v’.ensiag, Nr. 159 Erstes Blaff 185. Zahrgang "«9 » mit allen Mitteln z u verhindern, daß ■ Arankfurl a > em harten mebtt unb rifo n t hohen Mchuntzsmauer ur. oder ‘ fl i e • Oer ungarische Besuch in Wien Oie Verhandlungen über ein österreich-ungarisches Mrtschastsbündnis Mail" und ihre Konzernorgane häufig richtunggebend für die englische öffentliche Meinung gewesen sind, was wir Deutschen bei früheren Anlässen leider allzuhäufig am eigenen Leibe schmerzlich erfahren muhten, so ergibt sich daraus die grundsätzliche Bedeutung dieses Aufsatzes. Der Lord wendete sich gegen die Verlogenheit in der englischen Berichterstattung, gegen die alten Weiber beiderlei Geschlechts, die in England immer noch das große Wort führen. Er stellt die englische Öffentlichkeit kurz u id bündig vor die Frage, ob sie es mit der deutschen Fugend verderben wolle, die heute in Deutschland regiere und erinnert an die Dummheiten, die man sich gegenüber dem faschistischen Italien habe zuschulden kommen lassen und zwingt damit dank der Machtstellung seiner Zeitungen auch die übrigen englischen Blätter zu einer Stellungnahme. Lord Rothermere ist zwar als ein Mann von plötzlichen und sensationellen Aktionen bekannt, man weiß aber auch, daß er ein Mann ist, hinter dem auch sehr ernste politische Kräfte stehen. Es ist also zu hoffen, daß eine öffentliche Erörterung der inneren deutschen Zustande entsteht, die von vornherein auf einer anderen Grundlage erfolgt, als bisher. Wir sind auf dem besten Wege, der Welt ein Beispiel zu sehen. Das ist es, was auch Roth- ermere begriffen hat, der als Zeitungsuntemeh- mer im besten Sinne des Wortes aktuell zu denken gewöhnt ist. Lord Rothermere hat eine neue Kraft entdeckt, eine werdende Macht, und wir wollen uns freuen, daß w i r diese Macht sind, und toenn Der englische Zeitungsmagnat, Lord Rother - mere, der Bruder des aus dem Weltkrieg als Leiter der Hebpropaganda gegen uns berüchtigten Lord Rorthcliffe, hat in der ..Daily Mail" einen Aufsatz über das neue Deutschland geschrieben, dessen grundsätzliche Bedeutung vielleicht noch größer ist als seine mutmaßliche zeitungstechnische Wirkung. Man wird zwar sagen können, daß eine Schwalbe noch keinen Sommer macht, aber immerhin bringt die erste Schwalbe die anderen mit, und gerade in diesem Sinne schlägt der Artikel eine Dresche. Der Rothe rmere-Konzcrn ist neben dem Beaver- brook-Konzem das mächtigste englische Zeitungsunternehmen. dessen Leserschaft nach vielen Millionen zählt. Es stellt daher schon rein technisch ein Propagandawerkzeug von weittragender Bedeutung dar. Wenn man hinzufügt, daß die „Daily sie einen Widerhall jenseits des Kanals auslöst, so wird das niemand mehr begrüßen als wir, wir hoffen auf den Sommer, den diese Schwalbe ankündigt. Der ungarische Ministerpräsident Gömbös ist, wie auch sein vor einigen Wochen in Berlin erfolgter Besuch beweist, eifrig bemüht, die wirtschaftliche Lage des ausgesprochenen Agrarlandes Ungarn durch Vereinbarungen mit denjenigen Ländern, die als Abnehmer in Frage kommen tonnen, zu verbessern. Seit Jahren wartet Ungarn vergeblich auf wirkfame Hilfe derjenigen Staaten, die für die Grenzziehung van Trianon und damit für die besonders schwierige Lage des Landes verantwortlich find. Bor drei Jahren hatte Deutschland durch seine Bereitschaft zu Präferenzvertragen mit den südosteuropäischen Staaten, insbesondere mit Ungarn und Rumänien, eine Initiative ergriffen, die eine praktische Hilfeleistung für alle diese Staaten mit immer mehr schwindender wirtschaftlicher und finanzieller Leistungsfähigkeit bedeutet hätte. Politifche und wirtschaftspolitische Rivalitäten von den verfchiedensten Seiten haben verhindert, daß dieser Gedanke sich so auswirkte, wie es notwendig gewesen wäre: als ausgesprochene Vorzugsbehandlung einiger besonders gefährdeter Länder. Die Konferenz o o n S t r e f a hat im vorigen Jahre versucht, diesen Präferenzgedanken mit dem politischen Mißtrauen Frankreichs gegenüber dem deutschen Einfluß im Donauraum auf eine Formel zu bringen, wodurch lediglich einige totgeborene Resolutionen zustande- famen. Run ist in diesem Jahre - wie es heißt — unter aktiver Förderung durch Italien der Gedanke eines engeren Zusammenschlusses zwischen Oesterreich und Ungarn vertreten worden. Schon vor Wochen, als diäter Gedanke in der tendenziösen Form einer Habsburger Restauration auf tauchte, wurde ein wirtschaftlicher Zusammenschluß zwischen Oesterreich und Ungarn vor allem in England als eine natürliche Lösung des so lange verschleppten Donauproblems befürwortet. Auch jetzt scheint eine Wirtschaftsunion der beiden Länder das Ziel der Berhandlungen zwischen Oesterreich und Ungarn zu sein, wobei man sich aber zweifellos darüber klar ist, daß diese Art von Zusammenschluß noch nicht die wirkliche Lösung wäre. Es braucht nur daran erinnert zu werden, daß das Gutachten des Haager Gerichtshofes vom September 1931 eine Zollunion Oesterreichs mit einem anderen Staat als B e r ä u ß e r u n g der wirtschaftlichen Selbständigkeit des Landes und damit als unvereinbar mit dem neuerdings bestätigten Anleiheprotokoll von 1922 erklärt hat. Auf alle Fälle mühten, wie dies Göm- bös schon gestern angedeutet hat, die Dezie- Annahme von 8n$eigeit für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Plahvorfchrist 20“ , mehr. Chefredakteur. Dr. Friedr. Wilh. Lange. Derantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumfchein und für denAn- zeigentell i. D. Th.Kümmel iämtlich in Gießen. und unter Einsatz aller staatlichen Machtmittel entgegenzutreten. Ich bitte ferner dafür zu sorgen, daß aus diesen Gründen künftig auch von der bisher g c • übten E in s e tz u n g von ft o m m i f f a r en und Beauftragten 21 b ft a n b genommen wird, da der unter ausschließlicher nationaler Leitung stehende Staatsapparat in der Lage ist, die in Frage kommenden Ausgaben allein durchzusührcn. Ich bitte daher in eine beschleunigte Prüfung darüber einzutreten, wie die zur Zeit noch bestehenden Kommissariate usw. auf dem schnellsten Wege abgebaut und soweit unentbehrlich, in den ordentlichen Staatsapparat eingeord- n e t werden, da jede Art von Nebenregie- rung mit der Autorität des totalen Staates u n - vereinbar ist. Spätestens bis zum 1. Oktober dieses Jahres bitte ich mir mitzuteilen, auf welchen Gebieten ausnahmsweise die Beibehaltung von Kommissaren im Staatsinteresse unbedingt erforderlich erscheint. tionalsozialisten besetzt sind. Damit ist die siegreiche deutsche Revolution i n das Stadium der Evolution, d. h. normaler gesetzmäßiger Aufbauarbeit getreten. Wichtigste Ausgabe der Reichsregierung ist es nunmehr, die in ihr ver- einigie totale Macht geistig und wirtschaftlich zu untermauern. Diese Ausgabe wird jedoch auf das schwer st e gefährdet, wenn weiterhin noch von einer Fortsetzung der Revolution oder von einer zweiten Revolution geredet wird. Wer jetzt davon redet, muß sich darüber klar sein, daß er sich damit gegen den Führer selbst empört und dementsprechend behandelt wird. Solche Aeuherungen stellen eine glatte Sabotage der nationalen Revolution dar, und sind insbesondere geeignet, d i e deutsche Wirtschaft, die damit von der Reichsregierung zur Lösung des Arbeitslosenproblems getroffenen Maßnahmen im erfreulichen Wiederaufbau begriffen ist, neuenBeunruhigungen auszusetzen und damit das deutsche Bolk in seiner Gesamtheit zu schädigen. Das der Reichsregierung als Trägerin der nationalen Revolution in steigendem Maße entgegengebrachte Vertrauen, das gerade in der Belebung der Wirtschaft und in dem st a r k e n 21 b f inten d e r Arbeitslosenziffern seinen sichtbaren Ausdruck findet, darf unter keinen Umständen enttäuscht werden. Jeder versuch einer Sabotage der deutschen Revolution wird, namentlich bei unbefugten Eingriffen in die Wirtschaft und in Mißachtung von Anordnungen der Träger der Staatsautorität zu erblicken ist, muß daher auf Grund der Verordnung zum Schuhe von Volk und Staat vom 28. Februar 1933 mitdenschärfstenMaß- nahmen (mindestens Schuhhast) geahndet werden. Soweit (Eingriffe berechtigt sind, dürfen sie von nun an nur von den Trägern der Staatsautorität und auf deren ausdrückliche Anordnung und unter ihrer alleinigen Verantwortung erfolgen. Aufgabe der Herren Reichsstatthalter und der Landesregierungen, insbesondere der zuständigen Minister des Innern ist es, wie der Herr Reichskanzler am 6. Juli d. I. ausdrücklich betont hat, Deutsche Arbeiter- Oie ehemaligen militärischen Unterführer unterstellen sich Adolf Hitler. Die Vertreter von 135 000 Unterführern der alten deutschen Armee, der neuen deutschen Wehrmacht (Unteroffiziere und Mannschaften) und ehemaligen Polizeibeamten waren in Gleiwitz zu ihrer 36. Jahrestagung versammelt, um die bisher unpolitische kameradschaftliche Vereinigung der ehemaligen Berufssoldaten, den „Re i ch s b u n d der Zivil- t) i e n ft b e r e d) 11 g t en ", durch die Bildung eines Präsidiums aktiver langjähriger Kämpfer der NSDAP, an das politische Zentralgeschehen Deutschlands heranzubringen. 