2® 1=2 ■§ = »W?2 i? jp Z jj gf s§ 3?* I f.0 = 3tS’2e'%,2.5 ßr®n- r.-sM -U^hfa! *WrmsB = 3-3^ 5-»' ? 2:0(9» a S,;,? 3 3 n" : =• " L-.LSZ Z o ° co ” n " -•e,"n £■ o §3^s, - 2- 2 »Bä 3 S-3 -*■ 3 --2- d <7 5 0 s Ö r> .ss;^ - o 8 r ßW- »3^N Z.-S »Z.3? •* w 3 2 »O-; »s * $£ä g’ 8"J§ -L§A8 «s §L" 5 2" 3" oa^oS? ?SgöS5o ^fgh •■§;s§ä-H* :5 = g^?0) Öl ? 2. » ft ?: O A • L s -» 1 5 2* A ?a 3 2 2 S - S e ' c ~ 5 ? 8" *3 2 < S34c=?® =5-Ü2$r 3 §^g S3-=S» b d - 2 = an? er” <3 n_. S -,o a~ 2 2 6>a5®Sa c -8 nS'g’X 3 *2 "'S® to-,1 _ = 2. 'S S2.3 C »2n 1 n P 'rt ' lEn"5 S? Ä -a-s sag5- © 'n »2 >sr. S 2 2 ' e .2 ßn 2 s «■ > „H .05.5:2 s iWfi ^§--2 S-s sgar?® MZ-Z Jn?2-nas: .155’^7 : £ - 2. rf 3 ?n n -■ lKHZe«3 äl»gge M ft AfA S-8s S<5-§ n O-2- - o'a'2 M r3 ^•$•2 Ur. 183 SrühattSgave 183. Jahrgang Dienstag, 8. August 1933 Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Dnid und Verlag: vrühl'sche Universttälr-Vuch- und Zteindruckerei K Lange in Stehen. Schristlettung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig- für Re- klameanzeigen von 70 nun Breite 35 Reickspfennig, Playvorschrift 20° , mehr. Chefredakteur Dr. Fnedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für‘Politik Dr. Fr. Wilh. Lange- für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für denAn- zeigenteil L D.TH.Kümmel sämtlich in (Biegen. Erlchelnt täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustriert» Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholl» Monats-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM 195 Ohne Illustriert» . 180 Zustellgebühr.. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt üernfprechanschliifse anterSammelnummer2251. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Liehen. Postscheckkonto. Kranfturt am Main 11686. Empfange beim Reichskanzler. Berchtesgaden, 7. Aug. (TU.) Die Reichs- oressesteUe der NSDAP, teilt mit: Reichskanzler Adolf Hitler empfing heute vormittag den Generalinspekteur für den Straßenbau, Dr. Todt, zum Vortrag. Dem Führer wurden dabei einige neue Pläne vorgelegt, die im Zuge des großen Straßenbauprojektes fertiggestellt wurden. Am Nachmittag empfing der Reichskanzler Botschafter Nadolny zur Besprechung außenpolitischer Fragen, ferner u. a. den preußischen Stultusminifter Rust, den Staatssekretär im Reichspostministerium, One- sorge und Staatssekretär Dr. Lammers. Neugliederung des Kampfbundes für den gewerblichen Mttelstand. Berlin, 7. Aug. (ERB.) Der Stabsleiter der PO-, Pg. Dr. Ley, erläßt mit Einverständnis des Führers, wie der „Angriff" meldet, folgende Anordnung: 1. Der am 15. Dezember 1932 durch Anordnung des Führers ins Leben gerufene Kampfbund des gewerblichen Mittel st andes hat mit der Amtsübernahme durch einen nationalsozialistischen Reichswirtschaftsminister seine Kampsauf- g a b e in der bisherigen organisatorischen Form erfüllt. Da die neuen Aufgaben in der Erziehung des deutschen Menschen zur nationalsozialistischen Weltanschauung, zum nationalsozialistischen Wirtschaftsdenken und Wirtschaftshandeln und zur gegenseitigen Selbsthilfe über Heranbildung des Führernäch- wuchses für Handel, Handwerk und Gewerbe in der Deutschen Arbeitsfront bestehen werden, wird der bisherige Kampfbund des gewerblichen Mittelstandes in die nationalsozialistische Handwerks-, Handels- und Gewerbeorganisation (Hago) einerseits und' den Gesamt- verband des Deutschen Handwerks andererseits auseinandergegliedert. 2. Beide Organisationen stehen unter der Führung des Pg. Dr. von R e n t e ( n , der alle weiteren für die Umorganisation notwendigen Ausführungs- onordnungen erläßt. 3. Die nationalsozialistische Handwerks-, Handelsund Gewerbeorganisation (Hago) ist ebenso wie die N5BO der obersten Leitung der PO. 11 n t e r st e 11 t und ist dieser in Bezug auf das Verhältnis zur politischen Organisation der NSDAP., sowie in Bezug auf den Schriftverkehr und das Kassenwesen gleichgestellt 4. Für die nationalsozialistische Handels-, Handwerks- und Gewerbeorganisation (Hago) tritt sofortige Aufnahmesperre ein. Alle seit dem 1. Mai 1933 in den Kampfbund des gewerblichen Mittelstandes eingetretenen Mitglieder und alle Neuaufnahmen sind bis auf weiteres dem om Reichsführer der Deutschen Aerzteschast dem Deichsinnenministcr überreicht worden. Die auf Grund der Reichsärzteordnung zu errichtende Reichsärztekammer soll künftig die einzige Körperschaft sein, in der die deutschen Aerzte zur Erfüllung ihrer Berusspflichten zu» sammengefaßt sind. Das bedeutet, daß die freien Berufsverbände, nachdem sie ihre historische Sendung erfüllt haben, ihr Dasein a u f g e b e n müssen. Oer französisch-englische Schritt in Berlin. * Keine deutschen Vertragsverletzungen. — Oie Orahtzieher im französischen Außenministerium. Berlin, 7. Aug. (WTB.) Der französische V 0 t s ch a f t e r Hal heute vormittag im Auswärtigen Am unter Bezugnahme auf den Viermächtepakt zur Sprache gebracht, baß nach Auffassung der französischen Regierung die beutsche p r 0 - paganda mit Bezug auf Oe st erreich in gewissen, in der letzten Zeit vorgekommenen Fällen mit den bestehenden vertraglichen Bindungen nicht vereinbar sei. Dem Botschafter wurde erwidert, daß der R e i chs- regierung eine Anwendung des Viermächtepaktes in dieser Form nicht angebracht erscheine, daß auf deutscher Seite Vertragsverletzungen irgendwelcher Art n i ch t 0 0 r 1 ä g e n , und daß Deutschland daher diese Einmischung in die deutsch-österreichische Auseinandersetzung nicht für zulässig halte. Der englische Geschäftsträger, der nachmittags in der gleichen Angelegenheit vorsprach, erhielt denselben Bescheid. Oie Hintergründe in Haris. Don unserem (—)-2erichterstatter. (Rachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Paris, 7. August. Daß Frankreich sich um Oesterreich kümmert, ist nicht neu. Die Grundeinstellung ©lernen- ceaus und Poincares, die besagt, daß Frankreich unter allen Umständen verhindern müsse, daß sich das Restösterreich des Friedens von Trianon und Deutschland verbinden, beherrscht jedenfalls noch immer die französische Vorstellung. Das geht soweit, daß man abzu- streiten wagt, daß die Oesterreicher Deutsch e sind, und daß es in Oesterreich volkstümliche Bestrebungen gäbe, die eine Verschmelzung von Deutschland und Oesterreich erstreben — und man versucht sich selbst und anderen weißzumachen, daß das künstlich hervorgerufene Vorgänge wären Denen gegenüber gelte es, die „bodenständigen" und auf Selbständigkeit Oesterreichs beharrenden Faktoren und Elemente zu stützen. Daher das ständige Spiel mit dem Restaurationsgedanken. Daher aber auch die ständige Interventionslust, die eben aus der Erkenntnis entspringt, man müsse schnell handeln, ehe es zu spät ist ... Das muß man wissen, wenn man den Hintergrund der Pressekampagne verstehen will, die in ber österreichischen Frage in ben letzten Tagen geführt worben ist. Man wollte in Paris eine Intervention in ber österreichischen Frage herbeiführen, weil man roieber einmal befürchtet, es könnten sich Vorgänge ereignen, die ber französischen Politik wibersprechen könnten, unb hat baher, aufgeregt wie man es so leicht in Paris ist, Lärm geschlagen, ehe es so recht soweit war. Man hat eben bas Gefühl, baß bie Lage Dollfuß' in Oesterreich sehr unsicher ist, unb baß langsam aber sicher bie bisherigen Örunblagen für bie Politik seiner Regierung entschwinben. Die Pariser Presse hat sich im allgemeinen überhaupt schon gehütet, zu behaupten, baß bas Regime Dollfuß übermäßige Erfolge in Oesterreich erzielt habe. Dazu hat man boch wohl eingejehen, wie ungewiß bas ganze Experiment in Oesterreich ist, nachbem sich einmal herausgestellt hat, baß eine RestaurationberHabs- burger nicht so schnell burchzuführen sei. In ben legten Tagen haben sich aber bie Erklärungen unb Interviews ber östenrreichischen 'Ul i n i ft e r in ber Presse nur so gehäuft; man hatte gerabezu ben Eindruck, daß händeringend um Hilfe gerufen wird. Die Erhöhung einer Reihe von Steuern, bie Herabsetzung ber Arbeitslosenunterstützung unb eine Reihe anderer Maßnahmen haben anscheinend nicht ausgereicht. Das Ausland muß wieder helfen. Nun haben die Oesterreicher zwar Anspruch auf eine Anleihe, die ihnen bisher noch nicht gewährt worden ist, aber man versteht, daß die Franzosen bie Anleihe nicht gewähren wollten, ohne sicher zu gehen. Sie sagten sich, baß biese (Selber, die zur Stützung der Unabhängigkeit Oesterreichs gegeben wurden, verloren sein würden, wenn sie nicht bie Gewißheit hätten, baß bas Regime Dollfuß bliebe. Es war hiernach also klar, baß etwas geschehen mußte, um ber Oeffentlichkeit zu beweisen, Dollfuß sei sicher. Hier setzte die Schwierigkeit ein. Denn es gab nurzweiMöglichkeiten.um etwas Zweckentsprechendes zu erreichen: Entweder Frankreich intervenierte allein, oder es setzte den Völkerbund in Bewegung, wozu es aber einer Klage Oesterreichs bedurft hätte. Eine Intervention des Quai d'Orsay allein in Berlin hätte aber einen fatalen Eindruck gemacht, hätte allzusehr nach Händelsucht ausgesehen. Eine direkte französische Beschwerde in Berlin hätte überdies nur enthüllt, daß Dollfuß in völliger Abhängigkeit von Frankreich sich befindet, was für die „vaterländische" Bewegung in Oesterreich doch nur ein Gewinn gewesen wäre. Außerdem hätte das zu sehr nach .Anleihe" geschmeckt! — Da blieb also nur eine direkte Beschwerde Oesterreichs. Daher haben in ben letzten Tagen in Wien (aber über bie Englänber) anscheinenb sehr eingehenbe Verhandlungen mit Dollfuß ftattgefun- ben, in benen bie französische Regierung ben Versuch unternommen hat, die Oesterreicher zu einer Klage beim Völkerbund zu bewegen. Das ist aber d öllig negativ ausgefallen. Eine Klage Dollfuß' beim Völkerbund hätte diesen eben auch in Oesterreich jo außerordentlich unbeliebt gemacht, daß er seinen Gegnern geradezu das Wasser auf die Mühle geliefert hätte. Außerdem scheint Dollfuß noch andere Gründe gehabt zu haben, sehr vorsichtig zu sein — wie z B. bie Lieferung von Polizeiflugzeugen burch Englanb —, so baß er bem Quai b ' Orsay eine runbe Absage gab, unb sich lebiglich bamit begnügte, einige roütenbe Presseartikel gegen Deutschlanb zu veranlassen, bie in Paris natürlich mit Behagen ausgenommen würben. Aber bas konnte bie zünftigen Diplomaten nicht darüber Hinwegtäuschen, baß damit eine Klage beim Völkerbund aussichtslos geworden war, und daß man daher sich auf andere Mittel besinnen mußte, um den Zweck, eine Stützung des wackelnden Dollsußregimes, zu erreichen. Es blieb daher, wenn man überhaupt etwas unternehmen wollte, nur übrig, sich des Viermächtepaktes zu bedienen, d. h. also Vorstellungen der drei Mächte Italien, England und Frankreich in Berlin zuwege zu bringen. Äur so konnte der Eindruck erweckt werden, daß Deutschland die Welt gegen sich habe und daß die Welt — um Himmels willen nicht etwa der Quai d'Orsay — für die Regierung Dollfuß in Oesterreich sei, und daß man daher ungestraft diesem Lande neue Mittel zur Verfügung stellen