Nr.212 SrühauSsave 183. Jahrgang IHontog, U. September 1933 Dtud und Verlag: vrühl'lche Universttätr-Vuch' und Steinönideret R. Lange in Stehen, bchriftlettung und Geschäftsstelle: Zchnlltrahe 7. n Beim vereinten en Blutlauf abschnüren können. Volk will zu Volk, das ist die Ausgabe des neuen Jahrhunderts, und ihr. die deutsche Jugend, ihr seid die Träger dieses Gedankens, ihr die treueste Gefolgschaft unseres Führers, der mit der Fahne des Dritten Reiches auch die Fahne des deutschen Volkstums mit einer neuen friedlichen, kuturellen Ordnung Mittel- Solingen, 10. Sept. (IU.) Bei der Kohlfurler Brücke in der Rahe von Solingen kam am Sonntagvormittag ein mit SA-Männern auch Bochum besetzter Kraftwagen in einer gefährlichen Kurve aus der Fahrbahn und stürzte, sich mehrmals überschlagend, die hohe Böschung hinab in den Diesengrund. Bis zur Mittagsstunde wurden neun Tote gezählt, ferner 10 Schwer- und 2 0 Leichtverletzte. Der aus Bochum stammende Lastkraftwagen war mit etwa 45 SA.-Männern der Standarte 3/17 Dir wollen es wieder einmal vor aller Delt bekunden, betonte der Minister, wir sind nicht gekommen, um Europa in ein Chaos zu stürzen, wir wollen keinen Krieg, wir wollen den Frieden, aber den Frieden des Rechts, der Ehre und einen Frieden, der uns unser täglich Brot gibt Hunderte von Fahnen und Wimpeln ziehen nun durch das Haupttor in den Mittclplatz ein, stumm mit erhobenen Händen von der stehenden Menge begrüßt. 30 000 Knaben und Mädchen vereinigen Annahme von Anzeigen für die lagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig,- für Re» Klamear^zeigrn von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20' , mehr. Chefredakteur Dr. Fnedr. Wilh. Lange. Derantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.TKyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein undlürdenAn» zeigenteil i. D. Th. Kümmel sämtlich in Gießen. wurden aus dem Wagen herausgeschleudert. Abgleiten von dem etwa 30 Meter hohen en d i e München, 11. Sept. (CNB.) 3m Bayerischen Rundfunk hielt am Sonntagabend der Landesinspekteur der NSDAP, für Oesterreich, Habicht, einen Bortrag, in dem er sich über die Maßnahmen der Dollfuß-Regierung und die Forderungen der NSDAP, in Oesterreich aussprach. Der Redner führte aus: Am 19. Juni, als das Verbot der NSDAP. Oesterreichs ausgesprochen wurde, erklärte man in zahllosen österreichischen Ministerreden, endgültig und unwiderruflich müsse dem Nationalsozialismus in Oesterreich ein Ende bereitet werden; das Verbot sei nicht etwa ein vorübergehendes, sondern ein endgültiges usw. Nachdem inzwischen drei Monate ins Land gegangen sind, gehe aus vielen Aeußerungen Londoner, Pariser, Schweizer und rumänischer Blätter immer wieder hervor, daß auch das bisher Dollfuß freundliche Ausland nunmehr jede Hoffnung aufgebe und damit den Bundeskanzler und sein Regime preisgegeben habe. Nichts fei bezeichnender, als daß der gleiche Kanzler, der sich vor drei Monaten noch stolz seiner Freundschaft mit England und des ihm dort bereiteten warmen Empfanges gerühmt habe, vor einigen Tagen die größte englische Zeitung, die „Daily Mai l", im ganzen Bundesgebiet b e - tr|d)eini lägltd), autzo Sonntags und feiertags Beilagen; Vie Illustriert« Gießener Familienblätter Heimat im Bild Dieöcholl» monaU'BeingsDrels: Mir 4 Beilagen RM 1.95 Ohne Illustriert» . 180 Zustellgebühr . . --25 Auch bei Nichterscheinen oon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Hernfprechanschlüsie anter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach- richten Anzeiger Aietze». Postscheckkonto: ftranffurt am Main 11686 GietzenerAnMM General-Anzeiger für Oberhessen Pforzheim, 10. Sept. (IU.) In der zwischen Pforzheim und Mühlacker gelegenen, etwa 1500 Einwohnrr zählenden Gemeinde Oeschelbrunn brach am Sonntagvormittag Feuer aus, das sich, begünstigt durch starke Ostwinde, ferner durch Funken- flug und Wassermangel so rasch ausbreitele, daß um 14 Uhr fünfzig Häuser mit Rebengebäuden in Schutt und Asche gelegt waren. Die Feuerwehren der Umgebung, auch aus Karlsruhe, SA., SS., Polizei und Stahlhelm aus Pforzheim halfen bei den Löscharbeiten. Der Brand nahm seinen Ausgang in einer Scheune im oberen Teil der Ortschaft und oerbrei- tete sich bei dem starken Ostwind mit ungeheurer Schnelligkeit. Der Bevölkerung bemächtigte sich eine gewaltige Panik, das Vieh wurde auf die Felder getrieben. Bis 14 Uhr wurde gemeldet, daß dem Brand ungefähr 40 Anwesen zum Opfer gefallen Die Schicksalsfrage des deutschen Volkes. Vizekanzler v.papen und Minister Dr. Goebbels sprechen auf dem Fest der deutschen Schule Oer Kampf gegen Hunger und Kälte. Eröffnungskundgcbung für das Winter- hilsswerk des deutschen Volkes. Berlin, 9. Sept. (WTB.) Wie Reichsminister Dr. Goebbels in seiner Ansprache anläßlich der Ostlandtreu-Kundgebung in Königsberg bereits mit- geteilt hat, wird in diesem Winter unter verantwortlicher Leitung des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda der Kampf gegen Hunger und Kälte auf breitester Basis und unter Einsatz aller Dolkskräfte aeführt, um die noch hilfsbedürftigen deutschen Volksgenossen vor der größten Not zu schützen. Den Austakt zu diesem gigantischen Hilfswerk bildet eine Kundgebung am 13. September, 12 Uhr, im großen Saale des Propagandaministeriums, auf der Reichsminister Dr. Goebbels den Kampf gegen Hunger und Kälte mit einer Ansprache vor geladenen Persönlichkeiten, vor allem den Gauleitern der NSDAP., u. a. hervorragenden I Vertretern aus Kreisen der Politik, der Presse, Wirtschaft und Kultur eröffnen wird. Abhang wurde ein Baum umgerissen. Eine starke Eiche sing den Wagen schließlich auf. Er ist völlig zertrümmert worden. Feuerwehr aus Wuppertal und Polizei aus Solingen leisteten im Verein mit mehreren Aerzten die erste Hilfe. An der Unglücksstelle erschienen in kurzer Zeit auch die Sanitäts- kolonnen aus Solingen und Kronenberg sowie der Sanitätswagen der Standarte 53. Auch SS.- und SA.-Mannschaften beteiligten sich an den Rettungs- arbeiten. Eine eingehende Untersuchung ist sofort eingeleitet worden. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt. Von den eingelieferten Leichtverletzten konnten inzwischen elf wieder entlassen werden. Einige SA- Männer, die die Katastrophe kommen sahen, sind in voller Fahrt vorher abgesprungen. Unter dem fast völlig zertrümmerten Wagen war ein SA.- Mann derartig unglücklich eingeklemmt, daß er erst nach Eintreffen der Feuerwehr, die das Fahrzeug heben mußte, befreit werden konnte. Er ft a r b kurz darauf infolge seiner furchtbaren Verletzungen. Die ganze Bevölkeruna steht unter dem Eindruck des entletzlichen Geschehens. schlagnahmen lassen muhte, um zu verhindern, daß sein „treues" Volk erfahre, wie man heute in England über ihn und seine Zukunstsaussichten denke. Diesen Hintergrund müsse man kennen und sich vor Augen halten, wenn man nun erfährt, daß öer Bundeskanzler Dollfuß vor wenigen Tagen einem französischen Journalisten erklärte, er halte eine Verstöndigung mit den Nationalsozialist enOe st erreichs für möglich, und daß er diese Erklärung kurz darauf auch in einer öffentlichen Versammlung wiederholte. Der Mann also, der sich noch vor knapp drei Monaten vermaß, den Nationalsozialismus in Oesterreich mit Stumpf und Stiel auszurotten, ist also heute bereit, sich mit ihm zu verständigen. Er gibt damit zu, daß er in dem von ihm begonnenen Kampfe unterlegen ist, möchte aber dennoch die Bedingungen diktieren, unter denen der Kampf beendet werden könne, wie dies ebenfalls aus den jüngsten Aeußerungen heroorgeht. Dazu fei namens der nationalsozialistischen Bewegung Oe st erreichs folgendes zu sagen: Bis zum Frühjahr dieses Jahres war die nationalsozialistische Bewegung in Oesterreich in stetiger Entwicklung zu einer Macht herangewachsen, die aus dem öffentlichen und politischen Leben — wie der Bundeskanzler dem Vortragenden persönlich zugegeben habe — überhaupt nicht mehr weggedacht werden konnte und die daher europas entrollt hat. Der zweite Teil des Festes der deutschen Schule wurde durch das Volksdeutsche Bewegungsfestspiel „Deutscher Wille, werde Licht" ausgefüllt, an dem 6000 Schüler und Schülerinnen teilnahmen. Nach ein^r Weihe von 210 neuen VDA.