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Die Abend« men ruhigen, icheren Der« sie ausgesprochen angebliche Aeuhe- linisters, die aber nt geblieben sind, iesihanleihe wurde t und zog gegen 0,40 Proz. aus rde auch die Alt« oz. gewann, wäh- iröerungen (zirka len Harpener 1,75 ht u. Krast 0,50 r dagegen blieben m Verlaufe wurde en» als auch am ^ch^still. Deutsche jhe I sDekosama) 125 Proz. fester iae Liquidations- indbriesen Ahern, esitzanleihe 9,42.30 zgebiete 6,53, ®e- Harpener 86 bis 1,50,1. ®- 5* 25, Siemens wi. >8,38 3,82 5,38 16,33 58- 11-43 23,55 2,46 n.w 81-°' U,38 2V- 58,62 64,0® 16,45 16S-" 21 $ 73-i5 17» 811 34^ 49,05 12,485 3,063 169,47 73,87 64,31 77,33 14,46 0,837 4,217 58,66 21 5 16,47 81,35 34,58 81,88 0,891 0,241 5,566 13-13 6,384 48,5? 12,465 3,057 169,13 73,73 64,1 77,1 14,4 0.833 4,209 58,54 21, 16,43 81,19 34. 81,72' 0,889 0,239 5,554 13,11 A LÄ Nr. 56 Erster Blatt 185. Zahrgang Samstag, V. Sebruar 1955 (fcr)d)eini lügltch, autzer Sonntags und Feierlag» Beilagen: Dte Olluftrierte (Bienener Familtenblatler Heimat lm Bild Die Scholl. Monat,-Bezugspreis: M, 4 Beilagen Bit. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. . -.25 Auch bet Nichterscheinen oon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. siernsprechanschlvsse anterSammelnummer2251. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Sieben. Postscheckkonto: fironlfurt am Main 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Dnftf und Verlag: vriihl'sche UntverstkStS'vvch. und Steinöruderei R. Lange in Gießen. Schristleltung und Geschäflrstelle: Zchnl^traße 7. Annahme oon Luje.ge« für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für | mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Ne- klameanzeigen oon 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrist 20u, mehr. Chefredakteur Dr. Friede. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein undsür denAn- zeigenteil i. D.Th.Kümmel sämtlich in Gielen Oie Grundsätze der neuen Wirtschaftspolitik. Staatssekretär Or. Bang im Arbeitsausschuß deutschnationetter Industrieller. Wolken über Genf. Ueberall in der Welt find die Völker vollauf mit ihren eigenen Angelegenheiten beschäftigt, so daß für die Außenpolitik wenig Aufmerksamkeit bleibt, obwohl die Unsicherheit der weltpolitischen Lage und die Reibungsflächen, die die 'Unzulänglichen Friedensoerträge überall in Europa geschaffen haben, grade die wesentlichsten Ursachen sind für die Sorgen und Nöte der Völker daheim. Während Frankreich sich vergebens müht, seinen von der Last der Militärausgaben fast erdrückten Staatshaushalt nach Fortfall der deutschen Tribute durch Steuererhöhungen und Einsparungen In Ordnung zu bringen, und die östlichen Trabanten Polen, Rumänien und S ü d s l a w i e n nach Ausbleiben der Pariser Sub- sidien in Finanzkalamitäten geraten sind, die schon einem wirtschaftlichen Chaos gleichen und das Staatsgebäude in seinen Grundfesten erschüttern, suchen Amerika und England sowie die nordischen Länder verzweifelt nach einem Leitfaden, an dem das verworrene Knäuel von Arbeitslosigkeit, Verengung der Weltmärkte, Schutzzölle und Währungsdumping wieder aufgewickelt werden könnte. Das faschistische Italien gibt sich ganz der (Entfaltung seiner wirtschaftlichen und kulturellen Kräfte hin, um bereit zu sein für die Stunde, die ihm die Möglichkeit geben soll, gestützt auf ein neugeborenes Volk, für den gewaltigen Menschenzuwachs ein Aufnahmebecken jenseits des Mittelmeers zu erringen, das die Verbündeten des Weltkrieges ihm in Versailles vorenthalten haben. Das bolschewistische Rußland setzt rücksichtslos und entschlossen alle Hebel an den Aufbau einer eigenen Industrie, wobei Unabhängigkeit vom Ausland und Sicherung der Kriegsbereitschaft im Hinblick auf erwartete Auseinandersetzungen im Vordergrund stehen. Japan allein hat bereits auf der Suche nach Raum für feinen Beoölkerungsüberschuß und nach Absatz für die Produkte einer gewaltig verstärkten Industrialisierung die Kanonen sprechen lassen und liegt jetzt im diplomatischen Kampf mit dem Völkerbund um die Sicherung seiner mandschurischen Eroberungen. Deutschland schließlich steht vor einem Wahlkampf, der nach dem Willen feines Reichspräsidenten einer Regierung der nationalen Konzentration endlich die breite Grundlage für eine auf lange Sicht eingestellte tatkräftige und entschlußfrohe Aufbauarbeit im Innern und nach außen geben soll. Darf man in eine außenpolitische Betrachtung die ernste Sorge einsließen lassen, daß anscheinend noch immer nicht überall sich die Erkenntnis Bahn gebrochen hat oon der zukunftweisenden Bedeutung dieser Wahl des 5. März? Es ist sonst kaum zu begreifen, wie die Möglichkeit einer Sammlung aller nationalen, zur verantwortlichen Mitarbeit am Neubau des Staates bereiten Kräfte auf breiter Front ungenützt bleiben kann. Schon die eigentlichen Regierungsparteien, Nationalsozialisten und Deutschnationale, konnten sich nicht zu einer gemeinsamen Wahlfront zusammenfinden. Nun sind aber auch die Bemühungen des Vizekanzlers von Papen und des Stahlhelms, wenigstens die Gruppen zwischen der NSDAP, und dem Zentrum in einem christlich-nationalen Wahlblock zu vereinigen, ge- scheitert an Dingen, die soweit sie der Oesfentlichkeit bekanntgegeben wurden, gänzlich belanglos erscheinen müssen, gemessen an dem Ziel dieses Wahlkampfes. Es kann allen, denen an der Rückkehr zu dem parlamentarischen Schaukelspiel des ersten Nachkriegsjahr^ehnts nichts gelegen ist, keineswegs gleichgültig fein, welche Parteienkonstellation sich aus der Wahl des 5. März ergibt. Wenn man uns jetzt mit dem schönen Grundsatz aus der Kriegskunst kommt „Getrennt marschieren, vereint schlagen", so ist das unseres Erachtens ein schlechter Trost für eine einzigartige verpaßte Gelegenheit. Hoffen wir wenigstens, daß der Wahlkampf oon allen so geführt wird, als ob die große nationale Front aller mitarbeitbereiten und aufbauwilligen Kräfte zustande- gekommen wäre. Nur dann kann am 5. März das gemeinsame Ziel einer breiten Basis für einen stetigen, vorwärtsführenden Regierungskurs erreicht werden, der grade auch im Hinblick auf unsere Außenpolitik uns so bitter not tut. Wir stehen ja eben in Genf wiederum im schärfsten Kampf um die allerprimitivsten Rechte eines Volkes, das noch nicht die letzten Reste feiner Selbstachtung verloren hat. Ein volles Jahr lang hat nun die Abrüstungskonferenz getagt, um nun wieder dort angelangt zu fein, von wo sie ausging. Deutschland hat im Sommer den Genfer Konferenztisch verlassen, weil es nicht durchsetzen konnte, daß der Grundsatz wehrpolitischer Gleichberechtigung aller von der erstrebten Abrüstungskonoention betroffenen Mächte als Grundsatz für die weiteren Arbeiten der Konferenz anerkannt wurde. Monatelang mußten diese Arbeiten unterbrochen werden, weil der leere cnifjl, den Deutschland in Genf zurückgelassen hatte, iede weitere Bemühung um das Zustandekommen einer allgemeingültigen Konvention illusorisch machte. Nach wechselvollem diplomatischem Zwischenspiel gelang es Macdonald endlich, durch die Fünsmächte- Erklärung vom 11. Dezember vorigen Jahres, die wenigstens die theoretische Anerkennung der deutschen Gleichberechtigung enthielt, Deutschland zur Rückkehr an den Konferenztisch zu bewegen, so daß am 2. Februar der Vorhang zum Beginn des zweiten Aktes der Abrüstungskonferenz aufgehen konnte. Aber Frankreich, an dessen Widerspruch bereits im Sommer die von Deutschland geforderte Anerkennung seiner wehrpolitischen Gleichberechtigung, vor allem der Ersatz der Entwaffnungsbestimmungen des Versailler Vertrages durch die neue allgemeine Abrüstungskonvention, gescheitert war, ist auch heute noch entschlossen, jeden Schritt zu einer tatsächlichen Herabsetzung der Rüstungen und einer Gleichstellung aller beteiligten Mächte mit allen Mitteln zu verhindern. Paul-Boncour, der französische Delegierte in Genf und spiritus rector der französischenAußen- Derlin, 10. Febr. (ERD.) 3m Arbeitsaus» schuh deutschnationaler Industrieller befähle sich Staatssekretär Dr. Dang mit der Frage der Rettung des deutschen Exports durch Wiederher st ellung der Dinnenkauf- krast. 2m Rahmen dieser Politik habe zur Zeit alles zu geschehen, um mit Holland, Schweden und Jugoslawien, deren Handelsverträge jetzt ablaufen, nicht in einen krisenhaften Z u st a n d zu geraten. — Dr. Dang entwickelte als Grundsätze seiner Arbeit folgendes: 1. Es wird nicht experimentiert werden, auf keinem Gebiet! Wo Aenderungen nötig find, werden sie in organischer Entwicklung vollzogen to erben. 2. Die eigentliche Grundlage alles Wirtschaftens muh wieder hergestellt werden. Das ist das Gesetz von Treu und Glauben und ist vor allem d i e. st a a t l i ch e Moral. Kein Staat kann von seinen Bürgern Moral verlangen, wenn er sie nicht selbst betätigt. Wir werden uns deshalb z. D. weder an Schuldnern noch an Gläubigern vergreifen. Zwangsmähige Schuldenstreichungen machen niemand reicher, und zwangsweise Zinskonvertierungen vernichten endgültig den Kredit. Kein Staat kann leben von der Derau- bung seiner Rentner. Kredit heiht Glaube. Wer diesen Glauben endgültig erschlägt, erschlägt endgültig die Wirtschaft. Don Schuldenhöhe und Zinshöhe können wir nur los durch Kapital- Neubildung. Wer der Regierung unterstellt, sie wolle Zinsen und Renten rauben, lügt. Dasselbe Urteil gilt von denen, die der Regierung unterstellen, sie plane in irgendeiner Form eine Antastung der Währung — etwa gar eine Inflation. Wer an die Heilung unserer Zustände durch offene oder versteckte Inflation glaubt, ist entweder ein Demagoge oder ein Schwachlopf. 4. Cs gilt, den Staat wieder zum Staat und die Wirtschaft wieder zur Wirtschaft zu machen. Wir sind in einen Kollektivismus geraten, der uim höchsten Wert, auch den höchsten Wirtschaftswert, erschlägt, nämlich die Persönlichkeit. Politische Preis- und Lohnbildung bedeutet Todsünde wider den Heiligen Geist der Wirtschaft und wird schliehlich bestraft mit dem "Bankrott des ganzen Volkes. Die Parole muh bleiben: Leistungspreis und Leistungslohn! — 5. Die soziale Frage kann nur gelöst werden bei grundsätzlicher Ablehnung des Klasse n k a m p s e s auf dem Boden der Wiedervereinigung der heute getrennten beiden Wirtpolitik in den letzten drei von den Radikalsozialisten maßgebend bestimmten Kabinetten, hat mit einem geschickten Schachzug das Problem der Sicherheit vor die Abrüstung geschoben und die Abrüstungskonferenz ist nun damit beschäftigt, diesen jedes Weiterkommen hindernden Stein aus dem Wege zu schaffen. Paul-Boncour hat mit diesem Verlangen nach neuen Garantien für den machtpolitischen status quo, der Frankreich die unbedingte Hegemonie auf dem europäischen Kontinent und eine ausschlaggebende Rolle in allen weltpolitischen Fragen gewährt, zweifellos einem tiefgefühlten. Bedürfnis seines Volkes entsprochen und deshalb auch auf der Rechten, den innerpolitischen Gegnern des Kabinetts, lebhaften Beifall gefunden, weniger allerdings am Konferenztisch in Genf, wo sein neuer Sicherheitsplan durchweg kühle Ablehnung oder scharfe Kritik gefunden hat. Keine der Großmächte hat die geringste Neigung, über die bestehenden Sicherheiten hinaus, wie sie im Dölkerbundspakt, dem Locarnovertrag und dem Kelloggabkommen festgelegt sind, neue internationale Verpflichtungen zu übernehmen, wie sie in dem von Frankreich vorgeschlagenen verwickelten Vertragssystem lediglich zu dem Zweck einer verstärkten Garantie für die Erhaltung der französischen Machtstellung ihnen zu- gemutet werden. Die Bereinigten Staaten, England und Italien haben den französischen Sicherheitsplan abgelehnt, letzteres mit der Begründung, daß ein lediglich auf den Kontinent beschränkter Garantiepakt bei dem engen Freundschaftsverhältnis Italiens zu England für die römische Regierung wertlos sei. Aber selbst Belgien und sogar Polen haben offenbar an den Plänen ihres großen Alliierten keinen Geschmack gesunden, wenigstens haben ihre Vertreter in Genf daran eine Kritik geübt, die einer glatten Ablehnung verzweifelt ähnlich sah. Frankreich will aus der Abrüstungskonferenz eine Sicherheitskonferenz machen, um sich feiner Verpflichtung zur Abrüstung zu entziehen, aber die andern Beteiligten sind nicht gewillt, Frank- reich auf diesem Wege zu folgen. Das hat die Aussprache in Genf bereits ergeben. Sie hat aber auch gezeigt, daß Frankreich, obwohl in Genf fast isoliert, nicht locker lassen wird in seinem Kamps gegen die Abrüstung und daß ihm in diesem Kampf jedes Mittel recht ist, wenn es nur geeignet erscheint, das Zustandekommen einer brauchbaren Abrüstungskonvention zu verschleppen. Deshalb die französischen Bemühungen, die von Deutschland geforderte klare Entscheidung über den Grad der in der ersten Etappe vorgesehenen Herabsetzung der Rüstungen durch Beendigung der endlosen Debatte und Vornahme der Abstimmungen immer wieder hinauszuziehen. Deshalb auch der Versuch, durch Wiederaufrollung der Frage der deutschen Gleichberechtigung, die nach der Fünfmächteerklärung vom 11. Dezember keine Frage mehr ist, ein Hindernis aufzurichten für die Weiterführung der schaftstypen: Arbeiter und Unternehmer. Die soziale Wirtschaft darf nicht auf Proletarisierung, sondern sie muß auf Entproletarisierung gerichtet sein. 6. Die Lösung aller großen wirtschaftspolitischen Fragen hat sich organisch auf der ßöfungber Agrarfrage aufzubauen. Ein gesunder Export ist ohne das Rückgrat einer gesunden Bionenwirt- schaft nicht möglich. 7. Es darf deshalb weder Gewerkschaftspolitik, noch Jndustrieverbandspolitik, noch landwirtschaft- Bisher 55 Tote geborgen. Neunkirchen, 11. Febr. (WTB. Funkspruch.) Die Zahl der geborgenen Toten hat sich auf 55 erhöht. Die Regierungskommis sion des Saargebiets stellte zunächst zur Linderung der allerersten Not einen entsprechenden Kredit zur Verfügung. Die Regierungskommission hat bis einschließlich des Tages nach der Beerdigung der Opfer öf f e n 11 i ch e Trauer angeordnet und die Abhaltung öffentlicher Lustbarkeiten jeder Art untersagt. Die Direktion der Berliner Gaswerke hat, um einen klaren Ueberblitf über die Ursache der Katastrophe zu erhalten, einen der ersten Fachleute in der Herstellung von Gasometern, Oberingenieur Mecklenbeck, nach Neunkirchen entsandt. Das Trümmerfeld in Neunkirchen Ein Angcnzeugenbericht. Die Stadt Reunkirchen bietet ein furchtbares Bild der Verwüstung und der Erregung. ilcbcrall ballen sich Menschengruppen, die die Ereignisse der letzten Stunden besprechen. 