Daß ©GASinhßti <9er /IrbeißlosenEGhleM JAN. 32 JULI 32 JAN. 33 JULI 33 6042 6014 5392 ?03 782 4468 1658 2860 1068 1596 1754 1419 1354 1885 953 757 Inder Vnsenfürsorg 3h derVöh!fahrt Zahlen in Tausend Arbeitslosen Berlin, lebroi ] Sonstige 121317 158669 211247 266032 310654 369357 hat des > wiegenheit Kenntnis kommt, 1252 394 160327 225978 273664 312674 376797 168930 230769 275697 312034 379855 mmct sind Mi gleich , und zim je einer lummei in den beide- 11 und II W in ben flon> n, W& ^',in9en zur Amtsverschwiegenheit liegt auch den nicht mehr im Staatsdienst tätigen Beamten 175423 205359 23'4»0 260650 278831 ■ "R 342230 370132 389341 In dem Erlaß heißt es u. a.: „Jeder Staatsbeamte und jeder Angestellte im ten. Die leichte Zunahme der sonstigen Erwerbs» losen erklärt sich vor allem dadurch, daß infolge der großzügigen Projekte bei den Arbeitsämtern sich zahlreiche Personen in die Listen haben aufnehmcn lassen, die früher wegen der Aussichtslosigkeit, Arbeit zu erhalten, sich nicht gemeldet hatten. 227150 257083 277369 297458 322944 350219 386047 Steuern und Abgaben mit sofortiger Wirkung abbauen, wenn die Ausweitung der Produktion die Steuern und Zolleinnahmen sichert, die als Derwaltungskosten unbedingt notwendig sind. Arbeit und Brot für alle! Diesem Ziel gilt der Einsatz aller Mittel, diesem Ziel steuert die Reichsregierung mit aller Tatkraft zu, das neue Deutschland will Frieden und Freiheit, will vor allem einen Ausgleich der sozialen und politischen Gegensätze. Annahme von Anzeig«« für die Zogesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re« Klameanieigen von 70mm Breite 35 Neichspfennig, Platzvorschrift 20u , mehr. Thefredaltteur Dr. Friede. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.Thyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein undfürdenAn« zeigenteil i.D. Th. Kümmel sämtlich in ißiehrt ö.riWsl 1933 Hebung wurden ©etoinne !. gezogen 12093 14443 285224 348228 28519 28994 100360 597 24313 25487 55880 112990 114021 156807 »031 335168 358409 195369 219702 248529 270941 297114 315478 349178 385314 kann der Wiederaufstieg nicht mit Siebenmeilen- stiefeln vor sich gehen. Die Reichsregierung kann nicht selbst überall Arbeit vermitteln, sie kann nur anregen, sowie die Hindernisse wegräumen, die den Wagemut drosseln oder die Anterneh- mungslust dämpfen. Die Reichsregierung, die von parlamentarischen und parteipolitischen Einflüssen nicht mehr abhängig ist, wird schnell handeln, wenn die wirtschaftliche und die soziale Entwicklung dies einigermaßen zuläht. So kann sie Berlin, 10. Aug. (TU.) Von der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung wird berichtet: Ueber den gegenwärtigen Stand der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und die weiter zu ergreifenden Maßnahmen fand am vergangenen Dienstag unter dem Vorsitz des Präsidenten der Reichsanstalt eine Besprechung statt, an welcher sämtliche Präsidenten der Landesarbeitsämter teilnahmen. Die Reichsanstalt zielt weniger dahin, für den Sommer einzelne Teilbezirke frei von Arbeitslosen zu stellen, vielmehr wird eine organische Entwicklung angestrebt, welche auf längere Sicht arbeitet und insbesondere Rückschläge im Winter vermeiden will. Hierzu dienen die von der Reichsregierung durchgeführten großen Arbeitsbeschaffungs- Maßnahmen, der verstärkte Einsatz von Rot- sta n d s a rb e i t e n und die L a n d h i l f e. Wich- ""Häftlinge der Beamten. 10. Aug. (WTB.) Von dem staats« Stuckart im preußischen Kultus- Oie Pläne -er Reichsanstalt -mens „Reichsautobahne n". Ausscheiden Silverbergs. Berlin, 10. Aug. (ERB.) Wie wir hören, 2r. Siloerberg sein Mandat als Mitglied Oer Kampf um Arbeit und Brot für alle. Erhebliche Besserungen auf dem Arbeitsmarkt und in den Schlüsselindustrien Erschein« tägltd), autzei Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monals-Bezngsprets: Mit 4 ‘Beilagen RM.l.Sb Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. . -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Hernfprechanschliisse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Sieben. Postscheckkonto: Sranffuri am Main 11686. .. in der zweiten Jplihälfte fast 400 000 Krisenopfer wieder in den Wirtschaftsprozeh eingereiht wurden, ist schon eine Meldung von vorgestern. Inzwischen ist die A r b e i t s - «Mm auszug ibisch-Eübbeulsihr staals-L-llme Nachdruck oerbofen 1702 7915 10779 24601 7 50577 53848 55638 17 80715 83059 85198 ----- 141011 142588 jjywfis S b ss ® )0d oooöö HßnR1 112246 114446 1'6261 IS s « Unser Schaubild zeigt das Absinken der Arbeitslosenzahl in Deutschland, das jetzt infolge der Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der Reichsregierung zu einer deutlichen Entlastung des Arbeitsmarktes geführt hat. Nicht nur die Zahl der Hauptunterstut- zungsberechtigten ist erheblich zurückgegangen, sondern auch die der Krisen- und Wohlfahrtsunterstütz- Worms abhielt und an dem der Reformator Martin Luther teilnahm. Luther wurde nach Beendigung der denkwürdigen Sitzung, so heißt es in der Schil- derung, vom Reichsherold aus dem Saal geführt. Draußen drängte sich die Menge. Alle grüßten vor Freude und hoben die Arme mit ausgespreizten Händen, wie es damals die Deutschen zum Zeichen des Sieges beim Lanzenbrechen zu tun pflegten. Oer Skandal im Mitteldeutschen Rundfunk. Berlin, 10. Aug. (WTB.) Bei den Enthüllungen über die Derwirtschaftung von Hörergeldern und die Korruptionsaffären im alten Sy st e m - R u n d f un k hat besonders die skandalöse Mißwirtschaft beim Mitteldeutschen Rundfunk in Leipzig die Öffentlichkeit erregt. Wie jetzt bekannt wird, war der schwer belastete ehemalige kaufmännische Direktor des Leipziger Rundfunk, Dr. Kohl, um sich der Verantwortung zu entziehen, geflüchtet. Gestern gelang es, ihn in einem entfernt gelegenen Ort an der deutschen Grenze aufzufinden. Dr. Kohl wurde sofort in Schutzhaft genommen. Gegen den Intendanten der Mitteldeutschen Rundfunkgesellschaft Prof. Dr. R e u b e ck und gegen deren Geschäftsführer Dr. Kohl, sowie gegen die beteiligten Berliner Herren ist ein Strafverfahren wegen gemeinschaftlicher An treue eingeleitet worden. Die beiden Leipziger Beteiligten, dir sich in Polizeihaft befinden, bestreiten, öffentliche Gelder zu unsachlichen Ausgaben verwandt zu haben. Dr. Kohl befand sich in Oberstdorf im Allgäu. Reichswirtschafismimster und Geldinstitute. Berlin, 10. Aug. (ERB.) Der Reichswirtschaftsminister hat an den Leiter der Beamtenabteilung bei der Reichsleitung der RSDAP. und Führer des Deutschen Beamten- bundes Hermann Reef ein Schreiben gerichtet, in dem er Bezug nimmt auf einen Vortrag Reefs bei einer Beamtentagung in Schwerin am 3. Aug. Reef hatte bei dieser Kundgebung eine Um- gestaltung der Beamtenbanken in Spar- und Darlehnskassen mit einem zentralen Reichsinstitut gefordert, das alle überschüssigen Liquiditätsreserven sammeln soll, um sie der öffentlichen Hand zur Verfügung zu stellen und sie planvoll in die Wirtschaft zu lenken. Der Minister erhebt gegen eine derartige ilmgcftal- tung Einspruch und erklärt sich gegen eine Zersplitterung und Aufblähung des Kreditapparates durch die Reuschaffung von berufsständischen oder Branchcbanken. Da die Bankenenquete im Gange sei, müsse die Schaffung einer Deutschen Beamten-Spar- und Darlehnskasse, die mit Einlagerung von Geldern in größerem Ausmaße verbunden wäre, nur zu Störungen in der Geldwirtschaft führen. Beschlüsse -es Reichsbahn -Verwattungsrais Neuregelung der Gehälter der leitenden Beamten. — Lohn und Arbeitsbedingungen im Geiste der neuen Zeit. Berlin, 10. Aug. (WTB.) DerVerwal» tungsrat der Deutschen Reichsbahn- gese lisch oft trat heute zu einer außerordentlichen Tagung zusammen. 3m Vordergründe der Beratung standen Personalfragen und der Ausbau des von der Reichsbahn zu errichtenden Unternehmens „Reichsautobohnen". Der Verwaltungsrat beschäftigte sich mit der »ukünftiaen Personalpolitik, insbesondere mit der Behandlung der nichtarischen und der politisch unzuverlässigen Beamten. 3n der Frage der Gehälter der leitenden Beamten wurde in Anpassung an die Desoldungssähe der Reichsbesoldungsordnung eine Neuregelung vorgesehen, die auch als Maßstab dienen soll für die Leiter der Rebenbetriebe und Tochtergesellschaften der Reichsbahn. Auf dem Gebiete der Lohn-und Arbeitsbedingungen soll die Hauptverwaltung in eine Heberprüfung der bestehenden Verhältnisse im Geiste der neuen Zeit eintreten, sobald die Grundgedanken der neuen Sozialordnung im Reich seststehcn. Reichsbahnoberrat G o l I w i tz e r wird mit der kommissarischen Leitung der Reichsbahndirektion Nürnberg betraut. Der Verwaltungsrat genehmigte folgende Ernennungen zu Reichsbahndirek- tionspräsidenten zum 1. September 1933: für Frankfurt a. M. Reichsbahndirektor Dr. Steuernagel, für Köln Reichsbahnoberrat Dr. Remy, für Ludwigshafen Reichsbahndirek- tor Angerer, für Mainz Direktor bei der Reichsbahn Dr.' Goudefroy. Der Verwaltungsrat gab seine Zustimmung zu 3cm Entwurf für die Satzungen des Anterneh- achtviehmarkt. Lg- Auftrieb: b Schafe, 891 Lchweine. b/ste Mch. und "! m‘Wete Mast, und nngeie Saugkälber 24 l8 bis 23.