Nr. 152 Erstes Blaff 185. Zahrgang Zreitag.y.ZuniMZ Erlcheini lägltd), auyo Sonntags und feiertags Beilagen; Die Illustriert« Gietzener Jamilienblätter Heimat im Bild Die Scholl» Blenati-Bejugsprels: Mit 4 Beilagen NM I 9b Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr . , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. 5ernsprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Liehen, poßscheckkonto: firanffuri am Main 11686. MchenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vrvck vnd Verlag: vrühl'sche UniverfitSlr-vrich- und Stetnöruderei L Lange in Gießen. Zchristleitung und Geschäftsstelle: Zchulftrahe 7. Annahme von Anzeigen für die lagesnummcr "bis zum Nachmittag vorher. Preis für | mm höhe für Anzeigen von 27 mrn Brette örtlich 8, auswärt» 10 Reichspsennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspsennig, Platzvorschrift 20’i. mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich sür Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton l)r H.Tdyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil i.D.TH.Kümmel sämtlich in Bietzen. Kein Ergebnis der pariser Abriistungsbesprechnngen. Oie angelsächsischen Abrustungsdelegierien in Paris. — Oie Franzosen beharren aus ihrem Standpunkt. pari». 8. Juni. (TU.) Amtlich wird mitgeleilt, daß die Vertreter der Regierungen, Norman Danis, Lord London derry, Staatssekretär Eden, Ministerpräsident Da la di er. Auhenminister Paul-Boncour und Kriegsmarineminister Leygues einen Meinungsaustausch im Geiste des vertrauens und der Freundschaft über den Stand der Abrüstungsoerhandlungen und darüber, was zu hin fei, um ihren Erfolg zu sichern, gehabt hätten. In Ergänzung dieser kurzen amtlichen Verlautbarung erklärte Norman Davis beim verlassen des Quai d'Orfays, dah die Verhandlungen einen freundschaftlichen Charakter getragen hätten. Man habe in mehreren punkten Fortschritte erzielt, aber keinerlei Entscheidungen getroffen. Neue Besprechungen seien nicht vorgesehen. Der französische Ministerpräsident D a lädier äuherte französischen Pressevertretern gegenüber, datz die Amerikaner und Engländer zweifellos von gutem willen beseelt seien, was Frankreich anbetreffe, fo habe es ein Programm und eine Doktrin. Man ist versucht, aus diesen kurzen Aeußerungcn den Schluß zu ziehen, daß der Gedankenaustausch keine weittragenden Ergebnisse gezeitigt hat. Besonders die Gegenüberstellung von gutem Willen und Doktrin aus dem Munde des französischen Ministerpräsidenten läßt darauf schließen, daß man so ziemlich auf der Stelle getreten ist Die Franzosen sollen ihren Standpunkt aufrecht erhalten haben. Ein gewisser Nutzen der gegenseitigen Fühlungnahme liegt aber darin, daß die beteiligten Mächte nun wissen, welche G r en z e n den erhofften Zugeständnissen gesetzt sind. Frankreichs Forderungen. LhncKontrolle leineRnstnngsbcschränkung Paris, 8. Juni (WTB.) lieber die heute in Paris geführten ftanzöfisch angestächsischen Besprechungen veröffentlicht d>e Havas- Agentur eine Erkläruna, in der es heißt; Die Besprechungen galten dem gesamten Abrüstungsproblem, jo, wie es sich gegenwärtig auf der Abrüstungskonferenz darstellt Der Meinungsaustausch trug offiziösen Charakter Die Vertreter der drei Mächte haben lediglich so genau wie möglich ihre Stellungnahme von Wiederaufnahme der Genfer Verhandlungen prä- zisieren wollen. Der offizielle Standpunkt Frankreichs ist bekannt. Frankreich verzichtet herauf, von den anderen Mächten neue Garantien für den gegenseitigen Beistand zu erhalten. Es ist bereit, seine SR ü ft ungen herab^u- setzen, wenn eine ständige objektive, automatische und gegenseitige internationale Kontrolle geschaffen wird, um jeden Verstoß gegen das in Vorbereitung befindliche Abkommen zu verhindern Frankreich fordert gleichzeitig die öffentliche Bekanntgabe der Kriegsmittel, die es als ein praktisches Mittel ansieht, um den R ü - ftungsftanh der verschiedenen Länder kennen zu lernen. Die französische Regierung wünscht endlich zu wissen, welche Maßnahmen die Signatare der Abrüstungskonvention im Falle einer fest- gestellten Verletzung ihrer Bestimmungen ergreifen würden. Erst nachdem das in Aussicht genommene System sich als wirksam erwiesen hätte, würde Frankreich geneigt sein, die Beseitigung gewisser Arten von Kriegsmaterialien ober ihre liebertragung an den Völkerbund ins Auge au fassen. Der Kon- trollgedanke scheint in amerikanschen Kreisen Fortschritte zu machen, während England sich noch ziemlich zurückhaltend zeigt. Doch scheint sich in den angelsächsischen Kreisen der Gedanke bahnzubrechen, daß ein auf Europa beschränktes Kontrollexperiment nützlicherweife versucht werden könnte. Im großen und ganzen halten sich die Berichte der Pariser Presse über die französisch-angelsächsische Unterredung in der Linie dessen, was Havas bereits mitgeteilt hat. Daraus ergibt sich, daß die Aussprache zu keinem Ergebnis gekommen sein kann, da die Franzosen auf ihrem Standpunkt beharrten Laut Matin" hätten die Amerikaner und Engländer von Frankreich nachdrücklichst Rüstungsherabsetzungen verlangt. Dalahier habe demgegenüber sehr entschieden betont, daß Frankreich feines- fallsirgendwieseineSicherheitschwa- ch e n könne, ohne ganz ernstliche und bestimmte Garantien zu erhalten. Erst nach befriebigenbem Ergebnis einer dreijährigen technischen und budgetären Rüstungskontrolle konnte die französische Regierung einen Plan zur Herabsetzung ihrer Rüstungen durchsetzen. — „Journal" hebt hervor, man habe gestern vor allem von der Notwendigkeit gesprochen, die Rüstungsherabsetzungen a u s E t a ppen z u verteilen, bis ein Beweis für Deutschlands Aufrichtigkeit oorhege — Auch die Meldungen der britischen Presse über die Abrüstungsbesprechungen schildern die Lage als nicht sehr hoffnungsvoll So sagt der Korrespondent der „Morning Post": Die Verhandlungen waren nicht völlig ergebnislos, haben aber ihren eigentlichen Zweck nicht erreicht. — „News Chro- nicle" spricht dagegen von der Möglichkeit einer Wiederaufnahme der Besprechungen in London. Ansttang in Genf. Streit zwischen den großen Hlottenmächlen Genf, 8. Sani. (21L) Der Hauptausschutz der Abrüstungskonferenz hat sich am Donnerstagnachmittag, wie vorgesehen, vorläufig bis zum 3. Juli vertagt. Die Schlußsitzung war von der Ankündigung der japanischen Regierung beherrscht, Sapan lehne das bisher von allen Mächten angenommene B om b e n w u r f v e r b o t im englischen Abrüstungsplan a b, falls nicht die vollständige Abschaffung der Flugzeugmutterschiffe beschlossen würde. Die Vertreter Großbritanniens und der bereinigten Staaten wandten sich daraufhin sehr scharf gegen die japanische Ankündigung und lehrten die japanische Beweis- sührung kategorisch ab. Die Sitzung endete mit einem offenen Mitzklang zwischen Japan und den beiden übrigen großen Flottenmächten. Heber das weitere Schicksal der Abrüstungskonferenz herrscht völlige Dunkelheit. Konferenzmüdigkeit macht sich in hohem Grade bemerkbar. Die maßgebenden Delegierten sind bereits abgcreist. Die deutsche Abordnung kehrt mit Ausnahme Botschafter Radolnhs nach Berlin zurück, der noch einige Tage in Genf bleibt. Das Ergebnis der ersten Lesung des englischen Abloinmensentwur- fes wird auf deutscher Seite als in hohem Maße unbefriedigend bezeichnet. Die grundsätzlichen deutschen Forderungen, insbesondere die Forderung auf Zuerkennung der gleichen Derteidigungswaffen an Deutschland wie Flugzeuge, Unterseeboote usw haben keine Anerkennung gefunden. Die praktische deutsche Gleichberechtigung steht somit noch in weitem Felde. Die deutsche Regierung verharrt selbstverständlich weiter auf der unerläßlichen Rotwendigkeit sofortiger Entscheidungen und der praktischen Anerkennung der deutschen Gleichberechtigung. JliiniflerDräfibenf Göring besucht Hessen-Man. Begeisterte Kundgebungen auf der Fahrt von Kastel nach Frankfurt. 3n Frankfurt. Frankfurt a. IN., 8. Juni. (WER.) Die Fahrt des preußischen Rkinisterpräsidenten Gori n g mit dem neuen Oberpräsidenten der Provinz Hessen-Rassau, Prinz Philipp von Hessen durch Hessen-Rassau gestaltete sich zu einer Triumphsahrt. Schon in Kassel standen aus dem ganzen Wege die Menschen zu beiden Straßenseiten kilometerweit Spalier. Schon im ersten Städtchen Gudensberg wurde Göring der Ehrenbürgerbries der Stadt überreicht. 3n Fritzlar wurden prächtige Angebinde für die Prinzessin Mafalda dem Oberpräsidenten übermittelt. 3n 3 esberg drückt ein Greis von last 100 3ahren in Schwälmer Tracht dem Ministerpräsidenten die Hand und bringt seine Freude zum Ausdruck, daß er noch vor seinem Tode den Wiederaufstieg Deutschlands erleben durfte. lieber Gilserberg, 3 osbach und Schwarzenborn, wo die Schwälmer 3ugenö in ihrer Tracht Schwälmer Dolkstänze zeigt, geht die Fahrt nach Marburg, wo die Zünfte mit ihren Fahnen angetreten sind, Girlanden und Ehrenpforten winken, ein Spalier von mehr als Kilometerlänge grüßt, Herolde Fanfarensignale schmetternd, ■ und Trachten aus früheren Zeiten sind zu sehen. Aus der Burg läßt sich Göring die Reichswehroffiziere, die Professorenschaft und den Magistrat vorstellen. Aus der Stadt heraus geht es dann nach Biedenkopf und weiter über Breidenstein, Holzhausen, Gönnern nach Hirzenhain, wo die Segelflieger ihre Apparate an der Straße aufgestellt haben und in einem Transparent den Guftfahrtminifter besonders begrüßen. Ministerpräsident Göring steigt aus, um mit sachk. ndigem Blick die Segelflugzeuge einer Musterung zu unterziehen und die jungen Segelflieger zu ihrem Wagemut zu beglückwünschen. Weiter über Oberscheld, Dillenburg und Sinn geht es nach Wetzlar. Die Wetzlarer Arbeiter der Feinmechanik-Industrie überreichten als Zeichen ihrer Derehrung Göring ein Fernglas aus ihren Werkstätten. Allmählich wird es Abend. Die Silhouette des Schlosses Braunfels steht byzarr gegen den Abendhimmel. Der herrliche alte Marit von Weilburg liegt hinter uns, und nun geht es durch die Wälder des Taunus. Am Wege flammen Freudenfeuer, geschürt von SA. und Hitler-3ugend. Rochmals eine kleine Pause in Ufingen, und dann geht es über Wehrheim, die Saalburg, Bad Homburg nach Frankfurt a. M. Kurz vor 12 Uhr traf der Ministerpräsident mit seinem Gefolge im Rathaus ein. Oberbürgermeister Dr. Krebs begrüßte den Ministerpräsidenten, den Oberpräsidenten sowie den Reichsstatthalter Sprenger. 3m Anschluß hieran fand ein Eisen zu Ehren des Ministerpräsidenten statt Ministerpräsident Göring dankte dem Oberbürgermeister für die Verleihung des Ehren- bürgerrechts und versicherte, daß er sowohl als der neue Oberpräsident ihre ganze Kraft einsehen werden, um die Stadt Frankfurt zu unterstützen im Kampfe um die alte Stellung im Ring der preußischen Städte. Anschließend begab sich der Ministerpräsident mit feinem Gefolge auf den Balkon des Römer, wo Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger einige Worte an die auf dem Römerberg versammelte SA. und SS. richtete. Es sei für ihn eine besondere Freude, daß er heute dem preußischen Ministerpräsidenten seinen Gau zeigen konnte. Wer diese Fahrt mitgemacht habe, der habe das Vertrauen, daß das Schicksal der Ration in den besten Händen ruhe. Uebertounben sei die Zersplitterung im 3nnem, alle seien herbeigeströmt, um den Ministerpräsdienten, den treuesten Paladin des Führers, zu begrüßen. Die Fahrt habe gezeigt, dah heute der Wahn einer QEain- linie endgültig vorbei sei. Der Ratio- nalsozialismus habe den Main zu einer Verbindungslinie gemacht. Die Verbindung der beiden Gaue Hessen und Hessen- Rassau unter feiner Führung habe die Drücke geschlagen zwischen Rorddeutschland und Süddeutschland. Und so wie der Rhein niemals eine Grenze werden dürfe, so müsse auch der Main für ewig ein Bindeglied fein. Ministerpräsident Göring schilderte die tiefen Eindrücke dieser Fahrt, die ihre Krönung in dem Empfang der alten Kaiserstadt Frankfurt gefunden habe. Ein besonderes Erlebnis für ihn sei die Begeisterung der 3ugenh gewesen, die in allen Dörfern und Städten die Straßen umsäumte und ihm zujubelte. Diese Fügend sei einmal dazu berufen, das deutsche Schicksal vor der Geschichte zu vollenden. Das Horst-Wefsel-Lied und das Deutschlandlied beendeten die eindrucksvolle Kundgebung, Re.chsmin ster G.r ng w. rde, bevor ec d s Zranl- furter Rathaus verließ, noch zu dem goldenen Buch der Stadt geleitet, wo er seinen Ramen eintrug. / „Gin Volk, eine Schule, ein Grzieherfland". Die Konstituierung der deutschen Erziehergemeinschast. Magdeburg, 8. 