Samstag, N.NovembeNYZs Gießener »meiqer (General-Anzeiger für Vderhessen) Hr. 265 viertes Blatt Geschichten aus aller Welt eigenartige trachtet. Wirtschaft Scrltn Jranflun o. 2)1. »erfin Berlin Sranffun a. LI. «*;;»•! Ä| |™IÄ börse Wrfe Datum 9.1L 10.11. 10.1b 9.11. 10.11. Datum 10.11. 9.11. 9.1b 9 76 75,8 I il 88 88.5 87.65 13,75 0,70 3,95 o o 89.9 98.6 85.65 79.5 13,25 87,4 87 90 98,5 85,65 79,7 13,2 87,75 87 3 5,75 22,75 62 89,5 43,5 74,5 dem der 5 921 48,15 12,44 3,053 169,47 67,22 59,76 68,97 13,39 0,967 2,613 58,61 22.12 16,44 81,28 34,98 81,78 0,793 0,229 5,305 12,69 o 0 0 0 0 4 0 0 0 12 9,25 44 38,5 40,5 50,5 156,25 16,5 109,5 78,5 91 39,5 73,25 79 82,5 128,75 Basel. von Basel 85 28,25 38 33 21 104,25 27,25 39,75 25,5 14,13 135 160 132,5 Schluß' tu r4 93.65 48.5 48,25 90 98.85 85.65 79,75 13,3 87,5 87,25 87.25 72 75,9 87,5 87,5 87,75 89 88 88 87.65 13,75 0.65 3,95 3,7 3,7 6 4.6 88 88 13.8 0,80 4,1 3J 5,75 4,65 <»8 4,6 44 90 98.5 85.75 79,65 13,25 88 d?,25 87,25 72,5 76 87,5 87,5 87,5 89 V 88 87,65 13,75 0,65 4 3,7 3,7 6 4,65 Hamdurg»Amerika»Paket ..... Hamburg-Südam. Dampfschiff. Hanfa-Dampsschiss........... Norddeutscher Lloyd 81.®. für Verkehrswesen Akt. .. Berliner Handelsgesellschaft ... Commerz, und Prioat-Bank ... Deutsche Bank und LiSconto» Gesellschast................ Dresdner Bank ........ Reichsbank ................ : A.2.G...................... Betula 22,75 68,5 34,9 184,75 75 29,75 9,9 106 106 143 114,13 40,5 46,25 53,65 54,25 Schlußt. Lllllag- bSrse Helsingfor».. Wien....... Prag....... Budapest ... Sofia...... Holland .... C8lo....... Kopenhagen. Stockholm... London ..... Buenos Aires Neuyork.... Brüssel..... Italien..... Paris ...... Schweiz.... Spanien.... Danzig..... Japan ...... Rio de Ian.. Jugoslawien. Lissabon .... sagen, und ich habe vielleicht schon daraus flc wartet . . In einer Straße ziemlich am Rande Stadt wohnt ein etwas nervöser Herr, der seit einiger Zeit besonders reizbar ist, weil seiner Behausung gerade gegenüber eine Kunsteisbahn errichtet wird. Er telefonierte des öfteren an die Polizei und ersuchte sie, dem Hämmern und Klopsen Einhalt zu tun, ohne daß sich die offenbar etwas phlegmatische Behörde um sein Leiden gekümmert hatte Als ihm jetzt die Geduld riß, rief er wieder an und erklärte, wenn bis um Viertel nach acht Uhr nicht Ruhe geschafft würde, dann würde er zur Selbsthilfe greifen. Darauf wurde ihm zunächst der erstaunliche Bescheid, daß die Straßenseite, wo die Eisbahn angelegt würde, zum Kanton Basel- Land gehöre, so daß die Polizei von Basel-Stadt gar nicht zuständig sei. Im übrigen war aber die Behörde durch einige nicht gerade gewählte Aeußerungen des cholerischen Herrn doch in Verve- gung gekommen und erschien just in dem Augenblick, als dieser echte Nachkomme Tells mit einem Flo- bertqewehr schon zwei elektrische Bogenlampen aus- geschossen hatte und gerade im Begriff war eine dritte aufs Korn zu nehmen, um allmählich durch die Dunkelheit den Arbeitern die Anlage der Eisbahn unmöglich zu machen. Das Gewehr wurde als „corpus delicti“ beschlagnahmt, und am meisten ärgerte und wunderte sich der brave Eidgenosse, daß sich die Polizei nun plötzlich doch als zuständig be- Die Herschelinsel hat jetzt eine drahtlose Station, eine Schule für die Eingeborenen und Flugzeuge für die Verbindung mit anderen Ländern, fo daß ich die Missionare der Arktis dort im Mittelpunkt ihres Wirkungskreises treffen. Die von ihnen m der großen weißen Einöde errungenen Erfolge find fo bedeutend, daß die hohe kanadische Geistlichkeit eine Diözese der Arktis geschossen hat, deren Leiter A. L. Fleming ist. Sicherlich ist dieses geistliche Bereich wenn auch nicht das dichtest bevölkerte, so doch das größte auf der Welt, und die Fahrten der Seelsorger zu ihren Schutzbefohlenen werden wahr^ scheinlich richtigen Entdeckungsreisen nicht unähnlich sein. Die wiedergefundene Krone. (m) Kopenhagen. Ueberall werden jetzt alte Schätze ans Tageslicht gefördert, da wollte die dänische Hauptstadt nicht zurückbleiben. Als hier ein Haus niedergerissen wurde, entdeckte ein Arbeiter in einer Wand einge- mauert eine gana alte Eisenkassette, in der eine wundervolle alte Krone aus schwerem Gold und ein ebensolcher Halsschmuck lagen. Die Nachforschungen haben nun ergeben, daß die wiedergefundene Krone König Christian II. von Dänemark gehörte, der von 1513 bis 1523 regierte und der letzte katholische König seines Landes war. Es wird angenommen, daß das abgebrochene Haus, in dem der Kronschatz gefunden wurde, und das in der Nähe des jetzigen Königspalastes liegt, den alten Königen einstmals als Schatzkammer diente. So kommen alte Schätze wieder ans Licht. Die Ohrfeige. (R.D.) Paris. Ein französischer Schauspieler hat diese eigenartige Geschichte erlebt: Er besaß einen Freund der ihm Böses zugefügt hatte. Es ist möglich, daß es sich dabei um eine Liebesgeschichte handelte. Eines Tages sah der Schauspieler den Uebeltäter auf der Straße. Zu ihm hineilen und ihm eine kräftige Ohrfeige versetzen, war Sache weniger Sekunden. Der Geschlagene drehte sich betroffen um — und es war ein ganz fremder Mensch, der durchaus nicht wütend oder rachsüchtig aussah, nur traurig. Da bat ihn der jähzornige Schauspieler viele Male um Entschuldigung. Aber der andere wehrte lächelnd ab. „Nein, nein, das muhte so kommen, wie Sie günstig. Auch sonst war man allgemein zuverstcht- 1 icher gestimmt, was auch in kleinen Meinungskäufen der Kulisse zum Ausdruck kam. Am Aktienmarkt waten Montanwerte bevorzugt und lebhafter, die meist von 0,50 bis 1 v. H. anzogen. Klöckner, Mannesmann und Harpener gewannen je 2,25 v. H., Rheinstahl und Deutsche Erdöl je 1,75 v. H. IG. Farben eröffneten mit 114 50 um 0,50 v. H. und Scheideanstalt 1 v. H. höher. Arn Elektromarkt betrugen die Besserunyen meist' von 0,25 bis 0,50 o. H., bei Bekula, Licht & Kraft und Lechwerke jedoch bis zu 1,25 v. H. Fester lagen außerdem AG. für Verkehrswesen (plus 1,50 v. H.), Kali