Interveniert Amerika in Kuba? Kuba, das gewissermaßen vor latt-Amendements, ist es S a ch e djiM 1020'0 136112 189133 , 213438 ) 284153 I 320496 3 361852 194512 237405 265239 311738 334572 372324 116302 129547 157856 198697 226880 253590 281800 298523 319719 351792 390321 203832 247258 266064 312215 342984 379012 182167 218388 262662 288848 313280 346583 389704 106597 133814 189537 214289 295788 342331 362894 52813 62732 106375 118001 133455 163531 209988 236291 264265 288919 303377 323671 379260 398334 141755 191465 223736 296259 347731 364302 118474 129124 179351 209380 228187 24b=:4 273102 300394 317118 340161 350031 363166 385694 9 9 7 II '2 15 ’2 1 11 10 14 18 12 14 ,u entschädigen, antwortete jetzt mit »men zur „Aufrechterhaltung der 118008 127505 160986 193218 219264 235946 269994 292243 314101 338252 348227 360016 384563 393638 129116 166286 198138 220826 246635 271194 293137 316217 338834 350007 860162 385465 397506 Essen, 11. Aug. (SU.) Die „Rationalzeitung" veröffentlicht eine Unterredung ihres Ehef- redakteurs Graf v. Schwerin mit dem Reichs- Minister für Luftfahrt und preußischen Ministerpräsidenten Göring über die Bedeutung der fliegerischen Großtat desDalbo« Geschwaders für Technik, Weltflugverkehr, sowie als fliegerische Leistung. Rach Ansicht des Reichsluftfahrtministers hat der Flug des Balbo- Geschwaders in dreifacher Hinsicht größte Bedeutung. Er zeigt zunächst den absoluten und hohen fliegerischen Geist der italienischen Luftfahrt. Bor der ganzen Welt hat Dalbo die Zuverlässigkeit, die Tüchtigkeit, die Opferbereitschaft und die kameradschaftliche Disziplin der italienischen Luftfahrt unter Beweis gestellt. Für das Land und den Staat Italien besitzt der Flug natürlich höchste Bedeutung insofern, als er Klarheit gegeben hat über die ungeheure Beanspruchungsmöglichkeit, die an den italienischen Flugboottyp »Saooya" S55X mit zwei Isotta Zraschini-Dlo- treter der Interessen des gesamten Latein-Amerikas gegenüber der nördlichen Großmacht fühlt. Die alte Tradition und hohe geistige Kultur der Hauptstadt Havanna würde es für die Amerikaner nicht unbedenklich erscheinen lassen, mit militärischen Mitteln vorzugehen, die schon gegenüber weniger kultivierten Ländern eine starke Belastungsprobe für die amerikanische Union bedeuten. Doch versucht es das Weiße Haus, mit den üblichen Mitteln diplomatischer Einwirkung den Präsidenten M a ch a d o entweder zur uneingeschränkten Behauptung seiner Macht oder zum Rücktritt zu veran- lassen. So wird auch, wenn Amerika weiterhin an dem Gedanken der N i ch t i n t e r o e n t i o n fest- bält, die künftige politische Entwicklung in Kuba maßgebend von Washington bestimmt werden. tagsziehung mürben Stminnt • M. gezogen L 162688 204531 > 115657 121285 166776 189536 205680 297744 395373 8836 13907 19555 31914 1 105192 136653 137462 243393 244398 MW» 276764 314624 335220 Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20“, mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.h.Thyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein undsürdenAn- zeigenteil i.D.TH.Kümmel sämtlich in Gießen. toren und den deutschen Askania-Fernkompas- sen, sowie den Funkpeilanlagen von Telefunken gestellt werden können, und drittens hat der Flug selbstverständlich eine außerordentlich allgemeine Bedeutung. Ls ist nunmehr feftgeffetlt, daß es keine Utopie ift, bei sorgfältiger Organisation an die Aufnahme eines regelmäßigen Transatlantikslugverkehrs zu denken. Für die Verbindung von Kontinent zu Kontinent scheint dem Reichsluftfahrtminister nach den bisherigen Erfahrungen die südliche R o u t e die geeignetere zu sein. Wir dürfen aber auch nicht vergessen, daß eine kombinierte Flugroute noch Südamerika ja bereits besteht, die sich auf das K a t a p u l t- P o st sch i f f „W e st f a l e n" stützt. Generell ist diese Fluglinie zweifellos die beste, nur endet sie in Südamerika, während von Deutschland aus^gesehen Nordamerika natürlich viel stärker in Frage kommt. Für das Ziel Nordamerika wird man also in Zukunft voraussichtlich die Route über die Azoren wählen und zwei Flug- "Tos «,43 61.83 69,81 47,55 ir" 3,os 170,0? 70,12 62.21 71,82 13.£ 0,932 3,103 $8,71 22,12 16.485 81,39 35,1 81.83 0,641 0,24< 5-20$ 12,6$ 71,$ 6>. 34,88 176682 -M $3,67 ß-S 13,« »Jt 22,g 70.0$ II.f. 35.1$ (Et|d)eint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustriert, ltzießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholl, Monats-bezugsprelr: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 ,'S!®S Oie Lehren aus dem Flug Balbos Eine Unterredung mit dem ReichslustfahrtminWr Göring. nicht zu Wort kommen. i den „die Artikel des Einvernehmens für einen Vertrag zwischen Großbritannien und Irland" in London unterzeichnet. Dieser Vertrag trennte Südirland und Allster. Südirland wurde ein freier Staat und erhielt dieselben verfassungsmäßigen Rechte wie die Dominions: eigenes Parlament, eine diesem verantwortliche Verwaltung und einen Statthalter. Seitdem hat das irische Volk auch über seine agrarische Entwicklung — seit jeher ein Streitpunkt — zu entscheiden. Gingen diese Zugeständnisse Englands weit über das hinaus, was die radikalsten Verfechter von Home- tu le (Errichtung eines irischen Parlaments mit einem diesem verantwortlichen Ministerium: Selbstregierung in allen inneren Angelegenheiten) je für möglich gehalten hatten, so genügen sie doch solchen Sinnfeiners nicht, denen das Verbleiben im Rahmen des Britischen Reiches als Verrat an der irischen Sache erscheint. Alster hat sich als eigener Staat unter der englischen Krone organisiert. Ieht haben die Verhältnisse eine neue Spannung herbeigeführt. De Valero ist gefährdet, während die irischen Faschisten jetzt im Vordergrund- der politischen Ereignisse stehen. General O ' D u f f y , bis vor kurzem der hervorragende Leiter der irischen Polizei, lieh aus der I Wird Irland faschistisch? 0ie irischen Blauhemden rüsten zum Aufmarsch. - Oer Ministerpräsident kann im Parlament Oie Reden Hitlers nach der nationalen Erhebung. Eine bedeutsame Buchveröfsentlichung. Berlin, 10. Aug. (ERB.) Die grundlegenden Reden des Reichskanzlers Adolf Hitler nach der Machtübernahme durch die nationalsozialistische Bewegung sind in einem Buch zusammengefaßt, das soeben im Verlage von Liebheit & Thießen, Berlin, erschienen ist. Es enthält, wie die Rationalsozialistische Parteikorrespondenz berichtet, neben dem Aufruf der Reichsregierung an das deutsche Volk vom 1. Februar 1933 und der Rede des Reichspräsidenten v. Hindenburg zur Reichstagseröffnung vom 21. März sämtliche großen und grundlegenden Reden des Kanzlers. Sie enthalten die weltanschaulichen Grundzüge, auf denen das nationalsozialistische Deutschland auf- gebaut wird. Dem Buch, das auch in englischer, französischer, spanischer, holländischer und portugiesischer Sprache erscheinen wird, hat Reichsminister Dr. Goebbels ein Vorwort mit der äleberschrift „Das junge Deutschland will Arbeit und Frieden" vorangestellt. Ehrenbürgerurkunde von 40 Gemeinden für den Kanzler. Starnberg, 11. Aug. (CNB. Funkspruch.) 