500 Arbeiter sind mit den Aufräurnungsarbchten beschäftigt. Mit Sauerstoffgebläsen müssen die Verschütteten aus den zusammengestürzten Eisenkonstruktionen herausgefchweißt werdend Wie gewaltig sich die Explosion ausgewirkt hat, wird deutlich, wenn man erkennen muh, daß Teile des großen Gasometers und der meterstarken Rohrleitungen teilweise drei Kilometer weit ins Land geschleudert worden sind. Die Saarbrücker Straße, die zum Unglücfsort führt, ist mit Eisen- konstruktionsteilen, Rohren und Gasometerverckei- dungen übersät. In den weiter entlegenen Ortschaften, Homburg, Zweibrücken, Wellesweiler, Arbeiten. In seiner ersten großen Rede zur Begründung des französischen Sicherheitsplans hatte Paul-Boncour die Fünfmächte-Erklärung rein „vergessen", obwohl sie seine Unterschrift trägt und im Rahmen des von Frankreich vorgeschlagenen neuen Wehrsystems unentbehrlich gewesen wäre. Man hatte den Eindruck, die Anerkenntnis der deutschen Gleichberechtigung sollte totgeschwiegen werden. Aber Paul-Boncour ist noch weitergegangen. Er hat in einer zweiten Rede einfach geleugnet, daß die Fünfmächte-Erklärung für die Konferenz irgendwie bindend sei. Sie sei lediglich eine Vereinbarung einiger Mächte, die keineswegs ausschlösse, daß die Frage der Gleichberechtigung nur im Rahmen einer Organisation der europäischen Sicherheit geregelt werden müsse. Frankreich hat also am 11. Dezember seine Unterschrift nur mit einer reservatio mentalis gegeben, unter dem geheimen Vorbehalt, die verpflichtende Bedeutung der Fünfmächte-Erklärung rundweg zu bestreiten, wenn Deutschland nach seiner Rückkehr auf die Abrüstungskonferenz Anstalten machen sollte, aus der theoretischen Anerkennung der Gleichberechtigung nun auch praktische Folgerungen für die künftige Abrüstungskonvention zu ziehen. Wir müssen Herrn Paul-Boncour dankbar sein für diese Klarstellung. Es ist selbstverständlich, daß Deutschland es strikte ablehnen muß, die deutsche Gleichberechtigung erneut zum Gegenstand der Erörterung machen zu lassen. Es verlangt jetzt die praktische Anwendung des in der Fünfmächte-Erklärung anerkannten Grundsatzes bei Festlegung der Bestimmungen der Abrüstungskonoention. Es muß fest- gestellt werden, wieweit die übrigen Beteiligten bereit sind, zu ihrem Wort zu stehen und dem deutschen Verlangen Rechnung zu tragen. Dabei ist die Befürchtung nicht von der Hand zu weisen, daß man in Genf aus Angst, die Konferenz werde an Frankreichs Hartnäckigkeit erneut auseinanderplatzen, ohne irgendwelches Ergebnis gebracht zu haben, versuchen wird, möglichst rasch ein Abkommen zur Annahme zu bringen, das im wesentlichen nur die bisher erreichten so außerordentlich dürftigen Ergebnisse in der Frage der Waffenkontrolle, des Verbots des Gas- und chemischen Krieges, des Bombenabwurfs u. a. zufammenfaßt, die Hauptsache aber, die fühlbare Herabsetzung der Rüstungen und in Zusammenhang damit Deutschlands wehrpolitische Gleichberechtigung auf die zweite Etappe der Konferenz verschiebt. Damit würde natürlich der außerordentlich große und heute kaum noch einzuholende Abstand zwischen Deutschlands Rüstung und der Bewaffnung der andern Mächte noch vergrößert. Vergeße man nicht, daß Deutschlands Forderung nach Gleichberechtigung ja nicht nur vertraglich begründet ist, sondern auch in der ungeheuren Entwicklung der Waffentechnik seit Kriegsende, der die anderen Mächte einen Vorsprung verdanken, den Deutschland von Jahr zu Jahr weniger wird aufholen können. Schon deshalb ist für Deutschland die liche Verbandspolitik, sondern es muß deutsche Wirtschaftspolitik gemacht werden. Wir arbeiten für die Gemeinschaft der Stände. Alle Guten und Ehrlichen im Lande sollten das verstehen und mithelfen. Nur wenn das Gleichgewicht zwischen Industrie und Landwirtschaft wiederhergestellt und Frieden zwischen Arbeitern und Unternehmern geschlossen wird, ist die Rettung unserer Wirtschaft und unseres Volkes möglich. MeEkPlosionMastlophevonAeunkirchen Dexbach, Frankenholz, St. Ingbert usw. sind zahllose Fensterscheiben durch den ungeheuren Luftdruck eingedrückt worden. Kilometerweit ist der Gasgeruch zu verspüren. Aus den Landstraßen sind Kandelaber und Hochleitungsmaste umgeworfen worden. Unter den Trümmern eines zusammengestürzten Hauses liegt noch eine ganze Familie begraben. Auf Türen als Tragbahren werden die Toten und Verwundeten herausgetragen. Die Gefahr, daß weitere Explosionen erfolgen, ist noch nicht ganz beseitigt, da unter dem brennenden Teil der Denzolanlage noch einige mit Benzol gefüllte Tanks lagern, Die natürlich noch jeden Moment in die Luft fliegen können. Rur der Geistesgegenwart eines Arbeiters war es zu verdanken, daß die Gasleitung sofort abgesperrt wurde. Dieser Teil der Anlage hätte noch 18 Stunden automatisch Gas geliefert. In einem Lichtspielhaus stürzte durch die Explosion die Decke ein. Drei Personen wurden hier getötet und zahlreiche verletzt. In einem katholischen Krankenhaus ist die Decke eines Saales eingestürzt. Von der Polizei und den Landjägereibeamten sind umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen getroffen worden. da man Unruhen und Plünderungen in Reunkirchen befürchtet. Die Zugangs» strahen nach Reunkirchen sind in weitem Umkreis abgesperrt. Die Rettungsarbeiten mußten in den Morgenstunden längere Zeit eingestellt werden, weil infolge der nachlassenden Helligkeit des Brandes ein sicheres Arbeiten bei Pechfackeln und künstlichem Licht nicht mehr möglich war. Immer noch brennen die Koksanlage und der Kondensator. Gegenwärtig werden fortgesetzt Tote aus den Trümmern heroorgeholt. Dabei hat man eine ganze Forderung nach einer fühlbaren Herabsetzung der Rüstungen quantitativ wie qualitativ uno zwar bereits in der ersten Etappe der Abrüstungskonvention selbstverständlich, wenn die deutsche Gleichberechtigung praktisch in Erscheinung treten soll. Kommt es dazu in Genf nicht, so wird Deutschland gezwungen sein, seinerseits das Problem der Sicherheit, und bann mit einer besseren Begründung als Frankreich jetzt, aufzurollen und eine Lösung zu suchen, die den Frieden Europas besser verbürgt, als es heute das Nebeneinander von entwaffneten und schwergerüsteten Völkern zu tun vermag. Daß Frankreich in seiner augenblicklichen Isolierung einen solchen Gang der Dinge fürchtet, zeigt das Auftreten H e r r i o t s als Sekundant feines ehemaligen Ministerkollegen Paul-Boncour. Dem Führer der französischen Radikalsozialisten ist offenbar die Uebernahme der Regierungsverantwortung in Deutschland durch das Kabinett Hitler schon auf die Nerven gegangen. Er hat sich im Auswärtigen Kammerausschuß eine Frage bestellt und nun von geheimen Bündnisplänen der revisionsfreundlichen Mächte Deutschland, Italien und U n • gern gefabelt. Merkwürdigerweise glaubt er in Rußland ein Gegengewicht gegen diese den Frieden Europas bedrohende neue Front der Revisionisten gefunden zu haben, wobei er wohl hofft, der scharf antikommunistische innerpolitische Kurs der neuen nationalsozialistischen "Regierung in Deutschland werde eine Abkühlung des traditionell guten Verhältnisses zu Moskau im Gefolge haben, was Frankreich für sich ausnützen könne. Herriot vergißt indessen, daß Sowjetrußland gerade zu dem faschistischen Italien stets besonders herzliche Beziehungen unterhalten hat und sich trotz des französisch-russischen Nichtangriffsvertrags kaum in das Pariser Bündnissystem zum Schutze des Versailler Diktats wird einspannen lassen. Herriot ist auch bekümmert über das unverändert schlechte Verhältnis zu Italien. Als Ministerpräsident hatte er es sich zum Ziel gesetzt, mit Italien zu einem modus vivendi zu kommen, wenn es schon nicht gelingen sollte, die drei romanischen Schwestern an den Küsten des Mittelmeers in einem engen Bündnis zu vereinigen. Aber seinem Vertrauensmann, dem Botschafter de Iouvenel, ist der Erfolg versagt geblieben. Man weiß nur unverbürgte Andeutungen über den Umfang des Angebots, mit dem Herriot den Duce in Rom für feine Pläne gewinnen wollte, es kann nicht gering gewesen fein, Mussolini bat trotzdem abgelehnt, und Herriot muß sich mit ber vorerst noch recht vagen Hoffnung trösten, daß eine französisch-russische Annäherung die politische Konstellation bessert, die ihm heute noch Alpdrücken verursacht. Für Deutschland heißt es jedenfalls, auf der Hut zu sein, bedacht und zäh der Entwicklung in bi* Hände zu arbeiten, die aus dem Zwang der Unmöglichkeiten heraus zu einer Revision des europäischen Zustands führen muß. :al nd race In- ust. um Uch >aS er Die das nell zur )ort um* aus 'hinein Dar. urde Man egen über de« ifrig enem >blen sreu» r zur chlust schie- it. ' tiger ' V Die igcnb« orben. äume. a 200 wirb, jachsen Haus bürge- ager eben- ig fin- nähen, -n Ar- kochen, irlorge ■ ozialen i junge icn sich nächsten ich er- hiesige t durch a g mit er weit hinaus n Werke, u r t 8 » ifte um a" er* 125, 6e- -s Der» ig zum hört seit iahntal- )es Ge» e „Lüder, der Sange«» send das 'ittc für hat hier ) leider :t. Zwei n Man- Lebens* rftor» a u f e n Huf» n dessen md Wei- re Wet» mb nach . Durch lerdings )ie über •rgiebige südlichen den ab» n Druck völligem Hen sich , später» Rieder» stig und trocken. Vielfach Tag und en mild, 0,8 Grab morgens Jlinimum n 10 cm 9. März: i 0,0 mm. fcamttle von Vater, Mutter und zwei Kindern aufgefunden, ebenso eine andere Familie von fünf Personen. Eine Frau mit ihren zwei Kindern liegt tot im Lazarett. Eine große Zahl von Schwerverletzten, deren Rettung kaum möglich erscheint, ist in den umliegenden Werken untergebracht. Wie viele Personen noch unter den Trümmern liegen, weiß man nicht. Weihbischof Mönch von Trier, der früher Pfarrer in Neunkirchen war, wird im Laufe des Tages eintreffen, um ein Hilfswerk einzuleiten. Beileid des Reichspräsidenten zum Neunkirchener Unglück. Berlin, 11. Febr. (WTB. Funkspruch.) Der Herr Reichspräsident hak an den Bürgermeister in Neunkirchen das nachstehende Beileidstelegramm gerichtet: „Tief bewegt durch die Nachricht von dem furchtbaren Unglück, das die Stadt Neunkirchen betroffen hat, spreche ich Ihnen und der Einwohnerschaft Ihrer Stadt meine herzliche, aufrichtige Teilnahme aus und bitte Sie, diese besonders den betroffenen Familien zu übermitteln. Al; e r st e Hilfe für die Opfer der Katastrophe überweise ich 100 000 Mark an die Stadtkasse Neunkirchen. Im treudeutschen Gedenken. Gez. von Hindenburg, Reichspräsident." Die Lage in Hessen. Die Besprechungen des Beauftragten der Reichsregi rung. Berlin, 11. Febr. (CNB. Funkspruch.) Die Reichsregierung hat im Zusammenhang mit den zahlreichen Ausschreitungen der letzten Zeit in Hessen durch Entsendung eines Beauftragten ein Bild von der Lage im Lande Hessen zu gewinnen gesucht. Der Beauftrage des Reichsministeriums des Innern hat in den Besprechungen mit der hessischen Regierung der Sorge der Reichsregierung über die weitere innerpolitische Entwicklung der Dinge in Hessen Ausdruck gegeben. Dabei waren die in den verschiedenen hessischen Gemeinden vorgekommenen politischen Auseinandersetzungen, denen erfreulicherweise Menschenleben nicht zum Opfer gefallen find, nur von untergeordneter Bedeutung. Viel wichtiger war die Frage, ob die zwischen den politischen Strömungen in Hessen bestehenden starken Spannungen namentlich auch im Hinblick auf das Verhältnis der Landespolizeileitung zur nationalen Rechten nicht die Gefahr neuer und schwerer politischer Auseinandersetzungen in sich bargen, wie sie bisher nicht zuletzt auch durch die Disziplin der beteiligten Beoölkerungskreise verhindert worden sind. Der Beauftragte der Reichsregierung hat auf die dringende Notwendigkeit hingewiesen, der nationalen Rechten das Gefühl gleichen Schutzes und gleicher Rechte zu geben, wie sie die der geschäftsführenden Regierung nahestehenden politischen Gruppen als selbstverständlich für sich in Anspruch nehmen. Ohne eine derartige Einstellung der Polizei sei eine Befriedung des öffentlichen Lebens in Hessen nicht zu erzielen und eine Ueberwindung der gerade für eine geschäftsführende Regierung bestehenden Schwierigkeiten innerpolitischen Art, vor allem, soweit es sich um die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung handelt, nicht zu erwarten. In dieser Beziehung wurde dem hessischen Minister des Innern vom Beauftragten des Reiches eine Reihe von Anregungen übermittelt. Thüringen verbietet rote Zahnen. Weimar, 10. Febr. (WTB.) Die thüringische Regierung veröffentlicht die Ausführungsbestimmungen zur Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz des deutschen Volkes. Darin heißt es u. a.: „Das Zeigen von roten Fahnen mit und ohne Abzeichen und Symbolen der KPD (Hammer und Sichel) bei öffentlichen volitischen Versammlungen sowie das Mitsühren solcher Fahnen und Embleme bei Versammlungen unter freiem Himmel und Auszügen ist unzulässig. Diese Fahnen und Symbole sind als Wahrzeichen des Klassenkamp fes und des Umsturzes zu betrachten und begründen daher bei der gegenwärtigen politischen Spannung die Besorgnis einer unmittelbaren Gefahr für die öffentliche Sicherheit." Kleine politische Nachrichten. Der Oberpräsident der Provinz Hannover N o s k e hat Urlaub bis zum 1. Oktober, wo er die Altersgrenze erreicht, eingereicht. Als fein Nachfolger soll der nationalsozialistische Abgeordnete Prinz August Wilhelm ausersehen sein. An den amtlichen Stellen ist über diese Kandidatur bisher noch nichts bekannt. * Eine Verfügung Adolf Hitlers ernennt Reichsinnenminister Dr. F r i ck zum W a h l l e i t e r d e r NSDAP, für die Reichstagswahlen, den Fraktionsführer Wilhelm K u b e zum Wahlleiter für die preußischen Landtagswahlen und Prooinzialland- tagswahlen. • Der Senat der Universität Kiel hat auf Grund der in den letzten Tagen in der Universität begangenen Sachbeschädigungen und Ausschreitungen zwischen politischen Gegnern innerhalb der Studentenschaft die Universität a u f drei Tage geschlossen. * Oberleutnant a. D. F r a e d r i ch . der seinerzeit in der kommunistischen Versammlung im Dresdener Keglerheim, nach deren Auflösung es zu schweren Zusammenstößen kam, das Referat hielt, ist wegen Aufforderung zu strafbaren Handlungen verhaftet worden. Kunst und Wissenschaft. Der ehemalige Kultusminister Professor L. h. Becker f. Der frühere preußische Kultusminister Professor Dr. Carl Heinrich Becker ist in Berlin einer schweren Lungenentzündung erlegen, die er sich als Folge einer verschleppten Grippe zugezogen hatte: er ist 56 Jahre alt geworden. Carl Heinrich Becker wurde 1876 in Amsterdam als Sohn des Konsuls Becker, Inhaber der dortigen Bankfirma Decker & Fuld, geboren. Er studierte in Lausanne, Heidelberg und Berlin Theologie und orientalische Sprachen. 1902 wurde er Privatdozent in Heidelberg. Bon 1908 bis 1912 war er ordentlicher Professor und Direktor des Seminars für Geschichte und Kultur des Orients an dem inzwischen in eine Llniversität umgewandelten Kolonialinstitut in Hamburg. 1913 wurde er Leiter des orientalischen Seminars an der Universität Bonn. Becker war Begründer und Herausgeber der Zeitschrift »Der Islam" und Mitarbeiter verschiedener Fachwerke für Islamfor- fchung. 1916 kam er als Dortragender Rat ins preußische Kultusministerium und erhielt gleich- zeitig einen Lehrauftrag an der Berliner Universität. Rach dem Umsturz wurde er unter dem Kultusminister H a e n i s ch Staatssekretär. 1921 übernahm er als Fachminister im Kabinett Stege r w a l d das Kultusministerium. Dem preußischen Kabinett Marx gehörte er wieder als Kultusminister bis zu dessen Rücktritt 1925 an, ging dann aber in gleicher Eigenschaft in das Kabinett Braun über, dem er bis 1930 angehörte. Darauf übernahm Decker den Lehrstuhl für Islamwissenschaften an der Universität Berlin. * * ** Richard-Wagner-Feiern in Sowjetrutzland. Die Sowjetregieruna hat beschlossen, anläßlich des 50. Todestages von Richard Wagner zu Ehren des Komponisten eine Reihe von Gedenkfeiern zu veranstalten. Die Wagnerfeiern sollen durch ein großes Konzert des Moskauer Philharmonischen Orchesters eingeleitet werden. Sodann finden Konzerte in allen größeren Städten der Union statt, u.a. Rundfunkveranstaltungen, die im Laufe des nächsten Monats Wagner-Konzerte senden werden. Auch an allen Konservatorien und Musikschulen werden eingehende Würdigungen von Wagners Werken vorbereitet. Die Herausgabe einer besonderen Wagner-Literatur ist geplant. Herriois Liebeswerben um Italien. Vergebliche Bemühungen Frankreichs in iRom. Paris. 