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Geburtstages Horst Wessels als historische Stätte der nationalsozialistischen Bewegung übergeben. Eine Bronzebüste des Verblichenen wurde aufgestellt und über das Sterbebett eine Fahne gebreitet. daß die künftige Zusammenarbeit sich so ergänzen wird, daß aus dem Zusammenwirken aller das herauskommt, was wir wollen: eine Presse, die eine Form hat, eine einheitliche Meinung von Volk und Regierung, im Innern und die uns nach außen hin die Achtung und den Platz verschafft, deren wir bedürfen und die uns gebühren. Oer Leiter des Staatspreffeamies Or. Mahr erwiderte namens der hessischen Presse: Die Vertreter der hessischen Presse sind hier versammelt, um gleichzeitig zu versichern, tatkräftig Mitarbeiten zu wollen am Gelingen des großen Werkes des Führers am Umbruch der deutschen Nation. Hierbei sind diesem Berufsstand seine großen Aufgaben mit seinen großen Zielen durch das neue Schriftleitergesetz bereits vorgezeichnet und machen diesen Berufsstand zum Soldaten der Feder. Es braucht wohl nicht besonders hervorgehoben zu werden, daß sich die Presse freudig und einsatzbereit zum Führer bekennt, und sie gelobt Ihnen, Herr Reichsstatthalter, als dem Stellvertreter des Führers und dem Garanten der Idee, treue Gefolgschaft. Oer Leiter der Reichspropagandastelle Hessen, Trefz ergriff darauf das Wort zu grundsätzlichen Darlegungen, in denen er u. a. betonte: Wir begnügen uns nicht damit, 52 v. H. des deutschen Volkes zu Wählern der nationalsozialistischen Bewegung zu machen, wie das bei der letzten Reichstagswahl der Fall war, sondern unsere Aufgabe ist, mindestens 80 v. h. aller Erwachsenen zum Gedanken der Volksgemeinschaft zu erziehen. Es ist selbstverständlich, daß sich das Ministerium für Volksaufklärung und Propaganda aller vor- handenen Machtmittel bzw. Propagandamittel be- dient, um das gesteckte Ziel zu erreichen, nämlich der Presse, des Rundfunks, des Films, des Theaters und der aktiven Propaganda des Staatsapparates selbst. Die Presse der Vergangenheit war ein riesiges Sprachrohr, hinter dem aber kein Volk mehr stand. Die demokratische Presse war das typische Kind des liberalistisch - kapitalistischen Zeitalters. Die Millionenziffer war ihr Ziel. Das Ge- schäft war ihr Zweck. Wir wollen keine absolute Uniformierung der Presse, wie sie oft als Schreckgespenst an die Wand gemalt wird. Wir sehen im Verbot der Presse keinen I d e a l z u st a n d. Die Presse darf auch die Re- gierung kritisieren, aber die hinter der Regierung stehende Presse muß ein Instrument sein, auf dem die Regierung spielen kann. Auch dann, wenn Sie an der Regierung etwas auszusetzen haben, meine Herren, muß das in Form und Ton so vorgebracht werden, daß den Feinden der Regierung im In- und Auslande nicht die Möglichkeit gegeben wird, zu zitieren und damit etwas zu sagen, was Sie nicht sagen dürften, ohne ein Verbot zu riskieren. Sie müssen also dafür sorgen, daß die Maßnahmen der Regierung nicht nur dem Volke mitgeteilt werden, sondern daß das Volk diese Maßnahmen auch versteht. Es ist selbstverständlich, daß wir uns nicht von denen kritisieren lassen, die uns 14 Jahre lang bekämpft haben, oder am Ende gar von solchen, die sich überhaupt nicht zum Staatsgedanken bekennen. Um Erzieher des Volkes zu sein, ist Voraussetzung, daß die Presse nicht kompliziert wird. Wer auf die breite Masse wirken will, muß einfach und klar sein. Die Kundgebung schloß mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer. Reichsstaithalter Gauleiter Sprenger begrüßt die hessische presse. Oie presse als Bindeglied zwischen Volk und Führer. D a r m st a d c, 10. Okt. (WSN.) Im blumengeschmückten Sitzungssaal des Staatspresseamtes fand heute mittag eine Begrüßung der hessischen Presse durch den Herrn Reichsstatthalter in Hessen, Gauleiter Sprenger, statt, an der Staatsminister Jung, der Leiter der Landesstelle Hessen-Nassau des Reichspropagandaministeriums, Müller-Scheid, der Leiter der Reichspropagandastelle Hessen, Trefz, Min.-Rat Rinas- hausen und Major I a k o b s e n teilnahmen. Vor dem Staatsministerium hatte eine Abteilung der Schutzpolizei in Stahlhelm Aufstellung genommen. Oer Herr Reichsstatthalter in Hessen Gauleiter Sprenger begrüßte zunächst die Vertreter der hessischen Regierung, an der Spitze Staatsminister Jung, und die übrigen Gäste und stellte den Vertretern der Presse die Leiter der Landesstelle Hessen-Nassau und Hessen des Reichspropagandaministeriums vor. Er bezeichnete als Zweck der Zusammenkunft, den Pressevertretern die Möglichkeit zu geben, sich ein Bild über die Tätigkeit der Landesstelle und insbesondere der Nebenstelle Darmstadt zu machen und fuhr dann fort: Ich will nur darauf Hinweisen, daß auch für die Presse ein neuer Zeitabschnitt eingesetzt hat. Gerade Sie waren berufen, schon zu Beginn der Regierung Adolf Hillers den Anfang der neuen Zeit zu erleben. Wer das neue noch nicht begriffen hat, hat es wenigstens gefühlt, und wer es nicht gefühlt hat, dem ist doch in den nächsten Monaten ein Licht aufgegangen, daß sich ein völliger Umbruch vollzogen hat. Wie wir auf allen Gebieten grundlegend neue Wege gehen, so auch aus dem Gebiete der Unterrichtung und der Politisierung des Volkes. Der Führer hat einmal zu Beginn seines Kampfes gesagt: „Es ist nicht so sehr neues Denken erforderlich, sondern „Denken an sich". Das Volk war in der Vergangenheit bei allen Theorien über Demokratie ausgeschaltet. Auf der einen Seite standen die Parteien, auf der anderen die Presse. Einer bekämpfte den anderen, und das nannte man dann Politik. Diese Zeiten sind nicht mehr. Die neue Regierung hat die Propaganda- stellen, mit dem Re'ichspröpagandaministerium an der Spitze, eingebaut, um dem Volke alle Maßnahmen der Regierung möglichst nahe zu bringen. Im Dienste dieser Aufklärung hat selbstverständlich die gesamte Presse nach wie vor ihre ganz besondere Bedeutung. Sie werden über diese Stellen mit in den Dienst g e st e l l t der Regierungsarbeit, um all das, was vorgeht, auch klar und offen zu berichten, um also Bindeglied zu sein zwischen Volk und Führer. Das bedeutet nach meiner Auffassung eine 100- prozentige Abkehr von der früheren Art, wie Regierungsmaßnahmen an das Volk herangetragen wurden, eine Abkehr auch davon, daß die Parteien durch die Presse ihre Meinungen als die Meinung des Volkes ausgaben. Und als Bindeglied zwischen allem steht die NSDAP. Die eigentliche Aufgabe, die Presse zu führen, ist Sache der Partei. So wie ich seither schon auf ein Verständnis gestoßen bin, das sich von Monat zu Monat vergrößerte, so bin ich gewiß, Landesverkehrsverband Rhem-Mam. Zusammenschluß der hessischen und nassauischen Verkehrsverbände zu gemeinsamer Arbeit. ! E * •• ' j Zs /’■ *’ o' Der Leiter der Relchspropagandastelle Hessen, Trefz (Darmstadt), ist Leiter des Landesverkehrsoerbandes Rhein-Main. WSN. Darmstadt, lO.Okt. Der Landes- verkehrsoerband Rhein-Main, der die bisherigen Verkehrsoerbände Hessen und Nassau, zusammensaßt, hielt heute im Festsaal des alten Palais feine erste feierliche Tagung ab. Der Einladung des Reichsstatthalters in Hessen, Gauleiter Sprenger, waren die führenden Mitglie- der der Verkehrsvereine, die Bürgermeister, Kreis- direktoren und Landräte aus Hessen und Hessen- Nassau, ferner die Vertreter der hessischen Presse gefolgt, so daß mehr als 100 Personen in dem blumen- und fahnengeschmückten, in Weiß-Gold gehaltenen Festsaal anwesend waren. Nach einem Musikvortrag des Drumm-Quartetts nahm der Reichsstatthalter Sprenger das Wort zu folgenden Ausführungen: Ich danke Ihnen, insbesondere dem Herrn Staatsminister Jung von der Hessischen Regierung, den übrigen Herren von der Regierung, den Herren Oberbürgermeistern von Frankfurt a. M., Darmstadt und den übrigen Städten des Gebietes und den Vertretern des Gebietes, daß Sie meinem Rufe zur Gründung des Verkehrsverbandes Rhein- Main gefolgt sind. Wir alle haben wohl, wenn uns der Name Verkehrsoerband in die Ohren klingt, sofort die Verbindung mit dem Verkehrsverein. Alle diese Verbände und Einrichtungen sind uns ungefähr bekannt als ein notwendiges liebel, um Fremde an einem bestimmten Platz zu konzentrieren und sie möglichst lange dort zu behalten. In dieser segensreichen Tätigkeit der Vergangenheit haben sich auch die einzelnen Stellungen unseres Gebietes nach Herzenslust gütlich getan, und ich glaube, es gibt kein Mittel, das nicht auf diesem irr, irtKingW^ , i 5 UM meinen, i 1 Sm»« Leiblich > erschr-mke, i gdjtannek ? $u- i wtWfiÄ* SS£i3 <# nttib« 19^ Der (Sturm auf Breda. Von Waldemar Augustiny. Der Morgen ist da, ein verhangener, gutsichtiger Tag, zum Angriff just das richtige Wetter. Der Herzog von Oranien tritt aus (einem Zelt — ein wenig bleich von der Nacht, die er mit seinem Medikus am Horoskop durchwacht hat. Vorn aus den Dünen, die sich in die Wiesen von Breda verlieren, Ker Geschütze auffahren, 30 schwere Stücke, mit Rohr auf die Stadt gerichtet, die blaß und totenstill aus der Ebene steigt. Er sieht Infanterie sich um die Fähnlein sammeln, 600 Mann in drei Regimentern geordnet und, in der Mulde hinter der Artillerie, Reiter, an die 1000 Mann, die stolzen Regimenter Brabant, Geldern, Cleve, Brandenburg. Geschrei weht herüber, Trommeln und Hörnersignal, Wiehern der Pferde und Räderächzen. Und die Luft ist voll Herbst und herb vom Qualm ausgehender Feuer. Der Sturm ist angesetzt auf diesen Morgen, der Herzog aber, unsicher ob des Horoskops, zaudert