Nr. 133 SeübauSgabe 183. Jahrgang Samstag, 10. Juni 1933 Lrlchelni täglld), autzo Sonntag» und Jeiertag» Beilagen: Die 3Huftnertr ©tefitner ^amihenblatter Heimat im BUd Die Scholl* Monair Bezugspreis: IRit 4 Beilagen NM 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr . . -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt §ernsprechanschlülle unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten Hnjeiger ©leben. Postscheckkonto: firanHurt am Main 11686. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Vrvd nnö verlas: vrLHI'sche UntverNtäir-vuÄ>> nnö Steinörucfcrei R. Lange in Gießen. Zchriftlettunq und SeschSstrstelle: Schnlitrahe 7. Annahme von Anzeigen für die lagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen oon 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re» hlameanjeigen oon 70 mm Breite 35 Rcichspfennig, Platzvorschnst 20“, mehr. Chefredakteur Dr. Friede. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.IHyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den An« zeigenteil ÜD.TH.Kümmel sämtlich in Biegen. Die französische Kammer für den Biermächtepakt. Vertrauensvotum für das Kabinett Daladier —Frankreich betont feine Freundschaft zu Polen und der Kleinen Entente. Ministerpräsident Daladier gab vor der Abstimmung eine Erklärung ab, in der es heißt: „Vor der Ratifizierung durch Kammer und Senat muß d i e Unterzeichnung des Viermächteabkommens erfolgen. Ich bin nicht willens, aus dieser Debatte mit einem verringerten Prestige hervorzugehen. Damit ich meine Aufgabe erfülle, muß ich das Vertrauen der Republikaner besitzen. Die Abstimmung Hai eindeutig zu fein. Wenn die Vertrauenstagesordnung angenommen ist, bedeutet das, daß die Politik der Regierung die Billigung der Kammer erhält. Wenn also die Regierung den geeigneten Augenblick für gekommen erachtet, ihre Unterschrift unter den Pakt zu setzen, muß sich die Kammer darüber klar fein, daß sie diese Geste heute abend e r • I a u b t." Paris, 9. Juni. (2H.) Ministerpräsident Daladier gab am Freilag in der Kammer im Rahmen der außenpolitischen Aussprache eine Erklärung ab über das Programm der französischen Regierung auf der Weltwirtschaftskon- ferenz und über die Gründe, die die französische Regierung zur Paraphierung des Vier- mächtepaktes veranlaßt haben. Daladier ging von der gegenwärtigen Wirtschaftslage aus, wies auf die Arbeitslosigkeit hin. die in der ganzen Welt herrsche und auf den wirtschaftlichen Kriegszustand. Drei Probleme träten in den Vordergrund und müßten zusammen gelöst werden Das Währungsproblem, das Problem der Organisierung der Arbeit und des Güteraustausches, und das Problem nationaler und internationaler großer öffentlicher Arbeiten. Daladier sprach sich für eine Reuverteilung des Goldes aus, lehnte aber jede künstliche Verteilung des Goldes ab. Ferner betonte er die Rotwendigkeit der Zusammenarbeit der Rotenbanken, der Stützung der Preise durch wirtschaftliche Zusammenarbeit, besonders auf dem Gebiet der Landwirtschaft. Anschließend gab er bekannt, daß Frankreich entschlossen fei. der vom internationalen Arbeitsamt vorgeschlagenen 40-Stunden- W o ch e beizutreten, vorausgesetzt, daß andere Staaten das gleiche taten. Zum Diermächtepatt übergehend betonte er, daß die Freiheit der Kammer in keiner Weise berührt worden sei, wohl aber habe die Regierung ihre Verantwortung durch die Paraphierung in die Waagschale geworfen. 3m einzelnen legte er die bereits bekannten Gründe Frankreichs für die Paraphierung der neuen Fassung des Viermächtepaktes dar, indem er erklärte, daß nun keine Rede mehr sei von einem Direktorium der vier Mächte, daß der Art. 3 keine rechtliche Grundlage für eine deutsche Aufrüstung liefere, da die Artikel 19, 10 und 16 der Völkerbundssatzung in den Vertrag auf genommen seien. Eine Zusammenarbeit zwischen der Kleinen Entente und Frankreich sei mehr als je nötig. Die gleiche Versicherung habe auch Polen erhalten. Frankreich bleibe seinen Freundschaften treu wie auch der Freundschaft mit Belgien. Man könne nicht daran denken, den Frieden von der Gleichheit der politischen Regime abhängig zu machen, weder die französische Monarchie, noch die französische Republik hätten eine solche Auffassung vertreten. Im Innern des Landes wolle Frankreich die Demokratie nicht gefährden lassen, aber es wolle f i ch nicht in die Angelegenheiten der anderen Völker ein mischen. Rur eine effektive Friedenspolitik komme in Frage. Schon 1920 habe er auf der Kammertribüne debattiert mit der Forderung nach Wiederaufnahme der roirtjdjaft- lichen und politischen Beziehungen zu Rußland Er habe die Mißverständnisse bedauert, die Frank- reich so lange von diesem großen Volke trennten wie er auch die Mißverständnisse beklage, die so lange d i e beiden großen lateinischen Ratio.nen getrennt hätten, deren loyale Verständigung nötig sei. (Lebhafter Beifall.) Er danke England für die Bemühungen zur Erleichterung des Viererabkommens. Mussolini habe mit Recht ausgeführt, daß über die Paktklauiel hinaus die gleiche Hoffnung in Italien und in Frankreich bestünde, die gemeinsamen Interessen beider Länder loyal zu regeln und die bestehenden Schwierigkeiten zu überwinden. Daladier schloß: Wenn die verant- wörtlichen Staatsmänner aller Länder d i e Gefahren betrachten, die gegenwärtig die Ordnung, das Gleichgewicht der Welt, ja der Zivilisation be drohen, wie könnten sie sich dann ihrer Pflicht entziehen, alles zu tun, um zwischen den Völkern den Gei st der Zusammenarbeit zu schaffen oder wiederherzustellen, ohne den es keine Rettung gibt! Der soziairepudlikanische Adgeordneie F o r - g e o t sch.otz sich Den Aus, Ehrungen des Minister- präsidenren namentlich über den Diermächtepatt an, betonte aber, daß ohne Lösung der Ab- rüstu„gs° und der Schuldens rage das Vertrauen nicht wiederkehren könne Der Abgeordnete 5 i a n D i n warf Daladier vor, daß er die Schuld enrc gelang mit Amerika nicht erwähnt habe,* obgleich der 3uni-Termin immer näher rüae D.e Kammer sprach Dann mit 406 gegen 185 Stimmen Der Regierung Das Vertrauen aus. Die Kleine Entente wird beruhigt. Tae französische (Garantieschreiben an die Tschcchoslowalci. Paris, 9. Juni (WTB.) Die Agentur Havas gibt, aus Prag Datiert, den Wortlaut des Schreibens wieder, das Außenminister Paul-Bon- c o u r an den tschechoslowakischen (9 e • sandten in Paris gerichtet hat. In diesem Schreiben wird auf den franzosisch-tschechoslowaki- schen Vertrag vom 25. Januar 1924 hingewiesen, der durch das Vierer -A bk om men in nichts beeinträchtigt würde. Im übrigen wird die tschechoslowakische Regierung auf Den end- gültigen Wortlaut von Artikel 2 Des Viermächteabkommens befonDers hingewiesen. Da Diese Bestimmung, so heißt es in Dem Schreiben u. a.. Die Die grunDsätzliche Prüfung Der Revision un D ihrer konkreten Anwendungs- fälle einschließt, zur Prüfung oon Vorschlägen über Die MethoDen unD Das Verfahren führen könnte. Die geeignet wären. Den Artikeln des Völkerbundspaktes ihre volle Wirksam k e i t z u geben, darunter Artikel 19, wunsckst die Regierung Der französischen Republik, Die Grundsätze z u präzisieren. Die für sie betreffs Artikel 19 maßgebend fein werden. Zunächst kann es sich nicht darum handeln, irgendeine Revisionsfrage außerhalb der von Artikel 19 des Völkerbundspaktes f e ft- gelegte n R egeIn aufzuwerfen. Wenn eine oder mehrere Mächte in dem Wunsche, eine durch die Verträge geregelte Frage aufzuwerfen beabsichtigen sollten, die Völkerbundsverfammlung um Beratung hierüber auf der Grundlage dieses Artikels 19 zu ersuchen, so werde die Regierung der Französischen Republik vor der Prüfung Der Prozedur keinen Vorschlag annehmen, der darauf zielen würde. Die Bedingungen zu ändern, unter denen nach dem Wortlaut des Völkerbundspaktes die Völkerbundsverfammlung gültigerweise die Mit- glieber Des VölkerbunDes aufforDern kann, eine Neuprüfung Der unanroenDbar geworbenen Verträge ober internationalen Situationen, beren Beibehaltung ben Weltfrieben gefährben könnte, vorzunehmen. Die Einstimmigkeit ber anwefen- D/ n Mitglieber, einschließlich Der Stimmen Der in Frage fommenDen Parteien, Die jetzt für AnwenDung Der allge- meinen GrunDsätze Des VölkerbunDspaktes notroen- Dig ist, wirD also weiterhin erforDerlid) sein, Damit Die Vollversammlung Die in Frage tommenDe Abstimmung vornehmen kann. Nervosität in Polen. Warschau fühlt sich bedrängt. Warschau, 9. Juni. (XU.) In einer amtlichen Erklärung zum Viererpakt bringt Der polnische Außenminister Beck zum AusDruck, baß sich ber oeröffentlidjte Text Des Paktes von Der ursprünglichen Fassung zwar wesentlich unterscheiDe, Daß aber die Geschichte Der VerhanDlungen sowie ein- jene Abschnitte Des Paktes einer gewissen Klarstellung bebürften. Vor allem sei festzustellen, Daß keine auf Grunb Dieses Paktes getroffene Bestim- mun, Die Die Interessen Polens unmittelbar ober mittelbar berühre von Polen als r e ch t s v e r b i n b 1 i ch aner- kann! werbe Praktisch bebeute bas Inkrafttreten Des Paktes Den Anfang einer Krise Der Organisation Des VölkerbunDes. Für Den Fall, Daß Der Völkerbunb nicht normal funktionieren sollte, roürDe sich Polen völlig freie f) a n D vorbehalten Unabhängig von Dieser amtlichen Erklärung nimmt Die polnische Presse heute ausführlich Stellung zur Paraphierung Des Viermächtepaktes unD verrät Dabei eine ungewöhnliche N e r v o s i- t ä t. Der nationalbemokratische „Kürjer War- szawski" sagt, DalaDier stehe in Der Revisionsfrage einer überroältigenben Mehrheit gegenüber. In Der Welt werDe nichts umsonst getan unD letzten Endes müßte auch Der Pakt irgendwie befahlt werden. Darin liege für Polen die große Gefahr. Das „ABC." meint, es bleibe jetzt nur übrig, das Bündnis mit Frankreich und der Kleinen Entente zu festigen und anderseits d i e Beziehungen nach dem Osten und Nordosten auf eine breitere Basis zu stellen, um mit Hilfe dieses Blocks allen Revisionsbestrebungen entgegenwirken zu können. Neue Zusammenstöße aus der Znternastonalen Arbeilstonserenz. Oie Arbeitergruppe hält an dem Ausschluß der deutschen und italienischen Delegierten fest. Genf, 9. 