3uni. (TU.) Aus der konstituierenden Versammlung der deutschen Erzicher- schaft in der Magdeburger Stadthalle hielt nach einleitenden Begrüßungsworten des Stadtschulrats Dr. Donath und einigen musiialischen Vorträgen der Reichsleiter des Rationalsozial:stischen Deutschen Lehrerbundes, der bayerische Kultusminister Schemm einen Vortrag über .Ein Volk, eine Schule, ein Erzieher stand". Er führte u. a. aus: 3ch glaube, wohl behaupten zu können, daß die heutige Tagung der gesamten deutschen Erzieherfchaft eine Zusammenkunft von Menschen ist, die sich wohl bewußt sind der ungeheueren Verantwortung, die sie als Erzieher und Erzieherinnen in einer Zeit haben, die die größte und gewaltigste geschichtliche Entwicklung in den letzten Monaten genommen hat. Der Herrgott hat unser Volk auf seinem Gang zum Grabe, der 14 3ahre dauerte, mit seiner unaussprechlichen Gnade auf diesen Weg geführt und damit unser Bewußtsein gestärkt, daß unser Volk das beste, das geistig hochstehendste und in sittlicher und ethischer Beziehung einzig dastehende zu betrachten ist. Der deutsche Lehrer steht mitten in diesen ganzen Geschehnissen, und es ist eine Selbstverständlichkeit, daß er auch auf das Hohe dieser Zeit hinauftlettcrt und sie begreift. Mögen in den verschiedensten Erzieherorganisationen liberalistische, atheistische, marxistische oder gar bolschewistische Tendenzen sich eingeschlichen Haben, so bewein uns der Heurige tag, daß in Wirklichkeit der deutsche Lehrer und Erzieher von diesen Zerstörungserscheinungen in seinerTiesenicht berührt war. Tausende und aber Tausende von deutschen Lehrern haben sich niemals von ihren alten Grundtendenzen der sittlichen, ethischen und religiösen Auffassung des deutschen Erziehers ablenken lassen, denn niemals wäre der Tag von Potsdam erlebt worden, wenn nicht im deutichen Volke soviel rasiisches, ethisches, hochwertiges deutsches Menschentum vorhanden gewesen wäre. Die letzten Reste atheistischer und marxistischer Zerrissenheit müssen aber jetzt verschwinden. Der deutsche Erzieherstand muß in Zukunft brüderlich und kameradschaftlich in einem Geiste Zusammenarbeiten. Die deutschen Erzieher müssen sich die Hand reichen, ohne Unterschied, ob Hochschulprofessor oder Dolksschullehrer. Die deutschen Erzieher marschieren gemeinsam auf das Ziel los: „Heranbildung der deutschen Jugend zum Bekenntnis zum deutschen Volk und öaterlanb, zu Gott, Blut und Heimat J „Der Nationalsozialismus steht auf dem Boden keiner bestimmten Konfession, sondern auf dem Boden des Christentums." Unser Volk heißt Deutschland! Unsere Religion Christentum. Schlimmen und zerstörenden Bestrebungen der Zersetzung der deutschen Erzieherschast durch Hineintragen und Vertiefen der Zwietracht in religiöser Hinsicht werden mit allen Machtmitteln des Staates bis zur rohen brutalen Gewalt beseitigt werden. Deshalb muß buch die heutige gestaltgebende Kundgebung heraus- wachsen zum Bekenntnis zum Volk und über die Konfessionen hinweg ein Bekenntnis zu Gott (ein. Wir sind nicht objektiv, wir sind deutsch. Für uns ist alles falsch, was dem deutschen Volk nicht nützt. Für uns ist alles Verbrechen, was dem deutschen Volk schadet. Anschließend an den Vortrag des bayrischen Kultusministers Dr. Schemm wurde d i e Urkunde der Gründungsversammlung der deutschen Gesamterzieher-Organisationen unter Führung des NS.-Lehrerbundes verlesen, die von den Vertretern von insgesamt 48 Landesverbänden unterzeichnet wurde und folgenden Inhalt hat: „Die unterfertigten Lehrerverbändc erklären, nachdem mehr als die Hälfte der deutschen Erzieher dem NS.-Lehrcrbund als Linzelmitglieder beigetreten sind, folgendes 1. Die durch Unterschrift und Stempel ihrer Vorstände ausgewiesenen verbände treten als rechtsfähige Körperschaften der deutschen Gesamter- zieher-Organisation korporativ bei. 2. Sie sind bereit, an allen Gliedern der deutschen Lrziehergemeinschaft freudig mitzuarbeiten. 3. Sie sind bereit, der Reichsleitung dieser Gemeinschaft für ihre sämtlichen beitragspflichtigen Mitglieder monatlich im voraus ab 1. Juli 1933 einen Kopsbeitrag von noch sestzustellender hohe zu überweisen. 4. Die Vorstände dieser verbände treten dem JIS.- Lehrerbund als Linzelmitglieder bei. 5. Die genaueren Organisation^- und wirtschaftlichen Maßnahmen sollen späterer,Regelung Vorbehalten bleiben. Zum Schluß der Kundgebung wurde einstimmig die Absendung des folgenden Telegramms anden Reichspräsidenten beschlossen: „Die heule unter Führung des Nationalsozialistischen Lehrerbundes in Magdeburg zusammengeschlossene Gesamt- erzieherschast Deutschlands marschiert im Geiste von Potsdam und gelobt, alle Kräfte emzusetzen für Freiheit und Ehre der Nation." An den Volkskanzler Adolf Hitler und Reichsminister Frick wurde folgendes Telegramm gesandt: „Die heute unter Führung des nationalsozialistschen Lehrerbundes in Magdeburg zusammengeschlossene Gesamterzieherschaft Deutschlands, der nun die bisherigen Einzellehrer- oerbände aller Schulgattungen restlos angehoren, marschiert mit der nationalsozialisti|chen Revolution und gelobt, alle Kräfte einzusetzen kür die Freiheit und die Ehre der Nation und für das gewaltige Werk des großen Erziehers unseres Volkes Adolf Hitler." Berliner preffestimmen zum Transsergeseh. Berlin, 9.Juni. (CNB.) Die Berliner Preffe berichtet über den Transferaufschub. In den Kommentaren wird übereinstimmend auf das Zwangsläufige dieser Maßnahme hingewiesen, die angesichts der katastrophalen Entwicklung der Deoisen- verhältnisse eine dringende Notwendigkeit geworden sei. Der Völkische Beobachter spricht von einer vorübergehenden Notmaßnahme, die die Sicherheit der privaten Eigentumsverhältnisse nicht berühre. — Der Tag weist darauf hin, daß nach den Ereignissen der letzten Woche auch das Ausland mit dieser Entwicklung gerechnet habe. Durch das deutsche Transfer-Mo- ratorium werde die Weltwirtschaftskonferenz gezwungen, sich gleichzeitig mit dem Problem zu befassen, wie die Schuldnerländer in die Lage versetzt werden sollen, ihre Schulden trotz der sich austürmenden Handelshemmnisse zu bezahlen. Man könne Deuifchland bestimmt nicht den Aorworf machen, daß deutscherseits nicht alle Maßnahmen getroffen worden seien, um die Einfuhr nach Möglichkeit zu oer' ringern und die Ausfuhr möglichst zu erhalten. Deutschland habe das Seine getan, jetzt sei es an den Wuslanbsgläubigern, einen Weg zu finberr wie die Aufnahmesähigkeit her Welt für beutsche Waren erhöht werden könne. Die „V o s s i s ch e Zeitung" spricht von einem schwerwiegenden Schritt, der schließlich unvermeidbar geworden sei. — Das „B. T." hebt hervor, baß biefer Eingriff nicht leichtherzig erfolgt fei. Reichsbankpräsident Dr. Schacht tonne sich mit Recht darauf berufen, daß gerade er auf die Gefahren her großen, und wie sich gezeigt hat, übermäßigen Aus- landoerschulbung Deutschlands schon zu einer Zeit hingewiesen habe, als diese Erkenntnis noch das Vorbehaltsgut nur weniger gewesen sei. Daher sei auch das deutsche Transfermoratorium keine Sensation, wenigstens nicht im Sinne einer lieber- raschung, sie fei eine Entwicklungsstation, die unter den gegebenen Verhältnissen einmal erreicht werden mußte. — Der „B o r s e n k u r i e r" führt aus: lieber die Nöte des Augenblicks hinaus stellen wir und wohl auch die Gläubiger die Frage: Wie stellt man Deutschlands Fähigkeit, Devisen aufzubringen und zu überweisen wieder her. Es fei schwer, einen anderen Weg zu gehen, als den, auf welchen Reichsbankpräsident Dr. Schacht immer schon hingewiesen Abschluß der deutsch-ungarischen MrtschastSverhandlungen. Budapest, 3. 3uni. (WTB.) Amtlich wird mitgeteilt: Die zwischen den Beauftragten der ungarischen und der deutschen Regierung in äußerst freundschaftlichem Geiste geführten Verdat: Man muffe Deutschland durch seinen Außenhandel und durch seine Leistungen die nötigen Devisen verdienen lassen. Nur das sei es auch, was Deutschland von der Welt verlange. Italien feiert den Abschluß des Viermächtepaktes. Rom, 8.Juni. (TU.) Die große Senatsrede Mussolinis wurde in Rom vom Publikum auf den Hauptplätzen der Stadt mitangehört, wo Lautsprecher aufgestellt waren. Im Laufe der Nacht wurde sie ein zweites Mal durch Schallplatten im Rundfunk verbreitet. In zahlreichen Städten fanden nachts Umzüge und Kundgebungen statt, die den Schöpfer des Viermächtepaktes feierten. Die Hauptstraßen Roms waren bis tief in die Nacht hinein ungewöhnlich belebt. Die Zeitungsverkäufer, die die Spätausgaben des „Giornale d'Jtalia" mit dem Text der Rede Mussolinis verkauften, brachten in ihren Ausrufen das politische Ereignis auf die einfache Formel: „Der europäische Friede unterzeichnet". Diese Bewertung und Stimmung entspricht übrigens der des gesamten italienischen Volke?. Die Donnerstagmorgenblätter bringen die ersten Kommentare. „Popolo di Roma" schreibt: Mussolini hat die europäische Kultur vor einer Katastrophe gerettet, die vielleicht unmittelbar bevorstand. Er hat sie gerettet für zehn Jahre. Zehn Jahre, das kann bedeuten: für immer. Jedenfalls hat niemals ein politischer Genius ein solches Recht auf die Dankbarkeit der Welt, auf die Erkenntlichkeit des ganzen Menschengeschlechts ge- habt wie Muffolini. Auch der „ M e s s a g g e r o " schreibt, daß der Friede für die Zukunft gesichert sei, daß er nicht nur Waffenstillstand, sondern Ueberwindung alles deffen bedeute, was die Völker trenne. Das liege in der Absicht des Duces und nur unter dieser Bedingung entspreche der Vie- rcrpakt völlig seinem Zwecke. Das Wort „Wiederaufbau" finde sich häufig in der denkwürdi- gen Rede Mussolinis im Senat. Zehn Jahre seien ein kleiner Tropfen in der Ewigkeit. Aber sie stellten eine genügende Atempause für die Men- schen des guten Glaubens und des ehrlichen Willens dar, an die Arbeit zu gehen. Oie englischen (Sportflieger beim Reichskanzler. Berlin, 8.3uni. (WTB.) Die in Berlin weilenden englischen Sportflieger liehen eine Abordnung unter Führung des Vizepräsidenten des Königlich Englischen Aero-Club Lindsay Everard am Ehrenmal Unter den Linden einen großen Eichenkranz niederlegen. Um 10.30 Uhr fand dann in der Reichskanzlei ein Empfang durch den Reichskanzler Adolf Hitler statt. Der Kanzler sprach die Hoffnung aus, dah die englischen Gäste die besten Eindrücke von Deutschland mit nach Hause nehmen würden. Als deutscher Soldat habe er persönlich während des Krieges in Flandern Gelegenheit gehabt, die Leistungen der englischen Flieger zu bewundern. Er sei überzeugt, dah auch die englischen Gäste, soweit sie damals an der Front gewesen seien, in gleicher Weise Achtung vor der Ritterlichkeit der deutschen Gegner empfunden hätten. Das aufrichtige Gefühl dieser gegenseitigen Achtung bilde die zu- verlässig st e Grundlage für die politischen Beziehungen der beiden großen germanischen Rationen in den kommenden Jahren. Rur im Geiste dieser jungen Generation könne ein neuer Anfang gemacht werden zur Behebung auch der wirtschaftlichen Röte unter den Völkern. Don deutscher Seite aus werde alles geschehen, um dieses Ziel zu verwirklichen. Die englischen Gäste hätten sich selbst ein Bild davon machen können, daß nicht Terror das deutsche Leben beherrsche, sondern daß hier ein Volk sich wiedergefunden habe, und daß hier ein Geist walte, der aus den Idealen einer jungen deutschen Nation geboren sei. Er begrüße die englischen Gäste auch namens der großen nationalsozialistischen Bewegung, die den Willen habe, den GeistderVerbundenheit zwischen den beiden Nationen hoch zu halten Namens der englischen Gäste dankte Mr. Lindsay Everard für die herzliche Aufnahme in Deutschland und für die Ehre des Empfanges. An den Empfang schloß sich eine Besichtigung des Zentralflughafens Tempelhof und auf besonderen Wunsch der englischen Gäste auch des Reichstagsgebäudes an. Die englischen Flieger verließen heute nachmittag Berlin, um über Schwerin und Kiel in die Heimat zurückzukehren. Ein brasilianischer Staatsmann an den Reichskanzler. Berlin, 3. Juni. Vor einigen Tagen übergab iin brasiliarischer Diplomac im Auftrage der Regierung des Staates Pernarn- buco (Brasilien) dem Herrn Reichskanzler Hitler ein Handschreiben des Präsidenten Cavalcanti. Das persönlich verfaßte Handschreiben hat folgenden Inhalt: Seiner Exzellenz, dem Herrn Reichskanzler Adolf Hitler, in glühender Sympathie und auf- richtigster Bewunderung Grütze von Carlos de Lima Cawalcanti, Präsident des Staates Pernambuco (Brasilien). Alsdann überbrachte der brasilianische, Diplomat ein weiteres Handschreiben dem Herrn Reichsminister Dr. Goebbels. Dieser Brief, ebenfalls handschriftlich verfaht, hat folgenden Wortlaut: Dem genialen Verkünder des jungen Deutschlands, Seiner Exzellenz Herrn Minister Dr- Goebbels mit Bewunderung und Sympathie und mit Dank für das dem „Diario da Manha" gegebene 3nterview. Carlos de Lima Cawalcanti, Präsident des Staates Pernambuco (Brasilien). 