Samstag, l>. November M3 Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Nr. 265 Dritter Blatt Der Reichskanzler spricht in den Siemenswerken. Die deutschen Nobelpreisträger. WIM r< f- W ä 1 * •r- w F * 9| |i i \X;:- » J ■ r*>. iK -■ e Links: Professor Werner Heisenberg, trotz seiner erst 31 Jahre einer der hervorragendsten theo- retischen Physiker der Gegenwart, erhielt den physikalischen Nobelpreis jur 1932. -- Professo ®rroüi Schrödinger, der hervorragende deutsche Atomforscher und Begründer der Wellenmechani, erhielt den diesjährigen Nobelpreis für Physik. Aus der Provinzialhauptstadt Sochschulnackrichten. Der ao. Professor für Chemie an der Universität Göttingen, Dr. Gerhard I a n d e r, ist als Nachfolger des in den Ruhestand getretenen Geheimrats D. Fritz Haber zum kommissarischen> Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts für physikalische Chemie und Elektrochemie in Berlin-Dahlem er, nannt worden. _. ,, ,__ Professor Wilhelm D o e g e n, Direktor ^es Staatlichen Instituts für Lautforschung in B e r l i n, ist auf Grund des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums in den Ruhestand verjezt worden. eine, so ist es die andere. Wo aber kein Wille ist, kein Zweck, kein Lebensinhalt, da bleibt die formlose Masse. Formen wir unser eigenes Leben! Lernen wir es beherrschen nach allen seinen Möglichkeiten hin. Fügen wir es harmonisch ein in den Zusammenhang der überindividuellen Zwecke. So machen wir unser Loben erst wirklich reich. So erst erschöpfen wir alle seine Möglichkeiten und Gelegenheiten. Sich austoben? In den Tag hineinleben? Sich um Gott und Welt nicht kümmern? Das wäre Chaos, Unform, Zwecklosigkeit oder gar Zweckwidrigkeit. Das gibt keine Freude, keine Herrschaft, kein Wirken. Mit der Form fehlt der Inhalt zugleich. Er zerrinnt ohne sie. In jedem einzelnen Menschen ist «eine Fülle der Gaben und der Zwecke. Diesen Inhalten die rechte Form zu finden, worin sie lebendig bleiben und sich entfalten können, das ist die Aufgabe. Orisgerichtsvorsteher Leo 80 Jahre alt Am morgigen Sonntag, 12. Nov., feiert Herr Orts- gerichtsvorsteher Friedrich Leo dahier in bester körperlicher und geistiger Frische seinen 80. Geburtstag. Der Jubilar ist der Sohn des noch bei allen alten Gießenern in guter Erinnerung stehenden Gold- arbeiters und Uhrmachermeisters Christian Leo, gebürtig aus Lollar, und seiner Ehefrau, geb. Petri. Ortsgerichtsvorsteher Leo besuchte das Gymnasium zu Gießen, erlernte sodann die Kaufmannschaft in der einstigen Lackfabrik von Wilhelm Zur- buch in Gießen, genügte seiner Militärpflicht bet dem Infanterieregiment 116 und war dann einige Jahre in München bei der Großhandelsfirma Angelo Sabdatini in Bertrauensstellung tätig. Im Jahre 1883 kehrte er nach Gießen zurück, um hier auf dem Seltersweg ein größeres Kolonialwaren- gefchäft zu eröffnen. Der Jubilar zeichnete sich stets durch große Gewissenhaftigkeit und besonderen Fleiß aus. Ein Freund der Natur und der Heimat erweiterte er seinen Gesichtskreis auf Reifen und bei Wanderungen. Dem Angelsport war er ein eifriger Freund. Um die Oeffentlichkeit machte er sich in seinem Amte als Ortsgerichtsoorsteher wohlverdient, zu dem er nach vorangegangener Tätigkeit als Ortsgerichtsmann im Jahre 1920 berufen wurde. Dieses im Kommunal- und Rechtsleben sehr wichtige Amt hat er mit großer Gewissenhaftigkeit verwallet. in dieser Epoche der sogenannten Reaktion und sogar unter der Regierung des angeblich engherzigen Kurfürsten von Hessen die Kunst der Politik den Rang abzulaufen vermocht und ein politischer Revolutionär in einem Hoftheater einen Riesenerfolg zu verzeichnen gehabt hat. Auf dem Wege nach der Teufelsmfel. Wieder einmal ist ein Transport von Strafgefangenen auf dem berüchtigten Gefangenenschiff „La Martiniöre" nach der französischen Strafkolonie in Guiana abgegangen. In dem Hafenort San Martin mußte auf Befehl der Behörde jed'-s nach dem Hafen führende Fenster fest geschlossen bleiben. Lange Reihen von Truppen bildeten Spalier an dem engen gewundenen Pfad, der von der Zitadelle von La Rochelle nach dem Kai herunterführt, um alle etwaigen Zwischenfälle zu vermeiden und Neugierige fernzuhalten. Im Burghof waren unterdessen die Verbrecher aufgeftellt worden, die die menschliche Fracht des Schiffes bilden sollten: jeder trug einen grauen Anzug aus Baumwolle, jeder ein Tuch und in einem Bündel feine persönliche Habe. Jeder sah wahrscheinlich zum letztenmal auf sein Heimatland. Die Namen wurden verlesen. B-l jedem, der sich meldete, rasselten die Ketten an feinen Handgelenken. Das schwere Tor öffnete sich langsam. Die lange Reihe der grauen Gestalten schob sich vorwärts, von Truppen mit geladenen Gewehren und aufgepflanzten Bajonetten begleitet. Sie zogen den Hügel hinunter, über die Zugbrücke, und bann den Hafenweg hinab, der den Namen „Der Weg nach der Teufelsinsel" führt. Am Kai wurde Halt gemacht, und dann wurden die Sträflinge in zwei Motorbooten an Bord gebracht. Die „Martiniöre" lichtete die Anker und fuhr hinaus in die sich langsam über das Meer senkende Dunkelheit ... Inhalt und Form. Bor je-dem steht ein Bild des, was er werden soll. Rückert. Oft wird im Gegensatz zum Inhalt die Form gering geschätzt, in der Kunst wie im Leben. Ihr geschieht unrecht damit. Und der Gegensatz ist auch gar nicht so einfach und glatt festzulegen. Form ist Ordnung, Zweckmäßigkeit, Lebensfähigkeit. Wo das Leben schasst, bewundern wir seinen Formentrieb. Wo wir schöne, reiche, feine Formen finden, da ahnen wir Leben, Vernunft, Wollen, Zwecke. _ Ä Das Leben sucht überall die Form. Denn es braucht Zweckmäßigkeit. Die plumpen, gewaltigen Massen der Gletscherberge, die weite, abwechslungslose Eintönigkeit des Meeres — auch das sind Formen, die an ihrer Stelle ihren Zweck haben, die so und nicht anders zum Antlitz unserer Erde gehören. Was ihnen in ihrer Einfachheit fehlt, das gibt ihnen auf der anderen Seite wieder ihre Größe. Wo das Leben verwickeltere, höhere Zwecke verfolgt, da bedarf es auch der feineren Formen. Da baut es von Stufe zu Stufe emporsteigend die ganze unübersehbare Reihe der Organismen. Und zuletzt den Menschen. Und im Menschen arbeitet der Formtrieb weiter. Er formt die Materie zu seinem Dienste. Er formt seine Wohnung und seine Arbeitsmaschinen. Er formt seine Gedanken, und er-formt seine Staaten. Nur wo er formen kann, herrscht er. Alles Unförmliche ist zugleich das Unbeherrschte, das Unberechenbare, das Zwecklose. Wir lassen Zahlenreihen aufmarschieren und flechten nach den Gesetzen der Logik Schlußfolge- rung an Schlußfolgerung. Dann werfen wir diese Zahlenreihen und diese Schlußfolgerungen in die Natur hinein. Und siehe da: wie von Zauberformeln bezwungen verrät sie uns Geheimnis auf Geheimnis und fügt sich in die Gewalt unserer Wünsche und Hände. Und wir werfen diese Zahlenreihen und Schlußfolgerungen in die Massen der Menschen selber hinein, und siehe, auch diese Massen formen sich, fügen sich. Völker und Stände, Konfessionen und Parteien, große und kleine Zweckverbände sammeln sich, organisieren sich. Wo ein Wille ist da ist auch ein Weg; da findet er auch eine Form des Wirkens. Ist's nicht die Du bist der befU Bruder auch nicht. Wer dich sieht und kennt, der kauft dich nicht. Es blieb dem Kaiser nichts übrig, als in das Gelächter des Marschalls Rapp einzustimmen und an diese ungewöhnliche Ovation als ein menschlich heiteres Erlebnis nicht unfreundlich nachzudenken. Terxes wird in Gießen aufgeschrieben. Daß der persische Großkönig und Zeitgenosse des Sophokles beim Torschreiber in Gießen sich eingeschrieben hat, ist in den humanistischen Gymnasien trotz aller Kenntnis der Antike sicherlich noch nicht bekannt geworden. Es hat sich aber dergestalt zu- getragen. Der Buchhändler Friedrich Perches aus Hamburg stand als Major bei einem hanseatischen Regiment und begab sich eines Tages nach Frankfurt am Main, um sich an den Befreiungskriegen zu