Dienstag, 7. März 1933 183. Jahrgang Nr. 56 Erstes Blatt Rüstungsindustrie und Abrüstungskonferenz utl a. 31. s 5 I 1 2 5 3 6 19 )2 -0 »7 92 47 69 39 54 26 1. Festzustellen, ob bei Mussolini Neigung besteht, persönlich nach Gens zu kommen. 2. auf die italienische Politik im Sinne eines Cntgegenkonimens gegenüber Frankreich einzuwirken und 3. das Feld darüber zu sondieren, inwieweit die italienische Politik zu einer Art QJ e r m i u » lerrolleDeutschlandgegenüberinder Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer vis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspsennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspsennig, Platzvorschrift 20' , mehr. Chefredakteur Dr. Fnedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschcin und für den Anzeigenteil i.D.Th.Kümmel sämtlich m Biegen. 2ess>rrchlui. V'Wkikt "bereitendes die evtl, noch leinez- 200 000 To. Minen und ^serzeugnisle. eitertest. r Abendbörse , wenn auch ort Don der träge eingti >sse zu neuen n ganzen r dem Der- kchen Befse« irzugt blieben im Verlaufe «Zialpapieren '.•50 o.j). ein. ns von ent- >de. Das Pa- i verbindliche tag stiegen sie Reichsschuld- nd 0,75 v.h. llerdings bei pp behauplct .3 d. h. höher, und Stadt- bis 9,60 bis Schutzgebiets- Hypotheken- >ant 152, Bull, Katt Sch- ihönix 37,40, in 31,65 bis . 98,50, A- 124, Schultert senburg 26,25, ivorzugsaktien Darmstadt und Offenbach statt. Der Sonderkommissar Dr. B e st verpflichtete die Hilfspolizei in Mainz, Worms und Bensheim. Die Verpflichtungen in Oberhessen (Gießen, Butzbach und Fried- b e ra) erfolgen am Mittwoch durch Polizeikommissar Dr. Müller persönlich. Der Geschäftsbetrieb lauft jetzt normal. Sn Offenbach fand auf dem Wilhelmsplatz ein Ausmars ch der Polizei, c SS. und SA. statt. Die Polizei im Stahlhelm und mit Karabinern trug Hakenkreuzbinden. Die Polizei und die nationalsozialistischen Formationen marschierten durch UT-* fenbach, um auf sämtlichen staatlichen Gebäuden die Ha lenk re uz sahne zu hissen, so aut dem Rathaus. Finanzamt. Kreisamt usw. — Sn Mainz wurde die sozialdemokratische /Bolts-’ leitung“ in den späten Abendstunden des Montag von SA. - Leuten beseht und die dort stationierten Reichsbannerleute entfernt. Sn den Vororten von Mainz wurden auf den öffentlichen Gebäuden die H a k en k r e uz f a h n e n angebrach t. - Sn W o r m s kam es in der Kaiser- Wilhelm-Straße zu erregten Szenen SS.-Leute hatten an der katholischen Zeitung „Wormser E ch o" eine Nummer des „Völkischen Ve- obachters" angebracht. Zwei Tleberfallwagen der Polizei räumten die Straßen, die sich nut Menschen gefüllt hatten. Der „Völkische Beobachter wurde dann wieder von dem Anzeigenbrett entfernt. Aus dem Wormser Polizeiamt wehen die schwarz-weiß-rote Flagge und die Hakenkreuz- flagge. Gegen Mitternacht war ein Sturmmann im Auto erschienen und hatte den Außendienstleiter formell gebeten, die Flaggen auf dem Gebäude anbringen zu dürfen. Dem Ersuchen wurde stattgegeben. Weniger Krauen im neuen Reichstag. Berlin, 6. März. (TU.) Im neuen Reichstag werden nurnochetwa30Fraue nutzen, während dem vorigen Reichstag noch 35 grauen angehörten. Die Zahl der Frauen im Reichsparlament, die in der Nationalversammlung noch etwa 50 betrug, ist seitdem ständig zurückgegangen. Oer neue Kurs in Hessen Die Llebernahme der polizeigeschäste durch Dr. Müller. und ihre Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Deutschland, das tatsächlich weit mehr gefährdet und gegen die Luftwaffe weit empfindlicher ist als jedes andere Land, hat alle Ursache, derartige Aeuhe- rungen ausländischer Blätter mit großer Aufmerk- samkeit zu verfolgen. Wird Mussolini nach Genf kommen? Italien soll vcrmitleln. London. 7. März. (TU.) Das Ergebnis der deutschen Wahlen hat in englischen Negierungskreisen offensichtlich von dem Gesichtspunkte aus befriedigt, daß nunmehr in Deutschland d i c Voraussetzungen für eine llarc, st e - ti ge Entwicklung geschaffen sind, und daß die Lage durch die Wahlen eindeutig geklärt wurde. Gleichzeitig aber bestehen gewisse Besorgnisse darüber, ob der Ausgang der deutschen Wahlen einen ungünstigen Einfluß auf die Abrüstungsverhandlungen haben könnte. Besonderes Snteresse erweckt die Neise des italienischen Botschafters in London G r a n d i nach Nom, der voraussichtlich schon in diesen Tagen wieder nach London zurückkehrcn wird. Man glaubt, daß Sir Sohn Simon ihm drei Wünsche mit auf den Weg gegeben hat: *6Ä56 48,55 12-485 3,053 170,42 74,67 84,£ 77,28 0,837 4,184 59,1 21,56 16,64 81 ,Ö 34,« 82,63 0,871 0,?4l 5-5* 13-26 Ruhe in Hessen. Der hessische Staatspräsident an den Neichs'nncnminister. Darmstadt. 7. März. (WSN.) Die Ueber- nayme der Geschäfte durch den mit der Ausübung der Polizeigewalt beauftragten Polizei- Kommissar des Reiches Dr. Müller ist völlig ruhig und ohne Zwischenfall verlaufen. Heute vormittag sammelten sich erneut zahlreiche M e n s ch e n vor dem Regierungsblock an. Staatspräsident Dr. Adelung hat an den Reichsinnenminister Dr. Frick folgendes Telegramm gerichtet: „Habe die. vom Reichsinnenminlster Dr. Frick gemäß § 2 der Verordnung zum Schuh von Staat und Volk verfügte älebergabo der Polizeigeschäfte an Dr. Muller vollzogen. Erhebe ausdrücklich Einspruch, da Voraussetzungen nicht vorliegen." Entgegen anders lautenden Behauptungen muß festgestellt werden, daß Staatspräsident Dr. A d e- l u n g nicht verhaftet worden ist, vielmehr seine Dienstgeschäfte versieht. Als der sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete Dr. Miere n d o r s, der Preslereferenk des bisherigen Sn- nenministers, heute in das Ministerium gehen wollte, wurde ihm der Zutritt verwehrt. Das Verlagsgebäude des „D olksfreund wurde heute um 7 Uhr g e r ä u m t. Staatspräsident Adelung war heute morgen telephonisch noch nicht erreichbar. Es war nicht bekannt, wohin er sich begeben hatte. VordemJnnenministerium steht ein Doppelposten SA. mit Stahlhelm und Karabinern. Auf dem Bahnhof ist ein starkes Kommen und Gehen von SA.-Leuten. Mehrere Beamte im politischen und Verwaltungsdienst sind bereits beurlaubt worden; m der Polizei u. a. der bisherige Polizeioberst Frey er, fünf Hauptleute und zehn Oberleutnants. Aus der inneren politischen Verwaltung Regierungsrat van B a ß h u y s e n und Oberregierungsrat S t u r m e r. Um 12 Uhr verpflichtete Polizeikommissar Dr. Muller die erste Gruppe der SS. als H i l f s p o l l z ei, | nachmittags fanden weitere Verpflichtungen :n »örse. heutigen Oe- und bei kici- t unverändert, iinge in USA. reise für Mehl Hart ermäßigt in. Bvn Brot- iso von Futter- ide je Tonne, W.: Weizen -erste 180 bis mehl (Meut- 11,25, Roggen- ), Noggenkleie i Palmkuchcn is 12, Treber ltgepreßt "der 0 bis 4,50. iarkt. Mekartossem ilogtamm vn - Dorern nh ■Dfr‘ n?Quin|ptt, ^4- ralQn* ! 1be. We nvz> ww. bmanndeh, "^nspritze r D reger Mtn jjot, neuer 58,2 64'2 li,| T 74.“ «J8 77.25 81-S 34^ schätzt sich besonders glücklich, daß Deutschland m diesem Komitee vertreten ist. Frankreich sieht die Dinge nicht nur von augenblicklichen Gesich tspunk ten an, denn eine solche Betrachtungsweise könnte manchmal dazu führen, keine glücklichen und genügenden Maßnahmen zu treffen. Die französische Delegation faßt vielmehr in Zukunst ins Auge, too es möglich sein wird, daß gewisse europäische Nationen, die heute keine Kolonien besitzen, sich dem Werk der Kolonialmächte an schließen könnten ;ur Auswertung der immensen Kontinente, wie z. B. Afrika, die noch der gemeinsamen Bearbeitung aller europäischen Staaten harren. Diktaiurregierung in Griechenland. Athen. 6. März. (TU.) Die Parlamentswahlen am Sonntag haben den Rechtsparteien eine unerwartete Mehrheit verschafft. Rach den bisherigen Feststellungen werden die Tsaldaristen mit 128, die Venizelisten mit 108 und die Unabhängigen mit 12 Abgeordneten im neuen Parlament vertreten fein. General Plastiras, der schon 1922 bei der Errichtung der Diktatur des Generals Pangalos mitgewirkt hatte, lieh am Montagmorgen dieMilitärdiktaturausrufen. worauf die Regierung Denizelos zurücktrat Darauf drohte der Staatspräsident Zaimis mit dem Rücktritt. Sn einer Besprechung -wischen Zaimis. Venizelos und Tsaldaris wurde die B11- dung einer diktatorischen Re g i e ru n g unter General Othoneos ohne Beteiligung der Dolkspartei beschlossen. schrist ist -ch-- E- nützt nichw mehr, nach G-ns zu gehen, jetzt heißt es dem «chicksal »ns Gesicht schauen. Mussolini tut es. Die Dinge stehen ernster, als sich mancher noch träumen laßt. Nicht, als ob man in Rom das brutale Ultimatum bereits mit einer ersten Niederlage gleichsetzen würde, im Gegenteil. Gibt Oesterreich nichl nach> - und es kann bei einer Weigerung der stlllschweigen den Unterstützung Italiens sicher fern — fo erleibet umgekehrt der Cäsarenwahnsinn der französischen Kanonenherrscher eine dose schlappe. roirb nicht aufqefressen werden! ruft das Giornale d'Italia aus, dem wir die Aufdeckung der Machenschaften der Kleinen Entente «st.^ster Lmw verdanken. An dem Tage, andern Oesterreich nachgeben würde, stellt der „Teuere sachlich und deutlich fest, wären mehrere Völker gezwungen, sich gegen i h r e V e r n i ch t u n g zu wehren. 3 Das ist es: Deutschland. Oesterreich und Angarn sollen zusammengetreten werden, bevor: sie sich wieder erheben können, damit Frankreich Rückenfreiheit hat, und dann geht es mit zwei Fronten gegen den unbequemen^Rwa en im Mittelmeer. So war es schon in Versailles gedacht. Stalien merkte es nur nicht in seinem plötzlichen Siegesrausch. Schon kurz nachher ging freilich das Wort um: Guerra vinta pace per- duta1 Krieg gewonnen, Friede verloren. Die italienische Friedensdelegation verließ sogar zum Zeichen des Protestes die Konferenz - kehrte aber reumütig zurück und lieh sich unter dem ironischen Lächeln der Tischgciellschast mit dem abspeijen, was Frankreich sKr genug erachtete. Men zwischen zwei Feuern. I Don unserem römischen ^.-Korrespondenten. Run geht sie langsam auf, die Drachensaat von Versailles. Genau so, wie die weit- fchauende Säerin Frankreich es wollte und erträumte: bei Durchführung dieses Vertrages mußte Frankreich stärker werden als alle anderen, so stark, daß es die nächstgroße Macht auf dem Kontinent zwischen zwei Feuern zermalmen konnte: Italien. Was hinderte dann noch die endliche Durchführung der napoleonischen Idee, die nach dem Zwischenfall von Waterloo nur zurückgestellt, niemals aufgegeben worden war? Nie hat Macchiavelli einen aelehngeren «chuler gehabt, mit seinen Augen gesehen, kann die französische Politik des Schwertes mit der trefflichen pazifistischen Verkleidung nicht genug bewundert werden. Den Frieden auf den Lippen, während die Hände Granaten drehen; Bündnisse geschmiedet und Hilsstruppen gedrillt, während vor der Genfer Akademie echt gallische, vollendet rhetorische Leistungen die Harmlosen blenden; in aller Stille das Gold der Erde zusammengerafft, nach außen die verwüsteten Provinzen zeigend, so wie ein Märtyrer auf feine Wunden weist — man würde nicht fertig werden In der Auszählung der Toilettenkünste des modernen Imperialismus. Die Säerin hatte nicht nur den weiten Blick, sie hatte auch das Lächeln des Japaners. . v v Fand es die Welt nicht ganz in der Ordnung, daß Chinesen und Japaner in Gens über das deutsche Schlesien ein salomonisches Utted fällen und — ousführen lassen dursten? Was würde sie hingegen sagen, wenn die Oberschlesier nun im Fernen Osten mitsprechen wollten? Es steht Europa wahrlich schlecht an, die Stirne zu runzeln, nachdem es sich selber verraten hat. Uno täglich weiter verrät. Die gleiche Hand, die in Serajewo mittoirfte, versuchte aus Hirtenberg den Hebel für den Vormarsch zu machen. Sn den letzten gebn Jap» ren wurden aus den französische n W a f - senfabriken in derTsche -hei 900 Ko- turnen. 150 OOO Gewehre, über eine Million Gra- naten. Tausende von Maschinengewehren. 