs, sind bie Lappen ein zäher und geschmeidiger Volksschlag, ganz darauf eingerichtet, den Unbilden bes rauhen Norbens Wiberstanb zu leisten. Der Lappe noübringt tagtäglich Leistungen, bie ihm bei uns in Mitteleuropa ben Ruf eines erstklassigen Svort-'- mannes eintragen mürben. Um sich und seine Familie mit Nahrung zu versorgen, legt ber Hausvater ber Lappenfamilie mit bem Schlitten Strecken van 100 Kilometer unb mehr zurück, feine Frau besucht auf Skiern ihre 15 Kilometer entfernt wohnende Freundin, usti sich ein neues Strickmuster im modernsten Lappenftil zu besorgen. Die Schnelligkeit dec Fortbewegung, die Länge der Strecken und die immerwährende Bereitschaft zum Aufbruch in entferntere Gegenden bringen in bas Leben ber Lappen ein Element von Abenteuerlichkeit unb Romantik, von Gefährlichkeit unb Nomabensitten. Wenigstens scheint bas bem Europäer so. Man betrachte sich so einen Lappen, wenn er ben Lasso in ber Hanb unb mit bem Hunb bicht auf ben Fersen, an einem bämmrigen Herbsttag aufbricht, um seine Renntiere roieber einzufangen, bie weitab monatelang vollkommen frei in entfernten ©egenben ihre Nahrung suchen Es ist für jebe Lappenfamilie ein großes Ereignis, wenn sich ber Familienvater aufmacht, um seine kleine flüchtige Herde in das Dorf zurückzuführen. Unb wenn ber wohlhabenbe Eigentümer vieler Taufcnb Renntiere bie unermeßliche Schar in bas Winterquartier treibt, bann ist bie ganze Einwohnerschaft bes Dorfes in freubiger Erwartung Ein solches Einholen ber Renntiere geht ost nicht ohne Zwischenfälle ab. Das Einfangen mit bem Lasso, Der eine Länge von über 10 Meter hat, erfordert viel Umsicht unb Gewandtheit, bamit Die außerordentlich scheuen Tiere nicht allzusehr beunruhigt werben Als Zugtiere leisten bie Renntiere unersetzliche Dienste Bei abfaUenbem Oelänbe bewältigen sie Geschwinbigkeiten von 35 bis 40 Kilometer in ber Stunbe. Der Lappe, ber vorn auf einem primitiven Sitz feines Schlittens hockt, bremst bei besonbers abschüssigen Stellen mit ben gespreizten Beinen Eine Strecke von 130 Kilometer ist eine gewöhnliche Tagesleistung; aber bei guten Schnee- und Eisverhältnisjen wird häufig eine Leistung von 160, sogar bis zu 240 Kilometer erreicht. Ein Renn- tier kann ohne Pausen sechs Stunden über b-e weiten Flächen Lapplanbs eilen Wenn die Futter- stunde gekommen ist, wird das Tier aus eigenem Antrieb anhalten unb sich mit ben Vorberstißen (in Loch in ben Schnee graben, wo es feine winterUche Hauptnahrung, das weiße Moos, findet. Die Zähmung der Renntiere und ihre Verwendung als Zugtiere beginnt im Alter von drei Jahren und erfordert viel Mühe. Das zweitwichtigste Fortbewegungsmittel sind bie Schneeschuhe Sie finb seit vielen Jahrhunberten bekannt. Schon im 13. Jahrhundert soll ein norwegischer König mit den folgenden Worten feinem Gegner Schweigen geboten haben: „Aus Schneeschuhen war ich stets viel tüchtiger als du, unb das ist seit altersher bie hervorragendste Tat." Ein Lappe auf Schneeschuhen, hinter einer Herbe Renntiere, fragt wenig nach Gefahren Für ihn ist es keine außergewöhnliche Sache, räubernbe Wälle bie seinen Tierbeftanb bebrohen, zu verfolgen, unb in blitzschnellem Laus zur Strecke zu bringen Der Lappe steht wie kaum ein anberes Menschenschlag mit ber Natur auf vertrautestem Fuße; er versteht in berti ewigen Buche ber Naturgeheimnisse zu lesen. Es ist beshalb kein Wunber, wenn man