3n den letzten Tagen verbreitete die gesamte Regierungspresse von Brasilien ein ausgezeichnetes 3nterview, das Minister Dr. Goebbels derselben vor dem Abflug des „Graf Zeppecin' durch den Berliner Handeis- attache der brasilianischen Gesandtschaft in Berlin übergeben hatte. Dasselbe, in größter Ausmachung gebracht, erregte inganzBrasilien ungeheueres Aufsehen und freudigste Zustimmung. Die Amlseinsühmng Prinz Philipps von Hoffen. In Kaffel fand die feierliche Einführung des Prinzen von Hessen als Oberpräsident der Provinz Hessen- Nassau durch den preußischen Ministerpräsidenten Göring statt. Unser Bild zeigt den Ministerpräsidenten bei seiner Ansprache ganz links, rechts den neuen Oberpräsidenten. Das neue deutsche Recht. Ein Jtunbfunfvortrag von Or. Frank. D e r l i n, 8. 3uni. (TA.) Der Reichsjustizkommis- sar und bayerische 3ustizminister Dr. Frank hielt am Donnerstag einen Rundsunkvortrag über das neue deutsche Recht, der auf alle deutschen Sender übertragen wurde. Der Vortragende bezeichnete die Neugestaltung der Rechtsordnung des deutschen Volkes als eines der wesentlichsten Gebiete unseres völkischen Daseins. Da das Recht eine Angelegenheit des ganzen Volkes sei, müsse auch die Rechtsreform Angelegenheit eines weiter gezogenen Kreises als nur der Akademiker sein. Deshalb hätten sich dem Rationalsozialistischen Deutschen 3u- ristenbund auch jene nicht akademischen, aber doch dem Recht und der Rechtsfindung unmittelbar dienenden juristischen Derufsgruppen angeschlossen. Mit besonderem Rachdruck betonte er, dah an dieser ständischen Ausgabe desRSD3B. nicht gerüttelt werden könne. Cs bestehe keine Verpflichtung für die Mitglieder der dem RSD3B. angeschlossenen Verbände, sich darüber hinaus noch anderen Organisationen, Deamtenbund, Betriebszellen oder Fachschaften anzugliedern. Eine diesbezügliche Aeuherung des Preuhischen 3ustizministers sei mitzverstanden worden. Dr. Frank bekannte sich voll Leidenschaft zu dem F r e i h e i t s k a m p s des deutscyen Menschentums auch im Recht. Das Wort „Gemeinnutz geht vor Eigennutz" sei die Basis, auf der das neue deutsche Recht erwachse. Der deutsche Mensch wolle deutsche Richter, die ihn verstehen und seine Sprache sprechen. Die nationalsozialistische Revolution sei die große germanische Revolution und darum werde auch die jetzt einsetzende Reform des deutschen Rechtes die Zurückführung der deutschen Rechtszustände auf das germanische S i 11 e n i d e a l in sich tragen. Der Kampf werde in weitem Umfange auch aufgenommen gegen das Eindringen jener verfälschten römisch.rechtlichen Begriffe und jener römisch-rechtlichen Methoden, die mit dem deutschen Lebensgefühl nicht vereinbar seien. Als nächstes großes Gebiet werde das deutsche Strafrecht insgesamt einer endgültigen Reform entgegengeführt. Warnen müsse er davor, zu glauben, daß die Aenderung der Lage nun mit dem deutschen Recht von heute auf morgen geschehen könnte. Es könne nicht alles als schlecht erklärt werden, was bis jetzt der deutsche Rechtsaeist geschaffen habe. Der mutige und stolze Richter, die freien und stolzen Anwälte und Justizbeamten sollten in ihrer Freiheit geschützt werden. Zum Schluß erklärte Dr. Frank, das große Werk der Rechtsvereinheitlichung zwischen Deutschland und Oe st erreich werde als eine Angelegenheit des deutschen und österreichischen Volkes fortgesetzt werden. Man lasse sich in diesem Werke von niemanden stören, denn man wolle nichts gegen d i e internationalen Verträge und gegen die Verpflichtungen unternehmen, die das deutsche und österreichische Volk auf sich genommen hätten. Das deutsche Volk möge Vertrauen haben zu den deutschen Juristen und dabei Mitwirken, daß die Kluft zwischen Justiz und Volk sich schließe. Handlungen über die Belebung des gegenseitigen Warenaustausch-Verkehrs wurden mit Erfolg beendet. Das zwischen den beiden Staaten bestehende Clearing-Abkommen wurde durch mehrere Beschlüsse ergänzt, die die Ausfuhr ungarischer Produkte im Rahmen von Kompensationsgeschäften wesentlich erleichtern. Die praktische Auswirkung dieser Vereinbarungen zeigte sich bereits in dem Amstand, daß von den Interessenten beider Länder Verhandlungen über konkrete Geschäftsabschlüsse eingeleitet wurden, die die sofortige Ausfuhr ungarischer Saisonartikel sichern und die wahrscheinlich die Ausfuhr auch anderer ungarischer Agrarprodukte ermöglichen werden. Oer Katholische Gefellentag in München. Die bayerische Landeshauptstadt steht seit Don- nerstag im Zeichen des Deutschen Gesellentages Bereit am Mittwoch waren die Gesellenvereinsver- treter aus der Schweiz, den Niederlanden, Luxemburg, Böhmen, den Donaulanden, aus Spanien und aus Ueberfee angekommen. Ferner sah man die ka- cholischen Gesellen aus Danzig, Oberschlesien, Ostpreußen, aus Eupen-Malmedy und aus Südtirol. Neben den Gesellen waren die Präsidien gleichfalls zahlreich angekommen, an der Spitze Generalpräses Monsignore Hürth. Besonders feierlich gestaltete sich am Donnerstagmittag die Ankunft des Kölner Sonderzuges mit dem Banner des Gesellenpräsidiums, das mit Girlanden geschmückt auf dem Münchner Hauptbahnhof eintraf. Der Gesellentag wurde dann in der Hauptausstellungshalle auf der Theresienhöhe eröffnet mit einer großen Kundgebung, an der mit den Präsides und den Führern der Gesellenvereine und der KwG. (Kolpings wandernde Gesellen) Tausende von Festtteilnehmern teilnahmen. Oberbürgermeister F i e h l e r, München, hieß namens der Stadt München den Gesellentag willkommen. Er stellte dann die beiden Lebensauffassungen des Materialismus und des 3dealismus einander gegenüber und glaubte unter stürmischem Beifall feststellen zu dürfen, dah der Katholische Gesellenverein nicht der Auffassung des Materialismus huldige. Anter Marsch- und Fanfarenklängen erfolgte dann de rEinzug der etwa 400 Fahnen und Wimpeln. Generalpräses H u e r t h führte in seiner Festansprache aus, dah der Weltkrieg am deutlichsten die Durchschlagskraft der Erziehungsarbeit der katholischen Gesellenvereine erwiesen habe. Wir sind kein Bestandteil irgendeiner Partei, unser ganzes Streben nach Betätigung im öffentlichen Leben ist einzig darauf gerichtet, dem Ausbau unseres Vaterlandes die Wege zu ebnen. Wir erlebten in Deutschland das große Fest der Arbeit, und wir danken den Männern, die es uns gegeben haben. Wir danken ihnen auch für den Mut zur berufsständischen Aufbauarbeit unseres Volkes. Richt in Klassen-, und Partei- roeio* n, ein einig Volk soll es werden und bleiben." Der Vorschlag des Generalsekretärs zur Absendung eines Danktelegramms an Reichskanzler A d o l f H i t l e r für feine erfolgreiche Aufbauarbeit an Volk und Staat und eines Huldigungstelegramms an den Reichspräsidenten von Hindenburg wurde stürmisch bejubelt. Mit dem Gesang des Deutschlandliedes wurde die Kundgebung geschlossen. Einschreiten des Reichsfinarrzministeriums gegen das Kasseler Notopfer. Berlin, 9. Juni. (CNB. Funkspruch.) Wie wir von zuständiger Stelle erfahren, hat das Reichs- finanzministerium heute das Erforderliche veranlaßt, um die Erhebung d e s K a s f e l e r N o t o p f e r s, das in der Deffenb ltchkeit viel besprochen worden ist, zu oeryin - d e r n. Das Vorgehen des Reichsfinanzministeriums gründet sich auf § 2 des Finanzausgleichsgefetzes, wonach Steuern vom Einkommen nur vom Reich, nicht ab er von Ländern oder Gemeinden erhoben werden dürfen. Die Stadt Kassel hatte das Notopfer zwar als eine freiwillige Abgabe bezeichnet, gleichzeitig aber bekannt- gegeben, daß jeder, der es nicht entrichtet, durch Maueranschlag öffentlich angepran- gert werden solle. Keine llrlanbskürzungen. Berlin, 8. Juni. (CNB.) Der Leiter des Tarifamts der Deutschen Arbeitsfront hat angeordnet, daß für das Jahr 1933 die Urlaubsbauer gegenüber den Vereinbarungen für das 3abr 1932 nicht gekürzt werden darf. In jedem Falle ist für die Urlaubszeit, soweit nicht tariflich etwas Günstigeres vereinbart ist, der volle, unge- Mte Wochenlohn unter Zugrundelegung der 48- Stunden-Woche zu zahlen, also auch dann, wenn verkürzt gearbeitet worden ist. Zuwiderhandlungen gegen diese Anordnung sind unverzüglich an die zuständigen Bezirksleiter der Deutschen Arbeitsfront zu melden. Kleine politische Nachrichten. Der „Verband für den Schutz der U„n des japanifchen Reichs" bat an Reichskanzler Adolf Hitler ein Sde- gramm 0efan&t, in dem ihm und dem deutschen Volk für die große Vaterlandsliebe und die mutige Haltung gegen den Kommunismus sowie gegen die unsittliche Literatur Verehrung und Hochachtung ausgesprochen wird. Zu einer Meldung aus Amsterdam, daß der Sih des Vorstandes der deutschen Sozialdemokratie nach Prag verlegt worden sei, erklärt der Abgeordnete Löbe im Ramen der in Berlin anwesenden Mitglieder des Parteivorstandes, dah ihnen von einer solchen Verlegung nichts bekannt sei. Die spanische Regierung ist zurück- getreten. Premierminister A z a n a hatte eine Ambesetzung verschiedener Ministerposten vor- geschlagen. Als der Präsident der Republik Alcala Zamora erklärte, er müsse sich erst mit den republikanischen Gruppen in Verbindung setzen, ehe er sich zu dem Vorschläge äußern könne, hat das Kabinett seine Demission eingereicht. Wie der Matin berichtet, soll die Begnadigung des im Februar in Rom wegen Spionage zu zwei 3ahren Gefängnis verurteilten französischen Professors am Polytechnikum Ehdoux bevorstehen. Professor Eydoux sei aus dem Gefängnis bereits in eine Villa in Dom übergeführt worden und habe die Erlaubnis erhalten, die Stadt selbst zu besuchen. Aus aller Welt. Matterns Zwifchenlanbung. Aeber die Arsache, die zu der unfreiwilligen Zwischenlandung des Weltfliegers Mattern geführt hat, wird noch bekannt, daß Mattern vier Stunden nach Verlassen von Omsk eine Andich - tigkeit in der Zuflußlei tung des Brenn st offbehälters entdeckte. Die ausströmenden Gase betäubten ihn derart, dah er sich zur Zwischenlandung gezwungen sah. Bei der Landung selbst war er nahezu ohne Bewußtsein. Mattern ist Freitagsrüh 4 Ahr in Belowo bei Prokopiewsk zum Weiterflug in Richtung Krasnojarsk aufgestiegen. Die Bergung des Goldschatzes der „Egypt". Das italienische Bergungsschiff „A r t i g l i o". das von neuem seine Tätigkeit, die Goldvorräte der „Eghpt" zu bergen, aufgenommen hat, hat bereits in