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Zu einem n Zuchthaus del und Ernst >t, sowie August ihr und sechs Mhöus fiun- udjtbaus bet n Beihilfe zur ,um Verbrechen nie ein W qnis Molaus tmann iomie ihilie zu HD“‘ ebene gegen das ite erhallen eben- ie sechs, acht inis und 3wei ^freiaefprochen. mt 35-/2 llahre lis beantragt. 16 s» >r 55 ,l< 63 55 3t 36 56 36 22,12 Ü ä o.ey s 12.46 46.15 12-445 3,053 169,12 68 67 61.0 70.11 13.68 o.ti »S 60# 13-65 ltz i ’f 6.044 48.« 12.425 3,047 61.« SS« 10.« 13.« MB 2.637 58.50 22.08 16.40 81.12 35.« IIJ2 Ü 12-4« i(iutia_^__ Nr. 288 Srftes Blatt 183. Jahrgang greitag, 8. Dezember 1953 Lricheln, tägltd), autzei Sonntags und Fetenag» Beilagen; Dte 3llu|triert» (Lietzener Familienblätter Heimat'm Bild Die Scholl» monats-Bciugsprets: Mtt 4 ‘Beilagen NM 1.95 Ohne 3Duttnertf . I 80 Iustellgebvhi • --25 Auch bet Nichterscheinen oon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Hernsprechanschtiike unter Sammelnummer 2251. Anlchrift für Drahtnachrichten Anzeiger Siesten. poflfdiedtonto: jfronffnrt am Biain 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vntS und Verlag: vrühl'sche Universttül§-Vuch- und Zleindruckerei N. Lange in Gießen. §chrift!eltrmg und Geschäftsstelle: §chulstraße 7. annagme oon Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für | mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Ne» klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Neichspfennig, Platzvorschrift 20“ , mehr. Chefredakteur Dt. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange, für Feuilleton Dr H.THyr>ot2 für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und filr den Anzeigenteil i.D.TH.Kümmel sämtlich in (Siegen. Die GA als Trager des neuen Staats. GiabschefRöhm klärt dieDertreter desAuslands über den wahren Ginn undZweck der GA auf. einen Zusammenschluß der Vereine zu .Mitteilungszwecken' werde ich erlassen. Ich habe Veranlassung, auf die Verfügung der Obersten SA.-Führung über »Vereinsmeierei besonders hinzuweisen. Der Oberstlandesführer (gez.) R e i n h a r d." Oie Deutsche Arbeitet ront übernimmt baut sich der Dienst in der SA. aus absoluter anderen Nationen die attische Gleichbe Angehörigen der SA. und SS. zu Arbeiterorganisationen nichts mehr im Wege steht. Eine Bekanntmachung des Oberst- landeSführers der SA Reserve II. Berlin, 7. Dez. (CNB.) Wie die NSK. meldet, gibt der Oberstlandesführer der SA.-Reserve II bekannt: „Aus mir zugegangenen Nachrichten ersehe ich, daß von gewissen Organisationen Vereine und Verbände ehemaliger Heeresangehö- r i g e r unter Androhung der Auflösung der Vereine oder unter anderem Zwang zum Anschluß aufgefordert wurden. Ein Anschluß an solche Organisationen, der von den Vereinen nicht freiwillig gewünscht wird, hat in Zukunft nicht mehr stattzusinden. Weitere Anordnungen über Paris, 8. Dez (CNB. Funkspruch.) Die französische Presse ist sich heute darüber einig, daß eine sehr aktive und wichtige Phase der internationalen Verhandlungen eingesetzt hat, bietet aber hinsichtlich des Zieles dieser Verhandlungen das Bild größter Zerfahrenheit. Die offizielle französische Politik, die nichts anderes als die alte Linie Paul-Boncour ist, wird in einer Havas - Auslassung noch einmal ausführlich dargestellt. Die französische Regierung, so heißt es darin, habe die befreundeten Regierungen, d. h. die östlichen Verbündeten, über das Ergebnis der ersten deutsch-französischen Fühlungnahme informiert. Zu dem gleichen Zweck habe sich der englische Botschafter in Paris nach London begeben. Die französische Regierung werde abwarten, dis sie den Standpunkt der anderen Regierungen keime, um dann nach Beendigung der Finanzdebatte, in einem Ministerrat ihre endgültige Haltung festzulegen. Im Zusammenhang mit dieser diskreten Methode der ständigen Informierung und Befragung der befreundeten Mächte werde auch die Zusammenkunft zwischen dem französischen Außenminister Paul- Boncour und dem tschechoslowakischen Außenminister Dr. B e n e s ch am 14. Dezember stattfinden. Die Haltung. Deutschlands, Italiens und Rußlands gegenüber dem Völkerbund feien wenig dazu angetan, diesen zu festigen. Frankreich, das dem Völkerbund treu bleibe, habe eine 23er- alle Verpflichtungen. Berlin, 7. Dez. (CNB.) Der Führer der Deutschen Arbeitsfront Dr. Ley gibt bekannt: Bei der notwendigen Umorganisation innerhalb der Deutschen Arbeitsfront übernimmt selbstverständlich die Deutsche Arbeitsfront alle Verpflichtungen der Verbände Die durch die Mitgliedschaft bei den Verbänden erworbenen Rechte bleiben also auch weiterhin garantiert. Die bisher bei den Verbänden beschäftigten Ange st eilten werden ebenso von der Deutschen Arbeitsfront übern om« men. Darüber hinaus wird die Deutsche Arbeits- front zur Durchführung ihrer neuen großen Aufgaben noch mehr Kräfte zur Mitarbeit heranziehen bzw. e i n st e l l e n müssen. mittler- und Schiedsrichterrolle zu spielen. Es müsse versuchen, die Mächte um den Völkerbund zu sammeln, um ihm seine große Rolle in der europäischen Politik wieder zu geben. Paul-Boncour und Benesch würden deshalb die Mittel zur Herbeiführung dieser internationalen Neugruppierung prüfen und sich mit der Frage beschäftigen, welche Vervollkommnung innerhalb des Völkerbundes und welche neuen internationalen Methoden notwendig seien. Paul-Boncour werde, sobald es die Umstände ihm gestatten, die Besuche der osteuropäischen Außenminister in den