von biefen Menschen bes hohen Norbens sagt, baß jeber von ihnen „wie ein Magier" aussehe. Diele „Zauberer* leben ja in einer Welt ber Dämmerung, unter bereu Schutz bämonische Wesen unb Kobolbgestalten uralter Volksüberlieseruna ihr spukhaftes Wesen in ber Phantasie ber Menschen leichter treiben tonnen als unter bem sonnigen Himmel südlicher Landstriche. Legende um Händels „Wasser-Musik". Eine Komposition Händels, die besondere Berühmtheit erlangt hat, wenn man auch heute nur selten etwas aus ihr hören kann, ist seine „Wasser- Musik". Seit Generationen ist dieses Werk von einer Legende umgeben, die man bisher gutgläubig angenommen hatte Sie berichtete, daß Händel, als er Musikdirektor des Kurfürsten von Hannover war, von diesem die Erlaubnis erhielt, nach England zu gehen, und daß er sich dort so wohl fühlte, daß er feine Vergangenheit vergaß und verleugnete. Als ber Kurfürst von Hannover als König Georg I. 1714 ben Thron von Englanb bestieg, äußerte sich ber Herrscher höchst ungnäbig über bie Charakterlosigkeit, bie ber Komponist bewiesen habe. Um ben König mit bem Meister zu versöhnen, legten ihm zwei Höflinge nahe, er solle eine Musik komponieren, bie unter seiner Leitung auf einem Boot gespielt werben würbe, bas ber königlichen Barke von Limehouse nach Whitehall am 22. August 1715 folgen sollte. Daburch sollte ber Komponist Die Aufmerksamkeit auf sich lenken. Dies sei Denn auch geschehen, unD Der König war so entzückt. Daß er HönDel roieber in ©naben aufnahm. Der bekannte englische Hänbel-Forscher Newman Flower hat nun biese ßeqenbe burch bie Auffinbung eines zeitgenössischen Briefes zerstört, in bem ein genauer Kenner ber Verhältnisse eine ganz anbere Geschichte erzählt. Dieser Diplomat berichtet, baß der König ben Wunsch ausgesprochen hatte, ein Konzert auf bem Fluß zu hören, aber es entstanden Schwierigkeiten, unb schließlich veranstaltete Baron Kiei- mannsegge eine solche „Wasser-Musik" für ben Herrscher, für bie er Hänbel heranzog Das Fest kostete ihn, für die damalige Zeit sehr große Summe von 3000 Mark In dieser Darstellung fehlt jeder Hinweis auf die Ungnade, in der sich Händel befunden haben foll; vielmehr geht daraus hervor, daß der König bem Meister immer sreunblich gesinnt war. Hanbels „Wasser-Musik" bestaub ursprünglich aus 21 Teilen und erforderte einen großen Aufwand an Instrumenten. Sie ist dann später in einer Suite zusaminenaezogen worden, bie । aus fünf Teilen der Originalkomposition besteht 1 und bisweilen noch zu Gehör gebracht wird. Aaste zuzusprechen Rtib. Er erkeaok dabei die Gegebenheit der oerschicdeneu rassischen Sud- flanken In unserem Volke. Er Ist auch mdt ent- fernt. diese Mischung, die das Gesamtbild des (ebensausdrucke» unsere» Volke« gestaltet, an sich ab;ulehnen. Er weih, dah die normale Spanne unserer Fähigkeiten durch die Innere rassische Gliederung unsere» Volke» bedingt ist. Lr wünscht aber, dah die politische und kulturelle Führung unseres Volie» das Gesicht und den Ausdruck jener Raste erhält, die durch ihren Heroismus allein dank ihrer inneren Veran- lagnng au» einem Konglomerat verschiedener Bestandteile da» deutsche Volk überhaupt erst geschassen hat. Der Nationalsozialismus bekennt sich damit ju einer heroischen Lehre der Wertung de» Blute», der Rosse und der Persönlichkeit, sowie der ewigen Luslesegeset- und tritt somit bewußt in unüberbrückbare Gegensätze