Salzdetfurth nach Pau e (plus 2,25 v. H.), Schiffahrts- und Zellstoffwerte mit plus 0,25 bis 0,75 v. H. Kunstfeidenwerte lagen uneinheitlich, Aku (minus 0,25 o. H), Bemberg (plus 0,50 v. H.). . Am Rentenmarkt war das Geschäft relativ klein. Altbesitz fanden mehr Beachtung (80 bis 80,13, plus 0,40 v. H), Neubesitz zogen um 10 Pf. aus 13 40 v. H. an. Späte Schuldbücher blieben zu 90,25 v. H. behauptet. Dagegen gaben Stahlverein-Bonds aus dem bekannten Grunde um 1 o. H. auf 55 v. H. nach. Der Börsenverkehr wurde anläßlich des Kanzler- Appells, an dem alle Börsenbefucher teilnahmen, von 12.40 bis 14.05 Uhr unterbrochen. Nach der Unterbrechung spielte sich das Geschäft zwar nur langsam ein, die Tendenz blieb aber durchaus freundlich, und vielfach lagen die Kurse weiter etwas fester, insbesondere einige Montanaktien, IG. Farben und einige Elektrowerte. Renten traten dagegen etwas in den Hintergrund, und die .Variablen" zeigten nur knapp gehaltene Tendenz. Altbesitz bis 79,90, Neubesitz bis 13,30, Spate Schuldbuch bis 90 v. H. Am Psandbriefmarkt ergaben sich nur unbedeutende Veränderungen, meist blieben die Kurse un- verändert. Von Stadtanleihen lagen Mainzer 1,13 v H. (76,13) fester, während die öproz. Dollaranleihe der Stadt Frankfurt angeboten und gc- strichen Brief war. Deutsche Wertbest. Anleihe Doll. 10—1000 kam nach eintägiger Pause mit 64 um 3 v. H. niedriger zur Notiz, vor etwa 4 Tagen galt sie noch 73 v. H. Bon Länderanleihen lagen Hes- jen fester, im übrigen ergaben sich kaum Abweichungen. Auslandsrenten lagen geschäftslos. Tagcsgeld unverändert 3 v. H. Abendbörse: weiter sreundlich: Da seitens der Kundschaft Orders nur in ganz beschränktem Umfange vorlagen, herrschte an der Abendbörse größere Zurückhaltung. Die Grundstimmung blieb indessen durchaus freundlich, und die Kurse waren gegenüber dem Berliner Schluß gut behauptet. IG. Farben und am Montanmarkt Harpener eröffneten leicht erhöht. Der Verlauf log sehr still. IG. Farben waren jedoch weiter befestigt, erner zogen Scheideanstalt um 1 v. H. an. Auf den übrigen Marktgebieten waren kerne Veränderungen Auch ^Renten ^agen sehr still. Von deutschen Anleihen bröckelten Altbesitz geringfügig ab, wahrend Neubesitz um 5 Pf. anzogen. Spate Reichsfchuld- buchforderungen blieben zu ea. 90 v..H. behauptet. U a. notierten: Neubesitzanleihen 13,25, 2Iltbefift- anleihe 79,65, Schutzgebietsanleihe 790. 6proz. Stahlverein-Bonds 56, Re.chsbahn-VA. 101,40, Reichsbank 156,50, Gelsenkirchen ^5, Harpener 75 75, Klöckner 50,40, Phönix 35, Rheinstahl 75, Stahl- verein 29,75, Aku 28,50, Bekula 111, Conti Gummi 132,90, Scheideanstalt 178, Licht & Kraft 92, IG. Farben 114,25 bis 114,75, Halzmann 54, Rutgers 46,50, Hapag 9,40. Kölner Buttermarkt. Köln, 10. Noo. Nach dem Preisbericht der Kol- ner Warenbörse stellte sich der Großeinkaufspre.s für 100 Pfund ab Derfandsstation emschl. Faß m RM. wie folgt: Deutsche Markenbutter 133 bis 136 (zuletzt 133 bis 136), deutsche Molkereibutter 1. Qualität 132 (132), 2. Qualität 127 (127). Wochenbericht ,om Frankfurter Schlack wicbmarkt. Der Frankfurter Schlachtviehrnarkt zeigte im oer- flossenen Berichtsabschnilt überwiegend erhöhte Zutriebe und demzufolge auch meist leichte Preisabschläge. In dieser Woche war die Nachfrage nur klein, so daß vielfach Ueberftänbe verblieben. Der Rindermarkt konnte nicht ganz geräumt werden, obschon die Zufuhr mit 1443 Stück um 286 Tiere schwächer war. Bei ruhigem Handel blieben die Preise unverändert. Gute Ware war knapp und wurde auch über Notiz beizählt. Merklichen Ueberstand hatte ferner der Schweine m a r k t, der nur schleppenden Handel aufwies, zumal die Beschickung mit 4712 gegen 4229 merklich stärker war. Für Fettschweine war die 'Jlad)- frage nicht mehr so lebhaft, immerhin erzielten sie noch Preise über Notiz, und zwar wurden verkauft 2 zu 54, 39 zu 53 und 127 Stück zu 52 Mark. Im übrigen lagen die Preise 2 bis 3 Mark niedriger und bewegten sich zwischen 42 bis 50 Mark. Am Kälbermarkt ließen die Preise bei langsamem Geschäft bis zu 2 Mark nach, der Austrieb von 1315 (+ 166 Stück) wurde jedoch geräumt. Schafe erfreuten sich trotz erhöhter Zufuhr (745 gegen 636 Stück) guter Nachfrage und konnten ausverkaust werden, wenn auch die Preise um 1 Mark nachgaben. Frankfurter Börse. Mittagsbörfe: freundlich: In einer mittelgroßen amerikanischen Stadt ver- übte ein Verbrecher vor wenigen Tagen einen erfolgreichen Ueberfall auf eine Bankkasse. Dabei erwischte er eine große Menge von wertvollen Dollarscheinen. Kaum hatte er den Ort der schlechten Tat verlassen, da war die Polizei schon hinter ihm her. Der Dieb überlegt blitzschnell, daß an em Entkommen mit der Beute nicht mehr zu denken sei Darum entschloß er sich, den Raub zu opfern und dafür die kostbare Freiheit zu behalten. Er machte sich also den Spaß, im Öorroartsftur- men Bündel von Dollarnoten fallen zu lassen. Und die Menschen, die sich darauf stürzten, waren für ihn eine Mauer gegen die Polizei die dadurch na- türlich in der Verfolgungsjagd sehr aufgehalten wurde. Mit schnellen Sprüngen war der Verbrecher um mehrere Ecken gebogen, und schließlich hatten die Polizisten ihn aus den Augen verloren. Nun ist die Bevölkerung der mittelgroßen amerikanischen Stadt besonders stolz auf den weiteren Verlauf der Angelegenheit. Am nächsten Tage schon wurden die gefundenen Banknoten der Polizei zu- gesandt — nur ein einziges Bündel fehlte. Aber auch das folgte feinen entwendeten Gefährten sehr bald (Die Nummern der vermißten Dollarfcheme waren ja sofort in die Oeffentlichkeit getragen worden.) m , Ehrlich an sich ist etwas Schones. Nur manchmal, vielleicht nicht ganz selten, hängt baean noch ein verschleiertes „Warum?" Diözese in der Arktis (i) Montreal. Schon seit langem suchen anglikanische Missionare bei Öen Eskimostämmen des äußersten Nordens von Kanada das Evangelium zu verbreiten, ober erst n-ich siebzehn Inhren schwerer Arbeit tonnten sie che erste Taufe