LM Ktzs li?QlWns d)nen '*Ä* * k5 „ ’ -reb,e na* e?- »as *ungTf Doch 'n war! gZ 1o, 6in Lr-x pBann Interesse; ^NWtt Ul. . wurde btt M«. ein. ut)r MaM^>°den 101 "VL UL- \ »®Q5 war das'' e l,e die Hand auf das W um. lma!. !°Ste |ie schwer. lunfe wieder, und ihre E weiter das feine ben Blut nicht erhob. Qul dem bunten Perser )em schwarzen Blülhner. m dem sie den ersten )er kostbare Flügel, den rtstaa bekommen, zierte (Fortsetzung folgt.) er >olz »Rannt ! gießen cm? 5en bekannt lenfels geß.ßinü uß 1933 flßerweg 56 E "dßadj 'bad) lung an i. Sluguß 1^33 ♦58? A e Aebiierstr-A28 beitl^ Nr. 182 Srüvausgabe 185. Jahrgang Montag, 7.AugusN933 (k r> chrlni «ägttch, autz« Sonntags und Feiertag» Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholl, monats«Be$ngsprel$: 4JUt 4 Beilagen RM. l.9b Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bet Nichterscheinen oon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Zernsprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnach. richten: »njeiger Stehen. Postscheckkonto: Sranlfnrt am Dlain 11686. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhessen Drad vnb Verlag: vrühl'fche Universttälr-Vuch- und Steinöruderei R. Lange in Stehen. Schnftlettnng und Seschäftrstelle: Zchulttrahe 7. .innahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspsennig; für Re« Klamcanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20“ , mehr. Chefredakteur Dr. Frredr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für denAn« zeigenteil i.D.TH.Kümmel sämtlich m Gießen. Neber 2 Millionen Arbeitslose wieder in Arbeit. Die Entwickelung der Beschäftigtenzahl im ersten Halbjahr 1933. Barlin. 5. Qhig. (XU.) Der jetzt in der Krankenkasfen-Statistik veröffentlichte Stand der Deschäftigungsziffer mit dem Stichtag des 30. Juni bestätigt voll die vor einiger Zeit gemachte Voraussage, das) bis Ende Juli seit der Regierungsübernahme durch Adolf H i t - l e r rund zwei Millionen Volksgenos- senwieder in den Arbeitsprozeß ei n- gereiht worden find. Die Beschäftigten-Ziffer beläuft sich für Ende 3uni auf 13 378 030, gegenüber 11 487 000 Ende Januar dieses Jahres. Zu der sich hieraus ergebenden Zahl der Mehrbeschäftigten von 1,9 Millionen ist der statistisch noch nicht erfaßte Veschäftigten-Zugang des Monats Juli hinzuzurechnen, so das) die Zahl von 2 Millionen zweifellos Ende Juli bereits überschritten war. Interessant ist der Vergleich mit der Entwicklung während des gleichen Zeitraumes des Jahres 1932. Damals betrug der Zugang an Veschästig- ten während der Monate Februar bis Juni 694 030 Köpfe, und zwar von 12 085 000 Ende Januar auf 12 779 030 Ende Juni 1932. In Jahre ist es also gelungen, die Differenz aufzuholen, die am 30. Januar dieses Jahres gegenüber dem gleichen Zeitpunkt des vorigen Jahres bestand und dazu über den Stand vom 30. Juni 1932 hinaus noch rund 600 000 Erwerbslosen wieder Beschäftigung und Erwerb zu geben. Wie groß die Zahl der Wiederbeschäftigten, sogenannten unsichtbaren Erwerbslosen ist, ergibt sich daraus, das) der Rückgang der Arbeitslosen bei den Arbeitsämtern vom Februar bis zum 20. Juni d. I. 1 190 000 betrug, während, wie oben mitgeteilt, die Zahl der Beschäftigten in ber gleichen Zeit um 1,9 Millionen gestiegen ist. Nur ehrenvolle Männer in Oen nationalen Wehrverbänden. Berlin, 5. Juli. (TU.) Wie der Parlaments» dienst der Telegraphen-Union erfährt, hat der preußische Fustizminister folgende Anordnung an die Justizbehörden ergehen lassen: „Werden Angehörige der SA. (e i n s ch 1. des Stahlhelm) und der SS. zu Freiheitsstrafen von mindestens 3 Monaten verurteilt, so ist das rechtskräftige Urteil mit Gründen dem zuständigen Standartenführer der SA. und der SS. (dem Regimentsführer beim Stahlhelm) mitzuteilen. Um Verzögerungen in der Ucberfenöung tunlichst zu vermeiden, ist schon während des Strafverfahrens festzustellen und aktenkundig zu machen, welcher Standarte der SA. (Regiment beim Stahlhelm) oder Schutzstafsel der SS. der Befchuldigte angehört." Der Minister weist zur Begründung dieser Anordnung darauf hin, daß die Aufrechterhaltung der Manneszucht in der SA. und SS. und deren Ansehen zwingend erheischen, daß ihnen nur Persönlichkeiten von lauterem Charakter und untadeliger Lebensführung ongehören. Wer entehrende Strafen erleidet, sei r i 41 würdig, Mitglieder dieser Formationen zu sein. Der Minister hat diese Anordnung getroffen, um den Führern der Kampfsormationen em weiteres wirksames Mittel zu geben, Unwürdige rechtzeitig zu erkennen und auszuschließen. Französischer Racheakt gegen Eaarturner. Neunkirchen (Saar), 5. Aug. (CNB.) Saarländische Blätter berichten über eine rigorose Maßnahme der französischen Verwaltung der Saar gruben : Wegen Teilnahme am Deutschen Turnfest in Stuttgart sind auf den fron» ^fischen Saargruben sämtliche Teilnehmer entlassen worden. Unter den Entlassenen sind Angestellte, die 30 Jahre einem Turnverein angehören und auf der Grube stets in vorbildlicher Weise ihre Pflicht getan hatten. Ocr preußische Kultusminister an Landesbischof Müller. Berlin, 5. Aug. (WTB.) Der preußische Kultusminister hat an den Landesbischof Müller folgendes Telegramm gerichtet: „Zu ihrer Wahl zum Landesbischof der Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union spreche ich Ihnen meine herzlichen Glückwünsche aus. Möge die Entwicklung der kirchlichen Neugestaltung, wie sie h dem Wahlausgang des 23. Juli 1933 und in Ihrer Wahl zum Landesbischof Ausdruck gefunden hat, Um Heil der Deutschen Evangelischen Kirche zu zücklicher Vollendung geführt werden." Oie Untersuchung der Rundfunk-Korruption. B e r l i n , 5. Aug. (WTB.) In der Rundfunk- Korruptionsangelegenheit ist von der Kriminalpolizei ein Verfahren eingeleitet wor- ä«n, welches sich gegen Alfred Braun, den In- renbanten F l e s ch , Dr. Magnus sowie gegen den Ministerialrat Giesecke richtet. Ihnen wurden die Passeabgenommen. Außerdem wurden Haus- luchungen durchgeführt, bei denen erhebliche Mengen rlufzeichnungen aller Art beschlagnahmt worden sind. Der Führer spricht vor den Reichs- und Gauleitern der ASDAp. Das Streben nach dem Herzen des Volkes. — Mit Zuversicht und Vertrauen weiter. Berchtesgaden, 5. Aug. (TU.) Die Reichs- Pressestelle der NSDAP, teilt mit: Die Führertagung der NSDAP, nahm am Samstag auf dem öbersalzberg bei Berchtes- gaben ihren Fortgang. Im Mittelpunkt stand die große Rede, die der Führer vor den versammelten Reichsleitern und Gauleitern hielt. In seinen groß angelegten dreistündigen Ausführungen, die sich mit der innerpolitischen, wirtschaftspolitischen und außenpolitischen Lage befaßten, erinnerte der Führer einleitend daran, daß er hier an einer für d i e NSDAP, histori- s ch e n Stätte spreche. Hier in diesem Hause seien einst die Pläne entworfen worden zur ersten Erhebung der Partei im November 1923, die zwar noch nicht zum Erfolg geführt habe, aber dennoch für die Entwicklung der Bewegung von großer Bedeutung gewesen sei. Wenn man damals nicht wenige Tage vor dem Losschlagen der Anderen gehandelt hätte, wäre das Gesetz des Handelns auf die andere Seite übergegangen, was voraussichtlich das Ende des Reiches bedeutet haben würde. Hier sei ferner der Zufluchtsort gewesen für viele Flüchtlinge der Bewegung, insbesondere auch für unseren unvergeß- lichen Dietrich Eckart. Hier habe man auch später die Pläne zur Reorganisation der Partei gemacht. Man sehe hier oben in den Bergen viel klarer als unten unter den Menschen, und auch in der Zeit, die er jetzt hier oben verbringe, würden wieder große Entschlüsse reifen. Zur innerpolitischen Lage führte Adolf Hitler u. a. aus: Die letzten 6 Monate, Vie uns in den Besitz der gesamten Staatsgewalt gebracht hätten, feien Vie Rechtfertigung für fein Handeln im letzten Jahr gewesen, zugleich aber auch die Rechtfertigung für das Der- trauen, das die Führung in die Partei sehe. Hieraus ergeben sich auch die Konsequenzen für die Gestaltung der Zukunft. Der Führer lieh keinen Zweifel darüber, dah die Partei die Macht auch mit allen Mitteln zu verteidigen entschlofsen fei. Ordnung im eigenen Hause fei das letzthin Entscheidende auch für unsere Stellung in der Well, wesentlich sei, daß die Herrschaft im Staate von einer den Zufälligkeiten entzogenen stabilen Institution garantiert werde. Unabhängig von Personen müsse daher die Macht der Bewegung für alle Zukunft gefestigt werden. Darum sei eine Organisation notwendig, die so geartet fei, daß sich aus ihr heraus die Führung immer wieder von selbst erneuere und ergänze. Die Partei werde sich ihre Führungshierarchie aufbauen in einem Senat der ältesten, bewährtesten und treuesten Parteigenossen. Sie müsse in ganz großen Zeiträumen denken, denn sie fei dazu berufen, das Leben des Volkes zu garantieren. Mitgliedschaft bei der Partei dürfe nicht Genuß, sondern könne nur Opfer bedeuten. Diese heroische Idee der Bewegung müsse das ganze Volk beherrschen. Es müsse Wert darauf gelegt werden, allmählich eine Tradition der Bewegung zu schaffen. Schon aus diesem Grunde werde die Leitung der Bewegung für immer in München bleiben, ebenso wie die Parteitage auch für die Zukunft, und zwar alle zwei Jahre, in Nürnberg abgehalten werden sollen. Aus der inneren Ehrfurcht vor dieser Tradition und dem Geleisteten würden der Bewegung für die Zukunft unerhörte Kräfte erwachsen. 3n seinen Ausführungen über die wirtschaftlichen Probleme ging der Führer insbesondere auf den Generalangriff gegen d i e Arbeitslosigkeit ein, dessen Durchführung die wichtigste Aufgabe der nächsten Jahre fei. Dieser Generalangriff vollziehe sich in drei großen Wellen. Die erste Welle in den bisherigen 6 Monaten habe 2 Millionen Arbeitslose von der Straße geschafft, die zweite Welle, die ab September beginne und für die die materiellen und finanziellen Unterlagen sicherge- stellt seien, habe das Ziel, die im Somm e r erreichten Erfolge zahlenmäßig im Winter mindestens zu halten. Die dritte Welle des Angriffs werde im nächsten Frühjahr beginnen und die Arbeitslosigkeit weiter in entscheidender Weise zurückdrängen. Er fei fest überzeugt, daß ein endgültiger (Erfolg gegen die Geißel der Arbeitslosigkeit innerhalb der nächsten Jahre zu verzeichnen fein werde. Aus der Lösung des Arbeitslosenproblems, mit dem unsere weltanschaulichen Gegner nicht fertig geworden seien, würde die NSDAP, einen ungeheuren Gewinn an Autorität ziehen. Eine Autorität, wie sie noch kein Regiment vor uns besessen habe. Denn wir das Problem der Arbeitslosigkeit endgültig gelöst haben würden, dann kämen wir damit zugleich auch zu einer nationalsozialistischen Auffassung der Arbeit selbst, zu jenem nationalsozialistischen Grundsatz, daß der Staat nicht dazu da sei, Renten auszuteilen. sondern Arbeitsmöglichkeiten. Wenn man bedenke, in welchem Zustande sich die Nation befinben könne, wenn sie die ungeheuren brachliegenden Arbeitskräfte (jährlich 9 Milliarden Arbeitsstunden) praktisch für unser Volk verwertet hätte, dann könne man erst ermessen, was diejenigen verschuldet hätten, die vor uns regierten. Die NSDAP, werde diese entscheidende Frage anfassen und lösen, weil sie eine ethische Derpflich- tung sei. Der Führer ging dann des Näheren auf das in Angriff genommene gewaltige Straßenbau- Projekt ein, das noch nach Jahrhunderten Zeugnis ablegen werde für die Kühnheit und die Leistungen der nationalsozialistischen Bewegung. Er sei überzeugt, daß die Nachwelt unsere Zeil einmal als eine der geiftig umwälzend st en bezeichnen werde. Zum Schluß sprach der Führer seinen Mitkämpfern seinen Dank aus für die geleistete Arbeit. Wenn die alte Garde ihren Bund mit ihm für alle Zukunft so aufrechterhalte, wie in der Zeit des bisherigen Kampfes, bann werbe auch ber Erfolg in der Zukunft so fein, wie er bisher gewesen fei. Daß wir die Macht besähen, fei wunderbar, doch noch wunderbarer aber fei er, daß wir auch das her; des Volkes besäßen. 