Dienstag, V, Juli 1935 185. Jahrgang Nr. 159 srühartssave Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmitlag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re. klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorfchrist 20° , mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; fü: Feuilleton vc H.Thyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein undfürdenAn- zeigenteil i. D.TH.Kümmel sämtlich in Bietzen. Erl chelnl täglich, autz« Sonntags und Feiertags Betlagen: Di- Illustrierte Gietzener Familrenblatter Heimat im Bild Die Scholl. Monatr-Vezugsprets: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Vhne Illustrierte . 180 Zustellgebühr .. . Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. jfemsprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Sieben. Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686. GietzemrAnMer General-Anzeiger für Oberhessen VrvS und Verlag: vrühl'sche Univerfilälr-Vuch- und Zteindruckerei K Lange in Gießen. Zchriftleitung und Geschäftrftelle: Zchulftrahe 7. London, 10. Juli. (TU.) Das Ergebnis der Montagsverhandlungen besteht darin, daß die Weltwirtschaftskonferenz weiter hingezogen werden soll. Die Konferenzleitung gibt voller Befriedigung die Parole aus, daß die Konferenz f o r t g e - e tz t wird, was aber nicht darüber hinweotöuschen >arf, daß dies nur im beschränkten Um- ange geschieht. Es steht jetzt zu erwarten, daß Ende nächster Woche oder Anfang übernächster Woche eine abschließende Vollsitzung ein- berufen wird, wobei sich die Konferenz vorerst auf den Herb st — man spricht von Ende September oder Anfang Oktober — vertagen würde, d. h. bis die amerikanische Währungslage geklärt ist und sich die Saisoneinflüsse auf das Pfund ausgewirkt haben. Die Engländer haben ihre Vermittlungsversuche zwischen den beiden Währungsgruppen energisch fortgesetzt, worauf der etwas versöhn- lichere Ton der Franzosen zurückzuführen ist. Oie Weltwirtschastskonferenz wird weiter hingezogen. nationalen Marxismus. Nachdem der Marxismus zuerst in Italien und nun auch in Deutsch land kläglich zusammengebrochen sei nachdem der Marxismus das große russische Volk ins Elend gestürzt habe, wäre es wirklich ein Zeichen der Schwäche des Schweizer Volkes, wenn es nicht auch mit dem Marxismus und Kommunismus fertig werden würde. Was v e rs ch w i nde n müsse, das sei die Taktik derVerhehung und des Klassenkampfes. Das Treuebekenntnis zur Schweizer Na- tion sei der dritte Punkt, bei dem wiederum bei allen neuen Fronten und Verbänden äleber- einstimmung herrsche. Der beste Schutz der Schweizer Heimat bleibe nach wie vor Neutralität. Bundesrat Minger schloß, er stelle fest, daß es sich bei der neuen politischen Bewegung, die vor allem die Iugend erfaßt habe, weniger um die Aufstellung neuer Programmpunkte handele als vielmehr darum, den alten Programmpunkten der bürge rlichen Parteien neues Leben und neuen Inhalt zu verleihen. Die Bezeichnung „ g eist ige Erneuerung" sei deshalb zutreffend. In diesem Sinne wolle sich das schweizerische Volk auch mit der Jugend solidarisieren. Oie Wahrheit über Deutschland marschiert! Oer englische Zeitungskönig Nothermere berichtet über feine Eindrücke im Deutschland der nationalsozialistischen Revolution. Ich lege es allen jungen Briten und Britinnen dringlich nahe, den Fortgang der Naziherrschaft in Deutschland aufmerk- zu verfolgen. Sie dürfen sich nicht durch falsche Darstellungen durch die Gegner dieser Bewegung irreleiten lassen. Die einfache, ungeschminkte Vaterlandsliebe Hitlers und seiner Gefolgschaft bringt unsere Salonbolsche- wiken und Kulturkommunisten in große 21ui«® gung. Die gehässigen Hcrunterreihcr der Nazis findet man in eben den Kreisen der vri- tischen Oeffentlichkeit und Presse, die am eifrig- sten in ihren Lobpreisungen der rufst s ch e n Sowjetherrschaft sind. Diese Kulissenreißer, die im Sowjetsystem nichts v Sklavenarbeitslagern wahrnehmen, wohl aver e bewundernswertes Beispiel bürgerlicher Org - fation darin erblicken, verschließen ihre W vor den tatsächlichen Erfolgen der natwnalsoz a- listischen Bewegung und erschaudern vor dem Anblick der Begeisterung, die sie in jedem Lebens- > zweig in Deutschland erweckt hat. Sie haben einen lärmenden Verleumdungsfeldzug 1 gegen das ausgenommen, was sie „Nazigreuel- I taten" nennen - was, wie aber jeder Besucher Deutschlands schnell entdeckt — nur aus ein paar wenigen, vereinzelt dastehenden Gewalttaten besteht, wie sie in einem Volk, das anderthalb mal so groß ist wie unseres, unvermeidbar sind, die man aber verallgemeinert, vervielfacht und übertrieben hat, um den Eindruck zu erwecken, als wäre Naziherrschaft eine blutdürstige Tyrannei. wenn man sich die englischen Zeitungen der Jahre 1922/23 oornimmt, findet man, daß die alten Weiber beiderlei Geschlechts in unserem Lande genau so hysterisch über angeblich „faschistische Ausschreitungen" in Italien waren. Die Verabfolgung einiger Dosen Rizinusöl an kommunistische Gegner wurde in Ausdrücken des Grauens dargestellt, die jede Krankenschwester, die dergleichen ost getan hat, sich wie ein weiblicher Borgia fühlen lassen muhte. Jetzt, da Italien seit zehn Jahren nicht nur friedfertig und fortschrittlich, sondern auch — im Vergleich mit anderen Ländern — wohlgediehen ist, sind die gelegentlichen Ueberspanntheiten der frühen Tage des Faschismus vergessen. Gleichermahen werden die geringfügigen Fehltritte einzelner Nazis untertauchen in der Fülle der Wohltaten, die das neue Regime schon heule Deutschland bringt. Allem voran ist die Befreiung des Landes von der Herrschaft jener muffigen, stets kuschenden deutschen Republik zu nennen, die ganz und gar kein Einsehen, kein Selbstvertrauen und sogar keine Selbstachtung hatte. Enthüllungen, die der Sturz der republikanischen Minister mit sich gebracht hat, beweisen, daß deren Verwaltungstätigkeit nichts war als ein Wandschirm, hinter dem Banden gewissenloser Politiker unter Vorspiegelung republikanischer Gesinnung das Volk systema- tisch aus plünderten. Zum ersten Mal in Deutschlands Geschichte hatten Betrug und Bestechung angefangen, sich in großangelegter Weise über den gesamten Staatsdienst zu verbreiten. Ueberdies aber siel das deutsche Volk rasend schnell unter die Bevormung durch artfremde Elemente. In den letzten Tagen des vorhitlerischen Regiments gab es zwanzigmal so viel jüdische Regierungsbeamte in Deutschland wie vor dem Krieg. Israeliten mit internationalen Bindungen hatten sich in Schlüsselstellungen der deutschen Verwaltungsmaschine eingeschoben. Nur drei deutsche Ministerien hatten unmittelbare Beziehungen zur Presse, aber in diesen drei Fällen war der für die Nachrichtenverbreitung und Auslegung der Politik vor der Oeffentlichkeit verantwortliche B e - amte ein Jude. von solchem Schimpf hat Hitler Deutschland befreit. Durch die Mobilisierung der Jugend zur Unterstützung einer kraftvollen Nationalpolitik hat er schon jetzt eine verzagende, verbitterte Nation zu einer hoffnungsvollen, auf ihre Zukunft vertrauenden gemacht. Die e r ft e Folge des neuen Geistes, den er Deutschland eiugehaucht hat, ist eine sichtliche Belebung seines Binnenhandels. In England ist die Einflüsterung weit verbreitet worden, die Nazis wären finstere junge Raufbo de, die mit Terror über eine eingeschuchterte Bevölkerung herrschten. Das ist eine gänzliche B e r - d r e h u n g d e r T a t s a ch e n. Ich habe mich mit eigenen Augen und Ohren überzeugt, daß die Sympathien der überwältigenden Maße der deutschen Bevölkerung auf feiten dieser Organisation wackerer junger Patrioten stehen. Sie sind d erDortrupp einer nationalen Erhebung, die unter der sachgemäßen, zweckbestimmten Führung Hitlers und seiner Handvoll Gehilfen außerordentlich schnell Deut chland das B e r t r a u e n i n die e i g e n e Kraft und fein glückliches Geschick wiedergibt durch die Kriegsniederlage erschüttert war. Nichts hat die Welt heute so nötig wie Realismus. Hitler ist ein Tatsachenmensch. Er