könne. Aber gerade hier, so scheint es, setzten die Schwierigkeiten ein. Gewiß, es gelang dem Quai d'Orsay, in London, dank der Tatsache, daß der Außenminister gerade in Urlaub ist, sich einen besonders französisch g c * sinntcn Beamten des Forcign Office zu kapern, der dann entsprechend wütende Artikel in die Presse lancierte, aber auch die Engländer erklärten, daß nur „freundschaftliche" Vorstellungen in Frage kämen, und daß man die Italiener gewinnen müsse. Unb hier lag ber Haken. Es erwies sich, daß Rom kein Interesse baran hatte, bie Aktion zu einer großartigen Demarche gegen Deutschlanb auszuge- statten, so baß schließlich in den Verhandlungen nicht mehr herauskam, als eine sehr sreunbliche, um nicht au sagen, für bie Franzosen wertlose Aktion, bei ber vorher enthüllt war, baß ber Quai d'Orsay ber Drahtzieher i ft, ber bie ganze Aktion ausgeklügelt hat — aber nicht bas erreichte, was er ursprünglich gehofft hatte. Gerade die Stärkung des Regimes Dollfuß in Oesterreich ist ihm oorbeigelungen, das im Gegenteil ganz außerordentlich darunter gelitten hat, baß sich bie Italiener so gut wie überhaupt nicht, unb nur bie Franzosen so offen bafür eingesetzt haben. Denn schließlich sagt sich in Oesterreich jedes Kind, was das heißt: Dollfuß hat an Boden f ehr viel verloren. Welchen Eindruck dieses Spiel in Paris gemacht hat, ist leicht zu sagen: „Die Rechte ist wütend, unb die Linke ist enttäuscht. Aber bie Lust zu Interventionen ist beshalb nicht vergangen. Mj berälnttoort derReichsregierung abgeschloffen Berlin, 7-Aug. (ERB.) Der franko* sische Botschafter und der englische Geschäftsträger haben auf ihre Intervention bei der Reichsregierung zugunsten Oesterreichs einen ablehnenden Bescheid erhalten. Damit dürfte nunmehr diese gesamte Aktion zum Abschluß gebracht sein. Die ganze Aktion ist eigentlich erst in Gang gebracht worden durch Stimmen der ausländischen Presse, die — im diplomatischen Gebrauch völlig ungewöhnlich — die formelle Demarche ankündigten Eine französische Zeitung hat es sogar fertig bekommen, den von ihr angekündigten Schritt zu vergleichen mit dem Beto, das die englische Regierung im Iahre 1835 gegen die Besteigung des belgischen Thrones durch ein Mitglied des bourbonischen Hauses einlegte. Der angekündigte Schritt wurde jedoch immer weiter hinausgezogen, weil die Mächte unter sich nicht einig waren. Cs ist bezeichnend, daß der italienische Botschafter heute im Auswärtigen Amt nicht erschienen ist. Die fremden Regierungen sind zu ihrem Schritte, der nicht einmal gemeinsam erfolgte, erst durch die P r e f f e ft i m m e n geradezu gedrängt worden. Man wird sich fragen, wozu bie ganze Aktion überhaupt noch bienen sollte. Der wahre Grund dürfte nicht ber sein, baß etwa die Unabhängigkeit eines dritten Staates bedroht oder angetastet fei, sondern er ist wohl darin zu suchen, daß mit diesem Schritt bie österreichische Regierung in ben Augen ber Außenwelt, besonders aber der österreichischen Bevölkerung, gestärkt werden soll. Ob dieser Zweck mit dem Schritt tatsächlich erreicht ist, kann mit Fug und Recht stark bezweifelt werden. Die ausländische Presse, die mit aller Macht noch nachträglich zu bem Schritt getrieben hat, hatte sich von vornherein sagen müssen, baß mit bem Schritt nichts z u erreichen ist. Die französische unb englische Presse mußte sich gegen bie eigene Regierung stark machen, ba ber französischen unb englischen Finanzwelt eine Aenberung ber Reaierungsoerhältnisse in Oesterreich unerwünscht ist. Man bars sich ferner fragen, ob ber Schritt überhauptzuftanbegekommen wäre, wenn bie zuslänbi- gen Minister in Paris unb ßonbon ba gewesen wären. So hat jebenfaüs bie ganze Angelegenheit sich nur zwischen ben Staatssekretären ber brei Län- ber abgespielt. Angeregt worden sein dürfte der Schritt von Paris aus. Bei dieser Gelegenheit wäre noch einmal zu betonen, daß der Viermächtepakt feine geeignete Plattform für einen derartigen Schritt bildet. Er soll nicht dazu dienen, die Angelegenheiten eines Partners mit einer fünften Wacht in Ordnung zu bringen, sondern zur Befriedung der Welt dienen, und zwar in freundschaftlicher Form. Zu Anklagen gegen einen der vier Partner gibt der Viermächtepakt keine handhabe. Was ist denn eigentlich geschehen? Flugzeuge nicht erkennbarer Herkunft haben Flug- OergroßeGA.-AufmarschinBerlin Auf bem Tempelhofer Felb in Berlin fanb ein Appell von 82000 SA.-Leuten ber Gruppe Berlin-Branben- burg statt. — Der Chef bes Stabes, Hauptmann a. D. Röhm, reitet bie gewaltige Front ab. Sur * Ä Lose M.<(i ®2o'e*"'; ein v 'S e,a AcbeUslo'' fluri MSeschar Ws ein Mben; nur v Don, daß NiierM n oder ein W rien- und & einem Saal ÄieL in We in vortteMch Bedeutung |e zahlreichen, o (teilten Bccke beschaffen sei Wassermenge dauerhafte,> ein Fortschrii glas früherer der gezeigten für den Kem Dank begrüßt bloßen Zürich müdliche Füh Mitglieder di Anfänger dir selbst 'der P weder schwic wurde auf i Bedeutung e zücht haben Zeichnung eig nigsaltigen : Fischarten ei tiefte Form I obachtungsgal 1 heimische Leb wissenschaftlich Der Verein Siner bauten fdjen Staat: der hessisch Ittitttei arvh Dundsahri Durch diese 2 die Schönheit Städte in toe bekannt zu m geben, auch d einer Uriaul wählen. Die Rheinhessen Vertretern d flehen, über könnte es an über unsere lich mit zu i deutschen Da Gestern ge Gießen ein. Tübingen ge Flughafen u Städtchen Sd ^fuch abgeft genöe Herren MrIeoboä ^(gemeine & Bettung), Prof LenJ- Serr . M (Scherl. ?rN). Graf ■ ftMai -i-Vpd (V «'M lÄngZ ÄJ®« dar B= teil. Die Ä^en **¥•3 KZ ZZ" gen aI'JJ des I e r h„en auc auf Ft. (f ‘um unb ?0£n^i ^rfeh'N'tQts. >b tzL« Geschichte in Wachs. Von Carl Dietrich Carls. Sn seiner „Geschichte der französischen Revolution" schildert Carlyle, wie zwei Tage vor Erstürmung der Vastille eine Volksmenge, empört über die Entlassung des Ministers Recker, in ein Wachsfigurenkabinett eindringt und sich der Figuren Reckers und des Herzogs von Orleans bemächtigt. Sie werden mit schwarzem Krepp umwunden und mit dem Rus „Es lebe Recker und der Herzog von Orleans" über die Boulevards getragen. Militär tritt der Menge entgegen und dringt mit gezogenem Säbel auf sie ein. Die Träger der beiden Wachspuppen werden niedergeworfen. Aber immer und immer wieder werden die Figuren hoch aufgerichtet, bis zuletzt diejenige Reckers, in Stücke geschlagen, zu Boden fällt. Das Wachsfigurenkabinett, um das es sich dabei handelt, gehört Johann Christoph C u r t i u s. Er stammte aus Bern, war Arzt gewesen und hotte aus Liebhaberei kleine Porträtköpfe aus Wachs modelliert- Der Prinz de Conti, ein Vetter Ludwigs XV., wurde auf die bildnerische Begabung des jungen Arztes aufmerksam gemacht und lieh ihn nach Paris kommen. Curtius gab den Beruf des Arztes auf und widmete sich ganz der Wachsbildnerei. Er lieh seine Schwester nach Paris kommen und adoptierte ihre Tochter. Marie lernte bei ihrem Onkel die Wachsbildnerei und wurde ihm eine unentbehrliche Gehilfin. Als Curtius starb, übernahm sie die Wachsfigurensammlung. Ihr Leben während der Revolutionstage war nicht beneidenswert. Sie wurde gezwungen, vom Schafott ihr blutig zugetragene Köpfe in Wachs nachzubilden. Sie sah Marie Antoinette sterben, besuchte Charlotte Corday im Gefängnis, und als später auch die Köpfe Dantons, Huberts, Carriers und Robespierres fielen, modellierte sie auch diese. Sm Sahre 1802, kurz nach dem Frieden von Amiens, machte sich die kleine entschlossene Frau, zu dieser Zeit zweiundvierzigjährig, mit ihrer Wachsfigurensammlung nach London auf. Sie hatte durch eine vorübergehende Ehe den Ramen Tussaud erhalten und als Madame Tussaud ist sie den Londonern durch ihre Sammlung auch heute noch unvergessen. Da die Ausstellung Figuren enthielt, die eine Rolle spielten in der französischen Revolution, damals noch immer täglicher Gesprächsstoff ganz Europas, so sand sie viel Beachtung und verdrängte bald die übrigen Unternehmungen verwandter Art, die alle wesentlich unmoderner waren. Madame Tussaud besah untrüglichen Spürsinn. Als die vom Publikum vergötterte Sängerin Malibrcrn starb, fand man sie bald daraus in dem neueröffneten Wachsfigurenkabinett wieder. Dadurch wurde eine solche Zahl von Besuchern in die Ausstellung gelockt, dah Madame Tussaud entschied, fortan solle jede neue Berühmtheit sofort in ihrer Sammlung gefunden werden. Das ist bis heute beibehalten worden. Wie zählebig auch heute noch diese Ausstellung ist, geht daraus hervor, dah in den letzten vier Sahren annähernd drei Millionen Menschen sie besuchten. Man glaubt, eine riesenhafte Bergröherung jener alten Sahrmarktsdarstellungen vor sich zu haben, die Haupt- und Staatsaktionen und ihre älrheber für den Kinderverstand zuschneiden. Aus den Gängen drauhen ertönt Lautsprechermusik, hallt wie Sahrmarktsgedudel. Dort sitzt Macdonald mit seinen Ministerkollegen am Re- gierungstisch. Es folgen bekannte englische Parlamentarier der Vergangenheit und Gegenwart, unter ihnen Chamberlain, Churchill, Baldwin. Die Gesichtszüge aller dieser Männer erscheinen in der Wachsnachbildung überscharf, die Charaktere gespenstisch überbetont. Dann Generale, die vom Weltkrieg her bekannt sind, die englische Königsfamilie, eine „Gruppe 1914/18“, in ihr u. a. Lloyd George und Asquith, außerdem eine Figur des einfachen Mannes, der den Krieg gewann, und als einzige Frau Edith Cavell. So geht die Reihe weiter durch die Länder und Sahrhunderte: amerikanische Präsidenten, bekannte Minister der englischen Vergangenheit, Männer der Kirche. Sn der zuletzt genannten Gruppe, eng beieinander, der Papst, der „Morgenstern der Reformation" Wyclif, Martin Luther und General Dooth. Sn der „französischen Abteilung“ fällt eine nach dem Leben modellierte Figur Voltaires auf, deren Gesicht zu einer diabolisch lächelnden Maske vertrocknet ist. Zwischen Shakespeare, Milton, Scott, Vyron, Thomas Hardy sitzt in der literarischen Ecke Bernard Shaw im Hellen Strahenanzug. Man erkennt ihn allerdings mehr am langen weihen Bart als am Gesicht. Auch die Sportgrößen von Lind- bergh bis Campbell sind vollzählig beisammen. Cs ist amüsant, neben dem Modell einer „Schlafenden Schönheit“, deren Drust sich, wie wir es aus Sahrmarktsbuden kennen, im Schlafe hebt und senkt, Madame Tussaud selbst stehen zu sehen, von einem ihrer Söhne modelliert. Als ältliche Frau schaut sie durch ihre grohe Drille» sie trägt ein langes Taftkleid und eine wunderliche Haube, die mit großer Schleife unter dem Kinn zusammrngebunden ist. Sn einer besonderen Abteilung sind ganze Szenen aus der englischen Geschichte dargestellt, die Hinrichtung Mary Stuarts, der Tod Relsons im Zwischendeck der „Victoria" bei Trafalgar, die Ermordung der Prinzen im Tower. Die „Halle der Könige“ zeigt alles, was von Wilhelm dem Eroberer bis zu den Häusern Hannover und Sachsen-Koburg in England König war. Shre historische Echtheit ist wohl nicht eben zuverlässig, niemals aber fehlt ihnen die grohe Herrschergeste. Heinrich VIII. hat