4 0 Gemeinden des Bezirks Starnberg haben für Reichskanzler Adolf Hitler eine prachtvolle Ehrenbürgerurkunde Herstellen lassen, die in nächster Zeit dem Kanzler durch sämtliche Bürgermeister des Bezirks überreicht werden soll. Die Urkunde ist ein Meisterstück einheimich e r K u n st. Sie trägt die Inschrift „Dem Schmied des dritten Jahrtausends, Adolf Hitler, verleihe« 30 OOO Bayern das Ehrenbürgerrecht ihrer Heimatgemeinden". Glückwünsche an Eckener. Berlin, 11. Aug. (WTB. Funkspruch.) Der Reichsminister der Luftfahrt, Göring, hat an Dr. Eckener anläßlich seines 65. Geburtstage« folgendes Glückwunschtelegramm gerichtet: ,Lum 389012 392202 2367 15822 19659 29993 >72 6360 8 7 3243 74621 -....... 116764 Berlin, 11. August. (ERD. Funkspruch.) Die Aufstandsbewegung in Kuba, die sich gegen den seit einem Iahrzehnt als Diktator herrschenden Präsidenten M a ch a d o richtet, hat bei der engen Verbundenheit des Landes mit den Vereinigten^Staaten rasch wirtschaftspolitische Rückschläge gehabt. Die Weltöffentlichkeit interessiert sich im Augenblick sehr stark dafür, ob die vereinigten Staaten angesichts des Aufstandes in Kuba eingreifen werden oder nicht. 1 683 6480 6138 16309 17695 47383 54553 65511 J4999 66860 68742 73241 iqioi 03426 84789 86369 «! enrng grif _L TJ55 47,55 12,44 3,053 170,02 70,07 62,26 71,87 13-94 0,93? 3,103 58.71 22,12 16,48 81.3- 35, 81,83 0,84 0,246 5,205 12.69 lonfnol^ üiutrten aber nicht lange. Die liberale Partei spal- ik sich, und die Gegensätze innerhalb Irlands wur- ün von Tag zu Tag unversöhnlicher. Das prote- ßa n tische Ulster wünschte nicht, einer katholi- |q r. Mehrheit in einem national-irischen Parlament «nrrworfen zu werden, und forderte Irennu^ig bot Irland. Durch die folgende Spaltung der in den Partei kam eine neue Schwächung der Iren. JcS der Jahrhundertwende erstrebte ein verschärfen Nationalismus ohne Einschränkung ein Irland Ikn Iren. „Wir für uns selbst" wurde die Rrung. Hach Ausbruch des Weltkrieges kamen die >.mze auch nicht zur Ruhe. In Erinnerung ist :H die Bartholomäusnacht von Dulin im Iahre 1916, die das grüne Eiland litgrot färbte. Die unabhängige irische ie p u b l i k wurde geschaffen. Ein Aufstand, für en erschossen. Doch der irische Ratio- ülismus blieb ungebrochen. Bei den Wah- 3on 1918 eroberten die Sinnfeiner von den 13 rischen Eitzen 75. Die Wahlen in die Selbst- '^rwaltungskörper 1919 und 1920 brachten noch igvhere Triumphe der republikanischen Idee. Die «viMche Regierung, die nicht aufgehört hatte, re- l'OTtierenb zu wirken, die Landgesetzgebung aus- iiMuen, neue Dauernstellen zu schaffen, vertrie- Ixrie Pächter zi OMvoltmaßnah: Et)mmg“. D e U al er ä und Griffith lei- ttefrn den Widerstand. Im Iuli 1921 begannen die ^Handlungen, und am 6. Dezember 1921 wur- & il< f ‘ S -ii ie 75000,12 zu I« §'Stouiben^ gezogen L1®u 206240 329,4 134549 14445g 39??95 137860 188261 7751 68341 S 4M68 ES Tui" 47,45 12,42 3,017 169,68 69.« 62,09 71,68 13.* 0,92 3,097 58.59 22,08 16,445 61,23 35,11 81,67 0,83 0,2 5,195 12,67 ÖSjng A-Tüdbeulschr ^'Lollerie **2*£her6D(en tc,ner I Die widerspruchsvollen Meldungen, die in den letzten Tagen über Interventionsabsicht e n der U n i o n verbreitet worden sind, erklären sich daraus, daß einige Mächte, die in Kuba große Interessen haben, vor allem E n g l a n d, die Bereinig- ten Staaten veranlassen mußten, den b e w a f f • neten Schutzder ausländischen Staatsangehörigen zu übernehmen, da andere Länder mit Rücksicht auf die Monroe-Doktrin gerade in .. L der Tür der Vereinigten Staaten liegt, nichts unternehmen können. Auf Grund einer seit zehn Jahren bestehenden Vereinbarung, des sog. Platt-Amendements, ist es S a ch e der Vereinigten Staaten, für den Schutzdesfr em denEigentumsinKuba zu sorgen. Dem steht aber die Tatsache gegenüber, daß Kuba trotz seiner engen wirtschaftlichen Verbindung mit Amerika auf seine staatliche Souveränität sehr bedacht ist und sich als berufener Ver- irischen „Vereinigung der Heereskameraden" die Rationalgarde entstehen. Als Führer der Blauhemden hat er friedliches Vorgehen a u f legalem Wege erklärt, erstrebt er die politische Macht. Entgegen kommt seinen Bemühungen die Verfolgung, der er und seine Anhänger in den letzten Wochen ausgesetzt waren. Als ungewöhnlich volkstümlicher Mann wird er aber bald weiteste Kreise für sich eingenommen haben. Die Gefahr, die dem jetzigen Ministerpräsidenten de V a Ie r a droht, bekommt durch die Verbindung O ' D u f f h s mit der Parlei des früheren irischen Ministerpräsidenten Cosgrave, dem schärfsten Gegner de Da» leras, eine besondere Zuspitzung. Werden diese beiden Männer mit ihrem Anhang sich durchsetzen, so werden die Beziehungen zwischen Irland und England notwendig freundlicher werden. Die Blauhemden erhoffen sich nämlich von einem wirtschaftlichen Zusammenschluß Englands und Irlands einen beachtlichen Aufschwung der damiederliegenden irischen Wirtschaft. So liegen die Verhältnisse. Unö nach allem, was man sieht, wird die Parade am nächsten Sonntag in Dublin dem Bild der irischen Politik neue Gesichtszüge geben. ; Ohne Illustriert» , 1.80 Zustellgebühr . -25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer (Bemalt Hernsprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Sieben. Postscheckkonto: fironffurt am Main 11686. zeuginseln nach der Art der „W e st f a l e n* auf der Strecke Azoren — amerikanischer Kontinent errichten Die Ergebnisse, die mit der „Westfalen" erzielt wurden, sind nach Mitteilung des Reichs- luftfahrtministers so überraschend gut, daß man voraussichtlich sehr bald von Versuchen zum regelmäßigen Verkehr wird übergeben können. Für die fliegerische Betätigung des deutschen Volkes wird der Geschwadcrflug Balbos insofern große Bedeutung haben, als er auch du» deutsche Flugwesen zu höchsten sportlichen Leistungen anspornen wird. Reichsminister Göring fuhr fort: lieber unser» offiziellen Pläne kann natürlich nicht gesprochen wer- den. Ich halte es