10. Febr. (CRB.-Funkspruch.) Seit der Hirtenberger Waffenangelegenhcit bringt die französische Presse fortlaufend Rachrichten, die eine enge Berbindung Ungarns mit Italien dartun sollen. Heute will „Echo de Paris", das Organ der französischen Militaristen aus „völlig sicherer" Quelle erfahren haben, daß Italien 32 Flugzeuge an Ungarn geliefert habe und zwar 12 Fiat-Iagdflug- zeuge mit 450 ?5°Motoren und 20 sechssitzige Fiat-Aufklärungsflugzeuge mit 650 ?8°Motoren, dann wird gesagt, sie seien von einem neuen Rotflughafen in Italien gestartet, damit die Lieferung kein Aufsehen errege, hätten Fürstenfeld in Oesterreich überflogen, wo man sie gesichtet habe und seien in Ungarn auf einem Rotflughafen gelandet. Dort seien sie abmontiert und in Sicherheit gebracht worden, während die italienischen Flugzeugführer mit der Eisenbahn nach Italien zurückgekehrt seien. Alle diese Dinge, so bemerkt „Echo de Paris" bestätigen das Dorhandenfein eines sehr weitgehenden italienisch-ungarischen Militärabkommens. Der hiesige italienische Botschafter hat gestern Ministerpärsident D a l a d i e r ausgesucht. „Ordre" will wissen, daß der Botschafter Wert darauf gelegt hat, die Gerüchte von einem angeblichen geheimen italienisch-ungarisch-deutschen Offensiv- und D e f e n s i v a b k o m - men, die soweit gingen, daß sogar der Tag der Unterzeichnung — der 7. August 1932 — genannt wurde, in aller Form zu dementieren. Im übrigen soll sich die Unterredung hauptsächlich um die Perlon des französischen Botschafters in Rom, Henri de Jouvenel, gedreht haben. Jou- oenel soll von Mussolini sehr kühl aufgenom- m e n worden sein und sich beim Quai d'Orsay sehr heftig über die Schwierigkeiten beschwert haben, auf die er bei der Durchführung seiner Aufgaben gestoßen sei. Auch die kommunistische „Humanits" beschäftigt sich mit der gleichen Angelegenheit. Sie spricht von einem Mißerfolg de Jouvenels in Rom. de Jouvenel soll die Mission gehabt haben, die Verbindungen Italiens mit Ungarn und Deutschland durch den Vorschlag zu lösen, Oesterreich zu neutralisieren und gewisse südafrikanische Kolonien (gemeint sind vermutlich die portugiesischen) aufzuteilen. Mussolini habe aber seit dem neuen Regierungswechsel in Deutschland jede Verhandlung mit dem französischen Botschafter abgebrochen. Ein neues Richard -Wagner-Denkmal ift bei Pillnitz, unweit Dresden, an einer Felswand ausgestellt worden. In der dortigen Lochmühle komponierte Wagner, der damals Hofkapellmeister in Dresden war, 1846 wesentliche Teile seines ,^Lohen- grin". Das Werk stammt von Professor Rich. Guhr. B 1J /N ■ w Hw MH Aus der provinzialhaupistadt. Das „persönliche Verhältnis". Mein Freund hat aus seiner Iunggesellenzeit einen alten behäbigen Papierkorb in seine Ehe gebracht. Es ist ein etwas altmodisch wirkendes Stück, noch schön viereckig, in möglichst vielen Farben aus buntem Rohr geflochten, hier und da allerdings zeigen sich schon einige starke Kratzer. Die Hauptsache aber: Es geht allerlei hinein! Und das ist es wohl vor allem, was meinen Freund immer wieder veranlaßt, sich nicht von dem alten Bekannten zu trennen. Seine Frau hat schon mit allen Listen, mit aller Liebe und auch mit aller Energie, die sie aufbringen kann, versucht, diesen alten Papierkorb zu entfernen. Aber es gelang nicht. Wenn ich von einem „persönlichen Verhältnis" höre, dann denke ich an diesen alten Papierkorb; denn er und sein Herr stehen tatsächlich in ganz „persönlichem Verhältnis". Haben wir nicht auch schon in den Märchen gelesen, daß die uns umgebenden Dinge plötzlich anfangen zu reden? Daß sie auftreten und handeln wie die Menschen? Was würde dieser alte Papierkorb sagen? Oder können wir uns vorstellep, daß ein alter Herr und seine Frau, eine freundlich lächelnde Matrone mit runzeligem Gesicht und schneeweißem Haar, sich in einem modernen Wohnzimmer mit Stahlmöbeln, fast kahlen Wänden, quadratischen Fenstern usw. wohlfühlen? Sie kommen vielleicht neugierig herein und beschauen sich alles, lächeln wohlgefällig, sagen auch: Ganz nett! Mehr aber sicher nicht! Und bann sind sie froh, wenn sie wieder draußen sind. Heimisch könnten sie hier nicht werden. Es fehlt da etwas, das die Verbindung her- stellt zwischen den alten Herrschaften und der neuen Zeit. Oder sagen wir so: Es ist da eine unsichtbare Scheidewand ausgestellt. Und diese Wand können sie nicht beseitigen, nicht mit allen Mitteln modernster Technik. Sie ist da und wird ewig da bleiben. Jede Generation hat ihre Eigenheiten, ihre Moden. Das werden wir nie ändern. Und in jedem menschlichen Herzen liegt — wenn auch oft ver- taubt und verdeckt — die Sehnsucht nach Liebe, nach Teilnahme. Manchmal sind die, die sich am wildesten gebärden, die gefühlvollsten. Wenn sie irgendwie durch Diebstahl, Brand ober Unvorsichtig- feit einen Gegenstanb verlieren, können sie sich kaum trösten, so sehr haben sie ihr Herz baran gehängt. Es ist nicht nur Gewohnheit, bas besonbers uns Aeltere immer wieber zu ben uns liebgeworbenen Formen unb Farben zurückkehren Iuot, jonbern es ist bas persönliche Verhältnis, bas wir im Laufe ber Jahre zu ben Dingen gewonnen haben unb das nun mit uns geht wie ber eigne Schatten. Unb je alter man wirb, besto schwerer trennt man sich von vertrauten Gegenstänben. Wenn wir ein echtes Heim, nicht nur eine Wohnung haben, bann kommt noch eins hinzu- bis Erinnerung. Fast an jebem Möbelstück, an jedem Gegenstand, ben wir tagtäglich benötigen, hängt wie ein zarter Schleier ein Stuck Erinnerung an eine chone Stunbe. Menschen, bie mit ihrem ganzen Herzen an ihren chon von den Ettern ererbten Sachen hängen, chntze ich. Auf sie kann man sich verlassen. Sie haben einen festen Grund unter sich. Am stärksten ^npfinde ich bas immer, wenn ich ein echtes Bauernhaus betrete, in bem noch bie alten, schönen Stut’le ber Großvaterzeit, bie Holztäfelung u. v. a, leben Gast grüßen. Da stehen in ber guten Stube noch schon geschnitzte Truhen, bie Schränke finb bemalt mit Blumen und Sprüchen. Solche alten (Erb- wobei in guter Pflege wirken echt unb ftimmungs- voll, und alle neuzeitlichen Glanzmöbelstücke kön- nen sich an diesem Ort — eben im Bauernhaus — nicht damit messen. Vielleicht kommt auch wieder die Zeit, daß bie cr,?anbmerfer mef)r Aufträge in bieser Richtung erhalten. Vorläufig scheint es noch so, als ob bie Augen ber Lanbbewohner von ben Merkmalen ber neuzeitlichen Einrichtungen noch ganz gedlenbet waren. Aber hier unb ba werben boch schon Ansätze gemacht, altes, langst vergessenes Gut zurückzuge- winnen, um wieber so mit seiner Umwelt in das rechte „persönliche Verhältnis" zu kommen. Gießener Wochenmarktpreise. , 'Dreße n, 11. Febr. Es kosteten auf dem peut’.gen Wochenmarkt: Süßrahmbutter Pfund 1,10 bis 1,20; Landbutter 1,00 bis 1,10; Koch» | butter 80 bis 90; Matte 20 bis 25; Wirsing (gelb) 10 bis 12; Wirsing (grün) 15 bis 20; Weißkraut 8 bis 10; Rotkraut 10 bis 12; gelbe Rüben 10 bis 12; rote Rüben 10; Spinat 25 bis 30; Unter-Kohlrabi 6 bis 8; Grünkohl 15; Rosen- kohl 25 bis 30; Feldsalat 1,50; Zwiebeln 10; Meerrettich 30 bis 50; Schwarzwurzeln 25 bis 30; Kartoffeln 3; Aepfel 18 bis 30; Dörrobst 35 bis 40; Honig 40 bis 45; junge Hähne 70 bis 90; Suppenhühner 70 bis 80; Rüsse 40; Käse Stück 5 bis 10; Tauben 40 bis 60; Eier (int.) 10 bis 11; Blumenkohl 30 bis 66; Salat 30 bis 35: Endivien 15 bis 33; Lauch 5 bis 10; Rettich 10 bis 15; Sellerie 10 bis 30; Kartoffeln Zentner 2,50 Mk. Arbeitsbeschaffung in Oberheffen. 46 geschlossene Arbeitsdienstlager. Vom Arbeitsamt Gießen wird uns mit- geteilt: Die Vorbereitungen für bie Einrichtung von Ar- beitsbienstlagern zum Frühjahr dieses Jahres nehmen in Oberhessen einen weiteren guten Verlauf. Mit einem Arbeitsbeginn zu Mitte März d. I. sind im Bezirk des Arbeitsamts Gießen bis heute 2 1 geschlossene Arbeitsdienstlager mit runb 2 10 0 0 0 Tagewerben genehmigt. Außer diesen 21 geflossenen Arbeitsdienstlagern werden weitere 25 Arbeitsdienstlager in Oberhessen vorbereitet. (Es ist damit zu rechnen, baß auch biese Lager in Kürze soweit gefördert finb, baß sie burch ben Bezirkskommissar für ben Freiwilligen Arbeitsdienst genehmigt werben können. (Es steht somit zu erwarten, baß im Frühjahr in Oberhessen insgesamt 46 geschlossene Arbeitsbien st lager errichtet werben, in bie 5000 bis 6000 junge Leute eingestellt werben können. Die Lager werben sich auf bie einzelnen ober- hessischen Kreise folgendermaßen verteilen: Kreis Alsfeld 4 Arbeitsdienstlager „ Büdingen 7 „ „ Friedberg 5 ,, Gießen 8 „ „ Lauterbach 14 „ „ Schotten 8 „ Auch bie Planungen von Notstandsarbei- ten machen erfreuliche Fortschritte. Diese Not- ftanbsarbeiten werben nach erfolgter Genehmigung sofort begonnen, ba die Witterungsverhättnisse bies zulassen. Vornotizen. — T a g e s k a le n d e r für Samstag: Staatswissenschaftliche Fachschaft, 20.15 Uhr, Studentenhaus, Dortrag über „Der wahre Staat". — Tannenbergbund, Kampfgruppe Gießen, 20.15 älhr, „Schipkapah", Bortrag über „Was will Ludendorff?" — Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer, 20 Uhr, Cafe Leib, Iubiläumsfeier. — GDA.-Iugendbund, 20 Uhr, Kaufm. Vereins- Haus, Elternabend. — Bauerscher Gesangverein, 20 Uhr, Club, Maskenball. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der weiße Dämon". — Astoria- Lichtspiele, Seltersweg: „Strafsache mit Geldern". — Tageskalender für Sonntag: Stadttheater, 15 bis n. 18 und 19 bis n. 22 Uhr, »3m weißen Röhl". — Oberhess. Kunstverein, Turmhaus am Drandplatz, 11 bis 13 Uhr; 11.30 Uhr Einführungsvortrag d. Herrn Dr' Ferd. Eckhardt-Berlin. — Goethe-Bund, 20 Uhr Neue Aula, Bortragsabend: „Geheimnisvolle Mächte". — Cafs Leib, 20 Uhr, Militärkonzert. — Geflügel- und Dogeizuchtverein, 15 Uhr, Gast- toirt Henkel, Jahreshauptversammlung. — Ka- vallerie-Derein, 20 Uhr, „Stadt Wetzlar", Licht- bckder-Dortrag. — Kurzschriftverein von 1861, 16 Uhr, „Karlsruh", Kreppel-Kränzchen. — Westanlage 31, 20.15 Uhr, öffentl. Dortrag „Das Aufkommen des Antichristen wann und wie?" — Lichtspielhaus, Bahnhofstr., 11.15 Uhr aff an“; ab 15 Uhr „Der weiße Dämon". — Astoria- Licht prele, Seltersweg: „Strafsache von Geldern . — T irolerDolkskünstabend. Auf Der- anlaljung ber Ortsgruppe Gießen des Vereins für im Auslanbe (VDA.) finbet am Atittwoch, 15. Februar, im Saale bes Cafe Leib ein Tcroler Volkskunft-Abenb der Tiroler Werbegruppe aus Lienz statt. Der Abend und die Gäste wollen bewußt werden lassen, daß in Deutschland nach so vielen trüben Erfahrungen anstelle des Parteihaders endlich bas Deutschbewuhtsein treten muß, bamit ber Zusammenschluß aller Deutschen zu einem einigen großen Deutschlanb, zu einer großen heutigen Kulturgemeinschaft Wirklichkeit wirb. In 100 Lichtbilbern bringt ber Volkskunst-Abenb bie Schönheiten bes bem Deutschtum entrissenen Südtirols unb zeigt damit eines der herrlichsten Fleckchen Erde. Lieder unb Schuhplattler, originelle Musik unb an- beres mehr werben bas Bilb ber fübtiroler Heimat der jungen Gäste vervollständigen. Die Gäste werden aber nicht nur von ber Schönheit ihrer Heimat und her beutschen Art sprechen unb singen, sonbern auch von ber großen seelischen Not, in ber sich bie süd- tiroler Deutschen unter ber italienischen Herrschaft befinben unb babei systematisch ihres Deutschtums entfrembet werben sollen. Näheres über die Veranstaltung ist aus der Anzeige in unserer Donnerstagausgabe ersichtlich. — Vom Konzertverein wird uns geschrieben: Das diesjährige Chorkonzert ist als Gedächtnisfeier für den 1833 geborenen Iohannes Brahms gedacht, dessen lOOjähriger Geburtstag im ganzen Reich festlich begangen werden wird. Zur Aufführung gelangt sein „Deutsches Requiem", das als das bedeutendste geistliche Chorwerk der nachklassischen Zeit angesehen werden muh. Als Solisten sind zwei ausgezeichnete Ver- treter der in diesem Werk enthaltenen Solopartien gewonnen worden: Ria Ginster, die soeben &on einer Konzertreise durch England mit ungewöhnlich großem Erfolg zurückkehrt, und Hermann S ch e y aus Berlin, der gerade für das in Frage stehende Chorwerk in zahlreichen Städten verpflichtet ist. Eines der besten Werke Max Regers überhaupt, der „Einsiedler", zu dem herrlichen Text von Eichendorff, geht der Aufführung des „Requiem" voraus. Die Solopartie dieses Chorwerkes gehört- zu den Glanzstücken Hermann S ch e y s. Der außergewöhnlich schwere Orchesterpart wird in beiden Werken vom Gießener Orchesterverein ausgeführt werden. Die Leitung hat Llniversi- täts-Musckdirektor Prof. Dr. Stefan Temes- b art). Das Konzert findet am Donnerstag, 16. Februar, 20 illjr, in der Stadtkirche statt. Eine öffentliche Hauptprobe wird nicht abgehalten werden. Alles Nähere in den Anzeigen und bei Ernst Challier. • ** Di e Riesenexplosion im Sa arge- biet, über bie wir heute an anberer Stelle ausführlich berichten, würbe gestern wenige Minuten nach 18 Uhr auch in unserer Stabt an mehreren Stellen vernommen. Melbungen über biefes starke Geräusch, bas von Ohrenzeugen mit einem fernen schweren Haubitzenschuß verglichen wurde, liegen uns aus hoch- unb aus freigelegenen Stabtteilen, aber auch aus ber Stahtmitte vor. ** Halbmast geflaggt haben seit heute mittag sämtliche öffentlichen Gebäube als äußeres Zeichen ber Trauer mit ben in Neunkirchen schwer betroffenen Familien. ** Das Zurückschneiden von Hecken betrifft eine Bekanntmachung der Bürgermeisterei im heutigen Anzeigenteil, auf die wir Interessenten besonders Hinweisen. ** Eine Kundgebung der Eisernen Front findet am morgigen Sonntagnachmittag statt. Um 13.30 Uhr soll von Oswaldsgarten aus ein Demonstrationszug durch die Stadt statt- inden, dem sich eine Schlußkundgebung auf dem Drandplatz anschließen wird. *• Der Kriegerverein Gießen hielt am Donnerstagabend im „Postkeller" seine gut besuchte diesjährige Hauptversammlung ab. Der 1. Vorsitzende, Kamerad Landgerichtsrat T r ü m - pert, betonte in seiner Begrüßungsansprache u. a., der Kriegerverein sei kein politischer sondern ein vaterländischer Verein, der neben der Pflege der Kameradschaft und der Tradition die Fürsorge für die Kriegsbeschädigten und Krieger- Hinterbliebenen sich zum Ziele gesetzt habe. Seine Rede klang in einem dreifachen Hoch auf das Vaterland und den Reichspräsidenten aus an- chUeßend wurde das Deutschlandlied gesungen. Aus dem vom 1. Schriftführer Kam. Karl Stroh erstatteten Jahresbericht war zu entnehmen, daß der Verein sich an allen vaterländischen Veran- taltungen beteiligte, insbesondere bei dem Hess. Orenahiertag am 1. und 2. Oktober v. I. Im Laufe des Iahres 1932 traten 50 Kameraden dem Burd) im Zi«»1 »Ö><. G L*9 Ein ’ hält oft ' Se aft1' j’fle bin ?61 darum. "m u? 9ui, re'nim ftimol Hinterei tmingen ttnjJ kk beste Schieb itt Goldenen ■ gezeichnet, M man noch; üngere Zeit bet » Arbetls inatung. * hauenberatung ’ Eit man uns b jurch einen 2ori ; &r „Deutsches , ü. io führte Stiege Fragen' Koben, bie Meinem Mat Se Begriffe Dc Staat, dem mi Men, feine St Joß wird man 1 '»l ist innerste Wann. Staa . * die sich i । fein 25 oon: sind fie staatsve IM mit and WrtMlltnb sind ; W leine frei in Oesterreich, bi tote getrenn i Sann im Freist h Liechtenstein. Saum mehrere M Don einem ; i| z.Ä Die S iö Prozent der wohnen bot hchm den gern iem, dah sie bann abe . Verwaltung ei-Ms Gericht E leben i ' ?l Kirgisen un Reinheit. gi Me Mensche: raen sie gezwur !