diesen Tagen wieder Gold - und Silberbarren im Werte von 50 000 Pfund Ster lin gehoben. Schätzungsweise befinden sich an Bord des „Eghpt" jetzt noch weitere Gold- und Silbervorräte im Werte von 20J Millionen Pfund Sterling. Die Leitung der Bergungsarbeiten glaubt, den gesamten Schatz im Lause der allernächsten Zeit heben zu können. Die Dergungsergebnrsse, die der „Artiglio" mit der Wiedergewinnung des „Egypt"-Schatzes erzielte, waren im Vorjahre so groß, daß die Sorima AG. in Genua, der der „Artiglio" gehört, eine Dividende in Höhe von 100 Prozent ausschütten konnte. Aus der Provinzialhauptstadt. Tage im Juni. Nach einem etwas unfreundlichen Mai, der sich nur an einigen Tagen als Wonnemonat zeigte, kommt der „Heumond ober ber Rosenmonat. Die schönsten unb reichsten Tage des Jahres erleben wir nun. Die Linben unb ber Hollunder blühen Der Wald steht im schönsten Schmuck. Ueberall leuchtet unb glanzt es, bie grüne Saat ging auf, unb halb wirb der Winb bie gelben Wölkchen des Blütenstaubes bahin- tragen. Unb überall singt es in Wald unb Felb, denn bie Zeit der Liebe, in der die Vögel singen, ist noch. Der Kuckuck ruft, ber Sperling zwilcht, aber bie Finken, bie Drosseln unb bie Amseln erfreuen uns am meisten mit ihren Liebern. Das Jnsektenvolk strömt in Scharen herbei. Es summt unb summt wie eine ferne Orgel. Wer kennt alle Käfer unb Schmetterlinge? Wie sie sich wiegen im Sonnenschein, unsere „Sommervögel , unsere Tagfalter in ihrer schimmernben Pracht! Da ist bas Tagpfauenauge, bort ber Abmiral, ba buchtet bas Gelb des Zitronenfalters, ber Schwalbenschwanz schwebt von Blume zu Blume, unb dazwischen Hun- berte unb Tausende von kleinen Bläulingen. In Scharen kommen sie, um am Tau — ober auch an heißen Tagen an einer Pfütze — ihren Durst zu löschen. Aus bem vielstimmigen Orchester ber Insekten hören wir immer roieber schrille Geigentöne heraus. Das find bie Heuschrecken, von ben Kindern auch Heuhüpfer genannt. Wir müssen schon geschickt fein, um diese kleinen Turner fangen zu können, denn sie vollführen Sprünge von unglaublicher Hohe. Nun sitzen sie ba unb streichen mit ber einen Flügelbecke über bie anbere. Das ist ihre Musik, chre Lebensfreude. Aber auch bie Grillen gehören zu ben Musikanten. In alten Häusern sitzen sie gern als „Heimchen" in ber Küche, in irgenb einem Löchlein unb lassen in ben lauen Juninächten ihre Zirptöne hörön. Die Wiesen sind ein schöner, bunter Teppich, auf dem die Ratur alle Farben auf das dunkle Grün der Gräser getupft hat, und am Morgen blitzt und funkelt es uns entgegen. Das ist der Morgentau, der wie Diamanten glänzt und leuchtet. 3n ihm brechen sich die ersten Sonnenstrahlen in allen Regenbogenfarben. Wie köstlich ist eine solche Morgenwiele im 3uni! And erst der Garten! Welche Dlumenpracht! Aeber allen aber die Königin: Die Rose! Schon am Waldrand strömte uns der Duft der wilden Heckenrosen entgegen. Hier aber in den Gärten stehen sie in allen Arten und Farben. Sie sind immer schön, schon als Knospe, wenn die zarten, rot angehauchten Dlütenblättchen hervordrängen wollen aus dem grünen Kleid des Kelches. Als halb erblühte Blumen, noch leicht geneigt, gefallen sie uns am besten. Aber auch die voll entfalteten Vosen im Sonnenschein sind unser Entzücken. Wir nähern uns der Höhe des 3ahres. Es ist, als ob die Ratur ihre ganze Liebe, ihren ganzen Duft für die Herrlichkeit der Rosen aufbewahrt hätte. And mit heiterem Gemüt unb frohem Herzen sollen wir die Tage genießen. Sie ist bald dahin, die Zeit der Rosen! 3. Bornotizen. — Tageskalender für Freitag. DHC.r Hotel Hopfelb, Monatsoersammlung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Champ" unb „Der Sohn bes Rajah". — „Die Kaufmannsgehilfen im na- tionalfoziali (tischen Staat" betitelt sich das Thema einer öffentlichen Kundgebung, bie morgen, Samstag, 20 Uhr, im Saale des Caf6 Leib ftattfinben wirb. Der Deutsche Hanblungsgehilsenoer- banb läbt dazu alle Kaufmannsgehilfen ein. (Siehe heutige Anzeige.) — Konzert unb Illumination im Flughafen. Morgen, Samstag, nachmittag finbet im Flughafen-Restaurant ein großes Gartenkonzert statt. Gleichzeitig wirb die neue Dachgartenterraffe Verbraucher und Vierjahresplan. Don Arih Bauer. Die Rettung des deutschen Bauern ist ein Haupt- programmpuntl des Bierjahresplanes. Reichskanzler Adolf Hitler hat in seiner Rede am 1. Mai zum Ausdruck gebracht: „Es gibt keinen Ausstieg, der nicht beginnt bei der Wurzel des nationalen, völkischen und wirtschaftlichen Lebens, beim Bauern". Die Rot des gesamten Bauernstandes, die drohende Gefahr eines Zusammenbruch» der deutschen Lrnährungsgrundlage und einer Verödung der heimischen Scholle zwingt dabei zum beschleunigten handeln. Rach jahrelangem nutzlosem Bemühen, mit Hilfe an sich gut gemeinter Experimente und von Tagesbedürfnissen diktierter, unzureichender Mittelchen das Verhängnis vom deutschen Bauern abzuwenden, mußte endlich zu befreiender Tat oorgestoßen wer- den. Mit großer Beschleunigung hat darum die Reichsregierung eingegriffen und zunächst die Hebel an einem besonders gefährdeten Punkt angesetzt: der Fettwirtschaft. Die Maßnahmen auf diesem Gebiet, darüber konnte von Anfang an kein Zweifel besteben, müssen sich auch aus den deutschen Verbraucher auswirken. Die Fettprcise sind gestiegen. Und schon beginnt — auch das war zunächst unausbleiblich — in einigen Verbroucherschichten Besorgnis Platz zu greifen. Man ist beunruhigt, fühlt sich benachteiligt, spricht von drohender Teuerung, fürchtet weitere Preissteigerung und ist nur zu leicht geneigt, haltlosen Gerüchten und ihren böswilligen Urhebern Gehör zu schenken. Wer sich aber die Mühe macht, die Dinge in ihrem Zusammenhang zu sehen und in ihrer notionalwirtschastlichen Bedeutung zu beurteilen, wird denen nicht Recht geben können, die in -iner Maßnahme zur Abwendung der Bauernnot eine Benachteiligung anderer Volksschichten sehen. Die Sachlage ist eindeutig klar. wer möchte heute noch glauben, der Kamps um die deutsche Scholle sei lediglich Angelegenheit des unmittelbar betroffenen Berufsstandes, ginge den Städter nichts an! Bauernnot bedeutet Gefahr für da» ganze Volk. Wen in vergangenen Jahren deutsche Bauern ohne Schuld von Haus und Hof vertrieben wurden, wenn auf dem Lande in wachsendem Maße Verbitterung und Verzweiflung emporwucherten, dann waren das ernste Sturmzeichen für das ganze deutsche Volk. Der Bauern st and ist das natürliche Fundament des gesamten deutschen Wirtschafts- und Dolksbaues. Eine Volkswirtschaft ohne starke Bauernschaft ist wie ein Schiff mit viel Segeln und ohne Ballast — es muß kentern. Das ganze deutsche Volk und jeder einzelne Volksgenosse hat daher die Pflicht, das Seinige zu tun, um dem deutschen Bauern st ande wieder Exi - stenzmöglichkeiten zu geben. Blan halte sich nur vor Augen, daß die Verkaufserlöse der deutschen Landwirtschaft aus der Vieh- und Milchwirtschaft seit 1928 29 um well mehr als ein Drittel zurückaegangen sind: van 6,4 bis unter 4 Milliarden. Die Erlöse aus Vieh- und Milchwirtschaft aber bilden den weitaus größten Teil der Einnahmen, na- mcntlid) der Bauern. Und was die Preisentwicklung im einzelnen angeht: in wenigen Jahren hat sich beispielsweise der Futterpreis (Großhandelspreis in Berlin) halbiert: von 179,58 Mark |e Zentner im Jahre 1928 auf 84 Mark je Zentner zu Anfang 1933. Unter dem ständig wachsenden Druck der Margarine- und Schmalzpreise drohte der Futterpreis weiter abzusinken und damit einen lebenswichtigen Zweig deutscher Viehwirtschaft endgültig zu vernichten. Das Ausschlaggebende dabei ist: Der Butter- preis ist im Lause der letzten Jahre wesentlich stärker gesunken, als das Preisniveau der übrigen Waren. Rach der allgemeinen Meßziffer sind die Großhandelspreise im Durchschnitt in der gleichen Zeit nur etwa um ein Drittel zurückgegangen. Hier hat nun die Reichsreaierung Abhilfe geschaffen. Die Fettpreise sind in den letzten Wochen gestiegen. Im ganzen gesehen blieb die Erhöhung der Fettpreise jedoch im Rahmen des gesamten übrigen Preisniveaus. Mit anderen Worten: Ls handell sich lediglich um eine allmähliche Angleichung der katastrophal gesunkenen Fettpreise an den Durchschnitt des gesamten Preisniveau». Diese Zusammenhänge sollte jeder Volksgenosse bedenken. Er sollte auch nicht übersehen, daß die Reichsreaierung durch Ausgabe von Reichsverbilligungsscheinen für die Milderung sozialer Härten sorgt. Darüber hinaus wird von selten des Reichskommissars für Preisüberwachung die Entwicklung der Kleinhandelspreise laufend kontrolliert, um eine Ucberoorteilung des Verbrauchers durch ungerechtfertigte Preistreiberei und erhöhte Handelsspannen zu verhindern. Und schließlich: im ganzen gesehen, d. h. im Rahmen der gesamten Lebenshaltungskosten, wirkt sich die Erhöhung der Fettpreise nur geringfügig aus. Gelingt es im Laufe des Vierjahresplanes, die Gesundung der dcutfchen Landwirtschaft zu erreichen, ist auch der städtischen Bevölkerung genützt. Dann erwächst der heimischen Industrie vor den Toren der Städte im deutschen 'Bauern ein zahlungsfähiger Käufer, der Landwirt gibt durch seine Aufträge dem stadtgebundenen Hondwerksmeister, Unternehmer und Arbeiter Frot und Verdienst. Allen Deutschen kann nur immer wieder ins Bewußtsein gerufen werden, daß es sich bei dieser agrarpolitischen Maßnahme nicht um eine vereinzelte Aktion handelt. Wäre sie es, müßte sie in Kürze in sich zusammcnbrechen und mehr schaden als nützen. Denn man kann auf die Dauer nicht Preise stützen, ohne die Arbeitslosigkeit zu beheben und ätie Massenkaufkraft zu stärken. Diese agrarpolitische Maßnahme wird vielmehr organisch sich einfügcn in den wirtschaftlichen Gesamtplan der Regierung Adolf Hitler, die nach dem Grundsatz „Gemeinnutz geht vor Eigennutz" handelt und sich o e r a n t • wörtlich fühlt für jeden Arbeiter und für jeden Unternehmer, für den Bauern wie für den Gewerbetreibenden, für den Produzenten nicht weniger, als für den Verbraucher. eröffnet Am Abend findet eine Illumination statt. Auf die heutige Anzeige fei hingewiesen. EPH. TheoloZische Besinnung auf Volkstum und Staat. Die theologische Fakultät zu Gießen lud in Gen.einschatt mit der hessischen Kirchenbehörde und mit Vertretern der hessischen Pfarrerschaft und der Glaubensbewegung Deutscher Christen in Hessen die evangelischen Pfarrer de» Hessenlandes zu gemeinsamer theologischer Besin- nung auf Volkstum und Staat ein Ein erster theologischer Lehrgang für hessische Geistliche findet im Monat Juni statt. Er soll für die beiden südlichen Provinzen Hessens vom 19. bis 21 Juni in Darm stadt (Landeskirchentagsgebäude), für Oberhessen vom 26. bis 28. Juni in Gießen (Studentenhaas, Leihgesterner Weg 16) stattfinden. Zur Erleichterung der Teilnahme am Lehrgang hat die Kirchenbehörde den Teilnehmern aus dem Pfarrerstande die Erstattung der Fahrtkosten in Aussicht gestellt. Außerdem £aben die hessische Landesgruppe der Gesellschaft zur Förderung des thoelogischei^ Studiums und die evangelischen Kirchengemeinden in Darmstadt und Gießen Unterstützung zugesagt. Die Anmeldungen zum Lehrgang in Darmstadt sind bis spätestens oamstag, 10. Juni, an Hochschulpfarrer Lic. Dr. Schlink in Buchschlag (bei Frankfurt a. TL), oie Anmeldungen zum Gießener Lehrgang bis spätestens Samstag, 17. Juni, an Stubentenpfarrer Surfer« Gießen, Leihgesterner Weg 16 (Studentenheim) erbeten. * Der Deutsche Rotkreuz-Tag in Gießen. Der Zweigoerein des Roten Kreuzes in Gießen tritt aus Anlaß des Deutschen Rottreuz- Tages mit einigen Veranstaltungen an die Deffent- llchkeit. Arn Samstagnachmittag In der Zeit von 16 bis 17 Uhr, findet auf dem Hindenburgwall (Süd- anlage) ein Konzert der SA.