ihres musikalischen und dramaturgischen Stils entsprach. Er hatte erkannt, worauf es hier ankam: repräsentativen Rahmen, auf die „große Szene" hin zugespitzten Dialog, flüssige Ensembles und ein in allen drei Akten von der Partitur her befeuertes Tempo. Kapellmeister Euje unterstützte am Diri- qentenpult die Absichten der Spielführung vortreff- iid) und vermittelte die prickelnde Musik mit Umsicht und feinfühliger Anpassung Die Herren Löff- l e r (Bühnenbild), Keim (Beleuchtung^ und f) u - ber (Kostüme) hatten für eine phantasievolle und großzügige Ausstattung, Sorge getragen. Die gastweise verpflichtete Tanzregisseurin Hannah Spohr, die sich dem Gießener Publikum bereits vorgestellt hat, betonte mit verschiedenen sauber einstudierten Tanzeinlagen (Kastagnettentanz, Groteske, Walzer zu Dritt) die ausgeprägte rhythmische Akzentuierung der Partitur. * Maria Perry hatte mit der Titelpartie (Hanna Glawari) eine Paraderolle ersten Ranges, der sie stimmlich und darstellerisch alle jene zahllos bewähr- teil Möglichkeiten abzugewinnen verstand, welche diese Figur zu einer der berühmtesten Operettenrollen gemacht haben: sie ging temperamentvoll aus sich heraus, sang mit geschickt verteiltem Einsatz und hatte vor allem mit dem berühmten Bilja-Lied und dem Lied vom dummen Reiter im Mittelakt einen großen Erfolg. Herr F i e r rn e n t als ihr Partner Graf Danilo war ebenfalls in bester Form, sang und spielte be- schwingt, beweglich, in angeregter Laune. Mit der Figur des leicht vertrottelten pontevedrinischen Gesandten fand sich Herr M a r ck s humorvoll ab, während Herr Hub mit ganz balkanmäßig glucksenden und kullernden Kehllaut«'n sich des schwarzlockigen Rjegus angenommen hatte und auch mit Elan sein nicht ganz zeitgemäßes Chanson im dritten Akt unter die Leute brachte. Adolf Jäger aus Frankfurt spielte a. G. recht angemessen den Rosil- fnn; Frl. Renz traf als Balencienne in Spiel und Gesang den rechten Ton. Auch die übriaen standen tüchtig auf ihren Posten: einen Sondererfolg erzielte das stürmische Männer-Septett im zweiten Akt * Das Publikum bereitete der Neueinstudierung eine herzliche Aufnahme: zum Schluß gab es Blumen und sogar zwei richtige Adventskränze zur Belohnung. hth. „Wie Hund und Katze." Bon Siegfried von Vegesack. „Wie Hund und Katze!" sagen die friedlichen Menschen, wenn sich zwei von ihnen gar nicht miteinander vertragen können. Wer aber Hund und Katze sich selbst überläßt, sie nbeneinander aufzieht, der wird sie nicht mehr gedankenlos als Vergleich mißbrauchen, wenn er von Haß und Feindschaft der Menschen spricht. Ich will hier nur von meinen persönlichen Erlebnissen berichten und bemerke, daß es sich nicht um irgendeinen lammfrommen Köter, sondern um zwei sehr scharfe und bissige Schäferhunde, und nicht um eine pazifistische Katze, sondern um einen recht kriegerischen roten Kater mit scharfen Krallen handelt. Die Hunde heißen Lappa und Greif, der Kater Kisse Mons, — Kiffe ist der Vorname Wenn Lappa und Greif von draußen herein- kommen, und sich naß und müde vor dem Ofen aus- strecken, springt Kisse Mons von ihrem Sofasitz herunter, macht einen Riesenbuckel und geht mit der besorgten Miene einer älteren Tante auf die beiden Hunde los. Und nun macht sie sich mit Inbrunst daran, die beiden zu säubern, zu waschen und nach allen Regeln der Katzenkunst abzulecken. Sogar das innere der langen Ohren wird dieser sorgfältigen Prozedur unterzogen. Lappa und Greif lassen alles dankbar über sich ergehen und halten sogar, wenn das eine Ohr erledigt ist, das andere bereitwillig hin. Aber auch auf die innere Gymnastik und Hygiene erstreckt sich Kisse Mons Tätigkeit. Mons bezeigt bedächtig Lappas Magen, behorcht ihn aufmerksam, und beginnt bann mit beiden Vorderpfoten ihn gründlich zu masteren. Es sieht so aus, als wollte sie radfahren und träte die Pedale. Ist die Arbeit beendet, legt sie sich als Wärmeflasche auf Lappas oder auf Greifs Rücken. Manchmal auch gleichzeitig auf beide. Bis Lappa Junge bekam, schlief Kisse Mons mit ihr zusammen im Hundehäuschen, und zwar aus eigenem Antrieb, ohne daß jemand von uns sie dazu veranlaßt hätte/ Erst als sie eines Tages zu ihrem maßlosen Erstaunen neben Lappa sieben rätselhafte kleine Geschöpfe im Häuschen vorfand, drehte sich Kisse ziemlich entsetzt um, schüttelte zuerst das rechte, dann das linke Hinterbein, und begab sich auf die Wohnungssuche. Ueberhaupt: was sich alles im Hundehäuschen ereignete! Jeden Vormittag standen eine Zeitlang zwei Hennen vor dem Eingang, bis das*Häuschen leer wurde. Dann schlüpfte eine Henne hinein. Und während diese legte, ging die andere erregt auf und ab, bis die erste gackernd heraustrat. Dann kam sie an die Reihe. Ueberraschte Lappa eine Henne im Haus- chen, steckte sie nur die lange Schnauze hinein, rpedelte mit dem Schwanz und entfernte sich taktvoll. Zweimal hatten wir vergessen, die Eier heraus- zuholen. Was tat Lappa? Man mag mir nun glauben oder nicht, ich schwöre, daß ich hier kein Märchen erzähle, und berufe mich auf zwei Zeugen: auf Isabel, unsere kleine Tochter, und Hilda," unsere brave Köchin. Das einemal kommt Lappa, sich am Boden windend, tief beschämt zu mir, als wollte sie sagen: Ich hab' es nicht gelegt! Und in ihrer Schnauze trägt sie, vorsichtig mit den Lippen nur das Ende fassend — ein Ei! Das anberemal brachte sie bas Ei, birekt in bie Küche. Auch eine ganze Familie junger Kücken quartierte sich für mehrere Nächte im Hundehäuschen ein, und das zur Zeit, als dieses schon von sieben Welpen bevölkert war. Lappa war Ärmlich ratlos, wie sie alle diese Wesen ernähren sollte, und als sie trotz größter Vorsicht ein Kücken in der Nacht erdrückte, hielt sie es mir am andern Morgen verzweifelt hin: Ich kann wirklich nichts dafür! Die Kücken wuchsen heran und wollten sich nun ihrerseits dankbar erweisen. Was taten sie? Sie umschritten feierlich die schlafenden jungen Hunde, reckten die Hälse, starrten gespannt hierhin und dahin — und fingen plötzlich an, behutsam und doch mit peinlicher Genauigkeit bie vielen fetten Flöhe abzu- picken! Ueberhaupt: bas Prinzip gegenseitiger werktätiger Hilfe ist bei ben Tieren viel mehr verbreitet, als man gewöhnlich glaubt. Wir hatten eine Ziege, Franziska, bie ein Kitz bekam. Am anberen Morgen finbe ich in der Krippe ein frischgelegtes Hühnerei, das Franziska schon zur Hälfte ausgetrunken hatte! Ziegen find ein Kapitel für sich. Wenn ich von Franziska erzählen wollte, — nein, es würde mir doch niemand glauben. Und Kühe, — es gibt Kühe, bie man nie vergessen kann. Hast bu einer Kuh ins Auge geschaut, unb hat ihr abgrundtiefer Blick voll Güte, Demut unb Weisheit bich nicht erschüttert? Die Aegypter hatten recht, als sie das Rind anbe» teten. Junge Dichter vor bie Front: ,,£) Tier, das Tier ist gut!" Nr. 2 9 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Samstag, 9. Dezember 1933 Die deutsche Revolution. 