105 Millionen Snsantericgcschosse, 800 Fliegerbomben usw., insgesamt 2600 Eisenbahnwagen Kriegsmaterial nach Sugoslawien verschoben, über Oesterreich hinweg. Niemand hielt sich darüber auf. Riesige Mengen gingen direkt über I österreichisches Gebiet nach Rumänien >on Polen wollen wir gar nicht reden. Run sind aber einige alte Gewehre, zur Ausbesserung bestimmt, angeblich von Stalien nach Ungarn vorschoben worden — und s ch o n riecht es nach Krieg. Was dam Starken erlaubt, ist bei dem schwachen eben ein Verbrechen. WaS Frankreich tut. ift un- i mer ein gottgefälliges Werk, wir Horen es Tag I für Tag in Genf; wehr aber, wenn em anderer | etwas Aehnliches unternimmt, sei es auch nur in wesentlich geringerem Umfang. Seit der ®c- schichte vom Lamm, das dem armen Wolf das Wasser trübte, hätten wir's freilich wissen können. Roch heute erscheinen Bücher über die grausige Hinschlachtung der Miß CaveN; Mata Hari dagegen bietet einen amüsanten Filmstosf. Ror dem Tribunal des Völkerbunds sind zwar olle Mitglieder gleichberechtigt — im Leben müssen iie erst noch beweisen, daß sie nicht schwacher sind als andere, sonst kriegen sie, um im fernen Ton des Ultimatums zu bleiben, einen Tritt m den Hebt England die Ausfuhrsperre auf? London , 6. März. (TU.) Die Frage der Waffensperre nach dem Fernen Osten kam am Montag im Unterhaus zur Sprache. Außenminister Simon erklärte, es seien keine Anzeichen für eine allgemeineZustimmungder anderen Staaten zu dem von England angeregten internationalen Wasfenausfuhrverbot nach Sapan und China vorhanden. Dadurch sei England in eine Lage geraten, die man nich t f ortbauern lassen dürfe. Es sei die erste Angelegenheit, die Macdonald und er in die Hayde nehmen würden, toern sie diese Woche nach Gens führen Der konserv. tive Abgeordnete Hannon wies darau hin, daß in den französischen und tschechoslowakischen Munitionsfabriken eine erhöhte Tätigkeit herrsche. Simonerklärte, er wolle daran erinnern, daß die Waffensperre ein vorläufiger Des/ luh gewesen sei, pm die Stellungnahme der anderen Staaten au8fm- dig zu machen. Falls es sich Herausstellen sollte, daß die Haltung anderer Staaten keine interna» tionale Vereinbarung zulasse, wurde eine Zurückziehung der Waffensperre keine Umstürzung des in der letzten Woche gefaßten Beschlusses sein. Italien fühlt sich durch die Luftwaffe bedroht. Die italienische Fachpresse verfolgt mit Unruhe den ständigen Ausbau be r französischen Ma - I rincluftftrßitf räfte in Marseiile- Toulon, die Errichtung von Fliegerlagern auf Korsika und Biserta und an der Nordspitze Afrikas. Sie hebt hervor, daß Italien fast in seiner ganzen Ausdehnung innerhalb der 500-Kilo- rneter-Zone von einem dieser Flughäfen aus gerechnet liegt. In der italienischen Presse wird immer wieder die Auffassung vertreten, daß Italien durch Luftangriffe stärker gefährdet sei als selbst England. Rom liegt von Korsika kaum eine F lug- ft u n b e weg. Durch berartige Hinweise wirb bie italienische Regierung immer wieder in ihrem -öe» ftreben bestärkt, die Luftwaffe weiter auszubauen Offenbar weih man in Paris noch immer nicht ober will es nicht sehen, daß inzwischen ein anderes Geschlecht auf dem Boden Roms herangewachsen ist. Ein Geschlecht, das den Zweifrontenkrieg nicht suchen, ihm aber auch nicht auswe.chen wird, wenn das Gebot der nationalen Ehre die Verteidigung verlangt. Auch Deutschland im Ausschuß für Kolonialtruppen. Genf. 6. März. (WTB.) Der Hauptausschuß der Abrüstungskonferenz diskutierte bei dem Kapitel über die Effektivbestände die Frage der Kolonialtruvpen. Ucber diese Materie liegt ein Fragebogen vor. dessen Einzeldeyand- lung auf Vorschlag des spanischen Delegierten de Madaciaga einem Komitee der hinteres s i e r t e n" Mächte überwiesen wurde. Der deutsche Vertreter Botschafter Radolny stellte die Frage, was de Madariaga unter ,interessierten" Mächten verstehe. Wenn auch bieierugen Delegierten damit gemeint seien, die in der Frage der Kolonialtruppen eine andere Meinung hätten, als sie bisher von den Hau^- kolonialmächten vertreten worden sei, so wünsche Deutschland jedenfalls, an diesen Beratungen sich 8U beteiligen. Der Präsident teilte daraus mit, daß in dem vorgesehenen Komitee auch Deutschland vertreten sein soll. Hieraus erklärte der französische Äolonialmim- fter 6atraut: Die französische Delegation ■TS Awd. Die Waffenfabriken arbeiten Tag und Nacht. Emsige Tätigkeit bei Schncider-Creuzot und Skoda-Pilsen. B e r I i n, 6. März. (TU.) „Daily Erpreß" meldet aus Creuzot von riesigen Waffenliefe- ruungen der französischen Rüstungs- firma Schneider nach Japan und anderen Staaten. Die französischen Rüstungsfirmen arbeite n T a g u n d N a ch t für die größte Mumtions- erzeugung feit dem Weltkriege. Die Hotchkiß- Werke senden Kanonen nach Japan, China, Rußland und Argentinien. Don Boulogne und Rouen gehen Maschi.ienqewehre nach Bolivien und Paraguay. Alle Werkstätten, die gewöhnlich Traktoren- räber, Lokomotioräder, Schienen usw. Herstellen, jinb auf Munitionsherstellung umgestellt worben. Aehnlich berichtet „Daily Expreß" aus Pilsen über bie Tätigkeit ber Skobawerke, wo ebenfalls Tag unb Nacht Munition und Waffen hergestellt würben. Gegenwärtig seien über 7000 Mann bort beschäftigt, gegenüber 4000 Mann vor einigen Monaten. Die Tschechoslowakei habe währenb ber letzten Monate nicht nur gewisse europäische Staaten mit Waffen beliefert, fonbern auch große Mengen nach ben sübamerikanischen Staaten Bolivien, Peru, Ecuabor, Brasilien, Uruguay unb nach bem Fernen Osten gefanbt. Die Waffenausfuhr nach ben einzelnen Länbern werbe nicht in ben einzelnen Statistiken vermerkt, sondern liefen unter dem Titel „Eisen- unb andere Meta 11waren". Bauch. . , x . Möglicherweise lernen sie daraus, daß es boaj nicht gut ist, sich selber zu entroaffen. Doch auch dagegen hat ber Geist non Versailles Vorsorge getroffen, als er ben Unterlegenen neben ber Av- rüstung unb bem Kolonienverzicht in ungemein geschickter Weise bie „Demokratie" auserlegte, fo geschickt, baß die Betroffenen selber danach griffen unb mit Stolz bie neue Kappe zeigten. Die Gnglänber lachten zwar auf ben Stockzähnen als der preußische Unterofsizier auf einmal als Jako biner spazieren ging, überall in ber ffielt Mt man die Falle fast für zu plump. Nein, ber Michel tappte doch hinein. Vierzehn Jahre spater fallt es »hm wie Schuppen von ben Augen, sogar im feschen Dean wird man stutzig — nun aberjft es zu spat, den t Frankreich, n u n g e f) t b i e ö a a t a u f bie mit Blut unb Dummheit gebungt würbe Ulan kann sich | den Startschuß von Hirtenberg gerat en. Italien würbe gar nicht gefragt. Uno aidj m Rom ist man nich? heiter. M°n erkennt Sera.ewo roieber in Hirtenberg. Der Schlag wird Zwar an der Stelle bes schwächsten Widerstandes angesetzt gilt aber Italien. Der Knegsaspekt beginnt Eine^spä?ere^Zeit wird Italien vermutlich von Schuld nicht sreijprechen. Die ®efd)id)t5forf4ung wirb sich fragen, warum man einerseits Zwar ein starkes Deutschland wollte, auf anderen «eite sich aber gegen ben Anschluß Oe st er- r c i ch s , ber eine wesentliche Verstärkung Reutet hätte, zur Wehr setzte. Ebenfalls erkennt man nun in Oesterreich ben Drehpunkt der fra njo fischen 21 b r i e g e l u n 0 s p o l U11 im Dften. Die Brücke über die Adria, bie ^reunbschaft mit Ungarn, hängt in ber Luft, wirb völlig wert os m bem Augenblick, wo es ben Franzosen gelingen würbe, Oesterreich in ben Ring ber kleinen Entente einzubeziehen. Das kann man heute offen m Den römischen Zeitungen lesen. Unb wie wirb an dieser Aufgabe gearbeitet! Entweder offener iZahnen. wechsel ober bie goldene Schnur, eine andere Wahl läßt Paris nicht zu. , , Nicht zufällig platzte die U 111 m a t u m s bombe aerobe in bem Augenblick, wo Japan bem Volker bunb ben Rücken kehrte und die Kleine Entente sich zum Raininblock für den französischen Gelb- unb Wr.fsengeber zusammenschloß. Klar liegen bie Zusammenhänge vor den Augen Italiens und b Bitterkeit über die engltsche Unter Abrüstungsfrage bereit ist. Rus bem letztgenannten Punkte erklärt sich das englische Bestreben, Mussolini u n d H i t l e t in Genf einander näher zu bringen. Ob Mussolini zur Reise nach Genf bereit sein wird, begegnet in italienischen Kreisen und auch anderwärts erheblichen Zweifeln. Man glaubt in manchen Kreisen daß britischerseits ein fünfjähriger Rüstungsfeiertag vorgeschlagen werden wird, begleitet von dem Versprechen, daß keine Macht während dieser Zeitperiode schwebende Fragen durch Gewaltanwendungen zu lösen nei> suchen wird. „Daily Telegraph" erklärt, noch Ansicht gut unterrichteter Kreise gebe die Lage keinerlei Grund zu irgendwelchen Hoffnungen. Sogar ein fünfjähriger Rüstungsfeiertag würde eine große Enttäuschung fein, und wenn auch Deutschland noch nicht erklärt habe es werde aufrüsten, da die vormaligen Allierten ihr Abrüstungsversprechen nicht erfüllten, so entwickele sich die Lage in Genf doch in dieser Richtung. Erscheint täglich, außer Sonntags unb Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Giegener Familiinblätter Heimat m Bild • Die Scholle monats Bezugspreis: «Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne 3Huftrierte , 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Zenisprechanschlüfle unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehe«. Pollscheckkonto: Lronkfnrt am Main 11686. GieheimAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen trvd und Verlag: BrüfilW UnlverfilülrGuch- und Ltelndrnckcrel «. Lange in Sietzen. Schristleitung und Seschäftrftelle: Schnl'tra'!- 7. Neuer Llebergriff Polens in Danzig. Hundert Polnische Polizeibeamte auf der Westerplattc. D a n z i g. 6. März. (TU.) 3m Laufe des Montagnachmittags traf aus Gdingen der polnische Dampfer „ID ilja" im Danziger Hafen ein und landete i^i Munitionsbecken o u f der Weflerplatte etwa 10 0 poli- zeibearnte. Damit hat Polen allen Verträgen zum hohn eine Action d i recte gegenüber Danzig begangen, wie sie schwerer kaum gedacht werden kann. Wie verlautet, hat Polen dem Danziger Völkerbundskommissar R o st i n g von der Landung der polizeibeamlen Kenntnis gegeben. Der Senat der Freien Stadt Danzig hat beim Danziger Völkerbundskommissar sofort p r o - t e st gegen die polnische Action di recte eingelegt. Man nimmt an, daß die Landung der 100 Polizeibeamten auf der Westerplatle im Zusammenhang mit der Forderung Polens auf eine eigene Hafenpolizei in Danzig steht und infolge der erneuten unerhörten Provokation Polens gegenüber Danzig zuschwerenverwicklungen kommen wird. 3n Warschau wird der Schritt mit in letzter Zeit der polnischen Regierung zugegangenen Rachrichten begründet, wonach sich angeblich umstürzlerische Elemente (?) in der Freien Stadt mit der Absicht trügen, die Westerplatte zu besehen. Dies habe die Vorbeugungsmaßnahme zum Schuhe der polnischen Rechte und der polnischen Militär- und Munitionslager auf der Westerplatte dringend erforderlich gemacht. General von Stülpnagel f. Berlin. 6. März. (Täl.) Der geschäfts- führende Präsident des im Herbst 1932 inS Leben gerufenen Reichskuratoriums für Jugendertüchtigung, General der Infanterie a. D. Edwin v. Stülpnagel ist gestern gestorben. Hervorgegangen aus dem 2. Garderegiment zu Fuß, kam er nach dem Besuch der Kriegsakademie 1907 als Hauptmann in den Großen Generalstab, dem er mit kurzer Unterbrechung bis 1919 angehörte. 2lm Weltkrieg nahm er zuerst als Generalstabsoffizier der 16. Infanterie-Division, dann als Chef des Generalstabs des III. QI. Ä. und schließlich als Chef der Oluslandabteilung der Obersten Heeresleitung teil. Rach dem Weltkrieg ging er als Chef des Generalstabes des 17. Korps nach Danzig. Seit 1926 stand er als Jnfanterieführer V in Stuttgart. 1929 wurde v- Stülpnagel, der inzwischen zum Generalleutnant befördert war, Kommandeur der 4. Division und Befehlshaber im Wehrkreis IV (Dresden). Am 31. Oktober 1931 schied er mit dem Charakter eines Generals der Infanterie aus dem aktiven Heeresdienst aus. MionalsozialiflischeKundgebung im berliner Sportpalast. Dr.Goebbels über denWahlfieg derNLTAP. Be rlin, 6. März. (CRB.) Die Rationalsozialisten veranstalteten am Montagabend zur Feier ihres Wahlsieges ein Massentreffen im Berliner • Sportpalast, das von der Berlinert Bevölkerung außerordentlich stark besucht war. Dr. Goebbels erklärte, daß sich in den letzten drei Jahren in Deutschland ein historisches Wunder abgespielt habe. Ein ganzes System sei zu Fall gekommen. Wie groß die Gefahr gewesen sei, in der Deutschland schwebte, sei bei der Auf- I deckung der kommuni st ischen Llmsturz - Wie sie ihn bezwang Originalroman von Z. Schneider-Foerstl. llrheberrechtsschutz: Verlag O. Meister, Werdau i. S. 16. Fortsetzung. Rachdruck verbotenI Am Morgen horchte sie an seiner Türe und als sich nichts regte, trat sie ein. Das Zimmer war leer. Die Unordnung, die ihr sofort in die Augen siel, entpuppte sich als ein Wust von Zeitungen, Zeitschriften und heften, die auf Stühlen, Bett und Diwan ausgebreitet lagen. Er mochte wohl den Rest der Nacht gelesen haben. Sie lauschte nach dem Flur und nahm dann einige Zeitungen zur Hand. Es waren lauter Fachblätter. Rasch durchblätterte sie diese. Auch von ihm waren Artikel und Aufsätze dabei. Als begehe sie etwas Verwerfliches, raffte sie ein halbes Dutzend zusammen und trug sie auf ihr Zimmer. Sie wollte eine Stunde abwarten, wo sie mit Ruhe darin le en konnte. Nach dem Frühstllcksraum hinuntergehend, traf sie auf dem ersten Treppenabsatz mit ihrem Mann zusammen. Es schien, als sei die vergangene Nacht vollständig aus feinem Gedächtnis ausgewischt. — Er küßte sie, frug nach ihrem Befinden und schlug vor, am Nachmittag nach der Stadt zu fahren. Sie hätte selig fein können und war es nicht. Das Wissen um jenen Brief ertötete alle Freude im Keim. Bielleicht wäre es besser gewesen, ihn bei der gestrigen Auseinandersetzung auf den Tisch zu legen und zu sagen: hier sieh selbst deine geheimsten Gedanken. Aber sie hatte sich der Schande der Spionage und des Diebstahls nicht zeihen wollten. Und er hatte das Fehlen des Schreibens wohl noch gar nicht bemerkt. Als sie zusammen das Speisezimmer betraten, hatte der alte Merlin eine schwere Sorgenfalte auf der Stirne.