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SWR 44173 28405 123332 186539 237805 281813 310847 335222 358132 374118 392715 208980 249760 295730 311185 340168 360844 374512 396251 215423 259597 305149 316563 352257 371227 385089 213662 254011 300214 316653 342897 365016 378483 -1 "52113 1 1817 1123'8 1852 133a69 5078 15608a 1968 2078,3 7747 )771 3459 3872 5930 3364 1060 uni ® M», 38 y )> U fli) 260 jU r ..y| an ^'ZSSiUl-400 ^____ ra 50000 64881 !10000 A- 325463 e tu 5000 331111 , tu 3000 ®. 11628 37612 14 241605 323365 itSU&S {28 237840 253155 253956 259625 -UMSZ SHK»» 1295 293321 31133 gg4?0 3969-6 ‘•Wi 64 ® ÄZ Jis a.m Atlk jlehtran? 1 rnt 5 o. 5). 58.33 ä,93 13,20 16>. 168. 21,98 66.« 47.95 12.« 3,047 169.03 66,48 59.14 68,28 13,23 0,928 2.9« 58,4 22.1 16,43- 81.0 35.04 0,774 0,241 5,29- 12-71 48.05 12.44 3,053 169-41 66.72 59,31 68.« 13F 0,932 2,923 58.61 22,14 16-469 81 16 35.« 81.73 0.77 0,243 5,305 12,73 "W 58,57 59,18 13.26 16.445 169.M 22.0$ 66.68 offi..... , -le"..... ............ ->1kN -■■',„ -le'"",... ,Ä «'S 66,62 59.26 68.42 13-27 0,932 2,908 58,61 22-15 16 475 81.13 35-12 81 78 0.776 0.243 5.3»- 12-73 Nr. 2U Erstes Blatt 185. Jahrgang Samstag, 9. September 1935 (6r|ide zusugten, als das Mtdereilum Zeit, erzog der Derein seine Mit- t den Treibjagden auf Rehwild eine . le Handlung zu erblicken. Eine grö- Mitglieder schloß sich zu Hegeringen in der Praxis der Forderung „Dem üijrf bie finget' geregt würben und ßiger Tätigten einzig unb allein bet bau unferer einfyeimiltyn Rehbe- nken ift. Co tonnte der Herein ehreren Jahren als einziaer hei- i dazu übergehea, MthVu- im des AusWGs den rauhen > Schalenwild zu verbieten.. Durch wie auch durch stetige Ausklärungs- gleit in der Tages- und Jaadpreife ,n Zeitschriften des Natur, und Tier- r für die unbedingte Anerkennung nes gekämpft, weil er in feiner Ser- ttebsschaden der hessischen Jatz sah. Kauf qenommen, daß dieser Komps chen Ngerkreifen sehr „unpopulär 3 auch nicht dadurch irre machen )ße Zägeroxganisalionen ihm bis v nterstühung versagten. Um t» , ,r h»r Iundesgenchnichost der vor MZO &X ",krlum sdruck verliehen- , ^t der Her< ’ ®eP T !N eine 10. Dem"" te Richter ^JKpt.mbet> MS Schiehwesens. w , g. StP1- L $funö11l£,lO (fier Londbutter. g ^4 M 1 (grün) sw UsKK 4*7'15 bl» OrE" z75, WU-' fahrt vom 14. September 0 Uhr bis 19. September 12 Uhr, zur Rückfahrt vom 14. September 12 Uhr bis zum 19. September 24 Uhr. Bis zu dem letzt- fienannten Zeitpunkt muß die Rückfahrt angetreten ein. DKW -Sonderschau in Gießen. Die Firma Krahn & C 0. veranstaltet am morgigen Sonntag, 11., und am Montag, 12. September, in der Frankfurter Straße 82 eine Ausstellung der verschiedensten DKW.-Waaen, die viele Geschäftsleute und Einwohner unserer Stadt interessieren dürfte. Auf die heutige Anzeige sei besonders aufmerksam gemacht. ** Parade der 10 000 Zinnsoldaten. In unendlich mühevoller Kleinarbeit und mit viel Sorgfalt hat Herr Hannawacker, ein Gießener Bürger, neben seiner beruflichen Tätigkeit ein Heer von nicht weniger als 10 000 Zinnsoldaten hergestellt. Mit großer Liebe zur Sache goß er die Soldaten vieler deutscher Regimenter und bemalte sie nach sorgfältigem Studium der Uniformen fo, daß sie von jedem, der einigermaßen über das deutsche Heer der Vorkriegszeit Bescheid weiß, nach ihrem Truppenteil und nach ihrem Regiment erkannt werden können. Daneben hat der Aussteller auch ein Kampfgelände geschaffen und dieses mit dem verschiedensten Kriegsmaterial in Miniaturausgabe ungefüllt. Auch ein Aufmarsch der SA und SS., der Mvtvrstasfeln, ferner Marinetruppen, Kolonial- truppen, eine flottenparabe und was sich sonst alles aus Zinn in geschnittenen Formen verfertigen läßt, ist ausgestellt. Das Modell eines Torpedobootes hat Herr Hannawacker ebenfalls selbst gebaut. Wer sich für das Heer der Zinnsoldaten interessiert, möge nicht versäumen, die Ausstellung in den Palast-Lichtspielen zu besuchen. ** Vorübergehende Einstellung des Groß-Senders Mühlacker Der Großsender Mühlacker, der einen völligen Umbau, sowie eine Verstärkung der Sendeleistung auf 100 Kilowatt und Umstellung auf die Münchener Welle 563 kHz. erfährt, muß im Laufe der Heröstmonate für einige Zeit teilweise bzw. völlig außer Betrieb ge- gesetzt werden. Die völlige Außerbetriebsetzung dauert vorn 20. Oktober bis 1. Dezember. In der Zeit vom 15. September bis 19 Oktober wird der Betrieb nur zeitweise eingestellt und zwar so, daß er vom 15. bis 30. September von 16 Uhr ab und vorn 1. bis 19. Oktober von 17.30 Uhr ab in der bisherigen Weise sendet. In den Zeiten, in denen der Großrundfundsender nicht arbeiten kann, wird der frühere Stuttgarter Sender mit einer Leistung von 1,5 Kilowatt auf der jetzigen Welle von Mühlacker die Sendungen übernehmen. ** „Der Tag des Pferdes" im Rundfunk. Der Südwestdeutsche Rundfunk hat eine besondere Reportage vom Turnierplatz in Darmstadt anläßlich des „Tages des Pferdes" anbe- räumt, und zwar die Reportage „Der Bauer und fein Pferd". Die Übertragung findet in der Zeit von 14. bis 15 Uhr für die Dauer einer halben Stunde statt. In diesen Tagen kann die Handels- u.1 d G e ro e r b e b a n t e. G. m. b. H. in Gießen auf ein 75jähriges Bestehen zurückolicken. Sie zählt zu den ältesten Kreditgenossenschaften in Deutschland und genießt großes Ansehen sowohl im Deutschen Genossenschastsverband, dem sie ange- schlossen ist, als auch in den Kreisen, die sie geschift- lich betreut. Für das Wirtschaftsleben unserer Stadt und ganz besonders für die mittelständische Wirtschaft ift sie Im Laufe der Jahrzehnte ein beachtlicher Faktor geworden. Bei der engen Verbundenheit des Instituts mit der Stadt Gießen und ihrem Wirtschaftsleben lohnt daher ein kurzer Rückblick auf die Entwicklung der Bank in den vergangenen 75 Jahren. Als in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts durch die vorausgegangenen Mißernten, die unge- nügenben Verkehrsmittel und die nach den politischen Wirren des Jahres 1848 eingetretene Reaktion Handel, Industrie und Gewerbe darniederlagen und unseren wirtschaftlichen Verhältnissen vollständiger Ruin drohte, war man besorgt und bestrebt, zur Besserung der Verhältnisse Hilfsquellen zu suchen, die die Bevölkerung vor drohender Verarmung und Not zu schützen geeignet schienen. In dieser traurigen und schwierigen Zeit drang die Kunde von den durch Schulze-Delitzsch ins Leben gerufenen genos- senschastlichen Bestrebungen durch das Land, und auch in unserer Stadt fanden sich Männer, die Verständnis für die Lehren Schulze-Delitzschs hatten und bereit waren, der genossenschaftlichen Idee näherzutreten. Bereits in dem „Anzeigeblatt für die Stadt und den Kreis Gießen" vom 10. Februar 1858 erschien im Auftrage des Ausschusses des Gewerbe- Vereins Gießen, von Professor Zamminer versaht, ein längerer Artikel, überschrieben „Einige Worte über Handwerker - Vorschuß- Vereine", in dem der Zweck und Nutzen solcher Vereine hervorgehoben und insbesondere auch auf die Erfolge hingewiesen wurde, die die wenigen bereits bestehenden Vorschußkassen in einigen anderen Städten zu verzeichnen hatten. Der Verfasser, der damals Vorstandsmitglied des Gewerbevereins war, sagt am Schlüsse seines Artikels, daß er demnächst in einem öffentlichen Vortrag noch nähere Erläuterungen über die Einrichtung von Handwer- ker-Vorschußkasfen zu geben gedenke. Er werde hauptsächlich aus den Statuten solcher Vereine berichten, die sich bereits eines anerkannten glücklichen Gedeihens erfreuten. Schon im „Anzeiger" von 3. März 1858 wurde für den 8. März 1858 in den Rathaussaal zu einer Vorbesprechung über die Gründung eines Handwerker-Vorschuß-Vereins ein» geladen. Unterzeichnet war diese Einladung: „Der Vorstand und Ausschuß des Gewerbevereins". Es wurde sodann eine Kommission gewählt, die die Vorarbeiten zur Gründung eines Vorschuß- Vereins für Handwerker in die Wege leitete. Interessant sind einige Bealeitworte, die dem ersten Statutenentwurf beigefügt find. Es heißt dort: „Wer die Vorteile kennt, welche dem Großhandel aus dem leichten Beschaffen von Geldmitteln durch den Bankverkehr erwachsen, kann nicht zweifeln, daß diese, in das Kleingewerbe bineingetragen, doppelt segensreich an dieser Stelle wirken müssen. Der Wert der meisten Handwerkerprodukte bildet sich zum größten Teil aus dem Arbeitslohn, während das verwendete Material den geringeren Wert- anteil darstellt, so daß in vielen Fällen der Arbeitslohn mehr wie 75 0. H., das Material kaum 25 0. H. des Verkaufswertes eines Gegenstandes bilden. Es können somit durch wenige Gulden, welche zur rechten Zeit parat sind, Summen erarbeitet werden, deren Entbehrung die Familie des Entbehrenden der Not preisgibt, ihn selbst und sein häusliches Glück dec Unzufriedenheit und ihren traurigen löefferouer Obstmarki in Buhbach. Wie aus der Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil hervorgeht, beginnt der Obftmartt der Wetterau in Butzbach am 14. September. Der Markt findet täglich zwischen 16 unb 1 8 Uhr statt, und zwar in der Markthalle auf dem Viehmarktplak in Butzbach Da der Markt in einem unserer besten Obstbaugebiete stattfindet, ist mit einer starken Belieferung dieses Marktes zu rechnen. Vor allem werden, ent- sprechend dem hiesigen Obstanbau, Zwetschen, zlepfel und Birnen auf den Markt gebracht werden. Die Ware wird direkt auf den Markt kommen und dort gegen Barzahlung verkauft. Verkauf nach Mu- ftern oder Proben findet nicht statt. Die Verwiegung findet durch den amtlichen Wiegemeister statt. Dem Verkäufer wird eine Bescheinigung über das Gewicht ausgehändigt. Bei der großen Bedeutung des deutschen Obstbaues und angesichts der Bestrebungen der Reichs- regierung, dem deutschen Ob t seinen Platz auf dem deutschen Markt zu sichern, ist die Errichtung dieses neuen Obstmarktes zu begrüßen, und es ist zu hoffen, daß er sich sowohl für den Obstzüchter, wie auch für den Handel in vollem Umfang auswirkt. Je mehr für sorgfältige Auswahl und für vorteilhafte Verpackung des Obstes nach Sorten und Qualität gesorgt wird, um so mehr wird auch das deutsche Obst von dem Verbraucher geschätzt und verlangt werden. Auch auf diesem Wege wird der Markt fortbildend und richtungweisend seinen Einfluß geltend machen. Üfliiö.rc.e Mi tjen • Wieseck, 8. Sept. Heute wurde hier ein Einwohner fe ft genommen, der in seinen Steuerungen gegen das nationaleDeutsch- land der Gendarmerie Anlaß zum Eingreifen gab. Er wurde nach Gießen gebracht, um dort der Staatsanwaltschaft vorgeführt zu werden. ch Aus dem Busecker Tal, 8. Sept. Nach einem selten erlebten Tiefstand vor einigen Wochen haben jetzt die Schweinepreise stark an- gezogen. Gegenwärtig bezahlen die einheimischen Metzger und Händler je nach Gewicht und Qualität 40 bis 42 Pf. pro Pfund Lebendgewicht. Entsprechend sind auch die Ferkelpreise im Steigen begriffen. 6 bis 7 Wochen alte Tiere gelten 13 bis 15 Mk., 7- bis 8wöchige Jungtiere 15 bis 17 Mk, ältere Jungtiere und Läufer als Einlegeschweine je nach Entwicklung und Gewicht entsprechend mehr. * Lang-Göns, 9. Sept. Im Laufe des gestrigen Tages wurde ein hiesiger Einwohner von der Gendarmerie fest genommen und nach Gießen gebracht, um dort wegen Bekundung anti» nationaler Gesinnung dem Richter vorge- führt zu werden. * Steinheim, 8. Sept. In der jüngsten Sitzung beschäftigte sich bei Gemeinderat mit der Frage der arbeitsbefdjaffung innerhalb der Gemeinde. Es wurde einstimmig beschlossen, sofort mit dem Bau der Wasserleitung zu beginnen und dafür den Reichszuschuß in Anspruch zu nehmen. ttrcis Schotten. X. Sch 0 tten , 8. Sept. Das Arbeitsdienst, lager Schotten befindet sich jetzt schon über sieben Monate in unserer Stadt, und sein Bestehen wird h^r mit Freude begrüßt. Die Arbeitsdienstwilligen haben für die Stabt unb bie benachbarten Gemeinden schon eine Reche wertvoller Arbeiten, [Vermietungen | Schöne 2 Zimmer m. Wohnküche, Bad k. einaer. werd., m. od. ohne Garage z. verm. Schr. Ang. u. 05302 a. d. G. A. l-2möbl.3immer m. voll. Pens., mo- natl. s. 60 Jt a. vm. Schrift!. Ang. unt. 05275 a. d. G. A. (Erdgesch.), in ruh. Lage zum 1.10. od. später zu vermieten. Schristl. Ang. unt. 05305 a. d. G. A. Schöne, sonnige 6-Zimm.Woimg. ab 1. Olt. z. verm. Schrift!. Ang. unt. 05284 a. d. G. A. Sonnige 2-Zimmerwotinung in gutem Hause, beste Lage, an einzelne Dame sofort zu vermieten. Schriftl. Ang. unt. 5592 D a. d. G. A. 