Samstag,?.Oktober (953 Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Kr. 235 Zweites Blatt Oie eueite »i/uhw, ■ die zugleich Anfängerin ist und auf der Hohe ihres Der Führer befiehlt: Kein Volksgenosse darf im Winter 1933/34 hungern und frieren! Deutscher, denke daran: Die TiS-BolkswohIsahrt sammelt tigern Zugriff. _ ,, Schwieriger hatte es Kurt Lupke, obwohl er in der Opposition stand. Er gab den Stadtverordneten, der mit Dernunftgründen dagegen rft: kühl, objektiv, zielbewußt und noch in fast aussichtsloser Position die Haltung wahrend. (Wofür er im allerletzten Moment von den Autoren überraschend belohnt wird.) * Fräulein Flemming hatte einen zwar kurzen, aber äußerst lebenswahren Auftritt, den sie effektvoll auszuspielen verstand. Herr Kühne gab den Intendanten nervös, aufgeregt, in voller^zahrt und hochgradigem Premierenfieber, Herr Dolck einen jovialen Theaterdirektor von aufwärts, Herr Schorn erzielte als Reporter heitere Wirkungen. (Die Rolle ist nicht grade ein Kommentar zum neuen Schriftleitergesetz.) Mit hübschen Chargen waren Frl. W i e l a n d e r, die Herren Geiger und Nieren am Erfolg beteiligt. *. Dem Publikum machte der Blick hinter die Kulissen viel Spaß: es spendete angeregt und verdientermaßen freundlichen Beifall. hth. „Schwarzwaldmädel" als Film. Nach Beendigung der Außenaufnahmen im Schwarzwald beginnen dieser Tage im Jofa-Atelier in Johannisthal die Innenaufnahmen für den Ariel-Film des NDLS. „Schwarzwald- m ä d e l". Architekt W. A. Herrmann hat die Bauten fertiggestellt. Regie führt Georg Z och. Die männliche Hauptrolle spielt der Tenor Hans Söhnker. Ferner wirken mit: Walter Ja n - sen, Hans Sternberg, Kurt von Russin, Eugen Rex und die Damen Liefe! B e l i n g vom Stadttheater Gießen, Lotte Lorr in g, Olga Limburg. Das Drehbuch stammt von Franz Rauch: die Originalmusik von Leon 3e Hel dirigiert Fr. Wenneis. Künstlerische Dberlet« 1 tung: Jochen Meisen. Ruhms steht, und Liebhaberin und Intrigantin da- zu: solche Rollen muß man suchen. Frl. «ta d- ler hat ihre Chance ausgenutzt, mit kluger Stei- gerung und mit einem natürlichen Temperament, das zumal im Mittelakt alle szenische Spannung beherrschte. * Eine' sehr hübsche Leistung sah man von Herrn Marcks, der den mehrfach erwähnten Partner spielte: er machte es reizend, ganz ohne Aufwand, aber mit viel Verständnis für ungewöhnliche Situationen, mit trocknem Humor und geistesgegenwar- Donauraum — Gchicksalsraum 33ulgar.cn verlangt Gleichberechtigung Gin Schlußwort von Or. Nicola Muschanoff, tgl bulgarischem Ministerpräsidenten und Minister der Auswärtigen Angelegenheiten Gießener Stadttheaier. Alfred Möller und Hans Lorenz: „Die Freundin eines grotzen Mannes. Hier wird in drei Akten auf eine heitere doppelsinnige, wenn auch eben lustspielhafte, das heißt also: unwahrscheinliche Weise erzählt, wie das Theater gerettet werden kann. Das Theater m einer deutsche/ Mittelstadt, dessen Schicksal davon abhängt, ob die Stadtverordnetenversammlung den Zuschuß bewilligt. Sonst muß m der wachsten Spiel zeit geschlossen werden. Und die Wahrscheinlichkeit, daß der Zuschuß bewilligt wird, ist.lecher gering Die Aktualität des Stosses ist mit Händen ZUgrei sen, obwohl auch manches in diesem Stuck sich ereignet, was, von uns aus gesehen, schon nicht meyr aktuell genannt werden kann. * Die beiden Autoren haben ihren Einfall unleu^ bar mit Geschick ausgesponnen, und wenn man sich einmal der Illusion (eben des Theaters, des „heiteren Spiels um eine Bühne", wie jene es nennen) willig überläßt, dann macht es Spaß, zu beobachten, wie sich das entwickelt. Es beginnt, zwei Tage vor der entscheidenden Sitzung im Stadtrat, während der Generalprobe zu einem neuen Stück mit dem verlockenden Titel „Die Freundin eines großen Mannes". Keine General- „robe — das ist eine alte Bauernregel — ohne einen Mordskrach. Die Hauptdarstellerin schmeißt denn auch alsbald dem Jntendamen die Rolle vor die Füße („das Material ist zu schonen!") und hat einen ?«h«r«Ben «baanj1- Man tarn «bei: nW behaupten, daß sich Ne Aussichten dieses Theaters dadurch im allgemeinen und im Anblick auf den nächsten Abend nennenswert gebessert hatten. * Da passiert der rettende Autounsall. In dem Auto mit dem zerknautschten Kühler sitzt nämlich, ganz »usällia eine sehr berühmte Berliner Schauspielerin, K gerade auj der Durchreise in die deutsche Mittelstadt kommt und, auch zufällig, in Berlin gleiche Rolle spielt, die man eben hier dem Intendanten hingeschmissen hat. Doch nicht genug damit: m dem andern Wagen, der an der Karambolage beteiligt ist, sitzt eben der Stadtverordnete, der gegen ben rettenden Zuschuß ist: und zu allem Ueberf uh kifft die große Schauspielerin unter den ratlosen