2In die Spitze dieses Präsidiums wurde oom Reichskanzler Adolf Hitler der ftoburger Oberbürgermeister Schwede berufen. Auf einer öffentlichen Kundgebung im Stadttheater sprach Major a. D. Dr. Kurt Hesse, Potsdam, über das Thema: „Vom Soldaten als dem natürlichen Mittelpunkt des Staates". Die Entwicklung, die das Soldatentum in den letzten 20 Jahren erfuhr, wurde ebenso deutlich wie die neue geistige Einstellung gegenüber dem Men- schen von heute und den im Gange befindlichen politischen Kräften. Wurde auf der einen Seite ein unbedingtes Festhalten an der eisernen Disziplin gefordert, so klang andererseits der Vortrag in öe< nh’w (5it6en S».M „?en- iTbSTSS**1* J A.: H. L> Neuner. Berlin, 11. Juli. (WTB. Funkspruch.) Der Reichsminister des Innern, Dr. Frick, hat a n sämtliche Reichs st atthalter und sämtliche Landesregierungen —* für Preußen an den Ministerpräsidenten und an den Minister des Innern — folgendes Rundschreiben ge- furjer Frist in weiße Eisfeld» • f ben umliegenben Hedern ur! • großer Schaden angeridjtet wo: i Wad/mittag waten auf bei Satten Neste von Hagelocr In der Nahe des Domes %\v irgendwelche Organisation en Parteiste11en sich künftig noch Allein die Reichsgewati bestimmt. 0er Reichsinnenminister fordert die Reichsstatthalter auf, die Gtaatsautorität auf allen Gebieten und unter allen ttmständen durchzusetzen. — Schärfste Strafandrohungen für unbefugte Eingriffe in die Wirtschaft. - Beschleunigter Abbau der Kommissare. 13,99 0,928 2,91? 58,77 i2,3i 16,« 81,57 35,21 II» 0,874 0,H 5,195 12,73 6,196 41,05 12,56 3,053 170,17 70,« 62,61 72,32 14,03 0,932 2,928 8,89 22,38 16,50 II.-2 35,29 82,03 0,876 0,231 5,205 12.75 richtet: In seinen letzten Ansprachen an die SA.-Führer und an die Reichsstatthalter hat der Herr Reichskanzler eindeutig festgestellt, daß die deutsche Revolution abgeschlossen ist. Soweit neben der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei noch politische Parteien bestanden, haben sie sich selbst aufgelöst. Ihre Wiederkehr oder Neubildung ist für alle Zeiten ausgeschlossen. Die Nativ- n a l s o z i a l i st i s ch e partei ist damit der alleinige Träger des Staates geworden. Alle Macht des Staa- t c s liegt in Händen der von dem Herrn Reichskanzler allein geführten R e i ch s r e g i e r u n g, in der alle entscheidenden Aemter mit zuverlässigen Na- (Er)d)etni tägltd), außer Sonntags und feiertags. Betlagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle monat$=Be$ugsprets: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. . -25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Zernfprechanschlüffe anter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen. Postscheckkonto: gtanffurt am Main 11686. schwierig seien. Es ist daher meine Ueberzeugung, daß man eventuell eine europäische oder vielleicht noch besser eine mittel europäische Son« ferenz einberufen müsse, um jene Fragen in großzügiger Weise, frei von einseitiger politischer Einstellung zu besprechen. Zwischen Wien und Buda- p e ft Freundschaft zu schließen, ist natürlich leicht. Geographisch, wirtschaftspolitisch, aber auch histo- risch sind wir aufeinander angewiesen. In der Donaupolitik kann man ohne uns keine Politik machen. Auf eine Frage, ob auf Grund, dieser Richtlinien mit der Kleinen Entente Verhandlungen eingeleitet wurden, erklärte Gömbös: Wir haben mit der Kleinen Entente wirtschaftliche Besprechungen auf der Grundlage von Kompensationen eingeleitet. Selbstverständlich sind diese Fragen noch nicht endgültig geregelt. Wie es in Tirol aussieht. Die durch die reichsfeindliche Stellungnahme der Regierung Dollfuß veranlaßte Grenzsperre gegen Oesterreich wirkt sich im Lande Tirol, das zum großen Teil von dem reichsdeutschen Fremdenverkehr leben muß, geradezu vernichtend aus. Wir entnehmen aus einm Privatbrief aus einem der besuchtesten Hochgebirgstäler folgen- den Kiageschrei: Es ist fast herzzerreißend, daß wir vergeblich auf die Gäste warten. Man möchte Ströme von Tränen vergießen. Es ist alles still und öde. Nicht ein einziger Fremder ist da. In den drei großen Hotels, in den Pensionen und Pri- vathäusern ist alles leer. Durch den stockenden Fremdenverkehr gibt es auch sehr viel Arbeitslose. Im Herbst wird es bei uns traurig aussehen, da doch viele Familien von dem Verdienst in der Saison (eben müssen. Auch wir leiden darunter, wiewohl wir Haus und Feld besitzen. Es stockt alles, da kein Vieh ins Ausland darf: die Lebensrnittel, die wir kaufen müssen, Mehl, Kaffee, Zucker steigen beständig. Die Auto-Unternehmer find gezwungen, ihre Wagen zu verkaufen oder abzumelden, da gar kein Geschäft geht.--So läßt eine irregeleitete Regierung ihr eigenes Volk dem Untergang ent- gegengefjenl Randnoten. Roch vor wenigen Tagen wußte der Straß" 6urger Sender triumphierend zu berichten, ter Batikan lehne jeden Vertrag mit dem neuen Reiche Adolf Hitlers ab, et sehe im Nationalsozialismus nur eine Abart des Bolschewismus mit nationalem Borzeichen. Diese ungeheuerliche Meldung wurde hinaugefunkt, als das Konkordat zwischen dem Deutschen Reiche und dem Heiligen Stuhl bereits so gut wie abgeschlossen war. Rur wenige Monate hat die Regierung gebraucht, um auch formell mit dem Batikan zu einemVertrage zu kommen, der von den beiden vertragschließenden Mächten als ein voller Erfolg gewertet wird. Jetzt erweist es sich, wie segensreich es wat, daß Herr v. Pap en, der ja auch das Amt eines päpstlichen Geheimkämmerers bekleidet, als Vizn- kanzlet dem Kabinett angehört. Der Dank des Kanzlers an Herrn v. Papen bestätigt denn auch das große Verdienst, das sich der Vizekanzler beim Abschluß des Reichskonkordats erworben hat. Das deutschfeindliche Ausland, das sich bereits auf einen neuen Kulturkampf gefreut hatte, ist um eine Hoffnung ärmer. Die „Germania", bas offizielle Blatt des Vizekanzlers, berichtet, daß das Reichskonkordat die Bekenntnisschule, den Religionsunterricht unter der Leitung her Kirche, sowie das Recht der Kirche auf Erhaltung der freien Betätigung kirchlicher und kultureller Verbände sichere. Darüber hinaus werden die Konkordate mit Bayern, Preußen und Baden aufrechterhalten, und die wesentlichsten Bestimmungen des badischen Konkordats werden künftig a u f Württemberg, Hessen und Sachsen ausgedehnt werden. In Zukunft wird zwischen dem deutschen Staat und der katholischen Kirche Frieden herrschen. lieber diesen Frieden hinaus aber gilt cs, die weiter reichenden Folgen des Reichskonkordates einmal auf das künftige Verhältnis von Kirche und Politik zu untersuchen. Der Staat ist eine menschliche Einrichtung, die dem Wohle der Volksgenossen und der Verteidigung der Grenzen zu dienen hat. Die Kirche dagegen ist die notwendig gewordene Organisationsform der religiösen Betreuung der Seelen. Nur in einem übergeordneten Begriffe finden sich Staat und Kirche seit Anbeginn der deutschen Geschichte in einer unauflöslichen Einheit, nämlich im Begriffe des Reiches. Die Grundlage dieses Reiches ist das C h r i ft e n t um , die Staatsgesinnung ist die Treue gegenüber der gottgegebenen Obrigkeit, es gibt in Zukunft keine kirchliche Gemeinschaft mehr, die Politik auf eigene Faust oder gar Politik gegen den Staat treiben dürste. Damit hat auch das Zentrum, das sich als Organisation bereits aufgelöst hatte, auch weltanschaulich sein Ende gesunden. Nach dem Abschluß des Reichskonkordats braucht der Heilige Stuhl in Deutschland keine Partei mehr zur Vertretung seiner Interessen. Der Staat selbst nimmt diese Interessen wahr und sichert das religiöse Bekenntnis. Der Priester kann sich in Zukunft auf feine Aufgabe, wahrhafter ©eelforger zu fein, beschränken. 9?r ßLnh\r bemu eit ’UstDärK beiDobner 1rncr d es Wuu®en SrebjiVn1* bene a t e (ä t?e|ne (tu e- > ”oerföutan'"Mts jj, befindliche» xld an ®et l»; e wegen dies obr 1 -90 $arf nwSl.W eir,e: m't 30 ttöfj, . n e verhandelndes Sad)lt Transport »urV Verhältnis SB rungsbefugnijfe anmaßen. Andernfalls besteht die Gefahr, daß die Gegner des Nationalsozialismus, insbesondere Kommunisten und Marxisten versuchen werden, sich in die NSBO. oder,die Deutsche Arbeitsfront ober sonstige Organisationen einzuschleichen, um unter ihrem Schutze bie beutsche Wirtschaft fortgesetzt zu beunruhigen unb ber Regierung ber nationalen Revolution Schwierigkeiten bereiten. 