’StflÄS s c=ä: •aas“« ? 2 ~/t) = =.°2= oh" 77 C £ Samstag, 7. Moder 1933 183. Zahrgang Nr. 235 Erstes Blatt OiplomatischeVorbereitung der Abrüstungskonferenz Oie Reichsregierung Lrfein-m«nlf($en Presse verbände». JerMbaudesdeMenGeld-undKredilwesens Staatssekretär Jeder über die Aufgaben der Sparkassen. Leipzig, 6. Okt. (DTB) Der Sechste Allgemeine Deutsche Sparkassen- und Kommunalbanken- tag wurde heute mit einleitenden Worten Des Vorsitzenden Präsident Dr. Kleiner eröffnet. Der sodann ein Referat über „Die Ausgaben der Sparkassen" hielt. Danach sprach Oberbürgermeister Fiehler (München) über „Die Bedeutung der Sparkassenorganisation für die Gemeinden". Anschließend nahm Staatssekretär Dr. Feder das Wort zu einem Vortrag über „Die funktionelle Bedeutung des Geld- und Kreditwesens in der deutschen Volkswirtschaft". In dem Buche des Führers „Mein Kampf" befinde sich der lapidare Satz über den Kampf gegen das internationale Leihkapital. Dieser Satz gelte heute mehr denn je, und die Sparfaffen brauchten keine Sorge zu haben, wenn das Tempo dieses Kampfes nicht immer ihren Wünschen entspreche. Die Brechung der Zinsknechtschaft bedeute nicht nur die Brechung der Herrschaft des internationalen Finanzkapitals, sondern des Leihkapitals überhaupt. Die Sätze für das Leihkapital müßten auf ein Maß gebracht werden, welches unter den Sätzen bleibe, die das Produktionskapital bringe. Dor dem Kriege habe das Produktionskapital 7 bis 8 Prozent erbracht, das Leihkapital dagegen nur die Hälfte, das sei das richtige Verhältnis. Es sei davon auszugehen, daß Geld S t a a t 5 g e I ö fei und die Geldschöpfung einen Willensakt des Staates darstelle. Das Problem her Bankenverstaatlichung sei durchaus kein neues, denn hie ersten Banken seien öffentliche An st al- t e n gewesen, die Privatbanken feien erst viel spä- ter entstanden. Dagegen habe sich her Dualismus zwischen öffentlichen und privaten Banken im Zuge des Vordringens der liberalistifchen Wirtfchafts- gefinnung entwickelt. Drei Viertel aller volkswirtschaftlichen Umsätze, so fuhr Staatssekretär Feder fort, würden heute bargelbos oder mit kurzfristigem (Selbe getätigt Hieraus ergebe sich bie Notwenbigkeit, baß die Giralgel- her in das staatliche Kontrollsystem miteinbezogen werden. Die Sparkassen bezeichnete Feder als die ältesten und stolzesten Träger, ja Eckpfeiler der deutschen Kreditorganisation. Sie hätten sich stets vorwärts entwickelt Die Tatsache des 6 p a r e i n • lagenbeftanbes von über 11 Milliarden Mark fei ein Beweis für bie unerschütterliche Lebenskraft des beutfchen Volkes. Je höher man bie Bedeutung des Geldwesens ein- schätze, um so mehr müsse dieses in bie staatliche Sphäre hineinwachsen. In her Giralgeldschöpsung liege her Ansatzpunkt für bie grundsätzliche Neuordnung des Geld- und Krehitwesens. Mit der staatlichen Kontrolle des ©iralgelbumlaufes müsse bie Vereinheitlichung des gesamten Gi- ralgeldnetzes verbunden werden, damit das Geldwesen rasch, billig und zuverlässig wie bie Eisen- bahnen arbeiten könne. Einen Kampf der einzelnen Kreditorganisationen untereinander hatte er nicht für richtig, ba es barauf ankomme, eine g r u n h lege n b e Reform Des beutfchen Geld- und Kreditwesens burchzuführen in dem Sinne, daß das Geld und das Kapital her Wirtschaft und die Wirtschaft dem Volke zu dienen habe. Schließlich sprach als letzter Redner Staatsminister des Innern Ädolf Wagner (München) über „Die Sparkassen im nationalsozialistischen Staat“. Die Sparkassen würben im nationalsozialistischen Staat bie Stellung einnehmen, bic sie sich selbst eroberten. Der Minister schloß mit einem Appell an bie Spur- taffen, bie einen großen Teil bes beutfchen Dolksocr» mögens, des deutschen Vertrauens und bes bcutfdjew Glaubens verwalteten, sich als ein Äampfglieb in eine Formation einzureihen, bie noch in vollem Kampfe gegen eine Welt von geinben stehe Nach einer ab- schließenden Würdigung schloß Präsident Dr. Kleiner den 6. Allgemeinen Deutschen Sparfaffen- und Kommunalbankentag mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Reichspräsidenten und Den Führer, an bic Er- gcbenheitstclegramme abgefanbt würben. Oie ersten Ergebnisse der nationalsozialistischen Bauernpolitik, preffeabend beim Reichsernährungsminister Darr6. Berlin, 5. Okt. (TU.) Auf Einladung bes Reichsernährungsministers Darr6 fanb im fianh« wehrkafino ein Preffcempfang statt, bei dem das Rcichserbhofgcfctz zur Erörterung stand. Als Gäste wohnten der Veranstaltung u. a. bei: Reichsjustiz- minifter Dr. ® ü r t n e r , her Staatssekretär im Preußischen