Nr 15? Keühausgave XOu. ^u*/iyUiiy Samstag, 8.3u!i (953 Erschein« tägltd), auße« Sonntags und Feiertag» Beilagen: Die Illustrierte (Bießener Familienblätler Heimat im Bild Die Schall» monat$:Be$ugspreis: Mit 4 Beilagen WDL 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. , - 25 Auch bei Nichterscheinen oon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Zernsprechanschlüfie unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Liehen. Postscheckkonto: Rranlfurt am Main 11686. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnitk und Verlag: vrühl'fche Umversitäls-Vllch- und Steinöruderei B. Lange in Gießen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Zchufstraste 7. Annahme oon Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen van 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen van 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzoorfchrist 20° , mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Berantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für denAn- zeigenteil i. B.TH.Kümmel sämtlich in Bietzen. Außenpolitische Umschau. Von £)r. Otto Hoehsch, o. ö. Prof, der Geschichte an der Universität Äerlin Mit der Weltwirtschaftskonferenz ist es gekommen, wie es hier immer vörausgesagt wurde, eine Vertagung ist kaum noch zu vermeiden. Selbst wenn es gelingen sollte, über die gegenwärtige Krise hinwogzukommen und eine Fortsetzung der Konferenzverhandlungen möglich zu machen, ist nicht zu erkennen welches positive Ergeb- n i s von einigem Wert dabei noch heraustommen soll. Auf der einen Seite hat der amerikanische Präsident Roosevelt die Stabilisierung des Dollars strikte abgelehnt; auf der anderen Seite betonen die Länder, die am Goldstandard festhalten, daß ohne eine internationale Währungsstabilisierung alle Bemühungen um eine Gesundung des Welthandels vergeblich bleiben müssen, weil feste Währungen erst die Grundlage für Handelsvereinbarungen schaffen. Wenn also auch die Weltwirtschastskonferenz noch einmal ins Leben zurückgerufen werden sollte, so bedeutet das nur, daß man einen jähen Abbruch der Konferenz aus psychologischen Erwägungen heraus vermeiden und lieber die Verhandlungen allmählich i m Sande verlaufen lassen möchte. Das ist vor allem sür Macdonald eine schwere Niederlage, es kann nun auch für England nicht mehr so „geschaukelt" werden, wie es bisher geschah, daß das Mutterland weltwirtschaftlich eingestellt sein wollte, das; aber der Zug der Ncichshandelspolitik seit Ottawa schlechthin schuhzöllnerisch zur Autarkie geht. Es war zuletzt das verzweifelte Bingen eines sogenannten Goldblocks, in dem versucht toirb, wenigstens eine provisorische Stabilisierung vorzunehmen. Man glaubte auch nach der Haltung des Staatssekretärs Hüll, Amerika würde dem sehr vorsichtigen Entwürfe der Währungsformel zustimmen. Aber Roosevelt lehnte das ab. Es war klar, warum Roosevelt nicht will: er will das Abgleiten des Dollars noch als Steigerungsmittel, als st i m u l i e - rendes Pulver für die amerikanische Wirtschaft benutzen. Ob ihm das gelingt, steht dahin, aber sein Wollen und Weg steht jetzt fest, und er geht ihn. Roosevelt will die Abwertung des Dollars und die Hebung der amerikanischen Rohstoffpreise. Die Weltwirtschaft steht ihm erst in zweiter Linie und wird damit, bei der Bedeutung der Vereinigten Staaten, der Anarchie überlassen, so wird die Goldwährung für die Welt überhaupt in Frage gestellt. Damit aber löst sich immermehr zugleich das alte Schuldenproblem. Die Länder, die noch zahlen, zahlen an Amerika mit sinkendem Dollar immer weniger (können sogar Silber noch dazu nehmen und die anderen bezahlen überhaupt nicht! Wie kann man unter diesen Umständen Deutschland Vorhaltungen machen, daß es einmal die Goldklausel in den Dollarverpflichtungen nicht mehr anerkennen will und sodann (Mitteilung der Reichsbank 30. Juni) seine Transferaufschubmaßregel durchgeführt hat? Sie nimmt wahrhaftig auf die Gläubiger äußerste Rücksicht. Ab 1. Juli gilt die Regelung, aber 50 Prozent werden noch transferiert, voll sogar die Dawesanleihe von 1924 und die Pounganleihe von 1930. Die nicht transferierten Beträge find bekanntlich in Reichsmark einzuzahlen, der einzelne deutsche Schuldner erfährt also keine Entlastung. Ueber diese Zahlungen aber kann sogar der Auslandsgläubiger mit einem handelsfähigen Schuldenschein der neueingerichteten Konvcrsionskasse verfügen. Kurz: das ist ein Entgegenkommen von deutscher Seite, das die Grenzen des uns überhaupt Möglichen erreicht. Wie sich nun unsere diesbezügliche Politik weiter zu entwickeln gezwungen sein wird, wird die Zukunft lehren. Die Abrüstungskonferenz ist endgültig bis 16. Oktober vertagt. Auch hier das Fiasko in vollem Umfang und auch hier dieser Mangel an amerikanischer Energie, den wir so sehr zu beklagen haben! Man vertröstet Deutschland darauf. daß bis zum Herbst Henderson durch Sonderverhandlungen in Rom, Paris und Berlin (was soll er in Berlin Reues verhandeln?) eine neue Situation geschaffen haben würde. Wir glauben an diese Möglichkeit nicht. 3m Schatten dieses Doppelfiaskos schied mit dem 1. Juli der bisherige Generalsekretär des Völkerbundes, Sir Eric Drummond aus diesem Posten. Er hat mit einem technisch glänzenden englischen Apparat die französische Vormacht im Völkerbund ermöglicht und immer gestützt. So haben wir keine Veranlassung, seiner besonders zu gedenken: persönlich kühl und nur scheinbar objektiv, ist er niemals gegen die Deutschen in Genf, auch nicht gegen die deutschen Völkerbundsbeamtcn, besonders entgegenkommend gewesen. Er hat unbedingt die französische Politik gemacht. Der Rachfolger, A v e - n o l, ist nun direkt ein Franzose. In Polen sand am 27. Juni sowohl in Gdingen wie in allen größeren Städten der „Tag des Meeres" statt. Krampfhaft sucht Polen damit seinen „Drang nach dem Meere" und sein Wesen als Meervolk herauszuarbeiten. Der Geschichtskenner weiß, daß der Drang nach dem Meere in Polen noch nie lebendig war, und der Beobachter der Gegenwart sieht das Künstliche daran, wie es sich vor allem in der übermäßigen Pflege von G d i n - g e n zeigt, das Danzig überflügelt und Danzig immer mehr schädigt. Der Anteil Danzigs im Ueber- feehandel Polens ist von beinahe 100 Prozent 1924 auf 52 Prozent im Jahre 1932 gesunken, und dabei ist keineswegs der polnische Außenhandel im ganzen entsprechend gestiegen, im Gegenteil. Ende Deutschland und Oesterreich. Landesinspekteur Habicht über den Kampf gegen den Doltfuß-Kurs. Berlin, 7. Juli. (ERB.) Die Reichspressestelle der NSDAP, gab heute dem österreichischen Landesinspekteur der NSDAP., dem Reichstaasabgeordneten Habicht, Gelegenheit, die deutsche' Presse über d: e weitere Entwicklung der Lage in Oesterreich zu unterrichten. Einleitend erklärte der Reichspresseches der NSDAP. Dr. Otto Dietrich, eine Einigung mit der jetzigen österreichischen Regierung und ihren Trägern sei re st los unmöglich, solange es noch irgendeine Unterdrückung gebe. Jedes Friedensangebot an Oesterreich werde deshalb von der NSDAP, als ein Dolchstoß betrachtet. Reichstagsabgeordneter Habicht schilderte zunächst das politische und wirtschaftliche Werden der Republik Oesterreich und die Anschlußbestrebungen. Der Rest der Habsburger Monarchie, den Oesterreich heute darslelle, fei restlos lebensunfähig, denn die Grenzziehung, die man im Frieden von St. Germain vorgenommen habe, sei militärisch und wirtschaftlich unmöglich, und die heutige Republik Oesterreich habe keine politischen Funktionen mehr in Europa. Habicht arbeitete bann die drei Phasen in der Entwicklung des österreichischen Staates heraus: 1919 bis 1922 Währungszusammenbruch, Genfer Vertrag, Völkerbundsanleihe, die zweite Phase von 1922 bis 1932, vom Genfer Vertrag bis zum Lausanner Pakt, die dritte Phase von Juli 1932 an, dem Tage des Inkrafttreten des Lausanner Vertrages. Heute habe das Kabinett Dollfuß alle die Bindungen, die der Lausanner Pakt ihm auferlegte, restlos durchgeführt, von der Anleihe aber noch keinen Pfennig gesehen. Habicht ging dann noch einmal ausführlich auf die Verhandlungen mit dem Bundeskanzler Dollfuß ein, schilderte die rücksichtslose Unterdrückungspolitik gegenüber den Nationalsozialisten und gab danach ein Bild von der Wirtschaft slage O e st e r r e i ch s , die sich von Tag zu Tag verschlechtere. Der Fremdenverkehr liege lahm, 90 v. h. der Hotels in den Kurorten hätten geschlossen. Die Grenzsperre und die von der Regierung ange- zettellen Attentate hätten in der Hauptsache dazu beigetragen, ebenso die oon der Regierung angezettelte riesige Greuelpropaganda, die natürlich jeden von der Einreise nach Oesterreich abhalten müsse. Trotz aller dieser Maßnahmen habe die Regierung die Lausanner Anleihe auch heute noch nicht. Die weiteren Maßnahmen der Regierung DoU- fuß seien Plagiate entweder der Maßnahmen der Regierung Brüning oder der jetzigen Reichsregierung mit dem Wesensunterschied, daß man im Reich alle antinationalen und den Staat negierenden Elemente ausgeschaltet habe, während drüben gerade die den Staat tragenden Kräfte ausgeschaltet würden. Bei uns habe man das Parlament beseitigt, und den ständischen Aufbau an seine Stelle gesetzt, in Oesterreich wolle man an die Stelle des Parlaments einen Länderrat und einen Ständerat setzen, die keine Volksvertretung darstellten. Die Uneinigkeit in der Regierung Dollfuß habe nun den Versuch gezeitigt, Uneinigkeit in die RED AP. hineinzutragen. Man habe geglaubt, mit der Ausweisung Habichts einen Kampf der Unterführer um die Rachfolge entfesseln zu können. Diese Spaltungshoffnung sei aber eine grobe Täuschung gewesen. Dollfuß habe bann Auslandhilfe für sich gesucht. Lr habe sich bemüht, eine Intervention zugun st en Oesterreichs herbeizuführen. Auch bas fei mihlunge n. Das Regime Dollfuß breche immer mehr zusammen, unb es sei überflüssig, noch etwas für biefen Zusammenbruch zu tun. Die Erhaltung unb ber Gewinn bieses urbeutschen Landes, so sagte Habicht, wirb immer bas Ziel des deutschen Menschen sein, und der Separatismus eines Bundeskanzlers Doll- f u ß, der dem rheinischen Separatismus, der auch mit der Erfindung eines rheinischen Menschen begann, vergleichbar ist, wird die Entwicklung nicht aufhalten können. Eine Einbeziehung Oesterreichs in das Reich ist heute leider unmöglich. Wir brauchen diese Einbeziehung auch nicht. Es genügt dem Deutschen unb den deutsch-österreichischen Volksgenossen, wenn die innere Uebereinst i m m u n g zwischen den beiden das deutsche Volk bildenden Staaten herbeigeführt ist. Denn dann ist der formelle Abschluß bedeutungslos geworden. Verhandlungen über eine österreichisch-ungarische Zollunion. Fühlungnahme in London. Budapest, 7. 