vornehmen. Heute trifft man die Missionare in der Nähe des Polarkreises, aufs Treueste |n ihrem schwierigen Werke von ihren Frauen un« begleitete die Gattin des Erzbischofs Stünger ihren Mann auf die Herschelinsel nördlich der Flußmündung des Mackenzie, ungefähr 70 Grad nord- kicher Breite-, sie lebte dort mehrere Jahre in einer primitiven Hütte ohne die mindeste Bequemlichkeit und teilte das ärmliche und schwere Dasein der Ein- geborenen. Er schritt neben dem Schauspieler die Straße entlang und erzählte wehmütig: „Ja, wirklich, mir mußte heute noch einer etwas zuleide tun. Cs war nämlich noch nicht genug . . . Sehen Sie, heute früh ist meine Frau erkrankt-, auf der Bahn ist mir meine goldene Uhr, ein altes Erbstück, gestohlen gestohlen; das Los, das ich vorgestern aus Geldmangel verkauft habe, ist mit einem schönen Gewinn geflogen worden; und jetzt, jetzt haben Sie mir noch — ganz gleich warum — eine kräftige Ohrfeige verabfolgt ... Ja, ja, bas stimmt schon so. Das ist gewissermaßen ber Schlußpunkt. Unb ich banke Ihnen auch . . ." Damit war ber Unbekannte verschwunben, unb ber Schauspieler blieb verdutzt allein. Auf bem Nachhauseweg mußte er lange über bie Erzählung de- Fremden nachbenken. Jebenfalls eine C;;— Frankfurt a. M-, 10. Nov. Die seit gestrigen Tage sichtbar gebesserte Stimmung an Effektenbörse erhielt sich auch währenb ber heutigen Börse. Die Umsatztätigkeit war in einigen Spezial- werten etwas größer, im großen unb ganzen hielt sich das Geschäft aber noch in engen Grenzen. Von nachhaltiger Wirkung war die starke Verringerung der Arbeitslosenziffer im Oktober, daneben lauteten auch die Nachrichten aus der Wirtschaft weiter 6% Deutsche ReichSonleihe v. 1927 6% ebem.7% Dt.Reichsanl.v.1929 5y.% Noung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablöl^Schuld mit Autlos.-Rechten »e-gl. ohne Auslol.-Rechte ..... 6% ef)em.8% Hess. BolMftaai 1929 irückzahib. 102°/o» --------- - 6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 13.............- - - - 6%% Hess. LandeS^HhPotheken. bank Darmstadt Liaul......... Oberhessen Provinz- aielhe mit Auölos.-Rechten ............. Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mitAuslos.-Rechten 6% ehern. 8°/» Franks. HyP^Bank Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 <% ehern. 7% Franks. Hyv -Bank Goldpse. 16 unkündbar bis 1936 6y,% ehern. <’/»% Franks. HyP^ Bank-Liqu^Pfandbriese....... ty.% ehern. 4/,% Rheinische Hyp^Bank.Liou.^oldpse. .... 6% ehern. 8% ®t. L°nderpfan^ beiefanflalt, Pfandbriefe R. 19 ehern. 7% Pr. LanvcSpfand- Vfanstalt, Pfandbriefe R. 1° Steuergutsch. Verrechnungskurs.. 4% CtflenetdjMe Toldrente.... 4,20% Oesterreilytsche Silberrente 4% Ungarische Soldrente . - 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4%% deSgl.von 1918........ 5% abgesi. Goldmexikaner von 99 Eingesandt. (Für Form unb Inhalt aller unter biefer Rubrik stehenben Artikel übernimmt bie Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) „Mehr Licht!" Die Anwohner, sowie Passanten ber Damm- ft r a ft e wären der Stabtverwaltung dankbar, wenn NUN endlich die S t r ° ß ° n b ° l e u ch t u n g ° e r - bessert würde. Da ber Verkehr durch den Umbau ber Dammstraße zu einer Verkehrsstraße wesentlich erhöht wurde, ist es auch nicht mehr roie recht, haft die Lichtverhältmsse dem Verkehr an gepaßt werden. Die Forderung ist um fo berechtigter, als andere Straßen, welche sogut roie keinen Verkehr haben, bebeutenb besser beleuchtet ^^Gleichzeitig ist es dringend notwendig, baß bie Reste des Abbruchs batbigft verputzt bzw. gänzlich beseitigt werben. Vesonbers bas städtische Gelände bietet einen Anblick, welcher bem übrigen Stabtbilb bestimmt nicht entspricht. Wir bitten um baldige Beseitigung ber Mißstände. t Ä ,, - Die Anwohner ber Dammstraße. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachien sind ohne Verbinblichkeit ber Schriftleitung.) Reichsinstandsehungszuschüsse, W. In f). 1. Die Arbeiten sollen möglichst sofort noch Antragftellung begonnen werben unb müssen spätestens am 31. Marz 1934 beendet sein. 2. Der Antrag wird bei ber Bürgermeisterei gestellt, biese gibt ihn an bas dann zuständige Hessische Hochbauamt weiter. Dem Antrag ist ein Kostenanschlag und eine Ausfuhrungszeich- nung beizuschließen, ferner die im Antragsvordruck bezeichneten Bescheinigungen. Als Zuschuß kommen bei Umbauten 50 v.H. der Ausführungssumme m Frage, im Höchstfälle 1000 Mark, ferner eine sechs- jährige Verzinsung zu 4 v. H. der Summe die der Antragsteller aus eigenen oder fremden Mitteln aufgewendet hat. Für Jnstandsetzungs- und Ergan- zungsarbeiten an Gebäuden wird, wenn die Gesamtkosten der Arbeiten mindestens 100 Mark betragen, ein Fünftel der Gesamtkosten als Reichszuschuß gewährt. 3. Steuerherabsetzend wirkt die bauliche Veränderung nicht. 4. Der Reichszuschuß braucht nicht zurückgezahlt zu werden. Daten für Samstag, 11. November. 1848: der Historiker Hans Delbrück in Bergen geboren; — 1869: Viktor Emanuel III., König von Italien, in Neapel geboren; - 1883: Gründung des Allgemeinen Deutschen Burschenbundes; — 1918. Wafsenstillstandsverhandlungen (Erzberger). Daten für Sonntag, 12. November. 1755: der General Gerhard von Scharnhorst in Bordenau in Hannover geboren (gestorben 1813). Llektt. LiesenmgSgesellschaft... 6 Llchi und Kraft ............• Feilen & Guilleaume 0 Gesellsch.s.Slektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ........6 Schuckeri L Ev 6 Siemen« L Halske . 