vrvck tinb Verlag: VMl'sche Unfrei sifälr-vuch- und Stetnörnderei R. Lange in Sietzen. 8christ!eitung und Geschastrftelle: Zchnfttatze 7. Das zweite Gleichschaltungsgesetz IslosM Reichsministergesetzes vom Jahre 1930 Qlnioen* . düng. Die Dienstbezüge gehen au Losten des Reiches- ihre Höhe bleibt aber noch Vorbehalten. Don I Grund einer reichsgesehlichen Regelung zur Anwendung zu.bringen. Zu Beginn der Sitzung sprachen der Reichs- auhenminisler über die außenpolitische Lage und der Reichsbankpräsident über sein Arbeitsgebiet. Die Sitzung des Kabinetts dauerte von 16.15 Uhr bis 22.30 Ühr. Mitnahme von Miijeijen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 201 , mehr. Thefredakteur Dr. Friede. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr H.Tbyrwt; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil i.D.Th.Kümmel sämtlich in Gieren. schar", die ..Reichsschaft deutscher Pfadfinder", die alle deutschen Pfadfinderbünde umfaßt, die „Aka- demische Gildenschaft", die den Gedanken der hündischen Front in der akademischen Jugend vertritt, der Bund „Adler und Falken", fotoie zahlreiche kleinere Bünde. Damit hat die deutsche Jugend endlich den einen großen Bund geschaffen. auf den die Besten immer hofften. Auch die deutsche Jugend ist jetzt in Front gegangen. Sie ist mehr als eine Partei, sre ist Deutschlands Zukunft. Dem Admiral v. Trotha aber erwächst eine unbeschreiblich hohe und schöne Aufgabe; der deutschen Zukunft durch den Einsatz der deutschen Jugend Gestalt zu geben! dusligen Untroidlung, Mischas!, zu Wo rilskräsien geführt. icrufe um rund 212000, jni 125000 Äibeitslosc Zämtern überstiegen die scheu Arbeitskräften sür -fschast ben Umfani n MMunkl der lend- imgsarbrii W in Die Anträge der 3r« . großer Zahl ein, da- men Jugendlicher n«y ;t FvrstwirtschaN teilen durch die Einstei- zurück. Hingegen tour« raste angefordert. Hälfte begonnene Be- 5 hat sich weifet fort- 46,55 Propaganda wird die näheren Bestimmungen über den neuen Feiertag erlassen. Rach der Begründung dieses Gesetzes sind die bisherigen Feiertage nur kirchlicher Art und sie beruhen auf dem Landesrecht. Ihnen soll der neue Feiertag für das ganze Reich hinzugefügt werden. Für diesen Feiertag gelten alle Borschriften, die für die in die Woche fallenden kirchlichen Feiertage und die zweiten Feiertage der hohen kirchlichen Feste erlassen sind. Deshalb darf z. D. an diesem Tage ebenso wenig ein Lohnabzug erfolgen, wie an anderen Feiertagen. um weitere Mittel für die Pferdezucht zu gewinnen. Das Reichskabinett stimmte dem Gesetzentwurf zu. wonach der 1. Mai zum Feiertag bet nationalen Arbeit erklärt wird und bc'chloh schliehlich, die Bestimmungen aus bem Be- amtengeseh. soweit sie sich auf Juden beziehen, auch bei den Rechtsanwälten auf Rach den weiteren Bestimmungen des Gesetzes kann der Reichsstatthalter in der Sitzung einer Landesregierung den Vorsitz übernehmen. Er darf übrigens nichtgleichzeitigWitglied einer Landesregierung sein, mutz aber dem Lande angehören, dessen Staatsgewalt er ausüot. Er hat seinen Amtssitz am Sih der Landesregierung. Der Reichsstatthalter wird auf die Dauer einer Landtagsperiode ernannt. Er kann auf Borschlag des Reichskanzlers vom Reichspräsidenten jederzeit abberufen werden. Auf das Amt des Statthalters finden die Borfchriften des Eine Dauersitzung des Reichsiabmetts. Eine . .eihe von Gesetzen verabschiedet. Berlin. 7. April. (ÖIB.) Amtlich. Das Reich skabinett verabschiedete in seiner heutigen letzten Sitzung vor Ostern den Entwurf eines zweiten Gesetzes zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich, wonach in den deutschen Ländern auf Vorschlag des Reichskanzlers vom Reichspräsidenten R e i ch s st a t t h a l t e r ernannt werden, denen die Aufgabe zusteht, für die Beobachtung der vom Reichskanzler ausgestellten Richtlinien der Politik zu sorgen. Die Reichsstatthalter ernennen und entlassen die Vorsitzenden der Landesregierungen und sind befugt, die Landtage aufzulösen und Neuwahlen anzuordnen. 3n Preu- feen übt der Reichskanzler die Rechte des Reichsstatt- Halters aus Ferner verabschiedete das Reichskabinett den Entwurf eines Gesetzes zur wiederher st ellung des Verufsbeamtentums, wonach Beamte, die feit dem 9. November 1918 in das veamtenoer- hältnis eingetreten sind, ohne die für ihre Laufbahn vorgeschriebene oder übliche Dorbildung oder sonstige Eignung zu besitzen, aus dem Dien st zu entlassen sind. Die Bestimmungen dieses Gesetzes finden auch aus Angestellte und Arbeiter des Reiches, der Länder und Gemeinden usw. entsprechende Anwendung. Gleichzeitig beschlafe das Reichskabtuett die Wiedereinführung von Ehrentiteln, Orden und Ehrenzeichen. Die Titel werden verliehen vom Reichspräsidenten und den Reichsstatthaltern, in Preuhen vom Ministerpräsidenten in Vertretung des Reichskanzlers. Orden und Ehrenzeichen kann nur de-. Reichspräsident verleihen. 3m Zusammenhang mit dem Gesetz zur Wiederherstellung des Berussbeamtentums wurde ein Gesetzentwurf verabschiedet über das kündigungsrecht der durch das erwähnte Gesetz betroffenen Personen und ferner ein Gesetzentwurf über die Reuwahl der Schöffen. Geschworenen und Handelsrichter. Das Reichskabinett verabschiedete weiterhin den Entwurf eines Gesetzes über Aenderung des Kraftfahrzeug st euergesehes, wonach alle neuen Personenwagen ohne Rücksicht aus ihre Gröfee völlig steuerfrei bleiben, solange sie für den ersten Benutzer zugelassen sind, verabschiedet wurden noch Gesetze über den Versicherungsbeirat und den Beirat für Bausparkassen sowie über Aenderungen der k o h l e n w i r t s ch a f t l i ch e n und f ali- wirtschaftlichen Bestimmungen, die sich in der Hauptsache auf die Zusammensetzung des Reichskohlenrates und des Reichskalirates beziehen. Beschlossen wurde weiterhin eine Erhöhung der Rennwett st euer insofern, als der Steuersatz für die beim Buchmacher abgeschlossenen wetten denjenigen für Totalisatorwetten angeglichen wird. 3,047 170,03 73, 64,2J 76,M 14,38 0,818 4,209 58,66 21,55 16,51 81, 35- 82,12 1,« 0,23? 5,135 13,08 53,71 64,13 16,5« 170-g 21-8 73j75 it 81-3 35,17 3,063 170,12 73,77 64,36 76,1 14Z 0,822 4,217 58,78 21,59 6,58 81,W 35,9 82,28 0,901 0,211 5.1^ 13,H> 46,45 Oer 20. April und 1. Mai im Rundfunk. Berlin, 7. April. (TU.) Der „Völkische Beobachter" veröffentlicht eine Unterredung mit dem Sendeleiter der Deutschen Welle hadamowski. Der 1. Mai, der Tag der deutschen Arbeit, werde im Rundfunk in großzügiger Weise behandelt damit die ganze deutsche Arbeiterschaft das ehrliche Ringen der NSDAP, um die sozialen Probleme im neuen Deutschland erkenne. Schon Tage vorher werden N S B O. - K u n b g e b u n g e n übertragen. Die Nacht zuvor bringt eine Walpurgisfeier der Hitler-Jugend auf dem Brocken mit einer Rede Baldur v. Schirach s. Am Vormittag des Tages der nationalen Arbeit fänden Staffelreportagen aus dem ganzen Reich statt. Bergarbeiter von der Ruhr, Hamburger Hafenarbeiter, Weinbauern aus Franken, Landarbeiter aus West- und Dftpreufeen werden an den Mikrophonen ihr Bekenntnis zum erwachten Ar- beitertum ablegen. Die Kundgebung der Reichsregierung im Lustgarten, wo Hindenburg eine Bot- -4J93 58-50 63- 11,31 16<» 16?- 21- nf 2,46 75,^ 81'8 35, 53 42 82 36 23 42 22 17 78 58 58 41 54 28 01 41 55 10 loten- Das Kölner August-Bebel-Haus aus öffentlichen Geldern erbaut. Köln, 8. April. (CNB. Funkspruch.) Nach einer Meldung des „Westdeutschen Beobachters" ist bei Sichtung des stadtkölnischen Materials festgestellt worden, daß das August-Bebel-Haus, das Verlagshaus der sozialdemokratischen Rheinischen Zeitung, zu einer Zeit, als die Stadt schon in den größten Geldschwierigkeiten war, ganz mit städtischen bzw. öffentlichen Geldern erbaut worden ist. Die Rheinische Zeitung schuldet der Stadt Köln, der städtischen Sparkasse und den Sparkassen der Landkreise Köln, Bergheim, Mühlheim nicht weniger als 4 1 9 000 Reichsmark. Nicht ein Backstein des gesamten August-Bebel-Hauses soll Eigentum der Rheinischen Zeitung sein. Oberbürgermeister Riesen hat das der Stadt Köln gehörende Gebäude unter Zwangsverwaltung genommen, um für die Stadt an Geldern zu retten, was noch zu retten sei und das Gebäude o n den Gauver - lag Köln-Aachen der NSDAP, vermietet, so daß nun die Gauzeitung „Der Westdeutsche Beobachter" im ehemaligen August- Bebel-Haus hergestellt werde. -— ”*** SB — en Fach-und DaA reitet um runblW 'em Mähe von den mit beten Reparatur- und ,z Sie Cßelebung W L-ü'SS s&'Ss jJt’K ? Sägewerke, ye. 7 Vjer Zement- w irZWi ^rse fteundlich L°uchss. Sa4! deschränkie P gering. 3m U einiger Usttlle etwas ab iir ißfurjc der berliner öest lagen nut Sicht, ptojent, auch Siemens bnnten ÄeuLesihgu. ÄWitzanleihe lagen IsschMuihsotdcrunaen chtz 13,10, Wesih 74, int 154, §arpmtt8Z^5, Ä Phönik 45,00 bis t & Kraft 106,50, 3®. 5, Sieht. Lieferungen idd. Zucket 160, Avid- Oie große Reichsreform in Angriff genommen. OaszweiieGleichschattungsgesehbeschlsffen.-GtatthalierdesReichspräsidenienindenLändern schäft über die deutsche Arbeit verliest, wird eben- falls in ihrem akustischen Teil dem ganzen Volk durch Rundfunk vermittelt. Der Komponist der Morgenrot-Film-Musik schreibt für diesen Tag eine Symphonie de r Arbeit. Den Höhepunkt des Tages, die Heerschau deutscher Arbeiter auf dem Tempelhofer Feld wird der Rundfunk mit allen technischen Mitteln dem deutschen Volk übermitteln. Der F ü h r e r wird sprechen. Berliner Hiller-Fugend wird bei den Klängen des Horst-Wessel-Liedes zur Erinnerung an die lieber» windung des Klassenhasses durch Adolf Hitler eine Ei ch e pflanzen. Der Führer verkündet den er st en Jahresplan der nationalen Aufbauarbeit. Die Rundfunkübertragungen werden durch Lautsprecher auf allen großen Plätzen der Städte zu hören fein. Vom Geburtstag des Führers, dem 20. April, wird der Rundfunk ebenso wie von allen wichtigen Kundgebungen und Gedenktagen der nationalen Erhebung Kenntnis nehmen. Auf besonderen Wunsch des Führers wird der 20. April in ganz schlichter Weise begangen. Es ist sein Wunsch, an diesem Tage besonders derer zu gedenken, die ihr blühendes Leben für seine große Frei- heitsbewegung in die Schanze schlugen. Daher bringt ein Hörspiel hör st-Wessel-Schicksal nach dem Buch von Dr. h. h. Ewers. Dr. Goebbels spricht ein „Bekenntnis zu hitle r". Ernste Musik und Sprechchöre der SA. umrahmen die Darbietungen dieses stolzen Ehrentages. Das Gesetz über den Feiertag der Nationalen Arbeit. Berlin, 7. April. Rach dem Gesetz, durch das der 1. Wai zum Feiertag der Rationalen Arbeit bestimmt wird, gelten für diesen Feiertag die reichs- und landesgeseh- lichen Bestimmungen, die für g e s e tz l i ch e Feiertag e überhaupt vorhanden sind. Der Reichsminister für Bolksaufllärung und Jugend in Front. Zum Zusammenschluß der deutschen Zugenddünde. Reben dem Lager der großen Parteien, neben den Massenbewegungen und den Grohorganist^ tionen hat sich in den letzten vierzehn Zähren auch eine vollkommene Llmschichtung der deutschen Zugendverbände vollzogen. Deutschland ist das einzige Land in der Welt, das eine wirkliche „3 u - gendbewegung" hat. Diese Bewegung begann um die Zahrhundertwende mit der Gründung des „OB a n d e r v o g e l s" , die als der eigentliche Austakt zur deutschen Revolution gewertet werden muß. Damals revoltierte der wertvollste Teil der deutschen Zugend gegen die Ver- spießerung des öffentlichen Lebens, gegen den hohlen Hurra-Patriotismus und gegen die ilntxt- bindlichkeit aller Werte. Die Zugend besann sich auf ihre Aufgabe, TrägerderErneuerung zu sein, sie schloß sich in kleinen Gemeinschaften zusammen, sie scharte sich um einen Führer, der ihr Herz besaß, und verließ die Steinwüsten der Großstädte, um wieder die unmittelbare Berbindung zu den Kräften der deutschen Kultur, des deutschen Bodens und der deutschen Vergangenheit zu suchen. Das Bollslied wurde neu entdeckt, Wald und Wanderschaft erschlossen die Quellen zu einer neuen Romantik, das alte deutsche Volksgut wurde der Zugend wieder bewußt. Die Borkriegswandervogel-Bewegung besaß gewiß noch kein staatliches Ziel, sie beschränkte sich auf das Volk, aber eben deswegen wurde sie eine echte Volksbewegung und damit zur Keimzelle der großen nationalen Erneuerungsbewegungen des Rachkrieges. 