hat sein Land aus der fruchtlosen Leitung durch pudernde, halbherzige Politiker gerettet. Er hat seinem nationalen Leben öen unüberwindlichen Geist s leghaf- ten Jugend eingeflößt. Oie Erneuerungsbewegung in der Schweiz. Negierung und „Fronten". Brugg (Kanton Aargau), 9. Iuli. (WTB.) In einer von 18 vaterländischen Verbänden einberufenen, von 15 030 Schweizern aus allen Landcsteilen besuchten Volksversammlung im Ving des römischen Amphitheaters der alten Nömerstadt von Vindonissa bei Brugg sprach! u. a. der Vorsteher des Eidgenössischen Militärdepartements, Bundesrat Minger, der drr Bauernpartei angehört. Er setzte sich mit den von den verschiedenen „Fronten" auf gestellten Zielen auseinander und erklärte u. a., daß das Schweizer Volk an der Demokratie nie Ueber die heutige Bureausitzung wurde folgen- des Communiquä veröffentlicht: Das Bureau trat heute vormittag zusammen, um die Berichte der verschiedenen Unterausschüsse entgegen- zunehmen und Empfehlungen über die künftigen Arbeiten der Konferenz auszuarbeiten. Das Bureau prüfte zuerst den Bericht Colijns und Runcimans über die Arbeiten der verschiedenen Unterausschüsse der Wirtschaftskommission. Der Unterausschuß zur Prüfung des indirekten Protektionsismus und der Unterausschuß für Anpassung von Produktion und Nachfrage legten Berichte vor, die eine Fortsetzung der Konferenzarbeiten einstimmig empfahlen, und denen das Bureau seine Zustimmung gab. Der Unterausschuß für Subventionen und der Unterausschuß für Handelspolitik hatten mitgeteilt, daß sich bei ihnen Meinungsverschiedenheiten über die Zweckmäßigkeit einer Fortführung der Konferenzarbeiten ergeben hätten. In beiden Fällen betraute das Bureau, auf eine Anregung Colijns und Runcimans hin, ein Redaktionskomitee mit der Ausarbeitung eines Berichtes. Im Währungsausschuß verwies der Vorsitzende der Unterkommission für Sofortmaßnahmen, Jung, auf die am 7. Juli getroffene Entscheidung. Im Namen des Unterausschusses für Dauermaßnahmen erklärte Kienboeck, daß der Unterausschuß bereits vier Entschließungen angenommen habe. Nach einer allgemeinen Aussprache über das weitere Verfahren beschloß das Bureau, daß um Iß Uhr eine Vollsitzung des Ausschusses für Geldfragen zusammentreten solle, um ein Redaktionskomitee zu wählen, das dem Bureau bei feiner morgen um 15 Uhr ftattfinbenben Sitzung Empfehlungen zu unterbreiten habe. Wie verlautet, ist die Frage der Vertagung der Weltwirtschastskonferenz in der Sitzung des Bureaus besprochen worden. Die Anzeichen einer Vertagung mehren sich, es wird vom 26. Inli gesprochen. Hüll, der mit Colijn und Neville Chamberlain eine Unterredung hatte, meint, daß die Stimmung zum Optimismus neigt; deshalb wird er sich vielleicht einer baldigen Vertagung nicht mehr entgegensetzen. Ein amerikanischer Delegierter sowie mehrere amerikanische Iour- nalisten sollen Schisfskabinen für den 20. I u l i b e st e l l t haben. Der Währungsausschuß setzt ein Redaktionskomitee ein. Bemühungen um eine Einigungsformel. London, 10. Iuli. (WTB.) Im Wäh.ungs- ausschuß erstatteten der italienische Delegierte Iung und der österreichische Delegierte Dr. Kienboeck Berichte über die Tätigkeit der von ihnen geleiteten Unterausschüsse. Der Leiter des Währungsausschusses Cox erklärte, da man die Arbeit nur sortsetzen könne, wenn Einmütigkeit bestehe, so sei es notwendig, einen Redaktionsausschuß zu ernennen, der die bestehenden Meinungsverschiedenheiten zu regeln habe. Der französische Finanzminister Bonnet schlug vor, einen Redaktionsausschuh von zehn Mitgliedern zu ernennen. Nachdem der Vorschlag ein* 1 stimmig angenommen wurde, vertagte sich der Ausschuß. Das Redaktionskomitee wird morgen zusammentreten. Iun g , der die Rolle eines Vermittlers übernommen hat, hat mit den anderen Mitgliedern dieses Komitees Besprechungen gehabt, um mit ihnen eine Einigungs- forme! zu verabreden. Das pariser Echo. Paris, 11. Juli. (WTB.-Funkspruch.) Auch die Pariser Morgenb'.ätter nennen den 26. Juli als den voraussichtlichen Zeitpunkt der Vertagung der Weltwirtschaftskonferenz. Sie meinen, die Konferenz werde zwei Monate in die Ferien gehen, beim Wiederzusammentritt im Oktober wäre auch das Ergebnis der Währungspolitik Roosevelts bekannt. Der in London weilende Außenpolitiker des „Echo de Paris" glaubt ein Zurückwcichen der amerikanischen und kanadischen Delegierten in der Währungsfrage feststellen zu können. Das fei aus zwei Gründe zurückzusüh- ren: einmal darauf, daß der französische Finanz- minifter Bonnet deyi englischen Ministerpräsidenten ein für allemal erklärt hat, daß Frankreich entschlossen sei, an Währungsdebatten solange nicht teilzunehmen, als der Währungsmarkt Erschütterungen ausgesetzt sei, wie gegenwärtig. Zum anderen darauf, daß die Goldwährungen an Stärke und Stabilität gewonnen hätten, seit der Widerstand Frankreichs, Italiens und der Länder, die ihnen folgten, gegen die Inflation eingesetzt habe. Englische Hoffnungen. Chamberlain sieht noch Möglichkeiten für einen Ausgleich. London, 10. Juli. (TU.) Im Unterhaus wies der Schatzkanzler Neville Chamberlain darauf hin, daß der gemeinsame Wunsch zur Wiederherstellung der Weltwirtschaft sowie das ofsensichiliche vorhandene Einvernehmen über die Notwendigkeit der Währungsstabilisierung an sich anfänglich z u guten Hoffnungen berechtigt habe. Das Abgehen Amerikas vom Goldstandard habe jedoch eine neue Lage geschaffen. Chamberlain schilderte weiterhin die verschiedenen erfolglosen Versuche, zu einem Abkommen über die Stabilisierung der Währungen und die Beschränkungen der Währungsschwankungen zu gelangen und deren Ablehnung durch Roosevelt. Zweifellos sei die Wirkung dieser Ablehnung auf die Abordnungen und auf die öffentliche Meinung der Gold- ftanbartflänber sehr ernft und sehr verwir-> renb gewesen. Offensichtlich habe Roosevelt nicht nur zu verstehen gegeben, daß er den Rückwirkungen feiner inneren Poliiik auf andere Länder nur wenig oder gar keine Bedeutung beimeffe, sondern anscheinend habe er auch an einen internationalen Währungsstand gedacht, der bei den Goldstandardländern kein Vertrauen finden könnte. England habe sich daraufhin entgegen den Wün- schen auf Vertagung dazu entschlossen, aus eine Fortsetzung der Konferenz hinzuwirken, deren Arbeit aber aus gewisse Punkte beschränkt werden solle. Er hoffe, so sagte Chamberlain, daß man vielleicht in den nächsten Tagen zu einem gewissen Ausgleich gelangen werde. Zu weiteren Verhandlungen eigne sich die Frage der Produktionsregelung sowie Vereinbarungen über eine Reihe von Rohstoffen. Abschließend meinte Chamberlain, daß die Konferenz doch vielleicht nicht ganz vergeblich gewesen sei, da man sich jetzt besser verstünde. Wir müssen, so erklärte er, Gleichmut bewahren und uns nicht durch die zeitweisen störenden Faktoren der Entwertung des Dollars, die in hohem Maße künstlich und das Ergebnis der Spekulation ist, zu übereilten und schlecht überlegten Entschlüssen treiben lassen. Die Erhöhung der Großhandelspreise sei weiterhin das Hauptziel der britischen'Regierung. Die britische Regierung sei weiter der Ausfassung, daß eS nicht möglich sei, diese Erhöhung des Preisniveaus durch Geldaktion allein zu- l standezubringen. Sieghafte Jugend. Unter diesem Titel hat Lord « ° t 6 e r. mere der bekannte englische Zettungs- könia dec augenblicklich zu Besuch in Norddeutschland weilt, seinem Blatt der : Daily Mail", die mit ihrer Zwer- mitlionenauflage die bedeutendste Zeitung des Northcliffe-Konzerns und eine der größten der Welt ist, folgenben interessanten Stimmungsbericht über feine Eindrücke im neuen Deutschland geschrieben. Ich schreibe aus einem neuen Land aus der Landkarte Europas. Es heißt N a z i l a n d. Von allen historischen Wandlungen unserer Tage ist die Umformung Deutschlands unter Hrtler die schnellste, vollkommenste und plötzlichste gewesen. Diese Nation von 65 Millionen steht hinter ihm, einig tote nie zuvor. Seitdem, vor fünf Monaten, die Nazis die Macht erlangt haben, ist