betreffenden Hauptstädten erwidern. Während sich Paul-Boncour in dieser Weise, nicht zuletzt aus innerpolitischen Gründen hinter den Völkerbund und Bündnisverträgen verschanzt, wenden sich verschiedene Blätter auch heute gegen die Völkerbundstreue Paul-Bvncours. „F i g a r o" erklärt, praktisch wisse jeder, daß der Völkerbund die Verträge nicht aufrechterhalten könne, weil er nicht die Macht dazu habe. Welchen Wert habe ein internationaler Organismus, wenn Amerika, Japan, Rußland, Deutschland und vielleicht morgen auch Italien ihm nicht angehören. Auch „R e rn p a r t" stellt fest, daß der Völkerbund tot sei und meint, eine französische Regiegierung, die dieses Namens würdig märe, müßte sich heute damit beschäftigen, wenigstens die Bündnisse Frankreichs zu retten. zösischer Besprechungen eine Einheitsfront herzustellen, in die man außer England vor allem die Kleine Entente und Polen einbe- ziehen möchte. Diese Absicht geht nicht nur aus den letzten Erklärungen des Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses der Kammer, Herriot, hervor, sondern auch aus der Tatsache, daß der Besuch des tschechoslowakischen Außenministers Benesch in Paris auf ausdrücklichen Wunsch der französischen Regierung hin erfolgt. Englands Sorgenm dieLustwaffe London, 7. Dez. (WTB.) Im Oberhaus fragte Lord Allen von der Nationalen Arbeiterpartei die Regierung, ob sie nicht eine Erklärung über die Abrüstung auf dem Gebiet der Militär- und Zivilluftfahrt, sowie vor allem über die Möglichkeiten abgeben würde, durch die Deutschland unter Berücksichtigung der Sicherheit der paiil-Zomoiir such! die alte pMche Lime zu retten Lord Tyrrells Besuch in London.—Benesch kommt nach Paris. r e d) t i g u n g gewährt werden könne. Deutschlands Ersuchen um Gleichberechtigung sei durchaus aufrichtig gemeint. Die einzige Gefahr, die ent« steyen könne, sobald man Deutschland die völlige Gleichheit gewähre, sei auf dem Gebiet der Luftfahrt zu suchen. Man könne Deutschland ebensowenig daran hindern, auszurüsten, wie man es veranlassen könne, Reparationszahlungen zu leisten. Aber man könne doch schließlich jedwede Gefahr, die in der Gewährung der Gleichberechtigung liege, dadurch verringern, daß die Luftflotten aller Staaten einschließlich Deutschlands der Kontrolle einer internationalen Organisation unterworfen würden. Lord Allen begründete seine Forderung damit, daß London innerhalb 48 Stunden von der Luft aus tödlich getroffe- werden könne. Es sei kein Trost, daß England Glasseide an anderer Stelle tun könne. Lorb/.-' Allen forderte daher die englische Regierung auf,/ sich erneut für die vollständige Abschaffung der Militär- und M a r i n e 1 u s/t f a h r k nach den Richtlinien des englischen Konversttionsent- wurf^ einzusetzen. Wenn die Zivilluftfahrt weiterhin in den Händen der einzelnen Staaten bleibe, bann könnten die Verkehrsflugzeuge, auch wenn sie noch so sorgfältig kontrolliert würden, innerhalb weniger Stunden in Bvmbei stflug « zeuge verwandelt werden. Die zivile Lüsternen Vortragsabend, auf dem der Stabschef der SA. Reichsminister Ernst Röhm einen Vortrag hielt über „Wesen und Aufgaben der S A." Man bemerkte unter den Anwesenden u. a. ,bie Vertreter fast aller europäischen Mächte, ferner die diplomatischen Vertreter zahlreicher überseeischer Staaten. Die ausländische Presse war der Einladung sehr zahlreich gefolgt. Stabschef Röhm führte u. a. aus: Der Nationalsozialismus ist eine neue Weltanschauung. Er wird künftig in einer durch Blut und Boden, durch Art und Nationalcharakter der verschiedenen Völker bedingten Form die p v l i- rische Weltanschauung schlechthin auf der ganzen Erde fein. Die Wurzeln des Nationalsozialismus liegen in den Schützengräben des Weltkriegs. Die beiden Staatenlenker und Führer ihrer Völker, die aus dem soldatischen Denken des Schützengraben heraus eine vollkommene Wandlung im Denken und Fühlen ihrer Volksgenossen herbeigeführt haben — ich meine Adolf Hitler und Benito Mussolini — haben als Frontsoldaten vorderster Linie durch Tapferkeit und Hergabe ihres Blutes bewiesen, daß sie den Folgerungen des Krieges nicht unmännlich aus dem Weg gingen. Der Soldat, der in Ehren siegt oder unterliegt, weih, daß eine Feindschaft nicht ewig währen kann. Wer sich in Ehren geschlagen hat, kann sich auch wieder in Ehren vertragen. Unehrenhaft, unmännlich, unsoldatisch war es, wie der Weltkrieg beendet wurde. Der sogenannte „Jriebensoert*rag“ von Versailles mit seinen entwürdigenden und unerfüllbaren Bedingungen war nichts anderes als eine Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln, als eine Verewigung des Haffes. Nicht die Soldaten, die sich im Krieg gegenüberlagen, haben diesen Vertrag gemacht, wieder waren und sind es b i e f eiben ft r ä f t e , bie bie Menschheit in bleuen Krieg hineingeheht haben. Seitdem der Nationalsozialismus uas deutsche Volk von seiner inneren Parteizerissenheit befreit hat, erleben wir eine neue Welle des Hasses gegen das junge Deutschland Adolf Hitlers. Und wir erkennen auch hier mit aller Deutlichkeit wieder die Kräfte, die ganz gewiß nicht bereit find, mit der Waffe für das einzutreten, was sie anzetteln. Die Emigranten, die nicht der Nationalsozialismus, sondern das eigene schlechte Gewissen außer Landes getrieben hat, hetzen und schüren gegen Deutschland. Und leider gibt sich eine Presse, die im Fahrwasser von Interessen schwimmt, deren Geschäft der Krieg ist, dazu