Montag. 8. Mai 1935 185. Zahrgang m.M Srübaussabe Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vriihl'sche Universtlätr-Vuch. und Lleindruckerei K Lange in Stehen. 5christleitung und Seschästrftelle: Zchnlstrahe 7. Annahme von Anzeigen für die lagesnummcr bis zum Nachmittag vorher. Preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig,- für Re- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20% mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THgriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für denAn. zeigenteil i.D.TH.Kümmel sämtlich in Dietzen. Erscheint täglich, auher Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Dietzener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monals-Bezngspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr.. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Henisprechanschliisse unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Hießen. Postscheckkonto: firantfuri am Main 11686. Hitler spricht vor der schleswig-holsteinischen SS. und SA. Großer Aufmarsch der schwarzen und braunen Garde der nationalen Revolution. Kiel, 7. Mai. (WTB.) Lange vor Beginn der gestrigen abendlichen Dorfeier zum S QL.-*. Aufmarsch in Kiel in der großen Rordost- scehalle war der riesige Raum überfüllt. Pünktlich um 2030 Uhr erschien, stürmisch begrüßt, der Stabschef Röhm. Rach dem Einmarsch einer Fahncntompanie und der Begrüßungsansprache des SA.-Gruppensührers Schocne hielt Stabschef Röhm eine Rede. Er begann mit warmen Dankesworten für die übermenschlichen Leistungen d e r S A. u n d S S. in den vergangenen 14 Fahren und schloß auch die Kameraden dev Reichswehr und der R e i ch s m a r i n e, die sich trotz aller unerhörten Schwierigkeiten immer wieder für das Vaterland eingesetzt haben, in seinen Dank ein. Er fuhr dann fort: wenn heule das neue Deutschland stehl, bann ist es auf den Kämpfen und Opfern der braunen Armee aufgebaul, und es muh dafür gesorgt werden, daß es auch durch euren Kampf und eure Kampfes- und Opfer- freudigkeit füt d i e Zukunft gesichert ist. Die SA. und SS. hat die historische Ausgabe gehabt, unserem Führer die Macht im Staate zu erkämpfen, und sie Hal diese Aufgabe in glanzvoller weise erfüllt. Nunmehr tritt an sie die Ausgabe heran, d ie Macht zu halten und dafür zu sorgen, dah die heilige Flagge, die uns Adolf Hiller gegeben hat. über dem Deutschen Reich niemals mehr gesenkt wird, daß das neue Reich ein Reich der Ehre. der Kraft und des Stolzes ifl. Die braunen und schwarzen Soldaten Adolf Hitlers sind berufen, der Welt zu zeigen, daß im Innern eine eiserne Armee steht, die in Disziplin und Opferfreudigkeit bereit ist, sich für die große, heilige Idee des Vaterlandes einzusetzen bis zum letzten Mann. Schon seit den heutigen frühen Morgenstunden strömten riesige Massen hinaus 3tun städtischen Sport unb «pielplatz, auf dem der Appell der s ch l e s w i g holsteinischon SA. vor ihrem obersten Führer ftattfanb. Dort waren bereits um 10 Uhr die für das Publikum vorgesehenen Plätze von einer Vvopf an Kopf dicht gedrängt stehenden Menge gefüllt. Auf der von acht