3uni. (£U.j Aus der internationalen Arbeitskonferenz kam es am Freitag in der geheimen Sitzung der Arbeitnehmergruppe zu t u - multartigen stürmischen Zusammenstößen zwischen den brutschen und italienischen Arbeitervcrtretern c neZeits und der gesamten übrigen rein sozialisieren Arbeitergruppe andererseits. Auf Vorschlag des Präsidiums der Arbeitergruppe wurden die deutschen und italienischen Vertreter von der Teilnahme auf allen großen, auf der Volkskonferenz eingesetzten Ausschüssen für die Regelung der Arbeitslosenversicherung, Herabsetzung der Arbeitszeit und aller anderen Fragen endgültig ausgeschlossen. Die Sitzung verlies wie die gestrige abermals sehr erregt, und es kam wiederum zu s ch a r s e n Zusammenstößen zwischen dem sranzösischen Sozialistenführer 3 o u h a u x und dem Vertreter der deutschen Arbeiter, dem Präsidenten des Preußischen Staatsrates, Dr. Ley. Ein Versuch von 3ouhaur, die deutsch-italienische Front zu spalten, scheiterte an der entschlossenen Haltung des italienischen Arbeiterdelegierten R a z z a, der sich heute wieder mit D r. Ley solidarisch erklärte. Dr. Ley wurde wahrend seiner Reden vielfach von den Vertretern der Zweiten 3n- öernalionale durch Zwischenrufe undBe- schimpsungen unterbrochen. Es hat aber allgemein großes Aussehen erregt, als nach der ersten Rede der Vizepräsident der größten amerikanischen Gewerkschaftsbewegung ostentativ auf Dr. Ley zuging und ihm die Hand drückte. Dr. Ley wandte sich gegen die gestrige Behauptung von 3ouhaux, Ley sei nur Staatskommissar zur Hebertoacbung der deutschen Ge- werkschasten. Er stellte fest, daß er Reichs- organisationsleiter der RSDAP- sei, die durch ihre Betriebszellen Einfluß aus die Gewerkschaften erlangt habe. Er berief sich dabei auf das Zeugnis der der deutschen Delegation angehörenden Vertreter der Freien Gewerkschasten Leufchner und Otte. 3m weiteren Verlauf seiner Ausführungen betonte er nochmals den Wunsch der deutschen Arbeiterdelegierten zur loyalen Zusammenarbeit. Er erklärte allerdings auch, daß die volle Verantwortung auf die anderen falle, wenn man die Deutschen von der Mitarbeit ausschliehe. Der italienische Arbeiterdelegierte schloß sich Dr. Ley an. 3n einer von Haß und Wut erfüllten Rede wandte sich der französische Delegierte 3 o u h a u x insbesondere gegen die deutschen Arbeitcrvertreter. Er bezeichnete Dr. Ley als seinen Feind, mit dem es nie eine Versöhnung geben könne. Er machte sich dann in seinen weiteren Ausführungen die Lügennachrichten über die deutschen Verhältnisse und Konzentrationslager zu eigen und sprach davon, daß Zehntausende von Arbeitern in den deutschen Gefängnissen schmachten müßten. Er kündigte sodann an, daß er von der Tribüne der Konferenz selbst öffentlich Protest gegen die deutschen Delegierten erheben werde. Unter tosendem Beifall seiner Gesinnungsgenossen schloß 3ouhaux mit den Worten: Rie wird der Tag kommen, an dem Sie (die deutschen Delegierten) und die Arbeitergruppe zusammenarbeiten können. Envigreuher proiestDr. Leys. Zulassung zu drei Ausschüssen. Dr. Ley, hat Darauf beim Aeltestenrat Der In tcrnationalcn Arbeitskonferenz amtlich Protest gegen Die oon Der Arbeitergruppe beschlossene Ausschließung Der Deutschen Arbeiteroerireter oon samt- liehen großen Ausschüssen Der Konferenz eingelegt unD beantragt, Daß Die Deutschen Arbeiteroertreter in gleicher Weise w i e auf Den früheren Konferenzen in allen Ausschüssen Sitz unD Stimme erhalten. Der Aeltestenrat behanDelte Dann in ftunDenlan- gen bewegten VerhanDlungen hinter geschlossenen Türen Die Anträge Dr. Leys unD Des italienischen Arbeiteroertreters Razza. Der Aeltestenrat beschloß schließlich mit 9 gegen 6 Stimmen, Den Deutschen Arbeiteroertreter z u Drei Der sechs Ausschüsse, nämlich für Die Arbeitslosenversicherung, Die entgeltliche Stellenvermittlung unD Die Hinterbliebenen-, Alters- unD InoaliDenoersicherung z u « 3 u l a f f e n. Dagegen wurDe Die Zulassung Dr. Ley.s 3 u Den anderen Ausschüssen fyr Die Geschäftsordnung unD Das Abkommen über Die Ruhezeiten in Der Glashutteninbustrie mit 6 gegen 3 Stimmen abgelehnt. Unentschieben ist noch, ob Der Deutsche Arbeitervertreter in Den sechsten Ausschuß für Das Arbeitszeitabkommen zugelasien roirb. Der Ausschluß Des deutschen unD italienischen Arbeiteroertreters vom Aeltestenrat bleibt weiter bestehen, lieber Den italienii'Aen Arbeiterantrag ist noch keine EntscheiDung getroffen. Eine Entschließung zur Weltwirtschastskonferenz. Genf, 9. Juni. (WTB.) Die Internationale Ar- beitskonserenz hat heute eine an Die Weltwirtschasts- konferenz in LonDon gerichtete Entschließung angenommen, in Der für Die Weltwirtschastskonferenz folgenDe Ziele ausgestellt roerben: 1. Wiederherstellung ftabiler Währungsverhältnisse; 2. Maßnahmen zur künftigen Verhütung oerberb- sicher Schwankungen Des Preisniveaus; 3. Aufhebung Der BeschränkungdesWelt- hanDels; 4. Steigerung Der Kaufkraft der Bevölkerung; 5. Wiedereinfchaltung Der bradjliegcnben Kapitalien in Den GelDumlauf Durch ucr- jchieDene Maßnahmen, u. a. Durch sofortige Inangriffnahme größerer öffentlicher Arbeiten, Zusammenarbeit Der kapitalreichen LänDer mit Den kapitalarmen Län- Dem unD Zusammenfassung aller Dieser Maßnahmen in internationalem Rahmen. 3n der Debatte über diese Entschließung gab Ministerialdirektor Engel im Rainen der deutschen Regierung die Erllärung ab, die deutsche Regierung würde es begrüßen, wenn die Welt- wirtschaftslonserenz in ihren Arbeiten dazu beitragen würde, die großen Arbeiten des internationalen Arbeitswesens zu fördern. Die deutsche Regierung hat dafür um so größeres Interesse, als sie selbst gerade auf diesem Gebiet bereits eine große Anzahl von Maßnahmen getroffen hat. Auch weiterhin betrachtet es die deutsche Regierung als ihre Aufgabe, für den Schutz der Arbeit und für den sozialen Fortschritt zu arbeiten. Sie erkennt in Der menschlichen Arbeitskraft das höchste Gut der Wirtschaft f e I b ft an und mißt ihr schon aus diesem Grunde besonderen Schuh zu. Die Entwicklung Der Arbeit steht im engen Zusammenhang mit Den Fragen der Weltwirtschaft. Die in der Entschließung erbetene Mitarbeit Der Wellwirt- schastskonferenz ist Daher auch im nationalen Interesse zu begrüßen. Erfolgreiche Bekämpfung Der Arbeitslosigkeit. (künftige Auswirkungen des Gesetzes zur Verminderung der Arbeitslosigkeit. Berlin, 9. Juni. (CNB.) Das Gesetz zur Verminderung Der Arbeitslosigkeit, Das am 1 Juni ü 3. erlassen worDen ist, hat sich, wie wir von unterrichteter Seite erfahren, bereits außerorDentlich günftig ausgewirkt, unD es wirD Damit gerechnet, Daß Durch Die Auswirkung Des Gesetzes binnen Jahresfrist r u n D 1 250 000 A r - beitslofe in Den Produktionsprozeß zurückgeführt sein roerDen. Auch Das Institut für Konjunkturforschung sagt in seinem soeben erschienenen Wochenbericht ein günstiges Ergebnis voraus, wenn alle Kräfte Des Deutschen Volkes sich zu einheitlichem Denken unD Handeln in Der von Der Reichsregierung angegebenen Richtung zusam- menjinDen. Uebrigens roerDen im Laufe Des Jahres 1933 weitere Gesetze zur VerminDerung Der Arbeitslosigkeit folgen. Keine Ein griffe m DieWirischaft Ein Antwortschreiben Tr. v. sticntelns an den preußischen Ministerpräsidenten. Benin, 9.3uni. (Xil.) Der preußische Ministerpräsident Göring und der preußische Minister für Wirtschaft unD Arbeit, Dr Hugen - berg, hatten bekanntlich kürzlich an den Vorsitzenden des Kampfbundes des gewerblichen Mittelstandes Dr v. Rentei n ein Schreiben gerichtet, in dem gegen Eingriffe des Kampsbundcs des Gewerblichen Mittelstandes in das Wirtschaftsleben Stellung genommen wurde. Runmehr hat Dr. v. R c n - fein an Ministerpräsident Göring und Minister Hugenberg ein längeres Antwortschreiben gerichtet Darin bittet er insbesondere, ihm die vorkemmenden Klagesälle mitzuteilen, damit er unverzüglich dasRötige veranlassen könne. Dr. Renteln weist daraufhin, daß er bereits seit vielen Wochen Eingriffe in Wirtschaftsorganisationen verboten habe. Ihm sei kein Fall eines Eingreifens des Karnpfbundes des gewerblichen Mittelstandes Derart, wie sie in Dem Schreiben Der Minister bezeichnet worben sei, zur Kenntnis gelangt. Insbesondre sei ihm kein Fall eines (Eingriffs Des ÄampfbunDes Des gewerblichen Mittel- ftanDs jener Art bekannt geworben, auf bie im Schreiben an ihn befonbers hingewiesen wirb unb als beren Folge Inbustrie - unb HanbeIs- lummem in ihrer Zusammensetzung wichtige Wirtschaftszweige vermißen ließen, mit einer einzigen Ausnahme, bie bereits längere Zeit zurückliegt unb bei ber sofort entsprechend durchgegriffen sei. Alle Gleichschaltungsaktionen in diesen Kammern feien auf Veranlassung oder mit dem Einverständnis ber zustänbigen Behörden bzw. Dienststellen erfolgt Eine selbstverständliche Pflicht des Kampfbunds fei es Dagegen, überall mit Vorschlägen für bie Einzelhanbelsausschüfse zu bienen unb bafür Sorge zu tragen, baß dem mittelstänbleri'chen Handel mehr Geltung verschafft roirb als bisher, ido bie Vertretung in Den Kammern oft völlig unzureichend war. Keineswegs bestehe aber die Absicht, die Industrie- und Handelskammern zu Mittelstands- Vertretungen zu machen. Dagegen hätten sich mancherorts wilde ' Kampfbünde gebildet, die mit dem Kampfbund des gewerblichen Mittelstandes nichts zu t u n hätten. Von Maßnahmen solcher Kampsbünde Kenntnis zu erhalten, sei für ihn von großer Wichtigkeit, um auch in solchen Fällen e i n g r e i s e n zu können. Zum Schluß gibt Dr. Renteln der Hoffnung Ausdruck, daß seine Ausführungen dazu beitragen würden, die irrtümliche Auffassung zu beseitigen, als wenn der Kampfbund des