her, diesem völkervergiftenden Treiben ihre Spalten zu öffnen. In diesen Pamphleten v"rantwortungs-, gewissen- und vaterlandsloser Gesellen kehrt eine Lüge immer wieder: Die politischen Kampf- Organisationen des nationalsozialistischen Deutschlands trügen militärischen Charak - t e r und könnten dadurch zu einer Bedrohung des Friedens der Welt werden. Als verantwortlicher Stabschef der gesamten deutschen SA. wende ich mich im Hinblick auf die Tatsache, daß wir nichts zu verheimlichen haben und daß das neue Deutschland auch heute noch bereit ist, wenn die übrigen Staaten das Gleiche tun, bis zum letzten Maschinengewehr abzurüsten, an die Weltöffentlichkeit, um darzulegen, was es mit diesen Einheiten auf sich hat. Die SA. läßt sich mit keinem Heer, mit keiner Miliz, mit keinem sonstigen heeressystem der Welt vergleichen. Denn sie ist keines von Ihnen. Allen genannten Heeren eignet der Begriff der bewaffneten Macht. Das gerade aber ist nach dem ausgesprochenen Willen Adolf Hitlers die SA. nicht. 3m Gegenteil, hat er in allen Proklamationen, die sich auf das Verhältnis zwischen Reichswehr und SA. beziehen, ganz scharf und eindeutig die Trennungslinie gezogen: Die Reichswehr ist der alleinige Waffenträger des Reichs — die SA. ist der Willens- und 3deenträger der nationalsozialistischen deutschen Revolution! Der Reichswehr obliegt die Verteidigung der Grenzen und der Schuh der Interessen des Reichs dem A' ilanb gegenüber —, der SA. Ist zur Aufgabe gefetzt, den neuen deutschen Staat geistig und willensmäßig auf der Grundlage des nationalsozialistischen Ideenguts zu formen und den deutschen Menschen zu einem lebendigen Glied dieses nationalsozialistischen Staats zu erziehen. Zwischen der Reichswehr und der SA. bestehen keinerlei Bindungen. So war auch das Reichsheer bei der nationalsozialistischen Revolution gänzlich unbeteiligt — ein Vorgang, der in der Geschichte der Revolutionen wohl beispiellos dastehl. Die SA. wirb trotz ihrer zahlenmäßigen Stärke von rund 2-/- Millionen Männern nicht — wie es bei allen zu irgendeinem Heeressystem gehörenden Formationen unserer Nachbarstaaten der Fall ist — in Kasernen konzentriert und nicht gemeinsam verpflegt. Sie wirb nicht besolbet und erhält ihre Freiwilligkeit auf. Der SÄ.-Mann geht seinem bürgerlichen Beruf nach unb widmet nur seine Freizeit, also die Abend- unb Nachtstunden, dem SA.-Dienst. Die SA. entstand als ein Schutz- unb Kampfmittel gegen den innerpolitischen Gegner, den Kommunismus und Marxismus. Der SA.-Mann ist der Bekenner der nationalsozialistischen Weltanschauung und ihr Sendbote, der das geistige Gut des Nationalsozialismus bis in die entlegenste Hütte, bis zum letzten Volksgenossen trägt. Wenn im Ausland mit Vorliebe auf den militärischen Drill dieser Verbände hingewiesen wird, so muß ich mit allem Nachdruck betonen, daß dieser Drill nicht etwa Erziehungszweck, sondern E r - ziehungsmittel ist. Große Massen, vor allem Träger einer revolutionären Weltanschauung, lassen sich nicht ohne st r a f f st e Zucht und strengste Ordnung, ohne bedingungslose Autorität der Führer und Disziplin der Gefolgschaft Zusammenhalten. Glauben Sie, daß die deutsche Revolution sich so unblutig durchgesetzt hätte, wenn nicht diese eiserne Disziplin alle Kämpfer beseelt hätte? Bisher schon hat nur einzig und allein dank der Tatsache, daß die SA. im Herzen Europas mit bewußt antibolschewisiischer Zielrichtung seit langen Jahren als Schuhwall vor der Ruhe und Ordnung der Welt stand, der Bolschewismus sich nicht auch der westeuropäischen Länder bemächtigen können. Deshalb hat dasAusland alles eigene Interesse daran, die Ordnung und Disziplin im deutschen Volk sich festigen zu sehen. Die Wett sollte dafür dankbar fein, anstatt, wie es leider geschieht, unter Verdrehung der Tatsachen die SA. als eine Bedrohung des Friedens hinzusiellen. Auch die einheitliche Kleidung wird immer wieder zum Vorwand genommen, der Welt das Bild eines kriegsbereiten unb kriegsgewillten Deutschlands vor Augen zu führen. Dabei ist bas Braunhemd nach Material unb Schnitt als Felb- uniform völlig ungeeignet. Im übrigen habe ich bisher nicht gehört, daß irgenb jemanb an der Uniformierung der zahlreichen männlichen unb weiblichen Verbände unserer Nachbarstaaten Anstoß genommen gatte. Dabei ist heute fast die gesamte Jugend in England, Frankreich, Italien in den Vereinigten Staaten, in Polen unb in Rußlanb nicht nur mit Uniformen beleihet, die denen der entsprechenden Armeen in Schnitt unb Farbe ähneln, sondern sie wirb sogar von aktiven unb Reserve-Heeresangehörigen ganz offen m i t b e r Waffe für ben Kriegsdienst ausgebildet. Deutschland Ist sich der Ungunst seiner mifitär- geographlschen Lage bewußt und hat deshalb das größte Interesse an der Aufrechterhaltung eines ehrlichenFrie- b e n s. Die deutschen Jndustriereviere liegen fast sämtlich in der Reichweite der Geschähe unterer Rachbarn. Den tausenden und abertausenden Kriegsflugzeugen der uns umgebenden Staaten hat Deutschland nichteineinziges entgegenzufehen. Unbewaffnete und im Waffengebrauch nicht dauernd geübte Manner kann man nicht über Rächt zu furchterregenden und die Sicherheit der Welt bedrohenden Soldaten machen lediglich dadurch, daß man ihnen Waffen in die Hand gibt. Einige ganz Schlaue haben inzwischen auch her- ausgefunden, daß meine Ernennung zum Reichs- mimfter unb bamit bie Eingliederung ber 6 21. in ben Staat eine höchst