Pro- vlnzkollegen im Theaterrestaurant einen guten Freund von früher. Fräulein Hansi Stadler hatte mit ber Ellen Roland (so heißt die Dame mit dem Autounfall) ihre erste große Ausgabe und gleich eine Parade rolle bekommen, die ihr eine ganze Skala darstelle rischer Möglichkeiten in die Hand gab. Sie hatte die seltene Chance, eine Schmispielerin A spielen, . •• i . , , W iinh nmf der .nOM IhteS bener Komplex, wenn man sie mit den teueren Prachtbauten vergleicht, die von der englischen Mandatsverwaltung in Tabora, Malangali, Muansa und sonst im Lande a l s Schulen für Neger- und Jnderkinder errichtet sind. Aus der einen Seite schämt man sich als Deutscher über die äußere Dürftigkeit ber beut- schen Schulen; auf ber anberen Seite ist man froh, baß mit Hilfe b e s Frauenbunbes ber Deutschen Kolonialgesellschaft, biefer unb jener privaten Spenbe unb höchst bescheibener Regierungszuschüsse boch noch soviel zustande gebracht worben ist. Alles in allem: bie meisten beut- schen Kinber in Dftafrita genießen relativ guten, überwiegenb noch elementaren Schulunterricht. Aber nirgenbs sind bie äußeren Schulumstänbe so, daß ein beutsches Kinb stolz auf seine Schule sein könnte, wenn es baneben eine englische (Singebore- nenschiile sieht. Das ist bitter, unb außerdem ist bitter, baß eine nur zu große Anzahl von deutschen Kindern überhaupt in keine Schule kommt, weil kein Gelb ba ist, um Schule, Pension unb Reise zu bezahlen. Ich bente, es sollte genügen, im neuen nationalen Deutschland bas auszusprechen, um ber balbigen Abhilfe sicher zu sein. Diel besser, aber trotzbem an einem bestimmten Punkte auch nicht gut, steht es mit bem deutschen Schulwesen in Südwest. Es gibt hier bret Arten von beutschem Schulbetrieb: erstens beutsche Pnvat- schulen, bavon bie beste unb hervorragende bie Deutsche Oberrealschule in Winbhuk: zweitens beutsche Regierungsschulen, bie von ber Manbatsverwaltung von Sübwestvsrika unterhalten werben unb überwiegenb beutschen Lehr- plan mit beutschen Lehrkräften haben, nur mit stärkerer Betonung ber sübafrikanischen Geschichte und Sprache: brütens beutsche Abteilungen ober Klassen an sübafrikanisch-englischen Regierungsschulen. Auf dieser gesunden Basis läßt sich etwas^ erreichen. Ein Glück, daß niemand außer diesem guten Freund eine Ahnung hat, wer die fremde Lame eigentlich ist. So kann s;e erst mal, als angeblich blutige Anfängerin, etnfprmgen unb Die Premiere retten. Aber mehr: es gelingt ihr, das ganze Theater zu retten, indem sie es durchsetzt — kurz nachdem im Stadtrat der Zuschuß abgelehnt worden ist daß die ziemlich beträchtliche Summe von einem edlen Gönner gespendet wirb. Jetzt sinb Sie sicher furchtbar gespannt, wer das ist, UM warum unb wieso, ... aber bas sollen Sie sich selber im Theater ansehen. Das Hübscheste an diesem Stück rft nicht einmal die lustspielhafte Lösung an sich, sondern die komo- diantischen Pointen, die vorausgehen, das Nebeneinander lauf en und Jneinandergehen von Illusion und Wirklichkeit, die Doppeldeutigkeit dessen, was ,id^fteÄ Ätbar« Mot}», M eine große Schauspielerin wahrhaft spielerisch und zum Schein noch einmal ganz von vorn anfangt- Und derum bas Mnze Stück -bgAehen non feinet^etflent- liehen Fragestellung, den Reiz einer kleinen ue besgeschichte bekommt, die allerdings schnell ein ganz unvorhergesehene Wendung nimmt. Alle diese Bestandteile des Spiels wurden in der Aufführung unter Kühnes Regie sehr amüsant und doch unaufdringlich in den Dorbergrund g ^ rückt. Der Regisseur und bie Mitwirkenden hatten offenbar bas Gefühl, hier einmal S°nz unter sich zu sein unb ihre eigensten Dnige zu verh°rchel . Das gab allen Szenen eine frische Ursprünglichkeit unb föbftnerftänbU BeUWelt des Ton- di- einem Lustspiel wie diesem außerordentlich gut be kommt. — Bühnenbildner L o s f1 e r hatte die drei Schauplätze zweckentsprechend und geschmackvoll aus gestattet. Oer geheimnisvolle Meteor. Meteore sausen oft durch ben Weltenraum, fallen zur Erbe hernieber, boch nur selten gelingt es, bie Einbruchsstelle aufzufinden. In ber vorgeschichtlichen Zeit ist in ber Wüste von Arizona ein Meteor niebergegangen, ber als ber größte gilt. Von biefern berühmten Arizona-Meteor entbeckte man 1891 ben Riesenkrater mit 1,5 Kilometer Durchmesser unb 200 Meter Tiefe. Bruchstücke von wenigen Gramm bis zu Riesenbrocken von neun Zentnern würben aufgelesen, zusammen etwa 20 Tonnen. Die chemische Untersuchung wies eine Grundmasse von Eisen aus mit einem hohen Nickelgehalt. Außerdem fanden sich als kostbare Beigaben kleine schwarze unb weiße Diamanten unb beträchtliche Beimengungen von Platin unb bem nahe verwanbten Iridium. Das steigerte die Spekulationswut ber Amerikaner, zumal, ba bie Wissenschaft errechnete, baß ber Meteor einen kleinen Stern von etwa 170 Meter Durchmesser unb einer Masse von mehr als einer Million Tonnen barftelle. Man vermutete schatzungs- weise einen Gehalt von vier Millionen Gramm Platin unb sogar fünfzehn Millionen Gramm Iridium. Das bedeutet, abgesehen von dem wertvollen Nickel und dem für technische Zwecke besonders geschätzten reinen Eisen, Milliardenwerte, die man durchaus bem Schoß ber Erbe zu entreißen trachtete So begann ein Schürftätigkeit von echt amerikanischem Ausmaß. Zahlreiche Bohrungen würben unternommen, bie jebod) zu keinem Ergebnis geführt haben. Der Meteor liegt so tief in ber Erde, baß man mit ben gegenwärtig bekannten Mitteln noch nicht herankann. 