--Hans Jörg würde doch vernünftig fein? — — — Aber das Frühstück verlief ohne jeden Zwischenfall. Bei den Harrachs, zu welchen man um elf Uhr geladen war, herrschte wie gewöhnlich Leben und Treiben. Ein Viertel der Verwandtschaft war stets auf Jettenbach zu Besuch. Man wußte, daß man dort niemand im Wege war, und die Harrachs hatten es und sie gaben es gerne. Hans Jörg zeigte sich von seiner besten Seite, balgte sich mit den kleinen Basen und stand den jungen Vettern Rede und Antwort über seine neuesten Erfindungen. „Apropos", sagte Harrach zu Stephanie, die eben in den Musiksalon treten wollte. „Ich hätte ein Wort mit dir zu sprechen." Sie folgte ihm nach dem weitausladenden Erker, der eine wundervolle Sicht über die Ebene gewährte und blickte ihn fragend an. Er schien noch zu überlegen: „Möchtest du ein guter Werk tun?" plane festgestellt worden. Früher habe man gegen den Bolschewismus nur die staatliche Macht eingesetzt; jetzt sei diese staatliche Macht auch von der Bolksbewegung getragen. Der Marxismus sei heute keine politische Angelegenheit mehr, sondern nur noch eine Angelegenheit, für die sich die Polizeiämter und die Staatsanwälte interessieren. Der Sieg der nationalsozialistischen Bewegung sei der größte, den jemals eine politische Partei erkämpft habe. Der Reichstag sei gewählt worden, um der Regierung die nötige Rückendeckung zu geben. Der Reichstag werde zu einer kurzen Tagung zusammentreten und der Regierung ein auf sehr lange Zeit bemessenes Vertrauensvotum geben. Zu der vielfach geäußerten Befürchtung, bei der Tagung in Potsdam könne das Gotteshaus durch den Marxismus entweiht werden, erklärte Dr. Goebbels, er könne mit aller Bestimmtheit feststellen, daß diese Gefahr nicht bestehe. Die Regierung werde sich, so erklärte er weiter, ihre Aufbauarbeit nicht hemmen und nicht stören lassen. Sie werde auch Arbeit schaffen, allerdings nicht so, wie sich das der Illusionist vorstelle, dah die Arbeitslosigkeit in zwei oder drei Wochen verschwunden sei. Dazu bedürfe es eines ganz großen umfassenden Reformwerkes, das den ganzen Bolks- und Staatskörper auszuheilen bestrebt sei. Cs werde einst der Augenblick kommen, wo die nationalsozialistische Bewegung und das deutsche Bolk ein und dasselbe geworden seien. Aus aller Well. Explosionsunglück in Nürnberg. — Drei Tote. In der Gold- und Silberspinnerei und -Weberei von G. Hirsch & Sohn in Rürnberg explodierte bei der Revision eines Dieselmotors aus noch nicht geklärter Ursache eine Sauerstofflasche. Der Betriebsleiter und ein Maschinenschlosser wurden auf | der Stelle getötet, ein Maschinist, der schwer I „Gern, wenn es sich machen läßt!" „Es läßt sich machen, Kind. Ich habe da nämlich einen Reitknecht, der sich — ins Verhör genommen — als Offizier a. D. entpuppte. Tadellose Kinderstube! Familie Effeff. Aber arm wie ein Gelegenheitsarbeiter. Er oaßt mir nicht ins Terrain, wenn ich so sagen darf!" Sie stutzte: „Warum nicht, Onkel?" „Hm.--Schließlich hast du ja ein Recht, das zu fragen. Aber wenn du mir die Antwort erläßt, bin ich dir sehr verbunden." Ein Lächeln stand um ihren Mund. Sie begriff ohne weiteres. Seine beiden Enkeltöchter waren erst vierzehn und sechzehn Jahre. „Den soll ich also nach Ichenhausen nehmen!" sagte sie und ließ den Blick über die verschneite Landschaft draußen gleiten. „3a, Steffie! Wenigstens vorläufig." Sie ließ in angestrengtem Suchen die Augen durch das große Gesellschaftszimmer irren, wo Lachen und Stimmengeschwirr aus allen Ecken schwoll. Aber sie vermochte nicht zu finden, was sie wollte. „Möchtest du mir Papa für einen Moment herbitten, Onkel?" „Sofort." Der alte Merlin saß nebenan im Musiksalon, kam aber sofort mit ihm. Sie nahm ein blondes Haar, das von einer der Harrachstöchter stammen mochte, von seinem Aermel und sagte zögernd: „Onkel möchte gern einen abgebauten Offizier bei uns unterbringen. Haben wir Platz und Bedarf, Papa?" Der Baron erschrak und vermochte es zu spät zu verbergen: „Eigentlich nicht." Er dachte an Stephanie, und daß es möglicherweise ein Wagestück war, einen Offizier in Dienst zu nehmen. „Als Reitknecht vielleicht!" sagte Harrach. „Er 'st bescheiden und willig und bleibt ums Mittagbrot. Du mußt dich nicht sorgen, Felix, er macht sicher keine Ansprüche." „Ist er bei den Reitern gewesen?" „Nein, bei den Fliegern. Weißt du, auch einer von denen, die zuviel gewesen sind —" „Nehmen wir ihn, Steffie?" Merlin sah die Schwiegertochter an und las das Erbarmen in ihren Augen. „Also, ja! Schick ihn, Rochus. Macht er eine gute Figur?" Harrach zeigte nach dem Schloßhof, den eben ein Reiter passierte. Als habe er ein Ahnen von der Gruppe im Erker, suchte sein Blick nach den Fenstern herauf. „Der? —" Merlin trat rasch einen Schritt zurück, daß die Vorhänge ihn deckten. „Bist du enttäuscht?" frug Harrach kleinmütig. „Hm. — Man kann ihn unmöglich in einer Ge- finbeftube schlafen lassen. Und wo soll er essen? — Mit den Dienstleuten? Weißt du, Rocbus —", sein Gesicht bekam einen ganz verlegenen Ausdruck. „So etwas hasse ich." Stephanie hatte bis jetzt fein Wort in das Gespräch geworfen. Ihr Blick folgte der schlanken Gestalt, die eben jetzt in den überschneiten Lauben- flängen verschwand. „Man könnte ihm ja das Giebelverletzt worden war, st a r b auf dem Weg zum Krankenhaus. Die Explosion erfolgte, als der Maschinenmeister, der Betriebsleiter und ein Schlosser den Dieselmotor anlaufen lassen wollten. Durch die Explosion wurde der Raum völlig zerstört. Da die elektrische Anlage durch die Explosion gleichfalls zerstört worden ist, liegt der Betrieb bis zur Wiederherstellung dieser Anlage still. Ein durch die Explosion hervorgerufener Brand konnte bereits in zehn Minuten gelöscht werden. Das Flugzeug ohne pilof. Auf dem Flughafen Tempelhof bei Berlin führten die Versuchswerkftätten der Siemens & Halske A.-G. vor einem kleinen Kreis von Vertretern des Reichsluftamtes und Interessenten aus der Luftfahrtindustrie und der sportlichen und beruflichen Luftfahrt ein neues Instrument vor, das dazu angetan ist, den Piloten während des Flu- geszu ersetzen. Der neue „Autopilot" hat einen Grad von Pollkommenheit erreicht, der erstaunlich erscheint. Alle Einflüsse des Windes, Böen usw. werden selbsttätig ausmanöveriert. Bei Einstellung auf eine gewisse Höhe wird das Flugzeug, ohne daß jemand am Steuer sitzt, automatisch in der gleichen Höhe gehalten. Ebenso ist es möglich, Kurven zu fliegen, ohne daß ein Flugzeugführer die Steuer bedient. Das neue Instrument, das auf eine jahrelange Entwicklung zurückgeht, dürfte sich vor allen Dingen bet Nebelflügen und bei Flügen über lange Strecken, wie beifpielsnieife die Transatlantikstrecke nach Südamerika, als besondere Entlastung für den Piloten bewähren. Eisenbahnunglück in England. Bei Loughborough (Leicestershire) fuhr ein Ex- preßzug mit 80 Kilometer Geschwindigkeit in einen rangierenden Güterzug. Der Heizer des Expreßzugs wurde getötet, der Zugführer und zwei Fahrgäste erlitten schwereVerletzungen. Die zehn Wagen und die Lokomotive des Güterzugs wurden aus dem Gleis geschleudert und vollkommen zerstört. Die Lokomotive und zwei Wagen des Schnellzugs entgleisten ebenfalls. zimmer geben, Papa", schlug sie vor. „Meinst du nicht?" Merlin nickte versonnen. Er schien noch immer unentschlossen zu sein. Aber ein Ausweg war es, was Steffie da vorgebracht hatte. Und er wollte Harrach die Gefälligkeit nicht abschlagen. Und so wurde beschlossen, daß Joe Brandt, der ehemalige Fliegeroffizier, zum nächsten Ersten als Reitknecht auf Ichenhausen eintrat. Jörg etwas zu sagen/ unterließ der alte Baron. Es war ja möglich, daß der Oberleutnant die Erwartungen, die man in ihn setzte, nicht erfüllte. Wozu da also vorher viel Wesms darum machen? Auch Stephanie fühlte keine Veranlassung, mit ihrem Mann darüber zu sprechen. Ex zeigte auch sonst keinerlei besonderes Interesse für das, was sich auf Ichenhausen zutrug, was blieb ober sich veränderte. — Und — der junge Mann hatte einen guten Eindruck auf fie gemacht. Den allerbesten, den seit langem ein Mann überhaupt auf sie gemacht hatte. Warum sollte man es nicht mit ihm probieren? — Außerdem — Merlin sah das Lächeln, das wie ein sehnsuchtsvolles Erwarten in ihren Augen stand. Aber da kam eben Hans Jörg auf den Erker zu, und es war wohl anzunehmen, daß es ihm gegolten hatte. Stephanie war nicht die Frau, die um eines Flirtes willen ihre Pflichten vergaß ♦ Hans Jorg Merlin war wieder abgereift. Dafür kam Joe Brandt und schuf so etwas wie eine neue Atmosphäre. Wenn der alte Baron am Morgen ans Fenster trat, sah er ihn auf die Minute pünktlich vom Gutshof herüberreiten, das Pferd für Stephanie am Zügel neben sich. Gleich danach hörte er ihren Schritt die Treppe herabkommen. Piemals dünkte es ihn, war sie so prompt gewesen. Und so — über die Maßen schön, wie an diesen Wintermorgen, wenn sie, die Wangen fein gerötet, ihren Fuß auf Joe Brandts Hand setzte, um sich in den Sattel zu schwingen. Er hob die leichte Gestalt, wie eine Feder, neigte sich — weiß Gott, was er da immer noch zu richten haben mochte, über den Steigbügel und schwang sich bann selber auf fein Pferb. Nie vergaß Stephanie nach dem Schwiegervater zurückzuwinken und meist auch noch eine Kußhand zuzuwerfen. Nie sah er fie in vertrautem Gespräch mit dem jungen Offizier. Und doch! — Er wurde eine gewisse Unruhe nicht los, zumal ihn fein Gallen- leiden, baß gerabe diesen Winter sich wieder stark bemerkbar machte, nicht erlaubte, bas Paar öfter zu begleiten. Immer tarnen sie auf die Minute heim. Nichts ließ auch nur die Vermutung zu, daß sich irgend etwas zwischen den beiden anzubahnen begann. Nur das eine mußte er immer und immer wieder konstatieren: Stephanie wurde von Tag zu Tag schöner, wie eine Braut, die einer (Erfüllung entgegengeht. höchste gespannt auf die Zukünftige „meines* Buchfinken. Er selbst dürfte kaum gespannter sein. Schon die nächste Woche kann den Massenanslug der buchfinklichen Damenwelt bringen, und dann werd« ich, indiskret und interessiert, die Wahlkampagne bei Finkens miterleben, mit all ihrer persönlichen Propaganda durch Finkenschlaa-auf- Schlag. Wer's am besten kann, führt die Braut heim. Wie sich das gehört. E. v. M. Schülerwettschreiben in Deutscher Einheitskurzschrist. Am vergangenen Sonntag fand auf Veranlassung des Hessisch-Nassauischen Kurzschriftoerbandes im Schulgebäude der Öffentlichen Hanbelslehran- stalt und der Kaufmännischen Berufsschule unter Leitung von Diplon-Hanbelslehrer Dehmer ein großes Schnellschreiben für Schüler statt, nachdem in der Woche vorher in den einzelnen Schulen, in denen Einheitskurzschrift gelehrt wird, bereits ein Schon- und Richtigschrejben burchgeführt worben war. Etwa 330 Schüler aller hiesigen Schulen beteiligten sich an bem stenographischen Wettbewerb. Das Schnellschreiben hatte folgenbes Ergebnis: (Abkürzungen: Öffentliche Haiidelslehranstalt = Oe. H.; Vogtsche Hanbelsschule = Vo.; Kaufmännische Berufsschule = K. Bsch.; Gymnasium = G.; Realgymnasium = RG.; Oberrealschule = ORS.; Stu- bienanftalt = Stu.; Goetheschule = (Boe.; Heeresfach- schule = Hf.) 260 Silben: 1. Preis: Willi Brückmann (B. Bsch.). 18 0 Silben: 1. Preis Esther Freitag (Oe. H.), Heinrich S ch m a n b t (Oe. H.), Luzie Bach (Oe. H.); 2. Preis: Else Rosenkranz (Oe. H.). 160 Si 1 b e n : 1. Preis: Emilie Schleifer (Do.), Eugen Jockel (Oe.H.), Heinrich Etzelmüller (Vo.), Else Rosenkranz (Oe. H.), Jlse-Marie Kolb (Oe. H.), Minni Anbreä (Oe. H.); 2. Preis: Anna Damm (Oe. H.), Ilse Manns (Oe. H.), Maria Jen sch (Oe. H.), Anni Bähr (Vo.); 3. Preis: Marie S ch m i b t (Vo.). 140 Silben: 1. Preis: Martha Schäfer (Vo.), Hilde Klee (Do.), Helmut Hofmann (Oe. H.), Hans Decher (Vo.), Karl Seipp (Oe. H.), Käte M i 11 e n d o r f (Oe. H.), Willi Wagner (Vo.), Kurt Tröster (Oe. H.), Gertrud Herrmann (Do.), Hermann Rehn (Do.), Helmut Baum (Bo.), August Wolf (Do.), Erna Hörle (Oe. H.), Alsted W i f f e m a n n (Gew. Bsch.), Max T h r o m (Oe. H.), Willi üßaUbott (Oe. H.), Karl Roth (Oe. H.), Erich G e m m e r (Oe. H ), Ernst Wallenfels (Oe. H.), Inge Rinn (Oe. H.), Toni Lang (Do.), Alfred Nordmann (Do.), Magda R u p p e l (Oe. H.), Margarete Guth (Oe. H.); 2. Preis: Karl Georg (Oe. H.), Ruth Papenkort (Oe. H.), Otto Dörr (Do.), Trude Schwarz (Oe. H.), Heinrich Karpf (Do.), Karl Kinzenbach (Do.); 3. Preis: Marie Sommer (Vo.), Georg Degenhardt (Oe. H.). 12 0 Silben: 1. Preis: Wilma Leipold (K. Bsch.), Käti Körner (Goe.), Karl P e p p l e r (Do.); 2. Preis: Helga H e s« m a n n (Oe. H.), Annemarie C h a m b r 6 (Do ), Wilhelm ß e m m e r (Do.); 3. Preis: Heini Happel (Oe. H.), Irene W i n 11 e r I i n (Oe. H.). 1 00 Silben: 1. Preis: Hans-Hugo Wrede (G.), Karl Suchom (RG.), Irmgard Glück (Stu.), Otto Sommer (RG.), Marie Schneide r (K. Bsch.), Karl M e i st e r (K. Bsch.), Ruth Fabian (Stu.), Robert Müller (Hf.), Ernst Müller (ORS.), Walter Müller (Bo.), Hans Fuhr (RG.), Irene Krämer (Oe. H.), Erich Schäfer (Bo.), Hubert Donnie (Hs.), Hermann Stahl (Hf.), Ludwig Fröhlich (Hf.), Adolf Stoll (Hf.), Käthe Alb ach (Oe. H.), Hildegard Eisenacher (Oe. H.), Willi Schweitzer (Oe. H.), Wilhelm Krick (Bo.), Helmut Kessel (RG.), Gertrud A l b a ch (Stu.), Elfriede Mehlburger (Stu.), Marlen Kaufmann (Do.), Elisabeth Drückmann (Stu.), Georg Bormuth (Hf.), Leni Rohl (Stu.), Erna Raab (Do.), Karl Heintz (Oe. H.), Erich Dazu verlor sie ihr mädchenhaftes Rasches und wurde zu fraulicher Ruhe und Ausgelassenheit. Und Hans Jorg, dieser dümmste aller Menschen, war so weit, viel zu weit, als daß er zur Stelle hätte sein können, wenn eines Tages wirklich die Gefahr heraufzog. Welche Gefahr, das wußte Merlin selbst nicht, wagte es wenigstens nicht, daran zu denken. Zuweilen, wenn ihn die Unruhe besonders angstvoll machte, ritt er mit den beiden aus. Der Ton, mit welchem Stephanie zu Joe Brandt sprach, war freundlich gemessen. Und Brandt selbst blieb immer der Untergebene. Merlin schämte sich, blieb wieder eine Woche den Ausritten ferne und fühlte die alte Unruhe in sich aufsteigen. Und doch!