noch. Mond- und Sonnenstand gut, aber der Saturn, der Saturn gefällt ihm nicht. Auch kommen die Regimenter Arnheim und Nimwegen immer noch nicht angerückt, zum Teufel, die hätten heut nacht vor dem Feldlage in Reih und Glied stehen sollen. Reicht er mit seinen Kräften? Breda mit dem Rest der aufsässigen Stände muß fallen auf den ersten Streich — dann erst steht der Staat der Niederlande gesichert und ist seine, Heinrich Friedrichs, Statthalterschaft unumschränkt. Eben will der Herzog durch die Ordonnanz seinen Feldobristen, den vorsichtigen Grammont, zur Beratung rufen, da steht, aus dem Boden gewachsen, der Offizier der Ronde r c ihm, salutiert und macht, auf ein rasches „Was los, Kapitän?" Meldung: Bei der Wache ist ein Junker gegriffen, kam geritten von Dordrecht. Das Pfero brach zusammen, und der Junker fiel den Posten in die Arme. Tritt herrisch auf und begehrt den Herzog zu sprechen." „Name?" „Will er nicht nennen. Ein Spion, vielleicht ein Ueberläufer. Nach Kleid und Auftreten aus großem Haus." „Führt ihn vor." Weiber, Kranke und Wachleute, die im Lager verblieben sind, drängen sich in die Zeltgasse, und die Wache, den Junker in der Mitte, muß sich mit Hellebarden einen Weg bahnen. „Einer aus Utrecht", will jemand wissen, und ein anderer: „Der Fürst von Nassauen", und ein dritter schwört: „Der Kur- Prinz von Brandenburg". Dann schlägt das Herzogszelt hinter dem Fremden zusammen. Der Herzog winkt, und die Wachleute, kehrt um, sind verschwunden „Du, Friedrich Wilhelm?" fragt der Herzog und legt beide Hände dem Jüngling auf die Schultern. „Kommst nicht eben zur rechten Stunde. Was treibt dich her? Die Nacht geritten? Siehst wüst genug aus. Komm, setz dich; die Ordonnanz wird Wein und Fleisch bringen Triffst es nicht gut, sage ich; grab’ wollen wir den Angriff beraten." „Aber deswegen komme ich ja, Oheim. Hörte im Haag, daß du vor Breda liegst; da bin ich geritten, was das Zeug und der Gaul hielten. Da bin ich nun." Sie sitzen sich gegenüber; der Junge schneidet sich Fleisch und Brot, die Ordonnanz hat reichlich gebracht, und wenn man 18 Jahre zählt und die Nacht im Sattel gesessen hat, schmeckt das Essen. Der Herzog ruft der Ordonnanz nach: „Den Obristen Grammont!", bann schiebt er sich über ben Tisch: „Also Helsen wolltest bu mir? Schön, schön. Wie alt bist du? 18 Jahre — beinahe ein ganzer Mann. Aber sag mir mal, Grünschnabel, soll ich angreifen oder nicht? Das Horoskop steht nicht gut, nicht schlecht. Der Saturn aber ist im Wege. Weißt du, was das bedeutet?" „Nein!" Der Jüngling schiebt die Schüssel von sich und reibt die Finger an den Lederhosen. „Viel- leicht gibt es noch stärkere Mächte als den Saturn. Luise hat mir ein Lied gesungen, soll ich es nachsingen, so gut ich kann?" „Also immer noch Luise. Habe ich nicht deutlich genug gesagt, ihr seid zu alt für Kindereien, Luise und bu, und zu ernsthaften Dingen zu jung? Ich wünsche, du schlägst dir Luise aus dem Kopf. „Wir haben ausgemacht, baß wir uns heiraten , sagt ber Jüngling, unb feine Stimme klingt em wenig belegt. Dann herzhafter: „Sie „roirb meine Frau, so gewiß wie Breda heute fällt." „Kühn! Das nenne ich kühn, wahrhaftig! Wer ist Oberhaupt vom Hause Oranien? Meine kleine, schmale Nichte! Sing mir bas Lieb." Der Jüngling, nach einigem Räuspern hebt an: „Jesus, meine Zuversicht unb mein Heilanb ist im Leden." „Das hat bie Luise gereimt? Ein Kind von 17 Jahren. Wahrhaftig ein Wunber, ein Zeichen in dieser dunklen Welt." Der Herzog schweigt. „Oheim, wann greifen wir an?", fragt der Junge nach einer Weile. „Mir fehlen noch zwei Regimenter. Ich warte bis zu ihrem Eintreffen." „Darf ich was sagen, Oheim? Ich wurde mauen unb ben Gegner überraschen. Das ist mehr wert als zwei Regimenter. Soll ich dir noch einmal das Lied fingen?" _ .. . „Lieder nicht", lacht der Herzog. „Du singst ja schöner als Rade und Dohle zusammen, aber laß. Ich werde mir überlegen, was du sagst. Ader jetzt schnell heraus, warum diese Flucht? Hat man dich angegriffen in Den Haag? Nach meinem Befehl soll Den Haag eine Freistatt fein für alle, gleich welcher Nation, gleich ob Papisten, Reformierte ober Lutheraner. Ich will es wissen." „Ach, mir war bas Leden eben zuwider. Diese Wüsteneien, jeden Abend schlimmer, und jetzt, wo die Schweden auf meinem armen Land liegen — ich könnt' nicht länger." „So, so. Natürlich, im.Haag trifft sich die große Welt, und mit Glanz paart sich der Schatten. Wird dir trotzdem gut getan haben, diese Lehrstätte der Diplomatie. Merk dir vor allem die Weisheit unserer Zeit: Einer nur kann das Szepter führen. Das gilt für die freien Niederlande und gilt überall. Nun weiter, du bist also vor dem Sausen ausgekniffen?" „Vor dem Sausen? Nein. Saufen kann ich schon. Aber — ich kam gerade von Luise, Oheim —" „Und da brachten sie Weiber, was?" „Ich sah schon nichts mehr als nackte Arme unb bemalte Gesichter. Da ftanb ich auf." „Unb rittest so einfach baoon?" „Sie wollten mich halten, ber Nassauer unb ber französische Gesanbte vor allem. Ich schlug mit bem Degen auf ben Tisch. Die Kerzen fielen um, bie Tücher brannten. Es gab Halloh, man wollte mich greifen, aber ich schlug um mich. Ich kann es ja nicht mit meiner Ehre unb ber meines Lanbes vereinen, Oheim So kam es. Ich aus's Pferb und zu dir ins Feldlager nach Breda." Der Herzog i[t aufgestanden. „Friedrich Wilhelm, das war ein Sieg, nicht weniger wichtig als der Fall von Breda." Auch der Junge springt itztzt auf. „Geh, Oheim, laßt uns aufbrechen. Unb — gib mir bas Branden- burger Regiment, bas meines Vaters Namen trägt." Der Herzog nimmt bas Gesicht bes Jungen in bie Hände, betrachtet es sich, bie auffteigenbe Stirn, bie sich roölbenbe Nase, bas scharf gemeißelte Kinn, betrachtet bas Gesicht unb nickt einige Male mit dem Kopf. Dann ruft er: „Grammont!" Und als der Obrist, die Sporen zusammenschlagend, erscheint: „Grammont, wir greifen an. Sind wir stark genug?" „Mit Gottes Hilfe mag es gehen, Hoheit." „Dann gebt diesem Jüngling hier das Brandenburgische Regiment. Er ist der Sohn des Paten, der Kurprinz Friedrich Wilhelm von Brandenburg. Auf mit Christus!" Die Hörner gellen, die schweren Stücke donnern in die Ebene, goldener Rauch färbt den Himmel, der eben unter der Gewalt der Sonne zerreißt wie ein Fahnentuch. An der Spitze feines Regiments reitet Friedrich Wilhelm, von einem Gefühl durchbraust, das den Ruhm später Siege, Fehrbellin und Warschau, vor- ausahnt. Breda, die letzte Feste der niederländischen Stände, fällt. Vom chemischen Krieg gegen die Feinde unseres Waldes. Wie in andern Ländern, so wird auch in Deutschland der Wald von einer Reihe von Schädlingen bedroht. Besonders sind es die Nonne, die Forleule und der Kiefernspanner, die ungeheuren Schaden anrichten und schon angerichtet haben. Um die deutschen Waldbestände vor dem Ueberhandnehmen dieser sich immer mehr vermehrenden Schädlinge zu schützen, ist man seit einigen Jahren dazu übergegangen, diese systematisch zu bekämpfen. In Verbindung mit außerordentlich wirksamen chemischen Präparaten besitzt man im Flugzeug eine wirksame Waffe gegen diese Insekten, denn nur mit Flugzeugen ist es möglich, schnell und billig selbst große Forsten mit Vernichtungsmitteln zu behandeln. Diese Mittel werden mit speziell hierfür gebauten Zerstäubungsslugzeugen über den Wäldern abgestreut, unb es besteht auf diese Weise die Gewähr, daß der ganze Wald ersaßt wird. Die heute erzielten Erfolge wären aber undenkbar, wenn nicht durch die Arbeit ber Chemiker bie Schäblingsvertilgungspräparate ftänbig verbessert worben wären. Gerade auf diesem Gebiete ist in den letzten Jahren Hervorragendes von der deutschen Wissenschaft geleistet worden. Den früher fast ausschließlich verwendeten Arsenpräparaten hasteten nämlich viele Nachteile an. Da sie auch für Vögel und die anderen Waldtiere giftig sind, so wurden stets bei der Verwendung dieser Vertilgungsmittel eine große Anzahl Der im Walde lebenden Tiere mit vergiftet. Außerdem ist die Wirkungsweise dieser Präparate stark vom Wetter abhängig, sie werden vom Regen gelöst und von den Bäumen abgewaschen. Da sie Magengiste sind, also erst wirken, wenn sie gefressen worden sind, ist ihre Wirkungsweise verhältnismäßig langsam. Die jetzt verwendeten neuen Mittel vermeiden alle diese Nachteile, ihre Erfindung bedeutet daher einen großen Fortschritt. Da sie Witterungseinflüssen in viel geringerem Maße ausgesetzt sind, so kann es nicht mehr vorkommen, daß ein unvorhergesehener Regen eine große Dertilgungsaktion zunichte macht. Sie sind ferner für andere Tiere ungiftig, wirken aber trotzdem sehr viel schneller tätlich auf big Schädlinge. Dr. G. des dmWmvolkS Gebiet erfbnnen worden tft, das geeignet gewesen wäre, dem Nachbarn die Fremden wegzuholen und Iie zu sich heranzuziehen und deren Geldbeutel in einem eigenen ftreife sich entleeren zu lassen. Diese Art Verkehrspolitik Au treiben, hat der Vergangenheit angehört. Daneben weiß ich genau, daß auch zahlreiche Äräfle am Werk waren, die es in diesem Rahmen mit ihrer Arbeit ernst nahmen, die also schon der Heimat und mst her Heimat dem Vaterlands dienen wollten und auch den Ausgleich des Verkehrs gewünscht haben. 