beteiligen. Als er die Universitätsstadt Gießen passierte, mußte er, wie das damals üblich war, beim Torschreiber Namen, Stand und Heimatort an- geben. Da es ziemlich lange dauerte, bis der gute Mann mit seinen Aufzeichnungen fertig wurde, sah er ihm ein bißchen über die Schulter: und las: „Major Terxes, vom asiatischen Regiment, aus Hamburg." Kunst und Politik. Richard Wagner hat bekanntlich getan, was nicht Sache des Künstlers ist, und sich in Zeiten öffentlicher Wirren in politische Händel eingelassen, und da er als Tondichter die Sympathie der von ihm befehdeten Fürsten gerade damals nötig hatte, konnten die Folgen nicht ausbleiben. Als nun in Kassel, wo ja in politischer Hinsicht ein besonders scharfer Wind wehte, erstmalig der ,,Tannhäuser' aufgeführt werden sollte, hatte Kurfürst Friedrich Wilhelm I. von Hessen im Hinblick auf die Beteiligung Wagners an den Dresdner Unruhen diesen Vorschlag abgelehnt. Der General-Intendant des Hoftheaters, der zugleich Hofmarschall war, brachte jedoch die Oper abermals zum Vorschlag. Der Kurfürst wunderte sich über dieses ungewöhnliche Verfahren und fragte bei Tafel nach den Gründen solcher Hartnäckigkeit. Der Intendant antwortete, er habe den Vorschlag wiederholt, weil Spohr es für eine Ehrensache jeder besseren Bühne halte, sich für das Werk Wagners einzusetzen. Der Kurfürst, der trotz des ihm eignen politischen Mißtrauens große Stücke auf feinen General-Musikdirektor hielt, erwiderte: „Nun, wenn der alte Spohr es will, soll der „Tannhäuser" gegeben werden." Und so geschah's, — ein Beweis dafür, daß selbst in cknnovera- Kaum ist das geschehen, hat der schlafende Schotte einen Riß durch den Sporen im Fuß. Gleich ist er auch wach und haut dem Bettnachbar eine Kräftige herunter. „Wieso", schreit Patrick den Schotten an, „wieso haust du mich?" .Wieso legst du dich mit den Sporen ins Bett?", entgegnet der Schotte. „Donnerkeil", sagt Patrick, wie er den Schaden besieht, indes der Brite seine Schadenfreude in geheucheltem Schlaf verbirgt, hat mir der dämliche Hausbursch wahrhaftig die Stiefel abgezogen und die Sporen drangelassen!" Der verlorene Schuh. Der Weiheakt des Ehrenmals für die dreizehn Gefallenen des 9. November 1923, das in der Feldherrn- halle errichtet wurde. Tuitifruiti. Von Witt Scheller. Auf den Hund gekommen. Als Wallenstein noch als Studiosus in Altdorf an den Vergnüglichkeiten feiner Jugendgenossen teilnahm, wurde gerade ein neuer Karzer gebaut. Der Rektor der Hochschule dachte auf die Studenten bei dieser Gelegenheit erzieherisch einzuwirken und ließ bekanntmachen, daß das neue Universitäts-Gefängnis auch nach feinem ersten Bewohner genannt werden würde; er nahm an, daß unter den Musensöhnen geradezu ein Wettstreit darüber entbrennen würde, den Karzer überhaupt namenlos zu lassen. , Es dauerte auch wirklich eine gewisse Weile, — dann aber war es ausgerechnet Wallenstein, dem als erstem die Karzer-Strafe wieder einmal auf’ gebrummt werden sollte. Gleichwohl gelang es ihm, den Zusammenhang seines Namens mit dem odiosen Lokal zu vermeiden; er ließ nämlich seinen Hund zuerst in die Zelle einmarschieren, so daß er selber nicht der erste war, und dieser Einfall wurde so belacht, daß es der Rektor dabei bewenden lieft, und seitdem ist die Redeweise im Schwange: er ist auf den Hund gekommen. Der vergeßliche Tod. In einer niederländischen Grammatik findet sich als erstes Lesestück folgende hübsche Anekdote. Eine neunzigjährige Dame meinte einmal zu dem damals fünfundneunzigjährigen, am Ende übrigens hundert Jahre alt gewordenen philosophischen Schriftsteller Fo itenelle, es käme ihr vor, als hätte der Tod sie alle beide vergessen. „Pst!", erwiderte Fontenelle leise und legte den Finger an den Mund, „man soll schlafende Hunde nicht aufwecken!" Die Sache mit den Sporen. Es gibt Schotten-Witze und Iren-Witze, die beide gemeiniglich auf britischem Boden zu wachsen pflegen — Witze über den schottischen Geiz und Witze über die irische Lügenhaftigkeit — aber daß es zugleich einen Schotten-, Iren- und Briten-Witz gibt, das gibt es vielleicht nur in einem einzigen Fall In einem Gasthaus schlafen em Schotte und ein Ire in einem gemeinsamen Bett, im zweiten Bett üeqt ein Brite Der ist zuletzt gekommen und hat beobachtet, daß der Ire einen Fuß herausstreckt. SnÄh der Brite über den nackten Fuft einen sSSen unb freut fid) im Stiften wie der stnde Patrick - denn die Iren heißen meistenteils Patrick — den Fuß in die Bettdecke zuruckzieht. So moralisch der Freiherr von Knigge sonst tn seinen Vorschriften war — als luftiger Hcknnovera- ner und in seiner Eigenschaft als hessischer Hofjunker ließ er in seiner Jugendzeit niemanden ohne seine Neckereien und Plagen verschont, — so lange es ihm wenigstens der ihm wohlgewogene Landgraf Friedrich II. erlaubte, seine Streiche straflos im Schoß loszulassen. Unter seinen Geschichten begab sich s, daß er einer jungen Hofdame, die heimlicherweise einen druckenden Schuh unter dem Tisch abzustreifen pflegte oie- sen Schuh durch einen Pagen still wegzunehmen befahl. Vergebens war bei aufgehobener Tafel das Taften des Fußes nach dem entschwundenen Schuh: er war und blieb fort, und die Aermste hatte Muhe, mit einem Schuh gute Miene zum bösen Spiel zu machen und ihre Verlegenheit im Salon beim Kaffee zu verbergen. Aber auch das half ihr nichts — denn der Page zag feierlich auf und überreichte ihr auf silbernem Tablett vor aller Augen, denen nun wahrlich nichts mehr zu verbergen war, den verlorenen Schuh ... Napoleon lacht in Hünfeld. Während der kriegerischen Handlungen N a p o- leone in deutschen Ländern hatte der Kaiser einmal einen knappen Aufenthalt in der kleinen kur- hessischen Landstadt Hünfeld. Der braven Stadtkapelle war aufgetragen worden, dem Eroberer ein Ständchen zu bringen, und das wurde denn auch befehlsgemäß durchgeführt. ,<<<«> Plötzlich fing der französische Marschall Rapp am zu lachen, und Napoleon blieb die Vergnüglichkeit seines Vertrauten nicht verborgen. „Warum lachen Sie?", fragte er den General, der aber nicht recht auf die Sache zu sprechen kommen wollte. Da aber Napoleon mit seinen Fragen nicht locker zu lassen pflegte, mußte schließlich Rapp erklären, die Musikanten hätten ein Lied gespielt, das auf deutsch heiße: Das Ehrenmal in der Feldherrnhalle Bereits vor längerer Zeit hat er um Enthebung vom Amte nachgesucht. Der Dank und die Anerkennung seiner vorgesetzten Dienststellen und der gesamten Bürgerschaft werden dem allseits beliebten Zubilar alsbann in den wohlverdienten Ruhestand begleiten. Bekanntgabe der Wahlresultate durch Aushang Da die nationalsozialistische hessische Regierung, im Gegensatz zu ihrer Vorgängerin, für die morgige Volksabstimmung und Reichstagrwahl kein verbot der Bekanntgabe des Dahlresultats durch Aushang erlassen hat, werden wir die Wahlergebnisse aus Oberhessen und soweit möglich auch aus anderen Orten am morgigen Sonntag etwa von 19 Uhr ab durch Aushang an unserer Geschäfts st elle bekanntgeben. Einholung der GS-Gturmbannfahne Dem 6 6. - Sturmbann IV/33 ist am Tage des 9. November vom Führer in München die 6turmbannfahne verliehen worden. Gestern gegen Abend wurde die Fahne in Gießen feierlich eingeholt. 66. und 6A., unter Vorantritt eines Spiel- mannszuges der 6A., marschierten gemeinsam zum Bahnhof. Um 18.16 Uhr traf der Zug ein, der die Fahne und ihre Begleiter nach Gießen brachte. Die Mannschaften hotten inzwischen aus dem Bahn- hossplatz Aufstellung genommen. Eine stattliche Menschenmenge hatte sich eingefunden, um das Feldzeichen der 66. zu sehen. Sofort nach dem Eintreffen des Zuges wurde die Fahne auf den Bahnhofsplatz gebracht und an den Mannschaften, die in strammer Haltung standen, vorbeigetragen. Die Fahnengruppe setzte sich bann an Die Spitze der Kolonnen und unter den Klängen von Trommeln und Pfeifen marschierten 66. und 6A. mit der neuen Sturmbannsahne durch die Bahnhofsstraße, die Kaplansgasse,. über den Kreuzplatz und durch die Sonnenstraße nach dem Landgraf-Philipp-Platz. Dort marschierten die Mannschaften an der Fahne vorbei. Im Anschluß daran hielt SS.