Nr. 236 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Montag, 9. Oktober 1933 Der große Augenblick. Die Geburt bedeutender wissenschaftlicher Entdeckungen. Qkr Weg des menschlichen Fortschritts wird durch eine lange Reihe von „Stationen" bezeichnet: es sind jene großen Erkenntnisse genialer Forscher, von denen jede die Menschheit um ein Stück vorwärts gebracht hat. Es ist eine sehr reizvolle Ausgabe, die „Geburt" dieser großen Entdeckungen zu ver- olgen und festzustellen, durch welche oft eltsamen und scheinbar belanglosen Urn- tände im Leben großer Forscher der „große Augenblick" der neuen Erkenntnis zustande- gekommen ist. Wie (Zahlet die Fallgesetze entdeckte. Jeder Besucher des italienischen Städtchens Pisa kennt auch den berühmten „schiefen Tur m", der die größte Sehenswürdigkeit von Pisa darstellt. Dieses Bauwerk ist aber nicht nur architektonisch von Interesse, sondern es stellt auch sozusagen die Geburtsstätte der modernen Physik dar, denn an dem schiefen Turm hat Galileo Galilei seine Fallversuche angestellt, die schließlich zur Begründung der noch heute gültigen physikalischen Grundgesetze vom freien Fall, von der Beschleunigung usw. führten. Wie kam Galilei zu dieser Entdeckung, die eine neue Epoche der Wissenschaft einleitete und die seit zwei Jahrtausenden un- angefocbten gebliebenen Ansichten des Aristoteles als falsch erwies? Eine ganz unscheinbare Begebenheit wurde zur Ursache Des „großen Augenblicks" im Leben Galileis: er war damals ein neunzehnjähriger Student und befand sich zufällig im Dome zu Pisa, als die dort angebrachten Kronleuchter aus irgend einem zufälligen Anlaß hin und her zu schwingen begannen. Während Galilei diese Schwingungen beobachtete, kam ihm blitzartig die Erleuchtung, daß ihm hier das Mittel gegeben sei, die bisher gültigen Pendel - und Fallgesetze zu stürzen. (Man kann nämlich mit Hilfe einer genauen zeitlichen Bestimmung von Pendelschwingungen die Anziehungskraft der Erde auf einen fallenden Körper berechnen.) Jetzt roar Galilei im Besitz der eigentlichen Grundidee für seine weiteren Arbeiten und nunmehr nahm er' ihre Ausarbeitung im einzelnen vor, indem er an dem für diese Zwecke besonders geeigneten schiefen Turm Kugeln gleicher Schwere, aber verschiedener Größe fallen ließ, und die Gesetzmäßigkeiten ihres Sturzes untersuchte. Man hatte bis zu Galilei die dem Laien auch heute noch durchaus plausibel erscheinende Ansicht gehabt, daß schwere Körper schneller fallen als leichte. In Wirklichkeit aber gelten die Gesetze vom freien Fall für alle Körper in gleicher Weise — die Täuschung kommt nur dadurch zustande, daß der Luftwiderstand verschiedenartige Fallgeschwindigkeiten 'hervorruft. Läßt man aber in einer luftleer gepumpten Röhre ein Stück Blei und eine Flaumfeder fallen, so kommen beide gleichzeitig am Boden der Röhre an! Heute lernt jedes Schulkind im Physikunterrichte die Fallgesetze — aber wir wissen nicht, wie die Entwicklung der modernen Naturwissenschaft verlausen wäre, wenn nicht vor 350 Jahren das zufällige Schwingen der Kronleuchter im Dome zu Pisa zu einer der größten und folgenreichsten Entdeckungen geführt hätte, die die Geschichte der Wissenschaft kennt. Wissenschaft aus dem Weinfaß. Johannes Kepler befand sich fast sein ganzes. Leben hindurch in dem betrüblichen Zustande eines' „chronischen Geldmangels". Im Herbste eines besonders guten Weinjahres hatte er aber zufällig einmal einen größeren Geldbetrag erhalten und beschloß, einen Teil davon in Wein anzulegen. Er begab sich also zu einem Weinhändler, um einige Fässer des guten Tropfens zu erstehen, mußte aber feststellen, daß der Rauminhalt der Fässer auf eine sehr primitive und wenig zuverlässige Art mit Hilfe sogenannter Visierstäbe bestimmt wurde. Als gutem Hausvater sowie als Wissenschaftler mißfiel ihm diese Berechnungsmethode — und so kam er durch diesen kleinen Anlaß auf die Idee, eine ganz neue Methode der Inhaltsbestimmung für Fässer, darüber hinaus aber für die verschiedensten räumlichen Formen zu ersinnen. Die ursprünglich so geringfügig erscheinende Aufgabe wurde unter seinen Händen schließlich au einer außerordentlich bedeutungsvollen wissenschaftlichen Arbeit: Kepler dehnte seine Untersuchung auf nicht weniger als 92 verschiedene räumliche Körper aus, von denen manche den Mathematikern überhaupt noch nicht bekannt gewesen waren. Die Ergebnisse seiner Untersuchungen legte Kepler in einem Büchlein nieder, das den seltsamen Namen führte: „Nova stereometria doliorum vinariorum“ (,^Rsue Raumlehre der Weinfässer") — dieses kleine Büchlein bedeutete einen gewaltigen Fortschritt der damals noch ganz wenig entwickelten Raumlehre (Stereometrie). Die „fixe Idee" des Or. Zenner. Vor der allgemeinen Einführung der Pockenimpfung starben allein in Deutschland etwa 30 000 Menschen jährlich an den Pocken, die noch im 18. Jahrhundert eine der gesürchtetsten und verheerendsten Infektionskrankheiten waren. Man kannte zwar bereits eine Abwehrmaßnahme dagegen: die Impfung mit dem Pockengift eines an dieser Seuche erkrankten Menschen. Aber diese Methode war gefährlich, denn trotz der Abschwächung, die man mit dem Impfstoff oornahm, kam es .-Immer wieder vor, daß ein Geimpfter gerade diese Krankheit in schwerer Form bekam, gegen die er durch das Impfen geschützt werden sollte, die Wiesbaden, 6. Oft. (WSN.) ,Hch bin ein alter Betriebskumpel und gehe auch dahin, wo man mich nicht hinführt" — mit diesen Worten eroberte sich der Bezirksleiter der Deutschen Arbeitsfront Pg. Becker die Herzen der Arbeiter beim zweiten Besichtigungstage in unserem Bezirk, der mit dem Gang durch das Werk Dyckerhoff 8t Widmann begann „Wir wollen den Arbeitern in den Betrieben die Hand geben, wir, wollen ihnen auch noch einmal deutlich vor Augen führen, daß wir nur für sie da sind. Wenn der Arbeiter Geld hat, so hat es die ganze Welt, und deshalb ist es unsere heiligste Pflicht, dem Arbeiter den Platz anzuweisen, der ihm in unferm Volk gehört, denn wir können nur Arbeiter gebrauchen, und alle Schmarotzer müssen tn unferm Volk ausgemerzt werden". Die nachfolgende Besichtigung ergab auch einige Mängel. Das, was dem Arbeiter Freude am Dasein bereitet, helle Speise- und Aufenthaltsräume, fehlt noch. Aber der. eiserne Wille unseres Führers, der den Bau der großen Autostraße bestimmte, gab auch diesem Werk, wie uns die Direktion versicherte, wieder Arbeit und dadurch die Möglichkeit, alles in sozialer Hinsicht Versäumte wieder nachzuholen. Der Bezirksleiter der Deutschen Arbeitsfront Pg. Becker sprach noch nach Schluß der Besichtigung in herzlichen Worten zu der Belegschaft. „Ibir kennen keine Proleten, wir wollen einen freien deutschen Arbeiter, der den Kopf in den Pocken. Wenn man heute in Europa fast niemals Menschen mit den früher so ungemein häufigen Pockennarben begegnet, dann ist das vor allem auf das Verdienst des englischen Arztes Jenner zurückzuführen. Jenner praktizierte feit dem Jahre 1773 in feinem Heimatsort Berkeley und hatte sich schon längere Zeit mit der neuen Methode der Pockenimpfung beschäftigt. Eines Tages brach in Berkeley wieder einmal die Pocken- feuche aus, und Jenner impfte zahlreiche feiner Patienten vorbeugend gegen die Krankheit. Da geriet er auch an einen Gärtner, dem sonderbarerweise das eingeimpfte Pockengift nichts anhaben konnte — während die übrigen Patienten nach der Impfung „programmäßig leicht erkrankten, blieb der Gärtner trotz dreimaligem Wiederholen des Versuches völlig gesund. Warum? Es stellte sich heraus, daß der Gärtner früher einmal an Kuhpocken erkrankt war — und ein paar Tage später machte Jenner wieder bei einem anderen Patienten die Erfahrung, daß die früher an Kuhpocken erkrankten Menschen gegen das eingeimpfte Pockengift der menschlichen Seuche immun zu sein schienen. Aehnliche Erfahrungen haben damals sicherlich sehr zahlreiche Aerzte gemacht. Dr. Jenner aber führte sie zu seiner „fixen Idee", die ihm zunächst nichts als Hohn und Spott, schließlich aber die höchsten Ehren und Triumphe eintrug. Jenner war nach zahlreichen Nachprüfungen seiner Idee zu der festen Uebergeugung gelangt, daß das Ueberftefjen der Kuhpocken gegen die „Blattern", die menschlichen Pocken, schützt; sein „großer Tag" ist der 14. Mai 1796, an dem er einem achtjährigen Knaben die Kuhpocken einimpft, um seine „fixe ■ Idee" der Welt zu beweisen. Der Junge erkrankte prompt an den Kuhpocken, wurde dann ein paar Wochen später mit richtigen Pocken geimpft — und blieb vollkommen gesund. Zunächst wollte kein Mensch an die Entdeckung des englischen Landarztes glauben, aber nach unendlichen Mühen und Kämpfen setzte sie sich langsam bei den Aerzten und der Oefsentlichkeit durch, und sechs Jahre nach jenem historischen 14. Mai bewilligte das englische Parlament dem Dr. Jenner eine Ehrengabe von 10 0 0 0 Pfund — als Dank der Nation für seine „fixe Idee". Dr. Hertwig. Nacken wirst, der seine Arbeit tut, wie der Dienstherr seine Arbeit tun muß, ;um Dohle unseres Vaterlandes." Ein dreifaches Sieg-Heil bestätigte das einheitliche Fühlen von Arbeiter und Arbeiterführer. Wie immer, begleitete heitere Sonne die Fahrt zum zweiten Werke, Dyckerhoff & Wicking. Der Leiter des Werkes, Dr. W. Dyckerhoff, begrüßte die Delegation mit herzlichen Worten, indem er feiner Freude darüber Ausdruck gab, daß durch den Besuch die Verbundenheit der nationalsozialistischen Regierung zu hem gesamten Volk zum Ausdruck gebracht werde. Die darauffolgende Besichtigung der Steinbrüche der Firma, besonders aber die des großen Hebekrans, gewährte den Teilnehmern einen Einblick in die große unermüdliche deutsche Schaffenskraft. Spontaner jubelnder Beifall zeigte dem Bezirksleiter, daß er der gesamten Belegschaft aus dem Herzen gesprochen hatte.. Weiter ging die Fahrt zu unserer alten deutschen Sektkellerei Söhnlein-Rheingold Wies- baden-Schierstein. Auch hier zeigte sich wiederum ein Betrieb, peinlich sauber, alles wie wir es für jeden andern Betrieb wünschen dürfen. Die Vorhalle geschmückt mit dem Bilde unseres Führers, der Speisesaal im Schmuck der Hakenkreuzfahnen, zeigte uns sofort, daß wir hier in einen Betrieb kamen, der voll und ganz vom Geiste des neuen Deutschland erfüllt war. Die anwesenden Herren Wir gehen in die Betriebe! Der zweite Besichtigungstag im Wiesbadener Bezirk. Wie die deutsche Südfee gewonnen und verloren wurde. Von Or. Colin Roß. Glaube und Sehnsucht von uns Nordländern ist es, daß in der fernen Südsee die glückseligen Inseln liegen müßten. Solche Inseln zu finden, ist der bekannte Weltreifende Colin Roß ausgezogen. Mit Genehmigung des Verlags F. 2L Brockhaus drucken wir aus seinem neuen Buch „Das Land, das ich gesucht", ein Kapitel ab. Wenn wir zu kurz kamen bei der Teilung der Erde, so nicht, weil diese bereits verteilt war, sondern weil wir mit unserer Weltanschauung und unserer Weltpolitik hinter der Zeit herhinkten. Damals wollte das deutsche Volk, wenigstens in seiner überwältigenden Mehrheit, ja gar keine Kolonien. Es warn och in der liberal-volkswirtschaftlichen, kolonialmüden Ansicht befangen, daß Kolonien im Grunde nur eine Last für das Mutterland bedeuteten. Unsere Kolonien wurden uns von einer kleinen Schar weit- schauender, kühner Männer aufgezwungen. Bis zum Kriege war es in Deutschland üblich, über die wertlosen Kolonien zu spötteln, den armseligen Rest, den die großen Seemächte uns gnähigft übrigaelassen hätten. Dabei besaßen wir in Ostafrika den schönsten und besten Teil des Dunklen Erdteils. Aehnlich stand es mit der Südsee. Das riesige Südmeer war mit allen seinen Inseln durch den Tor- dessillaer Vertrag Spanien zugesprochen. Aber auch Spanien wußte nichts damit anzufangen. Von den Philippinen aus wurden die Marianen und Karolinen kolonisiert. Das war alles. Der ganze Handel beschränkte sich auf das eine „Chinaschiff", das als einsamer Segler einmal im Jahr über den weltverlorenen Ozean von 0 apulco in Südamerika nach Manila segelte, um chinesische Seide an den vize- königlichen Hof in Lima zu bringen. Später kreuzten zwar auch englische und französische Schiffe den Pazifik, aber als in den Sechziger Jahren die preußische Fregatte „Vineta" den Ozeän befuhr, hatte sie noch seine halbe Inselwelt annektieren können. Damals hätten wir nur