3n besonderem Auftrage des Herrn Reichskanzlers ersuche ich die Herren Reichsstatthalter und die Landesregierungen, die Autorität des Staatesaufallen Gebieten und unter allen Umständen sicherzu st eilen und jeden versuch, diese Autorität zu erschüttern oder auch nur anzuzweifeln, woher er auch kommen mag, rücksichtslos Wien, 10. Juli. (WTB.) Der ungarische Ministerpräsident Gömbös stattete dem Bundeskanzler Dr. Dollfuß einen Besuch im Bundeskanzleramt ab, an den sich eine längere Besprechung anschloß. Der Bundeskanzler erwiderte den Besuch am der ungarischen Gesandtschaft, wobei Ministerpräsident Gömbös einer Einladung des Bundeskanzlers zu einem gemeinsamen Abendessen Folge leistete, an dem alle in Wien anwesenden Kabinettsmikglieder, die Mitglieder der ungarischen Gesandtschaft sowie eine Reihe österreichischer Funktionäre teilnahmen. Die Besprechungen zwischen dem Bundeskanzler und dem ungarischen Ministerpräsidenten wurden nach dem Abendessen fortgesetzt. Gegenstand der Verhandlungen bildeten alle die beiden Länder interessierenden politischen und wirtschaftlichen Fragen. Auf handelspolitischem Geb.et wurden die Erfahrungen erörtert, die beide Teile bisher mit dem seit Beginn dieses Jahres in Kraft stehenden Handelsvertrag gemacht haben. Ministerpräsibent Gömbös ist bann nach Bubapsst zurückgereist. Vor seiner Abreise machte Gömbös Pressevertretern gegenüber Mitteilungen über seine Wiener Besprechungen. Sein Besuch sei bereits seit längerer Zeit vorbereitet gewesen. Das Schwergewicht ber Besprechungen habe bei den wirtschaftlichen Beziehungen gelegen. Diese zu. vertiefen, etwa auf- taudjenbe Hinoernisse burch persönliche Fühlungnahme beiseite zu schaffen, ba beibe Cänber aufein- anber angewiesen seien unb in fast allen Fragen in engster Freunbschaft Zusammengehen könnten. Gömbös fuhr fort, wir alle wünschen ben Frieben, unb deshalb müssen wir aufrichtig miteinander sprechen. Ich persönlich bin ber Ansicht, baß wir auch auf frieblichem Wege an die Revision ber Friebensverträge Herangehen müsse. In Genf würbe im vorigen Jahre bie Gleichberechtigung ausgesprochen. Das ist bas Grundprinzip, bas auch mir wünschen: benn es ist unmöglich, baß es unter ben Völkern Europas Herren unb Sklaven gibt. Der Vierer-Pakt wirb ein Schritt zur Genesung ber politischen Lage fein. Wir haben auch bie Weltwirtschaftskonferenz in London begrüßt, trotzdem ich ber Ansicht war, baß bie der Lonboner Konferenz gestellten Probleme zu fjun-gen zur Kleinen Entente einer umfassenden Regelung unterzogen werden, wobei man auch wieder nicht vergessen dürfte, daß eine Art Wiederherstellung des wirtschaftlichen Bestandes ber Dopvelmonarchie heute, nachbem im Gebiete der Rachfolgestaaten so erhebliche wirtschaftliche Veränderungen eingetreten sind, nur eine Zernierung von Schwierigkeiten und für manche Teilnehmer ein ruinöses Experiment wäre. Es wird alles Halbheit bleiben, wenn der natürliche Abnehmer bestimmter Erzeugnisse der Donauländer aus den Kreis der Berechnungen herausge- lassen wird. Das ist Deutschland. Skalier feiger General-Anzeiger für Oberhessen vriick mid öerlog: vrvhl'sche Universtläls-Vuch- und Stdnöniderei R. Lange in Gießen. 8chriftieitnng und Geschäftsstelle: Zchulstraße 7. erger tztadtrat. ierg, 9. Juli. Das Stablrat i seiner jüngsten Sitzung bc ranschlag für 1933, ber r Sitzungen bes Finanzausschüssen worben war. «charse Mai/ |U erheblichen Einspa rblieb noch ein Fehlbetrag w !. Einen wesentlichen Anteil ar mben Steuerrüagänge unb M hmen sowie bas starke Anschau lasten. Die Stabt Friebberg Mi sohlsahrtslaften alle" n WM Mark auszubrmgeo )ie Finanzverhältniste ber SB lenstanb i|t nerbannrsma&ig gt , ber -tabt bekamen sich bas Eesamtvermogen wirt LAhätzt.N°chd°"°K be ber Voranschlag für 1933 w Dorbergrunb ber Aus,praö biung mi amfiid* Sri» ____ Tief 46,95 12,54 3,047 169,83 70,28 62.49 72,1« gelier über Wetzlar. 9-Fuli. steute morgen zwilckn Xer unserer Liabt unb iib, tö®6“5 Unwetter mit ftar .9 me er. Anscheinenb war - d'° m kurzer Zeit mit gewalkt sunze etabtoierlel überschwemm - ben höher gelegenen Stabile '»ermassen, nachbem bie ftonal wren, wie wilbe Gebirgsbach ifabiteilen. in benen in wenige: straften überschwemmt unb ur, >en schlimmsten Schaben richm Ischlag an, ber etwa eine Dien.! jel’ömer, wie Taubeneier gras i Massen aus bie Erbe unb. v Berlin - lull Uonmmg 8r'L_ rT2Ö6 47,05 12,56 3,053 170,02 70,57 62,71 72,52 14,06 0,931 3,023 58-89 22,40 16.54 81,48 35,29 82^2 0,881 0,23! 5,2# 12,77 iw 62,23 13,95 IS,« 169,41 22,22 70,11 72-01 »■'S 35,08 58.85 62.47 s 'S 72-28 8l,7J 35,22 M. Ueberzeugung aus, daß der Idealismus der braunen Bataillone und die Pflichterfüllung der Reichswehr zusammengehören. Der Abschluß der Kundgebung war eine Kranzniederlegung am Denkmal für gefallene Kameraden des Weltkrieges, an der über tausend ehemalige aktive Berufssoldaten teilnahmen, und die mit einem ergreifenden Bekenntnis zur Kameradentreue bis in den Tod schloß. Es wurden dann folgende Beschlüsse gefaßt: Vertreter von 135 000 ehemaligen Unterführern der deutschen Wehrmacht und ehemaligen Polizeibeamten, in der Nachkriegszeit vielfach geschmäht und verlästert, begrüßen von ihrer 36. Bundestagung in Gleiwitz mit tiefer Genugtuung den Sieg der nationalsozialistischen Revolution. Ihr Soldatentum, ihre freiwillige, zum letzten Einsatz bereite Eingabe an den Staat, ihr nationalstes Wollen also, bewahrt sie vor dem Verdacht, als ob ihr Bekenntnis zweckbetont erst aus der nationalsozialistischen Revolution entstanden sei. Das Einstehen füreinander in treuer Soldaten- kameradschaft und für das ganze Volk, das selbstlose Wirken der im „Reichsbund der Zivildienst-' berechtigten" zusammengeschlossenen Kameraden auch nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst gibt ihnen das Recht, ehrliche soziale Aufgeschlossenheit für sich in Anspruch zu nehmen. Die bald 40jährige Geschichte, der stets aufwärts - führende Weg des Kameradenbundcs, seine einzigartige innere Geschlossenheit, frei von „Richtungskämpfen" jeder Art, beweisen, daß die alten Soldatentugenden auch nach dem Ausscheiden wirksam geblieben sind. So geloben denn die ehemaligen militärischen Unterführer ihrem obersten militärischen Führer, dem allverehrten Herrn Reichspräsidenten Generalfeldmarschall v. Hindenburg, dem Dolkskanzler des Deutschen Reiches, dem Retter Deutschlands aus Schmach und Erniedrigung, ihrem kampferprobten Frontkameraden Adolf Hitler und der Regierung der nationalen Erhebung unwandelbare Treue, wohin immer sie auch gestellt werden mögen. Ihre Hoffnung und Gewißheit ist, daß im neuen Deutschland der Soldat und der ehemalige Soldat wieder so gewertet werden, wie es ihrer freiwilligen letzten Einsatzbereitschaft gebührt. Aus aller Welt. vollständige Einigung der deutschen Stenographenschaft. Die Reichstagung für deutsche Kurz - schrift in Elberfeld nahm einen im Interesse der Einigung aller deutschen Steno- g r a p y e n glücklichen Verlauf. Auf der Tagung, die mit einer reichhaltigen Ausstellung verknüpft war, hielt Ministerialdirektor Dr. Achten (Berlin) einen Vortrag „Volkskurzschrift ist eine nationale Aufgabe". Die Verhandlungen über die organisatorische Gleichschaltung des Reichsbundes für deutsche Kurzschrift im Sinne des NSLB. führten zu folgendem Ergebnis: Der Reichsbund für deutsche Kurzschrift (Nationalstenographie) tritt, um eine einheitliche deutsche stenographische Gemeinschaft zu ermöglichen, dem Deutschen Stenographenbund bei. Die bis» herigen Vereine für deutsche Kurzschrift treiben innerhalb der Ortsgruppen des Deutschen Steno- oraphenbundes für die Mitglieder geschlossener Uebungsgruppen unter ihren alten Unterrichtsleitern die Pflege ihres Systems weiter. Neue Kurse in der deutschen Kurzschrift dürfen mit Erlaubnis des NSLB. als wissenschaftliche Schulungs- und Versuchskurse abgehalten werden. Die Anhänger des Volkskurzschristgedankens bilden eine eigene wissen- schaftliche Arbeitsgemeinschaft mit eigenem Organ. Der Bundesführer für deutsche Kurzschrift tritt in den neu zu bildenden Systemausschuß ein, der die zukünftige Einheitskurzschrift dem NSLB. oder der Reichsführung vorschlagen soll. Ob dem Wunsche der Anhänger der Volkskurzschrift nach Eintritt ihres Führers in die Führung des Deutschen Steno- graphenbundes stattgegeben werden kann, soll bald entschieden werden. Damit ist organisatorisch die völlige Gleichschaltung aller deutschen Stenographenoerbände zu einer einzigen deutschen Stenographie- gemeinschaft vollzogen. Rationale Spenden des Edeka-verbandes. Der Edeka-Verband deutscher kaufmännischer Genossenschaften, die füh- rende Wirtschaftsorganisation des selbständigen K o - l o n i a l w a r e n k l e i n h a n d e l s, hat für sich und die Edekazentralgenossenschaften sowie für die ihm angeschlossenen örtlichen Organisationen den Betrag von 30 000 Mark an die „Adolf- Hitler»Spende der deutschen Wirtschaft" und aus seinem Wohlfahrtsfonds den Betragvon5000Markandie „Stiftung für d i e Opfer der Arbeit" abgeführt. Damit hat der selbständige Kolonialwarenkleinhandel trotz seiner überaus schwierigen wirtschaftlichen Lage wiederum seiner Bereitwilligkeit zur Mitarbeit am Wiederaufbau des Deutschen Reiches und der deutschen Wirtschaft im Sinne Adolf Hitlers Ausdruck gegeben. Marga von Etzdorfs Beisetzung. 