um sich seine Frauen versammelt, deren er sich — bis auf die sechste — stets nach einiger Zeit durch Ehescheidung oder Hinrichtung entledigte. Man blickt unwillkürlich auf die sechste, Catherine Parr, die — selbst vorher bereits zweimal Witwe — es fertig brachte, ihn zu überdauern. Es ist, als ob diese Ausstellung sich über sich selbst mokierte. Die Geschichte wird theatralisch, bis dem Beschauer die Absurdität dieses Theatralischen ganz aufgeht. Vielleicht ist nicht mehr viel echt an allen diesen Figuren, auch an denen nicht, die als nach dem Leben modelliert bezeichnet sind: denn die Ausstellung wurde mehrmals vom Feuer heimgesucht. Doch das ist belanglos vor der überwältigenden Sahrmarksstimmung, die diese Sammlung hervorzaubert. Wir werden zu Kindern voll Reugier und Lust, Abenteuer und Helden zu sehen. Helden, an die wir in dieser Pracht freilich nicht immer glauben. „Abenteuer im Engadin." Eine recht erfrischende, tiefgekühlte Angelegenheit in diesen Hundstagen: der Aafa-Film „Abenteuer im Engadin", der seit gestern im neuen Programm des Lichtspielhauses läuft. Die Idee stammt von Dr. Arnold F a n ck, der ja ein Spezialist in Schnee und Eis und Hochgebirge ist. Die Hauptrolle spielen Guzzi L a n t s ch n e r und Walter R i m l, Pat und Patachon von der Waterkant, die unzertrennlichen Hamburger Zimmerleute Tedje und Fietje, dte mit „Hummel, Hummel!" und ..Das freut einen denn scha auch!" durch das Enga° diner Wintersportparadies sausen und auf Stiern wie auf dem Eise, im Zweierbob wie im Skijöring Vortreffliches leisten. Die Regie von Max D b a I schwelgt in riesigen Perspektiven, rasanten Abfahrten und komischen Episoden. Die Aufnahmetechnik ist sehr gut; der Film ist mit sportlichem Ehrgeiz und einem oft unheimlichen Tempo gedreht. Von den übrigen Darstellern: Hella H a r t w i ch, Arnold Hasenclever und Uli Ritzer. Den Freunden des Wintersports muh, wenn sie diese Wunder des Schneeschuhs im Engadin auf sich wirken lassen, schon jetzt im August das Herz aufgehen. — Beiprogramm: Wochenschau, ein Bildbericht aus dem modernen Afrika (zum Ausgleich) und zwei Proben aus kommenden Filmen der Aafa und der Ufo. Zeitschriften. — Den großen Fragengebieten um Gold und Geld ist das Augustheft der „Süddeutschen Monatshefte“ (München) „Die Zukunft des Geldes“ gewidmet. Die Zeitschrift findet damit den Anschluß an den Zusammenbruch der Londoner Weltwirtschaftskonferenz. Der nationalsozialistische Wirtschaftstheoretiker Alfred Pfaff führt in seinem einleitenden Aufsatz diesen grundlegenden Wandel der Wirtschaftsgesinnung auf die eine entscheidende Wurzel zurück: die Beziehung des Menschen und der Wirtschaft zum Golde. Friedrich Zimmermann unterzieht diesen Liebergang einer umfassenden Untersuchung. Er stellt in seinem Aufsatz „Die Zukunft des Geldes“ das Gold und den mit ihm verbundenen modernen Geldbegriff als den Ausdruck und das Herrschaftsmittel der liberalen Weltwirtschaft hin, die richtiger als „Goldene Snternationale“ bezeichnet werden könne. Aus der Verbindung des stofflichen Goldes mit dem begrifflichen Gelbe entstand die Goldwährung internationalen Charakters. deren Problematik eigentlich im Mittelpunkt der Londoner Konferenz stand und deren endgültiges Versagen im Grunde auch diese Konferenz zum Scheitern brachte. An die große geschichtliche Linie knüpft in seinem Rachwort Leo Friedrich Hausleiter an und hebt in diesem Zusammenhang die weltpolitische Bedeutung und geschichtliche Mission des Rationalsozialismus hervor: der romanisch-westlichen These „Gold ist wichtiger als Vertrauen" steht das deutsche Empfinden gegenüber: „Vertrauen ist wichtiger als Gold!" Hier liegt die Zukunft — dort die Vergangenheit. Sochscbulnacbrickten. Dem Kieler Ordinarius Professor Dr. Hermann D o l d ist die durch die Emeritierung von Geh. Rat Prof. Dr. Kruse freigewordene Professur für Hygiene an der Universität Leipzig angeboten worden. Der Leipziger Privatdozent Dr. Paul R i t t e r b u s ch hat einen Ruf als Ordinarius für Staatsrecht an der Llniversität Königsberg angenommen. Kassel 7. Aug. (WER.) Rach ihrem Marsch | erringen, der ihnen nach ihrer Geschichte, ihrer i'rck d e i'm Flaagenschmuck prangenden Haupt- Lebenskraft und ihrem Lebenswillen gebührt. Die Wühlarbeit der KpO durch die im Flaggenschmuck prangenden Hauptstraßen der Stadt, bei dem die italienischen A v a n g u a r d i st e n, wie überall in Deutschland, begeistert von der spalierbildenden Bevölkerung begrüßt wurden, erfolgte um 10.30 Llhr der Einmarsch in den Tanzsaal des Präsidenten- Palais. Der Oberpräsident begrüßte die Offiziere und den italienischen G e ne r al - konsul in Frankfurt a. M. Darauf brachte der Führer der Sungfaschisten, Gig li ein Drei» faches „eja“ auf die Prinzessinnen Mafalda und Maria aus, worauf der italienische Generalkonsul in Frankfurt a. M., Paquali, Herz- liche Worte der Begrüßung im Ramen der Sungfaschisten an den Oberpräsidenten richtete. Kommandant G i g l i brachte dann ein dreifaches „eja“ auf den Oberpräsidenten aus. den ift es wohl klar, wo in dieser Hinsicht mehr geschehen ist. Eine derartige Einmischung, wie sie sich seit langem der Straßburger Sender in innerdeutsche Verhältnisse leistet, ist jedenfalls durch deutsche Sender noch niemals in das deutsche Oesterreich hin begangen worden. Berlin, 7. Aug. (WTD.) Nachdem das Geheime Staatspolizeiamt die beiden KPD.-Führer Cosca und Putz, sowie 15 kommunistische Funktionäre, gegen die vom Vernehmungsrichter wegen hochverräterischer und staatsfeindlicher Umtriebe Haftbefehl erlassen worden ist, festgenommen hatte, sind im weiteren Verlauf der Ermittelungen folgende Feststellungen gemacht worden: Es hat sich herausgestellt, daß der Reichsleiter der Roten Hilfe, die noch immer über ein ausgedehntes internationales Agenten- und Spio- nageneh verfügt, in Deutschland konterrevolutionäre Umtriebe in die Wege zu leiten versucht. Auch das Reichsbauernkomitee der KPD. versucht, seine Wühlarbeit erneut auszunehmen. Obwohl durch das Geheime Staatspolizeiamt die früheren Bureaus der Roten Hilfe geschlossen worden sind, konnte in letzter Zeit ferner die Beobachtung gemacht werden, daß sich die auseinandergetriebenen Funktionäre der Roten Hilfe langsam wieder zusammenfanden. Bei der Verhaftung von Cosca und Putz kam man drei Geheimbureaus auf die Spur, die sich im Osten und Westen Berlins befanden. Wie einwandfrei feststeht, haben dort wiederholt Zusammenkünfte in nächtlichen Stunden stattgefunden. von diesen Geheimbureaus ging ein groher Teil der Greuelnachrichten ins Ausland. Als in Erfahrung gebracht worden war, daß sich Cosca mit seinen Helfershelfern in einem dieser Geheimbureaus wieder ein Rendezvous gab, dran- OieFungfaschisten in Kassel Empfang beim Oberpräsidenten Prinz Philipp von Hessen. geistert einftimmten. Die Musik spielte die Faschistenhymne, ..Deutschland, Deutschland über alles" und das Horst-Wessel- Lied Snzwischen hatten auf dem Friedrichsplatz vor dem Residenzpalais die SA., SS., Hitlerjugend, das Sungvolk und der Stahlhelm in einem großen Viereck Aufstellung genommen. Die Avan- guardisten marschierten aus dem Schloß heraus in das Viereck ein, worauf der LandcSpropagandaleiter MüIlerScheld, Frankfurt a. M. ausführte: Als 'Vertreter des Ministeriums für Dolksaufklärung für Hessen-Äassau begrüße ich euch und heiße euch in meiner Heimat herzlich willkommen. Sch begrüße auch hier in Kassel die italienische Königstochter, die Prinzessin Maria. gen die Beamten des Geheimen Staatspolizeiamtes. nachdem vorher alle Fluchtmöglichkeiten abgeschnitten worden waren, überraschend in das Geheimbüro ein und nahmen die völlig überraschten kommunistischen Funktionäre fest, die sich kampflos ergaben. Flle Festgenommenen trugen falsche Pässe und Papiere bei sich. Aus dem beschlagnahmten Material geht hervor, dah die nunmehr verhafteten sich in intensiver Arbeit mit staatsfeindlichen Plänen beschäftigten. Auch der frühere kommunistische Abgeordnete Putz ist, wie aus dem beschlagnahmten Material hervorgeht, bemüht gewesen, das Reichsbauernkomitee wieder aufzubauen. Aus Dokumenten geht hervor, daß Putz bemüht war, unter der Landbevölkerung Einfluß zu gewinnen, um Llnzufriedenheit gegen die nationalsozialistische Regierung zu säen. 31 Kommunisten in Berlin verhaftet. Berlin, 7. Aug. (WTD.) Das Berliner Geheime Staatspolizeiamt teilt mit: Rachdem Beamte des Geheimen Staatspolizeiamtes am Sonntag 6.35 Ahr demonstrierende Kommunisten in der Langestraße bemerkt hatten, wurde auf Grund dieses Vorfalles in der Rächt vom Sonntag zum Montag durch 'die Polizeitruppe Wecke in der Lange- und Krautstraße eine eingehende Razzia durchgeführt. 31 Personen, die mit der Aktion der KPD. in Zusammenhang stehen, wurden fest genommen und in das Konzentrationslager Oranienburg eingeliefert. Bei der Durchsuchung fand man eine Mit diesem Wunsche grüße ich euch in dieser Stunde. Ich verbinde damit den Ausdruck meiner Bewunderung für euren großen König, der sich mit eurem großen Führer verbunden hat und Schulter an Schulter mit ihm für den Ausstieg seines Landes kämpft und für euren großen Führer Mussolini, der Italien zu dem gemacht hat, was es heute ist, und der sich die Bewunderung seiner Freunde und die Achtung seiner Feinde errungen hat Der Oberpräsident brachte zum Schluß ein, dreifaches Sieg-Heil auf ben Italien isch en König und Mussolini aus, in das die Anwesenden be- blatter über österreichischen Orten abgeworfen, die sich gegen die jetzige österreichische Regierung wandten. Ferner sind Rundfunkvorträge an das österreichische Volk gehalten worden. wer feit Wochen den Straßburger Sender verfolgt und feststellt, was er in diesen letzten Monaten alles nach Deutschland gegeben hat, für Darauf nahm der Dberpräfiöenf prinzphilipp von Hessen das Wort und führte erst in italienischer und dann in deutscher Sprache u. a. aus: Es ist mir eine ganz besondere Freude, daß ihr meiner Einladung Folge geleistet und entgegen dem ursprünglichen Reiseplan mich auf meinem Amtssitz Kassel auf eurer Reise durch Deutschland besucht habt. Fühle ich mich doch eurem schönen Lande aufs engste verbunden und zu Dankbarkeit verpflichtet. 