Deutschlands pol 111 s ch e Struktur revolutioniert, feine Verfassung umgeformt worden, und seinem Vock wurde Kreuzzugsmut eingeslöht. Etwas viel bedeutungsvolleres als eine neue Regierung ist inmitten der Deutschen erftaböen. Eine plötzliche Ausdehnung i b r c 8 21 a - tionalgefühls ist eingetreten wie damals in England unter der Königin Elisabeth. u - genb hat die Befehlsgewalt ubar- nommenl Ein Strom jungen Bluts belebt das Land neu. Er fließt so» stark in den entferntesten " Kanälen des Nationallebens wie bei feinem Auf Besuch in Norddeutschland finde ich die Anzeichen des neuen Hitler-Geistes ebenso offenbar m den entlegensten Dörfern wie in den größten Städten. Ueber die kornbeladenen Felder hinweg ficljt man die Naziflagge auf den Dächern einsam liegender Landhäuser wehen. Fast jedes Fahrrad, dem man auf den langen geraden Landstraßen begegnet, trägt seinen Hakenkreuzwimpel, und durch die malerischen Gassen kleiner Landstädte schreiten die harten jungen Männer in Braunhemden — wie ihre braungekleideten Gehilfinnen — und haben die Herrschaft über Deutschland von den untauglichen Aelteren übernommen. Seit mehreren Jahren habe ich die Entwicklung dieser Bewegung sehr aufmerksam verfolgt. Im September 1930 schrieb ich von München aus an die „Daily Mail", daß Deutschlands junger Nachwuchs „entschlossen wäre, die Führung in den nationalen Belangen in seine Hand zu nehmen". Ich habe mit jetzt bewiesener Genauigkeit vorausgesagt, daß diese Bewegung zu einer „nationalen Wiedergeburt Deutschlands" führen würde. Selbst Sechziger, begrüße ich dieses der Welt so gegebene Beispiel. Ich trete für das Recht der Jugend auf Herrschaft ein. Mussolini hat die höchste Gewalt in Italien im Alter von 39 Jahren erreicht. Seine Mitarbeiter waren noch jünger. Sie zusammen haben ihr Land zum beftregierten in Europa gemacht. Ich baue fest darauf, daß Hitler, der im Alter von 43 Jahren zur Macht gelangt ist, ähnliche Erfolge in D e u t f ch l a n d erzielen wird. Als Großbritannien fein Leben und die Freiheit Europas gegen Napoleon verteidigte, waren seine nationalen Führer auch jung. Pitt, Wellington, Nelson, alle hatten sie das volle Maß ihrer Cßer* antwortlichkeiten mit 40 erreicht. Währens heute die Regierungen von Deutschland oder Italien aus zehn oder einem Dutzend lebensstarker, frischer Männer in der Blüte ihrer Iahre bestehen, bringt eine britische Kabinettssihung 20 grauhaarige alte Herren zusammen, deren Durchschnittsalter 63 ist. * Die Nachsicht oder Gleichgültigkeit, mit der die britische Öffentlichkeit abgewirtschasteten Parteiführern gestattet, sich an die politische Macht zu klammern, ist eine der Hauptursachen des Wirrwarrs, in dem sich unsere nationalen Angelegenheiten feit langem befinden. Ehe sich b i e jüngere O enetation in Großbritannien durchsetzt, wie es die Lugend in Deutschland und Italien getan hat, werden die selbstzufriedenen Schönredner, die jetzt im Amt sind und durch Preisgabe unserer Macht in Indien auf den Verfall des Reiches hinsteuern, ihren verhängnisvollen Einfluß weiter ausüben. werde rütteln lassen. Auch konfessionelle Fragen dürften nicht aufgetoor- f e n werden. Ferner wollten die Schweizer die föderalistische Einstellung im Innern erhalten. Einstweilen liege das Schwergewicht der politischen Tätigkeit der 3ung?n noch in der Kritik. Immerhin würden sich gewisse gemeinsame Richtlinien abheben; so z. V. ei Tlebereinstimmung vorhanden in dem De- treben, das heute in politische und wirtschafte liehe Gruppen aufgelöste Schweizer Volk wieder zusammenzuführen zu einer eigent* ichen Volksgemeinschaft. Bei der Her* tellung dieser Volksgemeinschaft müsse man auf alle Schichten Rücksicht nehmen. Ein zweiter Programmpunkt, über den Einigkeit bestehe, sei die Bekämpfung des inter-s V,y ■■■«Hiinww - Sin. '=*«: (oll 5 tilgte Nr ufto. f m W “ °" Steuert rund unb ’S* 5 Seb1!*« Nlchs. ' tc- der Aou. t Seit. g&ä m6iIre l0[9enbes ®e. Säst SLL , i "a^tun9 unb Land. .,9 Ur Siebfung Im 016 <-'toIunq M m,., .landwtrtlchaftljcher Er. ?9 bnien wird, der die suhm, gleichzeitig ■Än $eD0lferUR9 bei ^i'chtigen wirb* iden Kreuther ZeWielm. öolksaufklärung und Pro. llnsche des Herrn lend m einer Bespie- Reichsregierung unb bet BiUen Slusbrud gegeben, ;t Festspielen dadurch eine na zu verleihen, baß bis Lönberregierungen eine n Eintrittskarten rmerben unb ben kul- n ber beulfdjen dugenb ügung ,'teilen. Die Nisters für Volksaufklä. nb aLgemelnr ^\m- fcher angenommen mer- Äar>reuther Festspiele, des grasten Bayreuther ung jutommt, auch durch ajetzung der Zuhörerschaft egangen werben tön« Goebbels verhanbelt mit m ben Inhabern bet von n Stellen zur Verfügung iin- unb Rückfahrt taffe zu ermöglichen. iit dem Bayreuther Burst fettens bet Bürgerfchaft irtiere zur Beifügung ieit steht W Ruh« „Tankstelle' unb manajen iren des Tonfilms, frech einem beneibenswerten Zteinbeck als Major, Kämpers als Feld- llbrüd unb bie Sou- finb im Enfemble nächst zu nennen. Produktion, at Musik: Hans May. voll ungetrübter Heilet' )e Papagei. -AD -v Papageien Schaden- fcss SHSSJw* ssä-JJä ALS »>je Gewöhn- nem Herrn Küchen. :en m M kann ,u würzen hie verstellen,', ^bat» i vieN^^imnen Er' e wenn &ie hiebet jieftün&en rnöen freien d^jge Lame muffe W iufmnnn. ‘ Ainbes rziebu"ll L Wl£'c -er n>ch^ hi. ©elpta^ nit fernen um \ev tlmorflanifdlion im Hessischen Verkehrsverband die in Buntes Allerlei Aus der Provinzialhauptstadt Mit Oie Oienstgeschäste der Gchlichtungsausschüffe. Oie hessische Landesregierung schafft eine Preisüberwachungsstelle den Sieg brachte. Oluf dem Kultbild, das vor einigen Jahren i n Dieburg gefunden wurde, befindet sich eine sehr wertvolle Darstellung, die in allen andern Dilderzyklen bisher fehlte: aus einem Daumstamme wachsen drei Aeste heraus, und jeder von ihnen trägt einen Mithraskopf. Der Sinn dieser Darstellung kann nicht zweifelhaft sein: Es ist das Abbild der Trinität. Daß diese Lehre auch im Mithrastum enthalten war, konnte man schon früher aus einer versprengten Schriftstellernotiz entnehmen, doch stand diese noch isoliert und fand nicht viel Zutrauen. Das Dieburger Bild ist kurz vor 200 n. Ehr. verfertigt. gion des römischen Deiches keine innere Defrredi- gung mehr zu bieten vermochte, die nach religiöser Vertiefung suchten und sie bei den kalten Göttern des offiziellen Kultes nicht fanden. Aber, gehörten auch mehrere römische Kaiser zu den Verehrern des Mithras, diente ihm auch der Adel der Hauptstadt, vorwiegend war doch das Mi- thrastum die Religion der Armen und Unterdrückten. Don Verfolgung durch die staatlichen Organe hören wir nichts, das Mithrastum stellte sich scheinbar niemals in Gegensatz zum Staat. Das ist der Gegner, mit dem das junge Christentum drei Jahrhunderte lang einen erbitterten Endkampf um die Weltherrschaft ausfechten muhte, bis der Heber tritt Kaiser Constantins ihm vorzügliches Bild hinterlich und auch beim Vorbei- marsch an dem Stabschef R ö h m exakt und militärisch diszipliniert austrat. Die Gesamtstaffel fand allgemeine Anerkennung. Die Rückfahrt wurde am Sonntagabend angctrcten. Wohlbehalten gelangten alle Teilnehmer wieder in Gießen an. Bornotizen. — Tageskalender für Dienstag. Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): Heinz Ruhmann als Musketier Distelbeck in „Der Stolz der 3. Kompanie". Späte Sühne für ein Orama des Weltkrieges. Ein französischer Soldat Hubert Dertrand, der während der Schlacht von Verdun im Jahre 1915 aus den französischen Linien zu den Deutschen überlief, ist jetzt von einem Pariser Kriegsgericht zu acht Jahren Zwangsarbeit verurteilt worden. Dieser späten Sühne für eine Desertion liegt ein tragischer Zwiespalt zwischen Liebe und Pflicht zugrunde. Während die Schlacht tobte, erblickte Dertrand, dec sich mit seinem Druder in einem der vordersten Gräben befand, in einer Entfernung von etwa 2 km das Dorf St. Jean-les Duzy, das damals von den Deutschen beseht war. Es war sein Heimaisort, und dort wohnte seine junge Frau und ein Kind, sein Erstgeborener, den er noch niemals gesehen hatte. Der junge Soldat blickte sehnsüchtig nach den Dächern hinüber, die von den Granaten der französischen Artillerie beschosten wurden: er zitterte um das Schicksal seiner Frau und seines Kindes, und schließlich konnte er dem Drange nicht widerstehen, sie zu besuchen. Er rannte daher durch das „Riemands- land" nach den deutschen Linien. Rachdern er dort mitgeteilt hatte, warum er sich selbst in die Ge- fangenschaft begeben habe, wurde ihm gestattet, seine Frau zu sehen. Diese kam mit dem Kind nach dem Hauptquartier der Drigade. Es wird behauptet, dah er in dem Wunsche, diese Vergünstigung zu erhalten, mehr ausgeplaudert hat, als ihm seine Pflicht als Soldat gestattete. Der der Gerichts- Verhandlung wurde festgestellt, daß seine Frau, nachdem sie erfahren hatte, unter welchen Bedingungen diese Begegnung möglich wurde, darüber sehr entrüstet war. Sie leitete sofort die Scheidung ein, die auch ausgesprochen wurde. Bertrand wurde 1916 von einem Kriegsgericht in Abwesenheit zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt wegen Desertion vor dem Feinde. Ein anderes Kriegsgericht verschärfte spä- ter dieses Urteil zur Todesstrafe. Aachdem der Heberläufer sich lange Zeit in Luxemburg aufgehalten hatte, war er kürzlich nach Frankreich zurückgekehrt, weil er glaubte, dah man nach der langen Zeit sein Verbrechen nicht mehr so schwer beurteilen würde. Das Gericht aber schloß sich dieser Ansicht nicht an. Ein Hund hört seinen Herrn im Rundfunk. über das Verhalten eines Hundes, der seinen Herrn im Rundfunk hörte, berichtet Plüschke in dem bei Hugo Bermühler in Berlin erscheinenden Mithras und Wodan. Oie Verwandtschaft arischer Lichtreligionen. Don Prof. Dr. Friedrich Dehn, Kustos am Römisch-germanischen Zentralmuseum in Mainz. .Rat ur forsch er". Während Plüschke in Breslau einen Rundfunk-Vortrag hielt, sah seine Familie in Cauban, 150 km entfernt, um den Lautsprecher. „QUänne, der schwarze Pudel des Hauses hielt gerade seinen Vorabend-Schlaf," schreibt et. .Plötzlich - ich folge dem Bericht der Meinen - wird er beim Hören meiner Stimme unruhig, spitzt die Ohren, läuft zur Tür und bellt. Er, der den ganzen Tag nicht gefreßen hat, vermutet mich wohl, von einem Ausgang heimkehrend, im Gang. Als er sich überzeugt hat, dah der Gang leer ist, stellt er sich, meine Frau mit seinen klugen Hundeaugen anblickend, vor den Lautsprecher, legt die Pfoten auf das untergestellte Tischchen und bellt von neuem. Dort, auf dem Tisch, scheint sich sein Herr in dem altbekannten Kasten versteckt zu haben. Als er von der Vorderseite aus nichts entdecken kann, versucht er sein Heil von der Rückseite her. Aber umsonst sind alle seine Bemühungen, Herrchens Aufenthalt mittels Rase oder Augen zu entdecken. Hnruhig pendelt er dann zwischen dem Lautsprecher und der Tür hin und her. Erst, als Herrchens Stimme im Radio verstummte, legte sich seine Hnruhe, mit einem Sprung war er wieder auf seinem weichen Grohvaterstuhl neben dem warmen Ofen.“ Diese Beobachtung beweist, dah der Hund stimmlich bekannte Darbietungen im Rundfunk aufmerksam beachtet und dah et durch sie ongeregt wird, nach dem Träger der Stimme zu suchen. Reue Pyramidenfunde. Eine große und sehr schöne Mastaba, ein Grab der Pharaonenzeit, das für den Oberpriester des Ptah zu Memphis errichtet worden war, wurde von einer amerikanischen Grabungsgesellschaft des Reuyorkec Metropolitan-Museums zu Lischt in Oberägypten freigelegt. Das Grab, das nicht weniger als 296 in den Kalkstein gemeißelte und blau gefärbte Spalten von Hieroglyphen-Texten aufweist, wurde an der Stätte der Pyramiden der beiden ersten Könige der 12. Dynastie aus der Zeit um 2000 v. Ehr. gefunden. Der Raine des Bewohners dieser prächtigen Grabstätte ist Senwosret-Ankh. Ein anderer Pyramidenfund glückte dem ägyptischen Forscher Prof. Selim Hasian, der im Auftrag der Ägyptischen Hniversität die Gräber der sieben Söhne des Chephren, des Erbauers der zweiten Pyramide von Gizeh, freilegte; dieser Pharao hatte die Tochter des Cheops geheiratet, und die Gräber seiner Söhne fanden sich ostwärts von seiner Pyramide zu Gizeh. Hasian entdeckte auch das unberührte Grab eine» hohen Würdenträgers der 5. Dynastie aus der Zeit um 2500 v. Ehr. In allen bisher aufgedeckten Mithräen steht im Mittelpunkt der Verehrung das Bild des Gottes, wie er als Symbol der Zeugung unb Befruchtung ben Stier opfert. Im Mittelpunkt bes Dieburger Bildes dagegen finden wir eine ganz abweichende Darstellung. Mithras als reitenden Jäger, begleitet von drei Hunden. Das besagt, dah man wenigstens hier sich unter Mithras etwas anderes vorgestellt haben muß. Wenn wir nun überall sehen, wie bei dem Vordringen der Mi- thraslehre in andere Länder die bisherigen Landesgottheiten des Lichtes unb des Himmels bem neuen Gotte angegli - chen werben, so dah er in Babylonien bcn> Schamasch, in Phrygien ben Men, bei ben Griechen ben Helios, bei ben Römern ben Sol in sich aufnimmt, so wäre es auffallcnb, wenn i n Germanien, wo der Glaube an Mithras besonders verbreitet gewesen zu sein scheint, nicht das Gleiche vor sich gegangen sein sollte. Die ihm entsprechende Gestalt dec germanischen Götterwelt ist nun aber Wodan, und er wurde ja gerade im Odenwald und seinen Rachbargebieten als der „wilde Jäger" verehrt und lebt in dieser Gestalt noch heute dort fort. Dieburg liegt am Fuße des Odenwaldes, und einen Mithras zu Pferde haben wir noch zwei Male im gleichen Gebiete, in Heidelberg und Osterburken. Im Odenwalde liegen die einzigen mitteldeutschen Kultstätten Wodans, die wir kennen: auf dem Heiligenberg in Heidelberg und auf bem Greinberg bei Miltenberg am Main. An beiben Orten wird Wodan inschriftlich als Mercurius Cim- b r i u s "ober Cimbrianus bezeichnet. Wir Derbanten Taeitus bie Rachricht, daß bie Germanen als höchsten Gott den Mercurius verehrt hätten. Das klingt sehr sonderbar, unb man hat sich um bie Deutung bieser Rachricht viel bemüht, doch bisher ohne einen gesicherten Erfolg. Wir müssen es also vorerst einfach als Tatsache hinnehmen, daß die Römer, einem auch von ben Griechen geübten Brauche folgcnb, bie germanischen Götter mit den Ramen römischer Gottheiten bezeichneten und dabei ben germanischen Lichtgott mit bem römischen Handelsgott gleichsetzten. Unter ben zahlreichen Dilbwerken unb Weih-Inschriften an Mercurius aus bem Rheinlanb mag sich oft ber Germanengott verbergen. Hnb so wird es auch verstänblich, baß im Dieburger Mithras- heiligtum bas Kultbilb selbst so gut wie unverletzt wiedergefunden würbe, eine Mercurstatue aber, bie im Vorraum stand, in ungezählte Stücke zerschlagen wurde. Die christlichen Zerstörer des Heiligtums sahen also in dem Mercur den eigentlichen Trager des Kultus in diesem Tempel, nicht Mithras in feiner orientalischen Gestalt. Und in einem anderen Mithrasheiligtum ganz in der Nähe, bei Stockstadt am Main, find auf einer Inschrift Mercur und Mithras einfach gleichgesetzt, d. h. nicht der persische Lichtgott dem römischen Handelsgott, sondern der Lichtgott dem ihm nahverwandten germanischen Lichtgott Wodan. So fällt aus dem Mithrastempel von Dieburg auch ein Lichtstrahl auf die ideale Göttergestalt unsereseigenen Volkes, die an ethischer Höhe dem Persergott nicht nachsteht. bie Meldung der Startbereitschaft entgeqengenom- men hatte, erscholl von Sturmführer Weber das Kommando „An die Fahrzeuge!". Die Krafträder setzten sich an die Spitze, der Führerwagen mit dem Stander folgte; anschließend fuhren die Personenkraftwagen und ein Lastkraftwagen. In rascher Fahrt, bei prächtigem Sonnenschein ging es bann, ohne irgendeinen Unfall, Koblenz entgegen. Der Motorsturm 1116 machte überall einen vorzüglichen Eindruck, während die Gesamtstaffel 116 unter Führung von Staffelführer Schäfer ebenfalls ein Uebcrgang auf das Slaalsministerium. Die Staatspresse st eile teilt mit: Wirkung vom 1. Juli d. I. ab werden im Volksstaat Hessen die Dienstgeschäfte der Schlichtungsausschüsse und deren