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WeiiW« leiffung wirft gewertet! der einzelnen Schulen hallen ftd) die Aemier der Zeitnehmer und ir Starter und Zielrichter zur Der- • Die Organisation ließ nichts zu mb noch im Lause des Vormittag; mäßig bie Kämpfe zu Ende ge« uß der UBetttämpfe bilbele bie 'get-Berfünbigang, ebeling oorgenommen wurde. Fache wies der Redner aus den apie hm, brr nicht baxin beW, , GinMrn chrransMrllrn, bie oxtimeit bas (Ent^tibenbe. Die t LriMg bes Einzelnen, die bis- Mieten der Leibesübungen immer teinunq getreten sei, habe nur die n unserem Vaterland heroorgeruscn, ren" gezüchtet worben, roährenb her lachlässigt mürbe. Der Nattonalsozia. ier zu einer neuen Idee verholsen labe auch eine Umstellung m der -ndwettkämpse erfolgen mu em Der JBWftäWX t Landesjugendmettkampfen bie iten und verlas sodann die Sie ckgebniffe: [. i. Pestalozzischule Ib Symnasiuin IV lere1 24 rfÄÄ15 iWranflti?e lb,l 23 Punklel ’ 1. Oberrealschule v t. Mule la 23 ?■ L . 4 Qe^entUd)« mnafuun OJ \ llt fi«- 10 *■’ Mädchen. Punkte, 1. 6**3 " « " 9 13 — i: ■' 11 tnut entschiede",ß Punltel tQltH 4 Stubien* 5i6. Reichst 7 gemein,-"" 9' uch bei t-Ä** einen aus 100-Äeter-Lauf, Weitsprung, Hochsprung und Kugelstoßen bestehenden Dierkampf austragt. Die Altersklasse über 32 Jahre tritt ebenso zu einem Bierkampf (50-Meter-Lauf, Stabhochsprung, Weitiprung und Keulenwurf) an. Die Leitung liegt in den Händen des Kreisführers Dau per t (Wie- seck) und des Kreisturnwcvts Wagner (Lollar). Die Kämpfe versprechen interessant zu werden. Lor allen Dingen in den Klassen für Aktive und der Jugendklasse 16 bis 18 Jahre sind hartnäckige und spannende Kämpfe zu erwarten. In der A tiv^lasse sind zu nennen: Sroßhaus (Lollar), Ruhl (Beuern) Will (Ruttershausen), Speier (Oden- Hausen) Ä e p l e r R-, und Wilhelm (Kinzenbach). In der Jugendklasse sind es Klinket (Lollar), Keil (Beuern) und S ch m i d t (Kinzenbach), die die Chancen für die ersten Plätze besitzen, während bei der Jugendklasse (14 bis 16 Jahre) keine Spitzenkönner heroorragen. Die Veranstaltung beginnt bereits am heutigen Samstag mit einem Kommers und bringt am Sonntag die turnerischen Wettbewerbe. Der Ausrichter der Veranstaltung, der T v. Salzböden, verbindet gleichzeitig sein 25jähriges Bestehen mit dem Fest. Gauparteitag Hessen-Nassau. Frankfurt a.M., 8. Sept. (W2N.) Nach Mitteilung des Gau-Presseamts bietet der Stand der Dorbereitungsarbeilen zum Gau-Parteitag Hessen-Nassau schon jetzt die Gewähr dafür, daß allen, die nicht mit in Nürnberg sein konnten, am 2 3. und 2 4. September in Frankfurt am Main und am Niederwalddenkmal ein würdiger Ersatz geboten wird. Der Reichskanzler wird der Bevölkerung Hessen-Nassaus die Ehre und Freude bereiten, persönlich anwesend zu sein. Daneben werden weiter bekannte Persönlichkeiten des politischen und wirtschaftlichen Neubaues an diesem Ehrentag des Gaues Hessen-Nassau teilnehmen. Die Gauleitung hat allen Nationalsozialisten der „alten Garde" des Frontabschnittes Hessen-Nassau Einladungen zu diesem Tag zugehen lassen, um diesen verdienten Parteigenossen eine besondere Ehrung zu erweisen. Wo einstiae Mitkämpfer der ehemaligen Gaue Nessen-Nassau-Süd und Hessen-Darmstadt noch keine Einladung erhielten, erwartet die Gauleitung in Frankfurt a. M., Gutleutslraße 8 bis 12 (Adjutantur), ihre umgehende Meldung. Die Gesamtleitung der Vorbereitungsarbeiten liegt in den Händen des beim Nürnberger Groß» oufrnarsch bewährten Gau-Organisationsleiters Hessen-Nassau Pg. Fritz Wehner. Gauleiter Sprenge r selbst nimmt starken Anteil, so daß die große Veranstaltung in erster Linie einen seiner persönlichen Initiative entsprechenden Charakter tragen wird, wie es schon zum Ausdruck kommt in dem Leitsatz des Gautages: „Für Arbeit und Frieden". Amtsgericht Giessen. Eine Hausangestellte aus Müllnau verbrachte eine Nacht in einem hiesigen Gartenhaus. Von da aus bemerkte sie, wie ein Mann im 'Vorderhaus aufschloß, bann den Schlüssel aus eine daneben befindliche Fensterbrüstung leate. Die Angestellte nahm den Schlüssel und verschaffte sich damit Eingang in die Wohnung, wo sie ein Portemonnaie und Kleidungsstücke entwendete. Dann setzte die Landstreicherin ihr Treiben fort, indem sie aus einem anderen Haus, wo sie angeblich auch schlafen wollte, eine Tischdecke an sich brachte. Der Vertreter der Anklage beantragte gemäß den Vorschriften der §§ 242, 243, Z. 7, ein Jahr neun Monate Gefängnis. Das Gericht erkannte auf ein Jahr zwei Monate Gefängnis. Große Strafkammer Gießen. Zwei Versicherungsagenten aus Frankfurt besuchten Altversicherte, denen eine Aufwertung der Darmstädter Rentenbank zustand, und spiegelten ihnen vor, daß ihnen die Auswertung nicht oder erst später ausgezahlt werde. Sollten sie aber bei ihnen eine Versicherung eingehen, so werde den Versicherten ein Teil der Aufwertung angerechnet, der Rest ausgezahlt. In der Hauptverhandlung stellte sich heraus, daß die Aufwertungssorderun- gen ausgezahlt wurden. Die Angeklagten ließen aber die Versicherten über die Versicherungsdauer im Zweifel, und es ergab sich, daß die Leute für 15 Jahre versichert waren. Dem einen Angeklagten wurden noch zwei schwere Urkundenfälschunaen zur Last gelegt, die darin bestanden, daß er Versiche- rungssormulare fälschte. Der Staatsanwalt beantragte gegen einen der Angeklagten wegen Betrugs in Tateinheit einer schweren Urkundenfälschung zwei Wochen Gefängnis und 50 Mark Geldstrafe. Das Urteil lautete entsprechend dem Antrag des Staatsanwalts. Gegen den anderen Angeklagten wurde das Verfahren abgetrennt, da dieser in der Hauptverhandlung nicht erschien. Außerdem hatte sich das Gericht mit einem hiesigen Einwohner, G 0 dglück, zu beschäftigen, dem die Anklage ein Verbrechen gegen § 173 StGB. ,3um Borwurf machte. Der Angeklagte hatte sich an minderjährigen Kindern unter 14 Jahren unsittlich vergangen. Die Beweisaufnahme ergab eindeutig bie Schulb des Angeklagten. Das Gericht verurteilte ihn zu 2'ft Jahren Zuchthaus unb 5 Jahren Ehrverlust. Kleine Strafkammer Gießen. Der mehrmals vorbestrafte, in Schlitz wohnhafte Landwirt H. K. erging sich gegenüber einem mit der Pfändung beauftragten Steueraffiftenten und einem diesen beigegebenen Feldfchützen in Tätlichkeiten und Beschimpfungen gröbster Art. Das Amtsgericht verurteilte ihn zu drei Wochen Gefängnis und xur Tragung der Berfahrenskosten. Gegen dieses Urteil legten Amtsanwalt und Angeklagter Berufung ein. In der heutigen Hauptoerhandlung ergab sich nichts für die Unschuld des Angeklagten. Der Staatsanwalt beantragte, bie Berufung als unbegrünbet zurückzuweisen unb den Angeklagten mit einer Gesamtstrafe von fünf Wochen Gefängnis zu belegen. Das Urteil lautete auf Zurückweisung der Berufung des Staatsanwalls unb bes Angeklagten. Im übrigen schloß sich bas Berufungsgericht dem Urteil der Dorinstanz an unb erkannte auf b re i Wochen Gefängnis unb Tragen ber Kosten bes Verfahrens. In einem weiteren Falle hatte sich bas Gericht mit einem Kaufman Ad. Sch. aus Chemnitz zu beschäftigen, ber wegen Betrugs unb Unterschlagung schon mehrmals vorbestraft ist unb dem bie Anklage zur Last legte, in der unverschämtesten Weise Vorstand und Beamte des Finanzamtes Lauterbach beleidigt zu haben. Wegen dieser Sache erhielt er einen Strafbefehl auf einen Monat Gefängnis. Gegen diesen Strafbefehl erhob er Einspruch, und das Amtsgericht in Lauterbach erkannte auf zwei Monate Gefängnis. Die heutige Berufungsverhandlung brachte nichts für die Unschuld des Angeklay- ten zu Tage. Der Staatsanwalt beantragte, die Berufung als unbegründet abzuweisen. Das Gericht erkannte gemäß diesem Antrag. Schließlich stand noch ein Fall wegen Betrugs und Unterschlagung zur Entscheidung. Dem Rechner des Spar- unb Darlehnskassenvereins K. B. in Maar würbe vorgeworfen, einmal einen Betrag von etwa 1600 Mark nicht orbnungsmäßig gebucht zu haben. In biefem Fall stellte ber Staatsanwalt Die Entfcheibung in das Ermessen des Gerichts. Zum anderen sollte der Angeklagte einem Nichtmitglied ein Darlehen von 500 Mark ohne Zustimmung des Aufsichtsrates gewährt haben. In diesem Falle beantragte der Vertreter der Anklage eine Geldstrafe von 50 Mark Hilfsweise 5 Tage Gefängnis. Das Urteil lautete auf Freisprechung, da die Beweisaufnahme im wesentlichen nichts für die Schuld des Angeklagten ergab. Im übrigen lebte der Angeklagte damals in sehr guten Vermögensverhältnissen, die ihm keinen Grund haben zu derartigen rechtswidrigen Handlungen. Die Kosten des Verfahrens fallen der Staatskasse zur Last. Rundfunkprogramm. Sonntag, 10. September. 6.15 Uhr von Bremen: Hafenkonzert. 8.15: Choralblafen. 8.30: Morgenfeier, veranstaltet von der Evangel. Landeskirche Frankfurt a. M. 9.30: Wart- burgfaal Saarbrücken: Stunde des Chorgejangs. 10.20: Natur- und Vogelschutz im Dritten Reich; Hörbericht von Wilhelm Platt und Sebastian Pfeiffer. 10.50: „Von Paul Ernst bis Hanns Iahst, die spielplanmäßige Ausgabe des Kulturtheaters"; Vortrag des Reichsdrainaturgen Dr. Reiner Schloesfer. 11.30: Von Leipzig: Reichssendung: Johann Sebastian Bach „Cs wartet alles auf dich*. 12: (Nut für Frankfurt) Mittagskonzert. 12; Marktplatz Hofgeismar (nur für Kassel). Platzkonzerts anläßlich des Festes der Deutschen Schule. 14.40: Stunde des Landes. 15.30: Stunde der Jugend. 16.30: Kurhaus Wiesbaden: Nachmittagskonzert 18: Automobil- Turnier Bad Neuenahr; Hörbericht. 18.25: Fröhliches Zwischenspiel. 19: Vom Deutschlandsenden „Stimme der Arbeit"; Gedicht von Ludwig Hedold. 19.50: Sportnachrichten. 20.05: Don der Funkstunde Berlin: Orchesterkonzert des Berliner Funk-Orchesters. 22: Zeitdienst. 22.45 bis 24: Nachtmusik. Montag. 11. September. 7.10 Uhr: Frühkonzert. 12: Nürnberg: Mittagskonzert. 14.20: Jeder hört zu! 15.20: Musikalischer Zeitvertreib. 16.30: Nachmittagskonzert. 18: „Ulrich von Hutten, ein deutscher Rebell"; von Dr. H Was- fenschmidt. 18.25: 3X5 Minuten. 19: Vom Deutschlandsender: Reichssenduna: Stunde ber Nation; Deutsche Burgen — deutsches Schicksal. 20: Rhein- Neber und Mosellieder. 21: Oberste Heeresleitung; Hörfolge. 21.40: „Max unb Maxl, ber ernste und der heitere Max Reger", Vortrag von Fritz Wolff« Hügel. 22.45 bis 24: Von Leipzig: Nachtmusik. Dienstag, 12. September. 7.10 Uhr: Bad Homburg: Frühkonzert. 12: Mit« tagskonzert. 14.20: Jeder hört zu! 15.20: Der Hausfrau zur Erholung. 16.30 Nachmittagskonzert. 17.30: Von Königsberg — Köln: Die Störche fliegen; Gemeinschafts-Hörbericht Königsberg — Köln. Vom Vogelzug. — Storch-Versuch der Vogelwarten Rossitten unb Essen. 18.25: „Eine Kurmainzische Bau- Subvention aus bem Jahre 1717, bie heute noch in Kraft ist." Ein Gespräch zwischen Oberfinanzrat Dr. Kratz, Darmftabt, Bürgermeister Bechtel, Viernheim (Hessen) unb Dr. L. Neundörfer, Darmftabt. 19: Von Leipzig: Stunbe ber Nation: Werke von Richarb Strauß. 20.05: Heibelberg: Friebrich Ber- gius. Ein beutscher Erfinber unb Entdecker; Hör- bericht aus seinem Prioatlaboratorium. 20.35: Konzert. 21.30: „Die deutsche Wandlung 1921—1933 in Den Augen eines Engländers." Vortrag von Rolf Gardiner; gelesen von Otto Rahn. 22: Deutscher Almanach. 22.45 bis 24: Von Leipzig: Nachtkonzert. (Schluß de» redaktionellen Teile.) Die Deutscher Lloyd, Lebensversicherungsbank AG., Leipzig, Geschäftsstelle Franksurt a. TL, hat am 1. b. TL in ber Friedrichstraße 14II eine Bezirksstelle eröffnet. Die Gesellschaft wirbt Kunden für ihr Sparsystem mit gleichzeitigem Versicherungsschutz nach bem Grundsatz „Spare burch Versicherung". 5601D Vollen Nutzen haben Sie, wenn Sie beim Waschen Persil kalt auflösen! 