?on e. e für ** di° S °lke. nb gen°!°U°f. Ä Cz el'° Äiutn k Soften '200 den. M,} kleinen *bäy**2 en 6?, 1 n Serben. ir. 4ms* -«ft;,*» Wr ^n- Wt. Set rtenrob unb Lehrer " ben einstweiligen So nDnt?ber ÖCrben °°"?tagsrü». IMrt, öie -W M. für öie Rtte ^aaentkWe. olizeidiener jfir itct. «ien, ivurde für n'iifchpu in den t. röe zuui Feldlabteilung Ib, ote-tireuz-Gelü- is 17.?ezember enders" im Ge- 934. Die Ber- änbigen ^reis- abteilmvy, Ib> , Wau 5)essen- tz'rlaubnis er- egenüänden zu- jlt für Haus - 3. bis 31. März reckt üch aus den i jeden Monats und aus -amm- nilichen Veran- l llr. 258 Erster Blatt 185. Jahrgang Mittwoch, 11. Moder 1935 tr|d)etnt «agllch, außer Sonntags unb Feiertag» Beilagen; Die Illustriert« kiehener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholl- Olonats-Bcingsprcis: Nit 4 Belagen RM. 1.9b Dt)ne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. e -.25 tiud) bei Nichterscheinen Ion einzelnen Nummern njolge höherer Gewalt. Zernfprechanschlitsse m lerSammelnummer 2251. Inschrift für Drahtnach« id)ten: Anzeiger ©icften. postschecttonto: jranffurt am Dinin 11686. Gietzemr Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vrnck nnt> Verlag: vriihl'Zche UnlverfitStrGuch. and Steindruckerel 8. rang« in Netzen. Schristleltung und Seschästsftelle: SchnNtratze 7. Annahme van Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrist 20°/, mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Or.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst D lumschein und für den Anzeigenteil i.D.TH.Kümmel sämtlich in Bietzen. Landnöten. Die große Rede des Vizekanzlers von apen vor dem Verband Mitteldeutscher Jndu- ilieUer in Frankfurt a. M. ist ein Aufruf, der weit )er den Zuhörerkreis hinaus von Bedeutung ist. ajen umriß die Aufgaben des deutschen Unter- ih'iners und seine Initiative im neuen Staat und em schließlich auf die außenpolitische Lage zu spre- । en, der er sehr bemerkenswerte Worte widmete. 15 ist eine alte Erfahrung in der Geschichte, daß n:u e Anschauungen sehr schwer bei den breiten Dassen durchsickern und bei.ihnen die richttge Wer- •hng finden. Der Staatsmann durchschaut längst bc Dinge, aber er ist an das Gesetz der Nation inii ihre Idee gebunden und kann daher oft nicht Bit der nötigen Schnelligkeit die wünschenswerten Maßnahmen treffen. In dieser Lage befinden sich wt)[ eine Reihe von Regierungen in Europa, die iurd) das mangelnde Verständnis ihrer Völker für die Neuordnung in Deutschland sich noch nicht offen zr einer positiven Politik gegenüber Deutschland erischließen können. Die jahrzehntelange Verhetzung des ganzen Auslandes gegen den deutschen Rationalismus, die Nachwirkungen der Kriegs- -topaganda und ihre Neuauflage haben im Aus- knö, wie Papen bemerkt, einen Mangel an Ver- ftänbnis für die Umwälzung im deutschen Staats» mi) Wirtschaftsleben erzeugt. (Es ist gut, daß das deutsche Volk die Erfahrung Liriacht hat, daß ein großes Ziel nur durch die Klarheit des Wollens, durch unbedingten Glauben unb vor allem durch eine eiserne Führung erreicht Herben kann. Darum erscheint uns die Rede des kizekanzlers so bedeutungsoll, denn sie geht mit ter vornehmen Geste des auf weite Sicht Hand einten Politikers über das etwas allzu langsame Spiel ter Kräfte, über manche Stimmen des Auslandes, über die nervös hastige Aktivität der Diplomaten ir manchen Teilen der Welt hinweg. Mit ruhiger kicherheit arbeitet Papen die Tatsachen heraus unb unterstreicht mit seinen Sätzen das Bild ziel- tewußter Staatsführung, das der Führer nach Jah- rtn mühevollen Ringens nach innen und außen hin ojigeftetlt hat. „Der Nationalsozialismus hat die Shtion zu einer so starken seelischen Einheit z u s a m m e n g e s ch m o lz e n, daß 6k|e Einheit genügend Kraft aufbringen Mrd, alle Schwierigkeiten der Wirtschaftslage, mö- mn sie.zeitlich und praktisch noch so groß sein, zu überwinde n". Die eindeutige Politik des Natto- vchozialismus, zu der sich das ganze deutsche Volk in dem frohen Gefühl, von den alten Unklarheiten nlost zu sein, einmütig bekannt hat, wird auch das ti.Ifad) noch in irrigen Auffassungen befangene La-Iand achten lernen. „Deutschland will im Frieden leben und -a beiten." So hat es Röhm gesagt, so hat es fijring erklärt, so hat es Papen betont und so hat «- der Führer selbst verkündet. Und weil der natio- Mlsozialistische Staat den üblichen Mätzchen der Mrnationalen Diplomatie abhold ist und in der nationalsozialistischen Bewegung der Garant Hec-Ehrlichkeit des deutschen Wollens vilanden ist, können wir „im Besitz eines guten ^wissens und im Anspruch auf ein gutes Recht ter Entwicklung ruhigen Auges entgegensehen", Mirn auch „die nächsten Tage und Wochen viel- lkch, eine harte Nervenprobe für das deutsche Volk Meuten". Entscheidend sind immer die besseren 1h td en, und sie sind im Besitz jenes Volkes, das in absoluten Glauben an sich und feine Führung bereit ist, den Marsch in eine bessere Zukunft anzu- . inten. * Aon 1. Oktober ist das von der Reichsregierung «tlalfene Reichs erbhofgefetz in Kraft ge= treten. Das Gesetz wird für die Entwicklung Deutsch- Icnds von der größten Bedeutung fein. Das Erb- hcfrecht ist auf deutschem Boden entstandenes Recht. Vmndlegende Wandlungen schafft es nur in den Seiten Deutschlands, in denen es bisher nicht be» ßlmb. Wo wir am Erntedankfest den Bauerntag lipangen haben, im hannoversch-westfälisch und tipp i|d)en Land und bis herauf an die Küste, in Kiesland, die Wasserkante, Schleswig-Holstein usw., .