Nr. 265 Erstes Blatt 185. Jahrgang Donnerstag, 9. November 1955 Erschein! tägltd), autza Sonntags und Feiertag» Beilagen; Die Illustriert, Giessener Familienblätter Heimat tm Bild Die Scholl» Monatr-Vejngspretr: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellaebühi .. , - 2b Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Zernsprechanschlüste unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Siesten. Postscheckkonto: Kronkfuri am Main 11686. SietzemrAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen VniS und Verlag: vrühl'sche Univerfitötr-Vuch- und Steindruckerek K. Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Zchlllstrahe 7. Annahme oon Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für [ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20° „ mehr. Chefredakteure Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den An. zeigenteil i. D. TH.Kümmel fämtlich in Giessen. Der Führer spricht an historischer Gtatte über die Kraste der Vergangenheit, die für die Gestaltung der deutschen Zukunft fruchtbar werden. München im Festschmuck. Würdiges Festgcwand der Traditionsstadt München, 8. Nov. (WTB.) Am 9. November 1923 tauchte das Todesopfer 16 deutscher Männer den historischen Boden an der Feldherrnhalle zu München in das Rot ihres Blutes vergossen um Deutschlands Freiheit und Wiedercrufstieg. Gleichsam als lebendige äußere Mahnung, zum Gedenken an die Toten des 9. November, denen die festlichen Tage in München gelten, ist Rot der beherrschende Grundakkord, mit dem der Traditionsgau München—Oberbayern der NSDAP, die Kämpfer Adolf Hitlers in seiner Hauptstadt an ihrem Ehrentag grüßt. Aber es ist das leuchtende Rotdes Meeres oon Fahnen und Flaggen, in dem die Straßenfronten fast ertrinken, aus dem sieghaft auf weißem Grunde das Hakenkreuz aufsteigt als äußeres Zeichen der nach 10 Jahren vollendeten Krönung des Werkes, für das die 16 Tote der Feldherrnhalle ihr Leben hingegeben haben. Daß die Gedenkfeier der Gefallenen der ersten Freiheitskämpfe nicht nur im Zeichen ehrfürchtiger Trauer, sondern auch vorwärts- fchauenden Aufbauwillens steht, kündig- gen die riesigen Inschriften, die sich über die Straßen spannen, um die Bürger der Landeshauptstadt an die Bedeutung des 12. November, des Entfchei- dungstages im Kampfe um Deutschlands Gleich berechtigung zu mahnen. Ernst und würdig ist insbesondere auch der Schmuck der Straßen gehalten, durch die d e r historische Zug des 9. November 1923 seinen Weg bis zur Feldherrnhalle nahm. Hier beherrschen riesige Hakenkreuzfahnen mit Trauerflor das Straßenbild. An der Feldherrnhalle selbst überspannen riesige schwarze Stoff-Fahnen die Straßen, auf denen sich das Hakenkreuz in Gold mit den Siegrunen in Gold abhevt. In der Ludwig - st r a ß e und den Hauptstraßen der I n n e n st a d t, die der Todeszug des 9. November 1923 nicht berührte, gibt Karminrot mit goldenem Hakenkreuz und goldenen Siegrunen dem Straßenbilde die beherrschende Note. In der Ludwigstraße wallen Riesen-Hakenkreuzfahnen von den öffentlichen Gebäuden bis zu den Sockelgeschossen herab. Auch das Siegestor zeigt das goldene Hakenkreuz und die Siegesrunen auf karminrotem Grunde. Ernst und würdig ist auch der Schmuck des Braunen Hauses und der historischen Säle, in denen die Bewegung in den ersten Kampfjahren auftrat und mit denen sich für die Bewegung unvergeßliche Erinnerungen verbinden. Oie SA übernimmt die Fahnen der Fretkorps. Eine Ansprache des Ltabchefs Röhm. München, 8. Nov. (TU.) Auf dem Königsplatz fand am Mittwoch um 12 Uhr ein eindrucksvoller feierlicher Akt statt, bei dem die Fahnen der ehemaligen Freikorps an die SA. übergeben wurden. Mit der Fahnenübernahme soll auch äußerlich zum Ausdruck gebracht werden, daß nunmehr alle geschlossenen Formationen, die in der Zeit des Kampfes um die nationale Erhebung jede für sich dem Vaterland dienten, sich der Führung Adolf Hitlers unterstellt haben. In der ganzen Breite des Königsplatzes hatten die Fahnenabordnungen der früheren Freikorps Aufstellung genommen, ihnen gegenüber in Frontstellung eine Abordnung der SA. Das Kommando führte Obergruppenführer K ü h m e , unter ihren erprobten Führern standen hier die Angehörigen der früheren Freikorps Aulack, Hauenstein, v. Heydebreck, Oberland, Pfeffer, Roßbach, Kühme, Lauterbach und Heintz. In den Reihen der Rohhacher stand auch der jetzige Obergruppenführer Edmund Heines im einfachen braunen Hemd mit dem Stahlhelm und der Roßbacharmbinde. Als Stabschef Röhm eintraf, hoben sich die Fahnen der alten Freikorps und der SA. zum Gruße. Obergruppenführer Kühme erstattete dem Stabschef Meldung, der dann unter den Klängen des Präsentiermarsches begleitet vom Reichsstatt- halter R i t t e r v. E p p und Innenminister W a g - n e r die Front abschritt. Jedem einzelnen Frei- korpssührer drückte der Stabschef die Hand. Dann richtete er an die Freikorps und an die SA. eine Ansprache: „Soldaten! Kameraden! Auf Anregung der Führer der deutsck>"n Freikorps haben sich heute diese Führer und A.ordnungen mit ihren ruhm- reichep Fahnen auf einem historischen deutschen Boden versammelt, um ihre ruhmreichen Feldzeichen der Obhut der braunen Armee zu übergeben. Einst im November des Jahres 1918 haben sie erreicht, daß über Deutschland die bolschewistische Welle Nicht hereinbrechen konnte. Ihr Werk steht in der Geschichte fest. Es wird oon den Soldaten alle Zeit hochgehalten werden. Die Männer freilich, die sie damals beriefen, und die ihnen wieder den Laufpaß gaben, wollten etwas anderes. Sie wollten nur, daß ihr wankender Thron gestützt werde. So ist das Schicksal der Kämpfer damals vor- übergehend wieder in den Hintergrund gedrängt worden, bis andere Soldaten auf die Bühne deutschen Geschehens getreten sind, das Wort und später auch die Tat an sich rissen und dahin gearbeitet haben, daß ganz Deutschland wieder mit einem richtigen guten Soldatengeist erfüllt würde, unter dem wir Soldaten das verstehen, was heute der Volkssoldat als Nationalsozialist kündet: Die Gemeinschaft aller Stände und Klassen, die Zusammengehörigkeit aller, die der gleichen Sprache und des gleichen Blutes sind, zusammengeführt in guten und schlechten Tagen, Kameradschaft aller Gutgesinnten bis zum Tode. Diese wahren Soldateneigenschaften, die damals die Freikorps beseelten und zum Erfolg geführt haben, sind von der stolzen braunen Armee Adolf Hitlers übernommen worden, heute, meine Kameraden aus den Freikorps, ist das, für was ihr gekämpft habt und für das wir als Soldaten im Felde kämpften, Wirklichkeit geworden. Wir haben wieder ein Deutschland, in dem es sich lohnt, zu leben und zu kämpfen, auch für das Vaterland zu sterben, weil die Opfer dem ganzen Volk zugutekommen. Anschließend erklang das Deutschland- und das Horst-Wessel-Lieb. Stabschef Röhm trat dann mit Reichsstatthalter General v. Epp und Innenminister Adolf Wagner zu den einzelnen Freikorps, deren Führer jeweils mit einer kurzen Meldung die Fahnen übergaben. Der Stabschef Röhm nahm sie entgegen, reichte den einzelnen Fahnenträgern die Hand und übergab die Fahnen wieder mit Handschlag der SA. Nachdem sämtliche Fahnen übernommen waren, reihten sich die neuen Träger am rechten Flügel der SA. ein. Stabschef Röhrn erklärte, daß die SA. die übernommenen Fahnen inEhren halten werde und brachte ein dreifaches Sieg- Heil auf die neubesiegelte Kameradschaft aus, das Obergruppenführer Kühme mit einem dreifachen Sieg-Heil auf Stabschef Röhm erwiderte. Damit erreichte der denkwürdige Akt fein Ende. OieMenge huldigt dem Führer vor dem Braunen Haus. München, 8. Nov. (WTB.) Das Braune Haus ist am Vortage der Zehnjahresfeier das Ziel vieler Taufender. Um die Mittagsstunden stauten sich vor dem Hause dichte Menschenmassen in dem Wunsche, den Führer zu sehen. Vor dem Hause fand, nachdem die Fahnen der Freikorps in der Ehrenhalle Aufstellung gefunden hatten, mittags ein Platzkonzert der Kapelle der SS.-Leit- ftandarte Berlin statt. Immer größer wurde die Menschenmenge, die den Führer erwartete. Immer wieder erschollen im Chor die Rufe „W i r wol - len unfern Führer sehe n." Um 14 Uhr trat plötzlich der Führer auf den Balkon des Braunen Hauses heraus, von der riesigen Menschen- menge mit ungeheurem, immer wieder aufbrandendem Jubel begrüßt. Die Kapelle der SS.-Leitstan- darte intonierte zu Ehren des Führers den Badenweiler-Marsch. Kurz nach 14 Uhr nahm der Führer zunächst die mittags der SA. übergebenen Freikorpsfahnen in Augenschein. Im Kasino des Braunen Hauses war der Führer dann mit den alten Kämpfern aus dem Jahre 1923 zusammen, mit den Männern, die am 9. November mitihm in einerReihe zur Feldherrnhalle marsch i e r t e n und von denen mancher mit ihm seine Festungshaft teilte. Oie Wiedersehensfeiern der alten Kämpfer von 4923. München , 9. Nov. (WTB.) In fast allen Sälen Münchens tarnen am Mittwochabend die Kämpfer, die im Baltikum, im Ruhrgebiet, in Oberschlesien und bei der Erhebung in München ober irgendwo aktiv für ein Wiedererstarken des Deutschen Reiches, für dessen Freiheit und Ehre gekämpft haben, zusammen, um sich nach mehr als 10 Jahren wiederzusehen und sich in alter Kameradschaft die Hände zu drücken. Während sich im „S t e r n e d e r" die ältesten Parteigenossen trafen, sahen sich im Bürgerbräukeller die wieder, die vor 10 Jahren am historischen Marsch teilnahmen, der durch hie Kugeln der Reaktion an der Feldherrnhalle rin jähes Ende fand. Im Löwenbräuteller traf sich die Standarte Adolf Hitler. Die Roßbacher kamen im Arzberger zusammen. Der Bund Oberland und der Kampfbund (ohne Reichskriegsflagge) versammelten sich i m H a ck e r - K e l l e r. Im Hofbräuhaus war der Schwabengau versammelt. In allen Sälen erklangen die alten Lieder aus der Kampfzeit wieder, die dem Wiedererstarten unseres Vaterlandes unter Führung Adolf Hitlers galten. 3m Glerneckerbkäu Schon am frühen Nachmittag waren die Straßen um den Sternecker-Bräu von dichten Menschenmassen angefüllt, die alle den Führer bei der Anfahrt im Sternecker-Bräu begrüßen wollten. Alle Fenster waren dicht besetzt, die Häuser um den Sternecker-Bräu trugen besonders reichhaltigen Schmuck. Im Sternecker-Bräu selbst hatte sich schon lange vor 18 Uhr die ganze Alte Garde von 1920 bis 1923 eingesunden. Ueberall sah man Die EnmkNWsseier Gegen 20.30 Uhr fuhr der Führer dann vom Sternecker Bräu zum Bürgerbräuteller, der Stelle, wo am 8. November 1923 das deutsche Schicksal gewendet werden sollte, wo Männer dem Führer der nationalsozialistischen Bewegung die Hände reichten, um die Bewegung wenige Stunden später zu verraten. Als der Führer abfuhr, durchbrachen die Massen die Sperrfetten, umringten den Wagen; jeder Einzelne wollte dem Führer die Hand drücken. Im Vorraum des Bürgerbräu-Kellers waren die alten Kämpfer von 192 3, die am Marsch zur Feldherrnhalle tcilgcnommen hatten, unter Führung von Obergruppenführer Heines angetreten. Hier gab es so manches ernste Wiedersehen, die feierliche Stille, die über diesem Raum lag, sagte an, daß der Schatten des 9. November 1 9 2 3 auf diesem Wiedersehen lag. Jedem einzelnen der alten Stoßtrupptampfer gab der Führer die Hand. Jeder Einzelne meldete seinen Truppenteil, Namen Hangen auf, „Regiment München", Stoßtrupp „Hitler", Wicking. Roßbach, Oberland, Freikorps „Epp" usw. In Reih und Glied stand auch Gruppenführer Rechtsanwalt Frank II., und Fürst Wrede, der die Neiteradteilung des Freikorps Roßbach meldete. Zum erstenmal sah man wieder den von den Folgen seines schweren Unfalls genesenen Gruppenführer Oberleutnant Brückner, den langjährigen Adjutanten des Führers. zwanglos die Männer zusammensitzen, die heute die Führer des neuen Deutschlands sind und damals in Reih und Glied marschierten. Auch viele unbekannte Soldaten der Bewegung sind da, ganz alte Kämpfer mit Mitgliedsnummern unter 100, die aber niemals in den Vordergrund traten, sondern still ihre Pflicht taten. Alle im schlichten Braunhemd ohne Rangabzeichen, denn keine Rangordnung soll die Kameradschaft dieses Tages beeinflussen können. Da sieht man die schwarze Armbinde des Freikorps Roßbach, das Edelweiß des Freikorps Oberland, den Totenkopf des Werwolfs, die Abzeichen des Stoßtrupps Hitlers und des Regiments München und so vieler anderer Formationen, die vor 10 Jahren für Deutschland marschierten und ein Opfer des schmachvollen Verrats vom 9. November 1923 wurden. Besonders herzlich wird Reichsminister Dr. Goebbels begrüßt, der auf wenige Augenblicke erschienen ist. Gegen 20 Uhr fährt Ministerpräsident Göring, der 1923 die SA. führte, am Sternecker-Bräu vor. Der Führer begab sich in das Gäßchen neben dem Sternecker-Bräu, um d i e alte Geschäfts- st e l l e der Partei zu besichtigen, die sich in einem der Häuser befand. Viele der alten Kämpfer begleiteten ihn. Vor dem Haus der alten Geschäftsstelle der Partei hatte eine Gruppe Jungvolk Ausstellung genommen, um an dieser Stelle des Ursprungs der Bewegung, die Deutschland rettete, zu bekunden, daß die junge Generation bereit ist, das für alle Zeiten zu erhalten und mit ihrem Blut zu verteidigen, was in 14jährigem Kampf geschaffen worden ist. m MgerbrÄ-Keller. Am Saaleingang nahm Ministerpräsident G ö - ring, der Oberste SA.