zuzugreifen brauchen. England hätte uns nicht gehindert. Im Gegenteil, in jener Zeit war Großbritannien wirklich getättigt Enalands Außenminister erklärte immer wieder, daß Ihre Majestät die Königin genügend braune und schwarze Untertanen hätte. Die Endgländer erklärten dies nicht zur Schau, sondern ausdrücklich jenen australischen Im- perialiften, die imperialistischer als das Mutterland dachten. Australien war es denn auch, das zu unserem eigentlichen kolonialen Gegner in der Sudsee heranwuchs und das in der deutschen Kolonisation eine Bedrohung sah. Die dünn bevölkerte australische Kolonie, die einen ganzen Kontinent vor sich hatte, der noch nicht im entferntesten erschlossen, ja überhaupt auch nur zum allerkleinsten Teil erforscht war, strebte über dieses riesige, noch ungenützte Gebiet hinaus nach kolonialer acht! Immer wieder verlangte sie vom Mutterland die Annektion Neuguineas, der Fidschi-Inseln, der Salomonen. Das Mutterland aber hatte keine Lust dazu, und mehr als einmal rief es die übereifrigen Kolonien zur Ordnung, vor allem Queensland, das auf eigene Faust Neuguinea zu besetzen versuchte. So erregt wurde die Stimmung, daß Großbritannien schließlich nicht anders konnte, als in Port Moresby den Union Jack zu hissen. Das geschah am 8. November 1884. Fast gleichzeitig ging die deutsche Flagge auf der Nvrdseite der großen Südseeinsel hoch. Deutschland und England einigten sich damals friedlich nicht nur über die Grenzziehung auf Neuguinea, sondern über die Besitzverteilung im Pazifik überhaupt. In Australien aber blieb ein Gefühl von Neid, Eifersucht und Angst gegen Deutschland zurück. Wahrscheinlich haben wir in Deutschland — von roeniaen Wissenden abgesehen — von diesen Gefühlen 2luftraliens uns gegenüber nichts gewußt; oder wir glaubten, sie unbeachtet lassen zu können; denn was bedeutete damals Australien! Es war eine Gruppe belangloser Kolonien des mächtigen England, mit dem wir ja einig waren. ,.x .. Im übrigen kümmerten wir uns nicht um Die neu erworbene Kolonie. Ihre Verwaltung überließen wir zunächst der Neuguinea-Kompanie und ihre wirtschaftliche Ausbeutung den wenigen, die Unternehmungslust, Abenteuerdrang oder Zufall in die ferne Südfee geführt hatten. Diese wenigen aber sahen in den Reichtümern, die ihnen in den Schoß fielen, ein Monopol, das es ängstlich zu hüten galt. Sie waren zu einem großen Teil sehr wenig königliche Kaufleute, sondern ängstliche Kramer. Ihre Schuld ist es, ebenso wie die der afrikanischen Pflanzer, wenn das Mutterland sich ein so ungünstiges Urteil über den jungen Kolonialbesitz bildete; Denn sie hielten es für weiser, zu klagen und mit Dem Gouvernement um jeden Pfennig Zoll und Steuer zu feilschen. Sie malten schwarz in schwarz, um Zugang fernzuhalten. Für eine Weile mochte dies eine kluge Politik sein, aber auf Die Dauer wirkte sie sich katastrophal aus; Denn sie verhinderte, daß das deutsche Volk seine Kolonien auch „erwarb", um sie zu „besitzen", daß die Deutschen wirklich ein Kolonial- und Weltvolk wurden, daß die Gefahren, die Kolonialbesitz und Welthandel, Weltschiffahrt und überseeische Großmachtstel- lung mit sich bringen, rechtzeitig erkannte und ihnen zu begegnen wußte. Daß Deutschland unvorbereitet in den Weltkrieg geriet, ist zum Teil die Schuld jener kolonialen Pflanzer und überseeischen Kaufleute. Daß aber die Kolonien, mit Ausnahme von Ostafrika, so rasch verlorengingen, war Schuld einer außenpolitischen Leitung, die ihre militärische Sicherung mißachten zu können alaubte und sich mit dem Schlagwort beruhigte, daß Die Kolonien in Der Heimat oerteiDigt werden. In der Weltgeschichte aber ist es mehr als einmal umgekehrt gewesen: in den Kolonien wurde die Heimat verteidigt. Die kriegerischen Episoden, die sich im Bismarck- Archipel abspielten, gehören wohl zu den allerunbekanntesten des Weltkrieges. Gegenüber dem kolonialen Heldenlied der Behauptung der Deutschen in Ost- afrifa und der ruhmvollen Verteidigung von Kiaut- schou sind die Kämpfe im Busch von Rabaul freilich Belanglosigkeiten. Aber das man überhaupt zu kämpfen wagte, daß man gegenüber der ungeheuren Überlegenheit, die die Australier ins Feld stellten, überhaupt an Widerstand dachte, das gehört zu den Ruhmestaten des Weltkrieges. Trotz der unbedenklichen Tapferkeit, mit Der sich Das Gouvernement zur Verteidigung entschloß, obgleich es nur über einige schwarze Polizeijungen als bewaffnete Macht verfügte, und trotz der Todesopfer, die diese Verteidigung kostete, entbehrt der Kampf um den Bismarckarchipel nicht einer gewissen Komik, die vor allem aus dem grotesken Mißverhältnis der beiderseitigen Streitkräfte herrührte. Den Endländern war es zunächst um die Zerstörung der Radiostation auf Der Gazellehalbinsel zu tun, die tatsächlich noch gar nicht arbeitete. Sie wurde erst an dem Tage fertig, als eine in die Blanchebucht eingelaufene Flotille ein Detachement zu ihrer Vernichtung landete. Da es die Radiostation nicht fand, wollte es roenigftenns di^ Poft zerstören. Die Poft war lediglich vom Postmeister verteidigt. Der machte seine Sache nicht schlecht. Er erklärte es für einen ausgemachten Blödsinn, die Post zu zerstören. Da er über kein anderes Kampfmittel verfügte, fuhr er einige Flaschen Bier auf. Diese trank man gemeinsam aus und einigte sich bann Darauf, Die Post zu verschonen und lediglich die Telephonanlage zu zerschlagen. Nach Dieser Heldentat dampfte die feindliche Flotille wier- der ab. Aber bann würbe es ernst. Auf beutscher Seite brachte man 46 Reservisten — ja ganze 46 Mann! — zusammen. Bei Herbertshöhe legte man Minen an und hob Schützengräben aus. Am 11. September landeten die Australier 1500 Mann! Im Busch stießen sie auf den ersten Schützengraben und mußten sich unter Verlusten zurückziehen. Sie sandten darauf eine Aufforderung zur Uebergnbe, die abgelebt wurde. Verstärkungen wurden gelanget und ein neuer Angriff angesetzt. Diesem gelang es, einen Schützengraben nach dem andern zu nehmen, vor allem, Da Den Deutschen jegliche Artillerie fehlte. Es Oberregierungsrat Dr. Riehm würbe zum Direktor her Biologischen Reichsanstalt für Land- und Forstwirtschaft ernannt. Dr. Riehm gehörte Diesem Institut bereits seit hem Jahre 1907 an. her Geschäftsführung begrüßten Die Delegation mit herzlichen Worten. Die Besichtigung Des Betriebs überzeugte alle, Daß hier Qualitätserzeugnisse betreut roerben. Nach Enbe her Besichtigung versammelte sich Die gesamte Belegschaft mit Der Delegation zu einem Glas perlenDen Schaumweines. Der Leiter Der Firma Söhnlein-RheingolD wies auch hier Darauf hin, Daß Die Sektkellereien unweigerlich erliegen mühten, wenn nicht Die nach seiner Ansicht ungerechtfertigte Sektsteuer beseitigt würde. Er bedauerte, daß er jetzt schon hätte Kündigungen aussprechen müssen, da der Betrieb nicht mehr in vollem Umfang aufrecht erhalten werden könnte. Pg. Becker versicherte in seiner Ansprache, daß der Führer sich bestimmt der notleidenden rheinischen Sektkellereien annehmen würde, und daß wohl bestimmt mit einer Aufhebung der Sektsteuer zu rechnen sei. Nach Schluß der Ausführungen des Bezirksleiters der Deutschen Arbeitsfront erlebten wir die Freude, daß der Leiter der Firma Söhnlein- Rheingold sämtliche ausgesprochenen Kündigungen mit sofortiger Wirkung zurücknahm. Gegen die Raffenschändung. Offenbach a. M., 5. Oft. (WSN.) Die Presse- stelle der Polizeidirektion teilt mit: Der Fall des Juden Stern, der wegen seines unsittlichen Verkehrs mit einem deutschen Mädchen vor der erregten Bevölkerung in Schutzhaft genommen werden mußte, gibt Anlaß, mit aller Deutlichkeit darauf hinzuweisen, daß in der heutigen Zeit der Verkehr eines Juden mit deutschen Mädchen eine Herausforderung der deutschen Bevölkerung ist. Der Herr Pvlizeidirektvr macht darauf aufmerksam, daß er, in Anbetracht des Umstandes, daß das Gesetz, welches den intimen Verkehr zwischen Juden und Deutschstämmigen als Rassenschänbunq verbietet und streng unter Strafe stellt, unmittelbar bevvrsteht, mit der gebotenen Schärfe gegen diejenigen Juden und „deutschen" Mädchen einschreiten wird, die durch ein derartig schamloses, das Volkstum gefährdendes Verhalten die Bevölkerung provozieren und so die öffentliche Ruhe und Ordnung stören. Taten für Montag, 9. Oktober. 1477: Gründung der Universität Tübingen; — 1841: der Architekt Friedrich Schinkel in Berlin gestorben; — 1906: Zeppelins Luftschiff steigt zu seiner ersten größeren Fahrt auf. waren lediglich zwei Salutgeschütze vorhanden, und die hatten keine Munition. Dann aber erwiesen sich die eingeborenen Polizei- isoldaten als wenig brauchbar. Einem langen Gefecht hielten sie nicht stand. So wurde die kleine deutsche Schar schließlich umzingelt und die Radiostation besetzt. 19 Deutsche und 56 Eingeborene wurden gefangen. Die übrigen aber gaben den Kampf noch nicht auf. Erst nachdem Rabaul besetzt, die Umgebung Pomas beschossen und neue Truppen gelandet waren, wurde die Uebergabe vereinbart. Oer Leuchiturm von Messina. Das aus den Trümmern des Erdbebens wiedererstandene Messina ist nicht damit zufrieden, die größte und kostbarste Turmuhr zu besitzen, sondern erbaut jetzt auch einen Leuchtturm für feinen Hafen, auf dem eine Madonna den Seefahrern den Weg durch die Straße von Messina zeigt. Der neue Leuchtturm besteht aus einem fast fünfzig Meter hohen Pfeiler, der von einer Bronzestatue der Jungfrau gekrönt ist; an dem Sockel dieses Denkmals sind mit Riesenbuchstaben die Worte eingegraben: „Ich segne Dich und Deine Stadt". Bei der Einweihungsfeier, die nächstes Jahr stattfinden soll, wird Senator M a r c o n i in Jerusalem auf einen Knopf drücken, durch den die Beleuchtung des Turmes und der Botschaft der Madonna eingeschaltet wird. Die Rolle, die man hier der Jungfrau Maria zuweift, beruht auf einer Ueberlieferung, die Die Bürger von Messina seit vielen Jahrhunderten lebendig erhalten haben. Die Legende berichtet, daß die Jungfrau selbst im Jahre 42 n. Ehr. einen Brief an die Bewohner der Stadt geschrieben habe, den sie durch einige be» sonders Gesandte schickte. In dem Brief sollen die Worte gestanden haben, die jetzt an dem Sockel der Statue angebracht worden sind; die Jungfrau soll aus Jerusalem geschrieben haben. Die Szene, in der sie den Abgesandten den Brief übergibt, ist auf der neuen Riesenuhr in überlebensgroßen Figuren dargestellt. Oochschulnachrichlen. Professor Dr. Hans Gerber von der Universität Tübingen hat die Berufung nach Ha m« bürg auf den Lehrstuhl für öffentliches Recht abgelehnt. Professor Dr. Eugen Böhler in Zürich hat einen Ruf auf den Lehrstuhl für theoretische Nationalökonomie und Finanzwissenschaft an der Universität Jena abgelehnt. Der Privatdozent für Musikwissenschaft an der Universität Berlin, Dr. Erich Schumann, ist zum ordentlichen Professor ernannt worden. Aus der Provinzialhaupisiadi. 9n ber öffentlichen Sitzung des Provinzialaus- vberheften am Samstag ftan- $u Tietzen. Frank in Tiehen. gegen die Entscheidung des Kreisamts Tietzen vom 31. August 1933 wegen Versagung der Erlaubnis zum Kleinhandel mit Branntwein im Hause Weg. larer Weg 66 zu Tietzen. 9n der öffentlii schuss«» der Provinz den u.a. zur Verhandlung: 1. Eine Klage der Firma Schad« & Füll- grab«. Frankfurt a. M. gegen die Entschei- düng des Kreisamts Friedberg vom 16. August d. I. wegen Versagung der Erlaubnis zum Betrieb eine« Kleinhandel» mit Branntwein im Hause Wei- seler Straße Nr. 8 in Butzbach. 