2m Rahmen des Bestehenden konnten sich diese wenigen Kräfte nicht durchsetzen. Ls bedurfte eben erst, wie auf allen anderen Gebieten, des Wegweisers in der Politik. So wie wir es auf allen anderen Gebieten, z. B. neulich bei der Gründung des rhein-mainischen Handelstags, erlebt haben, so sehen wir es aud) hier wieder. Die Politik trägt nicht nur die Flagge der wirtschaft voran, sondern die Politik trägt die Flagge allen anderen Dingen voran. Sie ist weg- weiserln, muh es sein und bleiben auf allen Gebieten. Nur wenn die Politik so ist, wie sie von Adolf Hitler geführt wird, stark, eine Macht darstellend, einen willen nach innen durchführend und nach auhen zu erkennen gebend, dann ist auch im Innern die nötige Ruhe geschaffen, dah sich alle anderen Dinge so entwickeln können, wie es im Interesse von Heimat, Land und Volk liegt. So soll also in der Zukunft, wenn das Wort Der- kehrsoerband, Derkehrstag, Derkehrsverein fällt, jeher wissen, daß alle die Kräfte, die hier mitwirken, an einem hehren und höheren Ziele Mitarbeiten. Nicht allein die Erschließung des Rhein-Main-Gebietes»für einen lell des Fremdenzustroms, der den Weg noch nicht hierher gefunden hat, sondern vor allen Dingen iud) eine Förderung des Verkehrs an sich soll Aufgabe dieses Verkehrs-Verbandes sein. Wir stehen gerade in bezug auf den Verkehr am Beginn einer neuen Zeit. Der Spatenstich zur Auto- bahn zeigt uns ein neues Jahrtausend auf dem Gebiet der Derkehrsentwicklung, auf allen Gedie- kn: Personenverkehr, Fracht und sonstiger Verkehr. Das Jahrhundert des Schienen- st r a n g e s ist zu Ende. Die Entwicklung gehört dem Motor in Verbindung mit Straße und Luft. Der Weg in bezug auf die Derkehrsentwick- lung der Straßen ist uns bereits gewiesen dadurch, daß gerade bei uns der Dau der Autostraßen begonnen worden ist. Ein Zweites kommt nun hinzu. Denken Sie an die ungeheure Entwicklung des Flug- und Luftverkehrs überhaupt. Wir Deutsche sind leider Gottes gezwungen, alles unter den Knebelungsparagraphen von Versailles zu sehen. Wenn Deutschland in bezug auf die Entwicklung des Flugwesens frei wäre, dann hätte man auch in den breiten Massen einen anderen Blickwinkel zu diesen Dingen. Genau wie die Autobahnen wird der Flugverkehr ungeahnte Entwicklung nehmen, und wir wissen, dah gerade unser Gebiet sich hervorragend zum Ausgangspunkt eignet. Die Lage unseres Gebietes ist die günstigste in ganz Deutschland, z. B. zum Aufstieg der Zeppelin-Luftschiffe. Daran wird niemand vorübergehen können und wollen. Unsere Aufgabe und Pflicht ist es, dieser Entwicklung im Rahmen der gesamten Derkehrsentwicklung Deutschlands mit den Weg zu weisen. An uns liegt es, so mitzuwirken, daß jedermann nach außen erkennt und sieht, daß wir die Aufgaben unse- r c r Zeit in Bezug auf den Verkehr erkannt haben und gewillt sind, sie in die Tat um- z u s e tz e n. Damit tritt ohne weiteres der Sonder- ehrgeiz der einzelnen Stadt, des einzelnen Gebietes zuruck. Auch auf diesem Gebiet muh der neue verband für alle die Formel finden, dah niemand zu irgendeinem Zeitpunkt das Gefühl hat, es werd« ihm genommen. Ich freue mich ganz besonders, dah dieser Verkehrsoerband, der ooifungeheurer Wichtigkeit ist, seinen Sih in Darmstadt hat und seinen Sih in Darmstadt in Zukunst haben wird. Mehr als alle Zeitungsartikel und mehr als alle Reden, die die Leute in der letzten Zeit zum Teil durch den Datterich bekommen haben, beweist diele Tatsache, daß seitens der politischen Leitung niemals daran gedacht ist, irgend jemand etwas zu nehmen. 2d) sehe es als meine Aufgabe an, die Tat wirken zu lassen. Sie wirkt besseralsallesandere. So übergebe ich denn die Leitung dieses rhein- mainischen Berkehrsoerbandes dem Parteigenossen T r e f z , dem Leiter der Reichspropagandastelle Darmstadt, der in der Vergangenheit bewiesen hat, daß er In der Lage ist, auf diesem Gebiete Hervorragendes zu leisten. 2ch verpflichte ihn, in diesem Sinne zum Wohl unserer engeren Heimat, unserer Landschaft, unserem Volk und Daterlande zu wirken. Heil Hitler! Namens der hessischen Regierung sprach dann (Sfaateminifler Fung, ber die Zusammenfassung der Lande am Rhein und Main begrüßte. Ebenso wie die Zusammenfassung der Wirtschaft im Rhein- Mainischen Wirtschaftstag, so sei auch der Landes- . verkehrsoerband Rhein-Main der Energie und Tatkraft des Herrn Reichsstatthalters zu verdanken. Gerade der neue Landesverkehrsoerband betreue dos schönste Land im ganzen Reiche. 2ch erinnere nur an mein geliebtes Rheinhessen, an Worms mit seiner tausendjährigen Geschichte am Adeln, an das goldene Mainz mit seiner großen Vergangenheit, Binnen, das uralte Weinnesl am Zusammenfluß von Rhein und Nahe, an den Herr- Nchen Odenwald, an die Bäder im Taunus an Wiesbaden, Soden, Em», an Bad-Nauheim' und die stillen Wälder des Dogelsberges, und nicht zu- letzt an die Stadt, die die Fugend Goethe» sah Wenn ich diese schönen (Baue nenne, bann werden Sie mir zugeben, daß die Arbeit des Landesoer- kehrsoerbandes eine schwere ist. Um so mehr wün- sche ist, daß der heutige Tag von historischer Bedeutung nicht nur für unser engeres Land sein wird, sondern für unser ganzes deutsches Da- terland Staatsminister Fung übergab hierauf dem Führer des Landesverbandes, Trefz, die Be- stallungsurkunde. Das Derfprechen zu aufrichtiger und restloser Mitarbeit am gemeinsamen Werke im größeren Rahmen de» Landesoerbande» legien sodann hrr Führer de» Nassauischen Verbände- Reg.-Rat 2a- ob» und ber Führer be» Hessischen fierbanbe», . Hann» Fischer, ab. Der Führer des LondeSverlehrsverbandes Trefz umriß seine künftige Arbeit u. a. wie folgt: Durch bie Tatkraft bes Gauleiters sind wir auf dem Wege zur verständnisvollen Zusammenarbeit in dem Rhein-Main-Gebiet wieder einen Schritt weitergekommen. Die Zufälligkeften dynastischer Grenzziehung sind Überwunden. Die wirtschaftspolitischen Erwägungen haben zum Zusam- menschluß der hessischen und nassauischen Handelskammern zu einem rhein-mainischen Handelstag geführt. Derkehrspolitifche Erwägungen haben nunmehr zum Zufammenfchluh der beiden bis- her getrennt marschierenden Verbände, dem Hessischen Verkehrsoerband und dem Nassauischen Verkehrsoerband zu einem Landesverkehrsoerband Rhein- Main e. 23. geführt. Die wirtschaft hat die politischen Grenzen nie gekannt, ebensowenig der Verkehr. Der Zusammenschluß zu einem rhein-mainischen verkehrsoerband ist eine den natürlichen Gesehen folgende Maßnahme. besteht bie Mitgliederversammlung, fn ber 'ämtliche Derkehcsoereine, Gemeinden, Körper- schäften usw. vertreten sind. Die Organisation ist klar und einfach, beweglich und elastisch. Die Mitglieder des Rhein-rNain-Verkehrstage» sind: Reichsbahnoberrat Dr. Lose pH (Frankfurt am Main); Oberpostrat Lohmeyer (Frankfurt am Main), Dr. Nircz (Frankfurt a. M.), Der- kehrsverein; Heinz Rödding (Frankfurt-Heddernheim): Erwin Wifsenbach (Frankfurt a. M); Beigeordneter Dr. Heß (Wiesbaden): Landrat a.D. Scheuern (Diez); die Bürgermeister von Bad Homburg, Königstein, Bad Soden, Limburg, Wetzlar, St. Goarshausen, Bad Ems und der Kurdirektor von Bad Ems: Beigeordneter Sauer- mann (Mainz): Derkehrsdirektor Fischer (Darmstadt): Bürgermeister Dr. Hamm (Gießen): Dr. 2l- lert (Worms), Derkehrsverein: die Bürgermeister von Bingen, Büdingen, Heppenheim, Michelstadt, Schotten, Alsfeld: Lehrer Bauer (Auerbach): Generaldirektor Meyer (Bad-Nauheim): die Dorsitzenden der Derkehrsvereine Mainz, Gießen und Darmstadt: Oberregierungsrat Dr. Krebs (Darmstadt); Reichsbahnpräsident Sou* Zweckbedingt durch die gemeinsamen 2ntereffen der bisher getrennten Gebiete über die Wirtschaftsbedeutung des Fremdenverkehrs in diesem Kreise zu sprechen, ist müßig. 2mmerhln bleibt bemerkenswert, daß allein in dem Gebiet des D o l k s st a a - tes Hessen Im Fahre 1932 rund 15 M i l- lionen Reichsmark nur durch Heber- nachtungen umgesetzt worden sind. Die Für- berung des Fremdenverkehrs war von je eine Auf- gäbe, der sich Männer unterzogen haben, die von echtem, deutschem Heimatgefühl durchdrungen waren. 2n der liberalistischen Epoche wurde die Fremdenwerbung sehr oft reines Geschäft. Geldverdienen war Die Hauptsache, Sensationen wurden benötigt, um Fremde anzulocken. Demgegenüber hat sich bas nationalsozialistische Deutschland bie Aufgabe gestellt, aus Der Hei- matliebe heraus den Stolz auf das Deutschtum zu wecken. Dadurch bedingt sich von selbst stärkste Berücksichtigung des Fremdenverkehrs und das Hineinrücken dieser Bestrebungen in die öffentliche Aufmerksamkeit und staatliche Förderung. Daß der neugegründete Landesoerkehrs- verband Die volle staatliche Unterstützung genießt, ist Im na t i o n a l s o z i a 1 i st i - I ch.e n Staat eine Selbstverständlich- feit, und daß das nationalsozialistische Deutsch- land alle zur Verfügung stehenden Propagandamittel, Presse, Rundfunk, Theater und Film in die Fremdenoerkehrswerbung stellen wird. Ebenso selbst- verständlich ist, um nicht falsch verstanden zu werden: Da» letzte Ziel dieser Frembenverkehrswerbung ist nicht ein mit Zahlen ju errechnender Profit, sondern die Liebe zur Heimat im deutschen Volke zu wecken. 2n Hessen erfolgt der Zusammenschluß in der Erkenntnis, daß zunächst ein Anfang gemacht werden muß, um einmal jene Lösung zu finden, die uns als 2beal ooranschwebl: der Zufarn - menschluß nach landschaftlichen Ge- sichtspunkten innerhalb der geeinten Nation. Die vorläufige Lösung, bei der die bei- ben Verbände zunächst ihre regionale oelbftanbialeit behalten werden dürste zwelsellos in der kommenden Reichsreform überholt werden und ist deshalb nur eine vorläufige (Fs ist unser fester Entschluß, auf dem eingeschlage-' nen Wege wetterzugehen und die mannigfaltig zerklüfteten Gebiete organisch zusammenzufasfen. Es ist mir eine ganz besondere Freude, daß die Rhein-Main-Gegend gerade in diesen Dingen wieder führend ist und vielleicht gerade infolge einer früher bestandenen Trennung die Notwendigkeiten de» Zusammenschlusies so klar er- könnt und folgerichtig durchgefuhrt hat. Die Organisation des Landesoer- kehrsoerbandes ist so, daß die Landesstelle Nassau durch Herrn Regierungsrat Jacobs und bie Landesstelle Hessen durch Herrn öhanns F'scher besetzt wird. Diese bilden mit dem Fuh. rer Rhein-Main zusammen ben Vorstand Die weitere Gliederung führt dann zur Bildung des rhein mal ntschen Verkehrstages. Aus den Reihen der Mitglieder be» Verkehrstaaes wer- ben Sa 4) beraten für Spezialfragen hinzu gezogen. 