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September und 16* September 1933 Volkstümliche Darbietungen auf -em Marktplatz Ingenieurschule .Ilmenau in Thüringen. Maschinenbau und Elektrotechnik. Bergschenke Am Sonntag, dem 10. September 1933, nachmittags 4 Uhr und abends 8 Uhr: Großes Konzert! Ausgeführt von 40 Mann der Stadt Bürgergarde Weilburg unter Leitung von Herrn Kapellm. Hupfeld Heute Samstag 8s Uhr Premiere | mq M Sl i/4 des neuen Ufa-Groß-Films mit LlCin w IldlU Ser Ilern Regie: Alfred Zeisler, Der Schöpfer von „D-Zug 13 hat Verspätung“ und „Schuß im Morgengrauen" Weitere Hauptrollen: Peter Westermeier, Eduard Wesener zum erstenmal im Tonfilm, der aber dem Gießener Publikum noch vom Stadt- theaterl 929/31 in bester Erinnerung sein dürfte. Ossi Oswalda z Fr. Odemar z Oskar Sima Irh Beiprogramm: Sonntag, den 10. Sept., und Montag, den 11. September Kirmes in Annerod Es laden ein die Burschenschaft S57»P und Gastwirt Ph. Engelhardt Klein-Torpedo Die stabile vollwen. 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Ich überlegte, ob ich Dich damit belasten darf; doch wenn das Schlimmste, das nicht ausgeschlossen ist, eintreten sollte, würdest Du mir vielleicht sehr zürnen, daß ich Dir nichts darüber geschrieben —" Was war das? Magussi ließ erschrocken das Brief- blatt sinken, nicht wagend, weiter zu lesen. War der Papa plötzlich erkrankt? Oh, dann mußte sie sofort heim! Nein, der Papa war es nicht — aber Eduard! In schweren unregelmäßigen Schlägen klopfte ihr das Herz in der Brust, als sie weiterlas: „Ich schrieb Dir doch, liebes Kind, daß Papa und Eduard zur Jagd geladen waren, und dort ist das Unglück geschehen. Eduard ist durch eine verirrte Kugel oder einen ungeschickten Schützen, man weiß es nicht — schwer getroffen und durch einen großen Blutverlust aufs äußerste entkräftet, da man ihn erst lange nach dem Unglücksfall gefunden! Der Arzt erhofft von seiner gesunden Natur viel, ja alles! Er spricht von einer Blutübertragung, die gemacht werden muß! Papas Blut paßt aber nicht. Eduards Braut weist den Gedanken dieses Aderlasses mit Schrecken weit von sich. Als Krankenpflegerin war Thea auch nicht zu gebrauchen; sie regte Eduard durch ihr Weinen und Jammern so auf, daß Mama Weiser sie fortschickte." „Doch ich will Dir das Herz nicht weiter beschweren; denn Du brauchst Deine ganze Seelen« und Nervenkräfte für Deine Kunst —" Die Buchstaben verschwommen Magussi vor den Augen; sie konnte nicht weiter lesen. Jäh, wie sm Keulenschlag, hatte diese Nachricht sie getroffen. Eduard todkrank — am Sterben — vielleicht schon tot? Sie schrie laut auf im Uebermaß des Schmerzes. Eine unbeschreibliche Sehnsucht, ihn noch einmal zu sehen, erfaßte sie. Gleichviel, ob eine andere ein Anrecht an ihn hatte — nur einmal noch seine Hand drücken, in seine guten Augen sehen, nur einmal noch ein liebes Wort hören — sie vermeinte, nicht mehr leben zu können, wenn bas Schicksal ihr diese karge Gunst nicht gönnte! Im ersten Empfinden schickte sie ein Telegramm an die Mutter ab: „Eintreffe morgen, Mittwoch früh. Eduard auf mein Kommen oorbereiten." Sie war in dieser Woche nicht in der Oper beschäftigt, also würde sie leicht Urlaub bekommen. Als sie am Telephon von einer plötzlichen schweren Erkrankung in der Familie sprach, die ihre sofortige Anwesenheit zu Hause nötig mache, war man sehr entgegenkommend und bewilligte ihr gern den erbetenen Urlaub. Nun konnte sie nicht mehr zurück, auch wenn Furcht sie befiel, daß ihr Kommen nicht erwünscht sei! Das Mädchen packte ihr den Handkoffer mit der nötigsten Wäsche und Kleidung. Nun sie den Entschluß zur Reise gefaßt, ließ die ungeheure Spannung und Unruhe in ihrem Innern etwas nach. Wie langsam die Zeit doch schlich, bis sie am Abend endlich ihren Platz im Abteil innehatte! Mit einem tiefen Aufatmen drückte sie sich in die Polster. Hoffentlich konnte sie schlafen, daß die Gedanken sie nicht gar so quälten! Um den einen Punkt nur kreisten sie — um Eduard! In heißem Gebet verkrampfte sie die Hände, — „lieber Gott, lasse ihn leben! Lieber Gott, lasse ihn leben!" Mit aller Inbrunst, die ihre Kräfte förmlich aufgezehrt, erflehte, forderte sie es unaufhörlich. Jetzt wußte sie ja erst ganz, wie unbeschreiblich teuer ihr der Mann war, den sie dennoch, trotz ihrer großen Liebe, hatte aufgeben können — eines Phantoms wegen! Nein — ein Phantom war es doch nicht, — aber dennoch nicht das Höchste im Leben, wie sie gedacht! Ganz erfüllt war sie von dem Manne, der daheim vielleicht zwischen Leben und Sterben lag und nach ihr rief. Ja, nach ihr rief! Ganz deutlich fühlte sie es, wie seine Gedanken, seine Wünsche, seine Sehnsucht sie umkreisten. „Ich komme, ich komme! Hab nur noch ein wenig Geduld! Bald bin ich bei dir!", sagte sie laut und beschwörend vor sich hin. „Gott, fordere von mir, was du willst! Rur lasse ihn am Leben! Alles will ich für sein Leben hingeben — jedes Opfer, was verlangt wird — selbst — meine Kunst!" Wider Willen, aber einem übermächtigem Zwang gehorchend, rangen sich hie Worte aus ihrem Munde. Hatte sie es nur gedacht oder doch laut ausgesprochen — oder hatte es ihr eine andere gewaltige fremde Stimme zugerufen? Sie wußte es nicht, — aber gehört hatte sie es ganz deutlich! Und da — mit flammenden Buchstaben standen die drei Worte „selbst meine Kunst" mit einem Male an der ihr gegenüberliegenden Wand des Abteils! Sie starrte darauf, bis ihr die Augen brannten. „Selbst meine Kunst!" hauchte sie mit ersterbender Stimme. Forderte das Schicksal von ihr dieses Opfer für sein Leben? Matt sank ihr Kopf gegen das Polster. Die übergroße seelische Anstrengung hatte ihre ganzen Kräfte aufgesaugt, daß sie gänzlich erschöpft die Augen schloß. „Nicht sterben lassen, lieber (Sott! Hörst du?" Und jetzt konnte sie die primitiven Naturen begreifen, die den Heiligen ober den Göttern etwas versprechen und opfern, um einen heißen Wunsch erfüllt zu bekommen — begriff, daß sogar Menschenopfer gebracht wurden! Ach, gab es das nicht jetzt auch noch? Wurden jetzt nicht auch noch Opfer gebracht — tägliche Menschenopfer, wenn auch in anderer Form? Hatte sie sich selbst nicht soeben zum Opfer gebracht? Die Mutter war am Bahnhof; in dem fahlen Morgenlicht sah sie sehr blaß und angegriffen aus. „Mama!" Mit einem erstickten Aufschrei stürzte Magussi in deren Arme. „Wie geht es ihm?" Leise wie ein Hauch fiel diese Frage. „Sehr ernst!" lautete die gepreßte Erwiderung. „Hat man ihm gesagt, daß ich komme?" „Ich weiß nicht, ob man es schon getan hat! Dein gestriges Telegramm brachte ich gleich zu seiner Mutter; sie wünscht dich als ihren Gast zu haben! Papas wegen ist mir das sehr lieb, mein Kind!" „Ich verstehe, Mama! Wenn Papa mich sehen will, sagst du es mir, bitte! — Und Eduards Braut?" Leise und zögernd fiel diese Frage von ihren Lippen. „Sie ist bei ihren Eltern; fast täglich kommt sie. um sich nach seinem Befinden zu erkundigen; aber sie darf ihn vorläufig nicht sehen! Ihre Nerven waren am Lersagen —" „Dann ist sie keine Krankenpflegerin —" „Nein, Kind! Aber in diesem besonderen Fall: Wenn Eduard sprach, so war es nur immer das Verlangen nach dir! le konnte es nicht mehr er« tragen!" „Und Papa? — Was sagt er zu meinem Kommen?" „Nichts, Kind! Dennoch glaube und fühle ich, daß es ihn sehr überrascht und gefreut hot! Eduards Geschick geht ihm furchtbar nahe — mehr als alles, was ihn bisher getroffen!" Mit tränenverdunkelten Augen durchschritt Magussi den Borgarten der Weiserschen Villa, über dessen letzte blühende Blumen der Reif gestrichen, daß sie, zu Tode verwundet, die Kopfe hängen ließen. Und droben lag ein todwunder Mann. — Auf der Schwelle stand mit verhärmtem, überwachtem Gesicht Frau Weiser. In tiefer Bewegung zog sie Magussi an ihre Brust. Alles Trennende war vergessen! „Dank dir, mein Kind, daß du gekommen bist!" flüsterte sie, „er spricht ja nur von dir — in der Nacht hat er dich unaufhörlich gerufen." In der Nacht, da war es gewesen, daß sie mit Gott um ihn gerungen! Die Kraft ihrer Gedanken hatte ihn erreicht! Am Frühstückstisch saßen die drei Damen und der Generaldirektor. Magussi war kaum imstande, etwas zu genießen. Doch dem liebevollen Drängen der Mütter mußte sie nachgeben. Eine Tasse heißer starker Kaffee regte sie an, und sie aß ein Ei dazu. Dann sollte sie eine Stunde ruhen. Man wollte den Kranken erst auf ihre Anwesenheit vorbereiten, was man am Vorabend aus Furcht vor Erregung nicht getan. „Am besten ist es, der Arzt — wir haben unseren tüchtigen Sanitätsrat Doktor Fischer — sagt es ihm." „Vorher aber will i ch ihn sprechen! Doktor Fischer kennt mich doch sehr gut und weiß, daß ich voll, kommen gesund bin! Wenn er mein Blut für Eduard brauchen kann, so soll er soviel nehmen, wie er will!" sagte Magussi in schlichter Selbstverständlichkeit. IFortsetzung folgt.) Die neue tommuni unt> PnWry Qualität 5557 A Stoffspezialhaus llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll BERNARD Denken Sie an Ihre Gesundheit! Gießen Plockstraße 16 5595 A L Q/ESSEA/'/VUUäßUR G1C .... die richtige Unterkleidung ist es, welche Sie vor Erkältung schützt. Prüfen Sie darum rechtzeitig den Bestand und ergänzen Sie ihn nach Bedarf. 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Große ASZS.-Mndgebung in Msielcheim lerpHichligeWagen E. R. 441V, deutschen Volke. Heil Hitlerl Die Jugendherberge ist ein unentbehrliches Mittel, die deutsche Jugend wenigstens vorübergehend von der Großstadt zu erlösen. Sie soll darüber hinaus ein Symbolder Kameradschaft und des sozialistischen Geistes der jungen Deutschen sein. 3m Rahmen meiner plerne zur Zusammenfassung der Jugendarbeit im Sinne des neuen Staates beabsichtige ich, besonders die Jugendherbergen zu berücksichtigen, sie von Marxisten und anderen Staatsselnden zu säubern und sie so ihrer tieferen Bestimmung zuzuführen: h e i m st ä 11 e n zu sein der Treue des jungen Volkes zum heiligen Vaterland. Unterstützt die Jugendherbergen und 3hr helft mit am Aufbau des zukünftigen Staates! Baldur von Schirach Reichsjugendführer der RSDAP. en ist es jften nur bei einem ge- Fachmann zu kauten. >te deshalb zum ist es letts und Federn etwas nzulegen, denn das Beste Gebrauch das Billigste. Auf den Oder-Werken in Stettin lief Deutschlands größter Eisbrecher vom Stapel und wurde auf den Namen seiner Heimatstadt getauft. Das Schiss hat eine Länge von 51,8 m und eine Breite von 13,4 m. Denken zu machen und sie so über den Rahmen einer reinen Unterkunftsstätte hinauszuheben. Dazu bedarf sie der Hilfe jedes einzelnen. So beginnt am 10. September die große 3ugendherbergswerbewoche. die jeden Volksgenossen anruft, sein Scherflein ;um großen Derk beizusteuern. Stehe keiner abseits. Ihr helft damit der Jugend, für die Jugend, das sind eure Söhne und Töchter, zu sorgen. Damit aber auch eurer Zukunft, dem ken Um 15.30 Uhr begann der Aufmcirsch auf dem Werkgelände der Firma Opel. Kreisbetriebszellenobmann und Beitriebsratsoor- fitzender 21. Krause eröffnete die Kundgebung Im Süden Englands ist es infolge der großen Trockenheit zu schweren Heide- und Waldbranden gekommen, die beträchtlichen Schaden anrichteten. Das Feuer fraß sich mit großer Schnelligkeit weiter und bedrohte zeitweilig ganze Ortschaften, die nur durch Auswerfen von Schutzgräben gerettet werden konnten. — Unser Bild zeigt Helfer, die mit Gasmasken versehen sind, beim Eindämmen des Brandes. Die neue kommunistische Umwälzung auf Kuba hat die ausgedehnten Besitzungen amerikanischer Firmen und Privatpersonen in größte Gefahr gebracht. Amerika hat infolgedessen eine Flottille von 20 Schiffs- Einheiten nach Kuba gesandt, um die Belange seiner Bürger mit allen Mitteln wahrzunehmen. — Unser Bild stellt die Aufnahme einer früheren Flottendemonstration vor Havanna dar. der sich ) 5000 NSBO.