-Führer von 1923, den Führer in Empfang und geleitete ihn unter nichtendenwollendem brausendem Jubel der alten Kameraden zu dem Tisch, an dem der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß, der Sekretär des Führers Schaub, der 1923 zum Stoßtrupp Hitler gehört hatte, der Stohtruppführer Kallenbach und die anderen alten Kämpfer Platz genommen hatten. Nur mühsam konnte sich General Göring Ruhe verschaffen, um den Führer in den Reihen der ältesten Kämpen zu begrüßen und ihm bann selber bas Wart zu geben. Oer Führer spricht In feiner Ansprache führte ber Führer unter anberem aus: Meine Kameraben! Meine beutschen Volksgenossen unb -genossinnen! Als heute vor 10 Jahren zum zweitenmal in Deutschlanb versucht würbe, ben Staat ber Schanbe, ben Staat bes beutschen Elenbs zu überroinben, da geschah dieser Versuch nicht leichtfertig. Wenn er- wachsene Männer bereit sind, ihr Leben aus freiem Willen für ein Ziel einzusehen und wenn not- wendig hinzugeben, dann geschieht dies nicht aus Leichtsinn heraus. Es ist geschehen unter dem 3 mang der bitter ft en deutschen Not, In der Hoffnung, diese plot vielleicht doch wenden zu können. Wir wissen, daß diese Erhebung unseres Volkes damals mißlang. Wenige Stunden später waren die Voraussetzungen, auf denen sie aufgebaut war, nicht mehr gegeben. Denn was ich damals im Prozeß sagte, das kann ich heute genau so wiederholen: N i e dachten wir daran, eine Erhebung durchzuführen gegen d i e Wehrmacht unseres Volkes. Mit ihr, glaubten wir, müßte es gelingen. Heute, 10 Jahre später, wissen wir, daß wir damals zwar mit reinem Herzen, mit unerhörter Geschlossenheit und auch mit persönlichem Mut an unsere Ausgabe herangingen; aber wir wissen heute auch — besser als damals — daß d i e Zeit dafür noch nicht reif war. Unb boch bin ich überzeugt, baß alle, bie bamals so hanbel- ten, im Auftrag einer höheren Gewalt s 0 han - b e (n mußten unb nicht anbersu Dieser Tag, bieser Entschluß hat es mir später ermöglicht, allen Wiberstänben zum Trotz neun Jahre lang SUmll. November marschiert das ganze deutscheVolk süremen Frieden der Ehre! burchzuhalten, b. h. zu sagen: Wir sinb eine revolutionäre Bewegung, wir werben bie Macht erobern, wir werben biesen Staat zerbrechen, werben ihn uns unterwerfen, unb wir wollen benn 0 ch ben legalen Weg nicht verlassen. Scheinbar ein Wiberspruch, allein bie Entwicklung hat uns recht gegeben. 1923 waren die geistigen und weltanschaulichen Voraussetzungen für eine wirkliche Umwälzung noch nicht vollständig gegeben. Die Schicht derer, die geistig, weltanschaulich bereits gefestigt war, war zu klein. Sie reichte kaum hinaus über diese Stabt, sicherlich nicht viel über biefes Lanb. Die Tat bes 8. unb 9. November aber hat nicht nur bie Kunde von einer neuen Revolution über Deutschlanb getragen, fonbern auch bie Kunbe einer neuen Weltanschauung. Von bem Tage an sehen wir bie Bewegung bie Grenze unserer inneren Heimat hier verlassen unb sichüberganzDeutsch- lanb verbreiten. Was bann folgte, war nur bie Erfüllung, war nur bas Aufgehen ber Saat. So können wir heule ohne Bitternis unb ohne Leid zurückblicken in diese Tage, wenn wir davon absehen, daß sie uns eine große Zahl lieber, treuer unb teurer Kampfgenossen genommen haben. Allein die Kämpfer, die damals fielen, waren Vorbilder für die, die später gefallen sind, hätten sie damals nicht dieses Opfer gebracht, dann würde später keiner für uns gefallen sein. So ist dieses Opfer in Wirklichkeit der Same gewesen, aus dem bie spätere Saat aufging. Zum ersten Wal hat damals unsere Bewegung Blutzeugen gestellt, zum ersten Wal hat sie tapfer und mutig dem alten Staat die Stirn gezeigt, nicht hinterher etwas bereuend oder widerrufend, sondern auch hinterher sich zur Tat bekennend. Wir haben damals die Voraussetzung geschaffen für ben enbgültigen späteren Sieg, unb so wollen wir daraus nicht nur in Treue und Dankbarkeit zurückblicken, sondern auch das Glück empfinden, daß das in Erfüllung ging, was ich in meiner letzten Rede im großen Prozeß dem Gericht erklärte, daß es unsere Ueberjeugung sei, daß unsere Stunde kommen würde, daß dann der große Zusammenschluß in Deutschland sich vollziehen werde, daß die, die damals auf uns schossen, in u n fe r e n Reihen mitmarschieren würden und daß besonders das Heer, das ja nicht beteiligt war an der blutigen Tat, uns die Hand reichen würde, daß wir und die Armee gemeinsam das neue Deutschland schaffen werden. Wir stehen nun wieder in einem schweren Kampf. Am 12. November muß die deutsche Nation antreten vor ber ganzen Welt unb einbeu- tig Stellung nehmen zur Frage, ob sie ihre Ehre bewahren, ob sie in Zukunft Verträge nicht mehr unterschreiben wirb, bie nicht gehalten werben können, ob sie ben Frieben will, aber auch bie Ehre nicht preiszugeben beabsichtigt. Dazu muß unser beutsches Volk am 12. November feierlich vor ber ÜBelt»(Stellung nehmen. Ich will ber Welt bie Möglichkeit nehmen, zu behaupten, baß nur ein Staatsmann ben Mut besitzt, einmal „Nein" zu sagen, baß nur ein Staatsmann allein ben Frieben will; ich will ber Welt zeigen, baß bas gan^c beut- s ch e Volk so benkt! (Stürmischer Beifall unb Bravo-Rufe.) Unser Entschluß ist feit unb uncr- schütterlich. Nicht um bie (Stimmabgabe hanbelt es sich, fonbern um ein Bekenntnis, um ein ein« heutiges unb ganz klares Bekenntnis, nicht nur für bie Gegenwart, fonbern auch für bie deutsche Zukunft. Es ist auf bie Dauer keiner Staatsfüh- rung möglich, große politische Erfolge zu erzielen, wenn nicht bas Volk selbst hinter seinem Willen steht. Das Volk selbst muß vor der Welt dokumen- fieren. Der Staatsmann kann nur bet Sprecher, her Führer des Volks fein — hie Kraft muh im Volk selbst verankert sein und an diese Kraft des deutschen Volks, die sich in Jahrtausenden bewährt Hat, will ich appellieren. Aus der Erinnerung dieser zehnjährigen Bet- gangenheil wollen wir die.hoffnung mitnehmen, doh so, wie durch unsere Handlung in diesen zehn Jahren am Ende doch die Versöhnung zustande kam zwischen denen, die sich in Deutschland feindlich gegenüberskanden, in den kommenden zehn Jahren auch diever- söhnung kommen wird zwischen den Völkern, die heute noch durch verleumderische Elemente gegeneinander gehetzt werden. Denn wir daran glauben, dah die Völker einmal auch gemeinsam ihre höheren und größeren Interessen wahrnehmen werden, dann müssen wir bedenken: Ehrliche Völker werden sich nie mit unehrlichen verbinden. Dollen wir den Bund, dann müssen wir selbst zum ehrlichen Volk werden. Das kann dem Einzelnen noch so schwer fein: Jlur über diesen weg führt endlich der Deg zur tatsächlichen Gleichberechtigung und damit zu einer Interessengemeinschaft groher Nationen und groher Völker. Meine SA.-Kameraden! Meine SA.-Führer! Meine Mitkämpfer! Ich konnte stark bleiben, weil Ihr mir treu geblieben seid, nur deshalb ganz allein. Was ist alle Stärke eines Mannes, wenn er nicht getragen wird von der Treue seiner Mitstreiter?! Ihr seid mir treu geblieben! Ich bin durch euch stark geblieben, darum brauche ich euch heute nicht zu bitten. Aber die deutsche Nation möge ftd) an euch und eurer Treue e i n Beispiel neymen an diesem 12. November. Mitternächtliche Feierstunde. Göring ruft zum Treugelöbnis zum Führer auf. München, 8. Noo. (WTD.) Unter ungeheurer Anteilnahme der Bevölkerung fand gegen Mitternacht am Königsplatz d i e Feier der historischen Nacht, des 9. November 1923, statt. Zehn- tausende von Fackeln erhellten den riesigen Platz. Die Landesoolizei leitete das Programm mit dem Zapfenstreich ein. Machtvoll klang das Deutschland- Lied an den Nachthimmel. Dann eröffnete Gauleiter Wagner die Kundgebung. Nach dem Badenweiler Marsch führte Ministerpräsident Göring u. a. aus: Unser Führer hat mich beauftragt, heute des Ereignisses zu gedenken, das der e r st e g r o ß e flammende Aufruf war, endlich alle Kräfte zusammenzufassen, um Deutschland nicht in den Abgrund gleiten zu lassen. Mein erster Gruß gilt heute den alten Mitkämpfern. Die Kundgebung schließt einen zehnjährigen Kampf ab, ist eine Kundgebung des Sieges. Aus der Asche des 9. November 1923 stieg kühn der Adler unserer Bewegung aufs neue empor. Heute wissen wir, daß die Bewegung Deutschland ist und daß Deutschland in ihr geeint ist. Aus Klassen, Berufen, Parteien und Konfessionen entstand das deutsche Volk. Laßt die Fackeln leuchten und Euch in Die Herzen einbrennen, daß nur der Glaube, nur d i e Treue einem Volk d i e Kraft geben kann, um aus bitterster Not heraus zu neuem Aufstieg zu gelangen. Auch diese Kundgebung soll eine Kundgebung unauslöschlichen Dankes sein unserem §ührer, ein ewig währendes Gedenken an die pser, die diesen Sieg ermöglichten und letztens eine gewaltige Kundgebung unerschütter-' licher Treue zu Führer und Volk. Nicht mehr länger strahlen 60 Millionen Energien gegeneinander, es fand sich der Führer, der Staatsmann, der in seiner Faust die 60 Millionen Energien hält, um sie dort einzusetzen, wo das Schicksal Deutschlands diesen Einsatz erfordert. Gedenkt morgen auch des furchtbaren Moments, als die Salve krachte und die Fahne niederfank! Seid aber auch eingedenk, dah im gleichen Augenblick der Geist des toten Fahnenträgers sich erhob. Die Fahne wurde wieder gehißt. Heute ist diese Fahne das Feldzeichen des Sieges und der deutschen Auferstehung! In wenigen Tagen wird der Führer Euch wieder rufen. Sorgt dafür, daß am 12. November die Welt sieht, daß das deutsche Volk erscheint. — Die Ausführungen fanden stürmischen Beifall. Nach dem Gesang des Horst-Wessel-Licdes wurde ein dreifaches Sieg- Heil auf den Führer ausgebracht. ©er Führer spricht morgen zum schaffenden ©eutschtand. Allseitige Teilnahme im Rhein-Main» Gebiet gesichert. Frankfurt a. M., 9. Noo. Der Rhein- Mainische Industrie - und Handelstag gibt folgendes bekannt: Am Freitag, dem 10. November 1933, wird sich der Reichskanzler Adolf Hitler in die Siemens-Werke in Berlin begeben, uni nach feinek Wahlreise, die ihn au allen deutschen Stämmen geführt hat, noch einmal z u dem ganzen schassenden Deutschland zu spre- chen Der Bedeutung dieser Stunde entsprechend wird für die Dauer der Rede des Führers in a 11 e n Betrieben, mit Ausnahme