riesigen Hakenkreuzfahnen flantierten Ehrentribüne hatte sich die ganze Führerschaft der nationalsoziallstischen Wchrverbände eingefunden. — Unterdessen vollzog sich der Aufmarsch der Verbände. Besonders freudig wurden die 300 Mann starken Neiterstürmc mit ihrem edlen Pferdematerial begrüßt. Auch der mit ihrer alten, noch aus der Aerbot . it stammenden schwarzen Fahne aufziehenden fmlerjugenb, wurden herzliche Ovationen bereitet. Ein halbes Dutzend mit dem Hakenkreuz geschmückte Flugzeuge kreiste über dem Aufmarschgelände, während die Zeit des Wartens für die Zehntaufende durch Mufikvorträge verkürzt wurde. Nach Beendigung des Aufmarsches und nach Ansprachen des schleswig-holsteinischen Kampfführers Schöne, des Gauleiters Lohse usw., hielt Reichskanzler Adolf Hitler eine Rede, im Rheinland ein Versuch unternommen, die Blumenzwiebelkultur nach holländischem Muster durchzuführen. Die ersten Versuche hatten einen großen Erfolg. Aus Holland stammende Anbauer haben in diesem Jahre große Flächen mit Tulpenzwiebeln bepflanzt. So sind um Köln herum große Blumenfelder entstanden. In Frechen wurde ein 156 Morgen großes Gut ganz für Blumenzwiebelkultur aufgeteilt. Auch in der Gegend von Neuß dehnen sich weite Blütenfelder. Tiger-Schrecken. Der Tiger wird zur gefährlichsten Bestie, wenn er „Blut geleckt" und am Menschenfleisch Gefallen gefunden hat. Vor kurzem wurde eine ganze indische Stadt von ihren Bewohnern verlassen, nachdem 400 Menschen binnen wenigen Wochen von Tigern getötet worden toarem Daß dieses Vorkommnis nicht vereinzelt dasteht, betont der englische General R. C. Burton in seinem soeben erschienenen „Buch vom Tiger". Die Inder fürchten kein Tier mehr als den menschenfressenden Tiger, und sie räumen sofort fruchtbare Weideplätze, wenn ihre Herden von solchen Bestien angefallen werden. Greift ein Tiger das Vieh an, dann flüchten sie sich in das Innere der Herde, aber auch das ist nicht immer von Erfolg, denn bisweilen bahnt sich der Tiger durch die Ochsen und Kühe den Weg und holt sich die Menschen heraus, deren Leiber er als seine Beute in den nahen Urwald trägt. Doch nicht immer bleibt der Tiger im Kampf mit den Menschen Sieger. So wurde eine junge indische Frau, die das Vieh ihres Gatten weidete, von einem dieser Raubtiere angegriffen und an der linken Schulter gepackt. Die Frau versetzte der Bestie mit einem eisenbeschlagenen Bambusstock, den sie in der rechten Hand hielt, mehrere wuchtige Schläge auf den Kopf, worauf der verwundete Tiger von ihr abließ und sich davonmachte. Die Frau wurde in das Krankenhaus gebracht, wo der verletzte Arm abgenommen werden muhte. Aber nach zwei Monaten war sie sonst wieder hergestellt und erhielt eine Belohnung von 50 Rupien für ihre Tapferkeit. Die meisten Raubtiere wagen nicht in ein Lager einzudringen, in dem ein loderndes Feuer brennt. Doch der Tiger macht darin eine Ausnahme und läßt sich oft selbst durch die Flammen nicht abhalten. Tiger haben schon Menschen aus dem dichtesten Feuerkreis herausgeholt.. Zwei Inder, die vor einem Ueberfall Angst hatten, zündeten vor der Tür ihrer Hütte ein mächtiges