3n Berlin wurden die sterblichen Tleberreste der Der in Aleppo ums Leben gekommenen Fliegerin Marga von Etzdorf beigeseht. Zahlreiche Verwandte und Freunde, Vertreter der Fliegerei, der Behörden und der Presse, darunter Ministerialdirektor Christiansen als Vertreter des Reichsluftfahrtministeriums, hatten sich in der Invalidenhauskirche zusammengefunden, um der toten Fliegerin das letzte Geleit zu geben. Vor dem mit Blumen und Kränzen bedeckten Sarg hielt Fliegerpfarrer Loerzer die Trauerrede, wobei er in ergreifender Weife den Lebensweg der Fliegerin schilderte, ihre hervorragenden Charaktereigenschaften und ihre große Liebe zum deutschen Vaterland hervorhob. Marga von Etzdorf, die schon in der Zeit der tiefsten Erniedrigung dem deutschen Ramen im Auslande Ehre gemacht habe, werde der deutschen Fliegerjugend stets ein Vorbild treuester Pflichterfüllung und echten Fliegergeistes sein. Rach der Trauerfeicr in der Kirche bewegte sich der Trauerzug auf den Invalidenfriedhof, wo am offenen Grabe der Vorsitzende des Aeroklubs von Deutschland, Major von K e h- ler der toten Fliegerin einige Abschiedsworte zurief. Während der Trauerfeierlichkeiten kreisten Flugzeuge der Sportfliegerschule über dem Friedhof, um ihrer toten Kameradin die letzte Ehre zu geben. Autobusunglück in Lüttich. Nach einer Meldung aus Lüttich stürzte dort ein vollbesetzter Autobus infolge Verjagens der Bremsen einen Abhang hinunter und überschlug sich mehere Male. Aus den Trümmern wurden vier Tote und zahlreiche Verletzte geborgen. Aus der provinzialhaupistadi. Oer Sinn des weisens. Wer viel von feinem Leben haben will, muß reifen. Was ist ein Jahr, in dem es keine Reise gegeben hat? Ein doppeltes an Arbeit, ein halbes an Freude. Auf die Frage, warum die meisten Tiere so ernst, die Vögel dagegen so lustig seien, antwortete einst ein Kluger: „Die Vögel können gär nicht traurig sein, weil sie immer Reisepläne im Kopfe haben. Machen auch wir etwas mehr Platz in unserem Denken für solche beglückenden Projekte, vor denen die Sorgen Reißaus nehmen! Man braucht nicht an fremde Länder zu denken, wenn man zum Kursbuch greift. Das Wunderland der Heimat ist groß und mannigfaltig, daß es eine Sünde wäre, es hinter das Ausland zurückzustellen. Hat nicht Deutschland herrliche Wälder, malerische Städte, verträumte Winkel und romantische Schlösser und Burgen in Fülle? Wo gibt es so viele Dome und Museen, Galerien und Pflegestätten, urwüchsige Volks- und Heimatkunst, um die uns andere Völker beneiden? Denkt an unsere Erholung spendende Meeresküste an Ost» und Nordsee mit dem blendend weißen Strand und der unendlichen Weite, mit dem silbernen Flimmern rauschender Wogen! Und überall tummeln sich frohe Menschen, die den Alltag daheim ließen und sich verjüngen. Denn wie der All- tag altern läßt, so macht das Reisen jung. Ein moderner Jungbrunnen ist die Eisenbahn. Es gab einmal eine Ueberraschung an der Tafelrunde, als ein Flieger erzählte: „Am liebsten reise ich immer noch im O-Zug; das kostet keine Nerven, es beruhigt." Eisenbahnfahrgast zu sein beruhigt. Die rollenden Räder sehen in uns nur den Fahrgast; sie wollen unsere Reisefreude mehren. Nach einem alten Wort liegt das Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde. Heute sind die Bahnhöfe unserer Eisenbahn die Tore zum Glück — weit geöffnet warten sie auf uns. Taufende und Abertausende kommen von weit her, sogar über den Ozean, um Deutschland kennenzulernen. Dieses Deutschland ist unser Vaterland. Sollten wir es nicht besser kennen als die Fremden? Hast nicht so mancher der Heimat eine Reiseschuld abzutragen? Und dann noch eins: Das deutsche Land ist ein gastfreies Land. Gastfreundlich im Sinne der altaermanischen Tugend. Jede Landschaft, die wir auf- suchen, gibt uns von ihrem Wesen etwas; denn es ist ihr Beruf au geben. Darum ist es so wahr gesprochen: Der Mensch wird Mensch durch Erziehung und Reisen. Und wenn wir mehr als je den deutschen Menschen erstreben, bann wollen wir ihn mit immer größerer Freude erziehen zum Reisen in — Deutschland! Neue kommissarische Bürgermeister und Beigeordnete. Die Staatspresfestelle teilt mit: Die nachstehenden Bürgermeister und Beigeordneten wurden kommissarisch in ihr Amt eingesetzt: Wehrschaft durch die Uebernahme der Schirmherrschaft erwiesen habe, müsse Antrieb dafür fein, mitzuhelfen, daß das Dritte Reich endgültig Wirklichkeit werde. Der Wehrschafter müsse dabei in vorderster Front stehen. Im Anschluß daran wurde von verschiedenen Gästen im Auftrag ihrer Organisationen Begrü- ßungs- und Glückwunschansprachen gehalten, die mit herzlichem Dank und Beifall ausgenommen wurden. Gemeinsam gesungene Lieder verschönten den Abend. Hauptversammlung der Gustav-Adolf- Stiftung in Hessen. In der alten Reichsstadt Friedberg ist der Hessische Hauptoerein der Gustav-Ädolf-Stiftung zu seiner 90. Jahreshauptversammlung in den Tagen vom 9. bis 12. Juli 1933 eingekehrt. In altgewohnter Weise wurde der erste Festtag durch feierliche Gottesdienste in Friedberg und der weiteren Umgebung eingeleitet. Der Haupt-Tagungs- gottesbienft fanb in ber altehrwürbigen Stabt- kirche in Friebberg statt, wobei Konsistorialrat D. Dr. Schubert aus Berlin, ber frühere Botschafts- prebiger in Rom, prebigte. Seine Ausführungen gipfelten in bem Gedanken: „Nicht Gelb ober Technik, nicht Kultur ober Zivilisation, sonbern bie beutsche Bibel unb bas beutsche Gesangbuch haben bas Deutchtum im Auslanb erhalten bis auf ben heutigen Tag". Der Prälat ber Hessischen Lanbeskirche, D. Dr. Dr. Diehl, begrüßte bie große Festversammluna, inbem er barauf hinwies, baß ber Guftav-Abols- Verein Hüter einer großen Trabition sei, bie heute von Neuem in ber Kirche lebenbig werben müsse. Die große Volksversammlung vereinigte am Nachmittag mehrere tausenb Evangelische aus Stabt unb Lanb zu einer machtvollen Kunbgebung. Von ber Stabtkirche aus bewegte sich ein stattlicher Festzug burch bie reich geschmückten Straßen zur Festhalle auf ber Bergkaserne. Künstlerisch voll- enbete Darbietungen ber Kirchen- unb Bläserchöre von Friebberg unb Umgebung umrahmten bie hoch- bebeutfamen Reben bes Nachmittags. Der Vor- fifienbe bes Hessischen Hauptvereins ber Gustav- Abols-Stiftung, D. Dr. Freiherr Hey 1 zu Herrnsheim, betonte in feiner einleitenben Ansprache, baß in ber Not ber Gegenwart bie Arbeit bes Gustao-Abolf-Vereins von ganz befonberer Bebeutung sei. Es gilt, baß alle Kreise unseres Volkes unb ber evangelischen Kirche in ber Art, wie bie Leitung bes Reiches es wünscht, zusammenstehen zu gemeinsamer helfender Tat. Zum Schluß brachte Der Rebner ein Begrüßungsschreiben bes Minister- präfibenten Herrn Prof. Dr. Werner zur Verlesung, in bem er ben Gustav-Abolf-Verein aufs wärmste begrüßte unb ihm wünschte, baß ber Verein auch weiterhin entschlossen unb treu feine große Aufgabe erfülle. Ein breifaches „Sieg Heil!" auf ben Herrn Ministerpräsibenten, ben Herrn Reichskanzler unb ben Herrn Reichspräsibenten, in bas bie Menge begeistert einstimmte, durchbrauste bcif Saal. Konsistorialrat Dr. Schubert schilberte in heiterer unb ernster Weise bas Werben ber beut- schen Evangelischen Gemeinbe in Rom. Einen Gruß aus bem beutschen Oesterreich unb seinen evangelischen Gemeinden überbrachte Pfarrer Troecker aus Wien-Purkersdorf, der auf das rasche Wachsen der evangelischen Gemeinden hinwies. Pfarrer May aus Cilli (Südslawien) sprach als Dritter. Seine Worte lösten eine starke Bewegung aus. Der Redner schloß mit den Worten: „Mutter Kirche sei ruhig, wir halten die Fahne". Die Feier klang aus in einem Treuegelöb» n i s für Kirche und Volk. Vor dem Krieger- ehrenmal sprach Oberkirchenrat D. Wagner (Gie- gegeben sei, auch dürften die mit einer Zwangs* Verwaltung verbundenen Kosten nicht ungebührlich erhöht werden. 5. wurde angeregt, daß bei dem Einzug der Steuern und bei der Behandlung von Stundungsund Steuernachlaß und ähnlichen Anträgen in jeöem Falle die individuellen Verhältnisse des Pflichtigen zu prüfen seien und eine Gefährdung öc^ Betriebes durch Steuerbeitragung zu tm- meiden sei. Es wurde darauf hingewiesen, daß bei Steuerstundungen und Steuerermäßigungen die Gemeinden, sofern die Stundung aus Billig- keitsgrunden erfolgt, sich der durch die Länder ausgesprochenen Stundung nicht anzuschließen brauchen. Es wäre zweckmäßig, wenn die Gemeinden auch hier weitgehendstes Verständnis aufbringen könnten. Des weiteren wurde eine Anregung gegeben, daß auf die örtlichen Kreditinstitute Einfluß dahin genommen würde, die Zinshöhe herabzusehen, ebenso wie dies bei kurzfristigen Darlehen der Fall sein solle. Ein Hauptgrund der Verödung des gewerbsmäßigen Deherbergungsbetriebes wird in oer allzuhohen Grenze der Pflicht zur Angestellten-Versicherung erblickt. Ben). Das Deutschlandlied unb bas Lutherlieb „Ein feste Burg ist unser Gott" bildeten den wuchtigen Ausklang ber Feier. 3utn Schutze des hessischen Fremdenverkehrs. Vom Hessischen Verkehrs-Verband erhalten wir folgende Zuschrift: Der Sonderkommissar für den Hessischen Fremdenverkehr hat an die Hessische Regierung eine Eingabe gerichtet, beten einzelne Punkte hiermit der Oeffentlichkeit bekanntgegeben werden sollen: 1. Das Zimmervcrmieten durch Private ist ein* Äubämmen, um den Fremdenheimen und Pensionen, sowie den Hotels wiederum Gäste zuzuführen, auf die diese gewerblichen Unternehmen in erster Linie Anspruch haben. Hierzu sind eine Reihe von Vorschlägen gemacht, jedoch ist schon jetzt zu sagen, daß ein vollkommenes Verbot des Zimmervermietens nicht in Frage kommen kann. 2. Es wird eine Verfügung angestrebt, nach der dem Unwesen des Anreißens ein Ende bereitet werden wird. Iedermann hat schon die unangenehme Erfahrung gemacht, daß ihm auf dem Vaitenhain : Heinrich Köttner an Stelle des Bürgermeisters Hoffmann; Londorf: Georg Decker an Stelle des zurückgetretenen Bürgermeisters Aumann; 11 e & e r a u : Gemeinderatsmitglied Peter Seip an Stelle des Beigeordneten Adam Düdinger; Iügesheim: Kaufmann Arthur Hofmann an Stelle des Bürgermeisters Sahm unb Dr. Emst Knöll an Stelle des Beigeordneten Wilhelm. Kommers der Gießener Wehrschast „Oie Lützower". Die Gießener Wehrschaft, „Die Lützower", veranstaltete am Samstag in ihrem Heim am Wartweg einen Kommersabend. Die Kommilitonen hatten sich fast vollzählig eingefunben, auch zahlreiche Gäste konnten begrüßt werben. Die Universität war burch einige Dozenten vertreten. Verschiebens auswärtige Wehrschaften nahmen ebenfalls teil. Musik leitete ben Adenb ein. Nach bem Einzug ber Chargen unb nach ber Begrüßung burch ben Erst-Chargierten hierher Grün- ber bes Bunbes, Dr. G l a tz e r - Kassel, eine kurze Ansprache, in ber er an bie Orünbung bes Bunbes „Die Lützower" erinnerte, bie