---Und doch! Einmal erinnerte er die Schwiegertochter an ihre Jtalienreise. Sie sah ihn bittend an. ,Jch fahre nw türlich, wenn du willst, Papa. Mer ich bin dir auch K dankbar, wenn wir bleiben. Es ist so schon auf nhausen. Ich meine, es konnte nirgends schöner sein." Diesmal war Merlins Unruhe größer denn je. Warum fand es Stephanie so über die Maßen schön auf Ichenhausen? Warum nur? Nie mehr fiel Hans Jörgs Name von den Lippen der jungen Frau. Seine Briefe wurden immer seltener. Sie ließ sie oft mehr als eine Woche unbe« antwortet. Merlin wagte nicht daran zu denken, wie das enden würde. Der Sohn unten in Konstanz ganz in seine Pläne und Ideen verstrickt. Und hier Steffie, die Zwanzigjährige, die von ihm zum Weibe geweckt und dann zur Seite geschoben worden war. Einmal mußte es, so oder so, zu einer Katastrophe kommen, und sie würde furchtbar sein. Das Telephon auf seinem Schreibtisch schlug an. Er nahm den Hörer ans Ohr. Das war Hans Jörgs Stimme: „Du, Vater?" „Ist etwas passiert?" Merlins Finger zitterten. Er mußte den Ellenbogen auf die Platte stützen. „Nichts, Papa! Ich wollte nur fragen, was los ist. Seid ihr krank? Stephanie hat bereits zwei meiner Briefe nicht mehr beantwortet. Kann ich sie sprechen?" „Sie ist ausgeritten, Hans Jörg". Merlin schluckte an jedem Wort. „Nach Jettenbach hinüber. Ich verbinde dich mit dort. Sie ist jeden Mittwoch bei den Harrachs zu Gast." Jettenbach meldete sich. Die Stimme des Grafen Rochus lachte aus dem Apparat: „Nen Abend, Jörg!---Wie?--Deine Frau willst du sprechen? Tut mix leid!--Ich habe sie mindestens schon an die fünf bis sechs Wochen nicht mehr zu Gesicht bekommen." Der alte Merlin unterbrach ihn erregt: „Sie reitet doch jeden Mittwoch zu euch hinüber!" lSortsetzung folgt) 5 Aus der Provinzialhaupistadt. Oer neueste Schlager. Das war vorgestern. Da hörte ich zum ersten Male aus den Gärten hinter unserm Hause eine neue Bogelstimme. Richt das Schilpen der Spatzen, nicht das Zirpen der Meise — es klang wie der Anfang einer Strophe, eine Borübung — war es der erste Buchfink? Auf alle Fälle ein Streber, mehr noch, ein Charakter. Er probte und probte unermüdlich, bis zur Erschöpfung, man könnte sagen, bis zur Heiserkeit. Und wenn er am ersten Tage nicht schon ein Aeußerstes geleistet hätte, mühte man vom nächsten Tage berichten, dah er an ihm seine Anstrengungen noch verdoppelte. „Tititi- tütütü—ziäh!" Wir Menschen wissen längst (ohne es aUer- dings immer gebührend zu beachten), wie wichtig „der gute Ton in allen Lebenslagen" ist. Wieviel mehr gilt dies noch für die Bogelwelt! Für sie ist der gute Ton einfach existenzaufbauend. Der Buchfink seht sich, nach sorgfältiger Auswahl. auf einen Baum und läßt nun von ihm seinen Schlag ertönen. Das bedeutet: Hier ist mein Reich. Versuchen Sie nicht, verehrte Artgenossen, sich hier sehhaft zu machen. J’y suis et j’y reste, um mit Mae Mahons berühmtem Ausspruch klassisch unterstützt zu fein. Bereit sein ist alles. Roch war der Buchfink der einzige seiner Art. Doch konnten jeden Augenblick andere erscheinen, und dann hatte er seinen Anspruch au begründen. Schlagkräftig. Daher übte uno übte er seinen vorschriftsmäßigen Schlag, der erst den Finken macht, bis er feststellen durfte: es ist erreicht. Der charakteristische Rachschlag im Titititütütüziäh sah. Perfekt. Am heutigen Tage schmetterte er ihn mit voller Kehle, echt und überzeugend, und das war sein Glück. Denn wie durch Zauberschlag waren plötzlich verschiedene Konkurrenten aufgetaucht, die ihr Talent wohl in der Stille, jedenfalls aber anderswo, gebildet hatten und nun von den anderen Bäumen, ebenfalls durch „schlagenden" Beweis, Besitz ergriffen. Die Wohnungsfrage war also geregelt. Doch es wird weiter gesungen. Denn der Buchfinkenschlag, im Winter wegen Zwecklosigkeit und Schonung der Stimme völlig eingestellt, dient nicht nur zur Bfitzergreifung und Abgrenzung des Geländes (oder sagt man hier: des Gebäumes"), für die spätere Restwohnung, er soll auch die Gefährtin zukünftigen Liebes- und Familienglückes herbeilocken. Wo ist sie? Wann wird sie erscheinen? Das ist nämlich eine ganz merkwürdige Sache mit den Buchfinken. Sie sind Zugvögel, doch überwintern viele Männchen auch in geschützten Gegenden Deutschlands. Man nimmt aber an, dah diese Herren von auswärts zugereist sind, aus kälterem Rorden stammend. Die Weibchen hingegen ziehen weiter, das zarte Geschlecht bedarf des mit Recht so beliebten sonnigen Südens. Im März aber kehren beide Parteien, zurück, doch nicht gemeinsam. Die Damen fliegen für sich, und zwar 14 Tage später als die Männchen, um, von ihnen erwartet und mit Gesang begrüßt, in der Heimat Braut, Gattin und Mutter zu werden. Man kann sagen, der Hunger trieb sie fort, die Liebe zurück. Wenn das nicht gemütstief und romantisch ist, weiß ich wirklich nicht. Ich bin nun schon aufs " Eine Bau her Mhelrnstraße, trifft eine Bekannt: unsrem heutigen 2 effenten befonbers ai " Schweinezi Bekanntmachung im auf tjingemiejen, dah gen Gießen und Sch zöhlung stattfindet, darauf aufmerksam " Bereinig, höriger desD Den. Am Samst< «inigung ehemalig, nasiums zu Gießen milienabend. Die eine Abschiedsfeier ten sein. Denn au berichtet - durch M ungünstig tcai altere und jüngere Der Liebigzhö^ ei "al mit Klassenkain ermnerungen auszu men öon den sech lenbcn gaben ihr [ AvonML mnrfÄebi9t toQ den bas ( yttug, entbot der Mttaferenbar Säjjw Ang. wann ich komme. A nachmittags 4 Uh tveihe Schimmel vi Ditte habe ich ar spielen; beim da Kommt alle zu eu Liesel soll ich eud Wiederguden! Eu Kasperle-Theater. W iabr öie । tinf Mi । ergib riff. ^ronfaf. °‘tbanbe5 Alrhran. Wi unter m«r em !,n^bem 'Mlen, in .ereit$ ein ' worden tiultn be. '•themerb. , 1Qn|luo ?nb dan? hs Schäser iann (Oe. f' (Oe. f).), Wagner ib Herr- >, Helmut a Hörle sch-), Mar H-), find h), Ernst (De. in (Bo.), le ®utt) f).), M o.), Trude [Bo.)( Sari oommtr Ntalt = IjmnMe K> W siv-: 6tu= Ittressach. idmann U°glVe. W Bach ! (Oe- H-I ! er (So.), Her (Do.), lie Rolb [eis: Anna 0-), Maria 3. Preis: Leipold Pepplek .h.), Anne- Lemmer H-), Irene o QBrebe .rd ® I ü d Schnei« iß.), Lüth Ql), Ernst ßo.j, $).). Erich ), Dilli cid (Do.), ach (Stu.), len Kauf, nn (Stu.), hl (Stu.), . §.), Such lascher und infjeit. r Menschen, zur Eielle wirklich bie selbst nicht, nken. chers angst« L Der Ion, sprach, war ilitb immer sieb wieder suhlte die der an ihre ch fahre na, bin dir auch |o schön aui endr schön« ier denn je- lstaßen schon den LM" ! immer f«'- §oche unde' iu denken, >1 Und M >■* Md,» «”'■ einer ü«>' «r f* yt SM Sann« , jtirlin M M ®rof•* .. Sie rei' Obecheffen dich hier Evangelisations- Die Versammlungen waren sehr a n d a ch t e n ab. Wirtschaft g im Bereich Wartwegs be« ** Eine Daulandumlegun gangenen Woche hielt der Missionar Walther von Beuern allabendlb' zirks Gießen, überbrachte Grüße des Verbandes und forderte zur Mitarbeit an der Iugend im Sinne der ^Hassia "-Ziele auf. Ein Theaterstück gelangte eindrucksvoll zur Aufführung. Ferner wurden noch Gedichte, Lagcrlcben und heitere Theaterszencn dargeboten und von den Zuschauern mit Beifall ausgenommen. Die Kapelle der Lollarer Zugcndgruppe umrahmte die Feier mit guten Musikvorträgen. Burkhardsfelden, 6. März. In der ver- Oer neue Kreisdirektor des Kreises Alsfeld. * Alsfeld, 7. März. Regierungsrat Banz vom Kreisamt in Lauterbach wurde zum Kreis- d i r e k t o r ernannt und mit den Dienstgefchäftcn des K r e i S d i r e l t o r s beim Kreisamt Alsfeld beauftragt. ’ Kreisdirektor Ranz ist geborener Ober- hesse, seine Vaterstadt ist Schlitz. Vach seiner Ausbildung war er von Mitte Januar bis 1. Juli 1914 alS Regierungsassessor beim Kreisamt Alsfeld tätig, hierauf wirkte er in gleicher Eigenschaft vom 1. Juli 1914 bis 10. Februar 1918 beim Kreisamt Dingen, sodann bis 1. August 1918 beim Kreisamt Erbach, anschließend bis 20. März beim Kreis amt Alsfeld, sodann bis 1. August 1920 erneut beim Kreisamt Dingen, von wo er als Kreisamtmann zum Krcisamt Alsfeld kam und dort bis 4. 3uli 1921 tätig war. Hierauf war er als Regierungsrat bis 7. Rovember 1921 im Ministerium des 3nnem beschäftigt, anschließend bis 1. September 1923 als Regierungsrat beim Kreisamt Alsfeld, von da ab bis 28. Februar d. 3. als Regierungsrat beim Kreisamt Lauterbach. Mit Wirkung vom 1. März d. 3. datiert feine Ernennung zum Kreisdirektor des Kreises Alsfeld. Landkreis Gießen. 00 Klein-Linden, 6. März. Der hiesige Kriegerverein hielt am Samstagabend unter Mitwirkung der „Hassia"-3ugendgruppe Lollar im Saale des Gasthauses „Zur deutschen Eiche" seinen Llnterhaltungsabend ab. Kamerad Friedrich Schimmel, der Vorsitzende des Vereins, begrüßte die Mitglieder und kennzeichnete die Ziele des Kriegervercins. Den Mitgliedern Georg Dönges, Heinrich Market, Georg G ö r n e r t, Fritz 3 l g e und Fritz Müller, die dem Verein 25 bzw. 40 3ahre angehören. um die Vereinigung. An die Abiturienten richtete er die Mahnung, die Schule nicht zu vergessen, sich ihrer stets dankbar zu erinnern, und besonders nicht daS von der Schule übermittelte deutsche Kulturgut außer Acht zu lassen. Zum Schluß dankte er allen, die sich um den Abend verdient machten. Rach einem von dem Primaner Fischer fein vorgetragenen Prolog erfreute stud. med. Kiefer durch einen ausgezeichneten Vortrag humoristischer Stücke. Starker Deifall belohnte die Darbietung. Herr Ewald D ä u l k e führte mit seiner Gattin moderne Gesellschaftstänze vor, die ebenfalls lebhafte Anerkennung fanden. Gedichte, vorgetragen von Herrn Fröhlich, und ein erheblich zugenommen. Die Hauotumsätze erfolgen an den bevorzugten Märkten. 3n erster Linie handelt es sich hier um dioidendentragende Papiere. Die Depositenkassenkundschaft im Reiche, sowie Besitzer von Stillhaltegeldern waren die Käufer, wofür das Echo der Reichstagswahl mitbeftim- mend sein dürfte. Demgegenüber neigte die Haussespekulation dazu, die teilweise recht erheblichen Kursgewinne zu realisieren. Die Entwicklung der amerikanischen Bankenkrise, sowie die Diskussionen um den Dollar beeinflußten die Tendenz nicht. Zu Beginn des Verkehrs ergaben sich fast durchweg Kurssteigerungen, die bei den Spitzenwerten bis zu 2,50 v. H. gingen. Deutsche Erdöl, Ilse und Ilse-Genußscheine, Chadeaktien, Lahmeyer, Charlottenburger Wasser, Berger, Deutsche Waffen und am Markt der unnotierten Werte Wintershall konnten sogar um 3 bis 5,50 v. H. anziehen. Die am stärksten gebesserten Werte waren jedoch keineswegs immer die am lebhaftesten gehandelten. Kleine Abschwächungen, die nicht über 1 v. H. hinausgingen, waren recht selten. Bremer Wolle büßten auf kleines Angebot 3,50 o. H. ein. Lediglich bei den in letzter Zeit außerordentlich festen BMW. überwog schon anfangs das Angebot. Dieses Pa- pier verlor bei größeren Umsätzen (etwa 60 Mille) 2,50 v. H. Im Verlaufe ergaben sich zunächst w e i - ter kleine Besserungen. Später, als die Kauforders ausgeführt waren, wirkte sich das Glattstellungsbedürfnis der Kulisse etwas stärker aus, so daß sich allgemein Rückgänge bis zu 1 v. H. ergaben. Die stärker gestiegenen Werte büßten bis zu 1,75 v. H. ein, anderseits waren die zunächst weniger stark gebesserten Papiere teilweise Vis zu 0,75 v. H. fester. Deutsche Anleihen lagen nicht ganz einheitlich. Altoesitz gewannen 0,90 v. H., Neubesitz brök- feiten leicht ab. Reichsschuldbuchforderungen waren bis zu 1 v. H. höher. Reichsbahnvorzugsaktien zo- gen bis auf 96 v. H. an. Die übrigen Renten blieben freundlich und waren bis zu 1 v. H. gebessert. Menuett, bas von Fräulein 3ngrid Fröhlich getanzt wurde, ernteten verdienten Deifall. Den Abschluß des ersten Teiles des Abends bildete eine einaktige Komödie, die allen höchstes Vergnügen bereitete. Die Rollen wurden bestritten von Frl. 3nge Wetzl und den stud. med. Kiefer, stud. med. Seiler und Primaner Fischer. Den musikalischen Teil deS Programms bestritt das Schülerorchester unter der Leitung von Musiklehrer D l a ß und des Abiturienten H i l - lenbrond. dessen beide Violinsoli besondere Erwähnung verdienen. Tanz beschloß bie gut ge- | lungcne Veranstaltung. der Wilhelmstraße, Aulweg und des trifft eine Bekanntmachung der Bürgermeisterei in unserem heutigen Anzeigenteil, auf die wir Interessenten besonders aufmerksam machen. *• Schweinezwischenzählung. In einer Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil wird darauf hingewiesen, daß am 8. März in den Gemarkungen Gießen und Schiffenberg eine Schweinezwischen- zählung stattfindet. Schweinehalter seien besonders darauf aufmerksam gemacht. Als selb, 6. März. Die Reichstagswahl ver- lief hier in völliger Ruhe. Zu Zusammenstößen kam es dank der getroffenen Vorsichtsmaßnahmen der Polizei nirgends. Als am späten Abend das Wahl- ergebnis von Hessen bekannt wurde, marschierte eine Abordnung der SS.-Leute auf den Marktplatz, wo sie auf dem Rathaus zwei Hakenkreuz- sahnen anbrachte. Anschließend fand eine Kund- Marktplatze statt, bei der Landtags- gut besucht. 