Feuer an, aber der Tiger drang trotzdem bis zum Eingang vor. Dort versetzte ihm einer der Männer mit einem großen Gartenmesser einen starken Streich. Doch trotzdem ließ die Bestie nicht von ihrer Beute ab; sie wartete die ganze Rächt und versuchte fünfmal die Männer anzugreifen. Beim sechsten Angriff, kurz vor Morgengrauen, packte sie den einen und schleppte ihn fort. Der andere kletterte, halb tot vor Schrecken, auf einen Baum, wo er blieb, bis nach einigen Stunden Hilfe kam. Man ist es gewöhnt, daß das viel angefeindete Pokalsystem, welches bei der Deutschen Fuß - ball-Meisterschaft zur Anwendung kommt, Überraschungen mit sich bringt. Solche Sensationen, wie es sie diesmal in der Vorrunde gab, wurden aber auch von Spaßvögeln nicht vorhergesagt. Man war schon sehr erstaunt, als man hörte, daß der mitteldeutsche Meister Dresdener SC. auf heimischem Boden von der Arminia Hannover nach Spielverlängerung mit 2:1 geschlagen worden sei. Ein Selbsttor des DSC. hatte hier in der 120. Spielminute die Entscheidung gebracht. Völlig überraschend kam aber dann das Resultat aus Allenstein. Der Berliner Meister Hertha-BSC., in dem viele für dieses Jahr wieder den Deutschen Meister sahen, ist ausgerechnet von der vermeintlich schwächsten Mannschaft der ganzen Konkurrenz, der Reichswehr-Elf Hindenburg Allenstein mit 4:1 geschlagen worden! Das war wirklich ein starkes Stück. Neben Dresdener SC. und Hertha-BSC. ist mit dem Hamburger SV. eine dritte Mannschaft ausgeschieden, der man für den weiteren Gang der Kämpfe große Aussichten gab. Die Hamburger wurden auf heimischem Boden vom süddeutschen Dritten Eintracht Frankfurt unerwartet sicher mit 4:1 (2:0) geschlagen und damit ist die Ueberleitung zum großen süddeutschen Triumph dieses Tages gegeben. Als einziger verband hol wiederum Süddeutsch- land seine sämtlichen drei Vertreter in die Zwischenrunde gebracht. 3n sieben Spielen drei süddeutsche Siege, das ist ein Ereignis, das erneut und nachdrücklich die immer noch unerschütlerte Vormachtstellung des süddeutschen Fußball unterstreicht. Der schönste-Erfolg war der, den die Eintracht in Hamburg vor 15 000 Zuschauern erzielte. Die Frankfurter sollen ein wirklich hochstehendes, feines Spiel gezeigt haben. Sie, die während der Wintersaison lange Zeit außer Form waren, wären wieder in einer Verfassung — so sagen die Berichte aus Frankfurt — die ihnen die beste Chance für b i p „Deutsche" geben würde. In ausgezeichneter Form war aber auch der süddeutsche Meister FSV. Frankfurt, der im Frankfurter Stadion den PolSV. Chemnitz dermaßen zermürbte, daß man schließlich in der letzten Viertelstunde einen Zusammenbruch der Sachsen und einen hohen 6:1 (1:1) Sieg der Frankfurter erlebte. Weniger günstig lautet das Urteil über München 1 8 6 0. Der süddeutsche Zweite soll in Köln gegen den westdeutschen Pokalmeister VfL. Benrath nur mit großem Glück zu seinem 2:0 (2:0) Sieg gekommen sein. $ür die Zwischenrunde haben sich mithin qualifiziert: FSV. Frankfurt, Eintracht Frankfurt, München 1860, Fortuna Düsseldorf, Beuthen 09, Hindenburg Allenstein, Arminia Hannover. Mitteldeutschland