1914 bei Langemarck hat die bün- dische Zugend des Wandervogels ihrem Streben ein heroisches Denkmal gesetzt, das alle Zeiten überdauern wird. Reben dem Wandervogel war einige Zähre vor dem Krieg eine andere, gewissermaßen mehr soldatische Front der deutschen Zugend entstanden. Es war der deutsche Pfadsinderbund des genialen Feldherrn und Denkers von der Goltz, der die weltbürgerliche Zdee der englischen Scout-Bewegung überwand und die erste Form einer wehrhaften deutschen Jugendorgant- sation darstellte. Dem Pfadfinderbund kam es zwar auch auf die Erschließung der deutschen Het- mrt durch Wanderschaft und Gesang an, mehr jeooch noch wollte er die deutsche Jungmannschaft praktisch auf die schweren Aufgaben vorbereilen, die sich von 1910 ab jedem einsichtigen Menschen erschloßen. Aus dem Psadfinderkorps wie auch aus dem Wandervogel sind zahlreiche Führer des Stahlhelms und der SA., der Hitler-Jugend und des Scharnhorstbundes hervorgegangen. Aber der Zusammenbruch von 1918 zerschlug erst einmal alle diese Formen einer volkhaften und wehrhaften Jugendbewegung. Pfadfinderschaft und Wandervogel losten sich in unzählige Gruppen auf, Führerehrgeiz und hemmungsloser Individualismus führten zu immer neuen Spaltungen, der Gedanke einer hündischen Jugendfront/ schien endgültig gestorben zu sein. Die deutsche Jugend aber hatte das Erbe ihrer toten Väter und Brüder schlecht verwaltet, wenn sie auf die Dauer erlegen wäre. In den Freikorps, im Baltikum, in Oberschlesien und an der Duhr wurde die neue deutsche Jugendbewegung im Donner der Geschütze und im Abweh.k^mpf um die deutsche Heimat neu geboren. Die verschiedenen Jugendbünde waren die ersten, welche die Idee eines neuen Rationalismus vertieften und die Forde- rung erhoben, daß die deutsche Revolution in Staat und Wirtschaft mit einer Revolutionte- rung der (Seelen und Geister zu beginnen habe. Erst eine' spätere Zeit wird objektiv feststellen, daß die Frühlingsrevolution des Jahres 1933 undenkbar gewesen wäre ohne die in der hündischen Jugend des Rachkriegs geleistete geistige Vorarbeit- Je mehr die großen Parteien und Bewegungen sich an die Masse wandten, desto stärker wurden die hündischen Gruppen der deutschen Jugend zur Auslesebewegung, die in der echten Gemeinschaft des Erlebens den Führernachwuchs heranbildeten. Wan soll gerade heute, wo die Masse das Bild der Geschichte zu bestimmen scheint, nicht jene Heinen Gemeinschaften der deutschen Jugend vergessen, die längst den Raum jenseits der marxi- stischen Barrikaden erobert hatten, ehe diese Barrikaden selber fielen- Aber der Sieg der nationalen Revolution hat auch die Verbände der bündischen Jugend vor neue Aufgaben gestellt. Das Rebeneinander der Verbände hat ihren Sinn verloren- Gewiß sollen die Bünde, die ihre eigene ^ra- dition besitzen, nicht aufgehen in den großen Massenverbänden. Gewiß soll auch fernerhin die Vielfalt der einzelnen Gruppen un cinne einer schöpferischen Spannung erhalten bleiv^i- Ebenso notwendig aber ist es, daß die bundische Äugend eine gemeinsame güp r ung erhält, die jede Gewähr dafür bietet, daß künftighin keine Irrwege beschritten werden. Denn letzt geht es um den eigentlichen Einsatz, um den Einsatz im Arbeitsdienst und im Staatsdienst, in der deutschen Kulturerneuerung und im großen Rahmen der deutschen Jugendertüchtigung. Die hündische Front der deutschen Jugend hat^das Gebot der Stunde begriffen. Unter der Führung des AdmiralS v. Trotha und des Rittmeisters v. M ü n ch o w haben sich die großen deutschen Jugendverbände zu einem neuen Bund, dem „Großdeutschen Bund" zusammengeschlossen. Rittmeister v.Wünchow hat seinen ältesten deut- scheu Jugendbund, den „Jungsturm" mitgebracht. Admiral v. Trotha war seither der Bundesfuhrer der „Freischar junger Ration". Am Zusammenschluß sind ferner beteiligt die „Deutsche Frei- Berlin, 8. Aprll. (ENB.) Das vom Reichs- fabinett gestern abend beschlossene zweite Gleichschaltungsgesetz bestimmt in seinem ersten Para- graphen daß in den deutschen Ländern mit Ausnahme von Preußen der Reichspräsident auf Vorschlag des Reichskanzlers R e i ch s st a 11 ha Ite r ernennt. Sie haben die Aufgabe, für die Beachtung der vom Reichskanzler aufgestellten Richtlinien der Politik zu sorgen. Der Reichsstatthalter hat folgende fünf Befugnisse der Landesgewalt: L (Ernennung und Entlassung des V o r f i (} e n- den und auf dessen Vorschlag der übrigen Mitglieder bet Landesregierung. 2. Auslösung des Landtages und Anordnung der Reuwahl vorbehaltlich der Regelung des 88 des vorläufigen Gleichschaltungs- gefehes vom 31. März b. 3. Dieser Paragraph bestimmt, dafe die Landtage gleichzeitig mit dem Reichstag aufgelöst und neu- gewählt werden. 3. Ausfertigung und Verkündung der Landesgefehe eiuschliefelich der Gesetze, die von der Landesregierung geraäfe § 1 des Vorläufigen Gleichschaltungsgesehes beschlossen werden. Rach diesem Paragraphen 1 sind die Landesregierungen ermächtigt, außer den in den Landesverfassungen vorgesehenen Verfahren Landesgefehe zu beschließen. Dies gilt auch für • Gesetze, die den in Artikel 85 Abs. 2 und 87 Rv. bezeichneten Gesetzen entsprechen. 4. Auf Vorschlag der Landesregierung die (Ernennung und Entlassung der unmittelbaren Staatsbeamten und Richter, soweit sie von der obersten Landesbehörde bisher erfolgte. 5. Das Begnadigungsrecht. Die Wiederherstellung des Berussbeamtentums. Berlin, 7. April. (TU.) Das Gesetz über die Wiederherstellung des Berufsbeamtentums enthält nach dem „Völkischen Beobachter" folgende zwei Grundgedanken: Die Parteibuchbeam- ten werden ausgemerz t, soweit sie ohne entsprechende Vorbildung durch das frühere System zu Trägern der Staatsautorität gemacht worden sind. Die Frage der Pension wird individuell geregelt. Die Entscheidung darüber, wer bleibt und wer geht, wer ein Ruhegehalt erhält und wer dessen als unwürdig angesehen wird, liegt in den Händen einer Spruchkammer beim Reichsinnenministerium. Die Parteibuchbeamten werden entweder voll auf die Pension verzichten müssen, oder falls eine sachliche Rotwendigkeit vorliegt, erhalten sie geringe Pensionsbezüge. , Wie der .Völkische Beobachter" werter erfahrt, enthält das neue Beamtengesetz die Bestimmung, daß nichtarische Beamte grundsätzlich nicht als geeignet anzusehen sind, Träger der Staatsautorität zu fein. Dieser Grundsatz wird eingeschränkt durch die Bestimmung, daß diejenigen nicht-arischen teSS tl9€n WatlnIc’* b"l? * nq it 66 81) besonderer Bedeutung ist die Bestimmung des Gesetzes, daß Mihtrauensbeschlüsse des Landtages gegen den Vorsitzenden und die Mitglieder der Landesregierung unzulässig sind. Im Anfang des Gleichschaltungsgesetzes ,st die Regelung für Preußen, tote oben mitaeteilt, ausdrücklich ausgenommen. Sie erfolgt in besonderer Weise etwa mit der Bestimmung, daß in Preußen der Reichskanzler die in § 1 genannten Rechte des Statthalters aus übt. Es wird ausdrücklich festgelegt, daß Mitglieder der R e i ch s r e g i e r u n g gleichzeitig Mitglieder der preußischen Landesregierung sein können. Diese neue Regelung für Preußen macht die Verordnungen des Reichspräsidenten über das Deichskommissariat für Preußen überflüssig, und es ist deshalb damit zu rechnen, daß der Reichspräsident diese Verordnungen auf hebt. Das neue Gesetz zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich tritt am Tage der Verkündung in Kraft. Entgegenstehende Bestimmungen der Reichsverfassung und der Landesverfassungen gelten als aufgehoben. Wo die Landesverfassungen das Amt eines Staatspräsidenten vorsehen, treten diese Bestimmungen der Landesverfassungen außer Kraft- Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle monat$:8eingsprei$: Mit 4 Beilagen NM 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. zernfprechanlchlüsse unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten^ Anzeiger Gießen. Postscheckkonto: fironlfurt am Main 11686. Hr 84 ^rftes Blaff 183. Jahrgang Zamrfag, 8.Aprll 1933 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen Beamten im Dienst bleiben können, die schon in der Vorkriegszeit ihre Vestal- lungsurkunde erhalten haben und daß weiter Männer nichtarischer Abstammung, die nachweislich Frontsoldaten waren, ebenfalls ein Amt als Beamter in dem Reich, den Ländern und den Gemeinden ausüben können. Oer Ginn -er Reichsreform. Berlin, 7. April. (LU.) Die Reichspressestelle derRSDAP. schreibt zu dem Rcichsreformwcrk der Regierung u. a.: Das neue Tesetzgebungswerk über die Statthalterschaft in den deutschen Ländern, das die Regierung der nationalen Revolution soeben zum Abschluß gebracht Hot, kann in seiner slaatspolitischen Bedeutung kaum überschätzt werden. Es ist eine gesetzgeberische Tat, wie sie in der Geschichte des deutschen Reiches seit Jahrhunderten nicht verzeichnet ist. In klarer Erkenntnis ihrer Bedeutung und durchdrungen von der Rotwendigkeit der durch die nationale Erhebung sich wunderbar aufs neue gefügten seelischen Verbundenheit und Einheit des deutschen Volkes auch das ihr entsprechende staatliche Fundament zu geben, hat die Regierung Hitler diesen schöpferischen staatspolitischen Wurf zu einem wirklichen deutschen Volksreiche, zum ersten deutschen Rational st aat gewagt. Die Weimarer Verfassung brachte keine deutsche Reichsreform, sondern ließ in dieser Beziehung alles beim alten. Ein weiterer klarer Beweis dafür, daß ihr jede schöpferische Kraft fehlen mußte, weil sie aus Schwäche und Verrat geboren war.. Wäre sie eine deutsche Volksrevolution gewesen, so hätte sie sich niemals damit begnügen können, an die Stelle der Monarchie einfach eine Anzahl von Bonzenparlamenten zu setzen, die nicht die Einheit, sondern die Zersplitterung gewährleisteten. Alle diese bisherigen Entwicklungsstufen der deutschen Geschichte mußten überwunden werden, damit endlich durch das allumspannende Rationalgefühl des jungen Deutschland die politische Macht und Einheit der Ration auch staatsrechtlich gestaltet werden konnte. Die alten deutschen Stämme leben noch und sind die wahren Kraftspender der Ration. Gerade dieses Bewußtsein ist der tragende Gedanke des neuen Gesetzgebungswerkes. Ihre Schöpfer sind von dem Willen beseelt. Gewordenes und Gewachsenes nicht nur zu achten, sondern es zu fördern. — Sie wissen, dah Heimatliebe und blühendes kulturelles und wirtschaftliches Eigenleben der einzelnen Länder und Landschaften besser gewahrt sind und sich stärker entfalten können unter einer starken politischen Reichsgewalt, die sich auf die großen politischen Aufgaben der Ration beschränkt. als ein föderatives Staatengebilde, das in einem Gegeneinander der politischen Mächte die Kräfte der Ration als Ganzes verzehrt und verbraucht. Das deutsche Volk erkennt in diesein Reformwerk seiner neuen Führer die große und schöpferische Kraft, endlich das zu gestalten und zu vollenden, was seinem eigensten innersten Wunsche entspricht und die Sehnsucht von Jahrhunderten erträumt hat. Keine Schaffung neuer Orden oder Ehrenzeichen. Berlin, 8. April. (WTB. Funkspruch.) Zur Vermeidung von Mißverständnissen wird darauf hingewiesen, daß das vom Reichskabinett beschlossene Gesetz über Titel, Orden und Ehrenzeichen lediglich unter Aufhebung der bisherigen Bestimmungen des Artikels 109, Absatz 4 und 5, der Reichsverfassung d i e Ermächtigung erteilt. Ehrentitel und Orden wieder einzuführen und die Annahme von ausländischen Orden zu genehmigen. Es ist zur Zeit nicht beabsichtigt, neue Orden oder Ehrenzeichen zu schaffen. Die stummen Gäste von Zweilinben Roman vonAnny vonpanhuys. Copyright by Belletristische Korrespondenz Bechthold, 12. Fortsetzung. Rachdruck verboten! Bor dem Kreuz machte er hall, stützte sich darauf und versuchte, sich zu besinnen, was eigentlich geschehen und weshalb er so gelaufen war, daß er gar keinen Atem mehr hatte. Die kalte Luft und die feuchten Schneeflöckchen hatten ihn doch schon etwas