23 on Edgar Ung Die deutsche Revolution vollzieht sich in einem Kulminationspunkte der Geschichte und ist Teil der gesamten Umwälzung, die Europa ergriffen hot. Der Charakter dieser europäischen Revolution ist ein gegenrevolutionärer. Gegenrevolutionär in dem Sinne, daß er sich gegen die bürgerliche Demokratie, gegen den sterbenden Parlamentarismus, gegen bie kapitalistisch entartete Privatwirtschaft, gegen eine problematische Zivilisation richtet. Wenn Mussolini im 14. Band der „encyclopädia italiana" ben Faschismus als ben Aufstand des g e ■ schich11, chen Menschen gegen das Indi - d i b u u m des Liberalismus bezeichnet, so trifft er damit das Wesen der europäischen Revolution. In seinem Grundgehalt ist der Faschismus sicherlich ein „Exportartikel", so wenig seine hoben- unb volksgebundenen Formen übertragbar sind. Denn der Glaube Mussolinis an bie Wiebergeburt des geschichtlichen Menschen schließt eine lieber« tragung von Fo.men, welche aus ber Jtalienität kommen, auf außeritalienischen Boben aus. Das Befördere ber beutjchen Entwicklung besteht barin, baß ber Uebergang von ber konstitutionellen Monarchie zur nationalistischen Diktatur verhältnismäßig kurz ist. Er umfaßt ben Zeitraum von 1917 bis 1933, in welchem bie Herrschaft von den Parteien unb ben Parlamenten ausgeübt würbe. Deutschlanb holt also bie französische Revolution verhältnismäßig spät nach unb wirb hierin nur von Spanien übertroffen, welches erst jetzt mit feubalen Ueberbleibjeln aufräumt. Schon bie beutsche Revolution von 1918 hatte beshalb einen Zwischen- charakter. In ihr rangen Formaldemokratie unb marxistische Diktatur um bie Herrschaft. Schon damals setzten sich die demokratischen Grundkräfte nicht aus eigenem Vermögen durch, sondern die pazifistische Sozialdemokratie mußte sich ber nationalistischen Freikorps bedienen, um bie Formalbemokratie zum Siege zu führen. Sie ftanb beshalb a u f schwachen Füßen. Schon nach kurzer Frist geschah eine Machtverschiebung nach ber Seite ber Reichswehr unb bes Reichspräsibenten, besten Amt bezeichnenberweise von bem Führer ber alten Armee verwaltet würbe. Dann flüchtete sich bie Republik unter ben Schutz bes „Kabinetts ber Barone", um enbgültig an ihrem Unoerftänbnis ber geschichtlichen Dynamik zugrunbe zu gehen. Erst in ber Garnisonkirche zu Potsbam würbe bie von Rousseau geforberte Ibentität zwischen Regierenben unb Regierten hergcstellt. Sie vollzog sich aber ni cht auf bem Wege einer Gesetzesherrschaft, wie sie zuletzt Kelsen gefordert hatte, [onbern auf bem ber irrationalen Persönlichkeitswirkung. In dem nationalsozialistischen Führer sah sich die Masse in einem Maße verkörpert wie noch nie zuvor in der Geschichte. Die Demokratie wurde gewissermaßen a u f psychologischem Wege vollendet: ein Wunder, aber noch keine staatliche Ordnung. Aber in dieser H ä ch st s o r m der Demokratie, in welcher alle Macht ohne jede gesetzliche Hemmung ober politische Korrektur in die Hand des erwählten Volksführers gelegt wurde, schlummert gleichzeitig ihre Ueberroinbung. Demokratische Diktatoren pflegen nur bann zur reinen Demokratie zurückzukehren, wenn die Grundgesetze der Demokratie mit Bewußtsein unb Absicht nur vorüber- gehend ausgeschaltet wurden, also an und für sich noch im Volke ßebensboben besitzen. Dies ist aber zu Beginn des Umschwunges . i ch t mehr der Fall gewesen. Die formale Demokratie hat in Deutschland so abgewirtschaftet, daß sie nicht nur als Methode, sondern auch als Staatsform keine Zukunft mehr hat. Die deutsche Revolution fällt zudem in einen Zeitabschnitt, in welchem Liberalismus unb Demokratie als solche in Agonie geraten finb, bie Frage nach echten Herrschaftsformen bem ganzen Erbteil beshalb gestellt ist. So vereinigt sich in der beutfchen Revolution bie Vollendung des Prinzips von 1789 mit seiner Ueberroinbung Sie ist Ende des liberalen Zeitalters unb Anfang des anbrechenben konservativen. Dieser Doppelcharakter der deutschen Revolution ist es, der uns die kompliziertesten Probleme stellt unb uns zwingt, ununterbrochen auf ber Wacht zu stehen, bamit bet geschichtliche Sinn ber großen Umwälzung sich erfülle. Dieser Sinn ist aber ein gegenrevolutionärer. Die große Revolution bes 20. Iahrhunberts ist ebenso zwangsläufig konservativ wie bie bes 18. Jahrhunderts liberal war. Sie ist ebenso triebhaft und elementar wie bie bes 18. Iahrhunberts von Ideen bewegt war. 1789 marschierten Jbeen gegen bie Ueberlie- ferung, jetzt brechen Ueberlieferung, Blut unb Geist, ' ber geschichtliche Mensch burch unb treten gegen Intellektualismus unb Doktrin an. Als Geschöpf ber Aufklärung war bie französische Revolution atheistisch unb bekannte sich zur Göttin Vernunft. Die später erfolgenbe Rückkehr zur Religion machte vor bem Staate halt, der in religiösen Dingen gewissermaßen neutral wird. Mit dieser Verweltlichung des Staates ist aber eine weitgehende Verweltlichung des gesamten Volkslebens verbunden Die deutsche Revolution 1918 entwickelt keinen Schwung. Einige Literaten versuchen auch bei uns mit 150 Jahren Verspätung ben Vernunftkultus ein« zuführen. Aber es zeigt sich, baß bas Zeitalter der Aufklärung endgültig vorüber ist, baß auch die von der deutschen Linken heimlich geförderte Gottlosenbewegung mehr der Gleichgültigkeit als einem geistigen Wollen entspringt. Während sich die deutsche Repu- blik in religiösen Dingen einigermaßen neutral verhält, kommt es in Rußland zu einem offenkundigen Diesseitskult, bei dem die Götzen Marx und Lenin, die Fetische Arbeit, Wohlfahrt und Proletariat heißen. Die deutsche Revolution von 1933 ist klare Gegenrevolution, istbewußtreligiös und führt den Staat symbolisch aus dem Theater von Weimar in die Garnisonkirche von Potsdam. Hinter ihr steht eine Art von religiöser Politik, welche an die politische Theologie eines Adam Müller gemahnt. Wir sehen das Doppelgesicht der deutschen Revolution, das sowohl dem liberalen Zeitalter als auch der konservativen Umgestaltung zugewandt ist. Wir erkennen ihren doppelten Kern, in dem das Bild eines neuen deutschen Staates, aber auch das bes Dritten Reiches schlummert. Hier bie erwachende Nation, ber Nationalstaat, ber totale Staat, bie Er- ziehungsbiktatur, straffer Zentralismus, bort ein anbaufähiges Reich, gegründet auf natürlich gewachsenen soziologischen Gegebenheiten, hierarchisch ge- gfiebert, gebietsftänbisch und berufsständisch aufgebaut, adlig geführt Die primitive Dynamik ber Massen, ber Herrschaftsdrang ber neuen Männer bewegen sich vorläufig auf einen Staat zu, ber nicht mehr Spielball ber pluralistischen Kräfte, fordern Macht ist Daneben aber regt sich bie mythische Sehnsucht nach bem Dritten Reiche, bie Besten bes Volkes burchglühenb. Die marschierenben Bataillone wollen zunächst ben beutschen Staat unb bie neu zu ftiftenbe" soziale Ordnung, ber beutsche Geist ringt um bas heilige Reich. Hieraus ergibt sich, baß zur Erfüllung bes geschichtlichen Zuges, ber bie konservative Revolution fordert, eine spätere schöpferische Phase notroenbig wirb, in welcher ber konstruktive Bau bes britten Reiches beginnt Potsdam schuf hierzu bie Voraussetzung, den deutschen Staat, der aber nur Kern unb Achse bes Reiches sein wirb. Die Berufung ber Deutschen bleibt das Reich Die protestantische Linie deutscher Politik ist der Staatsgedanke, bie katholische die Reichsidee. Die Doppelkonfessionalität des deutschen Volkes braucht nicht nur als geschichtliches Verhängnis gesehen zu werden Es wird dadurch bie ßebenbigteit bes Volkstums geschont unb ein Staatsbenken gefördert, bas auf ein Ordnungsgefüge hindrängt, wie es das balkanifierte Europa benötigt Die moderne Verkehrswirtschaft, und die Unmöglichkeit, in Europa Siedlungs- unb Staatsgrenzen zur Deckung zu bringen, fordern gebieterisch einen Ausweg aus der nationaldemokratischen Sackgasse und ein neues staatliches Orbnungsprinzip. Hier liegt die politische ßinie der katholischen Ueberlieferung, die Aufgabe des deutschen Katholizismus. Beiden Bekenntnissen zusammen aber obliegt bie Wieberverchristlichung bes Abendlandes, welche der letzte Sinn der konservativen Gegenrevolution ist. Sport auf Der Eisverein hatte rechtzeitig alle Vorbereitun gen getroffen unb ber Winter hat sich biesmal mit so einbeu tigern Frost eingestellt, so baß bie Eisbahn an der Moltkestraße innerhalb dreier Tage zur befahrbaren Fläche gefror. Die Jugend wartete schon auf ben Tag ber Eröffnung und strich immer dem Eise. Eishockeyfeld, auf bem bereits eifrig trainiert wird, würbe auf bas Planschbecken verlegt, so daß bie Eishockeyspieler nunmehr ganz für sich finb. Für das Eisschießen ist ebenfalls genug Raum abge» grenzt, bie Herren im besten Alter stehen in Stroh» schuhen auf ber glatten Fläche und beobachten mit ! t" •i wieder an der Eisbahn herum, um zu sehen, ob es nicht bald so weit sein werde ... Am Dienstag konnte die Eisbahn eröffnet werben und schon am Nachmittag bevölkerte bie Jugenb in hellen Haufen bie glatte Fläche, war schnell roieber im Element unb in großer Fahrt. Auch die Erwachsenen kramten bie Schlittschuhe aus unb vergnügten sich währenb einiger freien Stunden in ber urgesunden Bewegung, in ber klaren