Landwirtschaftsminifterium, WiNike n s , der Reichsobmann der bäuerlichen Selbstverwaltung, Staatsrat Meinbcrg, bie Hauptabteilungsleiter der bäuerlichen Selbstverwaltung, bie Ministerialbirektoren und Ttinifterialbirigcnten sowie bie Beamten unb Angestellten her Ministe- rien. Reichsminister Darrs gab eine allgemeine Einführung in bas Rcichserb- Hofgesetz und bie weiter beabsichtigten Maßnahmen, insbesonbere bas Entschulbungsgesetz. Der Minister wies ebenso wie in seiner flehe am Bückeberg daraus hin, baß hem deutschen Bauern geholfen werden könne, wenn man iyn ohne Hemmungen und Bedenken durch entscheidende Schritte energisch aus den Klauen liberal! ft ischer politischer Methoden unb ben Klammern einer kapitalistischen Wirtschaftsorb- nung befreie. Es fei ohne Zweifel bas historische Verdienst Der Regierung Adolf Hitler, daß sie Die Pflege und Förderung des Bauerntums zur entscheidenden Richtschnur ihres gesamten Handelns gemacht habe. Da die Zahl der Geburten die der Sterbefälle übersteige, werde ein Wachstum bes Dolkskörpers vorgespiegelt, bas gar nicht mehr oorhanben sei. Deutschlanb müsse wieher ein kinberfrohes Land lebe nbi gen Wachs t u ms sein. Um dem Reichs- n ä h r ft a n d die Voraussetzung gedeihlicher Aufbauarbeit ermöglichen zu können, werden wir mit dem gesamten Selbstoerwattungskörper, also dem bisherigen Reichslandbund, dem bisherigen Deut- schen Landwirtschaftsrat, der Spitze her" lanhnnrt- schastlichen Genossenschaften und her Vertretung bes Landhandels und ocrwanbter Zweige t n bie Stille urbeutschen Bauernlanbes bin- einziehen, um hier abseits Der morbenben Groß- ftabtluft in echter Verwurzelung mit hem Boden unsere gewaltigen Ausgaben losen au können. Eine Voraussetzung unserer nationalsozialistischen Agrarpolitik bietet Das vor wenigen lagen veröffentlichte Reichserbhofgesctz. Die fla- tionalsozialistcn sind mit dem Reichserbhofgesctz auf dem Wege, ein neues Dauernrecht ger- manisch-beutschen Rechtshenkens zu schaffen. Man hat mir vielfach entaegengchallen, baß bie burch bas Erbhofrecht bedingte Einengung des gesamten Eigentumsbegriffs in heutiger Zeit nicht mehr oerftanben wirb. Wer bas henkt, vergißt, daß bie Freiheit eines ganzen Stanbcs nicht möglich ist ohne Beschränkung b es Einzelnen. Zum Schluß sprach der Minister über bic Ent- schulbung her Erbhöfe. Das Entschulbungsgesetz fei fertig. Es sei nur etwas zurückgesteltt worden, um noch einige Möglichkeiten durchzuererzieren, ehe das Gesetz zur Tat werde. Der Grundgebanke des Entschuldungsgesetzes lehne sich an bas Beispiel her alten Preußischen Rentenbank. Zwischen Erb- Hof unb Gläubiger werbe eine Bankzwischengeschaltet, Der her Erbhofbauer schulbct, wäh. renb bie Bank ihrerseits ben Gläubiger befriebigt Auf biete Weise glaube man, bie ganzen eingefrorenen yorberungen her Gläubiger organisch wieher auftauen zu können, ohne ben Bauern in Schwierigkeiten zu bringen. Nach her mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Rebe stellte Minister Darr6 seine Mitarbeiter am Reichserbhofgesctz Dr. S a u r 6 vor, her bie Ge- bantengängc bes neuen Reichserbhofgefetzes barlegte. Sodann sprach Dr. R c i s ch 1 e, der Führer Des Stabsamtes beim Reichsbauernführer, über ben ständischen Ausbau des Nährstandes. Den Schluß bildeten Ausführungen des Reichsobmannes her bäuerlichen Selbstverwaltung Staatsrats Meinberg über bie Debeutung bes Reichserbhofgesetze» vorn bäuerlichen Stanbpunkt gesehen. Wowcries, für Die nächste Zeit eine erhöht« Aktivität in Aussicht. Die heutige Kundgebung merDc balD von anderen gefolgt werben, so sei für ben 20. Oktober eine Zusammenkunft der Pressean- gehörigen mit den Kulturträgern des Gebietes vorgesehen, unb einige Zeit banach werbe eine Zusammenkunft mit ben Vertretern her Behörden ftatifinben. Nächtliche Feierstunde am DenlmalderSchlacht beiLeulhen. Breslau, 7. Okt. (TU.) Am Freitag hatten sich etwa 2500 SA.