« Gruppenwimpeln marschierten die einzelnen deutschen Länder in ihren heimischen Trachten auf. Die Wappenträger der Länder umstellten die Hauptstädte. So bildete sich auf dem gewaltigen grünen Oval eine Landkarte des Deutschen Reichs. Dann flieg ein gewaltiges Kreuz empor, das Schlageter-Kreuz auf der Go 1 z - Heimer Heide. Während die Musikkapellen leise das Lied vom guten Kameraden spielten, erhoben sich die 60 000 Zuschauer von ihren Plätzen und grüßten das Kreuz mit erhobener Rechte. Nach vollzogener Aufstellung wurde am großen Flaggenmast im Mittelfeld das Hakenkreuzbanner ge- hißt, von Jubel begrüßt. Alle Teilnehmer liefen darauf zu einem prachtvollen Farbenstern zusammen, der sich langsam um seine Achse drehte, dann löste sich das Sternbild auf, und in der Mitte des Feldes bildete sich ein Hakenkreuz. Während dann Fackelträger rund um das Oval marschierten, ergriff das Wort Reichspropagandamimster Or. Goebbels UebelrooUenbe Kritiker machten der neuen Regie- runa jetzt den Vorwurf, daß sie nichts verstünde als Feste z u feiern. Wie unberechtigt dieser Vor- rourf sei, könne man daraus ersehen, daß in diesen sieben Monaten, die die Regierung an der Macht sei, auf kulturpolitischem, innen- und sozialpolitischem Gebiet mehr geleistet worden sei, a l s in den ganzen 14 Fahren vorher. Die Feste, die die Regierung gemeinsam mit dem Volk feiere, seien solche, in denen Regierung und Volk sich in einer großen Einheit vereinigten, um vor der ganzen Well demonstratio zu zeigen, daß Volk und Regierung eins geworden Vrandkataslrophe in einem badischen Dorf Lieber 70 Anwesen eingeäscheri. —Viele Familien obdachlos. Bochum besetzt, die er zur Besichtigung der groben Eisenbahnbrücke bei Müngsten bringen sollte. 3n Kohlscheid, das um 10.15 Uhr erreicht wurde, mußte die abschüssige Solinger Straße befahren werden. Vermutlich hatte dabei der Fahrer die Krümmung der 8-Kuroe und ihre Befahrung unter- schätzt. Mitten in der Kurve gelang es ihm nicht mehr, den Wagen Herumzureißen, dieser sauste über den Straßenrand den steilen Abhang hinunter, sich dabei mehrfach überschlagend. Die Insassen wurden aus dem Wagen herausgeschleudert. SA-Transport bei Solingen verungliiÄ Neun Tote, zehn Schwer-, zwanzig Leichtverletzte. find. Dieses einzige Volk habe sich zielbewußt eine neue Kultur geschossen, und es gehe jetzt daran, tatkräftig den Kampf ge g Arbeitslosigkeit zu führen. Mit Kräften sei diese Zeitkrankheit mehr und mehr zu Boden gerungen worden. Jetzt beginnen wir, fuhr der Minister fort, zu dem kommenden Winter den Kampf gegen Hunger und Kälte. Bevor der graue Herbst beginnt, finden sich die deutschen Schulen im ganzen Reich zusammen, um ihr Bekenntnis abzulegen zur deutschen Ehre, zum deutschen Volkstum, zur deutschen Sprache und zur deutschen Sitte. Diese deutsche Jugend bekennt sich aus tiefstem Herzen zu den Brüdern und Schwestern jenseits der Grenzen und bringt vor aller Wett damit zum Ausdruck: Was deutsch ist, wird deutsch bleiben, was deutsch empfindet, wird in alle Ewigkeit deutsch empfinden. Es ist ein wunderbares Zeichen der Verbundenheit mit allem, was deutsch denkt und fühlt, daß gerade die Jugend sich zum Dolmetscher dieser Gefühle mache. Wir wollen in dieser Stunde der völkerverbindenden Idee des alten Reiches der Deutschen gedenken, von der der Kardinalerzbischof von Wien — dieser deutsche Bischof — vorgestern schrieb: „Das christliche Abendland kann nicht zu neuer Kraft und Gröhe auswachen, wenn nicht seine Mitte — das deutsche Volk — um seine Sendung weih, an sie glaubt und sie mit aller Kraft zu erfüllen strebt". Und das Ausland, das sich so oft aus deutschem Bruderzwist nur Vorteile für das eigene Ich erhofft, möge die Worte des Kardinals über Die Sendung des deutschen Volkes lesen, über das deutsche Oesterreich, das „mehr als Ostmark, mehr als Grenzland" sei, weil hier des heiligen Reiches heilige Kaiserkrone ruhe. Erst, wenn dieses katholische Wien wieder seinen ganzen Sinn kenne, erst dann werde dieses deutsche Volk seine Sendung erfüllen können, „erst dann aus seiner lebendigen Mitte neues Leben, neue Kraft, neue Große gewinnen". Wir, meine jungen Freunde, die wir auf dem Wege zum neuen Reich Drinnen und draußen sind, wissen, daß Grenz st eine oder Polizei m a fj n a 1) m e n , <51 a a t s e g o i s m u s und Staatszentralismus den deutschen Volks- körper zwar äußerlich trennen, nie aber fei» sich zum eindrucksvollen Schluhakkord des Fettes der deutschen Schule. Staatskommissar Hinkel richtete nach einem kurzen Gedenken der über 400 SA- und SS.-Männer, die für das Hakenkreuz ihr Leben gelassen haben, an die versammelte Jugend den Appell: Nehmt den Glauben aus dieser Stunde mit nach Hause, daß Ihr im Kampf für deutsches Volkstum und sein ewiges Recht stets bereit sein müßt. Euer Letztes, ja Euer Leben einzusetzen. Mit einem dreifachen Sieg-Heil auf das deutsche Volk diesseits und jenseits der Grenzen schloß der Staatskommissar seine Ansprache. Während auf der Hinterfront rotes bengalisches Feuer aufleuchtete und Den ganzen Horizont in ein blutig- rotes Licht tauchte, flieg aus 30 000 jugenblidjen Kehlen, mitgesungen von 60 000 Zuschauern, Das Horst-Wessel-Lied zum dunklen Nachthimmel auf. Berlin, 11. Sept. (TU.) Das Fest der deutschen Schule, das am Sonntagnachmittag vom Dolksbund für das Deutschtum im Ausland in dem mit Fahnen geschmückten Stadion in Berlin-Grune- wald als „Tag des deutschen Volkstums" begangen wurde, hatte einen außerordentlich starken Besuch aufzuweisen. Ein herrlicher sonniger Spätsommertag begünstigte den Verlauf Diefes Appells der Jugend, Der ein Mahnruf sein soll an das gesamte deutsche Volk zur opferbereiten Mithilfe am Ausbau des Deutschtums in der Wett. 30 000 Schüler und Schülerinnen von 800 Berliner Schulen marschierten unter dem blauen Wimpel in das Stadion ein, bas schon eine Stunde vor Beginn bis auf den letzten Platz besetzt war. In den Ehrenlogen sah man neben der Führung des Dolksbundes für das Deutschtum die führenden Tlännec des neuen Deutschlands, unter ihnen Vizekanzler v. P a p e n , Reichsminister Dr. Goe b« bels, Reichsfinanzminister Graf Schwerin von Krosigk, Admiral Dr. h. c. Raeder, Chef der Marineleitung, Oberbürgermeister Dr. S a h m , Staatskommissar Hinkel als Vertreter des preußischen Kultusministers. Vom Büro des Reichspräsidenten war Ministerialrat Baron von Hoyningen-Huene erschienen, ferner fah man die Staatssekretäre Reinhardt vom Reichsfinanzministerium, Dr. Ohnesorge vom Reichspost- und Verkehrsministerium, Dr. S t u k - fort vom preußischen Kultusministerium, Dr. L a n d f r i e d vom preußischen Finanzministerium, Bischof Hossenfelder, Staatsrat G ö r l i tz e r, den stellvertretenden Gauleiter der NSDAP., die Rektoren Der Berliner Hochschulen, Vertreter des Oberpräsidiums der Provinz Brandenburg und zahlreiche andere bekannte Persönlichkeiten. Nach dem Einmarsch der vielen hunderte Fahnen und Wimpel sprach Der LandesjugenDsührer Erich Klinghammer Begrüßungsworte. Dann begannen Die Chorgesänge oon 15 000 jugendlichen Sängern und Sängerinnen. Die Vortragsfolge wurde unterbrochen durch Die Begrüßungsansprache Des Berliner Oberbürgermeisters Dr. S a h m. Anschließend führten zweitausend Jungens aus 80 Berliner Volks-, Mittel- und höheren Schulen Freiübungen vor. Dr. Hans Steinacher, der Reichsführer des VDA., wandte sich darauf mit einer Ansprache an die deutsche Jugend, die Lehrer- und die Elternschaft. Ein Sprechchor aus Schülern und Schülerinnen Berliner Schulen brachte ein Gelübde der VDA.