4- Grünberg, 6. März. Am Sonntag kam es hier auf dem Marktplatz nach Schluß der Reichstagswahl gelegentlich der Hissung der Hakenkreuzsahne neben der schwarz-weiß-roten Flagge zu Zu- rufen aus der Menge, die den Bürgermeister veranlaßten, eine eilige Sitzung des Gemeinderats einzuladen, dem er über die Dor- gänge Bericht erstattete. Sämtliche Redner des Ge- meinderats unterstrichen die verdienstvolle Tätigkeit des Bürgermeisters für die Stadt und erkannten an, daß er sich bei seiner Tätigkeit als Bürgermeister nicht von parteipolitischen Gesichtspunkten habe leiten lassen. Einstimmig wurde am Schlüsse der Aussprache folgender Antrag angenommen: „Der Gemeinderat billigt das Verhalten des Bürgermeisters bei den Vorgängen nach der Reichstagswahl am 5. März. Er spricht dem Bürgermeister sein volles Vertrauen aus." Kreis Alsfeld. Andreas (G.), August Schmidt (Hf.): 2. Preis: Heinz 3 11 i u m (Do.), Heinz Huppert (Vo.), Friedrich Wenzel (Hf.): 3. Preis: Willy Ganß (Hf.), Hermann Math (Hf.), Leonhard G a f f k a (Hf.). 8 0 Silben: 1. Preis Lwald Drams (G.), Hans Volk (K. Dsch.), Karl Wenzel (ORS.), Karl Weippert (Goe.), Willi 3akob (K. Dsch.), Hans Hermann (RG.), Walter Rit- t e r (Hf.), Helmut Drück (Oe. H.). Karl M o o S (RG.), Walter Hotz (ORS.), Helmut Schäfer (RG.), Erich Haibach (RG.), Karl Hofmann (ORS.), Willi Wagner (ORS.), Heinrich S ch l e i n i n g (Hf.), Gretel Kreiling (K. Dsch.), Albert Klinkel (K. Dsch.). Karl Rodenhausen (St Dsch.), Heinrich Decker (Vo.), Kurt Volk (RG.). 3rmaard Schal ch (Stu.), Walter Schad (G.), Wilhelm Dinge- (Hf), Fritz Ramge (Hf.), Kätemanie Ruhl (Stu.): 2. Preis: Karl Rinck (5t Dsch.), Alwin Rüffer (K. Dsch.), Hildegard Stein (Vo.), Gertrud Schneider (Stu.), Karl R i c o l a u s (RG.), Rudolf Göbel (Do.), Karl Roth (Vo.), Irmgard 21 b t (5t Dsch.): 3. PreiS: Karl Maurer (Vo.), Willi Schnee (Hf.), Konrad Dir- sek (Hf.), Otto Hofmann (Do.). 6 0 Silben: 1. Preis: Wolfgang Uhl (D.), Karl Laub (G.), Georg Otter dein (G.), Theodor Hofmann (ORS.), Margot Weber- p a l s (Oe. H), Else Stroh (Goe.), Lina 3 u ng (Goe.), Ferdinand Schwalb (ORS.), Sala Ruß (Oe. H.). Diether Stuhl (G.). Helmut Oft (©.); 2. Preis: Peter Dingler (G.). Rudolf Strube (RG.), Karl Weber (Oe . H ), Wilhelm Dietzel (Hf.), Wilhelm P e r s ch (Hf.), Albert Lauer (Oe. H.), August Schneider (Oe. H.): 3. Preis: Erwin Mahr (Oe. H.), 3o- hannes Peil (Vo.). Bornotizen. — TageskalenderfürDienstag. Stadt- «Kater: 20 bis nach 22.30 Uhr: „Der Bundschuh". — Aliceschule, Turmhaus am Brandplatz: 15 bis 17 Uhr Ausstellung der Jahresarbeiten des Handarbeits- Seminars. — Königin-Luise-Bund: 20 Uhr, Stahl- helmheim, Luisen-Feier. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Ben Hur". — Schulfeier im Realgymnasium. Am Donnerstag, 9. März, 16 Uhr. findet im Realgymnasium eine Schulfeier mit Chor-, Orchester- und Einzeldarbietungen statt. Freunde der 2In- .statt sino herzlich eingeladen. Siehe heutige An- ■eige. — Das Kasperl i st wieder da! 3a, ich bin wieder da. Und es dauert keine dreiviertel, halbe Stund' und da guck ich zu meinem Vorhang heraus und da seh' ich, ob ihr auch alle da seid. 3a, so! 3ch hab noch gar nicht gesagt, wann ich komme. Also paßt mal auf! Am 8. März nachmittags 4 Uhr komme ich mit Extrazug, weiße Schimmel vorgespannt, nach Gießen. Sine Ditte habe ich an euch, laßt mich nicht allein spielen: denn das macht keinen Spaß. Ditte: Kommt alle zu eurem Kasperle! Don der Tante Liesel soll ich euch Grüße sagen. Auf fröhliches Wiedergucken! Euer Kasperle von Liesel Simons Kasperle-Theater. *• Vereinigung ehemaliger 2Inge- hörigerdesRealgymnasiumszuGie- ßen. Am Samstagabend veranstaltete die Vereinigung ehemaliger Angehöriger des Realgymnasiums zu Gießen auf der Liebigshöhe einen Fa- milienabend. Die Veranstaltung sollte zugleich eine Abschiedsfeier für die diesjährigen Abiturienten fein. Wenn auch der Termin — wie man uns berichtet — durch besondere Umstände bedingt, recht ungünstig war, so sand sich doch unentwegte ältere und jüngere 3ugend in stattlicher Zahl auf der Liebigshöhe ein. Gatt es doch, wieder einmal mit Klaffenkameraden und Lehrern alte Schul- etinnerungen auszusrischen, oder Abschied zu nehmen von den seitherigen Lehrern. Alle Mitwir- kenden gaben ihr bestes, so daß sämtliche Besucher von der wohlgelungenen Veranstaltung äußerst befriedigt waren. Rach dem Eröffnungs- marsch, den das ausgezeichnete Schülerorchester vortrug, entbot der Schriftführer der Vereinigung, GerichtSreserendar Dr. Heß, den Gästen einen herzlichen Willkommengruh. Besonders begrüßte er Den Direktor des Realgymnasiums, Oberstudiendirektor Angelberger, und den Vorsitzenden der Vereinigung ehemaliger Angehöriger Des Realgymnasiums zu Gießen, Sanitätsrat Dr. Decker (Sprendlingen), der es sich auch diesmal nicht hat nehmen lassen, seine Schulvereinigung wieder einmal aufzusuchen. Dann gedachte der Redner des leider so früh verschiedenen Herrn Dr. Stohr, der das Amt des Kassenwartes seit Gründung der Vereinigung (1925) innehatte: er kennzeichnete treffend dessen große Verdienste Ausländer ruhig, Oesterreichische Gold verloren lit Reaktion 0,75 o. H. Die Erleichterung am Geldmarkt machte auch heute weitere Fortschritte. Der Tage»- geldsatz stellte sich an der unteren Grenze aus 4,50, zum Teil auch schon auf 4,40 v. H. Rach Privat- diskonten, Reichswcchseln per 2. Juni und Reichsschatzanweisungen per 16. Oktober bestand kleine Nachfrage. Sranffurf unverändert fest. Frankfurt a. M., 7. März. (WTD. Draht- Meldung.) Die heutige Börse eröffnete auf der ganzen Linie in weiter fester Tendenz, da von der Kundschaft wieder zahlreiche kleine Kaufaufträge eingetroffen waren und auch die 5hi» lisse noch teilweise neue Käufe bzw. Deckungen vornahm. Auf dem erhöhten Riveau kam jedoch auch einiges 2Ingcbot sowohl von der Kundschaft, als auch von der Spekulation heraus, das aber glatt ausgenommen wurde und auf die Kursgestal- tung ohne Einfluß blieb. Das Geschäft war wieder ziemlich lebhaft. Gegen die schon weiter feste Haltung der Abcnb- börse ergaben sich durchschnittlich Erhöhungen von 0,5 bis 1 Prozent. Einige Spezialwerte wie Scheideanstalt, Lahmeyer. Kaliaktien, Deutsche Erdöl und Gesfürel verzeichneten darüber hinaus Steigerungen von 3 bis 4 Prozent. Besonders lebhafte Umsätze verzeichneten Montanwerte, wobei die Perfektuierung des neuen russischen Röhrenauftrags anregte. Gelsenkirchen, Mannesmann und Harpener lagen um bi« zu 1,63 Proz., Buderus, Rheinstahl bis zu 0,75 Proz. höher, wogegen Phönix und Stahlverein nicht ganz behauptet waren. Don Kohlenwerten zogen 3lse-Berg- bau-Genuß 3,75 Proz. an. Am Chemiemarkt lagen 3G., Rütgerswerle und Metallgesellschast bis zu 0,63 Proz. und Goldschmidt bis zu 1,5 Proz. höher. । Von Elektrowerten waren AEG. 0,5 Proz. nieb- [ riger, während Bekula und Siemens bis zu 1,75 Prozent, Licht & Kraft und Schuckert 0,5 bis 1 Prozent gewannen. Von sog. Rohstosfwerten ist die Befestigung von Zement Heidelberg von 2,5 Prozent und von Zellstoff Waldhof 2 Prozent bemerkenswert. Schiffahrtsaktien gewannen bis zu 0,5 Proz., Allgemeine Lokal und Kraft 2 Proz. und AG. für Verkehrswesen 1,5 Proz. Von Rebenwerten lagen Deutsche Linoleum 0,75 Proz. und Daimler 0,88 Proz. fester, während Aku 0.75 Prozent nachgaben. Reichsbankanteile biteben mit 152 Proz. unverändert. Rach den ersten Dotierungen bröckelten die Kurse auf kleine Abgaben der Kulisse etwa 0,5 bis 0,75 Proz. ab. Am Rentenmarkt waren Reichsschuldbuchforde- I rungen und Altbesih bis zu 0,5 Proz. fester, während Reubesitz 0,10 Proz. nachgaben. 3ndustrie- obligationen wie Stahlvereinbonds und Reichs- I bahnvorzugsaktien zogen bis zu 0,75 Proz. an. I Ziemlich lebhaft lagen Späte Reichsschuldbuch- I forderungen, die zunächst 0,75 Proz. anzogen, dann aber etwa 0,38 Proz. nachgaben. Auslandrenten I lagen sehr still und kaum verändert. Der Kassamarkt tendierte überwiegend fester, besonder- I Drauereiaktien und noch einige Hypothekenbank» I werte blieben gesucht, Tagesgeld war weiter er- I leichtert und stellt sich auf 4 Prozent. HinDcrmarft in Gießen. Auf dem heutigen Rinder-(Ruhvieh-)Markt I in Gießen standen 814 Stück Großvieh, 130 Fresser und 168 Kälber zum Verkauf. Es kosteten a) Milchkühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 380 bis 430 Mark, 2. Qualität 220 bis 280 Mk.» 3. Qualität 100 bis 160 Mark: b) Schlachtkühe 1. 140 bis 260 Mark, 2. 60 bis 120 Mark: c) Rinder, Vi- bis ’/Jäfjrig, 60 bis 140 Mark, 3/<- bis I 2jährig 70 bis 180 Mark, tragend 170 bis 340 Mark: d) Kälber das Pfund Lebendgewicht 22 bis 30 Pfennig. Ausgesuchte Tiere über Rotiz. Marktverlauf: lebhaft, geringer Ueberstand. Kreditverein Heuchelheim. Am Samstagabend hielt der Kreditverein Heuchelheim e. G. m. b. H. im Saale der Wirtschaft „Zum Treppchen" seine 135. orbent- I liche Generalversammlung ab. Die Genossenschaft könnte in diesem 3ahre auf ihr 7 0 j ä h r i g e s Bestehen zurückblicken. Aus diesem Grunde hielt Dr. Reid nach Erledigung der Tages- I ordnung einen interessanten Vortrag über die Gründung und die Entwickelung der Genossen- I schäft in den vergangenen 70 3ahren. Der Dor- I trag wurde mit großem Beifall ausgenommen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Fritz Rinn, eröffnete die gut besuchte Versammlung. Aus dem 3ahresbericht, den Direktor Römer erstattete, ging hervor, daß der Kredit- Verein am Schlüsse des Geschäftsjahres gefestigt und in jeder Beziehung gesichert dastehe. Die Bilanz verzeichnete in Aktiva und Passiva 1 254 757,93 Mark. Der Umsatz belief sich auf 8 153 626,02 Mark. Von dem Reingewinn wurden 1500 Mark der Betriebsrücklage zugeführt. I 1569,61 Mark wurden dem Reservefonds überwiesen. Weiterhin wurden auf einstimmigen Beschluß dem Verein Kinderfreund 50 Mark und | den von dem Reunkirchener Unglück Betroffenen 25 Mark überwiesen. Der Mitgliederstand betrug am Schluffe des Jahres 1932 414 mit einem ®e- famt-Gefchästsguthaben von 120 518,66 Mark und einer Haftsumme von 429 000 Mark. wurden durch Herrn Schimmel Ehrenzeichen... überreicht. 3m Ramen der 3ubilare dankte Ge- j gebung auf dem Marktplätze statt, bei der Landtags- org Dönges für die Ehrung. Kamerad Bon- abgeordneter SMo ft ermann der Bedeutung des Hard (Gießen), der Dezirksjugendsührer des De- ' Tages in längerer Ansprache gedachte. Die Bankenkrise in USA. ES wird Bundesnotgeld gedruckt. Washington, 7. März. (TU.) Die Bundesregierung trifft offensichtlich Vorbereitungen für die Ausgabe von Bundesnotgeld, das als Vorläufer des neuen Dollargeldes gelten kann, das nicht mit Gold einlösbar fein soll. Das Notgeld wird wahrscheinlich in Form örtlicher Clearinghouse-Zerti- itaten herausgegeben und soll den Banken ent- prechend ihrer Depositenbeträge zur Derfüaung geteilt werden. Zu diesem Zweck hat die Bundesregie, rung die Untersuchung d e r Kreditwür- digkeit aller amerikanischen Banken durch das Schatzamt angeorbnel. Weite Kreise fordern Maßnahmen gegen bie Goldhamsterer. Es wird die Wiedereinführung des Kriegsgesetzes von 1917 verlangt, durch das das Goldhamstern als Bundesverbrechen erklärt wurde. Weiter wird eine Gold st euer in Höhe von 15 v. H. gefordert. Beide Forderungen sind praktisch schwer durchführbar. Die Bevölkerung verhält sich angesichts der Krise verhältnismäßig verständnisvoll, wobei sich im täglichen Leben zahlreiche Schwierigkeiten ergeben. Vorortbahnen, Hotels und Ladengeschäfte sind teilweise dazu übergegangen, gegen Personalausweis Schecks in Zahlung zu nehmen. Selbst das Wechseln einer 10-Dollarnote stößt auf Schwierigkeiten. Das Notgeld soll Geldscheine von einem bis 20 Dollar umfassen, um dem Bargeldmangel abzuhelsen. Die Notenpresse der amerikanischen Banknotengesellschast arbeitet Tag und Nacht. Die Kommunisten machen sich in vielen Großstädten bie Notlage zunutze unb haben Massenversammlungen einberufen. Berlin weiter freundlich. Berlin, 7. März. (WTD. Funkspruch.) Das Geschäft ah ber Berliner Börse hat an Umfang Hanz gleich, welche fkt Kaffee Sie verwenden, ob Sohnenkaffee, Malzkaffes oder einfachen, gewöhnlichen Setteidekaffee, wie er aus dem Sack oder aus der Schublade zugewogen wird, — Mühlen F r e n c ke die gute Kaffeewürze, tut gut. Schon ein fkinet Zusatz stärkt und belebt Geschmack, dust unb zarbe jedes Kaffees. Mit Mühlen Franck gewürzt, ergibt Shr Kaffee mehr Taffen als bisher.- Sie sparen als»! SCHUTZMARKE Gießen (Gnauthstr. 2), Essen, Bochum, den 7. März 1933. 161 ID Statt jeder besonderen Anzeige. Nürnberg (Glockenhofstr. 43), Gießen (Lieber Str. 74), 5. März 1933. 01461 im 38. Lebensjahre. Gießen (Kaiserallee 135), den 7. März 1933. 01464 Gießen (Marktstr. 4), Frankfurt a. M., 7. März 1933. 