Samstag, H. November (935 185. Jahrgang Nr^LA^Erstes Blatt nnnaljm« von Bnjeigeo für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mra Brette örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re- klameanzeigen von 70 mm Brette 35 Beichspfennig, Platzvorfchrist 20" , mehr. Chefredakteur Dr Fnedr Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr Fr Wilh. Lange, für Feuilleton Dr H.THynot; für den übrigen Ted Ernst Blumfchein und iür den Anzeigenteil t. D. TH.Kümmel iämtlich m Kienen Eriche"" «agttch, auyo Sonntage und Feiertags Beilagen v,e 3Qu|tnert« (BieRenet Familtenblätte> Heimat im Bild Die Scholl« monats«Be$ngsprets: MU 4 Beilagen NM 1.9b Ohne 3lluftnertf . l 80 Iustellgebühi . --25 Auch be: Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höhere! Gewalt Hernfprechanschlüfse unter Sammelnummer 2251 Anschrift lüi Drahtnachrichten Unzeiger Giefzert Postscheckkonto. Krantfuri am Blain 11686 Siebener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen OriKf und Verlag: vrühl'fche Unwelstiais Such- und Stdnöruderei H. Lange in Siehe i. Schriftletmng und Geschäftsstelle: Zchu^ahe 7. Alles für Deutschland! fangen, die sich wiederholten, als er in dem Betriebsbüro der großen Dynamohalle unterhalb der Kranbühne vor dem Mikrophon des Deutschland- enders Platz nahm. Reichsmimster Dr. Goebbels Wie anders ist das heute. Der Führer wird heute mitten unter f e i n e f ch a f f e n d en Volksgenossen treten, um vor ihnen Rechenschaft abzulegen und die Notwendigkeit der Verteidigung der nationalen Ehre zu begründen. Denn diese Nationalehre ist nun nicht mehr das Vorrecht einer kleinen auserwählten Schicht. Sie ist Sache des ganzen Volkes geworden. Und gerade der arbeitende Mensch hat in den vergangenen Jahren des deutschen Niederbruchs und Verfalls einsehen gelernt, daß ein Volk ohne Ehre auch immer sein Brot verliert und daß es deshalb in erster Linie Pflicht und Aufgabe der arbeitenden Menschen ist, die Ehre des Staates und der Nation zu verteidigen und eifersüchtig über ihre Unversehrtheit zu wachen. Nun ruhen in einigen Augenblicken in ganz Deutschland die Maschinen; nach dem Signal der Arbeitssirene dieses Riesenwerkes werden überall in Stadt und Land, auf allen Fabrikanlagen, Schiffen und Wersten die Sirenen aufheulen. Aus der Straße stehen die Menschen und Verkehrsmittel für eine Minute still. Ein ganzes Volk entblößt sein Haupt. Es erbittet vom Himmel Gnade und Segen für die gerechte Sache seiner nationalen Ehre, die die Welt glaubt, uns verweigern zu können. In einer einzigartigen Demonstration stellt sich das deutsche Volk vor die Völker Europas, um sein unabbiegbares Recht auf Ehre und dauerhaften Frieden anzumelden. Kann die Welt die Wucht dieses Bekenntnisses übersehen? Wird die Welt weiterhin behaupten wollen, daß Deutschland zum Kriege rüstet, während hier die ganze Nation geschlossen Das schaffende Deutschland will in Me seiner Iriedensarbe» nachgehen hämmer und singen die Maschinen das Lied der schaffenden Arbeit. Es sind gerade fünfzehn Jahre her, da standen die marxistischen D o l k s v e r - führ er vor den betrogenen Massen, um chnen Freiheit, Schönheit und Würde zu versprechen. Sie hätten genug getan, hatten sie chnen nur Arbeit und Brot gegeben. Statt sich aber für das Volk einzusetzen, verkrochen sie sich hinter Parlament und Gesetzesbarrikaden. Zwischen ihnen und den Massen stand der Parteifunktionär. Sie wagten gar nicht mehr, vor das Volk hinzu- treten. Denn wenn es sie streng und unerbittlich ' » vor Scham vor chm die Hindenburg Micht zum deutschen Volk. Der Herr Reichspräsident (Beneralfelbmar- schall von Hindenburg wird heule um 19 Uhr über alle deutschen Sender zum deutschen Volke sprechen. Die Rede wird um 21.45 Uhr auf Dachsplatten wiederholt und auch auf eine Reihe italienischer, englischer, indischer, nord- und südamerikanischer Sender übertragen werden. für bie Politik der Ehre und des Friedens eintritt? Die Welt wird uns antworten, wenn das deutsche Volk am 12.November dem Führer seine Antwort gegeben hat. Ihm gilt in diesem Augenblick unser Dank und das Gelöbnis m^er- störbarer Treue. So wie die Nation den Führer grüßt, so grüßt der Führer die Nation, komme, was kommen mag. In Glück und Not wollen wir beweisen, daß sie einander wert sind. (Langanhaltende Heilrufe.) Oie Minute des Schweigens. Punkt 13 Uhr heulen die Sirenen auf und d i e Maschinen schweigen. Aus allen Straßen und Plätzen, in allen Betrieben und Kontoren, in den öffentlichen Gebäuden und in den Privathäusern, in den Gaststätten und überall, wo deut- sche Menschen leben, setzt die Minute feierlichen Schweigens ein. Das ganze deutsche Volk ist eine Minute von dem Gedanken an sein Schicksal und an seine Zukunft und den Lenker seiner Geschicke erfüllt. _ _ , Wenig später klingen von der Straße Heilrufe herein, die bald zu einem Donnern und Tosen anschwellen, das sich in den riesenhaften Hallen immer und immer wiederholt. Leuchtenden Auges schreitet der Führer durch eine schmale Gasse und dankt immer wieder für den jubelnden Empfang. Als der Führer den Generator betritt, braust noch einmal von allen Seiten nicht endenwollendes Heilrufen auf Als die Heilruse nicht abbrechen wollen, zeigt der Führer lächelnd auf seine Uhr und • deutet auf das Mikrophon. Er erhebt noch einmal anderen Völkern. . Wir wollen nichts, als in Ruhe und Frieden unsere eigenen Angelegenheiten nach den Grundsätzen ordnen, die unserer Art gemäß sind und unteren Bedürfnissen entsprechen. Unsere Beziehungen zu unseren Nachbarn und den andern Völkern des Erdballs können sich nur auf dem für alle ehrlieben- den und selbstbewußten Völker selbstverständlichen Boden gleichen Re' ts und gleicher Achtung adspie- len Weil man auch dem nationalsozialistischen Deutschland in falscher Überheblichkeit und Berken- nuna der großen Geisteswende glaubte versagen zu können was man seit den schmachvollen Wgfsen- stillstan'dsverhandlungen im Wald von (Sompifegne allen deutschen Regierungen vorenthalten hatte, deshalb hat Deutschland Abrüstungskonferenz und Vol° /-rhl,nh verlassen. Das einmütige Ja, mit dem das beutle Volk sich am 12. November au dieser Politik feiner Regierung bekennen wird, soll der Welt den LnweifeKn Semeis liefern M ein friedlichen mJ? mit friedlichen Mitteln nichs als fein Recht und J X orbwt. t»6 dielen Volk aber gleichzeitig Ion b?m unbeugsamen Willen beseelt ist. ..lieber jebe Slot jede Versa,gung und segllche Drangsal auf stch zu nehmen, aln künftighin Vertrage unterzeichnen, die für jeden Ehrenckkann und für jedes ehrliebende Volk unannehmbar sein müssen. Volk und Regie- rung wollen ine Politik des Friedens, der Verantwortung und der Verständig u n g betreiben, bereit, durch Abschluß kontinentaler Nichtangriffspakte auf längste Sichte den Frieden Europas sicherzustellen, seiner wirtschaftlichen Wohlfahrt zu dienen und am allgemeinen kulturellen Neuaufbau teilzunehmen." Aber Volk und Regie- runq sind „erfüllt von der gleichen Ehrauffassung, daß die Zubilligung der Gleichberechtigung Deutschlands die unumgängliche moralische und sachliche Voraussetzung für jede Teilnahme des deutschen Volkes und seiner Regierung an internationalen Einrichtungen und Verträgen ist. Volk und Regierung lehnen die Teilnahme an irgendeinem Rüstungs-Wettlauf ab und „fordern nur jenes Maß an Sicherheit, das , der Nation die Ruhe und Freiheit der friedlichen Arbeit garantiert." < . . ... In diesen Sätzen liegt die große Linie der deutschen Außenpolitik beschlossen. Sie sich zu eigen zu machen, sich einmütig zu ihr zu bekennen, ist Sache des ganzen Volkes am 12. November. Denn je imposanter diese Kundgebung für einen Frieden 'n Ehren und Gleichberechtigung ausfallt, je eher wird sich in der Welt, die heute noch dem neuen Deutschland mißtrauisch ablehnend und. haßerrfuflt begegnet, die Erkenntnis bahnbrechen, daß Volk und jie oieruna eine untrennbare Ein heil sind daß^alle Spekulationen auf das alte deutsche Erbübel der inneren Zwietracht und der selbstmorde^ rifdien Eigenbrötelei bei dem nationalsozianstüchen Deutschland verfehlt sind. Je wuchtiger unbunan- fechtbarer dieses Zeugnis der absoluten inneren Ge sch'ossenheit des neuen Deutschland ausfallt, je eher wird aus diesem Friedensbekenntms des 1 • ber ein neuer Ausgangspu n £ t 9 für die Gestaltung der Beziehungen der Na Ionen untereinander. Der deutsche Re.chsaußenmmfUr Freiherr von Neurath hat dies