aus bem Freikorpsgeist heraus, nach ben Kämpfen in Oberschlefien erfolgt sei. Wenn es bamals einen Bunb zu grünben Gegolten habe, so habe es nur ber Bund „Die Lützower" sein können in ber Erinnerung an bie Lützower von 1813, beren Wesen unb Art übernommen werben solle. Der Bunb sei dabei nie als Selbstzweck, sonbern immer in größerem Sinne verstauben worben. Für bie Lützower sei es auch» keine Frage gewesen, welcher Bewegung in unserem Vaterlands sie sich anschließen sollten. Sie konnten sich nur bem Nationalsozialismus anschließen, ber bie Gesamtheit bes beutschen Volkes wolle. Es sei für jebes Mitglieb bes Bunbes Pflicht, ber SA. ober ber SS. anzuaehören. Man werbe auf bem bisher beschrittenen Weg weiterschreiten. Mit heißem Her- zeu erkenne man bie Verpflichtung ber Gesamtheit gegenüber. Wenn bie Wehrschaft nicht schon betäube, so müßte sie gegrünbet werben. In ber Wehr- chast fei kein Lützower, ber nicht freubig ben Weg )er Ahnen gehe, beim immer roieber entzünde sich ber Gebaute opferbereiter Kamerabschaft in ber Jugeub. Auch in ben tommenben Jahren solle gezeigt werben, baß man bie Zeichen ber Zeit verstauben habe, unb man werbe sich ber Ehrenschirm- Herrschaft über bie Deutsche Wehrschaft, bie ber Volkskanzler als einzige übernommen habe, roürbig erweisen. Nachdem ber Erstchargierte stuck, med. Koch eine kurze Ansprache gehalten hatte, währenb ber auch eine stille Minute bem Gebeukeu ber Gefallenen bes Weltkrieges geroibmet war, sprach Wehr|chafts-Gau- leiter Meyerhofer (Frankfurt a. M.). Arn Tage ber Orünbung ber Wehr schäft sei es Pflicht, sich ber Jahre bes Weltkrieges unb bes Tages von Versailles zu erinnern. Der ßebensraum sei uns beschnitten, wichtige Teile bes Vaterlanbes seien abgetrennt worben, bie Arbeitslosigkeit sei eine Folge bes Schanbvertrages von Versailles. Der Vertrag von Versailles habe einen Zustaub ber Entrechtung unb der Entehrung für unser Volk geschaffen. Aber bie- ser Vertrag fei auf Untreue gegrünbet, er sei auf bie Lüge von Deutschlaubs Schuld am Kriege aufgebaut. Deshalb auch fei er zum Fluche für Europa geworben, ein Fluch, ber erst bann weichen werbe, wenn ber Vertrag von Versailles vernichtet fei. Nicht bie ganze Welt habe Deutfchlanb in bie Knie zwingen können, vielmehr habe bas deutsche Volk in ber entscheidenden Stunde versagt unb sei einem Betrug zum Opfer gefallen. Die beutsche Wehrschaft sei auf völkischer Gruublage gegrünbet worben. Auf ber Gruublage ber Wehrschaft entstaub auch ber Geist, ber ben Geist ber vergangenen Jahre nach bem Kriege überwinden geholfen habe. Die Ehre, bie ber Volkskanzler Abolf Hitler ber beutschen Der Neubau im Ständestaat. Eine Versammlung des Kampfbundes des gewerblichen Mittelstandes. Die Ortsgruppe Gießen des Kampf- bundes für den gewerblichen Mittelstand vereinigte gestern abend im Cafe Leib eine große Anzahl von Mitgliedern zur Monats- versarnrnlung. Der Kreiskampfbundleiter S ch i m - m e l eröffnete die Monatsversammlung und teilte mit, daß der Kampfbund in dem letzten Monat starken Zuwachs erhalten habe. Besonders begrüßte er den Redner des Abends, den stellver- tretenben Oaufampfbunbleiter unb Präsidenten ber Haubwerkskammer Darmstadt Fritz Müller. Zunächst sprach der Kampfbundsührer Soldan. Der Parteienstaat sei überwunden. Es gebe nur noch ein nationalsozialistisches Deutschland. Run gelte es zu arbeiten; man dürfe nicht nur Mitglied der Form nach sein. Der Aufbau des neuen Reiches im Sinne Adolf Hitlers fordere die restlose Durchführung des nationalsoz alistischen Programms. Eine Boraussetuig für eine wirtschaftliche Gesundung in Deutschland sei die Brechung der Zinsknechtschaft. Der Einfluß internationaler Kreise müsse in Deutschland au?geschaltet werden. Ieder müsse zum Führer halten und versuchen, den Nationalsozialismus ganz zu verstehen. Haß und Zwietracht unter den Volksgenossen müßten verschwinden. Sodann sprach Herr Heyd als Vertreter des Handels. Er führte u. a. aus, daß man immer frage, was denn ber Hanbel eigentlich geschafft habe. Mau sei im Begriffe, auch im Handel bie Gleichschaltung vorzuuehmen, so wie es im Hanbwerk geschehen sei. Mau werbe Fachschaften errichten, bie in gemeinsamer Arbeit Zusammenwirken sollen. Bisher habe man sich mit Preisregulierung unb mit ber Beseitigung bes Rabatts beschäftigt unb beide Maßnahmen mustergültig burch- g e f ü h rt. In ben Fachschaften sollten bie einzelnen Interessen vertreten werben, aber so, baß nicht Arbeit gegeneinanber, sonbern miteinanber geleistet werbe. Kreiskampfbunbleiter S ch i mm e l betonte, baß man mit ber Abschaffung bes Rabatts bie Waren nicht verteuern, sonbern bem Geschäftsmann nur ben gerechten Entgelt für seine Ware sichern wolle. Als Hauptrebuer sprach ber stellvertretende Gaukampfbundleiter Fritz Müller, über bie notwenbige gegenwärtige Neuorbnuug ber Wirtschaftsjtänbe. Wirtschaftliche Neuorbnuug' unb Arbeitsbeschaffung seien bie edelsten Ziele der Regierung. Die Wirtschaft bestimme zwar nicht die Geschichte, aber das wirtschaftliche Leben müsse in Ordnung sein. Es dürfe nicht jeder willkürlich handeln. Das alte Gute müsse erhalten bleiben, die Neuordnung müsse organisch vor sich gehen. Der Tüchtige habe freie Bahn. Dem Faulenzer werde keine Gelegenheit gegeben fein, sich billig zu bereichern. Adolf Hitler habe fremden Geist aus dem Staate ausgeschaltet. Der Mittelstäudler müsse sein Teil tun, um auch auf seinem Gebiete fremden Geist auszu- schalteu. Was in Deutschland geschehe, müsse für Jahrtausende sein. Hauptfrage sei die soziale Ordnung im Stqate. Eine lockere Gemeinschaft, kein Zwang müsse sich anbahneu. Der innere unb äußere Aufbau, bie Orbnung im Privateigentum, eine beständige Eigentumsordnung allein ermögliche ben Ständestaat. Das Privateigentum sei aber verpflichtet, der Gesamtheit zu dienen. Es könne aber niemals! gleich verteilt fein. Entsprechend der geistigen. Leistung werde jeder sich seinen Hinterhalt verschaffen müssen. Die ständische Gliederung und das Ausmaß eines Standes werde sich immer dem Bedarf anpassen müssen. Ieder müsse mit seinen Werten richtig wirtschaften, wenn nicht ber Staat einzugreifen genötigt sein solle. Geld sei nichts anderes, als Mittel zum Zweck, Waren tauschen zu können. Das Geld habe deshalb der Wirtschaft und nicht den Banken zu dienen. Ein wahrer Staat habe die Pflicht, Privateigentum gemeinnützig zu verwalten, habe die Pflicht, zu verhindern, daß das Geld mißbraucht werde. Das Geld dürfe nur in den Dienst des wahrhaft Wertvollen gestellt werden, indem die Herstellung minderwertiger Dinge verhindert wird. Es gelte Sozialisierung des Lebensraumes durchzuführen, denn jeder habe das Recht zum Leben. Cebensnofroenbige Artikel dürften nicht unnötig besteuert werden. Luxusartikel dagegen seien hoch zu belasten. Steuer dürfe aber nicht _mehr von der Substanz verlangt werden, denn das bedeute Raubbau. Privateigentum sei eine äußere Form, Privateigentum als Sache betrachtet, bedeute Gerne wrigentum aus einer elementaren Wechselbeziehung heraus. Einer allein sei nichts ohne sein Volk. Alle Arbeit in diesem Sinne werde zukünftigen Geschlechtern zugute kommen. Vielleicht werde es noch mancher Maßnahme bedürfen, die der Einzelne ablehne, die die Gesamtheit aber bejahen müsse. Wenn es der Gesamtheit gut gehe, werde es auch dem Einzelnen gut gehen. Die Tötung des Privateigentums würde den Tod der Arbeitsleistung bedeuten. Arbeit müsse immer auf den Arbeitenden nutzbringend zurückwirken. Ieder Privatbesih müsse als ein Lehen von der Allgemeinheit betrachtet werden, das nach beste:» Kräften zu verwalten sei. Der königliche Kaufmann, der ehrliche Kaufmann sei für diese Reformen Voraussetzung. Der Schacherer unb Schieber habe keinen Platz im neuen Staat. Alle Arbeit biene ber Bebarfswirtschaft, dürfe nicht der Profitwirtschaft hörig sein. Es*werde noch manche Gegensätzlichkeit geben, bis ber neue Ständestaat Wirklichkeit werde, aus Kampf entspringe aber immer neues Leben. Für die Führung im neuen Staat entscheide immer die Leistung, bie Arbeit, die ben Titel gebe. Richt jeder könne Führer sein, aber ber würdigste müsse es sein. Wer die Fähigkeiten habe, müsse sie zur Verfügung stellen. Nichts sei uns gegeben, was wir nicht wieder zu geben hätten. Man müsse versuchen, das Beste für bie Gesamtheit zu tun. Rach ber Leistungsmöglichkeit müsse jeder geben, denn das allein sei wahrer Sozialismus, nur so trete ber Gemeinnutz vor ben Eigennutz. Mit einem „Heil Hitler!" beschloß ber Rechner seine sehr beifällig aufgenommene Ansprache. Nachdem noch verschiedene Fragen aus dem Kreis der Zuhörer beantwortet waren, wurde die Versammlung mit einem dreifachen „Sieg-Heil!" aus Adolf Hitler und mit dem Horst-Wessel- Lied geschlossen. b„ Z >ien) (J’nö3'fs. Sien & ungebüh,. SIung6bon |^u9 bet glichen qSJShu Men ®erä?t?flen in - und cÄ‘We des ^^'trogun?