3n die kommende Zeit hinein gehe er mit einem unerhörten Gefühl der Zuversicht und des vertrauens. Der Schluß der heutigen Tagung vereinte die Teilnehmer zu einem Beisammensein im Hause des Führers auf dem Öbersalzberg. Der Abschluß der Tagung. Berchtesgaden, 6. Aug. (TU.) Die Reichspressestelle der NSDAP, teilt mit: Die Führertagung der NSDAP, fand am Sonntag ihren Abschluß in Berchtesgaden. Um 10 Uhr vormittags fand am Königsee unter Leitung dcs Stabsleiters ber PO, Dr. Ley, eine Sitzung ber Gauleiter statt, auf ber Fragen organifn« torischer Art besprochen würben. Anschließenb tagten bie Abteilungsleiter, bie sich mit Problemen ihrer Sonbergebicte befaßten. Uever ben Reichsparteitag würbe mitgeteilt, baß auf ihm auch Sonber- tagungen ber einzelnen Abteilungen ber PO. statt- finben werben. Am Nachmittag erschien ber Füh - r e r am Königsee. Bereits seit ben Morgenstunden wartete eine freubig gestimmte Menge auf ben Füh- rer, ben sie mit nicht enbenroollenbem Jubel begrüßte. Bei prächtigstem Wetter führte eine Bootsfahrt bie Tagungsteilnehmer mit bem Führer über ben See, woran sich ein Spaziergang zum Oberfee anschloß. Für bie aus allen Gauen Deutschlands zu- (ammengetommenen Teilnehmer bildeten diese Stunden inmitten der gewaltigen Gebirgswelt einen unvergeßlichen Abschluß der glänzend verlaufenen Führertagung. StabschesRöhmüberdie Ausgaben derSA. Lieber 80000 SA.-Männer zum Generalappell in Berlin aufmarschiert. Berlin, 6. Aug. (TTl.) Die Reichshauptstadt stand am Sonntag im Zeichen des gewaltigen Aufmarsches der Gruppe Berlin-Brandenburg der SA. zum Generalappell auf dem Tempelhoferfeld. Zum ersten Male marschierte diese Gruppe in einer solchen Stärke vor dem obersten Stabschef, Hauptmann a. D. Röhm, auf. Von 18 Plätzen in den verschiedensten Stadtteilen setzten sich teils schon gegen 6 Tlhr früh die Kolonnen der Braunhemden zum Aufmarschgebiet in Bewegung. Auch das Publikum lockte der riesige Aufmarsch schon früh auf die Straßen ober zumindest an die Fenster. Um 7 Uhr früh herrschte in der im Regierungsviertel gelegenen Voßstraße regster Betrieb. Die sechs alten Standartenfeldzeichen der Berliner Bewegung werden vom SA.-Gruppenkom- mando feierlich eingeholt. Fast genau zu den festgelegten Zeiten erreichen die 18 Säulen ber braunen Sturmsolbaten bas Tempelhofer Feld. Um 9.30 Uhr war bas braune Heer vollzählig zur Stelle. lieber 80 000 Kämpfer Adolf Hitlers, darunter auch einige Taufend SA.-Anwärler, die nach Ablauf ber vorgefchriebenen Probezeit heute in ben verband der SA. vorgenommen werden sollen, insgesamt sind 29 Standarten, zusammengefaßt in vier Berliner und zwei Brandenburger Brigaden, versammelt. Cs ist anzunehmen, daß bie Zahl ber Zuschauer bie ber Braunhemben noch weit übertrifft. Dom nahen Flughafen steigen große Verkehrsflugzeuge und Sportmaschinen auf, in einer bcwon auch Gruppenführer Ernst, ber so die Organisation des Anmarsches überwacht. Der Aufmarsch ist beendet. Gruppenführer E r n st übernimmt bas Kommanbo unb meldet dem Führer der Obergruppe III, Obergruppenführer Heimes (Breslau): „81 933 Mann zur Stelle!" Darauf beginnt der Feldgottesdienst. Die weihevollen Klänge des Niederländischen Dankgebets werden vom leichten Wind über das sonnenbestrahlte Feld getragen. Pfarrer Tausch (Tempel- Hof) hält eine kraftvolle Feldpredigt an die SA.- Kameraden unb bie übrigen Volksgenossen. Der Geistliche schließt mit bem Vaterunser, bas vom braunen Heer leise mitgesprochen wirb. Das Luther- lieb beendet den Gottesdienst. Gruppenführer Ernst ruft dann die Namen ber 3 9 Gefallenen ber Berliner unb Brandenburger SA. auf. Bei jeder Namensnennung ruft bas gesamte braune Heer laut unb vernehmlich „Hier!" Dann nimmt ber Gruppenführer bie Verpflichtung ber SA. -Anwärter vor. Nach bem Kommanbo: SA.-Anwärter — stillgestanden!" verliest er das feierliche Bekenntnis des SA.-Mannes, das die Anwärter gemeinsam nachsprechen. Schließlich gibt der Gruppenführer die Erhebung von acht Berliner Sturmbannen, sowie einem Brandenburger Sturmbann zu Standarten bekannt. Weiter teilt er mit, daß ber oberste SA.-Führer in Anerkennung ihrer teilweise jahrelangen Verbienste zwei Stanbar- tcnführer zu Oberführern, fünf Sturmbannführer zu Stanbartenführern unb eine große Reihe von mitt» lern SA.-Führern in höhere Stellen beförbert hat. Gegen 10.45 Uhr trifft im Kraftwagen Oer Stabschef Oer SA. Röhm ein. Er entbietet ber SA. ben Heilgruß unb hält bann folgenbe Ansprache: „Als Chef bes Stabes unb Stellvertreter bes obersten SA.-Führers ist es mir 1 an biesem Tage, wo ich bas erste Mal nach ber sieg- | reichen Revolution ber SA. vor Ihre Front trete, Pflicht unb Bebürfnis, Ihnen für bas, was Sie in ben vergangenen Jahren unb Monaten bes Kampfes geleistet haben. Dank unb vollste Anerkennung auszusprechen. Das, was heute in Deutschland ist, Ist das Ergebnis eines zähen, beharrlichen und unerbittlichen Kampfes. Wenn ich heute vor 80 000 Männern dieser deutschen Truppe Berlin-Brandenburg stehe, so möchte ich aussprechen, daß, es mit das Verdienst jedes einzelnen, schlichten, einfachen SA.-Mannes ist, wenn heute ein anderes Deutschland der Welt gegenübersteht. Die Revolutionen entscheiden sich immer in der Hauptstadt des Landes, und so war auch die Verantwortung, die Ihnen übertragen war, eine über den Rahmen Ihrer Kameraden in den anderen Gauen des Reiches .hinausgehende. Wie Sie an der Front von Mann zu Mann den erbittertsten Kampf zu führen und die schwersten Opfer zu geben hatten, so hat auch in den Tagen der Entscheidung die größte Last des Kampfes und der Verantwortung auf Ihnen gelegen. Wenn ich nun gerade Ihnen, den Kameraden der Gruppe E r n st, Dank und Anerkennung im besonderen aussprechen kann, so weiß ich, daß alle die vielen Hunderttausende unserer Kameraden draußen im Lande dies verstehen werden. So haben Sie Ihre Pflicht erfüllt und durch den Einsatz Ihrer Person und durch Ihre Selbstlosigkeit dazu mitgeholfen, das neue Vaterland zu schaffen. Eine Etappe in den großen Ausgaben, bie Ihnen gestellt finb, Ist vorüber. Eine neue Etappe des Kampfes unb der Arbeit liegt vor uns. Keines- wegs ist bie Aufgabe ber SA. beenbeL Sie ist schwieriger, verantwortungsvoller und wichtiger denn vorher, heute handelt es sich darum, diesen SA.-Geist, ber Deutschland gesammelt hat, bis in bie letzten Schichten bes Volkes hineinzutragen. Gan; Deutschland muß von diesem Geist durchdrungen und erfüllt werden. Dann werden wir die Aufgabe erfüllen, die uns der Führer gestellt hat: Garant ber nationalsozialistischen Revolution unb bes Sieges für immer ;u fein. Wir haben als Solbaten bes tämpfenben Deutschland das Recht, dafür zu sorgen, daß dieser Kampfgeist, der ben Sieg errungen hat, auch ben e n b g ü 11 i g e n Sieg verbürgt. So ist es Ihre Ausgabe, nunmehr in diesem Kampfabschnitt daraus acht zu geben, daß bie Truppe selbst bie gleiche bleibt wie vorher. Halten Sie sich f e r n o o n allen Aeußerlichkeiten! Lehnen Sie es ab, darauf zu sehen, daß nach außen hin ein Eindruck erweckt wird. Legen Sie den Wert auf das Innere. So geht Ihre Aufgabe dahin, zu werben unb zu wirken im ganzen Volk und auch dort diesen ihren Geist zu verankern. Es muß dahin kommen, daß dieser SA.-Geist auch in ben büfteren Amtsstuben und Dürostuben Einzug hält. Wenn wir heute nach wenigen Monaten ber durchgeführten Revolution vielleicht da und dort noch Verhältnisse sehen, die uns Soldaten — wir müssen bas offen aussprechen — nicht passen, so wollen wir bas weitere tun, baß biese Verhältnisse sich grunb» legend ändern. Ich habe bie Forderung gestellt unb ben Befehl an bie unterstellten Führer gegeben, baß alle bieAngehörigenberSA., bie dieses Gei st es nicht finb, aus unseren Reihen ausgeschlossen werben. Dir erfragen es nicht, daß Männer, bie in unsere Front eingekreten finb, ber Oeffentlich- keit einen anberen Geist zeigen, als ben, ben Aili Kleine politische Nachrichten. Die Sammlungen unter den Postbeamten für die Stiftung „Opfer ü er Arbeit" rmd die Spende zur Förderung der nationalen Arbeit haben insgesamt einen Betrog von 70 000 Mark ergeben. Denkt an die „Gtifiung für Opfer der Arbeit"! Einzahlungen an Reichskreditgesellfchaft Berlin W 8, Behrensstraße 21/22, sowie auf deren Reichs- bankgirokonlo und deren Postscheckkonto Berlin 120 unter Angabe der Konlobezeichnung: „Stiftung für Opfer öer Arbeit". wir gewohnt sind. Der aus eigennützigen Motiven, um sich zu bereichern, um irgendwie feine eigenen wünsche zu befriedigen, irgendwelche Handlungen vornimmt, die der SA. und dem Geist unserer herrlichen Bewegung widersprechen, dar mutz unsere Reihen verlassen. Die Welt soll sich davon überzeugen: Die SA. ist trotz Verbot, Terror und Llnterdrückung und trotz allem, was undeutsch war, gewachsen und sie hat die Geschicke Deutschlands gewandelt. Die SA. wird darum — und darüber soll sich niemand im Zweifel sein — b l e i b e n und ihre Stelle behaupten. Wir rücken nicht von dem Platz, den wir uns erkämpft haben. Wirlassennichtvonden Früchten des Sieges, den wir erfochten haben- Wir werden darüber wachen, daß dieses nationasozia- listisch gewordene Deutschland es auch für alle Zukunst bleibt. Dank Ihrer Opfer, dank Ihres Kampfes, dank Ihrer Uneigennützigkeit und dank Ihrem tat>fe‘’ ren Einsatz, insbesondere aber auch wegen Ihrer Beharrlichkeit und Zähigkeit haben Sie an hervorragender Stelle den Sieg mit er stritten- Dank der gleichen Eigenschaften werden wir den Sieg erhalten. Wir werden uns durchsetzen, weil wir uns durchsetzen wollen. Der Wille ist entscheidend. Wir geloben in dieser Stunde unserem Führer, dah wir sein Panier hochhalten werden für alle Zeiten. Wir geloben, datz wir als Adolf Hitlers Soldaten die Bannerträger fein werden, die nicht weichen. In diesem Geist der Treue, der Beharrlichkeit, des Mutes und der Entschlossenheit, bringen totr unserem Führer ein dreif aches Sr eg° Heil dar." Das Horst-Wessel-Lied beschloß die Ansprache. Daraus reitet Stabschef Röhm zusammen mit Obergruppenführer Heines, dem Wehrkreis- kommandeur und sechs weiteren SA.°Führern unter den Klängen des Präsentiermarsches dre langen Fronten der Verbände ab, die Führer durch Handschlag begrüßend. Fast zwei Stunden dauerte dieses Abreiten der Front. Rach Abnahme der Front richtete Stabschef Röhm nochmals eine Ansprache an die Berliner und Brandenburger, in der er seiner Freude über den vorzüglichen Eindruck kundgab, den die SA. auf ihn gemacht hat. Der Generalappell, der größte, den Berlin bisher je gesehen hat, schloß mit dem Vorbeimarsch vor dem Stabschef, dem Wehrkreiskommandeur und den SA.-Führern. Am Aachmittag legten höhere SA.-Führer am Ehrenmal ilnter den Linden einen Kranz nieder. Paris. 5. Aug. (XU.) Dom Quai d'Orsay wird milgeleill: „Rachdcm Italien die Ansicht seiner Regierung hinsichtlich des Vorgehens D e u t f ch l a n d s in O e st e r r e i ch in der Wilhelm- slratze zu Gehör gebracht Hal. haben die Regierungen Englands und Frankreichs beschlossen, heute noch einen gemeinsamen Schritt zu unternehmen (demarche concertee). Der englische Botschafter in Berlin und der französische Botschafter Franxois Poncet werden der Wilhclmstratze Roten überreichen, deren Wortlaut identisch fein wird." Eine „Times"-Meldung, datz die Berliner englische Botschaft angewiesen worden sei. bei der deutschen Regierung mündliche Vorstellungen wegen der lleberfliegung österreichischen Gebietes, wegen des Abwurfes von Flugblättern und wegen der Aussendung propagandistischer Rundsunkbolschasten von süddeutschen Sen- dem zu erheben, wird in Londoner politischen Kreisen bestätigt. n Der Schlutzlext der Roten, so berichtet Reuter, sei am Freitag zwischen der englischen und französischen Regierung vereinbart worden. Die Raten beständen aus drei Paragraphen, in denen darauf hin- gewieseu werde, datz das deutsche Vorgehen gegen den nternationalen Brauch, gegen den § 80 des Versailler Vertrages und gegen den Geist des Vier- mächtepakkes verstohe. Bis Samstagabend noch nichts unternommen. Berlin. 