in semergra ßen Abrechnung mit dem Völkerbund angedeutet. Wie der Genfer Völkerbund bisher formell^em Be standteil des Versailler Vertrages war, so diente er auch praktisch als ein reiner Zweckverband d er v setzung des Krieges mit andern Mitteln 3"r Aufr ch - erhaltung des in Versailles geschaffenen territori und machtpolitischen Status quo, zur dauernden p° Mischen wie wirtschaftlichen Knebelung und Entrechtung Deutschlands. Nicht Verärgerung oder ttever- heblichkeit haben Deutschland aus Genf vertrieben, sondern die bittere Enttäuschung, daß der Völkerbund in vierzehn Jahren sich nicht von der Versailler Spottgeburt zu einem wahren Bund gleichberechtigter Nationen durchzumausern vermocht hat, und die klare Einsicht, daß andere Methoden 9C* funden werden müssen, um die aus dem überspitzten Friedensdiktat von Versailles herrührenden Spannungen zwischen den europäischen Mächten aus der Welt zu schaffen. Eine Politik der Drohung, Nötigung und Erpressung, eine Politik einseuiger Diktate verfängt heute nicht mehr. Wenn auch die franzosi- chen Deputierten noch so sehr nach Kontrolle, Sanktionen, Bündnissen schreien, das neue Deutschland, ein in seinem Lebens- und Selbstbehauptungswillen verjüngtes Volk läßt sich nicht einjchüchtern. Es geht unbeirrt und im Gefühl, daß das Recht ihm zur Seite steht, einig im ehrlichen Willen zum Frieden, aber auch von gleicher Ehrliebe erfüllt, seinen Weg und überläßt es der Welt, aus dem Bekenntnis des 12. November die Folgerungen zu ziehen. Die gewaltigen Kundgebungen, die das deutsche Volk in den letzten Tagen seinem Führer bereitet hat, mußten ja dem Ausland, soweit es nicht völlig in falschen, von gewissen Emigranten eifrig ge» nährten Wahnvorstellungen befangen ist, die Augen darüber öffnen, daß Volk u n d Führer eins find, daß alle Schichten und Stände, alt und jung, Landvolk und Städter, Unternehmer und Arbeiter, Bauern, Beamte, Angestellte, Akademiker und Soldaten, einhellig und entschlossen hinter dem Führer stehen in seinem Kampf für einen wahren, ehrenhaften Frieden. Deutschland will den Frieden, weil nur der Friede den deutschen Wiederaufbau sichert, das war Der Tenor der großen gemeinsamen Kundgebung aller Zweige der nationalen Wirtschaft, aus der besonders eindrucksvoll die Entschiedenheit war, mit der Krupp von Bohlen und Halbach sich gegen die bösartige Unterstellung wehrte, als ob die deutsche Industrie nur um irgendwelcher Rüstungsaufträge willen aus dem Zustand der ungleichen Sicherheit heraus wolle. Das deutsche Volk ist viel zu arm, um Millionen für Rustungszwecke zu verschwenden, wie es unsere Nachbarn in. D|t und West feit anderthalb Jahrzehnten tun. Ader das fremde Nüstungskapital in Frankreich, England, der Tschechoflowakei und Amerika tut alles, um in der ihm hörigen Presse und durch ihm gefügige Politiker den Zustand der Unruhe und des Mißtrauens in der Welt zu verewigen. So ist Deutschlands Kampf um den Frieden c in Kamps g e g e n d e n R ü st u n g s w a h n s i n n d e r W e 11, in den anonyme Mächte friedliebende Volker hinein- gestürzt haben und gefangenhalten mochten. Daß der Führer in diesem Kampf nicht zuletzt den deutschen Arbeite r Mann für Mann hinter sich weiß, dafür war tue gestrige Ku.id- aebung des werktätigen Volkes ein Zeugnis von beispielloser Eindringlichkeit und Wucht. Des Führers Rede an die Arbeiterschaft und das gewaltige Echo, das des Führers Worte weckte, Aeigte dem Ausland, daß die sog. „Arbeiterführer', die als politische Flüchtlinge in Prag und Paris, London und Brüssel ihre Hetzarbeit fortsetzen, von der beub chen Arbeiterschaft, die sie am 5. März im Stich gelassen haben, um ihr eigenes Ich schleunigst m Sicherheit zu bringen, abgeschüttelt worden sind, wie es lästige Schmarotzer nicht besser verdient ha- ben. Die Kundgebung im Siemens-Werk, an einer der gewaltigsten Arbeitsstätten deutscher Industrie, war aber auch ein sichtbares Zeichen für die Ueberroinbung bes Älaffenfampfes, denn den Arbeiter gemeinsam mit den anderen Ständen zum Träger des Staates zu machen, war Ziel des politischen Wollens Adolf Hitlers und feiner nationalsozialistischen Bewegung. Hierin sah er mit Recht eine ber wichtigsten Voraussetzungen für alle weiteren Maßnahmen zur Gesunbung von Volk unb Staat. Darauf wies ber Führer hin in seiner Rebe vor ben Siemens-Leuten unb ber ungeheure Jubel, ber immer roieber unb roieber seine Worte unterbrach, mag ihm ber beste Beweis sein, baß sein Gefühl ihn nicht trog, als er, selber ein beutscher Arbeiter, selber ein Mann aus dem Volke, vor dieser großen Entscheidpng des 12. November mitten unter feine Arbeitskollegen von einst trat unb an ber Arbeitsstätte selbst zu ihnen sprach non seinem sozialen unb politischen Wollen, Kraft und Zuversicht ausftrömenb von der Macht seiner Persönlichkeit und der Ueberzeugungswucht seiner Rede, ober auch Kraft empfangend und die Gewißheit mit sich nehmend, daß die deutsche Volksgemeinschaft, die er schmiedete, eine Schicksals-, Opfer- und Siegesgemeinschaft von unbeugsamer Entschlossenheit sein wird. Nicht umsonst rief der Führer die Erinnerung an das gemeinsame Fronterlebnis wach. Wie die deutsche Arbeiterschaft in den unvergeßlichen Augusttagen des Jahres 1914 wie ein Mann für das Vaterland in die Schanze sprang, so wird sie auch am 12. November dem Ruf bes Führers folgen unb sich zusammen mit allen anberen Glie- bern ber beutschen Volksgemeinschaft mit ihrem Ja bei ber Volksabstimmung und ihrem Kreuz bei der R e i ch s t a g s w a h 1 in die große Front stellen m it Ado l f Hitler und der rra t i o n a l s o z i a l i st i s ch e n P a r- tei für einen gerechten und ehrenhaften Frieden, für eine Verständigung der Völker auf dem Boden gleicher Rechte und gleicher Sicherheft, für einen gesunden Neubau von Staat, Wirtschaft und Kultur — für Deutschland! Berlin, 10. Noo. (CNB.) Die Siemens- Schuckert-Werke in Siemensstabt waren bazu aus- ersehen, für ben Appell des Führers an die deutsche Arbeiterschaft den äußeren Rahmen abzugeben. Werk um Werk vereinigt sich auf diesem Riesen- komplex im Nordwesten Berlins zu einer gewaltigen Symphonie deutschen Arbeitswillens, deutscher Ingenieur tunst, deutschen Fleißes unb Schaffensdranges. Ueberall wohin das Auge schweift, sieht man Maschinen, Krane, Fräs- und Bohrmaschinen — eine Stätte, an der intensivste körperliche und geistige Arbeit geleistet wird, deren Erzeugnisse in alle Welt hinausgehen. Auch im Dynamo- werk, in den drei großen, etwa 215 Meter langen Hallen, die je eine Breite von über 100 Meter besitzen unb sich fast 20 Meter emporrecken, beutet nichts daraufhin, daß hier der Führer zu den deutschen Arbeitern sprechen wird. U'berall stehen die Riesenmaschinen, wie sie zum Bau ber großen Generatoren unb Motoren unb ber vielen anberen Maschinen gebraucht werben, bie aus bem Werk herausgehen. In ber großen Durchfahrt inmitten der großen Halle wird gerade an einem G ene- r a t o r gebaut, der einen Durchmesser von fünf Metern besitzt; halbfertig liegt sein Anker da. Und von diesem Generator aus wird der Führer seine Worte an die Belegschaft ber Siemenswerke unb Darüber hinaus an bas deutsche Volk richten. Eine fahrbare Werktreppe, die sonst die Monteure bei ber Durchführung ihrer Arbeit benützen, ist heran» geschoben worben, um bem Führer bie Möglichkeit zu geben, auf ben Anker hinauf zu gelangen. Als Rebnerputt steht ein einfaches Werkzeugspinb ba. Die Hallen selbst haben keinen Schmuck erhalten, sonbern sind so belassen worden, wie an anderen Arbeitstagen. Lediglich sechs große Jupiterlampen hängen wie ein Kranz über dem „Rednerpult', während die Scheinwerfer der Tonfilmapparaturen auf den großen Lausbühnen, die sich über bie ganze Hallenbreite unmittelbar unter ber Decke hinziehen, montiert sinb. Ueberall sind auch Lautsprecher aufgestellt. Um ben Generator herum, ber als Rebner- biihne bient, sind bie Maschinen soweit als möglich zurückgeschoben. Kopf an Kopf steht bie Belegschaft, so wie sie von ber Arbeit gekommen war, bie Monteure im blauen Rock, bie Ingenieure im weißen Kittel, viele Frauen, benn es muß auch hier viel feine Handarbeit verrichtet werden. Männer in braunen unb schwarzen Leberschurzen. Sie haben sich irgendwo auf bie Motoren unb bie Gleichrichter gesetzt ober gestellt, aus die Generatorengehäuse. Insgesamt 9000 Mann Belegschaft sind in diesen Hallen versammelt. 