0od)fd>ulna(bri(htctL Auf Grunb bes Gesetzes zur Wiederherstellung bes Berufsbeamtentums würbe an ber Universität Münster ber o. Professor Dr. Karl Lehmann« H a r 11 e b e n (Archäologie) in ben Ruhestand versetzt unb bem Honorarprofessor Ministerialdirektor Dr. Richarb Wölbt (soziale Betriebslehre) Die Lehrbefugnis entzogen. Der Reichsstatthalter in Baden hat dem ao. Professor Dr. Maximilian N e u (Gynäkologie) und Dem Privatdozenten Dr. Jakob Marschak (National- Ökonomie) in Heidelberg, sowie dem Hono- rarprofeffor Dr. Nathan Stein (Wirtschasts- Wissenschaften) an der Technischen Hochschme 'N Karlsruhe auf Grund des Berufsbeamten qesetzes die Lehrbefugnis entzogen. An der Universität Jena istder OrdinariuL Professor Dr. Macholz (Praktische Theologie) seines Postens enthoben worben. Befriebung (Europas erleichtern, besonbers In dessen südöstlichem Abschnitt. Die Frage ber Revision ber Friedens- vertrüge, bie noch offen ist, barf kein Hinder- nis für bie Herbeiführung von wirtschaftlicher Der- ftänbigung bilben, bie ber alles vernichtenden wirtschaftlichen Krise ein Enbe machen soll. Ein großer Teil ber Bestimmungen ber Friedensverträge hat sich als unhaltbar erwiesen unb kann nicht mit ber Ruhe und ber normalen Entwicklung ber von ihnen betroffenen Staaten in Einklang gebracht werben. Bis bie Bebingungen für eine Revision herangereist sinb, verlangt Bulgarien bie genaue Anwendung gewisser Bestimmungen dieser Der- träge, durch bie einige seiner Rechte geheiligt wur- ben. Solche sinb z. B. bie Bestimmungen über ben Schutz ber nationalen M i n b e r h e i t e n, bie bebauerlicherweise in vielen Fällen noch toter Buchstabe sinb. Die Nichtanwenbung gerabe bieser Deutsche Zugend in Afrika. Don Or. Paul Rohrbach. Walfischbai, ben 14. Sept. 1933. Am 15. Mai sinb wir in Tanga, im alten Deutsch-Ost-Afrika, an Lanb gegangen, unb heute, am 14. September, sollen wir hier in Walfisch- b a i in Südwestafrika an Borb gehen, um über Angola und Kamerun die Heimfahrt anzutreten. Wenn ich mir diese vier verflossenen Monate in Afrika vergegenwärtige, so darf ich wohl lagen, daß sie erfüllt waren mit Arbeit um das Verständnis des Heute unb Morgen für bie deutsche Sache in Afrika. Einiges davon habe ich meinen Lesern schon mitteilen können: anberes muß einer abschließenden Veröffentlichung vorbehalten bleiben, weil ber Stoff gar zu groß ist. Nur eins noch möchte ich schon jetzt geben: einen Ueberblicf über bas Thema von ben beutschen Schulen, d. h. also von bem geistigen Dasein unb ber geistigen Zukunft ber beutschen Jugenb, in Afrika. Ich werfe zuerst einen Blick zurück auf bie Schulen in 0 ft a f r i t a. Wir haben sie alle besucht: bie kleine deutsche Schule in Eldoret in der Kenya- Kolonie, bie beiden Schulen von Sunga unb Mlalo in Ufambara, bie in Dlbeani, bie in Lupembe auf bem südlichen Hochlanb unb schließlich bie beiben ganz kleinen in Doboma an ber Zentralbahn und in Daressalam. Die Zahl der deutschen Kinder, die in ihnen unterrichtet werden, beträgt insgesamt etwa 150, mit Einrechnung einiger, deren Einschulung bevorstand. An nichtdeutschen Kindern, na- - mentlid) englischen, kam vielleicht noch ein Dutzend hinzu. Wenn man fragt, ob der Zustand ber Schulen befriebigenb ist, so kann bie Antwort bar- auf nicht mit wenigen Worten, ja ober nein, gegeben werden. Zunächst ist zu bemerken, daß eine ziemliche Zahl deutscher Kinder noch keine Schule hat. Im Moschibezirk am Kilimandscharo gibt es über 40 schulpflichtige Kinder ohne Schule in erreichbarer Nähe. Ein Teil wird, mit großen Schwierigkeiten für die (Eltern, in entfernte Schulen geschickt, ein anderer aber bleibt ohne Unterricht, abgesehen davon, was vielbeschäftigte arbeitsreiche (Eltern vielleicht beiläufig zustande bringen. Dazu muß bedacht werden, daß jedes Jahrneue Jahrgänge nach heimatlichen Begriffen schulpflichtig werden. . . . , Nimmt man alles zusammen, was m den deutschen Siedlungsgebieten und sonstigen Wohnplatzen Oftafrikas an schulpflichtigen und nichteingeschulten deutschen