61» letzte» Glied der Organisation b e f r o y (Mainz); Regierungsrat Jacobs (Wiesbaden); Fritz Kölle (Mainz), Zentralhotel; Fritz Rochus (Berlin SW. 11); Oberbürgermeister Dr. Krebs (Frankfurt a. M.) und ■ Oberftaffelführer Keller, NSKK. Die Betätigung in ber Organisation ist selbsloer- flänblich für sämtliche Mitarbeiter ehrenamtlich. Der Grunbsah des Verbandes muß fein, bie öffentlichen Mistel fo zu verwalten, baß sie ber Oeffenttichkeil bie größte Nuhwirkung verschaffen. Meine Herren vom Vorstand und vom rhein- mainischen Verkehrstag, ich verpflichte Sie, sich mit 2hrem ganzen Können für die Zwecke und Ziele des Landesoerkehrsverbandes Rhein-Main e. 23. mit 2hrer ganzen Kraft einzusetzen und für das gemeinsame 2ntercsse des gesamten Wirtschaftsgebietes zu kämpfen. 2ch fordere Sie auf, dies durch Erheben der rechten Hand zum deutschen Gruß zu bestätigen. Nachdem diese Verpflichtung erfolgt ist, ernenne ich Herrn Regierungsrat 2 a c o b s zum Leiter der Landesstelle Nassau und Herrn Hanns Fischer zum Leiter der Landesstelle Hessen. 2d) danke nochmals in 2hrcr aller Namen dem Herrn Gauleiter und Reichsstatthalter, der den Zu- sammenschluß der beiden Verbände und dadurch die Bildung des Landesoerkehrsverbandes Rhein- Main e. D. erst ermöglicht hat. Unser Gruß aber gilt dem deutschen Daterlande, seinem Führer Adolf Hitler und seinem Vertreter, dem Reichsstatthalter in Hessen mit einem dreifachen Sieg-Heil! Das Drumm-Quartett spielte dann klangschöne Variationen über das Deutschlandlied. Die Versammlung fang hierauf den ersten Der» des Horst- Wessel-Liedes. Anschließend folgte ein gemeinsames Mittagessen. Kunst und Wissenschaft. Ein Goethe-Denkmal am Walchensee. Wie aus Urfeld am Walchensee berichtet wird, ist zur Erinnerung an Goethes Reise über die Kesselbergstraße am 7. September 1786 dem Dichter an der Grcnzscheide zwischen Norden und Süden ein Markstein errichtet. Bildhauer Professor Hans Schwegerle hat die Büste des Dichters, die auf einer hohen Säule steht, geschaffen. Zu der Enthüllungsfeier hatte sich ein größerer Kreis von Ehrengästen eingefunden, Die Staatsminister Esser namens Der bckyerischen Staatsregierung begrüßte. Der Redner bezeichnete es als ein felbftoerftänb- liches Ziel der Bewegung, alle» wahrhaft Große und Echte, was aus Der Vergangenheit in unsere Zeit hinübergerettet würbe. Dankbar anzuerkennen unD nutzbar zu machen. Deshalb sei e» eine vornehme Pflicht Der Nation, Des größten deutschen Dichters zu gedenken als Des Rolands De» Deutschen Geistes. Oberregierungsrat Ebner vom Reichs- propaganDaminifterium hielt Dann Den Festvortrag. Staatsminister Esser dankte den Veranstaltern de» Festes, den Stiftern de» Denkmals und seinem Schöpfer. Dabei gab er der Hoffnung Ausdruck, daß bald ähnliche Gedenksäulen 'ur Ludwig Thoma und Ganghofer und auch für Dietrich Eckart errichtet werden möchten. Vie Gauführung Hessen-Nassau Frankfurt a.Main Eaunusftr. 11i« Zernruf 32288 Postscheck-Konto: Zfm. 28100 Girokonto: Nassauische Landes- banf Zrankfurt-M, Konto 6221 Soll n wir endlich au» dem Sumpf, Leg dein Gelb nicht In ben Strumpf. Denn bie Gelber müssen rollen, wenn bie Hände schaffen sollen. 104 Flugblattverteiler ins Konzen* trationslager gebracht. WSN. Hanau, 10.Dh. Wie Landrat Löfer im Laufe feiner Ausführungen bei einer großen Versammlung im Saale des Zakob-Sprenger Haufe» mitteilte, find in den letzten drei Wochen 1 0 -1 Personen aus Stadt und Land Hanau, Die verbotene Flugschriften verteilt haben, nach Breitenau (Konzentrationslager) gebracht worden. >1 M vorsAj Son-AK schmücken es. — 2m Verein mst Fritz P u ch st e i n gibt Helene Lange ein reizendes Buch heraus: »Das Erwachen der Seele", über 100 Aufnahmen aus dem Kinderleben der Vier- und Fünfjährigen. — Frieda Hauswirth stellt in ihrem Buch „Meine indische Ehe" ihre Einblicke in da» groß« Problem 2nDien dar. — Ein neuer Roman von Johanna Böhm: „Vier Frauen führen Kriegs und eine kleine Schrift des Pädagogen H. Hanse l m a n n : „Fröhliche Selbsterziehung" fchließetl die Reihe der Veröffentlichungen. Mietet I V°.°uch h u,b[aue ■ »Ai*» hm einfach fianbcUDanndj! 0 ns. ® Sumpf, m Strumpf, toütn, ^'Verlag. ^ri4 und &jni L 6,e „Npen. Abgabe, ä, V W)« Be. ben bayrische n9en Kreidoisz 'S*?* ^PaK'der fte? ??et wird Wu "? di» lud) ber hn hort, nl*'' ■ine Grmn6'erben ""'"'5'3 1 (ollen. ^Luchstej, pwjnafoneit ,ö 5unf]öf)rigen. 'n ,u)t«n %u6) ’e in bns §ro^e uet Vornan von n Wen Krieg* lgogen h. Han. zrehung* schließen ) er Gießen. Wsaffare, bei bet' beteiligt waren, die Abendstunden »eklagten, die Ge- ollLhaüungsgegen. rdeten, riefen mit ' Bevölkerung von ■ 3m wesentlichen eutiaen Hauptver- ler Vertreter der acht Monate ■richt zu folgendem Ijefius aus Eta- rafe von 1 3ahr fudjungsljajt wird sius aus Wer' DvL>e, tzriün A Lb Mark Geld- hweizer Christian 1 Zahr 1 Mo- Wilhelm Friedel Monate, Hinrich . Sie Angeklagten mann Haas wur« Ingeklagte Wilhelm iftrafe belegt Die der Landwirt Kon- mmanuel Hessen- er Arbeiter Georg •Öen freigesprochen. ließen. hielt wegen Pfand- gegen den sie Ein- die gestrige Haup^ igle den Einspruch Junge deutsche Ration. Marsch der Hitlerjugend. Worte von Baldur von Gchirach, Musik von Hans-Otto Borgmann. Vorwärts! Vorwärts! schmettern die Heldenfanfaren. Vorwärts! Vorwärts! Juaend kennt keine Gefahren. Deutschland, du wirst leuchtend stehn, mögen wir auch untergehn. Vorwärts! Vorwärts! schmettern die Heldenfanfaren. Vorwärts! Vorwärts! Jugend kennt keine Gefahren. Ist das Ziel auch noch so hoch, Jugend zwinget es doch. Jugend! Jugend! Wir find der Zukunft Soldaten. Jugend! Jugend! Träger der kommenden Taten. Ja, durch unsre Fäuste fällt, was sich uns entgegenstellt. Jugend! Jugend! Wir sind der Zukunft Soldaten. Jugend! Jugend! Träger der kommenden Taten. Führer! Dir gehören wir, wir, Kam'raden, dir. Unsre Fahne flattert uns voran. In die Zukunft ziehn wir Mann für Mann. Wir marschieren für Hitler durch Nacht und Tod. Mit der Fahne der Jugend für Freiheit und Brot. Untre Fahne flattert uns voran. Unsre Fahne ist die neue Zeit. Und die Fahne fuhrt uns in die Ewigkeit. Ja, die Fahne ist mehr als der Tod! Nachtgeländespiel. Don Georg Ernst, Friedberg. Es war eine hübsche Herbstnacht. Der Stamm rückte aus zu der angesetzten Fahrt. Es war erst September und schon halte es geschneit. Die Höhen, auf denen das Landheim lag, waren mit einer Eisdecke überzogen. Wenn man nicht gerade ein paar Pimpfe krank haben wollte, mutzte man schon dort übernachten. Es war immerhin schon fünf Grad kalt. Als man den Berghang erreicht hatte, stand die Sonne schon nahe dem Horizont. Die Jüngeren, es waren diesmal besonders viele dabei, zogen frohen Mutes und in lebhafter Unterhaltung im Glied. Aeltere waren weniger dabei. Sie zogen einen anderen Weg mit den Rädern dem gleichen Ziele zu. Unter der Schar der Jüngeren taten sich befop- ders einige hervor, die sich vermaßen, niemals Angst zu haben. Mit überfließender Phantasie malten sie sich die Heldentaten aus, die sie vollbringen wollten. Und gerade diesen Sprüchekloppern sollte gezeigt werden, daß sie aber einen — haben. Ob es noch weit sei, meinte einer. Er sei natürlich nicht müde, Angst habe er selbstverständlich auch keine. Aber der Führer konnte und wollte keine genaue Auskunft geben. — Als der Buchenwald aufhörte und man in den dunklen Tannenwald hineinging, wurde es den Jungen immer unheimlicher zumute. Der Führer aber wollte, da ihn einige wegen des Weges gefragt hatten, zu ihrer Beruhigung auf der Karte nachfehen. Plötzlich lähmte ein jäher Schrecken die Wartenden. Nahe am Wege hatte es unheimlich geraschelt und geknackt. Nun stand die Gefahr riesengroß vor ihnen. Ein Nachtgeländespiel sollte heute noch sein. Wie hatten sie sich alle gefreut. Jetzt schien ihnen aber dieses Vergnügen schon zweifelhaft. Man war bald im Kampfgebiet. Noch einmal wurde alles überprüft. Als es noch Tag war, hatten einige geschildert, wie sie die andern schon erledigen wollten. Jetzt zogen sie es schon vor, darüber zu schweigen. An einer Wegegabelung hielt die Schar, um nach dem Rechten zu sehen. Da geschah etwas Gräßliches. Während in den Tannen der Herbstwind rüttelte, ertönte beinah mitten unter ihnen ein gellender Schrei, man hörte ein wildes Knacken dürrer Zweige und die Geräusche eines nahen Kampfes. Alle waren von Schrecken gelähmt. Das Schrecklichste war noch dabei, daß man gar nicht wußte, was geschehen war. Es fehlte einer. Zwei oer- mummte Gestalten waren plötzlich da gewesen. Hatten ihn gepackt und weggeschleppt. Man konnte ihm einfach nicht helfen. Und man mußte es doch. Man sprang nun seitwärts in die Büsche. Auf einmal sieht einer in der Ferne ein Licht. Es verschwindet, kommt wieder. Der Führer zögert nicht, dem Licht nachzugehen. So schleichen sie sich heran. Gedeckt durch die Stämme alter Tannen. Das Moos des Waldbodens