> kMen. Es Wtan du bi ‘ "tochkeit der Walttat fü L bMilliom i S.Minkrheif I Dringen, im । Ü^.Nen i J Men kam JJbott ist k JW Ae deu Seinen in und t MiuoDa Ä S»!S* Ie.r'2>enlmai einer Felswand au . Lochmühle tompo. Hofkapellmeister in Teile seines.Lohen. Metfor Rich. Suhr. d°h in Deutschland gen anstelle des Par- wutzstein treten muß, T Rutschen zu einem u einer großen deut- üchkeit wird. In 100 inst-Abend die Tchön- entrissenen Südtirols lichsten Fleckchen Erde, ginelle Musik und ander südiiroler Heimat gen. Die Säfte werden heil ihrer Heimat und d fingen, sondern auch t, in der sich die (üb- talienischcn Herrschast ch ihres Deutschtums heres über die Ser« in unterer Donners* in wird uni ge- chvrionzert ist ali gebotenen Johannes Wriger Geburtstag angen werden wird, ein „Deutsches Le. ndste geistliche Chor« it angesehen werden i ausgezeichnete Der« I enthaltenen Kolo- Jia Ginster, die jeife durch England Erfolg zurücklehrt, Berlin, der gerade Chorwerk in zahlst. Sines der besten erhaupt, der „Ein- est von Eichendorfs, Jequiem" voraus, erles gehört zu den eys. 'Ser außer* >art wird in beiden irchefterverein tung bat llniverfi- etefan T°m «' । „ SüuiM r Stadtlirche statt, wird nicht abge* e in den Anzeigen inn im Toarge' Ä*** " mit einem fernen wurde, lieg-" £ Lladttellen, aber ,t haben Wg* lae,i«0*At ansprechendes Können zeigten, konnten die Einheimischen das Turmer leicht für_ sich entscheiden. Rachstehend die Ergebnisse (Grünberg jeweils zuerst genannt): Einzelspiele: Leineweber — Eteinmüller: 18-21, 19-21, 19-21. Frank-Pfeiffer. 8-21, 14—21,5—21. Rosch—Steinmüller: 16—21, 21—19. 17—21. Feldmann — Pfeiffer: 17—21, 10—21. Eisentraut—Schwalb W.: 10—21, 21—23. Seng- Schwalb. A.: 17—21, 19—21. Helwig-Kimmel: 19—21, 13—21. Leidolf—Albach: 18—21, 6—21. Doppelspiele: Rösch/Feldmann — Steinmüller. Pfeiffer: 12-21, 21-11, 17-21, 21-19, 11—21. Eiscntraut, Seng — Schwalb, W. Schwalb, A.: 16-21, 17—21, 21-16, 19—21. Handball im Gau Hessen (O. T.) Heuchelheim I — OSC Gießen I. Das in Heuchelheim ausgetragene Gesellschaftsspiel wurde von den Einheimischen unerivartet hoch mit 10."0 Toren gewonnen. Wegen verschiedener Krankheitsfälle in der Gießener Mannschaft mußte das vorgesehene Iugendspiel ausfallen. (Sportverein 1920 Lollar. Leihgestern I und Lollar I standen sich im Derbandsspiel gegenüber. Lollar war stets tonangebend. Zur Pause führte Lollar mit 2:0. Rach der Pause kam Leihgestern auf, aber erst beim Stande von 3:0 gelang der erste Gegentreffer. Dann ging Lollar mächtig aus sich heraus und erhöhte nach einem weiteren Treffer von Leihgestern auf 6:2. Silber von den FIS.-Renneit bei Innsbruck. — Oben, links: Ein Massenstart, wie er nach deutschem Vorbild nun auch bei den Innsbrucker FIS=S?ämpfen durchgeführt wurde: daneben: Inge L a n t s ch n e r die in glänzender Zeit den Abfahrtslauf der Damen gewann. — Unten, von links nach rechts: Abtransport eines Konkurrenten, der mit letzter Kraft das Ziel erreichte und bann völlig erschöpft zusammenbrach Gustav L a n t s ch n e r, der Zweite beim Spezial- Abfahrtslauf: der Schweizer Walter Prager, der den Kombinations-Abfahrtslauf gewann. stelle erbrochen. Die Täter entnahmen Betriebsstoff für ihr Fahrzeug, außerdem führten sie aber auch sich selbst Betriebsstoff in Gestalt eines Quantums Aeppelwein aus dem Gastwirtskeller zu. Nachdem derart Maschine und Fahrer gefüllt waren, verschwanden die ungebetenen Gäste, ohne ihre Adresse zurückzulassen. Die polizeilichen Nachforschungen sind im Gange. Studentische Kammerwahlen in Darmstadt. WER. Darmstadt, 10. Febr. An der Technischen Hochschule Darmstadt fanden heute die Wahlen zur Studentenkammer statt. Bei einer Wahlbeteiligung von 86,6 Prozent (im Dorjahre 79,6 Prozent) verteilten sich die 40 Sitze der Kammer wie folgt: Rationalsozialisten 15 (bisher 19), Deutsche Freistudenten 3 (5), Rationale Mainzer Liste 2 (0), Katholische Frei- studenten und Llnitasverbano 2 (0), Freiheitliche Studenten 2 (2), Rationale Arbeitsgemeinschaft (mit Stahlhelm und Studentenring Langemarck) 12 (12), Arbeitsgemeinschaft Mainzer Korporationen und Freistudenten 4 (0). Strafkammer Gießen. • Gießen, 10. Febr. Ein Lastkraftwagenführer war im Iuli 1932 in der Gemarkung Bodenrod einen für solche Autos verbotenen Waldweg gefahren und deshalb von dem zuständigen Förster zur Rede gestellt worden. Es kam zu einer Auseinandersetzung, in deren Der- laus er dem Beamten zurief, er schieße ihn über den Hausen, falls er ihn wieder anhalte, oder so ähnlich. Auf die Berufung des Angeklagten hin wurde anstatt der von dem Amtsgericht erkannten Freiheitsstrafe eine erhebliche Geldstrafe ausgesprochen. Im Mai 1931 hatte ein Händler in Büdingen als „Dressurwart des Vereins für Schuhhunde in Büdingen im Deutschen Kartell für Hundewesen" bei einer Münchener Firma einen Dressurmantel für etwa 80 Mark bestellt und erhalten. Er hatte wohl bei der Dressur einiger Hunde mitgeholfen, aber den genannten Verein gab es und gibt es nicht. Ihm selbst, der pfandlos ist und bis heute auch keinen Pfennig auf seine Schuld bezahlt hat, hätte die Firma den Mantel nicht geliefert. Das Amtsgericht hatte den Angeklagten mangels ausreichenden Beweises freigesprochen. Die Strafkammer verurteilte ihn wegen Betrugs zu einer Woche Gefäng- n i s. Am 20. Mai 1932 fand in Büdingen zwischen einem dortigen Fuhballverein und einem solchen aus Groh-Auheim ein Fußballspiel statt. Bei dem vorher in Groß-Auheim stattgefundenen Spiel war es zu Schlägereien gekommen, und man befürchtete solche auch für diesen Tag. Das Spiel selbst verlief ohne EMonbcre Zwischenfälle. Als aber die Gäste nach Spielende zu ihrem Autobus eilten, wurden sie verfolgt und teilweise geschlagen. Die zur ^Überwachung anwesenden Gendarmeriebeamten hatten Mühe, die Menge zurückzuhalten. Als einer der Hetzer der Menge zuries, „sie sollten an die Saline eilen, dort erwische man die Auheimer", hielt ihn einer der Beamten fest, um ihn hieran zu hindern. Dieser widersetzte sich und schlug um sich und nach diesem und einem weiteren zu Hilfe kommenden Wachtmeister. Infolge des energischen Einscbrei- tens der Beamten legte sich der Tumult bald, und diese ließen den Festgehaltenen auch alsbald los. Wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt hatte ihn das Amtsgericht Büdingen zu einer Woche Gefängnis verurteilt. Die Strafkammer verwarf sei te Berufung. Sneftatten Oer Redaktion. (9tedjtsgutad)ten sind ohne Verbindlichkeit der Schriflleitung ) Zwei Freunde. Die Meldung zur hessischen Schutzpolizei ist an bas Kommando der hessischen Schutzpolizei beim Ministerium des Innern in Darmstadt zu richten. Falls Sie bei der preußischen Schutz- polizei eintreten wollen, müssen Sie Ihre Meldung entweder an die Polizeischule in Bonn ober an die Polizeischule in Hann.-Münden richten. ll'cttcruurnneiaflc. Der hohe Druck über ben britischen Inseln hat sich weiter aufgebaut und dehnt sich ostwärts aus. Durch ihn steigt auch bei uns das Barometer an. Die Wel- terlage wird jetzt wieder mehr einen winterlichen Charakter annehmen, denn Deutschland gelangt in ben Bereich kalter Luft, bie, noch begünstigt durch Aufklaren, in ben nächsten Tagen Frost bringen wirb. Aussichten f ü r Sonntag: Kälter bis zu Frost, bewölkt, später mehr aufheiternd, anfänglich noch vereinzelt leichtere Schneefälle, nordostUche, später mehr östliche Winde. Lufttemperaturen am 10. Februar: mittags 9,2 Grab Celsius, abenbs 3,7 Grab: am 11. Februar: morgens 1,7 Grab. Maximum 9,5 Grab, Minimum 1,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 10. Februar: abenbs 3,8 Grab: am 11. Februar: morgens 0,7 Grab Celsius. — Niederschläge 0,3 mm. — Sonnenscheinbauer VA Stunden. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, ben 12. Februar. Septuagesimae. Stadtkirche. 9.30 Uhr: Pfr. Mahr: 11: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde; Pfr. Mahr; 17: Pfarrassistent Knell. — Johanneskirche. 9.30: Pfarrassistent Knell; 11: Kinderkirche für bie Lukas- gemeinbe; Pfr. Bechtolsheimer; 17: Pfr. Ausfeld; 20: Bibelbesprechung im Iohannessaal: Pfr. Lenz. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfr. Lenz: 11: Kinderkirche für bie ßutbergemeinbe; Pfr. Lenz. — Petruskapelle. 9.45: Pfr. Bechtolsheimer; 11: Kinder- kirche für die Petrusgemeinde; Pfarrassistent Knell. — Saal der Reuen Krippe. 11: Kinderkirche für bie Iohannesgemeinbe; Pfr. Ausfeld. — Reue Aula der Landesuniversität. 11.15: Universitäts-Gottesdienst; Predigt: Professor D. Bertram. — Klein-Linden. 10: Äinbergottesbienft; 13: Festgottesdienst; 15.30: Nachfeier. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst; 13: Äinbergottesbienft. — wieseck. 10: hauptgottesbienst. — Alten-Buseck. 10: Gottesdienst; 13: Kinberkirche. — Großen-Buseck. 10.30: Gottesdienst. — Oppenrod. 13: Gottesdienst. — kirchbera. 10: Kirchberg; 13.30: Lollar. — Hauscn-Garbenteich. 10: Hausen; 13: Gar- benteich. — wahenborn-Sleinberg. 13.15: Hauptgottesdienst. — Gröningen. 10: Hauptgottesdienst' 11: Kinberkirche. katholische Gemeinden. Samstag, ben 11. Februar. Gießen. 16.30 unb 19 Uhr: Beichte. Sonntag, ben 12. Februar. Septuagesima. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Jungfrauen und Hausangestellten; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 14.30: Andacht; 16.30: Versammlung der Iung- frauen-Kongregation; 17.30: Andacht. — (Brünberg. 9.45: Messe mit Predigt. — Hungen. 9.30: Hochamt mu Dredigt und Christenlehre. — Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt; 20: Christenlehre unb Anbacht. — Lollar. 8.45: Messe mit Predigt. — Ridda. 8.30: Hochamt mit Prebigt. Montag, ben 13. Februar. Laubach. 7.30 Uhr: Messe. Mittwoch, ben 15. Februar. Hungen. 7.15 Uhr: Messe.________________________ Sonntagsdienst d.Aerzte u.Avottiet en nm 12.2.38. Arauvr.Marx. S.-R.i)> ©cblipnhafe. Hirschavoth. Zahnarzt: Dr. Scbättler. d Mund-und Rachenhöhle desinfizieren mH Je e»ASTea.a.ERi xlz De» Mlityc. Tarf ist zu guter Letzt doch der teuerste Ein guter Emaille-Topf hält oft drei- und viermal solange als der um wenige Pfennige billigere Topf. Kaufen Sie darum nur Qualitäts-Geschirre. 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Auch die deutschfreundlichsten Zeitungen, die rechtsstehenden Blätter, glauben diesmal, zu einem Akt Solidarität gezwungen zu sein, und wenden sich zum Teil mit bemerkenswerter Schärfe gegen „Maßnahmen", die Reichsminister Göring dem Chefredakteur der „Göteborgs Handels- och Sjöfartstidning" angedroht haben soll. Ganz so schlimm ist die Sache nicht. Aus dem mittlerweile bekanntgewordenen Wortlaut des Telegramms Görings geht hervor, daß von „M a ß n a h m e n“ keine Rede ist, sondern daß der Minister nur von weiteren Schritten gesprochen hat, die gegebenenfalls eingeleitet werden mühten, wenn das Blatt sich nicht solcher beleidigenden Aeuherungen gegen den neuen deutschen Reichskanzler enthalte, wie sie in der letzten Zeit erschienen sind. Ein solches Telegramm eines amtierenden Ministers an eine ausländische Zeitung ist sicher ein ungewöhnlicher Schritt. Es ist aber dabei zu bedenken, daß der Reichsminister Göring längere Zeit in Schweden lebte, mit der inzwischen verstorbenen Tochter r iner hochangesehenen schwedischen Familie verheiratet war und über einen großen Kreis von persönlichen Bekanntschaften und De- ziehunpen in Schweden verfügt. Schweden ist bevölkerungsmäßig mit seinen nicht einmal sieben Millionen Einwohnern, ein kleines Land und das, was zur „Gesellschaft" gehört, kennt sich alles untereinander ganz gleichgültig, ob man nun in Stockholm, in Upsala, in Göteborg oder sonstwo in einer Stadt oder auf dem Lande wohnt. Rur diese persönliche Beziehung, die äußerst freundschaftlicher Ratur ist und die sicher auch des Gefühls warmer Dankbarkeit nicht entbehrt, kann den Minister veranlaßt haben, einen solchen Schritt zu tun. Wird er hier anders auf- geirommen, als das in Berlin gewiß voraus» geleht wurde, so hat das seine besonderen Gründe, die der Reichsminister Goring wohl nicht ganz überblicken tonnte. Die Sprache der schwedischen Presse ist von vornherein recht unfreundlich gegen die neue Regierung gewesen. Auch die Blätter, die traditionsgemäß die nationale Bewegung in Deutschland anerkennen und zum Teil sogar in freundschaftlichen Beziehungen zu ihren Führern stehen, haben sich einer gewissen Zurückhaltung befleißigt. Cs wirkt sich eben doch aus, daß d i e deutsch-schwedischen Handelsvertragsverhandlungen unlängst zum Abbruch gekommen sind, und daß man hier in Schweden das Gefühl hat, Deutschland hätte es mit der Wiederaufnahme nicht allzu eilig. Da» Derständnis für die besondere Lage Deutschlands ist nicht allzu groß. Die Bor- stcllung des wirtschaftsmächtigen Borkriegsdeutschlands ist noch in allen Köpfen lebendig, und man kann sich in diesem durchaus geordneten Lande kein ganz zutreffendes Bild von den Schwierigkeiten machen, in denen Deutschland steht und durch die es in den letzten Jahren hindurchgegangen ist. Erst wenn man im Gespräch auf die ungeheure Last der Reparationen verweist, die schweren Wirtschaftsschädigungen der revolutionäre Epoche ins Licht rückt und den selbstverständlichen Grundsatz, daß dort wo die Krise angefangen hat, die ersten Schritte zu ihrer Behebung getan werden müssen, darlegt, kann man feststellen, daß man sich auch hier allerlei und durchaus nicht oberflächliche Gedanken über die Ursachen und über die Möglichkeiten zur Bekämpfung der Weltwirtschaftskrise gemacht hat. Die Frage der deutschen Ausland- schulden. ihrer Konvertierung und ihrer Abgeltung durch besondere Abkommen wird eifrig diskutiert. Ein ganz besonderes Derdienst der Aufklärung über diese o. .ummenhänge hat unzweifelhaft Professor Cassel, der von hoher volkswirtschaftlicher Warte aus als erster Ausländer den Kampf gegen die unhaltbaren Finanz» bcstimmungcn des Bersailler Bertrages eröffnet. Aber von den eigenen Sorgen, die ernst genug sind, wird Schweden dadurch allerdings nicht befreit. Die deutsche Einfuhr steht in Schweden an allererster Stelle. England, das bei weitem der Hauptabnehmer schwedischer Waren ist, vermag erst in der letzten Zeit Deutschland auf dem schwedischen Markt ernsthaft Konkurrenz zu machen. Aber es macht mese Konkurrenz zielbewußt und mit dem Einsatz eines jeden Mittels. Hier in Schweden liegt eigentlich die Rietstelle der englisch-deutschen Beziehungen und zwar nicht nur auf wirtschaftspolitischem. sondern auch auf dem rein politischen und vor allem auf dem kulturellen Gebiet. Es lst nicht zu leugnen, daß England in den letzten Satiren ganz erheblich an Boden gewonnen hat. Die Bücherauslagen in den Hauptstraßen Stockholms zeigen fast mehr eng- lilcpe als schwedische Literatur, und daneben verschwindet das deutsche Buch nahe- zu völlig. Gegenwärtig liegt dem schwedischen Kultusministerium sogar ein allerdings umstrittener Antrag vor, in den beiden Oberklassen der höheren Schulen Englisch als Pflicht- s a ch einzuführen, während das bisher allein vorherrschende Deutsch den unteren Klassen Vorbehalten bleibt. Alles das ist nicht unbedingt tragisch zu nehmen, wenn man in Deutschland nur erkennt, daß v’c? eine Position z u verteidigen 9l‘t die immerhin doch so bedroht ist, daß man auch vor besonderen Mitteln der Derteidigung mcht zurückschrecken sollte. In der Frage der Hu d e l s v e r t r a g s v e r h a n d l u n g e n, die hoffentlich bald wieder au;genommen werden, olltc dieser Gesichtspunkt nach