Nr. 265 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberheffen) Samstag, ll. November 1935 “Ä* s» wird s-wiikli! an das deutsche Volk1. Nt'tn <“«<•««• .......... Hlßll .<ch vor allen Dingen nichts damit, nichts „anstreben oder „sagen" oder einer „Weltanschauung Ausdruck geben", sondern das Werk ist entstanden aus einem Gestaltungstrieb, der im Grund nichts anderes als ein höherer Spieltrieb ist. Vorn Kleinen ins Große ist diese Kantate mir unter den Händen gewachsen. Irgendwann früher, in Straßburg, tarnen mir ein paar musikalische Einfälle für die Eichendorssschen Sprüche und Wandersprüche, die ich mir in ein Skizzenbuch hineinnotiert hatte. Eines schönen Abends zu Hause am Ammersee, blätterte ich darin und dachte, die Komposition dieser meist vierzeili- gen aber nicht über zehnzeiligen Poesien nicht als einzelne Lieder zu veröffentlichen, sondern verbunden durch musikalische Zwischenspiele, die von der Stimmung, des einen Liedes unvermerkt in die des anderen fuhren sollte. Mir schwebte also etwas vor, wie ein Liederspiel, anfangs mit Klavierbegleitung. Der Gedanke der Verbindung selbständiger Lied- gebilte durch musikalische Uebergänge erschien mir nicht neu. Ich hatte ihn schon viel früher gefaßt und auch in verschiedener Fassung verwirklicht und zwar bei Liedern Robert Schuman ns. Zuerst waren es die Eichendorffschen Lieder dieses Meisters, die mir das Nichtabreißen des Ladens zwischen den einzelnen Perlen dieser Tonkette geradezu als Notwendigkeit erscheinen lassen. Bei der unerhörten Stimmungsintensität und andererseits der drasti- schen Kürze dieser Gebilde habe ich stets den Fall in die nüchterne Wirklichkeit nach dem letzten Klang als ganz besonders hart empfunden, auch wenn auch alle zwölf Lieder hintereinander singen horte. Läßt man nun das Tonelement dazu nicht abbrechen, so entsteht ein Etwas, das wohl ein Ganzes zu sein vorzugeben scheint und doch offenbar nicht ist, daher stillos gescholten werden konnte. Denn was haben die einzelnen Texte miteinander zu schassen? Aber hier in diesem Falle (der um Himmels willen nicht verallgemeinert werden darf) war für meine Empfindung die romantische Stimmung die Hauptsache und der begriffliche Wort- inhalt daneben weniger wichtig: eine Reihe bunter Zeitbilder durch ein Band verbunden. Ich sechst habe manchmal diese Lieder auf die beschriebene Weise vorgeführt. Als ich nun, intim mit dem Gedanken, die Musik könne auch einmal die Texte ins Schlepptau nehmen, — nicht immer umgekehrt — den Plan der |o gearteten Sprüche-Komposition weiter verfolgte, kam ich ganz von selbst auf das Bedürfnis, dem Ganzen immerhin auch einen gedanklichen Zusammenhang zu geben. Denn ein anderes sind improvisierte Zwischenspiele, zu guter Stunde im kleinen Kreise, bei gedämpftem Licht, ohne Noten, zwischen Liedern, mit „Kapellmeisterstimme" gehaucht; ein anderes sind zum Druck bestimmte Zeichen, die eine bleibende Form darstellen müssen. So bekamen die Zwischenspiele der „Romantischen Kantate" eine selbständige Gestalt, die Anordnung der Sprache bekamen Absicht und Sinn, Gedichte tarnen hinzu, und das Ganze wurde, nach einer sich wie von selbst ergebenen Gruppierung des Inhalts, in zwei Teile geteilt, und erst, als ich beinahe am Schluß meiner Arbeit angelangt war, merkte ich, daß diese abendfüllend sei. Aber die leitende Macht blieb doch die Musik. Der textliche Teil wurde nach ihren geheimen Instruktionen organisiert. „Es geht wohl anders, als du meinst", so