-Sturm-Hauut» sührer Nickel eine kurze Ansprache. Der Führer habe der 66., so führte er u. a. aus, das Feldzeichen verliehen, „das besondere Verpflichtung bedeute in der Erinnerung an den ll.November des Jahres 1923. Vor 10 Jahren seien für das neue Deutschland nationalsozialistische Helden gefallen, und im Gedenken an sie habe der Führer dos Feldzeichen gegeben. Die Fahne solle im Gedenken an diese toten Helden voranwehen. Der SS.-Mann solle im Geiste der Treue stets zu ihr stehen und treu sein zum Nutzen von Volk und Vaterland. „6o werden auch wir unsere Pflicht tun, Tag für Tag. Immer haben wir nur das W^hl des Vaterlandes im Auge. Diesem Vorsatz soll die Fahne ständigen Ausdruck verleihen. Im 6chwur zur Bewegung bringen wir unserem Führer ein dreifaches ,6ieg-HeilI' aus." Begeistert klang d r dreifache Ruf über den Platz. Sobann würbe bie Fahne in bas Gebäube ber Polizeibirektion eingebracht. Varol n t)rs Taoes. Am Samstag, ll.November, gibt der Südwestfunk über die Sender Frankfurt, Kassel, Trier und Freiburg folgende Parolen des Tages: 14 bis 14.05 Uhr und 16 30 bis 16.35 Uhr. Gelockerte Vo .zetaufficht für e.nstige ma ristifche JutVf onäre. WSN. Das Staatspresseamt teilt fölgendes Ausschreiben der Ministerialabteilung I a (Polizei) mit: Neun Monate nationalsozialistische Ausbauarbeit haben bei einer großen Anzahl ehemaliger Der- fechter marxistischer Ideologien einen geistigen Umbruch hervorgerufen. Um diesen Volksgenossen Ge legenheit zu geben, sich in den schicksalsschweren Tagen des Kampfes um Deutschlands Ehre und Gleichberechtigung in die vorderste Front einzureihen und so ihre Abkehr von der Politik nationaler Würdelosigkeit zu beweisen, werden bie zuständigen Behörden ermächtigt, im Einvernehmen mit den Kreisleitern die seiner Zeit über die marxistischen Funktionäre verhängte Polizeiaufsicht weiterhin zu lockern. Diejenigen Meldepflichtigen, bie nicht besonbers organisatorisch hervorgetreten sind — z. B. Mitglieder von Gemeindevertretungen, Funktionäre von Gewerkschaften, von Ortskrankenkassen und andern öffentlichen Einrichtungen — können gänzlich befreit werden. Bei denjenigen Melde- yflichtigen jedoch, die in den ehemaligen marxistischen Organisationen eine besondere Rolle gespielt haben, ist eine völlige Aufhebung der Meldepflicht noch nicht erwünscht. Es wird den Kreisämtern und den Polizeidirektionen überlassen, hier bie not- roenblgen Ueberwachungsmaßnahmen in eigener Zuständigkeit zu treffen. Senkung der Zinssätze bei den hessischen Sparkassen. W6N. Das Staatspresseamt teilt mit: Die Senkung der Zinssätze bei den hessischen öffentlichen Sparkassen hat in letzter Zeit wesentliche Fortschritte gemacht Einzelne Sparkassen konnten die Zinssätze für Gemeinde Darlehen und für Hypothekendarlehen auf 5 d. H., teilweise sogar auf 4,5 o. H. herabsetzen, ohne dabei irgend welche Zuschläge oder Provisionen nebenher zu erheben. Wenn andere hessische Sparkassen auch noch nicht soweit gehen konnten, so steht auch bei ihnen zu erwarten, baß sie demnächst an weitere Zinssenkungen herantreten werden. Der Zinssenkung kommt bekanntlich eine ganz besondere Bedeutung zu, zumal wenn sie, wie im vorliegenden Falle, ohne gesetzlichen Eingriff erfolgt ist. Sie ist ein untrügliches Zeichen für den Wiederaufbau der Wirtschaft im neuen Staat. Der 12. November. Die Ortsgruppe ©iefjen-Oft der NSDAP, hatte für gestern abend zu einer letzten Wahlkund- gebung in das Cast Leib eingeladen. Der Redner, Pg. Bausch- Limburg, sprach über das Thema „Der 12. November" und führte u. o. folgendes aus: In diesen Tagen erinnere man sich der Tage der Revolution von 1918. Aus „Gleichheit und Brüderlichkeit" der damaligen Verkündigung sei Haß und Feindschaft der Volksgenossen untereinander geworden. Ehre und Treue seien verloren gegangen in diesen Jahren ber Zwietracht. Der Sinn unserer neuen Lebensrichtung müsse aus hartem Kampf erstehen Das Volk habe jetzt bie Zeichen ber Zeit verstauben. Nationalsozialismus fei Volksbewegung, organisiertes Volk geworden. Adolf Hitler |ci nur von einem Hochziel besessen: „Nichts für mich, alles für mein Volk!" Der Absolutismus, der Kapitalismus, der Liberalismus und ber Marxismus hätten erkennen müssen, baß ihre Zeit erfüllt sei. An bie Stelle ber Partei sei bas „Volk" getreten. Der Führer habe sofort nach der Uebernabmc der Macht den Kampf ausgenommen gegen das Unheil der Arbeitslosigkeit. Adolf Hitler sei ein Sendbote bes Himmels, von Gott An die Gießener Bevölkerung! Oie Kreisleitung erläßt folgende Aufforderung: Um ber Bedeutung dieser großen Tage auch nach außen hin Ausdruck zu verleihen, muh ab Frei- lag, 10. November,jedes haus mit den Zeichen des nationalsozialistischen Deutschlands beflaggt werben. An alle Führer von Vereinen, Verbanden, Berufsgruppen usw. 3eber Vereinsführer wird aufgeforbert, in seinem kreise Darauf hinzuwirken, bah bie Mitglieder mit ihren Angehörigen bis spätestens 12 Uhr ihrer Wahlpflicht genügt haben. Der Gedanke der F r ü h w a h l muh an jeden einzelnen herangetragen werben. Gez.: Dr. Harth. Kreisleiter. Organisation des Wahtschleppdienstes! Jeder, ber au» irgendwelchen Grünben nicht in ber Lage ist, zum Wahllokal zu gehen, wirb auf Anforderung in einem Kraftwagen abgeholt, ohne bah Wähle vor 12 Llhr! Kranke und Kußleidende benutzen den Schlepperd enst der NSOAP, Wir holen alle! ihm irgendwelche kosten entstehen. Ls sind für bie verschiedenen Wahlbezirke folgende Dienststellen zu- ständig: w a h l b e z i r k e l, II, III, IV und XVI: Ortsgruppe Gießen - Horb, Ldersirahe 6 (Hohl), Telephon 3737. Wahlbezirke VII, VIII, IX unb X: Ortsgruppe Gießen - S üb, Gastwirtschaft »Graf Zeppelin", wilhelmstrahe, Telephon 2112. Wahlbezirke XI, XIII, XIV unb XV: Ortsgruppe Giehen-Ost, Kaiserallee 52, Telephon 3384. wahlbezirke V, VI, XII, XVII und XVIII: Ortsgruppe G i e ß e n - M i 11 e, Kaplansgasse 18, Telephon 3795. Die erforderlichen Meldungen können auch bei ber Zentralstelle bes Schleppbienstes: Kreisleitung, Löberftrahe 9, Telephon <032 ober 3508 gemacht werden. Ein Demonstrationszug findet in Gießen nicht statt. Wah abieichen anstecken! wer morgen gewählt hat, nimmt in feinem Wahllokal ein Wahlabzeichen in Empfang. Jeder Wähler unb jebe Wählerin trägt dieses Abzeichen an gut sichtbarer Steve, um daburch bie Erfüllung ber oaterlänbifchen Pflicht sichtbar zu beroeijen. Wahlzeii von 9 bis 18 Mr! Ls sei nochmals Darauf hingewiesen, daß in Der StaDt (Biegen zur Reichstagswahl und Volksabstimmung am 12. November nur in Der Zeit von 9 bis 18 Uhr (6 Uhr nachmittags) abgestimmt werden kann. Um 18 Uhr können nur noch Die Wähler zur Abstimmung zugelasien werben. Die- sich bereit» im Wahlraum befinden. 3m 3ntereffe einer schnellen Abwicklung Des Wahlgeschäft» ist frühzeitige Stlmmab- gabenotroenDig! 