Spruchkammern von dem hessischen Staatsministerium, Ministerialabteilung BI (Arbeit und Wirtschaft) m i t v e r s e h e n. Alle für diese Behörden bestimmten Anträge und Eingaben sind daher nunmehr an bas Hessische Staatsministerium, Ministerialabteilung III (Arbeit und Wirtschaft), Darmstadt, Adolf-Hitler-Platz 5 (Altes Pa- Lichtes. Die Mithras-Lchre stammt aus bem arischen Orient, aus Persien, sie ist in ben kleinasiatischen Berglänbern bereits im 14. Jahrhundert v. Ehr. nachweisbar. Von Haus aus ist sie eine Religion bes Lichtes als Raturerscheinung gewe- en, noch im höchstentwickelten Stabium haben sich bie urtümlichen, aus ber Urzeit stammenden Kultformen erhalten, die ganz untrügliche Zeichen höchsten Alters finb, die Höhle als Kultort, bie Tierverkleidungen im Gottesdienst und mancher andere Zug. Die Entwicklung geht klar uib folgerichtig von ber Raturreligion zur Geistesreligion. Schon im Orient wirb ber Licht- unb Sonnengott gesteigert zum Gotte bes Guten unb ber Gerechtigkeit. Dieser ethischen Höhe verdankt die Mithras- lehre vor allem ihre ungeheure Verbreitung über das gesamte Gebiet des großen Römerrcichcs, zumals da Mithras als Gottheit militärischer Tugenden beim römischen Heere größte Verehrung genoß, das seine Lehre über die ganze Welt trug. Die Formen des Kultes sind überall die gleichen. unb die Heiligtümer bes Gottes gleichen sich vollkommen, ob sie nun am schottischen Grenzwall stehen ober in ber Wüste Arabiens. Im Zeichen bes Mithras sammelten sich alle bie, denen bloßem Formalismus erstarrte Staatsreli- es römischen Reiches keine innere Befriedi- Auf Grund des Gesetzes über ben Reichsausschuß s:r Fremdenverkehr vom 23. Juni 1933 verfugt ber eanbertommifiar für den Fremdenverkehr in Hes- ftn Regierungsrat Dr. Roesener folgendes: Für das Gebiet des Dolksstaates Hessen ist in 'ragen des Fremdenverkehrs zuständig ber aner« 1 nifte Landesoerkehrsverband, d. h. der Hessische >:kehrsverband. Bezirks- oder Unterverbände liten ihre Arbeit e i n z u st e l l e n. Sie können 33 zum Regierungsrat ernannt. Pg. Dr. Koch ist »Jahre alt unb war vor seiner Berufung zu bem ieichsstatthalter in ber hessischen Justiz richterlich ntig. Er ist alter Parteigenosse unb Gaufachschafts- kiier ber Fachschaft Justiz. Dr. Koch ist gebürtiger ßikßener. So wenig eine Kultur irgendeiner Zeit sich ohne jede Beeinflussung entwickeln kann, so wenig kann der erhabenste Ausdruck einer Ku.tur, kann die Religion einer Zeit oder eines Volkes ein gänzlich abgeschlossenes Einzelleben führen. Es hat im Altertum drei Religionen gegeben, die zueinander allerstärkste Deziehnngen aufweisen und die doch aus ganz verschiedenen Quellen geflossen sind, die Leren von Mit ras, von Wodan und von Christus. Es sind sämtlich Religionen des 2>ie Hessische Regierung hat auf Dor- äge des Herrn Staatssekretärs entsprechend dem D-ansche des Herrn Reichsstatthalters unter dem : Juli eine Verordnung zur Heberwa- Ihnng der Preise für lebenswichtige Lebens- xid> Genußmittel sowie für lebenswichtige hand- iLikliche Leistungen zur Befriedigung des täglichen Bedarfs erlassen. Zu diesem Zweck ist bei bei Ministerialabteilung I eine Preisüberwa- iungsstelle errichtet worden, deren Zusammen- 'ct3img unverzüglich erfolgt. Die Preisüberwachungsstelle übt die Funktionen ms, die ihr durch die Verordnung übertragen 2orden sind. Die in ber Verordnung vorgesehenen gesetzlichen Maßnahmen bieten eine sichere handhabe dafür, daß irgendwelche unliebsame Preisoeränderungen, die zu einer Beunruhigung der Bevölkerung führen konnten, für die Zukunft unterbleiben. ,£af»er war nicht zu umgehen, daß auch im Ein- .clsall sehr harte Maßnahmen angedroht werden mußten. Im einzelnen bestimmt die Verordnung, Nifj in Zukunst Preiserhöhuagen, Erhöhungen von Preiszuschlägen und Preisspannen für die gestützten Lebensmittel und Leistungen erst vorge- r.Dinmen werden dürfen, wenn sie zuvor von b *. r Heberwachungsstelle genehmigt voiden sind. Für alle seit dem l.Mar 1933 erfolgten Preiserhöhungen müssen die Genehmigungen bis spä- ieslens 31. Juli d. I. nachgeholt werden. Denn Verbände und Vereinigungen für ihre Mitglieder Mindestpreise, Mindesthandelsspannen unb Mindestzuschläge verabreden und festsehen bollen, müssen sie zuvor gleichfalls um die Genehmigung einkommen. Verstöße gegen die 'Lcnehmigungspflicht werden schwer ge- ch-ndet. Schon ein fahrlässiger Verstoß begründet bie Strafbarkeit. Die Strafe lautet auf Gefängnis ober Gelbstrafe in unbeschränkter höhe ober auf beibes zusammen. / Pei juristischen Personen und sonstigen Dereini- diungen trifft die Strafandrohung die gesetzlichen Vertreter, im übrigen den Inhaber. Auch etwa laisj zu richten. Selbstauslösung des Hessischen Philologenvereins. Der Vorstand des Hessischen Philologenvereins beschloß in einer Sitzung in Darmstadt am vergangenen Samstag nach einem eingehenden Bericht seines Vorsitzenden einstimmig die Auflösung des Vereins zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Die nach der Vorstandssiyung tagende Vertreterversammlung billigte diesen Beschluß. MotorsturmL inKoblerij Im Bereich der Untergruppe Hessen-Darmstadt beteiligte sich an dem gestrigen Treffen am Deutschen Eck zu Koblenz auch das NSKK'.-Gießen unter Leitung bes Bezirksführers K ö h r c s, Gießen, unb im Verbanb ber Motorstürme der Staffel 116 ber Gießener Motorsturm 1/116. Die Gießener Motor- SA., bie über eine beachtliche Stärke verfügt, begann mit ber Anfahrt bereits am Samstagnachmittag au Oswalbsgarten; bort fanb bie Parabe ber Fahrzeuge mit nachfolgenbem Start statt. Maschine au Maschine tarn an; bie Fahrer unb die Beifahrer nahmen neben ben Fahrzeugen Ausstellung. Unter bem Kommanbo von Sturmführer Webe r-Gießen, bot ber Sturm ein einbrucksvolles Bild ber Disziplin unb Bereitschaft. Zahlreiche Schaulustige umsäumten ben Oswalbsgarten unb sahen ber idler« essanten An- unb Abfahrt zu. Nachdem ber mit ber Führung ber MoWrstürrne im Bereich ber Standarte 116 beauftragte- Staffel- sichrer Dr. Schäfer- Gießen (früher Darmstadt), vorhandene Betriebsleiter, die mit der Preisgestaltung etwas zu tun haben, können sich strafbar machen. Heben den rein gerichtlichen Strafen kann die Ueberwachungsstelle aber noch zu Dermal- tungsstrafmaßnahmen schreiten. Sie kann je nach ber Notwenbigkeit die Fortführung von Betrieben untersagen, wenn der Inhaber ober ber Leiter bes Betriebs den auf Grunb der Verordnung erlassenen Vorschriften oder Anordnungen zuwider handelt, oder wenn sonst Tatsachen die Annahme teilfertigen, daß der Inhaber bie gesetzlichen Vertreter oder Betriebsleiter bie für den Betrieb erforderliche Zuverlässigkeit nicht besitzen. . Außerdem kann bie Schließung ber Beltiebs- unb Geschäftsräume angeorbnet werben. Strafbar macht sich auch, wer einen gesellschaftlichen Druck ausübt oder eine Person verächtlich macht, um auf diese Weise Preisbindungen zu erzeugen. Als letztes Mittel hat die Preisüberwachungsstelle die Möglichkeit nach stattgefundener gerichtlicher Verurteilung zur Veröffentlichung des Namens und der Firma des Bestraften zu schreiten. Die Kosten der Veröffentlichung hat der Bestrafte bzw. die Firma selbst zu zahlen. Die Verordnung ist am 10. Juli 1933 in der Darmstädter Zeitung verkündet worden und damit in Kraft getreten. Mit diesem Tag hat also die Preisüberwachung begönnert. Die Hessische Landesregierung hofft, baß bie ge» bilbete Preisüberwachungsstelle zu einem brauchbaren Instrument wirb, um einen gerechten Interessenausgleich zwischen ben einschlägigen Gewerbe unb bem Hanbwerk einerseits unb ben Ver» braucherkreisen anberseits herbeizuführen. wo sie Mißbräuche fesiskellen wirb, wirb sie burch bie Preisüberwachungsstelle schnell unb entscheibenb eingreifen. Aus ber anberen Seite aber auch wirb sie im Sinne eines pfleglichen Hanbelns versuchen, eine ben Zeitverhältnissen angepaßte Preisgestaltung zu gewährleisten. Zur allgemeinen Aufklärung sei noch hin- zugefügt, baß Anträge auf Genehmigung von Preiserhöhungen usw. burch bas zustänbige Kreisamt ber Preisüberwackungsstelle vorgelegt werben müssen. Es empfiehlt sich, weitest gehenb bie Hilfe ber Organisation bazu in Anspruch zu nehmen. SJ.