5. Aug. (TU.) Wie die Telegra- Phen-Union erfährt, sind die von der englischen und französischen Presse angekündigten Schritte der drei Großmächte bis Samstagabend noch nicht erfolgt. Italien macht nicht mit. Rom. 6.Aug. (WTB.) Die „Agenzia Slefani" dementiert die von einer ausländischen Rach- richteuagentur verbreitete Meldung, wonach Italien in Berlin wegen der lleberfliegung österreichischen Gebiets durch deutsche Flugzeuge eine Demarche unternommen habe. Altersbestimmung durch Tintenfraß. Bei alten Büchern und Urkunden findet man bisweilen Stellen, an denen die Schrift und ihre Umgebung braun bis schwarz ist, das Papier brüchig wird und schließlich gcrnz zerfällt. Diese Erscheinung, die man als Tintensrah bezeichnet, ist jetzt von den Chemikern Dr. O. Mezger, W. Heeß und H. Rall wissenschaftlich untersucht worden, und sie haben dabei, wie fie in der „Umschau" mitteilen, ein wertvolles Verfahren zur Bestimmung d es Alters der Schrift gesunden. Besonders merkwürdig ist, daß sich der Tintensrah nicht auf die eigentlichen Schriftzüge beschränkt, sondern in dem angrenzenden Papier fortsetzt. Daher können für die Zerstörung nur Bestandteile einer Tinte in Betracht kommen, die sich im Papier ausbreiten; als solche Stoffe haben sich nun die Chloride und Sulfate, besonders die freie Salzsäure und Schwefelsäure erwiesen, die sich in bei? Eisengallus-Tinte finden. Die wesentlichen Bestandteile dieser Tinten-Sorten bestehen in Eisenvitriol und Gallus-Auszügen. Indem schon in der Flüssig- keit selbst, zum größten Teil aber nach dem Schreiben unter Mitwirkung des Papiers das Eisen vollständig gebunden wird, verwandelt sich das ursprünglich vom Eisen neutralisierte Sulfat in freie Schwefelsäure, und diese ist der eigentliche ItÜeltäier, der sich nicht nur in alter, sondern auch in moderner Eisengallus-Tinte findet Doch sind düe Mengen der freien Säuren in diesen modernen Tinten so gering, daß sie keine Gefährdung für das Papier bedeuten. Dagegen ist dies bei den altem Tinten in größerem Maße der Fall, da sie einen viel stärkeren Bestandteil an Schwefelsäure aufweisen. Aus diesem Verhalten der Salz- und Schwefelsäure dem Dapier gegenüber lasten sich wichtige Anhaltepunlle für die Bestimmung des Schriftalters gewinnen. Dabei ist das bedeutsamste Moment, das für die Beurteilung des Alters von Schriftzügen vor Gericht in Frage kommt, die Verbreiterung des Chlorids oder Sulfats unsichtbar in Papier, die sich je nach dem Alter in ganz bestimmten Formen bemerkbar macht. So kann also nach chemischer Sichtbarmachung der verbreiterten Säure auf das Alter einer Schrift geschlossen werden. Ie blaffet die Schrift wird, desto älter ist sie, und das Verblasteu geht schließlich so weit, daß, dem bloßen Auge nicht bemerkbar, im Ultraviolettlicht das Schriftbild ganz weiß erscheint. „Dieses Verfahren," so schließen dieDerfaster, „haben wir bereits in einer großen Anzahl gerichtlicher Fälle mit bestem Erfolg durch geführt, fei es, daß es sich datum handelte, einen Übereignungs-Antrag als erst nach Eröffnung des Zwangsverfahrens geschrieben zu erkennen, sei es, daß ein unbegründeter Verdacht wegen Dalumsfälschung von einem Beschuldigten genommen wurde." drei Pfeile in Brüssel stattgesunden hat. Die Veranstaltet haben es dabei wagen können, eine am Galgen hängende Strohpuppe durch die Straßen zu tragen, die den deutschen Reichskanzler datstellem sollte. Der „Völkische Beobachter" schreibt dazu: Welch ein Geschrei würde sich wohl in der Welt erheben, wenn in Deutschland gestattet würde, daß ein ausländischer Regierungschef in dieser Weise verhöhnt wird? Englisch-französischer Schritt in Berlin. „Freundschaftliche Vorstellungen" zum Schutze der Regierung Dollfuß. Botschasterbesuche im französischen Außenm nisterium. P a r i s, 5. Aug. (WTB.) DerdeutscheBot- schasterDr. RolandKöster hatte heute nachmittag eine Besprechung mit dem Generalsekretär des f r a n z ösi s i s ch e n A u ß e n m i n i st e r i u m s, Botschafter Leger. Der i t a l i e n i s ch e Botschafter Graf P i g n a 111 d i Custozza stattete heute dem Generalsekretär des A u ß e n m i n i st e r i u m s einen Besuch ab. Aus Oesterreich ausgewiesen. Wien, 6. Aug. (WTB.) Dem Chefkorrespon- denten der Scherl-Blätter Christoph S ch e p k y und dem Vertreter der „Münchener Zeitung" Hermann Honig wurde heute abend der Erlaß des Bundeskanzleramtes zur Kenntnis gebracht, wonach sie für ftändig aus dem österreichischen Bundesgebiet ausgewiesen werden. H ö n i g, der bis zur Grenze von einem Kriminalbeamten begleitet wird, verläßt noch heute Oesterreich. Die Abreise S ch e P k h s erfolgt in den nächsten Lagen. Dollfuß fährt nach Rom. Wien, 6. Aug. (CNB.) Wie die „Reichspost" erfährt, wird sich Bundeskanzler Dr. Dollfuß auf Wunsch des Ministerpräsidenten Mussolini demnächst zu einer politischen Aussprache nach der italienischen Haupt st adt begeben. Oie OolLsuß-Armee von Frankreichs Gnaden. Berlin, 5. Aug. (TU.) Die Meldung, daß der österreichische Bundeskanzler Dollfuß eine militärisch organisierte Hilf spoli- 5ei in Stärke von 18000 Mann zur Bekämpfung der Rationalsozialisten aufftellt, ist an sich keine neue Tatsache. Reu ist lediglich, daß Dollfuß nachträglich die Sanktion fremder Mächte für diesen Schritt zu erreichen sucht. Freche Provokation Deutschlands in Brüssel. Berlin, 5. Aug. (ERD.) Der Brüsseler „Soir" berichtet über eine antifaschistische Veranstaltung, die unter dem Zeichen der Flugzeug, das auf den Namen „Le Brix" getauft ist, hatte vom Start fünf Stunden lang gegen Regenböen, Sturm und schlechte Sicht zu kämpfen. Um 18 Uhr befanden sich die Flieger über Cherbourg. Sir teilten der Funkstation des Flughafens Le Bourget mit, daß sie Cherbourg in Richtung Paris überfliegen. Nach den letzten Meldunaen haben die Ozeanflieger heute Nacht München passiert und sind in Richtung Wien weitergeflogen. Die Pariser Sportzeitung „L’Auto" erführt aus München, daß das Flugzeug „Le Brix" über München eine Botschaft abgeworfen habe, in der mitgeteilt werde, daß sich ein ungewöhnlich starker Verbrauch von Brennstoff bemerkbar mache, der auf Undichtigkeit eines der Brennstoffbehälter hin- deutet: man hoffe aber, dennoch Bagdad zu erreichen. Der mißglückte amerikanische Slratosphärenslug. Commandor Settle von der amerikanischen Kriegsmarine unternahm am Samstag, wie bereits kurz gemeldet, den Versuch, in einem Ballon die Stratosphäre tzu erreichen. Der Versuch blieb erfolglos. Der Ballon gelangte nur bis zu einer Höhe von 1500 Meter, ging dann wieder herunter und landete schließlich auf einem Eisenbahndamm. Der Start erfolgte vom Gelände der Chicagoer Weltausstellung aus um 8.05 Uhr. Die Startmannschaft wurde von Iean P i c c a r d, »Beschästigung jfl W üßten .. - bekannten 6nru* n kaum bewußt (innung eines oanie ^"n die Leute, die isS? li 2er bi» $üeb §ben leine W 'densten LZVL DM müsse Rings um den Gardasee. Von Or. Gustav W. Eberlein, Vom. Auf lotrecht in den See stürzenden Felsen, die nie eines Menschen Fuß zu betreten, nie ein Hand zu berühren vermochte, fahren jetzt die Automobile. Es ist kein Lob groß genug für diese Straße. Dem Amerikaner wird es vielleicht imponieren, daß jeder Kilometer im Durchschnitt eine Million und hundert- sünfzigtausend Lire kostete; wir, wir unverbesserlichen Kinder, wir staunen nur. Ein Wunder und eine Erfindung: das eine hat sich dank unserer Baukunst „aus dem anderen ergeben, und diele Erfindung war im Grunde nichts weiter als die Uebertragung des Eisenbahngeüankens auf die Straße, des Gedankens, sich durch die Berge hindurchzubohren, wenn daneben kein Platz ist. Aber wer erkühnte sich, den Wagen Tunnels zu bauen wie den Lokomotiven? Es war wohl die Axenftraße am Vierwaldstätter See, wo zuerst der Versuch im Großen unternommen wurde, dann hielt man, wie erschrocken über eine solche Anmaßung, wieder inne, begnügte sich mit den paar romantischen Felsen- fenftern auf den romantischen See hinaus. Es kam die Zeit, wo uns die Wasserfälle und die Schluchten in Erregung brachten, wo wir uns an Birkenbänken berauschten und tönerne Zwerglein zu den bunten Glaskugeln in den Garten stellten, während der Makartstrauß den Spiegel „malerisch" gestaltete und auf dem „Trumearn oder auf der Konsole der gipserne Trompeter von Säckingen unaufhörlich klagte, es mär jo schön gewesen. Wir fuhren brav von Riva zum Ponalefall, wo die Welt aushörte und Frau Siebentanz im Lodenrock, von zwölf grimmig zubeißenden Klammern hochgehalten, elegisch nach Italien hinüberseufzte: Es hat nicht sollen sein! Jetzt stiebt der Ponalefall seinen Gischt über Wagen und Straße hinweg. Vieles ist anders geworden. Wer denkt noch an die ßanöesgrerue, die hier durch den See lief? Eine natürliche Grenze war es gewiß nicht — jo wenig wie die Grenzen am Luganosee oder Bodensee gottgewollte Grenzen" sind. Es scheint, daß die Menschen ftüherer Zeiten sich bei der Grenzziehung an Seen irgendwie von dem altruistischen Gefühl, solche Himmelsgeschenke seien nicht für einen allein da, beeinflussen ließen. Andererseits vertrug sich am Gardasee eine durchgehende Straße nicht mit Politik und Strategie, die Kanonen schauten sich gegenseitig ins Maui, sollte man dicht neben der Veroneser Klause eine zweite schaffen? Kurz, in Malcesine hörte das östliche und in Gargnano das westliche Ufer auf, von Süden aus gesehen. Riva lag eingekeilt zwischen Felsen und Forts. Nur zwei schneeweiße Dampfer stellten die Verbindung mit der italienischen Tiefebene her. Und heute fährt man in einem Atem rings um den See. Gardesana heißt die Straße. In drei Jahren wurden die urwelttichen Hindernisse überwältigt, Tunnel auf Tunnel in einer Gesamtlänge von sieben Kilometern auf die 27-Kilo- meterftrecke von Riva bis Gargnano gebohrt, Brük- ken über Brücken geschlagen, 730 000 Kubikmeter Fels umgesetzt, über hunderttausend Kubikmeter Mauern aufgesührt. Dort, wo die Welt aufhört, nie eines Menschen Hand die senkrechten Felswände berührt hatte, dort ließen sich die ersten Pioniere an Seilen herunter, schlugen kleine Löcher ins Gestein, erweiterten sie zu Stützpunkten und Nischen — heute schwirren die Automobile hindurch, wie Scheuklappen schlagen einem die Tunnels um die Augen; dazwischen öffnen sich nicht kleine Felsenfenster, sondern ungeheure Bergschlitze, in denen man parken und übernachten kann. Dabei klettert die Straße nicht auf die Gipfel, um gleich wieder herunterzupurzeln, sie zieht gelassen in maßvoller Aussichtshohe am selbstgeschaffenen Ufer hin, ist öfters selber Ufer, schwebt sogar gerüsthaft über dem Wasser. Und die verstandeskühlen Techniker vergaßen bei all ihrem naturschützenden Tun nicht die Dinge, die zum Herzen sprechen. Wo ein zimmergroßes Stück Fels eben gemacht werden konnte, da ließen sie es zu Erde zermürben, pflanzten Zypressen, die grünen Wächter des blauesten aller Seen. Sie reagierten ihren Sachlichkeitskomplex nicht mit öden Beton- slächen ab, sondern mauerten Stein auf Stein, so wie man in ehrlichen Zeiten sein Haus baute. Da fliegt das