gewerblichen Mittelstandes in seiner Tätigkeit irgendwie geeignet sei, die Wirtschaftsruhe zu stören. Im Gegenteil habe sich der Kampfbund des gewerblichen Mittelstandes große Verdienste bei der Umstellung im Bereiche der Wirtschaft und ihrer Organisationen erworben. Günstiger Fahresrechnungs- abschluß 1932 des Reichs. Nur ein tatsächlicher Fehlbetrag von ISst Millionen. Berlin, 9. Suni. (ERB.) Bon unterrichteter Seite wird darauf hingewiesen, daß entgegen den in der letzten Zeit veröffentlichten Meldungen, die kein klares Bild ergeben haben, sich der tatsächliche Fehlbetrag im Reichshaushalt für das Sahr 19 3 2 a uf nur 190 Millionen Reichsmark beläuft. Während noch zu Arr/ang des Jahres 1933 mit einem Fehlbetrag von 800 bis 850 Millionen Mark gerechnet wurde, beträgt der rechnerische Fehlbetrag, der aus dem Mindereinkommen an Steuern und Zöllen entstanden ist, 610 Millionen Mark. Sn diesem Betrag ist aber eine Summe von 420 Millionen f ü r außerordentliche Schuldentilgung enthalten, so daß also tatsächlich, wie oben erwähnt, sich ein Fehlbetrag von 190 Millionen Mark ergibt. Dieses günstige Ergebnis ist im wesentlichen auf die Sorgfaltin derAusgabenpvlitikdes Reichs zurückzuführen. Auch im neuen Haushaltsjahr sollen die Ausgaben aufs schärfste gedrosselt werden, was für die Gesundung der öffentlichen Finanzen die Voraussetzung ist. Oas Kasseler Notopfer. Kassel, 9. Juni. (WTB.) Ueber Wesen und Bedeutung des Notopfers der Stadt Kassel gibt bie_ Kreisleitung Kassel-Stadt der NSDAP u. a. folgendes bekannt: Das Stadtnotopfer wird nicht von der Stadtverwaltung erhoben, vielmehr handelt es sich um einen Appell d e r N S D A P., der an alle in Arbeit und Verdienst stehenden Personen herantritt mit der Aufforderung, einen Fonds zu bilden, der zum Ausgleich der Summen benutzt werden soll, die die Stadt Kassel ihren Wohlfahrtserwerbslosen abgezogen hat. Wenn wir Sozialisten der Tat sein wollen, hat eben einer für den anderen einzustehen. Es ist nicht angängig, daß in einem nationalsozialistischen Staat die Lasten auf die Wohlfahrtserwerbslosen abgewälzt werden. — Von einer Besteuerung ist keine Rede. Es handelt sich um ein freiwilliges und selbstverständliches Opfer. Auf Grund der veröffentlichten Richtlinien sind bereits Summen auf das Konto „Stadtnotopfer" bei bet Städtischen Sparkasse eingelaufen, die den Betrag über st eigen, der nach den Opferrichtsätzen von der Spende erwartet wurde. NeueÄestimmungenüber-ze'Zahlungs- sristen in Aufwertungssachen. Berlin, 9 Suni. (ERB.) Das Reichskabinett hat gestern auch ein Gesetz über die Zahlungsfristen in Aufwertungssachen verabschiedet. Rach dem Gesetz vom Suni 1930 war die Aufwertungsfälligkeit b i s zum 31. Dezember 1 9 3 4 verteilt und vorgesehen, daß der Schuldner auf Antrag durch die Aufwertungsstelle eine Zahlungsfrist fcstsehen lassen konnte. Diese Regelung erwies sich im Laufe der Zeit als zu st r eng. Da der Kapitalmarkt immer nzo ch nicht ergiebig genug ist, soll durch das gestern verabschiedete Gesetz dem Aufwertungsschuldner die Möglich- Vom deutschenBolkssp-etzeug. Von £)r. Konrad tzahm, Leiter der Staatlichen Sammlung für deutsche Volkskunde, Berlin. Das Spiel mit Spielgerät, das Körperspiel, das Denkspiel, das Kunstspiel nimmt heute einen breiten Raum im öffentlichen Leben ein. Wie einst das Turnierspiel der Ritter als gesellschaftliches Kampfspiel den Höhepunkt festlicher Veranstaltungen bildete, so ist heute der Spielgedanke überall als Grundlage und Rahmen von Auseinandersetzungen zwischen Mutter und Kind, Lehrer und Schüler, Generalstab und Heer, Käufer und Verkäufer, Verkehrswesen und Publikum lebendig und das internationale Golsspiel muh den Diplomaten oft genug als zwanglose Form des Kennenlemens und der leichteren Einleitung von Völkergesprächen dienen. Sm Zeitalter des Kindes hat man vom Kind gelernt. Ob es ein modernes Schaufenster ist, ein Propagandafilm, ein politischer Aufmarsch, eine große Dolksveranstaltung, immer sehen wir, wenn wir genau Hinblicken, den Gedanken i)es Spieles als Hilfsmittel für die Kenntlichmachung von Zielen und Snhalten verschiedenster Art. Dieses typisch moderne Hilfsmittel von Veranschaulichung hat sich aus der Pädagogik entwickelt. Lieber Pestalozzi-Fröbel und die verwandten amerikanisch-englischen und die Montessori- Methoden entstand ein Erziehungs- Wissen, das vom Kinde ausgeht. Die Grundlage dafür bildet der stets vorhandene Spieltrieb im Kinde. Das Kind lernt „spielend". Das erste 3n- teresse des Kindes gilt seinen eigenen, von der Ratur mitgegebenen Spielzeugen, den Händchen und Füßchen. Hat dieses Studium seinen Abschluß gefunden, kann das Kind sich bewegen, so tritt die Außenwelt als Spielobjekt hervor. Die nächste Umgebung, Haus und Straße, Menschen und Tiere, treten in den Spielraum des Kindes ein. Wenn neben den eigenen Gliedern die künstlichen Spiel- Werkzeuge der ersten Epoche der Verdeutlichung der einfachsten Sinneswerkzeuge dienen (die Klappern, Bälle, der Teddybär usw. sind Mittel für die Erschließung des Tastsinnes, des Gehörs und des Gesichts), nimmt die zweite Epoche des Kleinkindes den figürlich belebten Raum in Besitz. Die erwachenden Sinne üben sich an der maßstäblich angeglichenen Welt des Spielkastens. Hier entsteht der Hauptfaktor des kindlichen Spielens: Die Puppe. Seit der Llrzeit der Menschheit war die Puppe ein wesentlicher Faktor der Selbsterziehung der Völker. Sie spiegelt, wie wir das in den Das „Fest der Lugend" am Tage oer Sommersonnenwende. Ein Ausruf des Reichsinnenministers Dr. Frick. Berlin, 9. 3uni. (WTB.-Funkfpruch.) Der Reichsminifter des Innern Dr. J r i cf hat zum „Fest der Iugend" aufgerufen. Teilnehmen sollen alle deutschen Schulen, Jugendvereine, Turn- und Sportvereine, Wehrverbände und sonstigen nationalen Bereinigungen (SA., SS., Stahlhelm, KysfHäuserbund, Hitlerjugend usw.). Festtag ist Sommersonnenwende, Samstag, 24. Juni, wird der Feier dieses Jahres gewidmet fein. Der Schulunterricht soll an diesem Tage aus Anlaß der Wettkämpfe a u s f a 11 e n. Am Bormittag finden die Wettkämpfe der Schüler, am Nachmittag die Wettkämpfe der Schulentlassenen statt. Abends treffen sich die Teilnehmer am Sonnen- wendseuer. Sonntag, 25. Juni, soll die Feier in einer Wanderung ausklingen. Zur Durchführung dieses großen, das ganze Bolt umspannenden Festes sind vor allem die örtlichen Berbänbe für Leibesübungen und d i e Jugendbünde ausersehen, die die Borbereitungen sofort in die Hand zu nehmen haben. Die nationalen Berbänbe unb bie Schu - l e n müssen hierbei selbstverftänblich einbezogen werben. In größeren Stäbten finb Bezirksfeiern ein- keit gegeben werden, in den Fällen, in denen bisher ein Zah.ungsfristverfahren nicht mehr offen gestanden hat, nun noch einmal an die Aus- wertungsstelle gehen zu können zur Festsetzung einer Z a h l u n g s f r i st, die aber nicht über den 31. Dezember 1 9 3 4 hin - ausgehen darf. Die neuen Anträge müssen bis spätestens zum 31. Suli d. S. gestellt werden. Konflikt in der GPO. Gefährliche Politik aus dem Exil. Der Berliner Vertreter der „Frankfurter Ztg." Rudolf Kircher, behandelt den tiefgehenden Konflikt, der zwischen den führenden Sozialdemokraten, die ihren Wohnsitz ins Ausland verlegt haben, und denen ausgebrochen ist, die in Deutschland blieben und in der Reichstagssihung vom 16. Mai. der großen außenpolitischen Resolution zustimmten. Rach der Darstellung Kirchers haben die „Leute im Exil", die sich draußen eine andere „Taktik" zurechtgelegt hatten, durch zwei Abgesandte der Fraktion eine andere Haltung vorjchreiben wollen. Nach den Ereignissen im Reichstage scheinen die Herren im Auslände sehr empört zu sein. Sie behaupteten überdies, ihre Parteigenossen in Berlin hätten unter einem schweren Zwang gehandelt, was ihnen auf das entschiedenste bestritten werde. Eine Protestresolution der Abgereisten gegen die Haltung der Reichstagsfraktion, die in Zweibrücken beschlossen werden sollte, unterblieb. Dagegen sind nun diese selben Herren mit der Forderung hervorgetrtzten, daß d i e Führung der SPD. nach wie vor ihnen überlassen bleiben müsse. Zu den Abgereisten, die sich in Prag versammelt haben, gehören nach der Darstellung der „Frankfurter Zeitung" außer Stampfer auch die Parteivorsitzenden Wels und Vogel und viele andere. Kirchers Darstellung läßt durchblicken, daß die Sozialdemokraten in Deutschland unter Führung von Paul L ö b e auf das Verlangen der Ausgewanderten eine selbstverständlich ablehnende Antwort geben werden. Vor allem aber w a r n t die „Frankfurter Zeitung" ihre Auslandleser Informationen und Urteile über Deutschland von Leuten zu beziehen, deren Urteilskraft durch ihr persönliches Erlebnis getrübt erscheine. Diese Warnung ist vielleicht um so angebrachter, als die Absicht besteht, unter der Leitung von Stampfer in Prag den Berliner „Vorwärts" wieder aufzumachen. Museen beobachten können, ebenso zeitgeschichtliche Merkmale wider, wie die allgemeinen Grundlagen der Völker und Rasseneigenarten. Oft genug ist die Puppe und das Spielzeug als Diplomat der Kinderwelt von Volk zu Volk gewandert. Wir wissen, daß schon im 17. Sahrhundert allein aus Sonneberg in Thüringen Tausende von Zentnern Holzspielzeug in alle Welt gegangen sind. Vergleichen wir die Puppen und Spielzeuge aus Aegvpten mit denen aus der Südsee, aus Mexiko oder Rorwegen, so werden wir eine große Gleichartigkeit feststellen können. Shr Charakter ist in Sahrtausenden gleich geblieben wie die Kinderseele selbst. Deswegen werden alle Versuche, neues „reformiertes" Spielzeug zu erfinden, mit dieser Tatsache rechnen müssen, daß das Spielzeug des kleinen Kindes zeitlos und international ist, es ist dos, was überall im „Dolksspiel- $eug“ über alle Zeiten hin lebendig geblieben ift. Das Volksspielzeug ist bei den Kindern aller Völker beliebt, weil es zeitlos und nicht