zur wellonschouung der pazifistisch-internationalen Demokratie und ihren Auswirkungen." Nachdem er diesen Grundgedanken auf die Kunst angewendet hat. fährt der Führer fort „wir aber wissen von uns, dah Im Altertum und in der neuen Zelt der arisch-nordische Mensch stet» die zwingende Synthese gefunden hat zwischen der gestellten Ausgabe, dem Zweck und dem gegebenen Material. Sein freier schöpferischer Geist ist sich immer gleich geblieben, und wenn auch Jahrhunderte lang bestimmte Weltanschauungen al» äuherer Ausdruck anbeten Volkstums die Menschheit unter Stilgesehe zwangen, die für Ihre Zeil weltanschaulich richtig sein konnten, dem wahren inneren arischen Wesen aber widersprachen, so hat doch dieser Geist immer wieder nach einem Ausweg in seine eigene, wenn auch vergangene weil, gesucht. And es ist daher kein Wunder, dah jede» politisch heroische Zeitalter In seiner Kunst sofort die Brücke sucht zu einer nicht minder heroischen Vergangenheit. Griechen und Römer werden dann plötzlich den Germanen so nahe, weil alle ihre wurzeln in einer Grundraste zu suchen haben, und daher üben auch die unsterblichen Leistungen der allen Völker immer wieder ihre anziehende Wirkung au» auf die ihnen rassisch verwandten Rachkommen." Entsprechend diesen programmatischen Worten de» Führer» Dürfen wir bei dem jetzigen «land der Rastentorschung annehmen dah es für den Botond unseres Lölkes nicht darauf ankommt, dah kur den einzelnen Volksgenossen feftaestellt wird, ob er der nottnschen, fSlijchen, westlichen, östlichen oder dm- arischen iHaiie - lauter noch nicht klar abgegrenzte Begriffe - am nächsten steht, sondern daran' dah aus seiner arischen Erbmasse der heroische Teil hoch- gezüchtet wird und dah artfremde Rasten vom Volkskörper ferngehalten werden müssen, wen die Mischung mit ihnen unsere Art degeneriert Jede» Herrenoolk wehrt sich dagegen um seiner Existenz willen. Für den nordischen Menschen ist der Jude viel artfremder al» für die rassisch gemischteren romanischen Völker. Deshalb bedeutet er für uns die große Gefahr, vor allem seit er noch dem Zu. sammenbruch Deutschlands in Scharen aus dem Osten zugewandert ist. Seine unheilvolle Herrschaft in Politik, Finanz, Religion und allen Kulturkrei- sen war so stark geworden, dah der neue Staat aus Notwehr sie brechen muhte. Dah die Rasten- Mischung mit den Juden daher aufhoren muß, ist ein Gebot, über das nicht mehr diskutiert werden kann. Mit der Rassenforschung hängt aufs engste zusammen die V e r e r b u n g s f o r s ch u n g. Hier ist für die Zukunft unseres Volkes eine Frage sehr wichtig: Sind erworbene Eigenschaften erblich? Mir scheint es so, als ob die Waagschale sich wieder mehr zur Bejahung dieser Fraye neige. Dah nicht nur körperliche, sondern auch geistige und charakterlich" Eigenschaften sich vererben, ist durch erakte Forschungen nachgewiesen. Wenn dies nun auch bei den durch die Erziehung erworbenen Eigenschaften möglich ist, so wird eine zielbewuhte Dolkserzichung auch in die Zukunft wirken können. Das Ziel des Führers. Damit kommen wir auf das Ziel des Nationalsozialismus. Lr will das ganze deutsche Volk und den ganzen deutschen Menschen erfassen. Diese» gewaltige Ziel ist die letzte Folgerung aus dem Elend, in dem wir waren: Spaltung in Länder, in Parteien, Klassen, Konfessionen, ein Erbfehler der germanischen Rasse. Unserem Führer und unserer