ist also bereits vollkommen aus dem Rennen. Alle anderen Verbände haben je einen Vertreter eingebüßt, einen vollkommenen Sieg errang nur Süddeütschland. Hoffentlich erleben wir in der Zwischenrunde am 21. Mai eine gleich angenehme Ueberraschung. W e st d e u t s ch l a n d hat allerdings eine Chance, noch einen zweiten Vertreter in die Zwischenrunde zu bringen. Berlin hat nun endlich in Viktoria seinen zweiten Vertreter ermittelt, der am nächsten Sonntag auf dem Berliner Preußenplatz sein Vorrundenspiel gegen den westdeutschen Meister S ch a l- f e 0 4 nachholen muß. SJ.-fpor/ tim die Handball-Misterschasi der DSV. Oie zweite Etappe. — Oie süddeutschen Vertreter erfolgreich. Westdeutschland ganz ausgeschaltet. Zußbatt-Ergebniffe | der Gießener Mannschaften. Sp.-Vgg. 1900 Liga—Mainz-Kastel 1:4 (1:1) verloren. Ligareserve—Weilburg ausgefallen. 1900 III.—Gid) I. 1:2 (0:2) dort verloren. 1900 IV.—Grüningen I. 3:2 (3:1) gewonnen. 1900 1. Jugend—Aßlar 1. Jugend (dort) 0:0 unentschieden. 1900 1. Schüler—Rauborn 1. Schüler 4 :1. Handball: 1900 I.—Tv. Allendorf a. d. Lahn I. 13:2 (6:2). VfB. I. — „Germania" Fulda 0:4 (0:3). VfB. II. — Garbenteich l. 4:1 (1:0). VfB. III. — Großen-Buseck I. 6:5 (5:0). VfB. IV. — Daubrin- gen I. (D. nicht angetreten). VfB. 1. Jugend — Wieseck 1. Jugend 1:3. — Dje Liga hielt sich trotz mehrfachen Ersatzes recht gut. Wilhelm wurde verletzt, so daß eine weitere Schwächung eintrat. OSE. Schöne Erfolge der Leichtathleten in Weilburg. Die OSC.-Leichtathleten konnten in Weilburg zwei 1. Siege, vier 2. Siege und fünf 3. Siege erringen. Die Leistungen sind umso höher zu werten als Wetter und Dahnverhält- nisse schlecht waren. Luh errang einen 1. und zwei 2. Siege. Erster wurde er im Weitsprung III. mit 6,49 Meter vor F e l s i n g 1900, 6,44 Meter. 3. Jung 1900 6,33 Meter. Alle seine Sprünge waren über 6 Meter, die meisten über 6,40 Meter. Im Kugelstoßen Zweiter mit 12,87 Meter hinter Kilo 1900, 13,02 Meter. 3. Franz VfL., 10,68 Meter. Kilo wurde hier glücklicher Sieger, denn Luh stieß durchschnittlich besser. Im Diskuswerfen Zweiter mit 34,50 Meter hinter Kilo 1900, 39,90 Meter, vor Franz VfL. W. 31,30 Meter. Jakob belegte im Speerwerfen I. den 3., in III. den zweiten Platz. 1. Dr. Ebener Eintracht Ffm., 2. Hopfenmüller 1900, 3. 3a» lob. III. 1. Gitter Fv. W. 47,60; 2. Jakob 46,20; 3. Felsing 1900 40,70. Endres hielt sich auf seinem ersten Sportfest sehr gut: Hochsprung III. 3. mit 1,55. Kugelstoßen III. 2. mit 10,65 Meter hinter Franz VfL. W. 10,85. Trainer Fischer zeigte, daß er nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis etwas kann. Er machte den Jüngeren zu schaffen, känzpfte sich durch bis in den Endkampf und wurde hier Dritter. 1. Felsing 1900 12,2; 2. Fv. W. 12,3; 3. Fischer 12,4. Siegmund kämpfte sich bis in den Zwischenlauf durch, hatte aber in Felsing 1900 und Fischer zwei bessere Gegner. 400 Kl. III. 1. Fv. W. 55,7; 2. Baumstieger 1900 56,2; 3. Simon 57. Gute Zeiten für die schlechte Bahn. In der 4X100-Meter°Staffel Kl. III belegte OSC. den 1. und 3. Platz. 1. OSC. I. M. (Siegmund, Fischer, Schmidt, Luh) 49,2. 