3uli. (ERD.) „Az Est" berichtet, daß der österreichische Delegierte auf der Weltwirtschaftskonferenz Seklionschef Schüller im Ramen seiner Regierung die Erklärung abgegeben habe, der österreichischen Regierung erscheine die Schaffung einer ö st errei- chisch-ungarischenZollunion zur Beseitigung der wirtschaftlichen Schwierigkeilen am geeignetsten. Solange die bestehenden Schwierigkeiten sich noch nicht vollständig beheben ließen, halte die österreichische Regierung die w e i t g e h e n d e Vertiefung der österreichisch-ungarischen Wirtschaftsbeziehungen für unbedingt erforderlich. „Az Est" erfährt hierzu, diese wichtige Erklärung des österreichischen Sektionschefs sei von der ungarischen Delegation unverzüglich zur Kenntnis der ungarischen Regierung gebracht worden. Eine vertrauliche Besprechung maßgebender Stellen habe sich bereits mit der Angelegenheit befaßt. An wohl- informicrter ungarischer Stelle habe man erklärt: Ungarn hatjedeArtsolcherInitiativen jeweils mit freudiger Sympathie begrüßt, da Ungarn alles im Interesse der Beseitigung der wirtschaftlichen Depr siion unternehmen w ll. Besonders dann ist eine solche Initiative zu begrüßen, wenn sie seitens eines Staates unternommen wird, mit dem Ungarn auch bisher schon den intensivsten Wirtschaftsverkehr gehabt hat. Starker Rückgang des Fremdenverkehrs in Salzburg. Salzburg, 3 Juli. (ERB.) Der 2 u n t - ausweis über den Fremdenverkehr | ergibt, daß im Monat Juni 13 731 Fremde in Hotels, Gasthäusern usw. abgestiegen sind gegen 20 730 Personen im Juni 1932. Dies bedeutet I einen Rückgang um 30 Prozent. Aeichsmimsier Ms VnMIiWsaMn zm AeMdmmg der Evangelischen Kirche in Preußen. Oie Vertreter der Altpreußischen Union bei Or. Frick. Berlin, 7. 3uli. (TU.) Amtlich wirb mit- gcfcilt: Entsprechenb bem ihm burdj ben Reichskanzler übermittelten Auftrage bes Herrn Reich spräfibenten empfing ber Reichsminister bes Innern Dr. Frick am Freitag b i e Vertreter ber evangelischen Kirche ber Altpreußischen Union, vizepräsibent bes Evangelischen Oberkirchenrates D. hunbt, Generalsuperintenbent D. Cato, Geheimen unb Oberkonsistorialrat D. karnah unb Oberkonsisto- rialrat henselmann. Der Minister nahm bie Darlegungen ber Kirchenvertreter über ihre Beurteilung ber tatsächlichen unb rechtlichen Lage entgegen unb gab ber Erwartung Ausbruck, baß es mit Unter st ühung aller Beteiligten gelingen möge, ben Frieben innerhalb ber Evangelischen Kirche balblgfl wieder- herzu st eilen. Es ist zu hoffen, baß bieses Ziel durch weitere verhanblungen in Kürze erreicht wirb. WehrkreispforrerMutterüber- nimmt die Leitung der Alt- preußischen Union. Eine Anordnung des Kirchen-Kommissars Berlin, 7. Juli. (WTB.) Der Kommissar für die evangelischen Landeskirchen in Preußen I ö - g e r erläßt folgende Anordnung: „1. Meine heute bei mir versammelten Bevollmächtigten aus ganz Preußen berichten übereinstimmend von dem gewaltigen Widerhall, den das Werk der Hilfe des Staates zur Selbsthilfe der Kirche im Kirchenvolk gefunden hatte. 2. In Weiterführung des gemeinsamen Werkes aller zum Neubau der Deutschen Evangelischen Kirche willigen Kräfte übertrage i ch auf den Bevollmächtigten des Herrn Reichskanzlers, Wehrkreispfarrer Müller im Einverständnis mit ihm das Recht der ober ft en Kircbenleitung der Evangelischen Landeskirche der Altpreußi- f d) e n U n i o n." Der Reichskanzler zum Kirchenkonflikt. Eine Unterredung mit dem Dekan von Chichester. London, 7. 3uli. (MTB.) Das lebhafte Interesse, bas in Lnglanb ben Schwierigkeiten geroib- met wirb, bie in Deulschlanb zwischen Kirche unb Staat aufgetreten finb, hat ben Dekan von L h i ch e st e r veranlaßt, in einem Brief an bie „Times" über seinen Berliner Besuch zu berichten. Er sagt barin, ber Reichskanzler Hitler habe ihm nachbrücklichsl versichert, baß es nicht seine Absicht, fei, in bie innere Tätigkeit ber Kirchen einzugreifen. Er habe gesagt: Ich bin Katholik, mein Platz ist nicht in ber Evangelischen Kirche. Lr wünsche bie moralischen Kräfte zu stärken. Lr wünsche eine einzige Reichskirche unb hoffe, baß biefe des Jahres wird Gdingen nach Kopenhagen und Stockholm den dritten Platz unter den Häfen der Ostsee erhalten. Das ist nur möglich gewesen durch künstliche, unrentable Förderung, die einer der Hauptkonsliktspunkte, vielleicht der wichtigste zwischen Danzig und Polen ist. In dieser Woche hat der neue Senatspräsident Dr. Rausch- n i n g seinen Besuch in Warschau gemacht. Er verlief äußerlich befriedigend und dokumentierte ben festen Willen ber neuen nationalsozialistischen Regierung Danzigs zu frieblichen Beziehungen mit Polen. Ader er kann bestenfalls die Bahn zu sehr schwierigen Verhandlungen eröffnen, zunächst wirtschaftlicher Natur. Jndeß: wo ist für Polen die Grenze zwischen Politik und Wirtschaft? * Der einzige, der an die Weltwirtschaftskonferenz mit Befriedigung zurückdenken kann, ist — der russische Außenminister. Drei Erfolge bringt er mit, die freilich mit der Weltwirtschaftskonferenz an sich gar nichts zu tun haben. Am 1. Juli schloß er mit Sir John Simon das Abkommen mit England: Rußland gab die zwei noch inhaftierten englischen Ingenieure frei und erhält damit wieder die Freiheit des englischen Marktes für sich. Am 3. Juli wurde zwischen Rußland und Estland, Lettland, Polen, Rumänien, Türkei, Persien und Afghanistan e i n Richtangriffspakt und ein Protokoll über die „Definition des Angreifers" unterzeichnet. Am 5. Juli folgte die Unterzeichnung des gleichen Pakts mit Litauen. Das ist zunächst die Verständigung mit Rumänien, wenn auch Bessarabien nicht besonders genannt ist. Es enthält sehr präzis und ausführlich die Definition des Angreifers, eine Frage, um die man sich in Genf unendlich lange gestritten hat. Dem folgte am 4. Juli ein Vertrag gleichen Inhalts zwischen Rußland einerseits und der Kleinen Entente andererseits. Das war der erste internationale Akt, ben die Kleine Entente als Ganzes entsprechend ihrem neuen Bündnis vom Februar dieses Jahres beschlossen hat. Wiederum ist Rumänien dabei. Diesem Protokolle können auch andere Staaten sich anschließen (während das erstgenannte ein Abkommen nur mit den genannten Nachbarn Rußlands ist). Die Türkei hat das schon getan. Gerade der rumänische Außenminister Titu- lescu hat unterstrichen, daß damit schon 300 Millionen Menschen sich über die Definition des Angreifers-geeinigt hätten, und Frankreich, das in Genf bereits diese von Rußland oorgeschlagene Definition angenommen hat, wird vermutlich auch unterschreiben. Das bedeutet im ganzen eine große Entspannung der Gegensätze im Osten und Südoften. Es bedeutet weiter wohl die Vorbereitung zur Anerkennung Rußlands durch die Kleine Entente. Frankreich, das auf dieses Zustandekommen unausgesetzt Einfluß geübt hat, hat seine Beziehungen zur Türkei neubelebt. Die russisch französischen Verhandlungen werden dadurch leichter. Nimmt man hinzu, daß Litwinow in London auch mit den amerikanischen Vertretern in Fühlung kam und daß eine Anleihe aus Amerika Rußland ge» währt ist, die manche schon wie eine Anerkennung auffassen, so kann, wie gesagt, der russische Außenminister mit diesen Ergebnissen zufrieden sein. Das Verhältnis zu Deutschland, das ja in ähnlicher Weise längst (durch ben Berliner Vertrag) geregelt ist, wird dadurch nicht berührt. Im «inne des europäischen Friedens ist es ein Fortschritt, daß die russisch-rumänische Spannung beseitigt ist. Ganz am Ende seiner Wünsche ist aber Rußland noch nicht. Denn ihm fehlen ähnliche Abmachungen mit China und Japan und besonders eine solche Ordnung mit dem an seiner Grenze entstandenen Staat Mandschukuo, den Rußland wohl oder übel anerkannt hat. Hier ist mit den Verkaufsverhandlungen über die ostchine- sische Bahn diese Sorge für die Moskauer Politik noch offen. Im ganzen wird man auch in Moskau so wenig wie sonstwo diese Verträge überschätzen. E i n derartiger Vertrag ist wichtig und bedeutsam. Aber die fortgesetzte Häufung und Wiederholung schwächt dergleichen ab. Das ist ja schließlich nun bie vierte Auflage für Rußland: Äelloggpakt, Litwinow-Protokoll von 1929, das System der Nichtangriffspakte in den folgenden Jahren bis zu dem mit Frankreich unb jetzt diese neuen Verträge. In der Politik ist es nicht so, daß die Wiederholung eine Sache kräftigt, wie sie ja auch sonst eher abnutzt unb entwertet. E i n wirkliches Vertrauen in die Stabilität ber Verhältnisse ist mit solcher Häufung ber Verträge nicht zu schassen. Dazu gehörten andere Dinge. Um bie hat man in Genf und in London geredet und bis heute — vergeblich! möglichst bald in die Erscheinung freie und einen Reichsbischof wählen werde. Lr sei gezwungen gewesen, einzugreifen, weil er einen Holst and vorgefunden habe. Lr hoffe, daß die Schwierigkeiten jetzt überwunden werden könnten und daß die neue, von den Klrchenfuh - rem ausgearbeitete Verfassung zu einer Vereinheitlichung der Kirche führen werde. Bei Verhandlungen mit der Römisch- Katholischen Kirche habe er es mit einer einzigen Institution zu tun, er wolle bei der Evangelischen Kirche in derselben Lage sein. Oie Kirchen dürften sichnichtindie Politik einmischen, in religiösen Dingen würden sie vollkommene Freiheit