Kindern existiert, so wird das gegenüber ben eingeschulten zwar nur eine Minderzahl ein, aber sie wird auch als solche unangenehm hoch sein. Es fehlt nicht wenigen deutschen (Eltern einfach am Geld, um ihre Kinder in die Schule fortjugeben, wo Pensionsgeld und Schulgeld, feien sie auch noch so entgegenkommend bemessen, gezahlt werden müssen. Dazu kommt das Reisegeld. Die meisten Kinder haben mehrere Tagereisen zwischen Elternwohnort und Schule, mit der Bahn ober mit bem Auto. (Einen Fall kenne ich, in dem zwei Jungen zum Heimweg in die Ferien vier Tage Fußmarsch, nur mit schwarzen Trägern, zuruckzulegen hatten und einmal unterwegs in einer Hohle schlafen Bestimmungen durch einige Nachbarn Bulgariens schafft eine unruhige Atmosphäre auf bem Balkan, bie nicht geeignet ist, bas Werk bes Friebens unb ber internationalen Gerechtigkeit zu förbern. Es ist ber Wunsch Bulgariens, mit allen Staaten enge unb freundschaftliche Beziehungen zu unterhalten. Hierfür hat Bulgarien unzählige Beweise geliefert. Dagegen verlangt bas Lanb nichts weiter, als baß man feine völlige Gleichberechtigung anerkennt unb feine burch bie Geschichte unb bie Verträge geheiligten Rechte achtet. Das ist bie ©runbünie feiner Politik, von ber bie bulga« rische Regierung niemals abgehen wirb. Strompreisermäßigung des tfefcer« landrverkes Oberheffen. Die Arbeitspreise bes Strompreistarifs für Klein- abnehrner (gültig ab 1. April 1933) bes Ueberlanb- werks Oberheffen sinb ab 1. Oktober b. I. wie folgt gesenkt worben: Für Haushaltungen (Heiz- unb Kochzwecke, einschließlich Lichtstrom): von 11 auf 10 Pf-^)^' m ber Zeit von 6 bis 21 Uhr, von 6 auf 5 $f./kWh in ber Zeit von 21 bis 6 Uhr. Werben mehr als 100 kWh im Monat abgenommen, so ermäßigt sich ber seitherige Arbeitspreis von 9 auf 8 $f-/kWh für bie von 6 bis 21 Uhr abgenommenen kWh, vorausgesetzt, baß elektrische Kochgeräte angeschlossen und angemeldet sind, die insgesamt mindestens 2 kWh Anschlußwert besitzen. Für Heiz- und Kochzwecke: von 11 auf 10 PfV kWh. Für Kleinmotorenbetriebe: von 14 auf 13 Pf^ kWh. ______ Weitere Llebertritte zur HZ. Die Auflösung ber konfessionellen Jugenbverbänbe unb ihr liebertritt zur HI. setzt sich weiter fort. Nachbem sich soeben erst bie Pfabfinbergruppen des Evangelischen Jungmännerwerks, die Eichenkreuz. Sturmschaften auflöften und geschlossen Zur HI. übertraten, erfolgt nun die Auflösung der Wartburg-Scharen in ben Gemeinden Matthäus Heb- bernheim unb Praunheim bei Frankfurt a. M. Das \ Kampfziel ber HI. — eine Jugendorganisation unter einer Fahne unb unter einem Führer — • wirb Wirklichkeit. Mit der Schulfrage stände es noch bedenklicher, wenn nicht im Ganzen die deutschen Ansiedler m Dftafrita ausgesprochenkinderarm waren. An sich ist das kein erfreuliches Symptom, zumal die Kinderarmut meistens gewollt ist: im Augenblick erleichtert sie aber bie Sage. 3n baUe begaben, in der O'Duffy sprechen wollte, wurden sie plötzlich angegriffen. O'Duffn, der ebenso wie (Tronin das Blauhemd trug, befand sich sofort in der Mitte einer erregten Menge, die Ihn mißhandelte. Als endlich die Polizei zu Hilfe eilte, bildete O'Dufsy aus einigen Stopf» wunden erheblich. Starke Polizeikräfte umzingelten die Versammlungshalle und hielten die Angreifer zurück, die sämtliche Fensterscheiben des Gebäudes einwarfen. O'Dufsy mußte In der Halle bleiben, bis militärische Verstärkung eintraf. Diebstahl diplomatischer Akten im Schnellzug. Ein Aussehen erregender Diebstahl biplo» S . ’ Akten ereignete sich im Schnellzug Bukarest—Warschau. Der Sekretär W o l p i n s k i vorn polnischen Konsulat in Kischinew war beauf» [ragt, eine Reihe wichtiger Aktenstücke nach Warschau zu bringen, die er In einem Handkvifer bei Hd) hatte. Hinter Eernowitz schlief der Sekretär im Sage ein. Beim Erwachen stellte er das Fehlen des Koffers fest. Es wurden sofort sämtliche Polizei- stationen benachrichtigt. Der Dieb konnte bisher nicht gefaßt werden. Möglicherweise handelt es sich um einen einfachen Diebstahl. Der Verdacht, daß es sich um Spionage handelt, Ist jedoch sehr begründet. ' ' ' v Der brasilianische Staatspräsident Ist oom Luftschiff „Graf Zeppelin" begeistert. Einer bei der Hamburg-Amerika Linie cinge- trosfenen Meldung vorn „Graf Zepp • — M"E d" brasilianische Staatspräsident, der mit fei» S°dn °°n ^rnambico nad) Rio de Janeiro tellnahm, dem Luftschiff seinen bequemen Einrichtungen und der Ruhe und Silber, beit seiner Fahrt Worte b ö d) ft e r Anerkennung. Seine Begeisterung für das Luftschissunter- in folgern Telegramm an den Reichspräsidenten: „Aus der Fahrt in dem Lust, schiff „Graf Zeppelin" habe ich einen solchen Ein. druck von der Bequemlichkeit und Sicherheit diesem Fahrzeuges bekommen, daß ich