4000 Mann, Die im Dynamowerk selbst arbeiten und weitere 5000 als Abordnungen aus ben übrigen Werken bes Konzerns. Um 12.30 Uhr erschien Reichsminister Dr. Goebbels, von bonnernben Heilrufen emp- Wenn morgen auf ben Ruf bes Reichskanzlers das beutsche Volk erneut an bie Wahlurne tritt, so tut es bas nicht, um sich zwischen Parteiprogramm men ober Regierunassystemen zu entscheiben, auch nicht etwa wie so oft in früheren Jahren, weil em Kabinett im Parlament ben Boben unter ben Füßen verloren hätte ober gar weil als letzter Ausweg aus einer verfahrenen Lage bie Wahl geblieben wäre. Nein, biete Requisiten einer hemmungslosen Parlamentsherrschaft sinb restlos unb enb- gültig beseitigt Mit ber Wahl bes 5. Marz hat sich Deutschlanb gegen bie Parteien für bas Volk entschieden und dem Kabinett der nationalen Erhebung, das vom Vertrauen des Reichspräsidenten an jenem für alle Zeiten denkwürdigen 30. Januar berufen worden war, den Auftrag erteilt, die Geschicke des Reiches für die nächsten vier Jahre in die Hand zu nehmen, um in letzter Stunde mit gesammelter Kraft den Versuch zu wagen, die Nation vom- Abgrund sittlichen und wirtschaftlichen Verfalls zuruckzureißen Damals fiel bereits die Entscheidung für Zucht und Ordnung, Ehrlichkeit und Sauberkeit, Treue unb Wahrheit, für echtes Fuh- rertum in wahrer Volksgemeinschaft. Unb wer könnte ehrlichen Herzens leugnen, baß ber Weg, Der an jenem 5. Marz eingeschlagen würbe, mit Mut unb Umsicht, voll neuer fruchtbarer Ideen unb erfolgverheihender Pläne uns schon einen Schritt vorwärts geführt hat? Nicht nur wurden Die Trümmer eines morschen unb innerlich hohlen Staatssystems abgetragen unb beiseite geräumt, überall sieht man schon bie ©runbfteine bes neuen unb biesmal eines bem beutschen Volkscharakter gemäßen, ihm in Form unb Inhalt auf ben Leib geschnittenen Staatsbaus, ber allen ©hebern ber Volksgemeinschaft Licht unb Luft, Raum unb Schutz gewähren wirb, bie Arme zu regen in sinnvoller Zusammenarbeit zum Wohl bes Ganzen. Keineswegs ist es so, bah nun mit einem Schlage alle Nöte von uns genommen wären. Niemand hat bas versprochen unb niemanb konnte es bil= liqerweise erwarten. Dazu waren bie wirtschasts- zerstörenben Folgen bes Versailler Diktats unb bie Sünben ber Parteienherrschaft im Innern zu tief- greifenb unb nachhaltig gewesen, als baß man m neun Monaten hätte aufbauen können, was in ast zwei Jahrzehnten, seftbem bie Welt m ben August- tagen 1914 aus ben Angeln gehoben worben war H°ß und Mißgunst planmäßig z°rst°rt. Un°-rstund und KurAsichtigkeit ver chleubert, Selbstsucht und Mg-nst-bk L °Trümm°r^g°l-g. h°tt°m W-r strebt nicht roieber ein zukunftsfrohes Geschlecht, gleichsam neu geboren unb seelisch gelautert in Jahrzehnten des Leibens, mit zusammengefaßten Kräften roil= lensstarr unb zäh bem neuen gemeinsamen Ziel zu, einen Klnbern unb Enkeln ein neues fnebli^es unb glückliches Vaterlanb zu hmtttlassen? Ist bas nichts, biefes Erwachen aus Mißmut unb Entsagen, Gram unb Verzweiflung zu neuem Lebenswillen, neuer Tatkraft, neuem Hoffen? Wir brauchen nicht noch einmal bie materiellen Erfolge bie fer ersten neun Monate ber nationalsozialistischen Regierung auf allen Gebieten ber Arbeitsbeschaffung und Wirtschaftsbelebung, ber ^e“°. iyun9 des Staates, ber kulturellen unb sozialen Beziehungen ber Nation in allen Einzelheiten aufzuzahlen. Sie stehen allen unübersehbar vor Augen, bie sehen wollen. Sie mögen schwer, wenn bie Regieimng etwa im alten bemokratisch-parlamentarischen Sinne um ein Vertrauensvotum für sich kämpfte. Aber am 12 November geht es ja um ganz anbere Dinge. Es geht um Deutschlands Stellung in d er Welt, um Deutschlands Verhältnis zu den Kür Friede, Arbeit und Bron Die deutsche Arbeiterschaft Hand in Hand mit dem Führer in der Front des deutschen Volkes für einen Frieden der Ehre und Gle chberecht'gung gab bann ben Bericht von ber Stätte ber Arbeit, babei ausgehenb don Berlin ber Stabt Der Masse unb ber Arbeit. „Mit Stolz unb Bewunderung", führte Dr. Goebbels u. a. weiter aus, „blickt' unser Auge auf diese riesigen Fabrikbauten, auf diese fast bis in die Unendlichkeit hinemgezoge- nen Maschinenhallen, auf denen sich reckenden treten. Denn roenn es Türme erheben, das majestätische Bild einer moder- anschaute, mußten sie nen Industriestadt. Unaufhörlich dröhnen die Eisen- > Augen Niederschlagen. den Arm und sofort tritt lautlose Stille ein. Und der Führer beginnt seine Rede, in der er u. a. ausführte: Der Führer spricht. Deutsche Volksgenossen und Dolksgenossinnen, meine deutsche Arbeiter! Wenn ich heute zu Ihnen und damit zu Millionen anderer deutscher Arbeiter und Arbeiterinnen spreche, dann Wbe ich mehr Recht dazu als irgend ein anderer. Ich bin aus Euch selb ft herausgewachsen, habe einst selbst unter Euch gestanden, bin in 4*/» Jahren Krieg mitten unter Euch gewesen und spreche nun zu Euch, zu denen ich selbst gehöre und m i t denen i ch mich noch heute verbunden fühle und für die ich letzten Endes auch kämpfe. Denn um meinetwillen wäre der Kampf nicht notwendig. Ich würde ihn auch nicht führen für eine Klasse oder für eine besondere Gesellschaftsschicht. Ich führe den Kamvf für die Millionen Massen unseres braven, fleißigen, arbeitenden, schaffenden Volkes. (Stürmisches Bravo.) Ich wende mich In einer geschichtlichen Stunde an Euch. Einmal hat das deutsche Volk in einer solchen Stunde versagt; die Folgen sind furchtbare gewesen. Ich möchte nicht, daß zum zweiten Male das deutsche Volk in denselben Fehler verfällt. Die Folgen würden wieder für viele, viele Jahre trostlos sein. Ich war in meiner Jugend Arbeiter so wie Ihr, und icb habe mich dann durch Fleiß, durch Lernen, und ich kann jagen — auch durch Hungern, langsam emporgearbeitet In meinem innersten Wefen aber bin ich aber immer das geblieben, was ich vorher war. Als ich nach dem Kriege in das politische Leben eintrat, tat ich das in der Ueberzeugung, daß un- (er Volk von feiner politischen Führung schlecht beraten war, in der Uebeneugung, daß das deutsche Volk als Ergebnis dieser schlechten Führung eine grauenhafte Zukunft vor sich sah. 3d; tat es damals mit innerster Berechtigung deshalb, weil ich ja nicht zu denen gehörte, die irgendwie verantwortlich für den Krieg waren. 3ch war so wenig für den Krieg o e r - antwortlichwie irgendeiner unter euch, denn ich war damals genau so wie ihr ein Unbekannter, über den das Schicksal zur Tagesordnung überging. Allerdings habe ich mich nicht zu denen gerechnet die sich damals gegen die eigene Jlation stellten. 3ch war der Ueberzeugung, daß man für das Schickfal der Ration eintreten muh, wenn nicht da» ganze Volk früher oder später Furchtbares erleiden sollte. Da» ist es, was mich von den anderen getrennt hat, die sich in der kritischen Zeit gegen Deutschland wandten. Als der Krieg zu Ende war, nahm ich mir als Frontsoldat das Recht, das, was ich als richtig erkannt hatte, nunmehr auch zu vertreten. Ich ging in das Volk hinein und habe mit sechs anderen kleinen Arbeitern gewirkt und eine Bewegung ge- gründet, aus der eigenen Ueberzeugung heraus, aß die Meinung, man könne durch den Kampf der Klaffen untereinander das Schicksal auch nur einer Klasse bessern, ein Irrtum ist. Wir haben diesen Irrtum im Großen gesehen, auch in der ganzen Welt erlebt, am deutlichsten im Friedenevertrag von Versailles. Was im Großen vertreten wurde, zweierlei Recht der Rationen, die Theorie, daß es einem Volke wirtschaftlich schlecht gehen muß, damit das andere leben kann — diese Theorie haben wir ja unter uns genau s o gepredigt. Was ist denn für ein Unterschied zwischen der Theorie des Klassenkamofes und der Theorie dieses Völkerkampfes? Es ist dasselbe! Derselbe Wahnwitz zu meinen, einer Klasse könnte es besser gehen, wenn es der anderen schlechter geht. Ich war damals im Jahre 1919 überzeugt, daß über alle Klassen hinweg das Volk sich selb st wieder zusammenfinden muß, daß ein Volk deswegen zugrunde gehen soll, weil bestimmte Organisationen nur vom Bruder- kampf leben können, das sehe ich nicht ein. Dagegen habe i ch den Kampf begonnen. Das Volk als solches ist die ewige Quelle, die immer wieder neues Leben gibt. Und diese Quelle muß gesund erhalten werden. Erziehung zur Volksgemeinschaft. Es war klar, daß ein Programm, in dem sich der Rationalismus mit dem Sozialismus verbinden muh, nicht in wenigen Jahren verwirk- licht wird, daß eine grohe Erziehung notwendig ist und daß dieser zukünftige Staat die Menschen selbst erziehen