gerade darin mit meinem alten Grundsatz: Mehr sein als scheinen! Große sportliche Taten werde ich danach erst zur Ausführung bringen und dann darüber reden. Von den weiteren Ausführungen ist bemerkenswert die Ab- sicht des Reichsluftfahrtministers, gant besonders den Seae Iflug zu fördern. Aus ihm erwartet er auf sportlichem Gebiet die erzieherische Mög. lichkeit, die uns durch das Versailler Diktat auf mlitärischem Gebiet versagt ist. Besonderen Wert legte Reichsminister Göring auch auf die Tat- fache, daß der Balboflug erneut bewiesen hat, daß wir ohne Militärflugzeuge den Launen und Vergewaltigungen fremder Mächte ohne weiteres preisgegeben sind. Um diese Tatsache der deutschen Bevölkerung in geistigem Sinne klar zu machen, hat er die Durchführung großer Luftschutzübungen in allen deutschen Städten veranlaßt und erklärt, daß er in jeder Abrüstungsbesprechung vertikale Derteidignungsmöglichkeiten, d. h. deutsche Verteidigungsflug zeuge, fordern werde. Mit allem Nachdruck wandte sich Reichsluftfahrtminister Göring gegen die böswillige Verleumdung, wir hätten in der Luftrüstung ausgerüstet und besäßen auch Mili- tärfluazeuge. „Wir Deutsche", so schloß Reichsminister G 5« ring, „können daher Balbos Flug nur mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachten; mit einem weinenden Auge darum, weil dieser Flug erneut Deutschlands verzweifelte Lage aufzcigt, weil er so stark dokumentiert, wie wir auf diesem Gebiet uns in den demütigendsten Fesseln befinden und mit beschnittenen Schwingen darniederliegen. Aber selbst diese Fesseln, mit denen der deutsche Aar gebunden ist, können mich nicht zum Verzicht darauf bringen, dasdeutscheVolkzumFlie- gen zu erziehen." Frankreichs „Abrüstung". Verkehrsflugzeuge wirken bei französischen Manöver« mit Paris, 10. Aug. (WTB.) Dom 4. bis zum 12. September finden in der Gegend von Chalons- sur-Marne Manöver statt, zu denen auch Verkehrsflugzeuge als (Stafetten- flugzeuge herangezogen werden sollen. Das Luftsahrtministerium erläßt einen Aufruf an alle Flugzeugbesiher, soweit sie sich im Besitz des Führerscheins für Militärflugzeuge befinden, sich zwecks Beteiligung zu melden. London, 10. Aug. (MTB.) Die Regierung de Valero wird am nächsten Sonntag der schwersten Probe seit Beginn ihrer Herrschaft ausge- fe!)l sein. Man befürchtet, daß die große Parade der neuen faschistischen Garde der Blau- Hemden unter Führung von General O ' D u f f y, die als Demonstration gegen die Regierung gedacht ifl. zu ernsten Zusammenstößen mit der repudlika- nlichen Armee führen wird. Gruppen von Blauhemden strömen bereits von allen Seiten herbei. 5onderzüge sollen weitere Tausende zum wochen- er,d nach der Hauptstadt bringen. Allen Erwartungen entgegen ist der Aufmarsch bisher noch nicht verboten worden. Die Regierungsgebäude werden .kdoch weiter von einer starken Dache bewaffneter Truppen umgeben. Die Absicht de Valeros, vor der Tagung des irischen Parlaments eine Erklärung über die Haltung der Regierung zu der neuen Ent- Wicklung abzugeben, ist nicht ausgeführt worden. V k Valero wurde, als er sich zur Rede erhob, von der Opposition n i e d e r g e s ch r i e n , die ihn bis zum Vertagungszeichen nicht zu Wort fommen lieh. Der Führer der „Rationalen Garde" (Blauhem- dcm), General O ' D u f f y, erklärte, er bereite einen vallzug vor zur Beseitigung des Parlamentes und zur Einführung eines neuen ' 5 yftems noch faschiftischem Mu st er. An eitlem Bürgerkrieg werde die „Rationale Garde", die unbewaffnet sei, nicht teilnehmen. Oer bisherige Kamps um die Macht. Don unserem V.-Mitarbeiter. Irland, die grüne Insel, fiebert! Irland (feint wieder einmal vor einer großenStaals- "ilrife zu stehen. Bürgerkriege gehören dort zwar richt zu den Seltenheiten, aber diesmal geht es, oenn man die Zusammenhänge näher übersieht, lint mehr als nur um das vielumstrittene Verhältnis zu dem englischen Mutterland. Die Regierung de V a (e r a fühlt sich bedroht. -Tot knapp zwei Wochen wurde die B l a u h ernten - B e w e g u n g gegründet, und ihr Anwachsen .reht immer neue Kreise. Als Gegenmaßnahme hat Mtf) d e Bal er a, der irische Regierungschef, eine .nue Truppe geschaffen, die Legionäre. Diese lemaffnete Gruppe, es sind 360 Mann, wird be- von den Gegnern de Valeras als „Ogpu" be- fDjnet. Ihre Aufgabe ist, den Kampf gegen i< faschistischeOrganisation derBlau De inden aufzunehmen. Am kommenden Sonntag jcicb in Dublin eine große Parade von ungefähr ?)» Mitgliedern der Blauhemden stattfinden. Das Singen von Uniformen ist verboten. Die Legionäre $?lb Oberheffen find sie da. Spannung auf allen G fichtern! 3mmer mehr Gruppen rücken an, jefj sind es schon hundert 3ungen, bald sind es zwei-« hindert, dreihundert, immer noch kommen welchr Vierhundert ... Noch sind nicht alle da! Mannigfach die Möglichkeiten, wie sie n4 Ridda kamen: mit der Bahn die einen, mit bdl Rad die andern, wieder andere mit dem Aul» Mitternacht ist nahe, als die einzelnen Grupps mit Musik und Gesang in ihre Quartiere rüdio Sie sind müde. Bald schlafen sie. Land [ £ Wieseck, 10. iene außerordentli Freiwilligen : dnnt Adolf Schä [: mmlung und begr Wehr erschienenen S A-elanntgabe der ( mannte er den seiche Muni Führer der Wc Mitarbeiter. Mit eil k-nzler Adolf Hitl ? ocst-Wessel-Liedes □ Lollar, 11. getretenen Bürgerin oröneter Ludwig M JÄnrtin Taubert feien Ministerium ei Führer der Gemeind vorgesetzten Behörde, de r ganzen Bevölkern gr-oher Fackelzug, der tordjabenb durch das tritt der Feuerwehrkapi b: f übrigen fyirteimitc u i ■ bir beiden Gesangr Mihrmristm und I Mite WchMe und ii mtsantnlt SchaM if m im Acnnrn dn Lv d-r Hoffnung Ausdru sein aerantwortungsv in ei.-ide im Sinne u h tlerzu führen, i nrue Beigeordnete, 1 in einberat zum Wohl Ernennung beglücku zirksfürsorgeverbände Dedarssdeckungsscheine hingegeben werden, die zum Erwerb von Kleidung. Wäsche und Haushaltungsgegenständen berechtigen. Wie das DDZ.-Bureau meldet, erklärt nun Staatssekretär Reinhardt in einem Schreiben an die Länder: „Wann und in welcher Höhe Bedarfsdeckungsscheine ausgegeben werden, ist noch nicht bestimmt. Der Hauptbedarf der Hilfsbedürftigen an Kleidung, Wäsche und Haushaltungsgegenständen pflegt im Winter aufzutreten. 