beginnt ernst und doch hoffnungsvoll der erst siebenzeilige Spruch Eichendorfss und mit ihm auch das musikalische Werk. Im zweiten Spruch, vom Tenor intoniert, heißt es „Wie bald nicht bläst der Postillon, du mußt doch alles lassen". Hier setzt das erste Orchester-Zwischenspiel ein, „Tod als Postillon". Der da bläst, nämlich der Tod, kutschiert auf seine Weise, etwa wie in Bürgers „Leonore" über donnernde Brücken, und verfolgt von luftigem Gesindel. Oder er peitscht die arme Seele durch neues schreckliches Leben — wie da die Phantasie des Musikers spielen mag! Oder der „Abend" sinkt herein. Das Orchester spricht wieder. Ein sehnsüchtiges Eichendorffsches Horn ruft aus der Ferne. Abendlüfte spielen und tragen die Töne her. Uebergang in die Nacht, die zum feierlichen Choral wird. Die Töne des Chorals verfchweben, lösen sich in Lust auf, die Wolken er« flattern in der ersten Morgenfrühe, das Licht meldet sich. Der Kreislauf geht weiter. Der Tag folgt mit (einen verwirrenden Lebenslockungen. Und wieder folgt auf den Tag der Abend und auf den Abend die Nacht. Mit dem „Nachtgruß" schließt der erste Teil. „Leben und Singen" heißt der zweite Teil. Das, was der leidenschaftliche, im Geben befangene Mensch nicht will, nämlich die Ergebung, sucht ein nun fw- genbes Orchesterstück auszusprechen. Es ist das Recht der Kantate, den Solosängern ihre Arien zu bieten. Daß diese hier romantischen Charakter haben, Eichendorffsche Lieder sind, ist selbstverständlich. Auch heißt der Teil „Geben und Singen" und As Singen geht nun an. Das letzte Gieb in dieser Reihe heißt der „Friedensbote" mit den Schlußworten „Das Gand ist ja frei", wonach sich alles zum Schluh- gefang vereinigt. Noch ein Wort über den Obertitel „Von deutscher Seele'.: ich habe ihn gewählt, weil ich keinen beste- ren und zusammenfassenderen Ausdruck fand für das, was aus diesen Gedichten Eichendorffs an Nachdenklichem, Uebermütigem, Tiefernstem, Zartem, Kräftigem und Heldischem der deutschen Seele spricht. Wieder ein Röntgen-Märtyrer. Die Reihe der Forscher, die beim Studium bet Röntgenstrahlen sich in einer Zeit, da man noch nicht genügend Schutzmittel kannte, schwere, zum Tode führende Hautverletzungen zuzogen, ist um ein neues Opfer vermehrt worden. Mit 57 Jahren ist der Edinburgher Radiologe Dr. William Hope Fowler nach einem langen Martyrium dahingeschieden. Er gehörte zu den frühen Vorkämpfern der Röntgen-Forschung in England und hat seit 1911 bedeutende Studien auf diesem Gebiet gemacht. Dabei zog er sich jene Verletzungen zu, die zu immer neuen Operationen an den ergriffenen Stellen nötigten. So wurden ihm nacheinander mehrere Finger der linken Hand abgenommen; im vergangenen Sommer mußte sein rechter Arm amputiert werden, und nun ist der Gelehrte dahingegangen als ein weiteres Opfer der Wissenschaft, das zum Wohl der Menschheit gebracht wurde. Zeitschriften. — Im Novemberheft der Monatsschrift „Volk und Raffe" (I. F. Gehmanns Verlag, München 2 SW, Preis vierteljährlich 2 Mk.) wird jeden Gebildeten der Aufsatz Dr. Rauschenbergers über „Rassenmerkmale Schopenhauers und seiner näheren Verwandten" interessieren. Mit diesen Erkenntnissen läßt sich so manches über Schopenhauer und seine Weltanschauung leichter verstehen. Er ist nordisch, dafür zeugen sein blondes Haar blaue Augen und helle Haut, — ferner die Klarheit seiner Gedanken, der anschauliche Stil, die Verherrlichung des Genius und seine große Wahrheitsliebe. Prof. Dr. Reche■ gibt