der lebenswichtigen, d t e Arbeit ruhen. Alle deutschen Unternehmer werden diese einzigartige Veranstaltung nach jeder Richtung unter stützen und die Durch- fuhrung gewährleisten. Alle Arbeitnehmer werden zusammen mit den Unternehmern geschlos- sen an der Uebertragung teilnehmen. Weber die Durchführung der Kundgebung haben die zuständigen Spitzenorganisationen bereits nähere Anweisung ergehen lassen. Der Rhein-Mainische Industrie- und Handclotag als berufene Vertretung der gesamten gewerblichen Wirtschaft unseres Gebietes erwartet, daß jeder Durch genaue Befolgung der ergangenen Anweifun- gen dazu beiträgt, daß die Kundgebung e i n geschloffenes Bild de» einheitlichen Willens des deutschen Volkes bietet. Grundsatz muß sein, daß jeder Schaffende am 10. No- vember'den Appell des Führers an feiner Arbeitsstätte hört! Auch in den Betrieben, die von 13 bis 14 Uhr Mittagspause haben, versammelt sich die Beleg, f ch a f t zu der Uebertragung an ihrer Arbeitsstätte. Alle Einzelhandelsgeschäfte werden von 12.50 Uhr bis 14.10 Uhr für jeden Publi- kumsverkehr geschlossen Neichspropagan-aminister ©r. Goebbels als Zeuge im Neichsiagsbrandstisterprozeß. Berlin, 8. Noo. (WTB.) Die Vernehmung des Reichsministers Dr. Goebbels beginnt pünktlich um »MO Uhr. Bei dem Erscheinen des Ministers erheben sich die Anwesenden und be- grüßen den Minister mit dem deutschen Gruß. Auf die Frage des Vorsitzenden erklärte der Minister, daß er sich nicht im Zusammenhang, sondern lieber auf einzelne Fragen äußern wolle. Vorsitzender: Wann haben Sie vom Reichstags- brand Kenntnis erhalten? Dr. Goebbels: An dem Tage hatte eine Kabinettssitzung stattgefun- den, und am Abend war der Führer in meiner Wohnung zu Gast. Ich wurde während des Abendbrotes ans Telefon gerufen. Unser Auslandspresse, leitet Dr. Hanfstängel wohnte damals als Gast des Reichstagspräsidenten Göring i m Reichstagspräsidenten-Palais. Er benachrichtigte mit nun telefonisch daß der Reichs- tag brenne. Ich habe diese Mitteilung für abso- (ut absurd gehalten und glaubte, es handele sich dabei um einen Scherz, umsomehr, als ich acht Tage vorher einen telefonischen Ulk mit Dr. Hanfstängel veranstaltet hatte und glaubte, jetzt komme eine Retourkutsche. Ich sagte ihm, ich will das nicht mehr anhören und hängte ein. Ich machte gar keinen Gebrauch von der telefonischen Mitteilung. Bald darauf wurde aber wieder an- gerufen, Hanfstängel sagte, er sitze dem Reichs- tag gegenüber und sehe Die flammen her- ausschlagen. Darauf hielt ich es für meine Pflicht, das dem Führer mitzuteilen. Er wollte es zuerst auch nicht glauben, so überraschend kam die Mitteilung. Mr haben uns ins Auto gesetzt und sind in rasendem Temoo zum Reichstag gefahren. Gleich an Portal II trat uns Ministerpräsident Göring entgegen und erklärte, es han- bele sich um ein politisches Attentat, einer der Täter sei schon gesoßt, ein holländischer Korn- munift, der jetzt in Gewahrsam sei und oernom- men werde. Vorsitzender: haben Sie die vielfach erwähnte Aeuherung des Reichskanzler gehört. die sich auf die Urheberschaft des Brande» bezog? Dr. Goebbels: Jawohl, es war auch ganz natürlich, denn schon am Eingang war uns ja vom Ministerpräsidenten mitgeteilt worden, dah es sich um ein kommunistisches Alten- t a t handele. Als Herr o. Papen seiner Bestürzung und Verwunderung über diese Tatsache Ausdruck gab, sagte der Führer: Das ist ein Zeichen dafür, wie die Situation wirklich i ft hier blutet die Situation sich aus. hier kann man sehen, in welcher Gefahr Deutschland steht, und das deutsche Volk kann überzeugt fein, daß ich es für meine Pflicht halte, die deutsche Ration vor dieser Gefahr zu erretten. Vorsitzender: Ging die Ansicht einheitlich dahin, daß die Kommunisten die Urheber seien? Dr. Goebbels: Ganz einheitlich. Es bestand für uns kein Zweifel darüber, daß dieses Attentat von langer Hand vorbereitet war, daß diese Vorbereitungen von größeren Gruppen getroffen sein müssen und daß ein einzelner Mensch praktisch auch den Brand nicht angelegt haben könnte, daß es keine politische Gruppe in Deutschland gab, die bei Gelingen des Attentats einen Vorteil haben konnte, als nur die Kommunistische Partei. Die Taktik der KPD. wird entlarvt Vorsitzender: Das Braunbuch schlägt eine besondere politische Praxis ein, um zu erklären, daß die Schuldigen an anderer Stelle zu suchen seien. Dr. Goebbels: Das Manöver ist mir von der Kommunistischen Partei bekannt. Es ist ein alter kommunistischer Trick, der dann immer angewandt wird, wenn die Kommunistische Partei ein schlechtes Gewissen hat. Ich habe Beispiele aus meiner eigenen Erfahrung. Am eklatantesten ist der Fall H o r st Wessels gewesen. Dieser Student und Arbeiter zugleich hat sich mit unaussprechlichem Idealismus für unsere Bewegung eingesetzt und nach und nach zwei - bis dreihundert Rote Frontkämpfer in die nationalsozialistische Bewegung hineingezogen. Der Erfolg war, daß eine kommuni st ische Sprengkolonne in feine Wohnung eindrang und ihn an seiner Tür nieder sch oh. Nun lag dieser Fall so eindeutig, daß weit über den Kreis unserer Partei hinaus die Oeffentlichkeit Berlins für uns Stellung zu nehmen begann. Die Kommunistische Partei aber hatte ein so schlechtes Gewissen, daß sie nur durch skrupellose Verdrehung der Tatsachen überhaupt etwas für sich herausholen konnte. Sie behauptete plötzlich, daß es sich nicht um einen Nationalsozialisten, sondern um einen Zuhälter gehandelt habe. Die Kommunistische Partei ist nicht einmal davor zurückgeschreckt, den Leichenzug Horst Wessels anzugreifen. Und es hat sich dann m dem Prozeß herausgestellt, daß diejenigen, die dieses Drama zu einem Zuhälterdrama umfälschten, von fom- muniftifd)en Funktionären im Karl- Liebknecht-Haus angeftiftet worden waren. Jetzt haben sie ein solches bestelltes Theater allerdings nicht in Berlin veranlaßt, sondern in London. Ich bedauere nur, daß eine andere Regierung das zugelassen hat und kann mir das nur so erklären, daß sie die Kommunistische Partei nicht kennt. Die Kommunistische Partei — das steht für mich zweifellos fest — ist die eigentliche Urheberin des Brandes gewesen. Vorsitzender: wollen Sie sich ju der im Braunbach enthaltenen Beschuldigung äußern, dah bestimmte Personen bei der NSDAP, al» Brandstifter in Frage kamen? Dr. Goebbels: Ich habe mit großem Erstaunen festgestellt, daß das Braunbuch meint, der Plan fei in meinem fi o p f entstanden. Oberleutnant Schulz habe ich feit der Partei- krife im November vorigen Jahre» nicht wieder- gesehen. E» handelte sich damals darum, daß Gregor Straßer seine Treue zur Partei nicht so bewährte, wie man da» von ihm erwarten durste. In demselben Augenblick muhte er von der Tribüne der Oeffentlichkeit verschwinden und mit ihm sein Adjutant Oberleutnant Schulz. Seitdem haben wir alle keinen Verkehr mit den Herren gepflogen und sollen wir ausgerechnet diesen Mann beauftragt haben, den Reichstag in Brand zu stecken? Torglers zwei Gesichte. Vorsitzender: Wissen Sie, ob von der Kommunistischen Partei zeitweilig die Parole zurückgenommen worden ist: Schlagt dieFaschisten.woihr sie trefft!"? Dr. Goebbels: Es ist später einmal eine Verlautbarung der kommunistischen Partei veröffentlicht worden, in der sie sich gegen den Individual- terror aussvrach. Das war aber praktisch von keiner Bedeutung. Ich bin überzeugt, daß die Kommunistische Partei den Terror nicht nur nicht ablehnte, sondern darin das beste Mittel zur Niederkämpfung des politischen Gegners sah. Ich habe mit Erstaunen gelesen, daß die Par- teiarntlichkeit dieser Parole angezweifelt wurde. Das ist geradezu absurd. T o r g l e r hat sie selbst in seinen Versammlungen vorgebracht. Daß er sich später herauszureden suchte. Damit, dah er nicht gesagt habe „schlagt sie nieder" sondern „schlagt |ie\ ist der einzige Unterschied gewesen. Reichsgerichtsrat Dr. Coender: Dorgier hat es so hingestellt, als ob er im Reichstage besonders versöhnlich aufgetreten wäre. Dr. Goebbels: Ich habe Torgier sehr aufmerksam jahrelang beobachtet, ohne daß ich je ein Wort mit ihm gewechselt hätte. Ich bin zu der lieber- zeugung gekommen, daß man Die Kommunistische Partei in drei Klassen einteilen muß. Es gibt den ehrlichen Arbeiter. Der an Den Kommunismus glaubt unD überzeugt ist, Daß er ihm ein besseres Leben geben könne. Wir haben uns Immer vernäht, Diese Menschen für uns zurückzugewinnen. Es gibt eine zweite Klasse, Das ist Der Janhagel auf ber Straße, Den Die Kommunistische Partei benutzt, um Verbrechen zu tarnen. Das finb Die Menschen, Die Attentate Plünderungen unD UeberfäUe immer unter Der Flagge des Kommunismus vor sich gehen lassen, weil sie hoffen, vor Gericht als politische Angeklagte milde wegzukommen. L» gibt eine Dritte Klasse, Da» sind Die f o g. Intellektuellen, Die sehr schlau verstehen, sich Immer hinter den Fanatikern zu verkriechen, um Dem Zugriff Der Gerichte entzogen zu sein. Zu Dieser Klasse rechne ich I o r g l e r. Ich glaube nicht, an seine BleDer- männigkeit, ich bin im jeden Fall überzeugt, daß er einer Der gefährlich st en der kommunistischen Führer gewesen ist, dah Irog- ler die Maske be» Biebermannes nur oorbln- det, um bahlnter seine kommunistische Gesinnung zu verstecken. Diese Ueberzeugung haben alle meine Beobachtungen Im Reichstag bestätigt. lorglcr war Immer derjenige, bet hin- * ter feinet Fraktion stand, bet niemals nach vorn zu gehen wagt. Aus vielen Unler- rebungen mit Parteigenossen, ble Versammlungen Torglers besucht haben, weih Ich, bah er immer und immenr wieder die Parole „schlagt ble Faschisten wo ihr sie trefft" aussprach, bah er bort Immer bet größte Hetzer war unb bann am nächsten Tage im haushaltsaus- schuh unb Reichstag ben seriösen unb konzilianten Biebermann spielte. Oberreichsanwalt Dr. Werner: Torgler hat sich bahin ausgesprochen, daß die Parole: Schlagt die Faschisten! jedenfalls von ihm im geistigen Sinne verstanden worden sei. Dr. Goebbels: Herr Oberreichsanwalt, es ist ja von gar keinem Belang, was Herr Torgler bei dieser Parole privattm denkt, um es bei einer eventuellen Vernehmung Vorbringen zu können (Heiterkeit), sondern ausschlaggebend ist, u) e l' ch e Folgen eine solche Parole in der A n - hängerschaft hat, und die Folge des brachialen Vergehens ist ganz unzweifelhaft. Ich selbst habe es einmal erlebt, dah bei dem Kampf um das Poung-Begehren, als ich einen Demonstrationszug Der nationalsozialistischen Bewegung in der Nähe Des Görlitzer Bahnhofs abnahm und später nichts- ahnend in meinem Wagen saß, ich plötzlich sah, wie ein kommunistischer Funktionär unter dem Ruf: „Schlagt die Faschisten wo ihr sie trefft!", mit einem Revolver auf m i ch zielte. Nur durch die Geistesgegenwart meines Chauffeurs wurde ich gerettet. Derselbe Äommunift erschien zwei Stunden später, nachdem ich auf dem Polizeipräsidium als Angeklagter eingeliefert worden war, als Zeuge. Der Angeklagte Dimitroff fragt, ob Reichs- Minister Dr. Goebbels im Rundfunk nicht eine Rede aehalten habe. In ber er nicht nur bie Kommunistische Partei, fonbern auch bie Sozialdemokratische Partei als Urheberin des Brandes hinstellte. Dr. Goebbels: Wenn wir die Kommunisten ber Urheberschaft anklagen, so war die ununterbrochene Verbindung zur Sozialdemokratie gegeben. Wir waren nicht ber bürgerlichen Auffassung, bah ein grundsätzlicher Unter- schieb zwischen Kommunismus unb Sozialdemokratie bestand. Für uns bestehen bie Unterschiebe beiber Parteien nur In ber Taktik der Kämpfe, nicht aber im Grundsatz. Dimitroff: Weih der Zeuge, daß in Deutschland viele politische Morde begangen worden sind? Es wurden die kommunistischen Führer Karl Liebknecht unb Rosa Luxemburg ermordet. Vorsitzender: ... Halt, halt! Wir haben • hier aufzuklären, wer ben Reichstag in Lranb gesteckt hat. Da kann man nicht so weit in bie Vergangenheit zurückkehren. Minister Goebbels: Es wäre zweckmäßiger, wenn wir bei Adam unb Eva anfingen (Heiterkeit im Zuhörerraum). Als biefe Morbe geschahen, existierte unsere Bewegung noch gar nicht unb Hiller lag als Kriegsblinder im Lazarett in Pasewalk. Dimitroff: Weih ber Zeuge, bah Deutsche Staats- männer wie Rathenau und Erzberger von Kreisen der Rechten ... Der Vorsitzende unterbricht. Dr. (B o e b b e l» : Ich habe nicht bas Bebürf- nis, mich an diesen Fragen oordeizubrücken. Die Ermorbung Rathenaus unb Erzbergers ist nicht von nationalsozialistischen Kreisen geschehen. Damals war bie Nationalsozialistenbewegung noch eine ganz kleine Gruppe, bie in München Agitation trieb. Ich bin Jiur ASOAP., nur „ja* am 12 Jiot>em6er/hann geht die Gönne über Deutschland auf! Nationalsozialist unb entschlossen, alle», was ble nationalsozialistische Bewegung getan hat, zu verantworten. Darüber hinaus geht e» aber nicht an, Dinge, bie sich außerhalb ber Bewegung ereignet haben, ber Bewegung in bie Schuhe z u schieben. Oberreichsanwalt: Ich finde es sehr entgegenkommend, bah ber Minister biefe Fragen beantwortet, aber Ich glaube, bah es doch richtiger wäre, Diese Fragen überhaupt nicht beantworten zu lassen, denn sie werben nur gestellt, um in einer gewissen Richtung Propa- ganba zu treiben. Dr. Goebbel» : Ich beantworte ble Fragen „ nicht beshaib, weil sie zur Finbung ber Wahrheit beitragen, aber ich will Dimitroff unb ber Weltpresse nicht Gelegenheit geben, zu behaupten, bah Ich mich vor der Beantwortung einet Frage verkrochen unb gebrückt hätte. Ich habe anberen Ceuten Rebe und Antwort gestanden, als diesem kleinen kommunistischen Agitator. (Beifall im Zuhörerraum.) Ich bitte, diese Fragen zuzulassen. Dimitroff: Herr Minister, ist Ihnen bekannt, daß in Oesterreich und in der Tschechoslowakei ihre Gesinnungsgenossen, Nationalsozialisten auch illegal arbeiten müssen, illegale Propaganda machen müssen und mit falschen chiffrierten Adressen und chiffrierter Korrespondenz? Dr. Goebbels: E» scheint, daß sie die nationalsozialistische Bewegung beleidigen wollen. Ich antworte Ihnen mit Schopenhauer: „Jeder Mann verdient, dah man ihn ansicht, aber er verdient nicht, dah man mit ihm redet!" Angeklagter Torgler: Ist Ihnen bekannt, daß gerade die Kommunistische Partei das allergrößte Interesse an einem reibungslosen Verlauf der R e i ch s t a g s w a h 1 e n am 5. März hatte, weil sie ihre Aussichten außerordentlich günstig einschätzte, weil sie erwartete, daß breite Kreise der sozialdemokratischen Arbeiter sich bei diesen Wahlen zur Kommunistischen Partei bekennen würden? Dr. Goebbels: Nein, das ist mir unbekannt. Ich halte es auch für vollkommen unwahrscheinlich. Die Kommunistische Partei mochte so viel Stimmen von der Sozialdemokratie bekommen, wie sie wollte, sie war sich doch darüber im klaren, daß, wenn die Wahlen vorbei waren, die National- sozialistische Partei entschlossen war, die KPD. mit Stumpf unb Stiel auszurotten. Torgler: Ist Ihnen bekannt, baß bie Parole „Schlagt bie Faschisten tot" bis 1930 von ber KPD. herausgegeben war, baß aber nach ber Reichstagswahl vom 14. September 1930 auf Das alleren!- schieDenste diese Parole als absolut falsch verworfen wurde, daß eine tiefgehende Partei- fampaane dagegen geführt wurde, und daß bie Anweisung herausgegeben würbe, mit den Nationalsozialisten zu diskutieren. Dr. Goebbels: Es ist bekannt, daß das Inder Theorie gemacht wurde, daß es aber in der Praxis anders aussah. Ich habe ja eine solche Diskussion mit ihren prominentesten Vertretern geschildert. Torgler: Ist Ihnen nicht bekannt Daß ernsthafte Versuche gemacht worben finb? Ich habe selbst mit Nationalsozialisten über bie zwei Weltanschauungen biskutiert. Minister Goebbels in großer Erregung: Ja. Sie haben biskutiert mit ben kleinen S A. - Leuten, Denen gegenüber Sie f i ch überlegen fühlten. Wenn Sie vor meine Klinge kamen, wagten Sie nicht zu antworten, weil Sie Dann unterlegen waren. Ich habe Sie oft genug eingeladen. Sie haben Die Gelegenheit aber nicht wahrgenommen, stattdessen sinb Sie mit Brachialgewalt oorgeaangen. Torgler: Ich mochte ausbrücklich feftfteQen in Anwesenheit Des Ministers Dr. Goebbels, Daß ich in Derselben Tonart, in derselben Sprache unD in Derselben sachlichen Art unb Weise wie im Reichstag auch in Den Volksversammlungen gesprochen habe. Daß ich niemals Die Parole „schlagt bie Faschisten, wo ihr sie trefft" propagiert habe, baß ich mich immer mit großem Nachbruck und großer Energie für die geistige Auseinandersetzung zwischen den beiden Weltanschauungen eingesetzt habe. Dr. Goebbels: E» ist außerordentlich bedauerlich, bah bie kommunistische Anhängerschaft Herrn Torgler so schlecht verstan» b e n hat. Selbstverständlich wird er h e u t e sich bemühen, bie Parole, schlagt die usw. al» die Aufforderung zu einer geistigen Auseinandersetzung hinzustellen. Damit werden aber bie 4 00 Opfer dieser Parole den Gräbern nicht mehr entrissen. Die kommunistische Partei hat diese Parole praktisch bl» zu ihrer Vernichtung durchgeführt, und Ich bin berechtigt zu der Annahme, daß da» mit wissen und Wollen der Kommunl- stischen Parteileitung geschah und daß sie eine gegenteilige Parole nur ausgab, um sich vor den amtlichen Stellen zu decken. Vorsitzender: Angeklagter Torgier, wie erklären Sie sich, daß so viele Waffen, Munition und «Sprengftoffe bis zur letzten Zeit von Kommunisten angesammelt worden sind? Wie ist das zu erklären, wenn die KPD. tatsächlich jeden Terror ablehnte? Toraler: Ich bin nicht imstande, darüber irgendeine Auskunft oder Erklärung zu geben. Dimitroff: Der Zeuge Minister Goebbels hat gesagt, daß so viele kommunistische Ueberfälle auf die Nationalsozialisten stattgefunden hätten. Haben die Nationalsozialisten in dieser Zeit vor dem Januar 1933 nach seiner Meinung das Recht gehabt, sich bewaffnet gegen solche Ueberfälle zu verteidigen? (Lachen im Zuhörerraum.) Dr. Goebbels: Die NSDAP, hat damals vielleicht die schwerste Nervenprobe bestanden, die es überhaupt gegeben hat. Allerseits gingen die Kommunisten bewaffnet gegen uns vor. Anderseits muhten wir, um die Le- Wer Adolf Hitler und die NSDAP, ab« lehnt, unterstützt Aufrüstung und Krieg! galität zu wahren, unsere Parteigenossen auffordern, die Waffen niederzulegen. Die meisten haben es auch getan, aber die, die drauhen in den roten vororten sahen und ständig bedroht wurden, die hätten doch Fischblut in den Adern haben müssen oder sie mühten Selbstmordkandidaten gewesen sein, wenn sie sich nicht mH allen IHlfteln dagegen zur wehr gesetzt hätten. Ich habe noch nicht davon gesprochen, wie oft fettens der KPD.-Parteigänger gegen mich Anschläge versucht worden sind. Ich habe damals beim Polizeipräsidenten beantragt, mir einen Waffenschein zu geben, damit ich mein Leben schützen konnte. Zur Charakterisierung des sozialdemokratischen Polizeipräsidenten muh ich mitleilen, dah der Antrag a b g e l e h n t wurde, weil keine Gründe dafür als vorliegend betrachtet wurden. Dimitroff: haben sich die Nationalsozialisten verteidigt? Dr. Goebbels mit lauter Stimme: S e l b st - verständlich haben wir uns verteidigt. Glauben Sie, wir lassen uns von Ihnen ohne Widerstand abschlachten? Dimitroff ebenfalls mit erhobener Stimme: Glauben Sie jetzt, daß auch die Kommunisten das Recht, hatten, sich zu verteidigen? Vorsitzender: Halt! Wenn Sie sich nicht anständig benehmen, dann werden Sie allein wegen Ihres Tones ausgeschlossen. Dr. Goebbels: Es handelt sich hier darum, wer ist Angreifer und wer ist Verteidiger. Es ist niemals festzustellen gewesen, daß Nationalsozialisten Polizeibeamte niedergeschossen hätten, oder daß seitens der nationalsozialiischen Parteileitung eine Parole ausgegeben worden wäre: „Schlagt die Kommunisten, wo ihr sie trefft!" Wir haben immer, auch im Kampf, die Parole der Legalität bewahrt. Herr Präsident, ich habe mich vernicht, mit ziemlicher Genauigkeit die im Braunbuch gegen die NSDAP, und die deutsche Regierung erhobenen Beschuldigungen zu widerlegen. Ich stelle mit Bedauern fest, und das tut die ganze deutsche Reichsregierung, daß diese Lügen des Braunbuches immer noch vom Auslande verbreitet werden. Ich erwarte von der Auslandspresse, daß sie nun, nach die - s e r Schilderung des wirklichen Tatbestandes, auch diese Schilderung mit derselben Genauigkeit wiedergibt. Es geht nicht an, daß die Regierung eines anständigen und ehrlichen Volkes so von der ganzen Welt in unwahrhaftiger Weise weiter verdächtigt wird. (Lebhaftes Beifallsklatschen.) Nach einer Pause trägt der Berichterstatter eine Auskunft des bulgarischen Justizministeriums über die Vor st rasen des Angeklagten Dimitroff vor. Danach ist Dimitroff u. a. 1926 wegen eines Ueberfalles zum Tode durch den Strang und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte für alle Zeiten verurteilt worden. Diefe Strafe ist durch Amnestie außer Kraft gesetzt worden. Schließlich ist Dimitroff zu 15 Jahren verschärften Kerkers (Zuchthaus) und Der- lüft der bürgerlichen Ehrenrechte für 20 Jahre wegen Aufstandes verurteilt worden. Diese Strafe würde er noch abzubüßen haben. Dimitroff: Alle diese Vorstrafen sind in meiner Abwesenheit ausgesprochen worden. Ich erkläre, daß ich bereit bin, nach Beendigung des jetzigen Prozesses nach Bulgarien zurück zukehren, um dort vor dem bulgarischen Gericht über meine ganze Tätigkeit Rechenschaft abzulegen und die volle Verantwortung dafür zu übernehmen. Es werden dann die Zeugenvernehmungen über die Verhaftung der Bulgaren fortgesetzt. Der Kellner R ö h m e r vom Bayernhof erklärt, daß ihm Lubbe nicht bekannt sei, er könne nicht sagen, daß er ihn etwa im Lokal gesehen habe. Der Kellner H a f e m a n n vom Dayernhof hat ben Angeklagten van der Lubbe ebenfalls nie im Lokal gesehen. Vorsitzender: Vor dem Untersuchungsrichter haben Eie das so bestimmt nicht gesagt. Zeuge: Nachdem ist Lubbe gestern und heute nochmals gesehen habe, weiß ich ganz bestimmt, daß dieser Mann nicht bei uns gewesen fein kann. Popoff: Was hauen auf Sie die Ausländer im Bayernhof für einen Eindruck gemacht? Zeuge: Einen verdächtigen nicht, aber etwas geheimnisvollen, da fie sich immer sehr lene unterhielten. _ , Dimitroff: Haben Sie in meiner Gesellschaft einen Mann mit einem kleinen Gesicht und einem roten Haarschopf gesehen? , „ . Zeuge: Ja, der war öfter da, er hatte auch kleine Hände. Dimitroff: Es war Jakobus Rohner. Auch die Kellner Rösch, Koch, Geßler und Winkel sowie der Geschäftsführer Münkner vom Bayernhof erklären, daß van der Lubbe nie im Bayernhof gewesen sei. Die Verhandlung wird auf Donnerstag vertagt; der Freitag soll sitzungsfrei bleiben. Oie deutsche Presse in der Einheitsfront des 12. November. Ein Aufruf an die deutschen Zeitungsvrrleger. Berlin, 8.Nov. (VDZ.) Nur wenige Tage trennen uns von der Entscheidung des 12. November. Die ganze weit erwartet mit Spannung das Ergebnis. Das deutsche Volk wird durch die Bekundung feiner völligen Geschlossenheit vor der Geschichte feierlichst feinen Anspruch auf Gleichberechtigung erneut erheben. Es wird die Aebernahrne jeder Verpflichtung, die feine Ehre fchändet, für alle Zukunft ablehnen. Der deutschen Presse fällt die Aufgabe zu, die von der Reichsregierung ins Volk getragene Aufklärung durch ihre TTlitarbeit wirksam z u unter st ü h e n. Die deutschen Zeitungen erblickten in dieser Aufgabe schon bisher eine Ehrenpflicht und empfanden ihre 2H i t a r b e i t aIß ihr vornehmstes Recht. Gerade jetzt in den letzten lagen vor den Abstimmungen gilt es, jedem Leser ihre geschichtliche Bedeutung immer wieder klar