Gebühr Berück- liajtigung finden. Aber auch dem deutschen Kaufmann muß man sagen, daß er sich zu rühren hat. So bequem wie früher läßt sich der Absatz der deutschen Waren nicht mehr durchführen. Roch so schön gedruckte Kataloge haben wenig Sinn und Zweck, wenn ihnen nicht eine intensive perfö.nliche Werbung durch geeignete Dertreter zur Seite tritt. Es ist nicht uur der schwedische Markt, sondern es ist der gesamte Markt Rordeuropas, der den Tendenzen folgt, die hier im beweglichsten und unzweifelhaft auch tüchtigsten Land Skandinaviens lebendig werden. Schweden hat eine sozialdemokratische Regierung. Auch in diesem ilmftanb ist manches begründet, was die alte und innige Freundschaft zwischen den beiden germanischen Dölkern vorübergehend zu trüben scheint. Die Sprache der schwedischen Presse — und nicht nur der „Göteborgs Handels- och Sjoefactstidning". eines im übrigen wenn auch bedeutsamen, so doch in seiner gesamten Richtung äußerst „individuell" auftretenden Blattes — ist in der Tat während der letzten zwei kritischen Wochen in Deutschland geradezu maßlos gewesen. Die in der Form, wie es sich von selbst versteht, sehr freundschaftlichen Borstellungen des höchst angesehenen und beliebten deutschen Gesandten von Rosenberg haben wenig genutzt. Man hat in den hohen Aemtern die Achseln gezuckt und sich darauf zurückgezogen, daß in Schweden Pressefreiheit besteht. Es hantelt sich dabei aber Berlin, 10. Februar. Kaum eine andere Autoschau hat in den Rachkriegsjahren das Interesse der Fachwelt und der gesamten Oeffentlichkeit, besonders in bezug auf die deutschen Wagen, in so hohem Maße erregt wie die Internationale Automobilausstellung 1933, die am Sonntag auf dem Berliner Messegelände vom Reichskanzler eröffnet werden wird. Dieses gesteigerte Interesse beruht nicht zuletzt darauf, daß fast alle beteiligten Firmen bemüht waren, ihr Produktionsprogramm möglichst bis zum letzten Augenblick geheimzuhalten, um so mit desto größeren ileber» raschungen aufwarten zu können. Es wurde gerade so viel verraten, daß man wußte, neue Wege werden beschritten. Neukonstruktionen in großer Zahl sind zu erwarten, die äußere Gestaltung und die Ausstattung der Wagen werden bedeutende Aenderungen erfahren, die Preise werden der gegenwärtigen Wirtschaftslage angepaht sein. Richt viel, aber doch genug, um die Reu- gierde auf das höchste zu steigern. Als das Grundlegende der Schau, die auch die Erwartungen der anspruchsvollsten und kritischsten Besucher weit übertreffen wird, ist die U m st e l - lung der gesamten Autoproduktion, entsprechend den wirtschaftlichen Verhältnissen, o u f den Ein- bis Zwei-Liter-Wagen zu bezeichnen, den Gebrauchswagen unserer Tage, dessen Bremsstärke zwischen 15 und 35 PS liegt. Diese Umstellung erhält ihr besondere Bedeutung aber erst dadurch, daß diese ehemaligen Stiefkinder der Autoindustrie nunmehr mit Fahreigenschaften ausgestattet sind, die man früher nur bei den großen Re- präsentations- und Luxuswagen kannte. Wir finden bei den Wagen dieser Gattung, wie sie die Internationale Automobilausstellung in reicher Auswahl zeigen wird, und zwar gerade bei den deutschen Wagen, die neuesten Errungenschaften der Autotechnik: Schwingachsen, einzeln aufgehangene Laufräder, schwingungsfreie Motoraufhängung, wie Frontantrieb und Vierganggetriebe mit einem Schongang, wodurch eine bedeutende bessere Leistungs» ausnutzung verbürgt wird. Nicht weniger als fünf verschiedene Wagen der Zwei-Liter-Klasse sind mit einem Frontantrieb versehen, der in seiner Kon- struktionsgestaltung bereits als völlig ausgereift gelten kann. Der moderne Vierzylindermotor der Ein- Liter-Wagen arbeitet so ruhig wie ein kostspieliger Sechszylinder; durch die elastische Aufhängung werden alle Erschütterungen einfach „verschluckt . Es versteht sich von selbst, daß auch in bezug auf die äußere Gestalt der Wagen alles ge* gar nicht um eine Frage der Pressefreiheit, sondern um eine solche des internationalen Taktes, und die verantwortlichen sozialdemokratischen Regierungsmänner sollten doch wenigstens so viel Einfluß auf die ihnen nahestehende Presse haben, um hier eine Mäßigung herbeizuführen. Bon der aufgeregten Sprache einzelner Blätter gegen Deutschland und gegen die neue deutsche Regierung bleibt im übrigen d i e schwedische Bevölkerung weithin unberührt. Sie hat durch bittere Erfahrungen, vor allem in der Kriegszeit, manches gelernt, und wenn sie sich damals durch die wildeste Gräuelpropaganda nicht in ihrer Sympathie zu Deutschland irremachen ließ, so wird das erst recht jetzt nicht geschehen, wo allzu offensichtlich innerpolitische Interessen der au-gerigten Schreiber mitspielen. Die gegenwärtige schwedische Regierung ist eine Minderheitsregierung. Unö vielleicht sind ihre Tage, gerade auch unter dem Eindruck der Umwälzung in Deutschland, schon gezählt. Der eigentlich bäuerlich-konservative Grundcharakter des schwedischen Volkes hält nicht nur stärker als es nach außen hin vielleicht in Erscheinung tritt, an jahrhundertelangen Freundschaftsgefühlen zu einem anderen Bolke fest, sondern sorgt auch über kurz oder lang öafiir, daß die politische Innenlage wieder in ihr natürliches Gleichgewicht kommt. tan worden ist und nichts zu wünschen übrig» bleibt. Richt allein die Sechszylinder-, sondern auch die Vierzylinder-Wagen Der Serienfabrikation tragen Karosserien, die man geradezu als eine Symphonie der Schönheit und des kultivierten Geschmacks bezeichnen kann. Bor allem die Cabriolet t s sind luxuriös wie früher nur hochwertige Spezialausführungen. Vielfach macht sich die Stromlinienform bemerkbar, die, wenn sie auch nicht von allen Fabrikanten angewandt wird, doch entscheidenden Einfluß auf Die Formengebung Der meisten Wagen gewonnen hat. Diese äußere Formenwandlung haben die Wagen aller Klassen erfahren, während größere konstruktive Aenderungen die das Hauptmerkmal der kleinen Wagen bilden, bei Wagen über drei Liter nur vereinzelt zu finden sind. Im Bereich der Repräsentationswagen herrscht die konservative Richtung des Automobilbaus, die dafür auf die vollendete Durchbildung der unveränderten Einzelheiten äußerste Sorgfalt verwendet. Allgemein sind die Wagen aller Klassen bei gleichzeitiger Herabsetzung des Wagengewichtes auf ein Minimum niedriger, breiter und länger geworden. Daraus ergibt sich bei allgemeiner Verwendung sogenannter Aero- Reifen — besonders großer Reifen mit geringem Luftdruck — eine weitere Verbesserung der Fahr- eigenschaften und besonders eine erhöhte Seitenstabilität. Unter den geschlossenen Wagen wird die viertürige Ganzstahl-Limousine mit schräger Windschutzscheibe und schräger Rückwand, ausgerüstet mit splitterfreiem Glas und Stahlrohrsesseln für Die Vordersitze, überwiegen. Einen Der größten Anziehungspunkte Der Berliner Autoschau toerDen zweifellos Die D r e i - räDrigen führerschein- unD steuerfreien Volkswagen bilDen, Die teilweise mit Stromlinienkarosserien ausgestattet sinD. Diese mit 200-ccm-Motoren versehenen Fahrzeuge bilden eine neue Gattung, die zweifellos große Entwicklungsmöglichleiten hat. Auch stärkere Typen sind vorhanden, Die, als Sportwagen gebaut, 90 bis 100 Kilometer StunDengeschwinDig- feit erreichen unD mit einem neugeschaffenen Führerschein gefahren werben können. Lieber Die AntipoDen Dieser Zwerge. D i e Last- Wag e n. find große Neuerungen nicht zu be- richten. abgesehen von der bemerkenswerten Zunahme im Einbau von Dieselmotoren als Antrieb. Der Bau von Lastwagen steht in Deutschland schon feit Jahren auf einer derartig hohen Stufe, daß wesentliche Aenderungen für die nächste Zukunft kaum zu erwarten sind, Das Auto von Morgen. Was es auf der Internationalen Automobilausstellung zu sehen gibt. Don unterer Berliner Redaktion. W. ..... s Interessante Neukonstruktionen, die auf der Ausstellung zu sehen sein werden. — Oben: Ein holländischer Riesen-Omnibus für 55 Personen, dessen Vorderteil in Kurven und beim Wenden in einen Winkel von fast 90 Grad zum Hauptteil gebracht werden kann. — Unten links: Die Vorderradschraubenfederung des neuen 3,8-Liter-Mercedes-Benz-Wagens, der mit einem 90-PS-Komprefsor-Motor, mit Schwingachsen und Tiefrahmen versehen ist. — Unten rechts: Der 2-Liter-Mercedes-Benz-Reisewagen für 4 Personen, der mit einem 40-?8-Motor und mit Kastentiefrahmen ausgestattet ist. Samstag, U. Februar (955 Zusammenfassend lassen sich die wesentlichsten Errungenschaften des modernen Automobilbaus, wie er sich auf der bevorstehenden Autoschau zeigen wird, folgendermaßen formulieren: Propagierung des neuen dreirädrigen Vollswagentyps zu billigsten Preisen. Entwicklung des Karosseriebaus auch bei den normalen Gebrauchswagen zu höchster Formenschönheit. Einstellung der deutschen Industrie auf den Ein» bis Zwei-Liter- Gebrauchswagen bei gleichzeitiger Verbesserung der Fahreigenschaften bis zur Grenze des Möglichen und entsprechender Steigerung des Komforts. Kein ^cid)0fommiror für Hessen. Frankfurt a. 2H., 10. Febr. (ID S Jl.) Zu den in hessischen Blättern geäußerten Befürchtungen, daß man sich an zuständigen Reichsstellen mit der Absicht der Entsendung eines Reichskommissars nach Hessen trage, wird an zuständiger Stelle erklärt, daß dem bereits vor einigen Tagen gegebenen ausdrücklichen Dementi nichts hinzuzufügen sei. Geflügeldiebstähle in Oberheffen vor Gericht. WER. Frankfurt a. M.. 10. Febr. Die Große Strafkammer verhandelte gegen die Ge - f l ü g e ID i e b e, Die im Rovember v. I. in einem geborgten Auto Fahrten nach oberhessi - schenOrt schäften machten, wobei sie Hühner- unD Gänsediebstähle ausführten. Besonders in Dauernheim und Lardenbach entwickelten sie eine rege Tätigkeit, in Dorn assen- heim stahlen sie Wäsche von der Leine. In einer Hühnerfarm in Dauernheim schlachteten sie 108 Hühner und 6 Gänse und verstauten die Beute in ihrem Wagen. Die Täter wurden dadurch entdeckt, daß einer einen Zettel mit der Aufschrift seiner Adresse verloren hatte. Als man in den Wohnungen und Wohnwagen der Beschuldigten Rachschau hielt, fand sich die Wäsche, aber auch 25 Hühnerköpfe und das Fell eines frischgeschlachteten Rindes. Das Gericht verurteilte den Angeklagten Friedrich M e 111 e r aus Offenbach und den Ferdinand B i 11 m e t e t aus Ulfa zu je einem Jahr und neun M o - naten Gefängnis, den Stefan Hahn aus Iserlohn zu einem Jahr und Den Wilhelm Hahn aus Oberreichenbach zu zehn Monaten Gefängnis. Ein Auto mit kommunistischen 3er- sehungsschristen. WSR. Frankfurt a. M., 10. Febr. Gestern abend wurde bekannt, daß aus der Richtung Hanau ein Schnellastwagen mit mehreren tausend Exemplaren kommunistischer Zersetzungsschriften auf dem Wege nach Frankfurt a. M. sei. Bon Der Frankfurter unD Hanauer Kriminalpolizei tourDen sofort umfangreiche Feststellungen gemacht. Es gelang den Beamten in Der Rächt gegen 24 Uhr das Fahrzeug kurz hinter Dörnigheim zu ermitteln. Trotz wiederholten Versuchs vermochten die Verfolger den mit großer Geschwindigkeit fahrenden Wagen Der KPD. nicht zum Stehen zu bringen, obwohl er unterwegs beschossen tooroen war. Als Der Schnellastwagen mit Den Flugblättern an Der Konstabler Wache in Frankfurt war, gelang es, ihn zu stellen. Die beiden Begleiter sprangen vom Wagen ab und tauchten im Publikum unter. Trotzdem das Auto von Polizeibeamten umstellt war, versuchte der Führer erneut die Flucht zu ergreifen. Daraufhin wurde der Wagen abermals beschossen. Runmehr gelang es, den Chauffeur festzunehmen. Er wurde dem Polizeigefängnis zugeführt. Das sichergestellte Kraftfahrzeug wurde nach der Gutleutkaserne abgeschleppt. Die Flugblätter wurden beschlagnahmt. In den frühen Morgenstunden ist es gelungen, einen der flüchtigen Begleiter des Kraftfahrzeuges zu ermitteln. Die beiden Festgenommenen werden sich wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu verantworten haben. Oberheffen. Landkreis Gictzcn. LI Grohen-Linden, 9. Febr. Bei Der Drennholzversteigerung im hiesigen Ge- meinDetoalD tourDen durchschnittlich pro Raummeter Kiefernscheit 14 bis 16 Mk.. Kiefernknüppel 11 bis 13 Mk. und 50 Wellen (Kiefern oder Fichten) 4 bis 6 Mt. geboten. — Die Rcrchsbahnver- toaltung hat auf Den beiDen Bahnsteigen unsererStation elektrischeUhren anbringen lassen, Die von Den ReisenDen mit Genugtuung begrüßt toerDen, Da auf Diese Weise Die früheren UnterschieDe in Der Zeitangabe zwischen Großen-LinDen unD Dem Bahnhof Gießen infolge Des Anschlusses der Uhren an Gießen nunmehr verschwunden find. < Leihgestern, 10. Febr. Infolge weiterer Zunahme der Grippeerkrankungen mußte die hiesige Volksschule auf einige Tage geschlossen werden. V Watzenborn-Steinberg, 9. Febr. Die hiesige evangelische Mädchenvereinigung hatte zu einem Familienabend in den Saal der „Krone" zu Steinberg eingeladen. Die Veranstaltung war sehr gut besucht. Aus der früheren Gemeinde des Ortspfarrers, Groß- Eichen, waren mit ihrem Pfarrer eine Anzahl Quartiergeber erschienen, die die Mitglieder der hiesigen Mädchenvereinigung zwei Jahre hintereinander bei den Vogelsbergfahrten freundlich ausgenommen, sowie bewirtet hatten und denen die hiesige Gemeinde nun ihren Dank abstatten wollte. Sie wurden von dem Leiter des Abends. Pfarrer S t a u b a ch , herzlich begrüßt. 3m Mittelpunkt der Veranstaltung standen zwei Theater- Vorführungen ernster Art. Die Darstellung durch die jugendlichen Spielerinnen war hoch anzuerkennen und hinterließ einen tiefen Eindruck. Vorträge ernster und heiterer Art wechselten mit Musikvorträgen für Violine und Klavier sowie mit gemeinsam gelungenen Liedern ab. Im Flamen der Gäste dankte Pfarrer König (Groß- Eichen) in herzlichen Worten, der Hoffnung Ausdruck gebend, daß Die geknüpften Beziehungen weiter gepflegt würden, was der Ortsgeistliche in seinem Schlußwort bekräftigte. Mit dem Bun- deslied fand der Abend seinen Abschluß. , O H o l z h e i m , 10. Febr. Die Grippe ist hier außerordentlich stark aufgetreten. In man* rat nd race In* ust. um lich ?as er Die das \ nett zur .'»ott um- i au6 | lau* ein var. urde Man egen über deS ifrig rnem chlen yreu* c zur chluß schielt. a ger i. Die igenb- orden. aume. a 200 wird, achsen Haus burgs» ager eben- 10 fin- nähen, m Ar- kochen, ärsorge ozialen i junge .-»en sich lächsten iich er» hiesige t Duid) n g mit er weit hinaus n werke, u r t s - nfte um ia" er» )25, be- Der» ig zum hört seit lahntal- des Ge» .e „Cä- der, der Sanges- end das nftc für hat hier d leider ct. Zwei n Man» Lebens- rstor- a u J e n Huf- >n dessen mb toei* re Wet- rnd nach Durch lerdings )ie über »rgiebige südlichen den ab» 'N Druck völligem chen sich , später» Rieter- stig und trocken. Vielfach Tag und en mild, 0,8 Grad morgens (Minimum n 10 cm 9. März: l 0,0 mm. chen Häusern liegen alle Personen daran zu Bett. Da von toi Schulkindern ein sehr großer Prozentsatz dem Unterricht fernbleiben muß und von den drei Lehrkräften zwei ebenfalls erkrankt sind, ordnete das Kreisgesundheitsamt an, daß der Unterricht einige Tage unterbrochen wird. < Burkhardsfelden, 10.Febr. Der Direktor des Landwirtschaftsamts Lich, Landwirtschaftsrat Dr. Lehr, hielt hier einen Vortrags- kursus für die Landwirte. Der erste Vortrag behandelte die praktische Winterfütterung unter Anwendung hochwertiger und billiger Kraftfuttermittel. Der zweite Vortrag hatte die Aufstellung richtiger Futterrationen zum Gegenstand, der dritte Vortrag war der Gewinnung und Verarbeitung der Milch gewidmet. Sämtliche Vorträge waren stark besucht und brachten der bäuerlichen Bevölkerung wertvolle und dankbar begrüßte Aufklärung. Ct) Lollar, 10. Febr. Dieser Tage fand die Jahreshauptversammlung des Vereins »Kinde r f r e u n d", der die Krankenpflegestation und die Kleinkinderschule unterhält, statt. Da der erste Vorsitzende, Dekan Gußmann, und der zweite Vorsitzende, Dürgermeistcr Schmidt, infolge Erkrankung nicht anwesend sein konnten, leitete der Rechner, Rektor a. D. D a a b, die Versammlung. Der Jahresbericht ergab, daß dem Verein im letzten Lkahre zehn Mitglieder neu beigetreten und insgesamt jetzt 426 Mitglieder vorhanden sind. Dankbare Erwähnung fanden die zahlreichen Spenden von Lebensmitteln durch die Einvwh- nerschaft. 