Euer Exzellenz zu diesem Transportmittel, das ein beredtes Reugnts des deutschen Genies ist, gratulieren möchte. Der Präsident erklärte dem Führer des Luft fchiffes, er erinnere sich mit großer Freude der ein jigarHgen Begrüßung, die er auf feiner Dampf,- mhrt längs der Küste (eines Lande- vor einiger Zeit durch den „Graf Zeppelin" erfahren habe. Dbs an ihn gerichtete Handschreiben Dr. E ck e n e r s sei nebst dem mit Flaggen und Blumen geschmückten Korb mit den Proben schönen deutschen Rheinweins zu feiner großen Freude in überraschend geschickter Weise vom Luftschift an das Deck seines Dampfers Ijerabgelaffen worden. Damals hätten ihm die klaren und ruhigen Manöver des Luftschiffes die absolute Sicherheit dieses neuen Verkehrsmittels vor Augen geführt und in ihm den Entschluß zu feiner jetzigen Fahrt als Passagier entstehen lassen. Seinen Glauben an die große Mission des Luftschiffes habe er dadurch bewiesen, daß er die H a 11 e n b a u f r a a e zu einem glücklichen Abschluß gebracht habe, so daß dem Luftschiff in Rio de Janeiro eine feste Verkehrsbasis für den Langstreckenverkehr über den Ozean geschaffen sei. Zum Schluß brachte der Präsident dem Führer des Luftschiffes die besten Wünsche für die Heimreise zum Ausdruck und für die bevorstehende Drei- ecksfahrt, die von Deutschland über Rio de Janeiro nach den Bereinigten Staaten führen wird. Der Haupttreffer der Arbeilsbefchaffungslottcrie. Wie sich der „Völkische Beobachter" von der Hamburger Lotteriegeschäftsstelle der NSDAP, berichten läßt, meldeten sich in Hamburg die beiden Losbesitzer des Hauptgewinns der Arbeits- beschaffungslotterie, der in zwei Abteilungen gespielt wird. Jedem konnten 7 5000 M k. in bar ausgezahlt werden. Es ist sehr erfreulich, daß das Geld Volksgenossen zugute kommt, die es wirklich sehr notwendig gebrauchen können. (Eine italienische Riefenfahne. In Rom wird am 28. Oktober die erste nationale futuristische Kunstausstellung eröffnet, und zwar unter der Leitung des bekannten Futuristen M a • r i n e 11 i. Bei dieser Gelegenheit wird die größte italienische Trikolore gehißt werden, die es jemals gab. Sie bedeckt eine Fläche von 375 Quadratmetern und wiegt 250 Kilogramm. Bisher ruhte sie aufbewahrt beim Führer der Futuristen, Marinetti, der sie im Jahre 1924 als Geschenk erhielt. Nunmehr hat sich eine Firma bereit erklärt, einen Fahnenmast von 50 Meter Höhe zu errichten, so daß die Fahne zum ersten Male im Winde wehen kann. Großscuer in einer dänischen Hafenstadt. In der dänischen Hafenstadt Rudkobing ist der große Gebauüetomplex der dortigen Saatzuchtge- sellschaft einem Riesenbrand zum Opier ge» iuUen. Nur nut Mühe konnte die Feuerwehr vier benachbarte Häuser, die mehrfach Feuer fingen, retten. Auch ein Hotel kam in Gefahr und mußte geräumt werden. Von den zum Teil fünfstöckigen Gebäuden und Speichern der Gesellschaft standen nur noch die Grundmauern. Das ganze Saallager darunter 150 000 Tonnen Rübsamen, etwa ein Zehntel der gesamten dänischen Ernte, wurde per- nietet. Der Schaden beläuft sich auf ungefähr 800 000 Kronen und ist durch Versicherung nicht vollkommen gedeckt. CEinfluriunglüd in Mailand. — Sech- Tote. Ein furchtbarer Unglücksfall ereignete sich M Mailand. Seit Monaten ist man dort mit dem Abbruch des alten Hauptbahnhofes und des dazu gehörigen Schienenstranges beschäftigt, der auf einem Steindamm durch ein belobtes Stadtviertel fuhrt. Eine zu diesem Schienenstrang gehörige in unmittelbarer Nähe des Bahnhofes die Straße überquerende und vorher aus zwei Bogen beste- - ''nbe Uebcrfübrung war in den letzten Tagen bis au| einen Bogen abgebrochen worden. Offenbar batte der restliche Teil nun nicht mehr genügend SJ.-iport DfB. Gießen. Der Bertin für Bewegungsspiele empfängt am morgigen Sonntag die Liga des BfR. Butzbach zum fälligen Berbandsfpiel. Die Liga des VfB. hat einige Veränderungen in der Aufttellung erfahren. Man hat dabei diesmal besonders Gewicht darauf gelegt, den Sturm zu verstärken. Der VfB. Gießen ist durch folgende Mannschaft vertreten: Becker, Bingel, Schmidt, Knauß, Kreß, Fenster, Haupt, Wilhelm, Heß, Leutheuser, Lehrmund. Diese Aufstellung erscheint sehr zweckmäßig. Wie sich die Mannschaft gegen die Butzbacher schlagen wird, ist aber trotzdem nicht vorauszusagen. Allerdings sollte man den Grün-Weißen für dieses Spiel auf eigenem Platze ein kleines Plus zu- messen dürfen. Die Gäste haben in den bisherigen Verbandsspielen nicht sehr glücklich gekämpft und in den Spielen gegen Ockershausen und gegen Groß-Karben jeweils, wenn auch knapp jedesmal mit 2:1, so doch verloren. Man erwartet ein spannendes Treffen, denn die Butzbacher sind trotz alledem als spielstark bekannt und haben den BfB.em in den bisherigen Kämpfen schon immer schwer zu schaffen gemacht. Die II. Mannschaft tritt auf eignem Platz durch einige Ligaspieler verstärkt gegen die II. Elf der Spieloereinigung 1900 an. Die III. Mannschaft spielt gegen die III. des Lokalgegners auf dem 1900er Platz. Die I. Jugend des VfB. empfängt nach dem Ligaspiel die I. Jugend des VfR. Butzbach. Spielvereinigung 1900 Gießen. 