-S$flfe; ilere Schafe 20 bis 23. ige Schweine von etwa wdgewicht 39 bis 42 "" bis 42,50, flei- 1 120 bis 160 Mnd rÜberlauf: Mer chafe langsam, geräumt- erkauft. schlacht weiter gegangen, find abermals Zehntaufende von Krisenopfern vom Arbeitsmarkt abgezogen worden, um das nächste Ziel zu erreichen, nämlich die Senkung der Ar - beitslofenziffer aus vier Millionen gegen Ende August. Halten wir uns nicht zuerst daran, daß in den Gebieten mit vorwiegend landwirtschaftlicher Tätigkeit die Arbeitslosigkeit ganz beseitigt werden konnte, halten wir uns vielmehr vor allem daran, daß die industrielle Produktion in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent gestiegen ist. Halten wir uns Leiter daran, daß die Reichsbank den Geldmarkt sicher und zuverlässig beherrscht, sowie endlich daran, daß die Reichsbahn eine ununterbrochene Steigerung des Güterverkehrs hat feststellen können. Wir wollen in der großen Arbeitsschlacht. daß alle Krisenopfer, die zu einer Arbeitsstelle zurückkehren können, dauernd Arbeit und Brot finden. Für das neue Deutschland soll und muß die Arbeitslosigkeit ein Schreckgespenst der Vergangenheit fein. Der eigentliche Gefahrenherd der Arbeitslosigkeit liegt in den Großstädten und in den Fndu- Sriegedieten. Wenn im Krisenjahr 1932 die usnutzung des industriellen Produktionsapparates nicht viel mehr als 50 v. H. der Konjunkturjahre betragen hat, wenn die Kurzarbeit zu einer sozialen Geißel geworden war, jo zeigt das klar und deutlich, welch schwere Aufgabe die Regierung Hitler übernommen hatte. Wir können den industriellen Produktionsapparat nicht einfach wieder ankurbeln, denn unter dem Druck der internationalen Wirtschaftskrise kommt es nicht allein auf die Erzeugung, sondern vielmehr auf Absatzmärkte an. Wir können aber auch nicht warten, bis die internationale Krise in eine neue Konjunktur umschlägt, denn das kann angesichts des Widerstreits der wirtschaftlichen und politischen Belange noch Jahre dauern. Um den Krisenopfern in Deutschland Arbeit und Brot zu schaffen, unabhängig von den Wechselfällen der internationalen Krise, müssen wir neue Wege gehen. Alle Arbeitsmöglichkeiten im deutschen Levensraum müssen ausgeschöpft werden, wobei immer wieder berücksichtigt werden muß, daß der produktive Wert dieser Arbeiten auf lange Zeit hinaus gesichert und gegeben ist. Planmäßig greifen die Maßnahmen der Reichsregierung ineinander im Sinne einer gegenseitigen Ergänzung. Wenn die Wirtschaft aufgefordert wird, für die technische Ueberholung des Betriebes zu sorgen, also neue Maschinen zu bestellen, sowie die Betriebsgebäude instandzusetzen, so dient das zunächst der Entlastung des Arbeitsmarktes, ist darüber hinaus aber auch eine Vorsorge für den Wiederaufstieg der internationalen Konjunktur. Da viele sich daran gewöhnt haben, die Fortschritte der Arbeitsschlacht nur darin zu sehen, daß die Zahl der Krisenopfer sinkt, wird wenig oder gar nicht daraus geachtet, daß diese Fortschritte sich noch durch andere Tatsachen feststel- len lassen. Hierzu rechnen die wachsenden Förderungs ziffern der Schlüsselindu- strien, also das Kohlenbergbaus und der Schwereisenindustrie. Rach dem Tiefstand der deutschen Wirtschaft um die Jahreswende 1932 33, der sich darin ausdrückt, daß die industrielle Produktion mengenmäßig nicht viel größer war, als die um die Jahrhundertwende, also zu einer Zeit, in der der deutsche Lebensraum größer, die Volkszahl aber geringer war, Staatsdienst ist zur A m t s d e r j über das, was amtlich zu seiner verpflichtet. Es geht nicht an, daß solche Angelegenheiten mündlich oder schriftlich an dritte Personen mitgeteilt ober gar öffentlich (Vortrag, Rundfunk, Presse) bekanntgegeben werden. Diese Pflicht neuen Volkslebens muß sich natürlich ein neues Kulturleben anbahnen. Die ganze Werbekraft der nationalsozialistischen Bewegung, der gesamte Apparat des neuen Staates wird für diese große Aufgabe eingesetzt werden. Als Zusammenfassung dieses großen Einsatzes wurde jetzt die Zentral st eile für geiftigen 2111 i d i s m u s beim Reichspropagandaministerium eingerichtet, und zwar bei der von Ministerialrat Horst Dreßler-Andreß geleiteten Hauptabiei- lung III (Rundfunk). Die Zentralstelle für geistigen Aktivismus hat im kommenden Winter vor allem die eine Aufgabe, die jungen deutschen Äulturkräfte aufzusuchen, aufzuzeigen und dem großen Ganzen dienstbar zu machen. Pflicht zur Amtsverschwiegenheit tig sind daneben die Bestrebungen der Arbeitgeber, durch sachgemäße Durchprüfung der Betriebe auf Doppelverdiener und unzulässige Frauenarbeit, durch Bekämpfung der Schwarzarbeit, Arbeitsplätze insbesondere für die langfristig Erwerbslofen und sozialbedürftigen Volksgenossen freizumachen. Es kam allgemein zum Ausdruck, daß alle diese Bemühungen von einer weit größeren Wirksamkeit als früher sind, weil seit Bestehen der neuen Regierung ein Anwachsen des allge- meinen Vertrauens feftzustellen ist und darüber hinaus sich in weiten Kreisen der Bevölkerung ein begeisterungsooller Opferwille zeigt. Angesichts dieser von der Regierung geweckten Kräfte sprach der Präsident der Reichsanstalt die Erwar. tung aus, daß die Zahl der statistisch erfaßten Ar- beitslosen, die im Februar mehr als sechs Millionen betrug, Ende September die Vierrnillio - nengren je erreichen wird. Die Anstrengungen und Angestellten ob. Verstöße gegen die Pflicht zur Amtsoerichwiegenheit sind nicht nur mit dem Wesen eines sauberen, pflichtbewußten Beamtentums unvereinbar, sondern müssen auch mit aller Strenge geahndet werden." Ferner ist in dem Erlaß den Beamten und Angestellten jede Mitwirkung bei Mitteilungen statistischen Materials über schuloerhältnisse und die unbefugte Bekanntgabe amtlicher Schriftstücke an Privatpersonen und sonstige Stellen außerhalb der Staats» und Reichsverwaltung untersagt, es sei denn, daß eine Ermächtigung hierzu vorliegt. Schließlich wird in dem Erlaß noch darauf hinge- wiesen, daß nach den Bestimmungen der Zivil- und Strafprozeßordnung Beamte, auch wenn sie nicht mehr im Dienst sind, der Genehmigung der Vorgesetzten oder auch der ihnen zuletzt vorgesetzt gewesenen Dienstbehörde bedürfen zur Vernehmung als Zeugen ober Sachverständige über Umstände, auf welche sich ihre Pflicht zur Amtsverschwiegenheit bezieht. Oer Hitler-Gruß als deutscher Gruß B e r l i n, 10. Aug. (ERB.) Der H i t l e r - G r u h hat sich in ben letzten Wochen als beutscher Gruß im Bewußtsein bes gesamten beutschen Volkes durchgesetzt. Es kann dabei, so schreibt die „Nationalsozialistische Parteikorrespondenz", nicht oft genug betont weden, daß der Hitler-Gruß in der Tat auf die alten deutschen Grußformen zurückgeht und keinesfalls eine Nachahmung aus- ländischer Grußformen darstellt. Von den zahlreichen historischen Belegen für diese Tatfache sei im folgenden nur einer herausgegriffen. Das Werk „Die Reformation" von Fllgenstein enthält eine Schilderung des Reichstages, den Kaiser Karl V. 1521 zu Werwaltungsrats der Deutschen Reichsbahngesellschaft niedergelegt. Richtlinien zum Veichsbeamtengeseh. Berlin, 10. Aug. (WTB.) Das Reichsgesctz» Blatt vorn 9. August veröffentlicht Richtlinien 43779 '^S 203546 2366tt 2« Ä 313196 gg S 13176 «j» 67206 ff« ® s Mtz HW ? SÄ w D.rbt*nlu|,30«), 2 zu le75000,‘ 0, 6 zu 1,10000, <8 ^ e ovv, der Landesarbeitsämter unb Arbeitsämter müßten jedoch ganz besonders darauf gerichtet fein, diese Zahl auch imWinternichtwesentlichan- wachsen zu lassen. Jlotrocnbig ist zur Erreichung dieses Zieles u. tu ein Linwirken auf die von der Saison beeinflußten Wirtschaftsbetriebe, vor allen Dingen ein Appell an die Landwirtschaft, im Interesse der Gesamtheit in diesem Winter möglichst viele ihrer Arbeitskräfte einschließlich der Landhelfer weiter zu beschäftigen. Das Durch halt en dieser Arbeiter in den Wintermonaten ist die b e st e W i n ter h . l f e der Landwirtschaft. Im Baugewerbe muß dahin gestrebt werden die winterliche Arbeitsruhe auf die Zeit des strengen Frostes zu beschränken und durch geeignete Son^rmaßnahmen die Fortführung ber Arbeiten auch in ben Wintermonaten sicherzustellen. Ser AalionalsozialismuS hat dieMalive. Erklärungen des Oberpräsidenten und Gauleiters Kube. Berlin, 10. Aug. (TU.) Im preußischen Lan- deshaus ber NSDAP, machte der Oberprasident Der Provinzen Brandenburg und Grenzmark Posen Westpreußen, Gauleiter K u b e, vor einem geladenen Kreis von Führern der NSDAP, und