Nr. 286 viertes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhessen)Mittwoch, 6. Dezember (955 Z.S.dachsWeihliach1sora1onum 3ur bevorstehenden Aufführung des Gießener Konzertvereins. In der Zeit des neu erwachten deutschen Volksbewußtseins lenkt sich der Blick ganz besonders auf die Werte, die tief in der deutschen Seele fundiert sind. Zumal die Art, wie wir als Deutsche das Weihnachtsfest erleben und dementsprechend feiern, kündet überall von überkommenem germanischem Volksgut. Da ist es nicht bloßer Zufall, wenn von den maßgebenden Stellen in Berlin besondere Einführungswochen für das deutsche Weihnachtslied und das Weihnachtsspiel veranstaltet werden; denn diese beiden Quellen lassen immer wieder aufs neue erkennen und ermessen, mit welcher Gemütstiefe und religiösen Innigkeit unsere Vorfahren -sich das weihnachtliche Mysterium angeeignet haben. Unter dem Eindruck dieser neuen Besinnung tritt es besonders auffallend hervor, wie stark gerade das Weihnachtsoratorium von Joh. Seb. Bach in der Volksverbundenheit des weihnachtlichen Empfindens verwurzelt ist. Sehr häufig begegnen uns hier in diesem Werk Anschauungen, die noch die lebendige Verbindung mit den alten Weihnachtsspielen, den Liedern und volkstümlichen Gebräuchen aufzeigen. Klingt doch das langgeübte Kindelwiegen der alt- i Kirche in der Altarie „Schlafe, mein Liebster" nach. Die Gestalten der Wirten sind in ihrem Denken und in ihrem Handeln stark in volkstümlichem Sinne beeinflußt. Wie im alten Weihnachtsspiel so gebührt auch bei Bach die bevorzugte Stellung dem Hirten, daß er zuerst das Christkind vor allen andern begrüßen darf. Entspricht nicht die Arie „Frohe Hirten, eilt, ach eilet ‘ dem Sinn der vielen alten Weihnachtsgesänge, die zum Eilen nach Bethlehem auffordern? Oder gar, wie die Hirten ihrer Freude durch Musi- zieren Aufdruck geben in der unvergleichlichen Sinfonia. Daß der „Große Herr und starke König" in der harten Krippe liegen muß, ist das nicht ein typisch deutscher Zug im Erfassen und Begreifen des weihnachtlichen Wunders? Wenn uns in der heutigen Welle des inneren Ausbruchs immer klarer zum Bewußtsein gebracht wird, wie sehr der schaffende Künstler aus dem Volkstum heraus und im engsten Kontakt mit dem Litwinow bei Mussolini. Verkehrsmlenichl durch Spielzeugmodelle Ein Bild von der Unterredung zwischen Litwinow und Mussolini. Oie Geireideschlachi ist gewonnen. Von unserem römischen E.-Korrespondenien Rom, Ende November. Nach achtjährigem Ringen mit der Scholle hat die Bauernarmee Mussolinis nun die Schlacht gewonnen, einen Sieg errungen, wie er stolzer nicht gedacht werden kann. Denn wenn nach einem Ducewort die schönsten Waffen die Traktoren sind, so muß die Getreideschlacht einer der schönsten Waffenerfolge sein. Von diesem Sommer ab hat das italienische Volk Brotfreiheit, es ist nicht mehr auf das Ausland angewiesen. Und das war der tiefere Sinn des Befehls, der zur Verfügung stehenden Erde 80 Millionen Doppelzentner Getreide abzuringen; die geschäftliche Einsparung kam erst in zweiter Linie, wenn auch dieser Posten mit 5*/2 Milliarden Lire, die bisher für zusätzliche Korneinfuhr ins Ausland abflossen, tm Buche stand. Eine Summe also, die mehr als das Doppel te dessen ausmacht, was der Fremdenverkehr ins Land bringt. Das läßt sich hören, der Finanzminister ist zufrieden. Aber Mussolini dachte vor allem an