^g stappha? EM Qui bit iM^de eine t9enommeS ?te?)it' J sein solle ^N* ML "SS- drr.Wsche« verlehlg. ’H/dütben $e|- "kehr hat on b'e Angabe gerichtet, beten knuet Oefsentlichkeit bc- iemä^ribok 'st «in- cembenheimen unb Pen- 2 toiebctum Säfte ima« Erblichen Unternehmen 1 ynben. Hierzu sind eine «Acht, jedoch ist schon 'vllkommenez Verbot bes in Frage kommen kann. Mg angestrebt, nach der nhens ein Ende bereitet n hat schon die unangc- 1(f>t daß ihm aus bem estaai. b ÄlftaM nsorbnang allein ermLtz- tändeslaat. ei aber verMchtet, bet ES tonne aber niemal?, üsprechend bet geistigen ch seinen Unterhalt ber- iänbische Gliederung unb tanbes werde sich imnet müssen. Jeder müsse mit tvirtschasten, wenn nicht genötigt sein solle. Geld Kittel zum Zweck, Daren z Geld habe deshalb der den Banken zu dienen, die Pslicht, PcinMzen- rwalten. habe die p'W, bas Geld mißbraucht je nur in den Dienst bei .estellt werden, indem die -tiger Dinge verhindert -unq des Lebensraumes der habe das Recht zum ikel dürsten nicht unnötig xusartikel dagegen feien > belasten- ; Einet allein f« Sinne ®en. text bedürf tz,^hen *m*'U £ 1 i“‘ Ä Tod »et tvücde den t aus ingcnd 8“rU bei ei\£C haß nach beste « werden, Kaul' sei- SeIJD biefe?' LZ-"'- * "'** xZsAZ «^*C* $X^,e6 Daynsteig von privater Seite Zimmer angeboten wurden, deren Eignung als Unterkunftsraum durch nichts erwiesen war. Hier zum Schutze des gewerblichen Beherbergungswesens einzugreifen, erachtet der Sonderkommissar für eine besondere Pflicht. 3. wurde angeregt, eine schärfere Beobachtung der Bestimmungen des Gaststättengesehes hinsichtlich der Konzessionierung der Fremdenheime eintreten zu lassen. 4. wurde der Wunsch zum Ausdruck gebracht. - patz Zwangsverwaltungen bei älnterkunftsstätten nur dann Platz greifen möchten, wenn eine Gefahr für eine ordnungsmäßige Geschäftsführung Hier wurde eine Herabsetzung der Dersicherungs» pflicht auf 4000 Mark im Jahr, die naturgemäß nur durch entsprechende Aenderung der Reichs- bestimmung möglich war, vorgeschlagen. Weiterhin wurde die Senkung der Soziallasten angestrebt, da Arbeitgeber und Arbeitnehmer heute noch zusammen rund 25 Prozent des aus- gezahlten Gehaltes und der verrechneten Trinkgeldabrechnung abführen. Des weiteren wurde auf eine Neuerlich gerechte Behandlung der Genesungs- und Erholungsheime hingewiesen, die dem Saisonbetrieb infolge weitgehender steuerlicher Befreiung eine höchst unliebsame Konkurrenz bereiten. 3n Baden z. B. wird selbst bei vollkommener oder teilweiser Gemeinnützigkeit keine Befreiung von Landessteuern gewährt. .Eine Ausnahme ist nur in bestimmten genau festgestellten Fällen zugelassen. Die vorstehenden Anregungen wurden wie gesagt dem Ministerium zur Bearbeitung überlassen. ühefoener rLochenmirrttprcne. • Gießen, 11.3uli. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Landbutter 120 Pfennig. Kochbutter 100, Matte 25, Wirsing 10 bis 12, Weißkraut 10, Spinat 15, Erbsen 15 bis 20, Römischkohl 10 bis 12. Dohnen (grün) 35 bis 49, Mischgemüse 10 bis 12, Tomaten 30 bis 35, Kartoffeln (neue) 6, Ztr. 4 Mk., (alte) Ztr. 2,80 Mk., Rhabarber 10 bis 15, Pilze 35, Kirschen 20 bis 35 Heidelbeeren 25 bis 35, Stachelbeeren 15 bis 20, Johannisbeeren 15 bis 20, Erdbeeren 35 bis 40, Walderdbeeren 50, junge Hähne 90 bis 100, Suppenhühner 70 bis 80 Pfennig pro Pfund; Tauben 50 bis 60, Eier (inl.) 8,5, Käse 4 bis 10, Blumenkohl 10 bis 60, Salatgurken 10 bis 35, Salat 3 bis 10, Einmachgurken 6, Rettich 5 bis 15, Endivien 20 bis 30, Oberkohlrabi 5 bis 8 Pf. pro Stück; gelbe Rüben 8 bis 10, rote Rüben 10, Radieschen 5 bis 10 Pf. pro Bund. Daten für Dienstag, den 11. Juli. 1657: König Friedrich I. von Preußen m Königsberg geboren; — 1700: Stiftung der Akademie der Wissenschaften in Berlin; — 1897: Der schwedische Ingenieur Salomon August Andrs steigt auf Spitzbergen im Freiballon zur Fahrt nach dem Nordpol auf, blieb lange verschollen, bis seine und seiner zwei Begleiter Leichen am 6. August 1930 auf der zum Spitzberg-Archipel gehörigen Weißen Insel gefunden wurden. Vornotizen. — TageskalenderfürDienstag: Gießener Wohnungsbaugenossenschaft e. G. m. b. H., 20.30 Llhr, CafL Leib: Generalversammlung. — Bauerscher Gesangverein, Probe im Katholischen Dereinshaus. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Stolz der 3. Kompanie". — Enthüllung einer Ehrentafel im Gymnasium. Am Freitag, 14. Juli, 15 Uhr, findet im Festsaal des Gymnasiums die Einweihung einer Ehrentafel für die im Weltkrieg gefallenen Lehrer und Schüler des Gymnasiums statt, zu der alle ehemaligen Schüler und deren Eltern eingeladen sind. Auf die heutige Anzeige sei besonders hingewiesen. •• Staatssekretär Reinhardt spricht im Rundfunk. Am heutigen Dienstag, 11. 3uli. von 19.45 bis 20 Uhr, spricht Staatssekretär Reinhardt im Rundfunk über: „Die begonnene Arbeitsschlacht". ** Die Vorschriften über d i e Aufnahme von Pflegekindern betrifft eine Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil. Interessenten seien besonders darauf aufmerksam gemacht. ** Spenden zur Förderung der nationalen Arbeit. Don den Beamten, Angestellten und Arbeitern des Städtischen Schlachthofes wurden 20 Mark freiwillige Spende zur Förderung der nationalen Arbeit an das Finanzamt abgeführt. Die Belegschctt der Biebertalbahn, die an Kopfzahl nur sehr gering ist, konnte durch eine Listensammlung einen Betrag von 22 Mark sammeln. ** Die Altersvereinigung 1 8 6 8 — 19 3 3 beging, wie man uns berichtet, am Samstag, 8., und am Sonntag, 9. Juli, die Feier des 65. Lebensjahres. Dieses Jahr ist die gesetzliche Grenze des Arbeitens und bildet den Abschluß mühe- und arbeitsreicher Tätigkeit. So trat denn auch eine Anzahl Alterskollegen in den wohlverdienten Ruhestand. Freudig gestimmt war aber der Kreis der Alterskollegen, der sich am Samstagabend zu einem bescheidenen Gemeinschaftsessen zusammenfand. Bei humorvollen Vorträgen und ver- bunden durch die nunmehr 15jährige Zusammengehörigkeit verflossen die unterhaltsamen Stunden nur allzuschnell. Am Sonntagmorgen fand man sich zu einem gemeinsamen Kirchgang in der Iohan- niskirche ein. Pfarrer Bechtolsheimer, ein Alterskollege und Mitglied der Vereinigung, hielt die Predigt. Am Sonntagnachmittag versammelten sich die Alterskollegen mit ihren Familien in der „Karlsruhe" zum Kaffee, während die Kapelle K r e n g e l muntere deutsche Tanzweisen ertönen ließ. Das Fest wurde durch tänzerische Darbietungen von Frl. Leni Haase, durch sehr ansprechende Gesangseinlagen von Herrn Karl Luft und ebenso durch Lieder für Sopran von Frl. Erna Haase stimungsvoll verschönt. Reicher Beifall dankte für die vorzüglichen Darbietungen. Der Vorsitzende Marx gab zum Schluß dem Wunsche Ausdruck, daß es allen Kollegen der Altersvereinigung vergönnt fein möge, In 5 Jahren auch das 70. Lebensjahr in körperlicher und geistiger Frische zu feiern. Landkreis Gießen. £ Wieseck, 10. Juli. Am Samstagabend fand eine außerordentliche Generalversammlung des landwirtschaftlichen K o n s u m v e r e i n s e. G. m. b. H. statt. Beigeordneter Euler sprach über Zweck der Gleichschaltung. Der Vorstand und der Aufsichtsrat traten zurück. Es wurden neu gewählt: in den Vorstand: Karl Daupert, Karl Weller, Heinrich Rodenhausen und Hein- ruf) Ihm. Vorsitzender wurde Karl Daupert; in den Aufsichtsrat: Karl Pau sch, Heinrich Hetterich, Karl Scherer, Reinhard Kling, Adolf Becker, Ludwig Völzel, Otto 3 u n g , Otto Rohrbach, Heinrich Benner, Ludwig Erb, Ferdinand Seibert und Adolf Luh. Zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates wurde Karl P a u s ch gewählt und bestätigt. Beigeordneter Euler hielt noch eine kurze Ansprache und brachte ein „Sieg-Heill" auf den Führer Adolf Hitler aus, in das alle Anwesenden einstlmmten. Kreis Wetzlar. ch K r o s d o r f, 10. 3uli. Der wegen Beurlaubung des Amtsbürgermeisters Drockmeier zum stellvertretenden Bürgermeister der Aemter Atz- bach—Launsbach bestellte stellvertretende Kreisleiter der RSDAP. Wilhelm Haus aus Bieber scheidet dieser Tage wegen anderweitiger Verwendung von hier. Der Landrat in Wetzlar hat Bürgermeister Dr. Reumann zu Groh-Rechtenbach mit der Mitverwaltung der Dürgermeistereistelle Ahbach—Launsbach bis auf weiteres beauftragt. Wirtschaft. Hinöermarft in Gießen. Aus bem heutigen Rinder-Ruhvieh-Markt in Gießen standen 692 Stück Großvieh, 155 Stück Fresser und 204 Stück Kälber zum Verkauf. Es kosteten: a) Milchkühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 320 bis 370 Mark, 2. Qualität 180 bis 240, 3. Qualität 110 bis 140; b) Schlachtkühe a) 140 bis 260, b) 50 bis 120; c) Rinder 1/a bis »/^jährig 50 bis 110, 3A bis 2jährig 60 bis 140, tragend 160 bis 280 Mark; d) Kälber das Pfund Lebendgewicht 20 bis 30 Pfennig. Ausgesuchte Tiere über Rotiz. Marktverlaus: Vormarkt lebhafter; am Markttag Tendenz stark abflauenb. Äeberstand. Frankfurt uneinheitlich. Frankfurt a.M., 11.3uli. (WTD. Draht- Meldung.) Bei der Eröffnung der heutigen Mittagsbörse herrschte sehr stilles Geschäft, da irgendwelche Momente für eine Belebung nicht Vorlagen und auch Anregungen aus der Wirtschaft fehlten. Von der Kundschaft lagen nur unbedeutende Orders vor, während die Spekulation wegen der meist schwächeren Auslandsbörsen Zurückhaltung übte. Gegenüber der Abendbörse war die Kursbildung recht uneinheitlich, im Grundton aber meist etwas abgeschwächt, wenn auch die Rückgänge kein besonderes Ausmaß annahmcn. Während Chemiewerte meist unverändert einsetzten, wiesen Elektro- Papiere nur kleine Abweichungen nach beiden Seiten auf, mit Ausnahme von Licht & Kraft, die 1,25 Prozent gewannen. Der Montanmarkt verkehrte in ausgesprochen schwacher Tendenz. Besonders Klöckner mit — 2,25 Prozent, Rheinstahl und Gelsenkirchen mit je — 1,75 Prozent waren stark gedrückt, dagegen lagen Rheinische Braunkohlen auf die bekannte Bcsiyumgruppierung 4 Prozent fester. Schiffahrtsaktien lagen in Rachwirkung der Bilanzvcröffentlichung erneut um 1,75 Prozent niedriger. Ferner bröckelten Reichsbank um 0,75 Prozent ab und Deutsche Erdöl verloren 1,75 Prozent. Zellstoffakticn und Zement Heidelberg zogen leicht an. Süddeutsche Zucker lagen nach behauptetem Beginn später um 1 Prozent fester. 