-Kapelle statt. Ein zweites Platzkonzert wird am Sonntag in der Zeit von 11 bis 12 Uhr, ebenfalls auf dem Hindenburgwall abgehalten. Unter der Leitung von Obermufikmeister K r a u ß e konzertiert die Kapelle des hiesigen Bataillons. Am Samstag und am Sonntag wird bei freiem Eintritt im Depot der Freiwilligen Sanitätskolonne am Kanzleiberg eine Ausstellung der Rettungsgeräte der Kolonne gezeigt. Auf die heutige Anzeige fei besonders aufmerksam gemacht. ee Eine Arbeitsgemeinschaft für (Volksbildung für den Kreis Gießen wird der AS.-Lehrerbund, Kreis Gießen, zur (Bettiefung des durch die nationalsozialistische (Bewegung im (Volke erweckten nationalen Ge- danlens schaffen. Als Aufgabenkreis der Ar- beitsgemeinichaft sollen das (Vortragswesen, Musik und Gesang, Theater und (Rezitation, Sing- kreis und Sptelschar, Volkskunst ufto. von den für diese Fachgebiete geeigneten Mitgliedern dcS (216SZB. bearbeitet werden. Mer von den Mitgliedern der (RSLB- auf diesem Gebiete Mitarbeiten will, muß dem Kreisobmann des H6.« Lehrerbundes für den Kreis Gießen, Kreis- und Stadtschulrat Dr. Henß, Gießen, Mitteilung machen. *• Sonntagsrückfahrkarten zur DHC- Tagung. Wie uns vom Bahnhof Gießen mitgeteilt wird, werden zu der Hauptversammlung des Vogelsberger Höhenclubs, die am 10. und 11. Juni in Windecken stattfindet, Sonntagsrückfahrkarten — auch in Blankoform — von allen Bahnhöfen im Umkreis von 75 Kilometer um Heldenberg-Windecken (also auch von Gießen aus), sowie von den Bahnhöfen Alsfeld, Burg- und Rieder-Gemünden, Fulda 6-f)b Lauterbach-Nord ausgegeben. Geltungsdauer der Karten von Samstag, 10. Juni, 0 Uhr, bis Montag, IZ.Juni, 12 Uhr (Antritt der Rückreise). Die Teilnehmer müssen beim Lösen der Karten Einladungsschreiben oder Mitgliedskarte des BHE. vorzeigen. " Der Kristallschleifer am Schleif- rad- Die Firma Mettenheimer zeigt in ihrem Geschäftshaus am Kreuzplatz 3 bis einschließlich 17. Juni einen hochinteressanten Arbeitsvorgang. Ein Schleifermeister aus dem Glatzer (Bergland zeigt am Schleifrad die Herstellung des echten handgeschlisfenen Bleikristalls. Jedermann ist somit Gelegenheit geboten, die Herstellung der oft bewundernswert schönen KristaUschiissc in eigener Anschauung zu verfolgen. Auf die heutige Anzeige »sei besonders hingcwiesen. ** Neubesetzung der Hengststation Selgenhof. Von der Landwirtschaftskammer für Gießen wird uns mitgeteilt; Für den auf der Hengststation Selgenhof bei Ulrichstein ausgeschiedenen Hengst „Dilmar" ist der ausgezeichnete dreijährige Fuchshenast „Deutschmeister" stationiert worden. Der Hengst „Deutschmeister" hat anfänglich auf der Station Berstadt zur Zucht Verwendung gefunden. Taten für Freitag, tt. Jun, 1672: Zar Peter der Große in Moskau geboren; — 1870: der englische Dichter Charles Dickens auf Gadshill Place bei (Rochester gestorben. GroßesIugendgerichtGießen ■ Gießen, 8. Juni Die (Bluttat, der in der Aacht deS zweiten Osterfeiertages der SA -Mann Wilhelm Hofmann von Wölfersheim zum Opfer fiel, sand heute ihre gerichtliche Sühne. Da der Angeklagte W. (R. von Wölfersheim, der sich wegen Körperverletzung mit tödlichem Erfolg zu verantworten hatte, noch nicht 18 Jahre alt war, kam die Sache nicht vor dem eigentlich zuständigen Schwurgericht, sondern vor dem großen Jugendgericht zur (Verhandlung, das unter dem (Vorsitz von Amtsgerichtsrat Gros in der Besetzung von zwei Berufsrichtern und drei Jugendschöffen tagte. Wie wir bereits früher berichteten, lag der Anklage folgender Tatbestand zugrunde. Hofmann, der mit einem Kollegen den Dienst eines Hilfspolizisten versah, begegnete auf seinem Dienstgang einer (Reihe von jungen Burschen, die vor einer Wirtschaft standen, und forderte sie auf, nach Hause zu gehen. Cs entspann sich ein Wortwechsel zw schen Hofmann und dem Ange- klagten, in d se.r Derlauf ersterer von feinem Gummiknüppel Gebrauch machte. Daraus griff der Angeklagte zum Messer und versetzte Hofmann einen Stich in den Oberschenkel, der unglücklicherweise die Schlagader traf. Obwohl ärztliche Hilfe sofort zur Stelle war, starb Hofmann auf dem Transport in daS Friedberger Krankenhaus an Verblutung. Das Gericht erkannte auf eine Gefängnisstrafe von einem Jahr und drei Monaten, gewährte dem Angeklagten jedoch mit (Rücksicht auf seine Jugend nach Verbüßung eines Teils der Strafe für die (Reststrafe bedingten Strafaufschub. pfinMagung der deutschen Kausniannsjugend in Büdingen! An den Pfinasts.'iertagen kamen in Büdingen mehr als 500 yungmannen des Gaues Main- Weser im Deutschen Handlungsgehil- fen-Derband zu einem Tag der jungen Mannschaft zusammen. Die Tagung, die von gutem Wetter begünstigt war, versammelte zum erstenmal, nach der Eingliederung der deutschen Äaufmannsgehilsen in den Berussverband, den DHV., auch den kaufmännischen Nachwuchs, also die deutschen Kaufmannslehrlinge, unter der neuen, einheitlichen, berufsständischen Führung. Bereits am Samstagnachmittag tarnen aus allen Gegenden des Main-Weser Gaues die Kameraden aus dem Bund der Kausmannsjugcnd im DHV. in das schöne Büdingen, das zum Empfang btr Gaste überall Flaggenschmuck angelegt hatte. Am gleichen Abend sand eine Begrüßungsfeier statt, zu der Gaujugendführer Alben Stuber die Kameraden herzlich begrüßte. Anschließend überbrachte die Stadt Büdingen ihre Grüße durch Prof. W i t t e k i n d t, der im Auftrag des verhinderten Furgcrmeifter-3 Diemer sprach, ebenso der Vertrauensmann der Ortsgruppe Büdingen, Otto S chä- fer. Sodann führten die Jungmannen mit der Bevölkerung eine offene Singest unde durch. Das Zeltlager war inzwischen aufgeschlagen. Bis in die späten Abendstunden kamen noch ständig mit Lastauto, Eisenbahn und Fahrrad die einzelnen Gruppen aus den weiterentfernten Ortsgruppen. Nach dem Wecken, der Körperschule und dem Kaffee- trinken marschierten Sonntagirüh die Junamannen mit ihren Fahnen und Wimpeln nach dem Jägertal. Dort sand der Fcldgottesdicnst unter der Leitung des Hochschulpfarrer» Lic. Otto Fricke, Frankfurt a. FL, statt. Pfarrer Fricke erklärte den Sinn der deutschen Pfingsten nach dem Sieg der deutschen Revolution. Im Anschluß an den Gottesdienst sprach der Gauvorsteher des Main-Weier- Gaues im DHV., Walter Fiele, Frankfurt a. TL, über die Aufgaben der deutschen Kaufmannsjugend im neuen Deutschland. Kurz zeigte er die neuen Ausgaben, die zu bewältigen sind und verwies auch besonders auf die Uebersührung der Kaufmannslehrlinge aus den anderen Verbänden in den DHV. Es sei deshalb auch schon gerade für diese Tagung besonders wichtig, daß bereits Frankfurter ZdA.- Kamcraden sich eingcgliedert haben und an dem Tag der jungen Mannschaft geschlossen teilnehmen. Am Nachmittag fanden sich sämtliche Jungmannen mit der zahlreich erschienenen Bevölkerung auf dem Lagerplatz an den Hammerwiesen zu einem früh- lichen Bolksfest zusammen. Es wurde vielerlei geboten. Ucberall herrschte eine frische und fröhliche Stimmung. Ihren Höhepunkt erreichte die Tagung am Sonntagabend mit einer Kundgebung vor dem Fürstlichen Schloß. Unter den zahlreich erschienenen Ehrengästen sah man auch den Orts- Gruppenleiter der N-sDAP., Lohrey, Se. Durchlaucht Für st Earl zu Isenburg und Büdingen, Bürgermeister Diemer, Pros. Witte- kindt, Reg.-Rat Dr. Lotz, den Bezirksleiter des FAD. Hauptmann Schmidt u. n. Nach einem inhaltreichen Sprechchorwcrk „Deutsches Bekenntnis" von Erwin Guido Kolbenheyer führten Frankfurter Jungmannen unter Leitung des Gaubildungs- obrnannes Friedrich Arndt das Spiel „Der 18. Oktober" von Erich Wilhelm Schäfer auf. Das Spiel, das in der Zeit der deutschen Erhebung um 1813 spielt, versinnbildlicht das deutsche Ringen um die Freiheit, dem Slampf um die Einheit, um das Reich. Die Feier klang tm Deutschland- und im Horst-Wessel-Lied aus. Nach Beendigung des Spieles krachten die Böller und die Bergbclcuch- tung bot den Teilnehmern ein romantisches Schau- spiel. Am Montagnachmittag versammelte sich bann noch einmal die gesamt« Jungmannschaft vor dem Hotel Fürstenhof. Gaujugendführer Stüber brachte in seinen Abschiedsworten zum Ausdruck, daß die Jungmannschaft durch ihr Verhalten gezeigt habe, daß sie in der Sage sei, Opfer zu bringen, denn neben den vielen schpnen Stunden hätte es auch manche Strapaze gegeben. Der Verlauf der Tagung habe aber gezeigt, daß in der DHV.-Jugend der rechte Opfergeist herrsche. Mit einem dreifachen „Sieg-Heil!" auf das Vaterland und den Volkskanzler Adolf Hitler fand die Tagung ihren Abschluß. Wettervoraussage. Durch die Störungstätigkeit über den Donauländern ist es im östlichen Deutschland, namentlich in Schlesien, zu Niederschlägen gekommen. Das Wolken- und Niederschlagsfeld dürfte durch die Nordostluftzufuhr weiter nach Westdeutschland Vordringen, habet auch unseren Bezirk vorübergehend etwas beeinflussen. Später jedoch scheint der bereits angedeutete hohe Druck von den britischen Inseln her wirksam zu werden, so daß sich eine erneute Schönwetterlage Herstellen wird. Aussichten für Samstag: Im ganzen noch etwas kühler, vorübergehender Bewölkungsauf. zug, dabei vereinzelte schauerartige Niederschläge. Aussichten für Sonntag: Zunahme de» Hochdruckeinflusses und wieder Besserung. Lufttemperaturen am 8. Juni: mittags 20,5 Grad Celsius, abends 16,2 Grad; am 9. Juni: morgens 11,4 Grad. Maximum 22,3 Grad, Minimum 7 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 8. Juni: abends 24,6 Grad; am 9 Juni: morgens 17,1 Grad. — Sonnenfcheindauer 13X Stunden. ommeM- pnossen durch Gegen PitkeL Mitesser SiärteA i 'rogerie Winterhoif. Kreuzpl. 9 10 i*mv D rog. Haus Hindenburg. Seltersw. 68a. Heugrasversteigerung. Das Hcugras von den staatlichen Wiesen wird versteigert: 38170 1. in Gemarkung Stausenberg-Dauvrin- gen (mit Ausnahme der Lose 12 und 13): Montag, den 12. Juni, 1 Uhr, in der Wirtschaft ,Lum blauen Hecht" m Daubringen; 2. in Gemarkung Alten-Buseck (Flur X, 219 „An der Fraupfanne“ wird nicht versteigert) an demselben läge, 2 Uhr, in der Otto Rabenauschen Wirtschaft zu Alten-Buseck. 3. in Gemarkung Wieseck (Flur VII 102 Los 100 wird nicht versteigert) Mittwoch, den 14. 3unl, 9% Uhr, in dcr Wilhelm Dorfeldschen Wirtschaft in Wieseck, Gießener Straße, 4. in Gemarkung Gießen an demselben läge, 2 Uhr, im „Philosophenwald" (Lose 1, 2 und 4 der Ochsenwiese werden nicht versteigert). Auskunft durch die Förster und das Forstamt. Gießen (Mollkestraße 3), 8. Juni 1933. Hessisches Forstamt Gießen. S so nennt man fachmännisch diese biegsame Sandale In braun Rindleder. Sie kostet: 25 26 27/30 31/35 36 42 2.95 3.35 3.75 4.35 durchgenähte Sandalen: 2.35 255 2.95 3.45 Gegründ.1885. witA FleimMaol Kuhfletsch ä$Tnnb30n.40l3f. MtzgerAieü Sdjü6enftr.8.LemD Bei sSHW! merkt’s Ihr WM daß Sie beim Waschen, Schrubben, Scheuern und Reinemachen wirklich sparen! 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Für die vielen Beweise der Teilnahme, die uns beim Heimgang unserer lieben, unvergeßlichen Entschlafenen zuteil wurden, für die vielen Kranz- und Blumenspenden und insbesondere für die trostreichen Worte des Herrn Plärrer Sattler am Grabe und für die Pflege am Krankenlager durch die Krankenschwester sagen wir auf diesem Wege allen herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Schäfer X. Wieseck, den 9. Juni 1933. Eugen Meyer Else Meyer-Aßmann, geb. Trepplnger Vermählte Samstag, 10. Juni abends 8 Uhr Monats-VramiMng „Hessischer Hof". Erscheinen eines jeden Kameraden unbedingte Pflicht, da sehr wicht. Tagesordnung. 383oD Zusammenkunft d. Tarnen: Donnerstag, den 15. Juni, nachmittags 3 Uhri bei Buchberger. Ter Vorstand.! Samstag, den 1O. Juni 1933 Nachmittags Garten-Konzert Abends große Illumination ®ignn Spie, Vereinigung ßuü e.V. Tonnerötag, den 15.Juni 1933, abds. 9 Uhr, im Postkeller (Vereinssaal) 3812D Haopl’tannnioiig Tagesordnung: 1 .Wahl desVereins- führers. 2.Wahl der Kassen- Prüfer. 3.Savungsänderg. 4.Verschiedenes. Erscheinen sämtlich. Mitglieder Pflicht. 