-Jugend zum Vortrag. Nach Staffelläufen Der Berliner Schulen wurden Volkstänze von 1600 Schülern vorgeführt. Es folgte der Vortrag eines oon 1500 Knaben und Mädchen gesungenen Liedes „Deutschlands Jugend an Hitler". Der Jubel der rund 100 000 Menschen war grenzenlos. Dann nahm Vizekanzler von Popen das Wort zu einer längeren Ansprache, in der er u. a. ausführte: Die Welt hat sich bisher wenig Mühe gegeben, die innere Wandlung des deutschen Volkes zu begreifen. Sie glaubt nicht, daß der Kanzler Das große sittliche Erneuerungswerk Der Nation auf Dem Fun- Damente echten waren Volkstums zu errichten sich bestrebt. Ein Blick in Euere Augen zwar mürbe biefem ungläubigen Auslanb zeigen, wie bie junge Generation über bie staatlichen Grenzen hinaus, über bie kulturelle Mission bes Volkstums bentt, wie sie ben liberalistischen Imperialismus ablehnt, wie fremb ihr die nationalstaatlichen Begriffe von Assimilation und Irredenta geworben sinb. Cs ist die Schicksalsfrage des deutschen Volkes geworden, daß ein Drittel von ihm außerhalb der Reichsgrenzen lebt,und daß kein noch so gewaltsamer versuch jemals eine Uebereinstimmung von Staats-^ und volksgrcnzen im mitteleuropäischen Raum herbeizuführen vermöchte. Die völkischen Rechte auf Mutterfprache und Sitte find eben unoerjährbar. Der Krieg und feine Lehren haben Deutschland zu einer neuen Staatsausfassung bekehrt. Wir sind wieder vorgestoßen zuvolksheitlichem Denken. Wsr wissen wieder, daß die Eigenständigkeit von Sprache und Sitte bas Denken in Bobenftän- bigfeit, Familie, Geschlechterfolge unb Erbstarnrne die Voraussetzung einer gesunden Auffassung vorn Wesen unb Geiste bes Staates ist. Der Gebanke Der Eigen st änbigkeit b e r Völker ist bie große Errungenschaft bes Nachkriegs-Deutschlanbs, bie große Erkenntnis, bie ben Weg zur europäischen Zusammenarbeit zeigt. Wir können es ber Wett gar nicht einbringlich genug sagen, baß wir Europa ein neues Orbnungsprinzig zeigen, unb baß wir entschlossen sinb, selbst nach biefem Prinzip zu hanbeln. Rebner erinnerte baran, baß vor 250 Jahren vor ben Toren Wiens bie deutschen Stämme den Ansturm ber bqmaligen Weltmacht bes Ostens entscheidend abschlugen. Die Tragik ber beut« schen Geschichte, bie sich roieber einmal baran manifestiert, baß kurzsichtige beutsche Politiker ben Sinn geschichtlicher Entwicklung nicht verstehen, ober aber ihre kleinen Sonberintereffen über bie geschichtliche Aufgabe ber Zeit stellen, hat es uns leiber versagt, den heutigen Ehrentag Wiens zum gewaltigen Be- kenntnis bes gesamtbeutschen Volkstums zu machen. Wir bebauern bas schmerzlich, aber wir wollen unseren Brübern an ber Donau boch sagen, daß wir im Herzen bei ihnen sinb. sind. Sämtliche Feuerwehren der Umgebung sind zur Hilfeleistung herbeigeeilt. SA., SS. unb Polizei sorgen für Absperrung. Um 16 Uhr lag ber tiefer gelegene Ortsteil in Schutt unb Asche. Aus ben Ruinen fliegen noch immer bitte Rauchschwaben, und Flammen prasseln hervor. Der Ortsteil Steig glich einem rissigen Flammenmeer. Die Zahl ber zerstörten Anwe « s e n ist auf über siebzig angcroacf)[en. Die ber obbachlosen Familien bürste über hundert erreichen. Die Ortschaft zählt über insgesamt 320 Gehöfte. Es herrscht völliger Wassermangel, es fehlt sogar an Trinkwasser. Die Not und Verzweiflung ber Bevölkerung ist unbeschreiblich. Um bem Feuer Einhalt zu gebieten, müssen Sprengungen vorgenommen werben. Der Branb hak zahlreiche Rauchvergiftungen unb einige Beriet- jungen zur Folge gehabt. Die Brandursache ist noch unbekannt. Dollsuß-Regierung muß liquidieren. Landesinspekteur Habicht über die Forderungen der NSDAP, in Oesterre'ch bM\ot9Qben sich f -MM )r: Nengrin '" Sonntag yptr rchlithe w ,Don vongelische (Be Mber n®~meinl>en. **?«■, Äj tt tM* fW'SS'LL , 7, ’)'vv^,nbe-' ^farralfi,’ e”(ei)re. NwÄ^otlesdien i kffenilichn SonntagsbitnfL Ä* >» HW,. ’r0,lQmt: MWnta 6Wl,nft oftamh Für Echliehfachabhos« r tskolonne: Telefon 2500. : 0r. Steinreich, vr.Mehl. ■ 31: Dr. med. deut. Haubach. k e: Pelikanapolheke. T8glkh viele Stunden liehen und gehen, das übalastit Füße und Bmt. macht Schweregefühl. Betnbe. schwerden.Schwellung.Stechen, Kribbeln, Wadtnkrampl und gefährliche Aderhnoten. Zum „inp sur Befreiung ton Ban- hilft am beiten Komprefäu j>l GRAZlANA-gumrnd« äsS äsä-* RtformwaTi n-W* MO TIM 6'SCW"a5!|9f«’' Bieten,Seitens5,1 Hier fehlt nur Hühnerauge"- „lebewoh1"- " 4570» I rechtlich und moralisch einen Anspruch darauf hatte, entsprechend ihrer Stärke an der Macht beteiligt zu werden. Angesichts dieser Lage gab es für die Regierung Dollfuß die Möglichkeit der friedlichen Lösung ober die Möglichkeit der gewaltsamen Lösung. Die nationalsozialistische Bewegung war zu einer Verständigung durchaus bereit. Ich habe, so führte Habicht weiter aus, dem Kanzler persönlich die Bedingungen mitgeteilt, unter denen ein Zusammengehen der NSDAP, mit seiner Partei und seiner Person möglich sei. Diese Bedingungen forderten nicht mehr, sondern weit weniger, als die NSDAP, berechtigterweise hätte fordern können. Ohne daß diese Verhandlungen formell abgeschlossen worden wären, setzte dann plötzlich die verschärfte Verfolgung der nationalsozialistischen Bewegung ein, die schließlich in dem verbot der Partei gipfelte und in dem beispiellosen Terror, der sich diesem anschloß. Man hatte den weg der Gewalt versucht. Wenn die Herren in Wien nun heute, nachdem mittlerweile ihnen selbst, aber auch der ganzen Welt klar geworden ist, daß sie mit dem Mit» tel der Gewalt nicht mehr weiterkommen, glauben, sie könnten nun einfach wieder zum Ausgangspunkt zurückkehren, als ob gar nichts vor- aefallen wäre, nun den Weg der Verständigung beschreiten und dazu ihre Bedingungen stellen, so täuschen sie sich. Sie haben aus freien Stücken an die Gewalt appelliert und sind dabei unterlegen. Nach dem uralten Gesetz des Kampfes bestimmt nunmehr nicht der Besiegte, sondern Der Sieger die Friedensbedingungen. Zu diesen aber stellt die nationalsozialistische Bewegung Oeslereichs klar und eindeutig fest, daß eine Verständigung zwischen ihr und der Regierung Dollfuß nur zum Gegenstand haben kann die Frage, wie und auf welche weise diese Regierung ohne weitere Schäden für ihr Volk und ihre unheilvolle Tätigkeit halb- möglichst liquidieren kann, niemals aber kann die Frage laufen, wie diese Regierung unter ihrer heutigen Führung und in ihrer heutigen Zusammensetzung weiterbestehen könne. Die nationalsozialistische Bewegung Oesterreichs erstrebt nach wie vor eine friedliche Lösung, aber sie ist heute weniger denn je geneigt, von ihren grundsätzlichen Forderungen abzugehen, die sie seinerzeit der Regierung stellte. Sie verlangt: Volle Wiederher st ellung ihrer Rechte und Freiheiten als politische Partei nach dem Buchstaben und Sinn der Verfassung und der Gesetze, Rücknahme aller Maßregeln gegen Führer und Angehörige der Bewegung, Beteiligung an einem Uebergangs» kabinett in einem ihrer Stärke entsprechenden Verhältnis, Ausschreibung von Neuwahlen zum nächstmöglichen Termin, und darauf folgend die Bildung einer Regierung nach dem Schlüssel des Wahlergebnisses. Diese Forderungen entsprechen ebenso sehr der tatsächlichen Lage in Oesterreich und dem Willen feines Volkes, wie nicht minder den Grundsätzen der Demokratie, als deren Hüter gerade jene westlichen Mächte auftreten, die bisher das System Dollfuß unterstützten. Wenn 2n diesem Zusammenhang immer wieder die Befürchtung geäußert und von Wien aus naheliegenden Gründen planmäßig genährt wird, als ob ein Zurmachtkommen des Nationalsozialismus gleichbedeutend fei mit der Vollziehung des Anschlusses an das Reich ohne Rücksicht auf die bestehenden Verträge, wodurch Dann zwangsläufig