muß. Mit sechs oder sieben Mann habe ich begonnen, heute ist es die größte deutsche Bewegung, nicht durch Zufall und nicht, weil mir der weg leicht gemacht wurde, sondern weil die Ideen, auf die ich baute, richtig sind. (Lebhafter Beifall.) Rur deshalb konnten sie sich durchsetzen. Wenn ein Mann in Ihrer Lebenslage beginnt, eine Bewegung zu gründen, ihm nicht Die Erfolge zujliegen, ist selbstverständlich. Es gehört eine große Zähigkeit und ein unerhörter Wille dazu, überhaupt dieses Werk zu beginnen. Und das möchte ich Ihnen heute sagen: Wenn ich diesen Glauben hatte, habe ich ihn nur gehabt, weilichdasVolkkanntc und weil ich niemals an der Qualität des deutschen Volkes zweifelte. (Lebhafter Beifall.) Richt die intellektuellen Schichten haben mir den Mut gegeben, dieses gigantische Werk zu beginnen, sondern den Mut habe ich mir gefaßt, weil ich selbst den deutschen Arbeiter und den deutschen Bauern kannte. (Stürmischer Beifall.) Ich wußte, daß diese beiden Schichten einst die tragenden des neuen "Reiches werden und daß sich dann von selbst mit ihnen verbinden werden auch die Schicht der intellektuellen Arbeiter. Ein gigantisches ProgrammI Und als ich am 30. Januar nach 14jährigem erbitterten Kampf berufen wurde, da hatte ich nur den einen Wunsch, diese große Aufgabe zu erfüllen. Was heißt für mich ein Titel? Ich brauche keinen Titel! Mein Name, den ich mir aus eigener Kraft erwarb ist mein Titel. (Stürmischer Beifall.) Ich möchte nur, daß die Nachwelt mir einmal bestätigt, daß ich a n ft ä n • big und ehrlich mein Programm zu verwirklichen mich bemüht habe. Wir haben in diesen neun Monaten gearbeitet und Großes erreicht. vielleicht wird mancher unter ihnen sein, der es mir nicht verzeihen kann, daß ich d i e m a r - xistischen Parteien vernichtet, ihnen sage ich: Meine Freunde, ich habe die anderen Parteien genau s o vernichtet. (Beifall.) 3d) habe nicht die Vertretung der Arbeiterschaft beseitigt, nein, ich habe die Vertretung aller Klassen beseitigt. (Beifall.) Ich habe nie gesagt, in diesem neuen Staat darf der Arbeiter keine Vertretung mehr besitzen. 3m Gegenteil, ich bin der Ueberzeugung, daß nur die gleiche Berechtigung alter einen erträglichen Zustand für alle schassen wird. Allerdings verstehe ich niemals darunter die Anmaßung der Stände, gegeneinander einen Dauerkrieg ju führen. Das ist nicht der Zweck unseres Daseins, jondern sein Zweck ist, daß wir mit gemein- jatnetn Denken, mit gemeinsamer Anstrengung und mit gemeinsamer Arbeit ein möglichst erträgliches Leben für unsere Volksgenossen, nicht für eine Klasse und einen Stand, sondern für alle schassen. Als Ich kam, hatte Deutschland über 6,2 Millionen Erwerbslose. Und jetzt sind es 3 710 000. Es ist das für neun Monate eine Leistung, die sich sehen lassen kann. (Stürmischer Beifall.) Wir haben die Hönde nicht in den Schoß gelegt, sondern uns abgernüht, lag für Tag. Und wenn einige sagen: Ja, aber unser Existenznioeau ist nicht besser geworden, dann antworte ich: Das erste war, daß ich die Menschen wieder in den Arbeitsprozeß eingliederte. Das nächste wird fein, die Konsumkraft zu ft e i g e r n. Das liegt ja in unserem eigenen Inter- esse. Dem deutschen Bürger muß ich sagen: Denke ja nicht, daß es dein Interesse rjt, wenn es dem Arbeiter schlecht geht. Je mehr er selbst an Konsumkraft besitzt, umso besser wird es dir auch gehen. Es ist nicht so, daß das Unglück des einen das Glück des anderen bedeutet. Im Gegenteil. Man hebe die Kraft eines Volkes insge- samt, und sie kommt allen wieder unmittelbar zugute. Es ist eine ungeheure Erziehungsarbeit, die wir begonnen haben, und ich weiß, daß sie noch lange nicht zu Ende ist. Und wenn links und rechts Verbockte dastehen und sagen: Aber uns bekommt ihr nie, bann sage ich: Das ist uns gleichgültig, aber di e Kinder bekommen wir dann! (Stürmischer Beifall.) Sie erziehen wir von vornherein zu einem anderen Ideal und erziehen sie zueinander. Wenn ich dem deutschen Volk wieder Arbeit und Brot erschließen, wenn ich es wieder in Ordnung bringen will, dann kann ich das nur tun, wenn es Ruhe und Frieden besitzt. Man sollte mir nicht zumuten, daß ich so wahnsinnig sei, einen Krieg zu wollen. 3d) weiß nicht, wie viele von den fremden Staatsmännern den Krieg überhaupt als Soldaten rnitgc- m a ch t haben. Jchhabe ihn mitgemach tl (Tosender Beifall.) 3ch kenne ihn. von denen aber, die heute gegen Deutschland Hetzen und das deutsche Volk verleumden — das weiß ich — von denen hat keiner jema's auch nur eine Kugel pfeifen hören. (Stürmische Zustimmung.) wir haben in diesen neun Monaten uns nur mit unserem Volk beschäftigt, nur unsere Aufgaben studiert, wollten nur sie losen, und ich bin der Meinung, andere Staatsmänner täten gut, wenn sie auch sich ihren eigenen Aufgaben widmen wollten. (Lebhafter Beifall,) wenn überhaupt in der wett sich jemand bedroht fühlen kann, dann sind wir da» doch nur allein, wir wollen Frieden und Verständigung, nicht» änderest wir wollen unseren früheren Gegnern die Hand geben? Ls muß wieder ein Strich gezogen werden unter die traurigste Zeit der Weltgeschichte. Vertrauensmann des ganzen Volkes. Man sagt: Ihr meint es nicht ehrlich. Ich sage. Was soll ich denn tun, daß ihr uns glaubt? Meine Volksgenossen, ich glaube, in einer solchen Zeit muß man sehr hart sein und darf vor allem von feinem Recht keinen Zentimeter abweichen. (Stürmischer, anhaltender Beifall.) Ich bin der Ueberzeugung, daß alle Probleme des Lebens, wenn verschiedene Partner in die Erscheinung treten, nur aelöft werden können, wenn diese Partner gleichberech- t i g t sind Es i[t ja auch im Wirtschaftsprozeß so. Stellt euch vor, daß im Wirtschaftsprozeß ein Partner — ob Unternehmer oder Arbeiter — ohne jedes Recht ist, und der andere besitzt alles Recht und alle Macht. Ihr wißt selbst, daß bann kein ertrag- llcher Vertrag und kein erträglicher Zustand möglich ist. Im Völkerleben ist es genau so. Es geht nicht an, baß ein Volk alle Rechte hat und bas andere Volk hat überhaupt kein Recht. Das geht nicht! (Stürmischer, anhaltender Beifall.) Wir protestieren Dagegen, daß man den Charakter eines Volks nach feinen Emigranten beurteilen will. Wir beurteilen auch nicht die anderen Völker nach denen, die bei uns über ihren Staat schimpfen. Viele Jahrhunderte hindurch hat bas Auslaird bann* gerechnet, in Deutschland Verbündete zu haben. Erst waren es charakterlose Fürsten, die eiskalt ihre Völker verrieten, dann sind es Parteien gewesen, Weltanschauungen. Immer haben sie Verbündete gehabt. (Pfuirufe.) 3eht will ich den Gegnern zeigen, daß sie heute keineverbündetenmehrinveulsch- land haben. (Stürmischer, langanhaltender Beifall.) was heute sich verbunden fühlt, ist da, deutsche Volk selbst. 3ahrhundertelaug Hal es sein Schickjal versucht in Uneinigkeit und hat grauenhafte Erlebnisse geerntet. 3ch denke, daß wir jetzt da» Schicksal versuchen in Einigkeit, daß wir jetzt den versuch unternehmen, unser Schicksal zu gestalten in einer unzertrennlichen Gemeinschaft. 3d) bin Dafür in Deutschland der Garant, daß diese Ge- meinschaft nicht zugunsten einer Seite unsere, Volke, ausschlägt. 3hr könnt mich al, den Mann ansehen, der keiner Klasse angehört, der keinem Stand angehörl, Der über alle- D e m steht. 