9 unseiKunde -.. wir wissen ihn zu schätzen ZumZeichen des Ernstes des von uns vertretenen Qualitätsgedankens, hängt jedem Qualitäts-Bekleidungsstück ein „Garantie-Güteschein" an. Eine Einrichtung für die Sicherheit des Kunden sondergleichen. Sommer-Bekleidung: Anzüge, Röcke und Hosen, alles was leicht und bequem ist, preiswürdig und in großer Auswahl. Unser Steckenpferd ist Lagerhaltung für Uebergrößen bis Leibumfang 132 Zentimeter. Gehen Sie zu: Genußreiche | nn SommerfahrtenKII] )\\ Im offenen RHluU.) Tourenwagen Tel. 4040 Pflanzen und Unkraut jäten allein genügt nicht, um reiche Ernte zu halten. Die Pflanzen haben Durst — was wachsen soll, braucht Feuchtigkeit! Deswegen wässert Fritz auch Tag fürTagdie jungen Gemüse mit der milden Brause einer Schneider-Gießkanne, die Stauden und Blumenbeete mit dem Strahl eines langen Gartenschlauchs und den Rasen mit einem.selbsttätigen Sprenger. Seine Mähmaschinesorgtdafür.daßdie Halme immer frisch geschnitten sindu.der Rasen wie ein samtener.dunkelgrünerTep- pich glänzt. Sie sollten’s ihm nachmachen. Flughafen-Restaurant u. Cat 6 Carl Scheufele —- Die KauffflaoDsgebilfeo mnalionalsozialislisdieoStaal!“ lieber dieses Thema spricht am Samstag, den 10. Juni, abends 8 Uhr, in einer öffent d^b.unß^P1 großen Saale des Caf6 Leib Pg.Walter ?! s k e, Gauvorsteher des UH V. Die Eröffnungsansprache hält der Kommissar-d. NSBO., Pg. Bartholomäus. Das Schlußwort spricht Pg. Hermann Wagner, Kreisleiter der NSBO Deutscher Handlunösgebilfenverbanil. Alle Kaufmanns-Gehilien sind eingeladen! Unkostenbeitrag 20 Pf. Für Erwerbslose Eintritt gegen Ausweis frei. 3814D Spargel täglich 2X frisch Wilh. 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Gestern beging die Stadt Lauterbach unter starker Beteiligung der Landbewohner den 6 2. Prämien markt Zur Prämiierung waren 114 6tüd Großvieh, 133 Ziegen und 24 Schweine auf getrieben; gleichzeitig fand Schweine- und Ferkelmarkt statt, auf Dem bei regem Handel 2c0 Tiere aufgetrieben waren- Ein Krämermarkt, auf dem die Käuferfchaft im allgemeinen zurückhaltend war, sowie das übliche Volksfest folgten der Prämiierung. Am Nachmittag fand in der Turnhalle eine von etwa taufend Dauern besuchte Versammlung statt, in der der hessische Staatskommissar für Landwirtschaft, Dr. Wagner, bedeutsame Erklärungen über die Stellung der Landwirtschaft im neuen Staate und über die Aufgaben des Staates gegenüber der Landwirt- fchaft abgab. Die Versammlung endigte mit einer einstimmig gefaßten Entschließung, in der die treue Verbundenheit der Vogclsocrg- bauern mit dem Kanzler Adolf Hitler und dem Reichsbauernführer D a r r 6 zum Ausdruck gebracht wurde. üanDtrcie Gr ehe n < Londorf, 8. Juni. Dieser Tage fanden sich die Mitglieder des hiesigen Turnvereins im ge> schmückten Saal der Volkshalle cm. um die Gleichschaltung des Vereins vorzunehmen. Die Bilder der Führer der nationalen Erhebung und die Büste des Turnvaters Jahn fah man. ovm Hakenkreuzbanner, dem Dereinsbanner und den Farben Schwarzweiß- rot umrahmt Zur Versammlung waren sechs Vertreter der NSDAP, eingeladen und erschienen. Nachdem der 1. Vorsitzende die Richtlinien der Gleichschaltung verlesen hatte, legte der gesamte Vorstand seine Aemter nieder 21 uf Vorschlag wurde Turnbruder Georg H o ch ft einstimmig zum Führer des Vereins gewählt. Er dankte für das ihm P entgegengebrachte Vertrauen und gelobte, feine ganze Kraft in den Dienst der Turnsache zu stellen zum Wohle des Vereins und zum Wohle des geliebten Vaterlandes. Nachdem der neue Vorsitzende durch Handschlag verpflichtet worden war, ernannte er den neuen Vorstand. Mit einem „Sieg-Heil" auf den Führer Adolf Hitler fand die Versammlung unter den Klängen des Horst Wessel-Liedes ihren Abschluß. 0 Kesselbach, 8. Juni Der hiesme I u inner e t n hielt im festlich geschmückten Vereinslokal eine außerordentliche Generalversammlung ab Der Uebertritt zur D T wurde e i n st i m m i g beschlossen. Zum Zwecke der Gleichschaltung legte der Vorstand seine Aemter nieder Zum Vorsitzenden wurde Ludwig Olemotz bestimmt, der sofort feine Mitarbeiter wie folgt ernannte Turnwart Hrch. Becker. Kassenwart W Schorn her. Schristwart K. S ch a a f und zu weiteren Mitgliedern des Turnrats stein und Becker, zum Äugend-Turnwart wurde W Dietz bestimmt. Sodann wurde noch über die Veränderungen durch den (Eintritt des Lahn Dünsberg Gaues als !8ezirk 7 in die DT. Bericht erstattet und (Erläuterungen über die weitere Tätigkeit des Turn- und Sportbetriebs gegeben. Die Kapelle des Turnvereins will ihre Tätigkeit wieder ausnehmen Für diesen Zweck wur den von Freunden namhafte Spenden gemacht und Turnbruder Becker mit Der Leitung beauftragt Der Vorsitzende schloß die Versammlung mit einem „Gut Heil!^ auf den Gründer der Turnfache, auf unser Vaterland und auf seine neuen Führer. Mrcie tiiiDuigcn. WSN Büdingen, 8. Juni . 3n der Nähe des Dorfes Kerzell wurde gestern nachmittag ein SA -Mann aus Löhrbach bei Büdingen von einem mit fünf Personen besetzten Personenkraftwagen ersaßt. Er wurde vorn Rade geschleudert und erlitt so schwere Verletzungen am Kops, daß sein sofortiger Tod eintrat. Zahresiagmig der VezirMarkaffe Grünberg. + Gründer g, 8.3uni. Dieser Tage sand im SparkaFcngebäude die diesjährige ordentliche mUigiiebernerfarnmlung der Bezirksspar- kaffe Grünberg statt- Den Vorsitz führte der Direktor Dekan Schmidt. Das Kreisamt Gießen a.s Aufsichtsbehörde war vertreten durch Regierungsrat Grein. Don 43 Gemeindevertretern waren 42 anwesend Da die Amtszeit der bisherigen Vorstands- und Aussich'.sratsmitglie- der als beendet erklärt war, so war nur der bisherige Vorstand durch Direktor, Rechner und Kontrolleur vertreten Aus der Tagesordnung standen die 3ahresrechnung uno die Entgegennahme deS Geschäftsberichts, sowie die Neuwahl des Aufsichtsrats. Der Direktor wies zunächst aus die Dedeutung der diesjährigen Mitgliederversammlung hin, die den organischen Aufbau der Kaffe neu gestalten solle im Sinne der giften nationalen Neugestaltung, die wir in den letzten Monaten erlebt hätten Man könne mit Zuversicht dem Gang der Dinge entgegensehen und der Gewißheit sein, daß das große Ziel, welches sich der Reichskanzler zunächst gesteckt habe, innerhalb vier Jahren die Schäden des alten Systems zu beseitigen, erreicht werde Ls sei ganz selbstverständlich, daß uie Sparkassen ohne weiteres bereit seien, -ich zur Erreichung des großen Zieles mit allen Kräften und allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln einzu- fpannen. Die unbedingt notwendige Grundlagc für eine günstige Entwicklung der Sparkasse fei das Getragenwerden von dem vertrauen der Bevölkerung. Dieses vertrauen werde erworben durch eine solide, einwandfreie Gejwäftsführung, aber auch dadurch, daß Persönlichkeiten der Verwaltung angehören, die das vertrauen weiter kreise genießen. Das aber, was zulegt entscheide, mären gesunde politische Verhältnisse in unserem Vaterland Diese würden verbürgt durch die neue Regierung, deren oberster Vertreter und Hauptträger 21bolf Hit er sei. Neben ihm stehe in ragenoer Trotze Reichspräsident von Hindenburg. Mit einem dreifachen Sieg Heil auf den Reichspräsidenten und den Reichskanzler, in welches die Versammlung begei ftert einstimmte, schloß der Direktor seine Aus sührungen. Hierauf wurde zur Erledigung der Tagesordnung geschritten Die vom Aufsichtsrat geprüfte Jahres- rechnung für 1932 lag offen Der Rechner verlas das Protokoll über die Rechnungsprüfung und Revision durch den Auffichtsrat, bei welcher sich keine Beanstandungen ergeben hatten Der Direktor trug hierauf den Geschäftsbericht für 1 932 "vr Der wirtschaftliche Tiefstand während des Jahres 1932 macht sich auch in den Ziffern des Geschäftsberichts bemerkbar, doch kann unter Würdigung der in weiten Kreisen herrschenden Notlage das Ergeb nis des Geschäftsjahres noch als günstig bezeichnet werden Umsatz und Bilanzsumme hielten sich auf der Höhe der Vorjahre Die Zahl der Sparbücher hat sich erhöht, während der Spareinlagenbestand einen kleinen Rückgang aufwies. Am Jahresende betrugen die Spareinlagen auf 3128 Konten 2 112 075 Hin ferner bestehen in der Aufwertungsabteilung noch 1476 Konten mit 137 875 H2H. Neue Darlehen wurden im Jahre 1932 nicht gewährt, die eingehenden Mittel fanden zur Stär- kung der Liauiditätsanlagen Verwendung. 3m Scheck- und Kontokorrentverkehr betrug die Zahl der Konten am 3ahrcsende 345. der Guthaben- ftand 81 556 Mari. 3m Depotverkchr (Verwah- rung und Verwaltung von Wertpapieren für die Kundschaft» kann die Aufwertung der Papier- rnarianleihen nunmehr als beendet angesehen werden 3n dieser Abteilung bestehen 249 Konten mit einem Gesamtnennwert von rund 270 000 Mk. Die eigenen Wertpapiere der Kasse mit einem Nennwert von 172 000 Mari sind nach dem Kurs vom 30. Dezember 1932 mit 126 900 Mari in die Dilanz eingestellt. Eine Aufstellung im Geschäftsbericht über die Verteilung der an Private gewährten Darlehen und Kredite nach der Höhe der Forderung ergibt folgendes Dild: 658 Darlehen gleich 65,8 Prozent aller Darlehen liegen unter 1000 Mark, 167 Posten gleich 16,7 Prozent in der Höhe von 1000 bis 2000 Mari, 144 Posten gleich 14,4 Prozent zwischen 2000 bis 5000 Mari, 27 Posten gleich 2,7 Prozent zwischen 520) bis 10 020 Mark und 4 Posten gleich 0,4 Prozent über 10 000 Mark. Diese Ausstellung zeigt, daß Großkredite nicht gewährt und daß die Darlehen hauptsächlich dem Mittelstand zugeflossen sind. Da zur 3ahresrcchnung und zum Geschäftsbericht Wortmeldungen nicht erfolgten, wurde zur Neuwahl der von der Mitgliederversammlung zu wählenden Aufsichtsratsmitglieder geschritten. Gemäß einem Vorschlag, welcher im Einverständnis mit der Kreisleitung der NSDAP. Gießen gemacht wurde, wurden gewählt die Gemeindevertreter. Gemeinderat Hermann Stein, Climbach; Dürgermcister Erb, Flensungen; Dür- germeifter Dr. Mi 1 dner, Grünberg; Bürgermeister Schultheiß, Lumda; Bürgermeister Nachtigall, Odenhausen, und Bürgermeister Hock, Wettsaasen. Sahungsgemäß sind 3 Qluf- sichtsratsmitglieder, welche nicht den Organendes Gewährverbandes angehören dürfen, vom Kreis- amt zu berufen. Bereits vor der Versammlung waren die .Zerren Dr. Schnabel, Bäckermeister Erich Becker und Rechtsanwalt Stammler, ©rünberg, vom Kreisamt Gießen in den Auffichtsrat berufen worden. Hiermit war die Tagesordnung erledigt. Regie- rungsrat Grein- Gießen, wies dann noch in einer kurzen Ansprache darauf hin, daß die Kasse gut fundiert sei und auch das schwere Jahr 1^32 gut über standen habe. Dies sei en Beweis daß sie das vertrauen der Bevölkerung genieße und daß die Verwaltung vorsichtig und doch weitsichtig die Geschäfte geführt habe. Es sei ihm ein Bedürfnis, allen denen. Die dazu mitgewirkt haben, Dank und Anerkennung auszu- sprechen, und zwar nicht nur Den Beamten und An- gestellten und dem schon lange an dei Spitze stehenden Direktor, sondern auch den bisherigen Vorstands- und Aussichtsratsmitgliedern und der Mit- gliederverjammlung. Da diese Organe Durch die Gleichschaltung ein anderes Aussehen gewönnen, -o sei umso mehr Veranlassung, Dank und Anerkennung au zollen Mit dem Wunsche, daß die Kasse unter Der neuen Verwaltung in Dem von Dem Volkskanzlcr ADolf Hitler geführten neuen Staat sich g instig weiter entwickeln möge, schloß Regisrungsrat Grein feine Ansprache Die Versammlung wurde hierauf geschlossen Der Aussichtsrat, Der im Anschluß an die Der- sammlung seine erste Sitzung abhielt. wählte Rechtsanwalt «tammler Grünberg, zu seinem Lor sitzenden und nahm Die Wahl des Vorstandes oor Es wurden gewählt Dekan Schmidt zum Direktor; zu weiteren Vorstandsmitgliedern: Dr Schna - b e I und Amtsgerichtsrat Dr Christ, Rechner Diehl und Kontrolleur Conrad, sämtlich von Grünberg. Spontane Hu frigung Tür Hitler. „vier Buben bei Der SA. unD einen bei Der SS“ Zwingenberg a. D. B., 7 Juni (WSN., Am FreitagabenD gegen 10.30 Uhr traf Der Reichskanzler auf Der Fahrt von Köln nach München im Auto hier ein unD tankte bei Der Tankstelle SchatzschneiDer. In kurzer Zeit war Die ganze Hingegen alarmiert. Aus