verbächtige Maßnahme bes neuen Deutschlanbs ist. Der Totalitätsanspruch bes nationalsozialistischen Staats wäre ein Wiberspruch in sich, wollte ber Staat bie Partei als Trägerin ber Jbee, bie ben Staat trägt, außerhalb stehen lassen. In verstärktem Maße gilt bas ür bie SA., bie ibeenmäßig, organisatorisch unb kämpferisch ber stärkste Kraftausbruck bes Nationalsozialismus -überhaupt ist Nun hat sie Abvif Hitler in ben Staat eingebaut. Damit ist bie SA. nicht nur Trager ber Macht, fonbern auch Träger ber Verantwortung bes nationalsozialistischen, ihres Staates geworben. Der nationalsozialistische Staat ist endgültig, unwiderruflich — bamit müssen sich seine Fembe brinnen unb braußen abfinben. Denn der Staat i ft bas 23 o I f, unb bas Volk ist ber Staat! Oer Erlaß des Stabschefs- über politische Klubs. Berlin, 7. Dez. (TU.) Auf verschiebene Anfragen über bie Auswirkungen bes von Stabschef Röhm ausgegebenen Erlasses über bie politischen Klubs wirb oon maßgebenber Seite er» roibert, baß biefer Erlaß so klar unb eindeutig sei, daß jeder SA.-Mann ihn verstehen könne. Grundsätzlich seien mit bem Erlaß nur bie politischen Klubs gemeint unb zwar sowohl bie nationalsozialistischen Klubs, bie sich Sonberinter- essen widmeten, als auch bie anberen politischen Klubs. Nicht betroffen wirb bie Zugehörigkeit zu Sport- unb anberen unpolitischen O r - ganifationen. Der Stabschef ber SA. hat weiter eine Verfügung erlassen, nach ber ber Zugehörigkeit von Frankreich wünscht neue englische Garantien für die Ostgrenze. Paris, 8. Dez. (WTB. Funkspruch.) In einer ßonboner Melbung bes „Matin" wirb erklärt, daß das englische Kabinett alles tun werde, was von ihm abhänge, um ben Erfolg zweiseitiger Verhandlungen zu gewährleisten. London habe zu verstehen gegeben, daß ber englische Botschafter Lorb Tyrrell nach seiner Rückkehr nach Paris sich zu versichern wünsche, daß ber französische Außenminister auch in ber Sage sei, im Namen Frankreichs z u sprechen. Damit nämlich parallele Verhanb- langen eine wirkliche Aussicht auf Erfolg häi.en, bürste wenigstens bis vor Enbe dieses Jahres keine Ministerkrise mehr in Frankreich eintreten. „Motin" fügt hinzu, nach der Unterredung bes beutschen Reichskanzlers mit bem französischen Botschafter in Berlin habe bie französische Regierung aus bem Bericht ihres Botschafters die Fragen he r a u s g e st e 111, bie im eigentlichen Sinne deutsch-französische seien. Sie habe das, was sich auf europäische Probleme bezogen habe, ihren Verbündeten mitgeteilt. Lord Tyrrell habe das englische Kabinett davon unterrichtet. Er werbe nach seiner Rückkehr über ben englischen Standpunkt Aufklärungen geben. Die Unterredung bes Reichskanzlers mit Francois Poncet werbe aufs neue in einem Kabinettsrat nach Be- enbigung ber Finanzbebatte erörtert werben. Der halbamtliche „T emp s" betont, baß gewisse Erklärungen englischer Persönlichkeiten zumindest auf ein Mißverständnis fjinbeuteten, das zwischen London und Paris über ben Charakter unb bie Tragweite ber am 14. Oktober erzielten grunbsätzlichen Verständigung zwischen Frankreich, England unb Amerika in ber Abrüstungsfrage bestehe. Es habe ben Anschein, -als ob (England sich durch dieses Abkommen nichtmehrgebun- b e n fühle, währenb Frankreich daran festhalte. Der „Temps" wirft die Frage auf, ob England bereit fein würde, neue Verpflichtungen, hinsichtlich ber Sicherung ber französischen Ostgrenzen zu übernehmen, wenn Frankreich sich bazu bereit erklären sollte, Deutschlanb gewisse Zugestänb' n i ff e in ber Rüstungsfrage zu machen. Die Lösung ber Organisierung des Friedens hänge davon ab, wie weit England Verpflichtungen übernehmen wolle. Der Wunsch ber srauzösischen Negierung ist offenbar ber, vor ber offiziellen Einleitung deutsch-sran- Berlin, 7. Dez. (WTB.) Das Außenpolitische I Dienstbekleidung nicht geliefert. Heute wie früher Amt ber NSDAP, veranstaltete im Hotel Adlon ***“£ r:j‘ rage der bta e n Dr. Saarbrücken, 7. Dez. (CNB.) Gegen Kommerzienrat vr. ki. c. Hermann Röchling ist dos bereits angekündigte Strafverfahren durchgeführt worden. Die Anklage beschuldigt ihn der „Aufreizung der Bevölkerung^ und der Beleidigung. Hermann Röchling hatte durch ein von ihm verfaßtes Flugblatt die Saarbevölkerung auf- bundes lehnte Lord Londonderry scharf ab. Lord Allen zog hierauf seinen Antrag zurück. Daß Der Verlag r ______ „ . die Verbindlichkeiten aus seinen Eingängen zu decken. In der späteren Zeit habe er sich nur über Wasser halten können mit Hilfe der Bankkredite und der Akzepte, die von den Tochtergesellschaften gegeben wurden. Durch diese Wechsel wurden beispielsweise zusätzliche Kredite in einem Umfange von etwa 5 bis 600 000 Mark beschafft. 