3eher Wähler sollte möglichst schon am vormittag seine Stimme abgeben! Sronftameraben, Kriegsbeschädigte und Hinterbliebene! In letzter Stunde ergeht an euch alle nochmals der Ruf, am 12. November der Well zu zeigen, daß wir geschlossen hinter unserem Front- tameraden unb Kriegsbeschäbigten Aböls Hitler stehen. Nie hat uns bie Welt geholfen, immer nur war es eigene Tatkraft, bie unser Volk in Notzeiten wieber emvorführte. Unsere Zukunft gilt es zu sichern! Deutscher Frontsoldat, der du dein Blut auf den Schlachtfeldern vergossen, Deutscher, ber bu kost- bares Leben geopfert hast, beweist erneut, baß die Zukunft unseres Volkes nur u n t$ r national- sozialistischer Staatsführung unb nur im Zeichen nationalsozialistischer Staatsauffassung gesichert ist, gebt eure 3o (Stimme am 12. November dem Führer unb Frontkameraden Abolf Hitler. Nationalsozialistische Kriegsopseroersorgung e. D. ßanbesleitung Groß-Hessen. Deutscher Metallarbeiter! Als im Jahre 1914 bas deutsche Volk zur Verteidigung aufgerufen wurde, um mit der Waffe in der Hand die Verteidigung zu vollziehen, hat ber beutsche Metallarbeiter bie Schwerter geschmiebet unb bie Kanonen gegossen. Am 12. November 1 9 3 3 hat unser Führer Abolf Hitler bas beutsche V olk abermals au f g e r u f e n, um seine Ehre zu verteibigen. Diesmal natürlich soll ber beutsche Metallarbeiter keine Schwerter schmieben unb Kanonen gießen, fonbern mit bem Stimmzettel in ber Hand durch ein Ja die Ehre verteidigen. Ich glaube bestimmt, baß jeber ehrliebenbe und anständige deutsche Metallarbeiter mit gutem Gewissen am Sonntag, 12. November, feine Stimme mit Ja abgeben kann, denn wir wollen keinen Krieg, sondern einen Frieden, in dem wir uns auf anständige Weise ernähren können. Ich erwarte deshalb von jedem deutschen Metallarbeiter, daß er sich am Sonntag, 12. November, mit seiner ganzen Person dafür einsetzt, daß die Well sieht, daß ber beutsche Metallarbeiter s i ch frei unb einmütig zu seinem Volk»- unb Arbeiterkanzler bekennt! Deutsche Arbeitsfront: Deutscher Metallarbeiter-Verband im Gesamtoerband ber Deutschen Arbeiter Derbanbskreisleitung Gießen gez. Walter. im rechten Augenblick gefanbt, bas Volk vom Ab- grunb zurückzureißen. Große Aufgaben lägen noch vor ihm. Man könne ihm aber vertrauen, benn er gehe mit großer Nüchternheit an bie Lösung aller Aufgaben. Das Volk habe wieber ben Glauben, ber bie Marschrichtung halten lasse, bie Abolf Hitler in ehrlicher Ueberzeugung eingeschlagen habe. Die Welt sei nichts ohne Deutschlanb. Es müsse von ber Wett verlangen, baß es ungestört aufbauen könne. Deutschlanb verlange Rassenschutz und Ras- senachtung Der 12. November solle dem Ausland zeigen, daß Volk und Führer eins sind. Das Volk werde den Appell dieses Tages nicht überhören. Verfehmt sei, wer nicht erkennen wolle, baß es in biefer Stunbe um bas Daterlanb geht. Deutschlanb habe jetzt bie weise, tatkräftige, oeranroortungsbe- wußte Regierung, -bie ihm nicht mehr genommen werben könne. In aller Zukunft aber werbe man berer gebenden, bie im Feinbesland fielen unb mit ihren Leibern bas Vaterlanb berften. Diese Helben seien bas Symbol für bas neue Deutschlanb, benn sie feien Gefallene für bieses neue Reich. Das beutsche Volk wisse wieber, was Ehre fei. Es werbe bie Gleichberechtigung forbern, tämpfenb um ben Frieben Deutschlands unb ben Frieden der Welt. (Lebhafter Beifall.) Das Horst-Wessel-Lied beschloß die Versammlung. 20 Waggon Kartoffeln werden verteilt. .. Das Winterhilfswerk der oberhessischen Bauernschaft. Gestern vormittag und nachmittag herrschte auf bem Güterbahnhof lebhaftes Kommen unb Gehen Es galt, 20 Waggons Kartoffeln, bie von ber ober- hessischen Bauernschaft als Beitrag zum NS -Win- terhilfswerk gefpenbet, verfrachtet unb nach Gießen verloben worben waren, an bie hilfsbebürftige Bevölkerung zu verteilen. Die Bauernschaft bewies mit dieser Spende erneut ihren Opfersinn und gab hier kund, daß sie sich eins fühlt mit ber Stadtbevölkerung und damit wahre Volksgemeinschaft übt. Dies ging auch aus ben Aufschriften hervor, mit benen manche Wagen versehen waren. „Die Bauernschaft im Lumbatal wünscht guten Appetit Euch allemal!" ftanb an einem Wagen. „Der Bouernstanb gibt mit freudiger Hanb" hieß es an einem anderen Wagen. ,Zhr sollt nicht hungern!" war da und dort an verschiedenen Wagen zu lesen. Wieder andere Spender benützten die Holzfläche des Güterwagens zu ber Aufforderung, bem Volkskanzler Adolf Hitler bie Treue zu hatten unb am 12. November mit „Ja" zu stimmen. Fast alle Wagen waren geschmückt, lannenrcifia unb Herbstblumen waren in Verbindung mit kleinen Hakenkreuzfähnchen dazu oer- wandt worden, sodaß der Kartoffelzug ein recht freundliches Aussehen trug. Die Kartoffeln stammten aus Großen-Linden, Garbenteich, Beuern. Saasen, Duedborn, Trais, Bersrod, Allertshausen, Rübdingshausen, Sitten- Buseck, Kesselbach, ßonborf, Albach, Steinbach, Lollar usw. Im Laufe bes Tages würben viele Säcke gefüllt. Auf ben Gesichtern ber Enmpfänger lag Freude über die Spende, bie bazu beiträgt, einen Teil ber brüdenbften Not zu linbern. Hier zeigte sich bas große Winterhilfswerk, au bem ber Volks- kanzler Abolf Hitler aufgerufen hatte, in feiner schönsten Auswirkung. In ben Wagen ftanben Studenten, zum Teil in SA.-Uniform, bie sich für bie Verteilung zur Verfügung gestellt hatten. Sie scheuten keine ftunben- lange körperliche Anstrengung, um hier in anerken- nensroerter Weise bas Hilfswerk zu vollenben, bas braußen auf ben Dörfern begonnen worben war. Pflege der Muttersprache an den bessischen Schulen WSN. Ministerialrat Ringshausen hat an sämtliche hessischen Schulen eine Verfügung erlösten, wonach zur Schärfung bes Sinnes für klare, fremb- wortfreie Ausbrucksweife unb zur Entfachung bes Glaubens an bie Sendung ber beutfchen Sprache ber Bezug des vom Deutschen Sprachverein heraus- gegebenen Mvnatsblattes „Die Muteriprache" empfohlen wirb. Das Blatt soll von allen Lehrern regelmäßig in Umlauf gesetzt unb geeignete Aussätze daraus im Unterricht behandelt werden. Die Schüler der mittleren und oberen Klassen der höheren Schulen sollen zum Bezug ber Zeitschrift angeregt werben. Ferner werben in biefer Verfügung die Deutschlehrer auf einen Aufsatz von Dr. Karl Bergmann „Sprachbetrachtung als Mittel völkischer Er- ziehung" in Nummer 3 des „Nattonalsozialistischen Erziehers" hingewiesen. Handelskammerpüfunq für ^eschäflsstpno^rapben. Jrn heutigen Anzeigenteil wird eine auf den 3. Dezember anberaumte Handelskammerprüfung für Geschäftsstenographen angekündigt. Es kann nicht oft genug betont werden, von wie großer Wichtigkeit die Teilnahme an einer so'chen Prüfung für junge Leute ist, die viel mit Schreibarbeit zu tun haben. Dies gilt besonders für die heutige Zeit, in der es den Arbeitgebern bei ber großen Zahl ber Stellungsuchenden möglich ist, in engster Auswahl den noch ihrer Meinung geeignetsten Bewerber zu finden. Daß in solchen Fällen Stenotypisten, die sich durch das Zeugnis einer bestandenen Geschästssteno- graphenprüfung über ihre Fähigkeiten ausweisen können, Den Vorzug vor anderen erhalten, ist selbst- verständlich. Dieser Tatsache scheinen sich auch diejenigen jungen Leute, welche sich bem Stenotypisten- Berufe widmen wollen, immer mehr bewußt zu werben, benn bie Teilnehmerzahl an diesen regelmäßig im Frühjahr und Herbst stattfindenden Prü- funaen wächst von Jahr zu Jahr. Auch bie Vorprüfungen mit ber Geschwindigkeit von 120 Silben finden immer mehr Anklang. Diese Vorprüfungen sind eingeführt worden, um Anfängern einen richtigen Maßstab für ihre Stiftungen unb gie chzeitig ein Gefühl ber Sicherheit für Die später abxulegenbe Geschäftsstenographenprüfung zu geben. Die Vorprüfung besteht, wie bei der Hauptprüfung, in der stenographischen Aufnahme eines Diftats von zwei- mal fünf Minuten mit einer Unterbrechung von einer Minute unb in ber sofortigen Uebertragung in Kurrentschrift. Die zulässige Uebertragungsieit'beträgt bei hanbschriftlicher uebertragung 96 Minuten, bei ber Uebertragung mit ber Maschine 64 Minuten' Wer die Vorprüfung bestanden hat, erhält kein eigentliches Zeugnis, sondern lediglich eine Beschei. nigun$ Es sei jedoch ausdrücklich bemerkt, daß bie Vorprüfung nicht Vorbedingung für bie Haupt Prüfung ist. Konzerte am Hindenburqwall. Als Auftakt zum morgigen Dahlsonntag wird bie -Stahlhelm-Kapelle am heutigen Samstag von 16.30 bis 17.30 llhr ein Konzert am Hindenburgwall am Stabttheater geben. Wahrscheinlich wird vorher von ber Kapelle erst noch ein Propaganda morsch durch die StaDt "erfolgen. Am morgigen Sonntag ab 11 Uhr wird die SA.