- WSN. Rüsselsheim, 7. Sept. Rüsselsheim stand heute im Zeichen der NSBO. -Kund- 8ebung der Opelwerke, an der sich neben en 10 000 Mann der Belegschaft auch Kameraden aus dem Kreise Groß-Gerau beteilig- Reichsopfer- und Werbetaq. Aus der innigen Verbundenheit mit unserer deutschen heimal schöpfen wir immer aufs neue seelische Kräfte für den persönlichen und nationalen Daseinskampf. Die mit unvergänglichen Denkmälern der Ratur und Kunst gesegneten deutschen Gaue sind der wandernden Jugend eine unoersiegliche Quelle edelster Lebensfreude und dankbaren Stolzes. Der durch viel taufendjährige Geschichte geheiligte deutsche Boden sei ihr stete7Nahnung;ulehterhingabeand>e vaterländische Aufgabe. Das deutsche Jugendherbergswerk erfüllt eine wichtige Mission im Dienste der körperlichen und seelischen Erstarkung des deutschen Volkes. Möge unter dem gastlichen Dach der Jugendherbergen im neuen Reich deutsche Volksgemeinschaft zu neuem Leben erblühen! Dr. Frick. Reichsminisler des Innern. istft Jetten zu kaufen, die sehr hadhaft werden und über n sich nachher ärgert streich erfolgte der Abmarsch der Masten. Abends fand eine Beleuchtung der Fabrikgebäude statt. Schafft uns Jugendherbergen? Ja hat denn dieser Ruf heute noch seine Berechtigung? Stehen nicht in allen deutschen Gauen die schönsten Herbergen der wandernden Jugend offen ? Sind nicht herrliche Burgen, alte Klöster, Ruinen, selbst Schiffe und andere Räumlichkeiten umgebaut und für diese Zwecke eingerichtet worden? Hat man nicht prächtige Bauten errichtet an den landschaftlich ausgezeichnetsten Punkten Deutschlands, hat sie mit allem versehen, was diese Heimstätten der Jugend nach langen Märschen, schwierigen Fahrten durch die deutsche Heimat als ersehnter Ruhepunkt am Abend erscheinen läßt? In denen sie Erholung findet, sich für die nächsten Wandertage stärkt und vorbereitet? Die zeitweilig seine Heimatstätte bieten und als Ausgangspunkte für Erwanderung des umliegenden Gebietes dienen? Hat also dieserNuf noch seine Berechtigung? Ja. er hat feine Berechtigung! 4,3 Millionen Uebernachtungen sind im Jahre 1931 gezählt worden. Eine gewaltige Zahl. Doch was besagt sie im Verhältnis zur Riesenzahl der deutschen Jungens und Mädels, die, den Alltag von sich abschüttelnd, die deutsche Heimat und ihre Schönheiten erwandern und kennen lernen möchten? Gerade jetzt, wo man sich der Wanderbewegung ganz besonders annimmt, da gerade die nationalsoziali- stische Regierung es als eine ihrer Hauptaufgaben betrachtet, die deutsche Jugend zu heimatliebenden Menschen zu erziehen, wird die Entwicklung noch weiter aufwärts gehen und in den folgenden Jahren werden noch mehr Millionen junger Menschen Unterkunft in den Jugendherbergen suchen. Da heißt es vorgebaut! Die Hitlerjugend hat den Willen dazu. Der Reichsverband für deutsche Jugendherbergen steht unter ihrer Führung. Als Bewahrerin und Förderin dieses Gutes will die Hitlerjugend die vorhandenen Jugendherbergen weiter ausbauen und verbessern, in Gebieten, die bisher aus Mangel an Jugendherbergen von der Jugend wenig erschlossen wurden, neue Herbergen errichten. Die Hitlerjugend sieht in den Jugendherbergen nicht nur Stätten, an denen die Jugend aller Geistesrich- tungen und Stände und aus allen Lagern des Volkes in Geselligkeit, heiterem Spiel und frohem Natur- genießen zusammentrifft, Stätten, an denen jeder junge Mensch zu Einfachheit und Anspruchslosigkeit erzogen wird, sondern sie hat das ernste Bestreben, aus den Jugendherbergen bewußt Erziehungs- ftätten zu nationalem und sozialem Daten für Samstag, 9. September. 9 n. Ehr. (9. bis 11.): Schlacht im Teutoburger Wald: — 1737: der Naturforscher Luigi Galvani in Bologna geboren (gestorben 1798); — 1828: der russische Schriftsteller Graf Leo Tolstoi in Iasnaya Pol- jana geboren (gestorben 1910); — 1914: Ende der Marneschlacht. Taten für Lonntag, 1V. September. 1898: Ermordung der Kaiserin Elisabeth von Oesterreich in Genf (geboren 1837); — 1914: Sieg Hindenburgs an den Masurischen Seen; Schlacht an der Marne und bei Verdun (9. bis 11); — 1918: der Afrikaforscher und Kolonialpolitiker Karl Peters in Woltorf gestorben (geboren 1856). Sind Sie schon plahmieter im Stadllhealer Gießen? .. _ $ie zu finanzieren. Losung ,ur_^nkfurtitr.52 e.O|e8®n'2847 5579A aphon iKrtf** ld< (htrwW41* Uff'1* eim niö'^jLßrfolge- AerzÜ.Leit Am Sonntag findet in allen Gauen des Reiches das Fest der Deutschen Schule statt, an dem allein in Berlin 30 000 Schüler teilnehmen. — Unser Bild zeigt Berliner Schüler, die zur Hauptprobe in das Deutsche Stadion im Grünewald ziehen, wobei sie Schilder vorantragen, auf denen die Wahrzeichen alter deutscher Städte zu sehen sind. Gewaltige Seidebrände suchten Südengtand heim das Symbol der deutschen Arbeit, die nunmehr wieder zu Ehren gekommen sei durch die Idee des Nationalsozialismus Solange diese Fahnen flatterten, könne die Ehre des Arbeiters nicht verloren gehen. Dem Weiheakt schloß sich das Horst-Wessel- Lied an. Der Gaubetriebszellenleiter Kern (Darmstadt) gab einen kurzen Rückblick auf die Entwicklung der NSBO. der Opelwerke. Nach dem Großen Zapfenund legte ein Bekenntnis ab zu enger Gemeinschaftsarbeit zwischen den Arbeitern des Werkes und der Leitung. Für die Werksleitung sprach Dr. Fleischer, der besonders bairauf hinwies, daß der heutige Tag so wie der 1. Mai dazu beitragen würde, das Verhältnis zwischen Unternehmer und Arbeiter grundlegend zu ändern. Gaubetriebszellenleiter Becker (Frankfurt am Main), hielt sodann eine eindrucksvolle Ansprache. An den Anfang seiner Ausführungen stellte er ein Lied von Rainer Maria Rilke, in dem der Dichter bereits das große Geschehen, dessen Zeuge wir sein durften, vvrausgeahnt habe. In diesem Lied komme zum Ausdruck, was her Führer durchge- führt habe, nämlich die Verbundenheit des deutschen Arbeiters mit feinem Volke. Heute fei der 'Arbeiter wieder ein organisches Glied der Volksgemeinschaft. Auch der Unternehmer müsse dies erkennen, denn auch er könne nur unter Mitwirkung seiner Arbeiter den Platz behaupten, der ihm in der Wirtschaft zuerteilt ist. Anschließend weihte der Landesobmann der NSBO. P l a 11 n e r (Karlsruhe) elf Fahnen der NSBO. Diese Fahnen, so führte er u. a. aus, seien ifir 4 to. Bahnhofstraße 44 55M ABB- ÄÄ ihr. ^richt iab!urbUDD?timmen bist" Irlich gerufe^i" Lr ÄrsKrL 1 Wlet ‘öelbfhjerftänbli^eit^" l Fortsetzung folgt) HM ■ » wa rJBWkJ Mr den Büchertisch Hessische Geschichte nes Lindner. —y— MlnRariaMkemdRudolfG.Vmding verhalten sich zum „Stunden-Buch" ähnlich wie die trachtung, Briefreche (von der wir oben den vorläufig letzten Zeit und aus der Zeit Notwendige. denen einer wirklich geschrieben wurde, der andere nur erdacht ist, gehören innerlich zusammen und Wagen, der ! Mannschaften in ihren Trachten, rikers Prof. Dr. Fritz Ta eg er über das römische Germanien und die Reichspolitik (nach einem Vor- Geschichtsverein), die in die Gedichte. — Georg Trakl: Gesang des Abgeschiedenen. Gedichte. Im Insel-Verlag zu Leipzig. (Insel-Bücherei Nr. 436.) — 240. — Das schmale Bändchen, 55 Seiten umfassend, bewahrt die Erinnerung an einen früh dahingegangenen, begabten Dichter: den aus Salzburg stammenden, im Herbst 1914 als „Meüikamentenakzeisist" im Krakauer Militärlazarett verstorbenen Georg Trakl. Er ist nur 27 Jahre alt geworden. Sein literarischer Nachlaß war gering. Gleichwohl blieb er nicht ohne Einfluß auf die damals Jungen. Die Gedichte, Die hier vereinigt sind, scheinen uns eine Wende zu bezeichnen und den lyrischen Stil einer Uebergongszeit zu repräsentieren. Die Mehrzahl der Verse klingt ganz impressionistisch. Trakl reiht empfindsam und mit einer durch viele Beispiele zu belegenden Freude an Farbwerten Bild an Bild. Fast in allen Stücken gibt die Landschaft die motivische Anregung. Die Tonart ist ausgesprochen Moll-, eine für die österreichischen Dichter jener Vor- kriegszeit typische Schwermut, manchmal bis zur Melancholie verdüstert, bezeichnet die seelische Hal- hing, aus der diese Gedichte hervorgingen.^ Ueber einigen von ihnen (,Zn ein altes Stammbuch" z. B.) steht sehr sichtbar der erlauchte Name, der für die jäh und schmerzlich abbrechende Entwicklung Trakls entscheidend war: Hölderlin. Trotz diesen spürbaren Bindungen an eine große Vergangenheit kündet sich schon hier und da jene Auflockerung sowohl der seelischen Struktur als auch der äußeren Form an, die für den bald nach Trakls Tode groß werdenden neuen Kunststil so ungemein charakteristisch ist. Wer die lyrische Entwicklung bis in die jüngste Gegenwart hinein überschaut, für den wird ein Gedicht wie die „Romanze der Nacht" geradezu eine Ent- deckung bedeuten: von diesem vor 1914 entstandenen Nachtstück scheint uns eine ganz ungebrochene Linie zu zwei jüngeren Landsleuten von Georg Trakl zu führen, zu Richard Dillinger und Johan- Geschichte das Rückgrat der Gesamtdarstellung bildet, so sind doch jeweils auch die kulturhistorischen, kunstgeschichtlichen und volkskundlichen Zusammenhänge gebührend berücksichtigt. Eine knappe Ge- schichtstafel und ein ausführliches Verzeichnis der verarbeiteten Literatur helfen dem Buch, seine im Vorwort umschriebene Aufgabe in Schule und Haus nutzbringend und anregend zu erfüllen. — Mitteilungen des O b e r h e s s i s ch e n Geschichtsoereins. Neue Folge. 31. Band. Verlag von Alfred Töpelmann, Gießen 1933. — Der vorliegende 31. Band der Mitteilungen ist der Historischen Kommission für den Volksstaat Hessen und dem Verband der Hessischen Gesch chts- und Altertumsvereine zu ihren Tagungen am 24. und 25. Juni 1933 gewidmet. Er enthält als Leitartikel eine ausgezeichnete Arbeit des Gießener Althisto- — Hessische Heimatgeschichte. Von Heinrich Blum, Mittelschullehrer in Kassel. Zweite, durchgearbeitete und vermehrte Auflage unter Mitwirkung von Bruno Jacob. Volkswirt RDV. 160 Seiten. Kart. 3,60, Leinen 4,80 Mk. Im Bärenreiter-Verlag zu Kassel, 1933. — (289) — Das Buch, gewidmet der Jugend des Hessenlandes, „ist aus der Praris des Unterrichts an der Volks- und Mittelschule heroorgegangen und in erster Linie für die Schüler der genannten Schularten bestimmt. Der Verfasser hofft aber, daß es auch an den höheren Schulen Verwendung finden kann, zumal die bei den einzelnen Abschnitten angegebene Literatur auf eine weitere Vertiefung des Stoffes hinweist. Daneben bietet sich das Buch auch als Lektüre in unseren hessischen Familien an und will die Grundlage bilden für eine weitergehende Beschäftigung mit der interessanten Geschichte unserer Heimat". Die zweite Auflage bringt nicht unwesentliche Ergänzungen und Umarbeitungen. Der über eine riesige Zeitspanne im geschichtlichen Raum sich erstreckende Stoff verfolgt die Entwicklung in unserem engeren Heimatgebiet von der älteren Steinzeit bis in die jüngste Gegenwart hinein. Die Geschichte unseres Landes ist übersichtlich in ihre wichtigen Abschnitte gegliedert, die durch gute und instruktive Bildbeigaben belebte Darstellung ist knapp und klar. Die 15 Kapitel behandeln: die vorgeschichtlichen Grundlagen die für unser Gebiet besonders wichtige Römerzeit; das Eindringen des Christentums; die Kaiserzeit von Karl dem Großen bis Barbarossa; die Zeit der heiligen Elisabeth das Landgrafentum; hessische Klöster, Burgen und Städte; die Reformation im hessischen Raum; Hessen zur Zeit des Absolutismus Hessen unter französischer Fremdherrschift die Zeit der Verfassungskämpfe; Stadt und Land um die Mitte des vorigen Jahrhunderts; die Einverleibung Kurhessens in Preußen die Epoche der Reichsgründung: und den Weltkrieg und die Nachkriegszeit bis zur Errichtung einer neuen Volksgemeinschaft nach der nationalen Erhebung. Wenn auch naturgemäß die politische Entwicklung im Rahmen der allgemeinen deutschen trage im Oberhessiscken älteste Geschichte unseres Volkes zurückgreift. Ferner den ersten Teil der groß angelegten, auf sehr gründlichen Vorarbeiten beruhenden „Studien zur Territorialgeschichte der südlichen Wetterau" von phÜoiophte. — Othmar Spann, Professor an der Universität Wien, Philosophenspiegel, Die Hauptlehren der Philosophie begrifflich und lehrgeschichtlich dargestellt. Wissenschaft und Bildung Nr. 286/7, Verlag von Quelle & Meyer, Leipzig, 1933. 