3n der Krankenpflege waren 7850 Krankenbesuche und 12 Nachtwachen zu verzeichnen. Der Besuch der Klein-Kinderschule war gut. An baren Zuwendungen sind u. a. zu nennen: Von der Gemeinde Lollar 1300 Mark, von Dentist Becker für Pflege 200 Mark, von den Buderusschen Eisenwerken Lollar 80 Mark und vom Frauenverein Lollar 100 Mark für die Benutzung deS Saales. Den beiden Schwestern, Krankenschwester D r i n a und Kinderschwester Käthe, wurde für ihre treue und aufopfernde Tätigkeit Anerkennung und Dank ausgesprochen. Die Rechnungsablage ergab ein erfreulich günstiges Bild. Das Darvermögen des Vereins beträgt 3177 Mark. Der Wert des vereinseigenen Gebäudes nebst Grundstück und Inventar ist mit rund 15 000 Mark eingesetzt. Der Vorstand wurde wiedergewählt: er seht sich für die nächsten drei Jahre wie folgt zusammen: Erster Vorsitzender Dekan Guhmann, 2. Vorsitzender Bürgermeister Schmidt, 1. Schriftführer Rcichsbahn-Detriebsassistent Karl Drück, 2. Schriftführer Maschinenmeister Fritz Rohrbach, 1. Rechner Rektor a. D. D a a b , 2. Rechner Landwirt Heinrich Geißler VIII, Beisitzer: Zimmermeister Balthasar R u h n, Direktor 3 a n tz e n, Landwirt Ludwig Hofmann V., Werkmeister Heinrich Müller und Schreiner Karl Seipp II. Die Versammlung stimmte dem Vorschlag des Vorstandes zu, wonach das wöchentliche Schulgeld für das erste Kind auf 20 Pfennig, für das zweite Kind auf 10 Pf. herabgesetzt werden soll, ebenso auch dem weiteren Vorstandsantrag, die Hypothekenrestschuld von etwa 700 Mark an die Hessische Landeshypothekenbank zurückzuzahlen. - Daubringen, 10. Febr. Der hiesige Krieger- und Schützenverein hielt in der Wirtschaft von Ludwig Weimer seine Generalversammlung ab, die gut besucht war. Der Vorsitzende Wilhelm Walther Vll. gedachte des Reichspräsidenten in der hergebrachten Weise. Aus dem Jahresbericht war zu ersehen, daß die Mitgliederzahl auf der bis- herigen Höhe blieb. Des im verflossenen Vereinsjahre verstorbenen Mitglieds, Polizeidieners i. R. Karl Schäfer I. wurde in der üblichen Weife gedacht. Der Rechner Ludwig Dort I. trug die Iah- resrechnung für 1932 vor, die einen geringen Ueber- schuß ergab; dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender Wilhelm Walther VII.; 2. DorsiHender Heinrich Mohr; Rechner Ludwig Dort I.; Schriftführer Johannes Reif; Vereinsoiener Karl Frey. Dem Kriegerverein ist der K l e i n k a l i b e r - schützenoerein angegliedert, dessen Vorstandsmitglieder Heinrich Bi er au 1. Vorsitzender; Friedrich Bierau Rechner und Karl K a r b e r Vereinsdiener sind. t Treis, a. Lda., 10. Febr. Bei der hiesigen dritten und letzten Gemeinde-Holzver- steigerung hielten sich die Preise ziemlich auf der Höhe der letzten fiskalischen Versteigerung. Buchenscheiter kamen auf 15 Mark, Prügel auf 13 bis 15 Mark, Fichtenknüppe-l 6 Mark, Fichtenrundscheit 8 Mark, Eichenprügel 6 bis 7 Mark, je 2 Rm. 5 Rm. Duchenreisig kosteten 8 bis 10 Mark, 5 Dm. Eichrnreiser 5 bis 6 Mark. — Die Grippe hat auch in unserer Gemeinde eine große Ausdehnung genommen. Fast in jedem Haus sind mehrere Personen davon befallen. Die Epidemie ist bis jetzt aber gutartig verlaufen. * Geilshausen, 10. Febr. Dieser Tage hielt der Gesangverein »3ugendmuth" (Ehorleit. Lehrer F l a t h - Rüddingshausen) seine Jahreshauptversammlung ab. Der 1. Vorsitzende Konrad S cho m ber gedachte zunächst des verstorbenen 1. Vorsitzenden des Deutschen Sängerbundes, Dr. Hammerschmidt, und des verstorbenen Dundeschormeisters des Hessischen Sängerbundes, Otto R a u m a n n. Rach dem 3ah- resbericht erstattete der Rechner den Kassenbericht, der einen ansehnlichen Lieberschuß auswies. Für 25jährige aktive Sangestätigkeit wurde dem Mitglied Karl R i e b e r g o l l die Ehrenurkunde für treue Dienste übermittelt. Für fleißigen Singstundenbesuch wurden 11 Mitglieder mit der grünen Ehrennadel ausgezeichnet, für zweijährigen regelmäßigen Singstundenbesuch erhielt Karl Luft den Taschenkalender des Hessischen Sängerbundes, für dreijährigen fleißigen Srngstunden- besuch erhielt Willi Hofmann das 3ahrbuch des Deutschen Sängerbundes. Ferner wurden noch einige verdiente Mitglieder zu Ehrenmitgliedern ernannt. Es wurde beschlossen, daß sich der Verein in diesem 3ahre am Wertungssingen des Gaues Gießen in Gießen beteiligt. Chorlieder verschönten den Abend. 4- Grünberg, 10. Febr. Dieser Tage hielt die hiesige Freiwillige Feuerwehr im Gasthaus »Zum Taunus" ihre Hauptversammlung ab, die von etwa 100 Kameraden besucht war. Vor Eintritt in die Tagesordnung wurde das Andenken des verstorbenen Kreisfeuerwehrinspektors D i ck o r ö durch Erheben von den Sitzen geehrt. Der erste Hauptmann, Seilermeister K. S e i f a r t, erstattete den 3ahresbericht. Danach haben fünf Hauptübungen, je eine Llebung der Steig- und Hydrantenmannschaft und 16 Llcbungen der Mo- torsprihenmannschast stattgefunden. Die Wehr zählt 166 aktive und 43 passive Mitglieder. Die Rechnungsablage ergab einen kleinen Heber» schuß. Da im vorigen 3ahre die beiden Hauptleute K. S e i f a r t und K. Schmidt für die Dauer von 3 Zähren wiedergewählt worden waren, ergab sich diesmal nur die Wahl für die übrigen Vorstandsämter. Es wurden wiedergewühlt : Otto Allmendinger als Rechner, Friedrich 3 ö ck e l I. als Schriftführer, Wilhelm Lehmann als Zeugwart, Wilhelm Schröder als Spritzenmeister, ferner als Beisitzer Karl 3 ö d e l VI., Wilhelm Schomber und Hermann Magel, letzterer an Stelle des aus Altersgründen eine Wiederwahl ablehnenden Karl Hofmann II. Das Ehrenzeichen für 10jäh- rige Mitgliedschaft erhielten: Christtan S ch m a - del, Kurt Bod, Wilhelm Mantel und Fritz Christ. Mit Worten besonderer Anerkennung überreichte dann der 1. Hauptmann die höchste Auszeichnung für Feuerwehrleute, das silberne Ehrenkreuz, an 4 Kameraden, die auf eine 45jäh- rige Tätigkeit als Feuerwehrmann zurüdbliden können; es sind dies: Karl 3 ö d e I VI., Anton Kreuder, Otto Gebauer und Friedrich 3 ö d e I 1., der auch schon 25 3ahre als Schriftführer tätig ist. Am Lehrgang der Feuerwehrschule in Friedberg hat Kamerad Reinhard Haas teilgenDmmen, der darüber einen kurzen Bericht erstattete. f. Hungen, 9. Februar. Der Gemeinderat genehmigte einen Geländetausch zwischen der Stadt und der Gewerkschaft Kon stanze, die das Gelände zur Anlage eines Schlammteiches für ihren Betrieb benötigt. Gtwknnauszng 5. Klasse 40. Preuß.-Südbeulsche (266. Preuß.) Staats-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten 1. Ziehungstag 8. Februar 1933 Sn der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 2 ®«winu« »u 10000 M. 42744 6 G«w nn« xu 6000 9B. 165524 334808 340132 16 •ewhw« xu 3000 M. 40900 86349 98077 182372 183190 194360 263104 328651 60 Ottninne >n 2000 9K. 8348 24600 106372 112539 119236 138665 138887 163679 175374 224840 241407 256165 267708 268200 302145 311292 311693 321467 323813 339105 367621 372591 377076 379079 391182 90 V«Winne »n 1000 "1. 6303 17800 25606 30651 31148 44497 45385 47530 48351 60801 64015 66203 66263 69626 71843 77854 79330 89450 93131 98848 105562 107806 135257 149292 151873 178862 180538 183642 186054 207114 215818 230525 244745 250955 264004 271669 277258 278222 292421 299828 317600 326506 381280 384597 386846 172 »«Winne »u 500 M. 13549 13745 19000 19839 24125 25367 26765 27416 33053 34105 35554 36444 37860 42629 45703 64926 60403 66680 79653 84645 92205 93602 112161 118510 121593 122018 126372 133066 142827 143857 146540 147725 151910 153632 155979 162822 162986 165867 167699 174785 178857 179425 179349 183220 183264 185126 188615 196240 205663 205948 206003 207871 208986 225420 227777 229663 229919 231830 237136 237961 246067 261470 261767 266428 271524 273405 293014 298740 299627 312363 314521 316597 325284 342414 343340 346600 348708 350902 354169 367063 370649 372678 375006 375606 379170 380897 Sn der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 2 ®«artnn« ,i» 300000 M. 347087 2 eetoinne »u 10000 M. 344929 14 S«wlnn« ,u 5000 M. 54891 60444 120732 129037 164051 225194 296954 18 Gewinn« ,a 3000 M. 1149 103569 124435 182070 216357 323411 355055 369106 389008 64 »«Dfnnt m 2000
u 600 HL 4175 14174 15653 19074 22497 22870 26560 27028 28355 32038 35401 36421 37884 39929 54627 58650 64001 71000 73081 75384 81050 84126 84544 85232 90320 100667 102372 103111 103178 103370 104425 106028 117954 122823 137705 138223 144680 150028 151135 160830 163741 165119 173910 177670 186494 192561 196018 208306 211250 212541 226517 227211 231694 233505 239966 242752 243562 244365 245582 246450 250779 269339 273569 275747 279387 280531 286921 293312 295128 296368 297340 298368 298405 303474 312507 314816 321855 326710 329410 329650 337526 340788 340961 343634 345065 347029 349756 353437 368759 382471 383169 386238 391779 392561 393199 393777 397309 398410 399921 Gewknnauszng 5. Klaffe 40. Preuh.-Südbeuffchr (266. Preuß.) Staats-Lotterie Obne Gewähr Nachdruck verboten 2. Ziehungstag 9. Februar 1933 Sn der heutigen Vormittaasziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 12 »etHnne i> 10000 M. 31115 50813 61626 97110 185492 279933 4 ffe» nne Ml 5000 9H. 104717 138705 20 »«Winne »u 3000 M. 46503 87280 94752 146772 <48024 204176 211669 225472 274420 365749 80 Gewinne,v 2000 971. 2290 14974 34532 38736 47345 55242 57479 59407 65322 96325 120553 124787 153308 170688 184924 192276 212060 213033 226350 231069 234486 244261 247427 259830 266542 278104 281120 292014 2^2102 303559 318475 355384 363076 371667 377443 373271 380284 383628 395877 398517 124 Gewinne -u 1000 QTL 9635 12526 25204 35153 40145 40633 43947 47018 47419 54647 56885 62112 68312 70408 71786 75139 85909 87080 95135 97915 100054 105906 111466 118445 118561 126232 150512 153160 158382 168519 194613 203260 215133 219374 224057 230823 233413 242390 261725 267244 267945 278046 282533 290737 292262 294077 295249 307631 319395 320214 321795 338266 346241 352979 356529 357662 358120 372990 373866 374647 377896 385187 180 »ew.nne ,u 500 M. 3621 5264 5427 11699 24259 27631 32595 36742 41983 42742 47056 48657 49860 51206 66835 67702 80310 88044 90375 90519 90894 92220 92341 93244 97134 111720 119026 120265 124683 128847 130048 132076 133922 138107 141345 145620 148818 149077 151342 157345 159994 161984 162283 163825 171311 171538 183243 199719 200067 203188 208505 210769 213706 224571 251472 254238 257655 257826 262016 262363 263374 265459 266159 271031 280305 280497 287696 291672 292204 295638 296601 297176 307032 311756 343785 345830 349052 352214 352339 353967 356256 359722 371783 376554 381737 385689 388366 390766 391649 397250 Sn der heutigen Nachmittagsziehung Wurden Gewinne über 400 M. gezogen 2 Gewinne tu 25000 M. 203791 8 ©«Winne zu 5000 M. 276643 299816 301278 372393 20 »eWinne fu 3000 M. 6442 111668 132335 159024 180910 265948 294059 328930 366977 375086 44 Gewinn« »n 2000 M. 37546 57264 58481 64068 69688 94139 105799 115858 133923 176194 177089 210630 226426 274116 276034 277540 282311 296021 337537 351976 360351 370783 114 Srwinn« zu 1000 M. 393 16792 26283 49387 54622 58402 70807 76726 89457 98353 101672 107784 109054 111387 113024 133078 135334 136654 137751 138591 141867 147094 148788 154556 157015 169220 167049 177072 183591 185093 212151 215783 216872 220535 229621 259377 264865 273656 282359 287324 288456 305777 306044 312127 313320 318438 319506 322305 331483 335277 341725 352847 370421 387196 387212 388203 398054 160 ®«winne >u 500 M. 16193 21734 22272 23132 28158 49563 53093 66296 68233 68556 72693 75348 79607 80773 81812 82383 82446 82698 105946 107603 107799 115005 118256 126088 132133 140594 143602 147587 157494 160585 168069 173086 177066 177993 183041 183475 186357 193650 195183 198981 213683 220049 220177 220227 220456 223995 224678 230335 230944 233112 233993 259769 276937 277411 290561 301305 302607 313303 314732 321419 324315 328694 333559 335989 336199 344384 349487 351017 351919 360252 366542 370670 370756 375121 376444 382994 385284 386061 387695 399508 Bei Grippe-Gefahr Das ärztliche Merkblatt „Verhaltungsmaßregeln bei Grippe"auf Wunsch kostenfrei durch Dauer & Cie., Berlin SW 68, zruorichftr. 231 Bekanntmachung. Das Polizeireglement vom 24. Februar 1882, wonach die Garten- und Feldbesitzcr die ihren Grundbesitz an öffentlichen Fahc- und Fußwegen einfriedigenden Decken ,n jedem Frühjahr bis zum 1. März auf 1,25 Meter Höhe und 0,50 Meter Breite aurückzuschneiden haben, wird mit dem Anfügen wiederholt zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß Zuwiderhandlungen auf Grund des Artikels 43 des Feldstrafgesetzes mit Geldstrafe von 1,— bis 10,— RM. bestraft werden. 997C Gießen den 9. Februar 1933. Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Dr. R o s ende £g._______ Holzsubmission. Die Gemeinde Geilshausen verkauft im Wege schriftlichen Angebots nachstehend verzeichnetes Holz: Los 1. Fichtenflärnrne. Klasse la 6 Stück 1,25 im „ 1b 81 „ 27,63 „ „ 2a 70 „ 43,66 „ „ 2b 44 „ 46 98 „ „ 3a 20 „ 27,79 „ ,, 3b 10 „ 21,06 „ „ 4a 1 „ 1,58 „ „ 4b 2 „ 5,28 „ kiefernslämme. Klosse 1b 58 Stück 16,84 km „ 2a 58 „ 27,91 „ „ 2b 12 „ 7,19 „ „ 3a 3 „ 1,94 „ „ 3b 3 „ 2,69 „ Los II. Fichtenslänime. Klasse 1b 31 Stück 12,20 km „ 2a 56 „ 43,78 „ „ 2b 41 „ 47,04 „ „ 3a 11 „ 17,92 „ „ 3b 2 „ 3,75 „ Kiefernstämme. Klasse 1b 5 Stück 1,77 km „ 2a 45 „ 27,34 „ „ 2b 30 „ 30,06 „ „ 3a 2 „ 3,02 „ Angebote sind getrennt nach Klassen mit der Aufschrift „Holzsubmission" bis spätestens Dienstag, den 14. d. 2TL, nachmittags 27i Ahr, bei der unterzeichneten Stelle einzureichen, woselbst in Gegenwart der erschienenen Bieter die Eröffnung erfolgt. Das Holz ist ohne Rinde gemessen und nicht geschält. Es empfiehlt sich, dasselbe vorher anzusehen, da spätere Beanstandun- ge nicht berücksichtigt werden. Bemerkt wird noch, daß Los I auf der Seite nach Beuern zu liegt. 1008D Geilshausen, den 8. Februar 1933. Hessische Bürgermeisterei Geilshausen. Wagner. Nutzholzverkauf. Am Freitag, dem 17. Februar 1933, von vormittags 11)7 Uhr ab, kommt in der Gastwirtschaft Seipp in Ebersgöns folgendes Nutzholz aus den Gemeindewaldungen Ebersgöns und Oberkleen öffentlich meistbietend zum Verkauf: 981D 1. Gemeinde Ebersgöns. 2 Stück Eichen-Nutzstämme Klasse 2 = 0,53 km; 6 Stück Eichen-Nutzstämme Klasse 3 = 2,61 km; 2 Stück Eichen-Nutzstämme Klasse 4 - 1,36 km; 3 Eichen-Nutzstämme Klasse 5 = 4,58 km; 6 Stück Eichen- Stangen 1. Klasse; 2 rm Eichen-Nutzscheit, 1,25 m lang (Küferholz); 2 Stück Buchen- Nutzstämme St kiffe 4 = 2,17 km, 14 Stück Fichten-Stämme Klasse la = 1,71 km, 4 Stück Fichten • Stämme Klasse Ib = 0,96 Im 6 Stück Fichten-Stämme Klasse 2a = 2,99 km, 2 Stück Fichten-Stämme Klasse 2b - 1,33 km; 2 Stück Fichten- Stämme Klasse 3a = 2,28 km; 29 Stück Fichten-Stangen 1. Klasse; 92 Stück Fich- ten-Stangen 2. Klasse. 2. Gemeinde Oberkleen. 2 Stück Eichen-Nutzstämme Klasse 2 = 0,74 km; 8 Stück Eichen-Nutzstämme Klasse 3 - 4,23 km; 8 Stück Eichen-Nutzstämme Klasse 4 - 6,26 km; 2 rm Eichen- Nutzscheit, 1,25 m lang (Küferholz); 2 Stück Buchcn-Nutzstämme Klasse 3 - 0,70 km, 15 Stück Fichten • Stämme Klasse la = 2,05 km, 10 Stück Fichten-Stämme Klasse 1b = 2,09 km, 20 Stück Fichten- Stangen 1. Klasse, 88 Stück Fichten-Stangen 2.Klasse; 18 Lärchen-Stangen 2. Klasse; 5 Kiesern-Stämme Klasse 1b = 1,23 km, 24 Kiesern-Stämme Klasse 2a = 8,46 km; 6 Stück Kiefern - Stämme Klasse 2b = 2,14 km; 18 rm Kiefern-Nutzscheit, 3 m lang. Die näheren Bedingungen werden in dem Verkaufstermin bekanntgegeben. Groh-Rechtenbach, den 7. Februar 1933. __Der Bürgermeister.___________ Zagd-Verpachiung. Die Eigenjagd des Fürsten zu Solms- Hohcnsolms-Lich in den Gemarkungen Burkhardsfelden, Meilbach und Ettingshausen soll auf neun Jahre freihändig verpachtet werden. ZusammenhängendesJagd- gebiet, vervollständigt durch die Gemeindejagden Burkhardsfelden und Hattenrvo, die im März d. I. und im Frühjahr 1934 als Schutzjaaden angepachten werden können. — Guter Rehstand! — Bester Schnepfenftrich der Gegend! — Größe der Jagd: 407 ha Wald, 40 ha Feld, dabei mehrere große Waldwiefen. ^olz zu einer Jagdhütte wird gestellt, weitere Auskunft gern erteilt. Gebote schriftlich, verfchlossen mit der Aufschrift „Jagd" bis zum 27. d. M. erwünscht. 1031D Fürst zu Solms-Lichfche Oberforsterei. Betr.: Vergleichsverfahren über das Vermögen des Gustav Bergan in Gießen, alleinigen Inhabers der Firma Elfe Dittmar in Gießen. Beschluß: 1. Der in dem Vergleichstermin vom 1. Februar 1933 angenommene Vergleich wird hierdurch bestätigt. 2. Infolge der Bestätigung des Vergleichs wird das Verfahren aufgehoben. 1003C Gießen, den 1. Februar 1933. Hesfifches Amtsgericht. Zagt»-Verpachtung. Die Nutzung der Jagd in dem gemeinschaftlichen Jagdbezirk der Gemeinde Königsberg, bestehend aus zwei Bezirken, soll am 28. Februar d. 3., nachmittags um 2 Uhr in der Wirtschaft Karl Georg Geller, dahier, öffentlich meistbietend auf die Dauer von sechs Jahren, beginnend mit dem 1. April d. I., verpachtet werden. Gemäß § 21 der Jagdordnung vom 15. Juli 1907 (G. S. S. 207) bringe ich dies mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntnis, daß die in Aussicht genommenen Pach- bebingungen vorn 12. Februar ab zwei Wochen lang auf meinem Dienstzimmer öffentlich ausliegen, und daß während dieser Zeit jeder Jagdgenosse sowohl gegen die Art der Verpachtung als auch gegen die Pachtbedingungen Einspruch beim Kreisausschuß in Wetzlar erheben kann. 10320 Königsberg, den 10. Februar 1933. Der Jagdvorsteher. __________Lepper.__________ Die letzte Brenn- und Tlutzholzversteigerung im Licher Sladtwalde. In Distrikt Klein- und Großheuserberg, Rother Busch, Lindenseif, Riedköpfe und Sauloch werden nach vorheriger Zusammenkunft am Kreuzungspunkt der Mittelund Wiesenschneise am Donnerstag, dem 16. Februar 1933, vormittags 10 Uhr, versteigert: 1000D Buchen-, Hainbuchen-, Eichen-, Linden-, Kiefern- und Fichten-Scheiter 35 rm, Knüppel 50 rm; Reisig 1186 Wellen. Stämme: Eiche A« und 3. Kl. 6 St 2,50 km; Derbstangen: Fichte 3. Kl. 2154 St.; 4. Kl. 392 St. Das Brenn- und Nutzholz im Groß- hcuferberg sowie einzelne kleine Posten im Kleinheuserberg werden nicht oorgezeigt. Lich, den 9. Februar 1933. Hessische Bürgermeisterei Lich. Geil. Ruh- und Brennholzversteigerung Mittwoch, den 15. b. BL, vormittags 97 Uhr, wird im Gasthaus „Zur Deutschen Eiche" in Klein-Linden das Nutz- und Brennholz aus Försterei Großen-Linden, Distrikt Fuchsbau (Wegaufhieb) mit Ausnahme der blau unterstrichenen Nummern, die Fichten-Abschnitte aus den Distrikten Tiefental und Wüstung und die Kiefern- Abschnitte aus den Distrikten Hexenbusch und Wüstung (Nummern rot unter- trichen), Derbstangen 3. Kl. und Reistangen 4. und 5. Kl. (Tannacker und Tie- entöl) versteigert. 10270 Nutzholz: Abschnitte A: Fichte Kl. 3a big 4a = 4,87 km; Abschnitte N: Fichte Kl. 2b und 3a = 2,99 km; Kiefer Kl. 2a bis 3b = 4,52 km; Langholz N: Fick te Kl. la bis 2b = 30,42 km; Kiefer Kl. 2a und 2b = 2,16 km; Derbstangen 3. kl. Fichte = 42 Stück; Reisslängen 4. und 5. kl. Fichte - 34 Stück. Brennholz: Scheiter, rm: 58,6 Kiefer I. Kl.; 5,6 Fichte LSI.; 2,6 II. Kl.; 2 Weymouthskiefer I. Kl.; knüppel, rm: Fichte I. KL 11,5; Weymouthskiefer I. KL 4,1; Sfammreifig, 100 wellen: Eiche 0,5; Birke 1, Kiefer 1,6; Weymouthskiefer 1,7; Fichte 1; Astreisig, 100 Wellen: Kiefer 6,3; Fichte 9,5; Stöcke, rm: 5,8 Kiefer I. KL Gießen, den 10. Februar 1933. Hessisches Forstamt Schiffenberg. Nicolaus. Brennholzversteigerung Freitag, den 17. b. 2tt., vormittags 97 Uhr, wird in der Turnhalle zu Grüningen das Brennholz aus dem IHacfroalb Grü- ningen-Dorf-Gill aus den Forstorten Weißedrisch, Schlemperwald und Reichholzberg versteigert. 10260 Scheiter, rm; Buche I. Kl. 18,4; Eiche I. KL 13; Kiefer I. Kl. 1,1; II. Kl. 0,9; Fichte II. ÄL 2. Knüppel, rra: Buche I. Kl. 80,5; Hainbuche I.Kl. 0,7; Elche I.KL 59,4; Fichte I KL 2,3; II. KL 2. Astrelser, rm: Buche 76; Elche 20; Kiefer 1. Stücke, rm; Buche 0,9. Die blau unterstrichenen Nummern werden nicht versteigert. Es wird empfohlen, das Holz elnzufehen. Gießen, den 10. Februar 1933. Der Vorsitzende des Markvorstandes. Nicolaus, Oberforftmeifter. Nur die beste Drucksache neben der Zeitungsanzeige kenn Ihre Werbura wirksam unterstützen. Geringwertige Drucksachen schaden meist mehr als eie nützen können. Deshalb sparen Sie bei Ausgabe der beeten Drucksache i sie Ist die billigste I Wir beraten Sie. Wir entwerfen. Wir drucken gut. Brtlhl'sche Druckerei, Gießen, Schulstr. 7, Anruf 2251 M V .re Aufruf! Der Hilfsverein für die Geisteskranken in Hessen wird in der Zeit vom 13. Februar bis 18. März 1933 mit einer Haus- sammlung an die Einwohnerschaft heran- treten. Er bittet, daß jedermann nach besten Kräften fein Scherflein hierzu bei- steuere. Auch kleine Gaben werden dankend angenommen. Es wird aber auf eine recht weitgehende Beteiligung der Bevölkerung gerechnet. Der Verein macht es sich zur Aufgabe, Neroenleidende und Geisteskranke, die gehellt aus der Anstaltsbehandlung entlassen sind, wieder im Wirtschafts, leben unterjubringen und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich und ihre Familie wieder selbst zu unterhalten. Es ist dies eine bei der heutigen Sage sehr schwierige Aufgabe. Sie muß aber gelöst werden, wenn nicht die Gehellten alsbald unter dem Druck der Not und der Ai-beitslosig- kett wieder ein Opfer ihres alten Leidens werden sollen. 10350 Auch die sonstigen Interessen der Gemüts- und geistig Kranken sucht der herein tatkräftig zu förbern. Gießen, den 11. Februar 1933. Der hilfsvereln für die Geisteskranken in Hessen. Prof. Dr. Sommer, Geh. Medizinalrat. Dr. Schneider, Obermedizinalrat. Dr. Sei b, Bürgermeister. Berichtigung. Betr.: Einlösung der Relchsbezugsscheine zur Verbilligung von Lebensrnitteln und Brennstoff. .In der Anzeige der Bürgermeisterei Gießen, Wohlfahrtsamt, am 8. Februar 1933 war ein Druckfehler unterlaufen. Es muß richtig heißen: Einlösung statt Erhöhung. 9060 1040 V Wirtschaft. * Beratungsstelle für den zwischenstaatlichen Warenverkehr, ilm die am Außenhandel beteiligten Firmen über die Fragen zu unterrichten, die mit der in- und ausländischen Devisengesetzgebung, den Einfuhrkontingenten, Einfuhrverboten usw. zusammenhängen, hat die Außenhandelsstelle für das Rhein-Main- Gebtet in Frankfurt a. M. sich entschlossen, eine Berat'mgsstclle für den zwischenstaatlichen Warenverkehr einzurichten, die ihre Tätigkeit unverzüglich aufnehmcn wird. Leiter: Dipl.-Vollsw. Dingel, Geschäftsräume Frankfurt a. M., Börse Zimmer 327, Geschäftsstunden für den Pudli- kuinsverkehr 10 bis 16, Samstags 10 bis 14 Ufjr. Berlin rubia, aber freundlich. Berlin, 11. Februar. (WTB. Funkspruch.) Die Umsätze an der Börse waren selbst für einen Samstag ausfallend gering. Die Grundstimmung konnte als ziemlich freundlich bezeichnet werden. Die gestrige Kanzlerrede hat keine besonderen Ueberraschungen gebracht, dagegen befriedigte die Einstellung des Staatssekretärs Dr. Bang, der gestern in einer Rede alle Währungs- und Zinsexperimente abgelehnt hat. Das Publikum und auch die Spekulation verhielten sich weiterhin abwartend, so daß bei Mindestumsätzen zumeist nur kleine Veränderungen eintraten. Montane roaren leicht unregelmäßig. Stärker verändert waren Mansfelder mit plus 1,50 v. ch. und Maximilianshütte mit minus 1,50 v. ch. Bon Braunkohlenwerten gewannen Niederlausitzer Kohle und Rheinische Braunkohlen bis zu 2,50 v. ch. Kaliaktien, Chemiepapiere, Gummi- und Linoleumwerte, Kabel- und Drahtwerte, Autoaktien, Metall- werte, Bauwerte, Maschinenfabriken, Wasserwerke und Schiffahrtsaktien waren bei kleinem Geschäft freundlicher und teilweise bis zu 1 v. S). gebessert. Elektroaktien tendierten nicht ganz einheitlich. Elektrische Lieferungen gewannen 1,50 o. H. Auch Gas- werte waren leicht unregelmäßig. Kunstseideaktien bröckelten geringfügig ab. Sonstige Textilwerte und die meisten Brauereien blieben unverändert. Nur Schultheis waren auf kleines Zufallsangebot 2,40 o. S). schwächer. Don Papier- und Zellstofswerten gewannen Aschaffenburg Zellstoff auf minimale Nachfrage fast 2 v. S). Derkehrswerte tendierten meist freundlicher, nur AG. für Verkehrswesen waren etwas rückgängig. Von Banken erholten sich Reichsbank um etwa 2 v. $). Von sonstigen Industrie- papieren sind Deutsche Atlanten mit einem Gewinn von 2 v. S). zu erwähnen. Deutsche Anleihen gaben nach fester Eröffnung stärker nach, blieben aber gegen den Vortag noch gut behauptet. Reichsschuldbuchforderungen waren bis zu 1 o. H. gegen den Vortag gebessert, ebenso die übrigen festverzinslichen Werte. Ausländer blieben geichäftsws. Am Geldmarkt war die Situation bei unveränderten Sätzen weiter leicht, Privatdiskonten, Reichswechsel per 10. Mai und Reichsschatzanweisungen per 15. September blieben nach wie vor gesucht. Frankfurt abwartend Frankfurt, 11. Febr. (WTB.-Drahtmeldung.) Die Wochenschlußbörse eröffnete auf die Ausführungen des Staatssekretärs Bang über die Wirtschaftspolitik der Reichsreaierung, wobei die klaren Aeußerungen gegen Zwangskonversion der Zinsen besonders anregten, zunächst in b e - festig ter Haltung. Da aber von der Kundschaft keine Orders vorlagen, beschränkte sich die Umsatztätigkeit nur auf die Kulisse. Die ersten Notierungen zeigten meist Besserungen von 0,25 bis 0,75 v. $)., Reichsbank gewannen 1,75 o. H. und Stahlverein 1,25 v. S). Später wurde die Stimmung wieder unsicher, da in IG. einige größere Derkaufsorders herauskamen, was zu verstärkter Zurückhaltung und eher ju Gewinnmitnahmen der Spekulation führte. Die Surfe bröckelten daher unter Schwankungen meist wieder ab, zumal man auch die heutige Rede des Reicbswirtschaftsministers abwarten will, insbesondere deshalb, ob die Auslassungen von Bang darin bestätigt werden. Chemiewerte eröffneten zunächst von 0,25 bis 0,75 v. H. höher und zogen später weiter leicht an. Am Elektromarkt bröckelten Licht u. Kraft 0,40 o. 5). ab, Siemens waren behauptet. Von Montanwerten gingen Harpener nach der gestrigen Befestigung um 1 v. 5). zurück, auch Laurahütte schwächten sich um 1 v. H. ab, während die übrigen Bergwerksaktien Erhöhungen von 0,50 bis 1 v. S). aufwiesen. Im übrigen eröffneten noch Daimler 0,75 v. S). und Norddeutscher Lloyd 0,13 o. H. freundlicher, während Aku nur knapp behauptet waren. Am Rentenmarkt lagen Altbesitz und späte Reichsschuldbuchforderungen 0,40 v. $). bzw. 0,75 v. H. höher, Neubesitz blieb dagegen nur knapp gehalten. Von Industrieobligationen gewannen Stahl- vereinsbonds 0,75 v. H. Am Auslandsrentenmarkt lagen Türkische Werte weiter befestigt. Am Pfandbriefmarkt traten zwar überwiegend Erhöhungen Alle Bruchleidenden ■tefen oder landwirtschaftlichen Kursen war abeiH^jß-Danzeisen aufme ilstn- rm tdl. oieiV daß von der Durchführung dcS Not» Bezirt Gedern abgesehen werden so gering. Werkes im mußte. von 0,50 bis 0,75 v. H. ein, doch war das Geschäft außerordentlich klein. Im Verlause war die Börse nahezu geschästsws. Die Kurse bröckelten am Aktienmarkt, wie auch am Rentenmarkt etwas ab. Tagesgeld war zu 3,25 o. H. unverändert. Spielplan der Frankfurter Theater. Opernhaus: 12. Febr.: Zum 50.Todestage Richard Wagners: Lohengrin: Anfang 18 Uhr. 13.: Geschlossen. 14.: Palestrina: Anfang 19.30 Uhr. 15.: Der Postillon von Lonjumeau und Die Puppenfee: Anfang 20 Uhr. 16.: Falstaff: Anfang 20 Uhr. 17.: Die Csardasfürstin: Anfang 19.30 Uhr. 18.: Hoffmanns Erzählungen: Anfang 20 Uhr. 19.: Parsifal: Anfang 17 Uhr. 20.: Der Postillon von Lonjumeau und Die Puppenfee: Anfang 20 Uhr. Schauspielhaus: 12. Febr.: Die endlose Straße, Anfang 15.30 Uhr: Der Verschwender, Anfang 20 Uhr. 13.: Amphitryon: Anfang 20 Uhr. 14.: Kollege Crampton: Anfang 20 Uhr. 15.: Kollege Crampton: Anfang 20 Uhr. 16.: Die Journalisten: Anfang 20 Uhr. 17.: Die Journalisten: Anfang 20 Uhr. 18.: Zum ersten Male: Lulu: Anfang 20 Uhr. 19.: Vortrag Dr. Bernhard Diebold: .Vom Drama zur Szene": Anfang 11.30 Uhr: Moral, Anfang 15.30 Uhr: Lulu, Anfang 20 Uhr. 20.: Der mutige Seefahrer, Anfang 15.30 Uhr: Kollege Crampton, Anfang 20 Uhr. (Schluß des redaktionellen Teils.) Kreis Alsfeld. ch Alsfeld, 10. Föbr. Dieser Tage fand hier tm »Hessischen Hof1 eine -Ücrtreterversamm» lung des 2. Bezirks im Verband oberhessischer Geflügelzüchter statt. Bezirksvorsitzender Otto S ö d l er (Rieder-Gernün- den) gab einen Ueberblick über die Entwicklung der Geflügelzucht im Bezirk. Die diesjährige Dezirksschau wurde dem Krcis-Geflügelzuchtver- ein Alsfeld aus Anlaß seines 30jährigen Bestehens übertragen. Lobend äußerte man sich über die gute Durchführung der Bezirksgeflügelschau in Äieder-Gemünden. 3n der Aussprache beschäftigte man sich auch mit der Provinzial» ausstellung. Die Ausstellung soll aus Anlaß des 25jährigen Bestehens des Schliher Vereins in Schlitz stattfinden. Eine Verbindung der Provinzialausstellung mit der eventuell nach Oberhessen fallenden „Hessischen LandeSschau" wurde abgelehnt. Dberbeffen. Kreis Friedberg. f Wölfersheim, 10. Febr. Die Durch- gangsst raßen in den Orten an der Provin» zialstrahe Friedberg—Hungen befinden sich fast durchweg in schlechtem Zustande. Das Kreisamt gab nun den Gemeinden Wölfersheim, Södel und Melbach bekannt, daß die Provinz bereit ist, die Durchgangs st raßen zu pflastern, wenn die betreffenden Gemeinden ein Drittel der Kosten tragen. Für Wölfersheim beträgt der Anteil 20 000 Mk. Der Gemcinderat steht dem Vorschlag nicht ablehnend gegenüber. Ein Kostenvoranschlag soll vom Tiefbauamt angefordert werden. Ferner wurde beschlossen, im Rahmen des Arbeitsbeschaffungs- Programms das beantragte Darlehen aufzu» nehmcn, außerdem wurde der Bürgermeister beauftragt »weitere Schritte zur Kapitalbeschaffung zu unternehmen. Kreis Schotten. § Ulrichstein, 10. Febr. 3m Grohschcn Saale fand dieser Tage die Generalversammlung des Kriegervereins statt. Rechner M e i s k i begrüßte als Vorsitzender die Erschienenen, insbesondere Kamerad Bonhard -Gießen. Unter den geschäftlichen Erörterungen nahm die Frage der Ermäßigung des Beitrags ziemlichen Raum ein. Es wurde einem Antrag stattgegcben, den Jahresbeitrag von 3 Mark auf 2,50 Mark zu ermäßigen. Rach Erledigung von Vereinsangele» genheiten, zu denen auch Kamerad Bonhard das Wort nahm, verbrachte man einige Stunden in geselliger Kameradschaft. § Feldkrücken, 9. Febr. Dieser Tage konnte Frau Katharina Keil II. von hier ihren 8 8. Geburtstag feiern. Sie ist die zweitälteste Ortsbürgerin. V Gedern, 9. Febr. Regierungsrat Dr. D u e s vom Arbeitsamt Gießen hielt hier einen Vortrag über das Rotwerk der deutschen 3 u ge n d. Cs war beabsichtigt, auch in Gedern das Rotwerk durchzuführen, das 3nteresse der 3u- gendlichen an den in Frage kommenden gewerblichen oder landwirtschaftlichen Kursen war abci W W T ? «1 lieber Narbt tutttenko die Arbeit/ Warum wollen Sie sich selber am Waschfaß abmühen, wenn Henko Bleich-Soda die Arbeit viel einfacher, viel besser u. billiger macht? Gibt es eine einfachere u. bequemere Art der Schmutzlösung als Einweichen über Nacht mit Henko? H, Auch zum Scheuem u.Putzen leistet Henko Bleich- Soda vortreffliche Dienste. Aber achten Sie darauf, Henko muß es sein. Es gibt viele Nachahmungen. HütltrA Henkels töasch-und Bleich-Soda | W W W zum Einweichen der LÜäsche zum li)eichmachen des li)assers Nehmen Sie zum Aufwaschen, Spülen und Reinigen Henkels <8> Cafe Leib Sonntag, den 12. Februar: Großes Militär-Konzert ausgeführt vom Musikkorps 1/15 Leitung: Obermusikmeister E. Krauße Motto: Ein Abend bei Johann Strauß! Anfang 8 Uhr abends. 9390 Eintritt 50 Pfennig GIESSENER KONZERTVEREIN I030 C seltenes Erlebnis! Kleine Preise: 0.50 bis 1.40 Jugendliche: 0.30 bis 0.70 Donnerstag. 16. Febr., 20 Uhr, in der Stadtkirche SIEBENTES KONZERT Reger: DER EINSIEDLER — Brahms: Ein deutsches Requiem für Soli, Chor und Orchester Leitung: Prof. Dr. Temesvary Der akadem. Gesangverein — Der Gießener Orchesterverein Solisten: Ria Ginster (Sopran), Herrn. Schey (Bariton) Eintrittskarten: 2, 3 und 4RM. bei Ernst Challier und abends an der Kasse — Studentenkarten RM. 1 bei Herrn Sekretär Ritter und im neuen Studentenhaus.__________»32D ILichispielhaus - Gießen | HEUTE und MORGEN SOXXTAfi ! Der Riesen-Erfolg | Hans Albers in dem sensationellen Rauschgift-Film der Ufa I Der weiße Dämon | Großes Beiprogramm und Ufa-Ton-Woche I Anfangszeiten: 4, 6 und 830 Uhr, Sonntag ab 3 Uhr I MORGEN SONNTAG 111.15 Uhr Frühvorstellung O3SS3H j für jeden Natur- und Tierfreund ein Oberhessischer Kunstverein Turmhaus am Brandplatz 12. Februar bis 5. März 1933: Gedächtnis- Ausstellung Walter Gramatte 200 Werke In öl, Aquarell und Graphik Einführungsvortrag des Herrn Dr. Ferd. Eckhardt-Berlin am 12. Febr. 1933, vormittags 11 y2 Uhr Die Ausstellung ist geöffnet: Sonntags....von 11-13 Uhr Dienstags bis Freitags von 15 — 17 Uhr 1018D Eintritt für Mitgliederfrei, Eintritt für Nichtmitglieder 30 Pf. 2. KappMung Sonntag, den 12. Februar wsD „ThiiringerSos" <$mil Sierk, Hanrrrrftratze. Ingenieurschule Jlmenau i.th Maachinen-u. Elektrotechnik. Auto-a.Flafieu*beu. Lehrfabrik fürPraktiknnUn.WerkmeisteTabUüung. Heute Samstag, den 11. Feruar.b 7.65 Uhr: SW SWM« Faschingskavelle. Bis 4 Uhr geöffnet. Sveisen u. (Getränke ohne Aufschlag Mütter wir Säuglinge wollen nicht mehr In unserer Feuchtigkeit bei Tag und Nacht liegen,wlrwollen ins Trockenbett wie es im Fenster bei 1029 a C.Röhr&Co. steht Warum müssen wir wund sein und warum dürfen wir nicht strampeln, was doch unser gutes Recht ist? Im Torfbett bleiben wir gesund u. gedeihen Wir Säuglingei Statt Karlen! £tnfe Gottschalk Neculai Seltne Verlobte Äuhbach, z. Z Gießen Bukarest ........... 0883 Für die uns anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir herzlichst Diplom-Kaufmann Karl Weller und Frau Lina, geb. Weller Wieseck, den 11. Februar 1933 999 D Für die freundlichen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten anläßlich meines 50jährigen Geschaflsjubiläums spreche Ich hiermit meinen herzlichsten Dank aus Gartenbaubetrieb W. Moser Gießen, den 11. Februar 1933 10150 Angetriebene I Hyazinthen• mit oder ohne Glas, empfiehlt ioüA SAMENHAUS Samstag, 11. Februar, 20.01 Uhr: KappenW im „Gambrinus“ Geöffnet bis 4 Uhr uachtg« 1020 D Frankfurter Straße, bei HEINRICH GREILICH Heinrich Hahn Bahnhofstraße Telephon 3403 Familien-Drucksachen VerloDungsenzeigen bei Brühl, Schulstraße GeBurtsarueiuß» rat nd Ml- CS laust, um lieb da« er Die i das ' nell zur dort um« auS (allein ! Dar. : urde Man ! egen über dcS ifrig : enem >blen sreu- c zur chluft schielt. a ger t. Die lgcnd- orden. äumc. a 200 wird, ochsen Haus burgs- aaer eben» 10 fin« nähen, ?n Ar- kochen, urforge ozialen i junge jen sich lächsteu iich er- hiesige t buid) n g mit er weit hinaus -nwerke. u r t S - nste um ia“ er* )25, 6c- eS Der- üg zum hört seit ^ahntal- des Ge» ie „Cä- der, der Sanges- »end daS nkte für hat hier d leider ct. Zwei -n Man» LebenS- rstor- laufen Huf» m dessen mb Wei- re Wet» mö nach . Durch llerdings die über ergiebige südlichen -den ab» 'N Druck uolkigem chen sich >, später» Rieder- istig und trocken. Vielfach Tag und en mild, .0,8 Grad morgens Minimum n 10 cm 9. März: e 0,0 mm. MNWlWWMt Vornan von Gert Nothberg. (Llrheberschutz durch C. Ackermann, Romairzentrale Stuttgart.) 26 Sortfefcung. Nachdruck verboten. „Edels Freundin, jawohl. Aber ich möchte auch die Ihre sein. Und auch Pias Freundin will ich werden. Wie seltsam! Sie haben Pia früher so gehaßt. Edel erzählte es mir einmal. Und jetzt lieben Sie sich! Wie verschlungen sind doch die Wege des Lebens — der Liebe zumal!" Otty hätte noch hinzusetzen können, daß es auch ihrem lichten Dasein eigen war: so viele, viele Männer lagen ihr zu Füßen, und der, dem sie nichts galt, der ihr nur ein großes Vertrauen entgegenbrachte und ihr seine heiße Liebe zu einer anderen gestand, den liebte sie. Ja, so seltsam war das Leben und die Liebe! Achern beugte sich über ihre Hand und küßte sie. „Ich werde noch ein paar Wochen bleiben, obwohl ich eigentlich übermorgen abreifen wollte. Doch es ist eine dumpfe Entschlossenheit über Edel gekommen — sie verheißt mir nichts Gutes. Edel ist zu leidenschaftlich und unberechenbar. Sie können nichts tun. In diesem Falle nicht. Jeder Schritt Ihrerseits würde falfuj ausgelegt werden." Er mußte ihr recht geben. Voll Dankbarkeit sah er in ihr Gesicht. „Welch einen treuen Bundesgenossen ich an Ihnen habe!" sagte er nachdenklich. Otty Weiler dachte ein Weilchen nach, dann fragte sie: „Bitte, Herr von Achern, wie denken Sie sich Ihren weiteren Weg?" Er zuckte die Schultern. „Ich weiß nicht, wie das alles werden soll. Edel hat das Recht, hierzubleiben. Ihren Tod wünsche ich durchaus nicht. Nur kann sie mir nie mehr etwas sein. Ich kann nicht wider meine Natur. Ich habe den besten Willen zu einer guten Ehe gehabt, — glauben Sie mir das?" Otty sah ihn an und nickte. Dann sagte sie: „Dieser Zustand ist unhaltbar. Sie gehen daran zugrunde." „Der Meinung bin ich längst, doch ich bin dem Schicksal gegenüber machtlos." „Und Fräulein Pia?" Otty fragte es ganz leise. Ein schmerzliches Stöhnen kam aus seinem Munde. „Pia? Sie kommt nicht nach Achern, selbst — wenn der Platz frei wäre." „Sie werden das Leben meistern. Auch anderen Menschen scheint nicht immer die Sonne. Ich aber will versuchen, Pia Eichendorffs Freundschaft zu gewinnen. Sie ist so einsam und viel zu jung, um ihr Leben mit Wohltätigkeit ausfüllen zu können." Achern fuhr auf: „Das ist auch ihre Absicht nicht. Sie will Edelgardes Vetter, den Doktor Lansing, der sie geheilt hat, heiraten. Sie liebt ihn nicht und will nur eine Scheidewand zwischen sich und mir errichten." „Ah!" Otty Weiler erkannte immer klarer den Charakter tao einsamen Mädchens in Hohenbrück. „Dazu darf es nicht kommen", sagte sie fest und bestimmt. „Sie müssen ihr ihren Frieden lassen, damit sie den unsinnigen Gedanken dieser Heirat aufgibt. Das hätte gerade noch gefehlt. Eine Ehe ohne Liebe wird nie glücklich. Komme mir einer mit Vernunft! Die Ehe ist etwas so tief Eingreifendes, daß sie ohne eine große heilige Liebe nicht glücklich werden kann. Wir wollen ruhig annehmen, Pia würde den besten Willen zu einer guten Ehe mit Lansing haben, früher oder später würde er eben doch enttäuscht sein, weil Pia ihm irgend etwas schuldig bliebe, worauf er doch eben Anspruch hat." Achern sah staunend auf das duftende, stets so sorglos heitere Luxusgeschöpf. Daß in ihr solch eine tiefe Auffassung wohnen konnte! Er hätte das nie für möglich gehalten. Er gab seinem Erstaunen auch Ausdruck. Otty lächelte, zwang ihre Liebe tapfer hinunter und sagte: „Es kommt wohl in jedem menschlichen Dasein einmal ein inneres Erleben, und dieses Erleben macht auch den bisher sorglosesten Menschen reif und nachdenklich. Also auf gute Freundschaft, Herr von Achern!" Sie hielt ihm beide Hände entgegen. Er drückte diese Hände herzlich. „Auf gute Freundschaft, gnädiges Fräulein!" — Otty ging noch lange in ihrem Zimmer auf und ab. Als der Tag langsam heraufzog, legte sie sic. endlich fröstelnd nieder. Noch halb im Schlaf dachte sie: „Man muß einem anderen Menschen zu seinem Glück verhelfen können, auch wenn das eigene Herz blutet." Siebzehntes Kapitel. Pia war in einer seltsam traurigen Stimmung. Nichts machte ihr Freude. Blaß und niedergedrückt schlich sie umher. Wenn Harry von Achern gewußt hätte, wie seine glühenden Küsse aufs neue ihren eingebildeten Frieden zerstört hatten! Sie versuchte, sich durch Arbeit zu betäuben. Doch immer wieder hörte sie im Geist seine leidenschaftlichen Worte: „Ich muß wengstens wissen, daß du mich noch liebst." Pia senkte tief den Kopf. Sie liebte ihn ja mehr wie ihr Leben. Und es mußte etwas geschehen! In den nächsten Tagen schrieb Pia an Doktor Lansing und bat ihn zu kommen. Sie brauche ihn. Als der Brief fort war, schlug sie beide Hände vor das zuckende Gesicht. Lansing kam. Ein Blick in Pias Gesicht belehrte ihn, daß sie ihn in größter Herzensnot gerufen, und er dachte gar nicht daran, diese Situation zu seinen Gunsten auszunützen. Als sie sich gegenübersaßen, fand Pia nicht gleich den Anfang. Geduldig wartete er. Endlich sagte sie ihm alles. Nichts verschwieg sie. Sie verschwieg nicht, daß sie ihn gerufen, um ein für allemal einen Schutzwall zwischen sich und Harry von Achern auf- zurichten. Wenn er sie jetzt noch wolle, dann wollte sie seine Frau werden. Doch niemals verdiente es dieser Mann, daß sie ihm mit einer Lüge im Herzen gegenübergetreten wäre. Lansing führte ihre Hand an die Lippen. „Ich danke Ihnen, Pia, daß Sie mich riefen. Es beweist mir, daß Sie Vertrauen zu mir haben, und das macht mich glücklich. Doch i ch liebe Sie! Und ich bin außerdem Ihr Freund! Diese zwei Faktoren verbieten mir, Ihren jetzigen Seelenzustand für mich auszunützen. Edelgarde ist todkrank — niemand kann ihr mehr helfen. Eines Tages wird Achern frei fein. Sie lieben ihn, er Sie! Dann wären Sie an mich gebunden, und wir wären alle drei unglücklich. Es genügt, wenn einer feine Liebe überwinden muß — diese Rolle habe i ch in diesem Falle zu übernehmen. Wenn es nicht gerade Achern wäre, wer weiß, ob ich jetzt so gesprochen hätte. Doch ihm will ich mich nicht in den Weg stellen. Wir wollen noch ein Jahr warten, gnädiges Fräulein: wenn Sie dann noch denken, wie jetzt, dann werde ich mich glücklich schätzen, wenn Sie meine Frau werden wollen. Doch daran glaube ich nicht. Sehen Sie, ich besitze Humor genug, bereits damit zu rechnen. Ihr Glück liegt in anderen Händen, lassen Sie dem Schicksal Zeit, es wird noch alles gut werden." Pias Lippen zuckten. „Niemals werde ich auf den Tod der armen Edelgarde warten." Lansing lachte. „Wer sagt denn das? Sie sollen nur frei bleiben, weil ein anderer Weg für Sie bestimmt ist." „Edelgarde muß leben. Sie ist noch so jung!" „Das hat ein Höherer anders bestimmt. Wir Menschen können nichts daran ändern." Pia gab Lansing plötzlich beide Hände. „Warum kann ich Ihnen Ihre Liebe und Ihre Freundschaft nicht besser lohnen?" sagte sie. Wieder lächelte Lansing. „Muß alles im Leben einen Lohn haben? Doch wohl nicht. Aber wollen Sie mir nun nicht ein wenig Bericht über Ihre Pfleglinge erstatten, Frau Oberin?" Pia war ihm unendlich dankbar für fein freundliches Entgegenkommen, das Gespräch in eine andere Bahn zu lenken. Sie gab ihm bereitwillig Auskunft. Lansing hatte dann noch eine Unterredung mit dem Stationsarzt, blieb zum Mittagessen in Hohenbrück und fuhr dann gegen Abend nach Hause. Als er im Abteil saß, dachte er: In diese Liebe einzugreifen, wäre Frevel. Achern wird bald frei sein, und dann wird er die kleine Pia an fein Herz nehmen. Wozu also soll ich da Schicksal spielen wollen? Ganz ruhig überdachte Doktor Lansing das, aber er hatte einen großen, echten Schmerz dabei im Herzen. Edelgarde war jetzt viel im Park, trotzdem es kühl und unfreundlich war. Ganz hinten an der Mauer befand sich eine alte Ruine, die von einem Waßer- turm herrührte. Da sie malerisch dalag, seit Jahr« zehnten einen Teil der Sehenswürdigkeiten von Achern bildete, so wurde sie künstlich erhalten. Im Innern dieser Ruine befand sich ein dreißig Meter tiefer Brunnen. Er war mit Brettern überdeckt und durch ein Gitter abgeschlossen. Früher war hier ein Wärter, und man zeigte den Touristen Schloß Achern und diesen alten Brunnen aus grauer Vorzeit. Von außen rankten sich im Sommer Schlinggewächse und wilde Rosen an dem alten Gemäuer hoch. Selten ging wohl noch jemand in diesen Winkel. Otty war noch immer da und verfolgte mit aufmerksamen Augen die Freundin, ohne zu ahnen, wie weit Edelgardes Haß bereits ging. Und es entging ihr auch, daß die junge Frau einmal einen Handwerker zur kleinen Parkpforte einließ: an einem nebelfeuchten Herbsttag war es. Der wuchtete dann das schützende Eisengitter in der alten Ruine los. Auf seine neugierig erstaunte Frage sagte Edelgarde kurz: „Es soll Verschiedenes hinabgeschüttet werden." Der alte Mann wunderte sich allerdings, daß die kranke Schloßfrau sich persönlich darum kümmerte. Aber die feinen Leute hatten ja manchmal sonderbare Launen. Was ging ihn das schließlich an? Er tat, wie ihm geheißen, und erhielt sein Geld. Auf feine Frage, ob er die Schutzbretter wegziehen solle sagte die Schloßfrau: „Nein, lassen Sie sie nur." So war denn alles in schönster Ordnung, und der Alle ging dankend von bannen. Er wäre aber doch vielleicht ehrlich entsetzt gewesen, wenn er gesehen hätte, wie Edelgarde bann doch mit ihren schwachen Händen bie Bretter von der Brunnenöffnung weg- zog. Dann schlich sie auf Umwegen ins Schloß zurück. Das ungesunbe, feuchte Wetter ließ sie leise, trocken hüsteln. Oben in ihrem Zimmer lag sie bann und blickte mit starren Augen zur Decke empor. — Achern war für ein paar Tage nach der Stadt gefahren. Er hatte verschiedene geschäflliche Sachen zu erledigen und wollte sich dann noch mit einem Freund treffen, den er lange nicht gesehen hatte. Als er sich von Edelgarde verabschiedete, fiel ihm bas höhnische Zucken um ihren Munb auf. Doch er sagte nichts. Er küßte sie zum Abschieb unb fragte: „Hast bu irgenbeinen besonberen Wunsch, Ebel?" „Nein, ich wüßte nicht." „Soll ich baheim bleiben, Ebel? Fühlst du dich nicht wohl?" „Nein, nein, fahre nur! Ich habe nur die dummen Kopfschmerzen, die vergehen aber wieder." Hastig, fast überstürzt kamen die Worte aus ihrem Munde. Da ging er. Draußen traf er Otty. Er küßte ihr die Hand. „Auf Wiedersehen, gnädiges Fräulein! Am Donnerstag bin ich zurück."^ „Auf Wiedersehen, Herr von Achern!" — (Fortsetzung folgt.) «K-ekteolme Kundendienst prüft z. Z. kostenlos alle gelieferten Apparate, auchScando-Waschmaschinen. 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