allen Häusern unD aus Den Fenstern sprangen Die Menschen, jung unD alt, um Den Führer zu sehen. Der Reichskanzler verließ das Auto und begrüßte die freudig erregten Menschen mit Händedruck Frau Fiebevling meldete mit Stolz: „Herr Hitler, ich habe vier Buben bei Der S21. unD einen bei Der SS.". BeiDe Hände faßte der Reichskanzler und lobte das „alte Mütterlein". Vier Wanderburschen brachten dem Reichskanzler einen Gruß mit ihrer Laute dar. Ein Begleitmann brachte ihnen als „vom Chef persönlich" 10 Mark als Gabe Die Burschen freuten sich außerordentlich über das Geschenk Hitler bestieg sodann wieder den Wagen, und unter allgemeinem Jubel verschwanden die Autos in Der Richtung Auerbach, um München zuzueilen. Sie große Enttäuschung: Max Schmeiing verlier!! Max Baer siegt in der 40. Hunöe durch technischen f. o. Der mit großer Spannung erwartete Boxkampf zwischen Dem deutschen Exweltmeister Max S ch m e • ling und dem Slalifornier Max Baer nahm am Donnerstagabend im Neuyorker Pankee-Stadion einen überraschenden Ausgang In der 5 Runde des bis dahin ausgeglichenen Kampfes wurde dem Deutschen das linke Auge stark getroffen und begann sich zu schließen. In Der 10 RunDe wurDe er aber von einem schweren Rechten Des Kali- forniers getroffen unD mußte b i s „9" z u BoDen Als er sich vollkommen benommen erhob unD weiterzukämpfen versuchte, wurDe er von seinem Gegner sofort mit einem Hagel von Schlägen überschüttet, so Daß Der Ringrichter Den Kamps abbrach unD Den Slalifornier zum Sieger Durch technischen k. o. erklärte. Unter Dem großen Jubel Der 65 000 Zuschauer verließ Max Baer als Sieger Den Ring. Oer dramatische «ampf Die erste RunDe beginnt beiDerJeitig mit Der üb- lichen Vorsicht Baer übernimmt Den Angriff, mäh- rcnD Sdjmelina sehr geschickt unD sicher verteidigt. (Ein schwerer Rechter hinterließ Spuren im Gesicht des Kalifvrniers, der in der zweiten Runde mit stürmischen und wilden Angriffen beginnt und diese Runde klar an sich bringt. Ziemlich ausgeglichen verläuft Die Dritte RunDe, in Der beiDe Boxer Treffer lanDen können Sdjmeling erholt sich Dann wieDer in Der vierten RunDe, nadjDem zu Beginn Derselben beiDe Boxer gleichmäßig treffen unD abwehren. In Der 5. RunDe suchte Der Deutsche Die EntscheiDung, er mußte schwere Sachen einstecken. Sdjmeling ist aber im Uebcreifcr unoorfldytig und erhält einen schweren Rechten auf da» linke Auge. Das Auge beginnt sich sofort zu schließen. Von der sechsten RunDe an ist Der Deutsche Durch seine Augen- verietzung zwar im Nachteil, er gibt aber Den Kampf nicht verloren unD setzt seinem Gegner in Dieser und in der siebenten Runde schwer zu, und zwar so stark, daß er in beiden Runden wegen unfairer Schläge verwarnt werden muß. Auch in der achten Runde gibt Sdjmeling nicht nach, während Baer offensichtlich ermüdet. Sdjmeling erkennt dies und sucht in wilden Angriffen die Entscheidung. Der Slalifornier wird zwar stark erschüttert und muß auch diese Runde abgeben. Dann aber wendet sich dieses Blatt. Ip der Pause zur neunten Runde hat sich Baer erholt. Der Slalifornier überschüttet nun den Deutschen mit wilden Schlägen, drängt ihn ganz in die Verteidigung und bringt die Runde an sich, Dabei allen Versuchen Sdjmeltngs, in Den Nahkampf zu gehen, geschickt ausweichend. Der Abschluß kam dann in der zehnten Runde. Sdjmeling wurde von Serien schwerer Schläge überschüttet und war ziemlich benommen, al» er einen schweren Rechten erwischte und bi» „9“ zu Boden muhte. Als er sich erhob, war er schon ein geschlagener Mann, und der Abbruch des Ringrichters bewahrte ihn vor dem sicheren Ende eines gänzlichen Niederschlags. Wirtschaft. * Die Landesgenoffen schaftsbank eGmbH. zuDarmstadt hat ihren Geschäftsbericht über das 20. Geschäftsjahr versandt. Am 31. Dezember 1932 waren der Dank 398 Kreditgenossenschaften, 16 Dezugs- und Absahgenoffen- schaften, 9 Winzcrgenoflenschaften, 15 sonstige Genossenschaften, 1 Zentralgenossenschaft, 2 mit Rechtspersönlichkeit ausgestattete Vereinigungen, 2 Einzelmitglieder, zusammen 443 Mitglieder mit 765 Geschäftsanteilen zu je 3000 Mari gleich Mari 2 295 000 Eeschäftsguthaben und einer Gesamthaftsumme von 15 3C0 000 Mark angeschlofsen. Die Bi- lanzsumme einschließlich der Wechselverbindlichkeiten beträgt rund 18 165 000 Mark. Der 3ahres- umsatz belief sich auf 551 544 000 Mari. An Guthaben in lausender Rechnung und an Einlagen auf Termingeldkonto weist die Dilanz 3 054 000 Mark aus 3n lausender Rechnung sind 7 962 000 Mark ausgeliehen, wozu an Forderungen aus weiterbegebenden Wechseln 7 332 002 Mari kommen. Der Wechseleingang von 52 329 000 Mark verteilt sich auf 10 421 Distontwechsel und 10 948 3ukassowechsel. Der Eingang an Schecks betrug 17 189 000 Mark und seht sich aus 94 260 Abschnit- ten zusammen. Die flüssigen Mittel der Dank stellten sich am 3ahresschlusse auf 2 326 000 Mk. gleich 33,6 Prozent und haben damit um 695 000 Mark gleich 11,6 Prozent gegen Ende des Vorjahres zugenommen. 3m Laufe dieses 3ahres hat sich die Zahlungsbereitschaft auf der durchschnittlichen Höhe von etwa 30 Prozent gehalten. Das Ankostenkonto ist im vergangenen 3ahre um weitere 54 000 Mart gesenkt worden, was gegen das 3ahr 1929 eine Verminderung von 166 002 Mart gleich 40,5 Prozent ausmacht. Aus dem regelmäßigen Geschäft hat die Dank einen Gewinn von 141 730,41 Mark erzielt. 3n der am 9. 3uni stattfindenden Generalversammlung wird der Vorstand den Mit- gliedsgenossenschasten Vorschlägen: Dem Reservefonds 22 085,20, der Detriebsrücklage 22 085,21, den Mitgliedern 4 Prozent Dividende auf die Ende 1931 eingezahlten Geschästsguthaben 97 560 Mk. zuzuweisen. Frankfurt uneinheitlich. Frankfurt a. M., 9. 3uni. (WTB. Drahtmeldung ) Die Transfer-Moratorium-Erklärung der Reichsregierung fand zwar in Dörsenkreisen eine gute Aufnahme, doch will man die Ausführungsbestimmungen hierzu abwarten, um einen richtigen Aeberblick über diesen Schritt zu bekommen. Gegenüber den Dorbörsenkursen brachte die amtliche Eröffnung eine Enttäuschung. Das Fehlen fast jeglicher Orders außenstehender Kreise bewirkte bei der Kulisse verstärkte Zurückhaltung und löste r ielsach kleine Abgabeneigung aus, zumal die Dreierkonferenz über die Abrüstung ein enttäuschendes Ergebnis gebracht hatte, was besonders im Hinblick auf die bevorstehende Weltwirtschaftskonferenz 'Beachtung fand. Die ersten Kurse zeigten bei minimalen Amsätzen uneinheitliche Haltung, jedoch überwogen meist Abschwächungen von 0,25 bis 0,75 Prozent. Eine Ausnahme bildeten nur Reichsbank, die stark gesucht waren und zum ersten Kurs 2,25 Proz. gewannen. Dei einzelnen Montanaktien (Buderus, Harpener. Rheinstahl usw.) betrugen die Verluste bis zu 1.5 Proz., lediglich Mannesmann und Klöckner- Werke lagen etwas fester. 3G. eröffneten mit 135,50 Proz. gegen die Vorbörse um 1 bis 1,5 Prozent niedriger, gestern abend notierten sie mit 136 Prozent. Deutsche Erdöl setzten 1 Prozent höher ein. Am Elektromarkt hielten sich die Veränderungen nach beiden Seiten innerhalb einefl Prozentes Dau- und Zementwerte bröckelten um 0,5 Prozent ab. 3m übrigen herrschte Geschäftsstille. 3m Verlause blieb das Geschäft klein und die Kurse zeigten kaum Veränderungen. Reichsbank bröckelten später etwas ab, Dagegen konnten Harpener ihren Ansangsverlust voll ausgleichen und darüber hinaus noch etwa 1 Prozent anziehen. 3G. bewegten sich zwischen 35,50 und 36 Prozent. Am Rentenmarkt war das Geschäft auf allen Marktgebieten klein. Deutsche Anleihen blieben behauptet, wogegen späte Reichsschuldbuchforderungen 0,25 Prozent anzogen. Am Pfandbriefmarkt lagen Gold- unD LiquidationS- pfanDbriese ziemlich unverändert, Kommunalobligationen gaben zum Teil etwas nach. Stahlverein- und 3G.-Farben-Donds notierten fest. Staats- und Stadtanleihen lagen gefchäftslos. Don fremden Werten bröckelten Mexikaner bis zu 0,50 Prozent ab, Rumänen fowie die Lissabonner Stadtanleihen zogen leicht an. Tagesgeld war zu 3,75 Prozent etwas leichter. Die Auswirkung der Mettsbeschaffung. Eine Ueberschau des Instituts für Konjunkturforschung. Das 3 n ft i t u t für Konjunkturforschung beschäftigt sich in seinem Wochenbericht mit Den Auswirkungen Des Gesetzes zur Ver- minDerung Der Arbeitslosigkeit. Wenn sich Die Ansätze zu einer automatischen Wirtschaftsbelebung bisher nicht nachhaltig Durchzusetzen vermochten, so liege Dies hauptsächlich Daran, Daß Die llncrgieoiglcit Der Kreditmärkte und die Höhe des Zinsfußes für Lang- kredite einer umfassenden Wiederaufnahme der Anlagetätigkeil entgegenstehen. Das neue Gesetz wirkt in zweifacher Weife für einen lllirtschaflsaufschwung Einmal Dadurch, Daß es die private Unternehmungsinitialioe fördert, und zum anderen durch die Inangriffnahme öffentlicher Arbeiten in großem Umfange. Dir freie Unternehmertätigkeit wird dadurch angeregt, daß Aufwendungen für Maschinen und andere Gegenstände Des gewerblichen unD lanD- wirtschaftlichen Anlagekapitals unter bestimmten Vorausfehungen bei Der Ermittlung des Gewinnes für Die Einkommen-, Körperschafts- unD Gewerbesteuern abgeseht werDen können. Da Die Ersatzinvestitionen stark zusammengeschrumpft sind, darf angenommen werden, daß die Nachfrage nach Ersatzanlagen Durch die gewährten Erleichterungen wirksam angeregt wird. Weiter führt in gewissem Umfange auch die Gewährung von Ehestandsdarlehen zu einer wirtschaftlichen Belebung. Das Gesetz wird öffentliche Arbeiten entweder durch Gewährung von Zu- fchüffen oder Eingabe von Darlehen förDem. Da die Durchführungsbestimmungen noch nicht erlassen sind, läßt sich das Produktionsvolumen iuxfj nicht abschätzen. Jeft stehl jedoch, daß bi» jutn 1. August 1933 etwa 400 000 Erwerbslose für Tiefbauarbeiten eingestellt werden sollen. Durch diese Maßnahmen wird gleichzeitig eine "Belebung der privaten Wirtschaftstätigkeit, insoweit die Lieser- und Zubringerindustrien beschäftigt werden, eintreten. Dei Den Wirtschaftszweigen, Die unmittelbar durch das Gesetz begünstigt werden, ergeben sich zusätzliche De- schästigungsmöglichkeiten und ein erhöhter Bedarf an Materialien und Arbeitsgerät. Allgemein kann man davon ausgehen, daß die Ausgaoe von Arbeitsfchatzanweifungen bis zu 1 Milliarde Mk. die Lohnsumme bis au 600 Mill. Mk. erhöhen wird. Mit dieser Lohnsumme werden nach den gegenwärtigen Lohnverhältnissen für den Tiefbau 500- bis 600 000 Arbeiter und in den vorgelagerten 3ndustrien etwa 200 000 Arbeiter für ein Jahr beschäftigt. 3nbem die bisher Erwerbslosen ein höheres Einkommen beziehen, tritt ebenfalls eine kauf- fraftffeigerung ein. Aus Den Bestimmungen zur Ucbcrfübrung weiblicher Arbeitskräfte in Die Hauswirtschaft wird sich weiter eine Entlastung des Arbeitsmarktes ergeben, das gleiche gilt durch die staatliche Förderung der Eheschließung. „Or.*(5d)äfer in (5 genommen. WEN. Darmstadt, 8. 3uni Wie die Polizeipressestelle Darmstadt mitteilt, wurde der Handelslehrer Hermann Schäfer, Der seinerzeit als nationalsozialistischer Landtagsabgeordneter .Dr." Schäfer aus Offenbach in Den Hessischen Landtag gewählt wurde und der dann das sogenannte Boxheimer Dokument an Die SPD. gegeben hatte, am Donnerstag in Frankfurt f e ft - genommen. Er wurDe nach Darmstadt in Schutzhaft übergeführt. Sprechstunden der Redaktion. 11 30 bis 12.30 Uhr 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag geschloffen Anzeigenaufträge sind lediglich an die Geschäftsstelle zu richten. MM Hel Weil Ein vaterländischerRoman vonHcmsDietzke Urheber-Rechtsschutz durch Verlag Oskar Meister, Werdau. 