ernüchtert. Ihm fiel jetzt ein, was es gegeben, und er hielt sich fest an dem Kreuz, so erbebte er vor Schreck. Zweilinden hatte ihm im offenen Lokal ins Gesicht geschlagen, war ihm mit der Peitsche nachgerannt, wie einem bösen, bissigen Köter! Er war ja blamiert vor der ganzen Kreisstadt und der ganzen Umgebung. Keinem Menschen hier konnte er noch offen in die Augen sehen. Man würde ihn verspotten und verlachen Aber er schoß gut. Zweilinden mußte ihm vor die Pistole! Er zog seine Hand von dem Halt zurück, auf dem sie geruht; der Halt war so eisig, daß es ihn durchschauerte. Er blickte nieder, und Grauen packte ihn, denn er erkannte jetzt, er halle sich auf das Kreuz gestützt, auf dem geschrieben stand: „Hier starb von verruchter Mörderhand: Konrad von Zweilinden. Wanderer, bete für seine Seele!" Ein Schüttelfrost überfiel ihn, drückte ihn in die Knie; sein Kops sank gegen den Stein des Kreuzes. So lag er wohl fünf Minuten lang; dann erhob er sich langsam und schlich wie ein Dieb heim. Am nächsten Tag bildete die Szene zwischen den beiden Männern das Tagesgespräch der ganzen Umgebung, und auch Inspektor Flügge hörte davon. Er freute Jtdj über den Denkzettel, den Wulf Speerau erhalten, er hatte ihn vielleicht überreichlich verdient. Zwei Tage später kam Inspektor Hans Durhardt vom Dorwerk und bat Betllna um eine Unterredung. Es war am Vormittag, und Betllna empfing ihn sofort. Er fand keinen rechten Anfang. Aber schließlich sagte er: „Sie sind ja keine Zimperliese, Fräulein Claudius, und ich darf wohl offen zu Ihnen reden: Herr von Zweilinden will heimlich fort, er trifft alle Vorbereitungen dazu. Und gestern nacht hat er sich total betrunken, und nun schläft er noch. Die Gelegenheit habe ich benutzt und bin hergefahren, um Ihnen alles zu erzählen, denn Sie wissen sicher noch nichts von dem, was die Spatzen hier schon von den Dächern pfeifen." Bettina blickte ihn verwundert an, sagte fast schroff: „Halten Sie sich nicht mit zu langen Vorreden auf. Mein Vater war zwar Lehrer, aber seine Norman Davis in Berlin. Rücksprache mit dem Reichskanzler. - Wie steht Deutschland zur Abrüstung? Oie Vorbereitung der Weltwirischastskonferenz. Berlin, 8. April. (WTB. Funklpruch.) Der außerordenlliche amerikanische Botschafter Norman Davis ist heute um 8.30 Uhr in Berlin ei n - getroffen. Er halle heute vormittag eine längere Unterredung mit Reichsaußenminister Freiherr von Neurath. Gegen 12 Uhr wurde er vom Reichspräsidenten von Hindenburg empfangen. Er ist heute mittag Gast des Reichsaußenministers. Für heute abend ist ein E m p f a n g beim Reichskanzler vorgesehen, bei dem der Reichsaußenminister gleichfalls zugegen fein wird. Dor seiner Abreise aus Paris erklärte er einem Vertreter des „Paris Soir", in Berlin wolle er neben dem Außenminister auch den Reichskanzler Hitler aufsuchen. Er wolle feststellen, wie der eigentliche Standpunkt der Reichsregierung zur Abrüstung aussehe. Auf die Frage, ob die amerikanische Regierung die Absicht habe, als Vermittler zur Erleichterung einer Lösung der verschiedenen wichtigen Fragen einzugreifen, erwiderte Ror- man Davis, daß Washington nicht die Absicht habe, sich unmittelbar in die europäischen Fragen einzuschalten. Rorman Davis beabsichtigt, am Dienstag wieder in Paris zurück zu sein. Ein wesentlicher Teil der Berliner Beratungen von Norman Davis wird den Vorbereitungen der zweiten Weltwirtschaftskonferenz gewidmet sein. Der Reichskanzler hat ja bereits in seiner Regierungserklärung vom 23. März dargelegt, daß wir den Plan einer Weltwirtschaftskonferenz begrüßen und mit ihrem baldigen Zusammentritt einverstanden sind. Die jetzige Regierung der Vereinigten Staaten hat wiederholt ihre Absicht erklärt, die Initiative für eine allgemeine Senkung der Einfuhrzölle zu ergreifen. Man wird sich in Deutschland einer solchen Mitarbeit auf dem Gebiete der industriellen Zölle nicht entziehen. Das Ziel dabei muß sein, daß die allgemeine Z o l l h ö h e in den wichtigen Ländern des internationalen Güteraustausches untereinander ausgeglichen wird. Eine Vorkonferenz von Vertretern der Großmächte zur Vorbereitung der Weltwirtschaftskonferenz in Washington wird von der Reichsregierung begrüßt. Das Vorbereitende Komitee für die Weltwirtschaftskonferenz in Genf hat in zwei arbeitsreichen Tagungen zwar schon wichtige Vorarbeiten für die Konferenz geleistet und ein Verhandlungsprogramm ausgearbeitet. So wertvoll diese Arbeit ist, so kann aber doch nicht verkannt werden, daß diese Arbeit über d i e Herausarbeitung der Probleme nicht hinausgekommen ist. Nach den Erfahrungen mit großen internationalen Wirtschaftskonferenzen genügt das nicht zur Vorbereitung. Es ist notwendig, daß auch schon die Lösung der Probleme in den Hauptlinien vorher vorbereitet wird. Dafür könnte eine solche kleine Vorkonferenz in Washington wertvolle Dien ft e leisten. Die Einladung Amerikas zu Vorbesprechungen in Washington. Washington, 7. April. (WTB.) Das Staatsdepartement hat der deutschen, der französischen und der italienischen Regierung durch die hiesigen Botschafter die Einladung übermittelt, Vorbesprechungen über d i e Weltwirtschaftskonferenz mit ihm zu pflegen. In der Einladung wird betont, daß die eigentliche Konferenz nach wie vor für London vorgesehen ist. In Washington soll lediglich ein Meinungsaustausch über den A b - bau der internationalen Handelsschranken stattfinden, damit ein glatter Verlauf der Londoner Konferenz gewährleistet wird. Es ist weder beabsichtigt, gemeinsame Besprechungen am runden Tisch abzuhalten, noch ist eine gemeinlame Erörterung der Schuldenfrage geplant. Vielmehr will das Staatsdepartement mit dem Vertreter jeder auswärtigen Macht einzeln verhandeln. Die Einladung richtet sich zwar an die Regierungschefs selbst. Aber die amerikanische Regierung bringt xum Ausdruck, daß es ihr ebenso recht ist, wenn andere Mitglieder der Kabinette hierherkommen, oder wenn die Verhandlungen durch die in Washington akkreditierten Botschafter geführt werden. Göring wird preußischer Ministerpräsident Berlin, 8. April. (CRB. Funkspruch.) Die wir erfahren, steht nunmehr fest, daß Reichsminifter Göring zum Ministerpräsidenten in Preußen ernannt werden wird. Vizekanzler von Papen durfte selbst auf die Ernennung zum Ministerpräsidenten in Preußen verzichtet haben. Ls verlautet, daß er andere wichtige Aufgabengebiete für das Reich übernehmen wird. Man rechnet damit, daß — abgesehen von Preußen — im ganzen zehn Statthalter eingesetzt werden, und zwar je einer für Bayern, Sachsen, Dürltemberg, Vaden, Hessen, Thüringen, ferner ein gemeinsam er Statthalter für beide Mecklenburg, ein weiterer gemeinsamer für Braunschweig und Anhalt, außerdem ein gemeinsamer Statthalter für Oldenburg und Lippe und schließlich einer für die drei Hansa st ädte zusammen. Oer große Appell der SA. im Rundfunk. Berlin, 7. April. (TA.) Der Deutschlandsender teilt mit: Weit übereine halbe Mil - Dorfahren waren alle Bauern, die Männer und die Frauen." Er berichtete nun, was sich vor einigen Tagen im Hotel „Eichkatz" in der Kreisstadt zugetragen. Bettina lauschte mit angehaltenem Atem, und ihr Herz schlug stark vor Zorn über die Gemeinheit Wulf Speeraus. Schließlich schloß Hans Durhardt: „Herr von Zweilinden liebt Sie, Fräulein Claudius, und es hat ihm sehr weh getan, was sich Graf Speerau herausgenommen. Nun fürchtet er sich aber vor Ihnen und will fort. Und das wäre doch schade, wenn er wieder so ins Zweifelhafte zurückliefe. Ex ist im Grunde gut, aber er hat große Neigung zum Alkohol und ist jähzornig; ich hatte Angst um ihn, und da dachte ich, am besten ist es, Ihnen die volle Wahrheit zu sagen." Bettina holte tief Atem. „Sie haben ganz recht gehandelt, Herr Inspektor, und ich werde mit Ihnen nach dem Vorwerk fahren, ich will mit ihm reden." Der junge Inspektor nickte zufrieden. „Ja, kommen Sie mit, Sie haben immer so etwas Sicheres und Klares im Sprechen und handeln, Fräulein Claudius, und damit werden Sie ihn zur Vernunft bringen." Und Bettina brachte Ottfried von Zweilinden zur Vernunft. Sie stellte sich vor ihn hin und fuhr ihn an: „Willst du mich hier in der ganzen Gegend bloßstellen, bann laufe wieder fort, wie du es damals mit deinem Vater gemacht hast." Sie sprach gemäßigter weiter: „Ich habe Wulf Speerau geliebt, ja, aber er begehrte nur die reiche Erbin, und als es hieß, ich erbe nichts, zog er sich auf häßliche, brutale Weise zurück. Meine Liebe starb an Verachtung und Ekel. Du liebst mich, hat mir dein Inspektor verraten, der mir auch verriet, du willst weglaufen, und da bin ich gekommen, dir einen Vorschlag zu machen." Er stand wie ein bummer Junge vor ihr, ber aus- gescholten wirb, und wagte ben Blick nicht vom Boden zu heben. Sie fragte: „Ist bas wahr, liebst bu mich wirklich, hat ber Inspektor recht? Warum kommst bu nicht einmal zu mir, um dich darüber auszusprechen?" Er wechselte die Farbe, erwiderte leise: „Es ist eine Beleidigung, wenn es dir ein Mensch sagt, wie ich einer bin." „Nachträglich betrachtet, ist es eine viel größere Beleidigung für mich, wenn es ein Mensch wie Wulf Speerau zu mir sagt. Und er hat es doch getan", gab sie zurück. „Es war eine Gemeinheit, eine Unverschämtheit", brauste er auf und hob den Blick. Sie nickte. „Damals habe ich mich darüber gefreut", erwiderte sie, „jetzt aber gebe ich dir recht, es war eine Gemeinheit, eine Unverschämtheit. Jedoch nun antworte mir: Liebst bu mich wirklich, Dttfrieb?" lieber feine Züge glitt es wie Sonnenschein. Hon SA.- und SS. -Männer treten am Samstagabend in Deutschland und Oesterreich an. Der oberste Führer Adolf Hitler wird um 19 Ahr im Berliner Sportpalast die Berliner SA. und SS. und durch das Mikrophon die in allen deutschen und österreichischen Gebieten angetretenen SA.-Formationen begrüßen. Punkt 19 Ahr wird des Führers Ruf: „Heil SA." und der Gruß der SA.: „Heil mein Führer" erschallen und im ganzen Reiche Widerhall finden. Dann wird der Führer zur SA. sprechen und die ungezählten MiUionen in Deutschland und Oesterreich werden die Worte hören. Vor dem Appell gibt Dr. Goebbels ein Stimmungsbild für die Rundsunkhörer. Die Gesamtübertragung erfolgt 18.45 Ahr durch den Deutschlandsender. Alle deutschen Sender find angeschlossen. Kleine politische Nachrichten. Reichspräsident v. Hindenburg empfing den neu ernannten kaiserlich japanischen Botschafter Matsuzo Ragai zur Entgegennahme seines Beglaubigungsschreibens. An dem Empfang nahmen außer oen Herren der Umgebung des Reichspräsidenten, der Reichsminister des Auswärtigen Frh. v. Reurath sowie Staatssekretär v. Bülow teil. „Ja, ich liebe dich, Bettina, liebe dich mehr als mein Leben, aber —" Sie sah ihn ernst an. „Dann gibt es kein „Aber", dann ist es am besten, mir heiraten uns. Nach der bösen Skanbalsache im Hotel „Eichkatz" zwischen Wulf Speerau und dir wirb meine Person nun mit in allerlei Geklatsch hineingezogen werben; aber wenn wir uns verloben, sieht man bas Geschehene anbers an. Unb auf diese Weise fällt auch Zwei- linden wieder an dich zurück und wird wieder Eigentum eines Zweilinden. Bor allem aber wagt es dann niemand, mich so zu verklatschen, wie man es sicher tun würde, wenn ich keinen männlichen Schutz habe. Ich sitze überhaupt zu allein im Herrenhaus, cs ist zu groß für mich." Ihre Augen flammten auf. „Ich traue, feit ich das mit Wulf Speerau erlebte, keinem Mann mehr. Ich bin reich, und ich würde bei jedem, der mir von Liebe spräche, daran denken müssen, daß Wulf Speerau nur mein Geld geliebt hat, unb daß es jeder andere auch tut. Bei bir aber ist es nicht so. Du gehörst beinern Blut unb Recht nach auf ben Platz, ben ich einnehme, unb ich will ihn gern mit bir teilen, ben ich mit keinem anderen ohne Mißtrauen teilen könnte. Ich möchte mir, verzeihe, daß es ganz sachlich klingt, durch deine Person ein für allemal Ruhe verschaffen vor Klatsch und Mitgiftjägern. Ich liebe dich nicht, aber bu bist mir sympathisch. Ich glaube, ich könnte dich sehr gern haben, schon weil mich vieles an dir an Vater erinnert, den ich geliebt unb verehrt