die Kriegsnot, an das Menetekel des ausgehungerten Deutschland, an die bösen Tage des Jahres 1918, als der italienische Generalstab nicht mehr an der militärischen Überlegenheit, wohl aber an der Möglichkeit zweifelte, die Truppen im fünften Kriegswinter zu ernähren. Nicht nur das Schicksal Englands hing damals an einem Haar, auch Italien wäre durch eine letzte Offensive der deutschen Unterseeboote vernichtet worden, mußte doch der Volkskörper sozusagen schon künstlich ernährt werden, durch Zufuhren über See. Noch im Jahre 1921 kannte man in. der Umgebung Roms die Brotkarte, die Zuckerkarte, und Del wurde im Lande der Oliven mit Gold aufgewogen. Damit eine solche Todesgefahr nicht mehr wieder- kehre, verlangte Mussolini die Selbstversorgung, die Getreidevermehrung in einem Augenblick, wo in anderen Ländern schon das Gespenst der Ueber- produktion umging. Er ließ sich nicht entmutigen, als ihn die Wirtschaftstheoretiker einen Narren schalten, weil man in Amerika das Getreide schon verbrenne, und als in Nom die internationale Getreidekonferenz zusammentrat, um die Preise zu retten, erklärte er kühl, ihm komme es eher a u f das Brot an. Er könne kein Unglück darin sehen, wenn es dem Menschen endlich gelungen sei, für alle Hungrigen das wichtigste Nahrungsmittel zur Genüge, ja im Ueberfluh zu beschaffen. Der lieber» fluß scheine ihm mehr ein scheinbarer zu fein, ein Beweis für mangelhafte Verteilung des Gottesgutes. In Italien jedenfalls gehe die Getreideschlacht weiter, bis das Ziel erreicht sei. Da sahen sich die Brotpreisherren entgeistert an und gingen kopfschüttelnd auseinander. Viele hatten nicht verstanden, daß Mussolini durchaus nicht eine Vermehrung der Anbaufläche forderte, sondern nur eine intensivere Ausbeutung durch technische Vervollkommnung und rationelle Bewirtschaftung. In der Tat bedecken die heutigen Kornfelder eine etwas geringere Fläche als im letzten Friedensjahr. Aber der Bauer hat gelernt, der Schalle das Maximum abzugewinnen. In den fünf Jahren vor dem Kriege betrug die italienische Erzeugung rund 49 Millionen Doppelzentner, vor Beginn der Getreideschlacht 51 Millionen, während derselben ergibt der Jahresdurchschnitt 66 Millionen bis 1931, dann steigt er auf 75, auf 81 003 200 Doppelzentner, die ganze Ziffer der heurigen Ernte. Und Mussolini kündigt den Erfolg mit schlichten Worten an: „Die heurige Ernte bedeutet den Sieg der Getreideschlacht, ich danke den Bauern und rufe sie auf zu einer neuen Schlacht, der B o d e n s ch I a ch t." Das heißt, jetzt kommen die anderen Feldfrüchte dran, Wein und Del, Hafer und Gemüse, schließlich die Verbesserung der Viehhaltung. Wer zweifelt, daß auch hier der Erfolg nicht ausbleiben werde? Mit dem Vollproduktion ist freilich erst dem Verbraucher, noch nicht dem Erzeuger geholfen, der fein Augenmerk auf den Preis richten muß. Die Regierung reguliert daher den Markt durch weise Anhäufung und Verteilung des Nationalvorrates, sie gibt den Erzeugern Vorschüsse (80 Lire für den Doppelzentner), sie lenkt beizeiten den Energieüber- schuß — wie oii5 dem neuen Befehl Mussolinis erhellt — auf andere Arbeitsfelder. Durch die korporativen Organe hofft sie eine ausgleichende Bodenbewirtschaftung zu erreichen Volkserleben feine Werke Gestalt werden lassen muß, hier im Weihnachtsoratorium besitzen wir das Zeugnis eines Großen, das in innigster Verbindung