haben. WeriflWehrkreispsarrerMller? Auf die häufige Frage: „Wer ist Wehrkreispfarrer Müller?" erhalten wir aus kirchlichen Kreisen folgende Darstellung: Wehrkreispfarrer Ludwig Müller, der Bevollmächtigte des Reichskanzlers für die Angelegenheiten der evangelischen Kirche, der im Einvernehmen mit dem Staatskommissar an die Spitze des Deutschen Evangelischen Kirchenbundes getreten ist, ist 1883 in Gütersloh geboren. Er hat dort das evangelische Gymnasium besucht, eine der wenigen höheren Lehranstalten Deutschlands von ausgesprochen evangelisch-kirchlichem Charakter. Er studierte Theologie in Halle und Bonn. Besonderen Einfluß gewann auf den jungen Studenten der Vertreter der praktischen Theologie, Professor Sachse in Bonn. Nach abgeschlossenem Studium und Examen in M ü n st e r unter Generalsuperintendent 3 o e 11 n e r, kam er ins Pfarramt nach Rödinghausen bei Bünde, eine Gemeinde, des Minden-Ravensberger Erweckungsgebietes. Fünf Jahre lang hat er in feiner Gemeinde wirken dürfen, und bekennt es gern, daß die fromme Gemeinde cs fei, welche den Pfarrer zum Pfarrer gemacht habe. Im Jahre 1914 wurde er dann zum Marinepfarrer berufen und hat als solcher im Weltkrieg beim 1. Geschwader, beim Ma- rinekorps in Flandern und bei der Mittelmeerdivision in Konstantinopel gedient. Nach dem Krieg blieb er Marinepfarrer, zunächst in Cuxhaven, dann in Wilhelmshaven. Seit 1926 ist er Wehrkreispfarrer in Königsberg. Bor einem Jahre übernahm Pfarrer Müller die Führung der Glaubensbewegung „D e u t s ch e Christen" in Ostpreußen. Der Reichskanzler Adolf Hitler hatte Pfarrer Müller bei seinem ersten Besuch in Ostpreußen vor etwa sieben Jahren kennengelernt. Adolf Hitler war damals Gast in seinem Hause. Die Amstände brachten es mit sich, daß Pfarrer Müller öfters der deutschen Freiheitsbewegung und ihrem Führer besondere Dienste hat leisten können. Einmütigkeit zwischen Hessischem Staat und Evangelischer Landeskirche. WSR. Darmstadt. 7. Juli. Im Anschluß an die gestrige Tagung des Landeskirchenlages fand eine Besprechung zwischen den Herren Ministerialrat Ringshausen. Prälat D. Dr. Dr. Diehl und Vizepräsident Dr. Dahlem statt, in der alle Fragen der neuen hessischen Kirchenverfassung in völliger Einmütigkeit besprochen wurden. Oie evangelische Jugend unterstellt sich Wehrkreispfarrer Müller. Berlin, 7. Juli. (TA.) Die gesamte evangelische Jugend hat sich unter die Schirmherrschaft des Bevollmächtigten des Reichskanzlers Adolf Hitler, Wehrkreispfarrer Müller, gestellt. In einer Sitzung im Zentralausschuß für Innere Mission, an den die evangelische Jugend angeschlossen ist, wurde unter Leitung des staatskommissarischen Bevollmächtigten Pfarrer T h e m e l Lage und Aufgabe der evangelischen Orchester-Verein Gießen. Beethoven: Neunte Symphonie. Daß der Orchesterverein Gießen zur Feier seines 2öjährigen Bestehens statt rauschender Feste sich Beethovens Neunte Symphonie zur Aufführung erwählte, stellt dieser Bereinigung, die Orchestermujik nur aus Idealismus pflegt und dabei um des Zieles willen selbst vor größten pekuniären Opfern nicht zurückschreckt, das denkbar günstigste Urteil über ihre Aufgaben und ihr Wirken aus. Dieses Festgedenken wurde in weite Kreise hineingetragen dadurch, daß man fast alle songesbeflissenen Verbände der Stadt zur Mitwirkung heranzog und so im wahrsten Sinne Hes Textes im letzten Satz der Symphonie alle Sonderinteressen überbrückte und sie dem einem großen Ziele zuiührte, im Sich-Finden in idealer Kulturgemeinschaft. Die hier gestellte Aufgabe erforderte in solchem Rahmen eine Vorarbeit in Orchester und Chor von gehörigem Ausmaße. Im Vergleich zu früheren An- lässen ist bei der Durchbildung des Orchesters ein auffallender Fortschritt zu verzeichnen. Was von den ersten Takten der Symphonie an auffiel und sich im Berlauf des ganzen Werkes bewährte: die straffe Disziplinierung der Streicher, zumal der Geiger. In Nachgiebigkeit, bei Einheitlichkeit in Ansatz und Tongabe, unter sorgfältigster Beachtung der organischen Phrasierung strebten sie einem geschlossenen Klanglichen zu. Die Bläser haben in der Behandlung der weichen Nuancen durchweg gewonnen: nicht nur im Holz, sondern auch in den Blechinstrumenten. Besondere Anerkennung ist den Hörnern zu zollen, nicht zuletzt wegen der für das Instrument nicyt sehr günstig liegenden Solostellen im Adagio. Angesichts der im Werk ruhenden und im Hinblick auf die zur Verfügung stehenden Mittel sich ergebenden Schwierigkeiten gewährleistete Professor Dr. Stefan Temesoary ein einheitliches Werden und Ausreifen durch vollen Einsatz seiner ganzen Musikerpersönlichkeit. Mit seiner tiefschürfenden Auffassung, die sich gegen früher noch an Innerlichkeit, an organisch formaler Fundierung bereichert hat, erschloß er den ersten Satz in feiner inneren Gliederung unter nackender Herausarbei- tung der tragischen Höhepunkte zu Beginn der Reprise und in der Coda. Mit scharfer rhythmischer Akzentuierung (Pauke!) und großen dynamischen Steigerungen gab sich das Scherzo. In inbrünstiger Weihe entfaltete sich das Adagio, erfüllt mit dem breiten Atemstrom des Lebens, mit Klarheit der thematischen Entwicklung und Ausbreitung dieser großartigen Variation bei feingezogenen Tonfilm: „Was wisten denn Männert Es ist eine alte Geschichte, eine einfache, alltäa- liche, wie sie hundert und tausendmal in Deutschland und in aller Welt sich zuträgt. Die wenigsten davon werden über den kleinen Kreis derer hinaus bekannt, die daran beteiligt sind, und die es angeht — so oder so. Am Ende steht vielleicht eine winzige Notiz von drei Zeilen in der Zeitung. Eine Liebesgeschichte, ein kleines Gretchenschicksal in einer deutschen Provinzstadt: es braucht nicht einmal immer und unweigerlich -eine Tragödie daraus zu werden. Es kann auch einmal gut ausgehen ... wie hier. Und das Hlückliche Ende wird keiner als ein peinliches Zugeständnis ans Publikum betrachten, Ein Pionier der Oampfschiffahrt. „3u Ehren der Männer, durch deren Mut, Kühnheit und Geschicklichkeit der „Royal William" das erste Fahrzeug, das den Atlantischen Ozean mit Dampfkraft überquerte, in Kanada erbaut und 1833 nach England gesteuert wurde. Er war der Pionier jener mächtigen Flotten von Ozeandampfern, durch die heute Passagiere und Waren aller Völker auf allen Meeren der Welt befördert werden." Diese Erinnerungstafel, die am Kanadischen Unterhaus angebracht ist, erinnert an das 100jährige Jubiläum einer bahnbrechenden Tat der Seeschiffahrt. Zwar war schon 1819 die in Reuhork erbaute „Savannah" nach Liverpool gelangt und hatte damit den Ozean überwunden, aber für den „Royal William" wird der Ruhm in Anspruch genommen, die ganze Fahrt über den Atlantischen Ozean nur mit Hilfe der Dampfkraft zurückgelegt zu haben. Das Schiff, ein hölzerner Rad-Dampfer, wurde in Quebec erbaut, lief im April 1831 von Stapel und war ursprünglich dazu bestimmt, zwilchen Montreal und Quebec und Reuschottland zu verkehren. „Royal William" hatte zwei Maschinen mit 200 PS; der Bau hatte 300000 Mark gekostet. Aach drei Reisen nach Halifax im Jahre 1831, die nur mäßigen Erfolg hatten, wurde das Schiff im Winter wieder aufgelegt und machte 1832 wegen der Cholera- Epidemie nur eine Reise. Die Eigentümer gerieten Berlin, 7. Juli. bei diesen Sparma scheu Stadtratsmh tunasbewuhtsein m hes Für und W'de Hinweis des nahen deutlich, daß das C roisinehrheit von! Gesichtspunkt beurti l Sorgen wir vielme ! W*af endgi . wir hier an| ! :flcfe,en nie mehr ■ ÄS,» Werf, I Mn 6*, , ; Wrnifriam . ^7?ne Aufgabe I !»» b,E A-nttiche ’i - sÄÄ9eril V ' tragt «ix ■ 0' lll müss^ .das w Ei' Nach ’W Glieder J r'r j und 9?eL ,üot ( Lei igÄltun ! SKki Menb N die teres damit ,-^ren gabt#] . ^Nomme di- letz! /''Ne Oege • rQl bliee?59rünber dünkt n wir W Bereinigen. I Nkgrünbe9 " Nati ^d°n kan^behö. Bei der „ I f. ”„d* ! ■ S °° eignete 2h??anler I h > | schäften, d. h. den Arbeitern und Angestellten etwas Land zuteilen, um einen bodenständigen Stand zu schaffen, etwa nach der wirtschaftlichen Struktur Württembergs. Ebenso ist an die Auswertung der gegebenen Ausfuhr Möglichkeiten gedacht, und die Neuanlage bzw. der Ausbau von Wasserstraßen geplant. Man will der Jndu- trie einen ausreichenden Auftragsbeta n d für eine Reihe von Jahren zu- ichern. Zu diesem Zweck wird der Anteil Ostpreu- zens bei der Vergebung von öffentlichen Arbeiten über den Bevölkerungscmteil hinaus erhöht werden. Zu diesen industriellen Maßnahmen kommt ein besonderer Gedanke des Reichskanzlers: Ostpreußen auch zu einer kulturellen Kraftquelle zu machen. Es ist daran gedacht, die Königsberger Universität zu einer National universi- tät auszubauen und vielleicht auch ein großes Nationaltheater in Ostpreußen zu schaffen. Kührertagung der Hitlerjugend in München. München, 4. Juli. (TU.) Reichsjugendführer Baldur vonSchirach eröffnete am Montagabend im Alten Rathaus die Führertagung der Hitlerjugend. Der Führertagung wohnen sämtliche Mitglieder der Reichsjugendführung, Gebiets- und Bannführer der Hitlerjugend, Gebietsjungvolk- und Jungbannführer, die Gauführerinnen und Antergauführerinnen des Bundes Deutscher Mädchen, die Gauführer der Jugendbetriebszellen und die Kreisfü^rer des Studentenbundes bei. Zum erstenmal nahm an der Tagung auch der Bundesführer des „S charnhor ft“ teil. Der Reichsjugendführer von Schirach gab die zukünftigen Arbeitsziele der Hitlerjugend bekannt und umriß die Ausgaben der unter der Führung der Hitlerjugend stehenden gesamten organisierten Jugend Deutschlands. „Graf Zeppelin" auf der Rückfahrt. Das Luftschiff „Graf Zeppelin", das am Donnerstagnachmittag, wie bereits gemeldet, in seinem Zielhafen Rio de Janeiro landete, ist, wie die Hamburg-Amerika-Linie mitteilt, unmittelbar darauf zur Rückfahrt nach Pernambuco aufgestiegen. Don dort wird es die Heimreise antreten. Das Luftschiff ist bis auf den letzten Platz beseht. — Wie ein Funkspruch aus Pernambuco meldet, ist das Luftschiff gestern (Freitag) um 20.10 Ahr dort gelandet. in Zahlungsschwierigkeiten, und im Frühling 1833 bildete sich eine neue Gesellschaft, die das Fahrzeug erstand und zunächst nur für kleinere Fahrten benutzte. Dann machte der Dampfer im Juni eine Reise nach Boston, wo er als das erste Dampfschiff mit der englischen Flagge, das in einem Hasen der Vereinigten Staaten erschien, begeistert begrüßt wurde. Rach der Rückkehr nach Quebec beschlossen die Eigentümer, „Royal William" yach England zu schicken, um das Schiff dort zu verkaufen. Diese Reise hat den Ramon des Dampfers in der Geschichte der See-Schiffahrt berühmt gemacht, denn die Möglichkeit der Dampfschiffahrt über die Ozeane hin wurde dadurch bewiesen, obwohl bei der Abfahrt n^ch viele Leute sagten, man könne ebensogut verlangen, das Schiff solle von Quebec nach dem Monde fahren. Anfang August fuhr „Royal William" von Quebec ab und blieb einige Tage im Hafen von Pictou in der Rorthumberland Straße, wo es Kohlen aufnahm, seine Maschinen ausbesserte und feine Passagiere erwartete, die alle sieben Engländer waren Am 17. Rugust verließ „Royal William" den Hasen Pictou, um mit seinen schwachen Maschinen den Kampf mit den Wogen des Ozeans aufzunehmen. Schon nach wenigen Tagen hatte das Schiff einen furchtbaren Sturm zu bestehen, während dessen die eine Maschine versagte u..d ein Leck entstand. Der Maschinenmeister meldete dem Kapitän, daß das Schiff sinke, aber dieser, John McDougall, befahl alle Mann an die Pumpen und hielt weiter den Kurs. Die Gefahr wurde überwunden; eine Woche lang fuhr der Dampfer nur mit einer Maschine, dann war die zweite wieder ausgebessert, aber verschiedentlich waren noch große Schwierigkeiten wegen des Andichtwerdens der Kessel zu überwinden. Rach 25 Tagen großer Mühe und Rot erreichten sie Gravesend. 10 Tage später wurde das Schiff für 200000 Mark an die portugiesische Regierung verkault, die es als Truppentransportschiff benutzen wollte. Kapitän McDougall fuhr nach Lissa- bon, und 1834 ging das Schiff in den Besitz der Spanier über, die es unter den Ramen „Isabel Segunda" als Kriegsschiff in ihre Marine einstellten. Am 5. Mai 1836 feuerte „Royal William" in der Bai von San Sebastian als erster Kriegs- dampfer einen Schuß gegen ein feindliches Schiff. 1840 war er zur Ausbesserung in Bordeaux, doch dort zeigte sich, daß das Holz vollkommen verfault war, und der Schiffsrumpf blieb im Hafen, während die Maschinen in ein neues Schiff desselben Romens eingebaut wurden, das 1860 an der algerischen Küste bei einem Sturm sank. So endete „Royal William" seine wechselvolle Laufbahn: der Rumpf verfaulte im Hafen von Bordeaux und die Maschinen ruhen auf dem Boden des Mittelländischen Meeres. Intendant Hanns König. Der neue Leiter des Gießener Stadttheaters, Intendant Hanns König, über dessen Ernennung wir gestern bereits ausführlich berichtet haben. Bitti» Rechenschastsbericht der nationalsozialistischen Stadtralsmehcheit Erhebliche Sparmaßnahmen Oie Erledigung der Tagesordnung die Aus der Provinzialhaupifiadt 1 • toart von 17 Mitgliedern. Dor Eintritt in Tagesordnung hört das Haus folgende it Mjahrt. ypeli< das am bereits gemeldet, in leiro laiäete, ist, wie nitteilt, unmittelbar ch Pernambuco 4 die Heimreise an» auf den letzten Platz ch aus Pernambuco .stern «Freitags um Bei der nun einsehenden Tätigkeit in den Aus- tchüssen sahen wir es als unsere ernsteste Aufgabe an, eine vollständige Gesundung der städtischen Finanzen herbei,uführen und geeignete Maßnahmen zur Senkung der Personal- und Sachkosten oorzunehmen. Air haben bei dem nun beginnenden Gehalts- üb a u nicht wie in dem verflossenen System von iiten begonnen, sondern von oben. Und zwar aßen wir bei den oberen und gehobenen mittleren Vorderrad des Kraftrades zwei Derbinbungsstre- ben zwischen den beiden Trägern des Mastes durchbog und dazwischen stecken blieb. Der Führer des Kraftrades stieb dabei anscheinend mit dem Kopf gegen den Mast und erlitt dabei einen schweren Schädelbruch, so daß er sofort durch die Freiwillige Sanitätskolonne in die Chirurgische Klinik gebracht werden mußte. Wie wir auf Anfrage bei der Klinik hören, geht es dem Verunglückten den Umständen entsprechend leidlich. Der Beifahrer des verunglückten Studenten kam ohne jeden erw» steren Schaden davon. Daten für Samstag, den 8. Juli. 1621: geboren der Fabeldichter 3ean de Lafontaine in Chateau-Thierry, gestorben 1695; — 1838: geboren Ferdinand Graf von Zeppelin in Konstanz, gestorben 1917; — 1839: geboren der ame- rilanische Großindustrielle John Davison Rocke-» feiler; — 1855: gestorben der Polarforscher Sir William Edward Parrh in Ems, geboren 1790; — 1865: geboren der Geschichtsschreiber Hans Ferdinand Helmolt in Dresden, gestorben 1929. Bornotizen. — Tageskalender für Samstag. Gießener Rudergesellschaft 1877: Ruder-Regatta, 15 Uhr, Hauptrennen. — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Was wissen denn Männer!". Bedeutsame Rede des nationalsozialistischen Iraklionssührers im Gießener Stadtrat. schon verwirklicht, andere zur Durchführung angekündigt Befreiungen von Vorschriften der Lokalpolizeiverordnung bzw. des Ortsbaustatuts werden befürwortet bei den Baugesuchen von Karl Lohre y (Kaiserallee 5), Georg Pieh (Frankfurter Straße Rr. 138), Karl Wenzel (Bergstraße 9), Ferdinand Jung (Bleichstraße 21), Frau Else Mahnkopp (Bahnhofstraße 33); nicht befürwortet wird das Gesuch von Gustav Petri (Wetzsteinstraße 13). Die Lieferung von Granitbordschwellen für die Neubefestigung des Leihgesterner Wegs zwischen der Röntgen- und der Friedrichstraße wird der Firma Steinindustrie 5). Erdel in Heppenheim zu deren Angebotspreis von 3021 Mark übertragen. Für den Einbau einer selb st tätigen F e u e r m e l d e a n l a g e im Stadttheater wird ein Nachtragskredit van 1535 Mark bewilligt. Für die Unterhaltung und Erweiterung der städtischen Anschlagtafeln wird ein Kredit von 300 Mark zur Verfügung gestellt. Für den Deutschlandflug im Juli 193 3, der über Gießen Jübrt, werden 1000 Mark zu Lasten des Reservefonds für 1933 zur Verfügung gestellt, ebenso ein Ehrenpreis im Werte von 30 Mark. Auf eine Anfrage des Stadtratsmitglieds Kling, was die Stadtverwaltung zu tun gedenke, um weiteren Einbrüchen — wie in der Nacht zum Freitag — in die neue Peftalozzischule vorzubeugen, antwortet Bürgermeister Dr. Ha m m, daß die Hausmeisterwohnung ausgebaut und für Bewachung des Gebäudes gesorgt werde. Schluß der öffentlichen Sitzung. sicher nur in größeren städtischen Betrieben als Gießen nötig fein wird. Um dem Doppeloerdienertum bei den Beamten zu steuern, hatten wir bereits, bevor die neuen reichsgesetzlichen Bestimmungen herauskamen, angeordnet, daß es den Beamten und Angestellten der Stadt untersagt werde, jede Art bezahlte Nebenbeschäftigung auszuüben, und daß auch ihren Frauen entgeltliche Beschäftigung verboten werde. Durch den Personalabbau werden wir es erreichen, in Zukunft verschiedene Betriebe zu- sammenzulegen. So wird demnächst das Tiefbauamt in das Gebäude des Hochbauamts verlegt werden und unter einheitliche Leitung kommen. Außerdem werden das Wasserwerk, Gaswerk und Elektrizitätswerk ebenfalls unter einer einheitlichen Leitung zusammengefaßt und deren Verwaltung neu organisiert. Ls ist dabei, von den Unkosten der Umstellung abgesehen, in Zukunft mit einer Ersparnis von jährlich 50 000 Mark zu rechnen. Endlich nahmen wir noch Sparmaßnahmen auf dem Gebiet des Schulwesens vor. Die Gewerbe- und Maschinenbauschule war ein erheblicher Zuschußbetrieb. Die Schülerzahl war infolge der schlechten Verhältnisse stark zurückgegangen. Cs bestand aber auch kein Bedürfnis mehr an der vollen Erhaltung der schule, insbesondere hatte das Handwerk an ihrem Fortbestehen kein Interesse. Es wurde daher die M a - schinenbauschule aufgelöst und nur noch die Gewerbeschule erhalten, was eine Verringerung des Zuschusses um 6000 Mark jährlich bedeutete. Roch bei einer anderen Schule, nämlich der Studienanstalt, werden wir in Zukunst 16000 Mark jährlich einsparen. Bei der damaligen polizeibencht. 3n der Rächt zum 7. 3uli wurden im Teufelslustgärtchen und von dort aus bis zur Morkt- strahe hin an vielen Häusern die Türklinken» Schlösser, Erkerscheiben usw. von bis jetzt noch unbekannten Tätern mit Staufferfett beschmiert Rach der politischen Einstellung der Hausbesitzer zu urteilen, sind die Täter in linksradikalen Kreisen zu suchen. Alle Personen, die Angaben machen können, welche geeignet sind, die Täter zu ermitteln, werden gebeten, bei der Staatspolizeistelle oder dem nächsten Polizeibezirk vorzusprechen. Auf Wunsch werden die Angaben vertraulich behandelt. An einem Anwesen in der Löwengasse wurde ein weih emaillierter Milchtopf vorgefunden, in dem noch ein Teil des zum Schmieren benutzten Staufferfettes vorhanden ist. Außerdem befand sich in dem Topf ein aus Eisenblech hergestellter Schmierspachtel, wie er zum Schmieren von Wagen Verwendung findet. Am 7. 