-Männer her Standarte 7 zu einer Feierstunde her nieberschlesifchen SA. vor dem Denkmal der Schlacht von Leuchen eingefunden. Sturmhauptführer Prinz Ratibor gedachte in einer kurzen Ansprache der Schlacht von Leuthen und wies darauf hin, daß die SA., die heute von Ncumarkt nach Lissa marschierte, auf her gleichen Straße marschierte, wie Friebrich her Große vor 176 Jahren. Inzwischen war auch Stabschef Röhm in Begleitung bes Vizekanzlers von P a p e n, her Obergruppenführer Heines unb ßütgebrune unb bes Gruppenführers Lübtke eingetroffen. In feiner Rebe wies Stabschef Röhm auf ben stolzen Geist unserer Vorfahren hin, bie einst an biefer Stätte einen großen Sieg errangen. Unser sehnlichster Wunsch sei es, auch heute wieher unser Daterlanb wie bamcls stolz unb frei zu sehen. Unsere höchste Pflicht soll es fein, stets unb ftänbig in biefem Geist für bas Daterlanb z u arbeiten. Mit einem breifachen Sieg-Heil auf ben Führer schloß bie Rebe, her bas Horsk-Wesiel-Lieb unb bas Lieb Jtein schöner Lanb in biefer Zeit" folgten. Im Licht her Scheinwerfer erscheint plötzlich b i e ©eftalt bes großen P r e u ß e n k ö n i g s (Otto Gebühr) auf bem Schimmel vor bem Denkmal unb hält folgenbe Ansprache: „flieber- schlesische SA! Kerls Dir stehen auf heiligem Boden. Hier haben unsere Vorfahren ihr Blut für bas Daterlanb »ergaffen. Damals hieß bie Parole siegen ober sterben. Mein letztes Wort vor her Schlacht von Leuthen war: Ich werbe gegen alle Regeln her Kriegskunst ben Feinb angreifen, w o i ch ihn treffe. Ich muß biefen Schritt wagen. Wir müssen ben Feind schlagen, ober uns von seinen Batterien begraben lassen. Deutsche Iugenb! mache bir biefen Geist zu eigen unb zeige bi ch beiner Dorfahren wert." Kleine politische Nachrichten. Die Saar-Regierung hat bie für Sonntag festgesetzte Ärcisubung her Freiwilligen Sanitätsfolonne vom flöten Kreuz bes Kreises Saarlouis, sowie ben vorgesehenen Rote-Kreuz-Abenb verboten. e Wie bie „NSK." meldet, werben sämtliche vor dem 31.-Januar 1 933 in bic SA. Auf- genommenen entsprechen!) einer Verfügung bes Stabschefs zum 9. November 1933 zum Sturmmann beförbert, soweit sie diesen Dienstgrad noch nicht erreicht haben. » Der Oberbürgermeister der Stabt Frankfurt an her Ober, Dr. Kinne, ist vom Amt fuspen- b i e r t worben, weil bie Nachprüfung her Geschäftsführung bes Bankcnverbands Frankfurt an her Ober-Lebus belaftcnbes Material gegen ihn erbracht hat. Gegen ben früheren Direktor her Ober- Dank, Dr. Wolfslas, ist richterlicher Haftbefehl ergangen. • Nachdem in Spanien bie Versuche einer Kabi- nettsbilbung burch ben früheren Minister Pedre - 9 a l gescheitert finb, beauftragte her Staatspräsident ben Arzt Dr Moranon, eine Einigung her republikanischen Parteien zu versuchen. Es ist mit der Bilbung einer Regierung zu rechnen, beren Vorsitz Sanchez R oman übernehmen würbe. König Doris von Bulgarien ist zum Besuch von Herzog Albrecht von Württemberg, seinem Schwager, auf Schloß Linbach bei Schwäbisch- Gmünd eingetroffen. SMme Zahlungen des Angeklagten pvpoff ich keine Veranlassung. Oberreichsanwalt Dr. Werner: Der Angeklagte sagte, daß der letzte Zug nach Karlshorst und Fichtenau bereits weggesahren gewesen sei. Nach unseren Informationen hat aber Koenen vor der Kommission in London ausgesagt, er wäre mit Torgler bereits um 1.30 Uhr in Ks. Wohnung angekommen. In derselben Aussage in London hat Koenen auch angegeben, daß Torgler aus Sicherheitsgründen in Ks. Wohnung gekommen sei. Torgler: Das ist mir ganz unverständlich. Zwischenfall im Reichsiagsbrandstifierprozeß. Oer Angeklagte Oimitroff wird wegen ungebührlichen Verhaltens und fortgesetzter Beamtenbeleidigung von der Sitzung ausgeschloffen. Weiterhin kommt das Notizbuch des Angeklagten Dimitroff zur Erörterung, in dem eine Reihe von Zahlungen im Gesamtbe- trage von 15002 Mark aufgezählt werden. In diesem Zusammenhang wird auch der zurück, in der die Apparate Fieselers und Dätroyats untergestellt sind. Den Mechanikern fiel schließlich sein Benehmen auf, und sie benachrichtigten die Polizei, die den Mann verhaftete. Man fand bei ihm einen geladenen schweren Revolver und etwa 50 Patronen. Auf Befragen erklärte er, daß es gewisse Ungerechtigkeiten auf der Welt gebe, die er wieder gutmachcn wolle. Man nimmt an, daß man es mit einem geistig Unnormalen zu tun hat, der es auf das Leben des deutschen Fliegers ab- gesehen hatte. Die Polizei hat sofort alle erdenk- lichen Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Nach drei Wochen tot aufgefunden. Unter sehr bemerkenswerten Umständen wurde in Berlin in ihrer Wohnung die 62 Jahre alte Rentenempfängerin Klara Leuthert als Leiche ausgefunden. Hausbewohner, die die Frau seit längerer Zeit nicht gesehen hatten, riefen die Feuer- wehr, und die Beamten sanden Frau Leuthert auf einem Stuhle sitzend tot auf. Wie der Arzt fest- stellte, war der Tod, ein Herzschlag, bekeits vor etwa drei Wochen eingetretcn. ODOL Rat: ZAHNPASTA Similrosfs belastende Aufzeichnungen Oie Kreuze im Gtadiplan.