5aCh® L>-" Istra66 ler ethiPi(„ '^unov !°s-j, Es WW L^dLKZ b i 8 »r»e . bQ®'^.«»n ,U? '!» >ept. Die N° nQQ) ^Pfongern 'QUs »Gefahr 20 pWn. D , mQuler unb M durch ein n?QUQrbeilen 9?n ^beitsb lih ffene Man, in "ach » 2enfte5 begonnen *S ?^^che ö^'Wenn die ' k.f^**«Trun9 '2^9,3,,i^*s | '^"Magung yn Hebammen, 'eutma ffjitoä ^kmmeI' "nmenoerban!^? gung ab. Der L /°'7 ^5. Renten ß r!?("i!5 M- rflärte hn6 S^,nalrat Dr. Nachdruck bes lhl!Rc9ierun9 er fiehnmm ^^ammenweiens Ä!mm n ^nehmen werde öeoolterungspoütit behandelte [ln)-b,c u-Q. erklärte, ber fl unferemMe wieder gelben jj mu”c 'N einem Kinde rionen vechastei. m2 v ®,pt- hier wurden n durch die Polizei 12 Per, ommen. Es handelt sich um i oor einem Jahre an dem 63.. berget verübten Mord im hen. Vreuhen. ' Einbru iSdiebffahl. ■en, 5. 6ept. Anjang August hiesigen Landwirt, während er it seinen Angehörigen aus dem ■ igeb rochen. Die Diebe stah- erschlossenen Tischschublade im Spartaffenbud), worauf sie bei i Gießen 300 M. abfjoben. 'n fie bem ßanbwirt bie *Rau- nahmen faß alle ÜBurftwaren ht alle transportieren konnten, teil in das Hauchrlvch. Lvn .$ Fahrrad wurde am andern Mtz in Wetzlar herrenlos Dorer, der das Geld Wob, wird en: Etwa 22 bis 25 Znhre alt, iet grofe, schmales Gesicht, bartelblauen Anzug mit dunkelblauer rille. Die von der Polizei fofort Hungen waren bis jetzt ergebnis» ie Mitteilungen werden an die in Groß-Rechtenbach (Telefon eten. e en Verächtlichmachung ^eichsfahnen. Sept. (WSN.) In der Nacht nach ren|Q abgehaltenen Kreis-Krieger. mm der zum Festplatz suhren- hiedene Flaggenmast- umger>s|en ffliSfSJ* Sl'^r'Se-e* ^k.'m7kä7S “"genommen. mehr ober wenige, ^9.^ .fl UßbrauchderMg^ D0T oernefpfW ®n ZeröchM' S Keim mF ftf unter W- te @e. a Mnnnte ^immerlmg KS°; .gemeinen W* «****■ JS&- - ■ffarnfe*J} Hr.2(19 SrühauSgabe 185. Jahrgang Donnerstag, 7. September 1955 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Dnid und Verlag: vrühl'sche Unwerfilätr-Vuch» und Stetntruderet R. Lange in Stehen. Schriftlettung und Sefchästsftelle: Schul^trahe 7. annaqme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für I mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Neichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Brette 35 Reichspfennig, Platzvorfchrist 20u , mehr. Thefredakteur Dr. Friede. Wilh. Lange. Derantwortlich für Politik Dr Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für denAn» zergenteil i. D.Th.Kümmel iämtlid) in (Biegen. 6t|d)eint lügltch, autzm Sonntags und Feiertags Beilagen; The Illustriert, (BieRenet Familienblätter Heimat im Dild Die Scholl» monats-Bejugspreti: Mi» 4 Beilagen RM. 1.9b Ohne Illustrierte , 180 Zustellgebühr . -25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern Infolge höherer Gewalt. Hemsprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahttiach. richten Unzeiger «iehen. poftschecNonto: firanfftirt am Main 11686. planmäßige Vevvikenmgspolitik das Mittel zur Volksgesuudung.! der städtischen Kleinsiedlung von den eine Rolle, wie weit das Bankwesen durch Kreditschöpfung das fehlende Leihkapital | s • e- maßgebenden preußischen Stellen Durchführungsbestimmungen erlassen worden. Darin wird nor- geschrieben, daß nach wie vor vorstädtische Kleinsiedlungen nur d a angelegt werden dürfen, wo die Aussicht besteht, daß die Siedler bei Besserung des Arbcitsmarktes wieder Arbeit finden. Städten mit mehr als 100000 Einwohner dürfen Mittel zur Errichtung vorstädtifchcr Kleinsiedlungen für Erwerbslose nicht zugeteilt werden. Die Errichtung von Kurzarbeiter- siedlungen am Rande der Großstädte kann jedoch in beschränktem Umfange vorgesehen werden. Die A u s s i e d l u n g S i e d l u n g s williger aus Bezirken mit größerer, voraussichtlich dauernder struktureller Arbeitslosigkeit in aufnahmefähige Bezirke muß unter allen Umständen versucht werden. Für diese Aussiedlung worden besonders solche Personen in Frage kommen, die in der Nachkriegszeit aus Mittel- und Kleinstädten oder vom Lande in die Großstädte und in die dicht besiedelten Industriebezirke gezogen sind und die jetzt in ihre früheren Heimatgc- meinden zurückkehren wollen. Sicdlungs- vorhaben für Kurzarbeiter wirtschaftlicher Betriebe sollen nach wie vor besonders gefördert werden. Lpd. Das Reichsministerium für Volks - aufklärung und Propaganda richtet an alle Organisationen, Verbände und Vereine im Deutschen Reiche folgenden Aufruf: Das Reichspropagandaministerium rüst zur Mitarbeit an einer umfassenden Aufkiarungs aftton über Raffenhygiene und Bevölkerungspolitik auf. Berlin, 6. Sept. (WTB.-Funkspruch.) Der für die Durchführung der Bankenenquete gebildete U n- tersuchungsausfchuß trat heute zu seiner ersten Sitzung zusammen. Der Untersuchungsausschuß setzt sich aus folgenden Herren zusammen: Reichsbankpräsident Dr. Schacht, Reichsbankvizepräsident D r e y f e, Geheimer Finanzrat Dr. Friedrich, Staatssekretär Reinhardt, Staatssekretär Posse und Reichskommiffar für das Bankgewerbe Dr. E r n ft, Beauftragter des Reichskanzlers für Wirtfchaflsfragen K e p p l e r , Staatssekretär Feder, Präsident des Statistischen Reichsamtes Dr. Reichardt, Ministerialdirektor Dr. Klien (Dresden) und Professor Dr. Jessen (Kiel). Ferner vier Mitglieder des Generalrates der Wirtschaft: Regierender Bürgermeister K r o g- m a n n (Hamburg), Handelskammerpräsident und Treuhänder der Arbeit Dr. Luer (Frankfurt-M.», Domänenpächter Herbert Backe (Berlin), Generaldirektor Dr. Vogler (Dortmund). Reichsbankpräsident Dr. Schacht ersetzen könne. Die hierauf abzielenden Bestrebungen würden ebenfalls Gegenstand der Untersuchun- !en sein müssen, weil sie in besonders starkem Um« ange die Währungspolitik des Staates und der teichsbank berühren. Die Reichsbank mit ihrer Rotenpresse bilde heule die einzig wirkliche Rotreserve für das Kreditsystem der deutschen Wirtschaft. Die sorgfältige Handhabung der Rotenpresse sei entscheidend für alle Wirtschaftspolitik auf dem Gebiete der Löhne und der Preise sowie der öffentlichen wie der privaten haushalte. Diese Zusammenhänge hätten bei manchen die Forderung nach einer Verstaatlichung des gesamten Bankwesens entstehen lassen. Die Frage werde zu prüfen fein, ob das An- und Ausleihen von Kapital und die Kreditoermilllung den privaten Händen grundsätzlich zu entziehen sei und alle diejenigen, die Geld ausleihen wollten und alle, die Geld leihen möchten, an den Staat gebunden sein sollen. Der materielle Fortschritt eines Volkes beruhe auf A r b e i l e n und Sparen, also auf zwei sittlichen Faktoren, die in ihrem Erfolg vom freien Willen eines jeden Menschen bestimmt feien. Dieser freie Wille könne wohl durch eine nationalsozialistische Erziehungsarbeit beeinflußt, nicht aber durch die Staatsmaschinerie erzwungen werden. Wenn deshalb die Untersuchung des Bankenausschufses zu dem Ergebnis kommen sollte, daß das private Bankwesen nicht grundsätzlich auszuschliehen, andererseits aber auch eine Einflußnahme des Staates auf dem Gebiete des Bankwesens nicht zu entbehren sei, so werde man nicht umhin können, die Grenzen zwischen beiden Faktoren eindeutig abzustecken. Lin Durch- und Gegen- Berlin, 6. Sept. (DbZ.) Zur Verteilung Reichsmittel über die Fortführung der vor - Einer der grundlegend wichtigsten Programmpunkte der nationalsozialistischen Bewegung war von jeher Durchdringuno des politischen und wirtschaftlichen Lebens mit erbbiologischen Gedanken. Noch der Machtergreifung ist es mithin selbstverständliche Pflicht der nationalen Regierung, dieser programmatischen Forderung der Kampsjahre zum Durchbruch und Sieg zu verhelfen. Das ganze staatliche und völkische Leben wird in Zukunst durch tärkste Einwirkung bevölkerun Die Reorganisation des Vankenshfiems Oer Untersuchungsausschuß nimmt seine Arbeiten auf. Auch über das Gebiet des Strafrechts hinaus wird die Kriminalbiologie im Dienste der Volksgesundheit tätig, da sie neben den Rechtsbrechern auch andere Träger minderwertiger Anlagen, insbesondere sozial minderwertiger Eigenschaften, wie Fürsorgezöglinge, ge- wisse Psychopathen und Epileptiker, Geisteskranke und Taubstumme in den Kreis ihrer Betrachtungen zieht und damit Unterlagen für entsprechende eugenische Maßnahmen schafft. In der Förderung dieser Ziele ist Bayern führend vorangegangen, es marschiert auch nach dem Umfange der bereits geleisteten Arbeit und der gesammelten Erfahrungen an der Spitze. Der Leiter der Kriminalbiologischen Sammelstelle m München, Ministerialrat Dr. V i e r n st e i n, verwaltet mit 18 000 bereits bearbeiteten Fällen, durch die insgesamt rund 100 000 Personen erfaßt worden sind, die zweitgrößte Sammlung dieser Art in Europa. Angesichts der Bedeutung der Kriminalbiologie als Hilfswissenschaft für die Fortbildung des Strafrechts, des Strafvollzugs und der staatlichen Fürsorge verfolgt Staatsminister und Reichsjustizkommissar Dr. Frank das Ziel, die kriminalbiologischen Forschungen auf breiter Grundlage auszubauen. Wenn die kriminalbiologischen Arbeiten allenthalben mit gleichem Nachdruck vorwärtsgetrieben werden, wird Deutschland in Bälde eine für das Volkswohl unschätzbare B e - standsaufnahme der Bevölkerung besitzen, wie sie wohl sonst nirgends zu finden ist. Diese wichtige Angelegenheit bildet demnächst Gegenstand einer gemeinsamen Besprechung der Lantz e s j u st i z m i n i st e r, in der Staatsminister Dr. Frank als Reichsjustizkommissar seine Pläne dar- legen wird. Sie Ausgaben der kriminalbiologie im Dienst der Volksgesundheit. Schaffung kriminalbiologischer Sammelstellen nach bayerischem Vorbild. führte zur Begründung der bevorstehenden Arbeiten aus, daß das deutsche Bankwesen durch den Krieg und seine Folgeerscheinungen eine schwere Beeinträchtigung erfahren habe und gegenüber den Problemen, die die wirtschaftliche und nationale Umwälzung mit sich gebracht habe in seiner gegenwärtigen Gestaltung nicht zureiche. Die Hilfsmöglichkeiten, die das Bankwesen gegenüber der Wirtschaft habe, seien einmal gebunden an das in der Wirtschaft vorhandene und sich bildende Kapital, und zweitens an die Grenzen, die jede Kredithergabe in sich selbst finde, wenn sie unwirtschaftlich, d. h. mit Verlust verwendet werde. Die Banken seien nicht Geldschöpfer, sondern Geldoer w a 11 e r. Geldschöpser sei allein der Staat durch seine Währungspolitik, für welche eigene Gesetze gelten. Angesichts der bestehenden Knapp- beit an Leihkapital spiele in der Erörterung der letzten Jahre immer wieder die Frage Pessimistisch wird gelegentlich schon verkündet, wir wären ein st erbendes Volk. Lüsterne Rachbarn warten gierig darauf, daß sie in wenigen Jahrzehnten in friedlicher Durchdringung das entvölkerte Reich erobern können. Wir aber haben das felsenfeste Vertrauen, daß das deutsche Volk, das mehr als vier Jahre Krieg in edelmütiger Gegenwehr aegen die ganze Welt durchhalten konnte, das die Revo- tutions- und Jnflationsjahre und die ganze Mißwirtschaft der lehtvergangenen Jahre so gesund überstand, das seine Jugend in stürmendem Anlauf das alte System stürzen und das neue Reich errichten konnte, daß dieses deutsche Volk und feine Jugend im innersten Kern gesund find. Es galt nur, das Steuer herumzureihen, um von den vernichtenden und zerfetzenden Einflüssen der letzten Jahrzehnte wieder hinzulenken in die Heimattreue Verbundenheit von Blut und Boden. Dieses neue, gesundete deutsche Volk nach langen Jahren schmachvoller Er- niebrigung hineinzuführen in eine bewußte, freiwillig und opferbereit getragene, heilige Aufgabe, die die heutigen Generationen für die leisten, die nach ihnen kommen, das ist felbstoerständliche und notwendige Pflicht der Verantwortlichen. Erbbiologisches Denken weist über den Kreis des Einzelindividuums und feine Enge hinaus in die Weiten von Generationen, von Jahrhunderten und Jahrtausenden. Es ist klein und erbärmlich, die eigene, winzige, kleine und bedeutungslose Person, das eigene Wohlergehen in Gegensatz zu stellen gegen das Leben und Entwicklung der Nation. Denn bei aller Zuversicht zu dem gesunden Kern im beut- schon Menschen unb in ber beutschen Seele wollen wir uns ber bitteren Erkenntnis nicht verschließen, daß es um Sein ober Nichtsein, um Leben ober Sterben bes beutschen Volkes geht. Schon regt sich aber roieber bie alte liberale unb intzivibualistische Auffassung, wie sie ben heutigen, insbefonbere ben älteren Generationen seit Jahrzehnten anerzogen ist. Gar mancher weiß es selbst von sich nicht, wie stark er ihr verfallen ist. Sonst müßte brennenbe Scham seinen Munb verschließen, ehe er über bie kleinen Opfer an Gelb unb Gut klagt, bie bisher im Interesse bes Gemeinwohles von ihm gefordert wurden. Volkswirtschaftliche Erwägungen werden den großen erbbiologischen und bevölkerungspolitischen Gedanken und Gesetzen entgegengehalten. Erhöhte Kinderzahl soll bie Arbeitslosigkeit verschlimmern? Eine Auslese Minberwerti- ger könnte bie Unrechten treffen? In Wahrheit denken die, die prinzipielle unb allgemeingültige Beweggrünbe gegen bie erbbiologischen Orunb- gebauten ber letzten unb künftigen Gesetze Vorbringen, in erster Linie ängstlich an sich selbst. Es muß also zum selbstverständlichen Allgemeingut des deutschen Volkes werden, was jetzt schon die wissenden unb Denkenben längst kennen unb fühlen. Die wissenschaftlichen (Drunb- lagen bes erbbiologischen Denkens müssen ebenso bem Bewußtsein jebes Einzelnen eingehäm- merl werben, wie bie statistische unb volkswirtschaftliche Tatsache das ganze Volk erfassen unb erschüttern müssen. Dazu ist eine großangelegte Aufklärungsaktion nötig, bie nicht nur in ber täglich geistigen Rahrung der Tagespreise, bes Runbfunkprogramms unb ber Zeilschriften- lektüre gelegentlich mit bahinplätschert, sondern, die wie eine Sturmwelle das Land durchzieht, aufrüttelt unb mad) macht. Der Deutsche wirb oft verlacht wegen seiner Ueberorganifierung unb seiner Vereinsmeierei. Wir wollen aber bas Gute nehmen, wo wir es finben unb wollen einmal all bie unzähligen beutschen Vereine, denen fast jeber Deutsche vielfältig angehört, a u f r u f e n zur Mitarbeit. Viele, allzu viele haben sich eifrig bemüht um Gleichschaltung. Sie glauben nun zum Teil, ihre ivlitifcher unb erbb io logischer ranken beeinflußt unb geftaltet werben. Sowie bevölkerungspolitische Gesichtspunkte die Grundlage unserer neuen deutschen Agrar- Politik geworden sind, wie das Arbeitsbeschaffungsprogramm die Ledigensteuer und dadurch die Schaffung neuer Ehen Vorsicht, wie