eine Begriffsbestimmung für das Wort „Rasse", indem er in scharf umriffenen Zügen festlegt, was eigentlich unter der heute so oft genannten Bezeichnung verstanden werden muß. Die „Sippschaftstafel einesRückfallverbrechers" mitAusführungen van Dr. Stumpfl zeigt, wie bei den Nachkommen von erbkranken Menschen die schlechten Anlagen immer wieder zum Vorschein kommen. — W. Schmidt- Magdeburg berichtet von seinen Untersuchungen innerhalb von Jugendbünden und die dabei sestge- stellte erfreuliche Auslese. I. 22000 2500 7500 II. 10000 15000 III. 20000 Große Wahlkundgebmig in Schotten 3000 10000 10000 3000 5000 1500 II. 23500 3200 3500 III. 4000 12000 Insgesamt 63700 15000 Lieferfirma Baustelle Tagewerke bei der auf der Lei I. Seide Stimmzettel antteuzen! Bei der Wahl muffen beide 5 limmzelte! angekrenzt werden. Ls genügt also nicht, nur den grünen Stimmzettel Im „3a“-ftreis anzokrenzen. Wer richtig wählen will, kreuzt den Stimm, zettel zur Volksabstimmung im *3 °ch dem eutfchr deutsch« ^stauch mber ist >me dem iedrrMb. Heben, Stieben. U^en •Ite M W Tag« iit größter kann nicht oigen des lenkte in i Deutsch, ichnkund. inen wür. • I; H * WttS« L ^LLfjjen Schwimmstudenten in Grund und Bo IlUllCL k)«l- -- ",-- .. j, niemals aber em Zuruck. 'eindeutigsten die Entwicklung Sonntag, 12. November. fi35 Uhr- Don Bremen: Hafenkonzert. 8.45: tag&ert. IS'»: S^nukubun^ b« &mb. WUMSSL a3=r Sauf ob ämakutfport ift bir«tt( aujte Be. ^nein al^ber W EKSMt^SsS (Bübingen, Schotten, 8n°dberg) stehen f J b > 30. M-i am 1 — würben wie es in zeitgenöfftschen Berichten heißt, ; Ton klein auf zum Laufen abgerid)tet ; Die Läufer warben burch gewiffe Hebungen in bleiernen Schuhen beren e-baü-n,präsid-nt ©r. Wagner ßfV SÄn^n«aÄ"Mg Z ?“un& ^gÄnTuTn^ WRMVM Partei und zu keiner Disku swn steht ^e mung am 12 N°vembe^ Fm° Wahle nicbVJbt, istein DerTäteV des deutschen Volkes. Deutschland kämpft um feinen Landergrenzen find verschwunden. Volk uno Führer sind eins. Im <8ort«rgrunb bes febigen ®^fe5n Verlangen nach G ' e 1 ch b e r ecq 11: g b c Wir MM-W -M-WW- ‘SMS?Ä8 rieben Fu8r Aufbauarbeit. Daher haben «r m tonunenben Sonntag o h ne nalhmc gu^r WiLWAAMZ ‘SniÄÄtS ben Staat, ber mit ben Opfern bet Kameraden zufammengeschweitzt wurde, gegen “S ^Ät^lanb ^ropTUei’V—Vnb Ä »U B°n ber erta WW stoben unterer Ze» die Wetten bagegen. feines Erwähnung fand, b'^zu den ^erv^-von schaffte er es aber doch naQ b«m jef)t Höchsts s'ei^alfo^S™"^ ÄSÄ I ,Jauflnb^nbÄ«hänbk«' »“8^" au"iÄ^ -ssEs'-MLMZffMU-S- ZM-^SV-Z "" auf die 2°istuny «J89^ ^en Laufzeiten eines I Zeit) noch 4:30 dazu benötig e. ßäu|er im 2,n! -C5Jt hem 1500^eter-5ßeltretorö Dr. Pelt- Wie schnell _,:lchen „Wunderläufern"? Nurmi, m Oahnumeque doch schlug und I Vergleich zu diesen 9 . ,09g sestgestellt, datz 3 e r 5; ,^n® e c c a I i ? M mar es nicht ähnlich Jm^annnv. «“JtwÄX I°w°ht nun “mrearben eines Weißmüller, die ,,englstch-n Kun er unstren Ausbauer in ber 6*"=u'?'e‘J6? *'. sie Stunbenteiftung ber bedeutend überlegen s Kilometer angegeben ’Wl.S?« üe” bie beutfdje Meile (7430 Äe^mü^etien. seute jteht ber beutfche Rekord über 7500 Meter f • |0 machtvolle Auf diese Anfänge geht heute oie w . deutsche Leichtathletik^ zurück^ bie angelsächsi- S SäufTbamafe ha'Len, gründlich eingeholt -u Kreis Marburg. ^.-.