3n den Bilanzen Auf Beschluß der Regierung ist in E st l a n d der Kulturrat derDeutschenKulturfelbst- Verwaltung aufgelöst worden. Neuwahlen sollen im Laufe von drei Monaten ftattfinben. Der Kommerzienrat Röchling sreigesprochen. Wirtschaftlicher Orucf auf die (Soarbcrgkutc zum Besuch der französischen Schulen gerichtsnotorisch. Reichstagsgebäude, bei der durchgesetzt wurde, daß Dr. Hohn sofort entlassen werden mußte. Geheimer Finonzrat Bürger (Köln) bezeichnete Hohn als einen Phantasten, der geglaubt habe, ein glänzendes Unternehmen aufgebaut zu haben das sich 'in Wirklichkeit als Seifenschaum erwies. Prof. D. Hinderet wurde als Führer des Reichselternbundes bestätigt. Zu Ehrenmitgliedern des Führerrates wurden die bisherigen Vorsitzenden Exz. Conze und Senatsprästbent Radtke ernannt. feien die Bankposten m vier verschiedenen Konten aufgeführt worden. Dadurch sei der einzelnen Bank, die ihre Forderung an den Zahlen erkennen konnte, der Glaube entstanden, daß der Dolksoer- einsoerlag nur diese eine Bankverbindung habe. Hätte man aus den Bilanzen die Konsequenzen früher gezogen, so wären ganz erhebliche Schäden verhindert worden. Schon Mitte 1926 habe die Bilanz eraegeden, daß monatlich 17 000 Mark Zinsen aufzuonngen waren, d. h. 700 Mark pro Arbeitstag. Der Reichsstatthalter für Mecklenburg bat Rechtsanwatt Steinfatt und Dberregierungsrat Dr Bergholter zu Ministerialdirektoren ernannt und ihnen das Innen- dzw. das Unterrichtsministerium übertragen. Oberstaatsanwalt Stubern u n ö wurde unter Ernennung zum Ministerialrat mit der Leitung des Justizministeriums beauftragt. Die neuen Männer sind alte Kämpfer der Bewegung und haben ihre fachliche Eignung durch langjährige Tätigkeit unter Beweis gestellt. DasGesetz wrSerfmlung erbkranken Rachwuchses Sin erläuterndes Hundfunkvortrag von Ministerialrat Gütt. Berlin,?. Dez. (TU.) Am Donnerstagabend sprach Ministerialrat Dr. G ü t t vom Reichsministerium des Innern über Die Verordnung zur Ausführung des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses. Dabei führte er u. a. folgendes aus: Am 5. Dezember 1933 ist Die Verordnung zur Ausführung Des Gesetzes zur „Verhütung erbkranken Nachwuchses" erlassen nrorDen, Das am 1. Januar 1934 in Straft tritt. Die Sterilisierung oder Unfruchtbarmachung im Sinne Dieses Gesetzes ist keineswegs gleichdeDeutenD mit Der Kastration. Während Die chirurgische Entfernung Der Keimdrüsen eine körperliche und seelische Veränderung des operierten Menschen zur Solge hat, ist Dies bei Der Sterilisierung nicht Der Fall. Es handelt sich also um verhältnismäßig geringfügige Eingriffe, die Dem Operierten allein Die Möglichkeit nehmen, sich fortzupflanzen unD so wieder erbkranke unglückliche Nachkommen zu zeugen. Nach § 1 Des Gesetzes darf die Unfruchtbar- machung nur Dann vorgenommen werden, wenn sie von einem E r b g e s u n d h e i t s g e - richt für notwendig erklärt worden ift Bekanntlich rechnen zu den Erbkranken Des Gesetzes der angeborene Schwachsinn, erbliche Geisteskrankheiten, schwerer Alkoholismus und schwere körperliche, erblich bedingte Leiden. Um Dos Gesetz zu verstehen, muß man sich Den Sinn des Gesetzes vor Augen halten, der eindeutig und klar ist, 1. soll Die Geburt solcher unglücklichen Menschen in Zukunft überhaupt verhinDert werden, und 2. will Das Gesetz Die Familien unD Angehörigen vor unenDlichem LeiD und jahrelangen Opfern bewahren. Den erbkranken Personen selbst Dagegen soll, wie bisher, auch weiterhin Die notwendige Pflege zu- gebilligt werden. Wie sehr der Gesetzgeber bemüht gewesen ist, Härten zu vermeiden, geht aus mehreren einschränkenden Bestimmungen hervor. So soll z. B. bei 'Personen, bei Denen infolge hohen A l - ters oder aus anderen Gründen eine Fortpflan- 3ung~ nicht mehr in Frage kommt, Der Antrag Zur Sterilisierung überhaupt nicht gestellt werden, desgleichen nicht bei Personen, die aus anderen Gründen dauernd anstaltsbedürftig sind, oder bei denen die Operation mit Lebensgefahr verbunden ist. Ferner soll die Unfruchtbarmachung nichtvor Vollendung deszehn- ten Lebensjahres oorgenommen werden. Um dem Staat die Möglichkeit Der Kontrolle und Des Eingreifens zu geben, sollen Aerzte unD alle Personen, Die sich mit Der Heilbehandlung, mit Der Untersuchung oDer -Beratung von Kranken befallen, zur Meldung verpflichtet sein. Die Anzeige ist dem zuständigen Amtsarzt zu erstatten, dem die Verpflichtung obliegt, den Antrag auf. Unfruchtbarmachung zu stellen, falls die betroffenen Personen ober Deren gesetzliche Vertreter es nicht selbst tun, und wenn dies feiner An- sicht nach zur Verhinderung von erbkrankem Nachwuchs geboten erscheint. Die Kosten des Eingriffs tragt bei versicherten Personen die Krankenkalle, bei Hilfsbedürftigen Der Fürforgeverband. bei allen übrigen die Staatskasse Hat bas Gericht die Unfruchtbarmachung beschlofien und das Erbgesund- heitsobergencht das erste Urteil bei einem etwaigen Der Treuhänder Bankdirektor a D Mittag hat die Bilanz des Dolksvereinsverlags und der Tochtergesellschaften eingehend geprüft und ist dabei zu der Feststellung gekommen, daß der Verlag nur bis 1925 in Der Lage war, ' ~ Die 16. Große Strafkammer Des Berliner Landgerichts verurteilte Den früheren Direktor Der Staatlichen Porzellanmanufaktur zu Berlin, Dr. Nikola M o u f a n g, wegen Untreue zu sechs Monaten Gefängnis. • Der frühere sozialdemokratische Vorsitzende des braunschweigischen Staatsmimsteriums, Dr Jasper, wurde wegen Vergehens gegen die Steuer- amnestieoerorbnung zu drei Monaten Gefängnis oerurteiü. Die Arbeitsausschüsse der Akademie sind in fünf große Gruppen zusammengefaßt, nämlich in die Abteilungen: Bürgerliches Recht: Geheimrat Prof. Dr. Kisch, Strafrecht: Staatssekretär Dr. Freisler, Oessentliches Recht: Regierungspräsident Dr. Nicolai. Wirtschastsrecht: Dr. Buchner, Studienreform, Ausbildung und Nachwuchsfra- gen: Staatsminister Popitz. Künstlernackwuchs im Dritten Heicb. Berlin, 7. Dey (WTD.) Der preußische Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung hat Bestimmunaen über Die endgültige Zulassung nichtarischer Studierender an Den ftaat- sichen Kunstschu ^en und Akademien, Meister- ateliers, Hochschulen