ÄH ist der Erbhof immer gewesen und wird er imner sein. Nach dem Reichserbhofgesetz heißt nur 8-r Eigentümer eines Erbhofes Bauer. Der Eigentümer oder Besitzer anderen land- oder forst- mrtfchaftlich genutzten Grundeigentums heißt Lo n b ro i r t. Andere Bezeichnungen für Eigentümer oder Besitzer land- oder forstwirtschafllich geatzten Grundeigentums sind unzulässig. Die Be- »üsbezeichnung der Eigentümer soll in den Grunb- titzern allmählich entsprechend geändert werden. Sdusr kann nur sein, wer die deutsche Staats» aügchörigkeit besitzt und deutschen ober stamme ; g l e i ch e n Blutes ist. Deutschen ober s-üanmesgleichen Blutes ist nicht, wer unter seinen Drjahren väterlicher- ober mütterlicherseits jübi- (ifcs ober farbiges Blut hat. Stichtag für bas Dor- hflndensein biefer Voraussetzungen ist ber 1. Januar liOQ. Ist es zweifelhaft, ob bie Voraussetzungen □erliegen, so entscheibet bas Anerbengericht. Lieser Begriff des Bauerntums wirb in dem von btr Reichsregierung erlassenen Reichserbhofgesetz ifrtzesetzt. Die Reichsregierung will durch dieses Dietz unter Sicherung alter deutscher Erbsitte das Bauerntum als Blutquell des deut» f-ssn Volkes erhalten. Die Bauernhöfe sollen Str Ueberschuldung und Zersplitterung im Erb- geng geschützt werden, damit sie dauernd a l s Brbt u m der Sippe in ber Hanb freier Sauern verbleiben. Es soll auf eine gefunbe irteilung ber landwirtschaftlichen Besitzgruppen .^gewirkt werden. Denn eine große Anzahl lebens» ,:ä)iper kleiner und mittlerer Bauernhöfe, möglichst »gUchmäßig über das ganze Land verteilt, bildet ufli beste Gewähr für die Gesunderhaltung von Volk IW Staat. Als Erbhof soll ein land- ober forst- Märende Vorbesprechungen in Gens. Eine Aussprache Nadolnys mit paul-Boncour.-Die Amerikaner schalten sich als Vermittler ein. Gens, 10. Oft. (TU.) Botschafter Nadolny hat im Laufe des Dienstag Einzelunterredmigen mit Norman Davis, Paul-Boncour und dem italienischen Marquis S o r a n j a gehabt. Die Unterredungen mit Norman Davis und Paul- Boncour waren von längerer Dauer und haben nach deutschen Mitteilungen wesentlich dazu beige- trägen, datz der grundsätzliche deutsche Standpunkt von neuem den Vertretern der amerikanischen und französischen Regierung i n allen Einzelheiten dargelegt werden konnte. Ebenso sind von der Gegenseite dem deutschen Vertreter eingehende Mitteilungen über die jetzt angestrebten neuen Vorschläge gemacht worden. Die Besprechungen, die Mittwoch fortgeführt werden, haben nach deutscher Auffassung wesentlich zur Klärung der Lage beigetragen, lieber den Inhalt dieser Unterredungen werden nähere Mitteilungen von den beteiligten Seiten nicht gemacht. In unterrichteten Kreisen besteht jedoch der Eindruck, daß die amerikanischen Vertreter sich weitgehend in die Verhandlungen eingeschaltet haben und eine von allen Seiten begrüßte Vermittler- t ä t i g f e i t ausüben. Die Sanktionsfrage soll, wie verlautet, zur Zeit in den Hintergrund gerückt sein. Dagegen sollen von amerikanischer Seite Bemühungen im Gange fein, eine auch für Deutschland tragbare Lösung der Frage der Kontrolle und der Militärluftfahrt zu finden. Dazu meldet bas englische Reuter-Büro aus Genf, bei ber Unterrebung zwischen Botschafter Nabolny unb Außenminister Paul-Boncour fei ber Ton ber Ausführungen des deutschen Delegierten äußer st versöhnlich gewesen. Er habe Deutschlands dringenden Wunsch nach einer Abrüstungskonvention betont. Die Unterredung zwischen Nadolny unb Norman Davis scheine bei den Amerikanern einen günstigen Eindruck gemacht und die Spannung etwas erleichtert zu haben. Im Laufe der Unterredung habe Norman Davis auf Veranlassung seiner Militärsachverständigen um Einzelheiten bezüglich der deutschen Forderungen nach Waffenmustern ersucht. In einer Meldung des Genfer Korrespondenten der „Daily Mall" heißt es, Norman Davis habe sich Herrn Nadolny gegenüber sehr freimütig geäußert. Der deutsche Delegierte machte keine großen Schwierigkeiten wegen der vorgeschlagenen vierjährigen Kontrollperiode, aber er sei nicht bereit, dem Gedanken zuzustim- wirtschaftlicher Besitz gelten in der Größe von mindestens einer Ackernahrung und von höchstens 125 Hektar. Dieser Erbhof geht ungeteilt auf den Anerben über. Er bildet hinsichtlich der Erbfolge einen besonderen Teil der Erbschaft. In erster Linie sind die Söhne des Erblassers als Anerben berufen. Der alte Bauer kann bestimmen, daß der Anerbe als Zusatz zu seinem Namen den Namen des Hofes führt. Die übrigen Abkömmlinge des Erblassers werden, soweit sie Miterben oder pflichtteilsberechtigt sind, bis zu ihrer Volljährigkeit auf dem Hof anaemeffen unterhalten und erzogen. Sie sollen auch für einen dem Stande des Hofes entsprechenden Beruf ausgebildet werden. Nach Maßgabe der Mittel des Hofes sollen die Söhne, wenn sie sich selbständig machen ober bie weiblichen Abkömmlinge bei ihrer Verheiratung ausgestattet werben. Von größter Bebeutung ist hierbei bas Z u - f l u ch t s r e ch t. Die nicht erbberechtigten Angehörigen des Anerben können, wenn sie währenb ihres Lebens unverschuldet in Not geraten, auf dem Erbhof Zuflucht suchen. Diese sogenannte Heimatszuflucht muß der Anerbe feinen Verwandten gegen ßciftung einer angemessenen Arbeitshilfe gewähren. Das außer dem Erbhof vorhandene Vermögen des Bauern vererbt sich nach den Vorschriften des allgemeinen Rechts. Der Anerbe hat für den liebergang des Erbhofs k e t u e Erbschaftssteuer oder Grunderwerb s- steuer zu zahlen. Im Zusammenhang mit dem Erntedankfest und dem Tag des Bauern verlohnt es sich, auch einen Blick auf die nationalpolitischen Zusammenhänge der Agrartechnik zu werfen. In Weimar ist soeben die Herbstoersammlung der Deutschen Land- wirtschafts-Gesellschaft durchgefuhrt war» den. Die drei Buchstaben DLG. haben seit nun bald fünfzig Jahren einen guten Klang beim deutschen Bauerntum. Hier haben sich seinerzeit unter Führung des genialen Dichter-Ingenieurs Max Eyth fortschrittliche Landwirte zusammengesunben, um aus kleinen Anfängen heraus allmählich die Organisation der b e r u f s st ä n d i s ch e n Selbst- Hilfe auf den Gebieten der Agrartechnik und der Betriebswirtschaft zu bilden und die Zusammenarbeit mit Technik und Wissenschaft in geregelte Formen zu bringen. Dreimal im Jahr wartet die Landwirtschaft auf die Ergebnisse der öffentlichen DLG.