habe." Sie lächelte. „Ich weiß, ich tue etwas sehr Ungewöhnliches, aber mgs schabet das. Ueberlege bir nur meinen Vorschlag recht halb. Mir liegt viel an beiner Antwort, denn ich will nicht, baß Klatsch unb Verläumbung jetzt aus- jchlachten, wozu Graf Speerau unb bu ihnen Gelegenheit gegeben hast." Sie wiederholte heftig: „Ich will es nicht!" Ottfried von Zweilinden hatte das alles in sich aufgenommen, als hinge von jedem Wort sein Seelenheil ab. Nun fragte er stark betont: „Unb bu glaubst, Bettina, mich eines Tages gern zu haben?" Bettina neigte ben Kopf. „Ja, ich glaube es. Auch läge bas völlig in deiner Hand. Wenn bu bein unseliges Vätererbteil, ben Jähzorn, nach besten Kräften meisterst unb nicht mehr trinkst, wie bein Durst verlangt, bann werbe ich dich vielleicht eines Tages sehr gern ljaben." Zweilinben sah sie plötzlich mit so glückseligen Augen an, baß sie Rührung empfanb. Die Liebe, die er ihr entgegenbrachte, war echt, bas spürte sie wie eine heilige Gewißheit. Plötzlich neigte er sich tief, brückte ihre Hanb an die Lippen. Nachdem er sich wieder aufgerichtet hatte, lächelte er sie an. „Ich habe einmal in meinen ganz jungen Jahren ein Theaterstück gesehen, darin küßte ein Edelmann den Kleibersaum ber Frau, die er liebte. Ich habe das bamals furchtbar komisch gefunden unb laut gelacht. Und heute, Bettina, l)eute mit einem Male Im Reichsernährungsministerium fand eine Besprechung mit Vertretern der Länder übe, die Herabsetzung der Schlachtgebühren statt. Ein Reichsrahmengesetz soll über dis Vieh- und Schlachthöfe und insbesondere für Reuregelung, der Gebühren geschaffen werden. Schon in Kürze soll jedoch eine Entscheidung über die Gebühren auf den Schlachtviehhofen, auf dem Schlachtviehmarkt und auf dem Fleischgroßmarkt getroffen werden. Deutschland mit dem unverfälschten Muffoliniplan einverstanden. Kein deutscher Gegenvorschlag. Berlin, 7. April (CNB.) Nachdem gestern derenglischeGegenvorschlag zum Mus- soliniplan den deutschen Amtsstellen zugeleitet worden ist und die französischen Gegenvorschläge wahrscheinlich in der nächsten Zeit herauskommen werden, ist verschiedentlich die Frage aufgetaucht, ob auch deutscherseits ein Gegenvorschlag gemacht werden wird. Davon kann aber keine Rede sein. Deutschland hat es gar nicht nötig, einen Gegenvorschlag zu machen, da es mit dem ursprünglichen Plan Mussolinis durchaus einverstanden ist und höchstens einige kleinere Retuschen wünschen könnte. Diese Auffassung ist auch in dem in letzter Zeit dauernd durchgeführten Gedankenaustausch mit Rom und London zum Ausdruck gekommen. Wenn Deutschland einen Vorschlag machen müßte, so könnte es nur der gleiche Vorschlag sein, wie ihn der Mus- soliniplan darstellt. Was Deutschland verlangt, ist lediglich der unverfälschte und unverdünnte Mussoliniplan. Kirche und Giaai in Hessen. Eine Kundgebung der Evangelischen Kirchenregierung. Darmstadt, 7. April. (WER.) Die Evangelische Kirchenregierung in Hessen hat sich am 6. April 1933 in ihrer ersten Sitzung nach der staatlichen Umgestaltung eingehend mit der Frage des Verhältnisses von Staat und Kirche beschafttgt. Sie erläßt folgende Kundgebung: „Die evangelische Kirche bekennt sich heute so gut wie in den Tagen der Väter in Treue zur deutschen Heimat, in der sie nach Gottes Willen gewachsen ist. Evangelischer Glaube ist aufs engste verbunden mit deutschem Volkstum, das seine Eigenart, seine Seele, sein Denken, seinen treuen und tapferen Sinn weithin aus den ewigen Quellen der Reformation empfangen hat. Protestantisches Denken bejaht die deutsche Ration, die vom Herrn aller Geschichte geschaffen ist und aus Rot und Trübsal ihren Weg zu Recht und Freiheit in der Welt gehen wird. Deutsches evangelisches Christentum steht zum Deutschen Reich, zu dessen Dienst es sich von Gott durch das Evangelium berufen weiß. Diese hohen Güter der Ration hat die evangelische Kirche durch alle Zeiten, durch Krieg und Revolution, in treuen Händen gepflegt. Sie braucht sich also hier nicht umzustellen. In der Erfüllung ihres Dienstes muß sich die evangelische Kirche auf ihre eigentliche Sendung besinnen. Sie will allen dienen. Sie ist Heimat für alle Volksgenossen, die zu ihr gehören, ohne Anterschied des Standes, des Berufs und der Par- t e i. Sie weiß sich zu dem einzigartigen Dienst berufen, das Wort Gottes zu verkündigen und unentwegt auf die ewigen Lebensgesehe des Schöpfers und Erlösers hinzuweisen, ohne die eine Ration nicht gestaltet werden und ein Volk nicht leben kann. Gottesfurcht habe ich verstanden, wie bas aufzufassen ist, unb daß man bas Verlangen haben kann, so etwas zu tun bei einer Frau, bie man nicht nur begehrt, die man auch verehrt, weil mantzweiß, sie ist viel zu schabe für einen Menschen, wie man boch nun mal ist/' Bettina bachte, welche Tiefe steckte in Ottfried von Zweilinben, der ein wenig plump wirkte, ber jähzornig war unb manchmal über den Durst trank, der davongelaufen in bie weite Welt und > zehn Jahre draußen herumgestrolcht. Sie reichte ihm die Hand. „Ich erwarte dich heute nachmittag in Zweilinden, wir wollen alles besprechen." Er erwiderte glücklich: „Ich werde kommen; aber nenne mir lieber eine bestimmte Stunde, sonst fängt bei mir der Nachmittag spätestens in zehn Minuten an." Sie mußte lachen und er lachte auch, und unten stand Hans Durhardt unb freute sich, weil beide, als sie aus dem Hause traten, so vergnügt aussahen. Zweilinden faßte ihn scherzend am Ohr, flüsterte: „Olle Petze, Spion, Verräter!" Bettina nickte ihm zu: „Ich danke Ihnen, lieber ■$)err Durhardt, daß Sie mich geholt haben, es hätte mir sehr leid getan, wenn er wieder weggelaufen märe. Zum Dank sollen Sie auch der erste sein, der die Neuigkeit erfährt; wir werden uns Neujahr verloben, Herr von Zweilinden und ich!" Der junge Inspektor strahlte. „Ach, nun bin ich doppelt froh, daß ich spioniert, gepetzt unb Verrat geübt habe." Er blickte fragend. „Soll bie Neuigkeit noch geheimgehalten werben?" Bettina stieg in ben Wagen. „Ich wüßte keinen Grunb dafür. Sie, Herr Inspektor, sind natürlich unser Verlobungsgast." Der Inspektor wollte sich auf den Bock schwingen, doch sein Herr schubste ihn zurück. „Wäre ja noch schöner, was Bettina? Ich fahre dich nach Hause.' Er knallte luftig mit der Peitsche, und los ging es. Bettina dachte, er war eigentlich wie ein großes Kind, dieser Mensch, ber so rabiat unb starrköpfig fein konnte. Sie wollte es als ihre Lebensaufgabe ansehen, alles Gute in ihm freizulegen unb alles minber Gute zu ersticken. Die frische Schneeluft kühlte Stirn unb Wangen; es war so wohltuenb. Als man Zweilinben erreichte, sagte Dttfrieb spitzbübisch: „Vielleicht geht meine Uhr ein bißchen vor, aber auf ber hat ber Nachmittag schon mächtig an- gefangen! Guck selbst, Bettina." Er hatte ben Zeiger auf -bie Zahl vier gestellt. Unb wieder lachte Bettina; und so mußte denn ein Knecht ausspannen, und Ottfried von Zweilinden durfte mit ins Haus und wurde zu Tisch emgelaben. Inspektor Flügge ward auch gerufen, unb zu dreien feierten sie eine kleine Vorverlobung, Ernst Flügge gefiel bie Losung sehr, bie Bettina gesunden, um aus allem Klatsch und Tratsch herauszukommen. (Fortsetzung folgt) CLUB ' ■ • ■ . . !' !?** Aus der Provinzialhauptstadt st. Sie etlaot folgende Mchsbahnarbeilen im Gießener Bezirk aat in Reffen. >er Evangelischen zierung. MSÄ.) Die Hessen hat sich M «W Sitzung nach b« Mit Lust und Liebe." Weg zu Recht und Frei- i wird. Deutsches ct>on< eht zum Deutschen t es sich von Sott durch weih. Diese hohen Güter igelische Kirche durch alle d Revolution, in Neun braucht sich also hin i Vienftti muß sich ' ihre eigcntlichi . Tie wiii allen b:> alle DMgenvsten, dir re Unterschied der russ und der Par« dm einzigartigen D.en'i ktes zu verkündigen und igen Lebensgesehc d Erlösers hinzM'.' :on nicht gestaltet vxr!>en dann. Sottessurcht und Gottvertrauen, Gerechtigkeit undOrdnung sind die Grundfesten allen Staatlichen Lebens. Ohne christlichen Bruder- sinn und hingebende Opferbereit- schäft f ü r das Ganze kann die Nation nicht neu erstehen. Unsere Gemeinden und BerbänDe sollen unerschütterliche Stühpunlre solchen Glaubens und solcher Gesinnung sein und immer mehr werden. , , , Diese hehre Ausgabe kann aber die Kirche im Dienst und zum Wohle des Boltes nur dann erfüllen, wenn ihr Lebe nsrecht, Freiheit und Selbständigkeit vom Staat verbürgt und in seiner starken Gemeinschast gewahrt wird. Wir danken es der neuen Reichsregierung, ihrer Führung und unserer hessischen Etaatsre- gierung, das) sie wiederholt Recht und Notwendigkeit dec Sendung der Kirche an Bolt und Staat betont, sich bewußt z u den Grundsätzen des Christentums bekannt, allem Gottlosenwesen den Kampf angekündigt und der Kirche Schutz und Recht feierlich zugesagt hat. Die Kirchenregierung ruft alle Glaubensgenossen feierlich auf, mitzuhelfen, daß die evangelische Kirche des Hesfenlandes ihre von Gott ausgetragene ^Sendung in Treue an Heimat, Dolk und Da- terland erfüllen kann." ist nur für ihn und seine Famllie. Lind cm Blumenstrauß aus seinem Garten leuchtet ganz anders, als der, den er sich erst kaufen muh. Man kann viel von den Gartnern lernen, dre noch neben ihrer Arbeit ihr Stückchen Land umgraben. Gemüse und Blumen ziehen. Sie suchen und finden Freude und Erholung m der schonen Natur. Die Arbeit, die si» dafür leisten muffen, vollbringen sie mit Lust und Liebe. Und das ist wohl die Hauptsache. H. Guter Geschmack bei Zeitungsanzeigen! che bekennt sich heute so: .der Räter in Treue 1 m a L in der sie nach )fen ist. Evangelischei sie verbunden mit um, das seine Eigenart, ken, seinen treuen unb : aus den ewigen Quellen gen hat. Protestantische- rutsche Ration, dir £ hie geschossen ist und ati lerie 10 biS 30 Pf. daS Stück, Radieschen 12 bis 15 Pf. das Bund: Kartoffeln 2,50 NH. per Ztr. Piornotizcn. — Tageskalender für Samstag: Berein ehemaliger 116er, 20.15 Uhr, Postkcllcr, Hauptversammlung. — Bauerscher Gesangverein, 20.30 Uhr, .Aquarium", Herren-Kommers aus Anlaß des 69. Stiftungsfestes. — R. d. Z., 20.30 Uhr, Monatsversammlung mit Damen. — Turnverein von 1846, 20.30 Uhr, .Bayerischer Hof", Nlonatsversammlung. — G. R. G., 20-30 Uhr, Bootshaus, Generalversammlung und Trainings- verpslichtung. — 2. f. B. 08, 20.30 Uhr, Derems- heim, ordentliche Jahreshauptversammlung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: .Der Ehoral von Leuthen". — Astoria-Lichtspielc. Seltersweg: ,Ra- dio-Polizei-Patrouille" und .Kasernenhof — Tageskalender für Sonntag: Stadttheater, 19 bis 22 Uhr, „Dor Sonnenuntergang". — Oberhessischcr Kunstverein, Turmhaus am Brandplah, 11 bis 13 Uhr, Frühjahrs-Ausstel- lung. — Hessische Garde-Dragoner 23, 14.30 Uhr, „ Andres", Jahresversammlung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Der Choral von Leuthen". — Astoria-Lichtspiele, Selterswea: .Radio-Polizei- Patrouille" und .Kasernenhof'. = r elLH. 5 LW 'Oem Neistzs In anerkennenswerter, Weise hat die Reichsbahnverwaltung auch in diesem Jahre wieder umfangreiche Ärdeitsprojekte im Bezirk des Reichsbahnbetriebsamtes I in G i e - ßen vorgesehen. Eine Anzahl Arbeiter und Gewerbetreibende werden von dieser Arbeitsbefchaf- furtg Vorteil haben. Das Bauprogramm sieht auf der INain-Weferstrecke die Fertigstellung einer wegeüber - führung in der Gemarkung von Oder-Mörlen bei Bad-Nauheim vor, für die ein Kostenaufwand von rund 30 000 Mark veranschlagt ist. Ferner soll eine neue Wegeüberführung in der Gemarkung von Kirch-Göns unter Aufwand von 50 000 Work Baukosten hergestellt werden. Aus dem Bahnhof Gießen soll ein neues elektrisches Kraft st ellwerk erstehen, dessen Kosten mit rund 80 000 Mark veranschlagt sind. Ferner wird im Bahnhof Gießen die Anlage der Viehwagenwäsche Wünsche des Einzelhandels. Berlin, 7. April. 