3d) war Zeuge jenes gewaltigen Umschwunges der italienischen Geschichte, des Marsches auf Rom, habe mit heißem Herzen die ganze Entwicklung des Faschismus mitoerfolgt und von ihr entscheidende Eindrücke empfangen. Dann habe ich als einer unter Tausenden in der Gefolgschaft unseres großen Führers Adolf Hitler als Rationalsozialist mit dafür gerungen, auch in Deutschland den Umschwung des Denkens und Fühlens aller Volksgenossen herbeizuführen, den Italien schon vor über zehn Jahren erlebte und der die Grundlage des völkischen Aufstiegs ist. Um so mehr freue ich mich, euch heute an der Spitze einer deutschen Provinz, im Namen Hessen-Nassaus, begrüßen zu können. Sind auch der Faschismus in Italien und der Nationalsozialismus in Deutschland verschiedene Bewegungen, so legen die Ziele beider Bewegungen doch nahe beieinander. So sind unsere Länder nicht nur durch gleiche politische Interessen miteinander verbunden, sondern vor allem durch die gleiche Grundhaltung der den Staat tragenden politischen Bewegung. Wir sind eurem großen Führer Mussolini besonders dankbar, daß er gerade euch, die Jugend, als Vertreter seiner Bewegung in das neue nationalsozialistische Deutschland gesandt hat. Denn es ist die Jugend unserer beiden Länder, auf der unsere Führer die Zukunft aufbauen wollen, und es ist die Heranwachsende Jugend, die die Bewegung befestigen soll, die wir in den Jahren des Kämpfens und Opferns errungen haben Ich hoffe, ihr habt in diesen Tagen Gelegenheit gehabt, mit der Jugend unseres Volkes und unserer Bewegung Kameradschaft und Freundschaft zu schließen. Denn wenn die Jugend aller Völker über alle Konferenztische hinweg zueinander findet, ist die Freundschaft Italiens und Deutschlands für fernere Zeiten gesichert. Möge diese Freundschaft dazu führen, dah beide Völker den Platz Avanguardisten! Euer Führer M u s s o l m i hat das italienische Volk vor dem Zerfall bewahrt, unser Führer Adolf Hitler hat das deutsche Volk vor dem Zusammenbruch und dem Bolschewismus bewahrt. Durch diese beiden Führer suhlen sich das deutsche und das italienische Volk verbunden. Wir Rationalsozialisten wisseri, dah eine solche Umformung eines Volkes, wie sie Mussolini begonnen hat, nicht in wenigen Augenblicken vollendet sein kann, und wir wissen, dah auch wir in Deutschland noch weitere Kämpfe zu bestehen haben, bis wir sagen können: „Es ist vollbracht!" Aus diesem Gefühl des gleichen Kampfes unserer beiden Völker fordere ich die SA., SS., Hitlerjugend und Kameraden vom Stahlhelm auf, mit mir einzustimmen in den Ruf: „Unseren Italien i- schen Freunden und ihrem großen Führer ein dreifaches Sieg-Heil!" (591 = Oberführer Dippel brachte ein dreifachtes Sieg-Heil auf Mussolini aus, das die gleiche Begeisterung auslöste. Dann erfolgte ein Vorbeimarsch der SA., des Stahlhelms und der SS. vor dem Oberpräsidenten, dem Kommandanten G i g l i und den geladenen Gästen, woran sich auch die italienischen Avanguardisten beteiligten. Die Italiener begaben sich alsdann zum Aue-Park zum Einnehmen des Mittagessens, woran sich ein Besuch der Wilhelmshöhe, des Herkules und der Wasserkünste anschloß. Abends verbrachten die italie» nischen Jungfaschisten im Quartier gemeinsam mit der Hitler-Jugend einige Spiel- und Singstunden. Dank an Kastel. WSR. Kassel, 7. Aug. Der Führer der italienischen Sungfaschisten, Centurione G i g l i, hat der kurhessischen Hauptstadt für den ihnen bereiteten herzlichen Empfang folgenden Dank ausgesprochen: „Die Avanguardisten Mussolinis, die in das Hitler-Deutschland gekommen sind, danken der Bevölkerung von Kassel für den enthusiastischen Empfang, der ihnen bereitet wurde und grüßen auf römische Art die jungen Braunhemden. Sie hoffen auf eine innige und treue Freundschaft der beiden großen Rationen." Verantwortlich für Politik: I. V.: Ernst Dlumschein. Radio-SenJe- und Cmpfangvan- l a g e. Es hat sich übrigens herausgestellt, dah die Kommunisten, nachdem die SA. infolge des Generalappells in Tempelhof zusammengezogen war, die Gelegenheit benutzten, an verschiedenen Stellen Berlins Demonstrationszüge, wenn auch geringeren Llmfanges, zu bilden. Weitere 60 Personen ins Konzentrationslager. Berlin, 7. Aug. (WTB.) Wie das Geheime Staatspolize'iamt mitteilt, wurden im Verfolg der in der letzten Nacht vorgenommenen Durchsuchungsaktion in den Wohnungen von früheren KPD.-An- gehörigen im Osten Berlins heute nachmittag wei - tereHäuserblocks durch Beamte des Geheimen Staatspolizeiamtes und einen SA.-Sturmbann durchsucht. Bei der Haussuchung wurde zahlreiches kommunistisches Propagandamaterial, sowie einige Hiebwaffen gefunden. In diesem Zusammenhang wurden gleichzeitig 60 Personen, darunter die, in deren Wohnung eine Radio-Sende- und emp- fangsanloge gefunden wurde, fe ft genommen und in das Konzentrationslager Oranienburg eingeliefert. Verhaftungen bei Magdeburg. Magdeburg, 7. Aug. (WTB.) Im Zufam- menhang mit der vor einigen Tagen im Kreise Stendal von der politischen Polizei entdeckten Neuorganisation der KPD. wurden heute in Burg bei Magdeburg weitere 41 Kommunisten feftgenom« men. Im Verlause der Ermittlungen wurden außerdem in Burg folgende W aff enund Spreng, körper beschlagnahmt: 1 Maschinenpistole, 4 98er Gewehre, 3 Armeepistolen, 14 Dynamitpatronen, 10 Sprengpatronen und 350 Schuß Munition. Aus aller Welt. Die französischen Ozeanfliegec brechen den Langstrecken-Weltrekord. Bagdad,?. Aug. (TU.) Die französischen Flieger Eodos und Rossi sind in Rayak in Syrien, nördlich von Beiruth, um 16.25 Uhr nach einem Fluge von 54 Stunden 45 Minuten glatt getan» Die französischen Flieger Rossi und Codas. bet. Sie haben damit den W e l t f l u g r e k o r d für die lange Strecke um920Kilometergeschla- gen. Um 13.30 Uhr hatten die beiden Flieger Aleppo passiert und damit bereits den Weltrekord für Langstreckenslüge Überboten. Die Flieger haben nach den bisherigen Schätzungen von Neuyort bis Rayak eine Strecke von insgesamt 9300 Kilomerer zurückgelegt. Frauen mit geschminktem Gesicht ist der Zutritt verboten. Die Kreisleitung Breslau teilt in einer Dr- kanntmachung in der nationalsozialistischen schlesischen Tageszeitung mit, dah Frauen mit geschminktem Gesicht der Zutritt zu allen Veranstaltungen der RSDAP. verboten ist. Die Amtswalter sind angewiesen, eine entsprechende Kontrolle durchzuführen. hundert Kinder in Bengalen ertrunken. Ein mit Kindern dicht besetztes Fährboot ist, wie aus Äookhali (Bengalen) gemeldet wird, auf dem Meghna-Fluß gekentert. Hngefätjr 10) Kinder fanden dabei den Tod. pharmazeutisch« und das analytische Laboratorium mit dem angrenzenden Hörsaal. 3m Hör- saal sprach Geheimrat Sommer über weitere Pläne für das Museum. Aach der Verabschiedung am Licbigmuseum setzten die Vertreter der Presse ihre Reise nach Dad - R a u h e i m fort. Oer Besuch im Vogelsberg. c Schotten, 7. 2Iug. Auf der Presserundfahrt, die der Hessische Dcrkchrsverband veranstaltet hatte, traf heute vormittag eine Anzahl Pressevertreter großer deutscher Tageszeitungen in Schotten ein. Die Herren wurden von den führenden Persönlichkeiten am Rathaus empfangen. Sie besichtigten unter sachverständiger Führung von Vaurat Kessel die Hauptsehcnswürdig- Ltnbekannie Florentiner Schätze. Eine einzigartige Ausstellung von Schätzen der florentinischen Kirchenkunst ist jetzt in dem Museum von San Marco eröffnet worden. Zahlreiche Kunstwerke von hohem ästhetischem und geschichtlichem Wert, die bisher dem Kunstfreunde ganz unzugänglich waren oder nur durch schwer zu erlangende Sondererlaubnis besichtigt werden konnten, sind hier in einem prachtvollen Rahmen vereinigt. Man hat gesagt, daß ein Besucher von Florenz, der all diese Dinge unter den bisherigen Umständen sehen wollte, mindestens ein Jahr darauf verwenden mühte. Manche der ausgestellten Werke gehören Privatleuten, die fie in ihren Hauskapellen aufgestellt haben, und sind zum erstenmal für eine öffentliche Ausstellung hergeliehen worden: andere Sehenswürdigkeiten, wie z. D. die Reliquiarien, die Papst Tiemens VII. der Basilika von San Lorenzo schenkte, konnten nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Papstes besichtigt werden. Einer der Säle des Museums ist in eine Kapelle umgewandelt worden, damit die wunderbare Sammlung von Reliquien-Be- hältern, die hier gezeigt wird, einen würdigen und stimmungsvollen Hintergrund erhalte. Auf dem Altar steht ein besonders schönes vergoldetes Silber- Tabernakel, in dem ein kleines mit Perlen und Edelsteinen besetztes Buch bewahrt ist: dieses Büchlein, das eine Reliquie enthält, wurde von Karl V. von Frankreich seinem Bruder Louis von Anjou geschenkt. Zwei lebensgrohe Holzstatuen, eine Madonna mit Kind aus dem 14. Jahrhundert, und eine sitzende Madonna mit dem Kind auf den Knien aus dem Anfang des 13. Jahrhundert, sind zu beiden Seiten des Altares aufgestellt. Die Hinterwand des Refektoriums ist mit einem hervorragenden stä- mischen Gobelin geschmückt, der auch durch sein Schicksal interesiant ist. Die herrliche Weberei wurde vor einigen Jahren aus einem Kloster bei Lucca gestohlen und konnte nur noch im letzten Augenblick vor dem Schicksal bewahrt werden, in kleine Stücke zerschnitten zu werden, um so leichter über die Grenze gebracht werden zu können. Es war nicht leicht, die Fülle von unbekannten Kunstwerken aus Florenz und der Umgegend zusammenzubringen. Viele der Bilder und Statuen werden von den Gemeinden der Kirchen, in denen die seit langen Jahrhunderten Aufstellung gefunden haben, auherordent- lich verehrt, und die Entfernung, wenn auch nur auf kurze Zeit, erregte Unwillen und Widerstand. Ein Kreuz muhte zurückgegeben werden, kurz nach dem es nach San Marco gebracht worden war. Es erschien eine Abordnung aus dem Dorfe, dessen Gotteshaus das Kreuz ziert, und erklärte, es hätten sich bereits Unglückszeichen gezeigt und das ganze Dorf sei in Furcht, es werde von einer Feuersbrunst, Überschwemmung oder Erdbeben heimgesucht werden. Die Leiter der Ausstellung würden für jedes Unglück verantwortlich gemacht werden, das die Gemeinde Heimsuche, solange das Kreuz fort sei. Diese Verantwortung wollte man natürlich nicht übernehmen. R. 0. Der 8. August 4918 Ein tragischer Tag der deutschen Armee. Don Heinrich Anton Hoffmann. leiten der Stadt, besonders die alte berühmte Stadtkirchc. Im Rathaus sand ein kleines Frühstück statt. Krcisdirektor Dr. 3 a n n begrüßte die Gäste für den Kreis Schotten und sprach über den Vogelsberg. Kreisschulrat Dr. M c u e r begrüßte namens der politischen Kreisleitung. Bürgermeister Menge! entbot den Willkomm- gruh der Stadt und ließ in alten Silbcrbechern den Ehrentrunk der Stadt kredenzen. Von dem herzlichen Empfang waren die Herren angenehm überrascht. Professor Dr. Werner (Vertreter des „Reichsbotcn", Berlin), ein geborener Hesse, sprach in seinem „hochdeutschen, echt hessischen Dialekt", herzliche, launige Dankcswortc. Die Weitcrfahrt ging über den Hoherodskopf, den Taufstein nach Ulrichstein und über Grünberg nach Gießen. Heute am 15. Jahrestag dieses schwärzesten Tages in der deutschen Kriegsgeschichte wollen wir ehrfurchtsvoll derer gedenken, die, erschöpft und aus- gemergelt, ohne genügende Verpflegung und Hilfe, aber mit einem trotzigen Dennoch auf zusammen- gebissenen Lippen bis zum Letzten ausharrten: im Trichter, am Maschinengewehr, am Minenwerfer und Geschütz. Ehre und Dank den gefallenen und lebenden Kämpfern des 8. August 1918! „Das größte Unrecht, das man begehen könnte, wäre, die Truppe für die Niederlage verantwortlich zu machen!" Mit diesen Worten empfing der Chef des Generalstabes der zweiten Armee den Abgesandten der Obersten Heeresleitung. — Damit schließen auch wir unseren Bericht vom 8. August 1918. Am 8. August 1918 gelang es den verbündeten Gegnern