3uli, gegen 9.30 Ähr, marschierten geschlossen 21 Pflichtarbeiter von der Lahnregulierung nach dem Wohlfahrtsamt. Unterwegs verhielten sich diese demonstrativ. Es wurde gejohlt und auch mit erhobener Faust „Rot Front" oder so ähnlich gerufen. Die Bevölkerung nahm durch dieses Verhalten Aergernis und veranlaßte das Einschreiten der Polizei. Sämtliche Beteiligten wurden festgenommen und sofort in das Konzentrationslager Osthofen mit zwei Autos der Landespolizei Butzbach übergeführt. Unter den in Schutzhaft genommenen befanden sich großen Teils Marxisten. Wenn nun auch ein oder der andere Teilnehmer nicht zu diesen Personen gezählt werden kann, so konnte doch im vorliegenden Falle eine Ausnahme nicht gemacht werden. Schwerer Moiorradunfall. Gestern gegen 14.30 Uhr ereignete sich an der Ecke Marburger Straße und Hitlerwall ein schwerer Verkehrsunfall. Der Student Erwin 3 ä g e r aus Glauberg bei Büdingen, der Sohn eines Geistlichen, der mit seinem Kraftrad aus der Marburger Straße in den Hitlerwall einbiegen wollte, verlor anscheinend die Herrschaft über das Motorrad und fuhr mit großer Wucht gegen einen Mast der Stromleitung der Straften- bcchn. Der Anprall geschah so heftig, daß das ehto der Ausbau non n wia der 3ndu> Auftragsbe, fahren zu» er Anteil Qftpreu- 10l|entlid}en ungsanteil hinaus aftmen kommt ein DHpreuften ieUe zu machen. Es (sberger Uni» onaluniversi- ‘d)t auch ein großes * zu schassen. Mrjugend n. Deichsjugendfühier issnete am Moniag» Führertagung der ung tvohnen sämt- ugendsührung, Te» Hitlerjugend, Ge» nsührer, die Sau» Kiinncn des Dun» Tauführer der 3u» ceiSsichcer des Stu» nmaf nahm an der erführet des AeichsjugenMhrer tigen Arbeitsziele umrih die Auf» , der Werjugend .n Jugend Deutsch» Sa^.Nen. . ^MNM mir Miet haben. " ** Der Hessische Akademische Beobachter, das amtliche Organ der Gießener Studentenschaft, liegt in seiner ersten Ausgabe vor. Die Zeitschrift, für die cand. rer. nat. Hans-Ftitz S ch u - st e r verantwortlich zeichnet, bringt neben einer Reihe von Mitteilungen u. a. die in der Volkshalle anläßlich der Studentenrechtsverkündung gehaltene Rede des Hochschulgruppenführers Bernhard Edler von Graeve über „Die Universität in der nationalen Revolution" im Wortlaut, sowie kurze Ausführungen des Führers der Gießener Studentenschaft stud. jur. Heinz Jürgen Adam über „Die deutsche Revolution an der Hochschule". ** Politischer Schulungsabend der Studentenschaft. Am Mittwoch, 12. Juli, um 20 Uhr, in der Neuen Aula spricht im Rahmen des Politischen Abends der Gießener Studentenschaft Prof. Kuhn über das Thema: „Der deutsche Student und die Rassenhygiene", licheEntla st ungen der Steuerzahler eintreten und doch der beste wirtschaftliche Nutz- e f f e 11 erreicht wird. Daß man dabei im Stadtrat nicht gewillt ist, gewissen populären Strömungen bereitwillig Rechnung zu tragen, die sich im Ergebnis nur als Mehrbelastung der Steuerzahler auswirken könnten, unterstreicht in eindrucksvoller Weise das hohe Verantwortungsgefühl, das für die nationalsozialistische Stadtratsmehrheit bei ihrem Wirken als grundlegend und richtungweisend angesehen wird. Volle Zustimmung wird die Bürgerschaft auch den angekundigten weiteren Ersparnismaßnahmen auf dem Gebiete der Werk- uerroaltung und des Schulwesens zuteil werden lassen, da sich darin deutlich der Wille zu einer g e - deihlichen Reform an Haupt und Gliedern offenbart. Im „Gießener Anzeiger" Nr. 105 vom 6. Mai schrieben wir in dem Artikel „Der Wandel im Gießener Stadtrat" u. a.: „Wir glauben, daß unsere Bürgerschaft zu der Leitung und zu dem ausgeprägten Verantwortungsbewußtsein der national» sozialistischen Stadtratsmehrheit bei der Bestimmung der kommunalen Geschicke während der nächsten vier Jahre volles Vertrauen haben kann. Maßgeblich ist dabei die Tatsache, daß nach den nationalsozialistischen Grundsätzen keinerlei einseitige In- teressenpolitik in Betracht kommt, sondern daß nur das recht verstandene Gesamtinteresse aller Kreise der Bürgerschaft die Richtschnur für die Entscheidung der jeweiligen Fragen sein wird." Wer den jetzigen Rechenschaftsbericht der nationalsozialistischen Stadtratsmehrheit liest, wird bestätigen müssen, daß das Vertrauen der Bürgerschaft zu dieser Mehrheit in ihrem bisherigen Wirken volle Rechtfertigung gefunden Hal und auch für die weitere Arbeit bei der Neugestaltung unserer kommunalen Dinge durchaus am Platze ist. Sitzungsbericht. Oberbürgermeister Dr. Keller eröffnet kurz nach 18 Uhr die Sitzung des Stadtrats in Segen- ib im Frühling 1833 ist, die dos Zayrzcug kleinere Fahrten oe» nipler im Funi eine bas erste SampssM in einem Hafen der begeistert begrubt , Quebec beschlossen am' nach England >u verlausen- D^se mpsers in der Ge» hmt gemacht, denn ahrt über dre Oze» icn, obwohl bei der a,man könn°e en- le von Quebec nach [uguff fuhr lieb einige Tage'M zzs S.SSS »•'tK l(,n Tagen Hane vu» : m^ö.s,n HHou- dieser, hielt e Pu.7 erwunden: würbe uoei ^er?usge^«t' e wieder a^icrig» wch 9rl&c[ zu üb^ S P«£S Sgrft iiff D „ Isabel SLs rtzA ,I!-b tiff d-E ;1Ä!5S Umwandelung der Höheren Mädchenschule in eine Studienanstalt verpflichtete sich die Stadt, die dadurch erforderlichen Mehrausgaben zu tragen. Wir sind der Ansicht, daß die Mädchen, die unbedingt ihr Matur machen wollen, auf bicObcr- realschule übertreten mögen, wie dies in früheren besseren wirtschaftlichen Zeiten auch getan wurde. Wir wollen auch das Mädchen nicht durch die leichtere Erlangung des Maturs zum Frauenstudium heranziehen. Unsere Hochschulen sind heute schon von der männlichen 3ugend überfüllt. 3hr ist es heute in vielen Fällen unmöglich, ihren Beruf nach Beendigung des Studiums auszuüben. Cs ist daher erforderlich, mit allen Mitteln das Frauen st u d i u m abzu- st o p p e n. Der Rationalsozialismus will zwar die Frau von der Universität nicht verbannen, er will aber, daß sie sich in erster Linie die Vorbildung zu einer tüchtigen Hausfrau aneignet, und diese kann sie auf der Universi - tät nicht erlangen. Wir werden daher darauf hinwirken, daß die drei oberen Klassen derStudienanstalt stufenweise abgebaut werden, wenigstens wird die Stadt in Zukunft keine Zuschüsse für diese Klassen zahlen. Aus diesem kurzen Ucberblirf mag die Gießener Bürgerschaft ersehen, daß wir bestrebt sind, geordnete Verhältnisse hier zu fdjaffen, wobei allerdings erklärt werden muh, daß die Verhältnisse bei uns im guten Sinne nicht mit denen der anderen größeren hessischen Städte zu vergleichen sind. In den nächsten Tagen werden wir an die Prüfung und Genehmigung des Voranschlags gehen. Auch hier werden wir unser Hauptaugenmerk auf eine weitere Verminderung der Ausgaben- feite richten, um eine Gesundung unserer Finanzen zu erreichen. Rede des nationalsozialistischen Fraktionsführers Hahn: geht in summarischer Zusammenfassung der sachlich gleichartigen Punkte vor sich, da ja alle Einzelvorlagen bereits in den Ausschüssen gründlich geprüft wurden. Die Kredite für die Prüfung der Stabt» rechnung für 1 9 2 7, 1928 und 1929 werden um 4217 Mark (für 1927 und 1928) bzw. um 3800 Mark (für 1929) zu Lasten der im Reservefonds für 1932 vorgesehenen Mittel erweitert. Gesuche um Schankerlaubnis werden, gemäß Antrag des Nechts-Rats-Ausschusses, wie folgt erledigt: die Bedürfnisfrage wird bejaht und das Gesuch befürwortet für Friedrich Seebold Eheleute (Zür Bergschenke), Adolf Repp Ehefrau Paula, geb. Wagner (Postkeller), Carl S ch e u f e I e (Flughafen); für den Kleinhandel mit Branntwein in versiegelten und etikettierten Flaschen: Heinrich Driesch Witwe Emmi, geb. Luft, Seltersweg 70, Hermann Elges, Seltersweg 68a, Johanna Frank, Wetzlarer Weg 65, Willi Haas, Frankfurter Straße 113, Jost Wenz Ehefrau Elfriede, geb. Jsemann, Ludwigstraße 6; bei dem Gesuch der Karl Rudersdorf Witwe Marie, geb. Puloerich, Bismarckstraße 7, wird für den Kleinhandel mit Branntwein in versiegelten und etikettierten Flaschen die Bedürfnisfrage b e - saht und das Gesuch befürwortet, ein Bedürfnis zum Ausschank von Branntwein in kleinen Mengen über die Straße verneint und in dieser Hinsicht nicht befürwortet; bei einem Gesuch des Will). He11enbach, Geschäftsführer der Firma Emmericher Warenexpedition, um Erlaubnis zum Kleinhandel mit Branntwein in versiegelten und etikettierten Flaschen im Hause Seltersweg 49 wird die Bedürfnisfrage verneint und das Gesuch nicht befürwortet. Beamten eine Zurück st uf ung und damit eine Angleichung an d i e Stellen der Staatsbeamten vorgenommen. Die Gehälter, die die Kommunen diesen Beamten bisher zahlten, ließen sich mit der Not weitester Kreise unserer Bevölkerung nicht vereinbaren. Die einzelnen Staaten hatten auch unter dem früheren System den Eindruck gewonnen, daß die Gehälter ihrer Kommunalbeamten zu hoch seien, und wiesen die Aufsichtsbehörde an, eine Überprüfung vorzunehmen. Dies aeschah denn auch, es wunde in wiederholten und langen Sitzungen festgestellt, daß die Einstu- f u n g e n der Beamten zuhoch seien. Aber anstatt nun bei der katastrophalen Lage vieler, ja der meisten Städte das nötige Verantwortungsgefühl und den Mut zum Handeln zu besitzen, begnügte man sich damit, die zu hoch eingestuften Stellen a u s den Inhaber zu setzen und ließ dadurch alles beim Alten. Durch die von uns vorgenommene Zurück- stusung der Gehälter (dabei ist die Stelle des neuen 3ntendanten mit hinzugerechnet) wurden bei 22 Beamten rund 12 500 Mark jähr- lich eingespart. Außerdem wurde bei den Gehältern der gleichen Beamten noch eine prozentuale Kürzung vorgenommen, und zwar derart, daß von den Gehältern über 5000 Mark 6 Prozent, über 6000 Mark 8 Prozent und über 7000 Mark 10 Prozent abgezogen wurden. Dadurch wurde nochmals eine Ersparnis von rund 12 OOOQHarf erzielt. Eine weitere Senkung der Personalkosten um 9500 Mark erbrachte die Pensionierung einer Reihe über 60 3ahre alter Beamten. Damit tatsächlich durch diese Maßnahme eine Ersparnis eintritt, sollen die durch die Pensionierung freiwerdenden Stellen nicht wieder besetzt werden oder, falls es erforderlich sein sollte, durch das vorhandene Personal ohne Aufrückungsmoglichkeit ergänzt werden. Die vorzeitige Pensionierung verdienter Beamten ist zwar bedauerlich, jedoch erfordern Rotzeiten außerordentliche Maßnahmen. An den heutigen Verhältnissen sind wir aber schuldlos. Wir haben lange genug tauben Ohren gepredigt. Man fand bestenfalls dafür ein Achselzucken, in den meisten Fällen bezeichnete man uns als 3dioten und Phantasten. Kündigungen von Beamten und Angestellten haben wir bis jetzt nur in sehr wenigen Fällen aussprechen lassen. Wir haben es grundsätzlich nur bei solchen getan, die wir ohne Pension entlassen konnten. Denn letzten Endes wird einmal unsere Tätigkeit in der Hauptsache nur danach beurteilt, ob wir durch die Entlassung eine Einsparung erzielt bzw. keine Mehrausgabe verursacht haben. Und diejenigen, die heute am meisten schreien, „ihr hättet diesen und jenen noch entlassen