2. Des Wilhelm Haas in Gießen gegen die Entscheidung de» Kreisamts Gießen vom 80. August 1933 wegen Versagung der Erlaubnis zum Kleinhandel mit Branntwein im Hause Frank- furter Straße Nr. 113 8. Der Johanna Schulbeginn. Nun find sie dahin, die Tage der Ferien! Braun gebrannt von der Sonne, mit verträumtem Lächeln I in den Äugen, so kommen die Buben und Mädchen wieder zur alten, vertrauten Arbeitsstätte. Der All- tag fordert sein Recht. Aber di« Kinder haben neuen Mut gesammelt, Herz und Nerven gestählt. Das bedeutet aufgespeicherte Lebenskräfte und frischen Arbeitswillen. So ein paar Wochen in aller Ungebundenheit gibt die rechte Neroenenttastung. Denn in den Ferien streift man doch so ziemlich alles ab, was zu Hause belastet, und Kinder kennen ja noch nicht die I Not der Zeit. Sie schätzen und lieben di« Stunde und nehmen sie, wie sie kommt. Aber alles Schöne nimmt einmal ein End«: so | auch die Ferien. Köstliche Ferienerinnerungen werden noch lange wie zarte Luftgebilde den Kindern vor Augen stehen. Wie glänzen die Gesichter, wenn sie erzählen, was sie alles in den Ferien erlebt haben! Die Kameraden horchen und erzählen dann I auch ihre Erlebnisse. So gibt es einen regen Aus- I tausch, der mithilft, daß die kommende Arbeit zuversichtlich und froh angepackt wird. Heute ist es ja wohl überwunden, daß — wie früher — von manchen Lehrern ein Aussatz ver- I langt wird über „Mein schönster Ferientag", „Unsere Reiseerlebnisse" usw. Wir wissen aus Erfahrung, daß ein solches Thema für viele Kinder recht schmerzlich war. Da saßen sie oft stundenlang, kauten an dem Federhalter und wußten nicht, was sie aus der Fülle der Geschehnisse schreiben sollten. So wurden ihnen nachträglich die schönsten Ferien I verdorben. Einsichtige Lehrer freuen sich, wenn die I Kinder gekräftigt und frisch mit glänzenden Augen vor ihnen sitzen und unaufgefordert erzählen von dem. was ihnen auf dem Herzen liegt. 1 Nach einigen Tagen werden dann die kleinen Sorgen und Unannehmlichkeiten des Lebens wieder auftauchen. Die Ferien sind zum schönen Traum geworden. NSDAP. (Sichen. Die männlichen Parteigenossen der Ortsgruppe Gießen-Mitte versammeln sich am Mittwochabend im Parteilokal Soldan, Seltersweg, I wie folgt: Zelle 1 um 20 Uhr, Zelle 2 um 21 Uhr, Zelle 3 um 22 Uhr. Für die Amtswalter ist das Er- scheinen selbstverständliche Pflicht. Die NS-Frauenschaft Gießen-Süd hat heutc^ Montag, 20 Uhr, Turnstunde zusammen mit der Ortsgruppe Gießen-Mitte. Verbot der Erhöhung der Fleischund Wurstwarenpreise. Der hessische Staatsminister hat sich genötigt gesehen, ein sofortiges Verbot der Erhöhung der Preise für Fleisch- und Wurstwaren anzuordnen. Eine solche Erhöhung darf künftig nur mit Geneh- migung der Preisüberwachungsstelle erfolgen. Diese Maßnahme — so teilt das Staatspresseamt mit — mußte ergriffen werden, um zu verhindern, daß nach den in den jüngsten Tagen aus allen Teilen des Landes eingegangenen Klagen über stattgefundene Preiserhöhungen von Fleisch- und Wurst- waren eine weitere Erregung der öffentlichen Meinung um sich greifen könnte. Die Regierung ist I zur Zeit nach Erhebung umfangreichen Materials mit der Nachprüfung der Frage befchäftigt, ob und inwieweit die Erhöhung der Schweinepreise auf den Viehmärkten eine Erhöhung der Preise für Fleisch- und Wurstwaren zuläht. Eine Entscheidung ist in ganz kurzer Zeit zu erwarten. Bis zu dieser Entscheidung soll durch das ausgesprochene Verbot eine mögliche Befriedigung auf dem Preismarkt für Fleisch- und Wurstwaren gesichert werden. So- weit bereit» seit 1. September 1933 örtliche Preiserhöhungen vorgekommen sind, müssen diese inner» I halb einer Woche der Preisüberwachungsstelle noch nachträglich zur Genehmigung vorgelegt werden. Eine Rundfunk-Beratungsstelle . in Giehen. Durch den Gaufunkwart für Heffen-Naffau der NSDAP, sind Kreis-Rundfunk-Beratunasftellen ein- gerichtet worden, die die Aufgabe haben, für die weitere Verbreitung des Rundfunks | zu werben. Bei den Kreis-Rundfunk-Bera- | tungsstellen, die unter der Leitung eines erfahrenen Fachmannes stehen, sollen die Volksgenossen kostenlos über alle techn i s ch e n und rechtlichen Fragen des Rundfunks unterrichtet werden. Auch ist es Aufgabe der Kreis-Beratungsstellen, Rundfunkteilnehmer über Befeitigung von Störungen in den eigenen Empfangsanlagen und die Beseitigung von Störungen fremder Störer zu beraten. Verkauf von Geräten und Einzelteilen findet bet den Kreis- Beratungsstellen nicht statt. Ebensowenig werden dort Instandsetzunasarbeiten ausgesührt. Für den Verkauf von Geräten und Einzelteilen und für die Ausführung von Jnftandfetzungsarbeiten sind lediglich Die Rundfunkhändler und Rundfunkinstallateure zugelafsen. Eine Kreis-Rundfunk-Beratungsstelle ist auch in Gießen, und zwar bei der Kreisgeschäfts- stelle der NSDAP., Loberstraße 9, eingerichtet. Sitzung des Provinzialausschusses. Im ersten Falle ist der Verkauf von Spirituosen konzessionspflichtig geworden durch die Verlegung der Verkaufsstelle von Wetzlarer Straße 14 nach Wefteler Straß« Nr. 8, während in den beiden an- deren Streitfällen die Konzessionspsiicht durch den Uebergang der Geschäfte von früheren Inhabern auf die Kläger eingetreten ist. Während die .Wage der Firma Schad« & Füll- Erabe als unbegründet kostenpflichtig zuriickgewie en wurde, ist den beiden anderen Gesuchltellern ,i« Erlaubnis zum Kleinhandel mit Branntwein, wie beantragt, erteilt worden. Kulturfilm -Jenseits der Weichsel^. Das Lichtspielhaus Bahnhofstraße brachte gestern vormittag in seiner ersten Kulturfilm-Dorsührung dieses Winters den außerordentlich eindrucksvollen Ostlandfilm „Jenseits der Weichsel" heraus. Der Film ist ein starker Appell an alle Deutschen im Reich, sich immer bewußt zu (ein, daß — wie das Geleitwort des Films lautet — „das Schicksal der deutschen Ostmark das Schicksal der deutschen Nation ist". In prächtigen Bildern zeigt dieses Filmwerk nicht nur die vielfachen landschaftlichen und städtebaulichen Schönheiten der Provinz Ostpreußen, sondern es gibt auch eine überzeugende Darstellung von der großen wirtschaftlichen Bedeutung dieser vom Mutterreiche durch feindliche Gewalt abgetrennten Provinz. Man sieht — um nur einiges hier zu registrieren — herrliche Bilder von der ostpreußischen Küste, der dortigen Bernsteingewinnung, von den wundervollen Seen des Oberlandes und der Masurischen Seenplatte, den mächtigen und herrlichen Waldungen mit ihrem unendlich großen Wildreichtum, der Fischerei und der Schifferei, insbefonbere auch der Flößerei, ferner von der großen Holzindustrie, der umfangreichen Landwirtschaft mit ihrer ausgedehnten Viehzucht, darunter die prächtige Pferdezucht und die oftpreu- ßifche Rindoiehzucht. Weiter lernt man durch den Film erkennen, welche große Bedeutung der oft« preußische Getreidebau für die deutsche Ernährungs- Wirtschaft besitzt, man bekommt aber auch einen starken Eindruck von der Industrie und dem Handel dieser Provinz, die außer ihrer jetzigen Bevölke- rung noch weitere vier Millionen deutscher Volksgenossen ernähren kann. Neben den die Gegenwart schildernden und den in die Zukunft weisenden Bildern wird durch geschickte Einfügung einiger Ausnahmen aus der Zeit des Rusieneinbruches am Anfang des Weltkrieges bargetan, welch großes Leib Die Bevölkerung Ostpreußens damals zu erdulden hatte, ebenso wird der Beschauer des Films auf die Abftimmungskämpfe um die durch polnische Raubgier unmittelbar nach dem Friedensschluß stark bedrohten südlichen Bezirke der Provinz hinge- wiesen. Daß die brutale Vergewaltigung Ostpreußens und des Reiches durch die Schaffung des Weichselkorridors in dem Film gebührend hervorgehoben wird, versteht sich von selbst. Seinen Abschluß findet der Film mit einem wuchtigen Bildhinweis auf die durch die nationalsozialistische Bewegung geschaffene Einigkeit im deutschen Volke, die auch für das weitere Schicksal Ostpreußens von weittragender Bedeutung werden wird. Leider war der Besuch der Vorführung dieses guten Films nicht so zahlreich, wie er es verdient hätte. Unsere Bürgerschaft sollte für die Zukunft derartigen Kulturfilm-Vorführungen doch mehr Interesse entgegenbringen. Kommers der Gießener Fünfziger-Vereinigungen In angeregter Gesellschaft vereinigten sich am Samstagabend im Caf6 Leib etwa 800 Mitglieder sämtlicher Gießener Fünfziger-Dereinigungen zu einem Kommers. Erstmalig hatten sich sämtliche Altersvereinigungen zu einer gemeinsamen Veranstgl- tung zusammengefunden. Um das Zustandekommen dieses Abends hatten sich besonders die Herren Louis Frech und Oberreallehrer Appel verdient gemacht. Nachdem die Kapelle E i n b r o b t den Abend mit guter Musik eingeleitet hatte, wurde unter den Klön- gen des 116er-Marfches die gemeinsame Fahne der Altersvereinigungen in feierlicher Form eingebracht. Die Begrüßungsansprache hielt Bezirksdirektor Kurt Mohr, der insbesondere den „ewigen Fünfziger" Louis Frech herzlich willkommen hieß. Er übermittelte die Grüße des Oberbürgermeisters Dr. Kel - I ler, der dem Abend besten Verlauf wünschte. Der Redner gedachte sodann des kürzlich verstorbenen Mitgliedes Karl Kreiling und gleichzeitig aller I übrigen verstorbenen Kameraden. Die Anwesenden I erhoben sich zu Ehren der Toten von den Plätzen, I während die Kapelle das Lied vom guten Kamera- I den fpielte. Mit einem dreifachen „Sieg-Heil!" auf I den Reichspräsidenten untk den Volkskanzler schloß Herr Mohr seine Ansprache. Gemeinsam wurde sodann je ein Vers des Deutschland- und des Horst- Wessel-Liedes gesungen. Eine weitere Ansprache hielt bann Oberreallehrer Appel. Ein gleiches gemeinsames Band, so führte er u. a. aus, umschlinge alle Kameraden. Dieser Kommers sei eine Veranstaltung, wie sie Gießen bisher von gleicher Art nicht gesehen habe. Alle Atters- I kameraden bewege der gleiche Gedanke: das Sehnen nach Einigkeit, nach Kameradschaft und Freundschaft. I Die Vereinigungen seien ja auch zu dem Zwecke gegründet, Kameradschaft und Freundschaft zu pflegen. Das Gemeinsame dieser Ziele rechtfertige das Zusammenkommen in sroher Stunde, in der gleichzeitig Die inneren Werte und hohen Ausgaben der Bereinigungen bekundet werden sollen. Die Tatsache des langen Bestehens der Vereine beweise den ioeellen Grund und Schwung Innerhalb der Altersoerelne. Großes Verdienst und Dank um die Fünfziger-Sache aebühre dem Heimatdichter Louis Frech Für die Zukunft gelte es, die Bande der Freundschaft auch zwischen den Vereinigungen fester zu knüpfen. Das fei vaterländische Sache. Das deutsche Volk brauche Einigkeit und Kameradschaft, müsse einig stehen hinter dem Führer, der Kastengeist und Klasienhaß I müßten verschwinden. Die Fünfziger-Vereine seien I berufen, die Arbeit des Führers zu unterstützen. Die Ausführungen des Redners wurden mit lebhaftem Beifall ausgenommen. Herr Louis Frech dankte, nachdem das von ihm I verfaßte Bundesllcd gesungen worden war, für die ihm zuteil gewordenen Ehrungen. Er sprach dann in launigen Worten über das Wesen der Fünfziger I und brachte zum Schluß ein kleines, humorvolles I Gedicht, frei nach Wilhelm Dusch, zum Vortrag. Herr Reiber hielt ebenfalls eine Ansprache, in der er besonders die ältesten Jahrgänge willkommen I hieß und in weiteren Ausführungen einen kurzen Rückblick auf die Entwicklung der Stadt Gießen im vergangenen Jahrhundert gab. Eine humorvolle Ansprache hielt noch Herr Frey, während ein anderer Alterskamerad ein Gedicht in Troher Mundart zum Vortrag brachte. Mit großer Anerkennung wurde der Vorschlag zu einer Sammlung für den „Äampf gegen Hunger und Kälte" ausgenommen. Die Sammlung wurde sofort durchgeführt unb brachte bas stattliche Ergebnis von 135 Mark. Eine besondere Bereicherung nach der künstlerischen Seite erfuhr der Abend durch die gesanglichen Darbte- | hingen des Alterskameraden Willi Hexamer, | der für leihe Lledoonräae anhaltenden Beifall erntete Die ®efangsabteilung ber flltersoereini- gung 1883 1933 brachte ebenfalls zwei Lieder recht I gut zu Gehör. Gemeinsam wurden im Laufe des Abends noch verschiedene Lieder, von Louis Frech bzw. von Dr. Otto Wolf verfaßt, gesungen. Mtt einem kurzen Schlußwort von Ltterskamerad Appel fand der offizielle Teil des Kommerses fein Ende. In geselliger Unterhaltung blieb man dann noch geraume Zeit beisammen. Vereinigung für koloniale Wiedergewinnung. Die Bereinigung für koloniale Wiedergewinnung hielt dieser Tage im Vereins- lokal H. Dippel ihre Monatsoersammlung ab. Vereinsführer Tetzner begrüßte die Teilnehmer. Er führte u. a. aus: Handel und Schiffahrt, damit verbunden eigener Kolonialbesitz, feien heute mehr denn je die Grundbedingung für die Existenzmöglichkeit des deutschen Volkes. Niemals könne und dürfe sich Deutschland mit der kolonialen Regelung, wie sie gegenwärtig bestehe, zufrieden geben. Es werde unb müsse sein Recht aus Leben beftäti- fien in dem Wiederaufbau feiner Handelsflotte, einer wirtschaftlichen Macht und der Wiedergewinnung feiner Kolonien. Die koloniale Bewegung müsse immer weitere Dolkskreise erfassen. Einheitlicher Wille des ganzen deutschen Volkes müsse die Rückgabe der Kolonien verlangen. Als