1900 Liga — Ockershausen Liga. Die Liga der Spieloereinigung 1900 hat nach Marburg zu fahren und dort auf dem gefährlichen kleinen und ungewohnten Platz des FE. Ockershausen anzutreten. Wie dieser Kampf ausgehen wird, ist gar nicht oorauszusehen. Die Spiele gegen Ockershausen endeten bisher schon immer mit Überraschungen, die gar nicht immer angenehme lieber- raschungen waren. So mußte es die Spielvereini- gung vor nicht allzu langer Zeit erleben, auf eigenem Platze mit 5:1 Toren geschlagen zu werden, während sie andererseits auf Dem Platze in Ockershausen mit 1:0 gewinnen konnte. Jedenfalls ist es für die Mannschaft der Blauweißen kein leichter Gang. Es wird aller Mannschaftsgeist und alles Können aufgeboten werden müssen, wenn die Spielvereinigung zu Mus-Punkten kommen soll. Für das Spiel ift folgende Mannschaft genannt: Schlarb Zeiler Lippert Langsdorf Heilmann Heinbach Luft Grünewald Bromm Schmelz Roth Die zweite und dritte Mannschaft der Spieloereinigung 1900 haben ebcnfals Berbanbsfpiele zu bestreiten. Auf dem Waldiportplatz tritt die zweite Elf gegen die zweite des VfB. an, die dritte Mann- schäft hat dagegen auf eigenem Platze die dritte Elf des Lokalgegners vor sich. Der Ausgang auch dieser beiden Spiele ist offen. Die Mannschaften haben mancherlei Veränderungen erfahren. Fugendspiele. Die erste Jugend empfängt auf eigenem Platze die erste Jugend von Watzenborn-Steinberg. Die Gäste eifern ihrer ersten Mannschaft nach und werden sich nicht so ohne wettere- geschlagen bekennen. Man erwartet ein Spiel zweier gleichwertiger Geg- ner. Die ersten Schüler tragen ein Verbandsspiel auf dem Waldsportplatz gegen die Schüler des VfB. aus. Handball im Gau XII der OT. Am morgigen Sonntag trägt die erste Jugend- Mannschaft des Männerturnoereins Gießen ihr erstes Verbandsspiel aus. Gegner ist die Jugend des Turnvereins Klein-Linden. Die Manner» turner verfügen zur Zeit über eine beachtliche Spielstärke und werden, vorausgesetzt, daß sie tn kompletter Ausstellung spielen, dem Gegner einen Sieg nicht leicht machen. Der Ausgang des Spieles ift vollkommen offen. Das Spiel findet in Klein- Linden statt. Am morgigen Sonntag hat die I. Handball- Mannschaft des Turnvereins 1883 e. B. Lollar die I. Mannschaft des Turnvereins Roth bei Marburg auf eigenem Platz als Berbandsfpiel-Gegner. Obwohl Lollar nach feinem ersten Berbandsfpiel gegen Marburg zu einigen Hoffnungen berechtigt, läßt sich über den Ausgang dieses Treffens nichts Voraussagen, da zwei gleichwertige Mannschaften ihre Kräfte messen. Es wird zwar ein hartes Ringen werden, aber man erwartet ein flottes und spannendes Treffen. Der Turnverein Heuchelheim eröffnet am morgigen Sonntag die diesjährige Pflichtspiel- reihe mit zwei Spielen auf eignem Platz: die II. Mannschaft trifft auf die II. von Münchholzhausen. Da über die Spielstärke der Gäste wenig bekannt ist, kann über den Ausgang nichts vorausgesagt werden. Gegner der Ersten ist die gleiche Mannschaft des Tv. Allendorf. Bei der Gleichwertigkeit beider Mannschaften ist mit einem spannenden Kamps um die Punkte zu rechnen. * To. Großen-Linden I — To. Lang-Gön- I. Zum fälligen Rückspiel treffen sich beide Mannschaften morgen in Großen-Linden. Im Vorspiel konnte Lang-Göns über den ersatzgeschwächten Gegner einen hohen Sieg erringen, Großen-Linden wird daher in diesem Spiel versuchen, sich für die erlittene Niederlage zu revanchieren. Prüfung für das deutsche rurn» und Sportabzeichen. Am morgigen Sonntag, 8. Oktober, 9 Uhr, findet die letzte Prüfung für Das Tum- und Sportabzeichen im Radfahren statt. Die Teilnehmer werden gebeten, sich pünktlich am Schützenhau- einzufinden. Herbstgeländespiele des oberhessischenZnngvolkes Ferien! Lang ersehnt, sind sie endlich da. In die Ecke den Ranzen, mag er dort liegen für zwei volle Wochen und verstauben. Ein echter Junge zieht hinaus zu Kampf und Spiel. Nicht immer leicht war es, daß die Jungen mitkamen, nicht Immer hatten die Ettern Verständnis, und manche Schwierigkeit gab es zu überwinden. Kartoffeln mußten da ausgemacht werden oder der Junge sollte dies ober jenes auf dem Felde tun. Aber es ging! Durch ganz Oberhesien marschierten die Jungen. Am Montag ging es los, nach langem Marsch kamen sie müde des Abends in ihren Quartieren an. Verpflegung, gestellt durch Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Landbevölkerung, dann