3m Verlaufe blieb das Geschäft weiter klein und meist bröckelten die Kurse leicht ab; nur 3G. lagen recht widerstandsfähig. Soweit sonstige Kurse zur Rotiz kamen, stellten sie sich zumeist überwiegend schwächer. Der Rentenmarkt lag gleichfalls sehr still, doch zeigten Auslandswerte auf der ganzen Linie eine Befestigung, die je nach ihrem Werte 0,5 bis 2 Prozent betrugen. Deutsche Anleihen waren kaum behauptet und späte Reichsschuldbuchforderungen u. Stahlverein gingen nach leichter Erhöhung im Verlauf wieder zurück. An den übrigen festverzinslichen Märkten waren durchweg Abschwächungen von 0,50 bis 0,75 Prozent zu verzeichnen. Tagesgeld war weiter erleichtert und stellte sich auf 3 Prozent. Wettervoraussage. Mit der Zufuhr ozeanischer Luft an der Südseite der Nordmeerstöruna hat der hohe Druck seinen Einfluß verloren. Das Wetter wird sich daher bei meist südwestlichen bis westlichen Winden die nächsten Tage wechselhaft gestalten, wobei vorübergehend auch Aufheiterung eintritt. Im ganzen bleibt es warm, jedoch gehen die Temperaturen etwas zurück, außerdem treten zeitweise leichtere Niederschläge oder auch Gewitterstörungen auf. Aussichten für Mittwoch: Feuchtes, warmes und wechselhaftes Wetter, einzelne teils gewitterartige Niederschläge. Aussichten für Donnerstag: Fortdauer des wechselhaften Wetters. (Schluß des redaktionellen Zeile.) Eine der jüngsten Firmen in der Zigarellenindu- ftrie ist die Orientalische Cigaretten Compagnie „Zosma" G. m. b. h., Bremen, deren neue Zigarette „Alva" 3% Pfennig in allen Teilen des Reiches in denen sie bisher eingeführt wurde, außerordentliche Erfolge erzielte. Sie ist eine rein deutsche, truft» und konzernfreie, arische Firma, die nur mit rein deutschem Kapital arbeitet, und deren Leitung nur rein deutsche, christliche Persönlichkeiten angehören. ff Krieger-Verein Gienen bittet der Vorstand. durch ohne Metoll 4477 A durch geprüften Fußspezialisten am 12. und 13. Juli 1933 Familien-Drucksachen Verlobungsanzeigen Vermählungsanzelgen bei Brühl, Schulstraße Geburtsanzeigen Krastpost-Gesellschastssahtt Sonntag, den 16. Juli «tbD Tannas: Usingen, Saalburg, Königstein Preis RM. 4.50. Karten durch Th. Loos Kirchenplats, Lloyd-Vertreter Die Beerdigung unseres lieben Kameraden Emil Freund, Gastwirt findet am Mittwoch, 12. Juli, nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 44siD Um zahlreiche Beteiligung imschuhhausWeidernann Gießen / Seltersweg 59 Bekanntmachung. Es besteht Veranlassung, auf die Vor- chriften der §§ 20—23 und 29 des Reichsgesetzes für Jugendwohlfahrt und § 15 des hessischen Ausführungsgesetzes hinzuwei- fen. Hiernach bedarf derjenige, der ein Pflegekind aufnimmt, dazu der vorherigen Erlaubnis des Jugendamts. Diese Vorschrift erstreckt sich außer auf Familien auch auf Anstalten, Heime und private Kindergärten. An die in der Stadt Gießen in Frage kommenden Stellen ergeht hiermit die Aufforderung, bis spätestens 20. Juli d. 3. Antrag auf Erteilung der Erlaubnis bei uns zu stellen, falls dies noch nicht geschehen. 4472D Gießen, den 6. Juli 1933. Bürgermeisterei Gießen. (Wohlfahrtsamt — Jugendamt.) Fußbett füllt die Hohlräume im Schuh vollkommen aus und verhindert so das für Strümpfe, Schuhe und Füße so schädliche Vor- und Zurückrutschen des Fußes. Fußbett stellt Fuß und Schuh gerade und bewirkt so ein gleichmäßiges Ablaufen von Sohle und Absatz. Fußbett beseitigt an jedem Fuß vorhandene Schmerzen, da es jeden Fabrikschuh zum individuellen Gesundheitsschuh macht. Aber Fußbett - ohne Metall - muß es sein, die sichere Hilfe, selbst in verzweifelten Fällen. Kostenlose Beratung und Fußuntersuchung Zwangsversteigerung 34/32 Arn Donnerstag, dem 13. Juli 1933, vormittags 9 Uhr, wird im Amtsgerichtsgebäude zu Gießen, Zimmer 107, das im Grundbuchs von Gießen dem Kaufmann Otto Reih in Gießen zugeschriebene Anwesen Asterweg 44 4466D Flur 11, Rr. 132 = 480 qm hofreite, Flur 11, Rr. 1325/io = 8 qm Brunnen, geschätzt 23 230 RM., sowie die auf dem Grundstück stehende Autohalle, geschätzt 35 RM., zusammen 23 580 RM., versteigert. Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel Bergstraße 20, Stadthaus, zur Einsicht ausgehängt. Gießen, den 8. Zuli 1933. I. A. des Hessischen Amtsgerichts Gießen: Leo, Ortsgerichtsvorsteher. Bekanntmachung. Der vom Gemeinderat durchberatene Voranschlag der Gemeinde weitershain liegt von Mittwoch, den 12.3uli, bis Dienstag, den 18. 3uli 1933, auf dem Bürger- meistereibureau zur Einsicht offen. Wäh- rend dieser Zeit können Einwendungen schriftlich oder zu Protokoll vorgebracht werden. 4491D Weitershain, den 11. Juli 1933. Bürgermeisterei Weitershain. Reichert. rden jpo b\e Heute morgen 10 Uhr verschied nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein innigst- geliebter Mann, unser guter Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Onkel und Pate Adolf Pfeiff Lagerhalter im Alter von v4 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Karoline Pfeiff, geb. Schnabel Wieseck, den 10. Juli 1933. Die Beerdigung findet Mittwoch, 12. Juh, nachm. 3 Uhr, vom Sterbehause Alicestraße 45 aus statt. 4482 D Da freut sich jeder, der sein Haar lieb hat. Dr. Dralle's Birkenwasser erhält man jetzt schon für RM. 1.50 u»v Altbewährte Qualität. — Neue Packung. 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Hessische Bauernkammer. Dr. Wagner. Mittwoch, den 12. Juli 1933, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich dahier, Reuenweg 28, „Zum Löwen", zwangsweise gegen Barzahlung: 4480V Bücherschränke, Schreibtische, Kredenzen, Kleiderschränke, 1 Kassenschrank, 1 Gewehrschrank, Pianinos, Tische, Sofas, Chaiselongues, Sessel, Grammophone, 1 Radioapparat, Warenschränke, Ladentheken, Nähmaschinen, Schreibmaschinen, Schäftesteppmaschinen, Schnellwaagen, 2 Einbaustatore, Elektromotoren, 1 Typendrucker, Registrierkassen, 13 Paar Keulen, Bücher, Pfeifen und Mutze. Junker, Gerichtsvollzieher in Gießen Wiesecker Weg 16 — Telephon 3383 Opekta Avs Früchten gewonnen Kirsch- . Joharjfiisneer- Mar la|de bereiten 5i Rezept FPfd. enisielTn gewogene dunkle süße Kirschen u. 1 Pfd. Johannis- oder reife Stachelbeeren sehr gul zerkleinern u. mit 4 Pfd. Zucker zum Kochen bringen. Hierauf 10 Minuten durchkochen, dann 1 Normalflasche Opekta zu 86 Pfg. hinzurühren u. in Gläser füllen. — Ausführl. 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H., KÖLN-RIEHL Wir beehren uns, alle ehemaligen Schüler des Gymnasiums sowie die Eltern unserer Schüler zur feierlichen 4478 D Enthüllung einer Ehrentafel für unsere im Weltkrieg gefallenen Lehrer und Schüler ergebenst einzuladen. Die Feier findet Freitag, den 14. Juli 1933, nachmittags 3 Uhr pünktlich, im Festsaal unserer Schule statt Direktion und Lehrkörper des Landgraf-Ludwig-Gymnasiums zu Gießen wird immer größer, wenn Sie ein schlechtsitzendes und lästiges Bruchband tragen. Brucheinklemmung kann z. Todesursache werden. Fragen Sie Ihren Arzt. Durch meine Spezial-Banda- J-en nach Maß und ärztl.Verordnung haben sich viele Brucheidende selbst geheilt. Garantieschein. Probezeit 14 Tage. Bandagen von RM. 15.— an. Kostenlose Besprechung in Nidda, Do., 13. Juli, v. 3—6 Uhr, im Hotel „Zur Traube. Gießen, Freit., 14. Juli, von 8 —1 Uhr. im Bahnhofhotel „Lenz“. Mar barg, Freit., 14. Juli, von 21/.—6 Uhr, im Hotel „Hessischer Hof“. Grttnberg, Montag, 17. Juh, von 8—127? 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Drei Wochen Ferien hatte Georg von Vandro erhalten während der Abwesenheit seines Brotgebers, drei Wochen angefüllt bis zum Ucberfließen von unbeschreiblichem Glück. An einem Julimorgen hatte er mit Wera Wettern vor dem Standesbeamten und dem Pfarrer die Ringe getauscht. Und die strahlende Sommersonne schien beiden ein verheißungsvolles Omen für glückhafte Zukunft. Zu einer Reife langte es nicht. Vandro hatte alles, was er befaß, für die Einrichtung des kleinen Heims verausgabt. Aber wo hätten sie es traulicher, schöner haben können als in dem kleinen, weinlaubübersponnenen Häuschen mitten in Waldesruhe und Blumenfülle? Aus allen Ecken und Winkeln duftete cs der jungen Frau entgegen, die, bis zur Wortlosigkeit bewegt, an der Seite ihres Mannes von Zilmer zu Zimmer schritt. Ganz einfach war alles: Helle, gestrichene Möbel, hübsche, gepolsterte Korbsessel, eine breite, kissen- belegte Bank um den altmodischen Kachelofen, zwei schöne alte Stiche und eine niederdeutsche Landschaft aus Vandros Junggesellenbesitz, aber so warm und heimelig alles, als streckten sich liebevolle Hände nach dem Mädchen aus, das zum erstenmal seit seiner Kinderzeit eine wahre Heimat gefunden. Sie lächelte ihren Mann mit strahlenden Augen an. „Ach, du Lieber, wie über die Maßen schön ist's hier. Daß ich hier wohnen und walten soll, mit dir — es ist fast zuviel Glück", flüsterte sie, Wange an Wange geschmiegt. Ihr Mann schlang den Arm um sie, preßte die überzarte Gestalt fest an sich. „Viel zu armselig und gering für dich, meine Wera, aber mit Liebe ge- schaffc. ' Das hier