winterlichen Lust, unb im ßicht ber etwas kraftlosen winterlichen Sonne, bie ihre Strahlen schräg auf das Eis warf. Auf ber Moltkestraße blieben bie Vorübergehenben stehen, sahen auf das bunte Gewimmel unb be- bauerten vielleicht, baß sie nicht auch babei fein konnten, fonbern ihren Pflichten nachgehen mußten. Die Eisbahn hat eine Erweiterung erfahren. Das gespannter Aufmerksamkeit den schweren Holzkegel, ber, von kraftvoller Hanb geschleubert, in ruhiger stetiger Bewegung über bas Eis gleitet, um mehr ober weniger nahe bem Ziel zur Ruhe zu kommen. Der Eisschießsport hat in Gießen eine befördere Pflegestätte und wird mit großer Ausdauer betrieben. Eisschießen wirb übrigens nicht mehr lebiglich als ein Sport ber älteren Herren angesehen, fordern auch bie Jugend beteiligt sich mit viel Geschick. Es braucht kaum erwähnt zu werden, daß auch ber elegante Kunstlauf eifrig gepflegt wirb. Die vorzügliche Eisbahn, die Gießen, dank ber eifrigen Arbeit des Eisvereins besitzt, ist eine Sportstätte, wie sie in ihrer Art nicht schöner gewünscht werden kann. Unsere Bilder geben kleine Ausschnitte aus ber Betriebsamkeit auf dem Eise. Das Gießener Lehramt für politische Erziehung. Zu den Berichten über bie Rebe bes Herrn Reichsstatthalters anläßlich ber Einweihung bes Kameradschaftshauses ber Gießener Studentenschaft ersucht das Gaupresseamt um folgenbe Klarstellung: Der Herr Reichsstatthalter hat erklärt, baß ber Partei das Primat ber Vertretung des Nationalsozialismus allen Volksgenossen gegenüber erhalten bleiben müsse. In erster ßinie müsse sie ben Nationalsozialismus für bas ganze Volk nach außen hin verkörpern. Ein Verzicht hieraus bedeute Selbstaufgabe Somit könne ber Nationalsozialismus nicht an einen Lehrstuhl gebunben werden ober etwa Schulen unb Universitäten überlassen bleiben. Die Partei müsse bie Verbreitung des Nationalsozialismus zum allgemeinen Volksgut für sich unb ihre Beauftragten in Anspruch nehmen. Die Errichtung eines Lehrstuhles für Nationalsozialismus werbe versuchsweise und vorbehaltlich ber Zustimmung ber obersten Parteiführung genehmigt. Das Amt für politische Erziehung habe bie ©runblage ber Durdjbringung aller Besucher der Universität mit nationalsozialistischen Grundsätzen zu bienen. Unzulässige Eingriffe. Die ßanbesleitung Hessen ber Reichsmusikkammer teilt mit: Entgegen ben für bie Ueberführung bes Verbanbes ber Theaterangestellten in bie Reichsmusikkammer erlassenen amtlichen Besprechungen werben Uedergriffe örtlicher Funktionäre bes genannten Verbanbes gemeldet. Ich weise ausdrücklich darauf hin, daß Ernennungen unb Vollmachten für bie Reichsmusikkammer ungültig finb, wenn sie nicht von ber ßanbesleitung Hessen (Darmstabt, Gutenbergstraße 51) ober vom Präsibenten ber Reichsmusikkammer, Berlin, ausgestellt finb. Arbeitsfront-Gauführer finb für Ernennungen nicht zuständig. Unter Beobachtung des Reichskulturkammergesetzes ist das Ergebnis der Verhandlungen betr. der Ueberführung abzuwarten. Gießener Gtadttheater Franz Lchär: „Die lustige Witwe". „Die luftige Witwe", deren letzte Gießener Aufführung etwas über vier Jahre zurückliegt, ist unter den älteren Varkriegsoperetten weitaus die erfolgreichste gewesen. Ihr Erscheinen bedeutete seinerzeit fast eine Revolution-, Lehär hatte hier einen neuen Stil gefunden, der die alte Wiener Tradition fürs erste nahezu vollkommen ausfchaltete. Der Erfolg nahm für damalige Begriffe unerhörte Formen an. Die Hauptmelodien der Partitur gewannen mit einem Schlage eine alle Erwartungen übertreffende Popularität und traten alsbald einen Siegeszug durch die ganze europäische Welt an. * Das ist nun schon lange her; die Welt hat inzwischen ihr Gesicht gründlich gewandelt, und wenn man heute die Operette wieder auf sich wirken läßt, so wird einen zwar das Textbuch (von Victor ßeon und ßeo Stein) in vielen Teilen den zeitlichen Abstand empfinden lassen, der uns von den triumphalen Anfängen der „ßuftigen 'ffiitroe" trennt; aber die Partitur ßehärs wirkt noch in ihrer ganzen ursprünglichen Frische, ihrem rhythmischen Schwung und ihrer eleganten und überaus geschickten Melodieführung auf uns ein, und wir begreifen sowohl die Durchschlagskraft jenes ersten Erfolges — von bem alle, bie ihn persönlich miterlebt haben, noch heute schwärmen — als auch bie Verlockung für den modernen Regisseur, ein wenig vorn großen Zauber jener er* m Ausführungen, denen später so ungezählte folgen sollten, noch einmal heraufzube- schwören Man darf allerdings nichts forcieren unb nicht etwa versuchen wollen, bas Werk einer grunb« sätzlichen Neufassung für ein heutiges Publikum zu unterziehen: bas würbe ben Erfolg untergraben unb der Operette die wesentlichen, freilich zeitgebundenen Voraussetzungen nehmen, auf denen ihre Wirkung ' beruht Daß eine Neueinstudierung, mit richtigem Gefühl für diese schon historisch gewordenen Elemente der klassischen Operette unternommen, noch immer eine dankbare und lohnende Sache ist, bewies die gestrige Aufführung noch entschiedener als die Wiederaufnahme vor vier Jahren. * Die Spielleitung (Paul W r e d e) hatte mit Recht davon angesehen, 'eine notwendig zu Gewalttätigkeiten führende Modernisierung vorzunehmen; er spielte die Operette so, wie es den Grundzügen Aus der Provinzialhaupiffadt. per a>o*jrtuve. Der jroeue ounmag im Aooenr wifö m diesem 2ayre uer „Xupiernc oonniag" |etn. Mupjerner 'ounniag miu 10091 bejagcn, oaß er oer er|u gtoyere ^imau|5iag uoc uem ye|ie t|t, an Dein uuciomgs Oie >)anu aus Dem loeiOöeuiel oieisaa) nua) etwas |e|ier pöi, oasur aoer oas lauge um|o lauerer umyeringL «nn es güt zu sehen, zu Dergleichen uno zu rechnen. Amnayucy i|t oer 6mn mieuer erwacht sur uen inneren zoert Oes ijteMes, dos oen tiogn rur ehrliche Arden beöeuiet. Dem- gemag miro in oie|em uagre mancher Psennig erst einige Male m oer jjano umgeoregi werden, bevor er als Zahlungsmittel den Besitzer wecysell. Von diesem z0erige,uhl wird auch Oie Auswahl der Geschenke geleuei jein. Gewig jchentt man zu Weihnachten gern auch einmal etroas, was nicht „unbedingt fein mutz . Die Gabe soll ja tfreubenbrmger sein. Gin schönes Bild oder eine kunstvolle Porzellan,igur |ino zwar keine Gebrauchsgegenstande, aber daourch, dog sie täglich um uns pno, verbindet uns ihr Anblick in Gedanken mit jenen Menschen, die sie uns schenkten. Das kann in manche trübe Stunde einen Lichtstrahl bringen, zu wissen, daß jemand an unserem Geschick teilnimmt, wenn wir feine» Rates oder seiner Hilfe bedürfen sollten. Der ftup,erne Sonntag ist der offizielle Starttag zum jjluge in die von Flittergold überfponne- nen Gefilde jugendlichen Wunjchglücks. Was werden bei den Gongen zwischen oen Bergen von Herrlichkeiten für Armeen von Flügelrössen ge- sattelt, mit denen die kindliche Phantasie sich in den lagen vor dem Fest und mehr noch in den Nachten in dem Lande der Feenpaläste und Luftschlösser tummelt! Loht sie reiten, reiten, reiten! Die Vorfreude wird leider bei vielen die schönste Freude bleiben müssen. Wenn dann die horte Wirklichkeit unter dem Weihnachtsbaum dem lieber- schwang die Flügel gestützt hat, wird dos Wonne- aefühl auch des kleinsten Besitzes alles vergessen lassen, was zu schon schillerte, um diesmal wahr 3U werden. Der Rausch de» Kupfernen Sonntags wird ein durch das ganze Leben immer wieder aufleuchtender Silberstreifen bleiben aus dem entschwundenen Paradies der eigenen Jugend. Dessen sollte man sich freuen, wenn man an diesem Tage glänzenden Augen begegnet und aufgeregte Kinderstimmen Verschüttete» in uns wecken. K. J. G. Abschiet) von Professor Helmke. Mitte nächster Woche wird Prof. Helmke, der als Direktor des Oberhessischen Museums zu Gießen in weiten Kreisen bekannt wurde, unsere Stadt verlassen, um seinen Wohnsitz nach Sobernheim a. d. Nahe zu verlegen. Mit seinem Wegzug ver- liert Gießen einen Mann, der bei Dielen Gießenern, namentlich aber bei denjenigen, die ein Herz für Heimat- und Altertumskunde haben, bei seinen Kollegen, Schülern, Hörern, überhaupt bei allen, die mit ihm in Berührung