erlaubt ein geräuschloses Näherkommen. Ein dumpfer Laut läßt alle zusammenschrecken. Im Schein der Taschenlampe sieht man den Vermißten an einen Baum gebunden. Man hatte ihm das Schreien durch einen Knebel unmöglich gemacht. Da war aucy der Führer schon bei ihm, um ihn zu befreien. Da ertönt von allen Seiten ein vielstimmiges Geschrei, das allen das Blut in den Adern erstarren läßt. Man war in einen Hinterhalt geraten. Da gab es kein Entrinnen mehr. Schon fühlten sich die meisten ergriffen. Wer noch mehr Mut hatte, wehrte sich. Andere hatten es schon aufgegeben. Bald war das blutige Gemetzel zu Ende. Als nun die Pfeife des Führers zum Sammeln rief, merkte man, daß es die Weiteren waren. Das Nachtgeländespiel war beendet. Als sich nachher Räuber und UeberfaHene froh die Hände schüttelten, da war mancher froh, daß er diesmal noch davongekommen war, ohne skalpiert zu werden. Als sie dann in ihrem Landheim lagen, da träumte mancher von Geländespielen, Räubern und Marterpfahl. Ein Tag im Jungvolklager. Von Walter Kröll. Weiße Nebelstreifen liegen über dem See und in den Tälern. Fern im Osten schimmert der neue Tag. Noch herrscht tiefe Stille im Lager des Jungvolks. Nur ab und zu spricht einer im Schlaf. Die Wache kauert am erloschenen Feuer, in lange Mäntel gehüllt, mit einem Reitersäbel über den Knien. Vom nahen Dorf herüber schlägt es fünf Uhr. Da teilt sich der Eingang eines Zeltes und heraus tritt der Trompeter des Lagers. Bald folgen ihm die Jungen, und es wird zu den Freiübungen an» §etreten. Danach stürzt sich alles in die kühlen luten des nahen Sees, und schnell ist der Schlaf aus den Augen verschwunden. Doch allzu kurz ist die Zeit, und schon muh jeder angezogen fein, um Kaffee zu empfangen. Die Kochmannschaft kann kaum genug Brote schneiden, um solch großen Appetit zu befriedigen. Doch alle sollen satt werden. Um sieben Uhr ist Appell. Bis dahin muß alles in Ordnung fein. Kein Stroh oder Papier liegt mehr vor den Zelten, keine Decke, die noch ungeordnet ist. Wehe dem, der feinen Tornister nicht vorschriftsmäßig gepackt hat, oder halb angezogen zum Appell erscheint. Im großen Karree marschieren die einzelnen Gruppen um den Fahnenmast auf. Der Führer spricht zu seinen Jungen von dem Zweck des Lagers und der Aufgabe des Jungvolks und fordert die Buben auf, im Dienst nie lau ober nachlässig zu sein und immer im Sinne unseres großen Führers zu leben. Bei dem Dröhnen der Landsknechtstrommel und den Klängen der Fanfaren steigt das schwarze Banner mit der weißen Siegrune am Mast empor und bläht fid) stolz im Morgenwind. Ein Lied erschallt aus heißen Jungenherzen zum Gruße des neuen Tages und zu Ehren des Banners. Nun beginnt die Arbeit. In Gruppen wird das Zeltbauen geübt ober Morsezeichen gelernt, Karten gelesen ober Gelänbekunbe getrieben. All biefe Kenntnisse sinb nötig, um sich auf Fahrt unb im Lager helfen zu können. Vor bem Mittagessen ist noch eine Singstunbe, bie ben Morgenbienst beschließt. Unterliessen haben bie Köche eifrig in ben Kesseln gerührt unb eine feine Suppe gekocht, bie ben Jungen sehr gut schmeckt. Es wirb in Gruppen gegessen. Auch hierbei erklingen frische Lieber ober ein Führer spricht einen kurzen Tischspruch. Nach bem Essen ist Lagerruhe. Dabei wirb gelesen ober Beschrieben. Auch kann man sich unterhalten, boch arf nicht laut gesprochen werben. Nachmittags sinb meistens ©elänbeftreifen ober Spiele, so baß bie Zeit rasch vergeht. Nach bem Abendbrot versammelt sich alles um bas entfachte Lagerfeuer unb balb folgt Lieb auf Lieb, bis bie Kehlen heiser sinb, unb bann wirb erzählt unb vor- gelesen. Ernstes unb Heiteres wechselt ab, bis spät in bie Nacht, llnb wenn bas Feuer am Erlöschen ist, bann sinkt bas Banner an seinem Mast. Die Jungen stehen im Kreise Hanb in Hanb unb au ben Sternen tönt bas alte, boch immer neue Lieb: Kein schöner Lanb in biefer Zeit, Als hier bas unsre weit unb breit, Wo wir uns finden Wohl unter ßinben Zur Abenbzeit. Der Kreidrkreis uni) die „neunte Sand". Allerlei (Spiele und (Späße für die Jugend. Der in allen Sportkreisen bestens bekannte Verfasser legt im Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig eine Sammlung lustiger „Volks- unb Bauernspiele" vor, wie sie überall gespiett werben können, wo unsere Ju- genb ungezwungen beisammen ist. Der Sammlung (64 Seiten unb 15 Tafeln kart. 2 Mark, in ßeinenbanb 2,80 Mark) entnehmen wir nachstehenbe Proben: Auf einem Tisch wirb ein großer Kreis mit Kreibe gemalt. Auf Befehl müssen alle Finger rein, ran ober raus. Nun werben bie Befehle vertauscht: bei rein raus, bei raus rein, bei ran rein. Das Spiel wirb fröhlicher, wenn man an einem Stock eine Schnur mit einer Schlinge befestigt, bie als Kreis auf ben Tisch gelegt wirb. Wenn nun irgenb je« manb unbefugterweise im Kreis ist, zieht ber Angler bie Schnur an unb fängt bas Fischlein. Der Gefangene muß angeln. Da wir nun gerabe um ben Tisch Herumsitzen, wollen wir gleich „Die neunte Hanb" spielen: Nach- einanber legen wir in bunter Reihenfolge unsere Hänbe aufemanber, bis alle Hänbe im großen Turm liegen. Nun zieht jeweils ber Unterste seine , Hanb hervor unb zählt laut. Sowie Nummer 9 an I ber Reihe ist, ziehen alle rasch ihre Hanb zurück, unb ber Betreffende sucht eine Hanb zu erwischen. Der Erwischte beginnt" bann ein neues Spiel. Das Ueberraschenbe ist, baß keiner Vorhersagen kann, wer Nummer 9 ist, es muß allerbings recht schnell gespielt werben, bamit niemanb erst zur Besinnung kommt. Ein wunbervolles Spiel läßt sich für eine nicht zu große Gesellschaft herrstellen, inbem man Streichhölzer in ein Weinglas tut, bas möglichst senkrechte Wänbe hat. Nun muß reihum jeder ein Hölzchen (bie Hölzchen schauen oben hervor) aus bem Glas herausziehen unb quer barüberlegen (Turm). Wer eins fallen läßt, muß bafür eine vorher bestimmte Strafe zahlen. Mit ber Zeit wirb es immer schwieriger, an bie Hölzchen heranzukommen, jeber legt natürlich auch fein Hölzchen so ungünstig wie nur möglich! Nun noch ein elektrisches Experiment: In eine Streichholzschachtel werben an jebem Enbe zwei Hölzchen zwischen Schachtel unb Hülse geklemmt. Nun müssen zwei Mäbchen, bie elektrisiert werben sollen, auf jeber Seite bie beiben Streichhölzer anfassen. Fest brücken! Merkt chr schon was? Nein? Noch fester! Merkt ihr noch nichts? Nein? Merkt ihr Denn nicht, baß ich euch zum Vesten haben will? Zungenkampf. Sinkenbe Sonne in lobernber Glut. Kämpfenbe Jungen mit stürmendem Blut, Voran weht die Fahne, des Sturmes Kraft knatternd unb flammenb am Eschenschaft. Jagenbe Wolken in glühenbem Rot. Mutiges Kämpfen, was immer auch broht. Voran grollt bie Trommel, bes Sturmes ßieb, fchallenb unb brohnend burch Reih unb ©lieb. Blutige Sonne Entflammet bie Heib'. Trotzige Jungen, zu allem bereit, verlachen bas Sterben im Abenbrot. Stürmen zum Kampfe auf Sieg unb Tob. Heinz Dieter. tteberfall! Huuiiiiuuh ... gellt bie 2llarmfirene des Führers durch das schlafende Zeltlager. Alles stürzt sofort aus den Zelten. Was ist denn los? ’ne Frechheit, uns so mitten in ber Nacht aus bem Schlaf zu ofeifen. Aber ba tönt schon bie Stimme unseres Führers burch bas ßager. In knappen Worten erklärt er uns bie ßage: Die Wache ist verfchwun- ben unb mit ihnen bie Fahne! Sofort würben bie nötigen Anorbnungen getroffen. „Wicky" sollte mit seiner Gruppe rechts vom ßager alles absuchen unb „Rolfi" basfelbe auf bet linken Seite. Größte Ruhe war geboten, ba man ja nicht wußte, was überhaupt los war. Zitternb folgt „Bubi" feinem Vorberrnann. Jetzt nur nicht merken lassen, baß er Angst hat. Es ist ja auch furchtbar, so mitten in ber Nacht im bunt- len Walb herumzulaufen! Huuh, wenn jetzt nur kein Räuber kommt unb mich frißt, benkt er sich im Stillen. Aber ba hält plötzlich „Wicky" unb sieht gespannt ins Dunkle. Vor uns am Ufer bes Teiches, in bem wir heute gebabet hatten, bewegt sich etwas. Da ertönt auch schon bas Sturmzeichen, unb mit lautem Gebrüll geht es ben Abhang hinunter unb auf bie ba herumfchleichenben Gestalten! ... In berfelben Zeit ist „Rolfi" mit seinen Beuten seiner Spur gefolgt unb ist schließlich auch am Teich angelangt. Gerabe will er beratschlagen, was jetzt zu tun fei, als in kurzer Entfernung ein unglaubliches Gebrüll ertönt. Da ist auch Rolfis sonst so brave Truppe nicht mehr zu halten unb läuft mit Hurrageschrei auf ben vermutlichen Kampfplatz zu. Doch im gleichen Augenblick tönt ihnen lautes Bachen entgegen. Was sehen ba bie siegesgewissen Hurraschreier? ... Da hat bie Gruppe „Wicky" einen Kreis gebilbet, unb ... ja, was ist benn bas, bas sinb ja „Hanno" unb „Bibbes", bie ba mitten brin sitzen. Da kommt auch schon unser Führer unb stürzt sich wutschnaubend auf „Hanno". Was macht ihr Denn hier? Seid ihr benn verrückt geworben, bas ßager einfach zu verlassen? Ei, ei, sagt Hanno, unb blickt von einem zum anbern . . . unb noch ein Ei gibt einen Pfannkuchen, fällt ba „Bibbes", unserem Bausbub, ein. Das trägt ihm aber eine nicht allzu sanfte „Zigarre" ein. Schließlich stellt es sich heraus, baß bie beiben auf ben Gebauten tarnen, ein Nachtbab zu nehmen unb vorsichtshalber bie Fahne mitzunehmen. Damit sie nicht geflaut würbe. Das ßager aber ließen sie allein. Dann zog alles lachenb unb erzählenb ins Bager zurück. Ganz hinten unser guter, dicker „Teddy", immer vor sich hinbrummend: „Frechheit, Gemeinheit, wegen so einem Unsinn mich armen Kerl zu wecken". „Hanno" und „Bibbes" aber haben nicht mehr Nachtwache gehalten und Schiffchen schwim- men lassen, das