der Arbeitsdienst zur erbbiologischen Sichtung ganzer Jahrgänge unseres Nachwuchses ausgewertet werden wird, so werden in Zukunft alle G e - setze, Verordnungen und Verfügungen durchsetzt und bestimmt sein von weiten Ausblicken auf die Zukunft des Volkes. aleichsoierteljahr 1932. Der Geburtenüberschuß sank somit erheblich gegen das erste Quartal 1932. — Im ersten Vierteljahr 1933 wurden in Preußen 59 555 Ehen geschlossen. (6 o. H. weniger als 1932). Rückwanderung durch Siedlung. München, 6. Sept. (WTB.) Die Kriminalbiologie, bis vor kurzem fast nur den medizinischen Fachleuten und Juristen bekannt, begegnet in der Öffentlichkeit einem ständig steigenden Interesse. Sie beschäftigt sich mit ber geiftig« seelischen Erforschung ber Persönlichkeit unb ihres Werbeganges unter ber Einwirkung ber Erbanlagen unb ber Um- welteinflüfse. Die baburch gewonnenen sozusagen naturwissenschaftlichen Feststellungen bienen ber Allgemeinheit burch bie Klärung ber Frage im Einzelfall, ob bie Persönlichkeit geeignet ober willens ist, s i ch ber Gemeinschaft als taugliches ©lieb einzuorbnen. Die Kriminalbiologie schwebt nicht mehr als abstrakte Wissenschaft im luftleeren Raum, sie hat vielmehr praktisch sehr bebeutsame Aufgaben zu lösen. An Hanb ber wissenschaftlichen Ergebnisse ihrer Untersuchungen kann sie bem Gericht wertvolle Anhaltspunkte für bie seelische Beurteilung bes Rechtsbrechers liefern, insbefonbere für bie Offenlegung ber Antriebe unb Hemmungen, bie ben ererbten unb unter Einwirkung ber sozialen, Umgebung erworbenen Eigenschaften entspringen. Sie bietet bie wissenschaftliche Unterlage für bie Entscheibung herüber, welche Behanblung ber Rechtsbrecher unter befonberer Berücksichtigung ber Belange ber Volksgemeinschaft zu erfahren hat, ob sich voraussichtlich bie Bemühungen lohnen, bie eine Wie - bereinglieberung bes Rechtsbrechers in bie Volksgemeinschaft burch ben Erziehungsstrafvollzug unb später burch bie Betreuung in Form ber Entlassenenfür- lorge anstreben, ober ob ber Rechtsbrecher als schäbliches Element burch Sicherungsverwahrung aus bem Volkskörper auszuschei- ben hat. Pflicht getan zu haben, wenn sie vorschriftsmäßig flaggen, vielleicht einen neuen Namen, einen neuen Vorstanb unb ein paar neue Paragraphen in ihren Statuten haben. Damit i ft es aber nicht getan. Wir rufen auf z u einem Kamps, in bem wir einstweilen alle für roürbig erachten, Mitkämpfer zu werben. Wir verlangen Pflichterfüllung bis zum äußersten unb werben an ber Treue ber Gefolgschaft erkennen, wo wahre innere Umstellung, geistige Wanblung erfolgt ist. Zwei Forderungen richten wir an alle die vielen Organisationen, Verbände und Vereine, in denen sich der deutsche Mensch freiwillig organisiert, einordnet und zusammenfinbet. Hier zahlt er auch freimütig in Form feiner Beiträge nicht unerhebliche Summen an indirekten Steuern. Bevölkerungspolitisches Denken verlangt Senkung aller Lasten für die Väter unb Mütter von kinbern. Die bcut- fchen Vereine jeber Art unb Prägung sollen vorangehen mit einer Entlastung ihrer kinderreichen Mitglieder durch prozentuale Senkung der Beiträge! Außer dieser Maßnahme in ihrem (Eigenleben werben aber auch alle Berbänbe unb Vereine aufgeforbert, praktische Mitarbeit zu leisten bei ber großen Aufklä- rungs - und Propaganbaaktion, bie in ben Monaten September, Oktober unb November bas erbbiologische Denken in bie Gehirne unb herzen aller Deutschen hineintragen soll. Jeber Vorstanb muß es als Ehrenpflicht an- fehen, mit bem Aufklärungsmaterial, bas offiziell herausgegeben wirb, jebes Milg'lieb ber ihm unterstellten Organisation zu erfassen. Der gemeinsameBezug in großenSam- melbestellungen unb Sammelsen- bungen muh systematisch unb zielbewuht organisiert werben. Die Ortsgruppen ber RSDAP. haben sich als örtliche Ausgabe- unb Abrechnungsstellen zur Verfügung gestellt. Bei richtiger Organisationsarbeit können bie Lasten gleichmäßig auf bie Schultern aller Mitglieber verteilt werben, so bah auf ben einzelnen ein lächerlicher Pfennigbetrag entfällt, ber bei ber näch stcn Beitragserhebung e i n gezogen wirb. Der (Erfolg für bie Gesamtheit unb für bie Zukunstsentwickelung wird ungeheuer sein, wenn es gelingt, jeben Deutschen bis ins letzte Dorf hinein mit biefer Aufklärung zu erfassen unb innerlich zu burdjbringen. Gleichzeitig wirb biese Propaganbaaktion zu einer praktischen Hilfe für bie Kinberreichen, benen ber Aeberschuß ber Einnahmen über bie Herstellung»- unb Verbreitungskosten ber Broschüre zugute kommt. Daß schließlich in biefen drei Monaten alle Sitzungen, Versammlungen und Tagungen jedes Verbandes unb jebes Vereines und jeber irgendwie gearteten privaten unb öffentlichen Körperschaft burchbrungen sein müssen von ben erbbiologischen Oebantengän« gen, für bie in ben Aufklärungsschriften geworben wirb, ist wohl eine Selbstverstänblichkeit. Aufklärung unb Propaganda, bie sich aber nur an ben 33 e r ft a n b roenben, können nie bie durchgreifende Wandlung der geistigen und sittlichen Struktur des deutschen Menschen erzielen, wenn sie nicht gleichzeitig die Herzen erobern. Das herrliche, hohe Wort: „Gemeinnutz geht oor Eigen- nutz" ist fast schon abgegriffen im Munde allzuvieler. Hier gilt es mehr den je und muß das Sinnen unb Trachten jebes Menschen völlig erfüllen. Der trotzige Kampfruf: „Sieg ober Tob" gilt vom Standpunkt ber Erbbioloaie gesehen für diesen Kampf mehr als in einem Krieg mit ben üblichen Waffen. Die Männer unb Frauen, bie Verantwortung tragen für bas Wohl unb Wehe ber ihnen unterstellten Organisationen, seien sie auch im Rahmen bes Ganzen noch so klein und bedeutungslos, sie alle tragen mit ber Aufgabe, bie ihnen heute erteilt wirb, eine gewaltige Verantwortung, ber sie nicht entrinnen können. Mur wenn sie ihre Pflicht freubig mit ganzer Hingabe erfüllen, werben sie bas Ziel erreichen, bas wir alle zusammen mit höchster Anspannung unserer Kräfte erreichen müssen, wenn Deutschland leben soll. Weiterer Rückgang des Geburtenüberschusses. Lehren der Ltatistik. Berlin, 6. Sept. (ERB.) Die Notwendigkeit durchgreifender Maßnahmen, wie sie von der nationalsozialistischen Regierung zur Abwendung des drohenden Volkstobes geplant sind, wird durch bie soeben veröffentlichte preußische Statistik über Eheschließungen, Geburten unb Sterbefälle erneut unter Beweis gestellt. Wieber ist bie Geburtenziffer erheblich gesunken. Im ersten Vierteljahre 1933 würben I in Preußen 157 079 Kinber geboren, was einer 1 Senkung von 5,50 o. H. gegen das erste Vierteljahr 1932 entspricht. Es starben 142 531 Per- I fönen, bas sind 16 o.H. mehr als im 23er» elnanderarbeilen von Skaak und Privalwirk- schäft müsse zu gefährlichen Störungen führen, lieber der Bankpolitik der Nachkriegszeit habe der Unstern jener liberalistischen Wirtschaftsauffassung geschwebt, die von dem Gewährenlassen unkontrollierter Kräfte den automatischen Ausgleich aller Schäden erwartete. In völliger Verkennung der Aenderungen, die der Krieg in die Wirtschaftsstruktur der Welt hineintragen mußte, fuhren viele Bankleitungen mit Billigung und Förderung unseres Nachknegsregierungssystems fort, die Gewinnspanne auf dem Wege von Konzentration, Fusion und Expansion zu suchen und die