Industriellen und Gewerbetreibenden bemerkenswerte Ausführungen über den Kampf gegen die Arbeitslosigkeit. Er erklärte zunächst, daß nach dem Willen des Führers, der auch in den letzten Besprechungen in Berchtesgaden und München wieder sehr deutlich jum Ausdruck gekommen sei, die Initiative für alles, was auf diesem Gebiet zu geschehen habe, in der Provinz und im Staat als solchen nach wie vor beim Nationalsozialismus liege. Kompetenzfragen könnten nicht mehr auftauchen. Der Nationalsozialismus sei das Maßgebende. Die übrigen Faktoren seien lediglich Ausfluß der Staatsgewalt und hätten sich in ihrer Arbeit einzig und allein darauf zu vereinigen, daß sie dem Volke helfen. Die erste der von dem Führer in seiner Rede in Berchtesgaden erwähnten drei Etappen sei jetzt im Gange. Der z w e i t e V o r- st o ß gegen die Arbeitslosigkeit habe als Ziel, die Arbeitslosenziffer trotz des Winters auf dem erreichten Stand zu erhalten. Wenn das gelinge, so bedeute das nicht bloß ein gewaltiges moralisches, sondern auch ein gewaltiges politisches Plus gegenüber allen anderen Ländern Europas. Es bedeute auch eine weitere Stärkung und naturgemäß eine Entlastung an Unterstützungen an Arbeitslose usw. Der dritte Vorstoß gegen die Arbeitslosigkeit solle erst nach Beendigung des Winters beginnen. Hierbei habe der Führer vor, der Arbeitslosigkeit durch ganz große Projekte endgültig zu Leibe zu gehen. Es sei der Wille des Führers, daß man sich von allen bürokratischen Erwägungen und Bedenken freimache. K u b e erklärte zum Schluß, daß er als Gauleiter gewillt sei, rücksichtslos ohne weiteres durchzugrei- fen, wenn irgendwelche Kompetenzkonflikte entstehen sollten. Nicht nur die p r e u ß i s ch e Regierung, sondern auch die Reichsregierung stünden auf diesem Standpunkt, vor allem auch ber Reichskanzler selbst. Es würde als Sabotage des Willens des Reichskanzlers empfunden werden, wenn irgendwie unnötige Kompetenzkonflikte erhoben würden. Enteignung zur Beschaffung von Arbeitsgelegenheit. in bar erisches Gesetz. München, 10. Aug. (WTB.) Das bayerische Gesamtministerium hat ein Gesetz beschlossen, nach dem zur Beschaffung von Arbeitsgelegenheit Die Enteignung gegen volle Entschädigung zulässig ist. Der Enteignung unterliegen Grundstücke, bewegliche Gegenstände und Rechte aller Art. Die Enteignung ist nur zulässig, wenn die Durchführung des Unternehmens im öffentlichen Interesse liegt. lieber bie Zulässigkeit der Enteignung beschließt das Gesa m t m i n i st e r i u m auf Antrag des Staatsministeriums des Innern. Hat das Gesomtministe- rium bie Enteignung für zulässig erklärt, so wirb das Staatsministerium bes Innern die zur Ent- scheidung über die Abtretungsfrage oder über das Zwangsabtretungsverfahren für bas gesamte Unternehmen zuständige Bezirksverwaltungsbehörde bestimmen. Das Verfahren dieses Gesetzes kann auch bei ben im Zwangsabtretungsgesetz unb sonstigen Gesetzen vorgesehenen Enteignungsfällen angewendet werden, wenn Rücksichten der 21 r b e i t 5 b e = schaffung die beschleunigte Durchführung des Enteignungsoerfahrens erfordern. Das Gesetz tritt mit seiner Verkündung in Kraft. Ehrentafeln und Ehrenurkunden für Arbeitsbeschaffung Hannover, 10. Aug. (TU.) Der Beauftragte der Landespropagandastelle Niedersachsens für bie Stabt Hannover, Senator Schwager, erläßt einen Aufruf an bie Bevölkerung Hannovers, in bem es u. a. heißt: „Die NSDAP, wirb in allen hannoverschen Zeitungen wöchentlich eine Ehrentafel berjenigen Unternehmer veröffentlichen, bie im Kampfe für Arbeit unb Brot ihre Pflicht getan haben, unb bie Einstellungen in biefer Ehrentafel bekanntgeben. Außerbem werben bie Unternehmer, bie ben Nachweis erbracht haben, baß sie die Angestellten mindestens bis zum 1. Mai 1934 beschäftigen werden, hierüber eine Ehrenurkunde der NSDAP, bekommen." Ausbau der deutschen Heringsflotte. Hamburg, 10. Aug. (WTB.) Don ber Reichsregierung finb bekanntlich im Rahmen bes Arbeits- befchaffungsprogramms für die Vergrößerung der deutschen Heringsflotte 3 Millionen Reichsmark zur Verfügung gestellt worden. Wie die Deutsche Herings-Handelsgesellschaft mitteilt, können für bie(en Betraa 22 bis 24 Schiffe gebaut werden. Die Neubauten werden im nächsten Frühjahr fertiggestellt sein und sich wahrscheinlich auf folgende Plätze verteilen: Emden 9 bis 10, Vegesack 9 bis 10 und Lehr 4 Schiffe. Zur Zeit setzt sich bie deutsche Heringsflotte aus 148 Schiffen zusammen, die sämtlich beschäftigt sind. Oie Durchführung öffentlicher Notffanvsarbeiten Berlin, 11. Aug. (Sil.) Der Reichsarbeitsminister weist in einem Erlaß an die Reichsanstalt darauf hin, daß zwar auch bei dem neuen Rrbeitsbeschafsungsprogramm, dem sog. Reinhardt-Programm, die Vorschriften über öffentliche Rotstandsarbeiten gelten. Cs sei aber zur Vereinfachung der Durchführung des Programms notwendig, daß auch bei denjenigen Ar- beiten, die als öffentliche Rotftandsar- beiten durchgeführt werden, von der Festsetzung einer Mindestzahl für die Heranziehung von Empfängern der Arbeitslosenunterstützung und Krisen- unterstühung abgesehen und die Grundförderung aus Reichsmitteln für alle bisherigen Unter» stühungsempfänger einheitlich gewahrt werde. Die Reichsanstalt wird ermächtigt, die Grundför- oerung auch für die bei diesen Arbeiten beschäftigten Wohlfahrtserwerbslosen zu zahlen. Der Präsident der Reichsanstalt weist zur Durchführung des Reinhardt-Programmes die Arbeitsämter darauf hin, daß eine Erweiterung des Kreises der mit Arbeitswechseln zu finanzierenden Arbeiten zunächst nicht vorgesehen ist. Strahenbauarbeiten sind jedenfalls bis- Freundschaften unter Deren. Don Paul Eipper Dackel unb Löwe. Daß sich ein schwarzer Dackelhund Nacht um Nacht zwischen ben Vorberpranken einer ausgewachsenen Löwin sein Schlaflager zurecht macht, kommt gewiß nicht häufig vor. Manchmal klettert jener kleine Hund gar auf ben Rücken ber gewaltigen Raubkatze; bann nämlich, wenn er sich die Umwelt etwas besser beschauen will, als er es von seinem Standpunkt aus (bem ber vier krummen, niebrigen Beine) aus tun könnte. Unb wenn bie Löwin nicht still hält, knurrt ber Teckel; es gibt dabei sogar ab unb zu etwas wie ein „Am-Ohr-Zupfen". Man kann bie Wahrheit dieser Geschichte, die Wirklichkeit ber Tierfreundschaft, im Leipziger Zoo jeberzeit nachprüfen. Dort lebt das ungleiche Tierpaar; im gleichen Raubtierhaus übrigens, in dem ich vor vielen Jahren einen noch etwas groteskeren Fall von Verträglichkeit sah: bas Gemeinschaftsleben eines ausgewachsenen Berberlöwen unb eines Zwergspitzes. Dieser kleine Spitz war ebenso nervös wie tyrannisch. Er konnte es nicht leiden, wenn sein Stubenkamerab auf unb ab lief, aus Langerweile ober ber besseren Verdauung wegen. Sofort bellte er, schrill unb laut, tänzelte zwischen ben Beinen des „Wüstenkönigs" hindurch, so daß ihn bie schwarze Bauchmähne streifte, und wenn alles Schimpfen nichts nützte, bann sprang ber freche Köter mit einem geschickten Satz hoch und — biß ben Löwen in bie Nase. Der Große Herr legte sein Gesicht in Falten, zeigte seine Zähne — Verlegenheit ober Abwehr? — schüttelte ben Kopf unb ließ sich langsam zu Boden nieberplumpfen. Ich habe das wohl fünfzigmal beobachtet; nie setzte sich der Löwe zur Wehr, nie tat er bem Spitzerhund etwas zuleide. Im übrigen Hausen auch „Fuchs unb Katz" ein- trächtiglich im Leipziger Zoo, schlafen eng anein- ander gekuschelt unb fressen meist aus einem Napf. Sympathie unter Heren. Beweisen diese Fälle nun bie Möglichkeit von Seelenfreundschaften, von Liede zwischen artver- schiedenen, ja gegensätzlichen Tieren? Ich wage nicht, ein Urteil zu fällen. Möglich, baß es sich nur um Gewöhnung von Jugend an handelt; vielleicht hat jene Leipziger Katze beim Füchslein Ammendienste geleistet, als es noch ganz klein war; vielleicht ist ber schwarze Dackelhund eine Hündin, die einst das Löwenbaby säugte. Aber ich weiß aus jahrzehntelangem Umgang mit Tieren, daß es theoretisch überhaupt keine Gr^ize für bas Zusammenaewäbn-v ynoter arundverfwie- denen Tiere gibt. Wenn bie Umstände (Alter, Raum unb Fütterungsverhältnisse) günstig finb, wenn ber betreffend Mensch genügend Geduld hat, kann Erbfeind mit Erbfeind friedlich zusammenyewöhnt werden. Nur eine Kleinigkeit ist unerläßlich, die Sympathie vom einen Lebewesen zum andern! Ich glaube, unter den vielen Irrtümern der Tier- ergrünöung, die wir Menschen uns zuschulden kommen lassen, ist keiner so schlimm, wie das „in Bausch und Bogen Abtun". Es gibt keine „nur" bösen Tiere, so wie es keine garantiert gutmütigen gibt. Selbst ein für die Vitrine reifer, überzüchteter Luxus- Schoßhund hat zuweilen schlechte Laune. Warum soll es im Tierreich anders sein als bei uns Menschen? Hier wie dort ist das Fluidum von der reinen Kreatur zur