-Arbeit. Einmal ist es bei den großen Winterversammlungen in Berlin, die sich im Laufe der Jahre zu den Grünen Wochen entwickelt haben. Dann sind es im Frühsommer die Wanderausstellungen, deren nächste 1934 in Erfurt stattfindet. Schließlid) kommt im Herbst die Herb st Versammlung hinzu, die gleichfalls jeweils an einem anderen Platz des Deutschen Reiches stattfindet. men, daß es während dieser Zeit keine wirksame Abrüstungsmaßnahme geben solle. „Europa erwache." Ein italienischerMahnruf an dasAbendtand Rom, 10. Oft. (TU.) Der Direktor der „Tribuna" und Mitglied des Großen Faschistischen Rates, Forges D a v a n z a l i, schreibt unter dem Titel „Europa erwache": Man dürfe Gegenwart und Zukunft Europas nicht an die Ausstattung mit schweren Kanonen. Panzerwagen oder Jagdgeschwadern knüpfen. Die wahrere und größere Gleichberechtigung Deutschlands sei die, daß das antimarxistische und antiplutokratische Dritte Reich berufen werde, gemeinsam mit den europäischen Großmächten zu handeln. Die Abrüstung, die auch die von den Friedensverträgen geschaffene Ungleichheit korrigieren müsse, sei zweifellos die korrekte Tatsache, auf die sich eine Versöhnungspolitik zu stützen habe. Europa habe eine tiefe Prüfung fei ne s Gewissens nötig. Wenn man den furchtbaren Geburtenrückgang der europäischen Kulturstaaten und auch in den Vereinigten Staaten betrachte und gleichzeitig lese, daß Japan mit einem immer noch unerhörten Geburtenkoeffizienten einen jährlichen Zuwachs von über einer Million verzeichne, so komme man zur lleberlegung, ob es nicht eine der tragischen Seiten der abendländischen Kurzsichtigkeit sei, zu glauben, Rang unb Kraft der Staaten könnten in Gegenwart und Zukunft unwiderruflich bestimmt werden nur durch eine Differenz in der Bewaffnung mit schwerer Artillerie ober Tanks ober Bombenflugzeugen. Heue Verschärfung im Streit um die Osichiuabahu Berlin, 11. Oft. (CNB. Funkfpruch.) Der Streit um bie Ostchinabahn, bie von ber Sowjetunion seinerzeit ben Japanern bzw. bem neuen manbschurischen Staat zum Verkauf angeboten würbe, hat sich erneut verschärft. Nachdem die Verhandlungen, die in Tokio geführt wurden, zunächst einen günstigen Verlauf zu nehmen versprachen, gerieten sie bei der Debatte um den Kaufpreis ins Stocken. Die Japaner, die offenbar damit rechneten, daß im weiteren Verlauf der politischen Entwicklung, insbesondere der Konsolidierung des Mandschukuostaates, die Russen die Bahn für einen niedrigeren Preis verkaufen würden, und für die zudem bie Ostchinabahn aus geographischen Grünben nicht bie gleiche strategische Bebeutung besitzt, wie ehebem für bie Sowjetunion, zeigten keine Neigung, auf bie sowjet- russischen Preisforberungen einzugehen. Enbe September würben vier leitenbe Sorojetange ft eilte ber Ostchinabahn von ben manbschurischen Behörben verhaftet. Die Def» fentlichkeit ber Sowjetunion erklärte nun, baß biefe Aktion auf Betreiben b e s Führers ber manbschurischen Delegation bei ben Tokioter Eisenbahnverhanblungen erfolgt sei unb baß bie intellektuelle Urheberschaft ben Japanern zutzuschreiben fei. Nunmehr finb von ber Somjetregierung vier angebliche Geheimboku- mente veröffentlicht worben, aus benen eine Bestätigung bieser Behauptungen zu entnehmen sein soll. In Tokio hat bieser Schritt naturgemäß ungeheures Aufsehen unb lebhaften Prote st yeroorgerufen. Man will aber ben Bericht bcs japanischen Botschafters in Moskau abwarten, ehe man einen biplomatifdjen Schritt tut. Nach Mel- bungen, bie aus Moskau hierher gelangen, dauern die Eingriffe der örtlichen mandschurischen Behörden in die Verwaltung der Oft» chinabahn noch an. Der sowjetrussische Direktor der Bahn soll die Maßnahmen des mandschurischen Vizedirektors widerrufen haben. Man wird die Drohungen, die aus Anlaß dieses Konfliktes in Moskau ausgeftoßen werden und die von einer Gefährdung des Friedens im Fernen O ft e n durch Japan sprechen, nicht allzu wörtlich nehmen dürfen. Denn» ohne diese Begleitmusik, mit der die in Wahrheit zur Diskussion stehenden höchst einfachen Geldfragen übertönt werden sollen, scheint es bei diesem Handel nicht zu gehen. Japan droht mit Maßnahmen gegen die Gowjetpreffe. Tokio, 10. Oft. (TU.) Dienstag früh fand eine Sitzung des japanischen Kabinetts statt,, in der Außenminister Hirota Japans Beziehungen zu Mandsd)ukuo und Rußland erörterte, und auf die letzten russischen Veröffentlichungen Aber diesmal hat die Herbsttagung in Weimar nod) eine besondere Bedeutung gehabt. Neben bie Selbsthilfe bes fortschrittlichen Bauerntums ist bie staatliche Bauernpolitik getreten. Dazu ist bie stänbische Durchglieberung im Nährstanb gekommen, bie nun in reibungsloser Ausgestaltung eine zweckoolle Absatzorbnung unb Preissicherung für Erzeuger unb Verbraucher erlaubt. Damit finb auch bie Gesichtspunkte für bie lanbwirtschaftliche Erzeugung anbere geworben. Hinter bem Bauern steht nicht mehr bie Konjunkturpeitsche, ber er bei feiner nahirgebunbenen Produktion nicht gewachsen ist. Wir kennen den volkswirtschaftlichen Bedarf zur Versorgung des deutschen Volkes. Wir wissen auch ungefähr, was wir aus dem deutschen Boden bei Anspannung aller Kräfte herausholen können. Diese beiden Faktoren allein sind nunmehr für die Einordnung der Agrartechnik in die nationale Verantwortung maßgebend. Das bringt zunächst erhebliche Betriebsum- st e 11 u n g e n für jede einzelne Bauernwirtschaft mit sich. Hier die tatsächlichen Möglichkeiten abzu- mägen und die konkreten Ziele für die Mannigfaltigkeit der bäuerlichen Erzeugung aufzustellen, war die wichtige Aufgabe dieser DLG.-Tagung in Weimar. Solche Fragen können nicht mit einer einheitlichen Parole gelöst werden, weil die Verhältnisse bei jedem einzelnen Betrieb verschieden liegen. So werden die Tagungsteilnehmer von Weimar die grundsätzlichen Feststellungen hinaus» tragen ins Land, wo dann die Anpassung an die örtlichen Verhältnisse erfolgt. Allgemein läßt sich nur sagen, daß jeder Betrieb versuchen muß, in sich so vielgestaltig wie möglich zu wirtschaften, um jede Nutzung wirklich voll auszuschöpfen und damit dazu beizutragen, daß auch der entsprechend vielgestaltige Bedarf der Verbraucherschaft gleichmäßig auf allen Gebieten gedeckt werden kann. * Vor dem Reichsgericht in Leipzig hat der letzte Termin in dem Prozeß des Hauses Braunschweig- Lüneburg gegen den Preußischen Staat um die Aufwertung des sogenannten Welfe n f o p d s stattgefunden. Verkündungstermin ist noch für diesen Monat angesetzt. Im ersten Stadium hat das Reichsgericht bereits entschieden, daß eine