müssen", die werden am meisten wieder wüten, wenn wir dadurch die Ausgabenseite des Etats erhöhen müßten. Es ist zwar richtig, daß sehr viele die Pensionierung wegen ihrer politischen Einstellung verdient hätten, denn ein ganz erheblicher Teil der Beamten und Angestellten war eingeschriebenes Mitglied, oder doch Anhänger linksgerichteter Parteien. Man geht nicht zu weit, wenn man behauptet, daß rechtsgerichtete, insbesondere nationalsozialistisch eingestellte Beamte oder Angestellte unserer Stadt „weiße Raben" waren. Heute wollen es allerdings die meisten nicht mehr wahr haben. Damit aber unsere früheren Gegner wissen, daß wir ihre politische Einstellung kannten, haben wir dort, wo es möglich war, Versetzungen innerhalb der Verwaltung vornehmen lassen. Die Ersparnis, die durch die Entlassung von Beamten erzielt wurde, beträgt nur 3300 Mark, da in diesen Fällen Neueinstellungen erfolgen müssen. Sehr groß werden auch nicht die Ersparnisse durch die Kürzung des Urlaubs der Beamten und Angestellten sein. Dies wird nur in den Fällen möglich sein, in denen durch die Beurlaubung ein Ersatz eingestellt werden muß, was aber * Gießen, den 7. Juli 1933. Der Gießener Stadtrat hielt heute die erste öffentliche Sitzung nach seiner Konstituierung am 27. April ab. Das äußere Bild der heutigen Sitzung unterschied sich von der Eröffnungstagung dadurch, )aft jetzt die Sitze der marxistischen Vertreter nach )em Verbot der SPD. leer waren und auch die Plätze zweier Vertreter der Gruppe „Vereinigte nationale Rechte" nach der Mandatsnieder» egung der Herren Oberreallehrer Appel und Serufsschullehrer Goerz unbesetzt blieben. Das Schwergewicht der Sitzung lag nicht auf icn Punkten der Tagesordnung, die durchweg nur og. kleine Vorlagen enthielt. Das große Ereignis )er Sitzung war vielmehr die Rede des national- 'ozialistischen Fraktionsführers Hahn, die nach Jem Willen des Redners und seiner Fraktion der Bürgerschaft Rechenschaft geben sollte über die Arbeit, die von der nationalsozialistischen Stabt- satsmehrheit seit der Aufnahme ihrer Tätigkeit bis jetzt geleistet wurde. Wer die Entwickelung unserer lommunalpolitischen Neugestaltung seit dem 27. April bis jetzt an Hand dieses Rechenschaftsberichtes überblickt und sich dabei auch an die frühere Zeit der parlamentarischen Gepflogenheiten erinnert, der wird zugeben müssen, daß die nationalsozialistische Stadtratsmehrheit bisher, trotz der Stürze ihrer Arbeitszeit, gute positive Leitungen vollbracht bat. Der Grundsatz, in der kommunalen Haushaltswirtschaft die aller- größte Sparsamkeit walten zu lassen, ist jetzt schon in einem Ausmaß zur Geltung gebracht norben, das in der Tat bedeutsame Ersparnisse bei der Verwaltung unserer Stadt sichert und infolgedessen in voller Uebereinftimmung mit de m Willen der Bürgerschaft steht. Daß bei diesen Sparmaßnahmen der nationalfogialifti- schon Stadtratsmehrheit mit großem Verantwor- i ungsbewußtsein und mit sorgfältigster Abwägung b?s Für und Wider vorgegangen wird, macht der Hinweis des nationalsozialistischen Fraktionsführers deutlich, daß das Ergebnis der Arbeit der Stadt- vatsmehrheit von der Bürgerschaft nur nach dem Gesichtspunkt beurteilt werde, inwieweit tatsä ch - Seit unserer letzten öffentlichen Sitzung hat sich die politische Zusammensetzung der Parlamente wesentlich verändert. Wenn in ihnen schon damals "die nationalsozialistischeVertretung vorherrschend oder sogar meistens überwiegend • war, so ist sie jetzt nur noch die einzig Vorhandene. Die Marxisten muhten nach den Kommunisten als nächste verschwinden. Denn der erste Abschnitt bei der Errichtung unseres nationalsozialistischen Reiches mußte enden mit der Ausrottung desMarxismus. Rachdem sich die Mitglieder der marxistisch eingestellten Gewerkschaften zum Nationalsozialismus bekannt hatten und die Führung der Gewerkschaften in nationalsozialistische Hände übergegangen war, konnte die SPD. verboten werden. Aber auch für die anderen Parteien und Gruppen ist kein Platz in einem nationalsozialistischen Staat. Es mag § dies eine bittere Erkenntnis für das Zentrum unö- die Deutschnationalen gewesen sein. 3hre nun endlich vollzogene Auflösung, bei der von unS etwas nachgeholfen wurde, fiel ihnen sicht» ® lich schwer. 3n ihren letzten Aufrufen versuchten ftc nochmals kümmerliche Rechtfertigungen ihrer »bisherigen Politik abzugeben und schlossen dabei mit einem „Heil Deutschland". Hätten sie nur M Lebzeiten immer danach gehandelt. Doch Dürfte es überflüssig sein, jetzt noch und von dieser Stelle aus ihnen ihre Sünden vorzuwerfen. Requiescant in pace. Sorgen wir vielmehr dafür, daß dieser unselige parleienstaat endgültig beseitigt ist, und tragen auch wir hier unser Teil dazu bei, daß die Parteien nie mehr eine Auferstehung erleben, vazu ist es jetzt erforderlich, daß wir nicht nur den Dillen haben, es besser z u machen, sondern ihn auch indieTatumsehen. Meine Aufgabe soll es heute sein, einen Rechenschaftsbericht über unsere bisherige Tätigkeit abzugeben. Wenn .'war die öffentliche Stadtratssihung infolge unserer ausschließlichen Vertretung in diesem Parlament nur noch geringe Bedeutung hat, so sind l»ir doch heute hier zusammengekommen, um der Bürgerschaft, deren Vertrauen uns trägt und das wir haben wollen und n»ü s s e n, einen Einblick in unser Tun und «Haffen zu geben. Nach unserer Verpflichtung als Stadtratsmit- qlieber galt es vor allem, die einzelnen Rats- und V e r w altungsausschüsse zu bilden. Tri ihrer Zusammenstellung berücksichtigten wir iÄon damals nicht die anderen Parteien. In der --itzung, in der wir formell die Wahl der Ausgüsse Vornahmen, waren weder die Sozialdemo- fcaten, noch die Vereinigte nationale Rechte an» »'send. Die ersteren waren anscheinend ohne weites damit einverstanden, daß sie in die Ausschüsse nicht hereingenommen worden waren, wenigstens iobc*i sie keine gegenteilige Ansicht kund, während Jce letztere es aus „moralisch-politischen" und for- mkllen Rechtsgründen beanstandete. Trotz aller Mo- rnl blieben mir auf unserem Standpunkt bestehen. Inzwischen sind die Parteien te: Vereinigten nationalen Rechte in die ewigen 'irgbgrünbe eingegangen, so baß ihre Beschwerde bei der Aufsichtsbehörde als erledigt ad acta gelegt w irden kann. SJL-^pont Gießener Abendfporifest. Die leichtathletische Abendveranstaltung auf dem I900er°Sportplah wurde eingeleitet durch einen Aufmarsch der Teilnehmer, an die dann der I9O.0er°Lei6)tathlctikobmann Richtberg eine kurze Ansprache richtete. Darauf wurde zu den Hebungen des Fünfkampfs aufgcrufen. Zunächst wurden die 100 Meter in Form einer 3xl00°Meter-Staffel gestartet, die überraschenderweise das OSC. vor 1900, Mtv. und Turnfachschaft an sich bringen konnte. 2m Anschluß daran verteilten sich die Fünfkämpfer auf das Keulenwerfen, Steinstohen und den Weitsprung. Auch hier sicherte sich der OSC., der durch L u h, Rohl und Schäfer vorteilhaft vertreten war, die Spitze. Recht gut hielt sich in diesen Disziplinen auch die Turnfachschaft, während sich 1900 und Mtv. mit dritten oder letzten Plätzen begnügen mußten. Erst bei den 1 0 0 0 M e t e r n — in Form einer 3xl000°>Metcr°Staffel gelaufen, machten die 1900er, die mit Brehmc, Bepperling und Fung antraten, durch einen sicheren ersten Platz wieder Boden gut. Rach Abschluß des Fünfkampfes waren den einzelnen Parteien folgende Punkte zugefallen: OSC. =■• 54, Turnfachschaft und 1900 — je 33, Mtv. = 30. Auf der Aschenbahn und auf dem grünen Rasen wurden nun die Linzelwetlbcwerbe des Mannschaftskampfes, nämlich 100 Meter, 3000 Meter und Diskuswerfen, durchgcführt. Hier wurde das Publikum am meisten in Bann gezogen. Der 100-Meter-Lauf sah natürlich El bracher (1900) an der Spitze, im 3000-Meter-Lauf rieben sich fast über die ganze Strecke Gerhardt (1900) und Holzapfel (Mtv.). Der 1900er behielt schließlich in 9:28,7 Min. durch taktisch ausgezeichnetes Laufen die Oberhand. Das Diskuswerfen ließ sich Kilo (1900) nicht entgehen. Einen schönen zweiten Platz belegte A ck e r (Turnfachschaft). Auf Grund dieser Ergebnisse in den Einzelwettbewerben,' in denen die Plätze zweier Vertreter je Partei für die Rangordnung gewertet wurden, hatte sich das Bild schon wesentlich verschoben. Der OSC. führte nur noch mit l1/» Punkten (70i/2) vor 1900 (69), dann folgten Mtv. (49>,•>) und Turnfachschaft (48). Die 10x>/2-Rundestaffel mußte also die Entscheidung bringen. Die 1900er gewannen sie in schönem Stil und mit beträchtlichem Abstand vor den anderen Vereinen, die ganz dicht beieinanderliegend wie folgt durchs Ziel gingen: OSC., Mtv. Turn- fachschoft. Somit war der Mannschaftskampf entschieden. Es vereinigten auf sich: 1900 = 81 P., OSC. — 79V2 P.