anderen maßgebend; auf bas Einzelwesen kommt es an, nicht auf die Gattung, die Art. Senta unb ber Kanari. Mein Kanarienvogel Johannes fliegt frei im Haus umher. Manchmal huscht er gar durchs offene Fenster hinaus in den Wald, kommt aber bald recht „verdattert" wieder zurück; weil ihm bie Spatzen unb bie Meisen zu frech finb unb ungezogen hinter ihm drein schimpfen, flattert er zeternd durch unser Eßzimmer unb läßt seine Empörung an der guten Senta aus, der großen gelben Dogge. Er macht einen richtigen Girlandenflug um ihr schweres Haupt, und sie, die sonst böse unb sicher nach jeder Fliege schnappt, läßt sich die Aufregung des Johannes ruhig gefallen. Sie weiß, daß meine Frau den Kanari mag, unb um keine Köstlichkeit der Welt würde Senta ihrer „Herrin" einen Schmerz zufügen; denn diese Herrin ist ja Sentas innig geliebter Freund! Ich sehe es kommen, daß der Vogel demnächst auf unserem Hund spazieren reitet, so wie die Reiher auf den afrikanischen Elefanten. Allerdings, zunächst ist Senta noch ein wenig schreckhaft dem Vogel gegenüber; denn sie kennt ihn erst ein halbes Jahr. Wenn Johannes in der Aloe des Wintergartens aufgebaumt ist unb Senta neugierig ihre schwarze Nase heranschiebt, weil der gelbe Fleck im grünen Blätterwerk ihr auffällt, bann braucht Johannes nur die Febern zu sträuben: schon fährt Senta entsetzt zurück, wartet gar nicht erst bas zeternde Schilpen ab, sondern verkriecht sich mit dem Recht des Stärkeren (oder bes Klügeren?) unter bem Tilch. Aber wir wollen uns in einem Jahr wieder sprechen; ich glaube, mein beiden Haustiere werden „ein Herz und eine Seele". Steinheim, al erscheinen. Als eine auch hier fest sozialistische ' ernführers ui Bauernschaft Langen, statt Führer wurd Langen beruf seiner etwa \ der gesamten völkerung Lai arbeitet im l Dienste restlos Hlif dieser 1 große [anbroh in der Firmen gens au8 Hesse, Sabritate jur I Landwirtschaft l xwng bet Aussst öl Sn diesem 2 lands, und i Welt für Iah den Bestand t gen alle QRäd Der Kamps js wieder in Ark Ungeheures Deutschlands I uns noch zu bahnt, gjgantij Dazu braucht c Opfer. Auch; went, ein ©tiei Z'"eröie d< ^bar-st dein verbunden. Mmm die beschafsung" £ ^gen aufgel fcta neUer ZEten Loszttb bei der scheidet. Denn gewinnen! m W ^ue Scö&rif, h*nec W »^5. ZZK >“n9 flefunben. Departements in foZ ^ch°n tnar B0Ä enthalten. 3m (SegenteÜ bi5l|er noch fÜTrf JPatere Revier. Hi nochmals avsdrück- DOn einem tödlichen Mbe,ränbet * er bei ltiar|eille gelandet, rerkenslieger Codas und ^ugzeug „Le W am ' au dem Flugplatz Mari- andet. Die Bevöllerung Merten Empfang. -usiug Losyas' erst im hr 1934. Piccards Mitarbeiter, des Ballons von Piccard nächstes Frühjahr ver- die mbeitskabine in der rten Beiwerjung der Tür- n Ueberholung bedars, die ruch nehmen wird. maske erfunden. ; Herold" meldet, daß eine chaftler eine Gasmaske ötunbe lang gegen das gas, bas log. Pfes'fer- ie Tlallenberftellung der tonnen. Chemikern anbe- ur gelungen, die W Minuten Men die Wir« mmun zu machen. einer L^pioswn. ;n) ist eine Dampslokomo. t Trümmer der Maschine z von etwa 100 Schritten Toten beträgt fünf, Die ten neun. Eine gsM itern wurde leicht verletzt- tarf. dah sie aus eine 6nl- meter vernommen werden ^f: j ^Unst Blümichein nel^i'm. beliebt gewordenen MM «M-r UkSASL ”e? 6p»« 7J® L-ZZSs !d°r =* t' .Lxte W W« '“JtÄe «ui »SSrL» ■ISSAfS simra* b,.®er (tumn«n.ab“ ? * Si •SS-* «s$. =s*tf n d Ziehung viertel' e Porto/.M legcnP?®i(fcu®'Jc LenN MS'u-^Aeu. est; es un& 2e,S®Iuin qinfu’’ Kinder.. a pod ““ A Li» *«« M-s ultp. Nationalsozialistischer Vauernlag Langen. 9n den Tagen vom Samstag, 19. August bis Montag, 21. August, findet in Langen die diesjährige . große Bauerntagung statt. Sie wird begangen und gefeiert im Sinne des Gedankens der deutschen Volksgemeinschaft. Dieser erste große nationalsozio. listische Bauerntag in der Provinz Starkenburg, der eine Kundgebung aller hessischen und hessen-nassaui- schen Bauern werden soll, ist verbunden mit dem 50- jährigen Stadtjubtläum der Stadt Langen. Die ganze Veranstaltung steht unter der Schirm- Herrschaft des Reichsslatthalters und Gauleiter, Sprenger, Jranffurt, der auch bereits (ein Erscheinen zu dieser Tagung zugesagt hat. 3n den letzten Jahren wurde diese Veranstaltung regelmäßig durch den Starkenburger Junglandbund •n den verschiedensten größeren Städten und Land, orten der Provinz Starkenburg veranstaltet und bil- dete immer eine Massenkundgebung der bäuerlichen Bevölkerung. Zum großen Teil waren es Not- und Protestkundgebungen. In diesem Jahre soll es eine Vertrauenskundgebung Der bauerlid)en Bevölkerung zu ihren Reichs- und hessischen Führern sein. Eine neue Zeitwende ist angebrochen und hier will auch das Landvolk seinen Führern bekunden, daß es fest hinter ihnen steht und wieder mit Vertrauen in die Zukunft blickt. Deshalb werden auch auf der Tagung die ersten Vertreter und Führer der hessischen Landwirtschaft sprechen. Der Landesbauernführer Staatskommissar Dr. Wagner und sein Stellvertreter der Ras- säuische Bauernführer Landesobmann Metz haben ihr Erscheinen bestimmt zugesagt und werden auf der großen Tagung am Sonntag Ansprachen an b i e Festteilnehmer halten. Als eine Einladung dem Bauernfreund, dem hessischen Minister- Präsident Professor Dr. W e r n e r zu dieser Tagung vor einigen lagen übermittelt wurde, erklärte er: „Selbstverständlich komme ich gerne zu diesem Bauern,ag. Do hessische Bauern zusammenkommen, da muh auch ich dabei sein." Auch die Führer der Hessischen Bauernschaft Landes- vorsitzender Dr. von HeImo11, Niederwöllstadt, und Landtagsabgeordneter Seipel, Fauerbach, werden an der Tagung teilnehmen. Ebenso wird der Führer des Junglandbundes Robert Schmidt, Steinheim, als Vertreter der bäuerlichen Jugend erscheinen. Als eine besonders erfreuliche Tatsache sei auch hier feftqeftellt, dah dieser große national- sozialistische Bauerntag im Heimatort des Bau- ernführers und Provinzialführers der Hessischen Bauernschaft Landtagsabgeordneter Göckel, Langen, stattfindet. Als langjähriger politischer Führer wurde er zum Bürgermeister der Stadt Langen berufen und genießt bereits heute nach seiner etwa ^jährigen Tätigkeit das Vertrauen der gesamten bäuerlichen und städtischen Bevölkerung Langens, die seine und seiner Mitarbeiter im Ontereffe der Gemeinde geleisteten Dienste restlos anerkennen. Blif dieser Bauern,agung ist gleichzeilig eine große landwirtschaftliche Ausstellung verbunden, in der Firmen aus der weiteren Umgebung Langens auS Hessen und Hessen-Rassau Waren und Fabrikate zur Ausstellung bringen, die in der Landwirtschaft Verwendung finden. Die Eröffnung der Ausstellung und damit auch der De- grnn der Veranstaltung ist auf Samstagmittag 12 Uhr festgesetzt. Am Nachmittag des gleichen Tages finden bereits die Vorprüfungen und Wettkämpfe der ländlichen Reit- und Fahr- abteilungen statt, da mit der ganzen Veranstal- tung auch ein großes landwirtschaftliches Reit- und Fahrturnier verbunden ist. Am Samstagabend findet unter Mitwirkung der örtlichen Vereine (Turn- und Gesangvereine) ein großer Begrühungsabend statt im Hauptsestzelt auf dem Festplah. Das Festzelt bietet für zirka 5000 Personen Platz und wird bewirtschaftet von dem bekannten Brauereibesiher Enders aus Dieburg. Auch ein großer Rummelplatz ist auf dem Festplatz vorhanden. Außerdem ist eine große Tanzfläche errichtet, so daß also auch die Jugend zu ihrem Recht kommt. Der Sonntag wird durch ein großes Wecken eingeleitet. 3m Laufe des Vormittags ist Festgottesdienst mit Gefallenenehrung. Um 1 Uhr stellt sich ein F e st z u g auf, der durch die Stadt zum Festplah führt. Dann beginnt die die große bäuerliche Kundgebung in der die oben angeführten Führer der Landwirtschaft das Wort ergreifen werden. Anschließend wird bann das Reit- und Fahrturnier fortgesetzt, zu dem auch die Hessische Landespolizei ihre Mitwirkung zugesagt hat. Dieses Reit- und Fahrturnier umfaßt insbesondere ein Jagdspringen, Patrouillenspvingen, sowie ein Schaufahren von Acker- und Kutschwagen. Es stehen wertvolle Preise für die Veranstaltung zur Verfügung, die von Freunden und Gönnern des Reit- und Fahrsportes gestiftet wurden. Den Abschluß dieses Dauemtages bildet eine Veranstaltung am Montag auf dem Festplah bei Konzert und Tanz, die ein großes B r i l- lantseuerwerk beschließt. Der erste nationalsozialistische Dauerntag im neuen Reich! Wer wollte da von der Bevölkerung fehlen? Schon heute werden alle Landwirte und Freunde der Landwirtschaft aufgeforbert, biefen Tag freizuhalten zum Besuch biefer großen Kunb- gebung. Die gesamte SA. aus Langen unb Umgebung hat sich freudig in den Dienst dieser Tagung gestellt und wird insbesondere den Ord- nungs-, Verkehrs- und Kontrolldienst überneh- men. Der Bauernlag steh, im Zeichen des braunen Hemdes und im Gedanken der Träger dieses Ehrenkleides soll er auch begangen werden. Dauern herausI Zeigt durch die Teilnahme an dieser gewaltigen Kundgebung, daß ihr hinter euren Führern steht und bereit seid, mit- zuarbeiten am Ausbau unseres Vaterlandes! Die bäuerlichen Ortsführer haben dafür zu sorgen, daß auch der letzte Dauer aus der Provinz Starkenburg mit seiner Familie zu dieser Tagung erscheint. Für einen Parkplatz für Omnibusse und Fuhrwerke in unmittelbarer Rahe des Festplahes ist Sorge getragen. Es werden auch Sonder- z ü g e eingelegt, da mit einem Massenbesuch zu rechnen ist unb sich bie Stabt Langen auf ben Empfang von 15- bis 20 000 Festgästen schon heute vorbereitet. F. W. Aus der Provinzialhaupistadi. Das Los der Nation. 