europäische Verwicklungen entstehen würden, so kann eine solche Darstellung nur aus Unkenntnis oder Böswilligkeit gegeben werden. Die NSDAP. Oesterreichs hat niemals einen Zweifel daran gelassen, daß sie in den Verträgen von St. Germain und Versailles eine Vergewaltigung des deutschen Volkes in Oesterreich erblickt, und daß ihr höchstes programmatisches Ziel die Vereinigung Oesterreichs mit dem Reich Die Selbstbehauptung der deutschen Llniversität. Von ProfessorOr. Martin Heidegger. Der bekannte Philosoph Martin Heidegger hielt bei seiner Rektoratsübernahme an der Universität Freiburg i. Br. eine vielbeachtete Rede. Unter dem obigen Titel ist sie bei Wilh. Gottl. Korn in Breslau erschienen (Preis —,90 Mk.). Mit Erlaubnis des Verlages entnehmen wir ihr die folgenden Abschnitte: Aus der Entschlossenheit der deutschen Studentenschaft, dem deutschen Schicksal in seiner äußersten Not standzuhalten, kommt ein Wille zum Wesen der Um» versität. Dieser Wille ist ein wahrer Wille, sofern die deutsche Studentenschaft durch das neue Studentenrecht sich selbst unter das Gesetz ihres Wesens stellt und damit dieses Wesen allererst umgrenzt. Sich selbst das Gesetz geben, ist höchste Freiheit. Die vielbesun- gene „akademische Freiheit" wird aus der deutschen Universität verstoßen; denn diese Freiheit war unecht, weil nur verneinend. Sie bedeutete vorwiegend Unbekümmertheit, Beliebigkeit der Absichten und Neigungen, Ungebundenheit im Tun und Lassen. Der Begriff der Freiheit des deutschen Studenten wird jetzt zu seiner Wahrheit zurückgebracht. Aus ihr entfalten sich künftig Bindung und Dienst der deutschen Studentenschaft. Die erste Bindung ist die in die Volksgemeinschaft. Sie verpflichtet zum mithandelnden Teilhaben am Mühen, Trachten und Können aller Stände und ©lieber des Volkes. Diese Bindung wird fortan fest- gemacht und in das studentische Dasein eingewurzelt ■ durch den Arbeitsdienst. Die zweite Bindung ist die an die Ehre und das Geschick der Nation inmitten der anderen Völker. Sie verlangt die im Wissen und Können gesicherte und durch Zucht gestraffte Bereitschaft zum Einsatz bis ins letzte. Diese Bindung umgreift und durch- dringt künftig das ganze studentische Dasein. Die dritte Bindung der Studentenschaft ist die an Den geistigen Auftrag Des deutschen Volkes. Dies Volk wirkt an feinem Schicksal, indem es seine Geschichte in Die Offenbarkeit Der Uebermacht aller welt- bilDenben Mächte Des menschlichen Daseins hineingestellt unD sich seine geistige Welt immer neu er» kämpft. So ausgesetzt in Die äußerste FragwürDigkeit Des eigen Daseins, will Dies Volk ein geistiges Volk sein. Es forDert von sich unD für sich in feinen Führern unD Hütern Die härteste Klarheit Des höchsten, ist, sie hat aber ebensowenig jemals einen Zweifel Darüber gelassen, daß sie dieses Ziel und Die Abänderung Der ihm entgegenstehenden Verträge nur auf dem Wege der friedlichen Verständigung mit allen in Frage kommenden Mächten erstrebt. Die Welt möge sich Darüber klar fein, Daß eine vom Vertrauen Des ganzen Volkes getragene nationalsozialistische Regierung in Oesterreich ihr anDere Garantien für Die Einhaltung ihres Wortes unD für Die Sicherung Des europäischen FrieDens zu geben vermag, als Die gegenwärtige, stünDlich vom Sturz beDrohte Regierung Dollfuß, auf Deren Zusammenbruch nur das Chaos folgen könnte. Wer diese Regierung hält. Der macht sich nicht nur mitschulDig an Der Vergewaltigung Deutschen Volkstums, fonDern Der gefährdet auch in Wahnheit Den europäischen FrieDen. Putschpläne in Oesterreich. Diktatur Fcy-Starhemberg? Berlin, 9. Sept. (ERB.) Aus Oesterreich roirD uns von zuverlässiger politischer Seite berichtet: „Am 12. September, Dem Tage Der Türken- befreiungsfeier unD Dem Höhepunkt Des Katholikentages, will Die Starhemberg-Fe y-Heimweh r Die bereits jahrealten Putfchpläne, Die, wie Fürst Starhemberg sich vor einigen Tagen ausDrückte, Die faschistische Totalität Des Staates bringen sollen, zur Ausführung bringen. Zu Diesem Zwecke hat man sich einen wahrhaft teuflischen Plan zurechtgelegt. Eine Gruppe bezahlter Individuen soll unter „Heil-Hitler!"- Rufen einen Anschlag auf Negierungsmitglieder oder nach einer anderen Version auf den päpstlichen Legaten versuchen. Sofort nach diesem Zwischenfall, „in Der Stunde höchster Gefahr für die Staats-» Wohlfahrt", will dann Sicherheitsminister Fey unter Einsatz der ihm unterstellten Exekutive und der Heimatwehren die Diktatur ausrufen. In Der allgemeinen Verwirrung roürDe es leicht fein, so meinen Die verbrecherischen Initiatoren Dieser Pläne, Die christlich-sozialen Regierungsmit- glieDer, vor allem Dollfuß unD Vaugoin, auszuschalten unD Die Diktatur Fey mit Starhemberg als Reichsoerweser aufzurichten." Bisher 6 Mill. RM. für die Opfer der Arbeit. Berlin, 9. Sept. (CNB.) Die SpenDen für Die Stiftung Opfer Der Arbeit gehen nach wie vor in erfreulicher Stärke ein. Der Gesamtbetrag Der eingelaufenen SpenDen hat nahezu Die Grenze von 6 Millionen Mark erreicht. Gonöeraktionen gegen Doppelverdiener unzulässig. Berlin, 9. Sept. (WTB.) Der Reichsar - beitsmnister teilt mit: Trotz mehrfacher Erklärungen, nach Denen Ein- griffe nicht zuständiger Kreise in Die Verhältnisse des einzelnen Betriebes untersagt sind, wiederholen sich die Fälle, in Denen Stellen, Die nicht Durch Gesetz oder von Der Regierung berufen sind, über einzelne innerbetriebliche Fragen zu entscheiden versuchen. Hierher gehört auch die Regelung des Doppel- oerdienertums. Die Reichsregierung beschäftigt sich zur Zeit mit dieser Frage. Die Ergebnisse Der beschleunigten Beratungen werden Der Öffentlichkeit bekanntgegeben werden. Bis dahin ist es er» wünscht, Maßnahmen, deren soziale und wirtschaftliche Berechtigung nicht völlig zweifelsfrei ist, und Die nicht durch Verständigung zwischen den beteiligten Personen im Betriebe oder durch die verantwortliche Entscheidung des Betriebsleiters erledigt werden können, solange hinauszuschieben, bis eine Willensäußerung .der Reichsregierung vorliegt. Eine vorsichtige Behandlung des Doppeloerdienerproblems ist auch deshalb notwendig, um nachteilige Rechtsfolgen für Diejenigen zu vermeiden. Die voreilige unD unberechtigte Maßnahmen veranlaßt haben. weitesten unD reichsten Wissens. Eine stuDentische Ju- genD, die früh sich in die Mannheit hineinwagt und ihr Wollen über das künftige Geschick der Nation ausspannt, zwingt sich von Grund aus zum Dienst an Diesem Wissen. Ihr wird der Wissensdienst nicht mehr sein dürfen die dumpfe und schnelle Abrichtung zu einem „vornehmen" Beruf. Weil der Staatsmann und Lehrer, der Arzt und der Richter, der Pfarrer und der Baumeister Das oolklich-staatliche Dasein führen unD in seinen GrunDbezügen zu Den wiltbil- Denben Mächten Des menschlichen Seins bewachen unD scharf halten, Deshal bsinD Diese Berufe unD Die Erziehung zu ihnen Dem WissenDienst überantwortet. Das Wissen steht nicht im Dienste Der Berufe, fonDern umgekehrt: Die Berufe erwirken unD verwalten jenes höchste unD wesentliche Wissen Des Volkes um sein ganzes Dasein. Aber Dieses Wissen ist uns nicht Die beruhigte Kenntnisnahme von Wesenheiten unD Werten an sich, fonDern Die schärfste Gefährdung Des Daseins inmitten Der Uebermacht Des SeienDen. Die FragwürDigkeit Des Seins überhaupt zwingt Dem Volk Arbeit unD Kampf ab unD zwingt es in seinen Staat, Dem Die Berufe zugehören. Der Bamberger Reiter. Don GonroO Splisgar. Gelassen sitzt er auf feinem PferD, Die linke Hand am Zügel, Die rechte mit ruhiger EDelmannsbewe- gung Das MantelbanD fassend. Der Krtppen-Sattel steht senkrecht, das Haar ist nach der Mode geschnitten; nichts stört die gelockerte Sicherheit. Vielleicht springt er gleich ab, um einen Freund zu begrüßen; vielleicht wartet der Abt eines Klosters beflissen vor der Tür; vielleicht schaut er einem Kampf