kamen, infolge seines aufrechten, liebenswürdigen und geselligen Wesens ein freundliches Andenken hinterläßt. Professor Paul Helmke, geb. am 1. Mai 1866 zu Freienwalde a. d. Oder, begann feinen Bildungsgang mit dem Besuche der Patina der Framke'schen Stiftungen in Halle a. d. Saale, in welcher er im Herbst 1886 die Reifeprüfung bestand. Er studierte dann in Halle und Gießen klassische Philologie und Archaeologie und legte an der Gießener Universität im Februar 1894 seine Staatsprüfung ab. Anschließend sand er Verwendung in Darmstadt, sodann von 1897 ab in Butzbach, von 1899 ab in Friedberg und schließlich von 1917 ab in Gießen, wo er 1928 auf seinen Antrag als Studienrat pensioniert wurde. Don 1918 bis 1929 war er Leiter der Lateinkurse an der Landesuniversität. Seinen langgehegten Wunsch, praktische Archaeologie betreiben zu können, sah Helmke schon in Butzbach im Jahre 1897 in Erfüllung gehen, als er unter Leitung des Geh. Oberschul- rats S 0 1 dan bei der Erforschung des Limes mitwirkte. Er war bei dem Ausgraben am Schrenzer, am Degenfeldkastell, an den sogenannten Gamba- cher Reitschulen usw. beteiligt. Nach feiner lieber- [teblung nach Friedberg erhielt er vom Ministerium ben Auftrag (1907), die Offenlegung der Kapersburg im Taunus und der Befestigung ihrer Mauern vorzunehmen, welche Ausgabe aber infolge des Kriegsausbruch- unvollendet bleiben mußte. Nach- dem man in Hessen von Staatswesen die Denkmalpflege «lngeführt hatte, war Helmke als Denkmalpfleger tätig; zuerst im Bezirk, bann (bis 1932) in der Provinz Oberhessen, und zwar für die Bodenaltertümer. Al» solcher hat er, neben ben vorerwähnten Grabungen, besonders wichtige Untersuchungen an oorge chichllichen Anlagen und Grabhügeln aus- geführt, 0 auch im Borderwald bei Muschenheim. Dort sand er u. a. im ,,Königsgrab" ein prachtvolle» Bronzeschwert und löste damit die bei den Mu- schenheimern feit altersher herrschende Sage von einem im Vorderwald vergrabenen „goldenen Schwert". Diese» und noch viele weitere Funde sind im Oberhessischen Museum aufbewahrt. Ferner untersuchte er den großen vorgeschichtlichen Friedhof bei Nieder-Mockstadt, Grabhügel im Langsdorser Wald und bei Nieder-Bessingen und noch viele andere. Auch römischen Spuren ging er nach und bearbeitet e, außer der Rapersburg, z. B. die Frei- legung der Mauern eine» Burgus auf dem Johan- nisberg bei Bad-Nauheim und eines zweiten am Minterstein Diesen letzteren Burgu» konnte er mit ben reichlich gespendeten Mitteln de» Deutsch-Amc- rifaners Gustav Dberlaenbcr wieder aufbauen; feine» und de» Stifter» Namen erhält eine Inschrift am Turm. Dom Tage feine» Dienstantritt» am Gießener (Bnmnafium an war Prof. Helmke auch am Ober- hessischen Museum tätig, zuerst als wissenschaftlicher Mitarbeiter, dann, nach Kramer» Tode, als Direktor. In diesen Jahren bat er für die Ausweitung der Sammlungen, namentlich der vorgeschichtlichen, außerordentlich sruchtbringend gewirkt; nicht nur verdoppelt hat er sie, sondern er hat sie auch roö- ständig neu geordnet. Ferner erwarb er da» Ge- samtwerk von I. G Wille, de» berühmten Kupferstechers des 18. Jahrhunderts, der bekanntlich non der Obermühle bei Bieber stammt Die Stiche, die sämtlich gerahmt sind, bilden eine Sehenswürdigkeit des Museum». Der Heidenturm im Schloßboi mit feinen beiden verliehen und den Wobnräumen wurde von Helmke wieder befudjbar gemacht. Dazu die vielen Einzelerwerbungen, die das Museum im Alten Schloß zu einer anerkannten Bildungsstätte, namentlich für die Heimatkunde, gemacht habm Zahlreich sind die Veröffentlichungen Helmkes in wissenschaftlichen Zeitschriften und in den Heimatblättern. besonder» auch im „Gießener Anzeiger" und seinen Beilagen Daneben bat er unermüdlich Führungen von Schulen und vereinen • halten denen allen er stets mit feinem reichen --vn r Verfügung stand In Städten und Portern inner Vorträge, auch In der Volkshochschule An t:r Wandern ist not! Ein Mahnwori von Professor Or. Werner, Darmstadt, Heichssührer der deutschen Gebirge- undWandervereine. Wenn es des Wandersmannes bestes Teil ist, daß er, in tiefster Seele treu, seiner Heimat allezeit verbunden bleibt, so ziert es ihn nicht minder, auch dem Freunde sein Her; zu bewahren, der ihm neben der äußeren Landschaft des Lebens auch das Land der Seele erschloß, und dieser Freund ist sein Wanderoerei n! Wohlfeil aibt er und doch gut, vieles schenkt er vielen. Wandern ist ohne gute Füße nicht möglich, wird aber erst werthaft mit aufnahmebereiter Seele. Wandern i st eine rechte Angelegenheit de» deutschen Gemütes, die sich um so tiefer auswirkt, je weniger sie zu äußerer Ekstase führt. Deshalb ist es eine reine Pflicht der Dankbarkeit. dem selbstlos Dolksdienst übenden HJan- beroerein nicht aufzusagen, sondern darin zu bleiben. Ich weiß, der Vereine sind viel, und alle wollen ihre Beitragszechinen haben. Aber wenn „alles rennet, rettet, flüchtet" — der Wanderer fei beharrlich und bleibe feinem Bunde getreu. Weil der Wan- deroerein ihm Schirm und Hort und Arznei für Leib und Seele war, sollte das einfachste Gefühl der Pietät den Wanderfreund davor bewahren, den geweihten Grund der in Vereine gebundenen deutschen Wandererschaft zu verlassen. Insbesondere gilt das als Mahnung an die oberen Zehntausend, die, obgleich nothafter Zeit immerhin noch fernestehend, meist am raschesten bei der Hand sind, ihre 43er- einsauffünbigungen mit dem Wanderklub beginnen zu lassen und damit eine Gliederung zu gefährden, die mehr als die meisten anderen Bünde bet Volksgemeinschaft und ber Bekämpfung des Klassengeistes gebient hat Wenn sich die Hunderttausende deutscher Wanderer mit Stolz au den Wegebereitern des Dritten Reiches zählen Dürfen, so ist auch heute und morgen und in alle Zukunft hinein ihre Sendung nicht erschöpft, sondern heute und morgen und in alle Zukunft hinein braucht Deutschland neben der Körper st ählung d i e Seelenformung. Auf den unsichtbaren Grundmauern einer ohne großen Aufwand geleisteten Erziehungsarbeit am deutschen Innenleben baut sich Oermanias Dom auf. „Gemeinnutz geht vor Eigennutz" Wir deutschen Wandersleute haben diesen schönen Bekenntnissatz längst vertreten; wir haben Wege angelegt und gekennzeichnet, Türme und Schutz- butten gebaut, Karten und Führer herausgegeben, dem Ganzen zum Heile. Mühevoll und kost- pielig war unsere Arbeit; teuer vor allem Bau und Erhaltung der Klubhäuser und Jugendherbergen. . Trotzdem geschah dies alles, geschah selbstlos I und ohne jeden materiellen Vorteil, getragen lediglich vom Bewußtsein und herben Glück der treulich erfüllten Pflicht. Und der Ruf: „Lernt erst Deulschlond kennen und dann das Ausland! Erwandert euch Heimat und Vaterland!" ist der Heroldsruf der deutschen Gebirtzs- und Wandervereine von jeher gewesen, ist eine von uns Wanderern stets redlich erfüllte nationale Aufgabe. Darum weiß die deutsche Reichsregierung, was sie am rechten deutschen Wanderertum hat, deshalb roiffe die Nation, was sie dem deutschen Wanderertum verdankt? Und darum heißt die Parole: Nicht heraus aus den deutschen Danberoereinen. sondern hinein! Hinein in diese Horte seelischer Aufwärtsentwicklung, hinein in diese Stätten edelsten Strebens und redlichsten Bemühens um den deutschen Aufbau! Deutsche Wandersleute bleibt dem Besten in euch getreu! Euch rufen immer wieder aufs neue Heimat und Vaterland zu: Wandern ist not? Wanderoereine sind not! Der Voaelsberaer Höhenclub bittet uns im Zusammenhang mit dem vorstehenden Artikel um den Abdruck der nachstehenden Zeilen: Nicht nur seelische Werte erhielt und schafft die deutsche Wanderbeweaung, der deutsche Wanderer steht auch stets s e I b ft I 0 s im Dienst der Heimat. So betreut-ber Sogeiberger Höhenclub nun schon über ein halbes Jahrhundert die Vogelsberger Heimat mit der Wetterau und dem gesamten oberhessischen Land. Aus eine jahrzehntelange unermüdliche Arbeit kann der VHE. schon zurück- blicken, aber noch ist sein Ziel nicht erreicht, immer weiter geht fein Streben für das Heimatland. Was hat der VHE. nicht