2. Fv. Weilburg. 3. OSC. II. X E Germania 1899 Gießen zweifacher Gaumeister. Bei den Gaumeisterschaften in Wetzlar-Nieder- Girmes wurden die 1. Mannschaften Gaumeister. Im Zweier schlugen sie 85 Gießen 13:1; im Dreier schlugen sie 85 Gießen 5:4. Um den Abstieg in Heften - Hannover. Der Hessisch-Hannoversche Bezirk hatte am letzten Verbandsspielsonntag das Kuriosum zu verzeichnen, daß in Kassel allein vier Vereine um den Abstieg kämpften. Die Sachlage hat nunmehr eine Klärung erfahren dadurch, daß Spielverein Kassel gegen den SC. 03 Kassel 2:0 gewinnen konnte und andererseits, daß es Hermannia Kassel im Kampfe gegen iura Kassel gelang, sich nach einem 1:1 den letzten erforderlichen Punkt für den Verbleib in der 1. Klasse zu sichern. Der Leidtragende war bei diesen Kämpfen Iura; die Turaner müssen nunmehr zusammen mit Germania Marburg den Abstieg antreten. Borussia Fulda, der Bezirksmeister, unterlag in einem Privatspiel gegen Mainz 05 unerwartet und unverdient hoch mit 0:4 (0:1) Treffern. Deutscher Amazonensieg in 2Rom. Beim internationalen Reitturnier in Rom standen am Samstag zwei Springen auf dem Programm. Ein Kanonen-Springen um den Preis vom Kapitol, in dem die deutschen Offiziere v. Barnekow und v. S y d o w als beste Deutsche sich zusammen mit vier anderen nur auf den 3. Platz sehen konnten und das Championat der Amazonen. Das Ergebnis dieses Amazonenspringens ist um so erfreulicher, Siegerin blieb Frau v. Becker. Deutschland, auf „ Lande sfürst", vor Baronin v. Oppenheim, Deutschland, und Frau v. Barnekow, Deutschland. .Ilm die Handballmeisterschaft der D. S. B. wurde am Sonntag die Zwischenrunde der Männer und die Vorschlußrunde der Frauen durchgeführt. Die noch im Rennerz befindlichen Vertreter Süddeutschlands konnten sich in beiden Runden durchsetzen. Der S. V. W a l d h o f fertigte bei den Männern den westdeutschen Meister Tura Barmen knapp mit 6:5 (4:4) ab. Während Westdeutschland in der Vorrunde einen dreifachen Erfolg zu verzeichnen hatte, schieden diesmal alle drei Vertreter des W. S. V. aus. Reben Tura Barmen muhten noch Hindenburg Minden und DfB. Aachen das Rennen aufgeben. Die Mindener unterlagen in der Reichshauptstadt dem deutschen Altmeister Polizei Berlin mit 13:10 (4:5) und der VfB. Aachen wurde zu Hause vom Polizei SV. B.urg, dem mitteldeutschen Meister, mit 9:6 (6:5) geschlagen. Die drei Sieger des Sonntags und die in der Zwi^ schenrunde spielfrei gewesene Polizei Spandau bestreiten am 21. Mai die Vorschlußrunde. Bei den Frauen wurde die Vorschlußrunde bereits erledigt. Für das Endspiel, das am 11. Juni stattfindet, qualifizierten sich wie im vergangenen Jahre wieder Sportclub Charlottenburg und Eintracht Frankfurt. Der süddeutsche Meister Eintracht Frankfurt spielte in Magdeburg Inkrafttreten des Zugabeverbotes etwa in einem Vierteljahr. * B e r I i n, 6. Mai. Durch das von der Reichs- regierupg beschlossene Zugabeverbot werden die bisher in § 1 Abs. 20 der Rotverordnung vom 9. März 1932 als zulässig bezeichneten Zugaben, bei denen der Kunde die Wahl zwischen! Zugabe und einem Barbetrag hat, künftig in das