Redner des Abends sprach bann Kolonial- freund Schneider über das Thema: „E r * werb unb Kämpfe in Deutfch-Süd- w e ft - A f r i k a". Er führte u. a. aus: In ruhigen Jahren habe sich das deutsche Schutzgebiet dermaßen entwickelt, daß es schon tm Jahre 1912 keines Zuschusses vom Reich mehr bedurfte. Zu Beginn des Weltkrieges sei die Schutztruppe und die Polizei insgesamt 2000 Mann stark gewesen. Durch Freiwillige und Reservisten habe sich der Bestand auf 5000 erhöht. Die schwache Truppe habe während des Weltkrieges einer feindlichen Streitmacht von 60 000 Mann gegenübergeftanben, bie von Westen, Süden und Osten anrütfte. Wider- ftanbslos konnten bie englischen Streitkräfte, unterstützt durch die Kriegsschiffe, die wichtigen Häfen Lüderitzducht, Walfischbai unb Swakopmunb besetzen. Vergeblich habe man auf das Erscheinen des deutschen Ostasien-Kreuzergeschwaders gehofft, das bet den Falklandsinfeln in heldenhaftem Kampf erlegen fei. Den schweren technischen Kriegsmitteln der Engländer habe die Schutzttuppe nur tn einem ständigen Rückzugsgefecht 11 Monate lang wider- stehen können. Am 9. Juli des Jahres 1915 fei die Uebergabe der Schutztruppe unter ehrenhaften Bedingungen erfolgt. Der Führung ber Schutztruppe fei «dieser Entschluß sehr schwer gefallen, aber es habe nur zwei Wege gegeben: entweder die Truppe opfern (gleichwohl Dadurch dem Lande nicht genützt gewesen wäre), oder aber unter annehmbaren Bedingungen den Widerstand aufzugeben unb so dem Land das Mögliche zu erhalten. Dieser letztere Weg wurde gewählt und bas Land vor einer Katastrophe bewahrt. Durch den Friedensvertrag von Versailles seien den Deutschen die Kolonien geraubt worden unter dem Vorwand, Deutschland sei der Kolonisation nicht fähig. Dieses Märchen glaube heute auch ber ehemalige Feind nicht mehr. Gegenwärtig würden Deutsche, bie den Wunsch haben, sich in Ostafrika wieder anzusiedeln, ganz gerne gesehen. Von den Eingeborenen höre man immer wieder, baß sie lieber für geringeren Lohn bei deutschen Farmern, als um höheren bei den Engländern arbeiten wallten. Die deutsche Forderung auf dem Gebiete der Kolonialpolitik müsse Immer wieder lauten: „Wir brauchen Kolonien für die wirtschaftliche und soziale Befreiung und den nationalen Wiederaufbau unseres Volkes.* Mit einem Worte des Generals von Epp auf ber Koloniattaaung 1932 zu Berlin schloß der Redner seinen beifällig aufgenommenen Vortrag, ber durch sinnvoll vor» getragene Gedichte von den ftolonialfreunben Wollgast und Schmidt verschönt wurde. Im weiteren Verlauf ber Versammlung wurden die für die nächsten Monate vorgesehenen Werbe- maßnahmen für den kolonialen Gedanken besprochen. Der Vereinsführer beschloß die Versammlung mit einem dreifachen „Sieg Heil!" auf das deutsche Vaterland und bie Vereinigung. Bornotizen. — Tageskalender für Montag. Stadttheater: 20 bis 22 Uhr: Bunter Abend für die Deutsche Bühne (geschlossene Vorstelluna). — Schützen- verein Gießen: 20.30 Uhr, Herbst-Generalversammlung. — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Flucht nach Nizza" mit Georg Alexander. — Au» dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute abend geschlosien« Beran- ftaltung. — Morgen, Dienstag, zweite Vorstellung im Dienstag-Abonnement: Lehär» Meister-Operette: „Wo bie Lerch« singt". (Spielleitung: Paul Wrede: musikalische Leitung: Kapellmeister Fritz Cuj6. choreographische Leitung: Theo Bäulke.) Operetten-Prefte. Spieldauer von 20 bis 22.30 Uhr. Gastspiel Be11achini. Am morgigen Dienstag findet um 20 Uhr im (Taft Leib ein Expert- mentalabenb des Experimental Psychologen Bella chi n i statt. Interessenten seien besonders darauf aufmerksam gemacht. Hindenburg-Geburtstagsfeier!n den hessischen Schulen. Durch Verfügung ber Tlinifterialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum ist angeorbnet worden, daß des 86. Geburtstages des Reichspräsidenten Gencraljeldmarfchall von Hindenburg in allen Schulen des Landes am ersten Schultag nach den Herbstferien in den einzelnen Klassen zu gedenken ist. Bor unb nach der Feier wird ber Unterricht planmäßig burchgeführt. Dien ft ju b i l ä u m bei der Reichsbahn. Der Reichsdahnzuaführer Peter Kuhl, wohnhaft Glaubrechtstraße 9, tätig beim Bahnhof Gießen, konnte am Freitag auf eine 40jährige Dienstzeit bei ber Reichsbahn zurückblicken. Bon dem Leiter des Bahnhofs, Amtmann Dörr, wurden dem Jubilar für feine treuen Dienstleistungen je eine Glückwunschurkunde des Reichspräsidenten, Der Reichsbahnhauptverwaltung und der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. überreicht. Bon Seiten seiner Mitarbeiter wurden 'ihm zahlreich« Ehrungen zuteil. Zugführer Kuhl ist vor 40 Jahren beim Bahnhof Langendreer (im Ruhrgebiet) in den Dienst der Reichsbahn getreten und feit dem Jahre 1907 beim Bahnhof Gießen tätig. " Eine Fünfundachtzigjährig«. Morgen, 10. Oktober, begeht Frau Christoph Hahn Wwe, Schissenberger Weg 39 II, in voller geistiger und körperlicher Frische ihren 85. Geburtstag. ♦* Eine Dreiundachtzigjährige. In körperlicher und geistiger Frische kann am morgigen Dienstag, 10. Oktober, Frau Lang Wwe., Wilhelrnstraße 1 wohnhaft, ihren 83. Geburtstag begehen. ** Falscher Feueralarm entstand In ber Nacht zum Sonntag um 4.15 Uhr in einigen Straßen der Stadt. Infolge einer Störung in der elektrischen Leitung traten die Feuersirenen von felbft in Tätigkeit unb schreckten manche Bürger au» WintttMwerk des Deutschen Volles 1S33/34. SausührungHessen-Aaffau, Frankfurt a.M.,TaunuöstraßeUl., Telephon Z228. Aufruf an Alle! Kein Volksgenosse bars Im tommen- den Winter hungern unb frieren! So will e» ber J ü f) r e r. Alle notleidenden und unverschuldet Erwerbslosen sollen erkennen, daß die ganze Nation mit Ihnen fühlt und für sie eintritt. Diese» Hilfswerk soll nicht wie In früheren Jahren nur Almosen sammeln mnb Unterstützung verteilen, sondern durch das wachrusen einer grandiosen Opferbereitschast im ganzen deutschen Volk den Gedanken de» lebendigen nationalen Ge- melnschaftsgeistes erwecken. Es soll- zu seinem Teil dazu beitragen, einevrückezu schlagen zwischen Arm unb Reich. Opfern in diesem Sinne darf deshalb nicht etwa nur heißen, von seinem Ueberfluh etwa» abgeben, I sondern muß heißen, sich in seinen eigenen B e - bürfniffen beschränken, um anderen deutschen Volksgenossen in ihrer Rot zu Helsen. Run geht an» werk, deutsche Frauen und deutsche Männer aller Stände, Berufe und Konfessionen. Gebt unserem Führer Adolf Hitler Cure Spenden ju treuen Händen. Sie werden für unser Volk reiche Früchte tragen. Spenden werden erbeten an: Postscheckkonto Frankfurt a. M. 28 100, Girokonto bei der Nassauischen Landesbank Frankfurt a. M. 6 200. (Bauleiter, Reichsstatthalter in heften: gez. Sprenger. • Regierungsrat Dr. Otto Andres, Äreisamt Friedberg: Alois Bausch, Dresdner Bank; Ludwig Bellinger, Handelskammer Fulda: Dr. Hermann Braun, Kreisamt Erbach: Wilhelm Böcker, Naftauische Landesbank: Dr. Georg Dahlem, Landeskirche Heften: W. Doubel, Landesleiter der Technischen Nothilfe: Fr. v. d. Ende, Hessischer Industrie- und Handelstag, Karl Ehrgott, Kreisamt Groß-Gerau: Kreisdtrektor Emil Gaßner, Kreisamt Büdingen: Erich Gellert, Industrie- unb Hanbelskammcr Offenbach: Heinrich Graes, P r o o i n z i a l b i r e k t i o n Oder- Hessen: Lanbrat Grillo, Kreis Wetzlar; Haug, Bürgermeister, Darmftabt, Gauwalter der NS - Bolkswohlfahrt; Wolfgang, Prinz von Heften, Landrat, Bad-Homburg; Dr. Herdt, Propaganda- wart b. NS.-Bolkswohlsahrl. Gorschlüter, Bube- rusfche Eisemderke: Dr. Frhr. Rain o. Frentz, Kreisamt Bingen: Landrat Herrchen, Untertaunustreis Bad-Schwalbach; Landrat Dr. Jonke, Höchst, v. d. Dr. Engelhardt: Kreisdirektor Karl Iann, Kreisamt Schotten-, Kessel, Kreisamt Lauterbach, o. d. Hanitsch: Walter ftramer, Gebietsführer ber HI., o. d. Stohr; Regierungsral Dr. Geora Krüger, Äreisamt Gießen: Oswald Knorrch, Kreiswolfahrlsaml Oppenheim; Frau R. Kirch, Gau-Frauenfchaft Heften-Naftau-, Oberregierungsrat Kühne, Landesarbeitsamt Hes- fen; Oberregierungsrat Dr. Hermes; Landrat Koch, Landratsamt Montabaur, v. d. Bausch; Prof. Dr. Krieck, Rektor der Universität; ord. Prof. Dr. Hol- selber: Landrat Kausemann, Gelnhausen: E Lang- Hardt, Fa. L. Krumm AG., Offenbach; Josef La- may, Eharitasverband für die Diözese Limburg; Franz Leonhard, Industrie- unb Handelskammer Offenbach; Dr. Wilhelm Leber, Landw.-Kammer Wiesbaden; Landrat Lerch, Landratsamt Westerburg, v. d. Noes; Fritz Löfer, Kreisleiter unb Landrat Hanau: Fritz Merk, Darmftabt; Dr. Ed. Meu- fer, Handelskammer Wiesbaden; Fritz Müller, Handwerkskammer Heften; Dr. Friedrich Müller, Bürgermeister Hanau; Müller-Scheld, (Baupropa- aanda-Landesstellenleiter für Volksaufklärung unb Propaganda; Kreisdirektor Dr. Ernst Merk, Kreis- amt Offenbach; Dr. Mülhens, Rheingaukreis: Dr. Alex Mettenheimer, Rhein-Main Inb.- unb Handelstag: Dr. Niecz, Industrie- und Handelskammer, Frankfurt a. TI.; Dr. E. Pauly, Bönning e r G m. b. H., Gießen, Handelskammer Gießen; W. Pauly, Eharitasverband f. d. Diözese Mainz, Petermann, eogl. Landeskirchenrat Frankfurt a. TI.; Roettig, Major unb Kommanbant der Landesoolizei, Adlig. Frankfurt a. M; Dr. Richter, i. V. d. Bischofs von Limburg u. d. Stadt- Pfarrers Dr. Herr; Theodor Bubet, El-Werk« Rheinheften, Rhein-Mainifcher Industrie- und Han- belstag; Direktor Röhricht, Innere Mifsion, Darmftabt; Schmidt, Präsident ber Hanbwerkskammer für den Regierungsbezirk Wiesbaden; Arnold Schuhmacher, Pfarrer, Innere Mission; Schroder, Oberst a. D., hessischer Landesverband vom Roten Kreuz; Ludwig Schmahl, Kreisamt Groß-Gerau; Rudolf Schäfer, Provinzialbirektion Starkenburg: L. Schuster, Landeskirchenrat der evgl. Landes« kirche Wiesbaden; Dr. Schönhals, Oberbürgermeister der Stadt Offenbach; Ernst Schuenemann, Fa. Andrae Noris Zahn AG: Werner Scheikes, Weinkellerei Scharlachberg; Alfred Schutte, Magistrat Wiesbaden; Eduard Schach, Industrie- und Handelskammer Worms, Eduard Schmitt, Handelskammer Fulda; Paul Schloimann, Beigeordneter Stadt Mainz; Kretsdirektor Wilhelm Schön, Kreisamt Worms: Stammler, i. B. Reg.»Rot W. Strack, Kreisamt Alsfeld: SS. - Standartenführer Schwarz, A. Gutbrod: Pfarrer Dr. Stahl, Elie Mourreau, Innere Mission tn Nassau; Franz Stadel, Landesverband d. heft. Einzelhandels; Paul Stiehr, Rrelsaml Heppenheim. Dr. Ernst Seid, Stadt Giehen; Rudolf Scholz, Hessischer In- dustrie- unb Handelstag; Troupel, Londeshaupt- mann; Trinkaus, Heft. Bauernkammer, Darmftabt; Ulrici, Landrat, Diez, Vaterländischer ftiauenaerein v. Roten Kreuz, Frau Marie Lüttke; Wahl, Kreis- Verwaltung Limburg; Regierungsrat Otto Walter, Kreisamt Dieburg; Werner, i. V. d Landrats, Krets St. Goarshausen; Baudirektor Wienhold; Franz Hermann Woweries, Gauprefteamt, Führer des Rhein-Main'Verbands Deutscher Presse; Kretsdtrek- tor K Wolf, Kreisamt Alzey; Dr. Dich. Dehner; Prov.