3n einer Pressebesprechung der Hauptgemeinschaft des deutschen Einzelhandels erklärte das neue geschäftsführende Borstandsmitglied Dr. H i 1 l a n d, Hauptaufgabe für die nächste Zeit werde es sein, die Mängel des Zugabeverbotes, welches bisher durch den Einfluß einer kleinen Industriegruppe in seiner Wirkung abgeschwächt worden sei, zu beseitigen. Gin vollständiges Zugabeverbot sei nur noch eine Frage weniger Wochen. Angesichts der derzeitigen schwierigen Lage des Einzelhandels werde eine Sperre für die Errichtung neuer Geschäfte eingeführt werden müssen. Auf Anfrage teilte Dr. Hilland mit, daß die jüdischen Geschäftsinhaber wohl in den Verbänden bleiben sollen, aber nicht in den Dor ständen und Ausschüssen. Denn auch sie müßten der Kontrolle des Derbands unterliegen. Das große Ziel sei, die Hauptgemeinschaft zu einer ständischen Zwangsorganisation auszubauen, die auch die heute noch außerhalb der Hauptgemeinschaft stehenden Kreise des Einzelhandels umfasse. MM inOltiriebuon iig plump Este, d" ' ial über den Durst tMk, .je weite Welt uni« 3^ rolcht- Der Staatskommissar für das Polizeiwesen, Dr. Best läßt aus gegebenem Anlaß daraus Hinweisen, daß auch Zeitungsanzeigen, besonders auch Filmanzeigen, sich unbedingt in den Grenzen des guten Geschmackes zu halten haben, andernfalls sich die Zeitungen Schwierigkeiten aussehen und die Dorführung der Filme verboten wird. Oberhessischcr Kunstverein. Dom Ober hessischen Kun st verein wird uns geschrieben: Die „Große Frichjahrsausstellung" des Kunstvereins beginnt Sonntag, 9. April, 11 Llhr. Sie zeigt in 70 Werken einen Teil des in Gießener Familien vorhandenen Kunstbesitzes. Mancher Besucher wird überrascht sein von der Hochwertigkeit und Reichhaltigkeit des Bildmaterials. Da die Werke von den einzelnen Besitzern aus- gewählt sind, wird die gesamte Ausstellung die durch einen ausführlichen Katalog erläutert wird, sicherlich starkem Interesse begegnen, zumal mehr als 20 Jahre vergangen sind, seit eine derartige Zusammenstellung des privaten Besitzes erfolgt ist. Taten für Samstag, 8. April. 1859: Der österreichische Generaloberst Josef Frhr. v. Roth°Limanowa in Wien geb.; 1865: General Erich Ludendorff in Kruszewnia (Posen) oeb • 1886: Der Dichter Diktor v. Scheffel in Karlsruhe geft.; 1925: Der Derlagsbuchhandler Fritz Daedecker in Leipzig geft Daten für Sonntag, 9. April. 1818: Christian IX., König von Dänemark, in Gottrop geb.; 1832: Der Generalfeldmarschall -Alfred Graf von Waldersee in Potsdam geb.; 1835- ®er Staatsmann Wilhelm von Humboldt in Tegel bei Berlin geft.; 1848: Der italienische Komponist Gaetano Donizetti in Bergamo gelt.; 1852: Der Dichter Emil Prinz von Schonaich- Carolath in Breslau geb.; 1912: Der Schauspieler Ernst von Possart in Berlin geft.; 1922- Der General Erich von Falkenhayn auf Schloß Lindstedt bei Wildpark geft. Gießener Wochenmarktpreise. * Gießen, 8. April. Cs kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Süßrahmbutter 110, Land- butter 110, Kochbutter 90, Matte 20 bis 25 Pf. das Pfund, Käse 5 bis 10, Eier 8 Pf. das Stuck, Wirsing, gelb, 12 bis 15, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 10 bis 15, Gelbe Rüben 10 bis 12. Rote Rüben 10, Spinat 20 bis 25, Unter-Kohlrabi 6 bis 8, Feldsalat 80 bis 100, Zwiebeln 10, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Rhabarber 40, Kartoffeln 3, Aepfel 20 bis 30, Dorrobst 35 bis 40, Obstmus 40 bis 45, Russe 40, Junge Hähne 70 bis 90, Suppenhühner 70 bis 80 Pf. das Pfund, Tauben 40 bis 60, Blumenkohl 30 bis 60, Salat 25 bis 30, Salatgurken 60 1 bis 70, Endivien 10 bis 20, Lauch 5 bis 10, Sel- bos aufzufchn ist. uni haben kann. |o etwas N man nicht nur begehrt, d hen, wie man doch nun * »r, ’ ^Wlbn9^' Mischend m utihr7 u r ma‘ SÄ kleinere s uernb I i und I ! in Herbstein antreten. ** D i e ersten Schwalben. Don dem Besitzer der Müllerschen Badeanstalt erhalten wir die Mitteilung, daß heute früh die ersten Schwalben in unserer engeren Heimat eingetroffen sind. ** Ein Betrüger fest genommen. Der heutige Polizeibericht meldet: Wegen Unterschlagung und Betrugs wurde heute vormittag der 32- jährige Kaufmann Erwin Gerhardt von hier feftgenommen. Der Betrüger lieft sich bei verschiedenen Druckereien Rcchnungssoinnulare von Aerzten geben, die er als Muster für einen aufzugebenden Auftrag benutzen wollte. Er stellte dann auf diesen Formularen Rechnungen auf den Namen feiner Mutter, di? der Beamtenkrankenkasse angehörte, aus und quittierte sie mit dem Namen des betreffenden Arztes, dessen Rechnungsformulare er gerade benutzte. Mit dieser quittierten Rechnung fuhr er dann nach Darmstadt und kassierte dort bei der Rechnungsstelle der Krankenkasse den Betrag ein. Gerhardt hat auf diese Weife die Krankenkasse um mehrere hundert Mark betrogen. In der gleichen Weise schädigte er den Leipziger Verein „Barmenia". In diesen Fällen stellte er die Rechnungen auf ferne eigene Person aus, da er selbst Mitglied dieser Kasse ist. Gerhardt wird dem Amtsgericht zugeführt. . " Bedeutende Erweiterungen Der MüllerschenBadeanstalt. In den letzten Wochen hat die Müllersche Badeanstalt an der Lahn einige bedeutende Umgestaltungen erfahren. An der Seite nach dem Männerbadeverein zu wurde eine völlig neue, große Zellenhalle gebaut, in deren beiden Stockwerken insgesamt 130 Zellen untergebracht werden. Die Zellenhalle ist zeckmäßig gebaut. Der Gang vor den Kabinen ist überdeckt. Das Damenbad. das bisher nur durch eine wenig schöne Bretterwand vom Familienbad getrennt war, hat seinen Platz auf der anderen Seite des Flusses gefunden. Es wurde ein ziemlich großes Stück Land gepachtet, auf dem 40 Kabinen erstellt wurden. Eine große Wiesenfläche steht als Sonnenbadeplah zur Der- erneuert unter Aufwendung von rund 12 000 Mark. Auf der Fuldaer Strecke erhält der Bahnhof Saofen ein neues Beschisst e l l w e r k für etwa 18 000 Mark. Mit rund 50 000 Tagewerken — die Gefamtkoslenhöhe läßt sich hierbei im voraus nicht genau bestimmen — find Gleisbearbeitungen an 60 Kilometer Gleisen erster Ordnung und 50 Kilometer zweiter und dritter Ordnung, ferner Umbauten der Gleisanlagen im Bahnhof Gießen Nordende mit etwa 50 Weichen vorgesehen-, auch hierbei dürfte im Ergebnis eine sehr namhafte Summe herous- kommen. Neben diefen Projekten kommen noch die laufenden Unterhaltungsarbeiten an den Bauten und Anlagen der Reichsbahn zur Ausführung. Die vorgenannten Bauten find zum Teil schon in Angriff genommen, zum Teil in die Wege geleitet worden, damit so rasch wie möglich in umfassender Weise Arbeit geschaffen wird. fügung. Sine schöne, neugezimmerte Brücke stellt die Verbindung zum anderen Flußufer dar. Sin weiteres Stück Land wurde dadurch gewonnen, daß Sumpfgelände am Hohl-Eichweg durch den Freiwilligen Arbeitsdienst aufgefüllt wurde, wodurch der Platz des Schwimmvcrcins eine Vergrößerung erfahren hat. Wenn die neuen An- agen fertiggestellt sind, wird sich die gesamte Badeanstalt in neuem Gewände präsentieren, denn sämtliche Kabinen werden, soweit es nicht schon geschehen ist, bis dahin mit einem weißen Anstrich versehen, der durch die schmale rote Kante Der Türrahmen eine reizvolle Belebung erfahren wird. Das Damenbad ist bereits fertiggestellt. •• Gewerbe- unD Waschincnbau- chule Gießen. Man schreibt uns: An Der Gewerbe- und Maschinenbauschule Gießen waren die Abgangsprüfungen am 6. April beendet. Der Prüfung unterzogen sich insgesamt 33 wchüler, die mit folg nb.'n Noten bestanden: 3 mit ..Sehr gut“. 13 mit „Gut" und 22 mit „Bestanden'. Gleichzeitig gingen die im Rahmen des „Not- werks der Deutschen Jugend" durchgeführten Kurse zu Sude. An diesen Kursen nahmen insgesamt 196 Arbeitslose teil, und zwar folgende Berufsgruppen: Maurer, Erdarbeiter. Bau- schlosfer. Mafchinenschlosser. Spengler. Installateure. Mechaniker, Dreher, Former, Elektriker, Schreiner, Zimmerer, Glaser. Schneider, Friseure. Polsterer und Schuhmacher; sie erhielten theoretischen und praktischen Unterricht, wobei vor allem Modellstücke für Die Anstalt hergestellt wurden. Alles in allein hat die Anstalt auch wieder in diesem Wintersemester gezeigt, daß »sie als einzige Fachschule dieser Art in Der Provinz eine Notwendigkeit ist für die Heranbildung Der werk- tägigen Jugend. Das Sommerfemester beginnt In meiner Wilitärzeit — lang, lang ist s her! — ; gab es in den Instruktionsstunden manche merkwürdige Frage. Die Antwort freilich war so oft gesagt worden, daß man sie im Schlafe wieder- , holen konnte. Aber die äußere Form der Frage war manchmal sehr reizvoll. Da hieß es z. B.. „Womit putzt der Soldat fein Gewehr?' Es sollte aber keineswegs ein Mittel zum Reinigen angegeben werden, sondern die Antwort lautete: „Mit dem Bewußtsein, daß es Staatseigmitum ist!" Ein Freund von mir erzählte allerdings von einer noch sinnvolleren Antwort aus die erwähnte Frage. Bei ihm mußte nämlich geantwortet werden: „Mit Lust und Liebe!" I Dieses Wort „Mit Lust und Liebe" fallt mir immer ein, wenn ich draußen vor Der Stadt Die Besitzer, Pächter und Kleingärtner der schmalen Landstreifen sehe. Wie cs Da zur Frühlingszeit von Menschen wimmelt, besonders in den Stunden nach Arbeitsschluh! Da werden die Spuren des Winters beseitigt, die Wege neu abgesteckt, verdorrte Sträucher und Büsche entfernt. Manchmal flackert ein lustiges Feuerchen auf, um diese Reste zu verbrennen. Auch die kleinen, aus Latten und alten Brettern hergestellten Lauben werden ausgebessert, ilcberall schallt das Lachen Der Kinder. Die mitgenommen wurden und hier spielen können. Da und Dort sieht man auch einen Kinderwagen. Wan schaut in Die blauen Augen eines ganz jungen Weltbürgers der erstaunt die Umgebung betrachtet. Das emsige Schaffen ringsum macht ihm sicherlich Freude. Jetzt lacht er und will mit seiner kleinen Stimme schon mitsprechen... Ja. mit Lust und Liebe arbeiten diese Weiv- schen. um auf einem Stückchen Land für sich das nötige Gemüse und auch ein paar Blumen zu ziehen. Mich rührt Das immer wieder, wenn ich neben Gemüsebeeten ein paar schöne Busche des bunten Löwenmauls, einige Dahlien oder auch Rosensträucher blühen sehe. Sie finD ja fo dankbar diese Blumen und geben den Gärtchen einen farbigen, luftigen Rahmen. . Die wahre Erholung nach der Arbeit un Büro oder in der Fabrik findet man immer in Der Natur Draußen. Das zeigen auch diese Gärtchen; sic verbinden in idealer Weise das Praktische mit Dem Angenehmen. Da sitzen Dann die Besitzer abends vor Der kleinen Laube, überschauen ihr Tagevxrk und freuen sich an Dem Wachsen und Gedeihen Der Pflanzen. Der blühenden Blumen. Die größte Freude frellich bringt Die erste Ernte. Das Dauert nicht so lange. Wie schnell sind die Erbsen «if. Wie schnell wachsen die Radieschen! Wie froh ist Der kleine Gärtner, wenn er aus feinem Garten heimkommt und schon von weitem mitDem ersten Bündel Radieschen winkt? Auf Dem Markt kann man sie ja kaufen. Aber wieviel Freude machen diese selbstgczogenen Gemüse! ,, „ -,. Ja: Lust und Lieb zum Ding, macht alle Muh gering“'. Selten ist dieser alte Nusspruch betoei«- fräf tiger als bei Den Inhabern dieser kleinen Garten. Nach vollbrachtem Tagewerk harrt ihrer immer wieder neue Arbeit Und cs rst nicht so daß Der Körper Des Kopfarbeiters am^nd schon ausgeruht sich nach tätiger Arbeit sehnt. Dein! Jeder, der auf feinem Büro oder sonstwo »wit dem Kopf" tätig ist. weiß, daß er nach Feierabend körperlich genau so müde ist, wie wenn er tagsüber draußen gearbeitet hätte. Aber er geht nut Lust und Liebe hinaus in sein Gärtchen, um sich hier noch zu betätigen. Was er hier schafft, das rod)*«*®* 5 J ^rnnüat OU^a/jfH. Sä? mich roeqflelauie« SÄ«?»* xn und >ch! am 1. Mai. ** Jnnungsvcrsammlung der Zimmer m c i st e r. Dieser Tage fand hier im „Auerhahn" eine Versammlung Der in per Zwangsinnung für Stadt- und Landkreis Gießen vereinigten Zimmermeistcr statt. Obermeister Rinker eröffnete Die Versammlung, sprach besonders über Submissionsblütcn während Der letzten Zeit und gab Der Hoffnung Ausdruck daß Die Regierung auf diesem Gebiete bald Abhilfe schaffen möchte. Geschäftsführer Kirchner hielt einen längeren Vortrag über die Tätigkeit Der Innung und empfahl. Die von Der Innung gegebenen Anregungen mehr zu beachten, denn nur Dann könne Die Arbeit der Innung sich Aum Segen Der Mitglieder auswirken. Kollege Schelm forderte auf, mehr kollegialen Geist zu zeigen. Für Mitglieder, die Die Preise drücken, werde sich Die Innung, wenn sich Schwierigkeiten bei Den betreffenden Mitgliedern ergeben, nicht mehr ein- sehen. Mit der Erledigung interner Angelegenheiten fand Die Versammlung ihr Ende. Spielplan der Frankfurter Theater. Opernhaus: Sonntag, 9. April: Parsifal; 17 Uhr. 10. Geschlossen. 