Gras an, da wuchern die Rosen. Vom Schiff aus gesehen, ist die Gardesana nicht cm Zweckbau, den man bewundern, aber nicht lieben kann, sondern ein Werk unendlicher Schönheit. Man darf mit größerem Recht davon schwärmen, als von dem trauten Makartheim. Wir fahren und staunen. Wir hallen vor den Zitronenmädchen am Tunneleingang, die gelbschim- mernbe, überträchtiae Zweige, ganze Zittonenbuschel schwingen, wir binnen sie links und rechts an die Windscheibe und tragen so den Schmelz des Südens ins Innere der Erde, wir schalten die Scheinwerfer ein, denn es ist nicht ungefährlich, aus der strahlenden Sonne in eine halbdunkle Galerie zu sausen, wir sehen Lichtschlitz für Lichftchlitz drüben das andere Ufer aufblitzen, wie die Einschnllte zwischen den Tunnels sich folgen, es ist eine Fahrt ins Phantastische. Diele der berühmten Zitronenhaine sind vertaffen, verfallen, das Geschäft nährt offenbar seinen Mann nicht mehr. Jetzt, wo dank der Seesttaße die Strecke । von Brescia nach Bozen auf 175 Kilometer zusam- mengeschrumpst ist, wo ein ausländischer Wagen auf I den andern folgt, jetzt weht ein weitbrüstiger Atem über den Lacus Benacus, man muß sich umstellen. Freilich, der Fremdenverkehr müßte das auch tun, die große Krisis macht sich in den zahllosen Hotels von Gardone arg bemerkbar. In Salo stößt eben der „Monte Baldo" ab, „ein stolzer, schwanenweißer Dampfer", wie ich einmal m einer verzückten Reise- jchilderung gelesen habe. Ach Goll, ich habe das Recht, darüber zu lächeln, denn ich habe sie damals vor 25 Jahren selber geschrieben, als ich als blutjunger Stift zum erstenmal nach Italien hinein- rabelte. Nun ist also ein Sechszylinder aus dem „Deloziped" geworden, der kleine „Monte Baldo" aber fährt noch immer feine ’ Runde, lieber ihm schwirrt auf rotem Flugzeug Agello hin, der schnellste Mann der Welt. Ich habe ihn aufgesucht in Desenzano, er hat von seinem Welttekord erzählt, den er hier, wo das Kobaltblau übergeht in Schilfgrün, durchdrückte: 692 Kilometer in der Stunde. Damit wären wir nach einem kleinen Schwung um die Halbinsel Sirmione schon am östlichen Ufer. Die Straße bleibt sich immer gleicht gut. Wir rollen in Garda ein und schauen zu, wie sie mehrpfündige Schleien zu Dutzenden aus dem Wasser ziehen. Ein Glück für die Fischer, daß wenigstens in der Nacht der See nicht durchsichtig ist bis auf den Grund, sonst gingen die schweren Kerle nicht in die Reusen. Dann schwimmen wir auch wie die Fische und setzen uns zu den Wäscherinnen unb winken mit den Sommerfrischlern zu dem Schwanendampf«: hinüber, dem es so schrecklich schwer fällt, ein kleines Auto einzuholen. Wenn wir mit ihm in Riva ein- tresfen wollen, müssen wir unterwegs öfters eine Zitonen-, Kaffee- und Weinpause einlegen. Bor Malcesine schreitet eine Wasserträgers, wie nur eine vom Gardasee schreiten kann. Lässig hüll der nackte Arm das Krummholz über der Schuller, an dessen beiden Enden je ein voller Kupferkessel baumelt Anita behauptet, ich habe nur Augen für das Mädel, während sie von der Stupferprad)t doch gar nicht loskomme. Schon, sollst du das Kupfer haben! Und ich knipse das Mädel. Wie es dastand, als die Kessel samt Krummholz zu den Zittonenbüscheln vom anderen Ufer wanderten! Verrückte Fremde ... So beftachtet kamen wir nach Riva, jawohl. Obwohl es hinter Malcesine die Welt gewohnt war, aufzuhören wie drüben in Gargnano. Auch hier stiegen die Hunderte von Meter langen Felsenkerle unmittelbar ins Wasser, es gab da die berühmte schiefe Ebene, einen pyramidenflächenhaft in den See gleitenden, schieferkahlen Berg. Nun ist hall auch diese Rutschbahn durchtunnelt, Goethe hat sich das nicht träumen lassen, als fie ihn wegen seiner wildromantischen Zeichnungen in dieser Gegend verhaften wollten. Torbdle noch — die Gardaschleife ist geschlossen, das Wunder vollendet. Alles in einem halben Tag, in wenigen Stunden, wenn man will. Es ist kein Lob groß genug für diese Straße. Aus aller Well. Gedenkfeier für befallene deutsche U-Bootsleufe. Bei dem Passieren von Fastnet Rock veranstaltete der Schnelldampfer „Columbus" des Norddeutschen Lloyd um 1 Uhr nachts eine Gedenkfeier zu Ehren der gefallenen deutschen U-Dootsleute und zur Erinnerung an die Besatzung des vor 16 Jahren dort untergegangenen Unterseebootes WU C 44". Kapitän Ahrens ließ das Schift stoppen. Nach kurzer Ansprache versenkte der frühere Kommandant Kapitänleutnant a. D. Tebbenjohanns einen Kranz aus deutschem Eichenlaub mit fchwarzweiß- roter Schleife. „Graf Zeppelin" wieder nach Südamerika unterwegs. Das Luftschiff „Graf Zeppelin" startete am Samstag um 20.2-5 Uhr in Friedrichshafen mit 15 Passagieren an Bord zu seiner vierten diesjährigen Fahrt nach Südamerika. Die Führung hat Dr. Hugo Eckener. Das Luftschiff nimmt 160 Kilogramm Post und 80 Kilogramm Fracht mit Es führt zum ersten Male unter den neuen Hoheitszeichen des Reiches, und zwar befinden sich an der Stabilisierungsfläche oben und unten die Hakenkreuz- und die schwarzweißrote Flagge. — Das Luftschiff hat nach einer Meldung aus Funchal am Sonntag um 20 Uhr Madeira passiert. Massenflugverkehr über den Atlantik. Die französischen Fliegerleutnants Maurice Rossi und Paul C o d o s sind am Samstag um 10.41 MEZ. vom Lloyd Bennett-Flugplatz bei Reuyork zu einem Flug ohne Zwischenlandung nach der Türkei, wenn möglich sogar bis Bagdad oder nach Karatschi (2ritisch-2n- dien) gestartet Sie haben die Absicht, den» Weltftreckenrekord für ununterbrochenen Flug zu brechen. — Die polnischen Flieger Gebrüder Benjamin und Ioses A d a m o w i h treffen Vorbereitungen zu einem Oltlantifflug, der sie über Harbourg-Grace nach Warschau führen soll. — Der frühere englische Fliegeroffizier Trier- s o n ist am Samstagmorgen vom Brough-Flugplatz bei Hüll zu einem Atlantikflug mit dem Ziel Reuyork gestartet. — Der schweizerische Flieger Karl Rauer ist von Kapstadt zu einem Dauerflug nach London gestartet. — Das Flieger- Ehepaar Lindbergh ist nach siebenstündigem Westflug-Ost-Flug über das Inlandeis am Freitagabend bei der Ella-Insel an der grönländischen Ostküste eingetroffen. Der französische Ozeanflug. Die beiden französischen Flieger Rossi und C o - dos, die am Samstag gegen 5 Uhr Reuyork verlassen haben, um einen Angriff auf den von England gehaltenen Weltrekord im Langstrecken- flugzu unternehmen, haben den Ozean bezwungen. Die Landung soll erst erfolgen, wenn der mitgenommene Brennstoffvorrat vollständig erschöpft ist. Als Proviant haben die Flieger fünf Brathähnchen, ein sehr starkes Fleischbruhen-Gelee, 36 Orangen, starken Kaffee und 24 Zllronen mitgenommen. Diese Speisentarte hat chnen den Spitznamen „Fliegende Feinschmecker" eingebracht. Beim französischen Luftfahrtministerium trafen um Mitternacht die ersten Funksprüche ein. Das ,ÄS=r 1 oder dou 2 U 6|,£' W•'•St ®*Äehi« * rf* ..Xrt jeden als ' ^nationaler Sm sp-"d- ? .,7örinab Verwend schein auch die v Behörde gehen der vpem ausgestellte EM tum der Steuerb Spendenscheins vy der Spendenschel der Spender den über die Wi flimmung getroffe gebunden. Der *• möglichst bal sonst in Betracht geben. Der Spender k scheins verlange, Spende von dem Steuerabschi die Spende gelei bis zum Qlblauf diese vor dem jiun 30. April 191 wird der Anm Einkommen ab mähigung der der üörperscho Veranlagten, b kommenslener ( jevlgen Steuern glonsgesellschast steuer (C Die Dürgersteuer, gäbe zur Qltbeiti. der Gieuetabjug b tyr[onen unb bie ertrag und von Aus M sich nicht. Soweit der Spe, Ependenscheines gezogen haben to’tfl, SpendenfcheineS grundsteuer, 1 richten hat, eimc . der Landesgrunds leigen Teiles de der nicht vom G: kann nur bis En! beantragt werde, nicht bereits 6c, Don Landesgrund ErmWgung der -auch zur Ermähj dem Zwillingsbruder des berühmten Professors Piccard, befehligt. Der Ballon wurde nur hall» gefüllt, um Gasverluste beim Erreichen der dünneren Lufftchichten zu vermeiden. Er stieg schnell empor und entschwand schließlich den Blicken. Zehn Minuten später meldeten Beobachter auf Dem Dach eines Ausstellungsgebäudes, dah der Ballon in der Stadt Chicago niedergegangen sei. Die Landung erfolgte auf einem Eisenbahndamm, ungefähr 30 Meter östlich des Äsers des Chicago-Flusses. Die Gattin des Fliegers, Feuerwehrwagen und Krankenwagen eilten sofort an Ort und Stelle, doch Commandor Settle entstieg unverletzt der Dallongondel. Seine ersten Worbe waren: „Zigaretten auslöschen!" Er berichtete: „Als der Ballon 1500 Meter erreicht hatte, zog ich die Dentilleine, um eine Weile diese Höhe Ku halten. Das Ventil klemmte aber und schloh sich nicht wieder. Der Ballon begann zu fallen. Ich fing an, Ballast auszuwerfen, 55 Sack im Gewicht von je 40 Pfund, aber der Ballon ging unaufhaltsam herunter." Commandor Settle _ äußerte große Freude darüber, daß der Ballon und die wertvollen Instrumente unbeschädigt ge- . blieben sind und drückte die Hoffnung aus, daß er bald in der Lage sein werde, einen neuen Versuch gai unternehmen. 3m 3uli 157 Kriegerleichen in Rordfrankreich geborgen. Im Departement Pas de Calais wurden im Juli 157Leichendeutfcherundfranzösischer K r i e g s t e i l n-e b m e r geborgen. Von den deutschen konnten neun an Hand der Erkennungsmarken identifiziert werden. Bei 23 war jede Feststellung unmöglich. Hitzewelle in Spanien. Infolge Hitzsch lags sind in Cordoba fünf und in Sevilla vier Personen g e ft o r b e n. Außerdem sollen 200 Fälle ernstlicher, durch die in ganz Spanien herrschende Hitze verursachter Erkrankungen zu verzeichnen sein. Verantwortlich für Politik: i. V.: Ernst Blumschein. Oie freiwillige Arbeitsspende Reli 1. 2. 3. E: [Sß.: Ernst Blümlein. । durch ®nfeiM Aus der Provinzialhauptstadt lldel verpflichtet. Der Arbeitsadel verpflichtet alle, SfeS-yS J LE-» lie seiner teilhaftig sind, zum Opfer für diejenigen, );e die Arbeitsfreude wohl kennen, die aber schuld- os entbehren müssen. Ihnen wieder zu Lohn und irot zu verhelfen, ist das vornehmste Ziel des icuen Staates. Dabei kann der einzelne auf man- durch Zahlung an ein Finanzamt, hauptzoll- amt oder Zollamt: durch Hingabe von Schatzanweisungen oder Schuldverschreibungen des Deutschen Reiche», der deutschen Länder, Gemeinden oder Gemeindeverbände; durch Abtretung von Forderungen, die in da» Schutdbuch des Deutschen Reiche», eines deut- scheu Landes, einer deutschen Gemeinde und eines deutschen Gemeindeverbandes eingetragen sind. und derjenigen von öffentlich-rechtlichen §ionsgesellsch asten erhobenen Steuern, die an die andesgrundsteuer anknüpfen. i Spanien. sind in Cordoba fünf und gestorben. Außerdem r durch die in ganz Spa- erursachter Ertränkungen ** Geringfügig entwertete Freimarken nicht verwenden! Von der Oberpostdirektion Darmstadt wird mitgeteilt: Es kommt ab und zu vor, daß einzelne Freimarken auf den mit der Post beförderten Briefsendungen nur geringfügige oder schwache Entwertungszeichen, oftmals nur Striche oder schwärzliche Flecken tragen, weil sie beim Abstempeln in der Eile nicht voll getroffen g öuAeignlwgArens iierlei Weise mithelfen. Die große A r b e i t s b e - haffungslotterie macht es besonders leicht: '□5 bescheidene Opfer von 1 Mark, das sie ver- SV“*** Wüm tourte nur halb m Erreichen ter öün- N'ch den Wen. :U>eten Deobachler auf Msgebäutes, daß der agv metergeaangen sei. einem Eisentehndamm, y des Ufers des Chi- 1 ^s Fliegers, Feuer- wagen eilten sofort an mmandor Zettle ent- J>ngontel. Seine ersten en auslöfchenl" 6t be- >n 1500 Meter erreicht ine, um eine Weile diese entil flemmte aber und Der Dallon begann zu oft auszutoerfen, 55 Sack )fund, aber dec Ballon ter.