318 Seiten. Geb. 3,60 Mark. — (215.) — Dieses neue preiswerte Buch des bekannten Sozialwissenschaftlers bedeutet eine Art „Einführung" und besitzt aufgabegemäß eine stark anregende Kraft. Spann bezieht alle philosophischen Systeme auf eine Grundeinteilung in idealistische und empiristische Lehrgebäude. Das ist eine Typisierung unter vielen möglichen. Jede Typisierung birgt die Gefahr der Vergewaltigung tn sich. Außerdem taucht die Gefahr der Minderbewertung solcher Systeme auf, die nicht der einem selbst sympathischen Grundein- nober die nicht rein einem Typus entspre- ieser letzteren Gefahr ist Spann gründlich erlegen. So steckt er in die „Fehl- und Mischsysteme des Idealismus" Descartes, Spinoza, Berkeley, Schopenhauer und andere, ohne die Bedeutung dieser Männer recht zu ermessen. Speziell das Urteil über Descartes, den man vielfach überschätzt haben mag, dessen geistige und philosophische Kapa- zität aber doch über jeden Zweifel erhaben ist, ist grotesk: „In der Geschichte gibt es auch Verfall, Rückläufigkeit, Unholdentum. Und dahin gehört Descartes." Trotzdem (vielleicht auch wegen solcher origineller Urteile): das Buch ist lesenswert und aufs Beste geeignet, der Philosophie neue Jünger zu werben. Der Stll ist, wie immer bei Spann, klar und eindringlich. E. — Paul d e Lagarde: Schriften für Deutschland. (Kröners Taschenausgabe Band 110.) Leinen 2,70 Mk. Alfred Kröner Verlag, Leipzig. — 236. — Lagardes Schriften sind ein Vermächtnis von lebendigster Gegenwarts-Geltung für das neu« Deutschland. Erst heute liegt ihr großer national« und sozialpädagogischer Sinn klar am Tage. Erst heute, im Ringen um den neuen Staat und den völkisch gebundenen neuen Menschen, haben wir das Ohr für den Radikalismus der Idee und den Realismus der Tat dieses mächtigen Mahners. — Band anzeigten) zu Rilkes Gesamtwert: die beiden Briefe sind wiederum, obwohl ganz anders geartet und aus anderen Voraussetzungen entstanden, eine „Weise von Liebe und Tod"; sie zu kennen ist deshalb wichtig, weil Rilkes Verhältnis zu Gott und sein Gottesbegriff dem Bilde feiner Persönlichkeit wie seines Werkes sehr wesentliche Züge gaben, und weil sie, worauf der Herausgeber Carl Sieber hinweist, eine grundsätzliche Wandlung in Rilkes Anschauungen seit dem Stunden-Buch zum Ausdruck bringen. —y— — Rudolf G. Binding: Die Spiegelgespräche. 105 Seiten. Geb. 2,50 Mk. Rütten und Loening Verlag, Frankfurt a. M., 1933. — (248.) — Dies sind die überraschendsten und zugleich reizvollsten Gespräche, die jemals über eine so ernsthafte und geheimnisvolle Erscheinung, wie es das Spiegelbild des Menschen ist, geführt wurden. Vielleicht sind es auch die spannendsten Gespräche. Als ein wahrer Fund — nicht als vergänglicher Einfall — beginnen sie vom Leser Besitz zu ergreifen. Indem sie sich „vor dem Spiegel einer Frau abspielen, die damals noch jung war — jung und anmutig", wiederholen sie sich für jeden, der einmal von ihnen getroffen wird, so daß es wahr wird, was der Dichter von ihnen sagt: daß sie sich — Rainer Maria Rilke: Briese aus Öen Jahren 1907 bis 1914. Herausgegeben von Ruth Sieber-Rilke und Carl Sieber. 392 Seiten. Jrn Insel-Verlag zu Leipzig, 1933. — (208.) — Zu der wundervollen sechsbändigen Gesamtausgabe des Rilkescben Werkes bildet die (auch äußerlich dazu vassende) Reihe der Brief-Bände, von denen wir Die drei vorhergehenden früher bereits an dieser Stelle angexeigt haben, die überaus aufschlußreiche und das Gesamtbild entscheidend abrundende Ergänzung vom Menschlichen und ganz Persönlichen her. Wer den Dichter völlig kennen und begreifen will, muß diese Briefe lesen — neben und hinter dem unvergänglichen Werk. Der vorliegende Band umfaßt die letzten sieben Jahre vor dem Kriege und gibt ein vielfältig sich spiegelndes Bild des Menschen und des Künstlers Rilke im geistigen Austausch mit einem großen und erlesenen Kreise vertrauter und befreundeter Mehschen; wir nennen aus diesem Kreise etwa Lau Andreas- Salomch Georg Brandes, Carossa, Dauthendey, Deh» mel, Hellingrath, Heymel, Hofmannsthal, Clara Rilke, Freifrau von Nordeck zur Rabenau (mehrfache Beziehungen spielen nach Hessen), Helene von Nostitz, Rodin, Gräfin zu Solms-Laubach, Freiin Schenck zu Schweinsberg, Fürstin Thurn und Taxis, Regina UUmann. Das entscheidende innere Erlebnis Rilkes in dieser Zeit sammelt sich um den „Malte Laurids Bringe"; erst wer diese Briefe gelesen hat, wird die Aufzeichnungen in ihrer vollen Bedeutung für Rilkes Entwicklung begreifen. Darüber hinaus formt sich das innere Bild des Dichters aus taufend Beziehungen, Beobachtungen, Bemerkungen und Erlebnissen; wie aufschlußreich, um nur einiges herauszugreifen, sein Verhältnis zu Goethe, zu Kleist, zu Greco. Die innere Unruhe und Gespanntheit dieser Jahre findet ihren Ausdruck in dem auf der Zeittafel zu verfolgenden, nie ab- reißenden Unterwegsfein von Ort zu Ort, von Land zu Land. Und erschütternd, in allem Reichtum und aller Vielfalt ausstrahlender und Antwort gebender Beziehungen menschlich-freundschaftlicher Art, die immer wieder spürbare tiefste Einsamkeit des dichterischen Menschen mit sich selber und feinem, der letzten Reife und Vollendung sich zuneigenden Werk. —y— — Rainer Maria Rilke: Ueder Gott. Zwei Briese. 51 Seiten. Im Insel-Verlag zu Leip- zig, 1933. — (209.) — Diese beiden Briefe, von Franz Paul Mi ttermaier; die Arbeit geht auf eine Anregung von Prof Theodor Mayer, Gießen, zurück. Eine sehr interessante Untersuchung ist die auch Gießen und Butzbach berührende Abhandlung des verstorbenen Ehrenmitgliedes des Geschichtsvereins, Dr. Fr. Noa ck, über Landgraf Philipps Glaubenswechsel und Eheschließung 1693; ein angezogener Briefwechsel der Beteiligten macht die Darstellung ungemein lebendig. Den Schluß des Bandes bildet ein Bericht über die im Winter 1932 und 1933 im Oberhessischen Geschichtsoerein gehaltenen Vorträge: von Pfarrer Schulte über den Hüttenberg; von Professor Rolofs über Hessen im Jahre 1866; von Prof. Th. Mayer über die Wetterau in der älteren deutschen Geschichte und von Professor Ebel über die Anfänge der Stadt Gießen es ist seinerzeit in unseren Spalten darüber referiert worden. Zeitgeschichte. — Wilhelm Scheuermann: Woher kommt das Hakenkreuz? Kartoniert 1,80 Mark. 77 Seiten. RowohU, Berlin 1933 — (128.) — Eine interessante und gerade jetzt außerordent- lich aktuelle Untersuchung, die sicherlich schnell einen ausgedehnten Leserkreis gefunden haben wird. Der Verfasser weist eingangs darauf hin, daß es sich bei den Auseinandersetzungen über das Hakenkreuz erwiesen habe, daß von Tausenden kaum einer Bescheid wisse über seine Geschichte und Herkunft; .„aber auch, wer in den vorhandenen Büchern darnach forscht, kann aus keinem erfahren, wie es eigentlich entstanden ist". Die vorliegende verdienstliche Untersuchung hat sich zum Ziel gesetzt, die Frage zu klären, und untersucht das Problem unter kritischer Benutzung der einschlägigen Literatur und unter Hinweis auf die wichtigsten Theorien in dieser Angelegenheit. In einer Anzahl knapper Einzelkapitel wird der Stoff in seine wesentlichen Schichtungen zerlegt und übersichtlich vor dem Leser ausgebreitet. Das Kapitel über den natürlichen Ursprung des Hakenkreuzes konzentriert sich in dem Satz: „Woher also, um es kurz zu sagen, kommt nun wirklich und ursprünglich das Hakenkreuz? Es ist das Zeichen der Licht- und Feuerentzündung, wie es sich dem Urmenschen als eine überirdische Naturoffenbarung dargestellt hat". Von den übrigen Ausführungen scheinen uns die Abschnitte,, Das uralte Stammeswappen der Arier", „Museumsinventur", „Rasse und Sprache" und „Die abendländische Führerrasse" besonders aufschlußreich und lesenswert. Eine Reihe kulturgeschichtlich und kunsthistorisch wichtiger Abbildungen und eine lieber» sichtskarte Aur Verbreitung des Hakenkreuzes über i)ie Erde illustrieren die bemerkenswerte Untersuchung lebendig und anschaulich. — E. G. Kolbenheyer: „Die volksbio- lvgischen Grundlagen der Freiheits- Bewegung". Kartoniert 40 Pf. Verlag Albert Langen-Georg Müller, München. 1933. — In dieser Schrift stellt Kolbenheyer die deutsche Freiheits- baroegung in den umfassenden Zusammenhang einer großen europäischen Entwicklung. Kolbenheyer sieht in der Reformation den ersten deutlichen Schritt auf dem Wege der Lösung des biologisch jüngeren europäischen Nordens aus der überkommenen Hegemonie der mittelländischen Rassen. — Gottfried Benn, Der neue Staat und die Intellektuellen. 168 Seiten Oktav. Seinen 3,75 Mk., broschiert 2,50 Mk. Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart und Berlin. — (251.) — Gottfried Benn, seit 1932 Mitglied der Dichterakademie, Sproß einer alten brandenburgischen Theologenfamilie, legt hier ein Bekenntnis jum neuen Staat und seinen Zielen ab und begründet feinen „Schritt in das andere Lager" — das für . ihn teün „anderes" Lag.r war, sondern das ihm feit je gemäße. Hat die „Linke" ihn zu den Ihren gezählt so nur, weil sie die weltanschaulichen Grundlagen seiner literarischen Arbeiten übersah: in Walvcheit wurzelte er immer in dem gleichen Boden, in dem das erneuerte Deutschland in feinen letzten Tiefen wurzelt. Sein Bekenntnis zu ihm wird denjenigen unter den Angehörigen der deutschen Jvhelligenzgeschichten,» die schon seinen Weg gegangen sind, eine Bestätigung sein, denen jedoch, die abseits, stehen, ein Mahnruf zur Besinnung und zur Uebqryrüfung überlebter und überholter Anschauungen. Das Fe st der Arbeit. Der erste 1. Mai im nationalen Deutschland. Herausgegeben von Prof. Max B u r ch a r tz und Walter W i tz e l. Mit 38 großen Bildern. Erschienen in der Sammlung „Das Bildgut" als Band C 101. 1,30 Mk. Fredebeul 8- Koenen, Verlag, Essen. — (158.) — In zahlreichen großen Aufnahmen, in einem äußerst lebendigen Bericht zieht der denkwürdige erste Feiertag Der nationalen Arbeit an uns vorüber. Die Höhepunkte des Tages — die Feier der Jugend im Lustgarten, die Festzüge in den Städten, die Kundgebung auf dem Tempelhofer Feld, das Riesenfeuerwerk, die mitternächtliche Ansprache Görings — sind ebenso festgehalten wie alle die Einzelzüge, durch die -rft ein geschlossenes Erinnerungsbild entsteht: die Kinder, die bett Beginn des Tages nicht abwarten können und schon morgens im Bett ihre Fahnen schwenken, dxe festlich geschmückten Häuser und — Gedichte. Eine Anthologie junger Lyrik. Herausgegeben von Hanns Maria Braun. 192 Seiten. Im Heitz-Verlag, Leipzig, Straßburg, Zürich, 1933. — (264.) — Sinn und Aufgabe dieses ansehnlichen und gut ausgestatteten Bandes umschreibt das Nachwort des Herausgebers bescheiden mit folgenden Sätzen: „Der Inhalt des Buches entstand aus dem gestalteten Erleben: der Jugend, der Landschaft, der Gottheit, der Liebe. Es hat den Zweck, uns Mut zu machen und anderen Freude. Wenn das erfüllt ist, wurde viel getan. Und — tätig sein, müssen wir jungen Menschen Heute mehr denn je. Deshalb dieses Beginnen, dem durch Wollen und Ringen GüUiges folgen möge." Es sind hier oerfammelt mit einer Auslese aus ihren Versen 15 junge Lyriker; die meisten Namen werden auch dem Kenner der jüngsten Dichtung unbekannt sein; doch haben fast alle bereits hier und dort Einiges veröffentlicht Im Gesamteindruck scheint uns das Niveau dieser Sammlung nicht an die schon bekannter gewordenen Anthologien bei Ieß und bei Reclam heranzureichen; keinen unter den Fünfzehn könnte man herausheben über die übrigen — als eine Entdeckung — kraft einer ganz ursprünglichen und eigengeftaltigen Begabung, wie etwa aus früheren Sammlungen: Elisabeth ßanggäffer, Zer- natto ober Hüchel. Vieles erscheint sogar so schwach und unverbindlich, daß es, bei schärferer Auslese, hätte abgelehnt werden müssen. Gerade die Jüngsten müssen die härtesten Anforderungen an sich und ihresgleichen stellen. Im übrigen ist auch hier noch immer der Einfluß Rilkes vielfach spürbar; seltener, dafür aber betonter in der äußeren Erscheinung, die Ausstrahlung Georges. Allzuoft begegnet man freien Rhythmen, das ist, wie wir glauben, das Gefährlichste, "dem ein junger Lyriker verfallen kann; er fei denn Hölderlin. Einige der für unser Empfinden reifsten Leistungen: „Aus eine Totenmaske" von Emil Barth (der übrigens mit einer sehr ungleichen Auswahl vertreten ist); von Heiner E l l e r m a n n ..doch dies ist alles" (Gedichte ohne Interpunktion sind stets bedenklich, besonders wenn man noch jung ist); „Von den leisen Dingen" von Wolfgang Jünemann, „Für Else!" und „Kaspar Hauser singt" von Gerhard Richter; und „Rheinfähre bei Nacht" von Friedrich Andreas ' Schmidt. — Der kleine biographische Anhang gibt einige Bemerkungen über Herkunft und Lebensweg dieser jungen Lyriker, die aus ollen deutschen Landschaften stammen. —y— ren. Wie viele glauben noch heute, daß das Schicksal jedes Einzelnen in den Sternen geschrieben steht und nur besondere Begabung dazu gehört, die Lebensrätsel aus den Sternen zu deuten. Wer Genaueres über Wissenschaft und Irrlehre der Astrologie wissen will, wird im vorliegenden Bändchen wertvolle Aufschlüsse und Anregungen zu weiteren Forschungen finden. — Arthur Kiesel: Wir