3d) habe nicht», als Die verblnDung jum Deutschen Volk. (LanganhaUende Hellruse.) Was du iusi, das tue ganz! können, wenn er nicht mehr gegen alle sondern mit allen arbeiten darf, wo er für alle arbeiten will, wie zu erkennen Ist. Wenn Hiller mit Der Ausschreibung der Wahl dem ganzen Volk vertraut, wer will soviel Vertrauen mit klein- lidjem Mißtrauen begegnen? Außerdem gilt auch xum 12. November Das Wort: „Wa» Du tust, Das tue ganz!" ein bekannter nichtnationalsozialistischer Reichstagskandidat öffentlich feststellte. Was soll es also mit Dem lächerlichen „Aber"? Daß nicht jede Partei so viel haben kann wie früher, ist selbstverständlich, weil ohne Späne nicht gehobelt werden kann, daß die Erfolge für alle gewaltig größer sind, al» Nachteile für einzelne, bas ist doch allein ent- jcheidenD. Wenn wir sehen, wie eng sich Die Partei Aböls Hillers tn Volk unD Staat eingebaut hat, Dann müssen wir auch zugestehen, daß eine Trennung vom Genfer Ja und Reichstczgswahl nur durch gefährlichen Unverstand in Erwägung gezogen werden kann Der Klügere war immer der Gläubigere. Darum zweifeln auch in Der Tat zur Wahl nur bie Menschen. Die selbst bi» heute noch nicht begriffen haben, daß sie zu Dumm gewesen sind m i t ihrer Partei Das zu erreichen, bas Hiller mit Der NSDAP, gegen alle erreicht hat. Was aber wirb der Nationalsozialismus erreichen Auf zur gewaltigsten Friedens' demonstration amll Jtot>ember mit Adolf Hitler! UnD doch, das parlamentarische System fiegt noch zu kurz hinter uns. um schon allgemein verstehen zu lasten, daß ein Parlament auch durch eine Liste gebildet, größte Erfolge für alle bringen könnte. Für die machtvolle NSDAP, wäre es doch in Der Tat ein Leichtes gewesen, irgend eine kleine Oppositionspartei zu dulden. Auch diese Meinung wird einfach beschämt. Die Nationalsozialisten scheuen sich nicht, ehemalige Gegner bjs zu ehemaligen Abgeordneten der Zentrums Partei auf ihre neue fiifte zu stellen. Ohne Zwang „als freier Bauer auf freier Scholle", wie 3a und Reichstagswahl Von Sonifaeius Wer obige Ueberschrift lieft, kann Daraus oerschie- bene Aufsagungen ableiten. Die nächstliegende ist Dabei natürlich, das Genfer Ja und Das Ja zur Reichstagswahl als ein unlösbares Ganzes zu betrachten. Tatfächlich gibt es jedoch unter Denen, welche die nationalsoizalistlfche Bewegung noch am wenigsten kennen, eine Auffassung, nach der man in Der Ueberschrift statt Des „u n d" lieber ein „A ber" sehen möchte. Wie Peit Diese Auftastung von gewissen Stellen künstlich verstärkt worden ist, soll hier gar nicht untersucht werden. Wir wollen hier nur in nüchternster Sachlichkeit und mit Dem Recht der freien Meinung einmal untersuchen, ob sich bas „Und' ober Das „Aber" verantworten läßt. Zunächst bas „Aber". Hat es nicht eine Berechtigung für alle bie, welche sich noch vor einem Jahre von ber NSDAP heftig bekämpft sahen? Die politisch in schärfster Gegensätzlichkeit einanber gegenübe rf tauben? So bie Frage. Unb bie Antwort? Wir wollen sie am Verhalten der NSDAP, finden. Daß ihr Sieg eine gewaltige Revolution war, ist klar und bekannt. Haben die Nationalsozialisten nun die Gegnerschaft über ihren Sieg hinaus verlängert? Haben sie den Sieg in blutigem Racherausch errungen, getreu dem historischen Vorbilde aller feitherigen Revolutionen? Haben nicht alle nallonalsoizalisttschen Bürgermeister unb Canbräte seit Monaten ihren größten Ehrengeiz herein gesetzt, ihr Gebiet völlig frei werden zu lassen von Arbeitslosen, ganz gleichgültig. ob diese Arbeitslosen früher in Der Mehrzahl Kommunisten und Soziawemokraten waren? Geben sie nicht allen Arbeit? Hat nicht ber Führer Des Nationalsozialismus ein Konto rb a t geschloffen, welches bie maßlose und gefährliche Erbitterung mancher Anhänger der NSDAP gegen alle Führer der Zentrumspartei einfach unterdrückte, besonders zugunsten ber geistlichen Mitglieder des Zentrums? Sind Die Konsumvereine, Warenhäuser, Filialbetriebe und nichtarischen Geschäfte einfach vernichtet worden, wie wir alle es noch vor einem Jahr von einem Sieg Des Nationalsozialismus erwartet hätten? Statt besten auch in ber Wirtschaft weise Mäßi- gung und sichtliches Bemühen alles Alte nur dann zu beseitigen, wenn bas Neue tatsächlich besser ist. Es soll sich nicht in Einzelheiten verloren werben, bem klaren Menschenverstanb müßte obige Tatfachenreihe schon vollauf genügen, sein negatives „Aber" zu entkräften. Mobilmachung Sonntag, den 12. November für den Aufbau Deutschlands und für den Frieden Europas! Von Wilhelm Müller-Schelt). Gestern sprach Abolf Hitler in Berlin im Siernens-Werk zu den Arbeitern. Diese Rede wurde im Gau Hessen-Nassau in 5748 Betrieben durch 5828 Lautsprecher 308 000 Volksgenossen zu Gehör R. Da laut Stand vom 1. Oktober im Gebiet ues rund 200 000 Rundfunkgeräte in Gebrauch sind, war es möglich, am Freitag bie Rebe Abolf Hitlers auf alle wahlberechtigten Volksgenos- sinnen und Volksgenossen zu übertragen. Die durch den Führer persönlich durchgeführte Propaganba würbe allein schon genügen, ein ganzes Volk in freubige Erregung zu versehen. Aber trotzdem würbe noch in einigen tausend Versammlungen außerdem durch Zehntausende von Plakaten, durch Tausende von gemalten Tuchtransparenten, burcy Millionen von Broschüren dafür gesorgt, daß kein Volksgenosse ohne Aufklärung blieb, um was es geht. vom größten Hau» bis zur kleinsten Hütte, von ber reichsten Wohnung bis in bie bürftigste Dachstube und die einfachste Kellerwohnung ist diesmal stärker Denn je Der Ruf unD Der Wille Des Führer» eingedrungen. Die Saat dieser Aufklärungsarbeit wird am Sonntag aufgehen unb am Sonntag abenb wird jebem Deutschen, der mit „Ja" gestimmt unb bie NSDAP, gewählt hat, bas Herz höher schlagen in dem Bewußtsein, an bem ungeheuersten Ereignis ber Geschichte persönlich mitgewirkt zu haben, benn nichts mehr unb nichts weniger bebeutet der 12. November als den Willensausdruck eines 65-Millio- nen-Volkes und gleichzeitig als das Bekenntnis dieses Volkes zum F r i eb e n, zur Abrüstung unb zu einer vernünftigen Völkerverständigung. Kein Volk hat so wie bas deutsche Volk em Recht zu dieser Demonstration. Da» deutsche Volk hat in Treue zu feinen Führern 4Vi Jahre an allen Fronten der Welt gekämpft, ohne selbst auf den Ausbruch des Krieges irgendwelchen Einfluß gehabt zu haben. Das deutsche Volk hat 2 Millionen Tote verloren. Mehr als 700 000 Kriegskrüppel le- leben in Deutschland. Ganze Generationen wuchsen während des Krieges unterernährt heran. Durch die Auswirkungen des Versailler Vertrages Haden große Teile des deutschen Volkes fast ihr gesamte» Vermögen verloren. Das deutsche Volk hat an den Präsidenten ber Vereinigten Staaten Wilson g e • glaubt. Das deutsche Volk hat mit einer Hingabe, die beispiellos in der Geschichte aller Zeiten ist, alle Vorträge erfüllt. 224 000 deutsche Menschen nahmen sich unter den entsetzlichen Auswirkungen des Versailler Vertrages das Leben. Es würde Bände füllen, all' das aufzuzählen, was da» deutsche Volk geleistet, geduldet, erlitten unb verloren hat. Dieses Volk, schwer geprüft, furchtbar heirngesucht von allen Nöten unb Leiben wird morgen antreten und den anderen Völkern ein kategorisches Halt zurufen. Diese Demonstration, hinter Der bas Recht steht, kann von niemanden in der Welt überhört werden. • wer sich an dieser Rlodilmachung für Den Frieden und für eine vernünftige Neuordnung In Europa nicht beteiligt und wer Der RSDAP. nicht seine Stimme gibt, müßte au» Der Deutschen volksgemeinschast ausgerottet werden! Für mich ist hier jeder ganz gleich. Was interessieren mich die Intellektuellen, was interessieren mich die Bürgerlichen, was die Proletarier. Mich interessiert nur das deutsche Volk. Ganz allein dem ge- höre ich, und Dafür setze ich mich ein. Und dieses deutsche Volk will ich am 12. November ber Welt vorführen, so wie es ist. (Oebhaster Beifall.) Sie soll sehen, baß bas, was ich erkläre, nicht die Sprache eines Einzelnen ist, sondern daß das fl a n ,3 e Volk rote ein Mann dahinter teht. Ihr werdet jetzt vor die Welt treten mit mir und hinter mir unb feierlich erklären: W i r wollen nichts anberes als Frieben. Wir wollen nichts als Ruhe, wir wollen nichts anberes, als uns unseren Aufgaben widmen. Wir wollen unser gleiches Recht unb lassen uns nicht unsere Ehre non irgend jemand nehmen. (Beifall.) Wenn wir das am 12. November tun, uqb wenn bie ganze Nation hier ihre Pflicht erfüllt. Dann wirb bamit zum ersten Male vielleicht in der deutschen Geschichte der ganzen Welt klar, daß sie nun andersmit uns verkehren muß, daß sie nicht mehr hoffen kann auf unsere Uneinigkeit und Zersplitterung, baß sie sich abfinben muß mit dem, was ist, nämlich m i t Dem deutschen Volk. Stürmische Huldigungen der Arbeiterschaft für den Führer. Als ber Führer geenbet hat, sind es Jubelrufe des Dankes, die ihm am Schluß ber Rede entgegen- brausen und mit Denen er auch die Halle verläßt. Draußen auf dem (Bang zwischen den Werksanlagen besteigt er Den Wagen unb fährt stehend langsam an dem Spalier entlang, das sich schnell wieder aus den herauseilenden Männern und Frauen ber Belegschaft gebildet hat. Gerührt dankt er für die Ehrung und reicht bann unb wann einer schwieligen Faust Die Hand. Mit ihm haben im Wagen u. a. ber Führer ber Deutschen Arbeitsfront Dr. Ley unb der Reichsprestechef ber NSDAP. Dr. Dietrich Platz genommen. Auf der Straße vor Dem Werk bildet Die SS -Stabswache Spalier. Dann geht Die Fahrt bes Führers burch kilometerlange TlenJdjentetten hinburch in bie Stadt zurück. Bald danach sieht man auch unter Den vielen anderen Führern Staats- kommistar