zusammengeschrumpften eigenen oder aus der deutschen Wirtschaft anfallenden Gelder durch die Hereinnahme ausländischen Leihkapitals zu ersetzen. Wieweit dieses ganze System auf ein vernünftiges Maß zurückgeführt werden könne, werde den Ausschuß bei den Untersuchungen eingehend zu beschäftigen haben, wobei die personelle Seite des ganzen Problems am wenigsten außeracht gelassen werden dürfe. Die Enquete könne in absoluter Ruhe und ohne Störungen des Bankwesens erfolgen, weil die moralische und politische Konsolidierung in Deutschland unter nationalsozialistischer Führung eine Atmosphäre des Vertrauens und der Gemeinschaftsarbeit geschaffen habe, die den Erfolg der Arbeiten und die Lösung der Aufgabe verbürge. öer Beauftragte des Reichskanzlers für Wirtfchafisfragen Wilhelm Keppler, wies dann darauf hin, daß die Nationalsozialistische Partei an dem System der bestehenden Banken, ihrer Art der Geschäftsführung und den Verhältnissen des Kapitalmarktes zwar vieles zu rügen hätte, daß aber in den sieben Monaten seit der Uebernahme der Regierung durch Adolf Hitler noch nichts wesentliches geschehen sei, um die Verhältnisse im Sinne der NSDAP, zu ändern. Einerseits sei man sich bewußt gewesen, daß Veränderungen an einem so großen Wirtschaftskörper nicht plötzlich durchgeführt werden könnten, anderseits lag die Erkenntnis vor, daß die Zeit einer so gewaltigen inneren Revolution nicht geeignet sei zur Lösung wirtschaftlicher Fragen. Es müsse zunächst alles vom Standpunkt der wirtschaftlichen'Vernunft und Zweckmäßigkeit aus geprüft werden. Man müßte Institute schaffen, die für die einzelnen Persönlichkeiten voll übersehbar feiert und wo daher der einzelne die Verantwortung übernehmen könne. Die Unklarheit, wer der Verantwortliche sei, habe es mit sich gebracht, daß die Begriffe von Moral und Sauberkeit versagt hätten. Ferner habe das Kapital versucht, sich zum Herrn der Wirtschaft aufzuschwingen, statt der Wirtschaft zu dienen. Bei Bildung von Vorständen und Aufsichtsräten lägen Mißstände vor. die eine Beseitigung verlangten. Der Prozeß der Konzentration und Zentralisierung habe dazu geführt, daß d i e Zahl der selbständigen lebensfähigen Bankbetriebe auf einen Bruchteil zusammenschrumpfte und daß eine große Anzahl selbständiger Existenzen der Wirtschaft und dem Staate verlorengegangen seien. Der Nationalsozialismus sehe das Schwergewicht der ganzen Wirtschaft in den produzierenden Betrieben. Ihnen müsse der Handel als Verteilungsstelle der Waren, wie auch das Banksystem als Verteilungsstelle für den Kredit dienen. Aus politischen Gründen müsse größter Wert darauf gelegt werden, d i e Sparkassen wieder zu den sichersten und zuverlässigsten Instituten aus- ztubauen. Der Nationalsozialismus sehe die beste Anlage für den Spargroschen darin, daß der Arbeiter wieder in den Besitz eines eigenen Heimes komme, um so wieder mit dem Boden feiner Heimat zu verwachsen. Auch hier sei die Gewährung der Realkredite eine Aufgabe, der der Sparkasse zufallen solle. Aufgabe des Staates fei es, f i ch nicht unnötig in d i e Wirtschaft zu mischen. Hierdurch sei schon ein gewisses Charakteristikum für die Staatsbank gegeben. Sie soll dem Staate zur Verfügung stehen und so stark sein, daß sie in Zeiten der Not in der Lage sei, der Wirtschaft zu helfen. Die Schaffung besonderer Banken für die einzelnen Stände innerhalb des ständischen Aufbaues des Staates sei nicht erwünscht Die Frage der Z i n s f e n f u n g sei im wesentlichen e i n Problem des Kapitalmarktes dessen Gestaltung hier weniger zur Erörterung stehe. Der Redner hoffe bestimmt, daß derartige 'Feststellungen dazu beitragen werden, daß auch von der Bankseite aus etwas zur Senkung der Zinsen geschehen könne. (Staotefefrefär Feder betonte, nicht in feiner Eigenschaft als Staatssekretär des Reichswirtschaftsministeriums, sondern als Vertreter der Theorie des Nationalsozialismus zu sprechen. Ausgangspunkt der Gedankenwelt des Nationalsozialismus fei im Jahre 1919 das Manifest zur Brechung der Zinsknechtschaft gewesen. Er habe dann in einem weiteren grundsätzlichen Werk die Grenzen aufzuweisen versucht zwischen Staat und Wirtschaft. In der Produktion sei die schöpferische Persönlichkeit ausschlaggebend. Daher müsse eine Verbeamtung in der produktiven Wirtschaft abgelehnt werden. In der Zirkulation lagen die Verhältnisse anders. Auf dem Gebiete der Eisenbahn habe der Staat Vorbildliches geleistet. Die Geldwirtschaft sei ebenfalls ein Verkehrsmittel. Hier habe das private Interesse zurückzutreten. Die Großbanken hätten gänzlich versagt, das Händlerische sei in den Vordergrund gerückt, Prositinteresse ausschlaggebend geworden. während die Produktion nicht verstaatlicht werden dürfe, sei in der Zirkulation, also auch im Geldwesen, das schöpferische Privatinteresse nicht mehr ausschlaggebend, hier mühten höhere Gesichtspunkte obwalten. Bei dem Streben nach Verstaatlichung werde zu unterscheiden sein nach den verschiedenen Bereichen und Bezirken des gesamten Geld- und Kreditwesens. Man müsse unterscheiden zwischen der Geldschöpfung als solcher und dem Geldverkehr. Geldschöpfung sei alleinige Sache des Staates. Den Realkredit zu verstaatlichen, liege im Bereich der Möglichkeit. Hinter dem Personalkredit jedoch müsse man ein Fragezeichen machen. Der Nationalsozialismus habe von vornherein gewünscht, daß zur Versorgung der Bevölkerung mit Kreditmitteln e i n starker Privatbankier st and wieder auf- gerichtet werde. Der Redner führte bann noch einige Zielsätze für den Untersuchungsausschuß an und nannte an erster Stelle eine Vereinheitlichung des Giralwefens. Heute würden Giralgewer verwaltet durch die Reichsbank, die Die neuen Mchengesehe bet Ailprenßischen Union vom Kirchensenai betätigt Pfarrer Hossenfelder Bischof von Brandenburg.-Umfangreiche Veränderungen in der Kirchenregierung. Berlin, 6. Sept. (TU.) Der Kirchensenat der Altpreußischen Union trat Mittwoch zum erstenmal seit seiner Neubildung unter dem Vorsitz seines Präsidenten Dr. Werner zusammen. Nachdem die Generalsynode durch Gesetz dem Kirchensenat ihre Rechtsanwalt Dr. Friedrich Werner wurde von der Preußischen Generalsynode zu ihrem Präsidenten gewählt. Rechte und Befugnisse übertragen hat, liegt bei dieser Körperschaft nunmehr die Führung der Alt- preußischen Landeskirche. Die Vollmachten des Senats sind gegenüber den in der Kirchenverfassung feftgelegten noch dadurch erweitert worden, daß er das Recht erhalten hat, verfassungsändernde Gesetze zu erlassen. Dem Kirchensenat gehören kraft ihres Amtes an: der Präses der Generalsynode und seine beiden Stellvertreter, die Vorsitzenden der Provinzialkirchen- r ä t e , die Generalsuperintendenten, soweit sie den Vorsitz in den Konsistorien führen, der Präsident und drei Mitglieder des Oberkirchenrates. Weitere zehn Mitglieder des Kirchensenats hat die Generalsynode auf ihrer Tagung am Dienstag gewählt, und zwar sieben von der Gruppe Deutsche Christen und drei von der Gruppe „Evangelium und Kirche". Die Wahlen fielen auf folgende Persönlichkeiten: Pfarrer Loerzer (Berlin), Admiral Meusel (Königsberg), Dr. Krause (Berlin), Dr. Fürle (Berlin), Krummacher (Köln), Lange (Hamm), Maske (Pommern), von Arnim-Kröchlendorff, Dr. Mensing (Elberfeld) und D. Deißner (Greifswald). Der Kirchensenat beschäftigte sich zunächst mit den von der Generalsynode verabschiedeten Gesetzen, dem Gesetz über die Errichtung des Landes- bischofsamtes und der zehn evangelischen Bistümer sowie mit dem Beamtengesetz. Gegen die Gesetze wurde kein Einspruch erhoben. I Sie sind damit in Kraft getreten und wer- ' den vom Kirchensenat auch der Deutschen evangelischen Kirche oorgelegt werden. Entsprechend dem von der Generalsynode vorgebrachten Wunsch wurde Pfarrer Joachim Hossenfelder zum Bischof von Brandenburg berufen. Er ist damit gleichzeitig geistlicher Vizepräsident des evangelischen Oberkirchenrates und der ständige Vertreter des Landesbischofs von Preußen. Der Kirchensenat beschloß, folgende Mitglieder des Oberkirchenrates in den Ruhestand zu versetzen: die Oberkonsistorialräte D. Kar- natz, D. Jeremias, Henselmann, D. Schlegel, D. Sellin, D. Richter II., D. Fischer. In den Ruhe- ftanb versetzt würben weiter bie Generalsuper- mtenbenten D. Dibelius-Berlin, D. Hegner- Schneibemühl, D. Eger-Magbeburg, D Kalweit- --------—--- . ; ■ ■ Pfarrer Hossenfelder, der zum evangelischen Bischof von Brandenburg ernannt wurde. Danzig, D. Schian-Breslau, D. Viets-Berlin, D. Kalmus-Stettin. Die übrigen Generalsuperintendenten wurden mit der Verwaltung beauftragt bis zur endgültigen Besetzung der Bistümer. In den Evangelischen Oberkirchenrat wurden b e - rufen als Dirigent des Oberkirchenrates D. F ü r l e, als hauptamtliche Oberkonfistorial- r ä t e Pfarrer D. Freitag und Pfarrer Peter, als nebenamtliche Oberkonsistorialräte Pfarrer E k - tert, MdL., Prof. Stolzenburg, Pfarrer Nodiling, Pfarrer Dr. Wienecke, Pfarrer D. Thom. Der Kirchensenat übertrug seine Befugnisse bis zur nächsten Sitzung auf einen Ausschuß, dem folgende fünf Mitglieder des Senats angehören: Bischof Hossenfelder, Präses D. Werner, Ministerialdirektor Jäger, Generalsuperintendenten D Zaenker, Admiral Meusel. Post, die Sparkassen und die Genossenschaften. Hier sei eine Vereinheitlichung anzustreben. Das bedeute eine ganze Reihe von Vorteilen, schnelleren Umlauf, rationellere Bewirtschaftung und dadurch Verbilligung und größere Zuverlässigkeit. Zum Schluß bemerkte der Redner, daß der Nationalsozialismus niemals daran gedacht habe, neues Geld zu schaffen. Der Ausdruck „Feder-Geld" sei eine vom politischen Gegner erfundene Bezeichnung gewesen. Gelbschaffung sei allein Sache bes Staates. Es komme barauf an, baß sie produktiv und begrenzt fei. Dann könne von Inflation keine Rede "fein. Nach regem Gedankenaustausch wurden d i e vorbereitenden Referate festgelegt, die sich in drei Gruppen gliedern: Die erste Gruppe soll den derzeitigen Krisenzustand des deutschen Bankwesens und seine Ursachen darstellen. Die zweite Gruppe befaßt sich mit den bisherigen Sanierungsversuchen. Die dritte Gruppe endlich soll die bisherige Politik der Reichsbank gegenüber dem Bankwesen klarstellen. Ferner ist vorgesehen, bie Arbeiten des Ausschusses durch Sammlung des Materials über die Gesetzgebung des Auslandes auf dem Gebiete der Kreditbanken, durch eine Literaturübersicht zu den gegenwärtigen Problemen des Bankwesens und durch statistisches Material zu unterstützen. Die Namen der Referenten können erst dann bekanntgegeben werden, wenn die Zu- ftimmungserflärungen der in Aussicht genommenen Herren eingegangen sind Oes >ie»chs»anziers Besuch bet der Wehrmacht. Ter Reichswehrminister feiert die innere Verbundenheit zwischen Führer und Wehrmacht. Ulm, 6. Sept. (TU.) Der Reichskanzler wohnte wiederum den Uebungen der württembergifchen, hessischen und badischen Truppen in der Nähe von Ulm bei. Im Anschluß an die Uebungen richtete Reichswehrminister von Blomberg folgende Ansprache an den Reichskanzler: „Wir haben die Ehre und Freude, in unserem Kreis den Herrn Reichskanzler zu haben. Ich glaube, Ihrer aller Wollen zu entsprechen, wenn ich aus diesem Anlaß über das Verhältnis der Wehrmacht zum Herrn Reichskanzler spreche. Sie haben alle erlebt, wie bie Zustimmung, B e - geifterung und Liebe des Volkes zu diesem Manne kundgetan wurde. Wir haben auch erlebt, daß unsere Soldaten in derselben spontan begeisterten Weise den Herrn Kanzler in unserer Mitte begrüßt haben. Das dürfte kein Wunder fein, denn wir sehen in diesem Manne den Soldaten, der während des Weltkrieges vier Jahre Front» kämpfer war, der dann 14 Jahre lang in voli- tifdjen Kämpfen zum Wohle Deutschlands der Führer war und jetzt Führer des deutschen Volkes geworden ist. Wir verdanken ihm viel. Denn er hat im neuen Reich der Wehrmacht den Platz angewiesen, der ihr gebührt Er gab uns die alten ruhmreichen Fahnen und Kokarden wieder und brachte uns, als er die Regierung übernahm, vollstes Vertrauen entgegen. Wir nehmen es auf und geben es zurück. Wir 1 fehen die Sorge, die Arbeit, dis Verantwortung und die Entschlußfreudigkeit dieses Führers und fragen uns: Was geben wir? Nun. wir geben unser vo11 stes Vertrauen, rückhaltlose Zuverlässigkeit, unerschütterliche Hingabe an unseren Beruf und den Entschluß, in diesem neuen, neugeformten und neu durchbluteten Reich zu leben, zu arbeiten und, wenn nötig, zu sterben. Diesem Gelübde wollen wir Ausdruck geben in dem alten Schlachtruf, der über Hunderte von Schlachtfeldern brauste: Adolf Hitler, des Deutschen Reiches Kanzler, des deutschen Volkes Führer H u r r a h !" Der Kanzler dankte dem Reichswehrminister mit sehr herzlichen Ausdrücken, die seine innere Verbundenheit mit der Wehrmacht erkennen ließen. Dem Reichskanzler und dem Reichswehrminister wurde daraufhin der Ehrenbürgerbrief von M ü n f i n gen überreicht. Anschließend begab sich der Kanzler wieder nach Ulm zurück und verließ am frühen Nachmittag im Kraftwagen aufrechtstehend und nach allen Seiten grüßend das Hotel „Russischer Hof", vor dem sich eine unübersehbare begeisterte Menschenmenge eingefunden hatte, die sich in endlosen Heilrufen erging. Auch Ministerpräsident G ö- ri n g hat Ulm im Kraftwagen verlassen. Der Braune Kommers auf dem Reichsparieiiag In Nürnberg veranstaltete, wie man uns mitteilt, zu Ehren ihres Schirmherrn Adolf Hitler und ihres Verbandsbruders Ministerpräsidenten Hermann Goring, Gau I der „Deutschen Wehrschaft" einen großen Kommers. Man sah unter den Gästen u. a. als Vertreter der Reichsorganisationsleitung der NSDAP., Kreisleiter S i 11; der Aufmarschleitung, Sturmführer Kun st mann (Franko Baoariae AH.); als Vertreter der SA. den Adjutanten des Bayer. Innenministers, Standartenführer Zech; den Gauführer Frankon des Stahlhelms, Saumweber (Franko Bavariae AH.); Se. Magnifizenz, den Rektor der Hindenburg-Hochschule, Ritter von Ebert; Vertreter des Standorts des Arbeitsdienstes; den Präsidenten des Arbeitsamtes des Rheinlandes, Doerr (Lützower AH. Gießen); jahlreiche Pressevertreter u. a. m. Im Auftrage des Führerrates der Deutschen Wehrschaft begrüßte cand. theoL Kinke 1 in zugleich im Namen der Ortswehrschaft Franko-Va- varia Erlangen die verschiedenen Verbandsbrüder und Gäste. Er ertläte u. a. die Tatsache, daß die Reichsorgnisationsleitung als einzigem waffenstudentischem Verband, der Deutschen Wehrschaft die Abhaltung eines Kommerses gestattet habe, beweise, daß die