-Oie chiffrierten Telephonnummern. Oie Vernehmung Oimitroffs beginnt -ann. Der Vorsitzende zitiert aus dem Material zunächst ein hektographiertes Schriftstück, das die Ueberschrift trägt „Für die Einheitskampf- front d e s Proletariats. Aufruf des Exekutivkomitees der Kommunistischen Internationale. Moskau, den 3. März 1933." Auf die Frage des Vorsitzenden, woher er diesen Aufruf habe, erwidert der Angeklagte Dimitroff: Von der Inprekor. Der Vorsitzende weist darauf hin, daß die Inprekor wiederholt mit den Gesetzen in Konflikt gekommen sei, und Dimitroff erwidert daraus: Das wundert micht nicht. Vorsitzender: Wenn Sie mit der Jnpre- kor in nahen Beziehungen standen, so ist das aber als Belastung dafür anzusehen, daß Sie selbst in Deutschland den Hochverrat betreiben wollten oder betrieben haben, daß Sie selbst auf den Auf- ftanb hingearbeitet haben. Dimitroff: Ich war Korrespondent für Inprekor und habe nur über bulgarische Fragen geschrieben. Der Vorsitzende zitiert ein weiteres Schriftstück, dos ebenfalls vom 3. März stammt und die Ueberschrift trägt „Reichstagsbrand ft iftung als nationalsozialistisches Provokateurstück entlarvt." Es stammt von der Pressestelle des Zentralkomitees der KPD. in Berlin. Dimitroff erklärt, daß er dieses Schrift- stück nie gesehen und besessen habe. Er sei bei den polizeilichen Vernehmungen bis Ende März über dieses Schriftstück auch nie befragt worden und bitte, das polizeiliche Protokoll vom 9. März zu verlesen. Der Vorsitzende zitiert aus diesem Protokoll, daß Dimitroff, nachdem er vorher von der Inprekor gesprochen hat, mit Beziehung auf dieses Stuck über den Reichstagsbrand ausgesagt habe, daß es aus der gleichen Quelle stamme. Dimitroff ruft erregt: Ausgeschlossen. Das vorgelesene Protokoll ist nicht dasselbe, das ich damals gehört habe. Vorsitzender: Kommissar Braschwitz wird darüber als Zeuge vernommen werden. Dimitroff: Bitte! Kriminalkommissar Heisig hat vor einigen Tagen hier vor Gericht unter Eid ausgesagt, daß ich bei meiner ersten polizeilich?» Aus aller Welt. Mordnnschlag auf den deutschen Kunstflieger Iieseler in Paris geplant? Auf dem Flugplatz Villacoublay bei Paris, wo am Sonntag der mit Spannung erwartete Zwei- kampfimKun st fliegen zwischen F i e s e l e r und dem Franzosen D ö t r o n a t stattfindet, kam es am Freitag zu einem Aufsehen erregenden Z wi - schenfall, der von der Pariser Presse ausfuhr- lich wiedergegeben wird. Danach trat ein 26jähriger stellungsloser Arbeiter, der schon seit einiger Zeit durch eigentümliches Verhalten ausgefallen war, plötzlich an den Flughafenkommandanten heran der gerade von einem Uebunasfluge zuruckgekehrt war und fragte ihn, ob er der deutsche Flieger^Fie- seler sei. Als der Kommandant ihm keine Antwort erteilte, sondern sich zu dem Verwaltungsgebäude begab, kehrte der Unbekannte zur Flugzeughalle vorher nie gesehen habe. —— «ÄÄWfltW Einheitsfront im Saargeb.et. fragen, ob er diese kreuze gemacht habe, | Die beste Rüstung zur Volksabstimmung, und ob er das Buch überhaupt kenne. Vernehmung... . ... Der Vorsitzende greift energisch ein und weist Dimitroff darauf hin, daß dies nicht h i e r y ergeh ö r e und daß er jetzt zu schweigen habe. Dimitroff spricht trotzdem weiter und bezeichnet die Aussage des Kommissars Heisig als Luge. Der Vorsitzende verbittet sich energisch die Wetter- beleidigung von Beamten und weist den AngeNagten nochmals darauf hin, daß er ihm das Wort verboten habe. Dimitroff: Ich kann beweisen... Der Vorsitzende schneidet dem Angeklagten das Wort ab und erklärt, daß er trotz seiner Erlegung so Diel Anstandsgefühl haben müsse, daß er feine Beamten beleidige. Er verwarne ihn nochmals dringend. Der Vorsitzende hält Dimitroff dann einen weiteren Aufruf vor, der die Vorbereitung eines internationalen antlfasch i st i s ch e n Kongresses behandelt. Auf diesem Kongreß sollte ein antifaschistisches Zentralkomitee gebildet werden. Dimitroff erklärt, diesen Aufruf habe er besessen. Er habe auch an seine bulgarischen Freunde und Genossen im Sinne dieses Aufrufes geschrieben. Es folgt dann die Erörterung über einen Reiseführer durch Berlin, der bei Dimitroff gefunden worden ist. Der Vorsitzende stellt fest daß an der Stelle des Planes von Berlin ein grünes Büchlein gelegen habe. Daraus schließe man, daß das Buch gewissermaßen als Lesezeichen diente. Auf dem Plan ist das Schloß und das R e i ch s t a g s g e b ä ud e mit einem Kreuz a n g e z e i ch n e t. D-mitroff erklärt dazu daß er den Reiseführer 192b gekauft habe Er behauptete, das grüne Heft nie in den Plan hinelngesteckt zu haben und erklärt weiter, daß die Zeichen b e i der Kriminalpolizei gemacht worden seien. Der Zeuge Kriminalassistent K y n a st, der diese Entdeckung im Reiseplan gemacht hatte, erklärt, er sei seinerzeit sofort bei Entdeckung des Kreuzes am Schloß zum Kommissar Braschwitz gelaufen, um ihm dies zu zeigen Bei dieser Gelegenheit sei auch das zweite Kreuz an der Stelle des Reichstagsgebaudes entdeckt worden. Der Zeuge betont, daß mehrere Polizeibeamte bei der Entdeckung zugegen gewesen seien. Vorsitzender: Sie stellen bei ihrer Verteidigung olles auf bulgarische Füße. (Dimitroff: Selbstverständlich.) 