3n biefem 3ahr wirb sich bas Schicksal Deutschlands, und darüber hinaus das Schicksal der Welt für Jahrhunderte entscheiden. Es geht um den Bestand von Gesetz, Ordnung und Sitte gegen alle Mächte der Zerstörung und Finsternis. Der Kampf ist gewonnen, sobald jeder Deutsche wieder in Arbeit und Brot steht. Ungeheures hat hier der Führer des neuen Deutschlands bereits erreicht. Ungeheures bleibt uns noch zu erringen. Reue Wege sind angebahnt, gigantische Pläne harren ihrer Erfüllung. Dazu braucht es auch dich, deine Bereitschaft, dein Opfer. Auch du bist ein Stein in dem Fundament, ein Glied der Gemeinschaft, darauf Adolf Hitler die deutsche Zukunft bauen will. Unlösbar ist dein Los mit dem von 70 Millionen verbunden. Rimm die „Geldlotterie für Arbeitsbeschaffung", welche bie RSDAP. in biefen Tagen aufgelegt hat, und ihre mit den Zeichen des neuen, aufstrebenden Deutschlands geschmückten Loszettel als ein Symbol! Es ist keine Lotterie, bei der man wagt und wo das Glück -entscheidet. Denn mit diesem Lose kannst du nur gewinnen! Du kannst für dich selbst, für dein kleineres Cigendasein gewinnen, denn nach einem noch nie lagetoefenen Gewinnplan sind 200 000 Mk. der Höchstgewinn auf ein Doppellos, 100 000 Mk. •auf ein Einzellos, und fast dreihunderttausend Gewinne zu 1,5 Millionen Mark werden im ganzen ausgelost. Das ist lockend und gewiß ein herrliches Versprechen. Aber das ist erst das Ge- lingste. Emen unendlich größeren Gewinn trägt jedes einzelne Los. Jede Mark wird hier Arbeit, wird Erde unter dem Spaten, wird Frucht auf dem Acker, wird Stahl in der Fabrik, wird Lachen, Zutrauen und neue Lebenslust auf hunderttausend Gesichtern .feiner Brüder. Und jede Mark kehrt hunderttausendfach zu dir zurück in lebendigen Pulsen der Wirtschaft. Arbeitsämter schließen sich, Arbeiter- Leere marschieren, Wohlstand kehrt mit ihnen ins *®plt zurück, Verdienst für dich, Dahn für deine Rinder. Wer wollte hier nicht Gewinner sein, wer hier richt sein Los an das des großen, mächtigen, verengten Volkes knüpfen? Hessische Personalien. Das Hessische Personalamt gibt be- cinnt: Ernannt wurden: am 28. Juli: der Lehrer cm der Berufsschule zu Lauterbach, Kurt Bogel, zum Rektor an der Volksschule daselbst m. Wkg. D)m Tage des Dienstantritts an; der Oberstudien- r-it an dem Ludwig°Georgs°Gymnasium in Darm- ftibt, Dr. Heinrich Breidenbach, zum Oberstudiendirektor an dem Gymnasium zu Bensheim mit Wirkung vom 16. August 1933 an; am 1.August: der Lehrer Wilhelm Schneider zu Darmstadt zum Rektor an der Volksschule zu Darmstadt mit Wirkung vom 1. August 1933 an. Aus Grund des § 4 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933 (Reichsgesehblatt S-175) wurden aus dem hessischen Staatsdienst entlassen: am 1. Aug.: Der Studienrat an ben Technischen Lehranstalten zu Offenbach a. M. Ernst Wilb; ber Rektor an der Volksschule zu Darmstabt Julius Reiber; der Amtsgehilfe an ber Oberrealschule zu Michelstabt i. Obw., Georg Ernst Weber, sämtlich mit Wirkung vom 1. August 1933 an. 3 n ben Ruhestanb verseht würben auf Rachsuchen: am 28. Juli: ber außerordentliche Professor für Kinberheilkunbe an ber Lanbes- uniDerfität in Gießen, Dr. Hans K o e p p e, Gießen; am 29. Juli: ber orbentliche Professor für Baukunst an ber Technischen Hochschule in Das Los zu einer Mark. Biel Geld für Dich — glückbringende Arbeit für Deine Brüder: — durch die Arbeite, beschaffungslotterie — Lospreis 1 Mark. Darmstabt, Paul Meißner; am 1. August: ber Direktor ber Kunst- unb Gewerbeschule in Mainz, Professor Arno Körnig, sämtlich mit Wirkung vom 1. August an; ber orbentliche Professor für Anatomie an ber Landesuniversität in Gießen, Dr. Bruno Henneberg; ferner würbe auf eigenes Rachsuchen ber Kommunal- forstwart Otto Leib ne r zu Bettenhausen, beibe mit Wirkung vom 1. Oktober 1933 an. Bornotizen. — Tageskalender für Freitag: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Kind, ich freu’ mich auf dein Kommen". — Ausstellung des Kaninchenzuchtvereins Gießen. Der Kaninchenzuchtverein Gießen veranstaltet am 12. und 13. August seine diesjährige Ausstellung. Als Neuheit wird erstmalig auch eine Abteilung Meerschweinchen gezeigt. Am Samstag, 20 Uhr, findet ein Lichtbildervortrag im Cafe Ebel bei freiem Eintritt statt. Auf die heutige Anzeige fei hingewiesen. * ** Rettungsübung beim Männer- badeverein. Gestern vormittag fanden unter der Leitung des 1. Vorsitzenden Todt in der Badeanstalt des Männerbadeoereins Rettungsübungen mit dem vom Verein neu erworbenen Boot statt. Man legte dabei besonderen Wert darauf, das Boot in möglichst kurzer Zeit an den durch ein Mitglied des Vereins dargestellten Ertrinkenden heranzubringen. Nach mehrfachen Hebungen konnten hierbei äußerst gute Zeitresultate erzielt werden. Der Verein kann auf diese neue Errungenschaft stolz sein, insbesondere deshalb, da gerade in der jetzigen Badesaison weitaus größere Möglichkeit besteht, Ertrinkenden mit Hilfe des schnell und leicht zu steuernden Bootes rasche Hilfe zu bringen. ** Spende zur Förderung der nationalen Arbeit. Das Personal der Firma I. B. Häuser, Neustadt, hat sich schon mit Wirkung vorn 1. Juni ab bereiterklärt, monatlich auf 1 v. H. des Gehalts bis auf weiteres zu Gunsten der Spende zur Förderung der nationalen Arbeit freiwillig zu verzichten. " De r Treuhänder der Arbeit spricht im Südwest funk. Dr. Carl Lu er, Präsident der Preußischen Industrie- und Handelskammer für das rhein-mainische Wirtschaftsgebiet und Treuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen spricht am Freitag, 11. August, von 21.45 bis 22.10 Uhr zum Thema: „Die Treuhänder der Arbeit". e Zweiundachtzigiährige. Frau Marie S ch n e k o , Löwengasse 18 II, kann am bcu« tigen Freitag in geistiger und körperlicher Frische ihren 8 2. Geburtstag feiern. Hitler-Jugend. Eberbann Oberhrssen. Lilbesehl.' Arn Sa rn stag, 1 2. August, findet um 20 Uhr in der Geschäftsstelle des Oberbannes der HI., Friedberg, Bergkaserne, eine Führersihung 1. aller Führer vom Kameradschaftsführer auf- roärts, 2. aller Kassenwarte vom Standortkassenwart aufwärts, 3. aller Pressewarte vom Gefolgschastspressewart aufwärts statt. Dauer bis Sonntagnachmittag. Verpflegung, Schlaf- und Waschzeug sind mitzubringen. Alles Nähere in dem jedem Führer zugegangenen Eilbefehl. Heil Hitler! Der Führer des Oberbannes Oberhesien. M. d. F. b.: gez. Seifert, Unterbannführer. Buntes Allerlei. Ferien-Steckenpferde. Die meisten Menschen erblicken einen besonderen Vorzug ihrer älrlaubszeit darin, daß sie „zweckbefreit ' sind, d. h. diese Wochen verbringen können, ohne sich etwas Bestimmtes vornehmen zu müssen. Aber es gibt auch manche Leute, denen jede Ziellosigkeit verhaßt ist und die sich nur wohl fühlen, wenn sie auch in ihrer Freizeit etwas zu tun haben. Besonders unter den Engländern gibt es solche „Systematiker" der Ferien, denen die Vollbringung eines bestimmten Pensums in dieser Zeit zum Steckenpferd geworden ist. Da gibt eS z. D., wie wir in einer englischen Zeitschrift lesen, einen Mann namcnÄ Perkins, dem das Eisenbahnfähren großes Vergnügen bereitet. Er verwendet feit 40 Jahren feine Muße darauf, auf jeder Strecke zu reisen, die in Großbritannien vorhanden ist oder neu eröffnet wird Er hat es soweit gebracht, daß es keine englische Bahnlinie gibt, auf der er nicht ein oder mehrere Male als Passagier gereist ist. Wer lieber im Kraftwagen fährt, kann dieses Steckenpferd in der Weise ..reiten", daß er sämtliche Omnibuslinien seines Landes benutzt. Man hat dann stets ein festes Programm und lernt die Heimat gründlich kennen. Andere zielstrebige Ferienreisende wollen soviel wie möglich lernen. Da gibt es z. D. einen Londoner Schuhmacher, der sich besonders für Kirchen interessiert; er besucht auf den Fahrten, die er sich gönnt, möglichst viele Gotteshäuser, in erster Linie die berühmten Kathedralen; er hat auf diese Weise einen reichen Schatz an geschichtlichem und kunstgeschichtlichem Wissen gesammelt und viele Stunden frommer