zu, in Dem sich seine Knappen härten; sicher ist, Daß ihn nichts quält unD spannt. Wären nur nicht Die Augen, Diese großen, sehn- süchtig-sinnenden Pupillen unter Der aDIigen, goto- reifgebänDigten Stirn, Diese fragenDen, suchenden Brauenbögen! Wäre nur nicht Der MunD, Den ein leises Erstaunen zu öffnen scheint! Nicht Die große Haltung Des Kopfes, Die sich, von innerem Licht gehalten, kaum zu bewegen vermag! ♦ Der Bamberger Reiter träumt Vielleicht schaut er eine Frau, heiter unD hellen Sinns zu chm her reitend, oDer ein FieDler streicht, Den Herrn be= willkommenD, über Die Zinne gebeugt, Die Geige. ODer ein Vogel ruft, versungen, verschollen im TannenwalD. ODer ein Kirchbau wächst Den er ge» ®roper Arveitskonvent der Arbeitsfront Ansprachen von Exzellenz Bottai und Or. Ley. Köln, 10. Sept. (TU.) Anläßlich Der Anwesenheit Des früheren italienischen Ministers Bottai trat Der Große Arbeitskonvent Der Arbeitsfront zu einer Tagung zusammen. Minister Bottai, Der auf seiner Fahrt Durch Deutschland von dem Führer der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley, begleitet wird, wurde auf dem Rathaus- platz von einer Abteilung SA., Deren Kapelle Die faschistische Hymne spielte, begrüßt. Im Stadtver- orDnetensitzungssaal hatten sich Vertreter Der NSBO., Der Regierung unD Der Arbeitgeberverbände versammelt. Der TreuhänDer Der Arbeit für Das Wirtschaftsgebiet Rheinland, Borger, eröffnete Die Tagung unD entbot Dem italienischen Gast einen herzlichen Willkommensgruß. Minister Bottai Dankte für Den Willkommgruß unD sprach Die lieber- zeugung aus. Daß nur Der Faschismus unD Der Nationalsozialismus Arbeitgeber unD Arbeitnehmer zu einer Einheit zusammenschweißen könnten. Bottai behanDelte bann Die geschichtliche Entwicklung Des Faschismus und führte dabei u. a. aus: Die fundamentalen Grundlagen der Umwandlung der modernen Gesellschaft sind zwei: die soziale Teilung der Arbeit, d. h. die Unterteilung der Funktionen, und zweitens die Zusammenfassung der gleichartigen Berufsgruppen. Der vom Faschismus konstituierte Staat, der korporative Staat, organisiert die Individuen auf Der wirt- schaftlichen unD sozialen Ebene. Die Bürger sehen in Diesem Staate ihre Funktion rechtlich unD politisch anerkannt, während Die sozialen Gruppen, Die Kategorien, Die Anerkennung ihrer Existenz unD ihrer Funktionen vom Staat erhalten. Sie sino zum gesetzlichen Leben zugelassen. Diese Anerkennung Dient Dazu, ihnen auch Die Verantwortlichkeit für ihre HanDlungen aufzuerlegen. Das Organ Der Kategorie im sozialen Sehen ist Das SynDikat. Das SynDikat hat Die Ausgabe, in Der Vertretung Der Kategorie Die wirtschaftliche, moralische, kulturelle uno politische Vertretung wahrzunehmen. Der wahre Sinn Der syndikalistischen Politik des faschistischen Staates ist Die Zusammenarbeit Der Klassen. Die Jnteresienkontraste zwischen Den Individuen uni den Kategorien können nicht beseitigt, oder willkürlich schematisiert werden. Wenn Die Kategorien tiefliegende Gründe der Gemeinsamkeit und der Ueber» einftimmung haben, so ist es wichtig, daß außer dem Vertreterorgan der betreffenden Kategorie diese wiederum an einem anderen Organ teil hat, dem auch die anderen interessierten Kategorien angehören, um gemeinsame Fragen zu behandeln. Dies ist die Korporation. Die Zwecke und die Aufgaben der Korporation sind also wirtschaftlicher Art, aber die Fragen, die die Korporation behandelt, haben politische Bedeutung, weil sie volkswirtschaftlicher Natur sind. Daher ist die Korporation mit der staatlichen Verwaltung zusammengeschmolzen. Die Funktion des Staates bei diesem Aufbau geht Dahin, Daß er Die wirtschaft überwacht, selbst aber nicht Die wirtschaftliche Initiative übernimmt. Hauptperson Des Unternehmens ist Das Individuum, nicht der Staat. Bottai behandelte dann die Gesetze, Die zur Korpvrativnsordnung Die GrunDlage gegeben haben, unD Die Entwicklung Der einzelnen Syndikatskategvrien. Die ReDe, Die in italienischer Sprache gehalten wurDe, fand großen Beifall. Oer Führer der Deutschen Arbeitsfront/ Or. Ley bezeichnete Die Tagung als eine Der denkwürdig- ften Zusammenkünfte, Denn sie könne Der Ausgangspunkt fein zur Gründung einer neuen Internationale unter Denjenigen Völkern, Die Vernunft an Stelle Der Unvernunft setzen wollten. Die Marxisten seien in zwei Län- Dern bereits vernichtet unD in Den anDeren LänDern überall im Rückzug. grünbet, unD Die Gewölbe schallen wie ein Psalm, inDessen eine Kreuzfahrerschar, glücklich heimgekehrt, Das wegmüDe Knie beugt. * O schwerer Schlaf Der Jahrtausende! Pergamente entschleiern sich, Die ErDe gibt eingerostete Waffen unD vergrabenen Schmuck her; unter unfreundlicher Tünche eingesargt, blühen fromme Fresken von neuem, unD farbige Fensterbilder strahlen wie einst. UnD manchmal schüttelt Die Wandung einer alten, rufenden Glocke, um die Leid und Glück toter Geschlechter weht. Aber das alles kommt wie aus Gräbern, fremd in das Licht verwandelter Welt gestellt. Doch dieses Rätsel bleibt und packt dich an wie Der lebendige Atem der Stunde, die noch vom Worte deines Mundes heiß ist. Dieses Fragen ist grün wie ein Birkenzweig und süß und schwermütig wie der Wind aus den reifen Supinen- feldern. Der Bamberger Reiter sucht. Siebenhundert Jahre sind darüber zerbrochen, und immer von neuem ging der Blick in die weglose Ferne. Bis heute. Auch die Giaconda fragt. Aber mit wissen um ihr Geheimnis. Und ihre Augen sind ihre Zeit. Hier aber ist Unendlichkeit. Und hier ist Volk, nickt Schickt nicht Klasse. Der Bamberger Reiter sucht Deutschlands Seele. * Ich trete in den Schatten und beuge mich einem andern Denkmal zu. Bischof Friedrich von Hohenlohe liegt hier begraben. Aber mehr noch schreitet er aus dem Stein heraus, alt, uralt, vergreist, Das Evangelienbuch und den Stab kaum noch haltend. Die Augen schauen aus tiefen, schattenschwarzen Höhlen, die Wangen sind eingefallen, Die Dürre Hand läßt jeden Knochen erkennen. Das Gewand wird kaum noch getragen. Leid und Kummer haben diesen Kopf gemeißelt, Versöhnung und Milde sind in jede Falte eingefangen, nirgendwo spricht noch die Welt. Ich weiß um dieses Leben und seine Mühen. Jede gute und böse Stunde zog eine Furche tiefer, und langsam wurde das schmale Antlitz eine Geige, die bei jedem Hauche zu tönen beginnt. ♦ Dock unnennbar, unergründlich bleibt bas Auge des Reiters am Eoangelienpfeiler des Sankt QcorgsdjoYs. Die Linke faßt Den Zügel, die Rechte hält das MantelbanD vor der Brust zusammen. Aber der Blick sucht. Parzioal reitet zum Gral. Und immer ist Deutschland neben ihm. Diese Stunde könne der Ausgangspunkt zur Schaffung einer großen Arbeitsfront, zur Internationale Der Arbeit an sich. Der Arbeit Der Bölter überhaupt werden. Der Grundgedanke für die Arbeit beim Neuaufbau der Volksgemeinschaft müsse fein: W i e bringe i ch bas Individuum in d i e Gemeinschaft? Der Einzelne schaffe Werte, die der Gemeinschaft zugeführt werden müßten. Damit brächten wir die Revolution der Vernunft, wobei Vernunft das Produkt aus Gefühl, Rasse Instinkt und Verstand sei. Liehen wir das Gefühl ohne den Verstand malten, so könne das. was uns beherrsche, nicht ausgewertet werden. Deshalb müsse Gefühl und Verstand uns beherrschen. In der national» sozialistischen Idee sei die Synthese gelungen, die Einzelpersönlichkeit zur höcksten Krastentfaltung und Ausnutzung für die Volksgemeinschaft zu bringen. Die Entstehung und Anwendung von Tarifverträgen und Kol- lektivverträaen sei nicht eine marxistische Einrichtung gewesen, ebensowenig die Konsum- vereine und die Genossenschaften. Kollektivverträge seien im großen Betriebe überhaupt nicht zu entbehren. „Man hat mir Vorwürfe gemacht, daß die Gewerkschaften in die Deutsche Arbeitsfront hineingeführt wurden, statt dem Wunsche nach Zertrümmerung nachzugeben. Wir haben erkannt, daß