sehen nur Schatten. Gespräche über letzte Fragen der Philosophie. Geheftet 3,— Mark, in Ganzleinen 4,80 Mark. Philipp Reclam jun., Verlag, Leipzig. — 160. — Die Fragen nach Wahrheit und Wrrk- lichkeit, nach dem Wesen unserer Erkenntnis, nach, dem Sinn des Lebens sind am schwierigsten zu beantworten. Das Buch schlägt einen völlig neuartigen Weg ein, um jeden auf eine mühelose, interessante und kurzweilige Art in dieses Gebiet einzu- führen. Verschiedene Menschen treten als handelnde Personen auf, die sich aus verschiedenen Anlässen, die der Alltag an sie heranträgt, in Gespräche verwickeln. Und diese Gespräche leiten von den einfachsten Tatsachen und Ueberle^ungen unvermerkt weiter zur Erörterung der großen philosophischen Probleme. Gleichsam nebenbei erfährt der Leser eine Fülle wissenswerter Dinge aus allen Gebieten der Naturwissenschaft; auch die Relativitätslehre, die Quantentheorie, die „nichteuklidische Geometrie" werden deutlich gemacht. So wird das Werk zu einem modernen Bildungsbuch für jedermann. Aufmarsch der Stände und Lands- in ihren Trachten, der fliegende Händler, der Rundfunkhörer — kurz, nichts fehlt, was ewig wiederholen und vielleicht nie enden: in alle Ewigkeit nicht. — Durch mancherlei Entdeckung, durch tiefe Erschütterung, durch vielerlei Entwafs- nung seines Innern, durch tapferes Vordringen zur eigenen Wahrheit wird der Leser durch das Buch zum lächelnden Ende geführt: eine wiedereroberte Liebe ist der Erfolg einer großen Besinnung. — Von Rudolf G. Bindina find im Verlage Rütten und Loening in Frankfurt a. M. zwei kleine Schriften (zum Preise von je 60 Pf.) erschienen: „DeutscheJugend vordenToten des Krieges" und „Größe der Natur". — (248/249.) — Die erste, .Deutscher Jugend 1924 geschrieben", beschwört den glühenden Mythos, den größten des Krieges: Langemarck, der dem Dichter als Mitkämpfer nahe ist. Sie wird zum Bild deutschen jugendlichen Wesens. — Die zweite Schrift enchüllt Größe der Natur — nicht im Landschaftlichen und Landschaftsgebundenen, sondern als lebendige, erlebte Offenbarung. Ein neuer und tiefer Einblick ins Menschliche wird hier erlebt und hält den Leser mit einbezogen. — Nicht dem äußeren, sondern dem inneren Zustand des Menschen zu- gewendet und gewidmet, sind beide Schriften dem anschaulichen Geschehen, nicht abgewendeter Betrachtung, unterstellt. Sie treffen damit das für die Erst heute wird eine Ausgabe seiner Schriften möglich, die alles enthält, was an ihm noch lebt und wirken kann: von den „Deutschen Schriften" sowohl wie den übrigen; eine Ausgabe, die man dem jungen Menschen, Dem Studenten und dem Mann des Lebens auf den Tisch legt wie ein völkisches Evangelium. — Sternglaube, Sternreligion und Sternorakel. Von Professor Dr. W. Gundel. In Sammlung Wissenschaft und Bildung. 159 Seiten. Gebunden 1,80 Mark. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig. — (214.) — Sternreligion und Sternorakel lind in der Geschichte des Abendlandes noch immer Dann zu besonderer Bedeutung gekommen, wenn übersteigerter Rationalismus oder äußere Erschütterungen den Glauben des Volkes an die überkommenen Werte und die religiösen Lehren ins Wanken gebracht haben. In der Geschichte des Sternglaubens und Sternorakels steckt infolge des innigen Zusammenhanges zwischen okkulten Neigungen und Kulturverfall ein ungeheuer interessantes Material zur Volks- und Kulturkunde. Der Gießener klassische Philologe, Studienrat Professor Dr. Wilhelm Gundel, hat es oer- standen, die wertvollsten und charakteristischsten Ausprägungen des Sternglaubens zu sammeln und in einer systematischen Ordnung vorzuführen. So kann man sehen, wieviel Weisheit und ewige Wahrheit und wieviel Irrlehre und falsche Ausdeutung mit der Astrologie aller Zeiten verknüpft wa- den so festlich beroeaten Tag erfüllte. Einige Bilder von den blutigen Maifeiern früherer Jahre lassen in ihrem Gegensatz die erhebende Geschlossenheit der diesjährigen Feier noch stärker in Erscheinung treten. Aeußevst geschickt sind in den Bericht die Ansprachen uni) Reden unserer Führer eingestreut, so daß dieses Bildbuch vom 1. Mai in mehr als einer Hinsicht von dokumentarischem Wert ist. — „Das Landvolk', von Pros. Dr. Gun- thre 2 p s e n (hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg). (Preis 2,50 Mk. (123) In knappen Zügen umreiht diese Schrift Situation und Probleme des LarDvolkes, schildert die Entwicklung des letzten Jahrhunderts und erörtert Möglichkeiten, Aufgaben und Ziele, die sich aus der Betrachtung der g>?gentoärtigen Lage ergeben. Es ist besonders zu begrüßen, daß Ipsen die Schrift in einem besonders ausführlichen Kapitel „Das Dorf im Osten" gipfeln läßt. Denn gerade in Ostdeutschland zeigen sich am eindeutigsten die Aufgaben einer grohangelegten, gesunden Aatio- nalpolitik. Das Ahnenschatzkästlein. Herausgegeben von der Ortsgruppe Frankfurt a. M. des Kampfbundes für deutsche Kultur im Verlag Moritz Diesterweg, Frankfurt a. M. Ausgabe Ä, Kleinausgabe, besonders für den Schulunterricht, 0,90 Mark; Ausgabe B, große Volksausgabe, 2,80 Mark. (260.) — Für die Erneuerung unseres Volkes, wie sie der neue Staat* sich zur Aufgabe gemacht hat, ist es von besonderer Wichtigkeit, daß der einzelne Volksgenosse sich seiner Stellung als Glied einer biologischen Kette, als Erbe und Ahne einer Ge- schlechterreihe bewußt werde und es als feine Pflicht erkennt, das Leben ieiner Vorfahren zu erforschen, sie nicht nur nach äußeren Daten, sondern in der Gesamtheit ihres Seihens und Wirkens, ihrer körperlichen und geistigen Eigenschaften kennenzulernen, um daraus ferne eigene Verpflichtung gegenüber den Kommenden und feinem Volk herzuleiten. Eine einfache, für jeben verständliche Anleitung zur Familienforfchun^g gibt dies in Form einer übersichtlichen Kartei angelegte Ahnenschatzkästlein. Unse sind i gii ?°^ot-oend'g^he:M SW M werde '^hgeno werben. jU setzt ^ "i Men $ur Werte hingen J». zähmte' Sl-mbark jdie Ausfuhr Ime-, » deutz " aU5tlang, d den W " mit al neuen 5 Sieü'h Kitt b-i-d-i- pU« u z ererb bet Darrnstäd! SÄä ters, sondern nach ernj unh «b« verantwortlichen W ffr soll und wird d k Kunst geben und w daß das Volk auch d des Theaters ist. Die das Doll wird und gehören. Das hessch ganz Deutschland em mit an der Spitze Rhein-Main-Gebiettt In diesem an geschich ditionen so reichen 5 der Nationalsozialist^ Der neue Ausschau Freund und Fördere Hessen-Nassau, dem 9 Sprenger, der sch heit mit diesen Besti jetzt bekannt wird, bt stellung der „Walküre Der Sdjaufpie Der betannte SerUm bertift im Sliter oon < ner Hotel an Nierenerw tnrng geworden. 6' KammerfMen 'm Sch hatte noch wenige Ta gespielt. - Adalbert t scheu OWersfamilie; amM SS* ^shichte. ® rf) e u e, PZW Hungen über b»?? es sich nVm ,enöen tS? x c Teschjch, 7.UM einet ffi iS Snem erfahren jbar‘ MM fiZKZ 5'"i» '»mm« Der Licht, 7mh ffg Unmenschen Äs^Wung, i bargestellt hat" S Kusche ’eine" uns bie'Ä^F i'.rL;>L?r sIDrs !n^^dr:„Dievolksbjo. unblagen der Yreiheitz. kartoniert 40 Pi Perlon «i? . b-nheyer die deutsche FreiL ÄK? 3uiQmmenl)ang einer en Entwicklung. Kolbenheyer sieht >°n den ersten deutlichen Schritt .rL^8 biologisch jüngeren . *n®. kvl ber überkommenen mttellandischen Rossen. rd Benn, Der neue Staat l ektuellen. 168 Seiten Oktav. . broschiert 2,50 Mk. Deutsche Ser« ütgart und Berlin. - (251.) - seit 1932 Mitglied der Dichter- ß einer alten brandenburgischen ■> legt hier ein Bekenntnis )um d seinen Zielen ab und begründet in das andere Lager" - das |ür . es" Log.r war, sondern das ihm hat die .Linke" ihn zu den Ihren , weit sie die weltanschaulichen er literarifäen Arbeiten übersah: •jette er immer in bem gleiten s erneuerte fieutfälanb In feinen rjett. Sein Setenntnie ju ifjm nfer den Angehörigen der beut« schichten,» die schon seinen e Bestätigung sein, denen sedoch, ein Mobnrus zur Besinnung und ; überlebter und überholter An- ;T Arbeit. Der erste 1. MI im jchland. ^erausgegeben von Pros, tz und Waller Witzei. Mit 38 Erschienen in der Sammlung »Das and C 101. 1Z Mk. Fredebeiü 8- Essen. - (158.) - 2n zahlreichen men, in einem äußerst lebendimn er denkwürdige erfte geiejc|J eit an uns vorüber. Die Höhepunkte iie freier der Jugend im Lustgarten, den Städten, die Kundgebung aus ser Feld, das Rielenieuerwert. d Ansprache Görings - sind benso Seginn des ^ages „al)nen on morgens im , und festlich geschmucken ifmarsch der Sta t & nkhörer - Silber weaten Tag ^hre lassen fotz d.e erh ° Meinung Feier noch starrer b Gunter Führer eingestteut, Reden unstrer v in m?br ak ldbuch DOr".Ld)em Mert ist. Je SchsN,A°di° M»« S&W-Ti äÄ-sjgs Äl# i ZL-rS'- ÄMßß iders lur Dolksausga^ ^s, °,e Ze. chsZ Bes^'erforiy ^5^5 UM °r'»^gele^ Kart«' Kunst und Wiffenschast Buntes Allerlei schau gelten. Dies kam besonders zmn Ausdruck in I der Rede des Führers des Bundes Deutscher Osten, I Dr. F. Luedtke, über das Thema „Neuaufbau der deutschen Ostarbeit". Dr. Luedtke führte u. a. aus, wir befinden uns hier in Ostpreußen auf uraltem Boden germanischen und deutschen Kampfes. In der Gegenwart ist eine symbolische Wiederholung des alten Kolonisationszuges aus dem Westen in der Sendung des ostprcußischen Oberpräsidenten und Gauleiters Koch nach Ostpreußen zu erblicken. Einen Empiangsabend gab die Stadt Königsberg mit einem Programm ostpreußifcher Musik. Aus den Vorträgen seien herausgegriffen der des Museumsdirektors Prof. Dr. K e y f e r (Danzig) über die völkische Geschichtsauffassung, von Dr. Petersen (Breslau) über die Frühgeschichte der Ost- germanen und von Dr. La Baume (DanZkg) über die Frühgeschichte des Weichsellondes. Museums- direktor Dr. Gaerte (Königsberg) sprach über die Wikinger in Ostpreußen. Prof Dr. Plotzhoff (Frankfurt) sprach über „Die Türken vor Wien" und widerlegte die polnische Entstellung, als ob es gerade die Polen gewesen seien, denen die Rettung Wiens zu verdanken war. Zu erwähnen ist noch ein Besuch in dem ostpreußischen Heimat-Freilichtmuseum in Königsberg. Hier machte Dr. Luedtke Ausführungen über die Bestrebungen, die Volkskunde nicht nur als Wissenschaft zu werten, sondern sie als Lebensausdruck in alle Bevölkerungskreise bringen zu lassen boren. Gegen den Willen seiner Familie ging er zum Theater. Seine Bühnenlaufbahn begann mit einer Reche von entmutigenden Mißerfolgen. Erst Barnowsky in Berlin entdeckte, daß Adalbert für die klassischen Liebhaberrollen, die man ihm dauernd zu spielen gab, nicht geeignet fei; Barnowsky erkannte seine ausgesprochen komische Begabung. Adalbert bildete sich mit trockenem Witz und oft oer- blüfsender Improvisation bald einen eigenen Rollen- stil aus und wurde zum Liebling des Berliner Theaterpublikums; zugleich aber war ihm damit auch der Weg zum seriösen Komiker völlig verbaut. Sein „College Crampton" war z. B. bezeichnenderweise eine Enttäuschung die stärksten Erfolge hatte er in Stücken wie „Klubleute", „Selige Exzellenz", „Das Ekel" und „Müllers". — Adalbert hat übrigens, wie man sich erinnern wird, auch in Gießen zwei Gastspiele gegeben. Tagung der deutschen Geschichts- und Altertums- oereine in Königsberg. In Verbindung mit dem 24. Deutschen Archiotag und der Konferenz landesaeschichtlicher Publikationsinstitute tagte in Königsberg der Gesomtver- band der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine. Die Tagung konnte als eine Antwort auf den Historikerkongreß in War- Das Theater Im Dritten Reich- Unter diefem Motto veranstaltete der Kamp f • bund für deutsche Kultur auf dem Frankfurter Römerberg eine Kundgebung, die auf die Bedeutung des deutschen Theaters im neuen Reiche Hinweisen sollte. In den Ansprachen des Frecherrn v o n H o l z h a u s e n und Arno S t e i n e r t s kam die Notwendigkeit der Pflege deutscher Kultur Aum Ausdruck, aus der heraus allein der Weg aus dem Niedergang wieder gefunden werden könne Es fei endgültig vorbei mit jener artfremden Pseudokunst, die unser gesamtes kulturelles Leben vergiftete. Deutsche Kunst müsie wieder an den deutschen Theatern gezeigt werden. Um seine Ausgabe aber richtig erfüllen zu können, müsse das Theater wie- der Volkstheater werden und nicht nur für eine kleine Schicht Begüterter reserviert sein. Dieses $iel werde unter nationalsozialistischer Führung erreicht werden. Jeder Volksgenosse müsse in die Lage ge- setzt werden, das Theater zu besuchen und die Werke der deutschen Künstler zu erleben. Darbietungen des NS.