hat die große Moralpredigt unseres Führers bewirkt. Wicky. S|fer lie $er- s* nÄnz-ttMdel erf. er Zeit aufgetW iJanbtls Ijotim sf&i Cwä Tw* Hs Tn 3üri ‘sann I 0" ©er Rhein, ein Ginnbild deutschen Charakters. Von Willy Hanke, Gießen. Trüber Himmel hängt über dem Rheintal. Beichte Nebelschwaben kleben an ben Hängen unb verhin- dem eine weite Aussicht. Ruhig gleitet der Rhein seine altgewohnte Bahn. Nur ab und zu säuselt es in den Bäumen, die am Ufer stehen, unb bisweilen raschelt ein schon welkes Blatt zu Boben. Bautlos segelt eine Mooe über bem Wasser. Ruhe, überall Ruhe! Schweigenbe Hänge, schweigenbe Wellen, schweigende Ufer; Schweigen auf dem ßanbe unb Schweigen in der Bust. Und doch ist die Natur nicht unbelebt. Rastlos - unb arbeitsam mauern einige Hanbwerker an ber Uferbefestigung. Für kurze Zeit nur zerreißt bie Hupe eines Wagens, ber brüben am anderen Ufer dahinfährt, bie Stille ber Natur. Ein Personen- Kämpfer zieht talwärts. Kleine Wellen spielen am Bug bes Schiffes unb plätschern leise am Ufer. Weit entfernt ertönt leise Musik über bas Wasser an bas Ohr eines einsam Bauschenben. Tiefe Wei- len furcht ein Schlepver hinter sich burch bas Wasser. Weißer Gischt sprüht auf. Schwer belabene Kähne, bis oben voll Kohle, liegen im Tau bes Schleppers. Sechs bis acht solcher Kähne mögen es wohl sein. Bangsam gl? en sie am Auge vorüber, langsam ziehen sie stromauf, kohlearmen Bezirken zu. So bietet ber Rhein ein Sinnbilb: ernst unb ruhig, wie seine Wasser fließen, ist auch bas beutsche Volk. Ja, ernst unb ruhia sinb bie Deutschen, unb babei emsig unb arbeitssam. Nicht wie bie Jia- liener, bie feurig unb temperamentvoll sinb. Sie haben ja auch ganz andere Flüsse: schnellen ßaujes stürzen sie mit Wucht unb Elan ins Tal, unb bald hat bas blaue Meer ihre Wasser ausgenommen. Unb haben bie Russen nicht roieber ganz anbere Flüsse unb Ströme? Träge unb langsam wälzen sie ungeheure Wassermassen bem Eismeer zu. Haben bie Bewohner ber russischen Steppenlandschaften nicht bie gleichen Eigenschaften, sinb sie nicht auch träge, langsam unb in sich verschlossen? . Ruhig und ernst, emsig unb arbeitsam ist bas deutsche Volk, emsig unb arbeitssam ist es wie ber Rhein. Schutt und Geröll bringt er aus den Alpen, zermahlt es, zerkleinert es zu feinem Sand unb schließlich zu Schlamm unb Brei. Große Mühlen setzen seine Wasser in Gang, breite Flosse treibt er talwärts. Unb wie der Rhein selbst, erscheint auch seine nächste Umgebung. Eingeengt ist ber Rhein, nicht nur in seine Hänge unb Felsen, nein eingeengt ist er auch zwischen breite, gut gepflasterte Straßen unb wichtige Eisenbahnlinien. Eingeengt ist er weiter in Kilometerzahlen unb Entfernungssteine, bie in seine Ufer eingebrannt sinb. Dies alles brückt bem Rhein einen Stempel des Arbeitsgeistes ein, bes Arbeitsgeistes, ben bas ganze deutsche Volk im Dritten Reiche beseelt. Durch die ganze deutsche Geschichte können wir eine Charaktereigenschaft verfolgen, bie bem Volke schon oft zum Verderben wurde: Uneinigkeit, eine Eigenschaft, bie teilweise burch bie Verschiebenheit der Stämme, ihre Berührung mit ber Kultur bes Römerreiches bebingt ist. Und spiegelt nicht auch der Rhein eine solche Verschiedenheit der Stamme wieder? Ich meine das nun nicht wörtlich, als wenn am Rheine Volks- ober Stammesgrengen gezogen wären, nein sinnbildlich möchte ich wohl vergleichen: So wie wir verschiebene Stämme in Deutsch- lanb haben, so ist auch ber Rhein verschieben in seinem ßauf. Enge Schluchten mit steil abfaUenben Felsen wechseln ab mit sanften Hängen, mit Weinbergen bewachsen unb breiten Tälern, burch bie Der Strom gemächlich seinen ßauf zieht. Nur so, sinn- bilblich, möchte ich den verschieben gestalteten Baus des Rheines mit den verschiedenen Stämmen bes Volkes vergleichen unb in Beziehung bringen. Mit zu ben schönsten Punkten Deutschlanbs ge- hort das Rheintal von Bingen bis Koblenz. Stelle Felswände, sanfte Hänge mit edlen Reben bewachsen, stolze Burgen und Ruinen und eine mehr als tausendjährige deutsche Vergangenheit geben dieser Gegend etwas Romanttsches, etwas Geheimnisvolles, das der Deutsche im Innern empfindet, ohne es im Grunde genommen genau bezeichnen zu können. In Hunderten von Biedern ist der Rhein besungen worden, und in ihnen schwärmt der Deutsche für seinen Strom. Oft stehen inmitten fruchtbarer, sonnenbeschienener Weinberge stolze Schlösser und Ruinen. Ein eisernes und willensstarkes Geschlecht muß hier gewohnt haben, das sich bie jähen, steil abstürzenden Fe en unterwarf, bas sich in diesen zerklüfteten Felsen seine Behausung schus. Wuchtig und trotzig haben biefe alten Ruinen ben Stürmen ber Zeit Widerstand geleistet, und heute noch gewähren sie bas Bilb eines wehrhaften, nicht unterzukriegenben Helden. Bilden sie nicht ein Kennzeichen für uns Deutsche? Sinb mir jetzt anbers als unsere Vor- fahren? Wollen wir Pazifisten unb Knechte fein, wo uns biefe Zeugen einer stolzen Vergangenheit zurufen: Deutsches Volk, bleibe wehrhaft! Vergiß dich nicht selbst!? Unb sinb wir nicht boch friedliebend trotz aller Ruinen unb Schlösser? Bietet nicht ber DUjein bas beste Beispiel bafür? Stehen am Rhein brohenbe Geschütze, befinden sich an leinen Ufern Festungen, Kasernen ober Forts, bie ben Frieben ber Völker stören könnten? Nein, unb taufenbmal nein! Frieblich wie der Rhein und seine ßanbschaft ist auch das deutsche Volk. Und wenn wir für den Krieg rüsten würden, wie unsere Feinde es uns nachsagen, wären wir dann nicht zunächst und vor allen Dingen verpflichtet, unseren Rhein, unser Nationalheiligtum zu befestigen? Doch friedliebend wie der Rhein sind auch seine Anwohner. Wenn wir noch zum Schluß die Bauwerke zu Ehren bes allmächtigen Gottes betrachten, bie mächtigen Dome und Kirchen, geben diese uns nicht ein herrliches Beispiel deutscher Frömmigkeit? Don Straßburg über Speyer, Worms, Oppenheim, Mainz bis hinunter nach Köln zieht dieses Band herrlicher Dome und Münster. „Dem Herrn sei bie Ehre", läuten ihre Glocken, Preis unb Dank bem Herrn. Du Vater Rhein, seit über taufenb Jahre Deutschlanbs Strom unb Sinnbilb unb Heiligtum bes beut« schen Volkes! Rausche weiter dein altes ßieb, ver« richte ferner beine frudjtbringenbe Tätigkeit! Alle beine Söhne werben sich erheben, wenn ein Fremb- ling bich knechten will, bich, ber du Sinnbild unserer Eigenschaften und unseres Dolkscharakters bist. Das walte Gott! Oer Todesspringer. Um 18 Uhr bin ich wieder in Nürnberg, um bem Abschiebs-Nestabenb meiner Nürnberger Karneraben beizuwohnen. Es ist Samstagnachmittag, also höchster Betrieb! Schauplatz: Jnnenstabt, Torturm. Am Toreingang zwei Mann Sicherheitswache. Ich schlüpfe burch bie enge Pforte unb gewahre zwei Pimpfe, bie etwas zurechtmobeln. „Was macht ihr benn da?" — „Wir bauen einen Jungvölker! Das Holz hier gibt bas Rückgrat, Hofe unb Fahrtenhemb ausgestopft, ein paar weiße Tücher bas Gesicht, ein Käppi auf bem Kops. So, fertig!" Unterbeffen stehen unten mitten auf bem Gehsteig zwei Jungen mit einer ausgebreiteten Zettbahn, währenb aus ber oberen Turmluke ein befonbers lungenstarker Jüngling hinausposaunt: „Achtung! Achtung! Der Todes« s p r i n g e r ! !" Man bedenke, Samstag, kurz vor Geschäftsschluß! Alle Beute bleiben stehen. Da kommt auch schon der Todesspringer aus der Dachluke hervorgeschossen und landet nicht etwa in der Zeltbahn ber Jungen, son- bem auf der nächsten Gaslaterne, daß bas Glas splittert. Doch bie beiben Jungen eins, zwei, brei, mit bem Jungvölker in ber Zeltbahn verschwinben in ber Turmpforte. All right! Schotten dicht! „Wir machen nur ganze Sachen!", sagen bie Kerle stolz. Ulf. Mein Wecker. Ich hatte mir einen Wecker gekauft. Ich pflegte ihn immer in bester Weise. Als er ein halbes Jahr fein Beben bei mir gestiftet hatte, überkam ihn plötzlich bie Bust, meine Gutmütigkeit auszunützen. Das Klingelwerk streikte. — Damit war ich natürlich nicht zufrieben. Die Bimmelei ist boch bie Hauptsache an meinem Wecker. Nicht wahr? Mit Mut, Kraft, Entschlossenheit, Hammer unb Zange ging ich nun ans Werk. Als alles auseinanber« genommen, geölt unb gefettet war, kam ich an bas Zusammenfetzen Mit meiner Arbeit fertig, ent« becke ich mit Entzücken, baß mein Wecker lief. Ich hatte bloß brei Räbchen übrig, aber er ging. (Bloß nicht richtig!) Er hatte sich angewöhnt — aus Ge- sunbheitsrücksichten — nicht mehr so schnell zu laufen. Er blieb bloß brei Stunben unb 24 Minuten am Tag zurück. Das ist boch nicht schlimm? Nach allerhanb Operationen im Bauch meines Weckers gelang es mir, noch zwei ber übrigen Räbchen unterzubringen. — Heute macht er eine Entfettungskur. Warum? Er läuft immer schneller, auch wenn ich ihn noch so liebevoll an bie Wand werfe. Uebrigens bemerkte ich, baß sich kleine Rädchen mit Achsen vorzüglich zum Spielen in langweiligen Schulstunden eignen. Klaus. i - Hausfrauen unter sich. Oie NS-Dolkswohlfahri bittet um Gehör. „Aber das kann doch niemand von mir verlangen"', sagte meine hübsche elegante Nachbarin, als wir neulich zusammen in der Straßenbahn heimfuhren, „daß ich meinen Küchenzettel kontrollieren lasse! Nun ja, das sehe ith ja ein, es werden eben erhöhte Ansprüche an unsere Gebefreudigkeit gestellt, aber wie ich das einrichte, das ist doch meine Angelegenheit: die Hauptsache ist eben, daß Geld zusammenkommt. Halten Sie es Denn wirklich für möglich, daß ein Funktionär der Ortsgruppe kommt, zu meiner Köchin in Die Küche geht, die Deckel von ihren Töpfen hebt und feftfteUt, ob wir auch wirklich nur