3n der gleichen Zeit nimmt die Arbeitslosigkeit erfahrungsgemäß zu. Eine Vermehrung der Nachfrage nach den genannten Gegenständen werde demnach gerade dann erwünscht. Zu einem früheren Zeitpunkt wird eine Ausgabe von Bedarfsdeckungsscheinen nicht erfolgen." Oer Uhu wieder im Vogelsberg. Es fei Dorausgefagt: hier handelt es sich nur um einen Versuch, den Uhr, den König der Nacht, wieder im Vogelsberg einzubürgern. Seit Jahrzehnten ist diese Eulenart in unseren Wäldern ausgerottet, teils aus Unverstand, teils aus der Sucht, ein aus- gestopftes Exemplar dieses Riesenvageis zu besitzen. Dank der Bemühungen des Vogelsachverständigen Dr. Karl Rudolf Fischer von der Universität. Gießen ist es gelungen, Se. Erlaucht den Grasen Georg zu Solms-Laubach für die Wieder- einbürgerung des Uhus zu gewinnen. Seit vielen Monaten wurden in der Nähe des Jägerhauses zwischen Laubach und Schotten drei Uhus :n einem Drahtkäfig von Rauminhalt eines mittleren einstöckigen Hauses gefangen gehalten und mit Tieren unserer einheimischen Wälder ernährt, um sie einzugewöhnen. Gestern gegen Abend wurden diese Tiere der Freiheit übergeben. Nur wenige Gäste waren anwesend, weil Ort und Zeit nicht bekannt: geworden war. Der Südwestdeutsche Rundfunk hat die Freilassung der Uhus als Reportage auf Wachsplatten ausgenommen und wird, wie wir hören, die Aufnahme den Rundfunk- Hörern am Sonntag, 20. August 1933, 11 Uhr, übermitteln Alle Freunde der Vögel und des mächtigen Uhus haben Gelegenheit, am Radio am genannten Tage die Reportage zu Horen. Es sprechen am Mikrophon als Vertreter der hessischen Negierung Oberschulrat Dr. B l a n k, ein Reporter der Frankfurter Rundfunkgesellschaft, außerdem die Herren Dr. Karl Rudolf Fischer, Gießen, Se. Erlaucht Graf Georg zu Solms-Laubach, Professor Henneberg, Gießen, und für die Jäger unserer Gegend Studiendirektor Professor Hahn, Schotten. Vorsicht bei Finanzierungsangeboten! Don zuständiger Seite wird dem WTB. mitgeteilt: In letzter Zeit häufen sich die Fälle, daß verschiedene Vereine und Verbände (insbesondere im Bereiche der Bauwirtschaft), die oorgeben, Finanzierungen von Unternehmungen und Bauten mittels neuartiger Methoden vornehmen zu können (durch Ausgabe von Arbeitsbeschaffungsschecks, Zabel-Wechseln usw.) sich darauf berufen, daß ihre Methoden von Herrn Staatssekretär Feder gebilligt würden. Diese Vereine und Verbände stützen sich sämtlich mehr oder weniger auf die törichten Gedanken Silvio Gesells. — Herr Staatssekretär Feder hat von jeher in schärfstem Gegensatz zu den Jdeengängen Silvio Gesells gestanden und lehnt sie Daten für Freitag, ll.Angust. 490: Theoderichs Sieg über Odoakar an der Adda; — 843: Vertrag von Verdun, Teilung des fräntij^e.t l Reiches: — 1656: der Heerführer Octavio Piccolomini in Wien gestorben (geboren 1599); — 1778: der Turnvater Friedrich Ludwig Jahn in Lanz geboren (gestorben 1852); — 1919: der amerikanische : Großindustrielle Andrew Carnegie in Stockbridge । gestorben (geboren 1837). Bornotrzen — Tageskalender für Freitag. R. O. i Baumeister: 20.30 Uhr, außerordentliche Hauptver- 1 sammlung. — Hessischer Jagdklub Gießen: 20.30 Uhr, 1 Vereinslokal, Neuenweg 5, Mitgliederversammlung. 1 — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Kind, ich freu I mich auf dein Kommen". : — Kraftpo st fahrt in den Taunus Am kommenden Sonntag findet, veranstaltet vorn Postamt Gießen, wieder eine Kraftpost-Ausflugs' fahrt statt, die diesmal in den Taunus führt. Aufenthalte sind vorgesehen in Usingen, Saalburg, Königstein, Falkenstein, Bad-Homburg uni Bad-Nauheim. Die Abfahrt erfolgt um 8 Uhr vom Postamt i (Bahnhofstraße) aus. Der Fahrpreis beträgt 4 Mark. Aus die heutige Anzeige se besonders hingewiesen. — Der Kriegerverein Gießen veranslol- tet am kommenden Sonntag, 13. August, 15.30 Ubr, im Philosophenwald ein Sommerfest. Preisschießen I Kinderspiele mit Brezelverteilung sowie Tanz finb I vorgesehen. Auf die heutige Anzeige sei besonder I aufmerksam gemacht. werde" ' De ehle » gen m I nächsten.^orgen ! Sonntags. 2I1 , W- der marsch . wad), gestern flg ßrCnfl sie reihen w ^ci marschiert ij cn bes°nö<7 e W ^2l L Blen 2uinV. &et im Wimpeln. mt ihren . Abends ein großer Fackelzug durch die Straff von Nidda. Kurzer Aufenthalt am Marktplck Begrüßung, Dankesworte — und weiter nach i>f Bismarckstein. Die Niddaer Bevölkerung will gebeten, uns heute abend allein zu lassen. Go» unter sich sind dann die Führer. Der Holzs» wird entzündet, bei loderndem Feuer sprÄl Rupprecht Hainer, der neue Führer des neu« IL Oberjungbannes. Don den Anfängen des 3urg w lpiM- volks spricht er, von seinem Wachsen und löte den, von seinem Verbot und von seinem fit® haften Glauben an den Führer und seine Misst« einem Glauben, der stärker ist als alle Verb« und der dann auch den Sieg davontrug. den Aufgaben spricht er und der Haltung & oberhessischen 3ungvolkführers, gerade in diesff und der kommenden Zeit ... Die Segelflieger in -er Rhön j 4?9C9enlti? Besprechung«? Rfi tQu bereA llanze Nacht >r-1 nQtbt • ’ ^kläi» Befehle wer eine!! Ochsten Mor 'urgern. Seit Äl-®u' ren äßaibern ff, 1 aus ber sl J^etolt^ i ? SßG § W»£SS Kreis Büdingen. Landkreis (Ziehen. er eröffnete die Generaloer- Kreis 2llsfeld. In Apoth. u.Drog. -.30-.55.1.10 Die Beerdigung findet Samstag, den 12. August, nachm. 4 Uhr statt. '14713 WC QR CDRUCKSACHEN ■* ■ ** ■ Brühl'sche Druckerei 50 50 Modehaus 5027 A Salomon s Sonnenbrand: Penaten-Creme M UFMmnn l^arineverein Gießen e V i_________________5 4 i> Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Heinrich Keßler Familie Ludwig Hardt, Oberingenieur Familie Ludwig Velten Familie Wilhelm Feller, Förster Ehrenbürgern der Gemeinde Ober-Gleen zu ernennen. Die Gemeindevertretung stimmte dem Antray einmütig zu. Die Ehrenurkunden sollen schon in den nächsten Tagen zugestellt werden. Ein Lastwagen fährt 50 Treppenstufen hinab 'nm 4, a u p e r l als Beigeordneter vom t i Ministerium eingesetzt. Daß die beiden neuen Muer der Gemeinde nicht nur das Vertrauen ihrer Wer kauft Küchenherd und qebrauchteOefen? Schr. Ang. u. 04706 a. d. Gießener An;. Großen-Linden, Weingarten (Württemberg), Bodenrod, Darmstadt, den 10. August 1933. Nidda, 10. August. Die Freiwillige Feuerwehr vollzog in einer kürzlich abgehal. tenen Generalversammlung die G l e i ' ' ' Der kommissarische Führer Hechl Büstenhalter aus gut. Bwoll-Trikot ■ oder Wäschestoff, -.75 l Stnwtbaltergürlel aus kräftigem Drell od. ■ Damast...........85 I £ Wieseck, 10. Aug. Gestern abend fand hier ae außerordentliche Generalversammlung der M’"‘ Feuerwehr statt. Komman- Wir betrauern das Ableben inseres heben Kameraden August Klemmrath H*'n Andenken werden wir in . I ren halten. |Verschiedenes| Detektiv K. Gerz, Bad-Nauheim, Kar- strafe 17 erleöigtalle vertrauliche Privat- u ®eidiäftsangele- genljeiten. wie Aus- ttinfte, Beobacktun- aen,Erm tteiungen. Beschaffung o Be- roe sm al in Straf- u S'oilnro; itrenp diski Svrechn. 