schon alles getan: Die Klub- Häuser auf dem Hoherodskops wurden vom VHE. errichtet und werden von ihm unterhalten, ebenso auch der Bismarckturm auf dem Taufstein und manche anderen Aussichtstürme und Schutzhütten, zahlreiche aus Mitteln des VHE. erbaute Jugendherbergen, wie vor allem das Vater-Bender-Heim auf der Herchenhainer Höhe, bieten unserer man- bernben deutschen Jugend willkommene Unterkunft. Ein weites Netz von gut markierten Wegen führt durch unser Gebirge. Plakate und Werbeschriften weisen im Sommer und Winter auf die Schönheit unserer Oberhessischen Heimat hin, Oberhessen per- dankt schon viel der Tätigkeit des VHE., der auch weiterhin tatkräftig für die Heimat einstehen wird. Darum sollte jeder, dem der Dienst an der Heimat wertvolle vaterländische Arbeit ist, mitarbeiten im VHE., sich selbst zur Freude, Stärkung und Erhebung, unserer lieben Hessenheimat zum Nutzen. Landesuniversttät hielt er im Auftrage des Mini- teriums Vorlesungen über die Vorgeschichte, das Römische und die Frühgeschichte Deutschlands, besonders des Rhein-Main-Gebietes. Bei seinen Schülern genoß er viel Achtung und Liebe, da er ihnen, trotz hoher wissenschajilicher Anforderungen, immer mit Gerechtigkeit und 'Vertrauen gegenüberstand. Namentlich die schönen Ausflüge, die er ihnen bot, zeigten ihn stets als Mitfühlenden, der mit feinen Jungen alles mit- machte, was sich verantworten ließ. Wer von ihnen denkt nicht an die wundervolle Fahrt nach Trier und in die Eifel, die er noch nach feiner Pensionierung führte? Daß er sich auch beim VHE. durch Führungen, Vorträge und Wanderungen betätigte und ein gerngesehener Marschgenosse war, sei nur nebenbei bemerkt. Professor Helmke ist korrespondierendes Mit- stieb des Deutschen Archäologischen Instituts und Nitglied der Historischen Kommission für Hesfen- Waldeck; erst eine längere Krankheit nötigte ihn, aus der Römisch - Germanischen Kommisjion in Frankfurt a. M zu scheiden. Dem Ausschuß des Historischen Vereins für Oberhessen gehört er feit 1917 an. Möge dem verdienten und weithin hochgeschätzten Manne in Sobernheim im Kreise seiner Familie in Gesundheit ein langer und freundlicher Lebens- abend beschieden (ein. OeVerkaufssonntaqevor Weihnachten Die Polizeidirektion Gießen teilt uns mit: Auf Grund des § 105 b ber Reichsgewerbe. Ordnung in der Fassung ber Verordnung vom 5. Februar 1919 ist für alle Gewerbezweige des Handelsgewerbes der Gewerbebetrieb in offenen Verkaufftellen mit Ausnahme der Lebensrnittel-, Genuhmittel- und Zigarrengeschäfte, die Beschäfti- gung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern am Sonntag, 10. Dezember am Sonntag, 17. Dezember und am Sonntag, 24. Dezember an den Sonntagen, 10. und 17. Dezember, von 12 bis 18 Uhr und am Sonntag, 24. Dezember, von 12 bis 17 Uhr gestattet. Dagegen ist auf Grund des Gesetzes vom 13. Dezember 1929, den Ladenschluß am 24. Dezember betreffend, ben Lebensrnittel-, Genuhmittel- und Blumengeschäften die Offenhaltung ihrer Läden am 24. Dezember bis 18 Uhr erlaubt. Für die Lebensmittel-, Genußmittel- und Zigarrengeschäfte wird an Stelle des 10. Dezember, an dem diese Geschäfte geschlossen fein müssen, der Sonntag vor Neujahr, das ist der 31 Dezember, zum Verkauf freigegeben. Die Beschäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeiten bei der Herstellung von Back- und Konditoreiwaren ist an den obengenannten Sonntagen verboten Zur Behebung von Zweifelsfragen, wie es Ge- schäfte zu halten habeh. die sowohl andere Waren als auch Lebensrnittel usw führen, wird darauf hingeroielen, daß in solchen Fällen der Haupt- charakter des betreffenden Geschäfts ausschlaggebend ist. Weiter ist daraus hinzuweisen, daß mehr als drei Verkaufssonntage im Dezember für keine Branche in Betracht kommen. Das Hc niqen der Strahen von (?is und (Schnee. Von der Polizeidirektton Gießen wird uns mit- geteilt: Es wird darauf aufmerffam vernicht, daß nach der Straßen und das Wegichaffen de» Mulls in der Stabt Gießen vom 15. April 1929, den Grundstückseigentümern die Pflicht zur Reinigung der Bürgersteige obliegt. Die allgemein verbreitete Ansicht, daß der Grundstückseigentümer ober der zur Reinigung der Bürgersteige Verpflichtete erst durch einen Po- lizeibeamten hierzu aufgefordert werden muß, ist nicht richtig. Der über Nacht gefallene Schnee ist bis spätestens um 9 Uhr wegzuräumen. Ist wegen fortgesetzten starken Schneefalls die ständige Frei- Haltung nicht möglich, so muß die Abräumung in der Zeil von 9 bis 18 Uhr mindestens alle fünf Stunden einmal erfolgen. Sofern auf den Bürgersteigen Glatteis, eine gefährlich zu begehende Schneedecke, Schnee- ober Eisbuckel sich gebildet- haben, ober die Bürgersteige sonstwie schwer zu begehen sind, müssen sie in einer Breite von mindestens einem Meter mit sand, Kies, Asche ober sonst geeignetem Streu- material ausgiebig bestreut werden. Diese Verpflichtung erstreckt sich in der Zeit von 7 bis 19 Uhr. Wir haben die Polizeibeamten angewiesen, auf die Einhaltung ber Polizeiverordnung strengstens zu achten. Anschüsse für Sachleistungen an Hilfsbedürftige. Vom ftäbtifdjen Wohlfahrtsamt wird uns geschrieben: Nachdem der Herr Reichsminister ber Finanzen Mittel für Zuschüsse für Sachleistungen an Hilfsbedürftige auf Grund des Gesetzes zur Verminderung ber Arbeitslosigkeit vom 1. Juni 1933 zur Verfügung gestellt hat, finb die hessisch n Be- zirkssürsorgeverbände durch bas Staatsministerinm aufgeforbert worden, die in Betracht kommenden Sachleistungen zu beschaffen. Die Zuschüsse werden durch die Bedarfsdeckungsscheine B, weich' in Markabschnitten gestückelt sind, hingegeben. Durch Bekanntmachung der hiesigen Büraermeisterei zWihl- fahrtsamt) vom 4. Dezember 1933 ist diese Maßnahme der Oeffentlichkeit bekanntgegeben und die Geschäftswelt aufqeiorbcrt worden. - ihre Bewerbung um Zulassung unverzüglich bis spätestens 8. Dezember bei dem Städtischen Wohlfahrtsamt schriftlich ,ju beantragen. Als Sach! iftungcn im_ Rahmen dieser Maßnahme kommen Kleidung, Wäsche und Haushaltungsaegenftände in B'tracht Die Durchführung soll in kurzer Zeit abgelchloü. n sein. Den in Frage kommenden Geschäften :viiö daher dringend empfohlen, ihre B-werbung um Zulassung sofort beim Städtischen Wohlfahrtsamt einzureichen. Für das Verfahren besteht folgende Vorschrift: Der Hilfsbedürftige erhält vom städtischen Wohlfahrtsamt einen Bezugschein, auf Grund dessen er in einer zugelassenen Verkaufsstelle bis zu dem ihm bewilligten Betrag Kleidung, Wäsche oder Haus- haltimgsgegenstände erwerben kann Empfang und Richtigkeit des Preises hat der Emofänger auf dem Gutschein zu bescheinigen Da die Markabschnitte der Bedarfsdeckungsscheine B auf volle Reichsmark lauten, müssen die sich bei der Gesamtsumme ergebenden Pftnnigbeträge von dem Hilfsbedürftigen j löst unmittelbar an die Verkaufsstelle geleistet werden. Die Verkaufsstelle hat auf den Bezugschein eine Bescheiniguna darüber auszustellen, welch» Waren geliefert wurden und zu welchem Preise Sie reicht die Bezugscheine zusammen mit einer auf sie ausgestellten Sammelkarte bei dem Städtischen Wohlfahrtsamt ein. Das Wohlfahrtsamt klebt die d m Verkaufspreis entfvrechende Zahl von Markob- schnitten auf den Sammelkarten ein und gibt die Sammelfarten unverzüglich an die Verkaufsstelle zurück. Die gefüllten Sammelfarten werden der Berkaulsstelle durch die Kaste des Finanzamt», das für die Umsatzsteuer der Verkaufsstelle zuständig ist, einaeläft Die Stelle, welche die Somm-lkarten aus- gib*, wird noch befanntgegeben. Auf d»e Bekanntmachung vom 4. Dezember 1933 wird nochmal hm- gewiesen. Etadttheater heute geschloffen. Aus dem Stabtthcaterbüro wird uns geschrieben: Die für heute, 20.15 Uhr, angesetzte Volksoorstellung „Der Traum der Vilma Kelemen" muß wegen Erkrankung im Personal ausfallen. Volkstümliches Konzert im Eftadltheater Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Langen und vielfachen Bestrebungen, nicht zuletzt der einsichtvollen Zustimmung der Theater- Deputation, ist es zu verdanken, daß die Stadt