-MV-LL-NSL UWZO-LLZ LPerOiufammenkgung e»entaett W^nte smeto Befangnerem« in einem O^e ^^,tstan8ler BKSKSSBää I Snefkasten der Kcöaftion. (SteOtogutadnen find ahne 8erbmbud>te.l ber 1 ” 6d>rlftleltung I h- in E- ist Pächter wegen der feit IS« einn t)e9 fchaftlichen Peranderungen ei H 'u Aschen Pachtzinses verlangen könnende 15 und 25 v. H. des Pach z I grung eines den gütliche Eimgung über tue Dere Pacht- heutigen Zeltverhaltnissen ’pöerj Pächter das Preises nicht möglich, s . entsprechende ' Pachteinigungsamt anrufen urm e^^. bem - Herabfetzung m dem L0p“lnem |o(d)cn Vereinigungsamt durch etzen. ®«ebcnen Verhältnissen SluTtofSg haben, fo b% gütliche Einigung anzuraten ist. Die Deutsche Turnerschast, deren oegiui « u p 3ahn den Begriff „Dolkstum geprägt h . 1810 sein grundlegendes Werk „Deutsches ® tum" erscheinen liefe, hat von jeher die Pf eg . QU5 dien Volkstums in den Vordergrund lh^er I un3 tommenoen »«ihi«, »‘-u- ■7'iyrS£ gestellt Sa nimmt es nicht munber wenn ta Xur- Taunus^un^ Qud) eud) um tarfraf- WLK “9uXU3iel ift bas alte, es heitzt auch fernerhin: fürÄf wu" be^nbere' fetoT WWHEi Ä1 6u„ ®g. Thierolf. HQU4‘SS^ernbMte & °"Leikg?uppenführer. «urzo eportnotijen. ' R-^bunb,B°lkstum unb ^t .ft Kreisgruppe XI Wetterau-Dogeivv^» »» | ^Verpflichtung des Franzosen Lacquehay ist Lrn/°ue7xlll faSStfÄ Westfalenhalle teil. # tes austoirten"^»" i'ft «in« «»«SfTeÄ 3n U"ie^t^rSn™ »S an bie Zeit oor bem 30. Januar des LrrLmk'Sches^unmehr MM.MB § ^e^hat^chLLg'^ ' m« ber Schaffung bes beulten Bo^uernriW ist der deutsche Boden, von dem jedes Stuck nn» Blut und Schweife gedüngt ifl.°on de.n Äeflcht bet beutfehen ÖSefctjidjte geprägt unb fall halb keine Handelsware fern. BSMM “.....—” ■ MMMLK- Nationalsozialisten. ba, Me Volksgenossen müssen erfafet werden, Mit nicht bieienigen abfeits flehen, bie nach nicht« geleistet »°ben. °'e ' muh über den Winter hinaus ernährt werden, um im kommenden Frühjahr zur Arbecks. leistunq fähig zu fein. Darum helfet es, auch weiterhin kämpfen und helfen ohne R fch auf uns selbst. MWWWZLGMMM MMÄ KAtt ÄÄ stellum, ^en.e3mmetmbaiaf)et 3urüd. er Kampf mufe für das deutsch _ ür J jein Das beweist am ■......■ Eitler äu stim. Dr!52rati s au lieht i ebes Deutschen fei. 7m' L^L n ^™^shlSDieräno& ^UwnVooluttanStUf™i'%« Kundgebung ihren Abschluß. konzert. 2non(agf 13. November. R(v- 11hr. Morgenkonzert. Anschliehend Frühkon- SiHf s-”s.sJ,i:«rgSs &a««:s«4u“S. gekSäsas*#« mustk. 24 bis 1: Kammermusik. Dienstag, 14. November. Rne iillr- Morgenkonzert. Anschließend Früh- ‘’ÄuS: S,€W S-SWZM WSWM Himmel im Novrmv nären?J Dortrag von der Sternfchnupp Deutschlandsender: Prof. Edmund H"'^ der Ration: Melodramen Reichsfendung. Stun $on Serlin; Vortrag mit Vrchesterbegleitung. 20. Sicherheit: Professor des Reichsbundes für W Wehrausbildung Otto »aelker pr 4' u“^k'&ftungstonferen3< der deutschen Jug Q. Su mutzt wissen ... 20.10: Dperettentlange, holistische Parade 22.45: Unterha tungsnms . 014; Von deut- ,Bier Apast-l". Sortrag van gjl.-iport Alles für Deutschlandi Turner und Turnerinnen des Kreises ®oge 0 Wetteraul Ich bin zum Srei5aruppen{u^^ WIMr-S- VBeAmn md WMtbew nisfe annehmbaren Durchschnitt. ber aber an Wert gewinnt, wem, m-m bebentt, baß sie vor 160 Jahren auf „ Kleidung erzielt primitiven P^dmgungen merid)i der London wurde. 1765 hat 11 Temettet, in einer Chronicle der Tagelöhner B t 9^ 100 5 fanden Stunde zehn Mellen zuruckM gen. >,;. smsHon dagegen. Unter großen «pines LandesbmttnWm Dr. Wagner in Laubach. ^^„tik^rXgenUVMÄ Z-» ist. iu’lrüine^" bM^Sug^b"8«; NachmMagsta^t. 18: Deutsch U SaMmmstuoeme» ... —------ ür Deutsche. Umversllatslektor Dr. . ferste den geschwommen werden. .Technik des Sprechens 18^30. Don Ve^l nun hier die Frage anschlietzen Austauschsendung mit ' Wolf-Bruckner- .u motten, wo denn überhaupt die Grenze o Reichsfendung: Stunde der 4 . wieder, die menschlichen Leistungsfähigkeit liegt. Sie fe Abend. 