“ Cvmmandor bettle irüter, dah der Ballon ' umenle unbeschädigt ge- die Hoffnung aus, daß werde, einen neuen n. m in Jlorbfrantreid) n. Calais wurden 'm Wi undsranzösischer rborgen. Bon den deut- 6 der Erkennungsmarken H war jede Feststellung aib Urkunden findet man neu die SM und ihre >toarzist,dasP-ll-'erbn,. E zerfällt. D>efe Sraf) bezeichnet, 'st leil Mergers-tzeestu inisfucht worden, und st- der -Umschau" AZ ur Bestimmung des Wins ndZmerkwürd'g'stL u^ieeig^LPaP'-r ss-st r-Zr» .esondss oie i Ttoiefen, d' rg^iant>. )i^rteSitnol der Zlussig' Schreiben i aber nach ve^^M iersbas ^ UIjpiünM eit f^.baLeWcl- ö^rlleBaw.6cr eiQen 'nicbtiT moderner Wengen Doch ^LnSintenJ0 lesen modmren^ ^icr sinken ließ bet ^/lifiärleten L'rSK Reben der Verwendung des Spendenscheines zur Ermäßigung lausender Steuern kommt auch noch die Möglichkeit zur Ablösung gewisser alter Steuern in Frage. Steuerschulden des Spenders sind insoweit ablösungsfähig, als es sich um zu wenig gezahlte Steuern vom Einkommen, vom Ertrag, vom Vermögen und vom Umsatz handelt und hinsichtlich dieser Steuern eine Verkürzung von Steuereinnahmen vor dem 1. Juni 1933 eingetreten ist. Steuern vom Einkommen, vom Ertrag, vom Vermögen und vom Umsatz sind die folgenden Steuern: Einkommensteuer nebst Zuschlägen, Körperschaftssteuer, Krisensteuer (Krisenlohn- steuer) und Krisensteuer der Veranlagten, Abgabe zur Arbeitslosenhilfe, Vürgersteuer, Der- mögensteuer, Aufbringungsumlage, Grundsteuer (auch Gebäudesteuer und Haussteuer), Gewerbesteuer vom stehenden Gewerbe (auch Gewerbe- kapitalsteuer und Lohnsummensteuer), Gebäudeentschuldungssteuer (Sondergebäudesteuer, Hauszinssteuer, Geldentwertungsausgleich bei bebauten Grundstücken), Steuern der ösfentlich-rechtlichen Religionsgesellschaften, Erbschaftssteuer (einschl. Schenkungssteuer) und Umsatzsteuer (ausschließlich der Umsatzsteuer auf das Einbringen von Gegenständen in das Inland — Ausgleichsteuer —). Zuschläge, die die Länder, Gemeinden, Gemeindeverbände und öffentlich-rechtliche Religionsgesell- schäften zu der Grundsteuer und zu der Gewerbesteuer vom stehenden Gewerbe erheben, gehören zu den Steuern vom Einkommen, vom Ertrag, vom Vermögen und vom Umsatz nur insoweit, als die Zuschläge ihrem Wesen nach Steuern sind. Keine Steuern sind z. V. Kanalgebühren, Müll- abfuhrgcbühren, Straßenreinigungsgebühren usw. Die Ablösung ist jedoch nicht möglich, wenn es sich um Steuerschulden handelt, die entfallen auf Dermögenstücke, die sich am 1. 3uni 1933 im Ausland befanden, oder auf Devisen, die am 1.3uni 1933 anbietungspflichtig waren, oder auf Zahlungsmittel und sonstige Werte, die zum Erwerb der vorgenannten Gegenstände unmittelbar oder mittelbar verwendet worden sind. Auch die Steuerschulden, die auf den Ertrag, das Einkommen oder den Umsatz derartiger Werte entfallen, sind nicht ablösungsfähig. Voraussetzung ist weiter, daß die Spende nicht erst nach dem 31. März 1934 geleistet wird und auch nicht erst dann erfolgt, nachdem dem Steuerpflichtigen oder einer anderen Person, die die Pflichten des Steuerpflichtigen zu erfüllen hat, eröffnet worden ist, daß die Steuerbehörde Kenntnis von der Verkürzung der Steuereinnahmen hat. Wird der Spendenschein zur Ablösung alter Steuerschulden verwandt, so treten folgende Wirkungen ein: 1. Zinsen und Verzugszuschläge, die auf abgelöste Steuerschulden entfallen, werden nicht erhoben: 2. ist hinsichtlich einer ablösungsfähigen Steuerschuld eine Steuerzuwiderhandlung begangen worden, so tritt dafür Straffreiheit ein, wenn der Betrag, in dessen Höhe Steuereinnahmen durch die Steuerzuwiderhandlung verkürzt worden sind, mindestens zur Hälfte abgelöst wird. Die Straffreiheit kommt allen Personen zugute, die an der Steuerzuwiderhandlung beteiligt waren: 3. die ablosungsfähigen Steuern werden in Hohe des Annahmewertes der Spende zuzüglich eines Aufgeldes getilgt. Das Aufgeld beträgt 25 Prozent des Annahmewertes, wenn die freiwillige Spende vor dem 1. Oktober 1933 geleistet wird und 20 Prozent, wenn Zahlung im 4. Kalendervierteljahr 1933 und 15 Prozent, wenn Zahlung im 1. Kalendervierteljahr 1934 erfolgt. (Schluß folgt.) lieber jeden als freiwillige Spende zur Förderung der nationalen Arbeit hingegebenen Wert erhält der Spender einen Spendenschein als Empfangsbescheinigung. Dieser Spendenschein Cann zur Ermäßigung lausender Steuern, oder zur Ablösung alter Steuern des Spenders verwendet werden. Die Verwendung des Spendenschei- rtefl geschieht in der Weise, dah der Spender iden Spendenschein der Steuerbehörde hingibt. 3ft eine Spende durch Vermittlung eines Notars geleistet worden, so muß außer dem Spenden- schein auch die Empfangsbescheinigung, die der Notar dem Spender ausgestellt hat, der Steuerbehörde hingegeben werden. Mit der Hingabe gehen der Spendenschein und die von dem Notar ausgestellte Empfangsbescheinigung in das Eigentum der Steuerbehörde über. Bei Hingabe des Spendenscheins hat der Spender zu erklären, wie der Spendenschein verwendet werden soll. Hat der Spender den Spendenschein hingegeben und über die Verwendung des Spendenscheins De- ! ftimmung getroffen, so ist er an diese Bestimmung gebunden. Der Spender soll den Spendenschein möglichst bald dem Finanzamt, oder der sonst in Betracht kommenden Steuerbehörde hingeben. Der Spender kann bei Hingabe des Spendenscheins verlangen, daß der Annahmcwert der Spende von dem Einkommen desjenigen Steuerabschnittes abgeseht wird, in dem . die Spende geleistet worden ist. Der Antrag ist dis zum Ablauf der Steuererllärungsfrist, sofern diese vor dem l.Mai 1934 abläuft, sonst bis iiim 30. April 1934 zu stellen. Wird der Annahmewert der Spende von dem Einkommen abgeseht, so bewirkt dies eine Ermäßigung der Einkommensteuer (Lohnsteuer), der Körperschaftssteuer, der Krisensteuer der veranlagten, der Zuschläge, die auf die Einkommensteuer (Lohnsteuer) entfallen, und derjenigen Steuern der öffentlich-rechtlichen Religionsgesellschaften, die sich an die Einkommensteuer (Lohnsteuer) anschliehen. Die Dürgersteuer, die Ehestandshilfe, die Abgabe zur Arbeitslosenhilfe, die Gewerbesteuer, der Sieuerabzug bei beschränkt steuerpflichtigen Personen und die Steuerabzüge vom Kapitalertrag und von Aufsichtsratvergütungen ermäßigen sich n i ch t. Soweit der Spender den Annahmewert des Spendenschcines nicht von seinem Einkommen abgezogen haben will, kann er auch bei Hingabe des Spendenscheincs verlangen, daß Landes- giundsteuer, die er bis Ende 1935 zu entrichten hat, ermäßigt wird. Die Ermäßigung her Landesgrundsteuer beträgt 10 Prozent desjenigen Teiles des Annahmcwertes der Spende, her nicht vom Einkommen abgeseht wird. Dies ta.nn nur bis Ende März 1935 und nur insoweit beantragt werden, als die Landesgrundsteuer nicht bereits bezahlt ist. Eine Erstattung Icon Landcsgrundsteuer findet nicht statt. Die Ermäßigung der Landesgrundsteuer führt nicht auch zur Ermäßigung der Gemeindegrundsteuer ngt, wiegt sie dadurch auf. 1,5 Millionen Mark rechen an die glücklichen Gewinner zurückbezahlt. Hauptgewinn dabei machen aber die Arbeits- toskn und das ist ganz in der Ordnung so. Derhastuug von Kommunisten. worden. Aus diesem Grunde wurde eine größere Anzahl Kommunisten aus Friedberg undUmgebung sowie in G i e ß e n und anderen oberhessischen Orten fe st genommen. Das Sonderkommando der Staatspolizeistelle Gießen wurde eingesetzt. Weitere Festnahmen stehen bevor. Die Kommunisten Heinrich Schäfer, Liebig- straße, und Heinrich W i ß n e r , Kläranlage, wurden festgenommen, weil sie in einem Gasthaus das Horst- Wessel-Lied und den Hitlergruß verächtlich machten. Heffenfahrt deutscher Journalisten. Zu Besuch in Gießen. Der Hessische Verkehrsverband hat eine Reihe von Vertretern großer deutscher Zeitungen zu einer Rundfahrt im Autobus durch Hessen eingeladen, um die Schönheiten des Landes in weiterem Kreise bekanntzumachen. An der Fahrt nehmen 14 Herren teil, die bereits verschiedene Städte in Starkenburg und Rheinhessen besucht haben. Die Gäste kommen im Laufe des heutigen Vormittags in Gießen an und werden nach einer Mittagspause auch unsere Stadt kennenlernen. Neven einer Rundfahrt, während der die Gäste auf die besonderen Schönheiten unserer Stadt hingewiesen werden sollen, werden auch dem Heimat- und dem Liebigmuseum Besuche abgestattet. ... .\cu. — Tageskalen der für Montag. Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Abenteuer im Engadin". — E i n neuer Arnold-Fanck-Film im Lichtspielhaus. Vom heutigen Montag ab^ gelangt im Lichtspielhaus ein neuer Arnold-Fanck-Film zur Vorführung, der sicherlich allgemeines Interesse finden dürfte. Die Bergfilme des bekannten Regisseurs „Die weiße Hölle vom Piz-Palü", „Stürme über dem Montblanc" und „Der weiße Rausch" sind noch in bester Erinnerung. Der neue Film, ein Lustspiel, betitelt sich „Abenteuer im Engadin". Auf die heutige Anzeige sei besonders aufmerksam gemacht. ?'»i«»s L«'t«uit .ö>d) inH , U9etube 'N @afen5 l Nch-N Ju,J>aben die °8°n- *nw«nb|8 .V£*t ÖU5 »5er. ?rennftofi£ber auf e Stratoini; rsuch, in N>ie bt- MoÄL Der ) Meter m nur folgte vm tzL um« "eanPjccA Die Reichsregierung hat alle Volksgenossen und Dollsgenossinnen aufgerufen, freiwillige Spenden zur Förderung der nationalen Arbeit zu leisten. Sind Sie diesem Rufe schon gefolgt? Wenn nicht, so kann dies geschehen: Die Staatspolizei st eile Gießen meldet: 3m Kreise Friedberg sind gestern gedruckte Flugblätter der Kommunistischen Partei in einem kteinbruch und an sonstigen Plätzen aufgefunden "^ima *«o»t° Bern,* Innung; .Stiftung |tir Arbeit adelt! ..Beschäftigung ist gam gut, sie darf nur nicht in Arbeit ausarten." Der heitere Sophist, der diesen bekannten Spruch auf dem Gewissen hat, war sich ll>«hl kaum bewußt, daß er damit die heimliche Ge- fimnung eines ganzen Systems kennzeichnete. Das mären die Leute, die die Arbeit nur noch als W a r e gelten ließen. Kapital und Arbeit das sind die beiden Zawichte, die sie auf die Goldwaage legen, wenn sie den Wirtschaftsprozeß erwägen und ergründen wollen. Die Wirtschaft ist aber keine Sache an sich, die irgendwo in der Luft hängt und zwischen Kapital jub Arbeit hin und her pendelt, sondern sie ist und ie-jörbert das Leben. Ihr Ziel ist das Wohl des Lknschen, ihre Triebkraft ist der lebendige Mensch, ter die Arbeit leistet. Indem er sie leistet, dient er nicht mir dem Kapital „an sich, oder der Wirt- idjift „an sich", sondern er dient dem Wirtschaftsleben seines Volkes. Er steht auch an dem bescyei- tenften Platze, als Glied im großen Getriebe. Er arbeitet also nicht nur so blindlings ins Blaue, er arbeitet „mit" unb diese Mitarbeit adelt ihn. Denn wir die Wahl haben, aus unserer Arbeit nicht nur Lohn, sondern auch Freude zu ziehen. Io werden wir uns nicht lange besinnen. Wir werten dem Dolkskaruler dankbar sein, der uns wieder >ir Freude ander Arbeitsgemeinschaft ir schließt, jene Freude, die endlich wieder der urteil ihren Adel zurückgibt. worden sind. Selbsloerstandüch ist es verboten und auch straffällig, solche unvollständig entwertete Freimarken, nachdem sie von den Umschlägen abgetoft worden sind, nochmals zur Freimachung anderer Postsendungen zu benutzen. Trotzdem geschieht dies in der falschen Voraussetzung, der Betrug würde nicht gemerkt. In den meisten Fällen werden diese Gebührenhinterziehungen aber bei den Postanstalten, die angewiesen sind, hierauf besonders zu achten, entdeckt: gegen die Absender wird dann von der oberen Postbehörde die dafür in dem Postgesetz vorgesehene Geldstrafe verhängt. Allem Anschein nach roerben derartig schwach entwertete Freimarken auch vielfach in betrügerischer Absicht als Ersatz für Klein- gelb in Verkehr gesetzt. Darum tut jedermann, der sich Unannehmlichkeiten ersparen will, gut, Freimarken, die er nicht selbst am Poslschalter gekauft hat, vor ihrer Verwendung genau zu besichtigen. Bei verdächtigen Wahrnehmungen, inbesondere auch beim Fehlen des Klebstoffes auf der Rückseite empsiehlt sich eine Anfrage über ihre Gültigkeit am Post- schalter. Buntes Allerlei. 