Zahlung an das Weifenhaus zu erfolgen hat, jetzt ist nur noch darüber zu entscheiden, wieviel gezahlt werden müsse. Die Akten dieses Prozesses gehen bis in die Zeit des Fürsten Bismarck zurück, als dieser um die Einigung Deutschlands kämpfte. Nach bem Krieg von 1866 wurden der Herzog Adolf von Nassau, der Kurfürst von Hessen-Kassel und der König Georg von Hannover depossediert und ihre Länder Preußen einverleibt. Der Herzog von Nassau wurde mit 9 Millionen Talern in Preußischen Staatspapieren abgefunden, der Kurfürst von Hessen erhielt eine Dotation von jährlich 300 000 Talern, Mit bem König von Hannover wurde durch Vermittlung des damaligen Abgeordneten Windthorst ein Abkommen getroffen, wonach dem König 16 Millionen Taler, davon 11 Millionen in 4V2 v. H. preußischen Papieren und 5 Millionen in bar gezahlt werden sollten. Nach der Meinung des Fürsten Bismarck sollte dem König soviel Einkommen gelassen werden, daß er inmitten des reichen dänischen Adels mit Anstand ohne beschämende Erinnerung an politisches Unglück leben könnte. Von ber Abfinbungssumme würben aber bie Beträge abgezogen, bie ber König bei Ausbruch des österreichischen Krieges nach England gebracht hatte. Das Preußische Abgeordnetenhaus genehmigte den Vertrag mit großer Mehrheit. Aber schon kurz bar» auf würbe bas Vermögen König Georgs durch eine Notstanbsverorbnung beschlagnahmt. Zur Be» grünbung würbe ausgeführt, König Georg habe zur Feier feiner silbernen Hochzeit einen Trink- so r u ch auf bie Wieberherstellung bes Welfenhauses unb bie Rückkehr nach Hannover ausgebracht. Auch bie Beschlagnahme wurde vom Preußischen Landtag genehmigt und aus dem Vermögen wurde der Welfenfonds gebildet, der später die Bezeichnung „Reptilienfonds" erhielt. Bismarck hatte nämlich die staatsfeindlichen Kräfte, die aus den Mitteln des Fonds bekämpft wurden, bösartige Reptilien genannt. Die Einkünfte des Fonds wurden ausschließlich zurVerhinde- rung staatsfeindlicher Umtriebe verwertet, sie unterlagen keinerlei parlamentarischen Kontrolle unb waren vielfach Gegenstanb lebhafter politischer Erörterungen. Später würbe bann ein Teil ber Zinsen bem Herzog von Cumberlaub, bem Sohn bes Königs von Hannover unb Senior des Hauses Braunschweig-Lüneburg als der Cumber- länber Thronanwärter bie Tochter Kaiser Wilhelms heiratete, unb bie Welfen ihre Hoffnungen auf ben Hannoverschen Königsthron enbgültig begruben. Seitbem ist auch über bie Rückgabe bes Welfenfonbs verhanbelt worden, die teilweise durchgeführt wurde; teilweise aber blieb sie liegen, unb den Welfenfonds ereilte bas Schicksal aller münbelsicheren Anlagen: er verfiel der Entwertung burch bie Inflation. Nach ber Stabilisierung klagte bas Haus Braunschweig- Lüneburg auf volleAuf Wertung bes Vermögens unb zwar auf 40 Millionen Mark. Landgericht unb Kammergericht sprachen in ihrem Urteil aus, baß Preußen nur verpflichtet sei, auf Grunb bes Anleiheablösungsgesetzes m i t 8 o. H. aufzuwerten. Eine Entscheidung wurde damals nicht getroffen, weil bas Reichsgericht den Streit an bie Vorinstanzen zurückverwies unb inzwischen bas Preußische Abfindungsgesetz in Kraft trat. Danach hätte bas Haus Braunschweig-Lüneburg vier bis fünf Millionen erhalten. Die Gerichte billigten bem Welfenhaus aber etwa zehn Millionen zu und nun muß bas Reichsgericht bie endgültige Entscheidung treffen. über angebliche japanische Geheimdokumente in dem Konflikt um die ostchinesische Eisenbahn Bezug nahm. Die Regierung beschloß wegen der Berichterstattung der sowjetrussisc^n Telegraphen-Agentur in Japan eine strenge Verwarnung auszu- sprechen, weil ihre Behauptungen in der letzten Zeit in wiederholten Fällen nicht den Tatsachen entsprochen hätten. Sollte die Telegraphenagentur der Sowjetunion und die Vertreter der Sowjetpresse in Japan weiterhin ihre Kritik an der japa- ni(d)en Politik in einer Form ausüben, die das nationale Ansehen der japanischen Regierung außer Acht läßt, so müßte Japan diesen Pressevertretern nahelegen, aus Japan abzureisen. Die Entschließungen zur Minderheitenfrage. Deutschland lehnt den teil 2 ab. Genf, 10. Okt. (WTB.) Die drei vom Unterausschuß ausgearbeiteten Entschließungsentwürfe iTb »r d i e Minderheitenfrage sind im Politischen Ausschuß ohne erhebliche Aussprache angenommen worden. Die Entschließungen, die noch der Zustimmung der Vollversammlung bedürfen, haben folgenden Wortlaut: 1. Die Versammlung spricht unter Bezugnahme auf ihre Empfehlung vom 21. September 1932 die Hoffnung aus, daß die Staaten, die gegenüber dem Völkerbund durch keine rechtlichen Verpflichtungen Hinsicht- llch der Minderheiten gebunden sind, dennoch bei Behandlung ihrer Minderheiten der Basse. Religion oder Sprache mindestens das gleiche Maß der Gerech- tigkeilundToleran; beachten werden, die von den Verträgen und nach der ständigen Praxis des Völkerbundsrates gefordert wird. 2. Die Versammlung ist der Meinung, daß die in Entschließung Br. 1 aufgestellten Grundsätze ohne Unterschied aus alle Kategorien von Staatsangehörigen, die sich von der Mehrheit der Bevölkerung durch die Rasse, die Sprache oder die Religion unterscheiden, Anwendung finden müssen. 3. Vie Versammlung ersucht den Generalsekretär, dem Völkerbundsrat die Aussprache in der Sechsten Kommission über die Gesamtheit der Minderheitenfrage zur Kenntnis zu bringen. Den Entschließungen 1) und 3), die nur formelle Bedeutung haben, yat die b e u t s ch e Delegation durch eine Erklärung des Gesandten von Keller zu gestimmt. Dagegen hat sie der Entschließung Nr. 2 ihre Zustimmung bereits im Ausschuß versagt, so wie sie in der Versammlung gegen sie stimmen wird. Die deutsche Delegation, so erklärte Gesandter von Keller, ist der Ansicht, daß der Anwendungsbereich der Entschließung sich auf die eigentlichen Minderheiten zu beschranken hat. Aus der Verhandlung im 6. Ausschuß und im Unterausschuß hat sich jedoch ergeben, daß mit der Entschließung 2), die die erste Entschließung nuslegen soll, in der Hauptsache bezweckt wird, die Behandlung der Juden in Deutschland in den An- Wendungsbereich der Entschließung ein jube> ziehen. Dies widerspricht der grundsätzlichen