für Musik und den Meisterschulen für musikalische Komposition getroffen. Die Vorschriften des Erlasses nehmen diejenigen Reichsdeutschen nichtarischer Abstammung aus. Deren Vater im Weltkrieg an Der Front für Das Deutsche Reich oder seine Verbündeten gekämpft hat, sowie Abkömmlinge aus Ehen, die vor Inkrafttreten Des Gesetzes geschlossen find, falls ein Elternteil oder zwei Großeltern arischer Ab st am- m u n g sind. Der Anteil der nichtarischen studierenden darf auch an diesen Schulen und Akademien den Hundertsatz von 1,5 Der Gesamtheit aller Stu- Dierenben nicht überschreiten In erster Linie sind von den zuzulallenden Bewerbern nichtarischer Ab- ftammung nur Diejenigen zuzulassen, Deren persönliche und künstlerische Eignung zum Studium fest- steht. nichts ferner gelegen habe, als die Aerzte- schäft anzugreifen. Er betont ausbrcklich. Daß er b i e Verdienste Der deutschen Aerzte und jedes einzelnen Arztes — insbesondere der Pg -Aerzte um die Volksgesundheit im vollen Umfange Zu würdigen wisse. Er habe in seiner Rede zu den Methoden Der Schulmedizin und Der Naturheu- künde Stellung genommen und Dabei die Meinung vertreten, daß im Jnteresie Der Volksgesundheit d i e Raturheilku nde Den ihr gebührenden Jang erhalten müsse, und daß Schulmedizin und Naturheilkunde sichgegenseitigzubefruch- t e n hätten. In der Anerkennung der wirklichen Naturheilkunde unter energischerAusmerzung Der Kurpfuscher und in Der Anerkennung Der Wichtigkeit eines systematischen Studiums wisse er sich eins mtt allen für Die Volksgesundheit verantwortlichen Stellen, insbesondere mit Dem Reichs- fübrer Der deutschen Aerzteschast Dr. Wagner. Oie endgültige Gestalt der Akademie für deutsches Recht. gührerrat und «u»,chüsse gebildet. Einspruch gebilligt, so ist Der unfruchtbar $u Machende oon Dem zuständigen Amtsarzt schriftlich auszu- fordern. Den Eingriff innerhalb von 14 Tagen in Den Dafür in Betracht kommenden Anstalten vornehmen zu lassen. Hat Dieser Den Antrag nicht selbst gestellt, ist ihm mitzuteilen, daß Der Eingriff auch g e g feinen Willen oorgenommen wirD. Hat sich Der unfruchtbar zu Machende auf seine Kosten in eine entsprechenDe geschlossene Anstalt auf- nehmen lassen, so ordnet Das Gericht auf feinen Antrag Das Unterbleiben Des Eingriffes an, solange er sich in einer solchen Anstalt befinDet. Ist Die Aussetzung vor Vollendung Des 18. Lebensjahres erfolgt, so kann Der unfruchtbar zu Machende nach diesem Zeitpunkt Die Wiederaufhebung Der Aussetzung beantragen. Der Eingriff kann mit Hilfe Der Polizeibehörde notfalls unter Anwendung unmittelbaren Zwanges ausgeführt werden. Bei Jugendlichen unter Anwendung unmittelbaren Zwanges nicht vor Vollendung des 14. Lebensjahres. Zusammenfassend kann gesagt werden, daß Das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses in Verbindung mit Der Durchführungsverordnung geeignet erscheint. Die Zunahme Der de- Dauernswerten erbkranken Menschen 3u verhinDern. Damit werben bie im Gesetz genannten Krankheiten von Generation zu Generation seltener werben, bis sie aus Dem Erbstrvm des Deutschen Volkes schließlich nahezu völlig ausgemerzt sein würben. Währenb in früheren Jahrhunberten unb Jahr- taufenben beim Menschengeschlecht nach Dem Vorbild der Natur eine natürliche Ausmerzung öer erbkranken, hilflosen und asozialen Einzelwesen vor sich gegangen ist, hat bie Zivilisation diesen natürlichen Ausmerzungsoorgang ins Gegenteil verkehrt. Die Errungenschaften Der Zivilisation unb insbefonbere ber medizinischen Wissenschaft müssen in ihrer Auswirkung zur Erhaltung alles Kranken und Schwachen sichren. Wir können und wollen alle diese unglücklichen Geschöpfe auch nicht ohne Hilfe lassen, aber was wir Berlin, 7 Dez. (ENB ) Unter Vorsitz bä Reichsjuristenführers, Reechsjustizkommlssars Dr. Frank, hat eine Führerratssitzung der Akademie für,deutsches Recht ftattgefunben. Der Reichsjuristenführer verkündete, daß Der organisatorische Ausbau Der Deutschen Rechtsfront ebenso wie Der Organisationsrahmen der Akademie für deutsches Recht vollendet sei unb bamit bie s a ch- liche Arbeit beginne. Die stelloertretenbe Führung in der Akademie werde Herrn Geheimrat Professor Dr. Kisch übertragen. Zum Vor- sitzenden des Führerrats ber Akabemie ist ber preußische Justizminister Kerrl ernannt. Der Reich», juristenführer richtete an Reichsjustizminister Dr. ® ü r t n e r bie Bitte, bem Führerrat beizulreten. Der Der Minister entsprach Weiter gehören dem Führerrat an: der Stabschef der SA. Reichsminister Röhm, der preußische Finanzminister P o - P i tz. Der Reichsgeschäftsführer Des Bunbes Nationalsozialistischer Deutscher Juristen Dr. Heuder, Justizrat SA.