-Direktion Rheinheflen und Kreisamt Matn^ Ihrem Schlafe auf. Zum Glück war aber zu Besorgnissen kein Anlaß. — Bei dieser Gelegenheit sei darauf hingewiesen, daß das richtige Sirenen- stgnal immer nur mir Unterbrechungen gegeben wird, ein so langgezogenes Signal dagegen wie gestern früh stets falschen Alarm darstellt. ** Ein Ausbildungskursus in der ersten Hilfeleistung wird von der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in Gießen veranstaltet. Der Kursus beginnt morgen, Dienst rg, 20 Uhr, im Kolonnendepot, Sonnenftraße 2. An dem Kursus können alle Personen über 18 Jahre teil- nehmen. Anmeldungen werden auf der Rettungs- wache, Sonnenftraße 2, entgegenaenommen. ** Bon d e r Butzbach-Licher Eisenbahn. Aus Anlaß des Friedberger Herbstmarktes werden am Dienstag, 10. Oktober, von allen Bahnhöfen des Streckenabschnittes Lich-Süd—Griedel— Steinfurth nach Bad-Nauheim-Nord verbilligte, nur für den Lösungstag gültige Rückfahrkarten ausgegeben, wie sie sonst Sonntags als Ausflugskarten zur Ausgabe gelangen. ♦♦ Die „Heimatoereinigung Schiffen- berg" hielt am Sonntagnachmittag auf dem Sckif- fenberg eine Familienzusammenkunft ab. Der Führer der Bereinigung, Oberforstmeister Nicolaus, begrüßte die Erschienenen uno betonte, daß die Hei- matvereinigung Schiffenberg durch Erfüllung ihrer Aufgaben in wesentlichem Maße an dem Aufbau Deutschlands mithelfe. Hieraus hielt Rektor i. R. Bal. Müller einen interessanten Bortrag über „Wesen und Bedeutung der Heimat". Der Redner schilderte unter Anführung von Beispielen aus der Geschichte die Sehnsucht vieler Menschen nach der Heimat. Es sei mit oer Heimat wie mit der Jugend und Kindheit: man lerne ihren heiligen Wert erst schätzen, wenn sie entschwunden sei. Wie ein ver- lorenes Paradies muteten uns Kindheit und Jugend an, wenn sie entflohen seien. Und so sei es auch mit der Heimat. Wir hätten allen Grund, unsere Heimat zu lieben und ihr die Treue zu halten. Sei sie doch ein Stück Vaterland, so schön wie eins. Was unsere Heimat besonders reizvoll erscheinen lasse, seien die herrlichen Wälder. Der Wald sei für unsere Heimat ein Gut von unschätzbarem Wert, nicht nur vom Nützlichkeitsstandpunkt aus, sondern auch vom Standpunkt der Volksgesundheit und im Hinblick auf die ethischen Werte. Auch auf kulturellem Gebiet halte unsere Heimat den Vergleich mit jedem anderen Teil unseres deutschen Vaterlandes aus. Umfangreiche Bodenschätze verschafften vielen unserer Heimatgenossen Verdienst und Brot. Die tiefgehenden Ausführungen des Redners wurden durch Volks- und Heimatlieder, eindrucksvoll vorgetragen vom Mädchenchor Klein-Linden unter Leitung von Lehrer Rau (Klein-Linden), in bester Weise umrahmt. Im weiteren Verlaufe des Nachmittags erfreute die Mu- stkabteilung der Evang. Jugendoereinigung Klein- Linden durch gut gelungene musikalische Darbietungen. Ebenso trug der Mädchenchor Klein-Linden durch eine Reihe weiterer Gesangsoorträge zur Verschönerung der Veranstaltung bei. Die von Mitgliedern der Evang. Jugendoereinigung Klein-Linden vorgeführten Volkstänze fanden allgemeinen Beifall. Im Laufe des Winters sollen weitere Vorträge über Heimatpflege abgehalten werden. 11. a. spricht Obersorstmeister Nicolaus über den Wald unserer Heimat. Mit der Familienzusammenkunft war eine Ausstellung der Bilder vom Photowettbewerb verbunden. ** Bund Haus und Schule. Nach längerer Pause veranstaltete der Bund Haus und Schule am Freitag im Johannessaal einen Familienabend, der rein musikalischen Charakter trug. Ein Streichauar- tett von der Reickswehrkapelle leitete den Abend mit einem „Cargo'5 von Haydn stimmungsvoll ein, worauf der Schülerinnenchor von Fräulein Stammle r die Hymne „Preis dir! Gott!" von Mozart reckt klangvoll und präzis vortrug. Gleich gute Schulung und viel Fleiß ließen auch ein Duett, ein Terzett und zwei weitere Frauenchöre erkennen. Fräulein Stammler erwarb sich den Dank der Zuhörer durch vollendeten Vortrag der drei Sololieder „Auf dem Kirchhof" und „Wir wandelten" von Brahms, sowie „Des Kindes Gebet" von Re- Ser. Sämtliche Gesänae wurden won Fräulein Köller mit viel Geschick und großem Anpassungsvermögen auf dem Flügel begleitet. Das Streichquartett brauste zwischendurch ein „Allegretto aus der Serenade op. 8" von Beethoven und ein „Moment musical" von Schubert und zum Schlüsse „Eine kleine Nachtmusik" von Mozart künstlerisch zu Gehör und trug so wesentlich dazu bei, den Abend zu einem abwechselungsoollen und genußreichen zu gestalten. Briefkasten ver ^eöaffion. kRechlsgulachten sind ohne Lerbindlichkett der Schriftleitung 1 w. E.M. In Hessen wird die Kirchensteuer in.prozentualen Ausichlagsätzen nach Maßgabe des Einkommens erhooen. Wie die Verhältnisse nach dieser Richtung hin in Preußen sind, ist hier nicht bekannt. Es empfiehlt sich eine Anfrage an Ihr zuständiges Finanzamt in Wetzlar. Einzelhandel und Adolf-Hitler-Spende der deutschen Wirtschaft. Von der Industrie- und Handelskammer Gießen wird uns geschrieben: Zur Ablösung der von den verschiedensten Stellen und Verbänden der NSDAP, veranstalteten Einzelsammlungen wurde unter dem Namen „Adolf-hitler-Spende der deutschen Wirtschaft" eine Zentralsammlung aller Zweige der Wirtschaft ins Leben gerufen, deren technische Durchführung im allgemeinen bei den Berufsgenossenschaften liegt. Diesen ist es jedoch nicht möglich, an alle Betriebe heranzukommen, da beispielsweise viele kleine Gin- ^Handelsbetriebe nicht unfalloersicherungspflichtig sind-, ebenso erfassen die Verbände nicht sämtliche Wirtschaftsbetriebe und insbesondere nicht alle Einzelhandelsbetriebe, von denen erwartet werden muß, daß sie sich mit der Beteiligung an der Adolf- Hitler-Spende in den Dienst der Sache stellen. Da die Industrie- und Handelskammern neben den handelsregisterlich eingetragenen Einzelhandelsfir- men auch die kleinen, nicht eingetragenen Firmen betreuen, so haben sie es übernommen, alle diejenigen Firmen, die bisher durch eine Berufsge- nossenschaft, oder durch einen Verband nicht erfaßt worden sind, über das Wesen und die Durchführung der Spende zu unterrichten und sie zu einer Beteiligung zu veranlassen. Die Industrie- und Handelskammer Gießen weist daher die betreffenden Firmen ihres Kammerbezirkes ganz besonders darauf hin, daß sie sich der Vermittlung der Kammer bedienen. Die Sammer übernimmt sowohl die Entgegennahme der Spenden, wie auch die Verausgabung der Spendenscheine. Ferner prüft die Sammer, ob der Beitrag In voller höhe elngezahlt wurde und stellt den Ausweis über den Gesamtjahres- beitrag aus. Da wohl bei vielen Firmen über die Höhe der Spendenbeträge noch Unklarheit besteht, seien die festgelegten Sätze hier kurz wiederholt. Als Jahresbeitrag soll für jedes Einzelhandelsunter, nehmen folgender Spendenbetrag gezahlt werden: a) Grundbetrag: Für jeden Betrieb — Hauptbetrieb und jede Filiale — 12 Mark pro Jahr, b) Zusatzbetrag: für jede in dem Einzelhandelsunternehmen beschäftigte Person, also Lehrlinge, Hausburschen, Verkäufer, Ge- schaftsführer, Reisende, Buchhalter usw., jedoch nicht die dem Hausstand des Geschäftsinhabers angehörende Familienmitglieder, 0,50 Mark für den Monat. Die Industrie- und Handelskammer Gießen richtet die eindringliche Bitte an alle Einzel- Händler des Kammerbezirk», soweit sie noch nicht von der Berufsgenossenschaft oder den Linzel- Handelsverbänden bei der Adolf-Hitler-Spende erfaßt wurden, durch Vermittlung der Kammer den Spendenschein zu erwerben, nicht abseits zu stehen und durch die Teilnahme an der Spende diese zum vollen Erfolg zu verhelfen. Dabei liegt der Erhalt des Spendenfcheins im Interesse des Betriebes selbst, da bekanntlich Geldsammlungen bei den Inhabern des Spendenscheines allen Angehörigen der Dienststellen und Einrichtungen der NSDAP, von der Parteileitung oervoten worden sind. irischast. <■ Oie Arbeiislosenziffer im Bezirk Hessen sinkt weiter. Die Pressestelle des Landesarbeitsamts Hessen teilt mit: Die Zahl der bei den Arbeitsämtern gemeldeten Arbeitslosen nahm im Monat September um rund 14 250 oder 5,7 o. H. Les Standes vom Ende August weiterhin ab. Die Abnahme war, wie in Len vorhergehenden Monaten, bei den Männern erheblich stärker als bei Len Frauen. Insgesamt wurden am 30. September 233 959 Arbeitslose gezählt, davon waren 42 428 oder 18,1 v. H. Frauen. Die Zahl Ler Arbeitslosen im Bezirk des Landes- arbeitsamts Hessen liegt damit um über 64 000 ober 21,5 o. H. niedriger als im gleichen Zeitpunkt des Vorjahres, und ist seit dem winterlichen Höchststand, also seit Mitte Januar d. I., um fast 100 000 oder 30 o. H. zurückgegangen. Die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger in der Arbeitslosenversicherung und Krisenfürsorge ging im Monat Septemver um rund 5700 auf 76 600, die Zahl der anerkannten Wohlfahrtserwerbslosen um 9450 auf rund 97 000 zurück. Oie Deutsche Reichsbahn im August. Im Güterverkehr der Deutschen Reichsbahn ist im August, gemessen an den Wagengestellungs- zahlen gegenüber dem Vormonat, eine Steige- r ung um 0,3 v. H. eingetreten, im Vergleich mit August 1932 beträgt Ler Verkehrszuwachs 7,5 v.H. Die günstige Berkehrsgestaltung ist vor allem auf vermehrte Transporte in landwirtschaftlichen Erzeugnissen, künstlichen Düngemitteln, Brenn- und Baustoffen, Umzugsgut und Seefischen zurückzufüh- ren. Der Personenverkehr gestaltete sich unter dem Einfluß des anhaltenden schönen Hochsommerwetters auch im August weiter lebhaft. Er war z. T. stärker als der Reiseverkehr im gleichen Monat des Vorjahres. Auch der Ausflugverkehr war bedeutend, obgleich sich Kraftwagen und Autobusse selbst auf weiteste Entfernungen in stärkstem Maße in die Verkehrsbedienung einschalteten. Die Leistungen für den Reichsparteitag in Nürnberg fallen in der Hauptsache erst in den September. Nur 42 Sonderzüge liefen bis zum 31. August in Nürnberg zu. Insgesamt wurden im Berichtsmonat 8795 (Vormonat: 8072, August 1932: 3800) überplanmäßige Züge gefahren. Die Zahl der geleisteten Zugkilometer stieg auf 56,48 (Vormonat: 55,99) Millionen, die Wagenachskilometer erhöhten sich auf 2055,09 (2018,05) Millionen. Die Betriebs einnahmen stellten sich auf insgesamt 262,82 (260,03) Millionen Mark und waren' um 11 Millionen Mark höher als im entsprechenden Vorjahrsmonat. Der Personen- und Gepäckverkehr brachte im Vergleich zum August 1932 eine Mehr- einnahme von rund eine Million. Die Einnahmen aus dem Güterverkehr weisen gegenüber dem Juli 1933 eine Verbesserung um 6 Millionen Mark und gegenüber August 1932 eine Steigerung um 10 Millionen Mark auf. Aus der Ausgabenseite beliefen sich die fälligen Verpflichtungen auf 288,9 (272,10) Mill. Mark. Die vermehrten Aufwendungen für Unterhaltung und Erneuerung sind auf diesich in zunehmen, den Umfange auswirkenden Maßnahmen zur Durchführung des Arbeitsbeschaffungsprogramms zurückzuführen. Die Monatsabrechnung schließt gegenüber Len Betriebseinnahmen mit einer Mehrausgabe von 26 (12) Millionen Mark ab, die z. T. aus Steuergutscheinen gedeckt ist. Der Personalbestand erhöhte sich auf 618 218 (615 367) Köpfe. Der Mehrbedarf ist in der Hauptsache auf die Einstellung von Arbeitern in den Werkstätten und auf die Ein- schränkung der Zahl der Feierschichten zurückzuführen. • * Devi f enhöch st betröge im November. Der Reichswirtschaftsminister hat angeordnet, daß der Grundbetrag der allgemeinen Genehmigungen für die Wareneinfuhr im Monat November 1933 nur bis zur Höhe von 50 v. H. in Anspruch genommen werden darf. * D i e Indexziffer der Großhandelspreise. Die vom Statistischen Reichsamt für den 4. 10. 33 berechnete Indexziffer der Großhandelspreise stellt sich auf 95,5; sie hat fick gegen- über der Vorwoche (95,3) um 0,2 v. H. erhöht. Die Indexziffern der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 92,1 (+ 0,7 d. Sy), industrielle Rohstoffe und Halo- roaren 88,9 (— 0,1 v. H.) und industrielle Fertig- waren 113,8 (+ 0,2 v. H.), hiervon Produktionsmittel 114,1 (uno., Konsumgüter 113,5 (+ 0,2 v. H.). * Adam Opel A G., Rüsselsheim a. M. Die Absatzsteigerung bei der Adam Opel AG., Rüsselsheim, hat auch im September angehalten. Nach einer Statistik, die sich auf 78,2 v. H. der im September geleisteten Arbeitszeit bezieht, wurde in dem erfaßten Zeitraum schon die Zahl der ganzen Monat August gelieferten Personenwagen nahezu erreicht. Die Absatzziffer für „Blitz"-Lastwagen hat sich etwa behauptet. In Anbetracht des in anderen Jahren um diese Zeit üblichen saisonmäßigen Lieferungsrückganges fei diese Entwicklung besonders bemerkenswert. Frankfurter Börse. Tendenz freundlich. Frankfurt a. M., 7. Okt. Wenn auch das Ge- schäft keine nennenswerte Belebung erfuhr,.so war die Tendenz an der Wochenschlußbörse doch durchaus freundlich, da von der Kundschaft kleine Kauforders eingetroffen waren. Die Kulisse trat etwas aus ihrer Reserve heraus und nahm kleine Meinungskäufe vor, zumal man die internationale Situation etwas zuversichtlicher beurteilte. Das Hauptinteresse erstreckte sich wieder auf den Rentenmarkt, an dem In gewissen Titeln etwas lebhaftere Umsätze stattfanden. Fest lagen besonders Altbesitzanleihe, exklusive Auslosung wurden sie mit 76,25 (plus 1,25 v. H.) und inklusive Auslosung mit 78,75 vis 79,25 v. H. (plus 1,5 v. H.) gehandelt. Ferner waren späte Reichsschuldbuchforderungen mit 84,75 v. H. (plus 0,5 v. H.) lebhafter. Neubesitz, und Schutzgebietsanleihe lagen mit 11,30 bzw. 7,70 v. H. je 5 Pf. höher. Stahlverein-Bonds eröffneten mit 62,25 0,25 v. H. freundlicher. An den Aktienmärkten waren die Umsätze wesentlich kleiner, doch zeigten sie durchschnittliche Erhöhungen um 0,5 o. H. Stärker befestigt waren Siemens mit plus 1,75 v. H. (139,75 v. Sy). Bekula und Licht & Kraft gewannen 0,90 v. H. bzw. 1 v. H. JG.