Gießen mit Beginn der Wintevfaison 1933 34 an ihrem Theater ein, nur aus Berufsmusikern gebildetes Orchester, ihr eigen nennt. Das Stadttheater Gießen verpflichtete eine Auslese junger gutausgebildeter Berufsmusiker unter der Stabführung von Der Kupferpfennig, den du am Kupfernen Sonntag spendest, bringt Deihnachsfreude denen, die selbst nicht spenden können! Kapellmeister Fritz C u j 6. Zweck diese» Orchester» ist es, dem Theaterpublikum erstklassige musikali- sche Ausführungen zu ermöglichen, andererseits aber von Zeit zu Zeit Darbietungen rein musikalischer Art zu Gehör zu bringen. „Wir wollen aufbauen!", sagt bas Stadttheater- Orchester und gibt zu diesem Zwecke volkstümlich- Konzerte mit auserlesenen gut einstudierten Or- chesterwerken, den Volksgenossen zur Freude und sich zur Ehre. Erstmalig findet am Montag, 11 Dezember, ein „Volkstümliches Konzert" des Stadttheater-Orche- fters statt unter der Leitung des Kapellmeister» Fritz Cuj<. Die Veranstaltung ist zu kleinen Prei- sen von 0,30 bis 1,— Mark und dauert von 29 bis 22 Uhr. Das junge Orchester hofft auf die verständige Würdigung und tatkräftige Unterstützung der Gießener Musik- und Theater-Freunde. WinierhUfswe M Die Industrie- und Handelskammer Gießen teilt mit: Die der Kammer angeschlvssencn Firmen können die Dezember-Plaketten des Winterhilfswerkes des Deutschen Volkes 1 9 3 3/3 4 bei der Industrie- und Handelskammer Gießen abholen lassen. Schriftlichen Anforderungen ist Rückporto beizufügen Papier- und Schreibwarenladen morgen geöffnet. Wie uns von dem zweiten Vorsitzenden der Ortsgruppe Gießen des Reichsbundes deutscher Papier- und Schreibwarenhöndler mitgeteilt und vom Polizeiamt bestätigt wird, sind am morgigen Sonntag die Papier- und Schreibwarenläden in unserer Stabt geöffnet. Gicf;cncr Wochcnmarktprcisc. • Gießen, 9. Dez. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Süßrahmbutter, da» Pfund 1.50 bis 1,55 Ma:k, Landbutter 1,40. Kochbutter 1.20 Mark, Matte 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10. Eier (inländische) 15, Wirsing, das Pfund 12, Weißkraut 6 bis 10, Rotkraut 10 (Selbe Rüben 8 bi 10 Rüben 10, Spinat 18 bis 20, Unterfohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 15 bis 18, Rosenkohl 30 Pf Feldsalat 1,— bis 1,50 Mark, Zwiebeln 10 Pf., M.err»ll ch 30 bis 50, Schwarzwurzeln 25, Kartoffeln, das Pfund 3 bis 3'/j Pf., der Zentner 2.50 bis 2,80 Mark. Aepfel, das Pfund 15 bis 20 Ps., Birnen 10 bis 15, Nüsse 40 bis 50, Honig 40. junge Höhne 65 bis 75, Suppenhühner 60 bis 65, Gänse 60 bis 65, Tauber., das Stück 40 bis 45, Blumenkohl 35 bis 50, En" vien 10 bis 15, Lauch 5 bis 12, Sellerie 10 bis 30 Pf. Hurnouicii- — Tageskalendcr für Samstag. Turmhaus am Brand: 16 bis 18 30 Uhr, Kunstausstellung. — Lichtspielhaus, Bahnhc fstraße: „Keine Angst vor Liebe". — Astoria-Lichtspi lc, Selters- weg: „Das Haus an der Grenze". — DHV.: 20.30 Uhr, im Heim, Nikolauskränzchen. — Postkeller: 10, 16 und 20 Uhr, Vorführung des neusten patentierten Zuschneideoersahrens — Tageskalender für Sonntag Stadttheater: 19.30 bis nach 22 Uhr, „Die luftige Witwe". — VDA.: tJrauengruppe Gießen, 16 Uhr, Rath. Vereinshaus, weihnachtliche Veranstaltung zugunft. n der Winterhilft — Turmhaus am Brand: 11 bis 13.30 Uhr, Kunstausstellung. — Physiologische» Institut: 11.30 Uhr, 14. Vortrag: „Die Funktionen des Nervensystems". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: 11 15 Uhr, „Am Horst der wilden Adler"; ab 15 Uhr „Keine Angst vor Liebe" — Astoria- Lichtspiele, S.'ltersweg. „Das Haus an der Gr«-nze". — Lukassaal: 20 Uhr, Familienabend der Lukas- Gemeinde (Aboents’eler) — Bienenzüchtervere i n: 14.30 Uhr, bei Kraft, Jahresschluhversammlung. — DHV 15 Uhr. im Heim, Kinder-Nachmittag — Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute 20,15 Uhr als Volksvorftellunq zu kleinen Preisen von 0,30 bis 1,50 Mk zum letzten Mal die Gesellschaftskomödie: „Der Irau.n der Vilma Kelemen" von Franz Molnar unter der Spielleitung des I n t e n d a n-t e n. Ende 22 33 Uhr — Sonntag, 10. Dezember, außer Abonnement und zu ermäßigten Dncrettcn-Drcifen erste Wiederholung der Spielplan Neuheit „Die luftige Witwe" von Franz Lehar in der Besetzung ber (Erft-Aufführung. Spielleitung: Wrede — CujL — Spohr. Die Rolle des Camille be Rofillon singt ber Tenor Adolf Jaeger- Frankfurt. Sviel- dauer von 19,30 Uhr bis nach 22 Uhr — Montag. 11. Dezember. 20 Uhr. auße Abonnement „Volkstümliches Konzert" des Skadttheater O^che- fters unter Leitung von Kapellmeister Fritz 6 u i ieberfangen von besonderer Bedeutung wäre. Es handelt sich nämlich um ein Tier, bei dem es gelungen ist, einen Fuchs vollkommen leinensührig wie einen Hund zu machen, und der als Schweißarbeiter auf der Wundfährte krank geschossenen Wildes abgeführt ist und in der Praxis wertvolle Arbeit geleistet hat. Diese einzigartige Abrichtung eines Fuchses macht das Tier zu einem in verschiedenster, auch wissenschaftlicher Hinsicht, höchst wertvollen Stück, dessen Wiedererlangung dringend zu wünschen wäre. Da er schon im 7. Jahre in Gefangenschaft ist, wird er vermutlich in der Nähe menschlicher Ansiedlung zur Beobachtung kommen. Er ist auffallend hell gefärbt, vor allem an Flanken und Keulen. Wer ihn lebend abliefert (einfangen ist ohne Gefahr möglich, hort auf den Namen „Max") oder Nachricht übermittelt, die fein Einfangen gestattet, erhält Belohnung. Di" Gießener Jäqerwelt wird besonders um Mithilfe gebeten! Mitteilungen nach Klinikstraße 1 (Darmstädterhaus) oder Fernsprecher 2394. Iachmbcii im Aalionalsozialiflischen Lehrerbund. Don dem Kreisarbeiislefter für die höhere Schule Dr. Adolph. Nun hört man hier und da den Einwand: der NS.-Lehrerbund mag kämpfen. Ihm gebührt das politische Pathos und die erregende Geste der Agitation. Die eigentliche Facharbeit aber, die sich aus dem Bestand des Lehrstoffs ergibt, gehört in die Hand von Fachverbänden. Die Fachleute und Sachverständigen, Die von keinen politischen Schlagworten berührt sind, werden die Sachgesetzlichkeit herausarbeiten, die in den einzelnen Fächern enthalten ist, sie werden objektiv prüfen, was der heutigen Sachlage angemessen ist, und werden dann der Regierung verständige Vorschläge machen, rote sie etwa diese Facharbeit im staatlichen Interesse ausroerten möge. So versucht man kühlen Sach- und Fachoerstand, sachlichen Gehalt und fachliche Wahrheit gegen „politische Stirnrnungsrnacherei" auszuspielen. Aber so liegen die Dinge nicht. Diese Konstruktion ist in sich rourzelsaul und höchst gefährlich. Nationalsozialistischer Wille und der innere Sachaehalt der Lehrfächer, etwa des Deutschen, der Geschichte, der Biologie usw. stehen sich nicht wie zwei Fremdkörper gegenüber, sondern bedingen einander und bedürfen lebendiger Wechselwirkung. Der nationalsozialistische Geist müßte in der Luft verpuffen, wenn er kein Stoffgebiet hätte, an dem er sich formend betätigen könnte, und die Lehrfächer der Schule blieben in beziehungsloser Neutralität liegen, wenn sie nicht in den nationalsozialistischen Gestaltungsakt hineingezogen und für die Erziehung des Kindes fruchtbar gemacht würden. Es mag im liberalen Staat möglich gewesen fein, von einer neutralen Sachaesetzlichkeit der Fächer zu sprechen, sie vor dem Kinde in ihrer leblosen Objektivität auszubreiten und ihm selbst zu überlassen, was es mit der ihm vorgesetzten „reinen Wissenschaft" anfangen wollte. Der Nationalsozialismus will Führung auch auf dem Gebiet der Erziehung. Er kennt keine sachliche Neutralität. Er will das Unterrichtsgut zum Aufbau feines Staatsideals verwenden. Wie der Techniker die „rein fachlichen" Naturgesetze S.jl.-tfporf Spielvereinigung 1900 Gießen. 