-Gruppenführer Dr. Cuetge- b r u n e, Staatsrat Professor Dr. Schmitt, Generaldirektor Arendts- München Als Geschäftsführer ist Dr. Lasch- München bestellt. fahrt muffe also Dem Eigentum jedes einzelnen Staates entzogen werden. Lord M o t t i st o n e erklärte, daß eine unange- brachte Furcht Englands einer Erörterung Des Luft- Problems nur im Wege stehen würde. Ls fei eine vollkommen falsche Vorstellung, daß LonDon mit einem Schlage vernichtet roerDen könne Der englische Luftlahrtminister Lord Londonderry erklärte, wenn die Luftgleichheit nicht durch Herab- fetzung anderer Staaten erreicht werden könne, Dann würde England keine andere Wahl haben, als mit Öer Luftaufrüstung zu beginnen. Die eng- lijche Regierung vertrete immer noch die Lust- rüstungspolitik, bie sie In Genf vorgebracht habe, nämlich G l e i ch h eit für bie Großmächte, die gegenwärtig ßuftrü ft ungen b e • fitzen bei gleichzeitig qualitativer und quantitativer Herabsetzung der gegenwärtigen Luftstärke, bis Die schwierige und verwickelte Fi Internationalisierung der zivilen Luftfahrt untersucht sei. Eine Jnternattonali- fierung Der Luftfahrt in den Händen des Völkergefordert, ihre Kinder nicht in Die französischen Domanialschulen zu schicken. Zwei Bergleute in Velsen, Deren Kinder in die französische Schule gehen, glaubten in Dem Flug- blatt „grobe Beleidigungen und provokatorische Drohungen" erblicken zu müssen. In Der gleichen Angelegenheit sinD ferner angeklagt der Verlags- Direftor Hall von der „Saarbrücker Lanbeszeitung" und drei Flugblattverteiler. In der Verhandlung betonte Kommerzienrat Röchling, daß sein politischer Kampf stets Der Schulfrage als einer Der wichtigsten gegolten habe, weil jeher Bergmann entlassen wurde, der seine Kinder aus eine an- Dere als bie französische Schule gab. Geheimrat Röchling wies auf einen Erlaß der Regierungskommission hin, die einen Druck auf Die tun können, das ist die Verhinderung ber Fortpflanzung, bie Vorsorge für das kommende Geschlecht. Der hohe Stand der Chirurgie ermöglicht es uns, das Kampsmittel ber Sterilisierung ohne Gesährbung ber zu operierenden Personen einzusetzen, um die kommenden Generationen oon diesen Krankheiten zu befreien, ihnen da» Leid ber Geisteskrankheiten beispielsweise zu ersparen. Handelt ein Staat nicht unverantwortlich, wenn er dieses Mittel nicht anwenden würde, um damit das Entstehen und Geborenwerden solcher Geschöpfe unmöglich zu machen? Aerzte und Heilpraktiker. Berlin, 7. Dez. (TU) lieber Die Erklärungen des Stellvertreters Des Führers, des Reichsministers Heß und des Reichsführers der Deutfchen Aerzte- schäft, Dr. Wagner, auf der ersten nationalsozialistischen Heilpraktikertagung in München sind in der Tagespreise vielfach unzutreftende unD irreführend« Berichte veröffentlicht worden, Die den Eindruck erwecken muhten als habe Reichsminister .neß Die Aerzteschaft angegriffen. In einer Erklärung im Deutschen Acrzteblatt legt Der Stellvertreter bes Führer» jetzt bar, daß ihm Kleine politische Nachrichten. Der Reichskanzler empfing Den Reichsführer und Die Landesführer Des Volksbundes für das Deutschtum im Ausland und brachte ihnen seine Anteilnahme an Der Volksdeutschen Arbeit zum AusDruck. Der Reichsführer Dr. 6 t e i n a • cher legte ein Gelöbnis Der Treue und engsten Der- bunDenheit mit Der Person und Dem Werk Des Führers ab. Nach Dem Empfang mürbe dem Reichskanzler Die Ehrenurkunbe für das „nationale Ehrenopfer 1933" überreicht. Der italienische Botschafter überreichte hem Reichs- Minister für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Goebbels im Namen des Königs von Italien Den „Orden Der Krone oon Italien" zugleich mit einem persönlichen Schreiben bes italienischen Regierungschefs, in hem Mussolini Reichsminister Dr. Goebbels seinen herzlichsten Glückwunsch übermittelt. Der Reichsoerbanb der Evangelischen (Eltern- und Volksbünde trat In Witten- bera zu einer Führertagung zusammen. Die Verhandlungen beschäftigten sich mit der Einordnung des Reichselternbundes in den Neubau der Kirche. Reichsminister Dr. Goebbels appelliert an die Selbstdisziplin aller Volksgenossen. Berlin, 7. Dez. (TU.) Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda teilt mit: Das Reichskabinett yat vor wenigen lagen beschlossen, Schirmherrschaften unb Protektorate in Zukunft grundsätzlich abzulehnen. Dieser Beschluß war angesichts ber erdrückenden Fülle von Einladungen zu Wohltätigkeitsoeranstaltungen, Empfängen unb Bitten zur Uebernahme oon Protektoraten für Ausstellungen und zum (Eintritt in Ehrenausschüsfe unb von Bitten um Leitworte und Aufträge für bie oerschiehensten Zeitun- gen, Zeitschriften unb Bücher unumgänglich. So begreiflich an sich her Wunsch der Volksgenossen nach Mitwirkung ber Reichsregierung und ihrer Mitglieder an solchen Veranstaltungen unb Kundgebungen des öffentlichen Lebens ist, so bedrohlich wurde dieser Zustand auf bie Dauer für öie Arbeitskraft ber Reichsregierung unb den Geschäftsgang ber Behörden. Diese Reichs- regieruno ift eine Regierung ber prafti- fdjen Arbeit unb bet positiven Lei- ft u n g wie keine Regierung es bisher gewesen ist. Sie kann die gewaltige Aufgabe der Wiederauf- richtung von Volk, Staat und Wirtschaft nur lösen, wenn sie sich mit aller Kraft tuf Diese Arbeit konzentriert. Aus diesem Grunde bedeuten all Die geschilh rten Anliegen, so gut gemein sie aud) sinD und so sehr in ihnen Das Gefühl Der VerbunDenheit zwischen Völk unD Regierung zum Ausdruck kommt, eine Ablenkung Der Reichsregierung von Der großen Aufgabe, Die ihr gestellt ist. Ich aopelliere aus Diesem GrunDe an bie Selbstdisziplin aller Volksgenossen und bitte sie, i n Ankunft grundsätzlich von dem Vorbringen Derartiger Wünsche an Die Reichsregierung abzu- fehen bis auf Die Einzelfälle, in Denen es sich um Ereignisse oon staatspolitischer BeDeutung handelt. Umfassende Entlassung von Schuhhästlmgen zum Weihnachtsfest. Berlin, 7. Dez. (WTB.) Der preußische Ministerpräsident hat an Die Inspekteure Der Geheimen Staatspolizei ein Schreiben gerichtet, in Dem es heißt: „Im Hinblick auf Das günstige Eraebnis Der Reichstagswahl insbesonDere in den Konzentrationslagern unD aus Anlaß Des Weihnachtsfestes