-fpor/ Um den Hitler-Pokal. Die Hitler-Pokal-Spiele der Zwischenrunde brachten zwei klare Sieg und zwei Ueberraschungen. Bereits am Samstag schlug Brandenburg vor etwa 8000 Zuschauern in Berlin Pommern-Grenzmark glatt mit 9:2 (3:2). Dagegen hatte Bayern in Chemnitz Mühe, die Mannschaft des Freistaates Sachsen mit 2:1 (1:1) niederzuringen. Vor 10 000 Besuchern kam es zu einem schönen Kampfe, den das bessere Zusammenspiel der Bayern entschied. Ucberraschend verlor Niederrhein in Essen gegen Nordhessen mit 2:3 (2:1) gegen Nordhessen vor 2000 Besuchern. Auch die 'Mittelrheinmannschaft, die in Halle vor etwa 3000 Besuchern der Kombination Prov. Sachsen-Thüringen mit 2:4 (0:2) unterlag, enttäuschte. Die Vorschlußrunde um den Hitler- Pokal im Fußball bringt am kommenden Samstag Bayern und Nordhessen in München, am Sonntag Brandenburg und Prov. Sachsen-Thüringen in Magdeburg zusammen. Großer preis von Deutschland für Motorräder. 6rah-Oberohmen siegt in der 1000-ccm-fUaffe. Das Motorradrennen um den Großen Preis von Deutschland auf der Berliner Avus litt leider unter ungewöhnlicher Hitze. Der Besuch fiel nicht so stark wie erwartet aus. Unter den Zuschauern bemerkte man zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Durch die Hitze gab es zahlreiche Ausfälle an Maschinen. Nach sechsjähriger Pause wurde das größte deutsche Motorradrennen wieder einmal von einem deutschen Fahrer auf deutschem Fabrikat gewonnen. Stelzer- München legte auf der 500= ccm-BMW. die 313,999 Kilometer lange Strecke in 1:56:53,2 zurück und verbesserte den bestehenden Rekord von Bullus mit einem Stundenmittel von 166,3 Kilometer um 7,1 Kilometer. Einen schönen Doppelerfolg hatte L o o f - Godesberg auf Jmpe- ria, der das einleitende Seitenwagenrennen und dann noch das Rennen der 350er Solomaschinen gewann. Zwei weitere BMW.-Siege gab es durch Sch oth-Berlin bei den Beiwagen und durch Kratz-Oberohmen jeweils in der Kategorie bis 1000 ccm (Solo). Die Ergebnisse. Bis 1000 ccm: 1. Kratz-Oberohmen (BMW.), 2:00:40,8 (156,1 Stundenkilometer): 2. Bouvain- Königsberg (BMW.), 2:07:19,8 (148); 3. Roese- Düsseldorf (BMW.), 2:09:28,8 (145,5). Bis 500 ccm: 1. Stelzer- München (BMW.), 1:56:53,2 (161,2), beste Zeit des Tages; 2. Sunn- quist-Schweden (Husquarna), 1:58:27,2 (159,1); 3. Kalön-Schweden (Husquarna), 1:59:53,4 (157,1). Bis 350 ccm: 1. Loof - Godesberg (Jmperia), 2:04:10,6 (142,3); 2. Richnow - Berlin (Rudge), 2:04:10,8 (142,2); 3. Ahlswede-Hamburg (Velo- cette), 2:14:58 (130,9). Bis 250 ccm: 1. Dodson-England (New Imperial), 1:59:32,2 (138); 2. Sandri-Jtalien (Guzzi), 1:59:33,3 (137,9); 3. Geiß-Pforzheim (DKW.), 2:10:21,3 (156,5). 11. Gabelbach-Rennen IHanfteb v. Brauchitsch fährt Tagesbestzcit. Nach einer Pause von drei Jahren gelangte am Sonntag das Gabelbach-Rennen für Automobile und Motorräder bei Ilmenau (Thüringen) wieder zum Austrag. 108 Teilnehmer stellten sich dem Starter zum Rennen auf der kurvenreichen und bergigen Strecke. An die 60 000 Zuschauer waren erschienen. Alle Klassenrekorde wurden Überboten, den Vogel schoß aber Manfred v. Brauchitsch ab, der mit seinem schweren Mercedes die Tagesbestzeit herausfuhr und den von Earacciola int Jahre 1928 aufgestellten Rekord von 2:11,8 auf 2:06,1 drückte. Sein Stundenmittel betrug 114,2 Kilometer, eine ganz ausgezeichnete Leistung. Süddeutsche Leichtathletik-Meisterschaften. Erster Tag. Die süddeutschen Leichtathletik-Meisterschaften, die am Samstagnachmittag im neuen Hitler-Stadion zu Stuttgart ihren Beginn nahmen, waren von den besten äußeren Verhältnissen begünstigt. So gab es denn recht gute Leistungen. Leider stand zur Bedeutung der Veranstaltung und zu den Leistungen der Publikumsbesuch in einem krassen Gegensatz. Nur 1000 Personen wohnten den Titelkämpfen des ersten Tages bei. Bon den Ergebnissen des Tages beansprucht vor allem der neue deutsche Rekord Erwähnung, den Seeger (Oßweil) im Hammerwerfen mit 46,62 Meter erzielte. Der alte Rekord wurde von Mang (Regensburg) mit 46,05 Meter gehalten. Sehr erfolgreich schnitten am ersten Tag die Stuttgarter Kickers ab, während die früher jo erfolgreichen Athleten aus dem Frankfurter Gebiet kaum in Erscheinung traten. Lediglich dem Offenbacher Kurz gelang es, seinen Titel im 200-Meter- Laufen zu verteidigen. Der zweite Tag. Vor 4000 Zuschauern wurden am Sonntag die Meisterschaften fortgesetzt. Sicherlich wären noch mehr Besucher gekommen, wenn nicht kurz voir Beginn der Kämpfe ein wolkenbruchartiger Regen niedergegangen wäre. Dieser Regen hatte auch auf die Leistungen nachteiligen Einfluß, do. er* die Kampfbahnen sehr weich machte. Trotzdem zeigten die süddeutschen Leichtathleten fast auÄ» nahmslos gute Leistungen. Der Sonntagnachmittag wurde eingeleitet mit dem Einmarsch der 400 Teilnehmer. Den Löwenanteil an Meisterschaften trugen auch am Sonntag wieder die Stuttgarter davon, doch kamen, auch die Frankfurter auf ihre Rechnung. Bcsi den Damen tat sich besonders die Turnerin« Mau ermeße r, Neuhausen-München, hervor, die nicht weniger als vier Titel erringen konnte. Frl. Dollinger, Rürnberg, konnte die 200 Meter in 25 Sekunden durcheilen und damit ihren eigenen Rekord um zwei Zehntel Sekunden unter» bieten. Von her „Tour he France". Die 12. Etappe der „Tour de France" führte am Sonntag über 128 Kilometer von Nizza nach Cannes. Der Franzose Archambaud zeigte sich auf dieser recht schwierigen Teilstrecke in bester Form und siegte in 3:55,53 Stunden. Da der Franzose allein in Cannes eintraf, wofür zwei Minuten gutgeschrieben werden, hat er sich im Gesamtklassement wieder an die Spitze des Feldes gesetzt. Ruch Thierbach vollbrachte am Sonntag eine sehr Erläuterungen zum Reichsbankausweis vom 7. Juli 1933. Berlin, 10.Juli. (WTB. Funkspruch.) Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 7. Juli 1933 hat sich in der verflossenen Bankwoche die gesamte Ka- pitalanlaae der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards uno Effekten um 153,3 Millionen auf 3589,6 Millionen Mark verringert. Im einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln und -Schecks um 31,5 Millionen auf 3180,9 Millionen Mark, die Lombardbestände um 125,0 Millionen auf 84,7 Millionen Mark und die Effektenbestände um 1,0 Millionen auf 319,7 Millionen Mark abgenommen, dagegen die Bestände an Reichsschatzwechseln um 4,2 Millionen auf 4,3 Millionen Mark zugenommen. An Reichsbanknoten und Rentenbank s ch ei n e n zusammen sind 101,3 Millionen Mark in die Kassen der Reichsbank zurückgeflossen und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 89,7 Millionen auf 3392,2 Millionen Mark, derjenige an Rentenbankscheinen um 11,6 Millionen auf 384,0 Millionen Mark verringert. Der Umlauf an Scheidemünzen nahm um 16,6 Millionen auf 1447,0 Millionen Mark ab. Die Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheinen haben sich dementsprechend auf 24,9 Millionen Mark, diejenigen an Scheidemünzen auf 229,5 Millionen Mark erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 359,7 Millionen Mark eine Abnahme um 87,2 Millionen Mark. Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen haben sich um 6,9 Millionen auf 280,1 Millionen Mark erhöht. Im einzelnen haben die Goldbestände um 5,4 Millionen auf 194,0 Millionen Mark und die Bestände an deckungs- sahigen Devisen um 1,5 Millionen auf 86,1 Millionen Mark zugenommen. Die Deckung der Noten betrug am 7. Juli 8,3 v. H. gegenüber 7,8 v. H. am Ultimo Juni. * Wiederingangsetzung der Moto- re n f a b ri k O b e r u r s e l? 3n einer Bersamm- lung erklärte der Oberurseler Bürgermeister Lange, für die Wiederingangsetzung der seit längerer Zeit stilliegenden Motorenfabrik Oberursel seien zwei Projekte ausgearbeitet, von denen das eine von der Deuher Motorenfabrik '^°ln-Deuh. ausgeht und für mindestens 250 Arbeiter Beschäftigung schaffen soll. Dieses Proiekt steht vor, in der Motorenfabrik Ober- ursel lediglich Lastwagen zu bauen, während das von Direktor 11 s i n g e r ausgearbeitete Projekt Motorenbau vorsieht. Nach diesem Projekt sollen I gute Leistung. Die beiden übrigen Deutschen, I Geyer und Stöpel, trafen mit der großen Hauptgruppe im Ziele ein. Kurze Sportnotizen. 