Bewegung sind in kürzester Zeit entscheidende Siege gelungen, durch eisernen Willen und weise Mäßigung. Mit harten Schlägen sind die Parteien zerschlagen worden, in revolutionärem Schwung sind die künstlichen Schranken der Klassen niedergerissen worden, mit Schonung der wertvollen Stammeseigentümlichkei- ten und Kulturzentren wird die Einheit des Reiches aus der Vielheit der Länder vorbereitet. Wenn der Führer die Erziehung des deutschen Menschen auf die Schaffung und Erhaltung eines heldischen Geschlechts abstellt, wie kann er dann den anderen Völkern ein so rückhaltloses Bekenntnis zum Frieden ablegen? Die Antwort auf diese Frage hat er selbst in Wort und Tat gegeben: Wer wie wir den Krieg kennt, der will ihn feinen Kindern ersparen. Gröheren Wassen- ruhm als der Weltkrieg kann uns kein neuer bringen, am wenigsten ein Krieg der Maschinen, der Unschuldige vernichtet. Wir wollen unser Volk wieder in die höhe bringen, die Arbeitslosigkeit ausrotten, den inneren Frieden schassen. Unsere grohen Arbeitspläne wären ein Wahnsinn, wenn wir an Krieg dächlen. Ader wir brauchen Atem und Freiheit, wir wollen nicht ersticken hinter den THauern, die rings um uns gelegt sind. Unsere Wehrlosigkeit ist nur daraus angelegt, Deutschland zum Lchausplatz eines neuen Krieges zu machen. Deshalb müssen wir den durch die Novemberrevolte vernichteten Wehrwillen wieder aufbauen, wenn auch ohne Waffen, so doch durch den Geist. Dah die waffenlosen Bataillone der SA. eine Macht waren, haben zuerst die Roten gespürt, bann im April 1932 die Regierung Brüning-Groener. Sie hat sie deshalb aufgelöst, aber die ausgelöste SA. bat durch ihren Schatten die Regierung gestürzt. So ist sie setzt ein Schreckgespenst für unsere hochgerüsteten Gegner. Gerade die Waffenlosigkeit ist ihnen unheimlich. Wie gerne werden wir bereit fein, sie von diesem 'Alpdruck zu befreien, sobald sie uns die Verteidigungswaffen freigeben und ihre Angriffsmaschinen zerstören. Dann werden sie erkennen, daß zwischen gleichberechtigten ehrliebenden Völkern ein ehrlicher Friede möglich ist, und wer- den den Braunhemden dasselbe Recht zubilligen wie den Schwarz- und Blauhemden. Und wir alten Soldaten werden uns freuen, wenn unsere Jugend, im Braunhemd für Deutschlands Ehre großgezogen, bann auch wieder die volle Waffenerziehung genießen darf, wie sie von jeher das Recht der Germanen war. Und niemand wird mit unserem Füh - r e r beglückter darüber sein als unser ehrwürdiger oberster Kriegsherr und Reichspräsident, Generalfeldmarschall von Hlndenourg! Die stattliche Versammlung dankte dem Vortragenden für seine packenden Darlegungen mit starkem Beifall. Der Kommandeur Major von Wachter brachte den Dank der Hörer in herzlichen Worten an den Redner zum Ausdruck. Kleine Strafkammer Gießen. Der 35jährige Franz Paulus, der schon zwölf- mal wegen Betrugs und Diebstahls vorbestraft ist und erst kürzlich eine Strafe von zweieinhalb Jahren erhalten hatte, erhielt jetzt eine Strafe von acht Monaten Gefängnis wegen Betrugs im Rückfall vorn Amtsgericht Nidda. Gegen dieses Urteil hatten der Agneklagte und der Staatsanwalt Berufung eingelegt. Das Gericht verwarf die Berufung und hielt das erstinstanzliche Urteil aufrecht Nur wurde die Strafe von acht Monaten mit der letzten zufammengezogen zu einer ® e • samt st rase von drei Jahren Gesang« n i s. Der 32jährige Karl Müller aus Bretten hatte