Engel zu Fuß bas Werk verlassen. Der als bewährter Vertreter der Interessen der Berliner Arbeiterschaft besonders herzlich begrüßt wurde. Damit hat diese gewaltige Kundgebung für Frieden, Arbeit und Brot in Den Siemenswerken ihr Ende gefunden. Sie hat eigentlich für Berlin Die Entscheidung des 12. November schon vorweg- genommen. Die Berliner Bevölkerung hat sich schon heute eindeutig und überwältigend zu Adolf Hitler oekannt. Nie Minute des (Schweigens. Wie die Reichshauptstadl die Feierstunde erlebte. Berlin, 10. Roo. (TU) Berlins Straßen und Plätze trugen am Freitag besonders reichen Fahnenschmuck. Riesige über die Straßen gespannte Transparente und große Aufschriften an Den Häusern verkündeten die Parole für Ehre, Freiheit und Gleichberechtigung de» deutschen Volke». Dor zahlreichen Prioathäusern, Gaststätten unb vor allem vor Rundfunkgeschästen waren große Lautsprecher ausgestellt worben, vor benen sich schon lange vor Beginn ber Kundgebung große Menschenmengen versammelten, bie die Rede des Führers zuhause ober in den Betrieben nicht anhören konnten. Auf den Hauotverkehrsstraßen unb Plätzen ft a n b e n Tausenoe von Menschen, um hier in ber Minute ber Besinnung, die sich in bem lebenbigen Strom bes Grobstabtverkehrs besonders eindrucksvoll auswirkte, im Schweigen zu verharren. Al» am Potsdamer Platz, den Verkehrsmittel- punkt der Reichshauptstadt greller Sirenenklang den Beginn dieser Gedenkminute anzeigte, und der Der- kehrsturm seine Signallichter ausschaltete, ertönten von allen Fahrzeugen Die verschiedensten Lautzei- chen. Straßenbahn, Autoomnibusse, Untergrundbahn, die unzähligen Privatfahrzeuge und mit ihnen die hunderttausend Fußgänger blieben auf der Stelle stehen. Die Menge entblößte ihr Haupt tmb verharrte, den Arm zum deutschen Gruß erhoben. In Schweigen und Gedenken. Die Fahrgäste in den öffentlichen Verkehrsmitteln hatte sich von ihren Sitzplätzen erhoben. Stark und sichtbar war die Verbundenheit, die das ganze deutsche Volk in dieser Stunde des Kampfes um feine Ehre einte. Nach Beendigung der stillen Minute eilte alles an seinen Platz, um die Rede des Führers zu hören. Die Straßen der Reichshauptstadt waren um diese Zeit fast wie ausgestorben. Mo s Heß zur Reichstagswahl. München, 10. Nov. (TU.) Die NSK. bat den Stellvertreter des Führers, Rudolf H e ß, sich zu einer im Lande verbreiteten Meinung zu äußern, die etwa in dem Satz zusammengefaßt werden könne: So selbstverständlich es für' jeden Deutschen sei, gleich welcher politischen Richtung er angehöre, das „Ja" für die Politik der Ehre und Gleichberechtigung abzugeben, so schwer müsse es doch für einen Nichtparteigenossen fein, für die Kandidaten einer Partei zu stimmen, die „Der Wett gegenüber wollen wir, die Opfer des Krieges von einst ermessend, aufrichtige Freunde fein eines Friedens, der endlich die Wunden heilen soll, unter denen alle leiden." Adolf Hitler (21.3.1933 in Potsdam). den Beitritt gesperrt habe und Nichtmitglieder als Deutsche zweiter Klasse betrachte. Rudolf Heß erklärte dazu u. a. folgendes: Es ist nicht wahr, daß die Deutschen, die nicht als Mitglieder der NSDAP, angehören, als zweitklassige Deutsche zu betrachten sind. Dies würde dem nationalsozialistischen Grundsatz widersprechen, daß der Wert eines Menschen für sein Volk nur zu beurteilen ist nach dessen L e i st u n g für sein Volk. Allerdings muß ich hier eines betonen: Gerade auf Grund des Leistungsprinzips gibt es eine Kategorie von Nationalsozialisten, die besonders zu bewerten ist: Die der alten Kämpfer. Denn ihnen, ihrer Treue für Adolf Hitler und zu ihrem Volk, ihren Opfern an Blut und Gut und ihrem Durchhalten allein ist es zu verdanken, wenn Hitler ein neues Deutschland schaffen konnte. Das Volk wird nicht zweitklassig, sondern ehrt sich selbst, das seine Kämpfer aus schwerer Zeit ehrt. Die anderen, die später sich als seine Mitglieder anmeldeten, als nur noch Vorteile damit verbunden waren, sie können nicht verlangen, mit den alten Kämpfern gleichgestellt zu werden. Mancher, der nach der Machtergreifung der NSDAP, nicht beitrat, weil er sich nicht dem Verdacht aussetzen wollte, der Konjunktur?: folgen, gehört nicht zu den Schlechten. Und doch bin ich weit davon entfernt, etwa alle die der Charakterlosigkeit und Konjunkturhascherei zu zeihen, de nach dem 30. Januar zur NSDAP, gingen. Eine Unzahl von ihnen stieß zur Bewegung, ohne an den Vorteil zu denken. Man kann nicht die Menschen in ihrem Werte scheiden auf Grund eines von ihnen getragenen Abzeichens. Die Mitgliedersperre bedeutet keineswegs eine Ablehnung der Volksgenossen, die nicht der NSDAP, angeboren. Sie wurde im April aus technischen Gründen zu zwingender Notwendigkeit. Fest steht nur, daß die Alten den Dank der Nation verdienen, und die Nation kann ihnen den Dank abstatten, indem sie sich bei der Wahl zudcr Bewegung bekennt, für die sie fochten und litten. Hitler braucht auch das Instrument des Reichstags mit Männern seines Vertrauens, die seiner Politik des friedlichen Aufbaues, der Ehre und Gleichberechtigung blind ergeben find. Der Führer, der bewiesen hat, daß er führen kann, fordert des deutschen Volkes Stimme für seine Partei. Man gebe sie ihm. An die deutschen Arbeiter des Gaues Heffen-Aaffau und des Landesarbeitsamts Bezirk 9. Deutscher Arbeiter, dein Wesen war Treue und Treue band dich immer an Volk und Vaterland. Der Arbeiter ist stets Deutschlands be st er und treue st er Sohn gewesen. In dir deutscher Arbeiter liegen blutmäßig die ehernsten Begriffe der Treue und Aufopferung. Am 12. Nov. geht es um dein und um deines V ölte sS ch i ck s a l. Der Führer des deutschen Volkes Adolf H i t l e r hat dem deutschen Volk und dir immer die Treue gehalten. Du deutscher Arbeiter wirst Treue mit Treue vergelten. Für dich gibt es nur eines am 12. November: Deine Stimme dem Führer des deutschen Volkes und der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei. Deutscher Arbeiter, erfülle deine Pflicht für Volk und Vaterland, für Kind und Familie, trage mit bei zur inneren und äußeren Befreiung deines Volkes und deiner selbst. .Der deutsche Arbeiter stkmmt mit Ja! und gibt seine Stimme der Parteider Freiheit u n d s o z i a l e n Gere ch t i g k e i t. Ausübung des Wahlrechts vermittels des Stimmscheins. Berlin, 10. Nov. (TU.) Vielfach bestehen irrige Anschauungen darüber, ob der Wahlberechtigte dadurch, daß er sich von der Gemeindebehörde seines Wohnsitzes einen Wahlschein ausstellen läßt, sich einer Kontrolle über die Ausübung seines Wahlrechts entziehen kann. Bekanntlich muß der Wähler, der auf Grund eines Wahlscheins außerhalb des für feinen Wohnsitz zuständigen Abstimmungsraums feine Stimme abgibt, den Wahlschein dem Abstimmungsoorstand aushändigen. Wenn dieser Wahlschein a n die Gemeindebehörde, die ihn ausgestellt hat, nach der Wahl zurückgesandt wird, dann ergibt sich aus den nicht zur Ablieferung gelangten Wahlscheinen, wer der Wahl und Abstimmung fern geblieben ist. NSKK. — Eine Gliederung der SA. Berlin, 10. Oft. (CNB.) Der Oberste SA.- Führer hat neue Richtlinien für das NSKK. verfügt. Das NSKK. ist von jetzt ab eine Gliede- rung der SA. und untersteht dem Chef des Stabs Röhm. Im NSKK. sollen alle diejenigen Mitglieder der NSDAP, vereinigt sein, die K r a f t- fahrzeuge oder Führerfcheine besitzen,! LebhastesLchoderKanzlemdeimAusland England zeigt größtes Interesse für die deutsche Wahl. London, 11. Nov. (WTB. Funkspruch.) Ueber den deutschen Wahlfeldzug hat die englische Presse ihre Leserschaft dauernd auf dem Laufenden gehalten. Auch über die gestrige große Kanzlerrede in den Siemenswerken wird sehr ausführlich berietet. Der Berliner Korrespondent der „Daily Mail" stellt fest, daß er den Kanzler n o ch nie mit solcher Ueberzeugung und solchem Freimut habe sprechen hören. Hitler habe gesprochen wie ein Arbeiter unter seinen Kameraden. Der Berliner Korrespondent des „Daily Telegraph" findet das Fehlen aller polizeilichen Schutzmaßnahmen erwähnenswert und die enge Fühlung zwischen dem Kanzler, seiner Zuhörerschaft und den Volksgenossen, die die Straßen säumten. „Evening News" bringt in Fettdruck die Stellen, in denen Hitler erklärt, daß er den Krieg aus eigener (Erfahrung kenne, während die „internationale Klique" niemals den Mut haben würde, sich einer Kugel auszusetzen. „Star" schreibt, die Straßen in den deutschen Städten boten ein Bild wie bei der Waffenstillstandsfeier in