3n London wird Geld gezählt. Wie alljährlich wurde auch in diesem Sommer in London eine Generalzählung deS englischen Geldbestandes vorgenommen. Don allen Banken lausen die Mitteilungen bei der Münze über ihren Besitz an Hartgeld ein. Die auf diese Weise ermittelten Einzelheiten sind von großer Bedeutung: nach ihnen wird der Bedarf an neu auszugebenden Münzen geschäht. Aber auch ganz allgemein erhält man dadurch einen interessanten Einblick in die Wandlungen des Geldwesens unter den heutigen Derhäll- nisien. 3n den letzten Jahren wurden fast alle Silbermünzen aus der Zeit vor 1920 zurückgezogen und aus Sparsamkeitsgründen teilweise durch Münzen aus einer neuen Legierung ersetzt, die nur etwa halb soviel Silber enthielten wie die früheren- Zum Ausgleich wurde der Betrag der im Umlauf befindlichen Münzen herabgesetzt. Gr beträgt heute annähernd 70 Millionen Pfund Sterling, von denen 8 Millionen aus Kupfer sind. Das ist viel weniger als in den ersten Nachkriegsjahren, in denen entfprechend der herrschenden Teuerung etwa 100 Millionen im Umlauf waren. Heute teilen sich Banken und Publikum in der Weise in das Hartgeld, dah die ersteren etwa 18, das letztere 52 Millionen zur Verfügung haben. Das Hartgeld macht aber nur einen kleinen Teil des Bargeldes aus. Der weitaus größere besteht aus Banknoten. Die von der Bank von England ausgegebenen Noten belaufen sich auf rund 448 Millionen Pfund. dazu kommen etwa 37 Millionen der schottischen und irischen Banken. Von diesen 485 Millionen sind 175 im Besitz der verschiedenen Banken, einschließlich der Dank von England, während 310 Millionen den Bedürsnisien deS Publikums dienen: zuzüglich der 52 Millionen Hartgeld sind also rund 362 Millionen Pfund im allgemeinen Verkehr. 3n den letzten Zähren ist ein deutlicher Wandel in dem Werte jener Noten erfolgt, die am meisten vom Publikum begehrt werden. 3m Fahre 1921 waren durchschnittlich 253 Millionen 1-Psund- Noten im Umlauf, aber im letzten Jahre ist diese Zahl auf 219 Millionen gesunken. Dagegen stieg in der gleichen Zeit die Zahl der 10-Schilling-No- ten von 83 auf 89 Millionen — ein Anzeichen der sinkenden Kaufkraft des Landes. Auch alle größeren Noten wurden weniger begehrt. Dor 10 Zähren noch waren über 9 Millionen 5-Pfund-Noten im Umlauf; heute genügen 7 Millionen. 3n ähnlicher Weise ist die Nachkrage nach 10-Psund-Noten von 1,7 Millionen auf 1,1 Millionen gefallen und die der 20- Pfund-Noten von 285000 auf 115000. 100-Pfund- Nolen werden nur in geringem Maße benutzt. Unter dem im Umlauf befindlichen Hartgeld ist der Penny am zahlreichsten vertreten. Unter den Silber münden erfreut sich gegenwärtig das 6-Pence-Stück der größten Beliebtheit: ihm folgt der Schilling dicht nach. Die Ausprägung dieser Münzen belief sich in den letzten 12 Fahren auf 208 bzw- 177 Millionen. Kunst unb Wissenschaft. „Der ID eg zum Deutschen Nationaltheater.* „Der Weg zum Deutschen Nationaltheater" ift das Thema einer 90 Seiten umfassenden Festschrift, die das „Theater-Tageblatt", Berlin W 9, aus Anlaß keines fünfjährigen Bestehens yer- ausgebracht hat. Mehr als 100 Staatsmänner, Dichter unb Theaterleute haben mit interessanten Ausführungen zu biefem Thema Stellung genommen. Reichskanzler Hitler, die Reichsminifter Frick, Goebbels unb Göring, bie Staatsminister R u st Mergenthaler, Werner, bie Staats- kommissare Hinkel, Stang, Ziegler unb Eggert, sowie bie Präsibenten Laubinger, Seers unb I o h st finb in der interessanten Schrift vertreten. Der zweite Teil bringt mehr als fünfzig „Männer ber Feber", ber dritte Teil mehr als vierzig „Männer vom Bau". Im Anschluß baran ist die große Rebe veröffentlicht, bie Reichsminister Dr. Goebbels an bie deutschen Theaterleiter in Berlin hielt. Dann folgt eine Aufstellung sämtlicher feit dem 6. März im deutschen Theaterwesen vorgenommenen Personalveränderungen. Die Festschrift ist zum Preis von 2 Mark zu beziehen. Sommerliche Kleinigkeiten in Vertin. Unpolitischer Brief aus der Reichshauptstadt. 0er Bienenschwarm im Rauschebari. Sie werden es kaum glauben, es ist aber dennoch so. Sachen passieren heute noch, Sachen! Unglaublich, aber wahr und lustig dazu, also lasset uns hören. Die Berliner Bienen sind lehr fortschrittlich und so fleißig sind sie wie alle ihre Schwestern im Reich. Kürzlich gerieten sie einem Berliner in seinen haarigen Umhang. Der Gute hatte sich zum Mittagsschläfchen im Tiergarten eingefunden, sah eine Weile in den heißen Kies, dann schlummerte er hinüber und träumte süß. Und wie süß! Um dieselbe Stunde waren nämlich auch etliche Hundertschaften Bienchen unterwegs. Sie machten wohl einen Familienausflug. Das kommt doch vor, oder die Königin suchte nach neuen 3agchgründen. Wer weiß? Die summende Expedition flog geradewegs zu der Tiergartenbank, wo unser Rauschebart in sonniger Wohligkeit schlummerte. Run geschah das Seltsame. Die Königin muß die Gelegenheit wohl günstig gefunden haben, sie summte: „Hier ist gut sein, hier laßt uns Waben bauen!" Das Bott murmelte Beifall, und im Nu hatte die Gefolgschaft ihre Quartiere bezogen. So ’n Bart hatte der gute Herr. Ein quirlendes Schimmern floß ihm über die Weste, Bienchen an Bienchen hing da... Der Ueberfallene erwachte, wollte sich eben den Bart streichen, aber das war ein Griff ins „Wespennest". 3äh brauste der Bart auf, und hatten sich die niedlichen Tierchen bislang am „Waldrand" ihrer Niederlassung aufgehalten, so gingen sie jetzt auch dahin, wo keine Haare standen. Was wollte ber Gute machen? Da faß er mit ber seltsamsten Untermiete, bie er je hatte. Hilfsbereite Spaziergänger nahmen sich des Bartes an, trösteten den Herrn mit ben Bienen, andere lispelten Lockrufe, aber bie Bienen wichen nicht. Einer riet, einen Friseur zu holen, ein Schneider wollte zur Schere greifen, indes ein Parkarbeiter mit dem Rechen die ungebetenen Gäste aus dem Bart frisieren wollte. Aber aus all bas ließ sich der Dulder mit ben Bienen nicht ein. Einesteils war er ein Tierfreund, anderseits mochte er nicht auf feine wallende Gesichtszierde verzichten. So saß er still und mit summendem Bart auf der Bank im Tiergarten, wenn er sprach, bebte die süße Last merklich. Indes, alles nimmt ein Ende, auch der Bienenschwarm im Bart muß weichen, wenn die Feuerwehr anrückt. Mädchen für alles, muß sie sich auch auf solche Hilfsdienste verstehen. — (Bereinigt und gekämmt, zog bann der Bienenvaler unter großer Begleitung nach Hause: „Ja, wenn man im Tiergarten sitzt, kann einem was schon passieren. Tiergarten ist eben Tiergarten!" „Ham Ge 'nen Vierer?" Das ist eine neue Anrede in Berlin. Und sollten Eie mal hierher kommen — wir würden uns sehr freuen —, und es spricht Sie so'N richtiger Berliner 3unge an: „Ham Se vielleich 'nen Dierer?", dann lassen Sie ihn bitte sofort verhaften. Der Bruder, der Sie nämlich so an- spricht, will nicht etwa einen Führer, durch Berlin oder so, sondern er möchte eine jener unglücklichen Münzen, die — es war einmal — zur Belebung der Pfennig-Wirtschaft geprägt wurden. Gute Erfahrungen hat man nie damit gemacht, und was man jetzt so mit diesen Dierern erleben kann, ist auch nicht sehr erfreulich. Uebrigens soll es sich bereits auch in der Provinz herumgesprochen haben, daß sich die Dierpfennig- Stücke „versilbern" lassen. Also Dorsicht! Neuerdings gibt es nämlich „Sammler". „3ch bin Sammler, und da diese Münzen demnächst aus dem Derkehr verschwinden, möchte ich noch gern eine Anzahl davon anschaffen." So reden die Freunde der Vierer. Auf Wochenmärkten sind sie eine Landplage getoorben, denn dort ist das Absatzgebiet für versilberte Dierer nicht schlecht. Auch bei Nacht geht der Dierer gern aus und um. Ein Arzt z. B. hat in diesen Tagen, er mußtet zweimal nachts eine Taxe nehmen, drei falsche Dierer als Cinmark-Stücke nach Hause gebracht. Ein Geschäftsmann bekam an einem Abend nicht weniger als acht dieser Pseudomark- Stücke. Er erhielt also 32 Pfennig statt 8 Mark. Das ist nicht sehr schön — also Vorsicht! Was in Berlin möglich ift, ist in der Provinz nicht ausgeschlossen. Purzelbäume in der Giadibahn Das ist eine Nachterfcheinung, man möchte beinahe sagen, eine Mitternachtserscheinung. Mube unb abgespannt fahren da die Berliner hinaus in bie Vorstädte ober herein vom Sonnenbad, bie einen schlafen schon beinahe, bie anberen sehen in bie Zeitung, ohne zu lesen. Kurzum: über allen Gipfeln ist Ruh. Der Zug rattert eintönig bahin. Jetzt kommt eine Kurve. Die Fahrgäste schwingen mit, sinken gegeneinanber, aber ba, an ber Tür, fällt ein Herr glatt um, man will ihm helfen, aber eins zwei überschlägt sich ber Herr, fliegt wie ein Rab durch ben Mittelgang. Dabei stößt er einen anberen an, jetzt tut biefer es ihm gleich, unb nun rädern beide durch ben Wagen. Jetzt ift plötzlich alles wach, die zwei stellen sich auf den Kopf: sie lochen, daß kein Auge trocken bleiben kann. Nun zieht sich ber eine ber beiben jungen Leute eine Perücke über ben Kops: ber Clown ist fertig, bie Schnapsnase glüht, die kleinen Aeuglein schimmern listig. Der Stabtbahnwagen ist auf einmal Variete geworden. Die zwei prügeln sich, baß es nur so klatscht, weh tun sie sich babei nicht, aber bie klatschenbe Unterhaltung wirkt, baß die Wände vor Lachen wackeln. Zum Schluß hängt sich ber kleine August bem langen Laban an den Rock« schoß. Der zieht ihn wie ein Köfferchen hinter sich her, bann schultert er ihn wie einen Rucksack, unb nun spricht August zum Volk: „Wissense, meine sehr va- ehrtcn Herrschaften, wenn ber Prophet nicht zum Berge kommt, muß eben ber Zirkus zum Publikum kollern!" Der Zug hält. Die beiden flankieren die Türen, und fast jeder Fahrgast läßt eine Münze in bie bereitgehaltenen Mützen fallen. Dann gehen „Zirkus" und Publikum mit einem Lächeln im Gesicht nach Hause. Petri Heil im Akkord! Auch die Angler haben ihren Stolz — und die Berliner Angler erst recht. 3eden Tag kann man sie an der Spree sitzen sehen. 3hre Geduld ist so lang wie die Angelrute und der Bindfaden. Was kommt, kommt, das andere lassen sie schwimmen, aber einmal im 3ahr ist großer Tag! Wenn in heißen Sommertagen die Fische nach Luft schnappen, wird es Zeit, daß auch die Angler ihre Rekorde aufstellen. Also auf zum Wettangeln! Das ist ein großes Ereignis, ein lustiges Fest. Warum soll man sich aus solchem Anlaß nicht auch festlich anziehen? Die tollsten Phantasieuniformen kann man da sehen, Kostüme von nie geahnten Möglichkeiten. Sogar ein eigenes Lied haben sie. Es klingt so ähnlich wie: „Angler auf zum Streite...“ 3n langen Reihen sitzen sie, farbenfroh, still versonnen, mit fischreiherscharfen Augen am Afer... Aufgabe ist, in einer bestimmten Zett möglichst viele Pfunde an Land zu bringen. Der Sieger wird König der Angler, eine Kette wird ihm um den Hals gelegt, er ist der Held des Tages, er darf den Donbonregen über die Kinder loslassen, er führt am Abend den Fackelzug an, aber in der „Tankstelle" muß er — Ehre verpflichtet — des öfteren dran glauben. Jeder Glückwunsch kostet einen Schluck. — Ja, bas sind so sommerliche Eindrücke aus Berlin. Auch hier ist jetzt die Sauregurkenzeit ausgebrochen, aber, wie man sieht, gibt es immer noch was zu erzählen von den Kleinigkeiten des Alltags, die fe nebenbei passieren in der großen Stadt. sjt.-'fpoit Vayeril erringt den Advlf-Hitier-Pokal. Brandenburg-Berlin in München vorZOOOOZuschauern mit 6:1 (0:0) geschlagen Im festlich geschmückten Münchener Heinrich-Zrsch- Stadion des SV. München 1860 sand am Sonntag vor über 30 000 Zuschauern die Wiederholung des Endspieles um den Ädolf-Hitler-Pokal statt. Pünktlich um 16.30 Uhr erschienen die beiden Mannschaften in folgenden Ausstellungen: Bayern: Jakob; Haringer, Wendl; Leupvld L, Goldbrunner, Oehm; Bergmeier, Krumm, Rohr, Lackner, Frank. Berlin: Riehl; Emmerich, Brunke; Geiger, Ror- mann, Appel; Ruch, Sobeck, Katzer I., Kirsei, Pahlke. Die bayerische Mannschaft gewann den Kampf hoch mit 6:1 Toren, nachdem es bei Halbzeit noch 0:0 gestanden hatte. Der Sieg ist auch in dieser Höhe als völlig verdient anzusprechen. Die Berliner waren — mit Ausnahme der ersten Halbzeit ■— wo sie dem ungestümen Drang der Bayern noch einigermaßen standhalten konnten — um eine Klasse unterlegen. Technisch, im Zusammenspiel und in der Taktik lagen alle Vorteile bei den Bayern und als es ihr Sturm in der zweiten Halbzeit verstand, aus den ungezählten Chancen auch Tore zu machen, da war es um die Weisheit der Berliner und insbesondere ihrer Hintermannschaft geschehen. Da konnte auch das neue „Torwartwunder" Riehl (Spandau) den Torsegen nicht mehr aufhalten. In der Verteidigung zeigten sich die Bayern bedeutend sicherer als ihre Berliner Kollegen, die allerdings infolge des Ausfalles der Berliner Läuferreihe überlastet waren. Die Läuferreihe der Gäste konnte in der zweiten Halbzeit den Bayernsturm nicht mehr halten. Dagegen fanden die Bayernforwards durch Leu- pold I., Goldbrunner und Oehm weitestgehende Unterstützung. Der Berliner Sturm vermochte nur vor der Pause Jakob einigemale ernsthaft in Tätigkeit zu versetzen. Rach dem Wechsel war es bis auf sein Ehrentor abgemeldet. Der Spielverlauf. Die erste Halbzeit verlief torlos. Zuerst wurden die Berliner einigemale sehr gefährlich. Jakob konnte einen Flachschuß Sobecks nur ganz knapp im Fallen meistern. Dann kamen die Bayern besser ins Spiel. Glänzende Kombinationen brachten sie immer wieder vors Berliner Tor, aber vorerst verhinderte Schuhpech jeden Erfolg. Einmal gab Dr. Bauwens ein anscheinend regulär erzieltes Tor der Bayern nicht, was ihm ein Pfeifkonzert der Zuschauer eintrug. Bach dem Wechsel änderte sich plötzlich das Bild. Die bayerischen Stürmer fanden auf einmal den Weg zum Tor. Innerhalb einer Biertelstunde fielen durch Frank, Bohr (zwei) und Bergmaier vier Tore, denen die Berliner nur eines durch Pahlke entgegensetzen konnten. Bun gaben die Bayern das Heft nicht mehr aus der Hand. Durch den Borsprung sicher gemacht, spielten sie jetzt in der feinsten Weise zusammen. In der 37. Minute stellte Krumm das Ergebnis auf 5: 1 und kurz vor dem Schlußpfiff kam auch Lachner noch einmal zu Torehren. Schiedsrichter Dr. Bauwens leitete den Kampf einwandfrei. Oie Deutschen Heeresmeisterschafien. Oie Entscheidungen des Samstags. - Hubert-Stuttgart wird Zehnkampfmeister. Am Samstag wurden in Kassel die Deutschen Heeres-Meisterschaften vor zahlreichen Zuschauern in den Hauptkämpfen fortgesetzt. In der Leichtathletik fielen die Entscheidungen im Fünf- und Zehnkampf. Im Zehnkampf wurde erwartungsgemäß Huber (Stuttgart) Meister. Unterfeldwebel Huber holte sich den Titel mit der beachtlichen Leistung von 7140,085 Punkten vor Grenadier Grell (Bremen), der es nur auf 6253,73 Punkte brachte. Im Fünfkampf blieb Unteroffizier L a e ch l e r (Ulm) mit 2208,17 Punkten Sieger vor Thrandors (Spandau) mit 2206,31 Punkten. Der 25 - Kilometer - Patrouillen- Gepäckmarsch für Mannschaften, dessen Start schon am frühen Morgen stattfand und der durch verschiedene Sonderbedingungen sehr erschwert war, wurde von der 11. Kompanie des JR. 2 Loetzen mit 2970 Punkten vor der 6. Kompanie des JR. 17 Göppingen mit 2769 Punkten gewonnen. Weitere Leichtathletik - Ergebnisse: Weitsprung: 1. UO. Bäumle (Ludwigsburg) 7,35 Meter. Hammerwerfen: 1. Feldwebel Grimm (Paderborn) 45 Meter. 5000 Meter: 1. Oberfunker Heyn (München) 16:08. 8 0 0 Meter: UO. Scheier (Jüterbog) 1:59,1. Handgranaten- Weitwerfen: Feldwebel Herrmann (Dresden) 71,72 Meter. 4 X 400-Meter: 1. 7./JR. 10 Hannover 3:27,9. Heeresmeister im Boxen wurden: Leichtgewicht: Riemann (Allenstein) schlägt Held (Königsberg) n. P. W e l t e r g e w i ch t: Kan. Eisenheim (Allenstein) schlägt Gren. Bruer (Braunschweig n. P. Mittelgewicht: Grenadier Lachmann (Liegnitz) siegt über Reiter Karsch (Ludwigsburg) durch technischen k. o. in der dritten Runde. Halbschwergewicht: Obergefreiter Eulert (Hannover) schlägt Äöppen (Berlin) n. P. Schwergewicht: Schütze Schade (Glogau) schlägt UO. Vogl (Passau) verdient nach Punkten. Die sportlichen Wettkämpfe des Samstags beschloß ein Fußballspiel der Kasseler Stadtmannschaft gegen die bekannte Reichswehrelf von Hindenburg Allenstein. Die Kasseler siegten mit 5:3, nachdem bei Halbzeit die Allensteiner noch mit 2:1 vorne lagen. Oie Kämpfe des Sonntags Ostpreußen siegt im Gruppen-Fünfkarnpf. Im Mittelpunkt der Wettbewerbe des Sonntags auf dex Hessen-Kampfbahn stand der Gruppen- Fünfkampf, bei dem von den teilnehmenden Mannschaften vielseitige geländesportliche Leistungen verlangt wurden. Sieben Mannschaften, von denen jede aus einem Führer und 12 Mann in feldmarschmäßiger Ausrüstung bestand, hatten zunächst eine Meldekette über 15 0 0 Meter zu bilden und eine Meldung vom Start zum Ziel in kürzester Zeit zu überbringen. Die zweite Uebung war ein Handgranaten-Zielwurf aus der Deckung heraus gegen einen markierten Granat-Trichter. Es folgte ein 300-Meter-Hindernislaufen. Keine leichte Aufgabe war die Ueberquerung der Fulda an einer 50 Meter breiten Stelle. Es war vorgeschrieben, das gesamte Gepäck jeder Mannschaft, das ein Gewicht von etwa 8 Zentnern hatte, in einer vorgeschriebenen Mindestzeit trocken auf das andere Ufer zu bringen, was durch den Bau eines Floßes, zu dem Stangen und Stroh zur Verfügung standen, ermöglicht wurde. Die Mannschaft der 5./J.-R. 9 Potsdam hatte dabei das Mißgeschick, daß ihr Maschinengewehr ins Wasser fiel, während die 5./J.-R. Leipzig die Zeit überschritt. Die sehr schwere Aufgabe löste hier die 2./J.-R. 21 Würzburg in der schnellsten Zeit. Als letzte Uebung wurde ein 7» Km. -Gepäckmarsch mit einem abschließenden Scharfschießen aus Gewehr, Revolver und Maschinengewehr durchgeführt. Aus dem Wettbewerb ging schließlich die Mannschaft der ll./J.-R. 2 Loetzen mit 4600 Punkten als Sieger hervor. Den zweiten Platz belegte die l./J.-R. 18 Paderborn mit 4485 P. vor der 10./J.-R. 13 Ulm mit 3492 P. und der 9./J.-R. 4 Göppingen mit 3292 P. Die zweite und letzte geländesportliche Siebung war der 7-Kilometer-Orientierungs- l a u f. In diesem Wettbewerb hatten die Mannschaften — jede Mannschaft ausgerüstet mit einem Marschkompaß und einer Karte im Mahstabe von 1:100 020 — auf unbekanntem Gelände mehrere sehr geschickt versteckte Kontrollpfosten in kürzester Zeit aufzufinden. Diese Aufgabe bewäl-- tigtc die siegende Abteilung/Ausbil- Dungs-B. 7 Erlangen in der weitaus besten Zeit von 51,30 Min. vor der 12./AR. 6 Werden in 54,20 und der IO./IR. 10 Dresden in 1:00,40. Die Kämpfe auf der Aschenbahn. Der letzte Tag der Leichtathletik-Meisterschaften unseres Reichsheeres nahm einen glänzenden Verlauf und bildete einen würdigen Abschluß der in jeder Beziehung mustergültigen Veranstaltung. Die herrliche Kampfbahn war bis auf den letzten Platz besetzt. Ganz Kassel stand noch einmal im Zeichen der sportlichen Kämpfe der besten Vertreter unserer tüchtigen Wehrmacht. Sieber 15 0 0 Meter siegte der Gefreite W ü r k e r, Magdeburg, in der großartigen Zeit von 4:01,2 vor dem Oberschühen Cordes, Göppingen, in 4:03 und dem Oberfunker Heyn, München, in 4:05,7. Die 4X100-Meter-Staffel-Meisterschaft wurde von der A./AB. 6 Hannover in der bestehenden Bekordzeit von 44,3* Sek. gewonnen. Den zweiten Platz belegte in knappem Abstande die I./2R. Stuttgart in 44,4 vor der 5./2B. 20 Ingolstadt in 44,6. Den Hochsprung gewann der Stettiner Oberkraftfahrer Leichum überlegen mit 1,81 Meter vor dem Titelverteidiger Oberschütze Endres, Würzburg, und dem Obergefreiten Seeger, Magdeburg, mit je 1,76 Meter. Sinteroffizier Beymann, Flensburg, wurde Meister im Diskurswerfen mit der neuen Rekordleistung von 44,44 Meter vor dem Beiter Bauwell, Münster, mit 40,45 Meter und Sinter» Offizier Vogl, Passau, mit 39,24 Meter. Der vielseitige Sinteroffizier Bäumle, Ludwigsburg, holte sich den Titel im D r e i k a m p f, bestehend aus Weitsprung. Kugelstoßen und 100- Meter-Lauf, mit 2384,20 P. vor dem Füselier Hans mit 2167,95 P. und dem Obergrenadier Berger, Münster, mit 2118,05 Punkten. Oer Ausklang. Den Abschluß der Deutschen Heeresmeisterschaf- ten in Kassel bildete am Sonntag die Preis- verteilung, die der Chef der Heeresleitung, General v. Hammer st ein, selbst vornahm. Sinter den Klängen des Badenweiler Marsches marschierten die Wettkampfteilnehmer in die Kampfbahn ein, geführt von den Fahnenabteilungen der SA.-Standarte 83 und des Stahlhelms, und nahmen in weitem Viereck Aufstellung. General v. Hammer st ein ergriff sodann das Wort und führte u. a. aus: Die Heeresmeisterfchaften sind ausgekämpft. Alle Teilnehmer haben gezeigt, was sie können. Ich möchte diese Stunde benutzen, um die Gefallenen des Weltkrieges fcu ehren. Wir gedenken in Ehrfurcht der 2 Millionen deutscher Krieger, die der Weltkrieg verschlungen hat, wir ehren sie durch Trommelwirbel und das Lied „Ich halt' einen Kameraden". Die Zuschauer erhoben sich von ihren Plätzen, die Wettkämpfer standen stramm, die Offiziere erwiesen die Ehrenbezeugung, und unter dumpfem Trommelwirbel intonierte die Kapelle das Lied vom guten Kameraden. General o. Hammer st ein dankte sodann allen Teilnehmern an den Heeresmeisterfchaften und den Organisationsleitern der Veranstaltung. Wir wissen, so fuhr er fort, daß der Sport uns in kameradschaftliche Beziehungen zu allen gleichgesinnten Volks- genossen bringt. Wir wissen, daß die Wehrfähigkeit des deutschen Volkes nicht auf der Reichswehr allein, sondern auf allen wehrhaften Kreisen des deutschen Volkes beruht. Diese Kameradschaft lehrt uns der Sport. Aus diesem Grunde legen wir im Heere auf den Sport den allergrößten Wert. Ich glaube, diese Heeresmeisterschafien haben bewiesen, daß wir den Sport mit Erfolg pflegen. Hierauf folgte die Verlesung der Sieger. Mit dem gemeinsamen Gesang des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liedes fanden die Heeresmeister- schaften ihren Abschluß. (Segelflieger Schmidt schildert feinen Mordflug. Am Samstag konnten wir bereits über den Weltrekordsegelstug des Königsberger stud. phil. Schmidt berichten. Besonders bemerkenswert sind die Einzelheiten des Fluges. Schmidt machte, als er die Maschine verließ, einen außerordentlich frischen Eindruck und sprach längere Zeit in das Mikrophon. Er brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, daß es ihm gelungen sei, sowohl den Welt- als auch den deutschen Betord so erheblich zu überbieten. Wenn nicht von unten abgewinkt worden wäre, dann wäre er gern, so meinte er lachend, bis zum nächsten Morgen in der Luft geblieben, zumal die Windverhältnisse einigermaßen günstig waren. Der Landesführer von Ostpreußen des Deutschen Luftsportverbandes, der alte Kriegsflieger O p p e r m a.n n, begrüßte und beglückwünschte den neuen Bekordflieger in einer herzlichen Ansprache und übermittelte ihm die Glückwunschtelegramme des Führers, des Luftfahrtministers G - t n g und des Oberpräsidenten Koch. Gauleiter Koch sandte ein Telegramm folgenden Wortlauts: „Zu Ihrem Segelflugweltrekord beglückwünsche ich Sie auf das herzlichste. Ostpreußen blickt mit Stolz auf diese herrliche Leistung. Als verantwortlicher Führer Ostpreußens rufe ich Ihnen ein dreifaches „Sieg-Heil!" zu. Koch, Oberpräsident." Der Begierungspräsident von Königsberg sandte ein Telegramm, in dem es heißt: „Die besten Glückwünsche zum Weltdauerrekord im Segelfliegen. Daß diese Tat von einem Deutschen auf deutschem Boden und in meinem Bezirk geschah, erfüllt mich mit besonderer Freude. Seien Sie herzlich gegrüßt, wo Sie diesen Boden wieder betreten. „Heil Hitler!". Der Begierungspräsident F r i e Ö r i ch." * Der Weltrekordsegelflieger Schmidt schilderte einem Vertreter des „Völkischen Beobachters" seine Eindrücke während des 36-Stunden-Fluges. Es habe ihm leid getan, daß er den Flug unterbrechen mußte. Aber Befehl sei Befehl, und als SA.