Deutschland, nach vierjährigem Ringen zum ersten Mal die deutsche Front in beträchtlicher Tiefe und Breite zu durch- stoßen. Es war ein schwarzer Tag für das deutsche Heer: damals erlebte die Westfront die entscheidende Wendung. Unsere Kriegsgegner haben, wenn man die Verhältnisse kennt, wie sie nachfolgend geschildert werden, wenig Grund, diesen Tag zu feiern. Deutschland aber, stark auch im Unglück, darf sich seines heldenhaften Kampfes wohl erinnern und dankbar jener gedenken, die dabei waren. Stunde der Entscheidung. Die am 21. März 1918 und später im April und Mai zur „Großen Schlacht in Frank- reich" angetretenen deutschen Sturmdioisionen lagen Anfang August noch immer vorn. In d e n Stellungen, die sic im Frühjahr erreicht hatten, ohne das eigentliche Ziel der Offensive erobert zu haben. Don den übermenschlichen Anstrengungen und den enormen Verlusten an Menschen und Material völlig erschöpft, lagen die deutschen Truppen in schlecht aus- gebauten Stellungen, die sich teilweise weit in die feindliche Abwehrzone verwöldten. Don Ppern bis Reims erstreckten sich diese Bogenstellungen, die unsere Westfront doppelt und breifad) verlängerten. Diese Stellung beanspruchte ungeheure Kräfte, hatte empfindliche Flanken und sehr ungünstige Nachschub- ocrhältnisse, während fie dem Gegner alle möglichen Vorteile bot. Die von Der deutschen Obersten Heeresleitung geplanten Großangriffe gegen die Engländer in Flandern (Hagenunternehmung) und gegen die Franzosen beiderseits Reims, tarnen entweder gar nicht zur Ausführung, oder fie scheiterten durch Verrat. Diesen Zeitpunkt benutzte der Generalissimus der englischen, französischen und amerikanischen Armee, Fach, die Generaloffensive gegen d i e deutsche W e st front mit einem englisch-französischen Vorstoß am 8. August 1918 einzuleiten. Ziel dieses Angriffes war die Befreiung der Bahn Paris—Amiens vom deutschen Artilleriefeuer. Planmäßig setzte der Angriff am 8. August 1918, früh 5.20 Uhr in 32 Kilometer Breite rechts und links der Somme ein. Die deutschen Fronttruppen wurden von diesem Angriff ebenso überrascht wie die Oberste Heeresleitung. Von den 13 Divisionen, die dem Anprall ausgesetzt waren, galten allein 6 als kampfunfähig, und auch die übrigen Divisionen waren erholungsbedürftig und für Den Großkampf nicht mehr geeignet. Nur zwei von diesen 13 Divisionen konnten noch als vollkampfkräftig gelten. Die Bataillons- graben ft ärfe (ohne Maschinengewehrkompanien) betrug beispielsweise beim Infanterieregiment Nr. 18 nur noch 255 Gewehre, bei 148 nur 286 Gewehr, bei 152 nur 404 Gewehre, bei 13 nur 268 Gewehre, bei 15 nur 276 Gewehre, bei 55 nur 309 Gewehre, beim Reserve-Infanterieregiment 201 nur noch 183 Gewehre, 202 nur noch 155 Gewehre, bei 203 nur noch 165 Gewehre. Gegen die Jo schwach besetzten Gräben und ihre zu Tode erschöpften und im freien Trichtergelände verstreuten Besatzungen setzte die Entente frische, ausgeruhte Divisionen in gewaltiger Uebermacht ein: 3 englische, 5 australische und 4 kanadische Divisionen, 3 Kavallerie- divisivnen, 5 französische Infanteriedivisionen, 2700 Geschütze, 360 schwere und 106 leichte Tanks, 1068 Kampfflieger. Die unerhörte Ueberlegenheit der feindlichen Luftstreitkräfte verhinderte jede deutsche Lufterkundung. Da die feindlichen Angriffstruppen erst in der Nacht zum 8. August in riesigen Autokolonnen den Aus- gangsstellungen zugeführt, die Artillerie erst in fester Minute eingebaut und die Tanks gleichfalls ^rst wenige Stunden vor Beginn der Offensive nach vorn aeschafft worden waren, blieb Die Vorbereitung Des Angriffs der deutschen Armeeleitung bis zur letzten Minute verborgen. Selbst das Wetter hatte sich anscheinend dem Gegner verbündet: es herrschte in Der Frühe dieses Tages ungewöhnlich dichter Nebel. Angriff und Abwehr. In der Frühe des 8. August Punkt 5.20 Uhr setzt an Der 32 Kilometer breiten Front rechts unb links Der Somme eine mörderisches Trommelfeuer schlagartig ein. Schon nach wenigen Minuten weiß jeder Fronterfahrene, daß ein ganz großer Schlag bevorsteht. Doch ein immer dichter werdender Nebel, der selbst die höchsten Anhöhen überdeckt, und durch Staub, Qualm und Nebelgefchosse zur schwarzgrauen Wand verdichtet wird, verhüllt selbst dem schärfsten Auge alles, was weiter als fünf bis zehn Schritt entfernt liegt. Die Fernsprechverbindungen sind schon in der ersten Viertelstunde samt und sonders zerstört, die sorgsam eingebauten Blinklampen nicht mehr verwendbar, die Funkverbindungen vernichtet. Die Meldeläufer werden fast alle das Opfer ihrer schweren Aufgabe. Unsere Artillerie und Minenwerferstellen, seit Tagen vom Gegner erkannt, sind in wenigen Minuten durch schwere Lagen kampfunfähig gemacht. In der deutschen Front herrscht bald große Verwirrung und Unsicherheit. Die Batterieführer wissen nicht, wohin sie mit den verbliebenen Geschützen das Vernichtungs- und Sperrfeuer legen sollen. Die Stoßbereitschaften erhalten keine Nachricht, wann sie eingreifen und wohin sich ihr Stoß richten soll. Alle Verbindungen zu den Nachbartruppen sind zerrissen. Nur drei Minuten hagelt das Artilleriefeuer aller Kaliber auf die vordersten Stellungen, Dann man» Dert es nach jeweils weiteren Drei Minuten immer lOOmeterroeife nach hinten. Im gleichen Moment sind auch schon feindliche Sturmtruppen in unseren Stellungen. Handgranaten und Flammenwerfer, Bajonett, Kolben, Revolver, Dolch und Spaten treten in Aktion. Wo unsere Maschinengewehrnefter hartnäckigen Widerstand leisten, werden sie von hinten und aus der Flanke unter dem Schutze zahlloser Tanks zum Schweigen gebracht. Der dichte Nebel verhindert ein Zusammenwirken aller Abwehrwasfen. Die einzelnen Waffengattungen können nicht sehen und nicht wissen, wo der Gegner zu suchen ift. Solange der Nebel bleibt, stehen die deutschen Abwehrkräfte vor einer unlösbaren Aufgabe. Und als er sich endlich lichtete, war die Entscheidung schon gefallen, die Massen der deutschen Artillerie bereits in Feindeshand, das Rückgrat jeder Abwehr gebrochen. Mit den Massen der feindlichen Tanks führten die Unseren einen ungleichen Kamps. In Flanke und Rücken gefaßt, auf wenige Schritte ein- gekesselt und zusammengeschossen, kämpften unsere Leute heldisch, aber vergebens. Als sich der Abend des 8. August 1918 über das Schlachtfeld der zweiten Armee herabsenkte, war das Ergebnis sichtbar. Die vom Angriff zwischen Somme und Aisne getroffenen deutschen Divisionen waren zerschlagen und auch die schnell erfaßten und eingesetzte Reserven hatten ernstlich gelitten. 7 00 Osfi - ziereund27000MannwarengefaIlen, verwundet oder in Gefangenschaft geraten. Mehr als 400 Geschütze und ungeheure Mengen von Maschinengewehren, Minenwerfern und anderem Material waren dem Gegner in die Hände gefallen. Für das rohstoffarme Deutschland damals ein unersetzlicher Verlust! Bis zu 11 Kilometer Tiefe erstreckte sich der feindliche Einbruch in unsere Front: fast überall hatte der Gxgner Das gesteckte Ziel erreicht. Aus her provinzialhaupistadi Gemeinschaft von Bolksgenosfen aller Stände mit e Des kommen- Gedern — M e r k e n f r itz ist ab 7. August und diejenige auf der Straße Merkenfritz —Hir- zenhain wird ab 14.August aufgehoben. jer Rossi und Cobos. Zournalisten-Besuch in Gießen Ge- kurze Ansprache. In einem Rückblick auf Die n ÜBeltflugretorbfür 0 ft i l o m e t e r g e f d) I a • hallen Die beiden Flieger lit bereits den ÜBeÜretorb rboten. Die {flieget hoben jungen von 'Jleurjort bis insgesamt 9300 ftilomar ideellen Zielen — will diese im Laufe des kommenden Winters auch durch öffentliche Vorträge weiteren Kreisen vor Augen führen. Mitglieder treffen sich zu Besprechungen und gemeinsamer Arbeit am ersten Mittwoch jeden Monats im Hotel Köhler. Dr.W.E.A. ** Spende für d i e Opfer der Arbeit. Don der Deutschen Bank und Discontogesellschaft werden wir gebeten, mitzuteilen, daß sie im Auftrag der Firma Bänninger ®- m. 6. H. Gießen den Betrag von 400 Mk. Der Spende für die Opfer Der Arbeit zugeführt habe. ** Straßensperrungsnachricht, mit- geteilt vom Oberhcssischen Automobil-Club E. V. (A. v. D.), Gießen: Die Sperre der Straßenstrecke Rotten Tomatenkrankheit in Hessen. Wie Dr. ft. Küthe, Assistent an der hessischen Hauptstelle für Pflanzenschutz, Gießen, mitteilt, ift in Hessen eine ansteckende Krankheit unter Den Tomatenkulturen ausgebrochen. Schon sind ihr in einer einzigen Gärtnerei 600 Pflanzen, Der ganze Bestaub, zum Opfer gefallen, was einen erheblichen Schaden verursacht. Es ist Die lomatenflengelfäule. Sie stammt aus Amerika. An Den befallenen Pflanzen stirbt ein Blatt nach Dem anderen von unten her ab, bis schließlich Die ganze Pflanze eingeht. Um ein Weiterumsichgreifen der Seuche zu verhüten, müssen die erkrankten Pflanzen sofort vernichtet werden. Entweder vergräbt man fie möglichst tief in den Boden, auf dem fie stehen, noch besser, man verbrennt fie, jedenfalls Darf man sie niemals auf anderes Land werfen oder gar auf Den Komposthaufen bringen, Denn so verbreitet man Den Erreger über Den ganzen Garten. In Den ersten Jahren Dürfen keine Tomaten auf Dasselbe Beet gepflanzt unD immer nur Samen von vollstänbig gefunDen Pflanzen verwertet werden. Verdacht auf diese Seuche melde man am besten unter Einsendung einer erkrankten Pflanze Der Hessischen Haupt- ftelle für Pflanzenschutz in Gießen, Sentenberg- straße 17. Taten für Mittwoch, 9. August. 