Auf- fassung der deutschen Delegation, wie sie der deutsche Vertreter in seinen Ausführungen im Laufe der Aussprache des Ausschusses dargelegt hat und nach denen die Frage in den Bereich der inneren Gesetzgebung Deutschlands fällt. Mstungsverstärkung der Schweiz Bafel, 10. Okt. (TU.) Der Schweizerische N a t i o n a l r a t bewilligte einen Kredit von 20 Millionen Franken, der dem Bundesrat zur Verfügung gestellt wird. 15 Millionen hiervon sind zur Erweiterung der militärischen Mate- rialrcseroen bestimmt. Bei der Aussprache wies das liberale Mitalied de Muralt (Waadt) auf die jüngsten Pressemeldungen hin, daß der deutsche Generalstab einen Durchmarsch durch den Schweizer Jura plane, um im Kriegs- falle schnell nach Frankreich vordringen zu können. Diese Meldungen erhöhten naturgemäß die Notwendigkeit, die Kriegsniaterialreseroen so schnell wie möglich zu ergänzen. Bundesrat M i n g e r, der Ches des Militärdepartements, erklärte, die Meldungen entfehrten nicht einer gewissen Sensation. Es sei selbstverständlich klar, daß die Nach- barn der Schweiz ihre Lage und die Verhältnisse des Landes bei ihren Aufmarschplänen mit in Be- rcchnuna zögen. Wenn die Schweiz mit ihrer Armee imstande sei, einen Durchmarsch rasch zu ver- hindern, so werde sich jede Großmacht hüten, einen solchen zu versuchen. Die Öffentlichkeit möge die Ruhe bewahren gegenüber solchen Meldungen, die nichts besonderes Neues besagen. Aber die entsprechenden militärischen Vorbereitungen müßten natürlich getroffen werden, denn die internationale Lage sei sehr verworren. Der Bundesrat werde demnächst dem Parlament noch eine weitere Vorlage zur Beschaffung von Rncgdmaterial in höhe von 85 Millionen vor- legen, so daß insgesamt Neuanschaffungen in höhe von über 100 Millionen Fran- k e n erfolgen. • Es muß aufs tiefste bedauert werden, daß der Bundesrat Mmger es nicht für erforderlich gehal- ten hat, die gemeine Propagandalüge des deutsch- feindlichen Propagandisten Poliakoff über einen angeblich geplanten deutschen Durchmarsch durch die Schweiz niedriger zu hängen. Daß Deutschland die Unabhängigkeit der Schweiz in keiner Weise anzu- tosten willens ist, haben eben erst die Reichsmini- ster Neurath und Goebbels in Genf dem Bundes- rat Motta gegenüber besonders betont. politische Giftmischer. Deutschland weist neue haltlose Verdächtigungen Poliakofftz zu rillt. Berlin, 10. Okt. (WTB) Amtlich wird mit- geteilt: Am 29. September ist bereit» eine Beröffent- Hebung de» unter dem Pseudonym Augur seit Jahren in der Londoner Preise in deutsch, feindlichem Sinne schreibenden Russen Polio- koffs über einen angeblichen deutschen Ein- marschplan durch die Schweiz nach Frankreich dementiert worden. Dieses Dementi verhindert Herrn Poliakoff nicht, seine ..Enthüllung" erneut in belgischen und französischen Büftern zu wiederholen. Der Gedanke, d a » a b g e r ü ft 11 e Deutschland, das der prmn Höfte# Sicher Hecks- mittel entbehrt, denke an eine Offensive wurde. ben Hobe, Zeuge seine in, daß der andere er oder später als er gemacht tagt. Ein Ersuchen der Reichskanzlei. Berlin, lUfe nenn uns b habt, daß zwei Leute mit Bran n PJTii I wird eder [enbar van der Lübbe: 3a. Oberreichsanwalt: wir mal durchexerziert, aber einmal fragen: haben teilet? haben andere van der Lübbe: Da» kann ich nichlsagrn. (Bewegung.) Dimitroff: Lr will nicht zugeben, daß er ein Werkzeug gewesen ist. Rechl»anwalt vr. 5 ad : Dimitroff hat gemeint, daß van der Lübbe ein mißbrauchte» Werk- zeug von anderen fein müsse. (Dimitroff: So ist es!) 3d) Halle es für meine pflicht, dem Senat da» zu unterbreiten und glaube, daß der Oberreich»- anwalt von sich au» hier vielleicht eingreifen wir». haben da» ja schon eiu- ich möchte trotzdem noch andere e» oorbe- 3hnen geholfen? M & Äod) m- daß er nur eine Person gese führung der Schnellfeuerkanone, mit der auf ein» ein Unterfeeboot darstellende Zielscheibe geschosiei Der nächsteZeuge, Kaufmann K u h l, sah aH einem Spaziergang, den er mit seiner Frau und einem befreundeten Herrn am Abend de» Reichstagsbrandes unternommen hatte, vorn Bismarck- Denkmal aus Lichtschein in zwei Fen st er« des Reichstags. Beim Näherkommen sahen sie, wie ein Vorhang in Flammen a u f g i n| Kuhl und sein Freund seien im Laufschritt bi» zu« Haus des Vereins deutscher Ingenieure geeilt, ao sie hineingerufen hoben: Reichstag brennt, Feuerwehr anrufen. Sie seien bann zurückgegangen und hätten bann auch Feuerschein in drei Parterr«- feftern des Reichstaas bemerkt. Einen offenstehendtnl haben sie nicht gesehen. Frow ma 9er Vreußische b( trfodrite äufn«! «r-ocün hat in lohnten fajt Bin. Die nordisch i, da» höchste r jken frühzeitig ktt, die ötftntlü «•■lr hat sich l k rm dusgebiß j wtnn d w «J Wit” *tn 5-ndPUn' | Nr jur jrtoe Anspruch« , 5qs an dielen i die Musi bauermchk, du I-btn den 2 Orden de» «Weißen Adlers" überreichte, ferner vom Marschall P i l s u d s k i und dem Ministerpräsidenten Jendrzejewicz, sowie vom Autzenmini- ster Beck empfangen. Am Nachmittag machte Titulescu beim s o w j e t r u fs i s ch e n Gesand - ten Antonow-Owsiejenko einen Besuch, um die rumänische Ratifikationsurkunde über ben Londoner Pakt Der Ostmächte, die bie Definition Des Angreifer» enthüll, zu überreichen. Anschließend sand in der rumänischen Gesandtschaft ein Frühstück statt, an dem auA Der Sowjetgeiandte teilnahm. Angesichts des Umstandes, daß zwischen Rumänien und Sowjetrußand keine offiziellen diplomatischen Beziehungen bestehen, wurde diese Einladung beson- ders beachtet. Titulescu hat dann Warschau ver- lassen. Jteueä englisches Kriegsflugboot. London, 10. Okt. (TU.) Ein neues schwer be- waffnetes Riesen-Flugboot für die englischen Luftstreitkräfte mit dem Namen „Perth", das in den ÄuTn^iWe'rte die Ereignisse In ber gleich^ fr A N Weise. Sie hatte ben Eindruck., baß t« nur eifll Mann war, der mit einem Fcuerbrand durch b« Wr t LÄture9 Erdgeschoß lief. Auch der Freund des Raufmanni k Kuhl, Buchbinder Freudenberg, macht etwa bi 1 recht». Gegenüber dem Fenster sa hen wir, wie die Flamme hochging. 