-Reserve-Kapelle ebenfalls am Hin- DenhurgroaU beim Stabttheater mit einem Konzert erfreuen. Die Vorttagssolge dieser musikalischen Darbietung hoben mir bereits gestern berichtet. Der Besuch beider Konzerte sei unseren Mitbürgern angelegenlid) empfohlen. .Bunter Abend" im Etadttbeater. Aus bem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Die sorgfältig ausgewählte unb bem Ernst bes Tages angepaßte Dortragsfolge sieht u. a. bie Mitwirkung ber bekannten Tanzregisseurin West-Deutsch- lanbs Hannah Spohr vor. Der Gast j)annah Spohr ist bekannt burch ihre oorkämpserische Ta- tigkett auf bem Gebiet bes mobernth Bühnen-Tan- Zes und war künstlerisch tätig an den größten westdeutschen Theatern. -Bauer pah auV.41 Um den böswillig ausgestreuten Gerüchten bei der Auslegung des Reichs-Erbhof-Gesetze» entgegen- zutreten und sie zu widerlegen, spricht am eam^ tag, 11. November, 15.40 Uhr, im Südwestfunk der Adjutant des Landesbauemführers in Hessen, Pg. Schönheit, in einem Rundfunk-Zwiegespräch mit einem Dauern aus einer Gegend, in der keine Anerbensitte besteht. Die landwirtschaftliche Bevölkerung wird gebeten, unter allen Umständen diese» Gespräch anzuhören. Gießener Wochenmarttpreise. * Gießen, 11. Noo. Aus dem heutigen Wochen- markt kosteten: Süßrahmbutter, das Pfund 1,55 Mark, Landbutter 1,30 bis 1,40, Kochbutter 1,10, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bi» 10, Eier (inländische) 14, Wirsing (grün), das Pfund 7 bis 10, Weißkraut 5 bis 7, ber Zentner 3 Mark, Rotkraut, das Pfund 8 bis 10 Pf., Gelbe Rüben 8 bis 10, Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 12 bis 15, Unterkohlrabi 5 bis 7, Grünkohl 12 bl» 15, Rosenkohl 20 bis 25, Feldsalat 80 bis 100, Tomaten 20, Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 25 bis 50, Schwarzwurzeln 20 bis 30, Kürbis 5 bis 7, Kartoffeln, das Pfund 3 bis 3Vi Pf., der Zentner 2,50 bis 2,80 Mark, Aepfel, das Pfund 10 bis 18 Pf., Birnen 10 bis 15, Nüsse 40 bis 50, Honig 40, junge Hähne 65 bis 75, Suppenhühner 60 bis 65, Gänse 60 bis 70, Tauben, das Stück 45 bis 55, Blumenkohl 10 bis 45, Salat 10, Endivien 8 bis 15, Lauch 5 bis 10, Rettich 10, Sellerie 10 bis 25, Radieschen, das Bund 10. Bornottzen — Tageskalender für Samstag: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Walzerkrieg" mit Renate Müller unb Willy Fritsch. — Astoria-Licht- fiele, Settersweg: „Schüsse in ber Nacht". — Artillerie«rein, 20 Uhr, Cafe Gerb, 38. Gründungs- feier. — Tageskalender für Sonntag: Stadt- theoter, 19 bis 21 Uhr, Bunter Abend. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Walzerkrieg" mit Kennte Müller und Willy Fritsch. — Astoria-Licht- piele, Settersweg: „Schüsse in der Nacht". — Evangelische Stadtmission: 15 unb 20.30 Uhr, Löber- straße 14, Jahresfest. — Aus bem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Sonntag, 12. November, „Bunter Abend" mit einem dem Emst des Tages würdig angepaßten Programm. Leitung unb Ansage Paul Nieren. Außer Abonnement. Die Wahlergebnisse werben fortlaufenb bekanntgegeben. Preise ber Plätze von 0,50 bis 1,50 Mk. Anfang 19 Uhr, Ende 21 Uhr. — Dienstag, 14. November, 7. Vorstellung im Dienstag-Abonnement „Am Himmel Europas* Schauspiel von Schwenzen-Malina: Spielleitung: Anton Neuhaus. Gewöhnliche Preise. Spieldauer von 20 bis 22.15 Uhr. — Mittwoch, 15. November, 7. Vorstellung im Mittwoch-Abonnement: Erstauf- ührung: „Der Traum ber Vilma Kelemen", Ge- ellschaftskomöbie von Franz Molnar: Spielleitung: Intendant Hanns König. Gewöhnliche Preist. Spieldauer von 19.30 bis nach 22 Uhr. — Freitag, 17. November, 7. Vorstellung im Freitag-Abonnement, die Operette: „Wiener Blut" von Johann Strauß: Leitung: Wrede-Euj6-Bäulke. Dpe- rettenpreist. Spieldauer von 20 bis 22.30 Uhr. — Samstag, 18. November, 20 Uhr, »Luthergedenk- feier'; im Programm u. a. Vortrag des bekannten Lucherforschers Professor W. G Frey tag, München. Preise ber Plätze von 0,50 bis 1,50. Ende 22 Uhr. — D i e Evangelische Stadtmission bringt am morgigen Sonntag um 15 und um 20.30 Uhr SBortragsoeranftaltungen, in denen al» Festredner Direktor Pfarrer Weller, Frankfurt a. TL sprechen wird. Aus die heutige Anzeige sei besonders aufmerksam gemacht. • •• Strahensperrunasnachrichten, mit- geteilt vom Oberhesstschen Automobil-Club E. B., Gießen: Wegen Ausführung von Wasserleitung»- arbeiten wird die Provinzialstraße Garbenteich In Richtung Haustn und Steinbach ab 13. Nov. für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung über Steinberg und Steinbach. — Folgende Straßensperrungen sind aufgehoben: Grebenhain — Harttnannshain ab 10. November, Bad Salzhausen — Nidda ab 12. November, Hersfeld — Selter» zwischen Altenschlirf —Nösberts ab 15. November, Herchenhain — Sichenhausen ab 20. November. " Rindermarkt findet am Dienstag nächster Woche in Gießen statt. Auftriebszeit von 8 bi» 9 Uhr. Das Oberhesslfche Museum im Alten Schloß am Brandplatz ist am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet •• Da» Völkermuseum und da» Kriegsmuseum im Neuen Schloß müssen wegen größerer Umräumungen und sonstiger Veränderungen auf längere Zeit geschlossen bleiben. So sehen die Stimmzettel aus. wenn du richim gewählt hast. Nein Adolf Htiler Stimmzettel in grüner §arbe Alfred Hvgeaberg. G e i st Ware ixtlch afts auf b au in Er will dem deutschen Volk das Lebensrecht nach innen 1UJ Hermann Goring. R. Walther Darrt, hat er» ner Junge wurde zur Seite gestoßen. Hierauf nahmen die Räuber die Kiste mit dem Gold aus dem Wagen, trugen sie in ihren Kraftwagen und rasten mit großer Geschwindigkeit davon. Bisher konnte noch keine Spur von den Räubern gefunden werden. Flugzeugunglück in USA. — 4 Tote, 4 Verletzte. Wie aus Portland (Oregon. USA.) gemeldet wird, ist in einer der letzten Nächte in dichtem Nebel ein Nerkehrsslugzeug abgestürzt. Vier Personen wurden getötet, vier schwer verletzt. Nahezu 14 Millionen beschäftigte Arbeitnehmer Deutschland Der Nationalsozialismus durch unermüdliche Arbeit Steuerermäßigung -ei Aufwendungen für den zivilen Lustschuh. Hitler baut auf Helft mit reicht, daß wieder 14 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland Beschäftigung erhalten haben. Daö sind fast 2Vs Millionen mehr als zu Beginn der nationalsozialistischen Aufbauarbeit in Deutschland. Unter der zielbewußten Führung Adolf Hitlers wurde nicht nur ein weiterer Absturz der wirtschaftlichen Entwicklung verhindert, es konnte sogar ein neuer Aufstieg begonnen werden. Das Ziel des Nationalsozialismus bleibt unverrückbar: Jedem Volksgenossen Arbeit und Brot! Er will friedlichen Aufbau, keine kriegerische Zerstörung, und außen sichern. Neichstagswahl Wahlkreis lllitiilniii Rudolf - e h, Dr. Wilhelm Frick, Dr.Joseph Goebbel», Ernst Röhm, Franz Selbte, Franz von Pape «, Billigst Du, deutscher Munn, und Du, deutsche Fruu, diese Politik Deiner Reichsregierung, und bist Du bereit, sie a s den Ausdruck Deiner eigenen Auffassung und Deines eigenen Willens zu erklären und Dich feierlich zu ihr zu bekennen! Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (Hitlerbewegung) Begründetes Vertrauen. Seit der Machtergreifung des Nationalsozialismus setzt deutlich sichtbar die wirtschaftliche Besserung in Deutschland ein. Dor allem wirkt sich auch im Wirtschaftsleben die Tatsache aus, daß nun Ruhe und Ordnung eingekehrt sind und eine starke und stabile Staatsgewalt die Wirtschaft vor Erschütterungen bewahrt. Diese D e r t r a u e n s r u ck- kehr breitester Bevölkerungskreise kommt z. B deutlich zum Ausdruck in der Entwicklung der von den deutschen Sparkassen verwalteten Spareinlagen. Bom Februar die,-- Jahre- b„ August d^e- Jahres haben sich die Spareinlagen um 180 Millionen auf 10,55 Milliarden erhöht^ herbei wird man daran erinnert, daß vor der Machtergreifung politische Gegner sich nicht scheuten, die deutsche Bevölkerung dadurch zu beeinflussen, daß sie immer wieder Währungsbeunruhigungen ausstreuten unö das Gespenst der Inflation an die Wand malten. Nichts davon ist eingetreten und wird jemals em- treten. Der Sparer kann, wie mehrmals von den höchsten und verantwortlichen Stellen zum Ausdruck gebracht worden ist, beruhigt seine Spargroschen den berufenen Kreditinstituten, wie z. B. den Sparkassen, anvertrauen. Wie der National- sozialismus wirklich — im Gegensatz zu den