1839. Der Augenarzt Karl Theodor Herzog in Bayern geboren (gestorben 1909); — 1896: Der Flugtechniker Otto Lilenthal bei Rhinow gestorben (geboren 1848): — 1919: der Raturforscher Ernst Haeckel in 3ena gestorben (geboten 1834); — 1929: der Karikaturenzeichner Heinrich Zille in Berlin gestorben (geboten 1857). Bornotizen. — Tageskalender für Dienstag: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Abenteuer im Engadin". Einer dankenswerten Anregung Der Hessischen Staatsregierung entsprechen!» hatte Der Hessische Verkehrsverband die Vertretet großer deutscher Zeitungen zu einer Rundfahrt durch Hessen eingeladen. Durch diese Rundfahrt sollte bezweckt werden, die Schönheit des Hessenlandes und seiner Städte in weiten Kreisen des deutschen Volkes bekannt zu machen und dadurch Anregungen zu geben, auch das Hessenland einmal als das Ziel einer Urlaubs- oder einer Erholungsreise zu wählen. Die Rundfahrt, die durch Oberhessen, Rheinhessen und Starkenburg führt, Dürfte den Vertretern der Presse genug Anregungen dafür geben, über Hessen zu berichten und — wie könnte es anders sein — lobend und empfehlend über unsere Heimat zu schreiben, die landschaftlich mit zu den bevorzugtesten Gebieten unseres deutschen Vaterlandes zählt. Gestern gegen 14 Uhr trafen die Herten in Gießen ein. Sie kamen von Hanau, waten über Büdingen gefahren und hatten, bevor sie im Flughafen unserer Stadt Einkehr hielten, dem Städtchen Schotten und dem Hoherodskopf einen Besuch obgestattet. An Der Fahrt nahmen folgende Herten teil: Herr von Eschwege (Völkischer Beobachter), Dr. Seelemeyet (Deutsche Allgemeine Zeitung), Dr. R u p p e l (Kölnische Zeitung), Prof. Dr. Werner (Reichsbote Berlin), Dr. Ruh le (Leipziger Reueste Rachrich- ten), Herr Hauset (Bötsen-Courier), Dr. Gösch (Scherl-Verlag), Herr Klein (Ullstein- Verlag), Graf Wickenburg (Frankfurter Zeitung), Dr. Hauser (Hamburger Fremdenblatt), Dr. Topp (Berliner Tageblatt), Herr Hie- me n z („Angrjkf" Berlin). Die Hessische Staats- regierung war durch den Staatsprefsechef Otto Falk, Darmstadt, der Hessische Derlehrsverband durch die Herren Fischer und Regierungsbaumeister Dauer, Darmstadt, vertreten. Für die Kreisleitung der RSDAP. in Gießen nahmen Kreispropagandaleiter Hopfenmüller als Dertreter des Kreisleiters Dr. Hardt, für Die Flughafenlcitung Seine Erlaucht Gras zu Solms-Laubach u. Regierungstat Schmidt teil. Die kommunalen Körperschaften unserer Stadt waten durch den Fraktionsführer Der RSDAP. im Gießener Stadttat, Herrn Hahn, vertreten. Standartenadjutant QHünfer vertrat die Standarte 116. (Empfang im Flughafen. Nach Der Ankunft im Flughafen wurden Die Gäste Zunächst von Dem Fraktionsführer Der NSDAP, im Gießener StaDtrat, Herrn Hahn, im Namen Der kommunalen Körperschaften unD Der politischen Leitung herzlich willkommen geheißen. Er gab Der Hoffnung Ausdruck, Daß Die Herren von Der StaDt Gießen beste EinDrücke gewinnen möchten. Während Des Mittagessens wurden Die auswärtigen Herren auch von Oberbürgermeister Dr. Keller begrüßt. Er wies in seiner kurzen Ansprache auf Die Schönheiten Des LanDes, auf Den WalDreich- tum und auf Die prächtigen alten Burgen hin, Die allenthalben von Den Bergen grüßten. Gießen selbst sei eine Stabt reicher Vergangenheit. In seinen weiteren Ausführungen wies er ferner auf Die Stabt als Universitäts- und als OarnifonsftaDt sowie als Verkehrsknotenpunkt hin und vergaß nicht, auch die wirtschaftlichen Elemente innerhalb der Mauern Gießens einer kurzen Würdigung zu unterziehen. Gießen habe zwar eine langsame aber stetige Entwicklung zu verzeichnen; Darin sehe man aber Die Gewähr für gedeihliche Entwicklung überhaupt und geordneten Bestand auch in Der Zukunft. Mit einem ^Herzlich willkommen in Gießen!" schloß er feine hung ourÄj-lnn amateriai n? tt,d)K diesem iUQmle c*nige * ->!->ii9»* 6|'". ^ute»t.vUrör90ni' i ä'iunb=f Stjnamitpatronen i Milin. ,Ä er Ißelt. ™ Ojeanflieget slrecken-Dellrekorb. D!« französischen Flieger VA' 'n Strien, V6’? nach einem Knuten glatt gcian. ie 2vn- Zusammenbruch iS»» i mmerman i . HE QluflaS Iben »Ädun» A-S- je ZukuB Durch Glück zur Arbeit! wohl heißt es sonst: Durch Arbeit jum Glück! Aber Diesmal Dürfen wir Die Umstellung vornehmen unD mit zuversichtlicher JreuDe ausrufen: Durch Glück,ur Arbeit! Schon flattern in StaDt unD £anD, auf Bergeshöhen unD in lälergrünDen Die glückverheißenden Lose Der (BelDlotterie ,ur Arbeitsbeschaffung. 200 000Mark auf ein Doppellos, 100 000 Mark auf ein Linzellos locken als Hauptgewinn, Daneben hunDerttausenDe weitere Gewinne. wer ein Los Der GelDlotterie zur Arbeitsbeschaffung erwirbt, Der reiht sich in Die unüberseh- bare Hit 1 ersront zur Bekämpfung Der Arbeltslosigkeit ein, für ihn heißt es: Durch Glück zur Arbeit! Werbeschau des Aquarien- und Zier- fischvereins Gießen. Was ein Aquarium ift, - roirb jeber zu wissen glauben; nur wenige aber haben wirklich Kenntnis davon, daß bie Beschäftigung mit dem „See im Wasserglafe" mehr sein kann als eine Liebehaberei ober ein Geschäft. Eine Werbeschau, bie Der Aquarien- unD Zierfifchverein Gießen Dieser Tage in einem Saal Des Hotels Köhler zeigte, hatte Das Ziel, in Diesem Sinne aufzuklären unD vermittelte in vortrefflicher Weise einen Einblick in Art unD Bedeutung seiner im Stillen geleisteten Arbeit. An zahlreichen, von Den MitglieDer zur Verfügung gefreuten Becken wurDe gezeigt, wie ein Aquarium beschaffen fein muß, um eine in Pflanzenwuchs, Wafsermenge und Tierwelt wohl abgestimmte und dauerhafte „Lebensgemeinschaft" zu bilden. Welch ein Fortschritt feit Dem tierquälerischen Goldfischglas früherer Jahre! Die Arten- und Formenfülle Der gezeigten Warm- und Kaltwasserfische war auch für Den Kenner überraschenD und mit besonderem Dank begrüßte es Der Besucher, Daß es nicht bei Der bloßen Zurschaustellung fein Bewenden hatte: Uner« müdliche Führung und Beratung durch fachkundige Mitglieder des Vereins gab auch dem Laien und Anfänger Die Gewißheit, daß Haltung und Zucht selbst Der prächtigen tropischen Warmwasserfische weder schwierig noch kostspielig ist. Eindrucksvoll wurde auf Diese Weife Dargetan, welche kulturelle Bedeutung ernste Beschäftigung mit der Zierfisch- zucht haben kann, Der mit Dieser spielerischen Bezeichnung eigentlich Unrecht getan wirD: Die mannigfaltigen Lebensäußerungen Der verschieDenen Fischarten ermöglichen eine verfeinerte und vertiefte Form Der Naturbetrachtung, schärfen Die Be- obachtungsgade, erweitern die Kenntnisse über Die heimische Lebewelt und förDern Entdeckungen von wissenschaftlicher Bedeutung. Der Verein — eigentlich besser eine Slrbeits- M GM \\\ Der Mitt boten. tc&au teilt in einer > nationalsozialistischen schle- mit, daß Frauen mit ge- ch t der Zutritt zu allen ISDAP. verboten ift. angewiesen, eine entspre- Hzusuhren. in Bengalen ertrunken. licht besetztes Fährboot ist, ■Bengalen) gemeldet wird, ,h gekentert. Ungefähr ibei den Tod.___ Hitzer. Dm Freunden wenn ie dich Wunder *1 «»i W,”h'T- £ >N der Slafa und der Uta. schichte Der Stadt gab Oberbürgermeister Dr. Kel - l e r einen Einblick in die bedeutsamsten Einzelheiten Der Entwicklung Gießens. Pros. Dr. Werner- Berlin dankte im Namen feiner Kollegen in launiger Weise für Die herzliche Begrüßung und gab einige Erinnerungen aus feiner eigenen zum Teil in Gießen verbrachten Studentenzeit zum Besten. Er gab insbesondere seiner Freude über die Entwicklung und die geordneten Verhältnisse innerhalb der Stadt Ausdruck. Nach Dem Mittagessen zeigte Fluglehrer Maier seine glänzende Flugtechnik in verschiedenen Kunstflug-, insbesondere aber in Rückenflugvorführungen. Ein Segelschleppstart (im Segelflugzeug Herr Fritz Schmidt, im Motorflugzeug Pilot Dietrichs) gab Den Gästen einen Einblick in Die fliegerische Arbeit, die im Gießener Flughafen geleistet wird. Rundflüge zeigten Den Gästen Gießen aus Der Vogelschau. 3m Heimatmuseum. Die Fahrt führte Dann nach der Stadt. Zunächst wurde Dem Heimatmuseum ein Besuch abgestattet. Professor Dr. Helmke führte die Gäste und zeigte ihnen die mit großer Mühe und Sorgfalt zusammengetragenen Schätze des Museums. Er wies auf die Mannigfaltigkeit der Trachten hin, die in Hessen zum Teil noch getragen werden, zeigte die kostbare Fayencensammlung, die Pfeifen-, die Lampensammlung, die hessische Bauernstube, Die Erinnerungen aus der Geschichte der Universität, die wertvolle Sammlung der Wille- schen Kupferstiche, nicht zuletzt aber und mit besonderem Hinweis auf die Einmaligkeit der Glanzstücke unseres Heimatmuseums, die fränkischen Frauensärge. Leider war die Zeit zu kurz, um den Gästen einen vollkommenen Eindruck von der Mannigfaltigkeit und dem Reichtum des hiesigen Heimatmuseums gewinnen zu lassen. Besichtigung der Kliniken. Die Fahrt wurde sodann nach herzlicher Der- abschieduna von Professor Dr. Helmke und nach Dank für die freundliche Führung fortgesetzt und führte an der Universität vorbei zum Kliniksviertel. Den Journalisten dürfte dabei die Bedeutung der Gießener Universität und der mit ihr verbundenen Institute auf das nachdrücklichste bewußt geworden sein. 3m Ciebigmufeum. Den Abschluß der interessanten Exkursion bildete ein Besuch des Liebigmuseums, der dank der Führung durch Professor Dr. Sommer xu einer kleinen Feier geworden war, die ihren stimmungsvollen Abschluß im alten Hörsaal des Liebigmuseums sand. Geh. Med.-Rat Prof. Dr. Sommer, der Begründer des Museums, begrüßte die Gäste an der Säulenhalle des ältesten Laboratoriums. Er zeigte zunächst den Zusammenhang der ältesten Herde mit den chemischen Küchen der Alchimisten des 16. und 17. Jahrhunderts, erklärte dann den baulichen und technischen Fortschritt bis zu dem weltberühmten Reubau des analytischen Laboratoriums im Jahre 1842. Durch die zahlreichen Erinnerungen an Darmstadt, Gießen, München vermittelt das Museum einen ganz persönlichen Eindruck vom Elternhaus, von der Studentenzeit und der bahnbrechenden Arbeit Liebigs in Gießen und München. Don besonderer Bedeutung sei Die Verbindung von Familienforschung unD Genielehre besonders in Der physiognomischen Sammlung. Großes Interesse biete außer Dem ältesten Laboratorium. Liebigs Privatlaboratorium mit den persönlichen Erinnerungen, das t|inaA hic 6merlU?Pn£ 9.1-fpor< Nie „14. Rhön 1933". Am Sonntag nahm bei schönstem Sommerwö'tter die vom Deutschen Luftsportoerband veranstaltete „14. Rhön" in Anwesenheit des Führers der Landes- gruppe 7 (Hessen-Nassau), Standartenführer Ulm, ihren Anfang. Hunderte und aber Hunderte begeisterte Freunde des deutschen Luftsports wallfahrteren per Auto, per Motorrad, im Omnibus oder auch zu Fuß zum Fliegerlager auf der 965 Meter hohen Wasserkuppe. Herrliches Sommerwetter, aber wenig Wind. Trotzdem herrschte vom frühen Morgen ab lebhafter Betrieb im Lager. Von den insgesamt 62 gemeldeten Segelflugzeugen (Vorjahr 82) trafen bisher 44 ein, von denen etwa die Hälfte von der Technischen Kommission abgenommen und zugelassen wurde. Insgesamt rechnet man mit dem Einsatz von ungefähr 50 Maschinen. An Technik gibt es hier oben viel Interessantes zu sehen, u. a. der nur 57 Kilogramm schwere Leichtsegler „Windspiel" der Akademischen Fliegergruppe Darmstadt, dann Wolf Hirths neue Maschine „Moazagotl" von 20 Meter Spannweite und 20 Quadratmeter Flächeninhalt. Von den vorjährigen erfolgreichen Flugzeugen sind bereits zur Stelle: Peter Riedels „Fafnir" und Heinrich Dittmars „Condor". Die Landesgruppe 14 des DLD. (Berlin) >st unter dem bewährten Segelflieger Kensche mit den bekannten Fluggeräten „Windhund" und „Luftikus" vertreten. Richt zu vergessen die Dauer - Rekord- Maschine der „13. Rhön" des Fliegervereins Schwabach-Roth „Ozite" unter Schleicher, sowie die „As- kania" und „Hertha Junkers" der Ortsgruppe Dessau des DLV., die der famose Pernthaler steuern wird. Hanna Beitsch fliegt das „Grunau-Baby" des Mto. Grunau und Martha Wendel-Mainz einen „Rhönadler". lieber den fliegerischen Teil des ersten Wettbewerbstages der „14. Rhön" kann nur berichtet werden, daß die im Laufe des Nachmittags einzige Thermik durch Hangstart nicht ausgenutzt werden konnte, da die Aufwinde zu schwach waren. Im Hang gestartet konnten D i t t m a r auf „Condor", Kensche auf „Luftikus" und U t e cf) auf „Darmstadt" Anschluß an die thermischen Aufwinde erreichen, die in niedrigen Höhen zu einem längeren Flug jedoch nicht ausreichten. Im übrigen wurden von einigen Bewerbern etwa 15 Uebungsflüge aus- qcführt, so daß sich die einzelnen Piloten mit ihren Maschinen mit dem Gelände vertraut machen konnten. Nach Ansicht unserer Wettermacher ist bei weiterer Erwärmung im Laufe des Dienstag mit längeren thermischen Flügen zu rechnen. 