18 Fortsetzung. Rachdruck verbotenI Der brave Förster hat Wort gehalten. Er ist mit seinem Leben eingestanden für die Sicherheit des Hauptmanns. Dort in der Ferne fahren sie — dem schulenden Heim entgegen ... Rambeaux besteigt den Raopen. Ein Pfiff von oben verständigt ihn von der Ankunft seiner Leute. Er ruft ihnen zu. aufzusitzen. Am Ausgang des Hohlweges treffen sie sich. Sie reiten in Richtung Schloß Löbau. Ihre Pferde gehen Schritt. Den Dorsprung, den die anderen haben, werden sie mit keinem Galopp mehr einholen. Ihre Gäule finu abgekämpft. Schweigend reiten die drei. Sie werden dafür Jorgen, daß die Bewohner auf Schloß Löbau eine schlaflose Nacht haben. Ihre Wut braucht einen Aderlaß. * Eine knappe Stunde später biegt der Schlitten mit dem Baron und Hauptmann Döllnitz in das hintere Parktor ein. Karl von Löbau, der Wache steht, schließt vorsichtig die eiserne Pforte und geht schnell zur Gesindestube zurück. Der Baron und Döllnitz nehmen gemeinsam nach der anstrengenden Fahrt ein warmes Essen zu sich, das ihnen der alte Tobias gleich in der Gesindestube neben der Küche serviert, um jedes Aufsehen zu vermeiden. Der Hauptmann soll fürs nuiyjto die Stube des Dieners beziehen, bis er das Schloß verlassen kann. Als die beiden das bescheidene Mahl beendet haben, geht der Baron heimlich in sein Arbeitszimmer zurück, das durch die geschlossene Portiere vom Salon und der Bibliothek getrennt ist. Er beginnt sich mit Büchern und Papieren zu beschäftigen, die Besatzung und Requisitionen in seinem Landkreis betreffen. Diese Arbeit ist für alle Fälle fein bestes Alibi. Aber trotz krampfhafter Konzentration geht ihm ein Gedanke nicht aus dem Kopf: Was ist mit Brinkmann geworden? Ist es ihm gelungen, die Verfolger zu täuschen? Er kennt das Revier dort am Hohlweg wie selten einer ... Das beruhigt den Baron zur Not. Das eine steht fest: Wäre Brinkmann nicht gewesen, hätten sie schwerlich die Verfolger so schnell abgeschüttelt. Der alte Tobias macht sich im Salon absichtlich beim Servieren zu schaffen Er gibt heimlich der Baronesse das verabredete Zeichen: Döllnitz ist gerettet! Marias Augen leuchten in freudiger Erregung auf — ihre Hand, die merklich zittert, stellt schnell die Teetasse auf den Tisch zurück. Am liebsten möchte sie aufsprinaen und zu ihrem Hauptmann eilen. Der Diener lächelt vor sich hin. Sie haben Grund, sich von Herzen zu freuen. Auch Jeannette kennt das verabredete Zeichen — verstohlen sucht ihr Blick Renö. Der sitzt über eine alte Handschrift gebeugt, ein pergamentener Foliant, den er auf den Knien hält. Jetzt blickt Lefevre auf und wendet sich spontan zu Maria: „Das müssen wir spielen, Baronesse! Dieser Satz ist etwas ganz Köstliches!" Und schon erhebt er sich im Eifer seines Studiums und eilt zum Flügel. Maria macht Tobias ein Zeichen zu verschwinden und folgt Lefevre. Sie schlägt ein paar Akkorde an, ihr Partner greift zur Geige und in feierlichem Glanz erstehen die Klänge einer alten Hymne. Wieder musiziert Maria, im Augenblick innerster Erregung von ganzem Herzen dem stolzen Jubel der Töne hingegeben .. Der Baron im Arbeitszimimer horcht lächelnd auf die Klänge von drüben, die leise oerschwebend in der nächtlichen Stille bis hinunter in die Ge- finbeftube bringen. Karl von Löbau unb Hauptmann Döllnitz, bie noch beisammensitzen, sehen sich ver- stchenb an. Döllnitz kennt Marias zartes Spiel, ihre weißen Hände erstehen vor seinen Augen, ihr Gesicht scheint ihm zuzulächeln — alles Harte unb alle überstanbene Not weicht für einen Augenblick von ihm, feine Züge sind entspannt. „Es war bie einzige Lösung, ben Hauptmann Lefevre auf biefe Weise festzuhalten, bis Sie hier waren," sagt Karl. „Wenn seine Frau nicht mit im Bunbe wäre, hätte vielleicht in letzter Minute noch alles schief gehen können." Er lächelt nachsichtig. „Die Gute kann einfach nicht vergessen, baß Sie ihr bamal$ bas Leben gerettet haben — bafür bringt sie sogar ihren Mann in eine immerhin peinliche Lage. Döllnitz sieht auf. Unwillkürlich benkt er an die damalige Situation zurück. „Es ging um Minuten. Der Tob war ber Frau oerbammt nahe. Ich habe mit ein paar Pistolenkugeln Schicksal gespielt. Heute tut sie es, mit weiblicher List." Döllnitz lächelt bitter vor sich hin. „War eine ungemütliche Situation, in die sie ihre eigenen Lanbsleute gebracht haben. Die Frau hat ein zartes Gemüt — die vergißt nicht so schnell." Der junge Löbau sieht fortgesetzt nach ber Wanb- uhr, die gerade die volle Stunde schlägt. „Wenn nur der Förster schon zurück wäre!" Karl blickt Döllnitz an, der wieder ben harten Ausbruck auf seinem Gesicht bekommt. „Wäre mir auch lieber, ich wüßte ben braven Brinkmann hier bei uns sitzen. Ich kann kein Auge zutun, bevor er nicht zurück ist." Der Hauptmann erhebt sich, beginnt auf und ab zu gehen. Dann sieht er am Fenster lange in die Dunkelheit hinaus. Mit fröstelnder Bewegung sagt er halb zu Karl hinüber: „Eine verfluchte Nacht heute!" Als er im Begriff ist, weiterzusprechen, krachen draußen vor dem Hauptportal des Schlosses drei Pistolenschüsse, die lange verhallend noch in die Nachtstille klingen. Karl von Löbau ist aufgesprungen. Döllnitz steht wie angewurzelt. „Das sind sie . . .!" Einen Augen- blick horchen Die beiden nach draußen. Aufruhr entsteht auf dem Hof. Die Wache stürmt heraus, Trommeln rasseln. Dann faßt Karl ben Hauptmann beim Arm. „Jetzt gibt es nur noch eins — die letzte List, die uns hier bleibt: Sie müssen sich im Boudoir der Madame Lefevre versteckt halten, bis die Spitzel fort sind." Sie stürzen über Gänge unb Treppen, burch Türen unb bunkle Zimmer unb erreichen atemlos, ungesehen, auf Umwegen das Boudoir. Döllnitz schlüpft hinein unb Karl schließt von außen ab. Sie verabreben bas Zeichen der Rettung: dreimaliges Klopsen. Dann eilt ber junge Löbau 'm bie Diele. Mit höllischen Verwünschungen über bie höchst unliebsame Störung seiner Nachtruhe hat der Wacht- habenbe, Korporal Landry, mit seinen Leuten bas schwere Portal geöffnet unb bie Patrouille ber brei Geheimbeamten eingelassen. Vor bem Herrenhaus springt Rambeaux vom Pferd unb befiehlt Lanbry, der notgebrungen vor bem gefürchteten Kommissar die Knochen zusammenreißt, sofort alle Ausgänge bes Schlosses zu besetzen. Der Korporal verteilt seine wenigen Leute so gut er kann auf die hauptsächlichen Zugänge bes Schlosses. Fluchend fassen bie Grenadiere Posten. Wieder setzt Schneetreiben ein. Sie beneiden die Kameraden, die abkommandiert sind, das Innere des Schlosses zu durchsuchen. In der ersten Aufregung ist alles in der Diele zu- fammengelaufen. Auch Hauptmann Lefevre ist mit den Damen herbeigeeilt, Baron von Löbau kommt aus seinem Arbeitszimmer, und zuletzt erscheinen Karl und der Diener Tobias. Rambeaux, die Reitpeitsche in der Hand, legt unter Assistenz von Landry mit gemachter Ruhe seinen Reitmantel ab. Dann tritt er langsam zu ber Gruppe der Wartenden. Sein Blick ruht eine Sekunde ironisch auf Hauptmann Lefevre, der zwischen den Damen steht. Seine Stimme sagt kalt und gelassen in die atemlose Stille: „Herr Hauptmann — der preußische Spion, Hauptmann Döllnitz, Spezialkurier des Freiherrn vom Stein, verbirgt sich hier im Schloß." Mit Genugtuung sieht der Kommissar die Wirkung seiner Worte. Hauptmann Lefevre starrt ihn an, als wenn er etwas Unfaßbares gesagt hätte. Eine jähe Röte überfliegt fein Gesicht. Seine Haltung strafft sich merklich, etwas Soldatisches kommt in seine Stimme: „Das ist ein Irrtum, Herr Kommissar! Niemand hier wird sich des Hochverrats schuldig machen!" Seine Augen suchen durchdringend die Familie Löbau. Die Männer stehen scheinbar unbewegt, nur Marias Atem geht schneller, unwillkürlich neigt sich, wie Hilfe suchend, ihr Körper Jeanette zu. Rambeaux ist feiner Sache sicher. Einer seiner Beamten betritt eben, vom Schloßhof kommend, die Diele und teilt ihm, unverständlich für bie anderen, diskret etwas mit, das den unverhohlenen Beifall. des Chefs findet. Mit einer hämischen Freude antwortet Rambeaux Hauptmann Lefevre: „Ich pflege mich, als Leiter ber geheimen politischen Polizei, Herr Hauptmann, in biefen Dingen nie zu irren! Ich habe mit meinen Leuten nicht umsonst bie letzten Wochen Tag und Nacht auf ber Lauer gelegen — bis uns bas gejagte Wilb enblich in die Falle gegangen ist." Der Ton seiner Stimme, der etwas Freundlich-Verbindliches hat, als handele es sich bei bem eben Gesagten um das Liebenswürdigste der Welt, nimmt plötzlich eine sehr bewußte Kälte an. „3m übrigen, Herr Hauptmann, habe ich natürlich," er machte eine leichte, unverkennbar ironische Verbeugung gegen Lefevre, „zu Ihrer persönlichen Beruhigung — meine Beweise. Da ist zunächst einmal dieses hier ..." Rambeaux holt aus seiner inneren Rocktasche ben Brief von Döllnitz an Baron von Löbau. Er reicht ihn mit einer Geste, bie das Einverständnis Lefevres voraussetzt, Herrn von Löbau hinüber. „Ein Dokument von Wert, das jeden Zweifel über eine Verbindung des gesuchten Kuriers mit Dem Schloßherrn in wohl sicherlich staatsfeindlichem Sinne ausschließt." Seine Stimme, die wieder sachlich-freundlich ist, wächst zum Befehl: „Ich bitte, Herr Baron, sich sofort zu diesem Schreiben zu äußern!" Herr von Löbau greift gelassen nach bem Brief. Er lieft ihn unb reicht ihn bann dem Kommissar zurück, dessen lauernder Blick nicht eine Sekunde währenddem von dem Baron gewichen ist. Der Baron kennt solche Situationen seitdem die Besatzung im Schloß liegt, zur Genüge. Für ben Fall, daß bei dem Brief- unb Depeschendienst des Bunbes etwas in die Hände bes Feindes fällt, hat man feine besonderen Verhaltungsmaßregeln. So sagt er sehr ruhig und bestimmt: „Eine plumpe Fälschung, Herr Kommissar. Tut mir leib. Ihnen nicht anders dienen zu können. Solche Denunziationen sind keine Seltenheit mehr, seitdem Franzosen im Lande sind." Rambeaux hat die Spitze wohl verstanden, aber er tut, als habe er sie überhört. Er geht zum letzten Schlag vor. „Vielleicht haben Sie die Liebenswürdigkeit, Herr Baron, mir zu sagen, wo Sie bie letzten Stunden verbracht haben?" „In meinem Arbeitszimmer, Herr Kommissar." Rambeaux wird wieder sehr verbindlich: „Dann werden Sie sicherlich auch auf bas genaueste im Bilde fein, wer in der letzten Stunde mit einem Schlittengespann auf bem Schloß angekommen ist — es handelt sich, wie mir eben einer meiner Beamten mitteilt, um Pferde aus Ihren Stallungen, Herr Baron." • Ehe Herr von Löbau antworten kann, ruft Karl dazwischen: „Mit dem Gespann bin ich zur Jagd gefahren ..." " „Sie fuhren allein?" fragt der Kommissar. „Unser Förster begleitete mich." (Fortsetzung folgt.) Beröflaöstog öer MgelkMrMksk Assis Am 10. und 11. Juni 1933 findet in Aidda der diesjährige Derbandstag der Kriegerkameradschaft Haisia, verbunden mit der Feier des 60jährigen Bestehens des Kriegervereins Hasfia in Aidda, statt. Hierzu laden wir alle Kameraden auf das herzlichste ein. - Quarlier-Anmeldungen erbeten an Kamerad Zollsekretär Helfrich in Aidda, Hindenburgstrahe. - Festfolge: Rriegetwdn Hasfia in Nidda SamStag, ben 10. Juni 1933: Ab 14 Uhr: Empfang der Gäste: 17.30 Uhr: Gedenkfeier für die gefallenen u. verstorbenen Der« einsmitglieder am alten u. neuen Kriegerdenkmal; 20.30 Uhr: Begrühungsabend in der Turnhalle: Sonntag, den 11. Juni 1933: 3776 d 6 Uhr: Weckruf durch die Stadt: 9 Uhr: Hassia-Berbandstag in der Turnhalle; 11 Uhr: Platzkonzert auf dem Marktplatz; 13.30 Uhr: Aufstellen des Festzuges. Festzug durch bie Stadt nach d. Festplah. (Zwifchenzeitl. Totenehrung). Auf dem Festplatz Begrüßung, Festrede, Jubiläumsfeier; 20.30 Uhr: Deutscher Abend mit Tanz in der Turnhalle Alle Sportler, groß und klein, sollen heute Knipser sein! Es gibt kein schöneres Vergnügen, als beim Sport — welchen öie auch treiben — zu photographieren. Drei neue Kameras, wirkliche Schlager des Jahres 1933, mochte ich Ihnen nennen: Kodak Junior....................zu 19.50 Mk. Agia Record................... zu '26— Mk Nettar mit lichtstarkem Anastigmat 6,3. zu 33'— Mk' Hochempfindliche Platten und Filme sind bei uns immer preiswert und fnsch. Vor allem sind auch die Bilder, die wir in unserem groben Photo-Laboratorium herstellen, immer gut aus- geführt. Vertrauen Sie deshalb Ihre Photosorgen uns an. 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