9 b 12V,u.3—6Uhr. 67tD Während des Saison-Schluß» Verkaufes äußerst preiswert Korsetts D 6 Trauerfeier findet am Sams- ■uz. dem 12. August, vormil tags i r * ftuf dem Neuen Frica- ipf statt. Beteiligung sämtlicher \ aneraden ist Pflicht. KYW4ÄUS6R TEG4NIKUM für Jnqanievr« und werhmeieren ÖAD fRANKENMAUSEN Haushaltungswäsche sooeA reinigt gut und billig Großwäscherei »Edelweiß* Basenbleiche - Wäscherei - Heißmannei Ä2»i. Dann sitzen ße drinnen im großen Saal der iirnhalle und füllen ihn restlos aus. Ein buntes bild, die Führer tm Saal in vier langen Reihen ul ihrem Wimpeln, auf der Empore die Spiel- nannszüge und die Fanfarenkapelle, auf der viihne an langem Tisch die Oberjungbannführuna nrf ihrem (C.tnt, ____< ... ? , Leistungsfähige Fabrik hat für Hessen die Bezirks-Vertretung zu vergeben. Zielbewusste Versönlichfei- ien,.auch ohne Branchetenntnisse, bei Hochstverdienn gesucht. Es wollen sich nur Herren melden, die in der Lage sind, gewissenhaft zu arbeiten und zur Durchführung der Organisation über ein Bar- kavstal von Mk. 3—500 verfügen. soioD bewerb, an Schließfach 507, Stuttgart. b11 in den Tauin jeder eine Krastposi'AMH Sml in den TaunuS M rf. Auf die heutige Anze? fcn- fflip Atn DtroR !'""Ä 15.30 M )0NNtag, l'J' ft jJAjfi ein Sommerfe t. WJ t)* W« I“ """1 Bote Bilder erfordern gutes Negativmaterial. — Besorgen Sie sich noch vor Ihrer Reise die frischen Filme und Platten. — Fachmännische Auskunft über alle Photoarbeiten wird Ihnen gerne erteilt in dem Pbolo-ta Carl Ä Frankfurter Straße 39. Gtaufeubevg Tie schöne Burg Staufenberg feiert wie alljährlich am kommenden Sonntag, dem 13.. und Montag, bett 14. 'August Kirchweihfest: Alle Freunde und Gönner sowie alle, die eine wahre Volksgemeinschaft lieben, sind herzlich eingeladen., um ein vaar schone Stunden bei bekannt guter Musik hier verweilen zu können. Tie Preise der Speisen u. Getränke sind zeitentsorechend. Tanzgeld nur 50 Pfennig! Sonntagsfahrkarten bis Taubringen und ; Friedelbausen. — Es laden freundlich ein: l Tie Burschen, der Wirt Ludwig Bierau. die Gleichschal - tu na. Der kommissarische Führer Hechler leitete die Wahl. Der bisherige Kommandant Phil. Haas wurde unter Würdigung seiner Verdienste einstimmig zum ersten Führer der Wehr gewählt. Der erste Führer ernannte sodann seine Mitarbeiter: 2. Führer Hermann Seum, Schriftführer Hugo Erk, Rechner Emil Uhl; die Kameraden August Erk' Heinrich Merz und Otto Kratz wurden zu Füh- rer des 1 Zuges, L. L u p p, G. R i n g s h a u s e n und W. B a h r zu Führern des 2. Zuges und Aug. Ringshausen, Fr. Ringshausen und E. Uhl zu Führern des 3. Zuges bestimmt. D-» Kameraden Karl Guillaume und Erich Heä ler wurden zu Führern der pfüchtmäßigen Hilfs Mannschaft und Heinrich D i e h I m a n n zum Zeug- wart bestellt. Zum Ehrenmitglied wurde der aus- geschiedene Führer der Ordnungsmannschaft A. Wetzstein ernannt. Der 2. Führer Herrmann S e u m dankte im Namen der ernannten Vorstandsmitglieder für das entgegengebrachte Vertrauen. Nach einem „Gut Wehr" auf die Führer des Reichs und den 1. Führer der Wehr wurde das Deutschlandlied gesungen. Oberbrandmeister Haas erstattete sodann der Versammlung einen eingehenden Bericht über den Hessischen Landesfeuerwehrtag in Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren Heben Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Bruder, Schwager und Onkel Ludwig Hardt im 81. Lebensjahre in die Ewigkeit abzurufen. « --o--w-----1 zur Gleichschaltung der AH ■ _ , , xchr erschienenen Bürgermeister Euler. Nach der anzierunflsangeboten 1 rünnt9nbe der Gründe zur Gleichschaltung Seite wird dem MJ m k,inte ct hpn fpifh,*rin,,n .............. x Tüchtiges Mädchen für Küche u. Haus gesucht. 5046d Goethestraße 23 I. •———W | Verkäufe v» — *-*■ • — u*** %/iviM^iu^uuuiid, er- ytlir wiro oem wm » ^inLc..cJ bei? seitherigen Kommandanten Schäfer it häusen sich die lalle " ^hu^.rcr Wehr. Dieser ernannte darauf seine unbfort nbe in hÜ ?lto,rbe‘er- Mit einem „Wehr-Heil!" auf den Volke- iwiüschlisls die 1 : t"3 ' H c r unb mit dem ersten Vers des Internehmunüpn UnPSj $ l>°Wessel-Liedes fand die Versammlung ihr Ende. ZHLtS l.Jßollar, 11. Llug. Für den in den Ruhestand E'enen Bürgermeister Schmidt wurde Beige- zweier Ludwig Wagner und an dessen Stelle Vereine und Verbände i'tütr s )er weniger aus die lorch «c ^setzten Behörde, sondern ganz besonders auch rx-T m , 5leln“' ®f ^"nzen Bevölkerung Lollars besitzen, bewies ein n fcharfftem Gegensag zu> gi.-icr Fackelzua, der sich ihnen zu Ehren am Mitt- leMs gestanden und lehn!i tr^abenb durch das Dorf bewegte. Unter Voran- rcitaq, 11,'Miiqujt. bcr Feuerwehrkapelle marschierten SA., NSBO., , nkw nn 9ix Origen Parteimitglieder sowie der Turnverein I über Dboafar an ti. ... U[. Hie beiden Gesangvereine zum fiaule des neuen BültliallerausIaDrell oder Damast. Vorder- !■ A oder Seitenschi..i. allen g I Weiten.durch Dekorat I । lll etwas gelitten...Stück IbU' ” ’ - t beiden Gesangvereine zum Hause des neuen ’|Un's?'J^rmeisters und beglückwünschten ihn durch Heerführer Vst v P gk::i* Musikstücke und Männergesana zu seinem n stzeborerr IM, äiveantritt. Scharführer P e t r a s ch gratulierte h Ludwrtz Äahn m Lanj. Namen der Lollarer Vereinigungen und gab i - E'- der ammlac.. Hoffnung Ausdruck, daß es ihm gesingen möge, ew Carnegie in viaao» rerantwortungsvolles Amt zum Wohle der Ge- $1). rjin le im Sinne unseres großen Führers Adolf iiHOtl.Kn. le r zu führen. Ebenso herzlich wurde auch der ihor für flreilag. "rtde Beigeordnete, der schon lange Jahrs im Ge- hr nu6erorbentlidie h°u^uöerat zum Wohle der Gemeinde wirkt, zu seiner Ml beglückwünsch,. _________________ nt, 5, wMMitwdm-' "**" ' l4'' Alle Schweine. besonders auch kränkliche, ~ ZurückgebUedeneund 'l>lche mit steifen Seinen, gesunden und 163D entwickeln sich überraschend schnell, wenn Sie durch zedes Futter 1 Eßlöffel voll echtes RASSOLxä mengen. Verlangen Sie nur echtes iRaRol in Origmalflaschen u. weilen Sie Nachahmungen zurück. Allein. Hersteller: Engelapotheke Gießen, gu haben in allen Apotheken. . * Ober-Gteen, 11. *2Iug. Der Ortsgruppen- fetter der ÄSDAP. L. Beckcr regte in der jüngsten G e m e i n d e r a t s s i h u n g an, den Reichskanzler Adolf Hitler, sowie Schulrat Alfred Klo st ermann, den Dorkämpfer der national- sozialistischen Bewegung im Kreis Alsfeld, zu I halle zum Verkauf angeboten werden. eiWj *'Ä ^r“n9 bet a?n*iQ^tUn9Z- '"den