11. Othello; Anfang 19.30 Uhr. 12. Der Freischütz; Anfang 19.30 Uhv 13. Der Postillon von Lonjumeau; hierauf : Die Puppenfee; Anfang 20 Uhr. 14. Parsifal; Anfang 17 Uhr. 15. Martha; Anfang 20 Uhr. 16. Parsifal; Anfang 17 Uhr. 17. Die Czardasfürstin; Anfang 19.30 Uhr. Schauspielhaus: Sonntag, 9. April. Die endlose Straße; Anfang 20 Uhr. 10. Eva hat keinen Papa; Anfang 20 Uhr. 11. Der alte Textor; Anfang 20 Uhr. 12. Der alte Textor; Anfang 20 Uhr. 13. Es brennt an Der Grenze; Anfang 20 Uhr. 14. Geschlossen. 15. Der alte Textor; Anfang 20 Uhr. 16. Faust l; Anfang 18 Uhr. 17. Geschlossene Freivorstellung für SA. und SS.: Die enD- lose Strafte; Anfang 15.30 Uhr; Die vier Musketiere; Anfang 20 Uhr. I'WH mit btt t ruisstS von ßfaal | .......... I *• Evangelische Pfarrpcrsonalie. Pfarrafsiste.it Bernhard K n e 11 zu Gießen wurde durch Entschließung Der Evangelischen Kirchenregierung zum Pfarrverwalter der evangelischen Pfarrstclle in Herbstein ernannt. Pfarrer Knell wird noch bis gegen Ende April im Gießener Pfarrdienst tätig sein und Dann sein neues Amt Luftschiffbau und-füh Genaue technische Einzelheiten über Konstruktion und Fahrtechnik, die Frage: Helium oder Wasserstoffgas, Sturmfahrten, Wetterdienst Funkpei ung und Kata- slrophen-Ursachen behandelt ausführlich das Sammelwerk: »Zeppelin-Weltfahrten«, welches von Fachleuten als beste, vollständige Darstellung bezeichnet wird. CLUB ist eine der meistgerauchten Zigaretten Deukchlands. CLUB-Packungen enthalten echte Zeppelin-Fotos im Großformat. CLUB muß man rauchen, weil sie einen derartigen Qualitäts-Vorsprung hat, daß sie kaum von teuren Marken zu unterscheiden ist und die Bilder-Sammlung des Deutschen heißt: Zeppelin-Welffah I »-****; eigentlich [tarrtöphü J als ihre " unb » les jhrn sre'M Schnees rrei^ /ein bE aI? .. <,esM BÄ *«5» Ms Statt besondo/er Anzeige Dr.phil. Ernst Jüngst Familie Wilhelm Diehl. Leihgestern, den 5. 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Die Arbeiten werden an einen Unternehmer vergeben, der verpflichtet ist, nur Notstandsarbeiter einzustellen. z Nödgen, 6. April. Am Montag nahmen 23 Arbeitsdienstwillige (18 Rödgener und 5 Auswärtige) die Arbeit auf, die auf Veranlassung des Gemeinderats im Freiwilligen Arbeitsdienst hier geleistet werden soll. Zunächst wird der Anneröder Weg zwischen dem Wald und der Grünberger Straste ausgebaut, dann kommen der Nuhbonksweg und der Högerweg an die Neihe. Die Maßnahme sieht eine Arbeitszeit von etwa 15 Wochen vor. Gearbeitet wird im offenen Lager. Die Betreuung geschieht durch das Hessische Heimatwerk, Abteilung Oberhessen. Auch in Trohe wird eine Maßnahme durchgeführt: dort soll der Friedhof entwässert werden. Bg. Großen-Duseck, 7. April. Das von der hiesigen Segelfliegergruppe in Bau genommene Segelflugzeug ist soweit fertiggestellt, dast es nach dem Segelfliegerlager bei Nieder-Ofleiden gebracht werden konnte. Dort wird es bezogen und aufmontiert. Zur Taufe wird es dann wieder hierher geholt werden. Sechs junge Leute unsrer Segelfliegergruppe befinden sich zur Zeit im Arbeitslager bei Nieder- Ofleiden, um zu gegebener Zeit die noch nötigen Arbeiten an dem Flugzeug vorzunehmen und teils auch das Fliegen zu erlernen. Es ist Baratt zu rechnen, dast in drei bis vier Wochen der erste Start erfolgen kann, ______________ G. A.-Gport. Ehrenpreis des Reichskanzlers Stiftung für die ADAL-Ostpreuhenfahrt. standes der 2 ez i r k s b a u e r n s ch af t statt. Landtagsabgeordneter Wetz wurde einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Bei seiner Antrittsrede versprach Metz, sich mit allen Kräften für das Wohl des nassauischen Bauerntums einzusehen. Dabei mühten ihm aber auch alle Vorstandsmitglieder helfen, die Einigung des Bauerntums und seine Lebens- und Leistungsgemeinschaft wieder herzustellen. Es wurde dann ein engerer Arbeitsausschuh gebildet, dem die folgenden Herren angehören: Hatzmann, Freiendiez: Wirth, Eschbach: Sauerbier, Georgenthal: Wagner, Dauborn: Müller, Hölzenhausen: Hell, Niederwallmenach: Th. Schneider, Biebrich: Fisch. Holzhausen. Langsdorf, Groh- Nechtenbach. Zu Stellvertretern des Vorsitzenden wurden Hatzmann, Wirth und Sauerbier gewählt. Auf Antrag Hatzmanns wurde Diplomlandwirt D a r r € zum Ehrenvorsitzenden der Dezirksbauern- schäft ernannt. Der Hauptgeschäftsführer Dr. P f i st e r e r wurde einstimmig wiedergewählt. Zur Bereinigung der Verhältnisse bei der Land- wirtschafts'ammer Wiesbaden wurde eine Ent» schliestung gcfaht, die den Vorstand und die bisherigen Mitglieder der Kammer auffordert, ihre Aemter und Sitze für die Neuordnung des nassauischen landwirtschaftlichen berufsständischen Korporationswesens zur Verfügung zu stellen. Sodann wurde der Beschluh gefaht, b e r u f s - ständische Schied s» undEhrengerichte einzusehen. Zur Bearbeitung von Cinzelfragen wurden verschiedene Ausschüsse geblldet. Ein frankfurter Kriminalrat verhaftet. WEN. Frankfurt a. M., 7. April. Kriminalrat Mührdel. der frühere Leiter der politischen Abteilung des hiesigen Polizei- prcfsidiuras, der nach dem Wechsel im Polizeipräsidium beurlaubt worden war, ist gestern f e ft - genommen worden. Man wirft ihm vor, dast er vom Zentralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens Gelder angen0 mmen hat, über die Quittungen und Belege nicht gegeben worden sind. Die Gelder find als Telephonausgaben usw. verbucht worden. Eine Verbrecherbande festgenommen. WSN. Frankfurt a. M.. 7. April. Am Mittwoch versuchte ein Einbrecher in die Wohnung des verstorbenen Opernsängers Fänger einzudringen. Beamte der Kriminalpolizei, die ihre Vorbereitungen getroffen hatten, konn- ten den Täter auf frischer Tat f e st n e h m e n. Bei der Bernehmung des Festgenommenen entstand der Verdacht, dast er auch an dem N a u b - überfall auf den Prokuristen Scheuerling am 20. Dezember v. 3. beteiligt war. Scheuerling war in einer Motorradverkaufstelle auf der Zeil tätig und wurde an jenem Abend von einem Unbekannten in seinem Büro überfallen und schwer verletzt. Die näheren Feststellungen und die Vernehmung mehrerer inzwischen festgenomraener Personen, darunter auch eine Frau, ergaben, dast der Verdacht berechtigt war. Der -festgenommenen Kolonne wurden austerdem etwa 2 5 Einbrüche nachgewiesen. Es handelt sich hierbei um Einbrüche in Nadiogeschäfte, Wirtschaften, Fabriken, Keller und Mansarden. en ten iter ;|d k «ff, !5 0 Die 9. ADAC.-Ostpreußenfahrt, die vom bis 14. Mai stattfindet, hat bereits heute schon, sechs Wochen vor ihrer Durchführung, überall im Neich und besonders in Ostpreußen, einen lebhaften Widerhall gefunden. Nachdem Reichspräsident von Hindenburg wiederum das Ch- renprotektorat für diese größte raotorsportliche Veranstaltung im Osten übernommen hat, ist in dieser Woche als Ehrenpreis des Reichskanzlers Adolf Hitler sein Bild mit Widmung und den besten Wünschen für einen guten sportlichen Verlauf der Fahrt eingetroffen. Die ost- preußische Motorsportgeraeinde wird dieses Zeichen besonderer Anteilnahme- an der ADAC.-Ost- preuhenfahrt dankbar zu schätzen wissen. 05, meine 3-üße! So hört man immer und immer wieder klagen. Xlnd wie ist es mit ZJfjnen 2 Gehören Sie auch dazu? Dann warten Sie nicht, bis die Schmerzen unerträglich gewoi den sind, denn auch Ihnen wird geholfen. Je früher Sie etwas für Ihre Fuße tun. um so schneller werden Sie von den qualvollen Schmerzen erlöst sein. ßln ßjfjrem Interesse möchte ich Sie aber auf eins aufmerksam machen. Geben Sie gleich an die richtige Quelle: &a($mann, der allein dazu berufen ist, je nach Art der Fußbeschwerden Ihnen eine gut passende Fußeinlage zu arbeiten. ßudwig Tß'öt - gießen Marborg (Lahn) Dr. Müllers Privatlebranslalten Schale und Schülerhelm in ges. Waldlage. Indiv. Erziehung u. SchulungV I-OI. vor- beugunggeg Zeitverlust.OII-Keifeu.Abi- tur. Daneben: alleHandelsschulfächer für kaufm.u. gewerbl. Berufe. Beste Empfeh; langen. Prosp.u. Erfolgverzeichnisse frei v 1 1 Das große Frankfurter Spezialhaus für gute Damen- Kleidung 'ilbt, &ieijen, ioD nunmehr b. ®dM oetteilunft ersten. Nach Beledig, bet bevorcemtigt.Wari' biger stehl ein w trag 0.644,99 M. dennichtbevonM Glüub. m. 6989,87 M. zur BerW.' io.baii eine W schiittung v, 9,A» erfolgen wirb. Tas Lchluhonchn lieg, a. b. (tiefdinrtort. 0. Hesi.AmtsgeriM Men z. Em!, am. Netzen, b. 5. Avril 1933. 2er Aonkursveno.: __ Z, Kirchner.^ Perfekte tzchnMck bat Sage frei Md) eitern. la Referzn. ÄtL Ang- wst. iy22'2 a.d.Gtz^ Kirchliche Nachrichten. Loangelische Gemeinden. Sonntag, den 9. April. Landes-Bust- und Betfag. Sladttirche. 9.30 Uhr: Pfr.Mahr: 11: Kinderkirche für die Matthäusgemeindc: Pfr.Mahr-, 18: Pfr. Becker. — Iohanneskirche. 9.30: Pfr. Bechtolsheimer; 11: Kinderkirche für die Lukasgeraeindc; Pfr. Bech- tolsheiiner: 18: Pfr. Ausfeld: Beichte und hl. Abendmahl für Lukas- und Johannesgemeinde: 20: Bibcl- befprechung im Johannessaal: Pfarrassistent Knell — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfr. Lenz, 11: Kinderkirche für die Luthcrgemeinde: Pfr. Lenz. — petruskapelle. 9.45: Pfarrassistent Knell, 11: üinder- kirche für die Petrusgemeinde-, Pfarrassistent Knell. Saal der Neuen Srippe. 11: .Kinderkirche für die Johannesgemeinde; Pfr. Ausfeld. — Slein-Llnden. 10: Gottesdienst: 11: Kindergottesdienst. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst mit Kollekte für die Hessische Diaspora: 13: Kindergottesdienst. — Wiefeck. 9.45: Hauptgottesdienst: Kollekte: 11: Kinderkirche, 19.30: Passionsandacht. — Großen-Vuseck. 10.30: Gottesdienst: Kollekte. — Oppenrod. 9: Gottesdienst. katholische Gemeinden. Samstag, den 8. April. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte: von 16 bis 18 Uhr wird ein fremder Priester Beichte hören. Sonntag, den 9. April. Palmsonntag. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte: 7: Messe: Kommunion der Jungfrauen und Angestellten: 8: Kommunion; 9: Hochamt-, vor dem Hochamt Palmweihe-, 11: Messe: 16.30: Versammlung der Jungfrauen-Kon- gregation; 17.30: Andacht. Dienstag, den 11. April. Gießen. 18.30 Uhr: Fastenandacht. Oeffeutilcher Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, nur in dringenden Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Telefon 02. Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr. Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 7 bis 13 Uhr. Sanitätskolonne: Telefon 2500. Aerzte : Frl. Dr. Gürtler, Dr.Ploch. Zahnarzt: Dr. Haubach. Apotheke: Pelikan-Apothekc. J,b|ldung ^***1 lü, ä ll,re" Erfolg ”■ April !,ss jlunbcn erforberlich. 6.-pa-UntcrfeLOb^ealid). u. Realgymnasium. Kein Ael «Verlust. Umschulungen. ©efuntrt an ausg^ehnten Duldungen. Anfragen an Dr. Inans. Billige Miiielimrreim NI.S. »MONTE ROSA« Fahrpreis « fh en e I n s o h II e tt 11 o h von RM. I voller Verpflegung 24. April ab V E N E D I Q - 1 3. Mai In 0 E N U A Ober Cattaro, Corfu, Itea (Delphi), Phaldron (Athen), Konstantinopel,BIzertelTunls, Karthago), Neapel (Rom),Capri. 18 Mal ab GENUA - 4- Juni In H A "B UIR G Ober Capri, Neapel (Rom), Palermo, Palma d9 Ceüta (Tetuän, Tanger, Rabat), Casablanca (Rabat), Cädlz (Sevilla), Lissabon, Vigobucht, Hamburg. 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Der 28 3ahre alte Steinbrucharbeiter Karl Franck III. in Rudingshain verunglückte gestern nachmittag im Steinbruch bei Rudingshain tödlich. Der Bedauernswerte mußte gegen Abend mit einem schweren Schädelbruch und einem Oberschenkelbruch in das Schottener Krankenhaus eingeliefert werden, wo er gegen Mitternacht seinen Verletzungen erl a g. Der auf so tragische Weise aus dem Leben abberufene Matm war erst seit einem halben Fahre verheiratet. Landkreis Gießen. 