modisch ist, nicht individuell, sondern typisch, nicht abweichend vielseitig, sondern übereinstimmend einseitig, sinnliche Grundformel von Schaubarem. Ein allzu indiviudelles Spielzeug, das eine bestimmte einmalige Rote eines Pferdes mit höchster künstlerischer Lebendigkeit und „natürlicher" Teilschilderung sesthält, wird für das Kind starr und fruchtlos sein, aber ein primitives, buntbemaltes Holzpferdchen mit einem Reiter darauf, der (für Erwachsene) eher ein Flaschenstöpsel sein kann, als ein Husar, zaubert alle gewünschten Porstellungen von Roh und Reiter. Daher liegt in dem einfachen Volksspielzeug soviel Sinn und Kraft: es ist primitiv im höheren Sinne, sein Geheimnis, ist das Geheimnis der Symbolik überhaupt, der Rune, der Maske, des Spruches, des Gebetes. Auf derselben Linie liegt die drastische Wirksamkeit des Marionettentheaters und des Bilderbuches, das so unübertroffen wiederum im deutschen „Struwelpeter" die Welt der Kinder erobert hat. Das deutsche Dolksspielzeug ist heute noch in diesem Sinne vollendetes Erziehungsmittel in der Kinderstube. An die Spielzeugschnitzer und Drechsler im Erzgebirge, im Thüringerwald, in Oberbayern und Tirol haben die modernen Spielpädagogen mit Erfolg angeknüpft, weil im Spielzeug das ewig Alte des Kernes auch immer das Reue ist, wenn das Aeußere auch wechselt. Manches neuzeitliche Spielzeug basiert auf der irrtümlichen Annahme, das Kind fei eine Miniaturausgabe des Erwachsenen, und je vielfältiger man Spielzeug herstelle und anschaffe, desto glücklicher zurichten. In Gemeinden soll der Bürgermeister bzw. der Gemeindevorsteher die in Frage kommenden Bereinssührer zusammenrufen und die Leitung der Beranstaltung einem aus der Jugend herausge- wachfenen Jugendführer übertragen. Mit dem „Fest der Jugend" greifen wir eine Sitte unserer Ahnen auf. In diesem uralt heiligen Fest wollen wir die deutsche Jugend zur Berbundenheit mit Natur und Heimat, Bolf und Baterland führen. In ihm soll sie d e n S t o 13 auf Rasse, A r t und Geschichte erleben. Ls gilt, den Rahmen des Festes dieser Aufgabe anzupafsen. Gesang und Musik, Lied und Bolks- t a n; sollen sich den Wettkämpfen der Jugend anrahmen. Zum Schluß soll das Sonnenwend- feuer alle Teilnehmer in schlichter Weihestunde vereinen, wenn an diesem Abend zum ersten Male in der Geschichte unseres Boltes die ganze deutsche Jugend am Feuer versammelt ist und ihr Gesang zum Nachthimmel steigt, wird sich e i n F e u e r d e r Liebe und Opferbeceit s ch aft für das Baterland entzünden und nicht wieder verlaschen. , Kunst und Wissenschaft. Großer deutscher Opernerfolg in Paris. Wilhelm Furtwängler dirigierte eine deutsche Aufführung der Wagner-Oper „Tristan u n d S s 0 l d e" in der Pariser Oper mit Melchior, Frieda Leider, Sabine Kalker und Sanften in den Hauptrollen. Die hervorragenden Leistungen wurden von dem Pariser Publikum mit geradezu stürmischem Beifall belohnt. Der Präsident der Republik, Lebrun, wohnte der Vorstellung bei. Auf seinen Wunsch verbrachte das deutsche Botschafterpaar Köster den ganzen Abend in der Präsidentenloge. Das französische Orchester folgte dem deutschen Meisterdirigenten mit erfreulichem Verständnis. Für die Pariser Sommersaison bilden die Wagner-Opern entschieden ein Ereignis mit neuer werbender Kraft für deutsche Musik. Furtwängler an die Berliner Staatsoper verpflichtet. Mit Beginn der neuen Spielzeit tritt Dr. Wilhelm Furtwängler, der bisher nur als G a st wirkend tätig war, als 1. Staatskapell- m e i ft e r fest in den Verband der Berliner Staatsoper ein und ist für diese Stellung für bie Dauer von fünf Jahren verpflichtet. Tagung der Deutschen Akademie für Dichtung. Am 7. und 8. Juni tagte in Berlin die erneuerte Abteilung für Dichtung an der Preußischen Akademie der Künste. Kultusminister Rust als Kurator und Max von Schillings als Präsident der Gesamtakademie eröffneten die Gründungsversammlung. Kultusminister Rust sicherte der Abteilung für'Did)tung bei ihrem weiteren Ausbau und Aufbau volle Selbständigkeit zu. Die Abteilung für Dichtung vereint in sich die deutschen Dichter aller Volksstämme. Aus dem betont außervölkischen Zustande ihrer früheren Zusammensetzung ist sie zu einem vvlksbewußten und artgered),ten Lebenskörper umgebaut worden. Daher darf und will sie auch in ihrer Entwicklung der lebendigen Entwicklung des Reiches Ausdruck verleihen und erklärt sich unter Wahrung der bisherigen Rechtsgrundlagen reichszuständig als die Deutsche Akademie der Dichtung Die nächsten Arbeiten der Deutschen Akademie der Dichtung werden ihrer organisatorischen und rechtlichen Durchbildung gewidmet sein. Darauf konstituierte sich die erneuerte Abteilung. In die Akademie der Dichtung sind berufen worden: sei das Kind. Daß es nicht so ist, weiß jeder, der Kinder hat. Erst für das größere Kind gewinnen die technischen Spielzeuge, wenn sie auf handwerklicher Grundlage aufgebaut sind und zum. Basteln anregen, starke Bedeutung, aber für das Kleinkind, bis in die ersten Schuljahre hinein, ist im deutschen Voltsspielzeug und im modernen Spielzeug, das sich daran anschließt, die gesunde und ursprüngliche Sinneneinheit und Aaivität enthalten, die das Kind glücklich macht und zum Einfachen und Beharrlichen auch charakterlich erziehen hilft. Caruso der Zweite. Don Hans iRtebau, Degesack. Bob und Emmerich gehen bummeln. Rund um das Sonnendeck des kleinen Seebäderdampfers. Aber es ist langweilig. Entweder sind die Mädchen, die da Überall in der Sonne liegen, sitzen oder spazieren gehen, häßlich. Oder 'sie sind nicht allein. Plötzlich stößt Bob Emmerich an. „Du, guck mal." Emmerich guckt. Da lehnt ein Mädchen an der Reeling. Eine junge Dame, hellblond. „SonnetiDetter", murmelt Emmerich, „das ist mein Typ." „Meiner auch", murmelt Bob zurück. Beide machen ein paar große Schritte, lehnen sich auch an die Reeling. Die junge Dame blättert in einer Zeitung. Sie sieht nicht, daß sie Rachbarn bekommen hat. Sie fühlt nichts von der Bewunderung, die da neben ihr ausgestrahlt wird. Unb als sie einmal den Kopf bebt, blicken ihre Augen über Bob und Emmerich hinweg. „Sag mal“, fängt da Emmerich an sich mit Bob zu unterhalten, unb seine Stimme ist so laut, daß Die junge Dame jebes Wort verstehen muß, „wann singst bu eigentlich toieber in Rom?" Bob reißt bie Augen auf. „Bist bu verrückt?", will er sagen. Aber Emmerich zwinkert ihm noch rechtzeitig zu. „Sn Rom?", faßt sich Bob. „Sm Spätherbst, bente ich." „Aber ba bist bu doch in Rio be Saneiro verpflichtet", wirft Emmerich bazwischen. „Den Vertrag habe ich gelöst", sagt Bob, unb seine Stimme klingt melancholisch. „Sch habe keine Lust mehr, lange Seereisen zu machen." „Sehr vernünftig", nickt Emmerich. „Wenn man bir überall in Europa breitaufenb Mark Hermann Claudius, en üagun« beifsL Tagung W X auf dl vor! w® n $ai fir%nnr Dr D lat O d trage W/Zaen, 'SÄ? SS blick über den w ben Vertretern Vertretern ber W fttrT Hins«ht1>ch d unb ber Sch« Sie an$aulfc an ben nichebe teilnaftm, unb fern neigen M Hörern ein MÜH lirchengeschlchttlch Darlegungen des Wertschätzung dw bewegung „Deu machte aber auch bei ber Entscheid Reichsbifchoss na sichtspunkte für chwingh entjc aus (einem Ser ihm bie aktive Müller als ■ „Deutsche Thüste- dem Reichslnscho Interesse ber gej schenswert unb evangelischen Krö - Wahle ber evanc gesagt werben. - träges behandelte Vertragsabschluß beskirchen van ß ben im „Gießene berichtet wurde, Vertrages, wie a Ichen den leitende Wiesbaden mit d gelischen Landes, ber Frankfurter. einen 2Infang, bt Tr betonte babei mg, daß durch b föe Kirche zustand fische Kirche nicht z vergrößert werde, über in eine befieri sein werbe, was s wirkliche Goangeli1 2m Anschluß an eine umfangreiche reiche Redner beti legungen des Prä! sichtspunkte des van ben verschiede! let. Prälat D. Dr. orterungen als % dreistündiger Sera Mn 14 Uhr mit Ende. Sondern in des Mime, JNan berichtet un Ben ber in seiner •Me „non Fahren flen tut Schüler ir Ä* SiÜ unter 4- Sreii ff mrbQ5 W wten sich in5JQ. ^endturneraL v°Hene Führer. w Samstag ; Mmitt«9s(tunb „2'r,3“Wb«i m s 5 ibtrnw (fifenba e bes erwach! S, ®er R°d Achtung aUf s« bracht unx°^net) durch aber die i-bet.QUs nach «LM(s Stelle bis »» Pentoeife »h ®r°^e HS? Jette ben*.l)ln < den öiÄQt: »ts Arbeiler und fünf 1 ermordeleo n. ^cmbten Uu- 't einigen 'pser fiel, butuc \ in einem ^nhlandab« . um in die Hei. r dem Dohnhos 'dehr aufmar- 8 Leichenivagens nbezeugun- c waren naheru diplvmati« ! Vertreter des ssekretär ®r. sloärtigen Amt LtaatSfeketär iinen Ätanj. nieder. Dann I, der die sterb« der Moskau :ien stürzte eine nderzweiAr- i dem Äugenblick leltnbt üin- : Arbeiten zuzu- lencn Vettungs- nd fünf Sin- «borgen wer- orgnir erre> nhaus gebracht, ittn geplündert. m mexikanischen ) von einer überfallen, Ndschatzt Sie« wurden von den ie Regierung ent. wto, denen es geile zurückzuholen. t t auch y Dars ringt am- ^(o « 90» t ■a fte&e^' Job E b-e jung« schade.’JW WA’1». -Z!iS LU vurd- n n.6‘r hR (Fr«.- 1 u n (f rs Tuidö feh* °°» ' Ermann Milche, len Arklllm, oppe. \ ^>nbau x»» o[gte auch S eben de?S Ä*4 & Ä'ge. das /Serbemittel W^ürbi« ■ ^eige" er« ° ,le W« keine " ,m neunten ^ergenrellame 'habarowsk. "n-tog um 150 pflüge nach 2-30 Uhr über- h nach Übersee? [ als Caruso der jng sinken lallenden beiden her* iten angelpannte zel vibrieren 2 Wotoryachtr, ,,l M .6on» IMpser nach rdc ich li-»ähr' verlaufen. 3$ M in «“» > 6od>. I du «erlang^ »Z'smmn» ui ®®mcli4 wärest. ® , tinb dann^ ib- mir uns »<* end g*ew Aus der Provinzialhauptstadt ftorbjn. L^ornottzen — Tageskalender für Samstag: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Champ" und „Der Sohn des Rajah". " Wilitärperfonalie. Oberzahlmeister Dock beim l. Bataillon Infanterie-Regiment 15 in Gießen ist mit Wirkung vom 1- April ab zum Stabszahlmeister ernannt worden. - 3n den Ruhestand verseht wurde der Gewerbelchulrat an der Gewerbeschule Worms Ludwig Schalk auf Grund des Gesetzes über die Altersgrenze der Staatsbeamten- •• Soldatenspende für d i e „Stiftung für Opfer d e r Arbeit". Die Angehörigen unseres I. Bataillons Inf-Regts. 