schlafen sie in den Scheunen. Am Dienstag morgen beginnen dann die Geländespiele. Zunächst Stamm gegen Stamm. So kämpften (5fommXBelfen gegenSiammWeiterau Die Welfen, das waren also die Gießener, lagen von Montag bis Dienstag in Harbach. Auch an dieser Stelle muß der Einkpohnerschaft von Harbach sowie dem Bürgermeister und der Ortsgruppe der NSDAP, noch einmal gedankt werden für die glänzende Organisation der Verpflegung und Unterbringung. Die Gemeinde hatte ein ganzes Schwein geschlachtet für ihre Gäste. Morgens um sechs rückten sie los durch den Wald bis ins Kampfgebiet im Licher Stadtwald. Ein Lager mußten sie — so lautet Der Kampfbefehl — im Walde anlegen und es bis zum Schluß des Spiels um 17 Uhr verteidigen. 500 Meter rings um da- Lager hatten sie eine Postenkette, alle 5 Meter ein Junge, unmöglich durchzukommen ohne bemerkt zu werden. Ein Scheinlager legen sie an, den Gegner zu täuschen. Doch der findet nach langem Suchen — zwar das Lager nicht — aber die Richtung, in Der es liegen muhte. Schiedsrichter fahren mit Rädern in der Gegend herum, sehen andauernd nach der Uhr. In wenigen Minuten wird das Spiel zu (Fnbt fe«- 5» Ä** ’f 1'9'nem Platt tätembern $e J "°ch uni wer. Wn bekennen, 'chwertitzer ®eg. 2 DerbandÄpiel «Mer bes$f$. I der DL. die echt Juzech. ^Vereins Tie. Gegner ist bie iben. Die Männer- r eine beaMiche 9e|ebt datz ste m »em Gegner einen lsgimg Les Spieles j Met in Klein- die L Handball. 3 e. B. Lollar bi« Koch bei Marburg 5|piel=@egner. Ob- -erbanbsfpiel gegen berechtigt, läßt sich enL nichts voraus- Mannschaften ihre ein Hatter Ringen flottes und [ptm- l-eim ereWr irige znem Platz: die von Münchholz- ber Gäste wenig ing nichts voraus- ten ist die gleiche ei der Sleichwertig- einem spannenden len. . cang-Tönr I. i sich beide Männchen. 3m Vorspiel ^geschwächten Gegen, Großen-Linden suchen, sich für M iren. Sportabzeichen, aber, 9 Uhr, finM m- und Lportab« Teilnehmer werden ichützenhaus emzu« Miles ,barer Komik: b it ©etterauer ®. rtelbigtr fö r nur. drei ober Ja stech wabvr iae, zwanzig ober derinacht an ij es. SelbstverM ÄZZ ■'S?* 1U5 ! M Wen' KeiS °°n de" w bie "T Xüet, bis RamPf Ä fei oorPe' Fluchtund^alten Die ®e&ffflaQ> att dem re" gekriegten. Lmond-r- 0n6erö‘( Ze" d-- M rl°nd.g>en siachtseld ge $oT. n un!»?» Preisw. bürgerlich. MWlM Zu erfr. i. b. Gescb.- stelle b. G.A.l o-.83t> Am 1. Oktober begann auch bie Fasanen- j a g b in Preußen, die in Hessen am 16. Oktober eröffnet wird. Es sollte in unserer Gegend ungeschriebenes weidmännisches Gesetz sein, daß bis auf weiteres Hennen vom Abschuß verschont werden. Aus allen Revieren hört man, daß Gesperre bei ber Hühnerjagb beobachtet wurden. Man sieht, wie die unablässigen Bemühungen zahlreicher Reoierinhaber aus den Kreisen des Hubertus, wie auch bes Vereins selbst, ber Dereinsmittel zum Aussetzen von Fasanen verwenbet, ihre Fruchte tragen. Wer ohne eigenes Zutun Fasanen ins Revier bekam, sorge für Fütterung unb schone bie Hennen! Wo noch keine Fütterungen eingerichtet finb, ist es Zeit. Niebere Schutzbächer, am besten mit Dachpappe gebeckt unb Fichtenreisig oerblenbet, unb barunter recht viel Dreschmaschinenabfall, in bem ber Fasan scharren kann, finb leicht unb billig anzulegen. Wer für ben Fafan sorgt, hat ihn. Kein Wilb ist bafür so empfänglich wie er. Hoffentlich eint ein Wille alle Jäger in biesern Streben; ben Fasan zum {laubigen Bewohner unserer Reviere 18. Fortsetzung. Nachdruck verboten! :ibt keinen Deutsche Bühne! Mitgliedskarten«! , iit-tS * SMHaA/lHrt Vav-Llauheimev Statt Karten I Theaterkarten. J ^sgübe und 6167 D 6IG8i> Daubringer Str. 21. o, den gefundenen Dolch versteckt, statt ihn abzugeben, wie sich dos gehört halte, weil du mich aus irgendeinem Grund nicht mehr in Gefahr bringen und in einen zweiten Prozeß verwickelt sehen wolltest." Seine Stimme schien schärfer zu werden. „Aus Else Herr Robert Jünger Verlobte 5ür die überaus zahlreichen Glückwünsche und Geschenke anläßlich unserer silbernen Hochzeit sagen wir auf diesem Dege allen unseren herzlichsten Dank Heinrich Hofmann und Frau »Zur Linde" Lollar Musiklehrer, Chormeister und Organist Unterricht in Klavier, Violine, Orgel und Harmonium Partie- und Liederstudium — Dirigentenkurse Anmeldung jederzeit. Sprechstunde tägl. 13-14 Uhr (außer Mittwoch) — wohnt jetzt Hitlerwall 12 pari, Ecke Landgrafenstraße -- 05838 Willi Schmidt Else Schmidt, geb. Oöpfer Vermahlte Gießen, den 7. Oktober 1933 «olferaHeen Cfrinffroge 73 -............ r................ >791 Asbest- Platten 1.2, 8,4 und 5 mm. wieder am Lager. 