Verbot einbezogen. Das Verbot erstreckt sich' nicht auf die auch bisher schon erlaubten Re- tlamegegenftänöe und die geringwertigen Kleinigkeiten, sowie nicht auf die mit einer beaufsichtigten Abonnentenversicherung verbundenen Zeitschriften und Zeitungen. Um den von dem Verbot betroffenen Betrieben eine Möglichkeit zur Umstellung zu geben, wird das Verbot durch Anordnung des Reichswirtschaftsministers erst zu einem späteren Zeitpunkt — etwa in einem Vierteljahr — in Kraft gesetzt werden. * D i e Indexziffer der Großhandelspreise. Die Indexziffer der Großhan- gegen den mitteldeutschen Meister, Post Magdeburg, und siegte knapp mit 3:2 (3:1), während öia Berlinerinnen über Asco Königsberg mit 5:1 (3:0) verdient, aber zahlenmäßig zu hoch gewannen. Eine bedauerliche Feststellung ist die, daß einige Spiele sehr hart ausgetragen wurden. So gab es allein in drei Spielen je einen Platzverweis, sogar bei einem Treffen der Damen. Das war bisher bei den Endspielen um die deutsche Meisterschaft noch nie der Fall und ist hoffentlich auch als Einzelerscheinung zu werten. Eintrachis Oamen wieder im Endspiel. Die Einfrachtlerinnen hatten in Magdeburg einen sehr guten Start. Sie führten bald durch Fräulein Fleischer 1:0, und Frl. Fleischer schoß, nachdem Magdeburg ausgeglichen hatte, bis zur Pause noch zwei weitere Treffer. Eintracht war technisch und taktisch klar überlegen, bis kurz vor Halbzeit Frl. Mann vom Platze gestellt wurde. Das raubte der Elf den Zusammenhalt, und Magdeburg wurde stark überlegen. Die aufopfernde Arbeit der Läuferreihe und Verteidigung konnte zwar einen Gegentreffer Magdeburgs nicht verhindern, sie ließ aber den Ausgleich nicht zu und rettete den knappen Sieg. delspreise für den 3. Mai hat sich mit 91,1 gegenüber der Vorwoche (90,9) um 0,2 Prozent erhöht. Die Indexziffern der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 82,8 (plus 1,1 Prozent), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 87 (minus 0,5 Prozent) und industrielle Fertigwaren 111,4 (plus 0,1 Prozent). Für den Monatsdurchschnitt April stellt sich die Grobhandelsindexziffer auf 90,7 (minus 0,4 Prozent), Hauptgruppen: Agrarstoffe 81,8 (minus 0,8 Prozent), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 87 (minus 0,1 Prozent) und industrielle Fertigwaren 111,3 (minus 0,3 Prozent). Frankfurter Eiermarkt. Frankfurt a. M., 6. Mai. Bei knappem Angebot entwickelte sich in der abgelaufenen Woche ziemlich lebhaftes Geschäft, zumal zu Zwecken der Konservierung größere Cindeckungen erfolgten. Die Preise zeigten durchweg leichte Erhöhungen und notierten wie folgt: Bayern 57 bis 58 Gramm 8,50 bis 8,75, deutsche Frischeier Sonderklasse 10, Kl. A 9,50, Kl. B 8,75, Kl. C 8, und Kl. D 7,50 Pf. per Stück ab Frankfurt a. M. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Frankfurt a. M. Berlin Schlußkurs Schlußk. Abendbörse Schlußkurs Schlußk. Mitiag- börse Datum 5.5. 6.5. 5.5. 6.5. 6% fficutfrfje Retckisanleihe v. 1921 85 84,25 84,75! 84 6% eljem.7% Dl. ReichSanI. v. 1929 95,4 95 95 94,75 6’/2% Doung-Anlethe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mO 76,5 76,5 77 77,5 Auslos.