Erbauung verbracht. Solche Ferien-Ziele werden je nach Beruf und Reigung ausgewählt. Ein früherer Offizier besucht mit Vorliebe Schlachtfelder; er hat bereits in allen Teilen der Welt Stätten besichtigt, auf denen große Kämpfe der Geschichte stattgefunden haben, und er Bereitet sich auf jede solche Reise vor, indem er den in Frage kommenden Feldzug genau studiert. Der Freund der Dichtkunst wird Gegenden bevorzugen, die mit feinen Lieblingsbüchern zusammenhängen, und wird so auf den Spuren genialer Poeten die Eigenart und Schönheit des Landes besser genießen können. Blinder Eifer. In Linz hielt ein Autofahrer vor einem Gasthaus, um schnell eine Erfrischung einzunehmen. Als er wieder an seinen Wagen trat, entdeckte er, dah sich ein Bienenschwarm auf dem Steuerrad niedergelassen hatte. Er nahm einen Stock und schlug auf die Bienen ein, um diese zu verscheuchen. Wenige Sekunden später ließ er aber den Stock schon fallen und eilte mit fliegenden Schritten zum nächsten Arzt, um sich die Bienenstiche mit essigsaurer Tonerde behandeln zu lassen. Als er mit geschwollenem Gesicht zu seinem Wagen zurückkam, hatten Dienen und Wagen das Weite gesucht. Die Dienen waren mit ihrer Königin nach einem anderen Sammelort geflogen und der Wagen war mit einem anderen Herrn entwichen, der ihn auch gebrauchen konnte. Fremdlinge im Germanenland. Keltische und slawische Festungen im alten Deutschland. Von Dr. b. c. Friedrich von Oppeln-Bronikowsti. Als die Römer unter Augustus über den Rhein gingen und Germanien zu erobern suchten, stießen sie auf Burgen, die nach dem keltischen System der Stemsburg aber von Germanen erbaut waren, so d er Heunftein bei Dillenburg, eine äußerst aeschickte Anlage mit mehreren Steinwällen, die Quellen und selbst Zisternen einschlossen. Die jüngere Bauperiode weist sogar eine richtige Steinmauer auf. Eine andere, bie Altenburg bei Rieden st ein unweit des Dorfes Metze, 15 n. Chr. von Germanicus zerstört, erhob sich auf einem fast rechteckigen Bergplateau von 540:330 Meter, das gegen Westen steil abfällt. Auf dem flachen Ostab- hange lag der einzige Zugang, durch mehrere Reihen starker Wallmauern gesperrt. Ein Außenwall umzog den ganzen Bergfuß und schloß eine abliegende Kuppe ein, wodurch eine weiträumige Fluchburg entstand. Unter den keltischen Befestigungen in Deutschland ragt die Steinsburg auf dem Kleinen Gleichen bei Römhild (Hildburghausen) in Thüringen her- vor, die Prof. A. Goetze, Berlin, in langjähriger Arbeit untersucht hat; die Einzelfunde sind dank ihm und der Spende eines Deutschamerikaners in einem kleinen Museum am Bergfuß vereinigt. Sie bestehen aus Stein, Knochen, Bronze und vor allem aus Eisen — Spinnwirtel, Webegewichte, Mühlsteine, Gewand- und Nähnadeln, Metallspiegel und Horn- kämme, Sicheln, Sensen, Kesselhaken, Schwerter, Pferdegeschirr und Trensen. Die Basaltkuppe, auf der die Burg liegt, lieferte große Steinplatten für die starken bis 4 Meter hohen Wallmauern; an verschiedenen Stellen bildeten Felsstürze natürliche Hindernisse. Obwohl die Burg bis 1900 als Steinbruch ausgebeutet worden ist. sind noch drei Bauperioden zu erkennen. Um den ältesten, kleinsten Ringwall auf der Bergkuppe, der wohl noch der Bronzezeit angehört, legte sich ein großer länglicher Wall der späten Hallstatt- und frühen Latenezeit, der später um 200 Meter vorgeschoben wurde und eine Quelle einschloß; Reste von Hausern auf Steinsockeln lehnen sich an ihn an. Diese Burg war das Kernstück einer ganzen Reihe kleinerer Befestigungen, die sich besonders nach Nordwesten fortsetzten, sämtlich mit der Front gegen den Bergwall des Thüringer Waldes. Sie waren von der Shippe au? größtenteils zu sehen und standen mit ihr wahrscheinlich durch das von Caesar geschilderte gallische Signalsystem (Rauch und Feuer) in Verbindung. Die Burg war bis zum 1. Jahrhundert o. Chr. besiedelt. Ihre Bewohner gehörten wohl zu den Helvetiern im Maingebiet, deren Abzug nach Ostfrankreich für Caesar zum Anlaß seines Eingreifens in Gallien wurde. Daß dieser Abzug kein freiwilliger war, zeigte der ihnen auf dem Fuße folgende Einbruch des Ariovist. Caesar schlug die Helvetier bei Bibracte und drängte sie nach der Schweiz ab; die Sueben warf er nach ihrer Niederlage bei Mühlhausen über den Rhein zurück nach Dem heutigen Schwaben. 3n Ostelbien wurden die meisten Germanenburgen von den Wenden wieder benutzt. Sie selbst haben — außer zahllosen kleinen Rundlingen — zwei große Tempelburgen erbaut, Rethra und Arkona, die Schuchhardt nach dem Kriege ausgegraben hat. Die Lage von Arkona stand durch die schriftliche Ueberlieferung fest; Rethra hat man in ganz Mecklenburg gesucht, bis Schuchhardt es durch richtige Deutung der Chronik des Bischofs Thietmar von Merseburg auf dem Schloßberg bei Feldberg in Mecklenburg-Strelitz zusammen mit R. Koldewey ausgrub. Von dem Tempel selbst fand sich freilich nur die Plattform, denn er wurde 1068 von dem streitbaren Bischof Burchardt von Halberstadt zerstört. Diese Burg har das Nationalheiligtum der Wendenvölker, wo ihre Feldzeichen verwahrt wurden und die Entscheidung über Krieg und Frieden fiel, Orakelstätte und geistiger Mittelpunkt, ein wendisches Delphi, dessen Gott S u a r a f i c der Sohn des altrussischen Licht- und Donnergottes Swan- rog war. Born Festland vertrieben, fand das wendische Heidentum seine letzte Hochburg auf dem steil abstürzenden Kreidefelsen von Arkona auf Rügen. Der dort verehrte vierköpfige Gott S w a n t e w i t (das Symbol der vier Himmelsrichtungen) entspricht dem Suarasic von Rethra: auch ihm war ein weißes Pferd heilig, das über Speere schreitend Orakel schuf. Der von Schuchhardt aufgedeckte quadratische Grundriß seines Tempels entspricht dem Der in Trier und an anderen Orten gesundenen keltischen Tempel; in der germanischen und griechisch römischen Welt ohne Analogie, weist er auf uralte keltische und gallische Zusammenhänge durch die slawischen Ursitze in Mittel- und Südruhland hin. Auch dieser Tempel stand in einer Burgsiedlung, die auf der Landseite mit einem Holz- und Erdwall abgeschlossen war. Burg und Tempel wurden 1168 von dem Bischof A b s a l o m von Seeland, dem Feldherrn des Königs Waldemar von Dänemark, zerstört und das riesige Götzenbild mit Beilhieben zerschlagen und verbrannt. So endete das ostelbische Heidentum wie eine schaurige Ballade, die uns der Chronist Saxo Grammaticus überliefert hat. Eine slawische Burgsiedlung des 11. bis 12. Jahr- hunderts n. Chr. bei Oppeln, die durch einen Zufall wieder zutage gekommen ist, ist die einzige in Ostdeutschland, von der mehr als die Grundmauern erhalten sind. Eine den Fluß spaltende Insel bildet einen natürlichen Brückenpfeiler und zugleich eine geschützte Siedlungsstätte. Dann entsteht eine Burg, die den Uebergarig verteidigt, in Oppeln auf der Spitze der Insel, durch einen breiten Wassergraben von ihr getrennt, schließlich auf einem ober auf beiden Ufern eine deutsche Kolonistenstadt. Diese Entwicklung ist typisch für Die Entstehung oft- Deutscher Städte aus solchen Uebergangssiedlungen. In der Mark geht die Burg in den Besitz der deutschen Landesherren über; in Schlesien bleiben die polnischen Piasten, die erst 1675 ausfterben, Burgherren, aber schon der Herzog Kasimir zieht deutsche Siedler ins Land, und so entsteht die für ostdeutsche Verhältnisse typische deutsch-sla- wische Lebensgemeinschaft. Die Ausgrabung ergab die typische Rundlingsform slawischer Siedlungen, die ihrerseits dem Vorbild der sächsischen Gauburgen aus karolingischer Zeit folgt. Ihre strahlenförmig verlaufenden Gassen bilden lange, auf Pfahlrosten ruhende Bohlwege, an denen reihenweise die Häuser liegen, sämtlich in quadratischem Grundriß wie die in den letzten Jahren ausgegrabenen slawischen Tempel von Rethra und Arkona und im Gegensatz zu Dem Pfostenbau des germanischen Hauses im Blockhaus aufgeführt, wie man ihn noch heute im Spreewald antrifft. Bis zu drei Häuserschichten übereinander sind zu erkennen; offenbar sind Die ältesten Häuser in Dem Moorgrunde versunken und durch Neubauten in höheren Schichten ersetzt worden. Ihre Dielen und ausgehenden Wände sind noch völlig erhalten. Feuergefährlich und wieder im Gegensatz zum germanischen Haus, dessen Herd in Der Mitte liegt, befand dieser sich hier in einer mit Lehm und Steinen ummantelten Ecke. Zahlreiche Dinge, die für Den Kulturstand der Bewohner zeugen, sind in dieser Stellung zurückgeblieben, Hausrat und Geschirr, aus Holz und Ton, durchweg kunstlos und ohne Verzierung, Schmucksachen, Spindeln, Lederschuhe, sogar Spielzeug, Pserdetrensen und Sporen, Knochen von Schwein, Htesch und Reh, sowie Reste von Hirse, Die das Hauptnahrungsmittel bildete, daneben wenig Roggen und Weizen. Die kreisrunde Mauer, die diese Siedlung