ein Gericht auf den Tisch bringen?" „Ich weiß nicht, ob diese Kontrolle geplant ist", war meine Antwort, „aber warum fürchten Sie sie denn?" „Das halte ich für einen Eingriff in Die perfön- liche Lebensführung!" „Aber meine Gnädigste, lassen Sie doch einmal Ihre Vorurteile fallen, was schadet es Denn, wenn sich ein Parteigenosse von der wortgetreuen Ausführung einer gegebenen Anordnung überzeugt. Der Auffassung muß ich energisch widersprechen, als wollte unser Führer mit dem Eintopfgericht lediglich Geld machen, es ist vielmehr eine praktische Anweisung zur Volksgemeinschaft und hat geradezu einen erzieherischen Sinn." „Aber mir scheint doch ..." „Was macht es Denn einer wohlhabenden Familie aus, zu den vielen Abgaben, die Die Zeit von ihr fordert, noch eine oder zwei Mark Dazuzulegen! Aber Durch eine bewußte unD gewollte Einschränkung Dem DarbenDen eine Erleichterung gewährt zu haben, Das ist Sozialismus Der Tat, unD Der macht Diesen ersten Sonntag im Monat geradezu zu einem Festtag. Dieses Eintopfgericht ist eine rein ethische Angelegenheit wie manche andere wohl Durchdachte nachdrückliche Anordnung, zu Der wir am besten freudig 3a sagen, statt sie zu bekritteln. Sie werden bald spüren, welcher Segen von ihnen ausgeht. Da Hl Der Herr Professor, Der uns gegenüber wohnt. Sie kennen ihn ja, ein gut nationaler Mann, aber von Dem Wehen Des neuen Geistes hatte er bis Dahin noch nicht viel gemerkt: nun hatte er Der DringenDen Aufforderung Folge geleistet unD ein Freiquartier zum Gauparteitag zur Verfügung gestellt. Die Frau Professor zeigte mir stolz Das zum Gastzimmer umgeroanDelte Kinderzimmer: „Was meinen Sie, soll ich für Die SA.-Leute im Eßzimmer decken? Ich esse dann mit den Kindern im Wohnzimmer." Am andern Tage traf ich Den Professor auf Der Straße: er war freudig erregt. Meine Einquartierung, sagte er, sind reizende Leute, ich habe den ganzen Sonntagnachmittag mit ihnen zu- sammengesessen und mich mit ihnen unterhalten. Was für gesunde Ansichten die Leute haben, und wie frei unD sicher sie sich benehmen: es waren sogar Kavaliere, meiner Frau haben sie Blumen mitgebracht! Ich konnte nicht verhindern. Daß ein« boshafte Regung in mir hochstieg: „Also endlich, Herr Professor, haben auch Sie Dem neuen Geist Die Türe Ihres Heimes geöffnet. Diese Freude genießen wir schon lange und Sie glauben nicht, wie wundervoll sich der Kreis meiner Freunde durch dies« Freiquartiere erweitert hat." „Ja, der Professor hat ja immer ein sehr abge- scblossenes Leben geführt, da ist es gut, wenn er mit Menschen anderer Richtung in Berührung kommt. Aber wir sprachen von Dem Eintopfgericht. Glauben Sie wirklich ...?" Ganz bestimmt, seine segensreichen Wirkungen sind unabsehbar!" Wirischast. Vorschützung der deutschen Hackfruchternte 1933. Aus Grund der Anfang Oktober von den amtlichen Ernteberichterstattern Durchgeführten Schät- zung Der Diesjährigen Hackfruchternte ergibt sich nach Mitteilungen des Statistischen Reichsamtes ein Gesamtertrag von Spätkartoffeln von 40,61 Millionen Tonnen einschließlich Der Frühkartoffeln, bei denen ein Ertrag von rund 3 Millionen Tonnen geschätzt wurde. Die Gesamtkartoffelernte würde sich daher in diesem Jahre auf 43,61 Millionen Tonnen stellen, also gegenüber Der vorjährigen Rekordernte von 47 Millionen Tonnen ein Weniger von 3,4 Millionen Tonnen. Im Rahmen Der sämtlichen Nach- Iriegsernten roürDc Die neue Kartoffelernte — abgesehen vom Vorjahre — nur hinter Den Ergebnissen Der Jahre 1930 unD 1931 Zurückbleiben. An Zuckerrüben ist Die neue Ernte mit 7,75 Millionen Tonnen nur um 1,6 v. H. geringer als im vergangenen Jahre, bleibt aber, wie Die Ernte 1932, roieDer erheblich hinter Den früheren Ernten zurück, unD zwar um 28,8 o. Sj. oDer 3 Millionen Tonnen. Dieser starke Rückgang ist im wesentlichen auf Die Einschränkung Des Deutschen Zuckerrübenbaues zurückzuführen, Die auf GrunD internationaler Abmachungen in Den letzten Jahren vorgenommen wurde. Auch bei Den Runkelrüben scheint Die diesjährige Ernte, die nach den bisherigen Vorschätzungsergebnissen im ganzen auf 28,1 Millionen Tonnen beziffert wird, geringere Ertrage als im Vorjahr zu bringen. Insgesamt ergibt sich gegenüber 1932 ein Ausfall um 6,39 Millionen Tonnen gleich 18,5 v. H., der im wesentlichen auf Den kleineren Durchschnittsergebnissen je Hektar beruht. Doch übertrifft auch die neue Runkel- rübenerntc wieder Den GesarntDurchschnitt Der Jahre 1924/31, für Den sich im Mittel nur eine Gesamternte von 25,32 Millionen Tonnen ergab. Frankfurter Börse. THIflagsbörfe: Renten weiter fest. Frankfurt a.M., 10. Oft. Obwohl aus der Wirtschaft eine Reihe günstiger Nachrichten vor- lagen, so u. a. die weitere Verminderung der Ar- beiislosenziffern und die nach dem Bericht Des Instituts für Konjunkturforschung eingetretene weitere Besserung in konjunktureller Hinsicht, eröffneten die Aktienmärkte fast nahezu geschäftslos und mit nur knapp behaupteter Tendenz. Die wenigen Aufträge, die vorlagen, kamen auch heute in erster Linie wieder dem Renten markt zugute, der bei ziemlich lebhaftem Geschäft neue Kurssteigerun- gen zu verzeichnen hatte. Von den variabel gehandelten Werten eröffneten späte Reichsschuldbuchforderungen mit 86,25 0,50 v. H. Neubesitz mit 11.50 20 Pf. höher, Altbesitz waren zu 76,50 v. H. zunächst unverändert. Späte und frühe Wiederaufbauzuschläge lagen mit 50 bis 51 v. H. gut behauptet. Schutzgebietsanleihe waren zu 7,85 bis 7,90 (gestern abend 7,80) ebenfalls stark gesucht. Ferner zeigte sich schon bei Beginn Der Börse neue Nachfrage nach Goldpfandbriefen und Kommunal'Obligationen. Am Aktienmarkt war die Kursgestaltung zwar uneinheitlich aber doch vor- wiegend schwächer. Chemie- und Elektrowerte blieben ziemlich behauptet, während der Montanmarkt einheitliche Verluste von 0,50 bis 1 v. H. erfuhr, Rheinstahl verloren sogar 2,50 v. H. und Mannesmann 2 v. H. Niedriger eröffneten außerdem Bem- berg mit minus 1,25 v. H., L. Tietz mit minus 0,50 v. $)., ferner bröckelten Schiffahrtswerte weiter ab. Etwas befestigt waren Reichsbank und Holzmann (je + 1 v. H.), Daimler (4- 0,75 v. H.) und »Akkumulatoren mit zirka plus 2 v. H. Im Verlaufe setzten sich die Kursbesserungen am Rentenmarkt bei anhaltend lebhaftem Geschäft fort. Altbesitz bis 77,50, Neubesitz bis 11,70, späte Reichsschuldbuchforderungen bis 86,75. Schutzgebiete wurden amtlich mit 7,90 notiert, nach dem Kurs galten sie etwa 8,05 v. H. Dagegen bröckelten die Aktienwerte eher weiter ab, später traten geringfügige Erholungen ein. Fester lagen Bekula mit plus 1,13 v. H. Am Kassamarkt lagen vor allem Hypothekenbankaktien fest, besonders Frankfurter Hyp.-Bank mit plus 3,25 v. H. auf 69 v. H. Gold- pfanbbriefe waren stark gesucht und durchweg von 0,50 bis 1 v. H. höher, ferner zogen Kommunal- Obligationen von 1 bis 2 v. H. an, wobei z. T. repartiert werden mußte. Auch Liquidationspfandbriefe erfuhren Kurssteigerungen von 0,50 dis 1,50 v. H. Von Länderanleihen gewannen Hessen von 1928 2,25 v. H. auf 84,50 v. H., do. von 1929 2,50 v. H. auf 87,50 v. H. Stadtanleihen lagen gleichfalls fest, 6 v. H. Mainzer plus 2,25 v. H. (70,25), Frankfurter gestrichen Geld, dagegen blieben Darmstädter mit 71,75 v. H. nur knapp behauptet. Steuergutscheine von 1934 100,25 (plus 0,25 v. H ). Von Auslandsrenten bröckelten Türken und Ungarn bis zu 0,13 v. H. ab. Tagesgeld 3 v. H. Abendbörfe: Renten weiter gefragt Das Geschäft an der Abendbörse beschränkte sich auch weiterhin auf den fe st verzinslichen Markt, der bei lebhaften Umsätzen neue Kurs- befferungen aufwies. Altbesitz gingen mit 78,25 bis 78,40 v. H., Neubesitz mit 11,75 bis 11,825 v. H. und Schutzgebietsanleihe mit 8,05 bis 8,10 v. H. um, während späte Schuldbuchforderungen mit 86,65 etwas ruhiger lagen. Goldpfandbriefe sowie Kommunal-Obligationen blieben ebenfalls stark gefragt und zogen von 0,50 bis 1 v. H. an, wobei verschiedentlich wieder nur beschränkte Zuteilung erfolgte. Aktien waren Dagegen wieder sehr still, jedoch nicht unfreundlich. IG. Farben eröffneten mit 115,50 0,13 v. H. höher, im übrigen blieben die Berliner Schlußkurse gut behauptet Mainzer Schlachtviehmarkt. Mainz, 10. Okt. Auftrieb: 13 Ochsen, 11 Bullen, 472 Kühe oder Färsen, 219 Kälber, 6 Schale. Marktverlauf: Großvieh lebhaft, Kälber ruhig, ausverkauft. Notiert wurde pro ein Zentner Lebend- gewicht in Mark: Ochsen al) 30 bis 34, b2) 23 bis 26. Bullen c) 23 bis 27. Kühe a) 23 bis 27, b) 20 bis 22, c) 14 bis 17. Färsen a) 30 bis 34. Kälber c) 32 bis 36, d) 28 bis 32. Mannheimer Groß-Biehmarkt. Mannheim, 10. Okt. Auftrieb: 230 Ochsen, 95 Bullen, 211 Kühe, 338 Färsen, 768 Kälber, 57 Schafe, 2389 Schweine, 55 Arbeitspferde, 55 Schlachtpferde, 8 Ziegen. Es wurden notiert: Ochsen: junge, voll- fleischige, ausgemästete 29 bis 32 Mark, ältere 23 bis 26, sonstige oollfleischige 25 bis 28; Bullen: jüngere oollfleischige 27 bis 30, sonstige vollfleischige 25 bis 27; Kühe: jüngere oollfleischige 23 bis 26, sonstige oollfleischige 18 bis 22, fleischige 16 bis 18, gering genährte 11 bis 15; Färsen: oollfleischige ausgemästete 30 bis 33, oollfleischige 27 bis 29, fleischige 24 bis 26; Kälber. Doppellender 42 bis 44, beste Mast- und Saugkälber 36 bis 40, mittlere Mast- und Saugkälber 31 bis 34, geringe Kälber 25 bis 29; Schafe: beste Mastlämmer (Weidemast) 21 bis 27; Schweine: Fettschweine über 300 Pfund 54 bis 57, oollfleischige von 240 bis 300 Pfund 52 bis 55, von 200 bis 240 Pfund 52 bis 55, von 160 bis 200 Pfund 50 bis 54; Pferde: Arbeitspferde 300 bis 900, Schlachtpferde 25 bis 120 Mark. — Markt- Spenden für die NS.