wegen grober Beleidigung eines Rechtsanwaltes, der in seinem Scheidungsprozeß die -sache feiner Frau führte, eine Strafe von zwei Monaten Gefängnis vom Amtsgericht Lauterbach erhalten. Das Gericht hatte sich in zweiter Instanz mit der Berufung des Angeklagten zu befassen. Das Urteil der ersten Instanz wurde aufgehoben, der Angeklagte erhielt eine Geldstrafe von 60 Mark, im Nichtein- bringunosfalle zehn Tage Haft. Eine Beleidigungsaffäre endete mit einem Vergleich Der Friedrich Fischer aus Elbenrod hatte gegen den Forstmeister Susner und den Förster Simon die Beschuldigung der Arntsoerletzung und der Bestechlichkeit erhoben. Er nahm diese schweren Verdächtigungen, für die er keine Beweise erbringen konnte, vor Eintritt in die Hauptverhandlung mit dem Ausdruck des Bedauerns zurück. IBinferfiiffetoerf und Eisenbahner. Die Eisenbahner de» Direktionsbezirkes Frankfurt hielten im Dezember im Hippodrom ui Frankfurt einen deutschen Abend ab. Aus allen Tellen des Direktionsbezirktes roaren die dienstfreien Elsenbahner erschienen. Der Abend erhielt eine be- Gedenket der hungernden Vögel! Amtsgericht Gießen. Der trotz seiner Jugend schon mehrfach vorbestrafte 23jährige Angeklagte Junski stand unter der Anklage des Diebstahls. Er war mit einem Bekannten namens Holzhauer nach Holland gereist. Nach der Grenzüberschreitung hatte er dessen Rucksack mit Papieren an sich genommen und war damit nach Deutschland zurückgekehrt, wo er auf die Papiere Holzhauers reifte. In Gießen verlobte er sich sogar auf die gestohlenen Papiere hin und ließ sich dann einen weiteren Diebstahl zuschulden kommen. Wegen seiner zahlreichen Vor- trafen und vor allem wegen der Gemeinheit der Tat erkannte das Gericht auf eine Gefängnis- träfe von 5 Monaten unter Anrechnung von einem Monat Untersuchungshaft. Da der Angeklagte das Urteil anerkannte, wurde es fofort rechtskräftig. sondere Seihe durch die Anwesenheit und die Ansprache des Herrn Reichsstatthalters und Gauleiters Sprenger und die de» Herrn stellv. General« bireftors der Deutschen Reichsbahngesellschast Rieinmann aus Berlin. Der Reinertrag bef Abend» ist mit 3700 Mk der Gauführung des Winterhllfswerke» überwiesen worden. Kindersegen im Osten! Auf lOOO Einwohner entfallen: in Deutschland, im deutschen in Polsn 15,1 Osten 22 36 rie Notweudiakcil Barter Cifficbluufl Der deutsche Cftcn ist am wenigsten dicht besiedelt von allen Gebieten DeuiscklandS. Deshalb besteht die Gefahr, daß die östlichen Nachbarn über die Grenze vordringen. In Bolen und Rußland werden durchschnittlich fast dreimal soviel Kinder geboren. als im gesamten Deutschland. Diese Heranwachsende starke Generation drängt na dem Westen und dem Andrängen der Bolen kann nur Einhalt geboten teer* den, wenn da» deutsche Bauerntum im Osten gestärkt wird. Die deutschen Bauern sind la die Erhalter des deutschen Blutes, da la auf dem Lande allein noch ein Geburtenüberschuß erzielt wird, während in den Großstädten nicht mehr sovtel Kinder geboren werden, als zur Erhaltung des BolkStumS notwendig sind. Wenn der deutsche Bauer nicht wirtschaftlich und kulturell gestärkt wird, so wird das Vordringen der Slaven in Europa nicht aufzuhalten sein und in wenigen Generationen werden in Europa mehr Slaven als Germanen wohnen. Da» ist die Gefahr au» dem Osten, der e» zu begegnen güt Wirtschast. $ranffurfer Börse schwächer. Frankfurt a. M., 