-Mann habe er einfach, trotz seines Wunsches, weiterzufliegen, die Landung vorgenommen. Während der ganzen Zeit des Fluges habe er nicht die geringste Müdigkeit empfunden, fo daß er bestimmt noch bis Samstag früh in der Luft geblieben wäre, um so mehr, als die Windverhältnisse recht günstig waren. „Hunger und Durst habe ich nicht gehabt", so sagte Schmidt weiter. „Ich war gut verproviantiert: eine Flasche Kirschsaft, ein Pfund Aepfel, vier Stullen und drei Tafeln Schokolade waren mein Mundvorrat, den ich nicht ganz auf- gebraucht habe. Ein besonderer Stolz für mich ist die Tatsache, daß ich das Flugzeug unter größter Mühe selb st mit Hilfe einiger Flugkameraden erbaut habe." Sieber den Flug äußerte sich Schmidt noch dahin, daß das regnerische und böige Wetter ihm sehr zu schaffen machte und daß er einmal am Donnerstagabend wegen Drehen des Windes, und ein zweitesmal am Freitagmittag wegen allzu böigen Wetters sich säst zur Landung entschließen mußte. „Während des Fluges, den ich zu keiner Stunde als besonders anstrengend empfunden habe, konnte ich als größte Höhe die Höhe von 315 Meter erreichen. Die Länge des ganzen Fluges vermag ich nicht zu beurteilen, ba ich ständig auf einer Strecke von etwa 2 Kilometer hin- und herpendelte. Als besonders angenehm habe ich es während des Fluges in der Nacht empfunden, daß sich die Kameraden auf der Erde die erdenklichste Mühe gaben, mir die Orientierung durch Leuchtzeichen und Angabe der Windrichtung zu erleichtern. Ich bin stolz darauf, als SA.-Mann und Deutscher diesen Rekord aufgestellt zu haben, der den amerikanischen Weltrekord noch um mehr als 14 Stunden überbietet.“ Wirtschaft. * Adlerwerke A G. Dorrn. Heinrich Kleher, Frankfurt a. M. Wie WTB.- Handelsdienst erfährt, hat sich der Automobilab- fatz der Adlerwerke auch im Iuli weiter günstig entwickelt, so daß in den vergangenen sieben Monaten des Iahres 1933 schon etwas mehr Wagen verkauft werden konnten, als im ganzen Iahre 1932. Ein saisonmähiger Rückgang des Absatzes, wie er in früheren Iahren zu beobachten war, konnte demnach nicht festgestellt werden, und es hat den Anschein, als ob der Saisoncharakter des Automobilgeschäfts überhaupt mehr und mehr eingeschränkt wird. Auch der Verkauf von Fahrrädern ist nach wie vor gut zu nennen, ebenso wie sich das Schreibmaschinengeschäft weiter befriedigend anläht. Frankfurter Buttermarkt. Frankfurt a. M., 5. Aug. Die Tendenz am Buttermarkt ist weiter als fest zu bezeichnen. Anfangs der Woche war die Stimmung zunächst abwartend, und da das Angebot die Bachfrage überwog, stellte sich der Handel bereits auf ein mäßiges Entgegenkommen ein, bis die nicht ganz erwartete Erhöhung sowohl der Berliner Botie- rung, als auch festere Preise des Auslandes gemeldet wurden. Inzwischen hatte sich auch die Bachfrage exwas gehoben und im Zusammenhang mit nur geringen Anlieferungen, insbesondere für Butter zweiter Sorte und geringe Qualitäten zogen die Preise erneut an. Deutsche Butter je nach Qualität bedang 135 bis 138 Mk. und holländische Butter je nach Qualität 136 bis 138 Mk. per 50 Kilogramm franko Frankfurt a. M. Frankfurter Eiermarkt. Frankfurt a. M., 5. Aug. Infolge der mehr und mehr zurückgehenden Produktion sowohl im In- als auch im Auslande blieb die freundliche Stimmung erhalten und die Preise zogen erneut leicht an. Indessen konnte sich der Absatz auch nach dem Monatsende zunächst nicht nennenswert beleben, mit der zunehmenden Erwärmung gegen den Wochenschluß gestaltete sich jedoch das Geschält lebhafter. Die Anlieferungen reichten aber für den Bedarf durchaus aus. Lediglich Landeier konnten der Bachfrage nicht gerecht werden. Für deutsche Frischeier wurden 8 bis 10, für deutsche Landeier 8,25 bis 8,75 und für holländische Frischeier 8,5 bis 9,5 Pf. per Stück franko Frankfurt a. M. gefordert und auch be- wiligt. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlosienen Dividende an. — Relchsbankdiskonr 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 o H. 3-ranlfuri u. 211. Berlin Schlußkurs Schlußk. Abend- börsc Schluß- kurs Schlußk. Mittag« börse Datum 4.8. | 5.8. 3.8. 4.8. 6% Deutsche Rcichsanleihe v. 1927 83,25 83,25 83,5 83,1 6% eflem.7% Dt.Reichsanl. v. 1929 98,65 99 98 98,9 5>/:% Doung-Anlethe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit 83 82,75 82,25 82,5 Ausloj.-Rechten ............ 77,5 77,75 77,65 11,65 77,65 11,65 Desgl. ohne Auslos.-Rechte...... 6% et)cm.8% Hess. AolkSstaat 1929 11,6 11,5 (rückzahlb. 102%)............ — — 76 6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12............ 85 81,75 _ b'A% Hess. Landes-Hypotheken- bank Darmstadt Staut......... 81,5 _ 81 Lberhessen Provinz-Anleihe mit Äuslos.-Rechten ............. 65,5 66 85 Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank 70.25 69,75 70 70 Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank 83 82,75 — — Goldpse. 16 unkündbar bis 1936 b'/,% ehem. 4/i% Franks. Hyp.- 82,15 85,13 82,75 — — Bank-Ltgu.-Psandbriesc....... 84,5 6‘/i% ehem. 4'/z% Rheinische Hyp.-Bank-Liau.-Goldpse..... 86,25 85,65 * — 6% ehem. 8% Pr. Landespsond- briesanstalt, Psandbrtese R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landespsand- 85 85 85 84,4 85,5 briesanstalt, Pfandbriefe R. 10 85 — — Cteuergutsch. Verrechnungskurs. 86 86 86 86 4% Lesterreichische Goldrcnte... 12 12 — — 4,20% Oestcrreichische Silberrente 0,95 0,9 — — 4% Ungarische Goldrente....... 4,75 4,75 4,7 4,5 4,65 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4,35 4,3 4Vi% desgl. von 1913.......... 4,2 4,3 — 4,35 5% abgest. Goldmexikaner von 99 7 7 — 7,3 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe 5.15 5,25 5,25 5,2 Serie 1.................... — 5 5,05 l 5.1 Frankfurt a.M. Berlin Schlußkurs Echlußl. Abendbörse Schlußkurs Schlußk. Mittag- börle Datum 4.8. 5.8. 3.8. 4.8. 4% deSgl. Serie 11 ............. 5% Rumän. veretnh. Rente v. 1903 4 7i %Rumän.veretnh.Rcntev.l913 4% Rumänische vercinh. Rente .. 27*% Anatolier ............... Hamburg-Amerika-Paket ..... 0 Hamburg-Südam. Dampfschiff. o Hansa-Dampfschiff...........0 Norddeutscher Lloyd .........o A G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Commerz, und Prtoat°Bank ... 0 Deutsche Bank und Disconto- Gesellschast................ o Dresdner Bank.............. o Reichsbank ................ 12 A.E.G...................... 0 Bckula..................... 0 Elektr. Lteferungsgesellschaft... 6 Ltcht und Kraft ............. g Felten & Guilleaume.........0 Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5 Rheinische Elektrizität ....... 6 Schurken L Co............... 5 Siemens L Halske............ 7 LahmeycrLCo............. 10 Buderus ................... 0 Deutsche Erdöl .............. 4 Gelsenkirchener.;............ 0 Harpener................... 0 Hoesch Eisen—Küln-Neuessen .. 0 Ilse Bergbau ............... Ilse Bergbau Genüsse........ Klöcknerwcrke ............... Mannesmann-Röhren........ 5,2 4 8,1 3,5 24,4 14 14,9 46 86,5 49,5 54 45,25 147,9 20,75 84 97 47,5 80 87 102,4 153 71,25 110,5 59,5 94 108 55,25 61 5,2 3,9 8 3,5 24,65 14 14,75 46 86,5 49,25 54 45,25 148,25 20,5 109,4 84,5 97,13 47 79,5 87 101,5 154,25 124,5 70,5 110 59,25 94,5 148 108 55 60.5 5,3 4,25 3,6 24.13 13,75 21 20,5 14,5 46,25 87 49,25 54 45,25 147 21,25 84 97,25 47.25 80.75 103 155 125.5 72,5 111 61,4 97,25 62,75 108,5 58 6".' 5,2 4,1 8 3,55 24,9 14 20,25 14,9 46,5 87,25 49.5 54,25 54,25 151 20,9 84,5 97 47,75 79,65 101,25 153 126 109,5 59 94,25 61,5 108,5 55,5 61 Franifuri a. 2)1 Berlin Schlußkurs Schlußk. Abend- börse Schluß- kurs Schlußk. Miuag- börse Datum 4.8. 5-8. 3.8. 4.8. Mansfelder Bergbau....... . 0 26 26 26,5 26 Kvkswecke ................ . 0 — — 79,5 79.25 Phönix Bergbau........... . 0 37 37 38,3 36,75 Rheinische Braunkohlen .... 10 185 184,5 186,75 183,5 Rhetnstahl ................ . 0 88,25 89,13 90,4 88,25 Bereinigte Stahlwerke...... .. 0 36 37 38,5 36,5 Ctätii Minen ............. .. 0 13 13,5 13,5 13 Kaliwerke Aschersleben...... .. b 122,75 121,75 122,5 122,25 Kaliwerke Westeregeln...... .. 5 124,5 125,5 125,5 124 Kaliwerke Salzdetfurth..... 171 171 170 171,5 — I. G. Farben-Industrie..... Scheideanstalt............. .. 7 130,5 129.75 133,25 130,75 .. 9 172,5 172,5 — — Goldschmidt .............. .. 0 46,75 45,65 47,5 — RütgerSwerke ............. .. 0 57.65 57,75 59,25 57,5 Metallgesellschast........... .. 0 52 52,25 50,5 52,75 Philipp Holzmann......... Zementwerk Heidelberg .... .. 0 50 49 50,5 .. 0 82 81,75 Cementwcrk Karlstadt....... .. 0 Schultheis Patzcnhofer ..... Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 .. 0 33,5 33,4 115,5 33,9 115 33,5 Bcmberg................. .. 0 48,65 50 — 48,75 Zellstoff Waldhof .......... .. 0 41,25 41 41,25 41,25 Zellstoff Aschaffenburg ..... .. 0 20,5 20,5 — — Dessauer Gas ............. .. 7 — 114,5 114 Daimler Motoren.......... .. 0 28,75 28,75 29 29 Deutsche Linoleum......... .. 0 42,75 42,75 43,14 43 Lreustetn & Koppel........ .. 0 — — 34,4 33,75 Leonhard Tietz ............ .. 0 15,5 15,5 — 15,65 Chade .................... . .10 159.5 159,5 162,5 159,5 Accumulatoren-Fabrik...... .. 0 — — —— — Conti-Gumint............. .. 0 — 158,5 — — Grthner................. .. 0 20 21 21 Mainkraftwerke Höchst a.M. .. A 62,5 62,5 Süddeutscher Zucker...... .. 8 156,75 158 157 — Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. 3. August 4.August Amtliche Notierung Geld | 3rie; Amtliche Notierung Geld | Brie« Helsingfors.. 6,144 6,156 6,144 6,156 Wien....... 47,20 47,30 47,45 47,55 Prag....... 12,42 12,44 12,42 12,44 Budapest ... — — — — Sofia ...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Holland .... 169,83 170,17 169,68 170,02 L6l0....... 69,98 70,12 69,98 70,12 Kopenhagen. 62,19 62,31 71,97 62,19 62,31 Stockholm... 71,83 71,83 71,97 London ..... 13,92 13,96 13,92 13,96 Buenos Aires 0,928 0,932 0,928 0,932 Neunork .... 3,047 3,053 3,092 3,098 Brüssel..... 58,64 58,76 58,64 58,76 Italien..... 22,11 22,15 22,10 22,14 Paris ...... 16,46 16,50 16,46 16,50 Schweiz .... 81,37 81,53 K 81,27 81,43 Spanien.... 34,96 35,04 34,96 35,04 Danzig..... 81,67 81,83 81,67 81.83 Japan...... 0,839 0,841 0,839 0,841 Rio de Ian. . 0,244 0,246 0,244 0,246 Jugoslawien. 5,195 5,205 5,195 5,205 Lissabon.... 12,67 12,69 12,67 12,69 Banknoten. Berlin, 4.August Geld Brief Amerikanische Noten.............. 3,045 3,065 Belgische Noten.................. 58,48 58,72 Dänische Noten ................. 61,93 62,17 Englische Noten ................. 13,88 13,94 Französische Noten............... 16,42 16,48 Holländische Noten............... 169,26 169,94 Italienische Noten................ 21,98 22,06 Norwegische Noten .............. 69,81 70,09 Deutsch Lesterretch, ä 1OO Schilling Rumänische Noten............... — —- Schwedische Noten............... 71,66 71,94 Schweizer Noten................. 81,06 81,41 Spanische Noten................. 34,83 34,97 Ungarische Noten................