der beste Teil der deutschen Arbeiterschaft neben SA. und SS. in Gewerkschaften organisiert war, und wir haben in der Erkenntnis dieses wertvollen Materials die Gewerkschaften übernommen. DieAufgabedesStaa- tes soll die Verwaltung, soll die gesetzgeberische Arbeit sein. Die Aufgabe der politischen Organisation aber bleibt die Bildung einer Weltanschauung. Die Weltanschauung des Rationalsozialismus in Das gesamte Volk zu bringen, ist Die Aufgabe Der Deutschen Arbeitsfront. Unsere nächste große Aufgabe wird'es sein, dem Feierabend des deutschen Arbeiters einen Sinn zu geben. Wir Denken Dabei an Kino, Freilichtspielen, Klubhäuser unD Lesezirkel. Minister Bottai müsse auf seiner Reise Durch DeutschlanD erkennen Daß roirroeDerÄampf, noch Krieg wollten, fonDern nur Den FrieDen unD Die DrDnung Der Völker untereinander. Wir verlangten Dabei aber auch Die Anerkennung für Die Ehre unD Leistung unseres Volkes. Der TreuhänDer Der Arbeit, Börger, schloß Die Tagung mit einem Sieg-Heil auf Den Führer Des Deutschen Volkes, Das italienische Volk unD feinen Führer. Kleine politische Nachrichten. Zur (Erinnerung an Den Reichsparteitag haben Die Ehrengäste Des Führers silberne Parteiabzeichen erhalten. * Die Vereinigten VerbänDe heimat- treuer Oberschlesier haben sich a u f g e t ö ft Sie werben in Den Bund Deutscher Osten übergeführt. Am 14. unD 15. September sinDet eine G e • fechtsübung Der Flotten-Seestreit- f r ä f t e unter Leitung Des Chefs Der Marineleitüng in Der westlichen und mittleren Ostsee statt. Vom 15. September nachmittags bis 18. September mittags werden die an der Hebung beteiligten Seestreitkräfte Den Hafen von Pillau zur Brennstosfergänzung und Ruhe anlaufen. * Das Verbot Der „Neuen Züricher Zeitung" in DeutschlanD wurde in der Sitzung Des Schweizer Bundesrates besprochen. Der schweizerische Gesandte in Berlin Dinichert wurde beauftragt, bei Der Reichsregierung Pro» t e ft gegen Dieses Verbot einzulegen. „Oer Stern von Valencia.^ Das ist eine äußerst aufregenDe Angelegenheit. „Estrella de Valencia" heißt ein stattlicher Dampfer, Der nachts mit lotfenDen Lichtern in einem Hafen an Der spanischen Küste liegt. Auf Diesem verdächtig elegant ausgestatteten Schiff soll ein nächtliches BorDfest gefeiert werDen. Die Gäste kommen Dazu aus einem VariötÖ mit Dem verführerischen Aushängeschild „Zum ParaDies". Das scheint alles in schönster DrDnung zu fein; merk- roürDig ist nur. Daß Die Durchweg weiblichen Gäste, kaum finD sie an BorD gebracht, im verschwende- risch ausgestatteten Salon eingeschlossen werben, unb baß ber „Stern von Valencia" alsbalb Anker aufgeht und mit voller Fahrt aufs offene Meer hinausläuft. Unb wenn bann kurze Zeit später das Polizeiboot .Leone" hinterherbraust, dann wirb ieber, ber bisher nochZweifel gehegt haben sollte, im Silbe sein, was hier gespielt wirb, unb was es mit bem „Stern von Valencia" für eine Bewanbtnis hat. 2Ufreb Zeisler ist ber Spezialist ber Ufa für Kriminalsachen, unb er hat sich benn auch bieses Falles energisch unb mit Phantasie angenommen. Diese Geschichte hat Spannung unb Tempo unb auch eine gefunbe Prise berben Humors. Auf bem Polizeiboot unb an Land wirkt Pauk' Wester» meier mit männlicher Tatkraft. Freundliche» Wiebersehen mit Ebuarb Wesener, ber früher am Gießener Stabttheater wirkte unb hier einen feschen Schiffsleutnant spielt. Liane H e i b , etwas fremd in dieser Umgebung, als zärtliche junge Frau im „Paradies". Außerdem: Odemar, Oskar Sima, Erkelenz, Willi Schur und Offi O s - w a l d a mit witziger Schlagfertigkeit. — Aus bem hübschen unb abwechslungsreichen Beiprogramm finb bte herrlichen Aufnahmen vom beutfchen Rei- terfieg in ber „Cöppa Mussolini" in Rom an erster Stelle zu nennen: eht feierlicher Anblick, nicht nur für jeben Sportsmann unb Pferbefreunb, wie unsere Offiziere unter ben Klängen bes Deutschland- liebes ben Pokal aut ben Hänben bes Duce entgegennehmen bürfen. — Hochschulnachrichten Professor Dr. Bebermeyer, Staatskommisiar für Die Universität Tübingen, bem kürzlich, wie gemelbet, ber neuerrichtete Lehrstuhl für deutsche Volkskunde in Tübingen übertragen wurde, erhielt jetzt einen Ruf auf den germanistischen Lehrstuhl in Jena. jj*hn ^°upi 8M i,t fÜr hia $tu. 1 6qs ©efiihr n^ln,t und Js.Was Äjh den ° SMnöer «P1 * atiSB r-NLr v!b-ch»„i,L,««,ch, }""■ An JÄt ö-r. SÄÄ WM •.1 än?" !*** ffiüiiSj* * 6i= 9 des Jtational^lalismus In ° bringen. Ist die Ausgabe dn M Arbeitisranl. km, bem s heutigen !Ird,U,„ n. Btt denken dabei an Kino, -hauset und Lesezirkel. Minister । 'e’nerNe durch Deutschland 'ederKompf.nachArieg V-OE" frieden und die -ll aller untereinander. Wir lber auch die Anerkennung für ung unseres Balkes. der Arbeit, Börger, schloß nem Sieg-Heil auf den Führer kes, das italienische Lall und iiische Nachrichten. an den Reichsparteitag haben des Führers silbernePar- 'haüen. » en Berdände Heimat- esier haben sich aufgelöst. Bund Deutscher Osten üb«1 . «enternder srndet eine Teber Flotten-Seestreit- :Una des Chefs der Marineleitüng en und mittleren Ostsee itember nachmittags bis 18. vep- lerben die an der Uebung betet- fte den Hafen von Pillau zur ng und Ruhe anlaufen. * der „Reuen Züricher Zeihland wurde in der Sitzung dtt ;rates besprochen. Der i 4 o *1 in He in Berlin Wert bei der Reichsregierung Pro- ^erbot^inzulegen^^^^ temvonÄalma/ iii «'m anl^enÄn Sifi V cin -lt mit to 15 emew Marabus". änge|ch>ld ,rdum * [,jn- merk- chönster Läcn Mellst die ^Siffl Derld)menbc- Bord iWU werden, B Salon f'Äft tatet n offene * ft u! e Seit später menrt öflnn “ J . bann wird Kch-sr ad mit ^anta’nb Tempo U"J tnnlich m>esener, . tm?n Eduard B> L unö hrer m a^HnU ßiane ? mna'e 5raU tnfl1 ft 3^ “n0 maebuog' Odewar- . ^K'Schur^^ bem »«flSSd’SSÄ "1! SSjflS"““ [ flUÜ 061 rfen-^__ «ebersN^,dentMuE übin<>*n uf de" r Aus der Provinzialhauptttadt. Bedauerliches Zagdereignis. Don Dr Karl -iuvolf Zifcher-Gteßen, Staatlicher Vertrauensmann für denAaiurschuh in Hessen Einige hessische Zeitungen brachten dieser Tage eine vom Standpunkt des Naturschutzes und der Weidgercchtigkeit aus bedauerliche Nach,.chl, — im „Gießener Anzeiger" hatte die sragltche Meldung keine Aufnahme gefunden. D. Red. — die als „iel- tenes Jagdereignis" gefeiert wurde und m der Art ihrer Weiterverbreitung geeignet ist, für die Zu- kunft allerhand Unheil anzurichten. Es war da mit- geteilt worden, daß ein Forster in Oberhessen in der Nidder einen ausgewachsenen Fischotter erlegt habe. Diese Tatsache muh sowohl vom Standpunkt der Weidgerechtigkeit, als auch des Naturschutzes bedauert werden. Denn der Fischotter ist ein bei uns in Oberhessen äußerst selten gewordenes Naturdenkmal, das seit Jahren auf dem Aussterbeetat steht. Leider geniest der Otter als Raubwild nicht den ae- schlichen Schuß des Staates, so daß auf strafrechtlichem Weg nicht gegen seine AusroUer vorgegan- gen werden kann. Es find aber von maßgeblicher Seite aus Bestrebungen Im Gange, die darauf abzielen, diese Gesetzeshärte für vogelfreies und seltenstes Raubwild aufzuheben und in den neuen Aus- führungsbeftimmungen des Naturschutzgesetzes dem Otter denselben Schutz zu gewahren, wie ihn auch der Uhu als aussterbender Nachtraubvogel genießt. Die Zeiten sind vorbei, in denen ein Tier lediglich daraufhin angesehen und behandelt wurde, ob es „nützlich" oder „schädlich" ist und demzufolge hem- munaslos der menschlichen Willkür verfallen konnte, so oft sich die Gelegenheit dazu ergab. Heute hat man eingesehen, bah auch die schädlichen Tiere im großen Naturhaushalt ihre von der Vorsehung weise eingerichtete Bedeutung und Ausgabe haben, e die der Mensch nicht verstoßen darf, soll das e nicht Schaden leiden. „Raum für alle hat die Erde". Deshalb fei an dieser Stelle darauf hingewiesen, daß man für die Zukunft den Natur- und Heimatschutzbestrebungen