und eindringlich vor Augen zu führen. Jeder muh wissen, daß er es mit feiner Stimme in der Hand hat, an der Gestaltung des deutschen Schicksals zu seinem Teil mitzuwirken, kein deutscher Volksgenosse darf darum am kommenden Sonntag an der Urne fehlen. Es geht um die Sicherung von Ehre und Frieden für Deutschlands Zukunft. Die deutschen Zeltungen mühten mit der ganzen wacht ihrer inneren Ueberjeugung diese Tatsache immer wieder in das Gewissen ihrer Leser rufen. Der Führer will, dah dieser Befenntnistag des deutschen Volkes auch den inneren Ausgleich und die Versöhnung bringt, die alle ehrlichen Deutschen zu einer festen Front zusammenschlieht. Ich gebe der Erwartung Ausdruck, dah jeder deutsche Zeitungsverleger in diesen Tagen seine Pflicht tut. Der Kampf des Führers gilt dem Lebensrecht der Nation, er gilt zugleich auch dem endlichen Frieden der Welt. Das einmütige Bekenntnis zu ihm und seinen Zielen wird ein Ehrentag des deutschen Volks sein, heil Hitler. gez.: Amann, Vorsitzender des Vereins Deutscher Zeitungsverleger. Warum Neichstagöwahl? Eine Unterredung mit Reichsminister Dr. Goebbels über den doppelten Sinn des 12. November. Berlin, 9. Nov. (WTB.) Reichsminister Dr. Goebbels gewährte einem Vertreter des Wolff- schen Telegraphen-Büros folgendes Interview über das Thema: „Warum Reichstagswahl?" Frage: Was hat nach der Beseitigung der Parteien und der Ueberwindung des Parlamentarismus die Wahl des neuen Reichstags für einen Sinn? Antwort: Die Wahl eines neuen Reichstags ist genau so wie die Volksabstimmung eine bedeutsame außenpolitische Entscheidung des gesamten deutschen Volkes. Dem Ausland wird durch diese Bekundung des Dolks- willens bewiesen, daß das deutsche Volk die Männer als seine Vertreter anerkennt, die die Politik Adolf Hitlers bejahen. Frage: Das geschieht doch schon durch die Volksabstimmung. Warum muß dafür ein neuer Reichstag zusammentreten? Antwort: Dieser Reichstag hat eine weitergehende Bedeutung. In den acht Monaten ihres Bestehens hat die nationalsozialistische Regierung weit mehr geschafft als sämtliche Regierungen der letzten 14 Jahre zusammen. Und doch ist das bisher Erreichte nur ein Anfang des großen Reformwerks Adolf Hitlers. Durch die Taten des Führers sind die Grundlagen gelegt, der Ausbau von Staat und Reich beginnt jetzt e r ft. Hier- für aber bedarf die Regierung einer bevollmächtigten Körperschaft des ganzen Volks, die ihr in der Gesetzgebung zur Seite steht. Es werden außerdem in Zukunft auch Stunden kommen, da der Führer des Reichs einer Verkörperung des ganzen Volks bedarf, vor die er hintreten wird, um der Welt die Einheit von Volk und Staat zu beweisen. Dieser historischen Aufgabe aber war der vergangene Reichstag nicht mehr gewachsen. Er war noch im Zeichen des Parlamentarismus gewählt, umschloß noch ein Mosaik von Parteien, darunter eine Menge Marxisten, und war zum Schluß nur noch ein Rumpfparlament. Mit ihm war keine Politik mehr zu machen. Es genügt darum auch nicht, nur einmal zu wählen, wie man es gelegentlich hört. Jeder, der in der Volksabstimmung mit „3az' stimmt, muß auch der Liste Adolf Hitlers sein Kreuz geben, ober er entwertet seine eigene Stimmabgabe. Frage: Wenn es aber außer der Nationalsozialistischen keine Parteien mehr gibt, welchen Zweck hat bann bie Stimmabgabe? Antwort: Diese Reichstagswahl ist etwas völlig Neues in der deutschen Geschichte. Sie soll und wirb zum erstenmal bas ganze deutsche Volk in einer noch nie dagewesenen Einheitsfront zeigen. Der 12. November wirb ein Werkstein der deutschen Geschichte werden, wir werden endlich einmal einen Reichstag haben, ber aus einem Guß ist. Das ist der Sinn ber von Adolf Hitler geführten Einheitsliste, die auch eine Reihe bester deutscher Männer von einwandfreier nationaler und sozialer Gesinnung ohne Rücksicht auf ihre frühere Liste enthält. Schon die Zusammensetzung dieser Liste ist von dem hohen Gedanken der Versöhnung und Zusammenarbeit getragen, von dem Adolf Hitler sich bei seinem werk stets hat leiten lassen. Stimmt das deutsche Volk dieser Liste einheitlich und geschlossen zu, dann ist endlich die unselige Zwietracht und Parteizerspliiterung der deutschen Vergangenheit überwunden. Darin liegt die hohe Verantwortung, bie auf jedem Wähler am 12. November ruht. Frage: Rechnet man im Ausland mit einer starken Opposition? Antwort: Das ist genau das, worauf das Ausland spekuliert. Jahrzehnte- und jahrhundertelang hat es mit dieser deutschen Uneinigkeit seine politischen Geschäfte gemacht. Waren es in früheren Jahrhunderten bie zahllosen kleinen Souv e- ränen, bie, stets auf ihre Selbständigkeit bedacht, dem Ausland erwünschte Mächtegruppierun- gen Herstellen konnten, so war es Im Reiche Bismarcks die Zwietracht ber Parteien, ber soziale Gegensatz zwischen Besitzenden und Nichtbesitzenben sowie ber religiöse Gegen- s a tz, die bas Einigungswerk bes großen Kanzlers nicht zur Vollenbung kommen ließen. Dazu kam bie Zügellosigkeit unb Unbisziplinke rth e i t ber Presse unb ber parlamentarischen Opposition, die dem Ausland meist die wirksamsten Waffen für bie Propaganda gegen bas beutsche Volk lieferten. Eine Opposition im Reichstag ist nunmehr ausgeschaltet. Umso größer ist bie Pflicht jedes einzelnen Deut- schen, in ber Volksabstimmung und bei der Reichs- tagswahl hinter Adolf Hitler zu treten mit einem unumwundenen „3a". Dann wird die Zeit der billigen Siege des Auslandes über ein uneiniges unb in sich zerrissenes deutsches Volk endgültig vorbei fein. Frage: Welche Aufgaben wird nun der neue Reichstag als Volksvertretung haben? Antwort: Keine Regierung ist so unmittelbar mit dem Volk verwachsen, wie bie Regierung des nationalsozialistischen Staats. Sie hat ein Herz für bas Volk, für den Arbeiter wie den Bauern, Flaggenschmuck von Freitag bis Sonntag. Berlin, 8. Nov. (TU.) 3m Hinblick auf die bedeutsame Ansprache des Reichskanzlers Adolf Hitler an das beutsche Volk hat der Reichsminister des Innern angeordnet, dah die Reichsdienstgebäude schon von Freitag, den 10. November, 12 Uhr ab bis einschließlich Sonntag, den 12. November, zu flaggen haben. Die Landesregierungen werben gebeten, für bie Dienstgebäude ber Länder unb Gemeinden eine gleiche Anordnung zu treffen. Gleichzeitig fordert die Reichsregierung bas ganze deutsche Volk auf, sich dem Vorgehen der Behörden anzuschliehen. Wie bereits mitgeteilt, überträgt der beutsche Rundfunk am 10. November die große Kundgebung für Frieden, Ar beit und Brot mit der Rede bes Reichskanzlers aus der Maschinenhalle eines großen Berliner Fabrikbetriebs. Die Ueber- (cagung beginnt bereits um 12.50 Uhr. den Handwerker wie den Angestellten, weil sie selbst aus dem Volk flammt. Aber der Reichstag wird auch in Zukunft in den wichtigen Fragen des Staats gehört werden. Auch der ein- fache Mann kann in die neuen Volksvertreter das Vertrauen fetzen, daß sie das Wohl des Volks kennen und wahren. Denn dieses Mal geht es nickst um die Interessen von Einzelnen oder Gruppen. Das unterscheidet den neuen Staat von der Interessen- wirtschaft des alten. Im natio na ls oz iali s ttj chen Staat herrscht das Gemeinwohl. Frage: Damit wäre also die Reichstagswahl eine Probe auf den gefunden Sinn und die innere Disziplin des deutschen Wählers? Antwort: Allerdings. In der Reichstagswahl wird das deutsche Volk vor eine Lntschei- düng von größter Tragweite gestellt. Geht es bei der Volksabstimmung um die Zustimmung zu den außenpolitischen Entscheidungen der Regierung, dann geht es bei der Reichstagswahl um nicht mehr und nicht weniger als die klare Entscheidung zum Gesamtwerk Adolf Hitlers. 14 Jahre lang ist dieser Mann unbeirrt durch Widerstände und Verlockungen den Weg seiner Ueber- zeugung gegangen, bis er das Volk für seine Idee gewonnen hat. Nie besah ein Politiker mehr Lharaktergröße als Adolf Hitler. Gerade die Reichstag--wahl gibt jedem deutschen Volksgenossen die Möglichkeit, dem Führer und Retter der Nation das persönliche Vectra u en zu bekunden. Ausruf des Evangelischen Bundes in Hessen am 12. Aovernber. EPH. Der Evangelische Bund vertritt im Dienst am deutschen Volkstum unb im Geiste des Evangeliums von jeher bie aus ber Reformation erwachsene Auffassung, „daß der Staat als bie von Gott gewollte Grunblage jeglicher Drbnung seine Aufgaben zum Schutz unb Wohl bes beutschen Volkstums zu erfüllen unb bereu Grenzen nach eigenem Recht zu bestimmen hat", (Wartburgprogramm 1921). Der Evangelische Bunb forbert, „baß bie Regierung alle Kräfte einsetzt für bie Freiheit unseres Volkes" unb erhebt als beutsche Aufgabe, „ber grauenhaften Verlogenheit, bie seit dem Kriege bie Beziehungen ber Völker zueinanber vergiftet, eine Politik ber Wahrhaftigkeit entgegenzustellen" (Kasseler Forberungen 1932). Don tiefem klaren, festen Standort aus, begrüßt er den Austritt Deutschlands aus dem Völkerbund, beglückwünscht er Deutschlands Volk zum Durchbruch deutscher Geradheit, Redlichkeit unb Ehrenhaftigkeit, gelobt er Deutschlanbs tapferem Kanzler unentwegte Treue und unbedingte Gefolgschaft. Lustbombardement aus Havanna Neue Revolution auf Äuba.- Wilde Stratzeukämpfe. Die Hauptstadt Havanna unb ihre nähere Umgebung wurden heute morgen burch ein Lust- bombarbement unb durch bas Feuer von Fliegerabwehrgeschützen in Helle Aufregung verjetzt. Das Fliegerkorps unter dem Leutnant Roberto Mendes meuterte unb besetzte bie Kaoal- leriekaserne San Ambrosio. Bei dieser Aktion wurde es von den ABC.-Anhängern, einer linksrabikalen ötubentenorganifation unterstützt. Es setzte heftiges Maschinengewehrfeuer zwischen bem Prä- sidentenvalais unb dem Polizeihauptquartier ein, aas mehrere Tote forderte. Die Polizei, die sich im Bunde mit dem Fliegerkorps und den ABE.-Leuten befindet, sieht bem in den Straßen wütenden Maschinengewehrkampf tatenlosem Das Präsiden- tenpalais ist von Soldaten des Obersten Batists mit Maschinengewehren stark besetzt. Auf zahlreichen Kraftwagen durchfahren die ABC.-Leute die Stadt, wild um sich feuernd. Präsident Gran-San Martin hat den Kriegszustand für ganz Kuba erklärt. 