-Rechten ............. 76,25 13,75 76,13 13,3 74,9 13,65 76,13 13,4 DeSgl. ohne AuSlos.-Rechte...... 6% chem. 8% Hess. Volksstaat 1929 krückzahlb. 102%)............ 80 81 80,5 81 Obcrhessen Provinz »Anleihe ml’ Auslos.-Rechten ............ 6% Hess. Landerbank Darmstadt 68 69 — — Gold R. 12........... 6’A% Hess. Landes Hypothekenbank Darmstadt Liqui...... 85 — 69,9 85,5 87,25 87,65 85,5 — Deutsche Komm. Sammelab l.An leihe Seriel mit AuSws.-Rechten 6% ehe in. 8% Franks. Hyp.-Banl 71 71,13 — 70,75 Goldpse. 15 unkündbar biS 1935 6% chem. 7% Franks. Hyp.-Banl 85,25 86,75 — — Goldpse. 16 unkündbar bis 1936 5'4% chem. 4'4% Franks. Hyp. Bank-Ltqu.-Psandbrlcse ..... — — — 87,5 87,5 — 5'/r% ehcm. 4'4% Rheinische Hyp.-Bank-Liau.-Goldpfc. • ■ • 6% chem. 8% Pr. LandeSpsand 87,75 88,25 — — briesanstalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehcm. 7% Pr. Landerpfand 86,5 86,5 — 86 briesanstalt, Pfandbriefe Ä. 10 86,5 86,5 87,5 87,5 85 85 85 _ 4% Oesterreichische Goldrente... 4,20% Oesterreichische Silberrente — —> 14,4 — — — 1,15 1,15 4% Ungarische Goldrenle....... — — — — 4% Ungarische Staatscente v. 1910 — — — — 4’4% dcSnl. von 1913.......... — — — 6% abgest. Goldmextkaner von 99 7,5 7,75 7,75 8 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe 6,25 6,25 6,15 6,2 Serie 1.................... 6 6,13 — 6,25 Franksurt a. M. Berlin Frankfurt a.M. Berlin Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H. Schluß- kurs Schluß». Abendbörse Schlußkurs Schlußk. Mittag- börse Schluß- kurs Schlußk. Abend- börse Echluß- kurs Schlußk. Mittag- börse 5. Mai Amiiiche Noiierung 6. Mai Amtliche Notierung j Geld | Brief Dalum 5.5. 6.5. 5.5. 6-5. Datum 5.5. 6.5. 5.5. 6.5. Geld Brie' Helsingfors. Wien...... Prag...... Budapest ... Sofia..... Holland .... eslo....... Kopenhagen. Stockholm... London ..... Buenos Aires Neuyork.... Brüssel..... Italien..... Paris..... Schweiz ... Spanten.... T anzig.... Japan...... Rio de Jan. Jugoslawien Lisiabon... ______B Amerikanische Belgische Not Dänische Not Englische Not Französische < Holländische 9 Italienische 9 Norwegische Deutsch Ocste Rumänische 8 Schwedische 9 Schweizer No Spanische No Ungarische Nr 6,244 45,45 12,64 3,047 169,73 71,93 62,74 72,83 14,04 0,853 3,536 58,84 21,91 16,60 81,47 36,11 82,42 0,869 0,239 5,195 12,83 erlin, 6.Mai Noten....... en........... n .......... 'N .......... loten........ loten........ otcn......... Zoten ....... rreich, i 1OO otcn........ Zoten........ ten.......... ten.......... tcn ......... e 9RR fi .944 6,256 45,55 12,66 3,053 169,77 72,07 62,96 73,07 14,15 0,857 3,504 58,66 22,02 16,60 81,48 36,19 82,58 0,871 0,241 5,205 12,85 Brief 3,47 58,63 62,73 14,13 16,58 169,74 21,97 72,04 2,48 73,05 81,46 36,12 4% desgl. Serie II ............ 6% Rumän. veretnh. Rente v. 1903 4’4%Rumän.vereinh.Renlev.l913 4% Rumänische veretnh. Rente .. 8%% Anatolier .............. Hamburg-Amcrika-Paket .....< Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hansa Dampfschiff........... 