toetbe?tQ0e nach ?u einem {tüun°^ 8c- bCBDn^‘: Arbeitsvergebung. Auf Grund der RVO. sollen die Anstreicherarbeiten der vier Gasbehälter vergeben werden. Angebotsformulare sind auf dem Technischen Bureau des Gas- und Wasserwerks (Zimmer 1) erhältlich. Dis Angebote sind verschlossen und portofrei, mit entsprechender Aufschrift versehen, bis Zum 5047D Montag, dem 21. August 1933 mittags 12 Ahr bet uns einzureichen. Die Oeffnung der Angebote erfolgt in Gegenwart der er- schienenen Bieter. Zuschlags, und Bindefrist vier Wochen. Gießen, den 10. August 1933. Städtisches Gas- und Wasserwerk. Sto11e. Wirtschaft. Frankfurt geschäfislos. Frankfurt a. M., 11. Aug. (WTD. Drahtmel- düng.) Die auch heute mittag anhaltende Geschäftslosigkeit ließ wieder keine einheitliche Tendenz aufkommen Die Bankkundjchaft hielt sich weitgehend vom Geschäft zurück, und auch die Kulisse zeigte keine Unternehmungslust. Unter diesen Umständen pcröanren nahezu alle eingetretenen Veränderungen m!5«r . Offnen Aufträgen über wenige Tillie. Die Entwicklung der Kurse war wieder uneinheitlich. Die Abweichungen gingen im Durch- schnitt von minus 0,50 bis plus 1 v. H. Fester waren am Montanmarkt immer noch Rheinische Braun- kohlen mit plus 1,50 v. Sy, auch Stahloereinsaktien lagen 1 o.H. höher, anderseits verloren Rheinstahl 0,50 o.H. und Mannesmann 0,25 vH. Einheitlich schwächer waren Ehemiewerte. Farben und Metall- gesellschaft je 0,75, Scheideanstalt 0,25 v. Sy F art'en konnten allerdings nach den ersten Kursen 0,50 vom Hundert zurückgewinnen. Verspätet kamen Deutsche Erdöl 1,50 u. Sy niedriger zur Notiz. Von Elektropapieren waren Bekula 0,38 v. H. und Siemens 0,50 v. H. gebessert, während AEG. 0,38, Lah- meyer 0,75 o.H. und schuckcrt etwa 3 d. Sy schwächer lagen. Der Schifsahrtsmarkt konnte feine Erholungen von gestern abend nicht behaupten, Ha- pag gaben 0,38 und Nordd. Lloyd 0,13 d. Sy nach. Bon sonstigen Werten fielen Zellstoff Waldhos durch einen Gewinn von 2,013 d. Sy auf, Aschaffenburger Zellstoff lagen 0,25 v.Sy höher. Auch Reichsbank- anteile gewannen 0,75 v. Sy Auf der anderen Seite lagen Kunslseideaktien gedrückt, Bemberg um 1,25 o. H. und Aku um 0,50 o. Sy, ebenso verloren Süd- deutsche Zucker und Zement Heidelberg je 1 o. Sy Ser Verlauf zeigte an den Aktienmärkten wenig Veränderungen. Verspätet tarnen zur Notiz Rist, gcrs mit minus 0,25 o. Sy, Hapag gaben weitere 0,13 v. Sy nach. Am Rentenmarkt eröffneten Altbesitz unb späte Reichsschuldbuchforderungen ungefähr behaup- tet, Neubesitz etwa 20 Pf. niedriger. Später gaben Neubesitz allerdings wieder 0,25 d. Sy nach. Von In. buftrieobligationen warenStahloercinbonds 0,38 v. Sy gebessert. Der Pfandbriefmarkt lag bei kleinem Geschäft ziemlich unverändert. Wettervoraussage. Der hohe Druck hak sich von den britischen Inseln her weiter über Deutschland ausgebreitet und noch verstärkt. Infolge des engen Isobarenoerlaufs ist die Luftbewegung lebhafter geworden, wodurch die Höchsttemperaturen etwas abflauen. Im allgemeinen bleibt die Großwetterlage unter dem Einfluß des Hochdruckgebietes erhalten. Aussichten für Samstag: Meist heiter, warm und trocken. Au sfichten für Sonntag: Fortdauer her Wetterlage. Lufttemperaturen am 10. August: mittags 28,8 Grad Celsius, abends 20,8 Grad: am 11. August: morgens 16 Grad. Maximum 29 Grad, Minimum 14 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 10. August: abends 29,2 Grad: am 11. August: mor- gens 21,4 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 12% Stunden. Verantwortlich für Politik: i D.: Ernst Blumschein. Keinen Schlaf aber haben die oberen Führer. :n die ganze Aacht hindurch, die .. „ , das Klappern der Schreibmaschinen, Befehle werden erlassen, vervielfältigt. Am nächsten Morgen muh alles klappen. Sonntag morgen. Uebernächtig die Führer, schnell ein 2ad Angenehm warm ist das Wasser. Der Schlaf vergeht langsam. Sie werden wieder frisch. Spielmannszüge wecken ... ilm 8 Ahr der große Appell auf der Wiese dvr der Turnhalle. Der Oberjungbannführer schreitet die Front ab- Bei jedem Führer bleibt er stehen, spricht ndt ihm, gibt ihm die Hand. Dann nimmt er mit seinem Stab den Vorbei- nrarsch ab. Müde sind sie noch, lang waren sie gestern abend wach, manche haben schlecht geschlafen, schon brennt die Sonne wieder, aber f < reihen sich zusammen. Das Gederner'Lager n-arschiert im „Lowenschritf und erregt dadurch 'besonderes Aufsehen. ri-hessen. „er MW Ingens« Dimpeitrag" al[enK da. ^a£9rüden J :ehr sind es 'M HulungslKngvtAA 'slvorie i-aevöller^^ • Oliböaet la([en. ___ e abend ®cr ^.Wlaes Gesicht, Mitesser, Pickel und mn die ^.«1 Feuer ..|[,A^ln beseitigtunt.GaranticCehaf.a- ’S lodernde^^r J ntwasser. Flasche x 2.30 und 1.30. „r der ne"LL^cn versehw. a. inhartnäck. ?J’n den ^JLd^fcn und -V |^..d.dasTeintversch.-MittelCehalln' 050 (Xem ^••Josc-A2^Tube'x1-40 Erhältl.: )0N l^1. uni) P°n Jine 05^1^ 0ir-JJinterhoff,Kaiser-Drog.Noll.Lö- 2erbn'., , unt) se>n _j^n Drog., Zentral Drog.. Pari. Koch. OBs 5rantfurt a. M., 10. Aug. (MSN.) Auf der Sachsenhauser Seite der Obermainbrücke ereignete sich h/ute vormittag ein eigenartiger Unfall. Ein aus Eberstadt bei Darmstadt kommendes Lieferauto wollte auf der Brückenranme einem von der Frankfurter Seite kommenden Personenauto ausweichen, geriet dabei aber auf den Bürgersteig und von da auf die Treppe, die nach dem Mainufer führt und ca. 50 stufen lang ist. Mit großem Gepolter sprang der Wagen von Stufe zu Stufe immer schneller die steile Treppe hinab und drohte bald an der Mauer bald an dem steinernen Brückengeländer zu zerschellen oder sich einfach zu überschlagen. Der Chauffeur blieb aber mannhaft auf seinem Sitze und verhinderte so gut es eben ging, baß die Tragödie, die man von oben jeden Augen- blick erwartete, eintrat. Unten auf der Mainwiese angelangt war die Schreckensfahrt noch nicht beendet, denn das Auto raste nun direkt auf den Main zu. Aber auch jetzt bewährte sich die Sialtblutigteit des erfahrenen Führers, denn knapp vor dem Wasser brachte er den Unglückswagen zum Stehen. Auf dem Wagen befanden sich fünf Personen, die die Schreckensfahrt von Anfang bis zu Ende mitmachen mußten, ohne daß ihnen das ge- nngfte geschehen wäre Auch das Auto ist verhält- nismäßig gut weggekommen. Eine halbe Stunde spater konnte das mit dem Auto nach Frankfurt geschaffte Obst und Gemüse bereits in der Großmarkt- I Halle zum Verkauf angeboten werden. [Vermietungen | 3-Zimmer-Woling. an ruhige Leute zu oerm. Schr. Ang. u. 04716a.d.Gieß.Anz. [Stellenangebote! 