London. In dem Bericht Reuters aus Berlin heißt es: „Eine Nation von 63 Millionen hielt heute für eine Minute den Atem an, als die Sirenen der Fabriken in ganz Deutschland die Aufmerksamkeit auf Reichskanzler Hitlers Forderung nach Gleichheit in den Rüstungen für Deutschland lenkte. Tausende von Arbeitern waren in der Halle versammelt, um den Reichskanzler vor dem Mikrophon au hören, das seine Worte zu den Millionen an den Lautsprechern im ganzen Lande trug, die mit stürmischer Begeisterung von den Männern und Frauen begrüßt wurden, von denen viele vor wenig en Monaten noch M a r xisten waren. Für das große Interesse an den morgigen Wahlen ist bezeichnend, daß die Blätter die Leser ausführlich über d i e Technik der deutschen Wahl aufklären. „Daily Mail" bringt sogar photographische Wiedergaben der beiden Stimmzettel. Großer Eindruck in Amerika. Washington, 10. Nov. (WTB.) Die Rede Adolf Hitlers aus der Maschinenhalle des Siemens- Dynamowerkes, die nebst einem englischen Rösumöe heute früh im ganzen Lande von der National Broadcasting Company verbreitet worden ist, war klar verständlicy und sehr eindrucksvoll. Die gleiche Rundfunkgesellschaft hat Vorkehrungen getroffen, den amerikanischen Hörern auch Hindenburgs Rede sowie am Sonntagnachmittag die Wahlergebnisse zu bringen. Standrecht über Oesterreich. Einführung der Todesstrafe. Wien, 10. Nov. (WTB.) Bundeskanzler Dr. Dollfuß hat heute über das ganze Bundesgebiet Oesterreichs das Standrecht verhängt, und zwar bezieht es sich auf verbrechen des Wördes, Brandstiftung und Gewalttätigkeit durch boshafte Beschädigung fremden Eigentums. Mit dem strafrechtlichen Verfahren für diese Fälle ist die Todesstrafe in Oe st erreich eingesührt worden. Es wird hinzuge- fiigl, daß jeder, der sich nach dieser Kundmachung eines der angeführten Verbrechen, wozu noch Raub zu zählen ist, oder der Aufreizung hierzu oder der Teilnahme daran schuldig macht, standrechtlich gerichtet und mit dem Tode bestraft würde. Zu der Einführung der Todesstrafe schreibt die AmklicheRachrichtenstelle u.a.: 3nOesterreich ist die Einführung der Todesstrafe Infolge der verfassungsrechtlichen Bestimmungen im ordentlichen verfahren nicht möglich. Line Reihe von schwersten verbrechen, die geeignet sind, Ruhe und Ordnung und den wirtschaftlichen Aufbau des Staates zu gefährden, kann daher keine entsprechende Sühne finden. Der Bundeskanzler hat sich daher im Einvernehmen mit dem Iuftizminister entschlossen, das strafrechtliche verfahren bei verbrechen des Mordes, der Brandlegung und der öffentlichen Gewalttätigkeit durch böswillige Beschädigung frem- den Eigentums für das ganze Bundesgebiet anzuordnen, das mit der Kundmachung in Kraft tritt. Die Strafprozehordnung wurde dahin abgeändert, daß die Durchführung des strafrechtlichen verfahrens dem Straflandesgericht Wien 1 für das ganze Bundesgebiet übertragen wurde. Marxistische Kundgebungen in Wien. Wien, 10. Nov. (WTB.) Nach Betriebsschluß fanden heute in etwa 400 großen Wiener Betrieben Versammlungen der Belegschaften statt, in denen gegen den Faschismus d e - m o n ft r i e r t wurde. Die Versammlungen konnten ungestört abgehalten werden. Abends waren weitere Versammlungen der sozialdemokratischen Parteimitglieder in rund 300 Lokalen anberaumt. Die Teilnehmerzahl belief sich auf insgesamt etwa 50 000. Die Polizei löste ungefähr den zehnten Teil der Versammlungen auf. Da die Teilnehmer in den Straßen Züge bildeten, schritt die Polizei ein, wobei es in fast allen Bezirken zu Zusammenstößen und Verhaftungen kam. Unter den Zwangsgestellten befanden sich auch der Abgeordnete Deutsch und andere sozialdemokratische Parlamentarier. ferner auch solche außerhalb der Partei stehende deutsche Männer, die treue Freunde und Förderer der deutschen Kraftverkehrs- wirtschaft und des Kraftfahrsports sind. ® Die Reichsbahn Hilst i>em Mittelstand durch den Winter. Weitere 25 Millionen für Haus-Jnstand- fetzungsarbeiten. Berlin, 10. Nov. (WTB.) Die Reichsbahn hat im Dienst der Arbeitsbeschaffung für die kommenden Wintermonate Zusatzmittel in Höhe von 25 Mill. RM. zur Verfügung g e • stellt für Arbeiten, die sofort in Auftrag gegeben werden. Der größere Teil dieser Aufträge kommt den mittleren und kleineren Handwerksbetrieben zugute, da es sich vorwiegend um Instandsetzungen und Herrichtung von Bahnhofsgebäuden, Wohnhäusern und Werkstättenbauten handelt. Gerade in den saisonmäßig ungünstigen Wintermonaten sollen diese Mittelstandsbetriebe Beschäftigung behalten. Um eine Gewähr zu haben, daß dieses Ziel erreicht wird, sollen die neuen Aufträge b i s spätestens 31. MärA 1934 erledigt sein. Auch als selbständiger Arbeitgeber hat die Deutsche Reichsbahn dafür gesorgt, daß'in diesem Jahr 62000 Reichsbahnzeitarbeiter, die sonst nur während der günstigen Sommermonate beschäftigt wurden, uueg in den Wintermonaten Arbeit und Brot behalten. Insgesamt 400 Millionen RM. für Arbeitsbeschaffung bewilligt. Berlin, 10. Nov. (WTB.) Vorstand und Kreditausschuß der Deutschen Gesellschaft für öffentliche Arbeiten haben in dieser Woche im Arbeitsbeschaffungsprogramm vom 1. Juni 1933 weitere Darlehen im Betrag von rund 24 Millionen Mark bewilligt. Insgesamt hat die Deffa nunmehr Kre- ditzusagen von über 400 Millionen Mark gegeben, d. h. daß rund vier Fünftel der Mittel, die ihr im Rahmen des Arbeitsbesckaf- fungsprogramms vom 1. Juni zur Verfügung stehen, den Trägern der Arbeiten zugeteilt sind. Das oeutsche evangelische Männerwerk Berlin, 10. Nov. (TU.) Im Rahmen der Neu- güeberung der kirchlichen Arbeit wurde am 450. Geburtstage Martin Luthers in Berlin das Deutsche evangelische Männerwerk ins Leben gerufen. Dem Männerwerk werden eingegliedert die evangelischen Standesverbände (Arbeiter-, Gesellen-, Beamlen- und Akademikervereinigungen), die Evangelischsozialen Organisationen, der Dorfkirckenverband, und die vorhandenen Sozialämter und Männer- dienste. Zum Reichsführer und zum stellvertretenden Reichsführer wurden die Mitglieder der Reichs-» kirchenregierung, Präsident T h e m e l und Dr. I a g o w ernannt. Oie Ermordung Nadir Khans ein Akt der Blutrache? Bombay, 10. Nov. (TU.) Der berühmte K y ■ ber - Paß, der von Nordindien nach Afghanistan führt, ist von der indischen Regierung für die Durchfahrt gesperrt worden, um Unruhen im Zusammenhang mit der Ermordung des afghani- fchen Königs zu verhüten. Zur Zeit ist das Grenzgebiet ruhig, obwohl mehrere afghanische Führer bereits ihre Ansprüche auf den Thron angemeldet haben. Als Hauptanwärter wird neben Aman Ullah der Bruder des ermordeten Königs, Mali Khan, genannt, der zur Zeit afghanischer Gesandter in Paris ist, sowie Ghau Suddin, der Führer des Ahmedzai Gilzai-Stammes. Die neueste Auffassung über die Ermordung des Königs geht dahin, daß es sich um einen Akt der Blutrache handelt, die seit der Ermordung des Emirs Habib Ullah im Jahre 1919 zwischen der Familie Nadir Khan und der Familie Aman Ullah besteht. Haßpsychose in Frankreich. Die Jnterpellationsdebatte in der Kammer vertagt. Paris, 10. Nov. (WTB.) Da viele Abgeordnete heute abend in ihre Wahlkreise zu reifen beabsichtigen, um den Waffenstillstandstag dort zu verbringen, konnte die Jnterpellationsdebatte der Kammer über die auswärtige Politik heute nicht abgeschlossen werden. Die Interpellation des Abgeordneten P e z e t von den katholischen Demokraten beschäftigte sich mit den Maßnahmen zur „Unterbindung des nationalsozialistisch-pangermani- stischen Vorstoßes gegen Mittel- und Osteuropa". Pezet regte die Schaffung einer Informa- tionszentrale i n den Ländern der K l e in en Entente zur Bekämpfung der deutschen Propaganda an und fordert die französische Regierung auf, um Deutschland herum ein Absperrungskartell zu legen, damit die Bombe im Innern platze. Frankreich wolle weder in Wien, noch Budapest, noch sonstwo herrschen. Aber es könne nicht dulden, daß Deutschland in Wien dominiere. Frankreich und seine Alliierten gedächten, den gemeinsamen Frieden zu erhalten. Der rechtsstehende Abgeordnete Louis Marin behauptete, daß die Lücken des Versailler Vertrags durch das Locarno-Abkommen nicht gedeckt seien. Er fragte weiter, ob Deutschland bis zur Rechts- gültigkeit seines Austritts aus dem Völkerbund sich noch an den Völkerbundspakt halten und ob es die Beschlüsse des Völkerbundsrats anerkennen werde. Er glaube zwar nicht an den jetzigen Völkerbund, wünsche aber doch, daß Frankreich in ihn appelliere. Marin verlangte, daß auf der Abrüstungskonferenz nicht die geringsten Konzessionen mehr gemacht würden und beschwor zum Schluß den Ministerpräsidenten, für die Stärkung der französischen Armee und Flotte, sowie der Finanzen zu sorgen. Außerminister Paul-Boncour erklärte, dem Wunsche vieler Abgeordneten nach Vertagung der Debatte nachkommen zu wollen, nicht etwa, um nicht vor dem 12. November Stellung zu den Fragen der verschiedenen Interpellanten nehmen zu müssen, denn er glaube nicht, daß seine Ausführungen irgendeinen Einfluß auf die deutsche Volksabstimmung haben würden. Jedenfalls könne er mit Gewißheit sagen, daß der Ausgang der Volksabstimung in keiner Weise die Politik Frankreichs ändern könne. (Lebhafter Beifall.) Folglich werde die Regierung in aller Muße am Dienstag den Interpellanten antworten und ihre eigene Politik klarlegen können, weniger um auf die in der Jnterpellationsdebatte vorgetragene Kritik zu antworten, als um fich den Beforgnisfen der Interpellanten anzuschließen. (Lebhafter Beifall.) Aus aller West. Pariser Ehrung für Professor volhard. 