mit den Anschauungen und Empfindungen des Volkes erstanden ist, und das mit strenger Wahl unter den gebotenen Kunstmitteln sich zu vollendeter Ausdruckshöhe erhebt. Das Weihnachtsoratorium schließt sich mit seiner Handlung an den biblischen Text an. Es folgt dabei aber nicht der Ueberlieferung des italienischen Oratoriums in der Durchgestaltung des Textes, sondern es gliedert sich nach der Maßgabe der Perikopen für Die drei Christtage, den Neujahrstag, den Sonntag nach Neujahr und das Epiphaniasfest in sechs Teile. Jeder Teil kann als für sich abgeschlossene Festmusik für jeden der sechs Feiertage gelten. Dennoch wird man nicht von sechs einzelnen Kantaten sprechen können, da sich das Geschehen über den geschlossenen Festkreis der zwölf heiligen Nächte vom ersten Weihnachtstage bis zum Dreikönigstage mit feiner Handlung erstreckt; eine Zeit, die auch schon vor der Einführung des Christentums bei den Germanen als eine heilige galt. Das Schaffen Joh. Seb. Bachs vor der Abfassung des „Anno 1734 im 50. Jahre des Verfassers" komponierten Weihnachtsoratoriums war verschiedentlich den Ereignissen am sächsischen Hofe gewidmet. Es sind uns u. a. drei solcher Gelegenheitswerke bekannt; so ein Dramma per musica „Herkules auf dem Scheidewege" zur Feier des Geburtstages des sächsischen Kronprinzen (1733); ein Dramma per musica zu Ehren der Köniain: „Tönet, ihr Pauken, erschallet, Trompeten" (1733) und ferner eine Begrüßungskantate für den Besuch des Königspaares in Leipzig (1734). Aus diesen drei Werken entlehnte Bach nebst anderen Quellen eine Reihe von ihm besonders wertvoll erscheinenden Chören und Arien und nahm sie unter Angleichung des Textes in das Weihnachtsoratorium hinüber. Dies konnte namentlich bei den Chören unbedenklich geschehen als Trägern einer allgemein charakterisierenden Stimmung; noch dazu, wo Bachs weltlicher Stil letzten Endes doch feiner geistlichen Musik aufs engste verwandt erscheint. Die freudige Festlichkeit des Eingangschores im Weihnachtsoratorium deutet mit den beginnenden Paukenschlägen und den Trompetenfantaren noch aus den Urtext, „Tönet, ihr Pauken, erschallet, Trompeten!" hin. Aehnlich steht es mit der Musik Eine Gruppe von Schulkindern bei der Besichtigung der Amsterdamer Verkehrs-Ausstellung. An Hand eines niedlichen Liliput-Modells werden die Kinder von einem Schutzmann belehrt, wie sie die Straße zu überqueren haben. Das ÄMndherbergswcrk unter neuer Führung. Tagung des Gaues Main Rhein-Lahn-Zulda im Reichsverband für Deutsche Jugendherbergen. Frankfurt a. M., 4. Dez. (WSN.) Im „Haus der Jugend" hielt der Gau Main-Rhein- Lahn-Fulda im Reichsverband für Deutsche Jugendherbergen seine 12.Jahresversammlung ab, zu der der Führer des Reichsverbandes R o d a tz als Vertreter des Reichsjugeiid- führers, sowie Bürgermeister Li n d e r und verschiedene Vertreter der Behörden erschienen waren. Stadtrat I a s p e r t, der bisherige Vorsitzende des Gaues, begrüßte die Gäste und Ortsgruppenführer und wies darauf hin, daß die bisherige Arbeit stets der Erreichung der nationalen Einheit gedient habe. Darauf wurde der Geschäftsbericht für das Jahr 1932 vorgelegt, aus dem zu entnehmen ist, welche Fülle von Arbeit geleistet wurde, um das Jugendherbergswerk voranzutreiben. Die Geschäftsstelle hatte allein 6356 Postausgänge zu verzeichnen. Die Zahl der Ortsgruppen beträgt gegenwärtig 35 