-Dolkswohlfahrl werden eingezahst auf Konto Nr. 4513 NS.-Dolkswohlfahrt Des Kreises Gießen bei Der Bezirkssparkasse Gießern verlauf: Großvieh ruhig, langsam geräumt; Kälber ruhig, langsam geräumt; Schweine mittelmäßig! UeberftanD; Pferde ruhig. Kölner Bnttermarkt. Köln, 10. Okt. Nach Dem Preisbericht Der Kol, ner Warenbörse stellte sich der Großeinkaufspreis für 100 Pfund ab Versandstation einschl. Faß in Mark unverändert wie folgt: Deutsche Marken» butter 133 bis 136, deutsche Molkereibutter 1. QuaL 132, Do. 2. QuaL 127. Wetterauer Obstmarkt in Buhbach. • Butzbach, 9. Okt. Der heutige Wetter« auer Obstmarkt war sehr gut beschickt. Nachfrage und Angebot hielten sich ziemlich die Waage, Es wurden pro Zentner bezahlt: Tafelobst: Aep'el 12 bis 20 Mark, Birnen 6 bis 10 Mark, Zwetschen 6 Mark. Wirtschaftsobst: Aepsel 6 bis 10 Mark, Birnen 3 bis 5 Mark, Brenn-Zwetjchen 3 Mark« Der Handel war lebhaft. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Echristleitung.) C. B. in G. Die Anschrift der Gesellschaft für deut, sches Schrifttum (GDS.) lautet: Berlin NW 87, Cuxs haoener Straße 17. Oer Giernhimmel im Oktober. Nachdruck verboten! Sonnenaufgang von 6 bis 6.55 Uhr, Sonnenuntergang von 17.40 bis 16.35 Uhr. Lichtgestalten des Mondes: Vollmond am 3. um 18 Uhr, 1. Viertel am 25. um 23 Uhr, letztes Viertel am 11. um 18 Uhr. mfk. So schnell Der Uebergang der Venus von ihrer Erscheinung als Abendstern zu der als Morgenstern auch in der Regel ist, so lange dauert es lein geworden. Aus der anderen Seite Der SonnS steht Der Jupiter, er ist infolgedessen nur am Morgenhimmel zu sehen; da sich Die Sonne, Die ihn ja schon überholt hat, immer weiter von ihm weg» bewegt, so roirD Der Abstand zwischen beiden immer großer, und Die Sichtbarkeitsdauer Des Jupiter im» mer länger. Schließlich ist noch Der äußerste Wand» ler, der S a t u r n zu sehen. Aber halten wir auch am Fixsternhimmel Um» schau! Die W-förmige Cassiopeia steht nicht weit vom Der die 24 Stundenzahlen von Miller•< - nacht bit Miturnacht eines Tages ent• habende Kreis und die dick punktierte Linie, der sogenannte Horizont, sind fest• Stehend zu denken. Der Sternhimmel dreht sich samt dem auf Mitternacht zeigenden geraden Pfeil — gewissermaßen dem Zei« ger der Himmelsuhr — in 23 Stunden und 56 Minuten im Sinne des gebogenen Pfeils einmal um seinen Mittelpunkt. Der eingezeichnete Horizont umrahmt die zu der Stunde, auf die der gerade Pfeil zeigt, um die Monats mitte sicht• baren Sterne. Unsere Karte zeigt als0 den Zustand um Mitternacht der Mo» natsmitte. Will man zu einer anderen Stunde beobachten, so denke man sich den Sternhimmel samt dem geraden Pfeil so gedreht, daß dieser auf die Beobachtung! Hunde zeigt; dadurch werden die zu dieser Zeit sichtbaren Surne in den nicht mitzudrehenden Horizont hin- eingedreht. Für je 5 Tage vor der Mo» natsmitte ist der gerade Pfeil ’/» Stunde früher, für je 5 Tage nach der Monats• mitte Vs Stunde spater zu stellen. Man vergleiche die nächste Monatskarte. Der Mond nimmt die gezeichneten Stellungen ein, wenn st die angedeutete Licht» gestalt zeigt. STERNBILDER. 10. STABEN ,19 M Mond: D1 Viertel © Vollmond d letztes Viertel 1 । Mara Jupiter Sterne> . Kleine Buch- stoben *b,\\ meist, bis sie sich als Abendstern zu vollem Glanz Durchgerungen hat; auch Diesen ganzen Monat ist sie im wesentlichen mit Den Vorbereitungen beschäftigt und läßt sich Daher allabenDlich nur auf kurze Zeit sehen, gegen Schluß Des Monats immerhin schon eine gute Stunde. Am 14. eilt sie unter dem Mars her, diesen rechts zurücklassend. Er ist Den ganzen Monat über etwa eine Viertelstunde lang sichtbar; aber Da er sich als äußerer Wandler langsamer bewegt als die Sonne, so wird der Abstand zwischen beiden immer geringer. Allerdings sinkt Die Sonne noch schneller in tiefere Teile Des Tierkreises, so Daß sozusagen Die Sonnentage jetzt schneller abnehmen als Die Marstage, wenn man unter diesem Ausdruck die Zeit versteht, während Der Der Mars über dem Horizont steht; infolgedessen wird späterhin Die Zeit, während der Der Mars zu sehen ist, trotzdem ein wenig zunehmen; aber Da auch wegen Der immer zunehmenden Entfernung von Der Erde seine Heilig- teil gering ist, ist er doch ein bescheidenes Stern- Scheitelpunkt, und von ihr führt Der Perieusbogen zu der bekannten Gruppe der Plejaden. Unter Der Cassiopeia und rechts 00m Perseus erblicken wir das langgestreckte Sternbild Der AnDromeDa, unD unter dieser zweimal drei Sterne, die in beiden Fällen ein ziemlich schmales Dreieck bilden. Die obere Gruppe heißt denn auch kurz „Dreieck", während die untere, deren Hauptstern recht hell ist, den „Widder" bildet. Er ist herkömmlicher Weise Das erste der Tierkreis- bilder. Darunter liegt Das ausgedehnte Bild des Walfischs mit Dem Wunderstern Mira und dem weiteren Hauptstern Deneb Kaitos. Der Name „Deneb". der am Himmel öfter vorkommt, bedeutet „Schwanz". Hier ist es natürlich der Schwanz des Walfischs, während der in ein Wort $ufammenge- zogene „Deneboka" der Schwanz des Löwen ist, der uns in diesem Monat freilich wenig angeht. Unter „Deneb" ohne Zusatz ist Der Schwanz Des Schwans gemeint. Äü ft ermann. Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H, Lombardzinsfuß 5 o. H .trantiur. u. Di. Serhn mil eiu«lo|.-9lraft ... 4 —» 83^5 83 5 Commerp und Pnvat-Vank... 0 41,5 41,5 41.5 41 r$ Deutliche Bank und DUcoolo- »e>ell,cha?t................0 Dresdner Bank..............o 42.5 34.75 42,5 34.75 43.5 34.75 42,5 34.75 Retchsdanl .......... 12 140 140,75 141 141,25 US....................... 17,25 17 17.5 17,5 Bekula...................... lvekrr. Lloserungs«elelUcha1t... 6 113.5 68 114,25 67.5 113.65 67,5 114,25 67,5 Vlcbt und Ifrafi .............« gelten S »uilleaume.........0 •*ek!II.S.f.\HertrUnternehmung. 6 87.65 86.5 41 70 40,75 70,5 70,75 40.5 71 «betuliche L'IcttrtjlLU ........5 75 77 77 Schocken si Co...............5 Siemens» Hals!»............ 7 87.25 137 86 136 86.75 136.75 85 5 136 knetet» üo.............10 — 113 114,75 114,5 6"6«*4 ............... • teuiKbe arbc'l .............. * 63.5 62,5 64 62.5 94.4 94 94.75 93.75 ®e- > ''tienn..............( 45 45 45,25 45.25 t*an*Ect ... ............... ( W 79 80 78,75 x« ov—tl'jiARettV.te .. < 51.25 50,5 3I’e Bergbau ..............., 121.75 — 120 < M*« Mk........4 ■tjdntroctfr........ < 92.5 50 91.75 49 92 50 91.5 49 lü 4a 4 a. if *l«<4 5 ran rtun a. DL Sertm Schluß- tur< Schlutl. «le* btMr SchlnS- furt 6d>lu6f. 271t na* bflrle Dalum 9.10. 10.10. 910. 10.10. ManSfelder Bergbau.........0 22,25 22 21,75 8o(#roerfe ........... 0 — — 65 Tbontx Bergbau.............0 30,5 30.5 31 30.5 Rbetuliche Braunkoblen ..... 10 180 — —■ tHt)i*lnÜQbl ............ 0 73.5 72,5 73,25 72.5 30,5 30.5 30,5 C'Veinfn ..... 0 11 11 10.5 — Sollwerte Sichersleben........6 110 160 112 110 110' 112 112 Kaliwerke SalzdekfuN-.....7H — 3.9 yarden.Inbustrte.......1 ^cheideanstall............... v 115,5 170,25 115,5 170.25 115,25_ 1154 öti-Idjchmldl ................ 0 39 38,75 39.25 45 38,5 44.5 52,13 Mütgetiteerte ............... 0 45 44.5 Uetoil-eielllchast. -........... ° 52,5 53 - MHnti fUtlinflHI ........... 0 56 56 71 71 - lemauwed 6atlBabi.-........ 0 — - — EchuicheU ealenbofet .......0 Sku ( ÄHgemetne Sunstkeide) .. 0 89.5 88.5 29 29.25 29 29.5 Bernde rg......... - 0 37.25 37 37 36 ReUftolf Galtbol.......0 Zellstcsk AIL-allendurg ...... 0 30,5 30,5 30.25 30.5 19,5 19,75 18.5 18 Telianer los ...............? — 96.25 95.5 Talmler V7c!errn............ 0 23,25 23.65 22,75 23.25 38,5 38 38.25 37,9 x.fuh -/< vinciruLi........... u Oren stein» S-rpei..........0 — 26.5 25,5 Leon darb Lieg.............. 0 15.75 15 15.75 15.13 Ibaie '....... .10 160 160 160 160.5 Lcr.; ~ u! atoten»3-abn7.......0 ■■ 161.5 160 .7........ 0 130 129.75 129,5 ....................0 13 J 1 14,25 ßa'r.fraftorrfe Hoch« 4 z 1 54 5 Stddeuhchez ......... 6 1 1604 1 M04 1 MO 1 • Deal enmorkl Berlin — 1 ranffurl a.2fl. 9. Oktober 10.Oktober Amtliche Notlerunq l^ei" I yrle7 Nmtiiche Notlerunq Meld | Ttrtri &!T.:: Prag....... Bubapel ... Loria ...... Holland .... c«o....... Ropenbagew. Stockholm... London..... Buenos Aires Reu0ort .... Brullei..... ntaltee..... Baris...... Schweiz .... cpanlex.... ran,,,..... Japan...... ^u^atvtoi. 5,749 48.05 12,43 3,047 169,28 65,18 58.09 67.08 13,005 0.963 2,787 58.46 22.03 16.42 81.27 35.06 81.62 0.768 0.227 5,296 12,69 5,761 48,15 12,45 3,053 169.62 65,52 58,21 67.22 13,045 0,967 2.793 58.58 22.07 16.46 81,43 35,14 81.78 0,770 0,229 5.305 12,71 Banknoten. 5,729 48,05 12,45 3,047 169,28 65,08 57,84 66,78 0,963 2,757 58,46 22,03 16,42 81,32 35,06 81,62 0,766 0,227 5,295 12,69 5.741 48.15 12.47 3.053 169.62 65,22 57.96 66.92 12.99 0,967 2.763 58.58 16.46 81.48 35.14 81.78 0.768 0.229 5.305 12,71 Berlin. lO-Cfteber ckleld Brief _ Amerikanllche Ästen.............. velgtlche Roten.................. ramsche Noten ................. »nzltlche Noten................. Rrarmltldx Note»............... Hollchtdriche .................... ItoiienllLe Noten................ 2.71 58,30 57,58 12,91 16,38 168.86 21,91 64,92 66,62 81,14 34^ 2,73 ' -1 57,81 12,97 16.44 169.54 21.99 65 Ji 66,88 81,46 Nouvegliche Noten .............. Temlch cesterreichd * 100 SchMtng Numonriche Noten............... Schwectiche Note,............... Schweizer Noten................. Epoirilch» Noten................. Ur.gjn‘chg Rstd •■•••>••••••■■«