3ch nahm an, daß ein Stör brannte, wir beobachteten eine weile bas Jener, darauf sagte ich zu dem Zeugen: „Rennen Sie doch schnell rüber zur Brandenburger- Tor-Wache und alarmieren Sie sie. Sagen Sie, daß derRelchstagbrenntk" Darauf rannte der Zeuge weg. Borsihender: war da» bestimmt auch Jlöter? Zeuge Buwert sagt, nach seiner Ansicht sei es Jlöter gewesen. Buwert gibt aber auf Borhalt zu, daß es sich auch um einen anderen Zeugen, Thaler, gehandelt haben kann. Der Zeuge Buwert schildert bann weiter seine Beobachtungen. Der Mann, der mich auf da» jener aufmerksam gemacht hatte, ging bann in Richtung Brandenburger-Tor wache weg. Rach ungefähr zwei Minuten sah ich bann mit einem Male im D arte r r e ein Jener, einen Lichtschein. L» sah au», a l » wenn ein Mann eine Jatfel in der Hand hatte und Damit Im Erdgeschoß in Richtung Brandenburger Tor entlang rannte. 3d) rannte mit unb zog Dabei schon meine Pistole. Vorsitzenber: van ber ßubbe behauptet, es sei ein Tischtuch gewesen, bas er hinter sich herschleifte, Sie sprechen von einer Fackel. Zeuge: Was ich sah, war höher, deshalb hielt ich es für eine Fackel. Einen Mann habe ich überhaupt nicht gesehen. Aus ben weiteren Bekundungen des Zeugen ergibt sich, daß er, nachdem er geschossen hatte, von Der Rampe sprang und zu dem Fenster lief, in das er geschossen hatte. Das Licht war aber verschwunden. Als ber Zeuge nun bie Freitreppe wieder hinaufging, sah er den Wachtmeister P o e s ch e l. Er schickte ihn zu Portal V des Reichstags, um Dem Pförtner davon Mitteilung zu machen, daß ber Reichstag brenne. Etwa 21.17 Uhr traf nach ber Angabe bes Zeugen Polizeileutnant L a t e i t mit feinen Beamten vor bem Reichstag ein. Die Feuerwehr kam schätzungsweise brei bis fünf Minuten später. Angeklagter Dimitroff: Wann hat ber Zeuge bemerkt, daß es sich um eine Branbftiftung handelte? Zeuge Buwert: Daß eine Brandstiftung vorlag, habe ich erst bemerkt, als ich an den Fenstern den sich fortberoegenben Feuerschein Rechtsanwalt Dr. Sack: Unb da hat ber Zeuge sofort geschossen? Zeuge Buwert: Nein, solange der Schein sich bewegte, hätte das Schießen keinen Zweck gehabt. Am vorletzten Fenster stand der Feuerbrand aber einen Moment still, unb ba habe ich hineingeschossen. Der 21jährlge Schriftsetzer Thaler erklärt bann al» Zeuge: 3d) kam vom Brandenburger Tor her am Reichstag vorbei und wollte zum Lehrter Bahn- Hos. An der Lcke de» Reichstag», ehe ich zum Hauptportal kam, hörte ich laute» klirren. Al» ich in der Richtung des Schall» blickte, hatte ich Den LinDruck, als ob ; w e i p e r s o n e n neben Dem Hauptportal In einjenster einstiegen. Der eine war eben In das eingeschlagene Jenster hinein- gekrochen, auf da» Gesicht de» anderen fiel eben noch der Schein der Laterne von der Lcke be» Reichstag» her — ich war allerbing» ziemlich weit entfernt — und dann flieg auch er ein. 36) lief zur Lcke zurück und rief den Schuhmann, Den ich kurz vorher an Der Seite Dee Reichstag» überholt hatte, zu, er solle Herkommen, e» steige einer ein. Als Ich zurückkam, war schon ein Schupo Da und ein anderer Herr. Da brannte e» bereit» oben. Auf Die Frage des Vorsitzenden, ob der Mann, der einftieg, etwas in der Hand hatte, erklärte ber Zeuge Thaler, baß es zu diesem Zeitpunkt doch vollkommen dunkel gewesen sei. Das Gesicht der zweiten Person habe er als weißen Hellen Fleck gesehen. Auf weitere Fragen erklärte der Zeuge, daß durch drei Fenster des Restaurantsaals Feuerschein zu sehen war, und zwar habe es lichterloh gebrannt. Nach seiner Meinung müsse es auf der gegenüberliegenden Seiete dep Saals gebrannt haben, während kurz Darauf auch an den Fenstern selbst Feuerschein aufgeflammt fei. Der Vorsitzende weist hier Darauf hin, daß diese Darstellung m i t d e r des Angeklagten van der Cubbe überein st Imme, der erst die Portieren an ber Tür und dann die an den Fenstern angesteckt habe. Aus eindringliche Fragen des Vorsitzenden erklärt Thaler, er habe ben bestimmten Embruck ge- W4 oanbti. Schluß mit demGinladungSunfu^ faS an oberste Reichsbehörden. L'L K . , I 10. Okt. (WTB.) Der Staat, ?8,d)rIinl fefretär in ber Reichskanzlei gibt unt« ch ln V5 ®ur& anberem bekannt: In letzter Zeit haben E i n^ tq ^tyan labungen an den Herrn Reichskanzlei tz, Vthri Un8 unb bie Herren Reichsmini ft er zu Feßft * D0|/ J J9ms lichkeiten unb Veranstaltungen aller Art « i n <■ lfr//nu^8fnt $e gerabeju ungeheuren Umfang ongq E, vsse nommen. Solche CEinlabungen gehen nicht etwa unt , . 8- von Reichsoerbänden unb Gesamtverbänden au| fr atah.ly *n d sondern vielfach auch von örtlichen und klein« > « "’n^e J Vereinen. Häufig erfolgen die Einladungen gleich e, ®“ri>e fr zeitig mit der Bitte um Bewilligun einer Geldspende ober um StIftun ' ’e’ eines Preife » ; sie sind dann oorsichtshalb« Msh.. an sämtliche Reichsmini st er gleich zeitig gerichtet in ber Holfnung, w e n i ft st e n« von einer Seite mit einem Besuch beetn 3erf. ober einer Spenbe teilhaftig zu werden. DiMG^. D> 10.Off Fülle der Einladungen — man kann trotz ..IMS guten Absicht geradezu von einem Einladung«tz trb ^ber unfug sprechen — verursacht in den ZentrM>» j,-°'il,g beworben bes Reiches einen völlig nutzlosen jur > zeitraubenDen Schriftwechsel. Der Herr W e i 6) ti fr- Hen. ® r an ,0 er ersucht Daher -- auch im Hinblick a Das Winterhilfswerk, f ü r b a » a U* Nt(e Kräfte angespannt werben müssen — oM fr Ljfo einer Einladungen der gekennzeichneten Art abzusehs^ $rn'^f g Reichsmim'ster Goebbels behebt(? Berlin, 10. Ott. (WTB.) Zum Verbot des 'e u e r tQUs in -orft-Weffel-Films erklärte dem WTB. Reichs- in JaJ°ne DOI Minister Dr. Goebbels u. a.: Wenn jemand an 'rei 10 die Lösung nationalsozialistischer Probleme auf ibent ^'iten tinstlerischem Gebiet herangeht, dann muß er sich )ie ». “b»na Do, "tnrüber klar sein, daß auch in diesem Falle Kunst Jfe in, rn9 ist rü» It' cht vom Wollen, sondern vom ne 3« eine ju tonnen herkommt. Die nationalsozialistische Nein. Regierung hat niemals verlangt, daß M W -»eben den Massenszenen, die, unter Zu- Kampf dem Bettlemnwesen! Dm ist nnmögtti), b« Aus aller Welt mannsgehilfen? L°ff °>eber unM. Nhgungen auslprij e 1° i°rtHren, werd schenken. Dim ,7. Wen/, blnii ,6,fler, bas möifjte ncn setzt bas Dort iubbt Toxxb hierin ™ zu den lehin Da» bet Lübbe E antwortet er mit chweigt er und M ^nfte. Der ißerteihigei »alt Seuffert, w< '[nnun en auf8,n ihn Laufschritt birp r Ingenieure geeit ^Ackge^ge^ Kommt eine pflichiprüfung für Kauf- - «i« «'.''tiite lein cingrfliegen a allem ausstaffiert wurden, was dazu gehört, um mit Erfolg an das Mitleid appellieren zu können. Son Reuyork griff das System auf London und Pa- _ ,, , ii5 über. Deutschland hielt sich lange frei davon. Hier xa Reli^log allen j[| noch immer nach Paragraph 361 des Strafgeseß- bud)es die Bettelei verboten und wird mit Haft bestraft. Bis zum Kriegsende galt es auch in der Lvlksmeinung noch allgemein als Schande, sich durch Sctteln zu ernähren. Man drückte nur ein Auge zu. Der Preußische Innenminister hat in einem Erlaß die Polizeibehörden angewiesen, dem Bettelunwesen verschärfte Aufmerksamkeit zu widmen. Das Bettler- mwesen hat in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten fast orientalisches Ausmaß angenom- vien. Die nordischen Länder Europas, die die Arbeit als das höchste menschliche Gut auffaßten, haben Berlin gute Bettlerecken, wo man auf 5 0 bis 80 Mark Tageseinnahme rechnen konnte, es gab Hausbettler, die einen „Arbeitstag" erst dann als befriedigend ansahen, wenn 15 bis 18 Mark im Beutel klapperten. In der Reichshauptstadt wurden jetzt einige charakteristische Fälle bekannt, die zeigen, in welch schamloser Weise häufig die Menschheit von Almosenjägern ausgebeutet wird, und die beweisen, daß die Bettelei auch heute noch recht einträglich sein kann. So wurde kürzlich ein Familienvater mit seinen drei Söhnen aufgegriffen, die als Straßen- bettler ein ganzes Gebiet im Berliner Westen beherrschten und andere Bettler auf ihrem Terrain nicht duldeten. Es stellte sich heraus, daß zwei der Söhne 'Erwerbslosenunterstützung beziehen, daß seine Frau daneben noch ein Portierstellung innehat und daß sich ihre Betteleinkünfte nach vorsichtiger Schätzung allein auf monatlich wenig- stens 250 Mark beliefen. In einem andern Fall wurde ein angeblich Blinder, der aber nur stark kurzsichtig war, mit seiner „Tochter", einem zwölfjährigen Mädchen, festgenommen. Auch dieser Mann bezieht eine ausreichende Unterstützung. Das Mädchen, daß er als Tochter ausgab, hatte er sich von einer bekannten Familie ausgeliehen, die für diesen Freundschaftsbeweis regelmäßig gewisse Anteile aus seinen Betteleinkünften erhielt. Besonderes Mitleid erregen gewöhnlich jugendliche Bettler. Aber gerade hier handelt es sich häufig um höchst raffinierte Spekulationen. So wurde kürzlich ein vierzehnjähriges Mädchen abgefaht, das hauptsächlich Damen ansprach und weinend erzählte, ihre Mutter sei Witwe, liege schwer krank zu Hause und habe für fünf unversorgte kleine Kinder aufzukommen. Tatsächlich ergab sich, daß der Vater des Mädchens lebt und sich in auskömmlicher Arbeit befindet, daß die Mutter kerngesund ist und daß nicht fünf, sondern nur zwei Kinder vorhanden sind. Diese und ähnliche Beispiele ließen sich beliebig vermehren. Sie zeigen alle, wie falsch es ist, Bettlern etwas zu geben und wie berechtigt der energische Kampf gegen die Bettelei ist. Tlan darf nicht sagen, daß es unter den hundert Ungerechten einen Gerechten gibt, der unter den Ungerechten leiden müßte. Die Aufgabe, diesen einen Gerechten herauszufinden und wirksam und ausreichend zu unterstützen, liegt bei den zuständigen | Organisationen. hilfenahme großer Teile der Berliner SA. gedreht, wirklich vorbildlich sind, das Wertvollste an ihm. Im übrigen aber bewegt sich dieses Werk in einer vielfach ganz unmotivierten losen Zusammenreihung von Szenen, die zum Teil ganz unklar wirken. Manches widerspricht auch der historischen Wahrheit. Auch die Figur Hör st Wessels entspricht nicht dem wunderbaren Idealbild, das sich die deutsche Oeffentlichkeit davon macht und das Horst Wessel auch in der Tat abgegeben hat. Ich war der Kamerad Horst Wessels. Ich habe ihn gekannt. Weder im Aeußeren, noch im Charakterlichen kommt die Filmfigur der wahren Gestalt gleich. Wir sind es dem Toten schuldia, daß wir eine unzureichende Darstellung seines Lebens und Sterbens verhindern. Ich glaube mich dabei auch in Übereinstimmung mit dem Gefühl von Hunderttaufenden von SA.-Männern, wenn ich verhindert habe, daß in Deutschland und im Ausland ein Horst-Wessel-Film läuft, der künstlerisch nicht auf der Höhe steht, auf der dieser tote Märtyrer menschlich und politisch gewandelt ist. Horst Wessel ist das größte Thema der nationalsozialistischen Revolution. Ich bezweifele, daß es heute überhaupt schon an der Zeit ist, dieses Thema zu gestalten. Wenn man aber an diese Aufgabe herangeht, dann muß ein wahres und wirkliches Kunstwerk daraus entstehen. sei in hohem Umfang abhängig von der Musikerziehung in der Schule. Beide Faktoren wieder seien bedeutsam für die gesamte Musikpflege im deutschen Volk. Das Propagandaministerium bittet daher, auf die Bedeutung des Tages der Hausmusik hinzuweisen und entsprechende Konzerte usw. zu veranstalten. Berliner Tagung der Heilpraktiker. Am 8. Oktober fand in der Berliner Philharmonie die erste Heilpraktiker-Tagung statt. Der Führer des Heilpraktikerbundes, Kommissar der NSDAP, und Beauftragter der Reichsregierung, Pg. E. H e i n i s ch (München), legte in großen Zügen die Ziele der Zukunftsarbeit des Standes dar. Pg. Oberregierungsrat Dr. med. Bartels vom Reichsministerium des Innern sprach über die Aufgaben des Heilpraktikers und die Wege zu deren Erfüllung, wie der Staat sie vorgesehen hat. Für den erkrankten Führer der ärztlichen Verbände, Pg. Dr. med. Wagner, sprach Pg. Ministerialrat Dr. med. Conti. Seine Ausführungen gingen dahin, daß zukünftig Arzt und Heilpraktiker in Deutschland nicht mehr gegeneinander oder aneinander vorbei, sondern neben- und miteinander arbeiten wollen. Pg. Dr. med. Groß vom Aufklärungsamt für Be- oölkerungspolitik und Rassenpflege ging auf die Aufgaben ein, die Arzt und Heilpraktiker im Dritten Reich gemeinsam für die Volksgesundheit und besonders für die Ausartung des deutschen Volkes zu leisten haben