mit 5006 Mitgliedern. Der Gau verfügt gegenwärtig über 72 Jugendherbergen, die im Jahre 1932 insgesamt 191 453 Uebernadjtungen aufzuweisen hatten, ein Zeichen, daß sich die Jugendherbergsbewegung immer mehr durchsetzt. Stadtrat I a s p e r t schilderte die Entwicklung, die die Jugendherbergsbewegung im Gau Main-Rhein- Lahn-Fulda seit 1920 genommen hat. Er ging dabei auch auf die Zeit vor dem Kriege ein, wo der Ausschuß für Ferienwanderung bereits versuchte, auf einer etwas breiteren Basis gemeinsame Wanderungen durchzuführen. Heute stehe die Iugend- herbergsbeweaung an einem Wendepunkt; die junge Generation übernehme das begonnene Werk, um es machtvoll weiterzuführen. Der Vorstand legte darauf feine Aemter nieder, und Stadtrat Jaspert übergab dem Gebiets- zum Beginn des dritten Weihnachtsfeiertages. Unter den Arien sei beispielsweise das Wiegenlied „Schlafe, mein Liebster..." hervorgehoben, einst ein Schlummerlied der Wollust aus der „Wahl des Herkules". Wie sorgfältig Bach bei der Behandlung entlehnter Stücke verfuhr, läßt diese Arie erkennen. Ursprünglich in B-Dur für Sopran gedacht, transponierte sie Bach nach O-Dur für die mütterlich klingende Altstimme. Jeder einzelne der sechs Teile des Weihnachtsoratoriums, von denen die ersten drei, das Weihnachtsgeschehen umfassend, jetzt in Gießen zur Ausführung gelangen, bildet für sich ein geschlossenes Ganzes. In dem ersten und zweiten Teil entsprechen Eingangssatz und Schlußsatz einander in der instrumentalen Einkleidung und in motivischer Wiederkehr; der dritte Teil wiederholt seinen Eingangschor als rahmenden Abschluß. Angesichts der im ruhigen Fluß sich dahinziehen- den, jedem Hörer durchaus vertrauten Handlungsereignisse war reiche Gelegenheit für die Einschaltung betrachtender Teile gegeben. Die Chöre, die aus dem Geschehen heraus wachsen, wurden zu besonderen schöpferischen Momenten. So der Engelschor „Ehre sei Gott" mit seiner bannenden Gegensätzlichkeit des musikalischen Erfassens und der thematischen Gedrungenheit in feinem inneren Reichtum: so der Hirtenchor „Lasset uns gehen gen Bethlehem" mit der Bildhaftigkeit feiner Melodik. Mit Innigkeit erfüllt und von besonderem musikalischen Farbreiz durch die begleitenden Oboen ist das betrachtende Baßrezitativ „So geht denn hin, ihr Hirten". Ebenso erhält der mit Baßrezitativen durchwobene Sopranchoral „Er ist auf Erden kommen arm" durch die obligaten Oboen (Hirtenschal- meien) ein eigenes klangliches Gepräge. Zum Träger innerer Reflektion werden die Choräle. Aus tiefsinnigem Dämmerlicht des Ahnens erklingt der Adventschoral „Wie soll ich dich empfangen" in der gleichen Melodie mit „0 Haupt voll Blut und Wunden"; dieselbe Melodie, die auch im Schlußsatz des sechsten Teiles, also am Ende des Werkes, symbolisch wieder erscheint. Charakteristische Ausdruckswerte vermitteln die schon oben erwähnten Schlußchoräle des ersten und auch des zweiten Teiles. Hier die festlichen Trompeten als Nachklang der varausgehenden Königsarie; dort die vereinigten Engels- und Hirtenchöre, im begleitenden Orchester das Gegenstück zu der Sinfonia am zweiten führer beim Stabe des Reichsjugendführers, G e i ß s l e r, die Führung des Gaues. Geißler nahm die Führung an und versicherte, daß er seine Pflicht tun werde auf dem Platze, auf den er gestellt sei. Er ernannte bann den bisherigen Vorsitzenden, Stadtrat Jaspert, der