20: Griff ms ,Heu «. 20^0 in ^^eoretifch nicht bestimmen, und nmdie Hörer uns einsandten. 21.10. Deutsche Ba^ ^eon ^twort darauf geben. SLss-MWr-« isx-Ä.? £»ssä 1 WWMM....... MWWMN WN-MMZ-Z der Ration. Das Sprel vom WWu ffieber | ; 9 auBfteOie. Diese Läufer , 20: Griff >ns H ute 20 10 Eari ux | dre jogar Meistttvr^^^.i^^ Berichten helfet, ■ - l™a' Samstag. IS. Ttooember. 6.05 Uhr: konzert. 10.10: Schulfunk. ,,»ie ■oni Werbe- Wunder". Don Dr. Ernst H Stunde der konzert. 12: Mlttagskonzert 1 Spielschor - Jugend. Kunstgestaltung m us 15p10; Lernt Sprechchor und Gememsch f - - Stimme der morsen! 16: Nachmlttagskonzerl 1 cid)5(enbung: Grenze. 18.35: Stegrelfsendung. ^feeb Stunde der Ration. Rhe'msche- 2Q. @ri^ ins nischer Humor in Wort und 22.20: Du heute. 20.10: DonMm.Bu^er Der mutzt wissen... 22.45. «“j.' über die Tänzerin Maler Arthur Grünender^Icklandsender: Hörbericht Palucca. 23: Dom Deut düanDie^ Berlin, vom Sechstage-Rennen Nachtmusik. 23.10: Bunte Konzertstunde. 24 dis 4. ) Oberhessen. Gemeinderai in Grünberg. '+ (Brünberg, 9. Noo. Zunächst gedachte der Fraktionsführer Dr. Schnabel der heute vor zehn Jahren in München gefallenen 16 Kameraden. Ihr Andenken wurde durch Erheben von den Sitzen geehrt. Bei der kürzlichen Verpachtung der Sommer- schafweide blieb Schäfer Haupt (Bergen bei Frankfurt) mit 1730 Mark Meistbietender. Da er sich auch bereit erklärt hat, den Betrag sofort bar zu entrichten, erteilte der Gemeinderat die Genehmi- e. Die seitherige Pacht erbrachte 1550 Mark, der ter hatte für die weitere Ueberlassung der Pacht aus freier Hand sogar nur 1200 Mark geboten. Die Ausschreibung und öffentliche Verpachtung der Weide zeitigte dann das jetzige Ergebnis. Das Stimmen und die Unterhaltung der Orgel in derStadtkirche wurde der Fima F ö r ft e r & Nikolaus (Lich- zum jährlichen Preise non 27 Mark übertragen; eine andere Firma verlangte 30 Mark. gehen, der Zwischenhandel soll ousge- schaltet sein. Besondere Erwähnung verdient die in der Mittagszeit geplante große Bauern- Kundgebung. Diese soll nach einem Platzkonzert der Standartenkapelle zwischen 12 bis 14 Uhr stattfinden. Als Redner ist der hessische Bauernsührer Dr. Wagner gewonnen. Nach den bis jetzt vorliegenden Anmeldungen und Bestellungen von Plätzen zur Aufstellung von Marktbuden scheint auch der Krämermarkt nicht hinter seinen Vorgängern zurückzustehen. Der Besuch des Marktes dürfte sich für jedermann verlohnen. Landkreis Gießen. £ Alten-Buseck, 10. Noo. Gestern abend fand im Saale von PH. Einhäuser eine zweite Wahlkundgebung der NSDAP, statt, an der der größte Teil der Einwohnerschaft teilnahm, sodaß der geräumige Saal bis auf den letzten Platz besetzt war. Der Kundgebung voraus ging ein Umzug durch den Ort, an dem sich die SA., nachher von Rinn & (Kloos war und jetzt im wohlverdienten Ruhestand lebt, sowie seiner Gattin wird von allen Gemeindegliedern und vielen Freunden ein sonniger, friedlicher Lebensabend gewünscht. K Steinbach, 10. Noo. Hier fand im „Einhorn" eine Versammlung statt, in der Koos 3 o o ft e sprach. Leider war durch allerlei Umstände der Abend nicht so besucht, wie es der Redner verdient hätte. In dem Schlußwort mahnte der Pfarrer gleich dem Redner zur Pflichterfüllung am 12. November. — Am Mittwochabend fand ebenfalls im Saale des „Einhorn" eine große Kundgebung, veranstaltet von der Ortsgruppe der NSDAP., statt. Die Stahlhelmkapelle wirkte dabei mit, SA. und SA.