1900 (Liga) — Groh-Karben (Liga). Die Ligamannschaft der Spielvereinigung tritt am morgigen Sonntag zum vorletzten Verbandsspiel der Vorserie an. Die beiden letzten Begegnungen, die also noch ausstehen, können der Spieloereinigung, die gegenwärtig in der Tabelle einen Mittelplatz hält, den Anschluß an die Spitze vermitteln. Die Hoffnung darauf ist nicht unbegründet. Im Spiel gegen die Gäste des morgigen Tages sollten die Blauweißen den Sieger stellen können: aber auch in dem letzten Spiel gegen Butzbach sollten zwei Punkte gutzumachen sein. Beide Spiele finden dazu noch auf Dem Platz an der Liebigshöhe statt. Die Groß-Karbener stehen gegenwärtig mit 8:6 Punkten zwei Positionen vor der Spielvereini- gung, aber diese Differenz kann schon der morgige Kampf ausgleichen und Die Spielvereinigung auf den 4. Platz bringen. Die Mannschaft sollte sich es sehr angelegen fein lassen, ein Spiel zu bieten, das allen Hindernissen der Kälte und des gefrorenen Platzes zum Trotz einen einwandfreien Steg sichert. Die Elf darf sich keine Halbheit erlauben, wenn sie, wie es sich für sie eigentlich geziemt, in der Entscheidung um die Meisterschaft ein Wort mitreben soll. In welcher Aufstellung bie Mannschaft bas Spiel bestreitet, steht noch nicht enbgültig fest. Man rechnet mit einem harten Kampf, ber aber von Anfang an von ben Blauweißen auf Erfolg gespielt werben muß. Bei ben unteren Mannschaften herrscht Ruhe. Die 1. Jugenb trägt ein Verbanbsspiel aus und zwar gegen bie 2. Jugenb bes eigenen Vereins. Die Schüler erwarten bie Schüler von Großen-Buseck. VfB. Gießen. Die Liga bes VfB. ist spielfrei. Die 2. Elf empfängt zum Verbanbsspiel auf eigenem Platz bie 1. Mannschaft von Wißmar. Die 3. bes ÄsB. soll ebenfalls auf eigenem Platz einer Mannschaft aus Grüningen gegenüberstehen. Handball: Gauligaspiel 1900—Tv. Wetzlar. Morgen (Sonntag) vormittag kommt auf bem 1900-Sportplatz ein bebeutfames Treffen ber Hanb- ball-Gauliga zum Austrag. Die 1900er empfangen zum Rückspiel ben Tabellenersten Tv. Wetzlar. Die Gäste führen nach vier Spielen klar mit sieben 50 Zahle Turnverein Grünberg (DT.) in eine bestimmte technische Gestaltung hineinzwingt unb sie seinen Zwecken dienstbar macht, so verwend bet auch ber Nationalsozialismus den Lehrstoff bet Schule im Sinn eines ganz bestimmten Erziehungs« ibeals. So kann nur Der ben Stoff wahrhaft ergreifen, orbnen unb unterrichtlich auswerten, beC von ber nationalsozialistischen Jbee ergriffen ist. Auf ben toten Fachgelehrten verzichten wir. Heute bebarf es nicht nur des reinen Wissens, sondern auch ber seelischen Leibenschaft. Unb nur wo beibe' Pole stark finb und der Flammenbogen des Geistes zwischen ihnen schwingt, da ist Kraft und Leben. Wir brauchen keine reinen Fachverbände, so wenig wir Standesinteressenvertretungen brauchen. Witz brauchen Sachgesetzlichkeit und Wille. Und wo eilt Wille ist, da wird er auch die Sachgesetzlichkeit en greifen und fruchtbar machen. Gerade der starke politische Wille ist im höchsten Maße realistisch und dringt hin zur Sache selbst. „Der NS.-Lehrerbund ist eine politische Organ« fation." D. h. er drängt hin zu sachlicher Gestaltung. Deshalb geht er an Den Ausbau von Fachschaften heran. Das Werk ist im Werden. Es werden einzelne Fachgruppen entstehen, die den Sinn unseres Daseins als Lehrer, die Aufgabe des Unterrichts und seiner Gestaltung durchdenken und, wenn möglich, fruchtbar machen wollen zum Besten unseretz Jugend und damit unseres Vaterlandes. Wir wer, den in Zukunft fortlaufend über diese Arbeit berichten. Denn wir glauben, daß auch ber Oefsent- lichkeit baran gelegen sein wird, zu wissen, welchetz Geist hinter ben Mauern unserer Lehranstalten wohnt, unb baß insbefonbere bie Eltern unserer Schüler die Planungen unb Gestaltungen ber neuen beutschen Schule mit verstänbnisvoller Anteilnahme verfolgen werben. Gewiß erwächst aus bieser Selbstbesinnung, aus bieser bewußten Durchbringung bet Schulform, bes Unterrichtsstoffes unb bes Lehrgangs für bie Erzieherschaft neue Arbeit. Aber bet Nationalsozialist ist an Arbeit gewöhnt. Die Bewegung ist groß geworden durch Opfermut unb Einsatz ber alten Kämpfer, bie wir in Ehrfurcht grüßen Aber sie ist auch groß geworben burch unermübliche, rastlose, selbstlose Arbeit. Daher heiß? bie Losung: Arbeiten ... Punkten. Falls sie ihren Vorspielsieg gegen bi« 1900er wiederholen können, ist ihnen die Meisterschaft der Staffel Gießen nicht zu nehmen. Untet diesen Umständen wird es den Spielvereinigungsleuten alles andere als leicht fallen, einen odetz gar beide Punkte gutzumachen. Die Leistung gegen Hachenburg war ja recht zufriedenstellend, aber bet Wetzlarer Turnverein, eine äußerst roenbige, kampfkräftige unb vor allem tabellos eingespielte Mannschaft, kann nur von einer in Bestform befindlichen 1900er-Elf bezwungen werben. Die 1900er müssen mit Ersatz antreten. Das Spiel des O S C. Gießen gegen T o. Burkharbsfelben ist vorn Kreisspielwart verlegt worben. Handball im Gau XII der OT. Tv. Großen-Linben I — T.- u. Spv. Buhbach I. In einem Verbanbsspiel stehen sich beibe Mannschaften in Großen-Linben gegenüber. Bei bert früheren Begegnungen, bie stets fpannenbe Kämpfe brachten, waren bie Großen-Lindener immer knapp unterlegen, nach ber jetzigen Spielstärke sollte man aber, vorausgesetzt, baß bie Platzbesitzer komplett antreten, mit einer knappen Nieberlage ber Gasts rechnen bürfen. Gerätemannschastskampf in Krofdorf. Leihgestern — Treis (Lumda) — Launsbach — Krofdorf. Höhepunkte turnerischer Betätigung stellen zweifellos die Geräte-Mannschaftskämpfe dar. Sie sind im Lauf der letzten Jahre fast unentbehrlich geworden. Zur Bildung der deutschen Volksgemeinschaft unechten Turnerkameradschaft haben sie stets beigetragen. Jnbezug auf die Leistungen sind sie gleichfalls eine fortschrittliche Einrichtung: stellen sie doch immer wieder eine bestimmte Aufgabe an bie Turner. Die Zahl der in ben letzten Wochen ausgetragenen Mannschaftskämpfe zeugt von einer rastlosen Vorwärtsbewegung des wieder mehr zur Geltung kommenden Geräteturnens. ♦ Der Kampf am Sonntag in Krofdorf ist die erste Begegnung von vier Mannschaften (bisher wurden Kämpfe mit jeweils drei Mannschaften abgeschlossen). Die Stärke der einzelnen Mannschaften läßt sich, da sie sich in dieser Zusammensetzung noch nicht gegenüberstanden, nicht genau abwägen obwohl in jeder Mannschaft gute Einzelkönner auftreten. L Der Sinn der Sache. „Der NS.-Lehrerbund ist eine politische Organisation." Das stimmt. Er ist in der Zeit des Ringens um die Macht eine Kampftruppe am Frontabschnitt ber Schule gewesen, und er wirb diese seine heroische Zeit niemals vergessen. Aber er ist auch heute, nach bem Sieg, nicht eingeschlafen. In seiner Mitte lebt nach wie vor der leidenschaftliche Wille, die Ideen, um die es ihm ging, vorwärts zu tragen. Seine Aufgabe heißt heute wie einst: Bresche zu brechen, die Bewegung vor fader Verbürgerlichung zu schützen und die großen Gedanken bes Führers in ber Schule burchzusetzen. Es gibt noch unendlich viel zu tun. Der Kampf geht weiter. Unb ber NS.- Lehrerbund wird kämpfen. Denn er ist eine politische Organisation. "Der NS.-Lehrerbund ist eine politische Organisation." Das stimmt. Er will in sich selbst ein Abbild der Volksgemeinschaft darstellen, wie wir sie für das Ganze ersehnen. Wie im Dolkskörper selbst alle Gegensätze der Klassen, der Parteien, ber Stäube überwunden werden sollen, so will auch der deutsche Lehrkörper" in sich den nationalsozialistischen Grundgedanken ber Einheit verwirklichen. Alle Erzieher, von der Kindergärtnerin bis zum Unioersitätsprofessor, sollen sich zusammenfinden zu einer geschlossenen Front. Daß babei Gliederungen, Schichtungen unb Abstufungen nofroenbig finb, liegt in ber Natur ber Sache unb braucht nicht besonders betont zu werden. Die Ganzheits-Idee des Nationalsozialismus ist nicht mechanisch, sondern organisch: d. h. jie erkennt das Eigenleben der Teile an, soweit sie sich dem tragenden Gesamtzweck unterordnen. Gerade aus der Wechselwirkung der verschiedenen Gliederungen, aus ihrer Kräftespannung und schöpferischen Befruchtung kann eine machtvolle Steigerung des Gesamtlebens hervorgehen. Es kann den Wilologen nichts schaden, wenn sie mit dem strengen Geilt der Universitätswissenschaft auch persönlich in Veroindung bleiben, und es kann ber Universität nur nützen, wenn sie bas schwere Ringen um pädagogische Gestaltung kennenlernt, um das sich bie höhere Schule müht. Und beide Schulgattungen werden es heilsam empfinden, wenn sie am Urquell der nationalen Erziehung verweilen und mit ber bem wirklichen Sein am nächsten stehenden Volksschule Fühlung halten. Es kann ein wunderbares Zusammenwirken im Dienst des Ganzen geben. Eins allerdings halten mir fest: ber Geist bes Stanbesbünkels, ber gewerkschaftlichen Organisation unb ber materialistischen Interessenvertretung bleibt verbannt. Unb es kommt nicht auf bie Gehaltsklasse an, sondern was einer für ein Kerl ist. Und ob einer oben steht ober unten — jebe Arbeit ist notwendig für das Volk, und nur die Leistung entscheidet. Nationalsozialistische Volksgemeinschaft will der NS.