früheren Unterstellungen der politischen Gegner — über die Inflation denkt, das hat Ministerpräsident Göring erneut auf einer Wahlversammlung in Kiel vor einigen Tagen wie folgt ausgedruckt: „In den vergangenen Zeiten sahen wir als letzte Groteske der wirtschaftlichen Notlage das größte Verbrechen, das je eine Regierung an einem Volke begangen hat: die I n f l a t i o n , die den Wohlstand des ganzen Volkes vernichtet hat. Wenn man sagt, die Inflation fei ein Naturgesetz, so sage ich: nein, sie war ein gemeiner Gauner- t r i ck." . Aus aller TBett Ueberfall auf einen Goldlransporl in London. Ein frecher Raubüberfall auf einen Goldtransport wurde am Hellen Tage im Zentrum von London ausgeführt. Den Tätern, die unerkannt entkamen, fiel ein Zentner Barrengold im Werte von 240 000 Mark in die Hände. Das Gold sollte mit einem Pferdegespann von einem Bahnhof zu einer Schmelzerei befördert werden. Als sich der Kutscher an einer Stelle für einige Minuten entfernt hatte, fuhr plötzlich ein Kraftwagen heran, dem vier Männer entfliegen. Sie nahmen das Pferd beim Zügel und führten den Wagen in eine abgelegene Straße. Ein zur Bewachung zurückgelasse- Der deutsche Sparer weiß seiner Regierung Dank | für diese klaren Worte, und er wird diesen Dank | praktisch dadurch betätigen, daß er mit dazu beiträgt, die heimische Kapitalbildung zu starken und den Generalangriff gegen die Arbeitslosigkeit zum siegreichen Ende zu bringen. Kirche und Schule. Lanvkreis Rieften Luftschutzes (Beispiel: Imprägnieren von Holzbauten und hölzernen Bauteilen). 2. Aufwendungen für die Anschaffung oder Her- fteUung von Gegenständen zum Zwecke des zivilen Luftschutzes, deren Verwendung oder Nutzung sich bestimmungsgemäß über einen längeren Zeitraum erstreckt. Hierzu gehören insbesondere die Aufwendungen für a) bauliche Anlagen, z. B. Schutzraume gegen Spreng-, Gas- und Brandbomben, Einziehen von massiven Betondecken an Stelle hölzerner Decken, Ersatz hölzerner Dachkonstruktionen durch eiserne, Ersatz von Holzdächern durch Dächer aus Beton ober Stahl, Verstärkung von Fundamenten und ausgehendem Mauerwerk, b) für Anschaffung oder Herstellung von sonstigen Geräten oder Gegenständen, deren Nutzung sich bestimmungsgemäß über einen längeren Zeitraum erstreckt. Äls Beispiel kommen hier in Betracht: Sirenen, Alarmvorrichtungen, Scheinwerfer, Vernebelungsapparate, Feuerlöfchpumpen. Werden zu Aufwendungen für den Ausbau ober Umbau von Gebäuden zu Zwecken des zivilen Luftschutzes Reichszufchüffe und Zinsvergütungsscheine nach den Vorschriften des Gebäudeinstandsetzungs- gesetzes vom 21. 9. 1933 gewährt, so gilt das folgende: , . . 1. Der Reichszuschuß, der in bar gegeben wird, ist als durchlaufender Posten zu behandeln. Er ist also weder als Einnahme, noch als Ausgabe anzu- Icfic n 2. Der Betrag, den der Steuerpflichtige über den Reichszuschuß hinaus aus eigenen Mitteln aufwendet (Selbftaufbringungsbetrag), ist in vollem Umfange abzugsfähig. Als Selbftaufbringungsbetrag im Sinne dieser Abzugsfähigkeit gilt auch derjenige Betrag, den der Steuerpflichtige durch Veräußerung der Zinsvergütungsscheine erlöst. Bei dieser Wahl erhält jeder Wahlberechtigte einen grünen und einen weißen Stimmaettel. Der nriine TOahhettel ist für die Volksabstimmung, und y - ~ - „v - her weike Für die Reichstagswahl bestimmt. Der dem Namen der Nationalsozialistischen Deutschen Ar- Wäkler hat bei der Volksabstimmung auf beiterpartei ein Kreuz eingezeichnet. Beide Stimm- ben grünen Stimmzettel in den Kreis unter dem zettel werden in einem Umschlag abgegeben. Witte und Wahl Von Eberhard Altendorf Der Reichsminister der Finanzen hat zur Unter* ! stutzung und Anregung des zivilen Luftschutzes in I einem Erlaß S 2119 vom 10. Oktober 1933 für Aufwendungen, die im Interesse des zivilen Luft- s schutzes gemacht werden, weitgehend steuerliche Erleichterungen zugebilligt. In diesem von Staats- I fefretär Fritz Reinhardt unterzeichneten Erlaß < wird u. a. folgendes ausgeführt: ' Durch den Versailler Vertrag ist es Deutschland verboten, Militärflugzeuge zu halten. Die wirk- - famste Abwehr von Luftangriffen, nämlich die Abwehr durch eigene Kampfflugzeuge, ist uns versagt. Um so größere Bedeutung kommt daher dem zivilen Luftschutz zu, der durch geeignete Maß? nahmen die Bevölkerung gegen die Gefahren, die ihr aus etwaigen Luftangriffen drohen können, schützen will. Da der zivile Luftschutz im Interesse der Landesverteidigung und im Interesse der gesamten Bevölkerung arbeitet, ist es erforderlich, die Maßnahmen des zivilen Luftschutzes weitmdglichst zu fördern, insbesondere auch dadurch, daß den Steuerpflichtigen, die Mittel für den zivilen Luft- schütz aufwenden, auf dem Gebiete der Einkommensteuer (Körperschaftssteuer) Vergünstigung gewahrt wird. Aufwendungen für den Luftschutz kommen unter den gegenwärtigen Verhältnissen in erster Linie bei industriellen Unternehmen (sog. Werkluftschutz), bei sonstigen Unternehmen mit großem Personalbestand und bei Hausbesitzern in Betracht. Hier handelt es sich im wesentlichen um Vorkehrungen zum Schutze des Personals, der Hausbewohner, der Werksanlagen, der Häuser usw. Es kommen beispielsweise tn Betracht: Bau von Schutzräumem Ausbau ober Herrichtung von vorhandenen Gebäuden oder Gebäudeteilen zu Schutzräumen, Beschaffung von Schutzgeräten (z. B. Gasschutz- und Feuerschutzgeräten), Alarmvorrichtungen, Vernebelungsvorrich- tungen, Sanitätsmaterial u. bergt, Anschaffung ober Herstellung von Fernmelbe- unb Verbunke- lungsanlagen, Aufstellung unb Ausbilbung besonderer Gasschutz-, Feuerwehr-, Entgiftungs- unb Sanitätstrupps in den einzelnen Werken Alle Aufwendungen, die Zwecken des zivilen Luftschutzes dienen, können bei Ermittlung des Einkommens aus Gewerbebetrieb, aus Land- und Forstwirtschaft und aus Vermietung und Verpachtung von unbeweglichem vermögen (einschließlich des Mietwerts der Wohnung im eigenen House) für Zwecke der Einkornrnen- nnd körperschaftssteuer im Steuerabfchnitt der Ausgabe voll abgefeht werden. Durch biefe Anorbnung wirb ben Steuerpflichtigen für Aufwenbungen auf bem Gebiete bes zivilen Luftschutzes eine wesentliche steuerliche Vergünstig gunq gewährt, wenn es sich um Anschaffung ober Herstellung von Gegenstänben hanbelt, beren Der- wenbung ober Nutzung sich bestimmungsgemäß auf einen längeren Zeitraum erstreckt. Die Anschaffungsober Herstellungskosten brauchen nicht auf eine Reihe von Jahre mit ber Maßgabe, baß jährlich eine Abschreibung erfolgt, verteilt zu werben, son- bern sie können für bie Zwecke ber Einkommen- steuer ober Körperschaftssteuer im Steuerabfchnitt ber Anschaffung ober Herstellung ber Gegenstänbe voll abgefetzt werben Die Zulässigkeit bes vollen Abzugs im Steuerabfchnitt ber Ausgabe wirkt sich, ähnlich wie bei ber Steuerfreiheit für Ersatzbeschaffungen (Gesetz zur Derminberung ber Arbeits- losigkeit vom 1 6. 1933), als Vorwegnahme fünf- tiger Abschreibungen aus Die folqenben Aufwenbungen für ben zivilen Luftschutz finb im Steuerabschnitt ber Ausgabe voll abzugsfähig: 1. Saufende Unkosten, j. SS. Ausgaben sür Werk- luWchuhangefleUle, für Entalftungsstoffe (Chlor- kalk, Chlaranun und Sodas, für Medikamente usw. unb Ausgaben für Jnstanbsetzung unb Instandhaltung von Gebäuden und Geräten für Zwecke bes Das Volk würbe zur Entscheidung gerufen, Nach feinem Willen hat es die Wahl. — Und vor uns brennt auf ber ?ukunft Stufen Der Freiheit leuchtendes Siegesfanal. Da gibt es kein Wägen, da gibt es kein Wählen, Da steht nur ein Wille auf Leden unb Tob. Das Volk wirb gerufen unb keiner darf fehlen, Mit Hitler für Freiheit und Frieden und Brotl Wir haben die Wahl zwischen Ehre unb Schande, Wir haben die Wahl zwischen Unrecht unb Recht. Wir haben bie Wahl, ob im eigenen ßanbe Der Deutsche Herr sein soll ober Knecht. Wir haben bie Wahl zwischen Nehmen unb Bieten, Wir haben bie Wahl zwischen Schwäche unb Kraft. Wir haben bie Wahl, ob ber Deutsche in Frieden Zukünftig als freier Arbeiter schafft. vorgedruckten „Ja" sein Kreuz einzufetzeu. .uei xu. unter „Nein" bleibt frei. Auf dem Stimmzettel für die Reichstagswahl wird in den Kreis hinter Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, 12. November. 