-Farben eröffneten mit 116,90 v. Sy gut behauptet und zogen bann auf 117,25 v. Sy an, Deutsche Erdöl lagen 0,75 v. H. höher. Am Montanmarkt betrugen die Besserungen von 0,25 bis 0,50 v. H. außer Ilse Genuß, die 0,90 v. Sy verloren. Kali Westeregeln lagen 1 v. Sy fester. Bis zu 0,65 v. H. hoher eröffneten noch L. Tietz, Daimler Motoren, Holzmann und Reichsbank, AG. für Verkehr gewannen 0,90 v. H. Dagegen bröckelten Schiffahrtsaktien weiter etwas ab, Norddeutscher Lloyd 9,90 (minus 0,25 o. Sy). Am festverzinslichen Markt zeigte sich Nachfrage nach Goldpfandbriefen, die 0,50 bis 0,75 v. H. anzogen, auch einzelne Kommunal-Obligatio- nen konnten sich weiterhin etwas befestigen, während Liquidationspfandbriese uneinheitlich tendierten. Stadtanleihen waren eher angeboten und meist von 0,5 bis 1 v. H. schwächer. Von Länderanleihen gaben 1928er Hessen um 0,5 v. H. auf 82 v. H. nach, während 1929er mit 86 v. Sy behauptet blieben. Auslandrenten lagen sehr still. Steuergutscheine von 1934 zogen um 0,13 auf 99,75 o. Sy an, der Durchschnittskurs blieb zu 86,90 unverändert. — Tagesgeld weiter leicht, 3 v. Sy Exportoaluta 23,50. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 9. Okt. Dorauftrieb: 1060 Rinder (371 Ochsen, 64 Bullen, 335 Kühe, 280 Für- (en), 489 Kälber, 96 Schafe, 3714 Schweine. Es wui> den notiert: Rinder: Ochsen 22 bis 33 Mark, Bullen 22 bis 31,Kühe 12 bis 28, Färsen (Kalbinnen) 22 bis 33, Kälber 22 bis 40, Schafe 20 bis 28, Schweine 42 bis 52 Mark. — Marktverlauf: Rinder mittelmäßig, Kälber und Schafe ruhig, Schweine mittelmäßig. Frankfurter Buttermarkt. Frankfurt a. M., 7. Okt. Nach dem zögernden Geschäft in der Vorwoche hat sich der Absatz in dieser Woche recht gut entwickelt, so daß vielfach die nur knappen Zufuhren nicht den Bedarf deckten. Da auch die Anlieferungen aus dem Auslands klein waren, konnten sich die Preise auf dem letzten Niveau halten, und die Tendenz ist stetig. Deutsche und holländische Markenbutter kostete uno. 140 bis 145 Mark per 50 kg franko Frankfurt a. M. Frankfurter Eiermarkt. Frankfurt a. M., 7. Okt. Infolge der höheren Forderungen des Auslandes haben die Preije allgemein leicht angezogen, zumal die Zufuhren weiter klein olieben. Indessen war. das Geschäft nach dem Ultimo etwas besser, auch die am 1. Oktober eingetretene Zollermäßigung nahm auf das Geschäft einen günstigen Einfluß. Die Tendenz wird als fest-bezeichnet. Es notierten je Stück in Pfennig: Deutsche Frischeier Kl. S 12, Kl. A UVi, Kl. B 11, Kl. C 10'/,. Bayern 11, kleine 103/«. Holländer Kl. S 11'/,, Kl. A 11, Kl. B 10'/,, Kl. C 10, Kückeneier 8. Dänen und Schweden Kl S 11'/«, Kl. A 103/«, Kl. B 10'/«, Kl. C 93/«. Memelländer Kl. S fl, Kl. A 10'/-, Kl. B 10, Kl. C 9'/,. Bulgaren je nach Größe 9'/« bis 9'/,, Rumänen je nach Größe 9 bis 9V«, Ungarn und Jugoslawen 9. Spielplan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Montag, 9.Oktober: Geschloffen. — 10.: Der Vogelhändler; Anfang 19.30 Uhr, Ende nach 22.30 Uhr. — 11.: Cavalleria rusticana, Der Bajazzo; Anfang 20 Uhr, Ende 22.45 Uhr. — 12.: Der fliegende Holländer; Anfang 20 Uhr, Ende gegen 23 Uhr. — 13.: Der Vogelhändler; Anfang 19.30 Uhr, Ende nach 22.30 Uhr. — 14.: Madame Butterfly; Anfang 20 Uhr, Ende nach 22.30 Uhr. — 15: Der Graf von Luxemburg, Anfang 15 Uhr, Ende 18 Uhr; Carmen, Anfang 19.30 Uhr, Ende 23 Uhr. 16.: Zum ersten Male: Arabella; Anfang 19.30 Uyr, Ende gegen 23 Uhr. Schauspielhaus: Montag, 9. Oktober: Konjunktur; Anfang 20 Uhr, Ende gegen 22 Uhr. — 10.: Krach um Jolanthe; Anfang 20 Uhr, Ende 22 Uhr. — 11.: Die Räuber; Anfang 20 Uhr, Ende nach 22.30 Uhr. — 12.: Die Räuber, Anfang 15 Uhr, Ende nach 17.30 Uhr; Konjunktur, Anfang 20 Uhr, Ende gegen 22 Uhr. — 13.: Krach um Jolanthe; Anfang 20 Uhr, Ende 22 Uhr. — 14.: In der neuen Inszenierung: Die Räuber; Anfang 20 Uhr, Ende nach 22.30 Uhr. — 15.: Der Meisterboxer, Anfang 16 Uhr, Ende 18 Uhr, Die Räuber, Anfang 20 Uhr, Ende nach 22.30 Uhr. — 16.: Krach um Jolanthe; Anfang 20 Uhr, Ende 22 Uhr. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börfe. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beichlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. Sy, Lombardzinsfuß 5 o. H. • Jronriun u. UI. Berlin Frankfurt a.M Serkin Schlußkurs Schluß». Abend« börfe Schluß- kurs Schluß». Mittag- börfe Schlußkurs Schluß». Abend« börfe Schluß, furd Schluß». Mittag, börfe Datum 6.10. 7.10. 6-10. 7.10. Datum 6-10. 7.10. 6.10. 7.10. «% Deutsche Relchsanleihe v. 1927 »%ehem.7%Dl.Retchsanl.v.l92S 6y»% $outig«9lnleibe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablöf.-Schuld mti Aullos.-Rechten ............. Lesgl. ohne Auilos^Rechte...... 6% ehem.3% Hess. Bolksstaat 1929 (rllckzahlb. 102%) ............ 6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12.................. 6Vi% Hess. Landes-Hypothekenbank Darmstadt ßlqul......... Oderhessen Provinz-Anleihe mit Auslos^-Rechten ............. Deutsche Komm. Sammelabl. An» leihe Serie 1 mit Auslos.-Recht-n 6% ehem. 8% Franks. Hyv.-B -k Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 <% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 16 unkündbar 618 1936 6%% ehem. 4}4% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Pfandbrtefe....... 6%% ehem. <•/,% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpse..... 6% ehem. 8% Pr. Landeöpsand» briefanstalt, Pfandbriese R. 19 6% ehem. 7% Pr. LandeSpfand- briefanstalt, Pfandbriese R. 10 Steuergutsch. Verrechnungskurs».. 4% Oesterreichifche Goldrente.... 4,20% Oeslerrelchische Silberrente 4% Ungarische Goldrenle....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 *V*% dcsgl. von 1913.......... 5% abgest. Goldmexikaner Von 99 4% Türkische Zollanlethe von 1911 Eaadadbahn-Anleihe 86,75 100 86,4 11,25 84 84,75 74,5 85,5 85,25 85,25 87,25 85,5 85,5 86,9 0,70 86 100 86,5 IM 84 83,5 74,5 86,25 86,25 85,25 86,75 85,5 85,5 86,9 12,5 0,70 85,75 99,9 86,5 11,25 83 74,13 85,5 85,5 86,9 11,8 86,25 99,9 86,7 11,4 84,5 83 74,13 85,5 85,5 86,9 13 4% desgl. Serie 11 ............. 6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4/,%Rumän.vereinh.Mentev.l913 4% Rumänifche vereinh. Rente .. 2 Vt% Anatolier ............... Hamdurg-Amertka-Pake« .....0 Hamburg-Südam. Dampsfchiss. 0 Hansa-Dampsschtss........... 0 Norddeutscher Lloyd .........0 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Commerz, und Privat-Bank... 0 Deutsche Ban? und Dioconto- Gesellschaft................o Dresdner Bank.............. 0 Reichlbank ................ 12 A.E.G................... 0 Bekula.....................o Elektr. LieferungSgefellschast ... 6 Licht und Kraft ............. 6 Felten & Guilleaume.........0 Gesellsch.f.Elektt.Untemehmung. 6 Rheinische Elektrizität ........5 Schurkerl L Co............... 6 Siemen»«Halske............ 7 LahmeyerLLo............. 10 Buden» ...................0 Deutsche tttböl .............. 4 5,1 2,8 4,25 2,45 25,25 9,75 10,13 39,25 83,5 41,25 42,5 35 140,5 17,13 113,5 68 87,5 41 69,5 77,25 87 137^5 63 95 5,1 2,8 4,2 2,4 25,25 9,75 10,13 39,65 83,5 41,5 42,5 35 141 17,5 114,5 70 88,5 41,5 70,5 88 139 114,5 63 94,9 4,2 2,4 25,4 9,75 22 17,25 10,25 38,75 84,25 41,5 42,5 35 140,5 17,13 113,25 68,75 86,5 40,65 69,5 77,5 87 137,4 115,13 64 95,25 2,85 4,25 2,4 25,25 9,75 23,5 17,5 10,13 39,25 84,25 41,75 42,5 35 140,5 17,9 113,65 70,25 88,5 41,13 71,4 75 87,65 138 115,25 63,75 95,25 3,9 5,5 5,13 5,05 4,15 3,7 5,5 5,15 6,05 4,3 4,4 3,9 5,65 5,15 5,05 4,4 4,4 3,8 5,25 Gelsenkirchener........ 0 ßarpenet....... 0 Voesch Elfen—Köln-Neuessen .. 0 Ilse Bergbau ............ 6 Ilse Bergbau Senüss»........6 Klöcknerwerke ...............0 ManneSmann-Röbrerr........ 0 45 78,5 91,75 50,65 50,4 45,25 79,5 122 90,9 50,5 50,5 45,25 79 52 122 92 50,5 50,25 45 79,25 52,5 123 90,75 50,5 50,5 Frantsun a. M. Berlin Deal enmartl Berlin — Frankfurt a. M. Schluß« kurs Schluß». Abend- börfe Schluß- »urö Schluß». Minag. börfe 6. Oktober 7.Oktober Amtliche Jlolierung Geld | Sriei Amtliche Notierung Geld | 3rlr Datum 6.10. 7.10. 6.10. 7-10. Mansselder Bergbau ......... 0 KokSwerke ..................0 Phönix Bergbau.............0 ^rheinische Braunkohlen .....10 Kheinflahl ............. 0 Vereinigte Stahlwerke........0 Otaot Minen ...............0 Kaliwerke Aschersleben........6 Kaliwerke Westeregeln........6 Kaliwerke Salzdetfurth.....7% I. V. Farben-Indufine....... 1 Scheideanstalt....... 9 Goldschmidt ................0 KütgerSwerke...............0 MetallgeseUIchaft............. 0 Philipp Holzmann...........0 Zementwerk Heidelberg ...... 0 Zementwerk Karlstadt.........0 Schulthet» Patzenhofer .......o Aku «Allgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg...................0 Zellstoff Waldhof............0 Zellstoff Aschaffenburg .......0 Dessauer Gas............... 7 Daimler Motoren............ 0 Deutsche Linoleum........... 0 Orenstetn L Koppel .......... 0 Leonhard Hetz ..............o Ihade....... 10 ilecumulatoren-Fabrik........0 Conti-Gummi...............0 Gripner....................0 Mainkraftwerke Höchst a.M—. 4 22,5 31 181,5 73 31 11 111 116,75 170,5 37,75 45,5 52 57 70,5 28,5 37,5 31 20 23,5 38,5 16,5 162 130 13,25 54,5 158,25 22,65 31,75 74 31,65 11 111,5 116,5 170,4 38,5 45,65 52 57,65 TM 29,25 37,5 30,5 20 24 37,4 16,75 160 161,25 130,25 13,5 55 160,5 22,13 65,75 31,25 192,5 73 30,9 10,9 110,5 159 116,65 38 45,5 51,5 57,25 86,5 28,75 36,5 30,25 97,5 23,5 38,5 27,25 16,4 161 129,13 158,75 22,4 66 31,25 180,5 74 30,65 10,75 111 158,25 1164 39 45,25 52 58 88 30 37 30,75 19,9 97,5 24 37,75 27,5 16 157,5 162,25 129,5 13,25 160 Vtifingiow .. Wien....... Prag....... Budapest ... Sofia...... Holland .... OSlo....... Kopenhagen. Stockholm... London..... Buenos Aires Neuyork.... B rüffel..... Italien..... Paris...... Schweiz.... Spanien.... Danzig..... Japan...... Rio de Jan.. Jugoslawien. Lissabon.... 48,05 12,43 3,047 169,28 64,98 57,79 66,68 12,93 0,963 2,727 58,52 22,04 16,42 81,27 35,06 81,62 0,763 0,227 5,295 12,69 48,15 12,45 3,053 169,62 65,12 57,91 66,82 12,97 0,967 2,733 58,64 22,08 16,46 81,43 35,14 81,78 0,765 0,229 5,305 12,71 Banknoten 48,05 12,43 3,047 169,28 65,23 57,99 66,98 12,98 0,963 2,757 58,44 22,04 16,42 81,27 35,06 81,62 0,766 0,227 5,295 12,69 D,/4b 48,15 12,45 3,053 169,62 65,37 58,11 67,12 13,02 0,967 2,763 58,56 22,08 16,46 81,43 35,14 81,78 0,768 0,229 5,305 12,71 Berlin, 7.Oktober Geld Brief Amerikanische Noten..............‘ Belgische Noten.................. Dänische Noten ................. Englische Noten ................. Französische Noten............... Holländische Noten............... Italienische Noten................ Norwegische Noten ...... ....... Deutsch Oesterreich, 4 100 Schilling Rumänifche Noten............... Schwedische Noten............... Schweizer Noten................. Spanische Noten................. Ungarische Note» ................ 2,71 58,28 57,73 12,94 16,38 168,86 21,92 65,07 66,82 81,09 34,93 2,73 58,52 57,97 13,00 16,44 169,54 22,00 65,33 67,08 81,41 35,07 Obechessen Zerlegbare Kartoffelgestelle! D.R.G.M., für 3 und 6 Zentner | empfiehlt billigst U7jA Edgar Vorrmann, Lisenhandlung Gichen (Schulstrahe 4), den 6. Oktober 1933. UZ' D nach Maß und fertig HLLL In tiefer Trauer: Katharine Stroh nebst allen Angehörigen. = 2)k führende Maß- Schneiderei für SKerr und 2)ame Viiiiiiiiiiiiiiiimniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Konkursverfahren. In dem Konkursverfahren über den Nachlaß des verstorbenen Rechtsanwalts Paul Hornberger in Gießen ist zur Be- schluhfassung der Gläubiger über Die frei- händige Veräußerung der zur Konkursmasse gehörigen Grundstücke durch den Konkursoerwaller sowie zur Prüfung der nachträglich angemeldeten Forderungen Termin auf 6241D Donnerstag, den 26 Oktober 1933 vormittags 10 Uhr vor dem Hessischen Amtsgericht Hierselbst Zimmer Nr. 107. bestimmt. Giehen. den 29. September 1933. Hessische» Amtsgericht. Bekanntmachung. Die am 1. Oktober d. I. fällige Holzgeldrate kann bis zum 15. desselben Mo- na,e an unsere Stadtkasse oder deren Post- scheckkonto Frankfurt a. M. 13196 noch ohne Kosten bezahlt werden. 6236V Hessische Bürgermeisterei Lich. Geil. Die Trauerfeier findet Dienstag. 