00 Klein-Linden, 6. April. Bei dem Eier- schießen des Schühenklubs „Roland" am vorigen Sonntag standen jedem Schützen drei Schuß auf die Zwölfer-Ringscheibe zu. Es erhielten: den I. Preis mit 36 Ringen Friedrich Stein (Stechschuß: 12), 2. mit 36 R Willi Pee h, 3. August Weller. 4. August Pfeif- f e r. 5. Heinrich Marten mit je 35 Ringen, 6. Gottfried Benderoth, 7. Heinrich K e u d e l, 8. Philipp Weigel, 9. Reinhold Weller und 10. Gottfried Deibclmit je 34 Ringen. — Dem kürzlich hier gegründeten Reichskurzschriftverein sind bisher 22 Mitglieder beigetreten. Vorsitzender des Vereins ist Lehrer Keil, Unter- richtsleiter Albert Manns jun. Zu dem Anfängerkursus liegen bereits zahlreiche Anmeldungen vor. / Großen-Linden, 7. April 3m hiesigen Wald, im Betrieb 8 des Kruppschen Bergwerkes, soll ein fest es Lager für den Freiwilligen Arbeitsdienst errichtet^ werden. 3n einem Bergwerksgebäude in der Nähe der „Berg- schenke" werden die Teilnehmer untergebracht. Die Arbeiten werden in der Hauptsache aus Eröffne am l.Mai Kurse zum Selbstantertigen von sämtlicher Garderobe Tapeten neue Kollektionl933 vollstand, am Lager Kekte in red. Rollenzahl v. 12 Pf. an die Rolle. Viele tansendRollen Taveteuhaus Nennfiiel Goethestraße 7 hinter der.Handels- u.Gewerbeoank.°'^ illlllllllllliniHIIIIIIIIIIIIIHD Geschäftsdrucksacheii Rechnungen Br'.efblätter Briefumschläge Postkarten Beschäftskarten bei Brübl. Schulstraße I -I über baä Vermögen b. Kaufmann Zakod Kreis Lauterbach. A Lauterbach, 7. April. Heute nachmittag beging der Kassierer der hiesigen Orts- krankenkasse in seiner Wohnung E e l b st - mord durch Erschießen. Bor drei Tagen wurde durch das Versicherungsamt eine Kassenrevision vorgenommen und der Kastierer Roth (SPD) seines Postens enthoben. Wie man hört, sollen Hnregelmähigkeiten festgestellt worden sein. 3n diesem Zusammenhänge wurde heute abend auch der Vorsitzende der Krankenkasse, der Maurer Doos (SPD.), in Schutzhaft genommen. preutzen. Das Beileid des Reichskanzlers Hiller WSN. Frankfurt a. M., 7. April. Die Witwe des von politischen Gegnern ermordeten Höchster SS. »Scharführers 3osef B l e s e r , Frau Katharina Elisabeth B l e s e r hat von dem nationalsozialistischen Führer und Reichskanzler Adolf Hitler folgendes Schreiben erhalten: ___ Berlin, den 29. Marz 1933. Sehr verehrte Frau B l e s e r ! Don verschiedenen Reisen zurückgekehrt, wird mir die Liste derjenigen vorgelegt, welche neuerdings im Kampf um die deutsche Zukunft ihr Leben lassen mußten. Unter ihnen befindet sich auch 3osef Dieser. Mit aufrichtigstem Mitgefühl gedenke tch der Angehörigen. 3d) weiß, daß jeder Versuch, Trost spenden zu wollen bei dem letzten und schweren Opfer der Hingabe eines geliebten Menschen, vergeblich ist. 2lber eine Versicherung kann ich 3hnen geben: 3eder neue Tote soll uns Heberlebende im Willen stärken, das Ziel mit um so größerer Entschlossenheit zu verfolgen, auf daß die Opfer nicht umsonst gebracht wurden und ihre Namen einst genannt werden als diejenigen, die ihr Leben gaben, damit ein neues und besseres Deutschland erstehen konnte. Mit aufrichtigem Deileid: Adolf Hitler. Gleichschaltung im Kreise Wehlar. Kreisleiter der NSDAP. Rittmeister Grills Kommissar für den Kreis Ivehlar. W e tz l a r, 7. April. (WSN.) Fn der Leitung des Kreises Wetzlar besteht feit der Beurlaubung des sozialdemokratischen Landrats M i ß eine Vakanz. Die Kreisgefchafle wurden vertretungsweise von dem Regierungsassessor E n g f e r wahrgenoramen. Ain Donnerstagabend tauchten plötzlich Gerüchte auf, daß deutfchnotionale Kreise auf die Besetzung des Landratspostens mit ihrem Kandidaten hinarbeiteten. Daraufhin entstand spontan eine Demonstration von Anhängern der NSDAP. Eine nach Hunderten zählende Menschenmenge zog vor das Kreishaus. Rasch alarmierte SA. und SS. übernahm die Sicherung und besetzte die Eingänge des Gebäudes. Sprechchö're bildeten sich und riefen: „W i r wollen einen nationalsozialistischen Landra t!" Die offiziellen Stellen der NSDAP., die von der Ak- tion vollkommen überrascht wurden, eitten rasch herbei, ebenso auch der Gaugeschäftsführer Bik- k e n d o r f - Frankfurt a. M. Die Herren nahmen sofort telephonisch mit der Regierung in Wiesbaden Fühlung. Die Regierung bestellte mit fojortioer Wirkung den Kreisleiter der NSDAP., Rittmeister Heinz Grill o aus Braunfels, zum Kommissar z. b. V. bei der Kreisverwaltung in Wetzlar. Diese Tatsache teilte Gaugeschäftsführer Bickendorf der'Menschenmenge in einer kurzen Ansprache mit. Er ermahnte zur Disziplin und Ruhe. Der Nationalsozialismus werde auch die Verwaltung im Kreise Wetzlar in einer dem Wohl des Volkes dienlichen und dem Geist der neuen Zeit entsprechenden Weise reorganisieren. Er schloß mit einem Sieglest auf den Führer Adolf Hitler, in das die Menge begeistert einstimmte. Sie sang anschließend das Horst-Wessel-Lied und verlief sich langsam. Zu ernsten Zwischenfällen ist es nicht gekommen. Oie neue Leitung der nassauischen Bezirksbauernschast. Limburg, 7. April. (WSN.) Hier fand die Sitzung des am 29. März neugebildeten Vor- Verschiedenes In dem MümhWii Leichtathletik der Sp.-Dg. 1900. Der Frühjahrswaldlauf des Gaues Gießen-Wetz- lar findet am kommenden Sonntag in Wetzlar statt. Es wird in fünf Klassen gestartet: Leichtathletik- klasse I (7,5 km), Leichtatbletikklasse II (5 km). Alte Herren (3 km), Jugend (3 Ian) und Schüler (1,5 km). Die 1900er werden in allen Klassen vertreten sein. 5&0eP5 3tr. es ZM GpielveTeinigung 1900 Gießen. Iugendspielr. Die 1. Jugend erledigt in Watzenborn-Steinberg ein Rückspiel und sollte dies gewinnen, wenn sie vollzählig und ohne Ersatz zur Stelle ist. Die Jugend von Nieder-Weimar tritt zum erstenmal gegen 1900 2. Jugend in Gießen an. „ FE.Teutonia^ Watzenborn-Steinberg Am morgigen Sonntag ist die 1. und 2. Mannschaft aus oteinfurti) bei den „Teutonen" au Gast. Steinfurth stellt sehr spielstarke Mannschaften. Es dürfte mit spannenden Kämpfen zu rechnen sein. Die Jugend erwartet die 1. Jugend der Spielvereinigung 1900 Gießen. Sportverein 1928 Garbenteich. Noch langer Zeit hat sich der Sportverein 1928 wieder einmal einen Gegner aus einer höheren Klasse verpflichtet und zwar die 1. Mannschaft der Spieloereinigung Lechgestern, die im Gesellschaftsspiel gegen die 1. des Sportvereins antreten wird. Die Leihgefterner verfügen über eine sehr spielstarke Mannschaft, und die Gastgeber werden schwer zu kämpfen haben, wenn sie ehrenvoll abschneiden wollen. Wettervoraussage. Die Swrungstötiakeit im Norden hat sich starker ausgeprägt, so daß der hohe Druck etwas eingeengt wurde. Auch über Holland ist es zur Ausbildung eines kleinen Tiefs gekommen, wodurch etwas Re- gen verursacht wurde. Bei der herrschenden Druck- Verteilung werden auch bei uns vorwiegend westliche Winde aufkommen, die milde Ozeanlust heran- führen. Dabei wird sich das Wetter etwas wechsel- hast gestalten, so daß neben stärkerer Wolkenbil düng vereinzelt leichtere Niederschläge zu erwarten sind. Zwischendurch wird sich aber der Himmel auch aufhettern. AussichtenfürEonntag: Wechselnd bewölkt mit kurzer Aufheiterung, mild und vereinzelt etwas Niederschlag, um West drehende Winde. WWWksAk werden gebeten, sich und ihre Fahrzeuge (auch Lastwagen) in den Dienst unserer vaterländischen Lache zu stellen. zmtD GMmilWluWesMK. (MlonMztMMes firoftfoßc Sorps) Hessen-Darmstadt Meldungen bei Äaubereichführer Keller, Darm habt, Karlsstratze 19, und bet Bezirksführer Köhres, Gießen, Karseraüee 2. Ä Mim.«, naturrein, sWA billigt fnHSb m Unlie- Amte nur oeoen Nachnahme. 02*40 Friedrich Köhler, Äfferei, Latten und reiWjtt iorote MMnungen Mew-Zindkn, We» Salbbaunen, ' $fb.l,60.(Brob.,M Wtis. Kirschhcrg, Berlin L. 30.02211 Auiosahlien werdW.auägefbrt. 1 a.Wag.ohneCbauß. zu vermiet. 0223» K. Lorenz, 1 Televbon 2375. Wirtschaft. Oer Rechnungsabschluß der BuderuSschen Eisenwerke Wehlar. Der in der Aufsichtpratssitzung am heutigen Sams- tag vorgelegte Rechnungsabschluß für das Jahr 1932 schließt mit einem Rohgewinn von 1020 140,47 Reichsmark ab, der fast gant für Abschreibungen Verwendung finden soll, so daß der Reingewinn 17 788,78 RM. beträgt. Auf 300 000 RM. Vorzugsaktien sollen satzungsgemäß 5 v. H. Dividende verteilt werden, während das Stammkapital duudende- los bleibt. Die Generalversammlung findet am 5. Mai 1933 in Frankfurt a. M. statt. Wochenbericht vom Frankfurter produkienmarkt. Der Welz en markt lag leicht unter Druck. Der Preis ging um eine Mark auf 210 RM. per Tonne zurück. Roggen blieb widerstandsfähig. Die Notierung stellte sich auf unverändert 171,50 bis 172,50 RM. per Tonne. Braugerste hat nach wie vor das ruhigste Geschäft. Während man auf anderen Märkten eher zu Konzessionen bereit war, blieb der Frankfurter Preis mit 180 RM. per Tonne unverändert. Auch der Hafermarkt liegt außerordentlich ruhig. Von rentablen Abschlüssen nach dem Auslande wurde nichts bekannt. Der Preis stellte sich auf unverändert 145 bis 147,50 RM. für die Tonne. Der Mehlabsatz gestaltete sich sowohl für Weizen, als auch für Roggenmehl schleppend. Die Preise für Weizenmehl wurden im Laufe der Woche um 0,25 bis 0,50 RM. per 100 Kilogramm ermäßigt, während Roggenmehl behauptet blieb. Weizenmehl südd. und Niederrhein. Spezial 0 20,50 bis 31, Roggenmehl, 60prozentige Ausmahlung, 23,50 bis 24,50. Die Stimmung am Kraftfuttermittel- markt war äußerst zurückhaltend, die Preise neigten etwas nach unten. Je 10 Kilogramm in RM. notierte: Weizenkleie 7,50, Roggenkleie 8,25, Soya- schrot 10 bis 10,60, Palmkuchen 9,25, Erdnußkuchen 11,70 bis 11,80, Treber 12,25 Brief. Der K a r t o f f e l m a r k t neigte eher aur Schwäche, Industriekartoffeln hiesiger Gegend gaben auf 1,60 (1,65) RM. per 50 Kilogramm nach. Wochenbericht vom Zronksurter (Schladitoiebmarft Am Rindermarkt verlief das Geschäft schleppend, so daß Ueberstand verblieb. Immerhin blieben die Preise unverändert bis auf Kühe, die 1 Mark nachgaben. Der Gesamtauftrieb betrug 1673 gegen 1374 Stück. Die am Nebenmarkt vorhandenen 237 Rinder wurden zu den Preisen des Hauptmarktes verkauft, wobei ein Ueberstand von 60 Stück oer- blieb. Ochsen al) 28 bis 31, a2) 25 bis 27, bl) 22 bis 24. Bullen a) 26 bis 29, b) 22 bis 25. Kühe a) 23 bis 26, b) 19 bis 22, c) 15 bis 18, d) 12 bis 14. Am Kälbermarkt hat die Zufuhr vor Ostern erheblich zugenommen, sie betrug 1743 gegen 1578 Stück. Trotzdem gestaltete sich das Geschäft ziemlich lebhaft und die Preise zogen um 2 bis 3 Mark an. Der Markt wurde ausverkauft. Kälber b) 42 bis 46, c) 37 bis 41, d) 30 bis 36. Auch am S ch a f m a r k t setzte sich trotz erhöhten Auftriebs (215 gegen 191 Stück) eine Besserung um 1 bis 2 Mark durch. Der Handel war rege, so daß geräumt werden konnte. Schafe al) 26 vis 30, b) 20 bis 25. ei , Im Gegensatz zu den vorgenannten Markten lag der Schweinemarkt unter Preisdruck: es ergaben sich Rückgänge von 3 Mark. Die Beschickung stellte sich mit 5798 um 1260 Stücke größer. Das Geschäft war schleppend, so daß Ueberstand ver- blieb. Schweine b) 35 bis 37, c) 34 bis 37, d) 33 bis 37, e) 31 bis 35. Berlin ruhig, uneinheitlich, aber freundlich. Berlin, 8. April. (WT2. Funkspruch.)Das Geschäft in der Burgstrahe war zum Wochen- schluh außerordentlich ruhig, so daß sich die höheren vorbörslichen Kurstaxen zu Beginn des offiziellen Verkehrs nicht behaupten konnten. Eine gewisse Verstimmung ging auch davon aus, daß am Farbenmarkt etwas größeres Angebot — man sprach von etwas mehr als 200 Mille — vorlag und dieses Etandardpapier der Berliner Börse 2 Prozent niedriger einsetzte. Andererseits lagen aber in der stärkeren Entlastung des Arbeitsmarktes und der Erholung der deutschen Werte im Auslande Anregungen vor, so daß die Grund st immun g durchaus freundlich blieb. Die Kursgestaltung war ziemlich ungleichmäßig, doch gingen die Veränderungen im allgemeinen kaum bis zu 1 Prozent, bei Spezialwerten bis zu 2 Prozent nach beiden Seiten. Bei Daimler regte die Reueinstellung von Arbeitern an. Man bemerkte heute einige Rücktauschoperationen von Aktien in Renten, die allerdings kein allzu großes Ausmaß annahmen. Immerhin war dies der Grund