alles andere als einen Gefallen erweist, wenn man solche Vorkommnisse verbreitet in einer Art, die den Vorfall noch großartig feiert und in entsprechender Frisur die Schießwut und Troohäensucht einer gewissen Sorte von geltungs- bedürftigen „Auchjägern" anstachelt, die einmal gern ihren Namen als „glücklicher Schütze" in der Zei- tung lesen und dann abends beim Dämmerichoppen stolz tun wollen. Mit Weidaerechtigkeit hat eine solche Tat nichts zu tun. Sonst ist jedes Tier, jedwede Kreatur von der restlosen Verfolgung und Ausrottung durch den Menschen geschützt. Bei nichtgeschützten Arten, die selten sind, hegt sie der Jäger aus Derantwortungsbewuhtsein vor Schöpfung und Geschöpf, hegt sie aus Weidgerechtigkeit. Hier fiel ein edles Raubwild dem Schuß zum Opfer, das jedem weidgerechten Revierherren einen höchst seltenen und hochinteressanten Anblick in seinen Jagdgründen verschafft hätte. Graf L a u b a ch zum Beispiel hegt seit Jahren in seinem Rutards- Hauser Revier eine Otterfamilie und freut sich mit allen Kennern seiner herrlichen Reviere immer, wenn es wieder einmal Zuwachs gegeben hat. Was muß das für eine Verbitterung Hervorrufen, wenn einer mit viel Opfern den Otter schirmt und schont, und der andere vernichtet ihn. Vielleicht ist es eines der dortigen Tiere gewesen. Bedauerlich, daß diesmal ausgerechnet ein Mann der grünen Farbe mit den Ansichten des von uns vertretenen Naturschutzgedankens in Konflikt geriet, der wissen mußte, daß jedes Tier sein Lebensrecht im deutschen Walde hat und der Otter als letzter mittelalterlicher Jagdherr, lichkeit erst recht. Somit ist der Abschuß eines histori- schon Tieres und Naturdenkmales auch vom Standpunkt des Naturschutzes aus zu bedauern. Ich wäre der in Betracht kommenden hessischen Presse zu Dank verpflichtet, wenn sie in dem glei- chen Maße, wie sie von der Notiz des Abschusses Gebrauch gemacht hat, nun auch diesen Lanzenbruch für eine bedrohte Tierart unserer Heimat, für die letzten Otter der hessischen Gewässer, der jagdinter- essiertcn Oeffcntlichleit zur Kenntnis gelangen ließe. Dem blinden Iagdeiser zur Warnung und im Sinne der Naturschutzbestrebungen als Vorbeugung für künftige Gelegenheiten. Oas deutsche Handwerk wirbt. Das Deutsche Handwerks-Institut hat ein Merk- blatt zur H a n d w e r k s w o ch e , die o o m 15. bis 21. Oktober unter dem Motto „Segen der Ar- beitsbeschaffung im Kleinen" stattsindet, herausge- geben, tfm dem Handwerksmeister Richtlinien für die große Werbungsaktion seines Berufsstandes zu geben. Jeder Handwerksmeister soll in der Werbewoche seine Wohnung, seine Werkstatt und seinen Verkaufsraum mit frischem Grün und Fahnen schmücken. Unter allen Umständen müssen mehrere Exemplare des großen Werbe- Plakates an sichtbarer Stelle ausgehängt werden. I ier Handwerksmeister und seine Familienmitglie- dc sollen das Werbeabzeichen tragen. Der Teilno me an Volksbelustigungen, Aufführung von Ha dwerksbräuchen, Veranstaltungen von Feuer- roci , Umzügen ufro. darf sich kein Meister, Geselle oder Lehrling entziehen. Als Kleidung kommen das Ehrenkleid der Arbeit, historische Trachten, oder eine NS -Uniform in Frage. Selbstverständlichkeit ist auch die Beteiligung an den örtlichen Gottesdienstes. Zur Stärkung des Gemeinsinns wird der Handwerker aufgefordert, selbst den Anfang mit der Arbeitsbeschaffung im Kleinen zu machen. Die Handwerker sollen sich gegenseitig Aufträge geben und Warenhäuser, sowie mittelstandsfeindliche Betriebe meiden. Umfangreiche Richtlinien werden für Werbemaßnabmen des einzelnen Betriebes gegeben: Bereitstellung von Betrieben zur Besichtigung, besondere Pflege der Schaufenster, wobei besonders auf allge- meine Sauberkeit, guten äußeren Anstrich, geschmackvolle Ausstelluna. saubere Schristplakate und aute, moderne Beleuchtung geachtet werden soll. Es wird weiter auf die B e d e u t u n g der Zeitungsanzeige für die Werbeveran- ft a 11 u n g , auch nett geschriebene Prospekte, Werbebriefe an die Kundschaft und persönliche Werbung durch den Meister hingewiesen. Oer Zristablauf für Ablösung der Krastfahrzeugsteuer. Es sind Gerüchte im Umlauf, wonach die Kraftfahrzeugsteuer für Altwagen in absehbarer Zeit beseitigt, oder durch Gewährung steuerfreier Wintermonate ermäßigt werde. Diese Gerüchte entbehren jeder Grundlage. Eine Steuervergünstigung auf Altwagen kann nach wie vor nur durch Ablösung erreicht werden. Der Antrag auf Ablösung ist spätestens am 1. Oktober 1933 zu stellen. Eine Verlängerung dieser Frist wird nicht erfolgen. Der Ablösungsbetrag kann auf Antrag in zwei gleichen Teilen entrichtet werden, und zwar die erste Hälfte bei der Antragsstellung, die zweite Hälfte ein Vierteljahr später. Genaue Auskunft über die Ablösung erteilen die Finanzämter. Muchvieh-Auktion des Znsterbmger Herdbuchvereins in Friedberg. Am Dienstag, 19. September 11.30 Uhr, wird auf vielseitigen Wunsch der Herdbuchoerein für das schwarz-weiße Ticflandrind in Ostpreußen, Sitz Insterburg, eine Mllchoiehauktion von hochtragenden resp. frischgekalbten ostpreußischen Milchkühen und Rindern in Friedberg, Alte Bahnhofstraße 19 (am alten Bahnhof) abhalten. Die Tiere flammen aus den besten Leistungsherden Ostpreußens. Es kommt nur ausgesucht gutes Material zum Verkauf. Sämtliche Tiere sind unmittelbar vor dem Transport von den Spezialtier- ärzten des Herdbuchoereins eingehend klinisch untersucht. Der Auktionsankauf bietet also bestmöglichste Sicherheit für Seuchenfreiheit, Gesundheit und ein- wand freie Beschaffenheit des Materials. Außerdem find die Tiere für den Transport bis zum Eintreffen in den Stall des Käufers versichert. Die Verladung der gekauften Tiere führt auf Wunsch die Auktionsleitung sachgemäß aus. Reichsbahnwaggons stehen in ausreichender Anzahl hierzu zur Verfügung. Hierbei genießen die Auktionstiere noch eine 20prozentige Frachtermäßigung gemäß Zuchttiertarif. Die Besichtigung der Auktionsttere kann bereits von Samstag, 16. September, ab in Friedberg, Alle Bahnhofttraße 19, erfolgen. Daselbst ist auch der Mut- tionskataloa mit Adstammungs- und Leistungsnachweisen. Gevurts- und Trächtiakeitsdaten usw. erhältlich. Man beacht« die heutige Anzeige. Vornotizen. — Tageskalender für Montag: Palast- Lichtspiele am Kirchenplatz, 9 bis 21 Uhr, Zinn- soldaten-Truppenschau. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Stern von Valencia" mit Liane Haid. Die Vermittlung weiblicher Arbeitskrösle. Don ZRofel Gaul, ArdeilsvernMlerin des Arbeitsamtes Gießen. Die föermittlungstätigteit der weiblichen Abteilung des Arbeitsamts Gießen hat sich in den beiden letzten Monaten erfreulicherweise ziemlich gesteigert. Gan; besonders hak sich die Nachfrage nach Hausangestellten erhöht. So konnten gegenüber Öen Frühsommermonaten etwa 30 o. h. mehr Hausangestellte in Arbeit vermittelt werden. Wenn man berücksichtigt, daß Juli und August die eigentlichen Reisemonate sind, in denen sonst die Dermitlungstätigkeit in der Regel nachläßt, im Gegenteil, meist ein starker Zuwachs an Stellen- suchenden zu verzeichnen ist, so erhäft dieser Tatbestand noch ein besonderes Gewicht. Wie erklärt sich das? Zweifellos ist der Hauptgrund des Zuganges an neuen Stellen in den grohenErleichterungenzu sehen, die durch die Regierungsmaßnahmen für die Hausfrauen ge- schaffen wurden. Es darf allgemein als bekannt vorausgesetzt werden, daß für die Hausangestellten ein erheb kicher Abbau der Soziallasten eingetreten ist. Die Arbeitslosenversicherungs- und Arbeitslosenhilfebeiträge sind weggefallen, die Beiträge zur Invalidenversicherung sind gesenkt worden, außerdem ist eine Steuerermäßigung f ü r den Arbeitgeber, der eine Hausange- stellte beschäftigt, eingeführt. Dies alles hat ein An- wachsen der Nachfrage nach Hausangestellten allgemein zur Folge gehabt. Insbesondere ist dadurch vielen