1 600 Nennungen wurden für das Aachener Reitturnier vom 22. bis 30. Juli abgegeben. Ein Meldeergebnis, das um 300 Nennungen höher ist, als im Vorjahre. * Die 2000-Kilometer-Fahrt durch Deutschland hat bisher nicht weniger als 307 Nennungen gefunden, der beste Beweis dafür, welch großes Interesse in Motorsportkreisen dieser großen Fahrt entgegengebracht wird. — Ein Rekordmeldeergebnis hat auch der Große Bergpreis von Deutschland um den ADAC.-Bergrekord am 16. Juli in Freiburg gefunden. 181 Bewerber haben sich hier die Teilnahmeberechtigung gesichert. Die Frankfurter Ruder - Regatta am 29. und 30. Juli wird nach einer Reihe von Jahren erstmalig wieder international sein. An den Start kommen neben holländischen Ruderern auch der Vierer des Pembroke College Cambridge, der auf der Henley-Regatta Amicitia Mannheim schlagen konnte. * Dr. Peltzer wurde beim leichtathletischen Sportfest des BV. Luckenwalde über 800 Meter hinter Gottschalk (Berlin) (156,8 Min.) und Wichmann (SC. Charlottendurg) nur Dritter. * Die 13. Etappe der „Tour de France", die von Cannes nach Marseille (208 Km.) führte, wurde in 7:01.25 Std. von dem Franzosen Speicher vor den Einzelfahrern Bernard und Level gewonnen. Eine Minute später folgte eine kleinere Gruppe, in der sich auch der Belgier ßemaire und der Deutsche Geyer befanden. Im Gesamtklassement hat ßemaire den Franzosen Archambaud wieder von der Spitze verdrängt. Von den Deutschen hält Stöpel nach wie vor seinen 6. Platz. Im ßänderklassement führt Frankreich vor Belgien, Deutschland, der Schweiz und Italien. sämtliche Arbeitnehmer Träger des Werkes werden. Eine Kommission, bestehend aus Bürgermeister Lange, Direktor 11 s i n g e r, einem Vertreter der Motorenfabrik Deutz und dem Prüft»' denken der Industrie- und Handelskammer Frankfurt a. M.»Hanau, Dr. L ü e r, hat die Vorschläge geprüft und an den preußischen Ministerpräsidenten G ö ring weitergeleitet, dessen Hilfe deshalb nötig ist, weil im Falle einer Wieder inbetriebsehung der Motorenfabrik Oberursel auch künftige Aufträge gesichert werden müßten. * Ze11stoff - Fabrik W a l d h o f, Mannheim-Berlin. Trotz Rückgangs der Derbrauchs- einschränkung an Zellstoff und Papier konnten die Werke in 1932 doch nicht mit ihrer vollen Leistungs- sähigkeit ausgenutzt werden. Im einzelnen hat sich die Zellstofferzeugung in 1932 etwas über Vorjahrshöhe gehalten, die Papiererzeugung hat sich dagegen um zirka 13 v. H. verringert. Die Vorräte konnten auf etwa die Hälfte gesenkt werden. Die Erlöse, besonders im Ausland, erreichten einen Tiefstand, dem die Herstellungskosten trotz schärfster Sparmaßnahmen nicht angepaßt werden konnten. Nennenswerte Erträge hat die Gesellschaft aus ihren Beteiligungen in 1932 nicht bezogen. Die wichtigste Tochtergesellschaft, die O/Y Waldhof AB, Kexholm, weift infolge der Produktionseinschränkung einen Verlust von insgesamt 12,60 Mill. Mk. (rb. 0,75 Mill. Mk.) aus. Nach 2,27 Mill. Mk. Abschreibungen auf Anlagen und 4,88 Mill. Mk. anderen Abschreibungen ergibt sich ein Verlust von 4 328 489 RM., der vorgetragen werden soll. Frankfurter Abenhbörse freunhlich. F r a n k f u r t a. M., 10. Iuli. Nachdem im Mit- tagsschlußverkehr meist leichte Rückgänge erfolgt waren, zeigte die Abendbörsö bereits wieder ein freundlicheres Aussehen, ohne daß aber die 11m- sahtätigkeit eine Belebung erfahren hätte. Für einzelne Spezialwerte lagen kleine Kauforders vor, denen sich die Spekulation mit kleineren Deckungen anschloh. Irn Vergleich zum Berliner Schluß lag das Kursniveau um etwa 0,25 bis 0,75 Prozent höher. Erneut rückläufig waren Chadeaktien um 3 Mark auf 174,50. Von Kassawerten zogen Gebr. Adt um 1 Prozent auf 12 Prozent an und Chem. Albert waren um 2 Prozent auf 40 Prozent erholt. Festverzinsliche Werte blieben auch heute abend vernachlässigt, allerdings waren die Kurse gehalten. In fremden Werten schien noch einiges Angebot vorzuliegen. 11. a. notierten: Neubesitz- anleihe 10,25, Altbesihanleihe 75,75, Schuhgebietsanleihe von 1914 7 Prozent, 6 Prozent Stahlverein-Bonds 48, Reichsbahn=VA. 100, Wirtschaft. | Amtsgericht Gießen. Ein Reisender benutzte bei Wirtshausbesuchen die gelegentliche Abwesenheit der Wirte, einmal zu einem Griff in die Kasse, das andere Mal zum Ver. schwinden ohne Zahlung seiner Zeche. Der Griff in die Kasse trug ihm wegen Diebstahls eine Gesang, nisstrase von vier Wochen, sein heimliches Ver. schwinden ohne Begleichung seiner Zechschuld, die bis heute noch nicht erfolgt ist, wegen Betrugs eine solche von zwei Wochen ein. Er benutzte ferner die Leichtgläubigkeit einiger Landbewohner, mit denen er namens einer auswärtigen Kreditkaffe unter Überschreitung seines Auftrags verhandelte, zu umfangreichen Betrügereien. Seine Gesamtstrafe betrug drei Monate Gefängnis. Er war wegen gleicher Vergehen schon vorbestraft. Der gegen ihn erlassene Haftbefehl blieb bestehen. Zwei Wochen der erlittenen Untersuchungshaft wurden ihm auf bie'Strafe agerechnet. Aus nichtigen Grünben war ein hiesiges Ehepaar auf eine Labenverkäuferin eines größeren Geschäftes schlecht zu sprechen. Es hielt sich u. a. darüber auf, daß diese allem die Schuld an verschiedenen im Laufe befindlichen Schwätzereien trage, titulierte sie aber bei dieser Gelegenheit mit einem hier nicht wiederzugebenden Schimpfwort, Die Ehefrau scheute auch nicht davor zurück, bi: Verkäuferin im offenen Geschäft burch üble Nach- reben auf moralischem Gebiete unb in ihrem, Beruf bem Geschäftsführer gegenüber schlecht zu machen, und zwar lediglich in der Absicht, sie um ihre Stelle zu bringen. Es gelang ihr dies aber nicht, und sie wurde wegen Beleidigung zu einer ©elbftrafe von 90 Mark verurteilt, während der Ehemann mit 3 0 Mark davonkam. Ein auswärtiger Viehhändler verbrachte am 9. Mai 1.3. sein zu verhandelndes Vieh in einem zu einem derartigen Transport durchaus ungeeig. neten, namentlich im Verhältnis zur Stückzahl des Viehs zu kleinen Lieferwagen auf den Gießener Nutzviehmarkt. In diesem Transport war, wie sich namentlich bei dem Ablaben ergab, eine Tierquälerei im Sinne des Reichsstrafgesetzes zu erblicken, unb ber Angeklagte erhielt einen Strafbefehl auf 20 Mark. Vor ber infolge Einspruchs bagegen an- beraumten Hauptverhanblung zog aber ber Vieh- hänbler, der sich vorher mit dem Kreisveterinäramt ins Benehmen gesetzt hatte, seinen Einspruch wieder zurück. Schweres Unwetter über Wetzlar. •e*- Wetzlar, 9. Juli. Heute morgen zwischen 11.30 unb 12 Uhr ging über unserer Stabt unb über ber Umgebung ein schweres Unwetter mit star - fern Hagelschlag nieber. Anscheinenb waren es zwei Gewitter, die in kurzer Zeit mit gewaltigen Wassermassen ganze Stadtviertel überschwemmten. Besonders aus den höher gelegenen Stadtteilen schossen die Wassermassen, nachdem die Kanal- einlässe verstopft waren, wie wilde Gebirgsbäche nach den unteren StadÜeilen. in denen in wenigen Augenblicken ganze Straßen überschwemmt und unpassierbar waren. Den schlimmsten Schaden richtete ein gewaltiger Hagelschlag an, der etwa eine Viertelstunde dauerte. Hagelkörner, wie Taubeneier groß, prasselten in großen Massen auf die Erde und . *r« wandelten diese in kurzer Frist in weiße Eisfelder. In den Gärten, auf den umliegenden Aeckern unb Getreidefeldern ist großer Schaden angerichtet worden, denn noch am Nachmittag waren auf den Wiesen und in den Gärten Reste von Hagelver- wehungen zu sehen. In der Nähe des Domes giizfl ein Blitzstrahl in einem Garten nieder unb riß ein größeres Stück einer hohen Böschungsmauer um. Friehberger Siahirai. WSN. Friebberg, 9. Juli. Das Stabtrats- follegium beriet in seiner jüngsten Sitzung ben st ä b t i s ch e n Voranschlag für 1 933, ber in einer Reihe von Sitzungen bes Finanzausschusses eingehenb durchberaten worden war. Scharfe Maßnahmen führten zu erheblichen Einsparungen, doch verblieb noch ein Fehlbetrag von rund 100 000 Mark. Einen wesentlichen Anteil an diesem Fehlbetrag haben Steuerrückgänge und solche bei den Pachteinnahmen sowie das starke Anschwellen ber Wohlfahrtslasten. Die Stabt Friebberg hatte in 1932 f ü r Wohlfahrtslasten allein ben Betrag von 240 000 Mark aufzubringen. Im übrigen finb bie Finanzverhältnisse ber Stadt gesund, der Schuldenstand ist verhältnismäßig gering. Die Schulden ber Stabt belaufen sich auf runb 3 750 000 Mark, bas Gesamtvermögen wird auf 7 Millionen Mark geschätzt. Nach ben einzelnen Erläuterungen wurde der Voranschlag für 1933 einstimmig genehmigt. Im Vordergrund der Aussprache stand alsdann die geplante Errichtung einer Stadtrandsiedlung im Interesse finben reicher Familien. Verantwortlich für Lokales, Provinz, Wirtschaft und Sport: I. V.: H. L. N e u n e r. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den kopieren angeführten Ziffern geben Die Hohe der zuletzt belchlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskonl 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Frankfur, o. Ml. Berlin Schlußkurs Schlußk. Abend- börse Schluß- kurs Schlußk. Miltag- bSrse Datum 8-1 10-7 7.7. 10-7 6% Deutsche Retchsanieihe v. lfl2j 83,75 83,13 83,75 83,5 6% efjem.7% Dt. Reichsanl. v. 1929 90,5 91 90,25 91,5 6'A% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Abloi.-Schuld ml' — 80,9 78,25 80,5 Auslos.-Rechten ............ 76,4 75,75 75,9 75,8 Desgl. ohne Ausloj^Rechte...... 10.45 10,25 10,3 10,3 6% e&em. 8% Hess. Bolksstaat 1929 lrückzahlb. 102%) ............ — — 76 76 Oberhessen Provinz-Anleihe ml' Auslos.-Rechten ............ 65,5 65,5 _ _ 6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12......... 79,5 79,5 _ 79 &¥i% Hess. Landes Hypotheken, bank Darmstadt Liqul...... 83,5 84,25 Deutsche Komm. Sammelab l.An leihe Seriel mit Auslos.-Rechten 66,9 66,5 66,75 66,5 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Banl Goldpfe. 15 unkundbar bis 1935 80,75 81 _ 6% ehem. 7% Franks. Hhp.-Ban' Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936 80,65 80,75 — _ 6V:% ehem. 4'/,% Franks. Hyp. Banl-Liqu^Pfandbriese ..... 86 86,5 _ 6y2% ehem. 4'/2% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpse. ... 85,5 86 6% ehem. 8% Pr. Landcspsand briesanslalt, Pfandbriefe R. 19 80,75 80,75 80,5 6% ehem. 7% Pr. Landespfand briefanstalt, Pfandbriefe R. io 80,75 80,75 _ _ Verrechnungskurs ............ 86 86 86 86 4% Oesterretchische Goldrente... _ _ — 16 4,20% Ocsterrefchische Silberrente 1,15 1,25 1,15 1,15 4% Ungarische Goldrente....... 5,5 5,25 5,6 5,25 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 5,5 4.75 4¥t% desgl. von 1913.......... 6% abgest. Goldmerikaner von 99 _ '0,75 9,75 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe 5,85 5,6 5,7 5,65 Serie I.................... — —- 5,6 5.4 Frankfurt o.M. Berlin Schlußkurs Schlußl. Abend- börse Gchiuß- kurs Schlußk. Mil tag- börse -Datum 8.7 10.7- 7.7- 10.7- 4% vesgl. Serie II ............ 5,6 5,6 5,7 _ 6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 5 5,1 5,3 5 8,75 4'/,%Rumän.vereinh.Reniev.1S13 9 9 4% Rumänische vereinh. Rente .. 1,25 4,2 4,2 4,1 3%% Anatolier .............. 24,13 26 23,75 Hamburg-Amerika-Pakei ..... i 14,13 14,4 14,j 14 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 22 21,5 Hansa Tampfschlss........... 0 — — 17,75 18,9 Norddeutscher Lloyd .........0 15,65 15,13 15,4 15 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 44,5 43,25 43 43,25 Berliner Handelsgesellschaft.... 4 90,75 90,75 90,75 91 Commerz, und Privat-Bank... 0 Deutsche Bank und Diöeont» 50,5 50.5 50,5 50,5 Gesellschaft................o 54 54 54 54 Dresdner Bank..............o 45,5 45,25 45,5 45,25 Relchsbank ................. 146 143,5 144 143,5 A.E.G.....................( 23,25 22,75 22,75 22,9 Elektr. Lieferungsgesellschaft ... £■ 85 87,5 85 87 Licht und Kraft .............« 103,5 102,5 103,5 102 Felten & Guilleaume ........o Gesellschaft für Elektrische Unter. 47,75 48,5 48.65 47,5 nehmungen............... ., 82 81,5 82 81,13 Rheinische Elektrizität ........5 93,5 96,5 96 Schuckert & (So..............o 102,5 102 102 100,13 151,25 Siemens & Halske ...........v 152 151,75 154,25 Lahmeyer L Eo ............jo 117,75 120 119,5 119,5 Buderus ................... 71,75 71,5 70,75 70,25 Deutsche Erdöl ............. 4 116j 114,25 114,9 114,4 Gelsenkirchener..............0 57 56,65 56,9 56,75 Harpcner................... 0 93 —— 92,5 94,5 Hoesch Eisen—Köln-Neuessen.. 0 — 60,13 60,5 Ilse Bergbau ............... 7 160,5 160,5 160,5 159 ylfe Bergbau Genüsse........7 115 115 114,75 114 Slöcknerwerkc ...............0 52 52,25 52 50.25 Mannesmann-Röhren........0 62,5 60,75 61.5 60,5 Frantsuri a. 2)1. Aerlin Gchluß- kurs Schlußk. Abcnd- börse Schlußkurs Schlußk. Minag- börse Votum 87. 10.7 7.7- 10.7. Mansselder Bergbau..... ... v — — 21,13 20,5 Kokswecke .............. ... 0 — — 78 77,13 Phönir Bergbau......... ... 0 (4,13 33 33,25 32,75 Rheinische Braunkohlen .. Rheinstahl........... ...10 ... 0 207 87,75 205 87,5 205,4 87 203,5 87,5 Vereinigte Stahlwerke.... Otavl Minen ............ ... 0 — 33,5 33,75 33,75 ... 0 16 15,75 15 5 14,75 Kaliwerke Aschersleben.... ... 6 123 121 124,5 122 Kaliwerke Westeregeln.... ... 6 123,5 125,5 124 125 Kaliwerke Salzdetfurth ... ... P 164 164 164 161 I G. Farben-Jnvustne ... >29,5 129,75 129 129,4 Scheideanstalt............ ...10 — 173 — —— Goldschmidt ............. ... 0 43,5 43 43,95 42,5 Rütgerswerke ........... ... 0 60,5 58,5 59 58,4 Metallgeiellschast........ ... ' 57,75 57 57 56,75 Phtlivv Holzmann........ ... u 55,25 82,25 52 56 52 Zementwerk Heidelberg ... Cemenrwerk Karlstadt...... :::$ 5 = Schultheis Payenhoser..... ... 0 _ _ 119 116,5 Aku (Allgemeine Kunstseide) ... 0 39 36,75 39,5 36,65 Bemberg................ ... 0 53,25 52,5 52,75 50,5 Zellstoff Waldhos ......... ... 0 41,25 41 42.25 40 Zellstoff Aschaffenburg .... ... 0 21 20,5 21,75 19,25 Dessauer Gas............ ... 7 — — 108,25 107,25 Daimler Motoren......... ... O 29 28 28,75 27,9 Deutsche Linoleum ....... ... 0 43 42 43 41 5 Orenstein L Koppel ....... ... 0 41,75 34'4 Leonhard Tietz ........... ... 6 18 16,75 15,5 16 Chade................. ...12 183 174,5 188 175,75 Britzner................. Malnkraftwerke Höchst a.M. 22,5 64 23,41 64 22,5 | — Süddeutscher Zucker ...... .. 8, 152| 1501 150,5 Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a M. 7.Juli lÜ.Zuli Amtliche Notierung Amtliche Noticruna Geld | 3ric' Geld Ariel Helsingior-. 6,204 6,206 6,184 6,196 Wien...... 46,95 47,05 46,95 47,05 Prag...... 12,54 12,56 12,54 12,56 Budapest ... — — Sofia..... 3,047 3,053 3,047 3,053 Holland .... 169,68 170,02 169,83 170,17 £61o....... 70,43 70 R7 Kopenhagen. 62,59 62,7 62,49 62,61 Stockholm... 72,38 72,52 72,18 72,32 London..... 14,02 14,06 13,99 14,03 Buenos Aires 0,928 0,932 0,928 0,932 Neuyvrt .... 3,017 3,023 2,917 2,928 Brüssel..... 58,77 58,89 58,77 58,89 Italien..... 22,36 22,40 22,34 22,38 Paris..... 16,50 16,54 16,46 16,50 Schweiz .... 81,32 81,48 81,57 81,73 Spanien... 35,21 35,29 35,21 35,29 Danzig.... 82,12 82,28 81,92 82,08 Japan ...... 0,879 0,88 0,874 0,876 Silo de Jan. 0,229 0,23 0,229 0,231 Jugoslawien 5,195 5,205 5,195 5,205 Lissabon ... 12,75 12,77 12,73 12,75 Banknoten Berlin, lO.Iuli Geld Amertkantlche Roten....... 2,87 2,89 Belgische Noten........... 58,61 58,85 Dänische Noten ... ...... 62,23 62,47 Englische Noten .......... 13,95 14,01 Französische Noten........ 16,42 16,48 Italienische Noten......... 22 22 22,30 Norwegische Noten ....... 70,11 70,39 Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling Rumänische Noten........ _ Schwedische Noten........ 72,01 72.29 Schweizer Noten.......... 81,39 81,71 Spanische Noten.......... Ungarische Wotre ................