-Lehrerbund in seinen eigenen Reihen verwirklichen. Deshalb ist er eine politische, eine eminent staatspolitische Organisation. 2Iber die Verwirklichung der Ganzheits-Idee im NS.-Lehrerbund hat noch eine tiefere Bedeutung. Die deutsche Jugend soll organisch in den neuen Staat hineinwachsen. Sie soll dereinst das Erbe übernehmen. Mehr noch: sie soll die Volksgemeinschaft, bie heute noch an schweren Schäden ber Vergangenheit leidet, einmal rein verwirklichen. Auf ihren Schultern ruht die völkische Zukunft. Und diese Jugend, das Unterpfand der nationalen Verheißung, soll von uns Lehrern in ben Staat hineingeführt werden. Und nun denke man sich eine in sich selbst gespaltene Erzieherschaft, die sich gegenseitig bekämpft, die weltanschaulich und standesmäßig zerrissen ist — wie soll sie das große Werk vollbringen? Wie soll sie den Totalitätsgedanken, das A und das O des Nationalsozialismus, weiterleiten und lebendig sortzeugen in die Herzen der Jugend hinein? Es wäre ein tragisches Verhängnis, wenn die deutsche Erzieherwelt nicht zu freudiger Gemeinschaftsarbeit käme. Eine in sich zerspaltene Lehrerschaft versündigte sich an der nationalen Gestaltungsarbeit, bie vornehmlich in ihre Hänbe gelegt ist. Sie trüge den Bazillus ber Zersetzung weiter und triebe Sabotage am Lebenswerk Adolf Hitlers. Andere Organisationen mögen in sich selbst uneinig sein. Das hat vielleicht nicht viel zu bedeuten. Aber der Riß in der Er,ziehergemeinschaft ist ver- derbenbrinaend für das Ganze. Denn die Erzieher stehen an Der entscheidenden Stelle im Staate, wo das Leben ber Zukunft keimt, wo bie erste Formungsarbeit am jungen Seelentum zu leisten ist, wo bas roerbenbe Geschlecht seine grunblegenbe Richtung empfängt. Wir können uns schwer vorstellen, daß die Staatsführung den Zwiespalt im Erzieherstand überhaupt zuläßt. Wir können uns denken, daß sie jede Teilorganisation und selbst den NS.-Lehrerbund zerschlägt, wenn er feine Aufgabe ber Sammlung nicht erfüllt, — aber wir können uns nicht vorstellen, daß sie einer gegenseitigen Zerfleischung der Erzieher tatenlos zusieht. Eine ganzheitlich gegliederte Erzieherschaft — ja, eine in sich uneinige — das ist unmöglich. Der NS.- Lehrerbund erkennt die Gefahr und warnt vor ihr. Er hat hier einen sicheren Instinkt. Denn er ist eine politische Organisation. Schließlich noch ein dritter, nicht ganz so wesentlicher, doch ebenfalls bemerkenswerter Punkt. Der deutsche Erzieherstand bildet im korporativ auf- gebauten Staat eine bestimmte „Säule" neben anderen Ständen. Wie will sie ben ihr gebührenben Ort im Ganzen finben, wie will sie sich als voll- flingenber Ton in bie Gesamt-Symphonie einfügen, wenn sie in sich aufgespalten unb zerfetzt ist wie ein vom Blitz getroffener Baum, wenn sich ihre Teile gegenseitig hemmen unb sperren unb sich im Wege stehen? „Der NS.-Lehrerbunb ist eine politische Organisation." D. h. er ist beseelt von unbänbigem Gestaltungswillen. Das ist keine Politik, bie nur in Gefühl, Pathos und revolutionären Gesten besteht. Echter politischer Wille will sich gestaltend auswirken. Es war für den Nationalsozialismus eine Zeit schmerzvoller Entsagung, als er in der Opposition stand unb zur reinen Negation verurteilt zu sein schien. Das, was in ihm stak, hat er erst zeigen können, als er bie Macht in Hänben hielt unb an bie Arbeit gehen burfte. So will auch ber NS.- Lehrerbunb fein Recht beweisen, inbem er zur Tat schreitet unb bie ihn beroegenben Ibsen in bie Wirklichkeit umsetzt. Sein Arbeitsfelb aber ist die Schule. Seine Aufgabe ist, das nationalsozialistische Gedankengut in der Schule zur Geltung zu bringen, ihr gesamtes Leben neu zu ordnen und ben Unterricht persönlich, sachlich unb methobisch auf bie großen völkischen Leitziele hin auszurichten. Schulpolitik ist heute keine formale, sondern eine ungeheuer wesentliche, in die Sache selbst eingreifende Aufgabe. Unb ber NS.-Lehrerbunb ist eine politische Organisation. Angeregt burch bas im Sommer 1883 in Gießen abgehaltene 14. mittelrheinische Kreisturnfest traten am 10. November 1883 Grünberger lurnfreunbe zur Orünbung eines Turnvereins zusammen. Zwar hatte schon zweimal vorher ein Turnverein bestauben: der erste wurde 1848 gegründet, verfiel aber im Jahre 1850 behördlicherseits ber Auflösung, ber zweite stammte aus bem Jahre 1859, aber infolge innerer Zwistigkeiten schlief er nach knapp lOjäh- rigem Bestehen roieber ein. Dieser zählte zu ben Vereinen, bie im Jahre 1862 ben späteren Turngau Hessen grünbeten. Im Jahre 1863 hielt er bas erste oberhessische Gaufest ab, bei welcher Gelegenheit bie noch heute im Besitz bes Turnvereins be» finbliche Fahne ihre Weihe erhielt. Bei bem zweiten Gaufest in Alsfelb im Jahre 1865 errang ein (Brünberger Turner, ber spätere langjährige Vor- sitzenbe K. H. Jockel ben ersten Sieg, auf bem (Brünberger Gaufest war er zweiter Preisträger. Unter ben Grünbern im Jahre 1883 finben wir bie Namen: Jockel, Schröber, Möser, Schmibt, Robert u. a.; mit Ausnahme bes Ehrenmitgliebes Hch. Möser finb sie sämtlich verstorben. 3m 3ahre 1897 würbe eine eigene Turnhalle erbaut, was wesentlich aur Hebung bes Turnbetriebes beitrug: auch bie beiben Schulen halten ihren Turnunterricht feit bieser Zeit in ber Halle ab, ebenso biente bieselbe für alle sonstigen größeren Veranstaltungen. Die Kriegsjahre sahen bie Halle als Lazarett. Vor acht Jahren erwarb ber Verein ein angrenzenbes Grunbstück zur Vergrößerung bes Turnplatzes, in Diesem Jahre würbe bie Halle umgebaut unb bebeutenb erweitert, i 3m Weltkrieg starben 12 Witglieber den Heldentod fiirs Vaterland, eine Ehrentafel in der Halle bewahrt die Erinnerung an sie. Als Vorsitzender des Vereins wirkte lange Jahr« von 1885 bis 1906 K. H. Södel (t) (Inhaber bes Ehrenbriefes ber DI.), von 1906 bis 1921 leitete Friebrich Schröber (t), den Verein unb seit bieser Zeit liegt bas Amt bes Vorfitzenben in ben Hänben von Lehrer Wenzel. Als Turnwarte waren in ben ersten zehn Jahren tätig: K. H. Jockel (t), O. Robert (t) unb Hch. Möser, von 1893 bis 1912 ber in Turnerkreisen bekannte Fabrikant Hch. Schmibt III., bann Schreinermeister Fr. Gehringer, ber heute bie Turnerinnenabteilung leitet. Nach bem Kriege wirkten als Turnwarte: Hch. Listmann, Ehr. Ritter, O. Kreuber, Fr. Schröber, L. Frank unb gegenwärtig K. S d) m a b c L Verschiebene Umftänbe ließen bie Abhaltung bet? 50jährigen Jubelfeier am (Brünbungstage nicht zu; sie soll nun am morgigen Sonntag, 1Ö. Dezember vorgenommen werben unb gleichzeitig bamit bie Weihe der umgebauten unb erweiterten halle ftattfinben. Durch bie Mitwirkung ber H e s» s e n r i e g e, ber besten Geräteturner bes seitherigen Gaues Hessen, verspricht biefe Veranstaltung zu einem turnerischen Ereignis für (Brünberg zu werben. Die armen Hände U L-U in lallen Tagen bie Hände durch die tägliche Hausarbeit leiden. Durch regelmäßige Hauchflege mit Leokrem wirb das Aufspringen unb bie Röte der Hänbe verhinbert. Leokrem, ber sich besonbers leicht in die Haut einreibt, führt dem Hautgewebe Sonnen-Vitamin zu, denselben wichtigen Aufbaustoff, den sonst in ber Haut nur bie Sonne erzeugt. Leolrem ist ein Erzeugnis der Ehlorodont-Fabrik. Dosen zu 90, 50, 22, 15 Psg. in allen Fachgeschäften erhältlich. Offener Sonntag - - natürlich zu KOHLER!