umschloß, bestand aus kreuz und quer gelegten Balten und Bohlen mit Erdiüllung, eine Bauweise, wie sie sich bis heute in Sibirien und bis nach China findet. Ohne Gewähr Nachdruck verboten Die irische' 2. Ziehungstag 9. August 1933 4 Gewinne zu 10000 M. 83036 48640 55675 62588 67775 68341 1325 11988 14119 24297 1 24 Gewinne jn gleichzeitig starten. Es werden danach zahlreiche Vor- und Zwischenläufe notwendig. müssen allein im Achter vier Vorläufe, So 2887 11235 14403 21325 1 80 Gewinne zu 500 M. Wirtschaft über 400 M. gezogen 4 Gewinne zu 1 0000 M. 152688 6836 13907 19555 31914 41039 46026 51416 76497 105192 136653 137462 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H. Qr schäft der Mannheimer Amicitia auf den Platz verweisen zu können. Der Junior strecke Boote 5000 M. 3000 HL 383673 2000 M. 115657 189536 395373 141919 240481 332096 76414 162052 264850 346537 zweiten Deutsch e r der Dohme- hat das 90151 175637 275429 392475 127336 184164 219353 259803 294705 314951 351304 390046 132936 180323 285344 128285 185002 219565 262256 309978 321670 355689 394656 138856 206766 287206 1000 M. 141909 186147 229253 264351 310856 322583 357365 132914 33072 391495 10343 176682 194512 237405 265239 311738 334572 372324 206240 134549 137860 10590 176684 203832 247258 266064 312215 342984 379012 144450 188261 40766 89766 173234 272295 372602 67006 117784 182167 215366 252662 288548 313280 346583 389704 fe 50C000 und 100 Prämien zu je 3000, 2 Ge- roinne zu je 50000J, 2 zu je 300000, 2 zu je 2000DO, 4 zu je 100000, 6 zu je 75000, 12 zu je 50000, 30 zu >e 25000, 182 zu je 10000, 466 zu je 5000, 940 zu je 3000, 277S zu js 2000, 5556 zu je 1000, 9210 zu je 500, 27748 zu je 400 M.j 8 Gewinne zu 327363 14 Gewinne nu 204640 279755 58 Gewinne zu fchriebene Tagesprämie in Höhe von 250 Mk. für einen Flug ohne Zwischenlanhum Wasserkuppe zum nahen Heidelstein und Schwabenhimmel sowie Landung am Ausgangspunkt. Dann starteten Riedel, Dittmar, Hirth und Philipp und andere Piloten, so daß bald wieder zehn Maschinen in der Luft waren, denen ausgesprochene Aufwindmöglichkeiten in Forni von Wolken zur Verfügung standen. Von Hirth ging abends die Meldung ein, das) er bei Zwickau (180 Kilometer) gelandet ist. Peter Riedel, der in großer Form war, wurde neben Wolf Hirth ebenfalls Anwärter auf den Fernsegelflugpreis der Ausschreibung, da cc seinen „Faf- nir" auf dem Flugplatz in Gera (160 Kilometer) sicher zur Erde brachte. Der Stuttgarter Daur kam auf seiner „Fledermaus" 115 Kilometer weit bis in die Gegend von Kulnibach. Die Gesamtzahl aller Wettbewerbsflüge betrug am Donnerstag 55. An der Stelle, an tief in den Abendstunden des 23. Juli 1932 der unvergeßliche Segelflugmeister Günther G r o e n h o f f tödlich abstürzte, wird am Freitag in aller Frühe eine Gedenktafel ein» geweiht. Westdeutscher Mittwochs-Fußball. In Westdeutschland kamen am Mittwoch eine Reihe von Fußballspielen zum Austrag. Tura Tonn stand mit einer verstärkten Mannschaft vor 6000 Zuschauern dem westdeutschen Meister, FC. Schalke 04 gegenüber. Die Knappen landeten einen verdienten Sieg mit 4:1 (3:0); erst beim Stande von 4:0 kamen die Bonner zum Ehren- treffer. Wesentlich knapper gewann der deutsche Fußballmeister Fortuna Düsseldorf mit 4:3 (3:0) über den Duisburger FV. 08. Ebenfalls recht knapp gewann der V f R. Köln bei Germania Mühlheim mit 2:1 (1:1), während es im Tergischen Bezirk zwei hohe Torziffern gab. Schwarzweiß Barmen gewann gegen den Barmer SC. 9:2, während Tura Barmen dem SSV. Elberfeld 1:5 unterlag. Leichtathletikmeisterschasteu der Frauen Während die deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Männer am kommenden Wochenende in Köln ausgetragen werden, kommen die Titelkämpfe der Frauen am 19. und 20. August in Weimar zur starke Gegner. Im Riemenzweier sind die in diesem Jahr noch ungeschlagenen H. Braun-G. Möller vom Berliner RE. „Wiking" die Favoriten. Allerdings werden ihnen Hilden-Stange vom RV. Bayer-Leverkusen einen harten Kampf liefern. Ebenso fehlt im Vierer m. St. mit Undine- Saarbrücken der Titelverteidiger. Hier werden der RK. am Wannsee und die Mannheimer Amieitia die schärfsten Rivalen des „Kaiser-Vierers" des Berliner RE. sein. Im Vierer o. St. wird sich der Meister, Sturmvogel - Spindlersfeld, sehr anstrengen müssen, um die kampferprobte Mann- ig von der Eewinnauszug 5. Klasse 41. Preußisch-Süddeutsche (267. Preuß.) Staats-Lotterie zwei Zwischenläufe und ein Hoffnungslauf gerudert werden, während in den übrigen Prüfungen je zwei Verläufe und ein Hofnungslauf notwendig find, ehe die Teilnehmer für die Endkämpfe feftftehen. Diese Vorrennen werden je nach der Härte des Kampfes ein schwerer Prüfstein für die Mannschaften sein und so manche Ueberraschung zeitigen. 10 ©etoinne zu 5000 M. 174452 392086 14 Gewinn« zu 3000 M. 308462 327878 353928 56 Gewinn« zu 2000 M. 34206 37058 47047 51478 57500 58779 67541 67733 68843 74744 84582 106202 In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 204531 121285 156776 205680 297744 * Preußische El e k t ri z i t ä t s AG., Berlin. Die Verlegung des Geschäftsjahres auf die Zeit vom 1. April bis 31. März machte die Einschiebung eines Rumpfgeschäftsjahres vom 1. Januar bis 31. März 1933 notwendig, dessen Abschluß von der ordentlichen Generalversammlung jetzt zusammen mit dem Abschluß für 1932 genehmigt wurde. Die Stromabgabe betrug in 1932 638,21 (650,5) Millionen Kilowattstunden und im Rumpfgeschäftsjahr 151,88 Millionen Kilowattstunden, das sind 3 Prozent mehr als Meisterschaften der deutschen Ruderer Vor dem Start in Breslau. in der gleichen Vorjahrszeit. Die rückläufige Bewegung des Stromabsatzes scheint also zum Stillstand gekommen zu sein. Rach Abschreibungen auf Anlagen von 6,55 und anderen Abschreibungen, insbesondere auf Beteiligungen, von 5,23 Millionen weist die Crfolgsrechnung für 1932 nur den Gewinnertrag des Jahres 1931 in Höhe von 91 681 Mk. wieder aus. 2m Dumpfgeschäftsjahr 1933 wurde ein Gewinn von 53 270 Mark erzielt, so daß insgesamt 144 051 zum Vortrag auf neue Rechnung bleiben. Das Ergebnis wurde nicht unwesentlich durch die Aufrechterhaltung des Betriebes der Braunkohlen- S ch w e l k r a f t w e r k Hessen- Frankfurt A G. und die Fortführung der' Arbeiten an dem Pumpspeicherwerk Waldeck beeinflußt. Der H e - frag-Betrieb wird aufrechterhalten, um der Belegschaft die Arbeitsstätten zu belassen und die Rohstoffgrundlage des Unternehmens der Volkswirtschaft nutzbar zu machen. * Arbeitsbeschaffung durch Krupp. Zur Förderung der Arbeitsbeschaffung hat die Firma Krupp wieder die Vergebung größerer Aufträge beschlossen. Rachdem Krupp bereits bis Mitte Mai Aufträge in Höhe von 5,6 Mill. Mk. vergeben hatte, sind jetzt für den Krupp-Konzern weitere Bestellungen in Höhe von etwa 4,5 Mill, Mark für betriebliche Verbesserungen, Maschinen- beschafsungen usw. genehmigt und zum Teil her- ausgegeben worden. Insgesamt hat die Firma Krupp zur Förderung der Arbeitsbeschaffung im Sinne der Reichsregierung bisher über zehn Millionen zur Verfügung gestellt. Auf der zwar ideal gelegenen Breslauer Regatta- am Flutkanal können leider immer nur drei Der deutsche Außenhandel im ersten Halbjahr 1933.. Im ersten Halbjahr 1933 betrug die Gesamteinfuhr 2087 Millionen Reichsmark, die Gesamtausfuhr 2378 Mill. RM. Gegenüber dem ersten Halbjahr 1932 hat die Einfuhr dem Wert nach um rund 13 v. H., die Ausfuhr um rund 20 v. H. abgenommen. In der Einfuhr ist dieser Rückgang fast ausschließlich preismäßiger Rgtur; das Einfuhrvolumen hat sich ungefähr auf dem Stand des Vorjahres gehalten. In der Ausfuhr beruht der Rückgang dagegen zum größeren Teil auf einer Verminderung des Volumens, die etwa 12 v. H. beträgt. Die Handelsbilanz schließt im 1. Halbjahr 1933 mit einem Ausfuhrüberschuß von 291 Mill. RM. gegen 602 Mill. RM. im ersten Halbjahr 1932 ob. Die Verminderung der Aktivität beruht ausschlaggebend auf einem Rückgang des Ausfuhrüberschusses im Verkehr mit europäischen Ländern. Die 22. Deutschen Rudermeisterschaften, die zum ersten Male seit ihrem Bestehen in Schlesiens Hauptstadt Breslau ausgetragen werden, versprechen nicht nur sportlich ein Großereignis zu werden, sondern sie werden sich auch zu einer eindrucksvollen Kundgebung für die Verbundenheit des Reiches mit dem bedrohten Osten gestalten. Die große Breslauer Wassersportgemeinde wird am Samstagabend die Meisterschaftsregatta durch einen F a ck e l z u g feiern, der in Morgenau, dem Sitz der Breslauer Ruderoereine, seinen Anfang nimmt und sich über den Ring nach dem Schloßplatz bewegen wird. Hier erfolgt der Vorbeimarsch sämtlicher Breslauer Sportvereine mit ihren Fahnen am Reichssportführer von Tschammer-Osten, der zum erstenmal in Breslau erscheint und zu den versammelten Sportlern sprechen wird. Schon das Rekordmeldeergebnis verspricht ausgezeichnete Kämpfe. Alle Mannschaften, die Anspruch auf Teilnahme am Kampf haben, sind vertreten. Am stärksten besetzt ist die wertvollste Mei- sterschaftsprüsung, der Achter, mit 11 Mannschaften. Als Favorit geht hier der Berliner Ruder-Club, der in Henley eine knappe Niederlage hinnehinen mußte, ins Rennen. Die RG. Mainz-Kastel, der Würzburger Rv. und die Gießener R G. werden ihm jedoch den Sieg nicht leicht machen. Der Vorjahrssieger, die Lübecker RG., verteidigt seinen Titel nicht. Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II llr.B veMe"' mjijti Au, D>‘ " , «eil«-" 3*“¥’W ii»ch 6 «<' wn «C ® flnler5S nir Droh' Oie Gießener Rudergesellschast bei der Meisterschaftsregatta. Die Achtermannschaft der Gießener Rudergesellschaft befindet sich bereits in Breslau. Bekanntlich bestreiten die Gießener den Wettbewerb in der Konkurrenz mit zehn anderen gemeldeten Booten. Wenn auch die Mannschaft des Berliner RV. den Favoriten darstellt und wenn auch die Mannschaft des Würzburger RV. mit guten Aussichten im Rennen liegt, so sind doch die Chancen für die Gießener nicht schlecht, wenn man bedenkt, daß in der letzten Zeit die Rennen gegen die Mannschaft des Würzburger RV., die unstreitig eine der besten deutschen Mannschaften darstellt, immer nur knapp verloren wurden. Die Gießener hatten inzwischen auch Gelegenheit, ihre Form wieder zu verbessern, so daß man, wenn auch nicht mit einem Sieg, so doch mit einem ehrenvollen Platz rechnen kann. Die Gießener Rudergesellschaft von 1877 ist mit Helmut Noll, Georg Hartmann, Werner Flimm, Fritz Weinhold, Kurt Georgi, Willi Becker, Hans Heinrich N e u r o t h, Karl T i m p e und (am Steuer) Loh vertreten. Gießener Reichswehrangehörige bei den Heeresnieifterschaften. Bei den Heeresmeisterschaften in Kassel wurden von nachstehenden Bataillons-Angehörigen Preise errungen: Unterfeldwebel Gugel, 1 .Komp. JR. 15 im Kugelstoßen mit 13,76 Meter der 3. Preis; im Diskuswerfen mit 37,22 Meter der 5. Preis. Unteroffizier Mohl 3. Komp. JR. 15 im Handgranatenwerfen mit 70,20 Meter der 2. Preis; im Hammerwerfen mit 34,70 Meter her 5. Preis. Lebhafter Flugbetrieb in der Röhn. Auch am Donnerstag herrschte auf der Wasserkuppe wieder ein sehr lebhafter Flugbetrieb, wobei es auch eine ganze Reihe sehr guter Leistungen gab. Der Wind ist nach wie vor schwach, aber die Sonne meint es mit den Fliegern sehr gut. Peter Riedel auf „Fafnir" folgte der gestrigen Flugleistung des jungen Hein Dittmar und holte sich für die Aeberfliegung der Kissinger Hütte und Rückkehr zur Startstelle die restlichen 1500 Mk. des Fernzielflugpreises. Anschließend erflog er sich mit dem Darmstädter Fischer auf ,Windspiel" die von der Sportleitung ausge- sein, und zwar: Bahnsport, Straßensport, Saalsport und Radballspiel, Wanderfahren, Fahrräder mit Hilfsmotoren, Jugendzentrale, Industrie-Verein, Radfahrerwege, Radrennbahnen und Berufsfahrer. Sportwerbefest in Lich. Auch in diesem Jahre veranstaltet der Verein für Rasenspiele ein Werbesportfest. Für den Werbesporttag am kommenden Sonntag ist es dem Verein gelungen, zwei erstklassige Vertreter des Bezirkes für ein Propagandafpiel nach Lich zu verpflichten. Es find dies der neue Bezirksmeister Lollar und die nur einige Punkte zurückliegende, an 3. Stelle stehende Butzbacher Erste. Daß beide Mannschaften sich im Laufe der letzten Saison zu äußerst starken Mannschaften herangebildet haben, zeigen die überaus günstigen Ergebnisse, die beide in Spielen gegen VfB. Gießen, SpV. Wetzlar, BC. 77 Köln usw. erzielen konnten. Man hofft auf Propagandaspiele, die ihren Zweck voll erfüllen sollten. In einem zweiten Spiel tritt die Erste des VfR. Lich gegen die II. von Butzbach, den neuen Gaumeister, an. Auch hier dürfte guter und schöner Sport gezeigt werden. piöildjenitiöen spielte te M bie ut,ten ih Eigentum !?Qnblun! Zitiere 3uaJ-n^ ei •hnerenfenbni(l^ Lontw&ur Mehrheit-"sr ° ^nlerworseu", ^'"eni ■on lachen rt-0Airleihe von 1930 .. Deutsche Ant.-Ablos.-Schuld mit Auslos.-Rcchten ............. 83 99,25 84 77,75 11,2 81,25 84 70,4 81,5 81,5 84,5 85,13 83,75 84,25 86.13 0,85 4,5 4,3 7 5,25 83 99,5 84,5 77,5 11 74 81,25 84 67,5 71,25 81,75 81,5 84,75 85,9 83,75 84,25 86,13 0,8 4,3 4,35 5,2 5 83,13 99,25 83.75 77,9 11,2 75 81,25 70,75 83,9 84,5 96,25 4,5 4,5 4,4 5,25 83.13 99,5 84,25 77,5 11 74,25 81,25 71 83,4 84 86,13 0,8 4,5 4,25 4,25 7,25 5,2 4% vesgl. Serie II ............. 5.15 3,9 7,55 3,55 24.5 13.25 13,75 43,5 85,75 48,5 53 45 151.5 20 109,25 86,5 96,25 46,9 80 87 100 153,9 125.25 70,5 110 59,25 92,5 145 102.75 54 60,7'> 5,15 4 3,5 24,4 12,75 13.4 43,25 85.5 48.5 53 44.75 151 19,75 108,25 85.75 96 46,5 80 100 153,5 69 109,5 58 89,5 136 100 53 60,25 5,13 8 3,6 24.5 13 20 13,75 43,25 86 48,75 53 45 151 20 109,25 85,75 96 46.5 79,5 99,65 154,5 70 110,13 59,25 91,5 61,5 144 103 54 61 5,2 3.6 24,4 12,4 21,5 18,75 13 43,25 85,75 48,25 53 44,75 151,25 19,75 108,4 85 96,5 46,25 79,75 99 154 125 68 108,25 57,4 89,25 60,4 137 99,25 53,25 59,75 5% Rumän. vcreinh. Rente v. 1903 4'/r%Rumän.vcrelnh.Rentev.l913 4% Rumänische vercinh. Rente .. 2 yt% Anatolier....... Tesgl. ohne Auslos.-Rechte...... 6% cfjciii.8% Hess. Volksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............ 6% Hess. Landerbank Darinstadt Gold R. 12.................. 5'/z% Hess. Landes-Hypothekenbank Darmstadt Liaui......... Hamburg-Amerika-Paket .....o Hambiirg-Südam. Dampfschiff. 0 Hansa-Dampfschiff........... o Norddeutscher Lloyd .........o A.G. für Verkehrswesen Alt. .. o Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Commerz, und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Diskonto- Gesellschaft................o Dresdner Bank..............o Reichsbank ................ 12 AE.G.............. 0 Bekula..................... 0 Elektt. LieferungSgesellschaft... 6 Licht und Kraft ............. 6 Felten & Guilleaume......... 0 Gcselisch.f.Elektr.Untcrnehmung. 5 Rheinische Clekttizität ........ 5 SchuckertSCo............... 5 Siemens L HalSke............ 7 LahmeyerLLo............. 10 Buderus ...................0 Deutsche Erdöl ..............4 Gelsenkirchener..............0 Harpener...................0 Hocsch Eisen—Köln-Reucssen .. 0 Ilse Bergbau ............... 6 Ilie Bergbau Genüsse........ 6 Klöcknerwerke ............... 0 Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten ............ Deutsche Komm. Sammelabl. An. leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hnp.-Bank ©ollyfe. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 16 unkündbar bis 1936 5’/»% ehem. 4'/2% Franks. Hqp^ Bank-Liqu.-Psandbricse....... 6'/2% ehem. Rheinische Hyp.-Bank-Liau.-Goldpse..... 6% ehem. 8% Pr. LandeSpfand- briesanstalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landcspfand- briesanstalt, Pfandbriefe R. 10 Etcucrgutsch. Verrechnungskurs.. 4% Oesterreichlsche Goldrente.... 4,20% Lestcrreichische Silberrente 4% Ungarische Golorenle....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4'4% desgl. von 1913.......... 5% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanlcihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe Serie I..................... 9. August 10.August Amtliche Gelb iotierung Ärie' Amtliche Notierung Geld Ärie HelsingsorS.. 6,144 6,156 6,144 6,156 Wien....... 47.45 47,55 47,45 47,55 Prag....... 12,42 12.44 12,42 12,44 Budapest ... — Sofia...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Holland .... 169,68 170,02 169,68 170,02 Lslo....... 69,93 70,07 69,98 70,12 Kopenhagen. 62,14 62,26 62,09 62,21 Stockholm... 71.73 71,87 71,68 71,82 London..... 13,905 13,945 13,90 13,94 Buenos Aires 0,928 0,932 0,928 0,932 Neunork.... 3,097 3,103 3,097 3,103 Brüssel..... 58,59 58,71 58.59 58,71 Italien..... 22.08 22,12 22,08 22,12 Paris ...... 16,44 16,48 16.445 16,435 Schweiz .... 81,23 81,39 81,23 81,39 Spanien.... 35,11 35,19 35,11 35,19 Danzig..... 81,67 81,83 81,67 81,83 Japan...... 0,839 0,841 0,839 0,841 Rio de Jan. . 0,244 0,246 0.244 0,246 Iitgoslawien. Lissabon.... 5,195 5,205 5,195 5,205 12.67 12,69 Banfnolen 12,67 12,69 Berlin, 10.August Geld »rief Amerikanische Noten.............. 3,05 3,07 Belgische Noten.................. 58,43 58.67 Dänische Noten ................. 61,83 62.07 Englische Noten ................ 13,86 13,92 Französische Noten............. 16,405 16,465 Holländische Noten............... 169,26 169,94 Italienische Noten................ 21,96 22,04 Norwegische Noten .............. 69,81 70,09 Deutsch Lestcrrcich, ä 100 Schilling Rumänische Noten............... __ - Schwedische Noten............... 71,51 71,79 Schweizer Noten................. 81,05 81,37 Spanische Noten................. 34,98 35,12 Ungarische Noten................