sich um die Jugendherbergsbewegung außerordentlich verdient gemacht hat, zum Ehrenvorsitzenden und gab der Hoffnung Ausdruck, daß Stadtrat Jaspert seine reichen Erfahrungen auch weiterhin zur Verfügung stellen werde. Nach der Verlesung der neuen Satzung, die nom Reichsverband ausgearbeitet worden sind, ergriff der Führer des Reichsverbandes R o d a tz (Berlin) das Wort, um in kurzen Worten die Aufgaben der neuen Leitung zu erläutern. Vor allem sei es erforderlich, die Jugend wie- der hinauszuführen in die deutschen Gaue, um ihr die oerlorengegangene Liebe zum Boden wiederzugeben. Alle im Dienste des Jugend- Herbergswerkes stehenden Volksgenossen müßten ihre ganze Kraft daran sehen, nachdem nun- mehr wieder geordnete Verhältnisse eingezogen seien, eine Bewegung ins Leben zu rufen, die auch den letzten unserer Volksgenossen erfasse, und so ein Geschlecht heranziehe, das frei von jeder falschen Ideologie aufs innigste mit Volk und Vaterland, mit Blut und Boden verbunden sei. Die Versammlung wählte hierauf den Gebietsführer Geißler einstimmig zum Vorsitzenden des Gaues Main-Rhein-Lahn-Fulda und des Gaues Süd- Hessen. Zum Beirat ernannte dieser u. a. fol« genbe Personen bzw. bereu Vertreter: Landes« Hauptmann in Wiesbaben, Regierungspräsident in Wiesbaben, Regierungspräsibent in Kassel, Laubes« Hauptmann in Kassel, Vertreter bes Hessischen Weihuachtsfeiertage mit ihren musizierenbeu Engels- und Hirteugruppen, ber rein instrumentalen Perl« bes ganzen Werkes. Dr. H. Die Lady und der Zager. Der Tob bes bekannten englischen Großwild- Jägers Andrew Rattray, der aus Nairobi (Kenja) berichtet wird, beendet zugleich eine romantische Liebesgeschichte, die in ber englischen Gesellschaft seiner Zeit großes Aussehen erregte. Die Gattin Rattrays, bie ihn in seiner letzten.Krankheit auf« opfernb pflegte, ist eine britische Aristokratin, bis Tochter bes Lord Furneß, bie ben Jäger vor zwei Jahren gegen ben Willen bes Lords heiratete. Rattray war ein Schotte von gewaltiger Größe, bas Urbilb eines kühnen Nimrobs. Er lebte seit 30 Jahren in Afrika, wo er ben Ruf eines ausgezeichneten Großwild-Jägers genoß. Es gab kein Tier, bas er fürchtete, vielleicht mit einziger Ausnahme bes ßeoparben. Von einer solchen Bestie würbe er einmal schwer verletzt, unb er vertrat bie Ansicht, baß ein verwunbeter ßeoparbe ber gefährlichste Gegner ist, ben es in ber Tierwelt gibt. Rattray war von ßorb Furneß als „weißer Jäger" für bie häufigen Expebitioneu verpflichtet worben, bie ber ßorb unternahm. Bei einer solchen Gelegenheit lernte ber fast 50jährige bie 23jährigs Averill Furneß kennen unb schilderte der jungen Dame fein ßeben im Urwald, feine Abenteuer unb feine Taten. Die Aristokratin wurde dadurch dazu veranlaßt, ihren Vater auf einer „Safari" zu begleiten und verliebte sich in der Einsamkeit der Wildnis in den Jäger. Als es galt, Abschied zu nehmen, erkannte sie, daß sie ohne ihn nicht leben könne, unb geftanb ihm ihre ßiebe. Am nächsten Tage heirateten bie Selben in Nairobi, ohne baß ber Vater etwas bavon wußte, ber sich noch auf ber Jagd befanb. Erst als bas junge Paar sich bereits auf feiner Hochzeitsreise in ben Urwald befand, erfuhr ber ßorb bavon unb entließ Rattray sofort, inbem er in einem Lokalblatt eine für den Jäger verletzende Anzeige erließ. Der Bruch mit der Familie des Lords war damit vollzogen Da» Paar lebte seitdem in ben llrroälbern b"s Kenja« Gebietes, unb bie Laby begleitete ihren Mann auf seinen Jaabfahrten. Jetzt nach seinem frühen Tode hat eine Versöhnung mit dem Vater stattgefunden. Schulungskurs für AmiSlvalter der Arbeilsfront »eigen ihre Verlobung an Gießen, Alter Steinbacher Weg 13 583SD (orte Advent 1933 73« D Winterthur Unfall-, Haftpflicht-, Versicherungen Prospekte und Auskünfte bereltwllllgsti Subdirektion Frankfurt a. M Telephon 1- S47 Ooethe streße 10 Mitarbeiter überall gesucht K Der ernte Optiker Magnus elhaus • Gießen TEXTIL-ReKL.eiN.SM/^ Ole Verlobung ihrer Tochter G e r t r u d mit Herrn Pfarrverwalter Willy Frey zu Schornsheim in Rheinhessen beehren sich anzuzeigen Einbruch-Diebstahl-, Lebens-, Renten-, Kinder-, Aussteuer-, Studiengeld« Wermut- Wein Drsisris Kiews- plAtl U [Verschiedenes | da. 12000Jll(. al- 1. Hovolbek aut schönes Geschäft-- bnus un Zentrum der Stabt gesucht. Schr. Ang. u. OfiflßS an d. Gießener9(na. Grasartig sagt hier daß meine Kinder mir diesmal mit so nützlich Geschenk Freude bereiten! 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Er betonte einleitend, daß derart große Umwälzungen in einem Volksleben, wie sie Deutschland jetzt erfahren habe, nur aus einem dringenden Bedürfnis nach innerer Umformung entstünden. Der Bestand einer solchen Volkwerdung und grundlegenden Reformierung der gesamten Lebenshaltung werde nur dann gewährleistet (ein, wenn das Volk erkenne, daß die früher beschrittenen Wege ins Verderben fuhren mußten. Der Redner erinnerte sodann an die Zersplitterung des deutschen Volkes durch den Haß- und Klassenkampfgedanken des Kampfes aller gegen alle und stellte diesem liebel die erfreuliche Tatsache gegenüber, daß schon nach 9 Monaten der nationalsozialistischen Regierung der Klasienkamps vernichtet sei und mit ihm auch sein Verkünder, der Marxismus. Es gelte nunmeyr, auch die letzten Reste dieser verderblichen Idee vollkommen aus- ^umerzen und etwas Neues xu schaffen, in dem sich Das ganze deutsche Volk wohlfühle. Adolf Hitler habe den deutschen Arbeiter aus seiner früheren Selbsterniedrigung und Selbst- degradierung herausgcholt und als freien Stand in das neue Reich eingegliedert. heute gebe es in der Slandesvertretuug des deutschen Arbeiters nur noch die Gemeinschaft der deutschen Arbeiter der Stirn und der Faust. 3n Zukunft stünden sich nicht mehr Menschen irgendwelcher Reversible ein Gewebe von sehr aparter Wirkung fl flC 4.50. 3.50. 2.ÜU K’seiden-Drucke sehr große Auswahl neuester und geschmack fl Qft vollster Dessins, ca. 100 cm breit . . 3.90, 3.50, Z.uu Mantelstoffe in einfarbig, schwarz, marine, braun oder ge- Q tfl mustert, ca. 140 cm breit .690, 5.50, 4.90, 4.,,0, u.uU Der Führer der b-'Vn Gaue besi'lgte darauf die neu.n Ortsgrupp, n, (ihrer für die beiden Gaue Main-Rhein-Lahn-Fulda und Eüd-Hessen, die von dem Führer des Reichsocrbandes R o d a tz und dem Führer der Gaue verpflichtet wurden. Mit einem Sieg-Heil auf den Führer und mit dem Kampflied der Hitler-Nuaend „Vorwärts, Vorwärts!" schloß die Verpflichtungsfeier. Carl Nowack Inh.: Carl Heinz Schlüter m-A das gute Spezialgeschäft fei. nachdem nunmehr endlich der nnseNae Streit auch zwischen den eiurelnen Jugend- bündeu vorbei sei, und die gesamte Zagend hinter den Fahnen Adolf Hitlers marschiere. Wie alles, was wir tun, so münde auch die Arbeit an der Jugend ein in die