15 in Gießen haben aus freiwilligen Spenden den Betrag von 1000 Mark für die „Stiftung für Opfer der Arbeit" aufgebracht. " Oberhessischer Kun st verein. Man schreibt uns: Die letzte Veranstaltung des Sommers bringt eine Ausstellung „Vorformen künstlerischen Schaffens" aus der Sammlung des Psychologifchen Instituts der Universität (Direktor. Professor Dr. F. ©ander). Ein Teil der Ausstelluna ist den bild- nerischen Leistungen des jungen Kindes gewidmet. Eine geschlossene Entwicklungsreihe von Zeichnungen und Plastiken, die spontan unter Ausschluß jeder pädagogischen Einwirkung entstanden sind gewahrt einen Einblick in künstlerische Primitivgestaltun^ und darüber hinaus in die Stuktur der kindlichen seele. Plastische Leistungen von Hilfsschulen! ergänzen das Bild normaler Entwicklung. Zeichnungen japanischer Kinder, mit dem Pinsel zügig geschrieben, zeigen auch in den kindlichen Aeußerungen die hohe graphische Kultur dieses Volkes, andere Beispiele verraten störende westliche Einflüsie. Die Abteilung Musika. lische Graphik" bringt Ergebnisse einer Wissenschaft, lichen Untersuchung an Erwachsenen über den Ge- staliungsvorgang schöpferischer Phantasie. Die aus- gestellten Blätter sind Zeichnungen und Farbkompo- sitionen nach inneren Gesichten, wie sie unter dem Einfluß von Musik entstanden sind. hos Milseburg, von wo aus gegen 18 Uhr mit der Eisenbahn die Heimfahrt über Fulda angetreten wurde. Hochbejriebigt und stark sonnengebräunt kam die junge Schar in Gießen an, und lange noch werden die Jungen und Mädels an diese Wände, rung zurückdenken. Es verdient hervorgehoben zu werden, daß wahrend der ganzen Wanderung keiner der jugendlichen Teilnehmer und Teilnehmerinnen schlapp machte, obwohl der größte Teil von ihnen im Alter von 10 bis 14 Jahren, ja einer sogar erst 8 Jahre alt war. Es wurden tägliche Marschleistungen von etwa 20 Kilometer in diesem gebirgigen Gelände erreicht und fünf Berge erstiegen, die durchweg 900 Meter und mehr hoch waren. Während der Wan- derung wurden die jugendlichen Teilnehmer bei jeder Gelegenheit durch ihre Führer auf die Schönheiten der Natur, des deutschen Waldes, aus alte Sitten und Gebräuche der Einwohner, sowie auf geschichtliche Erinnerungen hingewiesen und dadurch in den Herzen der Kinder die Liebe zur deutschen Heimat erweckt und gestärkt. Die viertägige Wanderung diente nicht nur allein der körperlichen Er- tüchtigung der Teilnehmer, sondern auch im gleichen Maße einem ideellen Ziele der geistigen und sitt- lichen Ertüchtigung, sowie Pflege der Kameradschaft. Die Wanderung war von dem schönsten Wetter begünstigt und verlief programmäßig und ohne Unfälle. Winke für die Volks-, Berufs- und Betriebszählung. Für die bevorstehende Volks«, Berufsund Betriebszählung fei kurz auf folgendes hingewiefen: In den nächsten Tagen werden die Zählpapiere an die Bevölkerung verteilt werden. Die gesamte, in der Nacht vom 15. auf 16. Juni 1933 anwesende Wohnbevölkerung wird durch Haushaltungs- l i ft e n , in die alle zur Haushaltung gehörigen Personen (einschl. Zimmerabmieter) aufzunehmen sind, gezählt. In Untermiete wohnende Familien haben dann eine Haushaltungsliste auszufüllen, wenn sie eine eigene, vom Hauptmieter getrennte Hauswirtschaft führen. In den Vordrucken sind entsprechende Erläuterungen und Beispiele an- gegeben. Für jedes bebaute Grundstück mit Wohnstätten, Fabrikgebäuden, Amtsgebäuden, Geschäftshäusern usw. ist vom Grundstückseigentümer oder dessen Stellvertreter eine besondere Grundstücksliste auszufüllen. Gewerbebetriebe werden durch die Haushaltungs- liste (4. Seite) gezählt. Werden jedoch außer dem Geschäftsinhaber oder Leiter noch weitere Personen wie Mitinhaber, mithelsende Familienangehörige, Angestellte, Lehrlinge usw. beschäftigt, so ist außerdem noch eine besondere Gewerbekarte auszufüllen. In jeder Haushaltungsliste ist außerdem aus der 4. Seite die Frage der Bodenbewirtschaftung zu beantworten, auch wenn diese in kleinstem Umfange als Acker, Wiese, Kleingarten, Schrebergarten usw. betrieben werden sollte. Ist die bewirtschaftete Bo- denfläche größer als 5000 Quadratmeter (5Q Ar ober 2 hessische Morgen), so ist außerdem noch eine besondere Land- und Forstwirtschafts, karte auszufüllen. Unbedingte Voraussetzung für das Gelingen der Zählung ist die sorgsame und gewissenhafte Beantwortung^ der in den ausgegebenen Vordrucken ge- stellten Fragen. , ,. Schließlich sei noch ausdrücklich darauf hinge- wiesen, daß die Erhebungspapiere nur für statistische Zwecke verwendet werden dürfen und daß nach dem Dolkszählungsgesetz eine Heranziehung zu anderen, namentlich steuerlichen Zwecken ausgeschlossen ist. Die Wahrung des Amtsgeheimnisses für die gemachten Angaben' ist ebenfalls ausdrücklich festgelegt. Talen für Lamstag, IV.Iuni. 1190: Kaiser Friedrich Barbarossa gestorben; — 1 07: die Franzosen von den Russen und Preußen bei j)eilsberfl zurückgeschlagen. 1819: der französische Maler Gustave Corbet geboren; — 1914: Gründung der Universität Frankfurt am Main. Taten für Sonntag, 11. Juni. 1696: Der preußische Feldmarschall Jakob 0. Keith aus Schloß Inverguie in Schottland geboren; 1847: der englische Seesahrer John Franklin auf einer Polarexpedition gestorben; 1859: her österreichische Staatsmann Fürst von Metternich geftor- ben- — 1864: der Komponist Richard Strauß tn München geboren; — 1929: der österreichische Außenminister Graf Julius Andrassy in Wien ge- Prälat D. Dr. Or. Diehl über die kirchenpolitische Lage. Gestern mittag fand in Gießen eine Superinten- denlur Konferenz statt, die von evangelischen Pfar- rem und Kirchengemeindeoertretern aus allen lei- len der Provinz Oberhessen stark besucht war. Der vorgesehene Tagungsraum, der Iohannessaal, reichte bei weitem nicht aus zur Aufnahme aller Besucher, 1 fo daß die Tagung in die Iohanneskirche selbst verlegt werden mußte; der weite Raum des Kirchen« fchisfes war nahezu vollständig besetzt. Der starke 1 Besuch war auf die Ankündigung eines Vortrages von Prälat D. Dr. Dr. Diehl über „Die kirchen- ; politische Lage" zurückzusühren. Nach einem kurzen Erössnungsgebet und Geleitwort des Konserenzleiters, Superintendenten Oder- kirchenrat D. Wagner, Gießen, behandelte Prä- lat D. Dr. Dr. Diehl in etwa Inständigem Vorträge das Thema der Tagung, Er berichtete zunächst in großen Zügen über die Bestrebungen zur Neuordnung im evangelischen Kirchenwcsen Deutschlands, die durch die nationale Revolution einen gewaltigen Austrieb erfahren und ihre Auswirkung in den längsten Verhandlungen und Beschlüssen der leitenden kirchlichen Instanzen gesunden Haden. In diesem Zusammenhang gab der Redner einen lieber- blick über den Gang der Verhandlungen zwischen den Vertretern der Kirchenregierungen und den Vertretern der Glaubensbewegung „Deutsche Christen" hinsichtlich der Einsetzung eines Reichsbischoss und der Schaffung einer evangelischen Reichskirche. Die anschauliche Schilderung des Vortragenden, der an den maßgebenden Verhandlungen in Berlin teilnahm, und seine Schlußfolgerungen aus den man- nigfoltigen Verhandlungsereignissen gaben den Hörern ein weithin abgerundetes Bild über das kirchengeschichtlich bedeutsame Geschehen. Aus den Darlegungen des Vortragenden hörte man die Wertschätzung des positiven Wollens der Glaubens- bewegung „Deutsche Christen", Prälat Diehl machte aber auch keinen Hehl daraus, daß er sich bei der Entscheidung über die Persönlichkeit des Reichsbischoss nach strengstem Abwägen aller Ge- sichtspunkte für den Pastor D. von Sobel- schwingh entschieden hat. Die Hörer gewannen aus feinem Bericht weiterhin den Eindruck, daß ihm die aktive Mitarbeit des Wehrkreispsarrers Müller als Vertreter der Glaubenbewegung „Deutsche Christen" an maßgebender Stelle neben dem Reichsbischos von Bodelschwingh im Interesse der gesamtkirchlichen Entwicklung wän- schenswert und notwendig erscheint, damit alle evangelischen Kräfte in weitestem Umfange zum Wohle der evangelischen Gesamtkirche zusammen- gefaßt werden. — Im zweiten Teile seines Vortrages behandelte Prälat D. Dr. Dr. Diehl den Vertragsabschluß zwischen den Evangelischen Lan- deskirchen von Hessen und Frankfurt a. M., über den im „Gießener Anzeiger" Nr. 131 vorn 8. Juni berichtet wurde, und über die Vorgeschichte dieses Vertrages, wie auch über die Verhandlungen zwischen den leitenden Kirchenbehörden von Kassel und Wiesbaden mit den Vertretern der Hessischen Eoan- gelischen Landeskirche Den Vertragsabschluß mit der Frankfurter Kirche bezeichnete der Redner als einen Anfang, dem die Fortsetzung folgen müsse. Er betonte dabei seinen Wunsch und (eine Hoss- nung, daß durch die Verhandlungen eine großhessische Kirche zustande komme, bei der die jetzige Hessische Kirche nicht zerschlagen, sondern erweitert und vergrößert werde, aus dem neuen Geist heraus hinüber in eine bessere Zukunft, und daß sie immer das sein werde, was sie bisher schon gewesen ist: eine wirkliche Evangelische Dolkskirche Im Anschluß an den Vortrag des Prälaten fand eine urnsangreiche Aussprache statt, an der sich zahlreiche Redner beteiligten. Dabei wurden die Darlegungen des Prälaten und die mannigfaltigen Gesichtspunkte des kirchenpolitifchen Zeitgeschehens von den verschiedensten Standpunkten aus beleuchtet. Prälat D. Dr. Dr. Diehl nahm an den Erörterungen als Redner regen Anteil. Nach etwa dreistündiger Beratungsdauer fand die Konferenz gegen 14 Uhr mit gemeinsamem Schlußgefang ihr Ende. Wandern in der SchülerabteNung des Männer-Turnvereins Gieren. Man berichtet uns: Der Männer-Turnverein Gießen, der in (einer Jugendabteilung (djon (eit einer Reihe von Jahren regelmäßig