NSDAP, die Opfer und Leistungen ihres alten Mitkämpfers unter den Waffenstudenten anerkenne. — Die deutsche Studentenschaft stehe heute vor einem fundamentalen Umbruch. Niemand könne ihren nationalsozialistischen Führern verdenken, wenn sie aus der Tatsache, daß die Verbände als solche in ihrer Gesamtheit bei der Vorbereitung der nationalsozialistischen Revolution versagt haben, nun heute die entsprechenden Schlußfolgerungen ziehen. Aber, so wie die Deutsche Wehrschaft, seit 1919 inmitten einer Umgebung, die die an sie gestellten Aufgaben nicht erkannte, das nationalsozialistische Banner hochhielt, so wolle sie jetzt, nachdem sie ihre völkischen Qualitäten genügsam bewiesen habe, zeigen, daß auch das deutsche 2Baffehftut)ententum eine Sonderausgabe zu erfüllen habe, die nicht verwässert und verallgemeinert werden dürfe: die Erziehung bes jungen Akademikers zu einem ehrenhaften, geraden, tapferen und' wehrhaften Volksgenossen im Sinne Adolf Hit. I e r s. — In vorgerückter Stunde erschien noch in Vertretung des Führers Adolf Hitler, des Schirm- Herrn der Deutschen Wehrschaft, Verbandsbruder Gauleiter und Staatsrat Florian- Düsseldorf, der mit seinen markanten Worten stürmischen Beifall erntete. Mit dem Horst-Wessel-Lied wurde der offizielle Teil des Kommerses geschlossen. Ein Geschenk der AaüonatsoziaUsten Chinas für den Führer. Berlin, 6. Sept. (TU.) Die Landesgruppe China der NSDAP, läßt, wie die Ausländsabteilung der NSDAP, mitteilt, dem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler als Ausdruck treuer Verbundenheit ein Geschenk in Form einer silbernen, innen vergoldeten Schale mit chinesischem Motiv und der Inschrift „Ihrem verehrten Führer. Die Nationalsozialisten Chinas" und gleichzeitig als Ergebnis der Geburtstagssammlung vom 20. April einen Scheck in Höhe von 1000 Mark überreichen. Dem Geschenk ist ein Glückwunschschreiben beigefügt, in dem die Nationalsozialisten Chinas dem Führer aufs Neue ihre Treue geloben. Herriot Oberst der Roten Armee. Paris, 6. Sept. (TU.) Nach einer Warschauer Meldung der Agentur Sudest hat der russische Volkskommissar im Kriegsministerium Woroschilow gelegentlich einer intimen Feier dem ehemaligen französischen Ministerpräsidenten Herriot den Titel eines Oberst der Roten Armee verliehen. Herriot soll angeblich sichtlich bewegt gewesen sein und in seiner Erwiderung auf die Auszeichnung daran erinnert haben, daß er selbst der Sohn eines ehemaligen Offiziers sei. Dieser neue Beweis der Freundschaft des großen russischen Volkes, so erklärte er ferner, gehe ihm sehr nahe und er werde fortfahren, die russisch-französische Verständigung zu fördern, um dem Frieden der Demokratie zu dienen. * Die Ernennung entbehrt auch insofern nicht eines gewissen Reizes, als bekanntlich der deutsche Kommunist Thälmann im Rang eines Reitergenerals der Roten Armee steht und somit Vorgesetzter des früheren französischen Ministerpräsidenten Herriot ist. M fi8rp(r 1 Der "1gpannun9?|& d-nUv “iob ' D0fl |q !)fll . i GW sWtz oder nrehr ° JiJ » Wie D" ,, SS'SÄS rat oder «neffl feinem H ober $ol?( WÄ schließen. A Dem ^idel, besoni ***$&** SW*"9'n ßd, Ile gegangen werden. 8 Msen M man auc Strom niedergeschlagene Menschen nid) einfach vielen Men ist noch Ret ein Arzt geru en wi d. Arztes ist künstliche M chung vorzunehmen. Am Arztes mehrere Stunde Kleine politische Nachrichten. Der ehemalige britische Staatssekretär des Auswärtigen Amts Lord Grey of Fallodon ist heute morgen 6.05 Uhr im Alter von 72 Jahren gestorben. An Stelle des verstorbenen französischen Marineministers L e y g u e s wurde der bisherige Kolonialminister Sarraut zum Kriegsmarineminister und der radikale Abgeordnete D a l i m i e r zum Kolonialminister bestimmt. * Die Pressestelle der Bundesführung des österreichischen Heimatschutzes meldet, daß der Bundesführer, Fürst Starhemberg, nachdem er am Dienstag von Mussolini empfangen worden war, Mittwoch in einer Sonderaudienz vom Papst empfangen wurde. * Die Mittwochmorgen-Ausgabe des „Berliner Tageblatts" ist wegen Beanstandung eines Artikels über die Generalsynode beschlagnahmt worden. ♦ Oberpräsident Kube hat dem prußischen Minister des Innern gemeldet, daß die ProvinzGrenz- mart Posen-We st preußen jetzt frei von Arbeitslosen sei. * InderProoinzBrandenburg ist die Zahl der Arbeitslosen (Unterstützungsempfänger), die am 31. Januar 1933 218 862 Kopfe betrug, auf 110 943 am 15. August 1933, also um 49,3 v. H. g e- funken. * Laut Bundesbefehl des Stahlhelmbundesführers Reichsarbeitsministers Seldte findet die Reichsführertagung des Stahlhelms am 23 und 24. September in Hannover statt. Stabschef Rohm hat fein Erscheinen zugesaHt. * Auf Ersuchen der Vertreter Mexikos, Irlands und Norwegens, die im Sinne des Minderheitenschutzverfahrens im Völkerbund die Klage des assyrischen Patriarchen hinsichtlich der Verfolgungen der assyrischen Minderheit t m Irak untersucht haben, hat der Generalsekretär des Völkerbundes diese Frage auf die provisorische Tagesordnung der Septembertagung des Völkerbundsrates gesetzt. Aus aller Welt. Autostraße durch den Montblanc geplant. Italienischen Blättermeldungen zufolge ist dem italienischen Ministerium für öffentliche Arbeiten ein neuer Plan eines D u r ch st i ch e s des Mont- bl a n c zugeleitet worden. Im Gegensatz zu den bisherigen, seit Jahren schon laufenden Plänen sieht das neue Projekt nicht die Schaffung einer Italien und Frankreich verbindenden Eisenbahnlinie, sondern die Schaffung einer Auto st raße oor. Der Durchstich würde zu drei Vierteln auf französischem, zu einem Viertel auf italienischem Boden liegen. Die Finanzierung soll durch «.ine französisch-italienische Gruppe erfolgen, doch soll Frankreich die Hauptbeteiligung stellen. 3agbunfa(I bei Stabe. — ieben Schülerinnen angefchoffen. Die Klasse III O des Oberlyzeums in Stade (Hannover) geriet auf einem Ausflug zwischen Elstorf und Moisburg in eine Hü h n e r j a g d. Gerade als die Jäger auf eine Kette Hühner schaffen, gingen die Mädchen vorüber. Von den Schrotladungen wurden sieben junge Mädchen getroffen. Die Verletzten wurden sofort nach Buxtehude geschafft. Zwei der Mädchen mußten dem Stader Krankenhaus zugeführt werden. Zirkus hagenbeck in Japan vom Taifun heimgefucht. Nach einer Kabelmitteilung, die der gegenwärtig mit feinem Zirkus auf einer Gastspielreise in Japan befindliche Lorenz Hagenbeck an das Hamburger Stammhaus richtete, find durch einen Taifum die gesamten Zeltanlagen und Einrichtungen des Zirkus vernichtet worden. Das Gastspiel soll aber trotzdem unter Benutzung des Refervemoterials fortgesetzt werden. V! K wp. Ulm, 5. Sept. 5 Jahre wiederum aus fallenen früheren herb Schwäbischen Alb Heren und weiteren U M ü n s i n g e n in öen I tember innerhalb der eh nere Uebungen ftatt. 2h Beginn wir gestern fchc nahmen bereits am erst, imereiianten Verlauf. Die Lage am war salzende: Haie Äras Linie Landsberg—A wörlh im Borzehen r gingen unterlegene blaw zurück. Der westliche Fl Montagabend im Kamp die Linie Augsburg—T in der Annahme offen, bürg—Weißenhorn—Obe südlich Ulm) scheint B l a rieseldstellung ausgebau Kräfte haben oberhalb l und bei Riedlingen, die schritten mit dem Auftrc in die blaue Westslanke Montagabend nach fta Münsingen-Erbstetten ment Brandt liegt an und um Münsing- o- September um 7.30 m rx?otmQrW über Amstetten anzutreten. T um 6.30 Uhr von Erbst antretenben rechten Dia pmgen-Reutti. Links 1 Z\r0te SQDatIerie von °° gehen. Auf blauer P Antransport COn g vleni 6 wird auf hip 6(6 Nnn bts S&St's»" Mn,, ’freiljeif. tt?”' ,b* Mlämn Ä’1 i°! KE”1'* i-ä ft" «ft6inl m/Msb rühn^tr^r ,r°ndt fetJo runQ fan begen die Zunächst? ?3 °us die I-"Neut Will Aus der provinzialhaupifladt Buntes Allerlei und um M ü n 5 Minuten vor 12! All-Abonnent des Sladtthealers Dein letzter Meldetermin läuft heute ab. !>er Lunöesführung des öflerrei« tzcs meldet, baß her Sundes- arljemberg, nad/bem er am ffolini empfangen worin einer SonüeraMenz ootn gen wurde. cgeu-Äusgude des „berliner \\t wegen Beanstandung eines \e ©enerolfonobe befchlag- 5. September um 7.30 Uhr vom Lager Munstngcn den Vormarsch über Laichingen—Nellingen auf Amstetten anzutreten. Trennungslinie ist gegen den um 6.30 Uhr von Erbstetten auf Blaubeuren antretenden rechten Nachbarn Mehrstetten—Sup- pingen—Reutti. Links des Detachements Brandt wird rote Kavallerie von Gammertingen auf Urach vorgehen. Auf blauer Seite werden neue Kräfte mit Bahntransport von Norden kommend auf Ulm herangeführt. Die vorausbeförderte blaue Abteilung K i e ni tz wird auf die Meldung vom Anmarsch des roten Detachements Brandt am 5. September zwischen 4.30 und 10 Uhr in Geislingen und Amstetten ausgeladen. Um gegen diesen Feind vorzugehen und die Ausladung weiterer Inzwischen ist auch Reichskanzler Miller bei der Leitung eingetroffen, bei der sich der Reichswehrminister. der Lhef der Heeresleitung, der Gruppenkommandeur II und Wehrkreiskommandeur V befinden. General Göring Halle man noch kur; zuvor irgendwo im Gelände angc- lroffen. Im Anschluß fand in Gegenwart des Reichskanzlers Hitler die Kritik statt. Im Laufe des Nachmittags soll in Ulm ein Vorbeimarsch des Regiments 13, das sich bis jum Don- nerstagmorgen ins Quartier nach Ulm begibt, vor dem Reichskanzler stattfinden. genau; die derartige Beförderungsmöglichkeiten eingerichtet haben. Jedes Derkehrsinstitut muh ein meist recht vollgestopftes Fundbüro unterhalten. Daß aber auch gelegentlich eine ganze Eiienbahn vergessen werden kann, ist immerhin etwas Neues. Dieser Weltrekord der Vergeßlichkeit wurde in Frankreich geschlagen. 3m Wäldchen von Vincennes bei Paris sand vor zwei Jahren eine große Ausstellung statt. Nach ihrer Beendigung wurde wieder alles abgerissen, was da aufgebaut war, um die Schaulust zu befrieden. Nur etwas wurde beim großen Aufräumen vergessen: Das war die Kleinbahn, die durch die Ausstellung führte; sie war damals außerordentlich beliebt bei den Beiuchern gewesen, weil sie einen schnellen llberblid über die umfangreiche Ausstellung vermittelte. Anscheinend hatte der Unier- nehmer so gut daran verdient, daß er es sich leisten konnte, auf die Bahn mit ihrer Lokomotive, mit den Wagen und den Gleisanlagen zu verzichten. Jedenfalls steht die Eisenbahn noch heute da. In der ersten Zeit nach dem Aufräumen traute sich niemand recht heran. Dann aber nahm die Pariser Jugend von diesem Wäldchen Besitz, wie daS früher schon der Fall gewesen ist. An Sonntagen lagert jetzt wieder dort das Volk von Paris, das Volk der Kindermädchen, der Soldaten aus der nahen Garnison. der Verliebten aller Art. Die Leute haben zufammenklappbare Tischchen ausgestellt, ein verschossenes Wachstuch darüber ausgebreitet, und nun spielen sie wieder wie früher um einen dicken Krwfer- sou „Manille" oder noch lieber „Belote". Mitten durch das vielgestaltige Idyll läuft nun die vergessene Bahn. Weil sie keinem gehört, gehört sie allen. Irgendeiner von den Sonntagsbesuchern, der etwas von der Lokomotive verstand, ging daran, sie zu reinigen, zu ölen und zu Heizen; das Holz des Waldes mußte dazu dienen. Und nun machte sich der Mann sein Sonntagsvergnügen daraus, nach eigener Lust und Laune die Sommerfrischler unentgeltlich spazieren zu fahren. Ehestandsbeihilfe auch in Italien. Die Provinzleitung der Faschistischen Partei hat 200 Prämien von je 1000 Lire gestiftet, die denjeni- gen Paaren Noms gegeben werden sollen, die heiraten möchten, aber aus wirtschaftlichen Gründen von der Eheschließung absehen müßen. Voraussetzung ist Eintritt des Verlobten in die Partei, tadellose Führung und gesunde körperliche Veranlagung. 800 Lire werden bei der Hochzeit in bar ausgezahlt, die übrigen 200 Lire werden am 24. Dezember, dem Muttertag, in einem Sparkassenbuch überreicht. Oer unaufmerksame Schriftsteller. In dem letzten Heft der „Neuen Rundschau" schreibt der Dichter Hermann Hesse eine Betrachtung unter dem Titel »Beim fielen eines Romans". Er liest in diesem Aufsatz zwischen den Zeilen eines Buches, als ein eindring'icher und gerechter Richter über die Entstehung dieses Werls und seine Technik urteilt. „Nun aber tarn ich an eine Stelle, wo ich stutzig wurde", sagt er. .Der Held kam nach Berlin, steigt im Hotel ab, und zwar im Zimmer Nummer elf. und wie ich das lese (wie bei jeder Zeile als Kollege des Autors handwerklich interessiert und lernbegierig) denke ich: .Wozu braucht er diese genaue 3immernummet?' Ich warte, ich bin überzeugt. bie Elf werde schon irgendeinen Sinn haben, vielleicht sogar einen sehr überraschenden, hübschen, reizvollen. Aber ich werde enttäuscht. Der Held kehrt, eine oder zwei Buchseiten später, in sein Hotel zurück — und jetzt ist es plötzlich die Nummer zwölfI Der Autor hat einmal zwölf und einmal elf geschrieben, er hat seine Arbeit nachher nicht wieder durchgelesen, hat offenbar auch keine Korrekturen gelesen oder er las sie eben gerade so gleichgültig und obenhin wie er jene Zahlen hingeschrieben hat: weil es ja auf Kleinigkeiten nicht ankommt, weil doch zum Teufel die Literatur nicht eine Schulbank ist, auf der man für Denk- und Schreibfehler zur Rede gestellt wird, weil das Leben kurz und die Großstadt anstrengend ist und einem jungen Autor wenig Zeit für seine Arbeit läßt. Alles zugegeben. Aber plötzlich, von jener Zahl zwölf an, hat der Autor nicht mehr mein volles Vertrauen, plötzlich hat er mit meinem Mißtrauen zu rechnen, plötzlich beginne ich übergenau zu lesen, plötzlich erkenne ich die Sorglosigkeit, mit der er jene zwölf hingeschrieben hat, auch an anderen Stellen, die ich vorgestern noch ganz gutgläubig gelesen habe, — und auf einmal verliert das ganze Buch an innerem Gewicht, an Verantwortung, an Echtheit und Substanz, alles wegen dieser Nummer zwölf.. - Cs ist der Beginn jenes Niederganges: das Emstnehmen der großen Dinge und das Nichternstnehmen der kleinen für selbstverständlich zu halten. Daß man die Mensch- beit hochachtet, seine Dienstboten aber plagt, daß man Vaterland oder Kirche heilig hält, seine Tagesarbeit aber schlecht und schluderig macht, damit fängt jede Korruption an.“ Oie vergessene Kleinbahn. Daß die Menschheit von einer erstaunlichen Vergeßlichkeit befallen wird, sobald sie die öffentlichen Verkehrsmittel benutzt, wißen alle die Unternehmer Manöver-Krieg bei £tlm Kleinere Hebungen innerhalb der 5. Division. wp. Ulm, 5. Sept. Anstelle der auch in diesem Jahre wiederum aus Ersparnisgründen ausgefallenen früheren Herbstübungcn finden aus der Schwäbischen Alb-Hochfläche m der näheren und weiteren Umgebung von U l m und Münsingen in den Tagen vorn 5. bis 8. September innerhalb der einzelnen Truppenteile kleinere Uebungcn statt. Die Uebungen (über Deren Beginn wir gestern schon berichteten, d. Red nahmen bereits am ersten Tage einen äußerst interessanten Verlauf. Oie Lage am ersten Tag Oer lachende Seemann Lustige Anekdoten von unserer Kriegsmarine. Don Hans Markert. Achtung! Hollspannung! Don Or. German Hübner, prüft. Arzt. Der menschliche Körper kann elektrische Ströme lllederer Spannung im großen Ganzen ohne Schaden ertragen, während solche von hoher Spannung, von 200 Volt und darüber, schwere Gesundheitsstörungen, ja den Tod zur Folge haben. Geht em hochgespannter Gleichstrom durch den menschlichen oder tierischen Körper, so wirkt er zersetzend auf das Blut und Neroeneiweiß, so daß bei längerer ober bei stärkerer Einwirkung eine schwer heilende Verbrennung und in den meisten Fallen sofortiger, oder mehr oder minder rascher Tod eintritt. Wie schützt man sich gegen die Gefahr der Stromschädigung? Man beachte als Wichtigstes: der Körper darf niemals in den Bereich des fließenden Stromes geraten. Das heißt, wenn der Stromkreis geschloßen bzw. ein elektrischer Apparat oder das Licht eingeschaltet ist, darf man mit seinem Körper oder einem Körperteil die beiden Leitungsdrähte oder Pole nicht gleichzeitig berät)- ren, ober kurz schließen. Auch wenn man in einem geschloßenen Stromkreis nur einen Draht ansaht, kann Gefahr bestehen, weil manchmal das System Erdschluß hat und dann der Körper auf dem Wege von der Hand zur Erde eine Kurzschlußbrücke bildet, besonders wenn die Füße un- beschuht ober bie Sohlen feucht finb, ober wenn der Boben naß ist. Das erste Erfordernis bei allen Hantierungen an elektrischen Apparaturen, selbst wenn es nur Lichtleitungen sind, ist: Aus sch alten! Ist der Strom durch Ausschalten unterbrochen, dann besteht keine Stromschädigungsgefahr für, den Mann, der die Reparatur vornimmt. Ist das aber aus irgend welchem Grunde nicht möglich, so arbeite man bei Strömen bis 110 Volt mit isolierten Werkzeugen. Bei größeren Spannungen darf überhaupt nicht ohne Ausschaltung des Stromes vor- gegangen werden. Wißen muß man auch, daß man einen vom Strom niedergeschlagenen, wie tot daliegenden Menschen nicht einfach für tot erklären soll. In vielen Fällen ist noch Rettung möglich, wenn gleich ein Arzt gerufen wird. Bis zum Eintreffen des Arztes ist künstliche Atmung ohne jede Unterbrechung vorzunehmen. Auch wenn die Ankunft des Arztes mehrere Stunden auf sich warten läßt, ba biefem Mittel zur Gewährung von Darlehen ober Beihilfen nicht zur Verfügung stehen. Ebenso ist bie Vermittlung von Krebsten ober die Befürwortung von Anträgen bei Kreditinstituten nicht möglich. tti-o ritot wen. — Tageskalender für Donnerstag. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Siegfrieds Tod". — Der Nibelungen-Film im Lichtspielhaus Bahnhof st raße. Von heute ab gelangt im Lichtspielhaus Bahnhofstraße der „Nibelungen"°Film zur Aufführung. Die Nibclun- gcnsage, jener deutsche Heldensang, jenes urdeutsche Volksgut seit acht Jahrhunderten, hat schon vor einiger Zeit seine Verfilmung erfahren, und vielen Kinobesuchern dürfte das Werk bekannt sein. Sicher- sich werden aber die meisten den Film gerne noch einmal sehen, denn heute mehr als je hat dieser Film Anspruch daraus, als Volksgut im wahrsten Sinne des Wortes ausgenommen zu werden. Verständnisvoll begleitende Musik vertieft das Erlebnis, das der Film auch jetzt wieder vermitteln Dürfte. Auf die heutige Anzeige sei besonders aufmerksam gemacht. erstorbenen sranzösisidin Manne- les wurde der bisherige Kslo- kaut zum Kriegsmarinemlnister Abgeordnete Dalimier M eftimmt Bis auf Sturmnähe sind die Bataillone von Rot herangckommen; alles erwartet den Zusammenprall. Doch plötzlich ein Trompetensignal: Das Ganze Halt? Offizierruf. Und das Signal zum Abrücken in die Quartiere! Der Kampf ist aus! Es ist ein unvergeßliches Bild, das sich nun dem Zuschauer auftut. Aus jeder Bodenerhebung kriechen feldgraue Gestalten, wachsen zu Gruppen und wimmeln schließlich über das ganze breite Gelände, in dem sie sich so gut getarnt hatten, daß f a ft nichts von einem Angriff zu sehen gewesen war. Oer Orden. Anläßlich der Einweihung des Nordostsee- Kanals hatten alle deutschen Dundessürsten auf sämtliche Beteiligten einen Ordensscgen niedergehen lassen. Am Abend, auf dem Fest in der Akademie, sollten die neuen Ordensritter sich bei den betreffenden Fürsten melden und bedanken. Lange irrte ein junger Kapitänleutnant durch die menschenvollen Säle, um „feinen“ Fürsten zu finden. Endlich glaubt er den Richtigen erwischt zu haben, postiert sich vor ihm und rapportiert: „Kapitänleutnant X. meldet sich gehorsamst mit dem Fürstlichen Reuhischen Ehrenlreuz IV. Klasse ausgezeichnet und bittet, für die Verleihung untertänig^ danken zu dürfen." Der Fürst lächelte gnädig und erwiderte: „Ich danke Ihnen für die Meldung, aber erstens ist baö nicht das Fürstlich Reuhische Ehrenkrcuz IV. Klasse, sondern der Fürstlich-Schaumburg-Ltp- pische Hausorden; und zweitens bin ich nicht der Fürst von Reuß, sondern der Herzog von Anhalt .. Scherben bringen glück. Ein deutscher Kreuzer, zugleich Flaggschiff, liegt in einem fremden Hafen. Ein englischer Kreuzer läuft ein und salutiert die Admiralsflagge. Also: Salut als höfliche Antwort. Aber die ©alutgc- schühe auf dem Mitteldeck sind gerade durch das Kohlen behindert. Der wachthabende Offizier weih sich zu helfen und nimmt die Geschütze auf der Hinteren Brücke — ohne daran zu denken, daß sie gerade über der Admirals-Pantry stehen. Der erste Schuh kracht — und zugleich ein halbes Dutzend Tassen des Admiralsgeschirrs unter Deck. Aber ein Salut darf unter keinen Umständen unterbrochen werden, ilnb so ist bis zum elften Schuh das gesamte Admiralsgeschirr restlos zer» töppert... Ser Admiral erscheint an Bord. Die unerhörte Geschichte wird ihm gemeldet. Er läßt den Offizier kommen. „Ich würde Sie einsperren", grollt er, „wenn mir das fiskalische Geschirr nicht schon längst greulich wäre. Jetzt aber —“ und die Miene des Gestrengen erhellt sich, „jetzt aber kann ich neues beantragen. 3ch danke Ihnen ...!" Höflichkeit. Der Admiral ladet einen Fähnrich, mit dessen Familie er befreundet ist, zu Tisch. Der junge Mann vergeht fast vor Ehrerbietung und Verlegenheit. „Wie alt sind Sie?" versucht der Admiral das Gespräch in Gang zu bringen. — „Neunzehn, Herr Admiral." — „Dann haben Sie also mit 17 Ihr Abitur gemacht?" — „Jawohl." — „Tüchtig, tüchtig! Das habe ich nicht fertig gebracht. Ich bin zweimal Heben geblieben — ich weih nicht, war ich zu dumm oder war ich zu faul.“ — Der Fähnrich sucht verzweifelt nach einer möglichst höflichen Antwort. Endlich hat ! ers gesunden: „Zu dumm kommt doch 1 wohl nicht in Betracht, Herr Qtomiral.. " • (TU.) W IWn miniESh®eiet eines Ob GM entbehrt auch insofern ies- bekanntlich m m im Rang eines K hLk-l n ^niee steht und itische Nachrichten. Esche Staatssekretär des Aus- ?kd Trey of Fallodon ist 1 Uhr tm Alter von 72 Jahren efehl des Stahihelmbundesführers Jsvässx srss-B im Bölürbmü die J