9. Dez. Bei Fortdauer der außerordentlich starken Zurückhaltung von Publikum und Kulisse eröffnete auch die Wochenschluß- börse in weiter abgeschwächter Haltung, nachdem schon im gestrigen Abendbörsenoerkehr neue Glattstellungen oorgenornrnen worben waren. Diese hatten auch heute ihren Grund in dem Geldbedarf für den Steuer-Termin am Montag. Angesichts der nur geringen Aufnahmeneigung waren durchschnittliche Einbußen von 1 o. H. zu verzeichnen. Stärker gedrückt waren Elektroaktien: Gessürel, Schuckert und Siemens je 1,50 v. H., AEG. 0,90 v. H., aber Be- kula plus 0,50 v. H. Farben ermäßigten sich um 0,75 v. H. auf 120,25 v. H. Don Montanaktien büßten Deutsche Erdöl 1,50 v. H., die übrigen bis 1 o. H. ein, nur Rheinstahl gewannen 0,25 v. H. und Har- pener 0,75 v. H. Schwächer eröffneten noch Reichs- dank, Schiffahrts- und Zellstoffaktien. Auch der Rentenmarkt litt unter Abgaben, so daß Altbesitz 0,75 v. H., späte Reichsschuldbuchsor- derungen 0,50 und Neubesitz 15 Pf. verloren Einige Nachfrage zeigte sich nach Stahlverein-Bonb), die um 1,13 o. H. anzogen, dagegen gingen Reichsbahn- DA. um 0,25 v. H. auf 105,90 v. H. zurück. Im Verlaufe bröckelten die Kurse eher weiter um 0,25 bis 0,50 v. H., Farben um 0,75 v. H. ab. Vor übergehende Ansätze zu einer leichten Erholung hielten nicht lange vor. Später zur Notiz gekommene Papiere lagen im Durchschnittsausmaß niedriger, jedoch büßten Klöckner 2,50 o. H. Licht und Straft 2,38 o. H und Holzmann nach Minus-Ankündigung sogar 3 v. H. ein. , Reichsanleihen waren zunächst um etwa 0,13 bi« 0,25 v. H. erholt, mußten später aber wieder weichen. Gegen Börsenschluß traten hier aber (Erholungen bis auf Vorabendniveau ein, und auch am Aktienmarkt setzten sich später Erholungen bis zu 1 o. H. durch. Am Pfandbriefmarkt lagen Gold- Pfandbriefe heute widerstandsfähiger, während Li- auidationspfandbriefe und Kommunal-Odligationen erneut unter Druck standen. Nass. Landesbk.-Liquid. büßten 1,25 v H., Pfalz. Hyp.-Liguid. 1 vH em Kommunal-Obligationen gingen meist um O^jO bl» 1 v. H. zurück. Die Wette der Preuß. Landespfand- brief-Anstalt blieben dagegen auch heute unverändert. Stadtanleihen bröckelten meist um 0,50 bi» 1 v. H. ab und von Staatsanleihen verloren öprvz. Reichsanl. von 1929 1 o. H. Fremde Wette lagen ruhig. Im Freioerkehr waren Adlerwerke Kleyer um 3 v. H. auf 27 v. H erholt. Tagesgeld war zwar gesucht, blieb aber zum Satz von 3,25 unverändert. Kranksurtcr (xiermarkt. Frankfurt a. TI., 9. Dez. Da» fcharfe Frost- wetter hat das Eieraeschäft günstig beeinflußt: die Zufuhren waren allgemein sehr knapp, deutsche Frischeier waren kaum am Markt, während die Nachfrage angesichts der nahen Weihnachtszeit sich merklich gehoben hat. Der Absatz in billigen Eiern sowie in Kühlhausware, die ebenfalls nur sehr knapp angeboten wird, war lebhaft. Die Preise haben teilweise eine leichte Erhöhung erfahren und notieren in Pfennig pro Stück frei Frankfutt a. M. wie folgt: deutsche Frischeier zwischen 12 bis 15, Holländer und Flandern zwischen 11 bl« 14, Dänen zwischen 12 bi« 13'/,, Esten, Finnen zwischen HVi bi« 13 je nach Gröhe. Polen 9'/, bis 10'/,, Rumänen und Südslawen je 10'/», Bulgaren und Steiermark je 11 Pf. Kühlhauseier: deutsche 10 bis 11'/,, holländische 9V, bis 10*/,, polnische 9 bis 9V» Pf. frankfurter Buttcrmarkt. Frankfurt a. TL 9. Dez. Die Stimmung am Buttermarkt blieb fest, die Preise für deutsche Butter haben jedoch eine Ermäßigung erfahren, obwohl die Anlieferungen immer noch sehr gering sind. Auch au« Holland kommt nur wenig Ware, während Dänemark stärker offeriert Das Geschäft er- fuhr Im Hinblick auf die Weihnachtsbäckerei eine Belebung. Deutsche Butter per 1 Faß 142, per V, Faß 144, ausgeformt 145, dänische Butter 1 Faß 150, per */» Faß 152 und ausgeformt 155 Mk. per 50 Kilogramm frei Frankfutt a. M Frankfurter Lchlachtvichmarkt. Frankfurt a. TI., 11. Dez. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Borauftrieb: 1433 Rinder (438 Ochsen, 135 Bullen, 490 Kühe, 370 Färsen), 427 Kälber, 96 Schafe, 4038 Schweine Es kosteten: Ochsen 20 bis 31 Mark, Bullen 22 bis 29, Kühe 10 bis 28 Färsen (Kalbinnen) 20 bis 32, flolber 22 bi« 38 Schweine 42 bis 49 Mark. - Marktverlauf: Rinder und Schweine ruhig, Kälber und «chafo mittelmäßig. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Hohe der zuletzt belchlossenen Dtoibenbe an. — Retchsbankdtskont 4 o H LomborM.njufr .♦ranhui u. 1>I Der furt vdcnb- 6»n< C*»luS- furl IRhtM* Mrf» Datum i rr | 9 12 8-12- 9 12 •% ttuilöe Äd(t»anld»f » 1917 91.75 91,4 91.4 91.75 B%ebrm 7% Ii Kdd’Wil v 191» 102.4 101.4 102.25: — 5 . cch» Dvn 1930 r tiUÄ alt 89.6 89.65 '"l 89.75 90 89.75 ÄUtiol -eir Tirn 89.5 89.4 trtfll. o»ne «% tbx-m.B'X bdi »oU»aoai 19.*9 15.75 j 15.7 91.25 91.5 15.7 91.5 Werne d>nunc4turt 95.4 95 4 95.4 i 5.4 «S C«aemt®tldk tli'lbrrnit — 1 15 — | 16.25 4,20*. Ceftrrrrt-Dildif SUtxrrmtr 4S Unaartfdv tfolbttntr 0.60 0.65 .10 । 4 75 I» 4 . UnflarUl’f etaatfrrnt» o. 1910 4.6 1 — 4 .65 4' ,% k>i-.-n H l 4.7 4,6 — 4“ , abflfh - l»r'-nt.inff • 6.3 6.35 4S Inrfllrte fluUanlrtSr >911 4S lürtiläw üa|6a64M6n.*iUrtk i.O5 । 6.05 •rtv 1 • Vranttur a. DI Berlin furt ecbiu»'. Bdenv- Mri e^ius- tue« ediluit Uli ta«- b»dc Datum 8 12. 9.12. 8.12. | 9.12 4% te*»i. ernt li 5 5 — 4.8 6% Äumin. oerrinb- Rente b. 1903 4.4 4.3 • 4.25 4V$%Sumän oerrtnb 9ienteD.l»13 6.7 6 5 6.9 4% Sumanifdif oeretnb Rente 3.5 j.4 3.5 3.4 116% «naiolln ............. 25 25.13 25.1 famBure-flmrt1to.eaht . 0 21.75 21 28 75 28.25 ('amSutj-cüMm tampfidiiff 0 * 23.25 banfa-Iampfiditfl .... 0 —> 4.25 13.5 flotoBeuridiet glaub ...... 0 30.5 30.5 W.5 30 Ä y» lüx thrfebrfrotfen ÖL 0 56 5 55.5 56 56 flerlinn Oont>eliaeteU|d>a!l 4 84 84 14.5 84.5 Uo-nmefi- an» Pei^ai-Vanl 0 45 14.5 15 U 5 teu riebe iPaul ul T »eleUldbali .............. 0 48 47.25 48 47.25 Tre-oret Bank.............. 0 15.5 55 15.5 55 «eidUbanl ............... 1t 165 164 5 165 165 ..................... 0 23.25 22.4 22.9 116.25 22.9 '16.5 Mule .................. 0 '15.75 H6.25 ®ztu l-'ietenmgf^flfatdiafl .. 6 87.5 86.25 88 85.5 ans »rafi 6 100 75 89.4 100 99 5 rteltrn S tluUltanar 0 48.5 47.75 48 47.5 *#ieUIJ> 1 Atietn Untemelmira« 1 82 11 5 82 25 81.» Rvetniir< airtniftiAl ! «— 91 90 €dludrn » 4c........... 95.15 93.75 95 5 -4.25 €wmen«Ä fd»le.......... 1 39.j 137.5 138.5 139 »aaeeon»»* ........... 10 1 108.65 108 108 tViBenH .............. 68 1 67.25 68,5 1 67 teo11 ■ trtW ............ 99 5 8 5 99 98.75 •<:Vnf • benfl ............ 52.1 I 52 y 52 Var Nt . .........I M i4,S M 75 beelm sti'-w—•<‘ii.$euefloi i - | - 60 Ml V.- . — — .v.w eerjbau ....... 162.6 ; 102.5 i92.5 101.5 f fvt’.frtr ......... x5.7S 53.5 54 75 , 52.5 6itui........ 58 , 57 *8 57.5 ,'lronrnir a. 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