-Reserve nahmen teil. Der große Saal vermochte die Zahl der Erschienenen kaum zu fassen. Da der Redner des Abends, Pg. Wagner (Gießen), erst später erscheinen konnte, sprach der Leiter der NS.-Volkswohlfahrt Gerhard (Steinbach) über die Sammlung zur Winterhilfe in Steinbach. Ortsgruppenleiter Rink begrüßte nach dem Eintreffen den Redner, der in zirka Inständigen Ausführungen über die Wahl und die Volksabstimmung am 12. November sprach. Seine Rede wurde häufig durch Beifallskundgebungen unterFür die Instandsetzung des zweiten Pfarrhauses lag ein Voranschlag des Hochbauamtes mit 1100 Mark vor. Verhandlungen mit den Filialgemeinden wegen Uebernahme eines Teiles der Kosten scheiterten. Da man Wert darauf legt, daß der vom Kirchenvorstand für diese Stelle vorgesehene Pfarrer Matthäus (Ehringshausen) bald nach hier übersiedelt, wurde der Betray bewilligt. 20 v. H. der Kosten werden durch den Reichszuschuß für In- standsetzungsarbeiten ersetzt. Ein Gesuch um Fertigchaussierung der Hindenburg st raße wurde trotz Anerkennung der Notwendigkeit zurückaestellt. Die Arbeit soll erst im nächsten Jahre im Wege größerer Notstandsarbeiten vorgenommen werden. Bezüglich des Nachtschutzes ist geplant, den Hilfs- nachtwachter während der Wintermonate voll zu beschäftigen. Die endgültige Regelung soll erst demnächst erfolgen. Die beiden hiesigen Firmen Dahmer und Haas & (So. Haven sich bereit erklärt, sämtliches in biejem Winter zu schlagendes Fichten- und Kie- fern-Stammholz abzunehmen. Da ihr Angebot günstig ist, nahm es der Gemeinderat an. Oer Jlitclämarff in Allendorf. <5 Allendorf a. d. L d a., 10. Noo. Für den am nächsten Mittwoch, 15. November, hier stattfindenden diesjährigen „N i k e 1 s m a r k t" werden allenthalben eifrige Vorbereitungen getroffen. Handwerker und Gewerbetreibende find emsig beschäftigt, noch fertige Ware für den Markt zu schaffen, Backer und Metzger sind eifrig an der Arbeit, damit auch für das leibliche Wohl der Marktgäste ausreichend gesorgt wird. Die Gastwirte haben wiederum dafür Sorge getragen, daß die tanzlustige Jugend auch zu ihrem Rechte kommt. Der diesjährige Nikelsmarkt ist durch die Marktkommission besonders ausgestaltet worden und vielseitiger als seine Vorgänger. Besonders ist man daraus bedacht, neben dem Schweinemarkt auch den früher weit über die Grenzen Hessens bekannten und berühmten S ch a s m a r k t wieder auf seine alte Höhe zu bringen. Um auch den Rindviehmarkt wieder ins Leben zu rufen, sollen für jeden Kauf eines Stückes Großvieh 1 v. H. der Kaufsumme dem Käufer als Prämie durch die Stadt gezahlt werden. Der Handel soll von Bauerzu Bauer Oie Parole des 12. November: Alle Wahlberechtigten stimmen mit ^ü! Reichstagswahl: Volksgenossen wählen AGOAp.! Nur diese Stimmabgabe dient dem Vaterland! Niemand bleibe der Wahl fern? SA.-Reserve und die Ortsverein'e beteiligten. Nachdem der Zug unter den Musikklängen der SA.