0 Norddeutscher Lloyd .........0 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft.... 4 Commerz- und Privat-Bank... 0 Deutsche Bank und Diskonto- Gesellschaft................0 Dresdner Bank..............0 Reichsbank ................. 1 AEG......................( Elektr. Lieferungsgesellschaft ... b Licht und Kraft .............6 Felten & Guilleaume ........0 Gesellschaft für Elektrische Unternehmungen ...............4 Rheinische Elektrizität ........5 Schlickert & Go..............o Siemens & Halske...........i Lahmeyer L Co..............10 Buderus ...................> Deutsche Erdö' .............4 Gelsenkirchener..............0 Harpener...................0 Hactch Eisen—Köln-Neuelsen.. 0 Ilse Bergbau ...............7 Ilse Bergbau Genüsse........7 Kläcknerwcrke ............ 0 Mannesmann-Rühren........0 6 5,5 4,85 29 18,25 19 53 98,25 51,75 67 61,25 132,75 28 97 111,65 70 99 98 113,25 162 130,75 74,75 118,75 68 106 121 67 79 6,13 5,5 10 4,925 18,65 19,4 53,9 98 51,75 67 61,25 132,25 27,5 98 108 70 99 96 112,5 162 130 76 116 67,25 104 z 120 67,25 76,9 6,2 5,8 10 4,85 29 17,75 31 19 53 98,75 52,25 67 61,25 133 27,9 98 110,5 69,75 100,4 97 113,4 164 130 74,75 118,25 67,65 105 79,25 173,5 117 67 78,9 6,2 5,75 10 4,85 29 18,4 31 19.5 53,13 99 52,25 67 61,25 132 27,65 98,5 110,5 69,75 99,75 95,5 113 161 128 75,75 116,9 66,75 101 78,5 174 120,5 66 76,75 Mansfelder Bergbau.........0 Kokswerke ..................0 Phönix Bergbau.............0 Rheinische Braunkohlen ......10 Rheinstahi ..................o Bereinigte Stahlwerke........0 Otavi Minen ...............0 Kaliwerke Aschersleben........6 Kaliwerke Westeregeln........6 Kaliwerke Salzdetfurth.......9 I G. Farben-Jnduskie.......7 Scheideanstalt...............10 Goldschmidt ,...............0 Rütgerswerke'............... 0 Metallysssellschaft.............< Philivv Holzmann...........0 Zementwerk Heidelberg ......4 Cemenlwerk Karlstadt.........0 Schultheis Patzenhoser........0 Mu (Allgemeine Kunstseide) ... 0 Bembcrg...................0 Zellstosk Waldhof............0 Zellstoff Aschaffenburg .......0 Dessauer KaS ...............7 Daimler Motoren............ 0 Deutsche Linoleum ..........0 Orenstein L Koppel ..........0 Leonhard Tietz .............. 6 Chade......................12 Krihner....................o MatnkraftwerkeHöchsta.M. ... 4 Süddeutscher Zucker ......... e '1,25 43 209 93.5 41,75 19 146 146 205 136,25 177,5 51 60 38,5 62,75 . 2 35 45,25 55,25 24,25 32 49,5 25 179 » 170 31 41 208 91 41 19 146,5 148.5 209 133,5 172,75 51,5 59 38 62,75 84'« 34,25 45,5 56,75 24,5 32,5 49 25 173 28,75 31,13 89 42,9 206 93.5 41,75 19,5 146,5 146,25 206,5 135,75 50,25 59,25 38 = 132 34,65 46 55,25 26 115,25 32 49,5 52,25 25 179 30,5 171,5 31,9 88,75 41,65 204 90.5 40,4 19,4 147 146,75 207,5 134 52,75 58,5 38 63 130,5 34,5 47 56 25,5 114,4 32,65 50 52.65 25,5 170,13 170 45,5° 12,6k 3,05. 170,0" 72,0" 62,86 72,9" 14,06 0,85" 3,544 58,9k 21,9 16,64 8i,e: 36,1° 82,5k 0,87 0,24 5,20 12,8 banfno -chMng en 45,45 12,64 3,047 169,43 71,93 62,84 72,93 14,11 0.853 3,496 58,54 21,98 16,56 81,32 36,11 82,42 0,869 0,239 5,195 12,83 Geld 3,45 58,37 62,47 14,07 16,52 169,06 21,89 71,76 2,46 72,75 81,14 35,98