10. Oktober, nachm. 2 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt Elegante Mäntel für die Anspruchsvollen Finanzlage wurde die Sache bis nächstes Jahr zurückgestellt. Bürgermeisterwechsel in Schlitz. DSN. Schlitz, 8. Oft. An Stelle des vor einigen Tagen aus seinem Amte geschiedenen Bürgermeisters Dr. Niepoth wurde der Gauinspektor Kloster- mann mit der einstwelligen Wahrnehmung der kommissarischen Bürgermeister st eile der Stadt Schlitz beauftragt. Lanvkrcis Gießen. £ Wieseck, 8. Oft. Am Freitagabend fand eine Sitzung des Gemeinderats statt. Die Realsteuersätze für das Rechnungsjahr 1933 wurden wie folgt festgesetzt: Grundsteuer von Gebäuden und Bauplätzen (34) 40,5, Grundsteuer von land- und forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutztem Grundbesitz (70,5) 70,4, Gewerbesteuer vom Gewerbekapital (88) 88, Gewerbesteuer odm Gewerbeertrag (286) 285,2, Sondergebäudesteuer von den Steuerwerken bis 7000 Mark (45,75) 45,75, Sonberge? bäudesteuer über 7000 Mark (39,93) 39,93. Dem Gesuch des Joseph Rupprath wurde zugestimmt und der Pachtpreis ab 1. April 1933 um 10 v. H. ermäßigt. Mit Der Verlegung von Mietan- lagen auf Bankkonto erklärte sich die Gemeinde einverstanden mit der Einschränkung, daß nach 20 Jahren, also bei Uebernahme der Gasversorgung durch die Gemeinde, Mietsleistungen buchmäßig nicht mehr vorhanden sein dürfen. Bei einer evtl, früheren Uebernahme übernimmt die Gemeinde die Mietsleistungen saldenmäßig. Die Verzinsung und Tilgung ist durch § 9 des Vertrags geregelt. Für die Verlegung dieser Anlagen wurde vorerst ein Kredit von 2000 Mark aus dem Restguthaben der Gemeinde bei der Meininger Hypothekenbank bewilligt. Für die Verlegung von Mietsanlagen wurde ein Kredit nicht bewilligt. Der Gemeinderat genehmigte den Ankauf eines Gelände st reifens von 150 Quadratmeter auf Erste Zeniral-Eberversteigerung in Gießen. . e r st e Z e n t r a l - E b e r v e r st e i g e r u n g nnfr^ffVfn(am>.^re,la9' bem 6 Oktober, war ein DoUer Erfolg für d.e oberhessischen Schweinezüchter, wie auch für die Veranstalterin, die Hessische Dauerukammer Bei der vor der Versteigerung er- [olgkn Borbesichtmung der anaemeldeten Eber wur- iE. nur solche Tiere zugelassen, die auf Grund ihrer äußeren Form sowie ihrer Abstammung wertvolle Zuchttiere zu werden versprechen. Deswegen war Der Gesamteindruck der zur Versteigerung gekommenen Eber auch recht gut. Die Gemeinden, Die in Gießen gekauft haben, können versichert sein, daß Die erworbenen Eber bestimmt zur Hebung Der Schweinezucht beitragen werben. 3m ganzen kamen 16 Eber bes deutschen Edel- fchwems und 31 Eber des veredelten Landschweins zum Herkauf, so daß der Bedarf der Käufer — mit einer Ausnahme oberhessische Gemeinden — restlos gedeckt werden konnte. Don den Edelschweinebern wechselten 11 Stück ihren Besitzer DerDurchschnitts- erlös betrug 165 Mark. Den höchsten Erlös mit 195 Mark erzielte Paul Hoffmann- Hof-Güll für einen mit einem 1. Preis ausgezeichneten Eber, ben sich die Gemeinde Rieder-Weisel sicherte. 190 Mark legte die Gemeinde Harbach für einen aus Der Zucht von Karl L u h - Lang-Gons ftammenDen Eber an. 170 Mark bis 175 Mark brachten noch die Eber von Wilhelm Ludwig L u h, Wilhelm Weil III. Wwe. und Karl L u h, sämtlich in Lang- Göns, die in Den Besitz Der (Bemeinben Kirch-Göns, Gettenau bzw. Pohl-Gons übergingen. Von 31 Ebern Des veredelten Landschweins mürben 19 Stuck abgesetzt. Der Durchschnittserlös betrug hier 137 Mark. Den überragenben Erlös von 230 Mark erzielte Karl Larberg- Hof-Wickstadt für einen aus ber Zucht von Gehrke- Ahrsen ftammenben, mit einem 1. Preis ausgezeichneten Eber. Je 175 Mark legten Die GemeinDen Eber- ftaDt unD Gontershausen für Die von Heinrich Klos III. • StangenroD unD Otto Wilhelm Del- ten-Lang-Göns gezüchteten Eber an. 15.5 Mark bezw. 150 Mark brachten Die Eber von Wilhelm Stark III.-Wirberg unD Karl Larberg- Hof- Wicksiabt, Die von Der (Bemeinbe Bellersheim bzw. Dem Freiherr!. RieDefelfchen Hofgut SickenDorf erworben würben. Wetterauer Obstmartt in Butzbach. Butzbach, 7. Oft. Der Obftmarft am gestrigen Freitag war recht gut beschickt. AllerDings überstieg Dabei Das Angebot Die Nachfrage. Es wurden pro Zentner bezahlt für Tafelobst: Aepfel 15 bis 19 Mark, Birnen 4 bis 8,50 Mark, Zwetschen 6 bis 6,50 Merk, Nüsse 28 bis 35 Mark! Wirtschaftsobst: Aepfel 7 bis 10 Mark, Birnen 3,50 bis 4 Mark. Der Han Del vollzog sich recht lebhaft. Gemeinderat in Grünberg. t x ? c I = 61'8 D = Freitagabend ist mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Groß vater, Bruder, Schwager u Onkel Herr Karl Stroh im vollendeten 80. Lebensjahre von uns gegangen. # Groß-Eichen, 7. Oft. Die Arbeiten in unserer Kirche gehen jetzt ihrem Enbe entgegen. Zur Zell arbeitet Kirchenmaler Belte aus Nieder- RamstaDl an Der künstlerischen Ausmalung. Am 15. Oktober soll Die feierliche Einweihung im Vor- mittagsgottesbienst vorgenommen werDen. Nach Der Fertigstellung Dürfte Groß-Eichen eine Der schönsten Kirchen Der UmgegenD besitzen. — In der vergangenen Nacht gab es in unserem Dors Feueralarm. 2m Wohnhaus des Geflügelzüchters S ch ö l D e r l e war Feuer ausgebrochen. Durch ein Pol- llrn, verursacht durch niederfallende Stücke Der KüchenDecke, wurden die Hausbewohner geweckt und konnten sofort Die Nachbarschaft alarmieren. So war es möglich. Das Feuer im Keim zu ersticken. Vermutlich ist durch eine schadhafte Stelle Des Küchenkamins der Brand entstanden. <> Sellnrod, 7. Oft. Am Montagabend veranstaltete der Veteranen- und Militär- des Deutschtums am Rhein ungebrochen geblieben ist. Als ich ihm in den Tagen des schmachvollen Zu- sammenbruches unseres Volkes und des schandbaren Verrates der Revolution 1918 nahe trat, habe ich sofort erkannt, daß dieser knorrige Oberhesse sich nicht beugen und brechen läßt, wenn auch noch so viele Franzmänner und ihre Helfersmänner unb Demokraten unb Marxisten unb Zentrumsgewal- tige am beutschen Rhein ihr Wesen treiben. So sind wir benn Schulter an Schulter geftanben im Kampf für bie Ehre unb Die Freiheit unserer Ration. Die nationalen läge, bie wir zusammen geführt haben am Rhein unb in ber ganzen Provinz Rheinhessen, haben viele Tausenbe ins Gefolge bes nationalen Willens bis zum letzten gebracht. Ich gedenke ber großen herrlichen vaterlänbischen Feiern, bie wir in ber Stabt Bingen, auf ber Landskrone, auf Der Teufelsrutsch bei WenDelsheim gehabt haben, unb ?wwer war Johann Peter Dem in ber vordersten I Reihe wo es galt, sich zum freien deutschen Rhein I ^1nen‘ gedenke aber heute mit besonderer I stiller jreube der Geheimsitzungen (geheim vor den I izranzosen und ihren Spionen), Die wir zur Abwehr der „Rheinischen Republik bei Vater Mahrmann in Bingerbrück unD anDerroärts an Den Ufern Des Vaters Rhein, auch in Der Behausung unseres lieben Dem hatten, meist unter Dem Motto „Wein- probe“. Wie haben wir Da im Geheimen Die Pläne unD Die Mafien geschmieDet, um unser liebes Vaterland und seinen Rhein (nichtDeutschlands Grenze, sondern Deutschlands Strom!) freizukriegen unb freizuhalten von ber Schmach. Ich reiche dem alten treuen Kämpen heute die Hand mit innigem Danke: Du hast es nicht nötig, dich jetzt als Deutscher zu beweisen: du bist es immer gewesen, auch in den Tagen, da Not und Gefahr uns drohten' Sei gc- l grüßt und fei beglückwünscht, daß du ein freies | Deutschland erlebt und den Glauben erfüllt gesehen hast, baß Arbeit unb Kamps für Volk unb Land feinen Segen unb Sieg finbet von dem allmächtigen treuen Gott! Er lasse dich noch viele Jahre deutscher Kraft und Größe sehen! Kunst unD Wissenschaft. 100 Jahre Mainzer Lkadttheaker. Anläßlich des 100jährigen Bestehen» des Mainzer Stadtthcaters wurde die diesjährige Spielzeit mit einer Morgenfeier festlich eingeleitet Unter Öen Ehrengästen bemerkte man (Bauleiter Reichsstatthalter Sprenger, Prooin- zialbirektor Dr. Wehner und Oberbürgermeister Staatsfommiffar Dr. Barth. Nach einem Vor- sprach von Dr. Walter B e ft und der Vaterländischen Ouvertüre von Reger gab Oberbürgermeister Dr. Barth einen Rückblick auf die Ber- gangenbeit und einen Ausblick in bie Zukunft.- Mainz sei ein Träger beutschen Kulturgutes allezefi geblieben. Nichts sei so oolksoerbunben wie Die Kunst. Aufgabe ber beutschen Kulturpolitik sei es, ber beutschen Art gerecht zu werden. Das Deutsche Kulturgut Der Vergangenheit unD Der Gegenwart Zu pflegen unb bem künftigen, aus beutschem Blut gewordenen Kulturgut bie Wege zu ebnen. Was ber Nationalsozialismus auf kulturpolitischem (Be- biet forbert, ist ber Gebanke, baß Die Kunst bem Edlen, bem Starken unb bem (Befunben Ausdruck verleihen soll. Nach Oberbürgermeister Barth sprach Intendant T r e b e, ber im Namen aller feiner Mitarbeiter ein Gelöbnis in biefem Sinne ablegte. Der 150. Psalm von Bruckner unb bas Horst- Wessel-Lieb bilbehm ben Abschluß ber Feier. • 20. vachsest in Köln. Em Bettler erhielt wegen Bettelns einen Strafbefehl über brei Wochen Hast. Dagegen legte ber Angeklagte Einspruch ein. In ber Hauptoer- Handlung hielt bas Gericht bie Voraussetzungen bes 4 RStGB. für gegeben unb erkannte entsprechen!) bem Antrag bes Amtsanwalts auf bie im Strafbefehl ausgesprochene Strafe. Der schon mehrmals wegen seiner Gewalttätig- ketten vorbestrafte H. B. von Gießen saß roieber wegen Körperverletzung auf ber Anklagebank Er erhielt im September bes Jahres einen Strafbefehl, well er bie H. M., bie von bem Angeklagten noch einen kleineren Geldbetrag forderte, an eine Mauer drückte, ihr dabei ins Gesicht schlug und sie bann mit beschuhten Füßen berart bearbeitete, daß sie sich wegen eines Blutergusses am linken Oberschenkel in ärztliche Behanblung begeben mußte. Der Amts- anwalt beantragte wegen Körperverletzung im Sinne bes § 223a brei Monate Gefängnis. Das Urteil lautete entsprechet bem Antrag bes Anklagevertreters. Die Kosten trägt ber Angeklagte. Der in Aßlar wohnhafte A. W. follibierte auf feinem Motorrab mit einem bes Wegs fommenben Milchfuhrwerk an ber Ecke Moltkestraße—Kaiser- aüee. Weaen Verstoßes gegen bie Kraftfahrzeug- verkehrsordnung erhielt er einen Strafbefehl von 10 Mark, gegen ben er Einspruch einlegte. In ber Hauptoerhandlung setzte bas Gericht bie Strafe auf echs Mark herab. Der Amtsanwalt pläbierte auf Beibehaltung ber in bem Strafbefehl feftge- etzten Strafe. In einem anberen Falle hatte sich bas Gericht mit bem Kraftfahrer PH. H. zu beschäftigen, bie im August b. I. ein Fahrrab gestohlen haben sollte. Die Verhanblung würbe ausgesetzt zwecks Ein- holung eines ärztlichen Gutachtens, bas bie gei- tige Konstitution bes Angeklagten feststellen soll, bie burch einen Unfall in Mitleidenschaft gezogen I ein soll. 70. Geburtstag eines verdienstvollen Oberheffen. Der „Rhein- unb Nahe-Zeitung“ in Bingen entnehmen wir auf Wunsch folgenbe Ausführungen des Präsibeitten unb Lanbeskirchenrates Pfarrer Berck-Roßborf: I In Köln würbe bas 20. B a ch - F e st der neuen Bach-Gesellschaft Leipzig mit einem kurzen Festakt in der Hochschule für Musik eingeleitet. Oberbürgermeister Dr. Riesen (Köln) begrüßte bie Versammlung zugleich im Namen bes Kölner Bach- Vereins unb ber Konzertgcsellschaft. Reichsgerichts, präfibent a. D. Simon eröffnete bas Bach-Heft mit Dankesworten an Professor Wald, Professor B o e 11 unb Generalmusikbirektor Prof. Abend- r o t h, bie sich um Die Durchführung besonDers bemüht haben. Dann hielt Professor Dr. B e r t r a m (Köln) einen Vortrag über Johann Sebastian Bach. Er zeichnete *Die Sebeulung bes Altmeisters ber Musik für Das ganze Deutsche Kulturleben unD roür- Digte besonDers Die geistigen VerbinDungen, Die von Bach zu Dürer unD Luther führen. Das Bach-Fest fanD seine Fortsetzung in Der Karthäuser-Kirche mit einer Adenbmusik, Die Orgelchoräle, Die Kantate Nr. 169 unD Die A-Dur-Messe Nr. 3 brachte. Außer- Dem finDen ein Festgottesdienst im Stile Der Bach- Zeit, sowie weitere Ausführungen kirchlicher und weltlicher Musikwerke unter Mitwirkung hervor- ragender Solisten statt. Di- Veranstaltung, bie zum ersten Male in Köln ftattfinDet, hat eine außerordentlich große Beteiligung gefunden. Die neue Bach-Gesellschaft, Deren Mitglieder aus allen Teilen Deutschlands erschienen sind, hält gleichzeitig in Köln ihre Mitgliederversammlung ab. kirchliche Nachrichten Gießen. An ben Werktagen ist die Rosenkranz- andachl Montag, Mittwoch und Freitag um 20 Uhr- Dienstag, Donnerstag und Samstag um 18 Uhr. ' Montag, 9. Oktober. Laobach. 