- Kapelle Grohen-Buseck und des lurner-Irommler- korps in den reich geschmückten Saal einmarschiert war, eröffnete Zellenleiter Becker die Kundgebung. Er gedachte der vor 10 Jahren gefallenen Parteigenossen und widmete ihnen warme Worte des Dankes. Die Versammlung ehrte ihr Andenken durch Erheben von den Sitzen, während die Kapelle das Lied „Ich hat einen Kameraden" spielte. Hierauf ergriff Pg. Schmelz das Wort und legte in überzeuge-nder Weife die Ursache und Notwendigkeit der von unserem Führer geforderten Volksabstimmung und der damit verbundenen Reichs- tagswahl dar. Auch Pg. Hahn aus Großen-Buseck appellierte nochmals an die Wähler, am Wahltag ihre Pflicht als denkende deutsche Volksgenossen zu erfüllen. Begeisterte Zustimmung bewies den Rednern, daß die ganze Gemeinde aufrichtig und geschlossen hinter ihrem Führer und Volkskanzler Adolf Hitler steht. Mit einem dreifachen „Sieg- Heil!" auf den Führer und mit dem Gesang des Horft-Wessel-Liedes fand der offizielle Teil der Versammlung feinen Abschluß. Mehrere flott gespielte Märsche und schöne Volksweisen hielten die Anwesenden noch einige Zeit beisammen. t). Daubringen, 11. Nov. Heute feiern Hekst- rich Wagenbach und seine Ehefrau Sophie, geb. Körber, in voller körperlicher und geistiger Rüstigkeit das Fest der goldenen Hochzeit. Dem beliebten Jubilar, der lange Jahre Fabrikaufseher in der hiesigen Zigarrenfabrik von (Smmelius und brachen. Im Schlußwort des Pg. R i n k erklang das Gelübde, am Sonntag die Pflicht zu erfüllen, das mit dreifachem Sieg-Heil und dem Worft-Wesfel- Lied von der Versammluna ausgenommen wurde. — Am Donnerstagabend fand ein Aufmarsch der <521., der Hitlerjugend und des Jungvolkes zum Gefallenen-Denkmal statt. Hier sprach der Sturmführer des 34. Sturmes über die Bedeutung des 9. Novembers und legte Kränze nieder zum Andenken an die Opfer des Krieges und der Bewegung. Der Spielmannszug spielte das Lied vom guten Kameraden. Darauf marschierte die SA. nach Alb ach, wo ebenfalls Gefallenenehrung stattfand. Nach der Rückkehr fand noch ein öffentlicher SA.-Sturmabend bei Görlach statt. ? Reiskirchen, 11. Noo. Morgen abend findet im Saalbau Gundrum die Aufführung des Schauspiels von Pg. H. Bartholomäus- Gießen: „Erst bann wird Deutschland frei!" statt. Die Eintrittspreise sind derartig niedrig gesetzt, daß es auch den Aermsten möglich ist, sich dieses Spiel der bekannten NS.-Gau-Volksbühne anzusehen. Der hiesige Gesangverein „Harmonie" wird die Vorführung mit einigen Chören und Liedern unterstützen. < Hungen, 10. Noo. Seinen 82. G e b u r t 3- t a g konnte am gestrigen Tage in voller körperlicher und geistiger Frische unser Mitbürger Karl Knorr feiern. — Im Rahmen des Winterhilfswer- k e s gingen dieser Tage sechs Waggonladungen mit Speisekartoffeln an die Kreisführung des WinterHilfswerkes Offenbach ab. Es lieferten: Langsdorf 449 Zentner, Billingcn 293 Zentner, Nonnenroth und Röthges 240 Zentner, Hunaen 329,01 Zentner, Langd 237,03 Zentner. Insgesamt konnten also 1548,04 Zentner abgeführt werden. ch Saasen, 10. Noo. Der Dienst knecht Heinrich Schepp von hier, bedienstet bei Heinrich Hette - r ich in Bollnbach, wurde beim Dungerf obren auf dem Felde vom Tode überrascht. Der Verstorbene hatte einen Herzschlag erlitten. Er stand im 62. Lebensjahr und war 19 Jahre im Dienst seines letzten Arbeitgebers. <5 Weickartshain, 10. Nov. Dieser Tage fand hier eine gut besuchte Kundgebung in dem mit zahlreichen Hakenkreuzfahnen geschmückten Hock- schen Saale statt. Der Krieger- und Gesangverein nahmen geschlossen teil. Nach Einbringung der NS.-Hago-, der NSBO.