3d) halte 3hnen aber vor, daß Name Schmidt und einmal werden die Buchstaben Schm, erwähnt. Auf die Frage, was diese Zahlungen bedeuteten, erklärt Dimitroff, daß es Zahlungen an bulgarische Emigranten seien, die er in Paris geleistet habe. Es handele sich im übrigen nicht um einen Schmidt, sondern um einen Bulgaren S m i d o f f. Im Anschluß daran werden die verschiedenen Telephonnummern erörtert, die Dimitroff in seinem Notizbuch eingetragen hat. Durch einen Zufall war bei einer Telephonnummer festgestellt worden, daß die Nummer umgekehrt richtig war. Im einzelnen konnte festgestellt werden, daß unter diesen umgedrehten Nummern auch der Telephonanschluß von Münzenberg war. Dimitroff erklärt, daß sich bei der Aufklärung der Nummern eine kolossale Unfähigkeit und Unverständlichkeit der Polizei gezeigt habe. Senatspräsident Dünger springt bei diesen Worten auf und erklärt, daß der Senat jetzt darüber beraten werde, ob der Angeklagte Dimitroff aus dem Saal zu weisen sei. Das Maß sei jetzt voll. Nach kurzer Beratung verkündet der Präsident als Beschluß, daß der Angeklagte Dimitroff, weil er den wiederholten Anordnungen des Vorsitzenden, Beleidigungen von Beamten zu unterlassen, zuwider ge- handelt habe, wegen dieses Ungehorsams aus dem Sitzungszimmer entfernt wird. Dimitroff tief erregt aus: Unerhört! und stieß eine Reihe von unverständlichen Schimpfworlen aus, während er von den Beamten ins Gefängnis abge- führt wurde. I Der Vorsitzende stellt dann durch Befragen des Kriminalassistenten K y n a st fest, daß bei Dimitroff u. a. verstellt geschriebene Telephonnummern, auch die Anschlußnummer des kommunistischen Reichs- tagsabgeordneten Stöcker gefunden wurde. Saarbrücken, 6.Oft. (TU.) Die Deutsch- Saarländische Volks Partei und die Deutsche Bürgerliche Mitte (die frühere Wirtschaftspartei des Saargebietes) haben mit sofortiger Wirkung ihre Auflösung beschlossen. In einem Aufruf, in dem diese Auflösung mitgetellt wird, heißt es u. a.: „In der klaren Erkenntnis, daß die weitere Aufrechterhallung der Parteien nicht mehr im nationalen Interesse liegt, haben wir beschlossen, die Parteien mit sofortiger Wirkung aufzulösen. Die neue Zeit ist über b i e Parteien hinweggegangen. Zusammenfassung aller nationalen Kräfte ist das Gebot der Stunde, und nach dem Grundsatz: Das Vater- land über d i e Partei! müsse die Zersplitterung auch im Saargebiet für immer ihr Ende finden. Auch an ihre Stelle müsse die größere Einheit treten, die einen überwältigenden Sieg bei der Volksabstimmung gewährleistet." In einem Abschiedswort des Vorsitzenden der Saarländischen Volkspartei, Hermann Röchling, wird gesagt: Wir erwarten von allen Freunden, daß sie getreu der Ueberlieferung alle Kräfte daran setzen, daß die Dolksabstim- mung zu einem überwältigenden Siege der deutschen Sache wird. Durch die Grün- j oung der Deutschen Front sei erreicht, daß fein Dolfsgenosse abseits zu stehen braucht und sich nicht abseits stellen darf, wenn es gilt, um die höchsten Ziele zu fämpfen. Leipzig, 6. Okt. (WTB.) In der heutigen Sitzung des Reichstagsbrandprozesses richtet der Vorsitzende zunächst einige Fragen an den Angeklagten Torgler. . Die Frage nach seinem Aufenthalt in der Nacht d e s Reichstagsbrandes beantwortet Torgler dahin, daß er von dem Lokal in der Dirckfenstraße mit einer Autodroschke zusammen mit Koenen nach Pankow gefahren sei und dort geschlafen habe. Am nächsten Morgen hatten Kriminalbeamte Koenen festgenommen. Ihn selber habe man in Frieden gelassen. Er sei dann gegen 20 Uhr in die Stadt gefahren und habe gelesen, daß er, Torgler, fluchtartig den Reichstag verlassen habe. Er sei daraufhin ins Polizeipräsidium gefahren und dort vernommen worden. Anklagevertreter Landgerichtsdirektor Dr. Pari- f i u s : Der Angeklagte Torgler legt großen Wert auf die Feststellung, daß er sich f r e i w i l l i g bei der Polizei gemeldet habe. Nach der Auffassung der Anklagebehörde ist es aber damit nicht weit her. Er hat uns schon gesagt, daß er in der Nacht feine Wohnung gemieden und sich in einer fremden Wohnung ausgehalten hat. Wenige Stunden nach dem Reichstagsbrand ist die Kriminalpolizei beauftragt worden, ihn