40 Jahre 1. Kraft- und Sportklub 4893 Gießen. Der 1. Kraft- und Sportklub 1893 veranstaltete am Samstag im Saale des Caf6 Leib aus Anlaß seines 4.0jährigen Bestehens einen Deutschen Spdrtabend. Vereinsführer Hendrich gab in feiner Begrüßungsansprache einen Rückblick über oie Tätigkeit des Vereins in all der Zeit seines Wirkens. Es sei, so führte er u. a. aus, nicht leicht gewesen, den Kraftsport, den nicht jeder ausüben könne, auf beachtliche Höhe zu bringen. Heute stünden die Leistungen auf dem Gebiete des Kraftsports den turnerischen Leistungen nicht nach. Die Liebe zum Sport und zum Deutschen Vaterlande verpflichte den Verein auch für die Folge die besten Leistungen zu erstreben, zumal auch der Kraftsport von außerordentlicher nationaler Bedeutung sei. Kreisführer Sauer, Hersseld, zeigte in kurzen Zügen, in welch günstiger Weise sich der Kraftspart in den letzten Jahrzehnten entwickelt habe. Es sei möglich gewesen, auch im Auslande sehr beachtliche Erfolge zu erzielen. Der Krastsport spiele auch bei den Bestrebungen zur Ertüchtigung der Jugend eine wesentliche Rolle. Unter Hinweis auf die guten sportlichen Leistungen des festgebenden Vereins, übermittelte der Redner unter Überreichung eines Fahnennagels die Glückwünsche des Kreisverbandes und brachte ein dreifaches „Sieg-Heil!" auf den Reichspräsidenten von Hindenburg und den Reichskanzler Adolf Hitler aus. Gauvorfitzender Schwalm, Alsfeld, beglückwünschte den Jubilar im Auftrag des Gaues und des Ortsvereins Alsfeld, der ebenfalls einen Fahnennagel überreichen ließ. Der Redner übermittelte weiter Ehrenuurkun- den des Gaues für die Mitglieder Heinrich Schom- b er und Heinrich Hartmann, außerdem für die Gießener Ringermannschaft, die kürzlich die G a u - meist erschaff im Ringen erworben hatte. Weiter erhielt Karl Hartmann die goldene Ehrennadel. Zu Ehrenmitgliedern wurden durch den Vereinsführer ernannt: Heinrich Staubach, Heinrich Hartmann, Heinrich S ch o m b e r und Karl Hartmann. Die im Laufe des Abends gebotenen spart- 1 ichen Lei st ungen standen durchweg auf beachtlicher Höhe. Zunächst erregten die Darbietungen im Gewichtheben (bis zu 2 Zentner) allgemeine Bewunderung. Die Leistungen im Ringen zeigten be- sonders gute technische Durchbildung: bei den gestellten Kraftpyramiden kamen Kraft und Gewandtheit gut zum Ausdruck. Bei den 3Jlarmorgruppen, die sehr wirkungsvoll zur Darstellung tarnen, zeigte man im ersten Teil rein sportliche Bilder, während der zweite Teil nationale Motive brachte. Sehr unterhaltsam war auch die von Mitgliedern des Vereins gebotene humoristische Schwerathletik. Die sportlichen Darbietungen und Ansprachen waren umrahmt van Musikvorträgen, ausgeführt von Mitgliedern der SA.-Kapelle, sowie von beifällig aufgenommenen Gesangsvorträgen des Quartettoereins 1927. Gießener Tennisclub 1922 gegen Tennisclub Siegen 8:5. Am Sonntag weilte der Siegener Tennisklub bei dem Gießener Club zu Gaste, um das alljährliche Städtewettspiel auszutragen. Die Gießener Mannschaft, die diesmal aus der Sonder- und A-Klaffe zu- fammenaefetzt war, konnte nach recht abwechslungsreichen Kämpfen mit 8:5 Punkten als Sieger her- vorgehen. OSC.-Leichtathlettt. Noch in feinem Jahre hatten die Nationalen leichtathletischen Wettkämpfe des Ballspielklubs 1899 e. L. Offenbach eine so gute Besetzung aufzuweisen, als am vergangenen Sonntag. Die Teilnehmer des Olympischen Sport-Clubs rangen sich fast überall in die Entscheidungen durch und unterlagen hier trotz guter Leistungen manchmal nur ganz knapp. Dem OSC. gelang es, durch Luh zwei erste Siege and in der 4X100-Meter-Stafsel einen achtbaren zweiten Platz zu belegen. Nachstehend die Ergebnisse der OSCer: K u g e l st o ß e n (Klasse I): 1. Luh (OSC.) 13,01 Meter; 2. Fischer (VfL. Neu-Isenburg) 12,81 Meter; 3. Reil (Turngesellschaft Mannheim) 12,73 Meter. Dreikampf (Klasse I): 100 Meter, Kugelstoßen, Weitsprung: 1. L u h (OSC.), 2033,70 Punkte; 2. Haller (Eßlingen), 1958,90 Punkte; 3. Gies (BC. 99 Offenbach), 1840,05 Punkte. 4 X 100 - Meter - Staffe 1 (Klasse B): 1. Deutscher Sportklub Saarbrücken, 455/io Sekunden; 2. OSC. Gießen, 46°/.° Sekunden; 3. SpV. 1930 Frankfurt a. M., 47-/i° Sekunden. Die OSCer liefen auf der ungünstigen Außenbahn Klub-Bestleistung heraus. Aufstellung: Siegmund, R. Fischer, Jakob, Luh. Schweden st affel (400, 300, 200, 100 Meter). Hier konnte der OSC. unter 10 Mannschaften nur Fünfter werden. Er lief dabei die gute Zeit von 2,198/.o Sekunden. 100 Meter (Klasse III). Hier traten 42 Teilnehmer an. Fischer (OSC.) rang sich über den Vor- und Zwischenlauf in den Endlauf durch. Er lief dabei jedesmal ll8/.° Sekunden. Im Endlauf gingen ihm seine Aussichten auf einen Platz durch schlechten Start verloren. Siegmund mußte bereits im Vorlauf ausscheiden. 4 0 0 Meter (Klasse III): R. Fischer lief im Dorlauf 55,5 Sekunden, die nicht reichten, um sich für den Endlauf zu qualifizieren, da nur die Zeitbesseren in den Endlauf kamen. Weitsprung und Kugelstoßen (Klasse III): E. I a k o b (OSC.) konnte sich hier nicht durchsetzen, trotz seiner guten Leistungen. Kugel 10,36 Meter, Weitsprung 6 Meter. Jeldberg-Fest am 10. September. Das im Juni wegen des schlechten Wetters ausgefallene Feldbergturnfest, das am 27. August nachgeholt werden sollte, kann nun auch an diesem Tage nicht stattfinden, da am Niederwalddenkmal die große Saarkundgebung stattfindet. Das Fest wurde deshalb auf den 10. September verlegt. Nun auch Handball-Gauiiga. Die Deutsche Sportbehörde, der Fachverband für Leichtathletik und Handball, hat nunmehr den Or- ganisationsplan für die Durchführung der Handball- Meisterschaftsspiele fertiggestellt. Danach werden in den 16 deutschen Sportgauen Gau-Oberligen gebildet, die aus zehn Mannschaften bestehen. Die Gaumeisterschaft wird in Hin- und Rückspielen ausgetragen. Die beiden Letzten steigen in die Bezirksliga ab, dafür kommen die beiden Besten der Bezirks- liga in die Oberliga. Außerdem werden noch Kreis- klassen gebildet, deren Beste in die Bezirkstagen auf- fteigen. Zu den Spielen um die Deutsche Meisterschaft stellt jeder Gau seinen Meister. In welcher Form diese Spiele ausgetragen werden, steht noch nicht fest. Bei den Frauen wird im Prinzip die Einstufung der Vereine in Bezirke und Kreise genau (wie bei den Herrenmannschaften geregelt, jedoch mit der Einschränkung, daß oberste Spielklasse die Bezirksliga ist und alle Klassen nur acht Mannschaften I umfassen dürfen. Das „Amerikaner-Sportfest des SC. Charlottenvurg. Ein ganz großer Erfolg war das „Amerikaner- Sportfest" des SC. Charlottenburg am Sonntag. 10 000 Zuschauer verfolgten mit Begeisterung die überragenden Leistungen, die von den Amerikanern und teilweise auch von den Deutschen geboten wurden. Die erfreulichste Leistung der ganzen Veranstaltung war der neue Rekord unseres Speerwerfers Weimann, der diesmal auf 72,60 Meter kam. Auch der neuerliche Sieg Syrings im 3000- Meter-Lauf über den Amerikaner Mc. Cluskey und der 1,90-Sprung des alten Hochspringers K ö p p k e, Stettin, verdienen Beachtung. In den übrigen Konkurrenzen dominierten wieder die Gäste aus USA. Metcalfe siegte im 100-Meter-Lauf in 10,4 vor Berger-Holland 10,5, der zur Abwechslung wieder einmal Jonath hinter sich ließ. Fuqua lief über 400 Meter die gute Zeit von 48,3 Sekunden heraus, dagegen brauchte der deutsche Vertreter Imhoff, Berlin, 50 Sekunden. Die 110 Meter Hürden holte sich Morris (USA.) in 15 Sekunden knapp vor Wegner, Berlin, der 15,2 Sekunden benötigte. Deutschland gewinnt den „Mayrisch-Pokal". Leichtathletischer Vierländerkampf in Luxemburg. In Luxemburg fand am Sonntag der alljährliche leichtathletische Vierländerkampf um die „Mayrisch- Trophäe" statt, die Deutschland zu verteidigen hat. Obwohl durch die verschiedenen großen Veranstaltungen in Deutschland nicht die allerbeste Vertretung nach Luxemburg entsandt werden konnte, blieb die deutsche Äannschaft doch mit 28 Punkten vor Frankreich (25 Punkte) sowie Luxemburg und Belgien (je 12 Punkte) siegreich. Von den sieben Wettbewerben gewann Weltrekordmann Sievert allein zwei und zwar das Kugelstoßen mit 15,47 Meter und das Diskuswerfen mit 46,94 Meter, lieber 200 Meter war der Bochumer Borchmeyer in 22,4 Sekunden erfolgreich und einen vierten deutschen Sieg gab es im Hochsprung durch Weinkötz, der 1,90 Meter übersprang. In der Olympischen Staffel gab es einen sehr scharfen Kampf, den die französische Mannschaft schließlich in 3:31,6 nur mit Brustbreite vor Deutschland gewinnen konnte. Westdeutscher Athletik-Sieg über Holland. Im 10. Leichtathletik-Länderkampf zwischen West- deutschland und Holland, der am Sonntag vor gutem Besuch in Krefeld zum Austrag kam, siegten wieder einmal die Westdeutschen, obwohl ihnen verschiedene gute Kräfte, wie Jonath, Borchmeyer u. a. m. nicht zur Verfügung standen. Allerdings mußten die Holländer auch auf den in Berlin startenden Berger verzichten. Mit 67,5 zu 48,5 Punkten blieben die Westdeutschen überlegene Sieger. Sie brachten zwar nur 7:5 Einzelsiege auf ihr Konto, stellten dafür aber den besseren Durchschnitt. Die Leistungen waren im allgemeinen nicht überragend. Hervorzuheben ist der 800-Meter-Lauf von Danz, Kassel, in der recht guten Zeit von 1:58,3 Minuten. OeutscheTennismeisterschasten gestartet Am Samstag nahmen die Internationalen Tennismeisterschaften von Deutschland in Hamburg ihren Anfang. Schon gleich zu Beginn gab es einige Überraschungen, von denen auch einige deutsche Spieler betroffen wurden. Dr. Hauß verlor gegen den Jugoslawen Puncec 5:3, 7:5, 1:6, 2:6, 3:6 und Hartz schied durch eine 2:6-, 0:6-, 0:6-Niederlage gegen den Neuseeländer Stedman aus. Schwenker blieb dem Japaner Satoh 6:4, 0:6, 5:7, 2:6 unterlegen und Jtoh siegte über Tübden mit 0:6, 0:6, 6:2, 6:0, 6:3. Nonoi hatte gegen Koller 6:1, 6:2, 6:3 leichtes Spiel. Der Titelverteidiger v. Gramm konnte gegen Meffert nur mit Mühe 7:5, 10:8, 6:4 erfolgreich bleiben. Dr. Heitmann schlug etwas überraschend den Engländer Tinkler 6:3, 6:1, 2:6, 6:0. Kurze Sportnotizen. Wie sich auf besondere Nachfrage h e r a u s g e st e 111 h a t, ist es der Deutschen Turnerschaft untersagt, eigene Reihenspiele im Handball zu organisieren. Wirtschaft. * Die Indexziffer der Großhandelspreise. Die vom Statistischen Reichsamt für den 2. August berechnete Indexziffer der Großhandelspreise stellt sich auf 94,3; sie hat sich gegenüber der Vorwoche (94,2) leicht erhöht. Die Indexziffern der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 87,5 (plus 0,5 Prozent), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 90,1 (plus 0,1 Prozent), industrielle Fertigwaren 113,2 (unv.), hiervon Produktionsmittel 114,0, Konsumgüter 112,6, beide unverändert. * Belebung im Kali- und Misch- düngergeschäft. Um die Belebung, die sich auch im Kali- und Mischdüngergeschäft bemerkbar macht, nachhaltiger zu gestalten, hat sich die Wintershall AG., Berlin-Kassel, entschlossen, auf ihren Werken Heiligenroda und Glückauf, die seit Beginn der Krise eingeschränkt arbeiten, bis auf weiteres sämtliche Feierschichten in Fortfall kommen zu lassen. Durch diese Maßnahme erhalten etwa 1200 Belegschaftsmitglieder der genannten Werke wieder volle Arbeit und vollen Verdienst. Weiterhin hat die Wintershall AG. den Ausbau ihrer Mischdüngerfabrik in Sondershausen beschlossen und die notwendigsten Arbeiten bereits in Angriff genommen. Cs handelt sich um ein Objekt von rund einer Million Mark, durch das auf Monate hinaus an der Baustelle selbst und bei den Lieferfirmen einige .0) Arbeiter Beschäftigung finden. Frankfurter Abendbörse ruhig. Frankfurt a. M., 7. Aug..Die Abendbörse zeigte bei weiter sehr geringem Geschäft eine nichli ganz einheitliche Kursentwicklung. IG.