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Llnd letzt rücken sie wieder ab, wieder nach >au,e. DaS aber, was sie in Ridda in sich tufflenommen, wird ihnen Leitstern sein für ihre üititige Arbeit! — »NW Ä -in« ein. ’a°lbet WSSftS W 5^ “al die Wasserkuppe gebracht. - Mitte links: Die einzige weibliche Teilnehmerin Fraulein Re lisch aus Hirschderg. — Unten: Wolf Hirths neuester Apparat „Moazagotl" im Fluge. WW Schuhhaus Weidemann Seitersw.59 Nachdruck verboten! 7. Fortsetzung. Entschlußfreudig zugreifen Morgen Schluß! cVermä^lte georg Sfßeinz Schnaufer, Syndikus SYlatfjilde Scfjnaufer, geß. 2)iets Krieger-Verein Gießen Am Sonntag, dem 13. August 1933, nachmittags 3l/2 Uhr, im Philosovbenwald Das Wunder der MagussiWeiser Vornan von Fr. Lehne. Urheberschutz durch C. Ackermann, Stuttgart. Reise habe ich um einige Tage verschoben in der Hoffnung, daß ich nicht allein zu reisen brauche. Dabei traf Lilo ein beredter Blick, den sie sich wohl zu deuten wußte, — er wünschte ihre Begleitung? Froh klopfte ihr Herz! „Wo ich herkomme? Bon einem Besuch bei meinem Bruder in Gerlitz. Und Tee trinke ich in Gesellschaft schöner Damen bis zur Aufopferung!" , .. _ „Das höre ich gern, Baron. Darf ich die Herrschaften in mein Allerheiligstes hinüberbitten? Man sitzt dort gemütlicher', ich werde sofort für frischen Tee sorgen," sagte Lilo. Magussi blieb jedoch stehen, — „wenn der Baron so aufopferungsfähig ist, wird er sich heute auch wohl gern einmal für mich opfern und meinen Teil am Tee mittrinken. Denn ich muhi gehen, Lilo: du weißt, daß ich pünktlich sein will. Es ist gleich halb sechs; der Wagen wird jeden Augenblick kommen. Und wie zur Bekräftigung ihrer Worte klang jetzt deutlich das Signal des Bunteschen Wagens, das jeder in der Stadt kannte. _ , „Hörst du, Lilo — unser Wagen! Ich muß eilen! Auf Wiedersehen!" Sich verabschiedend reichte Magussi dem Baron die Hand und küßte die Freundin auf die Wange. Magussi war fort. _ ,. ,, Auf ihrem Platz saß nun Kurt v. Langen. Er hielt Lilo im Arm und küßte den roten Mund der leidenschaftlichen Frau. Sie war der gebende Teil; denn er wurde bald gleichgültig gegen eine Frau, die ihm zu sehr entgegenkam. Leichte Siege freuten ihn nicht. Ganz ausgeschlossen war für ihn, Lilo zu heiraten; als Freundin war sie ihm schätzenswert als Frau aber unmöglich. Er lebte lustig in den Tag hinein, ohne sich Gedanken um die Zukunft zu machen. Sein Bruder, der den elterlichen Besitz in Gerlitz geerbt, mußte ihm eine Rente zahlen, mit der er bei nicht zu großen Ansprüchen gut auskommen konnte; häufig war dies aber nicht der Fall. Es gab dann allerlei Meinungsverschiedenheiten zwischen den Brudern, und der Aeltere riet dem Jüngeren, zu heiraten, damit er sich an ein geordnetes Leben gewöhne, sonst sei er auf dem Wege, zu verbummeln. Gelernt habe er nichts Richtiges: die paar Semester Jura, die er studiert, seien auch nur des Korpsstudentenlebens wegen gewesen; denn gearbeitet habe er gar nichts — Beweis, daß er nicht mal seinen Referendar gemacht. Und mit feinen dreißig Jahren ohne ernfte Arbeit nur von einer Rente zu leben, sei wirklich nicht als besonders ehrenvoll zu betrachten. Es waren bittere Wahrheiten, die Ortwin v. Langen dem Bruder zu hören gegeben; nicht im besten Einvernehmen hatten sich beide getrennt. Flüchtig deutete er das Lilo auf ihre Fragen an. Sie hatte wohl gemerkt, daß er etwas anders als sonst war, zerstreuter und nicht so zärtlich. Sofort hatte sie irgendwelchen Argwohn; denn zu trauen war ihm ja nie. Das war es also! Hatten sich ihre Gedanken doch in falscher Bahn bewegt? Denn sie Im Empfangszimmer stand Lilos kaum von ihr benutzter Flügel; sie kam selten zum Spielen, und ihre Kunstfertigkeit darin war nicht so, daß sie sich vor anderen hören lassen konnte. Doch liebte sie es sehr, wenn Magussi spielte; da sang und f ang das tonschöne Instrument, daß sie ordentlich stolz auf diesen Besitz war, wie sie Maguss, öfter lachend oer- ^S^'laa halb auf dem mit grünseidenem Damast bezogenen Empiresofa, den Kopf auf den aufgestutzten Arm gelehnt, der Freundin lauschend, die wundervoll sang. Magussis Stimme war von einer ganz eigenen Klangfarbe; diese Stimme konnte niemand vergessen, der sie einmal gehört. Tief in Ohr und Herz drang sie, einen unwiderstehlichen Zauber aus- Übend, dem sich selbst die unmusikalische Lilo nicht zu entziehen vermochte. — Plötzlich stutzte Lilo; ihre Augen wurden groß und weit — zwischen dem Borhang, der das Empfangszimmer vom Eßzimmer trennte, erschien ein lustiges Männergesicht, dessen graue Augen in Bewunderung an Magussi hingen. Eifersüchtig bemerkte Lilo dies, und ihre freundschaftlichen Gefühle für Magussi verschwanden mit einemmal. Kurt von Langen — wo kam er her? Das Mädchen hatte ihn doch nicht gemeldet! Da trafen sich seine Augen mit ihren beobachtenden Blicken Er lächelte sie fröhlich an, warf ihr eine Kußhand zu und legte den Zeigefinger auf die Lippen, um Schweigen bittend, bis Magussi geendet. Dann schlug er den Borhang auseinander und trat ein. „Bravo, bravissimo, meine Gnädigste! Er schlug leicht die Hände zusammen und machte Magussi, die sich auf dem Klaviersessel erschrocken umdrehte, eine tiefe Verbeugung. Lilo reichte die Hand zum Kuß. „Welche Ueberraschung, Baron! Wir haben Sie gar nicht kommen hören." „Ganz einfach, ich gebot dem Stubenmädchen Schweigen, schlich mich vorsichtig ins Zimmer nebenan und wurde auf diese Weise Zuhörer, — nochmals meine Bewunderung!" Er wandte sich wieder an Magussi — „und gleichzeitig meine ergebenen Glückwünsche zur Verlobung, gnädiges Fräulein! Sie verstehen zu überraschen — einer mußte doch der Glückliche werden, — er ist zu beneiden." — Lilo fühlte sich irgendwie verstimmt — nicht durch seine Worte an Magussi, sondern durch seinen Blick vorhin, den sie nicht vergessen, — warum hatte der nicht sie, die Geliebte, gesucht, — dafür die andere? „Denken Sie, Baron, — Fräulein Bunte wird auch schon bald Frau sein; man fürchtet, der Singvogel möchte davonfliegen, — man will ihn beizeiten festhalten! — Trinken Sie noch eine Tasse Tee mit uns? Wo kommen Sie her? Wollten Sie heute nicht nach Berlin?" „Diele Fragen auf einmal. Gnädigste! — Ich werde mich bemühen, sie zu beantworten. Meine Die beiden Freundinnen hatten sich zärtlich umfaßt, und mit gespanntem Interesse hörte Lilo dem Bericht Magussis zu. „Und gestern war nun die Verlobungsfeier —" „Nur im engsten Familienkreise. Die eigentliche Feier wird in acht Tagen sein." „Zu der ich sicher auch nicht befohlen