3n der Aula der Sorbonne in Paris fand in Gegenwart des Präsidenten der Republik und des französischen Kultusministers die feierliche Ernen- nun9 des Professors Dr. Volhard- Frankfurt am Main, zum Doctor honoris causa der Universität Paris statt. Zugleich mit Professor Vol- Hard wurden Professor C i v i t a aus Rom, Luigi Cadalfah aus Barcelona, Professor Cushing aus Baltimore und Professor van I t a I i e aus Leyden zu Ehrendoktoren ernannt. Der Dekan der Medizinischen Fakultät, Professor Roussy, führte Professor Volhard ein und würdigte in längerer Ansprache die Verdienste Volhards besonders um die Nierenpathologie. Als äußeres Zeichen der Ehrung überreichte der Dekan den neuen Ehren- doktoren der Pariser Universität die Insignien: ein pelzoerbrämtes Band in den französischen Landes- farden, über die linke Schulter zu tragen, sowie eine Medaille und eine Urkunde. Die feierliche Handlung wurde begleitet von der Unvollendeten Symphonie von Schubert. Ausstellung „Luther und fein kreis" in Berlin. Die staatlichen Museen in Berlin eröffneten im Kaiser-Friedrich-Museum eine Sonder-Ausstellung „Luther unb sein Krei s", um auch zu ihrem Teil zum würdigen Gedenken des 450. Geburtstages des großen deutschen Reformators beizutragen. Aus den Kupferstichen im Deutschen Museum, im HohenAollernmuseum und anderen Museen ist in strenger Auswahl zusammengetragen worden, was „ohne Ueberladung einen Eindruck von Luther, seiner Zeit und seinen Zeitgenossen zu vermitteln geeignet ist". Selbstverständlich nehmen die Bilder von Lukas Cranach dem Weiteren einen überragenden Platz ein, der uns ohne Zweifel die schönsten Bilder des großen Deutschen hinterlassen hat. Für Cranach bot sich als sächsischer Hofmaler und persönlichen Vertrauten, Gelegenheit genug, Luther zu sehen, was Dürer trotz seines sehnlichsten Wunsches nicht vergönnt war. Die Ausstellung, die u. a. Bilder des jungen Cranach, von Holbein, Aldegre- ver und Baldung Grien umfaßt, erfüllt aufs beste ihren Zweck, den Geist jener Zeit zu verdeutlichen, in der das große Werk der Reformation entstand. Verlegung der Dornier-Werke von Friedrichshafen nach Wismar. Die Dornier-Werke haben sich entschlossen, ihren Friedrichshafener Betrieb, die Flugzeugwerft, nach Wismar in Mecklenburg zu verlegen, wo außer der Werft ein See- und ein Landflugplatz entstehen wird. Für Wismar bedeutet diese Ber- lepung eine außerordentliche Belebung des Arbeitsmarktes: denn die Stadt Wismar hat eine der prozentual höchsten Arbeitslosenzahlen in Deutschland aufzuweisen. Die Verlegung ist insbesondere auf die Bemühungen des Reichsstatt- halters von Mecklenburg und Lübeck, Hildebrandt zurückzuführen. Dampfrohrexplosion auf hoher See. 5 Toke, 5 Schwerverletzte. Eine schwere Dampfrohrexplosion ereignete sich auf dem nach Bombay unterwegs befindlichen englischen 8000-Tonnen-Passagierdampfer „City of Cairo" im Mittelmeer. Fünf Mann der Besatzung — vier eingeborene Matrosen und ein englischer Ingenieur — wurden getötet. Der zweite Ingenieur und vier eingeborene Matrosen wurden schwer verletzt. Die Toten wurden auf hoher See beigesetzt. Die Verletzten wurden in Port Said an Land gebracht. Brandunglück in Paris. Ein folgenschweres Feuer brach nachts in einem bekannten Pariser Restaurant aus. Als alle Gäste das Lokal verlassen hatten, sollten Teppiche gereinigt werden, weshalb sie vorher mit Benzin abgerieben worden waren. Beim Einschatten des Staubsaugers entstand plötzlich Kurzschluß. Im Nu stand der ganze Raum in Flammen. Obwohl die Feuerwehr sofort zur Stelle war, gelang es nicht, fünf Angestellte des Restaurants rechtzeitig zu befreien. Der Küchenchef verbrannte bei lebendigem Leibe, während die übrigen mit schweren Rauchvergiftungen in ein Krankenhaus gebracht werden mußten. Schweres Autounglück bei Weh. 9 Tote, 18 Verletzte. Ein Zusammenstoß zwischen einem großen Lastkraftwagen und einem Arbeitertransportwagen, auf dem sich zahlreiche Arbeiter zu den Befestigungsanlagen begaben, forderte unweit von Metz 9 Tote und 18 Verletzte. Acht von den Verletzten mußten ins Krankenhaus von Saargemünd eingeliefert werden. Der Zusammenstoß erfolgte in einer abschüssigen Kurve, nachdem der Führer des Lastkraftwagens die Gewalt über feinen Wagen verloren hatte. Der Lastkraftwagen fuhr mitten in den Arbeitertransportwagen hinein. Wettervoraussage. Tiefer Druck hat sich über Deutschland ausgebreitet und bestimmt die Wetterlage. Durch Zufuhr ozeanischer Luft bleibt das Wetter wechselhaft und vorübergehend bewölkt, zeitweise treten dabei Niederschläge auf. Da der Wolkenschirm die Ausstrahlung behindert, gleichen sich die Temperaturen zwischen Tag und Nacht ziemlich aus. Ueber den britischen Inseln baut sich der Luftdruck langsam auf, gleichzeitig hat Island eine neue kräftige Störung erreicht. Zwar dürfte durch das Zwischenhoch etwas beständigeres Wetter folgen, dies scheint aber durch den erneuten Druckfall nur vorübergehend zu sein. Aussichten für Sonntag: Neblig-wolkig und wechselnd bewölkt, Temperaturen ziemlich aus- gealichen, einzelne Niederschläge. Aussichten für Montag: Weiterhin wechselhaftes Wetter. Lufttemperaturen. Am 10. November: mittags 2,3 Grad Celsius, abends 1,1 Grad: am 11. November: morgens 2,2 Grad; Maximum 4,0 Grad, Minimum minus 2,2 Grad; Sonnenscheindauer eine halbe Stunde. — Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe. Am 10. November: abends 1,8 Grad; am 11. November: morgens 2,3 Grad Celsius. Rundfunk - Apparate von Radio-RUHL Gießen, Plockstraße 12 / Teleph. 3170 Größte Auswahl — Größter Umsatx — Größte Erfahrung I Bitte überzeugen Sie sich! Keine Familie mehr ohne Rundfunk im Dritten Reich! , 6912a Herrn Adolf Braun Im Namen der trauernden Hinterbliebenen; Gießen, im November 1933. Hedwig Braun, geb Jughard 64 68 ert bei •enr o Gießen (Schulstrabe 6), den 10. November 1933, Gießen, den 11. November 1933. 6942 D 23 j. Mädchen sucht 4flammiger weißer Stellung als Stütze o. Alleinmädcli. Gasherd Kenntn. i. Kochen, . _ / . Nahen. Plätt. (ni mit Bratos., komb. Mur bei mmA Nähen, Plätt., lgi. Im 45. Lebensjahr. Lieh, den 11. November 1933. Die Beerdigung findet Montag, den 13. November, nachm. 3 Uhr statt. 5936 D ■ Bergisches Kraftfutterwerk G m.b.H. 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OeffentUche Mahnung Folgende Rückstände werden hiermit zur Zahlung bis 20. November 1933 einf jjiefc- Uch gemahnt: 6928L Schulgeld für die Hessische Studien- anstatt für September 1933; Wohnungsmiete aus städtischen Häusern für September 1933 einschließlich der Anteile an Straßenrcinigungs- und Müllabfuhrgebühren für 1933, 1. und 2. Rate; Beitrag zur Hessischen Handwerkskam- mer 1933, 1. und 2. Ziel; 3. Ziel Gemeinde-, Kreis- und Prooin- zialumlage einschließlich Sonderge- bäudesteuer 1933, sowie die Nachzah- lung 1. und 2. Ziel infolge endgul- tiger Deranlacmng; 3. Ziel Kanal-, Müllabfuhr- und Stra- ßenreinigungsgebühren 1933. Nach Ablauf dieser Frist erfolgt ohne weitere Mahnung Einzug der rückständigen Beträge auf Kosten der Schuldner. Bei den Steuerzahlungen werden die oorgeschriebenen Verzugszinsen erhoben. Gießen, den 10. November 1933. Stadtkasse Gießen. Kaufmann *v 42 Jahre, Arier, kauft oder beteiligt fick an gesundem Unternehmen bis 10000 RM. Offerten unter F. 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