-Farben- Aktien gaben von ihrem Mittagsgewinn 0,25 Prozent wieder her, dagegen lagen Scheideanstalt 0,5 Proz. höher. Sm übrigen gingen die Veränderungen gegenüber dem Berliner Schluß nicht über 0,25 bis 0,50 Prozent nach beiden Seiten hinaus. Der Rentenmarkt hatte ein etwas freundlicheres Aussehen. Altbesih konnten gegen den Berliner Schluß 0,13 Proz. gewinnen, und auch späte Reichsschuldbuchforderungen gingen etwa 0,25 Proz. über Mittags-Schlußkurs um. SG.- Farben waren im Verlaus wieder erholt, schlossen aber dennoch 0,13 Proz. unter Berlin, 11. a. notierten: Veubesihanleihe 11,40. Altbesitzanleihe 77,88 bis 77,75, 6proz. Stahlverein 61,25, Reichsbahn-VA. 99,38, Schuhgebietsanleihe von 1908 bis 1914 6,80, Buderus 71, Harpener 92,75, Mannesmann 61, Rhein. Braunkohlen 191,25, Stahlverein 36,25, AEG. 20,38, Dekula 110, Chade 157,50, Conti Gummi 158,50, Scheideanstalt 173,50, Licht und Kraft 97, SG.-Farbenindustrie 130,38 bis 130,63 bis 130,50, Holzmann 49,25, Rütgers- werke 57,13, Siemens 154, Hapag 13,75, Norddeutscher Lloyd 14, Reichsbank 149,25. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 7. Aug. Auch an der heutigen Produktenbörse entwickelte sich nur sehr kleines Geschäft, der Umsatz beschränkte sich meist auf die Deckung des notwendigsten Bedarfs. Das Angebot in neuem Getreide hat sich verstärkt, für Weizen tarn erstmals eine Notierung zustande, die der für altes Getreide völlig gleicht; ferner wurde Sommergerste für Brauzwecke aus der Wetterau zum ersten Mal notiert. Für Roggen, Hafer und Wintergerste war die Preisgestaltung nach unten gerichtet. Das Mehl- gefchäft liegt sehr still, besonders Neumehlabschlüsse sind sehr klein. Altes Roggenmehl ging im Preise merklich zurück, auch Futtermittel tendierten schwacher. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kg.) in RM.: Weizen neuer Ernte 191,50 bis 192,50, Roggen neuer Ernte 155,00 bis 158,50, Sommergerste für Brauzwecke 177,50 bis 180,00, Wintergerste vierzeilig 150 Brief, Hafer alter Ernte 150,00 bis 152,50, Weizenmehl Spez. 0 mit Aus- taujchweizen 29 bis 30, do. ohne Austauschweizen 28 bis 29, Roggenmehl 0 bis 60prozentige Ausmahlung 23,25 bis 23,75, do. südd. Spez. 0 23,50, Weizenkleie 7,50 bis 7,60, Roggenkleie 8,00 bis 8,10, Soyaschrot ohne Monopolzuschlag 8,20 bis 9,00, do. mit 14,40, Palmkuchcn ohne 8,50, Erdnußkuchen ohne 10,40, Treber 13,75, Heu 4,50 bis 4,75, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt ndu 1,60, do. gebündelt neu 1,40 bis 1,60. Karto f f e l n : Böhms allerfrüheste gelbe RM. 1,80 per 50 Kg. bei Waggonbezug ohne Sack. Ein Devisenschieber festgenommen. Bingen, 5. Aug. (WSR.) Ein früher in Bingen wohnhaft gewesener und zuletzt im Saargebiet ansässiger Kaufmann wurde durch die hiesige Polizei in Haft genommen. Der Kaufmann ist beschuldigt, durch fortgesetzte Handlungen Devisenschiebungen begangen zu haben. Der gegen ihn vor Sahresfrist erlassene Haftbefehl konnte bisher noch nicht vollstreckt werden, weil er sich immer zu verbergen wußte. Sein Schicksal ereilte ihn nun in einem hiesigen Hotel. Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzi beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o H Lombardzinsfuß 5 o H. Jrandun u. Dl. 3erhn Schluß« furd Schlußk. Abendbörse Schluß« furd Schlußk. Mittag« börse ■Datum 5-8 ■ 7-8- 4.8- 7.8 6% Deutsche RcichSanleihe v. 1927 83,25 83,4 83,1 83 6% etjem.7% Tt.Reichsanl.v.lg29 99 99,25 98,9 99 5'2% BoungAnlcihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit AuSlos.-Rcchten ............. <2.75 82,65 32.5 82,5 77,75 77,75 77,65 77,75 Tesgl. ohne Auslos.-Rechte...... 6% ehem.8% Hess. Volksstaat 1929 (rückzahlb. 102%) ............ 6% Hess. Landesbank Darmstadt Ololb »t. 12...........’....... 11,5 11,4 11,65 11,4 75,5 76 75,5 31,75 81,75 5!2% Hess. LandeSHypothcken- bank Darmstadt Liaui......... 81 Lberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten ............. 66 66 85 _ Deutsche komm. GamnicIaBI. Anleihe Serie 1 mitAuslos.-Rechten 69,75 70 70 70 6% ehern. 8% Franks. Hpp.-Bank Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 82,75 82,25 6% ehe in. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 16 unkündbar bis 1936 82,75 82,25 _ _ 5Vi% eheni. 4'/,% Franks. Hyp.. Äank-Liqu.-Pfandbriefe....... 84,5 84 — _ 5'/2% ehem. l'/z% Rheinische Hyp-Bank-Ligii.-Goldpsc..... 85,65 85,25 — _ 6% ehern. 8% Pr. Landespsand- briesan stakt, Pfandbriefe R. 19 85 85 45,5 84,4 6% ehern. 7% Pr. Landespfand- briefanstall, Pfandbriefe IN. 10 85 84,75 ■ Cteuergutsch. Verrechnungskurs.. 86 86 86 86 4% Oesterreichlfche Goldrente.... 12 12 — ___ 4,20% Lefkerreichifche Eilbcrrente 0,9 0,9 — —— •Wo Ungarische Golbrente....... 4% Ungarische Staatsrcnte v. 1910 4,75 4,75 1,65 —» 4,3 — — — -i1 i% desgl. von 1913.......... 4,3 4,25 4,35 4,5 6"„ abgesi. Goldmexikaner von 99 7 7 7,3 — 4% Türkische Hollanleihe von 1911 5,25 5,35 5,2 5,25 4% Türkische Äagdadbahn-Anleihe Serie I..................... 5 — 5,1 5,2 Franklun a.M Berlin Schlußkurs Schluß!. Abend- börse Schluß» lurs Schlußk. Millag« börse Dalum 5-8. 7.8 4.8. 7.8. 4% ve-lgl. Serie II .. 5.2 5% Ruman. vereinh. Rente v. 1903 3,9 5 3,1 4J 54?2 4!4%Rumän.vercinh.Rentcv.l913 8 8 8 8 4% Rumänische vereinh. Rente 3,5 3,5 3,55 3,5 214% Anatolier ............. 24,65 24,9 24,9 24,5 Hamburg-Amerika-Paket ..... 0 14 13,75 14 13,13 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 .0,25 22 Hansa-Dampfschiff........... 0 — — 21,75 Norddeutscher Lloyd ......... 0 14,75 14 14,9 14,13 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 46 45,25 46,5 45,25 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 86,5 86,5 87,25 86,5 Commerz. und Privat-Bank... 0 49,25 49 49.5 49,25 Deutsche Bank und DtSconto» Gesellschaft................ 0 54 53,5 54,25 53,5 Dresdner Bank.............. 0 45,25 45,25 54,25 45,25 RcichSbank ................ 12 148,25 149,25 151 149,25 A.E.G............. 0 20,5 20,4 20,9 20,4 Bekula............... 0 109,4 110 LIO (flcftt. LiescrungSgcsellschaft... 6 84,5 84 84,5 Licht und Kraft ............. 6 97,13 97 97 _ Felten & Guilleaume......... 0 47 47,75 47,75 47,5 Gesellfch.s.Elcktr.Unternehmung 5 79,5 80 79,65 79,9 Rheinische Elektrizität ........ 5 87 37 SchuckertL Co............... 5 101,5 101 101,25 100,5 Siemens L Halste............ 7 154,25 154 153 154.5 Lahmcyer &(£u............. 10 124,5 124 126 Buderus ................... 0 70,5 71 _ 71 Deutsche Erdöl .............. 4 110 111 109,5 111,25 Gelsenkirchener.............. 0 59,25 58,9 59 59,25 Harpener................... C 94,5 92,75 94,25 92.65 Hoesch Eisen—Köln-Neuesten .. 0 — — 61,5 62,5 Ilse Bergbau ............... e 148 148 Ilse Bergbau Genüsse........ 6 108 109 108,5 107 klöcknerwcrke ............... 0 55 54,5 55,5 55 Mannesmann-Röhren........ 0 ■0,5 61 61 61,13 Sranliurt a. 3)1. Berlin Schluß» kurs Schlußk. Abend« börse Schluß« kurs Schlußk. Minag- börse Datum 5.8. 7.8 4.8 7.8. Mansfelder Bergbau....... .. 0 26 26 26 26,25 Kokswerke ................ .. 0 — — 79,25 79,25 Phönix Bergbau........... .. 0 37 37 36,75 36,75 Rheinijche Braunkohlen .... . 10 184,5 191,25 183,5 190,5 Rheinstahl................ .. 0 89,13 89,25 88,25 89,25 Bereinigte Stahlwerke...... .. 0 37 36,25 ‘6,5 36,25 Otavi Minen ............. .. 0 13,5 13 13 12,5 Kaliwerke Aschersleben...... .. 6 121,75 122,5 122,25 122,25 Kaliwerke Westeregeln...... 125,5 125,5 124 125,5 Kaliwerke Salzdetfurth..... iy« 170 172 172 I. G. Farben-Jndustrie..... .. 7 129,75 130,5 130,75 130,65 Scheideanstalt............. .. 9 172,5 173.5 — — Goldschmidt .............. .. 0 45,65 46.9 — 47,25 Rütgerswerke ............. .. 0 57,75 57,13 57,5 57,25 Metällgcsellschasi........... .. 0 52.25 52 52,75 52 Philipp Holzmann......... .. 0 49 49,25 50,5 Zementwerk Heidelberg .... .. 0 <1,75 81,75 Cementwerk Karlstadt....... .. u - Schultheis Pahenhofer ..... .. 0 — — 115 113 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 33,4 33 33,5 33 Bcmbcrg................. .. 0 50 48,5 48,75 48,5 Zellstoff Waldhof .......... .. 0 41 40,5 41,25 40,9 Zellstoff Aschaffenburg ..... .. 0 20-5 20,75 —— — Dessauer Gas ............. .. 7 — 114 116,4 Daimler Motoren.......... .. 0 28,75 28,75 29 28,75 Deutsche Linoleum......... .. 0 42,75 43,13 43 42,5 Orenstein L Koppel ........ .. 0 — — 33,75 33 Leonhard Tiep............ .. 0 15,5 15,5 15,65 15,5 Cbade.................... .10 159,5 157,5 159,5 150 Accumulatoren-Fabnk...... .. 0 — 172 171,5 Conti-Gummi............. .. 0 158,5 158,5 — 159 Grihner.................. .. 0 20 20 21 Mainkraflwerke Höchst a.M. .. 4 62,5 62 Süddeutscher Zucker....... .. 8 158 159 156 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. 4.August 7.August Amtliche Notierung weid | Brie Amtliche Notierung Geld | Brie Helsingfors.. Wien....... 6,144 47,45 12,42 3,047 169,68 69,98 62,19 71,83 13,92 0,928 3,092 58,64 22,10 16,46 81,27 34,96 81,67 0,839 0,244 5,195 12,67 6,156 47,55 12.44 3,053 170,02 70,12 62.31 71,97 13,96 0,932 3,098 58,76 22,14 16,50 81,43 35,04 81,83 0,841 0,246 5,205 12,69 3anfnoten 6,144 47,45 12,42 3,047 169,68 69,83 62,04 71,73 13,89 0,928 3,087 58,64 22,10 16,455 81,22 34,96 81,67 0,839 0,244 5,195 12,67 6.156 47,55 12,44 3,053 170,02 69,97 62,16 71,87 13,93 0,932 3,093 58.76 22,14 16,495 81,38 35,04 81,83 0,841 0,246 5,205 12,69 Budapest ... Sofia...... Holland .... L :lu....... Kopenhagen. Stockholm... London ..... Buenos Aires Reuyork Brüssel..... Italien..... Paris ...... Schweiz .... Spanien.... Danzig..... Japan ...... Rio de Ian. . Jugoslawien. Lissabon.... Berlin, 7.August Seid 23rief " Amerikanische Noten.............. Belgische Noten.................. Dänische Noten ................. Englische Noten ................. Französische Noten............... Holländische Noten............... Italienische Noten................ Norwegische Noten .............. Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten............... Srnweizer Noten................. Spanische Noten................. Ungarische Noten................ 3,04 58,48 61,78 13,85 16,415 169,26 21,98 69,66 71,56 81,04 34,83 3,06 58,72 62,02 13,91 16,475 169,94 22,06 69,94 71,84 81,36 84,9 -7