1626D Klavier- u. Rezitationsabend [Vermietungen | 5 Wilhelm Fleisch 2 Enkelkinder. Dr. Artur Steding Dr. Gustav Hebermehl Am 3. März verschied in Essen nach längerer Krankheit unsere geliebte, herzensgute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Tochter Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 9. März, nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt. Die Trauerfeier fand in aller Stille statt. Von Beileidsbesuchen und Kranzspenden bitten wir Abstand nehmen zu wollen. DieBeerdigung findet am Donnerstag.dem9.März, nachmittags 1.30 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt. In tiefer Trauer: Marie Jäger, Tochter Heinrich Jäger and Frau, geb. Krämer Karl Jäger und Frau, geb. Fischer Willy Jäger und Fran, geb. Grimm Ernst Jäger und Fran, geb. Klotz und 6 Enkelkinder Wohnung von 6 gimmern von älterem Ehepaar gesucht. Zen- tralheiz. bevorzugt. Sckriftl.Angeb.unt. 01448a.d.Greff.Anz. In tiefer Trauer: Julie Hebermehl, geb. Steding Liesel Steding, geb.Ufer Die Beerdigung findet statt: Donnerstag, den 9. März, nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof. In tiefer Trauer: Marie Stock und Kinder nebst allen Angehörigen Luche etile 4-5-Zimmer-Wohoung zur Errichtung eines Etagengeschäfts. Babnhofstrahe oder nächste Nähe. Miete wird im voraus bezahlt. Schr. Angeb. u. 01446 a.d. G.A. ftür 1. April o. spät. M-Zimm-Wn. mit allem Zubehör (mögl mit Zentralheizung), ev. a.Ein- familienhausl Siedlungsh. )z. miet. ges. Schriftl. Angebote u.!624Da.d.G.A. Am 6. März, 11 Uhr vormittags, verschied unsere liebe, treusorgende Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Elisabeth Jäger Wwe. geb. Burk im fast vollendeten 78. Lebensjahr. Hierdurch die traurige Mitteilung, daß meine innigstgeliebte, treubesorgte Mutter, Schwiegermutter und Tochter, unsere geliebte Großmutter, Tante und Patin Frau Marie Hainer, geb. Corvinus Eisenbahn Inspektors-Witwe Sonntagmorgen im 65. Lebensjahr nach schwerem, in Gottergeben- heit ertragenem Leiden sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Hainer und Frau Marie Corvinus als Mutter nebst 4 Enkelkindern. Frau Martha Steding geb Fleisch. Weinet nicht an meinem Grabe, Gönnet mir die ewige Ruh. Denkt, was ich gelitten habe, Eh’ ich schloß die Augen zu. Am 6.März entschlief sanft nach langem schweren Leiden mein lieber, herzensguter Mann, unser treusorgender Vater, Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Hermann Stock Bess.Mädchen,26J., achtbar. Elt., sucht für sofort od. später gute Stelle als Haustochter wo Kochlerngeleg., b.eotl.etm.Toschgld. Näh. durch Uhrm. Schuvv.Lollar.ouiss Ehrliches wadrven fürKüche und Haus, nicht unter 18Jahr^ zum 15.3. oder 1.4. gesucht, eventl. nur tagsüber. Schriftl. Angeb. unter 01444 an den Gieff. Anz. [Stellengesuche] Mig, Mädchen i. all.Hausarb.bew. sucht Stellung für tagsüber. Schr. Angev. u. 01447 an den Gieff. Anzeiger. Einfaches, älteres Mädchen sucht Stellung in kleinen Haushalt, auch als Haushälterin Schriftl. Ang. unt. 01457 a. d. Gff. Az. £?■ Mittelgroßer Laden in guter Verkehrslage gesucht. Schr. Angeb. unter 1612D an denGieff.Anzeig. | Stellenangebote| Braver Junge der Lust hat, die Bäckerei gründ!, zu erlernen, kann alsb. od.n.Ostern eintret. 6ei W. Schenermann, Bäckermeister, 1622D Birklar bei Lieh. Fleißiges, ehrliches Mädchen oder Frau für 2 bis 3 Monate zur Aushilfe in gutes Haus für halbe Tage zum 15. März gesucht. Schriftliche Angebote mitZeug- nissen oder Empfehlungen unter 01459 an den Gieß. Anzeig. Ordentl., jüngeres Mädchen oder Haustochter m. einigenErfahrungen im Haushalt zum 1. April in bessere Familie n. Laubach gesucht. Schriftliche Angebote u. 1619D an den Gieff.Anzeig. Aelteres, braves MA für besseren Haushalt gesucht. oHso Wo, sagt der G. Anz. Heinrich Meyer • Willy Müller Mittwoch, den 8. März Abends 8 Uhr Einlaß '/r8 Uhr Kath. Vereinshaus 01453 Karten zu«3.,2.-u. 1- an derAbendkasse Mark Mark f Ziehung: > Samstag, 11. 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Einmütig hatten sie mit dem Einbruch der Franzosen in das Ruhrgebiet den Dienst im ganzen besetzten Rheinland verlassen. Es fuhr kein einziger Zug mehr. Offensichtlich hatten die Franzosen mit solcher Maßregel nicht gerechnet. Es dauerte Wochen, bis sie, — gchrzlich unzureichenden, — Ersah aus Frankreich herangeholt hatten. Begreiflich, bah fie alles versuchten, die deutschen Eisenbahner zur Wiederaufnahme des Dienstes zu bewegen. Zuerst lockte man mit glänzenden Versprechungen, dann folgten Drohungen und bald Gewaltmaßnahmen. Es setzten die Ausweisungen aus dem besetzten Gebiet ein. Damit nicht genug. Wo sich irgendwie nur der Schein eines Anlasses bot, schritt man, zu Verhaftung und Einkerkerung. Die Gefängnisse des ganzen Landes waren bald überfüllt. Das Folgende mag nach einem Einzelschicksal ein Bild geben davon, was aufrechte deutsche Männer damals in französischen Gefängnissen erlitten haben, nur weil sie treu ju Dienst und Pflicht standen. Die Darstellung ist der Auszug aus einer tagebuchartigen Riederschrift eines Eisenbahninspektvrs, der damals dem Bahnhof Gau-Algesheim bei Bingen Vorstand. Die Aufzeichnungen erfolgten sogleich nach der Entlassung aus dem Gefängnis. Sie sind ein Dokument deutschen Heldentums in deutscher Rot- -eit.--- 15. Mai 1923: Ahnungslos begab ich mich am 14. abends zur Ruhe. Kaum war es jedoch Tag geworden, als es mit Fausten heftig gegen die Zimmertüre polterte. Meine Frau und ich lagen noch zu Bett, sprangen sofort heraus und gaben Antwort. Trotzdem wir wußten, daß es Franzosen waren, fragte ich, wer draußen sei. »Sofort öffnen, sonst treten wir die Türe ein", rief es von draußen. Gleichzeitig traten auch schon mehrere Füße gegen die Türe, so daß ich rasch öffnete. Run stürzten drei Franzosen und ein deutscher Spitzel in das Zimmer und schrieen mich an. warum ich nicht sofort geöffnet hätte, jedenfalls hätte ich noch Schriftsachen beseitigt. Ich verneinte, während meine Frau protestierte, dah sie uns im Bett überfielen und einer Dame nicht wenigstens Zeit zum Ankleiden ließen. Sodann begannen sie mit der Durchsuchung der Wohnung, Schränke und Schubladen, fanden jedoch nichts. Alsdann eröffneten sie mir, ich müsse ihnen nach Mainz zur Demehmung folgen. Meine Frau könne mir noch Kaffee kochen, sie würden indessen noch einen Kollegen von mir holen. Rach- dem sie noch die Küche durchsucht hatten, entfernten sie sich bis auf einen Franzosen, der zu meiner Bewachung blieb. Er machte meiner Frau eine Andeutung, wonach diese nicht im Zweifel war, daß man mich ins Gefängnis bringen werde. 2ch übergab meiner Frau noch meinen Trauring und nahm Abschied, denn inzwischen war das Auto mit dem mitverhafteten Obersekretär W. vorgefahren. Run ging es fort nach Mainz. Um 7 Uhr kamen to:r im Polizeigefängnis an. Da saßen wir bis 1 Uhr, ohne daß sich jemand um uns kümmerte. Um 1 Uhr wurden unsere Verhaftungsbefehle ausgefertigt und es erfolgte die Ueberführung in das Mainzer Gefängnis. 2m Bureau wurden die Personalien ausgenommen, und danach wurden wir in die sogenannten Aufnahmezellen überführt. Das sind drei Zellen in unbeschreiblichem Zustand, in die alle Gefangenen erst ein bis zwei Tage hineingesperrt werden. Eine dieser Zellen wird also geöffnet, ein Stoß von hinten gibt uns den Dortritt, und donnernd schlägt die eiserne Tür hinter uns zu. Wir setzten uns auf die beiden Stühle und starrten uns an, sprechen konnten wir nicht, die Kehle war wie zugeschnürt. Ein widerlicher Geruch bringt in die Rase. 2n der Ecke steht ein Ab- Germer, Pfarrer in Großen-Linden. orttübel. feit Tagen übervoll: der Deckel kann nicht geschlossen werden. Die Wände und ein schmutziger Äroh'ack sind mit Kot beschmiert. Rach einiger Zeit kommt ein Franzose, jagt uns von den Stühlen und holl diese samt dem Tisch aus der Zelle. Run setzten wir uns aus den Fußboden. Unsere Ditte, den Kübel ausleeren zu dürfen, wurde abgelehnt. Aus Ekel dankten wir für die in schmutzigen Gesäßen dargebotene Abendsuppe. Die Rächt war fürchterlich. Dir hatten keine Ahnung, warum wir verhaftet waren. Wir froren, ich legte meinen Mantel auf die Erde, auf dem wir abwechselnd zu schlafen versuchten. Es ging aber nicht. Am nächsten Morgen wurde ich abgeholt zum Derhör. Es wurde mir vorgehalten. es lägen verschiedene Anzeigen gegen mich vor. „Wissen Sie, warum sich der Weichensteller Sy in Gau-Algesheim erhängt hat?" „Rein." „Sie wissen doch aber sicherlich, welche Vermutungen darüber umgingen.“ — „2a, daß er in der Angst, ausgewiesen zu werden und Haus und Hof zu verlieren, in geistiger Umnachtung die Tat beging.“ Darauf der Franzose: „Rein, er hatte sich bei uns zum Dienst gemeldet, und Sie haben das gewußt und ihn bedroht.“ 2ch stellte das entschieden in Abrede. Weiter wurde mir vorgehalten, ich hatte zusammen mit dem gleichfalls verhafteten Obersekretär den Widerstand gegen die französische Eisenbahnregie organisiert und in einer Versammlung die Teilnehmer bedroht, falls sich einer bei den Franzosen zum Dienst meldete. 2ch stellte alles in Abrede. Man stellte mir noch in Aussicht, daß ich sofort entlassen würde, wenn ich die Beschuldigungen zugestehe. Vergeblich. Man brachte uns wieder in unsere Zelle. Rachrnit- tags wurde ich nochmals vernommen. Run wurde mir vorgehalten, ich sei bestimmt in der Wohnung des W. gewesen, und man habe Zeugen, daß ich ihn aufgehängt habe, mindestens doch ihn in den Tod getrieben habe. Die Beschuldigung war so ungeheuerlich, daß ich darunter seelisch -zusammenbrach. Ich sollte ein Mörder sein! — Am Abend brachte uns ein deulschsprechender Franzose in eine Zelle im zweiwbersten Stock, gab jedem ein Leintuch und zwei Decken, eine Waschschüssel und zwei Eßnäpfe. Als am anderen Morgen die Zelle für einige Minuten geöffnet wurde, konnten wir uns mit unserem Zellennachbam bekannt machen. Cs war der Postverwalter von Weisenau. Gr erzählte, er sitze schon 72 Tage hier, und man habe ihn anfangs immer auf baldige Entlassung vertröstet. Darauf richteten wir uns hcüislich ein. Die Zellen wurden täglich nur breimaf für einige Minuten geöffnet, morgens um 8 Uyr zum Empfang von Kaffee, mittags und abends zum Essenempfang. Die sogenannten „politischen Gefangenen", etwa 50. alles Deutsche, lagen auf einem Stockwerk. Durch Vermittelung des Roten Kreuzes wurde erreicht, daß wir täglich um 2 Uhr auf dem Ge- fängnishof spazieren gehen, auch Lebensmittelpakete und Tabak in Empfang nehmen und Bücher aus der Gefängnisbücherei. Die schon Abgeurteilten bekamen noch einige Erleichterungen: mehrere Beamten der Cisenbahndirektion waren bar» i unter. Einmal die Woche durften uns unsere Frauen besuchen. Durch zwei Eisengitter auf zwei Meter voneinander getrennt, durfte man sich fünf Minuten unterhalten unter Aufficht eines Wärters. Einiges über meine Mitgefangenen: Ein mehr als 65jähriger war der Bürgermeister von W. Er litt furchtbar. Er konnte das Essen nicht vertragen, hatte immer Durchfäll und lag meist auf seinem Strohsack. Rach seiner Verurteilung kam er sogleich zur Entlassung, da die zwölfwöchige Untersuchungshaft ihm auf die Strafe ungerechnet wurde. Später erhielt er den Ausweisungsbefehl und erlitt dabei einen Schlaganfall. Seine 65 2ahre alte Frau kam danach ebenfalls für mehrere Wochen ins Gefängnis, weil sie dem Ausweisungsbefehl nicht sofort gefolgt war. Don der Handelskammer waren einige Beamte da, weil sie im Handelskammergebäude eine Post einge- BIkPD 81 120 sTAATSP 5 E^BAYP VP19 E°]dVP 4 EZJkAMPFFRONT^eÄt 53 HMnSDAP 288 Zusammen 647 Mandate, richtet hatten (die Reichspost hatten die Franzosen stillgelegt). Einer von ihnen wurde geschlagen und in die Dunkelkammer gelegt. Hier wurde er nach 24 Stunden fast verblutet aufgefunden. Er hatte einen Selbstmordversuch unternommen. Ein anderer Gefangener, ein höherer Beamter, hatte sich beschwert, daß ein Unteroffizier ihn geduzt hatte. Am nächsten Tage saß er dafür schon in der Dunkelkammer. Die im 2.mi eingelieferten „ Sabot ore" (Zerstörer der Eisenbahnen usw.) kamen eine Zeitlang mit uns auf den Hof. Dadurch erfuhren wir von deren Behandlung. Sie durften nicht schreiben, erhielten keine Pakete, litten Hunger und wurden geschlagen. Darunter war ein Student aus Magdeburg. Er war bei seinen Dernehmungen furchtbar mißhandelt worden und hatte darum zweimal versucht, sich das Leben zu nehmen. Da er Hunger litt, steckten wir ihm heimlich Lebensmittel zu. Dor seiner Verurteilung bat er seinen Verteidige^ nicht um Milde zu ersuchen und keine Revision einzulegen, da er den Tod der weiteren qualvollen Gefangenschaft vorziehe. Er wurde mit zwei Genossen zum Tode verurteilt, später jedoch zu lebenslänglicher Zwangsarbeit „begnadigt". Rach fünf Wochen erfolgte unsere Lieberführung nach dem Gefängnis in Wiesbaden. Hier sollte es uns sogleich übel ergehen. Alles wurde uns abgenommen, Messer, Löffel, Gabel, und uns vor die Füße geworfen. Die Zelle war ein schmutziges Loch, voller Mäuse und Ungeziefer. Die Aussicht führten Schwarte. Sie sahen höhnisch zu, wenn wir die Abortkübel schleppten und die Zelle reinigten ... Soweit der Auszug aus dem Tagebuch. Volle 9 Wochen dauerte noch die Qual des Gefangenen. Eine ordentliche Gerichtsverhandlung. fand nie statt. Eines Tages eröffnete man den Gefangenen, sie seien entlassen, und schaffte sie über die Grenze des besetzten Gebietes. Forderungen des Mehgergewerbes. WSR. F r a n k f u r t a. M., 6. März. Der Vorstand des Bezirksvereins ..Beide Hessen und Rassau", dem sämtliche Fleischertnnun- gen von Hessen und Hefsen-Ras- s a u angehören, beschäftigte sich in einer Vor- standssihung mit der Lage des Fleischergewerbes. Es wurde erflärt, daß der ungeheure Steuerdruck, der durch die Schlachtsteuer auf dem Fleifchergewerbe lastet, fallen müsse, wenn nicht zahlreiche Betriebe zum Erliegen kommen sollen. 