- und der Ortsgruppen- sahnen (sämtlich von Grünberg), sowie der beiden Vereinsfahnen. eröffnete Oberscharführer Melchior die Versammlung. Kreisbetriedszellenleiter W a g n e r - Gießen kennzeichnete in klaren Worten u. a. die Folgen des Krieges, den „Friedens- Vertrag" von 1919, den Grund des Austritts Deutschlands aus dem Völkerbund, die achtmonat- tige Arbeit des Reichskanzlers und den Zweck der Volksabstimmung am 12. November Anschließend wurde der 1. Vers des Deutschlandliedes und des Horst-Wessel-Liedes gesungen. Der Versammlung», leiter schloß die Kundgebung mit einem dreifachen „Sieg-Heil!" auf den verehrten Volkskanzler Adolf Hitler. Kreis Als?clv )—( Ruppertsburg, 10. Noo. Dieser Tage fand hier eine Wahlkundgebung statt. Im dichtgefüllten Saale von Gastwirt Schiord sprach zunächst Oberreallehrer Buß von schotten über „Blut und Boden", danach der Kreisbauernfuhrer Straub von Rainrod über „Der Bauer und der 12. November" Beide Redner ernteten lebhaften Beifall. Alle Redner ermahnten, am nächsten Sonntag Hitler und damit dem Baterlanbe die Treue zu halten. Das Deutschland- und das Horst-Wessel- Cieb schlossen die Feier, die von Bürgermeister Lind geleitet wurde. — Der hiesige Mannerge-^ fangoerein brachte dem am 1. November aus dem Amte geschiedenen Forster Steinbach als einem Mitbegründer des nun 44 Jahre lang bestehenden Vereins ein Ständchen, wobei der Präsident W. Port der großen Verdienste des Scheidenden um die Heimat und um den Verein gedachte. Der Geehrte dankte seinen Sangesbrüdern — Unser Dorf lieferte bereits für die Winterhilfe 137 Zentner Kartoffeln, weitere 76 Zentner sind noch zu erwarten. Die Sammlung für das Eintopfgericht vom 5. November brachte 49 Mark ein. Slrcto Schotten § Ulrichstein, 10. Nov. Die Winterhilfe- Sammlung am Sonntag des Eintopfgerichts erbrachte hier den Betrag von 161,85 Mark Schkcld g&y chfafan ?- Sie sotttten es ma£ mit- tr ist caffetnfrei. und darauf kxntwdes an. Geschäfts-Verlegung Wir beehren uns mitzuteilen, daß wir unsere Planoforte-Handlunß von Seltersweg 52 nach Bahnhofstraße 76 p verlegt haben. — Mit der Aufgabe des Ladens Ist keine Verringerung der Auswahl, sondern lediglich eine Verringerung der Unkosten beabsichtigt und erreicht — Besichtigen Sie bitte unser reichhaltiges Lager in tonschönen Pianos Flügeln, Harmoniums der ersten deutschen Marken. Wir bedienen Sie preiswert und gu Pianohaus R. SCHÖNAU Bahnhofstraße 76p / Kein Laden Niederlage der Firmen: Bechstein, Schiedmayer Feurich. Thürmer, Mannborg u. a m. 6931 d Werben Sie mittetet der Zeltungeanzelge und In geeigneten Fällen euch durch gute Drucksachen! 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Mit 6t Kunstdrucktafeln. Brosch. RM.3.—, geb.RM.4.— „Glanzleistungen der Karnera,dle stark an Bengt Berg erinnern.“ Photo-Beobachter Haseimlesc (Stark verkleinerte* bbüd ans,. W a kl weben” > WMVWZZZKf Die Lebensgemeinschaft des deutschen Waldes In Bildern .50 Naturaufnahmen aus dem Tier- und Pflanzenleben des heimatlichen Waldes auf 128 Kupfertiefdrucktafeln, mit lebendigem und aufschlußreichem Einführungstext von K. Gerhard und O. Wolff Preis RM. 4.80 „Des ist eine herrliche Welt! Die beiden Kameramänner sind ihr bis in köstliche Verschwiegenheiten nahe gekommen. — Köstlich ist alles und zauberhaft schön.“ Dresdner Anzeiger Ze bntehm durch icdt Buchhandlung oder rem Hugo Bermühler Verlag Berlin - Lich terfelde | Hartholz v. Wapen 5 Zentner 5.- RM. > Anmachholz vro Wonen ß.- RM. frei anS HauS.«o5ol) Säqemeol t Räuch. sowie Streuen bill. abzukieben. 3 Wellhöker, Marburger Str. 24. Husten Sie? Klagen Sie über hirt- nlck gen Katarrh? 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