zu verhaften. Die Beamten haben ihn in seiner Wohnung in Karls- Horst gegen 6 Uhr morgens gesucht. Die Ehefrau Torglers hat behauptet, daß ihr Mann sich in der Provinz a u f Reisen befinde. Die Wohnung ist bis gegen 11 Uhr durchsucht russische Zeitungen und Bücher zu beschaffen, Po- poss erwidert, vom Zentralkomitee der bulgarischen kommunistischen Partei. Der Oberreichsanwalt weist daraus hin, daß dieser Auftrag doch wesentlich einfacher in Rußland direkt ausgeführt worden wäre, und fragt, warum man gerade den Weg über Deutschland gewählt habe. Popoff erklärt, daß seine Partei nur mit bulgarischen Kommunisten Verbindung hatte. Der Oberreichsanwalt weist weiter darauf hin, daß nach den Quittungen von Peter auch einmal ein Photographenapparat beschafft worden ist, und fragt, zu welchem Zweck das ge- schehen sei. Popoff will diesen Apparat aus Liebhaberei gekauft haben. Anklagevertreter P a r i {i u s : Es fällt auf, daß nur Quittungen gefunden worden sind für b i e kurze Zeit vor dem Reichstagsbrand, nämlich für die Tage vom 14. bis 26. Februar. Poposf sagt selbst, daß er mindestens seit dem 3. November 1932 in Berlin war. Der Vorsitzende stellt aus den Akten nochmals fest, daß alle Quittungen von Peter vor dem Reichstagsbrände liegen, ebenso die Quittungen von Bruno. Nach dem Ausgabenbuch gab es allerdings Posten aus der Zeit nach dem Reichstagsbrände, nämlich zweimal 29 Mark, hinter denen aber ein unleserlicher Name steht. Poposf erklärt, daß an Peter auch am 1. März noch einmal ein Betrag von 33 Dollar bezahlt worden fei. .. Landgerichtsdirektor Parisius weist auf f r u h e re Aussagen Popoffs hin, wonach er aus eigenem Moskauer Gelbe 500 Dollar mitgebracht und ferner von Peter erhebliche Beträge bekommen habe. Popoff erwidert darauf, daß er bei den ersten Vernehmungen nicht die Wahrheit gesagt habe, weil er nicht zugeben wollte, aus Rußland nach Deutschland gekommen zu sein. Er habe befürchtet, daß man ihn den bulga- rischen Behörden ausliefern werde. Spater habe er doch dem Untersuchungsrichter die Wahrheit gesagt. Die Verhandlung wird dann auf Samstag vertagt. van der Lubbe verneint beide Fragen. Dem Angeklagten Dimitroff wird darauf das Buch in die Hand gegeben; er behauptet, daß die Ankreuzungen jetzt ganz schwach seien, wahrend sie bei seiner ersten polizeilichen Vernehmung fest und stark eingezeichnet waren. Er knüpft daran die Schlußfolgerung, daß die Zeichen von eine ran - deren Hand gemacht worden seien. Der Oberreichsanwalt weist darauf hin, daß das Buch inzwischen durch viele Hände geg ang en fei, so daß es ganz erklärlich wäre, wenn sich die Zeichen etwas verwischt hätten. Die Sache wäre bedeutungsvoller, wenn die Zeichen jetzt stärker wären als damals. Der Oberreichsanwalt fragt bann Dimitroff, ob bas Buch ihm gehöre. Dimitroff: Ich habe so ein Buch gehabt, ob es aber dieses Buch ist, weiß ick nicht. Dieses Buch ist mir von der Polizei vorgelegt worden, und für die Polizei übernehme ich keine Garantie Dem Angeklagten werden mehrere Zettel vorgehalten, die in dessen Aktentasche und Koffer ge- | funben worden waren. Dimitroff erklärt, daß sich diese Zettel durchweg auf die Tätigkeit m Bulgarien ^E^er Vorsitzende bann einen Zettel verliest, auf bem es heißt: „Auswertung unjerer Presse in Wien, Prag, Basel unb Metz f u r Deutschlan b", meint Dimitroff, das bedeute nicht für Deutschland. Die kommunistische Presse sollte ausgewertet werden für die Iiftorm^rung bulgarischer Arbeiter über die Lage in Deutschland. Der Vorsitzende betont, daß man nach dem In- halt dieses Zettels die Auslegung Dimitroffs kaum annehmcn könne. m Dimitroff widerspricht gereizt, worauf der Vor- sitzende ihm Schweigen gebietet. Präsident Bünger verweist dann auf einen an- deren Zettel, auf dem steht: „Erhaltung der Verbindung zwischen d e r d e u tfd)cn Partei und den anderen ß a n b e r p arte i e n. Zustimmung." h Dimitroff antwortet, das verstehe er nicht, unb sucht bann mieber erregt Ausfluchte, obwohl der Vorsitzende ihm Schweigen gebietet. Noch kurzer Besprechung mit dem Senat erklärt der Bor sitzende, daß er jetzt das letztemal ein solches Verhalten de^ Angeklagten zugelassen habe. Präsident Bünger hält bann Dimitroff weitere Notizzettel vor, in denen nicht von Bulgarien die Rede i[L Dimitroff kommt dennoch bei allen diesen Wettervo rauss age. Da von Westen her kräftiger Luftdruckfall einsetzt, verlagert sich der hohe Druck nach den Donauländern hin. Bei meist südlichen Winden wird das Wetter zunächst noch trocken bleiben, doch gelangt durch die neue Störung sehr