32 Personen sollen getötet unb 100 verwundet worden sein. Der König von Afghanistan ermordet. London, 8. Nov. (Reuter) Der Gesandte von Afghanistan hat heute abend die Nachricht erhalten, daß der König von Afghanistan heute morgen ermordet worden ist. Der Sohn bes ermorbe- ten Königs ist heute nachmittag zum König ausgerufen worden. Das Telegramm besagt: Seine Majestät, Nadir Schah Ghasi hat heute nachmittag 15 Uhr durch die Hand eines Verräters den Mä rtyrertod erlitten. Die ganze Nation ist in Trauer um den Tob ihres geliebten Königs erfüllt unb erklärt feinem Sohne Mohamed Zahir Schah einmütig ihre Ergebenheit. I m Lande herrscht Ruhe. Ich erwarte von jedem Evangelischen Bundes- mann, wie von jedem ehrenhaften Deutschen, daß er am 12. November seine Wahlpflicht mit Freuden erfüllt unb sich mit einem ganzen „Ja" zum Führer unb zur Regierung bes Deutschen Rei- ches stellt. Ich forbere von allen Evangelischen Bun- besgenossen, baß sie bet tiefer Entscheibung um unsere Zukunft, Volksgenossen unb Volksgenossinnen zu gleicher Tat, mit allen Kräften eintreten für Deutschland, für Deutschlands Ehre, Freiheit, Recht undFrieben! Mit deutsch-evangelischem Gruß und Heil Hitler! Der Hessische Bundessührer: gez. Berck. Offenes Bekenntnis zu Reich und Führer Oppeln, 7. Nov. (WTB.) Der Landes- bauernführer von Oberschlefien hat an ben Reichsbauernführer ein Telegramm gerichtet, in bem er mitteilte, baß Oberschlesiens freie beutfche Bauern am 12. November ihr Bekenntnis zum Führer Adolf Hitler unb zur Reichsregierung frei unb offen ablegen unb s i ch n i ch t ber von ßiberaliften unb Marxisten geschaffenen geheimen Wahl st eile bebienen. Den ersten Wahlkampf im Dritten Reich werde der Ober schlesische Bauer wie folgt beginnen: Gemeinsamer Gottesdienst, gemeinsame Totenehrung am Denkmal, geschlossener Marsch zum Wahllokal, um gemeinsam das Bekenntnis für Ehre, Freiheit und Gleichberechtigung abzulegen. Erdstöße in Tirol und Süddeuifthland Meldungen, bie aus Nordtirol, bem Allgäu, Württemberg, Oberbaben unb ber Ostschweiz einlaufen, berichten von einem heftigen Erbstoß, ber Mittwochnacht gegen 1.45 Uhr in ben oerschiebensten Orten wahraenommen würbe. Der Erdstoß — einige Berichte sprechen von zwei Erdstößen — war von heftigem, dumpfem Rollen begleitet. Man vermutet, daß der Herd in ber Nähe von Berwang unb Namlos im Zugspitzgebiet zu suchen ist, wo schon am 8. Oktober 1930 ein Beben verzeichnet würbe. Das Beben war in Reu11e de- sonbers stark. In Vvrber-Hornbach, an ber Ein- münbung bes Namlosertals in bas Lechtal, würben burch bas Beben Kamine bis zu 12 Zentimeter verschoben, Häuser haben große Risse. Das Erdbeben ist in weiten Teilen des Landes Württemberg ebenfalls beobachtet worden. Besonbers stark würbe es in ber Tübinger unb Edinger sowie Schwenninger Gegenb verspürt. Auch in großen Teilen von Oberbaben würbe ber Erbstoß wahr- genommen, besonbers stark in Walbshut unb im Hegau. Die Bewohner würben aus bem Schlaf geschreckt, bie Möbel zitterten. Kleine politische Nachrichten. Der amerikanische Bunbesstaat Utah hat sich gegen Beibehaltung ber Prohibition ausgesprochen. Damit ist bie erforberlidje Zahl von 36 Staaten erreicht, bie zur Abschaffung bes 18. Versaffungs-Amenbments vvrge- fchrieben ist. * Dom Reichs st and bes beutschen Handwerks wird festgestellt, daß bas Verbot bes Führens von Hakenkreuzfahnen burch bie Hanbwerksinnungen so aufzufassen sei, baß bie reinen Hakenkreuzfahnen nicht geführt werben bür- fen, wohl aber bie Hakenkreuzwimpel an ben Hanbwerksfahnen. Wettervoraussage. Unsere Wetterlage steht zur Zeit unter bem Einfluß bes hohen Druckes, ber sich nunmehr ganz auf das Festland verlagert hat. Nach Frühnebeln wird es daher tagsüber aufheitern, wobei auch Milbe- rung eintritt. In ber Nacht werben allerbings bei klarem Himmel infolge ber Ausstrahlung noch Temperaturwerte in Gefrierpunktsnähe unb auch bar- unter erreicht. Da das neue Tief über Jslanb aber an feiner Vorderseite eine Warmluftwelle östlich verschiebt, ist für später roieber mit (Eintrübung und besonders im nördlichen Teil bes Bezirks mit etwas Sprühregen zu rechnen. Aussichten für Freitag: Dunstig und bewölkt mit Aufheiterung, nachts Temperaturen um ben Gefrierpunkt, im nördlichen Teil bes Bezirks Neigung zu etwas Sprühregen, sonst trocken. Aussichten für Samstag: Im ganzen milber, neblig unb bewölkt mit Aufklaren, vereinzelt etwas Regen. äODOL Rat: ZAHNPASTA Nachdruck oerboten! 9. Fortsetzung. es an. Ihre Gedanken waren die noch Zeit g'wes'n wär. Ich was da yineing'steckt hat. Auch nicht, wo ich her bin, einfach gar nichts. Dann den. Nichts als ist noch der Typhus hinzugekommen und der hat braunen Augen, mich zu dem gemacht, was ich jetzt bin. —" Sie | (Fortsetzung folgt.) Riegel-Schokolade 5, 10, 1 2 Plg. Block-Schokolade 18 19 19 19 25 72 501-101 Schokoladenfabrik i [Verschiedenes Ansann 20'/« Uhr. eseoD 6780 A beim. 0*410 Drogerie Weim platz IQ Prospekt anfordern Unser Programm ist aufgestellt! zu billigen Preisen räumen! Lassen Sie sich diese besondere Gelegenheit nicht entgehen und besuchen Sie uns noch heute 6893 A Schokoladen macht die wasche KAISERS^ Pfund 55 Pf. |;Pfund45Pf. Maschinenbau, Elektrotechnik, Automobl Ibau K 34/32 Wir müssen für unsere Spezial - Abteilungen Platz schaffen und alle für uns nicht in Frage kommenden Artikel, wie Spielwaren, Kleinmöbel, Kinderwagen, Teppiche, Gardinen, ferner Luxuswaren, Schmuck, Schreibwaren, künstliche Blumen, Strick- u. 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Oktober 1933. 3.21. des Hessischen Amtsgerichts Gießen: Leo, Ortsgcrichtsvorsteher. g'meint, daß sie's war." „Warum hast du denn nichts gesagt?- fuhr Wel- lenberg auf. „3o, warum hab' ich denn niy g'sagt?--Das ls ja, was mich so aus dem Häusl bringt. Ich bin mir halt doch nicht ganz sicher g'wesen! — — Und dann ist auf einmal der Felix kommen, und ich hab den Wisch wieder zwischen die andern hineing'stcckt, weil ich mich g'schämt hab', daß ich da in seine Sach'n sten Plaudern vor. Am anderen Abend fuhren sie roiAer ab Wellenberg konnte nicht länger von fei-Kc Praxis weg- bleiben. Aber er würde die Mutter schicken, und zwar sofort, sobald er zu Hause sei. „Findest du nicht auch", sagte Montrey, als sie zusammen wieder auf di» Straße traten, „daß sie merkwürdig wenig nach Grude gefragt har?" „Ja! — Aber ich denke mir das so, sie ist jedenfalls sehr schmerzlich berührt, daß er weder geschrieben hat, noch selbst zu ihr gekommen ift." Montrey hob die Achseln. „Ich glaub' eher, daß sie sowas wie ein Ahnen hat, wenn auch nicht das richtige. Man muß halt wart'n, bis die geeignete Stund' dafür kommt. Ich glaub', daß das deine Dr.Jhompson'sSchwanPu/verwäscht gut und billig, schonend und leicht. Auch zum AbseifenuScheuem istSchwen-PutverseitSOJahrenbewährt. Paket24 Pfg, Doppetpaket44Pfg. Witwe mittl. Alters mit eigenem großen Hauöl Nabe Gießen) fuebt fid) wieder mit Geschäftsmann oder venf. Beamten za verheiraten. Schrift! .Angeb. unt. 06423a.d.Gieß.Am. Donnerstag, den 9.'November 1933: „Wleenlehenroltunsonö unsere Kinder zur BoltsgemelnlDoll!“ Bortrag von Herrn Tr. Job. Neumann Soklor Gnides Ehe Originalroman von Z. Schneider,Foerstl. eines Herzschlages an. Ihre Gedanken waren die gleichen. Man durfte ihr um keinen Preis etwas zu wissen tun, o lange sie sich noch in diesem geschwächten Zustand befand. Die Wirkung mugle sonst unbedingt tödlich sein. Montrey hatte sich bereits wieder gefaßt und ein Scherzwort zur Hand. Und als Wellenberg für einige Zeit das Zimmer verließ, um mit dem Chef- arzt des Krankenhauses Rücksprache zu pflegen, fand er bei seiner Rückkehr die beiden im fröhlich- Berrenzimmer.Eiche Speisezimmer, Eiche mit Nußb., beid. la Qualität, Teppich vreiSw. zu ocrk. Bangel, Frank- l. rt M.,Gr.Gallus- Straße 1. esaiV rumkram. Und dann ist's zu spät g'wes'n. Ich hab mich ganz einfach nimmer traut. Es hätt einen hel- losen Skandal geb'n, wenn ich etwa die Madien zu Unrecht verdächtigt hätt'." „ . „Besser dieser Skandal als jetzt das Unabander- liehe dieser Ehe." .. .. _ Montrey hatte nur ein verzweifeltes Nicken. Was halfen jetzt noch alle Worte hinterdrein! Für den Augenblick war es das Richtigste, daß man Christa mit aller Vorsicht davon verständigte, wenn es nicht überhaupt das beste war, ihr gar nichts davon zu sprechen. Dicks Augen bekamen plötzlich einen weichen Ausdruck. Rosenduft strömte aus den mit köstlichstem Dust erfüllten Laden. Einen ähnlichen diskreten Hauch hatte Christa immer in ihren Kleidern getragen. Selbst ihr Haar war davon bestaubt gewesen. Ein Mädchen mit breitem Hut trat dicht an den langsam fahrenden Wagen und hielt ihm einen Korb halberblühter Knospen entgegen. „Kaufen Sie, Mon- fieur!" Er rief dem Chauffeur zu, er mochte halten. „Was willst du denn?" fragte Wellenberg aus seinen Gedanken heraus. „Deiner Schwester Rosen bringen!" Und als Dick seine Brieftasche zog, fiel es dem Doktor plötzlich wie Schuppen von den Augen. Vereinzelt, wie ein verschämter Bettler, flatterte eine Zwanzigschillingnote aus dem seidenen Futteral. „Laß!" bat er erschüttert. „Nein, bitte, laß, Dick! Ich muß ja sonst mit leeren Händen kommen. Sei nicht bös, aber ich möchte bezahlen dürfen-- Er nahm den Strauß entgegen, den ihm das Mäd- chen reichte und teilte ihn in zwei gleiche Hälften. „Ist es fo recht?" „Aber gar net!" schmollte Montrey und hatte dabei ein verlegenes Lächeln um den Mund. Der Blick aber, mit welchem Montreys Augen auf ihm ruhten, war eine einzige stumme Abbitte. Er war ein Narr gewesen, daß er nicht geahnt hatte, weshalb Dick sich erst besinnen mußte, ob er mit iwd) Marseille komme. Wo mochte er das Geld für die Fahrt ausgetrieben haben? Es überlief den Doktor heiß und kalt dabei. Für den Moment war keine Zeit mehr, darüber nachzudenken, der Wagen hielt eben vor einem langgestreckten Gebäude, auf dem mit Riesenlettern „Hospital" eingemauert stand. Wellenberg empfand eine Abneigung gegen diese nüchternen grauen Steinwände, in denen nichts als spiegelnde Fenster die lange Front durchbrachen. Aber schließlich war ein Krankenhaus wie das andre. Nüchtern und zweckentsprechend. Die breite Steintreppe, die zum Hochparterre führte, war ausgetreten, eine Schwester im grauen Habit öffnete, fragte nach dem Begehren und nickte freundlich. Dicks glänzendes Französisch machte die Verständigung leicht. Ein Klingelzeichen rief eine zweite Schwester her- bei, die ihnen voran durch eine Menge breiter Korridore und ebensolcher Treppen hinaufstieg. Auf eine Frage Wellenbergs gab sie bejahend Antwort. Ge- Zur 38. Gründungsfeier am 11. 11. 33 20 Uhr mi Caf?' Leib werden die Kameraden mit ihren Familien herzlichst ein- geladen. Ehemalige Artillerist, u. freunde unseres Vereins können eingeführt werden. 6882 D suchte dabei nach dem kleinen Spiegel hinüber, der aus dem weißen Tische stand. „Schrecklich! — Nicht, Dick?" „Gar net", verneinte er rasch. „Das gibt sich alleO wieder. Wann man so krank war, kann man net auf einmal wieder so ausschau'n, wie die Rosen da. — Wirst seh n, in ein paar Wochen is wieder anders." „Glaubst du? —" „Ganz gewiß" befräftiate Wellenberg. „Wofür bin ich denn Arzt? Ich bringe dich schon wieder auf die Höhe, Christa" „Ach, bitte ja!" Ihr Blick war ein einziges Flehen. Vor Wellenberg aber öffneten sich Abgründe. Würde sie diesen Lebenswillen auch noch aufbnn» gen, wenn sie wüßte? — „Wenn ich nur nicht so elend wäre", sagte Christa jetzt. „Manchmal habere ich direkt mit Gott, daß ich leben muß und nicht ertrunken bin, als der „Moltke" in die Tiefe sackte. Immer muh ich daran denken, wie Felix sich entsetzen wird, wenn er mich so sieht. Das macht mich unsagbar mutlos." „Ja, aber warum denn?" meinte Dick Montrey. „Don Entsctz'n gar kein Red'. Der weiß doch, w.e man ausschaut, wann man sechs Monat krank ge- wes'n ist. Bei die viel'n Patiem'n die er unter der Hand hat, is ja auch net anders. Ein Ar^t freut sich über jed'n Tag, der einen Fortschritt bringt." Sie nickte ihm dankbar zu. Ein scheues Hoffen erwachte in ihren Augen. Die beiden Männer aber sahen sich für die Dauer Am Donnerstag, dem 16. November 1933, vormittags 9 Ahr, wird im Amtsgerichtsgebäude zu Gießen, Zimmer 107, das nachstehende, im Grundbuche von Gießen dem Kaufmann Otto Reih in Gießen zugeschriebene Anwesen Afterweg 44: Flur 2, Nr. 132 = 480 qm hosreite, Flur 2, Nr. 132°/,° - 8 qm Brunnen, sowie die auf der Grundstück errichtete Autohalle, zusammen geschätzt auf 23 580 Reichsmark, versteigert. 6587D Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel, Bergstraße 20, Stadthaus, „Mein Gott, was ist denn da zum Erinnern, Rolf? Ich will auch weiter gar nix g'sagt hab'n." „Du weißt etwas--. „3a--ich weiß was, Rolf. Ich hätt's vielleicht besser für mich behalfn. Aber schau, ich kann halt net falsch jein. Aber das wird mir der Herrgott schon oerzeih'n. Das geht einmal net anders." „Quäl mich nicht so unnutz", stieß Wellenberg hervor und stülpte den Mantelkragen hoch. Er fand cs mit einem Male schrecklich kalt. „Gestern früh — — es war noch knapp eine Stunde bis zur Trauung--da bin ich beim Felix in der Wohnung g'wes'n und hab' auf ihn g'wartet, weil er noch nicht mit der Toilett' fertig war.