große Arbeit, die der Führer begonnen habe zum Wohle des deutschen Volkes. fr' 'ngen "nt-re" nverlrelung gegen 2 xz, V* I dern an deren Stelle fei der Gedanke der Volksgemeinschaft getreten. Alle Schädlinge, die sich gegen diese Dolksaemein- schäft wenden, müßten ausgemerzt werden. In Zukunft werde der Mensch nur danach zu beurteilen sein, was er für die Volksgemeinschaft leiste Jetzt würden nicht etwa Gesetze für heute oder morgen gemacht, sondern es werde aufgebaut für Jahrhunderte unb für @enerationeiL Wie am 12. November das deutsche Volk in seiner erdrückenden Mehrheit einig gewesen sei, so muffe es sich auch in Zukunft immer als ein einig Volk von Brüdern zeigen und ein neues Deutschland in sittlich-moralischer und in wirtscha tlicher Beziehung schaffen, das treu sei gegenüber seinem Führer und Vaterland in der Erkenntnis, daß die Treue das Mark der Ehre ist. Als Vertreter der Arbeitgeber betonte Pg Dr. Kolb, daß es in Gießen das erstemal sei, Arbeitgebervertreter zu einem Schulungskursus hinzuzuziehen. Früher hätten sich Arbeitgeber und Arbeit- nehmer bekämpft, heute aber feien sie zu g e m e infam e r Arbeit in der Gegenwart und für die Zukunft vereint. Früher hätten sie sich gegenüber- gestanden nicht etwa aus persönlichen Gründen, sondern well sie verhetzt worden seien. Jetzt wolle man gemeinsam arbeiten jum Wohle des deutschen Volke, und de, neuen Reiche, in der Erkenntnis, daß n jedem einzelnen Volksgenossen besser gehen werde, wenn da, deutsche Volk in seiner Gesamtheit gesund sei. Pg. Betz dankte den Rednern für ihre eindrucksvollen Worte und unterstrich das Bekenntnis, durch gemeinsame Arbeit zusammenzuwirken für eine wahre Volksgemeinschaft desganzen deutschen Volkes. Alle bisherigen Gegensätze müßten überbrückt werden durch den Willen, in Zukunft nicht mehr Arbeitgeber einerseits und Arbeit- nehmer anderseits, sondern nur noch deutsche Arbeitsmenschen zu sein. Hierauf nahm der Schulungskursus unter Leitung von Pg. Singel seinen Anfang. I Heute Mittwoch »am letztenmal der grobe deuuene Heimat-Film: Heide schul meister Uwe Karsten I Ab Donneret»« ein au Berge wohnliche» Programm! Die neunte Tonfilm-Operette: Keine Angst vor Liebe ■ mit Liane Haid und R. A. Robert*. tmK Dazu das große Alberti-Ballett | | Empfehlunei | stemmt leb.Karpfen und Schleien,Bückinge Sprotten, Lachs, Marinaden 73vti G. G. Klelnöeon Bahnhofstraße 61. Anmachholz Bestellung erbmci fvir direkt an uno möglichst Der Post- Staates, Vertreter der Stadt Frankfutt a. M, Bürgermeister Linder, Vertreter der Landräte, Vertreter der Partei und ihrer Untergliederungen, Vertreter der Wandervereine. Der Bericht über den Gau Hessen - Süd ergab, daß sich dort verschiedene Unstimmigkeiten oorgefunden haben, die gegenwärtig noch vom Hessischen Staatsministerium untersucht werden, dagegen sanden sich im Gau Main-Rheln-Lahn-Fulda nicht die geringsten Anlässe. Der neue Vorsitzende kündigte die Äerschmel - zuna beider flaue nach Klärung der Verhätt- nisie im Gau Süd-Hessen unter einem neuen Namen an, und verbreitete sich dann §um Schluß noch über die Aufgaben und 3iele, die sich die neue Führung gestellt habe. Nachdem die rechtliche Sanktionierung des Wechsel» in der Führung Der flaue Main Rhein-Lahn- Fulda und Süd-Hessen durch die Mitgliederversammlung erfolgt war, bestätigte der neue Führer Der beiden (Baue, Gebietsführer Geißler, die