besondere Wanderungen für Schäler und Schülerinnen durchsuhrt, veranstaltete während der Zeit vom 3. bis^ einschließlich 6. Juni unter der Leitung seines «chulerturn- roartes H. Freiensehner eine ^chulerwande rung in das Rhöngebirge. Zu dieser Wanderung hatten sich insgesamt 32 Schäler, Schülerinnen und Iugendturner angemeldet, hierzu traten noch 4 erwachsene Führer und 1 Führerin Am Samstag, 3. Juni, ging es mit dem Mittagszug nach Fulda, dessen Sehenswürdigkeiten in den Nachmittagsstunden eingehend besichtigt wurden. In der Jugendherberge Petersberg bei Fulda wurde erstmals übernachtet, am andern Morgen ging es mit der Eisenbahn weiter bis Gersfeld. Hier begann die eigentliche Fußwanderung, die an die jugendlichen Teilnehmer nicht geringe Anforderung stellte Mit fliegendem Wimpel, an dem die epm- hole des erwachten Deutschlands zu sehen waren, wurde über Rodenbach und Ober-Weißenbrunn m der Richtung auf den Kreuzberg marschteri, de - sen Fuß man vor Mittag erreichte. Nach kurzer Rast begann der Aufstieg. Kurz oor dem GhpM mürbe die Hauptrast des Tages gehalten, wobei oon den Jungen ein großes Zelt aulgeschlagen und gemein- sam abgekocht wurde. Alsdann wurde der Gipfel erstiegen, das Kloster und sonstiae ^bensrourbig. feiten besichtigt, worauf der Abstieg '" Richtung Bischofsheim in Bayern gegen Abend erfolgte In der Jugendherberge des genannten Städtchens (1400 Einwohner) wurde die zweite Nacht ver bracht, und am Pfingstmontag, die Wanderung durch die überaus romantische L-chwarzbachschlucht übe? die Teuselsmühle, X^berg opf, nach Wüstensachsen fortgesetzt. Auch auf die er Wanderstrecke wurde gegen Mittag an geeigneter ! Stelle das große Wanderzelt errichtet .und grup- venweise abgekocht. Abends er olgte Emkehr in der Jugendherberge PZüstensachsen, Äm Morgen1 d-- 6. Juni begann zeitig der Ausstieg zur Wosserkupp dem höchsten Berge des Rhongebirges. .^^0 Meter.) Oben angelangt, hatte die Jugend das für Gießener seltene Schauspiel des Startes, tfluges und der Landung eines ziemlich großen Segelflugzeuge-. C wurde meiterbin auf d.r W-N-r'upp-°ll« S-H.N, werte besichtigt: das Fliegerlager, die Hallen imt den vielen Flugzeugen, das Ehrendenkmal für die gefallenen Flieger, das Fttegerkreuz und derMchen mehr. Am Nachmittag ging es weiterüber Abts roda, das Grabenhöschen, die Milseburg zum Dahn * Platzmusik des Musikkorps unteres Bataillons findet am morgigen Sonntag, von 11 bis 12 Uhr, unter Leitung von Obermusikmeister K r a u ß e auf dem Hindenburg-Wall anläßlich des Rotkreuztages statt. Dortragssolge: 1. Pour le msrite. Marsch. Schwarz; 2. Ouvertüre zu „Rosamunde", Schubert, 3. a) Norwegischer Brautzug, b) Ich liebe dich!, Lied, Gricg; 4. Tausend und eine Nacht!, Walzer, Strauß, 5. Szenen aus „Siegfried", Wagner. ' Besuchszeiten der Museen. Die Museen und Sammlungen im Alten und Neuen Schloß sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet. ee Berichtigung Die Staat-Pressestelle teilt mit Der in der Verfügung vom .0 Mai 1933 mit der Bezeichnung Pensionierung alS nationale Tat" unter Rr 62 bezeichnete Lehrer heißt nicht Johann, sondern HeinrichBonberschmidt. •• Der nächste Frankfurter Pferde» markt findet kommenden Montag in der Land« wirtschaftlichen Halle in Frankfurt a. RI. statt. Heber 100 junge, starke Arbeitspferde aus Ungarn werden zu billigen Preisen, etwa 500 bis 700 Mark je Pferd, zum Verkauf stehen. Die Mitglieder der ländlichen Reitervereine werden paffendes Material auf diesem Markt finden. (Siehe heutige Anzeige). WSR Darmstadt, 8. Juni. Die 29. Tagung des D e r e i n s deutscherDibliothe- k a r e hat 120 Bibliothekare nach Darmstadt geführt, die alle Leiter der wissenschaftlichen, der älniversitätS- und der großen Landesbibliotheken find. Der Dorsihende des Vereins, Dr. H i l f e n b c d (München), hieß in der Otto-Derndt-Halle der Technischen Hochschule insbesondere den hessischen Ministerpräsidenten Prof. Dr. Werner herzlich willkommen und ging dann auf die Aufgabe der Bibliotheken und derDiblio» t h e k a r e ein. Bel der zweifellos fortschreitenden Spezialisierung der Wissenschaften auch In der kommenden Zelt steigere sich der IDert der Bibliotheken. Die Forderung der Bibliothekare nach „Raum und Mitteln" bestehe fort. Oft werfe man den Bibliotheken vor, sie seien bei ihrer Verehrung für alles Gedruckte nur .Friedhöfe", aber gerade hier gebe es dauernd „Auferstehungen". Kepler, Paracelsus usw. z. D. seien aus dem „Staube der Bibliotheken" aufer- standen. Eine „Umstellung" der Bibliothekare sei nicht nötig, da sie stets ein Berufsbeamtentum deutscher Art und großdeutscher Gesinnung verkörperten. JWurifterpräfiöenf Prof. Or. Werner, mit lebhaftem Beifall begrüßt, überbrachte die Glückwünsche der hessischen Regierung und betonte, der Derband der Bibliothekare stelle eine der wichtigsten Säulen im deutschen Geistesleben dar, eine geistige Auslese des B 0 1 kes. Daher unterstehe er auch, wie alles Geistige, den eigenengeistigenGesehen. Zu diesen gehöre das Recht, in der Stille und Unberührtheit zu wirken in selbstloser und ausbauender Arbeit, wie das die Bibliothekare stets getan. wie das Göttliche in der Stille lebt, so helfe er durch seine Arbeit in der Stille, dem deutschen Volke das Göttliche nahe zu bringen. Aus diesem Tagung der deutschen Bibliothekare Eine Ansprache des hessischen Ministerpräsidenten Or. Werner. Grunde müsse nach allen (Eingriffen, die dem Barbarismus nahe kamen, entgegentreten. Man könne nicht dulden, daß wilde Räte und kleine ftonoentifel in die Grundlagen der wissenschaftlichen Arbeit störend eingreifen und der Bestand wissenschaftlicher Bibliotheken angegriffen werbe. Auch das Regative, das wir mit gutem Recht als verdächtig und schädlich für das Bott ablehnen. brauchen wir, wenn wir das Positive anerkennen wollen. Die Ausführungen des Ministerpräsidenten wurden mehrfach von spontanem Beifall unterbrochen und am Schlüsse mit starker Zustimmung ausgenommen. Für den verhinderten Rektor der Technischen Hochschule sprach Prof. Liszt herzliche Worte der Begrüßung. Die „Bibliothek im nationalsozialistischen Staate" behandelte dann Dr. Kirchner, Frankfurt a. M. Der Redner bezeichnete die Entwicklung als bedauerlich, daß die Uniücrfitätislchrcr sich immer mehr in ihr Spezialgebiet einkapsel- ten und dadurch den Zusammenhang mit dem übrigen Leben verlieren. Dem Uederangebot an Büchern, die vielfach durch einfaches Zusammentragen aus älteren werken entstunden, stünde wertmäßig nur ein kleines Plus gegenüber. Aus dieser Tatsache leitete der Redner dann Folgerungen ab für Verwaltung und wissenschaftlichen Betrieb der Bibliotheken. Der Leiter der Rassauischen Landesbibliothek, Dr. Eppelsheimer. behandelte sodann „Die Landesbibliotbek als Dibliothekstyp", wofür er lebhaften Beifall erntete. Anschließend begann eine Reihe von Fachvorträgen. in denen Einzelheiten des Bibliothekbetriebes behandelt wurden. Am Rachmittag erfolgte unter Führung von Oberbibliothekar Prof. Dr. Psannmüller die Desichtiguna einer Auswahl besonders schöner und wertvoller Bücher und Drucke der Landesbibliothek. I Am Tage des Endspieles werden die Westdeutschen ganz unter sich sein. Bei diesem Kampf • vor rund 55 000 Zuschauern im riesigen Kölner Stadion werden die besseren Rerven und die Tagcssorm der Mannschaften die ausschlaggebenden Faktoren für den Sieg und den Meistertitel sein. Bleibt nur zu hoffen, daß der Meisterschasts» kämpf im ritterlichen Geist geführt wird, und daß sich nach dem Schlußpfiff Sieger und Besiegte in herzlicher Sportkameradschaft trennen mögen. Leiter des Spieles ist der Frankfurter Schiedsrichter Fink, dem sich beide Mannschaften wie folgt stellen werben: Fortuna Düsseldorf: Pesch; Trautwein, Dornefeld; Janes, Dender. Breuer: Mehl, Wi- gold. Hochgesang, Swolanowski. Kobierski- Schalke 04: Mellage; Wohlgemuth, Zajons; Tibulski, Bornemann. Balenttn; Rosen. Szepan. Rattkämper, Kuzorra. Rochardt. Oavispokalkampf Deutschland - Japan Japan führt 2:0. Am ersten Tage des Davispokalkampfes Japan gegen Deutschland auf der Berliner Rot-Weiß-An- lage konnten die Japaner eine glatte 2:0-Führung erringen. Sato schlug den Deutschen Meister von (Tramm 6:3, 2:6, 6:3, 6:4 und Nunoi besiegte Jänecke 6:2, 4:6, 6:3, 6:2. ßinls- Kuzorra, einer der besten Spieler von Schalke 04. — In der Mitte: Die Viktoria-Statue, der Wanderpreis für den Sieger in der Deutschen Fußball-Meisterschaft. — Rechts: Pesch, der Torhüter von Fortuna Düsseldorf. Zum ersten Male in der Geschichte des deutschen Fuhballsports machen zwei westdeutsche Mannschaften. Schalke 04 und Fortuna Düsseldorf, das Ende unter sich aus. Wenn auch die anderen sechs Landesverbände des DFB- diesmal nicht beteiligt find, so ist ihr Interesse an dem bevorstehenden Meisterschaftsendkampf keineswegs geringer. Man ist in allen Derbanden freimütig genug, um einzugestehen, daß der Westen zur Zeit über die besten deutschen Spitzenmannschaften verfügt. Die Frage, wer das Endspiel gewinnt, interessiert darum weit über die Grenzen der engeren Heimat der beteiligten Clubs hinaus. Beide Mannschaften spielen einen guten Fußball. In Düsseldorf wie auch in Gelsenkirchen-Schalke haben Vie Trainer Heinz Körner und Otto systematisch am Aufbau der beiden Meistermannschaften gearbeitet, eine gute Fußballkultur arge- ftrebt und sich damit auch einen größeren Erlolg verdient. Wenn man sich durchaus entscheiden totll, bann kann man vielleicht Fortuna Düsseldorf einen kleineren Dorzug geben. Die Mannschaft aus ber rheinischen Kunststabt erscheint ausgegliche» n e r, reifet unb hat auch bei ben bisherigen Runben bie besseren Leistungen gezeigt. Schatte hat sich erst in diesem Jahre zu einer taktischen Weisterleistung ausgeschwungen. Die Knappen sind jetzt in der glücklichen Lage, sich auf jeden Gegner einstellen zu können. SJL-'fpont Schalke oder Fortuna? Wirtschaft nur mit Rundfunkprogramm Vranffur a. Ml. Berlin Sram ur a. Ml. äcrh . Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a 2H. Schluß. W' *"• g‘bb,"D' Schluß. ^>uvl iurj Mittag- Itlf* börfc 8.6 । 9.6. 8.6 | 9.6. 8-6- 8.6. 18,25 18,25 =1 60,25 Banknoten. Schultheis Patzenhoser. 0 26,5 70 18,75 52 91,5 51 57,75 50,5 133,75 60 70,25 40 48,5 51,5 24 1.75 53 26 40 49 51,5 24 31,5 52,25 25,5 167,25 60,25 83,5 82 134,5 172,5 53,65 61,25 39,75 25,5 85 42,4 210,5 96,25 41,4 17,75 135,25 136 181,75 26,5 165 129,25 40,25 49,75 51 24,5 114,4 31,5 52,25 48,4 25,4 167,75 135,4 53,75 61,65 39,5 24,75 92 115 58,25 93.9 99 112,5 165,25 125 19 52,5 51 58,5 50 135,75 26,25 93,5 117 58,25 93,25 98,5 111,13 166,25 125 6.55 6 10,6 5,05 30 18 30 28,5 18,75 52,5 92 51,5 57,75 50,5 134,25 129,5 40 48,75 51 24,25 114,75 31,5 53 48,5 25,75 168,25 6 10,95 5,025 29,65 27 70; 135,75 54 61,5 40,5 Grthner Matnkraftwerke Höchst a.M.'" Süddeutscher Zucker ........ 77 116,75 64,5 107.75 71 159 123 60 70.13 Berlin, 9. Suni. (WTB.) Inderzweiten Hälfte Mai hat sich die seit Februar anhaltende Entlastung desArbei tsmarktes in verstärktem Maste fortgesetzt. Während in der ersten Maihälfle die Zahl der bei den Arbeitsämtern gezählten Arbeitslosen nur um 80 000 abgenommen hatte, ging ihre Zahl in der zweiten Maihälfle um rund 212 000 zurück. Die Abnahme im gleichen Zeitraum des Vorjahres war nur 93 0 JO. Die Arbeitslosigkei t betrug Ende Mai rund fünf Millionen, sie lag damit um rund eine Million unter dem diesjäEwigen Höchststand und auch schon um rund 60 000 unter dem günstigsten Punkt des Vorjahres, der Anfang Oktober bei einem Stand von 5103 000 erreicht war. Während bisher die Saisonaustenberufe Aiupt- sächlich Träger der Entlastung waren, zeigten sich 26.5 42 96,5 41,25 18 135,5 136.75 , 181 1 136 j 173,5 ! 54,5 ; 61,5 ! 40,5 1 24,75 92 116,25 58,5 94,5 98,5 112,5 166.75 125,5 76,25 119 64,9 107,75 71,75 164 123,75 60,5 71,75 seit Mai auch im gröstten Teil der übrigen De- rufsgruppen deutliche Anzeichen einer konjunkturellen Auflockerung. Drei viertel der letzten Entlastung entfielen auf die vorwiegend konjunkturell bedingten Berufs- gruppen, gegenüber einem Anteil von nur einem Drittel in der ersten Maihälfle. Die Abgänge aus der Arbeitslosenversicherung und der Krisenfürsorge belie- liefen sich auf rund 24 000 bzw. rund 33 000. In der Arbeitslosenversicherung wurden Ende Mai rund 466 000, in der Krisenfürsorge rund 1 336 000 Hauptunter.stühungsempfänger gezahlt. Die Zahl der von den Arbeitsämtern anerkannten Wohlfahrtserwerbslosen betrug Ende Mai rund 2 127 000, sie hat mit einem Rückgang um 161 000 im Monat Mai beachtlich abgenommen. Im Arbeitsdienst fanden rund 240000 Jugendliche Beschäftigung und Betreuung. 5,75 10,75 4,8 30 6,45 6,1 10,75 5,13 29,9 18,25 29 26,5 19 52,5 92 51 58,5 50 137 61,25 I 84 1 83 I Buderus ....... Deutsche Erdöl . Gelsenkirchener.. Freitag, 16. 3uni. 7.15 Uhr: Frühkonzert. 12: Mittagskonzert. 15.20: Musikalischer Zeitvertreib. 16.30: Konzert des Rundfunkorchesters. 18: Hans Breuer, der Schöpfer des Zupfgeigenhansel. Von Erich Matthes. 18.20: Pa- trouillen vor Verdun. Gespräch zwischen Walter Oertel und Oberleuntnant Ludwig: 19: Von Königs« berg: Reichssendung: Stunde der Nation. Ostpreu« ßen. 20: Baden-Baden: Heitere Musik. 21: 3 X 5 Minuten. 21.25: Orchesterkonzert des Württ. Landes-Symphonieorchesters. 22.45 bis 24: Nachtkon« zert des Rundfunkorchesters. Samstag, 17. Juni. 7.15 Uhr: Frühkonzert. 10.10 bis 10.40: Schulfunk: Vom Leben in Catalonien. Ein Arbeiterdichter und ein Geistesarbeiter erzählen. 12: Mittagskonzert. 15.30: Stunde der Jugend. 16.35: Nachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. 18: Zwei Bücher zur Gegenwart. 19: Reichssendung: Stunde der Nation. Volk und König. Volkstümliche Anekdoten um Friedrich den Großen. 20: Bunte musi- kalische Abendunterhaltung. 22.45 bis 24: Nachtmusik. Elektr. LieferungSgcsellschaft. - Licht und Kraft ............. Felten L Guilleaume ...... <> Gesellschaft für Elektrische Unter» nehmungen............... 4 Rheinische Elektrizität 5 Schucken &(£o..............0 Siemens & Halske < Lahmeyer & do Frankfurter ASendSörse geschästslos. Frankfurt a. M., 9. Juni. An der Abendbörse war fast kein Geschäft zu verzeichnen, da sie jeglicher Anregung entbehrte. Die Kulisse übte weiter Zurückhaltung, zumal die Kundschaft keine Orders an den Markt gelegt hatte. Unter dem Einfluß eher schwächerer Auslandmeldungen war die Stimmung etwas gedrückt. Die Berliner Schlußkurse blieben in den meisten Fällen nur knapp behauptet. IG.-Farben waren stärker angeboten und gaben um "A v. H. nach, ferner verloren Reichsbank und Licht und Kraft je 1% v. H., Deutsche Erdöl 1 v. H. Im Verlaufe trat keine Aenderung ein. Am Rentenmarkt wiesen Deutsche Anleihen und späte Reichsschuldbuchforderungen kaum Veränderungen auf. Für ausländische Renten bestand kaum Interesse. U. a. notierten: Neubesitzanleihe 12,65, Altbesitzanleihe 77,25, Schutzgebietsanleihe 8, 6proz. Stahlverein-Bonds 65%, Reichsbahn-VA. 98,75, Reichsbank 135.75, Harpener 107%, Mannesmann 71,75, Stahlverein 41, AEG. 24,75, Daimler Motoren 31,75, Licht und Kraft 115, JG.-Farben 135 bis 134,50, Lahmeyer 125, Rütgerswerke 61,25, Schlickert 112,50, Lloyd 19. Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt. Von Brotgetreide war besonders Weizen stärker angeboten, so daß bei der fehlenden Aufnahmeneigung ein neuer Rückgang um 1,50 RM. auf 210 RM. per Tonne eintrat, zumal gegenwärtig eine Uebersättigung an Eosinweizen vorhanden ist. 76 118,5 64.5 107.65 164 123 60.5 71,75 Am Futtermittelmarkt blieb Hafer 147,50 bis 150 RM. zwar unverändert, die Nachfrage war aber gleichfalls minimal. Auch Futtergerste blieb behauptet bei kleinsten Umsätzen. Mauernde Lnilaßung des Ardeilsmarkies 3n der zweiten Mar-Hälste wieder 212 000 Arbeitslose weniger. Ende Mai rund 5 Millionen Arbeitslose. Polizeisportverein Darmstadt gegen 2. Komp. IS.Znf.-Reg. Nachdem wir bereits berichten konnten, daß am Samstagnachmittag auf dem Platz der Spielvereinigung 1900 eine spannende Handballbegegnung zwischen den 1. Mannschaften der Spielvereinigung 1900 und des Polizeisportoereins Darmstadt stattfindet, wird uns nun mitgeteilt, daß die Gäste aus der Landeshauptstadt am Sonntag gegen den Bataillonsmeister, die Handballmannschaft der 2. Kompanie, antreten werden. Man darf auch hier einen außerordentlich spannenden Kamnf erwarten denn die Polizisten stellen eine Mannschaft dar, die zu den besten der DSB. in Süddeutschland gehört, Du Soldaten werden sehr auf der Hut sein müssen, wenn sie gegen diesen Gegner gewinnen wollen. Man rechnet mit ausgezeichneten sportlichen Leistungen. Die Mannschaft der 2. Kompanie tritt in folgender Aufstellung an: Helmert Fischer Hof Schmidt, O. Nees Beitter Pracht Schmitt Krämer Langenohl Hamann 26,25 93.5 116,4 58,5 93 96 75 111,25 166 125 I 771 117,9 65 107,75 Sonntag, 11. Juni. 6.15 Uhr: Von Bremen: Hafenkonzert. 8.30- Morgenfeier der Bischöflichen Methodisten-Kirche Frank- furt a.M. 9.40: Stunde des Chorgesangs. 11 bis 11.20: Aus „Herbstgesang" von Agnes Miegel. Gelesen von Hildegard Rhode. 11.30: Von Leipzig: Reichssendung: Kantate, von Joh. Seb. Bach. 12: oreiburg: Orchesterkonzert. 13: Konzert. 14.40: Stunde des Landes. 15.30: Stunde der Jugend. 16- /lus dem Stadion Köln: Deutsche Fußball-Meisterschaft Schalke 04 — Fortuna Düsseldorf. Sprecher- Der Norddeutsche: Barrelet; der Süddeutsche: Dr. Laven: der Westdeutsche: Dr. Maus. 17.45: Nachmittags-Konzert. 18.25: Zwischenspiel: 19.30: Alte Tanzmusik. 20: Hörbericht vom Mittelrheinischen Reit- und Springturnier. 20.30:-(M, Leipzig): Kon- ert des Rundfunkorchesters. Montag, 12. Juni. 7.15: Frühkonzert. 12: Mittagskonzert des Rundfunk-Orchesters. 15: Aus London: Rede des Königs von England anläßlich der Weltwirtschaftskonferenz m London. Anschließend einen zusammengefaßten deutschen Bericht von der Rede von Eduard Roderich Dietze. 16.30: Nachmittagskonzert. 18- Der Tichter Georg Heysn mit Teilen aus seinem Schaf- fen von Wolf Bergmann. 18.15: Schnellkursus in italienischer Sprache. Von Lino Masala. 19: Reichs- ..................o Barpener o oesch Ellen—Köln-Neueilen.. 0 Philivv Holzmann .... Zementwerk Heidelberg Cememwerk Karlstadt.. Die beiden hiesigen Sportvereine die Spiel- Vereinigung 1 900 und der Verein für Bewegungsspiele haben sich für den kommenden Sonntag zusammengetan und eine Fuß- ball-Veranstaltung beschlossen, die einen groh- artigen Abschluß der Fuhball-Saison 1932/33 darstellcn dürfte. Im Laufe der Woche wird allerdings auch noch ein Lokaltreffen zwischen den Mannschaften der beiden Vereine zu erwarten sein. Am morgigen Sonntag finden zwei Spiele statt, denen man viel Interesse entgegenbringen darf. Cs treffen sich vier Mannschaften, die auf Gießener Boden recht gut bekannt sind. Der Freund des Fußballspiels wird sich das morgige Turnier nicht entgehen lassen. Es kämpfen: 1900 I — VfB. Kurhessen Marburg Liga. Die Gäste sind im besten Sinne bekannt. Sie stellen trotz einiger Veränderungen in der Mannschaft noch eine sehr spielstarke Elf. Die Gäste haben in Weygand einen hervorragenden Tormann, in ihrer Verteidigung ein nur schwer zu überwindendes Bollwerk und im Sturm in Fischer, Bött- n e r und Adorf solide Könner, die sich auf den Torwurf verstehen. Als die Spielvereinigung ;um letzten Mal in Marburg gegen diese Mannschaft spielte, gab es eine empfindliche Niederlage. Die Spielvereinigung 1900, die nun diesem "Gegner gegenübertritt, hat durch viele Veränderungen in der Mannschaft, durch den Einsatz Jugendlicher — hoffentlich nur vorübergehend — etwas an Kampf- traft eingebüßt und in der letzten Zeit nicht immer glücklich gekämpft. Es wurde manches Spiel verloren, das man gewinnen zu können glaubte. Der morgige Sonntag sieht die Blau-Weißen