7 10 Buderus ® Deutsche (ftbBI 4 Geilenkirchen« O Harpener...................O Laesch Eisen—Köln-Reuellea .. O Ilse Bergbau • Ilse Bergbau Genüsf« s Klücknerwerke —• O Dtointimae*R»6mi —— • (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Bon Lzean zu Ozean. (th) Bogota. gnenn General Gomez im kommenden Dezember ben 25 Jahrestag feines Amtsantrittes als Präsident von Venezuela feiert, wirb man eine ber aröftten unb intereffanteften Autostraßen ber Welt bem Verkehr übergeben. Eine Autostraße, bie über eine Strecke von 3700 Kilometer geht unb vom Pa- aiftt zum Atlantik reicht, also ben Ozean mit bem Ozean oerbinbet. Man wirb auf biefer Autostraße in einer mittleren Geschwinbigkeit unb mit guten Rastunterbre- chungen in knapp 10 Tagen bie große Entfernung gurüdlegcn können, fo gut ist bie Straße gebaut. Die Straße führt von Guayra, bem Hafenplatz über Caracas in Venezuela, burch Bogota in Columbia, burch Quito in Ecuabor bis nach Guayaquil, bem Enbpunkt. Die Straße weist gute Tank- plätze auf unb auch fönst alles, was zur Erleichterung ber Autoreifen gehört, u. a. eine Gendarmerie, bie bie Autofahrer vor unangenehmen lieber- rafdjungen schützen soll. . . Der Ausflug von Ozean zu Ozean wirb in Den nächsten Jahren bestimmt bie Sensation Südamerikas werben. Das erste Tippfräulein (th) Milwaukee. In bieten Tagen erinnert man sich in Amerika daran, baß vor genau 60 Jahren, 1873, bie erste Schreibmaschinenbame ihre Stellung antrat Sie ist heute eine noch quidlebenbige unb frische 78 Jahre alte Dame, bie mit Wehmut an bie Tage zurückbenkt, als sie an bem Ungetüm Platz nahm, Das sich Damals schon Schreibmaschine nannte. Gott, waren bas Zeiten. Frau Fortier, wie bas damals schmächtige kleine Mädchen heute heißt, wurde groß und stark an der Maschine, bie viel Muskelkraft erforberte. In 60 Jahren von ber Riesenmaschine zur kleinen, eleganten Reisemaschinel Die Dampfmaschine brauchte länger zur Entwicklung, bas Schießgewehr auch. Freilich saß ba auch keine Dame am Hebel, wie bei ber Schreibmaschine Mrs. Fortier aus Milwaukee. Verspätete Ehrlichkeit. (B) Neuyork. Datum 4% de«gl. Serie li ............. 6% Rumän. verelnh. Rente v. 1903 4%%Rumän.veretnh.Rcniev.l913 4% Rumänische veretnh. Rente .. 2%% Slnatolter Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Pnpteren nnnetühr.en M.rn geben d.e «ehe der 3u.eB. d°t».°si°n°n Dtmb-nb- - R..ch-b°nMe,°n. 4 80mb«W5a8. Geschichte. Teils Geschotz. (tz) Schiuh- fur« 9.11. Schiub- iurS 9-11. Schluß. Minag- börse 10-11- 22,5 67,5 33,75 182,5 73,65 28,4 9,9 106 105 143 113,5 40 45,25 53,5 53 । 83 28 37,5 31 21 103,25 27 39,5 24,65 13,75 134 156.5 130,65 Hrantluri o.M. Schiußi. Schluß- ybmt>, bSrse Schlußi. Abend- börlr 10.11. Jranffurl a. Hl. 9.Rovember 10-Rovember Amtliche -Möllerung Geld | Srle Amtliche Dlolicrung Geld | Nrte 5,849 48,05 12,42 5,861 48,15 12,44 5,909 48,05 12,42 3,047 3,053 3,047 168,93 169,27 169.13 66,53 66,67 67,08 59,14 59.26 59,64 68,23 68,37 68,83 13,24 13,28 13,35 0,963 0,967 0,963 2,647 2,653 2,607 58,36 58,48 58,49 22,06 22,10 22,08 16,40 16,44 16,40 81,02 81,18 81,12 35,01 35,09 34,92 81,62 81,78 81,62 0,787 0,789 0,791 0,227 0,229 0,227 5,295 5,305 5,295 12,67 12,69 12,67 Banknoten 4.9 3 5,5 2,75 9,4 10,13 45,5 80 38,5 40.5 50,5 156,5 17,13 111 79,75 92 40 73,5 78,5 84 129 103 64,5 91 45 75,75 93,65 50,25 60,5 5,05 3,1 5,8 2,75 22,8 8,9 13 9,4 44.25 80.25 39 40,5 50,5 156,5 16,4 109,75 79 91 39,4 73,13 78 82,5 129 102.75 61,5 90,25 42,65 74,5 49,25 94,13 48 49 4,9 5,8 2,75 23,13 9,25 20,13 13,25 10 45 156.65 17 110,65 80 92 39.5 73,25 79,5 84,13 128,5 103 64,25 90,25 45 75,5 51,9 125 93,5 50,25 50,25 Mansselder Bergbau.........O KokSwerie ..................0 Phönix Bergbau............. O Rbeinifche Braunkohlen .....10 Rheinslahl .................O Bereinigte Stahlwerke........O Otavt Minen ...............O Kaliwerke Aschersleben........ 6 Kaliwerke Westeregeln........6 Kaliwerke Salzdetfurth.....IVi I. ®. Farben.Jnvustrie.......7 21,75 34,5 183 73,75 29,25 10 105 114,25 175,5 39,5 45,5 53,75 52.25 73 83 28 38 26,75 39 13 135 156 130,5 1 63 H 162 22,4 35 186 75 29,75 10 106,5 143 114,75 178 39,75 46,5 54 54 73.5 83 28,5 38,5 32,5 21,5 27,25 39,25 14 135,5 160 132,9 Goldschmidt ................O Rülgertwerke...... O Philipp Holzmann...........O Zementwerk Heidelberg ......C Lementwerk Karlstadt-...—... O Schutthet» Pavenhof« .......O Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg...................O gelistosk Waldbof ............O Zellstoff Aschassenburg .......O Dessauer Ga» ............... ' Daimler Motoren............ < Deutsche Linoleum...........0 Orenstetn & Koppel .......... 0 Leonhard Tietz.............. Thade......................1« A«umulatoren»Fahrtk........1 Grttzner....................1 Mainkraftwerke HSchü a-M...» Süddeutschek Zuck« ....— 62,25 1 165 Berlin, lO.dopcmt’ct Geld MC" Amerikanische Noten.............. 2,56 58,33 2,58 54,17 Dänische Noten ................. 59,38 13,31 59,62 13.37 Französische Noten............... 16,36 168,71 16,42 169.39 21,96 22,04 67,18 68.94 81,26 34,92 Deutsch Oesterreich, 6 1OO Schwing Rumänische Noten............... 66,92 Schwedische Noten............... Schweizer Noten........••••..... Spanische Noten................. Ungarische Note» 68,66 80,94 34,78 1S- :ke r e: Kür den Bücheriisch. Deutsche Erzähler. — Paul Cm ft: Deutsche Geschichten. Ausgewähtt von Dr. Hellmuth Langenbucher. In Leinen gebunden 4,50 Mark. Verlag Albert Langen / Georg Müller, München 1933. — (368) — Aus dem Reichtum der über 250 Erzählungen des verstorbenen deutschen Meisters der Novelle wurden einige dreißig ausgewähll. Deutsch sind diese ernst- hasten und heiteren Geschichten aus deutscher Der- aangenheit und Gegenwart nicht im Sinne oberflächlicher patriotischer Tendenz, — deutsch sind sie, weil sie in schönster Anschaulichkeit und Einprägsamkeit BUder deutscher Art und deutschen Wesens, Bilder deutschen Menschentums vermitteln, in der farbigen Vielfalt seiner verschiedenen Erscheinungsformen: von der Werkleidenschaft des Künstlers bis zur Versenkung in die Beschaulichkeit des Märchenerzählers: von der Alltagstreue des einfachen Menschen bis zum strahlenden Heldentum des altdeutschen Recken und des Weltkriegssoldaten: vom demütigen Sichbescheiden eines in Gott und der ewigen Schöpfungsordnung ruhenden Lebens bis zum faustischen Ringen um den Sinn und die Erkenntnis dieses Daseins. — Hans Carossa: Führung und Geleit. Ein Lebensgedenkbuch. 