--Da ist auf einmal die Tür zum Wohnzimmer leis auf’gang’n und die Madien ist herein^ g'schlüpft. Sie hat mich gar net g'sehn. Denn ich bin in dem andern Zimmer g'sess'n. Aber weil die Tür off’n g’ftanb’n is, hab ich alles beobacht n können. Sie hat sich erst umg'schaut, dann schnell einen Brief aus ihrer Handtasch'n g'nommen und ihn zwischen die andern g'schob'n, die schon auf Dem Tisch g'leg’n sind. — Keine halbe Minut'n hat das dauert. Dann ist sie schon wieder hinausgejchlupst g'wes'n." Wellenberg trug das Gesicht abgewandt und hielt den Mantel übereinander. „Weiht du, was das für ein Brief gewesen ist?" Ja'" „Sa?___" schrie der Doktor so laut, daß der Chauffeur sich nach ihm zurückwandte. „Monsieur wünschen?" „Nichts!---Dick." Wellenbergs Linke suchte nach der Hand des Freundes, „du mußt darüber schweigen!" _ . „Natürlich, Alter", stimmte dieser zu. „Keine Seel' erfahrt was davon. Bloß die Gall lauft mir über und eine Ohrfeig'n nach Der andern könnt' ich mir geb'n, daß man's bis nunter auf den Naschmarkt hört, wenn ich daran denk, daß ich so ein Hornochs g'wes'n bin und mein Mund net auf» g'macht hab', solang's n " *' "** hab' sofort nachg'schaut, — Denn der Brief ist ein bißl zwisch'n die andern rausg’ftanö'n. Und da hab' ich gleich der Christa ihre Schrift kennt. Ich hab' wenigstens ganz sicher wiß, das Telegramm sei bereits am frühen Morgen eingelaufen. Die Dame erwarte den Herrn. Daß es zwei waren, schien ihr weiter kein Kopfzerbrechen zu machen. , r . , Sie klopfte an eine der weißgestrichenen Türen und öffnete sie dann. Den Kopf hineinsteckend sagte sie freundlich: „Es ist Besuch gekommen, Mademoiselle". Wellenberg fühlte sich geschoben, sah eine milchige Helle, die ihm entgegenflotz, stammelte „Christa" und stand dann mit wenig Schritten an dem Bette, in welchem die Schwester lag. Im selben Augenblicke war auch der erste jähe Schrecken über deren Aussehen abgeschüttelt. Mit beiden Armen umschloß er die abgemagerte Gestalt und drückte seinen Mund immer und immer wieder auf den schmalen, blassen, der sich so willig küssen ließ. „Dick!" sagte Christa über die Schultern des Bruders hinweg und streckte ihm die Rechte entgegen. „Dick! — daß du lebst!" „Ja, net wahr", lachte Montrey und nahm behutsam die weihen, zerbrechlichen Mädchensinger zwischen die seinen. Ein Haifisch hat mich schon halb g'freff’n g'hatst, Christa. Aber ich bin so schwer verdaulich, da hat er mich wieder von sich geb'n. Dabei streichelte er ihre Hand und legte sie gcaen seine Wange. „Warum hast denn nix hör'n lass'n, Kin- derl?" Wellenberg hatte sich auf den Bettrand gesetzt und überließ Montrey den Stuhl, der daneben stand. Er hatte eine solch hämmernde Angst vor der Frage, die nun doch einmal kommen muhte. Da klang Christas Stimme auf: „Zu Hause ist hoffentlich alles in Ordnung? —" „Alles net", gab Montrey Antwort. „Der Papa ist vor Aufregung und Sorge krank word'n! — Schwer krank, Christa!" „Glaubst du, daß ich reifen kann?" Sie faß jetzt aufgerichtet in den Kissen und war so dankbar, als der Bruder ihr diese fest unter die Achsel fchob. Das Gefühl des Schwindels, das sie immer noch befiel, war beängstigend. „Du bist noch immer nicht ganz über den Berg, mein Liebes", warf der Doktor ein, und befühlte ihren Puls. Er zählte besorgt die Schläge. Unter solchen Umstände war es unmöglich, ihr von Grudes Heirat mit Madien zu sprechen. Man würde höchstwahrscheinlich eine Katastrophe heraufbeschwören. „Konnte Felix nicht abkommen?" fragte sie jetzig „Ich habe so auf ein Telegramm von ihm gewartet." „Er läßt dich grüßen!" sagte Wellenberg. „Er ist auch lange Zeit sehr krank gewesen. So hat er um dich gelitten." „Mein Gott", stöhnte sie, „und ich habe hier Ingenieur- Flugzeugbau.Flleger- e.igenieur 8Chule paplertechnlk ■ Schule Elg. Lehrwerkstätten Lauer & Wöll (früher Kaufhaus Elsoffer) Marktstr.27 GIESSEN Marktstr.27 [Vermietungen | Schöne S-Zimm.-WohnO. mit Badezimmer u. Bentrnlbehg., evtl. 2 Büroräumen, zu- samm. ob. ne trennt zu vermieten. 0042a Franks. Strafte 1. | Mietgesuche | 1-2-Zimmer-Wohng. mitZubebörgesucht. Angebote m. Preis, nngnbe unter 06421 an den Gieß. Anz. [8tellenangedote[ Achtung! 7?iir Steuer-u.Wirt- schaftszeitung werd, noch einige tüchtige Vertreter zurAbon- nentemverbuno gesucht. Hobe Ber- dieiistmöglichk. Täglich bares <9elb. Antrag. anSteuerverl. Gmb»>,Frankfurt a.M.,Goethevl.22. 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Arbeiter stand neben Student und Angestellter neben Fabrikantensohn, wurden aus gemeinsamem Kampf, gleichem Leid uno Sehnen eine einzig große Kameradschaft. So riesig war die Not aber, daß gar viele nichts anderes hatten als den alten Waffenrock, den sie am Leibe trugen und ein Paar Schuhe, die zerrißen waren vom Marsch und Dienst Dann war es jo weit. Um die 11. Morgenstunde des 8. November stand ich vor Adolf Hitler, den Befehl zur nationalen Erhebung entgegenzunehmen. Unserer Sehnsucht Traum schien Vollendung zu werden, unser Kampf und unser Opfer vor der Krönung. Keiner mehr sollte in Zukunft Deutschland schmähen und schänden, was uns heilig. Wir gedachten unserer Toten, die des Sieges beraubt in Millionen Gräbern auf allen Schlachtfeldern der Erde und der Meere durch uns der Auferstehung harrten, und der Lebenden, denen ein Reich der Ehre, der Freiheit und Arbeit wir zu schaffen uns anschickten. Und dann marschierten wir unterm Hakenkreuz und Stahlhelm in den dämmernden Abend . . . In dieser Nacht hatte der Führer die nationale Revolution ausgerufen. Siegkündend kletterten an den Masten unsere Fahnen hoch, siegesgewiß marschierten unsere Kolonnen durch die Straßen Münchens, sangen die alten Kampflieder, wurden bejubelt und umjubelt von Bürger und Arbeiter, bis die Kunde kam vom Verrat. Da ballten voll Ingrimm und Zorn wir die offenen Hände zur Faust, umklammer ten fester denn je die Schäfte unserer Fah nen, scharten uns enger um den Führer. Freund und Feind sollten uns sehen unsere Fahnen, die für Deutschlands Frei heil flatterten, unsere Leiber, deren Herzen allein für Deutschland schlugen, unsere Augen, die leuchteten im Glauben an Deutschland und seinen Führer, und sie sollten unsere Lieder hören, die nichts anderes kündeten als Deutschland und nochmals Deutschland. Voraus die Fahnen und die Führer. Dann Mann an Mann, Reihe hinter Reihe. Uber die Isarbrücke ging der Zug, bog ein am Rathaus, der Feldherrnhalle entgegen. Entladen die Gewehre . . . In der vordersten Reihe stimmte irgendein namenloser S A.-Mann ein neues Lied an. O Deutschland hoch in Ehren. Fort pflanzt sich der Gesang bis zu den letzten im Zuge. O Deutschland hoch in Ehren. Hinauf stieg das Lied bis zu den Giebeln, von denen die Fahnen des alten, unbesiegten Deutschland und die Farben des neuen Reiches leuchteten. O Deutschland hoch in Ehren. Mitten hinein knallt ein Schuß. Kalt, unbarmherzig. Eine Salve. O Deutschland . . . durchlöchert sinkt der Fahnenträger. Warmes Blut tränkt die Fahne. Verstummt ist das Lied. Der Tod hält Ernte. Verboten ward Partei und S.A. Was wir zufamme.gehungert und zusammengebettelt Jahr um Jahr für unsere Bewegung und unseren Kampf, holten sie aus unserer Geschäftsstelle und unseren S.A.-Stellen. Hinter Festungsmauern faß der Führer und seine Getreuen. Aber irgendwo in einer Lade harrte die Fahne mit dem Blut ihres Trägers der Auferstehung. Und unter den der Uniform beraubten Leibern der ehemaligen 6.2L- Am y. November vor zehn Jahren forderte das Schicksal den Gpfertod deutscher Kameraden. niemand ahnte damals, daß Ihr Tod der nationalsozialistischen öewegung erst das Leben sicherte, und daß die Stunde Ihres Sterbens zutiefst der Seginn des werdens war, aus dem fast zehn Jahre fpäter das neue Reich geboren wurde. Denn niemals hätte die N.S.D.R p. als gefchlosiener Kampsfaktor durch die vom Schicksal geschenkte Zeit des Reifens bis zum Sieg erhalten werden können, in langen Jahren der Legalität, des Hinwartens, des befehlsmäßigen Erduldens gegnerischen Terrors, in den Tagen enttäuschter Hoffnungen - nie hatte die N.S.o.M.P. den Spaltungsversuchen zu widerstehen vermocht, wenn nicht der letzte Nationalsozialist von der Überzeugung durchdrungen gewesen wäre: nicht aus Feigheit verhindert der Führer unser Losschlagen, nicht aus mangelnder Entschlußkraft gibt er keine Angriffsbefehle. Denn daß er den Mut zum Handeln besitzt, hat er am 8./9. November 1923 bewiesen. Damals zeigte er, daß er sich selbst und die Seinen rücksichtslos bis zum äußersten einzufetzen vermag, wenn es ihm notwendig und richtig erscheint. Den Heweis der furchtbaren Ernsthaftigkeit seines damaligen Einsatzes aber erbrachten die Toten vor der Feldherrnhalle. ^Sie haben doch gesiegt", weil ihr Slut den versuch der Erhebung zum Ereignis historischen Ausmaßes werden ließ, das fldolf Hitler den Glauben der Gefolgschaft an sein bis zum letzten Entschluß reifendes Zührertum selbst in schweren Tagen sicherte. wir senken die Fahnen vor den Toten des 9. November, denen wir danken, daß die Sewegung durchhielt bis zum Sieg, und alle die Toten, die ihnen folgten, nicht vergeblich sielen. flus Toten wir- neues Leben. fius unseren Toten war- -as neue Leben unseres Volkes, seien wir ihrer wür-ig, aus -aß mich -as Leben unseres Volkes ihrer wür-ig ist! Ku-ols Heß. Männer schlugen die Herzen wie vorher für den Führer, die Idee und Deutschland. Und die Kameraden, die vor der Feldherrnhalle und dem Wehrkreiskommando ihr Leben aushauchten, blieben lebendig in uns. Als der Führer feine Alten rief, viele Monate später zu neuem Kampf für Deutschland, standen sie in Reih und Glied, wie vorher Zogen wieder von Dorf zu Dorf als Soldaten Adolf Hitlers. Und wenn die einen in den Gefängnissen saßen, marschierten die anderen weiter und wenn über einem neuen gemordeten Kameraden sich ein Grabhügel wölbte, sprangen hundert neue an dessen Stelle. Groß und stark und stählern wurden wir in diesem Ringen. Und wenn einer mutlos wollte auf Der Strecke bleiben, waren es der Führer, die gemordeten Kameraden und die tausend und abertausend namenlosen S.A.° Männer, die ihn wieder hochrisien zu neuem Kampf und neuem Glauben... Bis dann aus Kampf und Glauben und Opfer das Reich unser ward, das an jenem Mittag vor zehn Jahren unsere ersten Toten zu schauen geglaubt. Nun stehen wir vor euch, Kameraden, an der Stelle, wo euer Blut floß, sehen im Geiste euch vierhundert, die ihr starbet in diesem Kampfe und künden euch euren und unseren Sieg: EinBolk, einReich, einElaube! Ar teilt tiito ött mmMk Die Hofbräuhausschlacht am 4. November 1921 ($g war ein Fähnlein von wenig Aufrechten, das sich in der ersten Kampfzeit der N.S.D.A.P. zusammengefunden hatte und den Schwur ablegte, nicht eher zu rasten und zu ruhen, bis das Verbrechen vom 9. November 1918 gesühnt ist. Schnell meldeten sich einige herzhafte Männer — Frontsoldaten — und einige junge Kerls, die es nicht verstehen konnten, daß die deutsche Ehre nun für immer gestrichen sei. Wir waren 40 an der Zahl, bereit, den Führer und die kleine Organisation der damaligen Deutschen Arbeiterpartei unter allen Umständen zu schützen und uns restlos für den Aufbau derselben einzusetzen. Eines Abends —wenige Tage vorher war ein sozialdemokratischer Abgeordneter auf der Straße verprügelt worden und die S.P.D. schob die Tat den Nationalsozialisten in die Schuhe — war „dicke Luft". Die N.S.D.A.P. war mit ihrer aufrüttelnden Propaganda der Sozialdemokratischen Partei schon längst auf die Nerven gefallen. Die marxistischen Führer glaubten nun, mit einem Schlag die junge Bewegung niederknüppeln zu können. Für die nächsten großen Versammlungen der N.S.D.A.P. im Hosbrän- haus, die damals schon regelmäßig abgehalten wurden, wurde die Sprengungsparole aus- gegeben. Man mobilisierte einige rote Betriebe und gab ihnen den Befehl, in dieser