mit zwei SJiann Ersatz im Feld. Die Spielvereinigung wird durch folgende Elf vertreten: Brambach Zeiler Luft Langsdorf Heilmann Schmelz Lippert Grünewald Hofmann Bromm Schneider Die Blauweihen sollten imstande sein,, als gleichwertiger Gegner aufzutreten. Die Mannschaftsaufstellung erscheint glücklich. Wie der Kampf ausgehen wird, läßt sich nicht Vorhersagen. Wenn die 1900er aile Energie einsetzen, sollte man zum mindesten ein ehrenvolles. Ergebnis erwarten dürfen. ... und VfB. I — Friedberg Liga. Die Grünweißen treten der Mannschaft des VfB. Friedberg zum erstenmal gegenüber. Friedberg fpiclte in der vergangenen Saison bekanntlich in der Mambezirksliga mit den Mannschaften der Groß- vereine von Frankfurt. Die Friedberger traten aber aud) in Gießen schon verschiedene Male auf und hinterließen dabei stets den besten Eindruck. Insbesondere weiß man die Läuferreihe sehr stark, während der Sturm nicht die Waffe ist, die sich eine Mannschaft gern wünschte. Die Ergebnisse aus den Spielen Friedberg — 1900 Gießen lauteten bisher immer knapp. Die Friedberger werden, so hofft man, auch diesmal ein rassiges Spiel zeigen, das sich durch Braugerste findet kaum noch Interesse. Obgleich infolge des schleppenden Mehlabsatzes der Anfall an Kleie und sonstigen Mühlennachprodukten nur gering war, bröckelten die Preise hierfür um 0,15 bis 0,25 NM. je 100 Kilogramm ab. Dagegen lagen ölhaltige Futterartikel, ohne daß Nachfrage hervortrat, etwas fester: für letztere wurde aber eine amtliche Notiz nicht festgestellt. Weizenkleie 7,40 bis 7,50, Roggenkleie 8,25 bis 8,50 RM. Für Kartoffeln blieb die Stimmung zuversichtlicher, Interesse besteht auch weiterhin für gelb- fleischige Jndustriekartoffeln. Eine amtliche Notiz fand nicht statt, die letzten Preise (1,60 bis 1,65 RM. per 50 Kilogramm) hörte man unverändert. Wochenbericht vom Frankfurter Schlachiviebmarkt. Der Rindermarkt war mit 995 um 517 Stück schwächer beschickt. Bei ruhigem Geschäft wurde nahezu ausoerkauft. Die Preise zogen um 1 bis 2 Mark an. Ochsen al) 30 bis 33, a2) 26 bis 29, bl) 23 bis 25; Bullen a) 26 bis 30, b) 21 bis 25; Kühe a) 25 bis 28, b) 21 bis 24, c) 17 bis 20, d) 12 bis 15; Färsen a) 30 bis 34, b) 27 bis 29, c) 23 bis 26. Obwohl der S ch w e i n e m a r 11 mit 3477 Stück schwach beschickt war (in der Vorwoche stellte sich der Gesamtzutrieb auf 6270), war das Geschäft ruhig und flaute später stark ab, so daß noch etwas Ueber- stand verblieb (!). Infolge des gerigen Auftriebs Zogen die Preise aber kräftig, und zwar um 4 bis 5 Mark an. Schweine b) 35 bis 38, c) 35 bis 39, d) 34 bis 37. Für Kälber war der Handel zunächst mittelmäßig, später flaute das Interesse aber merklich ab, so daß nur mit Mühe der Markt geräumt wurde. Der Auftrieb betrug 1331 gegen 2479 Stück. Kälber b) 38 bis 42, c) 33 bis 37, d) 25 bis 32. Arn Schafmarkt blieben die letzten Preise ziemlich unverändert, infolge der nur geringen Beschickung (37 gegen 45 Stück) wurde aber von einer amtlichen Notiz Abstand genommen. die raschen Aktionen der Gäste, durch die Fairneß mit der von feiten der Gäste stets gespielt wurde und durch gute technische Leistungen auszeichnen sollte. Wie sich die VfBer den Gästen gegenüber halten werden, ist nicht vorherzusagen. Die Grünweißen waren in der letzten Zeit nicht mehr so sicher wie noch vor Wochen. Es hat den Anschein, als hätten die Aufstiegspiele etwas am Selbstvertrauen der »Mannschaft gerüttelt. Der Ausgang des Spieles hängt sehr vom Kampfgeist ab, der entwickelt wird, er hängt ferner von der Geschicklichkeit ab, mit der gespielt wird, um nicht dem Gegner von vornherein die Wege der Abwehr zu weisen. Die Mannschaften sind sich gegenseitig unbeschriebene Blätter. Auf das Ergebnis darf man um so mehr gespannt fein. Leider war eine Mannschaftsaufstellung des VfB. noch nicht zu erfahren, so daß man sich über die Gefechtsstärke der Grünweißen noch kein genaues Bild machen kann. Spiele der unteren Mannschaften. Die Spielvereinigung 1900 läßt ihre 2. Mannschaft gegen die 1. Elf der Spielvercinigung Leihgestern auf dem Sportplatz an der Liebigshöhe antreten. Die Hiesigen werden sich sehr anstrengen müssen, wenn sie gegen die eifrige Mannschaft des Gegners einen Sieg erringen wollen. Die 3. Mannschaft empfängt die 1. von Hermannstein. Die beiden Mannschaften der Spielvereinigung befinden sich gegenwärtig in guter Form und sollten sich, zumal auf eigenem Platze, durchsetzen können. Die 1. Ju- gunö trägt in Watzenborn-Steinberg gegen die erste Jugend des FC. „Teutonia" Watzenborn-Steinberg auf dem Platz des Gegners ein Wimpelspiel aus. Die Schüler treten vor den Spielen der 1. Mannschaften gegen die Schüler des VfB. auf dem Waldsportplatz an. Die 3. Mannschaft des VfB. trägt ein Freundschaftsspiel gegen die 1. Elf der Sportfreunde Wetzlar aus. 9.6 25,5 85,5 42,5 212,5 95,9 41,25 18 133 135,65 178 Aku lMgemelne Kunstseide) ... 0 Bemberg...................y Zellstoff Waldhvf............o Hcllftoff Aschaffenburg .......o Dessauer GaS ...............7 Daimler Motoren o Deutsche Linoleum o Orenstein & Koppel o Leonhard Tietz g Ehade...................... Ilse Bergbau ...............7 3l|e Bergbau Genüsse 7 Klöcknermerke ...............o ManneSmann-Röhren 0 fenbung: Stunde der Nation. Der Fischzug. Ein naturkundlicher und volkskundlicher Aufriß von Burgen Eggebrecht. 20: Volkstümlicher Zwiegesang. 20.30: Die Fahnen Deutschlands. Hörfolge von Heinz Nieth. 21.05: Erinnerungen an Deutsch-Ost- arrifa. Vortrag von Rudolf Michel. 21.30: Stunde der Kammermusik. 22: Deutscher Almanach. 22.45 bis 24: Nachtkonzert des Rundfunkorchesters. Dienstag, 13. Juni. 7.15 Uhr: Frühkonzert. 12: Nürnberg: Mittaqs- konzert. 15.30: Der Hausfrau zur Erholung. 16.30: Unterhaltungskonzert des Rundfunkorchesters. 18: in Reclams Universalbibliothek von Michael Waldeck. 18.25: Hans Friedrich Blunck /"k Äenen Werken. 19: Reichssendung: stunde der Nation. Bayerischer Reigen. 20: Weltpolitischer Monatsbericht. Erstattet von Univ.-Prof Dr. Karl Haushofer. 20.25: Unterhaltungskonzert 9iC5Qnn${uCnx/Unf0r^efteJ5- 21: 3X5 Minuten. 21.30: Abendkonzert des Rundfunkorchesters. Mittwoch, 14. Juni. 7.15 Uhr: Frühkonzert. 10.10 bis 10.40: Schul- funf: „Baumwolle". Lehrspiel von Edgar Manfred ®ber- 11: Praktische Ratschläge für Küche und Hous. 12: Mittagskonzert. 15.20: Stunde der Jugend. 16.30: Nachmittagskonzert. 18: Amerika, wie Großkampftag auf dem Waldsportplatz Fußball-Ooppel-Veranstaliung. börl 9.6. 25,5 42,5 212 95,5 41 18 138 179 'Zrles- 3,49 59,12 63,78 14,335 16,64 170,84 22,00 72,25 2,48 73,80 81,91 36,22 es die meisten nicht sehen, von Max Krusemark. 18.25: Zeitfunk. 19: Von Hamburg: Reichssendung: Stunde der Nation. Helgoland. Das Bild einer Insel im deutschen Meer. 20: Unterhaltungskonzert des Rundfunkorchesters. 20.45: Ein Volk will leben. Gespräche aus dem Alltag von Scholle und Pflug. 21.30: Wiener Volksmusik. 22.45 bis 24: Nachtmusik des Großen Orchesters. Donnerstag, 15. Juni. 7.15 Uhr: Frühkonzert erwerbsloser Berufsmusiker. 8: Himmerod (Eifel): Katholische Morgenfeier. Christus in der hl. Eucharistie. 11: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 12: Mittagskonzert I ves Rundfunkorchesters. 13.30: Mittagskonzert II des Westdeutschen Rundfunks. 15.30: Stunde der Jugend: 16.30: Nachmittagskonzert des Württ. Landes-Symphonieorchefters. 18.25: Wilhelm von Scholz lieft aus eigenen Werken. 19: Zum Deutschen Turnfest Stuttgart 1933: „Jahn". Don Michel Eh- bauer. 20: Opernhaus Frankfurt a. M.: „Martha". Oper in 4 Akten von Fr. v. Flotow. 22.45 bis 24: Von Berlin: Nachtmusik. Hamburg-Amerika-Pakei > Hamburg-Südam. Dampfschiff. Ban Goldpse. 16 unkündbar bis 1936 84,4 84,5 _ 5%% ebem. 4%% Franks. Hyp. Bank-Ltgll.-Pfmidbriese ..... 86,25 86,5 — 5’/2% ehem. 4'/r% Rheinische Hyp--Bank-Liqu.»Goldpse. ... 87,5 87 6% ehem. 8% Pr. Landespfand briesanslalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. LaudeSpfand 83,5 84 84.25 84,75 briesanltalt Pfandbriefe R. 1( 83,75 84,5 84 84 Verrechnungskurs......... 85,5 85,5 85,5 85,5 4% Oesterrelchtsche Goldrente... _ _ 18,4 18.25 4,20% Oeiterreichische Silberrente — L2 4% Ungarische Goldrenie...... _ 4% Ungarische Staalsrente v. 1910 — _ 4Yz7a dcSgi. von 1913......... _ _ 6% abgest. Goldmepikaner von 99 11,9 10.65 11 9 *% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagoadbahn-Anleihe «aie l.................... 6,475 6,45 6.55 6,45 — — 6,55 6,45 8. Juni 9. Juni Amtliche Gew Notierung »rle Amtliche Geld Tlolitrunn 1 Brie Heising,ors. 6,334 6,346 6,334 6,346 Wien...... 46,95 47,05 46,95 47,05 Prag...... 12,64 12,66 12,64 12,66 Budapest ... — — — Sofia..... 3,047 3,053 3,047 3,053 Holland ... 170,53 170,87 170,53 170,87 C8lo...... 72,33 72,47 72,13 72,27 Kopenhagen 63,94 64,06 63,89 64,01 Stockholm.. 73,68 73,82 73,68 73,82 London ..... 14,33 14,37 14,315 14,355 Buenos Aire' 0,888 0,892 0,893 0,897 Neuyork ... 3,496 3,504 3,506 3,514 Brüssel_____ 58,99 59,11 59,04 59,16 Italien..... '2,03 22,07 22,04 22,08 Paris..... 16,62 16,66 16,62 16,66 Schweiz ... 81,72 81,88 81,77 81,93 Spanien.... 36,21 36,29 36,21 36,29 Danzig.... 82,77 82,93 82,72 82,88 Japan..... 6,884 0,886 0,884 0,886 Rio de Jan. 0,239 0,241 0,239 0,241 Jugoslawien Lissabon... 5,195 13,04 5,205 13,06 5,195 13,04 5,205 13,06 Serfln, 9. Juni Geld Amertlanhche Noten.............. Belgische Noten.................. Dänische Noten ................. Englische Noten ................. Französische Noten............... Holländische Noten............... Italienische Noten................ Norwegische Noten .............. Deutsch Oesterreich, » 100 Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten.............. Schweizer Noten................. Spanische Noten................ Ungarische Roten ................ 3,47 58.88 63,52 14,275 16,58 170,16 21,92 71,96 2,46 ■ 3,50 81,59 36,08