190 Seiten. Im Insel- Verlag zu Leipzig, 1933. — (410) — Dieses Buch, aus dem wir vor kurzem einen Abschnitt in der Unterhaltungsbeilage veröffentlicht haben — Ca- rosfa selber hat seinerzeit im Goethe-Bund einiges daraus gelesen — scheint uns zu den bedeutsamsten Erscheinungen zu gehören, die das deutsche Schrifttum in diesem Jahre hervorgebracht hat: echtes Werk eines Dichters, geschrieben in einer edeln, ein- Sachen, gleichsam von innen her durchleuchteten Zrosa, die zum Besten gehört, was wir heute in )eutschland besitzen. Hier gibt ein Mann, der erst sehr spät mit seinem Werk ins Volk gedrungen ist, Bericht von feinem Leben, das ist: von feiner menschlichen und künstlerischen Entwicklung, vom Persönlichen, das bisher immer in seinen Büchern und hinter ihnen verborgen blieb. Führung und Geleit: mit diesen beiden Worten ist schon angedeutet, wie fern jeder selbstgefälligen Spiegelung Carossa über sich selber spricht, und wie sehr sein Lebensgedenkbuch ein Buch des Dankes geworden ist — an die Menschen und Mächte, denen er sich verbunden und verpflichtet fühlt, die an der Formung seiner Persönlichkeit mitgebildet und ihn auf seinem Wege geführt und begleitet haben. Was die menschlichen Begegnungen betrifft, die für Carossas Entwicklung von Bedeutung sind und vielleicht entscheidend wurden, so findet man neben ganz unbekannten sehr erlauchte Namen; zu den schönsten und innerlichsten Stellen des Buches gehören jene, wo von Rilke, George und Hofmannsthal die Rede ist. Was aber die überpersönlichen Eindrücke und Erlebnisse angeht, so erhebt sich inmitten des Weges, der aus frühester Kindheit auf die Höhe männlichen Lebens führt, als eine ungeheure Wende der Krieg. Gereift und verwandelt gehr Carossa aus diesem Erlebnis hervor, kehrt heim in die alten Grenzen und Bindungen seines Daseins, beginnt von neuem da, wo er abbrach und auszog. Das Ende dieses Weges ist bezeichnet durch eine fast unmerkliche Vertauschung: Führung und Geleit sind übergegangen aus den Händen der alten und meist schon gestorbenen Freunde als Verpflichtung und Aufgabe an Carossa selber, desien dichterisches Werk, über das ärztliche hinauswachsend, sich vertiefend und reifend, einer jüngeren Generation geliebter und dauernder Besitz geworden ist. —y— — Friedrich Schnack: Klick aus dem Spielzeugladen. Roman für das große und kleine Volk. 193 Seiten. Im Insel-Verlag ju Leipzig. — (357) — Das neueste Buch des fränkischen Dichters Friedrich Schnack, dessen Werk seit einiger Zeit vom Insel-Derlag übernommen wurden, enthält eine überaus reizende Erzählung, in der sich dichterische Phantasie und nüchterne Wirklichkeit unserer Zeit auf eine herzbewegende Weise miteinander verbinden. Dies ist nämlich die Geschichte vom verlorengegangenen und wicdergefundenen Lotterielos des zwölfjährigen Knaben Nikolaus, Senannt Klick, aus der Webergasse in Dresden. Klick t ein so fixer, gescheiter und tapferer Junge, daß wir ihn sogleich liebgewinnen, samt seiner kleinen und nicht minder armen Freundin Ali (mit der er durch ein Kindertelephon quer über die Straße verbunden ist), dem „Hustenonkel" und dem Kapitän Sajsasraß; das sind zwei Figuren, die geradezu bei Andersen vorkommen könnten, und wenn das Ganze auch zuweilen in der Tat wie ein Märchen zu lesen ist, so sind doch wiederum die Schneeballschlacht auf dem Altmarkt und die Affenjagd über die Dächer, um nur einige besonders erfrischende Szenen her- auszugreifen, von herzhafter Naturnähe. Und worum sollte es übrigens in unserer nüchternen Zeit nicht auch einmal vorkommen, daß ein armer Bub, der es brauchen kann, in der Lotterie gewinnt und sein Glück macht? Jedenfalls ist es eine wunderhübsche Vorstellung und so anmutig zu lesen, daß wir für große und kleine Leute kaum ein passenderes Weihnachtsangebinde vorzuschlagen wüßten, als diesen .Klick aus dem Spielzcugladen". Er wird überall unter dem Christbaum willkommen sein. —y— — Wilhelm Schäfer: E i n Mann namens Schmitz. Novelle. („Die Kleine Bücherei", Band 28.) In Pappe geb. 80 Pf. Albert Langen / Georg Müller Verlag, München 1934. — (485) — Wie Vater Schmitz aus Köln als Freiwerber für feinen Sohn ins Haus des reichen Schweizer Geschäftsfreundes kommt, wie fein Plan an mancherlei Mißgeschick scheitert, er selbst aber das Beste für sich gewinnt, die Hand der dienenden Landsmännin, und damit einen neuen Inhalt für fein eigenes verwaistes Haus und Herz, das erzählt Wilhelm Schäfer mit wundervoller Meisterschaft in dieser formschönen, warmherzig heiteren und dabei vielsagenden neuen Novelle — Wilhelm Kohlhaas: Der Häuptling und die Republik. Die Geschichte eines Irrtums. 282 Seiten. Kart. 4,50, Seinen 5,80 Mk. I. Engelhorns Nachf., Stuttgart. — (379) — Dieser Roman, mit dem ein bisher unbekannter Schriftsteller sich sympathisch und zeitaerecht einführt, erinnert, trotz manchen Unterschieden, in Thema und Haltung an zwei früher erschienene Bücher, die „Landsknechte" von Gilbert und „Die Geächteten" von Ernst von Salomon. Es ist ein Kriegs- und Nachkriegsroman, spielend im Jahrzehnt zwischen 1916 und 1926; im Mittelpunkt der außerordentlich bewegten Handlung steht die prachtvolle Gestalt des „Häuptlings", des Kompanieführers der Elften von den Herzogin-Grenadieren. Vorbildlicher Typus des deutschen Frontoffiziers, der nicht nur im Graben, sondern auch in der Revolution, im Bürgerkrieg und hoffnungslosen Chaos dec Heimat seinen Mann steht und den schweren und einsamen Weg in eine ueffere Zukunft des Vaterlandes sucht. Eine heiße und kämpferische, wiewohl ganz nüchtern und phrasenlos sich äußernde Liebe zu Deutschland durchzieht alle Schilderungen dieses Buches, das — ohne etwa als Schlüsselroman gelten zu wollen — bewußt vom Erlebnis der Gegenwart aus die letzten Jahre und Jahrzehnte rückschauend überblickt und in ihnen schon die Keime dessen aufspürt, was wir an grundlegender Umwälzung im neuen Reich soeben sich vollziehen sahen. Man liest das