22. Sonntag nach Trinitatis. Siavtorcye. 9.30 Uhr: Pfr. Mahr; 11: Kinderurche für die Matthausgemeinde, Psr. Mahr; 17: Kandidat Schmidt. — ^ohannescircye. 9.30: Pfr. Bechiolshei- mer; 11: Kindernrche für die üuEasgememoe; Pfr. Bechtolsheims 17: Pfr. Ausfeld, 20: Sibelbe|pre- djung im Iohannesjaal, Pfr. Müller. - Kapelle des Alten Frieohozs. 9.30: Kandidat North; 11: Kinder- kirche für die Luthergemeinde, Pfr. Lenz. — peirus- tapede. 9.45: Pfr. Trapp, Einführung durch Dekan Gußmann. — Saal der Neuen Krippe. 11: Kinder- kirche für die Johannesgemeinde; Pfr. Ausfeld. — D.eieck. 9.30: Beichte, 10: Predigtgottesdlenst, im AmHiuß Feier des hl. Abendmahls. — Alien-Bufeck. 1g- Gottesdienst. — Großen-Bujeck. 10.30: Gottesdienst, 11: Beichte und hl. Abendmahl. — Oppenrod. 8.30: Gottesdienst. — Steinbach. 10. — Albach. 12.30. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst: 11: Abendmahl der Mädchen: 13: I.Kindergottesdienst; 13.45: 2 Kindergottesdienst. — Klein-Linden. 9: Gottesdienst und hl. Abendmahl für die weibliche Jugend; 11: Kindergottesdienst. — Kirchberg. 10; 11: hl- Abendmahl für die Jugend von Lollar. — Mainzlar. 13.30. — Haufen. 13. — Garbenteich. 10.45. — Watzenborn-Sternberg. 9.30: Pfr. Steiner (Hausen).— Grüningen. 13.30: Pfr. Reujch (Leihgestern). — Langsdorf. 10: Kindergottesdienst, 11: Hauptgottesdienst. — Bettenhausen. 13.30: Hauptgottesdienst. katholische Gemeinden. Samstag, 11. November. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, 12. November. 23. Sonntag nach Pfingsten. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Jungfrauen und Hausangestellten; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt, 16.30: Versammlung der Jungfrauen-Kongre- gation; 17.30: Andacht. — Grünberg. 9.45: Messe mit Predigt. — Hungen. 9.30: Hochamt mit Predigt und Christenlehre. — Cid). 7.30: Hochamt mit Predigt; 20: Christenlehre und Andacht. — Lollar. 8.45: Messe mit Predigt. — Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt. Montag, 13. November. Laubach. 7.30 Uhr: Messe. Mittwoch, 15. November. Hungen. 7.15 Uhr: Messe. Oeffentticher Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, nur in dringenden Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244.45, Notruf Telefon 02. Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr. S t a d t p o st a m t: Für Schließfachabholer 7 bis 13 Uhr. Sanitätskolonne: Telefon 2500. 21 e r 3 t e: Dr. Mehl, Dr. Schäffer. Zahnarzt: Dr. med. dent. Breuning. Apotheke: Pelikanapotheke. Grünberg, 7. Nov. Heute fand hier eine Konferenz der evangelischen Gei st- lichen des Dekanats. Grünberg statt, zu der auch der Superintendent von Oberhessen, Oberkirchenrat D. Wagner, erschienen war Nach einer Andacht, die von Pfarrer Georgi (Ermenrod) gehalten wurde, eröffnete Dekan Schmidt (Grünberg) die Konferenz. Es wurden alsdann eine Anzahl geschäftlicher und kirchlicher Angelegenheiten besprochen Das vorgesehene Referat mußte wegen der vorgeschrittenen Zeit auf die nächste Konferenz verschoben werden MILLIONEN ^%eit Jan.1933neu eingestellt H Doktor Grildes Ehe. Originalromon von Z. Schneider»Zoerfil. II. Fortsetzung. Nachdruck verboten! Bor der Flurtür holte sie noch einmal tief Atem, ehe sie den Finger auf die Klingel drückte. Von innen wurde geöffnet. Der Gang war dunkel. Plötzlich löst« sich ein Heller Schrei von ihren Lippen. „Rolf!" Im gleichen Augenblick tat sich der Raum hinter ihr auf. Sie fühlte sich mehr hineingestoßen als geschoben. „Du fürchtest dich wohl vor mir!" herrschte Wellenberg sie an. „Sehr bezeichnend, daß du zu schreien anfängst, wenn du mich siehst." ,£\d) bin so sehr erschrocken, Rolf! Wo ist die Mama?" „Bei Christa!" Sie vergaß, daß sie Erstaunen markieren und Verblüffung hatte heucheln wollen, und begann am ganzen Körper zu zittern. „Bei Christa!--" „Ja!" Sie trat einen Schritt zurück, als er jetzt auf sie zuging und sich vor ihr aufpflanzte. Kein Ton entschlüpfte ihr. Die Augen suchten vergeblich dem Blick der seinen zu entrinnen. Aber es gelang ihr nicht. Immer wieder hielten sie die ihren fest. Mit einer raschen Bewegung faßte er sie unter das Kinn und hob ihr entstelltes Gesicht zu sich auf. Der Schrei, den sie ausstoßen wollte, erstickte unter dem Druck der Finger seiner linken Hand. „So eine gemeine Kreatur haben wir zur Schwester!" Als sie in die Knie zu brechen drohte, gab er sie frei. „Warum verdächtigst du mich?" weinte sie. „Bin ich schuld daran, daß--" „Schweig!" gebot er. „Ich bin auf der Hauptpost gewesen und habe mir den Beweis geholt, wann du den Brief an die Mama in Empfang genommen hast — zwei Tage vor deiner Hochzeit mit Grude. Ich war auch in seiner Wohnung und habe mir den Brief Christas dort geholt, den du am Hochzeits- morgen unter die eingelaufene Korrespondenz geschwindelt hast — auch dafür habe ich einen Zeugen." „Unmöglich!" rief sie. „Wer? — Du wirst mir sagen, wer das gesehen hat." „Das ist nicht nötig." „Die Lena!" „Du irrst! — Es war Dick!" „Dick!" Ihr Denken fehle aus. Die Lippen zu einem schmalen Spalt geöffnet, starrte sie ihn an, sah, daß es zwecklos war, zu leugnen und wappnete sich mit Trotz. „Und wenn auch! — Du kannst nichts mehr daran ändern. Ich bin nun einmal Grubes Frau." „Das bist du, ja. Ist dir nicht selbst Angst vor deinem erschlichenen Frauentum?" „Sag es ihm doch!" „Nein! Er darf nie um deinen Betrug wissen! Hörst du! Er, dem ich alles Glück der Erde gegönnt hätte, darf nie erfahren, wen er sich da zum Weibe genommen hat. Es wäre das Ende eurer Ehe." Sie zuckte die Achseln. „Wenn schon! Das geht doch nur ihn und mich an. Im übrigen —", sie reckte sich bereits wieder hoch, „müßtest du erst sehen, ob es zu einer Scheidung führen würde. Er hak mich sehr lieb! Jawohl! Und ich gebe ihn so leichten Kaufes nicht frei." „Du!--" Wellenbergs Beherrschung war zu Ende. Sie fühlte sich an beiden Schultern gepackt und gegen die Wand gestoßen, dann noch einmal und wieder. „Wenn du ihn nicht glücklich machst", drohte er, „wenn du ihn quälst--", er wollte aufs neue nach ihr greifen, aber sie entschlüpfte ihm und verschanzte sich hinter einen Stuhl, „dann stelle ich dich vor ganz Wien an den Pranger", vollendete er. „Jedes Blatt wird die Nachricht bringen, daß du deiner eigenen Schwester den Verlobten gestohlen host, daß du ihre Briese unterschlugst, um dich an die Stelle setzen zu können, die ihr zukam, — du — du —" „Schrei doch nicht so!" erregte sie sich und hielt sich verängstigt die Ohren zu. „Ich habe ihn doch geheiratet aus Liebe und nicht aus weiß Gott welch anderen Gründen. Und er ist glücklich! Schau doch selbst, ob er nicht glücklich ist." „Das kann ich mir denken", höhnte er. „Dann nicht — —" Sie war jetzt dem Weinen nahe. „Man könnte meinen, was das Wunder ist, seine Frau sein zu dürfen. Wenn er es nicht gewesen wäre, hätte ich todsicher noch einen anderen gefunden." „Du bist ein ganz erbärmlicher Charakter!" unterbrach sie Wellenberg. „Du kannst übrigens jetzt gehn! Was ich dir sagen wollte, hab ich dir gesagt. Ich werde mir erlauben, ab und zu nachzusehen, wie sich, euer Zusammenleben gestaltet." „O, bitte! —" Sie schlüpfte gewandt an ihm vorbei. Ehe er ihr noch die Flurtür öffnen konnte, war sie schon an der Treppe. Mit einem Ruck schleuderte er sie ins Schloß. Solange Lena Moore um Grude weilte, brauchte er nicht in Sorge zu sein. Sie würde ihn sicher verständigen, wenn dessen Ehe mit Madien zur Unmöglichkeit wurde. * Madlen hatte kaum eine Stunde gebraucht, den Schrecken über die Eröffnung ihres Bruders von sich abzuschütteln. Wenn auch Rolf und Dick um ihren Betrug wußten, — die beiden würden schweigen. Das war sicher. Daß das nicht ihretwegen, sondern nur um ihres Mannes Friedens