7.30 Uhr: Messe. Mittwoch, 11. Oktober. Hungen. 7.15 Uhr: Messe. Am 26. Scheidung (September) vollendete ein Burger der Stadt Bingen sein 70. Lebensjahr, der in Arbeit und Kampf seinen Dienst getan hat ür Volk und Vaterland, für Staat und Kirche in harter, schwerer Zeit, Johann Peter Dem. Da er jahrelang mein Arbeitsfreund und Kampf- zenosse in Treue und Liebe gewesen ist, widme ich ihm und allen, die ihn schätzen und lieben, diese Zeilen zum Geburtstagsgruß. Es ist bekannt, wie der Mann in rührigem Fleiß unö solider Arbeit aus kleinem Anfang es zu einem angesehenen Namen in Der Geschäftswelt gebracht Hai WeinhänDler Dem ist weithin in Ehren gekannt. Gern hat Die StaDt Bingen auf Den Rat ihres Bürgers gehört, unD feine evangelische (Be- n, c, n , ------- . HjeinDe hat gut Daran getan, ihn in ihren obersten JLr ?? äu berufen. Was ihn aber besonders heraus- ,'E'uer Milttarzett hebt aus vielem, ist feine Vaterlandsliebe, die auch 1,1 Dienstagabend I in Den größten Nöten Deutschlands unb befonbers verein bei Gastwirt Merz eine schlichte Hin - benburg-Geburtstagsfeier. Nach ber Eröffnung burch bin Führer Gg. Zimmer hielt Pfarrer König eine Ansprache, bie in einem breifachen „Sieg Heil!“ auf Den Reichspräsibenten unb ben Reichskanzler ausklang. Das Deutschland- Lied unb bas Horft-Wessel-Lieb wurden gesungen. Alsdann verlas Pfarrer König einen Abschnitt aus Dem Buche W. Beumelburgs „Sperrfeuer um Deutschland" über bie Schlacht bei Tannenberg, sowie einige anbere Kriegs- unb Militärerlebnisse. Weiter erzählte Zollsekretär interessante Begebenheiten aus |______ ______ in Potsbam. — Am vergangenen Dienstagabend (Brünberg, 7. Oft. In ber jüngsten G e • meinberatsfitzung gab zunächst Bürger- meister Dr. Milbner bekannt, baß er in ber nächsten Sitzung in Anlehnung an ein vom Mini- fterium herausgegebenes Muster über eine Orts- bausahung einen Entwurf für (Brünberg oor- legen werde Von ber Errichtung von N o t - unb Behelfs- Wohnungen Im Rahmen Des Arbeitsbeschaffungsprogrammes will man absehen. Da man Die Aufnahme eines Kapitals für Diese Zwecke — es kommen nur Beträge von 10 000 Martan in Frage — nicht für unbeDmgt nötig hält. Für JnstanDsetzungsarbeiten in Der Wohnung des Demnächst einzichenben Direktors im Lanbwirt- schaftsamt würbe ein Kredit von 70 Mark bewilligt, gegenüber dem Voranschlag des Hochbauamtes, der 10 Mark betrug. Bei Der Aenderung Der PolizeioerorDnung über Den Fuhrwerks- und Kraftfahrzeug- verkehr in Der StaDt (Brünberg vom 30. Jan. 1930 will Die Bürgermeisterei Vorschriften über das Verbot von Parken in belebten Straßen, sowie über bie Festsetzung einer Hochstgeschwinbigkeit von 10 Kilometer in einzelnen Straßen in biese Verorbnung aufnehmen lassen. Die Nachprüfung einiger zusätzlicher Arbeiten bei Der Errichtung bes Schwimmbades burch Architekt W. Wehrum (Gießen) hat nur in einem Falle eine unwesentliche Beanstanbung ergeben. Der Bericht würbe zur Kenntnis genommen. Im Anschluß Daran wurde beschlossen, daß Die ganze Schwimm- baDangelegenbeit, Die für Die Bürgerschaft eine Auf- flarung erheischt, Durch Architekt Wehrum einer Nachprüfung unterzogen werDen soll. Weiter beschäftigte man sich mit ber Be- Ichaffung von neuen Uniformröcken (blau) für die Freiwillige Feuerwehr, unter ber Voraussetzung, baß bie Lanbesbranboer- sicherungskammer 7,50 Mark und jeder Feuerwehrmann 4 Mark pro Rock tragen würden, müßte die Stadt noch 3,50 Mark für den einzelnen Rock auf- wenden, was eine Gesamtausgabe von 350 bis 400 Mark ausmachen wurde. Mit Rücksicht auf die ber Stockwiese zur Anlegung eines Grabens von ber Evangelischen Kirchengemeinbe Gießen zum Preise von 30 Mark. Das Gesuch bes Postamtes Gießen über bie Benutzung ber Autohalle wurde zurückgestellt, da weitere Ermittlungen eingezogen werden sollen. Der Gemeinderat beschließt ferner die Erhebung einer Bürge r.st euer für 1934 mit 500 v. H. der Reichssätze, bie Den Lohn- unb Gehaltsempfängern im Lohneinhaltungsoerfahren auf ber Steuerkarte angeforbert werben sollen. • Klein-Linben, 8. Oft. Am gestrigen Samstag gegen 20.15 Uhr ereignete sich hier in Der Frankfurter Straße ein Verfehrsunfall. Ein Kraftfahrer streifte mit feinem Wagen Das linfe VorDerraD eines Fuhrwerks, bas er überholen wollte. Durch ben Anprall stürzte ber Fuhrmann vom Bock unb erlitt Verletzungen an Armen unb Beinen. Die (Benbarmerie nahm bie notroenbigen Ermittlungen über bie Schulbfrage auf. Kreis Büdingen. ow. Oder-Wibbersheim, 7. Okt. Ein tödlicher Unglücksfall ereignete sich heute vormittag im hiesigen Steinbruch. Durch einen herab- fallenden Stein wurde der 21jährige Arbeiter Heinr. Pfeiffer von Bisses am Hinterkopf so j ch w e r v e r l e tz t, daß er auf ärztliche Anordnung alsbald in die Chirurgische Klinik nach Gießen verbracht werden mußte. Hier erlag der Bedauerns- werte nach kurzer Zeit feinen schweren Verletzungen. Kreis Schotten. wurde m unserer Turnhalle ber Tonfilm „Siu- tenbes Deutschlanb“ vorgeführt. Strafkammer Gießen. Der in Gießen wohnhafte Arbeiter E. St mürbe seinerzeit vom Gießener Amtsgericht zu vier Wochen Gefängnis oerurteiti, ba er feine (Eltern bebroht haben sollte. Gegen biefes Urteil legte Der Angeklagte Berufuna ein, bie kostenpflichtig zurückgewiesen würbe. Jedoch gewährte bas Gericht Dem Angeklagten bebingten Strafaufschub auf brei Zähre. Unter Ausschluß ber Oeffenttichkeit verhanbette bas Gericht gegen ben W. B. von Gießen, ber wegen Vergehens gegen 8 183 RStGB. in ber ersten Instanz zu zehn Monaten Gesang- n i 5 verurteilt würbe. In ber Berufungsverhand- lung würbe nach einaehenber Beweisaufnahme bie Berufung bes Angeklagten kostenpflichtig zurückge- wiesen. In einer weiteren Sache würbe ber R. St aus Neustabt vom Amtsgericht Lauterbach zu 150 Mark Gelbstrafe verurteilt, ba er im Vogelsberg Schnäpse unb Liköre mit einem bestimmten Alkoholgehalt absetzte, ben bie Getränke gar nicht enthielten. Gegen biefes Urteil verfolgte ber Angeklagte bas Rechtsmittel ber Berufung, bie teilweise Erfolg hatte. Das Gericht verurteilte ben Angeklagten zu einer (B e l b ft r a f e von 50 Mark. Unter Ausschluß ber Oeffenttichkeit tagte bie Kammer in einer Prioatklagesache. Eine Ehefrau aus Saasen sollte ben Müller F. im Sinne bet §§ 185, 186 RStGB. insofern beleibigt haben, als sie ihm schwere sittliche Verfehlungen, Die sich Der I Privatkläger währenD Der Dienstzeit Der Angeklagten bei ihm ihr gegenüber zu Schulben kommen ließ, oorwarf. Vom Amtsgericht in (Brünberg war Die Angeklagte f r e i g e f p r o d) e n worDen. Das Gericht schloß sich bem Urteil ber Dorinstanz an, da bie Hauptverhanblung einroanbfrei bie Wahrheit ber gegen ben Privatkläger erhobenen Beschulbigungen ergab. Der Privatkläger trägt alle in biefem Verfahren entftanbenen Kosten. Amtsgericht Gießen. Jetzt gleich •he S«e anfangen nwt dee Heizen, sollten Sie auch a*: KohlenschOtter,Kohlet»- •tmer, Kohlenkasten, Brikett-Triger, Brlkett- “ngt, Kohlenschaufel, Feuerhaken, Ofenvoe- setxer, Ofenschirm denken. Auch dieseSachea bekommen Sie bUMg berf J. B. Häuser Am Oswaldsgarten GleOen, Ruf 2145/2146 5533 A Wissenschaftliche Werke •ondergebiet der BrQhl’schen Druckerei - 5 c «s W 5 y - .E 4> - - - e» S 1= y t i s e «s K « W oW =^N B E c® e «2 = " D E^ s 0:3 3 ö§§ .«»S §’£K 2«o o c ar» E ^®a ojs = e C7® £«ft ® J= a E s «ar» « w® Z = » g ä s ® 9 c AJA« ZHK->Nö? e R g a «=§9 (9^ o E®® §2^. ®-« o O^D £6~"p t/> w e k'S 3 K es£ E ts (9 3 5(9 x*5 L» 3 3 »'S e» G- N N S^ --N® 55g5- !9D»5 2®=^ (9 se^g 2 E W-2.5 S 0» 2 £<9 Oft 3 e EcOp -Q 2 e, 3 « e 8 22 3'S 3 Sg L 2 2 O I-, o -w — 3 q «(9 »5- N « OE 2. E 3 *8 •ti » S3 2 «ft 3 2 2 = 2 3 «S: Sc« o 7^ G L-S-N2 2 3 2 ES «ES 3 *■• 3 E « *> R H?®02 SG- P O - r//re E E -« N «ft e = ZK 3 K ° 2 E 3 SN.'S. S «ttt£ § o^S 3 e 3. EL^UL 3 «N Zw e.3 Q 2 3 2> ,® 3 e 2 B3 EM E oft 2 3 3*9- 0 a ®£® >5-3 a »-> p K°^-. fo4- = .5'35 E^SE 55 55 2 5® 65» (9 •^9"5o S o 3 o n» bC Hl « e e 3 3 e e 2 e 3 s G> 3 - 3 O«=> B.E e. ©•; ('.) K e 3 R e (9 2 ® e *3 — «I o o £ S 53 Ä L) 2 *5 «j» «5,5 o E Q e e- Bq ,LK sW E :? -S 2S L(9« »»8g; <® °ft ü । ■E 2 No ar» e o K- .Ee*® 3 o 3 UP c «> ar» 3 <3 -5- !7» P »-> -ö 2 3 s-Ss ue- ;g«w W 90 3 Q £> 55 ar» « >v « Ö 3 e « (A)vD SMÄ - v E St«S3 .'ti 3:3 cn « e o s ’äSs 3 »-» Q Q W®NN 8Ss S«2 *se G« .EZG »^» ^5^ ar» »>-«-« 3 2 • o « c<9 3 E S = ar, _ to H£ o ~.E —. «« S ar, ZK B5s- = 55^ 2 3 o ®»K e P e 3 2eML sa M ar» « a "Z ”e Tr.3 oe» 3:c 3 =o g5 i®5e ?®®E ees « sßx i>fen Sie Mentran? »jiaq um 20 Uhr,' gumE. « 3 o® a E® ® «)■» "7, G . - ar, e«;'6 — *- = :3 3 »s*o 3 - a aS? = 3 2 ES • 2 Z*pG» °Ze-L K _ 3*® ® §e es 3 a- «öZZ = ,. «5 = o(9 L = o^(9 e . (LZ ^(9^ = toB Lo E E • üoa w Q o — p Q -O VD «2 E »sEs «MZ« = 3(9 an$» ' 4» TR «5 3-® 3> 2 « Si8 ^-55 . Sc» m ^ar»K 3V I® 8 ar» o o(9 C»G '-* 3 j-j « AZWE2 o « ='S ö E S« °=M 5 o (9 . ge|t bet wn' n tmM geftatt eitet. Dberbürger« egrüfete die Ser« des Kölner Lach« ast. Reichsgerichts- lete das Bach-Fest Wald, Professor >r Pros. Abend« iühruno besonders or Dr.Bertram in Äbastian Bach. 5 Altmeisters der lturleben und wär« lindungen, die von en. Las Bach-Fest -chäuser-kirche mit röle, die Kantate . 3 brachte. Mer« m Stile der Lach« ,en kirchlicher und iitwirtung hcrvor- inslaltung, die zum hat eine außer« i'funden. Die neue ,f aus allen Teilen Ä gleichzeitig m ig ab. e®§ ’S Es «2 3 o 3 3 tS-'S O M(9 8 8 — o o" KNbt 615 wurde die «WiWtt Mh n bemerkte man ^8er, Proom- Oderburgermeister »ach einem Lor« b der Latvländi« ?ab Dberbürger» bluk aus die Ber« in die Zukunst, tullurgutes allezeit srbunben mit bit Mpolint sei es, 'den, das deutsche d der Gegenwatt is deutschem Blut zu ebnen. Was urpalitischem Ge- B die Kunst dem iesunden Ausdruck eister Lorth sprach amen aller seiner em Sinne ablegte, r und das hoch« ß der Feier. 3M E 8 Tt ,S •! sS ti p 2 | &*— s« ss 3 m O «O «e- ■ ss sJ Ä«B1 Eso^ 8 ^N 3 S’O^.S SO — « CQ. 2=6 s-«ft u®5 _.=>»£ Sb OP " g^a s = 9 2 Z s ■Ä« ^tttrum-:» bnd "reibe?>°i. !Qnben jmto° sind lerer *’"? ^mp, ien o3j»n. Die SÄ S°K kennen bie g’ U"ler (Ä *« in? bem °>tea 1 nni9em Danke- f’5 Deutscher zu tz-°uch in den >! Sei QP, * bu nn ste ea ML „7l und Land n^-Enächtt« ,^°ch viele ^It nschaft. Itf/eafer. (9^«o ■3 = 2 ”*e, ”5 6?(9§55 K S 3» 22 «ft E w ® s ^Z^sI-ZA H^ZSSZZ (9-s = 8 <= o g — 0—4 — S^i. oüe 5 = Z E 3 e E «5 tt 3 O «H X — — 3 Z®So 8 = § 5®ä~=5.5 B » 5s!®"äB"®ä ^282?2T«^N — S ZvO-** ** i:s NLK »SS Z^^8S KZ ä« s -S55 egt §s£ m S 3 *8- 3 o^ 3 m 3» S 3 g «ft^r. Ee 1-*U- EZ o =^N ^SK 2 « ® = s e =. «eg® -'«» NGL.LZA 51« sN E E^e AZ 5® 3Sg« Oö2« !§ = g ‘»^’ti--= §«§18 L 2 (9 L «® O :c p e ® SJo Z «8 =€ e oWo P 3 N- -S® -u 2.s“:E S'SS-^S s «-g «X « o 5 SoW^ So « p^ ,te — —u_:3 .-Ä^.Ejg'ÄgßB®»*«« = 8 iq-S'0 3-= « o 3 _ S*—Kdi o So SiKKZ-Z-LZZTZZ (9 3 4J ■— ne, 2 eo O « . — =:« o es*s« Z Z(9 L 3^2 B » 3 3 O^-5na SSE 5 5S 55 :5^w E1 5,s e «‘Sä 8«ft.-® $|2 na Sw N-HSZ 2 3 3®«.: ZA= S ä|ss = m *■* o S ----*-* d> o g o C) Ss-.gS^i i» « 5 5." 5 -M- >- 2 = J s5S«; 3 lp. «™* 3 — o 2 4, o -^ZDZ«5-0 2" e = 8 o 3 ’ti ©2 S-» « *3 ° ZRZ - EL S«a^ aß 2 orn(9ssN 2 = S (9 •5. N nj, «» S 2 2 S 2 S s 2 £ 5 £ E «ft Oft E S 55 E Sl= E^ .o S 3 c s E g 3 5 o a 65 «ft 01, « -xL) s - .E E ä<2 - — So « o 3£h 55 EX rtW § Q«® p»wg 3 OÄ o lo^S®. =e Oft SW § 3 ggS 2 «§> g«8«? 2 g”(9 §Jc>. o £ trftattele üblichen ^neI Sen! flbrü|1 mittag dem 'B Sitzung Staats! die Der öl erld)«11 5onn,fl9 ßrliagr" Eietzene' Heimat' Mono Dl)”«/ 3"tf Auch 1 von er iafolg' »nker^ n** , P#l Paris, R habe uni aebnis ei habe dar arn geir hingen Haupts langen i in der Gleich für Le« in zs Einig erzielen 1. Allg 2. Defi 3. Sion l $en cheei der 5. die Dul 6 Boni 7. bie , ftung. 8. bit K Tit Ern nach Dunth: 1. biet 2. bie ( tiliei 3. die 3er 4. Va 5. her 6. Sai oen fiinfid fwftänbei ßch beuil oentio ftörung 1 berechtigt vnbere Könne oierjä deren er zeichnet c dige 2Ibi Kontra sollen bie rüftung fyriobe I p6es Sc, w von if «brüstui ^nterz« Jmehmen weknililh Vs ®?fhn Wahres Engten, । ^chnilche N fomr 9,e n an. Me QUntn h? ^au Äonen, Nchert. nm Hht Hanp tinjubt ftaafsjei ®runö i Delegier tollen, 2 »en pt £«9 mi