Jamillen des Drittelslandes, die in den Nachkriegsjahren auf eine ständige Hausgehilfin verzichten und sich mit einer Stundenhitse begnügen muhten. wieder die Möglichkeit gegeben, eine feste haushatthilfe aufzunehmen. Es ist dadurch fast ein Mangel an erfahrenen perfekten Hausmädchen einaetreten. Zu berücksichtigen ist außerdem, daß di« Landhilfe in diesem Jahre sehr viele Kräfte, die sonst für den Haushatt zur Verfügung standen, absorbiert hat. An jungen Kräften dagegen fehlt es weniger. Sicherlich ist es weniger bequem für die Hausfrau, ein Mädchen in ihrem Haushalt aufzunehmen, das noch angelernt werden muß. Es wäre aber dringend nötig, daß viele Hausfrauen sich dieser Mühe unterziehen, sonst wird es bald an brauchbarem Nachwuchs fehlen. Es ist zu hoffen, daß die Hausfrauen hierfür in wachsendem Maße Verständnis zeigen, denn an die Unterbringung tiefer jugendlichen Kräfte ist bei den Regierungsmaß- nahmen vor allem auch gedacht. Ls gilt, möglichst viele Mädchen in den haus- wirtschaftlichen Beruf zu bringen, nicht nur diejenigen, die noch gar nicht in Stellung gewesen sind, sondern auch viele au» anderen Arbeitsgebieten, um dadurch Arbeitsplätze für die männlichen Jugendlichen freizubekommen. Es wird sich also in Zukunft gar nicht umgehen laßen, daß die Hausfrauen den Versuch machen, Mädchen aus anderen Berufen einzu - stellen. Erst wenn den Notständen der Gegen- wart auf diese Weise Rechnung getragen wird, können die Regierungsmaßnahmen ihren Sinn voll erfüllen. Jedenfalls wäre damit ein wichtiger Teil des Arbeitsbeschaffungsprogramms in Angriff genommen. S.Jl.-i’pori Ltm die Führung im Handball. Eine Erklärung der DLB. Der Führer der Deutschen Sportbehörde teilt mit: 1. Im Einvernehmen mit dem Herrn Reichssportführer habe ich zu meinem Stellvertreter den SA.» Oberführer Hauptmann a. D. Richard Herrmann (München) ernannt. 2. Die Führung im Handball. Die von der Deutschen Turnerschaft veranlaßten, mit den Richtlinien des Herrn Reichssportsührers im Widerspruch liegenden Mitteilungen machen eine öffentliche Erklärung der DSB. erforderlich: Die Führung im Handball liegt nicht in den Händen der lurnerschaft. Durch die Presse gehen zur Zeit von der Deutschen Turnerschaft veranlaßte Mitteilungen, daß ihr die Führung im Handball übertragen worden sei. Demgegenüber möchte ich feststellen, daß seitens des Herrn Reichssportführers keinerlei Anordnungen ergangen sind, aus denen die DI. ein solches Recht ableiten könnte Die von dem Herrn Reichssportführer am 2 2. Mai erlassenen Richtlinien über d i e Neuordnung im deutschen Sport besitzen nach wie vor Gültigkeit. Nach diesen liegt die Führung im deutschen Handball ausschliehli ch bei der Deutschen Sportbehörde. Es sind daher nur Anordnungen der DSB. für den Aufbau und die Eingliederung in die demnächst beginnenden Spielreihen zu beachten. Richard Herrmann, stellv. Führer der Deutschen Sportbehörde. Magdeburggewinntden^Hitler'Pokal^ Wuppertals Handballer verlieren 20:8. Heber 10 000 Zuschauer hatten sich am Sonntag in Magdeburg zum Endspiel um den von Volks- kanzler Adolf Hitler gestifteten Handball-Pokal eingefunden, so daß für Den Zweck dieser Konkurrenz, die Spende für die „Opfer der Arbeit", wohl ein ansehnlicher Betrag erübrigt werden wird. Für das Endspiel hatten sich aus der Reihe der 16 beteiligten Städtemannschaften die Vertretungen von Magdeburg und Wuppertal qualifiziert. Die Magdeburger Stadtmannschaft, in der Mehr- zahl aus Spielern des mitteldeutschen Meisters, Polizei Burg, gebildet, schlug ihre westdeutschen Gäste nach jederzeit überlegenem Spiele mit 20:8 (9:2). Für die Höhe der Torzahl war in erster Linie das ausgezeichnete Jnnenttio der Magdeburger verantwortlich. Nach dem Spiel überreichte der Polizeipräsident von Magdedurgim Auftrage des Reichssportführers der siegreichen Mannschaft den wertvollen Pokal. Die $ouflbo(l/,% desgl. von 1913.......... 6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 «% Türkische Bagoadbahn-Anleihe Serie 1..................... 10.5 10,5 10,1 — 0,60 0,60 — — 4 4 — 4,05 4,13 4 4 3,9 3.85 3,95 —— 6 6 5,5 5,4 — 5,13 5.1 4,9 5 5,05 4,95 4.9 Franksurt a.DI. Scrlin Schluß« kurS Schluß!. Abend« bSrie Schlußkurs Schluß!. Miltag« börie Datum 8.9. 9-9. 8-9. 9-9 4% desgl. Serie II ............. 5.1 5,1 5,1 5.2 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1902 2,75 2,75 — — 4'/r°nRumän.vereinh.Rcntev.lS12 5.25 5.25 —> 4.75 4% Rumänische vercinh. Rente .. 2,4 2.3 — 2'/.% Anatolier............... 23,75 24,25 — 24 vamburg-Amerika-Pakel ..... 0 10.75 10,75 11 10,75 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hansa-Dampfschtss........... 0 18,5 17.5 Norddeutscher Lloyd ......... 0 11,65 11,5 11,5 11,4 AG. für Verkehrswesen Akt. .. 0 39,5 39,75 40,4 BerlinerHandelsgesellschast ... 4 82.5 82.25 83 83 Commerz- und Prtvat-Bank... 0 43 48 48.25 48 Deutsche Bank und Disconto- Gesellschaft................ y 50 49,5 50 49.5 Dresdner Bank..............o 43,25 43 43.25 43 Reichsbank .......... zz 137 135,5 137 5 134,5 A.E.G....................... 17.5 17,13 17,5 17,13 Bekula..................... o 99,25 99,5 99,25 100 Delir. Lieferungsgelcllschafl... 6 68 70.5 67-25 Licht und Krasl ............. e 86.65 85 86 85,25 Felten L Guilleaume.........ö Gesellsch.s.EIektr.Unternehmung. 5 40,5 39,5 39 40 70 67 67,5 66 Rheinische Elektrizität ........ 5 77.5 Schuckert L Co............... 5 84.75 84 84,5 84 Siemens L Halske............ 7 Lahmeyer L Co............. 10 129 113.5 127,5 112,5 128,5 112.25 127,5 112 Buderus ...................0 60 60 60 59,75 Deutsche Erdöl ..............4 92 92,5 93 92 Gelsenkirchener..............0 47 46,5 46,75 46,25 Harpener...................c 80 81 81 80,75 Hoesch Eisen—Köln-Reuessen .. 0 — — 51.25 50 Ilse Bergbau ..............6 — — 128-5 Ilse Bergbau Genüsse........ 6 98,4 97 97 97,75 Klöcknerwerke ..............C 49,5 47,75 49.5 48 iRannesmann-Mbrru........ 0 51,4 50,13 50,25 50 Franitun a. 2)1. Berlin Schlußkurs Schluß!. Abend- börse Schlußkurs Schluß!. Minag- börfe. Saturn 8-9. 9-9. 8.9. 9.9- Marisfelder Bergbau....... .. 0 23 22.25 22,5 22,5 Kaliwerke................ .. 0 — — 63,75 61,5 Phonir Bergbau........... .. 0 29,75 29,75 30 29-13 Rheinische Braunkohlen .... 10 185 184 184 183 Rheinstahl ................ .. 0 73 71,75 71,65 71,13 Bereinigte Stahlwerke...... .. 0 29,75 28,65 29 25 28.13 Olavt Minen ............. .. 0 10,75 10,5 10 5 10,13 Kaliwerke Aschersleben...... .. 5 107 106 107,5 107 106,5 Kaliwerke Westeregeln...... .. 5 107.5 106 107 Kaliwerke Salzdetfurth ..... IVz 148 146 147.5 146 3. G. garben-Jnbustrie..... .. 7 112 110,13 112,4 110,4 Schctdeanstalt............. .. 9 165 165 25 — —— Goldschmidt .............. .. 0 40 40 39-5 39,5 RütgcrSwerke ............. .. 0 46 45,25 45,13 45,25 Melallgesellschaft........... .. u 52,5 52 — 52,5 Philipp Holzmann......... .. 0 38 38 54 55 Zementwerk Heidelberg .... .. 0 65.5 63 Cementwerk Karlstadt....... .. 0 Schultheis Patzenhofer ..... .. 0 — — 90,25 89.25 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 27,5 27,5 27.13 27,5 Bemberg................. .. 0 41 39 41,4 39.75 Zellstoff Woldhof .......... .. 0 34 32,9 32,5 31.5 Zellstoff Aschafsenburg ..... .. 0 19,5 — 19 Dessauer Ga»............. .. 7 — — 99 98,25 Daimler Motoren.......... .. 0 23,5 23 23,25 23,5 Deutsche Linoleum......... .. 0 36,9 36,25 36,25 35,5 Orensietn & Koppel........ .. 0 — — 25,5 25.13 Leonhard Tieh............ .. 0 10,25 10,25 10.4 10,4 Chade.................... Slccumulatoren-Fabrik...... ..10 156 156,5 156 157,75 .. 0 181 184,25 182 183 Conti-Gummi............. .. 0 134 133 135 133 Gritzner.................. .. 0 17,5 16,75 Mainkraftwerke Höchst a.M.. .. 4 — — Süddeutscher Zucker ......... 8 151 151 1 150 160.1 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt