VW DDL fr Jolltr ■ m aus ^LkHr *”^3 °l0rh9tt ®Wu«^ 5nbtb^ «tfg °°" "°-°R«S M-,i SWefreiJe, Jrö) ^Nte. Jn ©eltelbt W c, 8»«t«n naft* blähe« zu tWÄ e*9r lelbsterzeugkz at. ÄfäA* M K i'n^ oder die gemäh Otöcrlagetfdiein vom 16° ÄS?' ^halten auf entrichteten ^treibe spätestens am oie Dauer von 3 Nom. ^nLagerkoftenzu. k j n^onne' voraus- AMusteSist.dabder s Erzeuger mit dem Welk, bjto. mit dem >.lter wirtschaftlich nicht ldentlsch ist, und dah die er den Verlauf des seser dreimonatigen La- ie Bestimmung des kies in jedem Fall andwirtsliegt. Dar- eich die Deichsstelle in Sic gerkostengebühren astens 3 Monate dauernde sterzeugtem Getreide durch je Tonne herabzu-' •n Fällen für die Beteilig- us der zentralen Dermal' He angeschlossenen Läger ge auf Gewährung Jfiufleä finit binnen tigung bet breimonatigen Beifügung her 2ager- Deutsche ‘Rex\to\bax\V die seitens des Deiche- der Durchführung der at ist. Leder die An- die Deutsche Den- nst alt nach näherer Beiter Ausschluß des Rechle- issormulare find bei dankkredit'Anstalt, Berlin rhältlich. furf still. g Jug. (WTB^rahtmel- Markt litt auch heute wie- ofigteit. Obwohl die imbi«- weis gemeldete höhere W- > auch verschiedene günstige Industrie °°ll°gen. M mg nicht zu erkennen wenn nlpugbar freundlich g' Sh#*** WS ZZSL 15 Pr°r-v putsche! ig behaupte .. NM i. An den ub< ?r0?er, Ä SÄ* 3ft.«sSg sbL LM hen 0.! tzevtsehr sW 5 Prozent- Onitf und verlaa: Brül)l'|d>e Hnloerfitqts Bndi. und LIeindruckere! R. fange In Sieben. Sdfrtftlettnng und Seschästsstelle: Schnlstrahe 7. Lanahme von ünjeigt» für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re» Klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20° „ mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Deranttoortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Or.H.Thyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein undsürdenAn» zeigenteil i. D. TH.Kümmel sämtlich in Bietzen. Erscheint »ügttch,autza Sonntags und Feiertags Setlagen: Die Illustrierte Bietzener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholl» monai$:Bc$ugsprel$: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illusttierl« . 1.80 Zustellgebühr .. , - 25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Zernsprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Sietzen. poftschecktonto: Frankfurt am Main 11686. Hr. ’S.) $ k £16 ft w $ g a 6 e 185. Zahrgang Donnerstag, 10. August 1955 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Empfänge beim Reichskanzler Serthtesguöen, 9. Aug. (IU.) Reichskanzler Adolf- itler hatte heute pb 10 Uhr Besprechungen mit dem Reichswehrminister von Blomberg, dem ^Reichsstatthalter für Baden, Dr. Wagner, mit Stabschef der SA. Röhm, mit dem Reichs» ftihrcr der SS. Himmler, dem Generalmusikdirektor Dr. Furtwängler und dem Deutsch, amerikaner Oberländer. Deutscher Protest gegen die Sehe eines tschechischen Ministers. Prag, 9. Aug. ($11.) Der Geschäftsträger Der deutschen Gesandtschaft in Prag, Legationsrat Holzhausen, hat Mittwoch vormittag beim Vertreter des tschechoslowakischen Auszeuministers schärfsten Protest gegen die offenen Angriffe eingelegt, die der stellvertretende Ministerpräsident, Eisenbahnminister Bechyne, anläßlich eines großen Kongresses gegen Deutschland gerichtet hat. Minister Vechyne hat u. a. erklärt, die Tschechoslowakei befinde sich in einer ernsten Gefahr und müsse zur Verteidigung rüsten, denn das fanatische, brutale und rücksichtslose neue Deutschland bereite einen Revanchekrieg vor. Der Geschäftsträger wies darauf hin, daß derartige, mit den Tatsachen in krassem Widerspruch stehende öffentliche Acusterungen geeignet seien, die gegenseitigen Beziehungen dec beiden Staaten auf das Schärfste zu schädigen und zu gefährden. Ausschluß antinationaler Studenten vom Studium. Berlin, 9. Aug. (ERB.) Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, hat der preußische Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung, nachdem bereits durch einen früheren Erlaß vom 29. Juni 1933 alle kommunistischen Studieren d e n an preußischen Hochschulen mit sofortiger Wirkung ausgeschlossen sind, durch einen neuen Erlaß diese Bestimmung auch auf sämtliche marxistisch und antinationalen Studenten ausgedehnt. Die Voraussetzungen für die Annahme einer marxistischen oder sonstigen antinationalen Betätigung sind nach dem Wortlaut des Erlasses insbesondere ^dann erfüllt, wenn ein Studierender in Wort, Schrift oder durch sein sonstiges Verhalten gehässig gegen die nationale Bewegung aufgetreten ist, ihre Führer beschimpft oder national gesinnte Studierende zu verfolgen, zurückzusetzen oder sonst zu schädigen versuchte. Als besonders belastend ist dabei die Zugehörigkeit zu pazifistischen, landesverräterischen oder ähnlichen Organisationen anzusehen. Für die Durchführung dieser Maßnahmen ist von dem Rektor jeder Hochschule auf Vorschlag der Studentenschaft ein dreigliederiger, aus national zuver- lässigen Studierenden bestehender Ausschuß zu bestellen, der dem Rektor beratend zur Seite steht. 22 3entrum0obgeori)nefe scheiden in Preußen aus. Berlin, 9. Aug. (DDZ.) Wie das VDZ.- Dureau erfährt, gilt das zwischen dem Reichs- innenminiftcr Dr. Frick als Vorsitzenden der nationalsozialistischen Reichstagsfraktion und dem Abgeordneten Dr. Hackelsberger als Verbindungsmann der Zentrumsfraktion des Reichstags abgeschlossene Abkommen auch für den Preußischen Landtag und die anderen Landesparlamente, so daß sich ein ähnliches Abkommen zwischen dem Oberpräsidenten Kube und dem Abgeordneten Dr. Graß sür den Preußischen Landtag erübrigt. Auch in Preußen dürften daher alle weiblichenAb- ge ordneten und die Geistlichen, sowie alle über 60 Jahre alten Abgeordneten nicht als Hospitanten in die nationalsozialistische Frak- tion ausgenommen werden. Bei diesen drei Gruppen handelt es sich irn Preußischen La n d - t a g um 2 2 Abgeordnete der bisherigen Zentrumssraktion, die infolgedessen demnächst aus dem Landtage ausscheiden werden. Es verbleiben danach 4 7 Abgeordnete, über deren Uebersührung in das Hofpitantenverhältnis in den nächsten Wochen zwischen dem Fraktionsfüy- rer Kube und dem Zentrumsverbindungsmann Dr. Graß verhandelt werden wird. Es ist wahr- 'cheinlich, daß auch von diesen noch einige nicht ?on den Rationalsozialisten übernommen werden. namentlich sofern es sich um früher führende gewerkschaftlich oder sonst politisch stark her- Dorgettetcne Persönlichkeiten handelt. Lebhaftes Interesse für die deutschen Arbeitsdienstlager. Berlin, 9. Aug. (ERB.) Wie wir aus Kreisen -ter Leitung des Freiwilligen Arbeitsdienstes erfahren, find in den letzten Tagen 15 englische und amerikanische Studenten auf drei bis vier Wochen zur Dienstleistung in verschiedenen Arbeitslagern ausgenommen worden. Tas starke sachliche Interesse, das gerade von englischer und amerikanischer Seite für die deutschen Arbeitsdienstlager gezeigt wird, geht auch weiter c^raus hervor, daß zirka 30 ausländische politische Persönlichkeiten, Professoren UW. eine ganze Reihe von Arbeitslagern besichtigt haben. Darunter befinden sich vorwiegend Briten unb Amerikaner. Auch ein Franzose ist dabei gewesen. Der mexikanische Gesandte hat ebenfalls Arbeitslager besichtigt. Kein Friede unter Versailles! Italiens Stellungnahme zu dem französisch-italienischen Schritt in Berlin. Von unserem römischen Dr. ^.-Korrespondenten. Vorn, Anfang August. Rach französischer Rechnung sollte die Hauptbedeutung des Viererpakts darin liegen, daß zehn Jahre lang nicht mehr von Revision gesprochen werden dürfe. Zweitens sollte er dazu dienen, Deutschland im engeren Rate mit 3:1 zu über- stimmen. Eine Sicherung also zum Versailler Vertrag und eine „Verbesserung" des Völkerbundsversahrens. Man muß es der französischen Presse und ihren Hilfsorganen lassen, daß sie, von vereinzelten warnenden Stimmen abgesehen, kein Hehl aus dieser Auslegung machte und Tag für Tag forderte, nun das Werk der Kaltstellung Deutschlands zu vollenden, d. h., Italien wieder in das Derbündetensystem des Weltkrieges einzuziehen. Mussolini gewonnen. alles gewonnen. Berlin würde nicht einmal aufzumucken tragen, wenn Rom bloß ^freundschaftliche Vorstellungen" erhöbe, ilnD so sicher fühlte man sich am Quai dOrsay, dah man frischfröhlich gleich daran ging, die Probe aufs Exempel zu machen. Die freundschaftlichen Vorstellungen verdichteten sich in den unverbesserlichen Entente-Gehirnen, für die ein Rückgrat zeigendes Deutschland so wenig denkbar ist, wie ein ungehorsames Oesterreich, bereits zu einer gemeinsamen „Demarche" der drei Großpartner des Diererpaktes bei dem waffenlosen, und von dem diplomatischen Schritt zu einem natürlich sehr höflichen Ultimatum schien der Weg nicht weit. Man mußte nur ein gemeinsames Interesseobjekt vorschieben, am besten also Oesterreich, dann war — die Geschichte mit der Zollunion hatte es gelehrt — die Einheitsfront da. „Deutsche Flugzeuge haben in Salzburg Flugblätter abgeworsen", im deutschen Rundfunk fielen ein paar kräftige Worte — sollte das nicht genug sein, um Mussolini zu schrecken? Das Anschlußgespenst, es trete Dor! Aino also geschah es. Lieber den Kopf des Duce hinweg wurden England und Frankreich in Berlin vorstellig. Im Rahmen des Viererpakts, versteht sich, 3:1. Es soll jetzt Staatsmänner geben, die sich nicht recht geistreich Vorkommen. Daß Deutschland a b l e h n t e , ließe sich ja noch ertragen, daß aber Italien nicht mitmachte, wer hätte das gedacht? So also sah der Viererpakt aus? Das hieß ja Versailles auf den Kopf stellen, das war ja eine Verschlechterung des Völkerbundsverfahrens! Italien selbständig! ^Deutschland einig! Eine diplomatische Riederlage Frankreichs! Wir werden nun aus Paris einen Schwall enttäuschter, zorniger, entrüsteter Stimmen vernehmen, und der ahnungslose französische Bürger wird wieder einmal hören, daß der D e r f a i I - I e r Friede gefährdet sei. Das ist er in der Tat. Deutschland, Italien und Alngam wollen nämlich einen dauerhaften, also einen besseren Frieden; Frankreich und seine Hörigen wollen den gegenwärtigen Alnfriedensstand erhalten. Olle Kamellen, denkt der Mann auf der Straße, und dennoch tun immer wieder Gebildete und Politiker, ja gebildete Politiker, so, als ob das für sie eine unerhörte Reuigkeit wäre. Sie geben sich daher verblüfft über den Ausgang der Demarche in Berlin und Rom. De Iouvenel, der französische Interims- bvtschafter in Rom, der sein Amt mit unleug- i barem Geschick versah und deshalb versehen । konnte, weil ihm die Almwälzung in der deutschen und der italienischen politischen Geisteswelt nicht so unbekannt war wie den Vätern der Demarche, soll in einem Interview mit einer österreichischen Zeitung erklärt haben, daß nicht nur in der Revisionsfrage, sondern auch bezüglich der österreichischen Frage und der Reugestal- tung im Donauraum völlige Aleberein» ft i m m u n g zwischen Fra nkreich und Italien bestehe. Wir haben Grund, an diesem Interview, so wie es gedruckt vorliegt, zu zweifeln. Denn De Iouvenel weiß sehr wohl, daß Mussolini nicht um Haaresbreite von seiner Aevisionsforderung abzuweichen gewillt ist, und daß sehr reale Berechnungen der widerspruchsvoll scheinenden Tatsache eines anschlußseindlichen Italien, das aber gleichzeitig ein stärkeres Deutschland will, zugrunde liegen. Auch in Wien würde man sich mit dem Glauben, daß Italien, das faschistische Italien, den nazifeindlichen Dollfußkurs billige, weil er eine Gewähr gegen den Anschlußgedanken biete, auf einen Holzweg begeben. So einfach, wie Paris das Geschäft ansieyt — hier Geld, hier Ware —, liegen die Dinge nicht. Schon die Begründung des französisch-englischen Schrittes war brüchig, denn schließlich hat auch Mussolini von den fremden Flugzeugen gelesen, die Flugblätterüber Berlin ab- toarfen, ohne daß man s i ch deswegen in London und Paris aufgeregt hätte. Schließlich sitzt auch Mussolini gelegentlich am Radio und hört, wenn er Straßburg einstellt, dort eine wüste Hetze gegen den deutschen Rachbarn, ohne daß Hitler deswegen verlangt hätte, er solle den Diererpakt nun einseitig gegen Frankreich ausspielen. Wenn Herr Dollfuß jetzt nach Rom kommt, auf Wunsch Mussolinis, wie es heißt, wird er sich wundem. Alnd der englische Botschafter in Rom müßte von allen guten Geistern verlassen sein, wenn er die Downingstreet nicht durch ein sanftes Rippen- stößchen daraus aufmerksam machen würde, daß die Lossagung vom Goldstandard eine einfachere Sache ist, indeed, als die Lossagung Mussolinis von seiner europäischen Friedensidee. Kein Friede unter Versailles! Das war die Erkenntnis, die fast alle Teilnehmer am römischen Voltakongreß beseelte, nur wagte dort noch niemand die harte Formulierung. Heute aber ist das Eis gebrochen, und ob sie wollen oder nicht, die schwerhörigen, die schon die Hände rangen, wenn einer von der permanenten Kriegserklä- rung von Versailles sprach, die Schämigen, die sich die Ohren verstopften, als Bernhard Shaw die „Raub- und Plünderunasverträge" geißelte und ihr eigener Vater, LloydGeorge, hörbar davon abrückte, alle die an der Aufrechterhaltung d e s U n f r i e d e n s z u st a n d e s interessierten Geschäftemacher müssen sich mit dem Tempora mutan» tur abfinden. „Das Werk der Gerechtigkeit", so hatte Gömbös den Mut, es durch den Rundfunk zu verbreiten, „wird in Zukunft unter besseren Bedingungen oorwärtsschreiten, denn Tag für Tag erweitert sich die Ueberzeugung, daß die Weltkrisis nichts als die Folge der schlechten Verträge ist,, und daß es feinen Frieden und keine Ordnung unter den Völkern geben kann, solange die Verträge nicht den Lebensnotwendigkeiten angepaßt werden". Vielleicht ist es d e n Männern, die alle Fäden in der Hand zu haben glauben und daher überzeugt waren, Deutschland und Italien würden ebenso willig und wunschgemäß tanzen wie das bezahlte Oesterreich, entgangen, daß die italienischen Regierungsblätter die bedeutsame Rundfunkrede des ungarischen Ministerpräsidenten an erster Stelle kommentarlos veröffentlichten und damit billigten. Gömbös meinte weiter, U n - garn werde niemals die großen Inter- essen vergessen, die es an Deutschland binden. Ungarn wolle mit allen Nachbarn Freund sein, Vorbedingung sei jedoch, daß ihm gleiche Rechte zugebilligt würden. Deutlich, sollte man meinen, und erstaunlich muß eine Auffassung scheinen, die da dachte, das neue Deutschland werde weniger Mut aufbringen, als das kleine Ungarn. Es ist ein schlechtes Spiel, das gegenwärtig von Frankreich und England mit Oesterreich gc^ trieben wird, denn es geht von falschen Voraus« sehungen aus. Dieser Bauer auf Dem großen Schachbrett wird niemals zum Zuge kommen, denn es ist nicht wahr, Daß Die französischen und italienischen Interessen an der Donau parallel laufen, von der peripherischen englischen Erscheinung ganz zu schweigen. Cs ist ein unwürdiges Spiel, das Oesterreich mit sich treiben läßt, und wenn es dennoch Würde darin entdecken sollte, so bleibt ihm bestimmt eines versagt: der erträumte Erfolg. Schließlich wollen doch jene von Dem armen StaatsgebilDe, Das nicht leben unD nicht sterben kann, nur etwas haben, keiner will etwas geben. Man braucht sich wirklich nicht den Napoleonshut aufzusetzen, um das zu sehen. AleberOe st erreich kreisendieGeier, es greift Darüber auch hinweg Die große, Die unzerstörbare RevisionsiDee, gleichgültig, welchen Partner sich Das umworbene Weaner- maDl zum Walzer aussucht. Unter Diesem gewaltigen Aspekt ist alles, was sich augenblicklich um Den Ballplah in Wien herum abspielt, nur Episode. Der vertikale Revisionsgedanke wird sich stärker erweisen als die Querlinie einer veralteten Kulissenpolitik. Und man kann nur wünschen, daß Frankreich und England aus der Abfuhr, die sie mit Raturnotwendigkeit in Berlin und Rom erleiden mußten, die einzig mögliche Folgerung ziehen: Kein Friede unter Versailles! Eine amtliche italienische Erklärung Rom, 9. Aug. (DTR.) Die die Agenzia Stefani meldet, werden in verantwortlichen r ö m i - jchen Kreisen mit Bezug auf den kürzlich erfolgten Schrill in Berlin wegen der Frage der österreichisch-deutschen Beziehungen folgende amtliche Mitteilungen gemacht: 3m Laufe einer langen Unterhaltung über die europäische Gesamtlage über die italienisch-deutschen Beziehungen hat Ministerpräsident Mussolini die Aufmerksamkeit des Vizekanzlers o. Papen bei Gelegenheit feines Besuches in Rom im vergangenen Juli auf die Notwendigkeit gelenkt, eine Entspannung zwischen Oesterreich und Deutschland zu erzielen, die im Interesse der Beziehungen zwischen diesen beiden Ländern und dieser Länder mit den anderen Rationen liege. Vizekanzler v. papen hat daraus die Erklärung abgegeben, daß er dem Reichskanzler darüber Bericht erstatten werde, und ist dieser Zusage nach- gelommen. Zwischen den diplomatischen Vertretern der beiden Regierungen folgten dann Unterhaltungen über diesen Gegenstand, die — was eigentlich überflüssig ist, besonders zu bemerken — stets einen sehr diskreten und privaten Charakter trugen. Da die britische Regierung inzwischen die Initiative zu einem Schritt in Berlin ergriffen hatte, wies die italienische Regierung darauf hin, daß es ihr im Interesse des gewünschten Erfolges zweckmäßiger erscheine, den Ausgang der im Zuge befindlichen privaten und vertraulichen Unterhaltungen abzuwarten. Im Verfolg dieser Unterhaltungen hat die deutsche Regierung dem italienischen Botschafter beruhigendeversicherungen über bie Radio-Propaganda und die Ueberfliegung österreichischen Gebietes abgegeben. Die italienische Regierung beeilte sich darauf, den Inhalt dieser Antwort dem englischen und dem französischen diplomatischen Vertreter b e k a n n t z u - geben und betonte dabei, dah sie es für zweckmäßig erachte, den Schritt in Berlin nicht stattfinden zu lassen. Dieser Schritt hätte vermieden werden können, wenn Die für die entsprechenden Mitteilungen von London und Paris nach Berlin notwendige Zeit zur Verfügung gestanden hätte. Die römischen fireife sind der Ansicht, daß es in Zukunft durchaus notwendig ist, der Reihe von Zwischenfällen Einhalt zu tun, um die erbetene Rückkehr zu normalen Beziehungen zwischen Berlin und Dien herbeizuführen. Ser österreichische Landesmspettor der AESAP im Rundfunk. München, 9. Aug. (TU.) Landesinspektor Habicht von der Landesleitung Oesterreich der NSDAP, behandelte im Bayerischen Rundfunk den französischen und englischen Schritt in Serien und bezeichnete dabei als die Urheberin dieses Schrittes die derzeitige ö st erreicht sche Regierung. Daß sie es getan habe, beweise, baß sie innerpolitisch völlig am Ende ihrer Kräfte angelangt sei. Die österreichische Regierung sei allerdings nicht offen heroorgetreten und mit der Bitte um Intervention nicht an die Mächte gegangen, sondern habe zunächst einmal 2 Wochen lang in der ihr dienstbaren Presse ein wahres Trommelfeuer von Leitartikeln und Sensationsmeldungen losgelafsen, das Europa und den Völkerbund um Hilfe gegen das Reich anrief, bis dann am Ende der Bundeskanzler in Erscheinung getreten sei. Einern französischen fiorrefponbenten gegenüber habe er der Hoffnung Ausdruck gegeben, die nationalsozialistische Bewegung in Oesterreich überwältigen zu können. „Unter der voraus- feßung, daß Europa, b. h. Frankreich, ihn habet nicht im Stiche liehe." Um biefelbe Zeit unb zu bemfelben Zwecke habe er bann in Genf auch noch bie Bewilligung zur Aufstellung eines Hilfspollzeikorps von 18 000 Mann erbeten, das ihm für biefen Zweck natürlich gern bewilligt worben fei Es fei nicht wahr, daß es in diesem Kamps um die Aufrechterhaltung der äußeren Freiheit und Unabhängigkeit Oesterreichs gehe, und dieser ausgelöst worden sei durch einen Angriff des Reiches. Vielmehr handele es sich um die Austragung eines inneröfterreichischen Kampfes zwischen der überwältigenden Mehrheit des deutschen Volkes auf der einen und einer Minder- ßeitsgruppe auf der anderen Seite, die alle staatlichen Machtmittel habe. Die österreichische Regierung sei zu der Erkenntnis gelangt, daß sie sich aus eigener Kraft nicht mehr länger halten könne. Menn bie Regierung Dollfuß immer roieber behaupte, bah sie bas Volk hinter sich habe, so möge sie boch einmal ben Mut aufbringen zu einem Appell an bas Volk. Die nationalsozia- listische Bewegung verpflichte sich von vornherein bebingungslos zur Anerkennung biefes Volksurteils. Eine „freundschaftliche Vorsprache" in Wien wäre Dem Ziel Der Befriedung Europas dienender, als eine solche in Berlin, das mit dieser innerösterreichischen Angelegenheit gar nichtszu tun habe. In einer Epoche, die mit der Proklamation des Selbstbestimmungsrechts der Völker begann, könne man es dem deutschen Volke Oesterreichs nicht verbieten, sich im Innern d i c Regierung zu geben, die ihm gefalle. Oesterreich ist und bleibt deutsch! Man gebe dem österreichischen Volk seine Freiheit und sein Selbstbestimmungsrecht und im Herzen Europas werde Ruhe, Friede und Ordnung sein. Gruß an Mussolini und Hitler. Berlin, 9. Aug. (CNB.) Von der Rheinfabrt, die die Avanguardisten gemeinsam mit der Hitlerjugend unternahmen, wurden, wie die Nationalsozialistische Parteikorrespondenz mitteilt, an Ministerpräsident Mussolini und an Reichskanzler Adolf Hitler folgende Telegramme gesandt: „Hitlerjugend und Balilla grüßen auf ihrer Rheinfahrt Ew. Exzellenz. Möge die Freundschaft zwischen deutscher und italienischer Jugend immer inniger und fester werden. Baldur v. S ch i r a ch. Alberto Gigi i." Die Deutschlandreise der italienischen Jungfaschisten fand gestern mit der letzten Etappe von Bingen nach B o n n auf dem Dheindainpfer „Ostmark" einen schönen Abschluß. An der Donner Rheinbrücke hatte sich eine vieltausendköpfige Menschenmenge eingefunden. Reichsjugendführer Baldur v. S ch i r a ch , der mit etwa tausend Hitlerjungen die Rheinfahrt mitgemacht hatte, dankte für den herzlichen Empfang. Gestern abend haben die Gäste über München die Heimreise angetreten. OerGrenzzw schenfa» beittieferssetven Innsbruck,^ Aug. (WTB.) Der d e u t s ch e Generalkonsul in Innsbruck Geheimrat Dr. ©aller, der Sonderkommissar des Bezirksamtes Rosenheim Meder und der Kommandant des Arbeitslagers des Stahlhelms in Kiefersfelden Major Henning haben gestern beim Bezirkshauptmann in Kufstein Hofrat Dr. I a n e - tschek vorgesprochen und ihm die Zusicherung gegeben, daß sie alle zur Aufklärung des Zwi- schenfalles vom 7. August beitragen werden. Oesterreichische Soldaten ziehen Deutschland vor. M ü n ch e n, 9. Aug. (CNB.) Wie aus S i m b a ch (Oberbayern) gemeldet wird, meldeten sich dort am Mittwoch sechs Mann des österreichischen Bundesheeres in feldmarschmäßiger Ausrüstung. Sie haben die G r e n z e ü b e r s ch r i t t e n, da sie wegen ihrer nationalsozialistischen Gesinnung vor der Entlassung standen. Die Soldaten, die der Garnison Braunau angehört hatten, zogen es, wie sie mitteilten, vor, nach Deuhch- land zu gehen. Kriegszustand über Kuba h a v a n n a, 10. Aug. (MTB.) Reuler-Funkspruch. Präsident Machado hat über die ganze Insel Kuba den Kriegszustand verhängt. 3n der Verordnung heißt es, der Kriegszustand sei verhängt worden, weil der G e n e r a l st r e i k den Feinden der Ruhe und Ordnung eine Gelegenheit gegeben habe, revolutionäre Zustände im Lande zu schaffen. Der Präsident Kubas, General Gerardo Machado y Morales, hat den siebenten schweren Aufruhr der verelendeten Kubaner zu überwinden. Die Vereinigten Staaten von Nordamerika haben seinen Rücktritt gefordert. Kuba, das mehr als drei Millionen Einwohner zählt, wurde 1898 im spanisch-amerikanischen Kriege den Spaniern genommen und erhielt 1903 von den Vereinigten Staaten eine gewisse Selbständigkeit, wobei sich, aetreu der Doktrin des Präsidenten Monroe, die Amerikaner das Recht vorbehielten, im Falle politischer Unordnungen eiryugreifen. Machado wurde 1925 Präsident und ließ 1929 seine Diktatur unter glattem Verfassungsbruch verlängern. Er gilt als der Typ des skrupellosen politisierenden Generals. Unmittelbar nach seiner Ernennung kam es zu schweren Un- ruhen in Havanna, die zunächst von den liberal- intellektuellen Kreisen und den Studenten ausgin- gen, bald aber auch auch auf die Massen Übergriffen, deren Lage unter den Einwirkungen der Weltkrise und einer falschen Produktionspolitik von Tag zu Tag schlechter wurde. Die Insel Kuba war einst berühmt wegen ihres Tabaks und ihrer ausgezeichneten Havanna-Zigarren, aber der Verbrauch der teuren Havanna-Zigarren ist auf ein Sechstel der Friedensze.t gesunken. Die Tabakproduktion ist längst überflügelt worden durch die Zuckerproduktion. Kuba ist zu einem reinen Zuckeranbaugebiet geworden, obgleich die Zuckerrübenproduktion der Welt ständig stieg und die Rolle des Rohrzuckers längst vorüber ist. Fast drei- oiertel der kubanischen Ausfuhr bestand in Zucker und ging hauptsächlich in die Vereinigten Staaten. Aber die Amerikaner wandten sich mehr und mehr dem philippinischen Zucker zu, die Ausfuhr sank stark, und die Preise fielen derart, daß sie zuletzt kaum noch einen Cent pro Pfund einbrachten, während im Weltkrieg dafür bis zu 20 Cent gezahlt wurden, und die vormaligen Gestehungskosten auf etwas über zwei Cent liegen. Die Folge der schlechten Zuckerpreise war, daß schon im vorigen Jahre ein großer Teil des Zuckerrohres überhaupt nicht geschlagen wurde und die Arbeiter und Angestellten der Pflanzungen keine Löhne erhielten. Dieses wirt- schaftliche Elend machte sich in blutigen Aufständen Luft, so im Juli 1932, nachdem eine April-Revolte gescheitert war, im August und November, bis der Dollaroerfall jetzt die Massen abermals in die Arme der Revolutionäre trieb. Mit furchtbarem Willkürregiment hat General Machado frühere Aufstände niedergeschlagen, zahlreiche Tote aus allen Schichten kamen zu den Opfern der Schreckenswirtschaft durch eine Geheimpolizei, die nach dem Vorbild der Tscheka arbeitete und zahlreiche Meuchelmorde veranlaßte, so am Senatspräsidenten Vasquez, Bello, den Abgeordneten Miguel Aguiar und de Andrade. Die englische und die amerikanische Presse in Havanna, deren Spalten täglich von solchen Meuchelmorden gefüllt waren, wurde verboten, aber der Haß ballte sich immer mehr zusammen, bis er jetzt die Massen in die Maschinengewehre des Diktators trieb. Die Amerikaner, Die über eineinhalb Milliarde Golddollar in den Betrieben Kubas steckten, haben dem Diktator vielleicht eine allzu lange Frist gelassen. Jedenfalls ist die Verkoppelung von Wirtschaftselend und Diktatur der einst blühenden Insel zu einem furchtbaren Verhängnis geworden. Roosevelt mischt sich ein. H h b e p a r k, 10. Aug. (WTB. Funkspruch.) Präsident Roosevelt hat gestern abend dem kubanischen Botschafter gegenüber Erklärung 'abgegeben, in der er zur Einstellung des politischen Kampfes auf Kuba im Interesse der wirtschaftlichen Wohlfahrt auffordert. Die Erklärung Roosevelts wird in nichtamtlichen Kreisen dahin ausgelegt, daß Präsident Machado abdanken müsse, wenn er nicht ohne Gewaltanwendung regieren könne. Cs gilt als ausgemacht, daß Präsident Roose- vel t an sofortige Schritte zur Wiederherstellung der Ordnung denkt, doch deutet nichts darauf hin, daß er dabei ein bewaffnetes Eingreifen im Auge hätte. Spanischer und britischer Protest. Washington, 10. Aug. (WTB. Funkspruch.) Der spanische Botschafter und der britische Gesandte in Havanna haben bei dem dortigen amerikanischen Botschafter gegen die ihren Staatsangehörigen zuteil gewordene Behandlung und wegen des dem ausländischen Eigentum zugefügten Schaden Protest eingelegt. Oer Angier. Von per Bott. Sinter der Brücke am Quaderquai steht ein Mann und angelt im Kanal. Auf der Brücke stehen Menschen, beugen sich über das Geländer und starren auf den Schwimmer an der Angelschnur, der reglos auf dem trüben. Wasser schwimmt. Sie vergessen Arbeit, Zeit und Ziel und konzentrieren ihre Aufmerksamkeit auf den Fisch, der gefangen werden soll. Aus der Gruppe der Zuschauer löst sich Herr Petersen, ein dicklicher Mann, steigt die Steintreppe zum Quai hinab und gesellt sich zum einsamen Angler. „Was machen Sie eigentlich?" „Ich fische." „Wissen Sie überhaupt, ob in dem Kanal Fische sind?" „Warum sollten hier keine Fische sein?" „Dafür kann es viele Gründe geben. Sie glauben, in jedem Wasser müssen Fische sein. Da irren Sie sich. Haben Sie zum Beispiel schon in der Wasserleitung Fische gesehen?" „Herr, der Kanal ist doch keine Wasserleitung!" „Gut. Aber ich meine, da ja beide Wasser führen, die Wasserleitung und der Kanal, bloß mit dem Llnterschied, daß ..." „Mich interessiert dieser Unterschied nicht." „Er würde Sie schon interessieren, wenn Sie statt aus der Wasserleitung aus dem Kanal Wasser trinken mühten. Aber, um auf die Fische zurückzukommen: auch im Toten Meer sind keine Fische, weil Sodom und Gomorrha drin ertrunken sind." „Was haben Sodom und Gomorrha mit dem Kanal zu tun?" „Glauben Sie, in diesem Kanal ist noch niemand ertrunken?" Der Angler wendet dem Herrn brüsk den Rücken und zieht die Angel aus dem Kanal. „Was machen Sie jetzt?" „Einen neuen Köder aufspießen, weil ihn die Fische weggefresfen haben." „Den müssen noch lange keine Fische weggefressen haben. Das ist ein ganz falscher Schluß. Da habe ich mir einmal ein Stück Kalbsbraten auf gehoben. Als ich nachts nach Hause komme, ist der Kalbsbraten weg. Ich machte meiner Frau einen Skandal und reichte die Scheidungsklage ein. Sechs Tage später erkrankte ich, kam ins Spital und mein Magen wurde ausgepumpt. Was fand man darin? Den Kalbsbraten. Ich hatte also vergessen, daß ich ihn selbst gegessen hatte, und zog die Scheidungsklage zurück." „Sie werden doch nicht glauben, daß ich den Köder selbst von der Angel weggefressen habe, he?" „Das meine ich gerade nicht. — Sehen Sie denn Fische?" „Rein. Aber der Schwimmer an der Angelschnur fühlt sie. Sehen Sie, wie er zuckt?" „Das brauchen keine Fische zu sein. Richt überall, wo etwas zuckt, sind Fische dabei. Da täuschen Sie sich mächtig. Da bin ich einmal auf der Straßenbahn gestanden, auf der Dorbern Plattform. Sie müssen wissen, ich stehe immer auf der vorderen Plattform, wenn ich auf der Straßenbahn fahre, denn ich lasse mir gern die frische Luft um die Ohren wehen. Da fühle ich, wie meine Llhr zuckt. Sie zuckt noch einmal und noch einmal. Mehrmals hat sie gezuckt. Ich denke schon, sie ist verrückt geworden. Dann hat sie sich aber beruhigt." „Zum Teufel! Warum hat sie gezuckt?" „Weil ein Dieb sie herausgezogen hat. Sie sehen also: es war kein Fisch bet der Llhr, weil sie gezuckt hat, sondern ein Dieb. So kann das auch bei Ihrem Schwimmer der Fall fein.“ „Herr, in diesem Kanal gibt es keine Diebe!" „Sagen Sie das nicht! Sleberall gibt es Diebe, aber nicht überall Fische. Fragen Sie nur den Wachmann da auf der Brücke. Wozu stünde er denn auf der Brücke, wenn es auf der Brücke keine Diebe geben würde? Oder in der Oper? Am Fußballplatz? In der Bank? Sie werden doch nicht behaupten wollen, daß es in der Oper, am Fußballplatz oder in der Bank Fische gibt? ... Sehen Sie! Also mit ihren Fischen im Kanal ist das so eine Sache. Angenommen aber, es sind welche drin, wie wollen Sie die herausbekommen?" „Indem ich sie mit der Angel herausziehe." „Zuerst müssen sie aber doch anbeihen!" „Natürlich." „Sind wissen Sie beim so sicher, bah sie auch anbeihen werben? Ich stehe schon so lange da, unb noch keiner hat angebissen. Wissen Sie denn, was die Fische gerne essen?" „Regenwürmer." „Regenwürmer sind nicht jedermanns Sache. So viel ich weiß, essen nur Chinesen Regenwürmer." „Herr, das sind doch Fische unb keine Chi- nefen!“ „Einerlei. Manche Fische bevorzugen Fliegen, anbere Engerlinge. Ober Mücken. Wir Menschen essen doch auch nicht alle Rinbfleisch. Cs gibt welche, bie Kröten essen, habe ich mir sagen lassen, anbere lieben Austern ober ziehen Froschschenkel vor. Regenwürmer müssen also nicht ge- rabe immer bas Richtige sein. Ich würbe an Ihrer Stelle es mit etwas anderem versuchen. Zum Beispiel mit Fliegen." „Meinen Sie?" „Ratürlich. Fette, dicke Fliegen." „Ich habe aber keine." „Die muh man eben fangen. Regenwürmer muß man doch auch fangen. Stellen Sie einige Das dalbv-Geschwader bei Lissabon gewassert. W Ankunst und Empfang Arn Mittwoch um 14.45 Uhr MEZ. wurde das Balbo-Geschwader über Lissabon gesichtet. Die italienischen Flugzeuge wasserten um 14.30 Uhr Ortszeit (15.30 MEZ.) auf dem Tajo bei Lissa- bon. Auf seinem Flug von den Azoren nach Lissabon hatte das Geschwader mit Nebel zu kämpfen. Das Geschwader war in ständiger Funkverbindung mit einer portugiesischen Station. Bei seiner Ankunft in Lissabon flog die Maschine B a I b o s an der Spitze des Geschwaders. Sie wasserte um 14.25 Uhr zuerst, kurz darauf weitere zehn Flugzeuge. Die Flieger wurden von der nach Tausenden zählenden Menschenmenge mit begeisterten Rufen empfangen. Um 15.15 Uhr trafen weitere 9 Flugzeuge und die letzten drei um 15.50 Uhr ein. Alle Maschinen wasserten ohne Zwischenfall. In das Freudengeschrei der Menae mischte sich das Heulen der Scbiffssirenen. Der Grund für das verspätete Eintreffen der letzten drei Flugzeuge, die erst ankamen, als B a l b o bereits die Parade der Ehrenkompanie auf dem Schwarzen Pferdeplatz abnahm, war der Startunfall des Flugzeuges Nr. 13. Balbo hatte nämlich diesen drei Maschinen Befehl gegeben, dem Unglücksflugzeug Hilfe zu leisten. Um 15.40 Uhr traf Balbo an Land ein. Er wurde vom Kriegsminister, dem Marineminister, dem Gouverneur und dem Polizeikommandeur herzlichst begrüßt. Gleichzeitig wurden 21 Schüsse als Ehrensalut abgefeuert. 20 portugiesische Flugzeuge umkreisten die italienischen Maschinen. Nachdem Balbo die Front der Ehrenkompanie abgeschritten hatte, begann die Parade vor Balbo. Balbo und seine Gefährten begaben sich bann im Auto zu ihrem Hotel. Sem Wagen konnte sich kaum den Weg durch die dichten Menschenmassen bahnen. Zum Empfang Balbos hatte sich auch der Chef des italienischen Generalstabes, General Valle, eingefunden. Die italienische Kolonie Lissabon war in Schwarzhemden erschienen. Auch die Blauhemden, die portugiesische Faschistenorganisation der „Natio- nal^yndikalisten" waren aufmarschiert. Um 18 Uhr fand ein Empfang beim Staatspräsidenten und später ein Bankett in der italienischen Botschaft statt. * Das französische Luftfahrtministerium gibt mit Bedauern bekannt, daß General Balbo beschlossen habe, mit seinem Geschwader in Südfrankreich keine Zwischenlandung vorzunehmen, sondern von Lissabon direkt nach Ostia zurückzukehren. Das Unglück beim Start auf den Azoren. Bei dem Unglück, von dem das Fluggeschwader des italienischen Luftfahrtministers Balbo beim Start auf den Azoren betroffen wurde, ist ein Offizier getötet worden. Drei weitere Insassen wurden verletzt. Der Start des Geschwaders erfolgte in zwei Abschnitten. Um 5.25 Uhr vormittags (Ortszeit) stiegen die neun Flugzeuge auf, die vor Sjorta gewassert hatten. Als sie Ponta Delgada überflogen, begannen die dort liegenden Flugzeuge zu starten, einschließlich des Flugzeuges, in Dem sich der General Balbo befand. Bei dieser Gelegenheit ereignete sich der Unglücksfall. Anscheinend saugte sich der Bug des Flugzeuges 13 beim Start in den Meeresboden, wie dies bei flachem Wasser ^icht möglich ist. Das Flugzeug kenterte. Gleichzeitig waren Störungen an dem Motor eingetreten, die es dem Flugzeug unmöglich machten, sich aus der gefährlichen Lage herauszumanöverieren. Die Besatzung bestand aus den Flieaerleutnants Ranieri und S q u a g l i a, einem Maschinistenmaaten und einem Funkmaaten. Alle vier Mann der Be- satzung wurden verletzt, am schwersten Fliegerleutnant Ranieri und S q u a g l i a. Sie wurden von einem Einwohner von Ponta Delgada gerettet, der sie aus der Kabine des gekenterten Flugzeuges in sein Boot zog und zur Süfte brachte. Die Verletzten wurden in ein Krankenhaus eingeliefert. Dort ist Leutnant Squaglia seinen Verletzungen erlegen. Zum Zeichen der Trauer für den auf den Azoren verunglückten Fliegerleutnant sind auf Wunsch des Generals Balbo alle Feierlichkeiten in Lissabon abgesagt worden. Da General Balbo der Ruhe bedürfe, wurde auch der Empfang beim Präsidenten Carmona abgesagt. Gronau an Balbo. Bei seiner Ankunft in Lissabon wurde General Balbo folgendes Telegramm Wolfgang von Gronaus überreicht: „Zum überwältigenden Erfolg und zur glorreichen Vollendung des bedeutendsten Fluges dieses Jahrhunderts in aufrichtiger Bewunderung herzlichste Glückwünsche." Aus aller Wett. Reichskagung deutscher Tanzlehrer in Bayreuth. Auf der ersten Sitzung der Reichsfach sckaft deutscherTanzlehrer (unter dem Vorsitz des Reichsfachschaftsleiters der Fachgruppe Tanzlehrer im Nationalsozialistischen Lehrerbund) in Bayreuth, wurden nach der Wahl des Reichsausschusses für deutschen Tanz in der Reichsfachschaft folgende Tänze einstimmig als deutsche Tänze anerkannt: In der Gruppe Allgemeiner Tanz: 1. Der Marschtanz, 2. der Rheinländer in alter und neuer Form, 3. der Walzer in alter und neuer Form, 4. der langsame Walzer, 5. an Stelle des Foxtrotts der „Wechsel- schrittler", ein Tanz im Viervierteltakt und 6. der Galopp. In der Gruppe Gesellschaftstanz sollen 1. ein Begrüßungsreigen, 2. ein luftiger kurzfristiger Gesellschaftstanz der „Friedrichshainer", 3. ein aus dem Volkstanz übernommener „Gleichfchrittler", eine ganz neue Tanzform, 4. statt der früheren Quadrille der sogenannte „Achter" gelangt werden. Durch diese neugeschaffenen Tanzformen sollen der Foxtrott, der Onestep und der Tango von der Bildfläche verdrängt werden. 24 deutsche weibliche Matrosen in Kopenhagen. In Kopenhagen ist von Kiel kommend, das deutsche Schulschiff „Gud Win" von der Blankeneser Jachtschule mit 24 weiblichen Matrosen eingelaufen, die unter dem Kommando des Kapitäns von S losch volle seemännische Ausbildung erhallen. Kopenhagen ist voller Erstaunen und Bewunderung für die tüchtigen jungen Mädchen, die von ' der Presse als vorbildliche Mannschaft geschildert werden. „Gud Win" wird drei Wochen in den dänischen Gewässern verbringen. Großfeuer in einem westfälischen Dorf. In dem Kreisort Sidessen bei Warburg (Wests., brach in dem Wohnhaus des Landwirts Hille- . brand ein Feuer aus, das sich auf drei be- - nachbarte Anwesen ausdehnte. Bevor noch die Kreismotorspritze aus Warburg und die Freiwilligen Feuerwehren der benachbarten Ortschaften zur Stelle waren, standen die Höfe in hellen Flammen. Außerdem fiel noch das in der Dähe befindliche Spritzenhaus den Flammen zum Opfer. Sämtliche vier Anwesen einschließlich der Wohnhäuser und Stallungen wurden z e r st ö r t. Der Schaden ist sehr groß. Das Feuer ist wahrscheinlich durch Selbstentzündung infolge der großen Hitze der letzten Tage entstanden. Verantwortlich für Politik: i. D.: Ernst Blumschein. Fliegenfänger auf. Zuerst fangen diese die Fliegen und Sie fangen dann mit den Fliegen die Fische. Das ist doch die klarste Sache der Welt. Pst! Iunge! Komm herunter! Der Herr braucht zehn Fliegenfänger!" Während der Iunge dem Angler die Fliegenfänger verkauft, steigt Herr Petersen schnaufend die Steinlreppe zur Drücke hinauf und sagt befriedigt zu einem Zuschauer: „Man muh doch den Iungens ein Geschäft verschaffen in dieser schweren Zeit!" Lind geht befriedigt nach Hause. Venezianisches Glas. In der Ausstellung des italienischen Kunst- gewerbes, die vor kurzem in Florenz stattfand, beansprucht wohl das höchste Interesse die Abteilung, die das venezianische Glas umfaßte. Venezianer-Glas ist lange Zeit eins der Wunder menschlicher Handfertigkeit gewesen, das von romantischen Sagen umsponnen war und seinen Ruhm durch die ganze Welt verbreitete. Die Meisterwerke dieser Glaskunst stellen das Zarteste und Feinste dar, was je in diesem gebrechlichen Stoff vollendet, und von den Glashütten der Insel Murano ziehen sich Fäden zu den deutschen Glasbläsereien. Romanisches unb Germanisches verbindend, wie dies in Gerhart Hauptmanns Glashütten-Märchen „Lind Pippa tanzt" dichterisch gestaltet worden ist. Petrus Florianus, der als „phiolarius" 1090 in Venedig erwähnt wird, ist der erste Glasmacher der Lagunenstadt, von dem wir wissen: 1224 werden schon 12 dieser Glasmeister verzeichnet. Die Dogen von Venedig nahmen die Glashütten unter ihren Schuh und machten die größten Anstrengungen. um ihre Geheimnisse vor fremden Spionen zu behüten. Der Senat verlieh jedem Glasmacher das Recht eines Edelmanns und Bürgers von Venedig, der sich mit den Patrizierinnen der stolzen Stadt vermählen konnte und dessen Kinder wieder Edelleule wurden, „dies nicht ohne Grund", wie es in einem Dokument heißt, „denn es ist eine seltene Wissenschaft und Kunst, die dumpfen Körper aus Staub und Sand in ein so durchsichtig-zartes Gebilde zu verwandeln, wie das Kristallglas ist. In einer Schilderung der Feierlichkeiten bei der Wahl des Lorenzo T i e p o l o Aum Dogen 1268, werden die köstlichen Glaskunstwerke aufgeführl, die man in dem Festzug trug, und auch der Schöpfer dieser Wunder Maestro Vetrai M u r a n e s i schrill mit, in ein Gewand aus Scharlach gekleidet, das mit Goldsransen und reichen Perlenketten geziert war. Ein Gesetz schloß im Iahre 1291 die Glasfabrikation auf der etwa 1,5 Kilometer nördlich von Venedig gelegenen Insel Murano zusammen, wohl aus Gründen der Feuergefährlichkeit, aber auch um die Geheimnisse der Glaskunst recht gut zu bewahren. Die Republik, die damals schon große Einkünfte aus diesem Gewerbe Halle, war entschlossen, das Monopol sich möglichst zu erhalten und Glasarbeiter, die diese so sorgfältig gehüteten Künste verrieten, wurden zur Galeerenstrafe verurteilt. Das Dunkel, das um das Glas von Venedig gebreitet wurde, gab zu seltsamen Legenden Anlaß. Man flüsterte, daß in den Oefen der Glashütten der Salamander erzeugt werde, ein Feuergeist, dem von Zeit zu Zeit Opfer dargebracht werden mutzten. Gläser, die unter bestimmten archäologischen Einflüssen verfertigt wurden, sollten bei der Berührung mit Gift zerspringen, während farbige Gläser die Blume des Weins bereichern und seine berauschende Kraft verringern sollten. Dach einer alten Schilderung der venezianischen Glasfabrikation waren die Verrichtungen in die Hände streng gesonderter Gruppen gelegt. Die Lehrlinge bereiteten nur die Masse vor und Übergaben sie höheren Arbeitern, doch die eigentliche Gestaltung lag dem Glas- meister ob, der dem spinnwebfeinen Gebilde die eigentliche Schönheit verlieh. Die Glasmacher schufen in Schichten von 6 Stunden, nackt am Feuer stehend. Zweifellos ist die venezianische Glaskunst von der byzantinischen Kunst nach der Eroberung Konstantinopels durch die Kreuzfahrer im Iahre 1204 beeinflußt worden. Das zeigt schon das Erscheinen vieler byzantinischer Glasarbeiter in Venedig, aber die einzelnen Spuren lassen sich schwer nachweisen, da von den Frühwerlen dieser zerbrechlichen Schöpfungen nichts erhalten ist. Im 15. Jahrhundert stehen die Glashütten von i Morano in höchster Blüte: sie hatten damals ein Monopol für Glasmosaik. Spiegel und Glasperlen, während ihre herrlichen Trinkgefätze der Welt eine neue Schönheit bescherten. Vielfach wurde Email und Vergoldung zum Schmuck der Gläser verwendet. Einen besonderen Goldeffekt hatte das kostbare Aventurin-Glas. Doch die höchste Vollendung erreichte diese Kunst in dem farblos durchsichtigen Kristallglas, dessen duftige Zierlichkeit nicht übertroffen worden ist. Aus der langen Reihe der venezianischen Glaskünstler heben sich einige berühmte Damen hervor. So soll schon 1250 Cristofero Drianiden Chalzedon im Glas nachgeahmt und damit den Wetteifer der Glaskunst mit dem Glanz der Edelsteine eingeleitet haben. Iacopo T o m a s i schuf den Teppich von Filigran-Glas im Museum zu Morano. Im 19. Jahrhundert ist die venezianische Glasfabrikation durch Antonio S a l v i a t i neu belebt worden, nachdem sie völlig verfallen war, und so gehört auch das moderne Venezianer-Glas zu den Schönheiten, die aus großer Vergangen- heit in unsere Tage reichen. Dr. H. C. 00« ■ ffiil MitM' der m |jo Konzt"" Ä un Du' Zs 5 im SW- & Biri a« nKdtn Derbreüu nalionatieM Ircgte hastbesth wurde. Degen d erneut ein 3 n t men, der lebens wird. , • Wegen eines wurde gestern । polizeistelle 0it| kann noch nicht mittlungen noch Ml»! der Se! Heber die schen Aerztekair folgendes bestin der Aerzlekami hiermit für b fefretär ernenn zu wählenden 1 ihre Ersahmän alieder der K Der Slaatssekr des Vorstandes Vorsitzenden er des Vorstandes kammer $u besl der der ärztlich gerichtshofs uni für beendet erf die neuen Mlg tretet und beftii Stellvertreter in rengerichtshof be eintreten. Die < Aerztekammer u Ehrengerichte, ein, bauert bii jum 31 tat kann während w« und 6tel durch anbete e un ‘Jalle sonstigen Em Kmd i Gestern gegen 1 Einige Kinder ba gnägten sich, inb Hwei der Kinder loren anscheinend versanken. 2er Ü beobachtet, und j die Ertrinkenden beiden Kinder ton werden. 2as ach Dinges (wohn! erst nach etwa ze inzwischen herbe wit Hilfe ihr« bungsoersuche, an ?,er Merzte beteil 005 bedauernswe ru!en- waren leid. 0=7, .^geskat Schöffen SS Lb UmlaJ W in &”«n Sn' BewZL? ihr 1» l“""* 3» 11 ÄS« durch un^mger flögen f erfäni fe^erö öe"-"ur Sen Hm ?ei'»Tu lautet» ' D°n 6 Ti) ’ÄÄ t Aus der Provinzialhauptstadt a n. Em Kmd in der Lahn ertrunken. stiiügten sich, indem sie sich an ein Boot hingen. unter Wasser, ocr- ung infolge der großen beantragte eine [träfe von 6 Sas Feuer ist Wahlschein« lenen anscheinend den Grund unter den Füßen und ... <---c.~j versanken. Der Vorfall wurde von der Brücke aus beobachtet, und sofort wurde der Versuch gemacht, ■: di e Ertrinkenden an das Land zu bringen. Eines der : beiden Kinder konnte auch rasch gefunden und gerettet w erben. Das achtjährige Töchterchen des Arbeite-.s lchen Verhältnisse in Deutschland hatte sich die Litwe K. K. aus Allen-Buseck eingemischt und dabei Gefängnis ergab. Das Gericht verurteilte den Angeklagten dem Strafantrag entsprechend. Gestern gegen 15 Uhr forderte die Lahn ein Opfer. Einige Kinder badeten unweit der Brücke und ver° 2 i n g e s (wohnhaft in der Kaiserallee) konnte jedoch fr ft nach etwa zehn Minuten geborgen werden. Die in-jwischcn herbeigerufene Sanitätskolonne machte Schöffengericht Gießen Lor dem Gießener Schöffengericht stand gestern zunächst der Hausierer I. H. aus Lauter bei Grün- ( Vornotizen. — Tageskalender für Donnerstag. Liihtspielhaus (Bahnhofstraße): „Kind, ich freu’ mich awf dein Kommen". Sonderzüge zur Funkausstellung in Berlin. Frankfurt a. M., 5. Aug. (WSN.) Die L zusätzliche Gefängnis- Monaten, so daß sich eine Gesamt st rase von 1 Jahr 8 Monaten W Glas von seltsamen Legens A n den Lesen öa erzeugt werde, ein Seu«' leit Opfer dargebrM ■ > unter bestwmM t tvrfertig wurden, soll 53s® rtftUgs ton ge Arbeitern. ■ 'ie ^Tbcrn Glas« altung lag 6ie ^b IL tttftfälifdjen Dorf. n bei Marburg CJBeftf.) es Landwirts Hille- , das sich aus bw U- ^^t'chleiten in Listabon ^neral Saldo der W mpfang beim Präsidenten n Balbo. Lissabon wurde Venera, Iramm Wolsgang von Zum überwältigenden Er. Vollendung des bedeutend- noerls in aufrichtiger Sc- ckwunsche." brrg, verschiedentlich vorbestraft, wegen schwerer llrkundenfälschung, Betrugs, Nötigung und Körperverletzung vor dem Richter. Er wollte am 31. März in Bettenhausen Handtücher, Taschentücher usw. rertaufen, machte aber schlechte Geschäfte und wies -«hei, um Mitleid zu erregen, einen Ausweis vor, 'er den Stempel der Bürgermeisterei Gonterskir- ch-n trug. Der Ausweis, in dem der Inhaber als io abstumm und als Vater dreier Kinder, also als hi Ifsbebürftig bargestellt war, war gefälscht; er hatte ihn von einem unbekannten Hänbler erhalten ;unb ihn benützt in der Hoffnung, dadurch besseren Ilinsatz zu erzielen. In zwei vor Gericht anhängi- !pei Fällen hatte er den Ausweis vorgezeigt. Es w-cr ihm daraufhin in einem Falle auch etwas ab- getauft worden. Allerdings erschien ihm das, was fh n die Zeugin, Frau P., abgekauft hatte, zu wenig und in feinem Unmut hatte er der Frau, wie die ZAweisaufnahme zeigte, einen Schlag gegeben, daß ;;i2 taumelte. In einem anderen Haufe, in dem er jcei Frauen antraf, trat er sehr frech auf, wies ui) hier den gefälschten Schein vor, er hatte dies- i««. j?lu8ä<»Se au“f0T"“S! r ^le9Enben »i Wda esond. F-j v. n bim ^'ü-k-fall ALT-, es bei fr«*.1Start tojys ’J am WÄ 'S Be. xSL Ä'iiurs Medersehensfeier des Lehrerjahrganges^883. /X Friedberg, 8. Aug. Heute feierten hier die Lehrer des Volks staats Hessen, die vor 50 Jahren das hiesige Lehrer-Seminar verlassen hatten, das goldene Jubiläum ihrer Entlassungsprüfung und des Eintritts in das Lehramt. Don 42 Abiturienten aus 1883 waren noch 22 am Leben. Hiervon hatten sich 21 zur Feier eingesunken. Dur einer konnte wegen Krankheit nicht erscheinen. Er sandte und erhielt herzlichen Kartengruh. Sämtliche Teilnehmer stehen im 70. Lebensjahre, oder wenige Jahre darüber. Don ihren einstigen Seminarleh- rern ist nur noch der hier wohnende Schulrat i. R. H. Süß am Leben. Eine Abordnung überbrachte ihm die herzlichsten Grüße und besten Wünsche der Dersammlung. Außerordentlich erfreut über diese Aufmerksamkeit erinnerte sich der alte Herr noch trotz feiner 83 Jahre der meisten Damen seiner Schüler vor 50_ Jahren und gab neue Beweise seines guten Gedächtnisses. Mittlerweile hatten sich alle Teilnehmer auch aus oen südlichen Teilen Hessens eingefunben. Lehrer i. D. D e u n i n g von hier begrüßte in herzlichen Worten die Klassenbrüder und widmete den verstorbenen 20 Freunden einen tiefempfundenen Dachruf. dem die Anwesenden durch Erheben von den Sitzen zustimmten. Dach gemeinschaftlichem Mittagessen fand ein Rundgang durch die Stadt und ein Besuch des Seminars statt. Gegenseitiger Austausch von persönlichen Erinnerungen und in den langen 50 Jahren gemachten Lebenserfahrungen ließen wenige Stunden des gemütlichen Zusammenseins rasch verstreichen. Dor dem Auseinanbergehen wurde beschlossen, von nun an noch jedes Jahr einmal eine Zusammenkunft abwechselnd in jeder Provinz der engeren Heimat abzuhalten, zu der jeder — so lange es ihm gesundheitlich noch möglich ist — sich bestimmt einzufinden versprach. ziemlich vernehmlich, jebenfaUs so, baß cs auf ber anberen Straßenseite zu hören war, sich beleibigenb gegen ben Herrn Reichskanzler geäußert. In An» betracht ber schweren Beleidigung beantragte ber Staatsanwalt auf Grund des § 3 ber Verordnung zur Abwehr heimtückischer Angriffe gegen die Regierung der nationalen Erhebung eine Gefängnisstrafe von 5 Monaten. Das Gericht verurteilte die Angeklagte zu einer Gefängnisstrafe von 4 Monaten und zur Tragung ber Kosten. Der vielfach vorbestrafte W. H. aus Gießen, aus ber Zellenstrafanftalt Butzbach vorgeführt, hatte sich wegen Betrugs im Rückfalle in brei Fällen zu verantworten. Der Angeklagte, ber wegen gleicher Der« gehen schon zu 1 Jahr unb 2 Monaten Gefängnis zu Beginn b. I. verurteilt worben war, hatte eine Milchhänblerin in Großen-Bufeck dadurch geschädigt, daß er ihr versprach, einen größeren Geldbetrag für sie einzutreiben. Er ließ sich dafür — angeblich ufn entstehende Unkosten zu bestreiten — im voraus Geld geben. Auch für einen anderen Zweck lieh er sich von ber gutgläubigen Frau Gelb, ohne es wieber zurückzuzahlen. Der Betrogenen ent- ftanb ein Verlust von etwa 38 Mark. In zwei Galt» wirtschaften hatte sich ber Angeklagte Zechprellereien zuschulben kommen lassen. Der Staatsanwalt htetcc und bestimmt die Reihenfolge, in ber die Stellvertreter in das Ehrengericht oder den Eh- rLngerichtshof bei Berhinderung von Mitgliedern eintreten. Die Amtszeit der neu gebildeten Aerztekammer und der neugebildeten ärztlichen Ghrengerichte, einschließlich des Ehrengerichtshofs dauert bis zum 31. März 1937. Der Staatssekretär kann wahrend dieser Zeit Mitglieder, Ersatz- raanner und Stellvertreter abberufen und durchandereersehen, das letztere gilt auch im Falle sonstigen Ausscheidens. / Vas Los zu einer Mark. Ls liegt in Deiner eig nen Kraft Daß sie dem Bruber Arbeit schafft! Mit einem Coe — zu einer Mark Machst Du eines Jelernben Arm wieder stark! Bericht der 0 aatspolizeistelle Gießen Die anläßlich ber Verteilung von kommunistischen Flugblättern im Kreis Friebbera, in Gießen unb anderen Orten festgenommenen Kommunisten wurden am Dienstag mittels Sammeltransportes, der in Friedberg zusammengestellt wurde, in bas Konzentrationslager Osthofen über- geführt. Bei ben Durchsuchungen burch Beamte ber Politischen Polizei unter Zuziehung des Sonder- lommanbos ber Staatspottzeistelle Gießen wurde -ei einem Kommunisten in 0 l a u b e r g auch ille- lales kommunistisches Schriftenmaterial neueren Datums oorgefunöen. Der Inhalt ist hochverräle- 'sich. Auf Grund des Vorgefundenen Materials wurden zwei weitere Kommunisten feftgenommen und iach Gießen transportiert. Die Untersuchung ist lom im Gange. uin Wirt aus Gießen wurde festgenommen wegen Verbreitung unwahrer Nachrichten über die rationalen Verbände. Die Staatsanwaltschaft beantragte Haftbefehl, der auch vom Richter erlassen wurde. Wegen des gleichen Vergehens wurde gestern erneut ein Invalide aus Gießen feftgenom- men, der jedenfalls auch unter Haftbefehl gestellt wirb. Wegen eines Vorkommnisses in Mittelseemen mürbe gestern bas Svnberkvmmanbo ber Staats- Itolijeiftelle Gießen eingesetzt, lieber bas Ergebnis Cann noch nicht näher berichtet werben, ba die Er- mittlungen noch nicht abgeschlossen sinb. i Auslösung und Neubildung / der Hessischen Aerziekammer. Hebet die Auslösung und Deubildung der Hessischen Aerziekammer wurde ein Gesetz erlassen, das s olgendes bestimmt: Die Amtszeit der Mitglieder der Aer^tekammer und der Ersatzmänner wird hiermit für beendet erklärt. Der Staats- s«kretär ernennt die nach der Aerzteverordnung wählenden Mitglieder der Aerztekarnmer und ichre Ersatzmänner. Er kann die Zahl der Mitglieder der Kammer auf 12 beschränken. Der Staatssekretär ernennt auch die Mitglieder taes Borstandes der Aerztekammer. Er kann den Vorsitzenden ermächtigen, die übrigen Mitglieder Vorstandes im Benehmen mit der Aerzte- k«unmer zu bestellen. Die Amtszeit der Mitglieder der ärztlichen Ehrengerichte und des Ehren» Lrrichtshvfs und ihrer Stellvertreter wird hiermit Isir beendet erklärt. Der Staatssekretär ernennt b-ie neuen Mitglieder, Vorsitzenden und Stellver- des st eile Hessen-Nassau für Volksaufklärung unb Propaganba gibt folgen- bes bekannt: Um zahlreichen Volksgenossen ben Besuch ber bies- jährigen Berliner Funkausstellung (18.—28. August) zu ermöglichen, sollen von Frankfurt a. M. zwei Sonberzüge nach Berlin unb zurück fahren, unb zwar ber 1. Sonberzug von Donnerstag, 17. August bis einschließlich Montag, 21. August unb ber 2. Sonberzug von Donnerstag, 24. August bis einschließlich Montag, 28. August. Für beide Sonber- züae bestehen zwei Benutzungsmoglichkeiten: 1. Zum Preise von 48 Mark für Hin- unb Rück- fahrt einschließlich Uebernachtungs- und Verpsle- gungskosten. Der Preis von 48 Mark schließt folgende Leistungen ein: Eisenbahnfahrt 3. Klaffe Schnellzug hin und zurück, Rundfahrt in Berlin, Fahrt nach der Funkausstellung, zwei Uebernach- tungen in bürgerlichen Hotels und Pensionen, 3 Frühstücke, 2 Mittagessen, 2 Abendessen, Bedie- nungsgelber. 2. Zum Preise von 21,60 Mark für Hin- unb Rück- fahrt ohne Uebernachtungs- unb Verpflegung-- kosten, Die Benutzer ber Teilnehmerkarte zu 21,60 Mark haben für Uebernachtung unb Verpflegung selbst zu sorgen. Iahrtübersicht für beide Reifen. Donnerstag: Abfahrt Frankfurt a. Main (Hauptbahnhof) gegen 23 Uhr. Freitag: Ankunft in Berlin vormittags. Gemeinsames Frühstück in den Hotels, in welchen die Sonderzugteilnehmer untergebracht find. Nachmittags: Rundfahrt mit Gefellfchaftsautornobilen durch Berlin. Samstag: Nach dem Frühstück Autobusfahrt zur Funkausstellung. Eingehende Besichtigung der Funkausstellung mit sachgemäßer Führung. Gemein- fames Mittagessen auf dem Ausstellungsgelände. Anschließend Fortsetzung der Besichtigung. Rückfahrt mit dem Autobus zum Hotel. Abendessen im Hotel. Der Abend steht zur freien Verfügung. Sonntag: Frühstück im Hotel. Wir empfehlen einen Tagesausflug nach Potsdam. Am Abend Rückfahrt nach Frankfurt a. M. Montag: Vormittags Ankunft in Frankfurt a. Main. Anschlußzüge aus allen Städten des Sendebezirkes Frankfurt a. M. sind aus den Fahrplänen und an den Bahnhofsschaltern zu erfahren. Anmeldungen werden sofort entgegengenommen bei allen Funkwarten, Kreisleitungen der NSDAP., Zweigstellen der Hapag, bei dem Süd- westdeutschen Rundfunk und beim Reichsverband Deutscher Rundfunkteilnehmer, Bleichstraße 36. Anmeldeschluß für den 1. Sonderzug: Montag, 14. August, 18 Uhr: für ben 2. Sonberzug: Montag, 21. August, 18 Uhr. Genaue An- unb Ab- sahrtszeiten werden durch die Presse und im Rundfunk in der 2. Augustwoche mehrmals bekannt gegeben. Wir bitten darauf zu achten. ntftanften. |,S3,: Ernst Blumlchein. hnie. Bevor noch die tbutg.unb die Freilvil« enad)batten Ortschaften )ie Hose in Hellen Flam« i) das in der Nähr bc« n Flammen Aiim Opfer, einschließlich der Wahn« ßiiügten sich, indem sie sich an Durften zerstört. Der Iwei ber Äinber gerieten babei |0 ren anscheinenb den Grunb un ■ÜktaWW# lettÄte»™«*” ,.....—---------------- »fern Gewerbe Yekaführers Urigti in Petersburg, bic ben Bolschewisten bie Augen öffnete. Durch Verrat würben auch bie Umtriebe bes „ftameraben Relinsky" offenbar. Reilly wurde in ber britischen Botschaft in Petersburg vermutet, die Tscheka kümmerte sich nicht um (frterrito- rialität, sondern drang mit Gewalt in bas Gebäude ein, was einer Anzahl Bolschewisten bas Leben kostete, denn ber Marineattachs (Jromic trat ber Horde mit bem Revolver entgegen, wobei ihn selbst ber Tod ereilte — Reilly befand sich allerdings in Petersburg, war jedoch rechtzeitig gewarnt worden und gelangte unbehelligt nach Moskau zurück, wo er sich, obwohl fein Name in aller Munde war, ein Preis auf feinen Kopf gesetzt unb er, wie schon erwähnt, in contumaciam zum Tobe verurteilt war, verborgen halten konnte, bis es ihm glückte, Petersburg wieber zu erreichen unb von bort, gegen Bezahlung von 60 000 Rubeln, auf einem holländischen Motorboot nach Reval zu entfliehen, bas damals eine deutsche Marinebasis bildete. Frau Reilly berichtet, sie habe im Dezember 1922 in dem Ber» liner Hotel einen früheren deutschen Marineoffizier kennen gelernt, ber erzählte, Reilly wäre in der Maske eine- reichen, vor ben Bolschewisten geflüch teten Russen nach Reval gekommen, ben man gastlich aufgenommen. Als er plötzlich verschwanb, wurde man stutzig unb erfuhr zu spät, daß ber „russische Flüchtling" identisch mit bem britischen Meisterjpion Sibneq Reilly wäre. Reilly, besten geheime Kennziffer „1 Efti" war, ist unzweifelhaft ein Opfer ber Bolschewisten geworden, obwohl manche behaupten, er werde „lebendig begraben" in unterirdischer Kerkerhaft gehalten. Seine tollkühnen Umtriebe in Rußland erscheinen fast märchenhaft, aber sie haben in ben Erinnerungen Lockhardts, Hills unb Dukes eine Bestätigung gefunden. Lockhardt bezeichnet ben ehemaligen Fähnrich, späteren „Höchstkommanbierenben" und Staatsan- wall Krilenko als einen epileptischen Degenerierten, als ben abftofjenbften aller Bolschewisten, Hiü pflichtet bei und schildert bie Ermorbung bes Generalissimus Dukhonin auf bem Bahnhof in Stawka, für bie Krilenko verantwortlich gewesen ist. Hill war Augenzeuge ber Bluttat und berichtet: „Der Perron war übersät von einem Mob bewaffneter Menschen, bie wie hungrige Wolfe brüllten unb schrien: „Wir verlangen Dukhonin!" Plötzlich erschien eine bärtige Person auf bem Trittbrett eines Wagens 1. Klasse: Krilenko. Die Menge brüllte ihn nieder, worauf er in den Wagen zurückschlich. Dann erschien ein anderer mit zwei großen silberbefransten Epauletten auf bem Trittbrett. Mit dem Rufe: „Sie gehören Dukhonin!", schleuderte er sie in die Menge. Sie wurden im Nu zerfetzt, aber das Ge- brüll: „Wir wollen Dukhonin .. .wir wollen Dukhonin ... wir wollen Dukhonin!" hielt an. Der Mann, der bie Epauletten gebracht hatte, verschwand einen Augenblick und erschien wieder — mit Dukhonin. Dieser stand einige Sekunden regungslos auf dem Trittbrett, plötzlich fiel er, von rückwärts gestoßen, vornüber, wurde von unzähligen Händen ergriffen, in die Mitte ber Menge gezogen, hoch in bie Luft geschleubert, von Kugeln durchbohrt, und der Körper mit Bajonetten aufgefangen. Man lachte, und einer rief: „Jetzt ist er tot!" Der sadistischen Lust des Pöbels war Genüge getan. Als bic Menge sich verlaufen hatte, blieb nur bie verstümmelte Leiche des Höchstkommanbierenben zurück, bie von einem Sta» tionskehrer nach einem Schuppen geschleift würbe." Hill erzählt noch, daß er unb sein Kamera!» Boy le, Krilenko aufgefucht, ihm bie Verantwortung für bie Morbtat zugeschoben unb erklärt hätten: „Wenn Sie nur einen Funken menschlichen Gefühls in sich haben, lassen Sie bie Leiche ber Witwe bes Generals ausliefern." Krilenko fei puterrot geworben unb habe es versprochen. Aus Rache für bas Attentat auf Lenin (durch Dora Kaplan) nahm, nach Hill, die Tscheka in Moskau 500 der prominentesten Persönlichkeiten des alten Regimes fest und ließ sie hinrichten, und die gleiche Zahl von Petersburger Bürgern wurde als Vergeltung für die Ermordung Uritzkis erschossen. Am nächsten Tage wurde die Liste der Hingerichteten veröffentlicht: „Ich habe noch nie so etwas Ent- fetzliches gelesen. Die Ermordeten waren unschuldig und umfaßten alle Stände.. Die Tscheka gab eine andere Liste von 750 festgenommenen Geiseln bekannt, die bei der geringsten Gewalttat der Opponenten hingerichtet würden," berichtet Hill. S.Jl.-'fport Weitere schöne Rhön-Erfolge Der gestrige ereignisreiche Tag, an dem durch 63 Start» die Zahl der bisherigen Wettbewerbsflüge auf 103 gestellt und durch zahlreiche Dauerflüge von 3 bis 8 Stunden eine Gesamttagesflugzeit von über 110 Stunden erzielt wurde, brachte erneut den Beweis, daß heute größere Lei- Lungen ohne weiteres guter Durch- , ch n i t t sind. Der Nachwuchs hat weiterhin gelernt, seine theoretischen Erfahrungen in der Praxis mit Erfolg zu verwerten. Die gestrigen Tagesprämien für die höchste Höhe fielen an Vandieken-Hamborn und Utech- Darmstadt, während die für die größte Strecke von Steinig und Peter Riedel gewonnen wurden. Für den 4. Wettbewerbstag, den Mittwoch, der mit insgesamt 120 Wettbewerbsflügen abschloß, hatte die Sportleitung wiederum Tagespreise für die höchste Höhe und die größte Strecke ausgeschrieben, um die aber wegen des allzu schwachen Windes nicht gestartet werden konnte. Der Darmstädter Fischer auf „Windspiel" und der erst'22jährige Heinrich D i t t m a r auf „Kondor" versuchten deshalb, den Fernzielflugpreis der diesjährigen Ausschreibung in Höhe von 3000 Mark für die lieber« sliegung der 19 Sm. südlich der Wasserkuppe gelegenen Kissinger Hütte und Rückkehr zur Startstelle zu erlangen. Bei Fischer langte leider die Höhe nicht mehr zum Rückflug aus. Wesentlich mehr Glück hatte D i t t m a r, der seinen ausgezeichneten „Kondor" kurze Zeit danach an den Start brachte. Er konnte trotz schwachen Windes im Thermikflug auf große Höhe kommen und flog dann in westlicher Richtung davon. In großer Entfernung von der Startstelle flog er den südlich vorgelagerten Schwarzen Bergen entlang, immer wieder durch längeres Kurven an Aufwind spendenden Stellen seine Höhe vergrößernd und erreichte so schließlich die Kissinger Hütte. Der Rückflug gestaltete sich infolge des großen, zwischen der vorgelagerten Kette und der Wasscr- tuppe gelegenen Tales erheblich schwieriger. Ditt- mar schaffte es glänzend. Immer wieder Wolken an- fliegend oder an kleinen Hängen segelnd, kehrte er nach dreistündigem Fluge zur Wasserkuppe zurück, die er in großer Höhe erreichte. Mit Turns und Steilspiralen ging er dann zur Landung über, die in Höhe der Startstelle neben der Fliegerschule erfolgte. Nach dem Barogramm hat Dittmar eine Maximalhöhe von etwa 1600 Meter über Start erreicht. Mit diesem Fluge hat der junge ausgezeichnete Segelflieger die Hälfte des ersten großen Preises der Ausschreibung der „14. Rhön" in Höhe von 1500 Mark sich erflogen. Die Stadt Erfurt hat zur Erinnerung an den im Jahre 1923 auf der Wasserkuppe abgestürzten Segelflieger Max S t a n d f u ß einen silbernen Pokal gestiftet, den Oberbürgermeister P i e ch i e r der Sportleitung überbrachte. 1900 - Frankfurt Oberrad 3:0. Das Spiel des gestrigen Abends brachte der Mannschaft der Spielvereinigung IfdO abermals einen Sieg. Allerdings wurde er diesmal schwerer errungen. Der Gegner war stärker als der des Sonntags, technisch fast etwas besser als die Leute der Spielvereinigung 1900 und außerdem härter in der gesamten Spielanlage. So standen sich kampfkräftige Mannschaften gegenüber, die sich einen rassigen Kampf lieferten von Anfang an. Die Angriffe wechselten stets von der einen zur anderen Seite. Franksurt-Oberrad konnte sich dabei eine kleine Feldüberlegenheit herausarbeiten, zu Erfolgen reichte es aber nicht. Vielmehr gab es bald nach Beginn das erste Tor für die Blauweißen. Ein Strafstoß, von Roth getreten, und von Bromm im Nachschuß verwandelt, brachte die Führung für die Hiesigen Es gab in der Folge einige gefährliche Situationen vor dem Tor der Spielvereinigung 1900, eher der Verteidigung und dem sicheren Eingreifen Schlarbs im Tor war es zu verdanken, daß den Gästen jeder Erfolg versagt blieb. Dann kam es infolge eines Mißverständnisses zwischen Zeiler und dem Schiedsrichter zu einer kurzen Auseinandersetzung, die mit der Herausstellung Zellers endete. Der Sturm war aber auch nicht müßig und brachte, unterstützt von der eifrigen Läuferreihe immer wieder Angriffe auch gegen das Tor der Gäste vor; der ausgezeichnete Tormann der Oberräder war aber nicht zu überwinden. Nach der Pause wurde der Kampf mit unverminderter Heftigkeit fortgesetzt. Das Spiel wurde härter. Die Gäste drangen auf den Ausgleich, der ihnen ober versagt bleiben sollte. Die 1900er kämpften mit großem Eifer. Der Gästetormann bekam verschiedene Gelegenheiten zu glänzenden Paraden. Bald darauf hatte Wilhelmi Gelegenheit, frei vor dem Tor, einen Schuß anzubringen, der den Torhüter nicht auf seinem Posten fand. Das Spiel nahm bedenklich an Härte zu und zwischen einem Gästespieler und einem 1900er kam es zu einem Zwischenfall, der mit der Herausstellung der beiden Spieler endete. Wilhelmi, der diesmal überraschend gut in Form war, brachte noch ein weiteres Tor auf sein Konto, indem er einen schönen Angriff durch entschlossenen Schuß aus ziemlicher Entfernung mit einem unhaltbaren Treffer beschloß. Kurz vor Schluß gab es noch einen Elfmeter für die Gießener, der von Schmelz gut getreten, aber vom Gästetormann noch besser gehalten wurde. Bei den Gästen gefiel besonders der Tormann. Die Verteidigung arbeitete aufopfernd. Die Läuferreihe war sehr gut, aber im Sturm konnte man sich vor dem Tor zu keiner entschlossenen Aktion aufraffen. Bei den Blauweihen verdiente die Mannschaft ein Gesamtlob. Beben dem Gästetormann war Lippert in der Verteidigung der beste Mann auf dem Platz. Heilmann sah man wieder in bekannt guter Form. Der Sturm arbeitete vorzüglich zusammen. Das an sich interessante Spiel litt sehr unter einer mäßigen Schiedsrichterleistung. Vicht zuletzt war es die Schuld des Schiedsrichters, daß es zu einigen Härten kam. Fußballklub 1926 Grohen-Buseck. Grohen-Buseck I — vfR. Buhbach Liga 4:2 (2:0). Der FC. 1926 Grohen-Buseck hatte für vergangenen Sonntag noch in letzter Minute die Liga des VfV. Butzbach zu einem Gesellschaftsspiel verpflichten können. Man wurde von den Gästen aus Butzbach nicht enttäuscht. Sehr gute Balltechnik und schönes Kopfspiel leiteten immer wieder gefährliche Angriffe ein, die jedoch von dem zu zaghaften Gästesturm nicht verwertet wurden. Allerdings hatten die Einheimischen auch eine Hintermannschaft im Feld stehen, an der nur schwer vorbeizukommen war. Lieberhaupt bot die einheimische Mannschaft mit den neu hin- zugekommenen Spielern eine gute Leistung. 3n der 1. Halbzeit konnte Grohen-Buseck durch einen Fehler der Gästehintermannschaft in Führung gehen. Kurz darauf konnte ein schöner Angriff des einheimischen Sturmes zum zweiten Tor verwertet werden. Butzbach konnte trotz verzweifelter Gegenangriffe zu keinem Gegentor kommen. Vach Halbzeit kamen die Einheimischen durch einen Elfmeterball zu einem dritten Tor. Eine Schwächeperiode der Einheimischen nutzten die Gäste aus und konnten durch schöne Angriffe ein Tor aufholen. Ein zweites entstand dadurch, dah der Tormann einen hochspringenden Ball gegen die Sonne nicht sehen konnte. Dann liehen die Leistungen beiderseitig stark nach. Die Einheimischen kamen aber noch zu einem 4. Tor. Handball im Bezirk Hessen der OT. Garbenleich I — Kirchgöns I 6:6 (2:2). Beide Mannschaften trafen sich am Sonntag in Garbenteich zu einem Gesellschafts-Rückspiel. Trotz der sehr heißen Witterung bekam man ein flottes und schönes Spiel zu sehen. Beide Mannschaften befleißigten sich einer sehr fairen Spielweise und waren sich ebenbürtig. Das Ergebnis entspricht dem Spielverlauf. Oie Oeu sehen Tennismeisterschaften. Am Dienstag wurden in Hamburg die Spiele im Herren- und Damen-Einzel bei den Deutschen Tennis-Meisterschaften stark gefördert. In beiden Konkurrenzen konnten bereits die „Letzten Acht" ermittelt werden. Bei den Herren qualifizierten sich: von Cramm (Titelverteidiger), Jtoh-Iapan, Roderich Menzel-Tschechoslowakei, Malecek-Tschechoslowakei, Satoh-Iapan, W. Menzel-Berlin, Nunoi-Japan und d'Ostiani-Italien. Bei den Damen erreichten Fräulein Payot-Schweiz (Titelverteidigerin), Frl. Weihe- Freiburg, Frau Schomburgk-Leipzig, Frau Stuck- Berlin, Frl. Adamoss-Frankreich, Frl. Dearman-England, Frl. Henrotin-Frankreich und Frl. Krahwinkel das Ziel. Die einzelnen Ergebnisse waren: Herren-Einzel: von Cramm — Stalios 5:7, 6:4, 6:3, 6:2; R. Menzel — Dr. Dessart 7:5, 6:4, 6:2; Malecek — Dr. Heitmann 6:3, 6:3, 6:1; Satoh — Iännecke 6:0, 6:3, 6:3; Itoh — Jacobsen 6:1, 2:6, 6:2, 7:5; W. Menzel — Puncec 6:3, 6:5, 7:5; Nunoi — Siba 2:6, 6:4, 2:6. 6:3, 6:4; d'Ostiani — Frenz 8:6, 7:9, 6:3, 6:3. Damen-Einzel: Stuck — Ullstein 6:2, 6:4, Payot — v. Ende 6:1, 6:1; Frl. Weihe — Trede 6:1, 6:1; Adamoff — Stammers 6:3, 6:1; Dearman — Conquerque 6:4, 6:4; Schomburgk — Pittman 3:6, 6:3, 6:4; Henrotin — Lyle 6:3, 3:6,'6:3; Krahwinkel — Dros-Canters 7:5, 6:3. Kurze Sporinotizen. Eine Führerbesprechung zwischen DT., DFB. und DSB. fand am Dienstag in Berlin statt. Besprochen wurde die Durchführung der Wettkämpfe in den gemeinsamen Uebungsgebieten. Das Ergebnis der Tagung wird in der kommenden Woche durch den Reichssportführer veröffentlicht. Bis dahin sind von den Vereinen keinerlei Meldungen abzugeben. * Aus Bremen kommt die traurige Nachricht, daß einer unserer besten Nachwuchsschwimmer, Luks W e f i n g , am Samstagnachmittag nach kurzer Krankheit ganz plötzlich gestorben ist. * Einen neuen Weltrekord in der wenig gebräuchlichen 3 X 800-Meter-Staffel für Frauen stellten die Damen des VfB. Breslau mit 7:37.4 Minuten auf. M i t 7 2:55 Punkten gewann in Budapest Ungarn den Leichtathletik-Länderkampf gegen Süddeutschland, obwohl die Süddeutschen in allen Wettbewerben das zeigten, was man von ihnen erwarten durfte 10 0 0 0 Zuschauer waren bei den Boxkämpfen in Köln anwesend. Gustav Eder verteidigte die Deutsche Welteraewichtsmeisterschaft erfolgreich, indem er Jup Besselmann in der Pause zur 6. Runde zur Aufgabe zwang. Mittelgewichtsmeister Hein Domgörgen erreichte gegen den Europameister Gustave Roth-Belgien ein sehr schönes Unentschieden. , Nach Punkten erfolgreich waren Schwergewichtsmeister Hein Müller über Limousin-Belgien und Humery-Frankreich über Dübbers-Köln. ♦ Hans Stuck, der bekannte deutsche Autorennfahrer, hat eine Einladung nach England erhalten, um an dem am 30. September stattfindenden Shelsley-Walsh-Bergrennen teilzunehmen. Hans Stuck Hot dieses nur über 1000 Dards gehende Rennen schon einmal im Jahre 1930 gewonnen. * Die Ruderer-Europa m ei st er schäften gehen vom 25. bis 27. August in Budapest in Szene. Bisher liegen Nennungen aus Italien, der Schweiz, Spanien, Griechenland und Rumänien vor. Wirtschaft. Oer Reichsbankstatus Anfang August. Berlin. 9. Aug. (WTB.) Vach dem A u s- weis der Veichsbanl vom 7. August hat sich in der verflossenen Woche die gesamte K a- p i t a l a n l a g e Der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 192,2 Mill. Mark auf 3473,5 Mill. Mk. verringert. 3m einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln und -Schecks um 110,0 Mill, auf 3060,9 Mill. Mark, die Bestände an Veichsschahwechseln um 3,3 Mill, auf 6,7 Mill. Mk., die Lombardbestände um 78,7 Mill, auf 85,9 Mill. Mk. und die Effektenbestände um 0,2 Mill, auf 320,0 Mill. Mk. abgenommen. An Veichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 125,5 Mill. Mk. in die Kassen der Reichsbank zurückgeflossen, und zwar hat sich der .Umlauf an Reichsbanknoten um 114,1 Mill, auf 3378,0 Mill. Mk., derjenige an Rentenbankscheinen um 11,4 Mill, auf 382,3 Mill. Mark verringert. Der Umlauf an Scheidemünzen nahm um 18,8 Mill, auf 1453,2 Mill. Mk. ab. Die Bestände der Reichsbant an Rentenbankscheinen haben sich dementsprechend auf 26,7 Mill. Mk., diejenigen an Scheidemünzen unter Berücksichtigung von 0,3 Mill. Mk. Veuausprägungen auf 223,9 Mill. Mk. erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 331,5 Mill. Mk. eine Abnahme um 80,9 Mill. Mk. Die Bestände anGold - und deckungsfähigen Devisen haben sich um 13,2 Mill, auf 335,8 Mill. Mk. erhöht. 3m einzelnen haben die Goldbestände um 15,5 Mill, auf 260,2 Mill. Mk. zugenommen und die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 2,0 Mill. Mk. auf 75,6 Mill. Mk. abgenommen. Die Deckung der Voten betrug am 7. August 9,9 Prozent gegen 9,2 Prozent am Ultimo 3uli d. 3. Oie ReichSunierstühung bei Maschineneinschränkung in der Zigarrenindustrie. Durch das Gesetz über die Einschränkung der Verwendung von Maschinen in der Z i g a r r e n i n d u st r i e ist der Reichsfinanzminister ermächtigt worden, bis zum Betrage von 2 Millionen Mark Unterstützungen an solche Betriebe zu gewähren, die Maschinen nicht mehr verwenden, oder solche Maschinen Herstellen. Wie das VDZ.-Büro meldet, sind jetzt Durchführungsbestimmungen für diese Unterstützung erlassen worden. Bezüglich der maschinenher st eilenden Betriebe wird angeordnet, daß Unterstützungen bis zum 5. September beim Hauptzollamt beantragt werden müssen. Die Unterstützungs- beträge werden vom Präsidenten des Landesfinanzamtes nach billigem Ermessen endgültig festgesetzt. In den besonderen Bestimmungen für die Betriebe, die Zigarren Herstellen, heißt es, daß Anträge nur berücksichtigt werden, wenn sich der Betriebsinhaber verpflichtet, späte ft ens vom 1. November ab Maschinen nicht mehr zu verwenden. Voraussetzung der Unterstützung ist ferner, daß der Betrieb glaubhaft macht, daß er in der Zeit vom 1. September 1933 bis 31. August 1934 infolge Ueberganges zur Handarbeit minde - stens 10 Prozent mehr Arbeitnehmer beschäftigen wird als im Rj. 1932. Die Unterstützung wird nur ausgezahlt, wenn der Betriebsinhaber sich bereit erklärt, die Maschinen dem Reich als Eigentum zu überlassen, oder wenn das Reich sie nicht erwirbt, sie dauernd unbrauchbar zu machen. Für die Betriebe, die Maschinen Herstellen, sind Berechnungsgrundlagen für die Unterstützung — die Kosten, die zur Entwickelung brauchbarer und absatzfähiger Maschinen aufgewendet worden sind. Eine Berücksichtigung der Kosten entfällt, wenn anzunehmen ist, daß durch die Ausnahme branchezugehöriger, nicht unter die Einschränkung des Gesetzes fallender Erzeugnisse ganz oder teilweise bezahlt machen werden. Die Unterstützung wird nur ausgezahlt, wenn der Betriebsinhaber sich bereit erklärt, unter Anrechnung auf sie die Maschinen seiner eigenen Erzeugung vom Reich wieder zu übernehmen, die das Reich von den Zigarrenfabriken eigentümlich erworben hat. * * Die Indexziffer der Großhandelspreise im Monatsdurchschnitt Juli. Im Monatsdurchschnitt Juli stellte sich die vom Statistischen Reichsamt berechnete Indexziffer der Großhandelspreise auf 93,9 (1913 = 100); sie ist gegenüber dem Vormonat (92,9) um 1,1 Prozent gestiegen. Die Indexziffern der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 86,6 (plus 1,8 Prozent), Kolonialwaren 77,3 (minus 0,9 Prozent), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 89,9 (plus 0,8 Prozent), industrielle Fertigwaren 113,0 (plus 0,8 Prozent), hiervon Produktionsmittel 114,0 (plus 0,1 Prozent), Konsumgüter 112,2 (plus 1,3 Prozent). *BelegschaftsvergrößerungbeiStol- berger Zink. Bei der AG. für Bergbau, Blei- und Zinkfabrikation zu Stolberg und in Westfalen, Aachen, konnte infolge einer leichten Erhöhung der Produktion die Belegschaft von 2650 Mann Ende Mai auf 2745 Köpfe vermehrt werden, nachdem von Januar bis Mai bereits 513 Mann neu eingestellt worden waren. Frankfurter Abendbörse freundlich. Frankfurt a. M., 9. Aug. Die festere Eröffnung Wallstreets vermochte an der heutigen Abendbörse keine Geschäftsbelebung hervorzurufen. 3ndessen blieb die freundliche Stimmung des Mittagsverkehrs erhalten. Orders lagen kaum vor. Auch die Kulisse verhielt sich reserviert. Soweit bei Eröffnung Kurse zustandekamen, lagen sie aus Basis des Berliner Schlusses gut behauptet. Auch der Rentenmarkt Ian sehr still und ohne besondere Veränderung. Stahlv:re.n-Bonds waren zu 60,38 Prozent knapp gehalten, späte Reichsschuldbuchforderungen und deutsche Anleihen waren zum Mittagsschluß unverändert. LI. a. notierten: Veubesih 11,20, Altbesitz 77,75, Schutzgebiete von 1908 bis 1911 6,88, dieselben von 1913 bis 1914 6,95, Reichsbank 151,50, Buderus 70,50, Gelsenkirchen 59,25, Mannesmann 60,75, Rheinstahl 88,75, Stahlverein 36,50, AEG. 20, Conti Gummi 157,50, Scheideanstalt 173,50, 3D.-Farben 131,63, Gesfürel 80, Metallgesellschaft 52,50, Siemens 153,88, Reichsbahn-VA. 99,50, Hapag 13,25, Norddeutscher Lloyd 13,75. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 9. Aug. Das Geschäft blieb auch an der heutigen Getreidebörse sehr eng und beschränkte sich nur auf kleinste Posten, zumal vom Mehlkonsum keine Anregung ausging. Das Angebot hat sich allgemein verstärkt, insbesondere für Weizen. Die Preisbildung war überwiegend etwas schwächer, auch Mehle bröckelten weiter ab. Weizen (neu) 190, Roggen (neu) 155 bis 156, Wintergerste (vierzeilig) 150 Brief, Sommergerste (Wetterauer) 177,50 bis 180, Hafer (alt) 149 bis 150, Weizenmehl (südd. Spez. 0 mit Austauschweizen) 28,75 bis 29,75, do. ohne Austauschweizen 27,75 bis 28,75, Roggenmehl (0- bis 60prozentige Ausmahlung) 23 bis 23,50, do. (südd. Spez. 0) 23,25, Weizenkleie 7,50 bis 7,60, Roggenkleie 8 Mk. — Tendenz: ruhig. Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben öle Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskonl 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Franksur u. 2)1. Berlin Gchluß- kurs Gchlußk. Abend- börse Schlußkurs Schlüße. Mittag- börse Datum 8-8 9.8. 8.8 9.8. 6% Deutsche ReichSanleihe v. 1927 6"„ ef)cm.7% Dt. Reichsanl. v. 1929 goung-Anlelhe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auelos.-Rechten ............. 83 99,5 78 11,3 81,5 84 66,5 70,13 81,5 81,25 83,75 85,65 84,5 84,75 86,1 0,85 4,35 4,3 4,3 7 5,25 5 83 99,25 84 77,75 11,2 81,25 84 70,4 81,5 81,5 84,5 85,13 83,75 84,25 86,13 0,85 4,5 4,3 7 5,25 5 83,25 99.25 83 78 11.25 75,25 81,25 70,5 86 0,9 4,5 4,5 5,25 5,1 83,13 99,25 83,75 77,9 11,2 75 81,25 70,75 83,9 84.5 86,25 4,5 4,5 4,4 5,25 — Tcefll. ohne Auelos.-Rechte...... 6% cf)cm.8% Hess. Bvlksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............ 6% Hess. Landesbank Darmstadt Kolo R. 12.................. 5*V'/o Hess. Landes-Hypothekenbank Darmstadt Liaui......... Lberhessen Provinz-Anlethe mit Auelos.-Rechten ............. Deutsche Komm. Sammelabl. An. leihe Serie 1 milAuslos.-Rechten 6?0 cb;m. 8% Franks. Hyp.-Bank Golbpfc. 15 unkundbar bis 1935 6% ehe in. 7% Franks. Hyp.-Banl Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936 5*/2% ehern. 4'/*% Franks. Hyp.- 5’/i% ehem. 4/i% Rheinische Hyp.-Bank-Liou.-Goldpfc..... 6% ehem. 8% Pr. Landespfand- briefanstalt, Psondbriese R. 19 6% ehem. 7% Pr. LandeSpfand- brlefanstalt, Pfandbriefe R. 10 Eteuerautsch. Verrechnungskurs.. 4% Oesterreichische Goldrcnte.... 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4'/;% dcsgl. von 1913.......... 5% abgcst. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bogdadbahn-Anleihe Serie I..................... Frankfurt a.M. Berlin Franksuri a. M. Berlin Echluß- kurS Schluß!. Abend- börse Gchluß- kurS Schlußk. Mitlog- börie Schluß- kurS Schlußk. Abend- börie Schluß- kurS Schlußk. Minag- börse Dalum 8.8. 9.8- 8.8. 9.8. Ootum 8.8. 9-8- 8.8 9.8. 4% desgl. Serie 11 ............. 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4'/r%Rumün.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .. 2%% Anatolier ............... Hamburg-Amerika-Pakct .....0 Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0 Hanso-Dampsschiff........... 0 Norddeutscher Lloyd ......... 0 A G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Commerz, und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und DiSconto- Gesellschaft................0 Dresdner Bank.............. 0 RcichSbank ................ 12 A.E.G....................... Bekula..................... 0 Elektr. LieferungSgelellschast.. ’ 6 Licht und Kraft ............. g Felten & Guilleaume ........ 0 Astllsch.s.Elektr.Unternehmung. 5 Rheinische Elektrizität ........6 Echuckert L Co...............5 Siemens S Halske............ 7 Lahmeyer L Co............. 10 Buderus ................... g Deutsche Erdöl .............. 4 Gelsenkirchener.............. 0 Harpener................... g Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. 0 Ille Bergbau ............... ß Flic Bergbau Genüsse........ 6 Klöcknerwerke ............... 0 Mannesmann-Röhren........ 0 5,15 3,8 3,4 24,6 13,25 14,13 85,75 49 53,5 45,25 151,5 20 109,4 84,25 95 46,25 80 87 99,75 153 124,5 69,75 110,25 59,5 93 148 54,25 60,5 5,15 3,9 7,55 3,55 24,5 13,25 13,75 43,5 85,75 48,5 53 45 151,5 20 109,25 86.5 96,25 46,9 80 87 100 153,9 125,25 70,5 110 59,25 92,5 145 102,75 54 60,75 5,25 4,05 7,25 3,5 24,25 13 22,25 14 43 86,5 49,25 53,25 45,25 151 20,13 109,65 85,5 47 79,75 99,5 153 124 69,75 111 60 12,75 61 105,5 54,5 61 5,13 8 3,6 24,5 13 20 13,75 43,25 86 48,75 53 45 151 20 109,25 85,75 96 46,5 79,5 99,65 154,5 70 110,13 59,25 91,5 61,5 144 103 54 61 ManSsclder Bergbau.........0 Kokswerke .................. 0 Phönix Bergbau.............0 Rheinische Braunkohlen ..... 10 Rheinstahl ..................0 Vereinigte Stahlwerke........0 Olavi Minen ...............0 Kaliwerke Aschersleben........ 5 Kaliwerke Westeregeln........ 5 Kaliwerke Salzdetfurth.....7% I. G. Farben-Industrie....... 7 Scheideanstalt............... 9 Goldschmidt ................0 RütgerSwerke ............... 0 Metollgesellschaft.............0 Philipp Holzmann...........0 Zementwerk Heidelberg ......0 Cementwerk Karlstadt.........0 Schultheis Patzenhofer .......0 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg................... 0 Zellstoff Waldhof ............0 Zellstoff Aschaffenburg .......0 Dessauer GaS ............... 7 Daimler Biotoren............ 0 Deutsche Linoleum........... 0 Orenstein & Koppel.......... 0 Leonhard lieh .............. 0 Cbade......................10 Accumulatoren-Fabrik........0 Conti-Gummt............... 0 Grihner....................0 Mainkroftwerkc Höchst a.M.... 4 Süddeutscher Zucker.........8 26,5 36,75 196,25 89 36,25 12 122,5 126,13 172 130,5 173,5 46,25 57,65 52 49 81 31,25 48,5 40 21 .'8,5 43 15,5 153,5 171 158 157,5 37 197 88,75 36,5 13 123,5 126 173,5 131,65 173,5 46,4 57,75 52,5 49,75 81,5 31,26 48,85 40 20,5 28,5 42,25 15,25 156 168,25 157,5 21,25 60,25 157,5 26 79,4 36,75 195,5 89 36,13 12,25 122,25 125,75 130,4 46,5 57,65 52 109 31 48,25 40 115,75 28,5 43,25 31,5 15,25 153 170 158,5 25,13 79,4 37 196 88,75 36,5 12,65 123,5 125,5 173,5 131,75 46 58 53 49,75 106 31 48 40 20,13 115,5 28,4 43 31,5 15 155,75 167,5 158 21,75 8.August 9.August Amtliche Geld Dotierung Brie Amtliche Geld Notierung Brle> Helsingfors.. 6,144 6,156 6.144 6,156 Wien....... 47,45 47,55 47,45 47,55 Prag....... 12,42 12,44 12,42 12,44 Budapest ... — — — Sofia...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Holland .... 169,83 170,17 169,68 170,02 LSlo....... 69,93 70,07 69,93 70,07 Kopenhagen. 62,14 62,26 62,14 62,26 Stockholm... 71,63 71,87 71,73 71,87 London ..... 13,90 13.94 13,905 13,945 Buenos Aires 0,928 0,932 0,928 0,932 Neuyork.... 3,112 3,118 3,097 3,103 Brüssel..... 58,64 58,76 58,59 58.71 Italien..... 22,09 22,13 22,08 22,12 Paris ...... 16,445 16,485 16,44 16,48 Schweiz .... 81,24 81.40 81,23 81,39 Spanien.... 34,96 35.04 35,11 35,19 Danzig..... 81,67 81.83 81,67 81,83 Japan ...... 0,839 0.841 0,839 0,841 Rio de Ian. . 0,244 0,246 0,244 0,246 Jugoslawien. Lissabon.... 5,195 5,205 5,195 5,205 12,67 12,69 Bantnoten 12.67 12,69 Berlin, 9.August Geld Brief - Amerikanische Noten........77^.. 3,05 3,07 Belgische Noten.................. 58,43 58,67 Dänische Noten ................. 61,88 62,12 Englische Noten ................. 13,865 13,925 Französische Noten............... 16,40 16,46 Holländische Noten............ 169,26 169,94 Italienische Noten................ Norwegische Noten .............. Deutsch Lcstcrreich, A 100 Schilling 21,96 69,76 22,04 70,04 Rumänische Noten............... _ - Schwedische Noten............... Schweizer Noten................. 71,56 81,05 71,84 81,37 Spanische Noten................. 34,98 35,12 Ungarische Noten................ ö-"""" Die 6tll°9tn' aaffl EL ot«<3'£0* *11*® Berlin,9 Marktlage Dne Zahl ten Arbeitsst 4 468 500 am beilsiosen lieo Höchststand t antritt des - zeichnen war unsichtbar Ei rückgegangen Die Gefan Arbeit get nach tatfäi Dieses erhc ist jedoch nid beitsmarktlich sind die Art des Arbeitsk Zahl der Ai rend sie bis! soweit sie eil stellt hatten ( dem Kreis dc besondere ins rige der nati Zahl Arbeite gekehrt, um | lungsausjichtc statistisch erfa höht worden Einen umfa hing in den ei Einwohner 6ej Jur Zeit d entfielen im 1000 tinmof) Die Abweichung! N \üt bie einy staäMch unb jei< bas Noblem be Am höchsten übi dicht benebelten Sachsen unb 111,0 gegen V 102,2 gegen 121 dem Reichsdur fallen nur not Februar auf 1 tragt die Anil Bayern unb ( (gegen 69,5) u dem Reichsdur Die Jortfrfji lostgkeil fin! . Zchmni be'tsmarkt sind Üblich zurückge rung wurden stutzungsenipfän Umrund 12 ( ^.gleichen Stic 39, xin beiden Unte Br lll'0)e Gr . Ach Merlin o ^reibtbi^b °i?:K »er v.'b hat 2lö0[W.er Ql Wellung KtSp^ljbt g ""«ri