werden. Der stellvertretende Reichsfach' schaftsführer Pg. A s ch e n b a ch (Berlin), gab eine Uebersicht über die Entwicklung des Heilvraktiker- standes. Pg. E. M o r i tz (Mannheim), der Leiter der Fachfortbildung für die süddeutschen Bezirke, sprach über Ethik und Berufsauffassung des Heilpraktikers. Mit erhobenem Arm wurde das von Pa. Moritz gesprochene Gelöbnis an den Führer Adolf Hitler bekräftigt, daß der deutsche Heilpraktiker alles daran setzen wird, um durch Arbeit an sich selbst und durch fachliche Fortbildung ein immer wertvolleres Glied des deutschen Volksgesundheitsdienstes zu werden. An der Tagung nahmen noch teil der Führer der Aerzteschaft Pg. Dr. Haedenkamp und Pg. Dr. Klein, der Leiter des Hauptgesundheitsamtes, Berli». .. frühzeitig ihr Bestreben darauf gerichtet gelt stehen, so sagte r. hebt, die öffentliche Bettelei so weit wie möglich e'in- hm Angehörigen mH Wschränken. An die Mildtätigkeit der Allgemeinheit ch werde nie meijh mit Recht nur appellieren dürfen der Ar- inb werbe immer bafü; beitsunfähige, der Krüppel. Aber mehr und en werden. Denn Ai n,ft>r hat sich die Bettelei zu einer Erwerbs- Dlitangeffag/en llmech t°.rm ausgebildet. Die Neuyorker Bettler, die zum och erst recht Deo über sehr hohe Einnahmen verfügen, gaben die Meinung zu si. Achtung an. Sie organisierten die Bettelei und Jettierunternehmer stellten Bettler an, die von ihnen _ , logen, und, obwohl sie Laien waren und in dem igtben, baf| et dn wm @?tDerbe keine Hebung hatten, doch erstaunliche Kummen zusammenfischen konnten. Nach Beendi- DimiKoss Hai gonM gung der Inflation wurde ein schwacher Versuch Kdroochier Der! Macht, gegen das Bettlerunwesen vorzugehen, die 6 /nimifroH- $ Lttsuche blieben in den Anfängen stecken, weil die n Z«, Jahre der Scheinkonjunktur durch die Wirtschasts- diw vW- J* , frife abgelöst wurden. So ließ man die Bettler ge- obe, daß drr overre cy Tatsächlich bezog der größte Teil der ielleichl eingreisen wv Urtier immer eine hinreichende Unterstützung. iann Kuhl, sah a Tezog er feine Unterstützung, bann war der Grund c mit seiner Frau u» läufig nur der, daß er sich um Unterstützung über- Qm Lbenb bes "eich i0Upt nicht bemüht hatte, weil das Bettlergewerbe halte, vom Bisman |ejnen Mann ausreichend ernährte. Es gab in legierung hat niemals verlangt, daß IL.-Filme gedreht werden. In vielen allen schon hat sie kitschige Versuche durch gütliche Vorstellungen verhindert. Wenn nun doch eine Firma an die Darstellung . br Erlebniswerte unserer SA. oder der national- I st statistischen Idee herangeht, dann muß dieser I wir/) Zilin auch von allererster künstlerischer V Dualität fein. Ich habe den Verfassern von vornherein gesagt, daß ihr Film nur dann laufen tinne, wenn er den Ansprüchen höchster Kunst und tklfter Gesinnung in vollem Maße genüge: Wir heben diesen Film nicht nur vom nationalsoziali- fkschen Standpunkt aus beurteilt, sondern auch von inferem künstlerischen Gewissen. Je größer die Idee is, die zur Gestaltung kommt, desto höhere künst- s <«. wische Ansprüche müssen gestellt werden. stehen int? xLrM Was an diesem Film wirklich großartig erscheint, 6. oafc & x e Musik, die schönste und ergreifendste Trauermusik, die ich in einem Film kenne. Sie ist ZU über das Verbot des Horst-Wesset-Ulms Noch nicht an der Zeit, dieses größte Thema der nationalsozialistischen ieiet‘Vn iso! Revolution künstlerisch zu gestalten. bmf.. ö tin» « v Berlin, 10. Oft. (DdZ.) Bei den zuständigen ‘ •7/ m ber Nforts des Reichs und Preußens wird an der (‘Shak es nur ei Frage einer Neuregelung der für den Kaufrnanns- ’ kmnb butd) touf bestehenden gesetzlichen Bestimmungen gear« 6aufmanr deilet. In Kreisen des DHV., der Säule der kauf- reuiw v (^fl h Manischen Angestellten innerhalb der Deutschen berg. m Arbeitsfront, wird die Vermutung geäußert, das , Mitwochs n.ille Handelskammergesetz werde auch iami (Ml * >u obligatorische Kauf-mannsgehil- ' en prüfung bringen. Der Sozialwirtschaftliche — -f« Z'lklmgsdienlt weiß dazu zu berichten, daß diese i-trthlftlflöliniU1 Kcusmanngehilfenprüfung als ein wichtiges Aus- und Bildungsmittel für den Kaufmannsberuf "kjkichnet werde und daß die Handelskammern be- |j)yyV* turtragt werden sollten, darauf zu achten, daß alle « I^usmannslehrlinge sich der Gehilfenprüsung unter- -taaU stehen. Dies würde bedeuten, daß in Zukunft über- B« in Deutschland der kaufmännische Nachwuchs t h?n (jin Md) Beendigung der Lehrzeit nicht mehr lediglich x- Lehrzeugnis des Lehrherm als Ausweis für r n$e * 8 °iu 5* vollzogene Berufsausbildung bekommen würde. .g,jnist^9 .^'Ohlmehr ein öffentliches Attest nach entsprechender l°L aller 2“ ang.'Ii|d;:u6prüfung, gewissermaßen ein Abschlußzeug- „n UmfonLa nftis, wie es in der Vergangenheit vor allem nur 1 ‘ aeben ci-fit akademische Berufe und 'ür Handwerker vor- ffeim-'cni- Es würde bann nicht inehr jeber im Stanbe D unD.(eisich „kaufmännischer Gehilfe" ober „Hand- N> S""lungsgehilfe" nennen zu dürfen. - Förderung der Hausmusik durch die schulen. 5 r 1 . w e n * 9 ’L Berlin, 10. Dft. (VDZ.) Das Reichsministerium Besuch Tolksaufflärung und Propaganda hat die Unter- 11! ,“n'. werben-. ^fsminifterien ber ßänber barauf hingewiesen, baß iafi'0 fann Arbeitsgemeinschaft ber Berufs- " TßinlflDoUaert,änÖe zur Förderung der deutschen 1 eineM ^Musif pflege am 21. November d. I. den Tag ursn^nia »utzwI'N, tr deutschen Hausmusif begehe. Im Vorne" 5°, istrr stabe diese Veranstaltung bei allen interessierten |icl. f)i"bllfl|8rei|en zu einer planmäßigen Förderung - au7ür bar ,L« Hausmusik geführt. Die Pflege der Hausmusik >/f, ich entziehe Zh« ,, f ,, . . , . 5-• .7 „n, s« Cnir- JDenn Bestrafte bettelten ober junge Hanbwerksbur- ■ °^chen, denen der Hunger im Leibe faß. Nach Been- ein angeitan. iigung bes Krieges würbe bie Bettelei in Deutschland zu einer förmlichen Lanbplage. An allen Stra- ven das ja schon w- Renetten ber Stäbte nisteten sich bie Bettler fest und , möchte trohbew voh suchten mit allen Mitteln Mitleid zu erregen. nderr er vorde Die Einnahmen, bie Bettler in ben ersten Jahren ... geholfen? »üs;rtmm.a 'Wohnung m.Badezimmer und Balkon