-Chores und der Kapelle der Standarte 81 umrahmten die Kundgebung, in de- ren Verlauf die Aufführung eines Singspiels „Die deutschen Stämme", das in ein Treuegelöbnis für den Führer ausklang, die enge Verbundenheit des neuen Theaters mit allen Volksschichten und der Landschaft zum Ausdruck brachte. Das Horst-Wessel- Lied und ein Sieg-Heil aus den Führer Adolf Hitler beendete Die Werbekundgebung für die Frankfurter Theater. Feierliche (Eröffnung der Darmstädter Spielzeit 1933/34. Mit der am Sonntag stattfindenden Vorstellung der „W a l k ü r e" von Richard Wagner beginnt die neue Spielzeit des Hessischen Landestheaters. Diese Vorstellung bezeichnet gewissermaßen den Wendepunkt der künstlerischen Linie des Landestheaters. Dieser Spielplan ist nicht behindert wie es bei dem letzten der Fall war, durch die nur schwer zu ändernden Pläne der früheren Herren des Thea- ters, sondern nach ernster Prüfung der eignen Kraft und der gegebenen Möglichkeiten von den neuen verantwortlichen Führern des Theaters aufgestellt. Er soll und wird dem Volk beste deutsche K u n st geben und wird so der Anstoß baxu sein, daß das Volk auch dem Theater wieder gibt, was des Theaters ist. Die Kunst gehört dem Volk, aber das Volk wird und muß auch wieder der Kunst gehören. Das Hessische Landestheater genießt in ganz Deutschland einen besonderen Ruf und steht mit an der Spitze unter den Kulturstätten des Rhein-Main-Gebietes, des Gaues Hessen-Nassau. In diesem an geschichtlichen und künstlerischen Traditionen so reichen Kulturgebiet regt sich 'w Zuge der nationalsozialistischen Revolution neues Leben. Der neue Aufschwung fand einen besonderen Freund und Förderer in dem Führer des Gaues Hessen-Nassau, dem Reichsstatthalter und Gauleiter Sprenger, der schon mehrfach seine Verbundenheit mit diesen Bestrebungen bekundet hat. Wie jetzt bekannt wird, besucht der Gauleiter die Vor- stellung der „Walküre" am Sonntagabend. Der Schauspieler Max Adalbert f. Der bekannte Berliner Schauspieler Max Adalbert ist im Alter von 48 Jahren in einem Munche- ner Hotel an Nierenerweiterung und Lungenentzün- düng gestorben Er war in den Münchener Karnrnerspielen im Schauspielhaus aufgetreten und hatte noch wenige Tage zuvor mit hohem Fieber gespielt. — Adalbert entstammt einer alten preußischen Offiziersfamilie; er wurde 1885 in Danzig ge- Gondel Dämmerung. Schon oft ist in Venedig ein beweglicher Nachruf auf die Gondel angestimmt worden, dieses Wahrzeichen der Lagunen-Königin, und stets haben die alten Gondoliers entrüstet Einspruch erhoben, in dem sie erklärten, Venedig sei undenkbar ohne seine Gondeln, und diese müßten erhalten bleiben. Aber trotzdem bricht die „Gondel-Dämmerung" doch immer tiefer herein, I und wir werden uns doch auf ein Aussterben dieses von Sage, Dichtung und Kunst umwobenen seltsamen Fahrzeuges gefaßt machen müssen. Blickt man in jene altertümlichen „Squri", wie die Höfe genannt wurden, in denen die Gondeln nach einem venezianischen Sprichwort „mit Liebe und Gefühl" gebaut werden, so findet man die meisten verwaist. 19 Gondelwcrkstätten haben ihren Betrieb eingestellt, und unter diesen die berühmtesten Firmen. Man hört nicht mehr die Namen der Panzera, Casal, Pensa, Cosmi, Amadi usw., die als Meister des Gondelbaues gefeiert waren Eine Gondel van ihrer Hand war ein Stolz für den Besitzer, denn die besondere Eleganz der Linien gab ihm das Recht, mit der Schönheit dieser Gondel vor dem andern zu prunken. Nun sind von den besten Gondel- Werkstätten nur nach zwei oder drei übrig geblieben. Die Geschäfte bei ihnen gehen sehr schlecht. So erzählte einer kürzlich, er habe noch vor einem Jahrzehnt durchschnittlich 30 Gondeln im Jahr fertiggestellt, aber seitdem seien die Qlufträgäge immer spärlicher geworden, und im vergangenen Jahre habe er nur noch einen einzigen Auftrag gehabt und in diesem Jahr überhaupt keinen. Die Romantiker, die die stille, stimmungsvalle Gondel dem lärmenden häßlichen Motorboot varziehen, begnügen sich mit den bereits vorhandenen Schiffen; anstatt neue Gondeln zu bestellen, kaufen sie eine alte. Daher sind über Gondel und Gondolier trübe Tage hereingebrachen, und doch ist dieses echt venezianisches Vergnügen so billig: für 5 Lire pro Tag kann man eine Gondel mieten und für 15 weitere Lire auch einen Gondolier. Dieser bietet sich auch als Diener an, wird mit weihen Handschuhen bei Tisch servieren, wenn man es verlangt, macht seine alten höflichen Verbeugungen, und wer sich ihm anvertraut, der kann sich Wohl zurückträumen in die Tage Casanovas oder Lord Dhrons ... B. S. Das Ende eines Räuberhauptmanns. Wie aus Khartum berichtet wird, ist dort ein Bericht des Gouverneurs der Provinz Darfur im anglo-ägyptischen Sudan eingetroffen, nach dem der berüchtigte Räuberhauptmann Aramai Gangoi tot ist. Eine romantische Episode, die in den einsamen Weiten der libyschen Wüste spielt, findet damit ihr Ende. Jahre hindurch war Gongoi mit seiner Bande, die aus einigen Mitgliedern des Gorran-Slammes, dem er auch angehörte, und einige Fezzani, die von den Italienern aus Rufra vertrieben worden waren, bestand eine ständige Gefahr für alle, die das unwirtliche Gebiet betreten muhten, das an den Grenzen zwischen Tripolis, Wadai und dem Sudan liegt. Gongoi benutzte als Schlupfwinkel die enfernteften Oasen der libyschen Wüste und unternahm von dort eine giotze Anzahl erfolgreicher Ueberfälle auf die Salzlarawanen und auf die Nomadenstämme, die im nördlichen Darfur und im lranzösischen Wadai ihr Lager aufschlugen. Sein Vorname „Aramai", der so Diel bedeutet wie „Der. der feinen Mann tötet“, zeigte bereits die Gefährlichkeit des Führers an, der seinem Namen „Ehre' machte und viele Morde auf Dem Gewissen hatte. Trotz Der bereinigten Anstrengungen Der SuDan-Regierung unD der französischen Verwaltung von Wadai, die die Räuber mit Panzerkraftwagen und Flugzeugen verfolgten, gelang es nicht, der Bande habhaft zu werden und ihre Schlupfwinkel aufzustöbern. Wie jetzt bekannt wird, forderten im Frühjahr dieses Jahres die Fezzani Den Teil Der Beute, der ihnen zukonnnT. Bei der Verteilung entstand ein Streit, bei dem Gongoi nebst anderen Mitgliedern der Bande getötet wurde. Die MeberlebtnDen find, des Führer- beraubt, zum Teil geflüchtet ; einige haben sich auch dem französischen Posten in Fada ergeben. Englische Dogelsorschung. Eines der wichtigsten Ereignifle der Weltkonferenz der Dogelkundigen, die im nächsten Jahr unter Dem Vorsitz von Dr. E- Etresemann (Berlin) in Oxford stattfinden wird, wird Die Gründung des Oxforder Ornithologischen Instituts sein, durch das die Vogelkunde Englands zum ersten Male eine wirksame Stätte ihrer Forschungen und eine einheitliche Organisation erhalten wird- Der internationale Ornithologenkongreh wird eine einmalige Summe von 8000 Pfund für Oie ersten fünf Jahre bereitstellen, und während dieser Zeit soll die dauernde Grundlage für das Weiterbestehen des Institutes geschahen werden. Man will vor allem Vogelfreunde zur Mitarbeit aufruten und ihre außerordentlich wertvollen Erfahrungen systematisch verwerten. Die berühmte deutsche Vogelwarte Rositten auf der kurischen Nehrung, Die im GtuDium Der Vogel- wanDerung fo bahnbrechende Ergebnisse erzielt hat. soll als Vorbild Der Arbeiten in Oxsort Dienen. Die erste Hauptaufgabe wirD eine grünDlich und einheitlich bor&creitetc Vogelzählung für Groh- britannien sein, für Die Der erste Schritt bereits mit Der erfolgreichen Zählung Der Reiher im Bereich Der britischen Inseln 1928 gemacht worben ist. Dazu wirb Das Land in viele Bezirke emgeteilt, von Denen jcDet einem zuverlässigen Vogelwächter unterstellt ist. Auf Diese Weise hofft man, Die Gesamtzahl Der Vogel in Grohbritannien, Die auf einige 80Millionen geschäht wirD, mit weitgehenDer Zuverlässigkeit fest- steilen zu können. Die ersten Spezialuntersuchungen werben Der Saatkrähe gelten, über Die schon Zählungen in Chesire unD Midland^ vorliegen. An Diesem Vogel finD bereits zu allen Jahreszeiten, an einer großen Zahl von Orten unD unter Den oer* schieDenartigsten BeDingungen, Kropfuniersuchungen borgenommen worDen, Die einzige wissenschaftlich einroanDfreie Möglichkeit, um Den Ruhen, bzw. Die Schädlichkeit Der Vögel für Die LanDwirtschast sest- zustellen. Die Nahrung Der Raubbögel soll in gleicher Weise untersucht toerDen. Die Forschungen von Dr. E. W. Collinge bom Museum in Vork haben wichtige Aufschlüsse Darüber ergeben, welche Vogel als Zerstörer bon ErnteschäDlingen nützliche Dienste leisteten- Die Nahrung vieler Vogel, wie Der Bachstelzen, Pieper, Schwalben unD Fliegenschnäpper, besteht zu fast 1OO Prozent aus Insekten, während Die anDeret Vogel weit geringere Prozentsätze auf- weisen, z. B nach Den ausgeDehnten Kroplunter- suchungen von Dr. Collinge; Nachtschwalbe 88 Proz., Kuckuck 83 Prozent, Blaumeise 78 Prozent, Kohlmeise 66,5 Prozent, Kibih 60 Prozent, Rotkehlchen 39,5 Prozent, Feldlerche 35,5 Prozent, Misteldrossel 30,5 Prozent. Vielleicht das Interessanteste sind Die Beobachtungen Der Vogelwanderungen. An einem Bein Der Tiere werden nach dem Rosittener Verfahren kleine Aluminiumringe befestigt, auf Denen eine Nummer fotoie Ort unD Tag Der Beringung eingraviert toerDen, so Daß bei WieDerfang Ortsver- änDerungen unter Berücksichtigung Des Zeitpunktes jeDerzeit festgestellt toerDen können. Aus Der Summe solcher Einzelbeobachtungen ergeben sich zuverlässig Die WanDergetoohnheiten Der verschiedenen Vogel- arten, und aus ihren Veränderungen können wichtige Rückschlüsse auf klimatische Vorgänge gezogen werden, so daß diese Arbeit auch Der WetterkunDe zu Gute kommt- So sind in Cumberland beringte Regenpfeifer in Kanada aufgefunben worben; hun- berie von Schwalben, bie in England beringt wurden, haben nachweislich in Südafrika überwintert. Es hat sich herausgestellt, bah bie englischen Schwal- 5536 A Gebr.lmheuser am Marktplatz Unsere HERBSTNEUHEITEN sind eingetroffen und laden wir zur unverbindlichen Durchsicht derselben ein Beachten Sie bitte die Herbstausstellung in unseren Schaufenstern I iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin Zuckerkrank? Warum essen Sie dann nicht Scala-Brot. Sie können sich unbesorgt daran sattessen. Alleinhersteller: sseeD Belnrldi Weimar, Bäckerei o. Konditorei fließen, Frankfurter Str. 41, Fernspr. 2833 IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIUIIIIIIII! Erdbeerpflanzen in sechs beit, fruchtbaren Sorten, foro. rankenlose, immer» tragende Monatserdbeeren, vikien u. sortenrein, je Hundert 3 Mk., enwf. Gärtnerei Dönges Marb.Str.67. losesr Autovermietung! F. Reisend., Rechtsanwälte, Behörden- mitgl. u. sonst. Int. steht fast neue oier- bis fünfsitzige 9)1 et« cedeö - Beu; • Lim. in. Fahrer z. Verf. bei bin. Berechnung Schriftl. 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Die Original-Flasche „W-Tropfenu mit Auftragepipette kostet 90 PL und ist in allen Drogerien, Apotheken und Sanltäti- geschälten an haben. Eia Apothekenbesitzer schreibt: „In meiner langjährigen Praxis habe ich fast alle Hühneraugenmittel gebraucht, aber mit keinem hatte ich solch einen Erfolg wie mit Ihren „W- Tropfen“. Ich empfehle diese daher in meiner Apotheke jedem Patienten, der nach einem guten wirksamen Mittel mifWunw dnUnli/hM ben ihren Zug über die Westküste Frankreichs und nicht über die Alpen nehmen, und daß z. B- der Kuckuck zuerst östlich nach Deutschland und dann erst über Italien und das Mittelmeer nach Afrika fliegt. Das Oxforder Institut soll diese Beringung für Großbritannien organisieren und die Ergebnisse einheitlich auswerten. 