2n einer Entschließung heißt es. „Von der Regierung fordern wir, daß es nicht bei den vor den Wahlen oft gehörten Beteuerungen bzgl. der Erhaltung eines gesunden Handwerkerstandes verbleibt, sondern daß auch durch gesetzliche Maßnahmen den naturnotwendigen Belangen , bes Fleischergewerbes Rechnung getragen wird." Es wurde darauf hingewiesen, daß die landwirtschaftlichen Hausschlachtungen dem Fleischerhandwerk eine schwere Konkurrenz machen und verlangt, daß jede landwirtschaftliche Hausfchlachtung als gewerbliche Schlachtung an- zufehen ist, wenn Fleisch ober Wurst hieraus an Dritte gegen Entgelt abgegeben wird. EG wurde erwähnt, daß in letzter Zett auch von Erwerbslosen Schlachtungen getätigt werden mit der Absicht, Fleisch an Dritte gegen Entgelt zu verkaufen. Auch derartige Schlachtungen seien als gewerbsmäßig anzusehen und müßten denselben Bestimmungen unterliegen, wie sie dem Fleischergewerbe in polizeilicher und hygienischer Hinsicht auferlegt feien. Es wird verlangt, daß die Schlachthofgebühren unter allen Um ständen abgebaut werden und die Ergänzungsschaugebühren nur von denjenigen zu entrichten sind, die eine Grgänzungsschau In Anspruch nehmen. Man erhofft von der Regierung Verständnis für die Rotlage deS Handwerks und erwartet, daß durch gesetzliche Maßnahmen der schrankenlosen Gewerbefreiheit Einhalt geboten wird. Ein Mittel dazu sei die Einführung der Handwerkerkarte. Gictzencr Wochcnmarktpreise. * Gießen, 7. März. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Süßrahmbutter 110, Landbutter 100, Kochbutter 80, Matte 20 bis 25 Pf. daS Pfund, ©iet, inländische, 9, Käse 5 bis 10 Pf. das Stück, Wirsing, gelb, 10 bis 12, grün 20, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 10 bis 12, Gelbe Rüben 10 bis 12, Rote Rüben 10, Spinat 30, iln* ter-Kohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 30 bis 35, Feldsalat 120 bis 150, Zwiebeln 10, Meerrettich 30 bis 50, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln 3, Aepsel 20 bis 30, Dörrobst 35 biS 40, Honig 40 bis 45, Rüfse 40, 2unge Hähne 70 bis 90, Suppenhühner 70 bis 80 Pf. das Pfund, Tauben 40 bis 60, Blumenkohl 30 bis 60, Salat 25 bis 30, Endivien 10 bis 30, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 15. Sellerie 10 bis 30 Pf. das Stück, Radieschen 25 Pf. das Bund, Kartoffeln 2,50 Mk. Daten für Dienstag, 7. März. 1829: der Afrikasorscher Eduard Vogel in Krefeld geboren; — 1922: der Mediziner Karl Ludwig Schleich in Saarow-Pieskow gestorben; — 1932: der französische Staatsmann Aristide Briand in Paris gestorben. „Was gewünscht wird". ?ius den Akten des englischen Patentamtes. Das englische Patentamt gibt seit einigen Zähren jährlich eine Schrift heraus unter dem Titel ..Was gewünscht wird“. Darin werden die Erfindungen aufgeführt, auf die nach den an das Amt ergangenen Mitteilungen die Menschheit wartet. 2n der neuesten Ausgabe sind nicht weniger als 895 solcher Wünsche aufgeführt. Gegen 400 davon werden als wirkliches Bedürfnis bezeichnet. Das 2nftitut weiß, wer die Erfindung begehrt und sie wissenschasllich ausnuhen mochte. 2n einigen Fällen ist auch schon ein Erfinder auf diese Weise mit dem Suchenden in Verbindung gebracht worden. Außerdem aber gibt es noch säst 500 schone 2been. deren Rotwendigkeit nicht so offen zutage liegt, die aber von regen Geistern ausgedacht, wenn' auch frellich noch nicht praktisch verwirllicht sind. Darunter befinden sich allerlei Sachen, die dem gewöhnlichen Sterblichen mehr seltsam als begehrenswert dünken. Gewiß, es wäre z. B. ganz hübsch, wenn man beim Kinobesuch unter seinem Sitz ein Behältnis fände, in dem man Hut und Mantel unterbringen kann; auch breite Armlehnen, auf die man sich stützt, wären erwünscht, und Vorrichtungen, um die Zigarre und anderes abzulegen. Aber es geht ja auch ohne das. Besonders zahlreich sind die frommen Wünsche, die sich auf die Kleidung erstrecken. Was denken Sie von einem selbstleuch- tenben Kragenknopf? Welch ein Labsal, wenn man im Dunkeln bieses unentbehrliche 2nftrumcnt der wrnnl chen Kleidung sofort finden konnte. Auch unz.rbrechliche Kragen mit nicht reibendem Rande wären nicht zu verachten. Ein Taschentuch, das auf der einen Seite weih und auf der andern farbig ist. würde als Schmuck sich ebenso trefflich erweisen wie im praktischen Gebrauch. Dringend gesucht wird eine Rasierklinge, die nie geschärft zu werden braucht. Zigaretten, deren Äsche nicht herunterfällt, Zigaretten mit leuchtendem Korkmundstück. die verhindern, dah der Rauchende im Dunkeln das falsch? Ende in den Mund steckt — auch das sind Ziele, des Schweißes der Edlen wert. Besonders eifrig un Wünschen sind die Hausfrauen. Eine Ma'chine. die bei Krabben die Hülle entfernt, scheint uns nicht so dringlich, ebenso ist auch ein mechanischer Spargelschäler nur in wenigen Monaten für die Küche vonnöten. Ein besonders ausgeruhter Kops ist der Genießer, der in seinem Bett eine Falltür anbringen mochte, damit er die Fühe auf den Boden setzen kann, wenn er im Bett seine Mahlzeit einnimmt. Ein anderer verlangt eine praktische Kratzvorrichtung, die alle Teile des Rückens erreicht. Wird es jemals gelingen, eine Maschine Hetzustellen, die dem Omnibus- schafsner unten anzeigt, wieviele Leute oben sitzen, so dah er nicht erst hinaufzugehen braucht? Ein Attentat auf die Ohren der Reifenden hat derjenige vor, der verlangt, daß die Stationen in den Abtellen durch Lautsprecher ausgerufen werden. Schon verständlicher ist der Wunsch einer alten Dame nach einem Apparat, der das Bellen eines Hundes nachahmt, so daß der Anschein eines Wächters hervorgerufen wird, „wenn es notwendig ist". Angenehmer wäre schon die Vorrichtung. die im Halsband untergebracht werden soll, um das Dellen eines Hundes zu dämpfen. Ein schlichterer Wunsch ist „der Regenschirm, den man nicht verlieren kann", und wirklich bahnbrechend für die Dichtung wäre „Papier mit vorgedrucktem Schema für die anzuwendenden Dersarten". Große Schauspieler in aller Welt. Wir haben heute vielleicht mehr gute Schauspieler als zu irgend einer anderen Zeit, und wenn es auch an Genies fehlen mag, die einen internationalen Rus besitzen, wie er früher großen Mimen zuteil wurde, so lebt uns doch etwa in Albert Bassermann noch ein Meister der älteren Generation, der es mit den bedeutendsten Schopsergestalten unserer Bühne aufnehmen kann. Freilich, von dieser deutschen Schauspiellunst ist verhältnismäßig wenig im Ausland bekannt, wo nur der Rame Reinhardts im leuchtenden Glanz am Ruhmeshimmel steht. Deshalb wird uns selbst das Urteil eines erfahrenen englischen Theatermannes, Charles B. Coch- ran, das er in einem Londoner Blatt über die besten Schauspieler von heute abgibt, nicht ganz maßgebend sein. Die Ramen der internationalen Bühne, die er nennt, sind aber immerhin interessant. Cochran geht von einem Gespräch mit Sarah Bernhardt aus, das er mit ihr wenige Monate vor ihrem Tode hatte. Man sprach über die großen Schauspieler, und die „göttliche Sarah" klagte beweglich über das Verschwinden der Heroen, die den Brettern erst ihre Weltbedeutung verliehen. Sie nannte damals Lucien © u i - try als den letzten der großen Schauspieler. „Wo sind sie heute hin?" rief sie, „England hat keinen 2rving, 2talien keinen Salvini, Amerika keinen Edwin Booth!" Cochran muh ihr damit zustimmen, daß die Epoche der schauspielerischen „Riesen" vorbei sei, und er erklärt das daraus, daß das klassische Drama heute nicht mehr so die Welt der Bühnen beherrsche wie in jenen vergangenen Tagen. Bei den Aufgaben, die der Scyau.pieler heute zu losen hat, kann er nicht die gewaltigen Spannungen entfalten, vermag er nicht alle seine Kräfte und Leidenschaften zu üben, wie dies für die Entfaltung seines ganzen Talentes notwendig wäre. Der Mime von heute, dem meist die Darstellung alltäglicher Menschen, abnormer Erscheinungen oder gebrochener Raturen obliegt, entbehrt das Training, das allein die gewaltigen Schöpfungen der Weltliteratur barbieten. Aber mit dieser Einschränkung gibt es nach der Ansicht Coch- rans eine unerschöpfliche Auswahl von guten Darstellern für jede Ausgabe, die man heute stellt. „Wenn man von mir verlangte", schreibt Cochran. „die schwierige Ausgabe zu losen, welche Schauspieler heute an der Spitze stehen, so würde ich sagen, daß die beste Schauspielerin der Welt Elisabeth Bergner ist und der jjjefte Schauspieler Werner Krauß, beides Deutsche. Rach Krauß würde ich einen sehr hohen Platz dem Amerikaner Alfred Lunt einräumen. Der beste Opernsänger der Welt ist Schaljapin, ein Russe. Dvonne Printernps ist hervorragend in allem, was sie angreift, und mit dieser Einschränkung würde ich als den größten Operettenkünstler Gitta A1P a r bezeichnen. Der beste Clown ist ©rock, ein Schweizer, der beste Komiker der Engländer George Rooey, und für die beste Exzentrik-Schauspielerin halte ich Cicely Courtneidge. Don hervorragenden Schauspielern. die sich im modernen Konversationsstück auszeichnen, hebt Cochran in Frankreich Dic- tor Boucher und Raimu hervor. Einzelne 1 Ramen aus der Londoner Schauspielerschar hütet er sich zu nennen, weil er keinem Anrecht tun will. Als die glänzendsten Gestalten der italienischen Bühne erscheinen ihm R u g g i e r i, die Tragödin Emma Grammatica und Maria Abda, die gleichmäßig ausgezeichnet im klassischen Drama wie in Rollen Pirandellos ist. Oer Letzte aus dem Zulu-Krieg. Wie aus 2ohannesburg in Südafrika gemeldet wird, ist der Letzte aus dem Zulu-Kneg vor 100 Jahren, Stephanus Molife, ein früherer Sklave, im Alter von 115 2ahren $u Ladysmith in Ratal gestorben. Er war noch ein lebendiges Zeugnis jener fernen Tage, in denen die Sklaverei blühte und die Zulus in den 2ahren von 1820 bis 1840 in blutigen Kämpfen gegen die Buren aufftanben unb sich bas Küstenland des jetzigen Ratal unterwarfen. An diesen Kämpfen hatte Molife als junger Mensch teilgenommen. Seine frühesten Erinnerungen gingen zurück bis zu dem Tag, da er als ein kleiner 2unge irgendwo in der alten Kap-Kolonie die Ziegen hütete. Da erschienen plötzlich drei Ochsenwagen, auf denen Duren durchs Land zogen. Molife hatte noch niemals vorher einen Weißen gesehen unb war zuerst erschreckt. Aber bald siegte die Deugierde über bia Furcht: er ging näher heran, unb als ihm einer der Männer ein Geschenk hinhielt, griff der 2unge danach, worauf er am Arm gepackt und in den Wagen hineingezogen wurde. Trotz seines Schrev- ens und Strampelns wurde er mit fortgeführt, und seitdem war er ein Sklave, der seine Eltern niemals wiedergesehen hat. Er wuchs in der Skla- verei auf, aber er sehnte sich immer danach^ in die Heimat zurückzukehren, und entfloh als junger Mann seinen Herren. Doch es war ein weiter Weg von Ratal, wohin ihn die Duren gebracht hatten, bis zu den Seinen in der Kcw-Kolonie, unb so gab er bie Suche auf und schloß sich den Zulu-Truppen an, bie gegen feine Feinde, bie Duren, kämpften. Er nahm teil an ber berühmten Schlacht am Blood-River, in ber bas Heer ber Zulus vernichtet würbe, entging aber glüÄich bem Tobe unb ließ sich schließlich in Labysmith nieber, wo er an ben Abhängen bes Ambulwana-Gebirges einnc kleine Sieblung grünbete. Hier hat er über 80 Jahre lang gelebt unb eine zahlreiche Familie um sich versammelt; er würbe reich unb mächtig unb herrschte in feinem Gebiet wie ein König. Lieferungsvergebung. Für die Provlnzial-Pflegeanstalt Ober- Hessen soll für die Zeit vom 1. April 1933 bis 31. März 1934 auf dem Wege öffentlicher Ausschreibung vergeben werden die Lieferung von: 1545D 1. Fleisch-, Wurst- und Fettwaren, 2. Backwaren, 3. Butter, 4. Milch und Eier, 5. Heizmaterial. Wir behalten uns vor, die Lieferung der Fleisch-, Wurst- und Fettwaren sowie der Backwaren evtl, in zwei Losen zu vergeben. Die Lieferungsbedingungen können auf unserem Amtszimmer täglich von 10 bis 12 Uhr vormittags eingesehen werden. Angebote. verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, sind bis zum 16. März 1933, vormittags 11 Uhr, einzureichen. Zuschlagsfrist 10 Tage. Gießen, den 4. März 1933. Direktion der Proolnzial-Pslegeanstalt. begeisterte Lichtspielhaus »Gießen Heute Dienstag Der Welt gröBtes Filmwerk ten Erfolg auf der ganzen Erde hatte — nnd Millionen Menschen an dem 150000 Personen mitge arbeitet haben — das den gröC // C2 I- N- Berlin- V hin-eoblllg (er, V'MM Innern Br- 5C von Blombe logsprasident S1 Iptedjung der V dieser Be|P* der Lrössnu gehandelt hoben. 3n her t gesetzeS. -es) Berlin, 7. Mmsterialdirek deutschen Send' sührte u. o. au heute nachmitt' kauzlers zusan nach den D nächst erstattet die durch die 1 Situation. De soll in der Zei ten. Die feier! Potsdamer Der Baum für nicht fest. Sie geordneten an Verden in der der katholischen finden. Reicht wird am tzrösi des Drohen eir 3n der Heuti hob der Reit daß nunmeh und Ausklörr keine politisä diese Volksan lenden Zenlr betonte der einer einhe und Cänö. Ermächtigung Verfassung Dzekanzler v.P inzler und de satwn den Sai bewundernzlvert Dasselbe tat & ^Kampffront, pmifter ®r. z, fa Ü6er die und H *6 5jben leine 5 Disziplin der iad Aeich nij Der Reichs i nur s J Men Tag- Öen der Aull KZ -ui Norge Ä"im K» 2'1- 3 Bfe» MC*11!" Sang. J.. ">M, L tz? ■?S- »es $$ *' und ein®81 ° halt un n "eu "UnS ««b'i, n jtr.57 § -SS sä; in Tonfassung. Hauptrolle RamonNoyarro Ferner: Auserwählt. Beiprogramm und die Ufa-Ton-Woche. Wegen des zu erwartenden Andranges zu den Abendvorstellungen bitten wir höflichst, nach Möglichkeit die ungekürzten Nachmittagsvorstellungen besuchen zu wollen. 1618 C Jugendliche haben Zutritt tiletovlnx Statt Karten! A A A A A fr n. A. ^rttttveuvremt besonders billige Tage 01461 für Röcke und Blusen! Gießen Gießen, Lonystr. IT Im März 1933 16ud billige Röcke stert nur »SM« GIESSEN 1625 A 91 16 rm Buchenscheiter l.Kl. 770 Wellen Buchenreisig geeignet, 2,50 m lang) 410 Fichten-Bohnenstangen 6 Eichenderbstangen (Deichseln) 27 2 14 Kataloge und Prospekte itoertdieBrührscne Druckerei prüft koftettlos alle gelieferten2lppa- rate (Scando-Waschmasch.)auch Gießen- Land. Besuchsanforderungen erbeten an: König, Kavlaneigasse 2, Telephon 4325. Frau Hedwig König geb. Spangenberg 1 5 34 12 28 34 7 14 1 Die Verlobung ihrer Tochter Sorte mit Herrn Dlpl.