Buch in heftiger Spannung und innerlich beteiligt in einem Zuge zu Ende, was wir aussetzen möchten, sind einige Lässigkeiten („frägt" und „frug") des im übrigen lebendig-anschaulichen, temperamentvollen und oft witzigen Stils; außerdem dies, daß das Ende des „Häuptlings", wie Kohlhaas es schildert. zwar einen wirkungsvollen Abschluß des Romans ergibt, aber nicht eigentlich notwendig ist. — y— — Hans Brandenburg: Pankroz der H i r t e n b u b. 252 Seiten. Gebunden 3 Mark. Verlag C. Bertelsmann in Gütersloh. — (388) — „Pankraz der Hirtenbub" ist ein köfUiches Buch, in dem der Dichter seiner Wahlheimat Oberbayern als Zeichen der Liebe das schönste Geschenk darbringt. Die Fabel, Szenen aus dem Leben eines kleinen oberbayerischen Hirtenbuben, ist klar und schlicht. Das Buch hat auch etwas von der schönen, innigen Frömmigkeit und Sittlichkeit alter Legenden. Kern- Haftes deutsches Volkstum und märchenhafte deutsche Landschaft haben hier ein dichterisches Denkmal erhalten, wie wir nicht allzuoiele in der Literatur besitzen. Aus fremden Literaturen. — Anton Coolen: Brabanter Volk. Roman. Aus dem Niederländischen übertragen von Elisabeth und Felix A u g u ft i n. 250 Seiten. Im Insel-Derlag zu Leipzig. — (254) — Mit diesem Buche stellt der Insel-Derlag einen holländischen Dichter vor, von dem man in Deutschland bisher nichts gehört hatte, der aber in seiner Heimat bereits zu großer Anerkennung gelangt ist. Wenn man den Roman mit den Büchern der auch bei uns bekannten zeitgenössischen Landsleute von Coolen vergleicht, so wird man zwar die ursprüngliche Heiterkeit und überquellende Lebensfreude der Schilderungen von Timmermans und Ernest Claes vermissen, dafür aber jene gesunde, im Volke wurzelnde Bodenständigkeit finden, die eben heute wieder als grundlegende Voraussetzung jeglicher künstlerischer Gestaltung nachdrücklich gefordert wird. Coolen erzählt sehr schlicht, ganz unpachetifch, manchmal ein wenig umständlich vom geruhigen Leben einer kleinen Landgemeinde in Brabant. Er setzt die GestaUen und ihre Schicksale mit Bedacht, zuweilen ein wenig unvermittelt, nebeneinander. Sein Buch hat nicht eigentlich die innere Rundung dessen, was wir als Roman bezeichnen, sondern es wirkt eher wie der Ausschnitt aus einer bäuerlichen Chronik. Inmitten steht das doppelt abge- wandelte, alte Motiv der Frau zwischen zwei Män- nern; die Lösung ist in beiden Fällen, bei aller Gegensätzlichkeit, überraschend: beide Male wird das beschaulich-bukolische Idyll dieser kleinen Brabanter Welt von einem grausamen und unbegreiflichen Schicksal überschattet. So rundet sich aus hellen und dunklen Szenen ein naturnahes Bild vom Leben des Brabanter Volkes; und gerade die ftillften Gestalten der kleinen Gemeinde, der gute Pfarrer Vogels, der einsame und wunderliche No- tar Rosarius van Heijste (der aus der Welt der „Delphine" stammen könnte) und der arme Zimmermann Dorus Timmer mit seinen zwölf Kindern bleiben uns am lebendigsten im Gedächtnis. —y— — Selma ßagerlöf: Herrn Arnes Schatz. Erzählung. („Die kleine Bücherei", Band 26.) In Pappe geb. 0,80 Mk. Albert Langen/Georg THiüer Verlag, München. 1934. — (484.) — Eine der berühmtesten Novellen der Weltliteratur. Unheimliche Ahnungen und ungeheuerliches Geschehen, Hellsehen, Mordtat, Naturgewalten, das Wirken der Unterirdischen, Liebestod, Sühne: eine Schrek- fensfammer von Erscheinungen wird durch die Kunst einer gottbegnadeten Dichterin zum sinnbildhaften Ausschnitt aus dem großen sittlichen Welt- ganzen. — Sigrid Unbfet: Ida Elisabeth. Roman. Herausgegeben von I. Sandmeier. 446 Seiten. 8°. Geh. 5,10, Leinen 6,80 Mk. Rütten & ßoening Verlag, Frankfurt a. M., 1934. — (475) — Dies ist die Geschichte einer Ehe, in welcher der Mann der Frau nicht ebenbürtig ist. Die Ehe wird geschieden, die Frau stellt sich auf eigene Füße, um ihren beiden Kindern eine Existenz zu schassen. Noch jung und reizvoll, weckt sie die Liebe eines Mannes, wie sie ihn sich wünscht. Aber sie erkennt auch, daß in einer neuen Ehe ihre Kinder zu kurz kommen würden; die Liebe zu ihnen und ein starkes Verantwortungsgefühl geben den Ausschlag: sie überwindet sich und verzichtet auf das eigene Glück, um ganz ihren Kindern zu gehören und nur Mutter zu bleiben. Sigrid Unbfet hat das Problem, das ihrem Wesen und ihrer Art zu schreiben, besonders entgegenfommen mußte, mit Freimut und psychologischem Feingefühl gestaltet. Den zahlreichen deutschen Freunden der Unbfet wirb biefes neue Buch, bas gerabe rechtzeitig vor Weihnachten erschien, eine willkommene Gabe fein. Politik Und Geschichte. — Johannes Lehrmann: Der Vater des Vaterlanbes, Wilhelm I. von Oranien. Ein Heldenleben in 163 Bildern mit verbindendem Text nach Motley, Schiller, Rachfahl und Dönges. Helingfche Verlagsanstatt Leipzig C 1, Preis 3 Mark — (313) — Die 400. Wiederkehr des Geburtstages Wilhelms von Oranien hat bewirkt, daß eine umfangreiche Literatur sich des großen Patrioten und Staatsmannes bemächtigt hat. Eines der intereffanteften Bücher davon ist bas vorliegende, weil es einen ganz außerordentlich reichen und vielseitigen Bilderschatz zusammenträgt und durch geschickt ausgewählten Text aus klassischen Werken sinnreich gruppiert. Von den Künstlern seien nur Knackfuß, Kaulbach, Fahrenkrog und Artur Kampf genannt. Es ist auf diese Weife ein ungewöhnlich anschauliches Lebensbild des großen Dranters entstanden, zugleich aber auch eine eindrucksvolle Gesamtschiloerung des Freiheitskampfes der Niederländer gegen die spanische Fremdherrschaft. Heute, wo wir wieder ein Gefühl für heroische Gestalten und ihre Wirkung in der Geschichte bekommen, ist es nicht verwunderlich, daß gerade Wilhelm von Oranien und sein zähes Ringen um die 'Befreiung feiner holländischen Wahl- Heimat besonders in der deutschen Jugend die größte Anteilnahme findet. Dor allem auch hier bei uns im Lahntal, nur wenige Stunden entfernt von Dillenburg, der Geburtsstätte des niederländischen Helden. — Walter Frank: Nationalismus und Demokratie im Frankreich der dritten Republick 18 7 1 bis 1918. Preis broschiert 10,50 Mark, in Seinen 12,50 Mark, Hanseatische Berlagsanstalt, Hamburg. — (213) — Auf breitester Basis wird hier nach sorgfältigen Quellen- ftubien der Versuch unternommen, das Gegeneinanderwirken der parlamentarischen und antiparla- mentarischen Kräfte im Frankreich der dritten Republik dazustellen Durch 50 Jahre hindurch beherrschen hin- und herwogend die gleichen- Spieler die politische Bühne Frankreichs: Advokaten und Jour- naliften als Deputierte und Minister, häufig genug nur Strohmänner der allmächtigen Hochfinanz ober der Industrie. Sie sind die Hauptträger des demokratischen Gedankens und die Verteidiger der in den ersten Jahren nach dem verlorenen Krieg von 1870/71 nur mühsam ihr Leben fristenden Republik gegen den Ansturm der Klerikalen und Man- archisten verschiedenster Observanz. Es ist ungemein reizvoll, dieses Gegeneinanderspiel der politischen Kräfte im einzelnen an der sicheren Hand des Der- sassers zu verfolgen, wenn es auch nicht immer leicht ist, in all den Einzelheiten, die der Verfasser mit Bienenfleiß zusammengetragen hat, einen festen Standpunkt zu bewahren. Das Werk ist für uns Deutsche nicht allein deshalb von besonderem Interesse, weil wir heute am Ende eines ähnlichen Kampfes stehen, der anders als in Frankreich die antiparlamentarischen Kräfte zum Siege geführt hat, sondern auch schon rein hifiorisch deshalb, weil in diesen 50 Jahren das deutsch-französische Verhältnis auch auf die innere Politik der dritten Republik von ungemein starkem Einfluß war. Das Ringen Gambettas um die Macht war ein Kampf Segen Bismarck, der von dem Hochkommen des gro- en Volkstribunen eine neue Erschütterung des europäischen Friedens befürchtete. Nicht minder stand die Boulanger-Affäre unter dem Stern der deutsch-französischen Beziehungen, und ebenso spiel- ten diese bekanntlich auch in die Dreysus-Lffäre hinein, ba ja ber Hauptmann Dreyfus unter ber An- । klage ftanb, Spion des deutschen Militärattaches I in Paris gewesen zu fein. Namentlich dieses letz- 1 tere Kapitel ist an Hand des Quellenmatcrials sehr eingehend behandelt worden. Der Panamaskandal, die Erstarkung des französischen Nationalismus unter Maurras, Drumont und Maurice Barrös run- den das Bild, das Walter Frank ungemein farbig und plastisch hier von der dritten Republik gegeben hat. — Bogislav von Selchow: Der beut- s ch e Mensch. Zwei Iahrtausenbe beutscher Geschichte. K. F. Koehler Verlag, Leipzig. Ganzleinen 5,80 RM. — (381.) — Deutscher Art in ber Geschichte nachzuspüren ist bie Ausgabe, bie sich Sek- chow gestellt hat. Er selbst, ber noch als Fregattenkapitän seinen Dr. ber Geschichte summa cum lande macht, Abgott ber Marburger Stubenten wirb, an ihrer Spitze ben Spartakisten ein schweres Gefecht liefert ift in Wesen unb Wirkung urbeutsch. Dichter unb Forscher reichen sich in femepi Schaffen die Hanb, unb so bietet Selchow mehr als einen geschichtlichen Ueberblick über beutsche Vergangenheit; er gibt einen Begriff bavon, wie ber beutsche Mensch war unb würbe unter ben Einflüssen, bie während zweier Iahrtausenbe seine Entwicklung bebingten. Selchow erkennt bas Heraufziehen eines neuen Zeitalters, bas beherrscht wirb burch bie Blut- unb Schicksalsverbundenheit des ganzen Volkes. Das Buch legt man nicht aus ber Hanb, ohne einen starken Eindruck von der Gestaltungskraft, dem Wissen und dem idealen Schwung des Verfassers zu bekommen. — Edgar I. Jung: Sinndeutung ber beutschen Revolution. Verlag Gerharb Stal- ling, Oldenburg i. 0., Stalling-Bücherei „Schriften an die Nation , Doppelbanb 55/56, Preis gebunden 1,60 RM. — (374) — Aufstand von Blut und Seele wider Intellekt unb Doktrin, Heraufkunft eines neuen Wertmaßstabes im Geistigen sind dem Verfasser Gehalt und Ziel der großen Bewegung, die bas deutsche Volk bis ins Innerste ergriffen hat. Die unerläßliche Vorbedingung jeder schöpferischen Polittk ist ihm eine neue Gläubigkeit im transzendentalen Sinne, die zu der Alternative führt: „Untergang des Abendlandes oder Wiederverchrist- lichuna, Gegenreich ober Reich". — Moeller van den Bruck: Der politische Mensch. Herausgegeben o. Hans Schwarz. Wilh. Gottl. Kom Verlag, Breslau. Lein. 2,80 Mk. — (305.) — Moeller van den Bruck ist der geistige Borbereiter der nationalen Revolution Darum kommt dieser neue Band zur rechten Zeit. Der äußere Ablauf ber Revolution ist beenbet. Jetzt muß bie menschliche Erneuerung folgen. Dazu brauchen wir ben Typ bes politischen Mensch-n, der nicht eines ideologischen Gerüstes bedarf, der aus Substanz heraus Das Gefühl für „Metaphysik der Wirklichkeit" besitzt. — Carl Haensel unb Richarb Strahl: Politisches ABC des Neuen Reichs. Schlag- unb Stichwörterbuch für den deutschen Volksgenossen. Steifkartoniert ILO Mark. I. Engelhorns Nachf. Stuttgart. — (295.) — Heute kommt es in erster Linie Darauf an, baß alle Volksgenos- fen über bie Elemcnlorbegrine bes neuen Reichs Bescheid wissen, und — Hand aufs Herz! — wer weiß wirklich Bescheid? Da wird im Freundes- ober Familienkreis, am Biertisch unb im 6af< über ständischen Aufbau, über Gleichschaltung, über bas Raffenproblem unb ähnliche Dinge debattiert, aber die wenigsten Leute wisfen wirklich genau Bescheid. Es war ein ausgezeichneter Gedanke, die wichtigsten Schlagworte in knapper, leicht verständlicher Form und in alphabetischer Reihenfolge in Form eines kleinen Wörterbuches barzustellen, bas an Stelle abgebrochener Schlagworte handfestes Material. gestützt auf genaue Kenntnis ber wirklichen Verhältnisse unb unwiderlegliche Zahlen bietet Lltther-Echlifien. — D. Dr. Hans Schmidt, Professor in Halle a. S.: Luther und das Buch der Psalmen. Ein Beitrag zur Frage ber Wertung bes Alten Testaments. (Sammlung gemeinverständlicher Borträge und Schriften aus dem Gebiet ber Theologie und Religionsgeschichte 167). 