willen geschah, beirrte sie nicht im mindesten. Die Hauptsache blieb, daß das Gleichgewicht wieder hergestellt war. Im Grunde genommen war es doch sehr hübsch, Grudes Frau zu sein, besonders des Morgens, wenn sie so gegen einhalbzehn Uhr erwachte, wahrend aus dem Sprechzimmer bereits die gedämpfte Stimme ihres Mannes erklang. Der gute Felitsche! Er war ein Muster von Pflicht- erfüllung. Sah nun schon wieder über zwei Stunden bei seinen Patienten, hörte ihre Klagen an und lauschte an ihren Herzen, die nicht mehr richtig funktionieren wollten. Oder an ihren Lungen, die einen Knacks bekommen hatten. Beinahe lauter Frauen! Brrr! Daß ihm das nicht manchmal über wurde! Männer zu behandeln, wäre entschieden leichter. Ach — und es war so fein, um diese Zeit noch im Bett zu liegen und sich mit wachen Augen seinen Träumen hinzugeben. Unten auf der belebten Straße ratterten die Autos, hupten die Krafträder, klingelten die Trambahnen. Das Mädchen brachte den Kaffee ins Schlafzimmer, dazu eine Schale mit Gebäck und einen Stapel Zeitungen. Felix selbst aß nur trockenes Brot. Süßigkeiten am Morgen wären nicht bekömmlich, sagte er. Dann mußte er 5 eben bleiben lasten, wenn es ihm nicht bekam. Ihr schmeckte es. Zuweilen kam er auf einen Sprung herüber und zog die Brauen hoch. „Aber, Kind, solange zu schlafen, ist ungesund." „Findest du? — Mir bekommt es aber prächtig! Nicht, Felitsche?" Sie schmeichelte dabei die Arme um seinen Hals und küßte ihn. Ihre Haut war wie Sammet, und der Duft ihres gepflegten Haares legte sich wie eine verführerische Welle um seine sonst so beherrschten Sinne. Sie wußte ganz genau, daß er in ihrem Banne lag und gab sich ein wenig eifersüchtig. „Wen hast du denn wieder drüben? — Was wimmern sie dir denn alles vor? — Ich kann mir das gar nicht denken: Krank fein! Huh! — Bleib noch ein bißchen bei mir, Fe- litfche!" „Ich kann nicht, Kind! Vielleicht später noch einmal. Ich muß jetzt wieder zu meinen Patienten." Sie warf ihm noch eine Kußhand nach und rekelte sich zufrieden in die Kissen. Er war doch ein guter Kerl. Und sie hatte ihn lieb. Nicht einmal vor Christa hatte sie mehr Furcht. — Nur vor Rolf. Er konnte so hanebüchen grob (ein. Und Dick hatte so einen feinen Spott um die Mundwinkel, wenn er sie an-, sah. Der stach wie Nadeln. Aber die beiden würden ja schweigen. Ihre Toilette nahm eine volle Stunde in Anspruch. Wenn Grude gegen elf Uhr zu seinen Patienten fub-, kam sie ein Stückchen mit, machte einen Bummel durch die Stadt, gab die Zeit an, wann er sie wieder holen sollte und küßte ihn zum Abschied. Es gab fast nie eine Reibung zwischen ihnen. Ab I und zu mal ein Wortgefecht Lenas wegen, das war | alles. Jedenfalls war ihr jetziges Dasein paradiesstch I gegen das bei den Ettern zu Hause. Man hatte nach außen immer zu repräsentieren gehabt und darum anderweitig immer und ewig sparen muffen. Und jetzt hatte sie Geld. Grude fragte nie: „Wozu brauchst du es?" Er gab nur, ließ sich umarmen und lächelte nachsichtig, wenn sie mit Päckchen und Paketen beladen zum Auto kam. Geduldig hals er ihr beim Verstauen. Niemals hörte sie einen Vorwurf ober eine Mahnung von ihm. Sie fand ihn geradezu entzückend. Deshalb dünkte es sie auch unerhört, als er ihr eines Tages beim Ueberreichen des Schecks zwischen Scherz und Mahnung die Bitte unterbreitete: ,Lst es dir möglich, dich etwas einzuschränken, Madien? Wir haben in den legten drei Wochen sechshundert Schilling gebraucht." Er sagte „Wir", um sie zu schonen. Aber Taktgefühl war ihr fremd. Mit einem Hochziehen der Schulter spottete sie: „3ft das zuviel?" -Zo!" „Gott!" Sie setzte sich im Bette hoch und überflog seine tadellose Erscheinung. ,Zch habe neulich in deinen Büchern nachgesehen! Du verdienst genug.“ Es gab ihm einen Stich. „Dann kennst du auch meine Auslagen", sagte er beherrscht. „Oh! Dafür hatte ich weniger Intereste!" Sie schob die Decke zurück und setzte die Füße auf die Fellunterlagen. In die kleinen Seidenpantoffeln schlüpfend, ging sie noch dem Toilettentisch und bog bas Gesicht weit gegen den Spiegel. Als sie ihn noch immer auf demselben Fleck stehen sah, spottete sie: „Worüber denkst du nach, Felitsche?--Wohin die sechshundert Schillinge gekommen sind?" „Ja!“ klang es hart. ,Lch habe mir zwei Apparate bestellt, die ich notwendig brauche. Und ich bin gewöhnt, bar zu bezahlen.“ „Ich auch!" Ihre Augen schillerten ihn durch den Spiegel böse an. „Du hast eine Garderobe wie ein Fürst!" „Die hatte ich schon vor unserer Hochzeit. Es ist nichts dazu gekommen seither", verteidigte er sich apathisch. Es war ihm peinlich, daß der Morgen mit Streit begann. „3m übrigen kann ich als Arzt nicht in abgetragenen Kleidern gehen. Zu Hause wurde sie allenfalls mein weißer Mantel decken. Aber ich liebe es, auch unter dem Mantel einen sauberen Hock zu tragen." „3a, ja!" rief sie, hielt sich die Ohren zu und warf sich in den Frisierstuhl, der so zierlich gebaut war. daß er sogar unter ihrer Schlankheit ächzte. „Alsor ,üßir‘ werden uns einschränken!--Sei jetzt zufrieden und geh zu deinen Damen.--Nein, warte einen Augenblick!“ Sie sprang auf und stand ihm mit glühenden Wangen gegenüber. „Ist es notwendig, daß du immer die Lena mitnimmst, wenn du nachts wegfährst?" „Wenn's nicht notwendig wäre, würde ich es nicht tun--" (Fortsetzung folgt ) Fernempfang auf allen Wellen 1 ohne Bedlenungaschwlerlgkelten mit Lorenz-„Supercelohet“ Der OroB-Smpe- rn It dynam. Lautsprecher und K u riwe 11 e n te 11 Lorenz-„Supercelohet“ mit Röhren 298.- RW. Glatt Karten! Ihre Vermahlung geben hiermit bekannt Hans Trankner und Frau Tom, geb. Schmid Gießen Gießen Lahnhofstraße 31 Dostengaste 26 ............................ ........... ..............6922 D I Metallbetten Matratzen R9,7D Federbetten Steppdecken Kolter preiswert und zuverlässig bei GEBR. SEELBACH jetzt: Seltersweg 20 I Lichtspielhaus ■ Gießen I Täglich 4. 6 u. 8.30 Uhr, Sonntag ab 3 Uhr I bis Dienstag eeaoc I I Der unerhörte Erfolg! Die große Üfa-OperetleI I „Walzerkrieg" I I mit Beaete Silier, Willy Fritsch, Paal Hörbiger, I Hanna Waag, eine bekannte Gießnerin. I 1 in Beiprogramm: Nene Üla-Ton-Woche. I I Da* 15. Deuthche Turnfewt In Stuttgart 19.33 I I_________ Sonntagabend Bekanntgabe der WaMreanltate. | Mn IN allen Größen äußerste Preise ständiges Lager von zirka 5000 Stück WW Papierhandlung DckorntionS-Artikel Sieben, mausvurg 7 Ssltf 4073. eeuD Kräuterhaus Brust-undLungen- Hustentee gog. alten Schleim, Katarrh uew. tiä Pf., 1-10 M. Kräuterbäder in vielen Sorten. Irisiertes gea Leiden. Kräuter hau s L.OUN6 Gießen, L d. Schalstr. Illlllllllllllllllllllllllllllllllll CooMirte (frntfdnilbungovcr» fahren bearb.esisD <*mn. Kirchner, AinNahrungshg.16 llllllllllllllllllllllllllllllllllll Anmachholz Bestellung erbitten wir dnekt an lins, möglichst per Postkarte ~)K3SD vlunostagewerl collar B. Nuhn. Collnr. 2 8 5 0 58 GEWINNE U.2PRÄMIEN RM LOS PREIS 1 REICHSMARK 1500000 sk200 000 00 000 s~150 000 :.v.,=r 5 000 H.Geld LoBerie FÜR ARBEITSBESCHAFFUNG LOSE ÜBERALL ZU Für die anläßlich unserer fflb. Hochzeit in so reichem Maße erwiesenen Aufmerksamkeiten banken wir herzlich Sans preiß und Frau Gießen (Wetzlarer Weg 80), 11. Rov. 1933 ...................................... , 613 Hahresfesf der Cvang. Stadtmissfon • Sonntag, b. 12. Nov., nachm. 3 Uhr und abends 8'/. Uhr. Festredner: Hr. Direktor Pfarrer Weller, Frankfurt/TU. u. and Jedermann ist berzl. eingeladen. Einige neue irische und amerikanische Oefen ältere Modelle, gibt billig ab uitA Edgar BomnaoD, Eispnhaodlooü. Heilkräuter DiesjährigeX Ernten in \ affermlnzteei ^Pfund wirksame Werbe-Drucksachen liefert die BrUhl'sche Druckerei Zn Vorstadt Frankfurts luobner. fll. ’*aitn. lEckwirtschait) mit 5 Wobnräumen,Kolleg kl. Saal Hoch» garten, Wurstküche evtl. Laden für INetzger geeignet günstig ,u nertaufen evtl, zu verpack- ten.Angebote unterJ.P. 453 an ftodi und .VI um betank m. b.H.,Franfurt tu M.. ttaikerstraße 5 wnv