neuernannten Ortsgruppenführer. Die Derpflich- tungefeier fand im „/jaus der Jugend" in Anwesenheit des Stellvertreters des Reichsstatthalters und (Bauleiters Sprenger und des Führers des Reichsverbandes für Deutsche Jugendherbergen statt. Sie wurde mit dem Einmarsch der Singschar der Hitler-Jugend unter den Klängen der Fanfaren und der Landsknechttrommeln eröffnet. Gebietsführer Geißler begrüßte die erschiene- nen Ortsgruppenführer und besonders den Vertreter des Gauleiters, Heyfe, der die Grüße des Reichsstatthalters und Gauleiters Sprenger überbrachte und darauf hinwies, daß gerade im flau Hclien-Naffau unter der tatkräftigen Förde- runfl durch den Gauleiter die Jugendbewegung einen starken Aufschwung genommen habe. 6, fei im nationalsozialistischen Staate eine Selbstverständlichkeit, daß der Jugend das größte Jnteresie entgegengebracht würde. Er versicherte, daß die Partei auch weiterhin dem Jugendherbergswerk die weitestgehende Unter- stühnng gewähren würde, wissend, daß die Jugend die Trägerin der Einigkeit der Nation Schotten und Tweeds großes Sortiment moderner Ausmusterungen fl fit 2.95, 2.20, 1.95, U.UU Einfarbige Wollstoffe reine Wolle, modische Gewebe fifi 3.50, 2.90, L25, 1.75, 1.30. U.üU Waschsamte einfarbig und bedruckt, nur gute tragfähige fl Gfl Qualitäten..................1.50, laß, 1.—, U.UU Mattcröpe für schöne Kleider, aus gut K’seide, in neuest fl Efl Modefarben.............................. Z.UU Arn Samstagnachmittag wurde im Hause der Deutschen Arbeitsfront (Gewerkschastshaus) ein Schulungskursus für Amtswalter der Deutschen Arbeitsfront unter Leitung des Holzarbeiterverbandes, Verbandskreisleitung fliehen, eröffnet. An der Tagung nahmen zahlreiche Amtswalter teil. Pg. Betz leitete den Schulungskursus mit einer Ansprache ein, in der er nach Begrüßunasworten u. a. auf die große Aufgabe der guten Wahrung des kostbaren Gutes der Deutschen Arbeitsfront zum Besten des deutschen Arbeiters hinwies. Er betonte dann, daß es gelte, auch den letzten deutschen Arbeiter $u gewinnen und ihm die Ueberzeugung zu verschaffen, daß in der Deutschen Arbeitsfront, in der die Arbeitnehmer und die Arbeitgeber als Einheit der schaffenden deutschen Menschen stehen, der Gemeinschaslsgedanke zur Tat geworden sei. Die Amtswalter als Treuhänder der Deutschen Arbeitsfront hätten die besondere Aufgabe, hier oder da noch bestehendes Mißtrauen zu beseitigen und gerechte Mittler in den Differenzen aus dem Arbeitsprozeß zu fein. Alle müßten ständig weiter lernen und ringen um das Rüstzeug zur Dewälti- gung der großen Aufgaben, die der Führer gestellt habe. Zur Erlangung dieses Rüstzeuges solle der Schulungskursus verhelfen. Jeder Amtswalter muffe sich mit größtem Eifer diesem Kursus widmen, damit zwischen den Lehrenden und den Hörem eine von heiligem Ernst geleitete Arbeitsgemeinschaft Kl. fleidjciftt.mann, Witwer,Mitte "ner. sucht eine ftrnu ob. (Vrriu!cm Zwecks Heirat. Sehr. Ann. U.7342D an d.fließ.Anzeiger. Werbe-Drucksachen H4 Brflkl, Scheletrale 7 S Lichtsp d*tail Wol Wal-W eben brutffa lebendigem und aufüflufirdtbem Gmführunastert von K unb (3 ElseDittmar Verlang bebilderte Derbedlall iZONatU'aufnahmenausdemTier-undVstanzen- leben des helmatlichenWaldes auf iMKupfertief- ie Lebensgemeinschaft u scheu Waldes in Biii beziehen durch jede Vuchhandiung oder vom Gute Qualitäten I Allergrößte Auswahl