1933 60 S. 8*. ILO Mk., in der Subskription ILO Mk. I. C. B. Mohr (Paul Siebeck) Tübingen. — (481) — Der Vortrag bes Hallenser, früher in Gießen wirkenden Ideologen Hans Schmidt, gibt ein Bild der Beschäftigung Luthers mit ben Psalmen von feiner erften Vorlesung (1513) an bis in die Nacht feines Sterbens hinein. Luthers Ringen mit der Sprache bes Psalmenbuches und seine Art der Auslegung werden an Beispielen anschaulich. Daß Luthers evangelische Erkenntnis gerade aus feinen Pfalmenstudien erwächst, daß auch fein Beruf, die Bibel zu einem deutschen Volksbuch zu machen, von ihm zum ersten Mal und immer wieder gerade gegenüber ben Psalmen empfunden wird, daß sich Luthers eignes geistiges Bild in feinem deutschen Psalter spie- gelt, wird ins Bewußtsein erhoben. Ungejucht ge- roinnt ber Vortrag Damit die Eigenschaft eines Bei- tages zur Frage ber Wertung des Alten Testaments auch im deutschen Protestantismus der Gegenwart. —L uther-FIbel, von Paul Schütz. Ganzleinen 3,80 Mk., kart. 3 Mk. Wilh. Gottl. Korn-Ver- lag, Breslau. — (428) — In diesem Buche spricht Luther zu unserer Zeit von Gott, vom Menschen und vom Christen, von Obrigkeit, vom Kriege unb Frieben, vom Staat, von Kirche unb Wirtschaft, Aber auch von Schöpfung unb von Tod, vom Anti- christen unb vom Enbe Der Wett. Diese Fibel will bem lebenbigen Menschen bienen. Aus ihr spricht Luther zu bem vielbeschäftigten Laien, bem denken- ben Arbeiter unb Bauern, bem jugendlichen Vorkämpfer bes neuen Deutschland» auf ber Hochschule unb in ber Werkstatt. Iebe anbere Absicht, vor allem literarischer ober wissenschaftlicher Art, liegt ihr fern, ber Herausgeber nimmt feit Jahren am Kampf um bie religiöse Erneuerung Deutschlands teil. — Martin Luther, der Reformator ber Deutschen. Sein Lebensbild zur 450. Wiederkehr seines Geburtstages von D. Dr. Herrn. Priebe. Verlag von Martin Warneck, Berlin. 50 Pf. — (338) — In volktümlicher Art zeichnet ber Der- faffer bas Leben Luthers Wir begleiten ihn aus bem Elternhaus in bas Kloster zu Erfurt, nach Wittenberg, Rom. Dann folgen Abschnitte, welche ben Anschlag ber 95 Thesen behanbeln, bie Verbrennung ber Bannbulle, fein Bekenntnis in Worms. Weitere Kapitel behandeln: Luther und ber Bauernkrieg, Luthers Heirat unb Familienleben, Luther schreibt ben Katechismus, Luther in ben letzten zwanzig Jahren unb fein Tob. Dem Bänbchen ift weile Verbreitung in Familie unb Schule zu wünschen. — Die Wahrheitsmacht bes schlichten Evangeliums im kleinen Katechismus Luthers. Ein Gruß aus Wittenberg von Pfarrer Dr. 0. Kleinschmibt. Verlag von Martin Warneck, Berlin. 20 Pf. — (338) — Der Verfasser nimmt ben ursprünglichen Luthertext und gibt dazu bei ben Geboten immer neben ber Erklärung eine Parallele aus dem Neuen Testament. Bei bem 2. Hauptstück neben bem Text unb Luthers Erklärung ein Wort Jesu unb wie „ber heutige Christ" die Erklärung etwa fassen würbe. Nach ben weiteren Hauptstücken kommt noch als Anhang „Das Tatchristentum ober bie Früchte ber Gerechtigkeit als Kennzeichen lebendigen Glaubens". Reue Lexika. — Snaurs Konversations-Lexikon. Don A bis Z in einem Band. Völlig neubearbeitete Ausgabe 1934. 37 000 Stichwörter. 2600 Illustrationen. 75 einfarbige unb bunte Tafeln unb gcogra- phifche Karten. 50 Uebersichten. 100 mehrteilige statistische Schaubilder im Text. Verlag von Th. Knaur Nachf., Berlin. — (488) — Di« Neuausgabe 1934 (Preis wieder 2,85 Mark) stellt sich bar als eine völlig burchgreifenbe Umgestaltung bes beliebten Buches. Es sind nicht nur Versehen berichtigt unb einige Neueinschaltungen vorgenommen worden, sondern der gesamte Text ist neu gesetzt, zu einem erheblichen Teil neu bebildert unb inhaltlich wesentlich neu gestaltet. In befonberem Maße ist bie große Umwälzung burch bie nationalsozialistische Revolution in Deutschlanb berücksichtigt. Wir heben, außer den Lebensdaten ber führenben Männer, bie zum Teil auch in vorzüglichen Porträts erscheinen, die großen Uebersichten: Nationalsozialismus (mit Programm, Geschichte ber Partei, Tafel der Abzeichen, Aufbau der Organisationen) usw. hervor, ferner o2L unb SS, Deutsche Arbeitsfront, Freiwilliger Arbeitsdienst, Germanen, Luftschutz. Auf dem Gebiet ber Wirtschaft fallen neben ben durchweg neu gestalteten echaubilbern besonders die großen farbigen Wirtichaftskarten, Deutschland im Welthandel, Deutsche Landwirtschaft, Bodennutzung unb Viehhaltung unb bie Wirtschaftskarte ber Bereinigten Staaten auf. Die Bearbeitung ber Stichworte reicht bis in bie allerletzte Gegenwart; sogar das Schrift- leiteraesey vorn Oktober d. I. ift ausführlich behandelt. Aus ber Fülle ber sonstigen Nachrichten heben wir noch hervor: das Roosevelt-Programm, Man- dschukuo, Rasse, Auslese und Vererbung, Foschis- mus usw. Das Lexikon ber Gesundheit. (Ein Staktischer Ratgeber für gesunde und kranke Tage, icarbeitet von Aerzten und ooberen Sachverständigen. Mit über 300 Abbildungen. Im Bertoa Ullstein, Berlin. — (498) — Das Lexikon will nicht den Arzt ersetzen, warnt vielmehr vor verhängnisvoller Selbstbehandlung in Fällen, die vor ben Arft gehören. Es forat vielmehrdafür, daß „zu Hause" alles richtig gemacht wird, ist ein treuer Ratgeber in guten und bösen Tagen, weist ben Weg zu Gesundheit unb Lebensfreude! Das Lexikon sagt alles,^was der Mensch von seinem Körper und seiner Seele wisien muß unb weiß für jede Schwierigkeit Rat! Unmittelbar aus der Praxis heraus entstanden, ist es ab gestellt auf die praktischen Bedürfnisse des täglichen Lebens! In 5600 Stichworten gibt es seine Auskünfte, 300 Bilder machen bas Gesagte noch deutlicher Es ist vielseitig, spricht auch über Kinder- pflege, Sport unb Turnen, -Schönheitspflege und richtige Ernährung, Arztgebühren, Krankenversicherung unb vieles andere. Es ist ganz modern und berücksichtigt ausführlich auch die großen Umwälzun. gen auf bem Gebiete der öffentlichen Gesundheitspflege, die bas Jahr 1933 gebracht hat (Bevölke- rungspolitik, Rasienhygiene, Familienforschung usw.) Es kostet in vorzüglicher Ausstattung als Ganz- leinenbanb nur 3 Mark.