304 D CarlSchunck Gießen, Demerwoll 47 Dehlar, Domplah 8 8. Oktober 1933 Woiere = öannoniume werd, fachgemäß u. preiswert gestimmt u. revar. ODertÄ uieBeo.LudWigMr.5p Televbon 2403 Verkaaf o.neuen u gedr^klavieren r Ihre Verlobung geben bekannt Elfriede Böck Wilhelm Stroh Hauptrollen: Georg Alexander Else Elster — Betty Bird Gutes Beiprogramm und Die neue Ufa-Ton-Woche Lin Lied vom Gluck Jtoman von Anny von panhuys. —...... -............... H95D -amilien-Drucksachen Verlobung san zeige« bei Brühl, Schulstraße SXZ“'0"' Hinter den dreien schloß sich die Tür. Marlene stand mit schlaff niederhängenden Armen da Ihr war zumute, als sei es nun für sie mit Glück und Freude für immer und ewig aus. Olga wollte die völlig Gebrochene trösten. Doch ehe sie noch sprechen konnte, klopfte es, und Achim von Malten trat wieder em. „2ch vergaß die Hauptsache." Er bückte sich nach dem Dolch, steckte ihn mit einer Gebärde des Abscheus in die Brusttasche seines Rocks und wandte sich sofort wieder der Tür zu. „Achim!" Wie ein mühsam unterdrückter Schrei brach sein Name über Marlenes Lippen. Sie hob die Arme, als wollte sie den Mann damit festhalten. Er wandte leicht den Kopf, warf ihr über die Schulter zu: „Wir zwei haben einander nichts mehr zu sagen! ' 9tun war er wieder gegangen, und die beiden Mädchen sahen sich einander mit großen, bangen 2lugen an. ° TOarlene Hel ganz in sich zusammen, und wäre Zu Boden gesunken, wenn Olga Zabrow sie vicht festgehalten und zu dem breiten Korbftuhl am Fenster geführt hätte. „Weine Marlene, weine dich aus!" bat Olga. Sie begriff nicht, daß Marlenes Augen so trocken waren Emen Weinkrampf hätte sie jetzt viel eher begriffen. Marlene schüttelte wie abwesend den Kopf, aber ilfre Lippen blieben geschlossen. Sie war ganz durch- einander, und alles um sie herum schien fest ein- gebettet m graue, dichte Nebel zu sein. Es gab keine Vergangenheit und keine Zukunft mehr, es gab nur eme fdjrerfhdje, unfaßbar schreckliche Gegenwart Wie einen Ausschnitt aus einem wüsten Traum f|e d'e Szene mit Achim jetzt vor sich, und ihr armer Kopf konnte nicht damit fertig werden, daß öer gehebte Mann das, was sie getan, so völlig falsch aufgefaßt hatte. u Olga Zabrow strich ihr sanft über das Haar. „ftomm zu dir, Marlene, bitte, komm zu dir. Du wemst nicht, aber du klagst auch nicht, und das ist unnatürlich. Laß gut sein, Marlene, ich gehe mit dir spie Hevbttwoche Morgen Sonntag 8 Uhr 30: Straßenrad, rennen «J?unö um Bad-Raubeim". Start u.öiel: Gaswerk. 14Uhr: Großer LLerbe- umzug der Radfahrer, (ca. 800 Radler). ^Ut)r:Beglnnd Nachkirchweihe. 13Uhr: •yuHbaUhjicI auf dem Svorwlah Prome- nadenweg: Sv.-B. Bad-Nauheim^Lv.- V. Groh-Karben. 15 Uhr 30: Reigenfah- re'' •*"d Radballsviele der Radfahrer in ' Ihr vormittag* : I. Kulturfilm-Veranstaltung Ein Tonfilm von Ostpreußen Jenseits der Weichsel Heute Sum.taK 4 I hr Märchenvor.teUnn, ftftneciDittcften Mk. 025. Mk. 0.40 und Mk. 0.60 Der aiitefraneneerem vom Mn fitem Zweigverein Gießen macht bekannt, baß am 4. Dezember d. I. wiederum eine Ehrung der Hausangestellten nlh-5 Zahre, 15 Jahre in einem Hause gedient haben, stattfindet. CS ist dies eine hochherzige Stiftung und wird zum sechstenmal gefeiert. &ittet die betreffenden Dienstherr, schäften, schnftliche Anmeldungen mit polizeilicher De- l£rtflung der Daten an ihre Adresse zugehen zu lasten. Si*r n*n UC das Jahr 1933 werden am 1. Aovember Seichtsten. 60370 Äildelmine Kramer,l.Dorfitzende,LudwigSpl.10" (1. Rate, Oktober - 1.40 bzw. 1.20 RM.) für Samslag-Abonnenlen am Samstag, 7.Oktober, an der Theaterkasse von 16 bis 20 Uhr. 6189V . Stadtmission ®ie8en GroBen-Llnden Hillebrandstraße 14 Zigarrenfabrik Oktober 1933 Sie erklärte in frischem Ion: „Den Dolch fand ich in der Bibliothek beim Aufräumen unter den Büchern und nahm ihn mit in mein Zimmer, verbarg ihn in meinem Koffer, weil ich fürchtete —" Jetzt stockte ihre Stimme doch. Er drängte. „Weil du was fürchtetest?" Sie hatte sich eben noch so sicher gefühlt; mit einemmal aber war kie unsicher geworden. Sie sah jäh alles so ganz anders, als sie es bisher gesehen hatte. Sie erwiderte sehr langsam: „Es war am ersten Tage, als ich mit Olga Zabrow die Bücher in das Regal ordnen sollte, das nachts umgefallen war. Ich fand den Dolch unter den Büchern, und die dunklen Flecke an der Spitze brachten mich sofort auf den Gedanken, es handle sich um die Mordwaffe, die man, wie ich gehört, nicht gefunden hatte." Sie sprach jetzt leiser als zuvor. „Ich hörte hier doch gleich von dem Mord, und du tatest mir leid. Ich fürchtete, wenn der Dolch dir zufällig gehörte. IXicfttspielftaus Gießen I Heute 6 Uhr und 8.30 Uhr: Zum letzten Haie ■ das einmalige gigantische Erlebnis tisberg I Ab Sonntag: Ein entzückendes Lustspiel ■ Ml nach Nizza Brunne We Men ♦ Sonnten Mer Ino Geöffnet bis 9 Uhr abends / Verbilligte Eintrittskarten auf der Straßenbahn