-Hüttenlng. Or. bet. rer. pol. Wilhelm Völker beehrt sich anzuzeigen. Brennholzversteigerung der Stadt Gießen. Mittwoch, den 8. März, bis einschließlich Samstag, den 11. März 1933 ZDanen-Bock • aus englischartigem Stoff, mit moderner Faltengamierung .. 3Damen-Boek • aus reiner Wolle, marine, in sich gemu- Melne Verlobung mit Fräulein Oörie König, Tochter des verstorbenen BankdirettorS Herrn Gustav König und seiner Frau Gemahlin Hedwig, geb. Spangenberg beehre ich mich anzuzeigen. Or.be-. Wilhelm Völker Durch günstigen Einkauf haben wir ein begrenztes Quantum moderner Damen-Röcke und -Blusen außer» ordentlich vorteilhaft erstehen können. Da es sich nur um 250 Teile handelt, haben wir den Verkauf auf vier Tage eingestellt und zwar von Freitag, den 10. März 1933, 97, Uhr, aus den Abteilungen 2, 3, 7, 8, 9, 10, 16, 19, 21, 23 und 33 (Fernewald) und 90 und (Stadtwald), Försterei Hochwart: 3 Cripe Marat-Blase • Kunstseide, mit langem Arm, in guter Verarbeitung...... 4Cr6pe Haroo-Blnse • Kunstseide, m. Hohlsaum und Knopfgarnierung ........... Bekanntmachung. Am 8. März 1933 findet eine Schweinezwischenzählung in den Gemarkungen Gießen und Schiffenberg statt. Die Schweinebesitzer haben den Zählern die notwendigen Angaben bezüglich ihrer Schweinebestände bereitrpilligst zu erteilen. Auf die Bekanntmachung des Kreisamtes Gießen, angeschlagen in den Aushängekasten der Stadt Gießen, wird besonders hingewiesen. Gießen, den 6. März 1933. 1608C Bürgermeisterei Gießen. I. B.: Dr. Rosenberg. Hainbuchenscheiter l.Kl. Eichenscheiter l.Kl. Kiefernscheiter l.Kl. Fichtenscheiter l.Kl. Buchenknüppel Eichenknüppel Kiefernknüppel Fichtenknüppel Aspenknüppel 4Damen-Boek • aus la reinwollenem Rips od.Afgalaine.be- sonders schöne Qual IDamen-Bock • aus Halbw„ in blau und braun.....nur A Trikot-Bluse ■■ in verschied. Farben, m. langem Arm, nur 2 Trikot-Charmeuse- ■ Bluse, besond. schöne QuaL.m. 1g. Arm.auch in schw. als TrauerbL Zusammenkunft: Kreuzung Hauptschneise Kreisstraße Annerod—Steinbach. 1617C Das Holz aus den Abt. 3, 7, 8, 9, 10 um, 33 (Fernewald) und 90 und 91 (Stadtwald) kann nicht vorgezeigt werden. Gießen, den 6. März 1933. Bürgermeisterei Gießen. 9. B.: Dr. Rasender g. W nähen - sticken - kurbeln - zeichnen machen Hohlsaum - Wir fertigen Gardinen und Matratzen an 1455 a Hays der Handarbeit3^ 4 auffallend billige Blusen Mittwoch, den 8. März 1933, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich dahier, Neuenweg 28, „Zum Löwen", zwangsweise gegen Barzahlung: 1616D 1. Büfetts, Kredenzen, Schreibtische Bü- cherschränke, Schreibmaschinen, Chaiselongues, 1 Pianino, 1 Elektromotor, 1 Bohrmaschine, Radios, 1 Registrierkasse, 1 Pritschenwagen, 2 Schäftesteppmaschinen, 1 Kassenschrank, Weihbinderbürsten, Anstreichpinsel, Photoapparate, 1 Dro- genschrank, Warenschränke, Ladentheken, 9 Bände Helmolts Weltgeschichte, 1 Photographin, 3 Bücher Orbis Terarum. 2. An Ort und Stelle (Bekanntgabe im obigen Lokal): 1 Eichenstamm (5 m lang, zu 8 Brettern geschnitten), 200 Mistbeetfenster 1 La- dentheke mit Schubkasten und Ausstel- lungskasten. Junker Gerichtsvollzieher in Gießen Wielecker Weg 16 — Telephon 3388 Donnerstag, 9. 3., nachmitt. 4 Uhr irn Bealgymnasium Schulfeier m.Chor-, Orchester- u-Einzel- darbietung.Freunde d. Anstalt sind herzlichst eingelad. isiod I Empfehlungen | 6tttne6eriBfle 3Pkund 40Pfennig alle anderen Sorten SeeWe billigst bei leiaD A.KocbNachflg. MAusburg 15,Tel.3612 Halbdaunenbett mit Kissen 15.—Mk. Preist, gr. Kirschberg. Berlin W 30. Asbest- Platten 1,2,8,4 und 5 mm, wieder am Lager. 204 D CarlSchunck Leupin Creme und Seife vorzügliches Hautpflegemittel, seit Jahren glänzend bewährt bei Hechle,Mn Ausschlag, Krätze, Hämorrhoiden, Beinschäd., Wundsein usw. {t020 V Löwen Drog. W.Kilblnger Nacht, Selters weg 79a; Drog. Wlnterhoff, Kreuzplatz 10: Kreuz-Drogerie A. Noll, Bahnhofstr. 53, Med^Drogerle H. Elgee; Seitenweg Ha, rm Eichenknüpoelreisig „ Fichtenknüftpelreisig „ Birkenknüppel (für Naturbänke Verkäufe | Gebr., verstellbares Kinderputt zu verkaufen, 01440 Franktartar Str. 8, P. Eich! Schreibtisch billig -.verkauf.0145« Friedrichstraße 9. Gut erh., 2mal getragener dunkelbl. Konürmations-Anzug billig-.verkauf, ouss KlUebrandstraB.12, II la Eicheii-IMolz ä rm 4 Mk. ab Hof sowie 1100D Eldi.PIlalterklOlze laufend abzugeben. Äul. Wellböser,Tel. 2313, Maro.Str. 24. I Verschiedenes I Gilb.Llhr Name inn. eingrav. verloren. Sloiug. a. d. Fundbüro. 01452 Bekanntmachung. Betr.: Baulandumlegung Wilhelmstraße— Aulweg—Wartweg der Gemarkung Gießen. 1606C Nachdem die Vorarbeiten für die Baulandumlegung über die Grundstücke Flur V, Nr. 167"/ioo, 1685/io, 172, 173, 174. 175, 1755/io, 176, 177, 1776/io, 1783/io, 178«/», 1786/io, 1780/io, 1787/io, 17821/ioo, 17823/ioo, 17825/ioo, 178”/ioo, 179, 180, 181, 182, 183*/io, 1835/io, 184 V10, 185 V10, 188"/i°, 1886/io, 189, 1901/«, 1931/«., 233, 236, 237, 238, 239, 240, 241*/io, 241B/io, 2421/io, 2423/io, 2425/io, 2427/io, 2429/10, 243, 244, 245 246, 247, 2505/io, 251, 2538/io, 256, 257, 258, 259, 260, 355'/.°, 3556/io, 356, 3561/10, 357, 358, 36(1 361, 368 369, 372 der Gemarkung Gießen offengelegen haben, bringen wir hiermit zur angemeinen Kenntnis, daß am Donnerstag, dem 23.MSrz 1933 vormittags 9 Uhr in dem Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer Nr. 6, zu Gießen über die vorgebrachten Wünsche und Einwendungen verhandelt wird. In der Tagfahrt wird auch die Wahl der von den Grundeigentümern zu wählenden Mitglieder des Umlegungsausschusses — ein Vertreter der beteiligten Grundeigentümer und ein Sachverständiger für die Bewertung der Grundstücke — und deren Stellvertreter vorgenommen. Die Wahl erfolgt mit Stimmenmehrheit bi anwesenden Grundeigentümer und bei Stimmengleichheit durch das Los. Wenn in der Tagfahrt Grundeigentümer der Umlegung widersprechen, so hat dem Umlegungsausschuß außerdem ein von diesen Grundeigentümern zu wählender Vertreter anzugehören. Die der Umlegung zustimmenden und widersprechenden Grundeigentümer wählen ihre Vertreter und deren Ersatzmänner dann in getrennten Wahl- Sängen. Alle Beteiligten werden eingeladen, sich hierzu einzufinden. Gießen, den 4. März 1933. Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Or, Hamm. Zwangsversteigerung 70*30 Am Donnerstag, dem 16. März 1933, vormittags 10 Uhr, wird im Amtsgerichtsgebäude zu Gießen, Zimmer 112, das im Grundbuche von Gießen a) dem Heinrich Weber in Gießen zu 7,. b) der fiaroline Weber, geb. Carle, dessen Ehefrau, zu % zugeschriebene Anwesen Friedrichstraße 3 Flur 6, Nr. 1052/io = 192 qm hofreite, । geschätzt 21 840 Reichsmark, versteigert. Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel Bergstraße 20, Stadthaus, zur Einsicht ausgehängt. 1367D Gießen, den 22. Februar 1933. I. A. des Amtsgerichts Gießen: Leo, Ortsgerichtsvorsteher. Preußen« Kommunalwahlvorschläge in der Bürgermeisterei Rechtenbach. J Groß-Rechtenbach, 6. März. Für die am 12. März stattfindende Neuwahl der Amtsvertretung des AmtesRechten- bad) sind folgende Wahlvorschläge eingereicht worden: Rationalsozialistische Deutsche Arbeiter-Partei: Johannes Engel VII., Landwirt, Hörnsheim. Friedrich Engel IV., Landwirt, Lützellinden, Friedrich Roth, Landwirt, Grotz-Rechtenbach, Friedrich Bach III., Landwirt, Hochelheim, Wilhelm Seipp, Landwirt, Ebersgöns, Karl Kinzenbach, Kaufmann, Münchholzhausen, Karl Mack, Schlosser, Riederkleen, Anton Knorz, Dreschmaschinenbesiher, Volpertshausen, Karl Glaum, Landwirt. Vollnkirchen, Karl Mack, Anstreicher meister. Dornholzhausen, Wilhelm Köhler I., Landwirt, Oberkleen, Friedrich Hölß, Maurer, Weidenhausen, Wilhelm Petry. Landwirt, Reihkirchen, Heinrich Müller, Landwirt, Klein-Rechtenbach, Wilhelm Spieß II., Wagnermeister, Groh-Rechtenbach, Wilhelm Langsdorf, Landwirt, Groh-Rechtenbach. Sozialdemokratische Partei: Wilhelm Amend, Zimmermann, Münchholzhausen, Hermann Ludwig, Eisenbahner, Lützellinden, 2o- fef Heppert, Arbeiter. Hochelheim, Wilhelm Eckhardt, Arbeiter, Hochelheim, Albert Köhler, Arbeiter, Münchholzhausen. Georg Gilbert II., Arbeiter. Lützellinden, Heinrich Müller, Arbeiter, Hochelheim, Karl Gümbel. Schaffner. Lützellinden. Kommuni st ischePartei: Friedrich Müller. Maschinist, Münchholzhaufen. tigkeit beider Urteile erster Instanz ergab, wurden beide Berufungen zurückgewiesen. Dem wegen Diebstahls Verurteilten gewährte das Gericht bedingten Strafaufschub. • G. A.-Sport. Berbandsspiel-Ergebniffe aus dem Gau Gießen-Wetzlar. Bezirksklasse I (Gruppe Lahn): VfB. Gießen — Frohnhausen 1:1 (0:0); Breidenbach — Bottenhorn 6:3; Ockershausen — 1900 Gießen ausgefallen; Platz nicht bespielbar. Dezirksklasse II: Löhnberg — Bissenberg 1:2 (0:2); SC. Wetzlar — Diskirchen ausgefallen; Aßlar — Oberbiel ausgefallen; SV. Wetzlar II — Burgsolms 4:2 (2:1); VfB. Gießen II — .Butzbach 2:5; Laubach — Leihgestern nach 32 Minuten Spieldauer abgebrochen, Platz nicht mehr bespielbar; Lollar — 1900 Gießen II ausgefallen. Gauklasse I: Steinbach — Dutenhofen 4:2 (2:1); Ulm — Holzhausen 6:0 (3:0); Burgsolms II — Rauborn 2:4 (0:2); VfB. Gießen III — Lich 1:1 (0:1) für Lich gewonnen; Grohen-Buseck — Butzbach II ausgefallen; Garbenteich — 1900 Gießen III für Garbenteich gewonnen, 1900 nicht angetreten; Wieseck — Heuchelheim 1:2 (0:2). Gauklasse II: Waldgirmes — VfL. Wetzlar 10:2 (7:2); Krofdorf — 1900 Gießen IV ausgefallen; Lollar II — Steinbach II ausgefallen; Hochweisel — Muschenheim ausgefallen. Wettervoraussage. Der isländische Sturmwirbel hat sich sehr schnell südöstlich ausgebreitet und durch seine aufgleitende Warmluft nach klarer Rächt Bewölkungsaufzug und auch etwas Regen verursacht. Von der Biskaya her steigt aber das Barometer an. Kleine Strafkammer Gießen. * Gießen, 3. März. In der ersten Sache, die heute zur Verhandlung stand, handelte es sich um einen Bettler, der vor einiger Zeit hier in Gießen eine Frau, bei der er gebettelt hatte be- droht und belästigt hatte. Das Amtsgericht hatte ihn deshalb zu der höchst zulässigen Haftstrafe von 6 Wochen verurteilt, außerdem mit Rücksicht auf feine erheblichen Vorstrafen auf Üefoertocifung an die Landespolizeibehörde gegen ihn erkannt. Seine Berufung, die sich lediglich gegen die Lieberweisung an die Landespolizeibe- yörde richtete, wurde zurückgewiesen. Die zweite Sache betraf einen Autounfall. Der Angeklagte war wegen Verschulden dieses Unfalls zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Da er die Rücknahme seiner Berufung, die er offenbar lediglich mit Rücksicht auf die gegen ihn zu erwartenden zivilrechtlichen Schadenersatzansprüche eingelegt hatte, in Aussicht stellte, wurde der Termin abgesetzt. In der dritten Sache war ein Angeklagter von einem auswärtigen Amtsgericht zu einer Geldstrafe verurteilt worden, da er feine Frau durch einen zum Fenster hinaus abgegebenen Schutz mit einem Revolver bedroht hatte. Zur Rechtfertigung feiner Berufung brachte der Angeklagte vor, dah er lediglich mit einer kleinen Kinderpistole geschossen habe, allerdings um seine Frau zu erschrecken. Da auch schon darin eine Bedrohung im Sinne des Strafgesetzbuchs zu erblicken ist. mutzte seiner Berufung der Erfolg versagt bleiben. Auch in den beiden letzten Sachen war die von den Angeklagten eingelegte Berufung ohne Erfolg. In einem Fall war ein Arbeitgeber wegen fahrlässigen falschen Ausstellens einer Arbeitsbescheinigung zu einer Geldstrafe, im anderen Fall ein Schäfer toegen Diebstahls geringwertiger Gegenstände zu einer kurzen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Da die Beweisaufnahme die Rich- bei Heiserkeit Katarrhe der Schleimhäute des Rachens und des Mundes, bei Mandelentzündung (Angina) und Erkältungen. Ein Vorbeugungsmittel gegen Ansteckung (Grippe etc.). Ausgezeichnet für Raucher, welche stark zu Rachenkatarrh neigen, für Sänger, Redner etc. Beutel 25 Pfg., Dose 72 Pfg. Prospekt u. Probe gratis. Max Elb, A.-O., Dresden Kirchliche Nachrichten Evangelische Gemeinden. Mittwoch, den 8. Mär- 1933. Iohanneskirche. 18 Uhr: 2. Passionsandacht. 93fr. Bechtolsheimer. — ttlein-Linden. 20: Passions-Andacht. so daß der Störungseinflutz sich nicht stärker auswirken wird. Allerdings gelangen von Westen her ozeanische Luftmassen nach dem Kontinent, die zu Rebel- und Wolkenbildungen, stellenweise auch noch zu Riederschlägen führen. Mit dem ansteigenden Luftdruck wird aber später Beruhigung und aud) wieder Aufklaren einsetzen. Aussichten für Mittwoch: Neblig und bewölkt, auch kurz aufklarend, noch ziemlich mild, doch nachts Temperaturrückgang bis in Gefrierpunktsnähe, vereinzelt etwas Niederschlag. Aussichten für Donnerstag: Wechselnd bewölkt mit Aufklaren, Temperaturen wenig verändert und meist trocken. Lufttemperaturen am 6. März: mittags 5,8 Grad Celsius, abends 0,8 Grad; am 7. März: morgens 0,9 Grad. Maximum 6,4 Grad, Minimum —0,6 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 6. März: abends 2,3 Grad; am 7. März: morgens 0,5 Grad Celsius. — Niederschläge 0,1 mm. — Sonnenscheindauer V/2 Stunden. Herstellerin der BiOX-ULTRA-ZAHNPASTA JC-HMUCKER.