warme Luft östlich vor, die sich auf die Temperaturen auswirken und Milderung bringen wird. Beim Aufgleiten der Warmluft entstehen aber Dunst- und Wolkenbildungen, späterhin sst mit dem Auftreten von Niederschlägen zu rechnen. Aussichten für Sonntag: Im ganzen milder, dunstig und bewölkt mit Aufheiterung, vorerst noch trocken. Aussichten für Montag: Teils bewölkt, teils aufheiternd, Temperaturen zwischen Tag und Nacht sich weiter ausgleichend, einzelne Nieder« ^Lufttemperaturen am 6. Oktober: mittags 16,5 Grad Celsius, abends 7,9 Grad; am 7. Oktober: morgens 3,3 ©rat). Maximum 18,3 Grad, Min>- mum 2,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm -Liefe am 6. Oktober: abends 11,6 Grad; am /.Oktober, morgens 8,3 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 3 Stunden. Angeklagter Torgler: Etwa um 9.30 Uhr habe ich habe ich ;um ersten Blale beim Untersuchungsrichter angerufen, und meine Frau sagte mir am Telefon gesehen. Ich habe ihn vorher nie gesehen, weinend, daß eine polizeiliche Durchs u - Das ist polizeiliche Mache! chung der Wohnung stattgefunden habe. Ich habe Vorsitzender: Sie würden sich nicht so aufregen, meine Wohnung auch nicht gemieden. Dazu hatte | roenn ble Sad)C 5ie roicnid) nicht berührte. 3hre Aufregung ist der beste Beweis, daß da etwas nicht in Ordnung ist. Dimitroff ruft: Ich bin entrüstet, weil die Anklage in dieser Weise konstruiert ist. worden. Kurz nach 8 Uhr wurde Frau Torgler ans | Vorhaltungen mit der stereotypen Antwort, er habe Telephon gerufen. Frau Torgler ging an den «seine bulgarischen Genossen über die Apparat. Eine Dame wollte mit ihr eine Zusam- Verhältnisse in Deutschland infor- mentunft verabreden. Frau Torgler lehnte das aber vieren müssen und habe sich zu diesem Zweck die ab mit der Bemerkung, sie habe unerwartet Notizen gemacht. Nun verliest der Vorsitzende einen Besuch bekommen- Zwei Stunden spater bej dimitroff gefundenen Brief mit der Ueberfchrift fX 5rUau6eÄ‘ aaOt"9erbU=f rn Ä „5 e . m u t r und mit drr UnttrfW Sani“, ei noch da. Die Kriminalbeamten hatten den 3n diefem Brief wird gefagt, es feien versehentlich Eindruck, daß Torgler durch eine Mittels- 20 Mark von Bergfon an Schmidt gesandt worden. Person hatte anrufen lassen, um zu die „u n s", a l f o den Unterzeichnern, ge- erfahren, ob die Polizei hinter ihm her wäre. Er hören. Der Adressat wird gebeten, die 20 Mark sagte vorher, er habe seine Frau selbst I „uns" zurückzufenden. angerufen. Dimitroff ruft in großer (Erregung: Diesen Zettel Nun wurde der Angeklagte Popoff vernommen, mit dem die Verständigung durch den Dolmetscher erfolgen muß. Zunäcyst sind bei Popoff fünf Quittungen im Gesamtbeträge von das nicht ganz glaubwürdig ist. 3n den Schriftstücken. I 303,40 Mark gefunden worden die in der Zeit die bei Ihnen gefunden wurden, wird von der i n - ^om 14. bis 26. Februar aus gestellt w^den ft d. ter nationalen kommunistifchen Arbeit gefpro- g “ b9en und mit dem Namen Peter unter- chen. Ganz besonders wird von der kommunistischen » j^t. Poposf erklärt dazu, dieser Peter habe in Partei in Deutschland gesprochen. seinem Auftrage in der Hauptsache russische Dimitroff: 3ch habe schriftlich und mündlich er- Zeitungen, aber auch russische Bücher gekauft klärt, daß ich bei meiner ganzen Tätigkeit im Aus- und na ch Bulgarien gesandt. Dafür sei das lande mich nur mit der Arbeit für die Geld aufgewendet worden. Wie der wirkliche Name Bulgaren befd)äftigt habe. 3d) verlange von des Peter lautete, wisse er nicht. mein™ Mnftägeta nnbefftrifba« Bemeife bafüt, t>«6 {"”™e,‘cnr ^^‘'‘"»450^ 510 id) eine andere Arbeit getan habe. Dollar und 300 Dollar, die der Angeklagte Popoff Vorsitzender: Wenn bei 3hnen so viele Qn eincn geroijfen Bruno geleistet hat. Popoff Schrift ft ücke gefunden worden sind, die die er£lärt hazu, daß das ein Bulgare sei, der gesamte kommunistische Politik betreffen, dann im Auftrag der bulgarischen kommunistischen Partei scheint mir das ein Beweis dafür zu fein, daß Sie nach Berlin gekommen sei, um von ihm die Sum- nicht bloß für Bulgarien gearbeitet Haden. Außerdem men ausgehändigt zu erhalten. Es handele sich um haben Sie doch mit Rußland und Moskau viel Ber- Summen, die von Emigranten für be §00 Dollar, bei sich trug. Popoff erklärt dazu, daß n i e d e r l ä nd i f ch e Gesandfchaft onge- aud) dieses Geld aus Frankreich kreuzt feien. Dimitroff erklärt, er habe das nicht Rammte. Auf einen Vorhalt des Vorsitzenden getan. erwidert Popoff, alle diese Zettel bewiesen zur Vorsitzender: wenn man annimmt, daß Sie van Genüge, daß er im Auftrage b er Partei der Lübbe kennen, so könnte die Möglichkeit g e h a n d e 11 habe, daß er dort auch genau ab- feltew M^bbe^-uchg-hab. »er Au. “mmiMf etHäd ?a™ü"94 ” nan L'eubbe Setzte den Auftrag galten habe, in Deutlchlaud H ni.’roen. Nimir |cn. Da ^tx ha! wohnon Suio. 6 Dftafrifa deutschen den eine aber sie Cs iehll Geld, ui wo Pen flür mit uub einn mutytn. M di wenn w Dflafriti 21n fid) die Äir blick er Schulet tröste Lehrmi manche Lerpflc und all gen nu und hi« werden. Mlalc firn jj Deuli^:.' am ®g trete»- •*. A ..Tie hier finnige, olio: m Theater Die t bar mit einmal teren = willig i schien, । Ez |). 