werde, da ich in Allerhöchster Ungnade stehe!" warf Lilo hin. Es sollte ironisch sein; aber ganz deutlich hörte Magussi eine gewisse Verärgerung heraus, — „gleichviel, ich werde nicht daran zugrunde gehen!" „Ach, Lilo, Papa denkt ja, daß du meine Theatervorliebe teilst, und er will alles von mir fernhalten, was mich darin unterstützt", entgegnete Magussi begütigend, der es schmerzlich war, daß sie der Freundin nicht hatte widersprechen können. „Scheint ihm mein Einfluß aus dich so groß? Dein , alter Herr will alles seinem Willen untertänig machen. Nun, durch deine Ehe wirst du ja von seiner Obervormundschaft befreit. — Eigentlich, Magussi, kann ich es mir noch gar nicht richtig oorstellen, daß du schon Braut bist." m , Seufzend spielte Magussi mit ihrem Verlobungsring. „Ich auch nicht, Lilo! "Unb — wie ist Eduard Weiser? — Ich meine, ist er zu ertragen?" Magussi sann einen Augenblick nach. Ja er ist rührend gut und aufmerksam. Ware er nicht mein Verlobter, könnte ich wohl sagen, daß er . ein sehr sympathischer Mensch ist." Lilo mußte lachen. Du bist köstlich, Magussi. Uebrigens sind alle Männer rührend gut und aufmerksam, wenn sie em paar Tage verlobt sind. Die Hauptsache ist daß er dich vergessen macht, was du seinetwegen hast aufgeben müssen." , . , Müssen, Lilo? Nein, das letzte Wort habe ich noch nicht gesprochen; denn von meiner Musik laße ich nicht. Nur — ich brauche erst mal Zeit und Ruhe zum Ueberlegen." Jetzt aber finge mir ein Lied, — singe Strauß. .Wenn du es wüßtest, was leben heißt!' N?m, Magussi, das weißt du nicht, das Lied kannst du nicht fingen, noch nicht! — Darum will ich es Nicht von dir hören." Lilo faßte lachend Magussi um: Gelt, das weißt du noch nicht? Dein Herz ist noch nicht erwacht! Dann singe Elsa aus ,Lohengrm: ,Einsam in trüben Tagen', das höre ich so gern! hätte ihn nicht verlieren mögen; dazu war sie in den hübschen, eleganten Mann zu sehr verliebt. Ihr praktischer Verstand mußte zugeben, daß Kurts Bruder im Grunde recht hatte, ihm Vorwürfe über sein Leben ohne Beschäftigung zu machen! Für die Ehe war er auch nicht geschaffen; nun, er dachte ja nicht ans Heiraten! Allerlei Entschuld!, gungen fand sie für ihn. Die Hauptsache war, daß er ihr blieb und sie ihn an keine andere verlor. „Weißt du, worauf ich gespannt bin? Aus Magussis Ehe! Das Glück wird nicht überwältigend fein. Offen hat mir Magussi vorhin erklärt, daß sie ihren Verlobten nicht liebe, nur ihre Kunst. Ihre Verlobung sei nur durch den Zwang ihres Vaters ju«. stände gekommen —" „Sie singt wundervoll!" Ein leichter Schlag streifte feine Wange, — „du bist ja ganz hingerissen —" Er hörte sofort das eifersüchtige Mißtrauen Lilos aus dem Tonfall ihrer Stimme. „Von ihrer Kunst, ja! — Aber sonst habe ich wenig Interesse! Das mußt doch gerade du genau wissen!" Und mit seinen Spitzbubenaugen sah er ihr lächelnd ins Gesicht, indem er neckend und zausend durch ihr kurzgeschnittenes Haar fuhr, das einen so kleidsamen Rahmen für ihr reizvolles, regelmäßiges Gesicht' bildete. „Ach, geh! — ihr Männer! — euch allen ist nicht zu trauen — und dir am wenigsten!" Aber doch war sie zufrieden, als er sie zur Widerlegung ihrer Worte in die Arme nahm und herzhaft küßte. Leicht lächelte er vor sich hin. Er wußte, wie man mit Frauen umzugehen hatte. 6. Kapitel. Selbstvergessen saß Magussi vor dem Flügel, den Kopf ein wenig vorgeneigt, die Hände im Schoß verschlungen. Ihr Lied war verhallt; doch keiner her Zuhörenden hatte bis jetzt ein Wort gesprochen. Standen sie so im Banne ihres Gesanges? Magussi schreckte beinahe zusammen, als sie jetzt von der Mutter des Verlobten angeredet wurde. „Liebstes Kind, du hast ergreifend schön gesungen. Aber warum wähltest du gerade dieses Lied, das doch nicht für eine Braut paßt — ,Der Tag ging regenschwer und sturmbewegt' —" Langsam stand Magussi auf und legte den Deckel über die Tasten. „Warum, Mama?" Sie lächelte wehmütig, „es kam mir so in den Sinn. Ich finge Brahms so gern, — Allerseelenstimmung, Mama!". Und ihr Blick ging durch das Fenster in den herrlichen Garten. Der Verlobte stand neben ihr; leicht lag sein Arm um ihre Schulter. „Wollen wir ein Stündchen spazieren gehen unb die altert Herrschaften sich selbst überlassen?" fragte er, sich gegen ihr Gesicht neigend. (Fortsetzung folgt.) preisschießen, Kinderspiele mit Brezelverteilung und Tanz. Um rege Beteiligung sämtlicher Mitglieder mit Angehörigen wird gebeten.smid Ter Borstand. 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Dafür Teilnahme an dem Familienabend der Vereinigung ehemal. hess. Grenadiere, um 8 Uhr, im Caf6 Ebel. Teilnahme istP flicht Der Ortsgruppenführer. Im Univ.-Forftgarten ruhigen, angenehmen Aufenthalt Spezialität; Alkoholfreie Getränke sowie Dickmildx ®enerflimenöotrcinS!£ Deutsche, vor allem Ihr alten Krieger und Du Deutsche Jugend, lest das Buch des Soldaten, dem der Oberbefehlshaber General von Moltke am 22. 8.1914 in höchster Not schrieb: „Sie werden vor eine neue, schwere Aufgabe gestellt, vielleicht noch schwerer als die Erstürmung Lütticht. Ich weiß keinen anderen Mann, zu dein ich so unbedingtes Vertrauen hätte, als wie zu Ihnen . .. Vielleicht retten Sie im Osten noch die Lage." 8 Tage später war Tannenberg geschlagen. Das Bu6 ist für 4 RM. im Buchhandel zu haben. Ortsgruppe Gießen Heute abend 30' 2 Migliederrersaromlung im Vereinslokal, Neuenweg 6. 5051D Vereinigung ehemalig, hessischer Grenadiere Für die im August fällige Monatsversammlung findet am Samstag, 13.91110., ab 20 Uhr, int Caft Ebel (im Garten) suf. mit Kameraden der R. d. Z. ein Mlllen-Menli statt. Gäste können eingeführt werden. Erschein, ist Pfiicht. 01707 Ter Borstand. ® ö E ß 5 s G o£9 = c® o » - = ID £e S =<5 E 2 = =•= Ko 2Z ‘«Sfrl B. = ö 2 A E CM- EID <2 = SA e«e? >e«9§'D e O - - e e o •e«! sH g c c® .21 □ o-e E 'S er. — »- UM "-EL «> 2 cs S k-8 = -s? es, ^«wjC o ® -A p äö B-e = m B = CM(O L 2 o E E o 2 o B 105 A er' to§ (S; M- ice« 9 2 L S>E = SS« *** c ES 5 o ar aafi >r> E i0 E 5 s E o» — E E u - r -e 55 £ 2« 2 e E c E cy = iD = *e Z E ug? 5 E t5 u> c o — a a N 2-5C> N Z >A S Z Z 5 sr sr a Ö K A ® ® 6? 55 A K A 3 c 9 E 2 Jr. E Ä E es a s ?z= = «•§ ES KZ 10 2 © oK = acy Z ID 5 L « 2 Q og = ä LD*= A 59 2 2 c(D E o:/= E e •c 21 •SKe . s ZN o -b S E.E o^®to S iicro =2® 2 2 CM °£-i° c-c ’S E ■e9 =.q ID c E 529 ID 2 O >- -b ty o CB u® D B?8 b~9 M = E:=2 C - ___ 3=^5 o c? -S = .®<0 2-5 B r?«. E g h p 2.5^3 cc=8 «5 o L - E ff auf et, Syndikus fer, ge6. 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