ist ja alles nur Uebergang; mit Gottes Hilfe hoffe ich dich bald in einem würdigeren i Rahmen zu sehen." Er wies auf die mit mattgelber Seide überzogene große Hängelampe über dem Eß- I tisch- „Die schöne Lampe hier, die Ampel im Schlafzimmer, überhaupt die ganze elektrische Beleuchtung sowie die Telephonanlage find Herrn Steinherrs Geschenk, ebenso das Service auf dem Büfett. Er hätte gar nichts Praktischeres geben können — nicht wahr? Das können wir dock famos gebrauchen." Wera hatte sich sacht von ihres Gatten Arm gelöst und war an den Tisch getreten, auf dessen weißem Damasttuch feine chinesische Teetassen zum Gebrauch einluden. „Allerdings", meinte sie, ohne aufzusehen, ein leises Beben in der Stimme, „da deine Frau wie eine Bettlerin in dein Haus kommt ..." „Aber Geliebtes", wehrte Vandro bestürzt, „wie kannst du nur —" „Wenn du wüßtest, wie das quält und schmerzt, mit leeren Händen dastehen zu müssen, wenn das ganze Herz nach Geben drängt, immer nur anzunehmen, statt erfreuen zu dürfen. Gibt es noch'ein Geschöpf auf der Welt, das so bettelarm ist?" Vandro trat hinter sie, deren Schultern in verhaltenem Weinen zuckten, zwang sie mit sanfter Gewalt herum und hob das tränenüberftrömte Gesicht zu sich empor. „Weißt du auch, meine Wera, daß jede dieser Tränen eine Kränkung für mich ist? Meinst du, daß ich auch nur für einen einzigen Augenblick deine materielle Lage als etwas mich Berührendes empfunden hätte? Spürst du nicht, wie unermeßlich reich du mich machst mit deiner Liebe? Du bist der gebende Teil von uns beiden, nicht ich; mein ganzes Lebensglück ruht in deinen Händen — vergiß das nie." „Du großes Herz", die junge Frau lächelte unter Trängen, „wie wundervoll verstehst du zu trösten!" Kosend fuhr sie über das blonde Haar des Gatten, das sich an den Schläfen schon zu lichten begann, strich es ihm aus der klugen, edlen Stirn. So klar und tief und blau waren feine gütigen Augen. „Nie wieder sollen Klagen dich betrüben; so war es nicht gemeint!" „Ich weiß ja. Liebes." In ernster Innigkeit senkte sich des Mannes Blick in den ihren. „Denn von nun an sind wir ja nicht mehr zwei nebeneinanderlebende Menschen, sondern eins, allezeit und untrennbar." Da strahlte es wieder auf in den famtnen Sternen. „Allezeit und untrennbar", wiederholte Wera langsam und feierlich. Es war ihr, als gäbe sie sich mit diesem einen Wort dem Geliebten ganz zu eigen. Aus tiefem Schlummer wachte sie auf, sah verständnislos, noch halb schlafbefangen, umher m der fremden Umgebung. Durch das offene Fenster drang 'ein wahres Vogelkonzert, immer wieder angefeuert und übertönt von schmetterndem Finkenschlag. Der kleine gefiederte Sänger mußte auf dem Sims fitzen. Ganz leise bewegte sich die Mullgardine vor den zugezogenen grünen Vitragen im Winde. Ein zarter Rosenduft schwebte von draußen herein. Wo war die Kammer, die kahle Wand mit dem abgebröckelten Mörtel, wo der Lärm des Kohlenhofs, dessen Ruß in jede Fuge und Ritze drang? — So köstlich still war es. Wera wandte den Kopf, sah den Mann im Bett neben sich fest schlafend. Langsam und regelmäßig hob sich seine Brust. Ein tiefer Friede lag über dem Schlummernden. Mit wachgewordenem Blick schaute Wera ihn an. Es war also kein Traum wie der traurigsüße von Kindheit und Mutter, den das Tageslicht dann so grausam zerstört, sondern Wirklichkeit, holde, kaum zu fassende Wirklichkeit: Sie war Georg von Vandros Weib, war geliebt und geborgen in treuester Hut. Ganz sacht beugte sie sich vor und legte ihre Lippen auf die Hand, die auf der Decke ruhte. Merkwürdig jung, ja, knabenhaft sah Georg aus; all die feinen Linien, die der Lebenskampf in fein Gesicht gezogen, waren gelöscht. Du Lieber, dachte sie, du unbeschreiblich Lieber und Gütiger. Behutsam erhob sich die junge Frau; es sollte alles fertig sein, wenn er erwachte. Und lächelte träumerisch ihrem Spiegelbild zu: Ich bin Frau — Im Nebenzimmer lugte schon luftig die Sonne herein, tanzte neugierig auf dem Frühstückstisch herum, den Wera mit zierlicher Sorgfalt deckte. Drei Rosen entnahm sie dem großen Strauß, ehe er in die Mitte kam, und steckte sie an den Brustausschnitt ihres weißen Kleides. Sie wollte festlich aussehen für den Geliebten. Alles war bereit, der Kaffee gemahlen, nur das Wasser im Kessel pflichtvergessen und faul. „Willst du wohl kochen, du", schalt sie leise, mit schiefgeneigtem Kopf davorstehend und angestrengt auf den Deckel guckend, der zu tanzen hatte, wenn das Wasser siedete. „So eine Bummelei! Na, endlich!" Auf der Schwelle erschien Vandro und betrachtete entzückt den hausfraulichen Eifer, mit dem Wera in der kleinen, funkelnden Küche hantierte. Erst als alles fertig, sie die Schürze abgestreift hatte und an den Nagel neben der Tür hängen wollte, gewahrte sie ihn. Das Rot in ihren Wangen flammte auf, da sie ein wenig zögernd auf ihn zukam. Ein scheues Lächeln erblühte auf ihrem Mund, dessen Guten- morgengruß der Mann mit einem langen Kuß erstickte. Dann nahm er den blonden Kopf zart zwischen beide Hände und schaute tief in die dunklen Sonnen, die ihn durch einen leichten Schleier von Befangenheit anstrahlten. Die Rose an deiner Brust ist schön, die Sonne am Himmel noch schöner — doch schöner als beide bist du", sagte er leise. „Ich wage noch gar nicht, an mein Glück zu glauben. Als ich vorhin erwachte und das Lager neben mir leer sah, wähnte ich alles nur geträumt zu haben — aber der leckere Kaffee», duft belehrte mich eines Besseren!" Da schwand die letzte Scheu. Wera lachte hellauf. „Poesie ist Bildungshöh', doch Prosa füllt den Magen eh'", dichtete sie heiter. „Wie heißt das schöne Wort: Füttere die Bestie gut! Hoffentlich gelingt mir das; meine Kochkenntnisse sind noch nicht gerade hervorragend, aber ich werde mir große Mühe geben." „Du kannst alles", behauptete Vandro mit der schönen Sicherheit des Verliebten. Saß dann am blumengeschmückten Frühst ckstisch und bediente galant seine junge Frau, die es ihm erst wehren wollte, dann aber lächelnd gestattete, als sie sah, mit welcher Freude er es tat. „Solange unser .Personal' auf Urlaub ist, mußt du schon mit meinen Diensten vorliebnehmen, Wera- lein. Nur keine Angst, die Paschaeigenschaften stellen sich schon ganz von allein ein! Ich kann mir jum Beispiel keinen Schlips richtig binden und bin leider schrecklich unordentlich. Kriegst keinen Mustermann, Frau von Vandro! Und jetzt gelüftet mich nach einer Honigsemmel, von deinen Händen zubereitet." „Gott sei Dank", lachte Wera, ihm ein Brötchen zurechtmachend, „da brauche ich mich nicht allzusehr anzustrengen, um eine .Musterfrau' zu werden — was übrigens doch danebengelänge! Hier hast du. Lieber — Vorsicht, es tropft —" 2lber der Tropfen fiel auf ihren eigenen Finger, den Vandro schnell ergriff und an seine Lippen führte. Er lächelte sie an, die ob der unerwarteten kleinen Liebkosung rote Backen bekommen hatte. Diese mädchenhafte Verlegenheit entzückte ihn eben» sosehr, wie sie ihn in tiefster Seele bewegte. So rein war sie-- Sie saßen beide hinter dem Häuschen im Garten, Vandro die Zeitung lesend, Wera mit einer Näherei beschäftigt, als der alte Diener Steinherrs vom Herrenhaus herüberkam, in beiden Händen einen großen Blumenkorb tragend, den er mit tiefer Verbeugung überreichte. . „Mit besten Empfehlungen vom gnädigen Herrn abzugeben; ein Brief liegt dabei", meldete er und wandte sich mit nochmaliger Verbeugung gegen Wera: „Gnädige Frau wollen mir gestatten, meinen untertänigsten Glückwunsch zur Vermählung auszusprechen." Sie reichte ihm die Hand. „Ich danke Ihnen, Werner, gute Wünsche find immer willkommen", sagte sie freundlich. Und Vandro freute sich des warmen Klanges. Er trat herzu und legte eine Hand auf des Alten Schulter. „Werner und ich find alte Bekannte; er diente hier bei den königlichen Herrschaften, als ich als kleiner Bub mit den Prinzen spielte. Das waren schöne Tage — was, Werner?" (Fortsetzung fei'-' ORIENTALISCHE CIGA RETTEN COM PAGNIE„yQSAAA" G.M.B.H. BREME N DEUTSCHE WERTARBEIT eroberl eine S4-äd4 nach der ändern.— Ein Räucher em = pEiehlE sie dem ändern.- MUM is-8- die Ziqäre-M-e, die Sie embedinaE versu= eben sollten. Tun Sie es noch heute! -jdefr. ist gescheit 4328 A Gd E S SOE N 4 AM OSWALDSGARTEN Schließlich plagt er sich nicht das ganze Jahr mit seinen Obststräuchern, um die Ernte nachher zu verschenken oder für ein Paar Pfennige zu verkaufen. Er verwertet Sie lieber für sich selber. — Beerensaft ist eine Köstlichkeit! Also krempelt er die Aermel hoch, schüttet die Beeren in seine Häuser - Beeren - Presse und dreht oben so lange, bis unten goldgelber oder rubinroter Beerensaft herausquillt, worauf meist der häusliche Streit anhebt, ob er ihn zu Wein oder Most verarbeiten darf oder ob ihn seine Frau zur Gelee-Bereitung und andere Küchenzwecke beschlagnahmt. Wenn Sie auch Beeren obst haben: Holen Sie sich so eine Presse oder wenigstens einen Saftbeutel von Wirksame Werbe-Drucksachen liefert die Brühl’sche Druckerei J«UL Neuen Bäue 27 Die von Frau Dr. Marx innegehabte MimJIil. p. Ecke Horst - Wessel- Wallu. Franks.St. ist ab l.Okt. ob. spater zu vermieten, om? Stau A. Kraatz. Rechnende Krafiwagenbesitzer I Ett/irott jährlich hunderte von Reichsmark pro Fahr- jpulvll zeug, indem sie durch Einbau des Brennstoffreglers (System Dr. ing. 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