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Es ist selbstver|tänoiich, daß durch die Erhaltung yon Nalurwerten wichtige volkswirtzchust- liche $ntere||en nicht gefährdet werden dürfen. Kommen wi||en,chaftlich wertvolle ober im Interesse Der ürhatlung land- chastlicher Schönheit und Eigenart zu chugende Pflanzengemeinschaften, Ge- >vlze, Einzeldaume, Felsgruppen, Gewäs- er und dergleichen in Gefahr, ist das obengenannte Ausjchutzmltglieb davon in Äenntnis zu setzen. Letzteres ist auch bereit, bei geplantem Neupslanzen von Hecken, Baumgruppen, Logelfchutzgehülzen usw. beratend mitzuwirken. kommenden Gefchlechtern die Eigenart und Schönheit der Heimat zu erhallen ist Ausgabe der Bolksgemetnschast, daran mit- -uwirken Pflicht eines jeden. a.läst.Haare,Leberfleck, Muttermale. Narben. PickellSom- mersvrofs.usw. entf. unt.® ar. f.Immer. 12 ftabr e PrariS Berta Gulden Svrechft. . ftreitag Gießen, Blndenbarg- Wall IS 0330» 9-7 ühr darchnehend. On Pflege erfahr., zuverl. Hilfe als tr. Hausmütterchen in kl. 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Oktober 1933, nachmittags von 2 bi» 3 Uhr. im Gemeinde. rat»jlmmer de» Schulhouse» in Ulrichstein. 4. Jür den Bezirk Schotten. Mittwoch, den 25. Oktober 1933, oormil- lag» von 10.30 bi» 12 Uhr, im Städtischen Krankenhaus in Schotten. Die Bürgermeistereien wollen den Termin der für ihre Gemeinde in Betrachl kommenden Bcratungsstunde drei läge vorher ortsüblich bekanntgeben und die ihnen bekannten Lungenkranken noch be- sonder» darauf Hinweisen. Gietzenev Luvnevslbafi r.iö.1846 - M.r.B. Die Schwimm» stunden find, statt: MontagS von 7 bis 7.45 Uhr: Sdiü- lerinnen und Schüler r von 7.45 bis 8.45 Uhr: Turnerinnen und Turner: von 8.45 bis 9.30 Uhr: Aeltere Mitglied. («ivoD Um zahlreichen Besuch bitten die Vorstände. vom 9. Oktober 1933 bi» 9. November 1933 einschliehiich einzuhalten, andernfalls die Taubenhalter zu gewärtigen haben, bah sie bestraft und die Tauben von dem Feld- schutzpersonal abgelchossen werden. Giehen, den 4. Oktober 1933. Bürgermeisterei Gießen. I. L. Dr eeib. Amtsverkündigungen aus den oderhesfischen Kreisen. Äreie Büdingen. Das Äreisamt Büdingen bringt hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß der Kreis- ausschuß beschlossen hat, auch für das Kalenderjahr 1934 in denjenigen Gemeinden, die eine Hundesteuer für das genannte Jahr nicht erheben, sowie in den selbstän- digen Gemarkungen des Kreises eine Kreis- Hundesteuer in Hohe der staatlichen Sätze zu erheben. Letztere haben sich gegen das Dorjahr nicht geändert. Jeder Hundehalter, der sich am 1. Januar kommenden Jahres im Besitze eines Hundes befindet, verpflichtet sich, die volle Jahressteuer ohne Rücksicht auf die demnächstige Dauer des Hundeoesitzes zu entrichten. 6218C greift Lauterbach. Nachdem bei der Abstimmung sich die Mehrheit der beteiligten Gewerbetreibenden sur die Einführung des Beitrittszwanges erklärt bat, ordnet das Kreisamt hiermit an, daß mit Wirkung vom 30. Juli 1933 an eine Zwangsinnung für das Schmiedehandwerk in dem Bezirk des Kreises Lauterbach mit dem Sitz-in Lauterbach und dem Namen „Schmiede- Zwangsinnung des Kreises Lauterbach" errichtet werde. Don dem genannten Zeitpunkt ab gehören alle Gewerbetreibende, die das Schmiedehandwerk selbständig betreiben, dieser Zwangsinnung an. Mreiv schonen. Belt.: Naturschutz. Die obere oorstbehörde hat für die Durchführung des Nalurjchutzgeietzes vom 14. 10. 1931 einen Ausjchutz für ’Jlatur- schütz gebildet und Herrn ^berreallehrer Bug, Schotten, nach Artikel 30 des Ge- fetzes zum Ausichugmilgued für den Bezirk l>ogei»oecfl-uberroau), und zwar für die Überforftereien Elcheisdors, ^auduch, Schollen, llllichstein uno Grebenhain bestellt. Zu den Aufgaben des Ausschugmit- gueves gehören: Ehrliches, sauberes, anständiges Mädchen welches alle Hausarbeit versteht, sucht Stelle i. gut. Haufe. Schriftl. Ang. unt. 05842 a. b. G. 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