für die bei ruhigem Geschäft freundliche Veranlagung des Rentenmarktes. Deutsche Anleihen lagen nicht ganz einheitlich. Altbesitz konnten im Verlaufe die Hälfte des Verlustes von 0,50 Prozent wieder hereinholen, während Reubesitz auf 0,25 Prozent höherer Basis behauptet blieben. Reichsschuldbuchforderungen waren behauptet, von Ausländern bröckelten Rumänen und Türken etwas ab, Ungarische Goldrente gewann 0,25 Prozent. Im Verlaufe waren an den Aktienmärkten nur unbedeutende Abweichungen gegen den Anfang festzustellen, die nicht einmal bis zu 1 Prozent betrugen. Die zuerst festeren Werte gaben eher etwas nach, während die anfangs schwächeren Papiere kleine Erholungen aufzuweisen hatten. Am Geldmarkt war die Situation bei unveränderten Sähen (Tagesgeld an der unteren Grenze 4,65 bzw. 4,50 Prozent) in sich eher etwas leichter. Das Geschäft in Privatdiskonten, Deichswechseln und Reichsschahanweisungen bewegte sich in ruhigen Bahnen. Frankfurt still und schwächer. Frankfurt a. M-, 8. April. (WTB. Drahtmeldung.) An der Wochenschlußbörse herrschte mangels nennenswerter Anregung auf allen Marktgebieten weitgehendste G e s ch ä f t s st i l l e, so daß kleines herauskommendes Material der Kundschaft etwas auf die Kurse drückte und die Tendenz daher etwas schwächer war, zumal auch die Kulisse zu einigen Wochenschlußglatt- stellungen schritt. Auf Grund der längeren Verkehrsunterbrechung durch die bevorstehenden Oster- 1 feiertage machte sich stärkere Zurückhaltung bemerkbar. Während im allgemeinen die Rückgänge von 0,5 bis 1 Prozent betrugen, lagen einige Spezialwerte wie 2G--Farben, Scheideanstalt, Siemens und AG. für Verkehrswesen bis zu 2 Prozent niedriger. Am Montanmarkt ergaben sich Abschwächungen von 0,5 bis 0,75 Prozent, Mannesmann waren im Verlaufe leicht befestigt, wobei man auf das bevorstehende Röhrenabkommen auch mit Schweden verwies. Elektrowerte lagen nicht ganz einheitlich jedoch meist schwächer. Rur Dekula, Licht und Kraft und Lahmeyer blieben gut behauptet. Leicht abgeschwächt eröffneten ferner Reichsbank, Holz- mann, Deutsche Linoleum und Schiffahrtswerte. Etwas fester lagen nur Daimler mit plus 1,5 Prozent auf den relativ guten Geschäftsgang. Ferner konnten sich Akkumulatoren Berlin um 2 Prozent erhöhen. Die Erholung der deutschen Werte an den Auslandsbörsen hinterließ am Rentenmarkt zwar einen guten Eindruck, auf die Kursgestaltung blieb sie aber ohne sichtbare Wirkung. Altoesitz und späte Reichsschuldbuchforderungen lagen 0,50 v. H. schwächer, Neubesitz und Schutzgebiete blieben gut behauptet. Von Industrieobligationen konnten sich Stahlvereinsbonds um Bruchteile eines Prozentes erhöhen. / Der Pfandbriefmarkt lag sehr still und nicht gatu einheitlich, größere Veränderungen traten jedoch nicht ein. Auch der festverzinsliche Markt wies keine nennenswerten Abweichungen gegenüber gestern auf. Im Verlaufe hielt die Geschäftsstille an und die Kurse zeigten nur geringe Veränderungen. IG., Gesfürel und Daimler Motoren waren etwas erholt, bzw. weiter befestigt. Auch Chade-Aktien kamen um 2 Mark höher zur Notiz. Von 1 bis 1,50 v.H. niedriger wurden Lechwerke Augsburg, Harpener, Metallgesellschaft und Jlse-Berabau-Stamm und Genüsse unter Berücksichtigung des Dividendenabschlages festgestellt. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Der Alle Friedhof. Der Alte Friedhof an der Licher Straße wird bekanntlich nach und nach zu einem Park umgestaltet. Wer ihn aufsucht als Leidtragender oder als er- holungs- und ruhebedürftiger Luftschnapper, dem fällt auf, daß an seinen Eingängen an einem gar keine, an den drei anderen alte, anscheinend aus dem vorigen Jahrhundert herrührende verrostete Tafeln angebracht sind. Sie enthalten Auszüae aus der Begräbnis- und Friedhofsordnung und Angaben über die jeweiligen Besuchszeiten. Ihre Schriftzeichen sind verblichen und größtenteils ganz unleserlich. Erfüllen sie dadurch ihren Zweck nicht mehr, ja erwecken den Eindruck der Verwahrlosung, und sind genaue Verkehrsvorschriften gerade jetzt, wo der Platz dem Publikum zum freieren Verkehr dient und dienen soll, besonders vonnöten. Es bedarf wohl nur dieses Hinweises, um die Stadtverwaltung zur Abstellung zu veranlassen. Einer von vielen Besuchern des Alten Friedhofes. Briefkasten Der Redaktion (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung ) 5. TB. in L. 1. Wenden Sie sich an das Prozeß- gericht mit der Anfrage, ob dieses den neuen Termin abhalten wird oder nicht. Jedenfalls wird das der Fall sein, zumal auch noch zumindest über die Kostenfrage zu verhandeln ist. — 2. Die an sich der Pfändung unterliegenden, in die Mietwohnung eingebrachten Gegenstände des Mieters unterliegen dem gesetzlichen Pfandrecht des Vermieters. Hierzu gehört bestimmt auch ein Radioapparat. Sie sind berechtigt, ohne hierzu vom Gericht ermächtigt zu sein, den mit der Zahlung der Miete im Rückstand gebliebenen Schuldner am Wegbringen entvehrlicher Gegenstände zu verhindern. x 1 — des Magenausganges infolge Geachwürnarben. Ohne Ihr Reinigungssalz, das ich Die % MrafWÄl OH! 1B0 dem Jahre 190J regelmäßig nelune und von dem ich wöchentl. 1 Pfd. benötige, könnte ich nicht Dv5 IAA» 1 V kben. Ihre Ausführung. in der jed. Paket beigelegt Beschreibung sind voll und ganz zutreffend. Hätte Ihr Reinigungssalz nm irgendwelche schädl. 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Nur eilige und dringende ke aus Gießener nvatbesltz eiten in Oel, eil und Pastell Durch Polizeioerordnung vom 23. Aug. 1905 ist den Baumbesitzern die Verpflichtung auferlegt, bis spätestens 15. Mai jedes Jahres die Bäume, Sträucher und Hecken von Raupen- neftern und Misteln zu säubern. Gemäß Art. 41 des Feldstrafgesctzes voml3. Juli 1904 besteht die Verpflichtung der Baumbesitzer, auf Aufforderung der Ortspolizei hin binnen vier Wochen dürre Bäume uiid Aeste aus Feld und Garten zu entfernen. Fflrberel Braubach & Fischer Chem Reinigung M.M sss* Ab 1. April befindet sich unser Laden Seltersweg 63 C.O'DpilfAl1 Seltersweg 61 iXWMlWI mitglied« RW. 0,30 Sie wird gelingen durch die Wahl eines passenden Geschenkes. Für Damen Herren Kinder erhalten Sie schon ab Mk. 1.— die schönsten Sachen. Die Frühiahrsneuheiten sind eingetroffen, eine unverbindliche Besieh, tigung wird Ihnen viel Anregung bringen. - Beachten Sie auch bitte In Anbetracht des Umstandes, daß jähr-1 lich bis zu 40 v. H. der Obsternte durch I Schädlinge vernichtet werden, und in An-1 betracht der Bedeutung einer guten Baumpflege für die im Interesse der Volkscr- nährung nötige Erhöhung unserer Obst- erträgnisse wird allen Beteiligten eine gewissenhafte Bekämofung der Obstbaum- schädlinge zur Pflicht gemacht, zumal auch eine vorherige gründliche Reinigung und Säuberung der Bäume die unbedingte Voraussetzung für die Wirksamkeit der Bekämpfung der lebenden Obstbaumschädlinge durch Spritzen ufw. ist. Die Baumbesitzer sind von den Bürger-1 meistereien zur Entfernung der dürren Bäume und Aeste sowie zur Säuberung der Bäume, Sträucher und Hecken binnen vier Wochen aufzufordern. Das Poiizei- und Feldschutzpersonal hat die Durchfiih- rung der Vorschriften streng zu überwachen und bei Versäumnis der Baumbesitzer die Entfernung der dürren Bäume und Aeste und der Obstbaumschädlinge auf Kosten der Säumigen durch die Gemeinde zu veranlassen. Es genügt nicht das Fällen der Bäume ufw., sondern die gefällten Bäume müssen restlos heim in die Hosreite geschafft oder an Ort und Stelle ver- brannt werden. Da die Vertilgung der Obstbaumschäd- lingc in den letzten Jahren oftmals nur sehr lässig betrieben wurde,' wird das Kreisamt in Zukunft durch einen Sachverständigen Stichproben vornehmen lassen und gegebenenfalls die gerichtliche Bestrafung der Säumigen veranlassen. sam, daß dos Kreisamt, die Bezirtssür- sorgestelle und das Jugendamt nur Freitags von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr Amtstag haben. Die vielfach bei Da bei den Reinigungsarbeiten an Bächen und Gräben vielfach die nachstehend abgedruckten Vorschriften der Artikel 55 und 56 des Fischereigesetzes vom 27. April 1881 nicht beachtet werden, macht das Äreisamt die Bürgermeistereien und die Besitzer von offenen Gewässern, insbesondere die Müller auf diese Bestimmungen zur genauen Nachachtung aufmerksam. Insbesondere ist bei dem Ablassen von Bächen oder Gräben stets dafür zu sorgen, daß so viel Wasser darin bleibt, daß Fische und Krebse nicht zugrunde gehen. Zuwiderhandlungen gegen nachstehende Vorschriften werden bestraft und verpflichten zum Schadenersatz. A r t i k e l 55. Wer das Abschlagen oder das Ausheben (Fegen) von offenen Gewässern, in welchen einem anderen die Fischerei zusteht, vornehmen will, muß den Fischereiberechtigten, insofern er in der Gemarkung wohnt, oder dessen der Dürger- meisterei bekannten Bevollmächtigten so rechtzeitig vor dem Beginn der Arbeit Nachricht geben, daß der Fischereiberechtigte sein Interesse wahren kann. Bei den auf Kosten der Gemeinden oor- zunehmenden Ausräumungen von Bächen hat die Bürgermeisterei die Obliegenheit zur obenbemerkten Anzeige. Artikel 5 6. Offene Fischwässer dürfen bei ihrer Benutzung zu landwirtschaftlichen und technischen Zwecken nicht so stark abgeschlagen werden daß Fische oder Krebse hierdurch zugrunde gehen. Kreis Schotten. Zwecks Vertilgung der Obstbaumschäd- linge sind im Kreise Schotten folgende Anordnungen getroffen: -rreis (stieben. Bei den Schafherden in den Gemeinden Saasen und Bollnbach ist die Schafräude festgestellt worden. Die Schutzmaßnahmen der 8$ 248 ff. der Ausführungsverordnung zum Reichsviehseuchengefetz werden angeordnet. streis Alsfeld. Das Kreisamt macht darauf aufmerk- Beleuchtungshaus Aßmannj 02284 Ludwigstraße Ecke Bismarckstraße. Telefon 3870 Außerdem großer Posten billiger Seidenschirme eingetroffen | Wt eine« *> L..«le ■Mieters unterliegen dem Bemieier;. hierzu ge- »oapparal Sie sind be- mcht ermächtigt zu sein, Mieke im Rückstand ge- iegbringen entbehrlicher —। x i #w*e glid) *ie,c 61 ZM -ttirt , fllOn ps- . u 0 6 0 j nera“?si-h.. hl be*® d» , p'laJÄÄ Rentabel zurZucbt und Mast sind diewelt- beriihniten westsälischen u hannoverschen Rasseserkel, breitbuklmmit ^chlavvohren. Liefere aus Wunsch möglichst auch schwarzbunte sowie (sberrerkel jeden Posten geg. 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Wie leicht ist’s doch, sich selber solch einen schützenden Zaun aus Drahtgeflecht und Stacheldraht aufzustellen. Und Sie? Wollen Sie erst abwarten, bis Sie unej-wünschten Besuch hatten ? Lieber gleich zu Reportage aus der.i Photo-Labor: Gießen, Plockstraßelß Stoffspezialhaus schöne Streifen, für Knabenblusen, Aß Hemden usw..........per m 0.34, 0.28 "*a£U Herrenmoden-Richter Neuen Bäue 3 !! Perserteppiche!! Einige große Teppiche und Brük- ken, darunt. seltene Vorkrlegs- Saninilcrstücke. müssen umständehalber zu jed. annehmbaren Preis verkauft werden. Offerten unter M.H. 5223'2422V) an d. Gieß. Anz. Bevor Sie kaufen verlangen Sie eine unverbindl. Probefahrt mit dem BMW O,S Ufer 20 PS. 4 Zylinder | die wirt*chaft- 1,2 Idter/30 PS. 6 Zylinder / liehen Wahren GENERAL-VERTRETUNG: o Faber • Fahrzeuge . 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Er ist die Einheit eines mannigfaltigen Leoens und Webens. /edes der ungezählten Wesen, vom stolzen Hirsch bis zürn kleinsten Waldvöglein, von der ragenden Tanne bis zum taufrischen Ffeifengras, bietet dem offenen Auge und Ohr eine Fülle von Schönheit. Man muß sie nur erschauen und erlauschen. Z/z solchem Schauen und Lauschen führt dieses wunderbare Buch, das jedem Menschen mit gesundem Sinn viel Freude bereiten wird und deshalb vor allem in der Bibliothek eines jeden Naturfreundes nicht fehlen darf. Trotz hervorragender Ausstattung auf holzfreiem Papier in künstlerischem Ganzleinenband, Größe: 20 x 26 cm, nur RM. 4.80. — Das Buch ist in jeder Buchhandlung erhältlich. Bebilderte Werbeblätter kostenlos. Hugo Bermühler Verlag • Berlin - Lichterfelde Ranmwollwaren ist jahrelang bewährten Qualitäten! 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