« Mtv. — 551/2 P. und Turnfachschaft = 51 P. 28. Gießener Ruderregatta. Ministerpräsident Prof. Or. Werner als Ehrengast. Oie kennen des Sonntags. Die große Gießener Sommer-Regatta der Gießener Rudergesellschaft, die am heutigen Samstag und am morgigen Sonntag ausgefahren wird, ist ein Höhepunkt im sportlichen Leben unserer Stadt. Die Regatta ist des Interesses weitester Kreise sicher. Die Rudersportler in ganz Deutschland sehen mit Spannung dem Ausgang der bedeutendsten Rennen entgegen. Die Einwohnerschaft in ihrer Gesamtheit wird es am Interesse nicht fehlen lassen und durch regen Besuch der Veranstaltung den äußeren Rahmen geben, der ihr gebührt. Besonders erfreulich ist, mit- tcilen zu können, das der Ministerpräsident Prof. Dr. Werne r, der die Ehrenschirmherrschaft für die Regatta übernommen hat, mit feiner Familie ebenfalls der Regatta großes Interesse schenkt und als Zuschauer den Kämpfen beiwohnen wird. Wenn das Wetter einigermaßen gut bleibt, so dürfte die Regatta zu einem rudersportlichen Ereignis werden, das seinesgleichen in Süddeutschland sucht. kurzer Rückblick. Von der ersten Regatta in Gießen im Jahre 1882 bis 3ur 28. ist ein weiter Weg. Die Gießener Ruder- Gesellschaft von 1877 konnte in dieser Zeit zahlreiche Erfolge erringen, unter denen besonders hell der zweimalige Sieg in der Deutschen Mei- st er sch-ft im Einer leuchtet, der von Albert R ü b s a m e n errungen wurde. Karl Krailing, Sieger in vielen Rennen der Sonderklasse, war es nicht vergönnt, deutsche Meisterschaftsehren mit nach Hause zu bringen. Seine Leistungen stehen deshalb nicht weniger hoch. Wenn wir dieser bejahrten Ruderer gedenken, müssen wir auch den Blick auf Christian Reiber lenken, der den Schlagriemen in jenem Vierer schwang, mit dem der erste Sieg auf der Frankfurter Regatta, im Jahre 1879, gegen Amicitia Mannheim gewonnen wurde. Im Jahre vorher war es den Mannschaften der Gießener Ruder-Gesellschaft nicht möglich, einen Sieg zu landen. Um so stärker wurde der Erfolg in Frankfurt be- grüBt, an den sich in der Folgezeit eine lange Reihe weiterer Siege anreihte. Die Kennen. Die Kämpfe des Sonntags werden durch das Adolf - Fischer - Gedächtnisrennen, ein Iungmann-Vierer, für alle Lahnvereine offen, ein- geleitet. Vier Boote sind gemeldet (Limburger RV., GRG., Wetzlarer RE. und Verein Rudersport.) Die Mannschaft der GRG. sollte das Rennen für sich entscheiden können. Der 1. Vierer bringt eine Wiederholung des Rennens vom Vortaa (Prinz-Eitel-Friedrich-Vierer), an dem wieder als Konkurrenten die Mannschaften der Mainz-Kasteler RG., des Kölner RCl. 1931, der GRG, und der Saarbrücker Undine teilneh- men. Der Ausgang dieses Kampfes, der den Unterlegenen des Samstags Gelegenheit zur Revanche geben wird, ist nicht vorherzusagen. Im Junior-Einer erwartet man eine heftige Auseinandersetzung zwischen Hüllinghoff von der Frankfurter Germania und Kaidel vom Schweinfurter Ruderklub. — Ein Rennen für Damen ist auch diesmal wieder im Programm vorgesehen. Die beiden teilnehmenden Boote, RCl. Oppenheim und Frauen-RV. „Frei-Weg" Frankfurt, starten über 800 Meter und werden sich wohl darauf beschränken, schönes Stilrudern vor- zuführen. Im B-Vierer tritt neben den Mannschaften von Frei-Weinheim-Ingelheim und Mainz-Kostheim- Gustaosburg auch der Gießener Ruderklub Hassia auf den Plan, dessen Mannschaft von Ruderlehrer Gräf trainiert wird. Inwiefern die Gießener in die Entscheidung eingreifen können, ist abzuwarten. Der Iungmann-Achter sieht drei gute Mannschaften am Start. Frankfurter Germania, Frankfurter RV. 1865 und RCl. Saar-Saarbrücken sollten sich einen spannenden Kampf liefern. 3m Lahnachter wird es zu einem Lokalkampf schon im Vorrennen kommen. Die GRG. ist mit einem neu zusammengesetzten Achter vertreten und hat die Mannschaft des Vereins Rudersport 1913 zum Gegner. Der Sieger hat gegen den Sieger des anderen Vorlaufs (Limburger RCl. oder Wetzlarer RCl.) anzutreten. Ausgang ungewiß. Richt weniger denn 9 Boote starten zum z w e i- ten Junior-Vierer. Drei Vorrennen sind allein für diesen Wettbewerb nötig. Allerdings wird jene Mannschaft, die heute im Junior-Vierer siegt, nicht teilnehmen können. Im Einer (Lahnpokal) treten nur Wolfgang Fahrenberg von BCl. Kassel und Friedel I ö d t (GRG.) an. Friedel Jödt sollte einen sicheren Sieg landen können. Für den Dritten Vierer haben 8 Mann- schäften gemeldet. Der Verein Rudersport liegt dabei als Gießener Vertreter mit Frankfurt-Oberrod, Bad Ems, Saar, Undine, Wetzlar, Frankfurt 1865 und Mainz-Kastel im Wettbewerb. Der Sieger aus diesem Rennen ist kaum vorher zu bestimmen. Im Ermunterungs-Vierer treffen Mannschaften aufeinander, denen bisher kein Sieg möglich war. 4 Boote sind gemeldet. Eine sehr starke Besetzung weist der Dritte Achter auf. 6 Mannschaften werden am Start {em. Hellas Offenbach, Frankfurt-Oberrad 1879, Verein Rudersport Gießen, Limburger RCl. 1907, Saar- Fatarbr^?en unb Mainz - Kostheim - Gustavsburg haben Meldungen abgegeben. Die Gießener wer- den in diesem Rennen keinen leichten Stand haben. Der Große Achter, neben dem 1. Vierer, das bedeutendste Rennen des Tages, bringt eine Wiederholung des Kampfes im Ersten Achter des Vortages. Auch hier treffen wieder Kölner RCl. 1931, Würzburger RV. und Gießener Rudergesellfchast aufeinander. Bekanntlich mußten die Gießener in Würzburg gegen den Achter der damaligen Gastgeber eine Niederlage hinnehmen. Der Mannschaft der GRG. ist nunmehr im Vorteil des eigenen Wassers eine Chance zur Revanche gegeben. Die Gießener sollten alles daransetzen, um ihrer stattlichen Reihe der diesjährigen und der vorjährigen Siege einen weiteren Sieg anzufügen. Dies um so mehr,' als der Kampf mitentscheidend sein soll für die Beteiligung der Mannschaft an den Deutschen Ruder- meifterfdjaften in Breslau. Wie wir hören, kommen auf die verteilten Programm verschiedene Freiflüge zur Verteilung, so daß auch bei dieser sportlichen Veranstaltung für den Luftsport geworben werden wird. Es ist Vorsorge getroffen, daß die Zuschauer durch einen Lautsprecher stets gut informiert werden. Leichtathletischer Pflichtklubkampf des OSC. Der OSC. trägt am Sonntag in Gießen feinen dritten Pflichtklubkampf aus. Gegner ist der Wetzlarer Fußballverein. Die Gäste verfügen über einige recht gute Athleten, besonders in den Laufwettbewerben. Trotzdem dürfte der OSC. die besseren Aussichten haben, da er sich auf bewährte Kräfte stützt. Die Wetzlarer werden sich jedoch nicht leicht geschlagen geben. Es ist ein spannender Kampf zu erwarten. t Sportverein 1920 Heuchelheim. Der Sportverein 1920 erwartet am kommenden Sonntag eine Schiedsrichtermannschaft des Gaues Gießen-Wetzlar. Die Einheimischen stellen zu diesem Belehrungsspiel eine kombinierte Mannschaft und man hofft, daß jeder einzelne Spieler hierbei sein Wissen und Können vervollkommnet. Es dürfte guter Sport geboten werden. । ■■■■...... Wirtschaft. Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt. In der abgelaufenen Woche stand die Geschäftstätigkeit an dem Getreidemarkte weiter unter dem Eindrücke der offenen Frage, wie sich die Verwertung der Ernte 1Ö33 gestalten soll. Man erwartet, daß in den nächsten Tagen der Handel mit Neugetreide an den Börsen offiziell in Gang kommt und im Zusammenhang auch damit die amtliche Notierung ausgenommen wird. Dieses Moment trug wesentlich dazu bei, die Märkte stark zurückhaltend und abwartend zu stimmen. Eine geringe Belebung des Weizengeschäfts blieb auf einen Tag beschränkt, als die rheinischen Mühlen infolge etwas gebesserten Mehlabsatzes regere Kauflust für Weizen bekundeten. Das Angebot schrumpfte im Wochenverlauf mehr und mehr zusammen, infolgedessen ergab sich in den Preisen eine Steigerung zu 3,50 Mark per Tonne gegen die Vorwoche. 207,50 bis 208,50 Mark. In Roggen war bessere Nachfrage von feiten der mittel» und norddeutschen Mühlen zu verzeichnen. Der Preis zog um 2,50 Mark per Tonne an und die Woche schloß mit 177,50 Mark gut behauptet. 3m Weizenrnehlgeschäft kam es zu etwas größeren Umsätzen, auch Roggenmehl hatte etwas größere Abschlüsse aufzuweisen, die Preise wurden bis zu 75 Pf. per 100 Kilogramm erhöht. Die Preise stellten sich wie folgt: Weizenmehl Spezial 0 mit Austauschweizen 30,75 bis 32, dito ohne Austauschw. 30 bis 30,50, Roggenmehl füdd. Spezial 0 25,75, dito 0 bis 60prozentige Ausmahlung 14,25 bis 25 Mark. 3n H a f e r waren die Landzufuhren immer mehr im Abnehmen begriffen. Die Kaufstimmung wurde hierdurch angeregt. Es ergab sich gegen die Vorwochen erneut eine Preiserhöhung um 7,50 Mark per Tonne. Hafer notierte 155 bis 160 Mark. Am Ger st en markt war alte Ware stark vernachlässigt, in Wintergerste war das Geschäft am hiesigen Markte noch sehr unausgeglichen, so daß eine Rotiz nicht zustande kam. Von Futtermitteln haben Mühlennachprodukte um 25 Pf. nachgegeben: doch sind Weizennachmehl und Weizenfuttermehl kaum erhältlich. An Kraftfuttermitteln war nur Soyaschrot gegenüber der Vorwoche noch leicht erhöht und wurde einschließlich Monopolzuschlag zur prompten Lieferung für den notwendigsten Bedarf gehandelt. Es notierten: Weizenkleie 8,30, Roggenkleie 9,00, Soyaschrot inkl. Monopolzuschlag 13,65 bis 13,75, Treber getrocknet 12,50 bis 12,60 Mark. 3n H e u alter Ernte blieb das Geschäft wie für Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt und gebündelt äußerst still. Heu 5,50, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt 2,60 bis 2,80. dito gebündelt 2,20 Mark. Kartoffelnotierungen fielen aus. Alte Kartoffeln waren nicht mehr am Markte, und für neue Ware war das Geschäft so unausgeglichen, daß Preise nicht festgesetzt werden konnten. Wochenbericht oom Frankfurter Schlacktviebrnarkt. Am Frankfurter Schlachtoiehmarkt war der Auftrieb im abgelaufenen Berichtsabschnitt etwas geringer als in der Vorwoche, was sich namentlich bei den Schweinen, z. T. auch bei den Kälbern und Schafen in der Preisgestaltung auswirkte. 3n diesem Berichtsabschnitt fanden 51 v. H. der Zufuhren in den umliegenden Versorgungsgebieten Unterkunft. Rinder: Trotz etwas stärkerer Beschickung am Rindermarkte konnte sich das Preisniveau gut halten, Kühe zogen sogar in den obersten Klassen etwas an. Dem Markt waren 1443 Rinder (gegen 1452 Stück in der Vorwoche) zugeführt, der Handel gestaltete sich ruhig und wurde der Auftrieb ausverkauft. Die Woche schloß zu folgenden Notierungen: Ochsen al) 29 bis 32, a2) 25 bis 28, btz) 22 bis 24. Bullen a) 26 bis 29, b) 21 bis 25. Kühe a) 24 bis 28, b) 20 bis 23, c) 16 bis 19, d) 12 bis 15. Färsen a) 29 bis 32, b) 25 bis 28, c) 22 bis 24. Kälber: Der Auftrieb an Kälber stellte sich mit 1508 Stück um 18 Stück niedriger als in der Vorwoche. Der Markt hatte nach anfangs mittelmäßigem Handel später ruhigeres Geschäft, der vorhandene Zutrieb wurde bei unveränderten Preisen abgesetzt. Die Notierungen lauteten wie folgt: Kälber a) gestrichen, b) 37 bis 40, c) 33 bis 36, d) 26 bis 32. Schafe: Die wieder etwas schwächere Beschickung des Schafmarktes (149 gegen 186 Stück), die durch den jetzt wieder eher einsetzenden Weide- gang verursacht wird, hat in dieser Woche zu keiner Befestigung der Preise geführt, auch das Geschäft wurde nach mittelmäßigem Handel merklich ruhiger und der Markt wurde geräumt. Es notierten: Schafe al) 25 bis 28, b) 20 bis 24. Schweine: der Schweinemarkt war mit 4220 Stück um 526 Stück gegen die vorangegangene Berichtszeit geringer beschickt, demzufolge zogen die Preise von 3 bis 5 Mark an. Schweine notierten: a) gestrichen, b) 37 bis 40, c) 37 bis 41, d) 36 bis 40, e), f), g) gestrichen. « * Klein- und Privatbahnen 50 Prozent billiger — für Netzkartenin- Haber. Dem Verbände reisender Kaufleute Deutschlands ist es gelungen, bei verschiedenen Privat- und Kleinbahnen eine 50pro- 3 e n t i g e Fahrpreisermäßigung für Jn- haber anschließender Reichsbahn-Netz- und Bezirks- karten durchzufetzen. 