Versammlung mit der N.S.D.AP. ein für allemal Schluß zu machen. Die junge Bewegung mußte hier zeigen, ob sie in der Lage war, auch gegenüber brutalem Terror sich durch- zusetzen. Gegen 6 Uhr abends kamen an jenem 4. November des Jahres 1921 die ersten jener 40 Angehörigen der Schutzabteilung im Hofbräuhausfestsaal zusammen. Ein Rednerpult wurde aufgestellt, umgeben von einer Hakenkreuzflagge. Um 6.30 Uhr waren wir fast restlos versammelt und Maurice, der Führer der Schutzabteilung, ließ uns im Vorplatz antreten. Wir waren teilweise in einer alten grauen Uniform, ohne jegliche Abzeichen, der Rest in Zivil; am linken Oberarm trugen wir alle dieselbe Armbinde, wie sie jetzt noch von der S.A. getragen wird. Bevor wir unserer eigentlichen Aufgabe zu- geteilt wurden, kam noch Adolf Hitler, um zu sehen, wie der Zudrang zur Versammlung war. Uns von der Schuhabteilung blickte er jedem Einzelnen fest in die Augen und wir wußten, daß wir aus Gedeih und Verderben nun mit ihm verbunden waren, als er zu uns sagte, daß er jedem persönlich die Armbinde h e r o n t e r r e i ß e, der sich heute als Feigling zeige. Wir schätzten die Gegner ungefähr auf 800 und gegenüber stand die Saalschutzabteilung mit 40 Kameraden. Dicke Rauchschwaden hatten schon den Saal durchzogen, als Adolf Hit- I e r mit Hermann Esser, dem Versammlungsleiter, den Saal betrat, herzlichst begrüßt von seinen wenigen Kameraden. Scheu und verdächtig schauten die Roten auf den Mann, der sie herausgefordert hatte und den sie zum erstenmal persönlich kennenlernen sollten. Noch fiel kein Wort, nur eine unheimliche Spannung lag aus der ganzen Versammlung. Hermann Esser eröffnete die Versammlung und gab Adolf Hitler das Wort. Adolf Hitler steht vor der Riesenversammlung und spricht von einem Deutschland, das sich wieder zusammensinden müße unter einer Fahne, und Abrechnung halten müße mit seinen inneren Feinden, die uns verraten und verkauft und in Not und Elend getrieben haben. Da und dort erfolgt ein Zwischenruf, aber doch herrscht Ruhe noch im Saal und wir merken, wie mancher da und dort mit dem Kopf nickt, um seine Zustimmung zu geben. Als ein Wort über die Juden fällt, brüllt ein Teil auf, aber es verebbt wieder unter den eindrucksvollen wuchtigen Worten, die Adolf Hitler immer wieder in die Menge hineinschleudert. Schon glauben wir, daß die Versammlung ein ruhiges Ende nehmen wird. Ein friedlicher Ausgang dieser Versammlung wäre eine gewaltige Niederlage des Marxismus gewesen und so schürten und hetzten die Gegner und zahlten Bier. Was durch Vernunft nicht geschehen konnte, wurde mit Rauschgift besorgt. Es war Schlag 10 Uhr. als ein schneller Pfiff der Gegner durch den Saal gellte, dem sofort ein Maßkrug folgte, der von der gegenüberliegenden Seite des Rednerpults auf Adolf Hitler geworfen wurde. 6uar»j —t-.-.t.,. .. scharf flog der Krug am Kopf des Führers vorbei gegen die Wand und zerbrach. Das war das Signal zum Angriff. Nun wutzten wir auch die Taktik des Gegners, die Ma'gkrüge zu sammeln Kreuz und quer flogen sie nun durch den Saal und immer wieder waren die Angehörigen des Saalschutzes die Zielscheiben für Matzkrüge, ausgerissene Stuhlsiitze und Stuhllehnen, ja sogar die schweren eichenen Tischsütze wurden ausgerissen und damit zugeschlagen. Schüsse krachten durch Den Saal. Frauen heulten und die 800 Gegner versuchten unter Zuhilfenahme aller sonst noch vorhandenen und mitgebrachlen Mordinstru mente Adolf Hitler mit seinen Getreuen vor den Saal zu setzen Eisern stand Adolf Hitler auf seinem Platz, umgeben von seinen Besten, die mit den Fäusten sich dem angreifenden G-gner zur W-chr setzten und sie dem Ausgang zutrieben. Ich stand mit einigen Kameraden am Ausgang, um diesen abzuriegeln und solange zu halten, bis Polizei kam um den Gegner namhaft zu machen. Maurice stand im Saal und hieb wie ein Löwe mit seiner Reitpeitsche auf den Gegner ein, obwohl auch er schon wie fast jeder von uns einen zerschlagenen und blutenden Schädel hatte. Ein heiher Kamps entbrannte am Eingang. Der Gegner wollte fliehen, doch wir hielten ihn erst oben am Saal» eingang und dann unten am Haupteingang des Erdgeschosses. Immer wieder wurden von oben über das Treppengeländer Ma'gkrüge und Stuhlfütze auf uns geworfen. Schreiend und brüllend umtobte uns die Menge, den Ausgang freizugeben. Dann kam die Polizei, die Tore wurden geöffnet und die brüllende Meute wurde kn Lastwagen auf die Potizekdireltion gefahren. Da standen wir nun mit noch wenigen, die es nicht verstehen konnten, dah diese Versammlung mit Gewalt gestört werden mutzte, um Adolf Hitler an der Verkündung seines PrGramms zu hindern. Wir standen in einem Saal, in dem kaum noch etwas ganz geblieben war. Scherben von Hunderten von Mahkrügen lagen dicht auf dem Boden, Tische und Stuhle waren zerschlagen, Eummiknüttel und Messer lagen umher, kurzum eine Verwüstung, wie wir sie zum erstenmal sahen. Auf dem Rednerpult stand Adolf Hitler und Hermann Esser sprach' „Die Versammlung geht weiter" Nur durch den Übereifer eines Polizeioffizrers, der den weiteren Fortgang der Versammlung verboten hatte und für geschlossen erklärte, wurde Adolf Hitler am Weitersprechen verhindert. Dee erste grotze Angriff des Marxismus, der der jungen nationalsozialistischen Bewegung das Ende bringen sollte, hat ihr durch die bei» spiellose Tapserkeit und Opserberettlchast einen gewaltigen Sieg gegeben — ein Sieg, der ein wichtiger Ab-chnitt war ans dem Wege der Eroberung der deutschen Nation. Seit dieser Versammlung wutzte der Mar» rismus eindeutig und ein für allemal, datz sie einen Gegner vor sich hatten, der nicht gewillt war, stch durch Terror vertreibe« zu lassen, sondern der der Faust des Gegners seine eigene stärkere Faust entgegensetzte Die i nge Saalschutzabteilung hat damals ihren ersten Sturm bestanden und bekam mit Recht den Namen „Sturmabteilung'. Emil Klein. Auch sie starben für des Vaterlandes Befreiung L 8. 2. 9. 11 14. 2. 7. 12. 29. 8. 17. 12. 20. 2. 9. 22. 12. 22. 2. 9. 7. 29. 2 6. 8. 3L 1 28. 2. 22. 10 14. 3. 14. 3. 26. 2. 16. 3. 4. 4. 3. 30. 8. 4. 30. 3. 4. 27. 25. 6. 23. 4. 25. 5 5. 12. 1 23. 6. 7. 27. 19. 5. 6. 31. 5. 16. 6. 1 2. L 2. 6. Kurt Hilmer, Handl.-Geh.» Erkrath 20. Transportarbeiter, 7. 7. 20. 18. 7. 6. Helmut 6. Heinrich Köster, Kaufmann, Berlin. 19. Dortmund. 11 9. 26. 6. Fritz Borawski, Bergmann, Wattenscheid. 30. 4. 30. 9. 9. 9. 17. 11. 5. 7. 5. 10. Heinrich Bowe, Gastwirt, B.-Neukölln. 10 Mar Gohla, Obstpächter, Paulsdorf 10. 7. 8. 1L 7. 3. Gustav Lehmann, Telegr.-Arb., Bad Salzelmen. 12. 7. 2L 12. 7. 9. 11. 11. 7. 13. 4. 15. 11. 4. 4. 11. 17. 17. 7. 23. 2. L 5. 11. 20. 17. 7. 28. 5. 18. 7. 19. 1. L 28. Eilen- 10. 6. 24. 1. 29. Wie- 9. 2. 7. Otto Reinke, Königsberg i. Pr. 7. Peter Kölln, Gärtner, Itzehoe. 7. Fritz Schrön, Kfm. Lehr!., Essen. 8. 2. 15. 8. 8. 8. 11. 11. 11. 11. Arbeiter, Leipzig. Konditor, Braun» 17. 17. 7. 7. 7. 7. 1. 1 3. 3. 26. 27. 9. 3. 3. 20. 10. 12. 16. 16. 8. 13. 8. 7. 3. 3 4. 6. 8. 8. 10. 2. 3. 3. 3. 8. 9. 21. 2. 2. 11. L 10. 11. 5. 6. 1. 1. 17. 20. 8. 10. 10. 17. 17. 17. 10. 10. 8 3. 7 7. 8. 13. 8. 8. 15. 17. 17. 27. 29. 14. 21. 10. 10. 2. 2. 2. 2. 2. 2. 2. 2. 2. 2. 3. 3. 6. 6. 6 6. 8. 5. 21. 8. 26. 27. 13. 6. 10. 26. 10. 28. 2. 12. 5. 5. 6 6. 12. 3. 7. 9. 9 10. 26. 7. 20. 6. 18. 29. 17. 3. 3. 1. 11. 11 12. 9. 10. 1. 1. 6. 7. 7. 8. 1L 3. 19. 81 31 31 1. 2. 2. 2. 4. 4 4. 4. 4. 5. 6 6. 13. 20. 31 1. 2. 5. 12. 12. 15. 19. 22. 22. 5. 18. 8. 8. 11. 11. 11. 11 12. 12. 2. 2. 3. 3 3. 3. 3. 5. 1. 20. 1. 26. 21. 21. 26. 5. 7 21. 4. 19. 22. 4. 9. 9. 11. 24. 5. 18. 27. 5. 5. 7. 25. 9. 25. 22. 24. 25. 26. 26 28 28 28. 3. 3. 4. 5. 6. 2. 3. 4. 5. 1. 28. Walter Bliimel, August Sievert, schweig. Karl Fiedler, Crossen a. d. O. Hans Kersten, Walter Berlin. Wilhelm Gerhard 2. 15. Wilhelm Hambücker», Bergmann, Merkstein b. Aachen. berg (Niederrhein). Leo Paffrath, Kraftwagenführer, Duisourg. Landw. Arbeiter, Darmstadt. Bane 6g. Änctcmeper, Kaufmann, erlitt. 4. Johann Lüchtenborg, Arbeiter, Ikenbrügge L Oldenburg. Habenicht, Handl.-Geh. Apel, Werkzeugschlosser, 1. 1. 1 23. 27. 3. Klein, Hausdiener, Berlin. Landmann, Buchhalter, 7. Johann Raskin, Mechaniker, dorf (Rhld.) 7. Erich Sallie, Landw.»Geh., deritzfch. 4. Gottfr. Thomae. Ingenieur, Essen. 5. Heinrich Wölfel, Nürnberg. 5. Heinrich Kottmann, Schriftsetzer, .ermann Zapp, Metzger, lautern (Pfalz). Braunschweig. Math. Schwarz, Hilfsarbeiter. Österreich. Paul Scholpp, Sattler. Stuttgart. Josef Wiesheier, Landwirt. Händler, Gai ganz. Wilhelm Koziolek, Maurer, Holsterhausen. Johann Cyranka, Schneid., Hamburg. Kurt Reppich, Bez.-Zollkomm , Berlin Oskar Mildner, Konditor. Chemnitz. Erwin Iönisch, Rohrleger, Berlin. Ernst Bich, Kellner. Barmen. Vincenz Szczotok. Bergmann, Bottrop. Otto Senft, Friseur, Dortmund. Wilhelm Wilhelmi, Nastätten. Karl Ludwig, Kellner, Wiesbaden. Georg Hirschmann, Schuhmacher. München Eugen Eichhorn, Plauen. 1928 Bernhard Gcrwert, Haltern i. W. Emil Trommer, Kraftfahrer, Altona. Peter Fries, Schreinerlehrling. Darmstadt. Panl Pahmann, Bergschüler. Bochum. Wilhelm Hofmann, Kaufmann, Wöl» fersheim. Otto Schmelzer, Heizungsschlosser, St. Ingbert. Franz Ertel, landwirtfchaftl. Hilfsarbeiter. Ottendorf/O-Österreich. Heinrich Stollenwerk, Kaufmann, Düsseldorf. Ronert Gleuel, Schlächter. Berlin. 8. Werner Dölle, Berlin. 1926 2. Karl Renz, Altlandsberg b. Berlin. 6 Franz Kortyka, Miechowitz i. Schl. 9. Harrn Andersen, Berlin. 9. Emil Müller. Arbeiter, Germersheim. 1927 8. Axel Schaffeld, Student, Braunschweig. 8. Fritz Schulz, Friseur. Berlin. 8. Johannes Reifegerste, Kaufmann. 12. 27. 10. 10. 10. 10. Udo Enrth, ffm. Angest, Berlin. Paul Stcnzhorn, Schlosser, Oberhausen a. d. Nahe Silvester Fink, Fleischhauergehilfe, Innsbruck. Iodoc Kehrer, Pol.-Betr.-Ass. a. D., Burscheid. Emil Fröse, Arbeiter, Lünen-Derne. Hans Hilbert, Kraftwagenführer, Wuppertal-Barmen. 22. 23. Gerh. Schlemminger, Arbeiter, Berlin. Jean Winterberg, Schlosser, Köln. Walter Spangenberg, Koch, Hamburg. Christ. Cröhmann, Maler Pfungstadt. Otto Blöcker, Schüler, Hamburg. Josef Bleser, Chauffeur, Frankfurt am Main. Josef Cibnlski, Weitmar (Westt.). Eduard Felsen, Student. Berlin. Andreas Weidt, Metzger, Höchs! Julius Hofmann, Kaufm., Düsseldorf. Friede. Heine, Handl.-Geh., Duisburg. Kurt Hausmann, Tischler, Dessau. Kurt Eckert, Tischler, Berlin-Hohen- schönhausen. Herbert Welkisch, Dekorateur.Breslau. Franz Kopp, Handelsangest., Berlin. 10. 16. 16. 20. Rauxel. Helmut Barm, Büroyeh., Langendreer. Richard Harwick, Zimmerm., Berlin 11 Heinrich Hammachcr, Schmied, Duis- burg-Meiderich. (Schlesien) Kurt Nowack, Postaushelfer, Berlin. Albert Müller, Pflastermeifter, Remscheid. Erwin Moritz, Melker Berlin. Wilhelm Decker, Bootsoauer, Bremen. Karl Radtke, Kaufmann, Eutin. Waller Thriemer, Bäckergehilfe, Neuwiese (5a.) Martin Martens, Schlachter, Neumünster. Horst Hoffmann, Arbeiter, Neuen- dors/Danzig. Han» Hobelsberger, Schlofser, Biblis bei Worms. Egidius Ecurten, Grundarb., Aachen. 1932 Kort Wietfeld, Maler, Barneberg. Richard Menzel, Maler, Büdelsdorf, Schleswig-Holstein Ernst Schwarz, Kunstmaler, Pro« fessor, Berlin-Frohnau. Arnold Guse, Arbeiter, Essen. Bruno Schramm, Dipl-Ingenieur, Erich Sagasser, Arbeiter, Berlin. Erich Stenzel, Maler, Berlin - Wilmersdorf. Hans Bernsan, Kaufmann, Iserlohn. Fritz Wetekam, Hausmstr., Düsseldorf. Hans Maikowski, Gärtner, Berlin- Charlottenburg. Josef Marcus, Hilfsschmied, Hom- Johannes Mallon, Lehrling, Bergen a. Rügen. Hermann Thielsch, Autoschlosser, Berlin. Gustav Seydlitz. Arbeiter, Schwiebus. Erich Garthe, Reisender. Essen. von den jungen Männern, die gefallen find, wird es dereinst heißen, wie es am Gbelisk zu lesen ist: ,/iu