habe ich Die Absicht, Entlassungen aus Den Konzentrationslagern oorzunehmen. Ich halte es bei Der Beruhigung Der innerpolitischen Lage unD im Hinblick auf bie abgeschlossene Stabilisierung Des nationalsozialistischen Regiments für tragbar, auf Diese Weise bis Weihnachten noch runh 5000 Gefangene zur Ent - 1 a (( u n g au bringen. Die zur Entlassung kom- wenden Gefangenen sind über meine Absicht auf- zuklären, sie hem Wunsch bes Führers entsprechend wieder in die nationalsoziali st ische Volksgemeinschaft einzuorbnen. Sie sind aber auch nicht im Unklaren darüber zu lassen, daß ich mit rücksichtsloser Strenge diejenigen, bie die Großmut des nationalsozialistischen Staates erneut mit staatsfeindlichen Treibereien entgelten, in unnachsichtlicher Weise unb für immer unschädlich machen werde. — Der Mini- fterpräfibent betrachtet diese Entlassungaktion als einen Versuch, den er zu wiederholen gedenkt, falls die Entlassenen nicht rückfällig werden. Vor allem fallen Väter von mehreren Kindern entlaßen werden, falls nichl schwerwiegende Gründe Dagegen bestehen. Die Bayerische Politische Polizei teilt mit: Aus Anlaß Des übermältigenben Sieges Des Nationalsozialismus vom 12. November 1933 unb Des heronnahenDen Weihnachtsfestes hat der politische Polizeikommandeur von Bayern Die Entlassung von über 500 in Schutz- hajt befindlichen Personen in ganz »aoern verfügt Aus bem Konzentrationslager Dachau werben etwa 400 Schutzhäftlinge entlassen. Grundsätzlich werden nur solche Schutzhaftgefangene entlassen, Die sich bisher einwandfrei g e • führt haben unb von benen auch zu erwarten >st, daß sie sich wieher als nützliche M i t g l i e- her ber Volksgemeinschaft erweisen werben. Der Dolksvereins-Prozeß in München-Gladbach. München-Gladbach, 7. Dez. (Lpd.) Die grobe otraffammer befaßte sich mit bem Finanz- gebaren beim Volksvereinsoerlag und mit bem Auftreten von Dr. Hohn gegenüber Den Banken Mehrere Direktoren bekunbeten, baß Dr. Hohn sie getäuscht habe. Er habe jeweils Der einen Bank aefapt, daß er nur mit ihr arbeite unb habe ver- (dfcntcflcn, baß er auch anberen Banken gegenüber erb.Mttche Verpflichtungen habe. Erst im Jahre 1928 würben bie Banken mißtrauisch, setzten sich untereinanber in Verbindung unb beschlossen bann sofort bte Kredite zu kündigen. (Es kam Darauf am 8. Oktober 1928 ,u einer größeren Aussprache mit den führenden Männern Des Volksvereins im Eltern der Kinder als unzulässig bezeichnete, und betonte mit Nachdruck, daß diese Verordnung und eine entsprechende Bekanntmachung öer Berg- Verwaltung nicht befolgt worden seien. Auch ein persönlicher Besuch bei Der Bergoerwaltung habe zu keinem (Ergebnis geführt. So habe er schließlich zum Mittel des Flugblattes gegriffen, dos nur für deutsche Eltern bestimmt gewesen sei, die ihre Kinder schon in die Domanialschulen schick- ten. Der Bergmann D o r s ch e i d, der sich laut Anklageschrift beleidigt gefühlt hat, muß zugeben, daß er das Flugblatt nur auf eigenes Anfor - hem bekommen hat. Es stellt sich ferner heraus, daß Dörscheid den Antrag auf Erwerb ber französischen Staatsangehörigkeit gestellt hat unb daß der andere Antragsteller, Berg- mann Kohler, sie bereits besitzt Beide gehören natürlich der separatistischen Saarländischen Sozialistt- schen Partei an. Oberstaatsanwalt Keller beantragte ohne weiteres Freispruch, da nicht festzustellen sei, daß Röchling für bie abermalige Verwendung Des Flugblatts verantwortlich sei, tatsächlich liege Ausrei- zung vor, selbst wenn die Angeklagten sich dessen nicht bewußt seien. Eine Bestrafung könne aber nur erfolgen, wenn subjektives Bewußtsein oorge- legen habe. Dieses subjektive Bewußtsein verneinte der Oberstaatsanwalt und beantragte Frei- fPruch. Das Gericht schloß sich bem Antrag an unb sprach sämtliche Angeklagten auf Kosten her Landeskasse frei. Es sei unzweifelhaft daß ein Druck auf die von her Bergwerksdirektion abhängigen Personen zum Besuch der Dominial- schulen ausgeübt worben ist. Es sei auch er- wiesen, baß die Kinder, bie bie Franzosenschulen besuchten, im späteren Daseinskampf nicht mit ben- jenigen konkurrieren könnten, bie die beutschen Schulen besucht haben. Seiner ganzen Einstellung entsprechend habe Röchling daher vor bem B e - such bieser Schulen warnen müssen. In ber Beleidigungsklage Kohler unb Dorscheib liege eine Beleidigung beider nicht vor, da Kohler als naturalisierter Franzose nicht durch ein an Deutsche gerichtetes Flugblatt beleidigt werden könne. Auch Dörscheid habe sich durch seinen Antrag auf Aufnahme in bie französische Staatsbürgerschaft bereits vom Deutschtum abgewendet. frr sovi * tWtt vr.2> In dem waltung । btr Dtur- non btt; -?r. - ptfftbrsnuni »hem, k.^rM üdblti oü»!che aus stille. - 3n t Tews Irr Aurücfge h grab t Inhalten bi mit Listtet (jisftanb y Mosel U man oom < Sdumfis h ftgte bti torübtrgebi fallt &la verkehr nn veile sind vorben. 3n (in MZ fe> iiedeegehenbi mit einer ® Stabt glich t schen fünf u »ar, herrsch Meder mi itm Sinne 1 oertehr row hatU Me! zu verzech btt wurden Huf bem Zugführer l nach Kiel fi nn unb fle bei ber Ab Ansteigen i mb unter t «pater muri Bahnhof Si Daul Rröc den. Anschei terjug« ins übtrfabrtn t '4i Namm Sffltis jurü i istdavernbe \ Uebttgi , b«r Q Wl mituiit Ätschen $ Uuner ^chiranwalt Isfort a.: a bonge ÄV,1 tz-L Qu4 beT $ r-Ä S’ *,rn« Nunb t krtr5^ 'eiub,'"1» 5Smnp. I*5&* -r mit £. 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