1909 wurden 2171 Vögel beringt und 1932 die bisherige Rekordziffer von 30593 erreicht, womit die Endsumme auf 347548 gebracht wurde. Das kommt davon! In einem Londoner Autobus fuhr eine Dame mit einem kleinen Jungen. Als der Schaffner kassieren wollte, erklärte die Dame, der Knabe sei noch nicht drei Jahre alt. Der Schaffner glaubte es zwar nicht, ließ den Jungen aber ohne Fahrschein fahren. Ein paar Haltestellen weiter muhte der Wagen stark bremsen, der Knabe fiel vom Sitz und brach ein Bein. Die Mutter verlangte Schadenersatz, wurde vom Gericht aber abgewiesen, weil Schadenersatzansprüche nur von Personen geltend gemacht werden können, die einen Fahrschein gelöst haben. Jetzt drehte die Verkehrsgesellschaft den Spieß um und zeigte die Mutter des Knaben wegen Betruges an, denn aus den Prozeßakten war zu ersehen, daß der Knabe am Tage des Unfalls drei Jahre und fünf Monate alt war. Wertvolle aliillyrische Gräberfunde. Zur Erforschung der Kultur des alten illyrischen Volkes werden zur Zeit in Südslawien nach einem wohlberechneten Plan Ausgrabungen vorgenommen, die unter Leitung eines erfahrenen Forschers, des Professors Dulitsch von der Universität in Belgrad stehen. Der Erfolg dieser Ausgrabung ist äußerst beachtenswert. Es ist unter anderem gelungen, ein altillyrisches Grab aufzudecken, das offenbar einer Prinzessin als letzte Ruhestätte gedient hat. In dem Grabe fand man eine außergewöhnlich reichhaltige Sammlung hon Gebrauchsgegenständen aus Gold und Bronze, die mit einer Kunstfertigkeit hergestellt worden sind, wie man sie bisher in Grab- mälern des europäischen Kulturkreises noch nicht gefunden hat. So stieß man auf einen großen bronzenen Dreifuß, der mit Löwen- und Pferdeköpfen verziert ist. Auch ein paar goldene Sandalen von gleich wertvoller Verarbeitung konnten geborgen werden. Ein Skelett wurde in dem Grabe nicht vorgefunden. Man schätzt das Alter dieses Grabes auf etwa 2000 Jahre. Von dem Volk, das einen so hohen Kulturstand innegehabt hat, ist nichts geblieben. Die großen Gebiete des westlichen und nordwestlichen Balkans, die einst zu dem Königreich Illyrien gehörten, sind längst von slawischen Volksstämmen besiedelt worden. Mit der staatlichen Selbständigkeit der alten Illyrier war es allerdings schon früher vorbei; bereits im Jahre 300 vor Christo sind die wichtigsten Teile dieses Gebietes unter römische Herrschaft gekommen, womit auch gleichzeitig das Eindringen der lateinischen Kultur und das Verschwinden der einheimischen Sitten und Gebräuche, darunter der alten ver- erbten Kunstfertigkeit und handwerklichen Geschicklichkeit. verbunden war, von deren erstaunliche Höhe die jetzt gefundenen Gegenstände beredtes Zeugnis ablegen. Instandsetzung der Kaiharinenkirche in Oppenheim. WSN. Oppenheim, 8. Sept. Die dringend notwendige Instandsetzung der Katharinenkirche beschäftigt schon länger die Oeffentlichkeit. Eine von Weingutsbesitzer Ernst Iungkenn in Oppenheim für den evangelischen Kirchenvorstand von Oppenheim ausgearbeitete Denkschrift hat weiten Kreisen von dem baulichen Zustand der Katharinenkirche und der lRotroenbig= leit einer durchgreifenden Instandsetzung Kenntnis gegeben. Durch die Zurverfügungstellung von Ar- eitsbeschaffungsdarleyen auch für Hochbauten ist die baldige Inangriffnahme der Jn- standsetzungsarbeiten in ein neues Stadium getreten. Es handelt sich darum, ob die Kirchengemeinde Oppenheim von dieser sich bietenden Möglichkeit der Kapitalbeschaffung Gebrauch machen soll oder nicht. Am 28. August fand deshalb in Oppenheim auf Veranlassung des Landeskirchenamts unter dem Vorsitz von Vizepräsident Dr. Dahlem eine Besprechung mit dem Kirchenvorstand Oppenheim über die Instandsetzung der Katharinenkirche statt. Nach eingehender Aussprache kam man zu dem Ergebnis, daß die Instandsetzung dieses edelsten evangelischen Kirchenbauwerks in Hessen zur Verhütung weiteren Schadens alsbald in Angriff genommen werden soll, und es soll, da die Beschaffung der erforderlichen Mittel auf andere Weise nicht gut möglich sein wird, ein Arbeitsbe- schaffungsoarlehen bei dem Reich beantragt werden. ISjäforige Oienstmagd als Brandstifterin. Darmstadt, 8. Sept. (WSN.) In der Scheune des Landwirts Wilhelm Wagner in Groß-Bieberau bei Dieburg entstand heute Feuer, das sich schnell auf die anschließende Nachbarscheune des Landwirts Schubkegel ausdehnte. In ganz kurzer Zeit standen auch das Wohnhaus Schubkegels und die Stallungen in Brand. Sämtliche vier Gebäude wurden ein Raub der Flammen, trotzdem die Wehren von Groß-Bieberau und Dieburg und die Kreismotorspritze in fieberhafter Tätigkeit eingriffen. Vieh und Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Scheunen waren jedoch mit neuer Ernte gefüllt und sind restlos ver- n i ch t e t worden. Den Bemühungen der Kriminalpolizei ist es bald gelungen, als Brandursache Brandstiftung festzustellen. Zunächst war der Landhelfer Ludwig Hofrichter aus Darmstadt der Brandstiftung dringend verdächtig. Alsbald wurde jedoch die Dienstmagd des Landwirtes Wagner, die alle Schuld auf den Landhelfer Hofrichter abwälzen wollte und sich dabei in Widersprüche verwickelte, der Tat überführt. Gegen abend legte sie ein v o l l k o m m e n e s G e - st ä n d n i s ab. Sie hat dem Landhelfer Hof- r i ch t e r , mit dem sie nicht gut stand, eins a u s w i s ch e n wollen und deshalb legte sie den Brand an. Es handelt sich um die 18jährige Elisabeth Schwarz aus Darmstadt. Der Schaden an den Wohngebäuden ist zum größten Teil durch Versicherung gedeckt. Wirtschaft. Frankfurt schwächer. Frankfurt a. M., 9. Sept. (WTB. Drahtmeldung.) Auch an der Wochenschlußbörse setzten sich die Abgaben in einigen Spezialgebieten fort, so daß die Allgemeintendenz erneut schwächer war, obwohl aus der Wirtschaft zahlreiche günstige Nachrichten Vorlagen, so ganz besonders die weitere Abnahme der Arbeitslosen um 207 000 in der zweiten Augusthälfte und neue Arbeitereinstellungen beim Stahlverein und der JG.-Farben-Jndustrie. Bei der herrschenden Geschäftsstille infolge des Ordermangels und der Zurückhaltung der Kulisse fand das herauskommende Angebot nur zögernd und zu ermäßigten Kursen Aufnahme. Die durchschnittlichen Rückgäng betrugen 0,5 bis 1 v. H. Darüber hinaus gaben IG., Reichsbank, Siemens, Klöckner, Mannesmann und Zellstoff Waldhof bis zu 1,75 v. H. nach. Elektrische Lieferungen verloren sogar 3,5 v. H., Gesfürel 2,25 v. H. und Bemberg 2 d. H. Zement Heidelberg erschienen mit Minus- Zeichen. Leicht gebessert waren Scheideanstalt, Deutsche Erdöl und Harpener, während Akkumulatoren in Nachwirkung des Bilanzberichtes 3,75 v. H. gewannen. Auch am Rentenmarkt bröckelten die Kurse weiter ab, wobei besonders späte Reichsschuldbuchforderungen mit minus 0,75 v. H. gedrückt waren. Altbesitz verloren 0,13 v. H. und gaben später weitere 0,25 v. H. nach, Stahlvereinbonds gingen um 1,13 v. H. zurück. Am Pfandbriefmarkt war die Haltung nicht ganz einheitlich. Von Goldpfandbriefen lagen Rheinische schwach und 1,13 o. H. niedriger, die übrigen zeigten Veränderungen von 0,25 v. H. nach beiden Seiten. Liquidationspfandbriefe und Kommunalobligationen gaben überwiegend von 0,5 bis 0,75 v. H. nach. Staats- und Stadtanleihen lagen ruhig, 6prozentige Reichsanleihen von 29 plus 0,25 o. H. Auslandrenten lagen geschäftslos und nur wenig verändert. Im Verlaufe hielt die Geschäftsstille zwar an, doch waren die Kurse kaum mehr schwächer. Man beobachtete in den Hauptwerten etwas Kursabschläge. Gegen den Anfang ergaben sich teilweise Erholun. gen um 0,25 bis 0,50 v. H., denen jedoch noch weitere Rückgänge im gleichen Ausmaß gegenüber- standen. Zement Heidelberg kamen schließlich 2,5 v. H. schwächer zur Notiz. Späte Reichsschuldbuch, forderungen waren um 0,40 v. H. erholt, während Deutsche Anleihen wenig verändert waren. Tagesgeld stellte sich auf unverändert 3 o. H. Spielplan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Samstag, 16. September, von 19 bis gegen 23.30 Uhr, Festvorstellung zur Eröffnung der neuen Spielzeit. Festakt. Hierauf Don Juan, Oper in 2 Akten von W. A. Mozart. — Sonntag, 17., von 18 bis 22.30 Uhr: Lohengrin. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, 10. September. 13. Sonntag nach Trinitatis. Stadllirche. 8 Uhr: Pfarrassistent Dörsam; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Mat- thäusgemeinde; 9.30: Pfr. Becker; 11: Kinderkirche für die Markusgemeinde; Pfr. Becker. — Iohamies- kirche. 8: Pfr. Bechtolsheimer; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Lukasgemeinde; 9.30: Pfr. Ausfeld; 11: Kinderkirche für die Johannes- gemeinde; Pfr. Ausfeld; 20: Bibelbesprechung im Johcmneslaal; Pfr. Bechtolsheimer. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfarrassistent Dörsam; 11: Kinderkirche für die Luthergemeinde; Pfarrassistent Dörsam. — Pclruskapelle. 9.45: Pfarrassistent Surfer; 11: Kinderkirche für die Petrusgemeinde; Pfarrassistent Surfer. — Wieseck. 9.30: Hauptgottesdienst; 10.45: Christenlehre. — Alten-Buseck. 13: Gottesdienst. — Großen-Buseck. 10.30: Gottesdienst. — Oppenrod. 8.15: Beichte; anschließend Gottesdienst und hl. Abendmahl. — Albach. 8.45. — Steinbach. 10. katholische Gemeinden. Samstag, den 9. September. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, 10. September. 14. Sonntag nach Pfingsten. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Jungfrauen und Hausangestellten; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 14: Andacht; 15: Versammlung der Jungfrauen- Kongregation. Oeffenllicher Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, nur in dringenden Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Telefon 02. Hauptpostamt: Beschrankter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr. Stadtpostamtr Für Schließfachabholer 7 bis 13 Uhr. Sanitätskolonne: Telefon 2500. Aerzte : Dr. Steinreich, Dr. Mehl. Zahnarzt: Dr. med. deut. Haubach. Apotheke: Pelikanapotheke. ^wießlei Gießen (Goethestr. 23 p), Kiel, Chicago, Elberfeld, 9, Sept. 1933. 5594 D 5573 D 5578 D ii irw 5584 D toqi/oo ZNILWm Die Trauerfeier findet Montag, den 11. September 1933, nachmittags 1% Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt Meechlnenbeu Elektrotechnik Flugieugbe* Automoblibw Keramik Chemotechnik Betriebet ec h rUk die deutschen Qualitätsfahrzeuge fijr den deutschen Bedarf! D KW • Wagen von 600 -1000ccm von kN.1990.- bis RM.2995.- Seit Jahren ständig steigende Zulassungsziffer Schreinerinelster mit NM. 5000 — bis 7000 — Ein!., die hypoth. sichergestellt wird, von Holwerarbeitungsind. gesucht. Schr. Anfragen unter 5563V an den G.A. Hlllllllllllllllllllll llllllllllll Wegen iiOsung des Haushalts wird elegante 5-Z.- Wohnungseinricht., bestehend a.Schlafzimmer echt maha- goni-voliert, schweres Sveisezimmer, Herrenzim., Wohnzimmer, Fremdenzimmer, Küche, mit Teppichen, Gobelins, Beleuchtungs- körver, Porzellan, Kristall nsw. auch einzeln verkauft, die Wohnung kann mit übernom. werden. 05311 Moltkei'tr. 2 I. 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Septbr. 1933 in Gießen 5575D Frankfurter Straße 82 Die Beerdigung findet Sonntag, den 10. September, nachm. 114 Uhr, vom Trauerhause Lützellindener Straße 8 aus statt Im Namen aller Hinterbliebenem Karl Oswald. Todes-Anzeige. Nach kurzem schweren Leiden verschied gestern früh 8% Uhr meine liebe Mutter, unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Frau Marie Oswald Witwe geborene Völzel Im Alter von 73 Jahren. rür die wohltuenden Beweise liebevoller Teilnahme. die uns beim Heimgange unserer lieben, unvergeßlichen Entschlafenen Fm Miij Scheid IF. Witwe, geb. Balser zuteil wurden, sprechen wir hiermit unseren herzlichsten Dank aus. Die trauernden HinterbUebenen. Großen-Buseck, im September 1933. Todesanzeige. Heute entschlief sanft nach kurzer schwerer Krankheit unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater und Schwager Wilhelm Volk L, Schmied i. R Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Familie Reinhold Volk Familie Wilhelm Volk. Klein-Linden, Treysa, den 8. September 1933. Am 6. September entschlief sanft und unerwartet meine herzlich geliebte, unvergeßliche Frau, meines Kindes liebevolle Mutter, unsere teure Tochter, Schwester, Schwägerin, Schwiegertochter und Nichte Ria Bürger, geb. Roth im fast vollendeten 32. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Walter Bürger. Gießen (Seltersweg 79), Neuyork, Gr.-Goltem, Frankfurt a. Main, den 9. September 1933. Die Beisetzung fand in aller Stille statt wiesedr, den 9 September 1933. Die Beerdigung findet Sonntag, den 10. September, nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehause Philosophenstraße 15 aus statt. 558) D