3m einzelnen handelt es sich hierbei nm die Strecken der Landeseifenbahn Brandenburg, der Prignitzer, Wittenberge—Perleberger, Niederlaufitzer, Ruppiner und der Mecklenburgischen Friedrich-Wilhelm-Eisenbahn sowie der Ost- und West-Prignitzer Kleinbahnen und schließlich der Nordhausen—Wernigeroder Eisenbahn. Zu einer ^Projcntigen Ermäßigung hat sich die Direktion der Mindener Kreisbahnen bereiterklärt. Die Fahr- Preisermäßigungen können ab 1. 3uli auf sämtlichen Bahnhöfen der genannten Privatbahnetze in Anspruch genommen werden. Die ermäßigten Fahrkarten werden gegen Vorzeigung der Netzkarten ufro. ausgegeben. Es bleibt zu hoffen, daß auch andere Kleinbahnverwaltungen möglichst bald dieselbe Vergünstigung beschließen. Frankfurter Abendbörse freundlich. Frankfurt a. M. 7. 3ult. Die Veröffentlichung der Kanzlerrede auf der Statthalterkonferenz ließ an der Frankfurter 'Abendbörse die freundliche Tendenz anhalten, besonders der Rentenmarkt stand unter ihrem Eindruck. Altbesitz waren gegen den Berliner Schluß um 0,35 Prozent und späte Reichsschuldbuchforderungen etwa 0,5 Prozent gebessert. Schutzgebiete lagen ebenfalls eine Kleinigkeit höher, nur Reubesih blieben auf dem Schlußniveau behauptet. Die Tlmsätze waren hier und vor allem an den Aktienmärkten gering. IG.-Farben blieben zunächst behauptet, bröckelten dann aber leicht ab. Chadeaktien erschienen mit Minus-Minus-Zeichen und wurden etwa 4 Mark niedriger taxiert: dagegen Bemberg mit Plus- Plus-Rotiz und 1,25 Prozent höher. Veubesih 10,30, Altbesih 76,25, Schutzgebiete 13er und 14er 7, Dedibank 54, Dresdner Bank 45,50, Reichsbank 144, Gelsenkirchen 56.50, Westeregeln 122,75, Klöcknerwerke 52, Mannesmann 62,25, Phönix 33,50, Laurahütte 14,50. Verantwortlich für Lokales, Provinz, Wirtschaft und Sport: I. V.: H. L. N e u n e r. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. v>- hmler den Wmn anseführten Siffern geben Cie Hohe Cer äuleßt be|d)lof|enen DwiCende an. - Reichsdankdiskonl 4 o. S).. Lombardzinskutz 5 o. S). Franfturi u. M Berlin Schluß- kurS Schluß,. Abend« börfe Schluß» kurS Schluß!. Mittag« '■Datum 67- 7.7 6.7. 7.7. 6% Deunche Reichsawetde o. 1921 83.75 83,75 83,75 83,75 6% djem.7% Dt.Reichsanl.v. 1929 — 90.75 90 90,25 Boung-Anleihe von 1930 .. 77,9 78,65 78 78,25 Deuftche Ant.-Ablös.-Schuld mi Auslos.-Rechten .......... .. — 76,25 75,6 75,9 $esfll. ohne AnSloj.-Rechte..... 6% ebem. 8% Heft. Bollsstaat 1929 — 10,3 10,4 10,3 (rückzahlb. 102%) ........... — 76,5 75,25 76 Oberheften Provinz-Anleihe mt Auslos.-Rechten ............ 6% Heft. Landesbank Darmstadt 66 65 — — Gold R. 12......... 6%% Heft. Landes Hypotheken. bank Darmstadl Liqui...... 79,5 79 — — 83,25 83,25 Deutsche Komm. Sammelab l.An leihe Seriel mit Auslos.-Rechten 66,5 66,5 66,75 66,75 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Ban' Goldpse. 15 unkündbar bis 193 80,75 80,75 _ 6% ehem. 7% Franks. Hnp.-Ban Goldpse. 16 unkündbar bis 193» 80,25 80,65 by2% ehem. 4>/t% Franks. Hyp. Bank-Liqu.-Psandbriese ..... 82,75 84 _ Wt% ehem. Wt% Rheinische Hyp.-Bank-Liau.-Goldpfe. ... 83,75 85 _ 6% ehem. 8% Pr. Landespfand bricsanstalt, Pfandbriefe R. 19 80,5 80,75 _ 80,5 6% ehem. 7% Pr. Landespsand brtclansta/t. Psandbriefe R. 1< Verrechnungskurs 80,75 86 80,75 86 86 86 4% Oesterretchlsche Goldrenle... _ _ 16,25 4,20% Oesterreichische Silberrent, 1,13 1,14 1,25 1,15 4% Ungarische Goldrente ....... 5,5 5,65 5,75 5,6 4% Ungarische Staatsrente v. 19ic 5,6 5,25 5,75 5,5 4Yt% desgl. von 1913.......... — 5,7 6% abgest. Goldmerlkaner von 99 — 10,65 11,13 10.75 4% Türkiiche Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleth 5,8 5,75 6 5,7 Serie 1.................... — — 5,6 5,6 Frankfurt a.M. Berlin Echluß- kurS Schluß!. Abend- börfc Schluß» kurs Schluß!. Mittag- börte Datum 6.7 7.7. 6-7- 7.7. 4% desgl. Serie II............ 6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4'/r°/°Rumän.vereinh.Rentev.l91S 1% Rumänische vereinh. Rente .. 3%% Anatolier .............. Hamburg-Amertka-Daket .....< Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hansa Dampfschiff...........0 Norddeuftcher Lloyd .........0 N.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft.... 4 Commerz- und Privat-Bank... 0 Deutsche Bank und Disconto» Gesellschaft................o Dresdner Bank..............o Reichsbank ................. i A.C.G....................... Elektr. Lieserungsgesellschast ... 5 Licht und Kraft .............e Felten & Guilleaume ........'• Gesellschaft für Elektrische Unter- nehmungen............... ■> Rheinische Elektrizität ........b Echuckert & (Jo..............o 5,8 5,4 4,25 14,5 15,75 43,5 91 50,5 54 45,5 145,75 22,5 85 104 48 83,25 95 103 154 119,5 71,5 113,5 56,25 91,5 161 112,25 52,5 61,75 5,7 4,14 26 14,5 43,25 90,75 50,5 54 45,5 144 22,75 103,5 48,5 82,5 93,5 103,5 153,5 118,5 72 114,75 56,5 114 52 62,25 5,8 9 4,3 26,5 14,25 18,25 15,75 43,5 91 50,75 54 45,5 146,75 22,9 85,25 105 48,65 83,25 94,25 102,75 154 120 71,4 113,5 56,65 91,25 60 160,5 113 52,5 61,9 5,7 5,3 9 4,2 26 14,5 22 17,75 15,4 43 90,75 50,5 54 45,5 144 22,75 85 103,5 48,65 82 102 154,25 119,5 70,75 114,9 56,9 92,5 60,13 160,5 114,75 52 61,5 Siemens & Halske...........! Lahmeyer L Co..............io Bubems ................... Deuftche Erdöl .............4 Gelsenkirchener..............0 Harpenec................... o Hoesch Eisen—Köln-Neueften.. 0 Ille Bergbau .............. 7 Ilse Bergbau Genüsse........7 Klöcknerwerke ...............0 Mannesmann-Rohren ....... o Franlfun a. M. Berlin Schluß- kurS Schluß!. Abmd. börse Schluß« tun! Schluß!. Minag- börse Datum 6.7. 7.7 6-7. 7.7- Manstetver Bergbau....... . 0 . 22 22 21 21,13 Kokswerke ................ . 0 — 77,5 78 Phönir Bergbau........... . 0 33,5 33,5 33,65 33,25 Rheinische Braunkohlen .... .10 203,5 205 206 205,4 Rheinstabi ............. . 0 86 86,5 85,9 87 Bereinigte Stahlwerke...... . 0 33 33,75 33,65 33,75 Otavi Minen .............. . 0 16 16 15,75 15,5 Kaliwerke Aschersleben....... . 6 122 122 123 124,5 Kaliwerke Westeregeln....... . 6 123,25 122,75 123 124 Kaliwerke Salzdetfurth...... . 9 167 164 165,25 164 I ®. Farben-Jndustrte...... . 1 128,75 129 129 Scheideanstalt.............. .10 171,75 173,25 Goldschmidt ............... . 0 42,25 43,25 42,5 43,75 Rütgcrswerke.............. . 0 60 59,25 60 59 Metailgelellschaft............ . ( 58 57 57,25 57 Philivv Holzmann.......... . 0 56,25 55,5 56,25 56 Zementwerk Heidelberg ..... Cemenlwerk Karlstadt........ :t - 82 Schultheis Patzenhofer....... . 0 _ _ 118 119 Aku (Allgemeine Kunstseide) . . 0 — 39J5j 40,75 39,5 Bemberg.................. . 0 51,5 54 51,65 52,75 Zellstost Waldhos........... . 0 42 42 42,25 42,25 Zellstoff Aschaffenburg ...... . 0 21 21 21 21,75 Dessauer Gas .............. . 7 — 108,5 108,25 Daimler Motoren........... 0 29 28,75 29 28,75 Deuftche Linoleum ......... . 0 43 43 43 43 41.75 Orenstein & Koppel ......... 0 41,5 Leonhard Tietz ............. 6 15,5 15,5 15,65 15,5 Thade..................... .12 —- 198,25 188 Gripner........ < 23,5 22,5 23,5 22,5 Mainkraftwerke Höchst a.M. .. 4 63,25 64,25 - Süddeuftcher Zucker ........ e| 150,9 151,51 151 152 Devisenmarki Berlin - Frankfurt a. M. 6.Juli 7-Juli Amtliche Geld Notierung ! Brie Amtliche Notierung 1 Brie Helsingjors. Wien...... 6,214 46,95 6,226 47,05 6,204 46,95 6,206 47,05 Prag...... 12,54 12,56 12,54 12,56 Budapest ... \ — Sofia..... 3,047 3,053 3,047 3,053 Holland ... 169.43 169,77 169,68 170,02 £tlo...... 70, bd 70,82 70,43 70,57 Kopenhagen. 62; 79 62,9 62,59 62,71 Stockholm.. 72,48 72,62 72,38 72,52 London..... 14,07 14,1 14,02 14,06 Buenos Aires 0,928 0,932 0,928 0,932 Neuyork.... 3,122 3,128 3,017 3,023 Brüssel .... 58,94 59,06 58,77 58,89 Italien..... 22,43 22,47 22,36 22,40 Paris..... 16,57 81,12 16,6 16,50 16,54 Schweiz ... 81,28 81,32 81,48 Spanien.... 35,26 35,34 35,21 35,29 Danzig.... 82,12 82,28 82,12 82,28 Japan..... 0,884 0,886 0,879 0,881 Rio de Ian. 0,229 0,23 0,229 0,231 Juaoslawien Lissabon... 5,195 12,82 5.205 12,84 5,195 12,75 5,205 12,77 Banknoten. Berlin, 7.3uli Geld Amerikanische Roten.............. 2,97 58,61 62,33 2,99 58,85 09.97 Dänische Noten .......... Englische Noten .......... 13,98 14,04 Französische Noten........ Holländische Noten........ 16.46 169,26 16,52 169,94 Italienische Noten......... 22,24 22.32 Norwegische Noten ....... 70,26 70,54 Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling Rumanftche Noten........ _ Schwedische Noten........ 72,21 79 d» Schweizer Noten.......... Spanische Note».......... 81,14 35.98 -* 81.46 35,22 Ungarische «»»»................ M' B e 11 * n Volk der Ml die JWftaU anderes tu ringen, w not, das base mit verallele winden. Die wirWslspo bar gw°rh? TDirll^i1 jlut eine P° ans die«" vollsktaf Itabilion deut Hnb eine so führt. Neue juffl Auinp nahmen ergrii [fern. Sie lautet: Sur beltslosigkeil i wärts, wen beiseite st zur Zörde flicht Almose schasst, neue Aus freiem ' nehmer, der heiler und di fliemand dar fatsgerneinscha Annahme Zollämter, ha diese Annahrni usw. Kt.l^ iE b-K *«w- -",.S $I0W,an,m pari M der Au stines bayerisch fehlen Sefte TeMiand b< länger als ein uneinnehmbar nalivnaffvziai gleich gemach bezeichnen, c des parlamer hob. 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